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Ein Patient erhält regelmäßig alle \(6\) Stunden ein Medikament. Unmittelbar nach jeder Gabe erhöht sich die Wirkstoffkonzentration im Blut um \(80\,\text{mg/l}\). Während eines \(6\)-stündigen Intervalls baut der Körper \(40\,\%\) der jeweils vorhandenen Wirkstoffkonzentration ab. Zu Beginn der Behandlung (\(n=0\)) ist kein Wirkstoff im Blut vorhanden.
a) Gib eine rekursive Formel für die Konzentration \(c_{n}\) unmittelbar nach der \(n\)-ten Medikamentengabe an.
b) Bestimme den Grenzwert (Sättigungswert), dem sich die Konzentration im Blut langfristig unmittelbar nach einer Gabe nähert.
Denkanstöße
- Wie viel Prozent des Wirkstoffs bleiben nach dem Abbau übrig?
- Stelle dir vor, was bei jeder neuen Medikamentengabe passiert: Ein Teil des alten Wirkstoffs ist noch da, und eine feste Menge kommt hinzu.
- Ein Grenzwert ist erreicht, wenn sich die Konzentration von einer Gabe zur nächsten nicht mehr verändert.
Lösung
1. Zu Beginn der Behandlung ist \(c_0 = 0\). Nach der ersten Gabe (\(n=1\)) ist \(c_1 = 80\).
2. Vor der \((n+1)\)-ten Gabe sind noch \(60\,\%\) von \(c_n\) vorhanden (Abbau um \(40\,\%\)), also \(0{,}6c_n\).
3. Durch die neue Gabe erhöht sich dieser Wert um \(80\), woraus die Rekursion \(c_{n+1} = 0{,}6c_n + 80\) folgt.
4. Der Grenzwert \(L\) wird durch die Fixpunktgleichung \(L = 0{,}6L + 80\) bestimmt.
5. Umstellen der Gleichung: \(0{,}4L = 80\).
6. Auflösen nach \(L\): \(L = \frac{80}{0{,}4} = 200\).
Antwort
a) \(c_0 = 0\); \(c_{n+1} = 0{,}6c_n + 80\) (oder für \(n \geq 1\): \(c_n = 0{,}6c_{n-1} + 80\))
b) Der Grenzwert beträgt \(200\,\text{mg/l}\).
