Aimathic
Login | English | Deutsch

Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Laplace-Experimente

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

4135618
Untersuche die folgenden Zufallsexperimente. Entscheide jeweils, ob die Laplace-Annahme gerechtfertigt ist, und begründe deine Antwort kurz. a) Werfen einer Reißzwecke. b) Ziehen einer Karte aus einem gut durchmischten Kartenspiel mit 32 Karten. c) Werfen eines herkömmlichen Spielwürfels, bei dem alle Kanten gleichmäßig leicht abgerundet sind. d) Drehen eines Glücksrads, das in vier gleich große Viertel (rot, gelb, grün, blau) unterteilt ist.

Denkanstöße

- Was ist die wichtigste Voraussetzung für ein Laplace-Experiment? - Überlege, ob die beteiligten Objekte vollkommen symmetrisch sind. - Hat jedes mögliche Ergebnis physikalisch gesehen die exakt gleiche Chance? - Könnte die Form eines Objekts ein bestimmtes Ergebnis bevorzugen?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Keine Laplace-Annahme. Aufgrund der asymmetrischen Form (Kopf und Spitze) sind die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Lagen physikalisch nicht gleich groß. 2. Teilaufgabe b): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Jede Karte ist identisch geformt und die Chance, eine bestimmte Karte zu ziehen, ist bei guter Durchmischung für alle 32 Karten gleich \(P = \frac{1}{32}\). 3. Teilaufgabe c): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Ein herkömmlicher Spielwürfel ist hochgradig symmetrisch konstruiert. Die Rundungen betreffen alle Kanten gleichmäßig, sodass für jede Augenzahl näherungsweise \(P = \frac{1}{6}\) angenommen werden kann. 4. Teilaufgabe d): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Da alle Sektoren den gleichen Mittelpunktswinkel von \(90^\circ\) haben, ist die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe gleich \(P = \frac{1}{4}\).

Antwort

a) Nein, wegen mangelnder Symmetrie. b) Ja, da alle Karten die gleiche Ziehchance haben. c) Ja, da der Würfel symmetrisch bleibt. d) Ja, da die Sektoren gleich groß sind.
4135748
In einer Schachtel liegen 12 Pralinen: 7 mit Vollmilchschokolade, 4 mit Zartbitterschokolade und eine mit weißer Schokolade. Eine Praline wird blind entnommen. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die Ergebnisse in der Ergebnismenge \(\Omega = \{\text{Vollmilch, Zartbitter, weiß}\}\). b) Begründe unter Verwendung deiner Ergebnisse aus Teilaufgabe a), warum die Entnahme bezüglich dieser Ergebnismenge kein Laplace-Experiment darstellt.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, wenn man die Anzahl der günstigen und die Anzahl der möglichen Fälle kennt? - Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten der drei Pralinensorten. - Was müsste gelten, damit man von einem Laplace-Experiment spricht?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Pralinen: \(7 + 4 + 1 = 12\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{Vollmilch}) = \frac{7}{12} \approx 0{,}583\), \(P(\text{Zartbitter}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\) und \(P(\text{weiß}) = \frac{1}{12} \approx 0{,}083\). 3. Vergleich der Wahrscheinlichkeiten: Die berechneten Werte \(\frac{7}{12}\), \(\frac{4}{12}\) und \(\frac{1}{12}\) sind alle voneinander verschieden. 4. Schlussfolgerung: Da für ein Laplace-Experiment alle Ergebnisse in \(\Omega\) die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzen müssten (\(P = \frac{1}{3}\)), ist die Laplace-Annahme hier widerlegt.

Antwort

a) \(P(\text{Vollmilch}) = \frac{7}{12}\), \(P(\text{Zartbitter}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\), \(P(\text{weiß}) = \frac{1}{12}\). b) Es handelt sich nicht um ein Laplace-Experiment, da die Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse unterschiedlich sind (\(\frac{7}{12} \neq \frac{4}{12} \neq \frac{1}{12}\)).
4136548
In einer Urne befinden sich 20 Kugeln, die sich nur in ihrer Farbe unterscheiden. Untersuche für die folgenden Fälle, ob es sich um ein Laplace-Experiment handelt, wenn man eine Kugel zieht und deren Farbe betrachtet. Gib jeweils die Ergebnismenge \(\Omega\) an. a) Es befinden sich jeweils 10 rote und 10 blaue Kugeln in der Urne. b) Es befinden sich 5 rote, 5 blaue, 5 grüne und 5 gelbe Kugeln in der Urne. c) Es befinden sich 2 rote, 8 blaue und 10 grüne Kugeln in der Urne.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche verschiedenen Ergebnisse überhaupt möglich sind. - Berechne für jedes mögliche Ergebnis die Wahrscheinlichkeit. - Vergleiche die berechneten Wahrscheinlichkeiten miteinander. - Was muss für die Wahrscheinlichkeiten gelten, damit man von einem Laplace-Experiment spricht?

Lösung

1. Ein Experiment ist ein Laplace-Experiment, wenn alle Ergebnisse in \(\Omega\) die gleiche Wahrscheinlichkeit haben. 2. Fall a): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\) und \(P(\text{blau}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\). Da die Wahrscheinlichkeiten gleich sind, ist es ein Laplace-Experiment. 3. Fall b): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}, \text{gelb}\}\). Jede Farbe hat eine Wahrscheinlichkeit von \(P = \frac{5}{20} = 0{,}25\). Da alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich sind, ist es ein Laplace-Experiment. 4. Fall c): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}\}\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{2}{20} = 0{,}1\), \(P(\text{blau}) = \frac{8}{20} = 0{,}4\) und \(P(\text{grün}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\). Da die Wahrscheinlichkeiten verschieden sind, ist es kein Laplace-Experiment.

Antwort

a) Ja, es ist ein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\). b) Ja, es ist ein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}, \text{gelb}\}\). c) Nein, es ist kein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}\}\).
4375138
Das abgebildete Glücksrad hat \(6\) gleich große Sektoren. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der Zeiger nicht auf einem mit G markierten Sektor stehen bleibt.
Abbildung zur Aufgabe 437513

Denkanstöße

- Zähle zunächst alle gleich großen Sektoren. - Zähle dann die Sektoren, die nicht mit G gekennzeichnet sind. - Vergleiche günstige und mögliche Sektoren.

Lösung

1. Das Rad hat \(6\) gleich große Sektoren. Davon tragen \(3\) die Kennzeichnung G. 2. Die übrigen \(3\) Sektoren gehören zum Ereignis „nicht G“. 3. Daher ist \(P(\text{nicht G})=\frac{3}{6}=\frac{1}{2}=50\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4100958
Tom würfelt dreimal mit einem gewöhnlichen fairen sechsseitigen Würfel. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur beim ersten und beim zweiten Wurf eine \(6\) fällt. Begründe mit einem Laplace-Modell, indem du die gleich wahrscheinlichen geordneten Würfeltripel zählst.

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Ergebnisse sind bei drei Würfen insgesamt möglich? - Welche Werte darf nur der dritte Wurf annehmen, wenn die ersten beiden Würfe jeweils \(6\) zeigen sollen? - Teile die Zahl der günstigen gleich wahrscheinlichen Tripel durch die Gesamtzahl der Tripel.

Lösung

1. Bei drei Würfen gibt es \(6^3=216\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfeltripel. 2. Günstig sind genau die fünf Tripel \((6,6,1)\), \((6,6,2)\), \((6,6,3)\), \((6,6,4)\) und \((6,6,5)\). 3. Daher gilt \(P=\frac{5}{216}\).

Antwort

\(\frac{5}{216}\)
4135628
In einer Lostrommel befinden sich 12 rote, 8 blaue und 4 grüne Kugeln. a) Begründe, warum das Ziehen einer Kugel (bezogen auf die Farbe) unter den gegebenen Bedingungen kein Laplace-Experiment ist. b) Wie viele Kugeln welcher Farbe müssen mindestens hinzugefügt werden, damit das Ziehen einer Farbe zu einem Laplace-Experiment wird? c) Berechne im neuen Laplace-Experiment die Wahrscheinlichkeit für jede der drei Farben.

Denkanstöße

- Vergleiche die Anzahl der Kugeln jeder Farbe. Was müsste gelten, damit jede Farbe die gleiche Chance hat? - Orientier dich an der Farbe, die am häufigsten vorkommt. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, wenn alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind?

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl und Wahrscheinlichkeiten: Gesamtzahl \(n = 12 + 8 + 4 = 24\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{12}{24} = 0{,}5\), \(P(\text{blau}) = \frac{8}{24} \approx 0{,}33\) und \(P(\text{grün}) = \frac{4}{24} \approx 0{,}17\). Da die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlich sind, ist es kein Laplace-Experiment bezüglich der Farben. 2. Anpassung für Laplace-Bedingung: Alle Farben müssen die gleiche Anzahl an Kugeln haben. Die höchste Anzahl ist 12 (rot). 3. Berechnung der hinzuzufügenden Kugeln: Für Blau müssen \(12 - 8 = 4\) Kugeln hinzugefügt werden. Für Grün müssen \(12 - 4 = 8\) Kugeln hinzugefügt werden. 4. Neue Wahrscheinlichkeit: Die neue Gesamtzahl ist \(12 + 12 + 12 = 36\). Da es drei gleich wahrscheinliche Farben gibt, gilt für jede Farbe \(P = \frac{12}{36} = \frac{1}{3}\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeiten der Farben sind unterschiedlich (\(\frac{12}{24}\), \(\frac{8}{24}\), \(\frac{4}{24}\)). b) Es müssen 4 blaue und 8 grüne Kugeln hinzugefügt werden. c) Für jede der drei Farben beträgt die Wahrscheinlichkeit \(P = \frac{1}{3}\).
4135738
Das abgebildete Glücksrad wird einmal gedreht. a) Warum ist die Annahme eines Laplace-Experiments nicht gerechtfertigt, wenn die Ergebnismenge \(\Omega=\{\text{blau},\text{rot},\text{gelb}\}\) gewählt wird? b) Gib eine Ergebnismenge \(\Omega'\) an, für die die Laplace-Annahme gerechtfertigt ist.
Abbildung zur Aufgabe 413573

Denkanstöße

- Zähle in der Abbildung, wie viele gleich große Felder zu jeder Farbe gehören. - Prüfe, ob die drei Farbergebnisse dadurch dieselbe Wahrscheinlichkeit haben. - Überlege für b), welche feinere Beschreibung jedes gleich große Feld als eigenes Ergebnis auffassen könnte.

Lösung

1. Das Glücksrad besitzt \(10\) gleich große Felder. Davon sind \(5\) blau, \(3\) rot und \(2\) gelb. 2. Daher gilt \(P(\text{blau})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{rot})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{gelb})=\frac{2}{10}=0{,}2\). Die drei Farbergebnisse sind also nicht gleich wahrscheinlich. 3. Für eine Laplace-Ergebnismenge können die zehn einzelnen Felder unterschieden werden, zum Beispiel durch Nummerierung: \(\Omega'=\{1,2,3,4,5,6,7,8,9,10\}\). Jedes dieser Ergebnisse hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{10}\).

Antwort

a) Die drei Farbergebnisse sind nicht gleich wahrscheinlich: \(P(\text{blau})=0{,}5\), \(P(\text{rot})=0{,}3\), \(P(\text{gelb})=0{,}2\). b) Zum Beispiel \(\Omega'=\{1,2,3,4,5,6,7,8,9,10\}\), wenn die einzelnen gleich großen Felder unterschieden werden.
4135768
Untersuche die folgenden drei Zufallsexperimente. Gib jeweils die Ergebnismenge \(\Omega\) an und entscheide mit Begründung, ob es sich um ein Laplace-Experiment handelt. a) Werfen einer fairen Münze (Kopf oder Zahl). b) Ziehen einer Kugel aus einer Urne, in der sich \(4\) rote und \(6\) blaue Kugeln befinden. Das Ergebnis ist die Farbe der Kugel. c) Drehen eines Glücksrads, das in \(8\) exakt gleich große Sektoren unterteilt ist, die von \(1\) bis \(8\) durchnummeriert sind.

Denkanstöße

- Prüfe in jedem Fall, welche Ergebnisse in der gewählten Ergebnismenge unterschieden werden. - Für ein Laplace-Experiment müssen diese Ergebnisse gleich wahrscheinlich sein. - Begründe die Gleichheit oder Ungleichheit aus der Fairness, den Anzahlen beziehungsweise den gleich großen Sektoren.

Lösung

1. Münze: Die Ergebnismenge ist \(\Omega=\{\text{Kopf},\text{Zahl}\}\). Da die Münze fair ist, sind beide Ergebnisse gleich wahrscheinlich mit \(P=0{,}5\); es liegt ein Laplace-Experiment vor. 2. Urne: Die Ergebnismenge ist \(\Omega=\{\text{rot},\text{blau}\}\). Es ist kein Laplace-Experiment, da \(P(\text{rot})=\frac{4}{10}=0{,}4\) und \(P(\text{blau})=\frac{6}{10}=0{,}6\) verschieden sind. 3. Glücksrad: Die Ergebnismenge ist \(\Omega=\{1,2,3,4,5,6,7,8\}\). Da alle Sektoren gleich groß sind, hat jedes Ergebnis die Wahrscheinlichkeit \(\frac18\); es handelt sich um ein Laplace-Experiment.

Antwort

a) \(\Omega=\{\text{Kopf},\text{Zahl}\}\); Laplace-Experiment. b) \(\Omega=\{\text{rot},\text{blau}\}\); kein Laplace-Experiment, da \(0{,}4\neq0{,}6\). c) \(\Omega=\{1,2,3,4,5,6,7,8\}\); Laplace-Experiment.
4135798
In einer Umfrage unter \(200\) Jugendlichen wurden die Lieblingshobbys abgefragt: Sport (\(80\)), Musik (\(50\)), Gaming (\(40\)) und Lesen (\(30\)). Lukas behauptet: „Wenn ich zufällig eine Person aus dieser Gruppe auswähle, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Lesen als Hobby hat, genau \(25\,\%\), da es \(4\) verschiedene Hobbys zur Auswahl gibt.“ a) Begründe, warum Lukas' Aussage falsch ist. b) Berechne die tatsächliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person das Hobby Lesen hat. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden auszuwählen, dessen Hobby Sport oder Musik ist?

Denkanstöße

- Worauf bezieht sich die Wahrscheinlichkeit bei einer Umfrage – auf die Anzahl der Antwortmöglichkeiten oder auf die Anzahl der Personen? - Wie berechnet man allgemein die Wahrscheinlichkeit in einem Laplace-Experiment? - Was bedeutet das Wort „oder“ für die Anzahl der günstigen Ergebnisse?

Lösung

1. Begründung der Unrichtigkeit: Lukas geht fälschlicherweise davon aus, dass alle Hobbys gleich häufig vorkommen (Laplace-Annahme auf Ebene der Kategorien). Die Wahrscheinlichkeit hängt jedoch von der Anzahl der Personen pro Kategorie ab, und diese sind nicht gleich verteilt. 2. Berechnung für Lesen: Die Anzahl der günstigen Ergebnisse ist \(30\), die Gesamtzahl der Personen ist \(200\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{Lesen}) = \frac{30}{200} = 0{,}15\) bzw. \(15\,\%\). 3. Kombination Sport oder Musik: Die Anzahl der günstigen Ergebnisse ist die Summe der Personen in beiden Gruppen: \(80 + 50 = 130\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{Sport oder Musik}) = \frac{130}{200} = 0{,}65\) bzw. \(65\,\%\).

Antwort

a) Die Aussage ist falsch, da die Hobbys nicht gleich häufig gewählt wurden. Die Wahrscheinlichkeit hängt von der Anzahl der Personen ab, nicht von der Anzahl der Kategorien. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(15\,\%\) (oder \(0{,}15\)). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(65\,\%\) (oder \(0{,}65\)).
4135988
Bei einer Tombola werden Lose mit dreistelligen Nummern von 000 bis 999 verkauft. Jede Nummer existiert genau einmal. a) Wie viele verschiedene Losnummern gibt es insgesamt? b) Ein Teilnehmer behauptet: „Die Chance, die Nummer 000 zu ziehen, ist viel kleiner als die Chance für die Nummer 527, weil die 000 eine ganz besondere Zahl ist.“ Beurteile diese Aussage mathematisch. c) Angenommen, es wurden alle Lose verkauft. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gezogene Gewinnzahl auf der Ziffer 7 endet?

Denkanstöße

- Zähle nach, wie viele Zahlen zwischen 000 und 999 liegen (vergiss die 000 nicht). - Sind bei einer zufälligen Ziehung bestimmte Muster wahrscheinlicher als andere? - Wie viele Möglichkeiten gibt es für die letzte Ziffer, wenn sie \(7\) sein muss? Wie viele Möglichkeiten bleiben für die ersten beiden Stellen?

Lösung

1. Bestimmung der Ergebnismenge: Die Nummern von 000 bis 999 umfassen genau \(1000\) verschiedene Möglichkeiten. 2. Beurteilung der Aussage: Es handelt sich um ein Laplace-Experiment. Jede Losnummer hat die gleiche Wahrscheinlichkeit von \(P = \frac{1}{1000}\). Die „Besonderheit“ einer Ziffernfolge beeinflusst die Wahrscheinlichkeit nicht. 3. Günstige Ergebnisse für Endziffer 7 bestimmen: Die Nummern sind 007, 017, 027, ..., 997. Da es 100 Zehnerblöcke gibt (00x bis 99x) und in jedem Block genau eine Zahl auf 7 endet, gibt es \(100\) günstige Ergebnisse. Alternativ: Die letzte Stelle muss eine 7 sein (1 Möglichkeit), während die ersten beiden Stellen beliebig (je 10 Möglichkeiten) sind: \(10 \cdot 10 \cdot 1 = 100\). 4. Wahrscheinlichkeit berechnen: \(P = \frac{100}{1000} = \frac{1}{10} = 0{,}1 = 10\,\%\).

Antwort

a) Es gibt \(1000\) verschiedene Losnummern. b) Die Aussage ist falsch. Jede Nummer ist gleich wahrscheinlich (\(P = \frac{1}{1000}\)), da es sich um ein Laplace-Experiment handelt. c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{10}\) (oder \(10\,\%\)).
4151718
Zwei verschiedene Glücksspiele stehen zur Auswahl. Spiel A: Ein fairer sechsseitiger Würfel wird dreimal geworfen. Man gewinnt nur mit der Folge \((6,6,6)\). Spiel B: Aus einem gut gemischten Kartenspiel mit \(32\) unterscheidbaren Karten, darunter genau ein Herz-Ass, werden nacheinander zwei Karten mit Zurücklegen gezogen. Man gewinnt nur, wenn beide Male das Herz-Ass gezogen wird. Bestimme die Gewinnwahrscheinlichkeit beider Spiele mithilfe gleich wahrscheinlicher geordneter Ergebnisse und entscheide, bei welchem Spiel die Gewinnchance größer ist.

Denkanstöße

- Bestimme für jedes Spiel zuerst die Anzahl aller gleich wahrscheinlichen geordneten Ergebnisse. - Wie viele dieser Ergebnisse erfüllen jeweils genau die Gewinnbedingung? - Vergleiche die beiden entstandenen Brüche.

Lösung

1. Bei Spiel A gibt es \(6^3=216\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfeltripel. Nur \((6,6,6)\) ist günstig. Daher gilt \(P(A)=\frac{1}{216}\approx0{,}00463\). 2. Bei Spiel B gibt es wegen des Zurücklegens \(32^2=1024\) gleich wahrscheinliche geordnete Kartenpaare. Nur das Paar Herz-Ass–Herz-Ass ist günstig. Daher gilt \(P(B)=\frac{1}{1024}\approx0{,}00098\). 3. Wegen \(\frac{1}{216}>\frac{1}{1024}\) ist die Gewinnchance bei Spiel A größer.

Antwort

Spiel A: \(\frac{1}{216}\approx0{,}46\,\%\) Spiel B: \(\frac{1}{1024}\approx0{,}10\,\%\) Die Gewinnchance ist bei Spiel A größer.
4151758
Ein Zahlenschloss besitzt vier Ringe. Auf jedem Ring stehen die Ziffern \(0\) bis \(9\). Bei einem zufälligen Versuch wird jede der \(10^4\) vierstelligen Einstellungen gleich wahrscheinlich gewählt. Genau eine Einstellung öffnet das Schloss. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss beim ersten zufälligen Versuch geöffnet wird.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche vierstellige Einstellungen gibt es insgesamt? - Wie viele davon öffnen das Schloss? - Setze günstige und mögliche Ergebnisse ins Verhältnis.

Lösung

1. Es gibt \(10^4=10\,000\) gleich wahrscheinliche vierstellige Einstellungen. 2. Genau eine dieser Einstellungen ist günstig. 3. Nach dem Laplace-Modell gilt daher \(P=\frac{1}{10000}=0{,}0001=0{,}01\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{10000}=0{,}0001=0{,}01\,\%\)
4268468
Ein elektronisches Zahlenschloss wird mit einem vierstelligen Code bedient. Für jede Stelle kann eine Ziffer von \(1\) bis \(6\) gewählt werden. a) Ermittle die Anzahl aller möglichen Codes. b) Wie viele Codes bestehen aus vier paarweise verschiedenen Ziffern? c) Für jede Stelle wird unabhängig und gleich wahrscheinlich eine Ziffer von \(1\) bis \(6\) gewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle vier Stellen dieselbe Ziffer zeigen.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es unabhängig voneinander an jeder der vier Stellen? - Wie verändert sich die Auswahl, wenn bereits verwendete Ziffern nicht noch einmal vorkommen dürfen? - Welche wenigen Codes erfüllen bei c) die Bedingung „alle vier Stellen gleich“?

Lösung

1. Für jede der vier Stellen gibt es \(6\) Möglichkeiten. Daher gibt es insgesamt \(6^4=1296\) Codes. 2. Für vier verschiedene Ziffern stehen nacheinander \(6\), \(5\), \(4\) und \(3\) Möglichkeiten zur Verfügung. Damit gibt es \(6\cdot5\cdot4\cdot3=360\) solche Codes. 3. Für c) sind genau die sechs Codes \(1111\), \(2222\), \(3333\), \(4444\), \(5555\) und \(6666\) günstig. 4. Bei \(1296\) gleich wahrscheinlichen Codes gilt daher \(P=\frac{6}{1296}=\frac{1}{216}\approx0{,}00463\).

Antwort

a) \(1296\) b) \(360\) c) \(\frac{1}{216}\approx0{,}00463\)
4320048
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Berechne jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz: a) \(E_1\): zweimal Grün. b) \(E_2\): zweimal dieselbe Farbe.
Abbildung zur Aufgabe 432004

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen bei zwei Drehungen? - Zähle aus der Abbildung die Sektoren jeder Farbe. - Für b) kannst du die günstigen Paare für jede Farbe getrennt zählen und anschließend addieren.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Grün liegt auf \(2\) Sektoren. Für zweimal Grün sind daher \(2\cdot2=4\) Paare günstig. Somit gilt \(P(E_1)=\frac{4}{64}=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\). 3. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(3^2\) rote, \(3^2\) blaue und \(2^2\) grüne Sektorenpaare günstig. Insgesamt sind das \(9+9+4=22\) Paare. Daher gilt \(P(E_2)=\frac{22}{64}=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\).

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\)
4320378
In der Abbildung siehst du zwei verschiedene Urnen, die mit farbigen Kugeln gefüllt sind. Bei beiden Urnen wird das folgende Zufallsexperiment durchgeführt: Es wird blind eine Kugel gezogen und ihre Farbe notiert. a) Bei welcher der beiden Urnen handelt es sich bei diesem Experiment (Ergebnis: Farbe der gezogenen Kugel) um ein Laplace-Experiment? Begründe deine Entscheidung. b) Berechne für beide Urnen jeweils die Wahrscheinlichkeit, eine rote Kugel zu ziehen. Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432037

Denkanstöße

- Prüfe für jede Urne, wie viele Kugeln zu jeder möglichen Farbe gehören. - Für ein Laplace-Experiment müssen die Farbergebnisse gleich wahrscheinlich sein. - Vergleiche für b) jeweils die Zahl der roten Kugeln mit der Gesamtzahl der Kugeln in derselben Urne.

Lösung

1. Bei Urne A sind von insgesamt \(9\) Kugeln jeweils \(3\) blau, \(3\) rot und \(3\) gelb. Damit gilt für jede Farbe \(P=\frac{3}{9}=\frac13\). Die drei Farbergebnisse sind gleich wahrscheinlich; Urne A liefert bezüglich der Farbe ein Laplace-Experiment. 2. Bei Urne B sind von \(9\) Kugeln \(4\) blau, \(2\) rot und \(3\) gelb. Daher gilt \(P(\text{blau})=\frac49\), \(P(\text{rot})=\frac29\) und \(P(\text{gelb})=\frac39=\frac13\). Die Farbergebnisse sind nicht gleich wahrscheinlich; Urne B liefert kein Laplace-Experiment. 3. Für eine rote Kugel gilt bei Urne A \(P(\text{rot})=\frac13\) und bei Urne B \(P(\text{rot})=\frac29\).

Antwort

a) Nur Urne A ist bezüglich der Farbe ein Laplace-Experiment. b) Urne A: \(\frac13\); Urne B: \(\frac29\)
4320888
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Bestimme jeweils als gekürzten Bruch und in Prozent: a) zuerst Grün und danach Gelb, b) mindestens einmal Rot.
Abbildung zur Aufgabe 432088

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Für a) ist die Reihenfolge der beiden Farben fest. - Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(5^2=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für a) stehen beim ersten Dreh \(2\) grüne und beim zweiten \(1\) gelber Sektor zur Verfügung. Daher sind \(2\cdot1=2\) Paare günstig und \(P=\frac{2}{25}=8\,\%\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“. Auf \(3\) der \(5\) Sektoren liegt kein Rot, also sind \(3^2=9\) Paare für das Gegenereignis günstig. Damit gilt \(P=1-\frac{9}{25}=\frac{16}{25}=64\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{2}{25}=8\,\%\) b) \(\frac{16}{25}=64\,\%\)
4321498
Die beiden abgebildeten Glücksräder A und B werden jeweils einmal gedreht. Alle Sektoren eines Rades sind gleich groß. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(5\). b) Die Zahl auf Glücksrad B ist größer als die Zahl auf Glücksrad A. c) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Zahl.
Abbildung zur Aufgabe 432149

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt an beiden Glücksrädern ab und beachte ihre Reihenfolge. - Stelle die Ergebnisse als Paare \((A,B)\) dar. - Zähle für jedes Ereignis systematisch die günstigen Paare.

Lösung

1. Aus den Abbildungen liest man für A drei und für B vier gleich wahrscheinliche Zahlen ab. Damit gibt es \(3\cdot 4=12\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Zu a) sind \((1,4)\), \((2,3)\) und \((3,2)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\). 3. Zu b) sind \((1,2)\), \((1,3)\), \((1,4)\), \((2,3)\), \((2,4)\) und \((3,4)\) günstig. Also gilt \(P=\frac{6}{12}=\frac{1}{2}=50\,\%\). 4. Zu c) sind \((1,1)\), \((2,2)\) und \((3,3)\) günstig. Damit gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{4}=25\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\) c) \(\frac{1}{4}=25\,\%\)
4321528
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Das Ereignis \(E\) lautet: „Es wird genau einmal Gelb gedreht.“ Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Gib die möglichen Farbfolgen von \(E\) an. b) Bestimme \(P(E)\) durch Zählen der günstigen Sektorenfolgen.
Abbildung zur Aufgabe 432152

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen gibt es bei drei Drehungen? - An welcher der drei Positionen kann die einzige gelbe Drehung stehen? - Für jede blaue Position gibt es mehrere mögliche blaue Sektoren.

Lösung

1. Auf dem Rad gibt es \(1\) gelben und \(3\) blaue Sektoren. Insgesamt entstehen \(4^3=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Die gelbe Drehung kann an der ersten, zweiten oder dritten Position stehen. Die möglichen Farbfolgen sind Gelb–Blau–Blau, Blau–Gelb–Blau und Blau–Blau–Gelb. 3. Für jede dieser drei Farbfolgen gibt es für die beiden blauen Positionen jeweils \(3\) mögliche Sektoren. Damit sind \(3\cdot3^2=27\) Sektorenfolgen günstig. 4. Daher gilt \(P(E)=\frac{27}{64}\).

Antwort

a) Gelb–Blau–Blau, Blau–Gelb–Blau, Blau–Blau–Gelb. b) \(P(E)=\frac{27}{64}\)
4359858
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für zweimal Grün. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für mindestens einmal Rot.
Abbildung zur Aufgabe 435985

Denkanstöße

- Bestimme die Gesamtzahl der gleich wahrscheinlichen Sektorenpaare. - Wie viele grüne Sektoren können in jeder Position auftreten? - Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(10^2=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für zweimal Grün sind \(2\cdot2=4\) Paare günstig. Daher gilt \(P=\frac{4}{100}=4\,\%\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“. Auf \(7\) Sektoren liegt kein Rot, also sind \(7^2=49\) Paare für das Gegenereignis günstig. Damit sind \(100-49=51\) Paare günstig und \(P=\frac{51}{100}=51\,\%\).

Antwort

a) \(4\,\%\) b) \(51\,\%\)
4359878
Das abgebildete Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zahlen der beiden Sektoren, auf denen der Zeiger stehen bleibt, werden addiert. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Die Summe der beiden Zahlen beträgt genau \(4\)“. Zähle dazu die gleich wahrscheinlichen geordneten Sektorenpaare.
Abbildung zur Aufgabe 435987

Denkanstöße

- Betrachte die einzelnen Sektoren, nicht nur die verschiedenen aufgedruckten Zahlen. - Welche geordneten Zahlenpaare haben die Summe \(4\)? - Prüfe bei einer mehrfach vorkommenden Zahl, wie viele verschiedene Sektorenpaare zu demselben Zahlenpaar gehören.

Lösung

1. Bei jeder Drehung sind fünf Sektoren gleich wahrscheinlich. Daher gibt es bei zwei Drehungen \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für die Werte \(1+3\) und \(3+1\) gibt es jeweils genau ein günstiges Sektorenpaar. 3. Die Zahl \(2\) steht auf zwei Sektoren. Für \(2+2\) gibt es deshalb \(2\cdot2=4\) günstige Sektorenpaare. 4. Insgesamt sind \(1+1+4=6\) der \(25\) Paare günstig. Somit gilt \(P(E)=\frac{6}{25}=0{,}24=24\,\%\).

Antwort

\(P(E)=\frac{6}{25}=0{,}24=24\,\%\)
4361108
Die Abbildung zeigt den Inhalt einer Urne mit roten und blauen Kugeln. a) Jemand behauptet: „Da es nur zwei Farben gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, eine rote Kugel zu ziehen, genau \(\frac12\).“ Erkläre, warum diese Aussage falsch ist und gib die richtige Wahrscheinlichkeit an. b) Wie müsste man die Anzahl der roten und blauen Kugeln verändern, damit ein Laplace-Experiment bezüglich der Farben vorliegt, wenn die Gesamtzahl von \(6\) Kugeln erhalten bleiben soll?
Abbildung zur Aufgabe 436110

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie oft jede der beiden Farben vorkommt. - Zwei mögliche Farbergebnisse sind nur dann gleich wahrscheinlich, wenn die zugrunde liegenden gleichartigen Kugeln entsprechend verteilt sind. - Überlege für b), wie sechs Kugeln auf zwei Farben verteilt werden müssen, damit beide Anteile gleich groß sind.

Lösung

1. In der Urne befinden sich \(5\) rote und \(1\) blaue Kugel, insgesamt also \(6\) Kugeln. 2. Die beiden Farbergebnisse sind nicht gleich wahrscheinlich. Für Rot gilt \(P(\text{rot})=\frac56\), nicht \(\frac12\). 3. Damit Rot und Blau bei insgesamt \(6\) Kugeln gleich wahrscheinlich sind, müssen beide Farben gleich oft vorkommen. Es müssen also \(3\) rote und \(3\) blaue Kugeln vorhanden sein. 4. Eine mögliche Änderung ist, \(2\) rote Kugeln durch \(2\) blaue Kugeln zu ersetzen.

Antwort

a) Die Aussage ist falsch; \(P(\text{rot})=\frac56\). b) Es müssen \(3\) rote und \(3\) blaue Kugeln vorhanden sein, zum Beispiel durch Ersetzen von \(2\) roten Kugeln durch \(2\) blaue.
4361488
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Die einzelnen Kugeln gelten als gleich wahrscheinliche Elementarergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die Buchstabenfolge „AN“ durch Zählen der gleich wahrscheinlichen geordneten Kugelpaare. b) Bestimme auf dieselbe Weise die Wahrscheinlichkeit dafür, zweimal den Buchstaben „A“ zu ziehen.
Abbildung zur Aufgabe 436148

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Kugelpaare sind wegen des Zurücklegens insgesamt gleich wahrscheinlich? - Zähle in der Abbildung, wie viele A- und N-Kugeln zur Verfügung stehen. - Multipliziere beim Zählen die Anzahl der möglichen Einzelkugeln für die erste und zweite Position.

Lösung

1. Die Urne enthält \(6\) Kugeln. Wegen des Zurücklegens gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugelpaare. 2. Für „AN“ können beim ersten Zug \(3\) A-Kugeln und beim zweiten \(2\) N-Kugeln auftreten. Damit sind \(3\cdot2=6\) Paare günstig und \(P(\text{AN})=\frac{6}{36}=\frac{1}{6}\). 3. Für „AA“ gibt es \(3\cdot3=9\) günstige Paare. Daher gilt \(P(\text{AA})=\frac{9}{36}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(P(\text{AN})=\frac{1}{6}\) b) \(P(\text{AA})=\frac{1}{4}\)
4361498
Aus der abgebildeten Urne wird dreimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Betrachte die einzelnen Kugeln als gleich wahrscheinliche Elementarergebnisse. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei der drei gezogenen Kugeln rot sind.
Abbildung zur Aufgabe 436149

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel entstehen wegen des Zurücklegens? - An welcher der drei Positionen kann die eine blaue Kugel stehen? - Zähle für jede Position die möglichen einzelnen roten beziehungsweise blauen Kugeln.

Lösung

1. Die Urne enthält \(5\) Kugeln. Wegen des Zurücklegens gibt es \(5^3=125\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel. 2. Die eine blaue Position kann auf \(3\) Arten gewählt werden. Für jede rote Position stehen \(2\) einzelne rote Kugeln und für die blaue Position \(3\) einzelne blaue Kugeln zur Verfügung. 3. Damit sind \(3\cdot2^2\cdot3=36\) Tripel günstig. Es gilt \(P=\frac{36}{125}=0{,}288=28{,}8\,\%\).

Antwort

\(\frac{36}{125}=0{,}288=28{,}8\,\%\)
4361508
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe der beiden gezogenen Zahlen größer als \(8\) ist?
Abbildung zur Aufgabe 436150

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt auf den Kugeln der Urne ab. - Behandle die beiden Ziehungen als geordnetes Zahlenpaar. - Liste nur die Paare auf, deren Summe die Grenze \(8\) überschreitet.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man fünf gleich wahrscheinliche Zahlen pro Zug ab. Mit Zurücklegen gibt es daher \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare. 2. Eine Summe größer als \(8\) entsteht bei \((4,5)\), \((5,4)\) und \((5,5)\). 3. Somit gilt \(P=\frac{3}{25}=0{,}12\).

Antwort

\(P=\frac{3}{25}=12\,\%\)
4361608
Aus einer Urne mit acht nummerierten Kugeln (siehe Abbildung) wird zufällig eine Kugel gezogen. Betrachte folgende Ereignisse: - Ereignis \(A\): Die gezogene Zahl ist gerade. - Ereignis \(B\): Die gezogene Kugel ist blau. - Ereignis \(C\): Die gezogene Zahl ist größer als \(5\). Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Ereignisse \(A\), \(B\) und \(C\). Handelt es sich bei dem Ziehen einer Kugel um ein Laplace-Experiment? Begründe deine Antwort.
Abbildung zur Aufgabe 436160

Denkanstöße

- Bestimme für jedes Ereignis zuerst die passenden nummerierten Kugeln. - Für die Wahrscheinlichkeit vergleichst du die Zahl der günstigen Kugeln mit allen acht Kugeln. - Prüfe für die Laplace-Frage, ob die einzelnen nummerierten Kugeln dieselbe Ziehchance haben.

Lösung

1. Die Ergebnismenge ist \(\Omega=\{1,2,3,4,5,6,7,8\}\), also \(|\Omega|=8\). 2. Für \(A=\{2,4,6,8\}\) gilt \(P(A)=\frac48=\frac12=0{,}5\). 3. Die blau markierten Kugeln tragen die Zahlen \(1,2,3,4\). Damit ist \(B=\{1,2,3,4\}\) und \(P(B)=\frac48=\frac12=0{,}5\). 4. Für \(C=\{6,7,8\}\) gilt \(P(C)=\frac38=0{,}375\). 5. Jede der acht gleichartigen Kugeln hat dieselbe Ziehchance. Bezogen auf die einzelnen nummerierten Kugeln liegt daher ein Laplace-Experiment vor.

Antwort

\(P(A)=0{,}5\), \(P(B)=0{,}5\), \(P(C)=0{,}375\). Es ist ein Laplace-Experiment, weil jede der acht nummerierten Kugeln gleich wahrscheinlich gezogen wird.
4374948
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle vollständigen Ergebnisse eines zweistufigen Zufallsversuchs. Alle vollständigen Pfade sind gleich wahrscheinlich. Bestimme mithilfe des Baumdiagramms die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Im ersten Schritt tritt blau auf oder im zweiten Schritt Zahl“.
Abbildung zur Aufgabe 437494

Denkanstöße

- Lies zuerst aus dem Baum ab, wie viele vollständige Pfade es insgesamt gibt. - Markiere alle Pfade, deren erste Stufe blau ist. - Ergänze die noch nicht markierten Pfade, deren zweite Stufe Zahl ist, ohne doppelt zu zählen.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(6\) vollständige Pfade ab: Für jede der drei Möglichkeiten der ersten Stufe gibt es zwei Fortsetzungen. 2. Günstig sind die beiden Pfade, die mit blau beginnen, sowie die beiden weiteren Zahl-Pfade nach rot beziehungsweise grün. Damit sind \(4\) von \(6\) Pfaden günstig. 3. Daher gilt \(P(E)=\frac{4}{6}=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\)
4375118
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle gleich wahrscheinlichen vollständigen Codes eines zweistufigen Zufallsversuchs. Bestimme mithilfe des Baums die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Code nicht mit A beginnt und auf \(2\) endet.
Abbildung zur Aufgabe 437511

Denkanstöße

- Lies jeden vollständigen Weg im Baum als einen Code. - Schließe zuerst die Pfade aus, die mit A beginnen. - Prüfe unter den verbleibenden Pfaden, welche auf \(2\) enden.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(6\) vollständige Codes ab. 2. Die Bedingung „nicht mit A beginnen und auf \(2\) enden“ erfüllen genau B2 und C2. Damit sind \(2\) von \(6\) Pfaden günstig. 3. Daher beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\).

Antwort

\(\frac{1}{3}\)
4375158
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird zweimal geworfen. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens einmal eine \(6\) fällt.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare gibt es insgesamt? - Das Gegenereignis „keine \(6\)“ ist leichter zu zählen. - Ziehe die Zahl der Gegenereignis-Paare von der Gesamtzahl ab.

Lösung

1. Bei zwei Würfen gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare. 2. Für das Gegenereignis „keine \(6\)“ sind \(5^2=25\) Paare günstig. 3. Daher gehören \(36-25=11\) Paare zum Ereignis „mindestens eine \(6\)“ und es gilt \(P=\frac{11}{36}\).

Antwort

\(\frac{11}{36}\)
4375218
Das abgebildete Glücksrad hat die drei beschrifteten Felder A, B und C. Jonas rechnet für „A oder B“ mit \(\frac{2}{3}\). Korrigiere seine Rechnung und erkläre den Fehler.
Abbildung zur Aufgabe 437521

Denkanstöße

- Vergleiche in der Abbildung die Größen der drei Felder, nicht nur ihre Beschriftungen. - Überlege, in wie viele gleich große Flächenstücke sich das Rad gedanklich zerlegen lässt. - Erst auf der Ebene gleich großer Teilflächen darfst du günstige und alle Möglichkeiten zählen.

Lösung

1. Die drei beschrifteten Felder sind nicht gleich groß und daher nicht gleich wahrscheinlich. Man darf deshalb nicht einfach zwei günstige Beschriftungen durch drei Beschriftungen teilen. 2. In der Abbildung sind A und B gleich groß; C nimmt zusammen so viel Fläche ein wie A und B. Damit besteht das Rad aus vier gleich großen Vierteln: A belegt eines, B eines und C zwei. 3. A oder B bedeckt somit \(2\) von \(4\) gleich großen Vierteln. Daher ist \(P(\text{A oder B})=\frac{2}{4}=\frac{1}{2}\), nicht \(\frac{2}{3}\).

Antwort

\(P(\text{A oder B})=\frac{1}{2}\). Jonas zählt die drei Beschriftungen, obwohl die zugehörigen Felder unterschiedlich groß und damit nicht gleich wahrscheinlich sind.
4375348
Ein fairer sechsseitiger Würfel hat \(3\) rote, \(2\) blaue und \(1\) grüne Seite. Er wird zweimal geworfen. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedene Farben erscheinen.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Seitenpaare gibt es bei zwei Würfen? - Das Gegenereignis „zweimal dieselbe Farbe“ ist leichter zu zählen. - Zähle die gleichfarbigen Paare für Rot, Blau und Grün getrennt.

Lösung

1. Bei zwei Würfen gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Seitenpaare. 2. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(3^2=9\) rote, \(2^2=4\) blaue und \(1^2=1\) grüne Seitenpaare günstig. Insgesamt sind das \(14\) Paare. 3. Für zwei verschiedene Farben bleiben \(36-14=22\) günstige Paare. Daher gilt \(P=\frac{22}{36}=\frac{11}{18}\).

Antwort

\(\frac{11}{18}\approx61{,}1\,\%\)
4135638
Ein spezieller Würfel hat die Form eines Quaders mit den Kantenlängen \(a = 3\,\text{cm}\), \(b = 3\,\text{cm}\) und \(c = 6\,\text{cm}\). Die sechs Seitenflächen sind mit den Zahlen 1 bis 6 beschriftet. Die beiden quadratischen Flächen tragen die Zahlen 1 und 6. Die vier rechteckigen Seitenflächen tragen die Zahlen 2, 3, 4 und 5. Jonas behauptet: „Da der Körper 6 Flächen hat, ist die Wahrscheinlichkeit für jede Zahl genau \(\frac{1}{6}\).“ Nimm kritisch Stellung zu dieser Aussage. Nutze geometrische Argumente zur Begründung.

Denkanstöße

- Prüfe, ob alle sechs möglichen Auflageflächen geometrisch gleichartig sind. - Überlege, welche Symmetrieeigenschaft einen gewöhnlichen fairen Würfel auszeichnet und ob sie hier vorliegt. - Unterscheide zwischen einem geometrischen Hinweis auf Ungleichheit und einer exakten Berechnung von Landewahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Die beiden quadratischen Flächen haben den Flächeninhalt \(3\,\text{cm}\cdot3\,\text{cm}=9\,\text{cm}^2\). 2. Die vier rechteckigen Flächen haben den Flächeninhalt \(3\,\text{cm}\cdot6\,\text{cm}=18\,\text{cm}^2\). 3. Der Körper besitzt damit nicht die Symmetrie eines gewöhnlichen Würfels. Seine möglichen Auflageflächen unterscheiden sich in Form und Größe; auch die geometrische Lage des Schwerpunkts relativ zu den verschiedenen Auflageflächen ist nicht gleichartig. 4. Aus der bloßen Zahl von sechs Flächen folgt deshalb nicht \(P(1)=\dots=P(6)=\frac16\). Aus den Flächeninhalten allein lassen sich die tatsächlichen Landewahrscheinlichkeiten allerdings ebenfalls nicht exakt bestimmen. 5. Für exakte Wahrscheinlichkeiten wären ein geeignetes physikalisches Modell oder Versuchsdaten nötig. Die Laplace-Annahme ist für diesen Körper daher nicht begründet.

Antwort

Jonas' Aussage ist nicht begründet. Der Quader hat sechs Flächen, aber nicht die Symmetrie eines fairen Würfels. Deshalb folgt aus der Anzahl der Flächen nicht automatisch eine Wahrscheinlichkeit von \(\frac16\) für jede Zahl. Die tatsächlichen Landewahrscheinlichkeiten müssten experimentell oder mit einem geeigneten physikalischen Modell bestimmt werden.
4135678
In einem Beutel liegen \(30\) äußerlich gleichartige Plättchen. \(12\) tragen ein Apfelsymbol, \(8\) ein Birnensymbol und \(10\) ein Orangensymbol. Die Plättchen werden gut gemischt; jedes einzelne Plättchen wird im Modell als gleich wahrscheinlich angesehen. Ein Plättchen wird blind gezogen. a) Jona schlägt die Ergebnismenge \(\Omega_1=\{\text{Apfel},\text{Birne},\text{Orange}\}\) vor und behauptet, damit liege ein Laplace-Experiment vor. Beurteile die Behauptung. b) Beschreibe eine Ergebnismenge, mit der sich derselbe Versuch als Laplace-Experiment modellieren lässt. c) Berechne mit diesem Modell \(P(\text{Birne})\) und \(P(\text{kein Apfel})\).

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen den drei Symbolarten und den einzelnen Plättchen. - Für ein Laplace-Modell müssen die Ergebnisse der gewählten Ergebnismenge gleich wahrscheinlich sein. - Prüfe bei a), ob die drei Symbolarten von gleich vielen Plättchen getragen werden. - Verwende bei c) die Ergebnismenge aus b), nicht nur die drei Symbolnamen.

Lösung

1. In \(\Omega_1\) sind die drei Ergebnisse nicht gleich wahrscheinlich, weil sie von unterschiedlich vielen einzelnen Plättchen vertreten werden: \(12\), \(8\) und \(10\). Daher ist \(\Omega_1\) keine Laplace-Ergebnismenge. 2. Man kann die \(30\) einzelnen Plättchen als Ergebnisse unterscheiden, zum Beispiel als \(A_1,\ldots,A_{12},B_1,\ldots,B_8,O_1,\ldots,O_{10}\). Nach der Modellannahme sind diese \(30\) Einzelergebnisse gleich wahrscheinlich; damit liegt auf dieser Ergebnismenge ein Laplace-Modell vor. 3. Für Birne sind \(8\) von \(30\) Einzelergebnissen günstig. Daher gilt \(P(\text{Birne})=\frac{8}{30}=\frac{4}{15}\). 4. Für „kein Apfel“ sind die \(8+10=18\) Birnen- und Orangenplättchen günstig. Daher gilt \(P(\text{kein Apfel})=\frac{18}{30}=\frac{3}{5}\).

Antwort

a) Nein. In \(\Omega_1\) sind Apfel, Birne und Orange nicht gleich wahrscheinlich. b) Zum Beispiel die \(30\) einzelnen Plättchen als getrennte Ergebnisse. c) \(P(\text{Birne})=\frac{4}{15}\); \(P(\text{kein Apfel})=\frac{3}{5}\).
4135788
Das abgebildete Glücksrad ist in vier Sektoren \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\) unterteilt. a) Berechne für jeden Sektor die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad bei ihm stehen bleibt. b) Erkläre, warum dieses Zufallsexperiment bezüglich der Ergebnismenge \(\Omega=\{A,B,C,D\}\) kein Laplace-Experiment ist. c) Wie müssten die Winkel verändert werden, damit ein Laplace-Experiment mit der Ergebnismenge \(\Omega=\{A,B,C,D\}\) entsteht? Gib den neuen Winkel für die Sektoren an.
Abbildung zur Aufgabe 413578

Denkanstöße

- Lies die Mittelpunktswinkel direkt aus der Abbildung ab und vergleiche jeden Sektor mit dem Vollkreis. - Prüfe für b), ob alle vier Ergebnisse dieselbe Wahrscheinlichkeit besitzen. - Überlege für c), wie ein Vollkreis auf vier gleich wahrscheinliche Ergebnisse verteilt werden müsste.

Lösung

1. Ein voller Kreis hat \(360^\circ\). Aus den dargestellten Sektorwinkeln folgt \(P(A)=\frac{120}{360}=\frac13\), \(P(B)=\frac{120}{360}=\frac13\), \(P(C)=\frac{60}{360}=\frac16\) und \(P(D)=\frac{60}{360}=\frac16\). 2. Die vier Ergebnisse sind nicht gleich wahrscheinlich. Damit ist die Laplace-Bedingung für \(\Omega=\{A,B,C,D\}\) nicht erfüllt. 3. Für vier gleich wahrscheinliche Ergebnisse muss jeder Sektor ein Viertel des Vollkreises einnehmen. Daher beträgt jeder neue Mittelpunktswinkel \(\frac{360^\circ}{4}=90^\circ\).

Antwort

a) \(P(A)=\frac13\), \(P(B)=\frac13\), \(P(C)=\frac16\), \(P(D)=\frac16\) b) Kein Laplace-Experiment, weil die vier Ergebnisse nicht gleich wahrscheinlich sind. c) Jeder Sektor muss einen Mittelpunktswinkel von \(90^\circ\) haben.
4136558
Zwei faire sechsseitige Spielwürfel werden gleichzeitig geworfen. Wir betrachten zwei verschiedene Arten, das Ergebnis festzuhalten: a) Das Ergebnis ist die Summe der beiden Augenzahlen. Ist dies ein Laplace-Experiment? Begründe durch den Vergleich der Summen \(2\) und \(7\). b) Das Ergebnis ist das geordnete Zahlenpaar \((x;y)\), wobei \(x\) die Zahl des ersten und \(y\) die Zahl des zweiten Würfels ist. Begründe, warum diese Ergebnismenge ein Laplace-Modell bildet, und gib \(|\Omega|\) an.

Denkanstöße

- Liste für die Summen \(2\) und \(7\) die geordneten Würfelpaare auf, die sie erzeugen. - Zähle, wie viele geordnete Paare zweier Würfel insgesamt möglich sind. - Achte darauf, dass in a) Summen die Ergebnisse sind, in b) dagegen die einzelnen geordneten Würfelpaare.

Lösung

1. Die Summe \(2\) entsteht nur beim Paar \((1;1)\). Die Summe \(7\) entsteht bei \((1;6),(2;5),(3;4),(4;3),(5;2),(6;1)\). 2. Unter den \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinlichen geordneten Würfelpaaren hat die Summe \(2\) daher die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{36}\), die Summe \(7\) die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{36}=\frac{1}{6}\). Die Summen sind nicht gleich wahrscheinlich; in a) liegt kein Laplace-Experiment vor. 3. Bei b) werden die \(36\) geordneten Würfelpaare selbst als Ergebnisse betrachtet. Im Modell mit zwei fairen Würfeln sind diese geordneten Paare gleich wahrscheinlich. Daher ist b) ein Laplace-Experiment mit \(|\Omega|=36\).

Antwort

a) Nein. Zum Beispiel gilt \(P(2)=\frac{1}{36}\) und \(P(7)=\frac{1}{6}\). b) Ja. Die \(36\) geordneten Paare sind gleich wahrscheinlich; \(|\Omega|=36\).
4136568
Ein Glücksrad ist in 12 exakt gleich große Felder unterteilt. Die Felder sind mit den Zahlen 1, 2 oder 3 beschriftet. a) Wie viele Felder müssen jeweils mit der 1, der 2 und der 3 beschriftet sein, damit das Drehen des Rades ein Laplace-Experiment bezüglich der Ergebnismenge \(\Omega = \{1, 2, 3\}\) ist? b) Das Rad wird nun so beschriftet: Zwei Felder mit der 1, vier Felder mit der 2 und sechs Felder mit der 3. Berechne für dieses Experiment die Wahrscheinlichkeiten \(P(1)\), \(P(2)\) und \(P(3)\). Ist es ein Laplace-Experiment? c) Jemand behauptet: „Wenn ich das Rad aus Aufgabenteil b) drehe und nur wissen will, ob die Zahl ungerade oder gerade ist, dann ist das ein Laplace-Experiment.“ Prüfe diese Aussage mathematisch.

Denkanstöße

- Wie viele Felder gibt es insgesamt und wie viele davon entfallen auf ein bestimmtes Ergebnis? - Ein Laplace-Experiment erfordert immer die exakt gleiche Wahrscheinlichkeit für alle möglichen Ausgänge. - Fasse bei Teilaufgabe c) die Ergebnisse „1“ und „3“ zu einer Gruppe zusammen.

Lösung

1. Zu a): Damit das Experiment bezüglich \(\Omega = \{1, 2, 3\}\) ein Laplace-Experiment ist, muss jedes Ergebnis die Wahrscheinlichkeit \(P = \frac{1}{3}\) haben. Bei 12 Feldern entspricht das \(\frac{1}{3} \cdot 12 = 4\) Feldern pro Zahl. 2. Zu b): Die Gesamtzahl der Felder ist 12. Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(1) = \frac{2}{12} = \frac{1}{6}\), \(P(2) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\) und \(P(3) = \frac{6}{12} = \frac{1}{2}\). Da die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlich sind (\(\frac{1}{6} \neq \frac{1}{3} \neq \frac{1}{2}\)), ist es kein Laplace-Experiment. 3. Zu c): Die Ergebnismenge ist \(\Omega' = \{\text{gerade}, \text{ungerade}\}\). Gerade Zahlen auf dem Rad sind nur die 2 (4 Felder). Ungerade Zahlen sind die 1 und die 3 (zusammen \(2 + 6 = 8\) Felder). 4. Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{gerade}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\) und \(P(\text{ungerade}) = \frac{8}{12} = \frac{2}{3}\). Da \(\frac{1}{3} \neq \frac{2}{3}\), ist die Aussage falsch; es ist kein Laplace-Experiment.

Antwort

a) Es müssen jeweils genau 4 Felder mit jeder der Zahlen 1, 2 und 3 beschriftet sein. b) \(P(1) = \frac{1}{6}\), \(P(2) = \frac{1}{3}\), \(P(3) = \frac{1}{2}\). Es ist kein Laplace-Experiment. c) Die Aussage ist falsch. Da \(P(\text{gerade}) = \frac{1}{3}\) und \(P(\text{ungerade}) = \frac{2}{3}\) gilt, sind die Wahrscheinlichkeiten nicht gleich.
4136608
Ein Glücksrad ist in \(10\) gleich große Sektoren unterteilt. Davon sind \(7\) Sektoren blau und \(3\) gelb. Das Rad wird zweimal gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für die Farbreihenfolge „blau, blau“. b) Noah behauptet: „Es gibt vier mögliche Farbreihenfolgen: blau-blau, blau-gelb, gelb-blau und gelb-gelb. Also hat jede Wahrscheinlichkeit \(25\,\%\).“ Erkläre den Fehler.

Denkanstöße

- Betrachte nicht nur die vier Farbnamen, sondern die einzelnen gleich großen Sektoren. - Wie viele geordnete Sektorpaare entstehen bei zwei Drehungen insgesamt? - Vergleiche die Zahl der Sektorpaare für blau-blau und gelb-gelb.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(10\cdot10=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorpaare. 2. Für blau-blau kann bei jeder Drehung einer von \(7\) blauen Sektoren getroffen werden. Es gibt \(7\cdot7=49\) günstige Sektorpaare. Daher ist \(P(\text{blau, blau})=\frac{49}{100}=49\,\%\). 3. Die vier Farbreihenfolgen fassen unterschiedlich viele gleich wahrscheinliche Sektorpaare zusammen. Zum Beispiel gibt es für gelb-gelb nur \(3\cdot3=9\) Sektorpaare. Deshalb sind die vier Farbreihenfolgen nicht gleich wahrscheinlich.

Antwort

a) \(49\,\%\) b) Die vier Farbreihenfolgen bestehen aus unterschiedlich vielen gleich wahrscheinlichen Sektorpaaren; daher darf man nicht durch \(4\) teilen.
4151768
In einer Schale liegen \(20\) einzelne Gummibärchen: \(10\) rote, \(6\) gelbe und \(4\) grüne. Es werden dreimal nacheinander Gummibärchen gezogen und jeweils wieder zurückgelegt. Betrachte die einzelnen Gummibärchen als unterscheidbar; dadurch sind alle geordneten Tripel einzelner Gummibärchen gleich wahrscheinlich. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die drei gezogenen Gummibärchen dieselbe Farbe haben.

Denkanstöße

- Zähle die gleich wahrscheinlichen geordneten Tripel einzelner Gummibärchen. - Zähle die günstigen Tripel für Rot, Gelb und Grün getrennt. - Addiere die günstigen Anzahlen, bevor du durch die Gesamtzahl der Ergebnisse teilst.

Lösung

1. Wegen des Zurücklegens gibt es \(20^3=8000\) gleich wahrscheinliche geordnete Tripel einzelner Gummibärchen. 2. Für drei rote Gummibärchen sind \(10^3=1000\) Tripel günstig, für drei gelbe \(6^3=216\) und für drei grüne \(4^3=64\). 3. Insgesamt sind \(1000+216+64=1280\) Tripel günstig. Daher gilt \(P=\frac{1280}{8000}=\frac{4}{25}=0{,}16\).

Antwort

\(\frac{4}{25}=0{,}16=16\,\%\)
4218478
In einer Arbeitsgruppe befinden sich \(6\) Frauen und \(4\) Männer. Für eine Präsentation werden nacheinander drei verschiedene Personen zufällig ausgewählt. Jede geordnete Auswahl von drei verschiedenen Personen ist gleich wahrscheinlich. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Es werden nur Männer ausgewählt. (2) Es werden genau zwei Frauen ausgewählt. (3) Es wird mindestens eine Frau ausgewählt.

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Auswahlen von drei verschiedenen Personen sind insgesamt möglich? - Für genau zwei Frauen kann der Mann an drei verschiedenen Positionen stehen. - Welches Gegenereignis zu (3) wurde bereits in (1) gezählt?

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(10\cdot9\cdot8=720\) gleich wahrscheinliche geordnete Auswahlen. 2. Für (1) sind \(4\cdot3\cdot2=24\) Auswahlen günstig. Daher gilt \(P=\frac{24}{720}=\frac{1}{30}\). 3. Für (2) kann die Position des einen Mannes auf \(3\) Arten gewählt werden. Die beiden Frauen können geordnet auf \(6\cdot5\) Arten und der Mann auf \(4\) Arten gewählt werden. Damit sind \(3\cdot6\cdot5\cdot4=360\) Auswahlen günstig und \(P=\frac{360}{720}=\frac{1}{2}\). 4. Für (3) ist das Gegenereignis „nur Männer“. Daher gilt \(P=1-\frac{1}{30}=\frac{29}{30}\).

Antwort

(1) \(\frac{1}{30}\approx3{,}3\,\%\) (2) \(\frac{1}{2}=50\,\%\) (3) \(\frac{29}{30}\approx96{,}7\,\%\)
4219688
Ein Obstkorb enthält \(15\) einzelne Früchte: \(9\) Äpfel und \(6\) Birnen. Es werden nacheinander drei verschiedene Früchte zufällig entnommen. Jede geordnete Auswahl verschiedener einzelner Früchte ist gleich wahrscheinlich. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die Folge Birne–Apfel–Birne. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Birne entnommen wird. c) Nachdem als erste Frucht ein Apfel entnommen wurde, werden zwei weitere Früchte ausgewählt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch diese beiden Früchte Äpfel sind?

Denkanstöße

- Zähle geordnete Auswahlen einzelner Früchte, nicht nur Farbfolgen. - Für b) ist das Gegenereignis „drei Äpfel“ einfacher zu zählen. - Welche Gesamtzahl und welche Apfelzahl gelten zu Beginn von c)?

Lösung

1. Für drei Ziehungen gibt es \(15\cdot14\cdot13=2730\) gleich wahrscheinliche geordnete Auswahlen. Für Birne–Apfel–Birne sind \(6\cdot9\cdot5=270\) Auswahlen günstig. Daher gilt in a) \(P=\frac{270}{2730}=\frac{9}{91}\). 2. Für b) ist das Gegenereignis „drei Äpfel“. Dafür sind \(9\cdot8\cdot7=504\) Auswahlen günstig. Somit gilt \(P=1-\frac{504}{2730}=\frac{53}{65}\). 3. Nach dem bereits gezogenen Apfel bleiben \(14\) Früchte, darunter \(8\) Äpfel. Für die zwei weiteren Ziehungen gibt es \(14\cdot13=182\) geordnete Auswahlen, davon \(8\cdot7=56\) mit zwei Äpfeln. Daher gilt in c) \(P=\frac{56}{182}=\frac{4}{13}\).

Antwort

a) \(\frac{9}{91}\) b) \(\frac{53}{65}\) c) \(\frac{4}{13}\)
4231238
In einer Schublade liegen \(6\) graue und \(4\) blaue Socken. Die \(10\) einzelnen Socken sind unterscheidbar. Im Dunkeln werden nacheinander zwei Socken ohne Zurücklegen gezogen; jedes geordnete Paar verschiedener Socken ist damit gleich wahrscheinlich. a) Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Paare sind insgesamt möglich? b) Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide Socken dieselbe Farbe haben. c) Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine der beiden Socken blau ist.

Denkanstöße

- Zähle zuerst die geordneten Möglichkeiten für die erste und zweite Socke. - Für „gleiche Farbe“ kannst du die günstigen grauen und blauen Paare getrennt zählen. - Welches Gegenereignis zu „mindestens eine blaue Socke“ hat nur eine Farbart?

Lösung

1. Für die erste Socke gibt es \(10\) und für die zweite noch \(9\) Möglichkeiten. Insgesamt gibt es \(10\cdot9=90\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Für zwei graue Socken gibt es \(6\cdot5=30\) günstige Paare, für zwei blaue \(4\cdot3=12\). Damit sind \(42\) Paare günstig und \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{42}{90}=\frac{7}{15}\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine blaue Socke“ ist „zwei graue Socken“. Dafür sind \(30\) der \(90\) Paare günstig. Somit gilt \(P(\text{mindestens eine blau})=1-\frac{30}{90}=\frac{2}{3}\).

Antwort

a) \(90\) geordnete Paare. b) \(\frac{7}{15}\approx46{,}7\,\%\) c) \(\frac{2}{3}\approx66{,}7\,\%\)
4233718
Ein Glücksrad mit drei gleich großen Sektoren, die mit den Zahlen \(1\), \(2\) und \(3\) beschriftet sind, wird dreimal nacheinander gedreht. a) Gib die Menge aller Ergebnisse als Tripel an, die zu den folgenden Ereignissen gehören: \(A\): „Nur beim ersten Drehen eine \(1\).“ \(B\): „Erst beim dritten Drehen eine \(1\).“ b) Bestimme die Anzahl der Ergebnisse für die Ereignisse: \(C\): „Beim dritten Drehen eine \(1\).“ \(D\): „Beim dritten Drehen keine \(1\).“ c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\).

Denkanstöße

- Welche Bedingungen gelten bei jedem Ereignis für die erste, zweite und dritte Stelle? - Wie viele gleich wahrscheinliche Tripel sind bei drei Drehungen insgesamt möglich? - Welche Ergebnisse erfüllen jeweils die geforderte Bedingung?

Lösung

1. Für \(A\) muss die erste Zahl \(1\) sein, während die zweite und dritte Zahl jeweils \(2\) oder \(3\) sind. Daher gilt \(A=\{(1,2,2),(1,2,3),(1,3,2),(1,3,3)\}\). 2. Für \(B\) dürfen die ersten beiden Zahlen nicht \(1\) sein, die dritte Zahl ist \(1\). Daher gilt \(B=\{(2,2,1),(2,3,1),(3,2,1),(3,3,1)\}\). 3. Für \(C\) ist die dritte Stelle fest, die ersten beiden Stellen haben jeweils drei Möglichkeiten. Es gibt also \(3\cdot3=9\) Ergebnisse. Für \(D\) hat die dritte Stelle zwei Möglichkeiten, also gibt es \(3\cdot3\cdot2=18\) Ergebnisse. 4. Insgesamt gibt es \(3^3=27\) gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Damit gilt \(P(A)=\frac{4}{27}\), \(P(B)=\frac{4}{27}\), \(P(C)=\frac{9}{27}=\frac{1}{3}\) und \(P(D)=\frac{18}{27}=\frac{2}{3}\).

Antwort

a) \(A=\{(1,2,2),(1,2,3),(1,3,2),(1,3,3)\}\); \(B=\{(2,2,1),(2,3,1),(3,2,1),(3,3,1)\}\) b) \(C\): \(9\) Ergebnisse; \(D\): \(18\) Ergebnisse c) \(P(A)=\frac{4}{27}\); \(P(B)=\frac{4}{27}\); \(P(C)=\frac{1}{3}\); \(P(D)=\frac{2}{3}\)
4238038
In einem Beutel liegen fünf einzelne Kugeln: zwei rote und drei blaue. Es wird dreimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Betrachte die fünf einzelnen Kugeln als unterscheidbar; dadurch sind alle geordneten Tripel einzelner Kugeln gleich wahrscheinlich. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass drei rote Kugeln gezogen werden. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei blaue Kugeln gezogen werden. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine rote Kugel gezogen wird.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Tripel einzelner Kugeln entstehen durch das Zurücklegen? - Bei genau zwei blauen Kugeln kann die rote Kugel an drei Positionen stehen. - Für „mindestens eine rote Kugel“ ist das Gegenereignis kürzer zu zählen.

Lösung

1. Wegen des Zurücklegens gibt es insgesamt \(5^3=125\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel. 2. Für a) kann in jeder Position eine von \(2\) roten Kugeln auftreten. Damit sind \(2^3=8\) Tripel günstig und \(P=\frac{8}{125}\). 3. Für b) wird die Position der einen roten Kugel auf \(3\) Arten gewählt. Für die beiden blauen Positionen gibt es jeweils \(3\) Möglichkeiten und für die rote \(2\). Damit sind \(3\cdot3^2\cdot2=54\) Tripel günstig und \(P=\frac{54}{125}\). 4. Für c) ist das Gegenereignis „drei blaue Kugeln“. Dafür gibt es \(3^3=27\) Tripel. Somit gilt \(P=1-\frac{27}{125}=\frac{98}{125}\).

Antwort

a) \(\frac{8}{125}=6{,}4\,\%\) b) \(\frac{54}{125}=43{,}2\,\%\) c) \(\frac{98}{125}=78{,}4\,\%\)
4238048
Eine Urne enthält vier Kugeln, die mit den Zahlen \(1\), \(2\), \(3\) und \(4\) beschriftet sind. Es wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gezogenen Zahlen ist genau \(5\). b) Das Produkt der beiden Zahlen ist eine Quadratzahl. c) Die zuerst gezogene Zahl ist größer als die zweite Zahl.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare sind bei zwei Ziehungen mit Zurücklegen möglich? - Welche Zahlenpaare erfüllen jeweils die Bedingung des Ereignisses? - Arbeite bei jeder Teilaufgabe systematisch, damit kein günstiger Fall fehlt oder doppelt gezählt wird.

Lösung

1. Bei zwei Ziehungen mit Zurücklegen gibt es \(4\cdot4=16\) gleich wahrscheinliche geordnete Ergebnisse. 2. Für a) sind \((1,4)\), \((2,3)\), \((3,2)\) und \((4,1)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{4}{16}=\frac{1}{4}=0{,}25\). 3. Für b) sind \((1,1)\), \((1,4)\), \((2,2)\), \((3,3)\), \((4,1)\) und \((4,4)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=0{,}375\). 4. Für c) sind \((2,1)\), \((3,1)\), \((3,2)\), \((4,1)\), \((4,2)\) und \((4,3)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=0{,}375\).

Antwort

a) \(\frac{1}{4}=0{,}25\) b) \(\frac{3}{8}=0{,}375\) c) \(\frac{3}{8}=0{,}375\)
4268358
Ein Sicherheitssystem generiert Zugangscodes aus fünf Zeichen. Zur Auswahl stehen die zehn Ziffern \(0\) bis \(9\) sowie die acht Buchstaben A bis H. a) Wie viele Codes sind möglich, wenn jedes Zeichen mehrfach verwendet werden darf? b) Wie viele Codes sind möglich, wenn jedes Zeichen höchstens einmal vorkommen darf? c) Für jede Stelle wird unabhängig und gleich wahrscheinlich eines der \(18\) Zeichen gewählt; Zeichen dürfen mehrfach vorkommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle fünf Zeichen Ziffern sind.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es an jeder Position, solange Wiederholungen erlaubt sind? - Was verändert sich bei jeder weiteren Position, wenn ein Zeichen nicht erneut verwendet werden darf? - Bei c) sind alle erzeugten fünfstelligen Codes gleich wahrscheinlich; du kannst günstige und mögliche Strukturen vergleichen.

Lösung

1. Insgesamt stehen \(10+8=18\) Zeichen zur Verfügung. 2. Bei Wiederholung gibt es an jeder der fünf Stellen \(18\) Möglichkeiten. Daher sind \(18^5=1\,889\,568\) Codes möglich. 3. Ohne Wiederholung gibt es nacheinander \(18\), \(17\), \(16\), \(15\) und \(14\) Möglichkeiten. Damit erhält man \(18\cdot17\cdot16\cdot15\cdot14=1\,028\,160\) Codes. 4. Für c) sind \(10^5=100\,000\) der \(18^5=1\,889\,568\) gleich wahrscheinlichen Codes günstig. Daher gilt \(P=\frac{100000}{1889568}=\frac{3125}{59049}\approx0{,}05292\).

Antwort

a) \(1\,889\,568\) Codes b) \(1\,028\,160\) Codes c) \(\frac{3125}{59049}\approx5{,}29\,\%\)
4268438
Ein vierstelliger Sicherheitscode wird aus den Ziffern \(1\) bis \(6\) gebildet. a) Wie viele verschiedene Codes gibt es, wenn jede Ziffer höchstens einmal vorkommen darf? b) Ein Code heißt „zulässig“, wenn keine zwei direkt aufeinanderfolgenden Ziffern gleich sind. Bestimme die Anzahl der zulässigen Codes. c) Ein Code wird gleich wahrscheinlich aus allen zulässigen Codes ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er aus genau zwei verschiedenen Ziffern besteht, die sich abwechseln, zum Beispiel \(1414\).

Denkanstöße

- Welche Auswahlmöglichkeiten bleiben an einer Position übrig, wenn bereits verwendete Ziffern ausgeschlossen sind? - Bei b) ist nur die unmittelbar vorherige Ziffer für die nächste Position gesperrt. - Welche beiden ersten Entscheidungen legen bei einem abwechselnden Code bereits die restlichen Stellen fest?

Lösung

1. Für a) stehen nacheinander \(6\), \(5\), \(4\) und \(3\) Ziffern zur Verfügung. Daher gibt es \(6\cdot5\cdot4\cdot3=360\) Codes. 2. Für b) gibt es für die erste Stelle \(6\) Möglichkeiten. An jeder weiteren Stelle sind \(5\) Ziffern zulässig. Somit gibt es \(6\cdot5^3=750\) zulässige Codes. 3. Für c) kann die erste Ziffer auf \(6\) Arten gewählt werden und die zweite auf \(5\) andere Arten. Danach ist das Wechselmuster festgelegt. Es gibt also \(6\cdot5=30\) günstige zulässige Codes. 4. Damit gilt \(P=\frac{30}{750}=\frac{1}{25}=0{,}04\).

Antwort

a) \(360\) b) \(750\) c) \(\frac{1}{25}=4\,\%\)
4268458
Ein Designer erstellt ein Logo aus einer horizontalen Reihe von fünf farbigen Quadraten. Für jedes Quadrat stehen \(12\) Farben zur Auswahl. a) Wie viele Farbmuster sind möglich, wenn Farben mehrfach vorkommen dürfen? b) Wie viele Farbmuster sind möglich, wenn keine Farbe zweimal vorkommen darf? c) Die Farben werden für jedes Quadrat unabhängig und gleich wahrscheinlich gewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Farbe mehrfach vorkommt.

Denkanstöße

- Wie viele Farbentscheidungen gibt es an jeder Position, wenn Wiederholungen erlaubt sind? - Wie verändert sich die Zahl der noch verfügbaren Farben, wenn keine Farbe erneut vorkommen darf? - Welches Gegenereignis zu c) lässt sich durch eine einzige Folge von Auswahlzahlen erfassen?

Lösung

1. Bei erlaubter Wiederholung gibt es an jeder der fünf Positionen \(12\) Möglichkeiten. Daher sind \(12^5=248\,832\) Muster möglich. 2. Ohne Wiederholung stehen nacheinander \(12\), \(11\), \(10\), \(9\) und \(8\) Farben zur Verfügung. Damit gibt es \(12\cdot11\cdot10\cdot9\cdot8=95\,040\) Muster. 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine Farbe kommt mehrfach vor“ lautet „alle fünf Farben sind verschieden“. 4. Von den \(248\,832\) gleich wahrscheinlichen Mustern haben \(95\,040\) fünf verschiedene Farben. Daher gilt \(P(\text{alle Farben verschieden})=\frac{95040}{248832}=\frac{55}{144}\). Somit ist \(P(\text{mindestens eine Wiederholung})=1-\frac{55}{144}=\frac{89}{144}\approx0{,}6181\).

Antwort

a) \(248\,832\) b) \(95\,040\) c) \(\frac{89}{144}\approx61{,}81\,\%\)
4309568
Aus einer Urne mit zehn Kugeln, die mit den Zahlen \(1\) bis \(10\) beschriftet sind, wird dreimal mit Zurücklegen gezogen. Die Ergebnisse werden in ihrer Reihenfolge notiert. 1. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Summe der drei gezogenen Zahlen genau \(5\)? 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die drei Zahlen eine streng fallende Folge bilden. 3. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die größte der drei gezogenen Zahlen höchstens \(4\) ist.

Denkanstöße

- Liste für die kleine Zielsumme die geordneten Tripel systematisch auf. - Überlege bei drei verschiedenen Zahlen, wie viele ihrer möglichen Reihenfolgen streng fallend sind. - Bei „größte Zahl höchstens \(4\)“ muss jede der drei Stellen aus derselben Teilmenge stammen.

Lösung

1. Bei drei Ziehungen gibt es \(10^3=1000\) gleich wahrscheinliche Zahlentripel. Die Summe \(5\) entsteht bei \((1,1,3)\), \((1,3,1)\), \((3,1,1)\), \((1,2,2)\), \((2,1,2)\) und \((2,2,1)\). Daher gilt \(P=\frac{6}{1000}=0{,}006\). 2. Für drei verschiedene Zahlen gibt es \(10\cdot9\cdot8=720\) geordnete Tripel. Zu jeder Auswahl von drei verschiedenen Zahlen gehören sechs Reihenfolgen; genau eine davon ist streng fallend. Daher gibt es \(720:6=120\) günstige Tripel und somit \(P=\frac{120}{1000}=0{,}12\). 3. Die größte Zahl ist höchstens \(4\), wenn bei jeder Ziehung eine Zahl aus \(1\) bis \(4\) erscheint. Es gibt \(4^3=64\) günstige Tripel. Daher gilt \(P=\frac{64}{1000}=0{,}064\).

Antwort

1. \(P=0{,}006\) 2. \(P=0{,}12\) 3. \(P=0{,}064\)
4319958
Zwei Glücksräder, Glücksrad A und Glücksrad B, werden jeweils einmal gedreht. Die Sektoren jedes Glücksrads sind gleich groß. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Farbe an. b) Die Summe der beiden erdrehten Zahlen ist mindestens \(6\). Gib die Wahrscheinlichkeiten als gekürzten Bruch und in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 431995

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Welche Farben kommen auf beiden Rädern vor? - Welche geordneten Zahlenpaare haben eine Summe von mindestens \(6\)?

Lösung

1. Glücksrad A hat \(5\) und Glücksrad B \(4\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(5\cdot4=20\) gleich wahrscheinliche geordnete Kombinationen. 2. Für dieselbe Farbe gibt es \(2\cdot1=2\) Rot-Rot-Kombinationen und \(2\cdot2=4\) Blau-Blau-Kombinationen. Damit gilt \(P=\frac{6}{20}=\frac{3}{10}=30\,\%\). 3. Für eine Summe von mindestens \(6\) gibt es zehn günstige Zahlenpaare. Daher gilt \(P=\frac{10}{20}=\frac{1}{2}=50\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{3}{10}=30\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4320058
Das abgebildete Glücksrad mit sechs gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Es wird zweimal die gleiche Zahl gedreht. b) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(4\). c) Beim ersten Drehen wird ein rotes Feld und beim zweiten Drehen ein blaues Feld getroffen.
Abbildung zur Aufgabe 432005

Denkanstöße

- Wie oft kommen die einzelnen Zahlen und Farben auf dem Rad vor? - Welche geordneten Zahlenpaare erfüllen a) beziehungsweise b)? - Wie viele geordnete Sektorenpaare sind insgesamt gleich wahrscheinlich?

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Die Zahl \(1\) steht auf zwei, die Zahl \(2\) auf drei und die Zahl \(3\) auf einem Sektor. Daher gilt \(P(\text{zweimal gleiche Zahl})=\frac{2^2+3^2+1^2}{36}=\frac{7}{18}\approx0{,}3889\). 3. Eine Summe größer als \(4\) entsteht durch die Zahlenpaare \((2,3)\), \((3,2)\) und \((3,3)\). Unter Berücksichtigung der Sektorhäufigkeiten gibt es \(3\cdot1+1\cdot3+1\cdot1=7\) günstige Sektorenpaare. Damit gilt \(P=\frac{7}{36}\approx0{,}1944\). 4. Für c) gibt es \(2\cdot2=4\) günstige Sektorenpaare. Daher ist \(P=\frac{4}{36}=\frac{1}{9}\approx0{,}1111\).

Antwort

a) \(\frac{7}{18}\approx38{,}9\,\%\) b) \(\frac{7}{36}\approx19{,}4\,\%\) c) \(\frac{1}{9}\approx11{,}1\,\%\)
4320128
Zwei Glücksräder A und B mit unterschiedlich vielen, aber jeweils gleich großen Sektoren werden nacheinander je einmal gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse und gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an: a) Beide Räder zeigen auf eine rote Zahl. b) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(6\).
Abbildung zur Aufgabe 432012

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare gibt es insgesamt? - Wie viele rote Sektoren besitzt jedes Rad? - Welche Zahlenpaare ergeben die Summe \(6\)?

Lösung

1. Glücksrad A hat \(4\) und Glücksrad B \(6\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(4\cdot6=24\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Auf A ist ein Sektor rot, auf B sind drei Sektoren rot. Damit sind \(1\cdot3=3\) Sektorenpaare für a) günstig und \(P=\frac{3}{24}=\frac{1}{8}\). 3. Für b) sind die Zahlenpaare \((1,5)\), \((2,4)\), \((3,3)\) und \((4,2)\) günstig. Sie entsprechen vier gleich wahrscheinlichen Sektorenpaaren. Daher gilt \(P=\frac{4}{24}=\frac{1}{6}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}\) b) \(\frac{1}{6}\)
4320428
Ein Glücksrad besitzt \(6\) gleich große Sektoren, die wie in der Abbildung mit Zahlen beschriftet sind. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Summe der beiden erzielten Zahlen mindestens \(6\) beträgt. Gib das Ergebnis als vollständig gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432042

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Welche Zahlenpaare haben eine Summe von mindestens \(6\)? - Wie oft werden diese Zahlenpaare durch die mehrfach vorkommenden Sektoren tatsächlich dargestellt?

Lösung

1. Die Zahlen \(1\) und \(2\) stehen jeweils auf einem Sektor; die Zahlen \(3\) und \(5\) jeweils auf zwei Sektoren. Bei zwei Drehungen gibt es insgesamt \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Günstig sind die Zahlenpaare \((1,5)\), \((2,5)\), \((3,3)\), \((3,5)\), \((5,1)\), \((5,2)\), \((5,3)\) und \((5,5)\). 3. Unter Berücksichtigung der Sektorhäufigkeiten entsprechen diese Fälle \(2+2+4+4+2+2+4+4=24\) günstigen Sektorenpaaren. 4. Daher gilt \(P=\frac{24}{36}=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\)
4320538
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Berechne jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz: a) zweimal dieselbe Farbe, b) mindestens einmal Grün, c) zuerst Rot und danach Blau.
Abbildung zur Aufgabe 432053

Denkanstöße

- Zähle zuerst die \(64\) gleich wahrscheinlichen geordneten Sektorenpaare. - Für a) werden die günstigen Paare für Rot, Blau und Grün getrennt gezählt. - Bei b) ist das Gegenereignis „kein Grün“ einfacher zu zählen. - Für c) ist die Reihenfolge fest vorgegeben.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(8^2=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für a) sind \(3^2+4^2+1^2=26\) Paare günstig. Daher gilt \(P=\frac{26}{64}=\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\). 3. Für b) sind beim Gegenereignis „kein Grün“ \(7^2=49\) Paare günstig. Somit gehören \(64-49=15\) Paare zum Ereignis und \(P=\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\). 4. Für c) gibt es \(3\) mögliche rote Sektoren beim ersten und \(4\) blaue beim zweiten Dreh. Daher sind \(3\cdot4=12\) Paare günstig und \(P=\frac{12}{64}=\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\) b) \(\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\) c) \(\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\)
4321618
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Betrachte die Ereignisse: \(A\): „Beide gedrehten Zahlen sind ungerade.“ \(B\): „Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(12\).“ \(C\): „Beim ersten Drehen wird ein blauer und beim zweiten Drehen ein roter Sektor erzielt.“ Bestimme \(P(A)\), \(P(B)\) und \(P(C)\), indem du günstige geordnete Sektorenpaare systematisch zählst.
Abbildung zur Aufgabe 432161

Denkanstöße

- Betrachte jede Drehung als Auswahl eines von acht gleich wahrscheinlichen Sektoren. - Ordne jedem Ergebnis ein geordnetes Paar aus erstem und zweitem Sektor zu. - Zähle für jedes Ereignis die günstigen Paare; bei der Summe kannst du mit den größten Zahlen beginnen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot 8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für \(A\) sind bei jeder Drehung vier ungerade Zahlen möglich. Daher sind \(4\cdot 4=16\) Paare günstig und \(P(A)=\frac{16}{64}=\frac{1}{4}=25\,\%\). 3. Für \(B\) sind die zehn geordneten Zahlenpaare \((8,5)\), \((8,6)\), \((8,7)\), \((8,8)\), \((7,6)\), \((7,7)\), \((7,8)\), \((6,7)\), \((6,8)\) und \((5,8)\) günstig. Somit gilt \(P(B)=\frac{10}{64}=\frac{5}{32}=15{,}625\,\%\). 4. Für \(C\) gibt es vier mögliche blaue Sektoren beim ersten und zwei mögliche rote Sektoren beim zweiten Drehen. Damit sind \(4\cdot 2=8\) Paare günstig und \(P(C)=\frac{8}{64}=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\).

Antwort

\(P(A)=\frac{1}{4}=25\,\%\) \(P(B)=\frac{5}{32}=15{,}625\,\%\) \(P(C)=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\)
4359648
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass drei verschiedene Farben erscheinen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zweimal Rot erscheint.
Abbildung zur Aufgabe 435964

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen entstehen insgesamt? - Für drei verschiedene Farben wird die Auswahlmöglichkeit von Drehung zu Drehung kleiner. - Bei genau zweimal Rot musst du die Position und die Farbe der einen nicht-roten Drehung zählen.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(4^3=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für a) kann die erste Farbe auf \(4\) Arten gewählt werden, die zweite auf \(3\) und die dritte auf \(2\) Arten. Damit sind \(4\cdot3\cdot2=24\) Folgen günstig und \(P=\frac{24}{64}=\frac{3}{8}\). 3. Für b) kann die eine nicht-rote Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Dort sind \(3\) nicht-rote Sektoren möglich. Damit sind \(3\cdot3=9\) Folgen günstig und \(P=\frac{9}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(\frac{9}{64}\approx14{,}1\,\%\)
4359868
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für \(E_1\): „Kein einziges Mal Gelb“. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für \(E_2\): „Genau zweimal Rot“. c) Welches Ereignis ist wahrscheinlicher? Begründe durch Vergleich der Wahrscheinlichkeiten.
Abbildung zur Aufgabe 435986

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche Sektorenfolgen gibt es insgesamt? - Für a) zählst du nur Folgen aus den nicht-gelben Sektoren. - Bei b) kann die eine nicht-rote Drehung an drei Positionen stehen. - Vergleiche die beiden Brüche in derselben Form.

Lösung

1. Insgesamt entstehen \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für \(E_1\) sind bei jeder Drehung \(6\) nicht-gelbe Sektoren möglich. Daher sind \(6^3=216\) Folgen günstig und \(P(E_1)=\frac{216}{512}=\frac{27}{64}\). 3. Für \(E_2\) kann die eine nicht-rote Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Für die beiden roten Positionen gibt es jeweils \(4\) rote Sektoren und für die nicht-rote Position \(4\) andere Sektoren. Damit sind \(3\cdot4^2\cdot4=192\) Folgen günstig und \(P(E_2)=\frac{192}{512}=\frac{3}{8}\). 4. Es gilt \(\frac{27}{64}>\frac{3}{8}\). Daher ist \(E_1\) wahrscheinlicher.

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{27}{64}\approx42{,}2\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) c) \(E_1\) ist wahrscheinlicher, weil \(\frac{27}{64}>\frac{3}{8}\).
4360228
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) genau zweimal Gelb, b) mindestens einmal Orange, c) die exakte Farbfolge Grün–Gelb–Orange, d) höchstens einmal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 436022

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen gibt es insgesamt? - Für a) und d) kann es helfen, zwischen gelben und nicht-gelben Sektoren zu unterscheiden. - Für b) ist das Gegenereignis „kein Orange“ kürzer zu zählen. - Bei c) ist die Reihenfolge der Farben fest vorgegeben.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für a) kann die eine nicht-gelbe Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Für jede gelbe Position gibt es \(4\) Sektoren und für die nicht-gelbe Position ebenfalls \(4\). Damit sind \(3\cdot4^2\cdot4=192\) Folgen günstig und \(P=\frac{192}{512}=\frac{3}{8}\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Orange“. Dafür stehen bei jeder Drehung \(7\) Sektoren zur Verfügung. Somit gilt \(P=1-\frac{7^3}{8^3}=1-\frac{343}{512}=\frac{169}{512}\). 4. Für c) gibt es \(3\) grüne Sektoren für die erste, \(4\) gelbe für die zweite und \(1\) orangefarbenen für die dritte Drehung. Damit sind \(3\cdot4\cdot1=12\) Folgen günstig und \(P=\frac{12}{512}=\frac{3}{128}\). 5. Für d) sind entweder keine oder genau eine gelbe Drehung günstig. Ohne Gelb gibt es \(4^3=64\) Folgen; bei genau einer gelben Drehung gibt es \(3\cdot4\cdot4^2=192\) Folgen. Insgesamt sind \(256\) Folgen günstig und \(P=\frac{256}{512}=\frac{1}{2}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(\frac{169}{512}\approx33{,}01\,\%\) c) \(\frac{3}{128}\approx2{,}34\,\%\) d) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4360618
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Felder und wird dreimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten durch systematisches Zählen gleich wahrscheinlicher geordneter Sektorenfolgen: a) Genau die erste und die letzte Zahl sind gerade. b) Nur die erste Zahl ist eine Quadratzahl. c) Alle drei Zahlen sind größer als \(5\). d) Es wird dreimal hintereinander die gleiche Zahl gedreht.
Abbildung zur Aufgabe 436061

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Folgen bei drei Drehungen insgesamt möglich sind. - Ordne die acht Zahlen für jede Teilaufgabe in die jeweils benötigten Gruppen ein. - Zähle die günstigen Folgen über die Anzahl der zulässigen Möglichkeiten an jeder Position.

Lösung

1. Bei drei Drehungen gibt es \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Zu a): Vier Zahlen sind gerade und vier ungerade. Für gerade-ungerade-gerade gibt es \(4\cdot4\cdot4=64\) günstige Folgen. Daher ist \(P=\frac{64}{512}=\frac{1}{8}\). 3. Zu b): Die Quadratzahlen sind \(1\) und \(4\); sechs Zahlen sind keine Quadratzahlen. Es gibt \(2\cdot6\cdot6=72\) günstige Folgen. Somit gilt \(P=\frac{72}{512}=\frac{9}{64}\). 4. Zu c): Größer als \(5\) sind \(6\), \(7\) und \(8\). Daher gibt es \(3^3=27\) günstige Folgen und \(P=\frac{27}{512}\approx5{,}27\,\%\). 5. Zu d): Für jede der acht Zahlen gibt es genau eine Folge mit dreimal derselben Zahl. Somit gilt \(P=\frac{8}{512}=\frac{1}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\) b) \(\frac{9}{64}=14{,}0625\,\%\) c) \(\frac{27}{512}\approx5{,}27\,\%\) d) \(\frac{1}{64}=1{,}5625\,\%\)
4360748
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) die Farbfolge Rot–Blau–Gelb, b) dreimal dieselbe Farbe, c) genau zwei verschiedene Farben, d) mindestens einmal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 436074

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen gibt es bei drei Drehungen? - Für b) wird jede der vier Farben als dreifach gleiche Folge gezählt. - Für c) musst du bestimmen, welche Farbe doppelt und welche nur einmal vorkommt. - Für d) ist das Gegenereignis „kein Gelb“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(4^3=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für a) ist genau eine Farbfolge günstig. Daher gilt \(P=\frac{1}{64}\). 3. Für b) sind die vier Folgen mit dreimal derselben Farbe günstig. Daher gilt \(P=\frac{4}{64}=\frac{1}{16}\). 4. Für c) kann die doppelt vorkommende Farbe auf \(4\) Arten und die zweite Farbe anschließend auf \(3\) Arten gewählt werden. Die einmal vorkommende Farbe kann an \(3\) Positionen stehen. Damit sind \(4\cdot3\cdot3=36\) Folgen günstig und \(P=\frac{36}{64}=\frac{9}{16}\). 5. Für d) ist das Gegenereignis „kein Gelb“. Dafür stehen bei jeder Drehung \(3\) Sektoren zur Verfügung. Somit gilt \(P=1-\frac{3^3}{4^3}=\frac{37}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{64}\) b) \(\frac{1}{16}\) c) \(\frac{9}{16}\) d) \(\frac{37}{64}\)
4360758
Das abgebildete Glücksrad besteht aus acht gleich großen Sektoren, die mit Zahlen und Farben markiert sind. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten durch systematisches Zählen gleich wahrscheinlicher geordneter Sektorenpaare: a) Die Summe der beiden erzielten Zahlen ist genau \(3\). b) Die erste Zahl ist eine \(1\) und die zweite Zahl ist größer als \(1\). c) Bei beiden Drehungen wird die gleiche Farbe erzielt.
Abbildung zur Aufgabe 436075

Denkanstöße

- Betrachte die einzelnen Sektoren als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. - Zähle für a) und b), wie viele Sektoren an der ersten und zweiten Position zulässig sind. - Gruppiere für c) die Sektoren nach ihrer Farbe und zähle die gleichfarbigen Paare.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Zu a): Die Zahl \(1\) steht auf zwei Sektoren und die Zahl \(2\) auf drei. Für \((1,2)\) gibt es \(2\cdot3=6\), für \((2,1)\) ebenfalls \(6\) günstige Sektorenpaare. Daher ist \(P=\frac{12}{64}=\frac{3}{16}\). 3. Zu b): Für die erste Drehung gibt es zwei Sektoren mit \(1\), für die zweite sechs Sektoren mit einer Zahl größer als \(1\). Somit ist \(P=\frac{2\cdot6}{64}=\frac{3}{16}\). 4. Zu c): Die fünf Farben kommen auf \(2\), \(3\), \(1\), \(1\) und \(1\) Sektoren vor. Daher sind \(2^2+3^2+1^2+1^2+1^2=16\) Sektorenpaare günstig und \(P=\frac{16}{64}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{16}\) b) \(\frac{3}{16}\) c) \(\frac{1}{4}\)
4360858
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren. Betrachte bei zwei Drehungen die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme aus der Abbildung die Wahrscheinlichkeiten für Blau, Rot und Gelb bei einer Drehung. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei zwei Drehungen dieselbe Farbe erscheint. c) Mira behauptet: „Die Wahrscheinlichkeit für mindestens einmal Gelb bei zwei Drehungen liegt über \(35\,\%\).“ Entscheide durch ein Laplace-Modell, ob sie recht hat.
Abbildung zur Aufgabe 436085

Denkanstöße

- Zähle in der Abbildung die Sektoren jeder Farbe. - Wie viele gleich wahrscheinliche Sektorenpaare entstehen bei zwei Drehungen? - Für dieselbe Farbe werden die günstigen Paare jeder Farbe getrennt gezählt. - Bei c) ist das Gegenereignis „kein Gelb“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Auf dem Rad liegen \(5\) blaue, \(3\) rote und \(2\) gelbe Sektoren. Daher gelten \(P(\text{Blau})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{Rot})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{10}=0{,}2\). 2. Bei zwei Drehungen gibt es \(10^2=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(5^2+3^2+2^2=38\) Paare günstig. Damit gilt \(P=\frac{38}{100}=38\,\%\). 3. Für c) ist das Gegenereignis „kein Gelb“. Dafür sind \(8^2=64\) Paare günstig. Also gehören \(100-64=36\) Paare zum Ereignis und \(P=36\,\%\). 4. Da \(36\,\%>35\,\%\), hat Mira recht.

Antwort

a) Blau: \(0{,}5\); Rot: \(0{,}3\); Gelb: \(0{,}2\) b) \(38\,\%\) c) Ja. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(36\,\%\) und liegt damit über \(35\,\%\).
4360888
Das abgebildete Glücksrad hat fünf gleich große, nummerierte Sektoren. Es wird zweimal hintereinander gedreht. Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse: \(A\): Die Summe der beiden erzielten Zahlen ist genau \(6\). \(B\): Die zuerst gedrehte Zahl ist größer als die zweite Zahl. Welches Ereignis ist wahrscheinlicher? Begründe deine Antwort durch Berechnung.
Abbildung zur Aufgabe 436088

Denkanstöße

- Welche gleich wahrscheinlichen geordneten Zahlenpaare können bei zwei Drehungen entstehen? - Welche Paare erfüllen jeweils die Bedingung von \(A\) beziehungsweise \(B\)? - Vergleiche die Anzahlen der günstigen Paare mit derselben Gesamtzahl möglicher Ergebnisse.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen entstehen \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare. 2. Für \(A\) sind \((1,5)\), \((2,4)\), \((3,3)\), \((4,2)\) und \((5,1)\) günstig. Daher gilt \(P(A)=\frac{5}{25}=\frac{1}{5}=0{,}2\). 3. Für \(B\) sind zehn geordnete Paare günstig: \((2,1)\), \((3,1)\), \((3,2)\), \((4,1)\), \((4,2)\), \((4,3)\), \((5,1)\), \((5,2)\), \((5,3)\), \((5,4)\). Daher gilt \(P(B)=\frac{10}{25}=\frac{2}{5}=0{,}4\). 4. Da \(0{,}4>0{,}2\), ist \(B\) wahrscheinlicher.

Antwort

Ereignis \(B\) ist wahrscheinlicher. Es gilt \(P(A)=20\,\%\) und \(P(B)=40\,\%\).
4361538
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Zahl auf der zweiten Kugel größer als die Zahl auf der ersten?
Abbildung zur Aufgabe 436153

Denkanstöße

- Lies die fünf Zahlen direkt auf den Kugeln ab. - Stelle die beiden Ziehungen als geordnetes Paar dar. - Nutze entweder eine systematische Liste oder die Symmetrie zwischen „zweite größer“ und „erste größer“.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man die Zahlen \(1\) bis \(5\) ab. Ohne Zurücklegen entstehen \(5\cdot4=20\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Günstig sind \((1,2)\), \((1,3)\), \((1,4)\), \((1,5)\), \((2,3)\), \((2,4)\), \((2,5)\), \((3,4)\), \((3,5)\) und \((4,5)\). Das sind \(10\) Paare. 3. Daher gilt \(P=\frac{10}{20}=\frac{1}{2}\). Alternativ sind „zweite Zahl größer“ und „erste Zahl größer“ symmetrisch; Gleichheit ist ohne Zurücklegen unmöglich.

Antwort

\(P=\frac{1}{2}=50\,\%\)
4375238
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle gleich wahrscheinlichen geordneten Zahlenpaare eines zweistufigen Zufallsversuchs. Bestimme mithilfe des Baums die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zahl der zweiten Stufe größer als die Zahl der ersten Stufe ist.
Abbildung zur Aufgabe 437523

Denkanstöße

- Lies aus dem Baum ab, welche Zahlen auf der ersten und zweiten Stufe vorkommen. - Prüfe für jeden Ast der ersten Stufe, welche Fortsetzungen eine größere Zahl tragen. - Zähle anschließend günstige und alle vollständigen Pfade.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(16\) vollständige Pfade ab. 2. Günstig sind die Pfade \((1;2)\), \((1;3)\), \((1;4)\), \((2;3)\), \((2;4)\) und \((3;4)\). Das sind \(6\) Pfade. 3. Da alle vollständigen Pfade gleich wahrscheinlich sind, gilt \(P(E)=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\).

Antwort

\(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\)
5530908
Bei einem unbekannten Zufallsgerät können die Ergebnisse A, B, C und D auftreten. In \(200\) Versuchen wurden die absoluten Häufigkeiten \(48\), \(53\), \(50\) und \(49\) beobachtet. Kaan sagt: „Die Häufigkeiten sind fast gleich. Damit ist bewiesen, dass das Gerät ein Laplace-Experiment liefert.“ Beurteile die Aussage.

Denkanstöße

- Unterscheide beobachtete relative Häufigkeiten von theoretischen Wahrscheinlichkeiten. - Frage, ob \(200\) Versuche überhaupt exakt gleiche Häufigkeiten erwarten lassen. - Überlege, wodurch die Gleichwahrscheinlichkeit bei einem Laplace-Experiment begründet werden muss.

Lösung

1. Die vier beobachteten Häufigkeiten liegen tatsächlich nahe beieinander; die relativen Häufigkeiten sind \(0{,}24\), \(0{,}265\), \(0{,}25\) und \(0{,}245\). 2. Diese empirischen Werte sind mit gleich wahrscheinlichen Ergebnissen vereinbar, beweisen sie aber nicht. 3. Ob ein Laplace-Experiment vorliegt, wird durch das Modell beziehungsweise die Bauart des Zufallsgeräts begründet: Die einzelnen Ergebnisse müssen theoretisch gleich wahrscheinlich sein. Endliche Versuchsreihen können nur empirische Hinweise liefern und schwanken zufällig.

Antwort

Kaans Aussage ist zu stark. Die Daten passen zu einem Laplace-Modell, beweisen aber nicht, dass A, B, C und D theoretisch gleich wahrscheinlich sind.
5530918
Das abgebildete Glücksrad hat \(6\) gleich große Sektoren. Beim Drehen wird nur die Farbe notiert. Zurzeit ist das Farbexperiment nicht Laplace. Du darfst genau einen Sektor umfärben. Welche Änderung macht die drei Farbergebnisse Rot, Blau und Grün gleich wahrscheinlich? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 553091

Denkanstöße

- Zähle zunächst die Sektoren jeder Farbe. - Teile die Gesamtzahl \(6\) gleichmäßig auf die drei gewünschten Farbergebnisse auf. - Vergleiche die Zielanzahlen mit den aktuellen Anzahlen und ändere genau einen Sektor.

Lösung

1. Im Ausgangszustand gibt es \(3\) rote, \(2\) blaue und \(1\) grünen Sektor. 2. Für drei gleich wahrscheinliche Farbergebnisse müssen bei insgesamt \(6\) Sektoren auf jede Farbe \(2\) Sektoren entfallen. 3. Daher muss einer der roten Sektoren grün gefärbt werden. Danach gibt es je \(2\) rote, blaue und grüne Sektoren, also für jede Farbe die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\).

Antwort

Einen roten Sektor grün färben. Danach gibt es von jeder Farbe \(2\) Sektoren und jede Farbe hat Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{3}\).
4278798
Bei einem Workshop gibt es \(n\) Startstationen. Genau \(n\) Gruppen erhalten unabhängig voneinander jeweils gleich wahrscheinlich eine der \(n\) Stationen; mehrere Gruppen dürfen dieselbe Station erhalten. Bestimme den kleinsten natürlichen Wert \(n\), für den die Wahrscheinlichkeit, dass alle Gruppen verschiedene Startstationen erhalten, kleiner als \(10\,\%\) ist. Verwende für jeden geprüften Wert von \(n\) ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Stationszuordnungen.

Denkanstöße

- Prüfe kleine natürliche Werte für \(n\) nacheinander. - Wie viele Stationszuordnungen sind bei einem festen \(n\) insgesamt gleich wahrscheinlich? - Wie viele Zuordnungen bleiben günstig, wenn jede Station höchstens einmal vergeben werden darf? - Für die Minimalität musst du den letzten Wert oberhalb und den ersten Wert unterhalb der Grenze vergleichen.

Lösung

1. Für \(n=1\) gibt es genau eine Zuordnung; sie ist günstig. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(1\). 2. Für \(n=2\) gibt es \(2^2=4\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. In \(2\) davon erhalten die beiden Gruppen verschiedene Stationen. Daher ist \(P=\frac{2}{4}=0{,}5\). 3. Für \(n=3\) gibt es \(3^3=27\) Zuordnungen. Für drei verschiedene Stationen gibt es \(3\cdot2\cdot1=6\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{6}{27}=\frac{2}{9}\approx0{,}2222\). 4. Für \(n=4\) gibt es \(4^4=256\) Zuordnungen. Für vier verschiedene Stationen gibt es \(4\cdot3\cdot2\cdot1=24\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{24}{256}=\frac{3}{32}=0{,}09375\). 5. Bei \(n=3\) liegt die Wahrscheinlichkeit noch über \(10\,\%\), bei \(n=4\) erstmals darunter. Der kleinste gesuchte Wert ist daher \(n=4\).

Antwort

\(n=4\)
4278808
In einer Schulklasse mit \(k\) Jugendlichen wird vereinfachend angenommen, dass jeder der \(12\) Geburtsmonate für jede Person gleich wahrscheinlich ist. Ermittle die kleinstmögliche Anzahl \(k\), für die die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei Jugendliche im selben Monat Geburtstag haben, größer als \(60\,\%\) ist. Verwende beim Prüfen der Werte ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Monatszuordnungen.

Denkanstöße

- Betrachte das Gegenereignis „alle Geburtsmonate verschieden“. - Wie viele gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen gibt es für einen festen Wert von \(k\)? - Wie viele Möglichkeiten bleiben für die nächste Person, wenn bisher alle Monate verschieden sind? - Vergleiche benachbarte Werte von \(k\), damit die Minimalität gesichert ist.

Lösung

1. Das Gegenereignis lautet: Alle \(k\) Jugendlichen haben verschiedene Geburtsmonate. 2. Für \(k=4\) gibt es \(12^4\) gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen. Für vier verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\) Zuordnungen günstig. Daher gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{96}\approx0{,}5729\) und somit \(P(\text{mindestens zwei gleich})\approx0{,}4271\). 3. Für \(k=5\) gibt es \(12^5\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. Für fünf verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\cdot8\) günstig. Damit gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{144}\approx0{,}3819\) und \(P(\text{mindestens zwei gleich})=1-\frac{55}{144}=\frac{89}{144}\approx0{,}6181\). 4. Mit jeder zusätzlichen Person kann eine bereits vorhandene Monatsübereinstimmung nicht wieder verschwinden; die Kollisionswahrscheinlichkeit nimmt daher nicht ab. Da die Grenze bei \(k=4\) noch nicht und bei \(k=5\) überschritten wird, ist \(k=5\) minimal.

Antwort

\(k=5\)

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.