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Gegeben ist die Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) durch \(f': x \mapsto -x^2 + 4x - 3\). Bestimme alle Stellen, an denen der Graph von \(f\) eine waagerechte Tangente besitzt. Untersuche und erläutere zudem, ob an diesen Stellen ein Hochpunkt, ein Tiefpunkt oder ein Terrassenpunkt vorliegt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die Steigung an einer Stelle mit waagerechter Tangente gelten? - Wie kannst du mithilfe der zweiten Ableitung oder eines Vorzeichenwechselkriteriums die Art eines Extrempunktes bestimmen? - Erinnere dich daran, was ein positives oder negatives Ergebnis der zweiten Ableitung über die Krümmung und damit über den Typ des Punktes aussagt.

Lösung

1. Berechnung der Stellen mit waagerechter Tangente durch Nullsetzen der Ableitung: \(-x^2 + 4x - 3 = 0\). Anwendung der Mitternachtsformel oder Faktorisieren ergibt \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 3\). 2. Bestimmung der zweiten Ableitung zur Klassifizierung: \(f''(x) = -2x + 4\). 3. Überprüfung von \(x_1 = 1\): \(f''(1) = -2 \cdot 1 + 4 = 2\). Da \(f'(1) = 0\) und \(f''(1) > 0\), liegt an der Stelle \(x = 1\) ein Tiefpunkt vor. 4. Überprüfung von \(x_2 = 3\): \(f''(3) = -2 \cdot 3 + 4 = -2\). Da \(f'(3) = 0\) und \(f''(3) < 0\), liegt an der Stelle \(x = 3\) ein Hochpunkt vor.

Antwort

Waagerechte Tangenten liegen an den Stellen \(x = 1\) und \(x = 3\) vor. An der Stelle \(x = 1\) befindet sich ein Tiefpunkt (da \(f''(1) = 2 > 0\)). An der Stelle \(x = 3\) befindet sich ein Hochpunkt (da \(f''(3) = -2 < 0\)).
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Gib die Gleichung einer ganzrationalen Funktion \(f\) an, die an der Stelle \(x = -3\) eine waagerechte Tangente besitzt, dort jedoch keine lokale Extremstelle aufweist. Der Graph der Funktion soll durch den Punkt \(P(-3 \mid 2)\) verlaufen.

Denkanstöße

- Welche besondere Art von Punkt hat eine waagerechte Tangente, ist aber weder ein Hoch- noch ein Tiefpunkt? - Erinnere dich an den Verlauf der Funktion \(g(x) = x^3\). Wo hat sie eine waagerechte Tangente? - Wie kannst du einen Funktionsterm im Koordinatensystem verschieben, um einen bestimmten Punkt zu erreichen? - Was muss für die erste Ableitung an einer Stelle gelten, damit dort kein Extremum vorliegt, obwohl die Steigung null ist?

Lösung

1. Identifikation des Punkttyps: Eine waagerechte Tangente ohne Extremstelle entspricht einem Sattelpunkt (Terrassenpunkt). 2. Wahl eines geeigneten Funktionstyps: Die einfachste ganzrationale Funktion mit dieser Eigenschaft ist eine verschobene Potenzfunktion dritten Grades der Form \(f(x) = a \cdot (x - x_0)^3 + y_0\). 3. Bestimmung der Parameter: Mit der Stelle \(x_0 = -3\) und dem Funktionswert \(y_0 = 2\) ergibt sich für \(a = 1\) der Term \(f(x) = (x + 3)^3 + 2\). 4. Überprüfung der Bedingungen: \(f(-3) = (-3 + 3)^3 + 2 = 2\); die erste Ableitung \(f'(x) = 3(x + 3)^2\) liefert \(f'(-3) = 0\). Da \(3(x + 3)^2 \geq 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\), findet bei \(x = -3\) kein Vorzeichenwechsel der Ableitung statt, weshalb kein Extremum vorliegt.

Antwort

\(f(x) = (x + 3)^3 + 2\) (oder eine andere Funktion mit Sattelpunkt bei \((-3 \mid 2)\), z. B. \(f(x) = -(x + 3)^3 + 2\))
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Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad 6 mit \(f(x) = a_6 x^6 + a_5 x^5 + \dots + a_1 x + a_0\) und \(a_6 \neq 0\). a) Begründe, weshalb der Graph der Funktion \(f\) höchstens 5 Extrempunkte besitzen kann. b) Ermittle die maximal mögliche Anzahl an Wendepunkten für eine solche Funktion und begründe dein Ergebnis unter Berücksichtigung der Ableitungsfunktionen.

Denkanstöße

- Welchen Grad hat die erste Ableitung einer Funktion vom Grad 6? - Wie hängen die Nullstellen der Ableitungsfunktion mit den Extremstellen der Originalfunktion zusammen? - Wie viele Nullstellen kann eine ganzrationale Funktion eines bestimmten Grades höchstens haben? - Welche Ableitung benötigst du, um Aussagen über Wendepunkte zu treffen?

Lösung

1. Eine lokale Extremstelle liegt nur dort vor, wo die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) erfüllt ist. Die Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion vom Grad 6 ist eine ganzrationale Funktion vom Grad \(6 - 1 = 5\). Da eine ganzrationale Funktion vom Grad \(k\) maximal \(k\) Nullstellen besitzt, hat \(f'\) höchstens 5 Nullstellen. Folglich kann \(f\) maximal 5 Extremstellen (und damit Extrempunkte) haben. 2. Wendestellen sind Stellen, an denen die zweite Ableitung \(f''(x) = 0\) ist (notwendige Bedingung). Die zweite Ableitungsfunktion \(f''\) hat den Grad \(6 - 2 = 4\). Eine ganzrationale Funktion vierten Grades hat höchstens 4 Nullstellen. Somit kann der Graph von \(f\) maximal 4 Wendepunkte besitzen.

Antwort

a) Die Ableitungsfunktion \(f'\) hat den Grad 5 und somit maximal 5 Nullstellen. Da Extremstellen Nullstellen der ersten Ableitung sein müssen, gibt es höchstens 5 Extrempunkte. b) Maximal 4 Wendepunkte. Die zweite Ableitung \(f''\) hat den Grad 4 und somit maximal 4 Nullstellen, was die Anzahl der möglichen Wendestellen begrenzt.
42911111
Untersuche die Funktion \(f\) mit \(f(x) = 4x - \frac{3}{x}\) für \(x \neq 0\) auf relative Extremstellen. Zeige rechnerisch, dass diese Funktion keine relativen Extremstellen besitzen kann.

Denkanstöße

- Was ist die notwendige Bedingung für die Existenz einer Extremstelle? - Wie lautet die Ableitung von \(\frac{1}{x}\)? - Kannst du begründen, warum die Ableitungsfunktion für keinen Wert des Definitionsbereichs null werden kann? - Betrachte die Vorzeichen der einzelnen Summanden in der Ableitung.

Lösung

1. Bestimmung der Ableitungsfunktion: \(f'(x) = 4 + \frac{3}{x^2}\). 2. Ansatz für Extremstellen: \(f'(x) = 0\). 3. Untersuchung der Gleichung: Da \(x^2 > 0\) für alle \(x \in \mathbb{R} \setminus \{0\}\) gilt, ist der Term \(\frac{3}{x^2}\) stets positiv. 4. Daraus folgt \(f'(x) = 4 + \frac{3}{x^2} \geq 4\) für den gesamten Definitionsbereich. 5. Da die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) für keinen Wert erfüllt werden kann, besitzt die Funktion keine kritischen Stellen und somit keine relativen Extremstellen.

Antwort

Die Ableitung \(f'(x) = 4 + \frac{3}{x^2}\) ist für alle \(x \neq 0\) stets größer als null (\(f'(x) > 0\)). Da die notwendige Bedingung für Extremstellen \(f'(x) = 0\) nie erfüllt ist, besitzt die Funktion keine relativen Extremstellen.
42912311
Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = x^5 + 2x^3\). a) Weise nach, dass an der Stelle \(x_0 = 0\) die notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle erfüllt ist. b) Untersuche mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums, ob an der Stelle \(x_0 = 0\) ein relatives Extremum vorliegt. Begründe dein Ergebnis.

Denkanstöße

- Was bedeutet die notwendige Bedingung für die erste Ableitung an einer Extremstelle? - Wie verhält sich die Steigung der Funktion kurz vor und kurz nach der betrachteten Stelle? - Erinnere dich daran, dass ein Quadrat oder eine vierte Potenz einer Zahl niemals negativ ist. - Was muss bei der ersten Ableitung passieren, damit ein Hoch- oder Tiefpunkt vorliegt?

Lösung

1. Berechnung der ersten Ableitung: \(f'(x) = 5x^4 + 6x^2\). 2. Überprüfung der notwendigen Bedingung an der Stelle \(x_0 = 0\): \(f'(0) = 5 \cdot 0^4 + 6 \cdot 0^2 = 0\). Die Bedingung ist somit erfüllt. 3. Untersuchung des Vorzeichenwechsels von \(f'\) an der Stelle \(x_0 = 0\): Da \(x^4 \ge 0\) und \(x^2 \ge 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) gilt, ist \(f'(x) = 5x^4 + 6x^2\) für alle \(x \neq 0\) stets positiv. 4. Schlussfolgerung: Da \(f'(x)\) sowohl für \(x < 0\) als auch für \(x > 0\) positiv ist, findet an der Stelle \(x_0 = 0\) kein Vorzeichenwechsel statt. Folglich liegt dort kein relatives Extremum, sondern ein Sattelpunkt vor.

Antwort

a) \(f'(x) = 5x^4 + 6x^2\); Einsetzen ergibt \(f'(0) = 0\). Damit ist die notwendige Bedingung erfüllt. b) Es liegt kein relatives Extremum vor, da \(f'(x) > 0\) für alle \(x \neq 0\) gilt. Da die erste Ableitung vor und nach \(x_0 = 0\) das gleiche Vorzeichen besitzt (kein Vorzeichenwechsel), handelt es sich um einen Sattelpunkt.
42913511
Formuliere die folgenden mathematischen Sachverhalte aus der Kurvendiskussion unter Verwendung des Wortes „notwendig“. a) Wenn eine differenzierbare Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt, dann ist dort die Steigung der Tangente null (\(f'(x_0) = 0\)). b) Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt aufweist, dann ist dort die zweite Ableitung null (\(f''(x_0) = 0\)). c) Jede Funktion, die an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, muss dort auch stetig sein.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche der Teilaussagen die Voraussetzung ist und welche die zwangsläufige Folge daraus. - Erinnere dich an die logische Struktur: Wenn aus einer Eigenschaft \(A\) immer die Eigenschaft \(B\) folgt, dann ist \(B\) eine notwendige Bedingung für \(A\). - Gibt es einen Zustand, der auf jeden Fall erfüllt sein muss, damit etwas anderes überhaupt möglich ist?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist eine notwendige Bedingung für die Existenz eines lokalen Extremums an der Stelle \(x_0\). 2. Teilaufgabe b): Für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion ist es eine notwendige Bedingung für das Vorliegen eines Wendepunkts, dass die zweite Ableitung an der Stelle \(x_0\) den Wert null annimmt (\(f''(x_0) = 0\)). 3. Teilaufgabe c): Die Stetigkeit einer Funktion an der Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für ihre Differenzierbarkeit an dieser Stelle.

Antwort

a) \(f'(x_0) = 0\) ist eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum an der Stelle \(x_0\). b) Für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion ist \(f''(x_0) = 0\) eine notwendige Bedingung für einen Wendepunkt an der Stelle \(x_0\). c) Die Stetigkeit an der Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für die Differenzierbarkeit an dieser Stelle.
43236911
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) ein lokales Extremum (Minimum oder Maximum) besitzt. Gib für jede dieser Stellen an, um welche Art von Extremstelle es sich handelt, und begründe deine Entscheidung mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums.
Abbildung zur Aufgabe 432369

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die Ableitungsfunktion \(f'\) an einer Extremstelle der Funktion \(f\) erfüllt sein? - Schau dir die Punkte an, an denen der Graph der Ableitung die x-Achse schneidet. Was bedeuten diese Punkte für die Steigung der ursprünglichen Funktion? - Wie verhält sich die Steigung der Funktion \(f\) kurz vor und kurz nach einer potenziellen Extremstelle? Überlege, was ein Vorzeichenwechsel der Ableitung bedeutet. - Wenn eine Funktion erst fällt und dann steigt, welche Art von Extrempunkt liegt dann vor? Wie sieht das aus, wenn sie erst steigt und dann fällt?

Lösung

1. Notwendige Bedingung: Lokale Extremstellen einer differenzierbaren Funktion \(f\) können nur an den Stellen vorliegen, an denen die Ableitung gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Aus dem Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) lassen sich die Nullstellen direkt ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 4\). 2. Hinreichende Bedingung (Vorzeichenwechselkriterium): Bei \(x_1 = -3\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; somit hat \(f\) dort ein lokales Minimum. Bei \(x_2 = 1\) wechselt \(f'\) von Plus nach Minus; somit hat \(f\) dort ein lokales Maximum. Bei \(x_3 = 4\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; somit hat \(f\) dort ein lokales Minimum.

Antwort

Die Funktion \(f\) besitzt bei \(x = -3\) ein lokales Minimum, bei \(x = 1\) ein lokales Maximum und bei \(x = 4\) ein lokales Minimum.
43375211
Betrachte die Graphen der Ableitungsfunktionen \(f'\) und \(f''\) in der Abbildung. Bestimme alle lokalen Extremstellen der Funktion \(f\) und begründe mithilfe der Abbildung, ob es sich jeweils um einen Hochpunkt oder einen Tiefpunkt handelt.
Abbildung zur Aufgabe 433752

Denkanstöße

- Welche Information liefert die erste Ableitung über die Steigung der Funktion \(f\)? - Wie hängen die Nullstellen von \(f'\) mit den Extremstellen von \(f\) zusammen? - Das Vorzeichen von \(f''\) an einer Stelle, an der \(f'(x) = 0\) gilt, verrät dir die Art des Extremums. - Lies die Werte von \(f''\) an den Stellen \(x = -2\), \(x = 0\) und \(x = 2\) sorgfältig ab.

Lösung

1. Nullstellen von \(f'\) identifizieren: \(x_1 = -2\), \(x_2 = 0\), \(x_3 = 2\). 2. Wert von \(f''\) an diesen Stellen prüfen: - Bei \(x = -2\) ist \(f'(-2) = 0\) und \(f''(-2) > 0\). Folglich hat \(f\) dort ein lokales Minimum. - Bei \(x = 0\) ist \(f'(0) = 0\) und \(f''(0) < 0\). Folglich hat \(f\) dort ein lokales Maximum. - Bei \(x = 2\) ist \(f'(2) = 0\) und \(f''(2) > 0\). Folglich hat \(f\) dort ein lokales Minimum.

Antwort

Die Funktion \(f\) hat lokale Tiefstellen bei \(x = -2\) und \(x = 2\) sowie eine lokale Hochstelle bei \(x = 0\).
43376011
Entscheide, ob die folgende Aussage wahr oder falsch ist, und begründe deine Entscheidung: „Wenn die Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion an der Stelle \(x_0\) eine Nullstelle hat, dann besitzt die Funktion \(f\) an dieser Stelle immer eine lokale Extremstelle.“
Abbildung zur Aufgabe 433760

Denkanstöße

- Überlege dir, ob es Stellen gibt, an denen die Steigung zwar null ist, der Graph danach aber in dieselbe Richtung weiterläuft wie davor. - Erinnere dich an den Begriff des Terrassenpunktes. - Kannst du eine einfache Funktion nennen, die einen „flachen“ Punkt hat, aber dort weder am höchsten noch am niedrigsten Punkt ihrer Umgebung ist?

Lösung

1. Die Aussage ist falsch. 2. Eine Nullstelle der Ableitung, also \(f'(x_0) = 0\), ist nur eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine Extremstelle. 3. Damit eine Extremstelle vorliegt, muss die Ableitung an dieser Stelle zusätzlich das Vorzeichen wechseln. 4. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = x^3\). Ihre Ableitung ist \(f'(x) = 3x^2\). An der Stelle \(x_0 = 0\) gilt \(f'(0) = 0\), aber die Funktion hat dort einen Terrassenpunkt und keine Extremstelle, da \(f'(x)\) für alle \(x \neq 0\) positiv ist und somit kein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Antwort

Die Aussage ist falsch. Eine Nullstelle der Ableitung ist notwendig, aber ohne Vorzeichenwechsel, etwa bei \(f(x) = x^3\) an der Stelle \(x = 0\), liegt keine Extremstelle vor.
43376311
Die untenstehende Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitung \(f'\) und der zweiten Ableitung \(f''\) einer unbekannten Funktion \(f\). Ermittle anhand der Graphen die \(x\)-Koordinaten der lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine Hoch- oder eine Tiefstelle handelt, und begründe deine Entscheidung kurz mithilfe der dargestellten Informationen.
Abbildung zur Aufgabe 433763

Denkanstöße

- Welche Information liefert eine Nullstelle der ersten Ableitung für die Ausgangsfunktion? - Schau dir genau an, welcher Graph zu welcher Ableitung gehört. - Wie hängen das Vorzeichen von \(f''\) und die Art der Extremstelle zusammen?

Lösung

1. Extremstellen von \(f\) liegen dort, wo die erste Ableitung \(f'\) Nullstellen hat. Dem orangefarbenen Graphen entnimmt man die Nullstellen \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 3\). 2. Zur Klassifizierung betrachtet man den Wert der zweiten Ableitung \(f''\) an diesen Stellen: - Bei \(x = 1\) verläuft der grüne Graph unterhalb der \(x\)-Achse, also gilt \(f''(1) < 0\). Daher liegt eine lokale Hochstelle vor. - Bei \(x = 3\) verläuft der grüne Graph oberhalb der \(x\)-Achse, also gilt \(f''(3) > 0\). Daher liegt eine lokale Tiefstelle vor.

Antwort

Lokale Hochstelle bei \(x = 1\), da \(f''(1) = 0\) und \(f''''(1) < 0\); lokale Tiefstelle bei \(x = 3\), da \(f''(3) = 0\) und \(f''''(3) > 0\).
43397011
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) einer Funktion \(f\). Es ist bekannt, dass die erste Ableitung \(f'\) an den Stellen \(x_1 = -4\), \(x_2 = 0\) und \(x_3 = 4\) jeweils eine Nullstelle besitzt. Untersuche mithilfe des Graphen, welche Art von Extrempunkt (lokales Maximum oder lokales Minimum) die Funktion \(f\) an diesen drei Stellen aufweist. Begründe deine Ergebnisse.
Abbildung zur Aufgabe 433970

Denkanstöße

- Welche Information liefert dir die zweite Ableitung über das Krümmungsverhalten einer Funktion? - Erinnere dich an das hinreichende Kriterium für Extremstellen: Was bedeutet ein positives oder negatives Vorzeichen von \(f''(x)\) an einer Stelle mit waagerechter Tangente? - Schau dir im Graphen genau an, ob die Kurve an den gesuchten \(x\)-Werten oberhalb oder unterhalb der \(x\)-Achse verläuft.

Lösung

Zur Bestimmung der Art der Extremstellen wird das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''\) an den Stellen herangezogen, an denen \(f'(x) = 0\) gilt: 1. An der Stelle \(x_1 = -4\) zeigt der Graph, dass \(f''(-4) > 0\) ist. Da \(f'(-4) = 0\) und \(f''(-4) > 0\) gelten, liegt ein lokales Minimum vor. 2. An der Stelle \(x_2 = 0\) ist \(f''(0) = -4 < 0\). Zusammen mit \(f'(0) = 0\) folgt, dass ein lokales Maximum vorliegt. 3. An der Stelle \(x_3 = 4\) ist \(f''(4) > 0\). Aufgrund von \(f'(4) = 0\) und \(f''(4) > 0\) besitzt die Funktion \(f\) dort ein lokales Minimum.

Antwort

Bei \(x_1 = -4\) liegt ein lokales Minimum, bei \(x_2 = 0\) ein lokales Maximum und bei \(x_3 = 4\) ein lokales Minimum vor.
43397111
Gegeben ist der Graph der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\). Für die zugehörige Funktion \(f\) gilt, dass sie an den Stellen \(x \in \{-4; -1; 1; 4\}\) waagerechte Tangenten besitzt. Entscheide für jede dieser vier Stellen begründet, ob dort ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum der Funktion \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433971

Denkanstöße

- „Waagerechte Tangente“ bedeutet, dass die erste Ableitung an dieser Stelle null ist. - Prüfe im Graphen, ob der Wert von \(f''\) an den gegebenen Stellen positiv oder negativ ist. - Überlege dir, wie das Vorzeichen der zweiten Ableitung die Art einer Extremstelle bestimmt.

Lösung

Die Art der Extremstellen wird durch das Vorzeichen der zweiten Ableitung an den Stellen mit \(f'(x) = 0\) bestimmt: 1. Für \(x = -4\) gilt laut Graph \(f''(-4) < 0\). Somit liegt ein lokales Maximum vor. 2. Für \(x = -1\) gilt \(f''(-1) > 0\). Folglich liegt ein lokales Minimum vor. 3. Für \(x = 1\) verläuft der Graph unterhalb der \(x\)-Achse, also gilt \(f''(1) < 0\). Es liegt ein lokales Maximum vor. 4. Für \(x = 4\) gilt \(f''(4) > 0\). Somit liegt ein lokales Minimum vor.

Antwort

Lokale Maxima liegen bei \(x = -4\) und \(x = 1\); lokale Minima liegen bei \(x = -1\) und \(x = 4\).
43397411
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) ein lokales Extremum besitzt. b) Gib für jede dieser Stellen an, ob es sich um ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum handelt. Begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 433974

Denkanstöße

- Überlege, was der Wert der Ableitung an einer Stelle über die Steigung der ursprünglichen Funktion aussagt. - Welche Bedingung muss die Ableitung erfüllen, damit an einer Stelle ein Extrempunkt vorliegen kann? - Wie ändert sich die Steigung einer Funktion, wenn man über einen Hochpunkt bzw. einen Tiefpunkt hinweggeht? - Achte darauf, an welchen Stellen der Graph der Ableitung die \(x\)-Achse kreuzt.

Lösung

1. Lokale Extrema der Funktion \(f\) treten an den Stellen auf, an denen die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt. 2. Aus dem Graphen lassen sich die Nullstellen von \(f'\) ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 4\). 3. Analyse des Vorzeichenwechsels (VZW) an diesen Stellen: - Bei \(x_1 = -3\) wechselt \(f'\) von positiven zu negativen Werten. Dies entspricht einem Wechsel von Steigen zu Fallen der Funktion \(f\), also liegt hier ein lokales Maximum vor. - Bei \(x_2 = 1\) wechselt \(f'\) von negativen zu positiven Werten. Die Funktion \(f\) wechselt von Fallen zu Steigen, es liegt also ein lokales Minimum vor. - Bei \(x_3 = 4\) wechselt \(f'\) erneut von positiven zu negativen Werten, was ein weiteres lokales Maximum bedeutet.

Antwort

a) Die Funktion \(f\) besitzt lokale Extrema an den Stellen \(x = -3\), \(x = 1\) und \(x = 4\). b) Bei \(x = -3\) und \(x = 4\) liegen lokale Maxima vor, da die Ableitungsfunktion \(f'\) dort einen Vorzeichenwechsel von plus nach minus aufweist. Bei \(x = 1\) liegt ein lokales Minimum vor, da \(f'\) dort einen Vorzeichenwechsel von minus nach plus aufweist.
43427011
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen einer differenzierbaren Funktion \(f\). a) Bestimme durch Ablesen die ungefähren Koordinaten der lokalen Hoch-, Tief- und Terrassenpunkte. b) Beschreibe für jeden dieser Punkte, ob und wie sich das Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) in seiner unmittelbaren Umgebung ändert.
Abbildung zur Aufgabe 434270

Denkanstöße

- Ein lokales Extremum erkennst du an einem „Berg“ oder einem „Tal“ im Graphen. - Ein Terrassenpunkt hat eine waagerechte Tangente, aber der Graph steigt oder fällt davor und danach in die gleiche Richtung. - Erinnere dich daran, dass die Ableitung \(f'(x)\) die Steigung der Tangente an den Graphen angibt. - Überlege dir, ob der Graph vor und nach einem Punkt steigt oder fällt.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man näherungsweise den Tiefpunkt \(T(-5 \mid -2)\), den Hochpunkt \(H(-1 \mid 2)\) und den Terrassenpunkt \(S(3 \mid 0{,}8)\) ab. 2. Beim Tiefpunkt \(T\) fällt der Graph links von \(x = -5\) und steigt rechts davon. Daher wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. 3. Beim Hochpunkt \(H\) steigt der Graph links von \(x = -1\) und fällt rechts davon. Daher wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. 4. Beim Punkt \(S\) fällt der Graph auf beiden Seiten von \(x = 3\). Deshalb ist \(f'(3) = 0\), aber \(f'\) wechselt das Vorzeichen nicht. Zusätzlich ist am Graphen ein Wechsel der Krümmung erkennbar. Erst diese Kombination begründet die Einordnung als Terrassenpunkt.

Antwort

a) \(T \approx (-5 \mid -2)\), \(H \approx (-1 \mid 2)\), \(S \approx (3 \mid 0{,}8)\). b) Bei \(T\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv; bei \(H\) von positiv zu negativ. Bei \(S\) bleibt \(f'\) negativ, während der Graph zusätzlich seine Krümmung wechselt.
43428011
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme die \(x\)-Koordinaten aller lokalen Extremstellen der Funktion \(f\). b) Entscheide für jede dieser Stellen, ob ein lokaler Hochpunkt oder ein lokaler Tiefpunkt vorliegt. Begründe deine Antwort mithilfe des Vorzeichenwechsels von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 434280

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Bedeutung die Nullstellen der Ableitung für den Verlauf der ursprünglichen Funktion haben. - Achte darauf, ob der Graph der Ableitung die \(x\)-Achse schneidet oder nur berührt. - Was sagt das Vorzeichen der Ableitung über die Steigung der Funktion aus? - Ein Wechsel von einer positiven Steigung zu einer negativen Steigung deutet auf eine bestimmte Art von Extrempunkt hin.

Lösung

1. Lokale Extremstellen von \(f\) identifizieren: Diese befinden sich an den Stellen, an denen die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt. Aus dem Graphen lassen sich die Nullstellen \(x_1 = -1\) und \(x_2 = 3\) ablesen. 2. Art der Extremstelle bei \(x_1 = -1\) bestimmen: Der Graph von \(f'\) wechselt hier von der positiven Halbebene in die negative Halbebene (Vorzeichenwechsel von \(+\) nach \(-\)). Dies bedeutet, dass die Steigung von \(f\) von positiv zu negativ übergeht, was einem lokalen Hochpunkt entspricht. 3. Art der Extremstelle bei \(x_2 = 3\) bestimmen: Der Graph von \(f'\) wechselt hier von der negativen Halbebene in die positive Halbebene (Vorzeichenwechsel von \(-\) nach \(+\)). Dies bedeutet, dass die Steigung von \(f\) von negativ zu positiv übergeht, was einem lokalen Tiefpunkt entspricht.

Antwort

a) Die lokalen Extremstellen liegen bei \(x = -1\) und \(x = 3\). b) Bei \(x = -1\) liegt ein lokaler Hochpunkt vor, da die Ableitung dort ihr Vorzeichen von Plus nach Minus wechselt. Bei \(x = 3\) liegt ein lokaler Tiefpunkt vor, da die Ableitung dort ihr Vorzeichen von Minus nach Plus wechselt.
43430511
Betrachte den Graphen der Funktion \(f\). An welchen Stellen \(x\) im Intervall \([-3; 3]\) gilt \(f'(x) = 0\)? Bestimme zudem das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''(x)\) an der Stelle \(x = 0\).
Abbildung zur Aufgabe 434305

Denkanstöße

- Wo hat der Graph „Hügel“ oder „Täler“, an denen die Tangente waagerecht liegt? - Was sagt die Art des Extrempunkts über die Krümmung und damit über die zweite Ableitung aus?

Lösung

1. Waagerechte Tangenten liegen an den lokalen Extremstellen vor. Aus dem Graphen liest man ein lokales Maximum bei \(x_1 = 0\) und zwei lokale Minima bei \(x_2 \approx -2{,}2\) und \(x_3 \approx 2{,}2\) ab. Somit gilt dort jeweils \(f'(x) = 0\). 2. An der Stelle \(x = 0\) liegt ein lokales Maximum vor. Der Graph ist dort rechtsgekrümmt. 3. Daher ist die zweite Ableitung an dieser Stelle negativ: \(f''(0) < 0\).

Antwort

Die erste Ableitung ist bei \(x = 0\), \(x \approx -2{,}2\) und \(x \approx 2{,}2\) null; außerdem gilt \(f''''(0) < 0\).
43430611
Die Abbildung zeigt den Graphen einer ganzrationalen Funktion \(f\) dritten Grades. Untersuche die Ableitungen am markierten Punkt \(P\). Welche Werte beziehungsweise Vorzeichen haben \(f'(x)\) und \(f''(x)\) an der Stelle \(x = -2\)?
Abbildung zur Aufgabe 434306

Denkanstöße

- Welches besondere Merkmal weist der Graph im Punkt \(P\) auf? - Was bedeutet ein Hochpunkt für die Steigung und die Krümmung an dieser Stelle?

Lösung

1. Der Punkt \(P(-2 \mid 1{,}6)\) ist ein lokaler Hochpunkt. 2. An einem Extrempunkt liegt eine waagerechte Tangente vor, daher gilt \(f'(-2) = 0\). 3. Da es sich um einen Hochpunkt handelt, ist der Graph in einer Umgebung von \(x = -2\) rechtsgekrümmt. Daher gilt \(f''(-2) < 0\).

Antwort

An der Stelle \(x = -2\) gilt \(f'(-2) = 0\) und \(f''(-2) < 0\).
43450711
Ein Graph einer Funktion \(f\) weist an der Stelle \(x_0 = -1\) einen Sattelpunkt auf. Welche der folgenden Aussagen über die Ableitungsfunktion \(f'\) an dieser Stelle ist korrekt? Begründe deine Wahl kurz mithilfe der geometrischen Bedeutung der Ableitung. a) \(f'(-1) > 0\) b) \(f'(-1) = 0\) und \(f'\) hat dort einen Vorzeichenwechsel. c) \(f'(-1) = 0\) und \(f'\) hat dort keinen Vorzeichenwechsel.
Abbildung zur Aufgabe 434507

Denkanstöße

- Was bedeutet „Sattelpunkt“ für die Tangente an den Graphen? - Erinnere dich an den Unterschied zwischen einem Extrempunkt und einem Sattelpunkt bezüglich des Steigungsverhaltens. - Wenn die Steigung vor und nach einem Punkt dasselbe Vorzeichen besitzt, liegt dann ein Vorzeichenwechsel vor?

Lösung

Die korrekte Aussage ist c). 1. Ein Sattelpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente. Daher gilt \(f'(-1) = 0\). 2. Da kein lokales Extremum vorliegt, steigt oder fällt die Funktion vor und nach dem Punkt in dieselbe Richtung weiter. 3. Somit bleibt das Vorzeichen von \(f'(x)\) auf beiden Seiten von \(x = -1\) gleich; es liegt kein Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

Korrekt ist Aussage c): \(f'(-1) = 0\), aber die Ableitung wechselt an der Stelle \(x = -1\) nicht das Vorzeichen.
43498811
Betrachte die vier dargestellten Funktionsgraphen. In welchem der Graphen stellt die Stelle \(x_0\) eine lokale Maximalstelle der Funktion dar? Gib den entsprechenden Buchstaben an.
Abbildung zur Aufgabe 434988

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition eines lokalen Maximums: Der Funktionswert an dieser Stelle muss größer oder gleich allen Werten in der direkten Nachbarschaft sein. - Schau dir an, ob der Graph in der Nähe von \(x_0\) steigt oder fällt. - Achte bei Unstetigkeitsstellen (Sprüngen oder Löchern) genau darauf, wo der Funktionswert \(f(x_0)\) im Vergleich zu den naheliegenden Werten liegt.

Lösung

Eine Stelle \(x_0\) ist eine lokale Maximalstelle, wenn die Funktionswerte in einer kleinen Umgebung von \(x_0\) nicht größer als \(f(x_0)\) sind. 1. Graph a): Hier liegt ein lokales Minimum vor, da der Graph eine nach oben geöffnete Parabel mit dem tiefsten Punkt bei \(x_0\) zeigt. 2. Graph b): Der Graph ist eine nach unten geöffnete Parabel. Der Scheitelpunkt liegt bei \(x_0\), also ist \(f(x_0)\) der größte Wert in der Umgebung. Dies ist eine lokale Maximalstelle. 3. Graph c): Die Funktion ist streng monoton steigend. Es gibt kein lokales Extremum bei \(x_0\). 4. Graph d): Es liegt eine Sprungstelle vor. Der isolierte Punkt bei \(x_0\) liegt tiefer als die Grenzwerte von links und rechts. Somit ist \(x_0\) eine lokale Minimalstelle, keine Maximalstelle. Ergebnis: Graph b).

Antwort

Graph b)
43499711
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion \(f\). Bestimme anhand der Zeichnung alle lokalen Extremstellen der Funktion. Gib für jede dieser Stellen an, ob es sich um eine Maximalstelle oder eine Minimalstelle handelt.
Abbildung zur Aufgabe 434997

Denkanstöße

- Suche nach den „Gipfeln“ und „Tälern“ des Graphen. - Eine Extremstelle ist der \(x\)-Wert, an dem ein solcher Punkt erreicht wird. - Überlege, in welchen Bereichen der Graph steigt oder fällt. - Ein Maximum liegt vor, wenn der Graph vor dem Punkt steigt und danach fällt.

Lösung

1. Lokale Maxima liegen an den Stellen vor, an denen der Graph von einem steigenden in einen fallenden Verlauf übergeht. Aus dem Graphen liest man die Stellen \(x = -4\) und \(x = 3\) ab. 2. Lokale Minima liegen an den Stellen vor, an denen der Graph von einem fallenden in einen steigenden Verlauf übergeht. Diese befinden sich bei \(x = -1\) und \(x = 5\). 3. Somit sind \(x = -4\) und \(x = 3\) Maximalstellen sowie \(x = -1\) und \(x = 5\) Minimalstellen.

Antwort

Maximalstellen bei \(x = -4\) und \(x = 3\); Minimalstellen bei \(x = -1\) und \(x = 5\).
43499911
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer auf \(\mathbb{R}\) definierten Funktion \(f\). Wie viele lokale Extremstellen hat die Funktion \(f\) im dargestellten Bereich? Begründe deine Antwort kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434999

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Bedingung für die Ableitung an einer Extremstelle der Originalfunktion gelten muss. - Reicht es aus, wenn die Ableitung nur Null ist, oder muss noch etwas anderes passieren? - Schau dir den Graphen genau an: Wo schneidet oder berührt er die \(x\)-Achse?

Lösung

1. Lokale Extremstellen der Funktion \(f\) befinden sich an den Stellen, an denen die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt. 2. Aus dem Graphen von \(f'\) lassen sich drei Nullstellen ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 4\). 3. An allen drei Stellen wechselt der Graph der Ableitung die Seite der \(x\)-Achse, es findet also jeweils ein Vorzeichenwechsel statt. 4. Somit hat die Funktion \(f\) im gezeigten Bereich insgesamt 3 lokale Extremstellen.

Antwort

Die Funktion \(f\) hat im dargestellten Bereich 3 lokale Extremstellen, da die Ableitungsfunktion \(f'\) an den Stellen \(x = -3\), \(x = 1\) und \(x = 4\) jeweils eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzt.
43500011
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\). Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) ein lokales Minimum besitzt. Erläutere kurz, woran du das im Graphen erkennst.
Abbildung zur Aufgabe 435000

Denkanstöße

- Ein lokales Minimum bedeutet, dass die Funktion erst fällt und dann steigt. Was sagt das über das Vorzeichen der Ableitung aus? - Unterscheide zwischen Stellen, an denen der Graph die Achse schneidet, und Stellen, an denen er sie nur berührt. - Achte auf die Richtung des Wechsels: von Minus nach Plus oder von Plus nach Minus?

Lösung

1. Ein lokales Minimum von \(f\) liegt an einer Nullstelle von \(f'\) vor, wenn \(f'\) dort von negativ zu positiv wechselt. 2. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x = -2\), \(x = 1\) und \(x = 3\). 3. Bei \(x = -2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort ein lokales Minimum. 4. Bei \(x = 1\) findet kein Vorzeichenwechsel statt; dort liegt deshalb kein lokales Minimum vor. 5. Bei \(x = 3\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ; dort liegt ein lokales Maximum und kein Minimum vor. 6. Somit ist \(x = -2\) die einzige lokale Minimalstelle.

Antwort

Die Funktion \(f\) besitzt bei \(x = -2\) ein lokales Minimum, weil \(f'\) dort von Minus nach Plus wechselt.
43500211
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\). Entscheide begründet, ob die zugehörige Funktion \(f\) im dargestellten Bereich eine Extremstelle besitzt.
Abbildung zur Aufgabe 435002

Denkanstöße

- Wo müsste der Graph der Ableitung liegen, damit eine Extremstelle möglich wäre? - Gibt es im Bild einen Punkt, an dem die Ableitung den Wert null hat?

Lösung

1. Eine notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle an einer Stelle \(x_0\) ist \(f'(x_0) = 0\). 2. Der Graph von \(f'\) verläuft im gesamten dargestellten Bereich oberhalb der \(x\)-Achse. 3. Die Ableitung besitzt daher keine Nullstelle im dargestellten Bereich. 4. Somit kann die Funktion \(f\) dort keine lokale Extremstelle besitzen.

Antwort

Nein. Da \(f'\) im dargestellten Bereich überall positiv ist und keine Nullstelle besitzt, hat \(f\) dort keine lokale Extremstelle.
42244311
Beurteile die folgenden Aussagen zum Zusammenhang zwischen einer in \(\mathbb{R}\) differenzierbaren Funktion \(f\) und ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Entscheide, ob die Aussagen wahr oder falsch sind, und begründe deine Entscheidung kurz. a) Wenn \(f'(x) > 0\) für alle \(x\) in einem Intervall \(I\) gilt, dann ist die Funktion \(f\) in diesem Intervall streng monoton steigend. b) Das Vorliegen einer Nullstelle der Ableitungsfunktion (\(f'(x_0) = 0\)) ist eine notwendige Bedingung dafür, dass die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt. c) Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist hinreichend für die Existenz eines lokalen Extremums an der Stelle \(x_0\). d) Wenn eine differenzierbare Funktion \(f\) in einem Intervall streng monoton steigend ist, dann muss ihre Ableitungsfunktion dort zwingend nur positive Werte annehmen (\(f'(x) > 0\)).

Denkanstöße

- Unterscheide genau zwischen notwendigen Bedingungen (Was muss gelten?) und hinreichenden Bedingungen (Was reicht aus, um sicher zu sein?). - Denke bei Gegenbeispielen oft an die Funktion \(f(x) = x^3\) und ihr Verhalten im Ursprung. - Was bedeutet „streng monoton steigend“ im Vergleich zu „monoton steigend“ für die Ableitung? - Kann ein Graph flach werden, ohne seine Richtung zu ändern?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr: Dies entspricht dem hinreichenden Kriterium für strenge Monotonie; eine positive Steigung im gesamten Intervall erzwingt ein stetiges Ansteigen der Funktionswerte. 2. Aussage b) ist wahr: Bei einer differenzierbaren Funktion ist eine waagerechte Tangente (\(f'(x_0) = 0\)) die notwendige Voraussetzung für ein lokales Extremum (Satz von Fermat). 3. Aussage c) ist falsch: Die Bedingung ist nicht hinreichend, da auch ein Terrassenpunkt (Sattelpunkt) eine waagerechte Tangente besitzt, ohne ein Extremum zu sein (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^3\) bei \(x=0\)). 4. Aussage d) ist falsch: Die Bedingung ist nicht notwendig; eine Funktion kann streng monoton steigen und dennoch an einzelnen Stellen die Steigung Null haben (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^3\) ist auf ganz \(\mathbb{R}\) streng monoton steigend, obwohl \(f'(0) = 0\) gilt).

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Falsch
42247111
a) Erläutere, warum die Bedingung \(f''(x_0) = 0\) für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion \(f\) eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für das Vorliegen einer Wendestelle an der Stelle \(x_0\) ist. Nutze zur Begründung ein geeignetes Gegenbeispiel. b) Beurteile, ob die Bedingung „\(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) = 0\)“ eine hinreichende Bedingung für die Existenz eines Sattelpunkts an der Stelle \(x_0\) ist.

Denkanstöße

- Überlege dir, was „notwendig“ und „hinreichend“ im mathematischen Kontext bedeuten. - Suche nach einer Funktion, die die Bedingung zweiter Ableitung gleich null erfüllt, aber keinen Krümmungswechsel hat. - Erinnere dich an die Definition eines Sattelpunkts und welche Eigenschaften er mit Extrempunkten oder Wendepunkten teilt. - Kannst du eine Funktion finden, die an einer Stelle ein Extremum hat, obwohl dort die ersten beiden Ableitungen null sind?

Lösung

1. Eine Bedingung ist notwendig, wenn sie erfüllt sein muss, damit eine Eigenschaft vorliegen kann. Bei stetiger zweiter Ableitung setzt ein Krümmungswechsel voraus, dass \(f''(x_0) = 0\) gilt. 2. Dass die Bedingung nicht hinreichend ist, zeigt das Gegenbeispiel \(f(x) = x^4\). Hier gilt \(f''(x) = 12x^2\), also \(f''(0) = 0\). Dennoch liegt bei \(x_0 = 0\) ein lokales Minimum (Tiefpunkt) und keine Wendestelle vor, da die zweite Ableitung links und rechts von \(0\) positiv ist und somit kein Krümmungswechsel stattfindet. 3. Für Teil b): Die Bedingung ist nicht hinreichend. Ein Sattelpunkt ist eine Wendestelle mit waagerechter Tangente. Wie in Schritt 2 gezeigt, erfüllt \(f(x) = x^4\) an der Stelle \(x_0 = 0\) die Bedingungen \(f'(0) = 4 \cdot 0^3 = 0\) und \(f''(0) = 12 \cdot 0^2 = 0\), besitzt dort aber einen Tiefpunkt und keinen Sattelpunkt.

Antwort

a) Die Bedingung ist für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion notwendig, da ein Vorzeichenwechsel der stetigen zweiten Ableitung eine Nullstelle voraussetzt. Sie ist nicht hinreichend, da z. B. \(f(x) = x^4\) an der Stelle \(x_0 = 0\) die Bedingung \(f''(0) = 0\) erfüllt, dort aber ein Minimum und keine Wendestelle besitzt. b) Nein, die Bedingung ist nicht hinreichend. Das Gegenbeispiel \(f(x) = x^4\) zeigt, dass trotz \(f'(0) = 0\) und \(f''(0) = 0\) ein Extrempunkt statt eines Sattelpunkts vorliegen kann.
42249111
Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(n\). a) Begründe allgemein, dass die Anzahl der Extremstellen von \(f\) höchstens \(n-1\) betragen kann. b) Die Ableitungsfunktion einer Funktion \(f\) ist durch \(f'(x) = (x-3)^2 \cdot (x+1)\) gegeben. Bestimme den Grad von \(f\) und die Anzahl ihrer Extremstellen. Begründe deine Antwort.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Bedingung an die erste Ableitung für eine Extremstelle erfüllt sein muss. - Wie hängen der Grad einer Funktion und der Grad ihrer Ableitung zusammen? - Wie viele Nullstellen kann ein Polynom eines bestimmten Grades maximal haben? - Bedenke den Unterschied zwischen einer bloßen Nullstelle der Ableitung und einer tatsächlichen Extremstelle. Welches Kriterium muss zusätzlich erfüllt sein?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für eine Extremstelle ist \(f'(x) = 0\). 2. Der Grad der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(n\)-ten Grades ist \(n-1\). 3. Ein Polynom vom Grad \(n-1\) besitzt höchstens \(n-1\) reelle Nullstellen. Da jede Extremstelle eine Nullstelle von \(f'\) sein muss, kann die Anzahl der Extremstellen den Wert \(n-1\) nicht überschreiten. 4. Die Funktion \(f'(x) = (x-3)^2 \cdot (x+1)\) ist ein Produkt aus einem quadratischen und einem linearen Term, hat also den Grad \(2 + 1 = 3\). Da der Grad der Ableitung um 1 niedriger ist als der von \(f\), hat die Funktion \(f\) den Grad 4. 5. Die Nullstellen von \(f'\) sind \(x_1 = 3\) (doppelte Nullstelle) und \(x_2 = -1\) (einfache Nullstelle). 6. Eine Extremstelle liegt nur vor, wenn an der Nullstelle der Ableitung ein Vorzeichenwechsel (VZW) stattfindet. Dies ist bei \(x_2 = -1\) (ungerade Vielfachheit) der Fall, jedoch nicht bei \(x_1 = 3\) (gerade Vielfachheit, Berührpunkt). 7. Somit besitzt die Funktion \(f\) genau eine Extremstelle.

Antwort

a) Da \(f'\) den Grad \(n-1\) hat und somit maximal \(n-1\) Nullstellen besitzen kann, folgt aus der notwendigen Bedingung \(f'(x)=0\), dass es höchstens \(n-1\) Extremstellen geben kann. b) Der Grad von \(f\) ist 4. Die Funktion hat genau eine Extremstelle (bei \(x = -1\)), da nur dort ein Vorzeichenwechsel der Ableitungsfunktion vorliegt.
42251711
Ein Mitschüler behauptet: „Wenn für eine zweimal differenzierbare Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) erfüllt ist, dann besitzt der Graph von \(f\) an dieser Stelle sicher einen Hoch- oder Tiefpunkt.“ Widerlege diese Behauptung, indem du die Funktion \(f\) mit \(f(x) = x^2 + 6x\) an der Stelle \(x_0 = 0\) untersuchst. Erläutere kurz, welche wesentliche Voraussetzung für eine Extremstelle hier nicht erfüllt ist.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle immer gelten? - Berechne die Werte der Ableitungen an der konkret genannten Stelle. - Überlege, ob eine Krümmung allein (zweite Ableitung ungleich Null) ausreicht, um einen „Gipfel“ oder ein „Tal“ zu erzeugen. - Was sagt die erste Ableitung über die Steigung des Graphen aus?

Lösung

1. Berechnung der ersten und zweiten Ableitung: \(f'(x) = 2x + 6\) und \(f''(x) = 2\). 2. Überprüfung der Bedingung an der Stelle \(x_0 = 0\): Es gilt \(f''(0) = 2\). Somit ist die Bedingung \(f''(0) \neq 0\) erfüllt. 3. Überprüfung der notwendigen Bedingung für Extremstellen: \(f'(0) = 2 \cdot 0 + 6 = 6\). Da \(f'(0) \neq 0\) ist, liegt an der Stelle \(x_0 = 0\) kein Extremum vor. 4. Schlussfolgerung: Die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) ist nicht hinreichend, da die notwendige Bedingung \(f'(x_0) = 0\) (waagerechte Tangente) zusätzlich erfüllt sein muss.

Antwort

Die Behauptung ist falsch. Für \(f(x) = x^2 + 6x\) gilt zwar \(f''(0) = 2 \neq 0\), aber da \(f'(0) = 6 \neq 0\) ist, hat der Graph an dieser Stelle keine waagerechte Tangente und somit keine Extremstelle. Die notwendige Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist nicht erfüllt.
42259311
Die Funktion \(h\) beschreibt die Höhe einer Sonnenblume (in \(\text{cm}\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Tagen seit der Keimung). Wähle jeweils alle Kärtchen aus, die eine der folgenden Situationen (1), (2) oder (3) vollständig beschreiben. (1) Nach 12 Tagen ist die Pflanze \(80\,\text{cm}\) hoch. (2) Nach 6 Tagen besitzt die Wachstumsrate ein lokales Maximum. (3) Nach 25 Tagen besitzt die Höhe mit \(160\,\text{cm}\) ein lokales Maximum. Kärtchen: A: \(h(12) = 80\) B: \(h''(6) = 0\) C: \(h(25) = 160\) D: \(h'(25) = 0\) E: \(h''(25) < 0\) F: \(h'(6) > 0\) G: \(h'''(6) < 0\)

Denkanstöße

- Überlege, welche Ableitung die momentane Änderungsrate (Wachstum) beschreibt. - Wie hängen Extrempunkte (Hoch- oder Tiefpunkte) mit der ersten und zweiten Ableitung zusammen? - Was bedeutet es für die Ableitungen, wenn eine Änderung „am stärksten“ ist? - Ein Funktionswert beschreibt immer einen direkten Zustand zu einem Zeitpunkt.

Lösung

1. Für Situation (1) wird lediglich der Funktionswert an der Stelle \(t = 12\) benötigt. Dies entspricht Kärtchen A: \(h(12) = 80\). 2. Ein lokales Maximum der Wachstumsrate bedeutet, dass die positive Steigung an dieser Stelle ein lokales Maximum besitzt. Dafür gilt \(h''(6) = 0\) (Kärtchen B) und \(h'''(6) < 0\) (Kärtchen G), sodass \(h'\) dort ein lokales Maximum besitzt. Da es sich um Wachstum handelt, muss zudem \(h'(6) > 0\) (Kärtchen F) gelten. 3. Das Erreichen einer lokalen maximalen Höhe beschreibt einen Hochpunkt. Der Funktionswert an dieser Stelle ist \(h(25) = 160\) (Kärtchen C). Die notwendige Bedingung für ein lokales Extremum ist \(h'(25) = 0\) (Kärtchen D), und die hinreichende Bedingung für ein Maximum ist \(h''(25) < 0\) (Kärtchen E).

Antwort

(1): A (2): B, F, G (3): C, D, E
42259411
Ein mathematisches Modell beschreibt die Flughöhe \(H\) einer Drohne (in \(\text{m}\)) in Abhängigkeit von der Flugzeit \(t\) (in Sekunden). Ordne den folgenden zwei Situationen die jeweils passenden Bedingungen aus den Kärtchen zu, um sie mathematisch vollständig zu erfassen. Situation (1): Nach 10 Sekunden sinkt die Drohne lokal am schnellsten. Situation (2): Nach 30 Sekunden erreicht die Drohne eine lokale maximale Flughöhe von \(120\,\text{m}\). Kärtchen: A: \(H(30) = 120\) B: \(H'(30) = 0\) C: \(H''(30) < 0\) D: \(H''(10) = 0\) E: \(H'(10) < 0\) F: \(H'''(10) > 0\)

Denkanstöße

- Welche mathematische Eigenschaft hat ein Graph an der Stelle, an der er am steilsten fällt? - Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Punkt ein lokaler Hochpunkt ist? - Unterscheide zwischen dem Wert der Funktion selbst und den Werten ihrer Ableitungen.

Lösung

1. Situation (1) beschreibt den Zeitpunkt des steilsten Abstiegs, also ein lokales Minimum der Vertikalgeschwindigkeit \(H'\). Dafür gilt \(H''(10) = 0\) (Kärtchen D) und \(H'''(10) > 0\) (Kärtchen F). Da die Drohne sinkt, muss außerdem \(H'(10) < 0\) (Kärtchen E) gelten. 2. Situation (2) beschreibt einen lokalen Hochpunkt des Graphen. Die Höhe zum Zeitpunkt \(t = 30\) beträgt \(H(30) = 120\) (Kärtchen A). Für ein lokales Maximum muss die erste Ableitung null sein, also \(H'(30) = 0\) (Kärtchen B), und die zweite Ableitung muss negativ sein, um die Rechtskrümmung zu bestätigen: \(H''(30) < 0\) (Kärtchen C).

Antwort

(1): D, E, F (2): A, B, C
42265111
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über eine ganzrationale Funktion \(f\) wahr oder falsch sind. Begründe deine Entscheidung im Falle einer falschen Aussage durch ein Gegenbeispiel. a) Jede ganzrationale Funktion 4. Grades hat mindestens eine Nullstelle. b) Jede ganzrationale Funktion 3. Grades hat mindestens eine Extremstelle. c) Jede ganzrationale Funktion 3. Grades besitzt genau eine Wendestelle.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie der Graph einer Funktion aussieht, die nach oben verschoben wurde. - Erinnere dich an den Unterschied zwischen einem Sattelpunkt und einer Extremstelle. - Untersuche den Grad der zweiten Ableitung bei einer Funktion 3. Grades.

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Gegenbeispiel: Die Funktion \(f(x) = x^4 + 1\) verläuft stets oberhalb der \(x\)-Achse (\(f(x) \ge 1\)) und besitzt somit keine Nullstellen. 2. Aussage b) ist falsch. Gegenbeispiel: Für \(f(x) = x^3\) lautet die Ableitung \(f'(x) = 3x^2\). Die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) ist nur für \(x = 0\) erfüllt, jedoch findet dort kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) statt (Sattelpunkt), weshalb keine Extremstelle vorliegt. 3. Aussage c) ist wahr. Eine Funktion 3. Grades hat die Form \(f(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d\) mit \(a \neq 0\). Die zweite Ableitung \(f''(x) = 6ax + 2b\) ist eine lineare Funktion. Eine lineare Funktion hat genau eine Nullstelle (\(x = -\frac{b}{3a}\)) und wechselt dort stets ihr Vorzeichen, was die Bedingung für eine Wendestelle ist.

Antwort

a) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^4 + 1\)) b) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^3\)) c) Wahr
42266311
Untersuche die folgenden Aussagen über ganzrationale Funktionen auf ihren Wahrheitsgehalt. Begründe deine Entscheidung jeweils kurz durch eine mathematische Überlegung oder ein passendes Gegenbeispiel. a) Jede ganzrationale Funktion dritten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle. b) Es gibt ganzrationale Funktionen vierten Grades, die genau drei lokale Extremstellen besitzen. c) Eine ganzrationale Funktion vierten Grades kann höchstens zwei Wendestellen haben.

Denkanstöße

- Betrachte die Ableitungsfunktionen und deren maximal mögliche Anzahl an Nullstellen. - Überlege dir, welche Bedingung an die Ableitung für ein lokales Extremum geknüpft ist. - Denke an einfache Funktionen wie Potenzfunktionen als mögliche Gegenbeispiele. - Welchen Grad hat die zweite Ableitung einer Funktion vierten Grades?

Lösung

1. Die Aussage a) ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = x^3 + x\). Ihre Ableitung \(f'(x) = 3x^2 + 1\) ist für alle \(x \in \mathbb{R}\) größer als Null, weshalb keine Extremstellen (Nullstellen der Ableitung) existieren. Auch bei \(f(x) = x^3\) liegt an der Stelle \(x = 0\) lediglich ein Sattelpunkt und kein Extremum vor, da die Ableitung \(f'(x) = 3x^2\) keinen Vorzeichenwechsel aufweist. 2. Die Aussage b) ist wahr. Ein Beispiel ist die Funktion \(f(x) = x^4 - 2x^2\). Die erste Ableitung \(f'(x) = 4x^3 - 4x = 4x(x^2 - 1)\) besitzt die drei Nullstellen \(x_1 = 0\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = -1\). Da an jeder dieser einfachen Nullstellen ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) stattfindet, liegen genau drei lokale Extremstellen vor. 3. Die Aussage c) ist wahr. Die zweite Ableitung \(f''(x)\) einer ganzrationalen Funktion vierten Grades ist eine ganzrationale Funktion zweiten Grades (eine quadratische Funktion). Da eine quadratische Gleichung \(f''(x) = 0\) maximal zwei Lösungen besitzen kann, kann es höchstens zwei Stellen geben, die die notwendige Bedingung für eine Wendestelle erfüllen.

Antwort

a) Falsch b) Wahr c) Wahr
42277911
Gib für die folgenden zwei Fälle jeweils einen Term einer ganzrationalen Funktion \(f\) mit der Definitionsmenge \(D = \mathbb{R}\) an, die an der Stelle \(x_0 = 5\) ein lokales Minimum besitzt. a) Das Minimum lässt sich durch die Bedingungen \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) > 0\) nachweisen. b) Das Minimum lässt sich nicht über die zweite Ableitung nachweisen, da \(f''(5) = 0\) gilt. Weise für deinen gewählten Term mithilfe eines anderen Kriteriums nach, dass tatsächlich ein Minimum vorliegt.

Denkanstöße

- Welche einfache Funktionsart hat immer einen Tiefpunkt? Wie kannst du diese so verschieben, dass der Tiefpunkt bei \(x = 5\) liegt? - Was passiert mit der zweiten Ableitung an der Extremstelle, wenn du höhere gerade Potenzen wie \(x^4\) verwendest? - Wenn die zweite Ableitung null ist, welches andere Kriterium kennst du, um die Art eines Punktes mit waagerechter Tangente zu bestimmen? - Überlege dir, wie sich die Steigung kurz vor und kurz nach einem Tiefpunkt verhalten muss.

Lösung

1. Für Teilaufgabe a) eignet sich eine Parabel mit dem Scheitelpunkt bei \(x = 5\). Ein möglicher Term ist \(f(x) = (x-5)^2\). Die Ableitungen lauten \(f'(x) = 2(x-5)\) und \(f''(x) = 2\). Es gilt \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) = 2 > 0\), womit die hinreichende Bedingung für ein lokales Minimum erfüllt ist. 2. Für Teilaufgabe b) kann eine Funktion vierter Ordnung gewählt werden, zum Beispiel \(f(x) = (x-5)^4\). Die Ableitungen sind \(f'(x) = 4(x-5)^3\) und \(f''(x) = 12(x-5)^2\). Hier gilt \(f'(5) = 0\) und \(f''(5) = 0\), weshalb die zweite Ableitung keine Aussage liefert. 3. Zum Nachweis des Minimums wird das Vorzeichenwechselkriterium der ersten Ableitung genutzt: Für \(x < 5\) ist der Faktor \((x-5)^3\) negativ, also \(f'(x) < 0\). Für \(x > 5\) ist \((x-5)^3\) positiv, also \(f'(x) > 0\). Der Vorzeichenwechsel von \(-\) nach \(+\) an der Stelle \(x = 5\) bestätigt das lokale Minimum.

Antwort

a) z. B. \(f(x) = (x-5)^2\) b) z. B. \(f(x) = (x-5)^4\). Der Nachweis erfolgt über den Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung \(f'(x) = 4(x-5)^3\) von Minus nach Plus an der Stelle \(x = 5\).
42278011
Gegeben sind drei Funktionen durch ihre Gleichungen: \(f(x) = (x-1)^2 + 3\) \(g(x) = (x-1)^3 + 3\) \(h(x) = (x-1)^4 + 3\) Alle drei Graphen haben an der Stelle \(x_0 = 1\) eine waagerechte Tangente. a) Entscheide mithilfe der zweiten Ableitung, bei welcher dieser Funktionen an der Stelle \(x_0 = 1\) ein lokales Extremum nachgewiesen werden kann. Gib die Art des Extremums an. b) Erkläre für die übrigen Funktionen, warum die zweite Ableitung an der Stelle \(x_0 = 1\) keine Entscheidung ermöglicht, und bestimme deren Verhalten (Art des Punktes) mit einem anderen Verfahren.

Denkanstöße

- Berechne zuerst die ersten beiden Ableitungen für jede Funktion. - Was bedeutet es für die Art des Punktes, wenn die zweite Ableitung an einer Stelle mit waagerechter Tangente positiv, negativ oder null ist? - Wenn die zweite Ableitung null ergibt, ist das Kriterium nicht erfüllt. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass kein Extremum vorliegt. - Wie kannst du die Steigung (erste Ableitung) links und rechts von \(x = 1\) untersuchen, um mehr herauszufinden?

Lösung

1. Berechnung der Ableitungen an der Stelle \(x = 1\): Für \(f(x)\): \(f'(x) = 2(x-1)\), \(f''(x) = 2 \implies f''(1) = 2\). Für \(g(x)\): \(g'(x) = 3(x-1)^2\), \(g''(x) = 6(x-1) \implies g''(1) = 0\). Für \(h(x)\): \(h'(x) = 4(x-1)^3\), \(h''(x) = 12(x-1)^2 \implies h''(1) = 0\). 2. Zu a): Nur bei \(f\) ist \(f''(1) \neq 0\). Da \(f'(1) = 0\) und \(f''(1) = 2 > 0\), liegt bei \(f\) an der Stelle \(x_0 = 1\) ein lokales Minimum (Tiefpunkt) vor. 3. Zu b): Bei \(g\) und \(h\) ist die hinreichende Bedingung zweiter Ordnung nicht erfüllt, da die zweite Ableitung jeweils Null ist. Zur Untersuchung wird das Vorzeichenwechselkriterium (VZW) der jeweiligen ersten Ableitung genutzt: Bei \(g'(x) = 3(x-1)^2\) ist die Steigung für \(x < 1\) positiv und für \(x > 1\) ebenfalls positiv. Da kein VZW vorliegt, hat \(g\) an der Stelle \(x_0 = 1\) einen Sattelpunkt. Bei \(h'(x) = 4(x-1)^3\) ist die Steigung für \(x < 1\) negativ und für \(x > 1\) positiv. Der VZW von \(-\) nach \(+\) zeigt, dass \(h\) an der Stelle \(x_0 = 1\) ein lokales Minimum besitzt.

Antwort

a) Nur bei \(f(x) = (x-1)^2 + 3\); es liegt ein lokales Minimum vor, da \(f''(1) = 2 > 0\). b) Bei \(g\) und \(h\) ist die zweite Ableitung an der Stelle \(1\) gleich Null. Das Vorzeichenwechselkriterium ergibt: \(g\) hat bei \(x_0 = 1\) einen Sattelpunkt (kein VZW von \(g'\)), \(h\) hat bei \(x_0 = 1\) ein lokales Minimum (VZW von \(h'\) von \(-\) nach \(+\)).
42285711
Gegeben ist eine zweimal stetig differenzierbare Funktion \(f\) in einem offenen Intervall \(I\). Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen und begründe deine Entscheidung kurz (zum Beispiel durch Angabe eines Gegenbeispiels oder Verweis auf mathematische Sätze). a) Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist hinreichend dafür, dass an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum vorliegt. b) Eine notwendige Bedingung für die Existenz einer Wendestelle an der Stelle \(x_0\) ist \(f''(x_0) = 0\). c) Wenn \(f''(x_0) < 0\) gilt, dann ist der Graph der Funktion \(f\) an dieser Stelle linksgekrümmt. d) Gilt \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) \neq 0\), so besitzt die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) sicher ein lokales Extremum.

Denkanstöße

- Überlege dir, was der Unterschied zwischen einer notwendigen Bedingung (muss erfüllt sein) und einer hinreichenden Bedingung (reicht aus, um die Eigenschaft zu garantieren) ist. - Denke an einfache Potenzfunktionen wie \(f(x) = x^2\), \(f(x) = x^3\) oder \(f(x) = x^4\), um Aussagen zu testen. - Wie hängen das Vorzeichen der zweiten Ableitung und die Krümmung des Graphen (Rechts- oder Linkskrümmung) zusammen? - Was passiert grafisch an einem Sattelpunkt im Vergleich zu einem Extrempunkt?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist lediglich notwendig, aber nicht hinreichend. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = x^3\) an der Stelle \(x_0 = 0\); hier ist \(f'(0) = 0\), aber es liegt ein Sattelpunkt und kein Extremum vor. 2. Aussage b) ist wahr. Für zweimal stetig differenzierbare Funktionen ist das Verschwinden der zweiten Ableitung eine notwendige Bedingung für einen Wendepunkt (Krümmungswechsel). 3. Aussage c) ist falsch. Gilt \(f''(x_0) < 0\), so ist der Graph der Funktion an dieser Stelle rechtsgekrümmt (negative Krümmung). Eine Linkskrümmung erfordert \(f''(x_0) > 0\). 4. Aussage d) ist wahr. Dies ist das klassische hinreichende Kriterium für lokale Extrema: Aus einer waagerechten Tangente (\(f'(x_0) = 0\)) und einer Krümmung ungleich Null (\(f''(x_0) \neq 0\)) folgt die Existenz eines Hochpunkts (\(f'' < 0\)) oder Tiefpunkts (\(f'' > 0\)).

Antwort

a) Falsch (Gegenbeispiel \(f(x) = x^3\)). b) Wahr (Notwendige Bedingung für Wendestellen). c) Falsch (Bedingung für Rechtskrümmung). d) Wahr (Hinreichendes Kriterium für Extrema).
42910711
Bestimme für die folgenden Funktionen die \(x\)-Koordinaten aller Punkte, an denen die notwendige Bedingung für lokale Extremstellen erfüllt ist. a) \(f(x) = \frac{1}{3}x^3 - x^2 - 3x + 5\) b) \(g(x) = x + \frac{4}{x}\) für \(x \neq 0\)

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die Steigung an einer Extremstelle gelten? - Erinnerst du dich an die Potenzregel beim Ableiten? - Wie kann man einen Bruch mit \(x\) im Nenner umschreiben, um ihn leichter abzuleiten? - Überlege, welche Werte für \(x\) bei der zweiten Funktion überhaupt eingesetzt werden dürfen.

Lösung

1. Für Teilaufgabe a) wird die erste Ableitung gebildet: \(f'(x) = x^2 - 2x - 3\). Die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) führt zur quadratischen Gleichung \(x^2 - 2x - 3 = 0\). Durch Anwendung der p-q-Formel oder Faktorisierung \((x-3)(x+1) = 0\) ergeben sich die Lösungen \(x_1 = 3\) und \(x_2 = -1\). 2. Für Teilaufgabe b) wird die Funktion zu \(g(x) = x + 4x^{-1}\) umgeschrieben und abgeleitet: \(g'(x) = 1 - 4x^{-2} = 1 - \frac{4}{x^2}\). Die Bedingung \(g'(x) = 0\) führt auf \(1 = \frac{4}{x^2}\), woraus \(x^2 = 4\) folgt. Die Lösungen sind \(x_1 = 2\) und \(x_2 = -2\).

Antwort

a) \(x_1 = 3\), \(x_2 = -1\) b) \(x_1 = 2\), \(x_2 = -2\)
42911211
Gegeben ist die Funktion \(g\) durch \(g(x) = \frac{1}{3}x^3 + 2x^2 + 4x - 5\). Weise nach, dass die Funktion \(g\) zwar eine Stelle mit waagerechter Tangente, aber keine relativen Extremstellen besitzt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für eine waagerechte Tangente erfüllt sein? - Wie prüfst du, ob an einer Stelle mit waagerechter Tangente tatsächlich ein Hoch- oder Tiefpunkt vorliegt? - Erinnere dich an das Kriterium des Vorzeichenwechsels der ersten Ableitung. - Was sagt eine doppelte Nullstelle der Ableitungsfunktion über den Graphen der ursprünglichen Funktion aus?

Lösung

1. Berechnung der ersten Ableitung: \(g'(x) = x^2 + 4x + 4\). 2. Bestimmung der Nullstellen der ersten Ableitung (notwendige Bedingung): \(x^2 + 4x + 4 = 0 \Leftrightarrow (x + 2)^2 = 0\). Dies liefert die einzige kritische Stelle \(x_0 = -2\). An dieser Stelle liegt eine waagerechte Tangente vor. 3. Untersuchung auf Vorzeichenwechsel (hinreichende Bedingung): Da \(g'(x) = (x + 2)^2\) ein Quadrat ist, gilt \(g'(x) \geq 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\). 4. Schlussfolgerung: Da bei \(x_0 = -2\) kein Vorzeichenwechsel von \(g'\) stattfindet (die Steigung ist davor und danach positiv), handelt es sich um einen Sattelpunkt (Terrassenpunkt) und nicht um eine Extremstelle.

Antwort

Die Ableitung \(g'(x) = (x + 2)^2\) hat bei \(x = -2\) eine Nullstelle, was die waagerechte Tangente belegt. Da \(g'(x)\) als Quadrat für alle \(x \in \mathbb{R}\) nicht negativ ist, findet bei \(x = -2\) kein Vorzeichenwechsel statt. Somit liegt dort ein Sattelpunkt und keine relative Extremstelle vor.
42912111
Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\), deren Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse verläuft. a) Erkläre unter Verwendung der allgemeinen Form des Funktionsterms \(f(x) = a_n x^n + a_{n-1} x^{n-1} + \dots + a_1 x + a_0\), warum die Ableitung an der Stelle \(x = 0\) stets Null ist. b) Begründe, warum eine solche Funktion an der Stelle \(x = 0\) niemals einen Sattelpunkt besitzen kann, sofern sie nicht konstant ist. Nutze dazu die Symmetrieeigenschaft der Ableitungsfunktion \(f'\).

Denkanstöße

- Welche Exponenten dürfen bei einer achsensymmetrischen ganzrationalen Funktion vorkommen? - Wie verändert sich der Exponent eines Terms beim Ableiten? - Was bedeutet es für den Graphen von \(f'\), wenn \(f\) achsensymmetrisch ist? - Erinnere dich an die Bedingung für einen Sattelpunkt im Vergleich zu einem Extrempunkt bezüglich des Vorzeichenwechsels der ersten Ableitung.

Lösung

1. Achsensymmetrie zur \(y\)-Achse bedeutet, dass im Funktionsterm nur gerade Exponenten vorkommen (\(a_k = 0\) für alle ungeraden \(k\)). 2. Die Ableitungsfunktion \(f'(x)\) enthält somit nur ungerade Exponenten (\(x^1, x^3, \dots\)). Jeder Summand von \(f'(x)\) hat die Form \(k \cdot a_k \cdot x^{k-1}\), wobei \(k\) gerade und somit \(k-1\) ungerade (mindestens 1) ist. 3. Durch Einsetzen von \(x = 0\) in \(f'(x)\) ergibt jeder Summand Null, woraus \(f'(0) = 0\) folgt. Dies bestätigt die waagerechte Tangente. 4. Da \(f\) achsensymmetrisch ist, ist die Ableitungsfunktion \(f'\) punktsymmetrisch zum Ursprung. 5. Ein Sattelpunkt bei \(x = 0\) würde bedeuten, dass \(f'(0) = 0\) gilt, aber kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt. 6. Aufgrund der Punktsymmetrie von \(f'\) gilt jedoch \(f'(-x) = -f'(x)\). Wenn \(f'(x) \neq 0\) für kleine \(x > 0\) ist, muss \(f'\) für negative \(x\) das entgegengesetzte Vorzeichen haben. 7. Es findet also zwingend ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) an der Stelle \(x = 0\) statt, was die Existenz eines Extrempunktes beweist.

Antwort

a) Bei Achsensymmetrie treten nur gerade Exponenten auf. In der Ableitung \(f'\) haben alle Terme ungerade Exponenten (mindestens \(x^1\)), weshalb \(f'(0) = 0\) gilt. b) Da \(f\) achsensymmetrisch ist, ist \(f'\) punktsymmetrisch zum Ursprung. Eine punktsymmetrische Funktion (die nicht lokal Null ist) wechselt bei \(x = 0\) stets ihr Vorzeichen. Ein Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung an einer Nullstelle bedeutet, dass ein Extrempunkt und kein Sattelpunkt vorliegt.
42912411
Ein Graph einer Funktion \(g\) mit \(g(x) = x^4 - 2x^3\) besitzt an der Stelle \(x = 0\) eine waagerechte Tangente. Zeige rechnerisch, dass an dieser Stelle kein lokaler Extrempunkt existiert, obwohl die notwendige Bedingung erfüllt ist. Bestimme stattdessen die Art des Punktes an der Stelle \(x = 0\).

Denkanstöße

- Wie kannst du die erste Ableitung faktorisieren, um das Vorzeichen einfacher zu bestimmen? - Setze Werte ein, die sehr nah links und rechts von der Stelle 0 liegen, um das Vorzeichen von \(g'(x)\) zu prüfen. - Denke an die verschiedenen Arten von Punkten mit waagerechter Tangente. - Welche Information liefert dir ein fehlender Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung?

Lösung

1. Bestimmung der ersten Ableitung: \(g'(x) = 4x^3 - 6x^2\). 2. Nachweis der notwendigen Bedingung: \(g'(0) = 4 \cdot 0^3 - 6 \cdot 0^2 = 0\). Es liegt eine waagerechte Tangente vor. 3. Untersuchung der hinreichenden Bedingung mittels Vorzeichenwechselkriterium: Die Ableitung lässt sich faktorisieren zu \(g'(x) = 2x^2 \cdot (2x - 3)\). 4. Analyse des Vorzeichens: Der Faktor \(2x^2\) ist für alle \(x \neq 0\) positiv. Der Faktor \((2x - 3)\) ist für alle \(x < 1{,}5\) negativ. Somit ist \(g'(x)\) für alle \(x\) in der Umgebung von 0 (außer bei 0 selbst) negativ (z. B. \(g'(-1) = -10\) und \(g'(1) = -2\)). 5. Ergebnis: Da kein Vorzeichenwechsel von \(g'\) an der Stelle \(x = 0\) vorliegt, ist dort kein Extrempunkt. Da \(g'(0) = 0\) gilt, handelt es sich um einen Sattelpunkt (Terrassenpunkt).

Antwort

Die notwendige Bedingung ist wegen \(g'(0) = 0\) erfüllt. Da \(g'(x) = 2x^2(2x-3)\) für Werte knapp unter Null (\(x < 0\)) und knapp über Null (\(0 < x < 1{,}5\)) jeweils negative Werte annimmt, findet kein Vorzeichenwechsel der Steigung statt. An der Stelle \(x = 0\) liegt somit kein Extrempunkt, sondern ein Sattelpunkt vor.
42912711
Gegeben ist die abschnittsweise definierte Funktion \(f\) mit: \(f(x) = \begin{cases} x^2 + 1 & \text{für } x \ge 0 \\ x & \text{für } x < 0 \end{cases}\) Begründe unter Verwendung der Definition einer lokalen Extremstelle, weshalb der Graph von \(f\) an der Stelle \(x = 0\) kein lokales Extremum besitzt.

Denkanstöße

- Was bedeutet es anschaulich, wenn ein Punkt ein „Gipfel“ (Maximum) oder ein „Tal“ (Minimum) ist? - Vergleiche den Funktionswert an der Stelle \(x = 0\) mit Werten, die ganz nah links und ganz nah rechts davon liegen. - Kann ein Punkt eine Extremstelle sein, wenn es in seiner unmittelbaren Nähe sowohl größere als auch kleinere Werte gibt? - Untersuche die beiden Teilfunktionen separat für Werte nahe Null.

Lösung

1. Funktionswert an der Stelle bestimmen: Es gilt \(f(0) = 0^2 + 1 = 1\). 2. Umgebung rechts von \(0\) betrachten: Für alle \(x > 0\) gilt \(f(x) = x^2 + 1\). Da \(x^2 > 0\) für \(x \neq 0\), ist \(f(x) > 1\) für alle \(x > 0\). In jeder Rechtsumgebung von \(0\) gibt es also Werte, die größer als \(f(0)\) sind. 3. Umgebung links von \(0\) betrachten: Für alle \(x < 0\) gilt \(f(x) = x\). Da \(x < 0\), ist \(f(x) < 0\) und damit insbesondere \(f(x) < 1\). In jeder Linksumgebung von \(0\) gibt es also Werte, die kleiner als \(f(0)\) sind. 4. Schlussfolgerung: Da in jeder noch so kleinen Umgebung um \(x = 0\) sowohl Funktionswerte existieren, die größer als \(f(0)\) sind, als auch Funktionswerte, die kleiner als \(f(0)\) sind, kann \(f(0)\) weder ein lokales Maximum noch ein lokales Minimum sein. Somit liegt bei \(x = 0\) keine Extremstelle vor.

Antwort

An der Stelle \(x = 0\) ist \(f(0) = 1\). Für \(x > 0\) sind die Funktionswerte stets größer als \(1\) (\(x^2 + 1 > 1\)), während sie für \(x < 0\) stets kleiner als \(1\) sind (da \(x < 0\)). Da in jeder Umgebung von \(x = 0\) sowohl größere als auch kleinere Werte als \(f(0)\) vorkommen, liegt laut Definition kein lokales Extremum vor.
42912911
Beurteile die folgenden Aussagen über Funktionen und ihre Extrema. Begründe deine Entscheidung jeweils kurz oder widerlege die Aussage durch ein geeignetes Gegenbeispiel. (1) Eine Funktion, die auf ihrem gesamten Definitionsbereich \(\mathbb{R}\) streng monoton steigend ist, besitzt keine Extremstellen. (2) Für jede differenzierbare Funktion gilt: Wenn \(f'(x_0) = 0\) ist, dann liegt an der Stelle \(x_0\) eine Extremstelle vor. (3) Eine Funktion kann auf einem offenen Intervall \((a; b)\) kein globales Maximum besitzen. (4) Jede lokale Extremstelle einer differenzierbaren Funktion im Inneren ihres Definitionsbereichs ist eine Nullstelle der ersten Ableitung.

Denkanstöße

- Überlege dir bei jeder Aussage, ob du ein einfaches Beispiel (wie eine Gerade, eine Parabel oder \(x^3\)) finden kannst, das die Aussage bestätigt oder entkräftet. - Achte genau auf den Unterschied zwischen notwendigen Bedingungen (was muss gelten?) und hinreichenden Bedingungen (was reicht aus?). - Unterscheide zwischen dem Verhalten im Inneren eines Intervalls und an den Rändern. - Was bedeutet „streng monoton“ für die Steigung der Funktion?

Lösung

1. Wahr. Ist \(f\) streng monoton steigend, gilt für jedes \(x_1 < x_2\) stets \(f(x_1) < f(x_2)\). Daher kann kein innerer Punkt ein lokales Maximum oder Minimum sein; ein globales Extremum auf \(\mathbb{R}\) ist ebenfalls ausgeschlossen. 2. Falsch. Gegenbeispiel: Ein Sattelpunkt (Terrassenpunkt) wie bei \(f(x) = x^3\) an der Stelle \(x_0 = 0\). Hier ist \(f'(0) = 0\), aber es liegt kein Extremum vor, da kein Vorzeichenwechsel der Ableitung stattfindet. 3. Falsch. Gegenbeispiel: Die Funktion \(f(x) = -x^2\) auf dem offenen Intervall \((-1; 1)\) besitzt an der Stelle \(x = 0\) ein globales Maximum, da \(0\) im Intervall liegt und \(f(0) \geq f(x)\) für alle \(x \in (-1; 1)\) gilt. 4. Wahr. Dies ist das notwendige Kriterium für lokale Extrema: Wenn an einer inneren Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum vorliegt und die Funktion dort differenzierbar ist, muss die Tangente waagerecht sein, also \(f'(x_0) = 0\).

Antwort

(1) Wahr; (2) Falsch (Gegenbeispiel: Sattelpunkt bei \(f(x) = x^3\)); (3) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = -x^2\) auf \((-1; 1)\)); (4) Wahr.
42913011
Prüfe die folgenden mathematischen Formulierungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Gib eine kurze Begründung oder ein Gegenbeispiel an. (1) Wenn eine Funktion \(f\) auf einem abgeschlossenen Intervall \([a; b]\) stetig und streng monoton fallend ist, dann ist der Randpunkt \(x = a\) ein globales Maximum. (2) Es gibt Funktionen, bei denen ein lokaler Hochpunkt einen kleineren Funktionswert hat als ein lokaler Tiefpunkt derselben Funktion. (3) Jede stetige Funktion besitzt auf einem abgeschlossenen Intervall \([a; b]\) sowohl ein globales Maximum als auch ein globales Minimum.

Denkanstöße

- Skizziere dir Verläufe von Graphen, die mehrfach steigen und fallen. Kann ein lokales „Tal“ weiter oben liegen als ein entfernter lokaler „Berg“? - Was passiert am linken Rand eines Intervalls, wenn eine Funktion streng monoton fällt? - Welche Voraussetzungen benötigt der Satz vom Maximum und Minimum?

Lösung

1. Wahr. Da die Funktion streng monoton fällt, gilt für alle \(x > a\), dass \(f(a) > f(x)\). Somit ist der linke Randwert der größte Wert im Intervall. 2. Wahr. Dies ist bei Funktionen möglich, die mehrere lokale Extrema auf unterschiedlichen Niveaus besitzen. Ein lokaler Hochpunkt muss nur gegenüber seiner unmittelbaren Umgebung höher liegen; sein Funktionswert kann daher kleiner sein als der eines entfernten lokalen Tiefpunkts. 3. Wahr. Dies entspricht dem Satz vom Maximum und Minimum (Weierstraß): Eine stetige Funktion nimmt auf einem kompakten Intervall ihren maximalen und ihren minimalen Funktionswert an.

Antwort

(1) Wahr. (2) Wahr. (3) Wahr (Satz vom Maximum und Minimum).
42913111
Formuliere die folgenden Aussagen aus der Kurvendiskussion in die „Wenn-dann-Form“ um. a) Das Verschwinden der ersten Ableitung an einer Stelle \(x_0\) (\(f'(x_0) = 0\)) ist eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum an dieser Stelle. b) Damit der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, ist es notwendig, dass \(f''(x_0) = 0\) gilt. c) Jede an einer Stelle \(x_0\) differenzierbare Funktion ist dort auch stetig.

Denkanstöße

- Überlege dir bei „notwendigen Bedingungen“, was die Voraussetzung und was die Schlussfolgerung ist: Was muss erfüllt sein, damit etwas anderes überhaupt möglich ist? - Erinnere dich daran, dass „A ist notwendig für B“ bedeutet: Ohne A kann B nicht sein. Also: Wenn B vorliegt, muss auch A vorliegen. - Bei Aussagen wie „Alle Objekte mit Eigenschaft X haben auch Eigenschaft Y“ ist die Eigenschaft X die Bedingung im „Wenn“-Teil.

Lösung

1. Identifikation der logischen Struktur bei notwendigen Bedingungen: „\(A\) ist notwendig für \(B\)“ entspricht der Implikation „Wenn \(B\), dann \(A\)“. 2. Anwendung auf Teilaufgabe a): Da \(f'(x_0) = 0\) notwendig für ein Extremum ist, folgt: Wenn \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum hat, dann gilt \(f'(x_0) = 0\). 3. Anwendung auf Teilaufgabe b): Die Notwendigkeit von \(f''(x_0) = 0\) für einen Wendepunkt führt zu: Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, dann gilt \(f''(x_0) = 0\). 4. Anwendung auf Teilaufgabe c): Die Aussage beschreibt eine Eigenschaft, die alle differenzierbaren Funktionen besitzen. Dies entspricht der Struktur „Wenn \(A\), dann \(B\)“: Wenn eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie dort auch stetig.

Antwort

a) Wenn eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum hat, dann gilt \(f'(x_0) = 0\). b) Wenn der Graph einer zweimal stetig differenzierbaren Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Wendepunkt besitzt, dann gilt \(f''(x_0) = 0\). c) Wenn eine Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie an dieser Stelle stetig.
42913211
Überführe die gegebenen mathematischen Sätze in eine „Wenn-dann-Form“. a) Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) zusammen mit \(f''(x_0) > 0\) ist hinreichend für ein lokales Minimum an der Stelle \(x_0\). b) Eine hinreichende Bedingung für streng monotones Wachstum einer differenzierbaren Funktion auf einem Intervall \(I\) ist, dass \(f'(x) > 0\) für alle \(x \in I\) gilt. c) Die Stetigkeit einer Funktion an einer Stelle \(x_0\) ist eine notwendige Bedingung für ihre Differenzierbarkeit an dieser Stelle.

Denkanstöße

- Was bedeutet „hinreichend“ im Alltag? Wenn eine Bedingung ausreicht, um eine Folge auszulösen, steht sie im „Wenn“-Teil. - Achte genau darauf, ob eine Bedingung nur „erfüllt sein muss“ (notwendig) oder ob sie bereits „garantiert“, dass etwas eintritt (hinreichend). - Ein „Wenn-dann-Satz“ verbindet immer eine Voraussetzung mit einer logischen Konsequenz.

Lösung

1. Unterscheidung der logischen Richtung: „\(A\) ist hinreichend für \(B\)“ bedeutet „Wenn \(A\), dann \(B\)“. „\(A\) ist notwendig für \(B\)“ bedeutet „Wenn \(B\), dann \(A\)“. 2. Zu a): Da die Ableitungsbedingungen hinreichend für das Minimum sind, bilden sie den „Wenn“-Teil: Wenn \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) > 0\) gilt, dann hat die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum. 3. Zu b): Die Bedingung \(f'(x) > 0\) ist hinreichend für das Wachstum: Wenn für eine differenzierbare Funktion \(f'(x) > 0\) für alle \(x \in I\) gilt, dann ist \(f\) auf dem Intervall \(I\) streng monoton wachsend. 4. Zu c): Da Stetigkeit notwendig für Differenzierbarkeit ist, folgt aus der Differenzierbarkeit die Stetigkeit: Wenn eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie dort stetig.

Antwort

a) Wenn \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) > 0\) gilt, dann hat die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum. b) Wenn für eine differenzierbare Funktion \(f'(x) > 0\) für alle \(x \in I\) gilt, dann ist die Funktion \(f\) auf dem Intervall \(I\) streng monoton wachsend. c) Wenn eine Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie an dieser Stelle stetig.
42913611
In der Analysis ist es wichtig, zwischen notwendigen und hinreichenden Bedingungen zu unterscheiden. a) Formuliere die folgende Aussage unter Verwendung des Wortes „hinreichend“: „Wenn für eine zweimal differenzierbare Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) gilt, dass \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) < 0\) ist, dann besitzt \(f\) dort ein lokales Maximum.“ b) Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist notwendig für das Vorliegen eines lokalen Extremums einer differenzierbaren Funktion. Erkläre, warum diese Bedingung allein nicht hinreichend ist, und nenne ein konkretes Gegenbeispiel (Funktionsterm und Stelle \(x_0\)).

Denkanstöße

- Was bedeutet es im Alltag, wenn etwas „ausreicht“ (hinreichend ist), um ein Ergebnis zu garantieren? - Suche nach einer Funktion, die zwar eine waagerechte Tangente an einer Stelle hat, aber dort weder einen Berg (Maximum) noch ein Tal (Minimum) bildet. - Denk an den Unterschied: „Ohne das geht es nicht“ (notwendig) versus „Wenn das erfüllt ist, dann ist es sicher so“ (hinreichend).

Lösung

1. Teilaufgabe a): Dass \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) < 0\) gilt, ist eine hinreichende Bedingung für ein lokales Maximum an der Stelle \(x_0\). 2. Teilaufgabe b): Eine Bedingung ist hinreichend, wenn aus ihrer Erfüllung direkt die betrachtete Eigenschaft folgt. Dass \(f'(x_0) = 0\) nicht hinreichend ist, liegt daran, dass es Stellen mit waagerechter Tangente gibt, die keine Extrema sind. 3. Gegenbeispiel: Bei der Funktion \(f(x) = x^3\) gilt an der Stelle \(x_0 = 0\) die Bedingung \(f'(0) = 3 \cdot 0^2 = 0\). Dennoch liegt dort kein lokales Extremum, sondern ein Sattelpunkt vor.

Antwort

a) Die Bedingungen \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) < 0\) sind hinreichend für ein lokales Maximum an der Stelle \(x_0\). b) Die Bedingung ist nicht hinreichend, da aus \(f'(x_0) = 0\) nicht zwingend ein Extremum folgt. Ein Gegenbeispiel ist \(f(x) = x^3\) an der Stelle \(x_0 = 0\); hier ist die Ableitung null, es liegt jedoch ein Sattelpunkt vor.
42915311
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = (x - 5)^4 + 3\). a) Bestimme die erste Ableitung \(f'(x)\) und berechne die Stelle \(x_0\) mit waagerechter Tangente. b) Weise mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums der ersten Ableitung nach, dass an der Stelle \(x_0\) ein lokales Minimum vorliegt. c) Berechne den Wert der zweiten Ableitung an der Stelle \(x_0\). d) Beurteile anhand deiner Ergebnisse, ob die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) eine notwendige Voraussetzung für die Existenz eines lokalen Extrempunktes ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn eine Tangente waagerecht verläuft? - Wie verhält sich die Steigung kurz vor und kurz nach einem Tiefpunkt? - Überlege dir den Unterschied: Muss etwas gelten (notwendig) oder reicht es aus, wenn es gilt (hinreichend)? - Betrachte das Ergebnis der zweiten Ableitung im Vergleich zur tatsächlichen Art des Punktes.

Lösung

1. Erste Ableitung bilden: \(f'(x) = 4(x - 5)^3\). Die Bedingung für eine waagerechte Tangente \(f'(x) = 0\) führt auf \(x_0 = 5\). 2. Vorzeichenwechsel prüfen: Für \(x < 5\) (z. B. \(x = 4\)) gilt \(f'(4) = 4 \cdot (-1)^3 = -4 < 0\). Für \(x > 5\) (z. B. \(x = 6\)) gilt \(f'(6) = 4 \cdot 1^3 = 4 > 0\). Da ein Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus vorliegt, ist \(x_0 = 5\) eine lokale Minimalstelle. 3. Zweite Ableitung bilden: \(f''(x) = 12(x - 5)^2\). Einsetzen von \(x_0 = 5\) ergibt \(f''(5) = 12 \cdot (5 - 5)^2 = 0\). 4. Da an der Stelle \(x_0 = 5\) ein Minimum vorliegt, aber \(f''(5) = 0\) gilt, ist die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) nicht notwendig. Ein Extrempunkt kann also auch dann existieren, wenn die zweite Ableitung an dieser Stelle Null ist.

Antwort

a) \(f'(x) = 4(x - 5)^3\); \(x_0 = 5\) b) \(f'(4) = -4 < 0\) und \(f'(6) = 4 > 0\); Vorzeichenwechsel von \(-\) nach \(+\) bestätigt ein Minimum. c) \(f''(5) = 0\) d) Nein, die Bedingung ist nicht notwendig, da trotz \(f''(x_0) = 0\) ein Extrempunkt vorliegt.
42915511
Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen über lokale Extrema einer differenzierbaren Funktion \(f\). Gib jeweils eine kurze Begründung oder ein passendes Gegenbeispiel an. 1. Die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) ist hinreichend für die Existenz eines lokalen Extremums an der Stelle \(x_0\). 2. Wenn eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Extremum besitzt, dann muss \(f''(x_0) \neq 0\) gelten. 3. Ein Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung \(f'\) an der Stelle \(x_0\) ist eine hinreichende Bedingung für das Vorliegen eines lokalen Extremums.

Denkanstöße

- Was ist der Unterschied zwischen einer notwendigen und einer hinreichenden Bedingung? - Kennst du Funktionen, die eine waagerechte Tangente haben, aber keinen Hoch- oder Tiefpunkt? - Betrachte das Verhalten von Potenzfunktionen wie \(f(x) = x^3\) oder \(f(x) = x^4\) im Ursprung. - Überlege, was ein Vorzeichenwechsel der Steigungsfunktion für den Verlauf des Graphen bedeutet.

Lösung

1. Die Aussage ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = x^3\) an der Stelle \(x_0 = 0\). Hier ist die notwendige Bedingung \(f'(0) = 0\) erfüllt, es liegt jedoch ein Sattelpunkt und kein lokales Extremum vor. 2. Die Aussage ist falsch. Die Bedingung \(f''(x_0) \neq 0\) ist nicht notwendig für ein Extremum. Bei der Funktion \(f(x) = x^4\) liegt an der Stelle \(x_0 = 0\) ein lokales Minimum vor, obwohl \(f''(0) = 0\) gilt. 3. Die Aussage ist richtig. Ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) an der Stelle \(x_0\) bedeutet, dass der Graph von einer positiven in eine negative Steigung (Hochpunkt) oder von einer negativen in eine positive Steigung (Tiefpunkt) übergeht. Dies ist nach dem Vorzeichenwechselkriterium hinreichend für ein lokales Extremum.

Antwort

1. Falsch (Gegenbeispiel \(f(x) = x^3\)). 2. Falsch (Gegenbeispiel \(f(x) = x^4\)). 3. Richtig (VZW-Kriterium für Extrema).
42915611
Bei der Untersuchung von Wendepunkten einer Funktion \(f\) werden verschiedene mathematische Kriterien genutzt. a) Formuliere die folgende Aussage in der „Wenn-dann-Form“: „\(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\) sind hinreichend für einen Wendepunkt an der Stelle \(x_0\).“ b) Überprüfe mithilfe der Funktion \(f(x) = x^4\), ob die Bedingung \(f''(x_0) = 0\) eine hinreichende Bedingung für einen Wendepunkt ist. c) Begründe, warum für eine zweimal stetig differenzierbare Funktion die Bedingung \(f''(x_0) = 0\) notwendig ist, damit an der Stelle \(x_0\) ein Wendepunkt vorliegen kann.

Denkanstöße

- Wie ist ein Wendepunkt über das Krümmungsverhalten des Graphen definiert? - Überlege dir, ob aus der Erfüllung einer Bedingung (Prämisse) zwingend die Schlussfolgerung (Wendepunkt) folgt. - Untersuche das Vorzeichen der zweiten Ableitung von \(f(x) = x^4\) links und rechts der Stelle \(x = 0\). - Was muss mathematisch passieren, damit ein Wert von positiv nach negativ wechseln kann?

Lösung

1. Die Wenn-dann-Form lautet: „Wenn für eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) die Bedingungen \(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\) erfüllt sind, dann besitzt der Graph von \(f\) an dieser Stelle einen Wendepunkt.“ Da die Erfüllung dieser Bedingungen die Existenz des Wendepunkts garantiert, handelt es sich um eine hinreichende Bedingung. 2. Die Ableitungen von \(f(x) = x^4\) lauten \(f'(x) = 4x^3\) und \(f''(x) = 12x^2\). An der Stelle \(x_0 = 0\) gilt \(f''(0) = 0\). Da der Graph dort jedoch einen Tiefpunkt besitzt und die Krümmung links und rechts der Nullstelle positiv bleibt (\(f''(x) > 0\) für \(x \neq 0\)), findet kein Krümmungswechsel statt. Somit ist \(f''(x_0) = 0\) nicht hinreichend. 3. Ein Wendepunkt ist definiert als eine Stelle mit Vorzeichenwechsel des Krümmungsverhaltens. Da die zweite Ableitung die Krümmung repräsentiert und hier stetig ist, muss sie an der Stelle des Übergangs den Wert null annehmen. Somit ist \(f''(x_0) = 0\) eine notwendige Bedingung für die Existenz eines Wendepunkts.

Antwort

a) Wenn \(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) \neq 0\), dann liegt ein Wendepunkt vor. b) Nicht hinreichend, da \(f(x) = x^4\) bei \(x=0\) die Bedingung \(f''(0)=0\) erfüllt, aber einen Tiefpunkt (keinen Wendepunkt) hat. c) Notwendig, da ein Vorzeichenwechsel der stetigen zweiten Ableitung eine Nullstelle voraussetzt.
42916311
Gegeben sind die Ableitungsfunktionen \(f'\), \(g'\) und \(h'\) dreier Funktionen \(f\), \(g\) und \(h\): \(f'(x) = x^2 - 4x + 3\) \(g'(x) = -2(x - 1)(x - 3)\) \(h'(x) = (x - 2)(x - 1)(x - 3)\) 1. Zeige rechnerisch, dass die Funktionen \(f\) und \(g\) dieselben Extremstellen besitzen. 2. Weise nach, dass die Funktion \(h\) an diesen Stellen ebenfalls lokale Extremstellen hat. 3. Bestimme die Lage der zusätzlichen Extremstelle von \(h\) und gib deren Art (lokales Maximum oder Minimum) an.

Denkanstöße

- Was muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du anhand der Ableitungsfunktion feststellen, ob an einer Nullstelle tatsächlich ein Hoch- oder Tiefpunkt vorliegt? - Untersuche die Faktoren der Funktionsausdrücke – was verraten sie dir über die Nullstellen? - Überlege dir, wie sich das Vorzeichen der Ableitung links und rechts von einer Nullstelle verhält.

Lösung

1. Die Nullstellen der Ableitungen werden bestimmt: Für \(f'(x) = x^2 - 4x + 3 = (x-1)(x-3)\) ergeben sich die Nullstellen \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 3\). Da es sich um einfache Nullstellen handelt, findet jeweils ein Vorzeichenwechsel (VZW) statt, sodass bei \(x=1\) und \(x=3\) Extremstellen vorliegen. Für \(g'(x) = -2(x-1)(x-3)\) ergeben sich dieselben Nullstellen mit VZW, also dieselben Extremstellen. 2. Die Ableitung \(h'(x) = (x-2)(x-1)(x-3)\) besitzt die Nullstellen \(x_1 = 1\), \(x_2 = 2\) und \(x_3 = 3\). Da alle Faktoren einfache Nullstellen sind, findet an jeder dieser Stellen ein VZW statt. Somit hat \(h\) ebenfalls Extremstellen bei \(x=1\) und \(x=3\). 3. Die zusätzliche Extremstelle von \(h\) liegt bei \(x = 2\). Die Art wird durch das VZW-Kriterium bestimmt: Für \(x < 2\) (z. B. \(x=1{,}5\)) ist \(h'(1{,}5) = (-0{,}5) \cdot (0{,}5) \cdot (-1{,}5) = 0{,}375 > 0\). Für \(x > 2\) (z. B. \(x=2{,}5\)) ist \(h'(2{,}5) = (0{,}5) \cdot (1{,}5) \cdot (-0{,}5) = -0{,}375 < 0\). Da ein VZW von Plus nach Minus vorliegt, hat \(h\) bei \(x = 2\) ein lokales Maximum.

Antwort

1. Beide Funktionen \(f\) und \(g\) haben Extremstellen bei \(x = 1\) und \(x = 3\). 2. Die Funktion \(h\) hat an den Stellen \(x = 1\) und \(x = 3\) ebenfalls einfache Nullstellen mit Vorzeichenwechsel in der Ableitung. 3. Die zusätzliche Extremstelle von \(h\) liegt bei \(x = 2\). Es handelt sich um ein lokales Maximum.
42916411
Eine Funktion \(k\) besitzt die Ableitungsfunktion \(k'(x) = (x - 4) \cdot (x + 1)^2\). 1. Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die Tangente an den Graphen von \(k\) waagerecht verläuft. 2. Untersuche mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums, an welcher dieser Stellen ein lokales Extremum vorliegt und gib dessen Art an. 3. Begründe, warum an der anderen Stelle kein Extremum vorliegt und benenne diese besondere Art von Punkt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die Steigung an einer Stelle mit waagerechter Tangente erfüllt sein? - Was bedeutet es für den Graphen, wenn die Ableitung an einer Stelle null ist, aber ihr Vorzeichen nicht wechselt? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Vielfachheit einer Nullstelle in der Ableitung und dem Vorliegen eines Extremums. - Teste Werte in der Nähe der Nullstellen, um den Verlauf der Steigung zu prüfen.

Lösung

1. Waagerechte Tangenten liegen an den Nullstellen der Ableitung vor: \(k'(x) = (x - 4) \cdot (x + 1)^2 = 0\). Dies liefert die Stellen \(x_1 = 4\) und \(x_2 = -1\). 2. Untersuchung des Vorzeichenwechsels an \(x_1 = 4\): Für \(x < 4\) (z. B. \(x=0\)) ist \(k'(0) = (-4) \cdot 1^2 = -4 < 0\). Für \(x > 4\) (z. B. \(x=5\)) ist \(k'(5) = 1 \cdot 6^2 = 36 > 0\). Da ein Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus vorliegt, besitzt \(k\) bei \(x = 4\) ein lokales Minimum. 3. Untersuchung an \(x_2 = -1\): Da der Faktor \((x+1)\) quadratisch vorkommt, findet kein Vorzeichenwechsel von \(k'\) statt. Für \(x < -1\) (z. B. \(x=-2\)) ist \(k'(-2) = (-6) \cdot (-1)^2 = -6 < 0\). Für \(-1 < x < 4\) (z. B. \(x=0\)) ist \(k'(0) = -4 < 0\). Daher liegt kein Extremum vor. Zur Bestimmung der Punktart betrachtet man zusätzlich \(k''(x) = 3x^2 - 4x - 7 = (3x-7)(x+1)\). \(k''\) wechselt bei \(x=-1\) von Plus nach Minus. Somit liegt dort ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente, also ein Terrassenpunkt (Sattelpunkt), vor.

Antwort

1. Die Tangente verläuft bei \(x = 4\) und \(x = -1\) waagerecht. 2. Bei \(x = 4\) liegt ein lokales Minimum vor. 3. Bei \(x = -1\) liegt kein Extremum vor, da \(k'\) dort keinen Vorzeichenwechsel aufweist. Da \(k''\) an dieser Stelle das Vorzeichen wechselt, handelt es sich um einen Terrassenpunkt (Sattelpunkt).
42920511
Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen über eine ganzrationale Funktion \(f\). Begründe deine Antwort jeweils durch eine mathematische Argumentation. a) Wenn der Graph von \(f\) zwei lokale Minimalstellen besitzt, dann muss zwischen diesen mindestens eine lokale Maximalstelle liegen. b) Jede ganzrationale Funktion vierten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie der Graph verlaufen muss, wenn er von einem tiefen Punkt zu einem anderen tiefen Punkt führt. - Betrachte das Grenzverhalten (Globalverhalten) von Funktionen mit geradem Grad. - Was wissen wir über die Anzahl der Nullstellen der Ableitungsfunktion bei Funktionen vierten Grades?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Seien \(x_1 < x_2\) zwei lokale Minimalstellen. Auf dem abgeschlossenen Intervall \([x_1; x_2]\) nimmt die stetige Funktion \(f\) ein Maximum an. Dieses Maximum wird im Inneren des Intervalls angenommen; falls auf einem Teilintervall ein konstanter Maximalwert vorliegt, sind dessen innere Punkte ebenfalls lokale Maximalstellen. Somit liegt zwischen den beiden lokalen Minimalstellen mindestens eine lokale Maximalstelle. 2. Aussage b) ist wahr. Der Graph einer ganzrationalen Funktion vierten Grades \(f(x) = ax^4 + bx^3 + cx^2 + dx + e\) verläuft für \(x \to \pm \infty\) entweder beidseitig gegen \(+\infty\) (für \(a > 0\)) oder beidseitig gegen \(-\infty\) (für \(a < 0\)). Folglich muss die Funktion aufgrund ihrer Stetigkeit ein globales Minimum (bzw. Maximum) besitzen. An dieser Stelle ist die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) erfüllt und es liegt ein Vorzeichenwechsel der Ableitung vor, also eine Extremstelle.

Antwort

a) Wahr. Zwischen zwei lokalen Minima muss der Graph steigen und wieder fallen, was ein lokales Maximum erzwingt. b) Wahr. Funktionen mit geradem Grad besitzen immer ein globales Extremum (Minimum oder Maximum) und damit mindestens eine Extremstelle.
42920711
Gegeben ist die Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) mit \(f'(x) = (x + 3)^5\). a) Bestimme die Nullstelle von \(f'\) und untersuche das Vorzeichen von \(f'\) in einer Umgebung dieser Stelle. b) Entscheide begründet, ob der Graph von \(f\) an dieser Stelle ein lokales Maximum, ein lokales Minimum oder einen Terrassenpunkt besitzt. c) Betrachte nun eine Funktion \(g\) mit der Ableitung \(g'(x) = (x + 3)^k\). Erläutere, wie die Art des besonderen Punktes an der Stelle \(x = -3\) von der Wahl des Exponenten \(k \in \mathbb{N}_{>0}\) abhängt.

Denkanstöße

- Was sagt das Vorzeichen der Ableitung über die Steigung der ursprünglichen Funktion aus? - Überlege dir, wie sich das Vorzeichen einer Potenz verhält, wenn die Basis negativ ist und der Exponent gerade oder ungerade ist. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen einem Vorzeichenwechsel der Ableitung und der Art des Extrempunktes. - Ein Punkt mit waagerechter Tangente, an dem kein Vorzeichenwechsel der Ableitung stattfindet, hat einen speziellen Namen.

Lösung

1. Nullstelle bestimmen: \(f'(x) = 0 \implies (x + 3)^5 = 0 \implies x = -3\). 2. Vorzeichenuntersuchung: Da der Exponent \(5\) ungerade ist, wechselt \((x+3)^5\) an der Stelle \(x = -3\) das Vorzeichen. Für \(x < -3\) ist \(f'(x) < 0\), für \(x > -3\) ist \(f'(x) > 0\). 3. Klassifizierung: Ein Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus bedeutet einen Übergang von fallender zu steigender Monotonie. Somit liegt bei \(x = -3\) ein lokales Minimum vor. 4. Abhängigkeit von \(k\): Ist \(k\) ungerade, wechselt \(g'(x)=(x+3)^k\) von Minus nach Plus; \(g\) besitzt bei \(x=-3\) ein lokales Minimum. Ist \(k\) gerade, gilt \(g'(x) \ge 0\) auf beiden Seiten, sodass kein Extremum vorliegt. Zusätzlich ist \(g''(x)=k(x+3)^{k-1}\). Für gerades \(k\) ist \(k-1\) ungerade, daher wechselt \(g''\) bei \(x=-3\) von Minus nach Plus. Somit liegt ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente, also ein Terrassenpunkt, vor.

Antwort

a) Die Nullstelle liegt bei \(x = -3\). Für \(x < -3\) ist \(f'(x) < 0\), für \(x > -3\) ist \(f'(x) > 0\). b) Es liegt ein lokales Minimum vor. c) Für ungerades \(k\) liegt ein lokales Minimum vor. Für gerades \(k\) liegt kein Extremum, sondern wegen des Vorzeichenwechsels von \(g''\) ein Terrassenpunkt vor.
42921311
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{1}{2}x^4 + \frac{1}{2}x^3 + 10\). Weise rechnerisch nach, dass der Graph der Funktion \(f\) keine lokalen Extrempunkte besitzt.

Denkanstöße

- Was ist die notwendige Bedingung für das Vorliegen eines Extrempunkts? - Wie kannst du die Nullstellen der Ableitungsfunktion bestimmen? - Erinnerst du dich an den Zusammenhang zwischen der Vielfachheit einer Nullstelle der Ableitung und dem Vorliegen eines Extremums? - Was sagt das Vorzeichen der Diskriminante über die Nullstellen eines quadratischen Terms aus?

Lösung

1. Berechnung der ersten Ableitung: \(f'(x) = x^4 - 2x^3 + \frac{3}{2}x^2\). 2. Bestimmung der Nullstellen von \(f'(x)\): Ausklammern ergibt \(x^2 \cdot (x^2 - 2x + 1{,}5) = 0\). 3. Untersuchung der Faktoren: Der erste Faktor \(x^2\) liefert die doppelte Nullstelle \(x_1 = 0\). Der zweite Faktor \(x^2 - 2x + 1{,}5 = 0\) besitzt keine reellen Lösungen, da die Diskriminante \(D = (-2)^2 - 4 \cdot 1 \cdot 1{,}5 = -2\) kleiner als null ist. 4. Überprüfung auf Vorzeichenwechsel: Es gilt \(f'(x) = x^2 \cdot ((x-1)^2 + 0{,}5) \ge 0\) für alle \(x\). Daher findet bei \(x=0\) kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) statt. 5. Da \(x=0\) die einzige stationäre Stelle ist und dort kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt, besitzt \(f\) keine lokalen Extrempunkte.

Antwort

Die erste Ableitung \(f'(x) = x^2(x^2 - 2x + 1{,}5)\) hat lediglich bei \(x = 0\) eine Nullstelle. Da es sich um eine doppelte Nullstelle handelt (quadratischer Faktor), findet dort kein Vorzeichenwechsel statt. Der quadratische Term \(x^2 - 2x + 1{,}5\) hat keine reellen Nullstellen (\(D = -2\)). Somit besitzt \(f\) keinen Extrempunkt.
43236611
Die Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitung \(f'\) (orange) und der zweiten Ableitung \(f''\) (blau) einer Funktion \(f\). Bestimme mithilfe der beiden Graphen alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\) lokale Extremstellen besitzt, und gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) oder eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) handelt. Begründe deine Entscheidung mithilfe der notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Extremstellen.
Abbildung zur Aufgabe 432366

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss für die erste Ableitung \(f'\) an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du diese Bedingung im Graphen von \(f'\) erkennen? - Welches Kriterium mit der zweiten Ableitung \(f''\) hilft dir zu entscheiden, ob eine Hochstelle oder eine Tiefstelle vorliegt? - Wie liest du den Wert der zweiten Ableitung an den potenziellen Extremstellen aus dem Graphen von \(f''\) ab?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für Extremstellen: Eine lokale Extremstelle kann nur dort vorliegen, wo die erste Ableitung gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Aus dem orangefarbenen Graphen von \(f'\) lassen sich die Nullstellen an den Schnittpunkten mit der \(x\)-Achse ablesen: \(x_1 = -1\) und \(x_2 = 3\). 2. Hinreichende Bedingung für Extremstellen: Wir überprüfen das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''\) an diesen Stellen mithilfe des blauen Graphen. Für \(x_1 = -1\) liest man \(f''(-1) = -4\) ab. Da \(f''(-1) < 0\) ist, liegt bei \(x = -1\) eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) vor. Für \(x_2 = 3\) liest man \(f''(3) = 4\) ab. Da \(f''(3) > 0\) ist, liegt bei \(x = 3\) eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor.

Antwort

Bei \(x = -1\) liegt eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) und bei \(x = 3\) eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor.
43236811
Die Abbildung zeigt die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) (orange) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) (blau) einer Funktion \(f\). a) Bestimme alle Stellen \(x\), die als lokale Extremstellen von \(f\) infrage kommen. Begründe deine Auswahl mithilfe des Graphen von \(f'\). b) Untersuche mithilfe des Graphen von \(f''\), welche Art von Extremstelle (lokales Minimum oder lokales Maximum) an den in Teilaufgabe a) ermittelten Stellen vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 432368

Denkanstöße

- Welche besondere Eigenschaft hat die Steigung einer Kurve und damit die erste Ableitung an einer Extremstelle? - Wie kannst du die Nullstellen der ersten Ableitung im Graphen erkennen? - Welche Information liefert das Vorzeichen der zweiten Ableitung über die Art des Extremums? - Schau dir die Werte der zweiten Ableitung an den zuvor gefundenen Stellen an. Sind sie positiv oder negativ?

Lösung

1. Notwendige Bedingung für Extremstellen: Eine notwendige Bedingung für ein lokales Extremum ist, dass die erste Ableitungsfunktion gleich null ist, also \(f'(x) = 0\). Die Nullstellen von \(f'\) lassen sich aus dem orangefarbenen Graphen an den Schnittpunkten mit der \(x\)-Achse ablesen: \(x_1 = -3\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 = 3\). Diese drei Stellen sind die Kandidaten für lokale Extremstellen. 2. Hinreichende Bedingung für Extremstellen: Wir prüfen das Vorzeichen der zweiten Ableitung \(f''\) an den Stellen \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\). Für \(x_1 = -3\) gilt \(f''(-3) = 6 > 0\), also liegt dort ein lokales Minimum vor. Für \(x_2 = 1\) gilt \(f''(1) = -2 < 0\), also liegt dort ein lokales Maximum vor. Für \(x_3 = 3\) gilt \(f''(3) = 3 > 0\), also liegt dort ein lokales Minimum vor.

Antwort

a) Die potenziellen Extremstellen von \(f\) liegen bei \(x = -3\), \(x = 1\) und \(x = 3\). b) Bei \(x = -3\) liegt ein lokales Minimum, bei \(x = 1\) ein lokales Maximum und bei \(x = 3\) ein lokales Minimum vor.
43237311
Der abgebildete Graph zeigt eine abschnittsweise definierte Funktion \(f\). Beurteile für die markierten Punkte \(A\), \(B\) und \(C\) auf dem Graphen, ob an den jeweiligen Stellen \(x_1 = -2\), \(x_2 = 0\) und \(x_3 = 2\) eine lokale Extremstelle (lokales Minimum oder lokales Maximum) vorliegt. Begründe deine Entscheidungen und gehe dabei auch darauf ein, welche Rolle die Differenzierbarkeit und die Ableitung der Funktion an diesen Stellen spielen.
Abbildung zur Aufgabe 432373

Denkanstöße

- Wie lautet die mathematische Definition für ein lokales Minimum und ein lokales Maximum? - Muss eine Funktion an einer Stelle unbedingt differenzierbar sein, damit dort ein Extrempunkt existieren kann? - Betrachte die Funktionswerte in einer kleinen Umgebung direkt links und rechts von jedem der drei Punkte. Sind sie alle größer, alle kleiner oder teils größer und teils kleiner? - Wenn die Steigung an einer Stelle null ist, handelt es sich dann immer automatisch um eine Extremstelle?

Lösung

Um zu beurteilen, ob an den Stellen lokale Extremstellen vorliegen, nutzen wir die Definitionen von lokalen Extrema und untersuchen das Verhalten der Funktion in einer offenen Umgebung um die jeweiligen Stellen: 1. Stelle \(x_1 = -2\) (Punkt \(A\)): An dieser Stelle hat der Graph einen „Knick“, was bedeutet, dass die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_1 = -2\) nicht differenzierbar ist. Dennoch gilt in einer kleinen offenen Umgebung um \(x_1\), dass alle Funktionswerte größer oder gleich dem Funktionswert \(f(-2) = 0{,}1\) sind. Da \(f(x) \ge f(-2)\) in dieser Umgebung gilt, liegt bei \(x_1 = -2\) ein lokales Minimum vor. Dieses Beispiel zeigt, dass Differenzierbarkeit keine notwendige Voraussetzung für die Existenz eines lokalen Extremums ist. 2. Stelle \(x_2 = 0\) (Punkt \(B\)): Der Graph verläuft hier glatt und erreicht einen Hochpunkt. In einer offenen Umgebung um \(x_2 = 0\) gilt \(f(x) \le f(0) = 3{,}5\). Da die Funktion hier differenzierbar ist, ist die notwendige Bedingung für ein Extremum erfüllt: Die Steigung der Tangente ist null (\(f'(0) = 0\)). Da die Steigung zudem von positiv links von \(0\) auf negativ rechts von \(0\) wechselt, liegt bei \(x_2 = 0\) ein lokales Maximum vor. 3. Stelle \(x_3 = 2\) (Punkt \(C\)): An dieser Stelle verläuft die Tangente an den Graphen ebenfalls waagerecht, es gilt also \(f'(2) = 0\). Allerdings ist die Funktion in einer offenen Umgebung um \(x_3 = 2\) streng monoton fallend; die Steigung ist sowohl links als auch rechts von \(x_3\) negativ. Es gilt also \(f(x) > f(2) = 3{,}3\) für \(x < 2\) und \(f(x) < f(2) = 3{,}3\) für \(x > 2\) in der nahen Umgebung. Somit liegt bei \(x_3 = 2\) kein lokales Extremum, sondern ein Sattelpunkt vor. Dies zeigt, dass die Bedingung \(f'(x) = 0\) für differenzierbare Funktionen zwar notwendig, aber nicht hinreichend ist.

Antwort

Bei \(x_1 = -2\) (Punkt \(A\)) liegt trotz der Nichtdifferenzierbarkeit ein lokales Minimum vor; bei \(x_2 = 0\) (Punkt \(B\)) liegt ein lokales Maximum vor; bei \(x_3 = 2\) (Punkt \(C\)) liegt keine Extremstelle, sondern ein Sattelpunkt vor.
43238811
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\) im Intervall \([-5; 4]\) dargestellt. Beantworte die folgenden Fragen und begründe deine Antworten kurz: a) Bestimme die Intervalle, in denen die Funktion \(f\) streng monoton steigend bzw. streng monoton fallend ist. b) Ermittle die Anzahl und die Art der lokalen Extremstellen der Funktion \(f\). c) Wie viele Wendestellen besitzt der Graph der Funktion \(f\) in diesem Intervall?
Abbildung zur Aufgabe 432388

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\) besteht. - Wie hängen die Nullstellen der Ableitung \(f'\) mit den Extremstellen der Funktion \(f\) zusammen? Welcher Vorzeichenwechsel deutet auf ein Maximum, welcher auf ein Minimum hin? - Welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\) entspricht den Wendestellen der Funktion \(f\)? Denke an die zweite Ableitung \(f''\).

Lösung

1. Monotonieverhalten (Teilaufgabe a): Die Funktion \(f\) ist streng monoton steigend auf Intervallen, in deren Innerem \(f'(x) > 0\) gilt. Dem Graphen entnimmt man \(f'(x) > 0\) für \(-4 < x < -1\) und \(3 < x < 4\). Somit ist \(f\) auf \([-4; -1]\) und \([3; 4]\) streng monoton steigend. Entsprechend gilt \(f'(x) < 0\) für \(-5 < x < -4\) und \(-1 < x < 3\), sodass \(f\) auf \([-5; -4]\) und \([-1; 3]\) streng monoton fallend ist. 2. Extremstellen (Teilaufgabe b): Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x = -4\), \(x = -1\) und \(x = 3\). Bei \(x = -4\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; daher liegt dort eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor. Bei \(x = -1\) wechselt \(f'\) von Plus nach Minus; daher liegt dort eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) vor. Bei \(x = 3\) wechselt \(f'\) von Minus nach Plus; daher liegt dort eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) vor. 3. Wendestellen (Teilaufgabe c): Wendestellen von \(f\) entsprechen lokalen Extremstellen der Ableitungsfunktion \(f'\), sofern deren Steigung dort das Vorzeichen wechselt. Der Graph von \(f'\) besitzt im gegebenen Intervall genau zwei lokale Extrempunkte, einen Hochpunkt bei \(x \approx -2{,}7\) und einen Tiefpunkt bei \(x \approx 1{,}4\). Somit besitzt \(f\) im Intervall genau zwei Wendestellen.

Antwort

a) Streng monoton steigend für \(x \in [-4; -1]\) und \(x \in [3; 4]\); streng monoton fallend für \(x \in [-5; -4]\) und \(x \in [-1; 3]\). b) Drei Extremstellen: lokale Minimalstellen bei \(x = -4\) und \(x = 3\), eine lokale Maximalstelle bei \(x = -1\). c) Zwei Wendestellen.
43242711
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer auf \(\mathbb{R}\) differenzierbaren Funktion \(f\). a) Bestimme alle Stellen \(x\), an denen die notwendige Bedingung für ein lokales Extremum von \(f\) erfüllt ist. Begründe deine Antwort kurz mithilfe des Graphen. b) Untersuche mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums (hinreichende Bedingung), an welchen dieser Stellen ein lokales Minimum und an welchen ein lokales Maximum der Funktion \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 432427

Denkanstöße

- Welche mathematische Bedingung muss für die Ableitung \(f'\) an einer Stelle gelten, damit dort ein Extremum vorliegen kann? - Wo schneidet der Graph von \(f'\) die x-Achse? - Was bedeutet es für den Verlauf der Originalfunktion \(f\), wenn die Ableitung \(f'\) negativ ist, und was, wenn sie positiv ist? - Achte darauf, wie der Graph der Ableitung an den Nullstellen die x-Achse überquert (von unten nach oben oder von oben nach unten).

Lösung

1. Identifikation der notwendigen Bedingung: Für ein lokales Extremum einer differenzierbaren Funktion \(f\) gilt \(f'(x) = 0\). Dies entspricht den Nullstellen des abgebildeten Graphen von \(f'\). 2. Ablesen der Stellen: Aus dem Graphen von \(f'\) ergeben sich die Nullstellen bei \(x_1 = 2\) und \(x_2 = 6\). 3. Anwendung des Vorzeichenwechselkriteriums: - Bei \(x_1 = 2\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen von minus (unterhalb der x-Achse) nach plus (oberhalb der x-Achse). Da \(f'(x) < 0\) für \(x < 2\) und \(f'(x) > 0\) für \(2 < x < 6\), liegt bei \(x_1 = 2\) ein lokales Minimum von \(f\) vor. - Bei \(x_2 = 6\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen von plus (oberhalb der x-Achse) nach minus (unterhalb der x-Achse). Da \(f'(x) > 0\) für \(2 < x < 6\) und \(f'(x) < 0\) für \(x > 6\), liegt bei \(x_2 = 6\) ein lokales Maximum von \(f\) vor.

Antwort

a) Die notwendige Bedingung \(f'(x) = 0\) ist an den Stellen \(x_1 = 2\) und \(x_2 = 6\) erfüllt, da dort die Nullstellen von \(f'\) liegen. b) Bei \(x = 2\) liegt ein lokales Minimum vor (Vorzeichenwechsel von minus nach plus). Bei \(x = 6\) liegt ein lokales Maximum vor (Vorzeichenwechsel von plus nach minus).
43243711
In der Abbildung ist der Graph der ersten Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme alle Stellen \(x\), an denen der Graph der Funktion \(f\) eine waagerechte Tangente besitzt. b) Begründe anhand des Graphen von \(f'\), warum das hinreichende Kriterium der zweiten Ableitung (\(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) \neq 0\)) für eine dieser Stellen nicht anwendbar ist. c) Bestimme für jede der in a) gefundenen Stellen, ob dort ein lokales Maximum, ein lokales Minimum oder ein Sattelpunkt des Graphen von \(f\) vorliegt. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Vorzeichenwechsels von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 432437

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Bedingung für eine waagerechte Tangente der Ausgangsfunktion \(f\) gelten muss und wie du diese am Graphen von \(f'\) ablesen kannst. - Wie hängt die zweite Ableitung \(f''(x)\) mit der Steigung des Graphen der ersten Ableitung \(f'\) zusammen? Welchen Wert hat die Steigung an einem lokalen Extrempunkt von \(f'\)? - Betrachte das Verhalten des Graphen von \(f'\) in der Umgebung der Nullstellen. Wechselt der Graph die Seite der x-Achse oder berührt er sie nur?

Lösung

1. Eine waagerechte Tangente von \(f\) setzt \(f'(x) = 0\) voraus. Aus den Nullstellen des abgebildeten Graphen von \(f'\) ergeben sich die Stellen \(x_1 = -2\) und \(x_2 = 2\). 2. Die zweite Ableitung \(f''(x)\) entspricht der Steigung von \(f'\). Da der Graph von \(f'\) bei \(x_2 = 2\) einen lokalen Extrempunkt (Hochpunkt) mit waagerechter Tangente besitzt, gilt dort \(f''(2) = 0\). Das hinreichende Kriterium der zweiten Ableitung ist somit bei \(x_2 = 2\) nicht anwendbar, da es \(f''(x_0) \neq 0\) verlangt. Bei \(x_1 = -2\) hat \(f'\) eine negative Steigung, also gilt \(f''(-2) < 0\), weshalb das Kriterium dort anwendbar ist. 3. Untersuchung des Vorzeichenwechsels (VZW) von \(f'\): An der Stelle \(x_1 = -2\) liegt ein VZW von plus nach minus vor, was ein lokales Maximum von \(f\) anzeigt. An der Stelle \(x_2 = 2\) liegt kein VZW vor (der Graph berührt die x-Achse nur von unten), was einen Sattelpunkt von \(f\) anzeigt.

Antwort

a) Waagerechte Tangenten liegen an den Stellen \(x_1 = -2\) und \(x_2 = 2\) vor. b) An der Stelle \(x_2 = 2\) hat der Graph von \(f'\) einen lokalen Hochpunkt, weshalb die Steigung dort null ist, also \(f''(2) = 0\). Da das hinreichende Kriterium der zweiten Ableitung \(f''(x_0) \neq 0\) erfordert, ist es an dieser Stelle nicht anwendbar. c) Bei \(x_1 = -2\) liegt ein lokales Maximum vor (Vorzeichenwechsel von \(+\) nach \(-\) von \(f'\)). Bei \(x_2 = 2\) liegt ein Sattelpunkt vor (kein Vorzeichenwechsel von \(f'\)).
43244911
In der Abbildung ist der Graph einer ganzrationalen Funktion \(f\) fünften Grades dargestellt. Es wird vermutet, dass die Funktion durch die Gleichung \(f(x) = 12x^5 - 30x^4 + 20x^3\) beschrieben wird. Anhand des Graphen lässt sich vermuten, dass bei \(x = 0\) und \(x = 1\) flache Stellen (Sattelpunkte) vorliegen. a) Bestimme rechnerisch alle Stellen \(x\), an denen der Graph eine waagerechte Tangente besitzt (die kritischen Stellen). b) Untersuche diese Stellen mithilfe der notwendigen und hinreichenden Bedingungen. Zeige, dass an beiden Stellen tatsächlich Sattelpunkte vorliegen, und gib die Koordinaten dieser Sattelpunkte an. c) Der Graph besitzt einen weiteren Wendepunkt zwischen den beiden Sattelpunkten. Bestimme dessen Koordinaten und berechne die Steigung des Graphen in diesem Punkt. Begründe, warum es sich hierbei nicht um einen Sattelpunkt handelt.
Abbildung zur Aufgabe 432449

Denkanstöße

- Welche Rolle spielt die erste Ableitung, wenn wir nach Stellen mit waagerechter Tangente suchen? - Wie hilft uns die zweite Ableitung dabei, zwischen einem Extrempunkt und einem Wendepunkt zu unterscheiden? - Erinnere dich daran, welche zusätzliche Bedingung für einen Sattelpunkt im Vergleich zu einem normalen Wendepunkt gelten muss. - Überlege, wie du alle Wendepunkte systematisch bestimmen kannst, indem du die zweite Ableitung gleich null setzt.

Lösung

1. Erste Ableitung und kritische Stellen: Die Funktion lautet \(f(x) = 12x^5 - 30x^4 + 20x^3\). Die erste Ableitung ist \(f'(x) = 60x^4 - 120x^3 + 60x^2\). Wir setzen \(f'(x) = 0\): \(60x^2(x^2 - 2x + 1) = 0 \implies 60x^2(x-1)^2 = 0\). Daraus ergeben sich die kritischen Stellen \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 1\). 2. Untersuchung auf Sattelpunkte: Ein Sattelpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente. Wir bestimmen die zweite und dritte Ableitung: \(f''(x) = 240x^3 - 360x^2 + 120x\) \(f'''(x) = 720x^2 - 720x + 120\) Für \(x = 0\): \(f''(0) = 0\) und \(f'''(0) = 120 \ne 0\). Da auch \(f'(0) = 0\) gilt, liegt bei \(x = 0\) ein Sattelpunkt vor. Die y-Koordinate ist \(f(0) = 0\). Der erste Sattelpunkt ist \(S_1(0 \mid 0)\). Für \(x = 1\): \(f''(1) = 240 - 360 + 120 = 0\) und \(f'''(1) = 720 - 720 + 120 = 120 \ne 0\). Da auch \(f'(1) = 0\) gilt, liegt bei \(x = 1\) ein Sattelpunkt vor. Die y-Koordinate ist \(f(1) = 12 - 30 + 20 = 2\). Der zweite Sattelpunkt ist \(S_2(1 \mid 2)\). 3. Weiterer Wendepunkt: Für weitere Wendepunkte setzen wir \(f''(x) = 0\): \(240x^3 - 360x^2 + 120x = 0 \implies 120x(2x-1)(x-1) = 0\). Die Lösungen sind \(x = 0\), \(x = 1\) und \(x = 0{,}5\). Wir untersuchen \(x = 0{,}5\): \(f'''(0{,}5) = 720(0{,}25) - 720(0{,}5) + 120 = -60 \ne 0\). Da \(f''(0{,}5) = 0\) und \(f'''(0{,}5) \ne 0\) gilt, liegt bei \(x = 0{,}5\) ein Wendepunkt vor. Die y-Koordinate ist \(f(0{,}5) = 1\). Der Wendepunkt ist somit \(W(0{,}5 \mid 1)\). Die Steigung an dieser Stelle ist \(f'(0{,}5) = 3{,}75\). Da die Steigung ungleich \(0\) ist, hat der Graph an dieser Stelle keine waagerechte Tangente, weshalb hier kein Sattelpunkt vorliegt.

Antwort

a) Die Stellen mit waagerechter Tangente sind \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 1\). b) An beiden Stellen liegen Sattelpunkte vor. Die Koordinaten sind \(S_1(0 \mid 0)\) und \(S_2(1 \mid 2)\). c) Der weitere Wendepunkt ist \(W(0{,}5 \mid 1)\). Die Steigung in diesem Punkt beträgt \(3{,}75\). Da diese Steigung ungleich \(0\) ist (die Tangente ist nicht waagerecht), handelt es sich nicht um einen Sattelpunkt.
43245411
In der Abbildung ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\) dargestellt. a) Bestimme die Intervalle, in denen die Funktion \(f\) streng monoton steigend bzw. streng monoton fallend ist. b) Ermittle die \(x\)-Koordinaten aller lokalen Extremstellen von \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um eine lokale Maximalstelle (Hochstelle) oder eine lokale Minimalstelle (Tiefstelle) handelt, und begründe deine Entscheidung. c) Bestimme die \(x\)-Koordinate der Wendestelle von \(f\) und begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 432454

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welcher Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitungsfunktion \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\) besteht. - Wie hängen die Nullstellen der Ableitung \(f'\) und deren Vorzeichenwechsel mit den lokalen Extremstellen von \(f\) zusammen? - Erinnere dich daran, dass ein Vorzeichenwechsel der Ableitung von negativ zu positiv eine Tiefstelle und ein Wechsel von positiv zu negativ eine Hochstelle anzeigt. - Überlege, welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\), beispielsweise ein Hoch- oder Tiefpunkt, einer Wendestelle der Originalfunktion \(f\) entspricht.

Lösung

1. Monotonieverhalten: Im Inneren des Intervalls \([-3; 1]\) gilt \(f'(x) > 0\). Daher ist \(f\) im dargestellten Bereich auf \([-3; 1]\) streng monoton steigend. Im Inneren der Intervalle \([-5; -3]\) und \([1; 3]\) gilt \(f'(x) < 0\). Daher ist \(f\) dort streng monoton fallend. 2. Lokale Extremstellen: Bei \(x = -3\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Minimalstelle. Bei \(x = 1\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(f\) dort eine lokale Maximalstelle. 3. Wendestelle: Der Graph von \(f'\) ist eine nach unten geöffnete Parabel mit einem lokalen Maximum bei \(x = -1\). Links davon steigt \(f'\), rechts davon fällt \(f'\). Somit wechselt \(f''\) bei \(x = -1\) von positiv zu negativ, und \(f\) besitzt dort eine Wendestelle.

Antwort

a) Im dargestellten Bereich streng monoton steigend auf \([-3; 1]\); streng monoton fallend auf \([-5; -3]\) und \([1; 3]\). b) Lokale Minimalstelle bei \(x = -3\); lokale Maximalstelle bei \(x = 1\). c) Wendestelle bei \(x = -1\), weil \(f'\) dort von steigend zu fallend wechselt.
43254511
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Beurteile, welche der folgenden Aussagen über die Funktion \(f\) wahr bzw. falsch sind, und begründe deine Entscheidung. (1) Der Graph von \(f\) besitzt an der Stelle \(x = -2\) einen Tiefpunkt. (2) Im Intervall \([1; 3]\) ist die Funktion \(f\) streng monoton steigend. (3) Der Graph von \(f\) besitzt an der Stelle \(x = 1\) einen Tiefpunkt. (4) Der Graph von \(f\) besitzt im Intervall \([-3; 4]\) genau zwei Wendestellen.
Abbildung zur Aufgabe 432545

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen dem Vorzeichen der Ableitung \(f'\) und dem Monotonieverhalten der Funktion \(f\). - Welche Bedingung muss an einer Stelle \(x\) erfüllt sein, damit dort ein Extrempunkt des Graphen von \(f\) vorliegt? - Wie lässt sich ein Hochpunkt von einem Tiefpunkt anhand des Verlaufs der Ableitung \(f'\) unterscheiden? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Wendepunkten von \(f\) und den Extremstellen der Ableitungsfunktion \(f'\)?

Lösung

1. Aussage (1) ist falsch. An der Stelle \(x = -2\) hat die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit einem Vorzeichenwechsel von Plus nach Minus. Dies ist das hinreichende Kriterium für einen Hochpunkt der Funktion \(f\), nicht für einen Tiefpunkt. 2. Aussage (2) ist wahr. Im offenen Intervall \((1; 3)\) verläuft der Graph von \(f'\) vollständig oberhalb der \(x\)-Achse, es gilt also \(f'(x) > 0\). Daher ist die Funktion \(f\) im Intervall \([1; 3]\) streng monoton steigend. 3. Aussage (3) ist wahr. An der Stelle \(x = 1\) liegt eine Nullstelle von \(f'\) mit Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus vor. Dies ist das hinreichende Kriterium für einen Tiefpunkt von \(f\). 4. Aussage (4) ist wahr. Die Wendestellen einer Funktion \(f\) entsprechen den Extremstellen ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Der abgebildete Graph von \(f'\) besitzt im Intervall \([-3; 4]\) genau zwei Extremstellen: einen Tiefpunkt bei \(x \approx -0{,}8\) und einen Hochpunkt bei \(x \approx 2{,}1\). Folglich hat der Graph von \(f\) in diesem Intervall genau zwei Wendestellen.

Antwort

(1) Falsch (2) Wahr (3) Wahr (4) Wahr
43254911
Abgebildet ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Bestimme alle lokalen Extremstellen der Funktion \(f\). Gib jeweils an, ob es sich um ein lokales Minimum oder ein lokales Maximum handelt, und begründe deine Entscheidung mithilfe des Graphen von \(f'\). b) Bestimme die Stelle, an der der Graph von \(f\) einen Terrassenpunkt (Sattelpunkt) besitzt, und begründe deine Entscheidung.
Abbildung zur Aufgabe 432549

Denkanstöße

- Bestimme zuerst alle Nullstellen des Graphen von \(f'\). - Ein Vorzeichenwechsel von \(f'\) klassifiziert lokale Hoch- und Tiefstellen von \(f\). - Für einen Terrassenpunkt genügt eine Nullstelle ohne Vorzeichenwechsel nicht. Prüfe zusätzlich, ob \(f'\) dort ein lokales Extremum besitzt und damit die Krümmung von \(f\) wechselt.

Lösung

1. Lokale Extremstellen von \(f\): Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-3\), \(x=2\) und \(x=5\). Bei \(x=-3\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort ein lokales Minimum. Bei \(x=5\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(f\) dort ein lokales Maximum. Bei \(x=2\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen nicht. Daher liegt dort kein lokales Extremum von \(f\) vor. 2. Terrassenpunkt von \(f\): Bei \(x=2\) gilt \(f'(2)=0\). Außerdem besitzt der Graph von \(f'\) dort ein lokales Minimum: Links von \(x=2\) fällt \(f'\), rechts davon steigt \(f'\). Damit wechselt \(f''\) von negativ zu positiv, also wechselt \(f\) dort die Krümmung. Zusammen mit der waagerechten Tangente folgt, dass \(f\) bei \(x=2\) einen Terrassenpunkt besitzt.

Antwort

a) Lokales Minimum bei \(x=-3\) und lokales Maximum bei \(x=5\). b) Terrassenpunkt bei \(x=2\), weil \(f'(2)=0\), kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt und \(f'\) dort ein lokales Minimum besitzt, sodass die Krümmung von \(f\) wechselt.
43255911
Gegeben ist der Graph einer differenzierbaren Funktion \(f\) (siehe Abbildung). a) Lies die Koordinaten des Tiefpunkts und des Terrassenpunkts (Sattelpunkts) vom Graphen ab. b) Gib den Wert der Ableitung \(f'(x)\) an diesen beiden Stellen an. c) Beschreibe, wie sich das Vorzeichen von \(f'(x)\) in der Umgebung der jeweiligen Stellen verhält.
Abbildung zur Aufgabe 432559

Denkanstöße

- Schau dir den Verlauf des Graphen genau an. Welche besonderen Punkte mit einer waagerechten Tangente kannst du erkennen? - Welche Steigung hat eine Tangente, die parallel zur \(x\)-Achse verläuft? Was bedeutet das für den Wert der Ableitungsfunktion an dieser Stelle? - Überlege, wie die Monotonie des Graphen links und rechts der jeweiligen Stelle mit dem Vorzeichen der Ableitung zusammenhängt. - Wenn ein Graph vor einer Stelle fällt und danach steigt, welches Vorzeichen hat die Ableitung dann jeweils vor und nach dieser Stelle?

Lösung

1. Aus der Grafik liest man den Tiefpunkt \(T(-2\mid-3)\) und den Terrassenpunkt \(S(0\mid-1)\) ab. 2. An beiden Stellen liegt eine waagerechte Tangente vor. Daher gilt \(f'(-2) = 0\) und \(f'(0) = 0\). 3. Bei \(x = -2\) fällt der Graph links der Stelle und steigt rechts davon. Somit wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Bei \(x = 0\) steigt der Graph auf beiden Seiten, sodass \(f'\) keinen Vorzeichenwechsel besitzt und in einer Umgebung positiv bleibt. Zusätzlich erkennt man am Graphen bei \(x = 0\) einen Krümmungswechsel; erst zusammen mit \(f'(0) = 0\) begründet dies den Terrassenpunkt.

Antwort

a) Tiefpunkt: \(T(-2\mid-3)\); Terrassenpunkt: \(S(0\mid-1)\). b) \(f'(-2) = 0\) und \(f'(0) = 0\). c) Bei \(x = -2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Bei \(x = 0\) bleibt \(f'\) auf beiden Seiten positiv; der dort zusätzlich sichtbare Krümmungswechsel unterscheidet den Terrassenpunkt von einer beliebigen waagerechten Stelle.
43256211
Abgebildet sind die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) (blau) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) (orange) einer Funktion \(f\). a) Bestimme mithilfe beider Graphen die Extremstellen von \(f\) sowie die Art der Extrema (Hoch- oder Tiefpunkte). Begründe deine Entscheidung mithilfe der mathematischen Kriterien. b) Erläutere den Unterschied zwischen der notwendigen und der hinreichenden Bedingung für das Vorliegen einer Extremstelle. Warum ist die Bedingung \(f'(x_0) = 0\) zwar notwendig, aber nicht hinreichend? c) Ermittle die Wendestellen von \(f\) und gib an, wie sich das Krümmungsverhalten des Graphen von \(f\) an diesen Stellen ändert.
Abbildung zur Aufgabe 432562

Denkanstöße

- Wie hängen die Nullstellen der ersten Ableitung mit den Eigenschaften der Originalfunktion zusammen? - Welche Rolle spielt das Vorzeichen der zweiten Ableitung an den Stellen, an denen die erste Ableitung null ist? - Überlege dir den Unterschied zwischen „etwas muss erfüllt sein“ und „wenn das erfüllt ist, gilt es sicher“. Ein Terrassenpunkt ist hierfür ein gutes Gedankenbeispiel. - Wann ändert eine Kurve ihre Krümmung? Welcher mathematische Zusammenhang besteht hier zur zweiten Ableitung?

Lösung

1. Bestimmung der Extremstellen: Die notwendige Bedingung für eine Extremstelle von \(f\) ist \(f'(x) = 0\). Aus dem Graphen von \(f'\) liest man näherungsweise die Nullstellen \(x_1 \approx -2{,}5\), \(x_2 = 1\) und \(x_3 \approx 4{,}5\) ab. Bei \(x_1\) und \(x_3\) ist \(f''(x) > 0\), also liegen dort Tiefpunkte vor. Bei \(x_2 = 1\) ist \(f''(1) < 0\), also liegt dort ein Hochpunkt vor. 2. Unterschied zwischen notwendiger und hinreichender Bedingung: Die notwendige Bedingung \(f'(x_0) = 0\) muss erfüllt sein, damit bei einer differenzierbaren Funktion ein lokales Extremum vorliegen kann. Sie reicht allein nicht aus, da auch ein Terrassenpunkt eine waagerechte Tangente besitzen kann. Zusammen mit \(f''(x_0) \neq 0\) ist die Bedingung hinreichend: Bei \(f''(x_0) > 0\) liegt ein Tiefpunkt und bei \(f''(x_0) < 0\) ein Hochpunkt vor. 3. Bestimmung der Wendestellen: Die Nullstellen von \(f''\) liegen bei \(x = -1\) und \(x = 3\). Bei \(x = -1\) wechselt \(f''\) von positiv zu negativ, also ändert sich die Krümmung von links nach rechts. Bei \(x = 3\) wechselt \(f''\) von negativ zu positiv, also ändert sich die Krümmung von rechts nach links.

Antwort

a) Tiefpunkte bei \(x \approx -2{,}5\) und \(x \approx 4{,}5\); Hochpunkt bei \(x = 1\). b) \(f'(x_0) = 0\) ist notwendig, aber nicht hinreichend, weil auch ein Terrassenpunkt diese Bedingung erfüllt; zusammen mit \(f''(x_0) \neq 0\) ist die Bedingung hinreichend. c) Wendestellen bei \(x = -1\) mit Krümmungswechsel von links nach rechts und bei \(x = 3\) mit Krümmungswechsel von rechts nach links.
43257511
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). Untersuche den Graphen von \(f'\) auf Nullstellen und Vorzeichenwechsel (VZW), um die besonderen Stellen der Funktion \(f\) zu ermitteln. Bestimme jeweils alle Stellen \(x\), an denen die Funktion \(f\): a) einen lokalen Hochpunkt besitzt, b) einen lokalen Tiefpunkt besitzt, c) einen Terrassenpunkt (Sattelpunkt) besitzt. Begründe deine Antworten kurz mithilfe der notwendigen und hinreichenden Bedingungen.
Abbildung zur Aufgabe 432575

Denkanstöße

- Bestimme die Nullstellen von \(f'\) und untersuche die Vorzeichen links und rechts davon. - Ein Wechsel von positiv zu negativ kennzeichnet eine Hochstelle, ein Wechsel von negativ zu positiv eine Tiefstelle. - Eine Nullstelle ohne Vorzeichenwechsel genügt nicht allein für einen Terrassenpunkt. Prüfe zusätzlich, ob \(f'\) dort ein lokales Extremum besitzt.

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-2\), \(x=1\) und \(x=4\). 2. Bei \(x=1\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(f\) dort einen lokalen Hochpunkt. 3. Bei \(x=4\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort einen lokalen Tiefpunkt. 4. Bei \(x=-2\) gilt \(f'(-2)=0\), ohne dass \(f'\) das Vorzeichen wechselt. Zusätzlich besitzt \(f'\) dort ein lokales Minimum: Der Graph von \(f'\) fällt links von \(-2\) und steigt rechts davon. Somit wechselt \(f''\) das Vorzeichen und \(f\) die Krümmung. Daher besitzt \(f\) bei \(x=-2\) einen Terrassenpunkt.

Antwort

a) Lokaler Hochpunkt bei \(x=1\). b) Lokaler Tiefpunkt bei \(x=4\). c) Terrassenpunkt bei \(x=-2\), weil \(f'(-2)=0\), kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt und \(f'\) dort ein lokales Minimum besitzt.
43375311
Der abgebildete Graph zeigt eine abschnittsweise definierte Funktion \(f\). Untersuche, ob an den markierten Stellen \(x_1 = -2\) und \(x_2 = 1{,}5\) lokale Extremstellen vorliegen. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Definition einer Extremstelle.
Abbildung zur Aufgabe 433753

Denkanstöße

- Erinnere dich an die allgemeine Definition eines lokalen Extremums: Muss eine Funktion an dieser Stelle glatt verlaufen? - Was passiert mit den Funktionswerten links und rechts von \(x_1\)? - Betrachte den Bereich um \(x_2\): Verändern sich die Werte dort überhaupt? - Schau dir an, welche Bedingungen für ein lokales Maximum oder Minimum erfüllt sein müssen.

Lösung

1. Definition einer lokalen Extremstelle: Ein Punkt \(x_0\) ist eine lokale Extremstelle, wenn es eine Umgebung um \(x_0\) gibt, in der alle Funktionswerte entweder kleiner oder gleich (Maximum) bzw. größer oder gleich (Minimum) als der Funktionswert \(f(x_0)\) sind. 2. Untersuchung an der Stelle \(x_1 = -2\): Der Funktionswert \(f(-2) = 4\) ist der höchste Punkt in einer kleinen Umgebung. Da alle benachbarten Werte kleiner sind, liegt hier ein lokales Maximum vor. Dass die Funktion dort einen „Knick“ hat (nicht differenzierbar ist), spielt für die Existenz eines Extremums keine Rolle. 3. Untersuchung an der Stelle \(x_2 = 1{,}5\): Die Funktion ist im Intervall \([0; 3]\) konstant mit \(f(x) = 1\). In einer Umgebung von \(1{,}5\) gilt daher sowohl \(f(x) \le f(1{,}5)\) als auch \(f(x) \ge f(1{,}5)\). Nach der mathematischen Definition ist somit jeder Punkt in einem konstanten Abschnitt sowohl eine lokale Minimalstelle als auch eine lokale Maximalstelle.

Antwort

An der Stelle \(x_1 = -2\) liegt ein lokales Maximum vor, da der Funktionswert dort in einer Umgebung am größten ist. An der Stelle \(x_2 = 1{,}5\) liegt sowohl ein lokales Maximum als auch ein lokales Minimum vor, da die Funktion in diesem Bereich konstant verläuft und somit die Bedingungen für beide Extremumstypen erfüllt sind.
43379811
Gegeben ist der Graph der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Entscheide für jede der folgenden Aussagen, ob sie wahr oder falsch ist, und begründe deine Antwort kurz. a) Die Funktion \(f\) besitzt an der Stelle \(x = -3\) eine lokale Minimalstelle. b) Im Intervall \([1; 4]\) ist die Funktion \(f\) monoton wachsend. c) Der Graph von \(f\) weist im dargestellten Bereich genau zwei Wendestellen auf. d) Für die zweite Ableitung an der Stelle \(1\) gilt: \(f''(1) < 0\).
Abbildung zur Aufgabe 433798

Denkanstöße

- Überlege dir, was das Vorzeichen der Ableitung \(f'\) über das Steigungsverhalten der ursprünglichen Funktion \(f\) aussagt. - Wie hängen die Nullstellen von \(f'\) mit den Extremstellen von \(f\) zusammen? Achte dabei besonders auf den Vorzeichenwechsel. - Welche Eigenschaft des Graphen von \(f'\) gibt dir Auskunft über die Wendestellen von \(f\)? - Erinnere dich daran, dass die zweite Ableitung \(f''\) die Ableitung von \(f'\) ist, also die Steigung des Graphen von \(f'\) beschreibt.

Lösung

1. An der Stelle \(x = -3\) hat die Ableitungsfunktion \(f'\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel von Minus nach Plus. Dies bedeutet, dass die Steigung von \(f\) von negativ auf positiv wechselt, was charakteristisch für ein lokales Minimum ist. Die Aussage ist wahr. 2. Im Intervall \((1; 4)\) verläuft der Graph von \(f'\) vollständig unterhalb der \(x\)-Achse, es gilt also \(f'(x) < 0\). Folglich ist die Funktion \(f\) in diesem Bereich streng monoton fallend. Die Aussage ist falsch. 3. Wendestellen der Funktion \(f\) entsprechen den lokalen Extremstellen ihrer Ableitungsfunktion \(f'\). Da der Graph von \(f'\) im gezeigten Bereich einen Hochpunkt (ca. bei \(x \approx -1{,}4\)) und einen Tiefpunkt (ca. bei \(x \approx 2{,}7\)) besitzt, hat \(f\) dort genau zwei Wendestellen. Die Aussage ist wahr. 4. Der Wert \(f''(1)\) entspricht der Steigung der Tangente an den Graphen von \(f'\) an der Stelle \(x = 1\). Da der Graph von \(f'\) an dieser Stelle fällt, ist die Steigung negativ, also \(f''(1) < 0\). Die Aussage ist wahr.

Antwort

a) Wahr b) Falsch c) Wahr d) Wahr
43380111
Der abgebildete Graph zeigt die erste Ableitung \(f'\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Begründe anhand des Graphen von \(f'\), warum die Funktion \(f\) an der Stelle \(x = 3\) eine Wendestelle besitzt. b) Entscheide, welcher der beiden Funktionswerte \(f(1)\) oder \(f(3)\) größer ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Monotonieverhaltens von \(f\). c) Bestimme die Steigung der Tangente an den Graphen von \(f\) an der Stelle \(x = 0\) durch Ablesen aus dem Diagramm.
Abbildung zur Aufgabe 433801

Denkanstöße

- Was sagt ein Hochpunkt im Graphen der Ableitung über die Krümmung oder die Steigungsänderung der Originalfunktion aus? - Wenn die Ableitung in einem Bereich positiv ist, was weißt du dann über das Wachstum der Funktion? - Wo genau liest man die Steigung einer Funktion an einer bestimmten Stelle ab, wenn man den Graphen der Ableitung gegeben hat?

Lösung

1. Wendestelle bei \(x = 3\): Eine Wendestelle von \(f\) liegt dort vor, wo die Steigung der Funktion \(f\) (also \(f'\)) ein lokales Extremum hat. Da der Graph von \(f'\) bei \(x = 3\) einen Hochpunkt besitzt, hat \(f\) dort eine Wendestelle. 2. Vergleich von \(f(1)\) und \(f(3)\): Im Intervall \((1; 5)\) verläuft der Graph von \(f'\) oberhalb der x-Achse (\(f'(x) > 0\)). Das bedeutet, dass die Funktion \(f\) im Intervall \([1; 3]\) streng monoton steigt. Da \(3 > 1\) ist, muss folglich \(f(3) > f(1)\) gelten. 3. Tangentensteigung bei \(x = 0\): Die Steigung der Tangente an \(f\) entspricht dem Wert der Ableitungsfunktion \(f'(0)\). Aus dem Graphen lässt sich an der Stelle \(x = 0\) der Funktionswert \(y = -2{,}5\) ablesen. Die Steigung beträgt also \(-2{,}5\).

Antwort

a) \(f\) hat bei \(x = 3\) eine Wendestelle, da \(f'\) dort eine lokale Extremstelle (einen Hochpunkt) besitzt. b) Es gilt \(f(3) > f(1)\), da \(f'\) im Intervall \((1; 3)\) positiv ist und die Funktion \(f\) dort somit streng monoton steigt. c) Die Tangentensteigung an der Stelle \(x = 0\) beträgt \(f'(0) = -2{,}5\).
43394411
Gegeben ist eine Funktion \(g\), die auf dem abgeschlossenen Intervall \(D = [0; 5]\) definiert ist. Der zugehörige Graph ist in der Abbildung dargestellt. 1. Bestimme die Stelle \(x_e\), an der die Funktion ihr globales Maximum annimmt, und gib den zugehörigen Funktionswert an. 2. Erkläre mithilfe des Graphen, warum an dieser Stelle die Bedingung \(g'(x_e) = 0\) nicht erfüllt ist. 3. Unter welcher allgemeinen Voraussetzung ist die Bedingung \(g'(x) = 0\) für das Vorliegen einer lokalen Extremstelle notwendig?
Abbildung zur Aufgabe 433944

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen lokalen Extremstellen im Inneren eines Bereichs und Extremstellen, die an den Grenzen des Definitionsbereichs liegen. - Schau dir den Verlauf des Graphen direkt an der Stelle \(x_e\) an. Würde die Funktion dort waagerecht verlaufen, wenn man den Definitionsbereich erweitern würde? - Überlege dir, welche Punkte ein Intervall wie \([0; 5]\) hat, die keine „inneren“ Punkte sind.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man ab, dass das globale Maximum am rechten Rand des Definitionsbereichs bei \(x_e=5\) liegt. Der zugehörige Funktionswert ist \(g(5)=4\). 2. Der Graph steigt bis zum rechten Rand weiter an; seine Tangente ist dort nicht waagerecht. Daher ist \(g'(5)>0\) und insbesondere \(g'(5)\ne 0\). Das Maximum entsteht hier, weil der Definitionsbereich bei \(x=5\) endet. 3. Für eine differenzierbare Funktion ist \(g'(x_0)=0\) eine notwendige Bedingung für eine lokale Extremstelle, wenn \(x_0\) ein innerer Punkt des Definitionsbereichs ist.

Antwort

1. Das globale Maximum liegt bei \(x_e=5\) mit \(g(5)=4\). 2. \(x_e=5\) ist ein Randpunkt. Der Graph steigt dort noch, also ist die Tangente nicht waagerecht und \(g'(5)\ne 0\). 3. Die Bedingung \(g'(x_0)=0\) ist für eine lokale Extremstelle notwendig, wenn \(x_0\) im Inneren des Definitionsbereichs liegt und \(g\) dort differenzierbar ist.
43396811
Die Abbildung zeigt den Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). An der markierten Stelle \(x_e = 2\) hat der Graph von \(f'\) eine Nullstelle und einen Tiefpunkt. a) Erkläre, warum das hinreichende Kriterium für lokale Extremstellen (\(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) \neq 0\)) an der Stelle \(x_e = 2\) keine Aussage darüber zulässt, ob ein Extremum vorliegt. b) Untersuche mithilfe des Graphen von \(f'\), ob die Funktion \(f\) an der Stelle \(x_e = 2\) tatsächlich eine Extremstelle besitzt. Bestimme gegebenenfalls die Art des Punktes.
Abbildung zur Aufgabe 433968

Denkanstöße

- Überlege dir, was ein Tiefpunkt im Graphen der Ableitungsfunktion für den Wert der zweiten Ableitung an dieser Stelle bedeutet. - Erinnere dich an die geometrische Bedeutung der zweiten Ableitung als Steigung der ersten Ableitung. - Schau dir den Verlauf des Graphen von \(f'\) genau an: Ändern sich die Werte von positiv nach negativ oder umgekehrt, wenn man über die Nullstelle geht? - Was passiert mit der Steigung der ursprünglichen Funktion \(f\), wenn die Ableitung \(f'\) zwar null wird, aber ihr Vorzeichen nicht ändert?

Lösung

1. Da der Graph von \(f'\) bei \(x_e=2\) einen Tiefpunkt besitzt, hat er dort eine waagerechte Tangente. Somit gilt \(f''(2)=0\). Das Kriterium \(f'(x_0)=0\) und \(f''(x_0)\ne 0\) ist daher nicht anwendbar. 2. Der Graph von \(f'\) berührt bei \(x=2\) die \(x\)-Achse und bleibt auf beiden Seiten positiv. Deshalb besitzt \(f\) dort kein lokales Extremum. 3. Zusätzlich fällt \(f'\) links von \(x=2\) und steigt rechts davon. Damit wechselt \(f''\) von negativ zu positiv, also ändert \(f\) bei \(x=2\) ihre Krümmung. Zusammen mit \(f'(2)=0\) folgt: \(f\) besitzt dort einen Terrassenpunkt.

Antwort

a) Das Kriterium ist nicht anwendbar, weil \(f''(2)=0\) gilt. b) Bei \(x=2\) liegt kein Extremum vor, da \(f'\) keinen Vorzeichenwechsel besitzt. Da \(f'\) dort außerdem von fallend zu steigend wechselt, ändert \(f\) ihre Krümmung; somit liegt ein Terrassenpunkt vor.
43396911
In der Grafik ist der Graph der ersten Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) dargestellt. An der Stelle \(x_e = 2\) befindet sich eine Nullstelle von \(f'\). a) Begründe, weshalb man die Art der potenziellen Extremstelle an der Stelle \(x_e = 2\) nicht mit dem Kriterium der zweiten Ableitung überprüfen kann. b) Entscheide mithilfe des Graphen, ob an der Stelle \(x_e = 2\) ein lokales Maximum, ein lokales Minimum oder kein Extremum der Funktion \(f\) vorliegt.
Abbildung zur Aufgabe 433969

Denkanstöße

- Was bedeutet ein „Knick“ im Graphen einer Funktion für deren Ableitung an genau dieser Stelle? - Kann man eine Steigung (also den Wert der zweiten Ableitung) berechnen, wenn sich die Richtung des Graphen an einem Punkt abrupt ändert? - Betrachte die Werte der Ableitung links und rechts von der Nullstelle. Sind sie positiv oder negativ? - Wenn eine Funktion erst ansteigt und nach einem Punkt wieder abfällt, welche Art von Extrempunkt muss dann vorliegen?

Lösung

1. Der Graph von \(f'\) weist an der Stelle \(x_e = 2\) einen Knick auf. An solchen Stellen ist eine Funktion nicht differenzierbar. Da die zweite Ableitung \(f''(2)\) die Ableitung von \(f'\) an dieser Stelle ist, existiert \(f''(2)\) nicht. 2. Zur Klassifizierung nutzt man das Vorzeichenwechsel-Kriterium (VZW). 3. Für \(x < 2\) verläuft der Graph von \(f'\) oberhalb der \(x\)-Achse (\(f'(x) > 0\)). Für \(x > 2\) verläuft er unterhalb der \(x\)-Achse (\(f'(x) < 0\)). 4. Es liegt ein Vorzeichenwechsel von \(+\) nach \(-\) vor. Dies bedeutet, dass die Funktion \(f\) erst steigt und dann fällt. Somit hat \(f\) an der Stelle \(x_e = 2\) ein lokales Maximum (einen Hochpunkt).

Antwort

a) Die zweite Ableitung \(f''(2)\) existiert nicht, da der Graph von \(f'\) an der Stelle \(x_e = 2\) einen Knick hat und somit dort nicht differenzierbar ist. b) Es liegt ein lokales Maximum (Hochpunkt) vor, da die erste Ableitung \(f'\) an der Stelle \(x_e = 2\) einen Vorzeichenwechsel von Plus nach Minus aufweist.
43419611
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Untersuche mithilfe des Graphen, an welchen Stellen \(x\) die ursprüngliche Funktion \(f\) lokale Extremstellen besitzt. Gib für jede dieser Stellen an, ob es sich um ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum handelt, und begründe deine Entscheidung kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434196

Denkanstöße

- Lokale Extremstellen von \(f\) können an Nullstellen von \(f'\) liegen. - Prüfe an jeder Nullstelle, ob \(f'\) das Vorzeichen wechselt. - Ein Wechsel von negativ zu positiv bedeutet ein lokales Minimum; ohne Vorzeichenwechsel liegt kein Extremum vor.

Lösung

1. Der Graph von \(f'\) hat Nullstellen bei \(x=-2\) und \(x=1\). 2. Bei \(x=-2\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher geht \(f\) von fallend zu steigend über und besitzt bei \(x=-2\) ein lokales Minimum. 3. Bei \(x=1\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen nicht. Daher besitzt \(f\) dort keine lokale Extremstelle. Der Graph von \(f'\) hat an dieser Stelle zwar ein lokales Minimum, was zusätzlich auf einen Terrassenpunkt von \(f\) hinweist; für die gestellte Extremwertfrage ist entscheidend, dass kein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Antwort

Die einzige lokale Extremstelle liegt bei \(x=-2\); dort besitzt \(f\) ein lokales Minimum, weil \(f'\) von negativ zu positiv wechselt. Bei \(x=1\) liegt wegen des fehlenden Vorzeichenwechsels keine Extremstelle vor.
43429611
Betrachte den Funktionsgraphen mit den markierten Punkten \(A\), \(B\) und \(C\). Gib für jeden Punkt an, ob die erste Ableitung \(f'(x)\) und die zweite Ableitung \(f''(x)\) positiv (\(>\)), negativ (\(<\)) oder gleich Null (\(=\)) sind. Benenne zudem die Art des Punktes (z. B. lokales Extremum oder Wendepunkt).
Abbildung zur Aufgabe 434296

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen für ein lokales Extremum (Maximum oder Minimum) gelten? - Woran erkennst du einen Wendepunkt im Graphen? - Überlege dir, wie sich die Krümmung am Wendepunkt \(B\) verändert. - Schau dir die Steigung der Tangente in den Punkten \(A\) und \(C\) genau an.

Lösung

Die Analyse der Punkte ergibt: 1. Punkt \(A\): Hier liegt ein lokales Maximum vor. Die Steigung ist Null (\(f'(x) = 0\)) und der Graph ist rechtsgekrümmt (\(f''(x) < 0\)). 2. Punkt \(B\): Dies ist ein Wendepunkt. Der Graph geht von einer Rechts- in eine Linkskrümmung über, daher ist \(f''(x) = 0\). Da der Graph dort fällt, ist die Steigung negativ (\(f'(x) < 0\)). 3. Punkt \(C\): Hier liegt ein lokales Minimum vor. Die Steigung ist Null (\(f'(x) = 0\)) und der Graph ist linksgekrümmt (\(f''(x) > 0\)).

Antwort

- Punkt \(A\): \(f'(x) = 0\), \(f''(x) < 0\); lokales Maximum. - Punkt \(B\): \(f'(x) < 0\), \(f''(x) = 0\); Wendepunkt. - Punkt \(C\): \(f'(x) = 0\), \(f''(x) > 0\); lokales Minimum.
43429811
In der Abbildung sind drei Punkte auf dem Graphen einer periodischen Funktion \(f\) markiert. Bestimme die Vorzeichen von \(f(x)\), \(f'(x)\) und \(f''(x)\) für diese Punkte. Welcher Punkt ist ein lokales Extremum, welcher ein Wendepunkt?
Abbildung zur Aufgabe 434298

Denkanstöße

- Bei periodischen Funktionen wiederholen sich bestimmte Eigenschaften oft. - Ein Extrempunkt einer differenzierbaren Funktion hat eine waagerechte Tangente. - Achte auf den Übergang zwischen einer U-Form und einer umgekehrten U-Form. - Liegt der gesamte sichtbare Teil des Graphen unterhalb der \(x\)-Achse?

Lösung

Analyse der markierten Stellen: 1. Punkt \(A\): Der Funktionswert ist negativ, also \(f(x) < 0\). Der Graph fällt, daher ist \(f'(x) < 0\). Da hier ein Krümmungswechsel von rechts nach links stattfindet, handelt es sich um einen Wendepunkt mit \(f''(x) = 0\). 2. Punkt \(B\): Der Funktionswert ist negativ, also \(f(x) < 0\). Es liegt ein lokaler Tiefpunkt vor, daher ist \(f'(x) = 0\) und der Graph linksgekrümmt, also \(f''(x) > 0\). 3. Punkt \(C\): Der Funktionswert ist negativ, also \(f(x) < 0\). Der Graph steigt, daher ist \(f'(x) > 0\). Dies ist ein Wendepunkt mit einem Krümmungswechsel von links nach rechts, also gilt \(f''(x) = 0\).

Antwort

- Punkt \(A\): \(f(x) < 0\), \(f'(x) < 0\), \(f''(x) = 0\); Wendepunkt. - Punkt \(B\): \(f(x) < 0\), \(f'(x) = 0\), \(f''(x) > 0\); lokales Minimum. - Punkt \(C\): \(f(x) < 0\), \(f'(x) > 0\), \(f''(x) = 0\); Wendepunkt.
43431811
Abgebildet sind die Graphen der ersten Ableitungsfunktion \(f'\) und der zweiten Ableitungsfunktion \(f''\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). a) Bestimme alle \(x\)-Werte im dargestellten Bereich, an denen die Funktion \(f\) ein lokales Extremum besitzt. b) Entscheide für jede dieser Stellen mithilfe der Graphen, ob es sich um ein lokales Maximum oder ein lokales Minimum handelt. Begründe deine Entscheidung mithilfe einer hinreichenden Bedingung. c) Gib die Intervalle an, in denen die Funktion \(f\) streng monoton fallend ist. Begründe dies kurz anhand des Graphen von \(f'\).
Abbildung zur Aufgabe 434318

Denkanstöße

- Wo findet man in der Ableitungsfunktion die Informationen über die Steigung der Originalfunktion? - Welche Bedingungen müssen für ein lokales Maximum oder Minimum erfüllt sein? - Wie hängen das Vorzeichen der zweiten Ableitung und die Art des Extrempunktes zusammen? - Was bedeutet eine negative Steigung für den Verlauf des Funktionsgraphen?

Lösung

1. Bestimmung der Extremstellen: Die notwendige Bedingung für ein lokales Extremum ist \(f'(x) = 0\). Aus dem Graphen von \(f'\) liest man die Nullstellen \(x_1 = -4\), \(x_2 = -1\) und \(x_3 = 2\) ab. 2. Bestimmung der Art der Extrema mittels der hinreichenden Bedingung \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) \neq 0\): - Bei \(x_1 = -4\) gilt \(f'(-4) = 0\) und \(f''(-4) > 0\) (der rote Graph liegt über der \(x\)-Achse). Es liegt ein lokales Minimum vor. - Bei \(x_2 = -1\) gilt \(f'(-1) = 0\) und \(f''(-1) < 0\) (der rote Graph liegt unter der \(x\)-Achse). Es liegt ein lokales Maximum vor. - Bei \(x_3 = 2\) gilt \(f'(2) = 0\) und \(f''(2) > 0\). Es liegt ein lokales Minimum vor. 3. Monotonieverhalten: Eine Funktion ist streng monoton fallend, wenn \(f'(x) \le 0\) gilt (mit nur isolierten Nullstellen). Der Graph von \(f'\) verläuft in den Intervallen \([-5; -4]\) und \([-1; 2]\) unterhalb oder auf der \(x\)-Achse.

Antwort

a) Die Funktion \(f\) besitzt an den Stellen \(x = -4\), \(x = -1\) und \(x = 2\) lokale Extrema. b) Bei \(x = -4\) und \(x = 2\) liegen lokale Minima vor (\(f' = 0\) und \(f'' > 0\)). Bei \(x = -1\) liegt ein lokales Maximum vor (\(f' = 0\) und \(f'' < 0\)). c) Die Funktion ist in den Intervallen \([-5; -4]\) und \([-1; 2]\) streng monoton fallend, da dort \(f'(x) \le 0\) gilt.
43437711
Die Abbildung zeigt den Graphen der Ableitungsfunktion \(f'\) einer Funktion \(f\). Bestimme anhand der Nullstellen und des Vorzeichenwechsels von \(f'\), an welchen Stellen \(x\) die Funktion \(f\) ein lokales Extremum oder einen Terrassenpunkt besitzt. Benenne die Art des Punktes für jede dieser Stellen und begründe deine Entscheidung kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434377

Denkanstöße

- Überlege dir, was eine Nullstelle der Ableitungsfunktion für die Tangente der ursprünglichen Funktion bedeutet. - Wie ändert sich der Verlauf einer Funktion, wenn ihre Ableitung das Vorzeichen wechselt? - Was passiert mit dem Graphen der Funktion, wenn die Ableitung zwar Null wird, aber danach das gleiche Vorzeichen wie davor hat? - Ein Wechsel von negativen zu positiven Werten in der Ableitung deutet auf eine bestimmte Art von Extrempunkt hin. Welcher ist das?

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f'\) liegen bei \(x=-3\), \(x=0\) und \(x=2\). 2. Bei \(x=-3\) wechselt \(f'\) von negativ zu positiv. Daher besitzt \(f\) dort einen Tiefpunkt. 3. Bei \(x=0\) wechselt \(f'\) das Vorzeichen nicht. Zugleich besitzt der Graph von \(f'\) dort ein lokales Minimum: Links von \(0\) fällt \(f'\), rechts davon steigt \(f'\). Somit wechselt \(f''\) das Vorzeichen, und \(f\) besitzt bei \(x=0\) einen Terrassenpunkt. 4. Bei \(x=2\) wechselt \(f'\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(f\) dort einen Hochpunkt.

Antwort

- \(x=-3\): Tiefpunkt, da \(f'\) von negativ zu positiv wechselt. - \(x=0\): Terrassenpunkt, da \(f'(0)=0\), kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) vorliegt und \(f'\) dort ein lokales Minimum besitzt. - \(x=2\): Hochpunkt, da \(f'\) von positiv zu negativ wechselt.
43454111
Die Konzentration eines Medikaments im Blut eines Patienten wird näherungsweise durch die Funktion \(k\) mit \(k(t) = \frac{80}{(t - 10)^2 + 12}\) beschrieben, wobei \(t \ge 0\) die Zeit in Stunden nach der Einnahme und \(k(t)\) die Konzentration in \(\text{mg/L}\) angibt. a) Bestimme den Zeitpunkt des maximalen Konzentrationswerts und gib diesen Wert an. b) Der Graph der Funktion \(k\) besitzt im Bereich \(t > 10\) eine Wendestelle bei \(t = 12\). Berechne die Konzentration zu diesem Zeitpunkt und interpretiere die Bedeutung dieser Wendestelle im Sachzusammenhang.
Abbildung zur Aufgabe 434541

Denkanstöße

- Wann wird ein Bruch mit konstantem Zähler am größten? Betrachte den Term im Nenner. - Setze den gegebenen Zeitwert in die Funktionsgleichung ein, um die Konzentration zu berechnen. - Was gibt die Steigung des Graphen in diesem Sachzusammenhang an? - Welche besondere Eigenschaft hat die Steigung an einer Wendestelle im fallenden Bereich?

Lösung

1. Maximum bestimmen: Der Funktionsterm \(k(t) = \frac{80}{(t - 10)^2 + 12}\) ist maximal, wenn der Nenner minimal ist. Dies ist bei \(t = 10\) der Fall, da \((t - 10)^2\) dort null ist. 2. Maximalwert berechnen: \(k(10) = \frac{80}{12} = \frac{20}{3} \approx 6{,}67\) Die maximale Konzentration beträgt somit ungefähr \(6{,}67\,\text{mg/L}\). 3. Konzentration an der Wendestelle berechnen: \(k(12) = \frac{80}{(12 - 10)^2 + 12} = \frac{80}{16} = 5\) Die Konzentration beträgt dort \(5\,\text{mg/L}\). 4. Interpretation: Die Wendestelle im fallenden Bereich kennzeichnet den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration am stärksten abnimmt. Die negative Änderungsrate ist bei \(t = 12\) am größten.

Antwort

a) Die maximale Konzentration wird nach \(10\,\text{h}\) erreicht und beträgt ungefähr \(6{,}67\,\text{mg/L}\). b) Nach \(12\,\text{h}\) beträgt die Konzentration \(5\,\text{mg/L}\); zu diesem Zeitpunkt nimmt die Konzentration am schnellsten ab.
43498911
Untersuche die vier Abbildungen. Bei welcher Funktion ist die Stelle \(x_0\) eine lokale Minimalstelle? Wähle den passenden Graphen aus.
Abbildung zur Aufgabe 434989

Denkanstöße

- Ein lokales Minimum erkennst du daran, dass der Funktionswert dort kleiner oder gleich allen Werten in der nahen Umgebung ist. - Prüfe, ob der Graph bei \(x_0\) ein „Tal“ bildet oder ob ein einzelner Punkt tiefer liegt als der Rest der Kurve in diesem Bereich. - Sei vorsichtig bei Graphen mit Unterbrechungen: Der ausgefüllte Punkt gibt den exakten Funktionswert an der Stelle an.

Lösung

Ein lokales Minimum an der Stelle \(x_0\) liegt vor, wenn \(f(x_0) \le f(x)\) für alle \(x\) in einer Umgebung von \(x_0\) gilt. 1. Graph a): Die Gerade fällt streng monoton. Es liegt kein Extremum vor. 2. Graph b): Die Parabel ist nach unten geöffnet, \(x_0\) ist die Stelle des lokalen Maximums. 3. Graph c): Die Parabel hat an der Stelle \(x_0\) ein „Loch“ (stetig hebbare Definitionslücke). Der tatsächliche Funktionswert \(f(x_0)\) (der Punkt) liegt oberhalb der Kurve. Somit ist \(f(x_0)\) größer als die benachbarten Werte; es ist ein lokales Maximum, kein Minimum. 4. Graph d): Trotz des Sprungs im Graphen ist der Punkt bei \(x_0\) der tiefste Wert im Vergleich zu den Werten unmittelbar links und rechts davon. Damit ist \(x_0\) eine lokale Minimalstelle. Ergebnis: Graph d).

Antwort

Graph d)
42244411
Betrachte ganzrationale Funktionen \(f\) und ihre Ableitungen \(f'\) bzw. \(f''\). Beurteile die Richtigkeit der folgenden Aussagen. a) Jede ganzrationale Funktion vierten Grades besitzt mindestens eine lokale Extremstelle. b) Wenn die Ableitungsfunktion \(f'\) in einem Intervall \(I\) streng monoton steigend ist, dann ist der Graph von \(f\) in diesem Intervall linksgekrümmt. c) Damit eine Funktion \(f\) an der Stelle \(x_0\) ein lokales Maximum besitzt, muss zwingend \(f''(x_0) < 0\) gelten. d) Eine ganzrationale Funktion dritten Grades besitzt immer genau zwei Monotonieintervalle.

Denkanstöße

- Überlege dir, welchen Grad die Ableitungsfunktionen jeweils haben und was das für die Anzahl der Nullstellen bedeutet. - Skizziere im Kopf oder auf Papier einfache Graphen wie \(f(x) = x^3\) oder \(f(x) = x^4\), um Bedingungen zu prüfen. - Wie viele Abschnitte entstehen auf der \(x\)-Achse, wenn man sie durch zwei Punkte (Extremstellen) teilt? - Was sagt das Krümmungsverhalten über die Änderung der Steigung aus?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr: Die Ableitung einer Funktion 4. Grades ist eine Funktion 3. Grades. Da Funktionen ungeraden Grades mindestens eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel besitzen (Grenzverhalten für \(x \to \pm \infty\)), hat jede Funktion 4. Grades mindestens ein lokales Extremum. 2. Aussage b) ist wahr: Eine streng monoton steigende Ableitungsfunktion bedeutet, dass die Steigung des Graphen von \(f\) stetig zunimmt. Dies entspricht einer Linkskrümmung (Konvexität). 3. Aussage c) ist falsch: \(f''(x_0) < 0\) ist ein hinreichendes, aber kein notwendiges Kriterium. Ein lokales Maximum kann auch vorliegen, wenn \(f''(x_0) = 0\) gilt (Gegenbeispiel: \(f(x) = -x^4\) hat bei \(x=0\) ein Maximum, aber \(f''(0) = 0\)). 4. Aussage d) ist falsch: Eine Funktion 3. Grades kann entweder gar keine Extremstellen (oder einen Terrassenpunkt) haben, woraus ein einziges Monotonieintervall resultiert, oder sie hat zwei Extremstellen, woraus drei Monotonieintervalle entstehen. Zwei Intervalle sind bei einer ganzrationalen Funktion nicht möglich.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch d) Falsch
42245011
Die erste Ableitung \(f'\) einer Funktion \(f\) ist gegeben durch die Funktionsvorschrift \(f'(x) = x^3 - 6x^2 + 9x\). Ermittle die Stellen, an denen der Graph von \(f\) waagerechte Tangenten hat. Entscheide jeweils mit Begründung, um welche Art von Kurvenpunkt (Hochpunkt, Tiefpunkt oder Terrassenpunkt) es sich an diesen Stellen handelt.

Denkanstöße

- Wie findet man die Nullstellen eines Terms, in dem jede Komponente ein \(x\) enthält? - Was bedeutet es für den Graphen, wenn die erste Ableitung an einer Stelle Null ist, aber kein Vorzeichenwechsel stattfindet? - Wenn die zweite Ableitung an einer Nullstelle der ersten Ableitung ebenfalls Null ergibt, welches weitere Kriterium kannst du zur Identifikation nutzen?

Lösung

1. Nullstellen von \(f'\) berechnen: \(x^3 - 6x^2 + 9x = 0 \Leftrightarrow x(x^2 - 6x + 9) = 0 \Leftrightarrow x(x-3)^2 = 0\). Die Stellen sind \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 3\). 2. Zweite Ableitung bilden: \(f''(x) = 3x^2 - 12x + 9\). 3. Untersuchung von \(x_1 = 0\): \(f''(0) = 9 > 0\). Da die erste Ableitung Null und die zweite Ableitung positiv ist, liegt bei \(x = 0\) ein lokaler Tiefpunkt vor. 4. Untersuchung von \(x_2 = 3\): \(f''(3) = 3(3)^2 - 12(3) + 9 = 27 - 36 + 9 = 0\). Da die zweite Ableitung Null ist, ist das Kriterium nicht eindeutig. Untersuchung des Vorzeichenwechsels von \(f'(x) = x(x-3)^2\): Da \((x-3)^2\) für alle \(x \neq 3\) positiv ist, hängt das Vorzeichen von \(f'\) in der Nähe von \(x=3\) nur von \(x\) ab. Da \(x\) für Werte nahe \(3\) stets positiv ist, findet bei \(x = 3\) kein Vorzeichenwechsel von \(f'\) statt. Somit liegt ein Terrassenpunkt vor.

Antwort

Der Graph von \(f\) besitzt waagerechte Tangenten an den Stellen \(x = 0\) und \(x = 3\). An der Stelle \(x = 0\) liegt ein Tiefpunkt vor, da \(f'(0) = 0\) und \(f''(0) = 9 > 0\) ist. An der Stelle \(x = 3\) liegt ein Terrassenpunkt vor, da \(f'(3) = 0\) gilt und die Ableitungsfunktion \(f'\) dort keinen Vorzeichenwechsel aufweist (bzw. \(f''(3) = 0\) und \(f'''(3) \neq 0\)).
42249211
Ein Schüler behauptet: „Jede ganzrationale Funktion vierten Grades hat entweder genau eine oder genau drei Extremstellen. Genau zwei Extremstellen sind bei diesem Grad nicht möglich.“ Beurteile, ob diese Aussage wahr ist. Begründe deine Entscheidung, indem du die möglichen Nullstellenkonstellationen der Ableitungsfunktion \(f'\) untersuchst.

Denkanstöße

- Welchen Grad hat die Ableitungsfunktion einer Funktion vierten Grades? - Erinnere dich an das notwendige Kriterium und das Vorzeichenwechselkriterium für Extremstellen. - Überlege dir, welche Arten von Nullstellen (einfach, doppelt, dreifach) ein Polynom dritten Grades haben kann. - Wie viele Vorzeichenwechsel sind bei einem Polynom dritten Grades insgesamt möglich? - Betrachte das Verhalten der Ableitungsfunktion für sehr große und sehr kleine x-Werte.

Lösung

1. Eine ganzrationale Funktion \(f\) vierten Grades besitzt eine Ableitungsfunktion \(f'\) dritten Grades. 2. Eine Extremstelle von \(f\) setzt voraus, dass \(f'(x) = 0\) gilt und an dieser Stelle ein Vorzeichenwechsel (VZW) von \(f'\) stattfindet. 3. Für ein Polynom 3. Grades (ungerader Grad) gibt es folgende Möglichkeiten für reelle Nullstellen: - Drei einfache Nullstellen: An jeder Nullstelle findet ein VZW statt, was zu 3 Extremstellen führt. - Eine einfache und eine doppelte Nullstelle: Nur an der einfachen Nullstelle findet ein VZW statt (an der doppelten liegt ein Sattelpunkt vor), was zu genau 1 Extremstelle führt. - Eine dreifache Nullstelle: Es findet ein VZW statt, was zu genau 1 Extremstelle führt. - Eine einfache reelle Nullstelle und zwei komplexe Nullstellen: Es findet nur an der reellen Nullstelle ein VZW statt, was zu genau 1 Extremstelle führt. 4. Da ein Polynom 3. Grades immer mindestens eine und höchstens drei Nullstellen mit Vorzeichenwechsel besitzt und die Anzahl der VZW bei ungeradem Grad immer ungerade sein muss (da die Grenzwerte für \(x \to \pm \infty\) unterschiedliche Vorzeichen haben), ist die Anzahl der Extremstellen stets 1 oder 3. 5. Die Aussage des Schülers ist somit wahr.

Antwort

Die Aussage ist wahr. Die Ableitungsfunktion \(f'\) hat den Grad 3. Ein Polynom 3. Grades wechselt sein Vorzeichen entweder an genau einer oder an genau drei Stellen (abhängig von der Vielfachheit der Nullstellen). Daher kann die ursprüngliche Funktion \(f\) nur eine oder drei Extremstellen besitzen.
42265211
Entscheide, ob die folgenden Aussagen für eine ganzrationale Funktion \(f\) vom Grad \(n\) wahr oder falsch sind. a) Eine Funktion 4. Grades kann genau zwei Wendestellen besitzen. b) Hat eine ganzrationale Funktion genau zwei Extremstellen, dann muss ihr Grad \(n\) ungerade sein. c) Besitzt eine ganzrationale Funktion keinen Wendepunkt, so muss ihr Grad \(n=2\) sein.

Denkanstöße

- Kannst du ein Beispiel für eine Funktion 4. Grades finden, deren zweite Ableitung zwei einfache Nullstellen hat? - Überlege dir, wie das Vorzeichen der Ableitung an den Rändern des Definitionsbereichs bei geradem und ungeradem Grad zusammenhängt. - Gibt es Funktionen mit einem Grad höher als 2, deren Krümmung sich nie ändert?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Beispiel: Für \(f(x) = x^4 - 6x^2\) ist \(f''(x) = 12x^2 - 12\). Die Gleichung \(12x^2 - 12 = 0\) hat die Lösungen \(x_1 = 1\) und \(x_2 = -1\). An beiden Stellen liegt ein Vorzeichenwechsel von \(f''\) vor. 2. Aussage b) ist wahr. Die Anzahl der Extremstellen entspricht der Anzahl der Vorzeichenwechsel der Ableitungsfunktion \(f'\) (Grad \(n-1\)). Da das Grenzverhalten von \(f'\) für \(x \to \pm\infty\) bei geradem Grad \(n-1\) gleich ist (beide gegen \(+\infty\) oder beide gegen \(-\infty\)), muss die Anzahl der Vorzeichenwechsel gerade sein (0, 2, 4, ...). Damit \(n-1\) gerade ist, muss \(n\) ungerade sein. 3. Aussage c) ist falsch. Gegenbeispiel: Die Funktion \(f(x) = x^4\) hat die zweite Ableitung \(f''(x) = 12x^2\). Diese hat zwar eine Nullstelle bei \(x = 0\), aber keinen Vorzeichenwechsel. Somit besitzt die Funktion 4. Grades keinen Wendepunkt.

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch (Gegenbeispiel: \(f(x) = x^4\))
42285811
Betrachte eine dreimal differenzierbare Funktion \(f\). Untersuche die folgenden Zusammenhänge zwischen den Ableitungen von \(f\) und den Eigenschaften ihres Graphen. Entscheide, welche Aussagen wahr sind, und begründe deine Wahl. a) Besitzt die Ableitungsfunktion \(f'\) an der Stelle \(x_0\) eine lokale Extremstelle und wechselt \(f''\) dort das Vorzeichen, so hat der Graph von \(f\) an dieser Stelle eine Wendestelle. b) Wenn \(f\) an der Stelle \(x_0\) einen Sattelpunkt (Terrassenpunkt) besitzt, dann ist \(x_0\) eine Nullstelle von \(f'\) und gleichzeitig eine lokale Extremstelle von \(f'\). c) Die Bedingung \(f'''(x_0) \neq 0\) ist hinreichend dafür, dass der Graph von \(f\) an der Stelle \(x_0\) eine Wendestelle besitzt. d) Gilt \(f'(x_0) = 0\), \(f''(x_0) = 0\) und \(f'''(x_0) < 0\), so liegt an der Stelle \(x_0\) ein Sattelpunkt mit einem Übergang von einer Linkskrümmung in eine Rechtskrümmung vor.

Denkanstöße

- Bei einer lokalen Extremstelle von \(f'\) zeigt ein Vorzeichenwechsel von \(f''\) einen Krümmungswechsel von \(f\) an. - Ein Sattelpunkt ist ein spezieller Wendepunkt. Welche zusätzliche Eigenschaft muss die Steigung dort haben? - Prüfe bei hinreichenden Bedingungen immer, ob alle Voraussetzungen (wie z. B. \(f''(x) = 0\)) genannt wurden. - Überlege, wie sich das Vorzeichen von \(f'''\) auf den Verlauf von \(f''\) und damit auf den Krümmungswechsel auswirkt.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Eine lokale Extremstelle von \(f'\) zusammen mit dem angegebenen Vorzeichenwechsel von \(f''\) entspricht einem Krümmungswechsel und damit einer Wendestelle von \(f\). 2. Aussage b) ist wahr. Ein Sattelpunkt ist ein Wendepunkt mit waagerechter Tangente. Waagerechte Tangente bedeutet \(f'(x_0) = 0\). Da es ein Wendepunkt ist, muss \(f'\) dort eine lokale Extremstelle besitzen. 3. Aussage c) ist falsch. Damit eine Wendestelle vorliegt, muss zusätzlich die notwendige Bedingung \(f''(x_0) = 0\) erfüllt sein. Allein aus \(f'''(x_0) \neq 0\) folgt keine Wendestelle (Beispiel: \(f(x) = x^3 + x^2\) bei \(x=0\)). 4. Aussage d) ist wahr. \(f'(x_0) = 0\) und \(f''(x_0) = 0\) mit \(f'''(x_0) \neq 0\) erfüllt das hinreichende Kriterium für einen Sattelpunkt. Da \(f'''(x_0) < 0\) ist, fällt die zweite Ableitung \(f''\) an der Stelle \(x_0\) von positiven zu negativen Werten, was einem Krümmungswechsel von links nach rechts entspricht.

Antwort

a) Wahr. b) Wahr. c) Falsch (Es fehlt die Bedingung \(f''(x_0) = 0\)). d) Wahr.
42650211
Untersuche rechnerisch, ob die Funktion \(g(x) = \frac{1}{3}x^3 + x^2 + x + 5\) lokale Extremstellen besitzt. Begründe dein Ergebnis mathematisch.

Denkanstöße

- Reicht es aus, wenn die erste Ableitung an einer Stelle null ist, um sicher zu sein, dass dort ein Extrempunkt liegt? - Was passiert mit der Steigung der Funktion kurz vor und kurz nach der Stelle, an der die Ableitung null ist? - Kannst du die erste Ableitung in eine Form bringen, die dir zeigt, ob sie jemals negativ werden kann?

Lösung

1. Erste Ableitung berechnen: \(g'(x) = x^2 + 2x + 1\). 2. Notwendige Bedingung \(g'(x) = 0\) prüfen: \(x^2 + 2x + 1 = 0 \iff (x+1)^2 = 0\). Dies liefert die einzige potentielle Extremstelle \(x = -1\). 3. Überprüfung auf Art des Extremums: - Methode Vorzeichenwechsel: Da \(g'(x) = (x+1)^2\) ein Quadrat ist, gilt \(g'(x) \ge 0\) für alle \(x\). Die Steigung ist vor und nach \(x = -1\) positiv, es findet kein Vorzeichenwechsel statt. - Methode höhere Ableitungen: \(g''(x) = 2x + 2\). Es gilt \(g''(-1) = 0\). Da auch die zweite Ableitung an dieser Stelle null ist, muss die dritte Ableitung \(g'''(x) = 2\) betrachtet werden. Wegen \(g'''(-1) \neq 0\) liegt ein Sattelpunkt vor. 4. Schlussfolgerung: Da an der einzigen Stelle mit waagerechter Tangente kein Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung vorliegt (bzw. die Bedingungen für einen Sattelpunkt erfüllt sind), besitzt die Funktion keine lokalen Extremstellen.

Antwort

Die Funktion \(g\) besitzt keine lokalen Extremstellen. An der Stelle \(x = -1\) liegt ein Sattelpunkt vor, da die erste Ableitung dort zwar null ist, aber kein Vorzeichenwechsel stattfindet.
42910211
Eine ganzrationale Funktion \(g\) besitzt genau vier lokale Extremstellen (lokale Maxima und Minima). a) Bestimme den kleinstmöglichen Grad, den die Funktion \(g\) haben muss. Begründe deine Entscheidung. b) Untersuche, ob der Grad der Funktion \(g\) eine gerade oder eine ungerade Zahl sein muss. Nutze für deine Begründung das Verhalten der Funktionswerte für \(x \to \infty\) und \(x \to -\infty\).

Denkanstöße

- Was wissen wir über die Anzahl der Nullstellen der Ableitung, wenn wir die Anzahl der Extremstellen kennen? - Wie hängen der Grad einer Funktion und der Grad ihrer Ableitung zusammen? - Überlege dir den typischen Verlauf von Funktionen mit geradem Grad (wie \(x^2, x^4\)) und ungeradem Grad (wie \(x^3, x^5\)). - Wie viele Extremstellen hat eine Parabel oder eine Funktion dritten Grades üblicherweise? Gibt es da ein Muster bei geraden/ungeraden Graden?

Lösung

1. Für jede Extremstelle muss die notwendige Bedingung \(g'(x) = 0\) erfüllt sein. Wenn \(g\) vier Extremstellen hat, muss die Ableitungsfunktion \(g'\) mindestens 4 Nullstellen besitzen. Da eine ganzrationale Funktion vom Grad \(k\) höchstens \(k\) Nullstellen hat, muss der Grad von \(g'\) mindestens 4 sein. Da der Grad von \(g\) um eins höher ist als der von \(g'\), muss \(g\) mindestens vom Grad 5 sein. 2. Bei ganzrationalen Funktionen mit geradem Grad ist das Verhalten für \(x \to \infty\) und \(x \to -\infty\) gleich (beide gegen \(+\infty\) oder beide gegen \(-\infty\)). Dies führt dazu, dass die Anzahl der lokalen Extremstellen immer ungerade ist (mindestens ein globales Extremum, weitere treten paarweise als Maximum und Minimum auf). Bei Funktionen mit ungeradem Grad ist das Verhalten im Unendlichen gegensätzlich, wodurch eine gerade Anzahl an Extremstellen (einschließlich null) möglich ist. Da \(g\) genau 4 (eine gerade Zahl) Extremstellen hat, muss der Grad von \(g\) ungerade sein.

Antwort

a) Der kleinstmögliche Grad ist 5. Da es 4 Extremstellen gibt, muss die Ableitung \(g'\) mindestens Grad 4 haben, woraus für \(g\) mindestens Grad 5 folgt. b) Der Grad muss ungerade sein. Funktionen mit geradem Grad haben stets eine ungerade Anzahl an Extremstellen, da sie auf beiden Seiten des Koordinatensystems gegen denselben Unendlichkeitswert streben. Nur bei ungeradem Grad ist eine gerade Anzahl an Extremstellen (hier 4) möglich.
42910611
Betrachte die Zusammenhänge zwischen Differenzierbarkeit, Stetigkeit und Monotonie von Funktionen. a) Formuliere die folgende Aussage in der Wenn-dann-Form: Die Stetigkeit einer Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) ist notwendig für die Differenzierbarkeit von \(f\) an dieser Stelle. b) Formuliere die folgende Aussage unter Verwendung des Begriffs „notwendig“: Wenn eine Funktion \(f\) in einem Intervall \(I\) streng monoton steigt, dann gilt für die Ableitungsfunktion \(f'(x) \geq 0\) für alle \(x \in I\).

Denkanstöße

- Versuche zu entscheiden, welcher Teil der Aussage ohne den anderen nicht existieren kann. - Stell dir vor, die notwendige Bedingung wäre nicht erfüllt – was würde das für die ursprüngliche Eigenschaft bedeuten? - Achte darauf, welche mathematische Aussage die „Folge“ der anderen ist. - Wie hängen Differenzierbarkeit und Stetigkeit logisch zusammen?

Lösung

1. Eine notwendige Bedingung \(B\) für eine Eigenschaft \(A\) bedeutet logisch \(A \implies B\). In Teilaufgabe a) ist die Differenzierbarkeit die Eigenschaft \(A\) und die Stetigkeit die notwendige Bedingung \(B\). Die Wenn-dann-Form lautet somit: Wenn eine Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie an dieser Stelle auch stetig. 2. In Teilaufgabe b) liegt eine Implikation der Form „Wenn \(A\), dann \(B\)“ vor, wobei \(A\) das streng monotone Steigen und \(B\) die Nicht-Negativität der Ableitung ist. Da \(B\) aus \(A\) folgt, ist \(B\) eine notwendige Bedingung für \(A\). Die Formulierung lautet: Dass die Ableitung \(f'(x) \geq 0\) für alle \(x \in I\) ist, ist eine notwendige Bedingung dafür, dass die Funktion \(f\) im Intervall \(I\) streng monoton steigt.

Antwort

a) Wenn eine Funktion \(f\) an einer Stelle \(x_0\) differenzierbar ist, dann ist sie an dieser Stelle stetig. b) Dass \(f'(x) \geq 0\) für alle \(x \in I\) gilt, ist notwendig dafür, dass die Funktion \(f\) im Intervall \(I\) streng monoton steigt.
42920611
Untersuche, ob die folgenden Aussagen für ganzrationale Funktionen \(f\) wahr oder falsch sind. Begründe deine Entscheidung durch eine allgemeine Überlegung oder ein geeignetes Gegenbeispiel. a) Zwischen zwei Wendestellen einer ganzrationalen Funktion liegt stets mindestens eine lokale Extremstelle. b) Jede ganzrationale Funktion \(f\) mit einem Grad \(n \geq 3\), deren Graph punktsymmetrisch zum Ursprung ist, besitzt an der Stelle \(x=0\) einen Wendepunkt.

Denkanstöße

- Kannst du eine Funktion finden, die zwar Kurvenkrümmungen ändert, aber deren Steigung immer positiv bleibt? - Welche Exponenten treten bei einer punktsymmetrischen ganzrationalen Funktion auf? - Was bedeutet Punktsymmetrie für die zweite Ableitung an der Stelle \(0\)? - Denk an die notwendigen und hinreichenden Kriterien für Wendestellen.

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Ein Gegenbeispiel ist die Funktion \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{2}{3}x^3 + 5x\). Die zweite Ableitung \(f''(x) = 4x^3 - 4x = 4x(x^2 - 1)\) hat Nullstellen mit Vorzeichenwechsel bei \(x_1 = -1\), \(x_2 = 0\) und \(x_3 = 1\), also liegen dort Wendestellen vor. Die erste Ableitung \(f'(x) = x^4 - 2x^2 + 5\) hat jedoch keine reellen Nullstellen (da die Diskriminante von \(z^2 - 2z + 5\) negativ ist), weshalb die Funktion keine Extremstellen besitzt. 2. Aussage b) ist wahr. Punktsymmetrie zum Ursprung bedeutet bei ganzrationalen Funktionen, dass nur ungerade Exponenten vorkommen. Somit gilt \(f(x) = a_n x^n + a_{n-2} x^{n-2} + \dots + a_1 x\). Die zweite Ableitung \(f''(x)\) enthält dann ebenfalls nur ungerade Exponenten (z. B. \(x^3 \to 6x\)). Da \(f''\) eine ungerade Funktion ist, gilt \(f''(0) = 0\). Da \(f\) vom Grad \(n \geq 3\) ist, ist \(f''\) kein Nullpolynom. Ein ungerades Polynom wechselt an der Stelle \(x=0\) stets das Vorzeichen, womit die Bedingung für einen Wendepunkt erfüllt ist.

Antwort

a) Falsch. Gegenbeispiel: \(f(x) = \frac{1}{5}x^5 - \frac{2}{3}x^3 + 5x\). Diese Funktion besitzt Wendestellen, aber keine Extremstellen. b) Wahr. Bei Punktsymmetrie zum Ursprung ist \(f''(x)\) eine ungerade Funktion mit \(f''(0) = 0\) und einem Vorzeichenwechsel an dieser Stelle.
42925011
Die Methode, eine Zielfunktion zu quadrieren, um die Extremstellenberechnung zu vereinfachen, setzt voraus, dass die Funktion im betrachteten Intervall nur nichtnegative Werte annimmt. Betrachte die Funktion \(f(x) = x^2 - 5\). 1. Bestimme die Art und die Lage der lokalen Extremstelle \(x_0\) von \(f\). 2. Bilde die Funktion \(g(x) = (f(x))^2\) und bestimme die Art des Extremums von \(g\) an der Stelle \(x_0\). 3. Vergleiche deine Ergebnisse aus 1. und 2. und erkläre, warum die Quadrierung hier zu einer Änderung des Extremum-Typs führt.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Ableitungen und die Art des Extremums für die einfache Funktion. - Wende die Kettenregel oder die ausmultiplizierte Form an, um die Extremstelle der quadrierten Funktion zu untersuchen. - Was passiert mit negativen Zahlen, wenn man sie quadriert? Vergleiche zum Beispiel \(-5\) und \(-4\). - Welche Rolle spielt die Monotonie der Funktion \(y = x^2\) für verschiedene Vorzeichenbereiche?

Lösung

1. Die Ableitung ist \(f'(x) = 2x\). Die einzige Nullstelle ist \(x_0 = 0\). Da \(f''(x) = 2 > 0\), liegt bei \(x_0 = 0\) ein lokales Minimum mit dem Funktionswert \(f(0) = -5\) vor. 2. Es ist \(g(x) = (x^2 - 5)^2\). Die Ableitung ist \(g'(x) = 2(x^2 - 5) \cdot 2x = 4x^3 - 20x\). Die zweite Ableitung lautet \(g''(x) = 12x^2 - 20\). An der Stelle \(x_0 = 0\) gilt \(g''(0) = -20 < 0\). Somit hat \(g\) an der Stelle \(x_0 = 0\) ein lokales Maximum. 3. Da \(f(0) = -5\) negativ ist, kehrt das Quadrieren die Größenverhältnisse in der Umgebung um: Während \(f(0)\) der kleinste Wert ist (z. B. \(-5 < -4{,}9\)), wird \(g(0) = (-5)^2 = 25\) in einer Umgebung von \(x_0=0\) zum größeren Wert, da \((-5)^2 > (-4{,}9)^2\). Die streng monoton fallende Eigenschaft der Quadratfunktion für negative Werte kehrt das Minimum von \(f\) in ein Maximum von \(g\) um.

Antwort

1. Lokales Minimum bei \(x_0 = 0\). 2. Lokales Maximum bei \(x_0 = 0\). 3. Da \(f(0) < 0\), kehrt das Quadrieren die Ordnung der Funktionswerte um (aus kleineren negativen Werten werden größere positive Werte), wodurch das Minimum zum Maximum wird.
43244211
Der abgebildete Graph zeigt eine ganzrationale Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = 5x^4 - 14x^3 - 40x^2 + 168x\) im Intervall \([-3{,}5; 4]\). Beim Betrachten des Graphen im Bereich \(x \approx 2\) vermutet ein Schüler, dass dort ein Sattelpunkt (Terrassenpunkt) vorliegt. a) Überprüfe diese Vermutung rechnerisch ohne graphische Hilfsmittel, indem du alle lokalen Extrempunkte und eventuelle Sattelpunkte der Funktion \(f\) bestimmst. Hinweis: Für die erste Ableitungsfunktion gilt \(f'(x) = 2(x^2 - 4)(10x - 21)\). b) Begründe anhand deiner Ergebnisse, warum der optische Eindruck im Graphen täuscht.
Abbildung zur Aufgabe 432442

Denkanstöße

- Welche notwendige Bedingung muss für einen Sattelpunkt oder einen Extrempunkt gelten? - Wie kannst du mithilfe der ersten und zweiten Ableitungsfunktion überprüfen, ob an einer Stelle ein Hochpunkt, ein Tiefpunkt oder ein Sattelpunkt vorliegt? - Wenn zwei Extrempunkte sehr nah beieinander liegen, wie wirkt sich das auf das visuelle Aussehen des Graphen aus?

Lösung

1. Bestimmung der Kandidaten für Extremstellen durch Nullsetzen der ersten Ableitung: \(f'(x) = 2(x^2 - 4)(10x - 21) = 0 \implies x^2 - 4 = 0 \lor 10x - 21 = 0\) Dies liefert die drei Kandidaten \(x_1 = -2\), \(x_2 = 2\) und \(x_3 = 2{,}1\). 2. Überprüfung mit der zweiten Ableitungsfunktion \(f''(x) = 60x^2 - 84x - 80\): - Für \(x_1 = -2\): \(f''(-2) = 328 > 0 \implies\) lokales Minimum (Tiefpunkt) bei \(T_1(-2\mid-304)\). - Für \(x_2 = 2\): \(f''(2) = -8 < 0 \implies\) lokales Maximum (Hochpunkt) bei \(H(2\mid144)\). - Für \(x_3 = 2{,}1\): \(f''(2{,}1) = 8{,}2 > 0 \implies\) lokales Minimum (Tiefpunkt) bei \(T_2(2{,}1\mid143{,}9865)\). 3. Da an allen drei Stellen \(f''(x) \neq 0\) gilt, gibt es an diesen Stellen keine Sattelpunkte. Da dies alle Nullstellen von \(f'\) sind, besitzt die Funktion überhaupt keine Sattelpunkte. Die Vermutung des Schülers ist somit falsch. 4. Begründung des optischen Eindrucks: Die beiden Extremstellen \(x = 2\) und \(x = 2{,}1\) liegen sehr nah beieinander (\(\Delta x = 0{,}1\)). Die Differenz ihrer Funktionswerte ist mit \(\Delta y = f(2) - f(2{,}1) = 144 - 143{,}9865 = 0{,}0135\) sehr gering. Diese Schwankung ist im dargestellten Maßstab grafisch nicht auflösbar, wodurch der Graph in diesem Bereich fälschlicherweise waagerecht und flach wie an einem Sattelpunkt erscheint.

Antwort

a) Die Vermutung ist falsch: Die Funktion besitzt die Tiefpunkte \(T_1(-2\mid-304)\) und \(T_2(2{,}1\mid143{,}9865)\), den Hochpunkt \(H(2\mid144)\) und keinen Sattelpunkt. b) Der optische Eindruck täuscht, weil die Extremstellen bei \(x = 2\) und \(x = 2{,}1\) nur \(0{,}1\) auseinanderliegen und sich ihre Funktionswerte nur um \(0{,}0135\) unterscheiden; dies ist im dargestellten Maßstab nicht auflösbar.
43400811
Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(g\) mit \(g(x) = 0{,}1x^4 - 0{,}8x^3 + 2{,}4x^2 - 3{,}2x + 4\). Ein Schüler betrachtet einen stark vergrößerten Ausschnitt des Graphen in einem Grafik-Taschenrechner und vermutet: „Da der Graph bei \(x = 2\) sehr flach verläuft und dort eine waagerechte Tangente hat, muss ein Sattelpunkt vorliegen.“ a) Zeige rechnerisch, dass an der Stelle \(x = 2\) die notwendigen Bedingungen für einen Sattelpunkt, \(g'(x) = 0\) und \(g''(x) = 0\), erfüllt sind. b) Überprüfe die Vermutung des Schülers mithilfe des Vorzeichenwechselkriteriums oder höherer Ableitungen. Entscheide begründet, ob es sich tatsächlich um einen Sattelpunkt handelt.
Abbildung zur Aufgabe 434008

Denkanstöße

- Überprüfe zuerst, ob die Steigung an der betrachteten Stelle wirklich null ist. - Reicht es aus, dass die zweite Ableitung null ist, um sicher von einem Sattelpunkt zu sprechen? - Nutze das Vorzeichenwechselkriterium der ersten Ableitung: Bleibt die Steigungsrichtung vor und nach dem Punkt gleich? - Bei Funktionen höheren Grades können Minima sehr flach aussehen. Nur die Rechnung liefert hier Gewissheit.

Lösung

1. Ableitungsfunktionen berechnen: \(g'(x) = 0{,}4x^3 - 2{,}4x^2 + 4{,}8x - 3{,}2\) \(g''(x) = 1{,}2x^2 - 4{,}8x + 4{,}8\) \(g^{(3)}(x) = 2{,}4x - 4{,}8\) \(g^{(4)}(x) = 2{,}4\) 2. Werte an der Stelle \(x = 2\) prüfen: \(g'(2) = 0{,}4 \cdot 8 - 2{,}4 \cdot 4 + 4{,}8 \cdot 2 - 3{,}2 = 0\) \(g''(2) = 1{,}2 \cdot 4 - 4{,}8 \cdot 2 + 4{,}8 = 0\) Beide notwendigen Bedingungen sind erfüllt. 3. Vorzeichenwechsel der ersten Ableitung untersuchen: Es gilt \(g'(x) = 0{,}4(x - 2)^3\). Für \(x < 2\) ist \(g'(x) < 0\), für \(x > 2\) ist \(g'(x) > 0\). Die erste Ableitung wechselt also von Minus nach Plus; daher liegt ein lokales Minimum vor. 4. Alternativ gilt \(g^{(3)}(2) = 0\) und \(g^{(4)}(2) = 2{,}4 > 0\). Da die erste nicht verschwindende Ableitung nach \(g'\) von gerader Ordnung und positiv ist, liegt ebenfalls ein lokales Minimum vor. 5. Die Vermutung des Schülers ist falsch; es liegt kein Sattelpunkt vor.

Antwort

a) Es gilt \(g'(2) = 0\) und \(g''(2) = 0\); damit sind die notwendigen Bedingungen erfüllt. b) Die Vermutung ist falsch. Da \(g'\) bei \(x = 2\) von Minus nach Plus wechselt, liegt ein lokales Minimum und kein Sattelpunkt vor.

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