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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Baumdiagramme

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43753510
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt absolute Häufigkeiten aus \(600\) Websitebesuchen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person etwas kauft.
Abbildung zur Aufgabe 437535

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endknoten, die einen Kauf darstellen. - Addiere zuerst die zugehörigen absoluten Häufigkeiten. - Beziehe diese Summe anschließend auf die Häufigkeit am Startknoten.

Lösung

1. Die Endknoten „Kauf“ enthalten \(216\) Besuche im App-Ast und \(72\) Besuche im Ast ohne App. Insgesamt wurden also \(216+72=288\) Käufe beobachtet. 2. Bezogen auf alle \(600\) Besuche ergibt sich \(P(\text{Kauf})=\frac{288}{600}=0{,}48\).

Antwort

\(P(\text{Kauf})=0{,}48=48\,\%\)
4375525
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle zulässigen Kombinationen aus einem Raum und einem Zeitblock für einen Workshop. Wie viele zulässige Kombinationen sind im Baumdiagramm dargestellt? Erkläre, wie du die Anzahl am Baum abliest.
Abbildung zur Aufgabe 437552

Denkanstöße

- Wofür steht ein vollständiger Weg vom Start bis zu einem Endpunkt? - Zähle die Endpunkte zunächst getrennt für jeden Raum. - Führe die Teilanzahlen anschließend zusammen.

Lösung

1. Jeder Endpunkt des Baums steht für eine vollständige Kombination aus Raum und Zeitblock. 2. Die Äste zu A, B und C haben jeweils drei Endpunkte. Das sind zusammen \(3+3+3=9\) Kombinationen. 3. Der Ast zu D hat zwei Endpunkte. Insgesamt sind daher \(9+2=11\) zulässige Kombinationen dargestellt.

Antwort

Es gibt \(11\) zulässige Kombinationen. Man liest die Anzahl ab, indem man die Endpunkte des Baums zählt: bei A, B und C jeweils \(3\), bei D \(2\), also \(3+3+3+2=11\).
55181810
Das Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment, bei dem zuerst eine Münze und anschließend ein Glücksrad verwendet werden. a) Wie viele Stufen hat das Experiment? b) Was bedeutet der vollständige Pfad „Kopf–\(2\)“? c) Gib alle möglichen vollständigen Ergebnisse in der Form „Kopf–\(1\)“ an.
Abbildung zur Aufgabe 551818

Denkanstöße

- Lies einen vollständigen Pfad immer vom Start bis zu einem Endknoten. - Jede Verzweigung nach Kopf und Zahl gehört zur zweiten Stufe. - Für die Ergebnisliste verbindest du jede Möglichkeit der ersten Stufe mit jeder Möglichkeit der zweiten.

Lösung

1. Das Baumdiagramm hat zwei aufeinanderfolgende Verzweigungsstufen; das Experiment besitzt daher zwei Stufen. 2. Der Pfad „Kopf–\(2\)“ bedeutet: Zuerst fällt bei der Münze Kopf, danach zeigt das Glücksrad die \(2\). 3. Jede der beiden Möglichkeiten der ersten Stufe wird mit jeder der drei Möglichkeiten der zweiten Stufe verbunden. Dadurch entstehen Kopf–\(1\), Kopf–\(2\), Kopf–\(3\), Zahl–\(1\), Zahl–\(2\) und Zahl–\(3\).

Antwort

a) Zwei Stufen. b) Zuerst Kopf, danach \(2\). c) Kopf–\(1\), Kopf–\(2\), Kopf–\(3\), Zahl–\(1\), Zahl–\(2\), Zahl–\(3\).
43746210
Ein Basketballspieler führt drei Freiwürfe hintereinander aus. Er möchte am Ende genau zwei Treffer erzielt haben. Dabei steht \(T\) für einen Treffer und \(F\) für einen Fehlwurf. Das folgende Baumdiagramm zeigt die möglichen Verläufe, wobei die Knoten den jeweiligen Zwischenstand nach jedem Wurf angeben. a) Wie viele verschiedene Pfade führen zu dem Endergebnis von genau zwei Treffern? Nenne diese Pfade, zum Beispiel \((T,T,F)\). b) Welcher Zwischenstand muss nach dem zweiten Wurf vorliegen, damit es nach dem dritten Wurf noch möglich ist, genau zwei Treffer zu haben? c) Erkläre für jeden dieser Zwischenstände aus b), welches Ergebnis der dritte Wurf liefern muss, um das Ziel zu erreichen.
Abbildung zur Aufgabe 437462

Denkanstöße

- Welche Endknoten des dargestellten Baums tragen die Beschriftung „2 Treffer“? - Welche Zwischenstände können unmittelbar vor diesen Endknoten liegen? - Prüfe für jeden möglichen Zwischenstand, wie sich ein Treffer beziehungsweise Fehlwurf auf den Endstand auswirkt.

Lösung

1. Genau zwei Treffer entstehen auf den Pfaden \((T,T,F)\), \((T,F,T)\) und \((F,T,T)\). Es gibt also drei solche Pfade. 2. Nach dem zweiten Wurf müssen entweder ein Treffer oder zwei Treffer vorliegen. Bei null Treffern kann das Ziel nicht mehr erreicht werden. 3. Bei einem Treffer nach zwei Würfen muss der dritte Wurf ein Treffer sein. Bei zwei Treffern nach zwei Würfen muss der dritte Wurf ein Fehlwurf sein.

Antwort

a) \(3\) Pfade: \((T,T,F)\), \((T,F,T)\) und \((F,T,T)\) b) Nach dem zweiten Wurf muss der Zwischenstand \(1\) Treffer oder \(2\) Treffer sein. c) Bei \(1\) Treffer muss der dritte Wurf ein Treffer sein; bei \(2\) Treffern muss der dritte Wurf ein Fehlwurf sein.
43752910
Zwei Baumdiagramme beschreiben Ziehungen aus einem Beutel mit 3 roten und 2 blauen Kugeln. Ordne „mit Zurücklegen“ und „ohne Zurücklegen“ richtig zu und begründe die Zuordnung.
Abbildung zur Aufgabe 437529

Denkanstöße

- Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe mit denen der ersten. - Welche Handlung hält die Zusammensetzung des Beutels unverändert?

Lösung

1. In Diagramm A bleiben die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe \(\frac{3}{5}\) und \(\frac{2}{5}\). Die Zusammensetzung ist also nach der ersten Ziehung wieder dieselbe; A beschreibt Ziehen mit Zurücklegen. 2. In Diagramm B ändern sich die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe und haben den Nenner \(4\). Nach der ersten Ziehung fehlt also eine Kugel; B beschreibt Ziehen ohne Zurücklegen.

Antwort

A: mit Zurücklegen, weil die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe unverändert \(\frac{3}{5}\) und \(\frac{2}{5}\) bleiben. B: ohne Zurücklegen, weil sich die Wahrscheinlichkeiten nach der ersten Ziehung entsprechend der verbleibenden vier Kugeln ändern.
55181910
Das Baumdiagramm beschreibt zwei Ziehungen **ohne Zurücklegen** aus einer Urne. Die Anfangszusammensetzung steht am Startknoten. In der zweiten Stufe fehlen vier Astwahrscheinlichkeiten. a) Ergänze die mit „?“ markierten Wahrscheinlichkeiten. b) Erkläre, warum die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe davon abhängen, welche Farbe zuerst gezogen wurde.
Abbildung zur Aufgabe 551819

Denkanstöße

- Bestimme für jeden Ast der ersten Stufe, welche Kugeln danach noch in der Urne liegen. - In der zweiten Stufe sind insgesamt nur noch vier Kugeln vorhanden. - Prüfe für jeden Knoten, ob sich die beiden ausgehenden Astwahrscheinlichkeiten zu \(1\) ergänzen.

Lösung

1. Nach einer zuerst roten Kugel bleiben \(2\) rote und \(2\) blaue Kugeln. Die beiden Astwahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe sind daher \(\frac{2}{4}\) und \(\frac{2}{4}\). 2. Nach einer zuerst blauen Kugel bleiben \(3\) rote und \(1\) blaue Kugel. Die beiden Astwahrscheinlichkeiten sind daher \(\frac{3}{4}\) und \(\frac{1}{4}\). 3. Ohne Zurücklegen wird die zuerst gezogene Kugel aus der Urne entfernt. Dadurch ändert sich die Zusammensetzung und damit die Wahrscheinlichkeitsverteilung für den zweiten Zug.

Antwort

a) Nach rot: rot \(\frac{2}{4}\), blau \(\frac{2}{4}\). Nach blau: rot \(\frac{3}{4}\), blau \(\frac{1}{4}\). b) Die zuerst gezogene Kugel fehlt beim zweiten Zug; deshalb verändert ihr Ergebnis die Zusammensetzung der Urne und damit die Astwahrscheinlichkeiten.
55233710
In einem digitalen Abenteuerspiel wird zuerst zufällig ein Weg gewählt: Wald \(W\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\) oder Stadt \(S\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}4\). Danach kann eine Schatzkiste erscheinen. Nach dem Wald erscheint sie mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\), nach der Stadt mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}25\). Andernfalls erscheint keine Schatzkiste; dafür steht \(N\). Gib das vollständige zweistufige Baumdiagramm in Textform an: Nenne für jeden Knoten die möglichen Äste mit ihren Wahrscheinlichkeiten und gib anschließend die vier vollständigen Ergebnisfolgen an.

Denkanstöße

- Welche zwei Ergebnisse gehören zur ersten Stufe? - Welche beiden Möglichkeiten folgen jeweils nach \(W\) und nach \(S\)? - Ergänzen sich die beiden Wahrscheinlichkeiten an jedem Knoten zu \(1\)?

Lösung

1. In der ersten Stufe gibt es \(W\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\) und \(S\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}4\). 2. Nach \(W\) gibt es Schatzkiste mit \(0{,}5\) und \(N\) mit \(0{,}5\). 3. Nach \(S\) gibt es Schatzkiste mit \(0{,}25\) und \(N\) mit \(0{,}75\). 4. Die vier vollständigen Ergebnisfolgen sind \((W,\text{Schatzkiste})\), \((W,N)\), \((S,\text{Schatzkiste})\) und \((S,N)\).

Antwort

Erste Stufe: \(W\) mit \(0{,}6\), \(S\) mit \(0{,}4\). Nach \(W\): Schatzkiste mit \(0{,}5\), \(N\) mit \(0{,}5\). Nach \(S\): Schatzkiste mit \(0{,}25\), \(N\) mit \(0{,}75\). Endfolgen: \((W,\text{Schatzkiste})\), \((W,N)\), \((S,\text{Schatzkiste})\), \((S,N)\).
4231238
In einer Schublade liegen \(6\) graue und \(4\) blaue Socken. Die \(10\) einzelnen Socken sind unterscheidbar. Im Dunkeln werden nacheinander zwei Socken ohne Zurücklegen gezogen; jedes geordnete Paar verschiedener Socken ist damit gleich wahrscheinlich. a) Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Paare sind insgesamt möglich? b) Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide Socken dieselbe Farbe haben. c) Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine der beiden Socken blau ist.

Denkanstöße

- Zähle zuerst die geordneten Möglichkeiten für die erste und zweite Socke. - Für „gleiche Farbe“ kannst du die günstigen grauen und blauen Paare getrennt zählen. - Welches Gegenereignis zu „mindestens eine blaue Socke“ hat nur eine Farbart?

Lösung

1. Für die erste Socke gibt es \(10\) und für die zweite noch \(9\) Möglichkeiten. Insgesamt gibt es \(10\cdot9=90\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Für zwei graue Socken gibt es \(6\cdot5=30\) günstige Paare, für zwei blaue \(4\cdot3=12\). Damit sind \(42\) Paare günstig und \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{42}{90}=\frac{7}{15}\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine blaue Socke“ ist „zwei graue Socken“. Dafür sind \(30\) der \(90\) Paare günstig. Somit gilt \(P(\text{mindestens eine blau})=1-\frac{30}{90}=\frac{2}{3}\).

Antwort

a) \(90\) geordnete Paare. b) \(\frac{7}{15}\approx46{,}7\,\%\) c) \(\frac{2}{3}\approx66{,}7\,\%\)
42312410
In einer Fabrik werden elektronische Bauteile hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(90\,\%\) der Teile einwandfrei \(E\), während \(10\,\%\) fehlerhaft \(F\) sind. Für eine Qualitätsprüfung werden aus einer sehr großen Produktionsmenge nacheinander drei Bauteile entnommen. Die drei Prüfungen werden mit den konstanten Wahrscheinlichkeiten \(P(E)=0{,}9\) und \(P(F)=0{,}1\) modelliert. a) Wie viele Endknoten hat das vollständige Baumdiagramm für diesen dreistufigen Versuch? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei geprüften Teile einwandfrei sind. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den drei Teilen genau ein fehlerhaftes Bauteil ist.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es an jeder der drei Stufen? - Welche vollständigen Pfade gehören zu b) beziehungsweise c)? - Wie werden Astwahrscheinlichkeiten innerhalb eines Pfades und Wahrscheinlichkeiten verschiedener günstiger Pfade verknüpft?

Lösung

1. In jeder der drei Stufen gibt es zwei mögliche Ergebnisse. Daher hat das vollständige Baumdiagramm \(2^3=8\) Endknoten. 2. Für drei einwandfreie Teile gilt nach der Produktregel \(P(E,E,E)=0{,}9\cdot0{,}9\cdot0{,}9=0{,}729\). 3. Genau ein fehlerhaftes Teil tritt auf den drei Pfaden \((F,E,E)\), \((E,F,E)\) und \((E,E,F)\) auf. Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}9\cdot0{,}9=0{,}081\). 4. Nach der Summenregel ist \(P(\text{genau ein }F)=3\cdot0{,}081=0{,}243\).

Antwort

a) 8 Endknoten b) \(0{,}729=72{,}9\,\%\) c) \(0{,}243=24{,}3\,\%\)
4233718
Ein Glücksrad mit drei gleich großen Sektoren, die mit den Zahlen \(1\), \(2\) und \(3\) beschriftet sind, wird dreimal nacheinander gedreht. a) Gib die Menge aller Ergebnisse als Tripel an, die zu den folgenden Ereignissen gehören: \(A\): „Nur beim ersten Drehen eine \(1\).“ \(B\): „Erst beim dritten Drehen eine \(1\).“ b) Bestimme die Anzahl der Ergebnisse für die Ereignisse: \(C\): „Beim dritten Drehen eine \(1\).“ \(D\): „Beim dritten Drehen keine \(1\).“ c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\).

Denkanstöße

- Welche Bedingungen gelten bei jedem Ereignis für die erste, zweite und dritte Stelle? - Wie viele gleich wahrscheinliche Tripel sind bei drei Drehungen insgesamt möglich? - Welche Ergebnisse erfüllen jeweils die geforderte Bedingung?

Lösung

1. Für \(A\) muss die erste Zahl \(1\) sein, während die zweite und dritte Zahl jeweils \(2\) oder \(3\) sind. Daher gilt \(A=\{(1,2,2),(1,2,3),(1,3,2),(1,3,3)\}\). 2. Für \(B\) dürfen die ersten beiden Zahlen nicht \(1\) sein, die dritte Zahl ist \(1\). Daher gilt \(B=\{(2,2,1),(2,3,1),(3,2,1),(3,3,1)\}\). 3. Für \(C\) ist die dritte Stelle fest, die ersten beiden Stellen haben jeweils drei Möglichkeiten. Es gibt also \(3\cdot3=9\) Ergebnisse. Für \(D\) hat die dritte Stelle zwei Möglichkeiten, also gibt es \(3\cdot3\cdot2=18\) Ergebnisse. 4. Insgesamt gibt es \(3^3=27\) gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Damit gilt \(P(A)=\frac{4}{27}\), \(P(B)=\frac{4}{27}\), \(P(C)=\frac{9}{27}=\frac{1}{3}\) und \(P(D)=\frac{18}{27}=\frac{2}{3}\).

Antwort

a) \(A=\{(1,2,2),(1,2,3),(1,3,2),(1,3,3)\}\); \(B=\{(2,2,1),(2,3,1),(3,2,1),(3,3,1)\}\) b) \(C\): \(9\) Ergebnisse; \(D\): \(18\) Ergebnisse c) \(P(A)=\frac{4}{27}\); \(P(B)=\frac{4}{27}\); \(P(C)=\frac{1}{3}\); \(P(D)=\frac{2}{3}\)
43745612
Das Baumdiagramm veranschaulicht die drei Faktoren beim Ausmultiplizieren von \((a+b)^3\). Auf jeder Stufe wird entweder der Faktor \(a\) oder der Faktor \(b\) gewählt. a) Liste alle Pfadfolgen auf, deren Produkt \(a^2b\) ist. b) Bestimme die Anzahl dieser Pfade. c) Erkläre, warum diese Anzahl mit \(\binom32\) übereinstimmt.
Abbildung zur Aufgabe 437456

Denkanstöße

- Welche Häufigkeiten von \(a\) und \(b\) muss ein Pfad für das Produkt \(a^2b\) enthalten? - An welcher der drei Positionen kann der einzelne Faktor \(b\) stehen? - Was zählt \(\binom32\) im Zusammenhang mit drei Positionen?

Lösung

1. Ein Pfad muss genau zweimal \(a\) und einmal \(b\) enthalten. 2. Die passenden Pfadfolgen sind \((a,a,b)\), \((a,b,a)\) und \((b,a,a)\). 3. Es gibt also drei passende Pfade. 4. Der Binomialkoeffizient \(\binom32\) zählt die Möglichkeiten, zwei der drei Positionen für den Faktor \(a\) auszuwählen. Daher ist \(\binom32=3\), genau wie die Zahl der passenden Pfade.

Antwort

a) \((a,a,b)\), \((a,b,a)\), \((b,a,a)\) b) \(3\) c) \(\binom32=3\) zählt die Wahl der zwei \(a\)-Positionen unter drei Positionen.
43746410
Bogenschütze Leon Hartmann trifft das Gold der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er gibt nacheinander drei Schüsse ab. Die Schüsse werden als unabhängig mit gleichbleibender Trefferwahrscheinlichkeit modelliert. Wir bezeichnen einen Treffer im Gold mit \(G\) und einen Fehlschuss mit \(F\). a) Ergänze die Struktur des untenstehenden Baumdiagramms in Textform: Gib an, welche Äste an jedem noch nicht ausgefüllten Knoten ergänzt werden müssen und welche Wahrscheinlichkeiten sie tragen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(A\): „Leon Hartmann erzielt genau zwei Treffer im Gold“. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(B\): „Mindestens ein Schuss landet im Gold“?
Abbildung zur Aufgabe 437464

Denkanstöße

- Bleiben die Wahrscheinlichkeiten für G und F von Schuss zu Schuss gleich? - Welche vollständigen Pfade enthalten genau zwei Treffer? - Welches Gegenereignis zu „mindestens ein Treffer“ besteht aus nur einem vollständigen Pfad?

Lösung

1. An jedem noch nicht ausgefüllten Knoten werden zwei Äste ergänzt: ein Ast \(G\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\) und ein Ast \(F\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}2\). Der vollständige Baum hat drei Stufen und acht Endknoten. 2. Für \(A\) gehören die Pfade \((G,G,F)\), \((G,F,G)\) und \((F,G,G)\) zum Ereignis. Jeder dieser Pfade hat nach der Produktregel die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\cdot0{,}8\cdot0{,}2=0{,}128\). 3. Mit der Summenregel ergibt sich \(P(A)=3\cdot0{,}128=0{,}384\). 4. Das Gegenereignis zu \(B\) ist „kein Treffer im Gold“, also der Pfad \((F,F,F)\). Daher gilt \(P(B)=1-0{,}2^3=1-0{,}008=0{,}992\).

Antwort

a) Jeder offene Knoten erhält die Äste \(G\) mit \(0{,}8\) und \(F\) mit \(0{,}2\); der vollständige Baum hat drei Stufen und \(8\) Endknoten. b) \(P(A)=0{,}384=38{,}4\,\%\) c) \(P(B)=0{,}992=99{,}2\,\%\)
43753610
Wandle das abgebildete Baumdiagramm mit absoluten Häufigkeiten in ein Wahrscheinlichkeitsbaumdiagramm um. Gib alle sechs Astwahrscheinlichkeiten an.
Abbildung zur Aufgabe 437536

Denkanstöße

- An jedem Knoten ist dessen absolute Häufigkeit die neue Bezugsgröße. - Teile die Häufigkeit eines Kindknotens durch die Häufigkeit seines Elternknotens. - Kontrolliere, ob die beiden Astwahrscheinlichkeiten an jedem Knoten zusammen \(1\) ergeben.

Lösung

1. In der ersten Stufe ist \(500\) die Bezugsgröße. Daher sind die Astwahrscheinlichkeiten \(300:500=0{,}6\) und \(200:500=0{,}4\). 2. Am Knoten \(A\) ist \(300\) die Bezugsgröße. Daher sind die Astwahrscheinlichkeiten \(180:300=0{,}6\) und \(120:300=0{,}4\). 3. Am Knoten \(\overline{A}\) ist \(200\) die Bezugsgröße. Daher sind die Astwahrscheinlichkeiten \(50:200=0{,}25\) und \(150:200=0{,}75\). 4. An jedem Knoten ergänzen sich die beiden ausgehenden Astwahrscheinlichkeiten zu \(1\).

Antwort

Erste Stufe: \(0{,}6\) und \(0{,}4\). Nach \(A\): \(0{,}6\) und \(0{,}4\). Nach \(\overline{A}\): \(0{,}25\) und \(0{,}75\).
43754310
Ein Team gewinnt jedes Spiel einer Best-of-Three-Serie mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\). Die Spielergebnisse werden als unabhängig modelliert. Die Serie endet, sobald ein Team zwei Siege hat. Dabei steht \(W\) für einen Sieg und \(L\) für eine Niederlage. Beschreibe das passende Baumdiagramm in Textform: Nenne alle Endpfade und gib an, an welchen Pfaden die Serie bereits nach zwei Spielen endet. Bestimme anschließend die Wahrscheinlichkeit, dass das betrachtete Team die Serie gewinnt.

Denkanstöße

- Wann steht der Sieger bereits nach zwei Spielen fest? - Welche Pfade müssen deshalb noch um ein drittes Spiel verlängert werden? - Welche der vollständigen Endpfade führen zu zwei Siegen des betrachteten Teams?

Lösung

1. Nach \((W,W)\) oder \((L,L)\) endet die Serie bereits nach zwei Spielen. Nach \((W,L)\) und \((L,W)\) ist ein drittes Spiel erforderlich. Die sechs Endpfade sind \((W,W)\), \((L,L)\), \((W,L,W)\), \((W,L,L)\), \((L,W,W)\) und \((L,W,L)\). 2. Das betrachtete Team gewinnt auf den Pfaden \((W,W)\), \((W,L,W)\) und \((L,W,W)\). 3. Nach der Produktregel haben die drei Gewinnpfade die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}6^2=0{,}36\), \(0{,}6\cdot0{,}4\cdot0{,}6=0{,}144\) und \(0{,}4\cdot0{,}6\cdot0{,}6=0{,}144\). 4. Mit der Summenregel erhält man \(P(\text{Seriensieg})=0{,}36+0{,}144+0{,}144=0{,}648\).

Antwort

Die Endpfade sind \((W,W)\), \((L,L)\), \((W,L,W)\), \((W,L,L)\), \((L,W,W)\) und \((L,W,L)\); \((W,W)\) und \((L,L)\) enden bereits nach zwei Spielen. Die Wahrscheinlichkeit für den Seriensieg beträgt \(0{,}648=64{,}8\,\%\).
55182010
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen aus einer Urne. Die Anfangszusammensetzung steht am Startknoten; in der zweiten Stufe enthält der Baum einen Modellierungsfehler. a) Beschreibe den Fehler. b) Gib die korrekten Astwahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe an.
Abbildung zur Aufgabe 551820

Denkanstöße

- Vergleiche die zweite Stufe mit der Angabe „ohne Zurücklegen“. - Überlege getrennt, was nach einer zuerst grünen und nach einer zuerst orangen Kugel in der Urne bleibt. - Kontrolliere an jedem Knoten, ob die korrigierten ausgehenden Wahrscheinlichkeiten zusammen \(1\) ergeben.

Lösung

1. Im dargestellten Baum werden in der zweiten Stufe dieselben Wahrscheinlichkeiten wie in der ersten Stufe verwendet. Das behandelt die Urne fälschlich so, als ändere sie sich nach dem ersten Zug nicht. 2. Nach einer zuerst grünen Kugel bleiben \(1\) grüne und \(1\) orange Kugel. Die korrekten Astwahrscheinlichkeiten sind daher \(\frac{1}{2}\) und \(\frac{1}{2}\). 3. Nach einer zuerst orangen Kugel bleiben \(2\) grüne und \(0\) orange Kugeln. Die korrekten Astwahrscheinlichkeiten sind daher \(1\) und \(0\).

Antwort

a) Die zweite Stufe wurde fälschlich mit unveränderten Astwahrscheinlichkeiten gezeichnet. b) Nach grün: grün \(\frac{1}{2}\), orange \(\frac{1}{2}\). Nach orange: grün \(1\), orange \(0\).
43746110
Beim Tischtennis-Finale der Schülermeisterschaft wird im Modus „Best-of-Five“ gespielt. Wer zuerst drei Sätze gewinnt, ist Sieger. Die beiden Finalisten werden als gleich stark eingeschätzt, sodass die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Satz für beide jeweils \(0{,}5\) beträgt. Die Satzergebnisse werden als unabhängig modelliert. Beschreibe das passende Baumdiagramm in Textform: Gib an, wann ein Pfad endet, und nenne alle Vier-Satz-Pfade, nach denen ein fünfter Satz erforderlich ist. Berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Match über die volle Distanz von fünf Sätzen geht.

Denkanstöße

- Welche Bedingung beendet einen Pfad, bevor alle fünf Sätze gespielt sind? - Welcher Spielstand nach vier Sätzen macht einen fünften Satz notwendig? - Haben alle Vier-Satz-Pfade zu diesem Spielstand dieselbe Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Nach jedem Satz verzweigt der Baum in „A gewinnt“ und „B gewinnt“, jeweils mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\). Ein Pfad endet sofort, sobald A oder B drei Sätze gewonnen hat. 2. Ein fünfter Satz ist genau dann erforderlich, wenn es nach vier Sätzen \(2{:}2\) steht. Dazu führen die sechs Pfade AABB, ABAB, ABBA, BAAB, BABA und BBAA. 3. Jeder dieser Vier-Satz-Pfade hat nach der Produktregel die Wahrscheinlichkeit \(0{,}5^4=0{,}0625\). 4. Mit der Summenregel ergibt sich \(P(\text{fünfter Satz})=6\cdot0{,}0625=0{,}375\).

Antwort

Das Baumdiagramm verzweigt nach jedem noch nicht entschiedenen Satz in A/B und endet beim dritten Satzgewinn eines Spielers. Einen fünften Satz erzwingen AABB, ABAB, ABBA, BAAB, BABA und BBAA. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}375=37{,}5\,\%\).
55233810
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment mit den Ergebnissen \(A\) und \(B\). Sofia behauptet: „In der zweiten Stufe müssten die A-Wahrscheinlichkeiten auf beiden Ästen gleich sein, weil dasselbe Experiment noch einmal ausgeführt wird.“ Gib ein mögliches konkretes Zufallsexperiment an, das genau zum Baumdiagramm passt, und nutze dein Modell und die Werte im Baum, um die Behauptung zu widerlegen. Es gibt mehrere mögliche Kontexte; dein Modell muss alle Astwahrscheinlichkeiten erklären.
Abbildung zur Aufgabe 552338

Denkanstöße

- Welche Art von Experiment könnte erklären, dass sich die Wahrscheinlichkeiten in der zweiten Stufe verändern? - Welche Bedeutung könnten die Nenner der Astwahrscheinlichkeiten für die Zahl verfügbarer Objekte haben? - Prüfe, ob dein vorgeschlagenes Modell wirklich jede Astwahrscheinlichkeit des Baums erklärt.

Lösung

1. Ein mögliches Modell sind fünf gleichartige Karten, davon drei mit \(A\) und zwei mit \(B\). Es werden zwei Karten nacheinander zufällig gezogen, ohne die erste Karte zurückzulegen. 2. Beim ersten Zug gilt \(P(A)=\frac{3}{5}\) und \(P(B)=\frac{2}{5}\), wie im Baum. 3. Nach einem ersten \(A\) bleiben zwei \(A\)-Karten und zwei \(B\)-Karten unter vier Karten; daher lauten die zweiten Astwahrscheinlichkeiten \(\frac{2}{4}\) und \(\frac{2}{4}\). Nach einem ersten \(B\) bleiben drei \(A\)-Karten und eine \(B\)-Karte; daher lauten sie \(\frac{3}{4}\) und \(\frac{1}{4}\). 4. Die Behauptung ist falsch: Der erste Zug verändert die Zusammensetzung, weil nicht zurückgelegt wird. Deshalb hängt die zweite A-Wahrscheinlichkeit davon ab, ob zuerst A oder B gezogen wurde.

Antwort

Zum Beispiel: fünf Karten mit den Aufschriften \(A,A,A,B,B\); zwei Ziehungen nacheinander ohne Zurücklegen. Nach einem ersten \(A\) gilt für \(A\) im zweiten Zug \(\frac{2}{4}\), nach einem ersten \(B\) dagegen \(\frac{3}{4}\). Die Behauptung ist daher falsch.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.