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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Pfadregeln (inkl. Begründung)

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41009510
Tom würfelt dreimal mit einem gewöhnlichen 6-seitigem Würfel. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sechs nur bei dem ersten und dem zweiten Wurf gewürfelt wird, beträgt a) \(\frac{2}{3}\) b) \(\frac{1}{36}\) c) \(\frac{5}{216}\) d) \(\frac{25}{216}\)

Denkanstöße

- Überlege dir genau, welche Ergebnisse jeder einzelne der drei Würfe haben muss. - Was bedeutet das Wort "nur" in diesem Zusammenhang für den dritten Wurf? - Wie berechnet man die Gesamtwahrscheinlichkeit einer bestimmten Abfolge von unabhängigen Ereignissen?

Lösung

1. Analyse der geforderten Wurffolge: 1. Wurf = 6, 2. Wurf = 6, 3. Wurf = keine 6. 2. Wahrscheinlichkeit für eine 6: \(P(6) = \frac{1}{6}\). 3. Wahrscheinlichkeit für keine 6: \(P(\text{nicht } 6) = 1 - \frac{1}{6} = \frac{5}{6}\). 4. Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten nach der Pfadregel: \(P = \frac{1}{6} \cdot \frac{1}{6} \cdot \frac{5}{6} = \frac{5}{216}\).

Antwort

c) \(\frac{5}{216}\)
41516910
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er führt eine Serie von 5 Würfen nacheinander aus. Wir nehmen an, dass die einzelnen Würfe voneinander unabhängig sind. Berechne die Wahrscheinlichkeit, mit der der Spieler bei dieser Serie alle 5 Würfe trifft. Gib das Ergebnis in Prozent an.

Denkanstöße

- Kannst du die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Erfolg als Dezimalzahl schreiben? - Wie verändert sich die Gesamtwahrscheinlichkeit, wenn mehrere Ereignisse nacheinander eintreten müssen? - Überlege, ob du für jeden Wurf dieselbe Wahrscheinlichkeit annehmen kannst. - Wie rechnet man eine Dezimalzahl in eine Prozentangabe um?

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeit für einen Treffer: \(P(\text{Treffer}) = 0{,}8\). 2. Anwendung der Pfadregel für 5 aufeinanderfolgende, unabhängige Ereignisse: \(P(\text{5 Treffer}) = 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 = 0{,}8^5\). 3. Berechnung des Potenzwertes: \(0{,}8^5 = 0{,}32768\). 4. Umrechnung in Prozent: \(0{,}32768 \cdot 100\,\% = 32{,}768\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(32{,}768\,\%\).
41517510
Ein Zahlenschloss besteht aus vier Ringen, auf denen jeweils die Ziffern \(0\) bis \(9\) abgebildet sind. Jemand hat die richtige Kombination vergessen und versucht nun, das Schloss durch rein zufälliges Einstellen der vier Ziffern zu öffnen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss direkt beim ersten Versuch öffnet.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele verschiedene Ziffern es an einem einzelnen Ring gibt. - Wie groß ist die Chance, an einem Ring zufällig die richtige Ziffer zu treffen? - Da die Ringe unabhängig voneinander eingestellt werden, kannst du die Einzelwahrscheinlichkeiten miteinander verknüpfen. - Wie viele vierstellige Kombinationen gibt es insgesamt von 0000 bis 9999?

Lösung

1. Bestimmung der Anzahl der Möglichkeiten pro Ring: Da die Ziffern \(0\) bis \(9\) zur Verfügung stehen, gibt es \(10\) Möglichkeiten je Ring. 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine korrekte Ziffer an einem einzelnen Ring: \(P(\text{Ziffer richtig}) = \frac{1}{10}\). 3. Anwendung der Pfadmultiplikationsregel für vier unabhängige Ereignisse: \(P(\text{Schloss öffnet}) = (\frac{1}{10})^4 = \frac{1}{10\,000}\). 4. Umrechnung in Dezimalform: \(0{,}0001\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss beim ersten Versuch öffnet, beträgt \(\frac{1}{10\,000}\) oder \(0{,}0001\) (entspricht \(0{,}01\,\%\)).
42355210
Ein Logistikunternehmen nutzt für den Transport empfindlicher Güter eine Strecke mit drei Kontrollpunkten. An jedem Kontrollpunkt besteht unabhängig von den anderen die Wahrscheinlichkeit \(p\), dass die Ware ohne Verzögerung durchgelassen wird. Nur wenn die Ware alle drei Kontrollpunkte ohne Verzögerung passiert, erreicht sie ihr Ziel rechtzeitig. Berechne, wie hoch die Wahrscheinlichkeit \(p\) an einem einzelnen Kontrollpunkt sein muss, damit die Wahrscheinlichkeit für eine rechtzeitige Ankunft am Ziel insgesamt \(95\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Stell dir den Vorgang als einen Pfad in einem Baumdiagramm vor. Wie viele Stufen hat dieser Pfad? - Wenn die Wahrscheinlichkeit auf jeder Stufe gleich ist, wie vereinfacht sich dann das Produkt der Wahrscheinlichkeiten? - Suche nach einer Möglichkeit, eine Gleichung der Form \(p^n = a\) nach \(p\) aufzulösen.

Lösung

1. Anwendung der Pfadmultiplikationsregel für drei unabhängige, gleichartige Stufen: Die Gesamtwahrscheinlichkeit ergibt sich aus dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten, also \(P(\text{rechtzeitig}) = p \cdot p \cdot p = p^3\). 2. Gleichsetzen mit dem Zielwert: \(p^3 = 0{,}95\). 3. Bestimmung von \(p\) durch Ziehen der dritten Wurzel: \(p = \sqrt[3]{0{,}95}\). 4. Berechnung des Ergebnisses: \(p \approx 0{,}9830\). Dies entspricht einer Einzelwahrscheinlichkeit von etwa \(98{,}3\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(p\) muss ca. \(0{,}9830\) (oder \(98{,}3\,\%\)) betragen.
42380910
Ein Hersteller von LED-Leuchten gibt an, dass erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der produzierten Lampen fehlerhaft sind. Für eine Qualitätskontrolle werden nacheinander vier Lampen zufällig ausgewählt und geprüft. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier geprüften Lampen einwandfrei funktionieren. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist genau die erste Lampe defekt und die restlichen drei sind einwandfrei? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der vier Lampen defekt ist.

Denkanstöße

- Was ist das Gegenereignis zu „mindestens eine Lampe ist defekt“? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für eine funktionierende Lampe bestimmen? - Überlege dir, wie man Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades in einem Baumdiagramm verrechnet. - Hilft es dir, die Prozentangaben zuerst in Dezimalzahlen umzuwandeln?

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{defekt}) = 0{,}05\) und \(P(\text{intakt}) = 0{,}95\). 2. Berechnung für a) mit der ersten Pfadregel: \(P(\text{alle intakt}) = 0{,}95 \cdot 0{,}95 \cdot 0{,}95 \cdot 0{,}95 = 0{,}95^4 \approx 0{,}8145\). 3. Berechnung für b) durch Multiplikation der Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfades: \(P(\text{D, I, I, I}) = 0{,}05 \cdot 0{,}95^3 \approx 0{,}0429\). 4. Berechnung für c) unter Verwendung des Gegenereignisses „keine Lampe ist defekt“ (entspricht „alle intakt“): \(P(\text{mind. eine defekt}) = 1 - P(\text{alle intakt}) = 1 - 0{,}95^4 \approx 0{,}1855\).

Antwort

a) ca. \(81{,}45\,\%\) b) ca. \(4{,}29\,\%\) c) ca. \(18{,}55\,\%\)
42382010
Entscheide, ob die folgenden Aussagen korrekt sind, und gib eine kurze Begründung an. a) Besteht ein Ereignis aus mehreren Pfaden eines Baumdiagramms, so berechnet man seine Gesamtwahrscheinlichkeit, indem man die Wahrscheinlichkeiten dieser Pfade miteinander multipliziert. b) An jedem Knotenpunkt eines Baumdiagramms ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten der von dort ausgehenden Zweige immer gleich \(1\).

Denkanstöße

- Was ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Pfadregel? - Wann wird in der Wahrscheinlichkeitsrechnung addiert und wann multipliziert? - Stell dir einen einzelnen Knoten vor: Können zwei der abgehenden Zweige gleichzeitig eintreten? - Was passiert, wenn man an einem Knoten alle möglichen Optionen berücksichtigt?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Nach der Pfadadditionsregel (zweite Pfadregel) berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, indem man die Wahrscheinlichkeiten der zugehörigen Pfade addiert, nicht multipliziert. Die Multiplikation wird nur innerhalb eines einzelnen Pfades angewendet. 2. Aussage b) ist wahr. Die Zweige, die von einem Knoten ausgehen, stellen alle sich gegenseitig ausschließenden Möglichkeiten dar, wie das Experiment an dieser Stelle weitergehen kann. Da nach Erreichen des Knotens genau eine dieser Möglichkeiten eintreten muss, bilden sie ein lokales sicheres Ereignis mit der Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\).

Antwort

a) Falsch. Begründung: Wahrscheinlichkeiten verschiedener Pfade müssen addiert werden (Pfadadditionsregel). b) Wahr. Begründung: Die von einem Knoten ausgehenden Zweige decken alle verbleibenden Möglichkeiten ab, deren Wahrscheinlichkeiten sich zu \(100\,\%\) (also \(1\)) ergänzen müssen.
41009210
Ein Glücksrad hat 21 Felder. Jedes Feld fällt mit derselben Wahrscheinlichkeit aus und ist mit einer Zahl von 1 bis 6 beschriftet. Dabei kommt die „1“ nur einmal vor, die „2“ – zweimal, die „3“ – dreimal, usw. Mit welcher Wahrscheinlichkeit fallen nach zwei Drehungen eine „3“ und eine „5“ in beliebiger Reihenfolge aus?
Abbildung zur Aufgabe 410092

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung eine bestimmte Zahl zu erhalten? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die beiden gesuchten Zahlen hintereinander zu drehen? - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten für einen Pfad und addiere dann die Wahrscheinlichkeiten aller zutreffenden Pfade.

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Gesamtzahl der Felder ist 21. Anzahl der "3"-Felder ist 3, also \(P(3) = \frac{3}{21} = \frac{1}{7}\). Anzahl der "5"-Felder ist 5, also \(P(5) = \frac{5}{21}\). 2. Berücksichtigung der möglichen Reihenfolgen: Es kann zuerst eine "3" und dann eine "5" kommen, oder umgekehrt. 3. Berechnung nach der Pfadregel: \(P(\text{"3" und "5"}) = P(3) \cdot P(5) + P(5) \cdot P(3) = 2 \cdot \left(\frac{3}{21} \cdot \frac{5}{21}\right)\). 4. Ausrechnen: \(P = 2 \cdot \frac{15}{441} = \frac{30}{441}\). 5. Kürzen des Bruchs durch 3: \(\frac{10}{147}\).

Antwort

\(\frac{10}{147}\)
41517010
In einer Fabrik werden LED-Leuchtmittel hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(2\,\%\) der produzierten Lampen defekt. Für eine Qualitätsprüfung werden 10 Lampen zufällig ausgewählt und getestet. Man kann davon ausgehen, dass die Auswahl der Lampen aufgrund der großen Gesamtmenge als Ziehen mit Zurücklegen (unabhängige Ereignisse) betrachtet werden kann. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den 10 geprüften Lampen mindestens eine defekte Lampe befindet.

Denkanstöße

- Was wäre das Gegenteil davon, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Ist es einfacher, die Wahrscheinlichkeit dafür zu berechnen, dass keine Lampe defekt ist, oder direkt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die seines Gegenereignisses zusammen? - Welche Wahrscheinlichkeit hat eine einzelne Lampe, fehlerfrei zu sein?

Lösung

1. Identifikation der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{defekt}) = 0{,}02\), \(P(\text{intakt}) = 0{,}98\). 2. Nutzung des Gegenereignisses: Das Ereignis „mindestens eine Lampe ist defekt“ ist das Gegenereignis zu „alle 10 Lampen sind intakt“. 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für 10 intakte Lampen: \(P(\text{alle intakt}) = 0{,}98^{10} \approx 0{,}8171\). 4. Berechnung der gesuchten Wahrscheinlichkeit: \(P(\text{mindestens eine Lampe defekt}) = 1 - P(\text{alle intakt}) = 1 - 0{,}98^{10} \approx 0{,}1829\). 5. Ergebnis in Prozent: ca. \(18{,}29\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(18{,}29\,\%\).
41517110
Zwei verschiedene Glücksspiele stehen zur Auswahl: Spiel A: Man würfelt dreimal hintereinander mit einem fairen sechsseitigen Würfel. Man gewinnt, wenn dreimal hintereinander die „6“ fällt. Spiel B: Man zieht aus einem gut gemischten Kartenspiel mit 32 Karten (davon genau ein Herz-Ass) nacheinander zwei Karten mit Zurücklegen. Man gewinnt, wenn beide Male das „Herz-Ass“ gezogen wird. Bestimme für beide Spiele die Gewinnwahrscheinlichkeit und entscheide, bei welchem Spiel die Chance auf einen Gewinn höher ist.

Denkanstöße

- Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Ereignis bei beiden Spielen. - Wie oft muss dieses Ereignis jeweils eintreten, um zu gewinnen? - Vergleiche die Brüche oder Dezimalzahlen am Ende miteinander. - Was passiert mit der Gesamtwahrscheinlichkeit, wenn man die Anzahl der benötigten Treffer erhöht?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Spiel A: Die Chance auf eine „6“ bei einem Wurf ist \(\frac{1}{6}\). Für drei Würfe gilt \(P(A) = (\frac{1}{6})^3 = \frac{1}{216} \approx 0{,}00463\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Spiel B: Die Chance auf das Herz-Ass ist \(\frac{1}{32}\). Da mit Zurücklegen gezogen wird, gilt für zwei Züge \(P(B) = (\frac{1}{32})^2 = \frac{1}{1024} \approx 0{,}00098\). 3. Vergleich der Ergebnisse: Da \(\frac{1}{216} > \frac{1}{1024}\) (bzw. \(0{,}00463 > 0{,}00098\)), ist die Gewinnchance bei Spiel A deutlich höher.

Antwort

Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Spiel A ist \(P(A) = \frac{1}{216} \approx 0{,}46\,\%\). Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Spiel B ist \(P(B) = \frac{1}{1024} \approx 0{,}10\,\%\). Somit ist die Gewinnchance bei Spiel A höher.
41517610
In einer Schale liegen \(20\) Gummibärchen: \(10\) rote, \(6\) gelbe und \(4\) grüne. Max nimmt nacheinander drei Bärchen heraus, wobei er jedes Mal die Farbe notiert und das Bärchen wieder zurück in die Schale legt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Max drei Gummibärchen der gleichen Farbe zieht.

Denkanstöße

- Was bedeutet „mit Zurücklegen“ für die Wahrscheinlichkeit bei jedem neuen Zug? - Es gibt drei verschiedene Wege, wie man drei Bärchen der gleichen Farbe erhalten kann. Welche sind das? - Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe einzeln, dreimal hintereinander gezogen zu werden. - Wie kombiniert man die Ergebnisse für die verschiedenen Farben am Ende?

Lösung

1. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten für jede Farbe: \(P(\text{rot}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\); \(P(\text{gelb}) = \frac{6}{20} = 0{,}3\); \(P(\text{grün}) = \frac{4}{20} = 0{,}2\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für drei gleiche Farben (Pfadmultiplikation): - Drei rote: \(0{,}5^3 = 0{,}125\) - Drei gelbe: \(0{,}3^3 = 0{,}027\) - Drei grüne: \(0{,}2^3 = 0{,}008\) 3. Anwendung der Pfadadditionsregel für die verschiedenen erfolgreichen Ereignisse: \(P(\text{drei gleiche}) = 0{,}125 + 0{,}027 + 0{,}008 = 0{,}16\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Gummibärchen die gleiche Farbe haben, beträgt \(0{,}16\) (oder \(16\,\%\)).
41550410
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik werden Bauteile geprüft. Ein Bauteil ist mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}05\) defekt. Es werden nacheinander zwei Bauteile unabhängig voneinander geprüft. Betrachte das Ereignis \(E\): „Mindestens eines der beiden Bauteile ist defekt.“ Formuliere das Gegenereignis \(\bar{E}\) und berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\) unter Verwendung dieses Gegenereignisses.

Denkanstöße

- Was ist das logische Gegenteil der Aussage „mindestens einer“? - Wenn zwei Ereignisse nacheinander passieren und unabhängig sind, wie verknüpft man ihre Wahrscheinlichkeiten? - Warum ist es hier einfacher, über das Gegenteil zu rechnen, anstatt alle Fälle für „mindestens eines“ (erstes defekt, zweites defekt oder beide defekt) einzeln zu suchen?

Lösung

1. Identifikation des Gegenereignisses: Das Gegenteil von „mindestens ein Bauteil ist defekt“ ist „keines der Bauteile ist defekt“ (beide sind einwandfrei). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für ein einwandfreies Bauteil: \(P(\text{einwandfrei}) = 1 - 0{,}05 = 0{,}95\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Gegenereignis \(\bar{E}\) (beide einwandfrei): Da die Prüfungen unabhängig sind, gilt \(P(\bar{E}) = 0{,}95 \cdot 0{,}95 = 0{,}9025\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses \(E\): \(P(E) = 1 - P(\bar{E}) = 1 - 0{,}9025 = 0{,}0975\).

Antwort

Das Gegenereignis \(\bar{E}\) lautet: „Beide Bauteile sind einwandfrei (nicht defekt).“ Die Wahrscheinlichkeit für ein einwandfreies Bauteil ist \(0{,}95\). Die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses ist \(P(\bar{E}) = 0{,}95 \cdot 0{,}95 = 0{,}9025\). Die gesuchte Wahrscheinlichkeit ist \(P(E) = 1 - 0{,}9025 = 0{,}0975\) (oder \(9{,}75\,\%\)).
42355110
Ein Passwortschutz-System besteht aus einer Abfolge von sechs Sicherheitsabfragen, die ein Programm nacheinander lösen muss. Das Programm kann jede dieser Abfragen unabhängig voneinander mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p\) korrekt beantworten. Der Zugang wird nur gewährt, wenn alle sechs Abfragen erfolgreich absolviert werden. Bestimme die notwendige Wahrscheinlichkeit \(p\), mit der das Programm eine einzelne Abfrage lösen muss, damit die Gesamtwahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Zugang genau \(50\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Gesamtwahrscheinlichkeit berechnet, wenn mehrere unabhängige Ereignisse alle gleichzeitig (oder nacheinander) eintreten müssen. - Stelle eine Gleichung auf, in der die unbekannte Wahrscheinlichkeit \(p\) vorkommt. - Welche mathematische Operation kehrt eine Potenz der Form \(x^6\) um?

Lösung

1. Aufstellen der Wahrscheinlichkeitsgleichung für ein zusammengesetztes Zufallsexperiment mit sechs unabhängigen Stufen: Da alle sechs Ereignisse eintreten müssen, gilt nach der Pfadregel \(P(\text{Erfolg}) = p^6\). 2. Einsetzen der gegebenen Gesamtwahrscheinlichkeit: \(p^6 = 0{,}5\). 3. Auflösen der Gleichung nach \(p\) durch Ziehen der sechsten Wurzel: \(p = \sqrt[6]{0{,}5}\). 4. Numerische Berechnung des Wertes: \(p \approx 0{,}8909\). Die Wahrscheinlichkeit für eine einzelne Abfrage muss also ca. \(89{,}09\,\%\) betragen.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(p\) muss ca. \(0{,}8909\) (oder \(89{,}09\,\%\)) betragen.
42363510
An einem Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren ist genau ein Sektor blau gefärbt. Das Rad wird so lange gedreht, bis zum ersten Mal Blau erscheint. Die Zufallsvariable \(X\) gibt die Anzahl der dafür benötigten Drehungen an. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 2)\) und \(P(X = 3)\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass man höchstens drei Versuche benötigt. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind mehr als vier Drehungen erforderlich?

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Ergebnisse bei den einzelnen Drehungen auftreten müssen, damit das Experiment nach genau \(k\) Versuchen endet. - Kannst du ein Baumdiagramm skizzieren oder dir die Pfade im Kopf vorstellen? - „Höchstens drei“ bedeutet, dass das Ereignis nach dem ersten, zweiten oder dritten Versuch eintritt. - Überlege beim letzten Aufgabenteil, was passieren muss, damit man nach vier Versuchen immer noch nicht fertig ist.

Lösung

1. Die Trefferwahrscheinlichkeit für Blau beträgt \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\), die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}8\). 2. Für \(P(X = 2)\) (Pfad „kein Blau, Blau“): \(0{,}8 \cdot 0{,}2 = 0{,}16\). 3. Für \(P(X = 3)\) (Pfad „kein Blau, kein Blau, Blau“): \(0{,}8^2 \cdot 0{,}2 = 0{,}128\). 4. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 3)\) ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten für 1, 2 oder 3 Versuche: \(0{,}2 + 0{,}16 + 0{,}128 = 0{,}488\) (alternativ über das Gegenereignis „dreimal kein Blau“: \(1 - 0{,}8^3 = 1 - 0{,}512 = 0{,}488\)). 5. Das Ereignis \(X > 4\) bedeutet, dass in den ersten vier Versuchen kein Blau erscheint. Nach der Pfadregel gilt: \(P(X > 4) = 0{,}8^4 = 0{,}4096\).

Antwort

a) \(P(X = 2) = 0{,}16\); \(P(X = 3) = 0{,}128\) b) \(P(X \le 3) = 0{,}488\) c) \(P(X > 4) = 0{,}4096\)
42381010
Eine Bogenschützin trifft das Goldzentrum der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\). Sie gibt drei Schüsse nacheinander ab. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit erzielt sie die Sequenz: Treffer, kein Treffer, Treffer? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie bei den drei Schüssen insgesamt genau zweimal in das Goldzentrum trifft.

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei drei Versuchen genau zwei Treffer zu erzielen? - Skizziere die relevanten Pfade in einem Baumdiagramm. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines kombinierten Ereignisses, das aus mehreren Pfaden besteht?

Lösung

1. Festlegen der Wahrscheinlichkeiten für einen Einzelschuss: Treffer \(P(T) = 0{,}7\) und kein Treffer \(P(K) = 0{,}3\). 2. Lösung zu a) durch Anwendung der Pfadmultiplikationsregel für den Pfad (T, K, T): \(0{,}7 \cdot 0{,}3 \cdot 0{,}7 = 0{,}147\). 3. Analyse für b): Es gibt drei Pfade, die genau zwei Treffer enthalten: (T, T, K), (T, K, T) und (K, T, T). 4. Da jeder dieser Pfade die gleiche Wahrscheinlichkeit hat (\(0{,}7^2 \cdot 0{,}3 = 0{,}147\)), ergibt sich die Gesamtwahrscheinlichkeit durch die Summenregel: \(3 \cdot 0{,}147 = 0{,}441\).

Antwort

a) \(14{,}7\,\%\) b) \(44{,}1\,\%\)
42381910
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über Baumdiagramme bei mehrstufigen Zufallsexperimenten wahr oder falsch sind. Begründe jeweils deine Entscheidung. a) Die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses (eines vollständigen Pfades) ist niemals größer als die Wahrscheinlichkeit des ersten Zweiges, der zu diesem Ergebnis führt. b) Wenn man die Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Pfade eines Baumdiagramms addiert, erhält man stets den Wert \(1\).

Denkanstöße

- Welche Werte können Wahrscheinlichkeiten annehmen? - Wie verändert sich ein Wert, wenn man ihn mit einer Zahl zwischen \(0\) und \(1\) multipliziert? - Was repräsentieren alle Pfade eines Baumdiagramms zusammengefasst? - Denke an die Definition des sicheren Ereignisses.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Nach der Pfadmultiplikationsregel berechnet sich die Wahrscheinlichkeit eines Pfades als Produkt der Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Zweige: \(P(\text{Pfad}) = p_1 \cdot p_2 \cdot \dots \cdot p_n\). Da alle Zweigwahrscheinlichkeiten \(p_i\) Werte im Intervall \([0; 1]\) sind, führt die Multiplikation der ersten Wahrscheinlichkeit \(p_1\) mit weiteren Werten zwischen \(0\) und \(1\) zu einem Ergebnis, das kleiner oder gleich \(p_1\) ist. 2. Aussage b) ist wahr. Jeder Pfad im Baumdiagramm entspricht genau einem Ergebnis des Zufallsexperiments. Da diese Ergebnisse das gesamte Ergebnisfeld \(\Omega\) abdecken und sich gegenseitig ausschließen, muss die Summe ihrer Wahrscheinlichkeiten nach den Axiomen der Wahrscheinlichkeitsrechnung (bzw. der Pfadadditionsregel für das sichere Ereignis) genau \(1\) ergeben.

Antwort

a) Wahr. Begründung: Da Zweigwahrscheinlichkeiten zwischen \(0\) und \(1\) liegen, ist das Produkt entlang eines Pfades höchstens so groß wie die Wahrscheinlichkeit des ersten Teilzweiges. b) Wahr. Begründung: Die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ergebnisse (Pfade) eines Zufallsexperiments ist immer \(1\).
41517710
Bei der Herstellung von LED-Leuchten treten erfahrungsgemäß bei \(5\,\%\) der Produkte Defekte auf. In einer Endkontrolle werden zufällig \(4\) Leuchten aus der laufenden Produktion entnommen und geprüft. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass unter diesen \(4\) geprüften Leuchten genau eine defekt ist?

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Leuchte nicht defekt (also intakt) ist? - Überlege dir, an welcher Stelle der vier Prüfungen die defekte Leuchte auftreten könnte. Wie viele Möglichkeiten gibt es? - Haben alle diese Möglichkeiten die gleiche Wahrscheinlichkeit? - Skizziere dir bei Bedarf die relevanten Pfade eines Baumdiagramms.

Lösung

1. Festlegen der Wahrscheinlichkeiten: Defekt \(p = 0{,}05\); Intakt \(q = 1 - 0{,}05 = 0{,}95\). 2. Identifikation der günstigen Pfade im Baumdiagramm: Es gibt \(4\) Pfade, bei denen genau eine Leuchte defekt ist (D-I-I-I, I-D-I-I, I-I-D-I, I-I-I-D). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines solchen Pfades: \(0{,}05 \cdot 0{,}95^3 = 0{,}05 \cdot 0{,}857375 = 0{,}04286875\). 4. Multiplikation mit der Anzahl der Pfade: \(4 \cdot 0{,}04286875 = 0{,}171475\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass genau eine der vier Leuchten defekt ist, beträgt ca. \(17{,}15\,\%\) (exakt \(0{,}171475\)).
42363610
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik wird festgestellt, dass im Schnitt jedes vierte Bauteil (\(25\,\%\)) nachgebessert werden muss. Die Zufallsvariable \(X\) beschreibt die Anzahl der geprüften Bauteile, bis das erste Mal ein nachzubesserndes Teil gefunden wird. Bestimme die kleinste Anzahl \(n\) von Prüfungen, für die die Wahrscheinlichkeit, mindestens ein nachzubesserndes Teil zu finden, mindestens \(80\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer bestimmten Anzahl von Versuchen mindestens ein Erfolg eintritt? - Nutze das Gegenereignis „kein Erfolg in \(n\) Versuchen“. - Stelle eine Ungleichung auf, die die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses mit dem Restrisiko vergleicht. - Du kannst verschiedene Werte für die Anzahl der Versuche ausprobieren, um die Grenze zu finden.

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit für ein nachzubesserndes Teil ist \(p = 0{,}25\), die Wahrscheinlichkeit für ein einwandfreies Teil ist \(q = 0{,}75\). 2. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter \(n\) Bauteilen mindestens eines nachgebessert werden muss, entspricht \(P(X \le n)\). 3. Berechnung über das Gegenereignis „keines der \(n\) Teile muss nachgebessert werden“: \(P(X \le n) = 1 - 0{,}75^n\). 4. Die Bedingung lautet \(1 - 0{,}75^n \ge 0{,}80\), was gleichbedeutend mit \(0{,}75^n \le 0{,}20\) ist. 5. Durch systematisches Probieren oder Logarithmieren ergibt sich: \(0{,}75^5 \approx 0{,}2373\) (entspricht etwa \(76{,}3\,\%\) Gesamtwahrscheinlichkeit) \(0{,}75^6 \approx 0{,}1780\) (entspricht etwa \(82{,}2\,\%\) Gesamtwahrscheinlichkeit) 6. Die kleinste ganze Zahl ist somit \(n = 6\).

Antwort

\(n = 6\)

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.