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Notwendige und hinreichende Bedingungen

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55719311
Eine Funktion \(f\) ist an einer inneren Stelle \(x_0\) ihres Definitionsbereichs differenzierbar und besitzt dort ein lokales Extremum. Welche der folgenden Aussagen muss gelten? A: \(f'(x_0)=0\) B: \(f''(x_0)<0\) C: \(f(x_0)=0\)

Denkanstöße

- Gesucht ist eine Bedingung, die bei jedem differenzierbaren lokalen Extremum erfüllt sein muss. - Denke an die Tangentensteigung an einer glatten Hoch- oder Tiefstelle. - Eine notwendige Bedingung muss auch dann gelten, wenn der Funktionswert des Extremums nicht null ist.

Lösung

1. Für ein lokales Extremum an einer inneren Stelle ist bei Differenzierbarkeit eine waagerechte Tangente notwendig. 2. Deshalb muss \(f'(x_0)=0\) gelten. 3. Die Aussagen B und C sind keine notwendigen Bedingungen für jedes lokale Extremum.

Antwort

A: \(f'(x_0)=0\)
55719411
In beiden Abbildungen gilt an der markierten Stelle \(x=0\) die Bedingung \(f'(0)=0\). Welche Abbildung ist ein Gegenbeispiel zur Aussage „Aus \(f'(0)=0\) folgt ein lokales Extremum“? Begründe kurz.
Abbildung zur Aufgabe 557194

Denkanstöße

- Ein Gegenbeispiel muss die Voraussetzung erfüllen, aber die behauptete Folgerung verletzen. - Vergleiche in beiden Abbildungen die Funktionswerte unmittelbar links und rechts von \(x=0\). - Frage dich, ob der markierte Punkt wirklich höher oder tiefer als alle nahe gelegenen Punkte ist.

Lösung

1. In Abbildung a) besitzt der Graph bei \(x=0\) ein lokales Minimum. Diese Abbildung ist daher kein Gegenbeispiel. 2. In Abbildung b) verläuft der Graph durch den Ursprung weiter von links unten nach rechts oben. Bei \(x=0\) liegt trotz waagerechter Tangente kein lokales Extremum vor. 3. Damit ist Abbildung b) das gesuchte Gegenbeispiel.

Antwort

Abbildung b). Dort gilt \(f'(0)=0\), aber bei \(x=0\) liegt kein lokales Extremum vor.
42251711
Ein Mitschüler behauptet: „Wenn für eine zweimal differenzierbare Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) erfüllt ist, dann besitzt der Graph von \(f\) an dieser Stelle sicher einen Hoch- oder Tiefpunkt.“ Widerlege diese Behauptung, indem du die Funktion \(f\) mit \(f(x) = x^2 + 6x\) an der Stelle \(x_0 = 0\) untersuchst. Erläutere kurz, welche wesentliche Voraussetzung für eine Extremstelle hier nicht erfüllt ist.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle immer gelten? - Berechne die Werte der Ableitungen an der konkret genannten Stelle. - Überlege, ob eine Krümmung allein (zweite Ableitung ungleich Null) ausreicht, um einen „Gipfel“ oder ein „Tal“ zu erzeugen. - Was sagt die erste Ableitung über die Steigung des Graphen aus?

Lösung

1. Berechnung der ersten und zweiten Ableitung: \(f'(x) = 2x + 6\) und \(f''(x) = 2\). 2. Überprüfung der Bedingung an der Stelle \(x_0 = 0\): Es gilt \(f''(0) = 2\). Somit ist die Bedingung \(f''(0) \neq 0\) erfüllt. 3. Überprüfung der notwendigen Bedingung für Extremstellen: \(f'(0) = 2 \cdot 0 + 6 = 6\). Da \(f'(0) \neq 0\) ist, liegt an der Stelle \(x_0 = 0\) kein Extremum vor. 4. Schlussfolgerung: Die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) ist nicht hinreichend, da die notwendige Bedingung \(f'(x_0) = 0\) (waagerechte Tangente) zusätzlich erfüllt sein muss.

Antwort

Die Behauptung ist falsch. Für \(f(x) = x^2 + 6x\) gilt zwar \(f''(0) = 2 \neq 0\), aber da \(f'(0) = 6 \neq 0\) ist, hat der Graph an dieser Stelle keine waagerechte Tangente und somit keine Extremstelle. Die notwendige Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist nicht erfüllt.
42910611
Betrachte die Zusammenhänge zwischen Differenzierbarkeit, Stetigkeit und Monotonie von Funktionen. a) Formuliere die Aussage „Die Stetigkeit von \(f\) bei \(x_0\) ist notwendig für die Differenzierbarkeit von \(f\) bei \(x_0\)“ in Wenn-dann-Form. b) Formuliere die folgende Aussage mit dem Begriff „notwendig“: Wenn eine auf einem Intervall \(I\) differenzierbare Funktion \(f\) dort streng monoton zunimmt, dann gilt \(f'(x)\ge0\) für alle \(x\in I\).

Denkanstöße

- Bei einer notwendigen Bedingung frage: Was muss gelten, sobald die betrachtete Eigenschaft vorliegt? - Formuliere in a) zuerst klar, welche Eigenschaft Voraussetzung und welche Folgerung ist. - Achte in b) darauf, dass die Aussage über \(f'\) die vorausgesetzte Differenzierbarkeit auf \(I\) benutzt.

Lösung

1. „B ist notwendig für A“ bedeutet: Wenn A gilt, dann gilt B. Daher lautet a): Wenn \(f\) bei \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist \(f\) dort stetig. 2. Zu b): Dass \(f'(x)\ge0\) für alle \(x\in I\) gilt, ist notwendig dafür, dass die auf \(I\) differenzierbare Funktion \(f\) dort streng monoton zunimmt.

Antwort

a) Wenn \(f\) bei \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist \(f\) dort stetig. b) Die Bedingung \(f'(x)\ge0\) für alle \(x\in I\) ist notwendig dafür, dass die differenzierbare Funktion \(f\) auf \(I\) streng monoton zunimmt.
42910711
Bestimme für die folgenden Funktionen die \(x\)-Koordinaten aller Punkte, an denen die notwendige Bedingung für lokale Extremstellen erfüllt ist. a) \(f(x)=\frac{1}{3}x^3-x^2-3x+5\) b) \(g(x)=x^3-12x\)

Denkanstöße

- Welche Gleichung liefert die notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle bei einer differenzierbaren Funktion? - Faktorisiere die Ableitungen, bevor du die Nullstellen bestimmst. - Gefragt sind nur Kandidaten nach der notwendigen Bedingung, noch nicht die Extremumarten.

Lösung

1. Für a) gilt \(f'(x)=x^2-2x-3=(x-3)(x+1)\). Die notwendige Bedingung \(f'(x)=0\) ist bei \(x=-1\) und \(x=3\) erfüllt. 2. Für b) gilt \(g'(x)=3x^2-12=3(x^2-4)\). Aus \(g'(x)=0\) folgt \(x=-2\) oder \(x=2\).

Antwort

a) \(x=-1\) und \(x=3\) b) \(x=-2\) und \(x=2\)
42911111
Untersuche die Funktion \(f\) mit \(f(x)=x^3+4x\) auf relative Extremstellen. Zeige rechnerisch, dass diese Funktion keine relativen Extremstellen besitzen kann.

Denkanstöße

- Welche notwendige Bedingung muss an einer lokalen Extremstelle einer differenzierbaren Funktion erfüllt sein? - Untersuche das Vorzeichen der gesamten Ableitungsfunktion, ohne eine Gleichung unnötig kompliziert zu lösen. - Welche Eigenschaft hat \(x^2\) für alle reellen \(x\)?

Lösung

1. Ableiten ergibt \(f'(x)=3x^2+4\). 2. Für alle \(x\in\mathbb{R}\) gilt \(3x^2\ge0\), also \(f'(x)\ge4>0\). 3. Die notwendige Bedingung \(f'(x)=0\) ist daher an keiner Stelle erfüllt. Somit besitzt \(f\) keine relativen Extremstellen.

Antwort

\(f'(x)=3x^2+4>0\) für alle \(x\in\mathbb{R}\). Daher besitzt \(f\) keine relativen Extremstellen.
42913111
Formuliere die folgenden Aussagen aus der Kurvendiskussion in die „Wenn-dann-Form“ um. a) Für eine an der Stelle \(x_0\) differenzierbare Funktion ist das Verschwinden der ersten Ableitung, also \(f'(x_0)=0\), eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum an dieser Stelle. b) Damit der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, ist es notwendig, dass \(f''(x_0)=0\) gilt. c) Jede an einer Stelle \(x_0\) differenzierbare Funktion ist dort auch stetig.

Denkanstöße

- Bei einer notwendigen Bedingung steht die Eigenschaft, für die etwas notwendig ist, im Wenn-Teil. - Prüfe bei a), ob die Ableitung überhaupt definiert sein muss, bevor du \(f'(x_0)=0\) formulierst. - Formuliere jede Aussage als klare Implikation ohne ihre logische Richtung umzudrehen.

Lösung

1. „A ist notwendig für B“ bedeutet: Wenn B gilt, dann muss auch A gelten. 2. Für a) folgt: Wenn eine an \(x_0\) differenzierbare Funktion \(f\) dort ein lokales Extremum besitzt, dann gilt \(f'(x_0)=0\). 3. Für b) folgt: Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, dann gilt \(f''(x_0)=0\). 4. Für c) folgt direkt: Wenn \(f\) an \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist \(f\) dort stetig.

Antwort

a) Wenn eine an \(x_0\) differenzierbare Funktion \(f\) dort ein lokales Extremum besitzt, dann gilt \(f'(x_0)=0\). b) Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, dann gilt \(f''(x_0)=0\). c) Wenn eine Funktion \(f\) an \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie dort stetig.
42913211
Überführe die gegebenen mathematischen Sätze in eine „Wenn-dann-Form“. a) Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) zusammen mit \(f''(x_0)>0\) ist hinreichend für ein lokales Minimum an der Stelle \(x_0\). b) Eine hinreichende Bedingung dafür, dass eine differenzierbare Funktion auf einem Intervall \(I\) streng monoton zunimmt, ist \(f'(x)>0\) für alle \(x\in I\). c) Die Stetigkeit einer Funktion an einer Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für ihre Differenzierbarkeit an dieser Stelle.

Denkanstöße

- Welche logische Richtung gehört zu „hinreichend“? - Welche logische Richtung gehört zu „notwendig“? - Formuliere jeweils Voraussetzung und Folgerung ausdrücklich als „Wenn …, dann …“.

Lösung

1. „\(A\) ist hinreichend für \(B\)“ bedeutet: Wenn \(A\) gilt, dann gilt \(B\). „\(A\) ist notwendig für \(B\)“ bedeutet: Wenn \(B\) gilt, dann gilt \(A\). 2. Zu a): Wenn \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)>0\) gilt, dann hat \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum. 3. Zu b): Wenn für eine differenzierbare Funktion \(f'(x)>0\) für alle \(x\in I\) gilt, dann ist \(f\) auf \(I\) streng monoton zunehmend. 4. Zu c): Wenn eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie dort stetig.

Antwort

a) Wenn \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)>0\) gilt, dann hat \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum. b) Wenn \(f'(x)>0\) für alle \(x\in I\) gilt, dann ist \(f\) auf \(I\) streng monoton zunehmend. c) Wenn \(f\) an \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist \(f\) dort stetig.
42913511
Formuliere die folgenden mathematischen Sachverhalte aus der Kurvendiskussion unter Verwendung des Wortes „notwendig“. a) Wenn eine differenzierbare Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt, dann ist dort die Steigung der Tangente null (\(f'(x_0) = 0\)). b) Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt aufweist, dann ist dort die zweite Ableitung null (\(f''(x_0) = 0\)). c) Jede Funktion, die an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, muss dort auch stetig sein.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche der Teilaussagen die Voraussetzung ist und welche die zwangsläufige Folge daraus. - Erinnere dich an die logische Struktur: Wenn aus einer Eigenschaft \(A\) immer die Eigenschaft \(B\) folgt, dann ist \(B\) eine notwendige Bedingung für \(A\). - Gibt es einen Zustand, der auf jeden Fall erfüllt sein muss, damit etwas anderes überhaupt möglich ist?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist eine notwendige Bedingung für die Existenz eines lokalen Extremums an der Stelle \(x_0\). 2. Teilaufgabe b): Für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion ist es eine notwendige Bedingung für das Vorliegen eines Wendepunkts, dass die zweite Ableitung an der Stelle \(x_0\) den Wert null annimmt (\(f''(x_0) = 0\)). 3. Teilaufgabe c): Die Stetigkeit einer Funktion an der Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für ihre Differenzierbarkeit an dieser Stelle.

Antwort

a) \(f'(x_0) = 0\) ist eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum an der Stelle \(x_0\). b) Für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion ist \(f''(x_0) = 0\) eine notwendige Bedingung für einen Wendepunkt an der Stelle \(x_0\). c) Die Stetigkeit an der Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für die Differenzierbarkeit an dieser Stelle.
42913611
In der Analysis ist es wichtig, zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen zu unterscheiden. a) Formuliere die folgende Aussage mit dem Wort „hinreichend“: Wenn für eine zweimal differenzierbare Funktion \(f\) bei \(x_0\) gilt, dass \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)<0\), dann besitzt \(f\) dort ein lokales Maximum. b) Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist notwendig für ein lokales Extremum einer differenzierbaren Funktion an einer inneren Stelle. Erkläre, warum sie allein nicht hinreichend ist, und nenne ein konkretes Gegenbeispiel.

Denkanstöße

- „Hinreichend“ bedeutet: Sind die Bedingungen erfüllt, ist die behauptete Eigenschaft garantiert. - Suche für b) nach einer Funktion mit waagerechter Tangente, aber ohne lokale Extremstelle. - Unterscheide dabei eine notwendige Bedingung von einer Bedingung, die allein schon ausreicht.

Lösung

1. Die Bedingungen \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)<0\) sind hinreichend für ein lokales Maximum bei \(x_0\). 2. Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) allein ist nicht hinreichend, weil eine waagerechte Tangente auch ohne lokales Extremum auftreten kann. 3. Zum Beispiel gilt für \(f(x)=x^3\) bei \(x_0=0\): \(f'(0)=0\), aber der Graph besitzt dort keinen Hoch- oder Tiefpunkt, sondern einen Terrassenpunkt.

Antwort

a) \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)<0\) sind hinreichend für ein lokales Maximum bei \(x_0\). b) Nicht hinreichend; Gegenbeispiel \(f(x)=x^3\) bei \(x_0=0\).
43236911
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) ein lokales Extremum (Minimum oder Maximum) besitzt. Gib für jede dieser Stellen an, um welche Art von Extremstelle es sich handelt, und begründe deine Entscheidung mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums.
Abbildung zur Aufgabe 432369

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die Ableitungsfunktion \(f'\) an einer Extremstelle der Funktion \(f\) erfüllt sein? - Schau dir die Punkte an, an denen der Graph der Ableitung die x-Achse schneidet. Was bedeuten diese Punkte für die Steigung der ursprünglichen Funktion? - Wie verhält sich die Steigung der Funktion \(f\) kurz vor und kurz nach einer potenziellen Extremstelle? Überlege, was ein Vorzeichenwechsel der Ableitung bedeutet. - Wenn eine Funktion erst fällt und dann steigt, welche Art von Extrempunkt liegt dann vor? Wie sieht das aus, wenn sie erst steigt und dann fällt?

Lösung

1. Notwendige Bedingung: Lokale Extremstellen einer differenzierbaren Funktion \(f\) können nur an den Stellen vorliegen, an denen die Ableitung gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Aus dem Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) lassen sich die Nullstellen direkt ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 4\). 2. Hinreichende Bedingung (Vorzeichenwechselkriterium): Bei \(x_1 = -3\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; somit hat \(f\) dort ein lokales Minimum. Bei \(x_2 = 1\) wechselt \(f'\) von Plus nach Minus; somit hat \(f\) dort ein lokales Maximum. Bei \(x_3 = 4\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; somit hat \(f\) dort ein lokales Minimum.

Antwort

Die Funktion \(f\) besitzt bei \(x = -3\) ein lokales Minimum, bei \(x = 1\) ein lokales Maximum und bei \(x = 4\) ein lokales Minimum.
43242711
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer auf \(\mathbb{R}\) differenzierbaren Funktion \(f\). a) Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die notwendige Bedingung für ein lokales Extremum von \(f\) erfüllt ist. Begründe deine Antwort kurz mithilfe des Graphen. b) Untersuche mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums (hinreichende Bedingung), an welchen dieser Stellen ein lokales Minimum und an welchen ein lokales Maximum der Funktion \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 432427

Denkanstöße

- Welche mathematische Bedingung muss für die Ableitung \(f'\) an einer Stelle gelten, damit dort ein Extremum vorliegen kann? - Wo schneidet der Graph von \(f'\) die x-Achse? - Was bedeutet es für den Verlauf der Originalfunktion \(f\), wenn die Ableitung \(f'\) negativ ist, und was, wenn sie positiv ist? - Achte darauf, wie der Graph der Ableitung an den Nullstellen die x-Achse überquert (von unten nach oben oder von oben nach unten).

Lösung

1. Identifikation der notwendigen Bedingung: Für ein lokales Extremum einer differenzierbaren Funktion \(f\) gilt \(f'(x) = 0\). Dies entspricht den Nullstellen des abgebildeten Graphen von \(f'\). 2. Ablesen der Stellen: Aus dem Graphen von \(f'\) ergeben sich die Nullstellen bei \(x_1 = 2\) und \(x_2 = 6\). 3. Anwendung des Vorzeichenwechselkriteriums: - Bei \(x_1 = 2\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen von minus (unterhalb der x-Achse) nach plus (oberhalb der x-Achse). Da \(f'(x) < 0\) für \(x < 2\) und \(f'(x) > 0\) für \(2 < x < 6\), liegt bei \(x_1 = 2\) ein lokales Minimum von \(f\) vor. - Bei \(x_2 = 6\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen von plus (oberhalb der x-Achse) nach minus (unterhalb der x-Achse). Da \(f'(x) > 0\) für \(2 < x < 6\) und \(f'(x) < 0\) für \(x > 6\), liegt bei \(x_2 = 6\) ein lokales Maximum von \(f\) vor.

Antwort

a) Die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) ist an den Stellen \(x_1 = 2\) und \(x_2 = 6\) erfüllt, da dort die Nullstellen von \(f'\) liegen. b) Bei \(x = 2\) liegt ein lokales Minimum vor (Vorzeichenwechsel von minus nach plus). Bei \(x = 6\) liegt ein lokales Maximum vor (Vorzeichenwechsel von plus nach minus).
43255911
Gegeben ist der Graph einer differenzierbaren Funktion \(f\). a) Lies die Koordinaten des Tiefpunkts und des Terrassenpunkts vom Graphen ab. b) Gib den Wert der Ableitung \(f'\) an diesen beiden Stellen an. c) Beschreibe das Vorzeichen von \(f'\) in der Umgebung der beiden Stellen und erkläre den Unterschied zwischen Tiefpunkt und Terrassenpunkt.
Abbildung zur Aufgabe 432559

Denkanstöße

- Welche markierten Punktarten besitzen beide eine waagerechte Tangente? - Vergleiche die Monotonierichtung von \(f\) links und rechts der beiden Stellen. - Woran erkennst du zusätzlich, dass die zweite waagerechte Stelle ein Wendepunkt ist?

Lösung

1. Aus der Grafik liest man \(T(-2|-3)\) und den Terrassenpunkt \(S(0|-1)\) ab. 2. An beiden Stellen besitzt der Graph eine waagerechte Tangente. Daher gilt \(f'(-2)=0\) und \(f'(0)=0\). 3. Bei \(x=-2\) fällt der Graph links der Stelle und steigt rechts davon. Somit wechselt \(f'\) von negativ zu positiv; dort liegt ein Tiefpunkt vor. 4. Bei \(x=0\) steigt der Graph auf beiden Seiten, daher wechselt \(f'\) nicht das Vorzeichen. Zusätzlich ist dort ein Krümmungswechsel sichtbar. Damit ist \(S\) ein Terrassenpunkt.

Antwort

a) \(T(-2|-3)\), \(S(0|-1)\) b) \(f'(-2)=0\), \(f'(0)=0\) c) Bei \(x=-2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv; bei \(x=0\) bleibt \(f'\) auf beiden Seiten positiv und der Graph wechselt die Krümmung.
43375211
Betrachte die Graphen der Ableitungsfunktionen \(f'\) und \(f''\) in der Abbildung. Bestimme alle lokalen Extremstellen der Funktion \(f\) und begründe mithilfe der Abbildung, ob jeweils eine lokale Maximalstelle oder eine lokale Minimalstelle vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433752

Denkanstöße

- Suche im Graphen von \(f'\) zuerst die Stellen mit waagerechter Tangente an \(f\). - Prüfe anschließend im Graphen von \(f''\) das Vorzeichen an jeder gefundenen Stelle. - Welche Extremart entspricht einem positiven beziehungsweise negativen Wert von \(f''\) an einer stationären Stelle?

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x_1=-2\), \(x_2=0\) und \(x_3=2\). 2. An diesen Stellen wird das Vorzeichen von \(f''\) abgelesen. 3. Bei \(x=-2\) gilt \(f''(-2)>0\). Daher liegt dort eine lokale Minimalstelle vor. 4. Bei \(x=0\) gilt \(f''(0)<0\). Daher liegt dort eine lokale Maximalstelle vor. 5. Bei \(x=2\) gilt \(f''(2)>0\). Daher liegt dort eine lokale Minimalstelle vor.

Antwort

Lokale Minimalstellen: \(x=-2\) und \(x=2\) Lokale Maximalstelle: \(x=0\)
43375811
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(g'\) einer Funktion \(g\). Untersuche die Funktion \(g\) an den Stellen \(x=-2\) und \(x=4\) auf Extremstellen. Handelt es sich jeweils um ein lokales Maximum, ein lokales Minimum oder keine Extremstelle? Begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(g'\).
Abbildung zur Aufgabe 433758

Denkanstöße

- Eine Nullstelle der Ableitung allein reicht nicht aus, um eine Extremstelle zu sichern. - Vergleiche das Vorzeichen von \(g'\) unmittelbar links und rechts der beiden Stellen. - Entscheidend ist, ob ein Wechsel von Plus nach Minus oder von Minus nach Plus auftritt.

Lösung

1. Eine Nullstelle von \(g'\) führt nur dann zu einer lokalen Extremstelle, wenn das Vorzeichen der Ableitung wechselt. 2. Bei \(x=-2\) wechselt \(g'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(g\) dort ein lokales Maximum. 3. Bei \(x=4\) gilt zwar \(g'(4)=0\), aber \(g'\) bleibt links und rechts dieser Stelle negativ. Daher liegt bei \(x=4\) keine Extremstelle vor.

Antwort

Bei \(x=-2\) liegt ein lokales Maximum vor. Bei \(x=4\) liegt keine Extremstelle vor.
43376011
Entscheide, ob die folgende Aussage wahr oder falsch ist, und begründe deine Entscheidung: „Wenn die Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion an der Stelle \(x_0\) eine Nullstelle hat, dann besitzt die Funktion \(f\) an dieser Stelle immer eine lokale Extremstelle.“

Denkanstöße

- Eine Nullstelle von \(f'\) liefert zunächst nur einen Kandidaten für eine Extremstelle. - Suche nach einer einfachen ganzrationalen Funktion mit waagerechter Tangente, die trotzdem weiter in dieselbe Richtung verläuft. - Prüfe beim Gegenbeispiel das Vorzeichen von \(f'\) links und rechts der betrachteten Stelle.

Lösung

1. Die Aussage ist falsch. 2. Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist für eine lokale Extremstelle einer differenzierbaren Funktion im Inneren des Definitionsbereichs notwendig, aber nicht hinreichend. 3. Ein Gegenbeispiel ist \(f(x)=x^3\). Dann gilt \(f'(x)=3x^2\) und damit \(f'(0)=0\). 4. Für \(x\neq0\) ist \(f'(x)>0\). Die Funktion steigt also links und rechts von \(0\) weiter an; bei \(x=0\) liegt deshalb kein lokales Extremum vor.

Antwort

Die Aussage ist falsch. Zum Beispiel gilt für \(f(x)=x^3\) zwar \(f'(0)=0\), aber \(f'(x)>0\) für \(x\neq0\). Daher besitzt \(f\) bei \(x=0\) kein lokales Extremum.
43376311
Die untenstehende Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitung \(f'\) und der zweiten Ableitung \(f''\) einer unbekannten Funktion \(f\). Ermittle anhand der Graphen die \(x\)-Koordinaten der lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine Hoch- oder eine Tiefstelle handelt, und begründe deine Entscheidung kurz mithilfe der dargestellten Informationen.
Abbildung zur Aufgabe 433763

Denkanstöße

- Welche Information liefern die Nullstellen des Graphen von \(f'\)? - Nutze den Graphen von \(f''\), um die Kandidaten anschließend zu klassifizieren. - Achte darauf, erste und zweite Ableitung in deiner Begründung nicht zu vertauschen.

Lösung

1. Der Graph von \(f'\) hat Nullstellen bei \(x=1\) und \(x=3\). Dort liegen die Kandidaten für lokale Extremstellen von \(f\). 2. Bei \(x=1\) gilt laut Graph \(f''(1)<0\); daher liegt eine lokale Hochstelle vor. Bei \(x=3\) gilt \(f''(3)>0\); daher liegt eine lokale Tiefstelle vor.

Antwort

Lokale Hochstelle bei \(x=1\), da \(f'(1)=0\) und \(f''(1)<0\). Lokale Tiefstelle bei \(x=3\), da \(f'(3)=0\) und \(f''(3)>0\).
43397011
Die Abbildung zeigt den Graphen der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) einer Funktion \(f\). Es ist bekannt, dass \(f'\) bei \(x_1=-2\sqrt{3}\), \(x_2=0\) und \(x_3=2\sqrt{3}\) jeweils eine Nullstelle besitzt. Untersuche mithilfe des Graphen, welche Art von Extremstelle \(f\) an diesen drei Stellen besitzt. Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 433970

Denkanstöße

- An allen drei Stellen ist \(f'(x)=0\) bereits gegeben. - Bestimme das Vorzeichen von \(f''\) an jeder Stelle. - Ein positives \(f''\) klassifiziert eine stationäre Stelle als lokale Minimalstelle, ein negatives als lokale Maximalstelle.

Lösung

1. Bei \(x_1=-2\sqrt{3}\) gilt \(f''(x_1)=8>0\). Zusammen mit \(f'(x_1)=0\) liegt eine lokale Minimalstelle vor. 2. Bei \(x_2=0\) gilt \(f''(0)=-4<0\). Zusammen mit \(f'(0)=0\) liegt eine lokale Maximalstelle vor. 3. Bei \(x_3=2\sqrt{3}\) gilt \(f''(x_3)=8>0\). Daher liegt dort eine lokale Minimalstelle vor.

Antwort

Lokale Minimalstellen bei \(x=-2\sqrt{3}\) und \(x=2\sqrt{3}\); lokale Maximalstelle bei \(x=0\).
43397111
Gegeben ist der Graph der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\). Für die zugehörige Funktion \(f\) gilt, dass sie an den Stellen \(x\in\{-\sqrt{17};-1;1;\sqrt{17}\}\) waagerechte Tangenten besitzt. Entscheide für jede dieser vier Stellen begründet, ob dort ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum der Funktion \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433971

Denkanstöße

- Die waagerechten Tangenten liefern bereits die stationären Stellen von \(f\). - Lies für jede dieser Stellen im dargestellten Graphen ab, ob \(f''\) positiv oder negativ ist. - Ordne \(\pm\sqrt{17}\) auf der \(x\)-Achse relativ zu den sichtbaren Vorzeichenwechseln des Graphen ein.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man ab: \(f''(x)<0\) für \(x<-3\) und für \(0<x<3\); \(f''(x)>0\) für \(-3<x<0\) und für \(x>3\). 2. Da \(\sqrt{17}>3\) gilt, liegt \(-\sqrt{17}\) links von \(-3\). Somit ist \(f''(-\sqrt{17})<0\), also liegt dort ein lokales Maximum vor. 3. Bei \(x=-1\) ist der Graph von \(f''\) oberhalb der \(x\)-Achse. Daher liegt dort ein lokales Minimum vor. 4. Bei \(x=1\) ist der Graph von \(f''\) unterhalb der \(x\)-Achse. Daher liegt dort ein lokales Maximum vor. 5. Da \(\sqrt{17}>3\) gilt, ist \(f''(\sqrt{17})>0\). Daher liegt dort ein lokales Minimum vor.

Antwort

Lokale Maxima: \(x=-\sqrt{17}\) und \(x=1\) Lokale Minima: \(x=-1\) und \(x=\sqrt{17}\)
43427011
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen einer differenzierbaren Funktion \(f\). a) Bestimme durch Ablesen die ungefähren Koordinaten der lokalen Hoch-, Tief- und Terrassenpunkte. b) Beschreibe für jeden dieser Punkte, ob und wie sich das Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) in seiner unmittelbaren Umgebung ändert.
Abbildung zur Aufgabe 434270

Denkanstöße

- Ein lokales Extremum erkennst du an einem „Berg“ oder einem „Tal“ im Graphen. - Ein Terrassenpunkt hat eine waagerechte Tangente, aber der Graph steigt oder fällt davor und danach in die gleiche Richtung. - Erinnere dich daran, dass die Ableitung \(f'(x)\) die Steigung der Tangente an den Graphen angibt. - Überlege dir, ob der Graph vor und nach einem Punkt steigt oder fällt.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man näherungsweise den Tiefpunkt \(T(-5 \mid -2)\), den Hochpunkt \(H(-1 \mid 2)\) und den Terrassenpunkt \(S(3 \mid 0{,}8)\) ab. 2. Beim Tiefpunkt \(T\) fällt der Graph links von \(x = -5\) und steigt rechts davon. Daher wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. 3. Beim Hochpunkt \(H\) steigt der Graph links von \(x = -1\) und fällt rechts davon. Daher wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. 4. Beim Punkt \(S\) fällt der Graph auf beiden Seiten von \(x = 3\). Deshalb ist \(f'(3) = 0\), aber \(f'\) wechselt das Vorzeichen nicht. Zusätzlich ist am Graphen ein Wechsel der Krümmung erkennbar. Erst diese Kombination begründet die Einordnung als Terrassenpunkt.

Antwort

a) \(T \approx (-5 \mid -2)\), \(H \approx (-1 \mid 2)\), \(S \approx (3 \mid 0{,}8)\). b) Bei \(T\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv; bei \(H\) von positiv zu negativ. Bei \(S\) bleibt \(f'\) negativ, während der Graph zusätzlich seine Krümmung wechselt.
43430511
Betrachte den Graphen der Funktion \(f\). An welchen Stellen \(x\) im Intervall \([-3; 3]\) gilt \(f'(x) = 0\)? Bestimme zudem das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''(x)\) an der Stelle \(x = 0\).
Abbildung zur Aufgabe 434305

Denkanstöße

- Wo hat der Graph „Hügel“ oder „Täler“, an denen die Tangente waagerecht liegt? - Was sagt die Art des Extrempunkts über die Krümmung und damit über die zweite Ableitung aus?

Lösung

1. Waagerechte Tangenten liegen an den lokalen Extremstellen vor. Aus dem Graphen liest man ein lokales Maximum bei \(x_1 = 0\) und zwei lokale Minima bei \(x_2 \approx -2{,}2\) und \(x_3 \approx 2{,}2\) ab. Somit gilt dort jeweils \(f'(x) = 0\). 2. An der Stelle \(x = 0\) liegt ein lokales Maximum vor. Der Graph ist dort rechtsgekrümmt. 3. Daher ist die zweite Ableitung an dieser Stelle negativ: \(f''(0) < 0\).

Antwort

Die erste Ableitung ist bei \(x = 0\), \(x \approx -2{,}2\) und \(x \approx 2{,}2\) null; außerdem gilt \(f''(0) < 0\).
43430611
Die Abbildung zeigt den Graphen einer ganzrationalen Funktion \(f\) dritten Grades. Untersuche die Ableitungen am markierten Punkt \(P\). Welche Werte beziehungsweise Vorzeichen haben \(f'(x)\) und \(f''(x)\) an der Stelle \(x = -2\)?
Abbildung zur Aufgabe 434306

Denkanstöße

- Welches besondere Merkmal weist der Graph im Punkt \(P\) auf? - Was bedeutet ein Hochpunkt für die Steigung und die Krümmung an dieser Stelle?

Lösung

1. Der Punkt \(P(-2 \mid 1{,}6)\) ist ein lokaler Hochpunkt. 2. An einem Extrempunkt liegt eine waagerechte Tangente vor, daher gilt \(f'(-2) = 0\). 3. Da es sich um einen Hochpunkt handelt, ist der Graph in einer Umgebung von \(x = -2\) rechtsgekrümmt. Daher gilt \(f''(-2) < 0\).

Antwort

An der Stelle \(x = -2\) gilt \(f'(-2) = 0\) und \(f''(-2) < 0\).
43450711
Der Graph einer Funktion \(f\) besitzt bei \(x_0=-1\) einen Terrassenpunkt. Welche Aussage über \(f'\) an dieser Stelle ist korrekt? Begründe kurz. a) \(f'(-1)>0\) b) \(f'(-1)=0\) und \(f'\) hat dort einen Vorzeichenwechsel. c) \(f'(-1)=0\) und \(f'\) hat dort keinen Vorzeichenwechsel.
Abbildung zur Aufgabe 434507

Denkanstöße

- Welche Steigung besitzt die Tangente an einem Terrassenpunkt? - Wie unterscheidet sich das Monotonieverhalten bei einer Terrassenstelle von dem bei einer lokalen Extremstelle? - Was folgt daraus für das Vorzeichen von \(f'\) links und rechts der Stelle?

Lösung

1. Ein Terrassenpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente. Daher gilt \(f'(-1)=0\). 2. Da kein lokales Extremum vorliegt, nimmt \(f\) vor und nach dem Punkt in dieselbe Richtung weiter zu oder ab. Somit wechselt \(f'\) dort nicht das Vorzeichen. 3. Aussage c) ist richtig.

Antwort

c) \(f'(-1)=0\) und \(f'\) wechselt dort nicht das Vorzeichen.
43498811
Betrachte die vier dargestellten Funktionsgraphen. In welchem der Graphen stellt die Stelle \(x_0\) eine lokale Maximalstelle der Funktion dar? Gib den entsprechenden Buchstaben an.
Abbildung zur Aufgabe 434988

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition eines lokalen Maximums: Der Funktionswert an dieser Stelle muss größer oder gleich allen Werten in der direkten Nachbarschaft sein. - Schau dir an, ob der Graph in der Nähe von \(x_0\) steigt oder fällt. - Achte bei Unstetigkeitsstellen (Sprüngen oder Löchern) genau darauf, wo der Funktionswert \(f(x_0)\) im Vergleich zu den naheliegenden Werten liegt.

Lösung

Eine Stelle \(x_0\) ist eine lokale Maximalstelle, wenn die Funktionswerte in einer kleinen Umgebung von \(x_0\) nicht größer als \(f(x_0)\) sind. 1. Graph a): Hier liegt ein lokales Minimum vor, da der Graph eine nach oben geöffnete Parabel mit dem tiefsten Punkt bei \(x_0\) zeigt. 2. Graph b): Der Graph ist eine nach unten geöffnete Parabel. Der Scheitelpunkt liegt bei \(x_0\), also ist \(f(x_0)\) der größte Wert in der Umgebung. Dies ist eine lokale Maximalstelle. 3. Graph c): Die Funktion ist streng monoton zunehmend. Es gibt kein lokales Extremum bei \(x_0\). 4. Graph d): Es liegt eine Sprungstelle vor. Der isolierte Punkt bei \(x_0\) liegt tiefer als die Grenzwerte von links und rechts. Somit ist \(x_0\) eine lokale Minimalstelle, keine Maximalstelle. Ergebnis: Graph b).

Antwort

Graph b)
43498911
Untersuche die vier Abbildungen. Bei welcher Funktion ist die Stelle \(x_0\) eine lokale Minimalstelle? Wähle den passenden Graphen aus.
Abbildung zur Aufgabe 434989

Denkanstöße

- Vergleiche bei jedem Graphen den Funktionswert an \(x_0\) mit den Funktionswerten an nahe gelegenen Stellen. - Ein lokales Minimum muss in einer genügend kleinen Umgebung den kleinsten Funktionswert besitzen. - Beobachte jeweils das Verhalten des Graphen unmittelbar links und rechts von \(x_0\).

Lösung

1. Graph a): Die Gerade nimmt streng monoton ab. Bei \(x_0\) liegt kein lokales Extremum vor. 2. Graph b): Die Parabel ist nach unten geöffnet; bei \(x_0\) liegt ein lokales Maximum vor. 3. Graph c): Bei \(x_0\) liegt der Punkt auf einem streng zunehmenden Ast der Parabel. Daher liegt dort kein lokales Extremum vor. 4. Graph d): Der Graph ist bei \(x_0\) V-förmig und besitzt dort den kleinsten Funktionswert in einer Umgebung. Daher ist \(x_0\) eine lokale Minimalstelle. 5. Somit ist Graph d) richtig.

Antwort

Graph d)
43499711
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion \(f\). Bestimme anhand der Zeichnung alle lokalen Extremstellen der Funktion. Gib für jede dieser Stellen an, ob es sich um eine Maximalstelle oder eine Minimalstelle handelt.
Abbildung zur Aufgabe 434997

Denkanstöße

- Suche nach den „Gipfeln“ und „Tälern“ des Graphen. - Eine Extremstelle ist der \(x\)-Wert, an dem ein solcher Punkt erreicht wird. - Überlege, in welchen Bereichen der Graph steigt oder fällt. - Ein Maximum liegt vor, wenn der Graph vor dem Punkt steigt und danach fällt.

Lösung

1. Lokale Maxima liegen an den Stellen vor, an denen der Graph von einem steigenden in einen fallenden Verlauf übergeht. Aus dem Graphen liest man die Stellen \(x = -4\) und \(x = 3\) ab. 2. Lokale Minima liegen an den Stellen vor, an denen der Graph von einem fallenden in einen steigenden Verlauf übergeht. Diese befinden sich bei \(x = -1\) und \(x = 5\). 3. Somit sind \(x = -4\) und \(x = 3\) Maximalstellen sowie \(x = -1\) und \(x = 5\) Minimalstellen.

Antwort

Maximalstellen bei \(x = -4\) und \(x = 3\); Minimalstellen bei \(x = -1\) und \(x = 5\).
43499911
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer auf \(\mathbb{R}\) definierten Funktion \(f\). Wie viele lokale Extremstellen hat die Funktion \(f\) im dargestellten Bereich? Begründe deine Antwort kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434999

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Bedingung für die Ableitung an einer Extremstelle der Originalfunktion gelten muss. - Reicht es aus, wenn die Ableitung nur Null ist, oder muss noch etwas anderes passieren? - Schau dir den Graphen genau an: Wo schneidet oder berührt er die \(x\)-Achse?

Lösung

1. Lokale Extremstellen der Funktion \(f\) befinden sich an den Stellen, an denen die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt. 2. Aus dem Graphen von \(f'\) lassen sich drei Nullstellen ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 4\). 3. An allen drei Stellen wechselt der Graph der Ableitung die Seite der \(x\)-Achse, es findet also jeweils ein Vorzeichenwechsel statt. 4. Somit hat die Funktion \(f\) im gezeigten Bereich insgesamt 3 lokale Extremstellen.

Antwort

Die Funktion \(f\) hat im dargestellten Bereich 3 lokale Extremstellen, da die Ableitungsfunktion \(f'\) an den Stellen \(x = -3\), \(x = 1\) und \(x = 4\) jeweils eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt.
43500011
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\). Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) ein lokales Minimum besitzt. Erläutere kurz, woran du das im Graphen erkennst.
Abbildung zur Aufgabe 435000

Denkanstöße

- Ein lokales Minimum bedeutet, dass die Funktion erst fällt und dann steigt. Was sagt das über das Vorzeichen der Ableitung aus? - Unterscheide zwischen Stellen, an denen der Graph die Achse schneidet, und Stellen, an denen er sie nur berührt. - Achte auf die Richtung des Wechsels: von Minus nach Plus oder von Plus nach Minus?

Lösung

1. Ein lokales Minimum von \(f\) liegt an einer Nullstelle von \(f'\) vor, wenn \(f'\) dort von negativ zu positiv wechselt. 2. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x = -2\), \(x = 1\) und \(x = 3\). 3. Bei \(x = -2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort ein lokales Minimum. 4. Bei \(x = 1\) findet kein Vorzeichenwechsel statt; dort liegt deshalb kein lokales Minimum vor. 5. Bei \(x = 3\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ; dort liegt ein lokales Maximum und kein Minimum vor. 6. Somit ist \(x = -2\) die einzige lokale Minimalstelle.

Antwort

Die Funktion \(f\) besitzt bei \(x = -2\) ein lokales Minimum, weil \(f'\) dort von Minus nach Plus wechselt.
43500211
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\). Entscheide begründet, ob die zugehörige Funktion \(f\) im dargestellten Bereich eine Extremstelle besitzt.
Abbildung zur Aufgabe 435002

Denkanstöße

- Wo müsste der Graph der Ableitung liegen, damit eine Extremstelle möglich wäre? - Gibt es im Bild einen Punkt, an dem die Ableitung den Wert null hat?

Lösung

1. Eine notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle an einer Stelle \(x_0\) ist \(f'(x_0) = 0\). 2. Der Graph von \(f'\) verläuft im gesamten dargestellten Bereich oberhalb der \(x\)-Achse. 3. Die Ableitung besitzt daher keine Nullstelle im dargestellten Bereich. 4. Somit kann die Funktion \(f\) dort keine lokale Extremstelle besitzen.

Antwort

Nein. Da \(f'\) im dargestellten Bereich überall positiv ist und keine Nullstelle besitzt, hat \(f\) dort keine lokale Extremstelle.
42244311
Beurteile die folgenden Aussagen zum Zusammenhang zwischen einer auf \(\mathbb{R}\) differenzierbaren Funktion \(f\) und ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Entscheide jeweils, ob die Aussage wahr oder falsch ist, und begründe kurz. a) Wenn \(f'(x)>0\) für alle \(x\) in einem Intervall \(I\) gilt, dann ist \(f\) in diesem Intervall streng monoton zunehmend. b) Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist notwendig dafür, dass \(f\) an einer inneren Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt. c) Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist hinreichend für ein lokales Extremum bei \(x_0\). d) Wenn \(f\) in einem Intervall streng monoton zunehmend ist, dann muss dort zwingend \(f'(x)>0\) für jede Stelle gelten.

Denkanstöße

- Unterscheide genau zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen. - Welche Aussage liefert der Satz über die Ableitung an einer inneren lokalen Extremstelle? - Suche für c) und d) nach einem einfachen Gegenbeispiel mit waagerechter Tangente ohne Richtungswechsel. - Strenge Monotonie wird über die Reihenfolge von Funktionswerten definiert, nicht durch die Forderung \(f'>0\) an jeder einzelnen Stelle.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Eine überall positive Ableitung auf dem Intervall ist ein hinreichendes Kriterium für strenge Monotonie. 2. Aussage b) ist wahr. Für eine differenzierbare Funktion gilt an einer lokalen inneren Extremstelle notwendig \(f'(x_0)=0\). 3. Aussage c) ist falsch. Bei \(f(x)=x^3\) gilt \(f'(0)=0\), aber \(x=0\) ist keine Extremstelle; der Graph besitzt dort einen Terrassenpunkt. 4. Aussage d) ist falsch. Die Funktion \(f(x)=x^3\) ist auf \(\mathbb{R}\) streng monoton zunehmend, obwohl \(f'(0)=0\) gilt.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Falsch
42244911
Gegeben ist die Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) durch \(f'(x)=-x^2+4x-3\). Bestimme alle Stellen, an denen der Graph von \(f\) eine waagerechte Tangente besitzt. Untersuche anschließend, ob dort eine lokale Maximalstelle, eine lokale Minimalstelle oder eine Terrassenstelle vorliegt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung erfüllt \(f'\) an einer Stelle mit waagerechter Tangente? - Wie kann \(f''\) eine stationäre Stelle als lokale Maximal- oder Minimalstelle klassifizieren? - Da keine Funktionswerte von \(f\) gegeben sind, bestimmst du Stellen und Arten, nicht Punktkoordinaten.

Lösung

1. Waagerechte Tangenten liegen bei den Nullstellen von \(f'\). Aus \(-x^2+4x-3=0\) folgen \(x=1\) und \(x=3\). 2. Die Ableitung von \(f'\) ist \(f''(x)=-2x+4\). 3. Es gilt \(f''(1)=2>0\). Daher besitzt \(f\) bei \(x=1\) eine lokale Minimalstelle. 4. Es gilt \(f''(3)=-2<0\). Daher besitzt \(f\) bei \(x=3\) eine lokale Maximalstelle. 5. Eine Terrassenstelle liegt an keiner der beiden Stellen vor.

Antwort

Waagerechte Tangenten bei \(x=1\) und \(x=3\). Lokale Minimalstelle bei \(x=1\); lokale Maximalstelle bei \(x=3\); keine Terrassenstelle.
42247111
a) Erläutere, warum die Bedingung \(f''(x_0)=0\) für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion \(f\) eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine Wendestelle bei \(x_0\) ist. Nutze ein geeignetes Gegenbeispiel. b) Beurteile, ob die Bedingungen \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)=0\) hinreichend für einen Terrassenpunkt bei \(x_0\) sind.

Denkanstöße

- Was bedeutet „notwendig“ und was bedeutet „hinreichend“? - Suche eine Funktion mit \(f''(x_0)=0\), bei der die Krümmungsrichtung nicht wechselt. - Ein Terrassenpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente. Welche Eigenschaft fehlt beim Gegenbeispiel?

Lösung

1. Bei stetiger zweiter Ableitung setzt ein Krümmungswechsel voraus, dass \(f''\) an der Übergangsstelle den Wert null annimmt. Daher ist \(f''(x_0)=0\) notwendig. 2. Die Bedingung ist nicht hinreichend. Für \(f(x)=x^4\) gilt \(f''(x)=12x^2\) und damit \(f''(0)=0\). Links und rechts von \(0\) ist \(f''\) jedoch positiv; es findet kein Krümmungswechsel statt. Bei \(x=0\) liegt ein lokales Minimum vor. 3. Auch die beiden Bedingungen aus b) sind nicht hinreichend. Beim selben Gegenbeispiel gilt zusätzlich \(f'(0)=0\), dennoch liegt kein Wendepunkt und somit kein Terrassenpunkt vor.

Antwort

a) Notwendig, aber nicht hinreichend; Gegenbeispiel \(f(x)=x^4\) bei \(x_0=0\). b) Nein. Auch \(f'(0)=f''(0)=0\) bei \(f(x)=x^4\) ergibt keinen Terrassenpunkt.
42249111
Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(n\). a) Begründe allgemein, dass die Anzahl der Extremstellen von \(f\) höchstens \(n-1\) betragen kann. b) Die Ableitungsfunktion einer Funktion \(f\) ist durch \(f'(x) = (x-3)^2 \cdot (x+1)\) gegeben. Bestimme den Grad von \(f\) und die Anzahl ihrer Extremstellen. Begründe deine Antwort.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Bedingung an die erste Ableitung für eine Extremstelle erfüllt sein muss. - Wie hängen der Grad einer Funktion und der Grad ihrer Ableitung zusammen? - Wie viele Nullstellen kann ein Polynom eines bestimmten Grades maximal haben? - Bedenke den Unterschied zwischen einer bloßen Nullstelle der Ableitung und einer tatsächlichen Extremstelle. Welches Kriterium muss zusätzlich erfüllt sein?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für eine Extremstelle ist \(f'(x) = 0\). 2. Der Grad der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(n\)-ten Grades ist \(n-1\). 3. Ein Polynom vom Grad \(n-1\) besitzt höchstens \(n-1\) reelle Nullstellen. Da jede Extremstelle eine Nullstelle von \(f'\) sein muss, kann die Anzahl der Extremstellen den Wert \(n-1\) nicht überschreiten. 4. Die Funktion \(f'(x) = (x-3)^2 \cdot (x+1)\) ist ein Produkt aus einem quadratischen und einem linearen Term, hat also den Grad \(2 + 1 = 3\). Da der Grad der Ableitung um 1 niedriger ist als der von \(f\), hat die Funktion \(f\) den Grad 4. 5. Die Nullstellen von \(f'\) sind \(x_1 = 3\) (doppelte Nullstelle) und \(x_2 = -1\) (einfache Nullstelle). 6. Eine Extremstelle liegt nur vor, wenn an der Nullstelle der Ableitung ein Vorzeichenwechsel (VZW) stattfindet. Dies ist bei \(x_2 = -1\) (ungerade Vielfachheit) der Fall, jedoch nicht bei \(x_1 = 3\) (gerade Vielfachheit, Berührpunkt). 7. Somit besitzt die Funktion \(f\) genau eine Extremstelle.

Antwort

a) Da \(f'\) den Grad \(n-1\) hat und somit maximal \(n-1\) Nullstellen besitzen kann, folgt aus der notwendigen Bedingung \(f'(x)=0\), dass es höchstens \(n-1\) Extremstellen geben kann. b) Der Grad von \(f\) ist 4. Die Funktion hat genau eine Extremstelle (bei \(x = -1\)), da nur dort ein Vorzeichenwechsel der Ableitungsfunktion vorliegt.
42259311
Die Funktion \(h\) beschreibt die Höhe einer Sonnenblume (in \(\text{cm}\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Tagen seit der Keimung). Wähle jeweils alle Kärtchen aus, die zusammen eine hinreichende mathematische Beschreibung der folgenden Situationen liefern. (1) Nach 12 Tagen ist die Pflanze \(80\,\text{cm}\) hoch. (2) Nach 6 Tagen besitzt die positive Wachstumsrate ein lokales Maximum. (3) Nach 25 Tagen besitzt die Höhe mit \(160\,\text{cm}\) ein lokales Maximum. Kärtchen: A: \(h(12)=80\) B: \(h''(6)=0\) C: \(h(25)=160\) D: \(h'(25)=0\) E: \(h''(25)<0\) F: \(h'(6)>0\) G: \(h'''(6)<0\)

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einem Funktionswert, einer Wachstumsrate und einem Extremum der Wachstumsrate. - Welche Ableitung spielt jeweils die Rolle der „Funktion“, deren lokales Maximum betrachtet wird? - Achte darauf, dass hier hinreichende Bedingungskombinationen gesucht sind, nicht alle logisch notwendigen Bedingungen.

Lösung

1. Für (1) beschreibt \(h(12)=80\) die angegebene Höhe direkt. Daher genügt Kärtchen A. 2. Ein lokales Maximum der Wachstumsrate \(h'\) ist durch \(h''(6)=0\) und \(h'''(6)<0\) hinreichend gesichert. Da ausdrücklich eine positive Wachstumsrate gefordert ist, kommt \(h'(6)>0\) hinzu. Daher passen B, F und G. 3. Für den lokalen Hochpunkt mit der vorgegebenen Höhe liefern \(h(25)=160\), \(h'(25)=0\) und \(h''(25)<0\) zusammen eine hinreichende Beschreibung. Daher passen C, D und E.

Antwort

(1): A (2): B, F, G (3): C, D, E
42259411
Ein mathematisches Modell beschreibt die Flughöhe \(H\) einer Drohne (in \(\text{m}\)) in Abhängigkeit von der Flugzeit \(t\) (in Sekunden). Ordne den folgenden Situationen jeweils die Kärtchen zu, die zusammen eine hinreichende mathematische Beschreibung liefern. Situation (1): Nach 10 Sekunden sinkt die Drohne lokal am schnellsten. Situation (2): Nach 30 Sekunden erreicht die Drohne eine lokale maximale Flughöhe von \(120\,\text{m}\). Kärtchen: A: \(H(30)=120\) B: \(H'(30)=0\) C: \(H''(30)<0\) D: \(H''(10)=0\) E: \(H'(10)<0\) F: \(H'''(10)>0\)

Denkanstöße

- Welche Funktion beschreibt die Vertikalgeschwindigkeit der Drohne? - Übersetze „lokal am schnellsten sinken“ in ein lokales Minimum dieser Geschwindigkeitsfunktion. - Gesucht sind hinreichende Bedingungskombinationen; sie müssen die jeweilige Situation sicherstellen, aber nicht logisch notwendig sein.

Lösung

1. „Lokal am schnellsten sinken“ bedeutet, dass die Vertikalgeschwindigkeit \(H'\) dort ein lokales Minimum besitzt und negativ ist. Die Kombination \(H''(10)=0\), \(H'''(10)>0\) und \(H'(10)<0\) ist dafür hinreichend. Somit passen D, E und F. 2. Für einen lokalen Hochpunkt der Flughöhe mit dem vorgegebenen Wert ist die Kombination \(H(30)=120\), \(H'(30)=0\) und \(H''(30)<0\) hinreichend. Somit passen A, B und C.

Antwort

(1): D, E, F (2): A, B, C
42265111
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über eine ganzrationale Funktion \(f\) wahr oder falsch sind. Begründe eine falsche Aussage durch ein Gegenbeispiel. a) Jede ganzrationale Funktion vierten Grades hat mindestens eine Nullstelle. b) Jede ganzrationale Funktion dritten Grades hat mindestens eine Extremstelle. c) Jede ganzrationale Funktion dritten Grades besitzt genau eine Wendestelle.

Denkanstöße

- Welche Endformen können ganzrationale Funktionen geraden Grades haben, ohne die \(x\)-Achse zu schneiden? - Eine Nullstelle von \(f'\) reicht nicht automatisch für eine Extremstelle. Was passiert bei \(x^3\)? - Welchen Grad hat \(f''\) bei einer Funktion dritten Grades?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Zum Beispiel besitzt \(f(x)=x^4+1\) keine Nullstelle, da \(f(x)\ge1\) für alle \(x\in\mathbb{R}\) gilt. 2. Aussage b) ist falsch. Für \(f(x)=x^3\) gilt \(f'(x)=3x^2\). Zwar ist \(f'(0)=0\), aber \(f'\) wechselt dort nicht das Vorzeichen; bei \(x=0\) liegt ein Terrassenpunkt und keine Extremstelle vor. 3. Aussage c) ist wahr. Für \(f(x)=ax^3+bx^2+cx+d\) mit \(a\neq0\) ist \(f''(x)=6ax+2b\) eine lineare Funktion mit genau einer Nullstelle. Da eine nichtkonstante lineare Funktion dort ihr Vorzeichen wechselt, besitzt \(f\) genau eine Wendestelle.

Antwort

a) Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=x^4+1\) b) Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=x^3\) c) Wahr
42266311
Untersuche die folgenden Aussagen über ganzrationale Funktionen auf ihren Wahrheitsgehalt. Begründe jeweils durch eine mathematische Überlegung oder ein passendes Gegenbeispiel. a) Jede ganzrationale Funktion dritten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle. b) Es gibt ganzrationale Funktionen vierten Grades, die genau drei lokale Extremstellen besitzen. c) Eine ganzrationale Funktion vierten Grades kann höchstens zwei Wendestellen haben.

Denkanstöße

- Prüfe bei a), ob die quadratische Ableitung einer kubischen Funktion überhaupt reelle Nullstellen haben muss. - Für b) genügt ein Beispiel, dessen erste Ableitung drei einfache Nullstellen besitzt. - Welchen Grad hat die zweite Ableitung einer Funktion vierten Grades?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Für \(f(x)=x^3+x\) gilt \(f'(x)=3x^2+1>0\) für alle \(x\), also besitzt \(f\) keine lokale Extremstelle. Auch \(x^3\) zeigt, dass eine stationäre Stelle nicht zwingend eine Extremstelle ist: Bei \(x=0\) liegt ein Terrassenpunkt vor. 2. Aussage b) ist wahr. Für \(f(x)=x^4-2x^2\) gilt \(f'(x)=4x(x-1)(x+1)\). An den drei einfachen Nullstellen \(-1\), \(0\) und \(1\) wechselt \(f'\) jeweils das Vorzeichen, also besitzt \(f\) genau drei lokale Extremstellen. 3. Aussage c) ist wahr. Bei einer Funktion vierten Grades ist \(f''\) quadratisch und besitzt höchstens zwei reelle Nullstellen. Da jede Wendestelle die notwendige Bedingung \(f''(x)=0\) erfüllt, sind höchstens zwei Wendestellen möglich.

Antwort

a) Falsch b) Wahr c) Wahr
42277911
Gib für die folgenden zwei Fälle jeweils einen Term einer ganzrationalen Funktion \(f\) mit der Definitionsmenge \(D = \mathbb{R}\) an, die an der Stelle \(x_0 = 5\) ein lokales Minimum besitzt. a) Das Minimum lässt sich durch die Bedingungen \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) > 0\) nachweisen. b) Das Minimum lässt sich nicht über die zweite Ableitung nachweisen, da \(f''(5) = 0\) gilt. Weise für deinen gewählten Term mithilfe eines anderen Kriteriums nach, dass tatsächlich ein Minimum vorliegt.

Denkanstöße

- Welche einfache Funktionsart hat immer einen Tiefpunkt? Wie kannst du diese so verschieben, dass der Tiefstelle bei \(x = 5\) liegt? - Was passiert mit der zweiten Ableitung an der Extremstelle, wenn du höhere gerade Potenzen wie \(x^4\) verwendest? - Wenn die zweite Ableitung null ist, welches andere Kriterium kennst du, um die Art eines Punktes mit waagerechter Tangente zu bestimmen? - Überlege dir, wie sich die Steigung kurz vor und kurz nach einem Tiefpunkt verhalten muss.

Lösung

1. Für Teilaufgabe a) eignet sich eine Parabel mit dem Scheitelpunkt bei \(x = 5\). Ein möglicher Term ist \(f(x) = (x-5)^2\). Die Ableitungen lauten \(f'(x) = 2(x-5)\) und \(f''(x) = 2\). Es gilt \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) = 2 > 0\), womit die hinreichende Bedingung für ein lokales Minimum erfüllt ist. 2. Für Teilaufgabe b) kann eine Funktion vierter Ordnung gewählt werden, zum Beispiel \(f(x) = (x-5)^4\). Die Ableitungen sind \(f'(x) = 4(x-5)^3\) und \(f''(x) = 12(x-5)^2\). Hier gilt \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) = 0\), weshalb die zweite Ableitung keine Aussage liefert. 3. Zum Nachweis des Minimums wird das Vorzeichenwechselkriterium der ersten Ableitung genutzt: Für \(x < 5\) ist der Faktor \((x-5)^3\) negativ, also \(f'(x) < 0\). Für \(x > 5\) ist \((x-5)^3\) positiv, also \(f'(x) > 0\). Der Vorzeichenwechsel von \(-\) nach \(+\) an der Stelle \(x = 5\) bestätigt das lokale Minimum.

Antwort

a) z. B. \(f(x) = (x-5)^2\) b) z. B. \(f(x) = (x-5)^4\). Der Nachweis erfolgt über den Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung \(f'(x) = 4(x-5)^3\) von Minus nach Plus an der Stelle \(x = 5\).
42278011
Gegeben sind die Funktionen \(f(x)=(x-1)^2+3\), \(g(x)=(x-1)^3+3\) und \(h(x)=(x-1)^4+3\). Alle drei Graphen haben bei \(x_0=1\) eine waagerechte Tangente. a) Entscheide mithilfe der zweiten Ableitung, bei welcher Funktion an \(x_0=1\) ein lokales Extremum nachgewiesen werden kann. Gib die Art des Extremums an. b) Erkläre für die übrigen Funktionen, warum die zweite Ableitung bei \(x_0=1\) keine Entscheidung ermöglicht, und bestimme die Art des Punktes mit einem anderen geeigneten Kriterium.

Denkanstöße

- Berechne für jede Funktion \(f'\) und \(f''\) an der Stelle \(x=1\). - Wenn \(f''(x_0)=0\) ist, entscheidet dieses Kriterium nicht über ein Extremum. - Untersuche dann das Vorzeichen der ersten Ableitung links und rechts von \(x=1\). - Falls kein Extremum vorliegt: Wechselt die zweite Ableitung dort ihr Vorzeichen?

Lösung

1. Es gilt \(f'(x)=2(x-1)\) und \(f''(x)=2\). Daher ist \(f''(1)=2>0\), also besitzt \(f\) bei \(x=1\) ein lokales Minimum. 2. Für \(g\) gilt \(g'(x)=3(x-1)^2\) und \(g''(x)=6(x-1)\). Damit ist \(g''(1)=0\), sodass das Kriterium mit der zweiten Ableitung keine Extremumsklassifikation liefert. Da \(g'\) links und rechts von \(1\) positiv bleibt, liegt kein Extremum vor. Zugleich wechselt \(g''\) bei \(x=1\) von negativ zu positiv; daher ist \(x=1\) eine Wendestelle. Wegen \(g'(1)=0\) liegt ein Terrassenpunkt vor. 3. Für \(h\) gilt \(h'(x)=4(x-1)^3\) und \(h''(x)=12(x-1)^2\). Auch hier ist \(h''(1)=0\). Die erste Ableitung wechselt jedoch bei \(x=1\) von negativ zu positiv, also besitzt \(h\) dort ein lokales Minimum.

Antwort

a) Bei \(f\) liegt bei \(x=1\) ein lokales Minimum vor. b) Bei \(g\) liegt ein Terrassenpunkt vor; bei \(h\) ein lokales Minimum.
42283711
Gib die Gleichung einer ganzrationalen Funktion \(f\) an, die bei \(x=-3\) eine waagerechte Tangente besitzt, dort jedoch keine lokale Extremstelle aufweist. Der Graph soll durch \(P(-3|2)\) verlaufen. Überprüfe deine Wahl.

Denkanstöße

- Denke an eine einfache ganzrationale Funktion mit waagerechter Tangente, aber ohne Extremstelle. - Wie kannst du einen solchen Graphen so verschieben, dass die besondere Stelle bei \((-3|2)\) liegt? - Überprüfe anschließend Funktionswert und erste Ableitung an \(x=-3\). - Wie verhält sich das Vorzeichen von \(f'\) links und rechts dieser Stelle?

Lösung

1. Ein geeignetes Beispiel erhält man durch Verschieben der Funktion \(x^3\): \(f(x)=(x+3)^3+2\). 2. Es gilt \(f(-3)=2\), also verläuft der Graph durch \(P(-3|2)\). 3. Die erste Ableitung ist \(f'(x)=3(x+3)^2\). Damit gilt \(f'(-3)=0\), also besitzt der Graph dort eine waagerechte Tangente. 4. Da \(f'(x)\ge0\) auf beiden Seiten von \(x=-3\) gilt und kein Vorzeichenwechsel auftritt, liegt dort keine lokale Extremstelle vor. Bei diesem Beispiel ist \(P\) ein Terrassenpunkt.

Antwort

Zum Beispiel \(f(x)=(x+3)^3+2\).
42285711
Gegeben ist eine zweimal stetig differenzierbare Funktion \(f\) auf einem offenen Intervall \(I\). Beurteile die folgenden Aussagen und begründe kurz. a) Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist hinreichend dafür, dass bei \(x_0\) ein lokales Extremum vorliegt. b) Eine notwendige Bedingung für eine Wendestelle bei \(x_0\) ist \(f''(x_0)=0\). c) Wenn \(f''(x_0)<0\) gilt, dann ist der Graph von \(f\) an dieser Stelle linksgekrümmt. d) Gilt \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)\neq0\), so besitzt \(f\) bei \(x_0\) sicher ein lokales Extremum.

Denkanstöße

- Unterscheide bei a) zwischen einer notwendigen und einer hinreichenden Bedingung. - Welche Eigenschaft muss eine stetige zweite Ableitung bei einem Krümmungswechsel besitzen? - Ordne die Vorzeichen von \(f''\) den beiden Krümmungsrichtungen zu. - Welche Aussage liefert das Kriterium mit \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)\neq0\)?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Bei \(f(x)=x^3\) gilt \(f'(0)=0\), aber bei \(x=0\) liegt kein Extremum, sondern ein Terrassenpunkt vor. 2. Aussage b) ist wahr. Bei stetiger zweiter Ableitung setzt ein Krümmungswechsel eine Nullstelle von \(f''\) voraus. 3. Aussage c) ist falsch. Aus \(f''(x_0)<0\) folgt Rechtskrümmung; Linkskrümmung entspricht \(f''(x_0)>0\). 4. Aussage d) ist wahr. Zusammen mit \(f'(x_0)=0\) klassifiziert \(f''(x_0)>0\) die Stelle als lokale Minimalstelle und \(f''(x_0)<0\) als lokale Maximalstelle.

Antwort

a) Falsch b) Wahr c) Falsch d) Wahr
42650211
Untersuche rechnerisch, ob die Funktion \(g(x)=\frac{1}{3}x^3+x^2+x+5\) lokale Extremstellen besitzt. Begründe dein Ergebnis und bestimme die Art der stationären Stelle.

Denkanstöße

- Faktorisiere \(g'\) und untersuche ihr Vorzeichen links und rechts der Nullstelle. - Eine stationäre Stelle ist nicht automatisch eine Extremstelle. - Falls kein Extremum vorliegt, prüfe zusätzlich, ob die Krümmung dort wechselt.

Lösung

1. Es gilt \(g'(x)=x^2+2x+1=(x+1)^2\). Die einzige stationäre Stelle ist \(x=-1\). 2. Da \(g'(x)\ge0\) für alle \(x\) gilt und links sowie rechts von \(-1\) positiv ist, wechselt \(g'\) dort nicht das Vorzeichen. Somit liegt keine lokale Extremstelle vor. 3. Die zweite Ableitung ist \(g''(x)=2x+2\). Sie wechselt bei \(x=-1\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(g\) dort eine Wendestelle. 4. Weil zusätzlich \(g'(-1)=0\) gilt, ist diese Wendestelle ein Terrassenpunkt.

Antwort

Keine lokalen Extremstellen. Bei \(x=-1\) liegt ein Terrassenpunkt vor.
42911211
Gegeben ist \(g(x)=\frac{1}{3}x^3+2x^2+4x-5\). Weise nach, dass \(g\) zwar eine Stelle mit waagerechter Tangente, aber keine lokalen Extremstellen besitzt. Bestimme anschließend die Art des Kurvenpunkts an dieser Stelle.

Denkanstöße

- Faktorisiere \(g'\) und untersuche das Vorzeichen links und rechts ihrer Nullstelle. - Kein Vorzeichenwechsel von \(g'\) schließt eine lokale Extremstelle aus, bestimmt aber noch nicht die Punktart. - Prüfe deshalb zusätzlich, ob \(g''\) an derselben Stelle das Vorzeichen wechselt.

Lösung

1. Es gilt \(g'(x)=x^2+4x+4=(x+2)^2\). Daher ist \(x=-2\) die einzige Stelle mit waagerechter Tangente. 2. Da \(g'(x)\ge0\) gilt und links wie rechts von \(-2\) positiv ist, wechselt \(g'\) dort nicht das Vorzeichen. Somit liegt keine lokale Extremstelle vor. 3. Die zweite Ableitung ist \(g''(x)=2x+4\). Sie wechselt bei \(x=-2\) von negativ zu positiv. Daher liegt dort ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente, also ein Terrassenpunkt, vor.

Antwort

Bei \(x=-2\) liegt keine lokale Extremstelle, sondern ein Terrassenpunkt vor.
42912111
Gegeben ist eine nichtkonstante ganzrationale Funktion \(f\), deren Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist. a) Erkläre mithilfe der allgemeinen Polynomform, warum stets \(f'(0)=0\) gilt. b) Begründe mithilfe der Symmetrie von \(f'\), warum \(f\) bei \(x=0\) keinen Terrassenpunkt besitzen kann.

Denkanstöße

- Welche Exponenten kommen bei einer geraden ganzrationalen Funktion vor? - Welche Symmetrie besitzt die Ableitung einer geraden Funktion? - Was bedeutet diese Symmetrie für die Vorzeichen von \(f'(x)\) und \(f'(-x)\) nahe dem Ursprung?

Lösung

1. Bei einer zur \(y\)-Achse symmetrischen ganzrationalen Funktion treten nur gerade Exponenten auf. Beim Ableiten entstehen daher nur ungerade Potenzen von \(x\), sodass jeder Term von \(f'\) bei \(x=0\) den Wert null hat. Somit gilt \(f'(0)=0\). 2. Die Ableitung einer geraden Funktion ist ungerade, also gilt \(f'(-x)=-f'(x)\). 3. Da \(f\) nicht konstant ist, ist \(f'\) nicht die Nullfunktion. In einer hinreichend kleinen Umgebung von \(0\) wird das Vorzeichen von \(f'\) durch den niedrigsten nichtverschwindenden ungeraden Potenzterm bestimmt. Daher besitzt \(f'\) links und rechts von \(0\) entgegengesetzte Vorzeichen. 4. Somit wechselt \(f\) bei \(x=0\) seine Monotonierichtung und besitzt dort eine lokale Extremstelle. Ein Terrassenpunkt ist daher ausgeschlossen.

Antwort

a) \(f'(0)=0\). b) Wegen der Punktsymmetrie von \(f'\) wechselt \(f'\) bei \(x=0\) das Vorzeichen; daher liegt dort eine Extremstelle und kein Terrassenpunkt vor.
42912311
Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(f\) mit \(f(x)=x^5+2x^3\). a) Weise nach, dass bei \(x_0=0\) die notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle erfüllt ist. b) Untersuche mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums, ob bei \(x_0=0\) ein lokales Extremum vorliegt. Bestimme anschließend die Art des Kurvenpunkts.

Denkanstöße

- Prüfe zuerst nur die notwendige Bedingung \(f'(0)=0\). - Vergleiche danach das Vorzeichen von \(f'\) links und rechts von \(0\). - Für einen Terrassenpunkt brauchst du zusätzlich einen nachgewiesenen Krümmungswechsel.

Lösung

1. Die erste Ableitung ist \(f'(x)=5x^4+6x^2\). Daher gilt \(f'(0)=0\); die notwendige Bedingung ist erfüllt. 2. Für alle \(x\neq0\) gilt \(f'(x)>0\). Deshalb wechselt \(f'\) bei \(x=0\) nicht das Vorzeichen und es liegt kein lokales Extremum vor. 3. Die zweite Ableitung ist \(f''(x)=20x^3+12x=4x(5x^2+3)\). Da \(5x^2+3>0\) gilt, wechselt \(f''\) bei \(x=0\) von negativ zu positiv. Somit liegt dort eine Wendestelle mit waagerechter Tangente, also ein Terrassenpunkt, vor.

Antwort

a) \(f'(0)=0\). b) Kein lokales Extremum; bei \(x=0\) liegt ein Terrassenpunkt vor.
42912411
Die Funktion \(g\) ist gegeben durch \(g(x)=x^4-2x^3\). Bei \(x=0\) besitzt ihr Graph eine waagerechte Tangente. Zeige rechnerisch, dass dort trotz der erfüllten notwendigen Bedingung keine lokale Extremstelle vorliegt. Bestimme anschließend die Art des Kurvenpunkts bei \(x=0\).

Denkanstöße

- Faktorisiere \(g'\), um ihr Vorzeichen in einer kleinen Umgebung von \(0\) zu untersuchen. - Kein Vorzeichenwechsel von \(g'\) schließt eine lokale Extremstelle aus. - Prüfe anschließend, ob \(g''\) bei derselben Stelle das Vorzeichen wechselt.

Lösung

1. Es gilt \(g'(x)=4x^3-6x^2=2x^2(2x-3)\), also \(g'(0)=0\). 2. In einer Umgebung von \(0\) ist \(2x-3<0\), während \(2x^2>0\) für \(x\neq0\) gilt. Daher ist \(g'(x)\) links und rechts von \(0\) negativ. Es gibt keinen Vorzeichenwechsel und somit keine lokale Extremstelle. 3. Die zweite Ableitung ist \(g''(x)=12x^2-12x=12x(x-1)\). Für kleine negative \(x\) ist \(g''(x)>0\), für kleine positive \(x\) ist \(g''(x)<0\). Die Krümmung wechselt also bei \(x=0\). 4. Zusammen mit \(g'(0)=0\) folgt, dass bei \(x=0\) ein Terrassenpunkt vorliegt.

Antwort

Bei \(x=0\) liegt keine lokale Extremstelle, sondern ein Terrassenpunkt vor.
42912711
Gegeben ist die abschnittsweise definierte Funktion \(f\) mit: \(f(x) = \begin{cases} x^2 + 1 & \text{für } x \ge 0 \\ x & \text{für } x < 0 \end{cases}\) Begründe unter Verwendung der Definition einer lokalen Extremstelle, weshalb der Graph von \(f\) an der Stelle \(x = 0\) kein lokales Extremum besitzt.

Denkanstöße

- Was bedeutet es anschaulich, wenn ein Punkt ein „Gipfel“ (Maximum) oder ein „Tal“ (Minimum) ist? - Vergleiche den Funktionswert an der Stelle \(x = 0\) mit Werten, die ganz nah links und ganz nah rechts davon liegen. - Kann ein Punkt eine Extremstelle sein, wenn es in seiner unmittelbaren Nähe sowohl größere als auch kleinere Werte gibt? - Untersuche die beiden Teilfunktionen separat für Werte nahe Null.

Lösung

1. Funktionswert an der Stelle bestimmen: Es gilt \(f(0) = 0^2 + 1 = 1\). 2. Umgebung rechts von \(0\) betrachten: Für alle \(x > 0\) gilt \(f(x) = x^2 + 1\). Da \(x^2 > 0\) für \(x \neq 0\), ist \(f(x) > 1\) für alle \(x > 0\). In jeder Rechtsumgebung von \(0\) gibt es also Werte, die größer als \(f(0)\) sind. 3. Umgebung links von \(0\) betrachten: Für alle \(x < 0\) gilt \(f(x) = x\). Da \(x < 0\), ist \(f(x) < 0\) und damit insbesondere \(f(x) < 1\). In jeder Linksumgebung von \(0\) gibt es also Werte, die kleiner als \(f(0)\) sind. 4. Schlussfolgerung: Da in jeder noch so kleinen Umgebung um \(x = 0\) sowohl Funktionswerte existieren, die größer als \(f(0)\) sind, als auch Funktionswerte, die kleiner als \(f(0)\) sind, kann \(f(0)\) weder ein lokales Maximum noch ein lokales Minimum sein. Somit liegt bei \(x = 0\) keine Extremstelle vor.

Antwort

An der Stelle \(x = 0\) ist \(f(0) = 1\). Für \(x > 0\) sind die Funktionswerte stets größer als \(1\) (\(x^2 + 1 > 1\)), während sie für \(x < 0\) stets kleiner als \(1\) sind (da \(x < 0\)). Da in jeder Umgebung von \(x = 0\) sowohl größere als auch kleinere Werte als \(f(0)\) vorkommen, liegt laut Definition kein lokales Extremum vor.
42912911
Beurteile die folgenden Aussagen über Funktionen und ihre Extrema. Begründe deine Entscheidung jeweils kurz oder widerlege die Aussage durch ein geeignetes Gegenbeispiel. (1) Eine Funktion, die auf ihrem gesamten Definitionsbereich \(\mathbb{R}\) streng monoton zunehmend ist, besitzt keine Extremstellen. (2) Für jede differenzierbare Funktion gilt: Wenn \(f'(x_0)=0\) ist, dann liegt an der Stelle \(x_0\) eine Extremstelle vor. (3) Eine Funktion kann auf einem offenen Intervall \((a;b)\) kein globales Maximum besitzen. (4) Jede lokale Extremstelle einer differenzierbaren Funktion im Inneren ihres Definitionsbereichs ist eine Nullstelle der ersten Ableitung.

Denkanstöße

- Prüfe bei jeder Aussage zuerst, ob sie eine notwendige oder eine hinreichende Bedingung behauptet. - Suche für falsche Aussagen nach möglichst einfachen ganzrationalen Gegenbeispielen. - Beachte bei globalen Extrema, ob der betreffende Punkt tatsächlich zum offenen Intervall gehört. - Nutze bei der strengen Monotonie die Definition über die Reihenfolge von Funktionswerten, nicht eine vermeintliche Bedingung \(f'>0\) an jeder Stelle.

Lösung

1. Aussage (1) ist wahr. Bei strenger Monotonie gilt für \(x_1<x_2\) stets \(f(x_1)<f(x_2)\). Daher kann kein innerer Punkt ein lokales Maximum oder Minimum sein; auf \(\mathbb{R}\) gibt es auch kein globales Extremum. 2. Aussage (2) ist falsch. Bei \(f(x)=x^3\) gilt \(f'(0)=0\), aber \(x=0\) ist keine Extremstelle. Der Graph besitzt dort einen Terrassenpunkt. 3. Aussage (3) ist falsch. Die Funktion \(f(x)=-x^2\) besitzt auf \((-1;1)\) bei \(x=0\) ein globales Maximum. 4. Aussage (4) ist wahr. Liegt bei einer im inneren Punkt \(x_0\) differenzierbaren Funktion ein lokales Extremum vor, so gilt notwendig \(f'(x_0)=0\).

Antwort

(1) Wahr (2) Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=x^3\) bei \(x=0\) (3) Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=-x^2\) auf \((-1;1)\) (4) Wahr
42913011
Prüfe die folgenden mathematischen Formulierungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Gib eine kurze Begründung oder ein Gegenbeispiel an. (1) Wenn eine Funktion \(f\) auf einem abgeschlossenen Intervall \([a; b]\) stetig und streng monoton abnehmend ist, dann ist der Randpunkt \(x = a\) ein globales Maximum. (2) Es gibt Funktionen, bei denen ein lokaler Hochpunkt einen kleineren Funktionswert hat als ein lokaler Tiefpunkt derselben Funktion. (3) Jede stetige Funktion besitzt auf einem abgeschlossenen Intervall \([a; b]\) sowohl ein globales Maximum als auch ein globales Minimum.

Denkanstöße

- Skizziere dir Verläufe von Graphen, die mehrfach steigen und fallen. Kann ein lokales „Tal“ weiter oben liegen als ein entfernter lokaler „Berg“? - Was passiert am linken Rand eines Intervalls, wenn eine Funktion streng monoton fällt? - Welche Voraussetzungen benötigt der Satz vom Maximum und Minimum?

Lösung

1. Wahr. Da die Funktion streng monoton fällt, gilt für alle \(x > a\), dass \(f(a) > f(x)\). Somit ist der linke Randwert der größte Wert im Intervall. 2. Wahr. Dies ist bei Funktionen möglich, die mehrere lokale Extrema auf unterschiedlichen Niveaus besitzen. Ein lokaler Hochpunkt muss nur gegenüber seiner unmittelbaren Umgebung höher liegen; sein Funktionswert kann daher kleiner sein als der eines entfernten lokalen Tiefpunkts. 3. Wahr. Dies entspricht dem Satz vom Maximum und Minimum (Weierstraß): Eine stetige Funktion nimmt auf einem kompakten Intervall ihren maximalen und ihren minimalen Funktionswert an.

Antwort

(1) Wahr. (2) Wahr. (3) Wahr (Satz vom Maximum und Minimum).
42915311
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = (x - 5)^4 + 3\). a) Bestimme die erste Ableitung \(f'(x)\) und berechne die Stelle \(x_0\) mit waagerechter Tangente. b) Weise mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums der ersten Ableitung nach, dass an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum vorliegt. c) Berechne den Wert der zweiten Ableitung an der Stelle \(x_0\). d) Beurteile anhand deiner Ergebnisse, ob die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) eine notwendige Voraussetzung für die Existenz eines lokalen Extrempunktes ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn eine Tangente waagerecht verläuft? - Wie verhält sich die Steigung kurz vor und kurz nach einem Tiefpunkt? - Überlege dir den Unterschied: Muss etwas gelten (notwendig) oder reicht es aus, wenn es gilt (hinreichend)? - Betrachte das Ergebnis der zweiten Ableitung im Vergleich zur tatsächlichen Art des Punktes.

Lösung

1. Erste Ableitung bilden: \(f'(x) = 4(x - 5)^3\). Die Bedingung für eine waagerechte Tangente \(f'(x) = 0\) führt auf \(x_0 = 5\). 2. Vorzeichenwechsel prüfen: Für \(x < 5\) (z. B. \(x = 4\)) gilt \(f'(4) = 4 \cdot (-1)^3 = -4 < 0\). Für \(x > 5\) (z. B. \(x = 6\)) gilt \(f'(6) = 4 \cdot 1^3 = 4 > 0\). Da ein Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus vorliegt, ist \(x_0 = 5\) eine lokale Minimalstelle. 3. Zweite Ableitung bilden: \(f''(x) = 12(x - 5)^2\). Einsetzen von \(x_0 = 5\) ergibt \(f''(5) = 12 \cdot (5 - 5)^2 = 0\). 4. Da an der Stelle \(x_0 = 5\) ein Minimum vorliegt, aber \(f''(5) = 0\) gilt, ist die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) nicht notwendig. Ein Extrempunkt kann also auch dann existieren, wenn die zweite Ableitung an dieser Stelle Null ist.

Antwort

a) \(f'(x) = 4(x - 5)^3\); \(x_0 = 5\) b) \(f'(4) = -4 < 0\) und \(f'(6) = 4 > 0\); Vorzeichenwechsel von \(-\) nach \(+\) bestätigt ein Minimum. c) \(f''(5) = 0\) d) Nein, die Bedingung ist nicht notwendig, da trotz \(f''(x_0) = 0\) ein Extrempunkt vorliegt.
42915511
Beurteile die folgenden Aussagen über lokale Extrema einer differenzierbaren Funktion \(f\). Begründe jeweils kurz oder gib ein passendes Gegenbeispiel an. 1. Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist hinreichend für ein lokales Extremum bei \(x_0\). 2. Wenn \(f\) bei \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt, dann muss \(f''(x_0)\neq0\) gelten. 3. Ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) bei \(x_0\) ist hinreichend für ein lokales Extremum.

Denkanstöße

- Unterscheide notwendige und hinreichende Bedingungen. - Prüfe die ersten beiden Aussagen an einfachen Potenzfunktionen mit besonders flachem Verlauf im Ursprung. - Übersetze bei Aussage 3 einen Vorzeichenwechsel von \(f'\) in einen Wechsel der Monotonierichtung von \(f\).

Lösung

1. Aussage 1 ist falsch. Für \(f(x)=x^3\) gilt \(f'(0)=0\), aber bei \(x=0\) liegt ein Terrassenpunkt und kein lokales Extremum vor. 2. Aussage 2 ist falsch. Für \(f(x)=x^4\) liegt bei \(x=0\) ein lokales Minimum vor, obwohl \(f''(0)=0\) gilt. 3. Aussage 3 ist wahr. Wechselt \(f'\) von positiv zu negativ, liegt eine lokale Maximalstelle vor; wechselt \(f'\) von negativ zu positiv, liegt eine lokale Minimalstelle vor.

Antwort

1. Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=x^3\) 2. Falsch; Gegenbeispiel \(f(x)=x^4\) 3. Wahr
42915611
Bei der Untersuchung von Wendepunkten einer Funktion \(f\) werden verschiedene mathematische Kriterien genutzt. a) Formuliere die folgende Aussage in der „Wenn-dann-Form“: „\(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\) sind hinreichend für einen Wendepunkt an der Stelle \(x_0\).“ b) Überprüfe mithilfe der Funktion \(f(x) = x^4\), ob die Bedingung \(f''(x_0) = 0\) eine hinreichende Bedingung für einen Wendepunkt ist. c) Begründe, warum für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion die Bedingung \(f''(x_0) = 0\) notwendig ist, damit an der Stelle \(x_0\) ein Wendepunkt vorliegen kann.

Denkanstöße

- Wie ist ein Wendepunkt über das Krümmungsverhalten des Graphen definiert? - Überlege dir, ob aus der Erfüllung einer Bedingung (Prämisse) zwingend die Schlussfolgerung (Wendepunkt) folgt. - Untersuche das Vorzeichen der zweiten Ableitung von \(f(x) = x^4\) links und rechts der Stelle \(x = 0\). - Was muss mathematisch passieren, damit ein Wert von positiv nach negativ wechseln kann?

Lösung

1. Die Wenn-dann-Form lautet: „Wenn für eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) die Bedingungen \(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\) erfüllt sind, dann besitzt der Graph von \(f\) an dieser Stelle einen Wendepunkt.“ Da die Erfüllung dieser Bedingungen die Existenz des Wendepunkts garantiert, handelt es sich um eine hinreichende Bedingung. 2. Die Ableitungen von \(f(x) = x^4\) lauten \(f'(x) = 4x^3\) und \(f''(x) = 12x^2\). An der Stelle \(x_0 = 0\) gilt \(f''(0) = 0\). Da der Graph dort jedoch einen Tiefpunkt besitzt und die Krümmung links und rechts der Nullstelle positiv bleibt (\(f''(x) > 0\) für \(x \neq 0\)), findet kein Krümmungswechsel statt. Somit ist \(f''(x_0) = 0\) nicht hinreichend. 3. Ein Wendepunkt ist definiert als eine Stelle mit Vorzeichenwechsel des Krümmungsverhaltens. Da die zweite Ableitung die Krümmung repräsentiert und hier stetig ist, muss sie an der Stelle des Übergangs den Wert null annehmen. Somit ist \(f''(x_0) = 0\) eine notwendige Bedingung für die Existenz eines Wendepunkts.

Antwort

a) Wenn \(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\), dann liegt ein Wendepunkt vor. b) Nicht hinreichend, da \(f(x) = x^4\) bei \(x=0\) die Bedingung \(f''(0)=0\) erfüllt, aber einen Tiefpunkt (keinen Wendepunkt) hat. c) Notwendig, da ein Vorzeichenwechsel der stetigen zweiten Ableitung eine Nullstelle voraussetzt.
42916311
Gegeben sind die Ableitungsfunktionen \(f'\), \(g'\) und \(h'\) dreier Funktionen \(f\), \(g\) und \(h\): \(f'(x) = x^2 - 4x + 3\) \(g'(x) = -2(x - 1)(x - 3)\) \(h'(x) = (x - 2)(x - 1)(x - 3)\) 1. Zeige rechnerisch, dass die Funktionen \(f\) und \(g\) dieselben Extremstellen besitzen. 2. Weise nach, dass die Funktion \(h\) an diesen Stellen ebenfalls lokale Extremstellen hat. 3. Bestimme die Lage der zusätzlichen Extremstelle von \(h\) und gib deren Art (lokales Maximum oder Minimum) an.

Denkanstöße

- Was muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du anhand der Ableitungsfunktion feststellen, ob an einer Nullstelle tatsächlich ein Hoch- oder Tiefpunkt vorliegt? - Untersuche die Faktoren der Funktionsausdrücke – was verraten sie dir über die Nullstellen? - Überlege dir, wie sich das Vorzeichen der Ableitung links und rechts von einer Nullstelle verhält.

Lösung

1. Die Nullstellen der Ableitungen werden bestimmt: Für \(f'(x) = x^2 - 4x + 3 = (x-1)(x-3)\) ergeben sich die Nullstellen \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 3\). Da es sich um einfache Nullstellen handelt, findet jeweils ein Vorzeichenwechsel (VZW) statt, sodass bei \(x=1\) und \(x=3\) Extremstellen vorliegen. Für \(g'(x) = -2(x-1)(x-3)\) ergeben sich dieselben Nullstellen mit VZW, also dieselben Extremstellen. 2. Die Ableitung \(h'(x) = (x-2)(x-1)(x-3)\) besitzt die Nullstellen \(x_1 = 1\), \(x_2 = 2\) und \(x_3 = 3\). Da alle Faktoren einfache Nullstellen sind, findet an jeder dieser Stellen ein VZW statt. Somit hat \(h\) ebenfalls Extremstellen bei \(x=1\) und \(x=3\). 3. Die zusätzliche Extremstelle von \(h\) liegt bei \(x = 2\). Die Art wird durch das VZW-Kriterium bestimmt: Für \(x < 2\) (z. B. \(x=1{,}5\)) ist \(h'(1{,}5) = (-0{,}5) \cdot (0{,}5) \cdot (-1{,}5) = 0{,}375 > 0\). Für \(x > 2\) (z. B. \(x=2{,}5\)) ist \(h'(2{,}5) = (0{,}5) \cdot (1{,}5) \cdot (-0{,}5) = -0{,}375 < 0\). Da ein VZW von Plus nach Minus vorliegt, hat \(h\) bei \(x = 2\) ein lokales Maximum.

Antwort

1. Beide Funktionen \(f\) und \(g\) haben Extremstellen bei \(x = 1\) und \(x = 3\). 2. Die Funktion \(h\) hat an den Stellen \(x = 1\) und \(x = 3\) ebenfalls einfache Nullstellen mit Vorzeichenwechsel in der Ableitung. 3. Die zusätzliche Extremstelle von \(h\) liegt bei \(x = 2\). Es handelt sich um ein lokales Maximum.
42916411
Eine Funktion \(k\) besitzt die Ableitungsfunktion \(k'(x)=(x-4)(x+1)^2\). 1. Bestimme alle Stellen, an denen die Tangente an den Graphen von \(k\) waagerecht verläuft. 2. Untersuche mit dem Vorzeichenwechselkriterium, an welcher dieser Stellen ein lokales Extremum vorliegt, und gib dessen Art an. 3. Begründe, warum an der anderen Stelle kein Extremum vorliegt, und bestimme die besondere Punktart.

Denkanstöße

- Waagerechte Tangenten liegen an Nullstellen von \(k'\). - Vergleiche das Vorzeichen von \(k'\) links und rechts jeder Nullstelle. - Wenn kein Extremum vorliegt, prüfe zusätzlich, ob \(k''\) dort das Vorzeichen wechselt.

Lösung

1. Aus \(k'(x)=0\) folgen \(x=4\) und \(x=-1\). 2. Bei \(x=4\) wechselt \(k'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(k\) dort eine lokale Minimalstelle. 3. Bei \(x=-1\) bleibt \(k'\) auf beiden Seiten negativ, weil die Nullstelle durch den quadratischen Faktor \((x+1)^2\) gerade Vielfachheit besitzt. Somit liegt dort keine Extremstelle vor. 4. Es gilt \(k''(x)=3x^2-4x-7=(3x-7)(x+1)\). Bei \(x=-1\) wechselt \(k''\) von positiv zu negativ. Daher liegt dort eine Wendestelle mit waagerechter Tangente, also eine Terrassenstelle, vor.

Antwort

1. Waagerechte Tangenten bei \(x=-1\) und \(x=4\). 2. Lokale Minimalstelle bei \(x=4\). 3. Terrassenstelle bei \(x=-1\).
42920511
Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen über eine ganzrationale Funktion \(f\). Begründe deine Antwort jeweils durch eine mathematische Argumentation. a) Wenn der Graph von \(f\) zwei lokale Minimalstellen besitzt, dann muss zwischen diesen mindestens eine lokale Maximalstelle liegen. b) Jede ganzrationale Funktion vierten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie der Graph verlaufen muss, wenn er von einem tiefen Punkt zu einem anderen tiefen Punkt führt. - Betrachte das Grenzverhalten (Globalverhalten) von Funktionen mit geradem Grad. - Was wissen wir über die Anzahl der Nullstellen der Ableitungsfunktion bei Funktionen vierten Grades?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Seien \(x_1 < x_2\) zwei lokale Minimalstellen. Auf dem abgeschlossenen Intervall \([x_1; x_2]\) nimmt die stetige Funktion \(f\) ein Maximum an. Dieses Maximum wird im Inneren des Intervalls angenommen; falls auf einem Teilintervall ein konstanter Maximalwert vorliegt, sind dessen innere Punkte ebenfalls lokale Maximalstellen. Somit liegt zwischen den beiden lokalen Minimalstellen mindestens eine lokale Maximalstelle. 2. Aussage b) ist wahr. Der Graph einer ganzrationalen Funktion vierten Grades \(f(x) = ax^4 + bx^3 + cx^2 + dx + e\) verläuft für \(x \to \pm \infty\) entweder beidseitig gegen \(+\infty\) (für \(a > 0\)) oder beidseitig gegen \(-\infty\) (für \(a < 0\)). Folglich muss die Funktion aufgrund ihrer Stetigkeit ein globales Minimum (bzw. Maximum) besitzen. An dieser Stelle ist die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) erfüllt und es liegt ein Vorzeichenwechsel der Ableitung vor, also eine Extremstelle.

Antwort

a) Wahr. Zwischen zwei lokalen Minima muss der Graph steigen und wieder fallen, was ein lokales Maximum erzwingt. b) Wahr. Funktionen mit geradem Grad besitzen immer ein globales Extremum (Minimum oder Maximum) und damit mindestens eine Extremstelle.
42920711
Gegeben ist die Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) mit \(f'(x) = (x + 3)^5\). a) Bestimme die Nullstelle von \(f'\) und untersuche das Vorzeichen von \(f'\) in einer Umgebung dieser Stelle. b) Entscheide begründet, ob der Graph von \(f\) an dieser Stelle ein lokales Maximum, ein lokales Minimum oder einen Terrassenpunkt besitzt. c) Betrachte nun eine Funktion \(g\) mit der Ableitung \(g'(x) = (x + 3)^k\). Erläutere, wie die Art des besonderen Punktes an der Stelle \(x = -3\) von der Wahl des Exponenten \(k \in \mathbb{N}_{>0}\) abhängt.

Denkanstöße

- Was sagt das Vorzeichen der Ableitung über die Steigung der ursprünglichen Funktion aus? - Überlege dir, wie sich das Vorzeichen einer Potenz verhält, wenn die Basis negativ ist und der Exponent gerade oder ungerade ist. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen einem Vorzeichenwechsel der Ableitung und der Art des Extrempunktes. - Ein Punkt mit waagerechter Tangente, an dem kein Vorzeichenwechsel der Ableitung stattfindet, hat einen speziellen Namen.

Lösung

1. Nullstelle bestimmen: \(f'(x) = 0 \implies (x + 3)^5 = 0 \implies x = -3\). 2. Vorzeichenuntersuchung: Da der Exponent \(5\) ungerade ist, wechselt \((x+3)^5\) an der Stelle \(x = -3\) das Vorzeichen. Für \(x < -3\) ist \(f'(x) < 0\), für \(x > -3\) ist \(f'(x) > 0\). 3. Klassifizierung: Ein Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus bedeutet einen Übergang von fallender zu steigender Monotonie. Somit liegt bei \(x = -3\) ein lokales Minimum vor. 4. Abhängigkeit von \(k\): Ist \(k\) ungerade, wechselt \(g'(x)=(x+3)^k\) von Minus nach Plus; \(g\) besitzt bei \(x=-3\) ein lokales Minimum. Ist \(k\) gerade, gilt \(g'(x) \ge 0\) auf beiden Seiten, sodass kein Extremum vorliegt. Zusätzlich ist \(g''(x)=k(x+3)^{k-1}\). Für gerades \(k\) ist \(k-1\) ungerade, daher wechselt \(g''\) bei \(x=-3\) von Minus nach Plus. Somit liegt ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente, also ein Terrassenpunkt, vor.

Antwort

a) Die Nullstelle liegt bei \(x = -3\). Für \(x < -3\) ist \(f'(x) < 0\), für \(x > -3\) ist \(f'(x) > 0\). b) Es liegt ein lokales Minimum vor. c) Für ungerades \(k\) liegt ein lokales Minimum vor. Für gerades \(k\) liegt kein Extremum, sondern wegen des Vorzeichenwechsels von \(g''\) ein Terrassenpunkt vor.
42921311
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{1}{2}x^4 + \frac{1}{2}x^3 + 10\). Weise rechnerisch nach, dass der Graph der Funktion \(f\) keine lokalen Extrempunkte besitzt.

Denkanstöße

- Was ist die notwendige Bedingung für das Vorliegen eines Extrempunkts? - Wie kannst du die Nullstellen der Ableitungsfunktion bestimmen? - Erinnerst du dich an den Zusammenhang zwischen der Vielfachheit einer Nullstelle der Ableitung und dem Vorliegen eines Extremums? - Was sagt das Vorzeichen der Diskriminante über die Nullstellen eines quadratischen Terms aus?

Lösung

1. Berechnung der ersten Ableitung: \(f'(x) = x^4 - 2x^3 + \frac{3}{2}x^2\). 2. Bestimmung der Nullstellen von \(f'(x)\): Ausklammern ergibt \(x^2 \cdot (x^2 - 2x + 1{,}5) = 0\). 3. Untersuchung der Faktoren: Der erste Faktor \(x^2\) liefert die doppelte Nullstelle \(x_1 = 0\). Der zweite Faktor \(x^2 - 2x + 1{,}5 = 0\) besitzt keine reellen Lösungen, da die Diskriminante \(D = (-2)^2 - 4 \cdot 1 \cdot 1{,}5 = -2\) kleiner als null ist. 4. Überprüfung auf Vorzeichenwechsel: Es gilt \(f'(x) = x^2 \cdot ((x-1)^2 + 0{,}5) \ge 0\) für alle \(x\). Daher findet bei \(x=0\) kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) statt. 5. Da \(x=0\) die einzige stationäre Stelle ist und dort kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt, besitzt \(f\) keine lokalen Extrempunkte.

Antwort

Die erste Ableitung \(f'(x) = x^2(x^2 - 2x + 1{,}5)\) hat lediglich bei \(x = 0\) eine Nullstelle. Da es sich um eine doppelte Nullstelle handelt (quadratischer Faktor), findet dort kein Vorzeichenwechsel statt. Der quadratische Term \(x^2 - 2x + 1{,}5\) hat keine reellen Nullstellen (\(D = -2\)). Somit besitzt \(f\) keinen Extrempunkt.
43236611
Die Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitung \(f'\) (orange) und der zweiten Ableitung \(f''\) (blau) einer Funktion \(f\). Bestimme mithilfe der beiden Graphen alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) lokale Extremstellen besitzt, und gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) oder eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) handelt. Begründe deine Entscheidung mithilfe der notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremstellen.
Abbildung zur Aufgabe 432366

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die erste Ableitung \(f'\) an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du diese Bedingung im Graphen von \(f'\) erkennen? - Welches Kriterium mit der zweiten Ableitung \(f''\) hilft dir zu entscheiden, ob eine Hochstelle oder eine Tiefstelle vorliegt? - Wie liest du den Wert der zweiten Ableitung an den potenziellen Extremstellen aus dem Graphen von \(f''\) ab?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für Extremstellen: Eine lokale Extremstelle kann nur dort vorliegen, wo die erste Ableitung gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Aus dem orangefarbenen Graphen von \(f'\) lassen sich die Nullstellen an den Schnittpunkten mit der \(x\)-Achse ablesen: \(x_1 = -1\) und \(x_2 = 3\). 2. Hinreichende Bedingung für Extremstellen: Wir überprüfen das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''\) an diesen Stellen mithilfe des blauen Graphen. Für \(x_1 = -1\) liest man \(f''(-1) = -4\) ab. Da \(f''(-1) < 0\) ist, liegt bei \(x = -1\) eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) vor. Für \(x_2 = 3\) liest man \(f''(3) = 4\) ab. Da \(f''(3) > 0\) ist, liegt bei \(x = 3\) eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor.

Antwort

Bei \(x = -1\) liegt eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) und bei \(x = 3\) eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor.
43236811
Die Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) (orange) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) (blau) einer Funktion \(f\). a) Bestimme alle Stellen \(x\), die als lokale Extremstellen von \(f\) infrage kommen. Begründe deine Auswahl mithilfe des Graphen von \(f'\). b) Untersuche mithilfe des Graphen von \(f''\), welche Art von Extremstelle (lokales Minimum oder lokales Maximum) an den in Teilaufgabe a) ermittelten Stellen vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 432368

Denkanstöße

- Welche besondere Eigenschaft hat die Steigung einer Kurve und damit die erste Ableitung an einer Extremstelle? - Wie kannst du die Nullstellen der ersten Ableitung im Graphen erkennen? - Welche Information liefert das Vorzeichen der zweiten Ableitung über die Art des Extremums? - Schau dir die Werte der zweiten Ableitung an den zuvor gefundenen Stellen an. Sind sie positiv oder negativ?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für Extremstellen: Eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum ist, dass die erste Ableitungsfunktion gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Die Nullstellen von \(f'\) lassen sich aus dem orangefarbenen Graphen an den Schnittpunkten mit der \(x\)-Achse ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 3\). Diese drei Stellen sind die Kandidaten für lokale Extremstellen. 2. Hinreichende Bedingung für Extremstellen: Wir prüfen das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''\) an den Stellen \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\). Für \(x_1 = -3\) gilt \(f''(-3) = 6 > 0\), also liegt dort ein lokales Minimum vor. Für \(x_2 = 1\) gilt \(f''(1) = -2 < 0\), also liegt dort ein lokales Maximum vor. Für \(x_3 = 3\) gilt \(f''(3) = 3 > 0\), also liegt dort ein lokales Minimum vor.

Antwort

a) Die potenziellen Extremstellen von \(f\) liegen bei \(x = -3\), \(x = 1\) und \(x = 3\). b) Bei \(x = -3\) liegt ein lokales Minimum, bei \(x = 1\) ein lokales Maximum und bei \(x = 3\) ein lokales Minimum vor.
43237311
Der abgebildete Graph zeigt eine abschnittsweise definierte Funktion \(f\). Beurteile für die markierten Punkte \(A\), \(B\) und \(C\) auf dem Graphen, ob an den jeweiligen Stellen \(x_1 = -2\), \(x_2 = 0\) und \(x_3 = 2\) eine lokale Extremstelle (lokales Minimum oder lokales Maximum) vorliegt. Begründe deine Entscheidungen und gehe dabei auch darauf ein, welche Rolle die Differenzierbarkeit und die Ableitung der Funktion an diesen Stellen spielen.
Abbildung zur Aufgabe 432373

Denkanstöße

- Wie lautet die mathematische Definition für ein lokales Minimum und ein lokales Maximum? - Muss eine Funktion an einer Stelle unbedingt differenzierbar sein, damit dort ein Extrempunkt existieren kann? - Betrachte die Funktionswerte in einer kleinen Umgebung direkt links und rechts von jedem der drei Punkte. Sind sie alle größer, alle kleiner oder teils größer und teils kleiner? - Wenn die Steigung an einer Stelle null ist, handelt es sich dann immer automatisch um eine Extremstelle?

Lösung

Um zu beurteilen, ob an den Stellen lokale Extremstellen vorliegen, nutzen wir die Definitionen von lokalen Extrema und untersuchen das Verhalten der Funktion in einer offenen Umgebung um die jeweiligen Stellen: 1. Stelle \(x_1 = -2\) (Punkt \(A\)): An dieser Stelle hat der Graph einen „Knick“, was bedeutet, dass die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_1 = -2\) nicht differenzierbar ist. Dennoch gilt in einer kleinen offenen Umgebung um \(x_1\), dass alle Funktionswerte größer oder gleich dem Funktionswert \(f(-2) = 0{,}1\) sind. Da \(f(x) \ge f(-2)\) in dieser Umgebung gilt, liegt bei \(x_1 = -2\) ein lokales Minimum vor. Dieses Beispiel zeigt, dass Differenzierbarkeit keine notwendige Voraussetzung für die Existenz eines lokalen Extremums ist. 2. Stelle \(x_2 = 0\) (Punkt \(B\)): Der Graph verläuft hier glatt und erreicht einen Hochpunkt. In einer offenen Umgebung um \(x_2 = 0\) gilt \(f(x) \le f(0) = 3{,}5\). Da die Funktion hier differenzierbar ist, ist die notwendige Bedingung für ein Extremum erfüllt: Die Steigung der Tangente ist null (\(f'(0) = 0\)). Da die Steigung zudem von positiv links von \(0\) auf negativ rechts von \(0\) wechselt, liegt bei \(x_2 = 0\) ein lokales Maximum vor. 3. Stelle \(x_3 = 2\) (Punkt \(C\)): An dieser Stelle verläuft die Tangente an den Graphen ebenfalls waagerecht, es gilt also \(f'(2) = 0\). Allerdings ist die Funktion in einer offenen Umgebung um \(x_3 = 2\) streng monoton fallend; die Steigung ist sowohl links als auch rechts von \(x_3\) negativ. Es gilt also \(f(x) > f(2) = 3{,}3\) für \(x < 2\) und \(f(x) < f(2) = 3{,}3\) für \(x > 2\) in der nahen Umgebung. Somit liegt bei \(x_3 = 2\) kein lokales Extremum, sondern ein Sattelpunkt vor. Dies zeigt, dass die Bedingung \(f'(x) = 0\) für differenzierbare Funktionen zwar notwendig, aber nicht hinreichend ist.

Antwort

Bei \(x_1 = -2\) (Punkt \(A\)) liegt trotz der Nichtdifferenzierbarkeit ein lokales Minimum vor; bei \(x_2 = 0\) (Punkt \(B\)) liegt ein lokales Maximum vor; bei \(x_3 = 2\) (Punkt \(C\)) liegt keine Extremstelle, sondern ein Sattelpunkt vor.
43238211
Abgebildet sind die Graphen zweier Funktionen \(g\) und \(h\). Eine der Funktionen stellt die erste Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) dar, die andere die zweite Ableitung \(f''\). a) Begründe, welcher Graph zu \(f'\) und welcher zu \(f''\) gehört. b) Bestimme die Stellen, an denen die Funktion \(f\) ein lokales Extremum besitzt, und gib jeweils die Art des Extremums an.
Abbildung zur Aufgabe 432382

Denkanstöße

- Überlege, wie Nullstellen von \(f''\) mit Extremstellen von \(f'\) zusammenhängen. - Für Extremstellen von \(f\) suchst du zuerst Nullstellen von \(f'\). - Das Vorzeichen von \(f''\) an einer solchen Stelle hilft dir bei der Unterscheidung von Hoch- und Tiefpunkt.

Lösung

1. Da \(f''\) die Ableitung von \(f'\) ist, muss der Graph von \(f''\) an den Extremstellen des Graphen von \(f'\) eine Nullstelle haben. Der Graph \(g\) hat bei \(x=1\) einen Tiefpunkt, und der Graph \(h\) hat dort eine Nullstelle. Zudem passen die Vorzeichen von \(h\) dazu, ob \(g\) fällt oder steigt. Daher gehört \(g\) zu \(f'\) und \(h\) zu \(f''\). 2. Die Nullstellen von \(g\) liegen bei \(x=-1\) und \(x=3\). Bei \(x=-1\) gilt \(h(-1)<0\), daher hat \(f\) dort einen Hochpunkt. Bei \(x=3\) gilt \(h(3)>0\), daher hat \(f\) dort einen Tiefpunkt.

Antwort

a) \(g\) gehört zu \(f'\), und \(h\) gehört zu \(f''\). b) Bei \(x=-1\) hat \(f\) einen Hochpunkt und bei \(x=3\) einen Tiefpunkt.
43238811
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) im Intervall \([-5; 4]\) dargestellt. Beantworte die folgenden Fragen und begründe deine Antworten kurz: a) Bestimme die Intervalle, in denen die Funktion \(f\) streng monoton steigend bzw. streng monoton fallend ist. b) Ermittle die Anzahl und die Art der lokalen Extremstellen der Funktion \(f\). c) Wie viele Wendestellen besitzt der Graph der Funktion \(f\) in diesem Intervall?
Abbildung zur Aufgabe 432388

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\) besteht. - Wie hängen die Nullstellen der Ableitung \(f'\) mit den Extremstellen der Funktion \(f\) zusammen? Welcher Vorzeichenwechsel deutet auf ein Maximum, welcher auf ein Minimum hin? - Welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\) entspricht den Wendestellen der Funktion \(f\)? Denke an die zweite Ableitung \(f''\).

Lösung

1. Monotonieverhalten (Teilaufgabe a): Die Funktion \(f\) ist streng monoton steigend auf Intervallen, in deren Innerem \(f'(x) > 0\) gilt. Dem Graphen entnimmt man \(f'(x) > 0\) für \(-4 < x < -1\) und \(3 < x < 4\). Somit ist \(f\) auf \([-4; -1]\) und \([3; 4]\) streng monoton steigend. Entsprechend gilt \(f'(x) < 0\) für \(-5 < x < -4\) und \(-1 < x < 3\), sodass \(f\) auf \([-5; -4]\) und \([-1; 3]\) streng monoton fallend ist. 2. Extremstellen (Teilaufgabe b): Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x = -4\), \(x = -1\) und \(x = 3\). Bei \(x = -4\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; daher liegt dort eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor. Bei \(x = -1\) wechselt \(f'\) von Plus nach Minus; daher liegt dort eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) vor. Bei \(x = 3\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; daher liegt dort eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor. 3. Wendestellen (Teilaufgabe c): Wendestellen von \(f\) entsprechen lokalen Extremstellen der Ableitungsfunktion \(f'\), sofern deren Steigung dort das Vorzeichen wechselt. Der Graph von \(f'\) besitzt im gegebenen Intervall genau zwei lokale Extrempunkte, einen Hochpunkt bei \(x \approx -2{,}7\) und einen Tiefpunkt bei \(x \approx 1{,}4\). Somit besitzt \(f\) im Intervall genau zwei Wendestellen.

Antwort

a) Streng monoton steigend für \(x \in [-4; -1]\) und \(x \in [3; 4]\); streng monoton fallend für \(x \in [-5; -4]\) und \(x \in [-1; 3]\). b) Drei Extremstellen: lokale Minimalstellen bei \(x = -4\) und \(x = 3\), eine lokale Maximalstelle bei \(x = -1\). c) Zwei Wendestellen.
43243711
In der Abbildung ist der Graph der ersten Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme alle Stellen, an denen der Graph von \(f\) eine waagerechte Tangente besitzt. b) Begründe anhand von \(G_{f'}\), warum das hinreichende Kriterium mit \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)\neq0\) für eine dieser Stellen nicht anwendbar ist. c) Bestimme für jede in a) gefundene Stelle, ob dort eine lokale Maximalstelle, eine lokale Minimalstelle oder eine Terrassenstelle von \(f\) vorliegt. Begründe mit dem Vorzeichenverhalten von \(f'\) und gegebenenfalls dem Monotonieverhalten von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 432437

Denkanstöße

- Wo hat \(f'\) den Wert null? - Die zweite Ableitung entspricht der Steigung des Graphen von \(f'\). - Prüfe an jeder Nullstelle von \(f'\), ob das Vorzeichen wechselt. - Für eine Terrassenstelle reicht „kein Vorzeichenwechsel“ nicht aus; prüfe zusätzlich, ob \(f'\) dort seine Monotonierichtung wechselt.

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-2\) und \(x=2\). Dort besitzt \(f\) waagerechte Tangenten. 2. Bei \(x=2\) besitzt \(f'\) ein lokales Maximum mit waagerechter Tangente. Daher ist die Steigung von \(f'\) dort null, also \(f''(2)=0\). Das genannte Kriterium ist dort nicht anwendbar. 3. Bei \(x=-2\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ; daher besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 4. Bei \(x=2\) bleibt \(f'\) auf beiden Seiten negativ, also liegt kein Extremum vor. Gleichzeitig nimmt \(f'\) links von \(2\) zu und rechts davon ab; damit wechselt \(f\) seine Krümmungsrichtung. Wegen \(f'(2)=0\) liegt eine Terrassenstelle vor.

Antwort

a) \(x=-2\) und \(x=2\). b) Bei \(x=2\) gilt \(f''(2)=0\); das Kriterium ist dort nicht anwendbar. c) Lokale Maximalstelle bei \(x=-2\); Terrassenstelle bei \(x=2\).
43245411
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme die Intervalle, in denen die Funktion \(f\) streng monoton steigend bzw. streng monoton fallend ist. b) Ermittle die \(x\)-Koordinaten aller lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) oder eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) handelt, und begründe deine Entscheidung. c) Bestimme die \(x\)-Koordinate der Wendestelle von \(f\) und begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 432454

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welcher Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\) besteht. - Wie hängen die Nullstellen der Ableitung \(f'\) und deren Vorzeichenwechsel mit den lokalen Extremstellen von \(f\) zusammen? - Erinnere dich daran, dass ein Vorzeichenwechsel der Ableitung von negativ zu positiv eine Tiefstelle und ein Wechsel von positiv zu negativ eine Hochstelle anzeigt. - Überlege, welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\), beispielsweise ein Hoch- oder Tiefpunkt, einer Wendestelle der Originalfunktion \(f\) entspricht.

Lösung

1. Monotonieverhalten: Im Inneren des Intervalls \([-3; 1]\) gilt \(f'(x) > 0\). Daher ist \(f\) im dargestellten Bereich auf \([-3; 1]\) streng monoton steigend. Im Inneren der Intervalle \([-5; -3]\) und \([1; 3]\) gilt \(f'(x) < 0\). Daher ist \(f\) dort streng monoton fallend. 2. Lokale Extremstellen: Bei \(x = -3\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Minimalstelle. Bei \(x = 1\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 3. Wendestelle: Der Graph von \(f'\) ist eine nach unten geöffnete Parabel mit einem lokalen Maximum bei \(x = -1\). Links davon steigt \(f'\), rechts davon fällt \(f'\). Somit wechselt \(f''\) bei \(x = -1\) von positiv zu negativ, und \(f\) besitzt dort eine Wendestelle.

Antwort

a) Im dargestellten Bereich streng monoton steigend auf \([-3; 1]\); streng monoton fallend auf \([-5; -3]\) und \([1; 3]\). b) Lokale Minimalstelle bei \(x = -3\); lokale Maximalstelle bei \(x = 1\). c) Wendestelle bei \(x = -1\), weil \(f'\) dort von steigend zu fallend wechselt.
43254511
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Beurteile, welche der folgenden Aussagen über die Funktion \(f\) wahr bzw. falsch sind, und begründe deine Entscheidung. (1) Der Graph von \(f\) besitzt an der Stelle \(x = -2\) einen Tiefpunkt. (2) Im Intervall \([1; 3]\) ist die Funktion \(f\) streng monoton steigend. (3) Der Graph von \(f\) besitzt an der Stelle \(x = 1\) einen Tiefpunkt. (4) Der Graph von \(f\) besitzt im Intervall \([-3; 4]\) genau zwei Wendestellen.
Abbildung zur Aufgabe 432545

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitung \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\). - Welche Bedingung muss an einer Stelle \(x\) erfüllt sein, damit dort ein Extrempunkt des Graphen von \(f\) vorliegt? - Wie lässt sich ein Hochpunkt von einem Tiefpunkt anhand des Verlaufs der Ableitung \(f'\) unterscheiden? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Wendepunkten von \(f\) und den Extremstellen der Ableitungsfunktion \(f'\)?

Lösung

1. Aussage (1) ist falsch. An der Stelle \(x = -2\) hat die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit einem Vorzeichenwechsel von Plus nach Minus. Dies ist das hinreichende Kriterium für einen Hochpunkt der Funktion \(f\), nicht für einen Tiefpunkt. 2. Aussage (2) ist wahr. Im offenen Intervall \((1; 3)\) verläuft der Graph von \(f'\) vollständig oberhalb der \(x\)-Achse, es gilt also \(f'(x) > 0\). Daher ist die Funktion \(f\) im Intervall \([1; 3]\) streng monoton steigend. 3. Aussage (3) ist wahr. An der Stelle \(x = 1\) liegt eine Nullstelle von \(f'\) mit Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus vor. Dies ist das hinreichende Kriterium für einen Tiefpunkt von \(f\). 4. Aussage (4) ist wahr. Die Wendestellen einer Funktion \(f\) entsprechen den Extremstellen ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Der abgebildete Graph von \(f'\) besitzt im Intervall \([-3; 4]\) genau zwei Extremstellen: einen Tiefpunkt bei \(x \approx -0{,}8\) und einen Hochpunkt bei \(x \approx 2{,}1\). Folglich hat der Graph von \(f\) in diesem Intervall genau zwei Wendestellen.

Antwort

(1) Falsch — bei \(x=-2\) wechselt \(f'\) von positiv nach negativ; dort liegt eine lokale Maximalstelle von \(f\). (2) Wahr — auf \((1;3)\) ist \(f'(x)>0\), daher steigt \(f\). (3) Wahr — bei \(x=1\) wechselt \(f'\) von negativ nach positiv; dort liegt eine lokale Minimalstelle. (4) Wahr — der Graph von \(f'\) besitzt im angegebenen Intervall zwei Extremstellen; entsprechend liegen dort zwei Wendestellen von \(f\).
43254911
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Bestimme alle lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Minimal- oder Maximalstelle handelt, und begründe mithilfe des Graphen von \(f'\). b) Bestimme die Stelle, an der \(f\) eine Terrassenstelle besitzt, und begründe deine Entscheidung.
Abbildung zur Aufgabe 432549

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Nullstellen von \(f'\). - Ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) klassifiziert lokale Extremstellen von \(f\). - Für eine Terrassenstelle genügt eine Nullstelle ohne Vorzeichenwechsel nicht. Prüfe zusätzlich, ob \(f'\) dort seine Monotonierichtung wechselt.

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-3\), \(x=2\) und \(x=5\). 2. Bei \(x=-3\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv; daher besitzt \(f\) dort eine lokale Minimalstelle. 3. Bei \(x=5\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ; daher besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 4. Bei \(x=2\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen nicht, also liegt dort kein Extremum vor. Zugleich besitzt \(f'\) bei \(x=2\) ein lokales Minimum: Links davon nimmt \(f'\) ab, rechts davon zu. Damit wechselt \(f\) dort seine Krümmungsrichtung. 5. Zusammen mit \(f'(2)=0\) folgt, dass \(f\) bei \(x=2\) eine Terrassenstelle besitzt.

Antwort

a) Lokale Minimalstelle bei \(x=-3\); lokale Maximalstelle bei \(x=5\). b) Terrassenstelle bei \(x=2\).
43256211
Abgebildet sind die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) einer Funktion \(f\). a) Bestimme mithilfe beider Graphen die lokalen Extremstellen von \(f\) und gib ihre Art an. b) Erläutere den Unterschied zwischen notwendiger und hinreichender Bedingung für eine lokale Extremstelle. Warum ist \(f'(x_0)=0\) notwendig, aber nicht hinreichend? c) Ermittle die Wendestellen von \(f\) und gib an, wie sich die Krümmungsrichtung dort ändert.
Abbildung zur Aufgabe 432562

Denkanstöße

- Welche Nullstellen von \(f'\) sind Kandidaten für lokale Extremstellen von \(f\)? - Welches Vorzeichen von \(f''\) klassifiziert eine stationäre Stelle als lokale Maximal- oder Minimalstelle? - Weshalb kann eine waagerechte Tangente auch ohne Extremum auftreten? - An welchen Stellen wechselt das Vorzeichen von \(f''\)?

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen näherungsweise bei \(x\approx-2{,}5\), \(x=1\) und \(x\approx4{,}5\). 2. Bei \(x\approx-2{,}5\) und \(x\approx4{,}5\) ist \(f''>0\), also besitzt \(f\) dort lokale Minimalstellen. Bei \(x=1\) ist \(f''<0\), also liegt dort eine lokale Maximalstelle vor. 3. Die Bedingung \(f'(x_0)=0\) ist für eine differenzierbare Funktion an einer inneren lokalen Extremstelle notwendig, reicht allein aber nicht aus; auch ein Terrassenpunkt kann eine waagerechte Tangente besitzen. Zusammen mit \(f''(x_0)>0\) beziehungsweise \(f''(x_0)<0\) ist die Klassifikation als lokale Minimal- beziehungsweise Maximalstelle hinreichend. 4. Die Nullstellen von \(f''\) liegen bei \(x=-1\) und \(x=3\). Bei \(x=-1\) wechselt \(f''\) von positiv zu negativ, also von Links- zu Rechtskrümmung. Bei \(x=3\) wechselt \(f''\) von negativ zu positiv, also von Rechts- zu Linkskrümmung.

Antwort

a) Lokale Minimalstellen bei \(x\approx-2{,}5\) und \(x\approx4{,}5\); lokale Maximalstelle bei \(x=1\). b) \(f'(x_0)=0\) ist notwendig, aber nicht hinreichend; mit \(f''(x_0)\neq0\) kann die stationäre Stelle hinreichend als Extremstelle klassifiziert werden. c) Wendestellen bei \(x=-1\) und \(x=3\); dort wechselt die Krümmungsrichtung jeweils.
43372211
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(f\). 1. Bestimme die Stellen mit waagerechter Tangente und ordne sie als lokale Extremstelle oder Terrassenstelle ein. 2. Beschreibe, wie der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) an diesen Stellen und in den dazwischenliegenden Bereichen verlaufen muss. Deine Beschreibung soll Vorzeichen und Art der Nullstellen von \(f'\) enthalten.
Abbildung zur Aufgabe 433722

Denkanstöße

- Wo hat der dargestellte Graph waagerechte Tangenten? - In welchen Bereichen nimmt \(f\) zu beziehungsweise ab? - Wie muss ein Ableitungsgraph an einer Nullstelle aussehen, wenn das Vorzeichen wechselt, und wie ohne Vorzeichenwechsel?

Lösung

1. Bei \(x=0\) besitzt \(f\) eine lokale Minimalstelle, bei \(x=3\) eine Terrassenstelle. An beiden Stellen gilt \(f'(x)=0\). 2. Für \(x<0\) nimmt \(f\) ab, also ist \(f'(x)<0\). Für \(0<x<3\) und für \(x>3\) nimmt \(f\) zu, also ist \(f'(x)>0\). 3. Bei \(x=0\) muss \(G_{f'}\) die \(x\)-Achse von unten nach oben schneiden. Bei \(x=3\) muss \(G_{f'}\) die \(x\)-Achse von oben berühren, ohne das Vorzeichen zu wechseln.

Antwort

1. Lokale Minimalstelle bei \(x=0\); Terrassenstelle bei \(x=3\). 2. \(f'<0\) für \(x<0\), \(f'>0\) für \(0<x<3\) und \(x>3\); bei \(x=0\) Vorzeichenwechsel von negativ zu positiv, bei \(x=3\) berührende Nullstelle ohne Vorzeichenwechsel.
43375311
Der abgebildete Graph zeigt eine abschnittsweise definierte Funktion \(f\). Untersuche, ob an den markierten Stellen \(x_1 = -2\) und \(x_2 = 1{,}5\) lokale Extremstellen vorliegen. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Definition einer Extremstelle.
Abbildung zur Aufgabe 433753

Denkanstöße

- Erinnere dich an die allgemeine Definition eines lokalen Extremums: Muss eine Funktion an dieser Stelle glatt verlaufen? - Was passiert mit den Funktionswerten links und rechts von \(x_1\)? - Betrachte den Bereich um \(x_2\): Verändern sich die Werte dort überhaupt? - Schau dir an, welche Bedingungen für ein lokales Maximum oder Minimum erfüllt sein müssen.

Lösung

1. Definition einer lokalen Extremstelle: Ein Punkt \(x_0\) ist eine lokale Extremstelle, wenn es eine Umgebung um \(x_0\) gibt, in der alle Funktionswerte entweder kleiner oder gleich (Maximum) bzw. größer oder gleich (Minimum) als der Funktionswert \(f(x_0)\) sind. 2. Untersuchung an der Stelle \(x_1 = -2\): Der Funktionswert \(f(-2) = 4\) ist der höchste Punkt in einer kleinen Umgebung. Da alle benachbarten Werte kleiner sind, liegt hier ein lokales Maximum vor. Dass die Funktion dort einen „Knick“ hat (nicht differenzierbar ist), spielt für die Existenz eines Extremums keine Rolle. 3. Untersuchung an der Stelle \(x_2 = 1{,}5\): Die Funktion ist im Intervall \([0; 3]\) konstant mit \(f(x) = 1\). In einer Umgebung von \(1{,}5\) gilt daher sowohl \(f(x) \le f(1{,}5)\) als auch \(f(x) \ge f(1{,}5)\). Nach der mathematischen Definition ist somit jeder Punkt in einem konstanten Abschnitt sowohl eine lokale Minimalstelle als auch eine lokale Maximalstelle.

Antwort

An der Stelle \(x_1 = -2\) liegt ein lokales Maximum vor, da der Funktionswert dort in einer Umgebung am größten ist. An der Stelle \(x_2 = 1{,}5\) liegt sowohl ein lokales Maximum als auch ein lokales Minimum vor, da die Funktion in diesem Bereich konstant verläuft und somit die Bedingungen für beide Extremumstypen erfüllt sind.
43375411
Gegeben ist eine Funktion \(f\), deren Graph im Koordinatensystem dargestellt ist. Die Funktion setzt sich aus einem Betragsteil und einem Parabelstück zusammen. a) Untersuche, ob an der Stelle \(x_1 = -1\) eine Extremstelle vorliegt. Begründe deine Antwort unter Berücksichtigung der Differenzierbarkeit. b) Bestimme die Art der Extremstelle an der Stelle \(x_2 = 3\).
Abbildung zur Aufgabe 433754

Denkanstöße

- Muss eine Funktion an einer lokalen Extremstelle zwingend differenzierbar sein? - Wie verhalten sich die Funktionswerte direkt neben der Spitze bei \(x_1\)? - Betrachte die Öffnungsrichtung und den Scheitelpunkt des Parabelstücks bei \(x_2\).

Lösung

1. Untersuchung bei \(x_1 = -1\): Der Graph zeigt an dieser Stelle eine Spitze in V-Form. Für alle \(x\) in einer Umgebung von \(-1\) gilt \(f(x) \ge f(-1) = 0\). Da der Funktionswert dort der kleinste in der Umgebung ist, liegt eine lokale Minimalstelle vor. Die Funktion ist dort zwar nicht differenzierbar, ein Extremum ist jedoch über die Funktionswerte definiert. 2. Untersuchung bei \(x_2 = 3\): Der Graph verläuft hier glatt. Da es sich um den Scheitelpunkt einer nach unten geöffneten Parabel handelt, ist die Steigung \(f'(3) = 0\), und die Funktion wechselt von steigend zu fallend. Somit liegt bei \(x_2 = 3\) ein lokales Maximum vor.

Antwort

a) Bei \(x_1 = -1\) liegt trotz fehlender Differenzierbarkeit eine lokale Minimalstelle vor, weil \(f(-1)\) in einer Umgebung der kleinste Funktionswert ist. b) Bei \(x_2 = 3\) liegt ein lokales Maximum vor.
43375711
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Ermittle anhand des Graphen alle lokalen Extremstellen der Funktion \(f\). Gib für jede Stelle an, ob es sich um ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum handelt, und begründe deine Entscheidung kurz.
Abbildung zur Aufgabe 433757

Denkanstöße

- Überlege dir, was der Funktionswert von \(f'\) über die Steigung von \(f\) aussagt. - Wo muss der Graph von \(f'\) liegen, damit die Funktion \(f\) steigt oder fällt? - Was passiert mit der Funktion \(f\) an einer Stelle, an der \(f'\) die x-Achse kreuzt? - Achte darauf, in welche Richtung der Graph von \(f'\) die x-Achse an den Nullstellen schneidet.

Lösung

1. Lokale Extremstellen einer Funktion \(f\) treten dort auf, wo die Ableitung \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt. 2. Bei \(x = -5\) wechselt \(f'\) vom Negativen ins Positive. Da die Steigung von \(f\) von negativ auf positiv wechselt, liegt hier ein lokales Minimum vor. 3. Bei \(x = 0\) wechselt \(f'\) vom Positiven ins Negative. Da die Steigung von \(f\) von positiv auf negativ wechselt, liegt hier ein lokales Maximum vor. 4. Bei \(x = 4\) wechselt \(f'\) vom Negativen ins Positive. Somit liegt bei \(x = 4\) ein weiteres lokales Minimum vor.

Antwort

Lokales Minimum bei \(x = -5\) (Vorzeichenwechsel von \(f'\) von \(-\) nach \(+\)); lokales Maximum bei \(x = 0\) (Vorzeichenwechsel von \(f'\) von \(+\) nach \(-\)); lokales Minimum bei \(x = 4\) (Vorzeichenwechsel von \(f'\) von \(-\) nach \(+\)).
43379811
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Entscheide für jede der folgenden Aussagen, ob sie wahr oder falsch ist, und begründe deine Antwort kurz. a) Die Funktion \(f\) besitzt an der Stelle \(x = -3\) eine lokale Minimalstelle. b) Im Intervall \([1; 4]\) ist die Funktion \(f\) monoton wachsend. c) Der Graph von \(f\) weist im dargestellten Bereich genau zwei Wendestellen auf. d) Für die zweite Ableitung an der Stelle \(1\) gilt: \(f''(1) < 0\).
Abbildung zur Aufgabe 433798

Denkanstöße

- Überlege dir, was das Vorzeichen der Ableitung \(f'\) über das Steigungsverhalten der ursprünglichen Funktion \(f\) aussagt. - Wie hängen die Nullstellen von \(f'\) mit den Extremstellen von \(f\) zusammen? Achte dabei besonders auf den Vorzeichenwechsel. - Welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\) gibt dir Auskunft über die Wendestellen von \(f\)? - Erinnere dich daran, dass die zweite Ableitung \(f''\) die Ableitung von \(f'\) ist, also die Steigung des Graphen von \(f'\) beschreibt.

Lösung

1. An der Stelle \(x = -3\) hat die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus. Dies bedeutet, dass die Steigung von \(f\) von negativ auf positiv wechselt, was charakteristisch für ein lokales Minimum ist. Die Aussage ist wahr. 2. Im Intervall \((1; 4)\) verläuft der Graph von \(f'\) vollständig unterhalb der \(x\)-Achse, es gilt also \(f'(x) < 0\). Folglich ist die Funktion \(f\) in diesem Bereich streng monoton fallend. Die Aussage ist falsch. 3. Wendestellen der Funktion \(f\) entsprechen den lokalen Extremstellen ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Da der Graph von \(f'\) im gezeigten Bereich einen Hochpunkt (ca. bei \(x \approx -1{,}4\)) und einen Tiefpunkt (ca. bei \(x \approx 2{,}7\)) besitzt, hat \(f\) dort genau zwei Wendestellen. Die Aussage ist wahr. 4. Der Wert \(f''(1)\) entspricht der Steigung der Tangente an den Graphen von \(f'\) an der Stelle \(x = 1\). Da der Graph von \(f'\) an dieser Stelle fällt, ist die Steigung negativ, also \(f''(1) < 0\). Die Aussage ist wahr.

Antwort

a) Wahr — bei \(x=-3\) wechselt \(f'\) von negativ nach positiv; dort hat \(f\) eine lokale Minimalstelle. b) Falsch — auf \((1;4)\) ist \(f'(x)<0\), also fällt \(f\). c) Wahr — der dargestellte Graph von \(f'\) besitzt zwei lokale Extremstellen; entsprechend hat \(f\) dort zwei Wendestellen. d) Wahr — bei \(x=1\) fällt der Graph von \(f'\), daher ist seine Steigung und damit \(f''(1)\) negativ.
43380111
Der abgebildete Graph zeigt die erste Ableitung \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Begründe anhand des Graphen von \(f'\), warum die Funktion \(f\) an der Stelle \(x = 3\) eine Wendestelle besitzt. b) Entscheide, welcher der beiden Funktionswerte \(f(1)\) oder \(f(3)\) größer ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Monotonieverhaltens von \(f\). c) Bestimme die Steigung der Tangente an den Graphen von \(f\) an der Stelle \(x = 0\) durch Ablesen aus dem Diagramm.
Abbildung zur Aufgabe 433801

Denkanstöße

- Was sagt ein Hochpunkt im Graphen der Ableitung über die Krümmung oder die Steigungsänderung der Originalfunktion aus? - Wenn die Ableitung in einem Bereich positiv ist, was weißt du dann über das Wachstum der Funktion? - Wo genau liest man die Steigung einer Funktion an einer bestimmten Stelle ab, wenn man den Graphen der Ableitung gegeben hat?

Lösung

1. Wendestelle bei \(x = 3\): Eine Wendestelle von \(f\) liegt dort vor, wo die Steigung der Funktion \(f\) (also \(f'\)) ein lokales Extremum hat. Da der Graph von \(f'\) bei \(x = 3\) einen Hochpunkt besitzt, hat \(f\) dort eine Wendestelle. 2. Vergleich von \(f(1)\) und \(f(3)\): Im Intervall \((1; 5)\) verläuft der Graph von \(f'\) oberhalb der x-Achse (\(f'(x) > 0\)). Das bedeutet, dass die Funktion \(f\) im Intervall \([1; 3]\) streng monoton steigt. Da \(3 > 1\) ist, muss folglich \(f(3) > f(1)\) gelten. 3. Tangentensteigung bei \(x = 0\): Die Steigung der Tangente an \(f\) entspricht dem Wert der Ableitungsfunktion \(f'(0)\). Aus dem Graphen lässt sich an der Stelle \(x = 0\) der Funktionswert \(y = -2{,}5\) ablesen. Die Steigung beträgt also \(-2{,}5\).

Antwort

a) \(f\) hat bei \(x = 3\) eine Wendestelle, da \(f'\) dort eine lokale Extremstelle (einen Hochpunkt) besitzt. b) Es gilt \(f(3) > f(1)\), da \(f'\) im Intervall \((1; 3)\) positiv ist und die Funktion \(f\) dort somit streng monoton steigt. c) Die Tangentensteigung an der Stelle \(x = 0\) beträgt \(f'(0) = -2{,}5\).
43380411
In der Abbildung siehst du die Graphen \(g_1\) und \(g_2\). Sie stellen die erste Ableitung \(f'\) und die zweite Ableitung \(f''\) einer Funktion \(f\) dar. a) Ordne \(g_1\) und \(g_2\) den Funktionen \(f'\) und \(f''\) zu und begründe deine Entscheidung. b) An welchen Stellen besitzt \(f\) waagerechte Tangenten? Gib an, ob dort jeweils eine lokale Maximal- oder Minimalstelle vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433804

Denkanstöße

- Welcher der beiden Graphen kann die Ableitung des anderen sein? - Waagerechte Tangenten von \(f\) liegen an Nullstellen von \(f'\). - Das Vorzeichen von \(f''\) an einer stationären Stelle klassifiziert sie als lokale Maximal- oder Minimalstelle.

Lösung

1. Der Graph \(g_1\) ist kubisch und \(g_2\) quadratisch. Zudem liegen die Nullstellen von \(g_2\) an den lokalen Extremstellen von \(g_1\). Daher gilt \(g_1=f'\) und \(g_2=f''\). 2. Waagerechte Tangenten von \(f\) liegen an den Nullstellen von \(f'\), also bei \(x=-3\), \(x=0\) und \(x=3\). 3. Bei \(x=-3\) und \(x=3\) gilt \(f''>0\), also liegen dort lokale Minimalstellen vor. Bei \(x=0\) gilt \(f''<0\), also liegt dort eine lokale Maximalstelle vor.

Antwort

a) \(g_1=f'\), \(g_2=f''\). b) Waagerechte Tangenten bei \(x=-3\), \(x=0\), \(x=3\); lokale Minimalstellen bei \(x=-3\) und \(x=3\), lokale Maximalstelle bei \(x=0\).
43394311
Betrachte den unten dargestellten Graphen der Funktion \(f\). An der Stelle \(x_e = 2\) weist der Graph eine Spitze auf, an der ein lokales Maximum liegt. 1. Erläutere anhand des Verlaufs des Graphen, warum die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_e = 2\) nicht differenzierbar ist. 2. Begründe, warum man das notwendige Kriterium für lokale Extremstellen (\(f'(x) = 0\)) hier nicht anwenden kann, um die Lage des Maximums zu berechnen.
Abbildung zur Aufgabe 433943

Denkanstöße

- Überlege dir, was es grafisch bedeutet, wenn eine Funktion an einer Stelle differenzierbar ist. Wie müsste der Übergang dort aussehen? - Vergleiche die Steigung kurz vor der Stelle \(x_e\) mit der Steigung kurz nach \(x_e\). - Erinnere dich an die Definition der Ableitung als Grenzwert des Differenzenquotienten. - Gilt das Kriterium \(f'(x) = 0\) für jede Art von Extrempunkt oder gibt es Voraussetzungen an die Funktion selbst?

Lösung

1. Der Graph der Funktion \(f\) besitzt an der Stelle \(x_e = 2\) eine sogenannte „Knickstelle“. Das bedeutet, dass die Steigung der Funktion links von dieser Stelle (hier \(+1\)) einen anderen Wert hat als unmittelbar rechts davon (hier \(-1\)). Da der linksseitige und der rechtsseitige Grenzwert des Differenzenquotienten nicht übereinstimmen, ist die Funktion an dieser Stelle nicht differenzierbar; die Ableitung \(f'(2)\) existiert somit nicht. 2. Das notwendige Kriterium \(f'(x) = 0\) setzt voraus, dass die Funktion an der betrachteten Stelle differenzierbar ist. Da dies bei \(x_e = 2\) nicht der Fall ist, kann die Gleichung \(f'(x) = 0\) für diese Stelle gar nicht erst aufgestellt werden. Das Maximum lässt sich also nicht über die Nullstelle der Ableitung finden.

Antwort

Die Funktion ist bei \(x_e = 2\) nicht differenzierbar, da der Graph dort einen Knick hat (die linksseitige Steigung unterscheidet sich von der rechtsseitigen). Da die Ableitung \(f'(2)\) nicht existiert, kann das notwendige Kriterium \(f'(x) = 0\), welches Differenzierbarkeit voraussetzt, nicht angewendet werden.
43394411
Gegeben ist eine Funktion \(g\), die auf dem abgeschlossenen Intervall \(D = [0; 5]\) definiert ist. Der zugehörige Graph ist in der Abbildung dargestellt. 1. Bestimme die Stelle \(x_e\), an der die Funktion ihr globales Maximum annimmt, und gib den zugehörigen Funktionswert an. 2. Erkläre mithilfe des Graphen, warum an dieser Stelle die Bedingung \(g'(x_e) = 0\) nicht erfüllt ist. 3. Unter welcher allgemeinen Voraussetzung ist die Bedingung \(g'(x) = 0\) für das Vorliegen einer lokalen Extremstelle notwendig?
Abbildung zur Aufgabe 433944

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen lokalen Extremstellen im Inneren eines Bereichs und Extremstellen, die an den Grenzen des Definitionsbereichs liegen. - Schau dir den Verlauf des Graphen direkt an der Stelle \(x_e\) an. Würde die Funktion dort waagerecht verlaufen, wenn man den Definitionsbereich erweitern würde? - Überlege dir, welche Punkte ein Intervall wie \([0; 5]\) hat, die keine „inneren“ Punkte sind.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man ab, dass das globale Maximum am rechten Rand des Definitionsbereichs bei \(x_e=5\) liegt. Der zugehörige Funktionswert ist \(g(5)=4\). 2. Der Graph steigt bis zum rechten Rand weiter an; seine Tangente ist dort nicht waagerecht. Daher ist \(g'(5)>0\) und insbesondere \(g'(5)\ne 0\). Das Maximum entsteht hier, weil der Definitionsbereich bei \(x=5\) endet. 3. Für eine differenzierbare Funktion ist \(g'(x_0)=0\) eine notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle, wenn \(x_0\) ein innerer Punkt des Definitionsbereichs ist.

Antwort

1. Das globale Maximum liegt bei \(x_e=5\) mit \(g(5)=4\). 2. \(x_e=5\) ist ein Randpunkt. Der Graph steigt dort noch, also ist die Tangente nicht waagerecht und \(g'(5)\ne 0\). 3. Die Bedingung \(g'(x_0)=0\) ist für eine lokale Extremstelle notwendig, wenn \(x_0\) im Inneren des Definitionsbereichs liegt und \(g\) dort differenzierbar ist.
43396811
Die Abbildung zeigt den Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). An der markierten Stelle \(x_e = 2\) hat der Graph von \(f'\) eine Nullstelle und einen Tiefpunkt. a) Erkläre, warum das hinreichende Kriterium für lokale Extremstellen (\(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) \neq 0\)) an der Stelle \(x_e = 2\) keine Aussage darüber zulässt, ob ein Extremum vorliegt. b) Untersuche mithilfe des Graphen von \(f'\), ob die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_e = 2\) tatsächlich eine Extremstelle besitzt. Bestimme gegebenenfalls die Art des Punktes.
Abbildung zur Aufgabe 433968

Denkanstöße

- Überlege dir, was ein Tiefpunkt im Graphen der Ableitungsfunktion für den Wert der zweiten Ableitung an dieser Stelle bedeutet. - Erinnere dich an die geometrische Bedeutung der zweiten Ableitung als Steigung der ersten Ableitung. - Schau dir den Verlauf des Graphen von \(f'\) genau an: Ändern sich die Werte von positiv nach negativ oder umgekehrt, wenn man über die Nullstelle geht? - Was passiert mit der Steigung der ursprünglichen Funktion \(f\), wenn die Ableitung \(f'\) zwar null wird, aber ihr Vorzeichen nicht ändert?

Lösung

1. Da der Graph von \(f'\) bei \(x_e=2\) einen Tiefpunkt besitzt, hat er dort eine waagerechte Tangente. Somit gilt \(f''(2)=0\). Das Kriterium \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)\ne 0\) ist daher nicht anwendbar. 2. Der Graph von \(f'\) berührt bei \(x=2\) die \(x\)-Achse und bleibt auf beiden Seiten positiv. Deshalb besitzt \(f\) dort kein lokales Extremum. 3. Zusätzlich fällt \(f'\) links von \(x=2\) und steigt rechts davon. Damit wechselt \(f''\) von negativ zu positiv, also ändert \(f\) bei \(x=2\) ihre Krümmung. Zusammen mit \(f'(2)=0\) folgt: \(f\) besitzt dort einen Terrassenpunkt.

Antwort

a) Das Kriterium ist nicht anwendbar, weil \(f''(2)=0\) gilt. b) Bei \(x=2\) liegt kein Extremum vor, da \(f'\) keinen Vorzeichenwechsel besitzt. Da \(f'\) dort außerdem von fallend zu steigend wechselt, ändert \(f\) ihre Krümmung; somit liegt ein Terrassenpunkt vor.
43396911
In der Grafik ist der Graph der ersten Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. Bei \(x_e=2\) besitzt \(f'\) eine Nullstelle. a) Begründe, weshalb die Art der potenziellen Extremstelle bei \(x_e=2\) nicht mit dem Kriterium der zweiten Ableitung überprüft werden kann. b) Entscheide mithilfe des Graphen, ob bei \(x_e=2\) eine lokale Maximalstelle, eine lokale Minimalstelle oder keine Extremstelle von \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433969

Denkanstöße

- Was bedeutet ein Knick im Graphen von \(f'\) für die Ableitbarkeit von \(f'\)? - Vergleiche die Vorzeichen von \(f'\) links und rechts der Nullstelle. - Welcher Wechsel der Monotonierichtung von \(f\) gehört zu einer lokalen Maximalstelle?

Lösung

1. Der Graph von \(f'\) besitzt bei \(x_e=2\) einen Knick. Daher ist \(f'\) dort nicht differenzierbar und \(f''(2)\) existiert nicht. Das Kriterium mit der zweiten Ableitung kann deshalb nicht verwendet werden. 2. Links von \(x=2\) gilt \(f'(x)>0\), rechts davon \(f'(x)<0\). Damit wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. 3. Folglich nimmt \(f\) zunächst zu und danach ab. Bei \(x_e=2\) besitzt \(f\) eine lokale Maximalstelle.

Antwort

a) \(f''(2)\) existiert nicht, weil \(G_{f'}\) bei \(x=2\) einen Knick besitzt. b) Lokale Maximalstelle bei \(x=2\).
43419611
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Untersuche mithilfe des Graphen, an welchen Stellen \(x\) die ursprüngliche Funktion \(f\) lokale Extremstellen besitzt. Gib für jede dieser Stellen an, ob es sich um ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum handelt, und begründe deine Entscheidung kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434196

Denkanstöße

- Lokale Extremstellen von \(f\) können an Nullstellen von \(f'\) liegen. - Prüfe an jeder Nullstelle, ob \(f'\) das Vorzeichen wechselt. - Ein Wechsel von negativ zu positiv bedeutet ein lokales Minimum; ohne Vorzeichenwechsel liegt kein Extremum vor.

Lösung

1. Der Graph von \(f'\) hat Nullstellen bei \(x=-2\) und \(x=1\). 2. Bei \(x=-2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher geht \(f\) von fallend zu steigend über und besitzt bei \(x=-2\) ein lokales Minimum. 3. Bei \(x=1\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen nicht. Daher besitzt \(f\) dort keine lokale Extremstelle. Der Graph von \(f'\) hat an dieser Stelle zwar ein lokales Minimum, was zusätzlich auf einen Terrassenpunkt von \(f\) hinweist; für die gestellte Extremwertfrage ist entscheidend, dass kein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Antwort

Die einzige lokale Extremstelle liegt bei \(x=-2\); dort besitzt \(f\) ein lokales Minimum, weil \(f'\) von negativ zu positiv wechselt. Bei \(x=1\) liegt wegen des fehlenden Vorzeichenwechsels keine Extremstelle vor.
43427111
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). a) Bestimme mithilfe des Graphen von \(f'\) die \(x\)-Koordinaten aller lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Maximal- oder Minimalstelle handelt, und begründe. b) An welcher Stelle besitzt \(f\) einen Terrassenpunkt? Begründe sowohl mit der waagerechten Tangente als auch mit dem Verhalten des Graphen von \(f'\) in der Umgebung dieser Stelle.
Abbildung zur Aufgabe 434271

Denkanstöße

- Untersuche an jeder Nullstelle von \(f'\), ob ein Vorzeichenwechsel vorliegt. - Eine Terrassenstelle benötigt neben \(f'(x)=0\) auch einen Krümmungswechsel der ursprünglichen Funktion. - Woran erkennst du am Graphen von \(f'\), dass sich die Monotonie von \(f'\) bei \(x=4\) ändert?

Lösung

1. Lokale Extremstellen von \(f\) liegen an Nullstellen von \(f'\) mit Vorzeichenwechsel. 2. Bei \(x=-3\) wechselt \(f'\) von negativen zu positiven Werten. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Minimalstelle. 3. Bei \(x=1\) wechselt \(f'\) von positiven zu negativen Werten. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 4. Bei \(x=4\) gilt \(f'(4)=0\), aber \(f'\) bleibt links und rechts davon negativ. Zugleich besitzt \(f'\) bei \(x=4\) ein lokales Maximum: Die Werte von \(f'\) nehmen davor zu und danach ab. Damit ändert \(f\) dort seine Krümmungsrichtung und hat eine waagerechte Tangente. Also liegt bei \(x=4\) eine Terrassenstelle vor.

Antwort

a) Lokale Minimalstelle bei \(x=-3\); lokale Maximalstelle bei \(x=1\). b) Terrassenstelle bei \(x=4\).
43427311
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\). a) Begründe anhand des Graphen, ob \(f\) bei \(x=2\) eine Extremstelle besitzt. b) Bestimme die \(x\)-Koordinate der lokalen Extremstelle von \(f\) und gib ihre Art an. c) An welcher Stelle besitzt \(f\) eine Terrassenstelle? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 434273

Denkanstöße

- Eine Nullstelle von \(f'\) allein entscheidet noch nicht über eine Extremstelle. - Vergleiche das Vorzeichen von \(f'\) unmittelbar links und rechts der Nullstellen. - Für eine Terrassenstelle ist zusätzlich wichtig, ob \(f'\) dort seine Monotonierichtung wechselt.

Lösung

1. Bei \(x=2\) gilt \(f'(2)=0\), aber \(f'\) wechselt dort nicht das Vorzeichen. Daher besitzt \(f\) bei \(x=2\) keine Extremstelle. 2. Bei \(x=-1\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Deshalb besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 3. Bei \(x=2\) besitzt \(f'\) ein lokales Maximum mit dem Wert null. Damit gilt \(f'(2)=0\) ohne Vorzeichenwechsel, und zugleich wechselt die Monotonie von \(f'\) von zunehmend zu abnehmend. Deshalb ändert \(f\) dort seine Krümmungsrichtung. Bei \(x=2\) liegt eine Terrassenstelle vor.

Antwort

a) Keine Extremstelle bei \(x=2\). b) Lokale Maximalstelle bei \(x=-1\). c) Terrassenstelle bei \(x=2\).
43429611
Betrachte den Funktionsgraphen mit den markierten Punkten \(A\), \(B\) und \(C\). Gib für jeden Punkt an, ob die erste Ableitung \(f'(x)\) und die zweite Ableitung \(f''(x)\) positiv (\(>\)), negativ (\(<\)) oder gleich Null (\(=\)) sind. Benenne zudem die Art des Punktes (z. B. lokales Extremum oder Wendepunkt).
Abbildung zur Aufgabe 434296

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen für ein lokales Extremum (Maximum oder Minimum) gelten? - Woran erkennst du einen Wendepunkt im Graphen? - Überlege dir, wie sich die Krümmung am Wendepunkt \(B\) verändert. - Schau dir die Steigung der Tangente in den Punkten \(A\) und \(C\) genau an.

Lösung

Die Analyse der Punkte ergibt: 1. Punkt \(A\): Hier liegt ein lokales Maximum vor. Die Steigung ist Null (\(f'(x) = 0\)) und der Graph ist rechtsgekrümmt (\(f''(x) < 0\)). 2. Punkt \(B\): Dies ist ein Wendepunkt. Der Graph geht von einer Rechts- in eine Linkskrümmung über, daher ist \(f''(x) = 0\). Da der Graph dort fällt, ist die Steigung negativ (\(f'(x) < 0\)). 3. Punkt \(C\): Hier liegt ein lokales Minimum vor. Die Steigung ist Null (\(f'(x) = 0\)) und der Graph ist linksgekrümmt (\(f''(x) > 0\)).

Antwort

- Punkt \(A\): \(f'(x) = 0\), \(f''(x) < 0\); lokales Maximum. - Punkt \(B\): \(f'(x) < 0\), \(f''(x) = 0\); Wendepunkt. - Punkt \(C\): \(f'(x) = 0\), \(f''(x) > 0\); lokales Minimum.
43429812
Gegeben ist die periodische Funktion \(f(x)=\cos(x)-0{,}5\). In der Abbildung sind die Punkte \(A\), \(B\) und \(C\) markiert. 1. Bestimme \(f'(x)\) und \(f''(x)\). 2. Bestimme für jeden markierten Punkt die Vorzeichen von \(f(x)\), \(f'(x)\) und \(f''(x)\). 3. Entscheide, welcher Punkt ein lokales Extremum und welche Punkte Wendepunkte sind.
Abbildung zur Aufgabe 434298

Denkanstöße

- Leite zuerst die Kosinusfunktion zweimal ab, bevor du die markierten Stellen untersuchst. - Nutze die bekannten Sinus- und Kosinuswerte bei \(\frac{\pi}{2}\), \(\pi\) und \(\frac{3\pi}{2}\). - Für einen Wendepunkt genügt \(f''=0\) allein nicht; prüfe den Vorzeichenwechsel der zweiten Ableitung.

Lösung

1. Aus \(f(x)=\cos(x)-0{,}5\) folgt \(f'(x)=-\sin(x)\) und \(f''(x)=-\cos(x)\). 2. Bei \(A\) mit \(x=\frac{\pi}{2}\) gilt \(f=-0{,}5<0\), \(f'=-1<0\) und \(f''=0\). Bei \(B\) mit \(x=\pi\) gilt \(f=-1{,}5<0\), \(f'=0\) und \(f''=1>0\). Bei \(C\) mit \(x=\frac{3\pi}{2}\) gilt \(f=-0{,}5<0\), \(f'=1>0\) und \(f''=0\). 3. Bei \(B\) liegt wegen \(f'=0\) und \(f''>0\) ein lokales Minimum vor. Bei \(A\) und \(C\) wechselt \(f''=-\cos(x)\) jeweils das Vorzeichen; beide sind Wendepunkte.

Antwort

1. \(f'(x)=-\sin(x)\), \(f''(x)=-\cos(x)\) 2. \(A\): \(f<0\), \(f'<0\), \(f''=0\); \(B\): \(f<0\), \(f'=0\), \(f''>0\); \(C\): \(f<0\), \(f'>0\), \(f''=0\) 3. \(B\) ist ein lokales Minimum; \(A\) und \(C\) sind Wendepunkte.
43431811
Abgebildet sind die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Bestimme alle \(x\)-Werte im dargestellten Bereich, an denen \(f\) ein lokales Extremum besitzt. b) Entscheide für jede dieser Stellen mithilfe einer hinreichenden Bedingung, ob eine lokale Maximal- oder Minimalstelle vorliegt. c) Gib die Intervalle im dargestellten Bereich an, in denen \(f\) streng monoton abnimmt. Begründe anhand von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 434318

Denkanstöße

- Nullstellen von \(f'\) sind Kandidaten für lokale Extremstellen. - Welches Vorzeichen von \(f''\) klassifiziert eine stationäre Stelle als lokale Maximal- oder Minimalstelle? - Für die Monotonie ist das Vorzeichen von \(f'\) zwischen den Nullstellen entscheidend.

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-4\), \(x=-1\) und \(x=2\). 2. Bei \(x=-4\) und \(x=2\) gilt \(f''>0\), also liegen lokale Minimalstellen vor. Bei \(x=-1\) gilt \(f''<0\), also liegt eine lokale Maximalstelle vor. 3. Auf den offenen Intervallen \((-5;-4)\) und \((-1;2)\) gilt \(f'(x)<0\); an den jeweiligen Randstellen ist \(f'=0\). Daher ist \(f\) im dargestellten Bereich auf \([-5;-4]\) und \([-1;2]\) streng monoton abnehmend.

Antwort

a) Lokale Extremstellen bei \(x=-4\), \(x=-1\) und \(x=2\). b) Lokale Minimalstellen bei \(x=-4\) und \(x=2\); lokale Maximalstelle bei \(x=-1\). c) Streng monoton abnehmend auf \([-5;-4]\) und \([-1;2]\).
43454112
In einer klinischen Modellrechnung wird die Wirkstoffkonzentration nach einer Medikamenteneinnahme durch \(k(t)=\frac{80}{(t-10)^2+12}\) beschrieben. Dabei ist \(t\ge0\) die Zeit in Stunden nach der Einnahme und \(k(t)\) die Konzentration in \(\text{mg/L}\). a) Bestimme den Zeitpunkt des maximalen Konzentrationswerts und gib diesen Wert an. b) Der Graph von \(k\) besitzt im Bereich \(t>10\) eine Wendestelle bei \(t=12\). Berechne die Konzentration zu diesem Zeitpunkt und interpretiere die Bedeutung dieser Wendestelle im Sachzusammenhang.

Denkanstöße

- Bei konstantem positivem Zähler wird der Bruch maximal, wenn sein Nenner minimal ist. - Setze den gegebenen Wendestellen-Zeitpunkt in den Funktionsterm ein. - Welche besondere Eigenschaft besitzt die Änderungsrate an einer Wendestelle im fallenden Bereich?

Lösung

1. Der Funktionsterm ist maximal, wenn sein positiver Nenner minimal ist. Wegen \((t-10)^2\ge0\) geschieht dies bei \(t=10\). Daher ist \(k(10)=\frac{80}{12}=\frac{20}{3}\,\text{mg/L}\approx6{,}67\,\text{mg/L}\). 2. An der gegebenen Wendestelle ist \(k(12)=\frac{80}{4+12}=5\,\text{mg/L}\). 3. Im fallenden Bereich kennzeichnet diese Wendestelle ein lokales Minimum der Änderungsrate \(k'\). Daher nimmt die Konzentration bei \(t=12\,\text{h}\) lokal am schnellsten ab.

Antwort

a) Nach \(10\,\text{h}\); \(k(10)=\frac{20}{3}\,\text{mg/L}\approx6{,}67\,\text{mg/L}\) b) \(k(12)=5\,\text{mg/L}\); dort nimmt die Konzentration lokal am schnellsten ab.
43499811
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(g\). An welchen Stellen besitzt der Graph eine waagerechte Tangente? Benenne für jede dieser Stellen die Art des zugehörigen Punkts: Hochpunkt, Tiefpunkt oder Terrassenpunkt.
Abbildung zur Aufgabe 434998

Denkanstöße

- Suche die Stellen, an denen der Graph kurz waagerecht verläuft. - Ändert der Graph dort seine Monotonierichtung oder setzt er sie fort? - Ein Terrassenpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente.

Lösung

1. Waagerechte Tangenten liegen an den Stellen mit Steigung null. 2. Bei \(x=-3\) wechselt der Graph von zunehmend zu abnehmend; dort liegt ein Hochpunkt vor. 3. Bei \(x=0\) ist der Graph waagerecht, setzt seinen abnehmenden Verlauf danach aber fort und wechselt die Krümmung; dort liegt ein Terrassenpunkt vor. 4. Bei \(x=3\) wechselt der Graph von abnehmend zu zunehmend; dort liegt ein Tiefpunkt vor.

Antwort

\(x=-3\): Hochpunkt \(x=0\): Terrassenpunkt \(x=3\): Tiefpunkt
42244411
Betrachte ganzrationale Funktionen \(f\) und ihre Ableitungen \(f'\) bzw. \(f''\). Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen. a) Jede ganzrationale Funktion vierten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle. b) Wenn \(f'\) in einem Intervall \(I\) streng monoton zunimmt, dann ist der Graph von \(f\) in diesem Intervall linksgekrümmt. c) Damit \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Maximum besitzt, muss zwingend \(f''(x_0)<0\) gelten. d) Eine ganzrationale Funktion dritten Grades besitzt immer genau zwei Monotonieintervalle.

Denkanstöße

- Welchen Grad hat \(f'\), wenn \(f\) vom Grad 4 ist? - Was bedeutet eine zunehmende Ableitungsfunktion geometrisch für die Tangentensteigungen von \(f\)? - Suche für c) nach einem lokalen Maximum mit besonders flachem Verlauf. - Welche unterschiedlichen Vorzeichenmuster kann die quadratische Ableitung einer Funktion dritten Grades haben?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Die Ableitung eines Polynoms vierten Grades ist ein Polynom dritten Grades und besitzt mindestens eine reelle Nullstelle. Wegen des entgegengesetzten Endverhaltens von \(f'\) gibt es mindestens eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel, also mindestens eine lokale Extremstelle von \(f\). 2. Aussage b) ist wahr. Wenn \(f'\) streng monoton zunimmt, werden die Tangentensteigungen größer; das entspricht Linkskrümmung von \(f\). 3. Aussage c) ist falsch. Die Bedingung \(f''(x_0)<0\) ist hinreichend, aber nicht notwendig. Zum Beispiel hat \(f(x)=-x^4\) bei \(x=0\) ein lokales Maximum, obwohl \(f''(0)=0\). 4. Aussage d) ist falsch. Eine ganzrationale Funktion dritten Grades kann auf ganz \(\mathbb{R}\) streng monoton sein oder zwei lokale Extremstellen besitzen. Entsprechend entstehen ein oder drei maximale Monotonieintervalle, nicht zwingend zwei.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Falsch
42245011
Die erste Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) ist gegeben durch \(f'(x)=x^3-6x^2+9x\). Ermittle die Stellen, an denen der Graph von \(f\) waagerechte Tangenten hat. Entscheide jeweils mit Begründung, um welche Art von Kurvenpunkt (Hochpunkt, Tiefpunkt oder Terrassenpunkt) es sich an diesen Stellen handelt.

Denkanstöße

- Faktorisiere \(f'\), um die Stellen mit waagerechter Tangente zu finden. - Wenn \(f''\) an einer solchen Stelle gleich \(0\) ist, reicht der zweite-Ableitungs-Test nicht aus. - Prüfe dann sowohl das Vorzeichen von \(f'\) als auch, ob tatsächlich ein Krümmungswechsel vorliegt.

Lösung

1. Faktorisieren liefert \(f'(x)=x(x-3)^2\). Daher liegen waagerechte Tangenten bei \(x=0\) und \(x=3\). 2. Die zweite Ableitung lautet \(f''(x)=3x^2-12x+9\). Für \(x=0\) gilt \(f''(0)=9>0\), also liegt dort ein lokaler Tiefpunkt vor. 3. Für \(x=3\) gilt \(f''(3)=0\); der zweite-Ableitungs-Test ist dort nicht entscheidend. Außerdem ist \(f'(x)=x(x-3)^2\) in einer Umgebung von \(3\) auf beiden Seiten positiv, also liegt kein Extremum vor. 4. Die dritte Ableitung ist \(f'''(x)=6x-12\), damit gilt \(f'''(3)=6\neq0\). Also wechselt \(f''\) bei \(x=3\) das Vorzeichen. Zusammen mit \(f'(3)=0\) ist dies ein Terrassenpunkt.

Antwort

Waagerechte Tangenten liegen bei \(x=0\) und \(x=3\). Bei \(x=0\) liegt ein Tiefpunkt vor. Bei \(x=3\) liegt ein Terrassenpunkt vor, weil \(f'(3)=0\), kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt und \(f'''(3)=6\neq0\) den Krümmungswechsel sichert.
42249211
Noah behauptet: „Jede ganzrationale Funktion vierten Grades hat entweder genau eine oder genau drei Extremstellen. Genau zwei Extremstellen sind bei diesem Grad nicht möglich.“ Beurteile, ob diese Aussage wahr ist. Begründe deine Entscheidung, indem du die möglichen Nullstellenkonstellationen der Ableitungsfunktion \(f'\) untersuchst.

Denkanstöße

- Verknüpfe den Grad von \(f\) mit dem Grad von \(f'\) und den möglichen Vielfachheiten ihrer reellen Nullstellen. - Nicht jede Nullstelle von \(f'\) erzeugt eine Extremstelle; entscheidend ist das lokale Verhalten des Vorzeichens. - Untersuche, welche Nullstellenkonstellationen bei einem Polynom dritten Grades möglich sind und wie viele Vorzeichenwechsel daraus entstehen können. - Nutze das Endverhalten von \(f'\) als Kontrolle für die mögliche Anzahl der Vorzeichenwechsel.

Lösung

1. Eine ganzrationale Funktion \(f\) vierten Grades besitzt eine Ableitungsfunktion \(f'\) dritten Grades. 2. Eine Extremstelle von \(f\) setzt voraus, dass \(f'(x) = 0\) gilt und an dieser Stelle ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) stattfindet. 3. Hat \(f'\) drei einfache reelle Nullstellen, wechselt das Vorzeichen an jeder davon; \(f\) besitzt dann drei Extremstellen. 4. Hat \(f'\) eine einfache und eine doppelte reelle Nullstelle, findet nur an der einfachen Nullstelle ein Vorzeichenwechsel statt; \(f\) besitzt dann genau eine Extremstelle. 5. Hat \(f'\) eine dreifache reelle Nullstelle, findet dort ein Vorzeichenwechsel statt; auch dann besitzt \(f\) genau eine Extremstelle. 6. Hat \(f'\) nur eine einfache reelle Nullstelle und zwei nicht reelle Nullstellen, findet genau ein reeller Vorzeichenwechsel statt; \(f\) besitzt wiederum genau eine Extremstelle. 7. Damit sind bei einer Funktion vierten Grades genau eine oder genau drei Extremstellen möglich. Noahs Aussage ist wahr.

Antwort

Die Aussage ist wahr. Die Ableitungsfunktion \(f'\) hat Grad 3. Je nach Vielfachheit und Anzahl ihrer reellen Nullstellen wechselt sie ihr Vorzeichen an genau einer oder an drei Stellen. Daher besitzt \(f\) genau eine oder genau drei Extremstellen, nicht zwei.
42265211
Entscheide, ob die folgenden Aussagen für eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(n\) wahr oder falsch sind. a) Eine Funktion 4. Grades kann genau zwei Wendestellen besitzen. b) Hat eine ganzrationale Funktion genau zwei Extremstellen, dann muss ihr Grad \(n\) ungerade sein. c) Besitzt eine ganzrationale Funktion keinen Wendepunkt, so muss ihr Grad \(n=2\) sein.

Denkanstöße

- Kannst du ein Beispiel für eine Funktion 4. Grades finden, deren zweite Ableitung zwei einfache Nullstellen hat? - Überlege dir, wie das Vorzeichen der Ableitung an den Rändern des Definitionsbereichs bei geradem und ungeradem Grad zusammenhängt. - Gibt es Funktionen mit einem Grad höher als 2, deren Krümmung sich nie ändert?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Beispiel: Für \(f(x) = x^4 - 6x^2\) ist \(f''(x) = 12x^2 - 12\). Die Gleichung \(12x^2 - 12 = 0\) hat die Lösungen \(x_1 = 1\) und \(x_2 = -1\). An beiden Stellen liegt ein Vorzeichenwechsel von \(f''\) vor. 2. Aussage b) ist wahr. Die Anzahl der Extremstellen entspricht der Anzahl der Vorzeichenwechsel der Ableitungsfunktion \(f'\) (Grad \(n-1\)). Da das Grenzverhalten von \(f'\) für \(x \to \pm\infty\) bei geradem Grad \(n-1\) gleich ist (beide gegen \(+\infty\) oder beide gegen \(-\infty\)), muss die Anzahl der Vorzeichenwechsel gerade sein (0, 2, 4, ...). Damit \(n-1\) gerade ist, muss \(n\) ungerade sein. 3. Aussage c) ist falsch. Gegenbeispiel: Die Funktion \(f(x) = x^4\) hat die zweite Ableitung \(f''(x) = 12x^2\). Diese hat zwar eine Nullstelle bei \(x = 0\), aber keinen Vorzeichenwechsel. Somit besitzt die Funktion 4. Grades keinen Wendepunkt.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^4\))
42285811
Betrachte eine dreimal differenzierbare Funktion \(f\). Untersuche die folgenden Zusammenhänge zwischen ihren Ableitungen und den Eigenschaften des Graphen. Entscheide, welche Aussagen wahr sind, und begründe. a) Besitzt \(f'\) bei \(x_0\) eine lokale Extremstelle und wechselt \(f''\) dort das Vorzeichen, so hat \(f\) bei \(x_0\) eine Wendestelle. b) Wenn \(f\) bei \(x_0\) einen Terrassenpunkt besitzt, dann ist \(x_0\) eine Nullstelle von \(f'\) und zugleich eine lokale Extremstelle von \(f'\). c) Die Bedingung \(f'''(x_0)\neq0\) ist hinreichend dafür, dass \(f\) bei \(x_0\) eine Wendestelle besitzt. d) Gilt \(f'(x_0)=0\), \(f''(x_0)=0\) und \(f'''(x_0)<0\), so liegt bei \(x_0\) ein Terrassenpunkt mit einem Übergang von Links- zu Rechtskrümmung vor.

Denkanstöße

- Übersetze jede Aussage zuerst in eine Aussage über Monotonie oder Vorzeichen einer Ableitungsfunktion. - Welche beiden Eigenschaften charakterisieren einen Terrassenpunkt? - Prüfe bei c), ob die genannte Bedingung allein überhaupt sicherstellt, dass \(f''\) null ist. - Welche lokale Änderung von \(f''\) folgt aus einer negativen Steigung von \(f''\) an einer Nullstelle?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Der angegebene Vorzeichenwechsel von \(f''\) bedeutet einen Krümmungswechsel von \(f\), also liegt eine Wendestelle vor. 2. Aussage b) ist wahr. Ein Terrassenpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente, also gilt \(f'(x_0)=0\). Weil die Krümmung wechselt, ändert \(f'\) dort seine Monotonierichtung und besitzt eine lokale Extremstelle. 3. Aussage c) ist falsch. Allein \(f'''(x_0)\neq0\) reicht nicht; zusätzlich muss \(f''(x_0)=0\) gelten. Zum Beispiel ist bei \(f(x)=x^3+x^2\) zwar \(f'''(0)=6\neq0\), aber \(f''(0)=2\), also liegt bei \(x=0\) keine Wendestelle vor. 4. Aussage d) ist wahr. Aus \(f''(x_0)=0\) und \(f'''(x_0)<0\) folgt lokal ein Vorzeichenwechsel von \(f''\) von positiv zu negativ, also von Links- zu Rechtskrümmung. Zusammen mit \(f'(x_0)=0\) liegt ein Terrassenpunkt vor.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Wahr
42910111
Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(6\) mit \(f(x)=a_6x^6+a_5x^5+\dots+a_1x+a_0\) und \(a_6\ne0\). a) Begründe, weshalb der Graph von \(f\) höchstens fünf lokale Extremstellen besitzen kann, und gib ein Beispiel an, bei dem fünf tatsächlich auftreten. b) Ermittle die maximal mögliche Anzahl an Wendestellen und gib ebenfalls ein Beispiel an, bei dem diese Anzahl erreicht wird.

Denkanstöße

- Welchen Grad haben \(f'\) und \(f''\), wenn \(f\) Grad \(6\) hat? - Warum liefert die Anzahl möglicher Nullstellen der Ableitungen zunächst nur eine obere Schranke? - Welche zusätzliche Eigenschaft der Nullstellen muss ein Beispiel erfüllen, damit tatsächlich Extrem- beziehungsweise Wendestellen entstehen?

Lösung

1. Die Ableitungsfunktion \(f'\) hat Grad \(5\) und daher höchstens fünf reelle Nullstellen. Jede lokale Extremstelle muss eine Nullstelle von \(f'\) sein, also sind höchstens fünf lokale Extremstellen möglich. 2. Für \(p(x)=\frac{1}{6}x^6-\frac{5}{4}x^4+2x^2\) gilt \(p'(x)=x(x^2-1)(x^2-4)\). Die fünf Nullstellen \(-2,-1,0,1,2\) sind einfach; \(p'\) wechselt an jeder das Vorzeichen. Daher besitzt \(p\) fünf lokale Extremstellen. 3. Die zweite Ableitungsfunktion einer Funktion sechsten Grades hat Grad \(4\). Deshalb kann \(f''\) höchstens vier reelle Nullstellen besitzen, also kann \(f\) höchstens vier Wendestellen besitzen. 4. Für dasselbe Beispiel gilt \(p''(x)=5x^4-15x^2+4\). Mit \(y=x^2\) ergibt sich \(5y^2-15y+4=0\) mit den beiden positiven Lösungen \(y=\frac{15\pm\sqrt{145}}{10}\). Damit besitzt \(p''\) vier verschiedene einfache reelle Nullstellen, an denen jeweils ein Vorzeichenwechsel stattfindet. Also besitzt \(p\) vier Wendestellen.

Antwort

a) Höchstens fünf lokale Extremstellen; erreichbar zum Beispiel bei \(p(x)=\frac{1}{6}x^6-\frac{5}{4}x^4+2x^2\). b) Höchstens vier Wendestellen; beim selben Beispiel werden vier erreicht.
42910211
Eine ganzrationale Funktion \(g\) besitzt genau vier lokale Extremstellen. a) Bestimme den kleinstmöglichen Grad von \(g\). Begründe. b) Untersuche, ob der Grad von \(g\) gerade oder ungerade sein muss. Nutze für deine Begründung das Verhalten für \(x\to\infty\) und \(x\to-\infty\).

Denkanstöße

- Welche notwendige Bedingung erfüllt jede lokale Extremstelle einer differenzierbaren Funktion? - Wie viele verschiedene Nullstellen muss \(g'\) deshalb mindestens besitzen? - Vergleiche das Endverhalten von Polynomen geraden und ungeraden Grades. - Wenn lokale Maxima und Minima abwechseln: Welche Anzahl von Richtungswechseln passt zu gleichgerichteten beziehungsweise entgegengesetzten Enden?

Lösung

1. Zu jeder lokalen Extremstelle im Inneren von \(\mathbb{R}\) gehört eine Nullstelle von \(g'\). Bei vier lokalen Extremstellen muss \(g'\) daher mindestens vier verschiedene Nullstellen besitzen. 2. Eine ganzrationale Funktion mit mindestens vier verschiedenen Nullstellen hat mindestens Grad 4. Somit hat \(g'\) mindestens Grad 4 und \(g\) mindestens Grad 5. 3. Bei einem Polynom geraden Grades zeigen beide Enden des Graphen in dieselbe Richtung. Beim Durchlaufen des Graphen von links nach rechts müssen lokale Maxima und Minima abwechseln; damit beginnt und endet die Folge der lokalen Extrema mit demselben Typ und ihre Anzahl ist ungerade. 4. Vier lokale Extremstellen sind daher mit geradem Grad nicht möglich. Bei ungeradem Grad zeigen die beiden Enden in entgegengesetzte Richtungen, sodass eine gerade Anzahl lokaler Extremstellen möglich ist. Der Grad von \(g\) muss also ungerade sein; der kleinste mögliche Grad ist \(5\).

Antwort

a) Kleinstmöglicher Grad: \(5\). b) Der Grad muss ungerade sein.
42920611
Untersuche, ob die folgenden Aussagen für ganzrationale Funktionen \(f\) wahr oder falsch sind. Begründe deine Entscheidung durch eine allgemeine Überlegung oder ein geeignetes Gegenbeispiel. a) Zwischen zwei Wendestellen einer ganzrationalen Funktion liegt stets mindestens eine lokale Extremstelle. b) Jede ganzrationale Funktion \(f\) mit einem Grad \(n \geq 3\), deren Graph punktsymmetrisch zum Ursprung ist, besitzt an der Stelle \(x=0\) einen Wendepunkt.

Denkanstöße

- Kannst du eine Funktion finden, die zwar Kurvenkrümmungen ändert, aber deren Steigung immer positiv bleibt? - Welche Exponenten treten bei einer punktsymmetrischen ganzrationalen Funktion auf? - Was bedeutet Punktsymmetrie für die zweite Ableitung an der Stelle \(0\)? - Denk an die notwendigen und hinreichenden Kriterien für Wendestellen.

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{2}{3}x^3 + 5x\). Die zweite Ableitung \(f''(x) = 4x^3 - 4x = 4x(x^2 - 1)\) hat Nullstellen mit Vorzeichenwechsel bei \(x_1 = -1\), \(x_2 = 0\) und \(x_3 = 1\), also liegen dort Wendestellen vor. Die erste Ableitung \(f'(x) = x^4 - 2x^2 + 5\) hat jedoch keine reellen Nullstellen (da die Diskriminante von \(z^2 - 2z + 5\) negativ ist), weshalb die Funktion keine Extremstellen besitzt. 2. Aussage b) ist wahr. Punktsymmetrie zum Ursprung bedeutet bei ganzrationalen Funktionen, dass nur ungerade Exponenten vorkommen. Somit gilt \(f(x) = a_n x^n + a_{n-2} x^{n-2} + \dots + a_1 x\). Die zweite Ableitung \(f''(x)\) enthält dann ebenfalls nur ungerade Exponenten (z. B. \(x^3 \to 6x\)). Da \(f''\) eine ungerade Funktion ist, gilt \(f''(0) = 0\). Da \(f\) vom Grad \(n \geq 3\) ist, ist \(f''\) kein Nullpolynom. Ein ungerades Polynom wechselt an der Stelle \(x=0\) stets das Vorzeichen, womit die Bedingung für einen Wendepunkt erfüllt ist.

Antwort

a) Falsch. Gegenbeispiel: \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{2}{3}x^3 + 5x\). Diese Funktion besitzt Wendestellen, aber keine Extremstellen. b) Wahr. Bei Punktsymmetrie zum Ursprung ist \(f''(x)\) eine ungerade Funktion mit \(f''(0) = 0\) und einem Vorzeichenwechsel an dieser Stelle.
43244211
Der abgebildete Graph zeigt die ganzrationale Funktion \(f\) mit \(f(x)=5x^4-14x^3-40x^2+168x\) im Intervall \([-3{,}5;4]\). Beim Betrachten des Graphen im Bereich \(x\approx2\) vermutet Leon, dass dort ein Terrassenpunkt vorliegt. a) Überprüfe diese Vermutung rechnerisch ohne graphische Hilfsmittel, indem du alle lokalen Extrempunkte und mögliche Terrassenpunkte von \(f\) bestimmst. Es gilt \(f'(x)=2(x^2-4)(10x-21)\). b) Begründe anhand deiner Ergebnisse, warum der optische Eindruck im Graphen täuscht.
Abbildung zur Aufgabe 432442

Denkanstöße

- Nutze die faktorisierte erste Ableitung, um alle stationären Stellen vollständig zu erfassen. - Klassifiziere jede stationäre Stelle mit einem geeigneten Kriterium. - Vergleiche anschließend Lage und Funktionswerte der beiden sehr nahen stationären Stellen mit dem Maßstab der Abbildung.

Lösung

1. Aus \(f'(x)=2(x^2-4)(10x-21)=0\) folgen die stationären Stellen \(x=-2\), \(x=2\) und \(x=2{,}1\). 2. Die zweite Ableitung lautet \(f''(x)=60x^2-84x-80\). 3. Es gilt \(f''(-2)=328>0\), also liegt \(T_1(-2|-304)\) vor. 4. Es gilt \(f''(2)=-8<0\), also liegt \(H(2|144)\) vor. 5. Es gilt \(f''(2{,}1)=8{,}2>0\), also liegt \(T_2(2{,}1|143{,}9865)\) vor. 6. Da dies alle Nullstellen von \(f'\) sind und an keiner davon \(f''=0\) gilt, besitzt die Funktion keinen Terrassenpunkt. 7. Die beiden Extremstellen \(x=2\) und \(x=2{,}1\) liegen nur \(0{,}1\) auseinander; ihre Funktionswerte unterscheiden sich nur um \(0{,}0135\). Im dargestellten Maßstab erscheint dieser kleine Ausschlag nahezu waagerecht.

Antwort

a) \(T_1(-2|-304)\), \(H(2|144)\), \(T_2(2{,}1|143{,}9865)\); kein Terrassenpunkt. b) Die beiden nahe beieinanderliegenden Extremstellen bei \(x=2\) und \(x=2{,}1\) unterscheiden sich in der Höhe nur um \(0{,}0135\), was im Maßstab kaum sichtbar ist.
43244911
In der Abbildung ist der Graph einer ganzrationalen Funktion \(f\) fünften Grades dargestellt. Es wird vermutet, dass \(f(x)=12x^5-30x^4+20x^3\) gilt. Anhand des Graphen lässt sich vermuten, dass bei \(x=0\) und \(x=1\) Terrassenpunkte vorliegen. a) Bestimme rechnerisch alle Stellen mit waagerechter Tangente. b) Zeige, dass an beiden Stellen tatsächlich Terrassenpunkte vorliegen, und gib ihre Koordinaten an. c) Der Graph besitzt zwischen ihnen einen weiteren Wendepunkt. Bestimme dessen Koordinaten und die Steigung dort. Begründe, warum dieser Wendepunkt kein Terrassenpunkt ist.
Abbildung zur Aufgabe 432449

Denkanstöße

- Waagerechte Tangenten findest du über die Nullstellen von \(f'\). - Wie kannst du eine Wendestelle mithilfe von \(f''\) und \(f'''\) hinreichend bestätigen? - Welche zusätzliche Bedingung unterscheidet einen Terrassenpunkt von einem Wendepunkt ohne waagerechte Tangente?

Lösung

1. Es gilt \(f'(x)=60x^4-120x^3+60x^2=60x^2(x-1)^2\). Daher liegen waagerechte Tangenten bei \(x=0\) und \(x=1\) vor. 2. Die weiteren Ableitungen sind \(f''(x)=240x^3-360x^2+120x\) und \(f'''(x)=720x^2-720x+120\). 3. Bei \(x=0\) gilt \(f''(0)=0\) und \(f'''(0)=120\neq0\). Damit liegt eine Wendestelle vor; wegen \(f'(0)=0\) ist sie ein Terrassenpunkt. Mit \(f(0)=0\) ist \(S_1(0|0)\). 4. Bei \(x=1\) gilt \(f''(1)=0\) und \(f'''(1)=120\neq0\). Wegen \(f'(1)=0\) liegt auch hier ein Terrassenpunkt vor. Mit \(f(1)=2\) ist \(S_2(1|2)\). 5. Aus \(f''(x)=120x(2x-1)(x-1)=0\) folgt zusätzlich \(x=0{,}5\). Dort gilt \(f'''(0{,}5)=-60\neq0\), also liegt eine Wendestelle vor. Es ist \(f(0{,}5)=1\) und \(f'(0{,}5)=3{,}75\). 6. Da die Steigung bei \(W(0{,}5|1)\) nicht null ist, besitzt der Graph dort keine waagerechte Tangente; der Wendepunkt ist daher kein Terrassenpunkt.

Antwort

a) \(x=0\) und \(x=1\) b) \(S_1(0|0)\) und \(S_2(1|2)\) sind Terrassenpunkte. c) \(W(0{,}5|1)\) mit Steigung \(3{,}75\); kein Terrassenpunkt, weil \(f'(0{,}5)\neq0\).
43400811
Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(g\) mit \(g(x)=0{,}1x^4-0{,}8x^3+2{,}4x^2-3{,}2x+4\). Mira betrachtet einen stark vergrößerten Ausschnitt des Graphen und vermutet: „Da der Graph bei \(x=2\) sehr flach verläuft und dort eine waagerechte Tangente hat, muss ein Terrassenpunkt vorliegen.“ a) Zeige rechnerisch, dass bei \(x=2\) die notwendigen Bedingungen \(g'(2)=0\) und \(g''(2)=0\) erfüllt sind. b) Überprüfe Miras Vermutung mit dem Vorzeichenwechselkriterium oder höheren Ableitungen. Entscheide begründet, ob tatsächlich ein Terrassenpunkt vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 434008

Denkanstöße

- Prüfe zuerst die beiden in a) genannten Bedingungen direkt. - Diese Bedingungen allein entscheiden die Punktart noch nicht. - Untersuche in b) konsequent entweder das Vorzeichen von \(g'\) links und rechts von \(2\) oder die höheren Ableitungen.

Lösung

1. Es gilt \(g'(x)=0{,}4x^3-2{,}4x^2+4{,}8x-3{,}2\), \(g''(x)=1{,}2x^2-4{,}8x+4{,}8\), \(g^{(3)}(x)=2{,}4x-4{,}8\) und \(g^{(4)}(x)=2{,}4\). 2. Bei \(x=2\) gilt \(g'(2)=0\) und \(g''(2)=0\). 3. Es ist \(g'(x)=0{,}4(x-2)^3\). Daher gilt für \(x<2\) die Ungleichung \(g'(x)<0\) und für \(x>2\) gilt \(g'(x)>0\). Die erste Ableitung wechselt von negativ zu positiv; somit liegt eine lokale Minimalstelle vor. 4. Alternativ gilt \(g^{(3)}(2)=0\) und \(g^{(4)}(2)=2{,}4>0\), was ebenfalls eine lokale Minimalstelle bestätigt. 5. Miras Vermutung ist falsch: Bei \(x=2\) liegt kein Terrassenpunkt vor.

Antwort

a) \(g'(2)=0\) und \(g''(2)=0\). b) Kein Terrassenpunkt; bei \(x=2\) liegt eine lokale Minimalstelle vor.

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