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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Ähnliche Figuren

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4147919
Zwei Rechtecke heißen ähnlich, wenn das Verhältnis ihrer Seitenlängen übereinstimmt. a) Ein Foto hat die Maße \(10\,\text{cm} \times 15\,\text{cm}\). Ein Poster desselben Motivs hat die Maße \(40\,\text{cm} \times 60\,\text{cm}\). Überprüfe rechnerisch, ob die beiden Formate ähnlich zueinander sind. b) Bei Papierformaten der DIN-A-Reihe (wie A4, A5) ist das Verhältnis der längeren zur kürzeren Seite theoretisch immer \(\sqrt{2} \approx 1{,}414\). Ein DIN-A4-Blatt ist \(21{,}0\,\text{cm} \times 29{,}7\,\text{cm}\) groß. Ein DIN-A5-Blatt misst \(14{,}8\,\text{cm} \times 21{,}0\,\text{cm}\). Bestimme für beide Formate das Verhältnis von Länge zu Breite und beurteile, ob die Rechtecke anhand der angegebenen gerundeten Maße exakt oder nur näherungsweise ähnlich sind.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für das Verhältnis der Seiten, wenn eine Figur eine maßstäbliche Vergrößerung einer anderen ist? - Wie berechnet man das Verhältnis zweier Zahlen? - Muss das Ergebnis exakt gleich sein oder gibt es bei realen Messwerten kleine Abweichungen?

Lösung

1. Berechnung der Seitenverhältnisse für Aufgabenteil a): Für das Foto gilt \(\frac{15}{10} = 1{,}5\). Für das Poster gilt \(\frac{60}{40} = 1{,}5\). Da die Verhältnisse identisch sind, sind die Rechtecke ähnlich. 2. Berechnung der Seitenverhältnisse für Aufgabenteil b): Für DIN A4 ergibt sich \(\frac{29{,}7}{21{,}0} \approx 1{,}4143\). Für DIN A5 ergibt sich \(\frac{21{,}0}{14{,}8} \approx 1{,}4189\). 3. Beurteilung: Mit den angegebenen gerundeten Maßen sind die beiden Rechtecke nicht exakt ähnlich, weil die Verhältnisse verschieden sind. Sie sind jedoch näherungsweise ähnlich. Die idealisierten DIN-A-Formate sind exakt ähnlich, da ihr Seitenverhältnis \(\sqrt{2}:1\) beträgt.

Antwort

a) Ja, die Formate sind ähnlich, da beide ein Seitenverhältnis von \(1{,}5\) aufweisen. b) DIN A4 hat ein Verhältnis von ca. \(1{,}414\), DIN A5 von ca. \(1{,}419\). Nach den gerundeten Maßangaben sind sie nicht exakt, sondern nur näherungsweise ähnlich; die idealisierten DIN-A-Formate sind exakt ähnlich.
4147939
Zwei geometrische Figuren sind ähnlich, wenn ihre entsprechenden Winkel gleich groß sind und die Verhältnisse entsprechender Seitenlängen übereinstimmen. a) Begründe, warum alle Quadrate zueinander ähnlich sind. b) Untersuche, ob diese Aussage auch für alle Rauten (Rhomben) zutrifft. Gib ein Gegenbeispiel oder eine Begründung an.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften teilen alle Quadrate hinsichtlich ihrer Winkel und Seiten? - Gibt es bei Rauten eine Eigenschaft, die sich verändern kann, während die Seitenlängen gleich bleiben?

Lösung

1. Begründung für Quadrate: Jedes Quadrat hat vier Winkel von \(90^\circ\). Sind die Seitenlängen zweier Quadrate \(a\) und \(b\), so haben alle entsprechenden Seitenpaare dasselbe Verhältnis \(\frac{b}{a}\). Daher sind alle Quadrate zueinander ähnlich. 2. Untersuchung der Rauten: Bei Rauten sind zwar alle Seiten innerhalb einer Figur gleich lang, die Innenwinkel können jedoch verschieden sein. Eine Raute mit den Winkeln \(60^\circ\) und \(120^\circ\) ist nicht ähnlich zu einer Raute mit den Winkeln \(80^\circ\) und \(100^\circ\). Daher sind nicht alle Rauten zueinander ähnlich.

Antwort

a) Alle Quadrate sind zueinander ähnlich, da ihre entsprechenden Winkel gleich groß und ihre entsprechenden Seiten proportional sind. b) Nein. Rauten können unterschiedliche Innenwinkel haben und sind daher nicht immer zueinander ähnlich.
4147949
Ein Rechteck \(R_1\) hat die Seitenlängen \(a = 4\,\text{cm}\) und \(b = 6\,\text{cm}\). Ein zweites Rechteck \(R_2\) ist zu \(R_1\) ähnlich und besitzt einen Umfang von \(40\,\text{cm}\). Bestimme die Seitenlängen von \(R_2\) und das Verhältnis der Flächeninhalte von \(R_2\) zu \(R_1\).

Denkanstöße

- Wie hängen der Umfang und die Seitenlängen bei ähnlichen Figuren zusammen? - Wenn du alle Seiten einer Figur mit einem Faktor multiplizierst, was passiert dann mit dem Umfang? - Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Streckfaktor der Seiten und dem Faktor, um den sich die Fläche vergrößert?

Lösung

1. Berechnung des Umfangs von \(R_1\): \(U_1 = 2 \cdot (4\,\text{cm} + 6\,\text{cm}) = 20\,\text{cm}\). 2. Bestimmung des Ähnlichkeitsfaktors \(k\) durch das Verhältnis der Umfänge: \(k = \frac{U_2}{U_1} = \frac{40}{20} = 2\). 3. Berechnung der Seitenlängen von \(R_2\): \(a_2 = k \cdot a = 2 \cdot 4\,\text{cm} = 8\,\text{cm}\) und \(b_2 = k \cdot b = 2 \cdot 6\,\text{cm} = 12\,\text{cm}\). 4. Bestimmung des Flächenverhältnisses: Da das Verhältnis der Längen \(k = 2\) beträgt, ist das Verhältnis der Flächeninhalte \(k^2 = 2^2 = 4\).

Antwort

Die Seitenlängen von \(R_2\) betragen \(8\,\text{cm}\) und \(12\,\text{cm}\). Das Verhältnis der Flächeninhalte von \(R_2\) zu \(R_1\) ist \(4\) (bzw. \(4:1\)).
4148019
Zwei regelmäßige Fünfecke sind zueinander ähnlich. Das kleinere Fünfeck hat einen Flächeninhalt von \(18\,\text{cm}^2\), das größere Fünfeck einen Flächeninhalt von \(162\,\text{cm}^2\). Berechne den Ähnlichkeitsfaktor \(k\), mit dem das kleine Fünfeck auf das große Fünfeck abgebildet wird, und gib das Verhältnis einer Seitenlänge des großen Fünfecks zur entsprechenden Seitenlänge des kleinen Fünfecks an.

Denkanstöße

- Wie hängen das Verhältnis der Flächeninhalte und das Verhältnis der Seitenlängen bei ähnlichen Figuren zusammen? - Was passiert mit dem Flächeninhalt, wenn man alle Seitenlängen verdoppelt oder verdreifacht? - Kannst du aus dem Verhältnis der Flächen auf den Faktor für die Längen schließen?

Lösung

1. Berechnung des Verhältnisses der Flächeninhalte: \(q = \frac{A_{groß}}{A_{klein}} = \frac{162\,\text{cm}^2}{18\,\text{cm}^2} = 9\). 2. Zusammenhang zwischen Flächenverhältnis und Ähnlichkeitsfaktor nutzen: Es gilt \(k^2 = q\). 3. Berechnung von \(k\): \(k = \sqrt{9} = 3\). 4. Interpretation des Ergebnisses: Da der Ähnlichkeitsfaktor für Längen \(k = 3\) beträgt, ist jede Seitenlänge des großen Fünfecks genau dreimal so lang wie die entsprechende Seitenlänge des kleinen Fünfecks.

Antwort

Der Ähnlichkeitsfaktor beträgt \(k = 3\). Jede Seitenlänge des großen Fünfecks ist dreimal so lang wie die des kleinen Fünfecks.
4148039
Entscheide für die folgenden Paare geometrischer Figuren, ob sie zueinander immer ähnlich sind. Begründe deine Antwort kurz. a) Zwei regelmäßige Sechsecke b) Zwei gleichschenklige Trapeze

Denkanstöße

- Was bedeutet Ähnlichkeit für die Winkel einer Figur? - Überlege, ob die Form einer Figur durch ihren Namen bereits vollständig festgelegt ist oder ob es Spielraum für verschiedene Winkel gibt. - Gibt es bei regelmäßigen Vielecken eine feste Winkelgröße?

Lösung

1. Prüfung der Ähnlichkeitskriterien: Figuren sind ähnlich, wenn alle entsprechenden Winkel gleich sind und die Verhältnisse entsprechender Seiten übereinstimmen. 2. Analyse regelmäßiger Sechsecke: In jedem regelmäßigen Sechseck sind alle Innenwinkel exakt \(120^\circ\). Da alle sechs Seiten innerhalb eines Sechsecks gleich lang sind, ist das Verhältnis der Seiten zweier solcher Sechsecke zueinander immer konstant (alle Seitenpaare haben denselben Streckungsfaktor). Ergebnis: Immer ähnlich. 3. Analyse gleichschenkliger Trapeze: Zwar sind die Basiswinkel paarweise gleich, jedoch können diese Winkel von Trapez zu Trapez variieren (z. B. \(70^\circ\) bei einem, \(80^\circ\) bei einem anderen). Zudem ist das Verhältnis der Längen der beiden parallelen Grundseiten nicht fest vorgegeben. Ergebnis: Nicht immer ähnlich.

Antwort

a) Ja, zwei regelmäßige Sechsecke sind immer ähnlich, da ihre Innenwinkel immer \(120^\circ\) betragen und alle Seitenlängen im gleichen Verhältnis stehen. b) Nein, zwei gleichschenklige Trapeze sind nicht immer ähnlich, da ihre Innenwinkel unterschiedlich sein können und die Seitenverhältnisse (z. B. zwischen den parallelen Seiten) variieren können.
4148069
In der Geometrie gibt es für Dreiecke den Ähnlichkeitssatz WW. Er besagt, dass zwei Dreiecke bereits dann ähnlich sind, wenn sie in zwei entsprechenden Innenwinkeln übereinstimmen. Erkläre, warum man diesen Satz nicht einfach auf Vierecke übertragen kann. Nenne ein konkretes Beispiel für zwei Vierecke, die zwar in allen vier Innenwinkeln übereinstimmen, aber dennoch nicht ähnlich zueinander sind.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit zwei geometrische Figuren allgemein als ähnlich gelten. - Gibt es Figuren mit vier rechten Winkeln, die aber ganz unterschiedliche „Formen“ (eher langgestreckt oder kompakt) haben? - Was passiert mit den Seitenverhältnissen, wenn du bei einem Rechteck nur eine Seite länger machst?

Lösung

1. Definition der Ähnlichkeit: Zwei Figuren sind ähnlich, wenn ihre entsprechenden Winkel gleich sind UND die Verhältnisse ihrer entsprechenden Seitenlängen übereinstimmen. 2. Besonderheit bei Dreiecken: Stimmen zwei entsprechende Innenwinkel überein, so ist wegen der Innenwinkelsumme von \(180^\circ\) auch der dritte Winkel gleich; daraus folgt die Ähnlichkeit. 3. Problem bei Vierecken: Bei Vierecken (Winkelsumme \(360^\circ\)) ist die Gestalt durch die Winkel allein nicht eindeutig festgelegt. 4. Gegenbeispiel: Ein Quadrat (alle Winkel \(90^\circ\), alle Seiten gleich lang) und ein Rechteck, das kein Quadrat ist (alle Winkel \(90^\circ\), aber unterschiedliche Seitenlängenpaare). Obwohl alle entsprechenden Winkel \(90^\circ\) betragen, sind die Seitenverhältnisse nicht gleich (beim Quadrat \(1:1\), beim Rechteck z. B. \(2:1\)). Daher sind sie nicht ähnlich.

Antwort

Der WW-Satz gilt nur für Dreiecke, da bei Polygonen mit mehr als drei Ecken die Winkel allein die Seitenverhältnisse nicht festlegen. Ein Gegenbeispiel ist ein Quadrat und ein nicht-quadratisches Rechteck: Beide haben vier Innenwinkel von jeweils \(90^\circ\), aber ihre Seiten sind nicht proportional zueinander.
4148689
Gegeben sind zwei Rechtecke: Rechteck \(R_1\) hat die Maße \(12\,\text{cm} \times 18\,\text{cm}\). Rechteck \(R_2\) hat die Maße \(16\,\text{cm} \times 24\,\text{cm}\). a) Überprüfe rechnerisch, ob die Rechtecke \(R_1\) und \(R_2\) zueinander ähnlich sind. b) Wenn man \(R_1\) parallel zur kürzeren Seite so halbiert, dass zwei neue, deckungsgleiche Rechtecke entstehen, sind diese neuen Rechtecke dann ähnlich zu \(R_1\)? Begründe deine Antwort durch einen Vergleich der Seitenverhältnisse. c) Wie lang müsste die längere Seite von \(R_1\) sein (bei gleichbleibender kurzer Seite von \(12\,\text{cm}\)), damit das Rechteck zu seinen eigenen Hälften ähnlich ist?

Denkanstöße

- Prüfe die Ähnlichkeit, indem du den Quotienten aus langer und kurzer Seite bildest. - Was passiert mit den Seitenlängen, wenn du ein Rechteck halbierst? Welche Seite wird kürzer, welche bleibt gleich? - Setze für die gesuchte Länge eine Variable ein und stelle eine Verhältnisgleichung auf.

Lösung

1. Ähnlichkeit \(R_1\) und \(R_2\): Vergleich der Seitenverhältnisse: \(\frac{18}{12} = 1{,}5\) und \(\frac{24}{16} = 1{,}5\). Da die Verhältnisse gleich sind und alle Winkel \(90^\circ\) betragen, sind sie ähnlich. 2. Halbierung von \(R_1\): Die neuen Maße sind \(12\,\text{cm}\) und \(18\,\text{cm} : 2 = 9\,\text{cm}\). Das neue Seitenverhältnis ist \(\frac{12}{9} \approx 1{,}33\). Da \(1{,}33 \neq 1{,}5\), sind die Hälften nicht ähnlich zum Original. 3. Bestimmung der idealen Länge \(x\): Es muss gelten \(\frac{x}{12} = \frac{12}{x/2}\). Dies führt zu \(\frac{x}{12} = \frac{24}{x}\), also \(x^2 = 288\). Daraus folgt \(x = \sqrt{288} = 12\sqrt{2} \approx 16{,}97\,\text{cm}\).

Antwort

a) Ja, sie sind ähnlich, da beide das Seitenverhältnis \(1{,}5:1\) aufweisen. b) Nein, die Hälften haben ein Seitenverhältnis von \(1{,}33:1\), das Original jedoch \(1{,}5:1\). c) Die Seite müsste \(12\sqrt{2}\,\text{cm} \approx 16{,}97\,\text{cm}\) lang sein.
4148819
Ein Schüler stellt die folgende Behauptung auf: „Wenn zwei Vielecke in allen einander entsprechenden Innenwinkeln übereinstimmen, dann müssen sie auch zueinander ähnlich sein.“ Untersuche diese Aussage für die folgenden zwei Fälle und begründe deine Entscheidung: a) Die Vielecke sind Dreiecke. b) Die Vielecke sind Trapeze.

Denkanstöße

- Was genau bedeutet Ähnlichkeit bei geometrischen Figuren? - Gibt es für Dreiecke spezielle Sätze, die für Vierecke vielleicht nicht gelten? - Kannst du dir zwei Vierecke vorstellen, die die gleichen Winkel haben, aber ganz anders „gestreckt“ aussehen?

Lösung

1. Definition der Ähnlichkeit: Zwei Figuren sind ähnlich, wenn ihre entsprechenden Winkel gleich groß und ihre entsprechenden Seitenlängen proportional sind. 2. Fall a) Dreiecke: Die Aussage ist wahr. Bei Dreiecken folgt aus der Gleichheit zweier Winkel bereits die Ähnlichkeit nach dem WW-Satz. 3. Fall b) Trapeze: Die Aussage ist falsch. Als Gegenbeispiel eignen sich zwei gleichschenklige Trapeze mit jeweils den Basiswinkeln \(45^\circ\) und \(135^\circ\): \(T_1\) habe Grundseiten \(6\,\text{cm}\) und \(2\,\text{cm}\) sowie Höhe \(2\,\text{cm}\); \(T_2\) habe Grundseiten \(8\,\text{cm}\) und \(4\,\text{cm}\) sowie ebenfalls Höhe \(2\,\text{cm}\). Beide haben dieselben Innenwinkel, aber die Grundseitenverhältnisse \(8:6\) und \(4:2\) stimmen nicht überein. Daher sind sie nicht ähnlich.

Antwort

a) Die Aussage ist wahr, da bei Dreiecken die Übereinstimmung zweier Winkel bereits die Ähnlichkeit garantiert (WW-Satz). b) Die Aussage ist falsch. Zwei Trapeze können dieselben Innenwinkel, aber nicht proportionale entsprechende Seiten haben; gleiche Winkel allein reichen bei Vierecken nicht aus.
4155749
Zwei ähnliche Vielecke \(V\) und \(V'\) haben die entsprechenden Seitenlängen \(a, b, c, \dots\) und \(a', b', c', \dots\). Begründe, warum das Verhältnis der Umfänge \(U\) und \(U'\) dieser beiden Vielecke gleich dem Verhältnis der entsprechenden Seitenlängen ist, also \(\frac{U}{U'} = \frac{a}{a'}\).

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Umfang eines Vielecks? - Was bedeutet Ähnlichkeit für das Verhältnis von entsprechenden Seiten? - Kannst du die Seiten des einen Vielecks mithilfe eines Faktors durch die Seiten des anderen Vielecks ausdrücken? - Versuche, diesen Faktor in der Formel für den Umfang auszuklammern.

Lösung

1. Da die Vielecke \(V\) und \(V'\) ähnlich sind, ist das Verhältnis aller entsprechenden Seitenlängen konstant. Es gilt \(\frac{a}{a'} = \frac{b}{b'} = \frac{c}{c'} = \dots = k\), wobei \(k\) der Ähnlichkeitsfaktor ist. 2. Daraus folgt für die einzelnen Seiten: \(a = k \cdot a'\), \(b = k \cdot b'\), \(c = k \cdot c'\) und so weiter. 3. Der Umfang \(U\) des ersten Vielecks ist die Summe seiner Seiten: \(U = a + b + c + \dots\). 4. Ersetzt man die Seiten durch die Ausdrücke aus Schritt 2, erhält man \(U = k \cdot a' + k \cdot b' + k \cdot c' + \dots\). 5. Durch Ausklammern von \(k\) ergibt sich \(U = k \cdot (a' + b' + c' + \dots)\). Da die Summe in der Klammer dem Umfang \(U'\) entspricht, gilt \(U = k \cdot U'\). 6. Umgestellt nach dem Verhältnis folgt \(\frac{U}{U'} = k\). Da auch \(\frac{a}{a'} = k\) ist, gilt \(\frac{U}{U'} = \frac{a}{a'}\).

Antwort

Da bei ähnlichen Figuren alle entsprechenden Längen im gleichen Verhältnis \(k\) stehen, gilt für jede Seite \(s_i = k \cdot s_i'\). Der Umfang \(U = \sum s_i = \sum (k \cdot s_i') = k \cdot \sum s_i' = k \cdot U'\). Somit ist \(\frac{U}{U'} = k = \frac{a}{a'}\).
4147959
Untersuche die folgenden Behauptungen über geometrische Figuren auf ihre Richtigkeit. Entscheide jeweils, ob die Aussage „immer“, „manchmal“ oder „nie“ wahr ist, und begründe deine Wahl kurz. a) Zwei beliebige Rauten sind zueinander ähnlich. b) Zwei beliebige regelmäßige Sechsecke sind zueinander ähnlich. c) Ein Quadrat mit der Seitenlänge \(s\) und ein Rechteck mit den Seitenlängen \(s\) und \(2s\) sind zueinander ähnlich.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit zwei Vielecke ähnlich sind? Denke an Winkel und Seitenverhältnisse. - Was bedeutet „regelmäßig“ bei einem Vieleck für seine Form? - Vergleiche die Form eines Quadrats mit der eines Rechtecks, dessen eine Seite doppelt so lang ist wie die andere.

Lösung

1. Analyse von Rauten: Rauten haben immer vier gleich lange Seiten, aber die Innenwinkel können variieren. Damit Figuren ähnlich sind, müssen entsprechende Winkel gleich sein. Ergebnis: Manchmal (nur wenn die Winkel übereinstimmen). 2. Analyse von regelmäßigen Sechsecken: Bei regelmäßigen Vielecken sind alle Innenwinkel (hier \(120^\circ\)) und alle Seitenverhältnisse fest vorgegeben. Ergebnis: Immer. 3. Analyse von Quadrat und Rechteck: Das Seitenverhältnis beim Quadrat ist \(1:1\), das Seitenverhältnis des gegebenen Rechtecks ist \(1:2\). Daher sind die beiden Figuren nicht ähnlich. Ergebnis: Nie.

Antwort

a) Manchmal (nur bei gleichen Innenwinkeln). b) Immer (da alle Winkel und Seitenverhältnisse durch die Regelmäßigkeit festliegen). c) Nie (da das Seitenverhältnis beim Quadrat \(1:1\) und beim Rechteck \(1:2\) ist).
4148079
Zwei Rauten haben jeweils eine Seitenlänge von \(s = 5\,\text{cm}\). a) Begründe, warum diese Information allein nicht ausreicht, um zu behaupten, dass die beiden Rauten ähnlich sind. b) Welche zusätzliche Bedingung müsste erfüllt sein, damit die Ähnlichkeit der beiden Rauten garantiert ist?

Denkanstöße

- Stell dir eine Raute wie ein bewegliches Gelenkmodell vor. Was kannst du ändern, ohne die Stäbe (Seiten) zu kürzen? - Reicht es für die Ähnlichkeit aus, wenn nur die Seitenverhältnisse stimmen? - Welche Rolle spielen die Innenwinkel bei der Definition der Ähnlichkeit?

Lösung

1. Analyse der Gegebenheiten: Da beide Rauten die Seitenlänge \(s = 5\,\text{cm}\) besitzen, ist das Verhältnis entsprechender Seiten \(5\,\text{cm} : 5\,\text{cm} = 1\). Die Bedingung der proportionalen Seiten ist also erfüllt. 2. Ähnlichkeitsbedingung: Für Ähnlichkeit müssen zusätzlich alle entsprechenden Innenwinkel gleich groß sein. 3. Variabilität der Raute: Eine Raute ist durch ihre Seitenlänge nicht starr definiert. Man kann die Winkel verändern (z. B. eine „flache“ Raute mit \(30^\circ\) und \(150^\circ\) gegenüber einer „steilen“ Raute mit \(80^\circ\) und \(100^\circ\)), ohne die Seitenlängen zu ändern. 4. Ergebnis zu a): Die Winkel können unterschiedlich sein, was die Ähnlichkeit ausschließt. 5. Ergebnis zu b): Mindestens ein Innenwinkel der ersten Raute muss mit dem entsprechenden Innenwinkel der zweiten Raute übereinstimmen (da gegenüberliegende Winkel gleich sind und benachbarte Winkel sich zu \(180^\circ\) ergänzen, sind dann alle Winkel gleich).

Antwort

a) Da eine Raute über ihre Winkel verformbar ist, können zwei Rauten trotz gleicher Seitenlängen unterschiedliche Innenwinkel haben. Ähnlichkeit erfordert jedoch die Übereinstimmung aller entsprechenden Winkel. b) Es müsste zusätzlich bekannt sein, dass die Rauten in ihren Innenwinkeln übereinstimmen (z. B. durch Angabe eines Winkels).
4148089
Ein rechteckiges Werbeschild ist \(120\,\text{cm}\) breit und \(80\,\text{cm}\) hoch. Es soll vergrößert werden. Dabei stehen zwei Methoden zur Auswahl: Methode 1: Zu der Breite und zu der Höhe werden jeweils \(40\,\text{cm}\) addiert. Methode 2: Die Breite und die Höhe werden jeweils mit dem Faktor \(1{,}5\) multipliziert. Untersuche durch Berechnung der Seitenverhältnisse, bei welcher Methode das neue Schild zum Originalschild ähnlich ist.

Denkanstöße

- Wie berechnet man das Verhältnis von Breite zu Höhe? - Was bedeutet Ähnlichkeit für das Verhältnis der Seitenlängen? - Bleibt ein Verhältnis gleich, wenn man zu beiden Zahlen denselben Betrag addiert? Teste es mit einfachen Zahlen wie \(\frac{1}{2}\). - Was passiert mit einem Verhältnis, wenn man beide Zahlen mit demselben Faktor multipliziert?

Lösung

1. Berechnung des ursprünglichen Seitenverhältnisses: \(v_{\text{alt}} = \frac{120}{80} = 1{,}5\). 2. Berechnung für Methode 1 (Addition): Neue Breite: \(120 + 40 = 160\,\text{cm}\). Neue Höhe: \(80 + 40 = 120\,\text{cm}\). Neues Seitenverhältnis: \(v_1 = \frac{160}{120} = \frac{4}{3} \approx 1{,}33\). 3. Vergleich für Methode 1: Da \(1{,}5 \neq 1{,}33\), ist das neue Schild nicht ähnlich zum Original. 4. Berechnung für Methode 2 (Multiplikation): Neue Breite: \(120 \cdot 1{,}5 = 180\,\text{cm}\). Neue Höhe: \(80 \cdot 1{,}5 = 120\,\text{cm}\). Neues Seitenverhältnis: \(v_2 = \frac{180}{120} = 1{,}5\). 5. Vergleich für Methode 2: Da \(1{,}5 = 1{,}5\) und alle Winkel (Rechteck) \(90^\circ\) bleiben, ist das neue Schild ähnlich zum Original.

Antwort

Nur bei Methode 2 ist das neue Schild zum Original ähnlich. Bei Methode 1 ändert sich das Seitenverhältnis von \(1{,}5\) auf ca. \(1{,}33\). Bei Methode 2 bleibt das Seitenverhältnis mit \(1{,}5\) identisch zum Original, wodurch bei gleichbleibenden Winkeln Ähnlichkeit besteht.
4148109
Ein Rechteck mit den Seitenlängen \(a = 4\,\text{cm}\) und \(b = 9\,\text{cm}\) ist ähnlich zu einem zweiten Rechteck mit dem Flächeninhalt \(A_1 = 144\,\text{cm}^2\). Bestimme die Seitenlängen \(a_1\) und \(b_1\) des zweiten Rechtecks.

Denkanstöße

- Wie verändert sich der Flächeninhalt, wenn alle Seitenlängen mit einem Faktor multipliziert werden? - Berechne zunächst den Flächeninhalt des ursprünglichen Rechtecks. - Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Flächenverhältnis und dem Längenverhältnis bei ähnlichen Figuren?

Lösung

1. Berechnung des Flächeninhalts des ersten Rechtecks: \(A = a \cdot b = 4\,\text{cm} \cdot 9\,\text{cm} = 36\,\text{cm}^2\). 2. Bestimmung des Verhältnisses der Flächeninhalte: \(\frac{A_1}{A} = \frac{144\,\text{cm}^2}{36\,\text{cm}^2} = 4\). 3. Da bei ähnlichen Figuren das Flächenverhältnis \(k^2\) entspricht, gilt \(k^2 = 4\), woraus der Ähnlichkeitsfaktor \(k = \sqrt{4} = 2\) folgt. 4. Berechnung der neuen Seitenlängen: \(a_1 = 4\,\text{cm} \cdot 2 = 8\,\text{cm}\) und \(b_1 = 9\,\text{cm} \cdot 2 = 18\,\text{cm}\).

Antwort

Die Seitenlängen des zweiten Rechtecks betragen \(a_1 = 8\,\text{cm}\) und \(b_1 = 18\,\text{cm}\).
4148669
Ein großes rechteckiges Werbeplakat mit den Seitenlängen \(a\) und \(b\) (wobei \(b\) die längere Seite ist) soll so in drei identische, kleinere Rechtecke zerschnitten werden, dass die Schnittlinien parallel zur kürzeren Seite \(a\) verlaufen. Die drei entstehenden kleinen Rechtecke sollen in ihrem Seitenverhältnis dem ursprünglichen großen Plakat entsprechen, also zu diesem ähnlich sein. Bestimme das exakte Verhältnis der Seitenlängen \(b:a\) des ursprünglichen Plakats.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn zwei Rechtecke zueinander ähnlich sind? - Stelle eine Gleichung auf, in der du die Verhältnisse der langen zur kurzen Seite vergleichst. - Wenn du ein Rechteck in drei Teile teilst, wie ändern sich die Seitenlängen im Vergleich zum Original? - Überlege, welche Seite bei den kleinen Rechtecken nun die längere und welche die kürzere ist.

Lösung

1. Definition der Seitenverhältnisse: Das ursprüngliche Rechteck hat das Verhältnis \(\frac{b}{a}\). Die drei Teilrechtecke entstehen durch Teilung der langen Seite \(b\) in drei gleiche Teile, ihre Seitenlängen sind also \(a\) und \(\frac{b}{3}\). 2. Aufstellen der Ähnlichkeitsbedingung: Da die Teilrechtecke ähnlich zum Original sein sollen, muss das Verhältnis der längeren zur kürzeren Seite bei beiden gleich sein. Im Teilrechteck ist \(a\) die längere Seite (da \(b\) gedrittelt wurde), also gilt \(\frac{b}{a} = \frac{a}{b/3}\). 3. Umformung der Gleichung: Die Gleichung \(\frac{b}{a} = \frac{3a}{b}\) führt durch Multiplikation mit \(a\) und \(b\) zu \(b^2 = 3a^2\). 4. Berechnung des Verhältnisses: Durch Division durch \(a^2\) erhält man \(\frac{b^2}{a^2} = 3\). Das Ziehen der Quadratwurzel ergibt das Verhältnis \(\frac{b}{a} = \sqrt{3}\).

Antwort

Das Verhältnis der langen zur kurzen Seite beträgt \(\sqrt{3}:1\).
4148059
Zwei Parallelogramme haben jeweils Seiten im Verhältnis \(2:3\). Reicht diese Information aus, um sicher zu entscheiden, ob die beiden Figuren zueinander ähnlich sind? Begründe deine Überlegung und nenne die Bedingungen, die für die Ähnlichkeit von Vielecken erfüllt sein müssen.

Denkanstöße

- Kannst du dir zwei Parallelogramme mit gleichen Seitenlängen vorstellen, die unterschiedlich „schief“ sind? - Welche zwei Hauptbedingungen müssen für die Ähnlichkeit von Vielecken (im Gegensatz zu Dreiecken) gleichzeitig erfüllt sein? - Reicht es bei einem Viereck aus, nur die Seiten zu betrachten? Denke an ein Quadrat und eine Raute.

Lösung

1. Definition der Ähnlichkeit für Vielecke: Zwei Vielecke sind ähnlich, wenn erstens alle entsprechenden Winkel gleich groß sind und zweitens alle entsprechenden Seitenlängen im selben Verhältnis stehen. 2. Analyse der gegebenen Information: Das Seitenverhältnis \(2:3\) in beiden Parallelogrammen stellt sicher, dass die Seiten proportional zueinander sein können (z. B. Seiten \(2\,\text{cm}\) und \(3\,\text{cm}\) bei Figur 1 sowie \(4\,\text{cm}\) und \(6\,\text{cm}\) bei Figur 2). 3. Betrachtung der Winkel: Über die Innenwinkel der Parallelogramme ist nichts bekannt. Ein Parallelogramm mit den Seiten \(2\) und \(3\) könnte ein Rechteck sein (Winkel \(90^\circ\)), während ein anderes Parallelogramm mit den gleichen Seitenverhältnissen spitze und stumpfe Winkel (z. B. \(45^\circ\) und \(135^\circ\)) haben könnte. 4. Schlussfolgerung: Da die Winkel nicht zwangsläufig übereinstimmen, reicht die Angabe der Seitenverhältnisse nicht aus.

Antwort

Nein, die Information reicht nicht aus. Für Ähnlichkeit müssen sowohl die entsprechenden Seitenverhältnisse gleich sein als auch alle entsprechenden Winkel übereinstimmen. Da Parallelogramme bei gleichen Seitenverhältnissen unterschiedliche Innenwinkel haben können (z. B. ein Rechteck und ein schiefwinkliges Parallelogramm), ist die Ähnlichkeit nicht garantiert.
4148679
Ein Papierbogen im Format A0 hat einen Flächeninhalt von genau \(1\,\text{m}^2\). Das Seitenverhältnis von Länge zu Breite beträgt bei allen DIN-A-Formaten \(\sqrt{2}:1\). a) Berechne die Seitenlängen eines A0-Bogens in Zentimetern. Runde das Ergebnis auf eine Dezimalstelle. b) Ein A4-Bogen entsteht, indem man einen A0-Bogen insgesamt viermal nacheinander jeweils an der längeren Seite halbiert. Welchen Flächeninhalt hat ein A4-Bogen in \(\text{cm}^2\)? c) Begründe ohne weitere Rechnung, warum ein A4-Bogen zum A0-Bogen ähnlich ist.

Denkanstöße

- Wie hängen die Seitenlängen zusammen, wenn das Verhältnis bekannt ist? - Erinnere dich daran, wie sich die Fläche einer Figur ändert, wenn man sie halbiert. - Was muss für die Seitenverhältnisse gelten, damit zwei Rechtecke ähnlich sind? - Wie viele A4-Blätter passen in einen A0-Bogen?

Lösung

1. Berechnung der Seitenlängen A0: Sei \(x\) die kurze Seite, dann ist \(\sqrt{2}x\) die lange Seite. Die Fläche ist \(x \cdot \sqrt{2}x = 10\,000\,\text{cm}^2\). Daraus folgt \(\sqrt{2}x^2 = 10\,000\), also \(x^2 = \frac{10\,000}{\sqrt{2}} \approx 7\,071{,}07\). Die kurze Seite ist \(x \approx 84{,}1\,\text{cm}\). Die lange Seite ist \(84{,}0896 \cdot \sqrt{2} \approx 118{,}9\,\text{cm}\). 2. Berechnung der Fläche A4: Jede Halbierung halbiert den Flächeninhalt. Nach 4 Halbierungsschritten (A0 zu A1, A1 zu A2, A2 zu A3, A3 zu A4) ist die Fläche \(\frac{1}{2^4} = \frac{1}{16}\) der Ausgangsfläche. \(10\,000\,\text{cm}^2 : 16 = 625\,\text{cm}^2\). 3. Begründung der Ähnlichkeit: Bei jedem Halbierungsschritt wird das Seitenverhältnis von \(\sqrt{2}:1\) zu \(1:\frac{\sqrt{2}}{2}\). Da \(\frac{1}{\sqrt{2}/2} = \frac{2}{\sqrt{2}} = \sqrt{2}\), bleibt das Verhältnis der langen zur kurzen Seite konstant. Da alle Winkel \(90^\circ\) bleiben und die Seitenverhältnisse identisch sind, sind die Figuren ähnlich.

Antwort

a) Die Seitenlängen betragen ca. \(84{,}1\,\text{cm}\) und \(118{,}9\,\text{cm}\). b) Der Flächeninhalt eines A4-Bogens beträgt \(625\,\text{cm}^2\). c) Ein A4-Bogen ist ähnlich zum A0-Bogen, da durch die mathematische Eigenschaft des Verhältnisses \(\sqrt{2}:1\) beim Halbieren der langen Seite das Verhältnis der neuen Seitenlängen wieder \(\sqrt{2}:1\) ergibt.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.