Ein Zimmermann baut einen Holzrahmen und möchte prüfen, ob die Ecke rechtwinklig ist. Die beiden anliegenden Balken haben die Längen \(1{,}20\,\text{m}\) und \(1{,}60\,\text{m}\). Er misst die Diagonale zwischen den Endpunkten der Balken und erhält \(2{,}05\,\text{m}\).
a) Zeige durch Rechnung, dass der Rahmen nicht exakt rechtwinklig ist.
b) Berechne, wie lang die Diagonale sein müsste, damit der Rahmen rechtwinklig wäre.
c) Angenommen, der Zimmermann möchte die Diagonale von \(2{,}05\,\text{m}\) und den Balken von \(1{,}60\,\text{m}\) beibehalten. Wie lang müsste der andere Balken sein, damit ein rechter Winkel zwischen den Balken entsteht?
Denkanstöße
- Stelle dir die Balken als Katheten und die Diagonale als Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks vor.
- Welche Formel hilft dir, die fehlende Seite in einem rechtwinkligen Dreieck zu berechnen?
- Achte darauf, welche Seite die Hypotenuse sein soll.
Lösung
1. Überprüfung der Rechtwinkligkeit: \(1{,}20^2 + 1{,}60^2 = 1{,}44 + 2{,}56 = 4{,}00\). Das Quadrat der gemessenen Diagonale ist \(2{,}05^2 = 4{,}2025\). Da \(4{,}00 \neq 4{,}2025\), ist der Rahmen nicht rechtwinklig.
2. Berechnung der idealen Diagonale \(d\): \(d^2 = 1{,}20^2 + 1{,}60^2 = 4\), also \(d = \sqrt{4} = 2{,}00\,\text{m}\).
3. Berechnung der neuen Balkenlänge \(a\) bei fixierter Diagonale: Es muss gelten \(a^2 + 1{,}60^2 = 2{,}05^2\). Umstellen ergibt \(a^2 = 4{,}2025 - 2{,}56 = 1{,}6425\). Die Länge ist \(a = \sqrt{1{,}6425} \approx 1{,}2816\,\text{m}\).
Antwort
a) Nicht rechtwinklig, da \(1{,}20^2 + 1{,}60^2 = 4 \neq 2{,}05^2 = 4{,}2025\).
b) Die Diagonale müsste genau \(2{,}00\,\text{m}\) lang sein.
c) Der andere Balken müsste etwa \(1{,}28\,\text{m}\) lang sein.