Ein Unternehmen produziert personalisierte Handyhüllen. Die monatlichen Fixkosten betragen \(1200\,\text{€}\), die variablen Kosten \(3{,}50\,\text{€}\) pro Hülle.
a) Stelle die Funktion \(k\) für die durchschnittlichen Kosten pro Hülle auf. Verwende für die mathematische Untersuchung die Definitionsmenge \(D_k=]0;\infty[\) und erläutere, welche Werte von \(x\) im Sachzusammenhang tatsächlich vorkommen.
b) Bestimme das Verhalten von \(k\) für \(x\to\infty\), gib die waagrechte Asymptote an und interpretiere sie im Sachzusammenhang.
c) Ermittle, ab welcher produzierten Stückzahl die durchschnittlichen Kosten pro Hülle weniger als \(4{,}00\,\text{€}\) betragen.
Denkanstöße
- Durchschnittskosten erhältst du, indem du die Gesamtkosten durch die produzierte Stückzahl teilst.
- Unterscheide die reelle Definitionsmenge des mathematischen Modells von den tatsächlich möglichen ganzzahligen Stückzahlen.
- Für den Grenzwert ist entscheidend, was mit dem Fixkostenanteil pro Stück bei wachsendem \(x\) geschieht.
- Berücksichtige bei Teil c) nach dem Lösen der Ungleichung wieder die ganzzahlige Stückzahl.
Lösung
1. Die Gesamtkosten sind \(K(x)=3{,}5x+1200\). Daher gilt \(k(x)=\frac{K(x)}{x}=3{,}5+\frac{1200}{x}\) für \(x>0\). Praktisch sind nur positive ganze Stückzahlen sinnvoll.
2. Für \(x\to\infty\) gilt \(\frac{1200}{x}\to0\). Somit ist \(\lim_{x\to\infty}k(x)=3{,}5\) und die waagrechte Asymptote lautet \(y=3{,}5\). Die durchschnittlichen Kosten nähern sich den variablen Stückkosten von \(3{,}50\,\text{€}\) an.
3. Aus \(3{,}5+\frac{1200}{x}<4\) folgt für \(x>0\) zunächst \(\frac{1200}{x}<0{,}5\) und damit \(x>2400\). Unter den praktisch möglichen ganzzahligen Stückzahlen gilt die Forderung erstmals bei \(x=2401\).
Antwort
a) \(k(x)=\frac{3{,}5x+1200}{x}=3{,}5+\frac{1200}{x}\) mit \(D_k=]0;\infty[\); praktisch ist \(x\) eine positive ganze Zahl.
b) \(\lim_{x\to\infty}k(x)=3{,}5\); waagrechte Asymptote \(y=3{,}5\). Die Durchschnittskosten nähern sich \(3{,}50\,\text{€}\) pro Hülle an.
c) Ab \(2401\) Hüllen.