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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Kongruenzsätze

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4123167
Untersuche, ob die Dreiecke \(ABC\) und \(DEF\) zueinander kongruent sind. Begründe deine Entscheidung, indem du den passenden Kongruenzsatz nennst. Fertige zum Verständnis eine Planfigur an. Dreieck \(ABC\): \(c = 5{,}4\,\text{cm}\); \(\alpha = 42^\circ\); \(\beta = 76^\circ\) Dreieck \(DEF\): \(f = 5{,}4\,\text{cm}\); \(\delta = 42^\circ\); \(\epsilon = 76^\circ\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wo genau die gegebenen Winkel im Verhältnis zur gegebenen Seite liegen. - Welche Bezeichnungen im Dreieck \(ABC\) entsprechen welchen Bezeichnungen im Dreieck \(DEF\)? - Schau dir die Kongruenzsätze SSS, SWS, WSW und SsW an. Welcher passt hier?

Lösung

1. Analyse der gegebenen Größen im Dreieck \(ABC\): Die Seite \(c\) liegt zwischen den Winkeln \(\alpha\) und \(\beta\). 2. Analyse der gegebenen Größen im Dreieck \(DEF\): Die Seite \(f\) liegt zwischen den Winkeln \(\delta\) und \(\epsilon\). 3. Vergleich der entsprechenden Stücke: \(c = f = 5{,}4\,\text{cm}\), \(\alpha = \delta = 42^\circ\) und \(\beta = \epsilon = 76^\circ\). 4. Da beide Dreiecke in einer Seite und den beiden anliegenden Winkeln übereinstimmen, sind sie nach dem Kongruenzsatz WSW (Winkel-Seite-Winkel) kongruent.

Antwort

Die Dreiecke sind kongruent nach dem Kongruenzsatz WSW.
4123227
Paul behauptet: „Wenn zwei Dreiecke in allen drei Innenwinkeln übereinstimmen, dann müssen sie deckungsgleich (kongruent) sein.“ Überprüfe, ob Paul recht hat. Begründe deine Entscheidung, indem du erklärst, was die Übereinstimmung der Winkel über die Form und die Größe der Dreiecke aussagt.

Denkanstöße

- Stelle dir zwei Dreiecke vor, die genau die gleiche Form haben, aber unterschiedlich groß sind. - Denke an das Vergrößern oder Verkleinern eines Bildes am Computer – was passiert dabei mit den Winkeln? - Was ist der Unterschied zwischen „ähnlich“ und „kongruent“? - Kannst du ein Beispiel für ein Dreieck finden, dessen Winkel feststehen, dessen Seitenlängen aber variieren können?

Lösung

1. Überprüfung der Aussage: Die Aussage ist falsch. 2. Zusammenhang von Winkeln und Form: Die drei Winkel eines Dreiecks legen lediglich dessen Form fest, nicht aber seine Größe. 3. Ähnlichkeit: Dreiecke mit gleichen Winkeln nennt man zueinander ähnlich. 4. Gegenbeispiel: Zwei gleichseitige Dreiecke haben immer die Innenwinkel \(60^\circ, 60^\circ, 60^\circ\). Ein Dreieck mit der Seitenlänge \(2\,\text{cm}\) ist jedoch nicht deckungsgleich zu einem Dreieck mit der Seitenlänge \(5\,\text{cm}\). 5. Ergebnis: Ein Kongruenzsatz „WWW“ existiert nicht.

Antwort

Paul hat nicht recht. Die Übereinstimmung in den drei Winkeln (WWW) garantiert keine Kongruenz, sondern nur Ähnlichkeit. Die Dreiecke haben zwar die gleiche Form, können aber unterschiedlich groß sein (zum Beispiel zwei gleichseitige Dreiecke mit verschiedenen Seitenlängen).
4123757
Paul und Sophie diskutieren über die Kongruenz von Rauten. Paul sagt: „Zwei Rauten sind immer kongruent, wenn sie den gleichen Umfang haben.“ Sophie widerspricht: „Das stimmt nicht. Man braucht noch eine weitere Information.“ Wer von beiden hat recht? Begründe deine Entscheidung, indem du erklärst, was der Umfang bei einer Raute über ihre Form aussagt und was eventuell noch fehlt, um sie eindeutig festzulegen.

Denkanstöße

- Was berechnet man beim Umfang einer Raute? Sagt das etwas über die Winkel aus? - Stell dir ein Modell aus vier Stäben vor, die an den Ecken beweglich verbunden sind. Kannst du die Form verändern, ohne die Stäbe zu kürzen? - Welche Informationen braucht man bei einem Dreieck, um es eindeutig zu zeichnen? Kannst du eine Raute in Dreiecke zerlegen?

Lösung

1. Der Umfang \(U\) einer Raute berechnet sich durch \(U = 4 \cdot a\), wobei \(a\) die Seitenlänge ist. Gleicher Umfang bedeutet also nur gleiche Seitenlänge. 2. Eine Raute ist ein spezielles Parallelogramm. Parallelogramme sind nicht starr; bei gleichbleibenden Seitenlängen können sich ihre Innenwinkel und damit ihre Form ändern. 3. Um eine Raute bis auf Kongruenz eindeutig festzulegen, reicht die Seitenlänge allein nicht aus. 4. Es wird zusätzlich ein Innenwinkel oder die Länge einer Diagonale benötigt, um die Form zu fixieren. 5. Sophie hat recht. Ein Gegenbeispiel sind zwei Rauten mit \(a = 5\,\text{cm}\), wobei eine ein Quadrat ist (Winkel \(90^\circ\)) und die andere spitze Winkel von \(30^\circ\) hat.

Antwort

Sophie hat recht. Der Umfang legt nur die Seitenlänge \(a\) der Raute fest. Da man eine Raute bei gleichbleibenden Seitenlängen verformen kann, verändern sich die Winkel und damit die Form. Erst durch die Angabe eines Innenwinkels oder einer Diagonalen wird die Raute eindeutig bestimmt.
4124227
In einem gleichschenkligen Trapez \(ABCD\) sind die parallelen Seiten \(AB\) und \(CD\) unterschiedlich lang. Die Schenkel \(AD\) und \(BC\) sind jeweils \(5\,\text{cm}\) lang. Die beiden Diagonalen \(AC\) und \(BD\) haben eine Länge von jeweils \(7\,\text{cm}\). Untersuche die Dreiecke \(ADC\) und \(BCD\). a) Welche Seite nutzen beide Dreiecke gemeinsam? b) Zeige unter Verwendung eines Kongruenzsatzes, dass die Dreiecke \(ADC\) und \(BCD\) deckungsgleich sind.

Denkanstöße

- Schau dir die Namen der Dreiecke genau an. Welche Buchstaben kommen in beiden vor? - Welche Informationen über die Längen der Schenkel und Diagonalen sind gegeben? - Welcher Kongruenzsatz vergleicht nur die Längen der drei Seiten?

Lösung

1. Identifikation der gemeinsamen Seite: Beide Dreiecke \(ADC\) und \(BCD\) besitzen die Seite \(CD\). 2. Vergleich der Seitenlängen: In \(\triangle ADC\) sind die Seiten \(AD = 5\,\text{cm}\), \(AC = 7\,\text{cm}\) und die Basis \(CD\). In \(\triangle BCD\) sind die Seiten \(BC = 5\,\text{cm}\), \(BD = 7\,\text{cm}\) und die Basis \(CD\). 3. Da \(AD = BC\) und \(AC = BD\) sowie die Seite \(CD\) identisch ist, stimmen die Dreiecke in allen drei Seitenlängen überein. 4. Nach dem SSS-Satz (Seite-Seite-Seite) sind die Dreiecke \(ADC\) und \(BCD\) kongruent.

Antwort

a) Die gemeinsame Seite ist \(CD\). b) Da \(AD = BC = 5\,\text{cm}\), \(AC = BD = 7\,\text{cm}\) und die Seite \(CD\) gemeinsam ist, sind die Dreiecke nach dem SSS-Satz kongruent.
4124307
Zwei Dreiecke haben beide einen Umfang von \(20\,\text{cm}\). In beiden Dreiecken sind zwei der Seiten \(6\,\text{cm}\) und \(9\,\text{cm}\) lang. Sind diese beiden Dreiecke zueinander kongruent? Begründe deine Antwort unter Angabe eines passenden Kongruenzsatzes.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Länge der dritten Seite, wenn der Umfang und zwei Seiten bekannt sind? - Welche Information über die Seiten eines Dreiecks reicht aus, um seine Form und Größe eindeutig festzulegen? - Erinnere dich an die vier grundlegenden Kongruenzsätze für Dreiecke.

Lösung

1. Berechnung der fehlenden dritten Seite \(c\): Da der Umfang \(U = a + b + c\) ist, gilt \(c = 20\,\text{cm} - 6\,\text{cm} - 9\,\text{cm} = 5\,\text{cm}\). 2. Vergleich der Dreiecke: Beide Dreiecke besitzen somit die Seitenlängen \(5\,\text{cm}\), \(6\,\text{cm}\) und \(9\,\text{cm}\). 3. Anwendung des Kongruenzsatzes: Da die Dreiecke in allen drei Seitenlängen übereinstimmen, sind sie nach dem Kongruenzsatz SSS (Seite-Seite-Seite) zueinander kongruent.

Antwort

Ja, die Dreiecke sind kongruent. Da der Umfang und zwei Seiten feststehen, muss auch die dritte Seite bei beiden Dreiecken gleich lang sein (\(5\,\text{cm}\)). Nach dem Kongruenzsatz SSS sind Dreiecke mit identischen Seitenlängen immer kongruent.
4142427
Gegeben ist ein Dreieck mit der Seite \(c = 7{,}5\,\text{cm}\) und den beiden anliegenden Winkeln \(\alpha = 40^\circ\) und \(\beta = 65^\circ\). a) Konstruiere das Dreieck präzise. b) Begründe, warum jedes auf diese Weise konstruierte Dreieck kongruent (deckungsgleich) zu den Dreiecken anderer Schüler ist. Nenne dabei den passenden Kongruenzsatz.

Denkanstöße

- Welche Informationen sind gegeben und wie hängen sie zusammen? - Erinnere dich an die vier grundlegenden Kongruenzsätze für Dreiecke. - Was bedeutet es für die Form eines Dreiecks, wenn eine Seite und die beiden Winkel an ihren Enden feststehen?

Lösung

1. Konstruktion: Zeichnen der Strecke \(c = AB = 7{,}5\,\text{cm}\). Antragen des Winkels \(\alpha = 40^\circ\) im Punkt \(A\) und des Winkels \(\beta = 65^\circ\) im Punkt \(B\). Der Schnittpunkt der Schenkel ist der Punkt \(C\). 2. Begründung: Das Dreieck ist durch eine Seite und die beiden anliegenden Winkel eindeutig bestimmt. 3. Kongruenzsatz: Es gilt der Kongruenzsatz WSW (Winkel-Seite-Winkel). Alle Dreiecke mit diesen Maßen sind daher zueinander kongruent.

Antwort

a) Die Konstruktion ergibt ein eindeutiges Dreieck \(ABC\). b) Das Dreieck ist nach dem Kongruenzsatz WSW eindeutig bestimmt.
4155147
Gegeben ist ein Viereck \(ABCD\), bei dem die gegenüberliegenden Seiten gleich lang sind: Es gilt \(AB = CD\) und \(BC = DA\). Die Diagonale \(AC\) teilt das Viereck in zwei Dreiecke, \(\triangle ABC\) und \(\triangle CDA\). Begründe ohne Messen, warum diese beiden Dreiecke kongruent (deckungsgleich) sind. Welchen Kongruenzsatz verwendest du?

Denkanstöße

- Betrachte die drei Seiten des ersten Dreiecks und vergleiche sie mit den Seiten des zweiten Dreiecks. - Gibt es eine Seite, die zu beiden Dreiecken gleichzeitig gehört? - Welcher Kongruenzsatz befasst sich ausschließlich mit den Seitenlängen von Dreiecken?

Lösung

1. Identifikation der gegebenen gleichen Seiten: Aus der Aufgabenstellung folgt \(AB = CD\) und \(BC = DA\). 2. Identifikation der gemeinsamen Seite: Die Diagonale \(AC\) ist eine Seite, die beide Dreiecke \(\triangle ABC\) und \(\triangle CDA\) gemeinsam haben, also gilt \(AC = AC\). 3. Anwendung des Kongruenzsatzes: Da alle drei Seiten der beiden Dreiecke jeweils paarweise übereinstimmen, sind die Dreiecke nach dem Kongruenzsatz SSS (Seite-Seite-Seite) kongruent.

Antwort

Die Dreiecke \(\triangle ABC\) und \(\triangle CDA\) sind nach dem Kongruenzsatz SSS (Seite-Seite-Seite) kongruent, da sie in allen drei Seiten übereinstimmen: \(AB = CD\), \(BC = DA\) und die Seite \(AC\) ist beiden Dreiecken gemeinsam.
4121077
Gegeben sind zwei Dreiecke mit folgenden Angaben: Dreieck 1: \(\alpha_1 = 45^\circ\) und \(\beta_1 = 75^\circ\). Dreieck 2: \(\alpha_2 = 45^\circ\) und \(\gamma_2 = 60^\circ\). a) Berechne für beide Dreiecke den jeweils fehlenden dritten Innenwinkel. b) Vergleiche die Form der beiden Dreiecke. Was stellst du fest? c) Sind die beiden Dreiecke zwingend deckungsgleich (kongruent)? Begründe deine Antwort kurz.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Summe aller Winkel in einem Dreieck? - Was bedeutet es für die Form eines Dreiecks, wenn alle Winkel übereinstimmen? - Reicht die Übereinstimmung der Winkel aus, um zu garantieren, dass zwei Dreiecke genau aufeinanderpassen?

Lösung

1. Berechnung des dritten Winkels für Dreieck 1: \(\gamma_1 = 180^\circ - (45^\circ + 75^\circ) = 60^\circ\). 2. Berechnung des dritten Winkels für Dreieck 2: \(\beta_2 = 180^\circ - (45^\circ + 60^\circ) = 75^\circ\). 3. Vergleich: Beide Dreiecke haben die gleichen Innenwinkel (\(45^\circ\), \(60^\circ\), \(75^\circ\)). Sie haben somit die gleiche Form. 4. Kongruenzprüfung: Da keine Seitenlängen gegeben sind, können die Dreiecke unterschiedlich groß sein. Sie sind ähnlich, aber nicht zwingend kongruent.

Antwort

a) \(\gamma_1 = 60^\circ\) und \(\beta_2 = 75^\circ\). b) Die Dreiecke haben die gleiche Form, da alle drei Innenwinkel übereinstimmen. c) Nein, sie sind nicht zwingend kongruent, da sie zwar die gleiche Form, aber unterschiedliche Seitenlängen (Größen) haben können.
4123177
Sind die Dreiecke \(ABC\) und \(DEF\) kongruent? Prüfe die Angaben genau und nenne gegebenenfalls den Kongruenzsatz. Dreieck \(ABC\): \(a = 7\,\text{cm}\); \(b = 4\,\text{cm}\); \(\alpha = 100^\circ\) Dreieck \(DEF\): \(d = 7\,\text{cm}\); \(e = 4\,\text{cm}\); \(\delta = 100^\circ\)

Denkanstöße

- Es sind zwei Seiten und ein Winkel gegeben. Welcher Kongruenzsatz könnte hier passen? - Liegt der Winkel zwischen den Seiten oder einer Seite gegenüber? - Achte bei diesem speziellen Kongruenzsatz darauf, welche der beiden Seiten die längere ist.

Lösung

1. Identifikation der gegebenen Stücke: In beiden Dreiecken sind zwei Seiten und ein Winkel gegeben. 2. Prüfung der Lage des Winkels: Der Winkel \(\alpha\) liegt der Seite \(a\) gegenüber. Der Winkel \(\delta\) liegt der Seite \(d\) gegenüber. 3. Prüfung der Bedingung für den SsW-Satz: Der gegebene Winkel muss der längeren der beiden Seiten gegenüberliegen. Im Dreieck \(ABC\) ist \(a = 7\,\text{cm}\) und \(b = 4\,\text{cm}\), also ist \(a > b\). Da \(\alpha\) gegenüber von \(a\) liegt, ist die Bedingung erfüllt. Das Gleiche gilt für Dreieck \(DEF\) mit \(d > e\). 4. Da beide Dreiecke in zwei Seiten (\(7\,\text{cm}\) und \(4\,\text{cm}\)) und dem Gegenwinkel der längeren Seite (\(100^\circ\)) übereinstimmen, sind sie nach dem Kongruenzsatz SsW kongruent.

Antwort

Die Dreiecke sind kongruent nach dem Kongruenzsatz SsW.
4123297
Drei Schüler beschreiben jeweils ein Dreieck, das sie gezeichnet haben: - Lukas: „Mein Dreieck \(ABC\) hat die Seite \(c = 6\,\text{cm}\) und die anliegenden Winkel \(\alpha = 50^\circ\) und \(\beta = 70^\circ\).“ - Sophie: „In meinem Dreieck \(DEF\) ist die Seite \(f = 6\,\text{cm}\) lang. Die Winkel an dieser Seite sind \(\delta = 50^\circ\) und \(\epsilon = 70^\circ\).“ - Jonas: „Mein Dreieck \(GHI\) hat die Winkel \(\gamma = 50^\circ\) und \(\eta = 70^\circ\). Die Seite \(g\) ist \(6\,\text{cm}\) lang.“ Untersuche, welche der Dreiecke sicher zueinander kongruent sind. Begründe deine Antwort unter Verwendung der Kongruenzsätze.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Winkelsumme im Dreieck. Wie groß muss der dritte Winkel jeweils sein? - Achte genau darauf, welche Seite zwischen welchen Winkeln liegt oder welchem Winkel sie gegenüberliegt. - Welcher Kongruenzsatz befasst sich mit einer Seite und zwei Winkeln? - Damit zwei Dreiecke kongruent sind, müssen die gegebenen Stücke in der gleichen Anordnung zueinander stehen.

Lösung

1. Analyse von Lukas' Dreieck: Gegeben sind eine Seite (\(c = 6\,\text{cm}\)) und die beiden anliegenden Winkel (\(50^\circ\) und \(70^\circ\)). Dies entspricht der Konfiguration für den WSW-Satz. Der dritte Winkel beträgt \(180^\circ - 50^\circ - 70^\circ = 60^\circ\). 2. Analyse von Sophies Dreieck: Gegeben sind die Seite \(f = 6\,\text{cm}\) und die anliegenden Winkel \(\delta = 50^\circ\) und \(\epsilon = 70^\circ\). Die Maße stimmen exakt mit Lukas' Dreieck überein (Seite zwischen denselben Winkeln). Nach dem WSW-Satz sind Lukas' und Sophies Dreiecke kongruent. 3. Analyse von Jonas' Dreieck: Gegeben sind die Winkel \(\gamma = 50^\circ\) und \(\eta = 70^\circ\). Der dritte Winkel \(\iota\) ist \(60^\circ\). Die Seite \(g = 6\,\text{cm}\) liegt dem Winkel \(\gamma = 50^\circ\) gegenüber. In Lukas' Dreieck liegt die \(6\,\text{cm}\) lange Seite jedoch dem Winkel \(60^\circ\) gegenüber. 4. Da die Seite gleicher Länge in Jonas' Dreieck einem anderen Winkel gegenüberliegt als in den anderen beiden Dreiecken, ist sein Dreieck nicht kongruent zu denen von Lukas und Sophie.

Antwort

Das Dreieck von Lukas und das Dreieck von Sophie sind zueinander kongruent (nach dem WSW-Satz). Das Dreieck von Jonas ist zu diesen beiden nicht kongruent.
4123517
Sind die Dreiecke \(ABC\) und \(GHI\) kongruent? Begründe deine Antwort rechnerisch. Dreieck \(ABC\): \(a = 42\,\text{mm}\); \(\beta = 100^{\circ}\); \(\gamma = 35^{\circ}\) Dreieck \(GHI\): \(g = 4{,}2\,\text{cm}\); \(\angle H = 100^{\circ}\); \(\angle G = 45^{\circ}\)

Denkanstöße

- Achte zuerst auf die Einheiten der Seitenlängen. - Berechne in beiden Dreiecken den jeweils dritten Winkel mithilfe der Innenwinkelsumme. - Prüfe, welche Winkel der gegebenen Seite jeweils anliegen.

Lösung

1. Einheiten angleichen: In \(\triangle GHI\) ist \(g = 4{,}2\,\text{cm} = 42\,\text{mm}\). Damit haben beide Dreiecke eine Seite der Länge \(42\,\text{mm}\). 2. Winkelsumme in \(\triangle ABC\): Der fehlende Winkel \(\alpha\) berechnet sich zu \(180^{\circ} - 100^{\circ} - 35^{\circ} = 45^{\circ}\). Die Winkel in \(\triangle ABC\) sind also \(45^{\circ}, 100^{\circ}\) und \(35^{\circ}\). Die Seite \(a = 42\,\text{mm}\) liegt dem Winkel \(\alpha = 45^{\circ}\) gegenüber. 3. Winkelsumme in \(\triangle GHI\): Der fehlende Winkel \(\angle I\) berechnet sich zu \(180^{\circ} - 100^{\circ} - 45^{\circ} = 35^{\circ}\). Die Winkel in \(\triangle GHI\) sind also \(45^{\circ}, 100^{\circ}\) und \(35^{\circ}\). Die Seite \(g = 42\,\text{mm}\) liegt dem Winkel \(\angle G = 45^{\circ}\) gegenüber. 4. Vergleich: Beide Dreiecke haben die gleichen Winkelmaße. In beiden Dreiecken liegt die Seite der Länge \(42\,\text{mm}\) jeweils dem Winkel mit \(45^{\circ}\) gegenüber (und grenzt an \(100^{\circ}\) und \(35^{\circ}\) an). 5. Damit sind die Dreiecke nach dem Kongruenzsatz WSW kongruent.

Antwort

Ja, die Dreiecke sind kongruent. Nach Berechnung der fehlenden Winkel (\(\alpha = 45^{\circ}\) und \(\angle I = 35^{\circ}\)) sieht man, dass beide Dreiecke in allen Winkeln und der entsprechenden Seitenlänge (\(42\,\text{mm}\) gegenüber dem \(45^{\circ}\)-Winkel) übereinstimmen.
4123627
Ein Viereck \(ABCD\) soll mit den Seitenlängen \(a = 7\,\text{cm}\), \(b = 5\,\text{cm}\), \(c = 4\,\text{cm}\) und \(d = 6\,\text{cm}\) konstruiert werden. a) Überprüfe rechnerisch mithilfe der Dreiecksungleichung, ob eine Diagonale \(e = AC\) mit der Länge \(10\,\text{cm}\) möglich ist. Betrachte dazu die beiden Teildreiecke \(\triangle ABC\) und \(\triangle ADC\). b) Angenommen, die Diagonale \(e = 8\,\text{cm}\) ist vorgegeben. Beschreibe kurz den Konstruktionsplan und nenne den Kongruenzsatz, der sicherstellt, dass die Teildreiecke eindeutig sind.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Bedingung, wann drei Längen überhaupt ein Dreieck bilden können. - Was passiert, wenn die Summe zweier Seiten genau so groß ist wie die dritte Seite? - Wie würdest du vorgehen, wenn du nur einen Zirkel und ein Lineal hast? - Welche Rolle spielt die Diagonale bei der Zerlegung des Vierecks?

Lösung

1. Prüfung für \(\triangle ABC\): Die Seiten sind \(7\,\text{cm}\), \(5\,\text{cm}\) und \(e = 10\,\text{cm}\). Die Dreiecksungleichung verlangt \(7 + 5 > 10\). Da \(12 > 10\), ist dieses Dreieck möglich. 2. Prüfung für \(\triangle ADC\): Die Seiten sind \(4\,\text{cm}\), \(6\,\text{cm}\) und \(e = 10\,\text{cm}\). Die Dreiecksungleichung verlangt \(4 + 6 > 10\). Da \(10 = 10\), liegen die Punkte \(A\), \(D\) und \(C\) auf einer Geraden; es entsteht kein echtes Dreieck (entarteter Fall). Somit ist die Diagonale \(e = 10\,\text{cm}\) für ein echtes Viereck nicht möglich. 3. Konstruktionsplan für \(e = 8\,\text{cm}\): Zeichne die Seite \(a = AB\). Konstruiere Punkt \(C\) durch den Schnittpunkt zweier Kreise um \(B\) (Radius \(b=5\)) und um \(A\) (Radius \(e=8\)). Konstruiere Punkt \(D\) durch den Schnittpunkt zweier Kreise um \(A\) (Radius \(d=6\)) und um \(C\) (Radius \(c=4\)). 4. Kongruenzsatz: Da jeweils drei Seiten der Teildreiecke gegeben sind, wird der Kongruenzsatz SSS verwendet.

Antwort

a) Nein, \(e = 10\,\text{cm}\) ist nicht möglich, da im Teildreieck \(\triangle ADC\) die Summe der Seiten \(c+d\) nicht größer als \(e\) ist (\(4+6=10\)), wodurch die Punkte auf einer Linie liegen würden. b) Konstruktion über zwei Teildreiecke mit dem Zirkel; der entscheidende Kongruenzsatz ist SSS.
4123677
Gegeben ist ein Viereck \(ABCD\) mit den Seitenlängen \(a = 6\,\text{cm}\), \(b = 5\,\text{cm}\), \(c = 5\,\text{cm}\) und \(d = 3\,\text{cm}\). Zusätzlich ist die Länge der Diagonale \(e = AC = 7\,\text{cm}\) bekannt. 1. Konstruiere das Viereck \(ABCD\). 2. Erkläre, warum es bei dieser Konstruktion zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, den Punkt \(D\) zu platzieren, wenn die Punkte \(A\), \(B\) und \(C\) bereits festliegen. 3. Beschreibe den Unterschied in der Form der beiden resultierenden Vierecke.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welches Teildreieck du mit den gegebenen Maßen eindeutig zeichnen kannst. - Wie viele Schnittpunkte entstehen, wenn du zwei Kreise um die Endpunkte einer Strecke zeichnest? - Denke daran, dass ein Viereck nicht immer „nach außen“ gewölbt sein muss.

Lösung

1. Zuerst wird das Dreieck \(\triangle ABC\) mit den Seiten \(a=6\,\text{cm}\), \(b=5\,\text{cm}\) und \(e=7\,\text{cm}\) nach dem Kongruenzsatz SSS konstruiert. Dies legt die Positionen von \(A\), \(B\) und \(C\) fest. 2. Um den Punkt \(D\) zu finden, konstruiert man zwei Kreise: einen um \(A\) mit Radius \(d=3\,\text{cm}\) und einen um \(C\) mit Radius \(c=5\,\text{cm}\). Da \(3\,\text{cm} + 5\,\text{cm} > 7\,\text{cm}\) gilt, schneiden sich diese Kreise in zwei Punkten. 3. Diese beiden Schnittpunkte liegen auf unterschiedlichen Seiten der Diagonale \(AC\). Wird \(D\) auf der dem Punkt \(B\) gegenüberliegenden Seite gewählt, entsteht ein konvexes Viereck. Wird \(D\) auf derselben Seite wie \(B\) gewählt, entsteht ein nicht-konvexes (einspringendes) Viereck, da die Dreiecke \(\triangle ABC\) und \(\triangle ADC\) überlappen.

Antwort

Es gibt zwei Lösungen, da das Teildreieck \(\triangle ADC\) nach dem Kongruenzsatz SSS konstruiert wird und an beiden Seiten der Diagonale \(AC\) angelegt werden kann. Eine Lösung ergibt ein konvexes Viereck, die andere ein nicht-konvexes Viereck.
4123697
Lukas behauptet: „Wenn ich die Längen aller vier Seiten \(a, b, c, d\) eines Vierecks kenne und zusätzlich den Winkel \(\alpha\) (zwischen \(a\) und \(d\)) gegeben habe, kann ich immer genau ein eindeutiges Viereck zeichnen.“ Überprüfe diese Aussage. Ist das Viereck durch diese fünf Bestimmungsstücke wirklich immer eindeutig bestimmt? Begründe deine Antwort, indem du die Konstruktionsschritte und die Kongruenzsätze betrachtest.

Denkanstöße

- Welche Teildreiecke kannst du nacheinander konstruieren? - Wenn ein Dreieck durch einen Kongruenzsatz eindeutig ist, bedeutet das auch, dass seine Lage in der Ebene beziehungsweise im Viereck fest ist? - Skizziere zwei Dreiecke, die eine gemeinsame Seite haben. Wie viele Möglichkeiten gibt es, sie zusammenzufügen?

Lösung

1. Mit den Seiten \(a\), \(d\) und dem eingeschlossenen Winkel \(\alpha\) lässt sich das Teildreieck \(\triangle ABD\) nach dem Kongruenzsatz SWS eindeutig konstruieren. Damit sind die Punkte \(A\), \(B\) und \(D\) sowie die Länge der Diagonale \(f=BD\) fest vorgegeben. 2. Nun muss der Punkt \(C\) mit den verbleibenden Seiten \(b\) und \(c\) gefunden werden. Dies entspricht der Konstruktion des Dreiecks \(\triangle BCD\) nach dem Kongruenzsatz SSS über der festen Basis \(BD\). 3. Ein nach SSS konstruiertes Dreieck ist zwar in seiner Form eindeutig, kann aber an zwei Seiten der Basis \(BD\) angelegt werden. 4. Daher gibt es im Allgemeinen zwei mögliche Vierecke: eines, bei dem \(C\) und \(A\) auf verschiedenen Seiten von \(BD\) liegen (konvex), und eines, bei dem \(C\) auf derselben Seite wie \(A\) liegt (nicht-konvex). Die Aussage von Lukas ist also falsch.

Antwort

Die Aussage ist falsch. Zwar ist das Dreieck \(\triangle ABD\) durch SWS und das Dreieck \(\triangle BCD\) durch SSS eindeutig bestimmt, aber das zweite Dreieck kann an zwei verschiedenen Seiten der Diagonale \(BD\) angefügt werden. Es entstehen in der Regel zwei verschiedene Vierecke (ein konvexes und ein nicht-konvexes).
4123707
Lukas möchte ein Viereck \(ABCD\) konstruieren. Er hat folgende Maße gegeben: Die Seitenlängen \(a = 4\,\text{cm}\), \(b = 5\,\text{cm}\), \(c = 6\,\text{cm}\) und \(d = 7\,\text{cm}\) sowie den Innenwinkel \(\beta = 80^\circ\) zwischen den Seiten \(a\) und \(b\). Er behauptet: „Mit diesen fünf Angaben ist das Viereck eindeutig bestimmt. Jeder, der es zeichnet, erhält die exakt gleiche Figur.“ Untersuche, ob Lukas recht hat. Begründe deine Antwort, indem du den Konstruktionsvorgang beschreibst und erklärst, wie viele verschiedene Vierecke möglich sind.

Denkanstöße

- Stelle dir vor, du beginnst die Zeichnung mit den Seiten \(a\) und \(b\). Was kannst du über die Diagonale aussagen? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, ein Dreieck aus drei gegebenen Seitenlängen zu zeichnen? - Kann ein Dreieck an eine bestehende Seite auf verschiedene Arten „angeklebt“ werden? - Denke an den Unterschied zwischen konvexen und nicht-konvexen Vierecken.

Lösung

1. Das Dreieck \(ABC\) ist durch \(a=4\,\text{cm}\), \(b=5\,\text{cm}\) und den eingeschlossenen Winkel \(\beta=80^\circ\) nach SWS eindeutig bestimmt. Damit ist auch die Diagonale \(AC\) festgelegt. 2. Für den Punkt \(D\) müssen \(CD=c=6\,\text{cm}\) und \(AD=d=7\,\text{cm}\) gelten. Man zeichnet daher einen Kreis um \(C\) mit Radius \(6\,\text{cm}\) und einen Kreis um \(A\) mit Radius \(7\,\text{cm}\). 3. Die Kreise schneiden sich in zwei Punkten. Einer liegt auf der anderen Seite der Diagonale \(AC\) als \(B\) und liefert ein konvexes Viereck; der andere liegt auf derselben Seite und liefert ein konkaves Viereck. 4. Die beiden Vierecke sind nicht kongruent. Lukas hat daher nicht recht.

Antwort

Lukas hat nicht recht. Nach der eindeutigen Konstruktion von \(ABC\) ergeben die Kreise um \(A\) und \(C\) zwei mögliche Lagen für \(D\). Dadurch entstehen ein konvexes und ein konkaves, nicht kongruentes Viereck.
4123717
Ein Parallelogramm hat die Seitenlängen \(a = 5\,\text{cm}\) und \(b = 3\,\text{cm}\). Entscheide für jede der folgenden zusätzlichen Bedingungen, ob sie ausreicht, um das Parallelogramm bis auf Kongruenz eindeutig festzulegen. Begründe deine Entscheidung kurz. a) Der Umfang des Parallelogramms beträgt \(16\,\text{cm}\). b) Der Innenwinkel \(\alpha\) zwischen den Seiten \(a\) und \(b\) beträgt \(50^\circ\). c) Die Diagonale \(f=BD\) ist \(7\,\text{cm}\) lang.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Eigenschaften ein Parallelogramm bezüglich seiner Seiten und Winkel hat. - Wann ist ein Dreieck eindeutig konstruierbar? Nutze die Kongruenzsätze für Dreiecke. - Hilft dir die Information über den Umfang, um die Neigung der Seiten (die Winkel) zu bestimmen? - Denke daran, dass ein Parallelogramm immer eine bestimmte Grundform (konvex) hat.

Lösung

1. Bedingung a): Der Umfang ist bereits durch die Seitenlängen festgelegt: \(U=2(a+b)=2(5+3)=16\,\text{cm}\). Die Angabe liefert keine zusätzliche Information über die Winkel und reicht nicht aus. 2. Bedingung b): Mit den beiden Seiten und dem eingeschlossenen Winkel ist ein Teildreieck nach SWS eindeutig bestimmt. Damit ist auch das Parallelogramm eindeutig bestimmt. 3. Bedingung c): Die Diagonale \(f=BD\) bildet mit \(AB=5\,\text{cm}\) und \(AD=3\,\text{cm}\) das Dreieck \(ABD\). Da \(5+3>7\) gilt, ist dieses Dreieck nach SSS eindeutig konstruierbar. Damit ist auch das Parallelogramm bis auf Spiegelung eindeutig bestimmt.

Antwort

a) Nicht ausreichend, weil der Umfang bereits aus \(a\) und \(b\) folgt. b) Ausreichend: eindeutige Bestimmung über SWS. c) Ausreichend: Die Diagonale \(f=BD\) bestimmt mit den Seiten \(5\,\text{cm}\) und \(3\,\text{cm}\) ein eindeutiges Dreieck nach SSS.
4123737
Eine Raute ist durch die Längen ihrer beiden Diagonalen \(e = 10\,\text{cm}\) und \(f = 6\,\text{cm}\) gegeben. a) Erläutere unter Verwendung der Eigenschaften einer Raute, warum diese beiden Angaben ausreichen, um die Figur eindeutig zu konstruieren. b) Beschreibe die notwendigen Konstruktionsschritte, um die Raute zu zeichnen.

Denkanstöße

- Welche besondere Beziehung besteht zwischen den Diagonalen einer Raute? - Wo genau schneiden sich die Diagonalen? - Wie kannst du eine Linie zeichnen, die genau in der Mitte einer anderen steht und einen rechten Winkel bildet? - Wenn du den Schnittpunkt der Diagonalen hast, wie weit sind die Eckpunkte von diesem Punkt entfernt?

Lösung

1. In einer Raute stehen die Diagonalen senkrecht aufeinander und halbieren sich gegenseitig im Mittelpunkt \(M\). 2. Durch die Vorgabe der Längen \(e\) und \(f\) ist die Lage der vier Eckpunkte relativ zum Mittelpunkt \(M\) fest vorgegeben. 3. Konstruktionsschritte: - Zeichne die Diagonale \(e = AC = 10\,\text{cm}\). - Konstruiere die Mittelsenkrechte der Strecke \(AC\), um den Mittelpunkt \(M\) und die Richtung der zweiten Diagonale zu finden. - Trage vom Mittelpunkt \(M\) aus auf der Mittelsenkrechten jeweils die halbe Länge der Diagonale \(f\) (\(3\,\text{cm}\)) nach beiden Seiten ab, um die Eckpunkte \(B\) und \(D\) zu erhalten. - Verbinde die Punkte \(A, B, C\) und \(D\) nacheinander zur Raute.

Antwort

a) Die Diagonalen einer Raute halbieren sich gegenseitig und stehen senkrecht aufeinander. Da ihre Längen feststehen, sind die Positionen der Eckpunkte relativ zum Schnittpunkt eindeutig bestimmt. b) 1. Diagonale \(e = 10\,\text{cm}\) zeichnen. 2. Mittelsenkrechte konstruieren. 3. Von der Mitte aus jeweils \(3\,\text{cm}\) (\(\frac{1}{2} f\)) auf der Mittelsenkrechten abtragen. 4. Eckpunkte verbinden.
4123807
Konstruiere ein Trapez \(ABCD\) mit den parallelen Seiten \(AB\) und \(CD\). Folgende Maße sind gegeben: \(a = AB = 7{,}5\,\text{cm}\) \(d = AD = 4{,}5\,\text{cm}\) \(\alpha = \angle BAD = 60^\circ\) \(e = AC = 8\,\text{cm}\)

Denkanstöße

- Beginne mit der Seite, von der du die meisten Anschlusstücke kennst. - Wie nutzt man die Information, dass zwei Seiten parallel sind, bei einer Konstruktion? - Welche Rolle spielt die Diagonale \(AC\) für die Position des Punktes \(C\)?

Lösung

1. Zeichne die Grundseite \(AB\) mit der Länge \(7{,}5\,\text{cm}\). 2. Trage im Punkt \(A\) den Winkel \(\alpha = 60^\circ\) an. 3. Markiere auf dem freien Schenkel den Punkt \(D\), sodass die Strecke \(AD = 4{,}5\,\text{cm}\) lang ist. 4. Zeichne eine Parallele zur Strecke \(AB\), die durch den Punkt \(D\) verläuft. 5. Zeichne einen Kreis um den Punkt \(A\) mit dem Radius \(r = AC = 8\,\text{cm}\). 6. Der Schnittpunkt dieses Kreises mit der Parallelen (der rechts von \(D\) liegt, um ein nicht-überschlagenes Trapez zu erhalten) ist der Punkt \(C\). 7. Verbinde die Punkte \(B\) mit \(C\) und \(C\) mit \(D\), um das Trapez zu vervollständigen.

Antwort

Das Trapez wird konstruiert, indem zuerst das Dreieck \(ABD\) nach SWS festgelegt wird. Anschließend wird durch \(D\) eine Parallele zu \(AB\) gezogen. Der Punkt \(C\) ergibt sich als der passende Schnittpunkt dieser Parallelen mit dem Kreis um \(A\) mit dem Radius \(AC = 8\,\text{cm}\).
4123817
Ein Drachenviereck \(ABCD\) hat die Symmetrieachse \(AC\). Konstruiere das Drachenviereck aus folgenden Angaben: - Seitenlänge \(a = AB = 4\,\text{cm}\) - Diagonallänge \(f = BD = 5\,\text{cm}\) - Innenwinkel \(\gamma = \angle BCD = 70^\circ\)

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die Seitenlängen und Winkel, wenn \(AC\) die Symmetrieachse ist? - In welche zwei Teildreiecke zerlegt die Diagonale \(BD\) das Drachenviereck? - Wenn du die Innenwinkelsumme in einem Dreieck kennst, wie groß müssen die Basiswinkel im unteren Dreieck sein?

Lösung

1. Da \(AC\) die Symmetrieachse ist, gilt \(AB = AD = 4\,\text{cm}\). 2. Konstruiere das gleichschenklige Dreieck \(\triangle ABD\) mit den Seitenlängen \(4\,\text{cm}\), \(4\,\text{cm}\) und der Basis \(BD = 5\,\text{cm}\) (SSS-Satz). 3. Die Diagonale \(AC\) steht senkrecht auf \(BD\) und halbiert diese. 4. Betrachte das gleichschenklige Dreieck \(\triangle BCD\). Da \(\angle BCD = 70^\circ\) ist, berechnen sich die Basiswinkel an der Seite \(BD\) zu \((180^\circ - 70^\circ) : 2 = 55^\circ\). 5. Trage an der Strecke \(BD\) in den Punkten \(B\) und \(D\) jeweils einen Winkel von \(55^\circ\) ab (auf der dem Punkt \(A\) gegenüberliegenden Seite). 6. Der Schnittpunkt der beiden freien Schenkel ist der Punkt \(C\). 7. Verbinde die Punkte, um das Drachenviereck \(ABCD\) zu erhalten.

Antwort

Zuerst wird das Dreieck \(ABD\) aus den Seiten \(4\,\text{cm}\), \(4\,\text{cm}\) und \(5\,\text{cm}\) konstruiert. Dann wird das Dreieck \(BCD\) auf der Basis \(BD\) konstruiert, indem man die Basiswinkel \(\angle CBD = \angle CDB = 55^\circ\) verwendet, die aus dem gegebenen Winkel \(\gamma = 70^\circ\) berechnet wurden.
4124217
Ein Parallelogramm \(ABCD\) hat die Seitenlängen \(AB = 5\,\text{cm}\) und \(BC = 3\,\text{cm}\). Der Innenwinkel bei Eckpunkt \(A\) beträgt \(\alpha = 60^\circ\). Die Diagonale \(AC\) zerlegt das Parallelogramm in zwei Teildreiecke. a) Bestimme die Größe des gegenüberliegenden Winkels \(\gamma\) bei Eckpunkt \(C\). b) Begründe mithilfe des SWS-Satzes (Seite-Winkel-Seite), warum die Dreiecke \(ABC\) und \(CDA\) kongruent sind.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften haben gegenüberliegende Seiten und Winkel in einem Parallelogramm? - Wie groß ist die Summe von zwei nebeneinanderliegenden Winkeln in einem Parallelogramm? - Welche Stücke eines Dreiecks müssen übereinstimmen, damit man den SWS-Satz anwenden kann?

Lösung

1. In einem Parallelogramm sind gegenüberliegende Winkel gleich groß, daher gilt \(\gamma = \alpha = 60^\circ\). 2. Die gegenüberliegenden Seiten sind ebenfalls gleich lang: \(AB = CD = 5\,\text{cm}\) und \(BC = DA = 3\,\text{cm}\). 3. Im Dreieck \(ABC\) betrachten wir die Seiten \(AB\) und \(BC\) sowie den eingeschlossenen Winkel \(\beta\). Da benachbarte Winkel sich zu \(180^\circ\) ergänzen, ist \(\beta = 180^\circ - 60^\circ = 120^\circ\). Analog ist \(\delta = 120^\circ\). 4. Vergleich der Dreiecke \(ABC\) und \(CDA\): \(AB = CD = 5\,\text{cm}\), \(BC = DA = 3\,\text{cm}\) und der jeweils eingeschlossene Winkel \(\beta = \delta = 120^\circ\). 5. Nach dem SWS-Satz sind die Dreiecke \(ABC\) und \(CDA\) somit kongruent.

Antwort

a) Der Winkel \(\gamma\) beträgt \(60^\circ\). b) In den Dreiecken \(ABC\) und \(CDA\) gilt: \(AB = CD = 5\,\text{cm}\), \(BC = DA = 3\,\text{cm}\) und der eingeschlossene Winkel \(\beta = \delta = 120^\circ\). Damit sind sie nach dem SWS-Satz kongruent.
4124327
Lukas behauptet: „Wenn zwei Dreiecke in zwei Winkeln und einer Seitenlänge übereinstimmen, dann sind sie auf jeden Fall kongruent.“ Hat Lukas recht? Begründe deine Entscheidung und erkläre, worauf man bei der Lage der Seite achten muss.

Denkanstöße

- Denke an die Namen der Kongruenzsätze. Was bedeuten die Buchstabenfolgen für die Anordnung der Teile? - Spielt es eine Rolle, ob eine Seite zwischen zwei Winkeln liegt oder einem der Winkel gegenüberliegt? - Versuche, zwei Dreiecke zu skizzieren, die zwar die gleichen Winkel und eine gleich lange Seite haben, aber trotzdem unterschiedlich groß aussehen.

Lösung

1. Aus zwei gegebenen Winkeln lässt sich der dritte Winkel berechnen. Zusammen mit einer entsprechend zugeordneten Seite kann anschließend der Kongruenzsatz WSW angewendet werden. 2. Damit die Dreiecke wirklich deckungsgleich sind, muss die gleich lange Seite in beiden Dreiecken die gleiche relative Lage zu den Winkeln haben. 3. Gegenbeispiel: Wenn in Dreieck 1 die Seite \(s\) zwischen den Winkeln \(\alpha\) und \(\beta\) liegt, in Dreieck 2 die gleich lange Seite \(s'\) aber dem Winkel \(\alpha\) gegenüberliegt, sind die Dreiecke im Allgemeinen nicht kongruent. 4. Fazit: Lukas hat unrecht, da die bloße Übereinstimmung der Werte ohne Beachtung der Zuordnung nicht ausreicht.

Antwort

Lukas hat nicht recht. Zwei Winkel und eine Seitenlänge reichen nur dann aus, wenn die gleich lange Seite in beiden Dreiecken gleich zugeordnet ist, also beispielsweise in beiden zwischen denselben Winkeln liegt oder in beiden demselben Winkel gegenüberliegt. Nach Berechnung des dritten Winkels kann dann der WSW-Satz angewendet werden.
4142437
In einer Mathematikaufgabe sollen Dreiecke gezeichnet werden, die eine Seite von \(6\,\text{cm}\) Länge und zwei Winkel von \(45^\circ\) und \(75^\circ\) besitzen. Lukas behauptet: „Es gibt genau drei verschiedene, nicht kongruente Dreiecke, die diese Bedingungen erfüllen.“ Überprüfe, ob Lukas recht hat. Berechne dazu zunächst die Größe des dritten Winkels und überlege dann, welche verschiedenen Rollen die \(6\,\text{cm}\) lange Seite im Dreieck einnehmen kann.

Denkanstöße

- Wie groß muss der dritte Winkel in jedem dieser Dreiecke sein? - Überlege dir, wo die Seite mit \(6\,\text{cm}\) überall liegen könnte. Muss sie zwingend zwischen den beiden gegebenen Winkeln liegen? - Wann sind zwei Dreiecke mit den gleichen Winkeln wirklich deckungsgleich?

Lösung

1. Berechnung des dritten Winkels: Da die Winkelsumme im Dreieck immer \(180^\circ\) beträgt, ist der dritte Winkel \(180^\circ - 45^\circ - 75^\circ = 60^\circ\). 2. Analyse der Seitenlage: Die Seite der Länge \(6\,\text{cm}\) kann gegenüber jedem der drei Winkel liegen. 3. Möglichkeit 1: Die \(6\,\text{cm}\) lange Seite liegt gegenüber dem \(60^\circ\)-Winkel (sie liegt also zwischen \(45^\circ\) und \(75^\circ\)). 4. Möglichkeit 2: Die \(6\,\text{cm}\) lange Seite liegt gegenüber dem \(75^\circ\)-Winkel (sie liegt also zwischen \(45^\circ\) und \(60^\circ\)). 5. Möglichkeit 3: Die \(6\,\text{cm}\) lange Seite liegt gegenüber dem \(45^\circ\)-Winkel (sie liegt also zwischen \(75^\circ\) und \(60^\circ\)). 6. Ergebnis: Da die Seite jeweils einem anderen Winkel gegenüberliegt, sind die drei resultierenden Dreiecke nicht kongruent zueinander. Lukas hat recht.

Antwort

Lukas hat recht. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, da die \(6\,\text{cm}\) lange Seite entweder dem \(45^\circ\)-, dem \(60^\circ\)- oder dem \(75^\circ\)-Winkel gegenüberliegen kann. In jedem dieser Fälle entsteht ein anderes, zu den beiden übrigen nicht kongruentes Dreieck.
4155157
Drei Schülerinnen erhalten jeweils unterschiedliche Informationen, um ein Dreieck zu zeichnen. Entscheide für jeden Fall, ob die Informationen ausreichen, um ein eindeutiges (bis auf Spiegelung deckungsgleiches) Dreieck zu konstruieren. Begründe deine Entscheidung kurz mit einem Kongruenzsatz oder einem Gegenargument. a) Lena: \(a = 5\,\text{cm}\), \(b = 3\,\text{cm}\), \(c = 9\,\text{cm}\) b) Sophie: \(\alpha = 50^\circ\), \(\beta = 60^\circ\), \(\gamma = 70^\circ\) c) Mia: \(c = 6\,\text{cm}\), \(a = 4\,\text{cm}\), \(\beta = 45^\circ\)

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Dreiecksungleichung: Die Summe zweier Seiten muss immer größer sein als die dritte Seite. - Kann man die Größe eines Dreiecks bestimmen, wenn man nur weiß, wie "spitz" oder "stumpf" die Ecken sind? - Welche Kombinationen von Seiten und Winkeln kennst du aus den Kongruenzsätzen?

Lösung

1. Untersuchung von Fall a): Prüfung der Dreiecksungleichung. Da \(a + b = 5 + 3 = 8 < 9\) gilt, ist die Summe zweier Seiten kürzer als die dritte Seite. Ein solches Dreieck existiert nicht. 2. Untersuchung von Fall b): Drei Winkel legen nur die Form (Ähnlichkeit), aber nicht die Größe fest. Es gibt unendlich viele verschiedene Dreiecke mit diesen Winkeln. Kein Kongruenzsatz anwendbar für Eindeutigkeit. 3. Untersuchung von Fall c): Gegeben sind zwei Seiten und der eingeschlossene Winkel. Nach dem Kongruenzsatz SWS (Seite-Winkel-Seite) ist dieses Dreieck eindeutig konstruierbar.

Antwort

a) Nicht möglich, da die Dreiecksungleichung nicht erfüllt ist (\(5 + 3 < 9\)). b) Nicht eindeutig, da die Angabe von drei Winkeln (WWW) keine Größe festlegt. c) Eindeutig konstruierbar nach dem Kongruenzsatz SWS.
4121087
Ein Architekt entwirft zwei dreieckige Dachsegmente. Für beide Segmente sind die Winkel \(55^\circ\), \(55^\circ\) und \(70^\circ\) vorgegeben. Beim ersten Segment soll die Basis (die Seite zwischen den beiden \(55^\circ\)-Winkeln) genau \(6\,\text{m}\) lang sein. Beim zweiten Segment soll eine der beiden anderen Seiten (die Schenkel) genau \(6\,\text{m}\) lang sein. Sind die beiden Dachsegmente kongruent? Erkläre deine Überlegung, indem du betrachtest, welche Seite jeweils gegenüber welchem Winkel liegt.

Denkanstöße

- Skizziere beide Dreiecke grob und beschrifte die gegebenen Winkel und die Seite von \(6\,\text{m}\). - In einem Dreieck gehört jede Seite zu einem bestimmten gegenüberliegenden Winkel. Sind diese Paare in beiden Dreiecken gleich? - Was weißt du über die Längen von Seiten im Verhältnis zu den gegenüberliegenden Winkeln?

Lösung

1. Identifikation der Dreiecksart: Da zwei Winkel gleich sind (\(55^\circ\)), handelt es sich um gleichschenklige Dreiecke. Der dritte Winkel ist \(70^\circ\). 2. Analyse Segment 1: Die Seite mit \(6\,\text{m}\) liegt zwischen den \(55^\circ\)-Winkeln, sie liegt also dem \(70^\circ\)-Winkel gegenüber. 3. Analyse Segment 2: Ein Schenkel ist \(6\,\text{m}\) lang. Dieser Schenkel liegt einem der \(55^\circ\)-Winkel gegenüber. 4. Vergleich: In Segment 1 ist die Seite gegenüber \(70^\circ\) genau \(6\,\text{m}\) lang. In Segment 2 ist die Seite gegenüber \(55^\circ\) genau \(6\,\text{m}\) lang. Da in einem Dreieck dem größeren Winkel die längere Seite gegenüberliegt, müssen die Seitenlängen der beiden Dreiecke unterschiedlich sein. 5. Ergebnis: Die Segmente sind nicht kongruent.

Antwort

Die Segmente sind nicht kongruent. Im ersten Dreieck ist die \(6\,\text{m}\) lange Seite die Basis (gegenüber dem \(70^\circ\)-Winkel). Im zweiten Dreieck ist die \(6\,\text{m}\) lange Seite ein Schenkel (gegenüber einem \(55^\circ\)-Winkel). Da die Seitenlängen gegenüber unterschiedlichen Winkeln festgelegt wurden, unterscheiden sich die Maße der Dreiecke.
4123187
Überprüfe, ob die folgenden zwei Dreiecke \(ABC\) und \(DEF\) kongruent sind. Berechne dazu zunächst die fehlenden Innenwinkel. Dreieck \(ABC\): \(b = 6{,}5\,\text{cm}\); \(\alpha = 50^\circ\); \(\gamma = 70^\circ\) Dreieck \(DEF\): \(e = 6{,}5\,\text{cm}\); \(\delta = 60^\circ\); \(\phi = 70^\circ\)

Denkanstöße

- Wie groß ist die Summe aller Winkel in einem Dreieck? Berechne zuerst alle Winkel. - Vergleiche dann, welche Seite in Dreieck \(ABC\) der Seite in Dreieck \(DEF\) entspricht. - Schau genau hin: Liegt die Seite \(6{,}5\,\text{cm}\) in beiden Dreiecken gegenüber dem gleichen Winkel?

Lösung

1. Berechnung des fehlenden Winkels \(\beta\) im Dreieck \(ABC\): \(\beta = 180^\circ - 50^\circ - 70^\circ = 60^\circ\). 2. Berechnung des fehlenden Winkels \(\epsilon\) im Dreieck \(DEF\): \(\epsilon = 180^\circ - 60^\circ - 70^\circ = 50^\circ\). 3. Vergleich der Winkel: Beide Dreiecke haben die Winkel \(50^\circ, 60^\circ\) und \(70^\circ\). 4. Vergleich der Seitenlagen: Im Dreieck \(ABC\) ist die Seite \(b = 6{,}5\,\text{cm}\) die Seite, die dem Winkel \(\beta = 60^\circ\) gegenüberliegt. Im Dreieck \(DEF\) ist die Seite \(e = 6{,}5\,\text{cm}\) die Seite, die dem Winkel \(\epsilon = 50^\circ\) gegenüberliegt. 5. Da die gleich langen Seiten in den Dreiecken nicht den gleichen Winkeln gegenüberliegen (bzw. nicht zwischen den gleichen Winkeln liegen), sind die Dreiecke nicht kongruent.

Antwort

Die Dreiecke sind nicht kongruent.
4123327
Gegeben sind zwei Seitenlängen eines Dreiecks: \(a = 6\,\text{cm}\) und \(b = 8\,\text{cm}\). Untersuche die folgenden zwei Fälle und entscheide jeweils, ob durch die zusätzliche Angabe des Winkels ein eindeutiges Dreieck entsteht. Begründe deine Antwort mit dem passenden Kongruenzsatz oder einem Gegenargument. Fall 1: Der Winkel \(\beta = 50^\circ\) ist gegeben. Fall 2: Der Winkel \(\alpha = 50^\circ\) ist gegeben.

Denkanstöße

- Vergleiche die Längen der gegebenen Seiten. - Welche Seite liegt dem jeweils gegebenen Winkel gegenüber? - Welche Bedingung muss für den \(SsW\)-Satz erfüllt sein, damit ein Dreieck eindeutig ist?

Lösung

1. Analyse Fall 1: Gegeben sind \(a = 6\,\text{cm}\), \(b = 8\,\text{cm}\) und \(\beta = 50^\circ\). Der Winkel \(\beta\) liegt der Seite \(b\) gegenüber. Da \(b > a\) gilt, liegt der Winkel der längeren Seite gegenüber. Nach dem Kongruenzsatz \(SsW\) ist das Dreieck eindeutig bestimmt. 2. Analyse Fall 2: Gegeben sind \(a = 6\,\text{cm}\), \(b = 8\,\text{cm}\) und \(\alpha = 50^\circ\). Der Winkel \(\alpha\) liegt der kürzeren Seite \(a\) gegenüber. Der Kongruenzsatz \(SsW\) ist daher nicht anwendbar. 3. Zur Prüfung zeichnet man \(AC=b=8\,\text{cm}\), trägt in \(A\) den Winkel \(\alpha=50^\circ\) an und zeichnet um \(C\) einen Kreis mit Radius \(a=6\,\text{cm}\). Der Kreis schneidet den freien Winkelschenkel nicht. Daher existiert in Fall 2 kein Dreieck.

Antwort

Fall 1: Das Dreieck ist nach dem Kongruenzsatz \(SsW\) eindeutig konstruierbar, weil \(\beta\) der längeren Seite \(b\) gegenüberliegt. Fall 2: Es ist kein Dreieck konstruierbar; bei der Konstruktion schneidet der Kreis mit Radius \(a=6\,\text{cm}\) den freien Schenkel des Winkels \(\alpha=50^\circ\) nicht.
4123337
In einer Mathematik-Hausaufgabe sollen die Schüler ein Dreieck aus den Angaben \(c = 5\,\text{cm}\), \(b = 9\,\text{cm}\) und \(\beta = 100^\circ\) konstruieren. Lara behauptet: „Das Dreieck ist eindeutig konstruierbar, weil wir zwei Seiten und einen Winkel kennen und der Winkel der längeren Seite gegenüberliegt.“ Tom entgegnet: „Das kann nicht sein. Ein stumpfer Winkel wie \(100^\circ\) muss immer zwischen den beiden Seiten liegen (SWS), damit es eindeutig ist. Außerdem könnte die Winkelsumme überschritten werden.“ Beurteile die Aussagen von Lara und Tom. Wer hat recht? Begründe deine Antwort mathematisch.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen kennst du für die Eindeutigkeit von Dreieckskonstruktionen? - Muss ein stumpfer Winkel immer eingeschlossen sein, oder gibt es andere Sätze? - Was passiert mit den anderen Winkeln, wenn ein Winkel bereits \(100^\circ\) groß ist?

Lösung

1. Gegeben sind die Seiten \(b=9\,\text{cm}\) und \(c=5\,\text{cm}\) sowie der Winkel \(\beta=100^\circ\), der der Seite \(b\) gegenüberliegt. 2. Da \(b>c\) gilt, liegt der gegebene Winkel der längeren der beiden Seiten gegenüber. Damit ist der Kongruenzsatz \(SsW\) anwendbar. 3. Auch die Existenz ist gesichert: Zeichnet man \(AB=c=5\,\text{cm}\) und trägt in \(B\) den Winkel \(\beta=100^\circ\) an, liegt \(B\) innerhalb des Kreises um \(A\) mit Radius \(b=9\,\text{cm}\). Der freie Winkelschenkel schneidet diesen Kreis daher genau einmal. 4. Lara hat recht. Toms Behauptung, ein stumpfer Winkel müsse zwischen den beiden gegebenen Seiten liegen, ist falsch.

Antwort

Lara hat recht. Das Dreieck ist nach dem Kongruenzsatz \(SsW\) eindeutig konstruierbar, weil der Winkel \(\beta=100^\circ\) der längeren Seite \(b=9\,\text{cm}\) gegenüberliegt. Toms Einwand zum SWS-Satz trifft nicht zu.
4123637
In der Geometrie gibt es für Dreiecke den Kongruenzsatz SSS. Dieser besagt, dass drei Seiten ein Dreieck eindeutig festlegen. a) Erkläre, warum es keinen entsprechenden „SSSS-Satz“ für Vierecke geben kann. Nutze als Gegenbeispiel ein Quadrat mit der Seitenlänge \(a = 5\,\text{cm}\) und eine weitere bekannte Vierecksform. b) Für die eindeutige Konstruktion eines Dreiecks benötigt man drei geeignete Bestimmungsstücke, die einem Kongruenzsatz entsprechen. Wie viele Bestimmungsstücke benötigt man im Allgemeinen mindestens für ein beliebiges Viereck? Begründe deine Antwort durch die Zerlegung in Dreiecke.

Denkanstöße

- Denk an eine Figur, die du "zusammenschieben" kannst, ohne die Seitenlängen zu ändern. - Was unterscheidet eine Raute von einem Quadrat? - Wenn du ein Viereck zeichnen willst, wie viele Informationen musst du mindestens im Heft stehen haben, damit jeder in der Klasse exakt dasselbe Bild zeichnet? - Zerlege das Viereck gedanklich in zwei Dreiecke. Wie viele Informationen braucht das erste, wie viele danach noch das zweite?

Lösung

1. Gegenbeispiel SSSS: Ein Quadrat mit Seitenlänge \(5\,\text{cm}\) hat vier gleiche Seiten und vier rechte Winkel. Eine Raute kann ebenfalls vier Seiten der Länge \(5\,\text{cm}\) haben, aber spitze und stumpfe Winkel besitzen. Da beide Vierecke dieselben Seitenlängen haben, aber nicht deckungsgleich (kongruent) sind, legen vier Seiten ein Viereck nicht eindeutig fest. 2. Anzahl der Bestimmungsstücke: Ein beliebiges Viereck benötigt im Allgemeinen fünf geeignete Bestimmungsstücke. 3. Begründung: Ein Viereck lässt sich durch eine Diagonale in zwei Dreiecke zerlegen. Das erste Dreieck benötigt drei geeignete Angaben (z. B. zwei Seiten und den eingeschlossenen Winkel), um festzustehen. Dadurch ist auch die Diagonale bekannt. Für das zweite Dreieck fehlen dann noch 2 weitere Angaben (da die Diagonale bereits als Seite des zweiten Dreiecks fungiert), um es zu vervollständigen. Insgesamt: \(3 + 2 = 5\).

Antwort

a) Es gibt keinen SSSS-Satz, da z. B. ein Quadrat und eine Raute die gleichen Seitenlängen haben können, aber unterschiedliche Winkel besitzen. b) Man benötigt im Allgemeinen fünf geeignete Bestimmungsstücke. Begründung: Zerlegung in zwei Dreiecke; das erste benötigt 3 Angaben, das zweite dann noch 2 weitere, da eine Seite (die Diagonale) bereits durch das erste Dreieck gegeben ist.
4123687
Ein Viereck \(ABCD\) soll konstruiert werden. Bekannt sind die Seiten \(a = 8\,\text{cm}\), \(b = 4\,\text{cm}\) und \(c = 5\,\text{cm}\) sowie der Winkel \(\alpha = 30^\circ\). Die Diagonale \(f = BD\) wird auf \(5\,\text{cm}\) festgelegt. 1. Konstruiere das Teildreieck \(\triangle ABD\). Wie viele Möglichkeiten für die Lage des Punktes \(D\) findest du? Begründe mit einem Kongruenzsatz. 2. Wie viele verschiedene Vierecke \(ABCD\) lassen sich insgesamt aus diesen fünf Angaben konstruieren? Erkläre die Gesamtzahl der Lösungen.

Denkanstöße

- Achte beim Konstruieren von \(\triangle ABD\) darauf, wie der Kreis um \(B\) den freien Schenkel des Winkels schneidet. - Erinnere dich an den Kongruenzsatz SsW und wann dieser zwei Lösungen liefert. - Überlege für jede mögliche Position von \(D\), wie viele Plätze es für den Punkt \(C\) gibt.

Lösung

1. Konstruiere zunächst das Dreieck \(ABD\): Zeichne \(AB=a=8\,\text{cm}\), trage in \(A\) den Winkel \(\alpha=30^\circ\) an und zeichne um \(B\) einen Kreis mit Radius \(f=5\,\text{cm}\). 2. Der Kreis schneidet den freien Winkelschenkel in zwei Punkten. Daher gibt es zwei mögliche Lagen für \(D\); der Fall ist nicht durch den Kongruenzsatz \(SsW\) eindeutig festgelegt, weil der Winkel der kürzeren Seite \(f\) gegenüberliegt. 3. Für jede Lage von \(D\) wird das Dreieck \(BCD\) aus den Seiten \(b=4\,\text{cm}\), \(c=5\,\text{cm}\) und \(f=5\,\text{cm}\) nach SSS konstruiert. 4. Dieses Dreieck kann auf jeder der beiden Seiten der Diagonale \(BD\) angefügt werden. Somit entstehen insgesamt \(2\cdot 2=4\) verschiedene Vierecke.

Antwort

Es gibt insgesamt vier mögliche Vierecke: zwei mögliche Lagen von \(D\) und zu jeder davon zwei mögliche Lagen von \(C\) an der Diagonale \(BD\).
4123727
Untersuche, ob es für konvexe Vierecke einen „Kongruenzsatz SWSWS“ gibt. Dieser besagt: Zwei konvexe Vierecke sind kongruent, wenn sie in drei aufeinanderfolgenden Seiten und den beiden von diesen Seiten eingeschlossenen Winkeln übereinstimmen. a) Beschreibe Schritt für Schritt, wie man ein konvexes Viereck \(ABCD\) aus den gegebenen Stücken \(AB\), \(\angle B\), \(BC\), \(\angle C\) und \(CD\) konstruiert. b) Erkläre, warum diese Konstruktion bei festgelegter konvexer Orientierung (im Gegensatz zur Angabe von vier Seiten und nur einem Winkel) zu einem eindeutigen Ergebnis führt.

Denkanstöße

- Versuche, die Konstruktion im Kopf oder als Skizze Punkt für Punkt durchzugehen. - Woher weißt du bei jedem Schritt genau, wo der nächste Punkt liegen muss? - Vergleiche: Was ist der Unterschied, ob du einen Punkt durch einen Winkel und eine Länge suchst oder durch zwei Längen (Kreise)?

Lösung

1. Konstruktionsbeschreibung: - Zeichne die Strecke \(AB\) mit der gegebenen Länge. - Trage im Punkt \(B\) den Winkel \(\beta\) an. - Zeichne auf dem freien Schenkel von \(\beta\) die Strecke \(BC\) ab. Damit ist Punkt \(C\) fest. - Trage im Punkt \(C\) den Winkel \(\gamma\) so an, dass der freie Schenkel auf derselben Seite der Geraden \(BC\) wie der Punkt \(A\) liegt. - Zeichne auf dem freien Schenkel von \(\gamma\) die Strecke \(CD\) ab. Damit ist Punkt \(D\) fest. - Verbinde \(D\) mit \(A\). 2. Begründung der Eindeutigkeit: Bei festgelegter konvexer Orientierung wird jeder neue Punkt durch eine eindeutige Richtung (Winkel) und eine eindeutige Entfernung (Seitenlänge) vom vorherigen Punkt bestimmt. Im Gegensatz zur Konstruktion mit Kreisschnitten (wie bei vier Seiten und einem Winkel), bei der zwei Kreise sich in zwei Punkten schneiden können, liefert das Abtragen einer Strecke auf einem Strahl immer genau einen Endpunkt.

Antwort

a) Man zeichnet \(AB\), trägt in \(B\) den Winkel \(\beta\) an, markiert \(C\) im gegebenen Abstand, trägt in \(C\) den Winkel \(\gamma\) an und markiert \(D\) im gegebenen Abstand. b) Bei festgelegter konvexer Orientierung ist die Konstruktion eindeutig, da jeder Punkt nacheinander durch eine Richtung und eine feste Länge festgelegt wird. Es entstehen keine Wahlmöglichkeiten durch Kreisschnitte.
4123747
Ein Trapez \(ABCD\) hat die parallelen Seiten \(AB\) und \(CD\). Es sind folgende Maße bekannt: \(a = AB = 7\,\text{cm}\) \(c = CD = 3\,\text{cm}\) \(d = AD = 4\,\text{cm}\) \(\alpha = \angle DAB = 70^\circ\) a) Erstelle eine Konstruktionsbeschreibung für dieses Trapez. b) Wenn man das Trapez in ein Parallelogramm und ein Dreieck zerlegt, indem man eine Parallele zu \(BC\) durch \(D\) zieht, entsteht ein Teildreieck \(AED\) (mit \(E\) auf \(AB\)). Welcher Kongruenzsatz für Dreiecke beweist, dass dieses Teildreieck (und damit das Trapez) eindeutig konstruierbar ist? Begründe kurz.

Denkanstöße

- Beginne mit der längsten gegebenen Seite als Basis. - Wie kannst du den Punkt \(D\) finden, wenn du den Winkel bei \(A\) und die Länge \(AD\) kennst? - Was weißt du über die Lage der Seite \(CD\) im Verhältnis zur Basis \(AB\)? - Stell dir vor, du verschiebst die Seite \(BC\) so weit nach links, dass sie durch \(D\) geht. Welche Maße hat das übrig bleibende Dreieck links?

Lösung

1. Konstruktionsbeschreibung: - Zeichne die Seite \(AB = 7\,\text{cm}\). - Trage im Punkt \(A\) den Winkel \(\alpha = 70^\circ\) an. - Zeichne auf dem freien Schenkel von \(\alpha\) die Strecke \(AD = 4\,\text{cm}\) ab, um Punkt \(D\) zu erhalten. - Zeichne eine Parallele zur Strecke \(AB\) durch den Punkt \(D\). - Trage auf dieser Parallelen von \(D\) aus die Strecke \(DC = 3\,\text{cm}\) ab (in die gleiche Richtung wie \(AB\)), um Punkt \(C\) zu finden. - Verbinde \(B\) mit \(C\). 2. Zerlegung: Durch die Parallele zu \(BC\) entsteht ein Parallelogramm \(EBCD\), wobei \(EB = CD = 3\,\text{cm}\) gilt. 3. Für den Punkt \(E\) auf \(AB\) gilt dann: \(AE = AB - EB = 7\,\text{cm} - 3\,\text{cm} = 4\,\text{cm}\). 4. Im Dreieck \(AED\) sind somit bekannt: \(AE = 4\,\text{cm}\), \(AD = 4\,\text{cm}\) und der eingeschlossene Winkel \(\alpha = 70^\circ\). 5. Das Dreieck ist nach dem Kongruenzsatz SWS (Seiten-Winkel-Seite) eindeutig bestimmt.

Antwort

a) 1. \(AB = 7\,\text{cm}\) zeichnen. 2. \(\alpha = 70^\circ\) bei \(A\) antragen. 3. \(AD = 4\,\text{cm}\) auf dem Schenkel abtragen (\(D\) markieren). 4. Parallele zu \(AB\) durch \(D\) ziehen. 5. \(DC = 3\,\text{cm}\) auf der Parallelen abtragen (\(C\) markieren). 6. \(BC\) verbinden. b) Der Kongruenzsatz SWS (Seiten-Winkel-Seite). Das Teildreieck \(AED\) hat die Seiten \(AD = 4\,\text{cm}\) und \(AE = AB - CD = 4\,\text{cm}\) sowie den eingeschlossenen Winkel \(\alpha = 70^\circ\).
4123847
Gegeben sind die Seitenlängen \(a = 6\,\text{cm}\) und \(b = 4\,\text{cm}\) sowie die Diagonale \(e = AC = 5\,\text{cm}\) für ein Viereck \(ABCD\). a) Begründe ohne Verwendung des Satzes von Pythagoras, warum dieses Viereck kein Rechteck sein kann. b) Wenn zusätzlich festgelegt wird, dass das Viereck ein Parallelogramm sein muss, ist die Konstruktion dann eindeutig? Erkläre kurz.

Denkanstöße

- Welche besondere Eigenschaft haben die Winkel in einem Rechteck? - Welche Seite muss in einem rechtwinkligen Dreieck immer die längste sein? - Überlege für den zweiten Teil, wie viele Informationen man braucht, um ein Dreieck eindeutig zu zeichnen. - Wie hängen die restlichen Punkte eines Parallelogramms von einem fertigen Teildreieck ab?

Lösung

1. Zu Teil a): In einem Rechteck \(ABCD\) ist der Winkel bei \(B\) ein rechter Winkel (\(90^\circ\)). 2. In einem rechtwinkligen Dreieck \(ABC\) ist die Seite, die dem rechten Winkel gegenüberliegt (die Hypotenuse), immer die längste Seite des Dreiecks. 3. Im Dreieck \(ABC\) ist \(AC = e = 5\,\text{cm}\) die dem Winkel \(B\) gegenüberliegende Seite. 4. Da die Seite \(AB = a = 6\,\text{cm}\) jedoch länger ist als \(AC = 5\,\text{cm}\), kann \(AC\) nicht die Hypotenuse sein und der Winkel bei \(B\) somit kein rechter Winkel. Folglich ist das Viereck kein Rechteck. 5. Zu Teil b): Ja, die Konstruktion ist eindeutig. Durch die drei gegebenen Längen \(a\), \(b\) und \(e\) ist das Teildreieck \(ABC\) nach dem Kongruenzsatz SSS eindeutig bestimmt. 6. Da sich die Diagonalen eines Parallelogramms gegenseitig halbieren, ist \(D\) eindeutig als Punktspiegelung von \(B\) am Mittelpunkt der Diagonale \(AC\) festgelegt.

Antwort

a) Es kann kein Rechteck sein, da in einem rechtwinkligen Dreieck \(ABC\) die Diagonale \(AC\) die längste Seite sein müsste. Hier ist jedoch die Seite \(a = 6\,\text{cm}\) länger als die Diagonale \(e = 5\,\text{cm}\). b) Ja, die Konstruktion ist eindeutig, da das Teildreieck \(ABC\) durch SSS feststeht und der Punkt \(D\) als Punktspiegelung von \(B\) am Mittelpunkt von \(AC\) fest vorgegeben ist.
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Zwei Dreiecke haben jeweils zwei Seiten der Längen \(a = 4\,\text{cm}\) und \(b = 10\,\text{cm}\). Zudem ist bekannt, dass beide Dreiecke denselben Flächeninhalt von \(10\,\text{cm}^2\) besitzen. Müssen die Dreiecke zwangsläufig kongruent sein? Begründe deine Überlegung. (Hinweis: Überlege, welche Höhe das Dreieck haben muss, wenn man die Seite \(b\) als Grundseite wählt).

Denkanstöße

- Wie hängen Flächeninhalt, Grundseite und Höhe in einem Dreieck zusammen? - Wenn die Grundseite und die Höhe feststehen, auf welcher Linie muss dann die gegenüberliegende Ecke liegen? - Gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Seite der Länge \(4\,\text{cm}\) so zu zeichnen, dass sie eine bestimmte Höhe erreicht? - Skizziere die Situation: Zeichne eine Grundlinie und eine Parallele dazu im Abstand der Höhe.

Lösung

1. Bestimmung der Höhe: Mit der Flächenformel \(A = \frac{1}{2} \cdot g \cdot h\) ergibt sich bei der Grundseite \(g = b = 10\,\text{cm}\) eine Höhe von \(h_b = \frac{2 \cdot 10\,\text{cm}^2}{10\,\text{cm}} = 2\,\text{cm}\). 2. Analyse der Konstruktion: Die Seite \(a = 4\,\text{cm}\) muss an einem Ende der Grundseite \(b\) ansetzen und am anderen Ende die Höhe \(2\,\text{cm}\) erreichen. 3. Vergleich der Möglichkeiten: Es gibt zwei verschiedene Positionen für die Seite \(a\), um diese Höhe zu erreichen: Sie kann mit der Grundseite den Winkel \(30^\circ\) oder den Winkel \(150^\circ\) bilden. 4. Ergebnis: In diesen beiden Fällen ist die dritte Seite \(c\) unterschiedlich lang. Da die Dreiecke in ihrer dritten Seite differieren können, sind sie nicht zwangsläufig kongruent.

Antwort

Nein, sie müssen nicht kongruent sein. Bei gleicher Grundseite und gleichem Flächeninhalt ist die Höhe fest vorgegeben. Die zweite Seite (\(4\,\text{cm}\)) kann jedoch mit der Grundseite einen Winkel von \(30^\circ\) oder \(150^\circ\) bilden, was zu unterschiedlichen Längen der dritten Seite führt.
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Untersuche, ob ein Dreieck durch die folgenden Angaben jeweils eindeutig (bis auf Kongruenz) bestimmt ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Kongruenzsatzes SsW oder durch eine Überlegung zur Konstruktion. Fall 1: \(a = 8\,\text{cm}\), \(b = 5\,\text{cm}\), \(\alpha = 30^\circ\) Fall 2: \(a = 5\,\text{cm}\), \(b = 8\,\text{cm}\), \(\alpha = 30^\circ\)

Denkanstöße

- Schau dir den Kongruenzsatz SsW genau an. Gibt es eine Bedingung dafür, welcher Seite der Winkel gegenüberliegen muss? - Versuche, eine kleine Skizze für beide Fälle zu machen. - Was passiert bei der Konstruktion in Fall 2, wenn du den Kreis um den Punkt schlägst, der nicht am Winkel liegt?

Lösung

1. Fall 1: Hier ist die Seite \(a\) mit \(8\,\text{cm}\) länger als die Seite \(b\) mit \(5\,\text{cm}\). Der gegebene Winkel \(\alpha\) liegt der längeren Seite \(a\) gegenüber. Gemäß dem Kongruenzsatz SsW (Seite-Seite-Winkel) ist das Dreieck eindeutig bestimmt. 2. Fall 2: Hier ist die Seite \(a\) mit \(5\,\text{cm}\) kürzer als die Seite \(b\) mit \(8\,\text{cm}\). Der Winkel \(\alpha\) liegt der kürzeren Seite gegenüber. 3. In diesem Fall ist der Kongruenzsatz SsW nicht erfüllt, da der Winkel der größeren Seite gegenüberliegen muss. 4. Eine Konstruktion (oder Rechnung) zeigt, dass zwei verschiedene Dreiecke möglich sind, da der Kreis um den Punkt \(C\) mit Radius \(a\) den freien Schenkel des Winkels \(\alpha\) an zwei verschiedenen Stellen schneiden kann. Das Dreieck ist also nicht eindeutig bestimmt.

Antwort

Fall 1 ist eindeutig bestimmt, da der Winkel \(\alpha\) der längeren Seite gegenüberliegt (Kongruenzsatz SsW). Fall 2 ist nicht eindeutig bestimmt, da der Winkel der kürzeren Seite gegenüberliegt; hier sind zwei verschiedene Dreiecke möglich.
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Untersuche die Eindeutigkeit der Konstruktion eines Vierecks \(ABCD\) mit den Maßen: \(a = 5\,\text{cm}\), \(b = 4\,\text{cm}\), \(d = 3\,\text{cm}\), \(f = 6\,\text{cm}\) (Diagonale \(BD\)) und \(\gamma = 40^\circ\). Prüfe dabei insbesondere, ob das Teildreieck \(BCD\) durch die gegebenen Größen eindeutig bestimmt ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Kongruenzsatzes SsW.

Denkanstöße

- Welche Seite liegt dem Winkel \(\gamma\) im Dreieck \(BCD\) gegenüber? - Vergleiche die Längen der beiden gegebenen Seiten im Dreieck \(BCD\). Was muss für die Eindeutigkeit beim SsW-Satz gelten? - Wie viele Informationen sind nötig, um das Dreieck \(ABD\) festzulegen, wenn alle drei Seiten bekannt sind?

Lösung

1. Untersuchung von \(\triangle BCD\): Gegeben sind die Seiten \(b = 4\,\text{cm}\), \(f = 6\,\text{cm}\) und der Winkel \(\gamma = 40^\circ\). Der Winkel \(\gamma\) liegt der Seite \(f\) gegenüber. 2. Anwendung des Kongruenzsatzes SsW: Ein Dreieck ist eindeutig bestimmt, wenn zwei Seiten und der Winkel, der der längeren Seite gegenüberliegt, gegeben sind. Da \(f = 6\,\text{cm} > b = 4\,\text{cm}\) gilt, ist die Bedingung erfüllt und \(\triangle BCD\) ist eindeutig konstruierbar. 3. Untersuchung von \(\triangle ABD\): Gegeben sind die Seiten \(a = 5\,\text{cm}\), \(d = 3\,\text{cm}\) und die Diagonale \(f = 6\,\text{cm}\). Die Dreiecksungleichungen sind erfüllt (\(5+3 > 6\), \(5+6 > 3\), \(3+6 > 5\)). Nach dem Kongruenzsatz SSS ist \(\triangle ABD\) eindeutig bestimmt. 4. Die beiden Teildreiecke sind jeweils bis auf Spiegelung an \(BD\) eindeutig. Sie können jedoch auf derselben oder auf verschiedenen Seiten der Diagonale \(BD\) angeordnet werden. Ohne eine zusätzliche Bedingung, etwa dass das Viereck konvex sein soll, ist das Viereck \(ABCD\) daher im Allgemeinen nicht eindeutig bestimmt.

Antwort

Das Teildreieck \(BCD\) ist nach dem Kongruenzsatz SsW eindeutig bestimmt, da der gegebene Winkel \(\gamma\) der längeren Seite \(f = 6\,\text{cm} > b = 4\,\text{cm}\) gegenüberliegt. Das Teildreieck \(ABD\) ist nach dem Kongruenzsatz SSS eindeutig bestimmt. Das Viereck selbst ist ohne eine zusätzliche Angabe zur Lage der Teildreiecke nicht eindeutig, weil diese auf derselben oder auf verschiedenen Seiten von \(BD\) liegen können.

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