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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Baumdiagramme

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4375008
Für ein Ereignis \(A\) gilt \(P(A)=0{,}6\). Ben behauptet, für das Gegenereignis gelte \(P(\bar A)=0{,}5\). Prüfe die Behauptung und korrigiere sie gegebenenfalls.

Denkanstöße

- Ereignis und Gegenereignis decken gemeinsam alle möglichen Fälle ab. - Welche Summe müssen ihre Wahrscheinlichkeiten deshalb ergeben? - Prüfe die beiden vorgeschlagenen Werte an dieser Bedingung.

Lösung

1. Ein Ereignis und sein Gegenereignis erfassen zusammen alle möglichen Ergebnisse. Daher müssen ihre Wahrscheinlichkeiten zusammen \(1\) ergeben. 2. Bens Werte ergeben \(0{,}6+0{,}5=1{,}1\) und können deshalb nicht stimmen. 3. Richtig ist \(P(\bar A)=1-0{,}6=0{,}4\).

Antwort

Bens Behauptung ist falsch. Es gilt \(P(\bar A)=0{,}4\).
4375028
Das Baumdiagramm zeigt die möglichen Bestellungen in einer Eisdiele. Eine Bestellung entspricht einem vollständigen Pfad vom Start bis zu einem Blatt und enthält genau eine Eissorte und eine Soße. Wie viele verschiedene Bestellungen sind dargestellt?
Abbildung zur Aufgabe 437502

Denkanstöße

- Zähle im Diagramm die Äste der ersten Stufe. - Prüfe, wie viele Fortsetzungen jeder Ast der ersten Stufe besitzt. - Alternativ kannst du direkt die Blätter zählen; jedes Blatt steht für genau eine Bestellung.

Lösung

1. Im Baum gehen vom Start drei Äste zu Eissorten aus. 2. Von jeder Eissorte führen zwei Äste zu Soßen. Dadurch hat der Baum insgesamt \(6\) Blätter. 3. Da jedes Blatt genau einer Bestellung entspricht, sind \(6\) verschiedene Bestellungen dargestellt.

Antwort

\(6\) verschiedene Bestellungen.
4375128
Das Baumdiagramm zeigt die Wahlmöglichkeiten für ein Bühnenkostüm. Ein vollständiges Kostüm entspricht genau einem vollständigen Pfad vom Start bis zu einem Blatt. Wie viele vollständige Kostüme sind im Diagramm möglich?
Abbildung zur Aufgabe 437512

Denkanstöße

- Lies die Anzahl der Äste auf jeder Stufe direkt aus dem Diagramm ab. - Verfolge einen Ast bis zu einem Blatt, um zu erkennen, wie viele Stufen zu einem vollständigen Kostüm gehören. - Jeder Endpunkt steht für genau eine vollständige Kombination.

Lösung

1. Im Baum gibt es auf der ersten Stufe \(2\) Möglichkeiten. 2. Von jedem dieser Äste gehen auf der zweiten Stufe \(3\) Möglichkeiten aus und danach jeweils \(2\) weitere. 3. Der Baum besitzt damit \(2\cdot3\cdot2=12\) Blätter. Also sind \(12\) vollständige Kostüme möglich.

Antwort

\(12\) vollständige Kostüme.
5563588
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt einen Zufallsversuch. a) Wie viele vollständige Pfade hat der Baum? b) Nenne den vollständigen Pfad, der mit „Weiter“ beginnt und mit „Zahl“ endet. c) Welcher vollständige Pfad endet bereits nach der ersten Stufe? Woran erkennst du das im Baum?
Abbildung zur Aufgabe 556358

Denkanstöße

- Verfolge jeden Ast vom Start so weit, bis kein weiterer Ast mehr folgt. - Ein vollständiger Pfad muss in diesem Baum nicht auf derselben Stufe enden wie die anderen. - Für c) achte darauf, an welchem Knoten keine weitere Verzweigung gezeichnet ist.

Lösung

1. Vom Start führt ein Ast direkt zu „Stopp“ und endet dort. Der andere Ast führt zu „Weiter“ und verzweigt danach in „Kopf“ und „Zahl“. Insgesamt gibt es deshalb \(3\) vollständige Pfade. 2. Der gesuchte zweistufige Pfad lautet „Weiter – Zahl“. 3. Der Pfad „Stopp“ endet nach der ersten Stufe, weil vom Knoten „Stopp“ kein weiterer Ast ausgeht.

Antwort

a) \(3\) vollständige Pfade b) Weiter – Zahl c) Stopp; der Knoten besitzt keinen weiterführenden Ast.
4136218
An einem Schulkiosk wird ein Überraschungs-Menü angeboten. Es besteht aus einem Snack, einem Getränk und einem Obst. Zur Auswahl stehen \(4\) Snacks, \(3\) Getränke und \(5\) Obstsorten. Mila wählt aus jeder Kategorie zufällig genau ein Produkt; innerhalb jeder Kategorie sind die angebotenen Produkte gleich wahrscheinlich. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für genau die Kombination Brezel, Wasser und Apfel? b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass weder der Snack eine Brezel noch das Getränk Wasser noch das Obst ein Apfel ist?

Denkanstöße

- Zähle zuerst alle vollständigen Menüs mit dem Zählprinzip. - Bei a) ist nur eine ganz bestimmte Auswahl günstig. - Bei b) überlege für jede Kategorie, wie viele Alternativen zur genannten Sorte übrig bleiben.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(4\cdot3\cdot5=60\) gleich wahrscheinliche vollständige Menüs. 2. Für Brezel, Wasser und Apfel gibt es genau ein günstiges Menü. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{60}\). 3. Für b) stehen \(3\) andere Snacks, \(2\) andere Getränke und \(4\) andere Obstsorten zur Verfügung. Das ergibt \(3\cdot2\cdot4=24\) günstige Menüs. 4. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{24}{60}=\frac{2}{5}=40\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{60}\) b) \(\frac{2}{5}=40\,\%\)
41363310
In einem Stoffbeutel befinden sich \(4\) rote, \(5\) blaue und \(3\) gelbe Murmeln. Es werden nacheinander drei Murmeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau in dieser Reihenfolge zuerst zwei rote und als drittes eine gelbe Murmel gezogen werden.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst aus den Farbzahlen, wie viele Murmeln insgesamt im Beutel liegen. - Überlege für jeden Zug, wie sich Gesamtzahl und Farbanzahl nach einer entnommenen Murmel verändern. - Verknüpfe anschließend die Astwahrscheinlichkeiten der vorgegebenen Reihenfolge.

Lösung

1. Zu Beginn liegen insgesamt \(4+5+3=12\) Murmeln im Beutel. 2. Für die erste rote Murmel beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{4}{12}=\frac{1}{3}\). 3. Nach einer roten Murmel bleiben \(3\) rote unter \(11\) Murmeln; für eine zweite rote Murmel beträgt die Astwahrscheinlichkeit \(\frac{3}{11}\). 4. Nach zwei roten Murmeln bleiben \(3\) gelbe unter \(10\) Murmeln; für eine gelbe Murmel im dritten Zug beträgt die Astwahrscheinlichkeit \(\frac{3}{10}\). 5. Nach der Produktregel ist die Wahrscheinlichkeit der vorgegebenen Reihenfolge \(\frac{1}{3}\cdot\frac{3}{11}\cdot\frac{3}{10}=\frac{3}{110}\).

Antwort

\(\frac{3}{110}\)
4136458
In einer Tüte befinden sich \(25\) Fruchtgummis: \(15\) rote und \(10\) gelbe. Tim nimmt nacheinander zwei Fruchtgummis heraus, ohne das erste zurückzulegen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass beide Fruchtgummis rot sind. b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein gelbes Fruchtgummi dabei ist?

Denkanstöße

- Betrachte die konkreten Fruchtgummis als unterscheidbare mögliche Ziehungen. - Zähle alle geordneten Paare ohne Zurücklegen und danach die rot-roten Paare. - Für „mindestens ein gelbes“ ist das Gegenereignis besonders einfach.

Lösung

1. Zwei geordnete Ziehungen ohne Zurücklegen ergeben \(25\cdot24=600\) gleich wahrscheinliche Paare konkreter Fruchtgummis. 2. Für rot-rot gibt es \(15\cdot14=210\) günstige Paare. Daher ist \(P(\text{rot, rot})=\frac{210}{600}=\frac{7}{20}=35\,\%\). 3. „Mindestens ein gelbes“ ist das Gegenereignis zu „beide rot“. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(1-\frac{7}{20}=\frac{13}{20}=65\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{7}{20}=35\,\%\) b) \(\frac{13}{20}=65\,\%\)
4374948
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle vollständigen Ergebnisse eines zweistufigen Zufallsversuchs. Alle vollständigen Pfade sind gleich wahrscheinlich. Bestimme mithilfe des Baumdiagramms die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Im ersten Schritt tritt blau auf oder im zweiten Schritt Zahl“.
Abbildung zur Aufgabe 437494

Denkanstöße

- Lies zuerst aus dem Baum ab, wie viele vollständige Pfade es insgesamt gibt. - Markiere alle Pfade, deren erste Stufe blau ist. - Ergänze die noch nicht markierten Pfade, deren zweite Stufe Zahl ist, ohne doppelt zu zählen.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(6\) vollständige Pfade ab: Für jede der drei Möglichkeiten der ersten Stufe gibt es zwei Fortsetzungen. 2. Günstig sind die beiden Pfade, die mit blau beginnen, sowie die beiden weiteren Zahl-Pfade nach rot beziehungsweise grün. Damit sind \(4\) von \(6\) Pfaden günstig. 3. Daher gilt \(P(E)=\frac{4}{6}=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\)
43749610
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mithilfe der im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten sowie Produktregel und Summenregel** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedenfarbige Kugeln gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 437496

Denkanstöße

- Suche im Baum alle vollständigen Pfade, die mit zwei verschiedenen Farben enden. - Berechne jeden günstigen Pfad zunächst mit den Astwahrscheinlichkeiten des Baums. - Fasse die günstigen Pfade erst anschließend zusammen.

Lösung

1. Für zwei verschiedene Farben sind im Baum die vollständigen Pfade rot–blau und blau–rot günstig. 2. Nach der Produktregel gilt für rot–blau \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}=\frac{3}{10}\) und für blau–rot \(\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}=\frac{3}{10}\). 3. Nach der Summenregel ergibt sich \(P=\frac{3}{10}+\frac{3}{10}=\frac{3}{5}\).

Antwort

\(\frac{3}{5}=60\,\%\)
43749810
Ergänze im Baumdiagramm die fehlende Wahrscheinlichkeit und bestimme anschließend die Wahrscheinlichkeit für „grün und Stern“.
Abbildung zur Aufgabe 437498

Denkanstöße

- Welche Summe müssen die Äste an einer Verzweigung ergeben? - Lies anschließend nur den vollständigen gesuchten Pfad ab.

Lösung

1. Fehlende erste Wahrscheinlichkeit: \(1-0{,}35=0{,}65\). 2. Pfad grün–Stern: \(0{,}65\cdot0{,}4=0{,}26\).

Antwort

Fehlender Wert: \(0{,}65\); \(P(\text{grün und Stern})=0{,}26\).
4375018
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle gleich wahrscheinlichen Ergebnisfolgen eines Zufallsversuchs. Bestimme mithilfe des Baumdiagramms die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Auf genau zwei Stufen steht K“.
Abbildung zur Aufgabe 437501

Denkanstöße

- Verfolge jeden Ast vom Start bis zu einem Blatt und zähle die vollständigen Pfade. - Prüfe bei jedem vollständigen Pfad, wie oft K auftritt. - Zähle nur Pfade mit genau zwei K und vergleiche diese Anzahl mit allen Blättern.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(8\) vollständige Pfade mit jeweils drei Stufen ab. 2. Genau zwei K enthalten die Pfade K-K-Z, K-Z-K und Z-K-K. Damit sind \(3\) vollständige Pfade günstig. 3. Weil alle vollständigen Pfade gleich wahrscheinlich sind, gilt \(P(E)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\).

Antwort

\(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\)
4375068
Bei 200 Durchläufen eines zweistufigen Experiments wurden die absoluten Häufigkeiten im Baum festgehalten. Bestimme die relative Häufigkeit des Ereignisses \(B\).
Abbildung zur Aufgabe 437506

Denkanstöße

- Sammle alle Endknoten, die zum Ereignis gehören. - Beziehe ihre Gesamtzahl auf die Zahl aller Durchläufe.

Lösung

1. Häufigkeit von \(B\): \(72+20=92\). 2. Relative Häufigkeit: \(h(B)=92:200=0{,}46\).

Antwort

\(0{,}46=46\,\%\).
4375118
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle gleich wahrscheinlichen vollständigen Codes eines zweistufigen Zufallsversuchs. Bestimme mithilfe des Baums die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Code nicht mit A beginnt und auf \(2\) endet.
Abbildung zur Aufgabe 437511

Denkanstöße

- Lies jeden vollständigen Weg im Baum als einen Code. - Schließe zuerst die Pfade aus, die mit A beginnen. - Prüfe unter den verbleibenden Pfaden, welche auf \(2\) enden.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(6\) vollständige Codes ab. 2. Die Bedingung „nicht mit A beginnen und auf \(2\) enden“ erfüllen genau B2 und C2. Damit sind \(2\) von \(6\) Pfaden günstig. 3. Daher beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\).

Antwort

\(\frac{1}{3}\)
43751410
Im Baumdiagramm ist nach dem Ereignis \(A\) die Wahrscheinlichkeit für \(B\) mit \(0{,}65\) angegeben. Ergänze den fehlenden Ast und bestimme \(P(A\cap\overline{B})\) für \(P(A)=0{,}4\).
Abbildung zur Aufgabe 437514

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Verzweigung vollständig. - Welcher einzelne Pfad beschreibt das gesuchte Ereignis?

Lösung

1. Fehlender Ast nach \(A\): \(1-0{,}65=0{,}35\). 2. Pfadwahrscheinlichkeit: \(P(A\cap\overline{B})=0{,}4\cdot0{,}35=0{,}14\).

Antwort

Fehlender Ast: \(0{,}35\); \(P(A\cap\overline{B})=0{,}14\).
4375188
Das Baumdiagramm zeigt ein dreistufiges Auswahlverfahren. Ben behauptet, es gebe \(7\) Endmöglichkeiten, weil er die Anzahlen der Wahlmöglichkeiten der drei Stufen addiert. Korrigiere ihn.
Abbildung zur Aufgabe 437518

Denkanstöße

- Betrachte vollständige Wege vom Start bis zu einem Endpunkt. - Überlege, wie sich die Zahl möglicher Fortsetzungen nach jeder Entscheidung verändert. - Prüfe, ob das Addieren von Astzahlen tatsächlich vollständige Kombinationen zählt.

Lösung

1. Jeder vollständige Pfad besteht aus einer Wahl auf jeder der drei Stufen. 2. Aus den \(2\) Möglichkeiten der ersten Stufe, jeweils \(3\) Möglichkeiten der zweiten Stufe und jeweils \(2\) Möglichkeiten der dritten Stufe entstehen \(2\cdot3\cdot2=12\) vollständige Pfade. 3. Die Addition \(2+3+2\) zählt nur die Anzahl der Wahlmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Stufen zusammen, nicht die möglichen vollständigen Kombinationen.

Antwort

Es gibt \(12\) Endmöglichkeiten.
43751910
Aus dem Baumdiagramm soll die Zusammensetzung eines Beutels rekonstruiert werden. Es wird zweimal ohne Zurücklegen gezogen. Wie viele rote und blaue Kugeln lagen anfangs im Beutel?
Abbildung zur Aufgabe 437519

Denkanstöße

- Lies aus dem ersten Nenner die Gesamtzahl ab. - Was verrät der zweite rote Ast über die Veränderung nach dem ersten Zug?

Lösung

1. Erste rote Wahrscheinlichkeit \(\frac{5}{8}\): insgesamt \(8\), davon \(5\) rot. 2. Verbleibende Kugeln nach rot: \(7\), davon \(4\) rot; passend zu \(\frac{4}{7}\). 3. Anfangsbestand: \(5\) rote und \(3\) blaue Kugeln.

Antwort

5 rote und 3 blaue Kugeln.
5530928
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt einen zweistufigen Zufallsversuch. a) Beschreibe den Ablauf des Zufallsversuchs in Worten: Welche Ergebnisse sind auf der ersten Stufe möglich und welche auf der zweiten? b) Gib die vollständige Ergebnismenge \(\Omega\) an. c) Erkläre am Beispiel des Pfads A-Z, wie man aus einem Baumdiagramm ein vollständiges Ergebnis abliest.
Abbildung zur Aufgabe 553092

Denkanstöße

- Lies die Äste direkt vom Start aus für die erste Stufe. - Verfolge anschließend jeden Knoten der ersten Stufe und notiere seine möglichen Fortsetzungen. - Für ein vollständiges Ergebnis werden die Beschriftungen eines Pfads in ihrer Reihenfolge zusammengefügt.

Lösung

1. Auf der ersten Stufe sind A, B oder C möglich. Von jedem dieser Knoten führt die zweite Stufe zu K oder Z. 2. Daher ist \(\Omega=\{\text{AK},\text{AZ},\text{BK},\text{BZ},\text{CK},\text{CZ}\}\). 3. Beim Pfad A-Z liest man die Knoten in ihrer Reihenfolge vom Start bis zum Blatt: zuerst A, danach Z. Das vollständige Ergebnis ist deshalb AZ.

Antwort

a) Erste Stufe: A, B oder C; zweite Stufe nach jedem dieser Ergebnisse: K oder Z. b) \(\Omega=\{\text{AK},\text{AZ},\text{BK},\text{BZ},\text{CK},\text{CZ}\}\) c) Der Pfad A-Z wird in Stufenreihenfolge gelesen und ergibt das Ergebnis AZ.
5530938
Bei einem zweistufigen Zufallsversuch wird zuerst X oder Y und danach die Zahl \(1\), \(2\) oder \(3\) gewählt. Das abgebildete Baumdiagramm ist unvollständig. a) Welcher Ast fehlt? b) Wie viele vollständige Pfade hat das korrigierte Baumdiagramm?
Abbildung zur Aufgabe 553093

Denkanstöße

- Vergleiche die zweiten Äste nach X mit den zweiten Ästen nach Y. - Laut Text müssen nach jedem ersten Ergebnis dieselben drei Zahlen möglich sein. - Zähle erst nach der Korrektur alle Endpunkte des Baums.

Lösung

1. Nach X sind die drei zweiten Möglichkeiten \(1,2,3\) vollständig eingetragen. 2. Nach Y sind nur \(1\) und \(3\) eingetragen. Es fehlt der Ast Y–2. 3. Nach der Korrektur gibt es zu X drei und zu Y drei vollständige Pfade, insgesamt also \(6\).

Antwort

a) Es fehlt der Ast Y–2. b) \(6\) vollständige Pfade
5530948
Ein Zufallsversuch hat zwei Stufen: Zuerst fällt L oder R, danach u oder v. Jona zeichnet dazu das abgebildete Baumdiagramm. a) Erkläre den Fehler im Baumdiagramm. b) Nenne die vier korrekten vollständigen Ergebnisfolgen.
Abbildung zur Aufgabe 553094

Denkanstöße

- Vergleiche die im Text genannten Möglichkeiten der zweiten Stufe mit jedem zweiten Astpaar im Bild. - Jede Möglichkeit einer Stufe darf an einem Knoten genau einmal vorkommen. - Schreibe anschließend jeden vollständigen Pfad als Kombination der beiden Stufen auf.

Lösung

1. Nach dem ersten Ergebnis R muss in der zweiten Stufe je ein Ast zu u und zu v führen. Im gezeichneten Baum steht dort u zweimal; v fehlt. 2. Die korrekten vollständigen Ergebnisfolgen sind Lu, Lv, Ru und Rv.

Antwort

a) Nach R ist u doppelt eingetragen und v fehlt. b) \(\{\text{Lu},\text{Lv},\text{Ru},\text{Rv}\}\)
5530958
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt einen zweistufigen Zufallsversuch. a) Wie viele vollständige Pfade besitzt der Baum? b) Erkläre die Anzahl mit dem Zählprinzip, ohne alle Pfade einzeln aufzuschreiben.
Abbildung zur Aufgabe 553095

Denkanstöße

- Zähle die Äste, die direkt vom Start ausgehen. - Prüfe, wie viele zweite Äste an jedem Knoten der ersten Stufe folgen. - Suche eine Rechnung, die diese wiederholte Struktur beschreibt, statt jeden Endpunkt einzeln zu zählen.

Lösung

1. In der ersten Stufe gibt es \(4\) Möglichkeiten: A, B, C und D. 2. Nach jeder dieser Möglichkeiten gibt es in der zweiten Stufe \(3\) Möglichkeiten: \(1,2,3\). 3. Daher besitzt der vollständige Baum \(4\cdot3=12\) vollständige Pfade.

Antwort

a) \(12\) vollständige Pfade b) \(4\cdot3=12\), weil zu jeder der \(4\) Möglichkeiten der ersten Stufe \(3\) Möglichkeiten der zweiten Stufe gehören.
5530968
Lies das abgebildete Baumdiagramm als geordneten zweistufigen Versuch. a) Gib alle vollständigen Ergebnisfolgen an. b) Erkläre, warum BA kein mögliches Ergebnis ist, obwohl A und B beide als Beschriftungen im Baum vorkommen.
Abbildung zur Aufgabe 553096

Denkanstöße

- Verfolge jeden Pfad immer vom Start bis zu einem Endpunkt. - Die Reihenfolge der Buchstaben in einer Ergebnisfolge entspricht der Reihenfolge der Stufen. - Prüfe bei BA, ob es vom Knoten B tatsächlich einen Ast zu A gibt.

Lösung

1. Nach R kann in der zweiten Stufe A oder B folgen. Daraus entstehen RA und RB. 2. Nach B kann in der zweiten Stufe C, D oder E folgen. Daraus entstehen BC, BD und BE. 3. Damit lauten alle vollständigen Ergebnisfolgen RA, RB, BC, BD und BE. 4. BA ist nicht möglich, weil die Reihenfolge der Stufen fest ist: B kommt hier als Ergebnis der ersten Stufe vor, aber A ist nach dem ersten Ergebnis B kein angebotener zweiter Ast.

Antwort

a) \(\{\text{RA},\text{RB},\text{BC},\text{BD},\text{BE}\}\) b) BA ist kein vollständiger Pfad des Baums; nach dem ersten Ergebnis B sind nur C, D und E möglich.
5563598
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt einen zweistufigen Zufallsversuch. a) Übertrage die vollständigen Pfade in eine Tabelle. Verwende die Ergebnisse der ersten Stufe als Zeilenüberschriften und die Ergebnisse der zweiten Stufe als Spaltenüberschriften. b) Gib die Ergebnismenge \(\Omega\) an. c) Welche Tabellenfelder gehören zum Ereignis \(E\): „Das Ergebnis der zweiten Stufe ist G“?
Abbildung zur Aufgabe 556359

Denkanstöße

- Lies die Beschriftungen der ersten Stufe direkt am ersten Astfächer ab. - Verfolge danach jeden dieser Äste bis zur zweiten Stufe und kombiniere die Beschriftungen in Pfadreihenfolge. - Die Tabelle ordnet dieselben vollständigen Pfade nur anders an; sie darf keine zusätzlichen Kombinationen enthalten.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man auf der ersten Stufe \(1\) und \(2\), auf der zweiten Stufe jeweils R, G und B ab. Die vollständigen Pfade sind deshalb 1R, 1G, 1B, 2R, 2G und 2B. 2. Diese Pfade werden in eine Tabelle mit den Zeilen \(1,2\) und den Spalten R, G, B übertragen. 3. Damit ist \(\Omega=\{\text{1R},\text{1G},\text{1B},\text{2R},\text{2G},\text{2B}\}\). 4. Für \(E\) muss die zweite Stelle G sein. Daher gehören 1G und 2G zu \(E\).

Antwort

a) <table> <tr><th></th><th>R</th><th>G</th><th>B</th></tr> <tr><th>1</th><td>\(1R\)</td><td>\(1G\)</td><td>\(1B\)</td></tr> <tr><th>2</th><td>\(2R\)</td><td>\(2G\)</td><td>\(2B\)</td></tr> </table> b) \(\Omega=\{\text{1R},\text{1G},\text{1B},\text{2R},\text{2G},\text{2B}\}\) c) \(1G\) und \(2G\)
4136198
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(6\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es genau \(3\) Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils eine richtig ist. Elias kreuzt bei allen Fragen rein zufällig eine Antwort an. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass Elias keine einzige Frage richtig beantwortet. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass Elias mindestens eine Frage richtig beantwortet. c) Mina kann bei jeder Frage eine falsche Antwort sicher ausschließen und rät jeweils zwischen den beiden verbleibenden Antworten. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sie alle \(6\) Fragen richtig beantwortet, und vergleiche sie mit Elias' Chance auf sechs richtige Antworten.

Denkanstöße

- Zähle vollständige Antwortfolgen mit dem Zählprinzip. - Für „keine richtig“ gibt es bei jeder Frage nur die falschen Antwortmöglichkeiten. - Für „mindestens eine richtig“ ist das Gegenereignis einfacher zu zählen. - Vergleiche in c) die Zahl aller noch möglichen vollständigen Antwortfolgen für Mina und Elias.

Lösung

1. Für Elias gibt es \(3^6=729\) gleich wahrscheinliche vollständige Antwortfolgen. 2. Für „alle sechs falsch“ stehen bei jeder Frage \(2\) falsche Antworten zur Verfügung. Daher gibt es \(2^6=64\) günstige Antwortfolgen und \(P(\text{keine richtig})=\frac{64}{729}\approx0{,}0878\). 3. Das Gegenereignis lautet „mindestens eine richtig“. Daher ist \(P(\text{mindestens eine richtig})=1-\frac{64}{729}=\frac{665}{729}\approx0{,}9122\). 4. Mina hat pro Frage noch \(2\) mögliche Antworten, also insgesamt \(2^6=64\) gleich wahrscheinliche Antwortfolgen. Nur eine davon ist vollständig richtig. Ihre Wahrscheinlichkeit ist \(\frac{1}{64}=0{,}015625\). 5. Elias hat für sechs richtige Antworten ebenfalls nur eine günstige Antwortfolge unter \(729\), also \(\frac{1}{729}\). Minas Chance ist damit deutlich größer.

Antwort

a) \(\frac{64}{729}\approx0{,}0878\) b) \(\frac{665}{729}\approx0{,}9122\) c) Mina: \(\frac{1}{64}=0{,}015625\); Elias: \(\frac{1}{729}\). Minas Chance ist größer.
4136208
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird dreimal nacheinander geworfen. a) Bestimme die Anzahl aller möglichen Wurffolgen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass keine \(6\) gewürfelt wird. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine \(6\) gewürfelt wird. d) Jonas behauptet: „Die konkrete Folge \((6;6;6)\) ist viel unwahrscheinlicher als die konkrete Folge \((1;2;3)\).“ Nimm mathematisch begründet Stellung.

Denkanstöße

- Zähle vollständige geordnete Wurffolgen mit dem Zählprinzip. - Für „keine 6“ sind bei jedem Wurf nur fünf Augenzahlen erlaubt. - „Mindestens eine 6“ lässt sich über sein Gegenereignis zählen. - Vergleiche bei d) nicht die auffällige Form der Folgen, sondern ihre Rolle als einzelne Ergebnisse.

Lösung

1. Bei drei Würfen gibt es \(6^3=216\) gleich wahrscheinliche geordnete Wurffolgen. 2. Ohne eine \(6\) stehen pro Wurf nur \(5\) Augenzahlen zur Verfügung. Es gibt \(5^3=125\) günstige Folgen. Daher ist \(P(\text{keine 6})=\frac{125}{216}\approx0{,}5787\). 3. Das Gegenereignis zu „keine 6“ ist „mindestens eine 6“. Daher ist \(P(\text{mindestens eine 6})=1-\frac{125}{216}=\frac{91}{216}\approx0{,}4213\). 4. Sowohl \((6;6;6)\) als auch \((1;2;3)\) ist genau eine der \(216\) gleich wahrscheinlichen Folgen. Beide haben daher die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{216}\). Jonas' Aussage ist falsch.

Antwort

a) \(216\) b) \(\frac{125}{216}\approx0{,}5787\) c) \(\frac{91}{216}\approx0{,}4213\) d) Die Aussage ist falsch; beide konkreten Folgen haben die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{216}\).
4136228
In einem Freizeitpark werden drei verschiedene Glücksräder nacheinander gedreht. Rad 1 hat \(6\), Rad 2 hat \(8\) und Rad 3 hat \(10\) gleich große Felder. Auf jedem Rad ist genau ein Feld mit G für Gold markiert. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Räder auf G stehen bleiben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass kein einziges Rad auf G stehen bleibt. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Rad auf G stehen bleibt?

Denkanstöße

- Betrachte vollständige Sektortripel der drei Räder als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. - Zähle für „kein G“ auf jedem Rad die nicht markierten Sektoren. - Für „mindestens ein G“ ist das Gegenereignis einfacher zu bestimmen.

Lösung

1. Ein vollständiges Ergebnis besteht aus je einem Sektor der drei Räder. Insgesamt gibt es \(6\cdot8\cdot10=480\) gleich wahrscheinliche Sektortripel. 2. Für dreimal G gibt es genau ein günstiges Sektortripel. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{480}\). 3. Für kein G stehen auf den drei Rädern \(5,7\) und \(9\) Sektoren zur Verfügung. Das sind \(5\cdot7\cdot9=315\) günstige Sektortripel. Daher ist \(P(\text{kein G})=\frac{315}{480}=\frac{21}{32}\). 4. „Mindestens einmal G“ ist das Gegenereignis. Daher ist \(P=1-\frac{21}{32}=\frac{11}{32}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{480}\) b) \(\frac{21}{32}\) c) \(\frac{11}{32}\)
4136258
In einer dunklen Schublade liegen vier schwarze und vier weiße Socken lose durcheinander. Lukas greift hinein und nimmt blind nacheinander zwei Socken heraus. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: a) Lukas zieht zwei schwarze Socken. b) Beide Socken haben dieselbe Farbe. c) Die Socken haben unterschiedliche Farben.

Denkanstöße

- Hilft dir ein Baumdiagramm, um die verschiedenen Pfade der Ziehung darzustellen? - Wie viele Socken sind nach dem ersten Zug noch in der Schublade? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für „verschiedene Farben“ direkt aus der Wahrscheinlichkeit für „gleiche Farbe“ berechnen? - Beachte, dass die Socken nicht zurückgelegt werden.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtmöglichkeiten: Beim ersten Zug gibt es \(8\) Socken, beim zweiten noch \(7\). Insgesamt gibt es \(8 \cdot 7 = 56\) mögliche Ziehungsfolgen. 2. Ereignis a): Für zwei schwarze Socken gibt es beim ersten Zug \(4\) Möglichkeiten und beim zweiten Zug \(3\) Möglichkeiten. Anzahl der günstigen Ergebnisse: \(4 \cdot 3 = 12\). Wahrscheinlichkeit: \(P(\text{zwei schwarze}) = \frac{12}{56} = \frac{3}{14}\). 3. Ereignis b): Für zwei weiße Socken gibt es ebenfalls \(4 \cdot 3 = 12\) Möglichkeiten. Die Gesamtzahl für „gleiche Farbe“ ist \(12 + 12 = 24\). Wahrscheinlichkeit: \(P(\text{gleiche Farbe}) = \frac{24}{56} = \frac{3}{7}\). 4. Ereignis c): Unterschiedliche Farben bedeutet entweder schwarz-weiß (\(4 \cdot 4 = 16\)) oder weiß-schwarz (\(4 \cdot 4 = 16\)). Gesamtzahl: \(16 + 16 = 32\). Alternativ über das Gegenereignis: \(1 - \frac{3}{7} = \frac{4}{7}\). Wahrscheinlichkeit: \(P(\text{verschiedene Farben}) = \frac{4}{7}\).

Antwort

a) \(P(\text{zwei schwarze}) = \frac{3}{14}\) b) \(P(\text{gleiche Farbe}) = \frac{3}{7}\) c) \(P(\text{verschiedene Farben}) = \frac{4}{7}\)
4136358
In einem Säckchen liegen \(20\) Kärtchen mit den Zahlen \(1\) bis \(20\). Es werden nacheinander drei Kärtchen ohne Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass auf allen drei gezogenen Kärtchen eine gerade Zahl steht?

Denkanstöße

- Zähle zunächst, wie viele gerade Zahlen zwischen \(1\) und \(20\) liegen. - Betrachte vollständige geordnete Dreierziehungen als Ergebnisse. - Da nicht zurückgelegt wird, nimmt die Zahl der verfügbaren Kärtchen nach jeder Ziehung ab.

Lösung

1. Für drei geordnete Ziehungen ohne Zurücklegen gibt es insgesamt \(20\cdot19\cdot18=6840\) gleich wahrscheinliche Kärtchentripel. 2. Unter den Zahlen \(1\) bis \(20\) sind \(10\) gerade. Für drei gerade Kärtchen gibt es daher \(10\cdot9\cdot8=720\) günstige geordnete Tripel. 3. Die Wahrscheinlichkeit ist \(\frac{720}{6840}=\frac{2}{19}\approx10{,}5\,\%\).

Antwort

\(\frac{2}{19}\approx10{,}5\,\%\)
4136398
Das abgebildete Glücksrad hat \(5\) gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für G-G-G? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für R-B-R in genau dieser Reihenfolge. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einmal G erscheint.
Abbildung zur Aufgabe 413639

Denkanstöße

- Lies zuerst aus der Abbildung ab, wie viele der gleich großen Sektoren zu R, B und G gehören. - Für eine feste Farbreihenfolge kannst du die passenden Sektormöglichkeiten in den drei Stufen zählen. - Bei „mindestens einmal G“ ist es hilfreich, zunächst alle Folgen ohne G zu betrachten.

Lösung

1. Bei drei Drehungen gibt es \(5^3=125\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektortripel. 2. Für G-G-G gibt es nur \(1^3=1\) günstiges Sektortripel. Daher ist \(P=\frac{1}{125}=0{,}8\,\%\). 3. Für R-B-R stehen \(2\), \(2\) und \(2\) passende Sektoren zur Verfügung. Das sind \(2\cdot2\cdot2=8\) günstige Tripel. Daher ist \(P=\frac{8}{125}=6{,}4\,\%\). 4. Ohne G stehen bei jeder Drehung \(4\) Sektoren zur Verfügung. Es gibt \(4^3=64\) Tripel ohne G. Daher ist \(P(\text{mindestens einmal G})=1-\frac{64}{125}=\frac{61}{125}=48{,}8\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{125}=0{,}8\,\%\) b) \(\frac{8}{125}=6{,}4\,\%\) c) \(\frac{61}{125}=48{,}8\,\%\)
4136418
Ein Zahlenschloss besteht aus \(4\) Ringen. Jeder Ring zeigt die Ziffern \(0\) bis \(9\). Eine Person hat den richtigen Code vergessen und stellt die vier Ringe rein zufällig ein. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, beim ersten Versuch den exakt richtigen Code einzustellen? b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass nur die erste Stelle richtig und die anderen drei Stellen falsch sind? c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der vier Stellen richtig ist?

Denkanstöße

- Zähle zuerst alle vierstelligen Codes. - Wenn eine Stelle falsch sein soll, gibt es dort neun mögliche Ziffern. - Für „mindestens eine Stelle richtig“ ist das Gegenereignis „keine Stelle richtig“ leichter zu zählen.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(10^4=10\,000\) gleich wahrscheinliche Codes. 2. In a) ist genau ein Code richtig. Daher ist \(P=\frac{1}{10000}=0{,}0001=0{,}01\,\%\). 3. In b) ist die erste Stelle fest richtig. Für jede der drei übrigen Stellen gibt es \(9\) falsche Ziffern. Das ergibt \(9^3=729\) günstige Codes und \(P=\frac{729}{10000}=0{,}0729=7{,}29\,\%\). 4. Für das Gegenereignis „keine Stelle ist richtig“ gibt es \(9^4=6561\) Codes. Daher ist \(P(\text{mindestens eine richtig})=1-\frac{6561}{10000}=\frac{3439}{10000}=34{,}39\,\%\).

Antwort

a) \(0{,}01\,\%\) b) \(7{,}29\,\%\) c) \(34{,}39\,\%\)
4136428
Das abgebildete Glücksrad hat \(10\) gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. G steht für Gewinn, N für Niete. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für G-G-G. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einmal N erscheint. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der erste Gewinn erst beim dritten Drehen erzielt wird.
Abbildung zur Aufgabe 413642

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie viele Sektoren bei einer Drehung Gewinn und wie viele Niete bedeuten. - Für b) suche ein Gegenereignis, das sich als einzige feste Ergebnisfolge beschreiben lässt. - Übersetze „erster Gewinn beim dritten Drehen“ in eine eindeutige Folge aus G und N, bevor du konkrete Sektorfolgen zählst.

Lösung

1. Bei drei Drehungen gibt es \(10^3=1000\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektortripel. 2. Für G-G-G sind bei jeder Drehung \(2\) Sektoren günstig. Es gibt \(2^3=8\) günstige Tripel, also \(P(\text{G-G-G})=\frac{8}{1000}=0{,}008=0{,}8\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal N“ ist G-G-G. Daher gilt \(P(\text{mindestens einmal N})=1-0{,}008=0{,}992=99{,}2\,\%\). 4. „Erster Gewinn beim dritten Drehen“ bedeutet N-N-G. Dafür gibt es \(8\cdot8\cdot2=128\) günstige Tripel. Somit ist \(P=\frac{128}{1000}=0{,}128=12{,}8\,\%\).

Antwort

a) \(0{,}008=0{,}8\,\%\) b) \(0{,}992=99{,}2\,\%\) c) \(0{,}128=12{,}8\,\%\)
4136448
Ein fairer Spielwürfel wird viermal geworfen. Wir betrachten die Ereignisse \(E\): „Es wird mindestens eine \(6\) gewürfelt.“ \(F\): „Es wird genau eine \(6\) gewürfelt.“ Berechne \(P(E)\) und \(P(F)\). Welches Ereignis ist wahrscheinlicher? Begründe ohne vollständiges Baumdiagramm.

Denkanstöße

- Zähle alle vierstelligen Wurffolgen mit dem Zählprinzip. - Für „mindestens eine \(6\)“ ist das Gegenereignis „keine \(6\)“ leichter zu zählen. - Für „genau eine \(6\)“ musst du zusätzlich berücksichtigen, an welcher der vier Positionen die \(6\) steht.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(6^4=1296\) gleich wahrscheinliche Wurffolgen. 2. Ohne eine \(6\) gibt es \(5^4=625\) Folgen. Daher gehören zu \(E\) genau \(1296-625=671\) Folgen und \(P(E)=\frac{671}{1296}\approx51{,}77\,\%\). 3. Für genau eine \(6\) kann deren Position auf \(4\) Arten gewählt werden. An den drei übrigen Positionen sind jeweils \(5\) andere Augenzahlen möglich. Somit gibt es \(4\cdot5^3=500\) günstige Folgen und \(P(F)=\frac{500}{1296}\approx38{,}58\,\%\). 4. Da \(671>500\), ist \(E\) wahrscheinlicher. Außerdem enthält \(E\) neben allen Folgen aus \(F\) auch Folgen mit zwei, drei oder vier Sechsen.

Antwort

\(P(E)=\frac{671}{1296}\approx51{,}77\,\%\) \(P(F)=\frac{500}{1296}\approx38{,}58\,\%\) \(E\) ist wahrscheinlicher.
4136468
Eine Schulklasse besteht aus \(20\) Jugendlichen: \(12\) Mädchen und \(8\) Jungen. Für eine Projektgruppe werden zwei Personen zufällig ausgelost. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Jungen ausgewählt werden. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau ein Mädchen und genau ein Junge ausgewählt werden. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass beide ausgewählten Personen dasselbe Geschlecht haben.

Denkanstöße

- Zähle geordnete Paare verschiedener Personen; dann sind alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich. - Bei b) gibt es zwei mögliche Geschlechterreihenfolgen. - Bei c) zählen Mädchen-Mädchen und Jungen-Jungen als zwei getrennte günstige Gruppen.

Lösung

1. Als geordnete Auswahl zweier verschiedener Personen gibt es \(20\cdot19=380\) gleich wahrscheinliche Ergebnisse. 2. Für zwei Jungen gibt es \(8\cdot7=56\) geordnete Paare. Daher ist \(P=\frac{56}{380}=\frac{14}{95}\approx14{,}7\,\%\). 3. Für genau ein Mädchen und einen Jungen gibt es \(12\cdot8\) Paare in der Reihenfolge Mädchen-Junge und \(8\cdot12\) in der Reihenfolge Junge-Mädchen. Das sind \(192\) günstige Paare. Daher ist \(P=\frac{192}{380}=\frac{48}{95}\approx50{,}5\,\%\). 4. Für gleiches Geschlecht gibt es \(12\cdot11=132\) Mädchen-Mädchen-Paare und \(8\cdot7=56\) Jungen-Jungen-Paare. Insgesamt sind \(188\) Paare günstig. Daher ist \(P=\frac{188}{380}=\frac{47}{95}\approx49{,}5\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{14}{95}\approx14{,}7\,\%\) b) \(\frac{48}{95}\approx50{,}5\,\%\) c) \(\frac{47}{95}\approx49{,}5\,\%\)
4136478
Auf neun Kärtchen stehen die Buchstaben des Wortes „STATISTIK“. Die Kärtchen werden gemischt verdeckt hingelegt. Zwei Kärtchen werden ohne Zurücklegen ausgewählt. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf beiden Kärtchen T steht? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass kein S aufgedeckt wird. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein I aufgedeckt wird.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie oft die einzelnen Buchstaben auf den neun Kärtchen vorkommen. - Zähle geordnete Paare konkreter Kärtchen ohne Zurücklegen. - Für „mindestens ein I“ kannst du zuerst die Paare ohne I zählen.

Lösung

1. In STATISTIK kommt S zweimal, T dreimal, A einmal, I zweimal und K einmal vor. Für zwei geordnete Ziehungen gibt es \(9\cdot8=72\) gleich wahrscheinliche Paare konkreter Kärtchen. 2. Für T-T gibt es \(3\cdot2=6\) günstige Paare. Daher ist \(P=\frac{6}{72}=\frac{1}{12}\approx8{,}3\,\%\). 3. Es gibt \(7\) Kärtchen ohne S. Für zwei davon gibt es \(7\cdot6=42\) günstige Paare. Daher ist \(P(\text{kein S})=\frac{42}{72}=\frac{7}{12}\approx58{,}3\,\%\). 4. Es gibt ebenfalls \(7\) Kärtchen ohne I. Das Gegenereignis „kein I“ hat daher die Wahrscheinlichkeit \(\frac{42}{72}=\frac{7}{12}\). Somit ist \(P(\text{mindestens ein I})=1-\frac{7}{12}=\frac{5}{12}\approx41{,}7\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{12}\approx8{,}3\,\%\) b) \(\frac{7}{12}\approx58{,}3\,\%\) c) \(\frac{5}{12}\approx41{,}7\,\%\)
41366110
In einer Dose befinden sich \(5\) rote und \(3\) grüne Fruchtgummis. Leon zieht nacheinander zwei Stück mit Zurücklegen. a) Gib die Baumstruktur in Textform an: Nenne die beiden Möglichkeiten der ersten Stufe und jeweils die beiden Möglichkeiten der zweiten Stufe mit ihren Astwahrscheinlichkeiten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leon zwei verschiedenfarbige Fruchtgummis zieht. c) Leon überlegt nun, das erste Fruchtgummi direkt zu essen und dann erst das zweite zu ziehen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für „zwei verschiedene Farben“ für diesen Fall ohne Zurücklegen und vergleiche das Ergebnis mit Aufgabenteil b).

Denkanstöße

- Welche Astwahrscheinlichkeiten gelten nach dem Zurücklegen in der zweiten Stufe? - Welche vollständigen Pfade führen zu „verschiedene Farben“? - Vergleiche für c) die Zusammensetzung der Dose nach einem roten und nach einem grünen ersten Zug.

Lösung

1. Mit Zurücklegen gilt in jeder Stufe \(P(\text{Rot})=\frac{5}{8}\) und \(P(\text{Grün})=\frac{3}{8}\). Nach Rot wie nach Grün verzweigt die zweite Stufe deshalb wieder in Rot mit \(\frac{5}{8}\) und Grün mit \(\frac{3}{8}\). 2. Die Pfade für zwei verschiedene Farben sind Rot–Grün und Grün–Rot. Mit Zurücklegen ist \(P(\text{verschieden})=\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{8}+\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{8}=\frac{15}{32}\). 3. Ohne Zurücklegen ändern sich die Wahrscheinlichkeiten in der zweiten Stufe. Es gilt \(P(\text{Rot, Grün})=\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{7}=\frac{15}{56}\) und \(P(\text{Grün, Rot})=\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{7}=\frac{15}{56}\). 4. Daher ist ohne Zurücklegen \(P(\text{verschieden})=\frac{30}{56}=\frac{15}{28}\). 5. Weil \(\frac{15}{28}>\frac{15}{32}\), ist das Ereignis ohne Zurücklegen wahrscheinlicher.

Antwort

a) Erste Stufe: Rot mit \(\frac{5}{8}\), Grün mit \(\frac{3}{8}\). Nach jedem dieser Äste gilt in der zweiten Stufe wieder: Rot mit \(\frac{5}{8}\), Grün mit \(\frac{3}{8}\). b) \(\frac{15}{32}\) c) Ohne Zurücklegen: \(\frac{15}{28}\); diese Wahrscheinlichkeit ist größer.
4140828
Aus den fünf Ziffernkarten \(\{1, 2, 3, 4, 5\}\) wird eine zweistellige Zahl gebildet. a) Zuerst werden die Ziffern mit Zurücklegen gezogen (Wiederholungen wie „22“ sind möglich). Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die gebildete Zahl mindestens eine „5“ enthält. b) Nun werden die Ziffern ohne Zurücklegen gezogen (jede Karte nur einmal). Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die gebildete Zahl mindestens eine „5“ enthält. c) Vergleiche die Ergebnisse aus a) und b). In welchem Fall ist die Wahrscheinlichkeit höher? Begründe kurz.

Denkanstöße

- Manchmal ist es einfacher zu zählen, wie viele Zahlen keine „5“ enthalten, und dies von der Gesamtzahl abzuziehen. - Wie verändert sich die Anzahl der verfügbaren Karten im zweiten Schritt, wenn du die Karte nicht zurücklegst? - Vergleiche die Brüche, indem du sie auf den gleichen Nenner bringst oder in Dezimalzahlen umwandelst.

Lösung

1. Teilaufgabe a (mit Zurücklegen): Gesamtzahl der Zahlen ist \(5 \cdot 5 = 25\). Die Anzahl der Zahlen ohne eine „5“ ist \(4 \cdot 4 = 16\). Die Anzahl der Zahlen mit mindestens einer „5“ ist \(25 - 16 = 9\) (oder Aufzählung: 15, 25, 35, 45, 51, 52, 53, 54, 55). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = \frac{9}{25} = 0{,}36\). 2. Teilaufgabe b (ohne Zurücklegen): Gesamtzahl der Zahlen ist \(5 \cdot 4 = 20\). Die Anzahl der Zahlen ohne eine „5“ ist \(4 \cdot 3 = 12\). Die Anzahl der Zahlen mit mindestens einer „5“ ist \(20 - 12 = 8\) (Aufzählung wie oben, aber ohne 55). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = \frac{8}{20} = \frac{2}{5} = 0{,}4\). 3. Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit in b) ist höher (\(0{,}40 > 0{,}36\)). Dies liegt daran, dass beim Ziehen ohne Zurücklegen die Gesamtzahl der Möglichkeiten stärker abnimmt als die Anzahl der günstigen Möglichkeiten, da im zweiten Schritt die Chance auf die „5“ steigt, wenn sie im ersten Schritt nicht gezogen wurde.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}36\) (oder \(36\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}4\) (oder \(40\,\%\)). c) Die Wahrscheinlichkeit ist im Fall b) höher, da durch das fehlende Zurücklegen die Gesamtzahl der möglichen Kombinationen stärker sinkt als die Anzahl der Kombinationen mit einer „5“.
43744710
In einer Bäckerei werden Brötchen in zwei verschiedenen Öfen gebacken. \(60\,\%\) der Brötchen werden in Ofen 1 gebacken, die restlichen \(40\,\%\) in Ofen 2. Die Qualität der Brötchen wird nach dem Backen in drei Kategorien eingeteilt: „perfekt“, „zu dunkel“ und „unbrauchbar“. Das folgende Baumdiagramm zeigt die Anteile für die beiden Öfen. Wie viele von insgesamt \(2000\) produzierten Brötchen werden voraussichtlich als „perfekt“ eingestuft?
Abbildung zur Aufgabe 437447

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele Brötchen aus jedem der beiden Öfen kommen. - Berechne dann für jeden Ofen einzeln, wie viele davon die Eigenschaft „perfekt“ haben. - Addiere zum Schluss die Ergebnisse beider Pfade, die zum Ziel „perfekt“ führen. - Du kannst auch zuerst die Gesamtwahrscheinlichkeit für „perfekt“ berechnen und diese dann mit der Gesamtzahl multiplizieren.

Lösung

1. Berechnung der Anzahl der Brötchen pro Ofen: Ofen 1: \(2000 \cdot 0{,}60 = 1200\) Brötchen Ofen 2: \(2000 \cdot 0{,}40 = 800\) Brötchen 2. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 1: \(1200 \cdot 0{,}95 = 1140\) Brötchen 3. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 2: \(800 \cdot 0{,}85 = 680\) Brötchen 4. Berechnung der Gesamtzahl der perfekten Brötchen: \(1140 + 680 = 1820\) Brötchen

Antwort

Voraussichtlich werden insgesamt \(1820\) Brötchen als „perfekt“ eingestuft.
43745010
In einer Schüssel liegen \(20\) Bonbons, wovon genau eines die Geschmacksrichtung Zitrone (\(Z\)) hat. Drei Kinder nehmen nacheinander jeweils ein Bonbon heraus, ohne es zurückzulegen. Das Baumdiagramm zeigt die möglichen Ergebnisse für Zitrone (\(Z\)) und andere Sorten (\(\overline{Z}\)). a) Bestimme die fehlenden Wahrscheinlichkeiten \(a\), \(b\) und \(c\) an den Ästen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für den Pfad, bei dem das zweite Kind das Zitronenbonbon bekommt. c) Erkläre, warum die Wahrscheinlichkeit für das dritte Kind ebenfalls \(\frac{1}{20}\) beträgt.
Abbildung zur Aufgabe 437450

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Bonbons nach jedem Zug noch in der Schüssel sind. - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten an den zwei Ästen eines Knotens zusammen? - Welche Regel gilt für die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Pfades? - Was passiert beim Multiplizieren der Brüche entlang des Pfades zum dritten Kind?

Lösung

1. Da es zu Beginn \(20\) Bonbons gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für „keine Zitrone“ \(a=\frac{19}{20}\). In der zweiten Stufe sind noch \(19\) Bonbons in der Schüssel. Davon ist eines Zitrone, also \(b=\frac{1}{19}\) und \(c=\frac{18}{19}\). 2. Für das zweite Kind gilt nach der Produktregel entlang des Pfades \(\overline{Z}\to Z\): \(P(\text{2. Kind hat }Z)=\frac{19}{20}\cdot\frac{1}{19}=\frac{1}{20}\). 3. Für das dritte Kind lautet der Pfad \(\overline{Z}\to\overline{Z}\to Z\). Es gilt \(\frac{19}{20}\cdot\frac{18}{19}\cdot\frac{1}{18}=\frac{1}{20}\). Durch das Kürzen bleibt der ursprüngliche Nenner \(20\) erhalten.

Antwort

a) \(a=\frac{19}{20}\), \(b=\frac{1}{19}\), \(c=\frac{18}{19}\) b) \(\frac{1}{20}\) c) Ebenfalls \(\frac{1}{20}\), da \(\frac{19}{20}\cdot\frac{18}{19}\cdot\frac{1}{18}=\frac{1}{20}\).
4375238
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle gleich wahrscheinlichen geordneten Zahlenpaare eines zweistufigen Zufallsversuchs. Bestimme mithilfe des Baums die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zahl der zweiten Stufe größer als die Zahl der ersten Stufe ist.
Abbildung zur Aufgabe 437523

Denkanstöße

- Lies aus dem Baum ab, welche Zahlen auf der ersten und zweiten Stufe vorkommen. - Prüfe für jeden Ast der ersten Stufe, welche Fortsetzungen eine größere Zahl tragen. - Zähle anschließend günstige und alle vollständigen Pfade.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(16\) vollständige Pfade ab. 2. Günstig sind die Pfade \((1;2)\), \((1;3)\), \((1;4)\), \((2;3)\), \((2;4)\) und \((3;4)\). Das sind \(6\) Pfade. 3. Da alle vollständigen Pfade gleich wahrscheinlich sind, gilt \(P(E)=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\).

Antwort

\(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\)
4375948
Mit gleich wahrscheinlichen Zufallsziffern von \(0\) bis \(9\) soll ein Versuch mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(0{,}3\) simuliert werden. a) Gib eine mögliche Zuordnung der zehn Ziffern zu „Erfolg“ und „Misserfolg“ an. b) Verwende für diese Teilaufgabe die Zuordnung „Erfolg bei \(0,1,2\)“. Die erzeugten Zufallsziffern lauten \(7,0,4,2,9,1,3,8,2,5\). Bestimme die absolute und relative Häufigkeit der Erfolge. c) Erkläre, warum die relative Häufigkeit aus diesen zehn simulierten Versuchen nicht genau \(0{,}3\) sein muss.

Denkanstöße

- Überlege, wie die zehn gleich wahrscheinlichen Ziffern auf die beiden Ergebnisse verteilt werden müssen, damit der gewünschte Erfolgsanteil entsteht. - Prüfe in b) jede erzeugte Ziffer anhand der dort vorgegebenen Erfolgszuordnung. - Vergleiche bei c) eine kurze Versuchsreihe mit der langfristigen Aussage des empirischen Gesetzes der großen Zahlen.

Lösung

1. Für Erfolgswahrscheinlichkeit \(0{,}3\) müssen genau \(3\) der \(10\) gleich wahrscheinlichen Ziffern als Erfolg festgelegt werden. Eine mögliche Zuordnung ist Erfolg bei \(0,1,2\), Misserfolg bei \(3,4,5,6,7,8,9\). 2. In der angegebenen Folge sind \(0,2,1,2\) Erfolge. Die absolute Häufigkeit beträgt daher \(4\). 3. Die relative Häufigkeit ist \(\frac{4}{10}=0{,}4=40\,\%\). 4. Bei nur zehn Versuchen können relative Häufigkeiten merklich von der zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeit abweichen. Erst bei vielen Wiederholungen ist eine stärkere Stabilisierung zu erwarten.

Antwort

a) Zum Beispiel: Erfolg bei \(0,1,2\), Misserfolg bei \(3,4,5,6,7,8,9\). b) Absolute Häufigkeit: \(4\); relative Häufigkeit: \(0{,}4=40\,\%\). c) Zehn Versuche sind eine kurze Reihe; zufällige Schwankungen können deshalb noch deutlich sichtbar sein.
5530978
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle vollständigen Ergebnisfolgen eines zweistufigen Zufallsversuchs. Alle vollständigen Pfade sind gleich wahrscheinlich. Bestimme mithilfe der Blätter die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Der erste Eintrag ist P oder die Zahl im zweiten Schritt ist kleiner als \(3\)“.
Abbildung zur Aufgabe 553097

Denkanstöße

- Lies zuerst aus dem Baum ab, wie viele vollständige Pfade vorhanden sind. - Markiere alle Pfade, deren erster Eintrag P ist. - Ergänze anschließend nur die noch nicht markierten Pfade mit einer Zahl kleiner als \(3\). - Vergleiche günstige und alle gleich wahrscheinlichen Blätter.

Lösung

1. Aus dem Baum liest man \(8\) vollständige Pfade ab. 2. Das Ereignis \(E\) enthält alle vier Pfade, die mit P beginnen. Zusätzlich gehören nach Q noch die Pfade Q-1 und Q-2 dazu. Insgesamt sind \(6\) Pfade günstig. 3. Da alle vollständigen Pfade gleich wahrscheinlich sind, gilt \(P(E)=\frac{6}{8}=\frac{3}{4}=75\,\%\).

Antwort

\(P(E)=\frac{3}{4}=75\,\%\)
5530988
Ein vollständiges Baumdiagramm beschreibt einen zweistufigen Versuch. Nach jeder Möglichkeit der ersten Stufe gibt es gleich viele Möglichkeiten in der zweiten Stufe. Insgesamt hat der Baum \(24\) vollständige Pfade. In der ersten Stufe gibt es genau zwei Möglichkeiten mehr als in der zweiten Stufe. Wie viele Äste gehen vom Start aus, und wie viele zweite Äste folgen jeweils? Begründe.

Denkanstöße

- Überlege, wie die Zahl der Blätter eines gleichmäßig verzweigten zweistufigen Baums mit den Astzahlen der beiden Stufen zusammenhängt. - Die beiden gesuchten Astzahlen sind positive ganze Zahlen. - Nutze neben der Gesamtzahl \(24\) auch die Information über den Unterschied der beiden Astzahlen. - Prüfe deine gefundenen Astzahlen anschließend an beiden Bedingungen.

Lösung

1. Die Zahl der vollständigen Pfade ist das Produkt aus der Zahl der Möglichkeiten der ersten Stufe und der Zahl der Möglichkeiten der zweiten Stufe. 2. Gesucht sind daher zwei positive ganze Zahlen mit Produkt \(24\), wobei die erste Zahl um \(2\) größer ist als die zweite. 3. Die Faktoren \(6\) und \(4\) erfüllen beide Bedingungen: \(6\cdot4=24\) und \(6-4=2\). 4. Vom Start gehen also \(6\) Äste aus; an jedem der sechs Knoten folgen \(4\) zweite Äste.

Antwort

Erste Stufe: \(6\) Äste; zweite Stufe: jeweils \(4\) Äste.

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