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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Halbwertszeit und Verdopplungszeit

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42833510
Für eine schnelle Abschätzung der Verdopplungszeit \(d\) einer Geldanlage bei einem Zinssatz von \(p\,\%\) pro Jahr nutzt man oft die Faustformel \(p \cdot d \approx 70\). Berechne mit dieser Formel, nach wie vielen Jahren sich ein Kapital bei den folgenden Zinssätzen jeweils verdoppelt hätte: 1. \(1{,}4\,\%\) 2. \(2{,}5\,\%\) 3. \(3{,}5\,\%\) 4. \(5{,}0\,\%\)

Denkanstöße

- Überlege, wie du die Formel umstellen musst, um die gesuchte Größe zu isolieren. - Welche Zahl in der Formel steht für den Prozentsatz? - Achte darauf, dass das Ergebnis eine Zeitangabe in Jahren ist.

Lösung

1. Umstellen der Faustformel nach der Verdopplungszeit: \(d \approx \frac{70}{p}\). 2. Berechnung für \(p = 1{,}4\): \(d \approx \frac{70}{1{,}4} = 50\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(50\,\text{Jahre}\). 3. Berechnung für \(p = 2{,}5\): \(d \approx \frac{70}{2{,}5} = 28\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(28\,\text{Jahre}\). 4. Berechnung für \(p = 3{,}5\): \(d \approx \frac{70}{3{,}5} = 20\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(20\,\text{Jahre}\). 5. Berechnung für \(p = 5{,}0\): \(d \approx \frac{70}{5{,}0} = 14\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(14\,\text{Jahre}\).

Antwort

1. \(50\,\text{Jahre}\) 2. \(28\,\text{Jahre}\) 3. \(20\,\text{Jahre}\) 4. \(14\,\text{Jahre}\)
42824510
Ein Sparguthaben wächst jährlich um einen festen Prozentsatz. Die Entwicklung des Kapitals lässt sich durch die Funktion \(K(t) = K_0 \cdot q^t\) beschreiben, wobei \(t\) die Zeit in Jahren und \(q\) der Wachstumsfaktor ist. Die Zeitspanne, nach der sich das Anfangskapital \(K_0\) verdoppelt hat, wird als Verdopplungszeit \(t_V\) bezeichnet. a) Zeige allgemein, dass für die Verdopplungszeit die Gleichung \(t_V = \frac{\lg 2}{\lg q}\) gilt. b) Berechne die Verdopplungszeit für ein Guthaben, das mit einem Zinssatz von \(4{,}5\,\%\) pro Jahr verzinst wird.

Denkanstöße

- Welchen Wert muss das Kapital nach der gesuchten Zeit im Vergleich zum Startwert erreicht haben? - Wie kannst du eine Gleichung nach einer Unbekannten auflösen, die im Exponenten steht? - Wie berechnet man den Wachstumsfaktor \(q\) aus einem Prozentsatz? - Überlege, welcher Rechenschritt als Erster hilft, wenn auf beiden Seiten der Gleichung \(K_0\) steht.

Lösung

1. Für die Verdopplungszeit \(t_V\) muss gelten: \(K(t_V) = 2 \cdot K_0\). 2. Einsetzen in die Funktionsgleichung: \(2 \cdot K_0 = K_0 \cdot q^{t_V}\). 3. Durch Division beider Seiten durch \(K_0\) (da \(K_0 \neq 0\)) erhält man \(2 = q^{t_V}\). 4. Anwendung des Logarithmus auf beiden Seiten: \(\lg 2 = \lg(q^{t_V})\). 5. Nach den Logarithmengesetzen gilt \(\lg 2 = t_V \cdot \lg q\). 6. Umstellen nach der gesuchten Größe ergibt \(t_V = \frac{\lg 2}{\lg q}\). 7. Für einen Zinssatz von \(4{,}5\,\%\) ist der Wachstumsfaktor \(q = 1 + \frac{4{,}5}{100} = 1{,}045\). 8. Berechnung: \(t_V = \frac{\lg 2}{\lg 1{,}045} \approx \frac{0{,}30103}{0{,}019116} \approx 15{,}75\).

Antwort

a) Nachweis durch Lösen der Gleichung \(2 \cdot K_0 = K_0 \cdot q^{t_V}\) nach \(t_V\). b) Die Verdopplungszeit beträgt ca. \(15{,}75\,\text{Jahre}\).
42824610
Zwei radioaktive Isotope zerfallen nach unterschiedlichen Raten. Isotop A: Die vorhandene Menge nimmt gemäß der Gleichung \(N_A(t) = N_0 \cdot 0{,}92^t\) ab, wobei \(t\) die Zeit in Tagen angibt. Isotop B: Die Halbwertszeit \(t_H\), also die Zeit, nach der nur noch die Hälfte der Substanz vorhanden ist, beträgt genau \(5\,\text{Tage}\). a) Berechne die Halbwertszeit von Isotop A auf zwei Dezimalstellen genau. b) Bestimme den täglichen Zerfallsfaktor \(b\) für Isotop B, sodass der Zerfall durch \(N_B(t) = N_0 \cdot b^t\) beschrieben werden kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet Halbwertszeit für das Verhältnis von Endmenge zu Anfangsmenge? - Welche mathematische Operation kehrt eine Potenz mit unbekannter Basis um? - Wie gehst du vor, wenn die Unbekannte einmal im Exponenten und einmal in der Basis steht? - Achte darauf, welche Information für welches Isotop gegeben ist.

Lösung

1. Für Isotop A wird der Ansatz \(0{,}5 \cdot N_0 = N_0 \cdot 0{,}92^{t_H}\) gewählt. 2. Vereinfachen zu \(0{,}5 = 0{,}92^{t_H}\) und Logarithmieren: \(\lg 0{,}5 = t_H \cdot \lg 0{,}92\). 3. Auflösen nach \(t_H\): \(t_H = \frac{\lg 0{,}5}{\lg 0{,}92} \approx 8{,}31\). Die Halbwertszeit beträgt somit \(8{,}31\,\text{Tage}\). 4. Für Isotop B ist bekannt, dass nach \(t = 5\) Tagen die Menge auf \(0{,}5 \cdot N_0\) gesunken ist. 5. Ansatz: \(0{,}5 = b^5\). 6. Ziehen der 5. Wurzel: \(b = \sqrt[5]{0{,}5} = 0{,}5^{\frac{1}{5}} \approx 0{,}871\).

Antwort

a) Die Halbwertszeit von Isotop A beträgt ca. \(8{,}31\,\text{Tage}\). b) Der tägliche Zerfallsfaktor für Isotop B beträgt \(b \approx 0{,}871\).
42831310
In der Finanzmathematik nutzt man oft die sogenannte „70er-Regel“, um die Verdopplungszeit \(d\) (in Jahren) eines Kapitals bei einer gleichbleibenden jährlichen Wachstumsrate von \(p\,\%\) abzuschätzen. Die Faustformel lautet: \(d \approx \frac{70}{p}\). a) Berechne für die Zinssätze \(p_1 = 2\), \(p_2 = 5\) und \(p_3 = 10\) die jeweilige Verdopplungszeit mit dieser Faustformel. b) Bestimme für diese drei Zinssätze die exakte Verdopplungszeit mithilfe des Logarithmus. Runde deine Ergebnisse auf zwei Dezimalstellen. c) Vergleiche die Ergebnisse aus a) und b). Bei welchem dieser Zinssätze liefert die Faustformel die geringste Abweichung vom exakten Wert?

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Verdopplung mathematisch für den Wachstumsfaktor? - Welche Rechenoperation hilft dir dabei, eine Unbekannte im Exponenten zu bestimmen? - Denke daran, dass der Wachstumsfaktor \(q\) aus dem Prozentsatz \(p\) gebildet wird. - Vergleiche die Differenzen zwischen den geschätzten und den exakten Werten.

Lösung

1. Berechnung der Verdopplungszeiten mit der Faustformel \(d \approx \frac{70}{p}\): Für \(p_1 = 2\): \(d_1 = \frac{70}{2} = 35\) Jahre. Für \(p_2 = 5\): \(d_2 = \frac{70}{5} = 14\) Jahre. Für \(p_3 = 10\): \(d_3 = \frac{70}{10} = 7\) Jahre. 2. Berechnung der exakten Verdopplungszeit mit der Formel \(1 \cdot q^d = 2\), wobei \(q = 1 + \frac{p}{100}\): Für \(p_1 = 2\) (\(q = 1{,}02\)): \(d = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}02)} \approx 35{,}00\) Jahre. Für \(p_2 = 5\) (\(q = 1{,}05\)): \(d = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}05)} \approx 14{,}21\) Jahre. Für \(p_3 = 10\) (\(q = 1{,}10\)): \(d = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}10)} \approx 7{,}27\) Jahre. 3. Vergleich der Abweichungen: Bei \(p = 2\) beträgt die Abweichung etwa \(|35{,}00 - 35| = 0{,}00\). Bei \(p = 5\) beträgt die Abweichung etwa \(|14{,}21 - 14| = 0{,}21\). Bei \(p = 10\) beträgt die Abweichung etwa \(|7{,}27 - 7| = 0{,}27\). Die geringste Abweichung liegt somit beim Zinssatz von \(2\,\%\) vor.

Antwort

a) \(d_1 = 35\); \(d_2 = 14\); \(d_3 = 7\). b) \(d_1 \approx 35{,}00\); \(d_2 \approx 14{,}21\); \(d_3 \approx 7{,}27\). c) Bei \(p = 2\) ist die Abweichung am geringsten (nahezu \(0\)).
42831410
Eine Bakterienkultur verdoppelt ihre Individuenzahl unter idealen Bedingungen alle \(14\) Stunden. a) Schätze die stündliche Wachstumsrate \(p\) in Prozent mithilfe der Faustformel \(p \cdot d \approx 70\) ab. b) Berechne den exakten stündlichen Wachstumsfaktor \(q\) sowie die exakte Wachstumsrate \(p\) in Prozent (auf zwei Dezimalstellen gerundet). c) Zu Beginn der Beobachtung sind \(500\) Bakterien vorhanden. Berechne die Anzahl der Bakterien nach genau drei Tagen unter Verwendung des exakten Wachstumsfaktors. Runde auf ganze Zahlen.

Denkanstöße

- Wie viele Stunden hat ein Tag? Rechne die Zeitdauer erst in die passende Einheit um. - Wenn sich etwas in einer bestimmten Zeit verdoppelt, wie sieht dann die Gleichung für den Wachstumsfaktor aus? - Die Faustformel ist eine einfache Umstellung der Formel aus der ersten Aufgabe. - Achte beim Runden am Ende darauf, dass es sich um eine Anzahl von Lebewesen handelt.

Lösung

1. Abschätzung mit der Faustformel: Aus \(p \cdot 14 \approx 70\) folgt \(p \approx \frac{70}{14} = 5\). Die geschätzte Wachstumsrate beträgt \(5\,\%\). 2. Berechnung des exakten Wachstumsfaktors \(q\): Es gilt \(q^{14} = 2\). Daraus folgt \(q = \sqrt[14]{2} \approx 1{,}050756\). Die exakte Wachstumsrate ist \(p = (q - 1) \cdot 100 \approx 5{,}08\,\%\). 3. Berechnung der Bakterienanzahl nach drei Tagen (\(t = 3 \cdot 24 = 72\) Stunden): \(N(72) = 500 \cdot q^{72} = 500 \cdot (2^{1/14})^{72} = 500 \cdot 2^{72/14}\). \(N(72) \approx 500 \cdot 35{,}437 \approx 17\,718{,}54\). Nach drei Tagen sind es ca. \(17\,719\) Bakterien.

Antwort

a) \(p \approx 5\,\%\). b) \(q \approx 1{,}0508\); \(p \approx 5{,}08\,\%\). c) Nach drei Tagen sind es etwa \(17\,719\) Bakterien.
42832510
Ein Betrag von \(4000\,\text{€}\) wird zu einem festen Zinssatz von \(1{,}5\,\%\) pro Jahr angelegt. Die Zinsen werden jährlich dem Kapital zugeschlagen. a) Berechne das Kapital nach einer Laufzeit von \(8\) Jahren. b) Bestimme den Zeitpunkt, an dem das Kapital erstmals auf \(5000\,\text{€}\) angewachsen ist. c) Berechne die Verdopplungszeit des Kapitals auf zwei Arten: einmal exakt mithilfe des Logarithmus und einmal näherungsweise mit der Faustregel \(n \approx \frac{70}{p}\).

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie sich der Wachstumsfaktor aus dem Prozentsatz ergibt. - Welche mathematische Operation hilft dir dabei, eine Variable im Exponenten zu isolieren? - Bei der Verdopplungszeit ist der genaue Startwert des Kapitals eigentlich egal – warum ist das so? - Achte bei der Faustregel darauf, dass du für den Zinssatz nur die Zahl vor dem Prozentzeichen einsetzt.

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktion: Mit dem Anfangskapital \(K_0 = 4000\,\text{€}\) und dem Zinssatz \(p = 1{,}5\,\%\) ergibt sich der Wachstumsfaktor \(q = 1 + \frac{1{,}5}{100} = 1{,}015\). Die Formel lautet \(K_n = 4000 \cdot 1{,}015^n\). 2. Berechnung für \(n = 8\): \(K_8 = 4000 \cdot 1{,}015^8 \approx 4505{,}97\,\text{€}\). 3. Berechnung der Laufzeit für \(5000\,\text{€}\): Ansatz \(4000 \cdot 1{,}015^n = 5000\). Umformen zu \(1{,}015^n = 1{,}25\). Anwendung des Logarithmus: \(n = \frac{\ln(1{,}25)}{\ln(1{,}015)} \approx 14{,}99\). Nach ca. \(15\) Jahren sind \(5000\,\text{€}\) erreicht. 4. Exakte Verdopplungszeit: Ansatz \(1{,}015^n = 2\). Berechnung \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}015)} \approx 46{,}56\) Jahre. 5. Faustregel: \(n \approx \frac{70}{1{,}5} \approx 46{,}67\) Jahre.

Antwort

a) Das Kapital beträgt nach \(8\) Jahren ca. \(4505{,}97\,\text{€}\). b) Nach ca. \(15\) Jahren ist das Kapital auf \(5000\,\text{€}\) angewachsen. c) Die exakte Verdopplungszeit beträgt ca. \(46{,}56\) Jahre; die Faustregel liefert einen Näherungswert von ca. \(46{,}67\) Jahren.
42832610
In einem biologischen Experiment wird das Wachstum einer Bakterienkultur untersucht. Zu Beginn sind \(250\) Bakterien vorhanden. Die Population wächst stündlich um \(8\,\%\). a) Gib den Wachstumsfaktor \(q\) pro Stunde an und stelle die Funktionsgleichung für die Anzahl der Bakterien \(B(t)\) nach \(t\) Stunden auf. b) Berechne, nach wie vielen Stunden sich die Bakterienanzahl vervierfacht hat. c) Bestimme die Verdopplungszeit der Bakterienkultur und überprüfe, wie genau die Faustregel \(t \approx \frac{70}{p}\) in diesem Fall ist.

Denkanstöße

- Wie verändert sich ein Wert, wenn er stündlich um einen festen Prozentsatz zunimmt? - Was bedeutet „Vervierfachung“ für das Verhältnis zwischen Endwert und Anfangswert? - Kannst du die Verdopplungszeit berechnen, ohne den Anfangswert von 250 zu benutzen? - Vergleiche die Ergebnisse der exakten Rechnung und der Faustregel – wie groß ist der Unterschied?

Lösung

1. Wachstumsfaktor und Gleichung: Bei einer Zunahme von \(8\,\%\) ist \(q = 1 + 0{,}08 = 1{,}08\). Die Funktionsgleichung lautet \(B(t) = 250 \cdot 1{,}08^t\). 2. Vervierfachung: Die Population erreicht \(4 \cdot 250 = 1000\) Bakterien. Ansatz \(250 \cdot 1{,}08^t = 1000\), also \(1{,}08^t = 4\). Berechnung über Logarithmus: \(t = \frac{\ln(4)}{\ln(1{,}08)} \approx 18{,}01\). Die Vervierfachung tritt nach etwa \(18\) Stunden ein. 3. Verdopplungszeit exakt: Ansatz \(1{,}08^t = 2\). Berechnung \(t = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}08)} \approx 9{,}01\) Stunden. 4. Faustregel: \(t \approx \frac{70}{8} = 8{,}75\) Stunden. Die Abweichung beträgt etwa \(0{,}26\) Stunden (ca. \(15\) bis \(16\) Minuten).

Antwort

a) \(q = 1{,}08\); Gleichung: \(B(t) = 250 \cdot 1{,}08^t\). b) Nach ca. \(18\) Stunden hat sich die Anzahl vervierfacht. c) Die exakte Verdopplungszeit beträgt ca. \(9{,}01\) Stunden. Die Faustregel ergibt \(8{,}75\) Stunden, was eine gute Näherung darstellt.
42832910
In einem Naturschutzgebiet wächst die Population einer seltenen Wildbienenart jährlich um \(6{,}5\,\%\). a) Nach wie vielen Jahren hat sich der Bestand der Wildbienen verdoppelt? b) Der Lebensraum der Bienen bietet Platz für maximal das Vierfache der aktuellen Population. Nach wie vielen Jahren wird diese Kapazitätsgrenze bei gleichbleibendem Wachstum erreicht sein?

Denkanstöße

- Überlege, mit welchem Faktor du einen Wert multiplizieren musst, wenn er um einen bestimmten Prozentsatz wächst. - Wie sieht die Gleichung aus, wenn der Endwert genau doppelt so groß sein soll wie der Anfangswert? - Welche mathematische Operation hilft dir, eine Unbekannte im Exponenten zu bestimmen? - Wenn du weißt, wie lange eine Verdopplung dauert, kannst du daraus direkt schließen, wie lange eine Vervierfachung dauert?

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsgleichung für die Verdopplung mit dem Wachstumsfaktor \(q = 1 + 0{,}065 = 1{,}065\): \(1{,}065^n = 2\). 2. Lösen der Gleichung mittels Logarithmus: \(n = \frac{\log(2)}{\log(1{,}065)} \approx 11{,}0067\). Die Verdopplung erfolgt nach ca. \(11{,}0\) Jahren. 3. Aufstellen der Gleichung für die Vervierfachung: \(1{,}065^n = 4\). Alternativ kann das Gesetz genutzt werden, dass eine Vervierfachung zwei aufeinanderfolgenden Verdopplungszeiträumen entspricht (\(2 \cdot 2 = 4\)). 4. Berechnung der Zeit: \(n = \frac{\log(4)}{\log(1{,}065)} \approx 22{,}0134\). Die Kapazitätsgrenze wird nach ca. \(22{,}0\) Jahren erreicht.

Antwort

a) Die Population verdoppelt sich nach etwa \(11{,}0\) Jahren. b) Die Kapazitätsgrenze (Vervierfachung) wird nach etwa \(22{,}0\) Jahren erreicht.
42833010
Ein Industrieunternehmen steigert seine jährliche Produktionsmenge jedes Jahr um \(5{,}2\,\%\). Gleichzeitig steigen die Materialkosten pro produziertem Stück jährlich um \(2{,}8\,\%\). Berechne für beide Größen jeweils die Zeitspanne in Jahren, nach der sie sich bei gleichbleibenden Zuwachsraten verdoppelt haben würden.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst für beide Fälle den Wachstumsfaktor \(q\). - Setze den allgemeinen Wachstumsansatz \(B(n) = B(0) \cdot q^n\) an und überlege, was für \(B(n)\) eingesetzt werden muss, damit es eine Verdopplung darstellt. - Die Anfangswerte sind nicht gegeben, kürzen sich aber bei der Berechnung der Verdopplungszeit ohnehin heraus.

Lösung

1. Bestimmung der Wachstumsfaktoren für beide Prozesse: \(q_{\text{Produktion}} = 1{,}052\) und \(q_{\text{Kosten}} = 1{,}028\). 2. Berechnung der Verdopplungszeit für die Produktion durch Lösen von \(1{,}052^n = 2\): \(n = \frac{\log(2)}{\log(1{,}052)} \approx 13{,}67\). 3. Berechnung der Verdopplungszeit für die Materialkosten durch Lösen von \(1{,}028^n = 2\): \(n = \frac{\log(2)}{\log(1{,}028)} \approx 25{,}10\).

Antwort

Die Produktionsmenge verdoppelt sich nach etwa \(13{,}7\) Jahren. Die Materialkosten pro Stück verdoppeln sich nach etwa \(25{,}1\) Jahren.
42833110
In der Wirtschaftsmathematik wird die Faustformel \(p \cdot d \approx 70\) verwendet, um die Verdopplungszeit \(d\) eines Kapitals bei einem Zinssatz von \(p\,\%\) schnell zu schätzen. a) Berechne die Verdopplungszeit \(d\) für die Zinssätze \(p_1 = 4\) und \(p_2 = 18\) mithilfe dieser Faustformel. b) Bestimme die exakten Zeiträume auf zwei Nachkommastellen genau, indem du die Gleichung \(q^d = 2\) löst. c) Vergleiche die Näherungswerte mit den exakten Ergebnissen. Bei welchem Zinssatz liefert die Faustformel eine präzisere Schätzung?

Denkanstöße

- Wie hängen der Wachstumsfaktor \(q\) und der Prozentsatz \(p\) zusammen? - Welche mathematische Operation hilft dir dabei, eine Variable im Exponenten zu isolieren? - Überlege dir, wie du den Unterschied zwischen zwei Werten im Verhältnis zum exakten Wert ausdrücken kannst.

Lösung

1. Berechnung mit der Faustformel: Für \(p_1 = 4\) ergibt sich \(d_1 \approx 70 : 4 = 17{,}5\) Jahre. Für \(p_2 = 18\) ergibt sich \(d_2 \approx 70 : 18 \approx 3{,}89\) Jahre. 2. Exakte Berechnung: Für \(p_1 = 4\) gilt \(1{,}04^{d} = 2\). Durch Logarithmieren folgt \(d = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}04)} \approx 17{,}67\) Jahre. Für \(p_2 = 18\) gilt \(1{,}18^{d} = 2\), woraus \(d = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}18)} \approx 4{,}19\) Jahre folgt. 3. Vergleich: Bei \(p_1 = 4\) beträgt die Abweichung etwa \(0{,}17\) Jahre (ca. \(1\,\%\)). Bei \(p_2 = 18\) beträgt die Abweichung etwa \(0{,}30\) Jahre (ca. \(7\,\%\)). Die Faustformel ist für den kleineren Zinssatz \(p_1 = 4\) präziser.

Antwort

a) \(d_1 \approx 17{,}5\) Jahre; \(d_2 \approx 3{,}89\) Jahre. b) \(d_1 \approx 17{,}67\) Jahre; \(d_2 \approx 4{,}19\) Jahre. c) Die Faustformel ist bei \(p_1 = 4\) präziser (geringere prozentuale Abweichung).
42833210
Die Faustformel \(p \cdot T_H \approx 70\) kann auch verwendet werden, um die Halbwertszeit \(T_H\) bei einem exponentiellen Zerfallsprozess mit einer Abnahmerate von \(p\,\%\) pro Zeiteinheit zu schätzen. a) Ein radioaktives Präparat verliert stündlich \(10\,\%\) seiner Aktivität. Schätze die Halbwertszeit \(T_H\) mit der Faustformel. b) Berechne den exakten Wert der Halbwertszeit durch Lösen der Gleichung \((1 - \frac{p}{100})^{T_H} = 0{,}5\). c) Ermittle die prozentuale Abweichung des Schätzwerts vom exakten Wert.

Denkanstöße

- Wie unterscheidet sich der Wachstumsfaktor bei einer Abnahme von dem bei einer Zunahme? - Was bedeutet „Halbwertszeit“ für den Endwert im Vergleich zum Anfangswert? - Stelle eine Gleichung auf, in der die Basis kleiner als 1 ist.

Lösung

1. Schätzung mit Faustformel: Mit \(p = 10\) ergibt sich \(T_H \approx 70 : 10 = 7\) Stunden. 2. Exakte Berechnung: Die Zerfallsgleichung lautet \(0{,}90^{T_H} = 0{,}5\). Durch Anwendung des Logarithmus erhält man \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}90)} \approx 6{,}58\) Stunden. 3. Prozentuale Abweichung: Die absolute Differenz beträgt \(|7 - 6{,}58| = 0{,}42\). Die relative Abweichung berechnet sich durch \(\frac{0{,}42}{6{,}58} \cdot 100\,\% \approx 6{,}38\,\%\).

Antwort

a) \(T_H \approx 7\) Stunden. b) \(T_H \approx 6{,}58\) Stunden. c) Die Abweichung beträgt etwa \(6{,}4\,\%\).
42833310
In einem Naturschutzgebiet wurde im Jahr 1960 eine Zählung einer seltenen Vogelart durchgeführt, bei der 150 Exemplare erfasst wurden. Seitdem wächst der Bestand jährlich um durchschnittlich \(2{,}8\,\%\). a) Berechne die voraussichtliche Anzahl der Vögel im Jahr 2030 unter der Annahme einer gleichbleibenden Wachstumsrate. b) Nach wie vielen Jahren verdoppelt sich der Bestand jeweils?

Denkanstöße

- Wie viele Jahre vergehen zwischen dem Startjahr und dem Zieljahr? - Wie verändert sich eine Zahl, wenn sie jedes Jahr um einen bestimmten Prozentsatz zunimmt? - Welche Formel beschreibt exponentielles Wachstum? - Wenn sich ein Bestand verdoppelt, welchen Wert muss der Wachstumsanteil \(q^n\) dann annehmen? - Mit welcher mathematischen Operation kannst du eine Gleichung lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Berechnung der Zeitspanne zwischen den Zählungen: \(n = 2030 - 1960 = 70\) Jahre. 2. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(q\): \(q = 1 + \frac{2{,}8}{100} = 1{,}028\). 3. Berechnung des Endbestands nach 70 Jahren: \(N_{70} = 150 \cdot 1{,}028^{70} \approx 1036{,}6\). Auf ganze Zahlen gerundet ergibt dies ca. 1037 Vögel. 4. Ansatz für die Verdopplungszeit \(T\): \(1{,}028^T = 2\). 5. Lösung der Gleichung mittels Logarithmen: \(T = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}028)} \approx 25{,}1\). Die Verdopplungszeit beträgt somit ca. \(25{,}1\) Jahre.

Antwort

a) ca. \(1037\) Vögel b) ca. \(25{,}1\) Jahre
42833610
Ein Biologe beobachtet das Wachstum verschiedener Bakterienkulturen. Er nutzt die Faustregel \(p \cdot d \approx 70\), um den Zusammenhang zwischen der stündlichen Wachstumsrate \(p\) (in Prozent) und der Verdopplungszeit \(d\) (in Stunden) abzuschätzen. Bestimme die jeweilige Wachstumsrate \(p\) für folgende beobachtete Verdopplungszeiten: 1. Kultur A: \(d = 20\,\text{Stunden}\) 2. Kultur B: \(d = 35\,\text{Stunden}\) 3. Kultur C: \(d = 50\,\text{Stunden}\)

Denkanstöße

- Was ist in diesem Fall die gesuchte Größe in der Gleichung? - Wie verändert sich die Wachstumsrate, wenn die Verdopplung länger dauert? - Setze die gegebenen Werte für die Zeit in die Formel ein.

Lösung

1. Umstellen der Faustregel nach der Wachstumsrate: \(p \approx \frac{70}{d}\). 2. Berechnung für Kultur A (\(d = 20\)): \(p \approx \frac{70}{20} = 3{,}5\). Die Wachstumsrate beträgt ca. \(3{,}5\,\%\) pro Stunde. 3. Berechnung für Kultur B (\(d = 35\)): \(p \approx \frac{70}{35} = 2\). Die Wachstumsrate beträgt ca. \(2\,\%\) pro Stunde. 4. Berechnung für Kultur C (\(d = 50\)): \(p \approx \frac{70}{50} = 1{,}4\). Die Wachstumsrate beträgt ca. \(1{,}4\,\%\) pro Stunde.

Antwort

1. \(3{,}5\,\%\) 2. \(2\,\%\) 3. \(1{,}4\,\%\)
42833710
In einem Laborexperiment wird der radioaktive Zerfall zweier Isotope untersucht. Das Isotop A besitzt eine Halbwertszeit von \(8\) Stunden, während das Isotop B eine Halbwertszeit von \(14\) Stunden aufweist. Gehe von einem exponentiellen Zerfallsprozess aus. Ermittle für beide Isotope die stündliche prozentuale Abnahmerate.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viel von der ursprünglichen Menge nach der Halbwertszeit noch vorhanden ist. - Stelle eine Gleichung auf, in der der Wachstumsfaktor \(q\) die Unbekannte ist. - Wie hängen der Wachstumsfaktor und die prozentuale Änderung zusammen? - Welche mathematische Operation kehrt ein Potenzieren mit einem bekannten Exponenten um?

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktion: \(W(t) = W_0 \cdot q^t\), wobei \(q\) der stündliche Zerfallsfaktor ist. 2. Bedingung für die Halbwertszeit \(T_h\): \(q^{T_h} = 0{,}5\). 3. Berechnung für Isotop A (\(T_h = 8\)): \(q = \sqrt[8]{0{,}5} \approx 0{,}9170\). Die stündliche Abnahmerate ergibt sich aus \(1 - 0{,}9170 = 0{,}0830\), also ca. \(8{,}30\,\%\). 4. Berechnung für Isotop B (\(T_h = 14\)): \(q = \sqrt[14]{0{,}5} \approx 0{,}9517\). Die stündliche Abnahmerate ergibt sich aus \(1 - 0{,}9517 = 0{,}0483\), also ca. \(4{,}83\,\%\).

Antwort

Die stündliche Abnahmerate beträgt für Isotop A ca. \(8{,}30\,\%\) und für Isotop B ca. \(4{,}83\,\%\).
42833810
Eine bestimmte Algenart verdoppelt unter optimalen Bedingungen regelmäßig die von ihr bedeckte Fläche auf einem See. In einem kühleren Sommer (Szenario 1) beträgt die Verdopplungszeit \(10\) Tage, in einem sehr warmen Sommer (Szenario 2) verdoppelt sich die Fläche bereits alle \(6\) Tage. Berechne für beide Szenarien die tägliche prozentuale Wachstumsrate unter der Annahme eines gleichmäßigen exponentiellen Wachstums.

Denkanstöße

- Was bedeutet „Verdopplung“ für den Wert des Wachstumsfaktors über den gesamten Zeitraum? - Stelle eine Potenzgleichung der Form \(q^n = a\) auf. - Wie extrahiert man die Basis, wenn der Exponent gegeben ist? - Vergiss nicht, den Wachstumsfaktor am Ende in eine Prozentangabe umzurechnen.

Lösung

1. Ansatz für exponentielles Wachstum: \(A(t) = A_0 \cdot q^t\), wobei \(q\) der tägliche Wachstumsfaktor ist. 2. Bedingung für die Verdopplungszeit \(T_v\): \(q^{T_v} = 2\). 3. Lösung für Szenario 1 (\(T_v = 10\)): \(q = 2^{1/10} \approx 1{,}0718\). Die tägliche Wachstumsrate beträgt \(p = (q - 1) \cdot 100 \approx 7{,}18\,\%\). 4. Lösung für Szenario 2 (\(T_v = 6\)): \(q = 2^{1/6} \approx 1{,}1225\). Die tägliche Wachstumsrate beträgt \(p = (q - 1) \cdot 100 \approx 12{,}25\,\%\).

Antwort

In Szenario 1 beträgt die tägliche Wachstumsrate ca. \(7{,}18\,\%\), in Szenario 2 ca. \(12{,}25\,\%\).
42833910
Bei exponentiellen Wachstumsprozessen mit einer Wachstumsrate von \(p\,\%\) pro Zeiteinheit lässt sich die Zeitspanne \(n\), nach der sich ein Bestand verdreifacht hat, näherungsweise mit der Faustformel \(n \approx \frac{110}{p}\) berechnen. 1. Berechne für die Zinssätze \(p = 4\) und \(p = 8\) die exakte Anzahl an Jahren (auf zwei Dezimalstellen gerundet), die ein Kapital benötigt, um sich zu verdreifachen. 2. Überprüfe die Genauigkeit der Faustformel, indem du die Näherungswerte für diese beiden Zinssätze berechnest und die Abweichung zum exakten Wert bestimmst.

Denkanstöße

- Stelle zuerst die allgemeine Funktionsgleichung für exponentielles Wachstum auf. - Überlege, welchen Wert der Wachstumsfaktor \(q\) bei einer Zunahme von \(p\,\%\) hat. - Was bedeutet „Verdreifachung“ für das Verhältnis von Endwert zu Anfangswert? - Nutze den Logarithmus, um eine Gleichung der Form \(q^n = 3\) nach \(n\) aufzulösen.

Lösung

1. Die exakte Zeitspanne wird über die Gleichung \((1 + \frac{p}{100})^n = 3\) bestimmt. Durch Anwendung des Logarithmus ergibt sich \(n = \frac{\ln(3)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\). Für \(p = 4\) erhält man \(n \approx \frac{1{,}0986}{0{,}0392} \approx 28{,}01\) Jahre. Für \(p = 8\) ergibt sich \(n \approx \frac{1{,}0986}{0{,}0770} \approx 14{,}27\) Jahre. 2. Anwendung der Faustformel: Für \(p = 4\) ergibt sich \(n_{Faust} = \frac{110}{4} = 27{,}5\) Jahre (Abweichung ca. \(0{,}51\) Jahre). Für \(p = 8\) ergibt sich \(n_{Faust} = \frac{110}{8} = 13{,}75\) Jahre (Abweichung ca. \(0{,}52\) Jahre). Die Faustformel liefert in beiden Fällen eine gute Annäherung, unterschätzt die Zeit jedoch leicht.

Antwort

1. Bei \(4\,\%\): \(n \approx 28{,}01\) Jahre; bei \(8\,\%\): \(n \approx 14{,}27\) Jahre. 2. Faustformel-Werte: \(27{,}5\) Jahre (für \(p=4\)) und \(13{,}75\) Jahre (für \(p=8\)). Die Abweichungen betragen jeweils etwa ein halbes Jahr.
42834310
Ein bestimmtes Schmerzmittel wird im menschlichen Körper so abgebaut, dass die Wirkstoffmenge alle \(3\) Stunden um die Hälfte abnimmt (Halbwertszeit \(T_{1/2} = 3\,\text{h}\)). Zu einem Beobachtungsbeginn (\(t = 0\)) befinden sich \(600\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Blut eines Patienten. a) Bestimme die im Blut verbleibende Wirkstoffmenge nach \(6\), \(9\) und \(12\) Stunden. b) Berechne, nach welcher Zeit die Wirkstoffmenge auf \(5\,\text{mg}\) gesunken ist. c) Welcher Prozentsatz der Anfangsmenge ist nach \(10\) Stunden noch im Blut vorhanden?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie oft sich die Menge halbiert, wenn die Zeit ein Vielfaches der Halbwertszeit ist. - Kannst du eine allgemeine Funktionsgleichung für den Zerfall aufstellen? - Wie hängen der Zerfallsfaktor und die Halbwertszeit zusammen? - Um nach einer Zeit zu suchen, die im Exponenten steht, ist der Logarithmus hilfreich. - Was bedeutet „Prozentsatz der Anfangsmenge“ mathematisch für den Faktor in deiner Gleichung?

Lösung

1. Aufstellen der Zerfallsfunktion: \(N(t) = N_0 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{T}}\) mit \(N_0 = 600\) und \(T = 3\). 2. Zu a): Einsetzen der Zeiten \(t = 6\), \(t = 9\) und \(t = 12\). Da dies Vielfache der Halbwertszeit sind, ergibt sich: \(N(6) = 600 \cdot 0{,}5^2 = 150\,\text{mg}\) \(N(9) = 600 \cdot 0{,}5^3 = 75\,\text{mg}\) \(N(12) = 600 \cdot 0{,}5^4 = 37{,}5\,\text{mg}\) 3. Zu b): Lösen der Gleichung \(600 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{3}} = 5\). \(0{,}5^{\frac{t}{3}} = \frac{5}{600} = \frac{1}{120}\) \(\frac{t}{3} = \log_{0{,}5}\left(\frac{1}{120}\right) = \frac{\ln(1/120)}{\ln(0{,}5)} \approx 6{,}91\) \(t \approx 3 \cdot 6{,}91 \approx 20{,}72\,\text{h}\). 4. Zu c): Berechnung des Faktors \(0{,}5^{\frac{10}{3}} \approx 0{,}0992\). Dies entspricht einem Prozentsatz von \(9{,}92\,\%\).

Antwort

a) Nach \(6\) Stunden: \(150\,\text{mg}\); nach \(9\) Stunden: \(75\,\text{mg}\); nach \(12\) Stunden: \(37{,}5\,\text{mg}\). b) Nach ca. \(20{,}72\) Stunden ist die Menge auf \(5\,\text{mg}\) gesunken. c) Nach \(10\) Stunden sind noch ca. \(9{,}92\,\%\) vorhanden.
42834410
Das radioaktive Edelgas Radon-222 hat eine Halbwertszeit von \(3{,}8\) Tagen. Es kann aus dem Boden in Kellerräume diffundieren und sich dort anreichern. a) Wie viel Prozent einer ursprünglichen Radon-Menge sind nach \(14\) Tagen noch vorhanden? b) Nach wie vielen Tagen ist die Radon-Menge auf \(10\,\%\) des Anfangswerts gesunken? c) Nach wie vielen Halbwertszeiten und nach wie vielen Tagen ist die Radon-Menge nur noch \(\frac{1}{64}\) der ursprünglichen Menge?

Denkanstöße

- Setze für die Anfangsmenge \(100\,\%\) oder den Faktor \(1\) an. - Wie viele Halbwertszeiten passen in den Zeitraum von \(14\) Tagen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen Brüchen wie \(\frac{1}{2}, \frac{1}{4}, \frac{1}{8}, \dots\) und den Potenzen von \(\frac{1}{2}\). - Wenn du die Anzahl der Halbwertszeiten kennst, wie berechnest du daraus die Gesamtzahl der Tage?

Lösung

1. Aufstellen der Zerfallsfunktion: \(N(t) = 100 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{3{,}8}}\) (in Prozent). 2. Zu a): Einsetzen von \(t = 14\): \(N(14) = 100 \cdot 0{,}5^{\frac{14}{3{,}8}} \approx 100 \cdot 0{,}5^{3{,}684} \approx 7{,}78\,\%\). 3. Zu b): Lösen der Gleichung \(0{,}5^{\frac{t}{3{,}8}} = 0{,}10\). \(\frac{t}{3{,}8} = \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}5)} \approx 3{,}322\) \(t \approx 3{,}8 \cdot 3{,}322 \approx 12{,}62\,\text{Tage}\). 4. Zu c): Da \(\frac{1}{64} = \left(\frac{1}{2}\right)^6\), entspricht dies genau \(6\) Halbwertszeiten. \(t = 6 \cdot 3{,}8 = 22{,}8\,\text{Tage}\).

Antwort

a) Nach \(14\) Tagen sind noch ca. \(7{,}78\,\%\) vorhanden. b) Nach ca. \(12{,}62\) Tagen ist die Menge auf \(10\,\%\) gesunken. c) Nach \(6\) Halbwertszeiten bzw. \(22{,}8\) Tagen ist nur noch \(\frac{1}{64}\) vorhanden.
42834510
Ein radioaktives Isotop zerfällt so, dass nach \(500\) Jahren \(25\,\%\) der ursprünglichen Masse nicht mehr vorhanden sind. a) Bestimme den Zerfallsfaktor \(q\) für den Zeitraum von \(500\) Jahren. b) Berechne den jährlichen Zerfallsfaktor \(a\) auf vier Nachkommastellen genau. c) Ermittle die Halbwertszeit des Isotops auf Jahre genau. d) Nach wie vielen Jahren sind nur noch \(1\,\%\) der Ausgangsmasse im Präparat enthalten?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viel Prozent der Masse nach dem Zeitraum noch übrig sind. - Wie hängen der Zerfallsfaktor für einen langen Zeitraum und der jährliche Faktor mathematisch zusammen? - Für die Halbwertszeit suchst du den Zeitpunkt, an dem die Masse auf die Hälfte des Startwerts gesunken ist. - Um eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht, ist der Logarithmus hilfreich.

Lösung

1. Der Zerfallsfaktor für \(500\) Jahre ergibt sich aus der verbleibenden Masse: \(100\,\% - 25\,\% = 75\,\%\), also \(q = 0{,}75\). 2. Der jährliche Zerfallsfaktor \(a\) wird über die Gleichung \(a^{500} = 0{,}75\) berechnet: \(a = \sqrt[500]{0{,}75} \approx 0{,}9994\). 3. Zur Berechnung der Halbwertszeit \(T_H\) wird der Ansatz \(0{,}75^{\frac{T_H}{500}} = 0{,}5\) verwendet. Durch Logarithmieren ergibt sich \(T_H = 500 \cdot \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}75)} \approx 1\,204{,}7\). Gerundet beträgt die Halbwertszeit \(1\,205\) Jahre. 4. Für den Zeitpunkt, an dem noch \(1\,\%\) vorhanden ist, löst man \(0{,}75^{\frac{t}{500}} = 0{,}01\). Dies führt zu \(t = 500 \cdot \frac{\ln(0{,}01)}{\ln(0{,}75)} \approx 8\,004{,}7\). Nach etwa \(8\,005\) Jahren ist nur noch \(1\,\%\) der Masse übrig.

Antwort

a) \(q = 0{,}75\) b) \(a \approx 0{,}9994\) c) \(T_H \approx 1\,205\) Jahre d) Nach ca. \(8\,005\) Jahren.
42834610
In einem Klärbecken wird die Konzentration eines Schadstoffs exponentiell abgebaut. Messungen zeigen, dass die Konzentration pro Stunde um \(12\,\%\) sinkt. a) Bestimme den stündlichen Zerfallsfaktor \(a\). b) Berechne, wie viel Prozent der ursprünglichen Schadstoffmenge nach \(5\) Stunden noch vorhanden sind. c) Ermittle die Halbwertszeit der Schadstoffkonzentration in Stunden. d) Auf welchen Wert müsste die stündliche prozentuale Abnahme \(p\) steigen, damit sich die Schadstoffmenge bereits alle \(4\) Stunden halbiert?

Denkanstöße

- Wenn etwas um einen Prozentsatz abnimmt, wie berechnet man dann den Faktor, mit dem man multiplizieren muss? - Potenzgesetze helfen dir, den Anteil nach mehreren Zeitschritten zu berechnen. - Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, nach der noch genau \(50\,\%\) eines Stoffes vorhanden sind. - In Teilaufgabe d) ist der Faktor \(a\) gesucht, der nach \(4\) Schritten zum Wert \(0{,}5\) führt.

Lösung

1. Der stündliche Zerfallsfaktor \(a\) berechnet sich aus der Abnahme: \(a = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 2. Nach \(5\) Stunden beträgt der Anteil \(0{,}88^5 \approx 0{,}5277\). Es sind also noch ca. \(52{,}8\,\%\) vorhanden. 3. Die Halbwertszeit \(T_H\) wird durch die Gleichung \(0{,}88^{T_H} = 0{,}5\) bestimmt. Es folgt \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}88)} \approx 5{,}42\) Stunden. 4. Damit die Halbwertszeit \(4\) Stunden beträgt, muss gelten: \(a^4 = 0{,}5\). Daraus folgt \(a = \sqrt[4]{0{,}5} \approx 0{,}8409\). Die prozentuale Abnahme muss also \(p = (1 - 0{,}8409) \cdot 100 \approx 15{,}9\,\%\) betragen.

Antwort

a) \(a = 0{,}88\) b) ca. \(52{,}8\,\%\) c) \(T_H \approx 5{,}42\) Stunden d) \(p \approx 15{,}9\,\%\)
42835510
Eine spezielle Sonnenschutzfolie für Fenster reduziert die Intensität des einfallenden Lichts pro Millimeter Dicke um \(12\,\%\). 1. Berechne, wie viel Prozent der ursprünglichen Lichtintensität \(I_0\) nach einer Schichtdicke von \(3\,\text{mm}\) noch vorhanden sind. 2. Bestimme die Schichtdicke (auf zwei Dezimalstellen genau), bei der die Lichtintensität genau auf die Hälfte des ursprünglichen Wertes gesunken ist. 3. Wie dick müsste die Folie sein, damit nur noch \(10\,\%\) der ursprünglichen Intensität durchgelassen werden?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, mit welchem Faktor die Intensität multipliziert werden muss, wenn sie um einen bestimmten Prozentsatz abnimmt. - Wie oft muss dieser Faktor angewendet werden, wenn die Schicht mehrere Millimeter dick ist? - Welche mathematische Operation hilft dir dabei, eine Unbekannte im Exponenten zu bestimmen? - Kannst du die Fragestellungen als Gleichungen der Form \(q^x = y\) formulieren?

Lösung

1. Der Abnahmefaktor pro Millimeter beträgt \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). Für \(3\,\text{mm}\) ergibt sich der Anteil \(0{,}88^3 = 0{,}681472\), was etwa \(68{,}15\,\%\) entspricht. 2. Zur Berechnung der Halbwertsdicke wird die Gleichung \(0{,}88^x = 0{,}5\) gelöst. Mittels Logarithmieren folgt \(x = \frac{\log(0{,}5)}{\log(0{,}88)} \approx 5{,}42\,\text{mm}\). 3. Zur Berechnung der Zehntelwertsdicke wird die Gleichung \(0{,}88^x = 0{,}1\) gelöst. Es ergibt sich \(x = \frac{\log(0{,}1)}{\log(0{,}88)} \approx 18{,}01\,\text{mm}\).

Antwort

1. Es sind noch ca. \(68{,}15\,\%\) der Intensität vorhanden. 2. Die Lichtintensität ist nach ca. \(5{,}42\,\text{mm}\) auf die Hälfte gesunken. 3. Die Schichtdicke muss ca. \(18{,}01\,\text{mm}\) betragen.
42835610
Im menschlichen Körper wird ein bestimmtes Medikament so abgebaut, dass die Konzentration im Blut stündlich um \(15\,\%\) abnimmt. 1. Stelle eine Funktionsgleichung auf, welche die Konzentration \(C(t)\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden) beschreibt. Gehe von einer Anfangskonzentration \(C_0\) aus. 2. Berechne die Halbwertszeit des Medikaments, also die Zeitspanne, nach der nur noch die Hälfte der Anfangskonzentration vorhanden ist. 3. Nach wie vielen Stunden ist die Konzentration auf ein Fünftel (\(20\,\%\)) des ursprünglichen Wertes gesunken?

Denkanstöße

- Bestimme zunächst den Faktor, der den verbleibenden Anteil nach einer Stunde angibt. - Für die Halbwertszeit suchst du den Zeitpunkt, an dem das Verhältnis von aktueller Konzentration zu Anfangskonzentration genau \(0{,}5\) beträgt. - Erinnere dich an die Rechenregeln für Logarithmen, um Gleichungen nach der Zeit \(t\) aufzulösen. - Überprüfe dein Ergebnis: Wenn pro Stunde \(15\,\%\) verschwinden, sollte die Hälfte nach mehr als 3, aber weniger als 6 Stunden erreicht sein.

Lösung

1. Mit einer Abnahme von \(15\,\%\) pro Stunde ergibt sich der Abnahmefaktor \(q = 1 - 0{,}15 = 0{,}85\). Die Funktionsgleichung lautet \(C(t) = C_0 \cdot 0{,}85^t\). 2. Die Halbwertszeit wird durch die Gleichung \(0{,}85^t = 0{,}5\) bestimmt. Durch Logarithmieren erhält man \(t = \frac{\log(0{,}5)}{\log(0{,}85)} \approx 4{,}27\). Die Halbwertszeit beträgt also etwa \(4{,}27\,\text{Stunden}\). 3. Für die Reduktion auf ein Fünftel gilt \(0{,}85^t = 0{,}2\). Dies führt zu \(t = \frac{\log(0{,}2)}{\log(0{,}85)} \approx 9{,}90\). Nach etwa \(9{,}90\,\text{Stunden}\) ist die Konzentration auf \(20\,\%\) gesunken.

Antwort

1. \(C(t) = C_0 \cdot 0{,}85^t\) 2. Die Halbwertszeit beträgt ca. \(4{,}27\,\text{Stunden}\). 3. Nach ca. \(9{,}90\,\text{Stunden}\) ist die Konzentration auf ein Fünftel gesunken.
42848710
In einem Forschungslabor wird der Zerfall einer Probe des Isotops Iod-131 beobachtet. Zu Beginn der Messung sind \(80\,\text{mg}\) vorhanden. Nach genau \(16\,\text{Tagen}\) ist die Masse auf \(20\,\text{mg}\) gesunken. a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(m(t) = m_0 \cdot a^t\), welche die Masse \(m\) in Milligramm in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) in Tagen beschreibt. b) Berechne, wie viel Milligramm des Isotops nach insgesamt \(24\,\text{Tagen}\) noch vorhanden sind.

Denkanstöße

- Welcher Wert in der Formel entspricht der Menge zum Zeitpunkt Null? - Wie kannst du den Faktor bestimmen, mit dem die Menge pro Zeiteinheit multipliziert wird? - Überlege dir, wie oft sich die Menge halbiert haben muss, wenn sie nach 16 Tagen nur noch ein Viertel beträgt. - Wenn du die Funktionsgleichung hast, musst du nur noch den gesuchten Zeitpunkt einsetzen.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(m_0 = 80\). 2. Zur Bestimmung des Zerfallsfaktors \(a\) wird die Information nach \(16\,\text{Tagen}\) genutzt: \(80 \cdot a^{16} = 20\). 3. Auflösen nach \(a\) ergibt \(a^{16} = 0{,}25\), woraus \(a = \sqrt[16]{0{,}25} \approx 0{,}917\) folgt. Die Funktionsgleichung lautet \(m(t) = 80 \cdot 0{,}917^t\) oder exakt \(m(t) = 80 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{8}}\). 4. Für den Wert nach \(24\,\text{Tagen}\) wird \(t = 24\) in die Funktion eingesetzt: \(m(24) = 80 \cdot (0{,}5^{\frac{1}{8}})^{24} = 80 \cdot 0{,}5^3\). 5. Das Ergebnis ist \(80 \cdot 0{,}125 = 10\). Nach \(24\,\text{Tagen}\) sind noch \(10\,\text{mg}\) vorhanden.

Antwort

a) \(m(t) = 80 \cdot 0{,}917^t\) (oder \(m(t) = 80 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{8}}\)) b) Nach \(24\,\text{Tagen}\) sind noch \(10\,\text{mg}\) vorhanden.
42848810
Ein radioaktives Präparat hat eine Halbwertszeit von \(15\,\text{Minuten}\). Zu Beginn einer Versuchsreihe werden \(120\,\text{mg}\) der Substanz abgewogen. a) Stelle eine Funktionsgleichung \(f(t) = c \cdot b^t\) auf, die die vorhandene Masse in Milligramm nach \(t\) Minuten angibt. b) Ermittle rechnerisch, nach wie vielen Minuten die Masse auf \(15\,\text{mg}\) zurückgegangen ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff Halbwertszeit für den Wert des Zerfallsfaktors über einen bestimmten Zeitraum? - Kannst du die Abnahme der Masse als Potenz zur Basis \(0{,}5\) ausdrücken? - Wie oft muss sich die Anfangsmenge von \(120\,\text{mg}\) halbieren, um bei \(15\,\text{mg}\) zu landen? - Wenn du weißt, wie oft die Halbierung stattgefunden hat, kannst du die Gesamtzeit leicht berechnen.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(c = 120\). 2. Da sich die Masse alle \(15\,\text{Minuten}\) halbiert, gilt \(b^{15} = 0{,}5\). Daraus ergibt sich der Zerfallsfaktor \(b = \sqrt[15]{0{,}5} \approx 0{,}9548\). Die Funktionsgleichung ist \(f(t) = 120 \cdot 0{,}9548^t\) oder \(f(t) = 120 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{15}}\). 3. Zur Bestimmung des Zeitpunkts wird die Gleichung \(120 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{15}} = 15\) aufgestellt. 4. Division durch \(120\) führt zu \(0{,}5^{\frac{t}{15}} = \frac{15}{120} = 0{,}125\). 5. Da \(0{,}125 = 0{,}5^3\), folgt durch Exponentenvergleich \(\frac{t}{15} = 3\). 6. Multiplikation mit \(15\) ergibt \(t = 45\). Die Masse beträgt nach \(45\,\text{Minuten}\) noch \(15\,\text{mg}\).

Antwort

a) \(f(t) = 120 \cdot 0{,}9548^t\) (oder \(f(t) = 120 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{15}}\)) b) Nach \(45\,\text{Minuten}\) ist die Masse auf \(15\,\text{mg}\) gesunken.
42848910
In einem Labor wird der Zerfall einer chemischen Substanz beobachtet. Zu Beginn der Messung sind \(150\,\text{mg}\) der Substanz vorhanden. Jede Stunde verringert sich die vorhandene Menge um \(12\,\%\). a) Berechne die verbleibende Menge der Substanz nach \(1\); \(2\); \(3\); \(4\) und \(5\) Stunden und stelle die Ergebnisse in einer Tabelle dar. b) Bestimme die Halbwertszeit der Substanz. c) Berechne, nach wie vielen Stunden nur noch \(10\,\%\) der Anfangsmenge vorhanden sind.

Denkanstöße

- Wie verändert sich ein Wert, wenn er jede Stunde um einen festen Prozentsatz abnimmt? - Welche allgemeine Formel nutzt man für exponentielle Abnahmeprozesse? - Was muss für den Bestand gelten, damit man von der „Halbwertszeit“ spricht? - Mit welcher mathematischen Operation kannst du eine Gleichung lösen, bei der die gesuchte Variable im Exponenten steht?

Lösung

1. Bestimmung des Abnahmefaktors \(q\): Da die Menge stündlich um \(12\,\%\) abnimmt, gilt \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 2. Aufstellen der Funktionsgleichung: Mit dem Anfangswert \(W_0 = 150\) ergibt sich \(W(t) = 150 \cdot 0{,}88^t\). 3. Berechnung der Tabellenwerte durch Einsetzen von \(t \in \{1; 2; 3; 4; 5\}\): \(W(1) = 132\,\text{mg}\); \(W(2) \approx 116{,}16\,\text{mg}\); \(W(3) \approx 102{,}22\,\text{mg}\); \(W(4) \approx 89{,}95\,\text{mg}\); \(W(5) \approx 79{,}16\,\text{mg}\). 4. Berechnung der Halbwertszeit: Ansatz \(0{,}88^t = 0{,}5\). Anwendung des Logarithmus führt zu \(t = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}88)} \approx 5{,}42\,\text{Stunden}\). 5. Berechnung des \(10\,\%\)-Werts: Ansatz \(0{,}88^t = 0{,}1\). Lösung über Logarithmen ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}88)} \approx 18{,}01\,\text{Stunden}\).

Antwort

a) Tabelle der Werte: <table> <tr><th>Zeit \(t\) (in \(\text{h}\))</th><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td></tr> <tr><th>Menge (in \(\text{mg}\))</th><td>132{,}00</td><td>116{,}16</td><td>102{,}22</td><td>89{,}95</td><td>79{,}16</td></tr> </table> b) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(5{,}42\,\text{Stunden}\). c) Nach ca. \(18{,}01\,\text{Stunden}\) sind noch \(10\,\%\) der Anfangsmenge vorhanden.
42849010
Ein Waldgebiet hat einen aktuellen Holzbestand von \(25\,000\,\text{m}^3\). Durch natürliches Wachstum nimmt dieser Bestand jährlich um \(2{,}8\,\%\) zu. a) Berechne den Holzbestand nach \(10\) und nach \(20\) Jahren. b) Ermittle die Verdopplungszeit des Holzbestandes. c) Nach wie vielen Jahren hat sich der ursprüngliche Bestand verdreifacht?

Denkanstöße

- Wie lautet der Wachstumsfaktor, wenn ein Bestand jährlich um einen konstanten Prozentsatz wächst? - Welchen Faktor muss der gesamte Bestand erreichen, damit er als „verdoppelt“ gilt? - Ist der Anfangswert für die Berechnung der Verdopplungszeit überhaupt entscheidend? - Wie kannst du den Zeitpunkt bestimmen, an dem ein bestimmter Zielwert erreicht wird?

Lösung

1. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(q\): Bei einer Zunahme von \(2{,}8\,\%\) ist \(q = 1 + 0{,}028 = 1{,}028\). 2. Aufstellen der Wachstumsfunktion: \(W(t) = 25\,000 \cdot 1{,}028^t\). 3. Berechnung für \(t=10\): \(W(10) = 25\,000 \cdot 1{,}028^{10} \approx 32\,951{,}43\,\text{m}^3\). 4. Berechnung für \(t=20\): \(W(20) = 25\,000 \cdot 1{,}028^{20} \approx 43\,432{,}23\,\text{m}^3\). 5. Bestimmung der Verdopplungszeit: Ansatz \(1{,}028^t = 2\). Auflösen nach \(t\) ergibt \(t = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}028)} \approx 25{,}10\,\text{Jahre}\). 6. Bestimmung der Verdreifachungszeit: Ansatz \(1{,}028^t = 3\). Auflösen nach \(t\) ergibt \(t = \frac{\ln(3)}{\ln(1{,}028)} \approx 39{,}78\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) Nach \(10\) Jahren beträgt der Bestand ca. \(32\,951{,}43\,\text{m}^3\), nach \(20\) Jahren ca. \(43\,432{,}23\,\text{m}^3\). b) Die Verdopplungszeit beträgt ca. \(25{,}10\,\text{Jahre}\). c) Der Bestand hat sich nach ca. \(39{,}78\,\text{Jahren}\) verdreifacht.
42849110
Ein Kapital wird mit einem festen Zinssatz von \(3{,}25\,\%\) pro Jahr verzinst. Die Zinsen werden jährlich dem Kapital zugeschlagen (Zinseszins). Berechne, nach wie vielen Jahren sich das ursprüngliche Kapital verdoppelt hat. Runde das Ergebnis auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Was bedeutet „Verdopplung“ für den Endwert im Vergleich zum Anfangswert? - Welchen Wachstumsfaktor \(q\) ergibt ein Zuwachs von \(3{,}25\,\%\)? - Mit welcher Rechenoperation kannst du eine Gleichung lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht? - Spielt die Höhe des Anfangskapitals für die Verdopplungszeit eine Rolle?

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsgleichung für die Verdopplung: \(K_0 \cdot 1{,}0325^n = 2 \cdot K_0\). 2. Vereinfachen der Gleichung durch Division durch \(K_0\): \(1{,}0325^n = 2\). 3. Anwendung des Logarithmus zur Bestimmung der Laufzeit \(n\): \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}0325)}\). 4. Berechnung des numerischen Wertes: \(n \approx 21{,}672\). 5. Das Kapital hat sich nach ca. \(21{,}7\) Jahren verdoppelt.

Antwort

Das Kapital hat sich nach ca. \(21{,}7\) Jahren verdoppelt.
42849210
Ein Medikament wird im menschlichen Körper abgebaut. Jede Stunde verringert sich die Konzentration des Wirkstoffs im Blut um \(14\,\%\). Bestimme die Halbwertszeit des Medikaments, also die Zeitspanne, nach der nur noch die Hälfte der ursprünglichen Konzentration vorhanden ist. Gib das Ergebnis in Stunden an und runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie viel Prozent des Wirkstoffs sind nach einer Stunde noch vorhanden? - Welcher Faktor \(q\) beschreibt diese Abnahme in einer Exponentialfunktion? - Welchen Wert muss die Funktion erreichen, damit man von einer Halbwertszeit spricht? - Nutze den Logarithmus, um die Zeit \(t\) aus der Gleichung zu isolieren.

Lösung

1. Bestimmung des Abnahmefaktors \(q\) aus der prozentualen Abnahme: \(q = 1 - 0{,}14 = 0{,}86\). 2. Aufstellen der Gleichung für die Halbwertszeit: \(0{,}86^t = 0{,}5\). 3. Auflösen nach der Zeit \(t\) mittels Logarithmus: \(t = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}86)}\). 4. Berechnung des Ergebnisses: \(t \approx 4{,}594\). 5. Die Halbwertszeit beträgt ca. \(4{,}59\) Stunden.

Antwort

Die Halbwertszeit des Medikaments beträgt ca. \(4{,}59\) Stunden.
42852910
Ein Patient nimmt eine Tablette mit einem Wirkstoffgehalt von \(400\,\text{mg}\) ein. Der Körper baut den Wirkstoff so ab, dass die im Blut vorhandene Menge stündlich um \(15\,\%\) abnimmt. a) Erstelle eine Tabelle für die Restmenge des Wirkstoffs nach \(0\), \(1\), \(2\) und \(3\) Stunden. b) Bestimme die Halbwertszeit des Wirkstoffs (die Zeitspanne, nach der nur noch die Hälfte der ursprünglichen Menge vorhanden ist). c) Das Medikament gilt als weitgehend abgebaut, sobald weniger als \(50\,\text{mg}\) im Körper nachweisbar sind. Nach wie vielen Stunden ist dies der Fall?

Denkanstöße

- Wie verändert sich ein Wert, wenn er jede Stunde um einen festen Prozentsatz kleiner wird? - Welche Zahl musst du als Basis für deine Exponentialfunktion wählen, wenn \(15\,\%\) verloren gehen? - Was bedeutet „Halbwertszeit“ mathematisch für den Wachstumsfaktor? - Wie kannst du eine Gleichung lösen, bei der die gesuchte Größe im Exponenten steht?

Lösung

1. Aufstellen der Zerfallsfunktion mit dem Anfangswert \(N_0 = 400\) und dem Abnahmefaktor \(b = 1 - 0{,}15 = 0{,}85\): \(N(t) = 400 \cdot 0{,}85^t\). 2. Berechnung der Tabellenwerte: \(N(0) = 400\), \(N(1) = 400 \cdot 0{,}85 = 340\), \(N(2) = 340 \cdot 0{,}85 = 289\), \(N(3) = 289 \cdot 0{,}85 = 245{,}65\). 3. Berechnung der Halbwertszeit durch den Ansatz \(0{,}85^t = 0{,}5\). Logarithmieren führt zu \(t = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}85)} \approx 4{,}27\). Die Halbwertszeit beträgt ca. \(4{,}27\,\text{Stunden}\). 4. Berechnung des Zeitpunkts für den Schwellenwert: \(400 \cdot 0{,}85^t = 50 \implies 0{,}85^t = 0{,}125\). Auflösen nach \(t\) ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}125)}{\ln(0{,}85)} \approx 12{,}80\). Nach etwa \(12{,}8\,\text{Stunden}\) sind weniger als \(50\,\text{mg}\) vorhanden.

Antwort

a) <table> <tr><td>Zeit in \(\text{h}\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><td>Menge in \(\text{mg}\)</td><td>400</td><td>340</td><td>289</td><td>245{,}65</td></tr> </table> b) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(4{,}27\,\text{Stunden}\). c) Nach ca. \(12{,}8\,\text{Stunden}\) ist die Menge unter \(50\,\text{mg}\) gesunken.
42853010
Die Population einer bestimmten Algenart in einem Teich vergrößert sich bei idealen Bedingungen pro Tag um \(18\,\%\). Zu Beginn einer Messung bedecken die Algen eine Fläche von \(2\,500\,\text{cm}^2\). a) Berechne die Verdopplungszeit der von den Algen bedeckten Fläche. b) Welche Fläche ist nach \(12\) Tagen von den Algen bedeckt? c) Nach wie vielen Tagen wird eine Fläche von \(2\,\text{m}^2\) überschritten?

Denkanstöße

- Mit welchem Faktor musst du eine Zahl multiplizieren, um sie um \(18\,\%\) zu erhöhen? - Überlege dir, wie viel Prozent der ursprünglichen Fläche nach der Verdopplung vorhanden sind. - Achte beim Vergleichen von Flächen auf die Einheiten. Wie viele Quadratzentimeter stecken in einem Quadratmeter? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Variable aus dem Exponenten zu „holen“?

Lösung

1. Bestimmung des Wachstumsfaktors \(b = 1 + 0{,}18 = 1{,}18\) und Aufstellen der Funktionsgleichung \(A(t) = 2500 \cdot 1{,}18^t\) mit \(t\) in Tagen und \(A\) in \(\text{cm}^2\). 2. Berechnung der Verdopplungszeit mit dem Ansatz \(1{,}18^t = 2\). Umformen ergibt \(t = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}18)} \approx 4{,}19\). Die Fläche verdoppelt sich alle \(4{,}19\,\text{Tage}\). 3. Berechnung der Fläche nach \(12\) Tagen: \(A(12) = 2500 \cdot 1{,}18^{12} \approx 18\,218{,}98\). Die Fläche beträgt ca. \(18\,219\,\text{cm}^2\). 4. Umrechnung des Zielwerts: \(2\,\text{m}^2 = 20\,000\,\text{cm}^2\). 5. Berechnung der Zeitdauer: \(2500 \cdot 1{,}18^t = 20\,000 \implies 1{,}18^t = 8\). Auflösen ergibt \(t = \frac{\ln(8)}{\ln(1{,}18)} \approx 12{,}56\). Die Marke wird nach ca. \(12{,}6\,\text{Tagen}\) überschritten.

Antwort

a) Die Verdopplungszeit beträgt ca. \(4{,}19\,\text{Tage}\). b) Nach \(12\) Tagen sind ca. \(18\,219\,\text{cm}^2\) bedeckt. c) Nach ca. \(12{,}6\,\text{Tagen}\) wird eine Fläche von \(2\,\text{m}^2\) überschritten.
42853110
Das radioaktive Isotop Cäsium-137 (\(^{137}\text{Cs}\)) hat eine Halbwertszeit von \(30{,}17\) Jahren. Das bedeutet, dass nach diesem Zeitraum die Hälfte der ursprünglichen Masse zerfallen ist. a) Berechne den jährlichen Zerfallsfaktor \(b\) sowie die jährliche Zerfallsrate \(p\) in Prozent. b) Eine Bodenprobe weist eine Belastung von \(600\,\text{Bq}\) (Becquerel) auf. Bestimme die verbleibende Aktivität nach \(50\) Jahren.

Denkanstöße

- Was bedeutet Halbwertszeit für den Faktor, mit dem eine Menge nach dieser Zeit multipliziert wird? - Wie hängen der Zerfallsfaktor \(b\) und die prozentuale Änderung \(p\) zusammen? - Welche Funktionsgleichung beschreibt einen exponentiellen Zerfallsprozess? - Überlege, wie oft die Halbwertszeit in den betrachteten Zeitraum von 50 Jahren passt.

Lösung

1. Ansatz für den jährlichen Zerfallsfaktor \(b\) über die Halbwertszeit \(T_{1/2} = 30{,}17\): \(b^{30{,}17} = 0{,}5\). 2. Berechnung von \(b\): \(b = 0{,}5^{\frac{1}{30{,}17}} \approx 0{,}97729\). 3. Bestimmung der jährlichen Zerfallsrate \(p\): \(p = 1 - b \approx 0{,}02271\), was einer Rate von ca. \(2{,}27\,\%\) entspricht. 4. Berechnung der Restaktivität nach \(t = 50\) Jahren mit dem Startwert \(N_0 = 600\): \(N(50) = 600 \cdot 0{,}97729^{50}\) oder \(N(50) = 600 \cdot 0{,}5^{\frac{50}{30{,}17}}\). 5. Ergebnis: \(N(50) \approx 190{,}22\,\text{Bq}\).

Antwort

a) Der jährliche Zerfallsfaktor beträgt \(b \approx 0{,}9773\); die jährliche Zerfallsrate liegt bei \(p \approx 2{,}27\,\%\). b) Nach \(50\) Jahren sind noch ca. \(190{,}22\,\text{Bq}\) vorhanden.
42853710
In einem Labor wird die Menge eines radioaktiven Präparats (Strontium-90) untersucht. Die jährliche Abnahmerate beträgt \(2{,}4\,\%\). Zu Beginn der Untersuchung sind \(400\,\text{mg}\) vorhanden. a) Berechne die Masse des Präparats nach \(15\) Jahren. b) Um wie viel Prozent nimmt die Masse innerhalb dieser \(15\) Jahre insgesamt ab? c) Nach welcher Zeit ist nur noch die Hälfte der ursprünglichen Masse vorhanden (Halbwertszeit)?

Denkanstöße

- Welcher Abnahmefaktor \(b\) gehört zu einer Abnahme von \(2{,}4\,\%\)? - Wie lautet die allgemeine Funktionsgleichung für exponentielle Abnahmeprozesse? - Wie berechnest du die prozentuale Änderung zwischen dem Anfangswert und einem späteren Wert? - Was bedeutet „Halbwertszeit“ für das Verhältnis zwischen Endwert und Anfangswert? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Bestimmung des jährlichen Abnahmefaktors: \(b = 1 - 0{,}024 = 0{,}976\). 2. Berechnung der Masse nach \(15\) Jahren mit der Formel \(N(t) = N_0 \cdot b^t\): \(N(15) = 400 \cdot 0{,}976^{15} \approx 277{,}85\,\text{mg}\). 3. Berechnung der prozentualen Abnahme über \(15\) Jahre: \(1 - 0{,}976^{15} \approx 0{,}3054\), was einer Abnahme von ca. \(30{,}54\,\%\) entspricht. 4. Berechnung der Halbwertszeit durch Lösen der Gleichung \(0{,}5 = 0{,}976^T\): \(T = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}976)} \approx 28{,}53\). Die Halbwertszeit beträgt etwa \(28{,}5\) Jahre.

Antwort

a) Nach \(15\) Jahren sind noch ca. \(277{,}85\,\text{mg}\) vorhanden. b) Die Masse nimmt insgesamt um ca. \(30{,}54\,\%\) ab. c) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(28{,}5\) Jahre.
41008910
Wasserstoffperoxid (\(\text{H}_2\text{O}_2\)) zerfällt in Gegenwart eines Katalysators zu Wasser und Sauerstoff. Die Menge an \(\text{H}_2\text{O}_2\) nimmt dabei exponentiell mit der Zeit ab. In einem Experiment wurde beobachtet, dass innerhalb der ersten 10 Minuten die Hälfte des \(\text{H}_2\text{O}_2\) zerfiel. Nach wie vielen Minuten seit Beginn des Experiments wird 90 % des \(\text{H}_2\text{O}_2\) zerfallen sein? a) 18 min b) 30 min c) 32,1 min d) 33,2 min

Denkanstöße

- Was bedeutet es für den verbleibenden Anteil, wenn die Hälfte nach 10 Minuten weg ist? - Wenn 90 % der Substanz verschwunden sind, wie viel Prozent sind dann noch übrig? - Kannst du eine Funktionsgleichung für den Zerfall aufstellen? Nutze den Logarithmus, um die Zeit zu berechnen.

Lösung

1. Aufstellen des Zerfallsgesetzes mit der Halbwertszeit \(T_{1/2} = 10\text{ min}\): \(N(t) = N_0 \cdot 0,5^{t/10}\). 2. Bestimmung des gesuchten Zustands: Wenn 90 % zerfallen sind, sind noch 10 % (also \(0,1 \cdot N_0\)) vorhanden. 3. Aufstellen der Gleichung: \(0,1 \cdot N_0 = N_0 \cdot 0,5^{t/10} \implies 0,1 = 0,5^{t/10}\). 4. Logarithmieren beider Seiten: \(\ln(0,1) = \frac{t}{10} \cdot \ln(0,5)\). 5. Auflösen nach \(t\): \(t = 10 \cdot \frac{\ln(0,1)}{\ln(0,5)} \approx 10 \cdot 3,3219 \approx 33,2\text{ min}\).

Antwort

d) 33,2 min
42833410
Ein Sparguthaben wird mit einem festen jährlichen Zinssatz verzinst und verdoppelt sich nach genau 14 Jahren. a) Wie hoch ist der jährliche Zinssatz \(p\)? b) Ermittle die Zeitspanne, nach der sich das ursprüngliche Guthaben verzehnfacht hat.

Denkanstöße

- Kannst du eine Gleichung aufstellen, die den Zusammenhang zwischen dem Wachstumsfaktor und der Zeit bis zur Verdopplung beschreibt? - Wie hängen der Wachstumsfaktor \(q\) und der Zinssatz \(p\) zusammen? - Ist für die Berechnung der Verdopplungs- oder Verzehnfachungszeit die Höhe des Startkapitals von Bedeutung? - Welche Gleichung musst du lösen, um herauszufinden, wann aus einem Startwert das Zehnfache geworden ist? - Überlege, wie du Logarithmengesetze nutzen kannst, um die Berechnung zu vereinfachen.

Lösung

1. Berechnung des Wachstumsfaktors \(q\) aus der Verdopplungszeit: \(q^{14} = 2 \Rightarrow q = \sqrt[14]{2} \approx 1{,}05076\). 2. Umrechnung in den Zinssatz \(p\): \(p = (q - 1) \cdot 100 \approx 5{,}08\,\%\). 3. Ansatz für die Verzehnfachung: \(q^n = 10\) bzw. \((\sqrt[14]{2})^n = 10\). 4. Auflösen nach der Zeit \(n\) mittels Logarithmen: \(n = \frac{\ln(10)}{\ln(q)} = 14 \cdot \frac{\ln(10)}{\ln(2)} \approx 46{,}5\). Die Verzehnfachung ist nach ca. \(46{,}5\) Jahren erreicht.

Antwort

a) ca. \(5{,}08\,\%\) b) ca. \(46{,}5\) Jahre
42834010
Untersuche die Zeitspanne \(n\), in der sich eine Größe bei einer jährlichen Wachstumsrate von \(p\,\%\) vervierfacht. 1. Berechne die exakten Zeitspannen für \(p = 2\), \(p = 5\) und \(p = 10\) auf zwei Dezimalstellen genau. 2. Multipliziere jeweils die Zeitspanne \(n\) mit dem Prozentsatz \(p\). Welchen ungefähren Wert \(c\) erhältst du? Formuliere daraus eine Faustformel der Form \(n \approx \frac{c}{p}\) für die Vervierfachungszeit.

Denkanstöße

- Wie sieht die Gleichung aus, wenn sich ein Bestand vervierfacht? - Berechne für verschiedene Zinssätze die benötigte Zeit mit dem Logarithmus. - Schau dir die Ergebnisse der Multiplikation von Zeit und Zinssatz genau an – erkennst du eine Konstanz? - Wähle eine einfache, gut merkbare Zahl für deine Faustformel.

Lösung

1. Berechnung der exakten Werte über \(n = \frac{\ln(4)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\): Für \(p = 2\): \(n \approx 70{,}01\) Jahre. Für \(p = 5\): \(n \approx 28{,}41\) Jahre. Für \(p = 10\): \(n \approx 14{,}55\) Jahre. 2. Produkte \(n \cdot p\): Für \(p = 2\): \(70{,}01 \cdot 2 = 140{,}02\). Für \(p = 5\): \(28{,}41 \cdot 5 = 142{,}05\). Für \(p = 10\): \(14{,}55 \cdot 10 = 145{,}5\). Ein geeigneter Mittelwert für die Konstante \(c\) liegt im Bereich von \(140\) bis \(145\). Eine gängige Faustformel wäre \(n \approx \frac{140}{p}\) oder \(n \approx \frac{144}{p}\).

Antwort

1. Exakte Zeiten: \(70{,}01\) Jahre (\(2\,\%\)), \(28{,}41\) Jahre (\(5\,\%\)), \(14{,}55\) Jahre (\(10\,\%\)). 2. Die Produkte \(n \cdot p\) liegen alle nahe bei \(140\) bis \(145\). Eine mögliche Faustformel lautet \(n \approx \frac{140}{p}\).
42853210
Iod-131 (\(^{131}\text{I}\)) wird in der Medizin zur Behandlung der Schilddrüse eingesetzt. Es besitzt eine Halbwertszeit von \(8{,}02\) Tagen. a) Ermittle die tägliche Zerfallsrate in Prozent. b) Nach wie vielen Tagen sind nur noch \(10\,\%\) der ursprünglich verabreichten Menge im Körper vorhanden? Runde das Ergebnis auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Wie kannst du den täglichen Zerfallsfaktor bestimmen, wenn du weißt, was nach etwa 8 Tagen passiert? - Wenn nur noch \(10\,\%\) übrig sind, welcher Anteil (als Dezimalzahl) der Startmenge ist das? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht? - Kannst du eine allgemeine Formel \(N(t) = N_0 \cdot b^t\) aufstellen?

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für den täglichen Abnahmefaktor \(b\): \(b^{8{,}02} = 0{,}5\). 2. Berechnung von \(b\): \(b = \sqrt[8{,}02]{0{,}5} \approx 0{,}9172\). 3. Berechnung der täglichen Zerfallsrate \(p\): \(1 - 0{,}9172 = 0{,}0828\), also \(p \approx 8{,}28\,\%\). 4. Ansatz zur Bestimmung der Zeit \(t\) für einen Restbestand von \(10\,\%\): \(0{,}5^{\frac{t}{8{,}02}} = 0{,}1\) oder \(0{,}9172^t = 0{,}1\). 5. Lösen der Gleichung mittels Logarithmus: \(t = \frac{\log(0{,}1)}{\log(0{,}9172)}\) oder \(t = 8{,}02 \cdot \frac{\log(0{,}1)}{\log(0{,}5)}\). 6. Berechnung des Wertes: \(t \approx 26{,}64\) Tage.

Antwort

a) Die tägliche Zerfallsrate beträgt ca. \(8{,}28\,\%\). b) Nach etwa \(26{,}6\) Tagen sind noch \(10\,\%\) der Menge vorhanden.
42853810
Archäologen nutzen ein radioaktives Isotop mit einer Halbwertszeit von \(5730\) Jahren zur Altersbestimmung von Knochenfunden. In einem lebenden Organismus beträgt die Masse dieses Isotops \(12{,}0\,\mu\text{g}\) pro Kilogramm Kohlenstoff. In einer ausgegrabenen Probe misst man nur noch \(3{,}5\,\mu\text{g}\) pro Kilogramm Kohlenstoff. a) Bestimme den jährlichen Abnahmefaktor \(b\). b) Berechne das ungefähre Alter des Knochenfunds.

Denkanstöße

- Wie hängen der jährliche Faktor \(b\) und die Halbwertszeit \(T\) zusammen? - Stelle eine Gleichung auf, die die aktuelle Menge mit der ursprünglichen Menge verknüpft. - Überlege, wie du den Exponenten isolieren kannst, um die Zeit \(t\) zu berechnen. - Achte beim Rechnen mit dem Abnahmefaktor auf genügend Nachkommastellen, da kleine Unterschiede hier große Auswirkungen auf das Alter haben.

Lösung

1. Berechnung des jährlichen Abnahmefaktors \(b\) aus der Halbwertszeit \(T = 5730\): \(b^{5730} = 0{,}5 \Rightarrow b = 0{,}5^{\frac{1}{5730}} \approx 0{,}999879\). 2. Aufstellen der Zerfallsgleichung mit dem Anfangswert \(N_0 = 12{,}0\) und dem aktuellen Wert \(N(t) = 3{,}5\): \(3{,}5 = 12{,}0 \cdot 0{,}999879^t\). 3. Isolieren des Potenzterms: \(\frac{3{,}5}{12{,}0} = 0{,}999879^t\). 4. Lösen nach \(t\) mittels Logarithmus: \(t = \frac{\ln(3{,}5 / 12{,}0)}{\ln(0{,}999879)} \approx 10\,185{,}7\). Der Knochenfund ist etwa \(10\,186\) Jahre alt.

Antwort

a) Der jährliche Abnahmefaktor beträgt ca. \(0{,}999879\). b) Der Knochenfund ist ca. \(10\,186\) Jahre alt.

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