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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Grenzen exponentieller Modelle

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55661410
Ein Modell für die Zahl belegter Sitzplätze in einem Veranstaltungssaal sagt für einen bestimmten Zeitpunkt \(525\) belegte Plätze voraus. Der Saal besitzt insgesamt \(480\) Sitzplätze. Beurteile den Modellwert und formuliere eine Folgerung für die weitere Verwendung des Modells.

Denkanstöße

- Vergleiche den vorhergesagten Wert direkt mit der gegebenen Kapazität. - Was bedeutet es für ein Modell, wenn es in der realen Situation unmögliche Werte liefert?

Lösung

1. Der Modellwert \(525\) ist größer als die vorhandene Kapazität von \(480\) Sitzplätzen. 2. Eine reale Belegung von \(525\) Sitzplätzen ist in diesem Saal unmöglich. Das Modell ist für diesen Zeitpunkt daher nicht mehr sachgerecht und darf nicht unverändert weiter extrapoliert werden.

Antwort

Der Modellwert ist unmöglich, weil \(525>480\) gilt. Das Modell hat seinen sachlichen Gültigkeitsbereich verlassen und sollte für diesen Zeitraum nicht unverändert weiterverwendet werden.
43325310
Eine Tasse heißer Tee wird in einem Zimmer mit einer konstanten Temperatur von \(20\,^\circ\text{C}\) abgestellt. Das Diagramm zeigt die Temperatur des Tees in Abhängigkeit von der Zeit. a) Welche Temperatur hatte der Tee zu Beginn der Messung? b) Wie lange dauert es ungefähr, bis der Tee eine trinkwarme Temperatur von \(40\,^\circ\text{C}\) erreicht hat? c) Erkläre, warum der Graph sich im weiteren Verlauf der Zeit immer mehr der \(20\,^\circ\text{C}\)-Linie annähert, sie aber nicht unterschreitet.
Abbildung zur Aufgabe 433253

Denkanstöße

- Schau dir den Schnittpunkt des Graphen mit der senkrechten Achse an. - Gehe vom Wert 40 auf der y-Achse waagerecht zum Graphen und dann senkrecht nach unten zur Zeit-Achse. - Was passiert mit einer heißen Tasse, wenn sie lange in einem normal temperierten Raum steht?

Lösung

1. Zum Zeitpunkt \(t = 0\,\text{min}\) lässt sich auf der y-Achse eine Temperatur von \(80\,^\circ\text{C}\) ablesen. 2. Man sucht den Wert \(40\) auf der y-Achse und liest den zugehörigen x-Wert ab. Dies ist nach etwa \(10\,\text{Minuten}\) der Fall. 3. Die Umgebungstemperatur beträgt \(20\,^\circ\text{C}\). Je kleiner der Temperaturunterschied zur Umgebung wird, desto langsamer kühlt der Tee ab. Im dargestellten Modell nähert sich seine Temperatur daher langfristig \(20\,^\circ\text{C}\) an, ohne diesen Wert zu unterschreiten.

Antwort

a) \(80\,^\circ\text{C}\). b) Nach ca. \(10\,\text{Minuten}\). c) Mit kleiner werdendem Temperaturunterschied verlangsamt sich die Abkühlung; im Modell nähert sich der Tee \(20\,^\circ\text{C}\) nur asymptotisch an.
55661510
Ein Batteriespeicher kann höchstens \(80\,\text{kWh}\) Energie aufnehmen. Zu Beginn sind \(20\,\text{kWh}\) gespeichert. In einem vereinfachten Lademodell kommt in jeder Stunde eine Energiemenge hinzu, die \(25\,\%\) der zu Beginn dieser Stunde noch freien Speicherkapazität entspricht. a) Berechne die belegte Speichermenge nach der ersten und nach der zweiten Stunde. b) Stelle eine rekursive Formel auf, mit der sich aus der belegten Speichermenge \(S_n\) nach \(n\) Stunden die Menge \(S_{n+1}\) bestimmen lässt. c) Erkläre, warum der absolute Zuwachs pro Stunde im Modell mit der Zeit kleiner wird.

Denkanstöße

- Bestimme vor jedem Schritt zuerst, wie viel Speicherkapazität noch frei ist. - Der Zuwachs bezieht sich nicht auf die bereits gespeicherte Energie, sondern auf die verbleibende Differenz zur Kapazität. - Wie kannst du „alter Speicherstand plus ein Anteil der freien Kapazität“ mit \(S_n\) ausdrücken?

Lösung

1. Zu Beginn sind \(80-20=60\,\text{kWh}\) Speicherkapazität frei. In der ersten Stunde kommen davon \(25\,\%\), also \(15\,\text{kWh}\), hinzu. Daher ist \(S_1=35\,\text{kWh}\). 2. Danach sind \(80-35=45\,\text{kWh}\) frei. In der zweiten Stunde kommen \(0{,}25\cdot45=11{,}25\,\text{kWh}\) hinzu. Somit ist \(S_2=46{,}25\,\text{kWh}\). 3. Allgemein beträgt die noch freie Kapazität nach \(n\) Stunden \(80-S_n\). Daher gilt \(S_{n+1}=S_n+0{,}25(80-S_n)\). 4. Je größer \(S_n\) wird, desto kleiner wird die Restdifferenz \(80-S_n\). Da nur \(25\,\%\) dieser Restdifferenz hinzukommen, wird auch der absolute Zuwachs kleiner.

Antwort

a) \(S_1=35\,\text{kWh}\), \(S_2=46{,}25\,\text{kWh}\) b) \(S_{n+1}=S_n+0{,}25(80-S_n)\) c) Die freie Speicherkapazität wird kleiner; deshalb werden auch \(25\,\%\) davon von Stunde zu Stunde kleiner.
41316510
In einem physikalischen Experiment wird die Abkühlung von heißem Kakao in einer Tasse untersucht. Die Temperatur wurde in bestimmten Zeitabständen gemessen und in der folgenden Tabelle notiert: <table> <tr> <td>Zeit \(t\) (in \(\text{min}\))</td> <td>0</td><td>2</td><td>4</td><td>6</td><td>10</td><td>15</td> </tr> <tr> <td>Temperatur \(T\) (in \(^\circ\text{C}\))</td> <td>75</td><td>59</td><td>47</td><td>38</td><td>28</td><td>23</td> </tr> </table> a) Überprüfe rechnerisch, ob die Zuordnung Zeit \(\rightarrow\) Temperatur linear ist. b) Beschreibe den Verlauf der Abkühlung. Was fällt dir bei der Temperaturänderung pro Zeiteinheit auf? c) Gib eine plausible Schätzung für die Zimmertemperatur ab und erkläre, warum sie aus den Messdaten nicht eindeutig bestimmt werden kann.

Denkanstöße

- Untersuche, um wie viele Grade die Temperatur in gleichen Zeitabschnitten sinkt. - Was bedeutet es für den Graphen, wenn die Werte nicht immer um denselben Betrag fallen? - Überlege, warum ein heißes Getränk irgendwann nicht mehr kälter wird.

Lösung

1. Prüfung auf Linearität: Im Intervall \([0;2]\) beträgt die durchschnittliche Änderungsrate \((59-75):(2-0)=-8\,^\circ\text{C/min}\). Im Intervall \([2;4]\) beträgt sie \((47-59):(4-2)=-6\,^\circ\text{C/min}\). Da die Änderungsraten nicht konstant sind, ist die Zuordnung nicht linear. 2. Die Temperatur sinkt kontinuierlich. Zu Beginn kühlt der Kakao schneller ab; später wird die Abkühlung langsamer. Zwischen Minute 10 und Minute 15 beträgt die durchschnittliche Änderungsrate nur noch \((23-28):(15-10)=-1\,^\circ\text{C/min}\). 3. Die Zimmertemperatur muss unter \(23\,^\circ\text{C}\) liegen, weil der Kakao bei der letzten Messung noch abkühlt. Ein Wert von etwa \(20\,^\circ\text{C}\) bis \(22\,^\circ\text{C}\) ist plausibel. Aus endlich vielen Messwerten lässt sich die genaue Zimmertemperatur ohne ein zusätzliches Abkühlungsmodell jedoch nicht eindeutig bestimmen.

Antwort

a) Die Zuordnung ist nicht linear, weil die Temperaturabnahme pro Minute nicht konstant ist, zum Beispiel \(-8\,^\circ\text{C/min}\) am Anfang und \(-1\,^\circ\text{C/min}\) im letzten Intervall. b) Der Kakao kühlt anfangs schnell und später immer langsamer ab. c) Eine plausible Schätzung liegt bei etwa \(20\,^\circ\text{C}\) bis \(22\,^\circ\text{C}\). Der genaue Wert ist aus den Messdaten allein nicht eindeutig bestimmbar.
42844810
Ein Patient nimmt täglich eine Tablette mit \(20\,\text{mg}\) eines Wirkstoffs ein. Der Körper baut pro Tag \(30\,\%\) des jeweils im Körper vorhandenen Wirkstoffs ab. Die Einnahme erfolgt immer zur gleichen Zeit. a) Erstelle eine Tabelle für die Wirkstoffmenge im Körper direkt nach der Einnahme für die ersten 5 Tage (Startwert am Tag 0 vor der ersten Einnahme: \(0\,\text{mg}\)). b) Nach wie vielen Tagen sind zum ersten Mal mehr als \(50\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Körper? c) Berechne die langfristige theoretische Wirkstoffmenge (Grenzwert) im Körper direkt nach einer Einnahme.

Denkanstöße

- Stelle eine Tabelle auf, in der du Schritt für Schritt die Restmenge vom Vortag berechnest und die neue Dosis addierst. - Der Abbau von \(30\,\%\) bedeutet, dass noch \(70\,\%\) der Menge vorhanden sind. - Ein Gleichgewichtszustand herrscht dann, wenn die Abbaumenge genau der neu zugeführten Menge entspricht.

Lösung

1. Berechnung der Bestände direkt nach der Einnahme mit \(x_n = x_{n-1} \cdot 0{,}7 + 20\): Tag 1: \(20\,\text{mg}\). Tag 2: \(20 \cdot 0{,}7 + 20 = 34\,\text{mg}\). Tag 3: \(34 \cdot 0{,}7 + 20 = 43{,}8\,\text{mg}\). Tag 4: \(43{,}8 \cdot 0{,}7 + 20 = 50{,}66\,\text{mg}\). Tag 5: \(50{,}66 \cdot 0{,}7 + 20 = 55{,}462\,\text{mg}\). 2. Vergleich der Werte: Am 4. Tag wird der Wert von \(50\,\text{mg}\) zum ersten Mal überschritten (\(50{,}66 > 50\)). 3. Bestimmung des Grenzwerts \(G\): \(G = G \cdot 0{,}7 + 20 \Rightarrow 0{,}3G = 20 \Rightarrow G = \frac{20}{0{,}3} = 66{,}\bar{6}\,\text{mg}\).

Antwort

a) Mengen nach der Einnahme: Tag 1: \(20\,\text{mg}\); Tag 2: \(34\,\text{mg}\); Tag 3: \(43{,}8\,\text{mg}\); Tag 4: \(50{,}66\,\text{mg}\); Tag 5: \(55{,}462\,\text{mg}\). b) Nach 4 Tagen sind zum ersten Mal mehr als \(50\,\text{mg}\) vorhanden. c) Der langfristige Grenzwert beträgt \(66{,}\bar{6}\,\text{mg}\).
42844910
Ein künstlich angelegter Teich wird täglich mit \(60\,\text{l}\) Frischwasser gespeist. An jedem Tag verdunsten zunächst \(15\,\%\) der vorhandenen Wassermenge; unmittelbar danach werden \(60\,\text{l}\) Frischwasser zugeführt. Zu Beginn der Beobachtung ist der Teich leer. a) Berechne die Wassermenge im Teich nach zwei, drei und vier Tagen jeweils unmittelbar nach der Zufuhr. Runde, falls nötig, auf zwei Nachkommastellen. b) Bestimme die theoretische Obergrenze für die Wassermenge im Teich. c) Nach wie vielen Tagen sind erstmals mehr als \(250\,\text{l}\) Wasser im Teich? Löse durch systematisches Berechnen aufeinanderfolgender Tageswerte.

Denkanstöße

- Beschreibe zuerst, wie aus der Wassermenge eines Tages die Wassermenge des nächsten Tages entsteht. - Für die Obergrenze suchst du einen Zustand, bei dem sich die Wassermenge von einem Tag zum nächsten nicht mehr ändert. - Für Teil c) reicht es, die Tageswerte in der Nähe von \(250\,\text{l}\) nacheinander zu vergleichen.

Lösung

1. Mit \(W_0=0\) gilt \(W_{n+1}=0{,}85W_n+60\). Daher ist \(W_1=60\,\text{l}\), \(W_2=111\,\text{l}\), \(W_3=154{,}35\,\text{l}\) und \(W_4=191{,}1975\,\text{l}\approx191{,}20\,\text{l}\). 2. Für einen Grenzwert \(L\) gilt \(L=0{,}85L+60\). Daraus folgt \(0{,}15L=60\) und damit \(L=400\,\text{l}\). 3. Weiteres Berechnen ergibt \(W_5\approx222{,}52\,\text{l}\), \(W_6\approx249{,}14\,\text{l}\) und \(W_7\approx271{,}77\,\text{l}\). Damit werden \(250\,\text{l}\) am 7. Tag erstmals überschritten.

Antwort

a) Nach zwei Tagen: \(111\,\text{l}\); nach drei Tagen: \(154{,}35\,\text{l}\); nach vier Tagen: \(191{,}20\,\text{l}\) b) \(400\,\text{l}\) c) Am 7. Tag
42845510
Eine Tasse heißer Tee mit einer Temperatur von \(80\,^\circ\text{C}\) wird in einem Zimmer mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(20\,^\circ\text{C}\) abgestellt. Die Temperaturdifferenz zwischen dem Tee und der Umgebung verringert sich alle \(5\,\text{min}\) um \(15\,\%\). a) Berechne die Temperatur des Tees nach \(5\), \(10\), \(15\) und \(20\,\text{min}\). Runde jeweils auf zwei Nachkommastellen. b) Erkläre, warum man diesen Vorgang als „begrenzte Abnahme“ bezeichnet und welchen Wert die Temperatur langfristig anstrebt. c) Wie verändert sich die absolute Temperaturabnahme in \(^\circ\text{C}\) pro Zeitintervall im Laufe der Zeit? Begründe deine Beobachtung.

Denkanstöße

- Betrachte zuerst nur den Temperaturunterschied zwischen Tee und Zimmer. - Eine Abnahme um \(15\,\%\) bedeutet, dass nach jedem Intervall \(85\,\%\) des bisherigen Unterschieds verbleiben. - Um aus dem Unterschied wieder die Teetemperatur zu erhalten, musst du die Umgebungstemperatur berücksichtigen. - Überlege für die langfristige Entwicklung, was mit einem immer wieder verkleinerten positiven Temperaturunterschied geschieht.

Lösung

1. Die Anfangsdifferenz zur Umgebung beträgt \(80-20=60\,^\circ\text{C}\). Pro Fünf-Minuten-Intervall bleibt der Faktor \(0{,}85\). 2. Nach \(5\,\text{min}\) beträgt die Differenz \(60\cdot0{,}85=51\,^\circ\text{C}\), also ist die Teetemperatur \(71{,}00\,^\circ\text{C}\). 3. Nach \(10\,\text{min}\) beträgt die Differenz \(60\cdot0{,}85^2=43{,}35\,^\circ\text{C}\), also ist die Teetemperatur \(63{,}35\,^\circ\text{C}\). 4. Nach \(15\,\text{min}\) beträgt die Differenz \(60\cdot0{,}85^3=36{,}8475\,^\circ\text{C}\), also ist die Teetemperatur \(56{,}8475\,^\circ\text{C}\approx56{,}85\,^\circ\text{C}\). 5. Nach \(20\,\text{min}\) beträgt die Differenz \(60\cdot0{,}85^4=31{,}320375\,^\circ\text{C}\), also ist die Teetemperatur \(51{,}320375\,^\circ\text{C}\approx51{,}32\,^\circ\text{C}\). 6. Die Temperatur sinkt nicht gegen \(0\,^\circ\text{C}\), sondern nähert sich der Umgebungstemperatur \(20\,^\circ\text{C}\) an. Deshalb ist die Abnahme nach unten begrenzt. 7. Die absolute Abnahme pro Intervall wird kleiner, weil sich die \(15\,\%\) jeweils auf eine kleiner werdende Temperaturdifferenz beziehen.

Antwort

a) \(71{,}00\,^\circ\text{C}\), \(63{,}35\,^\circ\text{C}\), \(56{,}85\,^\circ\text{C}\), \(51{,}32\,^\circ\text{C}\) b) Die Temperatur nähert sich langfristig \(20\,^\circ\text{C}\); diese Umgebungstemperatur begrenzt die Abnahme. c) Die absolute Temperaturabnahme pro Fünf-Minuten-Intervall wird immer kleiner.
42845710
Ein neu angelegtes Waldstück kann aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der Fläche maximal \(4000\) Bäume beherbergen. Zu Beginn werden \(800\) junge Bäume gepflanzt. Die Forstverwaltung rechnet damit, dass die Anzahl der Bäume jährlich um \(25\,\%\) des noch vorhandenen Freiraums, also der Differenz zwischen Kapazitätsgrenze und aktuellem Bestand, zunimmt. a) Erstelle eine rekursive Formel zur Berechnung des Baumbestands \(B_{n+1}\) aus dem Bestand des Vorjahres \(B_n\). b) Berechne die Modellwerte für die ersten fünf Jahre nach der Pflanzung und runde sie auf ganze Bäume. c) Erkläre, warum dieses Wachstumsmodell als „begrenztes Wachstum“ bezeichnet wird und wie sich die jährlichen Zuwachszahlen langfristig entwickeln.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie man den „Freiraum“ im Wald mathematisch ausdrückt. - Der neue Bestand setzt sich immer aus dem alten Bestand plus dem berechneten Zuwachs zusammen. - Was passiert mit der Lücke zur Kapazitätsgrenze, wenn der Wald voller wird? - Schau dir die berechneten Zuwächse von Jahr zu Jahr an – werden sie größer oder kleiner?

Lösung

1. Der Zuwachs beträgt \(0{,}25(4000 - B_n)\). Damit ergibt sich \(B_{n+1} = B_n + 0{,}25(4000 - B_n)\). 2. Berechnung der Modellwerte ohne Zwischenrundung: - Jahr 0: \(B_0 = 800\) - Jahr 1: \(B_1 = 1600\) - Jahr 2: \(B_2 = 2200\) - Jahr 3: \(B_3 = 2650\) - Jahr 4: \(B_4 = 2987{,}5 \approx 2988\) - Jahr 5: \(B_5 = 3240{,}625 \approx 3241\) 3. Es liegt begrenztes Wachstum vor, da der Bestand eine obere Schranke von \(4000\) besitzt. Weil die Differenz zum Maximum immer kleiner wird, nimmt auch der jährliche Zuwachs ab und nähert sich Null an.

Antwort

a) \(B_{n+1} = B_n + 0{,}25(4000 - B_n)\) oder \(B_{n+1} = 0{,}75B_n + 1000\) b) Gerundet: \(B_1 = 1600\), \(B_2 = 2200\), \(B_3 = 2650\), \(B_4 \approx 2988\), \(B_5 \approx 3241\). c) Das Wachstum ist durch die Kapazität von \(4000\) Bäumen nach oben begrenzt. Der jährliche Zuwachs wird immer kleiner, je näher der Bestand der Grenze kommt.
42847510
In einem abgegrenzten Waldgebiet wird eine Population von \(120\) Rehen beobachtet. In den ersten Jahren nach der Beobachtung stellt man ein jährliches Wachstum von \(12\,\%\) fest. a) Berechne die Anzahl der Rehe nach \(15\) Jahren unter der Annahme eines ungehinderten exponentiellen Wachstums. b) Nach \(50\) Jahren würde die Population laut dem exponentiellen Modell auf über \(34\,000\) Tiere anwachsen. Erkläre, warum dieses Modell für einen solch langen Zeitraum unrealistisch ist. Nenne zwei konkrete ökologische Faktoren, die das Wachstum begrenzen. c) Beim logistischen Wachstum wird eine Sättigungsgrenze \(G\) berücksichtigt. Beschreibe qualitativ, wie sich die jährliche Zunahme der Individuenzahl verhält, wenn die Population diese Grenze fast erreicht hat.

Denkanstöße

- Welcher Wachstumsfaktor gehört zu einer jährlichen Zunahme um \(12\,\%\)? - Welche Voraussetzungen müsste ein dauerhaft gleichbleibender relativer Zuwachs in einem abgegrenzten Lebensraum erfüllen? - Überlege für c), was mit der zusätzlich möglichen Anzahl neuer Tiere geschieht, wenn die Sättigungsgrenze fast erreicht ist.

Lösung

1. Der Wachstumsfaktor beträgt \(a=1{,}12\). Nach \(15\) Jahren ergibt das Modell \(120\cdot1{,}12^{15}\approx656{,}82\), also etwa \(657\) Rehe. 2. Ein exponentielles Modell setzt voraus, dass der relative Zuwachs dauerhaft in gleicher Weise möglich ist. In einem abgegrenzten Waldgebiet begrenzen beispielsweise Nahrungsangebot, verfügbarer Lebensraum, Krankheiten oder Fressfeinde die Populationsgröße. 3. Wenn sich die Population der Sättigungsgrenze \(G\) nähert, wird die jährliche absolute Zunahme immer kleiner und nähert sich \(0\). Der Bestand verändert sich dann nur noch wenig.

Antwort

a) Etwa \(657\) Rehe b) Das Modell ist langfristig unrealistisch, weil zum Beispiel Nahrung und Lebensraum begrenzt sind; auch Krankheiten oder Fressfeinde können das Wachstum begrenzen. c) Die jährliche absolute Zunahme wird immer kleiner und nähert sich \(0\).
42847610
Die Ausbreitung einer neuen Wasserpflanze in einem See mit einer Gesamtfläche von \(10\,000\,\text{m}^2\) wird untersucht. Zu Beginn sind \(5\,\text{m}^2\) bedeckt. Die Forscher diskutieren zwei mathematische Modelle: Modell 1: exponentielles Wachstum mit \(f(t)=5\cdot1{,}5^t\) (\(t\) in Wochen). Modell 2: logistisches Wachstum, das die Seeoberfläche als Grenze berücksichtigt. a) Bestimme die bedeckte Fläche nach Modell 1 für \(t=10\) und \(t=20\). Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Beurteile die Anwendbarkeit von Modell 1 für den Zeitpunkt \(t=20\) unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des Sees. c) Erkläre, warum ein Modell mit Sättigungsgrenze in diesem konkreten Kontext für längere Zeiträume plausibler sein kann als das rein exponentielle Modell.

Denkanstöße

- Setze beide Zeitwerte in das exponentielle Modell ein und vergleiche die Ergebnisse anschließend mit der gesamten Seeoberfläche. - Kann eine reale bedeckte Fläche größer sein als die verfügbare Fläche? - Beziehe deine Begründung in c) ausdrücklich auf die begrenzten Bedingungen dieses Sees und nicht auf biologische Prozesse im Allgemeinen.

Lösung

1. Für \(t=10\) gilt \(f(10)=5\cdot1{,}5^{10}=288{,}3251953125\,\text{m}^2\approx288{,}33\,\text{m}^2\). 2. Für \(t=20\) gilt \(f(20)=5\cdot1{,}5^{20}=16\,626{,}283650398254\,\text{m}^2\approx16\,626{,}28\,\text{m}^2\). 3. Der See besitzt nur \(10\,000\,\text{m}^2\) Oberfläche. Deshalb ist Modell 1 für \(t=20\) nicht plausibel: Es sagt eine bedeckte Fläche voraus, die größer als die gesamte Seeoberfläche ist. 4. In diesem See sind Fläche, Licht und Nährstoffe begrenzt. Ein Modell mit Sättigungsgrenze kann diese konkrete Begrenzung berücksichtigen und deshalb für längere Zeiträume plausibler sein. Das bedeutet nicht, dass ein logistisches Modell in jedem biologischen Kontext automatisch geeignet ist.

Antwort

a) Nach \(10\) Wochen etwa \(288{,}33\,\text{m}^2\); nach \(20\) Wochen etwa \(16\,626{,}28\,\text{m}^2\) b) Modell 1 ist bei \(t=20\) nicht plausibel, weil die berechnete Fläche größer als \(10\,000\,\text{m}^2\) ist. c) Hier bildet eine Sättigungsgrenze die endliche Seeoberfläche und weitere begrenzte Ressourcen ab; deshalb kann ein solches Modell langfristig plausibler sein.
42886710
Ein heißer Kaffee mit einer Anfangstemperatur von \( 80^\circ\text{C} \) wird in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \( 21^\circ\text{C} \) abgestellt. Jede Minute verringert sich die Differenz zwischen der Kaffeetemperatur und der Raumtemperatur um \( 12\,\% \). a) Gib eine rekursive Bildungsvorschrift für die Folge \( (T_n) \) an, wobei \( T_n \) die Temperatur des Kaffees nach \( n \) Minuten beschreibt. b) Bestimme eine explizite Formel für \( T_n \). c) Nach wie vielen Minuten ist der Kaffee zum ersten Mal kälter als \( 45^\circ\text{C} \)?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich die Temperaturdifferenz von einer Minute zur nächsten verändert. - Welchen Wert strebt die Temperatur langfristig an? - Kannst du den Term für den Anteil bestimmen, der nach einer Minute von der Differenz übrig bleibt? - Berechne die Folgenglieder nacheinander, bis die Zieltemperatur erstmals unterschritten wird.

Lösung

1. Rekursive Vorschrift: \(T_{n+1} = T_n - 0{,}12(T_n - 21) = 0{,}88T_n + 2{,}52\) mit \(T_0 = 80\). 2. Explizite Formel: Die Differenz zur Umgebungstemperatur beträgt anfangs \(59\) und wird pro Minute mit \(0{,}88\) multipliziert. Daher gilt \(T_n = 21 + 59 \cdot 0{,}88^n\). 3. Für den ersten Zeitpunkt unter \(45^\circ\text{C}\) werden die Folgenglieder schrittweise berechnet: \(T_7 \approx 45{,}112^\circ\text{C}\) \(T_8 \approx 42{,}218^\circ\text{C}\) Somit ist der Kaffee nach \(8\) Minuten zum ersten Mal kälter als \(45^\circ\text{C}\).

Antwort

a) \( T_{n+1} = 0{,}88T_n + 2{,}52 \) mit \( T_0 = 80 \) b) \( T_n = 21 + 59 \cdot 0{,}88^n \) c) Nach \( 8 \) Minuten.
43351310
In einer Tasse befindet sich frisch aufgebrühter Tee mit einer Temperatur von \(90\,^{\circ}\text{C}\). Die Umgebungstemperatur im Zimmer beträgt konstant \(18\,^{\circ}\text{C}\). Jede Minute verringert sich die Differenz zwischen der Teetemperatur und der Zimmertemperatur um \(12\,\%\). a) Berechne die Temperatur des Tees nach \(5\) Minuten und nach \(10\) Minuten. Runde auf eine Dezimalstelle. b) Bestimme eine Funktionsgleichung, die die Temperatur \(T(x)\) nach \(x\) Minuten beschreibt. c) Betrachte den Graphen. Welchem Wert nähert sich die Temperatur für sehr große Zeiten an? Erkläre, warum dieser Grenzwert zum Kontext passt.
Abbildung zur Aufgabe 433513

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur den Temperaturunterschied zwischen Tee und Umgebung. - Welche Restquote bleibt nach einer Verringerung um \(12\,\%\) jeweils übrig? - Was geschieht langfristig mit einem positiven Wert, der in jedem Schritt mit einem Faktor zwischen \(0\) und \(1\) multipliziert wird?

Lösung

1. Zu Beginn beträgt der Temperaturunterschied \(90\,^{\circ}\text{C}-18\,^{\circ}\text{C}=72\,^{\circ}\text{C}\). 2. Jede Minute bleiben \(88\,\%\) des vorherigen Unterschieds bestehen. Der Wachstumsfaktor für die Temperaturdifferenz ist daher \(a=0{,}88\). 3. Die Temperatur wird durch \(T(x)=18+72\cdot0{,}88^x\) beschrieben. 4. Nach \(5\) Minuten gilt \(T(5)=18+72\cdot0{,}88^5\approx56{,}0\,^{\circ}\text{C}\). 5. Nach \(10\) Minuten gilt \(T(10)=18+72\cdot0{,}88^{10}\approx38{,}1\,^{\circ}\text{C}\). 6. Für große \(x\) wird \(72\cdot0{,}88^x\) immer kleiner und nähert sich \(0\). Daher nähert sich \(T(x)\) der Umgebungstemperatur \(18\,^{\circ}\text{C}\).

Antwort

a) Nach \(5\) Minuten etwa \(56{,}0\,^{\circ}\text{C}\); nach \(10\) Minuten etwa \(38{,}1\,^{\circ}\text{C}\) b) \(T(x)=18+72\cdot0{,}88^x\) c) Die Temperatur nähert sich \(18\,^{\circ}\text{C}\), also der Umgebungstemperatur.
55245010
Eine Wasserpflanze bedeckt anfangs \(80\,\text{m}^2\). Für die ersten Wochen wird das exponentielle Modell \(f(t)=80\cdot1{,}6^t\) verwendet. Die gestrichelte horizontale Linie in der Abbildung markiert die maximal besiedelbare Wasserfläche. a) Lies den Wert dieser Kapazitätsgrenze aus der Abbildung ab. b) Bestimme die erste volle Woche, für die das exponentielle Modell die Kapazitätsgrenze überschreitet. Berechne dazu die Modellwerte der beiden benachbarten Wochen auf zwei Nachkommastellen. c) Erkläre, was das Überschreiten der gestrichelten Linie über den Gültigkeitsbereich des Modells aussagt.
Abbildung zur Aufgabe 552450

Denkanstöße

- Lies zuerst die Höhe der gestrichelten horizontalen Linie an der \(y\)-Achse ab. - Suche danach im Diagramm den Bereich, in dem die Exponentialkurve diese Linie kreuzt. - Um die erste volle Woche sicher zu bestimmen, vergleiche zwei aufeinanderfolgende ganzzahlige Zeitpunkte um den Schnittpunkt. - Was bedeutet es für ein Modell, wenn es Werte oberhalb einer sachlich festen Kapazität liefert?

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man für die gestrichelte Kapazitätslinie \(1000\,\text{m}^2\) ab. 2. Für \(t=5\) gilt \(f(5)=80\cdot1{,}6^5=838{,}8608\,\text{m}^2\approx838{,}86\,\text{m}^2\). Dieser Wert liegt noch unter der Kapazitätsgrenze. 3. Für \(t=6\) gilt \(f(6)=80\cdot1{,}6^6=1342{,}17728\,\text{m}^2\approx1342{,}18\,\text{m}^2\). Dieser Wert liegt über \(1000\,\text{m}^2\). 4. Die erste volle Woche mit einer Überschreitung ist daher Woche \(6\). Spätestens dort ist das ungebremste exponentielle Modell sachlich nicht mehr anwendbar; schon vorher kann sich das reale Wachstum wegen knapper werdender Fläche verlangsamen.

Antwort

a) \(1000\,\text{m}^2\) b) Woche \(6\); \(f(5)\approx838{,}86\,\text{m}^2\), \(f(6)\approx1342{,}18\,\text{m}^2\) c) Ab diesem Bereich kann das exponentielle Modell die reale Ausbreitung nicht mehr beschreiben, weil es mehr Fläche vorhersagt, als verfügbar ist.
55245110
Aus den ersten Messungen wurde das exponentielle Modell \(E(t)=100\cdot1{,}5^t\) abgeleitet. Die Abbildung zeigt zusätzlich die später gemessenen Werte. Für die Auswertung gilt: Weicht das Modell um mehr als \(20\,\%\) vom gemessenen Wert ab, wird es für diesen Zeitpunkt als nicht mehr geeignet betrachtet. a) Berechne die relative Abweichung des Modells bei \(t=4\) und \(t=5\) jeweils bezogen auf den Messwert. Runde auf eine Nachkommastelle. b) Ab welchem der beiden Zeitpunkte zeigt die Messreihe nach dem vorgegebenen Kriterium deutlich, dass das exponentielle Modell nicht mehr passt? c) Beschreibe, welches Muster du in der Abbildung für die späteren Messpunkte erkennst.
Abbildung zur Aufgabe 552451

Denkanstöße

- Lies zuerst die beiden Messwerte bei \(t=4\) und \(t=5\) aus der Abbildung ab. - Vergleiche jeden Messwert mit dem Wert der exponentiellen Modellkurve am selben Zeitpunkt. - Für die Entscheidung ist nicht nur die Richtung der Abweichung wichtig, sondern ihre Größe relativ zum Messwert. - Achte bei den späteren Punkten darauf, ob ihr Abstand zur exponentiellen Kurve größer oder kleiner wird.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man bei \(t=4\) den Messwert \(500\) ab. Das Modell liefert \(E(4)=100\cdot1{,}5^4=506{,}25\). Die relative Abweichung beträgt \(\frac{6{,}25}{500}\cdot100\,\%=1{,}25\,\%\approx1{,}3\,\%\). 2. Bei \(t=5\) beträgt der Messwert \(600\), während \(E(5)=100\cdot1{,}5^5=759{,}375\) gilt. Die relative Abweichung ist \(\frac{159{,}375}{600}\cdot100\,\%=26{,}5625\,\%\approx26{,}6\,\%\). 3. Bei \(t=4\) erfüllt das Modell das Kriterium noch, bei \(t=5\) nicht mehr. Die späteren Messpunkte steigen deutlich langsamer als die exponentielle Modellkurve und flachen zunehmend ab.

Antwort

a) Bei \(t=4\): etwa \(1{,}3\,\%\); bei \(t=5\): etwa \(26{,}6\,\%\) b) Ab \(t=5\) ist das Modell nach dem vorgegebenen Kriterium nicht mehr geeignet. c) Die späteren Messwerte wachsen langsamer als das exponentielle Modell und flachen zunehmend ab.
55245210
Während einer viertägigen Werbeaktion steigt die Zahl der täglichen Neuanmeldungen für eine Lernplattform ungefähr jeden Tag mit demselben Faktor. Ein exponentielles Modell beschreibt diese vier Tage gut. Nach dem vierten Tag endet die Werbeaktion. Schülerin Amira Yilmaz schlägt vor, dasselbe exponentielle Modell ohne weitere Prüfung für die nächsten \(30\) Tage zu verwenden. a) Nenne zwei Annahmen, die dafür ungefähr erfüllt bleiben müssten. b) Beurteile, warum eine Prognose für den unmittelbar folgenden Tag eher vertretbar sein kann als eine Prognose für weitere \(30\) Tage. c) Erkläre, welche neue Beobachtung besonders wichtig wäre, bevor man das Modell weiterverwendet.

Denkanstöße

- Frage dich, wodurch der bisherige Wachstumsfaktor überhaupt entstanden sein könnte. - Welche konkrete Bedingung ändert sich direkt nach dem Beobachtungszeitraum? - Je weiter du in die Zukunft extrapolierst, desto länger müssen die Modellannahmen unverändert gelten. - Welche Messung könnte zeigen, ob der bisherige Faktor nach der Änderung noch passt?

Lösung

1. Das Modell setzt unter anderem voraus, dass die Bedingungen, die den bisherigen konstanten relativen Zuwachs erzeugt haben, ungefähr gleich bleiben und dass keine Begrenzung wie ein ausgeschöpfter Interessentenkreis wirksam wird. 2. Für den unmittelbar folgenden Tag ist die Extrapolation nur kurz und die Rahmenbedingungen könnten sich noch ähnlich verhalten. Für \(30\) weitere Tage ist das deutlich unsicherer, insbesondere weil die Werbeaktion endet und damit ein wichtiger Einflussfaktor wegfällt. 3. Entscheidend wäre mindestens ein neuer Messwert nach Ende der Werbeaktion. Er zeigt, ob der bisherige Wachstumsfaktor unter den neuen Bedingungen weiterhin ungefähr gilt.

Antwort

a) Zum Beispiel: ungefähr gleichbleibende Rahmenbedingungen und weiterhin ein annähernd konstanter relativer Zuwachs ohne wirksame Sättigung. b) Eine sehr kurze Extrapolation verlangt weniger stabile Annahmen als eine Prognose über \(30\) weitere Tage; außerdem endet nach Tag \(4\) die Werbeaktion. c) Ein neuer Messwert nach Ende der Werbeaktion sollte mit der Modellprognose verglichen werden.
42845010
Direkt nach der letzten Einnahme einer vorherigen Intensivbehandlung befinden sich am Tag \(0\) insgesamt \(40\,\text{mg}\) eines Wirkstoffs im Körper eines Patienten. Von nun an nimmt er einmal täglich \(5\,\text{mg}\) ein. Bis zur jeweils nächsten Einnahme baut der Körper \(20\,\%\) der vorhandenen Wirkstoffmenge ab. a) Berechne die Wirkstoffmenge im Körper nach dem ersten und dem zweiten Tag der neuen Therapie, jeweils direkt nach der Einnahme. b) Zeige rechnerisch, dass die Wirkstoffmenge im Körper trotz der täglichen Einnahme langfristig sinkt, und bestimme den Wert, auf den sie sich stabilisiert. c) Beurteile, wie sich dieser Grenzwert verändern würde, wenn der Körper täglich \(25\,\%\) statt \(20\,\%\) des Wirkstoffs abbauen würde.

Denkanstöße

- Vergleiche die Menge, die täglich abgebaut wird, mit der Menge, die täglich neu hinzukommt. - Was müsste passieren, damit der Wert im Körper konstant bleibt? - Wie verändert sich das Ergebnis einer Division, wenn du den Divisor (die Abbaurate) vergrößerst?

Lösung

1. Mit \(A_0 = 40\) und \(A_{n+1} = 0{,}8A_n + 5\) gilt: Nach Tag 1 sind \(40 \cdot 0{,}8 + 5 = 37\,\text{mg}\) vorhanden. Nach Tag 2 sind es \(37 \cdot 0{,}8 + 5 = 34{,}6\,\text{mg}\). 2. Für die Änderung gilt \(A_{n+1} - A_n = 5 - 0{,}2A_n\). Solange \(A_n > 25\) ist, ist diese Differenz negativ. Außerdem gilt \(A_{n+1} - 25 = 0{,}8(A_n - 25)\), sodass alle Folgenglieder oberhalb von \(25\) bleiben und sich diesem Wert nähern. Die Folge sinkt daher monoton gegen \(25\,\text{mg}\). 3. Bei einer Abbaurate von \(25\,\%\) erfüllt der Grenzwert \(L = 0{,}75L + 5\). Somit gilt \(0{,}25L = 5\) und \(L = 20\,\text{mg}\). Der Grenzwert würde sinken.

Antwort

a) Nach dem ersten Tag: \(37\,\text{mg}\); nach dem zweiten Tag: \(34{,}6\,\text{mg}\). b) Für \(A_n > 25\,\text{mg}\) ist der tägliche Abbau größer als die Zufuhr. Die Menge sinkt monoton und stabilisiert sich bei \(25\,\text{mg}\). c) Bei einer Abbaurate von \(25\,\%\) würde der Grenzwert auf \(20\,\text{mg}\) sinken.
42846010
Ein tiefgekühltes Kühlelement wird mit einer Temperatur von \(-12\,^\circ\text{C}\) in einen Raum mit einer Temperatur von \(22\,^\circ\text{C}\) gelegt. Die Temperaturdifferenz zwischen dem Kühlelement und der Umgebung verringert sich jede Minute um \(15\,\%\). a) Erstelle eine Wertetabelle für die Temperatur des Kühlelements für die ersten \(3\) Minuten mit \(n\in\{0;1;2;3\}\). Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Nach wie vielen vollen Minuten hat das Kühlelement erstmals eine Temperatur von mehr als \(15\,^\circ\text{C}\) erreicht? Löse durch systematisches Berechnen benachbarter Minutenwerte. c) In der Realität nimmt man oft an, dass das Kühlelement nach einer gewissen Zeit die Zimmertemperatur erreicht hat. Diskutiere, warum das theoretische Modell des begrenzten Wachstums hier an seine Grenzen stößt.

Denkanstöße

- Betrachte zunächst die Temperaturdifferenz zur Umgebung und nicht direkt die absolute Temperatur. - Für Teil b) brauchst du keinen Logarithmus: Berechne Werte in der Nähe der gesuchten Temperatur und vergleiche zwei aufeinanderfolgende Minuten. - Welche Annahmen des Modells könnten sich bei einem realen Experiment mit der Zeit verändern? - Unterscheide zwischen „mathematisch exakt gleich“ und „praktisch nicht mehr messbar verschieden“.

Lösung

1. Die Anfangsdifferenz beträgt \(D_0=22-(-12)=34\,\text{K}\). Pro Minute bleibt davon der Faktor \(0{,}85\). Daher gilt \(T_n=22-34\cdot0{,}85^n\). 2. Damit ist \(T_0=-12{,}00\,^\circ\text{C}\), \(T_1=-6{,}90\,^\circ\text{C}\), \(T_2=-2{,}565\,^\circ\text{C}\approx-2{,}57\,^\circ\text{C}\) und \(T_3=1{,}11975\,^\circ\text{C}\approx1{,}12\,^\circ\text{C}\). 3. In der Nähe des Schwellenwerts gilt \(T_9\approx14{,}13\,^\circ\text{C}\) und \(T_{10}\approx15{,}31\,^\circ\text{C}\). Daher ist die Temperatur nach \(10\) vollen Minuten erstmals größer als \(15\,^\circ\text{C}\). 4. Das Modell setzt eine konstante Umgebungstemperatur und einen über die gesamte Zeit konstanten relativen Abnahmefaktor der Temperaturdifferenz voraus. Diese Annahmen gelten in der Realität nur näherungsweise. Außerdem erreicht das Modell \(22\,^\circ\text{C}\) mathematisch nie exakt, während eine sehr kleine Differenz wegen begrenzter Messgenauigkeit praktisch nicht mehr feststellbar ist.

Antwort

a) \(T_0=-12{,}00\,^\circ\text{C}\), \(T_1=-6{,}90\,^\circ\text{C}\), \(T_2\approx-2{,}57\,^\circ\text{C}\), \(T_3\approx1{,}12\,^\circ\text{C}\) b) Nach \(10\) vollen Minuten c) Das Modell idealisiert den Vorgang durch einen konstanten Faktor und eine konstante Umgebungstemperatur; zudem nähert es sich \(22\,^\circ\text{C}\) nur asymptotisch, während Messungen kleine Unterschiede irgendwann nicht mehr auflösen.
43351410
In einer Kleinstadt mit \(20\,000\) Einwohnern wird ein neuer Carsharing-Dienst angeboten. Zu Beginn gibt es \(2000\) angemeldete Nutzer. Das Unternehmen schätzt, dass pro Monat \(20\,\%\) der Einwohner, die noch nicht angemeldet sind, als neue Kunden gewonnen werden können. a) Berechne die Anzahl der Nutzer für die ersten drei Monate und trage sie in die Tabelle ein. <table> <tr><th>Monat \(x\)</th><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><th>Nutzer \(N(x)\)</th><td>2000</td><td>\(\square\)</td><td>\(\square\)</td><td>\(\square\)</td></tr> </table> b) Bestimme die Funktionsgleichung für die Nutzerzahl \(N(x)\) nach \(x\) Monaten. c) Wie viele Nutzer werden laut diesem Modell nach einem Jahr, also für \(x=12\), etwa erwartet? Erläutere anhand des Graphen, warum die Nutzerzahl niemals \(20\,000\) überschreiten kann.
Abbildung zur Aufgabe 433514

Denkanstöße

- Überlege für jeden Monat, wie viele Einwohner noch nicht angemeldet sind. - Welche Größe wird von Monat zu Monat um denselben relativen Anteil kleiner: die Nutzerzahl oder die noch freie Differenz zur Grenze? - Kannst du die Entwicklung dieser Restdifferenz zunächst beschreiben, ohne schon eine fertige Funktionsgleichung vorzugeben? - Was muss für große \(x\) mit der Restdifferenz geschehen, damit die Nutzerzahl sich der Einwohnerzahl nähert?

Lösung

1. Im ersten Monat kommen \(0{,}20(20\,000-2000)=3600\) Nutzer hinzu, also ist \(N(1)=5600\). Danach folgen \(N(2)=5600+0{,}20(20\,000-5600)=8480\) und \(N(3)=8480+0{,}20(20\,000-8480)=10\,784\). 2. Die Differenz zur Sättigungsgrenze beträgt anfangs \(18\,000\). Von dieser Differenz bleiben nach jedem Monat \(80\,\%\) übrig. Daher gilt \(N(x)=20\,000-18\,000\cdot0{,}8^x\). 3. \(N(12)=20\,000-18\,000\cdot0{,}8^{12}\approx18\,763\). 4. Der Term \(18\,000\cdot0{,}8^x\) bleibt positiv und wird mit wachsendem \(x\) immer kleiner. Deshalb nähert sich \(N(x)\) der Grenze \(20\,000\) von unten, ohne sie zu überschreiten.

Antwort

a) Monat 1: \(5600\); Monat 2: \(8480\); Monat 3: \(10\,784\) b) \(N(x)=20\,000-18\,000\cdot0{,}8^x\) c) Etwa \(18\,763\) Nutzer; der Graph nähert sich \(20\,000\) von unten an und überschreitet die Grenze nicht.
55245310
Für die Ausbreitung einer Pflanzenart in einer abgegrenzten Fläche werden zwei Modelle vorgeschlagen. Die insgesamt verfügbare Fläche beträgt höchstens \(300\,\text{m}^2\). Die Abbildung zeigt beide Modelle sowie später gemessene Flächenwerte. Unbegrenztes exponentielles Modell: \(E(t)=50\cdot1{,}5^t\) Begrenztes Modell: \(B(t)=300-250\cdot0{,}9^t\) a) Zeige rechnerisch, dass beide Modelle bei \(t=0\) mit \(50\,\text{m}^2\) starten und bei \(t=1\) denselben Wert liefern. b) Lies die in der Abbildung beschrifteten Messwerte bei \(t=2\) und \(t=4\) ab. Berechne die Werte beider Modelle zu diesen Zeitpunkten und vergleiche ihre absoluten Abweichungen von den Messwerten. Runde Modellwerte auf zwei Nachkommastellen. c) Vergleiche das langfristige Verhalten der beiden Modelle mit der verfügbaren Fläche von höchstens \(300\,\text{m}^2\). d) Entscheide auf Grundlage der späteren Messungen und der Kapazitätsgrenze, welches Modell weiterverwendet werden sollte. Erkläre, warum die Übereinstimmung im ersten Zeitintervall allein für diese Entscheidung nicht genügt.
Abbildung zur Aufgabe 552453

Denkanstöße

- Prüfe zuerst Anfangswert und ersten Schritt beider Modelle; dort können unterschiedliche Modelle noch gleich aussehen. - Entnimm für b) die beiden beschrifteten Messwerte direkt der Abbildung und vergleiche sie mit beiden Modellwerten am selben Zeitpunkt. - Untersuche für das langfristige Verhalten, was mit \(1{,}5^t\) und mit \(0{,}9^t\) für große \(t\) geschieht. - Eine Modellentscheidung sollte sowohl die beobachteten Daten als auch eine bekannte sachliche Grenze berücksichtigen.

Lösung

1. Es gilt \(E(0)=50\,\text{m}^2\) und \(B(0)=300-250=50\,\text{m}^2\). Außerdem ist \(E(1)=75\,\text{m}^2\) und \(B(1)=300-250\cdot0{,}9=75\,\text{m}^2\). Anfangswert und erster Schritt unterscheiden die Modelle daher noch nicht. 2. Aus der Abbildung liest man bei \(t=2\) den Messwert \(98\,\text{m}^2\) ab. Es gilt \(E(2)=112{,}50\,\text{m}^2\) und \(B(2)=300-250\cdot0{,}9^2=97{,}50\,\text{m}^2\). Die absoluten Abweichungen betragen \(14{,}50\,\text{m}^2\) beziehungsweise \(0{,}50\,\text{m}^2\). 3. Bei \(t=4\) liest man \(136\,\text{m}^2\) ab. Es gilt \(E(4)=253{,}125\,\text{m}^2\approx253{,}13\,\text{m}^2\) und \(B(4)=300-250\cdot0{,}9^4=135{,}975\,\text{m}^2\approx135{,}98\,\text{m}^2\). Mit den ungerundeten Modellwerten betragen die absoluten Abweichungen \(117{,}125\,\text{m}^2\) beziehungsweise \(0{,}025\,\text{m}^2\). 4. Das Modell \(E\) wächst unbegrenzt und überschreitet schließlich die verfügbare Fläche. Beim Modell \(B\) wird \(0{,}9^t\) immer kleiner, sodass sich \(B(t)\) der Grenze \(300\,\text{m}^2\) von unten nähert. 5. Die späteren Messpunkte liegen deutlich näher an \(B\), und nur \(B\) berücksichtigt die Kapazitätsgrenze. Deshalb sollte \(B\) weiterverwendet werden. Dass beide Modelle bei \(t=0\) und \(t=1\) dieselben Modellwerte liefern, reicht nicht aus, weil sie danach stark unterschiedliche Entwicklungen vorhersagen und bereits der Messwert bei \(t=1\) mit \(76\,\text{m}^2\) von ihrem gemeinsamen Modellwert \(75\,\text{m}^2\) abweicht.

Antwort

a) Beide Modelle liefern \(50\,\text{m}^2\) bei \(t=0\) und \(75\,\text{m}^2\) bei \(t=1\). b) Aus der Abbildung: \(98\,\text{m}^2\) bei \(t=2\), \(136\,\text{m}^2\) bei \(t=4\). Bei \(t=2\): \(E=112{,}50\,\text{m}^2\), \(B=97{,}50\,\text{m}^2\); Abweichungen \(14{,}50\,\text{m}^2\) und \(0{,}50\,\text{m}^2\). Bei \(t=4\): \(E\approx253{,}13\,\text{m}^2\), \(B\approx135{,}98\,\text{m}^2\); mit den ungerundeten Modellwerten betragen die Abweichungen \(117{,}125\,\text{m}^2\) und \(0{,}025\,\text{m}^2\). c) \(E\) wächst unbegrenzt; \(B\) nähert sich \(300\,\text{m}^2\). d) Modell \(B\) sollte weiterverwendet werden, weil es sowohl die späteren Messungen als auch die Kapazitätsgrenze wesentlich besser berücksichtigt. Dass \(E\) und \(B\) bei \(t=0\) und \(t=1\) dieselben Modellwerte liefern, genügt nicht zur Modellwahl.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.