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Quartile

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Bei einer Befragung von 25 Jugendlichen nach ihrem monatlichen Taschengeld wurde ein Median von \(20\,\text{€}\) ermittelt. Eine Schülerin behauptet: „Das obere Quartil (\(Q_3\)) in unserer Gruppe liegt bei \(15\,\text{€}\).“ Verwende folgende Quartilsdefinition: Bei einer ungeraden Anzahl von Datenwerten wird der Median beim Bilden der unteren und oberen Hälfte weggelassen. Hat eine Hälfte eine gerade Anzahl von Werten, ist ihr Median der Mittelwert ihrer beiden mittleren Werte. a) Erkläre, warum diese Behauptung mathematisch unmöglich ist. b) Beschreibe, wie die Werte in der sortierten Liste verteilt sein müssen, damit der Median und das obere Quartil genau gleich groß sind, also beide \(20\,\text{€}\) betragen.

Denkanstöße

- An welcher Position liegt der Median bei \(25\) sortierten Werten? - Aus welchen \(12\) Werten besteht die obere Hälfte, und welche beiden Werte bestimmen deren Median? - Können Werte an späteren Positionen einer sortierten Liste kleiner sein als der Median? - Wann kann der Mittelwert zweier Zahlen, die beide mindestens \(20\) sind, genau \(20\) ergeben?

Lösung

1. Bei \(25\) sortierten Werten ist der Median der \(13.\) Wert. Daher gilt \(x_{13}=20\,\text{€}\). 2. Für das obere Quartil betrachtet man die obere Hälfte \(x_{14},\ldots,x_{25}\). Sie enthält \(12\) Werte. Ihr Median und damit \(Q_3\) ist \(\frac{x_{19}+x_{20}}{2}\). 3. Da die Liste sortiert ist, gilt \(x_{19}\ge x_{13}=20\) und \(x_{20}\ge x_{13}=20\). Somit kann \(Q_3\) nicht kleiner als \(20\,\text{€}\) sein. Die Behauptung \(Q_3=15\,\text{€}\) ist unmöglich. 4. Damit \(Q_3=20\,\text{€}\) gilt, müssen wegen \(x_{19}\ge20\) und \(x_{20}\ge20\) beide Werte gleich \(20\,\text{€}\) sein. Wegen der Sortierung müssen dann alle Werte von Position 13 bis Position 20 ebenfalls \(20\,\text{€}\) betragen.

Antwort

a) Die Behauptung ist unmöglich. Der Median ist der \(13.\) Wert und beträgt \(20\,\text{€}\). Die für \(Q_3\) maßgeblichen Werte an den Positionen 19 und 20 können in einer sortierten Liste nicht kleiner als \(20\,\text{€}\) sein. b) Die Werte an den Positionen 13 bis 20 müssen alle \(20\,\text{€}\) betragen. Dann ist der Median \(20\,\text{€}\) und \(Q_3=\frac{20+20}{2}=20\,\text{€}\).
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Erstelle eine sortierte Liste von \(11\) Zahlen, für die folgende statistische Kennwerte gelten: - Das untere Quartil (\(Q_1\)) ist \(5\). - Der Median (\(x_{\mathrm{med}}\)) ist \(10\). - Das obere Quartil (\(Q_3\)) ist \(15\). - Das arithmetische Mittel ist \(20\). Verwende dabei die Quartilsdefinition, nach der der Median bei einer ungeraden Anzahl von Datenwerten beim Bilden der unteren und oberen Hälfte weggelassen wird. Berechne zur Kontrolle das arithmetische Mittel deiner Liste.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, an welcher Position in einer Liste mit \(11\) Werten der Median und die Quartile stehen. - Wie groß muss die Summe aller Zahlen sein, wenn der Durchschnitt 20 sein soll? - Fülle die bekannten Positionen aus und wähle für die Lücken Zahlen, die die Sortierung nicht verletzen. - Überlege dir, wie groß die letzten Zahlen sein müssen, um die nötige Gesamtsumme zu erreichen.

Lösung

1. Bestimmung der Positionen bei \(n = 11\): Der Median ist der 6. Wert (\(x_6 = 10\)). Das untere Quartil ist der Median der ersten fünf Werte, also der 3. Wert (\(x_3 = 5\)). Das obere Quartil ist der Median der Werte an den Stellen 7 bis 11, also der 9. Wert (\(x_9 = 15\)). 2. Bedingung für das Mittel: Die Summe aller \(11\) Zahlen muss \(11 \cdot 20 = 220\) ergeben. 3. Belegung der festen Positionen: \(x_3 = 5, x_6 = 10, x_9 = 15\). 4. Wahl einfacher Werte für die restlichen Positionen unter Beachtung der Sortierung: Wir setzen \(x_1=5, x_2=5, x_4=10, x_5=10, x_7=15, x_8=15\). 5. Summe der ersten neun Werte: \(3 \cdot 5 + 3 \cdot 10 + 3 \cdot 15 = 15 + 30 + 45 = 90\). 6. Bestimmung der letzten zwei Werte: Für \(x_{10}\) und \(x_{11}\) verbleiben \(220 - 90 = 130\). Wir wählen \(x_{10} = 65\) und \(x_{11} = 65\). 7. Kontrolle: Die Liste ist \(5, 5, 5, 10, 10, 10, 15, 15, 15, 65, 65\). Das Mittel ist \(220 : 11 = 20\).

Antwort

Eine mögliche Liste ist: \(5, 5, 5, 10, 10, 10, 15, 15, 15, 65, 65\). Kontrolle des Mittels: \((5+5+5+10+10+10+15+15+15+65+65) : 11 = 220 : 11 = 20\).
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Gegeben ist die geordnete Datenreihe \(S=(4; 5; 5; 6; 7; 8; 21)\). Verwende für die Quartile die Definition, nach der der Median bei einer ungeraden Anzahl von Datenwerten beim Bilden der unteren und oberen Hälfte weggelassen wird. a) Berechne das arithmetische Mittel und den Median der Datenreihe \(S\). b) Ersetze den Ausreißer \(21\) durch den Wert \(8\). Welcher der beiden Kennwerte (Mittelwert oder Median) ändert sich dadurch stärker? Begründe durch Rechnung. c) Gehe wieder von der ursprünglichen Datenreihe \(S\) aus. Ist es möglich, zwei Werte so zu verändern, dass das obere Quartil (\(Q_3\)) größer wird, während das arithmetische Mittel und der Median gleich bleiben? Begründe deine Antwort mit einem Beispiel.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Durchschnitt und wie findet man die Mitte einer Liste? - Was passiert mit dem Durchschnitt, wenn eine sehr große Zahl viel kleiner wird? Hat das Auswirkungen auf den Wert in der Mitte? - Wenn du eine Zahl in der Liste größer machst, was musst du mit einer anderen Zahl tun, damit die Gesamtsumme (und damit der Durchschnitt) gleich bleibt? - Bestimme das obere Quartil als Median der oberen Hälfte; der Median der gesamten Datenreihe wird dabei weggelassen.

Lösung

1. Teil a): Summe \(4+5+5+6+7+8+21 = 56\). Mittelwert \(\bar{x} = 56 : 7 = 8\). Der Median, also der 4. Wert, ist \(6\). 2. Teil b): Die neue Datenreihe ist \(S'=(4; 5; 5; 6; 7; 8; 8)\). Ihre Summe beträgt \(43\). Der neue Mittelwert ist \(\bar{x}' = 43 : 7 \approx 6{,}14\). Der Median bleibt \(6\). Der Mittelwert ändert sich um etwa \(1{,}86\), der Median gar nicht. Daher ändert sich der Mittelwert stärker. 3. Teil c): Bei \(n=7\) ist das obere Quartil der 6. Wert der sortierten Datenreihe, hier also \(8\). Damit der Mittelwert gleich bleibt, muss die Summe weiterhin \(56\) betragen. Damit der Median gleich bleibt, muss der 4. Wert \(6\) bleiben. 4. Erhöhe den 6. Wert von \(8\) auf \(10\) und verringere den 7. Wert von \(21\) auf \(19\). Dadurch bleibt die Summe unverändert. 5. Die neue Datenreihe \(S''=(4; 5; 5; 6; 7; 10; 19)\) hat die Summe \(56\), den Mittelwert \(8\) und den Median \(6\). Das obere Quartil steigt von \(8\) auf \(10\).

Antwort

a) Arithmetisches Mittel: \(8\); Median: \(6\). b) Der Mittelwert ändert sich stärker: Er sinkt von \(8\) auf etwa \(6{,}14\), während der Median bei \(6\) bleibt. c) Ja. Ersetzt man \(8\) durch \(10\) und \(21\) durch \(19\), erhält man die Datenreihe \((4; 5; 5; 6; 7; 10; 19)\). Sie hat weiterhin den Mittelwert \(8\) und den Median \(6\), aber das obere Quartil ist \(10\).

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