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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Pfadregeln

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55183210
Das Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment. Berechne die Wahrscheinlichkeit des vollständigen Pfades „A – Treffer“.
Abbildung zur Aufgabe 551832

Denkanstöße

- Verfolge im Baum nur den vollständigen Pfad von „Start“ über „A“ bis „Treffer“. - Lies die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades ab. - Wie werden Astwahrscheinlichkeiten entlang eines vollständigen Pfades miteinander verknüpft?

Lösung

1. Entlang des Pfades „A – Treffer“ stehen die Astwahrscheinlichkeiten \(\frac{1}{2}\) und \(\frac{1}{4}\). 2. Nach der Produktregel gilt \(\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{4}=\frac{1}{8}\).

Antwort

\(\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\)
55183310
Für ein Ereignis \(E\) gibt es in einem Baumdiagramm genau zwei günstige, einander ausschließende vollständige Pfade. Ihre Pfadwahrscheinlichkeiten sind bereits berechnet: \(0{,}18\) und \(0{,}27\). Bestimme \(P(E)\).

Denkanstöße

- Beide angegebenen Pfade gehören zum selben Ereignis \(E\). - Die beiden Pfade schließen sich gegenseitig aus. - Wie werden die Wahrscheinlichkeiten günstiger, disjunkter Pfade zu einer Ereigniswahrscheinlichkeit zusammengefasst?

Lösung

1. Das Ereignis besteht aus beiden günstigen Pfaden. Nach der Summenregel werden ihre Pfadwahrscheinlichkeiten addiert: \(P(E)=0{,}18+0{,}27=0{,}45\).

Antwort

\(P(E)=0{,}45=45\,\%\)
4100958
Tom würfelt dreimal mit einem gewöhnlichen fairen sechsseitigen Würfel. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur beim ersten und beim zweiten Wurf eine \(6\) fällt. Begründe mit einem Laplace-Modell, indem du die gleich wahrscheinlichen geordneten Würfeltripel zählst.

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Ergebnisse sind bei drei Würfen insgesamt möglich? - Welche Werte darf nur der dritte Wurf annehmen, wenn die ersten beiden Würfe jeweils \(6\) zeigen sollen? - Teile die Zahl der günstigen gleich wahrscheinlichen Tripel durch die Gesamtzahl der Tripel.

Lösung

1. Bei drei Würfen gibt es \(6^3=216\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfeltripel. 2. Günstig sind genau die fünf Tripel \((6,6,1)\), \((6,6,2)\), \((6,6,3)\), \((6,6,4)\) und \((6,6,5)\). 3. Daher gilt \(P=\frac{5}{216}\).

Antwort

\(\frac{5}{216}\)
41516910
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er führt eine Serie von fünf Würfen nacheinander aus. Die einzelnen Würfe werden als unabhängig modelliert. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler alle fünf Würfe trifft. Gib das Ergebnis in Prozent an.

Denkanstöße

- Bleibt die Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem der fünf Würfe gleich? - Welcher vollständige Pfad beschreibt das Ereignis „alle fünf Würfe treffen“? - Wie werden die Wahrscheinlichkeiten entlang dieses Pfades verknüpft?

Lösung

1. Für einen Treffer gilt \(P(\text{Treffer})=0{,}8\). 2. Nach der Produktregel ist \(P(\text{fünf Treffer})=0{,}8^5=0{,}32768\). 3. Als Prozentangabe ergibt das \(32{,}768\,\%\).

Antwort

\(32{,}768\,\%\)
41517010
In einer Fabrik werden LED-Leuchtmittel hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(2\,\%\) der produzierten Lampen defekt. Für eine Qualitätsprüfung werden 10 Lampen zufällig ausgewählt und getestet. Wegen der großen Gesamtmenge wird die Auswahl als Ziehen mit Zurücklegen mit gleichbleibender Defektwahrscheinlichkeit modelliert. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den 10 geprüften Lampen mindestens eine defekte Lampe befindet.

Denkanstöße

- Was wäre das Gegenteil davon, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Ist es einfacher, die Wahrscheinlichkeit dafür zu berechnen, dass keine Lampe defekt ist, oder direkt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die seines Gegenereignisses zusammen? - Welche Wahrscheinlichkeit hat eine einzelne Lampe, fehlerfrei zu sein?

Lösung

1. Für eine einzelne Lampe gilt \(P(\text{defekt})=0{,}02\) und \(P(\text{intakt})=0{,}98\). 2. Das Ereignis „mindestens eine Lampe ist defekt“ ist das Gegenereignis zu „alle 10 Lampen sind intakt“. 3. Es gilt \(P(\text{alle intakt})=0{,}98^{10}\approx0{,}8171\). 4. Daher ist \(P(\text{mindestens eine Lampe defekt})=1-0{,}98^{10}\approx0{,}1829\approx18{,}29\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(1-0{,}98^{10}\approx0{,}1829\approx18{,}29\,\%\).
4151718
Zwei verschiedene Glücksspiele stehen zur Auswahl. Spiel A: Ein fairer sechsseitiger Würfel wird dreimal geworfen. Man gewinnt nur mit der Folge \((6,6,6)\). Spiel B: Aus einem gut gemischten Kartenspiel mit \(32\) unterscheidbaren Karten, darunter genau ein Herz-Ass, werden nacheinander zwei Karten mit Zurücklegen gezogen. Man gewinnt nur, wenn beide Male das Herz-Ass gezogen wird. Bestimme die Gewinnwahrscheinlichkeit beider Spiele mithilfe gleich wahrscheinlicher geordneter Ergebnisse und entscheide, bei welchem Spiel die Gewinnchance größer ist.

Denkanstöße

- Bestimme für jedes Spiel zuerst die Anzahl aller gleich wahrscheinlichen geordneten Ergebnisse. - Wie viele dieser Ergebnisse erfüllen jeweils genau die Gewinnbedingung? - Vergleiche die beiden entstandenen Brüche.

Lösung

1. Bei Spiel A gibt es \(6^3=216\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfeltripel. Nur \((6,6,6)\) ist günstig. Daher gilt \(P(A)=\frac{1}{216}\approx0{,}00463\). 2. Bei Spiel B gibt es wegen des Zurücklegens \(32^2=1024\) gleich wahrscheinliche geordnete Kartenpaare. Nur das Paar Herz-Ass–Herz-Ass ist günstig. Daher gilt \(P(B)=\frac{1}{1024}\approx0{,}00098\). 3. Wegen \(\frac{1}{216}>\frac{1}{1024}\) ist die Gewinnchance bei Spiel A größer.

Antwort

Spiel A: \(\frac{1}{216}\approx0{,}46\,\%\) Spiel B: \(\frac{1}{1024}\approx0{,}10\,\%\) Die Gewinnchance ist bei Spiel A größer.
4151758
Ein Zahlenschloss besitzt vier Ringe. Auf jedem Ring stehen die Ziffern \(0\) bis \(9\). Bei einem zufälligen Versuch wird jede der \(10^4\) vierstelligen Einstellungen gleich wahrscheinlich gewählt. Genau eine Einstellung öffnet das Schloss. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss beim ersten zufälligen Versuch geöffnet wird.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche vierstellige Einstellungen gibt es insgesamt? - Wie viele davon öffnen das Schloss? - Setze günstige und mögliche Ergebnisse ins Verhältnis.

Lösung

1. Es gibt \(10^4=10\,000\) gleich wahrscheinliche vierstellige Einstellungen. 2. Genau eine dieser Einstellungen ist günstig. 3. Nach dem Laplace-Modell gilt daher \(P=\frac{1}{10000}=0{,}0001=0{,}01\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{10000}=0{,}0001=0{,}01\,\%\)
41550410
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik werden Bauteile geprüft. Ein Bauteil ist mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p=0{,}05\) defekt. Es werden nacheinander zwei Bauteile unabhängig voneinander geprüft. Betrachte das Ereignis \(E\): „Mindestens eines der beiden Bauteile ist defekt.“ Formuliere das Gegenereignis \(\overline{E}\) und berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\) unter Verwendung dieses Gegenereignisses.

Denkanstöße

- Was ist das logische Gegenteil der Aussage „mindestens einer“? - Wenn zwei Prüfungen nacheinander mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten modelliert werden, wie verknüpfst du die Wahrscheinlichkeiten entlang eines vollständigen Pfades? - Warum ist es hier einfacher, über das Gegenteil zu rechnen, anstatt alle Fälle für „mindestens eines“ einzeln zu erfassen?

Lösung

1. Das Gegenereignis \(\overline{E}\) lautet: „Keines der beiden Bauteile ist defekt“, also „beide Bauteile sind einwandfrei“. 2. Für ein einwandfreies Bauteil gilt \(P(\text{einwandfrei})=1-0{,}05=0{,}95\). 3. Daher ist \(P(\overline{E})=0{,}95\cdot0{,}95=0{,}9025\). 4. Somit gilt \(P(E)=1-P(\overline{E})=1-0{,}9025=0{,}0975\).

Antwort

Das Gegenereignis \(\overline{E}\) lautet: „Beide Bauteile sind einwandfrei.“ Es gilt \(P(\overline{E})=0{,}95\cdot0{,}95=0{,}9025\) und damit \(P(E)=1-0{,}9025=0{,}0975=9{,}75\,\%\).
42184810
Ein Bogenschütze trifft das Zentrum der Zielscheibe bei jedem Schuss mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er gibt drei Schüsse ab. Die einzelnen Schüsse werden als voneinander unabhängig angesehen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: (1) Er trifft bei keinem der drei Schüsse das Zentrum. (2) Er trifft genau zweimal das Zentrum. (3) Er erzielt mindestens einen Treffer im Zentrum.

Denkanstöße

- Bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer bei jedem Schuss gleich? - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei drei Schüssen genau zwei Treffer zu erzielen? - Welches Ereignis tritt ein, wenn „mindestens ein Treffer“ nicht erfüllt ist? - Nutze die Pfadregeln für ein Baumdiagramm mit den Wahrscheinlichkeiten \(0{,}6\) und \(0{,}4\).

Lösung

1. Wegen der Unabhängigkeit bleibt die Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Schuss \(0{,}6\); die Wahrscheinlichkeit für einen Fehlschuss beträgt \(0{,}4\). 2. Für (1) müssen drei Fehlschüsse nacheinander eintreten. Daher gilt \(P(\text{kein Treffer})=0{,}4^3=0{,}064\). 3. Für (2) kann der eine Fehlschuss an drei Positionen stehen. Jeder dieser drei Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}6^2\cdot0{,}4=0{,}144\). Somit gilt \(P(\text{genau zwei Treffer})=3\cdot0{,}144=0{,}432\). 4. Für (3) wird das Gegenereignis aus (1) verwendet: \(P(\text{mindestens ein Treffer})=1-0{,}064=0{,}936\).

Antwort

(1) \(P=0{,}064\) (2) \(P=0{,}432\) (3) \(P=0{,}936\)
42380910
Ein Hersteller von LED-Leuchten gibt an, dass erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der produzierten Lampen fehlerhaft sind. Für eine Qualitätskontrolle werden nacheinander vier Lampen zufällig ausgewählt und geprüft. Die Prüfungen werden als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit betrachtet. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier geprüften Lampen einwandfrei funktionieren. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist genau die erste Lampe defekt und die restlichen drei sind einwandfrei? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der vier Lampen defekt ist.

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeit hat eine einzelne einwandfreie Lampe? - Welcher vollständige Pfad gehört zu b)? - Welches Gegenereignis zu c) hast du in a) bereits berechnet?

Lösung

1. Es gilt \(P(\text{defekt})=0{,}05\) und \(P(\text{intakt})=0{,}95\). 2. Nach der Produktregel ist \(P(\text{alle intakt})=0{,}95^4\approx0{,}8145\). 3. Für den festen Pfad „defekt – intakt – intakt – intakt“ gilt nach der Produktregel \(P=0{,}05\cdot0{,}95^3\approx0{,}0429\). 4. Das Gegenereignis zu „mindestens eine Lampe defekt“ ist „alle intakt“. Daher gilt \(P=1-0{,}95^4\approx0{,}1855\).

Antwort

a) etwa \(81{,}45\,\%\) b) etwa \(4{,}29\,\%\) c) etwa \(18{,}55\,\%\)
42382010
Entscheide, ob die folgenden Aussagen korrekt sind, und gib jeweils eine kurze Begründung an. a) Besteht ein Ereignis aus mehreren Pfaden eines Baumdiagramms, so berechnet man seine Gesamtwahrscheinlichkeit, indem man die Wahrscheinlichkeiten dieser Pfade miteinander multipliziert. b) An jedem Knotenpunkt eines Baumdiagramms ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten der von dort ausgehenden Äste gleich \(1\).

Denkanstöße

- Welche Rechenoperation gehört zu mehreren Stufen innerhalb desselben Pfades? - Welche Rechenoperation gehört zu verschiedenen disjunkten Pfaden desselben Ereignisses? - Was müssen alle ausgehenden Äste eines Knotens gemeinsam abdecken?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Innerhalb eines vollständigen Pfades werden die Astwahrscheinlichkeiten nach der Produktregel multipliziert. Besteht ein Ereignis aus mehreren disjunkten Pfaden, werden deren Pfadwahrscheinlichkeiten nach der Summenregel addiert. 2. Aussage b) ist wahr. Die von einem Knoten ausgehenden Äste beschreiben alle sich gegenseitig ausschließenden Möglichkeiten für die nächste Stufe. Deshalb summieren sich ihre Wahrscheinlichkeiten zu \(1\).

Antwort

a) Falsch. Innerhalb eines Pfades gilt die Produktregel; zwischen disjunkten günstigen Pfaden gilt die Summenregel. b) Wahr. Die ausgehenden Äste eines Knotens decken alle Möglichkeiten der nächsten Stufe ab und summieren sich zu \(1\).
43089110
Ein Sicherheitssystem in einem Rechenzentrum besteht aus drei hintereinandergeschalteten Prüfinstanzen. Jede Instanz erkennt einen versuchten unberechtigten Zugriff unabhängig von den anderen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\) und schlägt Alarm. Ein Zugriffsversuch gilt als erfolgreich abgewehrt, sobald mindestens eine der Instanzen Alarm auslöst. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein unberechtigter Zugriffsversuch (1) bereits durch die erste Instanz abgewehrt wird, (2) erst durch die dritte Instanz abgewehrt wird, (3) von keiner der drei Instanzen erkannt wird.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Instanz den Zugriff nicht erkennt? - Welche Abfolge ist nötig, damit erst die dritte Instanz Alarm auslöst? - Welche Pfadregel gilt, wenn mehrere unabhängige Ergebnisse nacheinander eintreten müssen?

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit für „erkannt“ beträgt \(p=0{,}8\), für „nicht erkannt“ \(q=0{,}2\). 2. Für eine Abwehr bereits durch die erste Instanz gilt \(P=0{,}8\). 3. Für eine Abwehr erst durch die dritte Instanz müssen die ersten beiden Instanzen den Zugriff übersehen und die dritte ihn erkennen. Daher gilt \(P=0{,}2\cdot0{,}2\cdot0{,}8=0{,}032\). 4. Für „kein Alarm“ müssen alle drei Instanzen den Zugriff übersehen. Daher gilt \(P=0{,}2^3=0{,}008\).

Antwort

(1) \(0{,}8\) (2) \(0{,}032\) (3) \(0{,}008\)
43093310
Bei der Aufbereitung von Saatgut wird eine Reinigungsmaschine eingesetzt, die in drei aufeinanderfolgenden Phasen Unkrautsamen aussortiert. In der ersten Phase werden erfahrungsgemäß \(75\,\%\) der Unkrautsamen erkannt und entfernt. Die zweite Phase filtert \(60\,\%\) der verbliebenen Unkrautsamen heraus, und in der dritten Phase werden nochmals \(40\,\%\) der dann noch vorhandenen Unkrautsamen eliminiert. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Unkrautsamen den gesamten Reinigungsprozess durchläuft, ohne entfernt zu werden. Berechne zudem die Gesamtwahrscheinlichkeit dafür, dass ein Unkrautsamen erfolgreich aussortiert wird.

Denkanstöße

- Welcher Anteil bleibt nach jeder Phase jeweils übrig? - Welcher vollständige Pfad beschreibt „in keiner Phase entfernt“? - Welches Gegenereignis gehört zu diesem vollständigen Pfad?

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeiten dafür, die jeweilige Phase zu passieren, ohne entfernt zu werden, betragen nacheinander \(0{,}25\), \(0{,}40\) und \(0{,}60\). 2. Nach der Produktregel gilt \(P(\text{nicht entfernt})=0{,}25\cdot0{,}40\cdot0{,}60=0{,}06\). 3. Das Gegenereignis dazu ist „in mindestens einer Phase entfernt“. Daher gilt \(P(\text{entfernt})=1-0{,}06=0{,}94\).

Antwort

Nicht entfernt: \(6\,\%\); erfolgreich aussortiert: \(94\,\%\)
4320048
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Berechne jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz: a) \(E_1\): zweimal Grün. b) \(E_2\): zweimal dieselbe Farbe.
Abbildung zur Aufgabe 432004

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen bei zwei Drehungen? - Zähle aus der Abbildung die Sektoren jeder Farbe. - Für b) kannst du die günstigen Paare für jede Farbe getrennt zählen und anschließend addieren.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Grün liegt auf \(2\) Sektoren. Für zweimal Grün sind daher \(2\cdot2=4\) Paare günstig. Somit gilt \(P(E_1)=\frac{4}{64}=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\). 3. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(3^2\) rote, \(3^2\) blaue und \(2^2\) grüne Sektorenpaare günstig. Insgesamt sind das \(9+9+4=22\) Paare. Daher gilt \(P(E_2)=\frac{22}{64}=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\).

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\)
43204110
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Mindestens einmal wird Grün gedreht“. Gib dazu zuerst das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten an und berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit von \(E\) als Bruch.
Abbildung zur Aufgabe 432041

Denkanstöße

- Wie lautet das Gegenteil von „mindestens einmal Grün“? - Wie viele Sektoren sind nicht grün? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal Grün“ lautet „kein einziges Mal Grün“. 2. Drei der acht Sektoren sind nicht grün. Daher gilt für eine Drehung \(P(\text{nicht Grün})=\frac{3}{8}\). 3. Für das Gegenereignis bei zwei Drehungen gilt nach der Produktregel \(P(\bar E)=\frac{3}{8}\cdot\frac{3}{8}=\frac{9}{64}\). 4. Damit ist \(P(E)=1-P(\bar E)=1-\frac{9}{64}=\frac{55}{64}\).

Antwort

Gegenereignis: „Kein einziges Mal wird Grün gedreht.“ \(P(E)=\frac{55}{64}\)
4320888
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Bestimme jeweils als gekürzten Bruch und in Prozent: a) zuerst Grün und danach Gelb, b) mindestens einmal Rot.
Abbildung zur Aufgabe 432088

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Für a) ist die Reihenfolge der beiden Farben fest. - Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(5^2=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für a) stehen beim ersten Dreh \(2\) grüne und beim zweiten \(1\) gelber Sektor zur Verfügung. Daher sind \(2\cdot1=2\) Paare günstig und \(P=\frac{2}{25}=8\,\%\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“. Auf \(3\) der \(5\) Sektoren liegt kein Rot, also sind \(3^2=9\) Paare für das Gegenereignis günstig. Damit gilt \(P=1-\frac{9}{25}=\frac{16}{25}=64\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{2}{25}=8\,\%\) b) \(\frac{16}{25}=64\,\%\)
43209510
Lara spielt auf einem Jahrmarkt an einem Glücksrad. Das abgebildete Glücksrad hat 8 gleich große Felder in den Farben Blau, Rot und Grün. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne mithilfe der Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis: „Der Zeiger bleibt mindestens einmal auf einem roten Feld stehen.“ Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch und in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 432095

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie viele der acht Felder rot sind. - Welches Gegenereignis gehört zu „mindestens einmal Rot“? - Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses über einen vollständigen Pfad.

Lösung

1. Zwei der acht Felder sind rot. Daher ist \(P(\text{Rot})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\) und \(P(\text{nicht Rot})=\frac{3}{4}\). 2. Für das Gegenereignis „kein einziges Mal Rot“ gilt \(P(\text{keinmal Rot})=\frac{3}{4}\cdot\frac{3}{4}=\frac{9}{16}\). 3. Somit ist \(P(\text{mindestens einmal Rot})=1-\frac{9}{16}=\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\).
4321498
Die beiden abgebildeten Glücksräder A und B werden jeweils einmal gedreht. Alle Sektoren eines Rades sind gleich groß. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(5\). b) Die Zahl auf Glücksrad B ist größer als die Zahl auf Glücksrad A. c) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Zahl.
Abbildung zur Aufgabe 432149

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt an beiden Glücksrädern ab und beachte ihre Reihenfolge. - Stelle die Ergebnisse als Paare \((A,B)\) dar. - Zähle für jedes Ereignis systematisch die günstigen Paare.

Lösung

1. Aus den Abbildungen liest man für A drei und für B vier gleich wahrscheinliche Zahlen ab. Damit gibt es \(3\cdot 4=12\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Zu a) sind \((1,4)\), \((2,3)\) und \((3,2)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\). 3. Zu b) sind \((1,2)\), \((1,3)\), \((1,4)\), \((2,3)\), \((2,4)\) und \((3,4)\) günstig. Also gilt \(P=\frac{6}{12}=\frac{1}{2}=50\,\%\). 4. Zu c) sind \((1,1)\), \((2,2)\) und \((3,3)\) günstig. Damit gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{4}=25\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\) c) \(\frac{1}{4}=25\,\%\)
4321528
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Das Ereignis \(E\) lautet: „Es wird genau einmal Gelb gedreht.“ Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Gib die möglichen Farbfolgen von \(E\) an. b) Bestimme \(P(E)\) durch Zählen der günstigen Sektorenfolgen.
Abbildung zur Aufgabe 432152

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen gibt es bei drei Drehungen? - An welcher der drei Positionen kann die einzige gelbe Drehung stehen? - Für jede blaue Position gibt es mehrere mögliche blaue Sektoren.

Lösung

1. Auf dem Rad gibt es \(1\) gelben und \(3\) blaue Sektoren. Insgesamt entstehen \(4^3=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Die gelbe Drehung kann an der ersten, zweiten oder dritten Position stehen. Die möglichen Farbfolgen sind Gelb–Blau–Blau, Blau–Gelb–Blau und Blau–Blau–Gelb. 3. Für jede dieser drei Farbfolgen gibt es für die beiden blauen Positionen jeweils \(3\) mögliche Sektoren. Damit sind \(3\cdot3^2=27\) Sektorenfolgen günstig. 4. Daher gilt \(P(E)=\frac{27}{64}\).

Antwort

a) Gelb–Blau–Blau, Blau–Gelb–Blau, Blau–Blau–Gelb. b) \(P(E)=\frac{27}{64}\)
43215310
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(5\) gleich große Sektoren. Es wird dreimal hintereinander gedreht. Wir betrachten das Ereignis \(A\): „Das Rad zeigt mindestens einmal Rot.“ a) Formuliere das Gegenereignis \(\bar A\) in Worten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(P(\bar A)\). Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an. c) Bestimme mithilfe des Gegenereignisses die Wahrscheinlichkeit \(P(A)\). Gib das Ergebnis ebenfalls als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432153

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die drei Drehungen, wenn „mindestens einmal Rot“ nicht eintritt? - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung kein Rot zu erhalten? - Über welchen vollständigen Pfad lässt sich das Gegenereignis berechnen? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis \(\bar A\) lautet: „Das Rad zeigt kein einziges Mal Rot“, also „dreimal Blau“. 2. Da vier von fünf Sektoren blau sind, gilt \(P(\text{Blau})=\frac{4}{5}\). 3. Mit der Produktregel erhält man \(P(\bar A)=\left(\frac{4}{5}\right)^3=\frac{64}{125}\). 4. Mit dem Gegenereignis folgt \(P(A)=1-P(\bar A)=1-\frac{64}{125}=\frac{61}{125}\).

Antwort

a) Das Gegenereignis \(\bar A\) lautet: „Das Rad zeigt kein einziges Mal Rot“ (oder „Das Rad zeigt dreimal Blau“). b) \(P(\bar A)=\frac{64}{125}\) c) \(P(A)=\frac{61}{125}\)
4359858
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für zweimal Grün. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für mindestens einmal Rot.
Abbildung zur Aufgabe 435985

Denkanstöße

- Bestimme die Gesamtzahl der gleich wahrscheinlichen Sektorenpaare. - Wie viele grüne Sektoren können in jeder Position auftreten? - Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(10^2=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für zweimal Grün sind \(2\cdot2=4\) Paare günstig. Daher gilt \(P=\frac{4}{100}=4\,\%\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Rot“. Auf \(7\) Sektoren liegt kein Rot, also sind \(7^2=49\) Paare für das Gegenereignis günstig. Damit sind \(100-49=51\) Paare günstig und \(P=\frac{51}{100}=51\,\%\).

Antwort

a) \(4\,\%\) b) \(51\,\%\)
4359878
Das abgebildete Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zahlen der beiden Sektoren, auf denen der Zeiger stehen bleibt, werden addiert. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Die Summe der beiden Zahlen beträgt genau \(4\)“. Zähle dazu die gleich wahrscheinlichen geordneten Sektorenpaare.
Abbildung zur Aufgabe 435987

Denkanstöße

- Betrachte die einzelnen Sektoren, nicht nur die verschiedenen aufgedruckten Zahlen. - Welche geordneten Zahlenpaare haben die Summe \(4\)? - Prüfe bei einer mehrfach vorkommenden Zahl, wie viele verschiedene Sektorenpaare zu demselben Zahlenpaar gehören.

Lösung

1. Bei jeder Drehung sind fünf Sektoren gleich wahrscheinlich. Daher gibt es bei zwei Drehungen \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für die Werte \(1+3\) und \(3+1\) gibt es jeweils genau ein günstiges Sektorenpaar. 3. Die Zahl \(2\) steht auf zwei Sektoren. Für \(2+2\) gibt es deshalb \(2\cdot2=4\) günstige Sektorenpaare. 4. Insgesamt sind \(1+1+4=6\) der \(25\) Paare günstig. Somit gilt \(P(E)=\frac{6}{25}=0{,}24=24\,\%\).

Antwort

\(P(E)=\frac{6}{25}=0{,}24=24\,\%\)
4361488
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Die einzelnen Kugeln gelten als gleich wahrscheinliche Elementarergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die Buchstabenfolge „AN“ durch Zählen der gleich wahrscheinlichen geordneten Kugelpaare. b) Bestimme auf dieselbe Weise die Wahrscheinlichkeit dafür, zweimal den Buchstaben „A“ zu ziehen.
Abbildung zur Aufgabe 436148

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Kugelpaare sind wegen des Zurücklegens insgesamt gleich wahrscheinlich? - Zähle in der Abbildung, wie viele A- und N-Kugeln zur Verfügung stehen. - Multipliziere beim Zählen die Anzahl der möglichen Einzelkugeln für die erste und zweite Position.

Lösung

1. Die Urne enthält \(6\) Kugeln. Wegen des Zurücklegens gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugelpaare. 2. Für „AN“ können beim ersten Zug \(3\) A-Kugeln und beim zweiten \(2\) N-Kugeln auftreten. Damit sind \(3\cdot2=6\) Paare günstig und \(P(\text{AN})=\frac{6}{36}=\frac{1}{6}\). 3. Für „AA“ gibt es \(3\cdot3=9\) günstige Paare. Daher gilt \(P(\text{AA})=\frac{9}{36}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(P(\text{AN})=\frac{1}{6}\) b) \(P(\text{AA})=\frac{1}{4}\)
4361508
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe der beiden gezogenen Zahlen größer als \(8\) ist?
Abbildung zur Aufgabe 436150

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt auf den Kugeln der Urne ab. - Behandle die beiden Ziehungen als geordnetes Zahlenpaar. - Liste nur die Paare auf, deren Summe die Grenze \(8\) überschreitet.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man fünf gleich wahrscheinliche Zahlen pro Zug ab. Mit Zurücklegen gibt es daher \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare. 2. Eine Summe größer als \(8\) entsteht bei \((4,5)\), \((5,4)\) und \((5,5)\). 3. Somit gilt \(P=\frac{3}{25}=0{,}12\).

Antwort

\(P=\frac{3}{25}=12\,\%\)
43745512
Mika trifft bei Freiwürfen mit Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}8\). Die drei Würfe einer Serie werden als unabhängig modelliert. Sei \(X\) die Anzahl der Treffer und \(q=1-p\). a) Berechne \(P(X=2)\) mithilfe der drei passenden Pfade im Baumdiagramm. b) Vergleiche dein Ergebnis mit der algebraischen Entwicklung von \((p+q)^3\). Welcher Summand entspricht genau dem Ereignis \(X=2\)?
Abbildung zur Aufgabe 437455

Denkanstöße

- Welche drei Reihenfolgen enthalten genau zwei Treffer und einen Fehlwurf? - Welche Wahrscheinlichkeit besitzt jede dieser Reihenfolgen? - Welcher Summand in der Entwicklung von \((p+q)^3\) enthält genau zwei Faktoren \(p\) und einen Faktor \(q\)?

Lösung

1. Für genau zwei Treffer gibt es die drei Pfade \(TTF\), \(TFT\) und \(FTT\). 2. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(p^2q=(0{,}8)^2\cdot0{,}2=0{,}128\). 3. Daher ist \(P(X=2)=3\cdot0{,}128=0{,}384\). 4. Es gilt \((p+q)^3=p^3+3p^2q+3pq^2+q^3\). Der Summand \(3p^2q\) beschreibt genau die drei Pfade mit zwei Treffern und einem Fehlwurf.

Antwort

a) \(P(X=2)=0{,}384\) b) Der passende Summand ist \(3p^2q\).
43749610
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mithilfe der im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten sowie Produktregel und Summenregel** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedenfarbige Kugeln gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 437496

Denkanstöße

- Suche im Baum alle vollständigen Pfade, die mit zwei verschiedenen Farben enden. - Berechne jeden günstigen Pfad zunächst mit den Astwahrscheinlichkeiten des Baums. - Fasse die günstigen Pfade erst anschließend zusammen.

Lösung

1. Für zwei verschiedene Farben sind im Baum die vollständigen Pfade rot–blau und blau–rot günstig. 2. Nach der Produktregel gilt für rot–blau \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}=\frac{3}{10}\) und für blau–rot \(\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}=\frac{3}{10}\). 3. Nach der Summenregel ergibt sich \(P=\frac{3}{10}+\frac{3}{10}=\frac{3}{5}\).

Antwort

\(\frac{3}{5}=60\,\%\)
43749810
Ergänze im Baumdiagramm die fehlende Wahrscheinlichkeit und bestimme anschließend die Wahrscheinlichkeit für „grün und Stern“.
Abbildung zur Aufgabe 437498

Denkanstöße

- Welche Summe müssen die Äste an einer Verzweigung ergeben? - Lies anschließend nur den vollständigen gesuchten Pfad ab.

Lösung

1. Fehlende erste Wahrscheinlichkeit: \(1-0{,}35=0{,}65\). 2. Pfad grün–Stern: \(0{,}65\cdot0{,}4=0{,}26\).

Antwort

Fehlender Wert: \(0{,}65\); \(P(\text{grün und Stern})=0{,}26\).
43749910
Das Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen mit Zurücklegen. Dabei bedeutet \(R\): „rote Kugel“. Formuliere das Gegenereignis zu „mindestens einmal rot“ und berechne seine Wahrscheinlichkeit.
Abbildung zur Aufgabe 437499

Denkanstöße

- Welche Ergebnisfolgen sind ausgeschlossen, wenn mindestens ein Treffer verlangt wird? - Beschreibe das Gegenteil mit möglichst wenigen Pfaden.

Lösung

1. Gegenereignis: „keine rote Kugel“, also \(\overline{R}\,\overline{R}\). 2. Wahrscheinlichkeit: \(0{,}7\cdot0{,}7=0{,}49\).

Antwort

Gegenereignis: „keine rote Kugel“; Wahrscheinlichkeit \(0{,}49\).
43750310
Das Baumdiagramm zeigt für einen Tag die Wetterlage und anschließend Lios Wahl zwischen Bus und „kein Bus“. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass Lio den Bus nimmt.
Abbildung zur Aufgabe 437503

Denkanstöße

- Auf welchen vollständigen Pfaden endet die Fahrt mit dem Bus? - Berücksichtige beide möglichen Wetterlagen.

Lösung

1. Pfad trocken–Bus: \(0{,}7\cdot0{,}2=0{,}14\). 2. Pfad Regen–Bus: \(0{,}3\cdot0{,}6=0{,}18\). 3. Gesamtwahrscheinlichkeit: \(0{,}14+0{,}18=0{,}32\).

Antwort

\(0{,}32=32\,\%\).
43750510
Ein Glücksrad mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4 wird zweimal gedreht. Alle Zahlen sind gleich wahrscheinlich. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt der beiden Zahlen gerade ist?
Abbildung zur Aufgabe 437505

Denkanstöße

- Wann kann ein Produkt ungerade sein? - Kannst du das Gegenteil des gesuchten Ereignisses einfacher beschreiben?

Lösung

1. Gegenereignis „Produkt ungerade“: beide Zahlen ungerade. 2. Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses: \(\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{4}=\frac{1}{4}\). 3. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(1-\frac{1}{4}=\frac{3}{4}\).

Antwort

\(\frac{3}{4}=75\,\%\).
43751410
Im Baumdiagramm ist nach dem Ereignis \(A\) die Wahrscheinlichkeit für \(B\) mit \(0{,}65\) angegeben. Ergänze den fehlenden Ast und bestimme \(P(A\cap\overline{B})\) für \(P(A)=0{,}4\).
Abbildung zur Aufgabe 437514

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Verzweigung vollständig. - Welcher einzelne Pfad beschreibt das gesuchte Ereignis?

Lösung

1. Fehlender Ast nach \(A\): \(1-0{,}65=0{,}35\). 2. Pfadwahrscheinlichkeit: \(P(A\cap\overline{B})=0{,}4\cdot0{,}35=0{,}14\).

Antwort

Fehlender Ast: \(0{,}35\); \(P(A\cap\overline{B})=0{,}14\).
4375158
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird zweimal geworfen. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens einmal eine \(6\) fällt.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare gibt es insgesamt? - Das Gegenereignis „keine \(6\)“ ist leichter zu zählen. - Ziehe die Zahl der Gegenereignis-Paare von der Gesamtzahl ab.

Lösung

1. Bei zwei Würfen gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Würfelpaare. 2. Für das Gegenereignis „keine \(6\)“ sind \(5^2=25\) Paare günstig. 3. Daher gehören \(36-25=11\) Paare zum Ereignis „mindestens eine \(6\)“ und es gilt \(P=\frac{11}{36}\).

Antwort

\(\frac{11}{36}\)
43751610
Amina schießt zweimal unter gleichen Bedingungen. Das Baumdiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeiten für Treffer und Fehlschuss. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für genau einen Treffer?
Abbildung zur Aufgabe 437516

Denkanstöße

- In welchen zwei Reihenfolgen kann genau ein Treffer auftreten? - Sind die beiden Pfade gleich wahrscheinlich?

Lösung

1. Pfad Treffer–Fehlschuss: \(0{,}8\cdot0{,}2=0{,}16\). 2. Pfad Fehlschuss–Treffer: \(0{,}2\cdot0{,}8=0{,}16\). 3. Gesamtwahrscheinlichkeit: \(0{,}16+0{,}16=0{,}32\).

Antwort

\(0{,}32=32\,\%\).
43752610
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt aufeinanderfolgende unabhängige Qualitätsprüfungen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass erstmals bei der dritten Prüfung ein Fehler entdeckt wird?
Abbildung zur Aufgabe 437526

Denkanstöße

- „Erstmals bei der dritten“ legt die Ergebnisse der ersten beiden Prüfungen ebenfalls fest. - Verfolge im Baum nur den Pfad, der diese genaue Reihenfolge besitzt. - Multipliziere die Astwahrscheinlichkeiten dieses einen Pfades.

Lösung

1. Damit erstmals bei der dritten Prüfung ein Fehler entdeckt wird, muss der Pfad „kein Fehler – kein Fehler – Fehler“ eintreten. 2. Aus dem Baum liest man die Astwahrscheinlichkeiten \(0{,}7\), \(0{,}7\) und \(0{,}3\) ab. Nach der Produktregel gilt \(P=0{,}7\cdot0{,}7\cdot0{,}3=0{,}147\).

Antwort

\(P=0{,}147=14{,}7\,\%\)
43752710
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die Prüfung von drei unabhängig ausgewählten Bauteilen. Im Baum steht D für „defekt“ und I für „in Ordnung“. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eines der drei Bauteile defekt ist.
Abbildung zur Aufgabe 437527

Denkanstöße

- „Mindestens eines“ umfasst mehrere Endpfade. - Suche ein Gegenereignis, das im Baum nur aus einem einzigen vollständigen Pfad besteht. - Ziehe dessen Wahrscheinlichkeit von \(1\) ab.

Lösung

1. Das Gegenereignis „kein Bauteil ist defekt“ besteht aus dem einzigen Pfad III. 2. Aus dem Baum ergibt sich \(P(III)=0{,}98^3=0{,}941192\). 3. Daher ist \(P(\text{mindestens ein Defekt})=1-0{,}941192=0{,}058808\).

Antwort

\(P=0{,}058808\approx5{,}88\,\%\)
43753210
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen aus einem Kartenset. Bestimme **mit der Produktregel aus den im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide gezogenen Karten Asse sind.
Abbildung zur Aufgabe 437532

Denkanstöße

- Suche im Baum den einzigen vollständigen Pfad, auf dem zweimal Ass erscheint. - Verwende genau die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades. - Wie werden Astwahrscheinlichkeiten innerhalb eines vollständigen Pfades verknüpft?

Lösung

1. Der gesuchte vollständige Pfad ist Ass–Ass. 2. Nach der Produktregel gilt \(P(\text{Ass–Ass})=\frac{2}{8}\cdot\frac{1}{7}=\frac{1}{28}\). 3. Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{28}\approx3{,}57\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{28}\approx3{,}57\,\%\)
43753310
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide gezogenen Kugeln dieselbe Farbe haben.
Abbildung zur Aufgabe 437533

Denkanstöße

- Suche im Baum für jede Farbe den vollständigen Pfad, auf dem diese Farbe zweimal erscheint. - Berechne die drei günstigen Pfadwahrscheinlichkeiten zunächst getrennt. - Fasse die günstigen Pfade anschließend mit der passenden Regel zusammen.

Lösung

1. Für zwei gleichfarbige Kugeln sind im Baum die drei Pfade rot–rot, grün–grün und blau–blau günstig. 2. Nach der Produktregel haben diese Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{4}{9}\cdot\frac{3}{8}=\frac{12}{72}\), \(\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}=\frac{6}{72}\) und \(\frac{2}{9}\cdot\frac{1}{8}=\frac{2}{72}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=\frac{12+6+2}{72}=\frac{20}{72}=\frac{5}{18}\).

Antwort

\(\frac{5}{18}\approx27{,}8\,\%\)
4375348
Ein fairer sechsseitiger Würfel hat \(3\) rote, \(2\) blaue und \(1\) grüne Seite. Er wird zweimal geworfen. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedene Farben erscheinen.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Seitenpaare gibt es bei zwei Würfen? - Das Gegenereignis „zweimal dieselbe Farbe“ ist leichter zu zählen. - Zähle die gleichfarbigen Paare für Rot, Blau und Grün getrennt.

Lösung

1. Bei zwei Würfen gibt es \(6^2=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Seitenpaare. 2. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(3^2=9\) rote, \(2^2=4\) blaue und \(1^2=1\) grüne Seitenpaare günstig. Insgesamt sind das \(14\) Paare. 3. Für zwei verschiedene Farben bleiben \(36-14=22\) günstige Paare. Daher gilt \(P=\frac{22}{36}=\frac{11}{18}\).

Antwort

\(\frac{11}{18}\approx61{,}1\,\%\)
43753710
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die gemeinsame Produktion zweier Produktionslinien. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Teil Ausschuss ist.
Abbildung zur Aufgabe 437537

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endknoten mit der Bezeichnung „Ausschuss“. - Berechne für jeden dieser Endknoten die Wahrscheinlichkeit des vollständigen Pfades. - Addiere die beiden Beiträge zum gesuchten Ereignis.

Lösung

1. Zum Ereignis „Ausschuss“ führen zwei Pfade. 2. Über Linie A gilt \(0{,}5\cdot0{,}03=0{,}015\). 3. Über Linie B gilt \(0{,}5\cdot0{,}01=0{,}005\). 4. Nach der Summenregel ist \(P(\text{Ausschuss})=0{,}015+0{,}005=0{,}02\).

Antwort

\(P(\text{Ausschuss})=0{,}02=2\,\%\)
43755710
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt die zufällige Auswahl von zwei Personen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein gemischtes Zweierteam aus einem Mädchen und einem Jungen entsteht.
Abbildung zur Aufgabe 437557

Denkanstöße

- Suche im Baum alle vollständigen Pfade, auf denen beide Gruppen genau einmal vorkommen. - Bestimme die beiden Pfadwahrscheinlichkeiten mit den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten. - Fasse die beiden günstigen Pfade anschließend zusammen.

Lösung

1. Ein gemischtes Team entsteht über die beiden vollständigen Pfade Mädchen–Junge und Junge–Mädchen. 2. Nach der Produktregel gilt für Mädchen–Junge \(\frac{4}{6}\cdot\frac{2}{5}=\frac{4}{15}\) und für Junge–Mädchen \(\frac{2}{6}\cdot\frac{4}{5}=\frac{4}{15}\). 3. Nach der Summenregel ist \(P=\frac{4}{15}+\frac{4}{15}=\frac{8}{15}\).

Antwort

\(\frac{8}{15}\approx53{,}3\,\%\)
43755810
Luca betrachtet im abgebildeten Baumdiagramm den Pfad \(A\)-\(B\). Er addiert die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades und erhält \(1{,}1\) als Pfadwahrscheinlichkeit. Erkläre den Denkfehler und bestimme den korrekten Wert.
Abbildung zur Aufgabe 437558

Denkanstöße

- Entscheide, ob die beiden Äste nacheinander durchlaufen werden oder alternative Pfade darstellen. - Welche Regel gilt für die Astwahrscheinlichkeiten eines einzelnen vollständigen Pfades? - Prüfe zusätzlich, ob \(1{,}1\) überhaupt im möglichen Wertebereich einer Wahrscheinlichkeit liegt.

Lösung

1. Die beiden Äste liegen nacheinander auf demselben vollständigen Pfad. Deshalb gilt die Produktregel: Die Astwahrscheinlichkeiten werden multipliziert und nicht addiert. 2. Aus dem Baum folgt \(P(\text{Pfad }A\text{-}B)=0{,}4\cdot0{,}7=0{,}28\). 3. Außerdem zeigt schon der Wert \(1{,}1\), dass die Rechnung nicht stimmen kann, weil eine Wahrscheinlichkeit höchstens \(1\) beträgt.

Antwort

Der Fehler ist das Addieren von Astwahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades. Richtig ist \(P=0{,}28\).
55669610
Das Baumdiagramm zeigt absolute Häufigkeiten aus \(200\) gleichartig durchgeführten Versuchen. Betrachte den vollständigen Pfad über \(A\) nach \(B\). a) Bestimme die relative Häufigkeit dieses vollständigen Pfades direkt aus Anfangs- und Endhäufigkeit. b) Bestimme zuerst die relative Häufigkeit für den Ast zu \(A\) und danach innerhalb von \(A\) für den Ast zu \(B\). Multipliziere beide Werte. c) Erkläre, was der Vergleich von a) und b) für die Produktregel plausibel macht.
Abbildung zur Aufgabe 556696

Denkanstöße

- Lies für a) nur die Häufigkeit am Start und am Ende des betrachteten Pfades ab. - Bei b) bezieht sich der zweite Anteil nicht mehr auf alle \(200\) Versuche, sondern nur auf die Versuche, die \(A\) erreicht haben. - Vergleiche die beiden Rechenwege erst nach ihrer vollständigen Auswertung.

Lösung

1. Direkt ergibt sich für den vollständigen Pfad \(\frac{20}{200}=0{,}1\). 2. Für den ersten Ast gilt \(\frac{80}{200}=0{,}4\); innerhalb von \(A\) gilt für den zweiten Ast \(\frac{20}{80}=0{,}25\). 3. Das Produkt ist \(0{,}4\cdot0{,}25=0{,}1\) und stimmt mit der direkten relativen Häufigkeit des vollständigen Pfades überein. Dadurch wird die Produktregel anhand der Häufigkeiten plausibel.

Antwort

a) \(\frac{20}{200}=0{,}1\) b) \(\frac{80}{200}\cdot\frac{20}{80}=0{,}4\cdot0{,}25=0{,}1\) c) Die direkte relative Häufigkeit eines vollständigen Pfades stimmt mit dem Produkt der relativen Asthäufigkeiten überein.
55669710
Das Baumdiagramm zeigt absolute Häufigkeiten aus \(500\) Versuchen. Das Ereignis \(E\) tritt an zwei verschiedenen Endknoten auf. a) Bestimme die relative Häufigkeit von \(E\), indem du zuerst die beiden günstigen Endhäufigkeiten zusammenfasst. b) Bestimme für jeden günstigen vollständigen Pfad seinen Anteil an allen \(500\) Versuchen und addiere diese beiden Anteile. c) Erkläre, was der Vergleich der beiden Rechenwege für die Summenregel plausibel macht.
Abbildung zur Aufgabe 556697

Denkanstöße

- Suche im Baum nur die Endknoten, an denen \(E\) steht. - Beide Endhäufigkeiten beziehen sich auf dieselben \(500\) Ausgangsversuche. - Vergleiche „zuerst Endhäufigkeiten addieren“ mit „zuerst Pfadanteile bilden und dann addieren“.

Lösung

1. Insgesamt tritt \(E\) in \(50+75=125\) von \(500\) Versuchen auf. Damit ist die relative Häufigkeit \(\frac{125}{500}=0{,}25\). 2. Die beiden günstigen vollständigen Pfade haben bezogen auf alle Versuche die Anteile \(\frac{50}{500}=0{,}1\) und \(\frac{75}{500}=0{,}15\). 3. Ihre Summe ist \(0{,}1+0{,}15=0{,}25\). Die beiden disjunkten Endfälle bilden zusammen das Ereignis \(E\); deshalb stimmt die Summe ihrer Pfadanteile mit dem Anteil von \(E\) überein.

Antwort

a) \(\frac{125}{500}=0{,}25\) b) \(\frac{50}{500}+\frac{75}{500}=0{,}25\) c) Für disjunkte günstige vollständige Pfade ergibt die Summe ihrer Anteile den Anteil des gesamten Ereignisses.
55669810
In einer Bonus-App erhältst du in jeder unabhängig durchgeführten Runde mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}2\) einen Bonus. Bestimme die kleinste Rundenzahl \(n\), für die die Wahrscheinlichkeit, mindestens einmal einen Bonus zu erhalten, größer als \(0{,}5\) ist. Prüfe die benötigten ganzzahligen Werte von \(n\) nacheinander; Logarithmen sind nicht nötig.

Denkanstöße

- Das Ereignis „mindestens einmal“ hat ein besonders einfaches Gegenereignis. - Überlege, welche Wahrscheinlichkeit in jeder Runde für „kein Bonus“ gilt. - Da eine kleinste ganze Rundenzahl gesucht ist, kannst du benachbarte Werte systematisch prüfen.

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „mindestens ein Bonus“ lautet „kein Bonus“. Für \(n\) Runden hat es die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8^n\). 2. Für \(n=3\) gilt \(P(\text{mindestens ein Bonus})=1-0{,}8^3=1-0{,}512=0{,}488\). Das ist noch nicht größer als \(0{,}5\). 3. Für \(n=4\) gilt \(P(\text{mindestens ein Bonus})=1-0{,}8^4=1-0{,}4096=0{,}5904\). 4. Daher ist die kleinste passende Rundenzahl \(n=4\).

Antwort

\(n=4\)
41009210
Ein Glücksrad hat 21 Felder. Jedes Feld fällt mit derselben Wahrscheinlichkeit aus und ist mit einer Zahl von 1 bis 6 beschriftet. Dabei kommt die „1“ nur einmal vor, die „2“ – zweimal, die „3“ – dreimal, usw. Mit welcher Wahrscheinlichkeit fallen nach zwei Drehungen eine „3“ und eine „5“ in beliebiger Reihenfolge aus?
Abbildung zur Aufgabe 410092

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung eine bestimmte Zahl zu erhalten? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die beiden gesuchten Zahlen hintereinander zu drehen? - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten für einen Pfad und addiere dann die Wahrscheinlichkeiten aller zutreffenden Pfade.

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Gesamtzahl der Felder ist 21. Anzahl der "3"-Felder ist 3, also \(P(3) = \frac{3}{21} = \frac{1}{7}\). Anzahl der "5"-Felder ist 5, also \(P(5) = \frac{5}{21}\). 2. Berücksichtigung der möglichen Reihenfolgen: Es kann zuerst eine "3" und dann eine "5" kommen, oder umgekehrt. 3. Berechnung nach der Pfadregel: \(P(\text{"3" und "5"}) = P(3) \cdot P(5) + P(5) \cdot P(3) = 2 \cdot \left(\frac{3}{21} \cdot \frac{5}{21}\right)\). 4. Ausrechnen: \(P = 2 \cdot \frac{15}{441} = \frac{30}{441}\). 5. Kürzen des Bruchs durch 3: \(\frac{10}{147}\).

Antwort

\(\frac{10}{147}\)
4151768
In einer Schale liegen \(20\) einzelne Gummibärchen: \(10\) rote, \(6\) gelbe und \(4\) grüne. Es werden dreimal nacheinander Gummibärchen gezogen und jeweils wieder zurückgelegt. Betrachte die einzelnen Gummibärchen als unterscheidbar; dadurch sind alle geordneten Tripel einzelner Gummibärchen gleich wahrscheinlich. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die drei gezogenen Gummibärchen dieselbe Farbe haben.

Denkanstöße

- Zähle die gleich wahrscheinlichen geordneten Tripel einzelner Gummibärchen. - Zähle die günstigen Tripel für Rot, Gelb und Grün getrennt. - Addiere die günstigen Anzahlen, bevor du durch die Gesamtzahl der Ergebnisse teilst.

Lösung

1. Wegen des Zurücklegens gibt es \(20^3=8000\) gleich wahrscheinliche geordnete Tripel einzelner Gummibärchen. 2. Für drei rote Gummibärchen sind \(10^3=1000\) Tripel günstig, für drei gelbe \(6^3=216\) und für drei grüne \(4^3=64\). 3. Insgesamt sind \(1000+216+64=1280\) Tripel günstig. Daher gilt \(P=\frac{1280}{8000}=\frac{4}{25}=0{,}16\).

Antwort

\(\frac{4}{25}=0{,}16=16\,\%\)
4218478
In einer Arbeitsgruppe befinden sich \(6\) Frauen und \(4\) Männer. Für eine Präsentation werden nacheinander drei verschiedene Personen zufällig ausgewählt. Jede geordnete Auswahl von drei verschiedenen Personen ist gleich wahrscheinlich. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Es werden nur Männer ausgewählt. (2) Es werden genau zwei Frauen ausgewählt. (3) Es wird mindestens eine Frau ausgewählt.

Denkanstöße

- Wie viele geordnete Auswahlen von drei verschiedenen Personen sind insgesamt möglich? - Für genau zwei Frauen kann der Mann an drei verschiedenen Positionen stehen. - Welches Gegenereignis zu (3) wurde bereits in (1) gezählt?

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(10\cdot9\cdot8=720\) gleich wahrscheinliche geordnete Auswahlen. 2. Für (1) sind \(4\cdot3\cdot2=24\) Auswahlen günstig. Daher gilt \(P=\frac{24}{720}=\frac{1}{30}\). 3. Für (2) kann die Position des einen Mannes auf \(3\) Arten gewählt werden. Die beiden Frauen können geordnet auf \(6\cdot5\) Arten und der Mann auf \(4\) Arten gewählt werden. Damit sind \(3\cdot6\cdot5\cdot4=360\) Auswahlen günstig und \(P=\frac{360}{720}=\frac{1}{2}\). 4. Für (3) ist das Gegenereignis „nur Männer“. Daher gilt \(P=1-\frac{1}{30}=\frac{29}{30}\).

Antwort

(1) \(\frac{1}{30}\approx3{,}3\,\%\) (2) \(\frac{1}{2}=50\,\%\) (3) \(\frac{29}{30}\approx96{,}7\,\%\)
4219688
Ein Obstkorb enthält \(15\) einzelne Früchte: \(9\) Äpfel und \(6\) Birnen. Es werden nacheinander drei verschiedene Früchte zufällig entnommen. Jede geordnete Auswahl verschiedener einzelner Früchte ist gleich wahrscheinlich. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die Folge Birne–Apfel–Birne. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Birne entnommen wird. c) Nachdem als erste Frucht ein Apfel entnommen wurde, werden zwei weitere Früchte ausgewählt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch diese beiden Früchte Äpfel sind?

Denkanstöße

- Zähle geordnete Auswahlen einzelner Früchte, nicht nur Farbfolgen. - Für b) ist das Gegenereignis „drei Äpfel“ einfacher zu zählen. - Welche Gesamtzahl und welche Apfelzahl gelten zu Beginn von c)?

Lösung

1. Für drei Ziehungen gibt es \(15\cdot14\cdot13=2730\) gleich wahrscheinliche geordnete Auswahlen. Für Birne–Apfel–Birne sind \(6\cdot9\cdot5=270\) Auswahlen günstig. Daher gilt in a) \(P=\frac{270}{2730}=\frac{9}{91}\). 2. Für b) ist das Gegenereignis „drei Äpfel“. Dafür sind \(9\cdot8\cdot7=504\) Auswahlen günstig. Somit gilt \(P=1-\frac{504}{2730}=\frac{53}{65}\). 3. Nach dem bereits gezogenen Apfel bleiben \(14\) Früchte, darunter \(8\) Äpfel. Für die zwei weiteren Ziehungen gibt es \(14\cdot13=182\) geordnete Auswahlen, davon \(8\cdot7=56\) mit zwei Äpfeln. Daher gilt in c) \(P=\frac{56}{182}=\frac{4}{13}\).

Antwort

a) \(\frac{9}{91}\) b) \(\frac{53}{65}\) c) \(\frac{4}{13}\)
42312410
In einer Fabrik werden elektronische Bauteile hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(90\,\%\) der Teile einwandfrei \(E\), während \(10\,\%\) fehlerhaft \(F\) sind. Für eine Qualitätsprüfung werden aus einer sehr großen Produktionsmenge nacheinander drei Bauteile entnommen. Die drei Prüfungen werden mit den konstanten Wahrscheinlichkeiten \(P(E)=0{,}9\) und \(P(F)=0{,}1\) modelliert. a) Wie viele Endknoten hat das vollständige Baumdiagramm für diesen dreistufigen Versuch? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei geprüften Teile einwandfrei sind. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den drei Teilen genau ein fehlerhaftes Bauteil ist.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es an jeder der drei Stufen? - Welche vollständigen Pfade gehören zu b) beziehungsweise c)? - Wie werden Astwahrscheinlichkeiten innerhalb eines Pfades und Wahrscheinlichkeiten verschiedener günstiger Pfade verknüpft?

Lösung

1. In jeder der drei Stufen gibt es zwei mögliche Ergebnisse. Daher hat das vollständige Baumdiagramm \(2^3=8\) Endknoten. 2. Für drei einwandfreie Teile gilt nach der Produktregel \(P(E,E,E)=0{,}9\cdot0{,}9\cdot0{,}9=0{,}729\). 3. Genau ein fehlerhaftes Teil tritt auf den drei Pfaden \((F,E,E)\), \((E,F,E)\) und \((E,E,F)\) auf. Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}9\cdot0{,}9=0{,}081\). 4. Nach der Summenregel ist \(P(\text{genau ein }F)=3\cdot0{,}081=0{,}243\).

Antwort

a) 8 Endknoten b) \(0{,}729=72{,}9\,\%\) c) \(0{,}243=24{,}3\,\%\)
42333110
Ein Gärtner pflanzt drei Samen einer speziellen Blumensorte. Aus Erfahrung weiß er, dass jeder Samen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\) keimt. Die Keimung der einzelnen Samen erfolgt dabei unabhängig voneinander. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Alle drei Samen keimen. b) Kein einziger Samen keimt. c) Mindestens zwei Samen keimen.

Denkanstöße

- Welche vollständigen Pfade gehören jeweils zum gesuchten Ereignis? - Entlang eines vollständigen Pfades werden die drei Astwahrscheinlichkeiten miteinander verknüpft. - Für „mindestens zwei“ musst du sowohl die Fälle mit genau zwei als auch den Fall mit drei keimenden Samen berücksichtigen.

Lösung

a) Für „alle drei keimen“ gibt es den Pfad KKK: \(P(\mathrm{KKK})=0{,}7\cdot0{,}7\cdot0{,}7=0{,}343\). b) Für „kein Samen keimt“ gibt es den Pfad NNN: \(P(\mathrm{NNN})=0{,}3\cdot0{,}3\cdot0{,}3=0{,}027\). c) „Mindestens zwei keimen“ umfasst KKN, KNK, NKK und KKK. Für jeden Pfad mit genau zwei keimenden Samen gilt \(0{,}7\cdot0{,}7\cdot0{,}3=0{,}147\). Daher ist \(P(\text{mindestens zwei})=0{,}147+0{,}147+0{,}147+0{,}343=0{,}784\).

Antwort

a) \(34{,}3\,\%\) (oder \(0{,}343\)) b) \(2{,}7\,\%\) (oder \(0{,}027\)) c) \(78{,}4\,\%\) (oder \(0{,}784\))
42333210
Bei der Endkontrolle eines Elektronikbauteils wird festgestellt, dass \(5\,\%\) der produzierten Teile fehlerhaft sind. Ein Prüfer entnimmt der Produktion nacheinander vier Bauteile und testet diese. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit \(0{,}05\) betrachtet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: a) Keines der vier Bauteile ist defekt. b) Genau eines der Bauteile ist defekt. c) Genau zwei der Bauteile sind defekt.

Denkanstöße

- Bezeichne „defekt“ und „intakt“ kurz und notiere die vollständigen Viererfolgen, die zur jeweiligen Bedingung passen. - Auf einem vollständigen Pfad werden die vier Astwahrscheinlichkeiten miteinander multipliziert. - Prüfe bei „genau ein“ und „genau zwei“, an welchen Positionen die defekten Teile liegen können.

Lösung

a) Für vier intakte Bauteile gibt es den Pfad IIII: \(P(\mathrm{IIII})=0{,}95^4=0{,}81450625\). b) Genau ein Defekt kann an vier Positionen auftreten: DIII, IDII, IIDI oder IIID. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}05\cdot0{,}95^3=0{,}04286875\). Daher ist \(P(\text{genau ein Defekt})=4\cdot0{,}04286875=0{,}171475\). c) Genau zwei Defekte treten auf den sechs Pfaden DDII, DIDI, DIID, IDDI, IDID und IIDD auf. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}05^2\cdot0{,}95^2=0{,}00225625\). Daher ist \(P(\text{genau zwei Defekte})=6\cdot0{,}00225625=0{,}0135375\).

Antwort

a) ca. \(81{,}45\,\%\) b) ca. \(17{,}15\,\%\) c) ca. \(1{,}35\,\%\)
42333510
Basketballspieler Malik Özdemir trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er führt eine Serie von vier Freiwürfen aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Erkläre, weshalb alle vier Würfe mit denselben beiden Astwahrscheinlichkeiten modelliert werden können. Gib die Wahrscheinlichkeiten für Treffer und Fehlwurf an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: \(A\): „Alle vier Würfe sind Treffer.“ \(B\): „Zuerst zwei Fehlwürfe, dann zwei Treffer.“ \(C\): „Mindestens ein Treffer.“ \(D\): „Genau zwei Treffer.“

Denkanstöße

- Welche beiden Ausgänge hat jeder einzelne Wurf, und ändern sich ihre Wahrscheinlichkeiten von Wurf zu Wurf? - Für eine fest vorgegebene Reihenfolge genügt ein vollständiger Pfad. - Bei „mindestens ein Treffer“ kann das Gegenereignis kürzer sein. - Für „genau zwei Treffer“ musst du alle möglichen Positionen der beiden Treffer berücksichtigen.

Lösung

1. Wegen der angenommenen Unabhängigkeit und der konstanten Trefferwahrscheinlichkeit gelten bei jedem Wurf dieselben Astwahrscheinlichkeiten: Treffer \(0{,}6\), Fehlwurf \(0{,}4\). 2. Für \(A\) gehört nur der Pfad TTTT zum Ereignis. Daher ist \(P(A)=0{,}6^4=0{,}1296\). 3. Für \(B\) gehört nur der Pfad NNTT zum Ereignis. Daher ist \(P(B)=0{,}4^2\cdot0{,}6^2=0{,}0576\). 4. Das Gegenereignis zu \(C\) ist NNNN. Daher ist \(P(C)=1-0{,}4^4=0{,}9744\). 5. Genau zwei Treffer treten auf den sechs Pfaden TTNN, TNTN, TNNT, NTTN, NTNT und NNTT auf. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}6^2\cdot0{,}4^2=0{,}0576\). Somit ist \(P(D)=6\cdot0{,}0576=0{,}3456\).

Antwort

a) Weil die Würfe als unabhängig modelliert werden und die Trefferwahrscheinlichkeit konstant bleibt, gelten bei jedem Wurf dieselben Astwahrscheinlichkeiten: Treffer \(0{,}6\), Fehlwurf \(0{,}4\). b) \(P(A)=0{,}1296\); \(P(B)=0{,}0576\); \(P(C)=0{,}9744\); \(P(D)=0{,}3456\)
42333610
In einer Glashütte werden Trinkgläser hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(10\,\%\) der Gläser fehlerhaft. Für eine Qualitätskontrolle werden fünf Gläser nacheinander zufällig entnommen und geprüft. Da die Produktion sehr groß ist, kann das Ziehen als Ziehen mit Zurücklegen betrachtet werden. a) Gib die Wahrscheinlichkeiten für „fehlerhaft“ und „einwandfrei“ an und erkläre, warum sie bei jeder der fünf Prüfungen gleich bleiben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: \(E\): „Kein Glas ist fehlerhaft.“ \(F\): „Die ersten drei Gläser sind einwandfrei, die letzten beiden sind fehlerhaft.“ \(G\): „Mindestens ein Glas ist fehlerhaft.“ \(H\): „Genau ein Glas ist fehlerhaft.“

Denkanstöße

- Welche zwei Astwahrscheinlichkeiten gehören zu jeder Prüfung, und was bewirkt das Zurücklegen für die Zusammensetzung? - Bei einem fest vorgegebenen Ablauf reicht ein vollständiger Pfad. - Für „mindestens ein fehlerhaftes Glas“ kann das Gegenereignis einfacher sein. - Bei „genau ein fehlerhaftes Glas“ ist entscheidend, an welcher der fünf Positionen der Fehler liegt.

Lösung

1. Für ein fehlerhaftes Glas gilt die Astwahrscheinlichkeit \(0{,}1\), für ein einwandfreies Glas \(0{,}9\). Wegen des Modells „mit Zurücklegen“ bleibt die Zusammensetzung bei jeder der fünf Prüfungen gleich. 2. Für \(E\) gehört nur der Pfad EEEEE zum Ereignis. Daher ist \(P(E)=0{,}9^5=0{,}59049\). 3. Für \(F\) gehört nur der Pfad EEEFF zum Ereignis. Daher ist \(P(F)=0{,}9^3\cdot0{,}1^2=0{,}00729\). 4. Das Gegenereignis zu \(G\) ist „kein Glas ist fehlerhaft“. Daher ist \(P(G)=1-0{,}59049=0{,}40951\). 5. Genau ein fehlerhaftes Glas kann an fünf Positionen stehen: FEEEE, EFEEE, EEFEE, EEEFE oder EEEEF. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}9^4=0{,}06561\). Somit ist \(P(H)=5\cdot0{,}06561=0{,}32805\).

Antwort

a) Fehlerhaft: \(0{,}1\); einwandfrei: \(0{,}9\). Die Wahrscheinlichkeiten bleiben gleich, weil das Ziehen als Ziehen mit Zurücklegen modelliert wird und sich die Zusammensetzung dadurch nicht ändert. b) \(P(E)=0{,}59049\); \(P(F)=0{,}00729\); \(P(G)=0{,}40951\); \(P(H)=0{,}32805\)
42333710
Ein Bogenschütze trifft das Zentrum der Scheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(40\,\%\). Er gibt drei Schüsse ab und notiert für jeden Schuss, ob er getroffen (\(T\)) oder nicht getroffen (\(N\)) hat. Die Schüsse werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Gib alle acht möglichen Ergebnisse dieses Zufallsexperiments in der Kurzschreibweise (z. B. \(TNN\)) an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Ergebnisse \(TNN\) und \(TTN\). c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für „genau ein Treffer“ und „mindestens zwei Treffer“.

Denkanstöße

- Erzeuge die Ergebnisse systematisch, indem du an jeder der drei Stellen zwischen \(T\) und \(N\) unterscheidest. - Für einen einzelnen Ergebnisweg multiplizierst du die drei zugehörigen Astwahrscheinlichkeiten. - Bei einem Ereignis mit mehreren passenden Ergebnissen musst du alle günstigen Pfade erfassen und ihre Wahrscheinlichkeiten zusammenführen.

Lösung

a) Die acht Ergebnisse sind \(TTT, TTN, TNT, NTT, TNN, NTN, NNT, NNN\). b) \(P(TNN)=0{,}4\cdot0{,}6\cdot0{,}6=0{,}144\). \(P(TTN)=0{,}4\cdot0{,}4\cdot0{,}6=0{,}096\). c) Genau ein Treffer tritt auf den Pfaden TNN, NTN und NNT auf. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}144\). Daher \(P(\text{genau ein Treffer})=3\cdot0{,}144=0{,}432\). Mindestens zwei Treffer treten auf TTN, TNT, NTT und TTT auf. Die ersten drei Pfade haben jeweils die Wahrscheinlichkeit \(0{,}096\), TTT hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}4^3=0{,}064\). Somit \(P(\text{mindestens zwei Treffer})=3\cdot0{,}096+0{,}064=0{,}352\).

Antwort

a) \(\{TTT, TTN, TNT, NTT, TNN, NTN, NNT, NNN\}\) b) \(P(TNN)=0{,}144\); \(P(TTN)=0{,}096\) c) \(P(\text{genau ein Treffer})=0{,}432\); \(P(\text{mindestens zwei Treffer})=0{,}352\)
42333810
Bei der Endkontrolle elektronischer Bauteile ist bekannt, dass \(10\,\%\) der Stücke fehlerhaft (\(f\)) sind. Die übrigen Stücke sind einwandfrei (\(e\)). Es werden nacheinander drei Bauteile geprüft. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit betrachtet. a) Begründe, weshalb die Ergebnisse \(efe\) und \(eef\) dieselbe Wahrscheinlichkeit besitzen, und gib diesen Wert an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zwei der drei Bauteile fehlerhaft sind. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens ein Bauteil fehlerhaft ist, und erkläre den Zusammenhang mit Teilaufgabe b).

Denkanstöße

- Vergleiche bei \(efe\) und \(eef\), welche Faktoren entlang des vollständigen Pfades vorkommen. - Für „mindestens zwei“ musst du die Fälle mit genau zwei und mit drei fehlerhaften Bauteilen erfassen. - Prüfe bei Teil c), ob jedes mögliche Ergebnis genau einer der beiden Bedingungen aus b) und c) zugeordnet werden kann.

Lösung

1. Die Pfade \(efe\) und \(eef\) enthalten jeweils zweimal den Faktor \(0{,}9\) und einmal den Faktor \(0{,}1\). Deshalb gilt \(P(efe)=0{,}9\cdot0{,}1\cdot0{,}9=0{,}081\) und \(P(eef)=0{,}9\cdot0{,}9\cdot0{,}1=0{,}081\). 2. „Mindestens zwei fehlerhaft“ umfasst ffe, fef, eff und fff. Die drei Pfade mit genau zwei fehlerhaften Bauteilen haben jeweils die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1^2\cdot0{,}9=0{,}009\), für fff gilt \(0{,}1^3=0{,}001\). Somit ist \(P(\text{mindestens zwei fehlerhaft})=3\cdot0{,}009+0{,}001=0{,}028\). 3. „Höchstens ein fehlerhaft“ ist das Gegenereignis zu „mindestens zwei fehlerhaft“. Daher ist \(P(\text{höchstens ein fehlerhaft})=1-0{,}028=0{,}972\).

Antwort

a) Beide Pfade enthalten dieselben drei Faktoren, nur in anderer Reihenfolge. Daher gilt \(P(efe)=P(eef)=0{,}081\). b) \(P(\text{mindestens zwei fehlerhaft})=0{,}028\) c) \(P(\text{höchstens ein fehlerhaft})=0{,}972\); die Ereignisse aus b) und c) sind Gegenereignisse.
42335110
In einer Fabrik werden Bauteile produziert, von denen \(95\,\%\) einwandfrei (\(G\)) sind und \(5\,\%\) als fehlerhaft (\(F\)) gelten. In einer Qualitätskontrolle werden vier Bauteile nacheinander geprüft. Die Prüfungen werden unabhängig mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten modelliert. Betrachtet werden folgende Ereignisse: A: „Nur das zweite Bauteil ist fehlerhaft.“ B: „Genau drei Bauteile sind einwandfrei.“ C: „Die ersten drei Bauteile sind einwandfrei.“ D: „Nur das vierte Bauteil ist fehlerhaft.“ a) Gib für die Ereignisse A bis D jeweils alle zugehörigen Ergebnisse in der Form \((x_1,x_2,x_3,x_4)\) an. b) Welche der Ereignisse haben die gleiche Wahrscheinlichkeit? Begründe deine Entscheidung ohne Rechnung. c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse A, B und C.

Denkanstöße

- Übersetze jedes Ereignis zuerst in mögliche Folgen aus \(G\) und \(F\). - Vergleiche bei b) die Faktoren entlang der zugehörigen Pfade, ohne sie auszurechnen. - Bei C ist das Ergebnis der vierten Prüfung nicht festgelegt; überlege, wie sich das vereinfachen lässt.

Lösung

1. Die Ergebnismengen lauten \(A=\{(G,F,G,G)\}\), \(B=\{(F,G,G,G),(G,F,G,G),(G,G,F,G),(G,G,G,F)\}\), \(C=\{(G,G,G,G),(G,G,G,F)\}\) und \(D=\{(G,G,G,F)\}\). 2. A und D bestehen jeweils aus genau einem Pfad mit drei einwandfreien und einem fehlerhaften Bauteil. Da die Wahrscheinlichkeiten an jeder Stufe gleich sind, enthalten beide Pfade dieselben Faktoren. Also gilt \(P(A)=P(D)\). 3. Für A gilt \(P(A)=0{,}95^3\cdot0{,}05=0{,}04286875\). 4. B umfasst vier Pfade mit jeweils drei einwandfreien und einem fehlerhaften Bauteil. Daher ist \(P(B)=4\cdot0{,}95^3\cdot0{,}05=0{,}171475\). 5. Für C sind nur die ersten drei Prüfungen festgelegt; das vierte Ergebnis ist beliebig. Daher ist \(P(C)=0{,}95^3=0{,}857375\).

Antwort

a) \(A=\{(G,F,G,G)\}\); \(B=\{(F,G,G,G),(G,F,G,G),(G,G,F,G),(G,G,G,F)\}\); \(C=\{(G,G,G,G),(G,G,G,F)\}\); \(D=\{(G,G,G,F)\}\) b) \(P(A)=P(D)\), weil A und D jeweils aus einem Pfad mit genau drei Faktoren \(0{,}95\) und einem Faktor \(0{,}05\) bestehen; die Reihenfolge der Faktoren ändert das Produkt nicht. c) \(P(A)=0{,}04286875\); \(P(B)=0{,}171475\); \(P(C)=0{,}857375\)
42335510
In einer Gärtnerei keimen durchschnittlich \(15\,\%\) der Blumensamen einer bestimmten Sorte nicht. Für eine Untersuchung werden vier Samen dieser Sorte zufällig ausgewählt und eingepflanzt. Die Keimungen werden als unabhängig mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten modelliert. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei der vier Samen nicht keimen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur die ersten beiden Samen nicht keimen.

Denkanstöße

- Worin unterscheiden sich „genau zwei irgendwo“ und „nur die ersten beiden“? - Welche vollständigen Viererfolgen gehören zu a)? - Haben die günstigen Pfade aus a) dieselbe Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Schreibe \(N\) für „keimt nicht“ und \(K\) für „keimt“. Für genau zwei nicht keimende Samen gibt es die sechs Pfade \((N,N,K,K)\), \((N,K,N,K)\), \((N,K,K,N)\), \((K,N,N,K)\), \((K,N,K,N)\) und \((K,K,N,N)\). 2. Jeder dieser Pfade hat nach der Produktregel die Wahrscheinlichkeit \(0{,}15^2\cdot0{,}85^2=0{,}01625625\). 3. Mit der Summenregel ergibt sich \(P(\text{genau zwei }N)=6\cdot0{,}01625625=0{,}0975375\approx9{,}75\,\%\). 4. In b) ist nur der Pfad \((N,N,K,K)\) günstig. Seine Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}15^2\cdot0{,}85^2=0{,}01625625\approx1{,}63\,\%\).

Antwort

a) \(P\approx9{,}75\,\%\) b) \(P\approx1{,}63\,\%\)
42335610
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). In einer Trainingseinheit führt er fünf Würfe aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt gleich. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er genau vier Treffer erzielt. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er nur beim fünften Wurf nicht trifft.

Denkanstöße

- An welchen fünf Positionen kann der einzige Fehlwurf in a) liegen? - Enthalten die günstigen Pfade aus a) jeweils dieselben Faktoren? - Wie unterscheidet sich die Anzahl günstiger Pfade in a) von der fest vorgegebenen Folge in b)?

Lösung

1. Bei genau vier Treffern gibt es fünf mögliche Pfade, je nachdem, an welcher Stelle der einzige Fehlwurf liegt. 2. Jeder dieser Pfade hat nach der Produktregel die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8^4\cdot0{,}2=0{,}08192\). 3. Mit der Summenregel gilt \(P(\text{genau vier Treffer})=5\cdot0{,}08192=0{,}4096\). 4. Schreibe \(T\) für Treffer und \(F\) für Fehlwurf. In b) ist nur der Pfad \((T,T,T,T,F)\) günstig. Nach der Produktregel ist \(P((T,T,T,T,F))=0{,}08192\).

Antwort

a) \(0{,}4096=40{,}96\,\%\) b) \(0{,}08192=8{,}192\,\%\)
42337210
Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von \(25\,\%\) pro Freiwurf. Er führt drei Freiwürfe hintereinander aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. Wir betrachten die Ereignisse: A: „Nur der zweite Wurf ist ein Treffer.“ B: „Der erste Treffer wird beim zweiten Wurf erzielt.“ C: „Der zweite Wurf ist ein Treffer.“ D: „Der zweite Wurf ist kein Treffer.“ a) Beschreibe die Ereignisse A, B und C, indem du alle möglichen Pfade in der Schreibweise (Wurf 1, Wurf 2, Wurf 3) auflistest. Verwende dabei \(T\) für Treffer und \(F\) für Fehlschuss. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Ereignisse A, B, C und D.

Denkanstöße

- Nutze ein Baumdiagramm, um dir die verschiedenen Pfade zu veranschaulichen. - Überlege genau, was Formulierungen wie „nur“ oder „erst beim …“ für die anderen Würfe bedeuten. - Bei unabhängigen Ereignissen kannst du die Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades multiplizieren. - Wenn ein Wurf „beliebig“ ist, wird seine Wahrscheinlichkeit in der Summe zu 1.

Lösung

1. Identifikation der Pfade: Ereignis A: Nur der zweite Wurf ist ein Treffer bedeutet \((F, T, F)\). Ereignis B: Der erste Treffer beim zweiten Wurf bedeutet, der erste war ein Fehlschuss, der zweite ein Treffer, der dritte ist beliebig: \((F, T, F)\) und \((F, T, T)\). Ereignis C: Der zweite Wurf ist ein Treffer bedeutet, die anderen sind beliebig: \((T, T, T), (T, T, F), (F, T, T), (F, T, F)\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten mit \(P(T) = 0{,}25\) und \(P(F) = 0{,}75\): \(P(A) = 0{,}75 \cdot 0{,}25 \cdot 0{,}75 = 0{,}140625 = \frac{9}{64}\). \(P(B) = 0{,}75 \cdot 0{,}25 \cdot (0{,}75 + 0{,}25) = 0{,}75 \cdot 0{,}25 \cdot 1 = 0{,}1875 = \frac{3}{16}\). \(P(C) = 1 \cdot 0{,}25 \cdot 1 = 0{,}25 = \frac{1}{4}\). \(P(D) = 1 - P(C) = 0{,}75 = \frac{3}{4}\).

Antwort

a) \(A = \{(F, T, F)\}\); \(B = \{(F, T, F), (F, T, T)\}\); \(C = \{(T, T, T), (T, T, F), (F, T, T), (F, T, F)\}\) b) \(P(A) = \frac{9}{64} \approx 14{,}1\,\%\); \(P(B) = \frac{3}{16} = 18{,}75\,\%\); \(P(C) = \frac{1}{4} = 25\,\%\); \(P(D) = \frac{3}{4} = 75\,\%\)
42355110
Ein Passwortschutzsystem besteht aus einer Abfolge von sechs Sicherheitsabfragen, die ein Programm nacheinander lösen muss. Das Programm kann jede dieser Abfragen unabhängig voneinander mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p\) korrekt beantworten. Der Zugang wird nur gewährt, wenn alle sechs Abfragen erfolgreich absolviert werden. Bestimme die notwendige Wahrscheinlichkeit \(p\), mit der das Programm eine einzelne Abfrage lösen muss, damit die Gesamtwahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Zugang genau \(50\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Welcher vollständige Pfad führt zum erfolgreichen Zugang? - Wie lautet seine Wahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von \(p\)? - Welche Rechenoperation macht die sechste Potenz rückgängig?

Lösung

1. Da alle sechs Erfolge eintreten müssen, gilt nach der Produktregel \(P(\text{Zugang})=p^6\). 2. Die Bedingung lautet daher \(p^6=0{,}5\). 3. Es folgt \(p=\sqrt[6]{0{,}5}\approx0{,}8909\). 4. Die Erfolgswahrscheinlichkeit pro Abfrage muss also etwa \(89{,}09\,\%\) betragen.

Antwort

\(p=\sqrt[6]{0{,}5}\approx0{,}8909\approx89{,}09\,\%\)
42363510
An einem Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren ist genau ein Sektor blau gefärbt. Das Rad wird so lange gedreht, bis zum ersten Mal Blau erscheint. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass erstmals bei der zweiten bzw. erstmals bei der dritten Drehung Blau erscheint. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens drei Drehungen benötigt werden. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind mehr als vier Drehungen erforderlich?

Denkanstöße

- Beschreibe bei a) genau, was vor dem ersten blauen Ergebnis geschehen muss. - Für „höchstens drei“ kann das Gegenereignis kürzer sein als das Addieren mehrerer Endpfade. - Bei c) genügt es zu betrachten, was in den ersten vier Drehungen passieren muss.

Lösung

a) Für „erstmals bei der zweiten Drehung Blau“ ist der Pfad „kein Blau, Blau“ nötig: \(0{,}8\cdot 0{,}2=0{,}16\). Für „erstmals bei der dritten Drehung Blau“ ist der Pfad „kein Blau, kein Blau, Blau“ nötig: \(0{,}8^2\cdot 0{,}2=0{,}128\). b) Höchstens drei Drehungen werden benötigt, wenn in den ersten drei Drehungen mindestens einmal Blau erscheint. Über das Gegenereignis „dreimal kein Blau“ gilt \(P=1-0{,}8^3=0{,}488\). c) Mehr als vier Drehungen sind nötig, wenn die ersten vier Drehungen alle nicht Blau ergeben: \(P=0{,}8^4=0{,}4096\).

Antwort

a) Zweite Drehung: \(0{,}16\); dritte Drehung: \(0{,}128\) b) \(P=0{,}488\) c) \(P=0{,}4096\)
4238038
In einem Beutel liegen fünf einzelne Kugeln: zwei rote und drei blaue. Es wird dreimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Betrachte die fünf einzelnen Kugeln als unterscheidbar; dadurch sind alle geordneten Tripel einzelner Kugeln gleich wahrscheinlich. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass drei rote Kugeln gezogen werden. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei blaue Kugeln gezogen werden. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine rote Kugel gezogen wird.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Tripel einzelner Kugeln entstehen durch das Zurücklegen? - Bei genau zwei blauen Kugeln kann die rote Kugel an drei Positionen stehen. - Für „mindestens eine rote Kugel“ ist das Gegenereignis kürzer zu zählen.

Lösung

1. Wegen des Zurücklegens gibt es insgesamt \(5^3=125\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel. 2. Für a) kann in jeder Position eine von \(2\) roten Kugeln auftreten. Damit sind \(2^3=8\) Tripel günstig und \(P=\frac{8}{125}\). 3. Für b) wird die Position der einen roten Kugel auf \(3\) Arten gewählt. Für die beiden blauen Positionen gibt es jeweils \(3\) Möglichkeiten und für die rote \(2\). Damit sind \(3\cdot3^2\cdot2=54\) Tripel günstig und \(P=\frac{54}{125}\). 4. Für c) ist das Gegenereignis „drei blaue Kugeln“. Dafür gibt es \(3^3=27\) Tripel. Somit gilt \(P=1-\frac{27}{125}=\frac{98}{125}\).

Antwort

a) \(\frac{8}{125}=6{,}4\,\%\) b) \(\frac{54}{125}=43{,}2\,\%\) c) \(\frac{98}{125}=78{,}4\,\%\)
4238048
Eine Urne enthält vier Kugeln, die mit den Zahlen \(1\), \(2\), \(3\) und \(4\) beschriftet sind. Es wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gezogenen Zahlen ist genau \(5\). b) Das Produkt der beiden Zahlen ist eine Quadratzahl. c) Die zuerst gezogene Zahl ist größer als die zweite Zahl.

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare sind bei zwei Ziehungen mit Zurücklegen möglich? - Welche Zahlenpaare erfüllen jeweils die Bedingung des Ereignisses? - Arbeite bei jeder Teilaufgabe systematisch, damit kein günstiger Fall fehlt oder doppelt gezählt wird.

Lösung

1. Bei zwei Ziehungen mit Zurücklegen gibt es \(4\cdot4=16\) gleich wahrscheinliche geordnete Ergebnisse. 2. Für a) sind \((1,4)\), \((2,3)\), \((3,2)\) und \((4,1)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{4}{16}=\frac{1}{4}=0{,}25\). 3. Für b) sind \((1,1)\), \((1,4)\), \((2,2)\), \((3,3)\), \((4,1)\) und \((4,4)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=0{,}375\). 4. Für c) sind \((2,1)\), \((3,1)\), \((3,2)\), \((4,1)\), \((4,2)\) und \((4,3)\) günstig. Daher gilt \(P=\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=0{,}375\).

Antwort

a) \(\frac{1}{4}=0{,}25\) b) \(\frac{3}{8}=0{,}375\) c) \(\frac{3}{8}=0{,}375\)
42381010
Eine Bogenschützin trifft das Goldzentrum der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\). Sie gibt drei Schüsse nacheinander ab. Die Schüsse werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit erzielt sie die Sequenz Treffer – kein Treffer – Treffer? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie bei den drei Schüssen insgesamt genau zweimal in das Goldzentrum trifft.

Denkanstöße

- Welcher vollständige Pfad beschreibt a)? - Welche drei vollständigen Pfade enthalten genau zwei Treffer? - Wie werden die Wahrscheinlichkeiten innerhalb eines Pfades und zwischen den günstigen Pfaden verknüpft?

Lösung

1. Schreibe \(T\) für Treffer und \(F\) für Fehlwurf. Es gilt \(P(T)=0{,}7\) und \(P(F)=0{,}3\). 2. Für a) ergibt die Produktregel für den Pfad \((T,F,T)\) die Wahrscheinlichkeit \(0{,}7\cdot0{,}3\cdot0{,}7=0{,}147\). 3. Für b) sind \((T,T,F)\), \((T,F,T)\) und \((F,T,T)\) günstig. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}7^2\cdot0{,}3=0{,}147\). 4. Mit der Summenregel ist \(P(\text{genau zwei Treffer})=3\cdot0{,}147=0{,}441\).

Antwort

a) \(14{,}7\,\%\) b) \(44{,}1\,\%\)
42381910
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über Baumdiagramme bei mehrstufigen Zufallsexperimenten wahr oder falsch sind. Begründe jeweils deine Entscheidung. a) Die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses, also eines vollständigen Pfades, ist niemals größer als die Wahrscheinlichkeit des ersten Astes, der zu diesem Ergebnis führt. b) Wenn man die Wahrscheinlichkeiten aller möglichen vollständigen Pfade eines Baumdiagramms addiert, erhält man stets den Wert \(1\).

Denkanstöße

- Welche Werte können Astwahrscheinlichkeiten annehmen? - Was geschieht mit einer Zahl zwischen \(0\) und \(1\), wenn sie mit weiteren solchen Faktoren multipliziert wird? - Welches Ereignis entsteht aus der Vereinigung aller vollständigen Pfade?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Nach der Produktregel ist die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Pfades das Produkt seiner Astwahrscheinlichkeiten. Jede weitere Astwahrscheinlichkeit liegt zwischen \(0\) und \(1\); weitere Faktoren können das Produkt daher nicht vergrößern. 2. Aussage b) ist wahr. Alle vollständigen Pfade beschreiben zusammen sämtliche möglichen Ergebnisse und schließen einander aus. Nach der Summenregel ist ihre Summe die Wahrscheinlichkeit des sicheren Ereignisses, also \(1\).

Antwort

a) Wahr. Zusätzliche Faktoren zwischen \(0\) und \(1\) können eine Pfadwahrscheinlichkeit nicht vergrößern. b) Wahr. Alle vollständigen Pfade bilden zusammen das sichere Ereignis; ihre Wahrscheinlichkeiten summieren sich zu \(1\).
43088110
Ein Unternehmen prüft elektronische Bauteile auf Defekte. Bei einem tatsächlich defekten Bauteil schlägt ein automatischer Test mit einer Wahrscheinlichkeit von \(92\,\%\) an. Zur Sicherheit werden zwei solche Tests unabhängig voneinander durchgeführt. - Schlagen beide Tests an, wird das Bauteil sofort als Ausschuss sortiert. - Schlägt genau einer der beiden Tests an, wird eine manuelle Nachprüfung durchgeführt. - Schlagen beide Tests nicht an, wird das Bauteil als fehlerfrei eingestuft. Die manuelle Nachprüfung erkennt einen Defekt bei einem betroffenen Bauteil mit einer Wahrscheinlichkeit von \(96\,\%\). Berechne für ein tatsächlich defektes Bauteil die Wahrscheinlichkeit, dass: (1) es sofort als Ausschuss klassifiziert wird; (2) der Defekt durch beide automatischen Tests nicht erkannt wird; (3) eine manuelle Nachprüfung erforderlich wird; (4) der Defekt erst in der manuellen Nachprüfung entdeckt wird; (5) das Bauteil insgesamt als defekt erkannt wird.

Denkanstöße

- Stelle den Ablauf als mehrstufiges Baumdiagramm dar. - Welche vollständigen Pfade gehören zu „genau ein automatischer Test schlägt an“? - Unterscheide zwischen Ereignissen, die nacheinander eintreten müssen, und verschiedenen Pfaden, die zum selben Ergebnis führen. - Welche bereits berechneten Fälle führen insgesamt zur Erkennung des Defekts?

Lösung

1. Für einen automatischen Test gilt \(p=0{,}92\) für „schlägt an“ und \(q=0{,}08\) für „schlägt nicht an“. 2. Sofortiger Ausschuss bedeutet zweimal „schlägt an“: \(0{,}92\cdot0{,}92=0{,}8464\). 3. Zweimaliges Nichterkennen hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}08\cdot0{,}08=0{,}0064\). 4. Eine Nachprüfung ist bei genau einem positiven automatischen Test nötig. Dafür gibt es zwei Pfade: \(2\cdot0{,}92\cdot0{,}08=0{,}1472\). 5. Erst in der manuellen Nachprüfung entdeckt wird der Defekt mit \(0{,}1472\cdot0{,}96=0{,}141312\). 6. Insgesamt erkannt wird der Defekt entweder sofort oder erst in der Nachprüfung: \(0{,}8464+0{,}141312=0{,}987712\).

Antwort

(1) \(0{,}8464=84{,}64\,\%\) (2) \(0{,}0064=0{,}64\,\%\) (3) \(0{,}1472=14{,}72\,\%\) (4) \(0{,}141312\approx14{,}13\,\%\) (5) \(0{,}987712\approx98{,}77\,\%\)
4319958
Zwei Glücksräder, Glücksrad A und Glücksrad B, werden jeweils einmal gedreht. Die Sektoren jedes Glücksrads sind gleich groß. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Farbe an. b) Die Summe der beiden erdrehten Zahlen ist mindestens \(6\). Gib die Wahrscheinlichkeiten als gekürzten Bruch und in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 431995

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Welche Farben kommen auf beiden Rädern vor? - Welche geordneten Zahlenpaare haben eine Summe von mindestens \(6\)?

Lösung

1. Glücksrad A hat \(5\) und Glücksrad B \(4\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(5\cdot4=20\) gleich wahrscheinliche geordnete Kombinationen. 2. Für dieselbe Farbe gibt es \(2\cdot1=2\) Rot-Rot-Kombinationen und \(2\cdot2=4\) Blau-Blau-Kombinationen. Damit gilt \(P=\frac{6}{20}=\frac{3}{10}=30\,\%\). 3. Für eine Summe von mindestens \(6\) gibt es zehn günstige Zahlenpaare. Daher gilt \(P=\frac{10}{20}=\frac{1}{2}=50\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{3}{10}=30\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4320058
Das abgebildete Glücksrad mit sechs gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Es wird zweimal die gleiche Zahl gedreht. b) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(4\). c) Beim ersten Drehen wird ein rotes Feld und beim zweiten Drehen ein blaues Feld getroffen.
Abbildung zur Aufgabe 432005

Denkanstöße

- Wie oft kommen die einzelnen Zahlen und Farben auf dem Rad vor? - Welche geordneten Zahlenpaare erfüllen a) beziehungsweise b)? - Wie viele geordnete Sektorenpaare sind insgesamt gleich wahrscheinlich?

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Die Zahl \(1\) steht auf zwei, die Zahl \(2\) auf drei und die Zahl \(3\) auf einem Sektor. Daher gilt \(P(\text{zweimal gleiche Zahl})=\frac{2^2+3^2+1^2}{36}=\frac{7}{18}\approx0{,}3889\). 3. Eine Summe größer als \(4\) entsteht durch die Zahlenpaare \((2,3)\), \((3,2)\) und \((3,3)\). Unter Berücksichtigung der Sektorhäufigkeiten gibt es \(3\cdot1+1\cdot3+1\cdot1=7\) günstige Sektorenpaare. Damit gilt \(P=\frac{7}{36}\approx0{,}1944\). 4. Für c) gibt es \(2\cdot2=4\) günstige Sektorenpaare. Daher ist \(P=\frac{4}{36}=\frac{1}{9}\approx0{,}1111\).

Antwort

a) \(\frac{7}{18}\approx38{,}9\,\%\) b) \(\frac{7}{36}\approx19{,}4\,\%\) c) \(\frac{1}{9}\approx11{,}1\,\%\)
4320128
Zwei Glücksräder A und B mit unterschiedlich vielen, aber jeweils gleich großen Sektoren werden nacheinander je einmal gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse und gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an: a) Beide Räder zeigen auf eine rote Zahl. b) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(6\).
Abbildung zur Aufgabe 432012

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare gibt es insgesamt? - Wie viele rote Sektoren besitzt jedes Rad? - Welche Zahlenpaare ergeben die Summe \(6\)?

Lösung

1. Glücksrad A hat \(4\) und Glücksrad B \(6\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(4\cdot6=24\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Auf A ist ein Sektor rot, auf B sind drei Sektoren rot. Damit sind \(1\cdot3=3\) Sektorenpaare für a) günstig und \(P=\frac{3}{24}=\frac{1}{8}\). 3. Für b) sind die Zahlenpaare \((1,5)\), \((2,4)\), \((3,3)\) und \((4,2)\) günstig. Sie entsprechen vier gleich wahrscheinlichen Sektorenpaaren. Daher gilt \(P=\frac{4}{24}=\frac{1}{6}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}\) b) \(\frac{1}{6}\)
43203210
Aus einer Urne mit sechs farbigen Kugeln (siehe Abbildung) werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne mithilfe der Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Beide gezogenen Kugeln haben die gleiche Farbe. b) Mindestens eine der gezogenen Kugeln ist rot.
Abbildung zur Aufgabe 432032

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie viele Kugeln jeder Farbe vorhanden sind. - Welche Farben können bei zwei Ziehungen ohne Zurücklegen überhaupt zweimal auftreten? - Gibt es für b) ein Gegenereignis, das nur die nicht-roten Kugeln betrachtet?

Lösung

1. In der Urne liegen \(3\) blaue, \(2\) rote und \(1\) gelbe Kugel. 2. Zwei gleichfarbige Kugeln können nur Blau-Blau oder Rot-Rot sein. Daher ist \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{3}{6}\cdot\frac{2}{5}+\frac{2}{6}\cdot\frac{1}{5}=\frac{8}{30}=\frac{4}{15}\approx26{,}7\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine rote Kugel“ ist „keine rote Kugel“. Es gibt zunächst \(4\) nicht-rote Kugeln. Somit ist \(P(\text{keine rote})=\frac{4}{6}\cdot\frac{3}{5}=\frac{2}{5}\), also \(P(\text{mindestens eine rote})=1-\frac{2}{5}=\frac{3}{5}=60\,\%\).

Antwort

a) \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{4}{15}\approx26{,}7\,\%\) b) \(P(\text{mindestens eine rote})=\frac{3}{5}=60\,\%\)
4320428
Ein Glücksrad besitzt \(6\) gleich große Sektoren, die wie in der Abbildung mit Zahlen beschriftet sind. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Summe der beiden erzielten Zahlen mindestens \(6\) beträgt. Gib das Ergebnis als vollständig gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432042

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare entstehen insgesamt? - Welche Zahlenpaare haben eine Summe von mindestens \(6\)? - Wie oft werden diese Zahlenpaare durch die mehrfach vorkommenden Sektoren tatsächlich dargestellt?

Lösung

1. Die Zahlen \(1\) und \(2\) stehen jeweils auf einem Sektor; die Zahlen \(3\) und \(5\) jeweils auf zwei Sektoren. Bei zwei Drehungen gibt es insgesamt \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Günstig sind die Zahlenpaare \((1,5)\), \((2,5)\), \((3,3)\), \((3,5)\), \((5,1)\), \((5,2)\), \((5,3)\) und \((5,5)\). 3. Unter Berücksichtigung der Sektorhäufigkeiten entsprechen diese Fälle \(2+2+4+4+2+2+4+4=24\) günstigen Sektorenpaaren. 4. Daher gilt \(P=\frac{24}{36}=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\)
4320538
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird zweimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Berechne jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz: a) zweimal dieselbe Farbe, b) mindestens einmal Grün, c) zuerst Rot und danach Blau.
Abbildung zur Aufgabe 432053

Denkanstöße

- Zähle zuerst die \(64\) gleich wahrscheinlichen geordneten Sektorenpaare. - Für a) werden die günstigen Paare für Rot, Blau und Grün getrennt gezählt. - Bei b) ist das Gegenereignis „kein Grün“ einfacher zu zählen. - Für c) ist die Reihenfolge fest vorgegeben.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(8^2=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für a) sind \(3^2+4^2+1^2=26\) Paare günstig. Daher gilt \(P=\frac{26}{64}=\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\). 3. Für b) sind beim Gegenereignis „kein Grün“ \(7^2=49\) Paare günstig. Somit gehören \(64-49=15\) Paare zum Ereignis und \(P=\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\). 4. Für c) gibt es \(3\) mögliche rote Sektoren beim ersten und \(4\) blaue beim zweiten Dreh. Daher sind \(3\cdot4=12\) Paare günstig und \(P=\frac{12}{64}=\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\) b) \(\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\) c) \(\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\)
43215510
Das abgebildete Glücksrad besitzt vier gleich große Sektoren und wird dreimal nacheinander gedreht. Bestimme mithilfe der Pfadregeln: a) die Wahrscheinlichkeit für die genaue Farbreihenfolge Blau-Rot-Gelb, b) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass drei verschiedene Farben erscheinen. Gib die Ergebnisse als gekürzte Brüche und als Dezimalzahlen an.
Abbildung zur Aufgabe 432155

Denkanstöße

- Bestimme die drei Farbwahrscheinlichkeiten aus den vier gleich großen Sektoren. - Bei a) ist genau ein Pfad vorgegeben. - Liste für b) die möglichen Reihenfolgen der drei verschiedenen Farben vollständig auf, bevor du Wahrscheinlichkeiten addierst.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(P(B)=\frac{1}{2}\), \(P(R)=\frac{1}{4}\) und \(P(G)=\frac{1}{4}\). 2. Für den festen Pfad Blau-Rot-Gelb gilt \(P=\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{4}\cdot\frac{1}{4}=\frac{1}{32}=0{,}03125\). 3. Für drei verschiedene Farben müssen Blau, Rot und Gelb jeweils einmal erscheinen. Die sechs möglichen Folgen BRG, BGR, RBG, RGB, GBR und GRB haben jeweils die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{32}\). Daher ist \(P=6\cdot\frac{1}{32}=\frac{3}{16}=0{,}1875\).

Antwort

a) \(\frac{1}{32}=0{,}03125\) b) \(\frac{3}{16}=0{,}1875\)
4321618
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Betrachte die Ereignisse: \(A\): „Beide gedrehten Zahlen sind ungerade.“ \(B\): „Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(12\).“ \(C\): „Beim ersten Drehen wird ein blauer und beim zweiten Drehen ein roter Sektor erzielt.“ Bestimme \(P(A)\), \(P(B)\) und \(P(C)\), indem du günstige geordnete Sektorenpaare systematisch zählst.
Abbildung zur Aufgabe 432161

Denkanstöße

- Betrachte jede Drehung als Auswahl eines von acht gleich wahrscheinlichen Sektoren. - Ordne jedem Ergebnis ein geordnetes Paar aus erstem und zweitem Sektor zu. - Zähle für jedes Ereignis die günstigen Paare; bei der Summe kannst du mit den größten Zahlen beginnen.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot 8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Für \(A\) sind bei jeder Drehung vier ungerade Zahlen möglich. Daher sind \(4\cdot 4=16\) Paare günstig und \(P(A)=\frac{16}{64}=\frac{1}{4}=25\,\%\). 3. Für \(B\) sind die zehn geordneten Zahlenpaare \((8,5)\), \((8,6)\), \((8,7)\), \((8,8)\), \((7,6)\), \((7,7)\), \((7,8)\), \((6,7)\), \((6,8)\) und \((5,8)\) günstig. Somit gilt \(P(B)=\frac{10}{64}=\frac{5}{32}=15{,}625\,\%\). 4. Für \(C\) gibt es vier mögliche blaue Sektoren beim ersten und zwei mögliche rote Sektoren beim zweiten Drehen. Damit sind \(4\cdot 2=8\) Paare günstig und \(P(C)=\frac{8}{64}=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\).

Antwort

\(P(A)=\frac{1}{4}=25\,\%\) \(P(B)=\frac{5}{32}=15{,}625\,\%\) \(P(C)=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\)
43594910
Das abgebildete Glücksrad hat \(10\) gleich große farbige Felder. Das Rad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Bei den beiden Drehungen erscheinen zwei verschiedene Farben.“ Gehe dabei über das Gegenereignis vor: 1. Beschreibe das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten. 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(\bar E)\). 3. Ermittle daraus die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\).
Abbildung zur Aufgabe 435949

Denkanstöße

- Überlege, was passieren muss, damit die beiden Farben nicht verschieden sind. - Bestimme die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe bei einer einzelnen Drehung aus der Abbildung. - Welche gleichfarbigen Pfade gehören zum Gegenereignis? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten eines Ereignisses und seines Gegenereignisses zusammen?

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „zwei verschiedene Farben“ lautet „zweimal dieselbe Farbe“. Dazu gehören die Pfade Orange-Orange, Blau-Blau und Gelb-Gelb. 2. Aus der Abbildung folgt \(P(\text{Orange})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{Blau})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{10}=0{,}2\). Mit Produktregel und Summenregel erhält man \(P(\bar E)=0{,}5\cdot0{,}5+0{,}3\cdot0{,}3+0{,}2\cdot0{,}2=0{,}38\). 3. Über das Gegenereignis folgt \(P(E)=1-P(\bar E)=1-0{,}38=0{,}62=62\,\%\).

Antwort

1. \(\bar E\): „Bei beiden Drehungen erscheint dieselbe Farbe.“ 2. \(P(\bar E)=0{,}38\) 3. \(P(E)=0{,}62=62\,\%\)
4359648
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass drei verschiedene Farben erscheinen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zweimal Rot erscheint.
Abbildung zur Aufgabe 435964

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen entstehen insgesamt? - Für drei verschiedene Farben wird die Auswahlmöglichkeit von Drehung zu Drehung kleiner. - Bei genau zweimal Rot musst du die Position und die Farbe der einen nicht-roten Drehung zählen.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(4^3=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für a) kann die erste Farbe auf \(4\) Arten gewählt werden, die zweite auf \(3\) und die dritte auf \(2\) Arten. Damit sind \(4\cdot3\cdot2=24\) Folgen günstig und \(P=\frac{24}{64}=\frac{3}{8}\). 3. Für b) kann die eine nicht-rote Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Dort sind \(3\) nicht-rote Sektoren möglich. Damit sind \(3\cdot3=9\) Folgen günstig und \(P=\frac{9}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(\frac{9}{64}\approx14{,}1\,\%\)
4359868
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für \(E_1\): „Kein einziges Mal Gelb“. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für \(E_2\): „Genau zweimal Rot“. c) Welches Ereignis ist wahrscheinlicher? Begründe durch Vergleich der Wahrscheinlichkeiten.
Abbildung zur Aufgabe 435986

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche Sektorenfolgen gibt es insgesamt? - Für a) zählst du nur Folgen aus den nicht-gelben Sektoren. - Bei b) kann die eine nicht-rote Drehung an drei Positionen stehen. - Vergleiche die beiden Brüche in derselben Form.

Lösung

1. Insgesamt entstehen \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für \(E_1\) sind bei jeder Drehung \(6\) nicht-gelbe Sektoren möglich. Daher sind \(6^3=216\) Folgen günstig und \(P(E_1)=\frac{216}{512}=\frac{27}{64}\). 3. Für \(E_2\) kann die eine nicht-rote Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Für die beiden roten Positionen gibt es jeweils \(4\) rote Sektoren und für die nicht-rote Position \(4\) andere Sektoren. Damit sind \(3\cdot4^2\cdot4=192\) Folgen günstig und \(P(E_2)=\frac{192}{512}=\frac{3}{8}\). 4. Es gilt \(\frac{27}{64}>\frac{3}{8}\). Daher ist \(E_1\) wahrscheinlicher.

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{27}{64}\approx42{,}2\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) c) \(E_1\) ist wahrscheinlicher, weil \(\frac{27}{64}>\frac{3}{8}\).
4360228
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren und wird dreimal gedreht. Betrachte die geordneten Sektorenfolgen als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) genau zweimal Gelb, b) mindestens einmal Orange, c) die exakte Farbfolge Grün–Gelb–Orange, d) höchstens einmal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 436022

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen gibt es insgesamt? - Für a) und d) kann es helfen, zwischen gelben und nicht-gelben Sektoren zu unterscheiden. - Für b) ist das Gegenereignis „kein Orange“ kürzer zu zählen. - Bei c) ist die Reihenfolge der Farben fest vorgegeben.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Für a) kann die eine nicht-gelbe Position auf \(3\) Arten gewählt werden. Für jede gelbe Position gibt es \(4\) Sektoren und für die nicht-gelbe Position ebenfalls \(4\). Damit sind \(3\cdot4^2\cdot4=192\) Folgen günstig und \(P=\frac{192}{512}=\frac{3}{8}\). 3. Für b) ist das Gegenereignis „kein Orange“. Dafür stehen bei jeder Drehung \(7\) Sektoren zur Verfügung. Somit gilt \(P=1-\frac{7^3}{8^3}=1-\frac{343}{512}=\frac{169}{512}\). 4. Für c) gibt es \(3\) grüne Sektoren für die erste, \(4\) gelbe für die zweite und \(1\) orangefarbenen für die dritte Drehung. Damit sind \(3\cdot4\cdot1=12\) Folgen günstig und \(P=\frac{12}{512}=\frac{3}{128}\). 5. Für d) sind entweder keine oder genau eine gelbe Drehung günstig. Ohne Gelb gibt es \(4^3=64\) Folgen; bei genau einer gelben Drehung gibt es \(3\cdot4\cdot4^2=192\) Folgen. Insgesamt sind \(256\) Folgen günstig und \(P=\frac{256}{512}=\frac{1}{2}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(\frac{169}{512}\approx33{,}01\,\%\) c) \(\frac{3}{128}\approx2{,}34\,\%\) d) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4360618
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Felder und wird dreimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten durch systematisches Zählen gleich wahrscheinlicher geordneter Sektorenfolgen: a) Genau die erste und die letzte Zahl sind gerade. b) Nur die erste Zahl ist eine Quadratzahl. c) Alle drei Zahlen sind größer als \(5\). d) Es wird dreimal hintereinander die gleiche Zahl gedreht.
Abbildung zur Aufgabe 436061

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Folgen bei drei Drehungen insgesamt möglich sind. - Ordne die acht Zahlen für jede Teilaufgabe in die jeweils benötigten Gruppen ein. - Zähle die günstigen Folgen über die Anzahl der zulässigen Möglichkeiten an jeder Position.

Lösung

1. Bei drei Drehungen gibt es \(8^3=512\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenfolgen. 2. Zu a): Vier Zahlen sind gerade und vier ungerade. Für gerade-ungerade-gerade gibt es \(4\cdot4\cdot4=64\) günstige Folgen. Daher ist \(P=\frac{64}{512}=\frac{1}{8}\). 3. Zu b): Die Quadratzahlen sind \(1\) und \(4\); sechs Zahlen sind keine Quadratzahlen. Es gibt \(2\cdot6\cdot6=72\) günstige Folgen. Somit gilt \(P=\frac{72}{512}=\frac{9}{64}\). 4. Zu c): Größer als \(5\) sind \(6\), \(7\) und \(8\). Daher gibt es \(3^3=27\) günstige Folgen und \(P=\frac{27}{512}\approx5{,}27\,\%\). 5. Zu d): Für jede der acht Zahlen gibt es genau eine Folge mit dreimal derselben Zahl. Somit gilt \(P=\frac{8}{512}=\frac{1}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\) b) \(\frac{9}{64}=14{,}0625\,\%\) c) \(\frac{27}{512}\approx5{,}27\,\%\) d) \(\frac{1}{64}=1{,}5625\,\%\)
4360758
Das abgebildete Glücksrad besteht aus acht gleich großen Sektoren, die mit Zahlen und Farben markiert sind. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten durch systematisches Zählen gleich wahrscheinlicher geordneter Sektorenpaare: a) Die Summe der beiden erzielten Zahlen ist genau \(3\). b) Die erste Zahl ist eine \(1\) und die zweite Zahl ist größer als \(1\). c) Bei beiden Drehungen wird die gleiche Farbe erzielt.
Abbildung zur Aufgabe 436075

Denkanstöße

- Betrachte die einzelnen Sektoren als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. - Zähle für a) und b), wie viele Sektoren an der ersten und zweiten Position zulässig sind. - Gruppiere für c) die Sektoren nach ihrer Farbe und zähle die gleichfarbigen Paare.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(8\cdot8=64\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. 2. Zu a): Die Zahl \(1\) steht auf zwei Sektoren und die Zahl \(2\) auf drei. Für \((1,2)\) gibt es \(2\cdot3=6\), für \((2,1)\) ebenfalls \(6\) günstige Sektorenpaare. Daher ist \(P=\frac{12}{64}=\frac{3}{16}\). 3. Zu b): Für die erste Drehung gibt es zwei Sektoren mit \(1\), für die zweite sechs Sektoren mit einer Zahl größer als \(1\). Somit ist \(P=\frac{2\cdot6}{64}=\frac{3}{16}\). 4. Zu c): Die fünf Farben kommen auf \(2\), \(3\), \(1\), \(1\) und \(1\) Sektoren vor. Daher sind \(2^2+3^2+1^2+1^2+1^2=16\) Sektorenpaare günstig und \(P=\frac{16}{64}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{16}\) b) \(\frac{3}{16}\) c) \(\frac{1}{4}\)
4360858
Das abgebildete Glücksrad besitzt gleich große Sektoren. Betrachte bei zwei Drehungen die geordneten Sektorenpaare als gleich wahrscheinliche Ergebnisse. a) Bestimme aus der Abbildung die Wahrscheinlichkeiten für Blau, Rot und Gelb bei einer Drehung. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei zwei Drehungen dieselbe Farbe erscheint. c) Mira behauptet: „Die Wahrscheinlichkeit für mindestens einmal Gelb bei zwei Drehungen liegt über \(35\,\%\).“ Entscheide durch ein Laplace-Modell, ob sie recht hat.
Abbildung zur Aufgabe 436085

Denkanstöße

- Zähle in der Abbildung die Sektoren jeder Farbe. - Wie viele gleich wahrscheinliche Sektorenpaare entstehen bei zwei Drehungen? - Für dieselbe Farbe werden die günstigen Paare jeder Farbe getrennt gezählt. - Bei c) ist das Gegenereignis „kein Gelb“ einfacher zu zählen.

Lösung

1. Auf dem Rad liegen \(5\) blaue, \(3\) rote und \(2\) gelbe Sektoren. Daher gelten \(P(\text{Blau})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{Rot})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{10}=0{,}2\). 2. Bei zwei Drehungen gibt es \(10^2=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorenpaare. Für zweimal dieselbe Farbe sind \(5^2+3^2+2^2=38\) Paare günstig. Damit gilt \(P=\frac{38}{100}=38\,\%\). 3. Für c) ist das Gegenereignis „kein Gelb“. Dafür sind \(8^2=64\) Paare günstig. Also gehören \(100-64=36\) Paare zum Ereignis und \(P=36\,\%\). 4. Da \(36\,\%>35\,\%\), hat Mira recht.

Antwort

a) Blau: \(0{,}5\); Rot: \(0{,}3\); Gelb: \(0{,}2\) b) \(38\,\%\) c) Ja. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(36\,\%\) und liegt damit über \(35\,\%\).
43618110
Die abgebildete Urne enthält Buchstabenkugeln. a) Es werden nacheinander drei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei das Wort „SIS“ entsteht? b) Es werden nacheinander drei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Wort „TIT“. c) Es werden drei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen gezogen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Buchstaben A, K und T in beliebiger Reihenfolge gezogen werden?
Abbildung zur Aufgabe 436181

Denkanstöße

- Zähle die Häufigkeiten der benötigten Buchstaben direkt in der Urne. - Prüfe für jede Teilaufgabe, ob sich die Zusammensetzung nach einem Zug ändert. - Liste bei c) die verschiedenen Reihenfolgen von A, K und T aus, statt eine Zählformel zu verwenden.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(9\) Kugeln ab: \(2\) mit S, \(3\) mit T, \(1\) mit A, \(2\) mit I und \(1\) mit K. 2. Mit Zurücklegen gilt für „SIS“ \(P=\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}=\frac{8}{729}\approx0{,}0110\). 3. Ohne Zurücklegen gilt für den festen Pfad „TIT“ \(P=\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}\cdot\frac{2}{7}=\frac{1}{42}\approx0{,}0238\). 4. Für A, K und T in beliebiger Reihenfolge sind „AKT“, „ATK“, „KAT“, „KTA“, „TAK“ und „TKA“ günstig. Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{9}\cdot\frac{1}{8}\cdot\frac{3}{7}=\frac{1}{168}\). Nach der Summenregel gilt daher \(P=6\cdot\frac{1}{168}=\frac{1}{28}\approx0{,}0357\).

Antwort

a) \(\frac{8}{729}\approx0{,}0110\) b) \(\frac{1}{42}\approx0{,}0238\) c) \(\frac{1}{28}\approx0{,}0357\)
43744710
In einer Bäckerei werden Brötchen in zwei verschiedenen Öfen gebacken. \(60\,\%\) der Brötchen werden in Ofen 1 gebacken, die restlichen \(40\,\%\) in Ofen 2. Die Qualität der Brötchen wird nach dem Backen in drei Kategorien eingeteilt: „perfekt“, „zu dunkel“ und „unbrauchbar“. Das folgende Baumdiagramm zeigt die Anteile für die beiden Öfen. Wie viele von insgesamt \(2000\) produzierten Brötchen werden voraussichtlich als „perfekt“ eingestuft?
Abbildung zur Aufgabe 437447

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele Brötchen aus jedem der beiden Öfen kommen. - Berechne dann für jeden Ofen einzeln, wie viele davon die Eigenschaft „perfekt“ haben. - Addiere zum Schluss die Ergebnisse beider Pfade, die zum Ziel „perfekt“ führen. - Du kannst auch zuerst die Gesamtwahrscheinlichkeit für „perfekt“ berechnen und diese dann mit der Gesamtzahl multiplizieren.

Lösung

1. Berechnung der Anzahl der Brötchen pro Ofen: Ofen 1: \(2000 \cdot 0{,}60 = 1200\) Brötchen Ofen 2: \(2000 \cdot 0{,}40 = 800\) Brötchen 2. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 1: \(1200 \cdot 0{,}95 = 1140\) Brötchen 3. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 2: \(800 \cdot 0{,}85 = 680\) Brötchen 4. Berechnung der Gesamtzahl der perfekten Brötchen: \(1140 + 680 = 1820\) Brötchen

Antwort

Voraussichtlich werden insgesamt \(1820\) Brötchen als „perfekt“ eingestuft.
43746410
Bogenschütze Leon Hartmann trifft das Gold der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er gibt nacheinander drei Schüsse ab. Die Schüsse werden als unabhängig mit gleichbleibender Trefferwahrscheinlichkeit modelliert. Wir bezeichnen einen Treffer im Gold mit \(G\) und einen Fehlschuss mit \(F\). a) Ergänze die Struktur des untenstehenden Baumdiagramms in Textform: Gib an, welche Äste an jedem noch nicht ausgefüllten Knoten ergänzt werden müssen und welche Wahrscheinlichkeiten sie tragen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(A\): „Leon Hartmann erzielt genau zwei Treffer im Gold“. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(B\): „Mindestens ein Schuss landet im Gold“?
Abbildung zur Aufgabe 437464

Denkanstöße

- Bleiben die Wahrscheinlichkeiten für G und F von Schuss zu Schuss gleich? - Welche vollständigen Pfade enthalten genau zwei Treffer? - Welches Gegenereignis zu „mindestens ein Treffer“ besteht aus nur einem vollständigen Pfad?

Lösung

1. An jedem noch nicht ausgefüllten Knoten werden zwei Äste ergänzt: ein Ast \(G\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\) und ein Ast \(F\) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}2\). Der vollständige Baum hat drei Stufen und acht Endknoten. 2. Für \(A\) gehören die Pfade \((G,G,F)\), \((G,F,G)\) und \((F,G,G)\) zum Ereignis. Jeder dieser Pfade hat nach der Produktregel die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\cdot0{,}8\cdot0{,}2=0{,}128\). 3. Mit der Summenregel ergibt sich \(P(A)=3\cdot0{,}128=0{,}384\). 4. Das Gegenereignis zu \(B\) ist „kein Treffer im Gold“, also der Pfad \((F,F,F)\). Daher gilt \(P(B)=1-0{,}2^3=1-0{,}008=0{,}992\).

Antwort

a) Jeder offene Knoten erhält die Äste \(G\) mit \(0{,}8\) und \(F\) mit \(0{,}2\); der vollständige Baum hat drei Stufen und \(8\) Endknoten. b) \(P(A)=0{,}384=38{,}4\,\%\) c) \(P(B)=0{,}992=99{,}2\,\%\)
43752410
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei Ziehungen mit Zurücklegen aus einem Beutel. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zweimal Rot gezogen wird.
Abbildung zur Aufgabe 437524

Denkanstöße

- Markiere im Baum alle Endpfade mit genau zwei roten Ergebnissen. - Vergleiche die drei Pfadprodukte miteinander. - Addiere erst nach der Berechnung der einzelnen günstigen Pfade.

Lösung

1. Schreibe \(R\) für Rot und \(B\) für Blau. Im Baum führen die drei Pfade \((R,R,B)\), \((R,B,R)\) und \((B,R,R)\) zum Ereignis. 2. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{3}\cdot\frac{2}{3}\cdot\frac{1}{3}=\frac{4}{27}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=3\cdot\frac{4}{27}=\frac{4}{9}\).

Antwort

\(P=\frac{4}{9}\approx 44{,}4\,\%\)
43752510
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei rote Kugeln gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 437525

Denkanstöße

- Welche vollständigen Pfade des Baums enthalten genau zwei rote Ergebnisse? - Verwende für jeden günstigen Pfad die drei angegebenen Astwahrscheinlichkeiten. - Fasse anschließend die günstigen Pfadwahrscheinlichkeiten zusammen.

Lösung

1. Schreibe \(R\) für Rot und \(B\) für Blau. Für genau zwei rote Kugeln sind die Pfade \((R,R,B)\), \((R,B,R)\) und \((B,R,R)\) günstig. 2. Nach der Produktregel haben die drei Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\), \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\) und \(\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=\frac{1}{5}+\frac{1}{5}+\frac{1}{5}=\frac{3}{5}\).

Antwort

\(\frac{3}{5}=60\,\%\)
43752810
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei aufeinanderfolgende Etappen einer Reise. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau eine Etappe verspätet ist.
Abbildung zur Aufgabe 437528

Denkanstöße

- Markiere im Baum die Pfade, auf denen genau ein einziges Mal „verspätet“ vorkommt. - Beachte, dass die Astwahrscheinlichkeiten an den drei Stufen verschieden sind. - Berechne die drei Pfadprodukte getrennt und addiere sie anschließend.

Lösung

1. Genau eine Verspätung tritt auf den drei Pfaden „verspätet–pünktlich–pünktlich“, „pünktlich–verspätet–pünktlich“ und „pünktlich–pünktlich–verspätet“ auf. 2. Aus dem Baum ergeben sich die Pfadwahrscheinlichkeiten \(0{,}1\cdot0{,}8\cdot0{,}85=0{,}068\), \(0{,}9\cdot0{,}2\cdot0{,}85=0{,}153\) und \(0{,}9\cdot0{,}8\cdot0{,}15=0{,}108\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=0{,}068+0{,}153+0{,}108=0{,}329\).

Antwort

\(P=0{,}329=32{,}9\,\%\)
43754410
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die Qualitätsprüfung einer Maschine, die höchstens drei Teile prüft und beim ersten Ausschussteil stoppt. Bestimme aus dem Baumdiagramm a) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei Teile geprüft werden, b) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der dritte Prüfplatz erreicht wird.
Abbildung zur Aufgabe 437544

Denkanstöße

- Verfolge für a) den Pfad, der erst an der zweiten Stufe endet. - Für b) genügt es, bis zum Beginn der dritten Prüfung zu gelangen. - Multipliziere die Astwahrscheinlichkeiten entlang des jeweils nötigen Pfades.

Lösung

1. Genau zwei Teile werden geprüft, wenn das erste Teil gut und das zweite Ausschuss ist. Nach der Produktregel gilt \(P=0{,}9\cdot0{,}1=0{,}09\). 2. Der dritte Prüfplatz wird erreicht, wenn die ersten beiden Teile gut sind. Das Ergebnis der dritten Prüfung ist dafür noch nicht relevant. Daher gilt \(P=0{,}9\cdot0{,}9=0{,}81\).

Antwort

a) \(P=0{,}09=9\,\%\) b) \(P=0{,}81=81\,\%\)
43754810
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt drei aufeinanderfolgende Ampeln. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei Ampeln Grün zeigen.
Abbildung zur Aufgabe 437548

Denkanstöße

- Genau eine der drei Ampeln muss Rot zeigen. - Markiere die drei möglichen Positionen der roten Ampel im Baum. - Die drei günstigen Pfade haben wegen der unterschiedlichen Stufenwahrscheinlichkeiten nicht dieselbe Wahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Schreibe \(G\) für Grün und \(R\) für Rot. Genau zwei grüne Ampeln treten auf den drei Pfaden \((G,G,R)\), \((G,R,G)\) und \((R,G,G)\) auf. 2. Aus dem Baum ergeben sich für diese drei Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}7\cdot0{,}6\cdot0{,}2=0{,}084\), \(0{,}7\cdot0{,}4\cdot0{,}8=0{,}224\) und \(0{,}3\cdot0{,}6\cdot0{,}8=0{,}144\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=0{,}084+0{,}224+0{,}144=0{,}452\).

Antwort

\(P=0{,}452=45{,}2\,\%\)
43755310
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt ein zweistufiges Zufallsexperiment. Bestimme mithilfe von Produktregel und Summenregel die Wahrscheinlichkeit für das im Baum mit „Erfolg“ bezeichnete Ereignis.
Abbildung zur Aufgabe 437553

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endpunkte, die zum Ereignis „Erfolg“ gehören. - Berechne für jeden günstigen Endpfad zuerst sein Produkt. - Die günstigen Pfade schließen einander aus; verbinde ihre Wahrscheinlichkeiten entsprechend.

Lösung

1. Zum Ereignis „Erfolg“ gehören zwei Endpfade. 2. Über den Ast „\(1\) bis \(4\)“ und anschließend „Kopf“ gilt \(\frac{4}{6}\cdot\frac{1}{2}=\frac{1}{3}\). 3. Über den Ast „\(5\) oder \(6\)“ und anschließend „\(6\)“ gilt \(\frac{2}{6}\cdot\frac{1}{6}=\frac{1}{18}\). 4. Nach der Summenregel ist \(P(\text{Erfolg})=\frac{1}{3}+\frac{1}{18}=\frac{7}{18}\approx0{,}389\).

Antwort

\(P(\text{Erfolg})=\frac{7}{18}\approx38{,}9\,\%\)
43755410
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt ein Suchverfahren, das nach einem Treffer abbricht und spätestens nach dem dritten Versuch endet. Bestimme aus dem Baumdiagramm die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass das Verfahren a) nach dem ersten Versuch, b) nach dem zweiten Versuch, c) erst nach dem dritten Versuch endet.
Abbildung zur Aufgabe 437554

Denkanstöße

- Achte auf die Tiefe, an der ein Pfad im Baum endet. - Für c) ist das Ergebnis des dritten Versuchs nicht mehr entscheidend für den Endzeitpunkt. - Prüfe am Schluss, ob die drei möglichen Endzeitpunkte zusammen die Wahrscheinlichkeit \(1\) ergeben.

Lösung

a) Nach dem ersten Versuch endet das Verfahren auf dem Treffer-Ast: \(P=0{,}25\). b) Für ein Ende nach dem zweiten Versuch ist der Pfad „kein Treffer, Treffer“ nötig: \(P=0{,}75\cdot 0{,}25=0{,}1875\). c) Der dritte Versuch wird genau dann erreicht, wenn die ersten beiden Versuche ohne Treffer bleiben. Unabhängig vom Ergebnis des dritten Versuchs endet das Verfahren danach. Daher gilt \(P=0{,}75^2=0{,}5625\). Zur Kontrolle: \(0{,}25+0{,}1875+0{,}5625=1\).

Antwort

a) \(P=0{,}25\) b) \(P=0{,}1875\) c) \(P=0{,}5625\)
43755610
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei unabhängige Sensoren; „Alarm“ bedeutet einen Fehlalarm. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zwei Sensoren gleichzeitig Fehlalarm melden.
Abbildung zur Aufgabe 437556

Denkanstöße

- Welche vollständigen Endpfade erfüllen die Bedingung „mindestens zwei“? - Ordne die günstigen Pfade danach, wie viele Sensoren Alarm melden. - Prüfe, ob mehrere günstige Pfade wegen der gleichen Einzelwahrscheinlichkeiten denselben Wert haben.

Lösung

1. „Mindestens zwei“ umfasst die Fälle „genau zwei“ und „drei“ Fehlalarme. 2. Genau zwei Fehlalarme treten auf den drei Pfaden Alarm–Alarm–normal, Alarm–normal–Alarm und normal–Alarm–Alarm auf. Jeder hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}1\cdot0{,}9=0{,}009\); zusammen ergibt das \(0{,}027\). 3. Für drei Fehlalarme gilt \(0{,}1^3=0{,}001\). 4. Nach der Summenregel ist \(P(\text{mindestens zwei})=0{,}027+0{,}001=0{,}028\).

Antwort

\(P=0{,}028=2{,}8\,\%\)
42336210
In einem Produktionsprozess sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der Bauteile defekt. In einer Stichprobe werden sechs Bauteile nacheinander geprüft. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit gleichbleibender Defektwahrscheinlichkeit betrachtet. Analysiere die Fehler in den folgenden Rechnungen und bestimme die korrekten Wahrscheinlichkeiten. a) „Das zweite geprüfte Bauteil ist defekt.“ Rechnung: \(0{,}95\cdot 0{,}05\cdot 0{,}95^4\) b) „Mindestens eines der sechs Bauteile ist defekt.“ Rechnung: \(6\cdot 0{,}05\cdot 0{,}95^5\)

Denkanstöße

- Frage bei a), welche Prüfungen durch die Formulierung überhaupt festgelegt sind. - Vergleiche bei b) „genau eines“ mit „mindestens eines“. - Suche für b) ein Gegenereignis, das nur aus einem einzigen Pfad besteht.

Lösung

a) Die Aussage legt nur das Ergebnis der zweiten Prüfung fest. Die übrigen fünf Bauteile dürfen einwandfrei oder defekt sein. Die angegebene Rechnung beschreibt dagegen nur den einen Pfad, auf dem ausschließlich das zweite Bauteil defekt ist. Daher gilt \(P(\text{zweites Bauteil defekt})=0{,}05\). b) Der angegebene Term erfasst nur die sechs Pfade mit genau einem defekten Bauteil. „Mindestens eines“ enthält aber auch Fälle mit mehreren defekten Bauteilen. Über das Gegenereignis „kein Bauteil ist defekt“ erhält man \(P(\text{mindestens eines defekt})=1-0{,}95^6=0{,}264908109375\approx 0{,}2649\).

Antwort

a) Fehler: Die Rechnung legt die fünf anderen Bauteile unnötig als einwandfrei fest. Richtig ist \(P=0{,}05=5\,\%\). b) Fehler: Die Rechnung erfasst nur genau ein defektes Bauteil. Richtig ist \(P=1-0{,}95^6\approx 0{,}2649\approx 26{,}49\,\%\).
42348110
Ein Basketballspieler trifft bei einem Freiwurf den Korb mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p=0{,}4\). Er führt zunächst drei Freiwürfe aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er bei diesen drei Versuchen mindestens einmal trifft. Ist dieses Ereignis wahrscheinlicher als das Ereignis, dass er gar nicht trifft? Begründe durch Rechnung. b) Wie oft müsste der Spieler mindestens werfen, um mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als \(90\,\%\) mindestens einen Treffer zu erzielen?

Denkanstöße

- Welches Gegenereignis gehört zu „mindestens ein Treffer“? - Wie sieht die Wahrscheinlichkeit einer reinen Fehlwurfserie mit \(n\) Würfen aus? - Welche aufeinanderfolgenden ganzen Versuchszahlen musst du prüfen, um die kleinste passende Zahl zu finden?

Lösung

1. Das Gegenereignis zu „mindestens ein Treffer“ ist „kein Treffer“. Bei drei Würfen gilt \(P(\text{kein Treffer})=0{,}6^3=0{,}216\). 2. Daher ist \(P(\text{mindestens ein Treffer})=1-0{,}216=0{,}784\). Da \(0{,}784>0{,}216\), ist mindestens ein Treffer wahrscheinlicher. 3. Für b) muss \(1-0{,}6^n>0{,}9\) gelten. Prüft man aufeinanderfolgende ganze Werte, erhält man für \(n=4\): \(1-0{,}6^4=0{,}8704\), noch nicht genug. 4. Für \(n=5\) gilt \(1-0{,}6^5=0{,}92224>0{,}9\). Daher sind mindestens fünf Würfe erforderlich.

Antwort

a) \(78{,}4\,\%\); mindestens ein Treffer ist wahrscheinlicher als kein Treffer \((21{,}6\,\%)\). b) Mindestens \(5\) Würfe
42348210
An einem Glücksrad gibt es zehn gleich große Felder. Nur eines dieser Felder ist ein Gewinnfeld. Das Rad wird mehrfach gedreht. Die Drehungen werden als unabhängig betrachtet. a) Ist es wahrscheinlicher, bei fünf Drehungen mindestens einmal zu gewinnen oder kein einziges Mal zu gewinnen? b) Erkläre, warum man niemals mit einer Wahrscheinlichkeit von exakt \(100\,\%\) einen Gewinn garantieren kann, egal wie oft man dreht. c) Bestimme die Anzahl der Drehungen, die nötig sind, damit die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Gewinn zum ersten Mal über \(80\,\%\) liegt.

Denkanstöße

- Welches Gegenereignis gehört zu „mindestens ein Gewinn“? - Warum bleibt eine reine Verlustserie bei jeder endlichen Zahl von Drehungen möglich? - Prüfe für c) benachbarte ganze Versuchszahlen, bis die Schwelle erstmals überschritten wird.

Lösung

1. Pro Drehung gilt \(P(\text{Gewinn})=0{,}1\) und \(P(\text{kein Gewinn})=0{,}9\). 2. Für fünf Drehungen ist \(P(\text{kein Gewinn})=0{,}9^5=0{,}59049\). Das Gegenereignis hat die Wahrscheinlichkeit \(1-0{,}59049=0{,}40951\). Daher ist kein Gewinn wahrscheinlicher. 3. Für jedes endliche \(n\) gilt \(0{,}9^n>0\). Die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Gewinn ist also \(1-0{,}9^n<1\); eine Garantie gibt es nicht. 4. Für c) wird die kleinste ganze Zahl mit \(1-0{,}9^n>0{,}8\) gesucht. Bei \(n=15\) gilt \(1-0{,}9^{15}\approx0{,}7941\), also noch nicht genug. 5. Bei \(n=16\) gilt \(1-0{,}9^{16}\approx0{,}8147\). Daher sind mindestens \(16\) Drehungen erforderlich.

Antwort

a) Kein Gewinn ist wahrscheinlicher: etwa \(59{,}05\,\%\) gegenüber etwa \(40{,}95\,\%\). b) Für jede endliche Zahl von Drehungen bleibt die Wahrscheinlichkeit einer reinen Verlustserie größer als \(0\). c) \(16\) Drehungen
42363610
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik muss im Schnitt jedes vierte Bauteil (\(25\,\%\)) nachgebessert werden. Die Prüfungen werden als unabhängig mit gleichbleibender Wahrscheinlichkeit für ein nachzubesserndes Teil betrachtet. Bestimme die kleinste Anzahl \(n\) von Prüfungen, für die die Wahrscheinlichkeit, mindestens ein nachzubesserndes Teil zu finden, mindestens \(80\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Formuliere das Gegenereignis zu „mindestens ein nachzubesserndes Teil“. - Drücke die Wahrscheinlichkeit dieses Gegenereignisses für \(n\) Prüfungen als Potenz aus. - Prüfe benachbarte ganze Werte, um nicht nur irgendeine, sondern die kleinste passende Anzahl zu finden.

Lösung

Für ein einzelnes Bauteil beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass keine Nachbesserung nötig ist, \(0{,}75\). Bei \(n\) Prüfungen hat das Gegenereignis „kein Teil muss nachgebessert werden“ die Wahrscheinlichkeit \(0{,}75^n\). Damit soll gelten \(1-0{,}75^n\ge 0{,}80\). Durch systematisches Prüfen benachbarter ganzer Werte: Für \(n=5\) gilt \(1-0{,}75^5=0{,}7626953125\approx 76{,}27\,\%\), also noch weniger als \(80\,\%\). Für \(n=6\) gilt \(1-0{,}75^6=0{,}822021484375\approx 82{,}20\,\%\). Damit ist \(6\) die kleinste passende Anzahl von Prüfungen.

Antwort

Die kleinste Anzahl ist \(n=6\).
4278798
Bei einem Workshop gibt es \(n\) Startstationen. Genau \(n\) Gruppen erhalten unabhängig voneinander jeweils gleich wahrscheinlich eine der \(n\) Stationen; mehrere Gruppen dürfen dieselbe Station erhalten. Bestimme den kleinsten natürlichen Wert \(n\), für den die Wahrscheinlichkeit, dass alle Gruppen verschiedene Startstationen erhalten, kleiner als \(10\,\%\) ist. Verwende für jeden geprüften Wert von \(n\) ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Stationszuordnungen.

Denkanstöße

- Prüfe kleine natürliche Werte für \(n\) nacheinander. - Wie viele Stationszuordnungen sind bei einem festen \(n\) insgesamt gleich wahrscheinlich? - Wie viele Zuordnungen bleiben günstig, wenn jede Station höchstens einmal vergeben werden darf? - Für die Minimalität musst du den letzten Wert oberhalb und den ersten Wert unterhalb der Grenze vergleichen.

Lösung

1. Für \(n=1\) gibt es genau eine Zuordnung; sie ist günstig. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(1\). 2. Für \(n=2\) gibt es \(2^2=4\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. In \(2\) davon erhalten die beiden Gruppen verschiedene Stationen. Daher ist \(P=\frac{2}{4}=0{,}5\). 3. Für \(n=3\) gibt es \(3^3=27\) Zuordnungen. Für drei verschiedene Stationen gibt es \(3\cdot2\cdot1=6\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{6}{27}=\frac{2}{9}\approx0{,}2222\). 4. Für \(n=4\) gibt es \(4^4=256\) Zuordnungen. Für vier verschiedene Stationen gibt es \(4\cdot3\cdot2\cdot1=24\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{24}{256}=\frac{3}{32}=0{,}09375\). 5. Bei \(n=3\) liegt die Wahrscheinlichkeit noch über \(10\,\%\), bei \(n=4\) erstmals darunter. Der kleinste gesuchte Wert ist daher \(n=4\).

Antwort

\(n=4\)
4278808
In einer Schulklasse mit \(k\) Jugendlichen wird vereinfachend angenommen, dass jeder der \(12\) Geburtsmonate für jede Person gleich wahrscheinlich ist. Ermittle die kleinstmögliche Anzahl \(k\), für die die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei Jugendliche im selben Monat Geburtstag haben, größer als \(60\,\%\) ist. Verwende beim Prüfen der Werte ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Monatszuordnungen.

Denkanstöße

- Betrachte das Gegenereignis „alle Geburtsmonate verschieden“. - Wie viele gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen gibt es für einen festen Wert von \(k\)? - Wie viele Möglichkeiten bleiben für die nächste Person, wenn bisher alle Monate verschieden sind? - Vergleiche benachbarte Werte von \(k\), damit die Minimalität gesichert ist.

Lösung

1. Das Gegenereignis lautet: Alle \(k\) Jugendlichen haben verschiedene Geburtsmonate. 2. Für \(k=4\) gibt es \(12^4\) gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen. Für vier verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\) Zuordnungen günstig. Daher gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{96}\approx0{,}5729\) und somit \(P(\text{mindestens zwei gleich})\approx0{,}4271\). 3. Für \(k=5\) gibt es \(12^5\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. Für fünf verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\cdot8\) günstig. Damit gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{144}\approx0{,}3819\) und \(P(\text{mindestens zwei gleich})=1-\frac{55}{144}=\frac{89}{144}\approx0{,}6181\). 4. Mit jeder zusätzlichen Person kann eine bereits vorhandene Monatsübereinstimmung nicht wieder verschwinden; die Kollisionswahrscheinlichkeit nimmt daher nicht ab. Da die Grenze bei \(k=4\) noch nicht und bei \(k=5\) überschritten wird, ist \(k=5\) minimal.

Antwort

\(k=5\)
43093410
Ein Rechenzentrum ist durch drei unabhängige Sicherheitssysteme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Das erste System erkennt einen Angriffsversuch mit einer Wahrscheinlichkeit von \(90\,\%\). Das zweite System bietet eine Erkennungsrate von \(85\,\%\), und das dritte System identifiziert \(70\,\%\) der verbleibenden Bedrohungen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angriffsversuch alle drei Systeme unbemerkt passiert. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angriff von mindestens einem der Systeme entdeckt wird. c) Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, soll ein viertes System installiert werden. Wie hoch müsste dessen Erkennungsrate sein, damit die Gesamtwahrscheinlichkeit für das Entdecken eines Angriffs auf über \(99{,}9\,\%\) steigt?

Denkanstöße

- Was muss passieren, damit ein Angriff „unbemerkt“ bleibt? - Nutze die Eigenschaft von Gegenereignissen, um die Wahrscheinlichkeit für „mindestens einen“ Treffer zu berechnen. - Stelle für den dritten Aufgabenteil eine Ungleichung auf, die die neue Gesamtwahrscheinlichkeit beschreibt.

Lösung

1. Für das Nicht-Erkennen gilt bei den drei Systemen \(P(\overline{E_1})=0{,}1\), \(P(\overline{E_2})=0{,}15\) und \(P(\overline{E_3})=0{,}3\). 2. Damit ist \(P(\text{unbemerkt})=0{,}1\cdot0{,}15\cdot0{,}3=0{,}0045\). 3. Über das Gegenereignis folgt \(P(\text{entdeckt})=1-0{,}0045=0{,}9955\). 4. Für die Erkennungsrate \(p_4\) des vierten Systems muss \(0{,}0045(1-p_4)<0{,}001\) gelten. Daraus folgt \(1-p_4<\frac{0{,}001}{0{,}0045}=\frac{2}{9}\) und damit \(p_4>\frac{7}{9}\approx0{,}7778\).

Antwort

a) \(0{,}45\,\%\) b) \(99{,}55\,\%\) c) Das vierte System muss eine Erkennungsrate von mehr als \(\frac{7}{9}\approx77{,}78\,\%\) aufweisen.
43753810
Im abgebildeten Baumdiagramm ist die Astwahrscheinlichkeit \(q\) zum Ereignis \(B\) nach \(\overline{A}\) unbekannt. Insgesamt gilt \(P(B)=0{,}52\). Bestimme \(q\).
Abbildung zur Aufgabe 437538

Denkanstöße

- Zerlege das Ereignis \(B\) in die beiden Pfade, die im Baum zu \(B\) führen. - Einen der beiden Pfadbeiträge kannst du vollständig aus dem Baum berechnen. - Welche Beziehung muss zwischen den beiden Pfadbeiträgen und der Gesamtwahrscheinlichkeit von \(B\) bestehen?

Lösung

1. Über den ersten Pfad zu \(B\) erhält man \(0{,}4\cdot0{,}7=0{,}28\). 2. Da insgesamt \(P(B)=0{,}52\) gilt, muss der Beitrag des zweiten \(B\)-Pfades \(0{,}52-0{,}28=0{,}24\) betragen. 3. Für diesen zweiten Pfad gilt \(0{,}6q=0{,}24\). Daher ist \(q=0{,}4\).

Antwort

\(q=0{,}4\)
43755510
Eine unbekannt verzerrte Münze zeigt mit Wahrscheinlichkeit \(q\) Kopf. Bei zwei Würfen beträgt die Wahrscheinlichkeit für genau einmal Kopf \(0{,}42\). Bestimme alle möglichen Werte von \(q\).
Abbildung zur Aufgabe 437555

Denkanstöße

- Das Ereignis kann in zwei Reihenfolgen eintreten. - Wie kannst du die Angaben in einer gemeinsamen Beziehung darstellen? - Prüfe, ob zwei symmetrische Lösungen möglich sind.

Lösung

1. Gleichung: \(q(1-q)+(1-q)q=0{,}42\). 2. Umformung: \(2q(1-q)=0{,}42\) und \(q^2-q+0{,}21=0\). 3. Lösungen: \(q=0{,}3\) oder \(q=0{,}7\).

Antwort

\(q=0{,}3\) oder \(q=0{,}7\).
55234010
Bei einem Robotik-Wettbewerb wird ein Duell als Serie von Runden ausgetragen. Ein Team gewinnt das Duell, sobald es drei Runden gewonnen hat; es verliert, sobald der Gegner drei Runden gewonnen hat. Das Duell dauert also höchstens fünf Runden. Die Gewinnwahrscheinlichkeit des Teams beträgt in der ersten Runde \(\frac{3}{5}\). Ab der zweiten Runde hängt sie nur vom Ergebnis der unmittelbar vorherigen Runde ab: Nach einem Rundensieg \(S\) gewinnt das Team die nächste Runde mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{3}\), nach einer Rundenniederlage \(N\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{3}\). Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass das Team das Duell gewinnt. Begründe deine Zerlegung, indem du alle terminalen Gewinnfolgen systematisch angibst.

Denkanstöße

- Bei welcher Zahl von Rundensiegen endet das Duell sofort, und welche Gesamtlängen kann deshalb eine Gewinnfolge haben? - Ordne die Gewinnfolgen nach ihrer Länge, bevor du Wahrscheinlichkeiten berechnest. - Ab der zweiten Runde hängt der nächste Gewinnfaktor vom unmittelbar vorherigen Symbol \(S\) oder \(N\) ab; verwende also nicht überall denselben Faktor. - Addiere erst dann die Wahrscheinlichkeiten aller terminalen Gewinnpfade.

Lösung

1. Ein Gewinn ist nach drei, vier oder fünf Runden möglich. Die terminalen Gewinnfolgen sind \((S,S,S)\); \((S,S,N,S)\), \((S,N,S,S)\), \((N,S,S,S)\); \((S,S,N,N,S)\), \((S,N,S,N,S)\), \((S,N,N,S,S)\), \((N,S,S,N,S)\), \((N,S,N,S,S)\) und \((N,N,S,S,S)\). 2. Wegen der vom jeweils vorherigen Ergebnis abhängigen Astwahrscheinlichkeiten haben diese Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{4}{15}\), \(\frac{2}{45}\), \(\frac{2}{45}\), \(\frac{8}{135}\), \(\frac{4}{135}\), \(\frac{1}{135}\), \(\frac{4}{135}\), \(\frac{4}{405}\), \(\frac{4}{405}\) und \(\frac{16}{405}\). 3. Nach der Summenregel ist die Gewinnwahrscheinlichkeit die Summe dieser zehn Pfadwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{Duellsieg})=\frac{219}{405}=\frac{73}{135}\). 4. Damit beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit \(\frac{73}{135}\approx0{,}5407\), also etwa \(54{,}07\,\%\).

Antwort

Die terminalen Gewinnfolgen sind \((S,S,S)\); \((S,S,N,S)\), \((S,N,S,S)\), \((N,S,S,S)\); \((S,S,N,N,S)\), \((S,N,S,N,S)\), \((S,N,N,S,S)\), \((N,S,S,N,S)\), \((N,S,N,S,S)\) und \((N,N,S,S,S)\). Ihre Pfadwahrscheinlichkeiten ergeben zusammen \(P(\text{Duellsieg})=\frac{73}{135}\approx54{,}07\,\%\).

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