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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Indirekter Beweis (z.B. Irrationalität von Wurzel 2)

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Beim Beweis der Irrationalität von \(\sqrt{2}\) spielt die Eigenschaft eine Rolle, dass aus der Teilbarkeit von \(p^2\) durch 2 auch die Teilbarkeit von \(p\) durch 2 folgt. Untersuche, ob die folgende analoge Aussage wahr oder falsch ist: „Wenn \(p^2\) durch 4 teilbar ist, dann muss auch \(p\) durch 4 teilbar sein.“ Begründe deine Entscheidung durch ein Gegenbeispiel und erkläre kurz, warum der entsprechende Beweisversuch für die Irrationalität von \(\sqrt{4}\) scheitert.

Denkanstöße

- Suche nach einer kleinen natürlichen Zahl, deren Quadrat durch 4 teilbar ist, die selbst aber kleiner als 4 ist. - Was passiert in der Argumentationskette eines indirekten Beweises, wenn ein Schritt nicht mehr logisch zwingend ist? - Überlege, was der Unterschied zwischen einer Primzahl wie 2 und einer zusammengesetzten Zahl wie 4 in Bezug auf Quadrate ist.

Lösung

1. Überprüfung der Aussage durch ein Gegenbeispiel: Wähle \(p = 2\). Dann ist \(p^2 = 2^2 = 4\). 2. Die Zahl \(p^2 = 4\) ist offensichtlich durch 4 teilbar. 3. Die Zahl \(p = 2\) ist jedoch nicht durch 4 teilbar. Damit ist die Aussage falsch. 4. Bedeutung für den Beweisversuch zur Irrationalität von \(\sqrt{4}\): Man gelangt aus \(\sqrt{4} = \frac{p}{q}\) zu \(p^2 = 4q^2\). Hieraus folgt zwar, dass \(p^2\) durch 4 teilbar ist, aber man kann nicht schlussfolgern, dass \(p\) durch 4 teilbar ist (nur, dass \(p\) gerade ist). 5. Setzt man \(p = 2k\), folgt aus \(p^2 = 4q^2\) lediglich \(k^2 = q^2\), also \(k = q\) für natürliche Zahlen. Damit kann \(p = 2q\) gelten; zum Beispiel erfüllen \(p = 2\) und \(q = 1\) die Gleichung, ohne die Teilerfremdheit zu verletzen. Es entsteht kein Widerspruch.

Antwort

Die Aussage ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist \(p = 2\), da \(2^2 = 4\) durch 4 teilbar ist, 2 selbst aber nicht. Beim Beweisversuch für \(\sqrt{4}\) folgt aus \(p^2 = 4q^2\) nur, dass \(p\) gerade ist. Setzt man \(p = 2k\), erhält man \(k^2 = q^2\), nicht aber, dass \(q\) gerade ist. Daher entsteht kein Widerspruch zur Teilerfremdheit; \(p = 2\) und \(q = 1\) liefern bereits die gekürzte Darstellung \(\sqrt{4} = 2\).
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Führe einen indirekten Beweis (Widerspruchsbeweis) durch, um zu zeigen, dass \(\sqrt{5}\) eine irrationale Zahl ist. Nutze dafür die Voraussetzung, dass für jede natürliche Zahl \(n\) gilt: Wenn \(n^2\) durch 5 teilbar ist, dann ist auch \(n\) durch 5 teilbar.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für einen Bruch, wenn er „vollständig gekürzt“ ist? - Wie kannst du die Gleichung so umformen, dass keine Wurzel mehr vorkommt? - Wenn du weißt, dass eine Zahl ein Vielfaches von 5 ist, wie kannst du sie allgemein mit einer Variablen schreiben? - Suche nach einem logischen Widerspruch zu deiner ursprünglichen Annahme.

Lösung

1. Annahme des Gegenteils: \(\sqrt{5}\) ist rational. Dann lässt sich \(\sqrt{5}\) als vollständig gekürzter Bruch \(\frac{p}{q}\) mit \(p, q \in \mathbb{N}\) und \(\text{ggT}(p, q) = 1\) darstellen. 2. Quadrieren der Gleichung \(\sqrt{5} = \frac{p}{q}\) führt zu \(5 = \frac{p^2}{q^2}\), woraus \(p^2 = 5q^2\) folgt. 3. Da \(p^2\) ein Vielfaches von 5 ist, muss nach der Voraussetzung auch \(p\) durch 5 teilbar sein. Es gilt also \(p = 5k\) für ein \(k \in \mathbb{N}\). 4. Einsetzen von \(p = 5k\) in die Gleichung \(p^2 = 5q^2\) ergibt \((5k)^2 = 5q^2\), also \(25k^2 = 5q^2\). 5. Durch Division durch 5 erhält man \(5k^2 = q^2\). Daraus folgt, dass \(q^2\) und damit auch \(q\) durch 5 teilbar sind. 6. Da sowohl \(p\) als auch \(q\) durch 5 teilbar sind, ist der Bruch \(\frac{p}{q}\) nicht vollständig gekürzt (\(\text{ggT}(p, q) \geq 5\)). Dies steht im Widerspruch zur Annahme in Schritt 1. Somit ist \(\sqrt{5}\) irrational.

Antwort

Der Beweis erfolgt durch Widerspruch: Unter der Annahme \(\sqrt{5} = \frac{p}{q}\) (vollständig gekürzt) folgt \(p^2 = 5q^2\). Damit ist \(p\) durch 5 teilbar (\(p = 5k\)). Einsetzen ergibt \(25k^2 = 5q^2 \Rightarrow 5k^2 = q^2\), wonach auch \(q\) durch 5 teilbar sein muss. Dies widerspricht der Annahme, dass der Bruch gekürzt ist. Somit ist \(\sqrt{5}\) irrational.
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Es sei bekannt, dass \(\sqrt{2}\) eine irrationale Zahl ist. Zeige mithilfe eines indirekten Beweises, dass dann auch die Zahl \(x = 3 + \sqrt{2}\) irrational sein muss.

Denkanstöße

- Was wäre die logische Schlussfolgerung, wenn man annimmt, dass die Summe rational ist? - Kannst du die Gleichung so umformen, dass die bekannte irrationale Zahl allein auf einer Seite steht? - Was weißt du über das Ergebnis, wenn man zwei rationale Zahlen voneinander subtrahiert?

Lösung

1. Annahme des Gegenteils: Die Zahl \(x = 3 + \sqrt{2}\) ist rational. 2. Definition rationaler Zahlen: Wenn \(x\) rational ist, dann existieren ganze Zahlen \(a\) und \(b\) (\(b \neq 0\)), sodass \(x = \frac{a}{b}\). 3. Umstellen der Gleichung nach \(\sqrt{2}\): \(3 + \sqrt{2} = \frac{a}{b}\) \(\sqrt{2} = \frac{a}{b} - 3\) 4. Zusammenfassen der rechten Seite: \(\sqrt{2} = \frac{a - 3b}{b}\). 5. Da \(a\) und \(b\) ganze Zahlen sind, ist auch \(a - 3b\) eine ganze Zahl. Somit ist die rechte Seite \(\frac{a - 3b}{b}\) ein Bruch aus zwei ganzen Zahlen und damit eine rationale Zahl. 6. Dies bedeutet, dass \(\sqrt{2}\) rational sein müsste. Dies steht im Widerspruch zur Voraussetzung, dass \(\sqrt{2}\) irrational ist. 7. Da die Annahme zu einem Widerspruch führt, muss sie falsch sein. Also ist \(3 + \sqrt{2}\) irrational.

Antwort

Angenommen, \(3 + \sqrt{2} = r\) wäre rational. Dann ließe sich die Gleichung zu \(\sqrt{2} = r - 3\) umformen. Da die Differenz zweier rationaler Zahlen (\(r\) und 3) wieder rational ist, müsste \(\sqrt{2}\) rational sein. Dies widerspricht der bekannten Tatsache, dass \(\sqrt{2}\) irrational ist. Folglich muss \(3 + \sqrt{2}\) irrational sein.
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Betrachte das Verfahren des indirekten Beweises über die Teilerfremdheit von \(a^2\) und \(b^2\), um die Irrationalität einer Wurzel \(\sqrt{n}\) zu zeigen. Erläutere, warum dieses Verfahren bei \(\sqrt{7}\) zu einem Widerspruch führt, bei \(\sqrt{16}\) hingegen nicht. An welchem entscheidenden Punkt der Argumentationskette unterscheidet sich der Fall \(\sqrt{16}\) von \(\sqrt{7}\)?

Denkanstöße

- Untersuche, ob die beiden Wurzeln natürliche Zahlen sind oder nicht. - Welche Rolle spielt die Lage der Wurzel zwischen zwei aufeinanderfolgenden ganzen Zahlen für den Nenner \(b\)? - Überprüfe die Voraussetzung \(b \neq 1\) für beide Fälle. - Wann kann ein Bruch aus teilerfremden Quadratzahlen doch eine ganze Zahl sein?

Lösung

1. Bei \(\sqrt{7}\) gilt \(2^2 = 4\) und \(3^2 = 9\), also \(2 < \sqrt{7} < 3\). Daraus folgt zwingend, dass \(\sqrt{7}\) keine natürliche Zahl ist, weshalb bei einer Darstellung als Bruch \(\frac{a}{b}\) der Nenner \(b \neq 1\) sein muss. 2. Bei \(\sqrt{16}\) hingegen gilt \(\sqrt{16} = 4\). Hier ist die Darstellung als Bruch \(\frac{4}{1}\) möglich, wobei \(b = 1\) gilt. 3. Der entscheidende Punkt ist die Bedingung \(b \neq 1\). Nur wenn \(\sqrt{n}\) keine natürliche Zahl ist, führt die Teilerfremdheit von \(a^2\) und \(b^2\) bei \(b^2 > 1\) zu dem Widerspruch, dass \(\frac{a^2}{b^2}\) keine ganze Zahl sein kann. 4. Da \(\sqrt{16}\) eine natürliche Zahl ist, bricht der Beweis an der Stelle ab, an der \(b \neq 1\) gefolgert werden müsste.

Antwort

Der entscheidende Unterschied liegt in der Bedingung \(b \neq 1\). Da \(2 < \sqrt{7} < 3\), ist \(\sqrt{7}\) keine natürliche Zahl und der Nenner \(b\) einer Bruchdarstellung muss ungleich 1 sein. Daraus folgt der Widerspruch, dass \(\frac{a^2}{b^2}\) keine ganze Zahl sein kann. Da jedoch \(\sqrt{16} = 4\) eine natürliche Zahl ist, kann hier \(b = 1\) gelten. In diesem Fall ist \(\frac{a^2}{b^2} = \frac{16}{1} = 16\) eine natürliche Zahl, und es entsteht kein Widerspruch.
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Beweise mithilfe eines indirekten Beweises, dass \(\sqrt{24}\) eine irrationale Zahl ist. Begründe dabei jeden deiner Schritte, insbesondere: 1. Die Annahme für den Widerspruchsbeweis. 2. Warum der Nenner \(b\) einer möglichen Bruchdarstellung nicht 1 sein kann. 3. Warum aus der Teilerfremdheit von \(a\) und \(b\) die Teilerfremdheit von \(a^2\) und \(b^2\) folgt. 4. Den daraus resultierenden Widerspruch.

Denkanstöße

- Beginne mit der Annahme des Gegenteils dessen, was zu beweisen ist. - Suche die nächstgelegenen Quadratzahlen, um die Größe von \(\sqrt{24}\) einzuschätzen. - Erinnere dich an die Definition von teilerfremden Zahlen und Primfaktorzerlegungen. - Was müsste für den Bruch gelten, damit das Ergebnis eine ganze Zahl wie 24 ist?

Lösung

1. Annahme: \(\sqrt{24}\) ist rational, also \(\sqrt{24} = \frac{a}{b}\) mit \(a, b \in \mathbb{N}\) und \(\text{ggT}(a,b) = 1\). 2. Da \(4^2 = 16\) und \(5^2 = 25\), gilt \(4 < \sqrt{24} < 5\). Da \(\sqrt{24}\) zwischen zwei aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen liegt, ist sie selbst keine natürliche Zahl. Folglich muss der Nenner \(b > 1\) sein. 3. Durch Quadrieren der Annahme folgt \(24 = \frac{a^2}{b^2}\). 4. Da \(a\) und \(b\) teilerfremd sind, besitzen sie keine gemeinsamen Primfaktoren. Beim Quadrieren entstehen keine neuen Primfaktoren; lediglich ihre Exponenten werden verdoppelt. Daher besitzen auch \(a^2\) und \(b^2\) keine gemeinsamen Primfaktoren und sind somit teilerfremd. 5. Ein Bruch \(\frac{a^2}{b^2}\) mit teilerfremden Zahlen und \(b^2 > 1\) kann keine natürliche Zahl ergeben. Dies widerspricht jedoch der Gleichung \(\frac{a^2}{b^2} = 24\). 6. Damit ist die Annahme widerlegt und \(\sqrt{24}\) ist irrational.

Antwort

Angenommen, \(\sqrt{24} = \frac{a}{b}\) sei rational mit teilerfremden \(a, b\). Wegen \(4 < \sqrt{24} < 5\) ist \(\sqrt{24} \notin \mathbb{N}\), also \(b \neq 1\). Aus \(\sqrt{24} = \frac{a}{b}\) folgt \(24 = \frac{a^2}{b^2}\). Da \(a, b\) teilerfremd sind, sind auch \(a^2, b^2\) teilerfremd (da keine neuen Primfaktoren durch Quadrieren entstehen). Ein vollständig gekürzter Bruch mit Nenner \(b^2 > 1\) ist keine natürliche Zahl, was im Widerspruch zu 24 steht. Somit ist \(\sqrt{24}\) irrational.
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Untersuche den Versuch, die Irrationalität von \(\sqrt{9}\) mit derselben Methode wie bei \(\sqrt{3}\) zu beweisen. Führe die Schritte der Argumentation durch und erkläre präzise, an welcher Stelle der Widerspruchsbeweis scheitert und warum kein Widerspruch zur Teilerfremdheit entsteht.

Denkanstöße

- Gehe die Beweisschritte für \(\sqrt{3}\) im Kopf durch und ersetze die 3 durch eine 9. - Was passiert in der Gleichung, nachdem du die Substitution für \(p\) vorgenommen hast? - Bleibt ein Faktor übrig, der eine Eigenschaft von \(q\) erzwingt? - Erinnere dich daran, dass der Widerspruch bei \(\sqrt{3}\) daraus resultierte, dass sowohl \(p\) als auch \(q\) denselben Faktor haben mussten.

Lösung

1. Annahme: \(\sqrt{9} = \frac{p}{q}\) mit \(\text{ggT}(p, q) = 1\). 2. Quadrieren ergibt \(9 = \frac{p^2}{q^2}\), also \(p^2 = 9q^2\). 3. Daraus folgt, dass \(p^2\) ein Vielfaches von 9 ist, woraus sich ergibt, dass \(p\) ein Vielfaches von 3 sein muss (denn \(3^2\) teilt \(p^2\)). 4. Setzt man \(p = 3k\) in die Gleichung ein, erhält man \((3k)^2 = 9q^2\), was zu \(9k^2 = 9q^2\) vereinfacht wird. 5. Division durch 9 liefert \(k^2 = q^2\). 6. An dieser Stelle bricht die Kette der Schlussfolgerungen ab: Aus \(k^2 = q^2\) folgt lediglich \(k = q\) (für positive \(p, q\)). Es gibt keine zwingende Information darüber, dass \(q\) ein Vielfaches von 3 sein muss. 7. Da \(p = 3k\) und \(k = q\) gilt, folgt \(p = 3q\). Für \(q = 1\) und \(p = 3\) ist die Bedingung \(\text{ggT}(3, 1) = 1\) erfüllt. 8. Es entsteht kein Widerspruch, da die Darstellung \(\frac{3}{1}\) existiert und alle Bedingungen erfüllt. Der Beweisgang scheitert, weil der Faktor vor \(k^2\) und \(q^2\) vollständig gekürzt wird.

Antwort

Der Beweis scheitert nach der Substitution \(p = 3k\). Aus \((3k)^2 = 9q^2\) folgt \(9k^2 = 9q^2\) und damit \(k^2 = q^2\). Im Gegensatz zum Fall \(\sqrt{3}\) bleibt kein Faktor 3 vor dem \(k^2\) stehen, der erzwingen würde, dass auch \(q^2\) (und damit \(q\)) durch 3 teilbar ist. Es ist also möglich, dass \(q=1\) und \(p=3\) gilt, was keinen Widerspruch zur Teilerfremdheit darstellt.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.