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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Definitionslücken und Polstellen

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55180611
Gegeben ist die gebrochen-rationale Funktion \(f(x)=\frac{5}{x-3}\). Welcher Wert gehört nicht zur maximalen Definitionsmenge von \(f\)?

Denkanstöße

- Eine gebrochen-rationale Funktion ist dort nicht definiert, wo ihr Nenner null wird. - Setze den Nenner gleich null.

Lösung

1. Der Nenner wird für \(x=3\) null. Deshalb ist genau dieser Wert ausgeschlossen.

Antwort

\(x=3\)
55180711
Bei \(g(x)=\frac{2}{(x+4)^2}\) liegt bei \(x=-4\) eine Polstelle. Entscheide: Wechselt der Graph an dieser Polstelle das Vorzeichen?

Denkanstöße

- Achte auf die Vielfachheit des Nennerfaktors an der Polstelle. - Überlege, was eine gerade Potenz mit dem Vorzeichen eines Faktors macht.

Lösung

1. Der Nennerfaktor \((x+4)\) tritt mit der geraden Vielfachheit \(2\) auf. Daher liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

Nein. Die Polstelle bei \(x=-4\) hat keinen Vorzeichenwechsel.
55676711
Die gestrichelte Gerade in der Abbildung ist eine senkrechte Asymptote des Graphen von \(f\). a) Gib die Polstelle an. b) Beschreibe das Verhalten von \(f(x)\) für \(x\to 2^-\) und \(x\to 2^+\). c) Entscheide, ob an der Polstelle ein Vorzeichenwechsel auftritt.
Abbildung zur Aufgabe 556767

Denkanstöße

- Lies zuerst die \(x\)-Koordinate der gestrichelten senkrechten Geraden ab. - Beobachte getrennt, wohin der linke und der rechte Ast nahe dieser Geraden verlaufen. - Vergleiche anschließend die Vorzeichen der Funktionswerte links und rechts der Polstelle.

Lösung

1. Die gestrichelte senkrechte Asymptote liegt bei \(x=2\). Daher ist \(x=2\) die Polstelle. 2. Beide Äste steigen beim Annähern an \(x=2\) nach oben. Deshalb gilt \(\lim_{x\to 2^-}f(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to 2^+}f(x)=+\infty\). 3. Auf beiden Seiten der Polstelle sind die Funktionswerte positiv. Daher tritt kein Vorzeichenwechsel auf.

Antwort

a) \(x=2\) b) \(\lim_{x\to 2^-}f(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to 2^+}f(x)=+\infty\) c) Kein Vorzeichenwechsel.
55676811
Gegeben ist \(f(x)=\frac{1}{x-3}\). Bestimme die beiden einseitigen Grenzwerte an der Polstelle \(x=3\).

Denkanstöße

- Untersuche das Vorzeichen von \(x-3\) einmal für Werte knapp kleiner und einmal für Werte knapp größer als \(3\). - Überlege, was mit dem Betrag von \(\frac{1}{x-3}\) passiert, wenn der Nenner gegen \(0\) geht. - Verbinde das Vorzeichen des Nenners mit dem Vorzeichen des unendlich großen Funktionswerts.

Lösung

1. Für \(x<3\) ist \(x-3<0\). Beim Annähern an \(3\) von links wird der Nenner negativ und betragsmäßig sehr klein. Daher gilt \(\lim_{x\to 3^-}f(x)=-\infty\). 2. Für \(x>3\) ist \(x-3>0\). Beim Annähern an \(3\) von rechts wird der Nenner positiv und betragsmäßig sehr klein. Daher gilt \(\lim_{x\to 3^+}f(x)=+\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to 3^-}f(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to 3^+}f(x)=+\infty\)
42187211
Betrachte die Schar gebrochen-rationaler Funktionen \(g_c(x)=\frac{1}{x^2+c}\) mit \(c\in\mathbb{R}\). Bestimme alle Werte von \(c\), für die \(D_{g_c}=\mathbb{R}\) gilt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss der Nenner erfüllen, damit die Definitionsmenge ganz \(\mathbb{R}\) ist? - Untersuche, wann die Gleichung \(x^2+c=0\) reelle Lösungen besitzt. - Vergleiche dafür die Fälle \(c>0\), \(c=0\) und \(c<0\).

Lösung

1. Damit \(D_{g_c}=\mathbb{R}\) gilt, darf der Nenner \(x^2+c\) keine reelle Nullstelle besitzen. 2. Die Gleichung \(x^2+c=0\) ist gleichbedeutend mit \(x^2=-c\). 3. Für \(c>0\) ist \(-c<0\). Da \(x^2\ge0\) für alle reellen \(x\) gilt, gibt es dann keine reelle Lösung. 4. Für \(c=0\) ist \(x=0\) eine Nennernullstelle; für \(c<0\) sind \(x=\pm\sqrt{-c}\) Nennernullstellen. Daher gilt genau für \(c>0\): \(D_{g_c}=\mathbb{R}\).

Antwort

\(c>0\)
42191211
Betrachte die gebrochen-rationale Funktion \(g: x \mapsto \frac{2x - 1}{x^2 + 2x}\). Gib die maximale Definitionsmenge \(D_g\) an und bestimme die Gleichungen aller senkrechten Asymptoten des Graphen von \(g\).

Denkanstöße

- Welche Werte für \(x\) führen dazu, dass man durch Null teilen müsste? - Wie findet man die Nullstellen eines quadratischen Terms am einfachsten, wenn kein konstantes Glied vorhanden ist? - Wann genau wird eine Definitionslücke zu einer senkrechten Asymptote? - Prüfe, ob der Zähler an den kritischen Stellen ebenfalls null wird.

Lösung

1. Bestimmung der Definitionslücken: Der Nenner \(x^2 + 2x = x(x + 2)\) besitzt die Nullstellen \(x_1 = 0\) und \(x_2 = -2\). Daher ist \(D_g = \mathbb{R} \setminus \{-2; 0\}\). 2. Prüfung auf Polstellen: Der Zähler \(2x - 1\) ist für \(x = 0\) gleich \(-1\) und für \(x = -2\) gleich \(-5\). Da der Zähler an den Nullstellen des Nenners ungleich null ist, handelt es sich bei beiden Stellen um Polstellen. 3. Bestimmung der Asymptoten: Jede Polstelle einer gebrochen-rationalen Funktion entspricht einer senkrechten Asymptote. Die Gleichungen lauten somit \(x = -2\) und \(x = 0\).

Antwort

\(D_g = \mathbb{R} \setminus \{-2; 0\}\) Senkrechte Asymptoten: \(x = -2\) und \(x = 0\).
42196211
Gegeben ist die gebrochen-rationale Funktion \(g(x)=\frac{x^2+5x+6}{x^2-2x+1}\). Faktorisiere Zähler und Nenner vollständig. Bestimme anschließend die maximale Definitionsmenge und entscheide, ob an der ausgeschlossenen Stelle eine Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel vorliegt.

Denkanstöße

- Suche für Zähler und Nenner jeweils eine Produktdarstellung aus Linearfaktoren. - Prüfe nach dem Faktorisieren, ob Zähler und Nenner einen gemeinsamen Faktor besitzen. - Welche Vielfachheit hat der Nennerfaktor an der ausgeschlossenen Stelle?

Lösung

1. Der Zähler faktorisiert zu \(x^2+5x+6=(x+2)(x+3)\). 2. Der Nenner faktorisiert zu \(x^2-2x+1=(x-1)^2\). 3. Zähler und Nenner besitzen keinen gemeinsamen Faktor. Der Term ist vollständig gekürzt. 4. Der Nenner wird nur bei \(x=1\) null. Daher gilt \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{1\}\). 5. Bei \(x=1\) ist der Zähler \(12\neq0\). Somit liegt dort eine Polstelle vor. 6. Der Nennerfaktor \(x-1\) besitzt die gerade Vielfachheit \(2\). Deshalb findet an der Polstelle kein Vorzeichenwechsel statt.

Antwort

\(g(x)=\frac{(x+2)(x+3)}{(x-1)^2}\); \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{1\}\); bei \(x=1\) liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.
42196511
Bestimme für die folgenden Funktionen alle Polstellen und gib jeweils an, ob es sich um eine Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel handelt. a) \(f(x)=\frac{x+4}{(x-1)^2}\) b) \(g(x)=\frac{5}{x^2-4x}\) c) \(h(x)=\frac{x-2}{(x+3)^2}\)

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Nullstellen des jeweiligen Nenners. - Prüfe an jeder Nennernullstelle, ob der Zähler dort ungleich null ist. - Achte darauf, ob der zugehörige Nennerfaktor mit gerader oder ungerader Vielfachheit vorkommt.

Lösung

a) Der Nenner hat bei \(x=1\) eine Nullstelle der Vielfachheit \(2\). Der Zähler ist dort ungleich null. Daher liegt bei \(x=1\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor. b) Es gilt \(x^2-4x=x(x-4)\). Die Nennernullstellen \(x=0\) und \(x=4\) sind jeweils einfach, während der Zähler konstant \(5\) ist. Daher liegen bei \(x=0\) und \(x=4\) Polstellen mit Vorzeichenwechsel vor. c) Der Nenner hat bei \(x=-3\) eine Nullstelle der Vielfachheit \(2\). Für den Zähler gilt \(-3-2=-5\neq0\). Daher liegt bei \(x=-3\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

a) \(x=1\): Polstelle ohne Vorzeichenwechsel b) \(x=0\) und \(x=4\): Polstellen mit Vorzeichenwechsel c) \(x=-3\): Polstelle ohne Vorzeichenwechsel
4219708
Für den Bruchterm \(k(x)=\frac{x^2-9}{(x-3)^2}\) behauptet Mira: „Für \(x\neq3\) gilt \(k(x)=\frac{x+3}{x-3}\).“ Überprüfe die Behauptung, indem du den Zähler faktorisierst. Erkläre anschließend, a) welcher Faktor genau einmal gekürzt wird, b) warum \(x=3\) trotz der Kürzung ausgeschlossen bleibt.

Denkanstöße

- Welche bekannte Faktorisierung passt zu \(x^2-9\)? - Vergleiche nach dem Faktorisieren, wie oft der Faktor \(x-3\) im Zähler und im Nenner vorkommt. - Beurteile die zulässigen Werte immer anhand des ursprünglichen Bruchterms.

Lösung

1. Es gilt \(x^2-9=(x-3)(x+3)\). 2. Für \(x\neq3\) folgt daher \(k(x)=\frac{(x-3)(x+3)}{(x-3)^2}=\frac{x+3}{x-3}\). Miras Behauptung ist richtig. 3. Genau ein Faktor \(x-3\) aus dem Zähler wird mit einem der beiden gleichen Faktoren im Nenner gekürzt. 4. Der Wert \(x=3\) bleibt ausgeschlossen, weil der ursprüngliche Nenner dort null ist. Kürzen verändert die Definitionsmenge des ursprünglichen Bruchterms nicht.

Antwort

a) Genau ein Faktor \(x-3\) wird gekürzt. b) \(x=3\) bleibt ausgeschlossen, weil der ursprüngliche Nenner dort null ist.
42204111
Gegeben sind die beiden gebrochen-rationalen Funktionsterme \(f(x)=\frac{2x-4}{x^2-2x+1}\) und \(g(x)=\frac{x^2-1}{x^2+4x+4}\). a) Faktorisiere bei beiden Termen Zähler und Nenner vollständig. b) Benenne jeweils die verwendete Faktorisierungsstrategie: Ausklammern, binomische Formel oder Differenz von Quadraten. c) Gib die maximale Definitionsmenge des jeweiligen Terms an und entscheide, ob sich noch ein Faktor kürzen lässt.

Denkanstöße

- Ordne jedem der vier Polynome zunächst eine passende Faktorisierungsstrategie zu. - Bestimme die ausgeschlossenen Werte aus den faktorisierten Nennern. - Prüfe erst nach vollständiger Faktorisierung, ob Zähler und Nenner einen gemeinsamen Faktor besitzen.

Lösung

1. Für \(f\) gilt \(2x-4=2(x-2)\) und \(x^2-2x+1=(x-1)^2\). 2. Für \(g\) gilt \(x^2-1=(x-1)(x+1)\) und \(x^2+4x+4=(x+2)^2\). 3. Bei \(f\) wird im Zähler ausgeklammert und im Nenner eine binomische Formel erkannt. Bei \(g\) wird im Zähler die Differenz von Quadraten und im Nenner eine binomische Formel genutzt. 4. Der Nenner von \(f\) wird bei \(x=1\) null, also ist \(D_f=\mathbb{R}\setminus\{1\}\). Der Nenner von \(g\) wird bei \(x=-2\) null, also ist \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-2\}\). 5. In beiden Fällen besitzen Zähler und Nenner keinen gemeinsamen Faktor. Beide Funktionsterme sind vollständig gekürzt.

Antwort

a) \(f(x)=\frac{2(x-2)}{(x-1)^2}\), \(g(x)=\frac{(x-1)(x+1)}{(x+2)^2}\) b) \(f\): Ausklammern und binomische Formel; \(g\): Differenz von Quadraten und binomische Formel c) \(D_f=\mathbb{R}\setminus\{1\}\), \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-2\}\); beide Terme sind vollständig gekürzt.
42290411
Untersuche das Verhalten der Funktionen an den angegebenen Stellen, indem du die einseitigen Grenzwerte bestimmst. a) \(\lim_{x\to1^-}\frac{x+2}{x-1}\) b) \(\lim_{x\to-2^+}\frac{3}{x+2}\)

Denkanstöße

- Achte jeweils darauf, von welcher Seite sich \(x\) der kritischen Stelle nähert. - Bestimme das Vorzeichen von Zähler und Nenner unmittelbar auf dieser Seite. - Überlege, was mit einem Bruch geschieht, wenn der Nenner mit festem Vorzeichen gegen \(0\) strebt.

Lösung

1. Für \(x\to1^-\) nähert sich der Zähler \(x+2\) dem positiven Wert \(3\), während \(x-1\) negativ bleibt und gegen \(0\) strebt. Daher gilt \(\frac{x+2}{x-1}\to-\infty\). 2. Für \(x\to-2^+\) bleibt der Zähler positiv, während \(x+2\) positiv ist und gegen \(0\) strebt. Daher gilt \(\frac{3}{x+2}\to+\infty\).

Antwort

a) \(\lim_{x\to1^-}\frac{x+2}{x-1}=-\infty\) b) \(\lim_{x\to-2^+}\frac{3}{x+2}=+\infty\)
43005511
Vergleiche die beiden Funktionen \(f_1(x)=\frac{1}{x-5}\) und \(f_2(x)=\frac{1}{(x-5)^2}\). Bestimme für beide Funktionen die einseitigen Grenzwerte an der Polstelle \(x=5\) und entscheide jeweils, ob dort ein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Denkanstöße

- Vergleiche das Vorzeichen der jeweiligen Nenner direkt links und rechts von \(x=5\). - Überlege, welchen Unterschied ein einfacher und ein quadrierter Nennerfaktor macht. - Ein Vorzeichenwechsel liegt nur vor, wenn die Funktionswerte auf den beiden Seiten unterschiedliche Vorzeichen haben.

Lösung

1. Für \(f_1\) ist \(x-5\) links von \(5\) negativ und rechts von \(5\) positiv. Daher gilt \(\lim_{x\to5^-}f_1(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to5^+}f_1(x)=+\infty\). Es liegt eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor. 2. Für \(f_2\) ist \((x-5)^2\) auf beiden Seiten von \(5\) positiv. Daher gilt \(\lim_{x\to5^-}f_2(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to5^+}f_2(x)=+\infty\). Es liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

\(f_1\): links \(-\infty\), rechts \(+\infty\); Polstelle mit Vorzeichenwechsel. \(f_2\): links \(+\infty\), rechts \(+\infty\); Polstelle ohne Vorzeichenwechsel.
43005611
Betrachte die Funktionen \(g_1(x)=\frac{-2}{x+1}\) und \(g_2(x)=\frac{-2}{(x+1)^2}\). Bestimme jeweils den linksseitigen Grenzwert für \(x\to-1^-\). Begründe dabei, wie die Potenz im Nenner und der negative Zähler das Vorzeichen beeinflussen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst das Vorzeichen von \(x+1\), wenn \(x\) etwas kleiner als \(-1\) ist. - Vergleiche danach den einfachen Nennerfaktor mit seinem Quadrat. - Berücksichtige zuletzt das Vorzeichen des konstanten Zählers.

Lösung

1. Für \(x\to-1^-\) ist \(x+1\) negativ. Daher ist bei \(g_1\) auch der Nenner negativ. Der Quotient aus dem negativen Zähler und dem negativen Nenner ist positiv, also \(\lim_{x\to-1^-}g_1(x)=+\infty\). 2. Bei \(g_2\) ist \((x+1)^2\) positiv. Mit dem negativen Zähler bleibt der Quotient negativ, also \(\lim_{x\to-1^-}g_2(x)=-\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to-1^-}g_1(x)=+\infty\) \(\lim_{x\to-1^-}g_2(x)=-\infty\)
43006111
Bestimme die Polstelle der Funktion \(f(x)=\frac{x+5}{(x-3)^2}\). Entscheide, ob der Graph an der Polstelle das Vorzeichen wechselt, und begründe deine Entscheidung.

Denkanstöße

- Suche die Nullstelle des Nenners und prüfe den Zähler an derselben Stelle. - Welche Vielfachheit besitzt der Nennerfaktor? - Überlege, ob ein Quadrat links und rechts seiner Nullstelle unterschiedliche Vorzeichen annehmen kann.

Lösung

1. Der Nenner wird bei \(x=3\) null. Der Zähler hat dort den Wert \(8\) und ist daher ungleich null. Somit liegt bei \(x=3\) eine Polstelle vor. 2. Der Nennerfaktor \((x-3)\) besitzt die gerade Vielfachheit \(2\). Deshalb hat der Nenner auf beiden Seiten der Polstelle dasselbe Vorzeichen. 3. Folglich liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

Bei \(x=3\) liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.
43006211
Untersuche die Funktion \(g(x)=\frac{1}{x^2-1}\) auf Polstellen. Entscheide für jede Polstelle, ob ein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Denkanstöße

- Faktorisiere den Nenner als Differenz zweier Quadrate. - Prüfe, ob der Zähler an einer Nennernullstelle ebenfalls null werden kann. - Welche Vielfachheit besitzen die beiden linearen Nennerfaktoren?

Lösung

1. Es gilt \(x^2-1=(x-1)(x+1)\). Damit sind \(x=1\) und \(x=-1\) die Nennernullstellen. 2. Der Zähler ist konstant \(1\), also liegen an beiden Stellen Polstellen vor. 3. Beide Nennerfaktoren treten mit der ungeraden Vielfachheit \(1\) auf. Deshalb wechselt der Graph an beiden Polstellen das Vorzeichen.

Antwort

Polstellen: \(x=-1\) und \(x=1\). An beiden liegt ein Vorzeichenwechsel vor.
43412811
Betrachte die gebrochen-rationale Funktion \(h(x)=\frac{2x}{x-1}\). Der Graph der Funktion ist abgebildet. a) Bestimme die maximale Definitionsmenge. b) Bestimme die Polstelle und gib an, ob dort ein Vorzeichenwechsel vorliegt. c) Bestimme die Nullstelle und die waagrechte Asymptote. d) Erkläre kurz, wie diese vier Eigenschaften im Graphen wiederzuerkennen sind.
Abbildung zur Aufgabe 434128

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft liest du aus der Nennernullstelle ab? - Was sagt die Vielfachheit des Nennerfaktors über den Vorzeichenwechsel aus? - Welche führenden Terme bestimmen die waagrechte Asymptote? - Wo erscheinen diese algebraischen Eigenschaften im Graphen?

Lösung

1. Der Nenner wird bei \(x=1\) null. Daher ist \(D_h=\mathbb{R}\setminus\{1\}\). 2. Der Zähler hat bei \(x=1\) den Wert \(2\neq0\). Somit liegt bei \(x=1\) eine einfache Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor. 3. Für die Nullstelle muss \(2x=0\) gelten, also \(x=0\). Zähler und Nenner haben denselben Grad; das Verhältnis der führenden Koeffizienten ist \(2:1\). Daher ist \(y=2\) die waagrechte Asymptote. 4. Im Graphen erkennt man die Polstelle an der Annäherung an die senkrechte Gerade \(x=1\), die Nullstelle am Schnitt mit der \(x\)-Achse und die waagrechte Asymptote an der Annäherung an \(y=2\) für große \(|x|\). Der Wechsel von \(-\infty\) zu \(+\infty\) zeigt den Vorzeichenwechsel an der Polstelle.

Antwort

\(D_h=\mathbb{R}\setminus\{1\}\); Polstelle \(x=1\) mit Vorzeichenwechsel; Nullstelle \(x=0\); waagrechte Asymptote \(y=2\)
43498711
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion \(g\), die an der Stelle \(x_0=2\) eine Definitionslücke besitzt. Die senkrechte gestrichelte Linie markiert die Asymptote. Entscheide anhand des Graphen, ob der Grenzwert \(\lim_{x\to2}g(x)\) existiert. Begründe deine Antwort durch die Beschreibung des Verhaltens der Funktionswerte in der unmittelbaren Nähe der Lücke.
Abbildung zur Aufgabe 434987

Denkanstöße

- Untersuche das Verhalten links und rechts von \(x=2\) getrennt. - Vergleiche die beiden einseitigen Grenzwerte. - Überlege, welche Bedingung erfüllt sein muss, damit ein zweiseitiger Grenzwert existiert.

Lösung

1. Für \(x\to2^-\) fallen die Funktionswerte unbegrenzt; der linksseitige Grenzwert ist \(-\infty\). 2. Für \(x\to2^+\) steigen die Funktionswerte unbegrenzt; der rechtsseitige Grenzwert ist \(+\infty\). 3. Ein zweiseitiger Grenzwert existiert nur, wenn die beiden einseitigen Grenzwerte übereinstimmen. Hier haben sie verschiedene Vorzeichen. Daher existiert \(\lim_{x\to2}g(x)\) nicht.

Antwort

Der Grenzwert an der Stelle \(x_0=2\) existiert nicht. Es gilt \(\lim_{x\to2^-}g(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to2^+}g(x)=+\infty\); bei \(x=2\) liegt eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor.
55180511
Die beiden abgebildeten Graphen gehören zu den Funktionen \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\) und \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\). a) Lies bei jedem Graphen die Definitionslücke ab. b) Entscheide jeweils, ob dort eine Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel vorliegt. c) Ordne die beiden Funktionsterme den Graphen A und B zu und begründe die Zuordnung mithilfe des Verhaltens links und rechts der Polstelle.
Abbildung zur Aufgabe 551805

Denkanstöße

- Suche bei jedem Graphen die \(x\)-Stelle, an der die Funktionswerte betragsmäßig sehr groß werden. - Vergleiche die Vorzeichen der Funktionswerte unmittelbar links und rechts dieser Stelle. - Überlege, wie eine gerade oder ungerade Vielfachheit des Nennerfaktors das Vorzeichenverhalten beeinflusst.

Lösung

a) Graph A hat die Definitionslücke \(x=1\). Graph B hat die Definitionslücke \(x=-2\). b) Bei Graph A liegen die beiden Äste auf verschiedenen Seiten der \(x\)-Achse. Deshalb liegt bei \(x=1\) eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor. Bei Graph B sind die Funktionswerte auf beiden Seiten der Polstelle positiv. Deshalb liegt bei \(x=-2\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor. c) Graph A gehört zu \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\), weil der Nennerfaktor \((x-1)\) einfach vorkommt. Graph B gehört zu \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\), weil der Nennerfaktor \((x+2)\) die gerade Vielfachheit \(2\) besitzt.

Antwort

Graph A: Definitionslücke und Polstelle bei \(x=1\), mit Vorzeichenwechsel; Term \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\). Graph B: Definitionslücke und Polstelle bei \(x=-2\), ohne Vorzeichenwechsel; Term \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\).
55676911
Eine gebrochen-rationale Funktion hat die Form \(f(x)=\frac{2}{q(x)}\). Sie besitzt genau die beiden einfachen Polstellen \(x=-1\) und \(x=4\). Das Polynom \(q\) soll normiert und quadratisch sein. Bestimme \(q(x)\) in faktorierter und ausmultiplizierter Form.

Denkanstöße

- Übersetze jede vorgegebene Polstelle in einen Linearfaktor des Nenners. - Beachte, dass „einfach“ bedeutet, dass jeder dieser Faktoren nur einmal vorkommt. - Nutze die Bedingung „normiert“, um den Leitkoeffizienten festzulegen.

Lösung

1. Einfache Polstellen bei \(x=-1\) und \(x=4\) bedeuten, dass der Nenner die einfachen Faktoren \(x+1\) und \(x-4\) besitzt. 2. Da \(q\) normiert sein soll, ist der Leitkoeffizient \(1\). Somit gilt \(q(x)=(x+1)(x-4)\). 3. Ausmultiplizieren ergibt \(q(x)=x^2-3x-4\).

Antwort

\(q(x)=(x+1)(x-4)=x^2-3x-4\)
55677011
Für eine kleine Werkstatt werden die durchschnittlichen Kosten pro gefertigtem Bauteil durch \(k(x)=\frac{600+15x}{x}\) in Euro modelliert. Dabei ist \(x>0\) die Anzahl der gefertigten Bauteile. a) Bestimme die Definitionsmenge der zugehörigen mathematischen Funktion über \(\mathbb{R}\) und die Polstelle. b) Erkläre, warum der ausgeschlossene Wert im Sachzusammenhang ohnehin nicht zulässig ist.

Denkanstöße

- Untersuche zuerst unabhängig vom Kontext, für welchen Wert der Nenner null wird. - Prüfe an diesem Wert auch den Zähler, um die Art der Definitionslücke einzuordnen. - Übertrage den ausgeschlossenen Wert anschließend zurück auf die Bedeutung von \(x\) im Modell.

Lösung

1. Der Nenner wird bei \(x=0\) null, während der Zähler dort den Wert \(600\) hat. Daher ist die mathematische Definitionsmenge \(\mathbb{R}\setminus\{0\}\), und bei \(x=0\) liegt eine Polstelle vor. 2. Im Modell bedeutet \(x\) die Anzahl gefertigter Bauteile und es gilt ausdrücklich \(x>0\). Bei \(x=0\) würden Durchschnittskosten pro Bauteil berechnet, obwohl kein Bauteil gefertigt wurde; dieser Wert hat im Sachzusammenhang keine Bedeutung.

Antwort

a) \(D=\mathbb{R}\setminus\{0\}\); Polstelle bei \(x=0\) b) Im Modell gilt \(x>0\); bei \(x=0\) gibt es kein gefertigtes Bauteil, auf das Durchschnittskosten bezogen werden könnten.
42198911
Gegeben ist die Funktionenschar \(f_k\) mit \(f_k(x) = \frac{6}{x^2 - 2k}\) und \(k \in \mathbb{R}\). a) Bestimme die Definitionsmenge von \(f_k\) in Abhängigkeit vom Parameter \(k\). Führe hierzu eine Fallunterscheidung für \(k > 0\), \(k = 0\) und \(k < 0\) durch. b) Gib für den Fall \(k = 8\) die Gleichungen der senkrechten Asymptoten des Graphen von \(f_k\) an. c) Bestimme die Anzahl der Polstellen von \(f_k\) für die drei Fälle aus Teilaufgabe a).

Denkanstöße

- Wann wird der Nenner eines Bruchs null? - Überlege dir, welchen Einfluss das Vorzeichen von \(k\) auf die Gleichung \(x^2 = 2k\) hat. - Erinnere dich daran, dass senkrechte Asymptoten an den Stellen auftreten, an denen der Nenner eine Nullstelle hat (und der Zähler nicht). - Wie viele Lösungen kann eine Gleichung der Form \(x^2 = c\) in Abhängigkeit von \(c\) haben?

Lösung

1. Fallunterscheidung für die Definitionsmenge: - Für \(k < 0\) ist \(-2k > 0\). Da \(x^2 \geq 0\), ist der Nenner \(x^2 - 2k\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) stets positiv und hat keine Nullstellen. Somit gilt \(D_{f_k} = \mathbb{R}\). - Für \(k = 0\) lautet der Nenner \(x^2\). Die einzige Nullstelle ist \(x = 0\). Somit gilt \(D_{f_0} = \mathbb{R} \setminus \{0\}\). - Für \(k > 0\) hat der Nenner \(x^2 - 2k\) zwei Nullstellen bei \(x = \pm \sqrt{2k}\). Somit gilt \(D_{f_k} = \mathbb{R} \setminus \{-\sqrt{2k}; \sqrt{2k}\}\). 2. Senkrechte Asymptoten für \(k = 8\): Einsetzen von \(k = 8\) ergibt \(f_8(x) = \frac{6}{x^2 - 16}\). Die Nullstellen des Nenners sind \(x^2 = 16\), also \(x_1 = 4\) und \(x_2 = -4\). Da der Zähler dort ungleich Null ist, liegen Polstellen vor. Die Gleichungen der senkrechten Asymptoten lauten \(x = 4\) und \(x = -4\). 3. Anzahl der Polstellen: - \(k < 0\): 0 Polstellen (keine Definitionslücken). - \(k = 0\): 1 Polstelle (bei \(x = 0\)). - \(k > 0\): 2 Polstellen (bei \(x = \sqrt{2k}\) und \(x = -\sqrt{2k}\)).

Antwort

a) \(D_{f_k} = \mathbb{R}\) für \(k < 0\); \(D_{f_0} = \mathbb{R} \setminus \{0\}\) für \(k = 0\); \(D_{f_k} = \mathbb{R} \setminus \{-\sqrt{2k}; \sqrt{2k}\}\) für \(k > 0\). b) \(x = 4\) und \(x = -4\). c) 0 Polstellen für \(k < 0\); 1 Polstelle für \(k = 0\); 2 Polstellen für \(k > 0\).
42200211
Die Funktion \(g\) ist gegeben durch \(g(x)=1-\frac{9}{x^2-16}\). a) Bestimme die maximale Definitionsmenge \(D_g\) der Funktion. b) Untersuche das Verhalten der Funktionswerte an den Rändern der Definitionslücken. Bestimme dazu die vier Grenzwerte \(\lim_{x\to-4^-}g(x)\), \(\lim_{x\to-4^+}g(x)\), \(\lim_{x\to4^-}g(x)\) und \(\lim_{x\to4^+}g(x)\). c) Ermittle die waagrechte Asymptote des Graphen durch eine Grenzwertbetrachtung für \(x\to\infty\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Nullstellen des Nenners. - Untersuche für jede Seite einer Polstelle das Vorzeichen von \(x^2-16\). - Für die waagrechte Asymptote ist entscheidend, was mit dem Bruchterm für große Beträge von \(x\) geschieht.

Lösung

1. Der Nenner darf nicht null werden. Aus \(x^2-16=0\) folgt \(x=\pm4\). Somit ist \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-4;4\}\). 2. Für \(x\to4^-\) gilt \(x^2-16\to0^-\). Daher ist \(\frac{9}{x^2-16}\to-\infty\) und somit \(g(x)\to+\infty\). 3. Für \(x\to4^+\) gilt \(x^2-16\to0^+\). Daher ist \(\frac{9}{x^2-16}\to+\infty\) und somit \(g(x)\to-\infty\). 4. Wegen \(g(-x)=g(x)\) gilt entsprechend \(\lim_{x\to-4^-}g(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to-4^+}g(x)=+\infty\). 5. Für \(x\to\pm\infty\) gilt \(\frac{9}{x^2-16}\to0\). Daher ist \(\lim_{x\to\pm\infty}g(x)=1\), also lautet die waagrechte Asymptote \(y=1\).

Antwort

a) \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-4;4\}\) b) \(\lim_{x\to-4^-}g(x)=-\infty\), \(\lim_{x\to-4^+}g(x)=+\infty\), \(\lim_{x\to4^-}g(x)=+\infty\), \(\lim_{x\to4^+}g(x)=-\infty\) c) Waagrechte Asymptote: \(y=1\)
42743912
Gegeben ist \(f(x)=\frac{x^2-9}{(x+3)^2}\). Lara und Tom untersuchen die Stelle \(x=-3\). Lara: „Da im Nenner ein Quadrat steht, hat der Graph dort eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel.“ Tom: „Die Ableitungsfunktion \(f'\) besitzt dort eine Polstelle 2. Ordnung. Daher ändert sich das Monotonieverhalten beim Übergang über die Polstelle nicht.“ Beurteile beide Aussagen.

Denkanstöße

- Vereinfache den Funktionsterm, bevor du die Ordnung der Polstelle beurteilst. - Bestimme \(f'\) anschließend aus dem gekürzten Quotienten. - Vergleiche das Vorzeichen von \(f'\) auf beiden Seiten von \(x=-3\).

Lösung

1. Für \(x\neq-3\) lässt sich \(f(x)=\frac{(x-3)(x+3)}{(x+3)^2}=\frac{x-3}{x+3}\) vereinfachen. Deshalb bleibt bei \(x=-3\) eine Polstelle 1. Ordnung mit Vorzeichenwechsel. Laras Aussage ist falsch. 2. Mit der Quotientenregel für \(\frac{x-3}{x+3}\) erhält man \(f'(x)=\frac{(x+3)-(x-3)}{(x+3)^2}=\frac{6}{(x+3)^2}\). 3. \(f'\) besitzt bei \(x=-3\) eine Polstelle 2. Ordnung und ist auf beiden Seiten positiv. Daher ist \(f\) auf beiden Ästen streng steigend; Toms Aussage ist korrekt.

Antwort

Lara liegt falsch: Nach dem Kürzen bleibt für \(f\) eine Polstelle 1. Ordnung mit Vorzeichenwechsel. Tom liegt richtig: \(f'(x)=\frac{6}{(x+3)^2}>0\) auf beiden Seiten der Polstelle, daher ändert sich die Monotonierichtung nicht.
43249311
Die Abbildung zeigt die Graphen zweier gebrochen-rationaler Funktionen \(f\) und \(g\) in getrennten Koordinatensystemen. Die gestrichelten Geraden sind ihre Asymptoten. a) Lies für beide Graphen die senkrechte und die waagrechte Asymptote sowie die Nullstelle ab. b) Bestimme für jeden Graphen einen passenden Funktionsterm der Form \(\frac{x+b}{x+c}\). c) Überprüfe deine beiden Terme mit dem jeweiligen \(y\)-Achsenabschnitt.
Abbildung zur Aufgabe 432493

Denkanstöße

- Welche Information über den Nenner liefert die senkrechte Asymptote jedes einzelnen Graphen? - Welche Information über den Zähler liefert die jeweilige Nullstelle? - Nutze die waagrechte Asymptote als Kontrolle der führenden Koeffizienten und den \(y\)-Achsenabschnitt als zweite Probe.

Lösung

1. Für \(f\) sind die Asymptoten \(x=1\) und \(y=1\); die Nullstelle ist \(x=-2\). Für \(g\) sind die Asymptoten \(x=-2\) und \(y=1\); die Nullstelle ist \(x=1\). 2. Bei einem Term \(\frac{x+b}{x+c}\) liefert die Nullstelle den Zählerfaktor und die senkrechte Asymptote den Nennerfaktor. Daher passen \(f(x)=\frac{x+2}{x-1}\) und \(g(x)=\frac{x-1}{x+2}\). Beide besitzen wegen gleicher Leitkoeffizienten die waagrechte Asymptote \(y=1\). 3. Es gilt \(f(0)=-2\) und \(g(0)=-\frac12=-0{,}5\). Diese Werte stimmen mit den \(y\)-Achsenabschnitten der beiden getrennten Graphen überein.

Antwort

a) \(f\): Asymptoten \(x=1\), \(y=1\), Nullstelle \(x=-2\); \(g\): Asymptoten \(x=-2\), \(y=1\), Nullstelle \(x=1\) b) \(f(x)=\frac{x+2}{x-1}\); \(g(x)=\frac{x-1}{x+2}\) c) \(f(0)=-2\); \(g(0)=-0{,}5\)
43412111
In der Abbildung sind die Graphen zweier gebrochen-rationaler Funktionen \(f\) und \(g\) dargestellt. Bestimme für beide Funktionen: 1. die Lage der Polstelle, 2. die Art der Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel, 3. die Gleichung der waagrechten Asymptote.
Abbildung zur Aufgabe 434121

Denkanstöße

- An welcher \(x\)-Stelle läuft der jeweilige Graph betragsmäßig unbegrenzt? - Zeigen die beiden Äste an der Polstelle in dieselbe oder in entgegengesetzte Richtungen? - Welcher waagrechten Geraden nähert sich der Graph für große \(|x|\)?

Lösung

1. Beim Graphen von \(f\) liegt die senkrechte Asymptote bei \(x=-4\), also befindet sich dort die Polstelle. Links der Polstelle strebt der Graph gegen \(-\infty\), rechts gegen \(+\infty\); daher liegt ein Vorzeichenwechsel vor. Für \(|x|\to\infty\) nähert sich der Graph der Geraden \(y=-3\), der waagrechten Asymptote. 2. Beim Graphen von \(g\) liegt die senkrechte Asymptote bei \(x=3\), also befindet sich dort die Polstelle. Auf beiden Seiten strebt der Graph gegen \(+\infty\); daher liegt kein Vorzeichenwechsel vor. Für \(|x|\to\infty\) nähert sich der Graph der Geraden \(y=1\), der waagrechten Asymptote.

Antwort

\(f\): Polstelle bei \(x=-4\) mit Vorzeichenwechsel; waagrechte Asymptote \(y=-3\) \(g\): Polstelle bei \(x=3\) ohne Vorzeichenwechsel; waagrechte Asymptote \(y=1\)
42735112
Gegeben ist die gebrochen-rationale Funktion \(f\) mit \(f(x)=\frac{x^2+1}{(x-2)^3}\). 1. Gib die Polstelle von \(f\) sowie deren Ordnung an. 2. Bestimme \(f'\) und zeige rechnerisch, dass die Ordnung der Polstelle bei \(x=2\) um eins zunimmt. 3. Verallgemeinere: Es sei \(g(x)=\frac{u(x)}{(x-a)^n}\) mit \(n\in\mathbb{N}\), \(n\ge1\), und einer differenzierbaren Funktion \(u\) mit \(u(a)\neq0\). Zeige mit der Quotientenregel, dass \(g'\) bei \(x=a\) eine Polstelle der Ordnung \(n+1\) besitzt.

Denkanstöße

- Woran erkennst du bei einem vollständig gekürzten Bruch die Ordnung einer Polstelle? - Vereinfache die Ableitung so, dass die Potenz von \(x-a\) im Nenner sichtbar wird. - Welche Bedingung muss der neue Zähler an \(x=a\) erfüllen, damit keine weitere Kürzung möglich ist?

Lösung

1. Bei \(x=2\) verschwindet der Nenner in dritter Ordnung, während der Zähler den Wert \(5\neq0\) hat. Daher besitzt \(f\) dort eine Polstelle 3. Ordnung. 2. Mit der Quotientenregel folgt \(f'(x)=\frac{2x(x-2)^3-(x^2+1)3(x-2)^2}{(x-2)^6}=\frac{-x^2-4x-3}{(x-2)^4}\). Der neue Zähler hat bei \(x=2\) den Wert \(-15\neq0\), also liegt eine Polstelle 4. Ordnung vor. 3. Für \(g\) gilt \(g'(x)=\frac{u'(x)(x-a)^n-u(x)n(x-a)^{n-1}}{(x-a)^{2n}}=\frac{u'(x)(x-a)-nu(x)}{(x-a)^{n+1}}\). Der Zähler nimmt bei \(x=a\) den Wert \(-nu(a)\neq0\) an. Damit hat \(g'\) bei \(x=a\) eine Polstelle der Ordnung \(n+1\).

Antwort

1. Polstelle \(x=2\) der Ordnung 3. 2. \(f'(x)=\frac{-x^2-4x-3}{(x-2)^4}\); bei \(x=2\) ist der Zähler \(-15\neq0\), also hat \(f'\) dort eine Polstelle 4. Ordnung. 3. \(g'(x)=\frac{u'(x)(x-a)-nu(x)}{(x-a)^{n+1}}\) und der Zählerwert bei \(x=a\) ist \(-nu(a)\neq0\); daher steigt die Polordnung von \(n\) auf \(n+1\).
42735212
Die Funktion \(f\) sei gegeben durch \(f(x) = \frac{1}{x - 1}\). 1. Bestimme die Funktionsgleichungen der ersten Ableitung \(f'\) und der zweiten Ableitung \(f''\). 2. Gib für \(f\), \(f'\) und \(f''\) jeweils die Ordnung der Polstelle an der Stelle \(x = 1\) an. Welche allgemeine Regel lässt sich für die Ordnung der Polstelle der \(m\)-ten Ableitung \(f^{(m)}\) vermuten? 3. Untersuche das Verhalten der zweiten Ableitung \(f''\) in der Umgebung der Polstelle. Existiert dort eine senkrechte Asymptote mit oder ohne Vorzeichenwechsel? Begründe deine Antwort mithilfe der Ordnung der Polstelle.

Denkanstöße

- Du kannst die Potenzregel für negative Exponenten nutzen, um die Ableitungen schneller zu berechnen. - Vergleiche die Exponenten im Nenner der Ableitungen mit der Anzahl der Ableitungsschritte. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Ordnung einer Polstelle (gerade vs. ungerade) und dem grafischen Verlauf (mit oder ohne Vorzeichenwechsel).

Lösung

1. Es ist \(f(x) = (x-1)^{-1}\). Die erste Ableitung lautet \(f'(x) = -1 \cdot (x-1)^{-2} = -\frac{1}{(x-1)^2}\). Die zweite Ableitung lautet \(f''(x) = (-1) \cdot (-2) \cdot (x-1)^{-3} = \frac{2}{(x-1)^3}\). 2. Für \(f\) ist die Ordnung 1. Für \(f'\) ist die Ordnung 2. Für \(f''\) ist die Ordnung 3. Allgemein lässt sich vermuten, dass die \(m\)-te Ableitung \(f^{(m)}\) einer Funktion mit einer Polstelle \(n\)-ter Ordnung eine Polstelle der Ordnung \(n+m\) besitzt. Hier ist \(n=1\), also hat \(f^{(m)}\) die Ordnung \(1+m\). 3. Die zweite Ableitung \(f''(x) = \frac{2}{(x-1)^3}\) hat an der Stelle \(x = 1\) eine Polstelle der Ordnung 3. Da die Ordnung 3 eine ungerade Zahl ist, liegt an der senkrechten Asymptote \(x = 1\) ein Vorzeichenwechsel vor. Für \(x \to 1^+\) gilt \(f''(x) \to +\infty\), für \(x \to 1^-\) gilt \(f''(x) \to -\infty\).

Antwort

1. \(f'(x) = -\frac{1}{(x-1)^2}\) und \(f''(x) = \frac{2}{(x-1)^3}\). 2. Ordnungen: \(f: 1\), \(f': 2\), \(f'': 3\). Vermutung: Die \(m\)-te Ableitung hat die Ordnung \(n+m\) (hier \(1+m\)). 3. Senkrechte Asymptote bei \(x=1\) mit Vorzeichenwechsel, da die Polstelle von \(f''\) die ungerade Ordnung 3 hat.
42744012
In einer Mathematikklausur werden allgemeine Eigenschaften von Ableitungen gebrochen-rationaler Funktionen diskutiert. Beurteile die folgenden Aussagen von Sarah und Leo auf ihre allgemeine Gültigkeit. Sarah: „Wenn eine gebrochen-rationale Funktion an einer Stelle \(x_0\) eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt, dann hat ihre Ableitungsfunktion an dieser Stelle stets eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel.“ Leo: „Wenn die Ableitungsfunktion an einer Polstelle keinen Vorzeichenwechsel aufweist, dann kann auch die ursprüngliche Funktion an dieser Stelle keinen Vorzeichenwechsel haben.“

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Regel: Eine Polstelle hat genau dann einen Vorzeichenwechsel, wenn ihre Ordnung ungerade ist. - Wie verändert sich die Ordnung einer Polstelle beim Ableiten einer Potenzfunktion mit negativem Exponenten? - Teste die Aussagen an einfachen Beispielen wie \(f(x) = \frac{1}{x}\) oder \(f(x) = \frac{1}{x^2}\).

Lösung

1. Zusammenhang der Polstellenordnungen: Sei \(x_0\) eine Polstelle \(k\)-ter Ordnung von \(f\). Dann verhält sich die Funktion lokal wie \(\frac{1}{(x-x_0)^k}\). Die Ableitung verhält sich lokal wie \(\frac{-k}{(x-x_0)^{k+1}}\), besitzt dort also eine Polstelle der Ordnung \(k+1\). 2. Analyse von Sarahs Aussage: Ein Vorzeichenwechsel (VZW) bei \(f\) bedeutet, dass \(k\) ungerade ist. Dann ist \(k+1\) gerade. Eine Polstelle gerader Ordnung hat keinen VZW. Sarahs Aussage ist somit korrekt. 3. Analyse von Leos Aussage: Ein fehlender VZW bei \(f'\) bedeutet, dass die Ordnung \(k+1\) gerade ist. Daraus folgt, dass die Ordnung \(k\) der ursprünglichen Funktion \(f\) ungerade sein muss. Eine ungerade Ordnung \(k\) bedeutet jedoch, dass die Funktion \(f\) an dieser Stelle einen Vorzeichenwechsel besitzt. Leos Aussage ist somit falsch.

Antwort

Sarahs Aussage ist korrekt, da eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel eine ungerade Ordnung \(k\) hat, woraus eine gerade Ordnung \(k+1\) für die Ableitung folgt (kein VZW). Leos Aussage ist falsch, da ein fehlender Vorzeichenwechsel in der Ableitung (gerade Ordnung \(k+1\)) bedeutet, dass die ursprüngliche Funktion eine ungerade Ordnung \(k\) und damit einen Vorzeichenwechsel haben muss.

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