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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Wachstumsfaktor und prozentuale Änderung

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41009910
Ein Reagenzglas enthält eine Lösung mit 400 Bakterien. Jede Stunde nimmt die Anzahl der Bakterien um \(2\,\%\) zu. Welcher Funktionsterm beschreibt die Abhängigkeit der Bakterienanzahl \(N\) von der Zeit \(t\) (in h) korrekt? a) \(N = 400^{1{,}02t}\) b) \(N = 400t^{0{,}02}\) c) \(N = 400 \cdot 1{,}02^t\) d) \(N = 400 \cdot 0{,}02^t\)

Denkanstöße

- Welchen Wert hat der Bestand zum Zeitpunkt \(t=0\)? - Wenn etwas um einen bestimmten Prozentsatz wächst, mit welchem Faktor multipliziert man den aktuellen Wert dann jede Stunde? - Handelt es sich hier um lineares oder exponentielles Wachstum?

Lösung

1. Identifikation des Anfangswerts: \(N_0 = 400\) 2. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(q\) bei einer Zunahme von \(2\,\%\): \(q = 1 + \frac{2}{100} = 1{,}02\) 3. Aufstellen der allgemeinen Exponentialfunktion \(N(t) = N_0 \cdot q^t\): \(N(t) = 400 \cdot 1{,}02^t\) 4. Vergleich mit den vorgegebenen Optionen ergibt Antwort c).

Antwort

c) \(N = 400 \cdot 1{,}02^t\)
41493210
Eine Folge von fünf positiven Zahlen \(x_1, x_2, x_3, x_4, x_5\) ist so aufgebaut, dass der Quotient zweier aufeinanderfolgender Glieder immer denselben Wert \(q\) ergibt. Die Folge ist aufsteigend sortiert. Gegeben sind das erste Glied \(x_1 = 0{,}5\) und das fünfte Glied \(x_5 = 8\). Bestimme den Quotienten \(q\) und die fehlenden Glieder \(x_2, x_3\) und \(x_4\).

Denkanstöße

- Wie oft musst du den ersten Wert mit dem Quotienten multiplizieren, um zum fünften Wert zu gelangen? - Stelle eine Gleichung der Form \(x_5 = x_1 q^n\) auf. - Überlege, welche Zahl viermal mit sich selbst multipliziert 16 ergibt. - Was bedeutet „aufsteigend“ für das Vorzeichen und die Größe von \(q\)?

Lösung

1. Aufstellen der Beziehung zwischen dem ersten und dem fünften Glied einer geometrischen Folge: \(x_5 = x_1 q^4\). 2. Einsetzen der gegebenen Werte: \(8 = 0{,}5 \cdot q^4\). 3. Umformen zur Potenzgleichung: \(q^4 = \frac{8}{0{,}5} = 16\). 4. Ziehen der 4. Wurzel: \(q = \sqrt[4]{16} = 2\) (da die Folge aufsteigend und die Glieder positiv sind, entfällt \(q = -2\)). 5. Berechnung der fehlenden Glieder: \(x_2 = x_1 q = 0{,}5 \cdot 2 = 1\) \(x_3 = x_2 q = 1 \cdot 2 = 2\) \(x_4 = x_3 q = 2 \cdot 2 = 4\)

Antwort

Der Quotient ist \(q = 2\). Die fehlenden Glieder lauten \(x_2 = 1\), \(x_3 = 2\) und \(x_4 = 4\).
42830010
Der Wert eines neuen Elektroautos sinkt jährlich um \(18\,\%\). Der Kaufpreis beträgt \(45\,000\,\text{€}\). Stelle die Funktionsgleichung \(V(t)\) auf, die den Restwert des Autos nach \(t\) Jahren in Euro angibt.

Denkanstöße

- Was ist der Startwert in dieser Situation? - Wenn etwas um einen bestimmten Prozentsatz sinkt, wie viel Prozent bleiben dann noch übrig? - Wie schreibt man einen Prozentsatz als Dezimalzahl für eine Rechnung um? - Wie sieht die Grundform einer Exponentialfunktion aus?

Lösung

1. Bestimmung des Anfangswertes zum Zeitpunkt des Kaufs (\(t = 0\)): \(V_0 = 45\,000\). 2. Ermittlung des Abnahmefaktors \(b\): Da der Wert um \(18\,\%\) sinkt, verbleiben jedes Jahr \(100\,\% - 18\,\% = 82\,\%\) des Wertes vom Vorjahr. 3. Umrechnung des Prozentsatzes in einen Dezimalfaktor: \(b = 0{,}82\). 4. Aufstellen der Funktionsgleichung in der Form \(V(t) = V_0 \cdot b^t\): \(V(t) = 45\,000 \cdot 0{,}82^t\).

Antwort

\(V(t) = 45\,000 \cdot 0{,}82^t\)
42830310
Ein Waldgebiet hat eine Fläche von \(4500\,\text{ha}\). Durch gezielte Aufforstung wächst die Waldfläche jährlich um durchschnittlich \(2{,}4\,\%\). a) Bestimme den jährlichen Wachstumsfaktor \(q\). b) Berechne die Waldfläche nach \(3\) Jahren und nach \(10\) Jahren. c) Um welchen Gesamtfaktor ist die Waldfläche nach \(5\) Jahren im Vergleich zum ursprünglichen Bestand angewachsen? Runde das Ergebnis auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie hängen der Prozentsatz und der Faktor zusammen, mit dem man den neuen Wert berechnet? - Überlege, wie oft du den jährlichen Faktor anwenden musst, um den Wert nach mehreren Jahren zu erhalten. - Was bedeutet es für den Faktor, wenn man den Zuwachs über einen längeren Zeitraum betrachtet?

Lösung

1. Berechnung des Wachstumsfaktors: \(q = 1 + \frac{2{,}4}{100} = 1{,}024\). 2. Waldfläche nach \(3\) Jahren: \(4500 \cdot 1{,}024^3 \approx 4831{,}84\,\text{ha}\). 3. Waldfläche nach \(10\) Jahren: \(4500 \cdot 1{,}024^{10} \approx 5704{,}43\,\text{ha}\). 4. Gesamtfaktor nach \(5\) Jahren: \(1{,}024^5 \approx 1{,}1259\).

Antwort

a) \(q = 1{,}024\) b) Nach \(3\) Jahren: ca. \(4831{,}84\,\text{ha}\); nach \(10\) Jahren: ca. \(5704{,}43\,\text{ha}\) c) Der Faktor beträgt \(1{,}1259\).
42830610
Die Anzahl der Bakterien in einer Laborkultur wächst exponentiell. Die Anzahl \(N(t)\) nach \(t\) Stunden kann mit der Funktionsgleichung \(N(t) = N_0 \cdot a^t\) beschrieben werden. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) werden \(800\) Bakterien gezählt. Nach einer Stunde (\(t = 1\)) ist die Anzahl auf \(1040\) Bakterien angewachsen. a) Bestimme den stündlichen Wachstumsfaktor \(a\). b) Um wie viel Prozent nimmt die Anzahl der Bakterien jede Stunde zu? c) Wie viele Bakterien sind nach 6 Stunden vorhanden? Runde dein Ergebnis auf eine ganze Zahl.

Denkanstöße

- Welchen Wert hat die Variable für den Anfangsbestand in der gegebenen Formel? - Wie kannst du den Faktor bestimmen, mit dem der Anfangswert multipliziert wurde, um zum ersten Folgewert zu gelangen? - Wie hängen der Wachstumsfaktor und die prozentuale Wachstumsrate zusammen?

Lösung

1. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(a\): Da \(N(1) = N_0 \cdot a^1\), gilt \(1040 = 800a\). Daraus folgt \(a = \frac{1040}{800} = 1{,}3\). 2. Berechnung der prozentualen Zunahme: Der Wachstumsfaktor \(a = 1{,}3\) entspricht einer Zunahme von \(30\,\%\), da \(1{,}3 = 1 + 0{,}30\). 3. Berechnung des Bestandes nach 6 Stunden: \(N(6) = 800 \cdot 1{,}3^6 \approx 3861{,}45\). Gerundet ergibt dies \(3861\) Bakterien.

Antwort

a) Der Wachstumsfaktor ist \(a = 1{,}3\). b) Die stündliche Zunahme beträgt \(30\,\%\). c) Nach 6 Stunden sind etwa \(3861\) Bakterien vorhanden.
42831010
In einem Naturschutzgebiet wurde der Bestand einer seltenen Orchideenart untersucht. Im Jahr 2020 zählte man \(1200\) Exemplare. Die Biologen gehen von einer konstanten jährlichen Zunahme von \(5{,}4\,\%\) aus. a) Gib den Wachstumsfaktor \(q\) für die jährliche Entwicklung an. b) Berechne den Bestand für die Jahre 2021, 2022 und 2023. c) Berechne den Bestand für das Jahr 2030. Welchen Wachstumsfaktor kann man für diesen 10-Jahres-Schritt verwenden? d) Wie viele Orchideen werden laut dieser Prognose im Jahr 2045 im Naturschutzgebiet wachsen?

Denkanstöße

- Der Wachstumsfaktor liegt bei einer Zunahme immer über 1. - Wenn du einen Wert für ein bestimmtes Jahr suchst, bestimme zuerst die Differenz zum Startjahr. - Du kannst das Ergebnis für 2030 direkt mit der Hochzahl 10 berechnen. - Runde das Endergebnis bei Lebewesen auf ganze Zahlen, da es keine halben Orchideen gibt.

Lösung

1. Der jährliche Wachstumsfaktor ist \(q = 1 + 0{,}054 = 1{,}054\). 2. Die Bestände werden mit \(W(t) = 1200 \cdot 1{,}054^t\) berechnet: \(W(1) = 1264{,}8 \approx 1265\), \(W(2) \approx 1333\), \(W(3) \approx 1405\). 3. Für das Jahr 2030 ist \(t = 10\): \(W(10) = 1200 \cdot 1{,}054^{10} \approx 2030{,}43\). Der Faktor für zehn Jahre ist \(1{,}054^{10} \approx 1{,}6920\). 4. Für das Jahr 2045 ist \(t = 25\): \(W(25) = 1200 \cdot 1{,}054^{25} \approx 4468{,}86\). Gerundet sind das etwa \(4469\) Orchideen.

Antwort

a) \(q = 1{,}054\) b) 2021: ca. \(1265\); 2022: ca. \(1333\); 2023: ca. \(1405\) Exemplare c) Bestand 2030: ca. \(2030\) Exemplare; Faktor für 10 Jahre: \(q^{10} \approx 1{,}6920\) d) ca. \(4469\) Exemplare
42834710
Ein Waldstück hat einen Holzvorrat von \(8400\,\text{m}^3\). Durch einen Schädlingsbefall nimmt der Holzbestand jedes Jahr um \(6{,}2\,\%\) ab. a) Gib die Funktionsgleichung für den Holzvorrat \(V(t)\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Jahren) an. b) Wie viel Prozent des ursprünglichen Holzvorrats sind nach 8 Jahren noch vorhanden?

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Abnahme um einen bestimmten Prozentsatz für den Faktor, mit dem man jedes Jahr multipliziert? - Überlege, welcher Wert zum Zeitpunkt \(t = 0\) vorliegt. - Um den Prozentsatz nach einer bestimmten Zeit zu finden, kannst du untersuchen, wie sich der Faktor \(b^t\) entwickelt.

Lösung

1. Bestimmung des Abnahmefaktors \(b\): Da der Bestand um \(6{,}2\,\%\) abnimmt, gilt \(b = 1 - 0{,}062 = 0{,}938\). 2. Aufstellen der Funktionsgleichung mit dem Anfangswert \(V_0 = 8400\): \(V(t) = 8400 \cdot 0{,}938^t\). 3. Berechnung des verbleibenden Anteils nach \(t = 8\) Jahren: \(b^8 = 0{,}938^8 \approx 0{,}5993\). 4. Umrechnung in Prozent: \(0{,}5993 \cdot 100\,\% \approx 59{,}93\,\%\).

Antwort

a) \(V(t) = 8400 \cdot 0{,}938^t\) b) Nach 8 Jahren sind noch ca. \(59{,}93\,\%\) des Vorrats vorhanden.
42839910
Vervollständige die folgende Tabelle zu exponentiellen Wachstums- und Zerfallsprozessen der Form \(f(x) = C \cdot a^x\). <table> <thead> <tr> <th>Prozentuale Änderung pro Schritt</th> <th>Wachstumsfaktor \(a\)</th> <th>Anfangswert \(C\)</th> <th>Funktionsterm \(f(x)\)</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <td>\(+35\,\%\)</td> <td></td> <td>\(120\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td></td> <td>\(0{,}82\)</td> <td>\(50\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td></td> <td></td> <td></td> <td>\(8 \cdot 1{,}045^x\)</td> </tr> </tbody> </table>

Denkanstöße

- Überlege dir, wie der Wachstumsfaktor \(a\) mit der prozentualen Änderung zusammenhängt: Ist \(a > 1\) oder \(a < 1\)? - Der Anfangswert \(C\) steht in der Funktionsgleichung immer an der Stelle, die nicht von der Potenz beeinflusst wird. - Erinnere dich an den Zusammenhang \(a = 1 \pm \frac{p}{100}\).

Lösung

1. Erste Zeile: Bei einer Zunahme von \(35\,\%\) berechnet sich der Wachstumsfaktor als \(a = 1 + \frac{35}{100} = 1{,}35\). Der Funktionsterm lautet somit \(f(x) = 120 \cdot 1{,}35^x\). 2. Zweite Zeile: Ein Wachstumsfaktor von \(a = 0{,}82\) entspricht einer Abnahme, da \(a < 1\). Die prozentuale Änderung ist \(0{,}82 - 1 = -0{,}18\), also eine Abnahme von \(18\,\%\). Der Funktionsterm ist \(f(x) = 50 \cdot 0{,}82^x\). 3. Dritte Zeile: Aus dem Term \(8 \cdot 1{,}045^x\) liest man den Anfangswert \(C = 8\) und den Wachstumsfaktor \(a = 1{,}045\) ab. Die prozentuale Änderung berechnet sich aus \(1{,}045 - 1 = 0{,}045\), was einer Zunahme von \(4{,}5\,\%\) entspricht.

Antwort

1. Zeile: \(a = 1{,}35\); \(f(x) = 120 \cdot 1{,}35^x\) 2. Zeile: Änderung: \(-18\,\%\) (oder Abnahme um \(18\,\%\)); \(f(x) = 50 \cdot 0{,}82^x\) 3. Zeile: Änderung: \(+4{,}5\,\%\) (oder Zunahme um \(4{,}5\,\%\)); \(a = 1{,}045\); \(C = 8\)
42840010
Gegeben sind die Funktionsgleichungen dreier verschiedener Prozesse: \(f(x) = 400 \cdot 1{,}015^x\) \(g(x) = 25 \cdot 0{,}6^x\) \(h(x) = 2 \cdot 3^x\) a) Bestimme für jede Funktion den Anfangswert und die prozentuale Zu- oder Abnahme pro Zeiteinheit. b) Berechne den Funktionswert von \(f\) für \(x = 2\).

Denkanstöße

- Der Anfangswert ist der Wert der Funktion bei \(x = 0\). - Die prozentuale Veränderung findest du, indem du die Differenz des Wachstumsfaktors zu \(1\) betrachtest. - Achte bei Teilaufgabe b) auf die richtige Reihenfolge der Rechenoperationen (Potenz vor Multiplikation).

Lösung

1. Analyse von \(f(x)\): Anfangswert \(C = 400\). Da \(a = 1{,}015\), liegt eine Zunahme vor. \(1{,}015 - 1 = 0{,}015\), also eine Zunahme um \(1{,}5\,\%\). 2. Analyse von \(g(x)\): Anfangswert \(C = 25\). Da \(a = 0{,}6\), liegt eine Abnahme vor. \(1 - 0{,}6 = 0{,}4\), also eine Abnahme um \(40\,\%\). 3. Analyse von \(h(x)\): Anfangswert \(C = 2\). Da \(a = 3\), liegt eine Zunahme vor. \(3 - 1 = 2\), also eine Zunahme um \(200\,\%\). 4. Berechnung für Teilaufgabe b): Setze \(x = 2\) in \(f(x)\) ein: \(f(2) = 400 \cdot 1{,}015^2 = 400 \cdot 1{,}030225 = 412{,}09\).

Antwort

a) \(f(x)\): Anfangswert \(400\), Zunahme um \(1{,}5\,\%\); \(g(x)\): Anfangswert \(25\), Abnahme um \(40\,\%\); \(h(x)\): Anfangswert \(2\), Zunahme um \(200\,\%\) b) \(f(2) = 412{,}09\)
42840310
Der Bestand einer seltenen Orchideenart in einem Naturschutzgebiet verringert sich jährlich um \(6\,\%\). Zu Beginn der Zählung wurden \(450\) Pflanzen registriert. a) Stelle die Funktionsgleichung auf, die die Anzahl der Pflanzen \(N(t)\) nach \(t\) Jahren beschreibt. b) Wie viele Pflanzen sind nach \(5\) Jahren und wie viele nach \(10\) Jahren noch vorhanden? Runde deine Ergebnisse auf ganze Zahlen.

Denkanstöße

- Welcher Wert stellt den Startzeitpunkt dar? - Wie verändert eine prozentuale Abnahme den Bestand von einem Jahr zum nächsten? - Mit welchem Faktor musst du multiplizieren, wenn der Bestand um einen bestimmten Prozentsatz sinkt? - Überlege, wie oft dieser Faktor bei einer Zeitspanne von mehreren Jahren angewendet werden muss.

Lösung

1. Bestimmung des Abnahmefaktors \(a\) aus der prozentualen Abnahme: \(a = 1 - 0{,}06 = 0{,}94\). 2. Aufstellen der Funktionsgleichung mit dem Anfangswert \(N_0 = 450\): \(N(t) = 450 \cdot 0{,}94^t\). 3. Berechnung des Bestands nach \(5\) Jahren: \(N(5) = 450 \cdot 0{,}94^5 \approx 330{,}26\). Gerundet ergibt dies \(330\) Pflanzen. 4. Berechnung des Bestands nach \(10\) Jahren: \(N(10) = 450 \cdot 0{,}94^{10} \approx 242{,}38\). Gerundet ergibt dies \(242\) Pflanzen.

Antwort

a) \(N(t) = 450 \cdot 0{,}94^t\) b) Nach \(5\) Jahren: ca. \(330\) Pflanzen; nach \(10\) Jahren: ca. \(242\) Pflanzen.
43402710
Ein neues Smartphone verliert schnell an Wert. Das Diagramm zeigt den geschätzten Wiederverkaufswert \(W(t)\) (in Euro) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Jahren). a) Bestimme mithilfe des Graphen den Anfangswert und den jährlichen Wachstumsfaktor \(b\). Gib die Funktionsgleichung der Form \(W(t) = ab^t\) an. b) Um wie viel Prozent sinkt der Wert des Smartphones pro Jahr? c) Nach wie vielen Jahren ist das Smartphone nur noch ein Viertel seines ursprünglichen Preises wert? Berechne den Wert oder lies ihn näherungsweise aus dem Graphen ab.
Abbildung zur Aufgabe 434027

Denkanstöße

- Wo schneidet der Graph die vertikale Achse? Dieser Punkt gibt dir den Startwert an. - Schau dir den Wert nach genau einem Jahr an. Wie hat er sich im Vergleich zum Startwert verändert? - Der Wachstumsfaktor \(b\) gibt an, mit welchem Wert der Bestand multipliziert wird. Wie hängen dieser Faktor und der prozentuale Verlust zusammen? - Für den letzten Teil kannst du im Diagramm auf der y-Achse den Wert suchen, der ein Viertel von \(800\,\text{€}\) ist, und den zugehörigen x-Wert ablesen.

Lösung

1. Aus dem Graphen lässt sich der Anfangswert bei \(t = 0\) ablesen: \(W(0) = a = 800\,\text{€}\). 2. Nach einem Jahr (\(t = 1\)) beträgt der Wert noch \(600\,\text{€}\). Der Wachstumsfaktor berechnet sich zu \(b = \frac{W(1)}{W(0)} = \frac{600}{800} = 0{,}75\). Die Funktionsgleichung lautet somit \(W(t) = 800 \cdot 0{,}75^t\). 3. Die prozentuale Abnahme pro Jahr ergibt sich aus \(1 - b = 1 - 0{,}75 = 0{,}25\). Dies entspricht einer Wertminderung von \(25\,\%\) pro Jahr. 4. Gesucht ist der Zeitpunkt \(t\), an dem \(W(t) = \frac{1}{4} \cdot 800 = 200\) gilt. \(800 \cdot 0{,}75^t = 200\) \(0{,}75^t = 0{,}25\) \(t = \frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}75)} \approx 4{,}82\). Nach etwa \(4{,}8\) Jahren ist das Smartphone nur noch ein Viertel seines ursprünglichen Preises wert.

Antwort

a) Anfangswert \(a = 800\); Wachstumsfaktor \(b = 0{,}75\); Funktionsgleichung: \(W(t) = 800 \cdot 0{,}75^t\). b) Der Wert sinkt um \(25\,\%\) pro Jahr. c) Nach etwa \(4{,}82\) Jahren beträgt der Wert noch ein Viertel (\(200\,\text{€}\)).
43449310
Ein Medikament wird nach der Einnahme im Körper abgebaut. Der Graph zeigt die Konzentration \(C\) (in \(\text{mg/l}\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden). a) Bestimme den Wachstumsfaktor \(a\) für die Funktionsgleichung \(C(t) = ca^t\). b) Um wie viel Prozent nimmt die Konzentration pro Stunde ab?
Abbildung zur Aufgabe 434493

Denkanstöße

- Der Faktor \(a\) gibt an, mit welcher Zahl der Bestand pro Zeiteinheit multipliziert wird. - Vergleiche den Wert bei \(t=1\) mit dem Startwert bei \(t=0\). - Wenn etwas um einen bestimmten Prozentsatz abnimmt, wie viel Prozent bleiben dann übrig? Das hilft dir, den Zusammenhang zwischen \(a\) und der Prozentzahl zu finden.

Lösung

1. Bestimmung des Anfangswerts: Aus dem Graphen liest man bei \(t=0\) den Wert \(c = 20\) ab. 2. Bestimmung des Faktors \(a\): Nach einer Stunde (\(t=1\)) beträgt die Konzentration \(16\,\text{mg/l}\). Es gilt \(16 = 20 \cdot a^1\), woraus \(a = \frac{16}{20} = 0{,}8\) folgt. 3. Berechnung der prozentualen Abnahme: Ein Wachstumsfaktor von \(0{,}8\) entspricht einem Erhalt von \(80\,\%\) des Vorwertes. Die Abnahme beträgt somit \(100\,\% - 80\,\% = 20\,\%\) pro Stunde.

Antwort

a) Der Wachstumsfaktor ist \(a = 0{,}8\). b) Die Konzentration nimmt pro Stunde um \(20\,\%\) ab.
42594712
In einer Großstadt verbreitet sich ein Gerücht. Zum Zeitpunkt \(t = 0\) kennt eine Person das Gerücht. In der ersten Stunde erzählt sie es drei Bekannten. Jeder, der das Gerücht neu erfährt, benötigt genau eine Stunde, um es wiederum an drei weitere Personen weiterzugeben, die es noch nicht kennen. a) Wie viele Personen erfahren das Gerücht in der 5. Stunde neu? b) Wie viele Personen kennen das Gerücht insgesamt nach 8 Stunden (einschließlich der ersten Person)? c) Nach wie vielen vollen Stunden haben insgesamt mehr als \(250\,000\) Menschen das Gerücht gehört?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Personen in jedem Schritt neu dazukommen. Ist das immer die gleiche Anzahl oder vervielfacht sie sich? - Für die Gesamtzahl musst du alle Personen addieren, die das Gerücht zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits kennen. - Erkennst du ein Muster in der Summenbildung? Es handelt sich um eine geometrische Reihe. - Prüfe für Teilaufgabe c) aufeinanderfolgende ganzzahlige Potenzen von \(3\).

Lösung

1. Die Anzahl der Personen, die das Gerücht in jeder Stunde neu erfahren, bildet eine geometrische Folge. In der \(n\)-ten Stunde erfahren \(3^n\) Personen das Gerücht neu. Für \(n = 5\) ergibt sich \(3^5 = 243\). 2. Die Gesamtzahl nach \(n\) Stunden ist \(N(n) = 1 + \sum_{k=1}^n 3^k = \frac{3^{n+1} - 1}{2}\). 3. Für \(n = 8\) gilt \(N(8) = \frac{3^9 - 1}{2} = \frac{19683 - 1}{2} = 9841\). 4. Für den Schwellenwert werden aufeinanderfolgende ganze Stunden geprüft: \(N(10) = \frac{3^{11} - 1}{2} = \frac{177147 - 1}{2} = 88\,573 < 250\,000\). \(N(11) = \frac{3^{12} - 1}{2} = \frac{531441 - 1}{2} = 265\,720 > 250\,000\). Damit haben nach \(11\) Stunden erstmals mehr als \(250\,000\) Menschen das Gerücht gehört.

Antwort

a) 243 Personen b) \(9841\) Personen c) Nach 11 Stunden
42814510
Eine moderne Produktionsanlage wird für einen Preis von \(54\,000\,\text{€}\) angeschafft. Aufgrund von technischem Fortschritt und Abnutzung verliert die Anlage jährlich \(12\,\%\) ihres Wertes im Vergleich zum Vorjahr. a) Berechne den Restwert der Anlage nach \(5\) Jahren. Runde das Ergebnis auf volle Euro. b) Bestimme, nach wie vielen vollen Jahren der Wert der Anlage erstmals unter \(20\,000\,\text{€}\) sinkt.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, mit welchem Faktor man einen Wert multiplizieren muss, um eine Abnahme von \(12\,\%\) zu beschreiben. - Welche Art von mathematischem Modell beschreibt eine gleichbleibende prozentuale Änderung? - Berechne die Restwerte für aufeinanderfolgende volle Jahre in der Nähe des Schwellenwerts. - Denk daran, dass nach dem ersten vollen Jahr gesucht wird, in dem der Wert unter der Grenze liegt.

Lösung

1. Der jährliche Abnahmefaktor beträgt \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). Damit gilt \(W(n) = 54\,000 \cdot 0{,}88^n\). 2. Nach \(5\) Jahren: \(W(5) = 54\,000 \cdot 0{,}88^5 \approx 28\,497{,}52\). Gerundet beträgt der Restwert \(28\,498\,\text{€}\). 3. Für die erste Unterschreitung von \(20\,000\,\text{€}\) werden aufeinanderfolgende volle Jahre geprüft: \(W(7) = 54\,000 \cdot 0{,}88^7 \approx 22\,068{,}48\,\text{€}\), also noch mehr als \(20\,000\,\text{€}\). \(W(8) = 54\,000 \cdot 0{,}88^8 \approx 19\,420{,}26\,\text{€}\), also weniger als \(20\,000\,\text{€}\). Nach \(8\) Jahren liegt der Wert erstmals unter \(20\,000\,\text{€}\).

Antwort

a) Der Restwert nach \(5\) Jahren beträgt \(28\,498\,\text{€}\). b) Nach \(8\) Jahren sinkt der Wert erstmals unter \(20\,000\,\text{€}\).
42829510
Für die Vermehrung einer Bakterienkultur in einem Labor wird die Funktionsgleichung \(N(t) = 200 \cdot 1{,}5^t\) verwendet, wobei \(t\) die Zeit in Stunden und \(N(t)\) die Anzahl der Bakterien angibt. a) Mit welchem Wachstumsfaktor vervielfacht sich die Anzahl der Bakterien jeweils nach 2 Stunden, nach 3 Stunden und nach 5 Stunden? b) Bestimme die Anzahl der Bakterien (gerundet auf ganze Zahlen) nach einer halben Stunde sowie nach 15 Minuten.

Denkanstöße

- Wie verändert sich der Funktionswert, wenn du den Exponenten um einen bestimmten Betrag erhöhst? - Achte darauf, in welcher Zeiteinheit die Variable im Exponenten definiert ist. - Wie rechnet man Minuten in Stunden um? - Was bedeutet ein exponentielles Wachstum für die Multiplikation über mehrere Zeitschritte hinweg?

Lösung

1. Berechnung der Wachstumsfaktoren für die Zeitintervalle \(\Delta t\): Der Faktor ergibt sich aus \(b^{\Delta t}\) mit \(b = 1{,}5\). 2. Faktor nach 2 Stunden: \(1{,}5^2 = 2{,}25\). 3. Faktor nach 3 Stunden: \(1{,}5^3 = 3{,}375\). 4. Faktor nach 5 Stunden: \(1{,}5^5 = 7{,}59375\). 5. Berechnung der Bakterienanzahl für Teil b) durch Einsetzen der Zeitwerte in Stunden in die Funktionsgleichung. 6. Nach einer halben Stunde (\(t = 0{,}5\)): \(N(0{,}5) = 200 \cdot 1{,}5^{0{,}5} \approx 244{,}95\). Gerundet: \(245\) Bakterien. 7. Nach 15 Minuten (\(t = 0{,}25\)): \(N(0{,}25) = 200 \cdot 1{,}5^{0{,}25} \approx 221{,}34\). Gerundet: \(221\) Bakterien.

Antwort

a) Nach 2 Stunden: Faktor \(2{,}25\); nach 3 Stunden: Faktor \(3{,}375\); nach 5 Stunden: Faktor \(7{,}59375\). b) Nach einer halben Stunde: ca. \(245\) Bakterien; nach 15 Minuten: ca. \(221\) Bakterien.
42830410
Eine moderne Produktionsmaschine hat einen Anschaffungswert von \(12\,500\,\text{€}\). Aufgrund von Abnutzung sinkt ihr Wert jährlich um \(15\,\%\). a) Welcher Faktor \(q\) beschreibt die Wertminderung pro Jahr? b) Berechne den Restwert der Maschine nach \(2\) Jahren und nach \(5\) Jahren. c) Um wie viel Prozent ist der Wert der Maschine nach insgesamt \(3\) Jahren im Vergleich zum Neupreis gesunken?

Denkanstöße

- Wenn ein Wert sinkt, ist der Faktor kleiner als \(1\). Wie berechnest du diesen? - Für den Wert nach mehreren Jahren kannst du die Potenz des jährlichen Faktors nutzen. - Um die prozentuale Senkung über mehrere Jahre zu finden, bestimme zuerst den Anteil des Restwerts am Startwert.

Lösung

1. Bestimmung des Abnahmefaktors: \(q = 1 - \frac{15}{100} = 0{,}85\). 2. Wert nach \(2\) Jahren: \(12\,500 \cdot 0{,}85^2 = 9031{,}25\,\text{€}\). 3. Wert nach \(5\) Jahren: \(12\,500 \cdot 0{,}85^5 \approx 5546{,}32\,\text{€}\). 4. Gesamtfaktor für \(3\) Jahre: \(0{,}85^3 = 0{,}614125\). 5. Prozentuale Abnahme: \((1 - 0{,}614125) \cdot 100 = 38{,}5875\,\%\), gerundet \(38{,}59\,\%\).

Antwort

a) \(q = 0{,}85\) b) Nach \(2\) Jahren: \(9031{,}25\,\text{€}\); nach \(5\) Jahren: ca. \(5546{,}32\,\text{€}\) c) Der Wert ist um ca. \(38{,}59\,\%\) gesunken.
42830510
Die Wertentwicklung eines Sparguthabens über einen Zeitraum von drei Jahren ist in der folgenden Tabelle dargestellt: <table> <tr><td>Jahr \(n\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><td>Kapital \(K_n\) in €</td><td>\(5000{,}00\)</td><td>\(5125{,}00\)</td><td>\(5253{,}13\)</td><td>\(5384{,}46\)</td></tr> </table> a) Bestätige durch Division aufeinanderfolgender Tabellenwerte, dass das Kapital jedes Jahr näherungsweise um denselben Faktor \(q\) wächst. b) Gib den jährlichen Zinssatz \(p\) in Prozent an. c) Berechne das Kapital nach insgesamt 10 Jahren bei gleichbleibender Verzinsung. Runde das Ergebnis auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie verhalten sich die Werte zueinander, wenn du den Wert eines Jahres durch den Wert des Vorjahres teilst? - Was bedeutet ein Wachstumsfaktor von zum Beispiel \(1{,}05\) für die prozentuale Steigerung? - Welche Formel hilft dir, einen Wert über viele Zeitschritte hinweg zu berechnen, wenn der Faktor immer gleich bleibt?

Lösung

1. Berechnung der Quotienten aufeinanderfolgender Werte: \(\frac{5125{,}00}{5000{,}00} = 1{,}025\); \(\frac{5253{,}13}{5125{,}00} \approx 1{,}025\); \(\frac{5384{,}46}{5253{,}13} \approx 1{,}025\). Damit ist der Wachstumsfaktor \(q = 1{,}025\). 2. Bestimmung des Zinssatzes: Aus \(q = 1 + \frac{p}{100}\) folgt \(1{,}025 = 1 + \frac{p}{100}\), also \(p = 2{,}5\,\%\). 3. Berechnung des Kapitals nach 10 Jahren mit der Zinseszinsformel: \(K_{10} = 5000 \cdot 1{,}025^{10} \approx 6400{,}42\,\text{€}\).

Antwort

a) Die Quotienten ergeben jeweils etwa \(1{,}025\). b) Der Zinssatz beträgt \(p = 2{,}5\,\%\). c) Nach 10 Jahren beträgt das Kapital \(6400{,}42\,\text{€}\).
42830910
Der jährliche Energieverbrauch einer Kleinstadt liegt aktuell bei \(850\,\text{GWh}\). Durch verschiedene Effizienzmaßnahmen soll der Verbrauch jedes Jahr um \(2{,}1\,\%\) gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. a) Bestimme den jährlichen Wachstumsfaktor \(q\). b) Berechne den erwarteten Energieverbrauch nach 4 Jahren. c) Mit welchem Faktor muss der aktuelle Verbrauch multipliziert werden, um den Wert nach 10 Jahren zu erhalten? Berechne anschließend den Verbrauch nach 10 Jahren. d) Um wie viel Prozent ist der Energieverbrauch nach diesen 10 Jahren insgesamt gesunken?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, ob es sich um eine Zunahme oder eine Abnahme handelt. - Wie verändert ein Prozentsatz den Wert 1, wenn man ihn als Dezimalzahl ausdrückt? - Für mehrere Jahre hintereinander kannst du die Potenzschreibweise nutzen. - Der Faktor für einen längeren Zeitraum ergibt sich aus dem jährlichen Faktor hoch der Anzahl der Jahre.

Lösung

1. Berechnung des Abnahmefaktors: \(q = 1 - 0{,}021 = 0{,}979\). 2. Verbrauch nach \(4\) Jahren: \(W(4) = 850 \cdot 0{,}979^4 \approx 780{,}82\,\text{GWh}\). 3. Faktor für den Zeitraum von \(10\) Jahren: \(q_{10} = 0{,}979^{10} \approx 0{,}8088\). 4. Verbrauch nach \(10\) Jahren: \(W(10) = 850 \cdot 0{,}979^{10} \approx 687{,}46\,\text{GWh}\). 5. Gesamte prozentuale Abnahme: \((1 - 0{,}979^{10}) \cdot 100\,\% \approx 19{,}12\,\%\).

Antwort

a) \(q = 0{,}979\) b) ca. \(780{,}82\,\text{GWh}\) c) Faktor: ca. \(0{,}8088\); Verbrauch: ca. \(687{,}46\,\text{GWh}\) d) um ca. \(19{,}12\,\%\)
42831510
Vervollständige die folgende Tabelle zur Zinseszinsrechnung. Verwende die Formel \(K_n = K_0 \cdot \left(1 + \frac{p}{100}\right)^n\). Runde Geldbeträge auf zwei Dezimalstellen und den Zinssatz auf eine Dezimalstelle. <table> <tr> <td>Anfangskapital \(K_0\)</td> <td>\(4000{,}00\,\text{€}\)</td> <td></td> <td>\(2500{,}00\,\text{€}\)</td> </tr> <tr> <td>Zinssatz \(p\,\%\)</td> <td>\(3{,}5\,\%\)</td> <td>\(2{,}25\,\%\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>Laufzeit \(n\) in Jahren</td> <td>\(6\)</td> <td>\(10\)</td> <td>\(8\)</td> </tr> <tr> <td>Endkapital \(K_n\)</td> <td></td> <td>\(8000{,}00\,\text{€}\)</td> <td>\(4000{,}00\,\text{€}\)</td> </tr> </table>

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Größe in der jeweiligen Spalte gesucht ist. - Stelle die Grundformel der Zinseszinsrechnung nach der gesuchten Variablen um. - Achte beim Zinssatz darauf, ob der Wachstumsfaktor \(q\) oder der Prozentsatz \(p\) berechnet werden soll. - Beim Umstellen nach dem Zinssatz musst du eine Wurzel ziehen.

Lösung

1. Berechnung von \(K_6\): Einsetzen der Werte in die Formel \(K_6 = 4000 \cdot 1{,}035^6 \approx 4917{,}02\,\text{€}\). 2. Berechnung von \(K_0\): Umstellen der Formel nach \(K_0 = \frac{K_n}{(1 + \frac{p}{100})^n}\). Einsetzen ergibt \(K_0 = \frac{8000}{1{,}0225^{10}} \approx 6404{,}08\,\text{€}\). 3. Berechnung von \(p\): Umstellen der Formel nach \(q = \sqrt[n]{\frac{K_n}{K_0}}\). Einsetzen ergibt \(q = \sqrt[8]{\frac{4000}{2500}} = \sqrt[8]{1{,}6} \approx 1{,}0605\). Daraus folgt \(p = (q - 1) \cdot 100 \approx 6{,}1\,\%\).

Antwort

Spalte 1: \(K_n \approx 4917{,}02\,\text{€}\) Spalte 2: \(K_0 \approx 6404{,}08\,\text{€}\) Spalte 3: \(p \approx 6{,}1\,\%\)
42831710
Ein Geldbetrag von \(2500\,\text{€}\) wird für \(15\) Jahre bei einem festen jährlichen Zinssatz von \(1{,}75\,\%\) angelegt. Die Zinsen werden jeweils am Ende eines Jahres dem Guthaben zugeschlagen und im Folgejahr mitverzinst. a) Berechne das Sparguthaben nach \(5\) Jahren und nach \(10\) Jahren. b) Bestimme den Zinszuwachs, der allein im \(10.\) Jahr (also im Zeitraum vom Ende des \(9\). bis zum Ende des \(10.\) Jahres) erzielt wird. c) Nach wie vielen vollen Jahren hat sich das Startkapital zum ersten Mal um insgesamt mehr als \(500\,\text{€}\) erhöht?

Denkanstöße

- Wie lautet der Wachstumsfaktor, wenn das Kapital jährlich um einen bestimmten Prozentsatz wächst? - Wie unterscheidet sich der Gesamtwert nach einer bestimmten Zeit vom reinen Zuwachs in einem einzelnen Jahr? - Welchen Gesamtwert muss das Konto erreichen, damit der Gewinn das vorgegebene Ziel überschreitet? - Prüfe für Teilaufgabe c) zwei aufeinanderfolgende volle Jahre in der Nähe des Zielwerts.

Lösung

1. Der Wachstumsfaktor ist \(q = 1 + \frac{1{,}75}{100} = 1{,}0175\), also \(K_n = 2500 \cdot 1{,}0175^n\). 2. Nach \(5\) Jahren: \(K_5 = 2500 \cdot 1{,}0175^5 \approx 2726{,}54\,\text{€}\). 3. Nach \(10\) Jahren: \(K_{10} = 2500 \cdot 1{,}0175^{10} \approx 2973{,}61\,\text{€}\). 4. Zuwachs im \(10.\) Jahr: \(K_{10} - K_9 \approx 2973{,}61 - 2922{,}47 = 51{,}14\,\text{€}\). 5. Für einen Gesamtzuwachs von mehr als \(500\,\text{€}\) muss \(K_n > 3000\,\text{€}\) gelten. Es ist \(K_{10} \approx 2973{,}61\,\text{€} < 3000\,\text{€}\) und \(K_{11} \approx 3025{,}65\,\text{€} > 3000\,\text{€}\). Daher ist die Grenze nach \(11\) vollen Jahren erstmals überschritten.

Antwort

a) Nach \(5\) Jahren beträgt das Guthaben \(2726{,}54\,\text{€}\), nach \(10\) Jahren \(2973{,}61\,\text{€}\). b) Der Zuwachs im \(10.\) Jahr beträgt \(51{,}14\,\text{€}\). c) Nach \(11\) Jahren hat sich das Kapital zum ersten Mal um mehr als \(500\,\text{€}\) erhöht.
42831810
Zwei verschiedene Sparverträge werden miteinander verglichen: Vertrag A: \(4000\,\text{€}\) Startkapital bei einem jährlichen Zinssatz von \(3{,}0\,\%\). Vertrag B: \(4500\,\text{€}\) Startkapital bei einem jährlichen Zinssatz von \(2{,}0\,\%\). Die Zinsen werden in beiden Fällen jährlich mitverzinst. a) Berechne die Kontostände beider Verträge nach \(5\) Jahren. b) Berechne die Kontostände beider Verträge nach \(15\) Jahren. Welcher Vertrag weist nun das höhere Guthaben auf? c) Ermittle, nach wie vielen vollen Jahren der Kontostand von Vertrag A zum ersten Mal höher ist als der von Vertrag B.

Denkanstöße

- Stelle für beide Verträge eine passende Gleichung für das Kapital nach \(n\) Jahren auf. - Vergleiche die Ergebnisse nach \(5\) und \(15\) Jahren – was fällt dir bei der Entwicklung auf? - Warum könnte ein Vertrag mit weniger Startkapital langfristig mehr wert sein? - Wie kannst du herausfinden, wann die Werte der beiden Verträge genau gleich sind oder sich die Rangfolge umkehrt?

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktionen: \(K_A(n) = 4000 \cdot 1{,}03^n\) und \(K_B(n) = 4500 \cdot 1{,}02^n\). 2. Berechnung für \(n = 5\): \(K_A(5) = 4000 \cdot 1{,}03^5 \approx 4637{,}10\,\text{€}\) und \(K_B(5) = 4500 \cdot 1{,}02^5 \approx 4968{,}36\,\text{€}\). 3. Berechnung für \(n = 15\): \(K_A(15) = 4000 \cdot 1{,}03^{15} \approx 6231{,}87\,\text{€}\) und \(K_B(15) = 4500 \cdot 1{,}02^{15} \approx 6056{,}41\,\text{€}\). Vertrag A ist nun höher. 4. Bestimmung des Schnittpunkts: \(4000 \cdot 1{,}03^n > 4500 \cdot 1{,}02^n \Rightarrow (\frac{1{,}03}{1{,}02})^n > \frac{4500}{4000} \Rightarrow 1{,}009804^n > 1{,}125\). 5. Durch Probieren: Für \(n = 12\) ist \(K_A(12) \approx 5703{,}04\) und \(K_B(12) \approx 5707{,}08\). Für \(n = 13\) ist \(K_A(13) \approx 5874{,}13\) und \(K_B(13) \approx 5821{,}23\). 6. Ergebnis: Nach \(13\) Jahren überholt Vertrag A den Vertrag B.

Antwort

a) Nach \(5\) Jahren: Vertrag A \(\approx 4637{,}10\,\text{€}\), Vertrag B \(\approx 4968{,}36\,\text{€}\). b) Nach \(15\) Jahren: Vertrag A \(\approx 6231{,}87\,\text{€}\), Vertrag B \(\approx 6056{,}41\,\text{€}\). Vertrag A ist höher. c) Nach \(13\) Jahren ist der Kontostand von Vertrag A zum ersten Mal höher als der von Vertrag B.
42832710
In einem Naturschutzgebiet wird der Bestand einer bedrohten Vogelart aktuell auf \(1200\) Tiere geschätzt. a) Unter optimalen Bedingungen geht man von einem jährlichen Wachstum des Bestandes um \(6\,\%\) aus. Berechne die Anzahl der Vögel für diesen Fall nach \(5\), \(10\) und \(15\) Jahren. b) Durch klimatische Veränderungen verlangsamt sich das Wachstum auf jährlich \(3{,}5\,\%\). Berechne die Bestandsgröße unter diesen Bedingungen ebenfalls nach \(5\), \(10\) und \(15\) Jahren. c) Wie groß ist der Unterschied in der Bestandsgröße (die Differenz zwischen den beiden Szenarien) nach insgesamt \(15\) Jahren?

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Wachstumsfaktor aus einer prozentualen Zunahme? - Welche Formel hilft dir, den Endwert nach einer bestimmten Anzahl von Zeitschritten direkt zu bestimmen? - Denk daran, dass bei Lebewesen das Runden auf ganze Zahlen am Ende der Rechnung sinnvoll ist. - Was bedeutet „Differenz“ mathematisch für den Vergleich zweier Ergebnisse?

Lösung

1. Die Wachstumsfaktoren sind \(q_1 = 1{,}06\) und \(q_2 = 1{,}035\). 2. Szenario A: \(N_1(5) \approx 1606\), \(N_1(10) \approx 2149\), \(N_1(15) \approx 2876\). 3. Szenario B: \(N_2(5) \approx 1425\), \(N_2(10) \approx 1693\), \(N_2(15) \approx 2010\). 4. Die Differenz nach \(15\) Jahren wird vor dem Runden berechnet: \(1200 \cdot 1{,}06^{15} - 1200 \cdot 1{,}035^{15} \approx 865{,}45\). Gerundet beträgt der Unterschied \(865\) Tiere.

Antwort

a) Nach \(5\) Jahren: ca. \(1606\) Tiere; nach \(10\) Jahren: ca. \(2149\) Tiere; nach \(15\) Jahren: ca. \(2876\) Tiere. b) Nach \(5\) Jahren: ca. \(1425\) Tiere; nach \(10\) Jahren: ca. \(1693\) Tiere; nach \(15\) Jahren: ca. \(2010\) Tiere. c) Der Unterschied beträgt gerundet \(865\) Tiere.
42832810
Ein Betrag von \(30\,000\,\text{€}\) wird als langfristige Anlage für die Altersvorsorge angelegt. a) Bank A bietet einen festen Zinssatz von \(3{,}2\,\%\) pro Jahr. Berechne das Kapital nach \(10\) und nach \(20\) Jahren. b) Bei Bank B liegt der Zinssatz aufgrund anderer Konditionen nur bei \(2{,}1\,\%\) pro Jahr. Auf welchen Betrag wächst das Kapital dort nach \(10\) und nach \(20\) Jahren an? c) Welchen finanziellen Vorteil bietet das Angebot von Bank A gegenüber Bank B nach einer Laufzeit von \(20\) Jahren?

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Zinseszinsformel. - Wie wirkt sich ein kleiner Unterschied im Zinssatz über eine lange Zeit (z. B. 20 Jahre) aus? - Achte bei Geldbeträgen darauf, das Ergebnis kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen zu runden. - Welche Rechenoperation führt dich zum Vergleich der beiden Endsummen?

Lösung

1. Berechnung der Wachstumsfaktoren: Bank A \(q_1 = 1{,}032\); Bank B \(q_2 = 1{,}021\). 2. Kapitalentwicklung Bank A: \(K_A(10) = 30\,000 \cdot 1{,}032^{10} \approx 41\,107{,}23\,\text{€}\); \(K_A(20) = 30\,000 \cdot 1{,}032^{20} \approx 56\,326{,}82\,\text{€}\). 3. Kapitalentwicklung Bank B: \(K_B(10) = 30\,000 \cdot 1{,}021^{10} \approx 36\,929{,}95\,\text{€}\); \(K_B(20) = 30\,000 \cdot 1{,}021^{20} \approx 45\,460{,}70\,\text{€}\). 4. Berechnung des Vorteils (Differenz) nach 20 Jahren: \(56\,326{,}82\,\text{€} - 45\,460{,}70\,\text{€} = 10\,866{,}12\,\text{€}\).

Antwort

a) Nach \(10\) Jahren: \(41\,107{,}23\,\text{€}\); nach \(20\) Jahren: \(56\,326{,}82\,\text{€}\). b) Nach \(10\) Jahren: \(36\,929{,}95\,\text{€}\); nach \(20\) Jahren: \(45\,460{,}70\,\text{€}\). c) Der finanzielle Vorteil beträgt \(10\,866{,}12\,\text{€}\).
42834210
In einem See nimmt die Lichtintensität pro Meter Wassertiefe um \(12\,\%\) ab. a) Erkläre den Zusammenhang zwischen der prozentualen Abnahmerate und dem Abnahmefaktor \(q\) und gib \(q\) für dieses Beispiel an. b) An der Wasseroberfläche beträgt die Lichtintensität \(100\,\%\). Berechne die verbleibende Intensität in \(2\,\text{m}\), \(5\,\text{m}\) und \(10\,\text{m}\) Tiefe. c) Ein Taucher behauptet: „Wenn die Intensität pro Meter um \(12\,\%\) abnimmt, ist sie in \(5\,\text{m}\) Tiefe um insgesamt \(60\,\%\) gesunken.“ Nimm mathematisch Stellung zu dieser Aussage.

Denkanstöße

- Was bleibt von \(100\,\%\) übrig, wenn man \(12\,\%\) wegnimmt? - Achte darauf, dass die Intensität in jedem Meter vom neuen Wert aus berechnet wird, nicht immer vom Startwert. - Vergleiche das Ergebnis einer schrittweisen (exponentiellen) Abnahme mit einer einfachen Multiplikation der Prozentzahl.

Lösung

1. Der Abnahmefaktor \(q\) gibt an, welcher Anteil nach einem Schritt verbleibt. Bei einer Abnahme um \(p\,\%\) bleiben \((100 - p)\,\%\) übrig, also \(q = 1 - \frac{p}{100}\). Hier: \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 2. Berechnung der Intensitäten mit \(I(d) = 100\,\% \cdot 0{,}88^d\). 3. In \(2\,\text{m}\) Tiefe: \(100 \cdot 0{,}88^2 = 77{,}44\,\%\). 4. In \(5\,\text{m}\) Tiefe: \(100 \cdot 0{,}88^5 \approx 52{,}77\,\%\). 5. In \(10\,\text{m}\) Tiefe: \(100 \cdot 0{,}88^{10} \approx 27{,}85\,\%\). 6. Stellungnahme: Die Behauptung des Tauchers ist falsch, da er fälschlicherweise von einer linearen Abnahme ausgeht (\(5 \cdot 12\,\% = 60\,\%\)). Bei exponentieller Abnahme wird die Verringerung jedoch immer auf den bereits reduzierten Wert angewendet. Nach \(5\,\text{m}\) sind noch ca. \(52{,}77\,\%\) vorhanden, die Intensität ist also nur um ca. \(47{,}23\,\%\) gesunken.

Antwort

a) \(q = 0{,}88\). Der Faktor entspricht dem verbleibenden Anteil (\(100\,\% - 12\,\% = 88\,\%\)). b) \(2\,\text{m}\): \(77{,}44\,\%\); \(5\,\text{m}\): ca. \(52{,}77\,\%\); \(10\,\text{m}\): ca. \(27{,}85\,\%\). c) Die Aussage ist falsch. Eine Abnahme um \(60\,\%\) würde bedeuten, dass noch \(40\,\%\) vorhanden sind. Tatsächlich sind es aber ca. \(52{,}77\,\%\), da sich die \(12\,\%\) immer auf den Restwert der vorherigen Tiefe beziehen.
42834810
In einem See breiten sich Algen aus. Die von Algen bedeckte Fläche vergrößert sich jede Woche um \(22\,\%\). Zu Beginn der Messung sind \(0{,}5\,\text{m}^2\) der Wasseroberfläche bedeckt. a) Stelle die Funktionsgleichung für die Fläche \(A(t)\) (in \(\text{m}^2\)) nach \(t\) Wochen auf. b) Welche Fläche ist nach 5 Wochen mit Algen bedeckt? Runde das Ergebnis auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen prozentualer Zunahme und dem Wachstumsfaktor. - Wie sieht die allgemeine Form einer Exponentialfunktion aus? - Setze den gegebenen Zeitwert in deine Funktionsgleichung ein.

Lösung

1. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(b\): Bei einer Zunahme von \(22\,\%\) ist \(b = 1 + 0{,}22 = 1{,}22\). 2. Aufstellen der Funktionsgleichung mit dem Anfangswert \(A_0 = 0{,}5\): \(A(t) = 0{,}5 \cdot 1{,}22^t\). 3. Berechnung der Fläche für \(t = 5\): \(A(5) = 0{,}5 \cdot 1{,}22^5\). 4. Berechnung des Werts: \(0{,}5 \cdot 2{,}7027\dots \approx 1{,}3513\dots\). 5. Gerundetes Endergebnis: \(1{,}35\,\text{m}^2\).

Antwort

a) \(A(t) = 0{,}5 \cdot 1{,}22^t\) b) Nach 5 Wochen sind ca. \(1{,}35\,\text{m}^2\) bedeckt.
42834910
Ein spezielles Filtersystem reduziert die Konzentration eines Schadstoffs im Abwasser pro Filterschicht um \(18\,\%\). a) Auf wie viel Prozent der ursprünglichen Konzentration ist der Schadstoffgehalt nach \(4\) Filterschichten gesunken? b) Bestimme den Abnahmefaktor pro Filterschicht, für \(2\) Filterschichten und für \(5\) Filterschichten. c) Wie viele Filterschichten sind mindestens erforderlich, damit die Konzentration weniger als \(10\,\%\) des Ausgangswertes beträgt?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welcher Faktor einer Abnahme um einen bestimmten Prozentsatz entspricht. - Wie verändert sich dieser Faktor, wenn der Vorgang mehrfach hintereinander abläuft? - Für den Aufgabenteil c) kannst du entweder systematisch probieren oder eine Gleichung mithilfe von Logarithmen lösen.

Lösung

1. Der Abnahmefaktor pro Schicht beträgt \(q = 1 - 0{,}18 = 0{,}82\). 2. Berechnung für \(4\) Schichten: \(0{,}82^4 \approx 0{,}4521\). Die Konzentration sinkt auf etwa \(45{,}2\,\%\). 3. Abnahmefaktoren: Pro Schicht \(q_1 = 0{,}82\); für \(2\) Schichten \(q_2 = 0{,}82^2 = 0{,}6724\); für \(5\) Schichten \(q_5 = 0{,}82^5 \approx 0{,}3707\). 4. Bestimmung der Schichtanzahl \(n\): \(0{,}82^n < 0{,}1\). Durch Logarithmieren ergibt sich \(n > \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}82)} \approx 11{,}6\). Es sind somit mindestens \(12\) Schichten erforderlich.

Antwort

a) ca. \(45{,}2\,\%\) b) Für \(1\) Filterschicht: \(0{,}82\); für \(2\) Filterschichten: \(0{,}6724\); für \(5\) Filterschichten: ca. \(0{,}371\) c) Mindestens \(12\) Schichten
42835910
Ein Kontrastmittel wird im Körper eines Patienten abgebaut. Unmittelbar nach der Injektion befinden sich \(120\,\text{mg}\) des Stoffes im Blut. Die Menge verringert sich stündlich um \(20\,\%\). a) Wie viel Kontrastmittel ist nach \(3\,\text{Stunden}\) noch im Blut vorhanden? b) Bestimme den Zerfallsfaktor für einen Zeitraum von \(4\,\text{Stunden}\). c) Nach wie vielen vollen Stunden ist die Menge zum ersten Mal geringer als ein Viertel der Anfangsmenge?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, mit welchem Faktor die Menge jede Stunde multipliziert werden muss, wenn \(20\,\%\) verloren gehen. - Wie verändert sich dieser Faktor, wenn man den Vorgang mehrmals hintereinander betrachtet? - Ein Viertel der Anfangsmenge bedeutet, dass der Anteil der verbleibenden Menge \(0{,}25\) beträgt. - Du kannst die gesuchte Zeit durch systematisches Probieren mit dem Taschenrechner finden.

Lösung

1. Mit dem Anfangswert \(A_0 = 120\) und dem Abnahmefaktor \(q = 0{,}8\) gilt \(A(t) = 120 \cdot 0{,}8^t\). 2. Nach \(3\) Stunden: \(A(3) = 120 \cdot 0{,}8^3 = 61{,}44\,\text{mg}\). 3. Der Zerfallsfaktor für \(4\) Stunden beträgt \(0{,}8^4 = 0{,}4096\). 4. Ein Viertel der Anfangsmenge sind \(30\,\text{mg}\). Es gilt: \(A(6) = 120 \cdot 0{,}8^6 \approx 31{,}46\,\text{mg} > 30\,\text{mg}\), \(A(7) = 120 \cdot 0{,}8^7 \approx 25{,}17\,\text{mg} < 30\,\text{mg}\). Damit ist die Menge nach \(7\) Stunden erstmals geringer als ein Viertel der Anfangsmenge.

Antwort

a) Nach \(3\,\text{Stunden}\) sind noch \(61{,}44\,\text{mg}\) vorhanden. b) Der Zerfallsfaktor für \(4\,\text{Stunden}\) beträgt \(0{,}4096\). c) Nach \(7\,\text{Stunden}\) ist die Menge zum ersten Mal geringer als ein Viertel (\(30\,\text{mg}\)).
42836010
Ein künstlicher See ist mit einem Schadstoff belastet. Durch eine Filteranlage wird der Schadstoffgehalt pro Tag um \(12\,\%\) reduziert. Zu Beginn der Messung werden \(250\,\text{mg/l}\) festgestellt. a) Berechne den Schadstoffgehalt nach \(5\,\text{Tagen}\). b) Gib den täglichen Zerfallsfaktor \(q\) sowie den Zerfallsfaktor für eine Woche (\(7\,\text{Tage}\)) an. c) Ein Techniker behauptet: „Nach zwei Tagen ist der Gehalt um genau \(24\,\%\) gesunken.“ Zeige durch eine Rechnung, dass diese Aussage falsch ist.

Denkanstöße

- Wenn ein Wert um einen Prozentsatz sinkt, berechnet man den neuen Wert durch Multiplikation mit einem Faktor kleiner als 1. - Der Zerfallsfaktor für längere Zeiträume lässt sich durch Potenzieren des täglichen Faktors bestimmen. - Beachte, dass sich die \(12\,\%\) am zweiten Tag auf den bereits reduzierten Wert des ersten Tages beziehen, nicht auf den Startwert.

Lösung

1. Täglicher Zerfallsfaktor: \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 2. Schadstoffgehalt nach \(5\,\text{Tagen}\): \(250 \cdot 0{,}88^5 \approx 250 \cdot 0{,}52773 \approx 131{,}93\). Der Gehalt beträgt ca. \(131{,}93\,\text{mg/l}\). 3. Zerfallsfaktor für eine Woche: \(q^7 = 0{,}88^7 \approx 0{,}4087\). 4. Überprüfung der Aussage: Nach zwei Tagen beträgt der verbleibende Anteil \(q^2 = 0{,}88^2 = 0{,}7744\). Dies entspricht einer Senkung um \(1 - 0{,}7744 = 0{,}2256\), also \(22{,}56\,\%\). Da \(22{,}56\,\% \neq 24\,\%\), ist die Aussage falsch.

Antwort

a) Nach \(5\,\text{Tagen}\) beträgt der Schadstoffgehalt ca. \(131{,}93\,\text{mg/l}\). b) Der tägliche Zerfallsfaktor ist \(q = 0{,}88\); für eine Woche beträgt er ca. \(0{,}4087\). c) Die tatsächliche Reduktion nach zwei Tagen beträgt nur \(22{,}56\,\%\), da die Abnahme an jedem Tag vom jeweils aktuellen Bestand berechnet wird.
42836210
Ein Flummi wird aus einer Höhe von \(2{,}50\,\text{m}\) fallen gelassen. Bei jedem Aufprall auf den Boden verliert er an Energie, sodass er jeweils nur noch \(80\,\%\) der vorherigen Höhe erreicht. a) Berechne die Sprunghöhe nach dem 3., 4. und 6. Aufprall. Gib die Ergebnisse in Metern (\(\text{m}\)) und Zentimetern (\(\text{cm}\)) an. b) Bestimme durch einen Überschlag die ungefähre Höhe nach dem 10. Aufprall. Nutze hierfür die Näherung \(0{,}8^{10} \approx 0{,}1\).

Denkanstöße

- Welchen Faktor musst du verwenden, wenn ein Wert auf \(80\,\%\) sinkt? - Wie oft musst du diesen Faktor anwenden, um die Höhe nach dem 3. Sprung zu finden? - Wie viele Zentimeter sind ein Meter? - Setze den Näherungswert für die Potenz in deine Formel ein, um die Schätzung zu erhalten.

Lösung

1. Identifikation des Höhenfaktors: Eine Höhe von \(80\,\%\) entspricht dem Faktor \(q = 0{,}8\). Der Startwert ist \(h_0 = 2{,}50\,\text{m} = 250\,\text{cm}\). 2. Berechnung der Höhen für Teilaufgabe a): - Nach dem 3. Aufprall: \(250\,\text{cm} \cdot 0{,}8^3 = 128\,\text{cm} = 1{,}28\,\text{m}\). - Nach dem 4. Aufprall: \(250\,\text{cm} \cdot 0{,}8^4 = 102{,}4\,\text{cm} = 1{,}024\,\text{m}\). - Nach dem 6. Aufprall: \(250\,\text{cm} \cdot 0{,}8^6 \approx 65{,}54\,\text{cm} \approx 0{,}655\,\text{m}\). 3. Schätzung für Teilaufgabe b): Die Höhe nach dem 10. Aufprall ist \(2{,}50\,\text{m} \cdot 0{,}8^{10}\). Mit der Näherung \(0{,}8^{10} \approx 0{,}1\) ergibt sich \(2{,}50\,\text{m} \cdot 0{,}1 = 0{,}25\,\text{m} = 25\,\text{cm}\).

Antwort

a) 3. Aufprall: \(1{,}28\,\text{m}\) (\(128\,\text{cm}\)); 4. Aufprall: \(1{,}024\,\text{m}\) (\(102{,}4\,\text{cm}\)); 6. Aufprall: ca. \(0{,}655\,\text{m}\) (\(65{,}54\,\text{cm}\)). b) Nach dem 10. Aufprall erreicht der Ball noch eine Höhe von etwa \(0{,}25\,\text{m}\) (bzw. \(25\,\text{cm}\)).
42836710
Gegeben ist die Exponentialfunktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = 5 \cdot 3^x\). Untersuche, wie sich der Funktionswert \(f(x)\) verändert, wenn die Stelle \(x\) variiert wird. Gib jeweils den Faktor an, mit dem der ursprüngliche Funktionswert multipliziert werden muss, wenn a) \(x\) um \(1\) vergrößert wird; b) \(x\) um \(4\) vergrößert wird; c) \(x\) um \(2\) verkleinert wird; d) \(x\) um \(0{,}5\) vergrößert wird.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du den neuen Funktionswert \(f(x+h)\) mithilfe der Potenzgesetze umschreiben kannst. - Welcher Teil des Terms entspricht dem ursprünglichen \(f(x)\) und was bleibt als Faktor übrig? - Erinnere dich daran, was ein negativer Exponent oder ein Bruch als Exponent bedeutet.

Lösung

1. Für eine Zunahme von \(x\) um \(h\) gilt allgemein \(f(x+h) = 5 \cdot 3^{x+h} = 5 \cdot 3^x \cdot 3^h = f(x) \cdot 3^h\). Der Änderungsfaktor ist also \(3^h\). 2. Zu a): Bei \(h = 1\) ergibt sich der Faktor \(3^1 = 3\). 3. Zu b): Bei \(h = 4\) ergibt sich der Faktor \(3^4 = 81\). 4. Zu c): Bei einer Verkleinerung um \(2\) ist \(h = -2\). Der Faktor ist \(3^{-2} = \frac{1}{3^2} = \frac{1}{9}\). 5. Zu d): Bei \(h = 0{,}5\) ergibt sich der Faktor \(3^{0{,}5} = \sqrt{3} \approx 1{,}732\).

Antwort

a) Faktor \(3\) b) Faktor \(81\) c) Faktor \(\frac{1}{9}\) d) Faktor \(\sqrt{3} \approx 1{,}732\)
42836810
Der Bestand einer Algenkultur wächst exponentiell und lässt sich durch die Funktion \(A(t) = A_0 \cdot 1{,}15^t\) beschreiben, wobei \(t\) die Zeit in Tagen angibt. Bestimme die prozentuale Änderung des Bestandes, wenn a) die Zeit \(t\) um genau einen Tag zunimmt; b) die Zeit \(t\) um zwei Tage zunimmt; c) die Zeit \(t\) um einen halben Tag zunimmt. Runde deine Ergebnisse, falls nötig, auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Wie hängt der Wachstumsfaktor in der Funktionsgleichung mit der täglichen prozentualen Zunahme zusammen? - Wenn zwei Tage vergehen, wird der Wachstumsfaktor zweimal angewendet. Wie berechnet man das? - Ein halber Tag entspricht dem Exponenten \(0{,}5\). Wie kannst du diesen Faktor berechnen?

Lösung

1. Die prozentuale Änderung berechnet sich aus dem Wachstumsfaktor \(q = 1{,}15^h\), wobei \(h\) die Zeitdifferenz ist. Die Änderung in Prozent ist \((q - 1) \cdot 100\,\%\). 2. Zu a): Für \(h = 1\) ist der Faktor \(1{,}15^1 = 1{,}15\). Dies entspricht einer Zunahme von \(15\,\%\). 3. Zu b): Für \(h = 2\) ist der Faktor \(1{,}15^2 = 1{,}3225\). Dies entspricht einer Zunahme von \(32{,}25\,\%\), gerundet \(32{,}3\,\%\). 4. Zu c): Für \(h = 0{,}5\) ist der Faktor \(1{,}15^{0{,}5} = \sqrt{1{,}15} \approx 1{,}07238\). Dies entspricht einer Zunahme von ca. \(7{,}2\,\%\).

Antwort

a) Zunahme um \(15\,\%\) b) Zunahme um ca. \(32{,}3\,\%\) c) Zunahme um ca. \(7{,}2\,\%\)
42837510
Betrachte die Exponentialfunktion \(f\) mit der Funktionsgleichung \(f(x) = 4^x\). 1. Berechne das Verhältnis der Funktionswerte \(\frac{f(x+1)}{f(x)}\) für die Stellen \(x = 0\) und \(x = 2\). Was stellst du fest? 2. Bestimme den Faktor, mit dem ein beliebiger Funktionswert \(f(x)\) multipliziert werden muss, wenn das Argument \(x\) um die Schrittweite \(s = 1{,}5\) erhöht wird. 3. Ermittle die Schrittweite \(s\), bei der sich der Funktionswert genau um den Faktor \(32\) vergrößert. 4. Vervollständige den folgenden Satz allgemein für Funktionen der Form \(f(x) = a^x\): „Wenn das Argument \(x\) um eine beliebige Schrittweite \(s\) zunimmt, so wird der zugehörige Funktionswert immer mit dem Faktor ... multipliziert.“

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man das Verhältnis zweier aufeinanderfolgender Werte berechnet. - Erinnere dich an die Potenzgesetze, insbesondere wie man Potenzen mit rationalen Exponenten (wie \(0{,}5\)) als Wurzeln schreiben kann. - Wenn du eine Gleichung wie \(4^s = 32\) lösen möchtest, hilft es oft, beide Zahlen als Potenzen derselben Grundzahl (Basis) darzustellen. - Was passiert mit dem Exponenten in der Funktionsgleichung, wenn du \(x\) durch \(x+s\) ersetzt?

Lösung

1. Für \(x = 0\) ergibt sich \(\frac{f(1)}{f(0)} = \frac{4^1}{4^0} = \frac{4}{1} = 4\). Für \(x = 2\) ergibt sich \(\frac{f(3)}{f(2)} = \frac{4^3}{4^2} = \frac{64}{16} = 4\). Das Verhältnis ist konstant und entspricht der Basis der Funktion. 2. Bei einer Erhöhung um \(s = 1{,}5\) wird der Funktionswert mit \(4^{1{,}5}\) multipliziert. Da \(4^{1{,}5} = 4^1 \cdot 4^{0{,}5} = 4 \cdot \sqrt{4} = 4 \cdot 2 = 8\), beträgt der Faktor \(8\). 3. Gesucht ist \(s\) mit \(4^s = 32\). Durch Umschreiben zur Basis \(2\) erhält man \((2^2)^s = 2^5\), also \(2^{2s} = 2^5\). Der Exponentenvergleich liefert \(2s = 5\), woraus \(s = 2{,}5\) folgt. 4. Der allgemeine Wachstumsfaktor für eine Schrittweite \(s\) lautet \(a^s\).

Antwort

1. Das Verhältnis ist in beiden Fällen \(4\). 2. Der Faktor ist \(8\). 3. Die Schrittweite beträgt \(s = 2{,}5\). 4. Der Faktor lautet \(a^s\).
42837610
In einem Forstbestand nimmt die Anzahl der Tannen aufgrund einer Umweltbelastung jährlich um \(10\,\%\) ab. 1. Gib den Abnahmefaktor \(q\) für den Zeitraum von einem Jahr an. 2. Berechne, welcher Prozentsatz des ursprünglichen Bestands nach \(5\) Jahren noch vorhanden ist. 3. Bestimme den Faktor, der die Bestandsänderung nach insgesamt \(10\) Jahren beschreibt. 4. Ein Beobachter behauptet: „Wenn der Bestand nach \(5\) Jahren um einen gewissen Prozentsatz gesunken ist, dann muss der prozentuale Verlust nach \(10\) Jahren genau doppelt so hoch sein.“ Prüfe diese Aussage rechnerisch durch einen Vergleich der prozentualen Abnahmen.

Denkanstöße

- Wie rechnet man eine prozentuale Abnahme in einen Multiplikationsfaktor um? - Wenn etwas mehrmals hintereinander um denselben Faktor abnimmt, welche Rechenoperation nutzt man für die Zeitdauer im Exponenten? - Beachte den Unterschied zwischen dem „noch vorhandenen Wert“ (Faktor) und dem „Verlust“ (Differenz zu \(100\,\%\)). - Überlege dir, ob sich die \(10\,\%\) jedes Jahr auf die gleiche Ausgangszahl beziehen oder auf den jeweils neuen, kleineren Wert.

Lösung

1. Eine Abnahme um \(10\,\%\) entspricht einem Abnahmefaktor von \(q = 1 - 0{,}10 = 0{,}9\). 2. Nach \(5\) Jahren wird der Bestand mit \(q^5 = 0{,}9^5\) multipliziert. \(0{,}9^5 = 0{,}59049\). Dies entspricht etwa \(59{,}05\,\%\) des ursprünglichen Bestands. 3. Nach \(10\) Jahren gilt der Faktor \(q^{10} = 0{,}9^{10} = (0{,}9^5)^2 \approx 0{,}348678\). 4. Prozentualer Verlust nach \(5\) Jahren: \(100\,\% - 59{,}05\,\% = 40{,}95\,\%\). Prozentualer Verlust nach \(10\) Jahren: \(100\,\% - 34{,}87\,\% = 65{,}13\,\%\). Da \(65{,}13\,\% \neq 2 \cdot 40{,}95\,\% = 81{,}9\,\%\), ist die Aussage falsch. Der Verlust verdoppelt sich nicht, da sich die \(10\,\%\) Abnahme in den Folgejahren immer auf den bereits verminderten Bestand beziehen.

Antwort

1. \(q = 0{,}9\) 2. Es sind noch ca. \(59{,}05\,\%\) vorhanden. 3. Der Faktor beträgt ca. \(0{,}3487\). 4. Die Aussage ist falsch. Der Verlust nach \(5\) Jahren beträgt ca. \(40{,}95\,\%\), nach \(10\) Jahren jedoch nur ca. \(65{,}13\,\%\) (und nicht \(81{,}9\,\%\)).
42838310
Gegeben ist die Exponentialfunktion \(f(x) = 1{,}44^x\). Bestimme die prozentuale Änderung des Funktionswertes \(f(x)\), wenn das Argument \(x\) a) um \(0{,}5\) vergrößert wird; b) um \(2\) vergrößert wird; c) um \(1\) verringert wird (Runde auf eine Dezimalstelle).

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Rechenregel für Potenzen gilt, wenn man im Exponenten zwei Zahlen addiert. - Wenn ein Wert mit dem Faktor \(n\) multipliziert wird, wie berechnest du daraus die prozentuale Steigerung oder Abnahme? - Ein Exponent von \(0{,}5\) ist das Gleiche wie das Ziehen einer Quadratwurzel. - Eine Verringerung von \(x\) bedeutet, dass du eine negative Zahl für die Änderung einsetzt.

Lösung

1. Für die Änderung des Funktionswertes bei einer Addition von \(k\) zum Argument \(x\) gilt allgemein: \(f(x+k) = a^{x+k} = a^k \cdot a^x = a^k \cdot f(x)\). Der Faktor, um den sich der Wert ändert, ist also \(1{,}44^k\). 2. Zu a): Für \(k = 0{,}5\) ergibt sich der Faktor \(1{,}44^{0{,}5} = \sqrt{1{,}44} = 1{,}2\). Dies entspricht einer Zunahme von \(20\,\%\). 3. Zu b): Für \(k = 2\) ergibt sich der Faktor \(1{,}44^2 = 2{,}0736\). Dies entspricht einer Zunahme von \(107{,}36\,\%\). 4. Zu c): Für \(k = -1\) ergibt sich der Faktor \(1{,}44^{-1} = \frac{1}{1{,}44} \approx 0{,}6944\). Die prozentuale Änderung berechnet sich durch \(0{,}6944 - 1 = -0{,}3056\), was einer Abnahme von ca. \(30{,}6\,\%\) entspricht.

Antwort

a) Der Funktionswert nimmt um \(20\,\%\) zu. b) Der Funktionswert nimmt um \(107{,}36\,\%\) zu. c) Der Funktionswert nimmt um ca. \(30{,}6\,\%\) ab.
42839110
Gegeben ist eine Exponentialfunktion der Form \(f(x) = ca^x\). 1. Zeige allgemein, dass das Verhältnis \(\frac{f(x-4)}{f(x)}\) unabhängig von \(x\) ist, und drücke diesen konstanten Wert mithilfe des Wachstumsfaktors \(a\) aus. 2. Berechne diesen Wert für den Fall, dass der Wachstumsfaktor \(a = 0{,}8\) beträgt.

Denkanstöße

- Was passiert mit der Funktionsgleichung, wenn du das Argument um einen festen Wert veränderst? - Erinnere dich an die Rechenregeln für Potenzen mit gleicher Basis. - Überlege, wie man Brüche vereinfacht, in denen Potenzen vorkommen. - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Ergebnis „unabhängig von \(x\)“ sein soll?

Lösung

1. Einsetzen der Funktionsvorschrift in das Verhältnis: \(\frac{f(x-4)}{f(x)} = \frac{c \cdot a^{x-4}}{c \cdot a^x}\). Durch Kürzen von \(c\) und Anwenden der Potenzgesetze (\(a^n : a^m = a^{n-m}\)) folgt: \(a^{(x-4)-x} = a^{-4}\). Alternativ lässt sich dies als \(\frac{1}{a^4}\) schreiben. Da dieser Ausdruck nicht mehr von \(x\) abhängt, ist das Verhältnis konstant. 2. Einsetzen von \(a = 0{,}8\): \(0{,}8^{-4} = \frac{1}{0{,}8^4}\). Berechnung des Nenners: \(0{,}8^4 = 0{,}4096\). Damit ergibt sich der Wert \(\frac{1}{0{,}4096} = 2{,}44140625\).

Antwort

1. \(\frac{f(x-4)}{f(x)} = a^{-4}\) oder \(\frac{1}{a^4}\) 2. \(2{,}44140625\)
42839210
Bei einem exponentiellen Prozess vervierfacht sich der Bestand \(f(t)\), wenn die Zeit \(t\) um \(2\) Einheiten zunimmt. Stelle eine Gleichung auf, die den Bestand zum Zeitpunkt \(t-2\) allein mithilfe des Bestands zum Zeitpunkt \(t\) ausdrückt. Bestimme dabei den konkreten Zahlenfaktor.

Denkanstöße

- Wenn eine Erhöhung um einen bestimmten Wert einer Multiplikation entspricht, welcher Operation entspricht dann eine Verminderung? - Du musst den Wachstumsfaktor \(a\) nicht unbedingt einzeln ausrechnen, um das Problem zu lösen. - Wie hängen die Faktoren für einen Schritt vorwärts und einen Schritt rückwärts zusammen? - Kannst du den Zusammenhang zwischen \(f(t)\) und \(f(t+2)\) als Gleichung aufschreiben?

Lösung

1. Aus der Information, dass sich der Bestand bei einer Zunahme von \(t\) um \(2\) vervierfacht, folgt für den Wachstumsfaktor \(a\): \(f(t+2) = f(t) \cdot a^2 = 4 \cdot f(t)\). Daraus ergibt sich direkt \(a^2 = 4\). 2. Für eine Verminderung der Zeit um \(2\) Einheiten gilt bei Exponentialfunktionen: \(f(t-2) = f(t) \cdot a^{-2} = f(t) \cdot \frac{1}{a^2}\). 3. Durch Einsetzen von \(a^2 = 4\) in die Beziehung für den verminderten Zeitpunkt erhält man: \(f(t-2) = f(t) \cdot \frac{1}{4} = 0{,}25 \cdot f(t)\).

Antwort

\(f(t-2) = 0{,}25 \cdot f(t)\)
42839610
Gegeben ist die Funktion \(h\) mit \(h(x) = 5 \cdot 2^{-3x}\). Man vergrößert das Argument \(x\) schrittweise um jeweils \(\frac{1}{3}\). Bestimme den Faktor, mit dem der Funktionswert in jedem Schritt multipliziert wird.

Denkanstöße

- Setze für \(x\) den Term \(x + \frac{1}{3}\) in die Klammer im Exponenten ein. - Achte beim Auflösen der Klammer im Exponenten besonders auf das Vorzeichen und den Faktor vor dem \(x\). - Wie lässt sich eine negative Potenz wie \(2^{-1}\) als Bruch oder Dezimalzahl schreiben? - Was bleibt übrig, wenn du den neuen Funktionsterm durch den alten teilst?

Lösung

1. Einsetzen des neuen Arguments \(x + \frac{1}{3}\) in die Funktionsgleichung: \(h(x + \frac{1}{3}) = 5 \cdot 2^{-3(x + \frac{1}{3})}\). 2. Vereinfachung des Exponenten durch Ausmultiplizieren: \(-3x - 3 \cdot \frac{1}{3} = -3x - 1\). 3. Anwendung der Potenzgesetze zur Trennung der Terme: \(5 \cdot 2^{-3x} \cdot 2^{-1}\). 4. Identifikation des Faktors als \(2^{-1}\). 5. Berechnung des Endergebnisses: \(2^{-1} = \frac{1}{2} = 0{,}5\).

Antwort

\(0{,}5\)
42839810
Der Bestand einer geschützten Pflanzenart in einem Biotop wächst so, dass er sich jedes Jahr um den Faktor \(1{,}4\) vergrößert. Zu Beginn der Zählung sind \(250\) Pflanzen vorhanden. Bestimme die Funktionsgleichung für den Bestand \(B(t)\) nach \(t\) Jahren. Wie viele Pflanzen sind nach 5 Jahren und wie viele nach 10 Jahren vorhanden? Runde dein Ergebnis sinnvoll auf ganze Pflanzen.

Denkanstöße

- Identifiziere den Startwert und den Faktor, mit dem der Bestand pro Zeitschritt multipliziert wird. - Setze die gesuchten Zeitpunkte für die Variable in deine Funktionsgleichung ein. - Da es sich um Lebewesen handelt, solltest du das Endergebnis auf ganze Zahlen runden.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung: Mit dem Anfangswert \(B(0) = 250\) und dem Wachstumsfaktor \(q = 1{,}4\) ergibt sich die Gleichung \(B(t) = 250 \cdot 1{,}4^t\). 2. Berechnung für \(t = 5\): \(B(5) = 250 \cdot 1{,}4^5 = 250 \cdot 5{,}37824 = 1344{,}56\). Gerundet sind dies ca. \(1345\) Pflanzen. 3. Berechnung für \(t = 10\): \(B(10) = 250 \cdot 1{,}4^{10} \approx 250 \cdot 28{,}925465 = 7231{,}366\). Gerundet sind dies ca. \(7231\) Pflanzen.

Antwort

Die Funktionsgleichung lautet \(B(t) = 250 \cdot 1{,}4^t\). Nach 5 Jahren sind etwa \(1345\) Pflanzen vorhanden, nach 10 Jahren sind es etwa \(7231\) Pflanzen.
41493110
Das Wachstum einer Bakterienkultur unter idealen Bedingungen wird durch die Gleichung \(N_t = N_0 q^t\) beschrieben. Dabei ist \(N_0\) die Anfangsanzahl, \(t\) die Zeit in Stunden und \(q\) der stündliche Wachstumsfaktor. In einem Experiment erhöht sich die Anzahl der Bakterien innerhalb von \(5\) Stunden von \(1200\) auf \(10\,000\). a) Berechne den Wachstumsfaktor \(q\) auf drei Nachkommastellen genau. b) Ermittle die stündliche Zuwachsrate in Prozent.

Denkanstöße

- Welche Zahl musst du fünfmal mit sich selbst multiplizieren, um das Verhältnis der Endanzahl zur Anfangsanzahl zu erhalten? - Wie hängen der Wachstumsfaktor \(q\) und die prozentuale Steigerung zusammen?

Lösung

1. Teil a: Werte in die Formel einsetzen: \(10\,000 = 1200 \cdot q^5\). 2. Division durch \(1200\): \(q^5 = \frac{10000}{1200} = \frac{100}{12} = \frac{25}{3} \approx 8{,}3333\). 3. Ziehen der 5. Wurzel: \(q = \sqrt[5]{\frac{25}{3}} \approx 1{,}528\). 4. Teil b: Die Zuwachsrate berechnet sich aus \(q - 1\). 5. Berechnung: \(1{,}528 - 1 = 0{,}528\). 6. Umrechnung in Prozent: \(0{,}528 \cdot 100\,\% = 52{,}8\,\%\).

Antwort

a) Der Wachstumsfaktor beträgt \(q \approx 1{,}528\). b) Die stündliche Zuwachsrate beträgt \(52{,}8\,\%\).
41493410
Ein quadratisches Bild wird in vier aufeinanderfolgenden Schritten verkleinert. In jedem Schritt wird der aktuelle Flächeninhalt mit demselben Faktor \(k\) multipliziert. Der ursprüngliche Flächeninhalt beträgt \(2500\,\text{cm}^2\). Nach dem vierten Verkleinerungsschritt beträgt der Flächeninhalt nur noch \(400\,\text{cm}^2\). a) Bestimme den Faktor \(k\). Runde das Ergebnis auf vier Dezimalstellen. b) Welchen Flächeninhalt hatte das Bild nach dem zweiten Verkleinerungsschritt?

Denkanstöße

- Welche Gleichung beschreibt eine wiederholte Multiplikation mit demselben Faktor? - Wie kannst du eine vierte Wurzel ziehen, wenn dein Taschenrechner nur eine Quadratwurzeltaste hat? - Musst du für Teilaufgabe b) den gerundeten Wert von \(k\) verwenden oder gibt es einen exakteren Weg über \(k^2\)?

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für den Flächeninhalt nach vier Schritten: \(A_4 = A_0 k^4\). 2. Einsetzen der Werte: \(400 = 2500 \cdot k^4\). 3. Auflösen nach \(k^4\): \(k^4 = \frac{400}{2500} = \frac{4}{25} = 0{,}16\). 4. Berechnen von \(k\): \(k = \sqrt[4]{0{,}16} = \sqrt{\sqrt{0{,}16}} = \sqrt{0{,}4} \approx 0{,}6325\). 5. Berechnung des Flächeninhalts nach dem zweiten Schritt: \(A_2 = A_0 k^2\). 6. Da \(k^2 = \sqrt{0{,}16} = 0{,}4\), folgt: \(A_2 = 2500 \cdot 0{,}4 = 1000\,\text{cm}^2\).

Antwort

a) Der Faktor beträgt \(k \approx 0{,}6325\). b) Nach dem zweiten Schritt betrug der Flächeninhalt \(1000\,\text{cm}^2\).
42829610
Der Wert eines seltenen Sammlerstücks steigt jährlich um \(6\,\%\). Der Anfangswert beträgt \(500\,\text{€}\). Die Wertentwicklung lässt sich durch eine Funktion der Form \(W(t) = W_0 \cdot q^t\) beschreiben (\(t\) in Jahren). a) Gib die Funktionsgleichung an und bestimme den Faktor, um den der Wert nach 2 Jahren, 5 Jahren und 10 Jahren gestiegen ist. b) Berechne den Wert des Sammlerstücks nach 3 Monaten sowie nach \(1{,}5\) Jahren. Runde das Ergebnis auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie bestimmt man den Wachstumsfaktor \(q\), wenn eine prozentuale Zunahme gegeben ist? - Welche Zahl musst du für \(t\) einsetzen, wenn der Zeitraum in Monaten angegeben ist, die Einheit von \(t\) aber Jahre sind? - Überlege dir, ob der Faktor für den Gesamtwert nur von der Zeitspanne oder auch vom Startwert abhängt.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung: Bei einer Steigerung von \(6\,\%\) ist der Wachstumsfaktor \(q = 1 + 0{,}06 = 1{,}06\). Mit \(W_0 = 500\) folgt \(W(t) = 500 \cdot 1{,}06^t\). 2. Bestimmung der Wachstumsfaktoren für Zeiträume \(\Delta t\): 3. Faktor nach 2 Jahren: \(1{,}06^2 = 1{,}1236\). 4. Faktor nach 5 Jahren: \(1{,}06^5 \approx 1{,}3382\). 5. Faktor nach 10 Jahren: \(1{,}06^{10} \approx 1{,}7908\). 6. Berechnung der Werte für Teil b) durch Einsetzen der entsprechenden Jahresanteile für \(t\). 7. Nach 3 Monaten (\(t = \frac{3}{12} = 0{,}25\)): \(W(0{,}25) = 500 \cdot 1{,}06^{0{,}25} \approx 507{,}34\,\text{€}\). 8. Nach \(1{,}5\) Jahren (\(t = 1{,}5\)): \(W(1{,}5) = 500 \cdot 1{,}06^{1{,}5} \approx 545{,}67\,\text{€}\).

Antwort

a) \(W(t) = 500 \cdot 1{,}06^t\). Faktoren: nach 2 Jahren \(1{,}1236\); nach 5 Jahren ca. \(1{,}3382\); nach 10 Jahren ca. \(1{,}7908\). b) Nach 3 Monaten: \(507{,}34\,\text{€}\); nach \(1{,}5\) Jahren: \(545{,}67\,\text{€}\).
42835010
Der Luftdruck nimmt in der Erdatmosphäre mit zunehmender Höhe näherungsweise exponentiell ab. Pro \(1000\,\text{m}\) Höhenzunahme sinkt der Luftdruck um etwa \(12\,\%\). a) Wie viel Prozent des Luftdrucks auf Meereshöhe sind in \(3000\,\text{m}\) Höhe noch vorhanden? b) Gib den Abnahmefaktor für eine Höhendifferenz von \(1000\,\text{m}\), \(500\,\text{m}\) und \(5000\,\text{m}\) an. c) In welcher Höhe hat sich der Luftdruck gegenüber dem Wert auf Meereshöhe halbiert?

Denkanstöße

- Stelle die Funktionsgleichung für den Luftdruck in Abhängigkeit von der Anzahl der Kilometer über dem Meeresspiegel auf. - Beachte bei Teil b), dass \(500\,\text{m}\) genau der Hälfte des Standardschrittes von \(1000\,\text{m}\) entsprechen. - Für die Frage nach der Halbierung suchst du den Wert der Variable, bei dem das Ergebnis \(0{,}5\) des Startwerts ist.

Lösung

1. Der Abnahmefaktor pro \(1000\,\text{m}\) ist \(q = 0{,}88\). 2. Für \(3000\,\text{m}\) (\(3\) Einheiten à \(1000\,\text{m}\)) gilt: \(0{,}88^3 = 0{,}681472\). Es sind noch ca. \(68{,}1\,\%\) vorhanden. 3. Faktoren bestimmen: Für \(1000\,\text{m}\) ist \(q = 0{,}88\); für \(500\,\text{m}\) ist \(q_{500} = 0{,}88^{0{,}5} = \sqrt{0{,}88} \approx 0{,}9381\); für \(5000\,\text{m}\) ist \(q_5 = 0{,}88^5 \approx 0{,}5277\). 4. Halbwertshöhe berechnen: \(0{,}88^x = 0{,}5\). Lösung mittels Logarithmus: \(x = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}88)} \approx 5{,}422\). Da \(x\) in Einheiten von \(1000\,\text{m}\) gemessen wird, beträgt die Höhe ca. \(5422\,\text{m}\).

Antwort

a) ca. \(68{,}1\,\%\) b) Faktor \(1000\,\text{m}\): \(0{,}88\); Faktor \(500\,\text{m}\): ca. \(0{,}938\); Faktor \(5000\,\text{m}\): ca. \(0{,}528\) c) In ca. \(5422\,\text{m}\) Höhe
42835310
Ein heißer Kakao wird mit einer Temperatur von \(80\,^\circ\text{C}\) in einen Raum gestellt, in dem eine konstante Temperatur von \(20\,^\circ\text{C}\) herrscht. Der Temperaturunterschied zwischen dem Getränk und der Umgebung nimmt pro Minute um \(12\,\%\) ab. a) Bestimme die Funktionsgleichung \(f(x)\), die den Temperaturunterschied in Abhängigkeit von der Zeit \(x\) (in Minuten) beschreibt. b) Berechne den Temperaturunterschied nach \(5\) und nach \(15\) Minuten. c) Welche Temperatur hat der Kakao nach \(10\) Minuten? d) Nach wie vielen Minuten ist der Temperaturunterschied auf unter \(5\,^\circ\text{C}\) gesunken? Ermittle den Wert durch Probieren oder Lösen einer Gleichung.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß der Unterschied zwischen Kakao und Raumtemperatur zu Beginn ist. - Wenn eine Größe um einen Prozentsatz abnimmt, mit welchem Faktor musst du dann multiplizieren? - Unterscheide zwischen dem Temperaturunterschied und der tatsächlichen Temperatur des Getränks. - Für die Zeitdauer kannst du verschiedene Werte in deine Formel einsetzen, bis das Ergebnis unter den gesuchten Wert fällt.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung für den Temperaturunterschied: Der Anfangsunterschied beträgt \(D_0 = 80 - 20 = 60\). Die Abnahme um \(12\,\%\) entspricht einem Abnahmefaktor von \(a = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). Somit gilt \(f(x) = 60 \cdot 0{,}88^x\). 2. Berechnung der Unterschiede: Nach \(5\) Minuten: \(f(5) = 60 \cdot 0{,}88^5 \approx 31{,}66\,^\circ\text{C}\). Nach \(15\) Minuten: \(f(15) = 60 \cdot 0{,}88^{15} \approx 8{,}82\,^\circ\text{C}\). 3. Berechnung der Kakaotemperatur nach \(10\) Minuten: Der Unterschied ist \(f(10) = 60 \cdot 0{,}88^{10} \approx 16{,}71\,^\circ\text{C}\). Die Temperatur des Kakaos beträgt somit \(20 + 16{,}71 = 36{,}71\,^\circ\text{C}\). 4. Für einen Temperaturunterschied unter \(5\,^\circ\text{C}\) gilt \(60 \cdot 0{,}88^x < 5\). Daraus folgt \(x > \frac{\ln(5/60)}{\ln(0{,}88)} \approx 19{,}44\). Der Unterschied unterschreitet \(5\,^\circ\text{C}\) somit nach etwas mehr als \(19{,}44\) Minuten. Bei Messungen nur zu ganzzahligen Minuten ist dies erstmals nach \(20\) Minuten der Fall.

Antwort

a) \(f(x) = 60 \cdot 0{,}88^x\) b) Nach \(5\) Minuten: ca. \(31{,}66\,^\circ\text{C}\); nach \(15\) Minuten: ca. \(8{,}82\,^\circ\text{C}\). c) Ca. \(36{,}71\,^\circ\text{C}\). d) Nach etwas mehr als \(19{,}44\) Minuten; bei ganzzahligen Messzeitpunkten erstmals nach \(20\) Minuten.
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Ein Medikament wird im menschlichen Körper abgebaut. Nach der Einnahme einer Tablette mit \(400\,\text{mg}\) Wirkstoff sinkt die Menge im Blut stündlich um ca. \(15\,\%\). a) Berechne die im Blut vorhandene Wirkstoffmenge nach \(2\), \(5\) und \(10\) Stunden. b) Nach wie vielen Stunden ist die Menge auf \(100\,\text{mg}\) gesunken? c) Nach welcher Zeit ist nur noch ein Zehntel der Anfangsdosis im Blut nachweisbar?

Denkanstöße

- Welcher Abnahmefaktor \(q\) entspricht einer Abnahme von \(15\,\%\)? - Stelle eine Funktionsgleichung der Form \(W(t) = W_0 \cdot q^t\) auf. - Für welche Teilaufgabe musst du den Funktionswert berechnen und für welche den Exponenten bestimmen? - Erinnere dich an den Logarithmus, um Gleichungen zu lösen, bei denen die Unbekannte im Exponenten steht.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung für den Bestand \(W(t)\) nach \(t\) Stunden: \(W(t) = 400 \cdot 0{,}85^t\). 2. Berechnung für \(t=2\): \(W(2) = 400 \cdot 0{,}85^2 = 289\,\text{mg}\). 3. Berechnung für \(t=5\): \(W(5) = 400 \cdot 0{,}85^5 \approx 177{,}48\,\text{mg}\). 4. Berechnung für \(t=10\): \(W(10) = 400 \cdot 0{,}85^{10} \approx 78{,}75\,\text{mg}\). 5. Lösen der Gleichung \(400 \cdot 0{,}85^t = 100\) nach \(t\): \(0{,}85^t = 0{,}25 \Rightarrow t = \frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}85)} \approx 8{,}53\,\text{Stunden}\). 6. Lösen der Gleichung \(400 \cdot 0{,}85^t = 40\) bzw. \(0{,}85^t = 0{,}1\) nach \(t\): \(t = \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}85)} \approx 14{,}17\,\text{Stunden}\).

Antwort

a) Nach \(2\) Stunden: \(289\,\text{mg}\); nach \(5\) Stunden: ca. \(177{,}48\,\text{mg}\); nach \(10\) Stunden: ca. \(78{,}75\,\text{mg}\). b) Nach ca. \(8{,}53\) Stunden. c) Nach ca. \(14{,}17\) Stunden.
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Betrachte die Funktion \(g\) mit \(g(x) = 100 \cdot 0{,}8^x\). Bestimme die prozentuale Veränderung des Funktionswerts, wenn das Argument \(x\): (1) um 1 vergrößert wird; (2) um 2 vergrößert wird; (3) um 1 verkleinert wird; (4) um \(0{,}5\) vergrößert wird. Runde die Prozentsätze gegebenenfalls auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Wie hängt der Wachstumsfaktor mit der prozentualen Zunahme oder Abnahme zusammen? - Wenn der Faktor kleiner als 1 ist, handelt es sich um eine Abnahme. - Überlege, wie du den Faktor für einen negativen Schritt oder einen halben Schritt berechnest. - Die Formel für den neuen Wert lautet \(g(x+h) = g(x) \cdot 0{,}8^h\).

Lösung

1. Der Änderungsfaktor für einen Schritt der Länge \(h\) beträgt \(0{,}8^h\). Die prozentuale Änderung berechnet sich durch \((0{,}8^h - 1) \cdot 100\,\%\). 2. Schrittweite \(h = 1\): \(0{,}8^1 = 0{,}8\). Änderung: \((0{,}8 - 1) \cdot 100\,\% = -20\,\%\). 3. Schrittweite \(h = 2\): \(0{,}8^2 = 0{,}64\). Änderung: \((0{,}64 - 1) \cdot 100\,\% = -36\,\%\). 4. Schrittweite \(h = -1\): \(0{,}8^{-1} = 1{,}25\). Änderung: \((1{,}25 - 1) \cdot 100\,\% = +25\,\%\). 5. Schrittweite \(h = 0{,}5\): \(0{,}8^{0{,}5} \approx 0{,}8944\). Änderung: \((0{,}8944 - 1) \cdot 100\,\% \approx -10{,}6\,\%\).

Antwort

(1) Abnahme um \(20\,\%\) (2) Abnahme um \(36\,\%\) (3) Zunahme um \(25\,\%\) (4) Abnahme um ca. \(10{,}6\,\%\)
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Betrachte die Funktion \(g(x) = 0{,}75^x\). a) Um welchen Faktor ändert sich der Funktionswert, wenn man \(x\) um \(2\) vergrößert? b) Um wie viel Prozent nimmt der Funktionswert ab, wenn man \(x\) um \(3\) vergrößert? c) Wie verändert sich der Funktionswert \(y\), wenn man das Argument \(x\) verdoppelt? Gib einen allgemeinen Ausdruck in Abhängigkeit von \(y\) an.

Denkanstöße

- Der Wachstums- oder Zerfallsfaktor pro Schritt \(x\) ist die Basis der Funktion. Wie wirkt sich das auf mehrere Schritte aus? - Erinnere dich: Eine Multiplikation mit einem Faktor kleiner als 1 bedeutet eine prozentuale Abnahme. Wie rechnet man das um? - Für den letzten Aufgabenteil hilft das Potenzgesetz \((a^n)^m = a^{n \cdot m}\).

Lösung

1. Zu a): Bei einer Erhöhung von \(x\) um \(2\) wird der Funktionswert mit dem Faktor \(0{,}75^2\) multipliziert. Berechnung: \(0{,}75^2 = 0{,}5625\). 2. Zu b): Bei einer Erhöhung von \(x\) um \(3\) wird der Wert mit \(0{,}75^3\) multipliziert. Berechnung: \(0{,}75^3 = 0{,}421875\). Die prozentuale Abnahme ist \(1 - 0{,}421875 = 0{,}578125\), also ca. \(57{,}81\,\%\). 3. Zu c): Wird \(x\) verdoppelt, betrachten wir \(g(2x) = 0{,}75^{2x}\). Nach den Potenzgesetzen gilt \(0{,}75^{2x} = (0{,}75^x)^2\). Da \(y = 0{,}75^x\) ist, gilt \(g(2x) = y^2\). Der Funktionswert wird also quadriert.

Antwort

a) Der Funktionswert ändert sich um den Faktor \(0{,}5625\). b) Der Funktionswert nimmt um \(57{,}8125\,\%\) ab. c) Der Funktionswert wird quadriert (\(y_{neu} = y^2\)).
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Ein biologischer Bestand von anfänglich \(250\) Individuen vermehrt sich stündlich um \(12\,\%\). a) Stelle die Funktionsgleichung für den Bestand \(B(t)\) nach \(t\) Stunden auf. b) Berechne die Bestandsgrößen für die Zeitpunkte \(t = 1\), \(t = 3{,}5\), \(t = 8\) und \(t = 12{,}5\). Runde die modellierten Bestände auf ganze Individuen. c) Ermittle rechnerisch, nach wie vielen Stunden der Bestand auf \(400\), \(1000\) bzw. \(2500\) Individuen angewachsen ist.

Denkanstöße

- Wie bestimmt man den Wachstumsfaktor \(q\) aus einer prozentualen Zunahme? - Wie sieht die allgemeine Form einer Exponentialfunktion für Wachstumsprozesse aus? - Um nach der Zeit zu suchen, musst du die Gleichung so umstellen, dass die Potenz allein auf einer Seite steht. - Welche mathematische Funktion benötigst du, um den Exponenten \(t\) zu isolieren?

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung: Mit dem Anfangswert \(B_0 = 250\) und dem Wachstumsfaktor \(q = 1 + 0{,}12 = 1{,}12\) ergibt sich \(B(t) = 250 \cdot 1{,}12^t\). 2. Einsetzen der Zeitpunkte in die Funktionsgleichung: \(B(1) = 250 \cdot 1{,}12 = 280\) \(B(3{,}5) = 250 \cdot 1{,}12^{3{,}5} \approx 371{,}71 \approx 372\) \(B(8) = 250 \cdot 1{,}12^8 \approx 618{,}99 \approx 619\) \(B(12{,}5) = 250 \cdot 1{,}12^{12{,}5} \approx 1030{,}78 \approx 1031\) 3. Auflösen der Gleichung \(B(t) = y\) nach \(t\) mittels Logarithmus, also \(t = \frac{\lg(y/250)}{\lg(1{,}12)}\): \(B(t) = 400 \Rightarrow t \approx 4{,}15\,\text{h}\) \(B(t) = 1000 \Rightarrow t \approx 12{,}23\,\text{h}\) \(B(t) = 2500 \Rightarrow t \approx 20{,}32\,\text{h}\)

Antwort

a) \(B(t) = 250 \cdot 1{,}12^t\) b) Die modellierten Bestände betragen gerundet \(280\), \(372\), \(619\) und \(1031\) Individuen. c) Die Zielwerte werden nach ca. \(4{,}15\), \(12{,}23\) und \(20{,}32\) Stunden erreicht.

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