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Ableitungsfunktion und graphisches Ableiten

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Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = -x^4 + 4x^2 - 2\). a) Untersuche rechnerisch das Symmetrieverhalten des Graphen von \(f\). b) Bestimme die Ableitungsfunktion \(f'\) und untersuche deren Symmetrieverhalten. c) Beschreibe den Zusammenhang zwischen dem Symmetrieverhalten von \(f\) und dem von \(f'\).

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, welche Bedingung für \(f(-x)\) gelten muss, damit Achsensymmetrie oder Punktsymmetrie vorliegt. - Was passiert mit den Exponenten einer Potenzfunktion \(x^n\), wenn man sie ableitet? - Betrachte die Vorzeichen der Terme, nachdem du \(-x\) für \(x\) eingesetzt hast.

Lösung

1. Überprüfung der Symmetrie von \(f\): Es gilt \(f(-x) = -(-x)^4 + 4(-x)^2 - 2 = -x^4 + 4x^2 - 2 = f(x)\). Da \(f(-x) = f(x)\) erfüllt ist, ist der Graph von \(f\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. 2. Berechnung der Ableitung: Unter Verwendung der Potenz- und Summenregel ergibt sich \(f'(x) = -4x^3 + 8x\). 3. Überprüfung der Symmetrie von \(f'\): Es gilt \(f'(-x) = -4(-x)^3 + 8(-x) = -4(-x^3) - 8x = 4x^3 - 8x = -( -4x^3 + 8x ) = -f'(x)\). Da \(f'(-x) = -f'(x)\) erfüllt ist, ist der Graph von \(f'\) punktsymmetrisch zum Ursprung. 4. Zusammenhang: Die Ableitungsfunktion einer achsensymmetrischen ganzrationalen Funktion ist punktsymmetrisch zum Ursprung. Dies liegt daran, dass beim Ableiten die geraden Exponenten zu ungeraden Exponenten werden und die Konstante (Exponent 0) wegfällt.

Antwort

a) Der Graph von \(f\) ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, da \(f(-x) = f(x)\). b) Die Ableitungsfunktion lautet \(f'(x) = -4x^3 + 8x\). Ihr Graph ist punktsymmetrisch zum Ursprung, da \(f'(-x) = -f'(x)\). c) Wenn eine ganzrationale Funktion achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist, dann ist ihre Ableitungsfunktion punktsymmetrisch zum Ursprung.
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Beurteile, ob die folgenden Aussagen über Ableitungsfunktionen wahr oder falsch sind. Begründe deine Entscheidung kurz. a) Eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(n\) (\(n \ge 1\)) hat eine Ableitungsfunktion \(f'\) vom Grad \(n-1\). b) Wenn zwei verschiedene Funktionen \(g\) und \(h\) an jeder Stelle \(x\) dieselbe Steigung besitzen, dann unterscheiden sich ihre Funktionsterme nur durch eine additive Konstante. c) Die Ableitung der Funktion \(p(x) = (x^2 + 1) \cdot x^3\) berechnet man, indem man die Ableitungen der einzelnen Faktoren multipliziert, also \(p'(x) = 2x \cdot 3x^2\). d) Besitzt der Graph einer Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Tiefpunkt, so hat der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) an dieser Stelle einen Schnittpunkt mit der \(x\)-Achse.

Denkanstöße

- Überlege dir bei jeder Aussage, welche Ableitungsregeln (wie die Potenz- oder Summenregel) du bereits kennst. - Was bedeutet die Ableitung geometrisch für den Verlauf des Graphen? - Probiere bei formalen Aussagen einfache Beispiele wie \(f(x) = x^2\) aus, um die Behauptung zu prüfen. - Denke an den Unterschied zwischen der Steigung an einem Punkt und dem Funktionswert an diesem Punkt.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Nach der Potenzregel wird beim Ableiten eines Terms \(a \cdot x^n\) der Exponent um 1 verringert (\(n \cdot a \cdot x^{n-1}\)). Der höchste Exponent \(n\) der Funktion bestimmt den Grad \(n-1\) der Ableitung. 2. Aussage b) ist wahr. Wenn \(g'(x) = h'(x)\) für alle \(x\) gilt, ist die Differenzfunktion \(d(x) = g(x) - h(x)\) konstant, da ihre Ableitung \(d'(x) = 0\) ist. Somit gilt \(g(x) = h(x) + c\). 3. Aussage c) ist falsch. Die Produktregel ist anzuwenden. Korrekt wäre \(p(x) = x^5 + x^3 \implies p'(x) = 5x^4 + 3x^2\). Das Produkt der Ableitungen \(6x^3\) führt zu einem falschen Ergebnis. 4. Aussage d) ist wahr. An einem lokalen Extrempunkt (Tiefpunkt) verläuft die Tangente waagerecht, was bedeutet, dass die Steigung und damit der Wert der Ableitungsfunktion \(f'(x_0) = 0\) ist.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Wahr
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Die Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) ist eine konstante Funktion mit \(f'(x) = c\) für alle \(x \in \mathbb{R}\). Der Graph der Funktion \(f\) verläuft durch die Punkte \(P(0|1{,}5)\) und \(Q(5|9)\). 1. Bestimme den Wert der Konstante \(c\). 2. Ermittle die Funktionsgleichung von \(f\). 3. Beschreibe, wie sich die Funktionswerte von \(f\) ändern, wenn die Stelle \(x\) um genau eine Einheit vergrößert wird.

Denkanstöße

- Welcher Funktionstyp hat an jeder Stelle die gleiche Steigung? - Wie berechnet man die Steigung einer Geraden, wenn zwei Punkte bekannt sind? - Überlege, was die Ableitung an einer Stelle \(x\) über das Wachstum der Funktion aussagt. - Welchen Wert der Funktionsgleichung kannst du direkt aus einem Punkt auf der \(y\)-Achse ablesen?

Lösung

1. Da die Ableitungsfunktion \(f'\) konstant ist, muss \(f\) eine lineare Funktion der Form \(f(x) = mx + b\) sein. Die Ableitung entspricht der Steigung \(m\). Diese wird über das Steigungsdreieck der Punkte \(P\) und \(Q\) berechnet: \(c = m = \frac{9 - 1{,}5}{5 - 0} = \frac{7{,}5}{5} = 1{,}5\). 2. Der \(y\)-Achsenabschnitt \(b\) entspricht dem Funktionswert an der Stelle \(0\). Aus \(P(0|1{,}5)\) folgt \(b = 1{,}5\). Die Funktionsgleichung lautet somit \(f(x) = 1{,}5x + 1{,}5\). 3. Bei einer linearen Funktion gibt die Steigung (und damit der Wert der Ableitungsfunktion) an, um wie viel sich der Funktionswert ändert, wenn \(x\) um \(1\) erhöht wird. Da \(f'(x) = 1{,}5\), nehmen die Funktionswerte pro Einheit um \(1{,}5\) zu.

Antwort

1. \(c = 1{,}5\) 2. \(f(x) = 1{,}5x + 1{,}5\) 3. Die Funktionswerte nehmen jeweils um \(1{,}5\) zu.
41010211
Welcher Graph (A – D) entspricht der Ableitungsfunktion von F?
Abbildung zur Aufgabe 410102

Denkanstöße

- Schau dir die Hoch- und Tiefpunkte des ursprünglichen Graphen an. Was muss dort für die Ableitung gelten? - Wenn eine Funktion steigt, welchen Wertbereich nimmt dann ihre Ableitung an? - Kannst du anhand der Anzahl der "Bögen" auf den Grad der jeweiligen Funktionen schließen?

Lösung

1. Identifikation der lila Kurve als Graph \(F\). 2. Lokalisierung der Extremstellen von \(F\). 3. An diesen Stellen muss die Ableitungsfunktion \(F'\) Nullstellen haben. 4. Überprüfung des blauen Graphen \(D\): Er hat genau an diesen \(x\)-Werten seine Nullstellen. 5. Konsistenzprüfung des Steigungsverhaltens: Wo \(F\) steigt, ist \(D\) positiv; wo \(F\) fällt, ist \(D\) negativ. Dies bestätigt Graph \(D\) als Ableitung.

Antwort

D
42225411
Betrachte eine ganzrationale Funktion \(g\), deren Graph punktsymmetrisch zum Ursprung verläuft. a) Welche Eigenschaft müssen die Exponenten der Funktionsterme von \(g\) besitzen? Gib ein Beispiel für eine solche Funktion \(g\) dritten Grades an. b) Leite deine Beispielfunktion aus Aufgabenteil a) ab und bestimme das Symmetrieverhalten des Graphen von \(g'\). c) Begründe allgemein: Wenn eine ganzrationale Funktion \(g\) punktsymmetrisch zum Ursprung ist, dann ist ihre Ableitungsfunktion \(g'\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Exponenten bei Punktsymmetrie zum Ursprung erlaubt sind und welche nicht. - Wähle für das Beispiel einfache Koeffizienten, um die Ableitung leicht berechnen zu können. - Untersuche, wie sich die Parität (gerade/ungerade) einer Zahl \(k\) ändert, wenn man \(k-1\) betrachtet.

Lösung

1. Eigenschaft der Exponenten: Bei einer zum Ursprung punktsymmetrischen ganzrationalen Funktion treten nur ungerade Exponenten auf. Ein Beispiel für den Grad 3 wäre \(g(x) = x^3 + 2x\). 2. Ableitung und Symmetrie des Beispiels: Für \(g(x) = x^3 + 2x\) ist \(g'(x) = 3x^2 + 2\). Da nur gerade Exponenten (2 und 0) vorkommen, gilt \(g'(-x) = 3(-x)^2 + 2 = 3x^2 + 2 = g'(x)\). Der Graph von \(g'\) ist somit achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. 3. Allgemeine Begründung: Eine punktsymmetrische ganzrationale Funktion \(g\) besteht nur aus Termen der Form \(a_k \cdot x^k\) mit ungeradem \(k\). Beim Ableiten wird daraus \(k \cdot a_k \cdot x^{k-1}\). Da \(k\) ungerade ist, ist der neue Exponent \(k-1\) gerade. Eine ganzrationale Funktion mit nur geraden Exponenten ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse.

Antwort

a) Die Exponenten müssen alle ungerade sein. Beispiel: \(g(x) = x^3 + 2x\). b) \(g'(x) = 3x^2 + 2\). Der Graph von \(g'\) ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. c) Da \(g\) nur ungerade Exponenten hat, haben alle Terme von \(g'\) nach der Potenzregel \(n \cdot x^{n-1}\) nur noch gerade Exponenten. Funktionen mit ausschließlich geraden Exponenten sind achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse.
42226611
Untersuche die Richtigkeit der folgenden Aussagen. Gib bei falschen Aussagen ein Gegenbeispiel an. a) Wenn der Graph einer Funktion \(f\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist, dann ist der Graph ihrer Ableitungsfunktion \(f'\) punktsymmetrisch zum Ursprung. b) Eine Funktion \(f\), deren Funktionswerte für alle \(x\) positiv sind (\(f(x) > 0\)), hat auch eine Ableitungsfunktion \(f'\) mit ausschließlich positiven Werten. c) Verschiebt man den Graphen einer Funktion \(f\) um 5 Einheiten nach oben, so verändert sich der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) nicht. d) Die Steigung der Tangente an den Graphen von \(f\) an der Stelle \(x_0\) ist immer gleich dem Funktionswert \(f(x_0)\).

Denkanstöße

- Stelle dir den Graphen bildlich vor: Wenn eine Kurve oberhalb der \(x\)-Achse verläuft, muss sie dann auch zwangsläufig steigen? - Was passiert mit der Steigung einer Kurve, wenn man sie starr im Koordinatensystem nach oben oder unten schiebt? - Erinnere dich an die Definition der Ableitung als lokale Steigung. - Nutze Symmetrieeigenschaften: Wie verhält sich die Steigung einer Parabel links und rechts von der \(y\)-Achse?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Bei Achsensymmetrie zur \(y\)-Achse gilt \(f(x) = f(-x)\). Die Steigung an einer Stelle \(x\) ist dann genau der negative Wert der Steigung an der Stelle \(-x\), also \(f'(x) = -f'(-x)\), was Punktsymmetrie entspricht. 2. Aussage b) ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist \(f(x) = -x + 10\) für \(x < 10\) oder \(f(x) = \frac{1}{x}\) für \(x > 0\). Hier sind die Funktionswerte positiv, aber die Steigung ist negativ (der Graph fällt). 3. Aussage c) ist wahr. Eine Verschiebung nach oben entspricht \(g(x) = f(x) + 5\). Da die Ableitung einer Konstanten null ist (\(5' = 0\)), gilt nach der Summenregel \(g'(x) = f'(x) + 0 = f'(x)\). 4. Aussage d) ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist \(f(x) = x^2\) an der Stelle \(x_0 = 3\). Der Funktionswert ist \(f(3) = 9\), aber die Steigung (Ableitung) ist \(f'(3) = 2 \cdot 3 = 6\). Funktionswert und Steigung sind im Allgemeinen verschiedene Größen.

Antwort

a) Wahr b) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = \frac{1}{x}\) für \(x > 0\)) c) Wahr d) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^2\) bei \(x=3\))
42227711
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über ganzrationale Funktionen wahr oder falsch sind. a) Ist der Graph einer ganzrationalen Funktion \(f\) punktsymmetrisch zum Ursprung, so ist auch der Graph ihrer zweiten Ableitung \(f''\) punktsymmetrisch zum Ursprung. b) Wenn zwei ganzrationale Funktionen \(f\) und \(g\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) dieselbe Ableitungsfunktion besitzen, dann sind die Funktionen \(f\) und \(g\) identisch. c) Besitzt eine ganzrationale Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) eine Nullstelle, so muss die Ableitungsfunktion \(f'\) an dieser Stelle ebenfalls eine Nullstelle haben.

Denkanstöße

- Betrachte für die Symmetrie die Exponenten der Potenzfunktionen und wie sie sich beim Ableiten verändern. - Überlege dir bei der Gleichheit von Funktionen, ob die Steigung allein die Position eines Graphen im Koordinatensystem festlegt. - Suche nach einfachen Beispielen wie Geraden oder Parabeln, um die Aussagen zu prüfen. - Was bedeutet eine Nullstelle geometrisch und was bedeutet eine Nullstelle der Ableitung?

Lösung

1. Eine zum Ursprung punktsymmetrische ganzrationale Funktion \(f\) enthält nur ungerade Exponenten. Durch die erste Ableitung \(f'\) verringern sich diese Exponenten um \(1\), wodurch sie alle gerade werden (der Graph von \(f'\) ist achsensymmetrisch). Die zweite Ableitung \(f''\) verringert die Exponenten erneut um \(1\), sodass sie wieder alle ungerade sind. Somit ist der Graph von \(f''\) ebenfalls punktsymmetrisch zum Ursprung. Die Aussage ist wahr. 2. Wenn \(f'(x) = g'(x)\) gilt, unterscheiden sich die Funktionen nur um eine additive Konstante \(c\) (Verschiebung in \(y\)-Richtung), also \(f(x) = g(x) + c\). Sind sie nicht verschoben (\(c=0\)), sind sie identisch, andernfalls nicht. Beispiel: \(f(x) = x^2\) und \(g(x) = x^2 + 1\) haben beide die Ableitung \(2x\), sind aber verschieden. Die Aussage ist falsch. 3. Eine Nullstelle von \(f\) bedeutet \(f(x_0) = 0\). Dies impliziert keine Bedingung für die Steigung \(f'(x_0)\). Beispiel: \(f(x) = x\) hat bei \(x_0 = 0\) eine Nullstelle, aber die Ableitung ist \(f'(x) = 1\), also \(f'(0) = 1 \neq 0\). Die Aussage ist falsch.

Antwort

a) wahr b) falsch c) falsch
42227811
Untersuche den Wahrheitsgehalt der folgenden Aussagen im Kontext der Differentialrechnung ganzrationaler Funktionen. a) Die Ableitungsfunktion einer ganzrationalen Funktion \(n\)-ten Grades (\(n \geq 1\)) ist stets eine ganzrationale Funktion vom Grad \(n-1\). b) Wenn eine ganzrationale Funktion \(f\) auf ihrem gesamten Definitionsbereich streng monoton steigend ist, dann gilt \(f'(x) > 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\). c) Der Graph jeder ganzrationalen Funktion, die achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist, hat an der Stelle \(x = 0\) eine waagerechte Tangente.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die allgemeine Formel für die Ableitung von \(x^n\). - Gibt es Funktionen, die immer weiter nach oben gehen, aber zwischendurch kurz „flach“ werden? - Welche Exponenten treten bei achsensymmetrischen Funktionen auf und was passiert mit ihnen beim Ableiten? - Was muss für die Ableitung an einer Stelle gelten, damit dort eine waagerechte Tangente vorliegt?

Lösung

1. Eine ganzrationale Funktion \(n\)-ten Grades hat die Form \(f(x) = a_n x^n + \dots + a_0\) mit \(a_n \neq 0\). Nach der Potenzregel lautet der höchste Term der Ableitung \(n \cdot a_n x^{n-1}\). Da \(n \geq 1\) und \(a_n \neq 0\), ist der Koeffizient \(n \cdot a_n \neq 0\), und der Grad ist exakt \(n-1\). Die Aussage ist wahr. 2. Für streng monotones Wachstum muss die Steigung zwar fast überall positiv sein, sie darf aber an isolierten Stellen den Wert Null annehmen. Ein klassisches Gegenbeispiel ist \(f(x) = x^3\). Diese Funktion ist auf ganz \(\mathbb{R}\) streng monoton steigend, ihre Ableitung \(f'(x) = 3x^2\) hat jedoch an der Stelle \(x = 0\) den Wert \(0\). Die Aussage ist falsch. 3. Eine achsensymmetrische ganzrationale Funktion (gerade Funktion) besitzt nur gerade Exponenten. Ihre Ableitungsfunktion besitzt folglich nur ungerade Exponenten. Setzt man \(x = 0\) in eine Summe von Termen mit ungeraden Exponenten (wie \(x^1, x^3, \dots\)) ein, ergibt jeder Term Null. Damit ist \(f'(0) = 0\), was einer waagerechten Tangente entspricht. Die Aussage ist wahr.

Antwort

a) wahr b) falsch c) wahr
42234511
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = (x + 2k)^2 - k^2x\), wobei \(k\) ein reeller Parameter ist. Ermittle einen Term der Ableitungsfunktion \(f'\) und gib den Wert \(f'(0)\) in Abhängigkeit von \(k\) an.

Denkanstöße

- Kannst du den Funktionsterm zuerst vereinfachen, indem du die Klammern auflöst? - Überlege dir, welche Variable die Ableitungsvariable ist und welche als konstante Zahl (Parameter) behandelt wird. - Erinnere dich an die grundlegenden Ableitungsregeln für Summen und Potenzen. - Wie gehst du vor, wenn du den Wert der Steigung an einer ganz bestimmten Stelle berechnen möchtest?

Lösung

1. Ausmultiplizieren des Funktionsterms mithilfe der binomischen Formel: \(f(x) = x^2 + 4kx + 4k^2 - k^2x\). 2. Zusammenfassen der linearen Glieder: \(f(x) = x^2 + (4k - k^2)x + 4k^2\). 3. Bilden der Ableitungsfunktion unter Anwendung der Potenz-, Summen- und Faktorregel: \(f'(x) = 2x + 4k - k^2\). 4. Einsetzen von \(x = 0\) in die Ableitungsfunktion: \(f'(0) = 2 \cdot 0 + 4k - k^2 = 4k - k^2\).

Antwort

\(f'(x) = 2x + 4k - k^2\) \(f'(0) = 4k - k^2\)
42234611
Bestimme für die Funktion \(g\) mit \(g(t) = t(at^2 - 2t + a^2) - \frac{1}{2}at^3\) einen Term der Ableitungsfunktion \(g'\) und berechne \(g'(0)\). Dabei ist \(a\) ein reeller Parameter.

Denkanstöße

- Es ist oft hilfreich, Produkte erst auszumultiplizieren, bevor man mit dem Ableiten beginnt. - Achte beim Zusammenfassen darauf, nur Terme mit derselben Potenz der Variablen zu kombinieren. - Was passiert mit Termen, die kein \(t\) enthalten, wenn du nach \(t\) ableitest? - Was passiert mit dem Parameter \(a\), wenn er als Vorfaktor vor einer Potenz von \(t\) steht?

Lösung

1. Auflösen der Klammer durch Multiplikation mit \(t\): \(g(t) = at^3 - 2t^2 + a^2t - \frac{1}{2}at^3\). 2. Zusammenfassen der Terme mit \(t^3\): \(g(t) = \frac{1}{2}at^3 - 2t^2 + a^2t\). 3. Ableiten nach der Variablen \(t\) unter Beachtung des Parameters \(a\): \(g'(t) = \frac{3}{2}at^2 - 4t + a^2\). 4. Bestimmung des Wertes an der Stelle \(0\): \(g'(0) = \frac{3}{2}a(0)^2 - 4(0) + a^2 = a^2\).

Antwort

\(g'(t) = \frac{3}{2}at^2 - 4t + a^2\) \(g'(0) = a^2\)
42895011
Betrachte eine Funktion \(h\), deren Ableitungsfunktion \(h'(x) = -0{,}5\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) ist. 1. Welchen Funktionstyp stellt \(h\) dar? Beschreibe den Verlauf des Graphen von \(h\). 2. Bestimme die Funktionsgleichung von \(h\), wenn bekannt ist, dass \(h(4) = 2\) gilt. 3. Eine weitere Funktion \(g\) ist definiert durch \(g(x) = h(x) + 10\). Vergleiche die Ableitungsfunktionen \(g'\) und \(h'\) und begründe dein Ergebnis geometrisch.

Denkanstöße

- Wenn die Änderungsrate überall gleich ist, welche Form muss der Graph dann haben? - Wie hängen die Steigung einer Geraden und ihre Ableitungsfunktion zusammen? - Was passiert mit der Steigung einer Kurve oder Geraden, wenn man sie im Koordinatensystem nur nach oben oder unten verschiebt? - Erinnere dich an die Ableitungsregeln für konstante Summanden.

Lösung

1. Da die Ableitung überall konstant ist, handelt es sich um eine lineare Funktion. Da der Wert negativ ist (\(-0{,}5\)), ist der Graph eine fallende Gerade. 2. Ansatz \(h(x) = mx + n\) mit \(m = -0{,}5\). Einsetzen des Punktes \((4|2)\): \(2 = -0{,}5 \cdot 4 + n \implies 2 = -2 + n \implies n = 4\). Die Gleichung lautet \(h(x) = -0{,}5x + 4\). 3. Die Ableitungsfunktionen sind identisch: \(g'(x) = h'(x) = -0{,}5\). Geometrisch bedeutet die Addition von \(10\), dass der Graph von \(h\) um \(10\) Einheiten nach oben verschoben wird. Eine vertikale Verschiebung ändert die Steigung der Tangenten (bzw. der Geraden) an keiner Stelle.

Antwort

1. Lineare Funktion; der Graph ist eine fallende Gerade. 2. \(h(x) = -0{,}5x + 4\) 3. \(g'(x) = h'(x) = -0{,}5\). Eine vertikale Verschiebung des Graphen lässt die Steigung an jeder Stelle unverändert.
42896411
Es soll gezeigt werden, dass die Potenzregel auch für negative ganzzahlige Exponenten am Beispiel \(n = -1\) konsistent ist. 1. Berechne für die Funktion \(f(x) = \frac{1}{x}\) die Ableitung an einer Stelle \(x_0 \neq 0\) mithilfe des Differenzenquotienten \(\frac{f(x) - f(x_0)}{x - x_0}\) und der Grenzwertbetrachtung \(x \to x_0\). 2. Wende die Potenzregel \(f'(x) = n \cdot x^{n-1}\) direkt auf \(f(x) = x^{-1}\) an. 3. Vergleiche beide Ergebnisse, um die Gültigkeit der Potenzregel für \(n = -1\) zu bestätigen.

Denkanstöße

- Wie kannst du Brüche im Zähler eines Doppelbruchs zusammenfassen? - Achte beim Kürzen im Differenzenquotienten auf das Vorzeichen, wenn du \((x_0 - x)\) und \((x - x_0)\) betrachtest. - Erinnere dich an die Definition von Potenzen mit negativen Exponenten: \(x^{-k} = \frac{1}{x^k}\).

Lösung

1. Aufstellen des Differenzenquotienten: \(\frac{\frac{1}{x} - \frac{1}{x_0}}{x - x_0}\). Bringen des Zählers auf den Hauptnenner: \(\frac{\frac{x_0 - x}{x \cdot x_0}}{x - x_0}\). Kürzen des Terms \((x_0 - x)\) gegen \((x - x_0)\) ergibt \(\frac{-1}{x \cdot x_0}\). Der Grenzwert für \(x \to x_0\) liefert \(f'(x_0) = -\frac{1}{x_0^2}\). 2. Anwendung der Potenzregel mit \(n = -1\): \(f'(x) = -1 \cdot x^{-1-1} = -1 \cdot x^{-2}\). 3. Umschreiben von \(-x^{-2}\) ergibt \(-\frac{1}{x^2}\). Die Ergebnisse sind identisch, somit ist die Regel für \(n = -1\) bestätigt.

Antwort

1. \(f'(x_0) = \lim_{x \to x_0} \frac{\frac{1}{x} - \frac{1}{x_0}}{x - x_0} = \lim_{x \to x_0} \frac{x_0 - x}{x \cdot x_0 \cdot (x - x_0)} = \lim_{x \to x_0} \frac{-1}{x \cdot x_0} = -\frac{1}{x_0^2}\) 2. \(f'(x) = -1 \cdot x^{-2} = -\frac{1}{x^2}\) 3. Beide Methoden führen zum selben Ergebnis: \(f'(x) = -\frac{1}{x^2}\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.