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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Ereignis und Gegenereignis

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4375008
Für ein Ereignis \(A\) gilt \(P(A)=0{,}6\). Ben behauptet, für das Gegenereignis gelte \(P(\bar A)=0{,}5\). Prüfe die Behauptung und korrigiere sie gegebenenfalls.

Denkanstöße

- Ereignis und Gegenereignis decken gemeinsam alle möglichen Fälle ab. - Welche Summe müssen ihre Wahrscheinlichkeiten deshalb ergeben? - Prüfe die beiden vorgeschlagenen Werte an dieser Bedingung.

Lösung

1. Ein Ereignis und sein Gegenereignis erfassen zusammen alle möglichen Ergebnisse. Daher müssen ihre Wahrscheinlichkeiten zusammen \(1\) ergeben. 2. Bens Werte ergeben \(0{,}6+0{,}5=1{,}1\) und können deshalb nicht stimmen. 3. Richtig ist \(P(\bar A)=1-0{,}6=0{,}4\).

Antwort

Bens Behauptung ist falsch. Es gilt \(P(\bar A)=0{,}4\).
5530808
Beim einmaligen Würfeln ist \(\Omega=\{1,2,3,4,5,6\}\). Tom schreibt: „\(\omega=\{2,4,6\}\) ist ein einzelnes Ergebnis, und \(A=4\) beschreibt das Ereignis ‚Es fällt eine gerade Zahl‘.“ Korrigiere Toms Notation: Gib ein mögliches einzelnes Ergebnis \(\omega\) an und notiere das Ereignis \(A\) „Es fällt eine gerade Zahl“ als Menge.

Denkanstöße

- Prüfe, ob Toms \(\omega\) genau einen möglichen Ausgang oder mehrere Ausgänge enthält. - Für das Ereignis \(A\) müssen alle Ergebnisse aus \(\Omega\) gesammelt werden, die die Bedingung erfüllen. - Kontrolliere, ob deine beiden Schreibweisen unterschiedliche Rollen haben: einzelnes Ergebnis und Ereignismenge.

Lösung

1. Ein einzelnes Ergebnis ist genau ein möglicher Ausgang des Würfelwurfs. Beispielsweise ist \(\omega=4\) ein einzelnes Ergebnis. 2. Das Ereignis „Es fällt eine gerade Zahl“ umfasst alle geraden Ergebnisse aus \(\Omega\). Daher gilt \(A=\{2,4,6\}\).

Antwort

Zum Beispiel \(\omega=4\); für das Ereignis „Es fällt eine gerade Zahl“ gilt \(A=\{2,4,6\}\).
5530818
Die Zahlengerade zeigt die Wahrscheinlichkeiten dreier Ereignisse A, B und C. Ordne jedem Ereignis eine passende Beschreibung zu: „unmöglich“, „sicher“ oder „möglich, aber nicht sicher“. Begründe mit der Lage zwischen \(0\) und \(1\).
Abbildung zur Aufgabe 553081

Denkanstöße

- Betrachte zuerst die beiden Randpunkte der Wahrscheinlichkeitsskala. - Was bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von \(0\) für das Eintreten eines Ereignisses? - Was bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von \(1\)? - Werte echt zwischen \(0\) und \(1\) beschreiben weder ein unmögliches noch ein sicheres Ereignis.

Lösung

1. A liegt bei \(0\). Ein Ereignis mit Wahrscheinlichkeit \(0\) ist unmöglich. 2. B liegt bei \(0{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit liegt echt zwischen \(0\) und \(1\); das Ereignis ist möglich, aber nicht sicher. 3. C liegt bei \(1\). Ein Ereignis mit Wahrscheinlichkeit \(1\) ist sicher.

Antwort

A: unmöglich B: möglich, aber nicht sicher C: sicher
4136518
In einer Schublade liegen rote und blaue Stifte. Insgesamt befinden sich mehr als fünf Stifte in der Schublade. Es werden drei Stifte mit einem Griff entnommen. Gib das Gegenereignis zu den folgenden Ereignissen in Worten an: a) \(A\): Alle drei Stifte sind blau. b) \(B\): Mindestens zwei Stifte sind rot. c) \(C\): Höchstens ein Stift ist blau. d) \(D\): Genau zwei Stifte sind rot.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Möglichkeiten es für die Anzahl (0, 1, 2 oder 3) insgesamt gibt. - Was bleibt übrig, wenn man die genannten Fälle aus der Gesamtmenge aller Möglichkeiten entfernt? - „Mindestens“ und „Höchstens“ sind oft Gegenspieler, aber achte genau auf die Grenzwerte. - Kannst du die Situation mit einer anderen Farbe beschreiben?

Lösung

1. Bestimmung von \(\bar{A}\): Das Ereignis \(A\) umfasst den Fall (3 blau). Das Gegenereignis umfasst alle anderen Fälle, also (0, 1 oder 2 blau). In Worten: Mindestens ein Stift ist rot. 2. Bestimmung von \(\bar{B}\): Das Ereignis \(B\) umfasst (2 rot, 3 rot). Das Gegenereignis umfasst (0 rot, 1 rot). In Worten: Höchstens ein Stift ist rot. 3. Bestimmung von \(\bar{C}\): Das Ereignis \(C\) umfasst (0 blau, 1 blau). Das Gegenereignis umfasst (2 blau, 3 blau). In Worten: Mindestens zwei Stifte sind blau. 4. Bestimmung von \(\bar{D}\): Das Ereignis \(D\) umfasst genau den Fall (2 rot). Das Gegenereignis umfasst alle anderen Möglichkeiten für die Anzahl roter Stifte. In Worten: Es werden \(0\), \(1\) oder \(3\) rote Stifte gezogen.

Antwort

a) \(\bar{A}\): Mindestens ein Stift ist rot. b) \(\bar{B}\): Höchstens ein Stift ist rot. c) \(\bar{C}\): Mindestens zwei Stifte sind blau. d) \(\bar{D}\): Es werden \(0\), \(1\) oder \(3\) rote Stifte gezogen.
4136668
Ein Bogenschütze gibt bei einem Training \(6\) Schüsse auf eine Zielscheibe ab. Jeder Schuss trifft entweder „ins Goldene“ oder „nicht ins Goldene“. Beschreibe für die folgenden Ereignisse jeweils das zugehörige Gegenereignis in Worten: a) Alle Schüsse treffen ins Goldene. b) Kein Schuss trifft ins Goldene. c) Die ersten zwei Schüsse treffen ins Goldene. d) Mindestens fünf Schüsse treffen ins Goldene.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Ergebnisse übrig bleiben, wenn man das beschriebene Ereignis aus der Menge aller Möglichkeiten entfernt. - Wie lässt sich die logische Verneinung von Wörtern wie „alle“, „kein“ oder „mindestens“ am einfachsten ausdrücken? - Stell dir vor, du müsstest beweisen, dass die Aussage des Ereignisses falsch ist. Was müsste dafür passieren?

Lösung

1. Definition des Gegenereignisses: Das Gegenereignis umfasst alle Ergebnisse des Ergebnisraums, die nicht zum ursprünglichen Ereignis gehören. 2. Teilaufgabe a): Das Gegenteil von „alle“ ist „nicht alle“, was bedeutet, dass mindestens ein Schuss das Ziel verfehlt. Ergebnis: Mindestens ein Schuss trifft nicht ins Goldene. 3. Teilaufgabe b): Das Gegenteil von „kein“ ist „mindestens einer“. Ergebnis: Mindestens ein Schuss trifft ins Goldene. 4. Teilaufgabe c): Das Ereignis verlangt Treffer bei Schuss \(1\) UND Schuss \(2\). Das Gegenereignis tritt ein, wenn dies nicht der Fall ist. Ergebnis: Mindestens einer der ersten zwei Schüsse trifft nicht ins Goldene. 5. Teilaufgabe d): „Mindestens \(5\)“ bedeutet \(5\) oder \(6\) Treffer. Die verbleibenden Möglichkeiten sind \(0, 1, 2, 3\) oder \(4\) Treffer. Ergebnis: Höchstens vier Schüsse treffen ins Goldene.

Antwort

a) Mindestens ein Schuss trifft nicht ins Goldene. b) Mindestens ein Schuss trifft ins Goldene. c) Mindestens einer der ersten zwei Schüsse trifft nicht ins Goldene. d) Höchstens vier Schüsse treffen ins Goldene.
4140658
Alle Ergebnisse des Zufallsexperiments sind gleich wahrscheinlich. Betrachte die Ergebnismenge \(\Omega = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10\}\) eines Zufallsexperiments. Bestimme die folgenden Ereignisse als Mengen und gib jeweils ihr Gegenereignis an: A: Die Zahl ist eine Quadratzahl. B: Die Zahl ist größer als 7. Berechne zudem die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses von A, also \(P(\bar{A})\).

Denkanstöße

- Was bedeutet es, wenn ein Ergebnis nicht zu einem Ereignis gehört? - Wie viele Elemente hat die gesamte Menge und wie viele davon gehören zum gesuchten Ereignis? - Erinnere dich an die Definition einer Quadratzahl.

Lösung

1. Identifikation der Quadratzahlen in \(\Omega\): \(A = \{1, 4, 9\}\) 2. Bestimmung des Gegenereignisses \(\bar{A}\) durch Ausschluss von \(A\) aus \(\Omega\): \(\bar{A} = \{2, 3, 5, 6, 7, 8, 10\}\) 3. Identifikation der Zahlen größer als 7: \(B = \{8, 9, 10\}\) 4. Bestimmung des Gegenereignisses \(\bar{B}\): \(\bar{B} = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7\}\) 5. Berechnung der Wahrscheinlichkeit \(P(\bar{A})\) nach Laplace: Anzahl der günstigen Ergebnisse (\(7\)) dividiert durch Anzahl der möglichen Ergebnisse (\(10\)), resultierend in \(P(\bar{A}) = \frac{7}{10} = 0{,}7\)

Antwort

- \(A = \{1, 4, 9\}\), \(\bar{A} = \{2, 3, 5, 6, 7, 8, 10\}\) - \(B = \{8, 9, 10\}\), \(\bar{B} = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7\}\) - \(P(\bar{A}) = 0{,}7\)
4319788
Das abgebildete Glücksrad ist in gleich große Sektoren aufgeteilt. Einige Sektoren sind mit \(M\) markiert. Das Rad wird einmal gedreht. Wir betrachten das Ereignis \(E\): „Der Zeiger bleibt auf einem mit \(M\) markierten Feld stehen.“ 1. Bestimme \(P(E)\) als gekürzten Bruch. 2. Beschreibe das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten. 3. Berechne \(P(\bar E)\) als gekürzten Bruch.
Abbildung zur Aufgabe 431978

Denkanstöße

- Nutze die gleich großen Sektoren als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. - Für das Ereignis zählen nur die Sektoren, die das Zeichen \(M\) tragen. - Ereignis und Gegenereignis müssen zusammen alle Sektoren des Rads erfassen.

Lösung

1. Das Glücksrad hat \(10\) gleich große Sektoren. Davon sind \(4\) mit \(M\) markiert. Daher ist \(P(E)=\frac{4}{10}=\frac{2}{5}\). 2. Das Gegenereignis tritt ein, wenn der Zeiger auf einem Feld ohne Markierung \(M\) stehen bleibt. 3. Es gibt \(6\) nicht markierte Sektoren. Daher ist \(P(\bar E)=\frac{6}{10}=\frac{3}{5}\). Außerdem gilt \(\frac{2}{5}+\frac{3}{5}=1\).

Antwort

1. \(P(E)=\frac{2}{5}\) 2. \(\bar E\): „Der Zeiger bleibt auf einem Feld ohne Markierung \(M\) stehen.“ 3. \(P(\bar E)=\frac{3}{5}\)
4320248
In der abgebildeten Urne befinden sich farbige Kugeln. Es wird einmal zufällig eine Kugel gezogen. a) Formuliere das Gegenereignis \(\bar{E}\) zum Ereignis \(E\): „Die gezogene Kugel ist gelb“ in Worten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dieses Gegenereignisses \(P(\bar{E})\) als vollständig gekürzten Bruch.
Abbildung zur Aufgabe 432024

Denkanstöße

- Welche Ergebnisse gehören genau dann zum Gegenereignis, wenn „gelb“ nicht eintritt? - Lies aus der Abbildung ab, wie viele Kugeln insgesamt und wie viele davon nicht gelb sind. - Für eine Laplace-Auswahl aus den Kugeln vergleichst du günstige mit allen möglichen Kugeln.

Lösung

1. Das Gegenereignis tritt genau dann ein, wenn keine gelbe Kugel gezogen wird. Es lautet: „Die gezogene Kugel ist nicht gelb“, also „rot oder blau“. 2. In der Abbildung sind \(7\) von \(12\) Kugeln gelb. Damit sind \(5\) Kugeln nicht gelb. 3. Daher gilt \(P(\bar{E})=\frac{5}{12}\).

Antwort

a) „Die gezogene Kugel ist nicht gelb“ (oder: „Die gezogene Kugel ist rot oder blau“). b) \(\frac{5}{12}\)
43204110
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Mindestens einmal wird Grün gedreht“. Gib dazu zuerst das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten an und berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit von \(E\) als Bruch.
Abbildung zur Aufgabe 432041

Denkanstöße

- Wie lautet das Gegenteil von „mindestens einmal Grün“? - Wie viele Sektoren sind nicht grün? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal Grün“ lautet „kein einziges Mal Grün“. 2. Drei der acht Sektoren sind nicht grün. Daher gilt für eine Drehung \(P(\text{nicht Grün})=\frac{3}{8}\). 3. Für das Gegenereignis bei zwei Drehungen gilt nach der Produktregel \(P(\bar E)=\frac{3}{8}\cdot\frac{3}{8}=\frac{9}{64}\). 4. Damit ist \(P(E)=1-P(\bar E)=1-\frac{9}{64}=\frac{55}{64}\).

Antwort

Gegenereignis: „Kein einziges Mal wird Grün gedreht.“ \(P(E)=\frac{55}{64}\)
4320498
Ein Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Felder, die wie abgebildet farbig gestaltet sind. Das Glücksrad wird einmal gedreht. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Der Zeiger landet auf einem roten Feld“. Gib auch die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(\bar{E}\) an. b) Ein weiteres Ereignis ist \(A\): „Der Zeiger landet auf einem blauen oder roten Feld“. Formuliere das Gegenereignis \(\bar{A}\) im Sachzusammenhang und berechne seine Wahrscheinlichkeit.
Abbildung zur Aufgabe 432049

Denkanstöße

- Zähle für jedes Ereignis die passenden gleich großen Felder in der Abbildung. - Beim Gegenereignis gehören genau die Felder dazu, die nicht zum ursprünglichen Ereignis gehören. - Welche Farbe bleibt in b) übrig, wenn Blau und Rot ausgeschlossen sind?

Lösung

1. Von \(8\) gleich großen Feldern sind \(3\) rot. Daher gilt \(P(E)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\). 2. Das Gegenereignis zu „rot“ ist „nicht rot“. Somit gilt \(P(\bar{E})=1-\frac{3}{8}=\frac{5}{8}=62{,}5\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „blau oder rot“ ist „weder blau noch rot“. Da nur die drei dargestellten Farben vorkommen, ist damit genau „gelb“ gemeint. 4. Ein von \(8\) Feldern ist gelb. Daher gilt \(P(\bar{A})=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\).

Antwort

a) \(P(E)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) und \(P(\bar{E})=\frac{5}{8}=62{,}5\,\%\). b) \(\bar{A}\): „Der Zeiger landet auf einem gelben Feld“ (oder: „weder auf Blau noch auf Rot“). \(P(\bar{A})=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\).
43215310
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(5\) gleich große Sektoren. Es wird dreimal hintereinander gedreht. Wir betrachten das Ereignis \(A\): „Das Rad zeigt mindestens einmal Rot.“ a) Formuliere das Gegenereignis \(\bar A\) in Worten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(P(\bar A)\). Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an. c) Bestimme mithilfe des Gegenereignisses die Wahrscheinlichkeit \(P(A)\). Gib das Ergebnis ebenfalls als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432153

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die drei Drehungen, wenn „mindestens einmal Rot“ nicht eintritt? - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung kein Rot zu erhalten? - Über welchen vollständigen Pfad lässt sich das Gegenereignis berechnen? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis \(\bar A\) lautet: „Das Rad zeigt kein einziges Mal Rot“, also „dreimal Blau“. 2. Da vier von fünf Sektoren blau sind, gilt \(P(\text{Blau})=\frac{4}{5}\). 3. Mit der Produktregel erhält man \(P(\bar A)=\left(\frac{4}{5}\right)^3=\frac{64}{125}\). 4. Mit dem Gegenereignis folgt \(P(A)=1-P(\bar A)=1-\frac{64}{125}=\frac{61}{125}\).

Antwort

a) Das Gegenereignis \(\bar A\) lautet: „Das Rad zeigt kein einziges Mal Rot“ (oder „Das Rad zeigt dreimal Blau“). b) \(P(\bar A)=\frac{64}{125}\) c) \(P(A)=\frac{61}{125}\)
43749910
Das Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen mit Zurücklegen. Dabei bedeutet \(R\): „rote Kugel“. Formuliere das Gegenereignis zu „mindestens einmal rot“ und berechne seine Wahrscheinlichkeit.
Abbildung zur Aufgabe 437499

Denkanstöße

- Welche Ergebnisfolgen sind ausgeschlossen, wenn mindestens ein Treffer verlangt wird? - Beschreibe das Gegenteil mit möglichst wenigen Pfaden.

Lösung

1. Gegenereignis: „keine rote Kugel“, also \(\overline{R}\,\overline{R}\). 2. Wahrscheinlichkeit: \(0{,}7\cdot0{,}7=0{,}49\).

Antwort

Gegenereignis: „keine rote Kugel“; Wahrscheinlichkeit \(0{,}49\).
43750510
Ein Glücksrad mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4 wird zweimal gedreht. Alle Zahlen sind gleich wahrscheinlich. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt der beiden Zahlen gerade ist?
Abbildung zur Aufgabe 437505

Denkanstöße

- Wann kann ein Produkt ungerade sein? - Kannst du das Gegenteil des gesuchten Ereignisses einfacher beschreiben?

Lösung

1. Gegenereignis „Produkt ungerade“: beide Zahlen ungerade. 2. Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses: \(\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{4}=\frac{1}{4}\). 3. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(1-\frac{1}{4}=\frac{3}{4}\).

Antwort

\(\frac{3}{4}=75\,\%\).
4375158
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird zweimal geworfen. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens einmal eine \(6\) fällt.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare gibt es insgesamt? - Das Gegenereignis „keine \(6\)“ ist leichter zu zählen. - Ziehe die Zahl der Gegenereignis-Paare von der Gesamtzahl ab.

Lösung

1. Bei zwei Würfen gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare. 2. Für das Gegenereignis „keine \(6\)“ sind \(5^2=25\) Paare günstig. 3. Daher gehören \(36-25=11\) Paare zum Ereignis „mindestens eine \(6\)“ und es gilt \(P=\frac{11}{36}\).

Antwort

\(\frac{11}{36}\)
4375228
Eine faire Münze wird zweimal geworfen. Formuliere zu den drei markierten Endergebnissen ein einfaches Ereignis und gib das Gegenereignis an.
Abbildung zur Aufgabe 437522

Denkanstöße

- Suche eine gemeinsame Beschreibung, die für alle drei markierten Endpunkte gilt. - Prüfe, welcher Endpunkt als einziger nicht markiert ist. - Das Gegenereignis muss genau die nicht markierten möglichen Ergebnisse enthalten.

Lösung

1. Die markierten Ergebnisse sind \(KK\), \(KZ\) und \(ZK\). 2. Eine gemeinsame Beschreibung lautet: „mindestens einmal Kopf“. 3. Der einzige nicht markierte Endpunkt ist \(ZZ\). Das Gegenereignis lautet daher „kein Kopf“.

Antwort

Ereignis: „mindestens einmal Kopf“; Gegenereignis: „kein Kopf“, also \(ZZ\).
5530828
Für ein Ereignis \(A\) gilt \(P(A)=0{,}35\). a) Berechne \(P(\bar A)\). b) Für ein anderes Ereignis \(B\) gilt \(P(\bar B)=0{,}42\). Berechne \(P(B)\). c) Mia behauptet für ein Ereignis \(C\): \(P(C)=0{,}58\) und \(P(\bar C)=0{,}52\). Prüfe die Behauptung und begründe.

Denkanstöße

- Ereignis und Gegenereignis decken zusammen alle möglichen Fälle ab. - Überlege bei b), welche Größe bis zur Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\) noch fehlt. - Prüfe bei c) nicht nur jeden Einzelwert, sondern die Beziehung zwischen Ereignis und Gegenereignis.

Lösung

1. Ereignis und Gegenereignis ergänzen sich zur Wahrscheinlichkeit \(1\). Daher gilt \(P(\bar A)=1-0{,}35=0{,}65\). 2. Ebenso gilt \(P(B)=1-P(\bar B)=1-0{,}42=0{,}58\). 3. Für \(C\) und \(\bar C\) müsste die Summe genau \(1\) sein. Hier ist \(0{,}58+0{,}52=1{,}10\). Die Behauptung ist daher falsch.

Antwort

a) \(0{,}65\) b) \(0{,}58\) c) Falsch, denn \(0{,}58+0{,}52=1{,}10\neq1\).
5530838
Bei einer Tombola sei A das Ereignis „Das gezogene Los gewinnt“. Für das Gegenereignis gilt \(P(\bar A)=0{,}72\). a) Bestimme \(P(A)\). b) Die Tombola enthält \(250\) gleich wahrscheinliche Lose. Wie viele davon sind Gewinnlose?

Denkanstöße

- Nutze zuerst den Zusammenhang zwischen einem Ereignis und seinem Gegenereignis. - Übersetze die gefundene Wahrscheinlichkeit anschließend in einen Anteil von \(250\) Losen. - Prüfe, ob Gewinnlose und Nieten zusammen wieder alle \(250\) Lose ergeben könnten.

Lösung

1. A und \(\bar A\) ergänzen sich. Daher ist \(P(A)=1-0{,}72=0{,}28\). 2. Bei \(250\) gleich wahrscheinlichen Losen entsprechen \(0{,}28\cdot250=70\) Lose dem Ereignis A.

Antwort

a) \(P(A)=0{,}28=28\,\%\) b) \(70\) Gewinnlose
4135858
In einem Beutel befinden sich \(40\) Kugeln in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb. Von jeder Farbe gibt es genau \(10\) Kugeln, die jeweils mit den Zahlen \(1\) bis \(10\) beschriftet sind. Es wird eine Kugel zufällig gezogen. Formuliere zu jedem Ereignis das Gegenereignis in Worten und gib jeweils an, wie viele Kugeln zum Ereignis und wie viele zum Gegenereignis gehören. a) \(A\): „Die gezogene Kugel ist gelb.“ b) \(B\): „Die gezogene Kugel trägt die Zahl \(5\).“ c) \(C\): „Die gezogene Kugel ist blau und trägt nicht die Zahl \(10\).“

Denkanstöße

- Formuliere zuerst, was genau nicht eintreten darf, wenn das jeweilige Ereignis nicht eintritt. - Prüfe, ob Ereignis und Gegenereignis zusammen wirklich alle \(40\) Kugeln erfassen. - Bei einer Bedingung mit „und“ lohnt es sich, das Gegenereignis an konkreten Kugeln zu testen.

Lösung

1. Zu \(A\) gehören die \(10\) gelben Kugeln. Das Gegenereignis lautet: „Die gezogene Kugel ist nicht gelb.“ Dazu gehören \(40-10=30\) Kugeln. 2. Zu \(B\) gehören die vier Kugeln mit der Zahl \(5\), je eine pro Farbe. Das Gegenereignis lautet: „Die gezogene Kugel trägt nicht die Zahl \(5\).“ Dazu gehören \(40-4=36\) Kugeln. 3. Zu \(C\) gehören die \(9\) blauen Kugeln mit den Zahlen \(1\) bis \(9\). Das Gegenereignis lautet: „Die gezogene Kugel ist nicht blau oder sie trägt die Zahl \(10\).“ Dazu gehören \(40-9=31\) Kugeln.

Antwort

a) \(\bar A\): „Die gezogene Kugel ist nicht gelb.“; \(10\) Kugeln gehören zu \(A\), \(30\) zu \(\bar A\). b) \(\bar B\): „Die gezogene Kugel trägt nicht die Zahl \(5\).“; \(4\) Kugeln gehören zu \(B\), \(36\) zu \(\bar B\). c) \(\bar C\): „Die gezogene Kugel ist nicht blau oder sie trägt die Zahl \(10\).“; \(9\) Kugeln gehören zu \(C\), \(31\) zu \(\bar C\).
4135869
In einer Klasse mit \(24\) Jugendlichen spielen \(14\) ein Instrument. \(10\) Jugendliche sind in einem Sportverein aktiv. \(6\) Jugendliche machen beides (Instrument und Sportverein). Eine Person aus der Klasse wird zufällig ausgewählt. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Person weder ein Instrument spielt noch im Sportverein aktiv ist. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Person ein Instrument spielt, aber nicht im Sportverein ist. c) Nils behauptet: „Da \(14 + 10 = 24\) ist, muss jeder in der Klasse mindestens eines von beidem machen.“ Erkläre mathematisch, warum diese Überlegung falsch ist.

Denkanstöße

- Versuche, die Informationen in einer Vierfeldertafel oder einem Mengendiagramm darzustellen. - Denk daran, dass Personen, die beides machen, in beiden Gruppen (Instrument und Sport) mitgezählt wurden. - Wie viele verschiedene Personen sind insgesamt in der Sport- oder Instrumentengruppe?

Lösung

1. Die Gesamtzahl beträgt \(24\). Für Instrument gilt \(H(I)=14\), für Sport \(H(S)=10\), und \(H(I\cap S)=6\). 2. Mindestens eines von beidem machen \(H(I\cup S)=14+10-6=18\) Jugendliche. Also machen \(24-18=6\) keines von beidem. Damit ist die Wahrscheinlichkeit in a) \(\frac{6}{24}=\frac{1}{4}\). 3. Nur ein Instrument spielen \(14-6=8\) Jugendliche. Damit ist die Wahrscheinlichkeit in b) \(\frac{8}{24}=\frac{1}{3}\). 4. Nils' Rechnung zählt die \(6\) Jugendlichen aus der Schnittmenge zweimal. Deshalb sind nur \(18\) verschiedene Jugendliche in mindestens einer der beiden Gruppen.

Antwort

a) \(P=\frac{1}{4}\) b) \(P=\frac{1}{3}\) c) Die Summe \(14+10\) zählt die \(6\) Jugendlichen aus der Schnittmenge doppelt. Nur \(18\) Jugendliche machen mindestens eines von beidem; \(6\) machen keines.
4135879
In einem Lager liegen \(50\) Bauteile. Davon stammen \(30\) von Nordwerk und \(20\) von Rheintec. Bei einer Prüfung stellt sich heraus, dass \(5\) Bauteile von Nordwerk und \(2\) Bauteile von Rheintec defekt sind. Ein Bauteil wird zufällig entnommen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Das Bauteil ist defekt. b) Das Bauteil stammt von Nordwerk und ist einwandfrei (nicht defekt). c) Das Bauteil stammt von Rheintec oder ist defekt. d) Das Bauteil stammt nicht von Nordwerk und ist nicht defekt.

Denkanstöße

- Ordne die Angaben zunächst nach Herkunft und Zustand in einer Übersicht. - Beachte bei „oder“, dass defekte Rheintec-Bauteile bereits zur Gruppe Rheintec gehören. - Übersetze „nicht von Nordwerk und nicht defekt“ in eine positive Beschreibung der Herkunft und des Zustands.

Lösung

1. Gesamtzahl der Bauteile: \(n=50\). 2. Insgesamt sind \(5+2=7\) Bauteile defekt. Daher ist \(P(\text{defekt})=\frac{7}{50}=0{,}14\). 3. Von Nordwerk sind \(30-5=25\) Bauteile einwandfrei. Daher ist \(P(\text{Nordwerk und einwandfrei})=\frac{25}{50}=0{,}5\). 4. Für „Rheintec oder defekt“ zählen alle \(20\) Rheintec-Bauteile sowie zusätzlich die \(5\) defekten Nordwerk-Bauteile. Somit sind \(25\) Ergebnisse günstig und \(P(\text{Rheintec oder defekt})=\frac{25}{50}=0{,}5\). 5. „Nicht von Nordwerk und nicht defekt“ bedeutet: von Rheintec und einwandfrei. Das trifft auf \(20-2=18\) Bauteile zu. Daher ist \(P=\frac{18}{50}=\frac{9}{25}=0{,}36\).

Antwort

a) \(P=0{,}14\) b) \(P=0{,}5\) c) \(P=0{,}5\) d) \(P=0{,}36\)
4136528
Ein fairer 20-seitiger Würfel mit den Zahlen 1 bis 20 wird einmal geworfen. Betrachte die folgenden Ereignisse: \(E_1\): Die Zahl ist eine Primzahl. \(E_2\): Die Zahl ist ein Vielfaches von 4. \(E_3\): Die Zahl ist größer als 15. \(E_4\): Die Zahl ist höchstens 18. 1. Beschreibe die Gegenereignisse \(\bar{E}_1, \bar{E}_2, \bar{E}_3\) und \(\bar{E}_4\) in Worten. 2. Bestimme für jedes Gegenereignis die Anzahl der günstigen Ergebnisse.

Denkanstöße

- Schreibe dir zuerst alle Zahlen von 1 bis 20 auf. - Markiere die Zahlen, die zum Ereignis gehören. Die restlichen gehören zum Gegenereignis. - Was bedeutet „höchstens“ mathematisch? Welches Zeichen (\(<\), \(>\), \(\le\), \(\ge\)) passt dazu? - Denke daran, dass die 1 keine Primzahl ist.

Lösung

1. Beschreibung der Gegenereignisse: \(\bar{E}_1\): Die Zahl ist keine Primzahl. \(\bar{E}_2\): Die Zahl ist kein Vielfaches von 4. \(\bar{E}_3\): Die Zahl ist höchstens 15. \(\bar{E}_4\): Die Zahl ist größer als 18. 2. Berechnung der Anzahlen: - Primzahlen (\(E_1\)): \(\{2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19\}\), also 8 Stück. Anzahl für \(\bar{E}_1\): \(20 - 8 = 12\). - Vielfache von 4 (\(E_2\)): \(\{4, 8, 12, 16, 20\}\), also 5 Stück. Anzahl für \(\bar{E}_2\): \(20 - 5 = 15\). - Zahlen größer 15 (\(E_3\)): \(\{16, 17, 18, 19, 20\}\), also 5 Stück. Anzahl für \(\bar{E}_3\): \(20 - 5 = 15\). - Zahlen bis 18 (\(E_4\)): \(\{1, 2, \dots, 18\}\), also 18 Stück. Anzahl für \(\bar{E}_4\): \(20 - 18 = 2\) (nämlich 19 und 20).

Antwort

1. \(\bar{E}_1\): Keine Primzahl; \(\bar{E}_2\): Kein Vielfaches von 4; \(\bar{E}_3\): Höchstens 15; \(\bar{E}_4\): Größer als 18. 2. Anzahl der Ergebnisse: \(\bar{E}_1: 12\); \(\bar{E}_2: 15\); \(\bar{E}_3: 15\); \(\bar{E}_4: 2\).
4136538
Ein Glücksrad besitzt zehn gleich große Sektoren, die mit den Zahlen \(1\) bis \(10\) beschriftet sind. Man gewinnt, wenn die gedrehte Zahl eine Quadratzahl oder eine Primzahl ist (Ereignis \(G\)). a) Bestimme die Ergebnismenge \(\Omega\) und die Menge der gewinnbringenden Zahlen für das Ereignis \(G\). b) Formuliere das Gegenereignis \(\bar{G}\) in Worten, ohne das Wort „nicht“ zu verwenden. c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(G)\) und \(P(\bar{G})\) als Dezimalbruch. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den beiden Werten?

Denkanstöße

- Was sind Quadratzahlen? Multipliziere kleine natürliche Zahlen mit sich selbst. - Welche Zahlen zwischen 1 und 10 sind Primzahlen? - Wenn du die Gewinnzahlen kennst, welche Zahlen führen dann zum Verlust? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit bei einem Glücksrad mit gleich großen Feldern?

Lösung

1. Ergebnismenge \(\Omega = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10\}\). 2. Bestimmung von \(G\): Quadratzahlen sind \(\{1, 4, 9\}\). Primzahlen sind \(\{2, 3, 5, 7\}\). Die Vereinigungsmenge ist \(G = \{1, 2, 3, 4, 5, 7, 9\}\). 3. Gegenereignis \(\bar{G}\): Die verbleibenden Zahlen sind \(\{6, 8, 10\}\). In Worten: Die Zahl ist 6, 8 oder 10. 4. Wahrscheinlichkeiten: \(P(G) = \frac{7}{10} = 0{,}7\). \(P(\bar{G}) = \frac{3}{10} = 0{,}3\). 5. Zusammenhang: Für ein Ereignis und sein Gegenereignis gilt \(P(G) + P(\bar{G}) = 1\).

Antwort

a) \(\Omega = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10\}\); \(G = \{1, 2, 3, 4, 5, 7, 9\}\). b) \(\bar{G}\): Die Zahl ist 6, 8 oder 10. c) \(P(G) = 0{,}7\); \(P(\bar{G}) = 0{,}3\). Für ein Ereignis und sein Gegenereignis ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten \(1\).
4136678
Für eine Qualitätskontrolle werden \(20\) Akkus zufällig aus einer großen Lieferung ausgewählt. Als Ergebnis des Zufallsexperiments wird notiert, wie viele der ausgewählten Akkus defekt sind. Formuliere das Gegenereignis zu den folgenden Ereignissen: a) Genau ein Akku ist defekt. b) Höchstens drei Akkus sind defekt. c) Mehr als \(15\) Akkus sind voll funktionsfähig. d) Die Anzahl der defekten Akkus ist eine gerade Zahl.

Denkanstöße

- Schreibe dir für Aussagen über Anzahlen zunächst die möglichen Werte von \(0\) bis \(20\) auf. - Achte bei Formulierungen wie „höchstens“ und „mehr als“ darauf, ob der Grenzwert dazugehört. - Ein Gegenereignis muss genau alle möglichen Ergebnisse enthalten, die nicht zum ursprünglichen Ereignis gehören.

Lösung

1. Bei a) umfasst das Ereignis genau den Wert \(1\). Das Gegenereignis umfasst alle anderen möglichen Anzahlen von \(0\) bis \(20\): Kein Akku oder mindestens zwei Akkus sind defekt. 2. „Höchstens drei“ umfasst \(0,1,2,3\) defekte Akkus. Das Gegenereignis lautet daher: Mindestens vier Akkus sind defekt. 3. „Mehr als \(15\) voll funktionsfähig“ bedeutet \(16\) bis \(20\) voll funktionsfähige Akkus. Das Gegenereignis lautet: Höchstens \(15\) Akkus sind voll funktionsfähig. 4. Für eine ganze Anzahl von Akkus ist das Gegenereignis zu „gerade“ die Aussage „ungerade“.

Antwort

a) Kein Akku oder mindestens zwei Akkus sind defekt. b) Mindestens vier Akkus sind defekt. c) Höchstens \(15\) Akkus sind voll funktionsfähig. d) Die Anzahl der defekten Akkus ist ungerade.
4136688
Ein Passwort mit vier Zeichen wird zufällig erzeugt. Jedes Zeichen ist entweder ein Buchstabe oder eine Ziffer. Bestimme das Gegenereignis zu den folgenden Ereignissen: a) Alle vier Zeichen sind Buchstaben. b) Das Passwort enthält mindestens eine Ziffer. c) Das erste und das letzte Zeichen sind Ziffern. d) Das Passwort enthält höchstens zwei Buchstaben.

Denkanstöße

- Prüfe für jede Aussage, welche möglichen Ergebnisse sie ausschließt. - Bei c) reicht es für das Gegenereignis bereits aus, dass eine der beiden geforderten Stellen keine Ziffer ist. - Formulierungen über Anzahlen kannst du zunächst mit den möglichen Werten \(0,1,2,3,4\) prüfen.

Lösung

1. Wenn nicht alle vier Zeichen Buchstaben sind, muss mindestens ein Zeichen eine Ziffer sein. 2. Wenn das Passwort nicht mindestens eine Ziffer enthält, enthält es keine Ziffer; damit sind alle vier Zeichen Buchstaben. 3. Das Ereignis aus c) tritt nur ein, wenn beide äußeren Zeichen Ziffern sind. Sein Gegenereignis tritt deshalb ein, sobald mindestens eines der beiden äußeren Zeichen ein Buchstabe ist. 4. Möglich sind \(0,1,2,3\) oder \(4\) Buchstaben. Wenn es nicht höchstens zwei sind, müssen es mindestens drei sein.

Antwort

a) Mindestens ein Zeichen ist eine Ziffer. b) Alle vier Zeichen sind Buchstaben. c) Mindestens eines der beiden äußeren Zeichen ist ein Buchstabe. d) Mindestens drei Zeichen sind Buchstaben.
4140668
Alle Ergebnisse des Zufallsexperiments sind gleich wahrscheinlich. Gegeben ist die Ergebnismenge \(\Omega = \{11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20\}\). 1. Gib das Ereignis \(E\): „Die Zahl ist eine Primzahl“ und sein Gegenereignis \(\bar{E}\) in Mengenschreibweise an. 2. Das Ereignis \(F\) enthält alle Zahlen aus \(\Omega\), deren Quersumme durch 3 teilbar ist. Bestimme \(F\) und \(\bar{F}\). 3. Vergleiche die Anzahl der Elemente von \(E\) und \(F\). Welches der beiden Ereignisse ist wahrscheinlicher? Begründe kurz.

Denkanstöße

- Gehe die Zahlen nacheinander durch und prüfe die Bedingungen für Primzahlen und Quersummen. - Wie hängen die Anzahl der Elemente in einer Menge und die Wahrscheinlichkeit zusammen? - Was musst du tun, um alle Elemente zu finden, die NICHT in einer Menge sind?

Lösung

1. Identifikation der Primzahlen in \(\Omega\): \(E = \{11, 13, 17, 19\}\) 2. Bestimmung des Gegenereignisses durch Komplementbildung: \(\bar{E} = \{12, 14, 15, 16, 18, 20\}\) 3. Prüfung der Quersummen (1+1=2, 1+2=3, ...): Durch 3 teilbare Quersummen haben 12, 15 und 18. Somit \(F = \{12, 15, 18\}\) 4. Bestimmung des Gegenereignisses: \(\bar{F} = \{11, 13, 14, 16, 17, 19, 20\}\) 5. Vergleich der Mächtigkeiten: \(|E| = 4\) und \(|F| = 3\). Da \(|E| > |F|\), ist das Ereignis \(E\) wahrscheinlicher, da bei einer Laplace-Wahrscheinlichkeit mehr günstige Ergebnisse vorliegen.

Antwort

1. \(E = \{11, 13, 17, 19\}\), \(\bar{E} = \{12, 14, 15, 16, 18, 20\}\) 2. \(F = \{12, 15, 18\}\), \(\bar{F} = \{11, 13, 14, 16, 17, 19, 20\}\) 3. \(E\) ist wahrscheinlicher, da es mit 4 Elementen mehr Ergebnisse umfasst als \(F\) mit 3 Elementen.
4140678
Für jede der drei Stellen wird unabhängig und mit gleicher Wahrscheinlichkeit die Ziffer 1 oder 2 gewählt. Die so gebildeten dreistelligen Zahlen bilden die Ergebnismenge \(\Omega\). 1. Liste alle Elemente von \(\Omega\) auf. 2. Das Ereignis \(G\) lautet: „Die Zahl enthält mindestens zweimal die Ziffer 1“. Bestimme die Menge \(G\). 3. Formuliere das Gegenereignis \(\bar{G}\) in Worten und gib die zugehörige Menge an. 4. Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(G)\) und \(P(\bar{G})\) und zeige, dass ihre Summe 1 ergibt.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es für jede Stelle der Zahl? Erstelle am besten einen Baum oder eine Liste. - Was ist das logische Gegenteil von „mindestens zwei“? - Denke daran, dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten von Ereignis und Gegenereignis immer feststeht.

Lösung

1. Systematische Auflistung aller Kombinationen von 1 und 2: \(\Omega = \{111, 112, 121, 122, 211, 212, 221, 222\}\). Die Gesamtanzahl ist \(|\Omega| = 8\). 2. Identifikation der Zahlen mit zwei oder drei Einsen: \(G = \{111, 112, 121, 211\}\) 3. Formulierung des Gegenereignisses: \(\bar{G}\) bedeutet „weniger als zweimal die Ziffer 1“ oder „höchstens einmal die Ziffer 1“. Die Menge ist \(\bar{G} = \{122, 212, 221, 222\}\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: \(P(G) = \frac{4}{8} = 0{,}5\) und \(P(\bar{G}) = \frac{4}{8} = 0{,}5\). 5. Nachweis der Summe: \(P(G) + P(\bar{G}) = 0{,}5 + 0{,}5 = 1\).

Antwort

1. \(\Omega = \{111, 112, 121, 122, 211, 212, 221, 222\}\) 2. \(G = \{111, 112, 121, 211\}\) 3. \(\bar{G}\): „Die Zahl enthält höchstens einmal die Ziffer 1“. \(\bar{G} = \{122, 212, 221, 222\}\) 4. \(P(G) = 0{,}5\); \(P(\bar{G}) = 0{,}5\); Summe: \(0{,}5 + 0{,}5 = 1\)
4152978
Das abgebildete Glücksrad wird einmal gedreht. Tim und Sarah spielen ein Spiel: Tim gewinnt, wenn der Zeiger auf einer Primzahl stehen bleibt. Sarah gewinnt, wenn der Zeiger auf einer Zahl größer als \(4\) stehen bleibt. a) Begründe rechnerisch, ob das Spiel fair ist, also ob beide die gleiche Gewinnchance haben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Dreh beide gleichzeitig gewinnen.
Abbildung zur Aufgabe 415297

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt aus dem Glücksrad ab und bestimme getrennt die Gewinnmenge von Tim und Sarah. - „Fair“ bedeutet hier, dass beide Gewinnereignisse gleich wahrscheinlich sind. - Für b) suchst du die Zahlen, die beide Gewinnbedingungen gleichzeitig erfüllen.

Lösung

1. Das Glücksrad hat \(8\) gleich große Felder mit den Zahlen \(1\) bis \(8\). 2. Für Tim sind die Primzahlen \(\{2,3,5,7\}\) günstig. Daher gilt \(P(\text{Tim})=\frac48=\frac12=50\,\%\). 3. Für Sarah sind \(\{5,6,7,8\}\) günstig. Daher gilt \(P(\text{Sarah})=\frac48=\frac12=50\,\%\). Das Spiel ist bezüglich der Gewinnchancen fair. 4. Beide gewinnen gleichzeitig bei den Zahlen \(5\) und \(7\). Somit gilt \(P(\text{beide})=\frac28=\frac14=25\,\%\).

Antwort

a) Ja. Beide haben die Gewinnwahrscheinlichkeit \(50\,\%\). b) \(\frac14=25\,\%\)
4321658
Ein Glücksrad besitzt \(12\) gleich große Sektoren, die mit den Zahlen von \(1\) bis \(12\) durchnummeriert und farbig gestaltet sind (siehe Abbildung). Das Rad wird einmal gedreht. Wir betrachten das Ereignis \(A\): „Die gedrehte Zahl ist eine Primzahl oder der Sektor ist blau.“ a) Bestimme die Ergebnismenge des Ereignisses \(A\). b) Beschreibe das Gegenereignis \(\bar{A}\) in Worten und bestimme seine Wahrscheinlichkeit \(P(\bar{A})\).
Abbildung zur Aufgabe 432165

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Primzahlen im dargestellten Zahlenbereich. - Nimm anschließend alle Ergebnisse hinzu, deren Sektor als blau gekennzeichnet ist. - Für das Gegenereignis müssen beide Bedingungen des ODER-Ereignisses gleichzeitig verneint sein. - Zähle am Ende die Ergebnisse des Gegenereignisses unter allen gleich großen Sektoren.

Lösung

1. Die Primzahlen von \(1\) bis \(12\) sind \(2,3,5,7,11\). Die blauen Sektoren tragen die Zahlen \(9,10,11,12\). 2. Für „Primzahl oder blau“ ergibt sich \(A=\{2,3,5,7,9,10,11,12\}\). 3. Das Gegenereignis lautet: „Die gedrehte Zahl ist keine Primzahl und der Sektor ist nicht blau.“ Damit ist \(\bar{A}=\{1,4,6,8\}\). 4. Alle \(12\) Sektoren sind gleich groß. Daher gilt \(P(\bar{A})=\frac{4}{12}=\frac{1}{3}\approx33{,}3\,\%\).

Antwort

a) \(A=\{2,3,5,7,9,10,11,12\}\) b) „Die gedrehte Zahl ist keine Primzahl und der Sektor ist nicht blau.“ \(P(\bar{A})=\frac{1}{3}\approx33{,}3\,\%\).
43594910
Das abgebildete Glücksrad hat \(10\) gleich große farbige Felder. Das Rad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Bei den beiden Drehungen erscheinen zwei verschiedene Farben.“ Gehe dabei über das Gegenereignis vor: 1. Beschreibe das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten. 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(\bar E)\). 3. Ermittle daraus die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\).
Abbildung zur Aufgabe 435949

Denkanstöße

- Überlege, was passieren muss, damit die beiden Farben nicht verschieden sind. - Bestimme die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe bei einer einzelnen Drehung aus der Abbildung. - Welche gleichfarbigen Pfade gehören zum Gegenereignis? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „zwei verschiedene Farben“ lautet „zweimal dieselbe Farbe“. Dazu gehören die Pfade Orange-Orange, Blau-Blau und Gelb-Gelb. 2. Aus der Abbildung folgt \(P(\text{Orange})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{Blau})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{10}=0{,}2\). Mit Produktregel und Summenregel erhält man \(P(\bar E)=0{,}5\cdot0{,}5+0{,}3\cdot0{,}3+0{,}2\cdot0{,}2=0{,}38\). 3. Über das Gegenereignis folgt \(P(E)=1-P(\bar E)=1-0{,}38=0{,}62=62\,\%\).

Antwort

1. \(\bar E\): „Bei beiden Drehungen erscheint dieselbe Farbe.“ 2. \(P(\bar E)=0{,}38\) 3. \(P(E)=0{,}62=62\,\%\)

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