Gegeben sind die Graphen zweier periodischer Funktionen \(f\) und \(g\) im Intervall \([-4;4]\). Für \(f\) gilt \(f(x)=\sin\left(\frac{\pi}{2}x\right)\).
a) Beschreibe, wie der Graph von \(g\) durch eine Verschiebung in \(x\)-Richtung aus dem Graphen von \(f\) hervorgehen kann. Nenne eine Verschiebung nach links und eine äquivalente Verschiebung nach rechts.
b) Bestimme \(c\) in der Form \(g(x)=\sin\left(\frac{\pi}{2}(x+c)\right)\) mit \(0<c<4\).
c) Überprüfe an \(x=0\) und \(x=1\), dass \(k(x)=\cos\left(\frac{\pi}{2}x\right)\) dort dieselben Werte wie \(g\) besitzt. Begründe anschließend mit der bekannten Beziehung \(\sin\left(u+\frac{\pi}{2}\right)=\cos(u)\), dass beide Funktionsterme für alle \(x\) äquivalent sind.

Denkanstöße
- Vergleiche markante Punkte wie Nullstellen und Hochpunkte beider Kurven.
- Bestimme zuerst die Periode, um äquivalente Verschiebungen zu erkennen.
- In der Form \(x+c\) bedeutet ein positives \(c\) eine Verschiebung nach links.
- Für die allgemeine Begründung reicht die im Text angegebene Sinus-Kosinus-Beziehung; eine weitergehende Formel ist nicht nötig.
Lösung
1. Markante Punkte zeigen: \(g\) entsteht aus \(f\) durch eine Verschiebung um \(1\) Einheit nach links. Da die Periode \(4\) beträgt, ist dies zugleich äquivalent zu einer Verschiebung um \(3\) Einheiten nach rechts.
2. In der Form \(\sin\left(\frac{\pi}{2}(x+c)\right)\) beschreibt \(c=1\) genau die Verschiebung um \(1\) nach links. Somit ist \(g(x)=\sin\left(\frac{\pi}{2}(x+1)\right)\).
3. Es gilt \(g(0)=\sin\left(\frac{\pi}{2}\right)=1=k(0)\) und \(g(1)=\sin(\pi)=0=k(1)\).
4. Allgemein ist \(g(x)=\sin\left(\frac{\pi}{2}x+\frac{\pi}{2}\right)=\cos\left(\frac{\pi}{2}x\right)=k(x)\).
Antwort
a) \(1\) Einheit nach links oder äquivalent \(3\) Einheiten nach rechts
b) \(c=1\), also \(g(x)=\sin\left(\frac{\pi}{2}(x+1)\right)\)
c) Bei \(x=0\) ist jeweils der Wert \(1\), bei \(x=1\) jeweils der Wert \(0\). Allgemein folgt die Gleichheit aus \(\sin\left(u+\frac{\pi}{2}\right)=\cos(u)\).