Das abgebildete Glücksrad besitzt 8 gleich große Sektoren: vier blaue Sektoren mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4, zwei grüne Sektoren mit den Zahlen 5 und 6 sowie zwei rote Sektoren mit den Zahlen 7 und 8.
Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Wir betrachten die folgenden drei Ereignisse:
- **Ereignis A**: „Beide gedrehten Zahlen sind ungerade.“
- **Ereignis B**: „Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als 12.“
- **Ereignis C**: „Beim ersten Drehen wird ein blauer Sektor und beim zweiten Drehen ein roter Sektor erzielt.“
a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis C mithilfe der Pfadregeln.
b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis A.
c) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis B.

Denkanstöße
- Überlege zuerst, wie viele Sektoren insgesamt vorhanden sind und welche Wahrscheinlichkeit jeder einzelne Sektor hat.
- Für Teilaufgabe a): Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für Blau in der ersten Drehung und für Rot in der zweiten Drehung? Wie verknüpft man diese entlang eines Pfades?
- Für Teilaufgabe b): Welche Zahlen auf dem Glücksrad sind ungerade? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine ungerade Zahl zu drehen?
- Für Teilaufgabe c): Welche Zahlenpaare ergeben eine Summe, die größer als 12 ist? Schreibe sie systematisch auf, beginnend mit der größtmöglichen Zahl 8.
Lösung
1. **Wahrscheinlichkeit für Ereignis C (Teilaufgabe a)**:
Die Wahrscheinlichkeit für einen blauen Sektor bei einer Drehung ist \(P(\text{Blau}) = \frac{4}{8} = \frac{1}{2}\).
Die Wahrscheinlichkeit für einen roten Sektor bei einer Drehung ist \(P(\text{Rot}) = \frac{2}{8} = \frac{1}{4}\).
Da die beiden Drehungen unabhängig voneinander sind, gilt nach der ersten Pfadregel:
\(P(C) = P(\text{Blau}) \cdot P(\text{Rot}) = \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{4} = \frac{1}{8} = 0{,}125\) (oder \(12{,}5\,\%\)).
2. **Wahrscheinlichkeit für Ereignis A (Teilaufgabe b)**:
Die ungeraden Zahlen auf dem Glücksrad sind 1, 3, 5 und 7. Dies sind 4 der insgesamt 8 Sektoren.
Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung eine ungerade Zahl zu erhalten, beträgt daher \(P(\text{ungerade}) = \frac{4}{8} = \frac{1}{2}\).
Da beide Drehungen unabhängig sind, gilt für Ereignis A:
\(P(A) = P(\text{ungerade}) \cdot P(\text{ungerade}) = \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{2} = \frac{1}{4} = 0{,}25\) (oder \(25\,\%\)).
3. **Wahrscheinlichkeit für Ereignis B (Teilaufgabe c)**:
Die Summe der beiden Zahlen soll größer als 12 sein, also mindestens 13 betragen.
Da die größte Zahl auf dem Glücksrad die 8 ist, listen wir alle günstigen Paare \((x, y)\) auf:
- Für \(x = 8\): \(y \in \{5, 6, 7, 8\}\) (4 günstige Paare: (8,5), (8,6), (8,7), (8,8))
- Für \(x = 7\): \(y \in \{6, 7, 8\}\) (3 günstige Paare: (7,6), (7,7), (7,8))
- Für \(x = 6\): \(y \in \{7, 8\}\) (2 günstige Paare: (6,7), (6,8))
- Für \(x = 5\): \(y \in \{8\}\) (1 günstiges Paar: (5,8))
Insgesamt gibt es \(4 + 3 + 2 + 1 = 10\) günstige Kombinationen von insgesamt \(8 \cdot 8 = 64\) gleich wahrscheinlichen Ergebnissen.
Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis B beträgt somit:
\(P(B) = \frac{10}{64} = \frac{5}{32} = 0{,}15625\) (oder \(15{,}625\,\%\)).
Antwort
a) \(P(C) = \frac{1}{8} = 0{,}125\) (oder \(12{,}5\,\%\))
b) \(P(A) = \frac{1}{4} = 0{,}25\) (oder \(25\,\%\))
c) \(P(B) = \frac{5}{32} = 0{,}15625\) (oder \(15{,}625\,\%\))