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Untersuche, ob die folgenden Zufallsexperimente als Bernoulli-Ketten modelliert werden können. Begründe deine Entscheidung jeweils kurz.
a) Ein fairer Würfel wird 20-mal geworfen. Bei jedem Wurf wird notiert, ob die Augenzahl eine Primzahl (\(2; 3; 5\)) ist oder nicht.
b) In einer Schublade liegen 10 schwarze und 6 blaue Socken. Es werden nacheinander 4 Socken ohne Zurücklegen entnommen. Es wird jedes Mal notiert, welche Farbe die gezogene Socke hat.
c) Von den Besuchern eines Kinos kaufen erfahrungsgemäß \(30\,\%\) Popcorn. Es werden 50 Besucher nacheinander beobachtet und jeweils notiert, ob sie Popcorn kaufen oder nicht.
Denkanstöße
- Überlege dir, wie viele verschiedene Ergebnisse bei jedem einzelnen Teilschritt möglich sind.
- Bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen „Erfolg“ bei jeder Wiederholung genau gleich?
- Spielt es eine Rolle für den nächsten Versuch, was im vorherigen Versuch passiert ist?
- Ist von vornherein festgelegt, wie oft das Experiment durchgeführt wird?
Lösung
1. Prüfung der Kriterien für eine Bernoulli-Kette: Es darf nur zwei Ausgänge geben (Treffer/Niete), die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) muss konstant bleiben (Unabhängigkeit der Versuche) und die Anzahl der Versuche \(n\) muss feststehen.
2. Teilaufgabe a): Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette. Es gibt zwei Ausgänge (Primzahl/keine Primzahl), die Wahrscheinlichkeit ist mit \(p = \frac{3}{6} = 0{,}5\) konstant und die Versuche sind unabhängig bei \(n = 20\).
3. Teilaufgabe b): Keine Bernoulli-Kette. Da ohne Zurücklegen gezogen wird, ändert sich die Wahrscheinlichkeit für die Farben mit jedem Zug (Abhängigkeit der Versuche).
4. Teilaufgabe c): Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette. Es gibt zwei Ausgänge (Kauf/kein Kauf), eine konstante Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}3\) und eine feste Anzahl von \(n = 50\) Versuchen.
Antwort
a) Ja, Bernoulli-Kette (\(n = 20\), \(p = 0{,}5\)).
b) Nein, da sich die Wahrscheinlichkeiten durch das fehlende Zurücklegen ändern.
c) Ja, Bernoulli-Kette (\(n = 50\), \(p = 0{,}3\)).
