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Irrationale Zahlen

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Untersuche, ob die Ergebnisse der folgenden Rechenausdrücke rational oder irrational sind. Begründe deine Entscheidung jeweils durch Vereinfachung des Terms. a) \(\sqrt{8} \cdot \sqrt{2}\) b) \(\sqrt{3} + \sqrt{27}\) c) \((5 - \sqrt{6}) \cdot (5 + \sqrt{6})\)

Denkanstöße

- Kannst du die Wurzelterme mithilfe von Rechenregeln zusammenfassen? - Versuche, bei größeren Zahlen unter der Wurzel Faktoren zu finden, die Quadratzahlen sind. - Erkennst du in Teilaufgabe c) eine bekannte Formel aus der Algebra? - Was passiert mit einer Wurzel, wenn man sie mit sich selbst multipliziert oder quadriert?

Lösung

1. Zu a): Anwendung der Produktregel für Wurzeln: \(\sqrt{8} \cdot \sqrt{2} = \sqrt{8 \cdot 2} = \sqrt{16}\). Das Ergebnis ist \(4\), eine rationale Zahl. 2. Zu b): Teilweises Wurzelziehen bei \(\sqrt{27} = \sqrt{9 \cdot 3} = 3\sqrt{3}\). Die Summe ist \(\sqrt{3} + 3\sqrt{3} = 4\sqrt{3}\). Da \(\sqrt{3}\) irrational ist, ist auch das Produkt mit der rationalen Zahl \(4\) irrational. 3. Zu c): Anwendung der dritten binomischen Formel: \((5 - \sqrt{6}) \cdot (5 + \sqrt{6}) = 5^2 - (\sqrt{6})^2\). Dies ergibt \(25 - 6 = 19\). Das Ergebnis ist eine rationale Zahl.

Antwort

a) Rational, da \(\sqrt{16} = 4\). b) Irrational, da \(\sqrt{3} + 3\sqrt{3} = 4\sqrt{3}\). c) Rational, da \(25 - 6 = 19\) (3. binomische Formel).
4144559
Gegeben ist der Beginn einer Dezimalzahl: \(0{,}45...\) a) Setze die Zahl um zehn Stellen so fort, dass eine rationale Zahl entsteht. Beschreibe das gewählte Muster. b) Setze die Zahl um zehn Stellen so fort, dass eine irrationale Zahl entsteht. Beschreibe das Bildungsgesetz und erkläre, warum diese Konstruktion zu einer irrationalen Zahl führt.

Denkanstöße

- Was unterscheidet die Dezimaldarstellung einer rationalen von der einer irrationalen Zahl? - Wie kannst du sicherstellen, dass sich eine Ziffernfolge immer wiederholt? - Wie kannst du eine Folge entwerfen, die zwar einer Regel folgt, aber nie in eine feste Wiederholung (Periode) verfällt?

Lösung

1. Definition einer rationalen Zahl: Ein Dezimalbruch ist rational, wenn er abbricht oder unendlich periodisch ist. 2. Konstruktion einer rationalen Zahl: Durch Wiederholung des Blocks \(45\) entsteht die rein periodische Zahl \(0{,}\overline{45} = 0{,}4545454545...\). Die nächsten zehn Ziffern sind \(4, 5, 4, 5, 4, 5, 4, 5, 4, 5\). 3. Definition einer irrationalen Zahl: Ein Dezimalbruch ist irrational, wenn er unendlich und nichtperiodisch ist. 4. Konstruktion einer irrationalen Zahl: Ein Muster mit zunehmender Anzahl an Nullen zwischen den Einsen, zum Beispiel \(0{,}450100100010...\). Die nächsten zehn Ziffern sind \(0, 1, 0, 0, 1, 0, 0, 0, 1, 0\). Da sich die Anzahl der Nullen ständig vergrößert, kann sich kein fester Ziffernblock unendlich oft wiederholen.

Antwort

a) Beispiel: \(0{,}454545454545...\) (Ziffern: \(4, 5, 4, 5, 4, 5, 4, 5, 4, 5\)). Die Zahl ist rational, da sie periodisch ist. b) Beispiel: \(0{,}450100100010...\) (Ziffern: \(0, 1, 0, 0, 1, 0, 0, 0, 1, 0\)). Die Zahl ist irrational, da das Muster (immer eine Null mehr) sicherstellt, dass die Dezimaldarstellung nichtperiodisch und unendlich ist.
4144619
Untersuche die folgende Behauptung: „Das Produkt zweier irrationaler Zahlen ist stets eine irrationale Zahl.“ Entscheide, ob die Aussage wahr oder falsch ist. Beweise die Aussage oder gib ein Gegenbeispiel an, das sie widerlegt.

Denkanstöße

- Denk an die Definition von irrationalen Zahlen. - Was passiert, wenn du eine Wurzel mit sich selbst multiplizierst? - Reicht ein einziges Beispiel aus, um eine allgemeine Regel zu beweisen oder zu widerlegen?

Lösung

1. Prüfung der Behauptung durch Suche nach einem Gegenbeispiel. 2. Wähle zwei irrationale Zahlen, zum Beispiel \(a = \sqrt{2}\) und \(b = \sqrt{2}\). 3. Berechne das Produkt: \(a \cdot b = \sqrt{2} \cdot \sqrt{2} = 2\). 4. Die Zahl \(2\) ist eine rationale Zahl (da sie als Bruch \(\frac{2}{1}\) darstellbar ist). 5. Da das Produkt zweier irrationaler Zahlen eine rationale Zahl ergeben kann, ist die ursprüngliche Behauptung falsch.

Antwort

Die Aussage ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist das Produkt \(\sqrt{2} \cdot \sqrt{2} = 2\). Hier sind beide Faktoren irrational, das Ergebnis \(2\) ist jedoch rational.
4143959
a) Begründe die folgende Aussage: „Die Summe aus einer rationalen Zahl \(r\) und einer irrationalen Zahl \(s\) ist stets eine irrationale Zahl.“ b) Überprüfe, ob die Summe zweier irrationaler Zahlen immer irrational sein muss. Falls nicht, gib ein Gegenbeispiel an.

Denkanstöße

- Überlege dir, was passieren würde, wenn das Ergebnis der Rechnung rational wäre. - Könnte man die Gleichung so umstellen, dass die irrationale Zahl allein auf einer Seite steht? - Was weißt du über das Rechnen mit Brüchen (rationalen Zahlen)? Bleibt das Ergebnis ein Bruch? - Suche für das Gegenbeispiel nach zwei Zahlen, die sich gegenseitig „aufheben“.

Lösung

1. Annahme zum Widerspruch: Die Summe \(q = r + s\) sei eine rationale Zahl. 2. Da \(r\) und \(q\) rational sind, lässt sich die Gleichung nach \(s\) umstellen: \(s = q - r\). 3. Die Differenz zweier rationaler Zahlen ist stets rational. Daraus würde folgen, dass \(s\) eine rationale Zahl ist. 4. Dies steht im Widerspruch zur Voraussetzung, dass \(s\) irrational ist. Somit muss die Summe \(r + s\) irrational sein. 5. Gegenbeispiel für b): Wählt man zwei irrationale Zahlen wie \(a = \sqrt{2}\) und \(b = -\sqrt{2}\), so ergibt deren Summe \(a + b = 0\). Da \(0\) eine rationale Zahl ist, ist die Summe zweier irrationaler Zahlen nicht zwingend irrational.

Antwort

a) Angenommen, die Summe \(r+s=q\) wäre rational. Dann wäre \(s=q-r\) ebenfalls rational (Differenz zweier rationaler Zahlen), was der Voraussetzung widerspricht. b) Nein, die Summe muss nicht irrational sein. Ein Gegenbeispiel ist \(\sqrt{2} + (-\sqrt{2}) = 0\).
4144639
In einem Koordinatensystem bilden die Punkte \(A(0|0)\), \(B(w|0)\) und \(C(w|h)\) ein rechtwinkliges Dreieck mit den Kathetenlängen \(w\) und \(h\). Die Länge der Hypotenuse \(d\) lässt sich mit dem Satz des Pythagoras berechnen. Untersuche, ob die Länge der Hypotenuse \(d\) immer eine irrationale Zahl ist, wenn für die Katheten gilt: a) \(w = 1\) und \(h = 1\) b) \(w = 3\) und \(h = 4\) Entscheide anhand dieser Ergebnisse, ob die folgende Aussage wahr ist: „Die Diagonale eines Quadrats oder Rechtecks mit ganzzahligen Seitenlängen ist niemals rational.“

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Satz des Pythagoras. - Wann ist die Quadratwurzel aus einer natürlichen Zahl rational? - Suche nach speziellen Zahlenkombinationen, die du vielleicht schon aus der Geometrie kennst.

Lösung

1. Berechnung für Fall a): \(d = \sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{1 + 1} = \sqrt{2}\). Da \(2\) keine Quadratzahl ist, ist \(\sqrt{2}\) irrational. 2. Berechnung für Fall b): \(d = \sqrt{3^2 + 4^2} = \sqrt{9 + 16} = \sqrt{25} = 5\). 3. Die Zahl \(5\) ist eine rationale Zahl (natürliche Zahl). 4. Bewertung der Aussage: Da im Fall b) die Seitenlängen ganzzahlig sind (\(3\) und \(4\)), die Diagonale aber rational (\(5\)) ist, ist die Aussage „niemals rational“ widerlegt.

Antwort

a) \(d = \sqrt{2}\) (irrational). b) \(d = 5\) (rational). Die Aussage ist falsch, da es Rechtecke mit ganzzahligen Seiten (wie \(3\) und \(4\)) gibt, deren Diagonale eine rationale Zahl (hier \(5\)) ist.
4155559
Untersuche die folgenden Zahlen. Welche davon sind Quadrate rationaler Zahlen? Begründe jede Entscheidung, ohne die Wurzel näherungsweise zu berechnen. Schreibe endliche Dezimalzahlen dabei ohne überflüssige Endnullen. A) \(0{,}0009\) B) \(0{,}09\) C) \(0{,}9\) D) \(90\) E) \(900\)

Denkanstöße

- Betrachte bei Dezimalzahlen die Darstellung ohne überflüssige Endnullen. - Welche Stellenzahl entsteht beim Quadrieren einer endlichen Dezimalzahl? - Bei ganzen Zahlen hilft die Primfaktorzerlegung: Welche Exponenten besitzt eine Quadratzahl?

Lösung

1. Für eine endliche Dezimalzahl, die als Quadrat einer rationalen Zahl darstellbar ist, ist die Anzahl der Nachkommastellen in der Darstellung ohne überflüssige Endnullen gerade. Bei ganzen Zahlen müssen in der Primfaktorzerlegung alle Exponenten gerade sein. 2. A) \(0{,}0009 = 0{,}03^2\): möglich. 3. B) \(0{,}09 = 0{,}3^2\): möglich. 4. C) \(0{,}9\) hat genau eine Nachkommastelle und ist daher kein Quadrat einer rationalen Zahl. 5. D) \(90 = 2 \cdot 3^2 \cdot 5\). Die Exponenten von \(2\) und \(5\) sind ungerade; daher ist \(90\) kein Quadrat einer rationalen Zahl. 6. E) \(900 = 30^2\): möglich.

Antwort

A), B) und E) sind Quadrate rationaler Zahlen: \(0{,}0009 = 0{,}03^2\), \(0{,}09 = 0{,}3^2\) und \(900 = 30^2\). C) und D) sind keine Quadrate rationaler Zahlen.
4143469
Gegeben sind die Zahlen \(x = 0{,}01\) und \(y = 1\). a) Bestimme eine Dezimalzahl \(z\) im Intervall \(x < z < y\), deren Quadratwurzel eine rationale Zahl mit genau einer Nachkommastelle ist. b) Eine endliche Dezimalzahl werde ohne überflüssige Endnullen geschrieben. Erkläre allgemein: Was lässt sich über die Anzahl ihrer Nachkommastellen sagen, wenn sie das Quadrat einer rationalen Zahl ist? c) Untersuche mithilfe deiner Erkenntnis aus Teil b), ob \(\sqrt{0{,}1}\) rational oder irrational ist.

Denkanstöße

- Wähle zuerst einen einfachen Wurzelwert mit genau einer Nachkommastelle und quadriere ihn. - Schreibe endliche Dezimalzahlen ohne überflüssige Endnullen. - Wie verändert sich die Anzahl der Nachkommastellen beim Quadrieren?

Lösung

1. Wähle beispielsweise \(\sqrt z = 0{,}5\). Dann ist \(z = 0{,}5^2 = 0{,}25\), und es gilt \(0{,}01 < 0{,}25 < 1\). 2. Ist eine endliche Dezimalzahl das Quadrat einer rationalen Zahl, so besitzt ihre Dezimaldarstellung ohne überflüssige Endnullen eine gerade Anzahl an Nachkommastellen. Beim Quadrieren einer endlichen Dezimalzahl verdoppelt sich zunächst die Stellenzahl; beim Entfernen von Endnullen verschwinden wegen des Quadrats stets jeweils zwei Stellen. 3. Die Zahl \(0{,}1\) hat in ihrer kanonischen Dezimaldarstellung genau eine Nachkommastelle. Sie kann daher nicht das Quadrat einer rationalen Zahl sein. Folglich ist \(\sqrt{0{,}1}\) irrational.

Antwort

a) Zum Beispiel \(z = 0{,}25\), denn \(\sqrt{0{,}25} = 0{,}5\). b) Die Dezimaldarstellung des Radikanden ohne überflüssige Endnullen hat eine gerade Anzahl an Nachkommastellen. c) \(\sqrt{0{,}1}\) ist irrational.
4143969
Gegeben sind zwei Zahlen durch ihre Bildungsgesetze in der Dezimaldarstellung: \(x = 0{,}10110111011110...\) \(y = 0{,}34334333433334...\) a) Beschreibe die Bildungsgesetze für die Nachkommastellen beider Zahlen präzise. b) Begründe, warum es sich bei \(x\) und \(y\) um irrationale Zahlen handelt. c) Berechne die Summe \(x + y\) und gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an.

Denkanstöße

- Schau dir an, wie sich die Länge der Blöcke aus Einsen oder Dreien verändert. - Wann ist ein Dezimalbruch rational und wann irrational? Hat das etwas mit Mustern oder Wiederholungen zu tun? - Addiere die Zahlen Stelle für Stelle untereinander. Fällt dir ein Muster im Ergebnis auf? - Erinnerst du dich, wie man rein periodische Dezimalzahlen in Brüche umwandelt?

Lösung

1. Bildungsgesetz \(x\): Nach dem Komma folgen Blöcke aus \(n\) Einsen, die jeweils von einer einzelnen Null abgeschlossen werden (\(n = 1, 2, 3, ...\)). 2. Bildungsgesetz \(y\): Nach dem Komma folgen Blöcke aus \(n\) Dreien, die jeweils von einer einzelnen Vier abgeschlossen werden (\(n = 1, 2, 3, ...\)). 3. Begründung der Irrationalität: Da die Anzahl der Einsen bzw. Dreien in jedem Block um eins zunimmt, kann die Ziffernfolge niemals periodisch werden. Unendliche, nichtperiodische Dezimalbrüche sind irrational. 4. Berechnung der Summe: An jeder Nachkommastelle \(k\) werden entweder die Ziffern \(1\) und \(3\) oder die Ziffern \(0\) und \(4\) addiert. In beiden Fällen ergibt die Summe der Ziffern \(4\). 5. Ergebnis: Die Summe ist \(0{,}4444... = 0{,}\overline{4}\). 6. Umwandlung in einen Bruch: \(0{,}\overline{4} = \frac{4}{9}\).

Antwort

a) Bei \(x\) folgt auf \(n\) Einsen eine Null; bei \(y\) folgt auf \(n\) Dreien eine Vier (\(n\) steigt jeweils an). b) Die Zahlen sind irrational, da die Ziffernfolgen durch die wachsenden Blocklängen nicht periodisch sind. c) Die Summe ist \(0{,}\overline{4}\), was dem Bruch \(\frac{4}{9}\) entspricht.
4144569
Betrachte die Zahl \(a = 0{,}12345678910111213...\), bei der die natürlichen Zahlen der Reihe nach als Nachkommastellen notiert werden. Ein Schüler behauptet: „Da ich genau weiß, welche Ziffer als Nächste kommt und die Ziffern einem klaren Muster folgen, muss die Zahl rational sein.“ Nimm Stellung zu dieser Behauptung. Erkläre unter Verwendung der mathematischen Definition für rationale Zahlen, warum der Schüler unrecht hat.

Denkanstöße

- Rationalität verlangt eine abbrechende oder schließlich periodische Dezimaldarstellung. - Betrachte die Blöcke \(10\), \(100\), \(1000\), \(\dots\). - Können in einer festen Periode beliebig lange Nullfolgen auftreten?

Lösung

1. Eine reelle Zahl ist genau dann rational, wenn ihre Dezimaldarstellung abbricht oder ab einer Stelle periodisch wird. 2. Die Dezimaldarstellung von \(a\) bricht nicht ab, weil immer weitere natürliche Zahlen angefügt werden. 3. Sie kann auch nicht schließlich periodisch sein. Für jedes \(m\in\mathbb N\) enthält die angefügte Zahl \(10^m\) nach der Ziffer \(1\) eine Folge von \(m\) Nullen. Daher treten in der Dezimaldarstellung beliebig lange Nullfolgen auf. 4. In einer schließlich periodischen Dezimaldarstellung mit einer festen Periode sind die Längen von Nullfolgen beschränkt, sofern die Periode nicht nur aus Nullen besteht. Bestünde die Periode nur aus Nullen, würde die Dezimaldarstellung schließlich abbrechen. Beides trifft auf \(a\) nicht zu. 5. Somit ist die Dezimaldarstellung nicht periodisch und \(a\) irrational. Ein vorhersagbares Bildungsgesetz allein macht eine Zahl nicht rational.

Antwort

Die Behauptung ist falsch. Die Dezimaldarstellung bricht nicht ab und ist nicht schließlich periodisch: Durch die Blöcke \(10^m\) entstehen beliebig lange Nullfolgen. Eine feste, nicht nur aus Nullen bestehende Periode könnte solche beliebig langen Nullfolgen nicht erzeugen. Daher ist \(a\) irrational.
4144579
Gegeben sind zwei Zahlen in ihrer Dezimaldarstellung: \(x = 0{,}\overline{12}\) \(y = 0{,}121122111222...\) a) Wandle \(x\) in einen vollständig gekürzten Bruch der Form \(\frac{p}{q}\) um. b) Begründe, warum \(y\) eine irrationale Zahl ist. c) Gib eine rationale Zahl \(z\) in Dezimaldarstellung an, die zwischen \(x\) und \(y\) liegt (\(y < z < x\)). Begründe deine Wahl durch einen Vergleich der Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie wandelt man rein periodische Dezimalzahlen in Brüche um? Welche Rolle spielt die Neun im Nenner? - Vergleiche die Zahlen Stelle für Stelle von links nach rechts, um ihre Größe zu bestimmen. - Erinnere dich daran, dass jeder abbrechende Dezimalbruch eine rationale Zahl ist.

Lösung

1. Umwandlung von \(x\): Da \(x = 0{,}1212...\) eine rein periodische Zahl mit der Periodenlänge 2 ist, gilt \(x = \frac{12}{99}\). Kürzen durch 3 ergibt \(x = \frac{4}{33}\). 2. Analyse von \(y\): Das Bildungsgesetz von \(y\) sieht Blöcke von Einsen und Zweien mit jeweils zunehmender Länge vor. Da die Blocklängen ständig wachsen, gibt es keine feste Periode. Eine unendliche, nichtperiodische Dezimalzahl ist irrational. 3. Vergleich der Stellen: \(x = 0{,}121212...\) \(y = 0{,}121122...\) An der vierten Nachkommastelle hat \(x\) eine \(2\) und \(y\) eine \(1\). Somit ist \(y < x\). 4. Konstruktion von \(z\): Eine rationale Zahl zwischen \(y\) und \(x\) ist zum Beispiel der abbrechende Dezimalbruch \(z = 0{,}1212\). Es gilt \(0{,}121122... < 0{,}121200 < 0{,}121212...\).

Antwort

a) \(x = \frac{4}{33}\) b) \(y\) ist irrational, da die Ziffernfolge durch die systematische Vergrößerung der Blöcke unendlich und nichtperiodisch ist. c) Beispiel: \(z = 0{,}1212\). Begründung: \(0{,}121122\ldots < 0{,}121200 < 0{,}121212\ldots\). Daher liegt \(z\) zwischen \(y\) und \(x\).

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