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Natürlicher Logarithmus

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55332012
Für welche der folgenden Werte ist \(\ln x\) definiert: \(-3\), \(0\), \(\frac{1}{2}\), \(4\)? Nenne alle zulässigen Werte.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss das Argument eines natürlichen Logarithmus erfüllen? - Prüfe jeden gegebenen Wert nur auf diese Bedingung.

Lösung

1. Der natürliche Logarithmus \(\ln x\) ist für reelle Zahlen genau dann definiert, wenn \(x>0\) gilt. 2. Von den gegebenen Werten sind \(\frac{1}{2}\) und \(4\) positiv.

Antwort

\(\frac{1}{2}\) und \(4\)
55688612
Vereinfache ohne Taschenrechner: a) \(\ln(e^4)\) b) \(e^{\ln(7)}\)

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen \(\ln\) und der Exponentialfunktion zur Basis \(e\)? - Prüfe jeweils, welche Funktion außen und welche innen steht.

Lösung

1. Natürlicher Logarithmus und natürliche Exponentialfunktion sind Umkehrfunktionen. Daher ist \(\ln(e^4)=4\). 2. Ebenso gilt \(e^{\ln(7)}=7\).

Antwort

a) \(4\) b) \(7\)
55688712
Gegeben ist \(f(x)=\ln x\). Gib den Punkt an, in dem \(G_f\) die \(x\)-Achse schneidet, und entscheide, ob \(f(x)\) für \(x>1\) positiv oder negativ ist.

Denkanstöße

- Welcher positive Wert hat den natürlichen Logarithmus \(0\)? - Nutze anschließend das Monotonieverhalten von \(\ln x\).

Lösung

1. Die Nullstelle erfüllt \(\ln x=0\). Da \(e^0=1\), gilt \(x=1\). Der Schnittpunkt ist \((1|0)\). 2. Die Funktion \(\ln x\) ist streng monoton steigend. Deshalb gilt für \(x>1\): \(\ln x>\ln1=0\).

Antwort

Schnittpunkt: \((1|0)\); für \(x>1\) gilt \(\ln x>0\).
42623712
Vereinfache die folgenden Ausdrücke so weit wie möglich: a) \(\ln(\sqrt[3]{e})\) b) \(e^{3 \cdot \ln(2) - \ln(4)}\) c) \(\ln\left(\frac{e^x}{e^{x-2}}\right)\) d) \(e^{\ln(x^2)} \cdot e^{-\ln(x)}\) für \(x > 0\)

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass die natürliche Logarithmusfunktion die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion zur Basis \(e\) ist. - Wie lassen sich Wurzeln als Potenzen schreiben? - Welche Rechenregeln gelten für Logarithmen bei Produkten oder Quotienten? - Überlege, wie du Potenzen mit gleicher Basis dividierst.

Lösung

1. Teilaufgabe a): Den Wurzelausdruck als Potenz schreiben: \(\sqrt[3]{e} = e^{\frac{1}{3}}\). Da \(\ln(e^y) = y\) gilt, folgt \(\ln(e^{\frac{1}{3}}) = \frac{1}{3}\). 2. Teilaufgabe b): Die Logarithmusgesetze im Exponenten anwenden: \(3 \cdot \ln(2) = \ln(2^3) = \ln(8)\). Der Exponent wird zu \(\ln(8) - \ln(4) = \ln(\frac{8}{4}) = \ln(2)\). Es folgt \(e^{\ln(2)} = 2\). 3. Teilaufgabe c): Die Potenzgesetze innerhalb des Logarithmus anwenden: \(\frac{e^x}{e^{x-2}} = e^{x - (x-2)} = e^2\). Es folgt \(\ln(e^2) = 2\). 4. Teilaufgabe d): Die Identität \(e^{\ln(y)} = y\) nutzen: \(e^{\ln(x^2)} = x^2\) und \(e^{-\ln(x)} = e^{\ln(x^{-1})} = \frac{1}{x}\). Das Produkt ergibt \(x^2 \cdot \frac{1}{x} = x\).

Antwort

a) \(\frac{1}{3}\) b) \(2\) c) \(2\) d) \(x\)
42623812
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit dem Term \(f(x) = \ln(e^3 \cdot x) - \ln(x)\) für \(x > 0\). a) Zeige durch Anwendung von Logarithmusgesetzen, dass der Funktionswert von \(f\) für alle \(x\) konstant ist, und gib diesen Wert an. b) Bestimme die Lösung \(x\) der Gleichung \(e^{2 \cdot \ln(x) + 1} = e^3\).

Denkanstöße

- Kannst du den Logarithmus eines Produkts in eine Summe von Logarithmen zerlegen? - Wenn zwei Potenzen mit der gleichen Basis \(e\) gleich sind, was muss dann für ihre Exponenten gelten? - Wie isoliert man die Variable, wenn sie innerhalb eines Logarithmus steht?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Anwendung des Logarithmusgesetzes für Produkte \(\ln(a \cdot b) = \ln(a) + \ln(b)\) auf den ersten Term: \(\ln(e^3 \cdot x) = \ln(e^3) + \ln(x)\). Da \(\ln(e^3) = 3\) gilt, ergibt sich \(f(x) = 3 + \ln(x) - \ln(x) = 3\). Der Wert ist für alle \(x > 0\) konstant \(3\). 2. Teilaufgabe b): Da die Basen beider Seiten der Gleichung gleich sind (\(e\)), können die Exponenten gleichgesetzt werden: \(2 \cdot \ln(x) + 1 = 3\). Subtraktion von \(1\) ergibt \(2 \cdot \ln(x) = 2\). Division durch \(2\) ergibt \(\ln(x) = 1\). Anwendung der Exponentialfunktion auf beide Seiten liefert \(x = e^1 = e\).

Antwort

a) \(f(x) = 3\) b) \(x = e\)
42627312
Vereinfache die folgenden Terme so weit wie möglich: a) \(\ln(e^{k+3})\) b) \(e^{\ln(x^2 + 1)}\) c) \(\ln\left(\frac{1}{e^5}\right)\) d) \(\ln(\sqrt{e^6})\)

Denkanstöße

- Überlege, welche Beziehung zwischen der Exponentialfunktion und dem natürlichen Logarithmus besteht. - Kannst du Brüche oder Wurzeln als Potenzen mit negativen oder rationalen Exponenten schreiben? - Gibt es eine Regel, wie man den Logarithmus einer Potenz vereinfacht? - Was passiert, wenn eine Funktion direkt auf ihre Umkehrfunktion angewendet wird?

Lösung

1. Anwendung der Identität \(\ln(e^y) = y\) auf den Ausdruck \(y = k+3\). Ergebnis: \(k+3\). 2. Ausnutzung der Eigenschaft, dass die Exponentialfunktion und der natürliche Logarithmus Umkehrfunktionen sind: \(e^{\ln(y)} = y\). Hier ist \(y = x^2+1\). Ergebnis: \(x^2+1\). 3. Umschreiben des Bruchs mithilfe der Potenzgesetze: \(\frac{1}{e^5} = e^{-5}\). Anwendung der Logarithmus-Identität: \(\ln(e^{-5}) = -5\). Ergebnis: \(-5\). 4. Darstellung der Wurzel als Potenz: \(\sqrt{e^6} = (e^6)^{1/2} = e^3\). Vereinfachung des Logarithmus: \(\ln(e^3) = 3\). Ergebnis: \(3\).

Antwort

a) \(k+3\) b) \(x^2+1\) c) \(-5\) d) \(3\)
42627412
Fasse die folgenden Ausdrücke unter Verwendung der Logarithmen- und Potenzgesetze zusammen: a) \(\ln(e^x \cdot e^2)\) b) \(e^{\ln(5) + \ln(x)}\) für \(x > 0\) c) \(\ln\left(\frac{e}{\sqrt{e}}\right)\) d) \(3 \cdot \ln(\sqrt[3]{e^{2x}})\)

Denkanstöße

- Kannst du das Argument im Logarithmus zuerst mit Potenzgesetzen vereinfachen? - Erinnerst du dich an die Gesetze, mit denen man die Summe zweier Logarithmen zusammenfassen kann? - Wie lassen sich Wurzeln allgemein als Potenzen ausdrücken? - Prüfe, ob du die Reihenfolge der Rechenschritte ändern kannst, um die Identität von \(e\) und \(\ln\) schneller zu nutzen.

Lösung

1. Zusammenfassen der Potenzen im Argument: \(e^x \cdot e^2 = e^{x+2}\). Anwendung der Identität \(\ln(e^y) = y\). Ergebnis: \(x+2\). 2. Anwendung des Produktgesetzes für Logarithmen: \(\ln(5) + \ln(x) = \ln(5x)\). Es folgt \(e^{\ln(5x)} = 5x\). Ergebnis: \(5x\). 3. Umschreiben der Wurzel als \(e^{0{,}5}\) und Anwendung der Divisionsregel für Potenzen: \(\frac{e^1}{e^{0{,}5}} = e^{1-0{,}5} = e^{0{,}5}\). Logarithmieren ergibt \(\ln(e^{0{,}5}) = 0{,}5\). Ergebnis: \(0{,}5\). 4. Umwandlung der dritten Wurzel in einen Exponenten: \(\sqrt[3]{e^{2x}} = (e^{2x})^{\frac{1}{3}} = e^{\frac{2}{3} \cdot x}\). Einsetzen in den Term: \(3 \cdot \ln(e^{\frac{2}{3} \cdot x}) = 3 \cdot \frac{2}{3} \cdot x = 2x\). Ergebnis: \(2x\).

Antwort

a) \(x+2\) b) \(5x\) c) \(0{,}5\) d) \(2x\)
42631512
Vereinfache die folgenden Terme unter Verwendung der Logarithmengesetze: a) \(\ln\left(\frac{1}{e^3}\right)\) b) \(e^{\ln(0{,}5x)}\) für \(x > 0\) c) \(4 \cdot \ln(\sqrt{e^x})\) d) \(\ln(e^4 \cdot \sqrt{e})\)

Denkanstöße

- Überlege, wie Logarithmus- und Exponentialfunktion zusammenhängen. - Kannst du Brüche oder Wurzeln als Potenzen zur Basis \(e\) schreiben? - Welche Rechenregeln gelten für den Logarithmus von Produkten oder Potenzen?

Lösung

1. Anwendung der Eigenschaft \(\ln(e^y) = y\) unter Berücksichtigung von Potenzgesetzen: \(\ln(e^{-3}) = -3\). 2. Nutzung der Tatsache, dass die Exponentialfunktion und der natürliche Logarithmus Umkehrfunktionen sind: \(e^{\ln(0{,}5x)} = 0{,}5x\). 3. Umformung der Wurzel in eine Potenz mit dem Exponenten \(\frac{1}{2}\) und Anwendung der Logarithmengesetze: \(4 \cdot \ln(e^{\frac{x}{2}}) = 4 \cdot \frac{x}{2} = 2x\). 4. Zusammenfassen der Faktoren im Argument der Logarithmusfunktion mittels Potenzgesetzen zu \(e^{4{,}5}\) und anschließende Vereinfachung: \(\ln(e^{4{,}5}) = 4{,}5\).

Antwort

a) \(-3\) b) \(0{,}5x\) c) \(2x\) d) \(4{,}5\)
42631612
Fasse die Ausdrücke so weit wie möglich zusammen: a) \(\ln(\sqrt[3]{e^6})\) b) \(e^{2 \cdot \ln(x)}\) für \(x > 0\) c) \(\ln\left(\frac{e^x}{e^2}\right)\) d) \(5 \cdot \ln(e^{x+1})\)

Denkanstöße

- Denke an die Regel für den Logarithmus einer Potenz. - Wie lässt sich ein Vorfaktor vor dem Logarithmus in den Logarithmus „hineinziehen“? - Erinnere dich an die Definition des natürlichen Logarithmus als Umkehrfunktion der \(e\)-Funktion.

Lösung

1. Darstellung der dritten Wurzel als rationaler Exponent: \(\ln(e^{\frac{6}{3}}) = \ln(e^2) = 2\). 2. Anwendung des Logarithmengesetzes für Faktoren vor dem Logarithmus, um den Ausdruck in die Form \(e^{\ln(y)}\) zu bringen: \(e^{\ln(x^2)} = x^2\). 3. Verrechnung der Potenzen innerhalb des Logarithmus durch Subtraktion der Exponenten: \(\ln(e^{x-2}) = x - 2\). 4. Direkte Nutzung der Identität \(\ln(e^y) = y\) und anschließendes Ausmultiplizieren: \(5 \cdot (x + 1) = 5x + 5\).

Antwort

a) \(2\) b) \(x^2\) c) \(x - 2\) d) \(5x + 5\)
42634112
Gegeben ist die natürliche Logarithmusfunktion \(f(x)=\ln(x)\). Der Graph von \(g\) entsteht durch Spiegelung des Graphen von \(f\) an der y-Achse und anschließende Verschiebung um \(3\) Einheiten nach oben. a) Gib die Funktionsgleichung von \(g\) an. b) Bestimme die maximale Definitionsmenge \(D_g\) und die Gleichung der vertikalen Asymptote.

Denkanstöße

- Welche Änderung im Argument beschreibt eine Spiegelung an der y-Achse? - Eine Verschiebung nach oben verändert nicht das Argument des Logarithmus. - Für welche Argumente ist \(\ln\) definiert, und wo nähert sich sein Graph einer vertikalen Geraden?

Lösung

1. Die Spiegelung an der y-Achse ersetzt \(x\) durch \(-x\). Dadurch entsteht \(\ln(-x)\). 2. Die Verschiebung um \(3\) Einheiten nach oben ergibt \(g(x)=\ln(-x)+3\). 3. Für den natürlichen Logarithmus muss das Argument positiv sein: \(-x>0\). Daher gilt \(x<0\) und somit \(D_g=]-\infty;0[\). 4. Für \(x\to0^-\) gilt \(-x\to0^+\), daher fällt \(\ln(-x)\) unbegrenzt. Die vertikale Asymptote ist \(x=0\).

Antwort

a) \(g(x)=\ln(-x)+3\). b) \(D_g=]-\infty;0[\); vertikale Asymptote: \(x=0\).
42655312
Vereinfache die folgenden Terme so weit wie möglich: a) \(\ln(e^5) - 2\) b) \(e^{\ln(4x)} \cdot \frac{1}{2}\) für \(x > 0\) c) \(3 \cdot \ln(\sqrt[3]{e})\) d) \(\ln\left(\frac{e^3}{e}\right)\) e) \(e^{2 \cdot \ln(3)} + 1\)

Denkanstöße

- Was weißt du über die Hintereinanderausführung von Exponentialfunktion und Logarithmus? - Wie kann man eine Wurzel als Potenz mit rationalem Exponenten schreiben? - Gibt es Logarithmus- oder Potenzgesetze, mit denen du die Terme in der Klammer oder im Exponenten vereinfachen kannst? - Überlege, wie man Brüche mit gleicher Basis verrechnet.

Lösung

1. Anwendung der Eigenschaft \(\ln(e^x) = x\): \(5 - 2 = 3\). 2. Anwendung der Eigenschaft \(e^{\ln(x)} = x\): \(4x \cdot \frac{1}{2} = 2x\). 3. Umschreiben der Wurzel als Potenz \(e^{1/3}\) und Anwendung der Logarithmusgesetze: \(3 \cdot \frac{1}{3} = 1\). 4. Zusammenfassen des Bruchs durch Subtraktion der Exponenten: \(\ln(e^{3-1}) = \ln(e^2) = 2\). 5. Anwendung der Regel \(n \cdot \ln(a) = \ln(a^n)\) im Exponenten: \(e^{\ln(3^2)} + 1 = 9 + 1 = 10\).

Antwort

a) \(3\) b) \(2x\) c) \(1\) d) \(2\) e) \(10\)
42655412
Fasse die Terme unter Verwendung der Logarithmus- und Potenzgesetze zusammen: a) \(\ln(e^x \cdot e^3) - x\) b) \(e^{\ln(10) - \ln(2)}\) c) \(8 \cdot \ln(\sqrt{e})\) d) \(\ln\left(\frac{1}{e^n}\right) + n\) e) \(\frac{1}{t} \cdot e^{\ln(t^2)}\) für \(t \neq 0\)

Denkanstöße

- Kannst du die Terme innerhalb des Logarithmus zuerst mit Potenzgesetzen vereinfachen? - Welche Regel erlaubt es, zwei Logarithmen zu subtrahieren? - Wie hängen Brüche mit negativen Exponenten zusammen? - Was passiert, wenn eine Funktion und ihre Umkehrfunktion direkt nacheinander auf einen Wert wirken?

Lösung

1. Addition der Exponenten im Logarithmus und Anwendung der Umkehrfunktion: \(\ln(e^{x+3}) - x = x + 3 - x = 3\). 2. Anwendung des Logarithmusgesetzes für Differenzen \(\ln(a) - \ln(b) = \ln(a/b)\): \(e^{\ln(10/2)} = e^{\ln(5)} = 5\). 3. Darstellung der Wurzel als Potenz \(e^{0{,}5}\): \(8 \cdot 0{,}5 = 4\). 4. Umschreiben des Bruchs als negative Potenz \(e^{-n}\): \(\ln(e^{-n}) + n = -n + n = 0\). 5. Vereinfachung des Exponentialausdrucks und anschließende Kürzung: \(\frac{1}{t} \cdot t^2 = t\).

Antwort

a) \(3\) b) \(5\) c) \(4\) d) \(0\) e) \(t\)
42758512
Gegeben sind die Näherungswerte \(\ln(2) \approx 0{,}69\) und \(\ln(5) \approx 1{,}61\). Berechne unter Anwendung der Logarithmengesetze einen Näherungswert für die folgenden Ausdrücke: a) \(\ln(10)\) b) \(\ln(2{,}5)\) c) \(\ln(80)\) d) \(\ln(0{,}4)\) e) \(\ln(\sqrt{5})\)

Denkanstöße

- Kannst du die Zahl im Logarithmus als Produkt oder Quotient aus den Zahlen 2 und 5 schreiben? - Überlege, wie man Dezimalzahlen wie \(2{,}5\) oder \(0{,}4\) als Brüche darstellen kann. - Wie lässt sich eine Wurzel mithilfe eines Exponenten ausdrücken? - Welche Rechenregel erlaubt es, einen Exponenten vor den Logarithmus zu ziehen?

Lösung

1. Anwendung der Produktregel: \(\ln(10) = \ln(2 \cdot 5) = \ln(2) + \ln(5) = 0{,}69 + 1{,}61 = 2{,}30\) 2. Anwendung der Quotientenregel: \(\ln(2{,}5) = \ln\left(\frac{5}{2}\right) = \ln(5) - \ln(2) = 1{,}61 - 0{,}69 = 0{,}92\) 3. Zerlegung in Faktoren und Anwendung der Potenz- und Produktregel: \(\ln(80) = \ln(2^4 \cdot 5) = 4 \cdot \ln(2) + \ln(5) = 4 \cdot 0{,}69 + 1{,}61 = 2{,}76 + 1{,}61 = 4{,}37\) 4. Anwendung der Quotientenregel: \(\ln(0{,}4) = \ln\left(\frac{2}{5}\right) = \ln(2) - \ln(5) = 0{,}69 - 1{,}61 = -0{,}92\) 5. Umschreiben der Wurzel als Potenz und Anwendung der Potenzregel: \(\ln(\sqrt{5}) = \ln(5^{0{,}5}) = 0{,}5 \cdot \ln(5) = 0{,}5 \cdot 1{,}61 = 0{,}805\)

Antwort

a) \(2{,}30\) b) \(0{,}92\) c) \(4{,}37\) d) \(-0{,}92\) e) \(0{,}805\)
42758612
Verwende die Näherungswerte \(\ln(3) \approx 1{,}10\) und \(\ln(10) \approx 2{,}30\), um die folgenden Werte ohne Taschenrechner zu bestimmen: a) \(\ln(30)\) b) \(\ln(0{,}03)\) c) \(\ln(27)\) d) \(\ln(\sqrt{30})\) e) \(\ln(0{,}9)\)

Denkanstöße

- Versuche, jede Zahl im Logarithmus durch 3 und 10 auszudrücken. - Denke daran, dass \(100 = 10^2\) und \(27 = 3^3\) ist. - Was passiert mit dem Vorzeichen, wenn eine Zahl im Nenner eines Bruchs steht? - Wie hängen \(\ln(30)\) und \(\ln(\sqrt{30})\) mathematisch zusammen?

Lösung

1. Produktregel nutzen: \(\ln(30) = \ln(3 \cdot 10) = \ln(3) + \ln(10) = 1{,}10 + 2{,}30 = 3{,}40\) 2. Darstellung als Bruch und Anwendung der Regeln: \(\ln(0{,}03) = \ln\left(\frac{3}{100}\right) = \ln(3) - \ln(10^2) = \ln(3) - 2 \cdot \ln(10) = 1{,}10 - 2 \cdot 2{,}30 = -3{,}50\) 3. Potenzregel nutzen: \(\ln(27) = \ln(3^3) = 3 \cdot \ln(3) = 3 \cdot 1{,}10 = 3{,}30\) 4. Kombination aus Wurzel- und Produktregel: \(\ln(\sqrt{30}) = \frac{1}{2} \ln(30) = 0{,}5 \cdot 3{,}40 = 1{,}70\) 5. Darstellung als Bruch: \(\ln(0{,}9) = \ln\left(\frac{9}{10}\right) = \ln(3^2) - \ln(10) = 2 \cdot \ln(3) - \ln(10) = 2{,}20 - 2{,}30 = -0{,}10\)

Antwort

a) \(3{,}40\) b) \(-3{,}50\) c) \(3{,}30\) d) \(1{,}70\) e) \(-0{,}10\)
42760112
Leon stellt folgende Behauptung auf: „Die Gleichung \(\ln(x^2)=2\ln(x)\) ist für alle \(x\in\mathbb{R}\setminus\{0\}\) eine gültige Umformung, da man den Exponenten nach den Logarithmengesetzen als Faktor vor den Logarithmus ziehen darf.“ Beurteile die Aussage unter Berücksichtigung der Definitionsmengen beider Seiten.

Denkanstöße

- Bestimme die Definitionsmenge jeder Seite getrennt. - Prüfe einen negativen Wert von \(x\), bevor du die Gleichheit allgemein beurteilst. - Welche Form des Potenzgesetzes berücksichtigt auch negative Werte von \(x\)?

Lösung

1. \(\ln(x^2)\) ist genau für \(x\neq0\) definiert. 2. \(2\ln(x)\) ist im Reellen nur für \(x>0\) definiert. 3. Die beiden Seiten haben also unterschiedliche Definitionsmengen. Für \(x=-2\) ist beispielsweise \(\ln(x^2)=\ln(4)\) definiert, \(2\ln(x)\) dagegen nicht. 4. Die Behauptung ist falsch. Für \(x>0\) gilt \(\ln(x^2)=2\ln(x)\); für alle \(x\neq0\) gilt \(\ln(x^2)=2\ln|x|\).

Antwort

Die Aussage ist falsch. \(\ln(x^2)=2\ln(x)\) ist im Reellen nur für \(x>0\) gültig; für alle \(x\neq0\) gilt \(\ln(x^2)=2\ln|x|\).
42760312
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=\ln(x^2-15)\). Bestimme die maximale Definitionsmenge sowie alle Nullstellen.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss das Argument eines Logarithmus erfüllen? - Löse die entstehende quadratische Ungleichung, bevor du nach Nullstellen suchst. - Welchen Wert muss das Logarithmusargument bei einer Nullstelle haben? - Prüfe gefundene Lösungen anschließend gegen die Definitionsmenge.

Lösung

1. Für den Logarithmus muss \(x^2-15>0\) gelten. Daraus folgt \(|x|>\sqrt{15}\), also \(D_f=]-\infty;-\sqrt{15}[\cup]\sqrt{15};\infty[\). 2. Für eine Nullstelle gilt \(\ln(x^2-15)=0\). Damit muss \(x^2-15=1\) sein. 3. Aus \(x^2=16\) folgen \(x=-4\) und \(x=4\). Beide Werte liegen in der Definitionsmenge.

Antwort

\(D_f=]-\infty;-\sqrt{15}[\cup]\sqrt{15};\infty[\) Nullstellen: \(x=-4\) und \(x=4\)
42763712
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = \frac{x + \ln(x)}{x}\) für \(x > 0\). Bestimme den Grenzwert der Funktion für \(x \to \infty\).

Denkanstöße

- Kannst du den Bruch in zwei einfachere Teile zerlegen? - Welche der beiden Funktionen im Zähler oder Nenner wächst für sehr große Werte schneller? - Erinnere dich an die Regel für das Verhalten von \(\frac{\ln(x)}{x}\) im Unendlichen.

Lösung

1. Den Funktionsterm durch Aufteilen des Bruchs vereinfachen: \(f(x) = \frac{x}{x} + \frac{\ln(x)}{x} = 1 + \frac{\ln(x)}{x}\). 2. Das Grenzverhalten der einzelnen Summanden für \(x \to \infty\) betrachten: Der erste Summand ist konstant \(1\). 3. Die Wachstumsregel für Logarithmus- und Potenzfunktionen anwenden: Da Potenzfunktionen (hier \(x^1\)) für \(x \to \infty\) stärker wachsen als die Logarithmusfunktion, gilt \(\lim_{x \to \infty} \frac{\ln(x)}{x} = 0\). 4. Die Grenzwerte addieren: \(\lim_{x \to \infty} (1 + \frac{\ln(x)}{x}) = 1 + 0 = 1\).

Antwort

\(\lim_{x \to \infty} f(x) = 1\)
42763812
Gegeben ist die Funktion \(g: x \mapsto x \cdot \ln(x^2)\) für \(x > 0\). Bestimme den Grenzwert \(\lim_{x \to 0^+} g(x)\).

Denkanstöße

- Hilft dir ein Logarithmengesetz dabei, den Exponenten im Inneren des Logarithmus nach vorne zu ziehen? - Was passiert mit \(x\) und was mit \(\ln(x)\), wenn \(x\) immer näher an \(0\) rückt? - Gibt es eine bekannte Regel für Grenzwerte der Form \(x^n \cdot \ln(x)\) an der Stelle \(0\)?

Lösung

1. Den Logarithmusterm mithilfe der Logarithmengesetze vereinfachen: \(g(x) = x \cdot 2 \cdot \ln(x) = 2 \cdot (x \ln(x))\). 2. Die Art des unbestimmten Ausdrucks für \(x \to 0\) identifizieren: Der Faktor \(x\) nähert sich \(0\), während \(\ln(x)\) gegen \(-\infty\) strebt (Form \(0 \cdot (-\infty)\)). 3. Den Standardgrenzwert für das Produkt aus Potenz- und Logarithmusfunktion anwenden: Für jede positive Potenz \(n\) gilt \(\lim_{x \to 0^+} x^n \cdot \ln(x) = 0\). Hier ist \(n=1\). 4. Das Ergebnis berechnen: \(2 \cdot 0 = 0\).

Antwort

\(\lim_{x \to 0^+} g(x) = 0\)
42986112
Bestimme die exakten Werte der folgenden Ausdrücke: (1) \(\ln(e^{10})\) (2) \(\ln\left(\frac{1}{e^4}\right)\) (3) \(\ln(\sqrt[4]{e})\) (4) \(\ln(1)\) (5) \(\ln\left(\frac{e^2}{\sqrt{e}}\right)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man Wurzeln und Brüche als Potenzen zur Basis \(e\) schreiben kann. - Was ist die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion zur Basis \(e\)? - Welche Zahl muss man als Exponent wählen, damit \(e^x = 1\) gilt? - Nutze die Potenzgesetze, um Brüche mit gleicher Basis zusammenzufassen.

Lösung

1. Anwendung der Eigenschaft \(\ln(e^x) = x\): \(\ln(e^{10}) = 10\). 2. Umschreiben des Bruchs als Potenz mit negativem Exponenten: \(\frac{1}{e^4} = e^{-4}\). Daraus folgt \(\ln(e^{-4}) = -4\). 3. Umschreiben der Wurzel als Potenz: \(\sqrt[4]{e} = e^{\frac{1}{4}} = e^{0{,}25}\). Daraus folgt \(\ln(e^{0{,}25}) = 0{,}25\). 4. Da \(e^0 = 1\) gilt, ist \(\ln(1) = 0\). 5. Anwendung der Potenzgesetze im Argument: \(\frac{e^2}{e^{0{,}5}} = e^{2 - 0{,}5} = e^{1{,}5}\). Daraus folgt \(\ln(e^{1{,}5}) = 1{,}5\).

Antwort

(1) \(10\) (2) \(-4\) (3) \(0{,}25\) (4) \(0\) (5) \(1{,}5\)
42986212
Vereinfache die folgenden Terme mithilfe der Logarithmengesetze so weit wie möglich: (1) \(\ln(e^x)\) (2) \(\ln(e^2 \cdot e^a)\) (3) \(\ln\left(\frac{1}{\sqrt[n]{e}}\right)\) (4) \(e^{\ln(3)}\) (5) \(\ln\left(\frac{e^m}{e^n}\right)\)

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass \(\ln(x)\) und \(e^x\) gegenseitige Umkehrfunktionen sind. - Wie lassen sich Produkte und Quotienten von Potenzen mit gleicher Basis vereinfachen? - Kannst du einen Bruch oder eine Wurzel in eine einzige Potenzschreibweise umwandeln? - Was passiert, wenn eine Funktion direkt auf ihre Umkehrfunktion angewendet wird?

Lösung

1. Da der natürliche Logarithmus die Umkehrfunktion der Exponentialfunktion zur Basis \(e\) ist, gilt direkt \(\ln(e^x) = x\). 2. Zusammenfassen der Potenzen im Argument: \(e^2 \cdot e^a = e^{2+a}\). Anwendung der Logarithmenseigenschaft ergibt \(2+a\). 3. Umschreiben des Terms als Potenz: \(\frac{1}{\sqrt[n]{e}} = \frac{1}{e^{1/n}} = e^{-1/n}\). Damit ist der Wert \(-\frac{1}{n}\). 4. Die Hintereinanderausführung von Exponentialfunktion und Logarithmusfunktion ergibt das Argument selbst: \(e^{\ln(3)} = 3\). 5. Anwendung der Potenzgesetze für Division: \(\frac{e^m}{e^n} = e^{m-n}\). Der Logarithmus davon ist \(m-n\).

Antwort

(1) \(x\) (2) \(2+a\) (3) \(-\frac{1}{n}\) (4) \(3\) (5) \(m-n\)
42986612
Vereinfache die folgenden Terme, die den natürlichen Logarithmus enthalten, so weit wie möglich. Gehe davon aus, dass alle Variablen so gewählt sind, dass die Ausdrücke definiert sind. a) \(\ln(e^x \cdot e^2)\) b) \(\ln\left(\frac{\sqrt{e^k}}{e}\right)\) c) \(\ln\left(\sqrt[n]{e^{-3}}\right)\) d) \(\ln\left(\frac{e}{\sqrt[4]{e^3}}\right)\)

Denkanstöße

- Nutze die Rechenregeln für Potenzen, um die Ausdrücke innerhalb des Logarithmus zuerst zu einer einzigen Potenz von \(e\) zusammenzufassen. - Denke daran, dass \(\sqrt[n]{x^m} = x^{\frac{m}{n}}\) gilt. - Welche Rechenregel gilt für die Division von Potenzen mit gleicher Basis? - Was passiert, wenn die Basis des Logarithmus und die Basis der Potenz im Argument identisch sind?

Lösung

1. Für Teil a): Verwendung des Potenzgesetzes \(e^a \cdot e^b = e^{a+b}\) führt zu \(\ln(e^{x+2})\). Durch die Identität \(\ln(e^y) = y\) ergibt sich \(x + 2\). 2. Für Teil b): Umschreiben der Wurzel und des Bruchs: \(\frac{e^{\frac{k}{2}}}{e^1} = e^{\frac{k}{2} - 1}\). Der Logarithmus liefert \(\frac{k}{2} - 1\). 3. Für Teil c): Darstellung der n-ten Wurzel als Exponent: \(\sqrt[n]{e^{-3}} = (e^{-3})^{\frac{1}{n}} = e^{-\frac{3}{n}}\). Der Wert ist \(-\frac{3}{n}\). 4. Für Teil d): Umformung des Arguments: \(\frac{e^1}{e^{\frac{3}{4}}} = e^{1 - \frac{3}{4}} = e^{\frac{1}{4}}\). Der Logarithmus ergibt \(\frac{1}{4}\) bzw. \(0{,}25\).

Antwort

a) \(x + 2\) b) \(\frac{k}{2} - 1\) c) \(-\frac{3}{n}\) d) \(\frac{1}{4}\) oder \(0{,}25\)
42987512
Fasse den folgenden Term mithilfe der Logarithmengesetze zu einem einzigen natürlichen Logarithmus zusammen und vereinfache den Ausdruck so weit wie möglich: \(3 \cdot \ln(x) + \frac{1}{2} \cdot \ln(y) - \ln(z^2)\)

Denkanstöße

- Welche Regel erlaubt es dir, einen Vorfaktor in den Logarithmus zu ziehen? - Wie kannst du eine Summe von zwei Logarithmen mit derselben Basis zusammenfassen? - Was passiert mit dem Argument, wenn du einen Logarithmus von einem anderen subtrahierst? - Erinnerst du dich, wie man Potenzen mit rationalen Exponenten als Wurzeln schreiben kann?

Lösung

1. Anwendung der Potenzregel für Logarithmen: \(3 \cdot \ln(x) = \ln(x^3)\) und \(\frac{1}{2} \cdot \ln(y) = \ln(y^{1/2}) = \ln(\sqrt{y})\). 2. Anwendung der Summenregel: \(\ln(x^3) + \ln(\sqrt{y}) = \ln(x^3 \cdot \sqrt{y})\). 3. Anwendung der Differenzregel: \(\ln(x^3 \cdot \sqrt{y}) - \ln(z^2) = \ln\left(\frac{x^3 \cdot \sqrt{y}}{z^2}\right)\).

Antwort

\(\ln\left(\frac{x^3 \sqrt{y}}{z^2}\right)\)
42987612
Zerlege den folgenden Term mithilfe der Logarithmengesetze in eine Summe oder Differenz einfacher Logarithmen. Vereinfache dabei alle Ausdrücke, die die Basis \(e\) enthalten, so weit wie möglich: \(\ln\left(\frac{\sqrt{e} \cdot a^4}{b \cdot c^2}\right)\) Gehe von \(a>0\), \(b>0\) und \(c>0\) aus.

Denkanstöße

- Beginne damit, den Bruch innerhalb des Logarithmus aufzulösen. - Achte beim Auflösen des Nenners besonders auf die Vorzeichen in der Summe. - Überlege, welchen Wert der natürliche Logarithmus der Eulerschen Zahl \(e\) hat. - Wie kannst du Wurzeln und Exponenten innerhalb eines Logarithmus umschreiben?

Lösung

1. Anwendung der Quotientenregel für Logarithmen: \(\ln(\sqrt{e} \cdot a^4) - \ln(b \cdot c^2)\). 2. Anwendung der Produktregel auf beide Terme: \(\ln(\sqrt{e}) + \ln(a^4) - (\ln(b) + \ln(c^2))\). 3. Auflösen der Klammer unter Beachtung des Vorzeichens: \(\ln(\sqrt{e}) + \ln(a^4) - \ln(b) - \ln(c^2)\). 4. Anwendung der Potenzregel und Vereinfachung des Terms mit der Basis \(e\): \(\ln(e^{1/2}) = \frac{1}{2}\), \(\ln(a^4) = 4 \ln(a)\) und \(\ln(c^2) = 2 \ln(c)\). 5. Endergebnis: \(\frac{1}{2} + 4 \ln(a) - \ln(b) - 2 \ln(c)\).

Antwort

\(\frac{1}{2} + 4 \ln(a) - \ln(b) - 2 \ln(c)\)
42987712
Fasse die folgenden Terme mithilfe der Logarithmengesetze für den natürlichen Logarithmus zu einem einzigen Logarithmusterm zusammen und vereinfache das Ergebnis so weit wie möglich. a) \(3 \cdot \ln(x) + 2 \cdot \ln(y) - \ln(z)\) b) \(\frac{1}{2} \ln(a) - \frac{1}{4} \ln(b)\) c) \(\ln(x^2 - 1) - \ln(x + 1)\) Gehe in a) von \(x > 0\), \(y > 0\) und \(z > 0\), in b) von \(a > 0\) und \(b > 0\) sowie in c) von \(x > 1\) aus.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie du Faktoren vor dem Logarithmus als Exponenten in den Logarithmus ziehen kannst. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen rationalen Exponenten und Wurzeln. - Nutze die Rechenregeln für Summen und Differenzen von Logarithmen, um alles in ein Argument zu schreiben. - Prüfe bei Brüchen im Argument, ob du den Zähler faktorisieren und den Bruch kürzen kannst.

Lösung

1. Anwendung der Potenzregel \(n \cdot \ln(u) = \ln(u^n)\) und der Produkt- sowie Quotientengesetze \(\ln(u) + \ln(v) = \ln(u \cdot v)\) bzw. \(\ln(u) - \ln(v) = \ln\left(\frac{u}{v}\right)\) auf Teilaufgabe a): \(3 \cdot \ln(x) + 2 \cdot \ln(y) - \ln(z) = \ln(x^3) + \ln(y^2) - \ln(z) = \ln\left(\frac{x^3 \cdot y^2}{z}\right)\). 2. Anwendung der Potenzregel auf Teilaufgabe b) unter Berücksichtigung von Wurzeln: \(\frac{1}{2} \ln(a) - \frac{1}{4} \ln(b) = \ln(a^{\frac{1}{2}}) - \ln(b^{\frac{1}{4}}) = \ln(\sqrt{a}) - \ln(\sqrt[4]{b}) = \ln\left(\frac{\sqrt{a}}{\sqrt[4]{b}}\right)\). 3. Anwendung des Quotientengesetzes auf Teilaufgabe c) und anschließende Vereinfachung durch Faktorisierung mit der dritten binomischen Formel: \(\ln(x^2 - 1) - \ln(x + 1) = \ln\left(\frac{x^2 - 1}{x + 1}\right) = \ln\left(\frac{(x - 1) \cdot (x + 1)}{x + 1}\right) = \ln(x - 1)\).

Antwort

a) \(\ln\left(\frac{x^3 \cdot y^2}{z}\right)\) b) \(\ln\left(\frac{\sqrt{a}}{\sqrt[4]{b}}\right)\) c) \(\ln(x - 1)\)
42987812
Zerlege die folgenden Ausdrücke mithilfe der Logarithmengesetze in Summen und Differenzen einfacher Logarithmen. Vereinfache dabei Terme, die die Eulersche Zahl \(e\) enthalten, so weit wie möglich. Gehe in a) von \(x>0\), \(y>0\), \(z>0\), in b) von \(a>0\) und in c) von \(x>-1\) aus. a) \(\ln \left( \frac{x^2 \cdot \sqrt{y}}{z} \right)\) b) \(\ln (e^2 \cdot a^5)\) c) \(\ln \left( \frac{e^{-2x}}{x+1} \right)\)

Denkanstöße

- Gehe schrittweise vor: Löse zuerst den Bruch auf, dann Produkte und schließlich Potenzen. - Was passiert, wenn der natürliche Logarithmus auf eine Potenz der Basis \(e\) trifft? - Achte darauf, Klammern korrekt zu setzen, wenn du ein Produkt im Nenner zerlegst. - Behandle Wurzeln wie Potenzen mit Brüchen als Exponenten.

Lösung

1. Anwendung der Quotientenregel, Produktregel und Potenzregel auf Teilaufgabe a): \(\ln \left( \frac{x^2 \cdot \sqrt{y}}{z} \right) = \ln(x^2 \cdot \sqrt{y}) - \ln(z) = \ln(x^2) + \ln(y^{\frac{1}{2}}) - \ln(z) = 2 \cdot \ln(x) + \frac{1}{2} \ln(y) - \ln(z)\). 2. Anwendung der Produkt- und Potenzregel auf Teilaufgabe b), wobei \(\ln(e^k) = k\) genutzt wird: \(\ln(e^2 \cdot a^5) = \ln(e^2) + \ln(a^5) = 2 + 5 \cdot \ln(a)\). 3. Anwendung der Quotienten- und Potenzregel auf Teilaufgabe c) unter Verwendung der Eigenschaft des natürlichen Logarithmus: \(\ln \left( \frac{e^{-2x}}{x+1} \right) = \ln(e^{-2x}) - \ln(x+1) = -2x \ln(e) - \ln(x+1) = -2x - \ln(x+1)\).

Antwort

a) \(2 \cdot \ln(x) + \frac{1}{2} \ln(y) - \ln(z)\) b) \(2 + 5 \cdot \ln(a)\) c) \(-2x - \ln(x+1)\)
42988112
Beweise die Identität \(\ln(\sqrt{x}) = \frac{1}{2} \ln(x)\) für alle \(x > 0\). Nutze dabei die Eigenschaft, dass der Logarithmus eines Produkts der Summe der Logarithmen der einzelnen Faktoren entspricht.

Denkanstöße

- Wie kannst du die Zahl \(x\) mithilfe einer Wurzel als Produkt von zwei gleichen Faktoren schreiben? - Kannst du den Term innerhalb des Logarithmus als Produkt ausdrücken? - Was passiert mit einem Logarithmus, wenn sein Argument ein Produkt ist? - Wie oft kommt der Term \(\ln(\sqrt{x})\) vor, wenn du die Bestandteile des Produkts einzeln betrachtest?

Lösung

1. Darstellung von \(x\) als Produkt zweier identischer Wurzelterme: \(x = \sqrt{x} \cdot \sqrt{x}\) 2. Anwendung des natürlichen Logarithmus auf beide Seiten der Gleichung: \(\ln(x) = \ln(\sqrt{x} \cdot \sqrt{x})\) 3. Anwendung der Eigenschaft \(\ln(u \cdot v) = \ln(u) + \ln(v)\) auf die rechte Seite: \(\ln(x) = \ln(\sqrt{x}) + \ln(\sqrt{x})\) 4. Zusammenfassen der identischen Summanden auf der rechten Seite: \(\ln(x) = 2 \cdot \ln(\sqrt{x})\) 5. Division der gesamten Gleichung durch 2 liefert die gesuchte Identität: \(\frac{1}{2} \ln(x) = \ln(\sqrt{x})\)

Antwort

Durch die Darstellung \(x = \sqrt{x} \cdot \sqrt{x}\) und Anwendung der Regel für Logarithmen von Produkten folgt \(\ln(x) = \ln(\sqrt{x}) + \ln(\sqrt{x}) = 2 \cdot \ln(\sqrt{x})\). Durch Division beider Seiten durch 2 ergibt sich die Behauptung \(\ln(\sqrt{x}) = \frac{1}{2} \ln(x)\).
42990912
Vereinfache die folgenden Terme so weit wie möglich: a) \(\ln(e^4 \cdot \sqrt{e})\) b) \(\ln\left(\frac{1}{e \cdot e^2}\right)\) c) \(e^{\ln(5) - \ln(2)}\) d) \(e^{-2 \ln(3)}\)

Denkanstöße

- Wie hängen die natürliche Exponentialfunktion und der natürliche Logarithmus zusammen? - Welche Rechenregeln für Logarithmen kennst du für Differenzen oder Produkte? - Kannst du Wurzeln und Brüche als Potenzen zur Basis \(e\) schreiben? - Was passiert, wenn ein Faktor vor dem Logarithmus steht?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Anwendung der Potenzgesetze ergibt \(e^4 \cdot e^{0{,}5} = e^{4{,}5}\). Da \(\ln(e^x) = x\) gilt, folgt \(\ln(e^{4{,}5}) = 4{,}5\). 2. Teilaufgabe b): Der Nenner wird zu \(e^3\) zusammengefasst, woraus \(\ln(e^{-3})\) folgt. Das Ergebnis ist \(-3\). 3. Teilaufgabe c): Mithilfe der Logarithmengesetze gilt \(\ln(5) - \ln(2) = \ln\left(\frac{5}{2}\right) = \ln(2{,}5)\). Da \(e^{\ln(x)} = x\) gilt, folgt \(e^{\ln(2{,}5)} = 2{,}5\). 4. Teilaufgabe d): Der Koeffizient wird in den Logarithmus gezogen: \(-2 \ln(3) = \ln(3^{-2}) = \ln\left(\frac{1}{9}\right)\). Damit ergibt sich \(e^{\ln(1/9)} = \frac{1}{9}\).

Antwort

a) \(4{,}5\) b) \(-3\) c) \(2{,}5\) d) \(\frac{1}{9}\)
42991012
Bestimme den Wert der folgenden Ausdrücke: a) \(\ln(\sqrt[5]{e^2})\) b) \(e^{\ln(12) - 2 \ln(2)}\) c) \(\ln\left(\frac{e^{k+1}}{e^k}\right)\) d) \(3 e^{-\ln(0{,}25)}\)

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition der \(n\)-ten Wurzel als Potenz. - Nutze die Potenzgesetze, um Brüche mit gleicher Basis zu vereinfachen. - Wie kannst du einen negativen Faktor vor dem Logarithmus in den Numerus verschieben? - Überlege dir, was der Kehrwert von \(0{,}25\) ist.

Lösung

1. Teilaufgabe a): Umschreiben der Wurzel als Potenz ergibt \(\ln(e^{2/5})\). Aufgrund der Identität \(\ln(e^x) = x\) ist das Ergebnis \(\frac{2}{5} = 0{,}4\). 2. Teilaufgabe b): Anwendung der Logarithmengesetze im Exponenten: \(2 \ln(2) = \ln(2^2) = \ln(4)\). Damit lautet der Exponent \(\ln(12) - \ln(4) = \ln\left(\frac{12}{4}\right) = \ln(3)\). Es folgt \(e^{\ln(3)} = 3\). 3. Teilaufgabe c): Vereinfachung des Bruchs durch Subtraktion der Exponenten: \(\frac{e^{k+1}}{e^k} = e^{(k+1)-k} = e^1\). Somit ist \(\ln(e^1) = 1\). 4. Teilaufgabe d): Umformung des Exponenten: \(-\ln(0{,}25) = \ln(0{,}25^{-1}) = \ln\left(\frac{1}{0{,}25}\right) = \ln(4)\). Der Ausdruck wird zu \(3 \cdot e^{\ln(4)} = 3 \cdot 4 = 12\).

Antwort

a) \(0{,}4\) b) \(3\) c) \(1\) d) \(12\)
42992112
Fasse die folgenden Ausdrücke mithilfe der Logarithmengesetze zu einem einzigen Logarithmus zusammen und vereinfache das Ergebnis so weit wie möglich. a) \(\ln(x^2 - 25) - \ln(x - 5)\) für \(x > 5\) b) \(2 \cdot \ln(x) + \ln(4) - \ln(4 \cdot x)\) für \(x > 0\) c) \(\ln\left(\frac{1}{x}\right) + \ln(x^3)\) für \(x > 0\)

Denkanstöße

- Welche Rechenregeln für Logarithmen kennst du für Summen und Differenzen? - Kannst du Terme im Argument des Logarithmus faktorisieren, um den Ausdruck zu vereinfachen? - Wie lässt sich ein Vorfaktor vor einem Logarithmus als Exponent in das Argument schreiben? - Schau dir an, ob sich Variablen im Zähler und Nenner eines Bruchs innerhalb des Logarithmus kürzen lassen.

Lösung

1. Anwendung des Gesetzes \(\ln(a) - \ln(b) = \ln\left(\frac{a}{b}\right)\) ergibt \(\ln\left(\frac{x^2-25}{x-5}\right)\). Durch Faktorisieren des Zählers mittels der dritten binomischen Formel folgt \(\ln\left(\frac{(x-5) \cdot (x+5)}{x-5}\right)\), was sich zu \(\ln(x+5)\) vereinfacht. 2. Der Ausdruck \(2 \cdot \ln(x)\) wird zu \(\ln(x^2)\) umgeformt. Die Kombination der Terme führt auf \(\ln\left(\frac{4 \cdot x^2}{4 \cdot x}\right)\). Nach Kürzen des Bruchs im Argument erhält man \(\ln(x)\). 3. Die Summe der Logarithmen wird als Logarithmus des Produkts \(\ln\left(\frac{1}{x} \cdot x^3\right)\) geschrieben. Vereinfachen des Arguments ergibt \(\ln(x^2)\).

Antwort

a) \(\ln(x+5)\) b) \(\ln(x)\) c) \(\ln(x^2)\)
42992212
Vereinfache die folgenden Terme so weit wie möglich unter Verwendung der Beziehung zwischen dem natürlichen Logarithmus und der Exponentialfunktion. a) \(\ln(e^{3x+4}) - 4\) b) \(\ln(e^x) \cdot \ln(e^5) - 4x\) c) \(\ln(e^{x^2}) - x \cdot \ln(e^x)\)

Denkanstöße

- Überlege, in welcher Beziehung die Funktion \(f(x) = \ln(x)\) zur Funktion \(g(x) = e^x\) steht. - Was passiert, wenn man den natürlichen Logarithmus direkt auf eine Potenz zur Basis \(e\) anwendet? - Vereinfache zuerst die einzelnen Logarithmus-Ausdrücke, bevor du die Punkt- vor Strichrechnung ausführst.

Lösung

1. Da der natürliche Logarithmus die Umkehrfunktion zur Exponentialfunktion ist, gilt \(\ln(e^k) = k\). Für den ersten Teil ergibt sich somit \((3x + 4) - 4\), was zu \(3x\) vereinfacht wird. 2. Die Anwendung der Identität auf beide Faktoren liefert \(x \cdot 5 - 4x\). Die Subtraktion ergibt \(x\). 3. Die Vereinfachung der einzelnen Bestandteile führt auf \(x^2 - x \cdot x\). Die Differenz ergibt \(0\).

Antwort

a) \(3x\) b) \(x\) c) \(0\)
43266712
Abgebildet ist der Graph der natürlichen Logarithmusfunktion \(f\) mit \(f(x) = \ln(x)\) (schwarzer Graph) sowie zwei weitere Graphen \(g\) (blauer Graph) und \(h\) (roter Graph), die durch reine Verschiebung aus dem Graphen von \(f\) entstanden sind. Bestimme für beide Funktionen \(g\) und \(h\) den Funktionsterm und beschreibe, wie ihr Graph jeweils geometrisch aus dem Graphen von \(f\) hervorgeht.
Abbildung zur Aufgabe 432667

Denkanstöße

- Vergleiche die Lage der senkrechten Asymptoten der Graphen von \(g\) und \(h\) mit der Asymptote von \(f\). - Untersuche markante Punkte wie den Schnittpunkt mit der \(x\)-Achse des Referenzgraphen \(f\) und schaue, wohin diese Punkte verschoben wurden. - Überlege, welche mathematische Veränderung im Funktionsterm einer Verschiebung nach rechts bzw. einer Verschiebung nach oben entspricht.

Lösung

1. Analyse des Graphen von \(f(x) = \ln(x)\): Der Graph hat die senkrechte Asymptote bei \(x = 0\) (die \(y\)-Achse) und schneidet die \(x\)-Achse im Punkt \((1 \mid 0)\). 2. Bestimmung von \(g(x)\): Die senkrechte Asymptote liegt bei \(x = 2\) und die Nullstelle bei \((3 \mid 0)\). Das entspricht einer Verschiebung um \(2\) Einheiten nach rechts (in positive \(x\)-Richtung). Der Funktionsterm lautet somit \(g(x) = \ln(x - 2)\). 3. Bestimmung von \(h(x)\): Die senkrechte Asymptote liegt wie bei \(f\) bei \(x = 0\), aber der Punkt \((1 \mid 0)\) ist nach \((1 \mid 2)\) verschoben. Das entspricht einer Verschiebung um \(2\) Einheiten nach oben (in positive \(y\)-Richtung). Der Funktionsterm lautet somit \(h(x) = \ln(x) + 2\).

Antwort

\(g(x) = \ln(x - 2)\) entsteht durch Verschiebung um \(2\) Einheiten nach rechts, und \(h(x) = \ln(x) + 2\) entsteht durch Verschiebung um \(2\) Einheiten nach oben.
43351012
Gegeben sind vier Graphen von Funktionen, die aus der natürlichen Logarithmusfunktion \(f_0(x)=\ln(x)\) entstehen. Ordne jedem Graphen \(f\), \(g\), \(h\) und \(k\) den passenden Term zu. Ein Term bleibt übrig. Begründe deine Zuordnung mithilfe der vertikalen Asymptoten und der markierten Punkte. 1. \(y=\ln(x)\) 2. \(y=2\ln(x)\) 3. \(y=\ln(x+3)\) 4. \(y=-\ln(x)\) 5. \(y=\ln(x)-3\)
Abbildung zur Aufgabe 433510

Denkanstöße

- Vergleiche zuerst die vertikalen Asymptoten; eine Verschiebung im Argument verändert deren Lage. - Für die Graphen mit derselben Asymptote liefern die markierten Werte bei \(x=e\) zusätzliche Information. - Überlege, wie ein äußerer Faktor beziehungsweise ein Minuszeichen die y-Werte von \(\ln(x)\) verändert. - Prüfe jeden Graphen mit einem eigenen Merkmal, statt den letzten Term nur durch Ausschluss zuzuordnen.

Lösung

1. Der Graph \(h\) hat seine vertikale Asymptote bei \(x=-3\) und enthält den Punkt \((-2|0)\). Daher gehört \(h\) zu \(y=\ln(x+3)\), also Term 3. 2. Die übrigen drei Graphen haben die vertikale Asymptote \(x=0\). Beim blauen Graphen gilt \(f(e)=1\); daher ist \(f(x)=\ln(x)\), also Term 1. 3. Beim grünen Graphen gilt \(g(e)=2\). Damit sind die Funktionswerte von \(\ln(x)\) verdoppelt: \(g(x)=2\ln(x)\), also Term 2. 4. Beim roten Graphen gilt \(k(e)=-1\). Er ist die Spiegelung von \(\ln(x)\) an der x-Achse: \(k(x)=-\ln(x)\), also Term 4. 5. Term 5 bleibt übrig.

Antwort

\(f\rightarrow1\), \(g\rightarrow2\), \(h\rightarrow3\), \(k\rightarrow4\); Term 5 bleibt übrig.
43459412
Gegeben ist die Funktion \(f: x \mapsto \ln(6 - 2x)\) mit ihrer maximalen Definitionsmenge \(D_f\). Ermittle die Nullstelle von \(f\) sowie einen Term der ersten Ableitungsfunktion \(f'\).

Denkanstöße

- Wann ist der natürliche Logarithmus eines Ausdrucks gleich null? - Denke an die Kettenregel beim Ableiten von verketteten Funktionen. - Wie lautet die Ableitung von \(\ln(u(x))\)?

Lösung

1. Bestimmung der Nullstelle: Setze den Funktionsterm gleich null: \(\ln(6 - 2x) = 0\). Dies ist erfüllt, wenn das Argument des Logarithmus \(1\) ist: \(6 - 2x = 1\). Auflösen nach \(x\) ergibt \(2x = 5\), also \(x = 2{,}5\). 2. Ableitung bilden: Verwende die Kettenregel für den natürlichen Logarithmus \(\ln(u(x))\), deren Ableitung \(\frac{u'(x)}{u(x)}\) lautet. Mit \(u(x) = 6 - 2x\) und \(u'(x) = -2\) ergibt sich \(f'(x) = \frac{-2}{6 - 2x}\). Durch Kürzen mit \(-2\) erhält man \(f'(x) = \frac{1}{x - 3}\).

Antwort

Die Nullstelle liegt bei \(x = 2{,}5\). Ein Term der Ableitungsfunktion ist \(f'(x) = \frac{1}{x - 3}\).
55330412
Gegeben ist \(g(x)=\ln(x-2)+1\). Gib die Definitionsmenge, die senkrechte Asymptote, einen exakt bestimmbaren Punkt, das Monotonieverhalten und die Wertemenge an. Du kannst den Graphen zur Unterstützung auf Papier skizzieren.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss das Logarithmusargument erfüllen? - Welcher \(x\)-Wert macht das Argument besonders einfach? - Welche Eigenschaften von \(\ln x\) bleiben unter Verschiebungen erhalten?

Lösung

1. Aus \(x-2>0\) folgt die Definitionsmenge \(]2;\infty[\). 2. Für \(x\to2^+\) gilt \(\ln(x-2)\to-\infty\). Die senkrechte Asymptote ist \(x=2\). 3. Für \(x=3\) gilt \(g(3)=1\). Daher liegt beispielsweise \(P(3|1)\) auf dem Graphen. 4. \(\ln x\) ist streng monoton steigend; Verschiebungen ändern diese Eigenschaft nicht. Daher ist auch \(g\) streng monoton steigend. 5. Der natürliche Logarithmus nimmt alle reellen Werte an. Die vertikale Verschiebung ändert daran nichts, also ist die Wertemenge \(\mathbb{R}\).

Antwort

Definitionsmenge: \(]2;\infty[\) Senkrechte Asymptote: \(x=2\) Zum Beispiel \(P(3|1)\) Streng monoton steigend Wertemenge: \(\mathbb{R}\)
55330512
Emir behauptet für \(x>0\): \(\ln(x+3)=\ln x+\ln3\). a) Zeige mit einem einfachen Wert von \(x\), dass die Behauptung falsch ist. b) Formuliere die Logarithmusregel, die Emir vermutlich verwechselt hat. c) Gib die Definitionsmenge der Funktion \(h(x)=\ln(x+3)\) an.

Denkanstöße

- Ein einziges zulässiges Gegenbeispiel reicht, um die allgemeine Behauptung zu widerlegen. - Prüfe, ob die bekannte Logarithmusregel ein Produkt oder eine Summe im Argument betrifft. - Welche Bedingung muss \(x+3\) für den Logarithmus erfüllen?

Lösung

1. Für \(x=1\) ist links \(\ln4\), rechts aber \(\ln1+\ln3=\ln3\). Da \(\ln4\neq\ln3\), ist die Behauptung falsch. 2. Die Produktregel lautet \(\ln(uv)=\ln u+\ln v\) für \(u>0\) und \(v>0\). Sie gilt für ein Produkt, nicht für eine Summe. 3. Für \(h\) muss \(x+3>0\) gelten. Daher ist die Definitionsmenge \(]-3;\infty[\).

Antwort

a) Zum Beispiel \(x=1\): \(\ln4\neq\ln3\) b) \(\ln(uv)=\ln u+\ln v\) für \(u,v>0\) c) \(]-3;\infty[\)
55688812
In der Abbildung sind die Graphen \(p\) und \(q\) sowie die Gerade \(s\) mit \(s(x)=x\) dargestellt. a) Ordne \(p\) und \(q\) den Funktionen \(e^x\) und \(\ln x\) zu. b) Beschreibe die geometrische Beziehung der beiden Funktionsgraphen zur Geraden \(s\). c) Der Graph von \(e^x\) enthält den Punkt \((0|1)\). Welcher zugehörige Punkt liegt deshalb auf dem Graphen von \(\ln x\)?
Abbildung zur Aufgabe 556888

Denkanstöße

- Vergleiche zuerst Definitionsmenge und Achsenschnittpunkte der beiden Kurven. - Welche geometrische Beziehung haben die Graphen zweier Umkehrfunktionen? - Bei einer Spiegelung an \(y=x\) werden die beiden Koordinaten eines Punktes vertauscht.

Lösung

1. Der Graph \(p\) ist für alle reellen \(x\) definiert, stets positiv und verläuft durch \((0|1)\). Daher gehört \(p\) zu \(e^x\). 2. Der Graph \(q\) ist nur für positive \(x\) definiert und verläuft durch \((1|0)\). Daher gehört \(q\) zu \(\ln x\). 3. Da \(e^x\) und \(\ln x\) Umkehrfunktionen sind, sind ihre Graphen Spiegelbilder an der Geraden \(y=x\). 4. Beim Spiegeln werden die Koordinaten vertauscht. Zum Punkt \((0|1)\) gehört daher \((1|0)\).

Antwort

a) \(p: e^x\); \(q: \ln x\) b) Die Graphen sind Spiegelbilder an \(y=x\). c) \((1|0)\)
42185712
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = \ln(x)\) für \(x > 0\). Der Graph einer Funktion \(g\) entsteht durch Spiegelung des Graphen von \(f\) an der vertikalen Geraden mit der Gleichung \(x = 5\). Bestimme den Funktionsterm von \(g\) und berechne die Koordinaten des Bildpunktes \(P'\), der durch Spiegelung des Punktes \(P(1|0)\) an der Geraden \(x = 5\) entsteht. Überprüfe rechnerisch, ob \(P'\) auf dem Graphen von \(g\) liegt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie weit ein Punkt \(x\) von der Spiegelachse entfernt ist und wo der gespiegelte Punkt liegen muss. - Wie verändert sich der \(x\)-Wert eines Punktes, wenn er an einer vertikalen Geraden gespiegelt wird? - Bleibt die Höhe (der \(y\)-Wert) eines Punktes bei einer solchen Spiegelung gleich oder ändert sie sich? - Setze den gefundenen Bildpunkt in deine neue Funktionsgleichung ein, um die Zugehörigkeit zu prüfen.

Lösung

1. Eine Spiegelung an einer vertikalen Geraden \(x = a\) wird durch die Transformation \(x \mapsto 2a - x\) beschrieben. Mit \(a = 5\) ergibt sich die Transformation \(x \mapsto 10 - x\). 2. Der Funktionsterm von \(g\) lautet somit \(g(x) = f(10 - x) = \ln(10 - x)\) mit \(D_g = \{x \in \mathbb{R} \mid x < 10\}\). 3. Für den Punkt \(P(1|0)\) ergibt sich die \(x\)-Koordinate des Bildpunktes \(P'\) durch \(x' = 2 \cdot 5 - 1 = 9\). Da die \(y\)-Koordinate bei einer Spiegelung an einer Parallelen zur \(y\)-Achse unverändert bleibt, ist \(P'(9|0)\). 4. Einsetzen von \(x = 9\) in \(g(x)\) liefert \(g(9) = \ln(10 - 9) = \ln(1) = 0\). Da dies der \(y\)-Koordinate von \(P'\) entspricht, liegt der Punkt auf dem Graphen.

Antwort

Der Funktionsterm ist \(g(x) = \ln(10 - x)\) mit \(D_g = \{x \in \mathbb{R} \mid x < 10\}\). Der Bildpunkt ist \(P'(9|0)\). Die Überprüfung ergibt \(g(9) = \ln(1) = 0\), somit liegt \(P'\) auf dem Graphen von \(g\).
42760212
Gegeben ist die Gleichung \(\ln\left(\frac{x-2}{x-5}\right)=\ln(x-2)-\ln(x-5)\). Untersuche, ob diese Gleichung für alle \(x\) gültig ist, für die der Ausdruck auf der linken Seite definiert ist. Begründe deine Entscheidung durch einen Vergleich der Definitionsmengen.

Denkanstöße

- Bestimme die Definitionsmenge jeder Seite getrennt. - Wann ist ein Quotient positiv? - Auf der rechten Seite müssen beide Logarithmusargumente einzeln positiv sein.

Lösung

1. Links muss \(\frac{x-2}{x-5}>0\) gelten. Zähler und Nenner haben genau für \(x<2\) oder \(x>5\) dasselbe Vorzeichen. Die Definitionsmenge der linken Seite ist daher \(]-\infty;2[\cup]5;\infty[\). 2. Rechts müssen beide Logarithmusargumente positiv sein: \(x-2>0\) und \(x-5>0\). Damit ist die Definitionsmenge der rechten Seite \(]5;\infty[\). 3. Die Definitionsmengen stimmen nicht überein. Für \(x<2\) ist die linke Seite definiert, die rechte aber nicht. Die Gleichung gilt daher nur für \(x>5\).

Antwort

Nein. Die linke Seite ist für \(x<2\) oder \(x>5\) definiert, die rechte nur für \(x>5\). Die Gleichung gilt daher im Reellen nur für \(x>5\).
42760412
Betrachtet wird die Funktion \(h(x)=\frac{x-5}{\ln(x-3)}\). Ermittle die maximale Definitionsmenge von \(h\) und berechne die Nullstelle.

Denkanstöße

- Welche Bedingung entsteht durch das Logarithmusargument? - Welche zusätzliche Einschränkung folgt daraus, dass der Logarithmus im Nenner steht? - Ein Bruch wird null, wenn sein Zähler null ist und der Nenner definiert sowie ungleich null bleibt. - Sammle alle Ausschlüsse, bevor du die Definitionsmenge notierst.

Lösung

1. Wegen des Logarithmus muss \(x-3>0\) gelten, also \(x>3\). 2. Zusätzlich darf der Nenner nicht null sein. Aus \(\ln(x-3)=0\) folgt \(x-3=1\), also \(x=4\). Dieser Wert ist ausgeschlossen. 3. Somit ist \(D_h=]3;4[\cup]4;\infty[\). 4. Eine Nullstelle des Bruchs entsteht durch \(x-5=0\), also bei \(x=5\). Dieser Wert gehört zur Definitionsmenge.

Antwort

\(D_h=]3;4[\cup]4;\infty[\) Nullstelle: \(x=5\)
42760510
Die Magnitude \(M\) eines Erdbebens kann näherungsweise über die freigesetzte seismische Energie \(E\) mit \(M=\frac{2}{3}\log_{10}\left(\frac{E}{E_0}\right)\) beschrieben werden. Dabei ist \(E_0=10^{4{,}8}\,\text{J}\) eine Bezugsenergie. Berechne, um welchen Faktor die freigesetzte Energie eines Erdbebens der Magnitude \(M_2=7{,}5\) größer ist als die eines Bebens der Magnitude \(M_1=5{,}5\).

Denkanstöße

- Betrachte zuerst die Differenz der beiden Magnituden. - Wie kannst du die Differenz zweier Logarithmen mit derselben Basis zusammenfassen? - Am Ende genügt es, das Verhältnis \(\frac{E_2}{E_1}\) zu bestimmen; die Bezugsenergie muss nicht einzeln berechnet werden.

Lösung

1. Die Magnitudendifferenz beträgt \(M_2-M_1=7{,}5-5{,}5=2\). 2. Mit der gegebenen Formel folgt \(\frac{2}{3}\log_{10}\left(\frac{E_2}{E_0}\right)-\frac{2}{3}\log_{10}\left(\frac{E_1}{E_0}\right)=2\). 3. Mit der Quotientenregel ergibt sich \(\frac{2}{3}\log_{10}\left(\frac{E_2}{E_1}\right)=2\). 4. Daher gilt \(\log_{10}\left(\frac{E_2}{E_1}\right)=3\) und somit \(\frac{E_2}{E_1}=10^3=1000\).

Antwort

Die freigesetzte Energie ist um den Faktor \(1000\) größer.
42762512
Untersuche das Verhalten der Funktion \(f\) mit \(f(x) = (x^2 + 3x) \cdot \ln(x)\) für \(x \to 0\) mit \(x > 0\). Begründe dein Ergebnis unter Verwendung der Wachstumsgeschwindigkeiten von Potenz- und Logarithmusfunktionen.

Denkanstöße

- Was passiert mit den beiden Faktoren, wenn \(x\) immer kleiner wird? - Multipliziere die Klammer aus, um zwei getrennte Terme zu erhalten. - Welche Funktion „gewinnt“ den Kampf gegen Unendlich, wenn eine Potenzfunktion auf eine Logarithmusfunktion trifft? - Welcher bekannte Wachstumsvergleich zwischen Potenz- und Logarithmusfunktionen ist für die beiden Summanden relevant?

Lösung

1. Den Funktionsterm durch Ausmultiplizieren umschreiben: \(f(x) = x^2 \cdot \ln(x) + 3x \cdot \ln(x)\). 2. Das Verhalten der einzelnen Summanden für \(x \to 0^+\) untersuchen: Bekannt ist, dass für jede positive Potenz \(n > 0\) gilt: \(\lim_{x \to 0^+} x^n \cdot \ln(x) = 0\), da die Potenzfunktion \(x^n\) für \(x \to 0\) stärker gegen \(0\) strebt, als die Logarithmusfunktion gegen \(-\infty\) divergiert. 3. Anwendung auf die Summanden: \(\lim_{x \to 0^+} x^2 \cdot \ln(x) = 0\) und \(\lim_{x \to 0^+} 3x \cdot \ln(x) = 0\). 4. Den Gesamtgrenzwert bilden: \(\lim_{x \to 0^+} f(x) = 0 + 0 = 0\).

Antwort

Der Grenzwert der Funktion \(f\) für \(x \to 0^+\) ist \(0\).
42762612
Gegeben ist die Funktion \(g\) durch \(g(x) = \frac{2x^2 - \ln(x)}{x^2 + 5}\). Bestimme das Verhalten der Funktionswerte \(g(x)\) für \(x \to \infty\).

Denkanstöße

- Wie verhält sich ein Bruch, bei dem im Zähler und Nenner sehr große Werte stehen? - Dividiere Zähler und Nenner durch die höchste Potenz von \(x\), hier \(x^2\). - Vergleiche das Wachstum von \(x^2\) mit dem von \(\ln(x)\). Welche Funktion wird für sehr große \(x\) dominieren? - Was passiert mit einem Term wie \(\frac{\ln(x)}{x^2}\), wenn \(x\) gegen Unendlich geht?

Lösung

1. Den Funktionsterm zur Untersuchung des Unendlichen umformen, indem Zähler und Nenner durch \(x^2\) dividiert werden: \(g(x) = \frac{x^2 \cdot (2 - \frac{\ln(x)}{x^2})}{x^2 \cdot (1 + \frac{5}{x^2})} = \frac{2 - \frac{\ln(x)}{x^2}}{1 + \frac{5}{x^2}}\). 2. Grenzwerte der einzelnen Bestandteile für \(x \to \infty\) bestimmen: \(\frac{5}{x^2} \to 0\). 3. Vergleich der Wachstumsgeschwindigkeiten: Da Potenzfunktionen wesentlich schneller wachsen als die Logarithmusfunktion, gilt \(\lim_{x \to \infty} \frac{\ln(x)}{x^2} = 0\). 4. Den Grenzwert des gesamten Bruchs berechnen: \(\lim_{x \to \infty} g(x) = \frac{2 - 0}{1 + 0} = 2\).

Antwort

Für \(x \to \infty\) streben die Funktionswerte \(g(x)\) gegen den Wert \(2\).
42762912
Gegeben ist die auf \(\mathbb{R}\) definierte Funktion \(f(x)=\ln(x^2+e)\). Bestimme die Wertemenge von \(f\) und begründe dein Ergebnis.

Denkanstöße

- Welchen kleinsten Wert kann \(x^2+e\) annehmen? - Wie überträgt die streng steigende Logarithmusfunktion diese untere Schranke? - Was geschieht für sehr große Beträge von \(x\)?

Lösung

1. Für alle \(x\in\mathbb{R}\) gilt \(x^2\geq0\), also \(x^2+e\geq e\). 2. Da \(\ln\) streng monoton steigt, folgt \(f(x)\geq\ln(e)=1\). Der Wert \(1\) wird bei \(x=0\) angenommen. 3. Für \(|x|\to\infty\) gilt \(x^2+e\to\infty\) und damit \(f(x)\to\infty\). 4. Wegen der Stetigkeit nimmt \(f\) alle Werte ab \(1\) an. Die Wertemenge ist \([1;\infty[\).

Antwort

Wertemenge: \([1;\infty[\)
42763012
Gegeben ist die auf \(\mathbb{R}\) definierte Funktion \(g(x)=\ln\left(\frac{e^2}{x^4+1}\right)\). Begründe, dass die Wertemenge von \(g\) das Intervall \(]-\infty;2]\) ist.

Denkanstöße

- Welchen kleinsten Wert kann der Nenner \(x^4+1\) annehmen? - Welche Werte kann dadurch der Bruch im Logarithmus annehmen? - Wie verhält sich \(\ln(u)\), wenn \(u\to0^+\)?

Lösung

1. Wegen \(x^4+1\geq1\) gilt \(0<\frac{e^2}{x^4+1}\leq e^2\). Der größte Argumentwert \(e^2\) tritt bei \(x=0\) auf. 2. Da \(\ln\) streng monoton steigt, ist der größte Funktionswert \(g(0)=\ln(e^2)=2\). 3. Für \(|x|\to\infty\) geht der Bruch gegen \(0\) von oben. Deshalb gilt \(g(x)\to-\infty\). 4. Wegen der Stetigkeit werden alle Werte aus \(]-\infty;2]\) angenommen.

Antwort

Wertemenge: \(]-\infty;2]\)
42763512
In einem vereinfachten Weber-Fechner-Modell wird die subjektive Empfindungsstärke \(S\) in Abhängigkeit von der Reizintensität \(I\) durch \(S(I)=k\ln\left(\frac{I}{I_0}\right)\) beschrieben. Für ein hypothetisches Beispiel sei \(I_0=10^{-12}\,\text{W}/\text{m}^2\). Bei \(I_1=10^{-7}\,\text{W}/\text{m}^2\) werde die Empfindungsstärke \(S_1=50\) festgelegt. 1. Bestimme \(k\) exakt. 2. Zeige allgemein, dass eine Verdopplung von \(I\) unabhängig vom Ausgangswert stets dieselbe absolute Änderung von \(S\) bewirkt. 3. Bestimme für den Wert von \(k\) aus Teil 1 die absolute Änderung von \(S\) bei einer Verzehnfachung der Intensität.

Denkanstöße

- Setze die festgelegten Modellwerte zunächst in die Funktionsgleichung ein. - Vergleiche \(S(cI)\) und \(S(I)\) symbolisch, bevor du konkrete Faktoren einsetzt. - Welche Logarithmengesetze lassen den Ausgangswert \(I\) aus der Differenz verschwinden?

Lösung

1. Aus \(50=k\ln\left(\frac{10^{-7}}{10^{-12}}\right)=5k\ln(10)\) folgt \(k=\frac{10}{\ln(10)}\). 2. Es gilt \(S(2I)-S(I)=k\ln\left(\frac{2I}{I_0}\right)-k\ln\left(\frac{I}{I_0}\right)=k\ln(2)\). Dieser Ausdruck hängt nicht von \(I\) ab. 3. Für eine Verzehnfachung gilt \(S(10I)-S(I)=k\ln(10)=10\).

Antwort

1. \(k=\frac{10}{\ln(10)}\) 2. \(\Delta S=k\ln(2)\), also unabhängig von \(I\) 3. \(\Delta S=10\)
42763612
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = a\ln(x)\) für \(x > 0\) und \(a > 0\). 1. Bestimme den Parameter \(a\) so, dass die Steigung des Graphen von \(f\) an der Stelle \(x = 2\) genau \(1{,}5\) beträgt. 2. Ein Punkt \(P(x|f(x))\) wandert auf dem Graphen der Funktion \(f\). Berechne für \(a = 3\), um welchen absoluten Betrag sich der Funktionswert ändert, wenn die \(x\)-Koordinate um \(20\,\%\) vergrößert wird. 3. Weise nach: Wenn die Eingangsgröße \(x\) um einen konstanten Prozentsatz \(p\) wächst, so nimmt der Funktionswert \(f(x)\) stets um denselben absoluten Betrag zu. Gib diesen Betrag in Abhängigkeit von \(a\) und \(p\) an.

Denkanstöße

- Denke an die Ableitungsregel für den natürlichen Logarithmus. - Wie drückt man eine prozentuale Zunahme als Multiplikationsfaktor aus? - Nutze die Rechenregeln für Logarithmen, um Terme wie \(\ln(kx)\) aufzuspalten. - Wenn in einer Formel für eine Differenz das \(x\) am Ende wegfällt, ist die Differenz für alle \(x\) gleich.

Lösung

1. Die Ableitung der Funktion ist \(f'(x) = \frac{a}{x}\). Die Bedingung \(f'(2) = 1{,}5\) führt auf \(\frac{a}{2} = 1{,}5\), woraus \(a = 3\) folgt. 2. Eine Vergrößerung von \(x\) um \(20\,\%\) entspricht dem neuen Wert \(1{,}2x\). Die Änderung des Funktionswerts ist \(\Delta y = f(1{,}2x) - f(x) = 3 \cdot \ln(1{,}2x) - 3 \cdot \ln(x) = 3 \cdot (\ln(1{,}2) + \ln(x)) - 3 \cdot \ln(x) = 3 \cdot \ln(1{,}2) \approx 0{,}547\). 3. Ein Wachstum um \(p\) Prozent bedeutet den Übergang von \(x\) zu \(x \cdot \left(1 + \frac{p}{100}\right)\). Die Differenz der Funktionswerte ist \(\Delta y = a \cdot \ln\left(x \cdot \left(1 + \frac{p}{100}\right)\right) - a \cdot \ln(x)\). Mit dem Logarithmengesetz für Produkte folgt \(\Delta y = a \cdot \left(\ln(x) + \ln\left(1 + \frac{p}{100}\right)\right) - a \cdot \ln(x) = a \cdot \ln\left(1 + \frac{p}{100}\right)\). Dieser Ausdruck ist unabhängig von \(x\).

Antwort

1. \(a = 3\) 2. \(\Delta y = 3 \cdot \ln(1{,}2) \approx 0{,}547\) 3. \(\Delta y = a \cdot \ln\left(1 + \frac{p}{100}\right)\)
42764112
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = \frac{\ln(x^2) + 1}{x^2}\) für \(x \in \mathbb{R} \setminus \{0\}\). Untersuche das Verhalten der Funktionswerte \(f(x)\) für \(x \to 0\) sowie für \(x \to \infty\).

Denkanstöße

- Betrachte Zähler und Nenner getrennt, wenn \(x\) gegen Null geht. Welches Vorzeichen hat der Logarithmus für sehr kleine positive Werte? - Erinnere dich an das Wachstumsverhalten von Logarithmusfunktionen im Vergleich zu Potenzfunktionen für sehr große \(x\)-Werte. - Kannst du den Funktionsterm in zwei einfachere Brüche aufteilen?

Lösung

1. Untersuchung für \(x \to 0\): Der Term \(x^2\) im Nenner nähert sich von oben der Null an (\(x^2 \to 0^+\)). Der Zähler \(\ln(x^2) + 1\) strebt gegen \(-\infty\), da der Logarithmus für Argumente nahe Null gegen \(-\infty\) geht. Der Quotient aus einem gegen \(-\infty\) strebenden Zähler und einem gegen \(0^+\) strebenden Nenner ergibt \(\lim_{x \to 0} f(x) = -\infty\). 2. Untersuchung für \(x \to \infty\): Die Funktion kann in \(f(x) = \frac{\ln(x^2)}{x^2} + \frac{1}{x^2}\) zerlegt werden. Da Potenzfunktionen im Unendlichen stärker wachsen als Logarithmusfunktionen, gilt \(\lim_{x \to \infty} \frac{\ln(x^2)}{x^2} = 0\). Da auch \(\lim_{x \to \infty} \frac{1}{x^2} = 0\) gilt, folgt insgesamt \(\lim_{x \to \infty} f(x) = 0\).

Antwort

Für \(x \to 0\) gilt \(f(x) \to -\infty\). Für \(x \to \infty\) gilt \(f(x) \to 0\).
42764212
Betrachtet wird die Funktion \(g(x)=\frac{2x-\ln(x)}{\sqrt{x}}\) mit der Definitionsmenge \(D_g=]0;\infty[\). Bestimme das Verhalten von \(g(x)\) für \(x\to0^+\) und für \(x\to\infty\).

Denkanstöße

- Untersuche Zähler und Nenner zunächst getrennt für \(x\to0^+\). - Spalte den Bruch für \(x\to\infty\) in zwei Terme auf. - Vergleiche das Wachstum von \(\ln(x)\) mit dem einer positiven Potenz von \(x\).

Lösung

1. Für \(x\to0^+\) gilt \(2x\to0\), \(-\ln(x)\to\infty\) und \(\sqrt{x}\to0^+\). Daher gilt \(g(x)\to\infty\). 2. Für \(x\to\infty\) gilt \(g(x)=2\sqrt{x}-\frac{\ln(x)}{\sqrt{x}}\). 3. Dabei ist \(2\sqrt{x}\to\infty\), während \(\frac{\ln(x)}{\sqrt{x}}\to0\). Somit gilt auch \(g(x)\to\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to0^+}g(x)=\infty\) \(\lim_{x\to\infty}g(x)=\infty\)
42765912
Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion \(f(x)=\ln\left(1+\frac{4}{x-2}\right)\).

Denkanstöße

- Welche strikte Bedingung muss das Argument von \(\ln\) erfüllen? - Fasse den Ausdruck im Logarithmus zu einem Bruch zusammen. - An welchen Stellen können Zähler oder Nenner ihr Vorzeichen ändern? - Prüfe die Vorzeichen in den dadurch entstehenden Intervallen.

Lösung

1. Das Logarithmusargument muss positiv sein: \(1+\frac{4}{x-2}>0\). Außerdem gilt \(x\neq2\). 2. Es ist \(1+\frac{4}{x-2}=\frac{x+2}{x-2}\). 3. Die kritischen Stellen sind \(x=-2\) und \(x=2\). Der Bruch ist für \(x<-2\) positiv, für \(-2<x<2\) negativ und für \(x>2\) positiv. 4. Da das Logarithmusargument strikt positiv sein muss, ist \(D_f=]-\infty;-2[\cup]2;\infty[\).

Antwort

\(D_f=]-\infty;-2[\cup]2;\infty[\)
42766012
Gib die maximale Definitionsmenge \(D_g\) der Funktion \(g: x \mapsto \ln\left( \frac{1}{x+3} - 1 \right)\) an.

Denkanstöße

- Was weißt du über das Vorzeichen des Arguments einer Logarithmusfunktion? - Es hilft oft, den Ausdruck innerhalb des Logarithmus auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. - Betrachte die Nullstellen von Zähler und Nenner einzeln. Wie verändert sich das Vorzeichen des Gesamtausdrucks, wenn man diese Stellen überschreitet? - Überprüfe durch Einsetzen eines Wertes aus einem Intervall (z. B. \(-2{,}5\)), ob die Bedingung dort erfüllt ist.

Lösung

1. Bedingung für den Logarithmus: \(\frac{1}{x+3} - 1 > 0\). Definitionslücke des Bruchs bei \(x = -3\). 2. Umformung der Ungleichung: \(\frac{1 - (x+3)}{x+3} > 0 \implies \frac{-x-2}{x+3} > 0\). 3. Bestimmung der kritischen Stellen: Die Nullstelle des Zählers ist \(x = -2\), die des Nenners \(x = -3\). 4. Vorzeichenanalyse des Terms \(\frac{-x-2}{x+3}\): - Für \(x < -3\): Zähler \(-x-2 > 0\), Nenner \(x+3 < 0\), Quotient negativ. - Für \(-3 < x < -2\): Zähler \(-x-2 > 0\), Nenner \(x+3 > 0\), Quotient positiv. - Für \(x > -2\): Zähler \(-x-2 < 0\), Nenner \(x+3 > 0\), Quotient negativ. 5. Die Bedingung ist nur im Intervall \(]-3; -2[\) erfüllt. Somit ist \(D_g = ]-3; -2[\).

Antwort

\(D_g = ]-3; -2[\)
42766312
Gegeben ist eine auf \(\mathbb{R}\) differenzierbare Funktion \(u\). Wir betrachten die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = u(x) \cdot \ln(x)\) für \(x \in (0; \infty)\). Beurteile, ob die folgenden Aussagen für jede beliebige Funktion \(u\) wahr oder falsch sind: (1) Jede Nullstelle von \(u\), die im Intervall \((0; \infty)\) liegt, ist auch eine Nullstelle von \(f\). (2) An jeder Stelle \(x_0 \in (0; \infty)\), an der \(u\) ein lokales Extremum besitzt, hat der Graph von \(f\) eine waagerechte Tangente. (3) Jede doppelte Nullstelle von \(u\) im Intervall \((0; \infty)\) ist eine Nullstelle der Ableitungsfunktion \(f'\).

Denkanstöße

- Betrachte die Definition der Funktion \(f\) und setze die Bedingungen für Nullstellen von \(u\) direkt ein. - Nutze die Produktregel, um die Ableitungsfunktion \(f'\) allgemein zu bestimmen. - Was bedeutet es für die Ableitung einer Funktion, wenn an einer Stelle ein lokales Extremum vorliegt? - Erinnere dich daran, welche Bedingungen an einer doppelten Nullstelle für den Funktionswert und den Wert der Ableitung gelten.

Lösung

1. Prüfung von Aussage (1): Es gilt \(f(x) = u(x) \cdot \ln(x)\). Ist \(x_0\) eine Nullstelle von \(u\), also \(u(x_0) = 0\), so folgt \(f(x_0) = 0 \cdot \ln(x_0) = 0\). Die Aussage ist wahr. 2. Prüfung von Aussage (2): Die Ableitung von \(f\) lautet nach der Produktregel \(f'(x) = u'(x) \cdot \ln(x) + u(x) \cdot \frac{1}{x}\). An einer Extremstelle \(x_0\) von \(u\) gilt \(u'(x_0) = 0\). Damit ergibt sich \(f'(x_0) = 0 \cdot \ln(x_0) + \frac{u(x_0)}{x_0} = \frac{u(x_0)}{x_0}\). Da dieser Wert im Allgemeinen nicht null ist (außer wenn \(u(x_0) = 0\)), ist die Aussage falsch. 3. Prüfung von Aussage (3): Eine doppelte Nullstelle \(x_0\) von \(u\) bedeutet \(u(x_0) = 0\) und \(u'(x_0) = 0\). Eingesetzt in die Ableitung \(f'(x_0) = u'(x_0) \cdot \ln(x_0) + u(x_0) \cdot \frac{1}{x_0}\) ergibt sich \(f'(x_0) = 0 \cdot \ln(x_0) + 0 \cdot \frac{1}{x_0} = 0\). Die Aussage ist wahr.

Antwort

(1) wahr (2) falsch (3) wahr
42766412
Eine differenzierbare Funktion \(u\) ist auf \(\mathbb{R}\) definiert. Für alle \(x\), für die \(u(x) > 0\) gilt, ist die Funktion \(g\) durch \(g(x) = \ln(u(x))\) definiert. Untersuche die Gültigkeit der folgenden Aussagen: (1) Wenn \(x_0\) eine Nullstelle von \(u\) ist, dann ist \(x_0\) auch eine Nullstelle von \(g\). (2) An jeder Extremstelle von \(u\), die in der Definitionsmenge von \(g\) liegt, besitzt der Graph von \(g\) eine waagerechte Tangente. (3) Wenn \(g\) an der Stelle \(x_0\) eine Nullstelle besitzt, dann muss dort \(u(x_0) = 1\) gelten.

Denkanstöße

- Überlege dir, für welche Werte die Logarithmusfunktion überhaupt definiert ist. - Verwende die Kettenregel, um die Ableitung von \(g\) zu berechnen. - Wie hängen die Nullstellen einer Logarithmusfunktion mit dem Argument im Inneren der Funktion zusammen? - Was muss für den Funktionswert der inneren Funktion gelten, damit der natürliche Logarithmus den Wert null ergibt?

Lösung

1. Prüfung von Aussage (1): Wenn \(u(x_0) = 0\) gilt, ist der Ausdruck \(\ln(u(x_0)) = \ln(0)\) nicht definiert. Somit kann \(x_0\) keine Nullstelle von \(g\) sein. Die Aussage ist falsch. 2. Prüfung von Aussage (2): Mit der Kettenregel ergibt sich \(g'(x) = \frac{1}{u(x)} \cdot u'(x) = \frac{u'(x)}{u(x)}\). An einer Extremstelle \(x_0\) von \(u\) ist \(u'(x_0) = 0\). Da \(x_0\) in der Definitionsmenge von \(g\) liegt, gilt \(u(x_0) > 0\). Folglich ist \(g'(x_0) = \frac{0}{u(x_0)} = 0\), was eine waagerechte Tangente bedeutet. Die Aussage ist wahr. 3. Prüfung von Aussage (3): Eine Nullstelle von \(g\) bedeutet \(g(x_0) = 0\), also \(\ln(u(x_0)) = 0\). Durch Anwenden der Exponentialfunktion folgt \(e^{\ln(u(x_0))} = e^0\), woraus \(u(x_0) = 1\) resultiert. Die Aussage ist wahr.

Antwort

(1) falsch (2) wahr (3) wahr
42766712
Für Werte \(x \in ]-1; 1]\) kann der natürliche Logarithmus durch die folgende unendliche Summe dargestellt werden: \(\ln(1+x) = x - \frac{x^2}{2} + \frac{x^3}{3} - \frac{x^4}{4} + \dots\) 1. Berechne einen Näherungswert für \(\ln(1{,}2)\), indem du die ersten vier Glieder dieser Summe verwendest. Gib das Ergebnis auf vier Dezimalstellen genau an. 2. Begründe mithilfe der obigen Bedingung für \(x\), warum sich der Wert für \(\ln(4)\) nicht durch direktes Einsetzen in diese Summendarstellung ermitteln lässt.

Denkanstöße

- Welchen Wert musst du für \(x\) wählen, damit der Ausdruck \(\ln(1+x)\) den gewünschten Wert \(\ln(1{,}2)\) ergibt? - Achte beim Einsetzen genau auf die Vorzeichen der einzelnen Glieder. - Überprüfe, in welchem Bereich \(x\) laut Aufgabenstellung liegen darf.

Lösung

1. Um \(\ln(1{,}2)\) zu berechnen, setzen wir \(1+x = 1{,}2\) bzw. \(x = 0{,}2\) in die Formel ein. Die ersten vier Glieder ergeben: \(S_4 = 0{,}2 - \frac{0{,}2^2}{2} + \frac{0{,}2^3}{3} - \frac{0{,}2^4}{4}\). Berechnung der Einzelwerte: \(0{,}2 - \frac{0{,}04}{2} + \frac{0{,}008}{3} - \frac{0{,}0016}{4} = 0{,}2 - 0{,}02 + 0{,}0026\bar{6} - 0{,}0004 = 0{,}1822\bar{6}\). Auf vier Dezimalstellen gerundet ergibt dies \(0{,}1823\). 2. Für den Funktionswert \(\ln(4)\) müsste \(1+x = 4\) gelten, woraus \(x = 3\) folgt. Die Summendarstellung ist jedoch nur für das Intervall \(]-1; 1]\) gültig. Da \(3 > 1\) ist, liegt der Wert außerhalb des Gültigkeitsbereichs der Reihe.

Antwort

1. \(\ln(1{,}2) \approx 0{,}1823\) 2. Für \(\ln(4)\) müsste \(x=3\) sein. Dieser Wert liegt außerhalb des zulässigen Intervalls \(]-1; 1]\).
42766812
Gegeben ist die Potenzreihe \(\ln(1+x)=x-\frac12x^2+\frac13x^3-\frac14x^4+\dots\) für \(|x|<1\). 1. Leite die ersten vier angegebenen Glieder einzeln nach \(x\) ab. 2. Die Ergebnisse aus Teil 1 beginnen mit \(1-x+x^2-x^3\). Setze dieses erkennbare Muster als geometrische Reihe fort und zeige mithilfe der Summenformel, dass ihre Summe für \(|x|<1\) gleich \(\frac{1}{1+x}\) ist. Vergleiche dies mit der bekannten Ableitung von \(\ln(1+x)\).

Denkanstöße

- Welche Potenzregel gilt für jedes der vier ausdrücklich angegebenen Glieder? - Untersuche bei den vier Ergebnissen das Verhältnis aufeinanderfolgender Terme. - Prüfe für die unendliche geometrische Reihe auch die Bedingung an den Betrag des Quotienten.

Lösung

1. Die Ableitungen der vier angegebenen Glieder sind \(1\), \(-x\), \(x^2\) und \(-x^3\). 2. Die geometrische Reihe \(1-x+x^2-x^3+\dots\) hat das erste Glied \(1\) und den Quotienten \(-x\). Für \(|x|<1\) ist ihre Summe \(\frac{1}{1-(-x)}=\frac{1}{1+x}\). Dieser Ausdruck stimmt mit der bekannten Ableitung \(\frac{d}{dx}\ln(1+x)=\frac{1}{1+x}\) überein.

Antwort

1. \(1,-x,x^2,-x^3\) 2. Das fortgesetzte Muster ist eine geometrische Reihe mit Quotienten \(-x\) und Summe \(\frac{1}{1+x}\) für \(|x|<1\); dies stimmt mit \((\ln(1+x))'=\frac{1}{1+x}\) überein.
42767512
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=\ln(x)\) mit der maximalen Definitionsmenge \(D_f=]0;\infty[\). Beschreibe, wie die Graphen der folgenden Funktionen aus dem Graphen von \(f\) hervorgehen, und gib jeweils die maximale Definitionsmenge an: a) \(g(x)=\ln\left(\frac{1}{x}\right)\) b) \(h(x)=\ln(x^2)-3\)

Denkanstöße

- Vereinfache die Terme zunächst mithilfe der Logarithmengesetze. - Prüfe die Definitionsmenge vor jeder graphischen Interpretation. - Welche graphische Wirkung haben ein Minuszeichen und ein Faktor vor dem Logarithmus?

Lösung

1. Es gilt \(g(x)=\ln(x^{-1})=-\ln(x)\) für \(x>0\). Daher ist \(D_g=]0;\infty[\), und der Graph entsteht durch Spiegelung an der \(x\)-Achse. 2. Für \(h\) muss \(x\neq0\) gelten. Mit \(\ln(x^2)=2\ln|x|\) folgt \(D_h=\mathbb{R}\setminus\{0\}\). 3. Für \(h\) wird der rechte Zweig von \(\ln x\) zunächst an der \(y\)-Achse gespiegelt, sodass \(\ln|x|\) entsteht. Danach folgt eine Streckung in \(y\)-Richtung mit Faktor \(2\) und eine Verschiebung um \(3\) nach unten.

Antwort

a) \(D_g=]0;\infty[\); Spiegelung an der \(x\)-Achse b) \(D_h=\mathbb{R}\setminus\{0\}\); Ergänzung des linken Zweigs durch Spiegelung an der \(y\)-Achse, Streckung mit Faktor \(2\), Verschiebung um \(3\) nach unten
42767612
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=\ln(x)\). Eine weitere Funktion ist durch \(p(x)=\ln((x-2)^2)\) definiert. a) Gib die maximale Definitionsmenge von \(p\) sowie die Gleichung der senkrechten Asymptote an. b) Beschreibe die geometrischen Transformationen, die den Graphen von \(f\) in den Graphen von \(p\) überführen. c) Bestimme die Schnittpunkte des Graphen von \(p\) mit der \(x\)-Achse.

Denkanstöße

- Wann ist \((x-2)^2\) strikt positiv? - Schreibe den Logarithmus des Quadrats mit Betragsstrichen um. - Welche Verschiebung erkennst du am Ausdruck \(x-2\)? - Welchen Wert muss das Logarithmusargument bei einer Nullstelle haben?

Lösung

1. Das Logarithmusargument ist genau für \(x\neq2\) positiv. Daher ist \(D_p=\mathbb{R}\setminus\{2\}\); die senkrechte Asymptote lautet \(x=2\). 2. Es gilt \(p(x)=2\ln|x-2|\). Aus \(\ln x\) entsteht zunächst durch Ergänzung des an der \(y\)-Achse gespiegelten Zweigs \(\ln|x|\). Danach wird in \(y\)-Richtung mit Faktor \(2\) gestreckt und um \(2\) Einheiten nach rechts verschoben. 3. Aus \(\ln((x-2)^2)=0\) folgt \((x-2)^2=1\). Daher ist \(x=1\) oder \(x=3\).

Antwort

a) \(D_p=\mathbb{R}\setminus\{2\}\); senkrechte Asymptote \(x=2\) b) Spiegelbild-Zweig ergänzen, Streckung in \(y\)-Richtung mit Faktor \(2\), Verschiebung um \(2\) nach rechts c) \((1|0)\) und \((3|0)\)
42768112
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = (x^2 - 4x) \cdot \ln(x)\). Bestimme das Verhalten der Funktionswerte für \(x \to 0^+\) und für \(x \to +\infty\), indem du die Grenzwerte \(\lim_{x \to 0^+} f(x)\) und \(\lim_{x \to +\infty} f(x)\) ermittelst.

Denkanstöße

- Betrachte die Grenzwerte der einzelnen Faktoren des Produkts getrennt. - Was weißt du über das Wachstum von Potenzfunktionen im Vergleich zum natürlichen Logarithmus? - Hilft es dir, den Funktionsterm auszumultiplizieren, um einzelne Terme zu untersuchen? - Überlege, welche der beiden Teilfunktionen nahe der Null „stärker“ gegen ihren Grenzwert strebt.

Lösung

1. Grenzwert für \(x \to +\infty\): Der Faktor \((x^2 - 4x)\) strebt für \(x \to +\infty\) gegen \(+\infty\), da die höchste Potenz \(x^2\) dominiert. Da auch \(\lim_{x \to +\infty} \ln(x) = +\infty\) gilt, strebt das Produkt zweier gegen unendlich strebender Terme ebenfalls gegen unendlich. Es folgt \(\lim_{x \to +\infty} f(x) = +\infty\). 2. Grenzwert für \(x \to 0^+\): Da der Logarithmus nur für positive Werte definiert ist, wird der rechtsseitige Grenzwert \(x \to 0^+\) betrachtet. Durch Ausmultiplizieren erhält man \(f(x) = x^2 \ln(x) - 4x \ln(x)\). Unter Verwendung des Standardgrenzwerts \(\lim_{x \to 0^+} x^n \ln(x) = 0\) für alle \(n > 0\) folgt für beide Summanden der Grenzwert 0. Somit gilt \(\lim_{x \to 0^+} f(x) = 0\).

Antwort

\(\lim_{x \to 0^+} f(x) = 0\) und \(\lim_{x \to +\infty} f(x) = +\infty\)
42768212
Die Funktion \(g\) ist gegeben durch \(g(x)=\frac{3+\ln(x)}{x^2}\) mit der Definitionsmenge \(D_g=]0;\infty[\). Berechne \(\lim_{x\to0^+}g(x)\) und \(\lim_{x\to\infty}g(x)\).

Denkanstöße

- Spalte den Bruch für den Grenzwert im Unendlichen in zwei Summanden. - Vergleiche dort das Wachstum von \(\ln(x)\) mit \(x^2\). - Untersuche für \(x\to0^+\) Vorzeichen und Größe von Zähler und Nenner getrennt.

Lösung

1. Für \(x\to\infty\) gilt \(g(x)=\frac{3}{x^2}+\frac{\ln(x)}{x^2}\). Beide Summanden gehen gegen \(0\), da \(x^2\) schneller wächst als \(\ln(x)\). Daher ist \(\lim_{x\to\infty}g(x)=0\). 2. Für \(x\to0^+\) gilt \(3+\ln(x)\to-\infty\) und \(x^2\to0^+\). Daher ist \(\lim_{x\to0^+}g(x)=-\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to0^+}g(x)=-\infty\) \(\lim_{x\to\infty}g(x)=0\)
42824212
Viele Taschenrechner verfügen über eine \(\ln\)-Taste für den natürlichen Logarithmus. a) Leite aus der Basiswechselformel eine Rechenvorschrift her, mit der \(\log_3x\) nur mithilfe von \(\ln\) bestimmt werden kann. b) Berechne damit \(\log_3 10\) und \(\log_3 81\). Runde, falls nötig, auf vier Dezimalstellen. c) Begründe, warum \(\frac{\ln10}{\ln3}\) denselben Wert liefert wie \(\frac{\log_{10}10}{\log_{10}3}\).

Denkanstöße

- Welche allgemeine Basiswechselformel gilt für eine beliebige zulässige Hilfsbasis? - Setze für die Hilfsbasis \(e\) ein. - Warum darf die Hilfsbasis beim Basiswechsel frei gewählt werden?

Lösung

1. Die Basiswechselformel mit der Hilfsbasis \(e\) liefert \(\log_3x=\frac{\ln x}{\ln3}\). 2. Damit ist \(\log_3 10=\frac{\ln10}{\ln3}\approx2{,}0959\). 3. Außerdem ist \(\log_3 81=\frac{\ln81}{\ln3}=4\), weil \(81=3^4\). 4. Die Basiswechselformel liefert unabhängig von der gewählten zulässigen Hilfsbasis denselben Logarithmuswert. Daher sind \(\frac{\ln10}{\ln3}\) und \(\frac{\log_{10}10}{\log_{10}3}\) gleich.

Antwort

a) \(\log_3x=\frac{\ln x}{\ln3}\) b) \(\log_3 10\approx2{,}0959\); \(\log_3 81=4\) c) Beide Quotienten sind Darstellungen desselben Logarithmuswerts \(\log_3 10\) nach der Basiswechselformel.
42985712
Der natürliche Logarithmus \(\ln\) zur Basis \(e\) ist auf wissenschaftlichen Taschenrechnern direkt verfügbar. Andere Logarithmen müssen oft darauf zurückgeführt werden. a) Beweise die Basiswechselformel \(\log_b x = \frac{\ln x}{\ln b}\) für \(x > 0\), \(b > 0\) und \(b \neq 1\), indem du von der Gleichung \(y = \log_b x\) ausgehst und die Definition des Logarithmus als Umkehrfunktion nutzt. b) Berechne die Werte von \(\log_5 125\), \(\log_2 10\) und \(\log_{0{,}5} 4\) unter Verwendung des natürlichen Logarithmus. Runde das Ergebnis für \(\log_2 10\) auf vier Nachkommastellen. c) Begründe ohne weitere Rechnung, warum das Produkt \(\ln 5 \cdot \log_5 e\) genau den Wert \(1\) ergibt.

Denkanstöße

- Wie kannst du eine Logarithmusgleichung in eine Exponentialgleichung umschreiben? - Erinnere dich an das Gesetz, mit dem man Exponenten vor den Logarithmus ziehen kann. - Überlege, wie du den Term im Logarithmus als Potenz der Basis schreiben kannst, um zu vereinfachen. - Welchen Wert hat der natürliche Logarithmus der Eulerschen Zahl \(e\)?

Lösung

1. Beweis der Formel: Aus \(y = \log_b x\) folgt gemäß der Definition des Logarithmus \(b^y = x\). Durch Anwendung des natürlichen Logarithmus auf beide Seiten erhält man \(\ln(b^y) = \ln x\). Nach dem Logarithmengesetz für Potenzen gilt \(y \cdot \ln b = \ln x\). Auflösen nach \(y\) ergibt \(y = \frac{\ln x}{\ln b}\). 2. Berechnungen: - \(\log_5 125 = \frac{\ln 125}{\ln 5} = \frac{\ln(5^3)}{\ln 5} = \frac{3 \cdot \ln 5}{\ln 5} = 3\) - \(\log_2 10 = \frac{\ln 10}{\ln 2} \approx 3{,}3219\) - \(\log_{0{,}5} 4 = \frac{\ln 4}{\ln 0{,}5} = \frac{\ln(2^2)}{\ln(2^{-1})} = \frac{2 \cdot \ln 2}{-1 \cdot \ln 2} = -2\) 3. Begründung: Wendet man die Basiswechselformel auf \(\log_5 e\) an, erhält man \(\log_5 e = \frac{\ln e}{\ln 5}\). Da \(\ln e = 1\) ist, folgt \(\log_5 e = \frac{1}{\ln 5}\). Das Produkt \(\ln 5 \cdot \frac{1}{\ln 5}\) ergibt somit \(1\).

Antwort

a) \(y = \log_b x \Rightarrow b^y = x \Rightarrow \ln(b^y) = \ln x \Rightarrow y \cdot \ln b = \ln x \Rightarrow y = \frac{\ln x}{\ln b}\) b) \(\log_5 125 = 3\); \(\log_2 10 \approx 3{,}3219\); \(\log_{0{,}5} 4 = -2\) c) Da \(\log_5 e = \frac{\ln e}{\ln 5} = \frac{1}{\ln 5}\) gilt, ist \(\ln 5 \cdot \frac{1}{\ln 5} = 1\).
42985812
Die Verwendung des natürlichen Logarithmus ermöglicht den Vergleich verschiedener Logarithmus- und Exponentialausdrücke. a) Bestimme die Lösung der Gleichung \(5^x = 20\) exakt mithilfe des natürlichen Logarithmus und gib einen Näherungswert auf drei Dezimalstellen an. b) Zeige allgemein, dass für \(x > 0\), \(x \neq 1\), \(a > 0\) und \(a \neq 1\) die Beziehung \(\log_a x = \frac{1}{\log_x a}\) gilt. c) Berechne den exakten Wert des Ausdrucks \(\ln(e^3) + \log_{e^2}(e)\).

Denkanstöße

- Wie gehst du vor, wenn die Unbekannte im Exponenten steht? - Nutze die Basiswechselformel, um beide Seiten der Identität in Teil b) auf den natürlichen Logarithmus zurückzuführen. - Überlege bei Teil c), mit welcher Zahl man die Basis \(e^2\) potenzieren muss, um \(e\) zu erhalten. - Was passiert, wenn Logarithmus und Exponentialfunktion mit derselben Basis aufeinandertreffen?

Lösung

1. Lösung der Gleichung: Durch Logarithmieren von \(5^x = 20\) mit dem natürlichen Logarithmus erhält man \(\ln(5^x) = \ln 20\), also \(x \cdot \ln 5 = \ln 20\). Die exakte Lösung ist \(x = \frac{\ln 20}{\ln 5}\). Der Näherungswert ist \(x \approx 1{,}861\). 2. Beweis der Identität: Nach der Basiswechselformel gilt \(\log_a x = \frac{\ln x}{\ln a}\). Ebenso gilt \(\log_x a = \frac{\ln a}{\ln x}\). Der Kehrwert von \(\log_x a\) ist \(\frac{1}{\frac{\ln a}{\ln x}} = \frac{\ln x}{\ln a}\). Damit ist die Identität gezeigt. 3. Berechnung des Ausdrucks: \(\ln(e^3) = 3\), da der natürliche Logarithmus die Umkehrfunktion zur Basis \(e\) ist. Für den zweiten Teil gilt \(\log_{e^2}(e) = \frac{\ln e}{\ln(e^2)} = \frac{1}{2 \cdot \ln e} = \frac{1}{2} = 0{,}5\). Die Summe ist \(3 + 0{,}5 = 3{,}5\).

Antwort

a) \(x = \frac{\ln 20}{\ln 5} \approx 1{,}861\) b) \(\log_a x = \frac{\ln x}{\ln a}\) und \(\frac{1}{\log_x a} = \frac{1}{\frac{\ln a}{\ln x}} = \frac{\ln x}{\ln a}\) c) \(3{,}5\)
42985912
Betrachte die Funktionen \(f(x) = \ln(x)\) und \(g(x) = \log_{1/e}(x)\) für \(x > 0\). 1. Zeige unter Verwendung der Basiswechselformel, dass der Zusammenhang \(g(x) = -\ln(x)\) besteht. 2. Bestimme für beide Funktionen die Intervalle für \(x\), in denen die Funktionswerte negativ sind. 3. Erläutere den Zusammenhang zwischen der Basis der Logarithmusfunktion und ihrem Monotonieverhalten am Beispiel von \(f\) und \(g\).

Denkanstöße

- Wie lautet die allgemeine Formel, um einen Logarithmus zu einer beliebigen Basis in den natürlichen Logarithmus umzurechnen? - Erinnere dich an die Definition von \(e^{-1}\) und was passiert, wenn du davon den natürlichen Logarithmus bildest. - Wo schneiden alle einfachen Logarithmusfunktionen der Form \(\log_b(x)\) die \(x\)-Achse? - Überlege dir, wie das Vorzeichen des Funktionswerts mit dem Wachstum (Steigen oder Fallen) der Funktion zusammenhängt.

Lösung

1. Anwendung der Basiswechselformel \(\log_b(x) = \frac{\ln(x)}{\ln(b)}\): Mit der Basis \(b = \frac{1}{e} = e^{-1}\) ergibt sich \(g(x) = \frac{\ln(x)}{\ln(e^{-1})}\). Da \(\ln(e^{-1}) = -1\) ist, folgt \(g(x) = \frac{\ln(x)}{-1} = -\ln(x)\). 2. Für \(f(x) = \ln(x)\): Da die Basis \(e \approx 2{,}718 > 1\) ist, ist \(f\) streng monoton steigend. Mit der Nullstelle \(f(1) = 0\) folgt \(f(x) < 0\) für \(0 < x < 1\). Für \(g(x) = -\ln(x)\) kehren sich die Vorzeichen um: \(g(x) < 0\) gilt für \(\ln(x) > 0\), also für \(x > 1\). 3. Die Funktion \(f\) hat eine Basis \(e > 1\) und ist streng monoton steigend. Die Funktion \(g\) hat eine Basis \(\frac{1}{e} < 1\). Da \(g(x) = -f(x)\) ist, spiegelt sich der Graph an der \(x\)-Achse, wodurch \(g\) streng monoton fallend ist. Allgemein gilt: Logarithmusfunktionen mit Basis \(b > 1\) steigen, solche mit \(0 < b < 1\) fallen.

Antwort

1. \(g(x) = \frac{\ln(x)}{\ln(e^{-1})} = \frac{\ln(x)}{-1} = -\ln(x)\) 2. \(f(x) < 0\) für \(x \in (0; 1)\); \(g(x) < 0\) für \(x \in (1; \infty)\) 3. \(f\) ist wegen \(e > 1\) streng monoton steigend; \(g\) ist wegen der Basis \(\frac{1}{e} < 1\) (bzw. des negativen Vorzeichens vor \(\ln(x)\)) streng monoton fallend.
42986012
Ein Logarithmus der Form \(\log_a(x)\) mit \(a > 0\) und \(a \neq 1\) nimmt genau dann positive Werte an, wenn die Basis \(a\) und das Argument \(x\) „auf derselben Seite von 1“ liegen (das heißt, beide sind größer als 1 oder beide liegen zwischen 0 und 1). 1. Beweise diese Aussage, indem du die Definition \(a^y = x\) und das Monotonieverhalten der Exponentialfunktion für die Fälle \(a > 1\) und \(0 < a < 1\) nutzt. 2. Entscheide ohne Rechnung, welches Vorzeichen der Ausdruck \(\log_{0{,}2}(5)\) hat, und begründe deine Entscheidung kurz.

Denkanstöße

- Setze den Logarithmus gleich einer Variable \(y\) und schreibe die Gleichung in die entsprechende Potenzform um. - Wie verhält sich eine Potenz \(a^y\), wenn die Basis größer als 1 ist und der Exponent positiv wird? - Wie ändert sich dieses Verhalten, wenn die Basis zwischen 0 und 1 liegt? - Vergleiche die Lage der Basis \(0{,}2\) und des Arguments \(5\) relativ zur Zahl 1.

Lösung

1. Sei \(y = \log_a(x)\). Es soll untersucht werden, wann \(y > 0\) gilt. 2. Fall \(a > 1\): Die Exponentialfunktion \(a^y\) ist streng monoton steigend. Daher gilt \(y>0 \iff a^y>a^0=1\). Mit \(a^y=x\) folgt \(y>0 \iff x>1\). 3. Fall \(0<a<1\): Die Exponentialfunktion \(a^y\) ist streng monoton fallend. Daher gilt \(y>0 \iff a^y<a^0=1\). Mit \(a^y=x\) folgt \(y>0 \iff 0<x<1\). 4. Damit ist \(\log_a(x)>0\) genau dann, wenn Basis und Argument auf derselben Seite von \(1\) liegen. 5. Bei \(\log_{0{,}2}(5)\) liegt die Basis zwischen \(0\) und \(1\), das Argument aber über \(1\). Der Logarithmus ist daher negativ.

Antwort

1. Für \(a>1\) gilt \(\log_a(x)>0 \iff x>1\). Für \(0<a<1\) gilt \(\log_a(x)>0 \iff 0<x<1\). Damit ist der Logarithmus genau dann positiv, wenn Basis und Argument auf derselben Seite von \(1\) liegen. 2. Negativ, da die Basis \(0{,}2<1\) und das Argument \(5>1\) auf verschiedenen Seiten von \(1\) liegen.
42986312
Die Zahl \(e \approx 2{,}71828\) ist die Basis des natürlichen Logarithmus. Bestimme \(\ln 5\) durch systematische Intervallschachtelung auf drei Nachkommastellen genau. Verwende dabei nicht direkt die \(\ln\)-Taste; sie darf erst am Ende zur Kontrolle dienen. Gegeben sind die ersten Eingrenzungen: \(e^1 \approx 2{,}718 < 5 < 7{,}389 \approx e^2\), also \(1<\ln 5<2\), und \(e^{1{,}6} \approx 4{,}953 < 5 < 5{,}474 \approx e^{1{,}7}\), also \(1{,}6<\ln 5<1{,}7\). Dokumentiere anschließend mindestens zwei weitere verschachtelte Intervalle mit den jeweils getesteten Exponentialwerten und begründe daraus die Rundung auf drei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Verkleinere das bereits bekannte Intervall schrittweise, statt direkt den Logarithmuswert abzurufen. - Vergleiche bei jedem Testwert \(x\) den Wert \(e^x\) mit \(5\). - Für die endgültige Rundung reicht das Tausendstelintervall allein noch nicht; entscheide, auf welcher Seite seiner Mitte der gesuchte Wert liegt.

Lösung

1. Im Intervall \([1{,}60;1{,}70]\) werden passende Hundertstel getestet. Es gilt \(e^{1{,}60}\approx4{,}9530\) und \(e^{1{,}61}\approx5{,}0028\). Daher ist \(1{,}60<\ln 5<1{,}61\). 2. Für die Tausendstelstelle gilt \(e^{1{,}609}\approx4{,}9978\) und \(e^{1{,}610}\approx5{,}0028\). Somit ist \(1{,}609<\ln 5<1{,}610\). 3. Für die Rundungsentscheidung wird die Mitte \(1{,}6095\) geprüft. Wegen \(e^{1{,}6095}\approx5{,}0003>5\) gilt \(\ln 5<1{,}6095\). Zusammen mit \(\ln 5>1{,}609\) folgt \(\ln 5\approx1{,}609\).

Antwort

\(1{,}60<\ln 5<1{,}61\), da \(e^{1{,}60}\approx4{,}9530<5<5{,}0028\approx e^{1{,}61}\). \(1{,}609<\ln 5<1{,}610\), da \(e^{1{,}609}\approx4{,}9978<5<5{,}0028\approx e^{1{,}610}\). Da \(e^{1{,}6095}\approx5{,}0003>5\), ist \(\ln 5\approx1{,}609\).
42986412
Bestimme \(x=\ln 0{,}5\) durch systematisches Probieren auf drei Nachkommastellen genau. Verwende dabei nicht direkt die \(\ln\)-Taste; sie darf erst am Ende zur Kontrolle dienen. Beginne mit \([-0{,}7;-0{,}6]\), denn \(e^{-0{,}7}\approx0{,}4966\) und \(e^{-0{,}6}\approx0{,}5488\). Dokumentiere mindestens zwei weitere verschachtelte Intervalle mit den getesteten Exponentialwerten und begründe daraus die Rundung.

Denkanstöße

- Beachte bei negativen Zahlen die Reihenfolge auf der Zahlengeraden. - Nutze die strenge Monotonie von \(e^x\): Aus dem Vergleich der Exponentialwerte folgt unmittelbar die Lage von \(x\). - Für die Rundung auf drei Nachkommastellen musst du entscheiden, auf welcher Seite der Mitte des letzten Tausendstelintervalls der Wert liegt.

Lösung

1. Es gilt \(e^{-0{,}70}\approx0{,}49658\) und \(e^{-0{,}69}\approx0{,}50157\). Da die Exponentialfunktion streng wächst, folgt \(-0{,}70<\ln 0{,}5<-0{,}69\). 2. Weiter gilt \(e^{-0{,}694}\approx0{,}49957\) und \(e^{-0{,}693}\approx0{,}50007\). Damit ist \(-0{,}694<\ln 0{,}5<-0{,}693\). 3. Für die Rundung wird die Mitte \(-0{,}6935\) geprüft. Es ist \(e^{-0{,}6935}\approx0{,}49982<0{,}5\). Wegen der Monotonie gilt daher \(\ln 0{,}5>-0{,}6935\), also \(\ln 0{,}5\approx-0{,}693\).

Antwort

\(-0{,}70<\ln 0{,}5<-0{,}69\), da \(e^{-0{,}70}\approx0{,}49658<0{,}5<0{,}50157\approx e^{-0{,}69}\). \(-0{,}694<\ln 0{,}5<-0{,}693\), da \(e^{-0{,}694}\approx0{,}49957<0{,}5<0{,}50007\approx e^{-0{,}693}\). Da \(e^{-0{,}6935}\approx0{,}49982<0{,}5\), ist \(\ln 0{,}5\approx-0{,}693\).
42987312
Die natürliche Logarithmusfunktion \(f(x) = \ln(x)\) zeichnet sich durch ein sehr langsames Wachstum aus. Begründe mithilfe der Umkehrfunktion \(e^x\), dass die Funktionswerte von \(f\) dennoch über jede beliebig große Schranke \(S > 0\) steigen. Ermittle zudem die \(x\)-Werte, für die \(f(x) = 15\) und \(f(x) = 35\) gilt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du die Gleichung nach \(x\) auflösen kannst. - Was weißt du über das Verhalten der Exponentialfunktion für sehr große Exponenten? - Wenn du für jeden beliebigen Wert \(y\) ein passendes \(x\) finden kannst, was bedeutet das für das Wachstum?

Lösung

1. Die Gleichung \(y = \ln(x)\) kann durch die Umkehrfunktion zur Basis \(e\) als \(x = e^y\) ausgedrückt werden. 2. Da die Exponentialfunktion \(e^y\) für \(y \to \infty\) gegen Unendlich strebt, existiert für jeden beliebig großen Funktionswert \(y = S\) ein entsprechender Wert \(x = e^S\). Somit ist die Funktion nach oben unbegrenzt. 3. Für den Funktionswert \(15\) ergibt sich die Gleichung \(\ln(x) = 15\). Durch Anwendung der Exponentialfunktion erhält man \(x = e^{15} \approx 3\,269\,017{,}37\). 4. Für den Funktionswert \(35\) ergibt sich analog \(x = e^{35} \approx 1{,}586 \cdot 10^{15}\).

Antwort

Die Funktion wächst unbegrenzt, da für jedes \(S\) ein \(x = e^S\) existiert. Für \(f(x) = 15\) ist \(x = e^{15} \approx 3\,269\,017{,}37\). Für \(f(x) = 35\) ist \(x = e^{35} \approx 1{,}586 \cdot 10^{15}\).
42987410
Gegeben ist die Logarithmusfunktion \(g(x) = \log_2(x)\). a) Begründe: Wenn man den Wert von \(x\) verdoppelt, erhöht sich der Funktionswert \(g(x)\) um genau \(1\). b) Folgere aus dieser Eigenschaft, dass die Funktion \(g\) unbegrenzt wächst. c) Bestimme die Stellen \(x\), an denen die Funktion die Werte \(20\) und \(30\) erreicht.

Denkanstöße

- Welches Logarithmengesetz hilft dir, ein Produkt im Logarithmus aufzuteilen? - Was passiert mit dem Funktionswert, wenn du \(x\) immer wieder verdoppelst? Gibt es eine Obergrenze? - Wie lautet die Umkehrfunktion zum Logarithmus zur Basis 2 (\(\log_2\))?

Lösung

1. Nach den Logarithmengesetzen gilt \(g(2x) = \log_2(2x) = \log_2(2) + \log_2(x) = 1 + \log_2(x)\). Damit ist die Eigenschaft gezeigt. 2. Da man den Funktionswert durch wiederholtes Verdoppeln von \(x\) immer wieder um \(1\) steigern kann, lassen sich beliebig große Funktionswerte erreichen, wenn \(x\) groß genug gewählt wird. Die Funktion wächst also unbegrenzt. 3. Die Gleichung \(\log_2(x) = 20\) wird durch \(x = 2^{20} = 1\,048\,576\) gelöst. 4. Die Gleichung \(\log_2(x) = 30\) wird durch \(x = 2^{30} = 1\,073\,741\,824\) gelöst.

Antwort

a) Nachweis über \(\log_2(2x) = 1 + \log_2(x)\). b) Durch sukzessive Verdopplung von \(x\) steigt der Funktionswert schrittweise um \(1\) und überschreitet jede Schranke. c) Für \(g(x) = 20\) ist \(x = 2^{20} = 1\,048\,576\); für \(g(x) = 30\) ist \(x = 2^{30} = 1\,073\,741\,824\).
42988312
Gegeben ist die Schar von Funktionen \(f_k\) mit der Gleichung \(f_k(x) = k \cdot \ln(x) - x + 1\) für \(x > 0\) und \(k \in \mathbb{R}\). 1. Zeige rechnerisch, dass der Punkt \(P(1|0)\) auf allen Graphen der Schar liegt. 2. Bestimme die Steigung der Tangente an den Graphen von \(f_k\) im Punkt \(P\) in Abhängigkeit vom Parameter \(k\). 3. Begründe, dass \(P\) der einzige Punkt ist, den zwei Graphen \(G_{f_{k_1}}\) und \(G_{f_{k_2}}\) mit \(k_1 \neq k_2\) gemeinsam haben.

Denkanstöße

- Wie prüft man, ob ein Punkt auf einem Graphen liegt? - Was ist die geometrische Bedeutung der ersten Ableitung an einer Stelle? - Was bedeutet es für die Funktionswerte an einer Stelle \(x\), wenn sich zwei Graphen dort schneiden? - Welchen speziellen Wert nimmt die natürliche Logarithmusfunktion an der Stelle 1 an?

Lösung

1. Einsetzen von \(x = 1\) in den Funktionsterm: \(f_k(1) = k \cdot \ln(1) - 1 + 1 = k \cdot 0 + 0 = 0\). Da dieser Wert für jedes \(k\) gleich ist, verläuft jeder Graph durch \(P(1|0)\). 2. Erste Ableitung berechnen: \(f_k'(x) = k \cdot \frac{1}{x} - 1\). Einsetzen der Stelle \(x = 1\) liefert die Steigung \(m_k = f_k'(1) = k \cdot \frac{1}{1} - 1 = k - 1\). 3. Gleichsetzen zweier Terme für \(k_1 \neq k_2\): \(k_1 \ln(x) - x + 1 = k_2 \ln(x) - x + 1\). Durch Subtraktion von \(-x + 1\) und Umstellen folgt \((k_1 - k_2) \cdot \ln(x) = 0\). Da \(k_1 - k_2 \neq 0\), muss \(\ln(x) = 0\) gelten, was nur für \(x = 1\) der Fall ist. Mit \(f_{k_1}(1) = 0\) ergibt sich als einziger Schnittpunkt \(P(1|0)\).

Antwort

1. Der Nachweis erfolgt durch \(f_k(1) = 0\). 2. Die Steigung beträgt \(m = k - 1\). 3. Aus \(f_{k_1}(x) = f_{k_2}(x)\) folgt \((k_1 - k_2) \ln(x) = 0\), was wegen \(k_1 \neq k_2\) nur die Lösung \(x = 1\) besitzt.
42988412
Betrachte die Funktionen \(g_n(x)=(\ln(x))^n\) für \(n\in\{1,2,3,\dots\}\) mit der Definitionsmenge \(D=]0;\infty[\). Ermittle rechnerisch alle Punkte, die auf den Graphen sämtlicher Funktionen dieser Schar liegen. Begründe dein Ergebnis.

Denkanstöße

- Übersetze die gemeinsame-Punkt-Bedingung in eine Bedingung an \(u=\ln(x)\). - Welche Werte bleiben beim Potenzieren mit jedem positiven ganzzahligen Exponenten unverändert? - Prüfe anschließend, welche \(x\)-Werte zu diesen Logarithmuswerten gehören.

Lösung

1. Ein gemeinsamer Punkt verlangt, dass \((\ln x)^n\) für alle positiven ganzen \(n\) denselben Wert hat. Setze \(u=\ln x\). 2. Bereits aus \(u=u^2\) folgt \(u(u-1)=0\), also \(u=0\) oder \(u=1\). 3. Für \(u=0\) gilt \(x=1\) und \(u^n=0\) für alle \(n\). Damit entsteht \(P_1(1|0)\). 4. Für \(u=1\) gilt \(x=e\) und \(u^n=1\) für alle \(n\). Damit entsteht \(P_2(e|1)\). 5. Andere Werte erfüllen bereits \(u=u^2\) nicht und können deshalb nicht zu einem gemeinsamen Punkt aller Graphen führen.

Antwort

\(P_1(1|0)\) und \(P_2(e|1)\)
43003612
Betrachte die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = 2e^{0{,}5x} - 4\). a) Bestimme die Wertemenge \(W_f\) der Funktion und gib die Gleichung der Asymptote an. b) Ermittle den Funktionsterm der Umkehrfunktion \(f^{-1}\) sowie deren Definitionsmenge \(D_{f^{-1}}\). c) Begründe mithilfe der Monotonie von \(f\), warum die Funktion auf ihrer gesamten Definitionsmenge \(\mathbb{R}\) umkehrbar ist.

Denkanstöße

- Welchen kleinsten Wert kann eine einfache Exponentialfunktion \(e^x\) niemals erreichen? - Wie gehst du vor, um eine Gleichung nach einer Variablen aufzulösen, die im Exponenten steht? - Was weißt du über den Zusammenhang zwischen der Monotonie einer Funktion und ihrer Umkehrbarkeit?

Lösung

1. Da \(e^{0{,}5x}\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) stets positive Werte annimmt und für \(x \to -\infty\) gegen \(0\) strebt, nähert sich \(f(x)\) dem Wert \(-4\). Die waagerechte Asymptote liegt bei \(y = -4\). Da die Funktion streng monoton steigt, ist die Wertemenge \(W_f = ]-4; \infty[\). 2. Zur Bestimmung der Umkehrfunktion wird \(y = 2e^{0{,}5x} - 4\) nach \(x\) aufgelöst: \(y + 4 = 2e^{0{,}5x} \Rightarrow \frac{y+4}{2} = e^{0{,}5x} \Rightarrow 0{,}5x = \ln\left(\frac{y+4}{2}\right) \Rightarrow x = 2 \cdot \ln\left(\frac{y+4}{2}\right)\). Die Umkehrfunktion lautet \(f^{-1}(x) = 2\ln\left(\frac{x+4}{2}\right)\) mit \(D_{f^{-1}} = W_f = ]-4; \infty[\). 3. Die Ableitungsfunktion \(f'(x) = 2 \cdot 0{,}5 \cdot e^{0{,}5x} = e^{0{,}5x}\) ist für alle \(x \in \mathbb{R}\) größer als \(0\). Da die Funktion somit auf der gesamten Definitionsmenge streng monoton steigend ist, ist sie injektiv und damit umkehrbar.

Antwort

a) \(W_f = \{y \in \mathbb{R} \mid y > -4\}\); waagerechte Asymptote \(y = -4\). b) \(f^{-1}(x) = 2\ln\left(\frac{x+4}{2}\right)\) (oder \(2\ln(0{,}5x + 2)\)); \(D_{f^{-1}} = ]-4; \infty[\). c) \(f'(x) = e^{0{,}5x} > 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\), daher ist \(f\) streng monoton steigend und somit umkehrbar.
43006812
Betrachte die natürliche Logarithmusfunktion \(f\) mit \(f(x)=\ln(x)\) für \(x>0\). Zwei neue Funktionen \(g\) und \(h\) entstehen durch unterschiedliche Reihenfolgen von Transformationen: - Der Graph von \(g\) entsteht, indem der Graph von \(f\) zuerst an der \(x\)-Achse gespiegelt und dann um \(2\) Einheiten in positive \(y\)-Richtung verschoben wird. - Der Graph von \(h\) entsteht, indem der Graph von \(f\) zuerst um \(2\) Einheiten in positive \(y\)-Richtung verschoben und dann an der \(x\)-Achse gespiegelt wird. Gib die Funktionsterme von \(g\) und \(h\) an und berechne jeweils ihre Nullstellen.

Denkanstöße

- Eine Spiegelung an der \(x\)-Achse multipliziert den bis dahin entstandenen Funktionsterm mit \(-1\). - Achte darauf, ob die Verschiebung vor oder nach der Spiegelung ausgeführt wird. - Welche Exponentialschreibweise löst eine Gleichung der Form \(\ln(x)=c\) nach \(x\) auf?

Lösung

1. Für \(g\) bewirkt die Spiegelung an der \(x\)-Achse zunächst \(-\ln(x)\). Die anschließende Verschiebung um \(2\) Einheiten nach oben ergibt \(g(x)=-\ln(x)+2\). Aus \(-\ln(x)+2=0\) folgt \(\ln(x)=2\) und damit \(x=e^2\). 2. Für \(h\) wird zuerst \(2\) addiert: \(\ln(x)+2\). Die anschließende Spiegelung betrifft den gesamten Term, also \(h(x)=-(\ln(x)+2)=-\ln(x)-2\). Aus \(-\ln(x)-2=0\) folgt \(\ln(x)=-2\) und damit \(x=e^{-2}=\frac{1}{e^2}\).

Antwort

\(g(x)=-\ln(x)+2\) mit Nullstelle \(x=e^2\) \(h(x)=-\ln(x)-2\) mit Nullstelle \(x=e^{-2}=\frac{1}{e^2}\)
43452712
Im Koordinatensystem ist der Graph einer linearen Funktion \(f\) dargestellt. Wir betrachten \(g(x)=\ln(f(x))\). a) Bestimme die maximale Definitionsmenge von \(g\). b) Beschreibe das Verhalten von \(g\) an den Rändern der Definitionsmenge. c) Begründe das Monotonieverhalten von \(g\).
Abbildung zur Aufgabe 434527

Denkanstöße

- Lies zuerst ab, wo der Graph von \(f\) oberhalb der \(x\)-Achse liegt. - Wie verhält sich \(\ln(y)\) für \(y\to0^+\) und für \(y\to\infty\)? - Welche Monotonie entsteht, wenn eine steigende Funktion mit einer weiteren steigenden Funktion verkettet wird?

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man \(f(x)=0{,}5x+1\) ab. Für \(g\) muss \(f(x)>0\) gelten. Daraus folgt \(x>-2\), also \(D_g=]-2;\infty[\). 2. Für \(x\to-2^+\) gilt \(f(x)\to0^+\), daher \(g(x)\to-\infty\). Für \(x\to\infty\) gilt \(f(x)\to\infty\), also \(g(x)\to\infty\). 3. Die lineare Funktion \(f\) ist streng monoton steigend und nimmt auf der Definitionsmenge von \(g\) nur positive Werte an. Da auch \(\ln\) streng monoton steigt, ist die Verkettung \(g\) streng monoton steigend.

Antwort

a) \(D_g=]-2;\infty[\) b) \(\lim_{x\to-2^+}g(x)=-\infty\); \(\lim_{x\to\infty}g(x)=\infty\) c) \(g\) ist streng monoton steigend.
43458512
Gegeben ist der Graph der natürlichen Logarithmusfunktion \(f(x) = \ln(x)\) (schwarz). In das gleiche Koordinatensystem wurden zwei weitere Graphen \(g\) (grün) und \(h\) (violett) eingezeichnet. a) Ermittle die Funktionsterme für die Graphen \(g\) und \(h\). b) Erkläre, wie diese Graphen durch Streckung oder Spiegelung aus dem Graphen von \(f\) hervorgehen.
Abbildung zur Aufgabe 434585

Denkanstöße

- Vergleiche die Funktionswerte an der Stelle \(x = e \approx 2{,}7\). - Haben alle Graphen dieselbe Nullstelle? Was bedeutet das für die Art der Transformation? - Untersuche, ob der Graph an der \(x\)-Achse gespiegelt wurde. - Prüfe, ob die Kurve steiler oder flacher als die Originalkurve verläuft.

Lösung

1. Analyse von \(g(x)\): Der grüne Graph verläuft durch die Nullstelle \((1 | 0)\), genau wie \(f\). An der Stelle \(x = e \approx 2{,}72\) hat \(f\) den Wert 1. Der Graph von \(g\) hat dort den Wert 2. Das deutet auf eine Verdopplung der Funktionswerte hin. Durch Einsetzen prüft man: \(g(x) = 2\ln(x)\). 2. Analyse von \(h(x)\): Der violette Graph verläuft ebenfalls durch \((1 | 0)\). Er ist an der \(x\)-Achse gespiegelt, da für jeden positiven Wert von \(f\) ein betragsgleicher negativer Wert bei \(h\) vorliegt. An der Stelle \(x = e\) gilt \(h(e) = -1\). Somit ist \(h(x) = -\ln(x)\).

Antwort

a) Die Funktionsterme sind \(g(x) = 2\ln(x)\) und \(h(x) = -\ln(x)\). b) Der Graph von \(g\) entsteht durch eine Streckung des Graphen von \(f\) in \(y\)-Richtung mit dem Faktor 2. Der Graph von \(h\) entsteht durch eine Spiegelung des Graphen von \(f\) an der \(x\)-Achse.
43459812
Der abgebildete Graph gehört zu einer gebrochen-rationalen Funktion \(f\). Bestimme für \(g(x)=\ln(f(x))\) die maximale Definitionsmenge sowie das Monotonieverhalten auf den einzelnen Teilintervallen.
Abbildung zur Aufgabe 434598

Denkanstöße

- Lies aus dem Graphen ab, wo \(f(x)>0\) gilt. - Betrachte die Monotonie von \(f\) nur auf den Bereichen, die zur Definitionsmenge von \(g\) gehören. - Wie wirkt eine streng steigende äußere Funktion auf die Monotonierichtung der inneren Funktion?

Lösung

1. Für den Logarithmus muss \(f(x)>0\) gelten. Aus dem Graphen liest man ab, dass dies für \(x<-1\) und für \(x>1\) gilt. Somit ist \(D_g=]-\infty;-1[\cup]1;\infty[\). 2. Auf beiden Teilintervallen ist \(f\) streng monoton fallend. Da \(\ln\) auf positiven Argumenten streng monoton steigt, bleibt die Monotonierichtung bei der Verkettung erhalten. 3. Daher ist \(g\) sowohl auf \(]-\infty;-1[\) als auch auf \(]1;\infty[\) streng monoton fallend.

Antwort

Definitionsmenge: \(]-\infty;-1[\cup]1;\infty[\) Auf beiden Teilintervallen ist \(g\) streng monoton fallend.
43460012
Bestimme anhand des abgebildeten Graphen der gebrochen-rationalen Funktion \(k\) einen möglichen Funktionsterm. Ermittle anschließend rechnerisch die maximale Definitionsmenge der Funktion \(g(x)=\ln(k(x))\) und vergleiche das Ergebnis mit der Menge \(\mathbb{R}\setminus[2;5]\).
Abbildung zur Aufgabe 434600

Denkanstöße

- Nutze Nullstelle und Asymptoten des Graphen, um einen passenden Term für \(k\) zu finden. - Welche Vorzeichenbedingung muss das Argument eines natürlichen Logarithmus erfüllen? - Teile die Zahlengerade an den Stellen auf, an denen Zähler oder Nenner von \(k\) null werden.

Lösung

1. Der Graph zeigt eine senkrechte Asymptote bei \(x=2\), eine Nullstelle bei \(x=5\) und eine waagerechte Asymptote bei \(y=1\). Ein passender Funktionsterm ist daher \(k(x)=\frac{x-5}{x-2}\). 2. Für den Logarithmus muss \(k(x)>0\) gelten. Zu lösen ist also \(\frac{x-5}{x-2}>0\). 3. Für \(x<2\) sind Zähler und Nenner beide negativ, also ist der Quotient positiv. Für \(2<x<5\) haben Zähler und Nenner verschiedene Vorzeichen, also ist der Quotient negativ. Für \(x>5\) sind beide positiv. 4. Damit ist \(D_g=]-\infty;2[\cup]5;\infty[\). Das ist genau \(\mathbb{R}\setminus[2;5]\).

Antwort

Ein möglicher Funktionsterm ist \(k(x)=\frac{x-5}{x-2}\). Es gilt \(D_g=]-\infty;2[\cup]5;\infty[=\mathbb{R}\setminus[2;5]\).
42634212
Betrachte die Funktion \(f\) mit \(f(x)=\ln\left(\frac{e}{x^2}\right)\). a) Gib die maximale Definitionsmenge \(D_f\) an. b) Zeige mithilfe von Logarithmengesetzen, dass sich der Funktionsterm als \(f(x)=1-2\ln|x|\) schreiben lässt. c) Beschreibe, wie der Graph von \(f\) aus dem Graphen von \(y=\ln(x)\) durch Transformationen hervorgeht. Gehe insbesondere auf Symmetrie und Anzahl der Kurvenzweige ein.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss das Argument eines Logarithmus erfüllen? - Welche Logarithmengesetze passen zu einem Quotienten und zu einem Quadrat? - Was folgt für die Symmetrie, wenn der Term nur von \(|x|\) abhängt?

Lösung

1. Für \(x\neq0\) gilt \(x^2>0\), also ist \(\frac{e}{x^2}>0\). Für \(x=0\) ist der Bruch nicht definiert. Daher ist die Definitionsmenge \(D_f=\mathbb{R}\setminus\{0\}\). 2. Mit den Logarithmengesetzen gilt \(\ln\left(\frac{e}{x^2}\right)=\ln(e)-\ln(x^2)=1-2\ln|x|\). 3. Wegen \(f(-x)=f(x)\) ist der Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse und besitzt zwei Kurvenzweige. 4. Ausgehend von \(y=\ln x\) wird der rechte Zweig an der \(y\)-Achse gespiegelt, sodass \(y=\ln|x|\) entsteht. Danach folgen eine Streckung in \(y\)-Richtung mit Faktor \(2\), eine Spiegelung an der \(x\)-Achse und eine Verschiebung um \(1\) nach oben.

Antwort

a) \(D_f=\mathbb{R}\setminus\{0\}\) b) \(\ln\left(\frac{e}{x^2}\right)=1-2\ln|x|\) c) Zwei zur \(y\)-Achse symmetrische Zweige; aus \(\ln|x|\) durch Streckung mit Faktor \(2\), Spiegelung an der \(x\)-Achse und Verschiebung um \(1\) nach oben.
42760612
In der Akustik kann der Schallintensitätspegel \(L\) in Dezibel (\(\text{dB}\)) auch mithilfe des natürlichen Logarithmus ausgedrückt werden: \(L = \frac{10}{\ln(10)} \cdot \ln\left(\frac{I}{I_0}\right)\) Dabei ist \(I\) die Schallintensität und \(I_0\) die Bezugsintensität an der Hörschwelle. An einer Baustelle erzeugt ein Presslufthammer einen Schallpegel von \(85\,\text{dB}\). a) Berechne den Gesamtschallpegel, wenn ein zweiter, baugleicher Presslufthammer direkt daneben in Betrieb genommen wird. Gehe davon aus, dass sich die Schallintensitäten \(I\) addieren. b) Bestimme die Anzahl an identischen Presslufthämmern, die gleichzeitig laufen müssten, damit ein Schallpegel von mindestens \(100\,\text{dB}\) erreicht wird.

Denkanstöße

- Wenn sich die Intensität verdoppelt, wie verändert sich dann der Wert im Logarithmus? - Nutze die Logarithmengesetze, um den Ausdruck für den doppelten oder n-fachen Schallpegel aufzuspalten. - Bedenke beim zweiten Teil, dass die Anzahl der Maschinen eine natürliche Zahl sein muss. - Wie viel Dezibel kommen hinzu, wenn man die Anzahl der Quellen verzehnfacht?

Lösung

1. Für a): Bei zwei Geräten verdoppelt sich die Intensität auf \(2I\). Der neue Pegel ist \(L_2 = \frac{10}{\ln(10)} \cdot \ln\left(\frac{2I}{I_0}\right) = \frac{10}{\ln(10)} \cdot (\ln(2) + \ln\left(\frac{I}{I_0}\right))\). 2. Dies entspricht \(L_2 = \frac{10 \cdot \ln(2)}{\ln(10)} + 85\,\text{dB}\). Die Rechnung ergibt eine Erhöhung um ca. \(3{,}01\,\text{dB}\), also insgesamt ca. \(88{,}01\,\text{dB}\). 3. Für b): Der Pegel soll um \(\Delta L = 100\,\text{dB} - 85\,\text{dB} = 15\,\text{dB}\) steigen. Bei \(n\) Geräten gilt: \(\Delta L = \frac{10 \cdot \ln(n)}{\ln(10)}\). 4. Umstellen nach \(n\): \(1{,}5 = \frac{\ln(n)}{\ln(10)}\), woraus folgt \(\ln(n) = 1{,}5 \cdot \ln(10)\). 5. Auflösen mittels Exponentialfunktion: \(n = e^{1{,}5 \cdot \ln(10)} = 10^{1{,}5} \approx 31{,}62\). Da eine ganzzahlige Anzahl an Geräten gesucht ist, sind 32 Presslufthämmer nötig.

Antwort

a) Der Schallpegel beträgt ca. \(88{,}01\,\text{dB}\). b) Es müssen mindestens 32 Presslufthämmer gleichzeitig betrieben werden.
42766212
Gegeben ist die Funktion \(g: x \mapsto 2 - \ln(5 - x)\) mit maximaler Definitionsmenge \(D_g\). a) Ermittle \(D_g\) und untersuche das Verhalten von \(g\) an den Rändern von \(D_g\). b) Bestimme die Schnittpunkte des Graphen \(G_g\) mit den Koordinatenachsen. c) Erläutere, wie \(G_g\) schrittweise aus dem Graphen der Funktion \(x \mapsto \ln x\) hervorgeht. Begründe mithilfe dieser Transformationen, dass \(g\) auf seiner gesamten Definitionsmenge streng monoton steigend ist. d) Weise nach, dass \(G: x \mapsto 3x + (5 - x) \cdot \ln(5 - x)\) eine Stammfunktion von \(g\) ist. Ermittle diejenige Stammfunktion von \(g\), die an der Stelle \(x = 4\) eine Nullstelle besitzt.

Denkanstöße

- Achte bei der Definitionsmenge auf das Vorzeichen vor dem \(x\). - Überlege, was passiert, wenn \(x\) sehr kleine (negativ große) Werte annimmt. - Für den Schnittpunkt mit der \(y\)-Achse musst du \(x = 0\) einsetzen. - Gehe bei den Transformationen Schritt für Schritt vor (Spiegelungen und Verschiebungen). - Denk an die Produktregel und die Kettenregel beim Ableiten von \(G(x)\).

Lösung

1. Definitionsmenge: \(5 - x > 0 \Rightarrow x < 5\), also \(D_g = ]-\infty; 5[\). 2. Grenzverhalten: Für \(x \to 5^-\) gilt \(\ln(5 - x) \to -\infty\), also \(g(x) \to 2 - (-\infty) = +\infty\). Für \(x \to -\infty\) gilt \(\ln(5 - x) \to +\infty\), also \(g(x) \to -\infty\). 3. Achsenschnittpunkte: \(g(0) = 2 - \ln 5\), also \(S_y(0 \mid 2 - \ln 5)\). Nullstelle: \(2 - \ln(5 - x) = 0 \Rightarrow \ln(5 - x) = 2 \Rightarrow 5 - x = e^2 \Rightarrow x = 5 - e^2\), also \(N(5 - e^2 \mid 0)\). 4. Transformationen: \(y_1 = \ln x \xrightarrow{\text{Spiegelung an } y\text{-Achse}} y_2 = \ln(-x) \xrightarrow{\text{Verschiebung um 5 nach rechts}} y_3 = \ln(-(x-5)) = \ln(5-x) \xrightarrow{\text{Spiegelung an } x\text{-Achse}} y_4 = -\ln(5-x) \xrightarrow{\text{Verschiebung um 2 nach oben}} y_5 = 2 - \ln(5-x)\). 5. Monotonie: \(\ln x\) ist steigend \(\xrightarrow{\text{Refl. } y}\) fallend \(\xrightarrow{\text{Refl. } x}\) steigend. Verschiebungen ändern die Monotonie nicht. 6. Ableitung prüfen: \(G'(x) = 3 + (-1) \cdot \ln(5 - x) + (5 - x) \cdot \frac{-1}{5 - x} = 3 - \ln(5 - x) - 1 = 2 - \ln(5 - x) = g(x)\). 7. Jede Stammfunktion von \(g\) hat die Form \(H(x)=G(x)+C\). Aus \(H(4)=0\) folgt \(12+C=0\), also \(C=-12\). Damit ist \(H(x)=3x+(5-x)\cdot\ln(5-x)-12\).

Antwort

a) \(D_g = ]-\infty; 5[\); \(\lim_{x \to 5^-} g(x) = +\infty\); \(\lim_{x \to -\infty} g(x) = -\infty\) b) \(S_y(0 \mid 2 - \ln 5)\); \(N(5 - e^2 \mid 0)\) c) Spiegelung an der \(y\)-Achse, Verschiebung um 5 nach rechts, Spiegelung an der \(x\)-Achse, Verschiebung um 2 nach oben. \(g\) ist streng monoton steigend. d) \(H(x)=3x+(5-x)\cdot\ln(5-x)-12\)
43458912
In der Abbildung sind die Graphen von vier verschiedenen Funktionen dargestellt, die den natürlichen Logarithmus enthalten. Welcher Graph gehört zu welchem Funktionsterm? Begründe deine Zuordnung. \(h_1(x) = \ln(x+3)\) \(h_2(x) = \ln(x^2 + 1)\) \(h_3(x) = x - \ln(x)\) \(h_4(x) = \frac{1}{\ln(x)}\)
Abbildung zur Aufgabe 434589

Denkanstöße

- Bestimme für jeden Term die Definitionsmenge. Wo darf die Funktion nicht gezeichnet werden? - Prüfe auf Symmetrie: Ersetze \(x\) durch \(-x\) und schaue, ob sich der Term verändert. - Wo liegen die Nullstellen der Funktionen? - Gibt es Stellen, an denen der Nenner eines Bruchs null wird? Dort findest du oft senkrechte Asymptoten.

Lösung

1. Graph a) gehört zu \(h_1(x) = \ln(x+3)\). Die Definitionsmenge ist \(]-3;\infty[\). Die Nullstelle liegt bei \(x = -2\), da \(\ln(-2+3) = \ln(1) = 0\). 2. Graph b) gehört zu \(h_2(x) = \ln(x^2 + 1)\). Die Funktion ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse (\(h_2(-x) = h_2(x)\)) und hat ihren Tiefpunkt im Ursprung \((0\mid0)\). 3. Graph c) gehört zu \(h_3(x) = x - \ln(x)\). Die Funktion ist nur für \(x > 0\) definiert. Sie besitzt ein lokales Minimum bei \(x = 1\), da \(h_3'(x) = 1 - \frac{1}{x}\) bei \(x = 1\) null ist und \(h_3''(1) = 1 > 0\) gilt. Der Funktionswert dort ist \(h_3(1) = 1 - \ln(1) = 1\). 4. Graph d) gehört zu \(h_4(x) = \frac{1}{\ln(x)}\). Diese Funktion hat eine Definitionslücke bei \(x = 1\) (da \(\ln(1) = 0\)), was zu einer senkrechten Asymptote führt. Für \(x \to 0^+\) gilt \(\ln(x) \to -\infty\) und damit \(h_4(x) \to 0^-\); bei \(x = 0\) liegt keine Polstelle vor.

Antwort

Graph a) gehört zu \(h_1(x) = \ln(x+3)\), Graph b) zu \(h_2(x) = \ln(x^2 + 1)\), Graph c) zu \(h_3(x) = x - \ln(x)\) und Graph d) zu \(h_4(x) = \frac{1}{\ln(x)}\).
43460112
Welcher der beiden abgebildeten Graphen gehört zu einer gebrochen-rationalen Funktion \(k\), für die die maximale Definitionsmenge der Funktion \(g:x\mapsto\ln(k(x))\) das offene Intervall \(]-4;2[\) ist? Begründe deine Entscheidung und bestimme den zugehörigen Funktionsterm für \(k\).
Abbildung zur Aufgabe 434601

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss der innere Funktionsterm erfüllen, damit der natürliche Logarithmus definiert ist? - Welche graphischen Merkmale helfen dir, die geforderte Definitionsmenge mit den beiden Kandidaten zu vergleichen? - Wenn du dich für einen Graphen entschieden hast: Welche ablesbaren Eigenschaften reichen aus, um einen passenden gebrochen-rationalen Term zu rekonstruieren?

Lösung

1. Für \(D_g=]-4;2[\) muss \(k(x)>0\) genau für \(-4<x<2\) gelten. 2. Graph A liegt zwischen seiner Nullstelle bei \(x=-4\) und seiner Polstelle bei \(x=2\) oberhalb der \(x\)-Achse; außerhalb dieses Intervalls ist er negativ. Graph B besitzt nicht dieses Vorzeichenmuster. Daher ist Graph A gesucht. 3. Nullstelle und Polstelle führen zum Ansatz \(k(x)=a\frac{x+4}{2-x}\). Der Graph enthält den Punkt \(P(0\mid2)\). Damit gilt \(2=a\frac{4}{2}=2a\), also \(a=1\). 4. Somit ist \(k(x)=\frac{x+4}{2-x}\). Für diesen Term gilt \(k(x)>0\) genau auf \(]-4;2[\).

Antwort

Graph A ist korrekt. Ein passender Funktionsterm ist \(k(x)=\frac{x+4}{2-x}\).
55690312
Beweise für alle \(x>0\) die doppelte Ungleichung \(\frac{x-1}{x}\le \ln x\le x-1\), wobei in beiden Ungleichungen Gleichheit genau für \(x=1\) gilt. Leite anschließend aus dieser doppelten Abschätzung den Grenzwert \(\lim_{x\to1}\frac{\ln x}{x-1}\) her. Eine bloße Berufung auf den bekannten Ableitungswert von \(\ln x\) bei \(x=1\) genügt nicht; die Grenzwertbegründung soll aus der bewiesenen Abschätzung folgen.

Denkanstöße

- Für eine der beiden Schranken kann eine Hilfsfunktion helfen, die \(x-1\) und \(\ln x\) miteinander vergleicht. - Wie kannst du eine bereits bewiesene Aussage für \(x\) auf den positiven Wert \(1/x\) übertragen, um die zweite Schranke zu erhalten? - Beim Grenzwert ist das Vorzeichen von \(x-1\) wichtig. Betrachte deshalb die Annäherung an \(1\) von links und von rechts getrennt.

Lösung

1. Für die obere Schranke wird \(p(x)=x-1-\ln x\) betrachtet. Es gilt \(p'(x)=1-\frac{1}{x}=\frac{x-1}{x}\). Daher fällt \(p\) auf \(]0;1[\) und steigt auf \(]1;\infty[\). Mit \(p(1)=0\) folgt \(p(x)\ge0\), also \(\ln x\le x-1\); Gleichheit gilt nur für \(x=1\). 2. Die obere Schranke wird nun auf \(1/x>0\) angewendet: \(\ln(1/x)\le 1/x-1\). Wegen \(\ln(1/x)=-\ln x\) folgt \(\ln x\ge1-1/x=\frac{x-1}{x}\). Auch hier tritt Gleichheit nur für \(x=1\) auf. 3. Für \(x>1\) darf durch \(x-1>0\) geteilt werden: \(\frac1x\le\frac{\ln x}{x-1}\le1\). Für \(0<x<1\) kehren sich beim Teilen durch \(x-1<0\) die Ungleichungszeichen um: \(1\le\frac{\ln x}{x-1}\le\frac1x\). 4. In beiden Fällen streben die äußeren Terme für \(x\to1\) gegen \(1\). Mit dem Einschließungsprinzip folgt \(\lim_{x\to1}\frac{\ln x}{x-1}=1\).

Antwort

Für alle \(x>0\) gilt \(\frac{x-1}{x}\le\ln x\le x-1\), mit Gleichheit genau bei \(x=1\). Daraus folgt \(\lim_{x\to1}\frac{\ln x}{x-1}=1\).

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