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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Vierfeldertafeln

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41474611
In einem Sportverein mit \(100\) Mitgliedern spielen viele Basketball oder Tennis (teilweise auch beides). Es ist bekannt, dass \(60\) Mitglieder Basketball spielen und \(50\) Mitglieder Tennis spielen. \(30\) Mitglieder spielen beide Sportarten. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel für diese Situation. b) Ein Mitglied wird zufällig ausgewählt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person Tennis spielt, wenn bereits bekannt ist, dass sie Basketball spielt?

Denkanstöße

- Welche Informationen sind direkt aus dem Text ablesbar? - Wie kannst du die Summenzeilen und -spalten nutzen, um fehlende Felder zu berechnen? - Was bedeutet die Einschränkung „wenn bereits bekannt ist...“ für die Grundmenge deiner Berechnung?

Lösung

1. Definition der Ereignisse: \(B\): spielt Basketball, \(T\): spielt Tennis. Grundgesamtheit \(n = 100\). 2. Bekannte Werte eintragen: \(|B| = 60\), \(|T| = 50\), \(|B \cap T| = 30\). 3. Fehlende Werte der Vierfeldertafel berechnen: - \(|B \cap \bar{T}| = |B| - |B \cap T| = 60 - 30 = 30\) - \(|\bar{B} \cap T| = |T| - |B \cap T| = 50 - 30 = 20\) - \(|\bar{B}| = 100 - 60 = 40\) - \(|\bar{B} \cap \bar{T}| = |\bar{B}| - |\bar{B} \cap T| = 40 - 20 = 20\) 4. Die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(T \mid B)\) berechnen: \(P(T \mid B) = \frac{|B \cap T|}{|B|} = \frac{30}{60} = 0{,}5\).

Antwort

a) Die Vierfeldertafel lautet: <table> <tr><td></td><td>\(T\)</td><td>\(\bar{T}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(30\)</td><td>\(30\)</td><td>\(60\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{B}\)</td><td>\(20\)</td><td>\(20\)</td><td>\(40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(50\)</td><td>\(50\)</td><td>\(100\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}5\) (oder \(50\,\%\)).
41477311
In einer Fabrik für LED-Leuchtmittel werden die fertigen Lampen durch eine automatisierte Lichtschranke geprüft. Von \(5000\) produzierten Lampen sind erfahrungsgemäß \(150\) defekt. Die Lichtschranke erkennt \(140\) dieser defekten Lampen und sortiert sie aus. Allerdings werden auch \(200\) eigentlich einwandfreie Lampen fälschlicherweise als „defekt“ markiert und aussortiert. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel für diesen Sachverhalt. b) Eine Lampe wurde aussortiert. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Wirklichkeit gar nicht defekt ist. c) Erläutere kurz, welche wirtschaftliche Folge die unter b) berechnete Wahrscheinlichkeit für den Betrieb hat.

Denkanstöße

- Welche Informationen sind direkt gegeben und welche musst du durch Subtraktion bestimmen? - Überlege dir, welche Ereignisse in die Zeilen und welche in die Spalten der Tabelle gehören. - Achte bei der Wahrscheinlichkeit darauf, welche Gruppe die „Basis“ bildet (alle Lampen oder nur die aussortierten?). - Was bedeutet es für eine Firma, wenn funktionierende Produkte im Müll landen?

Lösung

1. Bestimmung der Grundgesamtheit und der Teilmengen: Gesamtzahl \(N = 5000\). Anzahl defekt \(D = 150\), Anzahl intakt \(\bar{D} = 4850\). 2. Zuordnung der Testwerte: Richtig positiv (defekt und aussortiert) \(N(D \cap A) = 140\). Falsch positiv (intakt und aussortiert) \(N(\bar{D} \cap A) = 200\). 3. Berechnung der restlichen Werte für die Vierfeldertafel: Falsch negativ (defekt, nicht aussortiert) \(N(D \cap \bar{A}) = 150 - 140 = 10\). Richtig negativ (intakt, nicht aussortiert) \(N(\bar{D} \cap \bar{A}) = 4850 - 200 = 4650\). 4. Summenbildung für die Testausgänge: Gesamtzahl aussortiert \(N(A) = 140 + 200 = 340\). Gesamtzahl nicht aussortiert \(N(\bar{A}) = 10 + 4650 = 4660\). 5. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit für b): \(P(\bar{D}|A) = \frac{N(\bar{D} \cap A)}{N(A)} = \frac{200}{340} = \frac{10}{17} \approx 0{,}5882\). 6. Interpretation für c): Da ca. \(58{,}8\,\%\) der aussortierten Lampen eigentlich funktionieren, entstehen dem Betrieb unnötige Kosten durch Materialverlust oder zusätzlichen Prüfaufwand.

Antwort

a) Die Vierfeldertafel sieht wie folgt aus: <table> <tr><th></th><th>Aussortiert (A)</th><th>Nicht aussortiert (\(\bar{A}\))</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Defekt (D)</th><td>140</td><td>10</td><td>150</td></tr> <tr><th>Intakt (\(\bar{D}\))</th><td>200</td><td>4650</td><td>4850</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>340</td><td>4660</td><td>5000</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\bar{D}|A) = \frac{200}{340} \approx 58{,}82\,\%\). c) Die hohe Fehlerquote bei der Aussortierung führt dazu, dass mehr als die Hälfte der weggeworfenen oder nachzubearbeitenden Lampen eigentlich gut waren, was die Effizienz senkt und Kosten verursacht.
42289711
In einer Schulklasse mit \(30\) Personen spielen \(18\) ein Instrument und \(12\) sind im Chor aktiv. Fünf Personen der Klasse geben an, weder ein Instrument zu spielen noch im Chor zu sein. Es wird zufällig eine Person aus der Klasse ausgewählt. Die Ereignisse sind \(I\): „spielt ein Instrument“ und \(C\): „ist im Chor“. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten für diese Situation. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die ausgewählte Person sowohl ein Instrument spielt als auch im Chor ist. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Person zwar im Chor ist, aber kein Instrument spielt.

Denkanstöße

- Kannst du die Informationen aus dem Text in die Randfelder oder die inneren Felder einer Tabelle eintragen? - Wie hängen die inneren Felder einer Zeile oder Spalte mit den Werten in den Randfeldern zusammen? - Überlege dir, wie viele Personen insgesamt mindestens eine der beiden Tätigkeiten ausüben müssen. - Was bedeutet „weder noch“ für die Position in der Tabelle?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl: \(n = 30\). Gegeben sind \(|I| = 18\), \(|C| = 12\) und \(|\bar{I} \cap \bar{C}| = 5\). 2. Berechnung der Anzahl der Personen, die mindestens eines von beiden machen: \(|I \cup C| = 30 - 5 = 25\). 3. Berechnung der Schnittmenge mittels der Formel für die Vereinigung: \(|I \cap C| = |I| + |C| - |I \cup C| = 18 + 12 - 25 = 5\). 4. Vervollständigung der Vierfeldertafel: - \(|I \cap \bar{C}| = 18 - 5 = 13\) - \(|\bar{I} \cap C| = 12 - 5 = 7\) - Kontrolle: \(5 + 13 + 7 + 5 = 30\). 5. Wahrscheinlichkeit für \(I \cap C\): \(P(I \cap C) = \frac{5}{30} = \frac{1}{6} \approx 16{,}67\,\%\). 6. Wahrscheinlichkeit für \(\bar{I} \cap C\): \(P(\bar{I} \cap C) = \frac{7}{30} \approx 23{,}33\,\%\).

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(C\)</td><td>\(\bar{C}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(I\)</td><td>\(5\)</td><td>\(13\)</td><td>\(18\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{I}\)</td><td>\(7\)</td><td>\(5\)</td><td>\(12\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(12\)</td><td>\(18\)</td><td>\(30\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{6} \approx 16{,}67\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{7}{30} \approx 23{,}33\,\%\).
41010511
Für die Ereignisse \(A\) und \(B\) wurde eine Vierfeldertafel mit Wahrscheinlichkeiten aufgestellt. Ergänze die Zahlen in den leeren Feldern. Wie hoch ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\bar{B}}(A)\), dass \(A\) unter der Bedingung \(\bar{B}\) auftritt? <table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar{A}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td></td><td>\(0{,}4\)</td><td></td></tr> <tr><td>\(\bar{B}\)</td><td></td><td></td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td></td><td>1</td></tr> </table>

Denkanstöße

- Kannst du die fehlenden Werte in der Tabelle durch einfache Addition oder Subtraktion finden? - Was bedeutet die Notation für die bedingte Wahrscheinlichkeit genau? - Welche Werte aus der Tabelle musst du ins Verhältnis setzen, um die gesuchte Bedingung zu berechnen?

Lösung

1. Fehlende Zeilensumme berechnen: \(P(B) = 1 - 0{,}4 = 0{,}6\). 2. Schnittwahrscheinlichkeit \(P(A \cap B)\) berechnen: \(P(B \cap \bar{A}) = 0{,}4\) ist gegeben, also \(P(B \cap A) = 0{,}6 - 0{,}4 = 0{,}2\). 3. Schnittwahrscheinlichkeit \(P(A \cap \bar{B})\) berechnen: \(P(A) = 0{,}3\), also \(P(\bar{B} \cap A) = 0{,}3 - 0{,}2 = 0{,}1\). 4. Die noch fehlenden Werte sind \(P(\bar{A}) = 1 - 0{,}3 = 0{,}7\) und \(P(\bar{B} \cap \bar{A}) = 0{,}4 - 0{,}1 = 0{,}3\). 5. Damit lautet die vollständig ergänzte Vierfeldertafel: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar{A}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{B}\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>1</td></tr> </table> 6. Bedingte Wahrscheinlichkeit berechnen: \(P_{\bar{B}}(A) = \frac{P(A \cap \bar{B})}{P(\bar{B})} = \frac{0{,}1}{0{,}4} = 0{,}25\).

Antwort

<table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar{A}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{B}\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>1</td></tr> </table> \(P_{\bar{B}}(A) = 0{,}25\)
41477411
Ein Chorleiter führt bei \(200\) Kindern ein kurzes Screening durch, um Kinder zu finden, die sehr hohe Töne sicher singen können. Aus Erfahrung weiß man, dass \(40\) dieser Kinder die nötigen Töne singen können. Der Schnelltest erkennt \(36\) dieser Kinder korrekt. Allerdings stuft der Test auch \(10\) Kinder als geeignet ein, die die hohen Töne tatsächlich nicht sauber treffen. a) Stelle die Daten in einer Vierfeldertafel dar. b) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind, das den Test nicht bestanden hat, tatsächlich nicht die hohen Töne singen kann? c) Vergleiche die Zuverlässigkeit der Testergebnisse: Ist ein positives oder ein negatives Testergebnis zuverlässiger? Begründe mathematisch.

Denkanstöße

- Trage zuerst die absoluten Häufigkeiten in die Tabelle ein. - Was ist die Grundgesamtheit bei der Frage nach den Kindern, die den Test nicht bestanden haben? - Vergleiche für die Zuverlässigkeit zwei verschiedene bedingte Wahrscheinlichkeiten. - Überlege, was „sicher ausschließen“ im Kontext der Tabelle bedeutet.

Lösung

1. Grundwerte: \(N = 200\). Kinder, die die hohen Töne singen können: \(T = 40\); Kinder, die sie nicht singen können: \(\bar{T} = 160\). 2. Testergebnisse: Richtig positiv \(N(T \cap +) = 36\). Falsch positiv \(N(\bar{T} \cap +) = 10\). 3. Fehlende Werte: Falsch negativ \(N(T \cap -) = 40 - 36 = 4\). Richtig negativ \(N(\bar{T} \cap -) = 160 - 10 = 150\). 4. Spaltensummen: Test positiv \(N(+) = 36 + 10 = 46\). Test negativ \(N(-) = 4 + 150 = 154\). 5. Wahrscheinlichkeit für b): \(P(\bar{T}|-) = \frac{N(\bar{T} \cap -)}{N(-)} = \frac{150}{154} \approx 0{,}9740\). 6. Vergleich für c): Wahrscheinlichkeit für die Fähigkeit bei positivem Test: \(P(T|+) = \frac{36}{46} \approx 0{,}7826\). Da \(P(\bar{T}|-) \approx 97{,}4\,\%\) deutlich höher ist als \(P(T|+) \approx 78{,}3\,\%\), liefert ein negatives Testergebnis hier den zuverlässigeren Schluss.

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><th></th><th>Test positiv (+)</th><th>Test negativ (-)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Kann hohe Töne singen (\(T\))</th><td>36</td><td>4</td><td>40</td></tr> <tr><th>Kann hohe Töne nicht singen (\(\bar{T}\))</th><td>10</td><td>150</td><td>160</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>46</td><td>154</td><td>200</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\bar{T}|-) = \frac{150}{154} \approx 97{,}40\,\%\). c) Ein negatives Testergebnis ist zuverlässiger: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein negativ getestetes Kind die hohen Töne tatsächlich nicht singen kann, beträgt etwa \(97{,}4\,\%\). Bei einem positiven Test beträgt die Wahrscheinlichkeit für die Fähigkeit etwa \(78{,}3\,\%\).
41477511
In einem großen Lagerhaus wurde ein neues Brandschutzsystem installiert. Über einen Zeitraum von \(365\) Tagen wurde das System beobachtet. Es gab in dieser Zeit an \(5\) Tagen tatsächlich Entstehungsbrände, die alle vom System sofort gemeldet wurden. An \(10\) Tagen gab es jedoch einen Fehlalarm, obwohl kein Feuer vorlag. a) Überführe diese Beobachtungen in eine Vierfeldertafel. b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei einem Alarm tatsächlich brennt? c) Ein Mitarbeiter sagt: „Das System ist perfekt, es hat jeden Brand erkannt.“ Diskutiere diese Aussage unter Berücksichtigung deines Ergebnisses aus b).

Denkanstöße

- Wie viele Tage gab es insgesamt ohne Alarm und ohne Brand? - Was bedeutet „jeden Brand erkannt“ für die Zahl der verpassten Brände in deiner Tabelle? - Berechne die Wahrscheinlichkeit für einen echten Brand, wenn die Sirene schrillt. - Überlege, warum viele Fehlalarme die Sicherheit gefährden könnten, auch wenn kein Brand verpasst wird.

Lösung

1. Analyse der Daten: Gesamttage \(N = 365\). Tage mit Brand \(B = 5\), Tage ohne Brand \(\bar{B} = 360\). 2. Alarme: Richtig positiv (Alarm bei Brand) \(N(B \cap A) = 5\). Falsch positiv (Alarm ohne Brand) \(N(\bar{B} \cap A) = 10\). 3. Restliche Felder: Falsch negativ (kein Alarm bei Brand) \(N(B \cap \bar{A}) = 5 - 5 = 0\). Richtig negativ (kein Alarm ohne Brand) \(N(\bar{B} \cap \bar{A}) = 360 - 10 = 350\). 4. Summe Alarme: \(N(A) = 5 + 10 = 15\). 5. Wahrscheinlichkeit für b): \(P(B|A) = \frac{N(B \cap A)}{N(A)} = \frac{5}{15} = \frac{1}{3} \approx 0{,}3333\). 6. Diskussion für c): Die Aussage ist technisch korrekt bezüglich der Sensitivität (alle Brände erkannt), aber im Alltag problematisch, da bei einem Alarm nur mit einer Wahrscheinlichkeit von \(33{,}3\,\%\) wirklich ein Feuer vorliegt. Zwei von drei Alarmen sind Fehlalarme.

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><th></th><th>Alarm (A)</th><th>Kein Alarm (\(\bar{A}\))</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Brand (B)</th><td>5</td><td>0</td><td>5</td></tr> <tr><th>Kein Brand (\(\bar{B}\))</th><td>10</td><td>350</td><td>360</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>15</td><td>350</td><td>365</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(B|A) = \frac{5}{15} = \frac{1}{3} \approx 33{,}33\,\%\). c) Die Aussage ist einseitig. Zwar ist die Trefferquote bei Bränden \(100\,\%\) (kein Brand wurde übersehen), aber die Vorhersagekraft eines Alarms ist gering. Da nur jeder dritte Alarm echt ist, besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter Alarme irgendwann ignorieren (Gewöhnungseffekt).
42206911
Eine Umfrage unter \(400\) Schülerinnen und Schülern einer Schule untersuchte den Zusammenhang zwischen der Jahrgangsstufe und der regelmäßigen Nutzung des Fahrrads für den Schulweg. Die Ergebnisse sind in der folgenden Vierfeldertafel dargestellt: <table> <tr> <td></td> <td>Fahrradnutzung</td> <td>Keine Fahrradnutzung</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>Mittelstufe</td> <td>144</td> <td>96</td> <td>240</td> </tr> <tr> <td>Oberstufe</td> <td>64</td> <td>96</td> <td>160</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>208</td> <td>192</td> <td>400</td> </tr> </table> a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Schüler bzw. eine zufällig ausgewählte Schülerin das Fahrrad regelmäßig nutzt. b) Betrachte nun nur die Gruppe der Oberstufenschüler. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig aus dieser Gruppe gewählte Person das Fahrrad nutzt, und vergleiche das Ergebnis mit dem Wert aus Teilaufgabe a).

Denkanstöße

- Welche Zahl in der Tabelle gibt die Gesamtzahl aller befragten Personen an? - Überlege für den zweiten Teil, wie groß die Gruppe ist, aus der nun ausgewählt wird. - Achte darauf, welche Merkmale kombiniert werden müssen, um die gesuchte Teilgruppe zu finden.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit für die Fahrradnutzung: \(P(F) = \frac{208}{400} = 0{,}52\). 2. Bestimmung der bedingten Wahrscheinlichkeit unter der Bedingung, dass die Person zur Oberstufe gehört: Hierfür wird die Anzahl der Fahrradnutzer in der Oberstufe (\(64\)) durch die Gesamtzahl der Oberstufenschüler (\(160\)) geteilt. 3. Berechnung: \(P_{\text{Oberstufe}}(F) = \frac{64}{160} = 0{,}4\). 4. Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit für die Fahrradnutzung ist in der Oberstufe mit \(40\,\%\) geringer als der Durchschnittswert aller befragten Schüler von \(52\,\%\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}52\) (oder \(52\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}4\) (oder \(40\,\%\)). Dieser Wert ist kleiner als der Gesamtdurchschnitt aus Teilaufgabe a).
42207311
Ein mittelständisches Unternehmen hat seine \(200\) Beschäftigten nach ihrem Arbeitsbereich und ihrem bevorzugten Verkehrsmittel für den Arbeitsweg befragt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: <table> <tr> <td></td> <td>Öffentliche Verkehrsmittel (\(Ö\))</td> <td>Individualverkehr (\(I\))</td> </tr> <tr> <td>Produktion (\(P\))</td> <td>45</td> <td>75</td> </tr> <tr> <td>Verwaltung (\(V\))</td> <td>55</td> <td>25</td> </tr> </table> Eine Person aus der Belegschaft wird zufällig für eine Befragung ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Die Person arbeitet in der Verwaltung und nutzt öffentliche Verkehrsmittel. b) Die Person nutzt öffentliche Verkehrsmittel, wenn bekannt ist, dass sie in der Verwaltung arbeitet. c) Die Person arbeitet in der Verwaltung, unter der Bedingung, dass sie den Individualverkehr nutzt.

Denkanstöße

- Was ist der Unterschied zwischen einer gemeinsamen Wahrscheinlichkeit („und“) und einer bedingten Wahrscheinlichkeit („wenn bekannt ist“)? - Welche Gesamtzahl bildet jeweils die Basis für deine Rechnung? - Hilft es dir, die Summen für die Zeilen und Spalten am Rand der Tabelle zu notieren?

Lösung

1. Berechnung der Randsummen: Gesamtzahl der Personen \(n = 200\). Personen in der Verwaltung \(n(V) = 55 + 25 = 80\). Personen im Individualverkehr \(n(I) = 75 + 25 = 100\). 2. Zu a): Die Anzahl der Personen in der Verwaltung, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, beträgt \(55\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(V \cap Ö) = \frac{55}{200} = 0{,}275\). 3. Zu b): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(Ö|V)\). Mit \(n(V) = 80\) ergibt sich \(P(Ö|V) = \frac{55}{80} = 0{,}6875\). 4. Zu c): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(V|I)\). Mit \(n(I) = 100\) ergibt sich \(P(V|I) = \frac{25}{100} = 0{,}25\).

Antwort

a) \(P(V \cap Ö) = 0{,}275\) b) \(P(Ö|V) = 0{,}6875\) c) \(P(V|I) = 0{,}25\)
42207411
In einer Buchhandlung wurden an einem Vormittag \(150\) Personen beobachtet. Davon waren \(60\) Stammkunden und \(90\) Gelegenheitskunden. Von den Stammkunden tätigten \(48\) einen Kauf, während von den Gelegenheitskunden nur \(30\) etwas kauften. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für folgende Szenarien: a) Eine zufällig ausgewählte Person hat etwas gekauft. b) Eine Person, die etwas gekauft hat, ist ein Stammkunde. c) Eine Person hat nichts gekauft, unter der Voraussetzung, dass sie ein Gelegenheitskunde ist.

Denkanstöße

- Kannst du die Informationen aus dem Text in einer Tabelle übersichtlich anordnen? - Achte genau darauf, welche Gruppe die Bedingung darstellt – das ist die neue Grundmenge für den Nenner. - Überlege dir für jede Teilaufgabe: Geht es um alle Personen oder nur um eine bestimmte Untergruppe?

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel mit den Merkmalen Stammkunde (\(S\)), Gelegenheitskunde (\(G\)), Kauf (\(K\)) und kein Kauf (\(\bar{K}\)). 2. Eintragung der Werte: \(n(S) = 60\), \(n(G) = 90\), \(n(S \cap K) = 48\), \(n(G \cap K) = 30\). Daraus folgen \(n(S \cap \bar{K}) = 12\) und \(n(G \cap \bar{K}) = 60\). 3. Zu a): Gesamtzahl der Käufe \(n(K) = 48 + 30 = 78\). Wahrscheinlichkeit \(P(K) = \frac{78}{150} = 0{,}52\). 4. Zu b): Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(S|K) = \frac{n(S \cap K)}{n(K)} = \frac{48}{78} = \frac{8}{13} \approx 0{,}6154\). 5. Zu c): Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(\bar{K}|G) = \frac{n(G \cap \bar{K})}{n(G)} = \frac{60}{90} = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).

Antwort

a) \(P(K) = 0{,}52\) b) \(P(S|K) = \frac{8}{13} \approx 0{,}6154\) c) \(P(\bar{K}|G) = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\)
42207511
In einer Schule werden die Schülerinnen und Schüler nach ihren Freizeitinteressen befragt. Dabei stehen die Sportarten Volleyball (\(V\)) und Basketball (\(B\)) im Fokus. Es sind folgende Anteile bekannt: - \(30\,\%\) der Befragten interessieren sich für Volleyball. - \(20\,\%\) der Befragten interessieren sich für beide Sportarten. - \(60\,\%\) der Befragten geben an, sich nicht für Basketball zu interessieren. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit den relativen Häufigkeiten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person sich für Basketball oder Volleyball interessiert. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person sich für Basketball interessiert, unter der Bedingung, dass sie sich bereits für Volleyball interessiert. d) Berechne \(P_{\bar{V}}(B)\) und interpretiere diesen Wert im Sachkontext.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Werte direkt aus dem Text in die Tabelle eingetragen werden können. - Denke daran, dass die Summe der Zeilen und Spalten jeweils den Wert am Rand ergeben muss. - Wie hängen die Begriffe „oder“ und „und“ mit den mathematischen Symbolen für Vereinigung und Schnitt zusammen? - Was bedeutet der senkrechte Strich oder der Index bei der bedingten Wahrscheinlichkeit für die Berechnung?

Lösung

1. Aufstellen der Vierfeldertafel: Gegeben sind \(P(V) = 0{,}3\), \(P(B \cap V) = 0{,}2\) und \(P(\bar{B}) = 0{,}6\). Daraus folgt \(P(B) = 1 - 0{,}6 = 0{,}4\). Die weiteren Felder ergeben sich durch Differenzen: \(P(V \cap \bar{B}) = 0{,}3 - 0{,}2 = 0{,}1\); \(P(\bar{V} \cap B) = 0{,}4 - 0{,}2 = 0{,}2\); \(P(\bar{V} \cap \bar{B}) = 0{,}6 - 0{,}1 = 0{,}5\). Randsumme \(P(\bar{V}) = 0{,}7\). 2. Berechnung der Vereinigungswahrscheinlichkeit: \(P(B \cup V) = P(B) + P(V) - P(B \cap V) = 0{,}4 + 0{,}3 - 0{,}2 = 0{,}5\). 3. Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_V(B)\): \(P_V(B) = \frac{P(B \cap V)}{P(V)} = \frac{0{,}2}{0{,}3} = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\). 4. Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\bar{V}}(B)\): \(P_{\bar{V}}(B) = \frac{P(B \cap \bar{V})}{P(\bar{V})} = \frac{0{,}2}{0{,}7} = \frac{2}{7} \approx 0{,}2857\). Interpretation: Dies ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Person für Basketball interessiert, wenn bekannt ist, dass sie sich nicht für Volleyball interessiert.

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>\(V\)</td><td>\(\bar{V}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{B}\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>\(1{,}0\)</td></tr> </table> b) \(P(B \cup V) = 0{,}5\) c) \(P_V(B) = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\) d) \(P_{\bar{V}}(B) = \frac{2}{7} \approx 0{,}2857\). Dies ist die Wahrscheinlichkeit für Basketball-Interesse unter denjenigen, die kein Volleyball-Interesse haben.
42207611
Gegeben ist die folgende unvollständige Vierfeldertafel für die Ereignisse \(A\) und \(B\): <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\bar{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td></td> <td>\(0{,}12\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\bar{A}\)</td> <td>\(0{,}18\)</td> <td></td> <td>\(0{,}45\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td></td> <td>\(1{,}0\)</td> </tr> </table> a) Vervollständige die Vierfeldertafel. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(A \cup B)\). c) Berechne die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_B(\bar{A})\) und \(P_{\bar{A}}(B)\). d) Überprüfe rechnerisch, ob die Ereignisse \(A\) und \(B\) stochastisch unabhängig sind.

Denkanstöße

- Fülle die Tabelle schrittweise aus, indem du nutzt, dass Zeilen- und Spaltensummen addiert die Randwerte ergeben müssen. - Für die Vereinigung zweier Ereignisse darfst du das Schnittereignis nicht doppelt zählen. - Achte bei der bedingten Wahrscheinlichkeit genau darauf, welcher Wert im Nenner stehen muss – das ist immer die Bedingung. - Wie lautet die mathematische Bedingung, damit zwei Ereignisse als unabhängig gelten?

Lösung

1. Vervollständigung: Aus \(P(\bar{A}) = 0{,}45\) folgt \(P(A) = 0{,}55\). Aus \(P(A \cap \bar{B}) = 0{,}12\) folgt \(P(A \cap B) = 0{,}55 - 0{,}12 = 0{,}43\). Aus \(P(\bar{A} \cap B) = 0{,}18\) folgt \(P(\bar{A} \cap \bar{B}) = 0{,}45 - 0{,}18 = 0{,}27\). Spaltensummen: \(P(B) = 0{,}43 + 0{,}18 = 0{,}61\) und \(P(\bar{B}) = 0{,}12 + 0{,}27 = 0{,}39\). 2. Vereinigungswahrscheinlichkeit: \(P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B) = 0{,}55 + 0{,}61 - 0{,}43 = 0{,}73\). 3. Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_B(\bar{A}) = \frac{P(\bar{A} \cap B)}{P(B)} = \frac{0{,}18}{0{,}61} \approx 0{,}2951\). \(P_{\bar{A}}(B) = \frac{P(\bar{A} \cap B)}{P(\bar{A})} = \frac{0{,}18}{0{,}45} = 0{,}4\). 4. Stochastische Unabhängigkeit: Prüfung von \(P(A) \cdot P(B) = 0{,}55 \cdot 0{,}61 = 0{,}3355\). Da \(P(A \cap B) = 0{,}43 \neq 0{,}3355\), sind die Ereignisse stochastisch abhängig.

Antwort

a) Fehlende Werte: \(P(A) = 0{,}55\); \(P(A \cap B) = 0{,}43\); \(P(\bar{A} \cap \bar{B}) = 0{,}27\); \(P(B) = 0{,}61\); \(P(\bar{B}) = 0{,}39\). b) \(P(A \cup B) = 0{,}73\) c) \(P_B(\bar{A}) \approx 0{,}2951\) und \(P_{\bar{A}}(B) = 0{,}4\) d) \(P(A) \cdot P(B) = 0{,}3355 \neq P(A \cap B) = 0{,}43\). Die Ereignisse sind stochastisch abhängig.
42208111
In einer Jahrgangsstufe mit \(200\) Jugendlichen wurden die Freizeitaktivitäten „Mitglied in einem Sportverein“ (\(S\)) und „Spielt ein Musikinstrument“ (\(M\)) untersucht. Die Ergebnisse sind in der folgenden Vierfeldertafel dargestellt: <table> <tr> <td></td> <td>\(M\)</td> <td>\(\overline{M}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(S\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(80\)</td> <td>\(120\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{S}\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(80\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(80\)</td> <td>\(120\)</td> <td>\(200\)</td> </tr> </table> a) Erläutere den inhaltlichen Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit \(P(M \cap S)\) und der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P_M(S)\). Berechne beide Werte. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Jugendlicher, der kein Musikinstrument spielt, im Sportverein ist. Gib diese Wahrscheinlichkeit in Symbolschreibweise an.

Denkanstöße

- Achte darauf, auf welche Grundmenge sich die jeweilige Wahrscheinlichkeit bezieht. - Wird eine Person aus der gesamten Gruppe oder nur aus einer bestimmten Untergruppe (z. B. nur Musiker) ausgewählt? - Die Symbolschreibweise für bedingte Wahrscheinlichkeiten nutzt oft einen Index für die Bedingung. - Überlege dir, welche Information im Text als „gegeben“ vorausgesetzt wird.

Lösung

1. Unterscheidung der Wahrscheinlichkeiten: \(P(M \cap S)\) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine aus der gesamten Gruppe gewählte Person sowohl ein Instrument spielt als auch im Sportverein ist (Bezugsgröße \(200\)). \(P_M(S)\) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person im Sportverein ist, unter der Bedingung, dass sie bereits zur Gruppe der Instrumentenspieler gehört (Bezugsgröße \(80\)). 2. Berechnung: \(P(M \cap S) = \frac{40}{200} = 0{,}2\). 3. Berechnung: \(P_M(S) = \frac{40}{80} = 0{,}5\). 4. Symbolschreibweise für Aufgabenteil b): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\overline{M}}(S)\). 5. Berechnung: \(P_{\overline{M}}(S) = \frac{n(S \cap \overline{M})}{n(\overline{M})} = \frac{80}{120} = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).

Antwort

a) \(P(M \cap S)\) bezieht sich auf die Gesamtzahl (\(200\)), während \(P_M(S)\) nur die Gruppe der Personen betrachtet, die ein Musikinstrument spielen (\(80\)). \(P(M \cap S) = 0{,}2\); \(P_M(S) = 0{,}5\). b) \(P_{\overline{M}}(S) = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).
42208211
Im Rahmen einer Gesundheitsstudie an \(500\) Personen wurde der Zusammenhang zwischen dem Merkmal „Raucher“ (\(R\)) und dem Auftreten von „Bluthochdruck“ (\(H\)) erfasst. <table> <tr> <td></td> <td>\(H\)</td> <td>\(\overline{H}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(R\)</td> <td>\(60\)</td> <td>\(90\)</td> <td>\(150\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{R}\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(310\)</td> <td>\(350\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(100\)</td> <td>\(400\)</td> <td>\(500\)</td> </tr> </table> a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P_R(H)\) sowie \(P_H(R)\) und interpretiere beide Ergebnisse im Sachzusammenhang. b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person mit normalem Blutdruck (nicht \(H\)) raucht? Gib die Wahrscheinlichkeit in Symbolschreibweise an und berechne den Wert.

Denkanstöße

- Überlege bei bedingten Wahrscheinlichkeiten immer: „Von welcher Gruppe gehe ich aus?“ - Die Bedingung steht im Text oft nach Wörtern wie „wenn“, „unter der Bedingung“ oder „von den...“. - Das Symbol \(P_A(B)\) liest man als „Wahrscheinlichkeit von \(B\) unter der Bedingung \(A\)“. - Die Summen am Rand der Tabelle helfen dir, die Nenner für die Brüche zu finden.

Lösung

1. Berechnung \(P_R(H)\): Anteil der Personen mit Bluthochdruck unter den Rauchern: \(P_R(H) = \frac{60}{150} = 0{,}4\). Das bedeutet, \(40\,\%\) der Raucher haben Bluthochdruck. 2. Berechnung \(P_H(R)\): Anteil der Raucher unter den Personen mit Bluthochdruck: \(P_H(R) = \frac{60}{100} = 0{,}6\). Das bedeutet, \(60\,\%\) der Personen mit Bluthochdruck sind Raucher. 3. Symbolschreibweise für Aufgabenteil b): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\overline{H}}(R)\). 4. Berechnung: Die Anzahl der Personen ohne Bluthochdruck ist \(400\), davon rauchen \(90\). Somit gilt \(P_{\overline{H}}(R) = \frac{90}{400} = 0{,}225\).

Antwort

a) \(P_R(H) = 0{,}4\) (\(40\,\%\) der Raucher haben Bluthochdruck); \(P_H(R) = 0{,}6\) (\(60\,\%\) der Personen mit Bluthochdruck rauchen). b) \(P_{\overline{H}}(R) = \frac{90}{400} = 0{,}225\).
42208411
Bei der Qualitätskontrolle von Smartphones werden zwei Arten von Mängeln untersucht: Displayfehler (\(D\)) und Gehäusekratzer (\(G\)). Statistiken zeigen, dass \(12\,\%\) der Geräte einen Displayfehler und \(8\,\%\) Gehäusekratzer aufweisen. \(85\,\%\) der produzierten Smartphones sind völlig einwandfrei, besitzen also keinen dieser Mängel. a) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Smartphone beide Mängel aufweist. b) Ein Gerät weist einen Gehäusekratzer auf. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass dieses Gerät zusätzlich einen Displayfehler hat.

Denkanstöße

- Welcher Anteil der Geräte hat überhaupt einen Fehler? - Wie hängen die Einzelwahrscheinlichkeiten der Fehler mit der Wahrscheinlichkeit für das Auftreten beider Fehler zusammen? - Was ist die Bedingung im zweiten Teil der Aufgabe und wie verändert sie die Basis deiner Berechnung?

Lösung

1. Festlegen der Wahrscheinlichkeiten: \(P(D) = 0{,}12\), \(P(G) = 0{,}08\) und \(P(\bar{D} \cap \bar{G}) = 0{,}85\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit, dass mindestens ein Fehler vorliegt: \(P(D \cup G) = 1 - P(\bar{D} \cap \bar{G}) = 1 - 0{,}85 = 0{,}15\). 3. Berechnung der Schnittmenge (beide Mängel) über die Formel \(P(D \cap G) = P(D) + P(G) - P(D \cup G)\): \(P(D \cap G) = 0{,}12 + 0{,}08 - 0{,}15 = 0{,}05\). Dies löst Teilaufgabe a). 4. Anwendung der Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit für Teilaufgabe b): \(P(D|G) = \frac{P(D \cap G)}{P(G)} = \frac{0{,}05}{0{,}08} = 0{,}625\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}05\) (oder \(5\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}625\) (oder \(62{,}5\,\%\)).
42208711
In einem Lager befinden sich \(5000\) Leuchtmittel. Ein Leuchtmittel wird zufällig ausgewählt. Die Ereignisse \(A\) (LED-Leuchtmittel) und \(B\) (defekt) werden betrachtet. <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(40\)</td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td></td> <td></td> <td>\(1500\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td>\(4850\)</td> <td>\(5000\)</td> </tr> </table> Vervollständige die Vierfeldertafel und berechne die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_A(B)\), \(P_B(A)\), \(P_{\overline{A}}(B)\) und \(P_{\overline{B}}(\overline{A})\).

Denkanstöße

- Kannst du die fehlenden Summen am Rand zuerst berechnen? - Wie hängen die inneren Felder mit den Zeilen- und Spaltensummen zusammen? - Was ist der Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit einer Schnittmenge und einer bedingten Wahrscheinlichkeit? - Welche Zahl bildet bei einer bedingten Wahrscheinlichkeit wie \(P_A(B)\) die Grundmenge (den Nenner)?

Lösung

1. Bestimmung der fehlenden Randsummen: \(n(A) = 5000 - 1500 = 3500\) und \(n(B) = 5000 - 4850 = 150\). 2. Berechnung der inneren Felder durch Subtraktion: \(n(A \cap \overline{B}) = 3500 - 40 = 3460\), \(n(\overline{A} \cap B) = 150 - 40 = 110\) und \(n(\overline{A} \cap \overline{B}) = 1500 - 110 = 1390\). 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: \(P_A(B) = \frac{n(A \cap B)}{n(A)} = \frac{40}{3500} = \frac{2}{175} \approx 0{,}0114\) \(P_B(A) = \frac{n(A \cap B)}{n(B)} = \frac{40}{150} = \frac{4}{15} \approx 0{,}2667\) \(P_{\overline{A}}(B) = \frac{n(\overline{A} \cap B)}{n(\overline{A})} = \frac{110}{1500} = \frac{11}{150} \approx 0{,}0733\) \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = \frac{n(\overline{A} \cap \overline{B})}{n(\overline{B})} = \frac{1390}{4850} = \frac{139}{485} \approx 0{,}2866\)

Antwort

Die vervollständigte Tabelle lautet: <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(3460\)</td> <td>\(3500\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td>\(110\)</td> <td>\(1390\)</td> <td>\(1500\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(150\)</td> <td>\(4850\)</td> <td>\(5000\)</td> </tr> </table> Die Wahrscheinlichkeiten sind: \(P_A(B) \approx 0{,}0114\); \(P_B(A) \approx 0{,}2667\); \(P_{\overline{A}}(B) \approx 0{,}0733\); \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) \approx 0{,}2866\).
42208911
Gegeben ist die folgende unvollständige Vierfeldertafel für zwei Ereignisse \(A\) und \(B\). <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(0{,}20\)</td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td></td> <td></td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(0{,}50\)</td> <td></td> <td>\(1{,}00\)</td> </tr> </table> Vervollständige die Tabelle und berechne anschließend die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_A(B)\), \(P_A(\overline{B})\), \(P_{\overline{A}}(B)\), \(P_{\overline{A}}(\overline{B})\), \(P_B(A)\), \(P_B(\overline{A})\), \(P_{\overline{B}}(A)\) und \(P_{\overline{B}}(\overline{A})\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst alle fehlenden Werte in der Vierfeldertafel, indem du die Eigenschaft nutzt, dass die Summen der Zeilen und Spalten die Randwahrscheinlichkeiten ergeben. - Überlege dir, welche Wahrscheinlichkeit im Nenner stehen muss, wenn eine Bedingung wie „unter der Bedingung A“ gegeben ist. - Die Summe der bedingten Wahrscheinlichkeiten für ein festes Bedingungsereignis (z. B. \(P_A(B) + P_A(\overline{B})\)) muss immer 1 ergeben.

Lösung

1. Vervollständigung der Tafel: \(P(A) = 1 - P(\overline{A}) = 1 - 0{,}40 = 0{,}60\) \(P(A \cap \overline{B}) = P(A) - P(A \cap B) = 0{,}60 - 0{,}20 = 0{,}40\) \(P(\overline{A} \cap B) = P(B) - P(A \cap B) = 0{,}50 - 0{,}20 = 0{,}30\) \(P(\overline{A} \cap \overline{B}) = P(\overline{A}) - P(\overline{A} \cap B) = 0{,}40 - 0{,}30 = 0{,}10\) \(P(\overline{B}) = 1 - P(B) = 1 - 0{,}50 = 0{,}50\) 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: \(P_A(B) = \frac{0{,}20}{0{,}60} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\) \(P_A(\overline{B}) = \frac{0{,}40}{0{,}60} = \frac{2}{3} \approx 0{,}667\) \(P_{\overline{A}}(B) = \frac{0{,}30}{0{,}40} = 0{,}75\) \(P_{\overline{A}}(\overline{B}) = \frac{0{,}10}{0{,}40} = 0{,}25\) \(P_B(A) = \frac{0{,}20}{0{,}50} = 0{,}40\) \(P_B(\overline{A}) = \frac{0{,}30}{0{,}50} = 0{,}60\) \(P_{\overline{B}}(A) = \frac{0{,}40}{0{,}50} = 0{,}80\) \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = \frac{0{,}10}{0{,}50} = 0{,}20\)

Antwort

Die vervollständigte Tafel lautet: <table> <tr><td></td><td>\(B\)</td><td>\(\overline{B}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(A\)</td><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}40\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>\(\overline{A}\)</td><td>\(0{,}30\)</td><td>\(0{,}10\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}50\)</td><td>\(0{,}50\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table> Die bedingten Wahrscheinlichkeiten sind: \(P_A(B) = \frac{1}{3}\); \(P_A(\overline{B}) = \frac{2}{3}\); \(P_{\overline{A}}(B) = 0{,}75\); \(P_{\overline{A}}(\overline{B}) = 0{,}25\); \(P_B(A) = 0{,}4\); \(P_B(\overline{A}) = 0{,}6\); \(P_{\overline{B}}(A) = 0{,}8\); \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = 0{,}2\).
42209011
In einer Umfrage unter Jugendlichen gaben \(70\,\%\) an, regelmäßig eine Gaming-App (\(G\)) zu nutzen. \(60\,\%\) nutzen regelmäßig eine Musik-App (\(M\)). Die Hälfte aller Befragten nutzt beide App-Typen regelmäßig. Stelle die Situation in einer Vierfeldertafel dar und berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Ein Jugendlicher nutzt eine Musik-App, unter der Bedingung, dass er bereits eine Gaming-App nutzt. b) Ein Jugendlicher nutzt eine Gaming-App, wenn bekannt ist, dass er keine Musik-App nutzt.

Denkanstöße

- Übersetze die Prozentangaben zuerst in Wahrscheinlichkeiten (Dezimalzahlen). - Achte bei den Formulierungen genau darauf, welches Ereignis die Bedingung ist und welches Ereignis untersucht wird. - Erstelle eine Tabelle mit den Kategorien „nutzt App“ und „nutzt App nicht“ für beide Medientypen.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel aus den Angaben: \(P(G) = 0{,}7\), \(P(M) = 0{,}6\), \(P(G \cap M) = 0{,}5\). Daraus folgt: \(P(G \cap \overline{M}) = P(G) - P(G \cap M) = 0{,}7 - 0{,}5 = 0{,}2\) \(P(\overline{G} \cap M) = P(M) - P(G \cap M) = 0{,}6 - 0{,}5 = 0{,}1\) \(P(\overline{G} \cap \overline{M}) = 1 - (0{,}5 + 0{,}2 + 0{,}1) = 0{,}2\) \(P(\overline{G}) = 0{,}3\); \(P(\overline{M}) = 0{,}4\). 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: a) \(P_G(M) = \frac{P(G \cap M)}{P(G)} = \frac{0{,}5}{0{,}7} = \frac{5}{7} \approx 0{,}714\) b) \(P_{\overline{M}}(G) = \frac{P(G \cap \overline{M})}{P(\overline{M})} = \frac{0{,}2}{0{,}4} = 0{,}5\)

Antwort

Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\overline{M}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(G\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}7\)</td></tr> <tr><td>\(\overline{G}\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}6\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(1{,}0\)</td></tr> </table> a) \(P_G(M) = \frac{5}{7} \approx 71{,}4\,\%\) b) \(P_{\overline{M}}(G) = 0{,}5 = 50\,\%\)
42210711
Gegeben ist eine unvollständige Vierfeldertafel für zwei stochastisch unabhängige Ereignisse \(E\) und \(F\). <table> <tr> <td></td> <td>\(F\)</td> <td>\(\overline{F}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(E\)</td> <td></td> <td>\(0{,}12\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{E}\)</td> <td></td> <td>\(0{,}18\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td></td> <td>\(1\)</td> </tr> </table> Berechne alle fehlenden Wahrscheinlichkeiten und vervollständige die Tabelle.

Denkanstöße

- Was lässt sich direkt aus den gegebenen Werten in der Spalte für \(\overline{F}\) berechnen? - Welche mathematische Bedingung gilt für die Wahrscheinlichkeiten im Inneren einer Vierfeldertafel, wenn die Ereignisse unabhängig sind? - Wie hängen die Randwahrscheinlichkeiten mit der Summe 1 zusammen?

Lösung

1. Berechnung der Randwahrscheinlichkeit \(P(\overline{F})\) durch Summation der Spalte: \(P(\overline{F}) = 0{,}12 + 0{,}18 = 0{,}30\). 2. Berechnung von \(P(F)\) über das Gegenereignis: \(P(F) = 1 - 0{,}30 = 0{,}70\). 3. Nutzung der Unabhängigkeit \(P(E \cap \overline{F}) = P(E) \cdot P(\overline{F})\): \(0{,}12 = P(E) \cdot 0{,}30 \implies P(E) = \frac{0{,}12}{0{,}30} = 0{,}40\). 4. Berechnung der restlichen Randwahrscheinlichkeiten: \(P(\overline{E}) = 1 - 0{,}40 = 0{,}60\). 5. Berechnung der Verbundwahrscheinlichkeiten im Inneren: \(P(E \cap F) = P(E) \cdot P(F) = 0{,}40 \cdot 0{,}70 = 0{,}28\) und \(P(\overline{E} \cap F) = P(\overline{E}) \cdot P(F) = 0{,}60 \cdot 0{,}70 = 0{,}42\).

Antwort

Die vervollständigte Tabelle lautet: <table> <tr> <td></td> <td>\(F\)</td> <td>\(\overline{F}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(E\)</td> <td>\(0{,}28\)</td> <td>\(0{,}12\)</td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{E}\)</td> <td>\(0{,}42\)</td> <td>\(0{,}18\)</td> <td>\(0{,}60\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(0{,}70\)</td> <td>\(0{,}30\)</td> <td>\(1\)</td> </tr> </table>
42212811
Bei einer Untersuchung auf eine bestimmte Allergie wird ein Test mit einer Sensitivität von \(90\,\%\) und einer Spezifität von \(95\,\%\) eingesetzt. In einer Gruppe von \(10\,000\) Personen leiden erfahrungsgemäß \(2\,\%\) unter dieser Allergie. a) Stelle die absoluten Häufigkeiten für diese Personengruppe in einer Vierfeldertafel dar. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person die angegebene Allergie nicht hat, obwohl der Test positiv ausfällt. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person die Allergie hat, obwohl der Test negativ ausfällt.

Denkanstöße

- Beginne damit, die Gesamtzahl der Personen auf die Kategorien „Allergie“ und „keine Allergie“ aufzuteilen. - Nutze die Prozentangaben des Tests, um die vier inneren Felder der Tabelle mit absoluten Zahlen zu füllen. - Achte bei den Fragen b) und c) genau darauf, auf welche Teilgruppe (die positiv Getesteten oder die negativ Getesteten) sich die Wahrscheinlichkeit bezieht.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel für \(10\,000\) Personen: Die Zahl der Allergiker (\(A\)) beträgt \(0{,}02 \cdot 10\,000 = 200\); die Zahl der Nicht-Allergiker (\(\bar{A}\)) beträgt \(10\,000 - 200 = 9800\). 2. Richtig-positiv (\(T \cap A\)): \(200 \cdot 0{,}90 = 180\). Falsch-negativ (\(\bar{T} \cap A\)): \(200 - 180 = 20\). 3. Richtig-negativ (\(\bar{T} \cap \bar{A}\)): \(9800 \cdot 0{,}95 = 9310\). Falsch-positiv (\(T \cap \bar{A}\)): \(9800 - 9310 = 490\). 4. Summen bilden: Test positiv (\(T\)): \(180 + 490 = 670\). Test negativ (\(\bar{T}\)): \(20 + 9310 = 9330\). 5. Wahrscheinlichkeit „keine Allergie“ bei positivem Test: \(P(\bar{A}|T) = \frac{490}{670} \approx 0{,}7313\). 6. Wahrscheinlichkeit allergisch bei negativem Test: \(P(A|\bar{T}) = \frac{20}{9330} \approx 0{,}0021\).

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>Allergie (\(A\))</td><td>Keine Allergie (\(\bar{A}\))</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>Test positiv (\(T\))</td><td>180</td><td>490</td><td>670</td></tr> <tr><td>Test negativ (\(\bar{T}\))</td><td>20</td><td>9310</td><td>9330</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>200</td><td>9800</td><td>\(10\,000\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit, dass die Person die Allergie nicht hat, beträgt ca. \(73{,}1\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit, dass die Person die Allergie hat, beträgt ca. \(0{,}2\,\%\).
42213911
In einem mittelständischen Unternehmen mit 200 Mitarbeitern wurde eine Umfrage zur Nutzung von Verkehrsmitteln für den Arbeitsweg durchgeführt. Dabei wurden die Merkmale \(F\): „Nutzt das Fahrrad“ und \(B\): „Nutzt die Bahn“ erfasst. Ein Mitarbeiter wird zufällig für ein Interview ausgewählt. <table> <tr> <td></td> <td>\(F\)</td> <td>\(\bar{F}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(B\)</td> <td></td> <td>80</td> <td>120</td> </tr> <tr> <td>\(\bar{B}\)</td> <td>50</td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td></td> <td></td> <td>200</td> </tr> </table> a) Vervollständige die Vierfeldertafel. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person (1) das Fahrrad nutzt, (2) weder die Bahn noch das Fahrrad nutzt, (3) die Bahn nutzt, wenn bekannt ist, dass sie das Fahrrad nutzt.

Denkanstöße

- Kannst du die fehlenden Felder in der Tabelle durch Addition oder Subtraktion der Zeilen- und Spaltenwerte finden? - Was bedeutet das Wort „wenn“ in der Aufgabenstellung für die Wahl der Grundmenge? - Achte darauf, ob nach einer gemeinsamen Wahrscheinlichkeit oder einer bedingten Wahrscheinlichkeit gefragt ist.

Lösung

1. Berechnung der fehlenden Werte in der Tabelle: \(n(F \cap B) = 120 - 80 = 40\); \(n(\bar{B}) = 200 - 120 = 80\); \(n(\bar{F} \cap \bar{B}) = 80 - 50 = 30\); \(n(F) = 40 + 50 = 90\); \(n(\bar{F}) = 80 + 30 = 110\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: (1) \(P(F) = \frac{n(F)}{N} = \frac{90}{200} = 0{,}45\). (2) \(P(\bar{B} \cap \bar{F}) = \frac{n(\bar{B} \cap \bar{F})}{N} = \frac{30}{200} = 0{,}15\). (3) Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(B|F) = \frac{n(B \cap F)}{n(F)} = \frac{40}{90} = \frac{4}{9} \approx 0{,}444\).

Antwort

a) Vollständige Tabelle: \(n(F \cap B) = 40\), \(n(\bar{F} \cap \bar{B}) = 30\), \(n(F) = 90\), \(n(\bar{F}) = 110\), \(n(\bar{B}) = 80\). b) (1) \(P(F) = 0{,}45\); (2) \(P(\bar{B} \cap \bar{F}) = 0{,}15\); (3) \(P(B|F) = \frac{4}{9} \approx 0{,}444\).
42287311
Ein Unternehmen befragt \(150\) Angestellte zu den von ihnen genutzten Smartphones und Mobilfunkverträgen. Davon nutzen \(40\,\%\) ein iPhone, während die übrigen ein Android-Gerät verwenden. Unter den Befragten gibt es doppelt so viele geschäftliche Mobilfunkverträge wie private Verträge. Von den Personen mit einem geschäftlichen Vertrag nutzen \(15\,\%\) ein iPhone. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person einen privaten Vertrag besitzt oder ein iPhone nutzt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Personen insgesamt in die jeweiligen Kategorien (Smartphonetyp, Vertragstyp) fallen. - Eine Vierfeldertafel kann helfen, die absoluten Häufigkeiten übersichtlich darzustellen. - Achte darauf, ob eine Angabe eine absolute Zahl, einen Anteil an der Gesamtheit oder einen Anteil an einer Untergruppe beschreibt. - Wenn nach „Ereignis A oder Ereignis B“ gefragt ist, denke an die Formel für die Vereinigung von Ereignissen.

Lösung

1. Berechnung der absoluten Häufigkeiten für die Smartphonetypen: \(n(\text{iPhone}) = 150 \cdot 0{,}4 = 60\), daraus folgt \(n(\text{Android}) = 90\). 2. Bestimmung der Vertragsanzahlen über ein Gleichungssystem: \(n(\text{geschäftlich}) + n(\text{privat}) = 150\) und \(n(\text{geschäftlich}) = 2n(\text{privat})\). Dies ergibt \(n(\text{privat}) = 50\) und \(n(\text{geschäftlich}) = 100\). 3. Ermittlung der Schnittmenge aus der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(n(\text{iPhone} \cap \text{geschäftlich}) = 100 \cdot 0{,}15 = 15\). 4. Berechnung der Schnittmenge für den privaten Vertrag: \(n(\text{iPhone} \cap \text{privat}) = n(\text{iPhone}) - n(\text{iPhone} \cap \text{geschäftlich}) = 60 - 15 = 45\). 5. Berechnung der gesuchten Wahrscheinlichkeit mit dem Additionssatz: \(P(\text{privat} \cup \text{iPhone}) = P(\text{privat}) + P(\text{iPhone}) - P(\text{privat} \cap \text{iPhone}) = \frac{50}{150} + \frac{60}{150} - \frac{45}{150} = \frac{65}{150} = \frac{13}{30}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{13}{30} \approx 43{,}3\,\%\).
42287911
In einer Jahrgangsstufe von 200 Jugendlichen besitzen \(60\,\%\) ein Tablet. 60 Jugendliche besitzen keinen Laptop. Zehn Prozent aller Jugendlichen dieser Stufe besitzen weder ein Tablet noch einen Laptop. Aus der Stufe wird eine Person zufällig ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Person einen Laptop besitzt, wenn bekannt ist, dass sie ein Tablet besitzt.

Denkanstöße

- Kannst du die Informationen in einer Vierfeldertafel übersichtlich darstellen? - Welche Gesamtzahl an Personen ergibt sich aus den Prozentangaben? - Was ist die Bedingung in dieser Aufgabe und wie schränkt sie die Grundmenge ein? - Wie hängen die Personen ohne Laptop mit der Gruppe zusammen, die weder Tablet noch Laptop hat?

Lösung

1. Bestimmung der absoluten Häufigkeiten: Gesamtzahl \(n = 200\). 2. Anzahl der Tablet-Besitzer: \(n(T) = 0{,}6 \cdot 200 = 120\). 3. Anzahl der Personen ohne Laptop: \(n(L^c) = 60\). 4. Anzahl der Personen ohne beide Geräte: \(n(T^c \cap L^c) = 0{,}1 \cdot 200 = 20\). 5. Berechnung der Anzahl der Personen mit Tablet, aber ohne Laptop: \(n(T \cap L^c) = n(L^c) - n(T^c \cap L^c) = 60 - 20 = 40\). 6. Berechnung der Anzahl der Personen mit beiden Geräten: \(n(T \cap L) = n(T) - n(T \cap L^c) = 120 - 40 = 80\). 7. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(P(L|T) = \frac{n(T \cap L)}{n(T)} = \frac{80}{120} = \frac{2}{3}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{2}{3} \approx 66{,}7\,\%\).
42288011
An einer Schule mit 500 Schülern belegen \(40\,\%\) den Kurs Musik. Von den Schülern, die den Kurs Musik nicht belegen, hat ein Viertel den Kurs Kunst gewählt. Insgesamt belegen 125 Schüler den Kurs Kunst. Eine Person wird zufällig ausgewählt. Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Person den Kurs Musik belegt, unter der Bedingung, dass sie den Kurs Kunst belegt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Schüler den Kurs Musik nicht belegen. - Wie viele dieser Nicht-Musik-Schüler sind im Kunstkurs? - Wenn du die Gesamtzahl der Kunst-Schüler kennst, wie findest du dann heraus, wie viele davon auch Musik belegen? - Was genau ist die Bedingung, die hier gegeben ist?

Lösung

1. Bestimmung der Grundwerte: Gesamtzahl \(n = 500\). 2. Anzahl der Musik-Schüler: \(n(M) = 0{,}4 \cdot 500 = 200\). 3. Anzahl der Schüler, die den Kurs Musik nicht belegen: \(n(M^c) = 500 - 200 = 300\). 4. Berechnung der Kunst-Schüler ohne Musik: \(n(K \cap M^c) = \frac{1}{4} \cdot 300 = 75\). 5. Gegebene Gesamtzahl der Kunst-Schüler: \(n(K) = 125\). 6. Berechnung der Schnittmenge (Musik und Kunst): \(n(K \cap M) = n(K) - n(K \cap M^c) = 125 - 75 = 50\). 7. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(P(M|K) = \frac{n(K \cap M)}{n(K)} = \frac{50}{125} = 0{,}4\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}4\) bzw. \(40\,\%\).
42289811
In einem Sportverein mit \(120\) Mitgliedern nutzen \(80\) Personen das Fitnessstudio (\(F\)) und \(50\) Personen das Schwimmbad (\(S\)). Es ist bekannt, dass \(30\) Mitglieder keines der beiden Angebote nutzen. a) Erstelle eine Vierfeldertafel mit den absoluten Häufigkeiten. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes Mitglied genau eines der beiden Angebote nutzt. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitglied, von dem man weiß, dass es das Schwimmbad nutzt, auch im Fitnessstudio angemeldet ist?

Denkanstöße

- Wie viele Personen nutzen insgesamt das Studio oder das Schwimmbad? - „Genau eines“ bedeutet: Entweder Studio ohne Schwimmen oder Schwimmen ohne Studio. Wo findest du diese Werte in der Tabelle? - Bei der letzten Teilaufgabe ändert sich die Bezugsgruppe. Du betrachtest nicht mehr alle Mitglieder, sondern nur noch einen Teil.

Lösung

1. Grundwerte: \(n = 120\), \(|F| = 80\), \(|S| = 50\), \(|\bar{F} \cap \bar{S}| = 30\). 2. Berechnung der Schnittmenge: \(|F \cup S| = 120 - 30 = 90\). Daraus folgt \(|F \cap S| = 80 + 50 - 90 = 40\). 3. Ausfüllen der Tabelle: - \(|F \cap \bar{S}| = 80 - 40 = 40\) - \(|\bar{F} \cap S| = 50 - 40 = 10\) 4. Genau ein Angebot nutzen: Summe aus „nur Fitness“ und „nur Schwimmen“: \(40 + 10 = 50\). Wahrscheinlichkeit: \(P = \frac{50}{120} = \frac{5}{12} \approx 41{,}67\,\%\). 5. Bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(F|S)\): Gesucht ist der Anteil derer, die beides nutzen, an der Gesamtzahl der Schwimmbadnutzer. \(P(F|S) = \frac{|F \cap S|}{|S|} = \frac{40}{50} = 0{,}8 = 80\,\%\).

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(S\)</td><td>\(\bar{S}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(F\)</td><td>\(40\)</td><td>\(40\)</td><td>\(80\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{F}\)</td><td>\(10\)</td><td>\(30\)</td><td>\(40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{5}{12} \approx 41{,}67\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(80\,\%\).
43093611
In einer Fabrik werden Bauteile an zwei Maschinen \(M_1\) und \(M_2\) hergestellt. Von \(4000\) untersuchten Bauteilen stammen \(2500\) von Maschine \(M_1\). Insgesamt wurden \(110\) defekte (\(D\)) Bauteile gefunden, wovon \(50\) an Maschine \(M_1\) produziert wurden. Alle anderen Bauteile sind einwandfrei (\(E\)). 1. Stelle die Daten in einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar. 2. Ermittle die Wahrscheinlichkeiten für ein zweistufiges Baumdiagramm, das zuerst nach der Maschine und dann nach der Qualität der Bauteile verzweigt. 3. Ein defektes Bauteil wird zufällig aus der Menge aller defekten Teile ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass es von Maschine \(M_1\) stammt.

Denkanstöße

- Beginne damit, alle im Text genannten Zahlen in die entsprechenden Felder der Vierfeldertafel einzutragen (Zellen oder Summen). - Nutze die Eigenschaft, dass sich die Einzelzellen zu den Randsummen addieren müssen, um die restlichen Felder zu füllen. - Überlege dir bei der bedingten Wahrscheinlichkeit genau, welche Gruppe die Grundgesamtheit bildet (die „Bedingung“). - Für das Baumdiagramm teilst du die Häufigkeit eines Ereignisses durch die Summe der zugehörigen Stufe.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel durch Verrechnung der absoluten Häufigkeiten: - \(n(M_1) = 2500\), daraus folgt \(n(M_2) = 4000 - 2500 = 1500\). - \(n(D) = 110\), daraus folgt \(n(E) = 4000 - 110 = 3890\). - \(n(M_1 \cap D) = 50\), daraus folgt \(n(M_1 \cap E) = 2500 - 50 = 2450\). - \(n(M_2 \cap D) = 110 - 50 = 60\), daraus folgt \(n(M_2 \cap E) = 1500 - 60 = 1440\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Baumdiagramm (Stufe 1: \(M_1, M_2\); Stufe 2: \(D, E\)): - \(P(M_1) = \frac{2500}{4000} = 0{,}625\); \(P(M_2) = \frac{1500}{4000} = 0{,}375\) - Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_{M_1}(D) = \frac{50}{2500} = 0{,}02\); \(P_{M_1}(E) = 0{,}98\); \(P_{M_2}(D) = \frac{60}{1500} = 0{,}04\); \(P_{M_2}(E) = 0{,}96\) 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P_D(M_1)\): - \(P_D(M_1) = \frac{n(M_1 \cap D)}{n(D)} = \frac{50}{110} = \frac{5}{11} \approx 0{,}4545\)

Antwort

1. Tabelle: \(M_1 \cap D = 50\), \(M_1 \cap E = 2450\), \(M_2 \cap D = 60\), \(M_2 \cap E = 1440\); Summen: \(M_1 = 2500\), \(M_2 = 1500\), \(D = 110\), \(E = 3890\), Gesamt = \(4000\). 2. Baumdiagramm: \(P(M_1) = 0{,}625\), \(P(M_2) = 0{,}375\); \(P_{M_1}(D) = 0{,}02\), \(P_{M_1}(E) = 0{,}98\); \(P_{M_2}(D) = 0{,}04\), \(P_{M_2}(E) = 0{,}96\). 3. Wahrscheinlichkeit: \(P_D(M_1) = \frac{5}{11} \approx 0{,}455\) (oder \(45{,}5\,\%\)).
43094911
In einer regionalen Marktstudie zur Mobilität wurden die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen analysiert. Dabei wurde zwischen Fahrzeugen mit Elektroantrieb (\(E\)) und solchen mit Verbrennungsmotor (\(\bar{E}\)) sowie zwischen gewerblicher Zulassung (\(G\)) und privater Zulassung (\(\bar{G}\)) unterschieden. Folgende Daten liegen vor: - \(20\,\%\) aller neu zugelassenen Fahrzeuge besitzen einen Elektroantrieb. - \(60\,\%\) aller Neuzulassungen entfallen auf gewerbliche Halter. - Unter den gewerblich zugelassenen Fahrzeugen haben \(25\,\%\) einen Elektroantrieb. 1. Erstelle eine vollständig ausgefüllte Vierfeldertafel mit den relativen Häufigkeiten. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein privat zugelassenes Fahrzeug einen Elektroantrieb besitzt. 3. Entscheide, welches der beiden möglichen Baumdiagramme (Start mit Merkmal \(E\) oder Start mit Merkmal \(G\)) besser geeignet ist, um die folgende Frage direkt zu beantworten: „Wie hoch ist der Anteil der gewerblichen Zulassungen an allen Elektrofahrzeugen?“ Begründe kurz.

Denkanstöße

- Überlege, wie du den Anteil der gewerblichen Elektroautos aus den gegebenen Prozentangaben berechnen kannst. - Denke daran, dass sich die Summen in der Vierfeldertafel immer zu 1 (oder \(100\,\%\)) ergänzen müssen. - Was bedeutet es für die Struktur eines Baumdiagramms, wenn eine Bedingung („unter den Elektrofahrzeugen“) vorgegeben ist? - Welche Information steht an den Ästen der zweiten Stufe eines Baumdiagramms?

Lösung

1. Berechnung der Schnittmengenwahrscheinlichkeit: \(P(G \cap E) = P(G) \cdot P(E|G) = 0{,}60 \cdot 0{,}25 = 0{,}15\). Daraus ergeben sich die weiteren Werte der Vierfeldertafel durch Differenzbildung und Ergänzung zur Gesamtsumme \(1\): \(P(G \cap \bar{E}) = P(G) - P(G \cap E) = 0{,}60 - 0{,}15 = 0{,}45\) \(P(\bar{G} \cap E) = P(E) - P(G \cap E) = 0{,}20 - 0{,}15 = 0{,}05\) \(P(\bar{G} \cap \bar{E}) = P(\bar{G}) - P(\bar{G} \cap E) = (1 - 0{,}60) - 0{,}05 = 0{,}35\) Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>\(E\)</td><td>\(\bar{E}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(G\)</td><td>\(0{,}15\)</td><td>\(0{,}45\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{G}\)</td><td>\(0{,}05\)</td><td>\(0{,}35\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}80\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table> 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(E|\bar{G}) = \frac{P(E \cap \bar{G})}{P(\bar{G})} = \frac{0{,}05}{0{,}40} = 0{,}125\). Dies entspricht \(12{,}5\,\%\). 3. Das Baumdiagramm, das mit dem Merkmal \(E\) beginnt, ist besser geeignet. Die gesuchte Größe ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(G|E)\). Diese kann in einem Baumdiagramm, in dem auf der ersten Stufe nach dem Antriebstyp (\(E\) und \(\bar{E}\)) verzweigt wird, direkt an der entsprechenden Pfadabzweigung der zweiten Stufe abgelesen werden.

Antwort

1. Die Tafel enthält die Werte: \(P(G \cap E) = 0{,}15\), \(P(G \cap \bar{E}) = 0{,}45\), \(P(\bar{G} \cap E) = 0{,}05\), \(P(\bar{G} \cap \bar{E}) = 0{,}35\). 2. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(12{,}5\,\%\). 3. Das Baumdiagramm mit dem Startmerkmal \(E\) ist geeignet, da \(P(G|E)\) dort ein direkter Parameter der zweiten Stufe ist.
43095011
In einer psychologischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen hohem Stressempfinden (\(S\)) und schlechter Schlafqualität (\(Q\)) bei Studierenden untersucht. Die Auswertung ergab: - \(40\,\%\) der Studierenden leiden unter hohem Stress. - Von den Studierenden mit hohem Stressempfinden berichten \(70\,\%\) über eine schlechte Schlafqualität. - Von den Studierenden, die kein hohes Stressempfinden haben, geben lediglich \(20\,\%\) eine schlechte Schlafqualität an. 1. Stelle die Informationen in einer Vierfeldertafel mit relativen Häufigkeiten dar. 2. Wie viel Prozent aller befragten Studierenden leiden insgesamt unter einer schlechten Schlafqualität? 3. Eine zufällig ausgewählte Person gibt an, schlecht zu schlafen. Mit welcher Wahrscheinlichkeit leidet diese Person unter hohem Stress?

Denkanstöße

- Beginne damit, die bedingten Wahrscheinlichkeiten aus dem Text in Schnittmengenwahrscheinlichkeiten für die inneren Felder der Tabelle umzurechnen. - Achte darauf, worauf sich die Prozentangaben beziehen – auf die Gesamtheit oder auf eine Teilgruppe? - Für die letzte Teilaufgabe musst du das Vorwissen über die schlechte Schlafqualität als Bedingung nutzen.

Lösung

1. Gegeben sind \(P(S) = 0{,}40\), \(P(Q|S) = 0{,}70\) und \(P(Q|\bar{S}) = 0{,}20\). Berechnung der Schnittmengen: \(P(S \cap Q) = P(S) \cdot P(Q|S) = 0{,}40 \cdot 0{,}70 = 0{,}28\) \(P(\bar{S} \cap Q) = P(\bar{S}) \cdot P(Q|\bar{S}) = 0{,}60 \cdot 0{,}20 = 0{,}12\) Vervollständigung der Vierfeldertafel: \(P(S \cap \bar{Q}) = P(S) - P(S \cap Q) = 0{,}40 - 0{,}28 = 0{,}12\) \(P(\bar{S} \cap \bar{Q}) = P(\bar{S}) - P(\bar{S} \cap Q) = 0{,}60 - 0{,}12 = 0{,}48\) <table> <tr><td></td><td>\(Q\)</td><td>\(\bar{Q}\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(0{,}28\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{S}\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}48\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}40\)</td><td>\(0{,}60\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table> 2. Die totale Wahrscheinlichkeit für schlechte Schlafqualität ist die Summe der Spalte \(Q\): \(P(Q) = 0{,}28 + 0{,}12 = 0{,}40\). Dies entspricht \(40\,\%\). 3. Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(S|Q)\). \(P(S|Q) = \frac{P(S \cap Q)}{P(Q)} = \frac{0{,}28}{0{,}40} = 0{,}7\). Dies entspricht \(70\,\%\).

Antwort

1. Die inneren Werte der Tabelle sind \(0{,}28\), \(0{,}12\) (für \(S\)) und \(0{,}12\), \(0{,}48\) (für \(\bar{S}\)). 2. Insgesamt leiden \(40\,\%\) der Studierenden unter schlechter Schlafqualität. 3. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(70\,\%\).
43744611
In einer Umfrage unter \(500\) Jugendlichen wurde untersucht, ob sie regelmäßig Sport treiben (\(S\)) oder nicht (\(\bar{S}\)) und ob sie ein Musikinstrument spielen (\(M\)) oder nicht (\(\bar{M}\)). Das folgende Baumdiagramm stellt die relativen Häufigkeiten der Ergebnisse dar. Erstelle aus diesen Angaben eine Vierfeldertafel, welche die absoluten Häufigkeiten der Jugendlichen wiedergibt.
Abbildung zur Aufgabe 437446

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele Jugendliche insgesamt Sport treiben und wie viele nicht. - Nutze die bedingten Wahrscheinlichkeiten aus der zweiten Stufe des Baums, um die Personenzahlen für die Kombinationen zu berechnen. - Denke daran, dass die Summe aller Einzelfelder in der Tabelle die Gesamtzahl der befragten Jugendlichen ergeben muss. - Die Randsummen der Tabelle erhältst du durch Addieren der Zeilen bzw. Spalten.

Lösung

1. Berechnung der absoluten Häufigkeiten für die erste Stufe (\(S\) und \(\bar{S}\)): \(n(S) = 500 \cdot 0{,}65 = 325\) \(n(\bar{S}) = 500 \cdot 0{,}35 = 175\) 2. Berechnung der gemeinsamen absoluten Häufigkeiten (Schnittmengen): \(n(S \cap M) = 325 \cdot 0{,}2 = 65\) \(n(S \cap \bar{M}) = 325 \cdot 0{,}8 = 260\) \(n(\bar{S} \cap M) = 175 \cdot 0{,}4 = 70\) \(n(\bar{S} \cap \bar{M}) = 175 \cdot 0{,}6 = 105\) 3. Berechnung der Randsummen für \(M\) und \(\bar{M}\): \(n(M) = 65 + 70 = 135\) \(n(\bar{M}) = 260 + 105 = 365\) 4. Zusammenfassung in der Vierfeldertafel: <table> <tr> <td></td> <td>\(M\)</td> <td>\(\bar{M}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(S\)</td> <td>65</td> <td>260</td> <td>325</td> </tr> <tr> <td>\(\bar{S}\)</td> <td>70</td> <td>105</td> <td>175</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>135</td> <td>365</td> <td>500</td> </tr> </table>

Antwort

Die Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten lautet: <table> <tr> <td></td> <td>\(M\)</td> <td>\(\bar{M}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(S\)</td> <td>65</td> <td>260</td> <td>325</td> </tr> <tr> <td>\(\bar{S}\)</td> <td>70</td> <td>105</td> <td>175</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>135</td> <td>365</td> <td>500</td> </tr> </table>
43744811
In einem Elektronikfachgeschäft werden Akkus von zwei verschiedenen Herstellern verkauft. Das untenstehende Baumdiagramm zeigt die Anteile der Hersteller \(M_1\) und \(M_2\) am Gesamtsortiment sowie die jeweilige Wahrscheinlichkeit für einen Defekt (\(D\)) oder einen intakten Zustand (\(I\)) innerhalb der Garantiezeit. a) Formuliere einen kurzen Bericht für die Qualitätssicherung des Geschäfts, der die wesentlichen Informationen aus dem Baumdiagramm in Textform zusammenfasst. b) Erstelle die zugehörige Vierfeldertafel für die Wahrscheinlichkeiten aller kombinierten Ereignisse.
Abbildung zur Aufgabe 437448

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines ganzen Pfades von der Wurzel bis zum Blatt? - Welche Wahrscheinlichkeiten stehen in den inneren Feldern einer Vierfeldertafel? - Achte darauf, dass die Summe der Zeilen- und Spaltenwerte jeweils die Randwahrscheinlichkeiten ergeben muss.

Lösung

1. Beispielbericht: Das Sortiment besteht zu \(45\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_1\) und zu \(55\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_2\). Bei \(M_1\) sind \(4\,\%\) der Akkus defekt, bei \(M_2\) sind es \(6\,\%\). 2. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten (Schnittmengen): - \(P(M_1 \cap D) = 0{,}45 \cdot 0{,}04 = 0{,}018\) - \(P(M_1 \cap I) = 0{,}45 \cdot 0{,}96 = 0{,}432\) - \(P(M_2 \cap D) = 0{,}55 \cdot 0{,}06 = 0{,}033\) - \(P(M_2 \cap I) = 0{,}55 \cdot 0{,}94 = 0{,}517\) 3. Berechnung der Randwahrscheinlichkeiten für den Defektzustand: - \(P(D) = 0{,}018 + 0{,}033 = 0{,}051\) - \(P(I) = 0{,}432 + 0{,}517 = 0{,}949\) 4. Die Vierfeldertafel lautet: <table> <tr><th></th><th>\(D\)</th><th>\(I\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>\(M_1\)</th><td>\(0{,}018\)</td><td>\(0{,}432\)</td><td>\(0{,}45\)</td></tr> <tr><th>\(M_2\)</th><td>\(0{,}033\)</td><td>\(0{,}517\)</td><td>\(0{,}55\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(0{,}051\)</td><td>\(0{,}949\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table>

Antwort

a) Beispielbericht: „Das Sortiment besteht zu \(45\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_1\) und zu \(55\,\%\) von Hersteller \(M_2\). Während bei \(M_1\) nur \(4\,\%\) der Akkus defekt sind, liegt die Defektrate bei \(M_2\) mit \(6\,\%\) etwas höher.“ b) Die Vierfeldertafel enthält die Werte \(P(M_1 \cap D) = 0{,}018\), \(P(M_1 \cap I) = 0{,}432\), \(P(M_2 \cap D) = 0{,}033\) und \(P(M_2 \cap I) = 0{,}517\). Die Randwahrscheinlichkeiten sind \(P(D) = 0{,}051\) und \(P(I) = 0{,}949\).
43748711
In einer Stadtbibliothek wurde eine Umfrage zur Nutzung von E-Books durchgeführt. Das Baumdiagramm zeigt die Verteilung der befragten Personen nach Altersgruppen (Jung: \(J\), Alt: \(A\)) und deren E-Book-Nutzung (Nutzer: \(E\), Nicht-Nutzer: \(\bar{E}\)). a) Übertrage die Informationen aus dem Baumdiagramm in eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten, wenn man von insgesamt \(1000\) befragten Personen ausgeht. b) Berechne die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_E(J)\) und interpretiere sie im Sachkontext. c) Überprüfe rechnerisch mithilfe der Wahrscheinlichkeiten, ob die Merkmale „Alter“ und „E-Book-Nutzung“ stochastisch unabhängig voneinander sind.
Abbildung zur Aufgabe 437487

Denkanstöße

- Berechne zuerst die Pfadwahrscheinlichkeiten (Schnittmengen), um die Felder der Tafel zu füllen. - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten mit der Gesamtzahl \(1000\), um auf die absoluten Häufigkeiten zu kommen. - Achte bei der bedingten Wahrscheinlichkeit darauf, was die Bedingung ist und was die gesuchte Eigenschaft. - Zwei Ereignisse sind unabhängig, wenn die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten beider Ereignisse gleich dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten ist.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel mit \(N = 1000\): - \(n(J) = 0{,}4 \cdot 1000 = 400\) - \(n(A) = 0{,}6 \cdot 1000 = 600\) - \(n(J \cap E) = 400 \cdot 0{,}75 = 300\) - \(n(J \cap \bar{E}) = 400 \cdot 0{,}25 = 100\) - \(n(A \cap E) = 600 \cdot 0{,}30 = 180\) - \(n(A \cap \bar{E}) = 600 \cdot 0{,}70 = 420\) - Summen: \(n(E) = 300 + 180 = 480\); \(n(\bar{E}) = 100 + 420 = 520\). 2. Berechnung von \(P_E(J)\): \(P_E(J) = \frac{n(J \cap E)}{n(E)} = \frac{300}{480} = 0{,}625\). Interpretation: Unter den E-Book-Nutzern beträgt der Anteil der jungen Personen \(62{,}5\,\%\). 3. Prüfung auf stochastische Unabhängigkeit: Es muss gelten: \(P(J \cap E) = P(J) \cdot P(E)\). - \(P(J \cap E) = 0{,}3\) (aus Baumdiagramm: \(0{,}4 \cdot 0{,}75\)) - \(P(J) \cdot P(E) = 0{,}4 \cdot 0{,}48 = 0{,}192\) Da \(0{,}3 \neq 0{,}192\), sind die Ereignisse stochastisch abhängig.

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><th></th><th>\(E\)</th><th>\(\bar{E}\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>\(J\)</th><td>300</td><td>100</td><td>400</td></tr> <tr><th>\(A\)</th><td>180</td><td>420</td><td>600</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>480</td><td>520</td><td>1000</td></tr> </table> b) \(P_E(J) = 0{,}625\). Dies bedeutet, dass \(62{,}5\,\%\) der E-Book-Nutzer zur Gruppe „Jung“ gehören. c) Die Merkmale sind stochastisch abhängig, da \(P(J \cap E) = 0{,}3\) ungleich \(P(J) \cdot P(E) = 0{,}192\) ist.
43758211
Von 1200 befragten Personen fahren 450 regelmäßig Fahrrad. 360 der Radfahrenden und 150 der übrigen Personen tragen meist einen Helm. Ergänze die fehlenden Endhäufigkeiten und bestimme \(P(\text{Fahrrad}\mid\text{Helm})\).
Abbildung zur Aufgabe 437582

Denkanstöße

- Ergänze jede Gruppe so, dass ihre Endknoten wieder die Gruppengröße ergeben. - Fasse danach alle Personen mit Helm zu einer neuen Bezugsgruppe zusammen.

Lösung

1. Kein Fahrrad: \(1200-450=750\). 2. Fahrrad ohne Helm: \(450-360=90\); kein Fahrrad ohne Helm: \(750-150=600\). 3. Helm insgesamt: \(360+150=510\). 4. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(360:510=\frac{12}{17}\approx 0{,}7059\).

Antwort

Fehlende Häufigkeiten: 90 und 600; \(P(\text{Fahrrad}\mid\text{Helm})=\frac{12}{17}\approx 70{,}6\,\%\).
41475911
Ein Unternehmen stellt USB-Sticks in zwei Farben her: Silber (\(S\)) und Schwarz (\(B\)). Ein Teil der Sticks ist fehlerhaft (\(D\)). \(70\,\%\) der Sticks sind silber. Von den silbernen Sticks sind \(5\,\%\) fehlerhaft. Insgesamt sind \(4{,}4\,\%\) aller produzierten Sticks fehlerhaft. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel der Wahrscheinlichkeiten für die Merkmale Farbe (\(S\)/\(B\)) und Zustand (\(D\)/\(\bar{D}\)). b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein fehlerhafter Stick schwarz ist?

Denkanstöße

- Beginne damit, alle direkt gegebenen Wahrscheinlichkeiten in eine Tabelle einzutragen. - Wie kannst du die fehlenden Felder in der Tabelle durch Addition oder Subtraktion berechnen? - Was ist der Unterschied zwischen „ein schwarzer Stick ist fehlerhaft“ und „ein fehlerhafter Stick ist schwarz“?

Lösung

1. Gegebene Werte: \(P(S) = 0{,}7\), \(P(D|S) = 0{,}05\), \(P(D) = 0{,}044\). 2. Berechnung der Schnittwahrscheinlichkeit \(P(D \cap S) = P(D|S) \cdot P(S) = 0{,}05 \cdot 0{,}7 = 0{,}035\). 3. Ausfüllen der Vierfeldertafel: - \(P(B) = 1 - P(S) = 0{,}3\) - \(P(D \cap B) = P(D) - P(D \cap S) = 0{,}044 - 0{,}035 = 0{,}009\) - \(P(\bar{D} \cap S) = P(S) - P(D \cap S) = 0{,}7 - 0{,}035 = 0{,}665\) - \(P(\bar{D} \cap B) = P(B) - P(D \cap B) = 0{,}3 - 0{,}009 = 0{,}291\) - \(P(\bar{D}) = 1 - P(D) = 0{,}956\) 4. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(B|D) = \frac{P(D \cap B)}{P(D)} = \frac{0{,}009}{0{,}044} = \frac{9}{44} \approx 0{,}2045\).

Antwort

a) Die Vierfeldertafel lautet: <table> <tr><td></td><td>\(D\)</td><td>\(\bar{D}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(0{,}035\)</td><td>\(0{,}665\)</td><td>\(0{,}7\)</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}009\)</td><td>\(0{,}291\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}044\)</td><td>\(0{,}956\)</td><td>\(1{,}0\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{9}{44} \approx 20{,}45\,\%\).
42209711
In einem Chor singen \(40\) Personen. Es wird zwischen hohen Stimmen (\(H\): Sopran und Alt) und tiefen Stimmen (\(T\): Tenor und Bass) unterschieden. Zudem gibt es Profis (\(P\)) und Amateure (\(A\)). Drei Chormitglieder machen folgende Beobachtungen: Lukas: „Die meisten Profis singen in den tiefen Stimmen.“ Julia: „Die Mehrheit der Sänger in den hohen Stimmen sind Amateure.“ Moritz: „Unter den Sängern in den tiefen Stimmen sind die meisten Profis.“ a) Drücke die Beobachtungen von Lukas, Julia und Moritz mithilfe bedingter Wahrscheinlichkeiten in Form von Ungleichungen aus. b) Erstelle eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten für die \(40\) Personen, die zeigt, dass alle drei Aussagen gleichzeitig wahr sein können. Überprüfe deine Werte anhand der Ungleichungen aus Teilaufgabe a). c) Berechne für deine gewählten Werte die Wahrscheinlichkeit, dass (1) ein zufällig ausgewählter Profi in einer hohen Stimme singt, (2) ein zufällig ausgewählter Sänger der tiefen Stimmen ein Amateur ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet „die meisten“ mathematisch im Hinblick auf den Anteil an einer Teilgruppe? - Achte darauf, welche Gruppe jeweils die Grundgesamtheit für die Bedingung bildet. - Probiere für die Tabelle zuerst kleine Werte für die Schnittmengen aus und prüfe, ob die Summen die Bedingungen erfüllen. - Die Summe aller vier inneren Felder muss genau der Gesamtzahl der Personen entsprechen.

Lösung

1. Übersetzung der Aussagen in bedingte Wahrscheinlichkeiten: Lukas fordert \(P(T|P) > 0{,}5\), Julia fordert \(P(A|H) > 0{,}5\) und Moritz fordert \(P(P|T) > 0{,}5\). 2. Konstruktion der Vierfeldertafel: Mit den Werten \(n(H \cap P) = 5\), \(n(H \cap A) = 15\), \(n(T \cap P) = 12\) und \(n(T \cap A) = 8\) ergibt sich eine Gesamtzahl von \(40\). 3. Überprüfung der Bedingungen: Lukas: \(P(T|P) = \frac{12}{17} \approx 0{,}706 > 0{,}5\) (erfüllt). Julia: \(P(A|H) = \frac{15}{20} = 0{,}75 > 0{,}5\) (erfüllt). Moritz: \(P(P|T) = \frac{12}{20} = 0{,}6 > 0{,}5\) (erfüllt). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten in c): (1) \(P(H|P) = \frac{n(H \cap P)}{n(P)} = \frac{5}{17} \approx 0{,}294\). (2) \(P(A|T) = \frac{n(T \cap A)}{n(T)} = \frac{8}{20} = 0{,}4\).

Antwort

a) Lukas: \(P(T|P) > 0{,}5\); Julia: \(P(A|H) > 0{,}5\); Moritz: \(P(P|T) > 0{,}5\). b) Eine mögliche Vierfeldertafel ist: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(P\)</td><td>\(A\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(H\)</td><td>5</td><td>15</td><td>20</td></tr> <tr><td>\(T\)</td><td>12</td><td>8</td><td>20</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>17</td><td>23</td><td>40</td></tr> </table> c) (1) \(P(H|P) = \frac{5}{17} \approx 0{,}294\); (2) \(P(A|T) = \frac{8}{20} = 0{,}4\).
42210811
Zwei Ereignisse \(A\) und \(B\) sind stochastisch unabhängig. Es sind die Wahrscheinlichkeiten \(P(A \cap B) = 0{,}12\) und \(P(A \cup B) = 0{,}68\) bekannt. Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel für diese beiden Ereignisse. Hinweis: Es gibt zwei mathematisch mögliche Lösungen für die Randwahrscheinlichkeiten; gib eine davon an.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Additionsregel für die Wahrscheinlichkeit der Vereinigung zweier Ereignisse. - Was bedeutet die stochastische Unabhängigkeit für das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten? - Du erhältst ein System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten für die Randwahrscheinlichkeiten. - Überlege dir, wie man aus der Summe und dem Produkt zweier Zahlen diese Zahlen bestimmen kann.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für die Vereinigung: \(P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B)\). 2. Einsetzen der Werte: \(0{,}68 = P(A) + P(B) - 0{,}12 \implies P(A) + P(B) = 0{,}80\). 3. Anwendung der Unabhängigkeitsbedingung: \(P(A \cap B) = P(A) \cdot P(B) = 0{,}12\). 4. Lösung des Gleichungssystems \(x + y = 0{,}8\) und \(x \cdot y = 0{,}12\). Dies führt zur quadratischen Gleichung \(x^2 - 0{,}8x + 0{,}12 = 0\) mit den Lösungen \(x_1 = 0{,}6\) und \(x_2 = 0{,}2\). 5. Festlegen der Randwahrscheinlichkeiten (z. B. \(P(A) = 0{,}6\) und \(P(B) = 0{,}2\)) und Berechnung der inneren Felder: \(P(A \cap \overline{B}) = 0{,}6 - 0{,}12 = 0{,}48\); \(P(\overline{A} \cap B) = 0{,}2 - 0{,}12 = 0{,}08\); \(P(\overline{A} \cap \overline{B}) = 0{,}4 \cdot 0{,}8 = 0{,}32\).

Antwort

Eine mögliche Vierfeldertafel ist: <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(0{,}12\)</td> <td>\(0{,}48\)</td> <td>\(0{,}60\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td>\(0{,}08\)</td> <td>\(0{,}32\)</td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(0{,}20\)</td> <td>\(0{,}80\)</td> <td>\(1\)</td> </tr> </table> (Alternativ können die Werte für \(A\) und \(B\) vertauscht sein.)
42214011
An einer Schule mit 250 Schülern wurde eine Umfrage zum Thema Ernährung durchgeführt. \(40\,\%\) der Schüler gaben an, sich vegetarisch (\(V\)) zu ernähren. Von diesen vegetarisch lebenden Schülern trinken \(60\,\%\) regelmäßig Milch (\(M\)). Insgesamt gibt es an der Schule 160 Schüler, die regelmäßig Milch trinken. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit den absoluten Häufigkeiten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Schüler (1) kein Vegetarier ist und keine Milch trinkt, (2) Vegetarier ist, unter der Bedingung, dass er Milch trinkt, (3) keine Milch trinkt, wenn bekannt ist, dass er kein Vegetarier ist.

Denkanstöße

- Beginne damit, die Prozentangaben in absolute Schülerzahlen umzurechnen. - Wie viele Schüler sind insgesamt Vegetarier und wie viele davon trinken Milch? Nutze dies als Startpunkt für deine Tabelle. - Überlege bei den bedingten Wahrscheinlichkeiten genau, welche Teilgruppe die neue Grundgesamtheit bildet. - „Kein Vegetarier“ entspricht dem Ereignis \(\bar{V}\).

Lösung

1. Bestimmung der absoluten Häufigkeiten: \(n(V) = 0{,}4 \cdot 250 = 100\); daraus folgt \(n(\bar{V}) = 150\). 2. Bestimmung der Schnittmengen: \(n(V \cap M) = 0{,}6 \cdot 100 = 60\). Mit \(n(M) = 160\) ergibt sich \(n(\bar{V} \cap M) = 160 - 60 = 100\). 3. Restliche Felder: \(n(V \cap \bar{M}) = 100 - 60 = 40\); \(n(\bar{V} \cap \bar{M}) = 150 - 100 = 50\); \(n(\bar{M}) = 40 + 50 = 90\). 4. Wahrscheinlichkeiten: (1) \(P(\bar{V} \cap \bar{M}) = \frac{50}{250} = 0{,}2\). (2) \(P(V|M) = \frac{n(V \cap M)}{n(M)} = \frac{60}{160} = 0{,}375\). (3) \(P(\bar{M}|\bar{V}) = \frac{n(\bar{M} \cap \bar{V})}{n(\bar{V})} = \frac{50}{150} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\).

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\bar{M}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(V\)</td><td>\(60\)</td><td>\(40\)</td><td>\(100\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{V}\)</td><td>\(100\)</td><td>\(50\)</td><td>\(150\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(160\)</td><td>\(90\)</td><td>\(250\)</td></tr> </table> b) (1) \(P(\bar{V} \cap \bar{M}) = 0{,}2\); (2) \(P(V|M) = 0{,}375\); (3) \(P(\bar{M}|\bar{V}) = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\).
42287411
In einem Sportverein mit \(120\) Mitgliedern sind \(60\,\%\) Jugendliche und der Rest Erwachsene. Im Verein spielen insgesamt \(20\) Personen mehr Tennis als Hockey. Jedes Mitglied entscheidet sich für genau eine dieser beiden Sportarten. Bekannt ist zudem, dass genau ein Viertel der Jugendlichen Hockey spielt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes Mitglied ein Erwachsener ist, unter der Bedingung, dass es Tennis spielt.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Gesamtzahl der Personen in den vier Kategorien der Felder. - Formuliere für die Information über die Sportarten eine kleine Gleichung, um die Summenwerte zu erhalten. - Erstelle eine Vierfeldertafel, um die fehlenden Werte schrittweise zu berechnen. - Achte bei der finalen Frage genau darauf, welche Gruppe die Grundmenge für die Wahrscheinlichkeit bildet (die Bedingung).

Lösung

1. Berechnung der Altersgruppen: \(n(\text{Jugendliche}) = 120 \cdot 0{,}6 = 72\), folglich \(n(\text{Erwachsene}) = 120 - 72 = 48\). 2. Berechnung der Sportartenverteilung: Sei \(x\) die Anzahl der Hockeyspieler, dann gilt \(x + (x + 20) = 120 \implies 2x = 100 \implies x = 50\). Es gibt also \(n(\text{Hockey}) = 50\) und \(n(\text{Tennis}) = 70\). 3. Bestimmung der Hockeyspieler unter den Jugendlichen: \(n(\text{Hockey} \cap \text{Jugendliche}) = 72 \cdot 0{,}25 = 18\). 4. Bestimmung der Tennisspieler unter den Jugendlichen: \(n(\text{Tennis} \cap \text{Jugendliche}) = 72 - 18 = 54\). 5. Berechnung der Tennis spielenden Erwachsenen: \(n(\text{Tennis} \cap \text{Erwachsene}) = n(\text{Tennis}) - n(\text{Tennis} \cap \text{Jugendliche}) = 70 - 54 = 16\). 6. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(P(\text{Erwachsener}|\text{Tennis}) = \frac{n(\text{Erwachsene} \cap \text{Tennis})}{n(\text{Tennis})} = \frac{16}{70} = \frac{8}{35}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{8}{35} \approx 22{,}9\,\%\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.