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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Wachstums- und Zerfallsmodelle

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42614012
Ein fiktives Sparkonto bietet einen Zinssatz von \(100\,\%\) pro Jahr. Wird das Jahr in \(n\) gleich lange Verzinsungsperioden unterteilt, so wächst ein Anfangskapital von \(K_0 = 100{,}00\,\text{€}\) nach einem Jahr auf das Endkapital \(K_n = 100 \cdot \left(1 + \frac{1}{n}\right)^n\,\text{€}\) an. 1. Berechne das Endkapital \(K_n\) für jährliche (\(n=1\)), monatliche (\(n=12\)) und tägliche (\(n=365\)) Verzinsung. Runde die Ergebnisse auf Cent. 2. Gib den Grenzwert von \(K_n\) für \(n \to \infty\) an (kontinuierliche Verzinsung). Wie hoch ist das Kapital in diesem theoretischen Fall? 3. Bestimme die Differenz zwischen dem Kapital bei täglicher Verzinsung und dem Kapital bei kontinuierlicher Verzinsung.

Denkanstöße

- Nutze den Taschenrechner für die Potenzen, achte aber auf die Rundungsvorgaben. - Was passiert mit dem Ausdruck in der Klammer, wenn \(n\) sehr groß wird, und wie hängt das mit der Definition von \(e\) zusammen? - Verwende für \(e\) einen ausreichend genauen Wert aus deinem Taschenrechner, um die Differenz zu bestimmen.

Lösung

1. Berechnung der Kapitalwerte: Für \(n=1\): \(K_1 = 100 \cdot (1+1)^1 = 200{,}00\,\text{€}\). Für \(n=12\): \(K_{12} = 100 \cdot (1+\frac{1}{12})^{12} \approx 100 \cdot 2{,}613035 \approx 261{,}30\,\text{€}\). Für \(n=365\): \(K_{365} = 100 \cdot (1+\frac{1}{365})^{365} \approx 100 \cdot 2{,}714567 \approx 271{,}46\,\text{€}\). 2. Grenzwertbetrachtung: Der Term \((1+\frac{1}{n})^n\) strebt für \(n \to \infty\) gegen die Eulersche Zahl \(e \approx 2{,}71828\). Das Kapital bei kontinuierlicher Verzinsung beträgt \(K_{\infty} = 100 \cdot e \approx 271{,}83\,\text{€}\). 3. Differenzberechnung: Differenz \(\Delta K = K_{\infty} - K_{365} = 271{,}828\ldots - 271{,}456\ldots \approx 0{,}372\ldots\,\text{€}\). Gerundet auf Cent ergibt sich eine Differenz von \(0{,}37\,\text{€}\).

Antwort

1. \(K_1 = 200{,}00\,\text{€}\); \(K_{12} \approx 261{,}30\,\text{€}\); \(K_{365} \approx 271{,}46\,\text{€}\) 2. \(K_{\infty} = 100 \cdot e \approx 271{,}83\,\text{€}\) 3. Die Differenz beträgt ca. \(0{,}37\,\text{€}\).
42644312
Eine Bakterienkultur vermehrt sich exponentiell. Zu Beginn der Beobachtung (\(t=0\)) werden \(1200\) Bakterien gezählt. Nach \(5\) Stunden ist die Anzahl auf \(3000\) angestiegen. Bestimme einen Funktionsterm der Form \(f(t) = be^{kt}\), der die Anzahl der Bakterien in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden) beschreibt.

Denkanstöße

- Welchen Wert hat die Funktion zum Zeitpunkt \(t=0\)? - Wie kannst du den Wachstumsfaktor berechnen, wenn du zwei Zeitpunkte kennst? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Basis \(e\) und dem natürlichen Logarithmus. - Überlege dir, wie du die Gleichung nach der Unbekannten im Exponenten auflösen kannst.

Lösung

1. Bestimmung des Anfangswerts \(b\): Da \(f(0) = 1200\) gegeben ist, folgt direkt \(b = 1200\). 2. Aufstellen der Gleichung für \(k\): Mit dem Wert nach \(5\) Stunden gilt \(f(5) = 1200 \cdot e^{k \cdot 5} = 3000\). 3. Isolieren von \(e^{5k}\): Durch Division ergibt sich \(e^{5k} = \frac{3000}{1200} = 2{,}5\). 4. Berechnung von \(k\): Anwendung des natürlichen Logarithmus liefert \(5k = \ln(2{,}5)\), woraus \(k = \frac{\ln(2{,}5)}{5} \approx 0{,}1833\) folgt. 5. Einsetzen in die Funktionsform: \(f(t) = 1200e^{0{,}1833t}\).

Antwort

\(f(t) = 1200e^{\frac{\ln(2{,}5)}{5}t} \approx 1200e^{0{,}1833t}\)
42644412
Der Wert einer Industrieanlage sinkt durch Alterung jährlich um \(12\,\%\). Der Anschaffungswert zum Zeitpunkt \(t=0\) beträgt \(45\,000\,\text{€}\). Gib eine Funktionsgleichung der Form \(f(t) = be^{kt}\) an, die den Wert der Anlage nach \(t\) Jahren beschreibt.

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Abnahme von \(12\,\%\) für den Wert nach einem Jahr im Vergleich zum Vorjahr? - Wie hängen die Wachstumsfaktoren \(a\) und \(e^k\) zusammen? - Ist bei einem Wertverlust ein positives oder ein negatives Vorzeichen für \(k\) zu erwarten? - Denke daran, den Prozentsatz zuerst in einen Dezimalfaktor umzuwandeln.

Lösung

1. Identifikation des Startwerts: Der Anschaffungswert entspricht \(f(0)\), daher ist \(b = 45\,000\). 2. Ermittlung des jährlichen Wachstumsfaktors \(a\): Bei einer Abnahme von \(12\,\%\) beträgt der Faktor \(a = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 3. Umrechnung in die Basis \(e\): Es gilt der Zusammenhang \(e^k = a\), also \(e^k = 0{,}88\). 4. Berechnung der Wachstumskonstante \(k\): Durch Logarithmieren erhält man \(k = \ln(0{,}88) \approx -0{,}1278\). 5. Aufstellen des Funktionsterms: \(f(t) = 45\,000e^{-0{,}1278t}\).

Antwort

\(f(t) = 45\,000e^{\ln(0{,}88)t} \approx 45\,000e^{-0{,}1278t}\)
42644512
Gegeben sind die drei Bestandsfunktionen: (1) \(f_1(t) = 600e^{0{,}05t}\) (2) \(f_2(t) = 450e^{-0{,}12t}\) (3) \(f_3(t) = 600e^{-0{,}05t}\) a) Welcher Bestand hat zum Zeitpunkt \(t=0\) den geringsten Wert? Gib diesen Wert an. b) Welche der Funktionen beschreiben einen Zerfallsprozess? Begründe deine Entscheidung mithilfe der Parameter im Exponenten. c) Berechne für die Funktion \(f_1(t)\) den Bestand nach \(t=20\) Zeiteinheiten (runde auf zwei Dezimalstellen).

Denkanstöße

- Wie bestimmt man mathematisch den Wert eines Bestands zu Beginn der Beobachtung? - Welchen Wert nimmt die Potenz \(e^0\) an? - Achte auf das Vorzeichen der Zahl im Exponenten. Was bedeutet ein positives oder negatives Vorzeichen für die Entwicklung des Funktionswerts? - Setze den gesuchten Zeitpunkt für die entsprechende Variable in die Funktionsgleichung ein.

Lösung

1. Berechnung der Anfangswerte durch Einsetzen von \(t=0\): \(f_1(0) = 600 \cdot e^0 = 600\), \(f_2(0) = 450 \cdot e^0 = 450\) und \(f_3(0) = 600 \cdot e^0 = 600\). Ergebnis: Funktion (2) hat mit \(450\) den geringsten Anfangswert. 2. Analyse des Wachstumsparameters \(k\) im Exponenten \(e^{kt}\): Ein negativer Wert (\(k < 0\)) kennzeichnet einen Zerfallsprozess. Ergebnis: Die Funktionen (2) mit \(k = -0{,}12\) und (3) mit \(k = -0{,}05\) beschreiben Zerfallsprozesse. 3. Berechnung des Funktionswertes für \(f_1(20)\): \(f_1(20) = 600 \cdot e^{0{,}05 \cdot 20} = 600 \cdot e^1 \approx 1630{,}97\).

Antwort

a) Der Bestand (2) hat mit \(450\) den geringsten Anfangswert. b) Die Funktionen (2) und (3) beschreiben einen Zerfallsprozess, da die Koeffizienten im Exponenten (\(-0{,}12\) bzw. \(-0{,}05\)) negativ sind. c) Der Bestand nach \(20\) Zeiteinheiten beträgt ca. \(1630{,}97\).
42645512
Gegeben ist die Funktionsgleichung eines Zerfallsprozesses durch \(h(t) = 250 \cdot 0{,}75^t\), wobei \(t\) die Zeit in Sekunden angibt. 1. Gib die Funktion in der Form \(h(t) = h(0)e^{kt}\) an (runde \(k\) auf vier Dezimalstellen). 2. Berechne die Halbwertszeit \(T_H\) des Prozesses. 3. Bestimme die prozentuale Abnahme pro Sekunde.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Funktionswert zum Zeitpunkt \(t = 0\)? - Wie hängen die Basis der Exponentialfunktion und die Eulersche Zahl \(e\) über den natürlichen Logarithmus zusammen? - Bei der Halbwertszeit hat sich der Anfangswert halbiert – welchen Wert muss der Ausdruck mit der Basis dann annehmen? - Wie lässt sich die Änderung pro Zeiteinheit aus dem Wachstumsfaktor \(b\) ablesen?

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(h(0) = 250\). Die Basis \(0{,}75\) wird als \(e^k\) dargestellt, woraus folgt \(k = \ln(0{,}75) \approx -0{,}2877\). Die Funktionsgleichung lautet \(h(t) = 250e^{-0{,}2877t}\). 2. Zur Berechnung der Halbwertszeit wird die Gleichung \(0{,}75^{T_H} = 0{,}5\) nach \(T_H\) aufgelöst: \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}75)} \approx 2{,}41\,\text{s}\). 3. Die prozentuale Abnahme ergibt sich aus dem Wachstumsfaktor \(b = 0{,}75\). Die Abnahme beträgt \(1 - 0{,}75 = 0{,}25\), was \(25\,\%\) entspricht.

Antwort

1. \(h(t) = 250e^{-0{,}2877t}\) 2. \(T_H \approx 2{,}41\,\text{s}\) 3. Die Abnahme beträgt \(25\,\%\) pro Sekunde.
42645712
In einem Labor wird das Wachstum einer Hefekultur beobachtet. Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) umfasst die Kultur eine Fläche von \(15\,\text{cm}^2\). Nach \(6\,\text{Stunden}\) hat sich die Fläche auf \(45\,\text{cm}^2\) vergrößert. Die Zunahme der Fläche lässt sich näherungsweise durch eine Funktion der Form \(A(t) = A_0e^{kt}\) beschreiben, wobei \(t\) die Zeit in Stunden ist. 1. Bestimme \(A_0\) und die Wachstumskonstante \(k\). Gib \(k\) als exakten Wert an. 2. Ermittle die Fläche der Hefekultur nach \(12\,\text{Stunden}\).

Denkanstöße

- Was bedeutet der Wert der Funktion zum Zeitpunkt Null für die Parameter? - Setze die gegebenen Wertepaare in die allgemeine Funktionsgleichung ein. - Wie kannst du eine Gleichung nach einer Variablen auflösen, die im Exponenten steht? - Überlege, ob du Rechengesetze für Logarithmen nutzen kannst, um den Term im zweiten Aufgabenteil zu vereinfachen.

Lösung

1. Aus dem Anfangswert bei \(t = 0\) folgt direkt \(A(0) = A_0 \cdot e^0 = A_0\), woraus sich \(A_0 = 15\) ergibt. Durch Einsetzen des zweiten Wertepaares \(A(6) = 45\) in die Funktionsgleichung erhält man die Gleichung \(15 \cdot e^{6k} = 45\). Division durch \(15\) führt zu \(e^{6k} = 3\). Die Anwendung des natürlichen Logarithmus ergibt \(6k = \ln(3)\), woraus \(k = \frac{1}{6} \cdot \ln(3)\) folgt. 2. Zur Berechnung der Fläche nach \(12\,\text{Stunden}\) wird \(t = 12\) in die Funktionsgleichung eingesetzt: \(A(12) = 15 \cdot e^{\frac{1}{6} \cdot \ln(3) \cdot 12} = 15 \cdot e^{2 \cdot \ln(3)} = 15 \cdot e^{\ln(3^2)} = 15 \cdot 9 = 135\). Die Fläche beträgt somit \(135\,\text{cm}^2\).

Antwort

1. \(A_0 = 15\); \(k = \frac{1}{6} \cdot \ln(3)\) 2. \(135\,\text{cm}^2\)
42646312
Eine Algenkultur bedeckt zu Beginn einer Messreihe eine Fläche von \(400\,\text{cm}^2\). Nach zwei Tagen misst man eine Fläche von \(600\,\text{cm}^2\), nach vier Tagen sind es \(900\,\text{cm}^2\). a) Untersuche rechnerisch, ob ein lineares oder ein exponentielles Wachstumsmodell die vorliegenden Daten besser beschreibt. b) Bestimme die Funktionsgleichung für das passende Modell. c) Berechne die zu erwartende Fläche nach insgesamt einer Woche, sofern das Wachstum unverändert anhält.

Denkanstöße

- Untersuche, wie sich die Werte von einem Messzeitpunkt zum nächsten verändern. - Bleibt der Zuwachs als feste Zahl immer gleich oder bleibt das Verhältnis der Werte zueinander gleich? - Wie oft findet der Wachstumsschritt in dem gesuchten Zeitraum statt? - Überlege, welcher mathematische Ansatz zu einer prozentualen Zunahme passt.

Lösung

1. Prüfung auf lineares Wachstum: Die Differenz der Werte nach den ersten zwei Tagen beträgt \(600 - 400 = 200\). Die Differenz zwischen Tag 2 und Tag 4 beträgt \(900 - 600 = 300\). Da die absoluten Zunahmen pro Zeitintervall nicht konstant sind, liegt kein lineares Wachstum vor. 2. Prüfung auf exponentielles Wachstum: Der Quotient der Werte nach den ersten zwei Tagen beträgt \(\frac{600}{400} = 1{,}5\). Der Quotient zwischen Tag 2 und Tag 4 beträgt \(\frac{900}{600} = 1{,}5\). Da die relativen Zunahmen (Wachstumsfaktoren) pro Zeitintervall konstant sind, beschreibt ein exponentielles Modell die Daten korrekt. 3. Aufstellen der Funktionsgleichung: Mit dem Anfangswert \(f(0) = 400\) und dem Wachstumsfaktor \(1{,}5\) für zwei Tage lautet die Gleichung \(f(t) = 400 \cdot 1{,}5^{\frac{t}{2}}\) (mit \(t\) in Tagen). Alternativ ergibt sich der tägliche Wachstumsfaktor zu \(b = \sqrt{1{,}5} \approx 1{,}2247\), also \(f(t) \approx 400 \cdot 1{,}2247^t\). 4. Berechnung für eine Woche (\(t = 7\)): \(f(7) = 400 \cdot 1{,}5^{3{,}5} \approx 400 \cdot 4{,}1335 \approx 1653{,}41\). Die Fläche beträgt nach einer Woche etwa \(1653{,}41\,\text{cm}^2\).

Antwort

a) Das Wachstum ist exponentiell, da die Quotienten aufeinanderfolgender Werte im gleichen Zeitabstand konstant sind (\(1{,}5\)), während die Differenzen variieren. b) \(f(t) = 400 \cdot 1{,}5^{\frac{t}{2}}\) oder \(f(t) \approx 400 \cdot 1{,}2247^t\) (wobei \(t\) die Zeit in Tagen ist). c) Nach einer Woche beträgt die Fläche ca. \(1653{,}41\,\text{cm}^2\).
42983312
Die Faustregel \(2^{10} \approx 10^3\) wird in der Informatik und Technik oft verwendet, um Potenzen zur Basis \(2\) schnell abzuschätzen. a) Berechne den exakten Wert von \(2^{10}\) und bestimme die prozentuale Abweichung dieses Wertes vom glatten Wert \(1000\). b) Die Rechenleistung von Prozessoren verdoppelt sich bei gleichbleibenden Kosten etwa alle \(2\) Jahre (eine vereinfachte Form des Mooreschen Gesetzes). Begründe mithilfe der Faustregel, dass sich die Leistung in \(20\) Jahren etwa vertausendfacht und in \(60\) Jahren etwa um den Faktor \(10^9\) vergrößert. c) Ein aktueller Hochleistungsrechner führt \(10^{16}\) Operationen pro Sekunde aus. Schätze seine Leistung in \(40\) Jahren unter der Annahme gleichbleibenden Wachstums ab. Gib das Ergebnis in wissenschaftlicher Schreibweise an.

Denkanstöße

- Wie oft verdoppelt sich ein Wert in einem bestimmten Zeitraum, wenn du die Verdopplungszeit kennst? - Wie kannst du eine große Potenz wie \(2^{30}\) mithilfe der Rechenregeln für Potenzen so umschreiben, dass du \(2^{10}\) einsetzen kannst? - Erinnere dich daran, wie man eine prozentuale Abweichung von einem Referenzwert berechnet.

Lösung

1. Berechnung des exakten Wertes: \(2^{10} = 1024\). 2. Bestimmung der prozentualen Abweichung: \(\frac{1024 - 1000}{1000} = 0{,}024 = 2{,}4\,\%\). 3. Begründung der Faktoren: Ein Zeitraum von \(20\) Jahren entspricht bei einer Verdopplungszeit von \(2\) Jahren genau \(10\) Verdopplungszyklen. Der Wachstumsfaktor ist \(2^{10}\), was laut Faustregel etwa \(10^3\) (Tausend) entspricht. Ein Zeitraum von \(60\) Jahren entspricht \(30\) Zyklen, also einem Faktor von \(2^{30} = (2^{10})^3 \approx (10^3)^3 = 10^9\) (Milliarde). 4. Schätzung nach \(40\) Jahren: \(40\) Jahre entsprechen \(20\) Zyklen. Der Leistungsfaktor beträgt \(2^{20} = (2^{10})^2 \approx (10^3)^2 = 10^6\). Die neue Leistung beträgt somit \(10^{16} \cdot 10^6 = 10^{22}\) Operationen pro Sekunde.

Antwort

a) \(2^{10} = 1024\); Abweichung: \(2{,}4\,\%\) b) \(20\) Jahre entsprechen \(10\) Zyklen (\(2^{10} \approx 10^3\)); \(60\) Jahre entsprechen \(30\) Zyklen (\(2^{30} = (2^{10})^3 \approx 10^9\)). c) \(10^{22}\) Operationen pro Sekunde.
42985012
Der Wertverlust eines neuen Mountainbikes wird durch die Funktion \(W(t) = 3800 \cdot 0{,}84^t\) modelliert. Dabei gibt \(W(t)\) den Restwert in Euro an und \(t\) die Zeit in Jahren seit dem Kauf. a) Wie hoch war der ursprüngliche Kaufpreis und um wie viel Prozent sinkt der Wert des Fahrrads jährlich? b) Welchen Restwert hat das Fahrrad nach \(4\) Jahren? c) Nach wie vielen Jahren ist der Wert erstmals auf ein Viertel des ursprünglichen Kaufpreises gesunken?

Denkanstöße

- Welcher Teil der Funktionsgleichung gibt den Wert zum Zeitpunkt Null an? - Wie hängen der Faktor in der Klammer und die prozentuale Änderung zusammen? - Wenn nach einem Bruchteil des Anfangswerts gefragt ist, musst du diesen zuerst berechnen oder direkt das Verhältnis nutzen. - Erinnere dich an die Logarithmengesetze, um nach der Zeit zu suchen.

Lösung

1. Analyse der Funktionsgleichung: Der Kaufpreis entspricht dem Wert zum Zeitpunkt \(t = 0\), also \(W(0) = 3800\,\text{€}\). Der Wachstumsfaktor \(b = 0{,}84\) entspricht einer jährlichen Abnahme um \(1 - 0{,}84 = 0{,}16\), also um \(16\,\%\). 2. Berechnung des Restwerts nach 4 Jahren: Einsetzen von \(t = 4\) ergibt \(W(4) = 3800 \cdot 0{,}84^4 = 3800 \cdot 0{,}49787136 \approx 1891{,}911\). Der Restwert beträgt \(1891{,}91\,\text{€}\). 3. Berechnung des Zeitpunkts für den Viertelwert: Ein Viertel des Kaufpreises ist \(\frac{3800}{4} = 950\). Der Ansatz lautet \(950 = 3800 \cdot 0{,}84^t\), was zu \(0{,}25 = 0{,}84^t\) vereinfacht wird. Logarithmieren führt zu \(\ln(0{,}25) = t \cdot \ln(0{,}84)\). Auflösen nach \(t\) ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}84)} \approx 7{,}95\). Nach etwa \(7{,}95\) Jahren ist der Wert auf ein Viertel gesunken.

Antwort

a) Kaufpreis: \(3800\,\text{€}\); jährlicher Wertverlust: \(16\,\%\) b) \(1891{,}91\,\text{€}\) c) nach ca. \(7{,}95\) Jahren
42992912
Ein radioaktiver Stoff zerfällt gemäß der Funktion \(m(t) = m_0e^{-0{,}0231t}\), wobei \(t\) die Zeit in Jahren und \(m(t)\) die Masse in Milligramm beschreibt. a) Wie viel Prozent der Anfangsmasse \(m_0\) sind nach \(25\) Jahren noch vorhanden? b) Berechne die Halbwertszeit \(T_H\) dieses Stoffes auf zwei Nachkommastellen genau. c) Bestimme die momentane Änderungsrate \(m'(t)\) der Masse zum Zeitpunkt \(t = 50\) Jahre, wenn die Anfangsmasse \(m_0 = 500\,\text{mg}\) beträgt. Interpretiere das Vorzeichen des Ergebnisses.

Denkanstöße

- Überlege, was das Verhältnis \(\frac{m(t)}{m_0}\) über den verbleibenden Anteil aussagt. - Was bedeutet Halbwertszeit für das Verhältnis von End- zu Anfangsmenge? - Erinnere dich an die Kettenregel beim Ableiten von Exponentialfunktionen. - Was sagt die erste Ableitung über den Verlauf einer Funktion aus?

Lösung

1. \(\frac{m(25)}{m_0} = e^{-0{,}0231 \cdot 25} = e^{-0{,}5775} \approx 0{,}5613\). Somit sind noch ca. \(56{,}13\,\%\) vorhanden. 2. Aus \(e^{-0{,}0231T_H} = 0{,}5\) folgt \(T_H = \frac{\ln(2)}{0{,}0231} \approx 30{,}01\) Jahre. 3. \(m'(t) = -0{,}0231 \cdot m_0 \cdot e^{-0{,}0231t}\). Damit ist \(m'(50) = -11{,}55 \cdot e^{-1{,}155} \approx -3{,}64\,\frac{\text{mg}}{\text{Jahr}}\). Das negative Vorzeichen zeigt eine Abnahme der Masse an.

Antwort

a) ca. \(56{,}13\,\%\) b) \(T_H \approx 30{,}01\,\text{Jahre}\) c) \(m'(50) \approx -3{,}64\,\frac{\text{mg}}{\text{Jahr}}\); das negative Vorzeichen bedeutet eine Massenabnahme.
42641512
In einem Labor wird das Wachstum einer Bakterienkultur untersucht. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) beträgt die Fläche der Kultur \(1500\,\text{mm}^2\). Es wird ein stündliches Flächenwachstum von \(3{,}5\,\%\) angenommen. 1. Modelliere die zeitliche Entwicklung der Fläche \(A(t)\) (in \(\text{mm}^2\)) durch eine Exponentialfunktion der Form \(A(t) = ba^t\), wobei \(t\) die Zeit in Stunden angibt. 2. Transformiere die Funktionsgleichung in die Form \(A(t) = be^{kt}\). Bestimme den Wert für \(k\) auf vier Nachkommastellen genau. 3. Berechne mithilfe der Ableitungsfunktion \(A'(t)\) die momentane Wachstumsgeschwindigkeit der Fläche nach genau \(10\) Stunden.

Denkanstöße

- Wie hängen der Prozentsatz und der Wachstumsfaktor \(a\) zusammen? - Welche mathematische Beziehung besteht zwischen der Basis \(a\) und der Basis \(e\)? - Was gibt die Ableitung einer Bestandsfunktion im Sachzusammenhang an? - Welche der beiden Funktionsformen lässt sich einfacher ableiten?

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b = 1500\). Bei einer Zunahme von \(3{,}5\,\%\) pro Stunde ergibt sich der Wachstumsfaktor \(a = 1 + 0{,}035 = 1{,}035\). Die Funktionsgleichung lautet \(A(t) = 1500 \cdot 1{,}035^t\). 2. Es gilt der Zusammenhang \(a = e^k\), woraus \(k = \ln(a)\) folgt. Mit \(a = 1{,}035\) ergibt sich \(k = \ln(1{,}035) \approx 0{,}0344\). Die Form lautet somit \(A(t) = 1500e^{0{,}0344t}\). 3. Die Ableitungsfunktion in der \(e\)-Form ist \(A'(t) = 1500 \cdot k \cdot e^{kt}\). Einsetzen von \(t = 10\) und \(k \approx 0{,}034401\) führt zu \(A'(10) = 1500 \cdot 0{,}034401 \cdot e^{0{,}034401 \cdot 10} \approx 51{,}601 \cdot 1{,}4106 \approx 72{,}79\). Die Wachstumsgeschwindigkeit beträgt ca. \(72{,}79\,\text{mm}^2/\text{h}\).

Antwort

1. \(A(t) = 1500 \cdot 1{,}035^t\) 2. \(k = \ln(1{,}035) \approx 0{,}0344\); \(A(t) = 1500e^{0{,}0344t}\) 3. \(A'(10) \approx 72{,}79\,\text{mm}^2/\text{h}\)
42641612
Ein Medikament wird im menschlichen Körper abgebaut. Unmittelbar nach der Einnahme (\(t = 0\)) beträgt die Konzentration im Blut \(80\,\text{mg}/\text{l}\). Nach \(4\) Stunden ist die Konzentration auf \(50\,\text{mg}/\text{l}\) gesunken. 1. Bestimme den Zerfallsfaktor \(a\) für ein Modell der Form \(c(t) = c_0a^t\) (\(t\) in Stunden). 2. Stelle die Zerfallsfunktion in der Form \(c(t) = c_0e^{kt}\) dar. 3. Berechne die Halbwertszeit des Medikaments in diesem Körper.

Denkanstöße

- Setze die gegebenen Werte in die allgemeine Funktionsgleichung ein, um die Unbekannten zu bestimmen. - Überlege, ob \(k\) bei einem Zerfallsprozess positiv oder negativ sein muss. - Was bedeutet „Halbwertszeit“ für den Funktionswert im Vergleich zum Startwert? - Welche Gleichung musst du lösen, um den Zeitpunkt zu finden, an dem nur noch die Hälfte vorhanden ist?

Lösung

1. Mit \(c(0) = 80\) ist \(c_0 = 80\). Aus \(c(4) = 50\) folgt die Gleichung \(80 \cdot a^4 = 50\). Daraus ergibt sich \(a^4 = \frac{5}{8} = 0{,}625\). Somit ist \(a = \sqrt[4]{0{,}625} \approx 0{,}8891\). 2. Die Wachstumskonstante \(k\) berechnet sich durch \(k = \ln(a) = \ln(0{,}889139\ldots) \approx -0{,}1175\). Die Funktion lautet \(c(t) = 80e^{-0{,}1175t}\). 3. Die Halbwertszeit \(t_H\) ist die Zeit, nach der \(e^{kt} = 0{,}5\) gilt. Es folgt \(t_H = \frac{\ln(0{,}5)}{k} \approx \frac{-0{,}6931}{-0{,}1175} \approx 5{,}898\). Die Halbwertszeit beträgt etwa \(5{,}9\) Stunden.

Antwort

1. \(a \approx 0{,}8891\) 2. \(c(t) = 80e^{-0{,}1175t}\) 3. \(t_H \approx 5{,}9\,\text{h}\)
42643412
Die Masse einer radioaktiven Substanz nimmt exponentiell ab und wird durch die Funktion \(m(t) = m_0a^t\) beschrieben (\(t\) in Tagen, \(m(t)\) in \(\text{mg}\)). Nach zwei Tagen beträgt die Masse noch \(20\,\text{mg}\), nach fünf Tagen sind es nur noch \(2{,}5\,\text{mg}\). a) Bestimme den täglichen Zerfallsfaktor \(a\) sowie die ursprüngliche Masse \(m_0\). b) Berechne die Halbwertszeit der Substanz in Tagen. c) Stelle die Funktion in der Form \(m(t) = m_0e^{kt}\) dar. Bestimme die momentane Änderungsrate der Masse nach genau einem Tag.

Denkanstöße

- Nutze die beiden gegebenen Zeitpunkte, um ein Gleichungssystem für \(m_0\) und \(a\) aufzustellen. - Überlege dir, was „Halbwertszeit“ im Kontext des Zerfallsfaktors \(a\) bedeutet. - Die Basis \(e\) erhältst du durch die Identität \(a = e^{\ln(a)}\). - Die momentane Änderungsrate entspricht dem Wert der Ableitungsfunktion zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Lösung

1. Aufstellen des Gleichungssystems: \(m(2) = m_0a^2 = 20\) und \(m(5) = m_0a^5 = 2{,}5\). 2. Bestimmung von \(a\): Division der Gleichungen liefert \(a^3 = \frac{2{,}5}{20} = 0{,}125\). Daraus folgt \(a = \sqrt[3]{0{,}125} = 0{,}5\). 3. Bestimmung von \(m_0\): Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(m_0 \cdot 0{,}5^2 = 20 \Rightarrow m_0 \cdot 0{,}25 = 20 \Rightarrow m_0 = 80\). Die ursprüngliche Masse betrug \(80\,\text{mg}\). 4. Halbwertszeit: Da der tägliche Zerfallsfaktor \(0{,}5\) beträgt, halbiert sich die Substanz jeden Tag. Die Halbwertszeit beträgt somit \(T_H = 1\,\text{Tag}\). 5. Darstellung zur Basis \(e\): Mit \(a = 0{,}5\) ist \(k = \ln(0{,}5)\). Somit gilt \(m(t) = 80e^{\ln(0{,}5)t}\). 6. Momentane Änderungsrate: Die Ableitung ist \(m'(t) = 80 \cdot \ln(0{,}5) \cdot e^{\ln(0{,}5)t}\). Für \(t = 1\) ergibt sich \(m'(1) = 80 \cdot \ln(0{,}5) \cdot 0{,}5 = 40 \cdot \ln(0{,}5) \approx -27{,}73\). Die Masse nimmt nach einem Tag mit einer Rate von ca. \(27{,}73\,\text{mg}/\text{Tag}\) ab.

Antwort

a) \(a = 0{,}5\); \(m_0 = 80\,\text{mg}\) b) \(T_H = 1\,\text{Tag}\) c) \(m(t) = 80e^{\ln(0{,}5)t}\); \(m'(1) = 40 \cdot \ln(0{,}5) \approx -27{,}73\,\text{mg}/\text{Tag}\)
42643912
In einem flachen See wurde die Ausbreitung einer Algenart beobachtet. Die von Algen bedeckte Fläche wurde über mehrere Tage hinweg gemessen und in der folgenden Tabelle dokumentiert: <table> <tr> <td>Zeit \(t\) (in Tagen)</td> <td>0</td> <td>2</td> <td>4</td> <td>6</td> <td>8</td> </tr> <tr> <td>Fläche \(A(t)\) (in \(\text{m}^2\))</td> <td>\(5{,}0\)</td> <td>\(6{,}1\)</td> <td>\(7{,}4\)</td> <td>\(9{,}0\)</td> <td>\(11{,}0\)</td> </tr> </table> a) Begründe, warum die Zunahme der Algenfläche näherungsweise durch eine Exponentialfunktion modelliert werden kann. b) Bestimme den Wachstumsfaktor für einen Zeitraum von zwei Tagen sowie den täglichen Wachstumsfaktor. Gib die tägliche Zunahme in Prozent an. c) Gib einen Funktionsterm der Form \(A(t) = A_0e^{kt}\) an, der die Algenfläche in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) beschreibt. Nutze zur Bestimmung von \(k\) den Wachstumsfaktor aus Aufgabenteil b). d) Bestimme die Funktion der Wachstumsgeschwindigkeit \(A'(t)\) und berechne die momentane Wachstumsrate zum Zeitpunkt \(t = 5\). e) Berechne die Verdopplungszeit der Algenfläche.

Denkanstöße

- Untersuche, wie sich die Werte verändern, wenn du einen Wert durch seinen Vorgänger teilst. - Wie hängen der Wachstumsfaktor für einen längeren Zeitraum und der für einen kürzeren Zeitraum mathematisch zusammen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Basis \(a\) einer Exponentialfunktion \(a^t\) und dem Exponenten \(k\) in der Form \(e^{kt}\). - Die Wachstumsgeschwindigkeit entspricht der ersten Ableitung der Bestandsfunktion. - Bei der Verdopplungszeit suchst du den Zeitpunkt, an dem der Funktionswert das Zweifache des Anfangswerts erreicht.

Lösung

1. Prüfung der Quotienten aufeinanderfolgender Werte: \(\frac{6{,}1}{5{,}0} = 1{,}22\); \(\frac{7{,}4}{6{,}1} \approx 1{,}213\); \(\frac{9{,}0}{7{,}4} \approx 1{,}216\); \(\frac{11{,}0}{9{,}0} \approx 1{,}222\). Da die Quotienten für gleiche Zeitintervalle nahezu konstant sind, ist ein exponentielles Modell geeignet. 2. Wachstumsfaktor für zwei Tage: \(q_{2\,\text{d}} = 1{,}22\). Täglicher Wachstumsfaktor: \(q = \sqrt{1{,}22} \approx 1{,}1045\). Dies entspricht einer täglichen Zunahme von ca. \(10{,}45\,\%\). 3. Anfangswert \(A_0 = 5{,}0\). Bestimmung von \(k\): \(e^{2k} = 1{,}22 \Rightarrow k = \frac{\ln(1{,}22)}{2} \approx 0{,}0994\). Funktionsterm: \(A(t) = 5{,}0e^{0{,}0994t}\). 4. Ableitungsfunktion: \(A'(t) = 5{,}0 \cdot 0{,}0994 \cdot e^{0{,}0994t} = 0{,}497 \cdot e^{0{,}0994t}\). Momentane Wachstumsrate bei \(t = 5\): \(A'(5) = 0{,}497 \cdot e^{0{,}0994 \cdot 5} \approx 0{,}817\,\text{m}^2/\text{Tag}\). 5. Verdopplungszeit: \(e^{kT} = 2 \Rightarrow T = \frac{\ln(2)}{k} = \frac{\ln(2)}{0{,}0994} \approx 6{,}97\,\text{Tage}\).

Antwort

a) Die Quotienten aufeinanderfolgender Messwerte sind mit ca. \(1{,}22\) nahezu konstant. b) Wachstumsfaktor (2 Tage): \(1{,}22\); Wachstumsfaktor (täglich): \(\approx 1{,}1045\); Zunahme: \(\approx 10{,}45\,\%\). c) \(A(t) = 5{,}0e^{0{,}0994t}\) d) \(A'(t) = 0{,}497e^{0{,}0994t}\); \(A'(5) \approx 0{,}817\,\text{m}^2/\text{Tag}\). e) \(T \approx 6{,}97\,\text{Tage}\).
42644012
Nach der Einnahme eines Medikaments wird die Konzentration des Wirkstoffs im Blut eines Patienten gemessen. Die Messwerte sind in der folgenden Tabelle angegeben: <table> <tr> <td>Zeit \(t\) (in h)</td> <td>0</td> <td>3</td> <td>6</td> <td>9</td> <td>12</td> </tr> <tr> <td>Konzentration \(C(t)\) (in mg/l)</td> <td>\(120\)</td> <td>\(84{,}0\)</td> <td>\(58{,}8\)</td> <td>\(41{,}2\)</td> <td>\(28{,}8\)</td> </tr> </table> a) Zeige rechnerisch, dass die Abnahme der Konzentration näherungsweise durch einen exponentiellen Zerfall beschrieben werden kann. b) Gib den Zerfallsfaktor für ein Intervall von drei Stunden sowie den stündlichen Zerfallsfaktor an. Um wie viel Prozent sinkt die Konzentration pro Stunde? c) Ermittle eine natürliche Exponentialfunktion \(C(t) = C_0e^{kt}\) zur Beschreibung des Konzentrationsverlaufs. d) Bestimme die Änderungsrate der Konzentration zum Zeitpunkt \(t = 6\). e) Berechne die Halbwertszeit des Wirkstoffs im Blut.

Denkanstöße

- Prüfe, ob das Verhältnis von aufeinanderfolgenden Werten bei gleichbleibenden Zeitabständen konstant bleibt. - Überlege dir, wie du von einem Faktor für drei Zeiteinheiten auf den Faktor für eine einzelne Zeiteinheit kommst. - Die Basis \(e\) erfordert die Umrechnung des Wachstums- oder Zerfallsfaktors mithilfe des natürlichen Logarithmus. - Was sagt das Vorzeichen der Ableitung über die Zu- oder Abnahme der Konzentration aus? - Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, nach der nur noch die Hälfte der ursprünglichen Menge vorhanden ist.

Lösung

1. Prüfung der Quotienten: \(\frac{84{,}0}{120} = 0{,}7\); \(\frac{58{,}8}{84{,}0} = 0{,}7\); \(\frac{41{,}2}{58{,}8} \approx 0{,}701\); \(\frac{28{,}8}{41{,}2} \approx 0{,}699\). Da die Quotienten pro 3 Stunden nahezu konstant bei \(0{,}7\) liegen, liegt exponentieller Zerfall vor. 2. Zerfallsfaktor (3 h): \(q_{3\,\text{h}} = 0{,}7\). Zerfallsfaktor (1 h): \(q = 0{,}7^{\frac{1}{3}} \approx 0{,}8879\). Die Konzentration sinkt pro Stunde um ca. \(11{,}21\,\%\). 3. Anfangswert \(C_0 = 120\). Bestimmung von \(k\): \(e^{3k} = 0{,}7 \Rightarrow k = \frac{\ln(0{,}7)}{3} \approx -0{,}1189\). Funktionsterm: \(C(t) = 120e^{-0{,}1189t}\). 4. Ableitungsfunktion: \(C'(t) = 120 \cdot (-0{,}1189) \cdot e^{-0{,}1189t} = -14{,}268 \cdot e^{-0{,}1189t}\). Änderungsrate bei \(t = 6\): \(C'(6) = -14{,}268 \cdot e^{-0{,}1189 \cdot 6} \approx -6{,}99\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\). 5. Halbwertszeit: \(e^{kT} = 0{,}5 \Rightarrow T = \frac{\ln(0{,}5)}{k} = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}1189} \approx 5{,}83\,\text{Stunden}\).

Antwort

a) Die Quotienten aufeinanderfolgender Werte betragen jeweils ca. \(0{,}7\). b) Zerfallsfaktor (3 h): \(0{,}7\); Zerfallsfaktor (stündlich): \(\approx 0{,}8879\); Abnahme: \(\approx 11{,}21\,\%\). c) \(C(t) = 120e^{-0{,}1189t}\) d) \(C'(6) \approx -6{,}99\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\). e) \(T_{1/2} \approx 5{,}83\,\text{Stunden}\).
42644712
In einem biologischen Experiment wird das Wachstum einer Hefekultur beobachtet. Die folgende Tabelle zeigt die von der Hefe bedeckte Fläche \(A\) (in \(\text{cm}^2\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden). <table> <tr><td>\(t\) (in \(\text{h}\))</td><td>0</td><td>4</td><td>8</td><td>12</td><td>16</td></tr> <tr><td>\(A(t)\) (in \(\text{cm}^2\))</td><td>150</td><td>183</td><td>223</td><td>272</td><td>332</td></tr> </table> 1. Begründe anhand der Messwerte, dass ein exponentielles Wachstumsmodell zur Beschreibung der Daten geeignet ist. 2. Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(A(t) = ae^{kt}\), indem du den ersten und den letzten Messwert der Tabelle verwendest. Runde \(k\) auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Was passiert mit den Quotienten aufeinanderfolgender Werte? - Wie verändert sich ein Wert im Vergleich zum vorherigen bei gleichen Zeitabständen? - Welchen Wert hat die Funktion zum Zeitpunkt Null? - Wie kannst du eine Gleichung nach der Unbekannten im Exponenten auflösen?

Lösung

1. Zur Überprüfung auf exponentielles Wachstum werden die Quotienten aufeinanderfolgender Funktionswerte bei konstanten Zeitschritten (\(\Delta t = 4\)) berechnet: \(\frac{183}{150} = 1{,}22\) \(\frac{223}{183} \approx 1{,}2186\) \(\frac{272}{223} \approx 1{,}2197\) \(\frac{332}{272} \approx 1{,}2206\) Da die Quotienten näherungsweise konstant sind (ca. \(1{,}22\)), ist ein exponentielles Modell angemessen. 2. Aus dem Startwert bei \(t=0\) folgt \(a = A(0) = 150\). Verwendung des letzten Wertepaares \((16|332)\): \(332 = 150 \cdot e^{k \cdot 16}\) \(\frac{332}{150} = e^{16k}\) \(\ln\left(\frac{332}{150}\right) = 16k\) \(k = \frac{\ln\left(\frac{332}{150}\right)}{16} \approx 0{,}0497\) Die Funktionsgleichung lautet \(A(t) = 150e^{0{,}0497t}\).

Antwort

1. Die Quotienten aufeinanderfolgender Werte (\(\approx 1{,}22\)) sind nahezu konstant, was auf exponentielles Wachstum hinweist. 2. \(A(t) = 150e^{0{,}0497t}\)
42644812
Ein heißer Tee kühlt in einem gleichmäßig temperierten Raum ab. Die Differenz zwischen der Teetemperatur und der Raumtemperatur wird als \(D(t)\) (in \(^\circ\text{C}\)) gemessen. <table> <tr><td>\(t\) (in \(\text{min}\))</td><td>0</td><td>10</td><td>20</td><td>30</td><td>40</td></tr> <tr><td>\(D(t)\) (in \(^\circ\text{C}\))</td><td>\(72{,}0\)</td><td>\(54{,}1\)</td><td>\(40{,}6\)</td><td>\(30{,}5\)</td><td>\(22{,}9\)</td></tr> </table> 1. Zeige rechnerisch, dass die Temperaturdifferenz näherungsweise exponentiell abnimmt. 2. Modelliere den Abkühlungsprozess durch eine Funktion der Form \(D(t) = D_0e^{-\lambda t}\) unter Verwendung des ersten und des letzten Datenpunktes. Gib \(D_0\) und \(\lambda\) an (runde \(\lambda\) auf vier Nachkommastellen).

Denkanstöße

- Untersuche das Verhältnis zwischen aufeinanderfolgenden Werten. - Was sagt ein konstanter Faktor über die Art des Wachstums oder Zerfalls aus? - Setze den Anfangswert direkt in die Funktionsgleichung ein. - Verwende den Logarithmus, um eine Variable aus dem Exponenten zu bestimmen.

Lösung

1. Prüfung der Quotienten bei konstanten Zeitintervallen (\(\Delta t = 10\)): \(\frac{54{,}1}{72{,}0} \approx 0{,}7514\) \(\frac{40{,}6}{54{,}1} \approx 0{,}7505\) \(\frac{30{,}5}{40{,}6} \approx 0{,}7512\) \(\frac{22{,}9}{30{,}5} \approx 0{,}7508\) Die Quotienten sind nahezu identisch (\(\approx 0{,}751\)), was eine exponentielle Abnahme bestätigt. 2. Der Anfangswert ist \(D_0 = D(0) = 72{,}0\). Einsetzen des Punktes \((40 \mid 22{,}9)\): \(22{,}9 = 72{,}0 \cdot e^{-\lambda \cdot 40}\) \(\frac{22{,}9}{72{,}0} = e^{-40\lambda}\) \(\ln\left(\frac{22{,}9}{72{,}0}\right) = -40\lambda\) \(\lambda = -\frac{\ln\left(\frac{22{,}9}{72{,}0}\right)}{40} \approx 0{,}0286\) Die Parameter sind \(D_0 = 72{,}0\) und \(\lambda \approx 0{,}0286\).

Antwort

1. Da die Quotienten aufeinanderfolgender Werte mit \(\frac{D(t+10)}{D(t)} \approx 0{,}751\) nahezu konstant sind, liegt exponentielle Abnahme vor. 2. \(D_0 = 72{,}0\); \(\lambda \approx 0{,}0286\); somit \(D(t) = 72{,}0e^{-0{,}0286t}\).
42645612
Ein Wachstumsvorgang wird durch die Funktion \(p(t) = 15 \cdot 1{,}04^{0{,}5t}\) beschrieben (\(t\) in Sekunden). 1. Stelle die Funktion in der Form \(p(t) = p(0)e^{kt}\) dar (runde \(k\) auf vier Dezimalstellen). 2. Ermittle die Verdopplungszeit \(T_D\). 3. Berechne die prozentuale Zunahme pro Sekunde.

Denkanstöße

- Kannst du die Potenzgesetze nutzen, um den Exponenten so umzuformen, dass nur noch \(t\) im Exponenten steht? - Wie kannst du eine beliebige Basis \(b\) in eine Basis zur Zahl \(e\) umrechnen? - Was muss für den Faktor gelten, der die zeitliche Änderung beschreibt, wenn sich die Gesamtmenge verdoppeln soll? - Achte darauf, dass die prozentuale Änderung pro Sekunde gefragt ist, nicht für den Zeitraum, der in der Basis der Klammer steht.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(p(0) = 15\). Durch Umformung von \(1{,}04^{0{,}5t} = (1{,}04^{0{,}5})^t = e^{kt}\) ergibt sich \(k = 0{,}5 \cdot \ln(1{,}04) \approx 0{,}0196\). Somit ist \(p(t) = 15e^{0{,}0196t}\). 2. Die Verdopplungszeit wird über \(1{,}04^{0{,}5T_D} = 2\) berechnet. Umstellen nach \(T_D\) liefert \(0{,}5T_D = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}04)}\), also \(T_D = \frac{2 \cdot \ln(2)}{\ln(1{,}04)} \approx 35{,}35\,\text{s}\). 3. Der Wachstumsfaktor pro Sekunde ist \(b = 1{,}04^{0{,}5} \approx 1{,}0198\). Dies entspricht einer Zunahme von ca. \(1{,}98\,\%\) pro Sekunde.

Antwort

1. \(p(t) = 15e^{0{,}0196t}\) 2. \(T_D \approx 35{,}35\,\text{s}\) 3. Die Zunahme beträgt ca. \(1{,}98\,\%\) pro Sekunde.
42645812
Der Sammlerwert einer seltenen Münze steigt seit dem Jahr 2015 jährlich um den gleichen Prozentsatz. Im Jahr 2015 (\(t = 0\)) war die Münze \(120\,\text{€}\) wert. Im Jahr 2025 betrug ihr Wert bereits \(195\,\text{€}\). Die Wertentwicklung wird durch die Funktion \(W(t) = W_0b^t\) modelliert, wobei \(t\) die Anzahl der Jahre seit 2015 beschreibt. 1. Berechne \(W_0\) und die Basis \(b\). Gib \(b\) auf vier Nachkommastellen genau an. 2. Bestimme rechnerisch, in welchem Jahr der Wert der Münze erstmals die Grenze von \(300\,\text{€}\) überschreitet.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung hat der Parameter \(b\) für die jährliche prozentuale Änderung? - Wie lässt sich eine Potenzgleichung der Form \(b^n = c\) nach \(b\) auflösen? - Verwende den Logarithmus, um eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht. - Achte darauf, das berechnete \(t\) wieder dem entsprechenden Kalenderjahr zuzuordnen.

Lösung

1. Der Anfangswert zum Zeitpunkt \(t = 0\) entspricht \(W_0\), also \(W_0 = 120\). Mit dem Wert nach \(10\) Jahren ergibt sich die Gleichung \(120b^{10} = 195\). Division durch \(120\) liefert \(b^{10} = 1{,}625\). Durch Ziehen der zehnten Wurzel erhält man \(b = \sqrt[10]{1{,}625} \approx 1{,}0498\). 2. Für die Überschreitung von \(300\,\text{€}\) gilt \(120b^t > 300\), also \(b^t > 2{,}5\). Mit dem ungerundeten Wert \(b = \sqrt[10]{1{,}625}\) folgt \(t > \frac{\ln(2{,}5)}{\ln(b)} \approx 18{,}87\). Der Wert überschreitet die Grenze damit erstmals im Jahr 2034.

Antwort

1. \(W_0 = 120\); \(b \approx 1{,}0498\) 2. Nach ca. \(18{,}87\) Jahren nach 2015; bei Angabe in ganzen Kalenderjahren: 2034.
42646112
Bestimme für die folgenden Bestandsfunktionen die jeweilige Verdopplungszeit \(T_D\) oder Halbwertszeit \(T_H\). Gib die Ergebnisse auf zwei Dezimalstellen gerundet an. a) \(f(t) = 40 \cdot 1{,}15^t\) b) \(g(t) = 100e^{-0{,}5t}\) c) \(h(t) = 15 \cdot 0{,}98^t\)

Denkanstöße

- Überlege zuerst, ob die Funktion einen Wachstumsprozess oder einen Zerfallsprozess beschreibt. - Bei der Basis \(e\) kannst du direkt den natürlichen Logarithmus verwenden, um die Gleichung zu lösen. - Denk daran, dass der Anfangswert für die Bestimmung der charakteristischen Zeiten keine Rolle spielt. - Welchen Wert muss der Wachstumsfaktor nach Ablauf der gesuchten Zeit annehmen?

Lösung

1. Für \(f(t) = 40 \cdot 1{,}15^t\) wird die Verdopplungszeit \(T_D\) über die Gleichung \(1{,}15^{T_D} = 2\) berechnet. Durch Logarithmieren ergibt sich \(T_D = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}15)} \approx 4{,}96\). 2. Für \(g(t) = 100e^{-0{,}5t}\) wird die Halbwertszeit \(T_H\) über \(e^{-0{,}5T_H} = 0{,}5\) berechnet. Es folgt \(-0{,}5T_H = \ln(0{,}5)\), woraus \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}5} \approx 1{,}39\) resultiert. 3. Für \(h(t) = 15 \cdot 0{,}98^t\) wird die Halbwertszeit \(T_H\) über \(0{,}98^{T_H} = 0{,}5\) bestimmt. Logarithmieren führt zu \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}98)} \approx 34{,}31\).

Antwort

a) \(T_D \approx 4{,}96\) b) \(T_H \approx 1{,}39\) c) \(T_H \approx 34{,}31\)
42646212
Ein Bestand entwickelt sich nach dem Modell \(f(t) = f(0)e^{kt}\) (\(t\) in Stunden). a) Ein Bestand verdoppelt sich alle \(12\,\text{Stunden}\). Bestimme den Wachstumskoeffizienten \(k\). b) Ein anderer Bestand weist eine Halbwertszeit von \(T_H = 25\,\text{Stunden}\) auf. Berechne den Zeitpunkt \(t\), zu dem nur noch \(10\,\%\) des Anfangsbestands vorhanden sind.

Denkanstöße

- Wie hängen der Koeffizient \(k\) und die Verdopplungszeit mathematisch zusammen? - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der der Anfangsbestand \(f(0)\) wegfällt? - Wenn \(10\,\%\) übrig sind, welcher Faktor steht dann vor dem \(f(0)\)? - Nutze das Ergebnis für \(k\) aus der Halbwertszeit, um die Zerfallsdauer zu berechnen.

Lösung

1. Für die Verdopplung nach \(12\,\text{h}\) gilt \(e^{k \cdot 12} = 2\). Auflösen nach \(k\) ergibt \(12k = \ln(2)\), also \(k = \frac{\ln(2)}{12} \approx 0{,}0578\). 2. Aus der Halbwertszeit \(T_H = 25\) folgt für den Zerfallskoeffizienten \(k = \frac{\ln(0{,}5)}{25} \approx -0{,}0277\). 3. Um den Zeitpunkt für einen Restbestand von \(10\,\%\) zu finden, wird die Gleichung \(e^{kt} = 0{,}10\) gelöst: \(t = \frac{\ln(0{,}10)}{k} = \frac{\ln(0{,}10) \cdot 25}{\ln(0{,}5)} \approx 83{,}05\,\text{Stunden}\).

Antwort

a) \(k \approx 0{,}0578\) b) \(t \approx 83{,}05\,\text{Stunden}\)
42646412
Die Nutzerzahlen einer neuen App werden über einen Zeitraum beobachtet. Zum Zeitpunkt \(t = 0\) (in Monaten) gibt es \(5000\) Nutzer. Nach \(3\) Monaten werden \(8000\) Nutzer registriert. Ein Analyst behauptet, die Nutzerzahlen würden linear wachsen. Ein zweiter Analyst behauptet, das Wachstum sei exponentiell und die Nutzerzahl würde sich alle \(5\) Monate verdoppeln. Nach \(6\) Monaten werden tatsächlich \(12\,800\) Nutzer gezählt. a) Prüfe, welcher der beiden Analysten mit der Wahl seines Wachstumsmodells recht hat. b) Beurteile die Prognose des zweiten Analysten bezüglich der Verdopplungszeit auf Basis der vorhandenen Daten.

Denkanstöße

- Vergleiche die Änderungen zwischen den Zeitpunkten \(t=0, t=3\) und \(t=6\). - Was müsste gelten, damit eine Verdopplung genau alle 5 Monate eintritt? - Nutze Logarithmen, um eine unbekannte Zeitdauer in einer Exponentialgleichung zu bestimmen. - Prüfe erst den Modelltyp und danach die spezifischen Parameter wie die Verdopplungszeit.

Lösung

1. Überprüfung des linearen Modells (Analyst 1): Die Zunahme im ersten Intervall beträgt \(8000 - 5000 = 3000\). Im zweiten Intervall beträgt sie \(12\,800 - 8000 = 4800\). Da die absoluten Zuwächse verschieden sind, ist das Modell nicht linear. Analyst 1 hat unrecht. 2. Überprüfung des exponentiellen Modells (Analyst 2): Der Wachstumsfaktor für 3 Monate beträgt \(\frac{8000}{5000} = 1{,}6\). Der Faktor für das nächste 3-Monats-Intervall ist \(\frac{12800}{8000} = 1{,}6\). Da die Faktoren konstant sind, ist das Wachstum exponentiell. Analyst 2 hat mit dem Modelltyp recht. 3. Berechnung der tatsächlichen Verdopplungszeit \(T\): Es gilt \(a^3 = 1{,}6\), wobei \(a\) der monatliche Faktor ist. Der Ansatz für die Verdopplung lautet \(a^T = 2\) bzw. \(1{,}6^{\frac{T}{3}} = 2\). Durch Logarithmieren folgt \(\frac{T}{3} \cdot \ln(1{,}6) = \ln(2)\), woraus \(T = \frac{3 \cdot \ln(2)}{\ln(1{,}6)} \approx 4{,}42\) Monate resultiert. 4. Beurteilung: Die behauptete Verdopplungszeit von \(5\) Monaten ist falsch. Die Nutzerzahl verdoppelt sich bereits nach etwa \(4{,}42\) Monaten.

Antwort

a) Analyst 2 hat recht, da die Nutzerzahlen exponentiell wachsen (konstanter Wachstumsfaktor von \(1{,}6\) je drei Monate). b) Die Prognose der Verdopplungszeit ist inkorrekt. Basierend auf den Daten beträgt die Verdopplungszeit \(T = \frac{3 \cdot \ln(2)}{\ln(1{,}6)} \approx 4{,}42\) Monate und nicht \(5\) Monate.
42647312
Ein Medikament wird im menschlichen Körper abgebaut. Die Menge des Wirkstoffs im Blut lässt sich näherungsweise durch eine Exponentialfunktion \(m\) beschreiben. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) befinden sich \(250\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Körper. Jede Stunde nimmt die vorhandene Menge um \(15\,\%\) ab. Dabei wird die Zeit \(t\) in Stunden gemessen. a) Gib eine Funktionsgleichung der Form \(m(t) = ab^t\) an, die die Wirkstoffmenge im Blut beschreibt. b) Bestimme die Funktionsgleichung in der Form \(m(t) = ae^{kt}\). Gib \(k\) auf vier Nachkommastellen genau an. c) Berechne die Halbwertszeit des Wirkstoffs. d) Ermittle den Zeitpunkt, zu dem nur noch \(10\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Blut vorhanden sind.

Denkanstöße

- Wie wirkt sich eine prozentuale Abnahme auf den Faktor \(b\) aus? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Basis \(b\) und der Basis \(e\)? - Was bedeutet Halbwertszeit für das Verhältnis von Endwert zu Anfangswert? - Wie kannst du eine Gleichung lösen, bei der die gesuchte Größe im Exponenten steht?

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung mit dem Anfangswert \(a = 250\) und dem Wachstumsfaktor \(b = 1 - 0{,}15 = 0{,}85\): \(m(t) = 250 \cdot 0{,}85^t\). 2. Umrechnung in die Basis \(e\) durch den Ansatz \(e^k = 0{,}85\), woraus \(k = \ln(0{,}85) \approx -0{,}1625\) folgt. Die Gleichung lautet \(m(t) = 250e^{-0{,}1625t}\). 3. Berechnung der Halbwertszeit durch Lösen der Gleichung \(0{,}5 = 0{,}85^T\) oder \(0{,}5 = e^{-0{,}1625T}\). Dies ergibt \(T = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}85)} \approx 4{,}27\,\text{h}\). 4. Bestimmung des Zeitpunkts für \(10\,\text{mg}\) durch Lösen von \(10 = 250 \cdot 0{,}85^t\). Umformen zu \(0{,}04 = 0{,}85^t\) führt auf \(t = \frac{\ln(0{,}04)}{\ln(0{,}85)} \approx 19{,}81\,\text{h}\).

Antwort

a) \(m(t) = 250 \cdot 0{,}85^t\) b) \(m(t) = 250e^{-0{,}1625t}\) c) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(4{,}27\,\text{Stunden}\). d) Nach ca. \(19{,}81\,\text{Stunden}\) sind noch \(10\,\text{mg}\) vorhanden.
42647412
Die Entwicklung der Einwohnerzahl einer Stadt wird durch die Funktion \(P\) mit \(P(t) = 45\,000e^{0{,}028t}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Jahren seit dem Jahr 2020 angibt. a) Gib die Einwohnerzahl zu Beginn des Jahres 2020 an. b) Ermittle den jährlichen Wachstumsfaktor \(b\) sowie die jährliche Wachstumsrate in Prozent. c) Berechne, in welchem Jahr die Stadt erstmals mehr als \(75\,000\) Einwohner haben wird. d) Bestimme die Zeitspanne, in der sich die Einwohnerzahl verdreifacht.

Denkanstöße

- Was stellt der Wert vor der e-Funktion in diesem Sachzusammenhang dar? - Wie hängen der Exponent der e-Funktion und der jährliche Faktor \(b\) zusammen? - Welche mathematische Operation hilft dir, den Exponenten einer Gleichung zu isolieren? - Spielt der Anfangswert bei der Berechnung der Verdreifachungszeit eine Rolle?

Lösung

1. Ablesen des Anfangswerts bei \(t = 0\): \(P(0) = 45\,000\). 2. Der jährliche Wachstumsfaktor ergibt sich aus \(b = e^{0{,}028} \approx 1{,}02839\). Die jährliche Wachstumsrate beträgt somit ca. \(2{,}84\,\%\). 3. Zur Berechnung des Zeitpunkts wird die Gleichung \(75\,000 = 45\,000 \cdot e^{0{,}028t}\) gelöst. Umformen ergibt \(\frac{5}{3} = e^{0{,}028t}\) und somit \(t = \frac{\ln\!\left(\frac{5}{3}\right)}{0{,}028} \approx 18{,}24\). Dies entspricht dem Jahr 2038. 4. Die Verdreifachungszeit wird über \(3 = e^{0{,}028t}\) berechnet. Es folgt \(t = \frac{\ln(3)}{0{,}028} \approx 39{,}24\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) \(45\,000\) Einwohner. b) Wachstumsfaktor \(b \approx 1{,}0284\); Wachstumsrate ca. \(2{,}84\,\%\). c) Im Laufe des Jahres 2038. d) Die Einwohnerzahl verdreifacht sich nach ca. \(39{,}24\,\text{Jahren}\).
42647912
Für eine Bakterienkultur wurde die folgende Messreihe zur Bestimmung der Anzahl der Bakterien \(N(t)\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden) erstellt: <table> <tr><td>\(t\) (in h)</td><td>0</td><td>5</td><td>10</td><td>15</td><td>20</td></tr> <tr><td>\(N(t)\)</td><td>120</td><td>180</td><td>270</td><td>405</td><td>607,5</td></tr> </table> a) Begründe rechnerisch, dass die Messreihe ein exponentielles Wachstum beschreibt. b) Bestimme die Funktionsgleichung der zugehörigen Exponentialfunktion in der Form \(N(t) = ae^{kt}\) unter Verwendung des ersten und des letzten Wertepaares. c) Berechne die Verdopplungszeit der Bakterienkultur auf zwei Dezimalstellen genau.

Denkanstöße

- Überprüfe, ob sich die Werte in gleichen Zeitabständen immer um denselben Faktor verändern. - Welchen Wert hat die Funktion zum Zeitpunkt Null? - Wie hängen die Basis \(e\) und der Wachstumsfaktor zusammen? - Was bedeutet Verdopplung mathematisch für den Funktionswert im Vergleich zum Anfangswert?

Lösung

1. Bei gleichen Zeitabständen von \(5\,\text{h}\) sind die Quotienten \(\frac{180}{120}=\frac{270}{180}=\frac{405}{270}=\frac{607{,}5}{405}=1{,}5\). Daher liegt exponentielles Wachstum vor. 2. Aus \(N(0)=120\) folgt \(a=120\). Mit \(N(20)=607{,}5\) gilt \(e^{20k}=5{,}0625\), also \(k=\frac{\ln(5{,}0625)}{20}=\frac{\ln(1{,}5)}{5}\approx0{,}08109\). 3. Damit lautet das Modell \(N(t)=120e^{(\ln(1{,}5)/5)t}\approx120e^{0{,}08109t}\). 4. Für die Verdopplungszeit gilt \(e^{kT_2}=2\). Somit ist \(T_2=\frac{\ln2}{k}=\frac{5\ln2}{\ln1{,}5}\approx8{,}55\,\text{h}\).

Antwort

a) Der Faktor für jeweils \(5\,\text{h}\) ist konstant \(1{,}5\). b) \(N(t)=120e^{(\ln(1{,}5)/5)t}\approx120e^{0{,}08109t}\) c) \(T_2\approx8{,}55\,\text{h}\)
42648012
Die Konzentration eines Medikaments im Blut sinkt nach der Einnahme kontinuierlich. Die folgende Tabelle zeigt die gemessene Konzentration \(C(t)\) (in \(\text{mg}/\text{l}\)) zu verschiedenen Zeitpunkten \(t\) (in Minuten): <table> <tr><td>\(t\) (in min)</td><td>0</td><td>4</td><td>8</td><td>12</td><td>16</td></tr> <tr><td>\(C(t)\)</td><td>1000</td><td>800</td><td>640</td><td>512</td><td>409,6</td></tr> </table> a) Zeige, dass die Abnahme der Konzentration durch ein exponentielles Modell beschrieben werden kann. b) Ermittle eine Zerfallsfunktion der Form \(C(t) = ae^{kt}\) mithilfe des ersten und des letzten Messwertes. c) Berechne die Halbwertszeit des Medikaments.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Quotienten zweier aufeinanderfolgender Werte, wenn ein exponentieller Prozess vorliegt? - Setze den Anfangswert für \(a\) ein und löse die Gleichung für den Endwert nach \(k\) auf. - Der Parameter \(k\) sollte bei einem Zerfallsprozess negativ sein. - Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, nach der nur noch die Hälfte der Ausgangskonzentration vorhanden ist.

Lösung

1. Bei gleichen Zeitabständen von \(4\,\text{min}\) sind die Quotienten \(\frac{800}{1000}=\frac{640}{800}=\frac{512}{640}=\frac{409{,}6}{512}=0{,}8\). Daher liegt exponentieller Zerfall vor. 2. Aus \(C(0)=1000\) folgt \(a=1000\). Mit \(C(16)=409{,}6\) gilt \(e^{16k}=0{,}4096\), also \(k=\frac{\ln(0{,}4096)}{16}=\frac{\ln(0{,}8)}{4}\approx-0{,}05579\). 3. Damit lautet das Modell \(C(t)=1000e^{(\ln(0{,}8)/4)t}\approx1000e^{-0{,}05579t}\). 4. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{kT_H}=0{,}5\). Somit ist \(T_H=\frac{\ln(0{,}5)}{k}=\frac{4\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}8)}\approx12{,}43\,\text{min}\).

Antwort

a) Der Faktor für jeweils \(4\,\text{min}\) ist konstant \(0{,}8\). b) \(C(t)=1000e^{(\ln(0{,}8)/4)t}\approx1000e^{-0{,}05579t}\) c) \(T_H\approx12{,}43\,\text{min}\)
42648112
In der Nuklearmedizin wird ein radioaktives Isotop zur Diagnostik verwendet, das eine Halbwertszeit von \(6\,\text{Stunden}\) besitzt. Unmittelbar nach der Verabreichung beträgt die Aktivität im Körper des Patienten \(450\,\text{MBq}\) (Megabequerel). a) Stelle die Funktion \(A\) mit \(A(t) = be^{kt}\) auf, die die Aktivität des Isotops in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden) beschreibt. b) Gib die Bedeutung des Parameters \(b\) im Sachzusammenhang an. Berechne zudem den Prozentsatz, um den die Aktivität pro Stunde abnimmt. c) Ermittle rechnerisch, nach welcher Zeit die Aktivität auf unter \(20\,\text{MBq}\) gesunken ist. d) Bestimme die Ableitungsfunktion \(A'(t)\). Berechne die momentane Änderungsrate der Aktivität zum Zeitpunkt der Verabreichung (\(t = 0\)) sowie nach \(12\,\text{Stunden}\) und interpretiere diese Werte im Kontext.

Denkanstöße

- Welchen Wert hat die Funktion zum Zeitpunkt Null? - Wie hängen der Wachstumsfaktor und die Basis der e-Funktion zusammen? - Wie lässt sich eine Gleichung nach der Variablen im Exponenten auflösen? - Was sagt die erste Ableitung über den Verlauf einer Größe aus? - Achte auf die Einheiten der Änderungsrate.

Lösung

1. Bestimmung der Funktionsgleichung: Der Anfangswert ist \(b = 450\). Aus der Halbwertszeit \(T_{1/2} = 6\) folgt \(e^{6k} = 0{,}5\), woraus sich \(k = \frac{\ln(0{,}5)}{6} \approx -0{,}1155\) ergibt. Somit gilt \(A(t) = 450e^{-0{,}1155t}\). 2. Bedeutung von \(b\) und Prozentsatz: \(b = 450\) stellt die Anfangsaktivität in \(\text{MBq}\) zum Zeitpunkt \(t = 0\) dar. Der stündliche Abnahmefaktor ist \(a = e^k \approx 0{,}8909\). Dies entspricht einer stündlichen Abnahme von ca. \(10{,}91\,\%\). 3. Schwellenwert: Gesucht ist \(450e^{-0{,}1155t} < 20\). Durch Logarithmieren erhält man \(t > \frac{\ln\!\left(\frac{20}{450}\right)}{-0{,}1155} \approx 26{,}95\). Die Aktivität liegt also für \(t > 26{,}95\) unter \(20\,\text{MBq}\). 4. Änderungsrate: Mit dem ungerundeten Parameter \(k = \frac{\ln(0{,}5)}{6}\) lautet die Ableitung \(A'(t) = 450ke^{kt}\). Damit gilt \(A'(0) \approx -51{,}99\,\text{MBq}/\text{h}\) und \(A'(12) \approx -13{,}00\,\text{MBq}/\text{h}\). Die negativen Werte beschreiben die momentane Abnahme der Aktivität pro Stunde.

Antwort

a) \(A(t) = 450e^{-0{,}1155t}\) b) \(b = 450\,\text{MBq}\) ist die Anfangsaktivität. Die stündliche Abnahme beträgt ca. \(10{,}91\,\%\). c) Für \(t > 26{,}95\,\text{Stunden}\) liegt die Aktivität unter \(20\,\text{MBq}\). d) \(A'(t) = 450ke^{kt}\) mit \(k = \frac{\ln(0{,}5)}{6}\). \(A'(0) \approx -51{,}99\,\text{MBq}/\text{h}\), \(A'(12) \approx -13{,}00\,\text{MBq}/\text{h}\).
42649712
In einem Labor werden zwei Bakterienkulturen beobachtet. Kultur A besteht zu Beginn aus \(1200\) Zellen und wächst stündlich um \(4{,}2\,\%\). Kultur B hat einen Anfangsbestand von \(5000\) Zellen, geht aber durch ein Antibiotikum stündlich um \(3{,}5\,\%\) zurück. a) Modelliere die Bestandsentwicklung beider Kulturen durch Funktionen der Form \(f(t) = be^{kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Stunden angibt. b) Berechne, nach welcher Zeit sich die Anzahl der Zellen in Kultur A auf \(2000\) erhöht hat. c) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt, an dem beide Bakterienkulturen die gleiche Anzahl an Zellen besitzen. d) Ermittle die Funktionen der Wachstumsgeschwindigkeit für beide Kulturen. Berechne die Änderungsrate von Kultur B zum Zeitpunkt \(t = 0\) sowie nach \(10\) Stunden und interpretiere diese Werte im Sachkontext.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie du den stündlichen Wachstumsfaktor in die Wachstumskonstante \(k\) der \(e\)-Funktion umrechnen kannst. - Was bedeutet es mathematisch, wenn nach einem Zeitpunkt gefragt wird, an dem zwei Bestände gleich groß sind? - Erinnere dich daran, dass die Änderungsrate der Ableitung der Bestandsfunktion entspricht. - Achte bei der Interpretation der Änderungsrate auf das Vorzeichen und die Einheiten.

Lösung

1. Bestimmung der Parameter für Kultur A: \(b_A = 1200\), Wachstumsfaktor \(q_A = 1{,}042\). Berechnung von \(k_A = \ln(1{,}042) \approx 0{,}0411\). Funktion: \(f_A(t) = 1200e^{0{,}0411t}\). 2. Bestimmung der Parameter für Kultur B: \(b_B = 5000\), Wachstumsfaktor \(q_B = 0{,}965\). Berechnung von \(k_B = \ln(0{,}965) \approx -0{,}0356\). Funktion: \(f_B(t) = 5000e^{-0{,}0356t}\). 3. Zeitpunkt für \(2000\) Zellen in A: Ansatz \(1200 \cdot e^{0{,}0411t} = 2000\). Auflösen nach \(t = \frac{\ln\!\left(\frac{2000}{1200}\right)}{0{,}0411} \approx 12{,}42\,\text{h}\). 4. Schnittpunkt berechnen: \(1200 \cdot e^{0{,}0411t} = 5000 \cdot e^{-0{,}0356t} \implies e^{(0{,}0411 + 0{,}0356)t} = \frac{5000}{1200}\). Lösung \(t = \frac{\ln\!\left(\frac{25}{6}\right)}{0{,}0767} \approx 18{,}59\,\text{h}\). 5. Wachstumsgeschwindigkeiten (Ableitungen): \(f_A'(t) = 1200 \cdot 0{,}0411 \cdot e^{0{,}0411t}\) und \(f_B'(t) = 5000 \cdot (-0{,}0356) \cdot e^{-0{,}0356t}\). 6. Werte für B: \(f_B'(0) \approx -178{,}14\) Zellen pro Stunde (momentane Abnahme zu Beginn). \(f_B'(10) = -178{,}14 \cdot e^{-0{,}356} \approx -124{,}75\) Zellen pro Stunde (momentane Abnahme nach \(10\) Stunden).

Antwort

a) \(f_A(t) = 1200e^{0{,}0411t}\); \(f_B(t) = 5000e^{-0{,}0356t}\) b) Nach ca. \(12{,}42\) Stunden. c) Nach ca. \(18{,}59\) Stunden. d) \(f_A'(t) \approx 49{,}32 \cdot e^{0{,}0411t}\); \(f_B'(t) \approx -178 \cdot e^{-0{,}0356t}\). Zum Zeitpunkt \(t=0\) nimmt der Bestand um ca. \(178\) Zellen pro Stunde ab, nach \(10\) Stunden um ca. \(125\) Zellen pro Stunde.
42649812
In einem Forstbezirk wird der Bestand von Fichten und Buchen untersucht. Der aktuelle Fichtenbestand beträgt \(8000\,\text{m}^3\) Holz, nimmt aber durch Umwelteinflüsse jährlich um \(2{,}8\,\%\) ab. Der Buchenbestand beträgt momentan \(2500\,\text{m}^3\) und wächst durch gezielte Aufforstung jährlich um \(1{,}5\,\%\). a) Stelle für beide Baumarten eine Wachstumsfunktion der Form \(V(t) = V_0e^{kt}\) auf (\(t\) in Jahren). b) Berechne die Halbwertszeit des Fichtenbestands. c) Bestimme den Zeitpunkt, an dem der Buchenbestand auf \(4000\,\text{m}^3\) angewachsen sein wird. d) Ermittle, nach wie vielen Jahren der Bestand an Buchenholz genau so groß ist wie der Bestand an Fichtenholz.

Denkanstöße

- Wie hängen der prozentuale Rückgang und der Faktor \(q\) zusammen, wenn du eine \(e\)-Funktion aufstellst? - Bei der Halbwertszeit suchst du die Zeit, nach der nur noch die Hälfte des Startwerts vorhanden ist. Spielt der Startwert dabei eine Rolle für das Endergebnis? - Nutze den Logarithmus, um Gleichungen nach der Zeit \(t\) im Exponenten aufzulösen. - Wenn zwei Bestände gleichgesetzt werden, kannst du die Gleichung so umformen, dass alle Terme mit \(t\) auf einer Seite stehen.

Lösung

1. Parameter Fichte: \(V_0 = 8000\), \(q = 0{,}972 \implies k_F = \ln(0{,}972) \approx -0{,}0284\). Funktion: \(V_F(t) = 8000e^{-0{,}0284t}\). 2. Parameter Buche: \(V_0 = 2500\), \(q = 1{,}015 \implies k_B = \ln(1{,}015) \approx 0{,}0149\). Funktion: \(V_B(t) = 2500e^{0{,}0149t}\). 3. Halbwertszeit Fichte: Ansatz \(e^{-0{,}0284t} = 0{,}5\). Lösung \(t = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}0284} \approx 24{,}41\) Jahre. 4. Zielwert Buche: \(2500 \cdot e^{0{,}0149t} = 4000 \implies e^{0{,}0149t} = 1{,}6\). Lösung \(t = \frac{\ln(1{,}6)}{0{,}0149} \approx 31{,}54\) Jahre. 5. Gleichheit der Bestände: \(8000 \cdot e^{-0{,}0284t} = 2500 \cdot e^{0{,}0149t} \implies \frac{8000}{2500} = e^{(0{,}0149 + 0{,}0284)t}\). Lösung \(3{,}2 = e^{0{,}0433t} \implies t = \frac{\ln(3{,}2)}{0{,}0433} \approx 26{,}86\) Jahre.

Antwort

a) \(V_F(t) = 8000e^{-0{,}0284t}\); \(V_B(t) = 2500e^{0{,}0149t}\) b) Nach ca. \(24{,}4\) Jahren. c) Nach ca. \(31{,}5\) Jahren. d) Nach ca. \(26{,}9\) Jahren.
42649912
Ein frisch gebackener Kuchen wird zum Abkühlen in eine Küche gestellt. Die Temperatur des Kuchens kann durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = 21 + 154e^{-0{,}038t}\) beschrieben werden. Dabei ist \(t\) die Zeit in Minuten seit dem Herausnehmen aus dem Ofen (\(t \ge 0\)) und \(f(t)\) die Temperatur in \(^\circ\text{C}\). a) Bestimme die Temperatur des Kuchens unmittelbar nach dem Backen sowie die Umgebungstemperatur in der Küche. b) Berechne die Temperatur des Kuchens nach \(40\) Minuten. c) Ermittle den Zeitpunkt, zu dem der Kuchen mit einer momentanen Änderungsrate von \(-1{,}2\,{}^\circ\text{C}/\text{min}\) abkühlt.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Exponentialterm, wenn die Zeit sehr groß wird? - Welchen Wert hat die Zeitvariable zum Zeitpunkt des Messbeginns? - Mit welchem mathematischen Werkzeug berechnet man die Steigung oder Änderungsrate einer Funktion? - Wie löst man eine Gleichung nach der Variable im Exponenten auf?

Lösung

1. Zur Bestimmung der Anfangstemperatur wird \(t = 0\) in die Funktionsgleichung eingesetzt: \(f(0) = 21 + 154 \cdot e^{0} = 21 + 154 = 175\). Die Anfangstemperatur beträgt \(175\,^\circ\text{C}\). 2. Für die Umgebungstemperatur wird der Grenzwert für \(t \to \infty\) betrachtet. Da \(e^{-0{,}038t} \to 0\), nähert sich die Temperatur dem Wert \(21\,^\circ\text{C}\) an. 3. Die Temperatur nach \(40\) Minuten ergibt sich durch Einsetzen von \(t = 40\): \(f(40) = 21 + 154 \cdot e^{-0{,}038 \cdot 40} = 21 + 154 \cdot e^{-1{,}52} \approx 21 + 154 \cdot 0{,}2187 \approx 54{,}68\). Die Temperatur beträgt ca. \(54{,}7\,^\circ\text{C}\). 4. Die momentane Änderungsrate wird durch die Ableitung \(f'(t) = 154 \cdot (-0{,}038) \cdot e^{-0{,}038t} = -5{,}852 \cdot e^{-0{,}038t}\) beschrieben. 5. Zur Bestimmung des Zeitpunkts wird die Gleichung \(f'(t) = -1{,}2\) gelöst: \(-5{,}852 \cdot e^{-0{,}038t} = -1{,}2 \implies e^{-0{,}038t} = \frac{-1{,}2}{-5{,}852} \approx 0{,}20506\). 6. Logarithmieren führt zu \(-0{,}038t = \ln(0{,}20506) \approx -1{,}5844\). Daraus folgt \(t = \frac{-1{,}5844}{-0{,}038} \approx 41{,}7\). Nach etwa \(41{,}7\) Minuten beträgt die Abkühlrate \(-1{,}2\,{}^\circ\text{C}/\text{min}\).

Antwort

a) Anfangstemperatur: \(175\,^\circ\text{C}\); Umgebungstemperatur: \(21\,^\circ\text{C}\) b) ca. \(54{,}7\,^\circ\text{C}\) c) nach ca. \(41{,}7\) Minuten
42650512
Das Wachstum einer bestimmten Nadelbaumart lässt sich in den ersten Jahren nach der Pflanzung modellhaft durch die Funktion \(h\) mit \(h(t) = \frac{3{,}2e^{0{,}5t}}{e^{0{,}5t} + 7}\) beschreiben. Dabei ist \(t \geq 0\) die seit der Pflanzung vergangene Zeit in Jahren und \(h(t)\) die Höhe des Baumes in Metern. a) Berechne auf der Grundlage des Modells, um wie viele Zentimeter der Baum in den ersten vier Jahren nach der Pflanzung wächst. b) Ermittle rechnerisch, nach wie vielen Jahren der Baum eine Höhe von \(2{,}5\,\text{m}\) erreicht. Beschreibe kurz, wie man dieses Ergebnis mithilfe des Graphen von \(h\) grafisch überprüfen kann.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du den Zuwachs über einen Zeitraum berechnest, wenn die Gesamthöhe zu jedem Zeitpunkt bekannt ist. - Achte auf die Einheiten in der Aufgabenstellung und rechne dein Ergebnis gegebenenfalls um. - Um eine Gleichung nach einer Unbekannten im Exponenten aufzulösen, ist der Logarithmus ein hilfreiches Werkzeug. - Wie lassen sich Funktionswerte grafisch darstellen? Überlege, was eine waagerechte Linie im Graphen bedeutet.

Lösung

1. Berechnung der Anfangshöhe zum Zeitpunkt \(t = 0\): \(h(0) = \frac{3{,}2 \cdot e^0}{e^0 + 7} = \frac{3{,}2}{8} = 0{,}4\,\text{m}\). 2. Berechnung der Höhe nach vier Jahren: \(h(4) = \frac{3{,}2 \cdot e^2}{e^2 + 7} \approx 1{,}643\,\text{m}\). 3. Differenzbildung für den Zuwachs: \(1{,}643\,\text{m} - 0{,}4\,\text{m} = 1{,}243\,\text{m}\). Umrechnung in Zentimeter ergibt ca. \(124{,}3\,\text{cm}\). 4. Ansatz für die Zielhöhe: \(2{,}5 = \frac{3{,}2 \cdot e^{0{,}5t}}{e^{0{,}5t} + 7}\). 5. Umformen der Gleichung: \(2{,}5 \cdot (e^{0{,}5t} + 7) = 3{,}2 \cdot e^{0{,}5t} \Rightarrow 2{,}5 \cdot e^{0{,}5t} + 17{,}5 = 3{,}2 \cdot e^{0{,}5t} \Rightarrow 0{,}7 \cdot e^{0{,}5t} = 17{,}5\). 6. Lösen nach \(t\): \(e^{0{,}5t} = 25 \Rightarrow 0{,}5t = \ln(25) \Rightarrow t = 2 \cdot \ln(25) \approx 6{,}44\). Der Baum erreicht die Höhe nach etwa \(6{,}4\) Jahren. 7. Grafische Überprüfung: Man zeichnet eine horizontale Gerade mit der Gleichung \(y = 2{,}5\) in das Koordinatensystem ein und bestimmt den \(t\)-Wert (Abszisse) des Schnittpunkts dieser Geraden mit dem Graphen der Funktion \(h\).

Antwort

a) Der Baum wächst um ca. \(124{,}3\,\text{cm}\). b) Der Baum erreicht die Höhe nach ca. \(6{,}44\) Jahren. Zur grafischen Überprüfung ermittelt man den Schnittpunkt des Graphen mit der waagerechten Geraden \(y = 2{,}5\) und liest dessen \(t\)-Koordinate ab.
42650612
Die Ausbreitung einer neuen Nachricht in einer Stadt mit \(10\,000\) Einwohnern wird durch die Funktion \(N(t) = \frac{10000e^{0{,}4t}}{e^{0{,}4t} + 19}\) modelliert. Dabei gibt \(N(t)\) die Anzahl der Personen an, die die Nachricht zum Zeitpunkt \(t\) (in Stunden nach der ersten Veröffentlichung) bereits kennen. a) Bestimme, wie viele Personen die Nachricht innerhalb der ersten fünf Stunden nach der Veröffentlichung neu erfahren haben. b) Berechne, nach wie vielen Stunden \(75\,\%\) der Einwohner die Nachricht kennen. Erläutere, wie dieser Wert im Graphen der Funktion \(N\) verifiziert werden kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet „neu erfahren“ mathematisch im Hinblick auf die Bestandsfunktion? - Berechne zuerst, welcher absoluten Personenanzahl der Prozentsatz entspricht. - Denke beim Lösen der Gleichung daran, die Terme mit der Basis \(e\) auf eine Seite zu bringen. - Wie findet man einen bestimmten Funktionswert auf der \(y\)-Achse wieder und wie gelangt man von dort zum passenden Zeitpunkt?

Lösung

1. Bestimmung der Anzahl der Personen zum Startzeitpunkt \(t = 0\): \(N(0) = \frac{10000}{1 + 19} = 500\). 2. Bestimmung der Anzahl nach fünf Stunden: \(N(5) = \frac{10000 \cdot e^2}{e^2 + 19} \approx \frac{73891}{26{,}389} \approx 2800\). 3. Berechnung der Differenz: \(2800 - 500 = 2300\). Innerhalb der ersten fünf Stunden haben ca. \(2300\) Personen die Nachricht neu erfahren. 4. Berechnung des Zielwerts für \(75\,\%\): \(0{,}75 \cdot 10\,000 = 7500\). 5. Ansatz und Umformung: \(7500 = \frac{10000 \cdot e^{0{,}4t}}{e^{0{,}4t} + 19} \Rightarrow 0{,}75 = \frac{e^{0{,}4t}}{e^{0{,}4t} + 19} \Rightarrow 0{,}75 \cdot e^{0{,}4t} + 14{,}25 = e^{0{,}4t}\). 6. Isolieren von \(e^{0{,}4t}\): \(0{,}25 \cdot e^{0{,}4t} = 14{,}25 \Rightarrow e^{0{,}4t} = 57\). 7. Lösen nach \(t\): \(0{,}4t = \ln(57) \Rightarrow t = \frac{\ln(57)}{0{,}4} \approx 10{,}11\). Nach etwa \(10{,}1\) Stunden kennen \(75\,\%\) die Nachricht. 8. Grafische Verifizierung: Man sucht auf der \(y\)-Achse den Wert \(7500\), geht von dort waagerecht zum Graphen und liest an der \(t\)-Achse den zugehörigen Zeitwert ab.

Antwort

a) Ca. \(2300\) Personen haben die Nachricht neu erfahren. b) Nach ca. \(10{,}11\) Stunden kennen \(75\,\%\) die Nachricht. Grafisch entspricht dies der \(t\)-Koordinate des Schnittpunkts von \(G_N\) mit der Geraden \(y = 7500\).
42652712
Die Temperatur \(T\) eines Kaltgetränks, das in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(22\,^\circ\text{C}\) steht, wird durch die Funktion \(T\) mit \(T(t) = 22 - 14e^{-0{,}1t}\) beschrieben (\(t\) in Minuten seit Beobachtungsbeginn, \(T(t)\) in \(^\circ\text{C}\)). 1. Zeige mithilfe der ersten Ableitung, dass die Temperatur für \(t \ge 0\) streng monoton steigt. 2. Begründe, dass die Temperatur langfristig gegen \(22\,^\circ\text{C}\) strebt, diesen Wert jedoch zu keinem Zeitpunkt überschreitet. 3. Weise nach, dass für die Funktion \(T\) die Gleichung \(T'(t) = 0{,}1(22 - T(t))\) für alle \(t\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Wie bestimmt man das Monotonieverhalten einer Funktion mithilfe der Ableitung? - Welchen Wert nimmt die Exponentialfunktion \(e^{-kt}\) an, wenn \(t\) sehr groß wird? - Kann ein Ausdruck der Form \(22 - \text{etwas Positives}\) jemals größer als 22 sein? - Setze für die Überprüfung der Gleichung einfach den Term von \(T(t)\) und dessen Ableitung ein und vereinfache.

Lösung

1. Die erste Ableitung ist \(T'(t) = -14 \cdot (-0{,}1) \cdot e^{-0{,}1t} = 1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t}\). Da die Exponentialfunktion \(e^x\) für alle reellen \(x\) positiv ist, gilt \(T'(t) > 0\) für alle \(t \ge 0\). Somit ist \(T\) streng monoton steigend. 2. Für \(t \to \infty\) strebt der Term \(e^{-0{,}1t}\) gegen \(0\). Damit gilt \(\lim_{t \to \infty} (22 - 14 \cdot e^{-0{,}1t}) = 22 - 0 = 22\). Da \(14 \cdot e^{-0{,}1t}\) für jedes endliche \(t\) positiv ist, wird stets ein positiver Wert von \(22\) subtrahiert, sodass \(T(t) < 22\) für alle \(t\) gilt. 3. Die linke Seite der Gleichung ist \(T'(t) = 1{,}4e^{-0{,}1t}\). Für die rechte Seite setzen wir den Funktionsterm ein: \(0{,}1 \cdot (22 - (22 - 14 \cdot e^{-0{,}1t})) = 0{,}1 \cdot (14 \cdot e^{-0{,}1t}) = 1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t}\). Beide Seiten sind identisch.

Antwort

1. \(T'(t) = 1{,}4e^{-0{,}1t} > 0\), daher streng monoton steigend. 2. \(\lim_{t \to \infty} T(t) = 22\); da \(14 \cdot e^{-0{,}1t} > 0\), folgt \(T(t) < 22\). 3. Einsetzen ergibt \(1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t} = 0{,}1 \cdot (14 \cdot e^{-0{,}1t})\), was eine wahre Aussage ist.
42652812
In einem Naturschutzgebiet wird ein Bestand an Waldvögeln beobachtet. Die Anzahl der Vögel lässt sich näherungsweise durch die Funktion \(B\) mit \(B(t) = 400 - 320e^{-0{,}05t}\) beschreiben (\(t\) in Jahren). 1. Bestimme den Anfangsbestand der Vögel sowie die Anzahl der Vögel nach \(20\) Jahren. 2. Zeige, dass die Wachstumsgeschwindigkeit \(B'(t)\) proportional zur Differenz zwischen der Kapazitätsgrenze von \(400\) Vögeln und dem aktuellen Bestand \(B(t)\) ist. Gib den Proportionalitätsfaktor an. 3. Berechne den Zeitpunkt, zu dem der Bestand auf \(350\) Vögel angewachsen ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet „Anfangsbestand“ für den Wert von \(t\)? - Bilde die erste Ableitung und vergleiche sie mit dem Term für die Differenz \(400 - B(t)\). - Um eine Gleichung nach \(t\) im Exponenten aufzulösen, ist der natürliche Logarithmus hilfreich. - Achte beim Umstellen der Gleichung darauf, zuerst den Term mit der Exponentialfunktion zu isolieren.

Lösung

1. Anfangsbestand: \(B(0) = 400 - 320 \cdot e^0 = 400 - 320 = 80\). Bestand nach \(20\) Jahren: \(B(20) = 400 - 320 \cdot e^{-0{,}05 \cdot 20} = 400 - 320 \cdot e^{-1} \approx 282{,}28\). Es befinden sich also etwa \(282\) Vögel im Gebiet. 2. Die Ableitung ist \(B'(t) = -320 \cdot (-0{,}05) \cdot e^{-0{,}05t} = 16 \cdot e^{-0{,}05t}\). Die Differenz zur Kapazitätsgrenze ist \(400 - B(t) = 400 - (400 - 320 \cdot e^{-0{,}05t}) = 320 \cdot e^{-0{,}05t}\). Es gilt \(B'(t) = 16e^{-0{,}05t} = 0{,}05 \cdot (320 \cdot e^{-0{,}05t}) = 0{,}05(400 - B(t))\). Der Proportionalitätsfaktor ist \(k = 0{,}05\). 3. Ansatz: \(350 = 400 - 320 \cdot e^{-0{,}05t} \iff 50 = 320 \cdot e^{-0{,}05t} \iff \frac{5}{32} = e^{-0{,}05t}\). Anwendung des Logarithmus: \(\ln(\frac{5}{32}) = -0{,}05t \iff t = \frac{\ln(0{,}15625)}{-0{,}05} \approx 37{,}13\). Nach etwa \(37\) Jahren beträgt der Bestand \(350\) Vögel.

Antwort

1. Anfangsbestand: \(80\) Vögel; nach \(20\) Jahren: ca. \(282\) Vögel. 2. \(B'(t) = 0{,}05(400 - B(t))\), Proportionalitätsfaktor \(k = 0{,}05\). 3. \(t \approx 37{,}13\) Jahre.
42652912
Ein Bestand entwickelt sich nach der Funktion \(g\) mit \(g(t) = 120 - 90e^{-0{,}2t}\) (\(t \ge 0\); \(t\) in Stunden). a) Bestimme alle Zeitpunkte \(t\), für die eine Verdopplung des Bestands innerhalb eines darauffolgenden Zeitraums \(T_V\) möglich ist. b) Berechne die Verdopplungszeit \(T_V\) für den Startzeitpunkt \(t=0\). c) Begründe ohne weitere Rechnung, wie sich die Verdopplungszeit \(T_V\) für zunehmendes \(t\) verändert.

Denkanstöße

- Überlege, welchen maximalen Wert die Funktion \(g(t)\) langfristig erreichen kann. - Wann ist das Doppelte eines Wertes noch kleiner als diese Grenze? - Setze für die Berechnung der Verdopplungszeit den Funktionswert zum Zeitpunkt \(t+T_V\) gleich dem zweifachen Funktionswert zum Zeitpunkt \(t\). - Betrachte für die Begründung den Verlauf der Steigung der Funktion.

Lösung

1. Eine Verdopplung ist nur möglich, wenn der doppelte Bestandswert unterhalb der Sättigungsgrenze von \(120\) liegt: \(2g(t) < 120 \Rightarrow g(t) < 60\). 2. Lösen der Ungleichung \(120 - 90 \cdot e^{-0{,}2t} < 60\) führt zu \(60 < 90 \cdot e^{-0{,}2t} \Rightarrow e^{-0{,}2t} > \frac{2}{3}\). 3. Logarithmieren ergibt \(-0{,}2t > \ln(\frac{2}{3}) \Rightarrow t < -5 \cdot \ln(\frac{2}{3}) \approx 2{,}03\). Somit ist eine Verdopplung für \(t \in [0; 2{,}03)\) möglich. 4. Für \(t=0\) gilt \(g(0) = 30\). Die Verdopplungszeit \(T_V\) erfüllt \(g(T_V) = 60\). 5. \(120 - 90 \cdot e^{-0{,}2T_V} = 60 \Rightarrow e^{-0{,}2T_V} = \frac{2}{3} \Rightarrow T_V = -5 \cdot \ln(\frac{2}{3}) \approx 2{,}03\,\text{h}\). 6. Da die Wachstumsgeschwindigkeit \(g'(t)\) bei begrenztem Wachstum streng monoton abnimmt und der für eine Verdopplung absolut notwendige Zuwachs \(\Delta g = g(t)\) mit steigendem \(t\) zunimmt, muss die benötigte Zeit \(T_V\) für diesen größeren Zuwachs bei geringerem Tempo steigen.

Antwort

a) Eine Verdopplung ist für alle \(t\) mit \(0 \le t < 5 \cdot \ln(1{,}5) \approx 2{,}03\) möglich. b) Die Verdopplungszeit beträgt \(T_V \approx 2{,}03\,\text{Stunden}\). c) Die Verdopplungszeit \(T_V\) nimmt mit zunehmendem \(t\) zu, da die Wachstumsrate sinkt und der absolut zu erbringende Zuwachs für eine Verdopplung gleichzeitig größer wird.
42660312
In einem Labor wird das Wachstum einer Bakterienkultur untersucht. Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) bedecken die Bakterien eine Fläche von \(250\,\text{mm}^2\). Nach \(5\) Stunden hat sich die Fläche auf \(600\,\text{mm}^2\) vergrößert. Es wird angenommen, dass das Wachstum der Bakterienkultur durch eine Exponentialfunktion beschrieben werden kann. a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(f(t) = ae^{kt}\), die die Fläche der Bakterienkultur in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden) beschreibt. b) Berechne die Verdopplungszeit der Fläche. c) Nach welcher Zeit hat die Bakterienkultur eine Fläche von \(2500\,\text{mm}^2\) erreicht? d) Bestimme die momentane Wachstumsrate der Fläche zum Zeitpunkt \(t = 8\).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Wert in der Funktionsgleichung dem Anfangsbestand entspricht. - Wie hängen der Wachstumsfaktor und der Koeffizient im Exponenten zusammen? - Die Verdopplungszeit hängt bei exponentiellem Wachstum nicht vom Startwert ab. - Was sagt die erste Ableitung einer Bestandsfunktion über den Prozess aus?

Lösung

1. Bestimmung von \(a\) und \(k\): Aus \(f(0) = 250\) folgt \(a = 250\). Mit \(f(5) = 600\) ergibt sich \(600 = 250 \cdot e^{5k}\). Division durch \(250\) liefert \(2{,}4 = e^{5k}\). Logarithmieren führt zu \(5k = \ln(2{,}4)\), woraus \(k = \frac{\ln(2{,}4)}{5} \approx 0{,}1751\) folgt. Die Funktion lautet \(f(t) = 250e^{0{,}1751t}\). 2. Verdopplungszeit \(T_V\): Ansatz \(e^{kT_V} = 2\). Auflösen nach \(T_V\) ergibt \(T_V = \frac{\ln(2)}{k} = \frac{5 \cdot \ln(2)}{\ln(2{,}4)} \approx 3{,}96\,\text{h}\). 3. Zeitpunkt für \(2500\,\text{mm}^2\): Ansatz \(2500 = 250 \cdot e^{kt}\). Division durch \(250\) ergibt \(10 = e^{kt}\). Logarithmieren liefert \(t = \frac{\ln(10)}{k} = \frac{5 \cdot \ln(10)}{\ln(2{,}4)} \approx 13{,}15\,\text{h}\). 4. Momentane Wachstumsrate: Die Ableitungsfunktion ist \(f'(t) = a \cdot k \cdot e^{kt}\). Für \(t = 8\) ergibt sich mit \(k = \frac{\ln(2{,}4)}{5}\): \(f'(8) = 250 \cdot k \cdot e^{k \cdot 8} \approx 177{,}64\,\text{mm}^2/\text{h}\).

Antwort

a) \(f(t) = 250e^{0{,}1751t}\) b) \(T_V \approx 3{,}96\,\text{Stunden}\) c) Nach ca. \(13{,}15\,\text{Stunden}\) d) \(f'(8) \approx 177{,}64\,\text{mm}^2/\text{h}\)
42660412
Ein radioaktives Isotop zerfällt exponentiell. Zu Beginn einer Messreihe sind \(120\,\text{mg}\) des Stoffes vorhanden. Nach \(10\) Tagen sind noch \(45\,\text{mg}\) übrig. a) Gib eine Funktion \(m(t) = m_0e^{-\lambda t}\) an, welche die Masse des Isotops in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Tagen) beschreibt. b) Bestimme die Halbwertszeit des Isotops. c) Berechne den Zeitpunkt, an dem die Masse des Stoffes auf \(10\,\text{mg}\) abgesunken ist. d) Ermittle die Zerfallsrate (Änderungsrate der Masse) zu Beginn der Messung sowie nach \(20\) Tagen.

Denkanstöße

- Achte auf das Vorzeichen im Exponenten bei Zerfallsprozessen. - Welchen Anteil der ursprünglichen Menge hat man nach einer Halbwertszeit noch übrig? - Die momentane Änderungsrate berechnest du mit Hilfe der Ableitung. Was bedeutet ein negatives Vorzeichen in diesem Zusammenhang? - Kannst du die Gleichung für den gesuchten Zeitpunkt durch Logarithmieren lösen?

Lösung

a) Funktionsgleichung: Der Anfangswert ist \(m_0 = 120\). Mit \(m(10) = 45\) folgt \(45 = 120 \cdot e^{-10\lambda}\). Division liefert \(0{,}375 = e^{-10\lambda}\). Logarithmieren ergibt \(-10\lambda = \ln(0{,}375)\), also \(\lambda = -\frac{\ln(0{,}375)}{10} \approx 0{,}0981\). Die Funktion ist \(m(t) = 120e^{-\lambda t}\), näherungsweise also \(m(t) \approx 120e^{-0{,}0981t}\). b) Halbwertszeit \(T_H\): Ansatz \(e^{-\lambda T_H} = 0{,}5\). Auflösen ergibt \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{-\lambda} = \frac{\ln(2)}{\lambda} \approx 7{,}07\,\text{Tage}\). c) Zeitpunkt für \(10\,\text{mg}\): Ansatz \(10 = 120 \cdot e^{-\lambda t}\). Dies führt zu \(\frac{1}{12} = e^{-\lambda t}\). Logarithmieren ergibt \(t = \frac{\ln(12)}{\lambda} \approx 25{,}33\,\text{Tage}\). d) Zerfallsrate: Die Ableitung ist \(m'(t) = -m_0 \cdot \lambda \cdot e^{-\lambda t}\). Zu Beginn (\(t=0\)): \(m'(0) = -120 \cdot 0{,}0981 \approx -11{,}77\,\frac{\text{mg}}{\text{Tag}}\). Nach \(20\) Tagen gilt mit \(\lambda = -\frac{\ln(0{,}375)}{10}\): \(m'(20) = -120 \cdot \lambda \cdot e^{-\lambda \cdot 20} \approx -1{,}66\,\frac{\text{mg}}{\text{Tag}}\).

Antwort

a) \(m(t) = 120e^{-\lambda t}\) mit \(\lambda = -\frac{\ln(0{,}375)}{10} \approx 0{,}0981\), also näherungsweise \(m(t) \approx 120e^{-0{,}0981t}\) b) \(T_H \approx 7{,}07\,\text{Tage}\) c) Nach ca. \(25{,}33\,\text{Tagen}\) d) \(m'(0) \approx -11{,}77\,\frac{\text{mg}}{\text{Tag}}\); \(m'(20) \approx -1{,}66\,\frac{\text{mg}}{\text{Tag}}\)
42670112
Ein Kapital von \(15\,000\,\text{€}\) wird für einen Zeitraum von 5 Jahren fest angelegt. a) Berechne das Endkapital sowie die insgesamt erwirtschafteten Zinsen nach 5 Jahren, wenn das Kapital jährlich mit \(3{,}2\,\%\) verzinst wird. b) Berechne das Endkapital und die Zinsen nach 5 Jahren für den Fall einer stetigen Verzinsung mit einem Zinssatz von \(3{,}2\,\%\). c) Bestimme auf zwei Nachkommastellen genau, welcher Zinssatz \(p\) bei jährlicher Verzinsung notwendig wäre, um nach einem Jahr denselben Zinsertrag wie bei einer stetigen Verzinsung von \(3{,}2\,\%\) zu erzielen.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welches Wachstumsmodell (diskret oder stetig) für den jeweiligen Aufgabenteil anzuwenden ist. - Wie unterscheiden sich die Formeln für jährliche und stetige Verzinsung in ihrem Aufbau? - Für den Vergleich der Zinssätze hilft es, die Wachstumsfaktoren für ein einzelnes Jahr gleichzusetzen. - Denk daran, dass Zinsen immer die Differenz zwischen dem Endwert und dem Anfangswert sind.

Lösung

1. Berechnung für jährliche Verzinsung: Das Endkapital ergibt sich durch \(K(5) = 15\,000 \cdot 1{,}032^5 \approx 17\,558{,}59\,\text{€}\). Die Zinsen betragen somit \(17\,558{,}59\,\text{€} - 15\,000\,\text{€} = 2558{,}59\,\text{€}\). 2. Berechnung für stetige Verzinsung: Das Endkapital wird mit der Formel \(K(t) = K_0e^{kt}\) berechnet: \(K(5) = 15\,000 \cdot e^{0{,}032 \cdot 5} = 15\,000 \cdot e^{0{,}16} \approx 17\,602{,}66\,\text{€}\). Die Zinsen belaufen sich auf \(17\,602{,}66\,\text{€} - 15\,000\,\text{€} = 2602{,}66\,\text{€}\). 3. Bestimmung des äquivalenten Zinssatzes: Es muss gelten \(1 + i = e^{0{,}032}\). Daraus folgt \(i = e^{0{,}032} - 1 \approx 0{,}032518\). Der gesuchte Zinssatz beträgt somit \(p \approx 3{,}25\,\%\).

Antwort

a) Endkapital: \(17\,558{,}59\,\text{€}\); Zinsen: \(2558{,}59\,\text{€}\) b) Endkapital: \(17\,602{,}66\,\text{€}\); Zinsen: \(2602{,}66\,\text{€}\) c) \(p = 3{,}25\,\%\)
42670212
In einer Laboruntersuchung wächst die Anzahl der Individuen einer Mikroorganismen-Population stetig gemäß der Funktion \(N(t) = N_0e^{kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Stunden angibt. Zu Beginn (\(t=0\)) werden \(1200\) Individuen gezählt. Nach 3 Stunden ist die Population auf \(1850\) Individuen angewachsen. a) Bestimme die Wachstumskonstante \(k\) auf vier Nachkommastellen gerundet und gib die zugehörige Funktionsgleichung an. b) Berechne, um wie viel Prozent die Population innerhalb der ersten Stunde (zwischen \(t=0\) und \(t=1\)) wächst. c) Ermittle die Zeitspanne (in Stunden), nach der sich die Anfangspopulation verdoppelt hat.

Denkanstöße

- Setze die gegebenen Werte in die allgemeine Funktionsgleichung ein, um die Unbekannte im Exponenten zu finden. - Welche Rechenoperation ist das Gegenteil der Exponentialfunktion, um eine Variable aus dem Exponenten zu lösen? - Der Wachstumsfaktor pro Zeiteinheit lässt sich direkt aus dem Teil der Formel ablesen, der die Basis für den Zeitschritt bildet. - Was bedeutet „Verdopplung“ mathematisch für das Verhältnis zwischen dem Wert zu einem Zeitpunkt \(t\) und dem Anfangswert?

Lösung

1. Bestimmung von \(k\): Aus \(1850 = 1200 \cdot e^{k \cdot 3}\) folgt \(e^{3k} = \frac{1850}{1200} \approx 1{,}5417\). Durch Logarithmieren ergibt sich \(3k = \ln\left(\frac{1850}{1200}\right)\), woraus \(k \approx 0{,}1443\) folgt. Die Funktionsgleichung lautet \(N(t) = 1200e^{0{,}1443t}\). 2. Prozentuale Zunahme: Der Wachstumsfaktor für eine Stunde ist \(a = e^k = e^{0{,}1443} \approx 1{,}1552\). Dies entspricht einer Zunahme von ca. \(15{,}52\,\%\). 3. Verdopplungszeit: Gesucht ist \(t\) mit \(2N_0 = N_0e^{kt}\), also \(2 = e^{0{,}1443t}\). Auflösen nach \(t\) liefert \(t = \frac{\ln(2)}{0{,}1443} \approx 4{,}80\) Stunden.

Antwort

a) \(k \approx 0{,}1443\); \(N(t) = 1200e^{0{,}1443t}\) b) ca. \(15{,}52\,\%\) c) nach ca. \(4{,}80\,\text{h}\)
42671112
In einem Teich bedecken Algen zu Beginn eine Fläche von \(2{,}5\,\text{m}^2\). Nach \(8\) Tagen hat sich die Fläche auf \(4{,}2\,\text{m}^2\) vergrößert. Man geht davon aus, dass die bedeckte Fläche exponentiell wächst. a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(A(t) = be^{kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Tagen und \(A(t)\) die Fläche in \(\text{m}^2\) angibt. Berechne den Zeitpunkt, an dem die Algen eine Fläche von \(20\,\text{m}^2\) bedecken. b) Berechne die Verdopplungszeit der Algenfläche. c) Ermittle die Wachstumsgeschwindigkeit zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) sowie nach zwei Wochen (\(t = 14\)).

Denkanstöße

- Kannst du den Anfangswert direkt aus dem Text ablesen? - Wie kannst du den Wachstumsfaktor mit Hilfe der gegebenen Werte nach 8 Tagen berechnen? - Was bedeutet „Wachstumsgeschwindigkeit“ mathematisch im Zusammenhang mit der Funktion? - Welche Gleichung musst du lösen, um herauszufinden, wann eine bestimmte Fläche erreicht wird?

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b = A(0) = 2{,}5\). Mit \(A(8) = 4{,}2\) ergibt sich \(2{,}5 \cdot e^{8k} = 4{,}2\). Somit ist \(k = \frac{\ln(4{,}2 / 2{,}5)}{8} \approx 0{,}06485\). Die Funktion lautet \(A(t) = 2{,}5e^{0{,}06485t}\). 2. Für \(20\,\text{m}^2\) gilt \(2{,}5 \cdot e^{0{,}06485t} = 20\). Daraus folgt \(t = \frac{\ln(8)}{k} \approx 32{,}07\). Nach etwa \(32{,}1\) Tagen wird der Wert erreicht. 3. Aus \(e^{kT_d} = 2\) folgt \(T_d = \frac{\ln(2)}{k} \approx 10{,}69\). Die Verdopplungszeit beträgt ca. \(10{,}7\) Tage. 4. Die Ableitung ist \(A'(t) = 2{,}5 \cdot k \cdot e^{kt}\). Zu Beginn: \(A'(0) = 2{,}5 \cdot 0{,}06485 \approx 0{,}162\), also ca. \(0{,}16\,\text{m}^2/\text{Tag}\). Nach \(14\) Tagen: \(A'(14) = 2{,}5 \cdot k \cdot e^{14k} \approx 0{,}402\), also ca. \(0{,}40\,\text{m}^2/\text{Tag}\).

Antwort

a) \(A(t) = 2{,}5e^{0{,}06485t}\); Zeitpunkt: nach ca. \(32{,}1\) Tagen. b) \(T_d \approx 10{,}7\) Tage. c) \(A'(0) \approx 0{,}16\,\text{m}^2/\text{Tag}\); \(A'(14) \approx 0{,}40\,\text{m}^2/\text{Tag}\).
42671212
Die Konzentration eines Medikaments im Blut eines Patienten nimmt nach einer Injektion exponentiell ab. Unmittelbar nach der Injektion beträgt die Konzentration \(120\,\text{mg/l}\). Nach \(5\) Stunden wird eine Konzentration von \(75\,\text{mg/l}\) gemessen. a) Modelliere den zeitlichen Verlauf der Konzentration durch eine Funktion \(C(t) = be^{kt}\) (\(t\) in Stunden, \(C(t)\) in \(\text{mg/l}\)). Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration auf \(10\,\text{mg/l}\) abgesunken ist. b) Bestimme die Halbwertszeit des Medikaments im Blut. c) Berechne die momentane Änderungsrate der Konzentration zum Zeitpunkt der Injektion sowie nach \(10\) Stunden.

Denkanstöße

- Woran erkennst du in der Aufgabenstellung, ob der Parameter \(k\) positiv oder negativ sein muss? - Wie unterscheidet sich die Berechnung der Halbwertszeit von der der Verdopplungszeit? - Was gibt das Vorzeichen der momentanen Änderungsrate über den Prozess an? - Denk daran, dass die Einheiten der Änderungsrate aus den Einheiten der Konzentration und der Zeit zusammengesetzt sind.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b = C(0) = 120\). Aus \(C(5) = 120 \cdot e^{5k} = 75\) folgt \(e^{5k} = 0{,}625\). Damit ist \(k = \frac{\ln(0{,}625)}{5} \approx -0{,}0940\). Die Funktion ist \(C(t) = 120e^{-0{,}0940t}\). 2. Aus \(120 \cdot e^{-0{,}0940t} = 10\) folgt \(t = \frac{\ln(1/12)}{-0{,}0940} \approx 26{,}44\). Nach ca. \(26{,}4\) Stunden wird dieser Wert erreicht. 3. Aus \(e^{kT_h} = 0{,}5\) folgt \(T_h = \frac{\ln(0{,}5)}{k} \approx 7{,}37\). Die Halbwertszeit beträgt ca. \(7{,}4\) Stunden. 4. Die Ableitung lautet \(C'(t) = 120 \cdot k \cdot e^{kt}\). Zum Zeitpunkt \(t = 0\): \(C'(0) = 120 \cdot (-0{,}0940) \approx -11{,}28\), also ca. \(-11{,}3\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\). Zum Zeitpunkt \(t = 10\): \(C'(10) = 120 \cdot k \cdot e^{10k} \approx -4{,}41\), also ca. \(-4{,}4\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\).

Antwort

a) \(C(t) = 120e^{-0{,}0940t}\); Zeitpunkt: nach ca. \(26{,}4\) Stunden. b) \(T_h \approx 7{,}4\) Stunden. c) \(C'(0) \approx -11{,}3\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\); \(C'(10) \approx -4{,}4\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{h})\).
42741112
Die Ausbreitung einer Nachricht in einer Stadt mit \(2000\) Einwohnern wird modellhaft durch die Funktion \(N\) mit \(N(t) = \frac{2000}{1 + 39e^{-0{,}4t}}\) beschrieben. Dabei ist \(t \geq 0\) die Zeit in Stunden seit der ersten Bekanntgabe und \(N(t)\) die Anzahl der Personen, welche die Nachricht bereits kennen. a) Berechne \(N(0)\) und \(\lim_{t \to \infty} N(t)\). Interpretiere diese Werte im Sachzusammenhang. b) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t_0\), zu dem genau die Hälfte der Einwohner die Nachricht kennt. c) Ermittle die momentane Änderungsrate der Anzahl der Personen, welche die Nachricht kennen, zum Zeitpunkt \(t = 0\). d) Die Nachricht verbreitet sich zum Zeitpunkt \(t_0\) am schnellsten. Welche besondere Eigenschaft besitzt der Graph von \(N\) an der Stelle \(t_0\)? Begründe deine Antwort kurz.

Denkanstöße

- Überlege dir, was mit dem e-Term passiert, wenn die Zeit sehr groß wird. - Setze die Funktionsgleichung mit dem gesuchten Wert gleich und löse nach der Variable im Exponenten auf. - Erinnere dich an die Quotientenregel oder die Kettenregel für Brüche, um die Steigung zu berechnen. - Überlege, was die erste Ableitung über die Steigung aussagt und was ein Maximum der Steigung für die Krümmung bedeutet.

Lösung

1. \(N(0) = \frac{2000}{40} = 50\). Zu Beginn kennen \(50\) Personen die Nachricht. 2. Da \(e^{-0{,}4t} \to 0\), gilt \(\lim_{t \to \infty} N(t) = 2000\). Langfristig kennen alle \(2000\) Einwohner die Nachricht. 3. Aus \(1000 = \frac{2000}{1 + 39e^{-0{,}4t_0}}\) folgt \(e^{0{,}4t_0} = 39\) und damit \(t_0 = \frac{\ln(39)}{0{,}4} \approx 9{,}16\). 4. Die erste Ableitung ist \(N'(t) = \frac{31200e^{-0{,}4t}}{(1 + 39e^{-0{,}4t})^2}\). Damit ist \(N'(0) = \frac{31200}{1600} = 19{,}5\). Die momentane Änderungsrate beträgt \(19{,}5\) Personen pro Stunde. 5. Da \(N'(t)\) bei \(t_0\) ein Maximum besitzt, liegt am Graphen von \(N\) bei \(t_0\) ein Wendepunkt vor; dort gilt \(N''(t_0) = 0\).

Antwort

a) \(N(0) = 50\); \(\lim_{t \to \infty} N(t) = 2000\). b) \(t_0 = \frac{\ln(39)}{0{,}4} \approx 9{,}16\,\text{h}\). c) \(N'(0) = 19{,}5\,\frac{\text{Personen}}{\text{h}}\). d) Wendepunkt, da die erste Ableitung dort ein Maximum hat.
42741212
Das Wachstum einer bestimmten Sonnenblumenart lässt sich in den ersten Wochen durch die Funktion \(h: t \mapsto \frac{3}{1 + 5e^{-0{,}2t}}\) beschreiben (\(t \geq 0\) in Wochen, \(h(t)\) in Metern). a) Bestimme die Anfangshöhe der Sonnenblume zum Zeitpunkt \(t = 0\) sowie die theoretisch maximal erreichbare Höhe. b) Begründe ohne Verwendung der Ableitung, dass die Höhe \(h(t)\) im Zeitverlauf streng monoton zunimmt. c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Sonnenblume eine Höhe von \(1{,}5\,\text{m}\) erreicht hat. d) Ermittle die Wachstumsgeschwindigkeit der Sonnenblume nach genau \(10\) Wochen.

Denkanstöße

- Wie verhält sich ein Bruch, wenn der Nenner immer kleiner wird, aber positiv bleibt? - Nutze Logarithmusgesetze, um Gleichungen mit e-Funktionen zu lösen. - Die Wachstumsgeschwindigkeit entspricht der ersten Ableitung der Höhenfunktion. - Achte auf die Einheiten in deiner Interpretation.

Lösung

1. \(h(0) = \frac{3}{6} = 0{,}5\,\text{m}\). Für \(t \to \infty\) gilt \(e^{-0{,}2t} \to 0\), also \(h(t) \to 3\,\text{m}\). 2. \(e^{-0{,}2t}\) ist streng monoton fallend. Daher ist auch der positive Nenner \(1 + 5e^{-0{,}2t}\) streng monoton fallend. Bei konstant positivem Zähler steigt der Bruch somit streng monoton. 3. Aus \(1{,}5 = \frac{3}{1 + 5e^{-0{,}2t}}\) folgt \(e^{0{,}2t} = 5\) und damit \(t = \frac{\ln(5)}{0{,}2} = 5 \cdot \ln(5) \approx 8{,}05\). 4. Die erste Ableitung ist \(h'(t) = \frac{3e^{-0{,}2t}}{(1 + 5e^{-0{,}2t})^2}\). Damit gilt \(h'(10) = \frac{3 \cdot e^{-2}}{(1 + 5e^{-2})^2} \approx \frac{0{,}4060}{2{,}8112} \approx 0{,}144\). Die Wachstumsgeschwindigkeit beträgt ca. \(0{,}144\,\text{m}/\text{Woche}\).

Antwort

a) Anfangshöhe: \(0{,}5\,\text{m}\); maximale Höhe: \(3\,\text{m}\). b) Da der positive Nenner mit wachsendem \(t\) kleiner wird, nimmt der Wert des Bruches zu. c) \(t = 5 \cdot \ln(5) \approx 8{,}05\,\text{Wochen}\). d) \(h'(10) \approx 0{,}144\,\text{m}/\text{Woche}\).
42769512
In einer Werkstatt wird ein Metallbauteil in einen \(220\,^{\circ}\text{C}\) heißen Ofen gelegt. Das Bauteil hat zu Beginn (\(t = 0\)) eine Temperatur von \(20\,^{\circ}\text{C}\). Nach \(15\,\text{Minuten}\) beträgt seine Temperatur \(120\,^{\circ}\text{C}\). Es wird von einem beschränkten Wachstumsprozess für die Temperatur \(T(t)\) ausgegangen. a) Stelle die Funktionsgleichung für \(T(t)\) auf. b) Berechne, nach welcher Zeit das Bauteil eine Temperatur von \(200\,^{\circ}\text{C}\) erreicht hat.

Denkanstöße

- Welche Temperatur wird das Bauteil langfristig maximal erreichen? - Wie groß ist die Differenz zwischen der Ofentemperatur und der Objekttemperatur am Anfang? - Überlege dir, wie du die Unbekannte im Exponenten mithilfe des Logarithmus isolieren kannst. - Welche Information aus dem Text hilft dir, die Wachstumskonstante zu bestimmen?

Lösung

1. Aufstellen der allgemeinen Formel für beschränktes Wachstum: \(T(t) = S - (S - T_0) \cdot e^{-kt}\) mit der Sättigungsgrenze \(S = 220\) und dem Anfangswert \(T_0 = 20\). 2. Einsetzen der gegebenen Werte führt zu: \(T(t) = 220 - 200e^{-kt}\). 3. Bestimmung der Wachstumskonstanten \(k\) durch Einsetzen von \(T(15) = 120\): \(120 = 220 - 200 \cdot e^{-15k} \Rightarrow 100 = 200 \cdot e^{-15k} \Rightarrow 0{,}5 = e^{-15k}\). 4. Logarithmieren und Auflösen nach \(k\): \(-15k = \ln(0{,}5) \Rightarrow k = \frac{\ln(2)}{15} \approx 0{,}0462\). 5. Berechnung des Zeitpunkts für \(T(t) = 200\): \(200 = 220 - 200 \cdot e^{-kt} \Rightarrow 20 = 200 \cdot e^{-kt} \Rightarrow 0{,}1 = e^{-kt}\). 6. Auflösen nach \(t\): \(-kt = \ln(0{,}1) \Rightarrow t = \frac{\ln(10)}{k} = \frac{\ln(10) \cdot 15}{\ln(2)} \approx 49{,}83\).

Antwort

a) \(T(t) = 220 - 200e^{-0{,}0462t}\) (mit \(k \approx 0{,}0462\)) b) Das Bauteil erreicht die Temperatur von \(200\,^{\circ}\text{C}\) nach etwa \(49{,}8\,\text{Minuten}\).
42769612
Ein Schüler möchte für eine Prüfung \(1500\) Fachbegriffe lernen. Zu Beginn seiner Lernphase beherrscht er bereits \(300\) Begriffe. Nach \(10\,\text{Tagen}\) intensiven Lernens kennt er \(900\) Begriffe. Der Lernprozess wird durch das Modell des beschränkten Wachstums beschrieben. a) Bestimme die Funktionsgleichung \(V(t)\) für die Anzahl der Begriffe nach \(t\) Tagen. b) Wie viele Begriffe beherrscht der Schüler nach \(20\,\text{Tagen}\)? c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem er voraussichtlich \(1400\) Begriffe beherrscht.

Denkanstöße

- Welchen Wert strebt die Anzahl der beherrschten Begriffe über einen sehr langen Zeitraum an? - Wie viele Begriffe fehlen dem Schüler am Anfang noch bis zum Ziel? - Kannst du ein Muster erkennen, wie sich der Abstand zur Sättigungsgrenze in festen Zeitabständen (z. B. alle 10 Tage) verändert? - Nutze die Umkehroperation der Exponentialfunktion, um die Zeit \(t\) zu berechnen.

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Wachstumsfunktion \(V(t) = S - (S - V_0) \cdot e^{-kt}\): Sättigungsgrenze \(S = 1500\), Anfangswert \(V_0 = 300\). 2. Bestimmung von \(k\) mit \(V(10) = 900\): \(900 = 1500 - 1200 \cdot e^{-10k} \Rightarrow 600 = 1200 \cdot e^{-10k} \Rightarrow 0{,}5 = e^{-10k}\). 3. Berechnung von \(k\): \(k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\). Die Funktionsgleichung lautet \(V(t) = 1500 - 1200e^{-0{,}0693t}\). 4. Berechnung von \(V(20)\): \(V(20) = 1500 - 1200 \cdot e^{-20k} = 1500 - 1200 \cdot (e^{-10k})^2 = 1500 - 1200 \cdot (0{,}5)^2 = 1200\). 5. Berechnung des Zeitpunkts für \(V(t) = 1400\): \(1400 = 1500 - 1200 \cdot e^{-kt} \Rightarrow 100 = 1200 \cdot e^{-kt} \Rightarrow \frac{1}{12} = e^{-kt}\). 6. Auflösen nach \(t\): \(t = \frac{\ln(12)}{k} = \frac{\ln(12) \cdot 10}{\ln(2)} \approx 35{,}85\).

Antwort

a) \(V(t) = 1500 - 1200e^{-0{,}0693t}\) b) Nach \(20\,\text{Tagen}\) beherrscht er \(1200\) Begriffe. c) Er wird nach etwa \(35{,}8\,\text{Tagen}\) insgesamt \(1400\) Begriffe beherrschen.
42769712
Ein großer Behälter enthält zu Beginn reines Wasser. Ab dem Zeitpunkt \(t = 0\) werden dem Behälter pro Minute konstant \(15\,\text{g}\) eines speziellen Farbstoffs zugeführt. Gleichzeitig fließt Farbstoff mit einer kontinuierlichen Rate von \(2{,}5\,\%\) der jeweils im Behälter gelösten Farbstoffmenge \(m(t)\) pro Minute durch einen Überlauf ab. a) Stelle eine Differentialgleichung auf, die die zeitliche Änderung der Farbstoffmasse \(m(t)\) beschreibt (\(t\) in Minuten, \(m(t)\) in Gramm). b) Bestimme die Funktionsgleichung für \(m(t)\). c) Berechne die Farbstoffmasse im Behälter nach einer Stunde. d) Ermittle, gegen welchen Wert die Farbstoffmasse langfristig strebt.

Denkanstöße

- Überlege, wie sich die Änderungsrate aus Zufluss und Abfluss zusammensetzt. - Welche Art von Wachstum liegt vor, wenn die Zunahme konstant ist, die Abnahme aber vom aktuellen Bestand abhängt? - Was bedeutet die Information „reines Wasser“ für den Anfangswert der Farbstoffmenge? - Wie verhält sich eine Exponentialfunktion mit negativem Exponenten für sehr große Zeitwerte?

Lösung

1. Die Änderungsrate setzt sich aus dem konstanten Zufluss und dem proportionalen Abfluss zusammen: \(m'(t) = 15 - 0{,}025m(t)\). 2. Die Sättigungsgrenze ist \(S = \frac{15}{0{,}025} = 600\). Mit \(m(0) = 0\) ergibt sich \(m(t) = 600(1 - e^{-0{,}025t})\). 3. \(m(60) = 600 \cdot (1 - e^{-1{,}5}) \approx 466{,}12\). Nach einer Stunde befinden sich ca. \(466{,}12\,\text{g}\) Farbstoff im Behälter. 4. Für \(t \to \infty\) geht \(e^{-0{,}025t}\) gegen \(0\). Daher gilt \(\lim_{t \to \infty} m(t) = 600\,\text{g}\).

Antwort

a) \(m'(t) = 15 - 0{,}025m(t)\) b) \(m(t) = 600(1 - e^{-0{,}025t})\) c) \(m(60) \approx 466{,}12\,\text{g}\) d) \(600\,\text{g}\)
42770512
Ein Bauteil aus Metall wird bei einer Temperatur von \(95\,^\circ\text{C}\) aus einem Härteofen entnommen und in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(20\,^\circ\text{C}\) gelagert. Die zeitliche Änderung der Temperatur \(T(t)\) (in \(^\circ\text{C}\)) folgt der Differentialgleichung \(T'(t) = k(20 - T(t))\), wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit der Entnahme angibt. Unmittelbar nach der Entnahme (\(t = 0\)) wird eine momentane Abkühlungsrate von \(T'(0) = -4{,}5\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\) gemessen. Bestimme den Wert der Konstanten \(k\) und gib eine Funktionsgleichung für den Temperaturverlauf \(T(t)\) an.

Denkanstöße

- Was bedeutet die momentane Änderungsrate mathematisch für den Funktionsgraphen? - Welchen Wert nimmt die Temperatur nach einer sehr langen Zeit näherungsweise an? - Wie kannst du die gegebenen Werte in die Differentialgleichung einsetzen, um die Unbekannte zu finden? - Erinnerst du dich an den allgemeinen Funktionstyp für Prozesse, die sich einem festen Schrankenwert annähern?

Lösung

1. Gegeben sind \(T(0) = 95\), die Umgebungstemperatur \(20\,^\circ\text{C}\) und \(T'(0) = -4{,}5\). 2. Einsetzen in die Differentialgleichung bei \(t = 0\): \(-4{,}5 = k \cdot (20 - 95)\). 3. Daraus folgt \(-4{,}5 = -75k\) und somit \(k = 0{,}06\). 4. Die Lösung lautet \(T(t) = 20 + (95 - 20) \cdot e^{-0{,}06t} = 20 + 75e^{-0{,}06t}\).

Antwort

\(k = 0{,}06\); \(T(t) = 20 + 75e^{-0{,}06t}\)
42790112
Bei der Abkühlung eines erhitzten Metallbauteils nimmt die Differenz zwischen der Bauteiltemperatur und der Umgebungstemperatur exponentiell ab. Nach \(2\,\text{min}\) beträgt diese Temperaturdifferenz \(50\,\text{K}\), nach \(6\,\text{min}\) ist sie auf \(12{,}5\,\text{K}\) gesunken. a) Bestimme die Funktionsgleichung der Form \(f(t) = ba^t\), welche die Temperaturdifferenz (in \(\text{K}\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in \(\text{min}\)) beschreibt. b) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Temperaturdifferenz nur noch \(1\,\%\) des Wertes zum Zeitpunkt des Abkühlbeginns (\(t = 0\)) beträgt.

Denkanstöße

- Nutze die beiden gegebenen Zeitpunkte, um ein Gleichungssystem für die Parameter der Funktion aufzustellen. - Wie kannst du durch Division der beiden Gleichungen eine der Unbekannten eliminieren? - Überlege zuerst, wie hoch die Temperaturdifferenz zum Zeitpunkt \(t = 0\) war, um den Zielwert für die zweite Teilaufgabe zu bestimmen. - Welches mathematische Werkzeug hilft dir dabei, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Aufstellen eines Gleichungssystems mit den gegebenen Werten: \(ba^2 = 50\) und \(ba^6 = 12{,}5\). 2. Division der Gleichungen führt zu \(a^4 = \frac{12{,}5}{50} = 0{,}25\). Daraus ergibt sich der Wachstumsfaktor \(a = \sqrt[4]{0{,}25} = \sqrt{0{,}5} \approx 0{,}7071\). 3. Einsetzen von \(a^2 = 0{,}5\) in die erste Gleichung: \(b \cdot 0{,}5 = 50\), woraus der Anfangswert \(b = 100\) folgt. Die Funktionsgleichung lautet \(f(t) = 100(\sqrt{0{,}5})^t\) bzw. näherungsweise \(f(t) \approx 100 \cdot 0{,}7071^t\). 4. Bestimmung des Zielwerts für Aufgabenteil b): \(1\,\%\) von \(f(0) = 100\) ist \(1\). 5. Lösen der Gleichung \(100 \cdot (0{,}5)^{0{,}5t} = 1\): Dies führt zu \(0{,}5^{0{,}5t} = 0{,}01\). Logarithmieren ergibt \(0{,}5t \cdot \ln(0{,}5) = \ln(0{,}01)\), also \(t = \frac{2 \cdot \ln(0{,}01)}{\ln(0{,}5)} \approx 13{,}29\).

Antwort

a) \(f(t) = 100(\sqrt{0{,}5})^t \approx 100 \cdot 0{,}7071^t\) b) Nach etwa \(13{,}29\,\text{min}\) ist die Differenz auf \(1\,\%\) des Anfangswertes gesunken.
42790212
In einem Labor wird das Wachstum einer Bakterienkultur untersucht. Zu Beobachtungsbeginn (\(t = 0\)) ist die genaue Anzahl der Bakterien unbekannt. Nach \(1\,\text{h}\) werden \(1200\) Bakterien gezählt, nach \(4\,\text{h}\) sind es bereits \(9600\) Bakterien. Es wird von einem exponentiellen Wachstumsmodell ausgegangen. a) Bestimme einen Funktionsterm der Form \(f(t) = ce^{kt}\), der die Anzahl der Bakterien nach \(t\) Stunden beschreibt. b) Ermittle rechnerisch, nach wie vielen Stunden sich die Bakterienanzahl im Vergleich zum Startzeitpunkt (\(t = 0\)) verhundertfacht hat.

Denkanstöße

- Erstelle aus den Informationen zwei Gleichungen mit den Unbekannten \(c\) und \(k\). - Du kannst die Basis \(e^k\) oft vereinfachen, wenn du das Verhältnis der Werte betrachtest. - Was bedeutet „Verhundertfachung“ mathematisch in Bezug auf den Wert bei \(t = 0\)? - Setze den gefundenen Funktionsterm mit dem hundertfachen Anfangswert gleich und löse nach der Zeit auf.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichungen für die Bakterienanzahl: \(c \cdot e^{k \cdot 1} = 1200\) und \(c \cdot e^{k \cdot 4} = 9600\). 2. Division der zweiten durch die erste Gleichung: \(e^{3k} = \frac{9600}{1200} = 8\). 3. Bestimmung der Wachstumskonstante: \(3k = \ln(8)\), also \(k = \frac{\ln(8)}{3} = \ln(2) \approx 0{,}6931\). 4. Einsetzen von \(e^k = 2\) in die erste Gleichung: \(c \cdot 2 = 1200\), daraus folgt der Anfangswert \(c = 600\). Der Funktionsterm ist \(f(t) = 600e^{\ln(2)t} = 600 \cdot 2^t\). 5. Für die Verhundertfachung muss gelten: \(f(t) = 100 \cdot c = 60\,000\). 6. Lösen der Gleichung \(600 \cdot 2^t = 60\,000\) führt zu \(2^t = 100\). Logarithmieren ergibt \(t = \frac{\ln(100)}{\ln(2)} \approx 6{,}64\).

Antwort

a) \(f(t) = 600e^{\ln(2)t} \approx 600e^{0{,}6931t}\) b) Nach etwa \(6{,}64\,\text{h}\) hat sich die Bakterienanzahl verhundertfacht.
42982512
Ein Erwachsener trinkt um 14:00 Uhr einen großen Becher Kaffee, der etwa \(120\,\text{mg}\) Koffein enthält. Der Körper baut das Koffein näherungsweise exponentiell ab, wobei man von einer stündlichen Abnahmerate von \(13\,\%\) ausgeht. a) Stelle die Funktionsgleichung für die Menge des Koffeins \(K\) (in \(\text{mg}\)) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Stunden seit der Aufnahme) auf. b) Berechne, wie viel Koffein um 22:00 Uhr noch im Körper vorhanden ist. c) Koffein kann bei manchen Menschen ab einer Menge von \(15\,\text{mg}\) Einschlafstörungen verursachen. Ermittle rechnerisch, ab welcher Uhrzeit die Koffeinmenge unter diesen Wert sinkt.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie sich ein prozentualer Zerfall in einem Wachstumsfaktor ausdrücken lässt. - Achte beim Berechnen der Zeitspanne genau auf die Stunden zwischen den Uhrzeiten. - Wenn du eine Gleichung hast, bei der die Unbekannte im Exponenten steht, ist der Logarithmus ein hilfreiches Werkzeug. - Wandle Dezimalstunden am Ende wieder in Minuten um, um eine genaue Uhrzeit anzugeben.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung: Der Anfangswert ist \(K_0 = 120\). Die Abnahmerate von \(13\,\%\) entspricht einem Wachstumsfaktor von \(b = 1 - 0{,}13 = 0{,}87\). Die Gleichung lautet \(K(t) = 120 \cdot 0{,}87^t\). 2. Berechnung für 22:00 Uhr: Die Zeitspanne von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr beträgt \(t = 8\) Stunden. Einsetzen in die Funktion: \(K(8) = 120 \cdot 0{,}87^8 \approx 39{,}39\,\text{mg}\). 3. Bestimmung des Zeitpunkts für den Schwellenwert: Setze \(K(t) = 15\) und löse nach \(t\) auf: \(15 = 120 \cdot 0{,}87^t \Rightarrow 0{,}125 = 0{,}87^t\). Anwendung des Logarithmus ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}125)}{\ln(0{,}87)} \approx 14{,}93\) Stunden. 4. Umrechnung in Uhrzeit: \(14{:}00\,\text{Uhr} + 14{,}93\,\text{Stunden} \approx 04{:}56\,\text{Uhr}\) am nächsten Morgen.

Antwort

a) \(K(t) = 120 \cdot 0{,}87^t\) b) Um 22:00 Uhr sind noch ca. \(39{,}39\,\text{mg}\) Koffein im Körper. c) Die Menge sinkt nach ca. \(14{,}93\) Stunden (also gegen 04:56 Uhr morgens) unter \(15\,\text{mg}\).
42982612
In der Nuklearmedizin wird ein radioaktives Isotop für eine Untersuchung verwendet. Zum Zeitpunkt der Injektion (\(t = 0\)) beträgt die Aktivität der Probe \(400\,\text{MBq}\) (Megabequerel). Nach genau \(4\) Stunden ist die Aktivität auf \(240\,\text{MBq}\) gesunken. Es wird ein exponentieller Zerfallsprozess der Form \(A(t) = A_0e^{kt}\) angenommen (\(t\) in Stunden). a) Bestimme den Parameter \(k\) für dieses Isotop. b) Berechne die Halbwertszeit des Präparats. c) Die Untersuchung darf beendet werden, sobald die Aktivität auf \(5\,\%\) des Anfangswertes gesunken ist. Wie viele Stunden nach der Injektion ist dies der Fall?

Denkanstöße

- Nutze den gegebenen Wert nach 4 Stunden, um die Zerfallskonstante in der e-Funktion zu isolieren. - Die Halbwertszeit ist die Zeit, in der der Ausdruck \(e^{kt}\) den Wert \(0{,}5\) annimmt. - Überlege dir für den letzten Aufgabenteil, welcher Anteil am Ende noch übrig sein soll. - Eliminiere zuerst den Vorfaktor und wende dann den natürlichen Logarithmus an.

Lösung

1. Aus \(240 = 400 \cdot e^{4k}\) folgt \(0{,}6 = e^{4k}\). Daher ist \(k = \frac{\ln(0{,}6)}{4} \approx -0{,}1277\). 2. Für die Halbwertszeit \(T_H\) gilt \(e^{kT_H} = 0{,}5\). Somit ist \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{k} \approx 5{,}43\) Stunden. 3. Für \(5\,\%\) Restaktivität gilt \(0{,}05 = e^{kt}\). Daraus folgt \(t = \frac{\ln(0{,}05)}{k} \approx 23{,}46\) Stunden.

Antwort

a) \(k \approx -0{,}1277\) b) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(5{,}43\) Stunden. c) Nach ca. \(23{,}46\) Stunden ist die Aktivität auf \(5\,\%\) gesunken.
42982712
Das Wachstum einer Seerosenpopulation in einem Parkteich wird untersucht. Die von den Seerosen bedeckte Wasserfläche vergrößert sich jede Woche um \(40\,\%\). Zu Beginn der Messungen (\(t = 0\)) bedecken die Pflanzen eine Fläche von \(2\,\text{m}^2\). 1. Gib eine Funktionsgleichung \(A(t)\) und eine Zuordnungsvorschrift an, die die Fläche in \(\text{m}^2\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in Wochen) beschreibt. 2. Berechne die bedeckte Fläche nach \(4\) Wochen sowie die theoretische Fläche \(2\) Wochen vor Beginn der Messungen. 3. Bestimme rechnerisch, nach wie vielen Wochen die Fläche auf \(20\,\text{m}^2\) angewachsen ist.

Denkanstöße

- Wie bestimmst du den Wachstumsfaktor aus einer prozentualen Zunahme? - Was bedeutet ein negativer Zeitwert im Kontext der Aufgabe? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung mit dem Anfangswert \(a = 2\) und dem Wachstumsfaktor \(b = 1 + 0{,}4 = 1{,}4\): \(A(t) = 2 \cdot 1{,}4^t\) bzw. \(t \mapsto 2 \cdot 1{,}4^t\). 2. Berechnung der Funktionswerte für \(t = 4\) und \(t = -2\): \(A(4) = 2 \cdot 1{,}4^4 = 7{,}6832 \approx 7{,}68\,\text{m}^2\). \(A(-2) = 2 \cdot 1{,}4^{-2} = \frac{2}{1{,}96} \approx 1{,}02\,\text{m}^2\). 3. Lösen der Gleichung \(20 = 2 \cdot 1{,}4^t\): Dividieren durch \(2\) ergibt \(10 = 1{,}4^t\). Anwendung des Logarithmus: \(t = \frac{\ln(10)}{\ln(1{,}4)} \approx 6{,}84\). Die Fläche erreicht nach ca. \(6{,}84\) Wochen den Wert von \(20\,\text{m}^2\).

Antwort

1. \(A(t) = 2 \cdot 1{,}4^t\) bzw. \(t \mapsto 2 \cdot 1{,}4^t\) 2. Nach \(4\) Wochen: ca. \(7{,}68\,\text{m}^2\); vor \(2\) Wochen: ca. \(1{,}02\,\text{m}^2\) 3. Nach ca. \(6{,}84\) Wochen
42982812
Ein medizinisches Kontrastmittel wird im Körper eines Patienten abgebaut. Alle \(3\) Stunden halbiert sich die im Blut vorhandene Menge des Mittels. Einem Patienten werden \(120\,\text{mg}\) des Stoffes injiziert. 1. Gib eine Funktionsgleichung \(M(t)\) an, welche die verbleibende Menge in \(\text{mg}\) nach \(t\) Stunden beschreibt. 2. Berechne, wie viel Milligramm des Kontrastmittels sich nach \(10\) Stunden noch im Blut befinden. 3. Ermittle den Zeitpunkt, zu dem nur noch \(10\,\%\) der injizierten Anfangsmenge vorhanden sind.

Denkanstöße

- Wie berücksichtigst du die Halbwertszeit von 3 Stunden im Exponenten der Funktion? - Wie viel Milligramm entsprechen \(10\,\%\) der Startmenge? - Kannst du die Gleichung durch Logarithmieren nach der Zeit auflösen?

Lösung

1. Mit dem Anfangswert \(M_0 = 120\) und der Halbwertszeit \(T = 3\) lautet die Zerfallsgleichung \(M(t) = 120 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{3}}\). 2. \(M(10) = 120 \cdot 0{,}5^{\frac{10}{3}} \approx 11{,}91\,\text{mg}\). 3. Für \(10\,\%\) der Anfangsmenge gilt \(0{,}1 = 0{,}5^{\frac{t}{3}}\). Logarithmieren ergibt \(t = 3 \cdot \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}5)} \approx 9{,}97\) Stunden.

Antwort

1. \(M(t) = 120 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{3}}\) 2. ca. \(11{,}91\,\text{mg}\) 3. nach ca. \(9{,}97\) Stunden
42983412
Ein biologisches Experiment untersucht das Wachstum einer invasiven Wasserpflanze auf einem See. a) Die von der Pflanze bedeckte Fläche verdoppelt sich alle \(5\) Tage. Zu Beginn des Experiments beträgt die Fläche \(1\,\text{m}^2\). Stelle eine Funktionsgleichung \(A(t)\) auf, die die bedeckte Fläche in \(\text{m}^2\) nach \(t\) Tagen beschreibt. b) Schätze mithilfe der Faustregel \(2^{10} \approx 10^3\) die vom unbegrenzten Modell vorhergesagte Fläche nach \(50\) Tagen und nach \(100\) Tagen ab. c) Der untersuchte See hat eine Gesamtfläche von \(1\,\text{km}^2\). Schätze mithilfe der Faustregel ab, nach wie vielen Tagen der See zur Hälfte (\(500\,000\,\text{m}^2\)) bedeckt ist. Nutze dabei die Näherung \(500 \approx 2^9\). d) Berechne den exakten Zeitpunkt, zu dem der See zur Hälfte bedeckt ist, mithilfe des Logarithmus und vergleiche ihn mit deiner Schätzung aus Teilaufgabe c).

Denkanstöße

- Achte bei der Funktionsgleichung darauf, dass der Exponent den Zeitraum im Verhältnis zur Verdopplungszeit widerspiegelt. - Wie viele Quadratmeter stecken in einem Quadratkilometer? - Zerlege \(500\,000\) in \(500 \cdot 1000\), um die gegebenen Näherungen anzuwenden. - Um eine Gleichung der Form \(2^x = y\) nach \(x\) aufzulösen, benötigst du den Logarithmus.

Lösung

1. Da der Anfangswert \(1\) ist und die Verdopplung alle \(5\) Tage stattfindet, lautet die Gleichung \(A(t) = 2^{\frac{t}{5}}\). 2. Für \(t = 50\) gilt \(A(50) = 2^{10} \approx 1000\,\text{m}^2\). Für \(t = 100\) gilt \(A(100) = 2^{20} = (2^{10})^2 \approx 1\,000\,000\,\text{m}^2\). Der zweite Wert ist eine theoretische Hochrechnung des unbegrenzten Modells. 3. Aus \(2^{\frac{t}{5}} = 500\,000 = 500 \cdot 1000 \approx 2^9 \cdot 2^{10} = 2^{19}\) folgt \(t \approx 95\) Tage. 4. Exakt gilt \(\frac{t}{5} = \frac{\ln(500000)}{\ln(2)} \approx 18{,}93\). Daher ist \(t \approx 94{,}66\) Tage. Die Schätzung weicht um etwa \(0{,}34\) Tage ab.

Antwort

a) \(A(t) = 2^{\frac{t}{5}}\) b) \(A(50) \approx 1000\,\text{m}^2\); \(A(100) \approx 1\,000\,000\,\text{m}^2\) nach dem unbegrenzten Modell. c) \(t \approx 95\) Tage d) \(t \approx 94{,}66\) Tage; Abweichung der Schätzung: ca. \(0{,}34\) Tage.
42984512
Die Entwicklung einer Bakterienkultur wird durch die folgende Wertetabelle beschrieben, wobei \(x\) die Zeit in Stunden und \(y\) die Anzahl der Bakterien in Tausend angibt: <table> <tr><td>\(x\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(y\)</td><td>\(400\)</td><td>\(520\)</td><td>\(676\)</td><td>\(1142{,}44\)</td></tr> </table> a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(f(x) = ca^x\), die dieses Wachstum beschreibt. b) Berechne die Anzahl der Bakterien nach 8 Stunden. c) Ermittle, nach wie vielen Stunden sich die Bakterienanzahl gegenüber dem Beginn verfünffacht hat.

Denkanstöße

- Welchen Wert hat die Funktion zum Zeitpunkt Null? - Wie verändert sich der Funktionswert, wenn man das Argument um eins erhöht? - Welche Rechenoperation hilft dir, eine Unbekannte aus dem Exponenten zu bestimmen? - Überprüfe dein Modell auch mit den anderen Werten aus der Tabelle.

Lösung

1. Aus \(f(0) = c = 400\) folgt \(c = 400\). 2. Mit \(400a = 520\) ergibt sich \(a = 1{,}3\). Die Funktionsgleichung lautet \(f(x) = 400 \cdot 1{,}3^x\). Die weiteren Tabellenwerte bestätigen das Modell. 3. \(f(8) = 400 \cdot 1{,}3^8 \approx 3262{,}923\). Da \(y\) in Tausend angegeben ist, entspricht dies etwa \(3\,262\,923\) Bakterien. 4. Für die Verfünffachung gilt \(1{,}3^x = 5\). Daher ist \(x = \frac{\ln(5)}{\ln(1{,}3)} \approx 6{,}13\).

Antwort

a) \(f(x) = 400 \cdot 1{,}3^x\) b) \(f(8) \approx 3262{,}923\) Tausend, also ca. \(3\,262\,923\) Bakterien c) nach ca. \(6{,}13\) Stunden
42984612
Der Abbau eines Wirkstoffs im Blut kann näherungsweise durch eine Exponentialfunktion modelliert werden. Die Tabelle gibt die Konzentration \(y\) (in \(\text{mg}/\text{l}\)) nach \(t\) Stunden an: <table> <tr> <td>\(t\)</td> <td>0</td> <td>2</td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>\(y\)</td> <td>\(12{,}0\)</td> <td>\(7{,}68\)</td> <td>\(3{,}93216\)</td> </tr> </table> a) Ermittle eine Funktionsgleichung der Form \(f(t) = ca^t\). b) Bestimme die prozentuale Abnahme der Konzentration pro Stunde. c) Berechne die Halbwertszeit des Wirkstoffs im Blut.

Denkanstöße

- Was bedeutet ein Wachstumsfaktor, der kleiner als 1 ist, für den Prozess? - Wie hängen der Wachstumsfaktor \(a\) und die prozentuale Änderungsrate zusammen? - Bei der Halbwertszeit suchst du den Zeitpunkt, an dem nur noch die Hälfte des Startwerts vorhanden ist. - Kannst du die Gleichung für die Halbwertszeit vereinfachen, ohne den Startwert zu kennen?

Lösung

1. Bestimmung von \(c\): Für \(t = 0\) ist \(y = 12{,}0\), also \(c = 12\). 2. Bestimmung von \(a\): Mit \(t = 2\) gilt \(12a^2 = 7{,}68\). Dies führt zu \(a^2 = 0{,}64\), woraus \(a = 0{,}8\) folgt (da \(a > 0\)). Die Funktionsgleichung ist \(f(t) = 12 \cdot 0{,}8^t\). Der Wert für \(t = 5\) bestätigt dies: \(12 \cdot 0{,}8^5 = 3{,}93216\). 3. Prozentuale Abnahme: Da \(a = 0{,}8\), bleiben pro Stunde \(80\,\%\) des Wirkstoffs erhalten. Die Abnahme beträgt somit \(1 - 0{,}8 = 0{,}2\), was \(20\,\%\) pro Stunde entspricht. 4. Halbwertszeit: Gesucht ist \(t\) mit \(0{,}8^t = 0{,}5\). Logarithmieren ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}8)} \approx 3{,}11\). Die Halbwertszeit beträgt etwa \(3{,}11\) Stunden.

Antwort

a) \(f(t) = 12 \cdot 0{,}8^t\) b) \(20\,\%\) pro Stunde c) ca. \(3{,}11\) Stunden
42984912
Eine Bakterienkultur vermehrt sich exponentiell. Zu Beginn einer Beobachtung (\(t = 0\)) werden \(2500\) Bakterien gezählt. Nach \(6\) Stunden hat sich die Population verdreifacht. a) Ermittle eine Funktionsgleichung der Form \(N(t) = N_0 \cdot b^t\), die die Anzahl der Bakterien nach \(t\) Stunden angibt. b) Berechne die Anzahl der Bakterien nach \(15\) Stunden. c) Bestimme den Zeitpunkt, an dem die Anzahl der Bakterien auf eine Million angewachsen ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet „verdreifacht“ mathematisch für den Wachstumsfaktor über einen bestimmten Zeitraum? - Wie kannst du den Wachstumsfaktor pro Stunde berechnen, wenn du den Faktor für 6 Stunden kennst? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht? - Achte darauf, ob nach einem Zeitpunkt oder einer Anzahl gefragt ist.

Lösung

1. Aus \(b^6 = 3\) folgt \(b = \sqrt[6]{3} \approx 1{,}2009\). Die Funktion lautet exakt \(N(t) = 2500 \cdot 3^{\frac{t}{6}}\). 2. \(N(15) = 2500 \cdot 3^{\frac{15}{6}} \approx 38\,971{,}14\). Es sind etwa \(38\,971\) Bakterien vorhanden. 3. Aus \(1\,000\,000 = 2500 \cdot 3^{\frac{t}{6}}\) folgt \(400 = 3^{\frac{t}{6}}\). Somit ist \(t = 6 \cdot \frac{\ln(400)}{\ln(3)} \approx 32{,}72\) Stunden.

Antwort

a) \(N(t) = 2500 \cdot 3^{\frac{t}{6}}\), mit \(b = \sqrt[6]{3} \approx 1{,}2009\) b) ca. \(38\,971\) Bakterien c) nach ca. \(32{,}72\) Stunden
42992312
Ein bestimmtes Medikament wird im menschlichen Körper so abgebaut, dass die Menge des Wirkstoffs pro Stunde um etwa \(12\,\%\) abnimmt. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) befinden sich \(400\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Blut eines Patienten. Der Abbauprozess lässt sich durch die Funktion \(N(t) = N_0e^{-kt}\) beschreiben, wobei \(t\) die Zeit in Stunden und \(N(t)\) die Menge in Milligramm angibt. 1. Bestimme die Zerfallskonstante \(k\) und gib die Funktionsgleichung für diesen Prozess an. 2. Berechne den Zeitpunkt, zu dem nur noch ein Viertel der Anfangsmenge im Blut vorhanden ist. 3. Ermittle die momentane Änderungsrate in \(\frac{\text{mg}}{\text{h}}\) genau \(5\) Stunden nach Beobachtungsbeginn. Erläutere kurz die Bedeutung des Vorzeichens.

Denkanstöße

- Welcher Anteil ist nach einer Stunde noch vorhanden, wenn \(12\,\%\) verloren gehen? - Wie hängen der Wachstumsfaktor und die Basis \(e\) zusammen? - Ein Viertel der Anfangsmenge bedeutet \(\frac{N(t)}{N_0} = 0{,}25\). - Erinnere dich an die Kettenregel beim Ableiten von Exponentialfunktionen.

Lösung

1. Der stündliche Faktor ist \(0{,}88\). Aus \(e^{-k} = 0{,}88\) folgt \(k = -\ln(0{,}88) \approx 0{,}1278\). Damit ist \(N(t) = 400e^{-0{,}1278t}\). 2. Für ein Viertel der Anfangsmenge gilt \(0{,}88^t = 0{,}25\). Daher ist \(t = \frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}88)} \approx 10{,}84\) Stunden. 3. Die erste Ableitung ist \(N'(t) = -k \cdot N_0 \cdot e^{-kt}\). Daher gilt \(N'(5) \approx -26{,}98\,\text{mg}/\text{h}\). Das negative Vorzeichen zeigt die Abnahme der Wirkstoffmenge an.

Antwort

1. \(k \approx 0{,}1278\); \(N(t) = 400e^{-0{,}1278t}\) 2. Nach ca. \(10{,}84\) Stunden. 3. \(N'(5) \approx -26{,}98\,\frac{\text{mg}}{\text{h}}\); das negative Vorzeichen signalisiert eine Abnahme.
42993212
In der Medizin wird das kurzlebige Isotop Technetium-\(99\text{m}\) für Untersuchungen verwendet. Es besitzt eine Halbwertszeit von etwa \(6\) Stunden. Nach der Untersuchung verbleibt der Stoff im Körper und zerfällt dort radioaktiv. Berechne, nach welcher Zeit die Aktivität des verabreichten Präparats im Körper auf genau \(1\,\%\) des ursprünglichen Wertes gesunken ist. Gib das Ergebnis in Stunden an, gerundet auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Wie viel Prozent der Substanz sind nach einer Halbwertszeit noch übrig? Wie viel nach zwei? - Überlege dir, wie du den Bruchteil der verbleibenden Substanz als Dezimalzahl ausdrücken kannst. - Suche nach einer Gleichung, in der die Zeit im Exponenten steht, und löse diese mit dem Logarithmus auf.

Lösung

1. Modellierung des Zerfalls durch \(A(t) = A_0e^{-kt}\) oder \(A(t) = A_0 \cdot 0{,}5^{\frac{t}{T_{1/2}}}\). 2. Bestimmung des Zeitpunkts für \(1\,\%\) der Anfangsaktivität: \(0{,}01 = 0{,}5^{\frac{t}{6}}\). 3. Logarithmieren der Gleichung: \(\ln(0{,}01) = \frac{t}{6} \cdot \ln(0{,}5)\). 4. Auflösen nach \(t\): \(t = \frac{6 \cdot \ln(0{,}01)}{\ln(0{,}5)}\). 5. Numerische Berechnung: \(t = \frac{6 \cdot (-4{,}605\dots)}{-0{,}693\dots} \approx 39{,}863\).

Antwort

Nach etwa \(39{,}9\) Stunden ist die Aktivität auf \(1\,\%\) gesunken.
42993312
In einem Labor wird der Zerfall einer radioaktiven Probe beobachtet. Die Masse \(m\) in Gramm zum Zeitpunkt \(t\) in Tagen lässt sich durch die Funktion \(m(t) = m_0e^{-kt}\) beschreiben. Nach \(10\) Tagen wird eine Masse von \(45{,}0\,\text{g}\) gemessen. Nach insgesamt \(25\) Tagen beträgt die Masse nur noch \(28{,}0\,\text{g}\). 1. Bestimme die Parameter \(m_0\) und \(k\). 2. Berechne die Halbwertszeit des Stoffes.

Denkanstöße

- Stelle für beide Zeitpunkte eine Gleichung mit den gegebenen Werten auf. - Überlege, wie du durch Dividieren der beiden Gleichungen eine Variable eliminieren kannst. - Wie hängen die Zerfallskonstante und die Halbwertszeit zusammen?

Lösung

1. Es gelten \(45 = m_0e^{-10k}\) und \(28 = m_0e^{-25k}\). Durch Division folgt \(\frac{45}{28} = e^{15k}\). Daher ist \(k = \frac{\ln(45/28)}{15} \approx 0{,}03163\). Einsetzen ergibt \(m_0 = 45 \cdot e^{10k} \approx 61{,}74\,\text{g}\). 2. Die Halbwertszeit ist \(T_H = \frac{\ln(2)}{k} \approx 21{,}91\) Tage.

Antwort

1. \(m_0 \approx 61{,}74\,\text{g}\); \(k \approx 0{,}03163\) 2. \(T_H \approx 21{,}91\,\text{Tage}\)
42993512
In einem See nimmt die Lichtintensität \(I\) mit zunehmender Tiefe \(d\) ab. Messungen ergeben, dass die Intensität pro \(3\,\text{m}\) Tiefenzunahme um \(18\,\%\) sinkt. An der Wasseroberfläche (\(d = 0\,\text{m}\)) beträgt die Intensität \(I_0 = 400\,\text{W}/\text{m}^2\). a) Berechne die Lichtintensität in einer Tiefe von \(10\,\text{m}\). b) Bestimme die Tiefe, in der die Lichtintensität nur noch \(50\,\text{W}/\text{m}^2\) beträgt. c) Die Abnahme lässt sich durch die Funktion \(I(d) = I_0e^{-kd}\) beschreiben. Bestimme den Wert der Konstanten \(k\).

Denkanstöße

- Welcher Faktor beschreibt eine Abnahme um einen bestimmten Prozentsatz? - Wie oft passt der angegebene Tiefenschritt in die gesuchte Tiefe? - Setze den bekannten Funktionswert gleich der Funktionsgleichung und löse nach der gesuchten Variable auf. - Vergleiche die Basis der Exponentialfunktion mit der Basis \(e\).

Lösung

1. Der Abnahmefaktor pro \(3\,\text{m}\) beträgt \(0{,}82\). Daher ist \(I(d) = 400 \cdot 0{,}82^{\frac{d}{3}}\). 2. \(I(10) = 400 \cdot 0{,}82^{\frac{10}{3}} \approx 206{,}43\,\text{W}/\text{m}^2\). 3. Aus \(50 = 400 \cdot 0{,}82^{\frac{d}{3}}\) folgt \(d = 3 \cdot \frac{\ln(0{,}125)}{\ln(0{,}82)} \approx 31{,}44\,\text{m}\). 4. Aus \(e^{-k} = 0{,}82^{\frac{1}{3}}\) folgt \(k = -\frac{\ln(0{,}82)}{3} \approx 0{,}0662\,\text{m}^{-1}\).

Antwort

a) ca. \(206{,}43\,\text{W}/\text{m}^2\) b) ca. \(31{,}44\,\text{m}\) c) \(k \approx 0{,}0662\,\text{m}^{-1}\)
42993912
Die Konzentration eines Medikaments im Blut sinkt nach der Einnahme näherungsweise gemäß der Funktion \(C\) mit \(C(t) = C_0e^{-kt}\). Hierbei ist \(C_0 = 250\,\text{mg}/\text{l}\) die Anfangskonzentration zum Zeitpunkt \(t = 0\,\text{h}\) und \(k = 0{,}085\,\text{h}^{-1}\) die Zerfallskonstante. a) Nach wie vielen Stunden ist die Konzentration im Blut auf \(100\,\text{mg}/\text{l}\) gesunken? b) Berechne die Halbwertszeit des Medikaments, also die Zeitspanne, nach der sich die Konzentration jeweils halbiert hat. c) Um wie viel Prozent nimmt die Konzentration pro Stunde ab? Vergleiche diesen Prozentsatz mit dem Wert der Zerfallskonstanten \(k\).

Denkanstöße

- Welche mathematische Operation hilft dir dabei, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht? - Was bedeutet „Halbwertszeit“ für das Verhältnis zwischen dem aktuellen Wert und dem Anfangswert? - Wie hängen der Wachstumsfaktor \(b\) und die Basis \(e\) zusammen? - Wenn du weißt, mit welchem Faktor sich ein Wert pro Zeiteinheit ändert, wie berechnest du daraus die prozentuale Änderung?

Lösung

1. Ansatz für die Konzentration \(C(t) = 100\): \(100 = 250 \cdot e^{-0{,}085t}\). Umformen ergibt \(\frac{100}{250} = e^{-0{,}085t}\). Durch Anwenden des natürlichen Logarithmus erhält man \(\ln(0{,}4) = -0{,}085t\). Daraus folgt \(t = \frac{\ln(0{,}4)}{-0{,}085} \approx 10{,}78\,\text{h}\). 2. Berechnung der Halbwertszeit \(T_H\): \(0{,}5 \cdot C_0 = C_0 \cdot e^{-0{,}085T_H}\), also \(0{,}5 = e^{-0{,}085T_H}\). Logarithmieren führt zu \(\ln(0{,}5) = -0{,}085T_H\). Es ergibt sich \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}085} \approx 8{,}15\,\text{h}\). 3. Der stündliche Zerfallsfaktor ist \(b = e^{-k} = e^{-0{,}085} \approx 0{,}9185\). Die prozentuale Abnahme beträgt \(1 - 0{,}9185 = 0{,}0815\), also \(8{,}15\,\%\). Der Vergleich zeigt, dass die tatsächliche prozentuale Abnahme (\(8{,}15\,\%\)) etwas geringer ist als \(8{,}5\,\%\), der Prozentwert, der der Zahl \(0{,}085\) entspricht.

Antwort

a) Nach ca. \(10{,}78\,\text{h}\). b) Die Halbwertszeit beträgt ca. \(8{,}15\,\text{h}\). c) Die Konzentration nimmt stündlich um ca. \(8{,}15\,\%\) ab; dieser Wert ist etwas kleiner als \(8{,}5\,\%\), also der Prozentwert zur Zahl \(0{,}085\); \(k\) selbst hat die Einheit \(\text{h}^{-1}\).
42994012
Der Bestand einer bedrohten Tierart in einem Reservat entwickelt sich gemäß der Funktion \(B(t) = B_0e^{a(t-t_0)}\). Im Jahr 2015 (\(t_0\)) wurden \(1200\) Tiere gezählt (\(B_0\)). Die Wachstumsrate beträgt \(a = 0{,}045\,\text{Jahr}^{-1}\). a) Wie viele Tiere werden laut Modell im Jahr 2030 im Reservat leben? b) In welchem Jahr wird der Bestand die Marke von \(2400\) Tieren erreichen? c) Bestimme die effektive jährliche Wachstumsrate in Prozent und begründe rechnerisch, warum diese höher ist als der Wert von \(a\).

Denkanstöße

- Wie viele Jahre vergehen zwischen dem Startzeitpunkt und dem Zielzeitpunkt? - Wenn sich ein Bestand verdoppelt, welchen Wert muss \(e^{a\Delta t}\) annehmen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen dem Faktor \(e^a\) und der jährlichen prozentualen Steigerung. - Überlege, wie sich das kontinuierliche Wachstum von einem einmaligen jährlichen Wachstumsschritt unterscheidet.

Lösung

1. \(B(2030) = 1200 \cdot e^{0{,}045 \cdot 15} \approx 2356{,}84\). Es werden etwa \(2357\) Tiere erwartet. 2. Aus \(2400 = 1200 \cdot e^{0{,}045 \cdot \Delta t}\) folgt \(\Delta t = \frac{\ln(2)}{0{,}045} \approx 15{,}40\) Jahre. Der Bestand erreicht die Marke im Jahr 2030. 3. Der Jahresfaktor ist \(e^{0{,}045} \approx 1{,}0460\). Die effektive jährliche Wachstumsrate beträgt ca. \(4{,}60\,\%\). Wegen \(e^x > 1+x\) für \(x > 0\) ist sie größer als \(4{,}5\,\%\).

Antwort

a) ca. \(2357\) Tiere b) im Jahr 2030 c) ca. \(4{,}60\,\%\), also etwas mehr als \(4{,}5\,\%\)
42994312
In der Medizin wird das radioaktive Isotop Jod-131 zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt. Die Halbwertszeit von Jod-131 beträgt \(8{,}02\,\text{Tage}\). a) Berechne die Zerfallskonstante \(k\) für das Zerfallsgesetz \(N(t) = N_0e^{-kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Tagen angibt. b) Ein Patient erhält eine Dosis mit einer Aktivität von \(380\,\text{MBq}\) (Megabequerel). Wie hoch ist die Aktivität nach \(14\,\text{Tagen}\) noch? c) Bestimme den Zeitpunkt, an dem die ursprüngliche Aktivität auf \(5\,\%\) gesunken ist.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, was die Halbwertszeit für die Menge nach genau diesem Zeitraum bedeutet. - Welchen Wert muss der Ausdruck \(e^{-kt}\) annehmen, wenn nur noch die Hälfte der Substanz da ist? - Für die Berechnung der verbleibenden Menge nach einer bestimmten Zeit musst du lediglich die Zeit in deine Funktionsgleichung einsetzen. - Wenn ein Prozentsatz gesucht ist, kannst du die Anfangsmenge \(N_0\) oft einfach kürzen oder gleich mit dem Faktor (z. B. \(0{,}05\)) arbeiten. - Um eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht, ist der Logarithmus dein wichtigstes Werkzeug.

Lösung

1. Berechnung der Zerfallskonstante \(k\): Aus der Bedingung \(e^{-k \cdot 8{,}02} = 0{,}5\) folgt \(k = \frac{\ln(2)}{8{,}02} \approx 0{,}08643\,\text{d}^{-1}\). 2. Berechnung der Aktivität nach \(14\,\text{Tagen}\): Einsetzen der Werte in die Funktionsgleichung \(N(14) = 380 \cdot e^{-0{,}08643 \cdot 14} \approx 113{,}32\). Die verbleibende Aktivität beträgt ca. \(113{,}32\,\text{MBq}\). 3. Bestimmung des Zeitpunkts für \(5\,\%\): Ansatz \(0{,}05 \cdot N_0 = N_0 \cdot e^{-kt}\) führt zu \(0{,}05 = e^{-0{,}08643t}\). Auflösen nach \(t\) ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}05)}{-0{,}08643} \approx 34{,}66\). Nach etwa \(34{,}66\,\text{Tagen}\) sind noch \(5\,\%\) vorhanden.

Antwort

a) \(k \approx 0{,}08643\,\text{d}^{-1}\) b) ca. \(113{,}32\,\text{MBq}\) c) nach ca. \(34{,}66\,\text{Tagen}\)
42994412
Tritium ist ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs mit einer Halbwertszeit von \(12{,}32\,\text{Jahren}\). Da es in geringen Mengen im Regenwasser vorkommt, kann es zur Altersbestimmung von Weinen genutzt werden. a) Erstelle eine Funktionsgleichung der Form \(N(t) = N_0 \cdot a^t\), die den Anteil des noch vorhandenen Tritiums nach \(t\) Jahren beschreibt. Gib den Faktor \(a\) auf vier Nachkommastellen genau an. b) Um wie viel Prozent nimmt die Menge an Tritium jährlich ab? c) Ein Wein aus einem Kellerfund wird untersucht. Es wird festgestellt, dass er nur noch \(22\,\%\) des ursprünglichen Tritiumgehalts besitzt. Berechne das Alter des Weines auf ein Jahr genau.

Denkanstöße

- Der Faktor \(a\) gibt an, welcher Anteil nach einer Zeiteinheit (hier ein Jahr) noch übrig ist. - Wie hängen der Wachstumsfaktor \(a\) und die prozentuale Abnahme zusammen? - Erinnere dich daran, dass \(22\,\%\) als Dezimalzahl \(0{,}22\) geschrieben werden. - Wenn du nach der Zeit \(t\) suchst, musst du die Exponentialgleichung mithilfe des Logarithmus nach \(t\) auflösen.

Lösung

1. Bestimmung des Faktors \(a\): Aus \(a^{12{,}32} = 0{,}5\) folgt \(a = 0{,}5^{\frac{1}{12{,}32}} \approx 0{,}9453\). Die Funktionsgleichung lautet \(N(t) = N_0 \cdot 0{,}9453^t\). 2. Jährliche Abnahme: Der Faktor \(a = 0{,}9453\) entspricht einem verbleibenden Anteil von \(94{,}53\,\%\). Die jährliche Abnahme beträgt somit \(1 - 0{,}9453 = 0{,}0547\), also \(5{,}47\,\%\). 3. Altersbestimmung: Ansatz \(0{,}22 = 0{,}9453^t\). Anwendung des Logarithmus ergibt \(t = \frac{\ln(0{,}22)}{\ln(0{,}9453)} \approx 26{,}91\). Der Wein ist etwa \(27\,\text{Jahre}\) alt.

Antwort

a) \(N(t) = N_0 \cdot 0{,}9453^t\) b) \(5{,}47\,\%\) c) ca. \(27\,\text{Jahre}\)
43002512
Eine radioaktive Substanz zerfällt exponentiell. Nach \(12\,\text{Tagen}\) sind noch genau \(75\,\%\) der ursprünglichen Masse vorhanden. 1. Bestimme den täglichen Zerfallsfaktor \(q\) sowie die Zerfallskonstante \(\lambda\) für das Modell \(M(t) = M_0e^{-\lambda t}\), wobei \(t\) in Tagen gemessen wird. 2. Berechne die Halbwertszeit der Substanz. 3. Ermittle, nach wie vielen Tagen nur noch \(10\,\%\) der Anfangsmasse übrig sind.

Denkanstöße

- Überlege, welcher tägliche Faktor nach 12 Tagen insgesamt den Faktor \(0{,}75\) ergibt. - Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Faktor und der e-Darstellung? - Was bedeutet Halbwertszeit mathematisch für den Funktionswert? - Wie löst du eine Gleichung, bei der die gesuchte Variable im Exponenten steht?

Lösung

1. Aus \(q^{12} = 0{,}75\) folgt \(q = \sqrt[12]{0{,}75} \approx 0{,}9763\). Für die Zerfallskonstante gilt \(e^{-12\lambda} = 0{,}75\), also \(\lambda = -\frac{\ln(0{,}75)}{12} \approx 0{,}02397\,\text{d}^{-1}\). 2. Die Halbwertszeit ist \(T_H = \frac{\ln(2)}{\lambda} \approx 28{,}91\) Tage. 3. Aus \(0{,}1 = e^{-\lambda t}\) folgt \(t = \frac{-\ln(0{,}1)}{\lambda} \approx 96{,}05\) Tage.

Antwort

1. \(q \approx 0{,}9763\); \(\lambda \approx 0{,}02397\,\text{d}^{-1}\) 2. \(T_H \approx 28{,}91\,\text{Tage}\) 3. Nach ca. \(96{,}05\,\text{Tagen}\).
43002612
Zwei verschiedene Bakterienkulturen werden im Labor untersucht. Kultur A verdoppelt ihre Individuenzahl alle \(5\,\text{Stunden}\). Kultur B wächst langsamer und benötigt \(8\,\text{Stunden}\) für eine Verdopplung, startet jedoch mit der vierfachen Menge an Individuen im Vergleich zu Kultur A. Bestimme den Zeitpunkt, an dem beide Bakterienkulturen genau die gleiche Anzahl an Individuen besitzen.

Denkanstöße

- Kannst du für beide Kulturen eine Funktionsgleichung aufstellen, die die Anzahl der Bakterien in Abhängigkeit von der Zeit beschreibt? - Nutze eine Variable für die unbekannte Anfangsmenge der ersten Kultur. - Welche Rechenregeln für Potenzen könnten dir helfen, die Gleichung zu vereinfachen, wenn die Basen gleich sind? - Erinnere dich daran, wie man Gleichungen löst, bei denen die Unbekannte im Exponenten steht – entweder durch Logarithmieren oder durch Exponentenvergleich.

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktionen mit Startwert \(N_0\) für Kultur A: \(N_A(t) = N_0 \cdot 2^{\frac{t}{5}}\) und \(N_B(t) = 4 \cdot N_0 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). 2. Gleichsetzen der Funktionen: \(N_0 \cdot 2^{\frac{t}{5}} = 4 \cdot N_0 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). Division durch \(N_0\) führt zu \(2^{\frac{t}{5}} = 4 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). 3. Da \(4 = 2^2\), lässt sich die Gleichung zu \(2^{\frac{t}{5}} = 2^{2 + \frac{t}{8}}\) umformen. 4. Exponentenvergleich: \(\frac{t}{5} = 2 + \frac{t}{8}\). 5. Auflösen nach \(t\): \(\frac{t}{5} - \frac{t}{8} = 2 \Rightarrow \frac{8 \cdot t - 5 \cdot t}{40} = 2 \Rightarrow \frac{3 \cdot t}{40} = 2 \Rightarrow 3 \cdot t = 80 \Rightarrow t = \frac{80}{3} \approx 26{,}67\).

Antwort

Nach \(26\frac{2}{3}\,\text{Stunden}\) (ca. \(26{,}67\,\text{Stunden}\)) sind beide Kulturen gleich groß.
43002912
In einem Naturschutzgebiet werden zwei Tierpopulationen beobachtet. Zu Beginn der Untersuchung umfasst die Population der Art A etwa \(15\,000\) Individuen und wächst jährlich um \(2{,}1\,\%\). Die Population der Art B startet mit \(8000\) Individuen und weist ein jährliches Wachstum von \(4{,}5\,\%\) auf. a) Berechne die Verdopplungszeit für die Population der Art B. b) Nach wie vielen Jahren ist die Population von Art A nur noch \(1{,}5\)-mal so groß wie die von Art B?

Denkanstöße

- Wie lautet die allgemeine Funktionsgleichung für exponentielles Wachstum? - Was bedeutet eine prozentuale Zunahme für den Wachstumsfaktor? - Bei der Verdopplungszeit ist der Anfangswert für die Berechnung eigentlich unerheblich. Warum? - Kannst du die Gleichung so umformen, dass alle Terme mit der Variablen auf einer Seite stehen? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Variable aus dem Exponenten zu lösen?

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktionen: \(B_A(t) = 15\,000 \cdot 1{,}021^t\) und \(B_B(t) = 8000 \cdot 1{,}045^t\). 2. Für die Verdopplungszeit von Art B gilt der Ansatz \(1{,}045^t = 2\). Durch Logarithmieren ergibt sich \(t = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}045)} \approx 15{,}75\). Die Verdopplungszeit beträgt ca. \(15{,}75\) Jahre. 3. Für Aufgabenteil b) wird die Gleichung \(B_A(t) = 1{,}5 \cdot B_B(t)\) aufgestellt: \(15\,000 \cdot 1{,}021^t = 1{,}5 \cdot 8000 \cdot 1{,}045^t\). 4. Vereinfachen der Gleichung: \(15\,000 \cdot 1{,}021^t = 12\,000 \cdot 1{,}045^t\), woraus \(\frac{15000}{12000} = \left(\frac{1{,}045}{1{,}021}\right)^t\) bzw. \(1{,}25 = \left(\frac{1{,}045}{1{,}021}\right)^t\) folgt. 5. Auflösen nach \(t\) mittels Logarithmus: \(t = \frac{\ln(1{,}25)}{\ln(1{,}045) - \ln(1{,}021)} \approx 9{,}60\). Nach ca. \(9{,}60\) Jahren ist Art A nur noch \(1{,}5\)-mal so groß wie Art B.

Antwort

a) Die Verdopplungszeit für Art B beträgt ca. \(15{,}75\) Jahre. b) Nach ca. \(9{,}60\) Jahren ist die Population von Art A \(1{,}5\)-mal so groß wie die von Art B.
43003012
Zwei verschiedene Sparanlagen werden verglichen. Anlage A startet mit einem Kapital von \(2500\,\text{€}\) bei einer jährlichen Verzinsung von \(3\,\%\). Anlage B beginnt mit einem Kapital von \(1000\,\text{€}\) und einer Verzinsung von \(6{,}5\,\%\) pro Jahr. a) Bestimme die Zeitspanne, nach der das Kapital von Anlage A um \(50\,\%\) gegenüber dem Startwert angewachsen ist. b) Nach wie vielen Jahren erreicht das Kapital in Anlage B genau \(80\,\%\) des Kapitals von Anlage A?

Denkanstöße

- Notiere dir zuerst die Wachstumsfaktoren für beide Zinssätze. - Was ist der Zielwert für Anlage A, wenn sie um \(50\,\%\) wachsen soll? - Setze die beiden Kapitalfunktionen in ein Verhältnis gemäß der Aufgabenstellung. - Erinnere dich an die Logarithmengesetze, um Brüche in Exponenten zu vereinfachen.

Lösung

1. Aufstellen der Kapitalfunktionen: \(K_A(t) = 2500 \cdot 1{,}03^t\) und \(K_B(t) = 1000 \cdot 1{,}065^t\). 2. Für eine Steigerung um \(50\,\%\) bei Anlage A muss der Wachstumsfaktor \(1{,}03^t = 1{,}5\) erfüllen. Auflösen nach \(t\): \(t = \frac{\ln(1{,}5)}{\ln(1{,}03)} \approx 13{,}72\). Dies entspricht ca. \(13{,}72\) Jahren. 3. Für Aufgabenteil b) wird die Bedingung \(K_B(t) = 0{,}8 \cdot K_A(t)\) genutzt: \(1000 \cdot 1{,}065^t = 0{,}8 \cdot 2500 \cdot 1{,}03^t\). 4. Zusammenfassen der Werte: \(1000 \cdot 1{,}065^t = 2000 \cdot 1{,}03^t\). 5. Isolieren der Exponentialterme: \(\frac{1{,}065^t}{1{,}03^t} = \frac{2000}{1000}\), also \(\left(\frac{1{,}065}{1{,}03}\right)^t = 2\). 6. Berechnung von \(t\): \(t = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}065) - \ln(1{,}03)} \approx 20{,}74\). Nach ca. \(20{,}74\) Jahren erreicht Anlage B den Wert von \(80\,\%\) der Anlage A.

Antwort

a) Das Kapital von Anlage A hat sich nach ca. \(13{,}72\) Jahren um \(50\,\%\) erhöht. b) Nach ca. \(20{,}74\) Jahren beträgt das Kapital von Anlage B genau \(80\,\%\) des Kapitals von Anlage A.
43003112
Die Einwohnerzahl einer schnell wachsenden Metropolregion hat sich in den letzten Jahren signifikant verändert. Im Jahr 2005 lebten dort \(450\,000\) Menschen. Bei einer Erhebung im Jahr 2020 wurde eine Einwohnerzahl von \(585\,000\) festgestellt. a) Bestimme die mittlere jährliche Wachstumsrate für den Zeitraum von 2005 bis 2020 unter der Annahme eines exponentiellen Wachstumsmodells. b) Berechne die prognostizierte Einwohnerzahl für das Jahr 2045, falls sich das Wachstum mit der in Teilaufgabe a) berechneten Rate ungebremst fortsetzen würde. c) Ermittle rechnerisch, in welchem Jahr die Marke von einer Million Einwohnern erstmals überschritten würde, wenn die Wachstumsbedingungen stabil blieben.

Denkanstöße

- Wie viele Jahre liegen zwischen den beiden Messpunkten? - Ein exponentielles Wachstum lässt sich durch \(B(t) = B(0) \cdot q^t\) beschreiben. - Die Wachstumsrate ist der Anteil, um den \(q\) größer als \(1\) ist. - Für einen gegebenen Zielbestand hilft der Logarithmus.

Lösung

1. Der Zeitraum beträgt \(15\) Jahre. Aus \(585\,000 = 450\,000 \cdot q^{15}\) folgt \(q = \sqrt[15]{1{,}3} \approx 1{,}01764\). Die mittlere jährliche Wachstumsrate beträgt ca. \(1{,}76\,\%\). 2. Für 2045 sind seit 2005 insgesamt \(40\) Jahre vergangen. Daher ist \(B(40) = 450\,000 \cdot q^{40} \approx 905\,861\). Im Jahr 2045 würden nach dem Modell etwa \(905\,900\) Menschen dort leben. 3. Aus \(1\,000\,000 = 450\,000 \cdot q^t\) folgt \(t = \frac{\ln(20/9)}{\ln(q)} \approx 45{,}65\). Das entspricht dem Jahr 2050.

Antwort

a) ca. \(1{,}76\,\%\) pro Jahr, mit \(q \approx 1{,}01764\) b) ca. \(905\,900\) Einwohner im Jahr 2045 c) im Jahr 2050
43230012
Eine heiße Tasse Kakao hat zu Beginn eine Temperatur von \(80\,\text{°C}\). Sie steht in einem Zimmer mit einer konstanten Raumtemperatur von \(20\,\text{°C}\). Die Abkühlung des Kakaos kann durch ein begrenztes Zerfallsmodell beschrieben werden: \(T(t) = 20 + 60e^{-kt}\) Hierbei ist \(t\) die Zeit in Minuten seit Beginn der Messung und \(T(t)\) die Temperatur des Kakaos in \(\text{°C}\). Nach \(10\) Minuten beträgt die Temperatur des Kakaos noch \(44\,\text{°C}\). a) Bestimme die Abkühlungskonstante \(k\) (gerundet auf drei Nachkommastellen). b) Berechne, nach wie vielen Minuten die Temperatur des Kakaos auf \(25\,\text{°C}\) gesunken ist. Runde das Ergebnis auf eine Dezimalstelle. c) Lies aus dem beigefügten Graphen ab, wie hoch die Temperatur des Kakaos nach \(15\) Minuten ungefähr ist. Überprüfe diesen Wert anschließend durch eine exakte Berechnung mit dem gerundeten Wert von \(k\) aus Aufgabenteil a).
Abbildung zur Aufgabe 432300

Denkanstöße

- Kannst du die gegebene Gleichung so umformen, dass die Potenz mit der Basis \(e\) alleine auf einer Seite steht? - Welcher mathematische Operator hilft dir dabei, eine Gleichung nach dem Exponenten der Basis \(e\) aufzulösen? - Überlege genau, welche Werte für \(t\) und \(T(t)\) in Aufgabenteil b) eingesetzt werden müssen. - Schaue dir die Achsenskalierung im Graphen an, um den Wert für \(15\) Minuten möglichst genau abzulesen. - Denke daran, beim rechnerischen Überprüfen den in Teil a) ermittelten Wert für \(k\) einzusetzen.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für \(t = 10\) und \(T(10) = 44\): \(20 + 60 \cdot e^{-10k} = 44 \implies 60 \cdot e^{-10k} = 24 \implies e^{-10k} = 0{,}4 \implies -10k = \ln(0{,}4) \implies k \approx 0{,}092\) 2. Berechnung der Zeit für \(T(t) = 25\): \(20 + 60 \cdot e^{-0{,}092t} = 25 \implies 60 \cdot e^{-0{,}092t} = 5 \implies e^{-0{,}092t} = \frac{1}{12} \implies -0{,}092t = \ln\left(\frac{1}{12}\right) \implies t \approx 27{,}0\,\text{Minuten}\) 3. Ablesen aus dem Graphen bei \(t = 15\,\text{min}\): \(T \approx 35\,\text{°C}\). Rechnerische Überprüfung mit \(k = 0{,}092\): \(T(15) = 20 + 60 \cdot e^{-0{,}092 \cdot 15} \approx 35{,}1\,\text{°C}\)

Antwort

a) \(k \approx 0{,}092\) b) Nach ca. \(27{,}0\) Minuten. c) Abgelesener Wert: ca. \(35\,\text{°C}\); berechneter Wert: \(35{,}1\,\text{°C}\).
43245712
Das Diagramm zeigt den zeitlichen Verlauf der Konzentration \(C(t)\) eines Medikaments im Blut eines Patienten (in Milligramm pro Liter, \(\text{mg/L}\)), wobei die Zeit \(t\) in Stunden nach der Einnahme gemessen wird. a) Bestimme mithilfe der markierten Punkte im Diagramm die Funktionsgleichung der Exponentialfunktion der Form \(C(t) = C_0a^t\). Runde die Basis \(a\) auf vier Nachkommastellen. Gib zudem die Halbwertszeit des Medikaments an. b) Aus Sicherheitsgründen darf der Patient eine weitere Dosis erst einnehmen, wenn die Konzentration im Blut unter \(0{,}1\,\text{mg/L}\) gesunken ist. Berechne, nach wie vielen Stunden dies der Fall ist. Runde dein Ergebnis auf eine Dezimalstelle.
Abbildung zur Aufgabe 432457

Denkanstöße

- Kannst du den Anfangswert \(C_0\) direkt aus dem Diagramm ablesen? Betrachte dazu den Funktionswert bei \(t = 0\). - Wie verändert sich die Konzentration in gleichen Zeitabständen? Nach wie vielen Stunden hat sich der Anfangswert jeweils halbiert? - Nutze einen bekannten markierten Punkt auf dem Graphen, um die Basis \(a\) zu berechnen. - Welches mathematische Verfahren kannst du verwenden, um eine Gleichung nach dem Exponenten \(t\) aufzulösen? - Achte darauf, dein Endergebnis für die Zeit auf eine Dezimalstelle zu runden.

Lösung

1. Bestimmung des Anfangswerts: Aus dem Punkt \((0 \mid 8)\) folgt \(C_0 = 8\). 2. Bestimmung der Halbwertszeit: Da sich der Funktionswert alle \(3\) Stunden halbiert (von \(8\) auf \(4\) bei \(t = 3\) und auf \(2\) bei \(t = 6\)), beträgt die Halbwertszeit \(T_{1/2} = 3\,\text{Stunden}\). 3. Berechnung der Basis \(a\): Einsetzen des Punktes \((3 \mid 4)\) liefert \(4 = 8a^3 \implies a^3 = 0{,}5 \implies a = 0{,}5^{\frac{1}{3}} \approx 0{,}7937\). Die Funktionsgleichung lautet somit \(C(t) = 8 \cdot 0{,}7937^t\). 4. Berechnung des Einnahmezeitpunkts: Ansatz \(C(t) = 0{,}1\) liefert \(8 \cdot 0{,}7937^t = 0{,}1 \implies 0{,}7937^t = 0{,}0125 \implies t = \frac{\ln(0{,}0125)}{\ln(0{,}7937)} \approx 19{,}0\,\text{Stunden}\). Da die Konzentration streng fällt, liegt sie für \(t > 19{,}0\,\text{h}\) unter dem Grenzwert.

Antwort

a) \(C(t) = 8 \cdot 0{,}7937^t\); Halbwertszeit: \(3\) Stunden. b) Für \(t > 19{,}0\,\text{h}\), also unmittelbar nach etwa \(19{,}0\) Stunden.
43262512
Das Wachstum einer bestimmten Tannenart lässt sich in den ersten 50 Jahren nach dem Anpflanzen modellhaft durch die Funktion \(h\) mit \(h(t) = 12 - 10e^{-0{,}05t}\) beschreiben. Dabei ist \(t\) die Zeit in Jahren seit dem Anpflanzen und \(h(t)\) die Höhe des Baumes in Metern. Der abgebildete Graph zeigt den Verlauf dieser Funktion. a) Bestimme mithilfe des Funktionsterms die Anfangshöhe des Baumes beim Anpflanzen sowie die Höhe des Baumes nach 20 Jahren (runde auf zwei Nachkommastellen). b) Berechne, nach wie vielen Jahren der Baum eine Höhe von genau \(10\,\text{m}\) erreicht hat. Runde das Ergebnis auf eine Nachkommastelle. Beschreibe kurz, wie man diesen Wert im Graphen ablesen kann. c) Die momentane Wachstumsgeschwindigkeit des Baumes (in Metern pro Jahr) zum Zeitpunkt \(t\) wird durch die Ableitungsfunktion \(h'\) beschrieben. Berechne die Wachstumsgeschwindigkeit nach 10 Jahren (runde auf zwei Nachkommastellen).
Abbildung zur Aufgabe 432625

Denkanstöße

- Überlege, welcher Zeitpunkt \(t\) dem Moment des Anpflanzens entspricht. - Wie kannst du eine Gleichung nach der Variablen \(t\) auflösen, wenn diese im Exponenten steht? Welches mathematische Werkzeug hilft dir dabei? - Wie lässt sich ein Punkt auf dem Graphen finden, dessen \(y\)-Wert (Höhe) bekannt ist? Welcher \(x\)-Wert gehört dazu? - Erinnere dich daran, wie man die Ableitung einer Exponentialfunktion bildet. - Was gibt die Ableitung einer Funktion an einer bestimmten Stelle grafisch und sachlich an?

Lösung

1. Anfangshöhe und Höhe nach 20 Jahren bestimmen: Wir setzen \(t = 0\) in den Funktionsterm ein: \(h(0) = 12 - 10 \cdot e^{-0{,}05 \cdot 0} = 12 - 10 \cdot 1 = 2\). Die Anfangshöhe beträgt \(2\,\text{m}\). Wir setzen \(t = 20\) in den Funktionsterm ein: \(h(20) = 12 - 10 \cdot e^{-0{,}05 \cdot 20} = 12 - 10 \cdot e^{-1} \approx 8{,}32\,\text{m}\). Die Höhe nach 20 Jahren beträgt ca. \(8{,}32\,\text{m}\). 2. Zeitpunkt für eine Höhe von \(10\,\text{m}\) berechnen: Wir lösen die Gleichung \(h(t) = 10\): \(12 - 10 \cdot e^{-0{,}05t} = 10\) \(-10 \cdot e^{-0{,}05t} = -2\) \(e^{-0{,}05t} = 0{,}2\) \(-0{,}05t = \ln(0{,}2)\) \(t = \frac{\ln(0{,}2)}{-0{,}05} \approx 32{,}2\). Der Baum erreicht nach ca. \(32{,}2\) Jahren eine Höhe von \(10\,\text{m}\). Grafische Überprüfung: Man sucht auf der vertikalen \(y\)-Achse den Wert \(10\), geht von dort waagerecht nach rechts bis zum Graphen von \(h\) und liest an dieser Stelle auf der horizontalen \(t\)-Achse den zugehörigen Wert ab (ca. \(32\) Jahre). 3. Wachstumsgeschwindigkeit nach 10 Jahren berechnen: Wir bilden die Ableitungsfunktion \(h'(t)\) mithilfe der Kettenregel: \(h'(t) = -10 \cdot (-0{,}05) \cdot e^{-0{,}05t} = 0{,}5e^{-0{,}05t}\). Wir setzen \(t = 10\) ein: \(h'(10) = 0{,}5 \cdot e^{-0{,}05 \cdot 10} = 0{,}5 \cdot e^{-0{,}5} \approx 0{,}30\,\frac{\text{m}}{\text{Jahr}}\). Die momentane Wachstumsgeschwindigkeit nach 10 Jahren beträgt ca. \(0{,}30\,\frac{\text{m}}{\text{Jahr}}\).

Antwort

a) Anfangshöhe: \(2\,\text{m}\); Höhe nach 20 Jahren: ca. \(8{,}32\,\text{m}\) b) Zeitpunkt: nach ca. \(32{,}2\) Jahren. Grafische Überprüfung: Suche \(10\) auf der \(y\)-Achse, gehe horizontal zum Graphen und lies den zugehörigen \(t\)-Wert auf der \(t\)-Achse ab. c) Wachstumsgeschwindigkeit nach 10 Jahren: ca. \(0{,}30\,\frac{\text{m}}{\text{Jahr}}\)
43267712
Eine Metallkugel wird aus einem Kühlschrank genommen und in einen Ofen gelegt, der konstant auf \(200\,\text{°C}\) geheizt ist. Die Erwärmung der Kugel kann durch ein beschränktes Wachstum modelliert werden. Die Funktion \(T\) mit \(T(t) = A - Be^{-kt}\) beschreibt die Temperatur der Kugel in \(\text{°C}\) nach \(t\) Minuten. Der abgebildete Graph zeigt diesen Temperaturverlauf. a) Bestimme die Parameter \(A\) und \(B\) mithilfe des Sachzusammenhangs und des Graphen. b) Bestimme den Wachstumsparameter \(k\) auf vier Nachkommastellen gerundet. Nutze dazu den Punkt \(P(10 \mid 110)\) auf dem Graphen. c) Berechne, nach wie vielen Minuten die Kugel eine Temperatur von \(185\,\text{°C}\) erreicht hat (gerundet auf eine Nachkommastelle).
Abbildung zur Aufgabe 432677

Denkanstöße

- Betrachte das Verhalten der Temperatur für sehr große Zeiten, um die Sättigungsgrenze zu ermitteln. - Welchen Wert hat die Zeit zu Beginn des Vorgangs? Lies die zugehörige Temperatur am Schnittpunkt des Graphen mit der y-Achse ab. - Setze einen bekannten Punkt des Graphen in die Funktionsgleichung ein, um nach der unbekannten Konstante im Exponenten aufzulösen. - Verwende den natürlichen Logarithmus, um eine Gleichung zu lösen, bei der die gesuchte Variable im Exponenten steht.

Lösung

1. Bestimmung von \(A\): Da die Ofentemperatur bei \(200\,\text{°C}\) liegt, nähert sich die Temperatur der Kugel für \(t \to \infty\) diesem Wert an. Somit ist die Sättigungsgrenze \(A = 200\). 2. Bestimmung von \(B\): Zum Zeitpunkt \(t = 0\) hat die Kugel laut Graph eine Anfangstemperatur von \(20\,\text{°C}\). Es gilt: \(T(0) = 20 \implies A - B \cdot e^0 = 20 \implies 200 - B = 20 \implies B = 180\). Der Funktionsterm lautet somit: \(T(t) = 200 - 180e^{-kt}\). 3. Bestimmung von \(k\): Mit dem Punkt \(P(10 \mid 110)\) ergibt sich: \(110 = 200 - 180 \cdot e^{-10k} \implies 180 \cdot e^{-10k} = 90 \implies e^{-10k} = 0{,}5 \implies -10k = \ln(0{,}5) \implies k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\). 4. Berechnung der Zeit für \(185\,\text{°C}\): Setze \(T(t) = 185\) mit \(k \approx 0{,}0693\): \(185 = 200 - 180 \cdot e^{-0{,}0693t} \implies 180 \cdot e^{-0{,}0693t} = 15 \implies e^{-0{,}0693t} = \frac{15}{180} = \frac{1}{12} \implies -0{,}0693t = \ln\left(\frac{1}{12}\right) \implies t = \frac{\ln(12)}{0{,}0693} \approx 35{,}9\). Die Kugel erreicht nach ca. \(35{,}9\,\text{Minuten}\) eine Temperatur von \(185\,\text{°C}\).

Antwort

a) \(A = 200\), \(B = 180\) b) \(k \approx 0{,}0693\) c) nach ca. \(35{,}9\,\text{Minuten}\)
43448212
Die Höhe einer bestimmten Kiefernart in einem Forst lässt sich modellhaft durch die Funktion \(h\) mit \(h(t) = 12(1 - 0{,}75e^{-0{,}15t})\) beschreiben. Dabei ist \(t\) die seit der Pflanzung vergangene Zeit in Jahren und \(h(t)\) die Höhe des Baumes in Metern. a) Bestimme die Höhe des Baumes zum Zeitpunkt der Pflanzung. b) Berechne, nach wie vielen Jahren der Baum eine Höhe von \(9\,\text{m}\) erreicht. c) Ermittle mithilfe des Graphen die Höhe, die der Baum langfristig theoretisch nicht überschreiten wird. Begründe diesen Wert kurz anhand der Funktionsgleichung.
Abbildung zur Aufgabe 434482

Denkanstöße

- Überlege, welcher Wert von \(t\) dem Zeitpunkt der Pflanzung entspricht. - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht? - Was passiert mit dem Term \(e^{-0{,}15t}\), wenn die Zeit \(t\) immer weiter fortschreitet? - Schau dir den Verlauf des Graphen für sehr große \(t\)-Werte an; gibt es eine Linie, der er sich annähert?

Lösung

1. Anfangshöhe durch Einsetzen von \(t = 0\) berechnen: \(h(0) = 12 \cdot (1 - 0{,}75 \cdot 1) = 3\). Der Baum ist bei der Pflanzung \(3\,\text{m}\) hoch. 2. Zeitpunkt für \(9\,\text{m}\) durch Lösen der Gleichung \(12 \cdot (1 - 0{,}75 \cdot e^{-0{,}15t}) = 9\) bestimmen: \(1 - 0{,}75 \cdot e^{-0{,}15t} = 0{,}75 \Rightarrow 0{,}75 \cdot e^{-0{,}15t} = 0{,}25 \Rightarrow e^{-0{,}15t} = \frac{1}{3}\). Durch Logarithmieren folgt \(t = \frac{\ln(3)}{0{,}15} \approx 7{,}32\) Jahre. 3. Den Grenzwert für \(t \to \infty\) bestimmen: Da \(e^{-0{,}15t}\) für wachsende \(t\) gegen \(0\) strebt, nähert sich der Klammerausdruck dem Wert \(1\). Die maximale Höhe beträgt somit \(12\,\text{m}\). Im Graphen ist dies als waagerechte Asymptote erkennbar.

Antwort

a) Die Anfangshöhe beträgt \(3\,\text{m}\). b) Der Baum erreicht nach etwa \(7{,}32\) Jahren eine Höhe von \(9\,\text{m}\). c) Die theoretische maximale Höhe beträgt \(12\,\text{m}\). Begründung: Für \(t \to \infty\) geht \(e^{-0{,}15t}\) gegen \(0\), sodass \(h(t) \to 12 \cdot (1 - 0) = 12\).
43448612
Die Konzentration eines Wirkstoffs im Blut nach einer Injektion kann näherungsweise durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = 10 \cdot t \cdot e^{-0{,}2t}\) beschrieben werden. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit der Injektion (\(t \geq 0\)) und \(f(t)\) die Konzentration in \(\frac{\text{mg}}{\text{L}}\). a) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t_{\text{max}}\), zu dem die Konzentration ihren maximalen Wert erreicht. b) Berechne die maximale Konzentration \(f(t_{\text{max}})\) auf zwei Dezimalstellen genau. c) Weise nach, dass die Funktion \(F\) mit \(F(t) = -50 \cdot (t + 5) \cdot e^{-0{,}2t}\) eine Stammfunktion von \(f\) ist. d) Berechne die durchschnittliche Konzentration des Wirkstoffs während der ersten \(20\) Stunden.
Abbildung zur Aufgabe 434486

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Ableitungsregeln für den Term \(10 \cdot t \cdot e^{-0{,}2t}\) notwendig sind. - Wie hängen die Nullstellen der ersten Ableitung mit den Hochpunkten zusammen? - Um zu zeigen, dass eine Funktion eine Stammfunktion ist, kannst du sie einfach ableiten. - Erinnere dich an die Formel für den Mittelwert einer Funktion über einem Intervall.

Lösung

1. Ableitung bestimmen: Mit der Produkt- und Kettenregel ergibt sich \(f'(t) = 10e^{-0{,}2t} + 10t \cdot (-0{,}2) \cdot e^{-0{,}2t} = (10 - 2t) \cdot e^{-0{,}2t}\). 2. Extremstelle berechnen: \(f'(t) = 0\) führt zu \(10 - 2t = 0\), also \(t_{\text{max}} = 5\). Da \(f'(t) > 0\) für \(t < 5\) und \(f'(t) < 0\) für \(t > 5\), liegt ein lokales Maximum vor. Der Zeitpunkt ist nach \(5\) Stunden erreicht. 3. Maximalwert berechnen: \(f(5) = 10 \cdot 5 \cdot e^{-0{,}2 \cdot 5} = 50 \cdot e^{-1} \approx 18{,}39\). Die maximale Konzentration beträgt ca. \(18{,}39\,\frac{\text{mg}}{\text{L}}\). 4. Nachweis der Stammfunktion: Ableiten von \(F\) mit der Produktregel: \(F'(t) = -50 \cdot [1 \cdot e^{-0{,}2t} + (t + 5) \cdot (-0{,}2) \cdot e^{-0{,}2t}] = -50 \cdot e^{-0{,}2t} \cdot [1 - 0{,}2t - 1] = -50 \cdot (-0{,}2t) \cdot e^{-0{,}2t} = 10t \cdot e^{-0{,}2t} = f(t)\). 5. Durchschnittliche Konzentration: \(\bar{c} = \frac{1}{20 - 0} \int_{0}^{20} f(t) \, dt = \frac{1}{20} [F(20) - F(0)]\). \(F(20) = -50 \cdot 25 \cdot e^{-4} \approx -22{,}89\); \(F(0) = -50 \cdot 5 \cdot e^0 = -250\). \(\bar{c} = \frac{1}{20} [-22{,}89 - (-250)] = \frac{227{,}11}{20} \approx 11{,}36\). Die durchschnittliche Konzentration beträgt ca. \(11{,}36\,\frac{\text{mg}}{\text{L}}\).

Antwort

a) Der Zeitpunkt der maximalen Konzentration ist \(t_{\text{max}} = 5\,\text{h}\). b) Die maximale Konzentration beträgt ca. \(18{,}39\,\frac{\text{mg}}{\text{L}}\). c) Der Nachweis erfolgt durch Ableiten von \(F(t)\), was \(f(t)\) ergibt. d) Die durchschnittliche Konzentration in den ersten \(20\) Stunden beträgt ca. \(11{,}36\,\frac{\text{mg}}{\text{L}}\).
43449012
Die Abbildung zeigt die zeitliche Entwicklung zweier Bestände \(A\) und \(B\) in einem biologischen Experiment. a) Bestimme für beide Graphen einen Funktionsterm der Form \(f(t) = f(0)e^{kt}\). b) Berechne den Zeitpunkt \(t\), an dem beide Bestände exakt den gleichen Wert haben.
Abbildung zur Aufgabe 434490

Denkanstöße

- Überlege zuerst, was der Schnittpunkt mit der y-Achse über den Parameter \(f(0)\) aussagt. - Suche dir für jeden Graphen einen Punkt, der genau auf einer Gitterkreuzung liegt, um \(k\) zu berechnen. - Beim Gleichsetzen der Terme kannst du die Potenzgesetze nutzen, um alle Terme mit \(t\) auf eine Seite zu bringen.

Lösung

1. Bestimmung von Bestand \(A\): Der Anfangswert ist \(f_A(0) = 20\). Mit dem Punkt \((2 \mid 40)\) ergibt sich \(40 = 20 \cdot e^{2k_A}\), also \(2 = e^{2k_A}\) und \(k_A = \frac{\ln(2)}{2} \approx 0{,}3466\). Der Term lautet \(f_A(t) = 20e^{\frac{\ln(2)}{2}t}\). 2. Bestimmung von Bestand \(B\): Der Anfangswert ist \(f_B(0) = 80\). Mit dem Punkt \((2 \mid 40)\) ergibt sich \(40 = 80 \cdot e^{2k_B}\), also \(0{,}5 = e^{2k_B}\) und \(k_B = -\frac{\ln(2)}{2} \approx -0{,}3466\). Der Term lautet \(f_B(t) = 80e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\). 3. Berechnung des Schnittpunkts: Gleichsetzen der exakten Terme liefert \(20 \cdot e^{\frac{\ln(2)}{2}t} = 80 \cdot e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\). Nach Division durch \(20\) und Multiplikation mit \(e^{\frac{\ln(2)}{2} \cdot t}\) folgt \(e^{\ln(2)t} = 4\). Logarithmieren ergibt \(\ln(2)t = \ln(4) = 2 \cdot \ln(2)\), also \(t = 2\). Die Bestände sind nach \(2\) Zeiteinheiten gleich groß.

Antwort

a) \(f_A(t) = 20e^{\frac{\ln(2)}{2}t}\) und \(f_B(t) = 80e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\). b) Die Bestände sind zum Zeitpunkt \(t = 2\) gleich groß.
43460512
Ein leeres Speicherbecken wird durch einen konstanten Zufluss gefüllt. Gleichzeitig geht Wasser durch Verdunstung und Versickerung verloren, wobei der Verlust proportional zur vorhandenen Wassermenge ist. Die Wassermenge \(W\) (in \(\text{m}^3\)) nähert sich dabei einem Sättigungswert an. Ermittle anhand der Abbildung einen passenden Funktionsterm der Form \(W(t) = S(1 - e^{-kt})\).
Abbildung zur Aufgabe 434605

Denkanstöße

- Welchen maximalen Wert kann die Wassermenge im Becken erreichen? Das ist der Sättigungswert \(S\). - Setze einen Punkt, den du gut vom Graphen ablesen kannst (zum Beispiel bei \(t = 2\)), in die gegebene Formel ein. - Löse die Gleichung schrittweise nach der Unbekannten \(k\) auf. Denke dabei an die Umkehroperation der e-Funktion.

Lösung

1. Bestimmung der Sättigungsgrenze \(S\): Der Graph nähert sich asymptotisch dem Wert \(S = 500\,\text{m}^3\) an. 2. Ansatz der Funktionsgleichung: \(W(t) = 500(1 - e^{-kt})\). 3. Bestimmung der Konstante \(k\) durch Ablesen eines Punktes: Der Graph verläuft exakt durch den Punkt \((2 \mid 250)\). 4. Einsetzen des Punktes in den Ansatz: \(250 = 500 \cdot (1 - e^{-2k})\) \(0{,}5 = 1 - e^{-2k}\) \(e^{-2k} = 0{,}5\) \(-2k = \ln(0{,}5)\) \(k = \frac{\ln(2)}{2} \approx 0{,}3466\) 5. Ergebnis: \(W(t) = 500(1 - e^{-0{,}3466t})\).

Antwort

Der gesuchte Funktionsterm lautet \(W(t) = 500(1 - e^{-0{,}3466t})\).
43485112
In einem neu angelegten See wird eine Fischart ausgesetzt. Das Wachstum der Population lässt sich durch eine Funktion \(N\) mit \(N(t) = be^{kt} + c\) modellieren, wobei \(t\) die Zeit in Monaten seit dem Besatz und \(N(t)\) die Anzahl der Fische angibt. Zu Beginn (\(t = 0\)) werden \(200\) Fische eingesetzt. Die momentane Wachstumsrate beträgt zu diesem Zeitpunkt \(100\) Fische pro Monat. Aufgrund des begrenzten Nahrungsangebots nähert sich die Population langfristig einer Kapazitätsgrenze von \(2000\) Tieren an. Bestimme die Parameter \(b\), \(k\) und \(c\) sowie den Funktionsterm von \(N\). Überprüfe anschließend anhand des dargestellten Graphen den Anfangswert und die Kapazitätsgrenze.
Abbildung zur Aufgabe 434851

Denkanstöße

- Welche Information liefert dir die Kapazitätsgrenze über das Verhalten der Funktion für sehr große Zeitwerte? - Überlege, was die „momentane Wachstumsrate“ mathematisch im Zusammenhang mit der Funktion bedeutet. - Setze die gegebenen Werte für den Startzeitpunkt in die Funktionsgleichung und deren Ableitung ein, um die Unbekannten zu bestimmen. - Achte darauf, dass bei begrenztem Wachstum der Exponent negativ sein muss, damit sich der Graph einem Sättigungswert nähert.

Lösung

1. Aus der Kapazitätsgrenze folgt der Grenzwert für \(t \to \infty\): Da \(k < 0\) sein muss, damit die Funktion gegen einen festen Wert strebt, gilt \(\lim_{t \to \infty} (b \cdot e^{kt} + c) = c\). Somit ist \(c = 2000\). 2. Verwendung der Anfangsbedingung \(N(0) = 200\): \(b \cdot e^{k \cdot 0} + 2000 = 200 \implies b + 2000 = 200 \implies b = -1800\). 3. Berechnung der Ableitung für die Wachstumsrate: \(N'(t) = b \cdot k \cdot e^{kt} = -1800 \cdot k \cdot e^{kt}\). 4. Verwendung der Bedingung \(N'(0) = 100\): \(-1800 \cdot k \cdot e^0 = 100 \implies -1800k = 100 \implies k = -\frac{100}{1800} = -\frac{1}{18} \approx -0{,}0556\). 5. Der gesuchte Funktionsterm lautet: \(N(t) = -1800e^{-\frac{1}{18}t} + 2000\).

Antwort

Die Parameter sind \(b = -1800\), \(c = 2000\) und \(k = -\frac{1}{18}\); der Funktionsterm lautet \(N(t) = -1800e^{-\frac{1}{18}t} + 2000\). Der dargestellte Graph startet bei \(N(0)=200\) und nähert sich für große \(t\) der Kapazitätsgrenze \(2000\).
42648212
Ein industrielles Filtersystem reduziert die Konzentration eines Schadstoffs in einem Klärbecken. Die Konzentration nimmt dabei exponentiell ab. Zu Beginn der Messung beträgt die Konzentration \(c_0 = 320\,\text{mg}/\text{l}\). Nach \(10\,\text{Minuten}\) ist die Konzentration auf \(200\,\text{mg}/\text{l}\) gesunken. a) Bestimme die Funktionsgleichung der Form \(c(t) = c_0e^{kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Minuten und \(c(t)\) die Konzentration in \(\text{mg}/\text{l}\) angibt. b) Berechne die Halbwertszeit der Schadstoffkonzentration in diesem Prozess. c) Ermittle, nach wie vielen Minuten die Konzentration den Grenzwert von \(10\,\text{mg}/\text{l}\) unterschreitet. d) Bestimme die Funktion der Änderungsrate \(c'(t)\). Berechne die momentane Änderungsrate nach \(20\,\text{Minuten}\) und erläutere deren Bedeutung im Sachzusammenhang.

Denkanstöße

- Nutze den gegebenen Wert nach 10 Minuten, um die Konstante im Exponenten zu finden. - Was bedeutet Halbwertszeit mathematisch für den Funktionswert? - Wie gehst du vor, wenn du nach einer Zeit suchst, bei der ein bestimmter Wert erreicht wird? - Welche physikalische Einheit hat die Steigung in diesem Kontext?

Lösung

1. Funktionsgleichung: Mit \(c(10) = 200\) folgt \(320 \cdot e^{k \cdot 10} = 200\). Daraus ergibt sich \(e^{10k} = 0{,}625\) und \(k = \frac{\ln(0{,}625)}{10} \approx -0{,}0470\). Die Funktion lautet \(c(t) = 320e^{-0{,}0470t}\). 2. Halbwertszeit: \(e^{-0{,}0470T_{1/2}} = 0{,}5 \implies T_{1/2} = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}0470} \approx 14{,}75\,\text{Minuten}\). 3. Grenzwertunterschreitung: \(320 \cdot e^{-0{,}0470t} < 10 \implies e^{-0{,}0470t} < 0{,}03125 \implies t > \frac{\ln(0{,}03125)}{-0{,}0470} \approx 73{,}74\,\text{Minuten}\). Die Konzentration unterschreitet den Grenzwert also für \(t > 73{,}74\). 4. Änderungsrate: \(c'(t) = 320 \cdot (-0{,}0470) \cdot e^{-0{,}0470t} \approx -15{,}04 \cdot e^{-0{,}0470t}\). Nach \(20\,\text{Minuten}\) ist \(c'(20) \approx -15{,}04 \cdot e^{-0{,}0470 \cdot 20} \approx -5{,}87\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{min})\). Dies bedeutet, dass die Konzentration zu diesem Zeitpunkt momentan um etwa \(5{,}87\,\text{mg}/\text{l}\) pro Minute abnimmt.

Antwort

a) \(c(t) = 320e^{-0{,}0470t}\) b) \(T_{1/2} \approx 14{,}75\,\text{Minuten}\) c) Für \(t > 73{,}74\,\text{Minuten}\) unterschreitet die Konzentration \(10\,\text{mg}/\text{l}\). d) \(c'(t) = -15{,}04e^{-0{,}0470t}\); \(c'(20) \approx -5{,}87\,\text{mg}/(\text{l} \cdot \text{min})\). Dies ist die momentane Abnahmerate der Konzentration zum Zeitpunkt \(t=20\).
42653012
Die Entwicklung einer Population wird durch \(f(t) = 40 - 30e^{-0{,}1t}\) (\(t \ge 0\); \(t\) in Wochen) modelliert. a) Bestimme die Menge aller Zeitpunkte \(t\), für die eine Zunahme des Bestands um \(50\,\%\) in einem endlichen Zeitraum \(T\) möglich ist. b) Stelle eine Funktionsgleichung für die benötigte Dauer \(T\) in Abhängigkeit vom Startzeitpunkt \(t\) auf. c) Ermittle die minimale Dauer \(T_{\text{min}}\) für eine solche \(50\)-prozentige Zunahme.

Denkanstöße

- Wann ist das \(1{,}5\)-fache eines Wertes noch kleiner als die obere Schranke der Funktion? - Nutze die Potenzgesetze, um \(e^{-0{,}1(t+T)}\) aufzuteilen. - Isoliere den Term mit \(T\) in der Gleichung \(f(t+T) = 1{,}5 \cdot f(t)\). - Untersuche die Monotonie der Dauer \(T(t)\), um den kleinsten Wert zu finden.

Lösung

1. Eine Zunahme um \(50\,\%\) erfordert \(1{,}5f(t) < \lim_{t \to \infty} f(t) = 40\), also \(f(t) < \frac{80}{3} \approx 26{,}67\). 2. \(40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t} < \frac{80}{3} \Rightarrow \frac{40}{3} < 30 \cdot e^{-0{,}1t} \Rightarrow e^{-0{,}1t} > \frac{4}{9}\). 3. \(t < -10 \cdot \ln(\frac{4}{9}) = 10 \cdot \ln(2{,}25) \approx 8{,}11\). Der Zeitraum ist \(t \in [0; 8{,}11)\). 4. Ansatz für \(T(t)\): \(f(t+T) = 1{,}5f(t)\). 5. \(40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t} \cdot e^{-0{,}1T} = 1{,}5 \cdot (40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t}) = 60 - 45 \cdot e^{-0{,}1t}\). 6. Umstellen nach \(e^{-0{,}1T}\): \(30 \cdot e^{-0{,}1t} \cdot e^{-0{,}1T} = 45 \cdot e^{-0{,}1t} - 20 \Rightarrow e^{-0{,}1T} = 1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t}\). 7. \(T(t) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t})\). 8. Da \(T(t)\) eine streng monoton steigende Funktion ist, liegt das Minimum bei \(t=0\). 9. \(T(0) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3}) = -10 \cdot \ln(\frac{5}{6}) = 10 \cdot \ln(1{,}2) \approx 1{,}82\).

Antwort

a) Eine \(50\)-prozentige Zunahme ist möglich für \(t \in [0; 10 \cdot \ln(2{,}25))\), also ca. \(0 \le t < 8{,}11\). b) \(T(t) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t})\) c) Die minimale Dauer beträgt \(T_{\text{min}} = 10 \cdot \ln(1{,}2) \approx 1{,}82\,\text{Wochen}\).
42769812
In einem See befinden sich zu Beginn einer Beobachtung \(50\,\text{kg}\) eines gelösten Schadstoffs. Durch einen Zufluss gelangen täglich weitere \(20\,\text{kg}\) des Stoffs in den See. Gleichzeitig wird der Schadstoff mit einer kontinuierlichen Rate von \(8\,\%\) der jeweils im See vorhandenen Schadstoffmenge \(P(t)\) pro Tag abgebaut. a) Gib eine Differentialgleichung für die Schadstoffmenge \(P(t)\) an (\(t\) in Tagen). b) Berechne die Schadstoffmenge, die nach \(10\) Tagen im See vorhanden ist. c) Aus ökologischen Gründen darf die Schadstoffmenge langfristig einen Wert von \(300\,\text{kg}\) nicht überschreiten. Prüfe, ob diese Bedingung bei den aktuellen Werten erfüllt ist. d) Wie hoch dürfte die tägliche Zufuhr höchstens sein, wenn die Schadstoffmenge langfristig einen Grenzwert von \(200\,\text{kg}\) nicht überschreiten soll?

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Bilanzgleichung für die tägliche Änderung auf. - Erinnere dich an die allgemeine Lösungsstruktur für begrenztes Wachstum. - Was passiert mathematisch mit der Bestandsfunktion, wenn die Zeit gegen Unendlich geht? - Wie hängen der konstante Zufluss, die Abbaurate und die Sättigungsgrenze im Gleichgewichtszustand zusammen?

Lösung

1. Die Änderung pro Tag ergibt sich aus Zufluss minus Abbau: \(P'(t) = 20 - 0{,}08P(t)\). 2. Die Sättigungsgrenze ist \(S = \frac{20}{0{,}08} = 250\). Mit \(P(0) = 50\) ergibt sich \(P(t) = 250 - 200e^{-0{,}08t}\). 3. \(P(10) = 250 - 200 \cdot e^{-0{,}8} \approx 160{,}13\). Nach \(10\) Tagen befinden sich ca. \(160{,}13\,\text{kg}\) Schadstoff im See. 4. Der Grenzwert beträgt \(250\,\text{kg}\). Da \(250 < 300\), ist die Bedingung erfüllt. 5. Für eine tägliche Zufuhr \(Z\) ist die Sättigungsgrenze \(\frac{Z}{0{,}08}\). Gefordert ist \(\frac{Z}{0{,}08} \le 200\), also \(Z \le 16\). Die Zufuhr darf höchstens \(16\,\text{kg}\) pro Tag betragen.

Antwort

a) \(P'(t) = 20 - 0{,}08P(t)\) b) \(P(10) \approx 160{,}13\,\text{kg}\) c) Ja, da der Grenzwert \(250\,\text{kg}\) beträgt. d) Höchstens \(16\,\text{kg}\) pro Tag.
42770612
Eine Tiefkühlpizza wird mit einer Temperatur von \(-18\,^\circ\text{C}\) in einen auf \(220\,^\circ\text{C}\) vorgeheizten Backofen geschoben. Gemäß dem newtonschen Abkühlungsgesetz (hier für Erwärmung) gilt für die Temperatur \(T(t)\) der Pizza die Differentialgleichung \(T'(t) = k(220 - T(t))\), wobei \(t\) die Zeit in Minuten beschreibt. Zum Zeitpunkt des Einschiebens (\(t = 0\)) beträgt die momentane Erwärmungsrate \(11{,}9\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\). a) Ermittle den Wert von \(k\) und die zugehörige Funktionsgleichung \(T(t)\). b) Berechne, nach wie vielen Minuten die Pizza eine Kerntemperatur von \(75\,^\circ\text{C}\) erreicht hat.

Denkanstöße

- Achte beim Einsetzen der Anfangstemperatur auf das Vorzeichen der negativen Gradzahl. - Wie sieht die allgemeine Funktionsgleichung für einen Sättigungsprozess aus? - Um eine Zeitdauer zu bestimmen, musst du die fertige Funktionsgleichung gleich dem Zielwert setzen und nach der Variablen im Exponenten auflösen. - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, eine Gleichung zu lösen, bei der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Mit \(T(0) = -18\) und \(T'(0) = 11{,}9\) folgt aus der Differentialgleichung: \(11{,}9 = k \cdot (220 - (-18)) = 238k\). Daher ist \(k = 0{,}05\). 2. Die Funktionsgleichung lautet \(T(t) = 220 - (220 - (-18)) \cdot e^{-0{,}05t} = 220 - 238e^{-0{,}05t}\). 3. Für \(75\,^\circ\text{C}\) gilt \(75 = 220 - 238 \cdot e^{-0{,}05t}\). Somit ist \(e^{-0{,}05t} = \frac{145}{238}\). 4. Daraus folgt \(t = \frac{\ln\!\left(\frac{145}{238}\right)}{-0{,}05} \approx 9{,}91\). Die Pizza erreicht die Temperatur nach etwa \(9{,}91\,\text{min}\).

Antwort

a) \(k = 0{,}05\); \(T(t) = 220 - 238e^{-0{,}05t}\) b) Nach ca. \(9{,}91\,\text{min}\)
42992412
Die Radiokohlenstoffmethode nutzt den Zerfall des Kohlenstoff-Isotops \({}^{14}\text{C}\) zur Altersbestimmung organischer Materialien. Die Halbwertszeit von \({}^{14}\text{C}\) beträgt etwa \(5730\,\text{Jahre}\). Der Zerfall wird modelliert durch \(N(t) = N_0e^{-kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Jahren ist. 1. Berechne die Zerfallskonstante \(k\) für \({}^{14}\text{C}\). 2. In einer archäologischen Ausgrabungsstätte wird ein Holzfragment gefunden, das nur noch \(65\,\%\) des ursprünglichen Gehalts an \({}^{14}\text{C}\) aufweist. Bestimme das Alter des Fundstücks. 3. Zeige allgemein, dass die momentane Änderungsrate \(N'(t)\) zu jedem Zeitpunkt proportional zur vorhandenen Menge \(N(t)\) ist. Gib den Proportionalitätsfaktor an.

Denkanstöße

- Was bedeutet Halbwertszeit für das Verhältnis von \(N(t)\) zu \(N_0\)? - Stelle eine Gleichung auf, in der die unbekannte Zeit im Exponenten steht. - Prozentangaben lassen sich als Dezimalzahlen einsetzen. - Wie lautet die Ableitungsregel für eine Funktion der Form \(f(x) = ce^{ax}\)?

Lösung

1. Aus \(e^{-k \cdot 5730} = 0{,}5\) folgt \(k = \frac{\ln(2)}{5730} \approx 0{,}00012097\,\text{a}^{-1}\). 2. Aus \(e^{-kt} = 0{,}65\) folgt \(t = \frac{\ln(0{,}65)}{-k} \approx 3561\) Jahre. 3. Ableiten ergibt \(N'(t) = -k \cdot N_0 \cdot e^{-kt} = -k \cdot N(t)\). Die Änderungsrate ist somit proportional zur vorhandenen Menge; der Proportionalitätsfaktor ist \(-k\).

Antwort

1. \(k \approx 0{,}00012097\,\text{a}^{-1}\) 2. Das Fundstück ist ca. \(3561\) Jahre alt. 3. \(N'(t) = -k \cdot N(t)\); der Proportionalitätsfaktor ist \(-k \approx -0{,}00012097\,\text{a}^{-1}\).
42993612
Eine Bakterienkultur wird mit einem Antibiotikum behandelt. Die Anzahl der Bakterien \(N(t)\) nimmt dabei alle \(20\,\text{Minuten}\) um \(15\,\%\) ab. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) sind \(500\,000\) Bakterien vorhanden. a) Wie viele Bakterien sind nach genau \(2\,\text{Stunden}\) noch vorhanden? b) Nach welcher Zeit ist die Population auf \(1\,\%\) ihres Anfangswerts geschrumpft? c) Bestimme den prozentualen Zerfall der Bakterienanzahl pro Minute.

Denkanstöße

- Achte darauf, dass die Zeiteinheiten im Exponenten und in der Fragestellung zusammenpassen. - Was bedeutet es mathematisch, wenn eine Menge auf \(1\,\%\) ihres Wertes sinkt? - Um die Rate für eine kleinere Zeiteinheit zu finden, musst du den Faktor entsprechend anpassen. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen Wachstumsfaktor und prozentualer Veränderung.

Lösung

1. Mit \(t\) in Minuten lautet das Modell \(N(t) = 500\,000 \cdot 0{,}85^{\frac{t}{20}}\). 2. \(N(120) = 500\,000 \cdot 0{,}85^6 \approx 188\,575\) Bakterien. 3. Aus \(0{,}01 = 0{,}85^{\frac{t}{20}}\) folgt \(t = 20 \cdot \frac{\ln(0{,}01)}{\ln(0{,}85)} \approx 566{,}72\,\text{min}\). Das sind etwa \(9\,\text{h}\,27\,\text{min}\). 4. Der Faktor pro Minute ist \(0{,}85^{\frac{1}{20}} \approx 0{,}9919\). Die Abnahme beträgt somit ca. \(0{,}81\,\%\) pro Minute.

Antwort

a) ca. \(188\,575\) Bakterien b) ca. \(566{,}72\,\text{Minuten}\), also etwa \(9\,\text{h}\,27\,\text{min}\) c) ca. \(0{,}81\,\%\) pro Minute
43003312
Die sogenannte „72er-Regel“ ist eine bekannte Faustformel aus der Finanzmathematik. Sie besagt, dass man die Anzahl der Jahre \(n\), die ein Kapital zur Verdopplung benötigt, näherungsweise berechnen kann, indem man die Zahl \(72\) durch den Zinssatz \(p\) (in Prozent) teilt: \(n \approx \frac{72}{p}\). 1. Ein Startkapital von \(5000\,\text{€}\) wird jährlich mit \(3\,\%\) verzinst. Berechne die exakte Zeitdauer (in Jahren) bis zur Verdopplung des Kapitals und vergleiche dieses Ergebnis mit dem Wert, den die 72er-Regel liefert. 2. Bestimme die prozentuale Abweichung des Näherungswertes der Faustformel vom exakten Wert für einen Zinssatz von \(p = 12\). 3. Weise nach, dass für die exakte Verdopplungszeit \(n\) in Abhängigkeit vom Zinssatz \(p\) die Gleichung \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\) gilt. Begründe unter Verwendung der Näherung \(\ln(1+x) \approx x\) für kleine \(x\), warum der Zusammenhang \(np \approx 69{,}3\) eine theoretische Basis für solche Faustformeln bietet.

Denkanstöße

- Wie lautet die allgemeine Formel für exponentielles Wachstum? - Was bedeutet „Verdopplung“ für das Verhältnis von Endwert zu Anfangswert? - Welche Rechenregel für Logarithmen hilft dir, eine Variable im Exponenten zu isolieren? - Wie berechnet man den relativen Fehler zwischen einem exakten Wert und einer Näherung? - Erinnere dich an die Definition des Wachstumsfaktors aus dem Prozentsatz.

Lösung

1. Für \(p = 3\) lautet der Wachstumsfaktor \(q = 1{,}03\). Die Verdopplungsgleichung \(5000 \cdot 1{,}03^n = 10\,000\) führt auf \(1{,}03^n = 2\). Durch Logarithmieren ergibt sich \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}03)} \approx 23{,}45\,\text{Jahre}\). Die Faustformel liefert \(n \approx \frac{72}{3} = 24\,\text{Jahre}\). Die Differenz beträgt etwa \(0{,}55\,\text{Jahre}\). 2. Für \(p = 12\) ist \(q = 1{,}12\). Exakte Zeit: \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}12)} \approx 6{,}116\,\text{Jahre}\). Faustformel: \(n \approx \frac{72}{12} = 6\,\text{Jahre}\). Die prozentuale Abweichung berechnet sich durch \(\frac{|6 - 6{,}116|}{6{,}116} \cdot 100\,\% \approx 1{,}90\,\%\). 3. Aus \((1 + \frac{p}{100})^n = 2\) folgt durch Logarithmieren \(n \cdot \ln(1 + \frac{p}{100}) = \ln(2)\), woraus die gesuchte Formel \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\) resultiert. Mit der Näherung \(\ln(1 + \frac{p}{100}) \approx \frac{p}{100}\) für kleine Zinssätze ergibt sich \(n \approx \frac{\ln(2)}{\frac{p}{100}} = \frac{100 \cdot \ln(2)}{p}\). Da \(100 \cdot \ln(2) \approx 69{,}31\) ist, folgt \(np \approx 69{,}3\).

Antwort

1. Exakte Zeit: \(\approx 23{,}45\,\text{Jahre}\); Faustformel: \(24\,\text{Jahre}\). 2. Die Abweichung beträgt ca. \(1{,}90\,\%\). 3. Die Herleitung erfolgt über den Ansatz \((1 + \frac{p}{100})^n = 2\); die Näherung basiert auf \(100 \cdot \ln(2) \approx 69{,}3\).
43263212
Die Wirkstoffkonzentration eines Medikaments im Blut eines Patienten kann modellhaft durch die Funktionenschar \(f_k\) mit \(f_k(t) = 4 \cdot t \cdot e^{-kt} \quad (t \ge 0, \; k > 0)\) beschrieben werden. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden nach der Einnahme und \(f_k(t)\) die Konzentration in Milligramm pro Liter (\(\text{mg/L}\)). Der abgebildete Graph zeigt den Konzentrationsverlauf für einen bestimmten Wert des Parameters \(k\). a) Lies aus dem Graphen den Zeitpunkt ab, an dem die Konzentration ihr Maximum erreicht. Bestimme damit den Wert des Parameters \(k\) für den dargestellten Verlauf. b) Berechne allgemein in Abhängigkeit von \(k\) den Zeitpunkt \(t_{\text{max}}\), an dem die Konzentration am höchsten ist. c) Ermittle rechnerisch den Zeitpunkt, an dem die Wirkstoffkonzentration am stärksten abnimmt. Zeige, dass dieser Zeitpunkt immer genau doppelt so groß ist wie der Zeitpunkt der maximalen Konzentration.
Abbildung zur Aufgabe 432632

Denkanstöße

- Wie kannst du den höchsten Punkt eines Funktionsgraphen grafisch bestimmen? - Welche mathematische Bedingung muss an einer Extremstelle (Maximum) für die erste Ableitung der Funktion gelten? - Wie hängen die Änderungsrate einer Funktion und ihre Ableitung zusammen? An welcher besonderen Stelle ist die Abnahme (negative Steigung) am steilsten? - Welche Ableitung musst du untersuchen, um die Stelle der stärksten Zu- oder Abnahme zu bestimmen?

Lösung

1. **Ablesen und Bestimmen von \(k\) (Teilaufgabe a):** - Aus dem Graphen ist der Hochpunkt bei \(t = 4\,\text{Stunden}\) abzulesen. - Die erste Ableitung der Funktionenschar lautet: \(f_k'(t) = 4 \cdot e^{-kt} \cdot (1 - kt)\). - Da an der Stelle des Maximums \(f_k'(4) = 0\) gelten muss und \(e^{-4k} \neq 0\) ist, folgt: \(1 - 4k = 0 \implies k = 0{,}25\). 2. **Allgemeines Maximum (Teilaufgabe b):** - Zur Bestimmung des Maximums wird die erste Ableitung gleich null gesetzt: \(f_k'(t) = 0 \implies 1 - kt = 0 \implies t_{\text{max}} = \frac{1}{k}\). - Die zweite Ableitung lautet: \(f_k''(t) = 4 \cdot k \cdot e^{-kt} \cdot (kt - 2)\). - Einsetzen des Extremwerts in die zweite Ableitung liefert: \(f_k''\left(\frac{1}{k}\right) = -4 \cdot k \cdot e^{-1} < 0\), was das Vorliegen eines Maximums bestätigt. 3. **Stärkste Abnahme (Teilaufgabe c):** - Die stärkste Abnahme (maximale negative Steigung) entspricht der Wendestelle des Graphen. - Durch Nullsetzen der zweiten Ableitung erhalten wir: \(f_k''(t) = 0 \implies kt - 2 = 0 \implies t_{\text{w}} = \frac{2}{k}\). - Ein Vorzeichenwechsel der zweiten Ableitung an dieser Stelle bestätigt die Wendestelle. - Der Vergleich zeigt: \(t_{\text{w}} = \frac{2}{k} = 2 \cdot \frac{1}{k} = 2 \cdot t_{\text{max}}\). Der Zeitpunkt der stärksten Abnahme ist somit unabhängig von \(k\) immer genau doppelt so groß wie der des Maximums.

Antwort

a) Der Zeitpunkt des Maximums ist \(t = 4\,\text{Stunden}\). Daraus ergibt sich für den Parameter \(k = 0{,}25\). b) Der allgemeine Zeitpunkt des Maximums lautet \(t_{\text{max}} = \frac{1}{k}\). c) Der Zeitpunkt der stärksten Abnahme ist die Wendestelle bei \(t_{\text{w}} = \frac{2}{k}\). Es gilt \(t_{\text{w}} = 2t_{\text{max}}\).
43450312
Ein heißer Tee kühlt in einem Wohnzimmer ab. Die Temperatur des Tees in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) kann durch die Funktion \(T\) mit \(T(t) = ae^{-kt} + T_U\) modelliert werden, wobei \(t\) die Zeit in Minuten und \(T\) die Temperatur in \(^\circ\text{C}\) angibt. Die Abbildung zeigt den Graphen dieses Abkühlungsprozesses. a) Entnimm dem Graphen die Raumtemperatur \(T_U\) sowie die Anfangstemperatur des Tees zum Zeitpunkt \(t = 0\). Bestimme damit den Wert des Parameters \(a\). b) Nach \(10\,\text{Minuten}\) ist die Differenz zwischen der Teetemperatur und der Raumtemperatur auf genau die Hälfte des Anfangswerts gesunken. Bestimme mithilfe dieser Information den exakten Wert der Abkühlungskonstanten \(k\). c) Berechne die momentane Änderungsrate der Teetemperatur (in \(\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\)) zum Zeitpunkt \(t = 0\). Runde dein Ergebnis auf zwei Nachkommastellen.
Abbildung zur Aufgabe 434503

Denkanstöße

- Welchen Wert strebt die Temperatur des Tees nach einer sehr langen Zeit an? Das gibt dir einen Hinweis auf die Raumtemperatur. - Überlege, wie groß der Unterschied zwischen Tee- und Raumtemperatur am Anfang ist und wie groß er nach 10 Minuten sein muss. - Die Abkühlungskonstante \(k\) lässt sich durch Umstellen der Gleichung nach dem Logarithmieren bestimmen. - Die „momentane Änderungsrate“ entspricht mathematisch immer der ersten Ableitung an einer bestimmten Stelle.

Lösung

1. Bestimmung von \(T_U\) und \(a\): Die waagerechte Asymptote des Graphen liegt bei \(y = 20\), also ist die Raumtemperatur \(T_U = 20\,^\circ\text{C}\). Die Anfangstemperatur bei \(t = 0\) beträgt laut Graph \(90\,^\circ\text{C}\). Einsetzen in \(T(0) = a \cdot e^0 + 20 = 90\) ergibt \(a + 20 = 90\), also \(a = 70\). 2. Berechnung von \(k\): Die Anfangsdifferenz beträgt \(90 - 20 = 70\,\text{K}\). Nach \(10\,\text{min}\) ist sie auf \(35\,\text{K}\) gesunken, also \(T(10) = 20 + 35 = 55\,^\circ\text{C}\). Einsetzen in die Gleichung: \(55 = 70 \cdot e^{-10k} + 20 \implies 35 = 70 \cdot e^{-10k} \implies 0{,}5 = e^{-10k}\). Logarithmieren liefert \(\ln(0{,}5) = -10k\), also \(-\ln(2) = -10k\). Damit ist \(k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\). 3. Momentane Abkühlungsrate: Gesucht ist \(T'(0)\). Die Ableitung der Funktion \(T(t) = 70e^{-kt} + 20\) ist \(T'(t) = -70ke^{-kt}\). Einsetzen von \(t = 0\) und \(k = \frac{\ln(2)}{10}\): \(T'(0) = -70 \cdot \frac{\ln(2)}{10} \cdot e^0 = -7 \cdot \ln(2)\). Numerisch ergibt dies \(T'(0) \approx -7 \cdot 0{,}6931 \approx -4{,}85\). Die momentane Änderungsrate beträgt zu Beginn etwa \(-4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\); die Temperatur sinkt also mit einem Betrag von etwa \(4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\).

Antwort

a) \(T_U = 20\,^\circ\text{C}\); Anfangstemperatur \(90\,^\circ\text{C}\); \(a = 70\) b) \(k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\) c) \(T'(0) \approx -4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\).

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