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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Sachaufgaben und Rätsel mit LGS

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5532088
In einem Quiz werden alle \(12\) Aufgaben beantwortet. Für eine richtige Antwort gibt es \(2\) Punkte, für eine falsche Antwort wird \(1\) Punkt abgezogen. Insgesamt werden \(18\) Punkte erreicht. Dabei sei \(r\) die Zahl der richtigen und \(f\) die Zahl der falschen Antworten. Welches Gleichungssystem beschreibt die Situation korrekt? A: \(\begin{cases}r-f=12\\2r+f=18\end{cases}\) B: \(\begin{cases}2r+f=12\\r-f=18\end{cases}\) C: \(\begin{cases}r+f=12\\2r-f=18\end{cases}\)

Denkanstöße

- Welche Gleichung muss die Gesamtzahl aller beantworteten Aufgaben ausdrücken? - Welches Vorzeichen braucht die Zahl der falschen Antworten in der Punktebilanz?

Lösung

1. Weil alle Aufgaben entweder richtig oder falsch beantwortet wurden, gilt \(r+f=12\). 2. Die Punktebilanz ist \(2r-f=18\), weil falsche Antworten jeweils einen Punkt abziehen. 3. Damit passt nur System C.

Antwort

C: \(\begin{cases}r+f=12\\2r-f=18\end{cases}\)
5532098
In einem Zahlenrätsel ist \(x\) die größere und \(y\) die kleinere Zahl. Es gilt bereits \(x-y=7\). Außerdem ist das Doppelte der kleineren Zahl um \(5\) kleiner als die größere Zahl. a) Welche Gleichung beschreibt die zweite Aussage richtig? A: \(2y=x-5\) B: \(2x=y-5\) C: \(2y=x+5\) b) Löse danach das passende Gleichungssystem und bestimme beide Zahlen.

Denkanstöße

- Übersetze „um \(5\) kleiner“ sorgfältig in einen Term. - Nutze anschließend die bereits gegebene Differenzbedingung zusammen mit der ausgewählten Gleichung. - Prüfe zum Schluss beide Aussagen des Zahlenrätsels.

Lösung

1. „Das Doppelte der kleineren Zahl“ ist \(2y\). „Um \(5\) kleiner als die größere Zahl“ ist \(x-5\). Daher ist A korrekt: \(2y=x-5\). 2. Aus \(x-y=7\) folgt \(x=y+7\). 3. Einsetzen in \(2y=x-5\) ergibt \(2y=y+2\), also \(y=2\). 4. Damit ist \(x=9\).

Antwort

a) A: \(2y=x-5\) b) \(x=9\), \(y=2\)
5532118
Lena ist \(4\) Jahre älter als Karim. Zusammen sind beide \(30\) Jahre alt. Niko stellt dazu das System \(l-k=30\) \(l+k=4\) auf. Erkläre, was an Nikos Modell falsch ist, stelle das richtige LGS auf und bestimme beide Alter.

Denkanstöße

- Ordne jeder Zahl im Text zuerst ihre Bedeutung zu: Welche Zahl beschreibt eine Differenz, welche eine Summe? - Prüfe Nikos Gleichungen einzeln gegen die beiden Sätze im Text. - Die gefundenen Alter müssen sowohl die Altersdifferenz als auch die Summe erfüllen.

Lösung

1. Die Differenz der Alter beträgt \(4\), nicht \(30\). Daher muss \(l-k=4\) gelten. 2. Die Summe der Alter beträgt \(30\). Daher gilt \(l+k=30\). 3. Addieren liefert \(2l=34\), also \(l=17\). 4. Damit ist \(k=13\).

Antwort

Niko hat Summe und Differenz vertauscht. Richtig ist \(l-k=4\) und \(l+k=30\). Lena ist \(17\), Karim \(13\) Jahre alt.
4137077
Für ein Schulfest liefert ein Getränkehändler Limonaden-Kisten mit jeweils 12 Flaschen und Wasser-Kisten mit jeweils 10 Flaschen. Insgesamt werden \(11\) Kisten geliefert, die zusammen genau \(122\) Flaschen enthalten. Berechne, wie viele Kisten von jeder Sorte geliefert wurden.

Denkanstöße

- Kannst du für jede Information im Text (Anzahl Kisten, Anzahl Flaschen) eine eigene Gleichung aufstellen? - Wie hängen die Anzahl der Kisten und die Gesamtzahl der Flaschen zusammen? - Welches Verfahren kennst du, um zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten gleichzeitig zu lösen? - Überprüfe dein Ergebnis am Ende: Ergeben deine Kistenzahlen zusammen wirklich 11?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für die Anzahl der Limonaden-Kisten und \(y\) für die Anzahl der Wasser-Kisten. 2. Aufstellen des linearen Gleichungssystems: (I) \(x + y = 11\) (II) \(12x + 10y = 122\) 3. Auflösen von (I) nach \(y\): \(y = 11 - x\). 4. Einsetzen in (II): \(12x + 10 \cdot (11 - x) = 122\). 5. Vereinfachen der Gleichung: \(12x + 110 - 10x = 122 \Rightarrow 2x + 110 = 122\). 6. Lösen nach \(x\): \(2x = 12 \Rightarrow x = 6\). 7. Berechnen von \(y\): \(y = 11 - 6 = 5\). 8. Ergebnis: Es wurden 6 Limonaden-Kisten und 5 Wasser-Kisten geliefert.

Antwort

Es wurden 6 Limonaden-Kisten und 5 Wasser-Kisten geliefert.
4137607
Frau Müller legt einen Gesamtbetrag von \(10\,000\,\text{€}\) auf zwei verschiedenen Konten an. Das erste Konto wird mit \(2\,\%\) pro Jahr verzinst, das zweite Konto mit \(3\,\%\). Nach einem Jahr erhält sie insgesamt \(260\,\text{€}\) an Zinsen. Wie viel Geld hat Frau Müller jeweils auf den beiden Konten angelegt?

Denkanstöße

- Welche zwei unbekannten Geldbeträge suchst du? - Welche Gleichung beschreibt die gesamte angelegte Summe? - Wie kannst du die beiden Zinserträge zusammen in einer zweiten Gleichung darstellen?

Lösung

1. Setze \(x\) für den Betrag auf dem ersten Konto und \(y\) für den Betrag auf dem zweiten Konto. 2. Die Bedingungen ergeben das Gleichungssystem \(\begin{cases}x+y=10\,000\\0{,}02x+0{,}03y=260\end{cases}\). 3. Aus der ersten Gleichung folgt \(x=10\,000-y\). Einsetzen in die zweite ergibt \(0{,}02(10\,000-y)+0{,}03y=260\). 4. Daraus folgt \(200+0{,}01y=260\), also \(y=6000\). 5. Mit der ersten Gleichung erhältst du \(x=4000\).

Antwort

Frau Müller hat \(4000\,\text{€}\) auf dem Konto mit \(2\,\%\) und \(6000\,\text{€}\) auf dem Konto mit \(3\,\%\) angelegt.
4137698
Jan und Kim sparen für ein gemeinsames Projekt. Jan hat bereits \(20\,\text{€}\) mehr gespart als Kim. Würde Jan sein Erspartes verdoppeln und Kim ihres verdreifachen, hätten sie zusammen genau \(240\,\text{€}\). Bestimme mithilfe eines Gleichungssystems, wie viel Geld Jan und Kim jeweils gespart haben.

Denkanstöße

- Drücke zuerst den Unterschied zwischen Jans und Kims Erspartem als Gleichung aus. - Was bedeuten „verdoppeln“ und „verdreifachen“ für die beiden Variablen? - Welche Gleichung ist bereits günstig nach einer Variablen aufgelöst?

Lösung

1. Setze \(x\) für Jans Erspartes und \(y\) für Kims Erspartes. 2. Die Bedingungen ergeben das Gleichungssystem \(\begin{cases}x=y+20\\2x+3y=240\end{cases}\). 3. Setze den Ausdruck aus der ersten Gleichung in die zweite ein: \(2(y+20)+3y=240\). 4. Daraus folgt \(5y+40=240\), also \(y=40\). 5. Mit der ersten Gleichung erhältst du \(x=60\).

Antwort

Jan hat \(60\,\text{€}\) gespart und Kim \(40\,\text{€}\).
4137897
Leon und Mia sparen für ein gemeinsames Geschenk, das genau \(30\,\text{€}\) kostet. Hätte Leon doppelt so viel gespart wie bisher und Mia nur die Hälfte ihres aktuellen Betrages, dann hätten sie zusammen \(36\,\text{€}\) zur Verfügung. Wie viel Euro hat jeder der beiden bisher tatsächlich gespart?

Denkanstöße

- Kannst du die Informationen aus dem Text in zwei mathematische Gleichungen übersetzen? - Welche Unbekannten suchen wir in dieser Aufgabe? - Wie verändern sich die Beträge im beschriebenen „Was-wäre-wenn“-Szenario? - Welches Verfahren kennst du, um zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten zu lösen?

Lösung

1. Variablen festlegen: \(L\) für Leons Erspartes und \(M\) für Mias Erspartes. 2. Erste Gleichung aufstellen: \(L + M = 30\). 3. Zweite Bedingung als Gleichung formulieren: \(2L + 0{,}5M = 36\). 4. Einsetzungsverfahren anwenden: \(M = 30 - L\) in die zweite Gleichung einsetzen. 5. Berechnung: \(2L + 0{,}5 \cdot (30 - L) = 36 \implies 2L + 15 - 0{,}5L = 36 \implies 1{,}5L = 21\). 6. Ergebnis für \(L\): \(L = 14\). 7. Ergebnis für \(M\): \(M = 30 - 14 = 16\). Leon hat \(14\,\text{€}\) gespart und Mia \(16\,\text{€}\).

Antwort

Leon hat \(14\,\text{€}\) gespart und Mia \(16\,\text{€}\).
4137917
In zwei Klassen der 8. Jahrgangsstufe sind insgesamt \(60\) Schülerinnen und Schüler. Für das nächste Schuljahr wird eine Veränderung prognostiziert: Die Anzahl in Klasse 8a soll um \(20\,\%\) steigen, während die Anzahl in Klasse 8b um \(20\,\%\) sinkt. In diesem Fall würde die Gesamtschülerzahl beider Klassen zusammen auf \(62\) steigen. Wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die jeweilige Klasse?

Denkanstöße

- Wie drückt man eine prozentuale Zunahme oder Abnahme als Dezimalzahl aus? - Was bedeutet es für die Rechnung, wenn eine Größe um \(20\,\%\) wächst? - Stelle zwei Gleichungen auf: eine für die jetzige Situation und eine für die Prognose. - Achte darauf, dass die Anzahl der Schülerinnen und Schüler am Ende eine ganze Zahl sein muss.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(a\) für die Anzahl in 8a und \(b\) für die Anzahl in 8b. 2. Erste Gleichung: \(a + b = 60\). 3. Zweite Gleichung (prozentuale Änderung): \(1{,}2a + 0{,}8b = 62\). 4. Einsetzungsverfahren: \(b = 60 - a\) in die zweite Gleichung einsetzen. 5. Berechnung: \(1{,}2a + 0{,}8 \cdot (60 - a) = 62 \implies 1{,}2a + 48 - 0{,}8a = 62\). 6. Zusammenfassen: \(0{,}4a + 48 = 62 \implies 0{,}4a = 14\). 7. Ergebnis für \(a\): \(a = 14 : 0{,}4 = 35\). 8. Ergebnis für \(b\): \(b = 60 - 35 = 25\). Klasse 8a hat \(35\) Schülerinnen und Schüler, Klasse 8b hat \(25\) Schülerinnen und Schüler.

Antwort

In Klasse 8a sind aktuell \(35\) Schülerinnen und Schüler und in Klasse 8b sind es \(25\) Schülerinnen und Schüler.
4137948
Bestimme ein Zahlenpaar \((x|y)\), das die folgenden zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt: 1. Der \(x\)-Wert ist genau das \(1{,}5\)-fache des \(y\)-Wertes. 2. Die Summe aus dem \(x\)-Wert und dem \(y\)-Wert beträgt \(35\). Stelle dazu zuerst für jede Bedingung eine lineare Gleichung auf.

Denkanstöße

- Schreibe für jede der beiden Bedingungen eine eigene Gleichung auf. - Du hast nun ein System aus zwei Gleichungen. Kannst du eine Variable durch die andere ersetzen? - Wenn du einen Wert gefunden hast, kannst du ihn in eine der Gleichungen einsetzen, um den zweiten Wert zu finden.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichungen: Bedingung 1 ergibt \(x = 1{,}5y\). Bedingung 2 ergibt \(x + y = 35\). 2. Einsetzungsverfahren: Ersetze \(x\) in der zweiten Gleichung durch den Ausdruck aus der ersten Gleichung: \(1{,}5y + y = 35\). 3. Zusammenfassen: \(2{,}5y = 35\). 4. Berechnung von \(y\): \(y = 35 : 2{,}5 = 14\). 5. Berechnung von \(x\): Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(x = 1{,}5 \cdot 14 = 21\). 6. Überprüfung: \(21 + 14 = 35\) und \(21 : 14 = 1{,}5\).

Antwort

Die Gleichungen lauten \(x = 1{,}5y\) und \(x + y = 35\). Das gesuchte Zahlenpaar ist \((21|14)\).
4137957
Ein Vater ist aktuell dreimal so alt wie seine Tochter Sarah. In \(5\) Jahren wird der Vater \(6\) Jahre älter sein als das Doppelte von Sarahs damaligem Alter. Bestimme das heutige Alter von Sarah und ihrem Vater.

Denkanstöße

- Kannst du Variablen für die beiden unbekannten Alter festlegen? - Wie drücken wir das Alter der beiden in fünf Jahren aus? - Versuche, für jede Information im Text eine mathematische Beziehung aufzuschreiben. - Könntest du eine der Unbekannten durch die andere ersetzen, um nur noch eine Variable in der Gleichung zu haben?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(s\) für Sarahs heutiges Alter und \(v\) für das heutige Alter des Vaters. 2. Aufstellen der Gleichungen: Aus der ersten Bedingung folgt \(v = 3s\). In \(5\) Jahren sind sie \(s+5\) und \(v+5\) Jahre alt. Die zweite Bedingung lautet \(v + 5 = 2 \cdot (s + 5) + 6\). 3. Einsetzen von \(v = 3s\) in die zweite Gleichung: \(3s + 5 = 2s + 10 + 6\). 4. Zusammenfassen und Lösen nach \(s\): \(3s + 5 = 2s + 16 \implies s = 11\). 5. Berechnung von \(v\): \(v = 3 \cdot 11 = 33\). Sarah ist heute \(11\) Jahre alt und ihr Vater \(33\) Jahre.

Antwort

Sarah ist \(11\) Jahre alt und ihr Vater ist \(33\) Jahre alt.
4137998
Zwei Geschwister, Anna und Ben, vergleichen ihr Erspartes. Anna sagt: „Wenn du mir \(15\,\text{€}\) von deinem Geld gibst, habe ich genau doppelt so viel wie du dann noch übrig hast.“ Ben antwortet: „Wenn du mir aber \(5\,\text{€}\) von deinem Geld gibst, haben wir beide exakt den gleichen Betrag.“ Berechne, wie viel Euro Anna und Ben jeweils gespart haben.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Geldbetrag einer Person, wenn sie etwas abgibt? Was passiert bei der Person, die es bekommt? - Kannst du die Bedingungen „doppelt so viel“ und „gleich viel“ in mathematische Zeichen übersetzen? - Stelle für jede der beiden Aussagen eine Gleichung auf. - Es hilft, die Gleichungen erst einmal zu vereinfachen, bevor du ein Lösungsverfahren wählst.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(a\) für Annas Erspartes und \(b\) für Bens Erspartes. 2. Modellieren der ersten Aussage: Erhält Anna \(15\,\text{€}\), hat sie \(a + 15\) und Ben \(b - 15\). Die Gleichung lautet \(a + 15 = 2 \cdot (b - 15)\). 3. Modellieren der zweiten Aussage: Gibt Anna \(5\,\text{€}\) ab, hat sie \(a - 5\) und Ben \(b + 5\). Die Gleichung lautet \(a - 5 = b + 5\). 4. Umformen des Systems: \(a - 2b = -45\) und \(a - b = 10\). 5. Lösen des Systems: Aus der zweiten Gleichung folgt \(a = b + 10\). Einsetzen in die erste: \((b + 10) - 2b = -45 \Rightarrow -b = -55 \Rightarrow b = 55\). 6. Berechnung von \(a\): \(a = 55 + 10 = 65\).

Antwort

Anna hat \(65{,}00\,\text{€}\) und Ben hat \(55{,}00\,\text{€}\) gespart.
4138167
Auf einem Bauernhof leben Hühner (2 Beine) und Schafe (4 Beine). Insgesamt wurden 25 Köpfe und 72 Beine gezählt. a) Berechne die Anzahl der Hühner und der Schafe auf dem Bauernhof. b) Ein Besucher behauptet, er habe bei 25 Tieren insgesamt 75 Beine gezählt. Begründe ohne Rechnung, warum diese Beobachtung unmöglich ist.

Denkanstöße

- Welche Gleichung beschreibt die Gesamtzahl der Tiere? - Welche Gleichung beschreibt die Gesamtzahl der Beine? - Welche Eigenschaft haben die Beinanzahlen beider Tierarten gemeinsam, die für Teil b) entscheidend ist?

Lösung

1. Setze \(x\) für die Anzahl der Hühner und \(y\) für die Anzahl der Schafe. Dann gilt \(\begin{cases}x+y=25\\2x+4y=72\end{cases}\). 2. Aus der ersten Gleichung folgt \(x=25-y\). Einsetzen in die zweite ergibt \(2(25-y)+4y=72\), also \(y=11\) und damit \(x=14\). 3. Für Teil b) genügt die Parität: Hühner und Schafe haben jeweils eine gerade Anzahl Beine. Daher muss auch die Gesamtzahl der Beine gerade sein; \(75\) ist ungerade.

Antwort

a) Es sind 14 Hühner und 11 Schafe. b) Jede mögliche Gesamtzahl der Beine ist gerade; 75 ist ungerade und daher unmöglich.
4138288
Das Doppelte einer ersten Zahl und das Dreifache einer zweiten Zahl ergeben zusammen genau \(50\). Wenn man das Fünffache der ersten Zahl nimmt und davon das Doppelte der zweiten Zahl subtrahiert, erhält man \(11\). Bestimme die beiden Zahlen und zeige deinen Rechenweg.

Denkanstöße

- Übersetze jede der beiden Aussagen in eine Gleichung mit zwei Variablen. - Wie kannst du die Gleichungen so vervielfachen, dass beim Addieren eine Variable verschwindet? - Prüfe am Ende, ob beide Zahlen die beiden Textbedingungen erfüllen.

Lösung

1. Mit \(x\) als erster und \(y\) als zweiter Zahl gilt \(\begin{cases}2x+3y=50\\5x-2y=11\end{cases}\). 2. Multipliziere die erste Gleichung mit \(2\) und die zweite mit \(3\): \(4x+6y=100\) und \(15x-6y=33\). 3. Addition ergibt \(19x=133\), also \(x=7\). 4. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(14+3y=50\), also \(y=12\).

Antwort

Die erste Zahl ist \(7\), die zweite Zahl ist \(12\).
4141708
In einer Schmuckwerkstatt wiegen zwei identische Goldkugeln und drei identische Silbermünzen zusammen genau \(48\,\text{g}\). Legt man hingegen drei dieser Goldkugeln und zwei der Silbermünzen auf die Waage, zeigt diese insgesamt \(57\,\text{g}\) an. Berechne das Gewicht einer einzelnen Goldkugel und einer einzelnen Silbermünze.

Denkanstöße

- Wähle je eine Variable für die beiden unbekannten Einzelgewichte. - Welche zwei Gleichungen ergeben sich aus den beiden Wägungen? - Wie kannst du die Gleichungen vervielfachen, damit beim Subtrahieren eine Variable verschwindet?

Lösung

1. Setze \(g\) für das Gewicht einer Goldkugel und \(s\) für das Gewicht einer Silbermünze. Dann gilt \(\begin{cases}2g+3s=48\\3g+2s=57\end{cases}\). 2. Multipliziere die erste Gleichung mit \(3\) und die zweite mit \(2\): \(6g+9s=144\) und \(6g+4s=114\). 3. Subtraktion ergibt \(5s=30\), also \(s=6\). 4. Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(2g+18=48\), also \(g=15\).

Antwort

Eine Goldkugel wiegt \(15\,\text{g}\), eine Silbermünze \(6\,\text{g}\).
4141717
Die Quersumme einer zweistelligen Zahl ist 12. Wenn man die beiden Ziffern dieser Zahl vertauscht, erhält man eine neue Zahl, die um 18 größer ist als die ursprüngliche Zahl. Bestimme die ursprüngliche Zahl und erkläre dein Vorgehen.

Denkanstöße

- Wie lässt sich eine zweistellige Zahl aus Zehner- und Einerziffer als Term schreiben? - Welche Gleichung beschreibt die Quersumme? - Wie verändert sich der Term, wenn die beiden Ziffern vertauscht werden?

Lösung

1. Setze \(x\) als Zehnerziffer und \(y\) als Einerziffer. Die Zahl lautet \(10x+y\), die vertauschte Zahl \(10y+x\). 2. Aus der Quersumme folgt \(x+y=12\). Aus der zweiten Bedingung folgt \(10y+x=10x+y+18\), also \(-x+y=2\). Zusammen ergibt sich \(\begin{cases}x+y=12\\-x+y=2\end{cases}\). 3. Addiere die beiden Gleichungen: \(2y=14\), also \(y=7\). 4. Mit der ersten Gleichung folgt \(x=5\). Die ursprüngliche Zahl ist daher \(10\cdot5+7=57\).

Antwort

Die ursprüngliche Zahl ist \(57\).
4240237
Für ein Schulfest war der Verkauf von insgesamt 500 Karten geplant: Schülerkarten und Karten für Erwachsene. Tatsächlich wurden \(105\,\%\) der geplanten Anzahl an Schülerkarten und \(90\,\%\) der geplanten Anzahl an Erwachsenenkarten verkauft. Insgesamt wurden 495 Karten verkauft. Bestimme, wie viele Karten von jeder Sorte tatsächlich verkauft wurden.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen den geplanten und den tatsächlich verkauften Karten. - Welche Gleichung beschreibt die insgesamt geplanten 500 Karten? - Wie kannst du die Prozentangaben in Faktoren für die tatsächlich verkauften Mengen übersetzen?

Lösung

1. Setze \(x\) für die geplante Anzahl der Schülerkarten und \(y\) für die geplante Anzahl der Erwachsenenkarten. Dann gilt \(\begin{cases}x+y=500\\1{,}05x+0{,}90y=495\end{cases}\). 2. Aus der ersten Gleichung folgt \(y=500-x\). Einsetzen in die zweite ergibt \(1{,}05x+0{,}90(500-x)=495\). 3. Daraus folgt \(0{,}15x=45\), also \(x=300\) und \(y=200\). 4. Tatsächlich verkauft wurden \(300\cdot1{,}05=315\) Schülerkarten und \(200\cdot0{,}90=180\) Erwachsenenkarten.

Antwort

Es wurden 315 Schülerkarten und 180 Erwachsenenkarten verkauft.
4240247
Frau Weber legt ein Erbe von \(12\,000{,}00\,\text{€}\) auf zwei verschiedenen Sparkonten an. Das erste Konto wird mit \(1{,}5\,\%\) pro Jahr verzinst, das zweite mit \(2{,}5\,\%\). Nach genau einem Jahr ist das gesamte Guthaben beider Konten auf \(12\,230{,}00\,\text{€}\) angewachsen. Berechne, welcher Betrag auf jedem der beiden Konten ursprünglich angelegt wurde.

Denkanstöße

- Wie hoch sind die Zinsen insgesamt nach einem Jahr? - Welche Gleichung beschreibt das gesamte Anfangskapital? - Wie kannst du die beiden Zinserträge in einer zweiten Gleichung darstellen?

Lösung

1. Setze \(x\) und \(y\) für die beiden ursprünglichen Anlagebeträge. Die gesamten Zinsen betragen \(12\,230-12\,000=230\,\text{€}\). 2. Damit gilt \(\begin{cases}x+y=12\,000\\0{,}015x+0{,}025y=230\end{cases}\). 3. Aus der ersten Gleichung folgt \(y=12\,000-x\). Einsetzen in die zweite ergibt \(0{,}015x+0{,}025(12\,000-x)=230\). 4. Daraus folgt \(-0{,}01x=-70\), also \(x=7000\) und mit der ersten Gleichung \(y=5000\).

Antwort

Auf dem ersten Konto wurden \(7000{,}00\,\text{€}\), auf dem zweiten \(5000{,}00\,\text{€}\) angelegt.
4240317
Eine Kiste mit Äpfeln wiegt insgesamt \(15{,}5\,\text{kg}\). Nachdem drei Viertel der Äpfel verkauft wurden, wiegt die Kiste zusammen mit den restlichen Äpfeln noch genau \(5\,\text{kg}\). Berechne das Gewicht der leeren Kiste.

Denkanstöße

- Welche zwei Bestandteile tragen zum Gesamtgewicht bei? - Wenn drei Viertel der Äpfel weg sind, welcher Anteil der Äpfel ist dann noch in der Kiste? - Kannst du für den Anfangszustand und den Endzustand jeweils eine Gleichung aufstellen? - Überlege, wie du eine der Unbekannten eliminieren kannst, indem du die Gleichungen voneinander abziehst.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für das Gewicht der leeren Kiste und \(y\) für das ursprüngliche Gewicht der Äpfel. 2. Gleichungssystem aufstellen: \(x + y = 15{,}5\) und \(x + \frac{1}{4}y = 5\). 3. Die erste Gleichung nach \(y\) auflösen: \(y = 15{,}5 - x\). 4. Den Ausdruck für \(y\) in die zweite Gleichung einsetzen: \(x + \frac{1}{4} \cdot (15{,}5 - x) = 5\). 5. Die Gleichung nach \(x\) auflösen: \(x + 3{,}875 - 0{,}25x = 5 \implies 0{,}75x = 1{,}125 \implies x = 1{,}5\). 6. Das Gewicht der leeren Kiste beträgt \(1{,}5\,\text{kg}\).

Antwort

Die leere Kiste wiegt \(1{,}5\,\text{kg}\).
4240328
Für eine Bergtour wird die Ausrüstung gewogen. Ein Rucksack und zwei Schlafsäcke wiegen zusammen \(4{,}2\,\text{kg}\). Zwei baugleiche Rucksäcke und ein Schlafsack derselben Art wiegen zusammen \(3{,}9\,\text{kg}\). Bestimme das Gewicht eines einzelnen Rucksacks und eines einzelnen Schlafsacks.

Denkanstöße

- Wähle je eine Variable für die beiden unbekannten Gewichte. - Übersetze die beiden Wägungen in zwei Gleichungen. - Welche Gleichung lässt sich besonders leicht nach einer Variablen auflösen?

Lösung

1. Setze \(r\) für das Gewicht eines Rucksacks und \(s\) für das Gewicht eines Schlafsacks. Dann gilt \(\begin{cases}r+2s=4{,}2\\2r+s=3{,}9\end{cases}\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(s=3{,}9-2r\). Einsetzen in die erste ergibt \(r+2(3{,}9-2r)=4{,}2\). 3. Daraus folgt \(-3r=-3{,}6\), also \(r=1{,}2\). 4. Mit der zweiten Gleichung erhältst du \(s=1{,}5\).

Antwort

Ein Rucksack wiegt \(1{,}2\,\text{kg}\), ein Schlafsack \(1{,}5\,\text{kg}\).
4240417
Zwei Wassertanks enthalten zusammen \(3500\,\text{l}\) Wasser. Aus dem ersten Tank fließen pro Minute \(12\,\text{l}\) ab, während aus dem zweiten Tank pro Minute \(18\,\text{l}\) abfließen. Nach genau \(50\,\text{min}\) ist in beiden Tanks die gleiche Menge Wasser enthalten. Berechne, wie viele Liter Wasser sich ursprünglich in jedem der beiden Tanks befanden.

Denkanstöße

- Kannst du für jeden Tank einen Term aufstellen, der die Wassermenge nach einer bestimmten Zeit beschreibt? - Was bedeutet es für die Gleichung, wenn am Ende in beiden Tanks „die gleiche Menge“ ist? - Stelle ein System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten auf. - Überlege dir zuerst, wie viel Wasser insgesamt aus jedem Tank nach der angegebenen Zeit abgeflossen ist.

Lösung

1. Definition der Variablen \(x\) für die Wassermenge in Tank 1 und \(y\) für Tank 2 in Litern. 2. Aufstellen der ersten Gleichung für die Gesamtmenge: \(x + y = 3500\). 3. Berechnung der abgeflossenen Mengen nach \(50\,\text{min}\): Tank 1 verliert \(12 \cdot 50 = 600\,\text{l}\), Tank 2 verliert \(18 \cdot 50 = 900\,\text{l}\). 4. Aufstellen der Gleichgewichtsbedingung: \(x - 600 = y - 900\). 5. Umformen der zweiten Gleichung nach \(x\): \(x = y - 300\). 6. Einsetzen in die erste Gleichung: \((y - 300) + y = 3500 \implies 2y = 3800 \implies y = 1900\). 7. Berechnung von \(x\): \(x = 1900 - 300 = 1600\).

Antwort

Im ersten Tank waren ursprünglich \(1600\,\text{l}\) und im zweiten Tank \(1900\,\text{l}\) Wasser.
4240427
Paul und Marie haben zusammen \(150{,}00\,\text{€}\) gespart. Paul gibt jede Woche \(4{,}00\,\text{€}\) von seinem Geld aus. Marie hingegen spart fleißig weiter und erhält von ihren Eltern jede Woche \(2{,}00\,\text{€}\) dazu. Nach \(12\,\text{Wochen}\) besitzen beide exakt den gleichen Geldbetrag. Bestimme, wie viel Euro Paul und Marie jeweils am Anfang besaßen.

Denkanstöße

- Achte darauf, dass eine Person Geld verliert (Minus) und die andere Person Geld dazu bekommt (Plus). - Wie viel Geld hat Paul nach den 12 Wochen insgesamt ausgegeben? - Wie viel Geld hat Marie nach den 12 Wochen insgesamt dazugewonnen? - Kannst du eine Gleichung schreiben, die besagt, dass ihre Endbeträge gleich sind?

Lösung

1. Festlegen der Variablen \(p\) für Pauls Anfangsbetrag und \(m\) für Maries Anfangsbetrag. 2. Summengleichung aufstellen: \(p + m = 150\). 3. Terme für die Beträge nach \(12\,\text{Wochen}\) aufstellen: Paul hat \(p - 4 \cdot 12 = p - 48\), Marie hat \(m + 2 \cdot 12 = m + 24\). 4. Gleichsetzen der Terme: \(p - 48 = m + 24\). 5. Umformen der Gleichung zu \(p - m = 72\). 6. Addition der beiden Gleichungen \((p + m) + (p - m) = 150 + 72 \implies 2p = 222\). 7. Ergebnis für Paul: \(p = 111\). 8. Ergebnis für Marie durch Einsetzen: \(111 + m = 150 \implies m = 39\).

Antwort

Paul hatte am Anfang \(111{,}00\,\text{€}\) und Marie hatte \(39{,}00\,\text{€}\).
4241387
Ein Vater ist aktuell viermal so alt wie sein Sohn. In 12 Jahren wird er nur noch doppelt so alt sein wie sein Sohn. Wie alt sind Vater und Sohn heute?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du das Alter der beiden Personen heute bezeichnen kannst. - Wie verändert sich das Alter beider Personen, wenn 12 Jahre vergehen? - Kannst du die Beziehung der Alterswerte in der Zukunft in einer Gleichung festhalten? - Versuche, eine Variable durch die andere zu ersetzen, um die Gleichung lösbar zu machen.

Lösung

1. Festlegen der Variablen \(v\) für das aktuelle Alter des Vaters und \(s\) für das aktuelle Alter des Sohnes. 2. Aufstellen der Gleichungen: \(v = 4s\) für den Ist-Zustand und \(v + 12 = 2 \cdot (s + 12)\) für den Zustand in 12 Jahren. 3. Einsetzen von \(v\) in die zweite Gleichung: \(4s + 12 = 2 \cdot (s + 12)\). 4. Auflösen der Klammer und Berechnen von \(s\): \(4s + 12 = 2s + 24 \Rightarrow 2s = 12 \Rightarrow s = 6\). 5. Einsetzen von \(s\) zur Bestimmung von \(v\): \(v = 4 \cdot 6 = 24\). Der Vater ist heute 24 Jahre alt und der Sohn ist 6 Jahre alt.

Antwort

Der Vater ist aktuell 24 Jahre alt und der Sohn ist 6 Jahre alt.
4243297
In einem Safaripark werden Tiere für den Transport gewogen. Ein Transporter ist mit einem Elefanten und vier Zebras beladen. Zusammen wiegen die Tiere \(5500\,\text{kg}\). Bekannt ist, dass der Elefant \(100\,\text{kg}\) schwerer ist als zwölf Zebras zusammen. Gehe davon aus, dass alle Zebras das gleiche Gewicht haben. Berechne das Gewicht eines Zebras und das Gewicht des Elefanten.

Denkanstöße

- Wähle je eine Variable für das Gewicht eines Zebras und des Elefanten. - Welche zwei Beziehungen zwischen diesen Gewichten nennt der Text? - Welche der beiden Gleichungen eignet sich direkt zum Einsetzen?

Lösung

1. Setze \(x\) für das Gewicht eines Zebras und \(y\) für das Gewicht des Elefanten. Dann gilt \(\begin{cases}y+4x=5500\\y=12x+100\end{cases}\). 2. Setze die zweite Gleichung in die erste ein: \(12x+100+4x=5500\). 3. Daraus folgt \(16x=5400\), also \(x=337{,}5\). 4. Mit der zweiten Gleichung erhältst du \(y=12\cdot337{,}5+100=4150\).

Antwort

Ein Zebra wiegt \(337{,}5\,\text{kg}\), der Elefant \(4150\,\text{kg}\).
4243337
In einem Lager befinden sich zwei Typen von Ölkanistern: große und kleine. Insgesamt enthalten 2 große und 6 kleine Kanister zusammen \(54\,\text{l}\) Öl. Ein großer Kanister fasst \(2\,\text{l}\) mehr als zwei kleine Kanister zusammen. Berechne die Füllmenge der beiden Kanistertypen.

Denkanstöße

- Welche zwei Unbekannten suchen wir in dieser Aufgabe? - Kannst du die Zusammenhänge aus dem Text in zwei mathematische Gleichungen übersetzen? - Welches Verfahren (Einsetzungs-, Gleichsetzungs- oder Additionsverfahren) bietet sich hier besonders an, wenn eine Variable bereits fast alleine steht? - Hast du am Ende geprüft, ob deine Werte in beide Sätze der Aufgabenstellung passen?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für das Volumen eines großen Kanisters und \(y\) für das eines kleinen Kanisters in Litern. 2. Aufstellen des Gleichungssystems: \(2x + 6y = 54\) und \(x = 2y + 2\). 3. Anwendung des Einsetzungsverfahrens durch Einsetzen der zweiten Gleichung in die erste: \(2 \cdot (2y + 2) + 6y = 54\). 4. Auflösen der Klammer und Zusammenfassen der Terme: \(4y + 4 + 6y = 54 \Rightarrow 10y + 4 = 54\). 5. Isolieren der Variable \(y\): \(10y = 50 \Rightarrow y = 5\). 6. Berechnung von \(x\) durch Einsetzen von \(y = 5\) in die zweite Gleichung: \(x = 2 \cdot 5 + 2 = 12\). 7. Ergebnis: Ein großer Kanister fasst \(12\,\text{l}\) und ein kleiner Kanister fasst \(5\,\text{l}\).

Antwort

Ein großer Kanister hat eine Füllmenge von \(12\,\text{l}\) und ein kleiner Kanister eine Füllmenge von \(5\,\text{l}\).
4243377
In einer Obstscheune werden Äpfel in Kisten verpackt. Wenn man in jede Kiste genau \(12\) Äpfel legt, bleiben \(15\) Äpfel übrig. Füllt man hingegen in jede Kiste \(15\) Äpfel, so bleiben genau \(2\) Kisten leer. Bestimme die Anzahl der Äpfel und die Anzahl der vorhandenen Kisten.

Denkanstöße

- Was bleibt in beiden Situationen gleich? - Kannst du für die Anzahl der Kisten und die Anzahl der Äpfel jeweils eine Variable festlegen? - Wie viele Äpfel passen in die Kisten, wenn zwei Kisten leer bleiben? - Versuche, für beide Szenarien einen Term für die Gesamtzahl der Äpfel aufzustellen.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für die Anzahl der Kisten und \(y\) für die Anzahl der Äpfel. 2. Aufstellen der Gleichungen aus den Bedingungen: \(y = 12x + 15\) (erste Verteilung) und \(y = 15 \cdot (x - 2)\) (zweite Verteilung). 3. Gleichsetzen der Ausdrücke für \(y\): \(12x + 15 = 15 \cdot (x - 2)\). 4. Auflösen der Klammer und Zusammenfassen: \(12x + 15 = 15x - 30\). 5. Isolieren der Variable \(x\): \(3x = 45\), woraus \(x = 15\) Kisten folgt. 6. Einsetzen von \(x\) in eine der Ausgangsgleichungen: \(y = 12 \cdot 15 + 15 = 195\) Äpfel.

Antwort

Es sind \(195\) Äpfel und \(15\) Kisten.
4243457
Ein Sportverein besteht aus den Abteilungen Fußball und Tennis. Im vergangenen Jahr hatten diese beiden Abteilungen zusammen insgesamt 200 Mitglieder. Im aktuellen Jahr stieg die Mitgliederzahl in der Fußballabteilung um \(10\,\%\), während sie in der Tennisabteilung um \(10\,\%\) sank. Insgesamt hat der Verein nun 202 Mitglieder. Wie viele Mitglieder hatte jede der beiden Abteilungen im vergangenen Jahr?

Denkanstöße

- Kannst du für jede Abteilung eine Variable festlegen, die die ursprüngliche Mitgliederzahl beschreibt? - Wie hängen die Mitgliederzahlen im Vorjahr zusammen? - Wie verändern sich die Zahlen durch die prozentualen Angaben? - Kannst du eine der Variablen durch die andere ausdrücken, um die Anzahl der Unbekannten zu reduzieren?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für die Anzahl der Mitglieder beim Fußball und \(y\) für die Anzahl beim Tennis im Vorjahr. 2. Aufstellen des Gleichungssystems: \(x + y = 200\) und \(1{,}1x + 0{,}9y = 202\). 3. Auflösen der ersten Gleichung nach \(y\): \(y = 200 - x\). 4. Einsetzen in die zweite Gleichung: \(1{,}1x + 0{,}9 \cdot (200 - x) = 202\). 5. Vereinfachen der Gleichung: \(1{,}1x + 180 - 0{,}9x = 202 \Rightarrow 0{,}2x + 180 = 202\). 6. Berechnung von \(x\): \(0{,}2x = 22 \Rightarrow x = 110\). 7. Berechnung von \(y\): \(y = 200 - 110 = 90\).

Antwort

Im vergangenen Jahr hatte die Fußballabteilung 110 Mitglieder und die Tennisabteilung 90 Mitglieder.
4243467
Ein Fitnessstudio bietet die Tarife „Basic“ und „Premium“ an. Im letzten Monat verzeichnete das Studio insgesamt 600 Mitglieder. In diesem Monat sank die Anzahl der Basic-Mitglieder um \(5\,\%\), während die Anzahl der Premium-Mitglieder um \(20\,\%\) zunahm. Insgesamt hat das Studio nun 630 Mitglieder. Wie viele Mitglieder nutzen in diesem Monat jeweils den Basic- und den Premium-Tarif?

Denkanstöße

- Was sind die gesuchten Größen und welche Zwischenschritte sind nötig? - Wie stellst du eine Abnahme um \(5\,\%\) oder eine Zunahme um \(20\,\%\) mathematisch dar? - Achte darauf, ob nach den Werten vom letzten Monat oder von diesem Monat gefragt wird. - Könnte eine Tabelle helfen, die Werte von „letztem Monat“ und „diesem Monat“ gegenüberzustellen?

Lösung

1. Definition der Variablen für den letzten Monat: \(b\) (Basic) und \(p\) (Premium). 2. Aufstellen des Gleichungssystems: \(b + p = 600\) und \(0{,}95b + 1{,}2p = 630\). 3. Anwendung des Einsetzungsverfahrens: \(p = 600 - b\), also \(0{,}95b + 1{,}2 \cdot (600 - b) = 630\). 4. Ausmultiplizieren und Zusammenfassen: \(0{,}95b + 720 - 1{,}2b = 630 \Rightarrow -0{,}25b + 720 = 630\). 5. Auflösen nach \(b\): \(-0{,}25b = -90 \Rightarrow b = 360\). 6. Berechnung von \(p\): \(p = 600 - 360 = 240\). 7. Berechnung der aktuellen Mitgliederzahlen für diesen Monat: Basic: \(0{,}95 \cdot 360 = 342\); Premium: \(1{,}2 \cdot 240 = 288\).

Antwort

In diesem Monat nutzen 342 Mitglieder den Basic-Tarif und 288 Mitglieder den Premium-Tarif.
4243687
Ein Team aus zwei Fachkräften, Herr Abel und Frau Bekker, soll eine Lieferung von \(240\,\text{Werkstücken}\) bearbeiten. Arbeiten sie gleichzeitig, schaffen sie den gesamten Auftrag in genau \(8\,\text{Stunden}\). Bei einem anderen Auftrag über die gleiche Menge arbeitet Herr Abel zunächst \(3\,\text{Stunden}\) allein, bevor Frau Bekker dazukommt. Gemeinsam arbeiten sie dann noch \(4\,\text{Stunden}\) weiter, bis sie insgesamt \(180\,\text{Werkstücke}\) fertiggestellt haben. Ermittle, wie viele Werkstücke jede Person pro Stunde einzeln bearbeitet.

Denkanstöße

- Stelle zuerst fest, wie viele Werkstücke die beiden zusammen in einer einzigen Stunde schaffen. - Wie lässt sich die gesamte produzierte Menge (180 Stück) aus den Einzelzeiten der beiden Personen zusammensetzen? - Kannst du ein Gleichungssystem mit zwei Unbekannten aufstellen? - Überlege, wie du den bekannten Wert für die gemeinsame Stundenleistung in die zweite Situation einsetzen kannst.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) ist die Anzahl der Werkstücke pro Stunde von Herrn Abel, \(y\) die von Frau Bekker. 2. Aufstellen der ersten Gleichung aus der gemeinsamen Arbeitszeit: \(8(x + y) = 240\), vereinfacht zu \(x + y = 30\). 3. Aufstellen der zweiten Gleichung aus dem Teilarbeitsgang: \(3x + 4(x + y) = 180\). 4. Substitution von \((x + y)\) durch \(30\) in der zweiten Gleichung: \(3x + 4 \cdot 30 = 180\). 5. Lösung nach \(x\): \(3x + 120 = 180 \implies 3x = 60 \implies x = 20\). 6. Lösung nach \(y\): \(20 + y = 30 \implies y = 10\). 7. Ergebnis: Herr Abel bearbeitet \(20\,\text{Werkstücke}/\text{h}\), Frau Bekker \(10\,\text{Werkstücke}/\text{h}\).

Antwort

Herr Abel bearbeitet \(20\,\text{Werkstücke}\) pro Stunde und Frau Bekker \(10\,\text{Werkstücke}\) pro Stunde.
4243748
Ein Schulgarten nutzt zwei getrennte Dachflächen A und B, die bei einem Testregen Wasser in einen Speicher leiten. Während des Tests sind die Zuflussraten konstant. Wenn Dachfläche A \(3\,\text{h}\) und Dachfläche B \(2\,\text{h}\) Wasser liefert, gelangen insgesamt \(110\,\text{l}\) in den Speicher. Bei \(2\,\text{h}\) Zufluss von A und \(4\,\text{h}\) von B sind es \(140\,\text{l}\). a) Bestimme die Zuflussrate jeder Dachfläche in Litern pro Stunde. b) Wie lange dauert es bei denselben Testbedingungen, \(225\,\text{l}\) zu sammeln, wenn beide Zuflüsse gleichzeitig genutzt werden?

Denkanstöße

- Welche Einheit sollten die beiden gesuchten Zuflussraten haben? - Wie setzt sich die gesammelte Wassermenge aus Rate und Zeit zusammen? - Für Teil b brauchst du nach dem Lösen nur noch die beiden Raten zu addieren.

Lösung

1. Setze \(a\) und \(b\) für die Zuflussraten in \(\text{l}/\text{h}\). 2. Es gilt \(\begin{cases}3a+2b=110\\2a+4b=140\end{cases}\). 3. Teile die zweite Gleichung durch \(2\): \(a+2b=70\), also \(a=70-2b\). 4. Einsetzen in die erste ergibt \(3(70-2b)+2b=110\), also \(b=25\). 5. Damit ist \(a=20\). Die Zuflussraten sind \(20\,\text{l}/\text{h}\) und \(25\,\text{l}/\text{h}\). 6. Gemeinsam liefern beide \(45\,\text{l}/\text{h}\). 7. Für \(225\,\text{l}\) werden \(225:45=5\,\text{h}\) benötigt.

Antwort

a) Dachfläche A: \(20\,\text{l}/\text{h}\); Dachfläche B: \(25\,\text{l}/\text{h}\) b) Gemeinsam werden \(5\,\text{h}\) benötigt.
4243768
Für ein Stop-Motion-Projekt müssen \(5000\) Einzelbilder gerendert werden. Zwei Rechnerprofile Alpha und Beta können unabhängig Bilder berechnen. Arbeiten je ein Alpha- und ein Beta-Rechner gleichzeitig, sind alle Bilder nach \(50\,\text{Minuten}\) fertig. In einem Test rechnet Alpha \(20\,\text{Minuten}\) und Beta \(30\,\text{Minuten}\); zusammen werden dabei \(2600\) Bilder fertig. a) Ermittle die Rendergeschwindigkeit jedes Rechnerprofils in Bildern pro Minute. b) Wie lange würden drei Alpha-Rechner gemeinsam für alle \(5000\) Bilder benötigen?

Denkanstöße

- Beschreibe für beide Rechnerprofile eine Rate in Bildern pro Minute. - Welche Beziehung folgt daraus, dass beide zusammen \(5000\) Bilder in \(50\) Minuten schaffen? - Wie verändert sich die Gesamtrate, wenn drei gleich schnelle Rechner parallel an unabhängigen Bildern arbeiten?

Lösung

1. Setze \(a\) und \(b\) als Rendergeschwindigkeiten in Bildern pro Minute. 2. Aus dem gemeinsamen Rendern folgt \(50(a+b)=5000\), also \(a+b=100\). Aus dem Test folgt \(20a+30b=2600\). Damit lautet das LGS \(\begin{cases}a+b=100\\20a+30b=2600\end{cases}\). 3. Multipliziere die erste Gleichung mit \(20\): \(20a+20b=2000\). Subtraktion von der zweiten Gleichung ergibt \(10b=600\), also \(b=60\) und damit \(a=40\). 4. Drei Alpha-Rechner rendern zusammen \(3\cdot40=120\) Bilder pro Minute. 5. Für \(5000\) Bilder benötigen sie \(5000:120=\frac{125}{3}\,\text{Minuten}=41\,\text{Minuten}\;40\,\text{Sekunden}\).

Antwort

a) Alpha: \(40\) Bilder pro Minute; Beta: \(60\) Bilder pro Minute b) Drei Alpha-Rechner benötigen \(41\,\text{Minuten}\;40\,\text{Sekunden}\).
4243958
Lukas und Mia möchten einen Fußball für \(30{,}00\,\text{€}\) kaufen. Lukas sagt zu Mia: „Wenn ich zwei Fünftel deines Geldes zusätzlich zu meinem Geld hätte, könnte ich den Ball genau allein bezahlen.“ Mia entgegnet: „Wenn ich die Hälfte deines Geldes zusätzlich zu meinem hätte, könnte ich ihn ebenfalls genau bezahlen.“ Wie viel Geld haben Lukas und Mia jeweils?

Denkanstöße

- Kannst du die Aussagen von Lukas und Mia in mathematische Gleichungen übersetzen? - Welche Unbekannten suchen wir in dieser Aufgabe? - Welches Verfahren (Einsetzungs-, Gleichsetzungs- oder Additionsverfahren) bietet sich hier an? - Achte darauf, dass „zwei Fünftel deines Geldes“ als Bruch oder Dezimalzahl geschrieben werden kann.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(L\) für das Geld von Lukas und \(M\) für das Geld von Mia in Euro. 2. Aufstellen des Gleichungssystems: (I) \(L + \frac{2}{5}M = 30\) (II) \(M + \frac{1}{2}L = 30\) 3. Umstellen von Gleichung (II) nach \(M\): \(M = 30 - 0{,}5L\). 4. Einsetzen in Gleichung (I): \(L + 0{,}4 \cdot (30 - 0{,}5L) = 30\). 5. Vereinfachen und nach \(L\) auflösen: \(L + 12 - 0{,}2L = 30 \Rightarrow 0{,}8L = 18 \Rightarrow L = 22{,}5\). 6. Berechnung von \(M\): \(M = 30 - 0{,}5 \cdot 22{,}5 = 30 - 11{,}25 = 18{,}75\).

Antwort

Lukas hat \(22{,}50\,\text{€}\) und Mia hat \(18{,}75\,\text{€}\).
4243968
In zwei Messbechern A und B befindet sich jeweils eine unbekannte Menge Wasser. Gießt man ein Drittel des Wassers aus Becher B zusätzlich in Becher A, so befinden sich in Becher A genau \(120\,\text{ml}\). Gießt man stattdessen die Hälfte des Wassers aus Becher A zusätzlich in Becher B, so befinden sich in Becher B genau \(150\,\text{ml}\). a) Wie viel Milliliter Wasser befanden sich ursprünglich in den einzelnen Bechern? b) Wie viel Wasser befindet sich insgesamt in beiden Bechern zusammen?

Denkanstöße

- Stelle für jeden der beiden beschriebenen Fälle eine Gleichung auf. - Was passiert mit der Wassermenge im jeweils anderen Becher in deiner Rechnung? - Hast du am Ende geprüft, ob deine Lösung für beide Bedingungen der Aufgabe passt? - Wie berechnet man die Gesamtmenge, wenn man die Einzelmengen kennt?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für Becher A und \(y\) für Becher B in \(\text{ml}\). 2. Aufstellen des Gleichungssystems: (I) \(x + \frac{1}{3}y = 120\) (II) \(y + \frac{1}{2}x = 150\) 3. Lösung des Systems (z. B. Additionsverfahren): Multiplikation von (I) mit \(3\) ergibt \(3x + y = 360\), also \(y = 360 - 3x\). 4. Einsetzen in (II): \(360 - 3x + 0{,}5x = 150 \Rightarrow -2{,}5x = -210 \Rightarrow x = 84\). 5. Berechnung von \(y\): \(y = 360 - 3 \cdot 84 = 360 - 252 = 108\). 6. Gesamtmenge berechnen: \(84\,\text{ml} + 108\,\text{ml} = 192\,\text{ml}\).

Antwort

a) In Becher A befanden sich ursprünglich \(84\,\text{ml}\) und in Becher B \(108\,\text{ml}\). b) Insgesamt befinden sich \(192\,\text{ml}\) Wasser in den Bechern.
4243988
Zwei Metallstangen, Stange \(A\) und Stange \(B\), können durch Verlängerungsstücke ergänzt werden. Es gibt ein langes Stück (\(50\,\text{cm}\)) und ein kurzes Stück (\(10\,\text{cm}\)). - Stange \(A\) ist mit dem langen Stück genau doppelt so lang wie Stange \(B\) mit dem kurzen Stück. - Stange \(B\) ist mit dem langen Stück genau \(\frac{3}{4}\) so lang wie Stange \(A\) mit dem kurzen Stück. Wie lang sind die beiden Metallstangen ursprünglich?

Denkanstöße

- Stelle für jede der beiden Bedingungen eine Gleichung mit zwei Variablen auf. - Achte darauf, wie die Klammern gesetzt werden müssen, wenn sich die Längenänderung auf die gesamte Stange bezieht. - Überlege, wie du den Bruch in der zweiten Gleichung am geschicktesten eliminieren kannst. - Prüfe dein Ergebnis, indem du die berechneten Längen in die ursprünglichen Bedingungen einsetzt.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(a\) für die Länge von Stange \(A\) und \(b\) für die Länge von Stange \(B\) in \(\text{cm}\). 2. Bedingung 1 als Gleichung: \(a + 50 = 2 \cdot (b + 10)\). 3. Bedingung 2 als Gleichung: \(b + 50 = \frac{3}{4} \cdot (a + 10)\). 4. Erste Gleichung nach \(a\) umformen: \(a = 2b + 20 - 50 = 2b - 30\). 5. Einsetzen in die zweite Gleichung: \(b + 50 = \frac{3}{4} \cdot (2b - 30 + 10) = \frac{3}{4} \cdot (2b - 20)\). 6. Mit \(4\) multiplizieren, um den Bruch zu eliminieren: \(4b + 200 = 3 \cdot (2b - 20) \Rightarrow 4b + 200 = 6b - 60\). 7. Nach \(b\) auflösen: \(260 = 2b \Rightarrow b = 130\). 8. \(a\) berechnen: \(a = 2 \cdot 130 - 30 = 230\).

Antwort

Stange \(A\) ist \(230\,\text{cm}\) lang und Stange \(B\) ist \(130\,\text{cm}\) lang.
4243998
Lukas und Marie besitzen beide eine Sammlung von Spielkarten. Lukas sagt zu Marie: „Wenn du mir 10 deiner Karten schenkst, dann habe ich genau doppelt so viele Karten wie du.“ Marie antwortet: „Wenn du mir aber 10 deiner Karten gibst, dann haben wir beide exakt gleich viele Karten.“ Bestimme, wie viele Karten Lukas und Marie jeweils am Anfang hatten.

Denkanstöße

- Kannst du für beide Personen eine Variable festlegen? - Wie verändert sich die Anzahl der Karten bei jeder Person, wenn Karten getauscht werden? - Versuche, für jede der beiden Aussagen eine eigene Gleichung aufzustellen. - Was bedeutet „doppelt so viele“ mathematisch ausgedrückt? - Welches Verfahren eignet sich am besten, um das Gleichungssystem zu lösen?

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die Anzahl der Karten von Lukas, \(y\) für die Anzahl der Karten von Marie 2. Erste Bedingung (Lukas erhält 10 Karten): \(x + 10 = 2 \cdot (y - 10)\) 3. Zweite Bedingung (Marie erhält 10 Karten): \(x - 10 = y + 10\) 4. Zweite Gleichung nach \(x\) auflösen: \(x = y + 20\) 5. \(x\) in die erste Gleichung einsetzen: \((y + 20) + 10 = 2y - 20\) 6. Gleichung vereinfachen: \(y + 30 = 2y - 20\) 7. Nach \(y\) auflösen: \(y = 50\) 8. \(x\) berechnen: \(x = 50 + 20 = 70\)

Antwort

Lukas hatte zu Beginn 70 Karten und Marie hatte 50 Karten.
4279747
Ein Safthersteller füllt \(120\,\text{Liter}\) Apfelsaft in zwei verschiedene Flaschengrößen ab: \(0{,}5\,\text{Liter}\)-Flaschen und \(0{,}75\,\text{Liter}\)-Flaschen. Insgesamt werden genau 200 Flaschen befüllt. a) Bestimme rechnerisch die Anzahl der Flaschen jeder Sorte. b) Begründe ohne eine neue Rechnung, ob die Gesamtzahl der benötigten Flaschen steigen oder sinken würde, wenn man bei gleicher Saftmenge den Anteil der \(0{,}75\,\text{Liter}\)-Flaschen erhöhen würde.

Denkanstöße

- Welche Informationen über die Flaschenmengen und die Saftmengen kannst du nutzen? - Versuche, eine Gleichung für die gesamte Saftmenge aufzustellen. - Überlege dir für den zweiten Teil, was passiert, wenn du Saft von vielen kleinen in wenige große Gefäße umfüllst.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für die Anzahl der \(0{,}5\,\text{Liter}\)-Flaschen und \(y\) für die Anzahl der \(0{,}75\,\text{Liter}\)-Flaschen. 2. Aufstellen des Gleichungssystems: \(x + y = 200\) (Gesamtanzahl) und \(0{,}5x + 0{,}75y = 120\) (Gesamtvolumen). 3. Auflösen der ersten Gleichung nach \(x\): \(x = 200 - y\). 4. Einsetzen in die Volumengleichung: \(0{,}5 \cdot (200 - y) + 0{,}75y = 120\). 5. Vereinfachen und Lösen: \(100 - 0{,}5y + 0{,}75y = 120 \implies 0{,}25y = 20 \implies y = 80\). 6. Berechnung von \(x\): \(x = 200 - 80 = 120\). 7. Zu Aufgabenteil b): Da die \(0{,}75\,\text{Liter}\)-Flaschen ein größeres Einzelvolumen haben als die \(0{,}5\,\text{Liter}\)-Flaschen, wird pro Flasche mehr Saft transportiert. Erhöht man den Anteil der größeren Flaschen, sinkt die benötigte Gesamtzahl der Gefäße für die konstante Saftmenge von \(120\,\text{Litern}\).

Antwort

a) Es wurden 120 Flaschen der Größe \(0{,}5\,\text{Liter}\) und 80 Flaschen der Größe \(0{,}75\,\text{Liter}\) befüllt. b) Die Gesamtzahl der Flaschen würde sinken, da die größeren Flaschen mehr Inhalt fassen und somit insgesamt weniger Gefäße für dieselbe Menge Saft benötigt werden.
4332308
Zwei Wassertanks haben unterschiedliche Füllstände. Tank A enthält zu Beginn \(500\,\text{l}\) Wasser und verliert durch ein Leck stetig \(50\,\text{l}\) pro Stunde. Tank B enthält anfangs \(100\,\text{l}\) und wird mit \(150\,\text{l}\) pro Stunde befüllt. Bestimme rechnerisch, nach wie vielen Stunden beide Tanks genau die gleiche Wassermenge enthalten und wie groß diese Menge zu diesem Zeitpunkt ist.

Denkanstöße

- Wie verändert sich die Wassermenge jedes Tanks pro Stunde? - Stelle für beide Tanks einen Term für die Wassermenge nach \(t\) Stunden auf. - Welche Bedingung gilt zu dem Zeitpunkt, an dem beide Tanks gleich viel Wasser enthalten?

Lösung

1. Für die Füllmengen nach \(t\) Stunden gelten \(V_A(t)=-50t+500\) und \(V_B(t)=150t+100\). 2. Bei gleichem Füllstand gilt \(-50t+500=150t+100\). 3. Daraus folgt \(400=200t\), also \(t=2\). 4. Einsetzen ergibt \(V_A(2)=V_B(2)=400\,\text{l}\).

Antwort

Nach \(2\,\text{Stunden}\) enthalten beide Tanks jeweils \(400\,\text{l}\) Wasser.
5532108
In einem Lager werden rote und blaue Kisten gewogen. Drei rote und zwei blaue Kisten wiegen zusammen \(34\,\text{kg}\). Eine rote und vier blaue Kisten wiegen zusammen \(38\,\text{kg}\). a) Definiere zwei Variablen und stelle ein passendes lineares Gleichungssystem auf. b) Löse das System. c) Deute die Lösung im Sachzusammenhang und prüfe sie an beiden Angaben.

Denkanstöße

- Lege zuerst fest, welche beiden unbekannten Einzelmassen deine Variablen beschreiben. - Übersetze jede Wägung getrennt in eine Gleichung. - Prüfe nach dem Lösen beide ursprünglichen Wägungen mit deinen Werten.

Lösung

1. Sei \(r\) die Masse einer roten und \(b\) die Masse einer blauen Kiste in Kilogramm. Dann gilt \(3r+2b=34\) und \(r+4b=38\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(r=38-4b\). 3. Einsetzen ergibt \(3(38-4b)+2b=34\), also \(114-10b=34\). Daher ist \(b=8\). 4. Damit ist \(r=38-4\cdot8=6\). 5. Probe: \(3\cdot6+2\cdot8=34\) und \(6+4\cdot8=38\).

Antwort

a) Zum Beispiel: \(r\) = Masse einer roten Kiste, \(b\) = Masse einer blauen Kiste; \(3r+2b=34\), \(r+4b=38\) b) \((r|b)=(6|8)\) c) Eine rote Kiste wiegt \(6\,\text{kg}\), eine blaue \(8\,\text{kg}\); beide Angaben werden erfüllt.
5565218
Eine Jugendherberge hat 38 Zimmer. Es gibt nur Einzelzimmer und Doppelzimmer. Insgesamt können in diesen Zimmern 62 Personen übernachten. Definiere passende Variablen, stelle ein lineares Gleichungssystem auf und bestimme die Anzahl der Einzel- und Doppelzimmer.

Denkanstöße

- Lege zuerst fest, wofür jede Variable steht. - Welche Gleichung zählt Zimmer, welche Schlafplätze? - Beim Doppelzimmer gehören zu einem Zimmer zwei Schlafplätze.

Lösung

1. Setze \(x\) für die Anzahl der Einzelzimmer und \(y\) für die Anzahl der Doppelzimmer. 2. Aus der Zimmerzahl folgt \(x+y=38\). Aus der Zahl der Schlafplätze folgt \(x+2y=62\). Damit lautet das LGS \(\begin{cases}x+y=38\\x+2y=62\end{cases}\). 3. Subtrahiere die erste Gleichung von der zweiten: \(y=24\). 4. Mit der ersten Gleichung folgt \(x=14\). Die Werte sind nichtnegativ und erfüllen beide Angaben.

Antwort

Zum Beispiel: \(x\) = Anzahl der Einzelzimmer, \(y\) = Anzahl der Doppelzimmer. \(\begin{cases}x+y=38\\x+2y=62\end{cases}\). Es gibt 14 Einzelzimmer und 24 Doppelzimmer.
5565228
In einer Kiste liegen insgesamt 30 rote und blaue Spielsteine. Mit \(r\) für die roten und \(b\) für die blauen Steine gilt zunächst \(r+b=30\). Zwei zusätzliche Beobachtungen werden vorgeschlagen: A: Zählt man jeden vorhandenen Stein zweimal, erhält man 60 Zählpunkte. B: Nimmt man 6 rote Steine aus der Kiste, sind danach gleich viele rote wie blaue Steine in der Kiste. Übersetze A und B jeweils in eine Gleichung. Entscheide anschließend, welche Beobachtung eine wirklich unabhängige zweite Bedingung liefert, und begründe deine Entscheidung. Stelle damit das LGS auf und bestimme \(r\) und \(b\).

Denkanstöße

- Übersetze beide Beobachtungen zunächst jeweils in eine Gleichung. - Prüfe, ob eine der neuen Gleichungen nur ein Vielfaches der bereits bekannten Summengleichung ist. - Eine unabhängige zweite Gleichung muss tatsächlich neue Information über das Verhältnis von \(r\) und \(b\) liefern.

Lösung

1. Beobachtung A enthält keine neue Information: Sie entspricht nur \(2r+2b=60\), also dem Doppelten von \(r+b=30\). 2. Beobachtung B liefert \(r-6=b\), äquivalent zu \(r-b=6\). Diese Gleichung ist nicht nur ein Vielfaches der ersten. 3. Das LGS lautet \(\begin{cases}r+b=30\\r-b=6\end{cases}\). 4. Addieren ergibt \(2r=36\), also \(r=18\) und \(b=12\).

Antwort

Beobachtung B ist unabhängig. Das LGS lautet \(\begin{cases}r+b=30\\r-b=6\end{cases}\). Es gibt 18 rote und 12 blaue Spielsteine.
5565238
Für eine Schulveranstaltung sollen Stühle rechteckig angeordnet werden. Geplant sind \(n\) Reihen mit jeweils \(t\) Stühlen. Die Zahl der Reihen ist um 3 größer als die Zahl der Stühle pro Reihe. Wenn zwei Reihen mehr aufgestellt würden, könnte in jeder Reihe ein Stuhl weniger stehen, ohne dass sich die Gesamtzahl der Sitzplätze ändert. Bestimme \(n\) und \(t\). Zeige dabei ausdrücklich, wie aus der Gleichheit der beiden Sitzplatzzahlen eine lineare Gleichung entsteht.

Denkanstöße

- Welche Größe bleibt bei beiden Anordnungen gleich? - Schreibe die Sitzplatzzahl für beide Anordnungen als Produkt aus Reihen und Stühlen pro Reihe. - Multipliziere die veränderte Produktform aus und beobachte, welcher Term auf beiden Seiten vorkommt. - Übersetze zusätzlich „3 Reihen mehr als Stühle pro Reihe“ in eine lineare Gleichung.

Lösung

1. Die geplante Sitzplatzzahl beträgt \(nt\). Bei der veränderten Anordnung wären es \((n+2)(t-1)\). Daher gilt \(nt=(n+2)(t-1)\). 2. Ausmultiplizieren ergibt \(nt=nt-n+2t-2\). Der gemeinsame Produktterm \(nt\) fällt weg, sodass \(n-2t=-2\) entsteht. 3. Aus „3 Reihen mehr als Stühle pro Reihe“ folgt \(n-t=3\). Damit lautet das lineare LGS \(\begin{cases}n-2t=-2\\n-t=3\end{cases}\). 4. Aus der zweiten Gleichung folgt \(n=t+3\). Einsetzen in die erste ergibt \(t+3-2t=-2\), also \(t=5\) und \(n=8\). 5. Probe: \(8\cdot5=40\) und \(10\cdot4=40\) Sitzplätze.

Antwort

Geplant sind 8 Reihen mit jeweils 5 Stühlen. Die Produktgleichung führt zum LGS \(\begin{cases}n-2t=-2\\n-t=3\end{cases}\).
4137748
In einem Makerspace bearbeiten zwei 3D-Druckermodelle X und Y denselben großen Teileauftrag. Wenn je ein Gerät beider Modelle gleichzeitig druckt, ist der Auftrag nach \(4\,\text{Stunden}\) fertig. Mit zwei Geräten vom Modell X und einem Gerät vom Modell Y wäre derselbe Auftrag nach \(3\,\text{Stunden}\) fertig. Berechne, wie lange ein einzelnes Gerät jedes Modells allein für den gesamten Auftrag benötigen würde.

Denkanstöße

- Beschreibe zunächst, welchen Anteil des gesamten Auftrags jedes Modell pro Stunde schafft. - Wie verändert sich die gemeinsame Rate, wenn zwei Geräte desselben Modells gleichzeitig arbeiten? - Wie hängen Arbeitsrate und benötigte Zeit für genau einen ganzen Auftrag zusammen?

Lösung

1. Setze \(r_X\) und \(r_Y\) als Arbeitsraten in Aufträgen pro Stunde. Dann gilt \(\begin{cases}r_X+r_Y=\frac{1}{4}\\2r_X+r_Y=\frac{1}{3}\end{cases}\). 2. Subtrahiere die erste Gleichung von der zweiten: \(r_X=\frac{1}{3}-\frac{1}{4}=\frac{1}{12}\). 3. Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(r_Y=\frac{1}{4}-\frac{1}{12}=\frac{1}{6}\). 4. Die benötigte Zeit ist jeweils der Kehrwert der Rate. Modell X benötigt \(12\,\text{Stunden}\), Modell Y \(6\,\text{Stunden}\).

Antwort

Modell X benötigt allein \(12\,\text{Stunden}\), Modell Y allein \(6\,\text{Stunden}\).
4137758
In einem Schulprojekt werden zwei Gruppen von Solarmodulen, A und B, in einer Simulation mit konstanter Einstrahlung verglichen. Läuft Gruppe A \(4\,\text{h}\) und Gruppe B \(2\,\text{h}\), liefern beide zusammen genau die Hälfte einer festgelegten Zielenergiemenge. Läuft Gruppe A \(2\,\text{h}\) und Gruppe B \(5\,\text{h}\), wird die gesamte Zielenergiemenge erreicht. Definiere für beide Modulgruppen die jeweilige Energiemenge pro Stunde als Anteil der Zielmenge. Stelle ein LGS auf, bestimme beide Raten und gib an, welche Modulgruppe die höhere Rate hat und in welchem Verhältnis die Raten stehen.

Denkanstöße

- Welche Größe soll deine Variable messen, damit Beiträge aus verschiedenen Laufzeiten addiert werden können? - Wie übersetzt du „die Hälfte der Zielenergiemenge“ und „die gesamte Zielenergiemenge“ in Gleichungen? - Welches Vielfache einer Gleichung erleichtert die Elimination einer Variablen?

Lösung

1. Setze \(a\) für die Rate von Modulgruppe A und \(b\) für die Rate von Modulgruppe B, jeweils als Anteil der Zielenergiemenge pro Stunde. 2. Aus den beiden Tests folgt das LGS \(\begin{cases}4a+2b=\frac{1}{2}\\2a+5b=1\end{cases}\). 3. Multipliziere die zweite Gleichung mit \(2\) und subtrahiere die erste: \(8b=\frac{3}{2}\), also \(b=\frac{3}{16}\). 4. Einsetzen in die zweite Gleichung ergibt \(2a+\frac{15}{16}=1\), also \(a=\frac{1}{32}\). 5. Damit gilt \(b:a=\frac{3}{16}:\frac{1}{32}=6:1\). Modulgruppe B hat die höhere Rate.

Antwort

Modulgruppe B liefert pro Stunde mehr Energie. Ihre Rate ist \(6\)-mal so groß wie die von Modulgruppe A.
4137768
Ein Jugendzentrum testet zwei Ladegeräte A und B für einen stationären Batteriespeicher. Beide Geräte laden mit konstanter Leistung. Wenn beide gleichzeitig arbeiten, wäre der Speicher nach \(12\,\text{h}\) vollständig geladen. Bei einem Test laden beide zunächst \(4\,\text{h}\) gemeinsam. Danach wird Ladegerät A abgeschaltet; Ladegerät B benötigt weitere \(20\,\text{h}\), bis der Speicher voll ist. a) Bestimme, wie lange jedes Ladegerät allein für eine vollständige Ladung benötigen würde. b) Ein Techniker behauptet: „Wenn wir die Ladeleistung von B verdoppeln, halbiert sich die gemeinsame Ladezeit von A und B.“ Prüfe die Aussage rechnerisch.

Denkanstöße

- Beschreibe die Ladeleistung als Anteil des gesamten Speichers pro Stunde. - Welche Information liefert die gemeinsame Ladezeit über die Summe der beiden Raten? - Für Teil b: Verdoppelt wird nur die Rate von B, nicht die Rate von A.

Lösung

1. Setze \(r_A\) und \(r_B\) für die Ladeanteile pro Stunde. Dann gilt \(r_A+r_B=\frac{1}{12}\). 2. Aus dem Test folgt \(4(r_A+r_B)+20r_B=1\). 3. Einsetzen der gemeinsamen Rate ergibt \(4\cdot\frac{1}{12}+20r_B=1\), also \(r_B=\frac{1}{30}\). 4. Damit ist \(r_A=\frac{1}{12}-\frac{1}{30}=\frac{1}{20}\). A benötigt allein \(20\,\text{h}\), B allein \(30\,\text{h}\). 5. Bei verdoppelter Leistung von B beträgt die gemeinsame Rate \(\frac{1}{20}+2\cdot\frac{1}{30}=\frac{7}{60}\). 6. Die neue Ladezeit ist \(1:\frac{7}{60}=\frac{60}{7}\,\text{h}\approx8{,}57\,\text{h}\). 7. Die Hälfte von \(12\,\text{h}\) wären \(6\,\text{h}\). Daher ist die Behauptung falsch.

Antwort

a) Ladegerät A: \(20\,\text{h}\); Ladegerät B: \(30\,\text{h}\) b) Die Behauptung ist falsch. Die neue gemeinsame Ladezeit beträgt \(\frac{60}{7}\,\text{h}\approx8{,}57\,\text{h}\), nicht \(6\,\text{h}\).
4243448
In einer Werkstatt werden zwei Typen von Holzregalen gefertigt: „Standard“ und „Luxus“. Für einen Auftrag über 50 Standard-Regale und 40 Luxus-Regale wurden ursprünglich insgesamt 130 Arbeitsstunden veranschlagt. Nach einer Optimierung der Abläufe verringert sich die Arbeitszeit pro Stück beim Modell „Standard“ um \(20\,\%\) und beim Modell „Luxus“ um \(10\,\%\). Für den gleichen Auftrag (50 Standard, 40 Luxus) werden nun nur noch 111 Arbeitsstunden benötigt. a) Bestimme die ursprüngliche Arbeitszeit pro Regal für jedes Modell. b) Die gesamte Zeitersparnis für den Auftrag beträgt ca. \(14{,}6\,\%\). Erkläre ohne Rechnung, warum dieser Wert nicht genau in der Mitte der beiden Einzelersparnisse (\(15\,\%\)) liegt.

Denkanstöße

- Stelle zuerst ein System aus zwei Gleichungen auf, wobei eine die alte und eine die neue Situation beschreibt. - Achte darauf, wie du eine Zeitverringerung mathematisch ausdrückst, zum Beispiel mit dem Faktor \(0{,}8\) bei einer Verringerung um \(20\,\%\). - Überlege dir für den zweiten Teil, für welches Modell insgesamt mehr Zeit verbraucht wurde. Welchen Einfluss hat das auf den gewichteten Gesamtdurchschnitt?

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die ursprüngliche Zeit pro Standard-Regal, \(y\) für die ursprüngliche Zeit pro Luxus-Regal (in Stunden). 2. Erste Gleichung: \(50x + 40y = 130\). Vereinfacht: \(5x + 4y = 13\). 3. Zweite Gleichung mit Zeitreduktion (\(0{,}8x\) und \(0{,}9y\)): \(50 \cdot (0{,}8x) + 40 \cdot (0{,}9y) = 111 \Rightarrow 40x + 36y = 111\). 4. Lösen des Systems: Aus der ersten Gleichung folgt \(40x = 8 \cdot (13 - 4y) = 104 - 32y\). Einsetzen in die zweite: \(104 - 32y + 36y = 111 \Rightarrow 4y = 7 \Rightarrow y = 1{,}75\). 5. Berechnung von \(x\): \(5x + 4 \cdot 1{,}75 = 13 \Rightarrow 5x + 7 = 13 \Rightarrow 5x = 6 \Rightarrow x = 1{,}2\). 6. Ergebnis zu Teil a): Das Standard-Regal benötigte \(1{,}2\,\text{Stunden}\) (\(72\,\text{Minuten}\)), das Luxus-Regal \(1{,}75\,\text{Stunden}\) (\(105\,\text{Minuten}\)). 7. Erklärung zu Teil b): Die Gesamtersparnis ist ein gewichteter Durchschnitt. Auf die Luxus-Regale entfällt ursprünglich ein größerer Anteil der gesamten Arbeitszeit als auf die Standard-Regale. Deshalb beeinflusst die geringere Einzelersparnis von \(10\,\%\) den Gesamtwert stärker, sodass er unter \(15\,\%\) liegt und näher bei \(10\,\%\) als bei \(20\,\%\).

Antwort

a) Ursprünglich benötigte ein Standard-Regal \(1{,}2\,\text{Stunden}\) und ein Luxus-Regal \(1{,}75\,\text{Stunden}\). b) Die Gesamtersparnis liegt näher bei \(10\,\%\), weil für die Luxus-Regale (mit der geringeren Ersparnis) insgesamt mehr Arbeitszeit aufgewendet wurde als für die Standard-Regale.
4243588
Für einen Animationsfilm muss ein fester Stapel von Einzelbildern berechnet werden. Alle Renderknoten eines Rechenclusters arbeiten mit gleicher Geschwindigkeit. Ursprünglich sind \(n\) Renderknoten für \(t\) Stunden eingeplant. Würden \(2\) zusätzliche Renderknoten eingesetzt, wäre der Auftrag \(2\,\text{h}\) früher fertig. Würden dagegen \(3\) Renderknoten ausfallen, würde der Auftrag \(6\,\text{h}\) länger dauern. Bestimme die ursprünglich geplante Zahl der Renderknoten und die geplante Rechenzeit. Zeige, wie die beiden Produktgleichungen zu einem linearen Gleichungssystem führen.

Denkanstöße

- Welche Größe bleibt in allen drei Planungsszenarien gleich? - Multipliziere die veränderte Zahl der Knoten mit der veränderten Laufzeit und vergleiche mit \(nt\). - Welche Terme fallen beim Ausmultiplizieren auf beiden Seiten weg?

Lösung

1. Setze \(n\) für die Zahl der Renderknoten und \(t\) für die geplante Laufzeit in Stunden. Der gesamte Rechenaufwand ist proportional zu \(nt\). 2. Aus den beiden Szenarien folgt \((n+2)(t-2)=nt\) und \((n-3)(t+6)=nt\). 3. Ausmultiplizieren der ersten Gleichung ergibt \(-2n+2t=4\), also \(-n+t=2\). 4. Ausmultiplizieren der zweiten Gleichung ergibt \(6n-3t=18\), also \(2n-t=6\). Damit erhält man das lineare Gleichungssystem \(\begin{cases}-n+t=2\\2n-t=6\end{cases}\). 5. Addition der beiden Gleichungen ergibt \(n=8\). 6. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(t=10\).

Antwort

Geplant waren \(8\) Renderknoten für \(10\,\text{h}\).
4243668
Ein Paketzentrum plant für eine Nachtschicht \(n\) identische Scanstationen mit jeweils \(t\) Betriebsstunden. Die Gesamtzahl der zu prüfenden Sendungen bleibt in allen Varianten gleich. Mit \(4\) zusätzlichen Scanstationen könnte jede Station \(1\,\text{h}\) kürzer laufen. Fielen \(3\) Scanstationen aus, müsste jede verbleibende Station \(1{,}5\,\text{h}\) länger laufen. Bestimme die ursprünglich geplante Zahl der Scanstationen und ihre Betriebszeit. Gib außerdem den gesamten Aufwand in Stationsstunden an.

Denkanstöße

- Welche Größe muss bei identischen Scanstationen in allen Varianten gleich bleiben? - Schreibe für jede Variante „Anzahl der Stationen mal Laufzeit“. - Nach dem Ausmultiplizieren entsteht ein lineares System in \(n\) und \(t\).

Lösung

1. Setze \(n\) für die Zahl der Scanstationen und \(t\) für die Betriebszeit pro Station. Der konstante Gesamtaufwand ist proportional zu \(nt\). 2. Es gilt \(nt=(n+4)(t-1)\) und \(nt=(n-3)(t+1{,}5)\). 3. Ausmultiplizieren und Kürzen von \(nt\) liefert das lineare LGS \(\begin{cases}-n+4t=4\\1{,}5n-3t=4{,}5\end{cases}\). 4. Aus der ersten Gleichung folgt \(n=4t-4\). Einsetzen in die zweite ergibt \(1{,}5(4t-4)-3t=4{,}5\), also \(t=3{,}5\). 5. Damit ist \(n=10\). 6. Der Gesamtaufwand beträgt \(10\cdot3{,}5=35\) Stationsstunden.

Antwort

Ursprünglich waren \(10\) Scanstationen mit jeweils \(3{,}5\,\text{h}\) Betriebszeit geplant. Der Gesamtaufwand beträgt \(35\) Stationsstunden.
4243698
Eine Schule sammelt Regenwasser für den Schulgarten. Zwei Pumpen fördern Wasser aus Sammelbehältern in einen großen Vorratstank. Laufen beide Pumpen \(4\,\text{Stunden}\) gleichzeitig, fördern sie zusammen genau ein Drittel des Tankinhalts. Läuft Pumpe A \(6\,\text{Stunden}\) und Pumpe B \(3\,\text{Stunden}\), werden insgesamt \(40\,\%\) des Tankinhalts gefördert. Berechne, wie lange jede Pumpe allein benötigen würde, um eine Wassermenge in Größe des gesamten Tankinhalts zu fördern.

Denkanstöße

- Beschreibe die Förderleistung jeder Pumpe als Anteil eines ganzen Tankinhalts pro Stunde. - Welche zwei Gleichungen folgen aus den beiden Betriebsplänen? - Wie erhältst du aus einem geförderten Anteil pro Stunde die Zeit für einen ganzen Tankinhalt?

Lösung

1. Setze \(x\) und \(y\) als Förderanteile des Tankinhalts pro Stunde für Pumpe A und B. 2. Aus den beiden Betriebsplänen folgt das LGS \(\begin{cases}x+y=\frac{1}{12}\\6x+3y=0{,}4\end{cases}\). 3. Setze \(y=\frac{1}{12}-x\) in die zweite Gleichung ein: \(6x+3(\frac{1}{12}-x)=\frac{2}{5}\). 4. Daraus folgt \(3x+\frac{1}{4}=\frac{2}{5}\), also \(x=\frac{1}{20}\) und \(y=\frac{1}{30}\). 5. Die Kehrwerte der Raten ergeben \(20\,\text{Stunden}\) für Pumpe A und \(30\,\text{Stunden}\) für Pumpe B.

Antwort

Pumpe A benötigt allein \(20\,\text{Stunden}\), Pumpe B \(30\,\text{Stunden}\).
4243708
Zwei Bodenreinigungsroboter A und B reinigen die Flure eines großen Schulzentrums. Arbeiten beide \(2\,\text{Stunden}\) gleichzeitig, schaffen sie zusammen ein Drittel der gesamten Fläche. Würde Roboter A \(4\,\text{Stunden}\) und Roboter B \(1\,\text{Stunde}\) arbeiten, wäre genau die Hälfte der Fläche gereinigt. a) Bestimme, wie lange jeder Roboter allein für die gesamte Fläche benötigen würde. b) Wie viel Zeit spart der gemeinsame Einsatz gegenüber dem alleinigen Einsatz des schnelleren Roboters?

Denkanstöße

- Verwende für beide Roboter eine Rate „Anteil der Gesamtfläche pro Stunde“. - Übersetze die beiden Einsatzpläne in Gleichungen, bevor du Einzelzeiten berechnest. - Für Teil b brauchst du die Summe der beiden Raten und einen Vergleich mit dem schnelleren Roboter.

Lösung

1. Setze \(x\) und \(y\) als gereinigte Flächenanteile pro Stunde. Dann gilt \(\begin{cases}2(x+y)=\frac{1}{3}\\4x+y=\frac{1}{2}\end{cases}\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(y=\frac{1}{2}-4x\). Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(2(\frac{1}{2}-3x)=\frac{1}{3}\). 3. Daraus folgt \(x=\frac{1}{9}\) und \(y=\frac{1}{18}\). 4. Allein benötigt A \(9\,\text{Stunden}\), B \(18\,\text{Stunden}\). 5. Gemeinsam ist die Rate \(\frac{1}{9}+\frac{1}{18}=\frac{1}{6}\); die gesamte Fläche dauert also \(6\,\text{Stunden}\). 6. Gegenüber Roboter A werden \(9-6=3\,\text{Stunden}\) gespart.

Antwort

a) Roboter A: \(9\,\text{Stunden}\); Roboter B: \(18\,\text{Stunden}\) b) Der gemeinsame Einsatz spart \(3\,\text{Stunden}\).
4244308
Für ein Medienprojekt wird ein Video auf zwei verschiedenen Rechnern A und B nacheinander exportiert. Wenn Rechner A \(\frac{2}{5}\) des Videos exportiert und Rechner B anschließend die restlichen \(\frac{3}{5}\), dauert der gesamte Export \(100\,\text{min}\). Übernimmt A dagegen \(\frac{3}{5}\) und B nur \(\frac{2}{5}\), dauert der Export insgesamt \(80\,\text{min}\). Berechne, wie viele Minuten jeder Rechner allein benötigen würde, um das vollständige Video zu exportieren.

Denkanstöße

- Wenn ein Rechner nur einen Bruchteil des Videos bearbeitet, welcher Bruchteil seiner vollständigen Exportzeit fällt dann an? - Übersetze beide Aufteilungen in je eine Gleichung. - Beseitige zunächst die Fünftel, bevor du das LGS löst.

Lösung

1. Setze \(t_A\) und \(t_B\) für die Zeiten, die A beziehungsweise B allein für das vollständige Video benötigen. 2. Für die beiden Aufteilungen gilt \(\begin{cases}\frac{2}{5}t_A+\frac{3}{5}t_B=100\\\frac{3}{5}t_A+\frac{2}{5}t_B=80\end{cases}\). 3. Multipliziere beide Gleichungen mit \(5\). Es entsteht \(\begin{cases}2t_A+3t_B=500\\3t_A+2t_B=400\end{cases}\). 4. Multipliziere die erste Gleichung mit \(3\) und die zweite mit \(2\). Subtraktion ergibt \(5t_B=700\), also \(t_B=140\). 5. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(2t_A+420=500\), also \(t_A=40\).

Antwort

Rechner A benötigt allein \(40\,\text{min}\), Rechner B allein \(140\,\text{min}\).
4280688
Ein Theatersaal hat eine feste Anzahl an Sitzreihen mit jeweils der gleichen Anzahl an Plätzen pro Reihe. Für eine Modernisierung werden zwei Varianten geprüft: Variante A: Würde man 2 zusätzliche Reihen einbauen und in jeder Reihe 5 Plätze mehr schaffen, könnten 200 Zuschauer mehr Platz finden. Variante B: Würde man 5 Reihen entfernen und jede verbleibende Reihe um 2 Plätze kürzen, gäbe es insgesamt 150 Plätze weniger als bisher. Berechne, wie viele Reihen der Saal aktuell hat und wie viele Plätze sich in einer Reihe befinden.

Denkanstöße

- Stelle für jedes Szenario eine Gleichung auf, die den neuen Zustand mit dem alten Zustand vergleicht. - Achte beim Ausmultiplizieren der Klammern besonders auf die Vorzeichen. - Nach dem Vereinfachen erhältst du ein klassisches System mit zwei Variablen. - Überprüfe dein Ergebnis am Ende, indem du die Werte in die ursprünglichen Bedingungen einsetzt.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die Anzahl der Reihen, \(y\) für die Anzahl der Plätze pro Reihe. 2. Gleichungssystem aufstellen: \((x + 2) \cdot (y + 5) = xy + 200\) und \((x - 5) \cdot (y - 2) = xy - 150\). 3. Terme vereinfachen: Gleichung 1: \(xy + 5x + 2y + 10 = xy + 200 \implies 5x + 2y = 190\). Gleichung 2: \(xy - 2x - 5y + 10 = xy - 150 \implies 2x + 5y = 160\). 4. System lösen (z. B. Additionsverfahren): Erste Gleichung mit 5 multiplizieren (\(25x + 10y = 950\)), zweite Gleichung mit \(-2\) multiplizieren (\(-4x - 10y = -320\)). 5. Addition der Gleichungen: \(21x = 630 \implies x = 30\). 6. Einsetzen zur Bestimmung von \(y\): \(2 \cdot 30 + 5y = 160 \implies 60 + 5y = 160 \implies 5y = 100 \implies y = 20\).

Antwort

Der Theatersaal hat aktuell 30 Reihen mit jeweils 20 Plätzen pro Reihe.
4240348
Auf einem Parkplatz stehen insgesamt \(n\) Fahrzeuge. Es handelt sich ausschließlich um Motorräder mit jeweils \(2\) Rädern und Autos mit jeweils \(4\) Rädern. Die Gesamtzahl aller Räder auf dem Parkplatz beträgt \(r\). Stelle eine allgemeine Formel für die Anzahl der Motorräder \(m\) und die Anzahl der Autos \(a\) in Abhängigkeit von \(n\) und \(r\) auf. Gib außerdem an, unter welchen Bedingungen für \(n\) und \(r\) die Formeln nichtnegative ganze Anzahlen liefern.

Denkanstöße

- Stelle zuerst je eine Gleichung für die Anzahl der Fahrzeuge und für die Anzahl der Räder auf. - Behandle \(n\) und \(r\) beim Umformen wie feste Zahlen. - Welche Variable lässt sich besonders leicht isolieren? - Prüfe anschließend, wann beide Formeln ganze, nichtnegative Werte liefern: Welche kleinste und größte Radzahl ist bei \(n\) Fahrzeugen möglich?

Lösung

1. Gleichungssystem aufstellen: I: \(m + a = n\) II: \(2m + 4a = r\) 2. Die erste Gleichung nach \(m\) umstellen: \(m = n - a\). 3. Einsetzen in die zweite Gleichung: \(2 \cdot (n-a) + 4a = r\). 4. Nach \(a\) auflösen: \(2n - 2a + 4a = r \implies 2a = r - 2n \implies a = \frac{r-2n}{2} = \frac{r}{2}-n\). 5. \(a\) in \(m=n-a\) einsetzen: \(m = n-\left(\frac{r}{2}-n\right)=2n-\frac{r}{2}=\frac{4n-r}{2}\). 6. Für Fahrzeugzahlen müssen \(n,r\in\mathbb{N}_0\) gelten. Aus \(a\ge 0\) folgt \(r\ge 2n\), aus \(m\ge 0\) folgt \(r\le 4n\). Damit beide Formeln ganze Zahlen liefern, muss \(r\) gerade sein.

Antwort

Die Anzahl der Autos ist \(a = \frac{r-2n}{2}\), die Anzahl der Motorräder ist \(m = \frac{4n-r}{2}\). Sinnvolle Fahrzeugzahlen erhält man für \(n,r\in\mathbb{N}_0\), \(2n\le r\le 4n\) und gerades \(r\).
5532128
Bei einer Ferienaktion nehmen \(28\) Personen teil. Dabei sei \(x\) die Zahl der Jugendlichen und \(y\) die Zahl der Erwachsenen, also gilt \(x+y=28\). Die tatsächliche Verteilung soll \(x=16\) und \(y=12\) sein. a) Erfinde eine plausible zweite Bedingung der Form \(ax+by=c\) mit positiven ganzen Zahlen \(a\) und \(b\), wobei \(a\ne b\), die von \((16|12)\) erfüllt wird. Deute deine Koeffizienten kurz im Sachzusammenhang, zum Beispiel als ausgegebene Wertmarken pro Person. b) Zeige mit deinem LGS rechnerisch, dass die Verteilung dadurch eindeutig bestimmt ist. c) Gib zusätzlich eine zweite plausible Bedingung an, die von \((16|12)\) erfüllt wird, aber nur ein Vielfaches von \(x+y=28\) ausdrückt. Erkläre, warum diese Bedingung die Verteilung nicht eindeutig festlegt. d) Begründe allgemein: Wenn \(c=16a+12b\) gewählt wird, warum liefert \(a\ne b\) zusammen mit \(x+y=28\) immer eindeutig \((16|12)\), während \(a=b\) keine neue Information liefert?

Denkanstöße

- Für a) muss deine selbst erfundene Gleichung zunächst das vorgegebene Wertepaar erfüllen. - Zwei verschiedene Koeffizienten für die Gruppen können dafür sorgen, dass die zweite Bedingung eine andere Information trägt als die Gesamtzahl. - Bei c) soll die zweite Gleichung dieselbe Information nur skaliert wiederholen. - Für d) kannst du ein geeignetes Vielfaches von \(x+y=28\) von der allgemeinen zweiten Gleichung abziehen.

Lösung

1. Eine mögliche unabhängige Bedingung ist: Jugendliche erhalten je \(2\) Wertmarken und Erwachsene je \(3\); insgesamt werden \(68\) Wertmarken ausgegeben. Das ergibt \(2x+3y=68\), denn \(2\cdot16+3\cdot12=68\). 2. Zusammen mit \(x+y=28\) folgt nach Verdoppeln der ersten Gleichung \(2x+2y=56\). Subtraktion von \(2x+3y=68\) ergibt \(y=12\), also \(x=16\). Andere passende Beispiele mit \(a\ne b\) sind ebenfalls möglich. 3. Eine abhängige Bedingung wäre zum Beispiel \(2x+2y=56\). Sie ist nur das Doppelte von \(x+y=28\) und schränkt die möglichen Verteilungen nicht weiter ein. 4. Allgemein gilt als zweite Gleichung \(ax+by=16a+12b\). Subtrahiere \(b(x+y=28)\): \((a-b)x=16a+12b-28b=16(a-b)\). 5. Für \(a\ne b\) folgt daraus eindeutig \(x=16\) und damit \(y=12\). Für \(a=b\) wird die zweite Gleichung zu \(a(x+y)=28a\) und ist somit nur ein Vielfaches der ersten Gleichung.

Antwort

a) Zum Beispiel: \(2x+3y=68\), gedeutet als \(2\) Wertmarken je jugendlicher und \(3\) je erwachsener Person. b) Zusammen mit \(x+y=28\) ergibt sich eindeutig \((x|y)=(16|12)\). c) Zum Beispiel \(2x+2y=56\); diese Gleichung ist nur das Doppelte von \(x+y=28\) und daher abhängig. d) Aus \(ax+by=16a+12b\) und \(x+y=28\) folgt \((a-b)x=16(a-b)\). Für \(a\ne b\) ist daher \(x=16\), \(y=12\); für \(a=b\) ist die zweite Gleichung abhängig.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.