Gegeben ist die ganzrationale Funktion \(f\) mit \(f(x)=-0{,}25x^4+1{,}4x^3-0{,}4x^2\). In der Abbildung ist ihr Graph im Intervall \([-1{,}5;5{,}5]\) dargestellt.
a) Aus dem Graphen könnte man vermuten, dass \(f\) im dargestellten Bereich für alle \(x\le4\) streng monoton zunimmt. Erkläre, warum diese Vermutung beim bloßen Betrachten naheliegend ist.
b) Untersuche das Monotonieverhalten rechnerisch. Bestimme dazu \(f'\), ihre Nullstellen und die genauen Monotonieintervalle. Beurteile damit die Vermutung aus a).

Denkanstöße
- Bestimme die Nullstellen von \(f'\) und untersuche ihr Vorzeichen in den Zwischenräumen.
- Welches Vorzeichen von \(f'\) entspricht Zunahme, welches Abnahme?
- Warum kann ein sehr kurzer abnehmender Abschnitt im dargestellten Maßstab kaum sichtbar sein?
Lösung
1. Es gilt \(f'(x)=-x^3+4{,}2x^2-0{,}8x=-x(x-0{,}2)(x-4)\). Die Nullstellen sind \(x=0\), \(x=0{,}2\) und \(x=4\).
2. Für \(x<0\) und \(0{,}2<x<4\) gilt \(f'(x)>0\); für \(0<x<0{,}2\) und \(x>4\) gilt \(f'(x)<0\).
3. Daher nimmt \(f\) auf \(( -\infty;0]\) und \([0{,}2;4]\) streng monoton zu sowie auf \([0;0{,}2]\) und \([4;\infty)\) streng monoton ab.
4. Die Vermutung aus a) ist falsch. Der abnehmende Abschnitt \([0;0{,}2]\) ist sehr kurz; zudem gilt \(f(0)=0\) und \(f(0{,}2)=-0{,}0052\). Dieser geringe Unterschied ist im dargestellten Maßstab kaum sichtbar.
Antwort
a) Die Vermutung ist optisch naheliegend, weil der abnehmende Abschnitt \([0;0{,}2]\) sehr kurz ist und sich die Funktionswerte dort nur gering ändern.
b) \(f'(x)=-x^3+4{,}2x^2-0{,}8x\) hat die Nullstellen \(0\), \(0{,}2\) und \(4\). Streng monoton zunehmend auf \(( -\infty;0]\) und \([0{,}2;4]\); streng monoton abnehmend auf \([0;0{,}2]\) und \([4;\infty)\). Die Vermutung ist falsch.