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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Umkehrung von Baumdiagrammen

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43093511
Eine Marktforschungsagentur befragte \(2000\) Personen zu ihrer Nutzung eines Streaming-Dienstes. Dabei wurden zwei Altersgruppen unterschieden: „unter 30 Jahre“ (\(A\)) und „ab 30 Jahre“ (\(B\)). Ein Teil der Daten ist bereits in der folgenden Vierfeldertafel eingetragen: <table> <tr> <th colspan="2">Nutzungsverhalten</th> <th colspan="2">Nutzung</th> <th rowspan="2">Gesamt</th> </tr> <tr> <th colspan="2"></th> <th>regelmäßig (\(R\))</th> <th>selten/nie (\(S\))</th> </tr> <tr> <td rowspan="2">Altersgruppe</td> <td>unter 30 (\(A\))</td> <td>900</td> <td></td> <td>1200</td> </tr> <tr> <td>ab 30 (\(B\))</td> <td></td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td colspan="2">Gesamt</td> <td>1300</td> <td></td> <td>2000</td> </tr> </table> 1. Ergänze die fehlenden Häufigkeiten in der Tabelle. 2. Bestimme die Zweigwahrscheinlichkeiten für ein Baumdiagramm, bei dem auf der 1. Stufe das Merkmal „Altersgruppe“ betrachtet wird. 3. Bestimme die Zweigwahrscheinlichkeiten für ein Baumdiagramm, bei dem auf der 1. Stufe das Merkmal „Nutzung“ betrachtet wird.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie du die Zeilen- und Spaltensummen nutzt, um die leeren Felder in der Tabelle zu berechnen. - Die Wahrscheinlichkeiten an der ersten Stufe des Baumdiagramms entsprechen den Randwahrscheinlichkeiten aus der Tabelle (die Gesamtsummen der Merkmale). - Die Wahrscheinlichkeiten an der zweiten Stufe sind bedingte Wahrscheinlichkeiten. Sie beziehen sich immer auf die Teilmenge, die durch den ersten Ast festgelegt wurde. - Achte darauf, dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten an jedem Verzweigungspunkt immer 1 ergeben muss.

Lösung

1. Berechnung der fehlenden Tabellenwerte durch Differenzbildung und Summation: - \(n(A \cap S) = 1200 - 900 = 300\) - \(n(B \cap R) = 1300 - 900 = 400\) - \(n(B) = 2000 - 1200 = 800\) - \(n(B \cap S) = 800 - 400 = 400\) - \(n(S) = 300 + 400 = 700\) (oder \(2000 - 1300\)) 2. Baumdiagramm nach Altersgruppe (Stufe 1: \(A, B\); Stufe 2: \(R, S\)): - \(P(A) = \frac{1200}{2000} = 0{,}6\); \(P(B) = \frac{800}{2000} = 0{,}4\) - Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_A(R) = \frac{900}{1200} = 0{,}75\); \(P_A(S) = \frac{300}{1200} = 0{,}25\); \(P_B(R) = \frac{400}{800} = 0{,}5\); \(P_B(S) = \frac{400}{800} = 0{,}5\) 3. Baumdiagramm nach Nutzung (Stufe 1: \(R, S\); Stufe 2: \(A, B\)): - \(P(R) = \frac{1300}{2000} = 0{,}65\); \(P(S) = \frac{700}{2000} = 0{,}35\) - Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_R(A) = \frac{900}{1300} = \frac{9}{13}\); \(P_R(B) = \frac{400}{1300} = \frac{4}{13}\); \(P_S(A) = \frac{300}{700} = \frac{3}{7}\); \(P_S(B) = \frac{400}{700} = \frac{4}{7}\)

Antwort

1. Fehlende Werte: \(n(A \cap S) = 300\), \(n(B \cap R) = 400\), \(n(B \cap S) = 400\), \(n(B) = 800\), \(n(S) = 700\). 2. Baum 1 (Altersgruppe): \(P(A) = 0{,}6\); \(P(B) = 0{,}4\); \(P_A(R) = 0{,}75\); \(P_A(S) = 0{,}25\); \(P_B(R) = 0{,}5\); \(P_B(S) = 0{,}5\). 3. Baum 2 (Nutzung): \(P(R) = 0{,}65\); \(P(S) = 0{,}35\); \(P_R(A) = \frac{9}{13}\); \(P_R(B) = \frac{4}{13}\); \(P_S(A) = \frac{3}{7}\); \(P_S(B) = \frac{4}{7}\).
43758611
An einer Schule nimmt jede der 1200 jugendlichen Personen genau an einem der beiden Programme teil: 480 am Musikprogramm und 720 am Sportprogramm. Eine Auszeichnung erhalten 144 aus dem Musikprogramm und 72 aus dem Sportprogramm. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass eine ausgezeichnete Person aus dem Musikprogramm stammt.
Abbildung zur Aufgabe 437586

Denkanstöße

- Stelle die ausgezeichneten Personen als neue Gesamtgruppe zusammen. - Welcher Teil davon gehört zum Musikprogramm?

Lösung

1. Ausgezeichnet insgesamt: \(144+72=216\). 2. Musik und ausgezeichnet: \(144\). 3. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(144:216=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\approx 66{,}7\,\%\).
42209911
In einem Logistikzentrum werden Pakete von zwei verschiedenen Scannern (\(A\) und \(B\)) erfasst. Da Scanner \(A\) leistungsfähiger ist, verarbeitet er \(70\,\%\) der Pakete, während Scanner \(B\) nur \(30\,\%\) übernimmt. Die Fehlerquote (Paket wird nicht korrekt gelesen) liegt bei Scanner \(A\) bei \(2\,\%\) und bei Scanner \(B\) bei \(5\,\%\). Betrachte die Ereignisse \(A\): „Scanner \(A\) hat das Paket verarbeitet“, \(B\): „Scanner \(B\) hat das Paket verarbeitet“ und \(F\): „Das Paket wurde fehlerhaft gelesen“. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Paket nicht korrekt gelesen wurde. b) Ein Paket wurde fehlerhaft gelesen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass es von Scanner \(A\) verarbeitet wurde. c) Interpretiere die Bedeutung des Terms \(\frac{0{,}3 \cdot 0{,}95}{0{,}7 \cdot 0{,}98 + 0{,}3 \cdot 0{,}95}\) im Sachzusammenhang.

Denkanstöße

- Stelle die Situation in einem Baumdiagramm dar. - Welche Pfade führen dazu, dass ein Fehler auftritt? - Überlege, was im Zähler und was im Nenner des Bruchs steht, wenn man die Pfadregeln anwendet. - Wie hängen die Ereignisse „fehlerhaft“ und „korrekt gelesen“ zusammen?

Lösung

1. Berechnung der totalen Wahrscheinlichkeit für einen Fehler: \(P(F) = P(A) \cdot P(F|A) + P(B) \cdot P(F|B) = 0{,}7 \cdot 0{,}02 + 0{,}3 \cdot 0{,}05 = 0{,}014 + 0{,}015 = 0{,}029\). 2. Anwendung des Satzes von Bayes für die bedingte Wahrscheinlichkeit: \(P(A|F) = \frac{P(A \cap F)}{P(F)} = \frac{0{,}7 \cdot 0{,}02}{0{,}029} = \frac{0{,}014}{0{,}029} = \frac{14}{29} \approx 0{,}4828\). 3. Analyse des Terms: Der Zähler \(0{,}3 \cdot 0{,}95\) entspricht \(P(B) \cdot P(\bar{F}|B)\). Der Nenner \(0{,}7 \cdot 0{,}98 + 0{,}3 \cdot 0{,}95\) entspricht der totalen Wahrscheinlichkeit für eine korrekte Lesung \(P(\bar{F})\). Der gesamte Term beschreibt somit die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(B|\bar{F})\), also die Wahrscheinlichkeit, dass ein korrekt gelesenes Paket von Scanner \(B\) stammt.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(2{,}9\,\%\) (\(0{,}029\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(48{,}28\,\%\) (\(\frac{14}{29}\)). c) Der Term gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass ein Paket von Scanner \(B\) verarbeitet wurde, unter der Bedingung, dass es korrekt gelesen wurde.
42212711
Ein Diagnoseverfahren zur Früherkennung einer Stoffwechselstörung weist eine Sensitivität von \(98\,\%\) und eine Spezifität von \(96\,\%\) auf. Die Ereignisse sind \(S\): „Die Person hat die Stoffwechselstörung“ und \(P\): „Das Testergebnis ist positiv“. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine positiv getestete Person tatsächlich erkrankt ist, wenn die Prävalenz (Anteil der Erkrankten in der Bevölkerung) bei \(0{,}5\,\%\) liegt. b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung bei positivem Test unter der Annahme, dass die Prävalenz auf \(5\,\%\) ansteigt. c) Vergleiche die Ergebnisse aus a) und b) und erläutere kurz den Einfluss der Prävalenz auf die Aussagekraft eines positiven Testergebnisses.

Denkanstöße

- Stelle die Situation in einem Baumdiagramm dar. - Welche Pfade führen zu einem positiven Testergebnis? - Überlege, was genau gesucht ist: Die Wahrscheinlichkeit der Krankheit unter der Bedingung, dass der Test positiv war. - Wie verändern sich die Anteile im Baumdiagramm, wenn die Grundhäufigkeit der Krankheit steigt?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis bei einer Prävalenz von \(P(S) = 0{,}005\): \(P(P) = P(P|S) \cdot P(S) + P(P|\bar{S}) \cdot P(\bar{S}) = 0{,}98 \cdot 0{,}005 + 0{,}04 \cdot 0{,}995 = 0{,}0447\). 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(S|P) = \frac{P(P|S) \cdot P(S)}{P(P)} = \frac{0{,}0049}{0{,}0447} \approx 0{,}1096\). 3. Berechnung für eine Prävalenz von \(P(S) = 0{,}05\): \(P(P) = 0{,}98 \cdot 0{,}05 + 0{,}04 \cdot 0{,}95 = 0{,}087\). 4. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(S|P) = \frac{0{,}049}{0{,}087} \approx 0{,}5632\). 5. Vergleich und Interpretation: Der positive Vorhersagewert steigt mit zunehmender Prävalenz massiv an (von ca. \(11\,\%\) auf ca. \(56\,\%\)). Bei einer sehr geringen Prävalenz ist die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-positives Ergebnis im Vergleich zu den echt-positiven Fällen sehr hoch, was die Aussagekraft eines positiven Tests mindert.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(11{,}0\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(56{,}3\,\%\). c) Mit steigender Prävalenz nimmt die Zuverlässigkeit eines positiven Testergebnisses deutlich zu, da das Verhältnis von richtig-positiven zu falsch-positiven Ergebnissen günstiger wird.
42213811
Ein Logistikunternehmen nutzt eine automatisierte Scan-Station, um Pakete auf Transportschäden zu prüfen. Statistisch gesehen sind \(2\,\%\) aller Pakete beschädigt (Ereignis \(B\)). Der Scanner erkennt ein beschädigtes Paket mit einer Wahrscheinlichkeit von \(94\,\%\) und gibt Alarm (Ereignis \(S\)). Bei einem unbeschädigten Paket gibt das Gerät in \(4\,\%\) der Fälle fälschlicherweise ebenfalls einen Alarm aus. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei einem zufällig ausgewählten Paket der Scanner Alarm gibt. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist ein Paket, bei dem der Scanner Alarm gibt, tatsächlich beschädigt? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Paket, bei dem der Scanner keinen Alarm gibt, dennoch beschädigt ist. d) Wie viele von \(200\) Paketen, die vom Scanner als „beschädigt“ markiert wurden, sind voraussichtlich in Wirklichkeit unbeschädigt?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, auf welchen zwei Wegen ein Alarm ausgelöst werden kann (echter Schaden oder Fehlalarm). - Die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(A|B)\) ist nicht dasselbe wie \(P(B|A)\). Nutze die Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit oder ein Baumdiagramm. - Für die letzte Teilaufgabe musst du wissen, welcher Anteil der „Alarme“ auf unbeschädigte Pakete entfällt.

Lösung

1. Gegebene Werte: \(P(B) = 0{,}02\), \(P(\bar{B}) = 0{,}98\), \(P(S|B) = 0{,}94\), \(P(S|\bar{B}) = 0{,}04\). 2. Berechnung von \(P(S)\) (Satz der totalen Wahrscheinlichkeit): \(P(S) = P(B) \cdot P(S|B) + P(\bar{B}) \cdot P(S|\bar{B}) = 0{,}02 \cdot 0{,}94 + 0{,}98 \cdot 0{,}04 = 0{,}0188 + 0{,}0392 = 0{,}058\). 3. Berechnung von \(P(B|S)\) (Bayes): \(P(B|S) = \frac{P(B \cap S)}{P(S)} = \frac{0{,}0188}{0{,}058} \approx 0{,}3241\). 4. Berechnung von \(P(B|\bar{S})\): \(P(\bar{S}) = 1 - 0{,}058 = 0{,}942\). \(P(B \cap \bar{S}) = P(B) \cdot P(\bar{S}|B) = 0{,}02 \cdot 0{,}06 = 0{,}0012\). \(P(B|\bar{S}) = \frac{0{,}0012}{0{,}942} \approx 0{,}00127\). 5. Anzahl der unbeschädigten Pakete unter den markierten (\(n = 200\)): \(P(\bar{B}|S) = 1 - P(B|S) = \frac{0{,}0392}{0{,}058} \approx 0{,}6759\). Erwartete Anzahl: \(200 \cdot 0{,}6759 \approx 135{,}18\).

Antwort

a) \(P(S) = 0{,}058\) (oder \(5{,}8\,\%\)) b) \(P(B|S) \approx 0{,}3241\) (oder \(32{,}41\,\%\)) c) \(P(B|\bar{S}) \approx 0{,}00127\) (oder \(0{,}127\,\%\)) d) Etwa \(135\) Pakete.
43095711
An einer Universität sind \(42\,\%\) der Studierenden in einem Masterstudiengang eingeschrieben, die übrigen befinden sich im Bachelorstudium. Eine Umfrage ergab, dass \(15\,\%\) der Masterstudierenden die Universitätsbibliothek täglich nutzen. Bei den Bachelorstudierenden liegt dieser Anteil bei \(25\,\%\). 1. Eine Person, welche die Bibliothek nicht täglich nutzt, wird zufällig ausgewählt. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist sie im Bachelorstudium? 2. Eine Person aus dem Bachelorstudium wird zufällig ausgewählt. Mit welcher Wahrscheinlichkeit nutzt sie die Bibliothek nicht täglich?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Informationen im Text als Anteile an einer Teilgruppe (bedingte Wahrscheinlichkeiten) gegeben sind. - Ein Baumdiagramm kann helfen, die Pfadwahrscheinlichkeiten für die Kombinationen der Merkmale übersichtlich darzustellen. - Für die erste Teilfrage musst du die Richtung der Bedingung umkehren. Welches Werkzeug der Stochastik hilft dabei? - Achte genau darauf, welche Gruppe bei der jeweiligen Frage als bekannt vorausgesetzt wird (die Bedingung).

Lösung

1. Definition der Ereignisse: \(M\) (Master), \(B\) (Bachelor), \(L\) (tägliche Bibliotheksnutzung). Gegeben sind \(P(M) = 0{,}42\), \(P(B) = 0{,}58\), \(P(L|M) = 0{,}15\) und \(P(L|B) = 0{,}25\). 2. Berechnung der Gegenwahrscheinlichkeiten für die Nicht-Nutzung: \(P(\bar{L}|M) = 1 - 0{,}15 = 0{,}85\) und \(P(\bar{L}|B) = 1 - 0{,}25 = 0{,}75\). 3. Berechnung der totalen Wahrscheinlichkeit für keine tägliche Nutzung: \(P(\bar{L}) = P(\bar{L}|M) \cdot P(M) + P(\bar{L}|B) \cdot P(B) = 0{,}85 \cdot 0{,}42 + 0{,}75 \cdot 0{,}58 = 0{,}357 + 0{,}435 = 0{,}792\). 4. Anwendung des Satzes von Bayes für die erste Teilfrage: \(P(B|\bar{L}) = \frac{P(\bar{L}|B) \cdot P(B)}{P(\bar{L})} = \frac{0{,}435}{0{,}792} \approx 0{,}5492\). 5. Die zweite Teilfrage entspricht der direkt berechneten bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(\bar{L}|B) = 0{,}75\).

Antwort

1. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(54{,}92\,\%\). 2. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(75\,\%\).
43747011
Eine Mobilitätsstudie untersuchte das Pendelverhalten in einer Großstadt. Dabei wurde nach dem Hauptverkehrsmittel (Bahn \(B\) oder Auto \(A\)) und der Zufriedenheit mit der täglichen Fahrtdauer gefragt: Zufrieden (\(Z\)), Neutral (\(N\)) oder Unzufrieden (\(U\)). Die Ergebnisse sind im folgenden Baumdiagramm dargestellt: \(60\,\%\) der Befragten nutzen die Bahn. Von den Bahnnutzern sind \(50\,\%\) zufrieden, \(30\,\%\) neutral und \(20\,\%\) unzufrieden. Von den Autofahrern sind hingegen nur \(30\,\%\) zufrieden, dafür \(40\,\%\) neutral und \(30\,\%\) unzufrieden. a) Überführe die Daten in eine Sechsfeldertafel (eine Erweiterung der Vierfeldertafel für Merkmale mit zwei bzw. drei Ausprägungen), die die gemeinsamen Wahrscheinlichkeiten angibt. b) Bestimme mithilfe der Tabelle die Wahrscheinlichkeit \(P_Z(B)\). Interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. c) Wie viel Prozent der unzufriedenen Pendler nutzen das Auto?
Abbildung zur Aufgabe 437470

Denkanstöße

- In der Sechsfeldertafel stehen in den inneren Feldern die Wahrscheinlichkeiten für das gleichzeitige Auftreten zweier Merkmale (z. B. Bahn UND zufrieden). - Die Randsummen der Tabelle entsprechen den Gesamtwahrscheinlichkeiten der einzelnen Merkmale (z. B. Summe aller Zufriedenen). - Achte bei den bedingten Wahrscheinlichkeiten genau darauf, welche Gruppe die Grundmenge bildet (das „Gegebene“).

Lösung

1. Berechnung der gemeinsamen Wahrscheinlichkeiten für die Sechsfeldertafel: - \(P(B \cap Z) = 0{,}6 \cdot 0{,}5 = 0{,}30\) - \(P(B \cap N) = 0{,}6 \cdot 0{,}3 = 0{,}18\) - \(P(B \cap U) = 0{,}6 \cdot 0{,}2 = 0{,}12\) - \(P(A \cap Z) = 0{,}4 \cdot 0{,}3 = 0{,}12\) - \(P(A \cap N) = 0{,}4 \cdot 0{,}4 = 0{,}16\) - \(P(A \cap U) = 0{,}4 \cdot 0{,}3 = 0{,}12\) 2. Berechnung der Randsummen: - \(P(Z) = 0{,}30 + 0{,}12 = 0{,}42\) - \(P(N) = 0{,}18 + 0{,}16 = 0{,}34\) - \(P(U) = 0{,}12 + 0{,}12 = 0{,}24\) 3. Berechnung von \(P_Z(B)\): \(P_Z(B) = \frac{P(B \cap Z)}{P(Z)} = \frac{0{,}30}{0{,}42} = \frac{30}{42} = \frac{5}{7} \approx 0{,}714\). Dies bedeutet, dass etwa \(71{,}4\,\%\) der zufriedenen Pendler die Bahn nutzen. 4. Berechnung für Teilaufgabe c): Gesucht ist \(P_U(A) = \frac{P(A \cap U)}{P(U)} = \frac{0{,}12}{0{,}24} = 0{,}5\). Somit nutzen \(50\,\%\) der unzufriedenen Pendler das Auto.

Antwort

a) Sechsfeldertafel (Werte in Wahrscheinlichkeiten): <table> <tr><td></td><td>\(Z\)</td><td>\(N\)</td><td>\(U\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}30\)</td><td>\(0{,}18\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>\(A\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}16\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}42\)</td><td>\(0{,}34\)</td><td>\(0{,}24\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table> b) \(P_Z(B) = \frac{5}{7} \approx 71{,}4\,\%\). Von allen Personen, die mit ihrer Fahrtdauer zufrieden sind, nutzen etwa \(71{,}4\,\%\) die Bahn. c) \(50\,\%\) der unzufriedenen Pendler nutzen das Auto.
43747111
Ein medizinischer Schnelltest für eine Krankheit hat eine Sensitivität von \(90\,\%\) und eine Spezifität von \(80\,\%\). Das bedeutet, dass \(90\,\%\) der Erkrankten \(K\) ein positives Testergebnis erhalten und \(80\,\%\) der Personen ohne diese Krankheit \(\overline{K}\) ein negatives Ergebnis. In einer bestimmten Region sind \(10\,\%\) der Bevölkerung erkrankt. a) Vervollständige das Baumdiagramm, indem du die fehlenden Wahrscheinlichkeiten an den Ästen ergänzt. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P_+(K)\), dass eine Person mit positivem Testergebnis tatsächlich erkrankt ist.
Abbildung zur Aufgabe 437471

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Wahrscheinlichkeiten direkt aus dem Text abgelesen werden können. - Denke daran, dass sich die Wahrscheinlichkeiten der Äste, die von einem gemeinsamen Knoten ausgehen, immer zu 1 addieren müssen. - Ein Baumdiagramm hilft dir, die Pfadwahrscheinlichkeiten durch Multiplikation entlang der Äste zu berechnen. - Für die bedingte Wahrscheinlichkeit im zweiten Schritt musst du den Anteil des Pfades, der dich interessiert, an der Gesamtwahrscheinlichkeit des Ergebnisses berechnen.

Lösung

1. Ergänzung der Wahrscheinlichkeiten der ersten Stufe: Da \(10\,\%\) der Bevölkerung erkrankt sind, gilt \(P(K) = 0{,}1\). Die Gegenwahrscheinlichkeit für Personen ohne diese Krankheit ist \(P(\bar{K}) = 1 - 0{,}1 = 0{,}9\). 2. Ergänzung der bedingten Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe: Die Sensitivität ist \(P(+\mid K) = 0{,}9\), folglich ist die Wahrscheinlichkeit für ein negatives Ergebnis bei Erkrankten \(P(-\mid K) = 1 - 0{,}9 = 0{,}1\). Die Spezifität ist \(P(-\mid \bar{K}) = 0{,}8\), folglich ist die Wahrscheinlichkeit für ein positives Ergebnis bei Personen ohne diese Krankheit \(P(+\mid \bar{K}) = 1 - 0{,}8 = 0{,}2\). 3. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten für ein positives Testergebnis: \(P(K \cap +) = 0{,}1 \cdot 0{,}9 = 0{,}09\) \(P(\bar{K} \cap +) = 0{,}9 \cdot 0{,}2 = 0{,}18\) 4. Bestimmung der Gesamtwahrscheinlichkeit für ein positives Ergebnis durch Summation der entsprechenden Pfade: \(P(+) = 0{,}09 + 0{,}18 = 0{,}27\). 5. Berechnung der gesuchten bedingten Wahrscheinlichkeit (Umkehrung des Baumdiagramms): \(P_+(K) = \frac{P(K \cap +)}{P(+)} = \frac{0{,}09}{0{,}27} = \frac{1}{3} \approx 33{,}3\,\%\).

Antwort

a) Die fehlenden Werte an den Ästen sind: \(P(\bar{K}) = 0{,}9\); \(P(-\mid K) = 0{,}1\); \(P(+\mid \bar{K}) = 0{,}2\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P_+(K) = \frac{1}{3} \approx 33{,}3\,\%\).
43747311
Ein Unternehmen bezieht Akkus von zwei verschiedenen Herstellern. Das Ereignis \(A\) beschreibt, dass ein Akku von Hersteller 1 stammt, während das Ereignis \(B\) angibt, dass der Akku eine besonders hohe Kapazität aufweist. Die beiden abgebildeten Baumdiagramme gehören zu diesem Zufallsexperiment. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(B)\) mithilfe des linken Baumdiagramms. b) Ergänze alle fehlenden Wahrscheinlichkeiten an den Ästen des rechten (umgekehrten) Baumdiagramms.
Abbildung zur Aufgabe 437473

Denkanstöße

- Wie kannst du die Gesamtwahrscheinlichkeit für ein Ereignis berechnen, wenn du die Pfade kennst, die zu ihm führen? - Erinnere dich an die erste Pfadregel: Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Pfades? - Überlege, wie die Schnittwahrscheinlichkeiten \(P(A \cap B)\) in beiden Diagrammen zusammenhängen. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit am zweiten Ast, wenn man die Wahrscheinlichkeit des gesamten Pfades und des ersten Astes kennt?

Lösung

1. Berechnung von \(P(B)\) mit dem Satz der totalen Wahrscheinlichkeit: \(P(B) = P(A) \cdot P(B|A) + P(\bar{A}) \cdot P(B|\bar{A})\) \(P(B) = 0{,}3 \cdot 0{,}6 + 0{,}7 \cdot 0{,}1 = 0{,}18 + 0{,}07 = 0{,}25\) 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses: \(P(\bar{B}) = 1 - P(B) = 1 - 0{,}25 = 0{,}75\) 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten für das rechte Baumdiagramm (Bayes-Regel): \(P(A|B) = \frac{P(A \cap B)}{P(B)} = \frac{0{,}18}{0{,}25} = 0{,}72\) \(P(\bar{A}|B) = 1 - P(A|B) = 1 - 0{,}72 = 0{,}28\) \(P(A|\bar{B}) = \frac{P(A \cap \bar{B})}{P(\bar{B})} = \frac{0{,}3 \cdot 0{,}4}{0{,}75} = \frac{0{,}12}{0{,}75} = 0{,}16\) \(P(\bar{A}|\bar{B}) = 1 - P(A|\bar{B}) = 1 - 0{,}16 = 0{,}84\)

Antwort

a) \(P(B) = 0{,}25\) b) Wahrscheinlichkeiten im rechten Baumdiagramm: 1. Stufe: \(P(B) = 0{,}25\); \(P(\bar{B}) = 0{,}75\) 2. Stufe nach \(B\): \(P(A|B) = 0{,}72\); \(P(\bar{A}|B) = 0{,}28\) 2. Stufe nach \(\bar{B}\): \(P(A|\bar{B}) = 0{,}16\); \(P(\bar{A}|\bar{B}) = 0{,}84\)
43747511
In einem Werk werden Mikrochips hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(2\,\%\) der Chips defekt (Ereignis \(D\)). Vor dem Versand durchlaufen alle Chips ein Testgerät. Dieses erkennt einen defekten Chip mit einer Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\). Ein einwandfreier Chip wird jedoch in \(2\,\%\) der Fälle fälschlicherweise als defekt eingestuft (Ereignis \(T\): „Test zeigt Defekt an“). a) Vervollständige das abgebildete Baumdiagramm. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P_T(D)\), dass ein Chip tatsächlich defekt ist, wenn der Test einen Defekt anzeigt. c) Beurteile, ob das Testgerät gut geeignet ist, um defekte Chips sicher auszusortieren, ohne zu viele funktionierende Chips zu verschwenden.
Abbildung zur Aufgabe 437475

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Wahrscheinlichkeiten an den Ästen der ersten und zweiten Stufe stehen müssen. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für das Ende eines Pfades (z. B. \(D \cap T\))? - Für die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_T(D)\) benötigst du die Wahrscheinlichkeit, dass ein Test überhaupt einen Defekt anzeigt. Welche Pfade führen zu diesem Ereignis? - Setze den Anteil der „echten“ Defekte ins Verhältnis zu allen vom Test gemeldeten Defekten.

Lösung

1. Ergänzung des Baumdiagramms: Die erste Stufe trennt in \(D\) (\(2\,\%\) bzw. \(0{,}02\)) und \(\bar{D}\) (\(98\,\%\) bzw. \(0{,}98\)). Die zweite Stufe verzweigt von \(D\) in \(T\) (\(95\,\%\) bzw. \(0{,}95\)) und \(\bar{T}\) (\(5\,\%\) bzw. \(0{,}05\)). Von \(\bar{D}\) wird in \(T\) (\(2\,\%\) bzw. \(0{,}02\)) und \(\bar{T}\) (\(98\,\%\) bzw. \(0{,}98\)) verzweigt. 2. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit für einen positiven Test \(P(T)\): \(P(T) = P(D \cap T) + P(\bar{D} \cap T) = 0{,}02 \cdot 0{,}95 + 0{,}98 \cdot 0{,}02 = 0{,}019 + 0{,}0196 = 0{,}0386\). 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P_T(D)\): \(P_T(D) = \frac{P(D \cap T)}{P(T)} = \frac{0{,}019}{0{,}0386} \approx 0{,}4922\) (entspricht etwa \(49{,}2\,\%\)). 4. Beurteilung: Obwohl der Test eine hohe Sensitivität (\(95\,\%\)) hat, ist bei einem positiven Testergebnis nur jeder zweite Chip (\(49{,}2\,\%\)) wirklich defekt. Dies liegt an der geringen Grundquote defekter Chips. Das Gerät produziert viele „falsche Alarme“, was zur Verschwendung einwandfreier Chips führt.

Antwort

a) Ergänzte Wahrscheinlichkeiten: \(P(D)=0{,}02\), \(P(\bar{D})=0{,}98\); für \(D\): \(P(T|D)=0{,}95\), \(P(\bar{T}|D)=0{,}05\); für \(\bar{D}\): \(P(T|\bar{D})=0{,}02\), \(P(\bar{T}|\bar{D})=0{,}98\). b) \(P_T(D) \approx 49{,}2\,\%\). c) Das Testgerät ist nur bedingt geeignet, da bei einem angezeigten Defekt die Wahrscheinlichkeit für einen tatsächlichen Defekt unter \(50\,\%\) liegt; es werden also viele funktionierende Chips fälschlicherweise aussortiert.
43748611
Ein Hersteller von elektronischen Bauteilen führt eine Qualitätskontrolle durch. \(3\,\%\) der Bauteile sind erfahrungsgemäß fehlerhaft (\(F\)). Ein Test erkennt einen Fehler mit einer Wahrscheinlichkeit von \(96\,\%\) (positives Testergebnis \(T\)). Ist ein Bauteil einwandfrei (\(\bar{F}\)), so zeigt der Test dennoch in \(2\,\%\) der Fälle fälschlicherweise einen Fehler an. a) Ergänze die fehlenden Wahrscheinlichkeiten im untenstehenden Baumdiagramm. b) Berechne die Gesamtwahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis \(P(T)\). c) Ein Bauteil wird getestet und das Ergebnis ist positiv. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist es tatsächlich fehlerhaft? d) Gib die Wahrscheinlichkeiten für ein umgekehrtes Baumdiagramm an, bei dem das Testergebnis (\(T\) oder \(\bar{T}\)) auf der ersten Stufe steht.
Abbildung zur Aufgabe 437486

Denkanstöße

- Überlege dir, wie groß die Summe der Wahrscheinlichkeiten an den Ästen ist, die von einem gemeinsamen Knoten ausgehen. - Nutze die Pfadmultiplikationsregel, um die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Ergebnisse (Pfadenden) zu berechnen. - Für die Gesamtwahrscheinlichkeit eines Ereignisses musst du alle Pfade addieren, in denen dieses Ereignis vorkommt. - Die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P(A \mid B)\) berechnet sich aus dem Anteil der Schnittmenge \(A \cap B\) an der Wahrscheinlichkeit der Bedingung \(B\). - Beim Umkehren des Baumdiagramms vertauschst du die Merkmale auf der ersten und zweiten Stufe.

Lösung

1. Ergänzung des Baumdiagramms: \(P(\bar{F}) = 1 - 0{,}03 = 0{,}97\) \(P(\bar{T} \mid F) = 1 - 0{,}96 = 0{,}04\) \(P(\bar{T} \mid \bar{F}) = 1 - 0{,}02 = 0{,}98\) 2. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(T)\) mit der Pfadadditionsregel: \(P(T) = P(F) \cdot P(T \mid F) + P(\bar{F}) \cdot P(T \mid \bar{F}) = 0{,}03 \cdot 0{,}96 + 0{,}97 \cdot 0{,}02 = 0{,}0288 + 0{,}0194 = 0{,}0482\) 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(F \mid T)\) (Bayes-Theorem): \(P(F \mid T) = \frac{P(F \cap T)}{P(T)} = \frac{0{,}0288}{0{,}0482} \approx 0{,}5975\) (bzw. \(59{,}75\,\%\)) 4. Umgekehrtes Baumdiagramm: Erste Stufe: \(P(T) = 0{,}0482\) und \(P(\bar{T}) = 1 - 0{,}0482 = 0{,}9518\). Zweite Stufe nach \(T\): \(P(F \mid T) \approx 0{,}5975\) und \(P(\bar{F} \mid T) \approx 0{,}4025\). Zweite Stufe nach \(\bar{T}\): \(P(F \mid \bar{T}) = \frac{0{,}0012}{0{,}9518} \approx 0{,}0013\) und \(P(\bar{F} \mid \bar{T}) = \frac{0{,}9506}{0{,}9518} \approx 0{,}9987\).

Antwort

a) Ergänzte Werte: \(P(\bar{F}) = 0{,}97\); \(P(\bar{T} \mid F) = 0{,}04\); \(P(\bar{T} \mid \bar{F}) = 0{,}98\). b) \(P(T) = 0{,}0482\) (oder \(4{,}82\,\%\)). c) \(P(F \mid T) \approx 0{,}5975\) (oder \(59{,}75\,\%\)). d) Wahrscheinlichkeiten 1. Stufe: \(P(T) = 0{,}0482\), \(P(\bar{T}) = 0{,}9518\). 2. Stufe nach \(T\): \(P(F \mid T) \approx 0{,}5975\), \(P(\bar{F} \mid T) \approx 0{,}4025\). 2. Stufe nach \(\bar{T}\): \(P(F \mid \bar{T}) \approx 0{,}0013\), \(P(\bar{F} \mid \bar{T}) \approx 0{,}9987\).
43749111
In einer Region sind \(2\,\%\) der Bevölkerung von einer bestimmten Pollenallergie (\(A\)) betroffen. Ein neu entwickelter Schnelltest liefert bei Personen mit dieser Allergie in \(95\,\%\) der Fälle ein positives Ergebnis (\(+\)). Bei Personen ohne diese Allergie fällt der Test jedoch in \(3\,\%\) der Fälle fälschlicherweise ebenfalls positiv aus. Berechne mithilfe des Baumdiagramms die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person, die ein positives Testergebnis erhält, tatsächlich an der Allergie leidet. Gib das Ergebnis in Prozent an und runde auf eine Nachkommastelle.
Abbildung zur Aufgabe 437491

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Pfade im Baumdiagramm zu einem positiven Testergebnis führen. - Wie berechnet man die Gesamtwahrscheinlichkeit für ein Ereignis, das auf mehreren Pfaden eintreten kann? - Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit für die Ursache (Allergie), wenn die Wirkung (positives Ergebnis) bereits bekannt ist. - Erinnere dich an die Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit: Der Anteil des gewünschten Pfades an der Gesamtwahrscheinlichkeit des Ergebnisses.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die erste Stufe: \(P(A) = 0{,}02\) und \(P(\bar{A}) = 1 - 0{,}02 = 0{,}98\). 2. Bestimmung der bedingten Wahrscheinlichkeiten für die zweite Stufe: \(P(+|A) = 0{,}95\) und \(P(+|\bar{A}) = 0{,}03\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis (\(+\)) über beide Pfade (Pfadadditionsregel): \(P(+) = P(A \cap +) + P(\bar{A} \cap +) = 0{,}02 \cdot 0{,}95 + 0{,}98 \cdot 0{,}03 = 0{,}019 + 0{,}0294 = 0{,}0484\). 4. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P(A|+)\) (Umkehrung des Baumdiagramms): \(P(A|+) = \frac{P(A \cap +)}{P(+)} = \frac{0{,}019}{0{,}0484} = \frac{190}{484} \approx 0{,}3926\). 5. Umrechnung in Prozent: \(0{,}3926 \approx 39{,}3\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(39{,}3\,\%\).
43756511
Gegeben sind \(P(A)=0{,}4\), \(P(B\mid A)=0{,}75\) und \(P(B\mid\overline{A})=0{,}25\). Bestimme \(P(A\mid B)\) und \(P(A\mid\overline{B})\).
Abbildung zur Aufgabe 437565

Denkanstöße

- Berechne zunächst die vier Endpfade. - Gruppiere die Endpfade anschließend nach dem Ereignis der zweiten Stufe.

Lösung

1. Schnittmengen: \(P(A\cap B)=0{,}3\), \(P(A\cap\overline{B})=0{,}1\), \(P(\overline{A}\cap B)=0{,}15\), \(P(\overline{A}\cap\overline{B})=0{,}45\). 2. \(P(B)=0{,}3+0{,}15=0{,}45\); \(P(A\mid B)=0{,}3:0{,}45=\frac{2}{3}\). 3. \(P(\overline{B})=0{,}1+0{,}45=0{,}55\); \(P(A\mid\overline{B})=0{,}1:0{,}55=\frac{2}{11}\).

Antwort

\(P(A\mid B)=\frac{2}{3}\); \(P(A\mid\overline{B})=\frac{2}{11}\).
43758111
Drei Lieferanten stellen \(50\,\%\), \(30\,\%\) und \(20\,\%\) der Bauteile bereit. Ihre Fehlerquoten betragen \(1\,\%\), \(3\,\%\) und \(5\,\%\). Ein Bauteil ist fehlerhaft. Mit welcher Wahrscheinlichkeit stammt es von Lieferant C?
Abbildung zur Aufgabe 437581

Denkanstöße

- Bestimme den Fehlerbeitrag jedes Lieferanten zur Gesamtproduktion. - Vergleiche den Beitrag von C mit allen fehlerhaften Teilen.

Lösung

1. Fehleranteile: A \(0{,}5\cdot0{,}01=0{,}005\), B \(0{,}3\cdot0{,}03=0{,}009\), C \(0{,}2\cdot0{,}05=0{,}01\). 2. Fehlerhaft insgesamt: \(0{,}005+0{,}009+0{,}01=0{,}024\). 3. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(0{,}01:0{,}024=\frac{5}{12}\approx 0{,}4167\).

Antwort

\(\frac{5}{12}\approx 41{,}7\,\%\).
42209511
In einem Lager stehen zwei Kisten mit LED-Leuchtmitteln. In Kiste 1 befinden sich \(10\) grüne, \(5\) rote und \(5\) blaue LEDs. In Kiste 2 liegen \(8\) grüne, \(10\) rote und \(2\) blaue LEDs. Eine der beiden Kisten wird rein zufällig ausgewählt. a) Aus der gewählten Kiste wird eine LED entnommen. Diese leuchtet rot. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie aus Kiste 2 stammt. b) Aus der gewählten Kiste werden nun zwei LEDs ohne Zurücklegen entnommen. Beide leuchten blau. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese LEDs aus Kiste 1 entnommen wurden. c) Begründe ohne Rechnung, wie sich die Wahrscheinlichkeit aus Aufgabenteil a) verändern würde, wenn Kiste 1 mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\) (statt \(50\,\%\)) ausgewählt würde.

Denkanstöße

- Stelle dir den zweistufigen Zufallsprozess als Baumdiagramm vor. - Welche Pfade führen zum beobachteten Ergebnis (z. B. „rot“)? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Ursprungs, wenn das Ergebnis bereits bekannt ist? - Beachte beim Ziehen von zwei LEDs, dass sich die Anzahl der LEDs in der Kiste verringert. - Überlege für den letzten Teil, ob das Vorwissen über die Kistenwahl das Endergebnis eher in Richtung Kiste 1 oder Kiste 2 verschiebt.

Lösung

1. Definition der Ereignisse: \(K_1, K_2\) für die Wahl der Kiste (je \(P(K_i) = 0{,}5\)), \(R\) für „rot“, \(B_2\) für „zwei blaue LEDs“. 2. Zu a): Anwendung des Satzes von Bayes. \(P(R|K_1) = \frac{5}{20} = 0{,}25\) und \(P(R|K_2) = \frac{10}{20} = 0{,}5\). 3. Gesamtwahrscheinlichkeit für rot: \(P(R) = 0{,}5 \cdot 0{,}25 + 0{,}5 \cdot 0{,}5 = 0{,}375\). 4. Bedingte Wahrscheinlichkeit: \(P(K_2|R) = \frac{P(K_2 \cap R)}{P(R)} = \frac{0{,}5 \cdot 0{,}5}{0{,}375} = \frac{2}{3} \approx 66{,}7\,\%\). 5. Zu b): Wahrscheinlichkeiten für zwei blaue LEDs ohne Zurücklegen: \(P(B_2|K_1) = \frac{5}{20} \cdot \frac{4}{19} = \frac{20}{380}\) und \(P(B_2|K_2) = \frac{2}{20} \cdot \frac{1}{19} = \frac{2}{380}\). 6. Gesamtwahrscheinlichkeit: \(P(B_2) = 0{,}5 \cdot \frac{20}{380} + 0{,}5 \cdot \frac{2}{380} = \frac{11}{380}\). 7. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(P(K_1|B_2) = \frac{0{,}5 \cdot \frac{20}{380}}{\frac{11}{380}} = \frac{10}{11} \approx 90{,}9\,\%\). 8. Zu c): Wenn die Auswahlwahrscheinlichkeit für Kiste 1 steigt, sinkt die vorherige Wahrscheinlichkeit für Kiste 2. Das beobachtete Ergebnis „rot“ begünstigt Kiste 2 zwar weiterhin, weil dort der Rotanteil größer ist; die geringere vorherige Chance für Kiste 2 verschiebt jedoch auch die bedingten Chancen zugunsten von Kiste 1. Deshalb sinkt \(P(K_2\mid R)\). Der Nenner der Bayes-Formel ändert sich dabei ebenfalls.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{2}{3} \approx 66{,}7\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{10}{11} \approx 90{,}9\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit würde sinken, da Kiste 2 seltener gewählt wird und somit der Anteil der Pfade, die über Kiste 2 zu einer roten LED führen, am Gesamtergebnis kleiner wird.
43093811
In einem medizinischen Labor wird ein Schnelltest für eine seltene Krankheit untersucht. Aus langjährigen empirischen Daten ist bekannt, dass \(2\,\%\) der Bevölkerung diese Krankheit haben. Der Test hat eine Sensitivität von \(98\,\%\) (er erkennt Kranke als positiv) und eine Spezifität von \(95\,\%\) (er erkennt Gesunde als negativ). a) Erstelle ein Baumdiagramm für dieses Zufallsexperiment und bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person ein positives Testergebnis erhält. b) Berechne die bedingte Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Person tatsächlich krank ist, wenn ihr Testergebnis positiv ausfällt. c) Erläutere kurz den Unterschied zwischen dem Laplace-Begriff und dem hier verwendeten Wahrscheinlichkeitsbegriff.

Denkanstöße

- Zeichne zuerst die Äste für den Gesundheitszustand und danach die Äste für das Testergebnis. - Wie berechnet man die Gesamtwahrscheinlichkeit eines Ergebnisses, das auf verschiedenen Pfaden im Baumdiagramm vorkommt? - Welche Formel hilft dir, wenn du eine Wahrscheinlichkeit „unter der Bedingung, dass...“ suchst? - Überlege, ob man bei einer Krankheit davon ausgehen kann, dass „krank“ und „gesund“ gleich wahrscheinlich sind wie die Seiten einer Münze.

Lösung

1. Definition der Ereignisse: \(K\): krank, \(G\): gesund, \(T^+\): Test positiv, \(T^-\): Test negativ. Gegeben: \(P(K) = 0{,}02\), \(P(G) = 0{,}98\), \(P(T^+|K) = 0{,}98\), \(P(T^-|G) = 0{,}95\) (daraus folgt \(P(T^+|G) = 0{,}05\)). 2. Berechnung der totalen Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis (1. Pfadregel und Summenregel): \(P(T^+) = P(K) \cdot P(T^+|K) + P(G) \cdot P(T^+|G) = 0{,}02 \cdot 0{,}98 + 0{,}98 \cdot 0{,}05 = 0{,}0196 + 0{,}049 = 0{,}0686\). 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit (Satz von Bayes): \(P(K|T^+) = \frac{P(K \cap T^+)}{P(T^+)} = \frac{0{,}0196}{0{,}0686} \approx 0{,}2857\). 4. Begriffliche Einordnung: Der Laplace-Begriff setzt voraus, dass alle Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind (Symmetrie). Hier basiert die Wahrscheinlichkeit jedoch auf dem empirischen Wahrscheinlichkeitsbegriff, da die Prävalenz von \(2\,\%\) aus statistischen Beobachtungen gewonnen wurde und keine Symmetrie vorliegt.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis beträgt \(6{,}86\,\%\) (\(0{,}0686\)). b) Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich krank zu sein, beträgt ca. \(28{,}57\,\%\). c) Der Laplace-Begriff beruht auf Symmetrie und Gleichwahrscheinlichkeit, während hier empirische Daten (relative Häufigkeiten) die Grundlage bilden.
43096811
Ein Forscher möchte herausfinden, ob eine vorliegende Münze fair (Kopf-Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\)) oder gezinkt (Kopf-Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\)) ist. Zu Beginn hält er beide Möglichkeiten für gleich wahrscheinlich. Er wirft die Münze dreimal und erhält die Sequenz: Kopf, Kopf, Zahl. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die Hypothese „gezinkte Münze“ nach jedem der drei Würfe. Wie ändert sich die Einschätzung der Hypothese durch den dritten Wurf im Vergleich zum zweiten?

Denkanstöße

- Was passiert mit deiner Vermutung, wenn ein Ergebnis eintritt, das für eine der Münzen sehr unwahrscheinlich ist? - Kannst du eine Tabelle anlegen, um die Wahrscheinlichkeiten nach jedem Wurf zu aktualisieren? - Wie stark gewichtet ein Kopf-Wurf die Meinung in Richtung der gezinkten Münze im Vergleich zu einem Zahl-Wurf?

Lösung

1. Initialisierung: Hypothese \(F\) (fair) mit \(P(K|F) = 0{,}5\), \(P(Z|F) = 0{,}5\). Hypothese \(G\) (gezinkt) mit \(P(K|G) = 0{,}8\), \(P(Z|G) = 0{,}2\). Startwerte: \(P(F) = 0{,}5\), \(P(G) = 0{,}5\). 2. Erster Wurf (Kopf): \(P(G|K) = \frac{0{,}5 \cdot 0{,}8}{0{,}5 \cdot 0{,}8 + 0{,}5 \cdot 0{,}5} = \frac{0{,}4}{0{,}65} = \frac{8}{13} \approx 0{,}6154\). 3. Zweiter Wurf (Kopf): \(P(G|KK) = \frac{\frac{8}{13} \cdot 0{,}8}{\frac{8}{13} \cdot 0{,}8 + \frac{5}{13} \cdot 0{,}5} = \frac{6{,}4}{6{,}4 + 2{,}5} = \frac{6{,}4}{8{,}9} = \frac{64}{89} \approx 0{,}7191\). 4. Dritter Wurf (Zahl): \(P(G|KKZ) = \frac{\frac{64}{89} \cdot 0{,}2}{\frac{64}{89} \cdot 0{,}2 + \frac{25}{89} \cdot 0{,}5} = \frac{12{,}8}{12{,}8 + 12{,}5} = \frac{12{,}8}{25{,}3} = \frac{128}{253} \approx 0{,}5059\). 5. Analyse der Änderung: Durch die Beobachtung „Zahl“, die bei einer fairen Münze deutlich wahrscheinlicher ist als bei der gezinkten, sinkt die Wahrscheinlichkeit für die Hypothese „gezinkt“ wieder stark ab (von ca. \(71{,}9\,\%\) auf ca. \(50{,}6\,\%\)), sodass beide Hypothesen nun fast wieder als gleich wahrscheinlich gelten.

Antwort

Wahrscheinlichkeit für „gezinkt“: Nach dem 1. Wurf: ca. \(61{,}54\,\%\) (\(\frac{8}{13}\)) Nach dem 2. Wurf: ca. \(71{,}91\,\%\) (\(\frac{64}{89}\)) Nach dem 3. Wurf: ca. \(50{,}59\,\%\) (\(\frac{128}{253}\)) Durch den dritten Wurf (Zahl) sinkt die Wahrscheinlichkeit für die gezinkte Münze deutlich, da dieses Ergebnis bei der gezinkten Münze viel seltener zu erwarten ist als bei einer fairen Münze.
43744911
Bei einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung wird ein Test auf eine seltene Stoffwechselbesonderheit (\(B\)) durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person diese Besonderheit hat, liegt in der Bevölkerung bei \(5\,\%\). Der Test zeigt bei Vorliegen der Besonderheit mit \(95\,\%\) ein positives Ergebnis (\(+\)) an. Bei Personen ohne diese Besonderheit (\(\bar{B}\)) liefert der Test jedoch in \(10\,\%\) der Fälle fälschlicherweise ebenfalls ein positives Ergebnis. a) Ergänze im dargestellten Baumdiagramm alle fehlenden Wahrscheinlichkeiten an den Zweigen und berechne die Wahrscheinlichkeiten der vier Pfadenden. b) Eine Person erhält ein positives Testergebnis. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Stoffwechselbesonderheit tatsächlich hat.
Abbildung zur Aufgabe 437449

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Gegenwahrscheinlichkeiten an den Verzweigungen, sodass sich die Werte an einem Knoten zu 1 addieren. - Überlege dir, welche Pfade zu einem positiven Testergebnis führen. - Die Wahrscheinlichkeit für „Besonderheit bei positivem Test“ ist der Anteil des Pfades \(B \cap +\) an der Gesamtwahrscheinlichkeit für ein positives Ergebnis.

Lösung

1. Vervollständigung der Wahrscheinlichkeiten am Baum: - \(P(B) = 0{,}05\), \(P(\bar{B}) = 1 - 0{,}05 = 0{,}95\) - \(P(+|B) = 0{,}95\), \(P(-|B) = 0{,}05\) - \(P(+|\bar{B}) = 0{,}10\), \(P(-|\bar{B}) = 0{,}90\) 2. Berechnung der vier Pfadwahrscheinlichkeiten: - \(P(B \cap +) = 0{,}05 \cdot 0{,}95 = 0{,}0475\) - \(P(B \cap -) = 0{,}05 \cdot 0{,}05 = 0{,}0025\) - \(P(\bar{B} \cap +) = 0{,}95 \cdot 0{,}10 = 0{,}095\) - \(P(\bar{B} \cap -) = 0{,}95 \cdot 0{,}90 = 0{,}855\) 3. Gesamtwahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis: \(P(+) = P(B \cap +) + P(\bar{B} \cap +) = 0{,}0475 + 0{,}095 = 0{,}1425\) 4. Berechnung der gesuchten bedingten Wahrscheinlichkeit (Satz von Bayes): \(P(B|+) = \frac{P(B \cap +)}{P(+)} = \frac{0{,}0475}{0{,}1425} = \frac{1}{3} \approx 0{,}3333\)

Antwort

a) Die Pfadwahrscheinlichkeiten sind \(P(B \cap +) = 0{,}0475\), \(P(B \cap -) = 0{,}0025\), \(P(\bar{B} \cap +) = 0{,}095\) und \(P(\bar{B} \cap -) = 0{,}855\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{3} \approx 33{,}3\,\%\).
43747411
In einem Labor wird ein Schnelltest auf eine seltene Verunreinigung durchgeführt. Das Ereignis \(V\) bedeutet, dass eine Probe verunreinigt ist, und \(T\) bedeutet, dass der Test positiv ausfällt. Die Informationen aus der Versuchsreihe sind im linken Baumdiagramm dargestellt. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(T)\), dass ein Test positiv ausfällt. b) Vervollständige das rechte Baumdiagramm. Gib die Wahrscheinlichkeiten an den Ästen als gekürzte Brüche oder Dezimalzahlen an.
Abbildung zur Aufgabe 437474

Denkanstöße

- Nutze die Pfadregeln, um die Wahrscheinlichkeiten der vier kombinierten Ergebnisse (Schnittmengen) zu berechnen. - Die Summe der Wahrscheinlichkeiten an den Ästen, die von einem Knoten ausgehen, muss immer 1 ergeben. - Überlege dir, welche Wahrscheinlichkeit im umgekehrten Baumdiagramm an der ersten Stufe stehen muss. - Für die zweite Stufe benötigst du die Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Berechnung von \(P(T)\): \(P(T) = P(V) \cdot P(T|V) + P(\bar{V}) \cdot P(T|\bar{V})\) \(P(T) = 0{,}2 \cdot 0{,}8 + 0{,}8 \cdot 0{,}3 = 0{,}16 + 0{,}24 = 0{,}40\) 2. Berechnung der Gegenwahrscheinlichkeit: \(P(\bar{T}) = 1 - 0{,}40 = 0{,}60\) 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten für die zweite Stufe: \(P(V|T) = \frac{P(V \cap T)}{P(T)} = \frac{0{,}16}{0{,}40} = 0{,}4\) \(P(\bar{V}|T) = 1 - 0{,}4 = 0{,}6\) \(P(V|\bar{T}) = \frac{P(V \cap \bar{T})}{P(\bar{T})} = \frac{0{,}2 \cdot 0{,}2}{0{,}60} = \frac{0{,}04}{0{,}60} = \frac{4}{60} = \frac{1}{15}\) \(P(\bar{V}|\bar{T}) = 1 - \frac{1}{15} = \frac{14}{15}\)

Antwort

a) \(P(T) = 0{,}4\) b) Wahrscheinlichkeiten im rechten Baumdiagramm: 1. Stufe: \(P(T) = 0{,}4\); \(P(\bar{T}) = 0{,}6\) 2. Stufe nach \(T\): \(P(V|T) = 0{,}4\); \(P(\bar{V}|T) = 0{,}6\) 2. Stufe nach \(\bar{T}\): \(P(V|\bar{T}) = \frac{1}{15}\); \(P(\bar{V}|\bar{T}) = \frac{14}{15}\)
43749011
In einer Umfrage unter Jugendlichen gaben \(40\,\%\) an, regelmäßig Podcasts zu hören (\(P\)). Von diesen Podcast-Hörern nutzen \(70\,\%\) auch einen kostenpflichtigen Musik-Streamingdienst (\(S\)). Bei den Jugendlichen, die keine Podcasts hören, liegt der Anteil der Streaming-Nutzer bei \(30\,\%\). a) Berechne die Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(S)\), dass ein Jugendlicher Streaming-Nutzer ist. b) Das Diagramm zeigt links den Sachverhalt ausgehend vom Podcast-Konsum. Berechne die fehlenden Wahrscheinlichkeiten für das umgekehrte Baumdiagramm auf der rechten Seite. c) Vergleiche die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_P(S)\) und \(P_S(P)\). Was sagen diese Werte inhaltlich aus?
Abbildung zur Aufgabe 437490

Denkanstöße

- Nutze die erste Pfadregel, um die Wahrscheinlichkeiten für die Kombinationen beider Merkmale zu berechnen. - Die Gesamtwahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhältst du, indem du alle Pfade addierst, die zu diesem Ereignis führen. - Für das umgekehrte Baumdiagramm benötigst du die Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(P_B(A) = \frac{P(A \cap B)}{P(B)}\). - Überlege dir, welche Gruppe die Grundgesamtheit bildet, auf die sich die Prozentangabe bezieht.

Lösung

1. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten (Schnittmengen): \(P(P \cap S) = 0{,}4 \cdot 0{,}7 = 0{,}28\) \(P(P \cap \overline{S}) = 0{,}4 \cdot 0{,}3 = 0{,}12\) \(P(\overline{P} \cap S) = 0{,}6 \cdot 0{,}3 = 0{,}18\) \(P(\overline{P} \cap \overline{S}) = 0{,}6 \cdot 0{,}7 = 0{,}42\) 2. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(S)\) (Satz der totalen Wahrscheinlichkeit): \(P(S) = P(P \cap S) + P(\overline{P} \cap S) = 0{,}28 + 0{,}18 = 0{,}46\) Daraus folgt \(P(\overline{S}) = 1 - 0{,}46 = 0{,}54\). 3. Bestimmung der bedingten Wahrscheinlichkeiten für das umgekehrte Baumdiagramm (Bayes-Theorem): \(P_S(P) = \frac{P(P \cap S)}{P(S)} = \frac{0{,}28}{0{,}46} = \frac{14}{23} \approx 0{,}609\) \(P_S(\overline{P}) = \frac{0{,}18}{0{,}46} = \frac{9}{23} \approx 0{,}391\) \(P_{\overline{S}}(P) = \frac{0{,}12}{0{,}54} = \frac{2}{9} \approx 0{,}222\) \(P_{\overline{S}}(\overline{P}) = \frac{0{,}42}{0{,}54} = \frac{7}{9} \approx 0{,}778\) 4. Vergleich und Interpretation: \(P_P(S) = 0{,}7\) ist der Anteil der Streaming-Nutzer unter den Podcast-Hörern. \(P_S(P) \approx 0{,}609\) ist der Anteil der Podcast-Hörer unter den Streaming-Nutzern.

Antwort

a) \(P(S) = 46\,\%\). b) Die erste Stufe des umgekehrten Baums hat die Wahrscheinlichkeiten \(P(S) = 0{,}46\) und \(P(\overline{S}) = 0{,}54\). Die bedingten Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe sind \(P_S(P) = \frac{14}{23} \approx 0{,}609\), \(P_S(\overline{P}) = \frac{9}{23} \approx 0{,}391\), \(P_{\overline{S}}(P) = \frac{2}{9} \approx 0{,}222\) und \(P_{\overline{S}}(\overline{P}) = \frac{7}{9} \approx 0{,}778\). c) \(P_P(S) = 0{,}7\) gibt an, wie viele Podcast-Hörer auch Streaming nutzen. \(P_S(P) \approx 0{,}609\) gibt an, wie viele Streaming-Nutzer auch Podcasts hören.
43758411
Baum a) ist gegeben: \(P(+)=0{,}2\), \(P(D\mid +)=0{,}6\) und \(P(D\mid -)=0{,}1\). Rekonstruiere Baum b) mit \(D\) auf der ersten Stufe.
Abbildung zur Aufgabe 437584

Denkanstöße

- Berechne zuerst die vier Endanteile des gegebenen Baums. - Fasse die Endanteile anschließend nach dem neuen ersten Ereignis zusammen.

Lösung

1. Schnittmengen: \(P(D\cap +)=0{,}2\cdot0{,}6=0{,}12\), \(P(\overline{D}\cap +)=0{,}2\cdot0{,}4=0{,}08\), \(P(D\cap -)=0{,}8\cdot0{,}1=0{,}08\) und \(P(\overline{D}\cap -)=0{,}8\cdot0{,}9=0{,}72\). 2. \(P(D)=0{,}12+0{,}08=0{,}2\); \(P(\overline{D})=0{,}08+0{,}72=0{,}8\). 3. \(P(+\mid D)=0{,}12:0{,}2=0{,}6\) und \(P(-\mid D)=0{,}08:0{,}2=0{,}4\). 4. \(P(+\mid\overline{D})=0{,}08:0{,}8=0{,}1\) und \(P(-\mid\overline{D})=0{,}72:0{,}8=0{,}9\).

Antwort

Rekonstruierter Baum: \(P(D)=0{,}2\), \(P(\overline{D})=0{,}8\), \(P(+\mid D)=0{,}6\), \(P(-\mid D)=0{,}4\), \(P(+\mid\overline{D})=0{,}1\) und \(P(-\mid\overline{D})=0{,}9\).

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