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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Diagramme kritisch auswerten und Manipulation erkennen

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4115576
In einer Umfrage bewerteten 50 Schülerinnen und Schüler das Angebot der neuen Schulbücherei: - 8 Personen: „Hervorragend“ - 15 Personen: „Gut“ - 17 Personen: „Befriedigend“ - 10 Personen: „Nicht so gut“ Der Büchereileiter möchte die Ergebnisse in einem Diagramm so darstellen, dass die positiven Rückmeldungen als größte Gruppe hervorstechen. Er entscheidet sich, die Antworten in genau drei Gruppen zusammenzufassen. Dabei dürfen nur benachbarte Bewertungskategorien zusammengefasst werden. Wie sollte er die Gruppen einteilen, damit die Gruppe mit den besten Bewertungen die meisten Personen enthält? Nenne die Namen der drei Gruppen und berechne, wie viele Personen jeweils in diese Gruppen fallen.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Antwortmöglichkeiten man logisch kombinieren kann, um eine starke Aussage zu erhalten. - Wie viele Personen sind insgesamt in den Kategorien „Hervorragend“ und „Gut“? - Vergleiche die Summe der guten Bewertungen mit den restlichen einzelnen Kategorien.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl zur Kontrolle: \(8 + 15 + 17 + 10 = 50\). 2. Ziel: Eine „positive“ Gruppe bilden, die größer ist als die anderen beiden. 3. Strategie: Zusammenfassen der obersten Kategorien. Gruppe 1 („Positiv“: Hervorragend und Gut) ergibt \(8 + 15 = 23\) Personen. 4. Die restlichen Kategorien bilden die anderen Gruppen: Gruppe 2 („Neutral“: Befriedigend) mit \(17\) Personen und Gruppe 3 („Negativ“: Nicht so gut) mit \(10\) Personen. 5. Vergleich der Gruppengrößen: \(23 > 17\) und \(23 > 10\). Die positive Gruppe ist somit die größte.

Antwort

Der Büchereileiter sollte die Gruppen wie folgt einteilen: 1. Gruppe „Positiv“ (Hervorragend und Gut): \(23\) Personen. 2. Gruppe „Befriedigend“: \(17\) Personen. 3. Gruppe „Negativ“ (Nicht so gut): \(10\) Personen. In dieser Darstellung ist die positive Gruppe mit \(23\) Stimmen die deutlich größte.
4115666
Lies den folgenden kurzen Zeitungsbericht und beurteile die Aussage. „Die Kriminalität in unserem Dorf ist dramatisch angestiegen! Die Zahl der Fahrraddiebstähle hat sich im Vergleich zum Vorjahr um \(100\,\%\) erhöht.“ Tatsächlich wurde im letzten Jahr genau ein Fahrrad als gestohlen gemeldet, in diesem Jahr waren es zwei. Erkläre, warum die Schlagzeile einen falschen Eindruck erwecken könnte.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Fahrräder tatsächlich mehr gestohlen wurden. - Wirkt die Zahl „2“ auf dich ebenso dramatisch wie die Zahl „\(100\,\%\)“? - Was passiert mit der Prozentzahl, wenn man nur ganz kleine Zahlen als Grundlage hat?

Lösung

1. Berechnung der prozentualen Steigerung: Der Anstieg von einem Diebstahl auf zwei Diebstähle entspricht einer Differenz von 1. Bezogen auf den Ausgangswert von 1 ist das eine Steigerung um \(\frac{1}{1} = 1 = 100\,\%\). 2. Analyse des Eindrucks: Rein rechnerisch ist die Angabe \(100\,\%\) korrekt. 3. Bewertung der Irreführung: Die Angabe einer hohen Prozentzahl wie \(100\,\%\) suggeriert eine massive Veränderung oder eine große Anzahl an Vorfällen. Bei sehr kleinen Grundwerten (hier nur 1 Fall) führen jedoch schon geringste absolute Änderungen zu extrem hohen prozentualen Veränderungen. Der Begriff „dramatisch“ ist daher irreführend, da die absolute Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle (2) weiterhin klein ist.

Antwort

Die Schlagzeile ist irreführend, weil eine Steigerung um \(100\,\%\) nach einer sehr großen Menge klingt. Da die absolute Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle aber nur von 1 auf 2 gestiegen ist, bleibt die absolute Fallzahl klein. Prozentangaben bei sehr kleinen Grundwerten können die tatsächliche Lage verzerren.
4115516
In einer Werbeanzeige für eine Bäckerei steht: „Früher war jedes vierte Brötchen umsonst, heute ist es für dich noch günstiger: Jetzt ist jedes fünfte Brötchen gratis! Damit sparst du satte \(25\,\%\).“ Untersuche die Aussage der Werbeanzeige. Erkläre, welche mathematischen Fehler enthalten sind, und schreibe den Text so um, dass er mathematisch korrekt und logisch sinnvoll ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet „jedes vierte“ als Bruch ausgedrückt? - Rechne die Brüche in Prozentangaben um, um sie besser vergleichen zu können. - Wann ist ein Angebot für den Kunden „günstiger“ – wenn der Gratis-Anteil steigt oder sinkt? - Prüfe, ob die Prozentangabe am Ende zum aktuellen oder zum alten Angebot passt.

Lösung

1. Berechnung der Anteile: „Jedes vierte“ entspricht dem Bruch \(\frac{1}{4}\), was \(25\,\%\) entspricht. „Jedes fünfte“ entspricht dem Bruch \(\frac{1}{5}\), was \(20\,\%\) entspricht. 2. Identifikation der Fehler: Erstens ist \(20\,\%\) weniger als \(25\,\%\), daher ist das neue Angebot nicht „günstiger“, sondern schlechter. Zweitens beziehen sich die genannten \(25\,\%\) auf den alten Zustand, nicht auf den neuen. 3. Korrekturmöglichkeiten: Um den Text logisch zu korrigieren (Verbesserung suggerieren), müsste der neue Gratisanteil größer als der alte sein. Beispiel: „Früher war jedes fünfte Brötchen gratis (\(20\,\%\)), heute ist es noch günstiger: Jedes vierte Brötchen ist gratis! Damit sparst du satte \(25\,\%\).“

Antwort

Der Text ist widersprüchlich, da „jedes fünfte“ (\(20\,\%\)) weniger Rabatt ist als „jedes vierte“ (\(25\,\%\)). Zudem passen die \(25\,\%\) nicht zum neuen Angebot. Eine korrekte Version wäre: „Früher war jedes fünfte Brötchen umsonst (\(20\,\%\)), heute ist es für dich noch günstiger: Jetzt ist jedes vierte Brötchen gratis! Damit sparst du satte \(25\,\%\).“
4115536
Betrachte die folgende Statistik über Lesegewohnheiten: „Vor zehn Jahren las jedes zehnte Kind täglich ein Buch. Heute hat sich die Situation verbessert, denn es ist nur noch jedes achte Kind. Unser Ziel ist es, dass bald wieder \(5\,\%\) der Kinder täglich lesen.“ Erkläre, warum dieser Text unlogisch ist, und korrigiere die Zahlen so, dass eine echte Verbesserung und ein sinnvolles Ziel beschrieben werden.

Denkanstöße

- Berechne für „jedes zehnte“ und „jedes achte“ die Prozentsätze. - Überlege: Wenn mehr Kinder lesen, ist das eine Verbesserung oder eine Verschlechterung? Passt das Wort „nur noch“ dazu? - Ist ein Ziel von \(5\,\%\) sinnvoll, wenn man vorher höhere Werte hatte und von „Verbesserung“ spricht?

Lösung

1. Analyse der Anteile: „Jedes zehnte“ ist \(\frac{1}{10} = 10\,\%\). „Jedes achte“ ist \(\frac{1}{8} = 12{,}5\,\%\). 2. Logikprüfung: Wenn die Zahl der lesenden Kinder von \(10\,\%\) auf \(12{,}5\,\%\) steigt, ist das eine Verbesserung. Das Wort „nur noch“ passt aber zu einer Verschlechterung. 3. Zielprüfung: Das Ziel von \(5\,\%\) wäre eine Verschlechterung gegenüber dem aktuellen Zustand (\(12{,}5\,\%\)) und dem alten Zustand (\(10\,\%\)). Das Wort „wieder“ impliziert, dass \(5\,\%\) der alte Wert war, was dem Textanfang widerspricht. 4. Korrekturvorschlag: „Vor zehn Jahren las jedes zehnte Kind (\(10\,\%\)) täglich ein Buch. Heute hat sich die Situation verbessert, denn es ist schon jedes achte Kind (\(12{,}5\,\%\)). Unser Ziel ist es, dass bald \(20\,\%\) (jedes fünfte Kind) täglich lesen.“

Antwort

Der Text ist unlogisch, weil „jedes achte“ (\(12{,}5\,\%\)) mehr ist als „jedes zehnte“ (\(10\,\%\)), was eine Verbesserung darstellt, aber mit „nur noch“ eingeleitet wird. Zudem ist das Ziel \(5\,\%\) niedriger als beide Werte, was keine Verbesserung wäre. Korrigierte Fassung: „Vor zehn Jahren las jedes zehnte Kind (\(10\,\%\)) täglich ein Buch. Heute hat sich die Situation verbessert, denn es ist bereits jedes achte Kind (\(12{,}5\,\%\)). Unser Ziel ist es, dass bald jedes fünfte Kind (\(20\,\%\)) täglich liest.“
4115586
Ein Energieunternehmen veröffentlicht ein Diagramm über den CO₂-Ausstoß seiner Kraftwerke in den letzten drei Jahren: - Jahr 1: \(100\) Tonnen - Jahr 2: \(98\) Tonnen - Jahr 3: \(95\) Tonnen Im veröffentlichten Balkendiagramm sieht es optisch so aus, als hätte sich der Ausstoß von Jahr 1 zu Jahr 3 mehr als halbiert, obwohl er tatsächlich nur um \(5\,\%\) gesunken ist. Erkläre präzise, wie die \(y\)-Achse (die Achse mit den Tonnen-Angaben) manipuliert wurde, um diesen falschen optischen Eindruck zu erzeugen. Was müsste man ändern, um das Diagramm ehrlich und neutral darzustellen?

Denkanstöße

- Schau dir an, wie groß der Unterschied zwischen den Zahlen im Vergleich zur Gesamtzahl ist. - Was passiert mit der Höhe eines Balkens, wenn man den unteren Teil der Skala einfach abschneidet? - Wo sollte eine Achse normalerweise beginnen, damit die Proportionen der Balken stimmen?

Lösung

1. Analyse des optischen Eindrucks: Eine Halbierung der Balkenhöhe bedeutet, dass der sichtbare Wert des letzten Balkens nur halb so groß ist wie der des ersten. 2. Identifikation der Manipulation: Die \(y\)-Achse beginnt nicht bei \(0\), sondern bei einem höheren Wert (z. B. \(92\)). 3. Berechnung der sichtbaren Differenz bei Achsenbeginn bei \(92\): Jahr 1 hat eine sichtbare Höhe von \(100 - 92 = 8\) Einheiten. Jahr 3 hat eine sichtbare Höhe von \(95 - 92 = 3\) Einheiten. Da \(3\) weniger als die Hälfte von \(8\) ist, entsteht der Eindruck einer Verringerung um mehr als die Hälfte. 4. Korrektur: Für eine ehrliche Darstellung sollte die \(y\)-Achse bei \(0\) beginnen.

Antwort

Die \(y\)-Achse wurde manipuliert, indem sie nicht bei \(0\) beginnt, sondern unten abgeschnitten wurde (sie beginnt oberhalb von \(90\) Tonnen, zum Beispiel bei \(92\) Tonnen). Dadurch wirken kleine Unterschiede riesig. Um das Diagramm neutral darzustellen, sollte die \(y\)-Achse bei \(0\) beginnen, sodass die Balkenhöhen den tatsächlichen Mengenverhältnissen entsprechen.
4115596
Zwei Klassen einer Schule haben bei einer Spendenaktion mitgemacht. - In Klasse 6A haben \(12\) von \(20\) Kindern gespendet. - In Klasse 6B haben \(15\) von \(30\) Kindern gespendet. Der Klassensprecher der 6B behauptet: „Wir sind die spendenfreudigere Klasse, da bei uns mehr Kinder mitgemacht haben als in der 6A!“ Überprüfe diese Aussage mithilfe der relativen Häufigkeiten in Prozent. Wer hat recht, wenn man die unterschiedlichen Klassengrößen berücksichtigt? Begründe deine Antwort rechnerisch.

Denkanstöße

- Kann man die Anzahl der Spender direkt vergleichen, wenn die Klassen verschieden groß sind? - Erinnere dich daran, wie man Anteile berechnet. - Wie viel Prozent sind \(12\) von \(20\)? Und wie viel sind \(15\) von \(30\)?

Lösung

1. Berechnung der relativen Häufigkeit für Klasse 6A: \(\frac{12}{20}\). 2. Umrechnung in Prozent für 6A: \(\frac{12 \cdot 5}{20 \cdot 5} = \frac{60}{100} = 60\,\%\). 3. Berechnung der relativen Häufigkeit für Klasse 6B: \(\frac{15}{30}\). 4. Umrechnung in Prozent für 6B: \(\frac{15}{30} = \frac{1}{2} = 50\,\%\). 5. Vergleich der Ergebnisse: \(60\,\% > 50\,\%\). 6. Schlussfolgerung: Obwohl die absolute Zahl der Spender in 6B höher ist (\(15 > 12\)), ist der Anteil in 6A höher. Die Behauptung des Klassensprechers der 6B ist bezogen auf die Spendenbereitschaft der Gruppe falsch.

Antwort

Der Klassensprecher der 6B hat unrecht. Wenn man die Klassengröße berücksichtigt, ist die Klasse 6A spendenfreudiger: - Klasse 6A: \(60\,\%\) der Kinder haben gespendet (\(12\) von \(20\)). - Klasse 6B: Nur \(50\,\%\) der Kinder haben gespendet (\(15\) von \(30\)). Der Vergleich absoluter Zahlen ist hier irreführend, da die Klassen unterschiedlich groß sind.
4115676
Ein Möbelhaus wirbt mit einem großen Plakat: „Räumungsverkauf – ALLES bis zu \(70\,\%\) reduziert!“ Ein Kunde stellt im Laden fest, dass lediglich die Duftkerzen an der Kasse um \(70\,\%\) reduziert sind. Alle Schränke, Tische und Sofas sind nur um \(5\,\%\) im Preis gesenkt. Beschreibe, wie hier mit der Prozentangabe ein falscher Eindruck erzeugt wird und warum der Werbeslogan dennoch „wahr“ ist.

Denkanstöße

- Achte besonders auf die kleinen Wörter im Werbeslogan. Was bedeutet „bis zu“ genau? - Gilt der hohe Rabatt für alle Gegenstände im Laden oder nur für manche? - Warum schreibt das Möbelhaus wohl nicht „Die meisten Artikel sind \(5\,\%\) reduziert“?

Lösung

1. Analyse des Slogans: Der Zusatz „bis zu“ bedeutet mathematisch, dass \(70\,\%\) die Obergrenze der Rabatte darstellt. Jeder Wert zwischen \(0\,\%\) und \(70\,\%\) erfüllt diese Bedingung. 2. Abgleich mit der Realität: Da die Duftkerzen tatsächlich um \(70\,\%\) reduziert sind, ist die Aussage logisch korrekt. 3. Bewertung der Irreführung: Der Fokus der Werbung liegt auf der großen Zahl „\(70\,\%\)“, was Kunden anlockt, die hohe Ersparnisse bei teuren Möbeln erwarten. Dass der Großteil des Sortiments (Schränke, Sofas) nur minimal um \(5\,\%\) reduziert ist, wird durch den Slogan verschleiert. Der falsche Eindruck entsteht durch die Verallgemeinerung („Alles“) in Kombination mit einem Extremwert, der nur für billige Kleinteile gilt.

Antwort

Der Eindruck ist irreführend, weil Kunden hohe Rabatte auf alle Möbel erwarten. Die Werbung ist aber wahr, weil das Wort „bis zu“ besagt, dass nur ein einziger Artikel den Höchstrabatt erreichen muss. Die hohen Prozente werden als Blickfang genutzt, obwohl sie für die meisten Produkte nicht gelten.
4142646
Ein Gärtner hat an fünf aufeinanderfolgenden Tagen die Niederschlagsmenge in seinem Garten gemessen: <table> <tr><td><b>Wochentag</b></td><td><b>Niederschlag (in \(\text{l}/\text{m}^2\))</b></td></tr> <tr><td>Montag</td><td>\(4\)</td></tr> <tr><td>Dienstag</td><td>\(0\)</td></tr> <tr><td>Mittwoch</td><td>\(10\)</td></tr> <tr><td>Donnerstag</td><td>\(6\)</td></tr> <tr><td>Freitag</td><td>\(5\)</td></tr> </table> a) Berechne die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Tag für diesen Zeitraum. b) Um diese Daten in einem Säulendiagramm darzustellen, muss die y-Achse beschriftet werden. Welcher der folgenden Wertebereiche für die y-Achse ist am sinnvollsten, um alle Daten gut lesbar und ohne unnötig viel Platz zu verschwenden darzustellen? Begründe kurz. - Bereich A: \(0\) bis \(100\,\text{l}/\text{m}^2\) - Bereich B: \(0\) bis \(12\,\text{l}/\text{m}^2\) - Bereich C: \(5\) bis \(10\,\text{l}/\text{m}^2\)

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Durchschnitt einer Zahlenreihe? - Schau dir für das Diagramm den kleinsten und den größten gemessenen Wert an. - Ein Diagramm sollte immer so gewählt sein, dass man die Unterschiede zwischen den Werten gut erkennen kann.

Lösung

1. Berechnung des Durchschnitts: Summe der Werte \(4 + 0 + 10 + 6 + 5 = 25\). Division durch die Anzahl der Tage (\(5\)): \(25 : 5 = 5\,\text{l}/\text{m}^2\). 2. Bewertung der Wertebereiche: Bereich A ist zu groß, die Säulen wären extrem klein und schwer zu unterscheiden. Bereich C ist falsch, da er bei \(5\) beginnt und somit den Wert \(0\) (Dienstag) und \(4\) (Montag) nicht darstellen kann. Bereich B ist optimal, da er alle Werte von \(0\) bis \(10\) umfasst und eine gute Ausnutzung der Achse bietet.

Antwort

a) Der durchschnittliche Niederschlag beträgt \(5\,\text{l}/\text{m}^2\). b) Bereich B (\(0\) bis \(12\,\text{l}/\text{m}^2\)) ist am sinnvollsten. Begründung: Er deckt alle Messwerte ab (Minimum \(0\), Maximum \(10\)) und erlaubt eine detaillierte Darstellung, während Bereich A zu grob ist und Bereich C unvollständig wäre.
4115526
Ein Radiosender berichtet über eine Umfrage zum Thema Umweltschutz: „In unserer Stadt trennt jeder achte Haushalt seinen Müll nicht richtig. Das ist fast die Hälfte aller Haushalte, nämlich genau \(25\,\%\). Wir müssen das Ziel von \(10\,\%\) (jeder zwanzigste Haushalt) erreichen.“ Finde die drei mathematischen Fehler in diesem Bericht und korrigiere sie in einem neuen Text.

Denkanstöße

- Wandle alle Angaben („jeder achte“, „Hälfte“, „jeder zwanzigste“) in Prozentzahlen um. - Vergleiche diese berechneten Werte mit den im Text genannten Prozentzahlen. - Überprüfe, ob die Beschreibungen wie „fast die Hälfte“ zu den Zahlen passen.

Lösung

1. Überprüfung von „jeder achte“: \(\frac{1}{8} = 12{,}5\,\%\). 2. Vergleich mit „fast die Hälfte“: Die Hälfte sind \(50\,\%\). \(12{,}5\,\%\) ist weit davon entfernt und eher „ein kleiner Teil“ oder „jeder Achte“. 3. Vergleich mit „genau \(25\,\%\)“: \(12{,}5\,\% \neq 25\,\%\). 4. Überprüfung des Ziels: \(10\,\%\) entspricht dem Bruch \(\frac{10}{100} = \frac{1}{10}\), also „jeder zehnte“. „Jeder zwanzigste“ wäre \(\frac{1}{20} = 5\,\%\). 5. Korrektur: „In unserer Stadt trennt jeder achte Haushalt (\(12{,}5\,\%\)) seinen Müll nicht richtig. Wir müssen das Ziel von \(10\,\%\) (jeder zehnte Haushalt) erreichen.“ (Oder andere konsistente Werte).

Antwort

Die Fehler sind: 1. „Jeder achte“ sind \(12{,}5\,\%\), nicht \(25\,\%\). 2. \(12{,}5\,\%\) oder \(25\,\%\) sind nicht „fast die Hälfte“ (\(50\,\%\)). 3. \(10\,\%\) entspricht „jedem zehnten“ Haushalt, nicht „jedem zwanzigsten“ (\(5\,\%\)). Mögliche Korrektur: „In unserer Stadt trennt jeder achte Haushalt (\(12{,}5\,\%\)) seinen Müll nicht richtig. Das ist ein Achtel aller Haushalte. Wir müssen das Ziel von \(10\,\%\) (jeder zehnte Haushalt) erreichen.“
4115686
In einer Stadt gibt es zwei Schulen. Schule A hat 500 Kinder, von denen \(10\,\%\) in einem Fußballverein sind. Schule B hat 100 Kinder, von denen \(20\,\%\) in einem Fußballverein sind. Die Lokalzeitung schreibt: „An Schule B sind Kinder doppelt so sportlich wie an Schule A, da dort im Vergleich doppelt so viele Kinder Fußball spielen.“ Untersuche diese Aussage, indem du die tatsächliche Anzahl der Kinder berechnest. Wo liegt der Denkfehler in der Schlagzeile?

Denkanstöße

- Rechne zuerst aus, wie viele Kinder an jeder Schule tatsächlich im Verein sind. - Kann man Prozentzahlen direkt vergleichen, wenn die Gesamtzahl der Schüler unterschiedlich ist? - Was meint die Zeitung mit „doppelt so viele“ – die Prozentzahl oder die Anzahl der Kinder?

Lösung

1. Berechnung für Schule A: \(10\,\%\) von 500 Kindern entspricht \(0{,}10 \cdot 500 = 50\) Kindern. 2. Berechnung für Schule B: \(20\,\%\) von 100 Kindern entspricht \(0{,}20 \cdot 100 = 20\) Kindern. 3. Vergleich: Der Anteil an Schule B ist mit \(20\,\%\) tatsächlich doppelt so hoch wie an Schule A mit \(10\,\%\). Die absolute Anzahl ist jedoch an Schule A größer: \(50 > 20\). 4. Denkfehler: Die Formulierung „doppelt so viele Kinder“ verwechselt den doppelten Prozentsatz mit der absoluten Anzahl. Außerdem lässt sich aus der Mitgliedschaft in einem Fußballverein allein nicht ableiten, Kinder seien allgemein „doppelt so sportlich“.

Antwort

An Schule B ist der prozentuale Anteil der Kinder im Fußballverein doppelt so hoch (\(20\,\%\) statt \(10\,\%\)). Absolut spielen aber an Schule A mehr Kinder Fußball: \(50\) statt \(20\). Die Zeitung verwechselt Anteil und absolute Anzahl; die allgemeine Aussage „doppelt so sportlich“ ist durch diese Daten nicht belegt.
4116586
In der Klasse 6b wurde eine Umfrage zu den Lieblingshaustieren durchgeführt. Das Ergebnis war: - Hund: 9 Stimmen - Katze: 6 Stimmen - Hamster: 3 Stimmen - Vögel: 2 Stimmen a) Die Daten sollen in einem Säulendiagramm gezeichnet werden, wobei \(1\,\text{cm}\) auf der y-Achse für 2 Stimmen steht. Wie groß ist der Unterschied in der Säulenhöhe zwischen „Hund“ und „Hamster“ in Zentimetern? b) Wie viel Prozent der abgegebenen Stimmen entfallen auf die Katze? c) Jemand schlägt vor, die y-Achse erst bei 2 Stimmen beginnen zu lassen, um Platz zu sparen. Erkläre kurz, warum das die Darstellung der Ergebnisse verfälschen könnte.

Denkanstöße

- Wie viele Stimmen liegen zwischen Hund und Hamster? Rechne das dann in Zentimeter um. - Für die Prozentaufgabe musst du erst wissen, wie viele Stimmen es insgesamt gab. - Stell dir vor, eine Säule hätte eigentlich die Höhe 1 und eine andere die Höhe 2. Die zweite ist doppelt so hoch. Was passiert, wenn du bei beiden unten ein Stück wegschneidest?

Lösung

1. Berechnung des Höhenunterschieds: Differenz der Stimmen zwischen Hund und Hamster ist \(9 - 3 = 6\) Stimmen. Bei einem Maßstab von \(1\,\text{cm} \mathrel{\hat{=}} 2\) Stimmen entspricht dies einem Höhenunterschied von \(6 : 2 = 3\,\text{cm}\). 2. Berechnung des Prozentsatzes für die Katze: Gesamtzahl der Stimmen ist \(9 + 6 + 3 + 2 = 20\). Der Anteil der Katze ist \(\frac{6}{20}\). Umrechnung auf Hundertstel: \(\frac{6 \cdot 5}{20 \cdot 5} = \frac{30}{100} = 30\,\%\). 3. Interpretation der Achsenverkürzung: Wenn die Achse bei 2 beginnt, verschwindet die Säule für „Vögel“ komplett (Höhe 0), obwohl es Stimmen gab. Zudem wirken die Unterschiede zwischen den anderen Tieren optisch viel größer, als sie im Verhältnis zur Gesamtzahl sind (die Proportionen gehen verloren).

Antwort

a) Der Unterschied beträgt \(3\,\text{cm}\). b) Es sind \(30\,\%\). c) Die Proportionen werden verzerrt. Die Säule für „Vögel“ wäre gar nicht mehr sichtbar, und die Unterschiede zwischen den anderen Tieren wirken übertrieben groß.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.