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Baumdiagramme

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Ein Bogenschütze trifft das Zentrum der Zielscheibe bei jedem Schuss mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er gibt drei Schüsse ab. Die einzelnen Schüsse werden als voneinander unabhängig angesehen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: (1) Er trifft bei keinem der drei Schüsse das Zentrum. (2) Er trifft genau zweimal das Zentrum. (3) Er erzielt mindestens einen Treffer im Zentrum.

Denkanstöße

- Bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer bei jedem Schuss gleich? - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei drei Schüssen genau zwei Treffer zu erzielen? - Welches Ereignis tritt ein, wenn „mindestens ein Treffer“ nicht erfüllt ist? - Nutze die Pfadregeln für ein Baumdiagramm mit den Wahrscheinlichkeiten \(0{,}6\) und \(0{,}4\).

Lösung

1. Da die Schüsse unabhängig sind, bleibt die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}6\) und die Fehlwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}4\) konstant. 2. Für Fall (1) müssen drei Fehlwürfe (NNN) nacheinander eintreten: \(P(\text{kein Treffer}) = 0{,}4 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}4 = 0{,}064\). 3. Für Fall (2) gibt es drei Pfade (TTN, TNT, NTT). Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades ist \(0{,}6^2 \cdot 0{,}4 = 0{,}144\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit beträgt \(3 \cdot 0{,}144 = 0{,}432\). 4. Fall (3) berechnet sich über das Gegenereignis zu (1): \(P(\text{mind. ein Treffer}) = 1 - P(\text{kein Treffer}) = 1 - 0{,}064 = 0{,}936\).

Antwort

(1) \(P = 0{,}064\) (2) \(P = 0{,}432\) (3) \(P = 0{,}936\)
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In einem Beutel befinden sich \(12\) Lose, davon sind \(8\) Nieten und \(4\) Gewinnlose. Es werden nacheinander drei Lose ohne Zurücklegen gezogen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei Nieten gezogen werden. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens ein Gewinnlos gezogen wird.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele verschiedene Reihenfolgen es für das Ereignis „genau zwei Nieten“ gibt. - Beim Ziehen ohne Zurücklegen verringert sich bei jedem Schritt sowohl die Anzahl der passenden Lose als auch die Gesamtzahl im Beutel. - Kann man die Wahrscheinlichkeit für „mindestens ein Gewinnlos“ einfacher berechnen, indem man das Gegenteil betrachtet?

Lösung

1. Für genau zwei Nieten gibt es die Pfade \((\text{N}, \text{N}, \text{G})\), \((\text{N}, \text{G}, \text{N})\) und \((\text{G}, \text{N}, \text{N})\). Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades (z. B. \(P(\text{N}, \text{N}, \text{G})\)) berechnet sich zu \(\frac{8}{12} \cdot \frac{7}{11} \cdot \frac{4}{10} = \frac{224}{1320}\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist \(3 \cdot \frac{224}{1320} = \frac{672}{1320} = \frac{28}{55} \approx 0{,}5091\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens ein Gewinnlos lässt sich über das Gegenereignis „kein Gewinnlos“ (nur Nieten) bestimmen: \(P(\text{mind. 1 G}) = 1 - P(\text{N}, \text{N}, \text{N})\). Mit \(P(\text{N}, \text{N}, \text{N}) = \frac{8}{12} \cdot \frac{7}{11} \cdot \frac{6}{10} = \frac{336}{1320} = \frac{14}{55}\) ergibt sich \(1 - \frac{14}{55} = \frac{41}{55} \approx 0{,}7455\).

Antwort

a) \(P(\text{genau zwei Nieten}) = \frac{28}{55} \approx 50{,}9\,\%\) b) \(P(\text{mindestens ein Gewinnlos}) = \frac{41}{55} \approx 74{,}5\,\%\)
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In einer Arbeitsgruppe befinden sich 6 Frauen und 4 Männer. Für eine Präsentation werden nacheinander drei Personen zufällig ausgewählt, wobei jede Person nur einmal gewählt werden kann. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Es werden nur Männer ausgewählt. (2) Es werden genau zwei Frauen ausgewählt. (3) Es wird mindestens eine Frau ausgewählt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich die Anzahl der verfügbaren Personen nach jeder Auswahl verändert. - Ein Baumdiagramm kann helfen, die verschiedenen Pfade für genau zwei Frauen zu finden. - Bei „mindestens“-Aufgaben ist es oft einfacher, die Wahrscheinlichkeit des Gegenteils zu berechnen. - Achte darauf, ob die Reihenfolge der Auswahl für das Endergebnis eine Rolle spielt oder ob verschiedene Reihenfolgen zum selben Ereignis führen.

Lösung

1. Es handelt sich um ein Experiment ohne Zurücklegen mit insgesamt 10 Personen (6 Frauen, 4 Männer). 2. Für Ereignis (1) (MMM) ergibt sich nach der ersten Pfadregel: \(P(\text{nur Männer}) = \frac{4}{10} \cdot \frac{3}{9} \cdot \frac{2}{8} = \frac{24}{720} = \frac{1}{30}\). 3. Für Ereignis (2) gibt es drei mögliche Pfade (FFM, FMF, MFF). Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{10} \cdot \frac{5}{9} \cdot \frac{4}{8} = \frac{120}{720} = \frac{1}{6}\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist \(3 \cdot \frac{1}{6} = \frac{1}{2} = 0{,}5\). 4. Für Ereignis (3) nutzt man das Gegenereignis zu (1): \(P(\text{mind. eine Frau}) = 1 - P(\text{nur Männer}) = 1 - \frac{1}{30} = \frac{29}{30}\).

Antwort

(1) \(P = \frac{1}{30} \approx 0{,}033\) (2) \(P = \frac{1}{2} = 0{,}5\) (3) \(P = \frac{29}{30} \approx 0{,}967\)
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Ein Obstkorb enthält \(15\) Früchte: \(9\) Äpfel und \(6\) Birnen. Jemand entnimmt nacheinander drei Früchte ohne Zurücklegen. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird die Sequenz Birne – Apfel – Birne gezogen? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Birne entnommen wird. c) Angenommen, die erste entnommene Frucht war ein Apfel. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch die zweite und dritte Frucht Äpfel sind?

Denkanstöße

- Achte bei Teilaufgabe a) darauf, dass eine ganz bestimmte Reihenfolge verlangt ist. - Denke bei „mindestens eine“ wieder an das Gegenereignis. - Bei der bedingten Wahrscheinlichkeit in Teil c) hat das erste Ereignis bereits stattgefunden. Wie viele Äpfel und wie viele Früchte sind dann noch im Korb?

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit für die feste Reihenfolge \((\text{B}, \text{A}, \text{B})\) wird mit der Pfadmultiplikationsregel berechnet: \(P(\text{B}, \text{A}, \text{B}) = \frac{6}{15} \cdot \frac{9}{14} \cdot \frac{5}{13} = \frac{270}{2730} = \frac{9}{91} \approx 0{,}0989\). 2. Das Ereignis „mindestens eine Birne“ ist das Gegenereignis zu „nur Äpfel“: \(P(\text{A}, \text{A}, \text{A}) = \frac{9}{15} \cdot \frac{8}{14} \cdot \frac{7}{13} = \frac{504}{2730} = \frac{12}{65}\). Damit ist \(P(\text{mind. 1 B}) = 1 - \frac{12}{65} = \frac{53}{65} \approx 0{,}8154\). 3. Für die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(\text{2. A und 3. A}|\text{1. A})\) betrachtet man den Zustand nach dem ersten Apfel: Es verbleiben \(14\) Früchte, davon \(8\) Äpfel und \(6\) Birnen. Die Wahrscheinlichkeit, daraus zwei weitere Äpfel zu ziehen, ist \(\frac{8}{14} \cdot \frac{7}{13} = \frac{56}{182} = \frac{4}{13} \approx 0{,}3077\).

Antwort

a) \(P(\text{B, A, B}) = \frac{9}{91} \approx 9{,}89\,\%\) b) \(P(\text{mindestens eine Birne}) = \frac{53}{65} \approx 81{,}54\,\%\) c) \(P(\text{2. A, 3. A}|\text{1. A}) = \frac{4}{13} \approx 30{,}77\,\%\)

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