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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Urnenmodelle

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55183410
Die Abbildung zeigt eine Urne. Eine mit „R“ beschriftete Kugel wird gezogen und **nicht zurückgelegt**. Wie viele Kugeln mit „R“ und wie viele Kugeln mit „B“ liegen unmittelbar vor der zweiten Ziehung noch in der Urne?
Abbildung zur Aufgabe 551834

Denkanstöße

- Lies zuerst die Anzahl der mit „R“ und „B“ beschrifteten Kugeln aus der Abbildung ab. - „Nicht zurückgelegt“ bedeutet, dass die gezogene Kugel vor der zweiten Ziehung fehlt. - Verändere nur die Anzahl der Sorte, die beim ersten Zug gezogen wurde.

Lösung

Zu Beginn liegen laut Abbildung \(3\) Kugeln mit „R“ und \(2\) Kugeln mit „B“ in der Urne. Nach dem Ziehen einer R-Kugel ohne Zurücklegen bleiben \(2\) R-Kugeln und \(2\) B-Kugeln.

Antwort

\(2\) R-Kugeln und \(2\) B-Kugeln.
55183510
Beim Schulfest liegen vor der ersten Ziehung \(120\) Lose in einer Box. Ein Los wird gezogen und bleibt anschließend beim Helfer. Für die zweite Ziehung befinden sich deshalb nur noch \(119\) Lose in der Box. Welches Urnenmodell beschreibt diesen Ablauf: Ziehen mit Zurücklegen oder Ziehen ohne Zurücklegen? Begründe anhand der Veränderung des Bestands.

Denkanstöße

- Vergleiche die Zahl der Lose vor der ersten und vor der zweiten Ziehung. - Überlege, welche der beiden Grundformen eines Urnenmodells einen veränderten Bestand zwischen den Ziehungen beschreibt. - Begründe nicht nur mit einem Schlagwort, sondern mit dem Zustand der Box beim zweiten Zug.

Lösung

1. Zwischen den beiden Ziehungen sinkt die Zahl der Lose von \(120\) auf \(119\). Das zuerst gezogene Los ist bei der zweiten Ziehung also nicht mehr Teil der Auswahlmenge. 2. Deshalb entspricht der Ablauf dem Ziehen ohne Zurücklegen. Die Zusammensetzung beziehungsweise Größe des Bestands kann sich nach dem ersten Zug ändern.

Antwort

Ziehen ohne Zurücklegen, weil das zuerst gezogene Los bei der zweiten Ziehung nicht mehr in der Box liegt und der Bestand dadurch kleiner ist.
55669910
Die Abbildung zeigt den Anfangsbestand einer Urne. Eine gelbe Kugel wird gezogen und nicht zurückgelegt. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass die zweite gezogene Kugel a) gelb ist, b) blau ist.
Abbildung zur Aufgabe 556699

Denkanstöße

- Lies zuerst den Anfangsbestand aus der Urne ab. - Entferne gedanklich genau die Kugel, die im ersten Zug genannt ist. - Beziehe die beiden Wahrscheinlichkeiten der zweiten Ziehung auf den neuen Gesamtbestand.

Lösung

1. Anfangs liegen \(2\) gelbe und \(4\) blaue Kugeln in der Urne. 2. Nach der ersten gelben Kugel bleiben \(1\) gelbe und \(4\) blaue Kugeln, insgesamt also \(5\). 3. Deshalb gilt für die zweite Ziehung \(P(\text{gelb})=\frac{1}{5}\) und \(P(\text{blau})=\frac{4}{5}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{5}\) b) \(\frac{4}{5}\)
41363310
In einem Stoffbeutel befinden sich \(4\) rote, \(5\) blaue und \(3\) gelbe Murmeln. Es werden nacheinander drei Murmeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau in dieser Reihenfolge zuerst zwei rote und als drittes eine gelbe Murmel gezogen werden.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst aus den Farbzahlen, wie viele Murmeln insgesamt im Beutel liegen. - Überlege für jeden Zug, wie sich Gesamtzahl und Farbanzahl nach einer entnommenen Murmel verändern. - Verknüpfe anschließend die Astwahrscheinlichkeiten der vorgegebenen Reihenfolge.

Lösung

1. Zu Beginn liegen insgesamt \(4+5+3=12\) Murmeln im Beutel. 2. Für die erste rote Murmel beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{4}{12}=\frac{1}{3}\). 3. Nach einer roten Murmel bleiben \(3\) rote unter \(11\) Murmeln; für eine zweite rote Murmel beträgt die Astwahrscheinlichkeit \(\frac{3}{11}\). 4. Nach zwei roten Murmeln bleiben \(3\) gelbe unter \(10\) Murmeln; für eine gelbe Murmel im dritten Zug beträgt die Astwahrscheinlichkeit \(\frac{3}{10}\). 5. Nach der Produktregel ist die Wahrscheinlichkeit der vorgegebenen Reihenfolge \(\frac{1}{3}\cdot\frac{3}{11}\cdot\frac{3}{10}=\frac{3}{110}\).

Antwort

\(\frac{3}{110}\)
42338910
In einer Schachtel mit \(24\) Pralinen sind \(4\) mit Marzipan gefüllt; die übrigen haben eine Nougatfüllung. Es werden zufällig nacheinander zwei Pralinen ohne Zurücklegen entnommen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide entnommenen Pralinen eine Nougatfüllung haben.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele Nougatpralinen zu Beginn vorhanden sind. - Nach einer Nougatpraline verändert sich sowohl die Gesamtzahl als auch die Anzahl der Nougatpralinen. - Verknüpfe die beiden Astwahrscheinlichkeiten des Pfades Nougat–Nougat.

Lösung

1. Zu Beginn sind \(20\) von \(24\) Pralinen mit Nougat gefüllt. Für die erste Ziehung gilt daher \(\frac{20}{24}=\frac{5}{6}\). 2. Nach einer gezogenen Nougatpraline bleiben \(19\) Nougatpralinen unter \(23\) Pralinen. Auf dem Pfad Nougat–Nougat ist die zweite Astwahrscheinlichkeit deshalb \(\frac{19}{23}\). 3. Nach der Produktregel gilt \(P(\text{zweimal Nougat})=\frac{5}{6}\cdot\frac{19}{23}=\frac{95}{138}\approx0{,}6884\).

Antwort

\(P=\frac{95}{138}\approx68{,}84\,\%\)
42339710
In einer Pralinenschachtel befinden sich \(12\) handgemachte Pralinen. \(8\) sind mit dunkler Schokolade überzogen, die übrigen mit heller Schokolade. Jemand nimmt nacheinander \(3\) Pralinen blind aus der Schachtel, ohne sie zurückzulegen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei entnommenen Pralinen mit dunkler Schokolade überzogen sind. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei entnommenen Pralinen mit heller Schokolade überzogen sind.

Denkanstöße

- Bestimme für b) zuerst aus den Angaben, wie viele helle Pralinen vorhanden sind. - Beachte, wie sich Gesamtzahl und Anzahl der jeweils betrachteten Sorte nach jedem Zug verändern. - Verknüpfe für jede Teilaufgabe die drei Astwahrscheinlichkeiten des passenden Pfades.

Lösung

1. Für drei Pralinen mit dunkler Schokolade gilt \(P(\text{3 dunkle})=\frac{8}{12}\cdot\frac{7}{11}\cdot\frac{6}{10}=\frac{14}{55}\approx0{,}2545\). 2. Es gibt zunächst \(12-8=4\) Pralinen mit heller Schokolade. Daher gilt \(P(\text{3 helle})=\frac{4}{12}\cdot\frac{3}{11}\cdot\frac{2}{10}=\frac{1}{55}\approx0{,}0182\).

Antwort

a) \(\frac{14}{55}\approx25{,}5\,\%\) b) \(\frac{1}{55}\approx1{,}8\,\%\)
42381610
Ein Beutel enthält 3 goldene und 5 silberne Münzen. Es werden nacheinander zwei Münzen ohne Zurücklegen entnommen. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zuerst eine goldene und dann eine silberne Münze gezogen wird? b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit haben beide entnommenen Münzen die gleiche Farbe (also sind beide golden oder beide silbern)?

Denkanstöße

- Achte darauf, dass sich sowohl die Anzahl der gewünschten Münzen als auch die Gesamtzahl im zweiten Zug ändert. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, zwei Münzen mit der gleichen Farbe zu ziehen? - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades im Baumdiagramm. - Addiere die Ergebnisse der Pfade, die für die jeweilige Teilaufgabe relevant sind.

Lösung

1. Die Gesamtzahl der Münzen im Beutel ist \(3 + 5 = 8\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für die Abfolge erst Gold, dann Silber berechnet sich zu \(P(gs) = \frac{3}{8} \cdot \frac{5}{7} = \frac{15}{56}\). 3. Für das Ereignis „gleiche Farbe“ müssen die Wahrscheinlichkeiten der Pfade Gold-Gold (\(gg\)) und Silber-Silber (\(ss\)) addiert werden. 4. Die Wahrscheinlichkeit für zwei goldene Münzen ist \(P(gg) = \frac{3}{8} \cdot \frac{2}{7} = \frac{6}{56}\). 5. Die Wahrscheinlichkeit für zwei silberne Münzen ist \(P(ss) = \frac{5}{8} \cdot \frac{4}{7} = \frac{20}{56}\). 6. Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist \(P(\text{gleiche Farbe}) = \frac{6}{56} + \frac{20}{56} = \frac{26}{56} = \frac{13}{28}\).

Antwort

a) \(P(\text{gold, silber}) = \frac{15}{56}\) b) \(P(\text{gleiche Farbe}) = \frac{13}{28}\)
4268468
Ein elektronisches Zahlenschloss wird mit einem vierstelligen Code bedient. Für jede Stelle kann eine Ziffer von \(1\) bis \(6\) gewählt werden. a) Ermittle die Anzahl aller möglichen Codes. b) Wie viele Codes bestehen aus vier paarweise verschiedenen Ziffern? c) Für jede Stelle wird unabhängig und gleich wahrscheinlich eine Ziffer von \(1\) bis \(6\) gewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle vier Stellen dieselbe Ziffer zeigen.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es unabhängig voneinander an jeder der vier Stellen? - Wie verändert sich die Auswahl, wenn bereits verwendete Ziffern nicht noch einmal vorkommen dürfen? - Welche wenigen Codes erfüllen bei c) die Bedingung „alle vier Stellen gleich“?

Lösung

1. Für jede der vier Stellen gibt es \(6\) Möglichkeiten. Daher gibt es insgesamt \(6^4=1296\) Codes. 2. Für vier verschiedene Ziffern stehen nacheinander \(6\), \(5\), \(4\) und \(3\) Möglichkeiten zur Verfügung. Damit gibt es \(6\cdot5\cdot4\cdot3=360\) solche Codes. 3. Für c) sind genau die sechs Codes \(1111\), \(2222\), \(3333\), \(4444\), \(5555\) und \(6666\) günstig. 4. Bei \(1296\) gleich wahrscheinlichen Codes gilt daher \(P=\frac{6}{1296}=\frac{1}{216}\approx0{,}00463\).

Antwort

a) \(1296\) b) \(360\) c) \(\frac{1}{216}\approx0{,}00463\)
42721012
Ein Obstkorb enthält \(8\) Äpfel, \(6\) Birnen und \(4\) Bananen. Für eine Wanderung werden zufällig \(5\) Früchte entnommen. Ordne den Ereignissen \(A\), \(B\) und \(C\) den jeweils passenden Term zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit zu und begründe deine Entscheidung. \(A\): „Es werden genau zwei Äpfel, zwei Birnen und eine Banane ausgewählt.“ \(B\): „Es werden keine Birnen ausgewählt.“ \(C\): „Es werden genau drei Äpfel und zwei Bananen ausgewählt.“ (1) \(\frac{\binom{12}{5}}{\binom{18}{5}}\) (2) \(\frac{\binom{8}{2} \cdot \binom{6}{2} \cdot \binom{4}{1}}{\binom{18}{5}}\) (3) \(\frac{\binom{8}{3} \cdot \binom{4}{2}}{\binom{18}{5}}\)

Denkanstöße

- Wie viele Früchte sind insgesamt im Korb? - Was bedeutet es für die Auswahl, wenn eine bestimmte Sorte gar nicht vorkommen darf? - Welche unteren Zahlen müssen die Binomialkoeffizienten für jede geforderte Zusammensetzung besitzen? - Prüfe, ob die Summe der ausgewählten Stückzahlen jeweils fünf ergibt.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(8+6+4=18\) Früchte. Die Anzahl aller gleich wahrscheinlichen Auswahlen von fünf Früchten ist \(\binom{18}{5}\). 2. Zu \(A\): Zwei von acht Äpfeln, zwei von sechs Birnen und eine von vier Bananen werden gewählt. Daher passt Term (2). 3. Zu \(B\): Ohne Birnen müssen alle fünf Früchte aus den zwölf Äpfeln und Bananen stammen. Daher passt Term (1). 4. Zu \(C\): Drei von acht Äpfeln und zwei von vier Bananen werden gewählt. Daher passt Term (3).

Antwort

Ereignis \(A\) entspricht Term (2). Ereignis \(B\) entspricht Term (1). Ereignis \(C\) entspricht Term (3).
43202310
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide gezogenen Kugeln die gleiche Farbe besitzen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die erste gezogene Kugel grün und die zweite rot ist. Gib die Ergebnisse als vollständig gekürzte Brüche an.
Abbildung zur Aufgabe 432023

Denkanstöße

- Lies die drei Farbanzahlen direkt aus der Urne ab. - Für a) gehören drei verschiedene gleichfarbige Pfade zum Ereignis. - Für b) ist genau eine Reihenfolge festgelegt; beachte die veränderte Gesamtzahl beim zweiten Zug.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(4\) grüne, \(3\) blaue und \(3\) rote Kugeln ab. 2. Zum Ereignis „gleiche Farbe“ gehören die Pfade GG, BB und RR. Daher ist \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{4}{10}\cdot\frac{3}{9}+\frac{3}{10}\cdot\frac{2}{9}+\frac{3}{10}\cdot\frac{2}{9}=\frac{24}{90}=\frac{4}{15}\). 3. Für den festen Pfad Grün-Rot gilt \(P(GR)=\frac{4}{10}\cdot\frac{3}{9}=\frac{2}{15}\).

Antwort

a) \(\frac{4}{15}\) b) \(\frac{2}{15}\)
43611510
Aus der abgebildeten Urne werden zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. a) Die erste Kugel war grün. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die zweite Kugel grün ist. b) Die erste Kugel war orange. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die zweite Kugel grün ist. c) Erkläre anhand der Urnenzusammensetzung, warum die beiden Wahrscheinlichkeiten verschieden sind.
Abbildung zur Aufgabe 436115

Denkanstöße

- Lies zuerst die Anfangszusammensetzung aus der Abbildung ab. - Bestimme für a) und b) jeweils getrennt, welche vier Kugeln nach dem ersten Zug noch vorhanden sind. - Vergleiche anschließend den Grünanteil in den beiden verbleibenden Urnenzuständen.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(3\) grüne und \(2\) orangefarbene Kugeln ab. 2. Nach einer zuerst grünen Kugel bleiben \(2\) grüne und \(2\) orangefarbene Kugeln. Daher gilt in a) \(P(\text{Grün im zweiten Zug})=\frac{2}{4}=\frac{1}{2}\). 3. Nach einer zuerst orangefarbenen Kugel bleiben \(3\) grüne und \(1\) orangefarbene Kugel. Daher gilt in b) \(P(\text{Grün im zweiten Zug})=\frac{3}{4}\). 4. Die erste Ziehung verändert beim Ziehen ohne Zurücklegen den Bestand. Je nachdem, welche Farbe entfernt wurde, ist im zweiten Zug ein anderer Anteil der verbleibenden Kugeln grün.

Antwort

a) \(\frac{1}{2}\) b) \(\frac{3}{4}\) c) Nach einer grünen ersten Kugel bleiben \(2\) von \(4\) Kugeln grün; nach einer orangefarbenen bleiben \(3\) von \(4\) grün. Deshalb unterscheiden sich die Wahrscheinlichkeiten.
4361498
Aus der abgebildeten Urne wird dreimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. Betrachte die einzelnen Kugeln als gleich wahrscheinliche Elementarergebnisse. Bestimme mit einem Laplace-Modell die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei der drei gezogenen Kugeln rot sind.
Abbildung zur Aufgabe 436149

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel entstehen wegen des Zurücklegens? - An welcher der drei Positionen kann die eine blaue Kugel stehen? - Zähle für jede Position die möglichen einzelnen roten beziehungsweise blauen Kugeln.

Lösung

1. Die Urne enthält \(5\) Kugeln. Wegen des Zurücklegens gibt es \(5^3=125\) gleich wahrscheinliche geordnete Kugeltripel. 2. Die eine blaue Position kann auf \(3\) Arten gewählt werden. Für jede rote Position stehen \(2\) einzelne rote Kugeln und für die blaue Position \(3\) einzelne blaue Kugeln zur Verfügung. 3. Damit sind \(3\cdot2^2\cdot3=36\) Tripel günstig. Es gilt \(P=\frac{36}{125}=0{,}288=28{,}8\,\%\).

Antwort

\(\frac{36}{125}=0{,}288=28{,}8\,\%\)
4361508
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe der beiden gezogenen Zahlen größer als \(8\) ist?
Abbildung zur Aufgabe 436150

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt auf den Kugeln der Urne ab. - Behandle die beiden Ziehungen als geordnetes Zahlenpaar. - Liste nur die Paare auf, deren Summe die Grenze \(8\) überschreitet.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man fünf gleich wahrscheinliche Zahlen pro Zug ab. Mit Zurücklegen gibt es daher \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare. 2. Eine Summe größer als \(8\) entsteht bei \((4,5)\), \((5,4)\) und \((5,5)\). 3. Somit gilt \(P=\frac{3}{25}=0{,}12\).

Antwort

\(P=\frac{3}{25}=12\,\%\)
43749610
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mithilfe der im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten sowie Produktregel und Summenregel** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedenfarbige Kugeln gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 437496

Denkanstöße

- Suche im Baum alle vollständigen Pfade, die mit zwei verschiedenen Farben enden. - Berechne jeden günstigen Pfad zunächst mit den Astwahrscheinlichkeiten des Baums. - Fasse die günstigen Pfade erst anschließend zusammen.

Lösung

1. Für zwei verschiedene Farben sind im Baum die vollständigen Pfade rot–blau und blau–rot günstig. 2. Nach der Produktregel gilt für rot–blau \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}=\frac{3}{10}\) und für blau–rot \(\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}=\frac{3}{10}\). 3. Nach der Summenregel ergibt sich \(P=\frac{3}{10}+\frac{3}{10}=\frac{3}{5}\).

Antwort

\(\frac{3}{5}=60\,\%\)
43751910
Aus dem Baumdiagramm soll die Zusammensetzung eines Beutels rekonstruiert werden. Es wird zweimal ohne Zurücklegen gezogen. Wie viele rote und blaue Kugeln lagen anfangs im Beutel?
Abbildung zur Aufgabe 437519

Denkanstöße

- Lies aus dem ersten Nenner die Gesamtzahl ab. - Was verrät der zweite rote Ast über die Veränderung nach dem ersten Zug?

Lösung

1. Erste rote Wahrscheinlichkeit \(\frac{5}{8}\): insgesamt \(8\), davon \(5\) rot. 2. Verbleibende Kugeln nach rot: \(7\), davon \(4\) rot; passend zu \(\frac{4}{7}\). 3. Anfangsbestand: \(5\) rote und \(3\) blaue Kugeln.

Antwort

5 rote und 3 blaue Kugeln.
43753210
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen aus einem Kartenset. Bestimme **mit der Produktregel aus den im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide gezogenen Karten Asse sind.
Abbildung zur Aufgabe 437532

Denkanstöße

- Suche im Baum den einzigen vollständigen Pfad, auf dem zweimal Ass erscheint. - Verwende genau die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades. - Wie werden Astwahrscheinlichkeiten innerhalb eines vollständigen Pfades verknüpft?

Lösung

1. Der gesuchte vollständige Pfad ist Ass–Ass. 2. Nach der Produktregel gilt \(P(\text{Ass–Ass})=\frac{2}{8}\cdot\frac{1}{7}=\frac{1}{28}\). 3. Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{28}\approx3{,}57\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{28}\approx3{,}57\,\%\)
43753310
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass beide gezogenen Kugeln dieselbe Farbe haben.
Abbildung zur Aufgabe 437533

Denkanstöße

- Suche im Baum für jede Farbe den vollständigen Pfad, auf dem diese Farbe zweimal erscheint. - Berechne die drei günstigen Pfadwahrscheinlichkeiten zunächst getrennt. - Fasse die günstigen Pfade anschließend mit der passenden Regel zusammen.

Lösung

1. Für zwei gleichfarbige Kugeln sind im Baum die drei Pfade rot–rot, grün–grün und blau–blau günstig. 2. Nach der Produktregel haben diese Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{4}{9}\cdot\frac{3}{8}=\frac{12}{72}\), \(\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}=\frac{6}{72}\) und \(\frac{2}{9}\cdot\frac{1}{8}=\frac{2}{72}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=\frac{12+6+2}{72}=\frac{20}{72}=\frac{5}{18}\).

Antwort

\(\frac{5}{18}\approx27{,}8\,\%\)
43755710
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt die zufällige Auswahl von zwei Personen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein gemischtes Zweierteam aus einem Mädchen und einem Jungen entsteht.
Abbildung zur Aufgabe 437557

Denkanstöße

- Suche im Baum alle vollständigen Pfade, auf denen beide Gruppen genau einmal vorkommen. - Bestimme die beiden Pfadwahrscheinlichkeiten mit den angegebenen Astwahrscheinlichkeiten. - Fasse die beiden günstigen Pfade anschließend zusammen.

Lösung

1. Ein gemischtes Team entsteht über die beiden vollständigen Pfade Mädchen–Junge und Junge–Mädchen. 2. Nach der Produktregel gilt für Mädchen–Junge \(\frac{4}{6}\cdot\frac{2}{5}=\frac{4}{15}\) und für Junge–Mädchen \(\frac{2}{6}\cdot\frac{4}{5}=\frac{4}{15}\). 3. Nach der Summenregel ist \(P=\frac{4}{15}+\frac{4}{15}=\frac{8}{15}\).

Antwort

\(\frac{8}{15}\approx53{,}3\,\%\)
55670010
Die Abbildung a) zeigt den Anfangsbestand einer Urne. Zuerst wurde eine rote Kugel gezogen und nicht zurückgelegt. Abbildung b) zeigt, wie Mira den Bestand unmittelbar vor der zweiten Ziehung notiert hat. a) Erkläre den Modellierungsfehler in b). b) Gib den korrekten Bestand vor der zweiten Ziehung an. c) Bestimme daraus die Wahrscheinlichkeiten für Rot und Grün bei der zweiten Ziehung.
Abbildung zur Aufgabe 556700

Denkanstöße

- Vergleiche die beiden Urnenbilder zunächst nur nach den Anzahlen der beiden Sorten. - Welche Sorte muss sich verändern, wenn im ersten Zug Rot gezogen wurde? - Berechne die Wahrscheinlichkeiten erst aus dem korrigierten zweiten Bestand.

Lösung

1. Anfangs liegen \(3\) rote und \(2\) grüne Kugeln in der Urne. Nach einer gezogenen roten Kugel muss die Anzahl der roten Kugeln um eins sinken. 2. In b) sind stattdessen weiterhin \(3\) rote, aber nur noch \(1\) grüne Kugel dargestellt. Es wurde also die falsche Farbe entfernt. 3. Korrekt bleiben \(2\) rote und \(2\) grüne Kugeln, insgesamt \(4\). 4. Damit gilt bei der zweiten Ziehung \(P(\text{Rot})=\frac{2}{4}=\frac{1}{2}\) und \(P(\text{Grün})=\frac{2}{4}=\frac{1}{2}\).

Antwort

a) In b) wurde eine grüne statt der gezogenen roten Kugel entfernt. b) \(2\) rote und \(2\) grüne Kugeln. c) \(P(\text{Rot})=\frac{1}{2}\), \(P(\text{Grün})=\frac{1}{2}\).
41366110
In einer Dose befinden sich \(5\) rote und \(3\) grüne Fruchtgummis. Leon zieht nacheinander zwei Stück mit Zurücklegen. a) Gib die Baumstruktur in Textform an: Nenne die beiden Möglichkeiten der ersten Stufe und jeweils die beiden Möglichkeiten der zweiten Stufe mit ihren Astwahrscheinlichkeiten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leon zwei verschiedenfarbige Fruchtgummis zieht. c) Leon überlegt nun, das erste Fruchtgummi direkt zu essen und dann erst das zweite zu ziehen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für „zwei verschiedene Farben“ für diesen Fall ohne Zurücklegen und vergleiche das Ergebnis mit Aufgabenteil b).

Denkanstöße

- Welche Astwahrscheinlichkeiten gelten nach dem Zurücklegen in der zweiten Stufe? - Welche vollständigen Pfade führen zu „verschiedene Farben“? - Vergleiche für c) die Zusammensetzung der Dose nach einem roten und nach einem grünen ersten Zug.

Lösung

1. Mit Zurücklegen gilt in jeder Stufe \(P(\text{Rot})=\frac{5}{8}\) und \(P(\text{Grün})=\frac{3}{8}\). Nach Rot wie nach Grün verzweigt die zweite Stufe deshalb wieder in Rot mit \(\frac{5}{8}\) und Grün mit \(\frac{3}{8}\). 2. Die Pfade für zwei verschiedene Farben sind Rot–Grün und Grün–Rot. Mit Zurücklegen ist \(P(\text{verschieden})=\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{8}+\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{8}=\frac{15}{32}\). 3. Ohne Zurücklegen ändern sich die Wahrscheinlichkeiten in der zweiten Stufe. Es gilt \(P(\text{Rot, Grün})=\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{7}=\frac{15}{56}\) und \(P(\text{Grün, Rot})=\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{7}=\frac{15}{56}\). 4. Daher ist ohne Zurücklegen \(P(\text{verschieden})=\frac{30}{56}=\frac{15}{28}\). 5. Weil \(\frac{15}{28}>\frac{15}{32}\), ist das Ereignis ohne Zurücklegen wahrscheinlicher.

Antwort

a) Erste Stufe: Rot mit \(\frac{5}{8}\), Grün mit \(\frac{3}{8}\). Nach jedem dieser Äste gilt in der zweiten Stufe wieder: Rot mit \(\frac{5}{8}\), Grün mit \(\frac{3}{8}\). b) \(\frac{15}{32}\) c) Ohne Zurücklegen: \(\frac{15}{28}\); diese Wahrscheinlichkeit ist größer.
42334810
In einer Schachtel befinden sich \(20\) Lose, davon \(5\) Gewinnlose. Es werden nacheinander vier Lose gezogen. a) Die Lose werden nach jedem Zug zurückgelegt. Erkläre, warum die Gewinnwahrscheinlichkeit bei jedem Zug gleich bleibt, und gib diese Wahrscheinlichkeit an. b) Die Lose werden nicht zurückgelegt. Gib nach einem Gewinn im ersten Zug und nach einer Niete im ersten Zug jeweils die Gewinnwahrscheinlichkeit für den zweiten Zug an. Erkläre, warum sich diese beiden Wahrscheinlichkeiten unterscheiden.

Denkanstöße

- Vergleiche, wie viele Gewinnlose und wie viele Lose insgesamt vor dem zweiten Zug vorhanden sind. - Überlege, welche Wirkung das Zurücklegen auf die Zusammensetzung der Schachtel hat. - Betrachte bei b) die beiden möglichen Ergebnisse des ersten Zugs getrennt.

Lösung

a) Nach jedem Zug liegen wieder \(5\) Gewinnlose unter \(20\) Losen in der Schachtel. Deshalb beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei jedem Zug \(\frac{5}{20}=\frac{1}{4}=0{,}25\). b) Nach einem Gewinn im ersten Zug bleiben \(4\) Gewinnlose unter \(19\) Losen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit im zweiten Zug ist dann \(\frac{4}{19}\approx 0{,}211\). Nach einer Niete im ersten Zug bleiben \(5\) Gewinnlose unter \(19\) Losen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit ist dann \(\frac{5}{19}\approx 0{,}263\). Ohne Zurücklegen hängt die Zusammensetzung der Schachtel vom Ergebnis des ersten Zugs ab. Deshalb können sich die Wahrscheinlichkeiten an der nächsten Stufe unterscheiden.

Antwort

a) Die Gewinnwahrscheinlichkeit bleibt bei \(0{,}25=25\,\%\). b) Nach einem Gewinn: \(\frac{4}{19}\approx 21{,}1\,\%\); nach einer Niete: \(\frac{5}{19}\approx 26{,}3\,\%\). Ohne Zurücklegen verändert der erste Zug die Zusammensetzung der Schachtel.
42339010
Ein Kartenspiel besteht aus \(32\) Karten, darunter befinden sich genau \(4\) Asse. Es werden nacheinander drei Karten ohne Zurücklegen gezogen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird bei diesen drei Zügen genau ein Ass gezogen?

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Positionen kann das einzige Ass in den drei Zügen einnehmen? - Beachte, dass sich die Gesamtzahl der Karten und die Zusammensetzung nach jedem Zug verändern. - Berechne zunächst die Wahrscheinlichkeit für eine festgelegte Reihenfolge und vergleiche dann die übrigen günstigen Pfade.

Lösung

1. Für genau ein Ass gibt es die drei Pfade \(A\overline{A}\overline{A}\), \(\overline{A}A\overline{A}\) und \(\overline{A}\overline{A}A\). 2. Für einen dieser Pfade gilt zum Beispiel \(P(A\overline{A}\overline{A})=\frac{4}{32}\cdot\frac{28}{31}\cdot\frac{27}{30}=\frac{63}{620}\). 3. Alle drei Pfade haben dieselbe Wahrscheinlichkeit. Daher ist \(P(\text{genau ein Ass})=3\cdot\frac{63}{620}=\frac{189}{620}\approx0{,}3048\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{189}{620}\approx0{,}3048\approx30{,}48\,\%\).
42339810
Bei einer Tombola sind noch \(15\) Lose in der Trommel. Davon sind \(6\) Lose Gewinnlose und der Rest sind Nieten. Eine Person kauft \(3\) dieser Lose gleichzeitig. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind alle drei Lose Gewinnlose? b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind alle drei Lose Nieten?

Denkanstöße

- Stell dir vor, die Lose würden nacheinander gezogen. Macht es für die Wahrscheinlichkeit einen Unterschied, ob man sie gleichzeitig oder nacheinander ohne Zurücklegen zieht? - Wie viele Nieten befinden sich zu Beginn in der Trommel? - Wie verändern sich die Gewinnchancen für das zweite und dritte Los, wenn das erste bereits ein Gewinn (oder eine Niete) war? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit als Produkt von drei Brüchen darstellen?

Lösung

1. Bestimmung der Anzahl der Nieten: \(15 - 6 = 9\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für drei Gewinnlose: Das gleichzeitige Ziehen entspricht dem Ziehen ohne Zurücklegen. Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich als \(P(\text{3 Gewinne}) = \frac{6}{15} \cdot \frac{5}{14} \cdot \frac{4}{13} = \frac{2}{5} \cdot \frac{5}{14} \cdot \frac{4}{13} = \frac{4}{91} \approx 0{,}0440\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für drei Nieten: \(P(\text{3 Nieten}) = \frac{9}{15} \cdot \frac{8}{14} \cdot \frac{7}{13} = \frac{3}{5} \cdot \frac{4}{7} \cdot \frac{7}{13} = \frac{12}{65} \approx 0{,}1846\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{4}{91}\) (ca. \(4{,}4\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{12}{65}\) (ca. \(18{,}5\,\%\)).
42339912
In einer Arbeitsgruppe von 12 Personen sollen 4 Personen für eine Präsentation ausgelost werden. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Auswahl genau auf die Personen Anna, Ben, Clara und David fällt?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele verschiedene Gruppen von 4 Personen man insgesamt aus den 12 Personen bilden kann. - Spielt die Reihenfolge, in der die Personen gezogen werden, für die Zusammensetzung der Gruppe eine Rolle? - Wie viele dieser möglichen Gruppen entsprechen genau der gesuchten Kombination aus Anna, Ben, Clara und David? - Setze die Anzahl der günstigen Möglichkeiten ins Verhältnis zur Gesamtzahl aller Möglichkeiten.

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Möglichkeiten, 4 Personen aus einer Gruppe von 12 ohne Berücksichtigung der Reihenfolge auszuwählen: \(\binom{12}{4} = \frac{12 \cdot 11 \cdot 10 \cdot 9}{4 \cdot 3 \cdot 2 \cdot 1} = 495\). 2. Bestimmung der Anzahl der günstigen Ergebnisse: Da eine ganz bestimmte Gruppe von 4 Personen gesucht ist, gibt es genau \(1\) günstiges Ergebnis. 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit \(P\) als Quotient aus günstigen und möglichen Ergebnissen: \(P = \frac{1}{495}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{495}\) (ca. \(0{,}2\,\%\)).
42340510
Bei einer Tombola gibt es insgesamt \(30\) Lose, von denen genau \(5\) Gewinnlose sind. Max kauft nacheinander \(5\) Lose; gekaufte Lose werden nicht zurückgelegt. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Alle \(5\) Lose von Max sind Gewinnlose. b) Keines der \(5\) Lose ist ein Gewinnlos. c) Ein ganz bestimmtes Los, zum Beispiel Los Nummer \(1\), ist unter den \(5\) Losen von Max.

Denkanstöße

- Beschreibe a) und b) jeweils als einen fünfstufigen Pfad ohne Zurücklegen. - Aktualisiere nach jedem gezogenen Los sowohl den Zähler als auch die Gesamtzahl. - Für c) ist das Gegenereignis „dieses bestimmte Los wird in keinem der fünf Züge gezogen“ besonders übersichtlich.

Lösung

1. Für fünf Gewinnlose hintereinander gilt nach der Produktregel \(P=\frac{5}{30}\cdot\frac{4}{29}\cdot\frac{3}{28}\cdot\frac{2}{27}\cdot\frac{1}{26}=\frac{1}{142506}\approx0{,}0000070\). 2. Für fünf Nieten hintereinander gilt mit \(25\) Nieten zu Beginn \(P=\frac{25}{30}\cdot\frac{24}{29}\cdot\frac{23}{28}\cdot\frac{22}{27}\cdot\frac{21}{26}=\frac{1265}{3393}\approx0{,}3728\). 3. Für ein bestimmtes Los ist das Gegenereignis „Das bestimmte Los ist unter den fünf gekauften Losen nicht dabei“. Seine Wahrscheinlichkeit ist \(\frac{29}{30}\cdot\frac{28}{29}\cdot\frac{27}{28}\cdot\frac{26}{27}\cdot\frac{25}{26}=\frac{5}{6}\). Daher gilt \(P(\text{bestimmtes Los dabei})=1-\frac{5}{6}=\frac{1}{6}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{142506}\approx0{,}0000070\) b) \(\frac{1265}{3393}\approx37{,}28\,\%\) c) \(\frac{1}{6}\approx16{,}67\,\%\)
42340610
In einer Obstkiste befinden sich \(20\) Äpfel, von denen \(4\) Druckstellen haben. Es werden nacheinander \(3\) Äpfel ohne Zurücklegen entnommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: a) Alle entnommenen Äpfel haben Druckstellen. b) Keiner der entnommenen Äpfel hat Druckstellen. c) Ein ganz bestimmter Apfel, der größte in der Obstkiste, wird entnommen. d) Genau zwei der entnommenen Äpfel haben Druckstellen.

Denkanstöße

- Behandle die Entnahme als Ziehen ohne Zurücklegen und aktualisiere die Astwahrscheinlichkeiten nach jedem Zug. - Für c) kann das Gegenereignis kürzer sein als das direkte Addieren mehrerer Positionen. - Für d) liste die drei möglichen Positionen des Apfels ohne Druckstelle auf und berechne die entsprechenden Pfade.

Lösung

a) Für drei Äpfel mit Druckstellen hintereinander gilt \(P=\frac{4}{20}\cdot\frac{3}{19}\cdot\frac{2}{18}=\frac{1}{285}\approx 0{,}00351\). b) Für drei Äpfel ohne Druckstellen gilt \(P=\frac{16}{20}\cdot\frac{15}{19}\cdot\frac{14}{18}=\frac{28}{57}\approx 0{,}4912\). c) Das Gegenereignis ist, dass der bestimmte Apfel in allen drei Zügen nicht gewählt wird: \(P(\text{nicht gewählt})=\frac{19}{20}\cdot\frac{18}{19}\cdot\frac{17}{18}=\frac{17}{20}\). Daher \(P(\text{gewählt})=1-\frac{17}{20}=\frac{3}{20}=0{,}15\). d) Schreibe \(D\) für Druckstelle und \(O\) für ohne Druckstelle. Günstig sind die drei Pfade \(DDO\), \(DOD\) und \(ODD\). Jeder hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{4}{20}\cdot\frac{3}{19}\cdot\frac{16}{18}=\frac{8}{285}\). Somit \(P=3\cdot\frac{8}{285}=\frac{8}{95}\approx 0{,}0842\).

Antwort

a) \(\frac{1}{285}\approx 0{,}00351\) b) \(\frac{28}{57}\approx 49{,}12\,\%\) c) \(\frac{3}{20}=15\,\%\) d) \(\frac{8}{95}\approx 8{,}42\,\%\)
42381510
In einer Urne befinden sich 4 gelbe und 6 blaue Kugeln. Es werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die beiden gezogenen Kugeln unterschiedliche Farben haben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der gezogenen Kugeln gelb ist.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Kugeln nach dem ersten Zug noch in der Urne sind. - Welche Farbkombinationen erfüllen die Bedingung für unterschiedliche Farben? - Ist es bei „mindestens eine“ einfacher, alle passenden Möglichkeiten zu addieren oder das Gegenteil von \(1\) abzuziehen?

Lösung

1. Da ohne Zurücklegen gezogen wird, sind nach dem ersten Zug noch \(9\) Kugeln in der Urne. 2. Für unterschiedliche Farben gibt es die Pfade Gelb-Blau und Blau-Gelb. Daher ist \(P(\text{unterschiedlich})=\frac{4}{10}\cdot\frac{6}{9}+\frac{6}{10}\cdot\frac{4}{9}=\frac{8}{15}\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine gelbe Kugel“ ist „beide Kugeln blau“. Es gilt \(P(\text{beide blau})=\frac{6}{10}\cdot\frac{5}{9}=\frac{1}{3}\). 4. Somit ist \(P(\text{mindestens eine gelbe Kugel})=1-\frac{1}{3}=\frac{2}{3}\).

Antwort

a) \(P(\text{unterschiedlich})=\frac{8}{15}\) b) \(P(\text{mindestens eine gelbe Kugel})=\frac{2}{3}\)
4268358
Ein Sicherheitssystem generiert Zugangscodes aus fünf Zeichen. Zur Auswahl stehen die zehn Ziffern \(0\) bis \(9\) sowie die acht Buchstaben A bis H. a) Wie viele Codes sind möglich, wenn jedes Zeichen mehrfach verwendet werden darf? b) Wie viele Codes sind möglich, wenn jedes Zeichen höchstens einmal vorkommen darf? c) Für jede Stelle wird unabhängig und gleich wahrscheinlich eines der \(18\) Zeichen gewählt; Zeichen dürfen mehrfach vorkommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle fünf Zeichen Ziffern sind.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es an jeder Position, solange Wiederholungen erlaubt sind? - Was verändert sich bei jeder weiteren Position, wenn ein Zeichen nicht erneut verwendet werden darf? - Bei c) sind alle erzeugten fünfstelligen Codes gleich wahrscheinlich; du kannst günstige und mögliche Strukturen vergleichen.

Lösung

1. Insgesamt stehen \(10+8=18\) Zeichen zur Verfügung. 2. Bei Wiederholung gibt es an jeder der fünf Stellen \(18\) Möglichkeiten. Daher sind \(18^5=1\,889\,568\) Codes möglich. 3. Ohne Wiederholung gibt es nacheinander \(18\), \(17\), \(16\), \(15\) und \(14\) Möglichkeiten. Damit erhält man \(18\cdot17\cdot16\cdot15\cdot14=1\,028\,160\) Codes. 4. Für c) sind \(10^5=100\,000\) der \(18^5=1\,889\,568\) gleich wahrscheinlichen Codes günstig. Daher gilt \(P=\frac{100000}{1889568}=\frac{3125}{59049}\approx0{,}05292\).

Antwort

a) \(1\,889\,568\) Codes b) \(1\,028\,160\) Codes c) \(\frac{3125}{59049}\approx5{,}29\,\%\)
4268438
Ein vierstelliger Sicherheitscode wird aus den Ziffern \(1\) bis \(6\) gebildet. a) Wie viele verschiedene Codes gibt es, wenn jede Ziffer höchstens einmal vorkommen darf? b) Ein Code heißt „zulässig“, wenn keine zwei direkt aufeinanderfolgenden Ziffern gleich sind. Bestimme die Anzahl der zulässigen Codes. c) Ein Code wird gleich wahrscheinlich aus allen zulässigen Codes ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er aus genau zwei verschiedenen Ziffern besteht, die sich abwechseln, zum Beispiel \(1414\).

Denkanstöße

- Welche Auswahlmöglichkeiten bleiben an einer Position übrig, wenn bereits verwendete Ziffern ausgeschlossen sind? - Bei b) ist nur die unmittelbar vorherige Ziffer für die nächste Position gesperrt. - Welche beiden ersten Entscheidungen legen bei einem abwechselnden Code bereits die restlichen Stellen fest?

Lösung

1. Für a) stehen nacheinander \(6\), \(5\), \(4\) und \(3\) Ziffern zur Verfügung. Daher gibt es \(6\cdot5\cdot4\cdot3=360\) Codes. 2. Für b) gibt es für die erste Stelle \(6\) Möglichkeiten. An jeder weiteren Stelle sind \(5\) Ziffern zulässig. Somit gibt es \(6\cdot5^3=750\) zulässige Codes. 3. Für c) kann die erste Ziffer auf \(6\) Arten gewählt werden und die zweite auf \(5\) andere Arten. Danach ist das Wechselmuster festgelegt. Es gibt also \(6\cdot5=30\) günstige zulässige Codes. 4. Damit gilt \(P=\frac{30}{750}=\frac{1}{25}=0{,}04\).

Antwort

a) \(360\) b) \(750\) c) \(\frac{1}{25}=4\,\%\)
4268458
Ein Designer erstellt ein Logo aus einer horizontalen Reihe von fünf farbigen Quadraten. Für jedes Quadrat stehen \(12\) Farben zur Auswahl. a) Wie viele Farbmuster sind möglich, wenn Farben mehrfach vorkommen dürfen? b) Wie viele Farbmuster sind möglich, wenn keine Farbe zweimal vorkommen darf? c) Die Farben werden für jedes Quadrat unabhängig und gleich wahrscheinlich gewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Farbe mehrfach vorkommt.

Denkanstöße

- Wie viele Farbentscheidungen gibt es an jeder Position, wenn Wiederholungen erlaubt sind? - Wie verändert sich die Zahl der noch verfügbaren Farben, wenn keine Farbe erneut vorkommen darf? - Welches Gegenereignis zu c) lässt sich durch eine einzige Folge von Auswahlzahlen erfassen?

Lösung

1. Bei erlaubter Wiederholung gibt es an jeder der fünf Positionen \(12\) Möglichkeiten. Daher sind \(12^5=248\,832\) Muster möglich. 2. Ohne Wiederholung stehen nacheinander \(12\), \(11\), \(10\), \(9\) und \(8\) Farben zur Verfügung. Damit gibt es \(12\cdot11\cdot10\cdot9\cdot8=95\,040\) Muster. 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine Farbe kommt mehrfach vor“ lautet „alle fünf Farben sind verschieden“. 4. Von den \(248\,832\) gleich wahrscheinlichen Mustern haben \(95\,040\) fünf verschiedene Farben. Daher gilt \(P(\text{alle Farben verschieden})=\frac{95040}{248832}=\frac{55}{144}\). Somit ist \(P(\text{mindestens eine Wiederholung})=1-\frac{55}{144}=\frac{89}{144}\approx0{,}6181\).

Antwort

a) \(248\,832\) b) \(95\,040\) c) \(\frac{89}{144}\approx61{,}81\,\%\)
42689910
In einem Fußballkader mit \(22\) Spielern sollen \(4\) Personen für ein Interview mit der Lokalzeitung ausgelost werden. Vier Spieler gehören zum Mannschaftsrat. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau die vier Mitglieder des Mannschaftsrats ausgelost werden. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass kein Mitglied des Mannschaftsrats ausgelost wird. c) Beschreibe ein passendes Urnenmodell für den Vorgang.

Denkanstöße

- Übersetze die beiden Spielergruppen in zwei Kugelarten eines Urnenmodells. - Für a) und b) genügt jeweils ein vierstufiger Pfad. - Beachte, dass sich die Anzahlen nach jeder Ziehung ohne Zurücklegen verändern.

Lösung

a) Schreibe \(R\) für ein Mitglied des Mannschaftsrats. Damit genau diese vier Spieler ausgewählt werden, muss bei vier Ziehungen ohne Zurücklegen der Pfad \(RRRR\) eintreten: \(P=\frac{4}{22}\cdot\frac{3}{21}\cdot\frac{2}{20}\cdot\frac{1}{19}=\frac{1}{7315}\approx 0{,}000137\). b) Es gibt \(18\) Spieler außerhalb des Mannschaftsrats. Für vier solche Spieler hintereinander gilt \(P=\frac{18}{22}\cdot\frac{17}{21}\cdot\frac{16}{20}\cdot\frac{15}{19}=\frac{612}{1463}\approx 0{,}4183\). c) Eine Urne enthält \(22\) Kugeln. Vier Kugeln sind als „Mannschaftsrat“ markiert, die übrigen \(18\) als „andere Spieler“. Es werden vier Kugeln ohne Zurücklegen gezogen.

Antwort

a) \(\frac{1}{7315}\approx 0{,}0137\,\%\) b) \(\frac{612}{1463}\approx 41{,}83\,\%\) c) Urne mit \(4\) markierten und \(18\) unmarkierten Kugeln; vier Ziehungen ohne Zurücklegen.
42693712
Ein Verein besteht aus \(25\) Mitgliedern, von denen \(15\) studieren und \(10\) bereits berufstätig sind. Für ein Projekt wird ein Team aus \(6\) Personen zufällig zusammengestellt. Sei \(X\) die Anzahl der Studierenden im ausgewählten Team. a) Berechne die Anzahl der Teams mit genau \(4\) Studierenden und \(2\) Berufstätigen. b) Bestimme \(P(X=4)\). c) Erläutere die Bedeutung des Ausdrucks \(\binom{15}{6}+\binom{10}{6}\) im Sachzusammenhang.

Denkanstöße

- Welche zwei getrennten Auswahlen ergeben zusammen ein Team mit genau vier Studierenden? - Wodurch erhältst du in b) die Gesamtzahl aller gleich wahrscheinlichen Teams? - Welche zwei disjunkten Teamarten werden in c) addiert?

Lösung

1. a) Für die vier Studierenden gibt es \(\binom{15}{4}\) Möglichkeiten, für die zwei Berufstätigen \(\binom{10}{2}\). Nach dem Produktprinzip gibt es \(\binom{15}{4}\binom{10}{2}=61\,425\) passende Teams. 2. b) Insgesamt gibt es \(\binom{25}{6}=177\,100\) gleich wahrscheinliche Teams. Daher ist \(P(X=4)=\frac{61425}{177100}=\frac{351}{1012}\). 3. c) \(\binom{15}{6}\) zählt Teams ausschließlich aus Studierenden, \(\binom{10}{6}\) Teams ausschließlich aus Berufstätigen. Die Summe zählt beide disjunkten Fälle.

Antwort

a) \(61\,425\) b) \(P(X=4)=\frac{351}{1012}\) c) Anzahl der Teams, die ausschließlich aus Studierenden oder ausschließlich aus Berufstätigen bestehen.
42720512
An einem Schachturnier nehmen \(10\) Mädchen und \(8\) Jungen teil, darunter Sophie und Leon. Für eine Werbeaktion wird per Los aus allen Teilnehmenden ein Team aus \(4\) Personen zusammengestellt. a) Gib zu jedem Ereignis einen Term an, mit dem seine Wahrscheinlichkeit berechnet werden kann. \(A\): „Sophie und Leon gehören dem Team an.“ \(B\): „Das Team besteht aus genau zwei Mädchen und zwei Jungen.“ b) Beschreibe im Sachzusammenhang ein Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit durch \(\frac{\binom{18}{4}-\binom{8}{4}}{\binom{18}{4}}\) berechnet werden kann.

Denkanstöße

- Wie viele Teamplätze sind noch frei, wenn Sophie und Leon bereits feststehen? - Welches Zählprinzip verknüpft die Auswahl von Mädchen und Jungen zu einem vollständigen Team? - Was bleibt übrig, wenn du von allen Teams diejenigen ohne Mädchen abziehst?

Lösung

1. Für \(A\) sind Sophie und Leon fest im Team. Die übrigen zwei Plätze werden aus den \(16\) verbleibenden Personen gewählt. Daher ist \(P(A)=\frac{\binom{16}{2}}{\binom{18}{4}}\). 2. Für \(B\) werden zwei der zehn Mädchen und zwei der acht Jungen ausgewählt. Nach dem Produktprinzip ist \(P(B)=\frac{\binom{10}{2}\binom{8}{2}}{\binom{18}{4}}\). 3. In b) zählt \(\binom{18}{4}\) alle Teams und \(\binom{8}{4}\) die Teams ausschließlich aus Jungen. Die Differenz zählt daher Teams mit mindestens einem Mädchen.

Antwort

a) \(P(A)=\frac{\binom{16}{2}}{\binom{18}{4}}\); \(P(B)=\frac{\binom{10}{2}\binom{8}{2}}{\binom{18}{4}}\) b) „Dem Team gehört mindestens ein Mädchen an.“
42720712
An einem Schüleraustausch nehmen insgesamt \(25\) Jugendliche teil. a) Für die Organisation des Abschlussabends werden vier Personen nacheinander für vier unterschiedliche Ämter ausgewählt. Formuliere eine passende Aufgabenstellung, deren Lösung durch \(25\cdot24\cdot23\cdot22\) berechnet wird. b) Für einen gemeinsamen Ausflug soll eine Gruppe von sechs Jugendlichen zusammengestellt werden. Formuliere eine passende Aufgabenstellung, deren Lösung durch \(\binom{25}{6}\) berechnet wird. c) Von den \(25\) Jugendlichen sind \(15\) weiblich. Eine Gruppe von \(5\) Jugendlichen wird zufällig ausgewählt. Sei \(X\) die Anzahl der weiblichen Jugendlichen in dieser Gruppe. Bestimme \(P(X=3)\).

Denkanstöße

- Entscheide in a) und b), ob Rollen beziehungsweise Reihenfolge eine Rolle spielen. - Welche zwei Teilgruppen müssen für \(X=3\) in c) ausgewählt werden? - Vergleiche in c) die günstigen Fünfergruppen mit allen möglichen Fünfergruppen.

Lösung

1. a) Zum Beispiel: „Wie viele Möglichkeiten gibt es, die vier unterschiedlichen Ämter Vorsitz, Protokoll, Kasse und Moderation unter den \(25\) Jugendlichen zu verteilen?“ Da die Ämter verschieden sind, ist die Zuordnung entscheidend. 2. b) Zum Beispiel: „Wie viele verschiedene sechsköpfige Gruppen können aus den \(25\) Jugendlichen für den Ausflug gebildet werden?“ Hier spielt die Reihenfolge keine Rolle. 3. c) Für drei weibliche und zwei nicht weibliche Jugendliche gibt es \(\binom{15}{3}\binom{10}{2}=20\,475\) günstige Gruppen. Insgesamt gibt es \(\binom{25}{5}=53\,130\) Gruppen. Daher ist \(P(X=3)=\frac{20475}{53130}=\frac{195}{506}\).

Antwort

a) Zum Beispiel: „Wie viele Möglichkeiten gibt es, vier unterschiedliche Ämter unter den \(25\) Jugendlichen zu verteilen?“ b) Zum Beispiel: „Wie viele verschiedene sechsköpfige Gruppen können aus den \(25\) Jugendlichen gebildet werden?“ c) \(P(X=3)=\frac{195}{506}\)
43094510
In einer Schachtel befinden sich \(18\) Pralinen: \(8\) mit Marzipanfüllung, \(6\) mit Nougat und \(4\) mit Karamell. Es werden blind nacheinander \(3\) Pralinen ohne Zurücklegen entnommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass 1. alle drei Pralinen die gleiche Füllung haben, 2. jede der drei Pralinen eine andere Füllung hat.

Denkanstöße

- Für „alle gleich“ gibt es je einen Pfad pro Füllung. - Für „alle verschieden“ liste die möglichen Reihenfolgen der drei Füllungen auf. - Vergleiche die Faktoren der sechs Pfade mit drei verschiedenen Füllungen, bevor du sie addierst.

Lösung

1. Schreibe \(M\), \(N\) und \(K\) für die drei Füllungen. Für dreimal dieselbe Füllung sind die Pfade \(MMM\), \(NNN\) und \(KKK\) günstig: \(P(MMM)=\frac{8}{18}\cdot\frac{7}{17}\cdot\frac{6}{16}\), \(P(NNN)=\frac{6}{18}\cdot\frac{5}{17}\cdot\frac{4}{16}\), \(P(KKK)=\frac{4}{18}\cdot\frac{3}{17}\cdot\frac{2}{16}\). Die Summe ist \(P(\text{gleich})=\frac{5}{51}\approx 0{,}0980\). 2. Für drei verschiedene Füllungen sind die sechs Pfade \(MNK\), \(MKN\), \(NMK\), \(NKM\), \(KMN\) und \(KNM\) günstig. Jeder hat dieselben Faktoren und damit die Wahrscheinlichkeit \(\frac{8}{18}\cdot\frac{6}{17}\cdot\frac{4}{16}\). Daher \(P(\text{alle verschieden})=6\cdot\frac{8}{18}\cdot\frac{6}{17}\cdot\frac{4}{16}=\frac{4}{17}\approx 0{,}2353\).

Antwort

1. \(\frac{5}{51}\approx 9{,}80\,\%\) 2. \(\frac{4}{17}\approx 23{,}53\,\%\)
4309568
Aus einer Urne mit zehn Kugeln, die mit den Zahlen \(1\) bis \(10\) beschriftet sind, wird dreimal mit Zurücklegen gezogen. Die Ergebnisse werden in ihrer Reihenfolge notiert. 1. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Summe der drei gezogenen Zahlen genau \(5\)? 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die drei Zahlen eine streng fallende Folge bilden. 3. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die größte der drei gezogenen Zahlen höchstens \(4\) ist.

Denkanstöße

- Liste für die kleine Zielsumme die geordneten Tripel systematisch auf. - Überlege bei drei verschiedenen Zahlen, wie viele ihrer möglichen Reihenfolgen streng fallend sind. - Bei „größte Zahl höchstens \(4\)“ muss jede der drei Stellen aus derselben Teilmenge stammen.

Lösung

1. Bei drei Ziehungen gibt es \(10^3=1000\) gleich wahrscheinliche Zahlentripel. Die Summe \(5\) entsteht bei \((1,1,3)\), \((1,3,1)\), \((3,1,1)\), \((1,2,2)\), \((2,1,2)\) und \((2,2,1)\). Daher gilt \(P=\frac{6}{1000}=0{,}006\). 2. Für drei verschiedene Zahlen gibt es \(10\cdot9\cdot8=720\) geordnete Tripel. Zu jeder Auswahl von drei verschiedenen Zahlen gehören sechs Reihenfolgen; genau eine davon ist streng fallend. Daher gibt es \(720:6=120\) günstige Tripel und somit \(P=\frac{120}{1000}=0{,}12\). 3. Die größte Zahl ist höchstens \(4\), wenn bei jeder Ziehung eine Zahl aus \(1\) bis \(4\) erscheint. Es gibt \(4^3=64\) günstige Tripel. Daher gilt \(P=\frac{64}{1000}=0{,}064\).

Antwort

1. \(P=0{,}006\) 2. \(P=0{,}12\) 3. \(P=0{,}064\)
43202610
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln gezogen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für zwei gleichfarbige Kugeln, wenn nach dem ersten Zug zurückgelegt wird. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für zwei gleichfarbige Kugeln, wenn nicht zurückgelegt wird. c) In welchem der beiden Fälle ist die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine rote Kugel größer? Begründe durch Rechnung.
Abbildung zur Aufgabe 432026

Denkanstöße

- Lies die Farbanzahlen aus der Urne ab und stelle für a) und b) die Pfade Rot-Rot und Blau-Blau gegenüber. - Achte beim Fall ohne Zurücklegen auf die veränderten Anzahlen beim zweiten Zug. - Für c) ist das Gegenereignis „keine rote Kugel“ besonders kurz.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(4\) rote und \(6\) blaue Kugeln ab. 2. Mit Zurücklegen ist \(P(\text{gleichfarbig})=\frac{4}{10}\cdot\frac{4}{10}+\frac{6}{10}\cdot\frac{6}{10}=\frac{13}{25}=0{,}52\). 3. Ohne Zurücklegen ist \(P(\text{gleichfarbig})=\frac{4}{10}\cdot\frac{3}{9}+\frac{6}{10}\cdot\frac{5}{9}=\frac{7}{15}\approx0{,}4667\). 4. Für „mindestens eine rote Kugel“ ist das Gegenereignis „zweimal Blau“. Mit Zurücklegen ergibt sich \(1-\frac{6}{10}\cdot\frac{6}{10}=\frac{16}{25}=0{,}64\); ohne Zurücklegen ergibt sich \(1-\frac{6}{10}\cdot\frac{5}{9}=\frac{2}{3}\approx0{,}6667\). Damit ist die Wahrscheinlichkeit ohne Zurücklegen größer.

Antwort

a) \(\frac{13}{25}=52\,\%\) b) \(\frac{7}{15}\approx46{,}67\,\%\) c) Ohne Zurücklegen: \(\frac{2}{3}\approx66{,}67\,\%\); mit Zurücklegen: \(64\,\%\). Ohne Zurücklegen ist die Wahrscheinlichkeit größer.
43206110
In einer Urne befinden sich verschiedenfarbige Kugeln (siehe Abbildung). Es werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass beide gezogenen Kugeln rot sind. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Kugeln unterschiedliche Farben haben.
Abbildung zur Aufgabe 432061

Denkanstöße

- Zähle zuerst, wie viele Kugeln von jeder Farbe in der Urne sind. - Wie verändert sich die Anzahl einer Farbe nach dem ersten Zug ohne Zurücklegen? - Für b) kann das Gegenereignis „gleiche Farbe“ kürzer sein als alle verschiedenfarbigen Pfade einzeln.

Lösung

1. Insgesamt gibt es \(9\) Kugeln: \(4\) rote, \(3\) blaue und \(2\) grüne. 2. Für zwei rote Kugeln gilt \(P=\frac{4}{9}\cdot\frac{3}{8}=\frac{1}{6}\approx16{,}7\,\%\). 3. Für gleiche Farben gilt \(P=\frac{4}{9}\cdot\frac{3}{8}+\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}+\frac{2}{9}\cdot\frac{1}{8}=\frac{5}{18}\). 4. Daher ist \(P(\text{unterschiedliche Farben})=1-\frac{5}{18}=\frac{13}{18}\approx72{,}2\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{6}\approx16{,}7\,\%\) b) \(\frac{13}{18}\approx72{,}2\,\%\)
43211710
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander drei Kugeln gezogen. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Buchstabenfolge „NAS“ entsteht, wenn mit Zurücklegen gezogen wird. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für „NAS“, wenn ohne Zurücklegen gezogen wird. c) Es wird ohne Zurücklegen gezogen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich aus den drei gezogenen Buchstaben durch Umlegen das Wort „NAS“ bilden lässt.
Abbildung zur Aufgabe 432117

Denkanstöße

- Zähle die Buchstaben direkt auf den Kugeln der Abbildung. - Vergleiche bei a) und b), ob sich die Urnenzusammensetzung zwischen den Zügen verändert. - Liste bei c) die möglichen Reihenfolgen von N, A und S ausdrücklich auf.

Lösung

Aus der Abbildung liest man \(3\) A-Kugeln, \(2\) N-Kugeln und \(1\) S-Kugel ab. a) Mit Zurücklegen gilt \(P(\text{NAS})=\frac{2}{6}\cdot\frac{3}{6}\cdot\frac{1}{6}=\frac{1}{36}\approx 0{,}0278\). b) Ohne Zurücklegen gilt für den festen Pfad NAS \(P(\text{NAS})=\frac{2}{6}\cdot\frac{3}{5}\cdot\frac{1}{4}=\frac{1}{20}=0{,}05\). c) Günstig sind die sechs Reihenfolgen NAS, NSA, ANS, ASN, SNA und SAN. Jeder Pfad enthält je ein N, ein A und ein S und hat deshalb dieselbe Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{20}\). Daher \(P=6\cdot\frac{1}{20}=\frac{3}{10}=0{,}3\).

Antwort

a) \(\frac{1}{36}\approx 2{,}78\,\%\) b) \(\frac{1}{20}=5\,\%\) c) \(\frac{3}{10}=30\,\%\)
43612010
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass a) beide Kugeln die gleiche Farbe haben, b) keine lila Kugel gezogen wird, c) mindestens eine orangefarbene Kugel gezogen wird.
Abbildung zur Aufgabe 436120

Denkanstöße

- Lies die drei Farbanzahlen aus der Urne ab. - Für a) gibt es je einen gleichfarbigen Pfad pro Farbe; für b) kannst du die nicht-lila Kugeln zusammenfassen. - Für c) ist das Gegenereignis mit zwei nicht-orangefarbenen Ziehungen besonders kurz.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(2\) orangefarbene, \(3\) lila und \(5\) graue Kugeln ab. 2. Für gleiche Farben gilt \(P=\frac{2}{10}\cdot\frac{1}{9}+\frac{3}{10}\cdot\frac{2}{9}+\frac{5}{10}\cdot\frac{4}{9}=\frac{14}{45}\approx0{,}3111\). 3. Sieben Kugeln sind nicht lila. Daher ist \(P(\text{keine lila Kugel})=\frac{7}{10}\cdot\frac{6}{9}=\frac{7}{15}\approx0{,}4667\). 4. Das Gegenereignis zu „mindestens eine orangefarbene Kugel“ ist „keine orangefarbene Kugel“. Somit ist \(P=1-\frac{8}{10}\cdot\frac{7}{9}=\frac{17}{45}\approx0{,}3778\).

Antwort

a) \(\frac{14}{45}\approx31{,}11\,\%\) b) \(\frac{7}{15}\approx46{,}67\,\%\) c) \(\frac{17}{45}\approx37{,}78\,\%\)
43612410
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln gezogen. Untersuche rechnerisch, ob die Wahrscheinlichkeit für zwei verschiedenfarbige Kugeln beim Ziehen mit Zurücklegen oder ohne Zurücklegen größer ist.
Abbildung zur Aufgabe 436124

Denkanstöße

- Lies die beiden Farbanzahlen direkt aus der Urne ab. - Zwei verschiedene Farben entstehen über die Pfade Gelb-Grün und Grün-Gelb. - Vergleiche besonders die Astwahrscheinlichkeit beim zweiten Zug in den beiden Modellen.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(3\) gelbe und \(2\) grüne Kugeln ab. 2. Mit Zurücklegen gilt \(P(\text{verschieden})=\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{5}+\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{5}=\frac{12}{25}=0{,}48\). 3. Ohne Zurücklegen gilt \(P(\text{verschieden})=\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}+\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}=\frac{3}{5}=0{,}6\). 4. Damit ist die Wahrscheinlichkeit ohne Zurücklegen größer.

Antwort

Ohne Zurücklegen ist die Wahrscheinlichkeit mit \(60\,\%\) größer als mit Zurücklegen mit \(48\,\%\).
4361538
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Zahl auf der zweiten Kugel größer als die Zahl auf der ersten?
Abbildung zur Aufgabe 436153

Denkanstöße

- Lies die fünf Zahlen direkt auf den Kugeln ab. - Stelle die beiden Ziehungen als geordnetes Paar dar. - Nutze entweder eine systematische Liste oder die Symmetrie zwischen „zweite größer“ und „erste größer“.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man die Zahlen \(1\) bis \(5\) ab. Ohne Zurücklegen entstehen \(5\cdot4=20\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. 2. Günstig sind \((1,2)\), \((1,3)\), \((1,4)\), \((1,5)\), \((2,3)\), \((2,4)\), \((2,5)\), \((3,4)\), \((3,5)\) und \((4,5)\). Das sind \(10\) Paare. 3. Daher gilt \(P=\frac{10}{20}=\frac{1}{2}\). Alternativ sind „zweite Zahl größer“ und „erste Zahl größer“ symmetrisch; Gleichheit ist ohne Zurücklegen unmöglich.

Antwort

\(P=\frac{1}{2}=50\,\%\)
43617910
Aus der abgebildeten Urne werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass a) beide Kugeln gelb sind, b) die Kugeln unterschiedliche Farben haben, c) mindestens eine Kugel grün ist.
Abbildung zur Aufgabe 436179

Denkanstöße

- Lies die beiden Farbanzahlen aus der Urne ab. - Für b) gibt es zwei verschiedene Reihenfolgen der Farben. - Für c) kannst du ein Ergebnis aus a) als Gegenereignis wiederverwenden.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(5\) gelbe und \(3\) grüne Kugeln ab. 2. Für Gelb-Gelb gilt \(P=\frac{5}{8}\cdot\frac{4}{7}=\frac{5}{14}\). 3. Unterschiedliche Farben entstehen über Gelb-Grün oder Grün-Gelb. Daher ist \(P=\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{7}+\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{7}=\frac{15}{28}\). 4. Das Gegenereignis zu „mindestens eine grüne Kugel“ ist „beide gelb“. Mit dem Ergebnis aus Schritt 2 folgt \(P=1-\frac{5}{14}=\frac{9}{14}\).

Antwort

a) \(\frac{5}{14}\) b) \(\frac{15}{28}\) c) \(\frac{9}{14}\)
43618110
Die abgebildete Urne enthält Buchstabenkugeln. a) Es werden nacheinander drei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei das Wort „SIS“ entsteht? b) Es werden nacheinander drei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Wort „TIT“. c) Es werden drei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen gezogen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Buchstaben A, K und T in beliebiger Reihenfolge gezogen werden?
Abbildung zur Aufgabe 436181

Denkanstöße

- Zähle die Häufigkeiten der benötigten Buchstaben direkt in der Urne. - Prüfe für jede Teilaufgabe, ob sich die Zusammensetzung nach einem Zug ändert. - Liste bei c) die verschiedenen Reihenfolgen von A, K und T aus, statt eine Zählformel zu verwenden.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(9\) Kugeln ab: \(2\) mit S, \(3\) mit T, \(1\) mit A, \(2\) mit I und \(1\) mit K. 2. Mit Zurücklegen gilt für „SIS“ \(P=\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}=\frac{8}{729}\approx0{,}0110\). 3. Ohne Zurücklegen gilt für den festen Pfad „TIT“ \(P=\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}\cdot\frac{2}{7}=\frac{1}{42}\approx0{,}0238\). 4. Für A, K und T in beliebiger Reihenfolge sind „AKT“, „ATK“, „KAT“, „KTA“, „TAK“ und „TKA“ günstig. Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{9}\cdot\frac{1}{8}\cdot\frac{3}{7}=\frac{1}{168}\). Nach der Summenregel gilt daher \(P=6\cdot\frac{1}{168}=\frac{1}{28}\approx0{,}0357\).

Antwort

a) \(\frac{8}{729}\approx0{,}0110\) b) \(\frac{1}{42}\approx0{,}0238\) c) \(\frac{1}{28}\approx0{,}0357\)
43745010
In einer Schüssel liegen \(20\) Bonbons, wovon genau eines die Geschmacksrichtung Zitrone (\(Z\)) hat. Drei Kinder nehmen nacheinander jeweils ein Bonbon heraus, ohne es zurückzulegen. Das Baumdiagramm zeigt die möglichen Ergebnisse für Zitrone (\(Z\)) und andere Sorten (\(\overline{Z}\)). a) Bestimme die fehlenden Wahrscheinlichkeiten \(a\), \(b\) und \(c\) an den Ästen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für den Pfad, bei dem das zweite Kind das Zitronenbonbon bekommt. c) Erkläre, warum die Wahrscheinlichkeit für das dritte Kind ebenfalls \(\frac{1}{20}\) beträgt.
Abbildung zur Aufgabe 437450

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Bonbons nach jedem Zug noch in der Schüssel sind. - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten an den zwei Ästen eines Knotens zusammen? - Welche Regel gilt für die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Pfades? - Was passiert beim Multiplizieren der Brüche entlang des Pfades zum dritten Kind?

Lösung

1. Da es zu Beginn \(20\) Bonbons gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für „keine Zitrone“ \(a=\frac{19}{20}\). In der zweiten Stufe sind noch \(19\) Bonbons in der Schüssel. Davon ist eines Zitrone, also \(b=\frac{1}{19}\) und \(c=\frac{18}{19}\). 2. Für das zweite Kind gilt nach der Produktregel entlang des Pfades \(\overline{Z}\to Z\): \(P(\text{2. Kind hat }Z)=\frac{19}{20}\cdot\frac{1}{19}=\frac{1}{20}\). 3. Für das dritte Kind lautet der Pfad \(\overline{Z}\to\overline{Z}\to Z\). Es gilt \(\frac{19}{20}\cdot\frac{18}{19}\cdot\frac{1}{18}=\frac{1}{20}\). Durch das Kürzen bleibt der ursprüngliche Nenner \(20\) erhalten.

Antwort

a) \(a=\frac{19}{20}\), \(b=\frac{1}{19}\), \(c=\frac{18}{19}\) b) \(\frac{1}{20}\) c) Ebenfalls \(\frac{1}{20}\), da \(\frac{19}{20}\cdot\frac{18}{19}\cdot\frac{1}{18}=\frac{1}{20}\).
43750410
Ein Beutel enthält 4 grüne und 2 gelbe Kugeln. Vergleiche die Wahrscheinlichkeit für „zweimal dieselbe Farbe“ bei zwei Ziehungen mit Zurücklegen und ohne Zurücklegen. Das Baumdiagramm a) zeigt das Ziehen mit Zurücklegen, das Baumdiagramm b) das Ziehen ohne Zurücklegen.
Abbildung zur Aufgabe 437504

Denkanstöße

- Berechne in beiden Modellen die beiden gleichfarbigen Pfade. - Achte darauf, ob sich die Anteile nach dem ersten Zug ändern.

Lösung

1. Mit Zurücklegen: \(\left(\frac{4}{6}\right)^2+\left(\frac{2}{6}\right)^2=\frac{20}{36}=\frac{5}{9}\). 2. Ohne Zurücklegen: \(\frac{4}{6}\cdot\frac{3}{5}+\frac{2}{6}\cdot\frac{1}{5}=\frac{14}{30}=\frac{7}{15}\). 3. Vergleich: \(\frac{5}{9}>\frac{7}{15}\); mit Zurücklegen ist das Ereignis wahrscheinlicher.

Antwort

Mit Zurücklegen: \(\frac{5}{9}\); ohne Zurücklegen: \(\frac{7}{15}\).
43752510
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei Ziehungen ohne Zurücklegen. Bestimme **mit Produktregel und Summenregel aus den im Baum angegebenen Astwahrscheinlichkeiten** die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei rote Kugeln gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 437525

Denkanstöße

- Welche vollständigen Pfade des Baums enthalten genau zwei rote Ergebnisse? - Verwende für jeden günstigen Pfad die drei angegebenen Astwahrscheinlichkeiten. - Fasse anschließend die günstigen Pfadwahrscheinlichkeiten zusammen.

Lösung

1. Schreibe \(R\) für Rot und \(B\) für Blau. Für genau zwei rote Kugeln sind die Pfade \((R,R,B)\), \((R,B,R)\) und \((B,R,R)\) günstig. 2. Nach der Produktregel haben die drei Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\), \(\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\) und \(\frac{2}{5}\cdot\frac{3}{4}\cdot\frac{2}{3}=\frac{1}{5}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=\frac{1}{5}+\frac{1}{5}+\frac{1}{5}=\frac{3}{5}\).

Antwort

\(\frac{3}{5}=60\,\%\)
43754710
Die beiden Baumdiagramme zeigen zwei Ziehungen aus demselben Beutel. In a) wird nach der ersten Ziehung zurückgelegt, in b) nicht. Vergleiche für beide Varianten die Gewinnwahrscheinlichkeit „mindestens einmal Gold“ und entscheide, welche Variante günstiger ist.
Abbildung zur Aufgabe 437547

Denkanstöße

- Für „mindestens einmal Gold“ ist das Gegenereignis besonders einfach zu beschreiben. - Vergleiche in beiden Bäumen den Pfad, auf dem zweimal grau gezogen wird. - Achte darauf, dass sich im Baum ohne Zurücklegen die zweite Astwahrscheinlichkeit nach der ersten Ziehung verändert.

Lösung

a) Mit Zurücklegen ist nur der Pfad grau–grau ungünstig. Daher gilt \(P(\text{mindestens einmal Gold})=1-\frac{4}{5}\cdot\frac{4}{5}=1-\frac{16}{25}=\frac{9}{25}=0{,}36\). b) Ohne Zurücklegen ist ebenfalls nur grau–grau ungünstig. Daher gilt \(P(\text{mindestens einmal Gold})=1-\frac{4}{5}\cdot\frac{3}{4}=1-\frac{3}{5}=\frac{2}{5}=0{,}4\). Vergleich: Ohne Zurücklegen ist die Gewinnwahrscheinlichkeit um \(0{,}04\) beziehungsweise \(4\) Prozentpunkte höher.

Antwort

a) \(0{,}36=36\,\%\) b) \(0{,}4=40\,\%\) Ohne Zurücklegen ist die Gewinnwahrscheinlichkeit um \(4\) Prozentpunkte höher.
42690310
Ein Sportverein lost aus \(25\) Mitgliedern einen Ausschuss mit \(5\) Personen aus. Unter den Mitgliedern sind \(10\) Jugendliche und \(15\) Erwachsene. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich im Ausschuss genau \(3\) Jugendliche befinden. Modelliert wird die Auswahl als fünf Ziehungen ohne Zurücklegen.

Denkanstöße

- Verwende zum Beispiel \(J\) für Jugendliche und \(E\) für Erwachsene und suche alle Folgen mit genau drei \(J\). - Prüfe, ob die günstigen Pfade trotz unterschiedlicher Reihenfolge dieselben Faktoren enthalten. - Berechne einen Pfad vollständig und fasse anschließend die Wahrscheinlichkeiten aller günstigen Pfade zusammen.

Lösung

1. Schreibe \(J\) für jugendlich und \(E\) für erwachsen. Für genau drei Jugendliche sind die zehn Folgen \((J,J,J,E,E)\), \((J,J,E,J,E)\), \((J,J,E,E,J)\), \((J,E,J,J,E)\), \((J,E,J,E,J)\), \((J,E,E,J,J)\), \((E,J,J,J,E)\), \((E,J,J,E,J)\), \((E,J,E,J,J)\) und \((E,E,J,J,J)\) günstig. 2. Jeder dieser Pfade enthält dieselben Zähler \(10\), \(9\), \(8\) für die Jugendlichen und \(15\), \(14\) für die Erwachsenen sowie die Nenner \(25\), \(24\), \(23\), \(22\), \(21\). Daher hat jeder Pfad die Wahrscheinlichkeit \(\frac{10}{25}\cdot\frac{9}{24}\cdot\frac{8}{23}\cdot\frac{15}{22}\cdot\frac{14}{21}=\frac{6}{253}\). 3. Nach der Summenregel gilt \(P=10\cdot\frac{6}{253}=\frac{60}{253}\approx0{,}2372\).

Antwort

\(P=\frac{60}{253}\approx23{,}72\,\%\)
42692710
Eine Lieferung von \(40\) USB-Sticks enthält \(6\) defekte und \(34\) intakte Exemplare. Für eine Qualitätskontrolle werden \(5\) Sticks zufällig ohne Zurücklegen entnommen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(2\) entnommene Sticks defekt sind. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens ein Stick in der Stichprobe defekt ist. c) Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein defekter Stick gefunden wird.

Denkanstöße

- Für a) ordne die zwei Defekte auf die fünf Ziehungspositionen und vergleiche die Pfadprodukte. - Zerlege „höchstens ein“ in die beiden disjunkten Fälle „kein Defekt“ und „genau ein Defekt“. - Für c) kannst du den bereits berechneten Pfad ohne Defekt als Gegenereignis verwenden.

Lösung

a) Schreibe \(D\) für defekt und \(I\) für intakt. Genau zwei Defekte können an zehn verschiedenen Positionsmustern auftreten. Jeder solche Pfad enthält dieselben Faktoren und hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{40}\cdot\frac{5}{39}\cdot\frac{34}{38}\cdot\frac{33}{37}\cdot\frac{32}{36}=\frac{374}{27417}\). Damit gilt \(P(\text{genau zwei defekt})=10\cdot\frac{374}{27417}=\frac{3740}{27417}\approx 0{,}1364\). b) „Höchstens ein“ besteht aus null oder genau einem Defekt. Für keinen Defekt gilt \(P(IIIII)=\frac{34}{40}\cdot\frac{33}{39}\cdot\frac{32}{38}\cdot\frac{31}{37}\cdot\frac{30}{36}=\frac{11594}{27417}\). Für genau einen Defekt gibt es fünf mögliche Positionen. Jeder entsprechende Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{40}\cdot\frac{34}{39}\cdot\frac{33}{38}\cdot\frac{32}{37}\cdot\frac{31}{36}\). Die Summe der fünf Pfade ist ebenfalls \(\frac{11594}{27417}\). Somit \(P(\text{höchstens ein defekt})=\frac{23188}{27417}\approx 0{,}8458\). c) Über das Gegenereignis „kein Defekt“ folgt \(P(\text{mindestens ein Defekt})=1-\frac{11594}{27417}=\frac{15823}{27417}\approx 0{,}5771\).

Antwort

a) \(P\approx 13{,}64\,\%\) b) \(P\approx 84{,}58\,\%\) c) \(P\approx 57{,}71\,\%\)
42693812
In einem Bücherregal stehen \(18\) Kriminalromane und \(12\) historische Romane. Für eine Urlaubsauswahl werden zufällig \(8\) verschiedene Bücher gewählt. a) Begründe, warum die Anzahl der Auswahlen mit genau \(5\) Kriminalromanen und \(3\) historischen Romanen durch \(\binom{18}{5}\binom{12}{3}\) gegeben ist. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens \(7\) der \(8\) ausgewählten Bücher Kriminalromane sind.

Denkanstöße

- Welche Auswahl wird innerhalb jeder der beiden Buchgruppen getroffen? - Warum dürfen die Anzahlen der beiden Teilwahlen multipliziert werden? - Welche beiden exakten Zusammensetzungen gehören zu „mindestens sieben Kriminalromane“?

Lösung

1. a) Zuerst werden fünf der \(18\) Kriminalromane und drei der \(12\) historischen Romane ausgewählt. Jede Wahl aus der ersten Gruppe kann mit jeder Wahl aus der zweiten Gruppe kombiniert werden. Nach dem Produktprinzip gibt es \(\binom{18}{5}\binom{12}{3}\) solche Auswahlen. 2. b) „Mindestens sieben“ umfasst genau sieben oder genau acht Kriminalromane. Die Zahl günstiger Auswahlen ist \(\binom{18}{7}\binom{12}{1}+\binom{18}{8}\binom{12}{0}=425\,646\). 3. Insgesamt gibt es \(\binom{30}{8}=5\,852\,925\) Auswahlen. Daher ist \(P=\frac{425646}{5852925}=\frac{3638}{50025}\).

Antwort

a) Nach dem Produktprinzip: \(\binom{18}{5}\binom{12}{3}\). b) \(P=\frac{3638}{50025}\).
4278798
Bei einem Workshop gibt es \(n\) Startstationen. Genau \(n\) Gruppen erhalten unabhängig voneinander jeweils gleich wahrscheinlich eine der \(n\) Stationen; mehrere Gruppen dürfen dieselbe Station erhalten. Bestimme den kleinsten natürlichen Wert \(n\), für den die Wahrscheinlichkeit, dass alle Gruppen verschiedene Startstationen erhalten, kleiner als \(10\,\%\) ist. Verwende für jeden geprüften Wert von \(n\) ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Stationszuordnungen.

Denkanstöße

- Prüfe kleine natürliche Werte für \(n\) nacheinander. - Wie viele Stationszuordnungen sind bei einem festen \(n\) insgesamt gleich wahrscheinlich? - Wie viele Zuordnungen bleiben günstig, wenn jede Station höchstens einmal vergeben werden darf? - Für die Minimalität musst du den letzten Wert oberhalb und den ersten Wert unterhalb der Grenze vergleichen.

Lösung

1. Für \(n=1\) gibt es genau eine Zuordnung; sie ist günstig. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(1\). 2. Für \(n=2\) gibt es \(2^2=4\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. In \(2\) davon erhalten die beiden Gruppen verschiedene Stationen. Daher ist \(P=\frac{2}{4}=0{,}5\). 3. Für \(n=3\) gibt es \(3^3=27\) Zuordnungen. Für drei verschiedene Stationen gibt es \(3\cdot2\cdot1=6\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{6}{27}=\frac{2}{9}\approx0{,}2222\). 4. Für \(n=4\) gibt es \(4^4=256\) Zuordnungen. Für vier verschiedene Stationen gibt es \(4\cdot3\cdot2\cdot1=24\) günstige Zuordnungen. Daher ist \(P=\frac{24}{256}=\frac{3}{32}=0{,}09375\). 5. Bei \(n=3\) liegt die Wahrscheinlichkeit noch über \(10\,\%\), bei \(n=4\) erstmals darunter. Der kleinste gesuchte Wert ist daher \(n=4\).

Antwort

\(n=4\)
4278808
In einer Schulklasse mit \(k\) Jugendlichen wird vereinfachend angenommen, dass jeder der \(12\) Geburtsmonate für jede Person gleich wahrscheinlich ist. Ermittle die kleinstmögliche Anzahl \(k\), für die die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei Jugendliche im selben Monat Geburtstag haben, größer als \(60\,\%\) ist. Verwende beim Prüfen der Werte ein Laplace-Modell mit gleich wahrscheinlichen Monatszuordnungen.

Denkanstöße

- Betrachte das Gegenereignis „alle Geburtsmonate verschieden“. - Wie viele gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen gibt es für einen festen Wert von \(k\)? - Wie viele Möglichkeiten bleiben für die nächste Person, wenn bisher alle Monate verschieden sind? - Vergleiche benachbarte Werte von \(k\), damit die Minimalität gesichert ist.

Lösung

1. Das Gegenereignis lautet: Alle \(k\) Jugendlichen haben verschiedene Geburtsmonate. 2. Für \(k=4\) gibt es \(12^4\) gleich wahrscheinliche Monatszuordnungen. Für vier verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\) Zuordnungen günstig. Daher gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{96}\approx0{,}5729\) und somit \(P(\text{mindestens zwei gleich})\approx0{,}4271\). 3. Für \(k=5\) gibt es \(12^5\) gleich wahrscheinliche Zuordnungen. Für fünf verschiedene Monate sind \(12\cdot11\cdot10\cdot9\cdot8\) günstig. Damit gilt \(P(\text{alle verschieden})=\frac{55}{144}\approx0{,}3819\) und \(P(\text{mindestens zwei gleich})=1-\frac{55}{144}=\frac{89}{144}\approx0{,}6181\). 4. Mit jeder zusätzlichen Person kann eine bereits vorhandene Monatsübereinstimmung nicht wieder verschwinden; die Kollisionswahrscheinlichkeit nimmt daher nicht ab. Da die Grenze bei \(k=4\) noch nicht und bei \(k=5\) überschritten wird, ist \(k=5\) minimal.

Antwort

\(k=5\)
43618210
Aus der abgebildeten Urne werden zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Die Kugeln tragen sowohl eine Farbe als auch eine Zahl. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit haben beide Kugeln die gleiche Farbe? b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe der beiden Zahlen eine Primzahl ist? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau eine rote und eine grüne Kugel gezogen werden.
Abbildung zur Aufgabe 436182

Denkanstöße

- Lies für a) zuerst die Anzahl der Kugeln jeder Farbe aus der Abbildung ab. - Arbeite für b) systematisch mit den Zahlen auf den konkreten Kugeln und prüfe, welche Summen Primzahlen sind. - Welche Reihenfolgen sind bei c) möglich, wenn von den beiden genannten Farben jeweils genau eine Kugel vorkommen soll?

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(3\) rote, \(2\) blaue und \(2\) grüne Kugeln ab. Für gleiche Farben gilt \(P=\frac{3}{7}\cdot\frac{2}{6}+\frac{2}{7}\cdot\frac{1}{6}+\frac{2}{7}\cdot\frac{1}{6}=\frac{5}{21}\). 2. Insgesamt gibt es \(21\) ungeordnete Paare der sieben konkreten Kugeln. Eine systematische Prüfung der Zahlenpaare ergibt \(12\) Paare mit einer Primzahlsumme. Daher ist \(P=\frac{12}{21}=\frac{4}{7}\). 3. Für genau eine rote und eine grüne Kugel gilt \(P=\frac{3}{7}\cdot\frac{2}{6}+\frac{2}{7}\cdot\frac{3}{6}=\frac{2}{7}\).

Antwort

a) \(\frac{5}{21}\approx23{,}81\,\%\) b) \(\frac{4}{7}\approx57{,}14\,\%\) c) \(\frac{2}{7}\approx28{,}57\,\%\)
43753010
In einem Beutel liegen insgesamt 8 Kugeln, nur rot und blau. Bei zwei Ziehungen ohne Zurücklegen gilt \(P(\text{rot–blau})=\frac{15}{56}\). Welche Zusammensetzungen des Beutels sind möglich?
Abbildung zur Aufgabe 437530

Denkanstöße

- Bezeichne die unbekannte Zahl einer Farbe mit einer Variablen. - Drücke den gezeigten Pfad mit dieser Variablen aus. - Prüfe, ob mehrere ganzzahlige Lösungen möglich sind.

Lösung

1. Mit \(r\) roten Kugeln: \(P(RB)=\frac{r}{8}\cdot\frac{8-r}{7}=\frac{15}{56}\). 2. Gleichung: \(r(8-r)=15\). 3. Lösungen: \(r=3\) oder \(r=5\). 4. Zusammensetzungen: \(3\) rot und \(5\) blau oder \(5\) rot und \(3\) blau.

Antwort

Möglich sind \(3\) rote und \(5\) blaue oder \(5\) rote und \(3\) blaue Kugeln.
43753110
Ein Beutel enthält 10 Kugeln, davon \(x\) rote. Zweimal wird ohne Zurücklegen gezogen. Die Wahrscheinlichkeit für zwei rote Kugeln beträgt \(\frac{2}{15}\). Bestimme \(x\).
Abbildung zur Aufgabe 437531

Denkanstöße

- Übersetze den roten Pfad in einen Term mit der Unbekannten. - Beachte, dass nach dem ersten roten Zug eine rote Kugel weniger vorhanden ist.

Lösung

1. Gleichung: \(\frac{x}{10}\cdot\frac{x-1}{9}=\frac{2}{15}\). 2. Umformung: \(x(x-1)=12\). 3. Ganzzahlige Lösung im Bereich \(0\le x\le10\): \(x=4\).

Antwort

\(x=4\) rote Kugeln.

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