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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Halbwertszeit und Verdopplungszeit

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55244210
Die Menge eines Wirkstoffs wird in gleichen Zeitabständen gemessen: <table> <tr><td>Zeit \(t\) (in Stunden)</td><td>\(0\)</td><td>\(4\)</td><td>\(8\)</td><td>\(12\)</td></tr> <tr><td>Wirkstoffmenge</td><td>\(80\,\text{mg}\)</td><td>\(40\,\text{mg}\)</td><td>\(20\,\text{mg}\)</td><td>\(10\,\text{mg}\)</td></tr> </table> Bestimme die Halbwertszeit und beschreibe kurz, was sie hier bedeutet.

Denkanstöße

- Suche in der Tabelle nach zwei aufeinanderfolgenden Werten, bei denen der zweite genau halb so groß ist wie der erste. - Wie viel Zeit liegt zwischen diesen beiden Messungen?

Lösung

1. Die Wirkstoffmenge halbiert sich von \(80\,\text{mg}\) auf \(40\,\text{mg}\) in \(4\) Stunden. Dasselbe Muster zeigt sich in den weiteren Intervallen. 2. Die Halbwertszeit beträgt daher \(4\) Stunden. Das bedeutet: Nach jeweils \(4\) Stunden ist nur noch die Hälfte der zuvor vorhandenen Wirkstoffmenge übrig.

Antwort

Die Halbwertszeit beträgt \(4\) Stunden. Nach jeweils \(4\) Stunden halbiert sich die vorhandene Wirkstoffmenge.
42833510
Für eine schnelle Abschätzung der Verdopplungszeit \(T_V\) einer Geldanlage bei einem Zinssatz von \(p\,\%\) pro Jahr nutzt man oft die Faustformel \(p\cdot T_V\approx70\). Berechne mit dieser Formel, nach wie vielen Jahren sich ein Kapital bei den folgenden Zinssätzen jeweils verdoppelt hätte: 1. \(1{,}4\,\%\) 2. \(2{,}5\,\%\) 3. \(3{,}5\,\%\) 4. \(5{,}0\,\%\)

Denkanstöße

- Welche Größe ist in jedem Fall gesucht, und welche Größe ist jeweils gegeben? - Stelle die angegebene Faustformel so um, dass die Verdopplungszeit allein steht. - Prüfe, ob eine größere Wachstumsrate zu einer kürzeren oder längeren Verdopplungszeit führen sollte.

Lösung

1. Nach der Verdopplungszeit umgestellt lautet die Faustformel \(T_V\approx\frac{70}{p}\). 2. Für \(p=1{,}4\) gilt \(T_V\approx\frac{70}{1{,}4}=50\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(50\,\text{Jahre}\). 3. Für \(p=2{,}5\) gilt \(T_V\approx\frac{70}{2{,}5}=28\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(28\,\text{Jahre}\). 4. Für \(p=3{,}5\) gilt \(T_V\approx\frac{70}{3{,}5}=20\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(20\,\text{Jahre}\). 5. Für \(p=5{,}0\) gilt \(T_V\approx\frac{70}{5{,}0}=14\). Die Verdopplungszeit beträgt etwa \(14\,\text{Jahre}\).

Antwort

1. Etwa \(50\,\text{Jahre}\) 2. Etwa \(28\,\text{Jahre}\) 3. Etwa \(20\,\text{Jahre}\) 4. Etwa \(14\,\text{Jahre}\)
42833610
Ein Biologe beobachtet das Wachstum verschiedener Bakterienkulturen. Er nutzt die Faustregel \(p\cdot T_V\approx70\), um den Zusammenhang zwischen der stündlichen Wachstumsrate \(p\) in Prozent und der Verdopplungszeit \(T_V\) in Stunden abzuschätzen. Bestimme die jeweilige Wachstumsrate \(p\) für folgende beobachtete Verdopplungszeiten: 1. Kultur A: \(T_V=20\,\text{Stunden}\) 2. Kultur B: \(T_V=35\,\text{Stunden}\) 3. Kultur C: \(T_V=50\,\text{Stunden}\)

Denkanstöße

- Welche Größe ist diesmal gesucht, und welche steht jeweils als Messwert fest? - Stelle die angegebene Faustregel nach der Wachstumsrate um. - Prüfe deine Ergebnisse qualitativ: Welche Kultur mit kürzerer Verdopplungszeit sollte die größere Wachstumsrate besitzen?

Lösung

1. Nach der Wachstumsrate umgestellt lautet die Faustregel \(p\approx\frac{70}{T_V}\). 2. Für Kultur A gilt \(p\approx\frac{70}{20}=3{,}5\). Die Wachstumsrate beträgt etwa \(3{,}5\,\%\) pro Stunde. 3. Für Kultur B gilt \(p\approx\frac{70}{35}=2\). Die Wachstumsrate beträgt etwa \(2\,\%\) pro Stunde. 4. Für Kultur C gilt \(p\approx\frac{70}{50}=1{,}4\). Die Wachstumsrate beträgt etwa \(1{,}4\,\%\) pro Stunde.

Antwort

1. Etwa \(3{,}5\,\%\) pro Stunde 2. Etwa \(2\,\%\) pro Stunde 3. Etwa \(1{,}4\,\%\) pro Stunde
42836110
Ein radioaktives Präparat zerfällt so, dass sich seine Masse nach jeweils \(5\) Tagen halbiert. Zu Beginn wiegt die Probe \(640\,\text{mg}\). a) Berechne die verbleibende Masse nach dem 2., 3. und 5. Zeitabschnitt von jeweils \(5\) Tagen. Lege dazu eine Tabelle an und gib die Werte sowohl in Milligramm als auch in Gramm an. b) Berechne durch Überschlag die Masse, die nach dem 10. Zeitabschnitt, also nach \(50\) Tagen, noch vorhanden ist. Nutze dabei die Näherung \(\left(\frac{1}{2}\right)^{10}\approx\frac{1}{1000}\).

Denkanstöße

- Welche gleichbleibende Multiplikation beschreibt eine Halbierung in jedem Zeitabschnitt? - Achte beim Umrechnen von Milligramm in Gramm auf den Umrechnungsfaktor zwischen den Einheiten. - Verwende für den Überschlag in Teil b) bewusst die im Text angegebene Näherung statt des exakten Potenzwerts.

Lösung

1. Pro Zeitabschnitt halbiert sich die Masse. Der Wachstumsfaktor ist daher \(a=0{,}5\), sodass \(m(n)=640\cdot0{,}5^n\) gilt. 2. Für \(n=2\) erhält man \(m(2)=640\cdot0{,}5^2=160\,\text{mg}=0{,}16\,\text{g}\). 3. Für \(n=3\) erhält man \(m(3)=640\cdot0{,}5^3=80\,\text{mg}=0{,}08\,\text{g}\). 4. Für \(n=5\) erhält man \(m(5)=640\cdot0{,}5^5=20\,\text{mg}=0{,}02\,\text{g}\). 5. Für den Überschlag nach zehn Zeitabschnitten gilt \(m(10)=640\cdot\left(\frac{1}{2}\right)^{10}\approx640\cdot\frac{1}{1000}=0{,}64\,\text{mg}\).

Antwort

a) <table> <tr> <th>Zeitabschnitt \(n\)</th> <th>Masse in \(\text{mg}\)</th> <th>Masse in \(\text{g}\)</th> </tr> <tr> <td>2</td> <td>\(160\)</td> <td>\(0{,}16\)</td> </tr> <tr> <td>3</td> <td>\(80\)</td> <td>\(0{,}08\)</td> </tr> <tr> <td>5</td> <td>\(20\)</td> <td>\(0{,}02\)</td> </tr> </table> b) Nach zehn Zeitabschnitten sind überschlägig noch etwa \(0{,}64\,\text{mg}\) vorhanden.
42839710
Die Anzahl der Nutzer einer neuen App verdoppelt sich jeden Monat. Zu Beginn der Auswertung werden \(4500\) Nutzer registriert. Bestimme die Funktionsgleichung für die Anzahl der Nutzer \(N(t)\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) in Monaten. Berechne, wie viele Nutzer nach einem halben Jahr und wie viele nach einem ganzen Jahr vorhanden sind.

Denkanstöße

- Welcher Wert gehört zum Zeitpunkt \(t=0\)? - Was bedeutet „verdoppelt sich jeden Monat“ für den gleichbleibenden Wachstumsfaktor? - Wandle ein halbes und ein ganzes Jahr in die Zeiteinheit der Funktion um, bevor du einsetzt.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b=4500\). Da sich der Bestand jeden Monat verdoppelt, ist der Wachstumsfaktor \(a=2\). Damit gilt \(N(t)=4500\cdot2^t\). 2. Ein halbes Jahr entspricht \(6\) Monaten. Daher ist \(N(6)=4500\cdot2^6=288\,000\). 3. Ein Jahr entspricht \(12\) Monaten. Daher ist \(N(12)=4500\cdot2^{12}=18\,432\,000\).

Antwort

Die Funktionsgleichung lautet \(N(t)=4500\cdot2^t\). Nach einem halben Jahr gibt es \(288\,000\) Nutzer, nach einem Jahr \(18\,432\,000\) Nutzer.
43319010
Das Diagramm zeigt das Wachstum einer Bakterienkultur unter idealen Bedingungen. Die Anzahl der Bakterien \(N\) nimmt exponentiell mit der Zeit \(t\) (in Stunden) zu. Lies aus dem Graphen ab: a) Nach wie vielen Stunden hat sich die Anfangspopulation von \(100\) Bakterien verdoppelt? b) Nach welcher Zeit ist die Anzahl der Bakterien auf \(400\) angewachsen? c) Schätze ab, wie viele Bakterien nach \(9\) Stunden vorhanden sind.
Abbildung zur Aufgabe 433190

Denkanstöße

- Schau dir zuerst den Startwert auf der vertikalen Achse an, wenn die Zeit Null ist. - Um eine Verdopplung zu finden, suchst du auf der vertikalen Achse den doppelten Startwert und gehst von dort waagerecht zum Graphen. - Gehe von einem Punkt auf dem Graphen senkrecht nach unten, um die zugehörige Zeit auf der horizontalen Achse zu finden.

Lösung

1. Bestimmung der Anfangspopulation zum Zeitpunkt \(t = 0\): \(N(0) = 100\). 2. Für die Verdopplung (Teilaufgabe a) wird der Zeitpunkt gesucht, an dem \(N(t) = 200\) ist. Aus dem Graphen lässt sich ein Wert von etwa \(3\,\text{Stunden}\) ablesen. 3. Für Teilaufgabe b) wird der Schnittpunkt des Graphen mit der horizontalen Linie bei \(N = 400\) gesucht. Dies entspricht etwa \(6\,\text{Stunden}\). 4. Für Teilaufgabe c) wird der Funktionswert an der Stelle \(t = 9\) abgelesen. Der Graph liegt hier bei etwa \(750\) Bakterien.

Antwort

a) Nach etwa \(3\,\text{Stunden}\). b) Nach etwa \(6\,\text{Stunden}\). c) Es sind etwa \(750\) Bakterien vorhanden.
43449210
Zwei verschiedene Algensorten wachsen in einem Versuchsbecken. Der Graph \(f\) zeigt Sorte \(1\), der Graph \(g\) Sorte \(2\); dargestellt ist jeweils der bedeckte Flächeninhalt in \(\text{m}^2\) nach \(t\) Tagen. a) Bestimme die Verdopplungszeit \(T_V\) für beide Sorten direkt aus dem Diagramm. b) Das Wachstum von Sorte \(1\) lässt sich durch \(f(t)=5\cdot2^{t/4}\) beschreiben. Berechne die bedeckte Fläche nach \(10\) Tagen und runde auf zwei Dezimalstellen.
Abbildung zur Aufgabe 434492

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den gemeinsamen Anfangswert der beiden Graphen. - Suche für jede Sorte den Zeitpunkt, an dem sich dieser Anfangswert verdoppelt hat. - Setze für Teil b) den gegebenen Zeitpunkt in das Modell ein und runde erst das Endergebnis.

Lösung

1. Beide Sorten starten bei \(5\,\text{m}^2\). Sorte \(1\) erreicht \(10\,\text{m}^2\) nach \(4\) Tagen, Sorte \(2\) nach \(6\) Tagen. Daher gilt \(T_V=4\,\text{Tage}\) für Sorte \(1\) und \(T_V=6\,\text{Tage}\) für Sorte \(2\). 2. Für Sorte \(1\) gilt \(f(10)=5\cdot2^{10/4}=5\cdot2^{2{,}5}\approx28{,}28\,\text{m}^2\).

Antwort

a) Sorte \(1\): \(T_V=4\,\text{Tage}\); Sorte \(2\): \(T_V=6\,\text{Tage}\) b) \(f(10)\approx28{,}28\,\text{m}^2\)
42831410
Eine Bakterienkultur verdoppelt ihre Individuenzahl unter idealen Bedingungen alle \(14\) Stunden. a) Schätze die stündliche Wachstumsrate \(p\) in Prozent mithilfe der Faustformel \(p\cdot T_V\approx70\) ab. b) Gib den stündlichen Wachstumsfaktor \(a\) exakt als Wurzelausdruck und zusätzlich auf vier Dezimalstellen an. Berechne daraus die stündliche Wachstumsrate \(p\) und runde sie auf zwei Dezimalstellen. c) Zu Beginn der Beobachtung sind \(500\) Bakterien vorhanden. Berechne die Anzahl nach genau drei Tagen unter Verwendung des exakten Wachstumsfaktors. Runde auf ganze Bakterien.

Denkanstöße

- Welche Größe entspricht hier der Verdopplungszeit in der angegebenen Faustformel? - Der Faktor für eine Stunde muss sich über \(14\) gleiche Zeitschritte zu einem Gesamtfaktor von \(2\) zusammensetzen. - Achte in Teil c) darauf, die drei Tage in dieselbe Zeiteinheit wie den Wachstumsfaktor umzuwandeln und erst am Ende zu runden.

Lösung

1. Die Verdopplungszeit beträgt \(T_V=14\,\text{h}\). Aus \(p\cdot14\approx70\) folgt \(p\approx70:14=5\). Die Faustformel liefert etwa \(5\,\%\) pro Stunde. 2. Für den exakten Wachstumsfaktor gilt \(a^{14}=2\). Daher ist \(a=\sqrt[14]{2}\approx1{,}0508\). 3. Aus dem Wachstumsfaktor folgt \((a-1)\cdot100\,\%\approx5{,}08\,\%\) pro Stunde. 4. Drei Tage entsprechen \(72\) Stunden. Damit gilt \(N(72)=500\cdot(\sqrt[14]{2})^{72}=500\cdot2^{72/14}\approx17\,665{,}43\). Gerundet sind das \(17\,665\) Bakterien.

Antwort

a) \(p\approx5\,\%\) pro Stunde b) \(a=\sqrt[14]{2}\approx1{,}0508\); \(p\approx5{,}08\,\%\) pro Stunde c) Etwa \(17\,665\) Bakterien
42833710
In einem Laborexperiment wird der radioaktive Zerfall zweier Isotope untersucht. Isotop A besitzt eine Halbwertszeit von \(8\) Stunden, Isotop B eine Halbwertszeit von \(14\) Stunden. Gehe von einer exponentiellen Abnahme aus. Ermittle für beide Isotope die stündliche prozentuale Abnahmerate und runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Nach einer Halbwertszeit ist noch die Hälfte des vorherigen Werts vorhanden. - Gesucht ist jeweils ein Faktor für einen einzelnen Zeitschritt, der über die gesamte Halbwertszeit den Faktor \(0{,}5\) ergibt. - Übersetze den erhaltenen Wachstumsfaktor anschließend in den Anteil, der pro Stunde verloren geht.

Lösung

1. Für eine Halbwertszeit \(T_H\) erfüllt der stündliche Wachstumsfaktor \(a\) die Gleichung \(a^{T_H}=0{,}5\). 2. Für Isotop A gilt \(a=\sqrt[8]{0{,}5}\approx0{,}917004\). Die stündliche Abnahmerate beträgt \((1-a)\cdot100\,\%\approx8{,}30\,\%\). 3. Für Isotop B gilt \(a=\sqrt[14]{0{,}5}\approx0{,}951695\). Die stündliche Abnahmerate beträgt \((1-a)\cdot100\,\%\approx4{,}83\,\%\).

Antwort

Isotop A: etwa \(8{,}30\,\%\) pro Stunde; Isotop B: etwa \(4{,}83\,\%\) pro Stunde.
42833810
Eine bestimmte Algenart verdoppelt unter optimalen Bedingungen regelmäßig die von ihr bedeckte Fläche auf einem See. In einem kühleren Sommer beträgt die Verdopplungszeit \(10\) Tage, in einem sehr warmen Sommer \(6\) Tage. Berechne für beide Szenarien die tägliche prozentuale Wachstumsrate unter der Annahme einer gleichmäßigen exponentiellen Zunahme. Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Eine Verdopplungszeit beschreibt, nach wie vielen gleichen Zeitschritten insgesamt der Faktor \(2\) erreicht wird. - Suche für jedes Szenario den gleichbleibenden Faktor eines einzelnen Tages. - Übersetze den Anteil des Wachstumsfaktors oberhalb von \(1\) in eine prozentuale Zunahme.

Lösung

1. Für eine Verdopplungszeit \(T_V\) erfüllt der tägliche Wachstumsfaktor \(a\) die Gleichung \(a^{T_V}=2\). 2. Bei \(T_V=10\) gilt \(a=\sqrt[10]{2}\approx1{,}071773\). Die tägliche Wachstumsrate beträgt \((a-1)\cdot100\,\%\approx7{,}18\,\%\). 3. Bei \(T_V=6\) gilt \(a=\sqrt[6]{2}\approx1{,}122462\). Die tägliche Wachstumsrate beträgt \((a-1)\cdot100\,\%\approx12{,}25\,\%\).

Antwort

Verdopplungszeit \(10\) Tage: etwa \(7{,}18\,\%\) pro Tag; Verdopplungszeit \(6\) Tage: etwa \(12{,}25\,\%\) pro Tag.
42835010
Der Luftdruck nimmt in der Erdatmosphäre mit zunehmender Höhe näherungsweise exponentiell ab. Pro \(1000\,\text{m}\) Höhenzunahme sinkt der Luftdruck in diesem Modell um etwa \(12\,\%\). a) Wie viel Prozent des Luftdrucks auf Meereshöhe sind in \(3000\,\text{m}\) Höhe noch vorhanden? Runde auf eine Dezimalstelle. b) Gib den Wachstumsfaktor für eine Höhendifferenz von \(1000\,\text{m}\), \(500\,\text{m}\) und \(5000\,\text{m}\) an. Runde nicht exakt endende Faktoren auf drei Dezimalstellen. c) In welcher Höhe hat sich der Luftdruck gegenüber dem Wert auf Meereshöhe näherungsweise halbiert? Bestimme die Höhe durch Probieren und gib sie auf \(0{,}1\,\text{km}\) genau an.

Denkanstöße

- Betrachte die Höhe zunächst in Schritten von \(1000\,\text{m}\). - Wie muss sich ein Faktor für eine halbe oder für mehrere ganze Höheneinheiten zum bekannten Faktor verhalten? - Suche für Teil c) durch systematisches Probieren eine Höhe, bei der ungefähr die Hälfte des Ausgangswerts übrig bleibt.

Lösung

1. Pro \(1000\,\text{m}\) bleiben \(88\,\%\) des vorherigen Luftdrucks erhalten. Der Wachstumsfaktor für \(1000\,\text{m}\) ist daher \(a=0{,}88\). 2. Für \(3000\,\text{m}\) beträgt der Restanteil \(0{,}88^3=0{,}681472\), also etwa \(68{,}1\,\%\). 3. Für \(500\,\text{m}\) ist der Faktor \(\sqrt{0{,}88}\approx0{,}938\); für \(5000\,\text{m}\) ist er \(0{,}88^5\approx0{,}528\). Für \(1000\,\text{m}\) bleibt er \(0{,}88\). 4. Für \(5{,}4\,\text{km}\) gilt \(0{,}88^{5{,}4}\approx0{,}5014\), für \(5{,}5\,\text{km}\) etwa \(0{,}4951\). Auf \(0{,}1\,\text{km}\) genau liegt die Halbwertshöhe daher bei etwa \(5{,}4\,\text{km}\).

Antwort

a) Etwa \(68{,}1\,\%\) b) \(1000\,\text{m}\): \(0{,}88\); \(500\,\text{m}\): \(0{,}938\); \(5000\,\text{m}\): \(0{,}528\) c) Etwa \(5{,}4\,\text{km}\), also etwa \(5400\,\text{m}\)
42835810
Für die Lichtintensität in einem See wird ein vereinfachtes exponentielles Modell verwendet. Darin verringert sich die Intensität pro Meter Tiefe um \(22\,\%\). Die Intensität an der Oberfläche wird als \(100\,\%\) festgelegt. a) Wie viel Prozent der ursprünglichen Lichtintensität sind in \(2\,\text{m}\), \(5\,\text{m}\) und \(10\,\text{m}\) Tiefe noch vorhanden? Runde auf zwei Dezimalstellen. b) In welcher Tiefe hat sich die Lichtintensität gegenüber der Oberfläche genau halbiert? Runde auf zwei Dezimalstellen. c) In welcher Tiefe erreicht der Modellwert \(1\,\%\) der Oberflächenintensität? Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welcher verbleibende Faktor gehört zu einer Abnahme von \(22\,\%\) pro Meter? - Welche Restanteile gehören zur Hälfte beziehungsweise zu \(1\,\%\)? - In b) und c) ist die gesuchte Tiefe der Exponent.

Lösung

1. Pro Meter bleibt der Faktor \(0{,}78\). Damit gilt für die Intensität in Prozent \(I(d)=100\cdot0{,}78^d\). 2. Es ist \(I(2)=60{,}84\,\%\), \(I(5)\approx28{,}87\,\%\) und \(I(10)\approx8{,}34\,\%\). 3. Für die Halbierung gilt \(0{,}78^d=0{,}5\). Daher ist \(d=\frac{\log_{10}(0{,}5)}{\log_{10}(0{,}78)}\approx2{,}79\,\text{m}\). 4. Für einen Restanteil von \(1\,\%\) gilt \(0{,}78^d=0{,}01\). Daher ist \(d=\frac{\log_{10}(0{,}01)}{\log_{10}(0{,}78)}\approx18{,}53\,\text{m}\).

Antwort

a) \(2\,\text{m}\): \(60{,}84\,\%\); \(5\,\text{m}\): \(28{,}87\,\%\); \(10\,\text{m}\): \(8{,}34\,\%\) b) etwa \(2{,}79\,\text{m}\) c) etwa \(18{,}53\,\text{m}\)
42848710
In einem Forschungslabor wird der Zerfall einer Probe des Isotops Iod-131 beobachtet. Zu Beginn der Messung sind \(80\,\text{mg}\) vorhanden. Nach genau \(16\,\text{Tagen}\) ist die Masse auf \(20\,\text{mg}\) gesunken. a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(m(t)=b\cdot a^t\), welche die Masse \(m\) in Milligramm in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) in Tagen beschreibt. b) Berechne, wie viel Milligramm des Isotops nach insgesamt \(24\,\text{Tagen}\) noch vorhanden sind.

Denkanstöße

- Welcher Parameter der Form \(b\cdot a^t\) ist durch den Messwert bei \(t=0\) bereits festgelegt? - Vergleiche die Masse nach \(16\) Tagen mit dem Anfangswert und überlege, welcher gleichbleibende Tagesfaktor diese Gesamtänderung erzeugt. - Prüfe für Teil b), ob sich die gegebene Zeit besonders einfach in gleich lange Halbierungsabschnitte zerlegen lässt.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b=80\). 2. Aus \(80\cdot a^{16}=20\) folgt \(a^{16}=0{,}25\). Damit ist \(a=\sqrt[16]{0{,}25}=0{,}5^{1/8}\approx0{,}9170\). 3. In der verlangten Form kann das Modell als \(m(t)=80\cdot\left(0{,}5^{1/8}\right)^t\) geschrieben werden. Gleichwertig ist \(m(t)=80\cdot0{,}5^{t/8}\); mit gerundetem Tagesfaktor gilt näherungsweise \(m(t)\approx80\cdot0{,}9170^t\). 4. Nach \(24\) Tagen ist \(m(24)=80\cdot0{,}5^{24/8}=80\cdot0{,}5^3=10\,\text{mg}\).

Antwort

a) Exakt: \(m(t)=80\cdot\left(0{,}5^{1/8}\right)^t\), äquivalent \(m(t)=80\cdot0{,}5^{t/8}\); näherungsweise \(m(t)\approx80\cdot0{,}9170^t\) b) \(10\,\text{mg}\)
42848810
Ein radioaktives Präparat hat eine Halbwertszeit von \(15\,\text{Minuten}\). Zu Beginn einer Versuchsreihe werden \(120\,\text{mg}\) der Substanz abgewogen. a) Stelle eine Funktionsgleichung \(f(t)=b\cdot a^t\) auf, die die vorhandene Masse in Milligramm nach \(t\) Minuten angibt. Gib den Wachstumsfaktor \(a\) exakt und auf vier Dezimalstellen gerundet an. b) Ermittle rechnerisch, nach wie vielen Minuten die Masse auf \(15\,\text{mg}\) zurückgegangen ist.

Denkanstöße

- Welche Gesamtänderung findet während genau einer Halbwertszeit statt, und wie muss dazu der Faktor eines einzelnen Minuten-Schritts passen? - Für Teil b) kannst du die Zielmasse mit dem Anfangswert vergleichen und den erhaltenen Anteil als Potenz von \(0{,}5\) betrachten. - Nutze die Halbwertszeit, um die Zahl der Halbierungen in eine Gesamtzeit zu übersetzen.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b=120\). Für den Wachstumsfaktor der exponentiellen Abnahme gilt wegen der Halbwertszeit \(a^{15}=0{,}5\). 2. Daher ist \(a=\sqrt[15]{0{,}5}\approx0{,}9548\). Somit lautet die Funktionsgleichung \(f(t)=120\cdot\left(\sqrt[15]{0{,}5}\right)^t\), äquivalent \(f(t)=120\cdot0{,}5^{t/15}\). 3. Für \(15\,\text{mg}\) gilt \(120\cdot0{,}5^{t/15}=15\), also \(0{,}5^{t/15}=15:120=0{,}125\). 4. Weil \(0{,}125=0{,}5^3\), folgt \(t:15=3\) und damit \(t=45\). Nach \(45\,\text{Minuten}\) sind noch \(15\,\text{mg}\) vorhanden.

Antwort

a) \(a=\sqrt[15]{0{,}5}\approx0{,}9548\); \(f(t)=120\cdot\left(\sqrt[15]{0{,}5}\right)^t\), äquivalent \(f(t)=120\cdot0{,}5^{t/15}\) b) \(45\,\text{Minuten}\)
42853110
Das radioaktive Isotop Cäsium-137 \(^{137}\text{Cs}\) hat eine Halbwertszeit von etwa \(30{,}05\) Jahren. Das bedeutet, dass nach diesem Zeitraum noch die Hälfte der ursprünglichen Aktivität vorhanden ist. a) Berechne den jährlichen Wachstumsfaktor \(a\) auf vier Dezimalstellen sowie die jährliche prozentuale Abnahmerate auf zwei Dezimalstellen. b) Eine Bodenprobe weist anfangs eine Aktivität von \(600\,\text{Bq}\) auf. Bestimme die verbleibende Aktivität nach \(50\) Jahren und runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Gesamtwirkung hat die exponentielle Abnahme über genau eine Halbwertszeit? - Der gesuchte Jahresfaktor muss über \(30{,}05\) Jahre den Gesamtfaktor \(0{,}5\) ergeben. - Für Teil b) kannst du die \(50\) Jahre als Vielfaches der Halbwertszeit im Exponenten ausdrücken; runde erst das Endergebnis.

Lösung

1. Über die Halbwertszeit gilt \(a^{30{,}05}=0{,}5\). Daher ist \(a=0{,}5^{\frac{1}{30{,}05}}\approx0{,}9771975\), also auf vier Dezimalstellen \(a\approx0{,}9772\). 2. Die jährliche prozentuale Abnahmerate beträgt \((1-a)\cdot100\,\%\approx2{,}28\,\%\). 3. Nach \(50\) Jahren gilt \(A(50)=600\cdot0{,}5^{\frac{50}{30{,}05}}\approx189{,}35\,\text{Bq}\).

Antwort

a) \(a\approx0{,}9772\); jährliche Abnahmerate etwa \(2{,}28\,\%\) b) \(A(50)\approx189{,}35\,\text{Bq}\)
43218410
Ein Patient bekommt ein Medikament verabreicht. Nach der Einnahme baut sich der Wirkstoff im Körper kontinuierlich ab. Der zeitliche Verlauf der verbleibenden Wirkstoffmenge \(W(t)\) in Milligramm ist im folgenden Diagramm dargestellt. a) Lies aus dem Diagramm ab, nach welcher Zeit sich die anfängliche Wirkstoffmenge jeweils halbiert, geviertelt und geachtelt hat. Was fällt dir auf? b) Bestimme die Halbwertszeit \(T_H\) dieses Wirkstoffs im Körper. c) Berechne die prozentuale Abnahme der Wirkstoffmenge pro Stunde. Runde dein Ergebnis auf eine Nachkommastelle. d) Wie viel Milligramm des Wirkstoffs sind nach genau \(15\) Stunden noch im Körper vorhanden? Berechne diesen Wert.
Abbildung zur Aufgabe 432184

Denkanstöße

- Bestimme zunächst den Anfangswert und die Höhen, die der Hälfte, einem Viertel und einem Achtel davon entsprechen. - Vergleiche die Zeitabstände zwischen den aufeinanderfolgenden Halbierungen. - Für die prozentuale Änderung brauchst du den gleichbleibenden Faktor eines einzelnen Stunden-Schritts. - Prüfe für Teil d), wie viele vollständige Halbwertszeiten in \(15\) Stunden liegen.

Lösung

1. Aus dem Diagramm liest man den Anfangswert \(80\,\text{mg}\) ab. \(40\,\text{mg}\) werden nach \(3\) Stunden, \(20\,\text{mg}\) nach \(6\) Stunden und \(10\,\text{mg}\) nach \(9\) Stunden erreicht. Jede weitere Halbierung benötigt also dieselbe Zeitspanne von \(3\) Stunden. 2. Damit beträgt die Halbwertszeit \(T_H=3\,\text{h}\). 3. Der stündliche Wachstumsfaktor \(a\) erfüllt \(a^3=0{,}5\). Somit ist \(a=\sqrt[3]{0{,}5}\approx0{,}7937\). Die prozentuale Abnahme pro Stunde beträgt \((1-a)\cdot100\,\%\approx20{,}6\,\%\). 4. Nach \(15\) Stunden sind \(15:3=5\) Halbwertszeiten vergangen. Daher ist \(W(15)=80\cdot0{,}5^5=2{,}5\,\text{mg}\).

Antwort

a) Halbiert nach \(3\) Stunden, geviertelt nach \(6\) Stunden, geachtelt nach \(9\) Stunden; die Abstände betragen jeweils \(3\) Stunden. b) \(T_H=3\,\text{h}\) c) Etwa \(20{,}6\,\%\) Abnahme pro Stunde d) \(2{,}5\,\text{mg}\)
43262610
In der Abbildung sind die Graphen zweier Prozesse dargestellt: eine exponentielle Zunahme \(f\) und eine exponentielle Abnahme \(g\). Die Zeit \(t\) ist in Stunden angegeben. a) Bestimme für beide Prozesse den Anfangsbestand zum Zeitpunkt \(t=0\). b) Ermittle direkt aus der Grafik die Verdopplungszeit \(T_V\) von \(f\) sowie die Halbwertszeit \(T_H\) von \(g\). c) Stelle für beide Prozesse eine Funktionsgleichung der Form \(N(t)=b\cdot a^t\) auf. d) Berechne für beide Prozesse den Bestand nach \(15\) Stunden. Runde dein Ergebnis für \(g\) auf eine Nachkommastelle.
Abbildung zur Aufgabe 432626

Denkanstöße

- Lies die Anfangsbestände an den Schnittpunkten mit der vertikalen Achse ab. - Suche jeweils den Zeitpunkt, an dem sich der Anfangsbestand verdoppelt beziehungsweise halbiert hat. - Der Faktor eines einzelnen Stunden-Schritts muss über die charakteristische Zeit den Gesamtfaktor \(2\) beziehungsweise \(0{,}5\) ergeben. - Verwende für Teil d) die exakten charakteristischen Zeitdarstellungen und runde erst am Ende.

Lösung

1. Aus den Schnittpunkten mit der vertikalen Achse liest man \(f(0)=10\) und \(g(0)=80\) ab. 2. Der Bestand von \(f\) steigt von \(10\) auf \(20\) in \(3\) Stunden, also ist \(T_V=3\,\text{h}\). Der Bestand von \(g\) sinkt von \(80\) auf \(40\) in \(4\) Stunden, also ist \(T_H=4\,\text{h}\). 3. Für \(f\) gilt \(10\cdot a^3=20\), also \(a=2^{1/3}\). Damit ist \(f(t)=10\cdot2^{t/3}\), äquivalent \(f(t)=10\cdot\left(2^{1/3}\right)^t\). 4. Für \(g\) gilt \(80\cdot a^4=40\), also \(a=0{,}5^{1/4}\). Damit ist \(g(t)=80\cdot0{,}5^{t/4}\), äquivalent \(g(t)=80\cdot\left(0{,}5^{1/4}\right)^t\). 5. Nach \(15\) Stunden ist \(f(15)=10\cdot2^{15/3}=320\) und \(g(15)=80\cdot0{,}5^{15/4}\approx5{,}9\).

Antwort

a) \(f(0)=10\); \(g(0)=80\) b) \(T_V=3\,\text{h}\); \(T_H=4\,\text{h}\) c) \(f(t)=10\cdot2^{t/3}\); \(g(t)=80\cdot0{,}5^{t/4}\) d) \(f(15)=320\); \(g(15)\approx5{,}9\)
43402810
In der Medizin wird das Isotop Iod-131 zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt. Das Diagramm verwendet ein vereinfachtes Modell mit einer Anfangsmasse von \(10\,\text{mg}\). a) Bestimme die Halbwertszeit \(T_H\) aus dem Graphen. b) Stelle die zugehörige Funktionsgleichung in der Form \(m(t)=b\cdot0{,}5^{\frac{t}{T_H}}\) auf. c) Berechne, wie viel Milligramm des Isotops nach \(20\) Tagen noch vorhanden sind. Runde auf zwei Dezimalstellen.
Abbildung zur Aufgabe 434028

Denkanstöße

- Suche im Graphen den Zeitpunkt, an dem die Anfangsmasse auf die Hälfte gesunken ist. - Setze den abgelesenen Anfangswert und die Halbwertszeit in die vorgegebene Modellform ein. - Berechne für Teil c) zunächst mit dem ungerundeten Ausdruck und runde erst die Restmasse.

Lösung

1. Die Anfangsmasse beträgt \(10\,\text{mg}\); die Hälfte davon sind \(5\,\text{mg}\). Dieser Wert wird im Graphen nach \(8\) Tagen erreicht. Daher ist \(T_H=8\,\text{Tage}\). 2. Mit \(b=10\) und \(T_H=8\) lautet das Modell \(m(t)=10\cdot0{,}5^{t/8}\). 3. Nach \(20\) Tagen gilt \(m(20)=10\cdot0{,}5^{20/8}=10\cdot0{,}5^{2{,}5}\approx1{,}77\,\text{mg}\).

Antwort

a) \(T_H=8\,\text{Tage}\) b) \(m(t)=10\cdot0{,}5^{t/8}\) c) \(m(20)\approx1{,}77\,\text{mg}\)

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