Eine Marktforschungsumfrage unter Smartphone-Nutzern ergab, dass \(40\,\%\) der Befragten auch einen Laptop derselben Marke besitzen (Ereignis \(L\)). Insgesamt gaben \(55\,\%\) der Nutzer an, mit dem Kundenservice des Herstellers sehr zufrieden zu sein (Ereignis \(Z\)). Bei \(25\,\%\) der Befragten trafen beide Merkmale zu.
a) Übertrage die Vierfeldertafel und vervollständige diese.
<table>
<tr>
<td></td>
<td>\(L\)</td>
<td>\(\bar{L}\)</td>
<td>Gesamt</td>
</tr>
<tr>
<td>\(Z\)</td>
<td>\(25\,\%\)</td>
<td></td>
<td>\(55\,\%\)</td>
</tr>
<tr>
<td>\(\bar{Z}\)</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Gesamt</td>
<td>\(40\,\%\)</td>
<td></td>
<td>\(100\,\%\)</td>
</tr>
</table>
b) Prüfe die Ereignisse \(L\) und \(Z\) rechnerisch auf stochastische Unabhängigkeit.
c) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten \(P_L(Z)\) und \(P_{\bar{L}}(Z)\). Beschreibe deren Bedeutung im Sachzusammenhang.
d) Interpretiere deine Ergebnisse aus b) und c). Was lässt sich über den Zusammenhang zwischen dem Besitz eines Laptops der Marke und der Zufriedenheit mit dem Service sagen?
Denkanstöße
- Wie hängen die inneren Felder einer Vierfeldertafel mit den Randsummen zusammen?
- Welche Bedingung muss für die Wahrscheinlichkeiten gelten, damit zwei Ereignisse als unabhängig bezeichnet werden?
- Achte bei den bedingten Wahrscheinlichkeiten darauf, welche Teilgruppe die Grundmenge bildet.
- Vergleiche die Wahrscheinlichkeit für Zufriedenheit innerhalb der Gruppe der Laptop-Besitzer mit der in der Gruppe der Nicht-Besitzer.
Lösung
1. Vervollständigung der Vierfeldertafel durch Zeilen- und Spaltensummen: \(P(L \cap \bar{Z}) = 15\,\%\), \(P(\bar{L} \cap Z) = 30\,\%\), \(P(\bar{L} \cap \bar{Z}) = 30\,\%\), \(P(\bar{L}) = 60\,\%\), \(P(\bar{Z}) = 45\,\%\).
2. Prüfung auf stochastische Unabhängigkeit: \(P(L) \cdot P(Z) = 0{,}40 \cdot 0{,}55 = 0{,}22\). Da \(P(L \cap Z) = 0{,}25 \neq 0{,}22\), sind die Ereignisse stochastisch abhängig.
3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: \(P_L(Z) = \frac{0{,}25}{0{,}40} = 0{,}625 = 62{,}5\,\%\) (Wahrscheinlichkeit, dass ein Laptop-Besitzer zufrieden ist) und \(P_{\bar{L}}(Z) = \frac{0{,}30}{0{,}60} = 0{,}5 = 50\,\%\) (Wahrscheinlichkeit, dass ein Nicht-Besitzer eines Laptops zufrieden ist).
4. Interpretation: Da \(P_L(Z) > P_{\bar{L}}(Z)\), besteht eine positive Abhängigkeit. Kunden, die auch einen Laptop der Marke besitzen, sind tendenziell zufriedener mit dem Kundenservice als Kunden ohne Laptop der Marke.
Antwort
a) Fehlende Werte: \(P(L \cap \bar{Z}) = 15\,\%\), \(P(\bar{L} \cap Z) = 30\,\%\), \(P(\bar{L} \cap \bar{Z}) = 30\,\%\), \(P(\bar{L}) = 60\,\%\), \(P(\bar{Z}) = 45\,\%\).
b) \(P(L \cap Z) = 0{,}25\); \(P(L) \cdot P(Z) = 0{,}22\). Wegen \(0{,}25 \neq 0{,}22\) sind die Ereignisse stochastisch abhängig.
c) \(P_L(Z) = 62{,}5\,\%\); \(P_{\bar{L}}(Z) = 50\,\%\). \(P_L(Z)\) ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit dem Service zufrieden ist, unter der Bedingung, dass er einen Laptop der Marke besitzt. \(P_{\bar{L}}(Z)\) ist die entsprechende Wahrscheinlichkeit unter den Personen ohne Laptop dieser Marke.
d) Es liegt eine positive Abhängigkeit vor; der Besitz eines markengleichen Laptops geht mit einer höheren Servicezufriedenheit einher.