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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Wahrscheinlichkeitsverteilung

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Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 3\) und \(p = 0{,}4\). Erstelle die vollständige Wahrscheinlichkeitsverteilung für \(X\) in Form einer Tabelle.

Denkanstöße

- Welche Werte kann die Zufallsgröße \(X\) bei drei Versuchen annehmen? - Kennst du eine Formel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer berechnen kann? - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen „Nicht-Treffer“? - In einer Verteilungstabelle ordnest du jedem möglichen Wert von \(X\) seine Wahrscheinlichkeit zu.

Lösung

1. Bestimmung der Parameter: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}4\), Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - 0{,}4 = 0{,}6\) und Anzahl der Versuche \(n = 3\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten mit der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot q^{n-k}\) für alle möglichen Werte von \(k \in \{0, 1, 2, 3\}\). 3. \(P(X = 0) = \binom{3}{0} \cdot 0{,}4^0 \cdot 0{,}6^3 = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}216 = 0{,}216\). 4. \(P(X = 1) = \binom{3}{1} \cdot 0{,}4^1 \cdot 0{,}6^2 = 3 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}36 = 0{,}432\). 5. \(P(X = 2) = \binom{3}{2} \cdot 0{,}4^2 \cdot 0{,}6^1 = 3 \cdot 0{,}16 \cdot 0{,}6 = 0{,}288\). 6. \(P(X = 3) = \binom{3}{3} \cdot 0{,}4^3 \cdot 0{,}6^0 = 1 \cdot 0{,}064 \cdot 1 = 0{,}064\).

Antwort

<table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = k)\)</td> <td>\(0{,}216\)</td> <td>\(0{,}432\)</td> <td>\(0{,}288\)</td> <td>\(0{,}064\)</td> </tr> </table>
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Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 80\) und \(p = 0{,}45\). Begründe ohne eine explizite Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten, für welchen Wert \(k\) die Wahrscheinlichkeit \(P(X = k)\) am größten ist.

Denkanstöße

- Welchen Kennwert einer Verteilung nutzt man oft, um das Zentrum der Verteilung zu beschreiben? - In welchem Bereich der Verteilung vermutest du die höchsten Säulen im Histogramm? - Wie hängen der Erwartungswert und der Modalwert bei einer Binomialverteilung zusammen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 80 \cdot 0{,}45 = 36\). 2. Da der Erwartungswert \(\mu = 36\) eine ganze Zahl ist, liegt das Maximum der Wahrscheinlichkeitsverteilung bei einer Binomialverteilung genau an dieser Stelle. 3. Alternativ über die Bedingung für das Maximum: Das Maximum liegt bei \(k = \lfloor (n+1) \cdot p \rfloor\). Hier ist \((80+1) \cdot 0{,}45 = 81 \cdot 0{,}45 = 36{,}45\). Der ganzzahlige Anteil ist \(36\). 4. Somit ist \(P(X = 36)\) der größte Wert der Verteilung.

Antwort

Der größte Wert liegt bei \(k = 36\).
42714112
Die Zufallsgröße \(X\) ist nach \(B(100; p)\) verteilt. Bestimme alle Werte der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) mit \(0 < p < 1\), für die die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 45)\) kleiner ist als die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 55)\).

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Formeln für die beiden Wahrscheinlichkeiten auf. - Gibt es eine Beziehung zwischen den beiden Binomialkoeffizienten? - Überlege, durch welche gemeinsamen Faktoren du die Ungleichung teilen kannst. - Denk daran, dass die Basis eines Potenzausdrucks hier immer positiv ist.

Lösung

1. Aufstellen der Ungleichung mit der Formel von Bernoulli: \(\binom{100}{45} \cdot p^{45} \cdot (1-p)^{55} < \binom{100}{55} \cdot p^{55} \cdot (1-p)^{45}\). 2. Nutzen der Symmetrie der Binomialkoeffizienten: Da \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) gilt, ist \(\binom{100}{45} = \binom{100}{55}\). 3. Vereinfachen der Ungleichung durch Division: Da \(p \in ]0; 1[\), sind alle Faktoren positiv. Division durch \(\binom{100}{45} \cdot p^{45} \cdot (1-p)^{45}\) ergibt \((1-p)^{10} < p^{10}\). 4. Da beide Basen im Intervall \(]0; 1[\) liegen, folgt durch Ziehen der 10. Wurzel: \(1-p < p\). 5. Auflösen nach \(p\): \(1 < 2p \iff p > 0{,}5\).

Antwort

\(0{,}5 < p < 1\) (bzw. \(p \in ]0{,}5; 1[\))
42716112
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) besitzt den Erwartungswert \(E(X) = 6\). a) Bestimme die Länge \(n\) der zugehörigen Bernoulli-Kette. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 4)\) und \(P(X = 8)\) auf vier Nachkommastellen genau. c) Begründe allgemein unter Verwendung der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\), warum das Histogramm einer Binomialverteilung für \(p = 0{,}5\) stets achsensymmetrisch zur Geraden \(k = \frac{n}{2}\) ist.

Denkanstöße

- Wie hängen Erwartungswert, Kettenlänge und Trefferwahrscheinlichkeit zusammen? - Erinnere dich an die Symmetrieeigenschaft der Binomialkoeffizienten im pascalschen Dreieck. - Was passiert mit den Termen \(p^k\) und \((1-p)^{n-k}\) in der Formel, wenn \(p\) genau \(0{,}5\) ist? - Überlege, welcher Wert genau in der Mitte zwischen \(0\) und \(n\) liegt.

Lösung

1. Berechnung von \(n\): Aus \(E(X) = n \cdot p\) folgt \(6 = n \cdot 0{,}5\), also \(n = 12\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: \(P(X = 4) = \binom{12}{4} \cdot 0{,}5^{12} = 495 \cdot 0{,}5^{12} \approx 0{,}1208\). Da \(\binom{12}{8} = \binom{12}{4}\) und die Potenzen von \(0{,}5\) wegen \(p = 1-p\) identisch zusammengefasst werden können, gilt \(P(X = 8) = P(X = 4) \approx 0{,}1208\). 3. Allgemeine Begründung: Für \(p = 0{,}5\) gilt \(1-p = 0{,}5\). Die Formel vereinfacht sich zu \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^k \cdot 0{,}5^{n-k} = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\). Da der Binomialkoeffizient die Eigenschaft \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) besitzt, folgt \(P(X = k) = P(X = n-k)\). Dies entspricht einer Achsensymmetrie des Histogramms bezüglich der Mitte \(k = \frac{n}{2}\).

Antwort

a) \(n = 12\) b) \(P(X = 4) \approx 0{,}1208\) und \(P(X = 8) \approx 0{,}1208\) c) Durch Einsetzen von \(p = 0{,}5\) in die Bernoulli-Formel ergibt sich \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\). Wegen \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) gilt \(P(X = k) = P(X = n-k)\), was die Achsensymmetrie beweist.
42873212
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus 5 Fragen. Zu jeder Frage gibt es 3 Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils nur eine richtig ist. Ein Schüler kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. Erstelle eine Tabelle der Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Anzahl \( X \) der richtig beantworteten Fragen. Runde die Wahrscheinlichkeiten dabei auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, eine einzelne Frage durch Raten richtig zu beantworten? - Welche Werte kann die Zufallsgröße \( X \) (Anzahl der richtigen Antworten) annehmen? - Kennst du eine Formel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Erfolgen in einer Versuchsreihe berechnet? - Was müssen alle Wahrscheinlichkeiten in deiner Tabelle zusammen ergeben?

Lösung

1. Festlegung der Parameter: \( n = 5 \), \( p = \frac{1}{3} \), \( q = \frac{2}{3} \). 2. Anwendung der Bernoulli-Formel \( P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot q^{n-k} \) für \( k \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\} \). 3. \( P(X=0) = \left(\frac{2}{3}\right)^5 = \frac{32}{243} \approx 0{,}1317 \). 4. \( P(X=1) = 5 \cdot \frac{1}{3} \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^4 = \frac{80}{243} \approx 0{,}3292 \). 5. \( P(X=2) = 10 \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^3 = \frac{80}{243} \approx 0{,}3292 \). 6. \( P(X=3) = 10 \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^3 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^2 = \frac{40}{243} \approx 0{,}1646 \). 7. \( P(X=4) = 5 \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^4 \cdot \frac{2}{3} = \frac{10}{243} \approx 0{,}0412 \). 8. \( P(X=5) = \left(\frac{1}{3}\right)^5 = \frac{1}{243} \approx 0{,}0041 \).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung lautet: <table> <tr> <td>\( k \)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>\( P(X=k) \)</td> <td>\( 0{,}1317 \)</td> <td>\( 0{,}3292 \)</td> <td>\( 0{,}3292 \)</td> <td>\( 0{,}1646 \)</td> <td>\( 0{,}0412 \)</td> <td>\( 0{,}0041 \)</td> </tr> </table>
43085312
Ein unsymmetrischer Tetraederwürfel besitzt die vier Seitenflächen mit den Augenzahlen 1, 2, 3 und 4. Aufgrund seiner Form sind die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Ergebnisse unterschiedlich. In der folgenden Tabelle sind die Wahrscheinlichkeiten für die Zufallsgröße \(X\), welche die gewürfelte Augenzahl beschreibt, teilweise angegeben: <table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = k)\)</td> <td>\(0{,}18\)</td> <td>\(0{,}32\)</td> <td>\(p\)</td> <td>\(0{,}25\)</td> </tr> </table> 1. Bestimme den Wert der Wahrscheinlichkeit \(p\). 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die gewürfelte Zahl ungerade ist. 3. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Augenzahl mindestens 2 ist.

Denkanstöße

- Überlege, welchen Wert die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments immer annehmen muss. - Welche Augenzahlen erfüllen die Bedingung, ungerade zu sein? - Was bedeutet der Begriff „mindestens“ mathematisch für die Auswahl der Augenzahlen? - Kannst du bei der letzten Teilaufgabe Zeit sparen, indem du das Gegenteil betrachtest?

Lösung

1. Da die Summe aller Wahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments \(1\) ergeben muss, gilt \(0{,}18 + 0{,}32 + p + 0{,}25 = 1\). Daraus folgt \(0{,}75 + p = 1\), also \(p = 0{,}25\). 2. Das Ereignis „ungerade“ umfasst die Ergebnisse \(\{1; 3\}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X \in \{1; 3\}) = P(X=1) + P(X=3) = 0{,}18 + 0{,}25 = 0{,}43\). 3. Das Ereignis „mindestens 2“ umfasst die Ergebnisse \(\{2; 3; 4\}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X \ge 2) = 0{,}32 + 0{,}25 + 0{,}25 = 0{,}82\). Alternativ über das Gegenereignis: \(1 - P(X=1) = 1 - 0{,}18 = 0{,}82\).

Antwort

1. \(p = 0{,}25\) 2. \(P(\text{ungerade}) = 0{,}43\) 3. \(P(X \ge 2) = 0{,}82\)
43097312
Bei einem Spiel wird ein fairer sechsseitiger Würfel zweimal nacheinander geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Summe der beiden geworfenen Augenzahlen. Beschreibe die folgenden Ereignisse mithilfe der Zufallsgröße \(X\) und berechne jeweils die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses: a) Die Augensumme beträgt mindestens 4, aber weniger als 7. b) Die Augensumme ist eine Primzahl. c) Die Augensumme ist entweder höchstens 3 oder größer als 10.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Kombinationsmöglichkeiten es insgesamt gibt, wenn man zwei Würfel wirft. - Kannst du eine Tabelle erstellen, in der alle möglichen Summen der beiden Würfel eingetragen sind? - Achte genau auf Formulierungen wie „höchstens“, „mindestens“ oder „weniger als“. - Für die Primzahlen: Welche Zahlen zwischen 2 und 12 sind Primzahlen? - Zähle für jedes Ereignis einzeln ab, wie viele der 36 Felder in deiner Tabelle die Bedingung erfüllen.

Lösung

1. Der Ergebnisraum des zweifachen Würfelns umfasst \(6 \cdot 6 = 36\) gleichwahrscheinliche Elementarereignisse. 2. Für Teilaufgabe a) wird das Ereignis durch \(4 \le X < 7\) bzw. \(4 \le X \le 6\) beschrieben. Die günstigen Summen sind \(4\) (3 Möglichkeiten: \((1; 3)\), \((2; 2)\), \((3; 1)\)), \(5\) (4 Möglichkeiten: \((1; 4)\), \((2; 3)\), \((3; 2)\), \((4; 1)\)) und \(6\) (5 Möglichkeiten: \((1; 5)\), \((2; 4)\), \((3; 3)\), \((4; 2)\), \((5; 1)\)). Die Anzahl der günstigen Fälle ist \(3 + 4 + 5 = 12\). Damit gilt \(P(4 \le X < 7) = \frac{12}{36} = \frac{1}{3}\). 3. Für Teilaufgabe b) wird das Ereignis durch „\(X \in \{2, 3, 5, 7, 11\}\)“ beschrieben. Die Anzahlen der Möglichkeiten für die einzelnen Summen lauten: \(X=2\) (1), \(X=3\) (2), \(X=5\) (4), \(X=7\) (6), \(X=11\) (2). Die Summe der günstigen Fälle beträgt \(1 + 2 + 4 + 6 + 2 = 15\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X \in \{2, 3, 5, 7, 11\}) = \frac{15}{36} = \frac{5}{12}\). 4. Für Teilaufgabe c) lautet die Beschreibung \(X \le 3 \lor X > 10\). Günstige Summen sind \(2\) (1), \(3\) (2), \(11\) (2) und \(12\) (1). Die Anzahl der günstigen Fälle ist \(1 + 2 + 2 + 1 = 6\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(X \le 3 \lor X > 10) = \frac{6}{36} = \frac{1}{6}\).

Antwort

a) \(P(4 \le X < 7) = \frac{1}{3}\) b) \(P(X \in \{2, 3, 5, 7, 11\}) = \frac{5}{12}\) c) \(P(X \le 3 \lor X > 10) = \frac{1}{6}\)
43097712
In einem Kundenzentrum wurde die Wartezeit der Besucher statistisch erfasst. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Wartezeit einer zufällig ausgewählten Person in Minuten. Die folgende Tabelle gibt die kumulierte Wahrscheinlichkeitsverteilung an, also den Anteil der Personen, die höchstens eine bestimmte Zeit warten mussten: <table> <thead> <tr> <th>Wartezeit \(x\) in Minuten</th> <th>Anteil \(P(X \le x)\)</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <td>2</td> <td>\(0{,}18\)</td> </tr> <tr> <td>5</td> <td>\(0{,}45\)</td> </tr> <tr> <td>10</td> <td>\(0{,}72\)</td> </tr> <tr> <td>15</td> <td>\(0{,}88\)</td> </tr> <tr> <td>20</td> <td>\(0{,}96\)</td> </tr> <tr> <td>30</td> <td>\(1{,}00\)</td> </tr> </tbody> </table> Bestimme anhand der Tabelle die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person länger als \(10\) Minuten warten muss? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(5 < X \le 20)\). c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit liegt die Wartezeit zwischen \(2\) und \(10\) Minuten (einschließlich \(10\), ohne \(2\))?

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff „kumuliert“ für die Werte in der Tabelle? - Wie hängen die Ereignisse „höchstens \(x\) Minuten“ und „mehr als \(x\) Minuten“ zusammen? - Wenn du die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich zwischen zwei Werten suchst, wie kannst du die Anteile bis zu diesen Werten miteinander verrechnen? - Überlege dir, welche Personen in der Gruppe „bis 20 Minuten“ enthalten sind, die nicht in der Gruppe „bis 5 Minuten“ sind.

Lösung

1. Bestimmung von \(P(X > 10)\): Die Gegenwahrscheinlichkeit zu \(P(X \le 10)\) wird berechnet durch \(1 - P(X \le 10) = 1 - 0{,}72 = 0{,}28\). 2. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(5 < X \le 20)\): Hierfür wird der kumulierte Wert bei \(5\) vom kumulierten Wert bei \(20\) subtrahiert: \(P(X \le 20) - P(X \le 5) = 0{,}96 - 0{,}45 = 0{,}51\). 3. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(2 < X \le 10)\): Analog zur vorherigen Teilaufgabe wird die Differenz der Tabellenwerte gebildet: \(P(X \le 10) - P(X \le 2) = 0{,}72 - 0{,}18 = 0{,}54\).

Antwort

a) \(P(X > 10) = 0{,}28\) b) \(P(5 < X \le 20) = 0{,}51\) c) \(P(2 < X \le 10) = 0{,}54\)
43099312
Ein Hersteller von elektronischen Bauteilen gibt an, dass erfahrungsgemäß \(12\,\%\) der produzierten Mikrochips Defekte aufweisen. Für eine Qualitätskontrolle werden \(4\) Mikrochips zufällig aus der laufenden Produktion entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Chips in dieser Stichprobe. Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\).

Denkanstöße

- Überlege zuerst, ob es sich um ein Experiment mit zwei möglichen Ausgängen handelt, das mehrfach wiederholt wird. - Welche Werte kann die Anzahl der defekten Chips annehmen? - Notiere dir die Trefferwahrscheinlichkeit und die Anzahl der Versuche. - Verwende die Formel von Bernoulli, um die Wahrscheinlichkeit für jeden möglichen Wert der Zufallsgröße einzeln zu berechnen. - Zur Kontrolle: Die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten muss vor dem Runden genau 1 ergeben.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: Da die Chips unabhängig voneinander mit der konstanten Wahrscheinlichkeit \(p = 0{,}12\) defekt sind, ist \(X\) binomialverteilt mit \(n = 4\) und \(p = 0{,}12\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(q = 1 - p = 0{,}88\). 2. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot q^{n-k}\) für \(k \in \{0, 1, 2, 3, 4\}\): - \(P(X = 0) = \binom{4}{0} \cdot 0{,}12^0 \cdot 0{,}88^4 = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}59969536 \approx 0{,}5997\) - \(P(X = 1) = \binom{4}{1} \cdot 0{,}12^1 \cdot 0{,}88^3 = 4 \cdot 0{,}12 \cdot 0{,}681472 = 0{,}32710656 \approx 0{,}3271\) - \(P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}12^2 \cdot 0{,}88^2 = 6 \cdot 0{,}0144 \cdot 0{,}7744 = 0{,}06690816 \approx 0{,}0669\) - \(P(X = 3) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}12^3 \cdot 0{,}88^1 = 4 \cdot 0{,}001728 \cdot 0{,}88 = 0{,}00608256 \approx 0{,}0061\) - \(P(X = 4) = \binom{4}{4} \cdot 0{,}12^4 \cdot 0{,}88^0 = 1 \cdot 0{,}00020736 \cdot 1 = 0{,}00020736 \approx 0{,}0002\)

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) lautet (gerundet auf vier Nachkommastellen): <table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = k)\)</td> <td>\(0{,}5997\)</td> <td>\(0{,}3271\)</td> <td>\(0{,}0669\)</td> <td>\(0{,}0061\)</td> <td>\(0{,}0002\)</td> </tr> </table>
43100112
Eine Maschine produziert Bauteile, von denen erfahrungsgemäß \(20\,\%\) fehlerhaft sind. Es wird eine Stichprobe von \(6\) Bauteilen entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der fehlerhaften Bauteile in der Stichprobe. a) Gib die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in einer Tabelle an. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Höchstens \(2\) Bauteile sind fehlerhaft. (2) Mindestens \(1\) Bauteil ist fehlerhaft.

Denkanstöße

- Welche Parameter \(n\) und \(p\) kennzeichnen diesen Zufallsversuch? - Erinnere dich an die Formel von Bernoulli für Einzelwahrscheinlichkeiten. - Was bedeutet der Begriff „höchstens“ mathematisch für die Summenbildung? - Kannst du das Gegenereignis nutzen, um die Rechnung bei „mindestens“ zu verkürzen?

Lösung

1. Es liegt eine Binomialverteilung mit \(n = 6\) und \(p = 0{,}2\) vor. Die Einzelwahrscheinlichkeiten berechnen sich nach \(P(X = k) = \binom{6}{k} \cdot 0{,}2^k \cdot 0{,}8^{6-k}\). 2. Berechnung der Tabellenwerte: \(P(X=0) \approx 0{,}2621\); \(P(X=1) \approx 0{,}3932\); \(P(X=2) \approx 0{,}2458\); \(P(X=3) \approx 0{,}0819\); \(P(X=4) \approx 0{,}0154\); \(P(X=5) \approx 0{,}0015\); \(P(X=6) \approx 0{,}0001\). 3. Berechnung für (1): \(P(X \le 2) = P(X=0) + P(X=1) + P(X=2) = 0{,}2621 + 0{,}3932 + 0{,}2458 = 0{,}9011\). 4. Berechnung für (2): \(P(X \ge 1) = 1 - P(X=0) = 1 - 0{,}2621 = 0{,}7379\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td><td>6</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}2621\)</td><td>\(0{,}3932\)</td><td>\(0{,}2458\)</td><td>\(0{,}0819\)</td><td>\(0{,}0154\)</td><td>\(0{,}0015\)</td><td>\(0{,}0001\)</td></tr> </table> b) (1) \(P(X \le 2) \approx 0{,}9011\) (bzw. \(90{,}11\,\%\)); (2) \(P(X \ge 1) \approx 0{,}7379\) (bzw. \(73{,}79\,\%\)).
43105312
Ein Glücksrad mit vier gleich großen Sektoren, von denen genau einer rot ist, wird \(n = 40\)-mal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der roten Treffer (\(p = 0{,}25\)). a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) der Zufallsgröße \(X\). b) Eine mathematische Regel besagt: Ist \(\mu\) ganzzahlig, dann ist \(P(X = \mu)\) der größte Wert der Wahrscheinlichkeitsverteilung. Berechne \(P(X = 10)\). c) Bestätige die Regel in diesem Beispiel, indem du die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 9)\) und \(P(X = 11)\) berechnest und diese mit deinem Ergebnis aus Teilaufgabe b) vergleichst.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert bei einer Binomialverteilung? - Welche Formel nutzt du, um die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Trefferzahl zu bestimmen? - Was bedeutet es für die Verteilung, wenn ein Wert als „Maximum“ bezeichnet wird?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 40 \cdot 0{,}25 = 10\). 2. Da \(\mu = 10\) ganzzahlig ist, sollte nach der Regel \(P(X = 10)\) das Maximum sein. 3. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\): \(P(X = 10) = \binom{40}{10} \cdot 0{,}25^{10} \cdot 0{,}75^{30} \approx 0{,}1444\). \(P(X = 9) = \binom{40}{9} \cdot 0{,}25^9 \cdot 0{,}75^{31} \approx 0{,}1397\). \(P(X = 11) = \binom{40}{11} \cdot 0{,}25^{11} \cdot 0{,}75^{29} \approx 0{,}1312\). 4. Vergleich der Ergebnisse: Es gilt \(0{,}1444 > 0{,}1397 > 0{,}1312\), somit ist \(P(X = 10)\) tatsächlich der größte Wert.

Antwort

a) \(\mu = 10\) b) \(P(X = 10) \approx 0{,}1444\) c) \(P(X = 9) \approx 0{,}1397\) und \(P(X = 11) \approx 0{,}1312\). Da \(P(X = 10)\) größer als beide benachbarten Werte ist, liegt hier das Maximum der Verteilung vor.
43115512
An einem Glücksrad mit 5 gleich großen Sektoren sind die Zahlen \(1, 1, 2, 5\) und \(10\) abgebildet. Das Rad wird einmal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) ordnet jedem Sektor die darauf stehende Zahl zu. 1. Gib die Ergebnismenge \(S\) des Zufallsexperiments und die Wertemenge \(W\) der Zufallsgröße \(X\) an. 2. Erstelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) in Tabellenform. 3. Erläutere kurz, wie ein Histogramm dieser Verteilung aufgebaut ist und welche Bedeutung die Höhe der Säulen hat, wenn die Breite jeder Säule genau \(1\) Einheit beträgt.

Denkanstöße

- Was ist der Unterschied zwischen den physikalischen Ergebnissen (Sektoren) und den Zahlenwerten, die wir beobachten wollen? - Wie viele Sektoren zeigen die gleiche Zahl? - Überlege, was die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in deiner Tabelle ergeben muss. - Erinnere dich an die Definition eines Histogramms: Was wird auf der x-Achse und was auf der y-Achse abgetragen?

Lösung

1. Die Ergebnismenge \(S\) besteht aus den fünf unterscheidbaren Sektoren des Glücksrads. Da die Sektoren gleich groß sind, ist die Wahrscheinlichkeit für jeden Sektor \(P(s_i) = \frac{1}{5} = 0{,}2\). Die Wertemenge der Zufallsgröße \(X\) ist die Menge der Zahlen auf den Sektoren: \(W = \{1; 2; 5; 10\}\). 2. Die Wahrscheinlichkeiten berechnen sich durch Abzählen der Sektoren für jeden Wert: \(P(X=1) = \frac{2}{5} = 0{,}4\); \(P(X=2) = \frac{1}{5} = 0{,}2\); \(P(X=5) = \frac{1}{5} = 0{,}2\); \(P(X=10) = \frac{1}{5} = 0{,}2\). 3. Ein Histogramm stellt auf der x-Achse die Werte \(k \in W\) und auf der y-Achse die Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) dar. Über jedem Wert \(k\) wird eine Säule (Rechteck) gezeichnet. Bei einer Säulenbreite von \(1\) entspricht die Höhe der Säule direkt der Wahrscheinlichkeit \(P(X=k)\), sodass der Flächeninhalt der Säule ebenfalls den Wert der Wahrscheinlichkeit angibt.

Antwort

1. \(S = \{s_1; s_2; s_3; s_4; s_5\}\) (fünf Sektoren); \(W = \{1; 2; 5; 10\}\). 2. Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>1</td><td>2</td><td>5</td><td>10</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}2\)</td></tr> </table> 3. Ein Histogramm besteht aus Rechtecken über den Werten von \(X\). Die Höhe entspricht \(P(X=k)\). Da die Breite \(1\) ist, entspricht der Flächeninhalt der Wahrscheinlichkeit.
42358612
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(n = 5\) und \(p = 0{,}2\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = k)\) für alle \(k \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\}\). b) Überprüfe dein Ergebnis, indem du die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten bildest.

Denkanstöße

- Verwende für jeden Wert von \(k\) die Formel von Bernoulli. - Denk daran, dass \(\binom{n}{k}\) die Anzahl der Pfade im Baumdiagramm angibt. - Was muss für die Summe aller Wahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments immer gelten? - Achte beim Rechnen auf die Potenzen der Gegenwahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 5\), \(p = 0{,}2\), \(q = 0{,}8\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X = 0) = \binom{5}{0} \cdot 0{,}2^0 \cdot 0{,}8^5 = 0{,}32768\) \(P(X = 1) = \binom{5}{1} \cdot 0{,}2^1 \cdot 0{,}8^4 = 0{,}4096\) \(P(X = 2) = \binom{5}{2} \cdot 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^3 = 0{,}2048\) \(P(X = 3) = \binom{5}{3} \cdot 0{,}2^3 \cdot 0{,}8^2 = 0{,}0512\) \(P(X = 4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}2^4 \cdot 0{,}8^1 = 0{,}0064\) \(P(X = 5) = \binom{5}{5} \cdot 0{,}2^5 \cdot 0{,}8^0 = 0{,}00032\) 3. Summenbildung: \(0{,}32768 + 0{,}4096 + 0{,}2048 + 0{,}0512 + 0{,}0064 + 0{,}00032 = 1\). Die Summe ergibt exakt 1, was die Korrektheit der Verteilung bestätigt.

Antwort

a) \(P(X=0) = 0{,}32768\); \(P(X=1) = 0{,}4096\); \(P(X=2) = 0{,}2048\); \(P(X=3) = 0{,}0512\); \(P(X=4) = 0{,}0064\); \(P(X=5) = 0{,}00032\). b) Die Summe ist \(0{,}32768 + 0{,}4096 + 0{,}2048 + 0{,}0512 + 0{,}0064 + 0{,}00032 = 1\).
42380512
Ein Glücksrad mit drei gleich großen Sektoren, die mit den Zahlen 1, 2 und 3 beschriftet sind, wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zufallsgröße \(S\) beschreibt die Summe der beiden erzielten Zahlen. a) Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(S\) in einer Tabelle auf. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Summe mindestens 4 beträgt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Kombinationen von Zahlen bei zwei Drehungen möglich sind. - Wie viele verschiedene Ergebnisse gibt es insgesamt, wenn jede Zahl gleich wahrscheinlich ist? - Erstelle eine Liste oder ein Gitter, um alle möglichen Summen zu finden. - Was bedeutet der Begriff „mindestens“ mathematisch für die Auswahl der Ergebnisse?

Lösung

1. Bestimmung des Ergebnisraums: Da jeder Sektor mit der Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{3}\) eintritt, gibt es bei zwei Drehungen \(3 \cdot 3 = 9\) gleichwahrscheinliche Ergebnisse: \((1|1), (1|2), (1|3), (2|1), (2|2), (2|3), (3|1), (3|2), (3|3)\). 2. Berechnung der Summen \(S\) und ihrer Häufigkeiten: - \(S=2\): \((1|1)\) (1-mal) \(\rightarrow P(S=2) = \frac{1}{9}\) - \(S=3\): \((1|2), (2|1)\) (2-mal) \(\rightarrow P(S=3) = \frac{2}{9}\) - \(S=4\): \((1|3), (3|1), (2|2)\) (3-mal) \(\rightarrow P(S=4) = \frac{3}{9} = \frac{1}{3}\) - \(S=5\): \((2|3), (3|2)\) (2-mal) \(\rightarrow P(S=5) = \frac{2}{9}\) - \(S=6\): \((3|3)\) (1-mal) \(\rightarrow P(S=6) = \frac{1}{9}\) 3. Aufstellen der Tabelle der Wahrscheinlichkeitsverteilung mit diesen Werten. 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(S \ge 4\): \(P(S \ge 4) = P(S=4) + P(S=5) + P(S=6) = \frac{3}{9} + \frac{2}{9} + \frac{1}{9} = \frac{6}{9} = \frac{2}{3}\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr> <td>\(s\)</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> <td>5</td> <td>6</td> </tr> <tr> <td>\(P(S=s)\)</td> <td>\(\frac{1}{9}\)</td> <td>\(\frac{2}{9}\)</td> <td>\(\frac{3}{9}\)</td> <td>\(\frac{2}{9}\)</td> <td>\(\frac{1}{9}\)</td> </tr> </table> b) \(P(S \ge 4) = \frac{2}{3} \approx 66{,}7\,\%\)
42380612
In einer Urne befinden sich 5 rote und 3 gelbe Kugeln. Es werden nacheinander zwei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der gezogenen roten Kugeln an. a) Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) auf. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine rote Kugel gezogen wird.

Denkanstöße

- Zeichne ein Baumdiagramm für die zwei Züge, um die Pfade zu visualisieren. - Achte darauf, dass „mit Zurücklegen“ bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeiten im zweiten Zug gleich bleiben. - Wie viele Pfade im Baumdiagramm führen zu genau einer roten Kugel? - Kannst du das Gegenereignis nutzen, um die Rechnung bei Teilaufgabe b) zu verkürzen?

Lösung

1. Grundwahrscheinlichkeiten für einen Zug: \(P(\text{rot}) = \frac{5}{8}\) und \(P(\text{gelb}) = \frac{3}{8}\). 2. Da mit Zurücklegen gezogen wird, sind die Züge unabhängig. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für die Anzahl der roten Kugeln \(X\): - \(P(X=0)\): Beide Kugeln gelb \(\rightarrow \frac{3}{8} \cdot \frac{3}{8} = \frac{9}{64}\). - \(P(X=1)\): Eine rote und eine gelbe Kugel in beliebiger Reihenfolge (rg, gr) \(\rightarrow 2 \cdot \left(\frac{5}{8} \cdot \frac{3}{8}\right) = \frac{30}{64} = \frac{15}{32}\). - \(P(X=2)\): Beide Kugeln rot \(\rightarrow \frac{5}{8} \cdot \frac{5}{8} = \frac{25}{64}\). 3. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist die Zuordnung dieser Werte zu \(X \in \{0, 1, 2\}\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens eine rote Kugel (\(X \ge 1\)): Entweder über die Summe \(P(X=1) + P(X=2) = \frac{30}{64} + \frac{25}{64} = \frac{55}{64}\) oder über das Gegenereignis \(1 - P(X=0) = 1 - \frac{9}{64} = \frac{55}{64}\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr> <td>\(x\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> </tr> <tr> <td>\(P(X=x)\)</td> <td>\(\frac{9}{64}\)</td> <td>\(\frac{30}{64}\)</td> <td>\(\frac{25}{64}\)</td> </tr> </table> b) \(P(X \ge 1) = \frac{55}{64} \approx 85{,}9\,\%\)
42705612
In einem Kurs befinden sich 12 Jugendliche, von denen 7 ein Instrument spielen. Für eine Umfrage werden 4 Jugendliche zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Jugendlichen unter den Ausgewählten an, die ein Instrument spielen. a) Erstelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in Form einer Tabelle. b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als die Hälfte der ausgewählten Jugendlichen ein Instrument spielt.

Denkanstöße

- Handelt es sich hier um Ziehen mit oder ohne Zurücklegen? - Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt, 4 Personen aus 12 auszuwählen? - Was bedeutet „mehr als die Hälfte“ konkret für die Anzahl der Personen bei einer Stichprobe von 4? - Stelle sicher, dass die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in deiner Tabelle 1 ergibt.

Lösung

1. Modellierung: Es handelt sich um Ziehen ohne Zurücklegen aus einer endlichen Gesamtheit (\(N=12\), \(K=7\), \(n=4\)). Die Wahrscheinlichkeiten werden mit der hypergeometrischen Verteilung berechnet: \(P(X=k) = \frac{\binom{K}{k} \cdot \binom{N-K}{n-k}}{\binom{N}{n}}\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten für die Tabelle (\(\binom{12}{4} = 495\)): \(P(X=0) = \frac{\binom{7}{0} \cdot \binom{5}{4}}{495} = \frac{1 \cdot 5}{495} = \frac{5}{495} = \frac{1}{99}\) \(P(X=1) = \frac{\binom{7}{1} \cdot \binom{5}{3}}{495} = \frac{7 \cdot 10}{495} = \frac{70}{495} = \frac{14}{99}\) \(P(X=2) = \frac{\binom{7}{2} \cdot \binom{5}{2}}{495} = \frac{21 \cdot 10}{495} = \frac{210}{495} = \frac{42}{99}\) \(P(X=3) = \frac{\binom{7}{3} \cdot \binom{5}{1}}{495} = \frac{35 \cdot 5}{495} = \frac{175}{495} = \frac{35}{99}\) \(P(X=4) = \frac{\binom{7}{4} \cdot \binom{5}{0}}{495} = \frac{35 \cdot 1}{495} = \frac{35}{495} = \frac{7}{99}\) 3. Berechnung für Teilaufgabe b): „Mehr als die Hälfte“ bedeutet bei 4 Personen \(X > 2\), also \(P(X=3) + P(X=4)\). \(P(X > 2) = \frac{35}{99} + \frac{7}{99} = \frac{42}{99} = \frac{14}{33} \approx 0{,}4242\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(\frac{1}{99}\)</td><td>\(\frac{14}{99}\)</td><td>\(\frac{42}{99}\)</td><td>\(\frac{35}{99}\)</td><td>\(\frac{7}{99}\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{14}{33} \approx 42{,}42\,\%\).
42714012
Die Zufallsgröße \(Y\) folgt einer Binomialverteilung mit \(n = 25\) und \(p = 0{,}5\). a) Begründe ohne Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten, dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\) zwei direkt benachbarte Werte mit maximaler Wahrscheinlichkeit besitzt. b) Gib diese beiden Werte an und erläutere die Symmetrie der Verteilung in diesem Zusammenhang.

Denkanstöße

- Was passiert mit der Form der Binomialverteilung, wenn die Erfolgswahrscheinlichkeit genau \(0{,}5\) beträgt? - Wo liegt die Symmetrieachse der Verteilung? - Berechne den Erwartungswert und schau dir die benachbarten ganzen Zahlen an.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = 25 \cdot 0{,}5 = 12{,}5\). Da der Erwartungswert genau zwischen zwei ganzen Zahlen liegt, ist die Verteilung dort am höchsten. 2. Untersuchung des Terms \((n+1) \cdot p\): \((25+1) \cdot 0{,}5 = 26 \cdot 0{,}5 = 13\). Wenn dieser Wert eine ganze Zahl ist, gibt es zwei Maxima bei \(k = 13\) und \(k-1 = 12\). 3. Symmetrie: Da \(p = 0{,}5\) ist, ist die Verteilung achsensymmetrisch zu \(\mu = 12{,}5\). Daraus folgt direkt, dass \(P(Y = 12) = P(Y = 13)\) gelten muss.

Antwort

a) Da \((n+1) \cdot p = 13\) eine ganze Zahl ist, treten zwei gleich große Maxima bei \(k\) und \(k-1\) auf. b) Die Werte sind \(k = 12\) und \(k = 13\). Aufgrund der Symmetrie bei \(p = 0{,}5\) zur Achse \(x = 12{,}5\) sind die Wahrscheinlichkeiten für Werte, die gleich weit vom Zentrum entfernt liegen, identisch.
42714212
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(Y\) mit den Parametern \(n = 3\) und \(p \in ]0; 1[\). Ermittle alle Werte für \(p\), für die die Wahrscheinlichkeit für null Erfolge mindestens so groß ist wie die Wahrscheinlichkeit für genau einen Erfolg.

Denkanstöße

- Übersetze den Text „mindestens so groß wie“ in ein mathematisches Vergleichszeichen. - Setze die gegebenen Werte für \(n\) und \(k\) in die Bernoulli-Formel ein. - Vereinfache die Ungleichung, indem du Potenzen von \((1-p)\) kürzt. - Achte am Ende darauf, dass die Lösung im vorgegebenen Bereich für \(p\) liegen muss.

Lösung

1. Aufstellen der Bedingung: \(P(Y = 0) \ge P(Y = 1)\). 2. Einsetzen in die Formel der Binomialverteilung: \(\binom{3}{0} \cdot p^{0} \cdot (1-p)^{3} \ge \binom{3}{1} \cdot p^{1} \cdot (1-p)^{2}\). 3. Berechnen der Terme: \(1 \cdot 1 \cdot (1-p)^{3} \ge 3 \cdot p \cdot (1-p)^{2}\). 4. Vereinfachen: Da \(p < 1\), ist \((1-p) > 0\). Division durch \((1-p)^2\) liefert \(1-p \ge 3p\). 5. Zusammenfassen und nach \(p\) auflösen: \(1 \ge 4p \iff p \le 0{,}25\). 6. Unter Berücksichtigung des Definitionsbereichs \(p \in ]0; 1[\) ergibt sich das Intervall \(]0; 0{,}25]\).

Antwort

\(0 < p \le 0{,}25\) (bzw. \(p \in ]0; 0{,}25]\))
43081112
Ein länglicher Spezialwürfel hat zwei quadratische Endflächen (markiert mit 1 und 2) und vier rechteckige Seitenflächen (markiert mit 3, 4, 5 und 6). Aufgrund der Geometrie des Körpers sind die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Flächen unterschiedlich: \(P(1) = P(2) = 0{,}12\) und \(P(3) = P(4) = P(5) = P(6) = 0{,}19\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die geworfene Augenzahl. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die geworfene Zahl mindestens 4 ist. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis, dass eine Primzahl geworfen wird. c) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) dieses Zufallsversuchs.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Augenzahlen die Bedingung „mindestens 4“ erfüllen. - Welche der Zahlen von 1 bis 6 sind Primzahlen? - Erinnere dich an die Formel für den Erwartungswert, bei der jeder mögliche Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit gewichtet wird. - Die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments muss immer 1 ergeben.

Lösung

1. Berechnung von \(P(X \ge 4)\): Summenbildung der Einzelwahrscheinlichkeiten \(P(4) + P(5) + P(6) = 0{,}19 + 0{,}19 + 0{,}19 = 0{,}57\). 2. Bestimmung der Primzahlen in der Ergebnismenge: \(\{2; 3; 5\}\). 3. Berechnung von \(P(\text{Primzahl})\): Summenbildung \(P(2) + P(3) + P(5) = 0{,}12 + 0{,}19 + 0{,}19 = 0{,}50\). 4. Berechnung des Erwartungswerts \(E(X)\): Anwendung der Formel \(E(X) = \sum x_i \cdot P(X = x_i)\). 5. Einsetzen der Werte: \(1 \cdot 0{,}12 + 2 \cdot 0{,}12 + 3 \cdot 0{,}19 + 4 \cdot 0{,}19 + 5 \cdot 0{,}19 + 6 \cdot 0{,}19 = 0{,}12 + 0{,}24 + 0{,}57 + 0{,}76 + 0{,}95 + 1{,}14 = 3{,}78\).

Antwort

a) \(P(X \ge 4) = 0{,}57\) b) \(P(\text{Primzahl}) = 0{,}50\) c) \(E(X) = 3{,}78\)
43085412
Ein Glücksrad mit acht Sektoren ist mit den Zahlen 1 bis 8 beschriftet. Da die Sektoren unterschiedlich groß sind, gelten für das einmalige Drehen folgende Wahrscheinlichkeiten: \(P(1)=0{,}05\); \(P(2)=0{,}15\); \(P(3)=0{,}10\); \(P(4)=0{,}20\); \(P(5)=0{,}08\); \(P(6)=0{,}12\); \(P(7)=0{,}15\); \(P(8)=0{,}15\). Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: \(A\): Die Zahl ist eine Quadratzahl. \(B\): Die Zahl ist größer als 4. \(C\): Die Zahl ist eine Primzahl. \(D\): Die Zahl ist ungerade oder durch 4 teilbar.

Denkanstöße

- Notiere dir für jedes Ereignis zuerst die Menge der günstigen Ergebnisse. - Erinnere dich daran, dass die 1 keine Primzahl ist. - Welche Zahlen zwischen 1 und 8 sind Quadratzahlen? - Bei „oder“-Verknüpfungen musst du alle Ergebnisse zählen, die mindestens eine der Bedingungen erfüllen. Achte darauf, keine Zahl doppelt zu zählen, falls sie beide Bedingungen erfüllt.

Lösung

1. Ereignis \(A\) (Quadratzahlen): Die Ergebnisse sind \(\{1; 4\}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(A) = P(1) + P(4) = 0{,}05 + 0{,}20 = 0{,}25\). 2. Ereignis \(B\) (\(> 4\)): Die Ergebnisse sind \(\{5; 6; 7; 8\}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(B) = 0{,}08 + 0{,}12 + 0{,}15 + 0{,}15 = 0{,}50\). 3. Ereignis \(C\) (Primzahlen): Die Ergebnisse sind \(\{2; 3; 5; 7\}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(C) = 0{,}15 + 0{,}10 + 0{,}08 + 0{,}15 = 0{,}48\). 4. Ereignis \(D\) (ungerade oder durch 4 teilbar): Die Ergebnisse sind \(\{1; 3; 5; 7\}\) (ungerade) und \(\{4; 8\}\) (durch 4 teilbar). Da keine Zahl beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt, ist \(P(D) = P(1) + P(3) + P(5) + P(7) + P(4) + P(8) = 0{,}05 + 0{,}10 + 0{,}08 + 0{,}15 + 0{,}20 + 0{,}15 = 0{,}73\).

Antwort

\(P(A) = 0{,}25\) \(P(B) = 0{,}50\) \(P(C) = 0{,}48\) \(P(D) = 0{,}73\)
43085612
Ein Glücksrad mit 10 gleich großen Feldern, die von 1 bis 10 durchnummeriert sind, wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt, wie oft eine Zahl erscheint, die durch 3 teilbar ist. a) Erstelle eine Tabelle der Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Zufallsgröße \(X\). b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die erste oder die zweite Zahl (oder beide) durch 3 teilbar ist. c) Vergleiche das Ergebnis aus b) mit der Wahrscheinlichkeit, dass genau eine der beiden Zahlen durch 3 teilbar ist. Welches Ereignis ist wahrscheinlicher?

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele der Zahlen von 1 bis 10 durch 3 teilbar sind. - Da das Rad zweimal gedreht wird, kannst du die Pfadregeln im Baumdiagramm oder die Formel für die Binomialverteilung nutzen. - Was bedeutet „die erste oder die zweite Zahl (oder beide)“ für den Wert der Zufallsgröße \(X\)? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für „mindestens einen Treffer“ einfach aus deiner Tabelle in Teil a) ablesen oder berechnen?

Lösung

1. Die Zahlen im Bereich 1 bis 10, die durch 3 teilbar sind, sind \(\{3, 6, 9\}\). Damit ist die Trefferwahrscheinlichkeit bei einem Dreh \(p = \frac{3}{10} = 0{,}3\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}7\). 2. Da es sich um \(n=2\) unabhängige Versuche handelt, ist \(X\) binomialverteilt mit \(B(2; 0{,}3)\). 3. Wahrscheinlichkeitsverteilung berechnen: \(P(X=0) = 0{,}7^2 = 0{,}49\) \(P(X=1) = 2 \cdot 0{,}3 \cdot 0{,}7 = 0{,}42\) \(P(X=2) = 0{,}3^2 = 0{,}09\) 4. Zu b): Das Ereignis entspricht \(P(X \ge 1)\). Berechnung: \(P(X=1) + P(X=2) = 0{,}42 + 0{,}09 = 0{,}51\) (oder über das Gegenereignis \(1 - 0{,}49 = 0{,}51\)). 5. Zu c): Die Wahrscheinlichkeit für genau einen Treffer ist \(P(X=1) = 0{,}42\). Da \(0{,}51 > 0{,}42\), ist das Ereignis aus b) wahrscheinlicher.

Antwort

a) <table> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}49\)</td><td>\(0{,}42\)</td><td>\(0{,}09\)</td></tr> </table> b) \(P(X \ge 1) = 0{,}51\) c) Das Ereignis „mindestens eine Zahl durch 3 teilbar“ (\(0{,}51\)) ist wahrscheinlicher als „genau eine Zahl durch 3 teilbar“ (\(0{,}42\)).
43090412
Ein Zufallsexperiment wird durch eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 10\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) beschrieben. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Treffer an. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 2)\) und \(P(X = 8)\). b) Erläutere unter Verwendung der Formel von Bernoulli und der Eigenschaften des Binomialkoeffizienten, warum diese beiden Wahrscheinlichkeiten den gleichen Wert besitzen.

Denkanstöße

- Setze die gegebenen Werte in die Bernoulli-Formel ein und vergleiche die Terme. - Welche besondere Eigenschaft hat die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) im Vergleich zur Gegenwahrscheinlichkeit \(1-p\)? - Erinnere dich an die Symmetrie-Eigenschaft des Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k}\).

Lösung

1. Berechnung von \(P(X=2)\): Anwendung der Bernoulli-Formel \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Für \(k=2\) ergibt sich \(\binom{10}{2} \cdot 0{,}5^2 \cdot 0{,}5^8 = 45 \cdot 0{,}5^{10} \approx 0{,}0439\). 2. Berechnung von \(P(X=8)\): Für \(k=8\) ergibt sich \(\binom{10}{8} \cdot 0{,}5^8 \cdot 0{,}5^2 = 45 \cdot 0{,}5^{10} \approx 0{,}0439\). 3. Erläuterung der Identität: Der Binomialkoeffizient ist symmetrisch, es gilt \(\binom{10}{2} = \binom{10}{8} = 45\). Da \(p = 1-p = 0{,}5\) ist, sind auch die Faktoren für die Wahrscheinlichkeiten \(p^k \cdot (1-p)^{n-k} = 0{,}5^{10}\) für beide Fälle identisch. Somit müssen die Gesamtwahrscheinlichkeiten gleich sein.

Antwort

a) \(P(X = 2) = P(X = 8) = \frac{45}{1024} \approx 0{,}0439\) b) Die Wahrscheinlichkeiten sind gleich, da \(\binom{10}{2} = \binom{10}{8}\) gilt und wegen \(p = 1-p = 0{,}5\) die Terme \(p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) für \(k=2\) und \(k=8\) beide den Wert \(0{,}5^{10}\) annehmen.
43095312
An einem Schulkiosk werden Überraschungstüten verkauft. In einer Box befinden sich \(15\) Tüten, von denen \(6\) einen Gutschein für ein Freigetränk enthalten. Ein Schüler kauft \(3\) dieser Tüten gleichzeitig. Ermittle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\), die die Anzahl der Gutscheine unter den drei gekauften Tüten angibt.

Denkanstöße

- Welche Werte kann die Zufallsgröße \(X\) annehmen? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, genau \(k\) Gutscheintüten und \(3-k\) Tüten ohne Gutschein auszuwählen? - Überprüfe am Ende, ob die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten \(1\) ergibt.

Lösung

Die Gesamtzahl der möglichen Auswahlen beträgt \(\binom{15}{3} = 455\). Für \(k \in \{0;1;2;3\}\) gilt \(P(X=k) = \frac{\binom{6}{k} \cdot \binom{9}{3-k}}{\binom{15}{3}}\). - \(P(X=0) = \frac{\binom{6}{0} \cdot \binom{9}{3}}{455} = \frac{84}{455} \approx 0{,}1846\) - \(P(X=1) = \frac{\binom{6}{1} \cdot \binom{9}{2}}{455} = \frac{216}{455} \approx 0{,}4747\) - \(P(X=2) = \frac{\binom{6}{2} \cdot \binom{9}{1}}{455} = \frac{135}{455} \approx 0{,}2967\) - \(P(X=3) = \frac{\binom{6}{3} \cdot \binom{9}{0}}{455} = \frac{20}{455} \approx 0{,}0440\) Die Wahrscheinlichkeiten ergeben zusammen \(1\).

Antwort

\(P(X=0) \approx 18{,}46\,\%\), \(P(X=1) \approx 47{,}47\,\%\), \(P(X=2) \approx 29{,}67\,\%\), \(P(X=3) \approx 4{,}40\,\%\)
43095512
Ein fairer 12-seitiger Würfel, dessen Seiten von 1 bis 12 durchnummeriert sind, wird dreimal nacheinander geworfen. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei gewürfelten Zahlen voneinander verschieden sind. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Ergebnisse in einer streng monoton steigenden Folge auftreten (z. B. \((2; 5; 11)\)). 3. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der verschiedenen Augenzahlen bei den drei Würfen. Erstelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in Form einer Tabelle.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Ergebnismöglichkeiten es insgesamt für die drei Würfe gibt. - Bei einer streng monotonen Folge ist die Reihenfolge der Zahlen fest vorgegeben, sobald du die drei Zahlen ausgewählt hast. - Wie viele verschiedene Werte kann die Zufallsgröße \(X\) annehmen? Überlege, welche Fälle eintreten können (alle gleich, zwei gleich, alle verschieden). - Die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in deiner Verteilungstabelle muss 1 ergeben. Das ist eine gute Kontrolle.

Lösung

1. Die Gesamtzahl der Ergebnisse bei drei Würfen beträgt \(12^3 = 1728\). Für drei verschiedene Zahlen gibt es \(12 \cdot 11 \cdot 10 = 1320\) Möglichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(\text{verschieden}) = \frac{1320}{1728} = \frac{55}{72} \approx 0{,}7639\). 2. Eine streng monoton steigende Folge erfordert die Auswahl von 3 verschiedenen Zahlen aus 12, für die es genau eine Anordnung gibt. Anzahl der Möglichkeiten: \(\binom{12}{3} = 220\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(\text{steigend}) = \frac{220}{1728} = \frac{55}{432} \approx 0{,}1273\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für \(X \in \{1, 2, 3\}\): - \(P(X=1)\): Alle Zahlen gleich. Es gibt 12 Möglichkeiten: \((1; 1; 1), \ldots, (12; 12; 12)\). \(P(X=1) = \frac{12}{1728} = \frac{1}{144} \approx 0{,}0069\). - \(P(X=2)\): Genau zwei Zahlen gleich. Auswahl der doppelt vorkommenden Zahl (12), Auswahl der Position der einfachen Zahl (3), Auswahl der verschiedenen Zahl (11). \(12 \cdot 3 \cdot 11 = 396\) Möglichkeiten. \(P(X=2) = \frac{396}{1728} = \frac{11}{48} \approx 0{,}2292\). - \(P(X=3)\): Alle drei verschieden (siehe Schritt 1). \(P(X=3) = \frac{1320}{1728} = \frac{55}{72} \approx 0{,}7639\). Die Tabelle ordnet jedem Wert \(x_i\) seine Wahrscheinlichkeit \(P(X=x_i)\) zu.

Antwort

1. \(P \approx 0{,}7639\) oder \(\frac{55}{72}\) 2. \(P \approx 0{,}1273\) oder \(\frac{55}{432}\) 3. Wahrscheinlichkeitsverteilung: | \(x_i\) | 1 | 2 | 3 | | :--- | :--- | :--- | :--- | | \(P(X=x_i)\) | \(\frac{1}{144}\) | \(\frac{11}{48}\) | \(\frac{55}{72}\) |
43096912
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}75\). Bei einem Training führt er eine Serie von \(4\) Freiwürfen aus. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Treffer in dieser Serie. a) Erstelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) in Form einer Tabelle. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit erzielt der Spieler mindestens \(3\) Treffer?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte die Zufallsgröße annehmen kann. - Welches Modell beschreibt eine Kette von Versuchen mit nur zwei möglichen Ausgängen? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer? - Was bedeutet „mindestens 3“ mathematisch für die möglichen Werte von \(X\)?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: \(n = 4\) und \(p = 0{,}75\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\): \(P(X = 0) = \binom{4}{0} \cdot 0{,}75^0 \cdot 0{,}25^4 = \frac{1}{256} \approx 0{,}0039\) \(P(X = 1) = \binom{4}{1} \cdot 0{,}75^1 \cdot 0{,}25^3 = \frac{12}{256} \approx 0{,}0469\) \(P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}75^2 \cdot 0{,}25^2 = \frac{54}{256} \approx 0{,}2109\) \(P(X = 3) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}75^3 \cdot 0{,}25^1 = \frac{108}{256} \approx 0{,}4219\) \(P(X = 4) = \binom{4}{4} \cdot 0{,}75^4 \cdot 0{,}25^0 = \frac{81}{256} \approx 0{,}3164\) 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens \(3\) Treffer: \(P(X \ge 3) = P(X = 3) + P(X = 4) = \frac{108}{256} + \frac{81}{256} = \frac{189}{256} \approx 0{,}7383\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(\approx 0{,}0039\)</td><td>\(\approx 0{,}0469\)</td><td>\(\approx 0{,}2109\)</td><td>\(\approx 0{,}4219\)</td><td>\(\approx 0{,}3164\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit für mindestens \(3\) Treffer beträgt \(P(X \ge 3) = \frac{189}{256} \approx 0{,}7383\).
43097012
In einer Produktion von Mikrochips sind erfahrungsgemäß \(10\,\%\) der Teile fehlerhaft. Einer laufenden Produktion wird eine Stichprobe von \(5\) Chips entnommen. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt die Anzahl der fehlerhaften Chips in der Stichprobe an. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(Y)\) der Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt vor, wenn man eine feste Anzahl von Objekten mit einer konstanten Fehlerquote prüft? - Stelle alle möglichen Anzahlen von fehlerhaften Chips in der Stichprobe auf. - Es gibt eine einfache Formel für den Erwartungswert bei diesem Verteilungstyp.

Lösung

1. Festlegung der Parameter: Trefferwahrscheinlichkeit (Chip fehlerhaft) \(p = 0{,}1\) und Stichprobenumfang \(n = 5\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten \(P(Y = k)\) für \(k \in \{0; 1; 2; 3; 4; 5\}\): \(P(Y = 0) = \binom{5}{0} \cdot 0{,}1^0 \cdot 0{,}9^5 = 0{,}59049\) \(P(Y = 1) = \binom{5}{1} \cdot 0{,}1^1 \cdot 0{,}9^4 = 0{,}32805\) \(P(Y = 2) = \binom{5}{2} \cdot 0{,}1^2 \cdot 0{,}9^3 = 0{,}0729\) \(P(Y = 3) = \binom{5}{3} \cdot 0{,}1^3 \cdot 0{,}9^2 = 0{,}0081\) \(P(Y = 4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}1^4 \cdot 0{,}9^1 = 0{,}00045\) \(P(Y = 5) = \binom{5}{5} \cdot 0{,}1^5 \cdot 0{,}9^0 = 0{,}00001\) 3. Berechnung des Erwartungswerts für eine binomialverteilte Zufallsgröße: \(E(Y) = n \cdot p = 5 \cdot 0{,}1 = 0{,}5\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td></tr> <tr><td>\(P(Y=k)\)</td><td>\(0{,}59049\)</td><td>\(0{,}32805\)</td><td>\(0{,}0729\)</td><td>\(0{,}0081\)</td><td>\(0{,}00045\)</td><td>\(0{,}00001\)</td></tr> </table> b) Der Erwartungswert beträgt \(E(Y) = 0{,}5\).
43097212
In einer Urne befinden sich fünf Kugeln, die mit den Zahlen 1, 2, 3, 4 und 5 beschriftet sind. Es werden nacheinander zwei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Die Zufallsgröße \(Z\) wird wie folgt festgelegt: - \(Z = 10\), wenn die Summe der beiden gezogenen Zahlen größer als 7 ist. - \(Z = 5\), wenn die Summe der beiden gezogenen Zahlen genau 7 ist. - \(Z = -5\), wenn die Summe der beiden gezogenen Zahlen kleiner als 7 ist. Ermittle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Z\).

Denkanstöße

- Wie viele mögliche Ergebnisse gibt es insgesamt, wenn man zweimal aus fünf Kugeln zieht? - Kannst du alle Paare finden, deren Summe genau 7 ergibt? - Überlege dir eine systematische Art, alle Paare aufzuschreiben, zum Beispiel in einer \(5 \times 5\)-Tabelle, um keine Kombination zu vergessen. - Prüfe am Ende, ob die Summe deiner berechneten Wahrscheinlichkeiten genau 1 ergibt.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl der Ergebnisse: Da mit Zurücklegen gezogen wird, gibt es \(5 \cdot 5 = 25\) mögliche Zahlenpaare. 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für \(Z=5\) (Summe genau 7): Mögliche Paare sind \((2,5), (3,4), (4,3), (5,2)\). Es gibt 4 Paare, also \(P(Z=5) = \frac{4}{25} = 0{,}16\). 3. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für \(Z=-5\) (Summe kleiner als 7): Mögliche Summen sind 2, 3, 4, 5 und 6. Die Paare sind \((1,1), (1,2), (1,3), (1,4), (1,5), (2,1), (2,2), (2,3), (2,4), (3,1), (3,2), (3,3), (4,1), (4,2), (5,1)\). Dies sind 15 Paare, also \(P(Z=-5) = \frac{15}{25} = 0{,}6\). 4. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für \(Z=10\) (Summe größer als 7): Über das Komplementärereignis oder Abzählen \((3,5), (4,4), (4,5), (5,3), (5,4), (5,5)\) ergeben sich 6 Paare, also \(P(Z=10) = \frac{6}{25} = 0{,}24\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Z\) ist: <table border="1"> <tr> <td>\(z_i\)</td> <td>\(-5\)</td> <td>\(5\)</td> <td>\(10\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(Z=z_i)\)</td> <td>\(0{,}6\)</td> <td>\(0{,}16\)</td> <td>\(0{,}24\)</td> </tr> </table>
43097412
Zwei faire sechsseitige Würfel werden gleichzeitig geworfen. Die Zufallsgröße \(S\) gibt die Augensumme der beiden Würfel an. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse und drücke das Ereignis jeweils formal unter Verwendung von \(S\) aus: a) Die Augensumme liegt im Intervall \([5; 8]\). b) Die Augensumme ist ungerade und gleichzeitig größer als 8. c) Die Augensumme ist weder 7 noch 11.

Denkanstöße

- Was bedeutet die Intervallschreibweise \([5; 8]\) für die möglichen Werte von \(S\)? - Bei Teilaufgabe b) müssen zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein. Welche Summen erfüllen beide? - Manchmal ist es einfacher, die Fälle zu zählen, die NICHT eintreten sollen, und das Ergebnis von 1 abzuziehen. - Erinnere dich daran, dass die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Summe \(k\) beim zweifachen Würfeln zunimmt, bis sie bei der Summe 7 ihr Maximum erreicht, und danach wieder abnimmt.

Lösung

1. Die Gesamtzahl der möglichen Ergebnisse beim Wurf zweier Würfel ist \(n = 36\). 2. Ereignis a): \(5 \le S \le 8\). Die günstigen Augensummen sind \(5\), \(6\), \(7\) und \(8\). Die Anzahlen der Möglichkeiten für diese Summen lauten: \(S=5\) (4), \(S=6\) (5), \(S=7\) (6), \(S=8\) (5). Gesamtzahl günstiger Fälle: \(4 + 5 + 6 + 5 = 20\). Wahrscheinlichkeit: \(P(5 \le S \le 8) = \frac{20}{36} = \frac{5}{9}\). 3. Ereignis b): \(S \in \{9, 11\}\). Die ungeraden Summen größer als \(8\) sind \(9\) und \(11\). Möglichkeiten für \(S=9\): \((3; 6)\), \((4; 5)\), \((5; 4)\), \((6; 3)\) (also 4). Möglichkeiten für \(S=11\): \((5; 6)\), \((6; 5)\) (also 2). Gesamtzahl: \(4 + 2 = 6\). Wahrscheinlichkeit: \(P(S > 8 \land S \text{ ungerade}) = \frac{6}{36} = \frac{1}{6}\). 4. Ereignis c): \(S \neq 7 \land S \neq 11\). Am einfachsten rechnet man über das Gegenereignis \(S \in \{7, 11\}\). Für die Summe \(7\) gibt es 6 Möglichkeiten, für die Summe \(11\) gibt es 2. Zusammen sind das 8 Möglichkeiten. Es gilt \(P(S \in \{7, 11\}) = \frac{8}{36} = \frac{2}{9}\). Die gesuchte Wahrscheinlichkeit ist \(1 - \frac{2}{9} = \frac{7}{9}\).

Antwort

a) \(P(5 \le S \le 8) = \frac{5}{9}\) b) \(P(S > 8 \land S \text{ ungerade}) = \frac{1}{6}\) c) \(P(S \notin \{7, 11\}) = \frac{7}{9}\)
43097512
Zwei gleich starke Tennisspieler treten in einem Turnier im „Best-of-Seven“-Modus gegeneinander an. Das bedeutet, dass derjenige das Match gewinnt, der zuerst vier Sätze für sich entscheidet. Da beide Spieler gleich stark sind, gewinnt jeder von ihnen einen einzelnen Satz mit der Wahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Sätze, die bis zur Entscheidung des Matches gespielt werden. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) der Anzahl der gespielten Sätze.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Werte die Anzahl der Sätze überhaupt annehmen kann. - Wann genau ist ein Match nach beispielsweise 5 Sätzen zu Ende? Wer muss den 5. Satz gewinnen? - Beachte, dass es zwei Spieler gibt, die das Match gewinnen können. - Wie berechnet man den Durchschnittswert einer Zufallsgröße aus ihrer Wahrscheinlichkeitsverteilung?

Lösung

1. Bestimmung der möglichen Werte für \(X\): Da ein Spieler 4 Sätze zum Sieg benötigt, kann das Match nach \(X \in \{4, 5, 6, 7\}\) Sätzen beendet sein. 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten unter Berücksichtigung, dass der Sieger den jeweils letzten Satz gewinnen muss: \(P(X=4) = 2 \cdot 0{,}5^4 = 0{,}125\) \(P(X=5) = 2 \cdot \binom{4}{3} \cdot 0{,}5^4 \cdot 0{,}5 = 2 \cdot 4 \cdot 0{,}5^5 = 0{,}25\) \(P(X=6) = 2 \cdot \binom{5}{3} \cdot 0{,}5^5 \cdot 0{,}5 = 2 \cdot 10 \cdot 0{,}5^6 = 0{,}3125\) \(P(X=7) = 2 \cdot \binom{6}{3} \cdot 0{,}5^6 \cdot 0{,}5 = 2 \cdot 20 \cdot 0{,}5^7 = 0{,}3125\) 3. Tabellarische Darstellung der Verteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>4</td><td>5</td><td>6</td><td>7</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}125\)</td><td>\(0{,}25\)</td><td>\(0{,}3125\)</td><td>\(0{,}3125\)</td></tr> </table> 4. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = 4 \cdot 0{,}125 + 5 \cdot 0{,}25 + 6 \cdot 0{,}3125 + 7 \cdot 0{,}3125 = 0{,}5 + 1{,}25 + 1{,}875 + 2{,}1875 = 5{,}8125\)

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(X=4) = 0{,}125\) \(P(X=5) = 0{,}25\) \(P(X=6) = 0{,}3125\) \(P(X=7) = 0{,}3125\) b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 5{,}8125\) Sätze.
43097612
Bei einem Tischtennismatch zwischen zwei Spielern, Herr Schmidt und Frau Weber, gewinnt Frau Weber einen Satz erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}6\). Das Match wird im „Best-of-Five“-Modus ausgetragen, das heißt, wer zuerst drei Sätze gewinnt, ist Gesamtsieger. a) Ermittle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\), welche die Gesamtzahl der gespielten Sätze angibt. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit gewinnt Frau Weber das gesamte Match?

Denkanstöße

- Berücksichtige, dass die Gewinnwahrscheinlichkeiten hier nicht gleich verteilt sind. - Ein Spieler gewinnt in genau 4 Sätzen, wenn er den vierten Satz gewinnt und von den ersten drei Sätzen genau zwei gewonnen hat. - Addiere für die Gesamtwahrscheinlichkeit eines Sieges von Frau Weber alle Fälle, in denen sie das Match (nach 3, 4 oder 5 Sätzen) beendet. - Prüfe am Ende, ob die Summe aller Wahrscheinlichkeiten für \(X\) genau 1 ergibt.

Lösung

1. Mögliche Werte für \(X\): \(X \in \{3, 4, 5\}\). Sei \(p = 0{,}6\) (Frau Weber) und \(q = 0{,}4\) (Herr Schmidt). 2. Berechnung \(P(X=3)\): Match endet nach 3 Sätzen, wenn entweder Weber (WWW) oder Schmidt (SSS) gewinnt. \(P(\text{Weber gewinnt in 3}) = 0{,}6^3 = 0{,}216\) \(P(\text{Schmidt gewinnt in 3}) = 0{,}4^3 = 0{,}064\) \(P(X=3) = 0{,}216 + 0{,}064 = 0{,}28\) 3. Berechnung \(P(X=4)\): Sieger muss den 4. Satz gewinnen und 2 der ersten 3 Sätze. \(P(\text{Weber gewinnt in 4}) = \binom{3}{2} \cdot 0{,}6^2 \cdot 0{,}4^1 \cdot 0{,}6 = 0{,}2592\) \(P(\text{Schmidt gewinnt in 4}) = \binom{3}{2} \cdot 0{,}4^2 \cdot 0{,}6^1 \cdot 0{,}4 = 0{,}1152\) \(P(X=4) = 0{,}2592 + 0{,}1152 = 0{,}3744\) 4. Berechnung \(P(X=5)\): Sieger gewinnt 5. Satz und 2 der ersten 4 Sätze. \(P(\text{Weber gewinnt in 5}) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}6^2 \cdot 0{,}4^2 \cdot 0{,}6 = 0{,}20736\) \(P(\text{Schmidt gewinnt in 5}) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}4^2 \cdot 0{,}6^2 \cdot 0{,}4 = 0{,}13824\) \(P(X=5) = 0{,}20736 + 0{,}13824 = 0{,}3456\) 5. Wahrscheinlichkeit für Sieg Frau Weber: \(P(\text{Weber gewinnt}) = 0{,}216 + 0{,}2592 + 0{,}20736 = 0{,}68256\)

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(X=3) = 0{,}28\) \(P(X=4) = 0{,}3744\) \(P(X=5) = 0{,}3456\) b) Frau Weber gewinnt das Match mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}68256\) (ca. \(68{,}3\,\%\)).
43098912
Ein Glücksrad hat vier gleich große Sektoren: Einer ist grün markiert (Gewinn), die anderen drei sind rot (Niete). Das Rad wird viermal nacheinander gedreht. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\), welche die Anzahl der erzielten Gewinne beschreibt. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(Y\), welche die Anzahl der Nieten beschreibt. c) Vergleiche die beiden Verteilungen. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Wahrscheinlichkeiten \(P(X = k)\) und \(P(Y = 4-k)\)?

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die Anzahl der Nieten, wenn du genau einen Gewinn erzielst? - Wie ändern sich die Rollen von Treffer- und Gegenwahrscheinlichkeit, wenn man den Fokus von „Gewinn“ auf „Niete“ verschiebt? - Erinnerst du dich an eine Eigenschaft des Binomialkoeffizienten im pascalschen Dreieck, die mit Symmetrie zu tun hat?

Lösung

1. Identifikation der Parameter für \(X\): Trefferwahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\), Anzahl der Versuche \(n = 4\). Berechnung der Wahrscheinlichkeiten mit der Bernoulli-Formel \(P(X=k) = \binom{4}{k} \cdot 0{,}25^k \cdot 0{,}75^{4-k}\): \(P(X=0) \approx 0{,}3164\); \(P(X=1) \approx 0{,}4219\); \(P(X=2) \approx 0{,}2109\); \(P(X=3) \approx 0{,}0469\); \(P(X=4) \approx 0{,}0039\). 2. Identifikation der Parameter für \(Y\): Hier gilt „Niete“ als Erfolg, also \(p = \frac{3}{4} = 0{,}75\) und \(n = 4\). Berechnung mit \(P(Y=k) = \binom{4}{k} \cdot 0{,}75^k \cdot 0{,}25^{4-k}\): \(P(Y=0) \approx 0{,}0039\); \(P(Y=1) \approx 0{,}0469\); \(P(Y=2) \approx 0{,}2109\); \(P(Y=3) \approx 0{,}4219\); \(P(Y=4) \approx 0{,}3164\). 3. Vergleich: Die Wahrscheinlichkeitswerte sind identisch, aber in umgekehrter Reihenfolge angeordnet. Es gilt allgemein \(P(X=k) = P(Y=4-k)\), da ein Versuch mit \(k\) Gewinnen zwangsläufig \(n-k\) Nieten zur Folge hat. Mathematisch folgt dies aus der Symmetrie der Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\).

Antwort

a) \(P(X=0) \approx 0{,}3164\); \(P(X=1) \approx 0{,}4219\); \(P(X=2) \approx 0{,}2109\); \(P(X=3) \approx 0{,}0469\); \(P(X=4) \approx 0{,}0039\). b) \(P(Y=0) \approx 0{,}0039\); \(P(Y=1) \approx 0{,}0469\); \(P(Y=2) \approx 0{,}2109\); \(P(Y=3) \approx 0{,}4219\); \(P(Y=4) \approx 0{,}3164\). c) Die Verteilungen sind gespiegelt. Es gilt \(P(X=k) = P(Y=4-k)\).
43099412
In einer bestimmten Region verfügen laut einer Statistik \(28\,\%\) aller Haushalte über einen Glasfaseranschluss. Es werden \(5\) Haushalte dieser Region rein zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt an, wie viele dieser Haushalte einen Glasfaseranschluss besitzen. Ermittle die vollständige Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\).

Denkanstöße

- Was ist in diesem Fall ein „Treffer“ und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür? - Wie oft wird das Zufallsexperiment durchgeführt? - Erstelle eine Tabelle, in der du jedem möglichen Wert für die Anzahl der Anschlüsse die entsprechende Wahrscheinlichkeit zuordnest. - Denk an den Binomialkoeffizienten, um die Anzahl der Pfade im Baumdiagramm zu berücksichtigen.

Lösung

1. Festlegung des Modells: Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 5\) mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}28\). Die Wahrscheinlichkeit für keinen Anschluss beträgt \(q = 0{,}72\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten für \(k \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\}\) mittels \(P(Y = k) = \binom{5}{k} \cdot 0{,}28^k \cdot 0{,}72^{5-k}\): - \(P(Y = 0) = 0{,}72^5 \approx 0{,}1935\) - \(P(Y = 1) = 5 \cdot 0{,}28 \cdot 0{,}72^4 \approx 0{,}3762\) - \(P(Y = 2) = 10 \cdot 0{,}28^2 \cdot 0{,}72^3 \approx 0{,}2926\) - \(P(Y = 3) = 10 \cdot 0{,}28^3 \cdot 0{,}72^2 \approx 0{,}1138\) - \(P(Y = 4) = 5 \cdot 0{,}28^4 \cdot 0{,}72 \approx 0{,}0221\) - \(P(Y = 5) = 0{,}28^5 \approx 0{,}0017\)

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\) ist (Werte gerundet): <table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>\(P(Y = k)\)</td> <td>\(0{,}1935\)</td> <td>\(0{,}3762\)</td> <td>\(0{,}2926\)</td> <td>\(0{,}1138\)</td> <td>\(0{,}0221\)</td> <td>\(0{,}0017\)</td> </tr> </table>
43100512
Betrachte eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 5\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{3}\). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\), die die Anzahl der Erfolge zählt. Gib die Wahrscheinlichkeiten als Brüche an. b) Erläutere den Zusammenhang zwischen der Verteilung von \(X\) und dem binomischen Lehrsatz am Beispiel des Terms \((\frac{1}{3} + \frac{2}{3})^5\).

Denkanstöße

- Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Erfolge zu berechnen? - Wie viele Stufen hat der Versuch und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen Misserfolg? - Erinnere dich an die allgemeine Formel für die Entwicklung von \((a+b)^n\). - Was muss die Summe aller Wahrscheinlichkeiten einer Verteilung immer ergeben?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: \(n = 5\), \(p = \frac{1}{3}\) und \(q = 1 - p = \frac{2}{3}\). 2. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X=k) = \binom{5}{k} \cdot (\frac{1}{3})^k \cdot (\frac{2}{3})^{5-k}\): - \(P(X=0) = 1 \cdot (\frac{2}{3})^5 = \frac{32}{243}\) - \(P(X=1) = 5 \cdot \frac{1}{3} \cdot (\frac{2}{3})^4 = \frac{80}{243}\) - \(P(X=2) = 10 \cdot (\frac{1}{3})^2 \cdot (\frac{2}{3})^3 = \frac{80}{243}\) - \(P(X=3) = 10 \cdot (\frac{1}{3})^3 \cdot (\frac{2}{3})^2 = \frac{40}{243}\) - \(P(X=4) = 5 \cdot (\frac{1}{3})^4 \cdot \frac{2}{3} = \frac{10}{243}\) - \(P(X=5) = 1 \cdot (\frac{1}{3})^5 = \frac{1}{243}\) 3. Zusammenhang mit dem binomischen Lehrsatz: Die Entwicklung von \((p+q)^n = \sum_{k=0}^{n} \binom{n}{k} p^k q^{n-k}\) liefert genau die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten der Verteilung. Da \(p+q = \frac{1}{3} + \frac{2}{3} = 1\) gilt, ist \((\frac{1}{3} + \frac{2}{3})^5 = 1^5 = 1\), was der Normierung der Wahrscheinlichkeitsverteilung entspricht.

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(X=0) = \frac{32}{243}\); \(P(X=1) = \frac{80}{243}\); \(P(X=2) = \frac{80}{243}\); \(P(X=3) = \frac{40}{243}\); \(P(X=4) = \frac{10}{243}\); \(P(X=5) = \frac{1}{243}\). b) Die Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) entsprechen genau den einzelnen Summanden in der Entwicklung des Binoms \((\frac{1}{3} + \frac{2}{3})^5\) nach dem binomischen Lehrsatz. Da die Summe der Wahrscheinlichkeiten \(1\) sein muss, entspricht dies der Gleichung \((\frac{1}{3} + \frac{2}{3})^5 = 1^5 = 1\).
43100612
Bei einem Multiple-Choice-Test gibt es \(4\) Fragen mit jeweils \(5\) Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtigen Antworten. a) Erstelle eine Tabelle der Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\). b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zwei Antworten richtig sind. c) Welcher Binomialkoeffizient gibt die Anzahl der Pfade im Baumdiagramm an, die zu genau zwei richtigen Antworten führen? Berechne seinen Wert.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Frage mit 5 Optionen die richtige Antwort zu raten? - Was bedeutet „mindestens zwei“ mathematisch ausgedrückt für die Werte von \(X\)? - Überlege, ob es schneller ist, die gesuchten Wahrscheinlichkeiten zu addieren oder das Gegenereignis zu nutzen. - Welche Zahl in der Bernoulli-Formel gibt die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten (Pfade) an?

Lösung

1. Bestimmung der Parameter: \(n = 4\), \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\), \(q = 0{,}8\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten \(P(X=k) = \binom{4}{k} \cdot 0{,}2^k \cdot 0{,}8^{4-k}\): - \(P(X=0) = 0{,}8^4 = 0{,}4096\) - \(P(X=1) = 4 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}8^3 = 0{,}4096\) - \(P(X=2) = 6 \cdot 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^2 = 0{,}1536\) - \(P(X=3) = 4 \cdot 0{,}2^3 \cdot 0{,}8 = 0{,}0256\) - \(P(X=4) = 0{,}2^4 = 0{,}0016\) 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Treffer: \(P(X \ge 2) = P(X=2) + P(X=3) + P(X=4) = 0{,}1536 + 0{,}0256 + 0{,}0016 = 0{,}1808\) (oder über das Gegenereignis \(1 - (P(X=0) + P(X=1)) = 1 - 0{,}8192 = 0{,}1808\)). 4. Der Binomialkoeffizient für \(k=2\) Erfolge bei \(n=4\) Versuchen ist \(\binom{4}{2} = \frac{4 \cdot 3}{2 \cdot 1} = 6\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}4096\)</td><td>\(0{,}4096\)</td><td>\(0{,}1536\)</td><td>\(0{,}0256\)</td><td>\(0{,}0016\)</td></tr> </table> b) \(P(X \ge 2) = 0{,}1808\) c) Der Binomialkoeffizient ist \(\binom{4}{2}\). Sein Wert ist \(6\).
43102312
In einer Urne befinden sich eine rote und zwei weiße Kugeln. Es wird mehrfach mit Zurücklegen gezogen. Das Ziehen der roten Kugel wird als Erfolg gewertet. Betrachte die folgenden Ereignisse: \(E_1\): Genau 1 Erfolg bei 3 Zügen. \(E_2\): Genau 2 Erfolge bei 3 Zügen. \(E_3\): Genau 2 Erfolge bei 6 Zügen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(E_1)\) und \(P(E_2)\) und zeige, dass \(P(E_1) = 2 \cdot P(E_2)\) gilt. b) Überprüfe rechnerisch, ob \(P(E_1)\) ebenfalls genau doppelt so groß ist wie \(P(E_3)\).

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg bei einem einzelnen Zug? - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Erfolgen in einer Versuchsreihe zu berechnen? - Achte bei Teilaufgabe b darauf, dass sich die Anzahl der Versuche \(n\) ändert. - Vergleiche die Brüche am besten, indem du sie auf einen gemeinsamen Nenner bringst.

Lösung

1. Erfolgswahrscheinlichkeit bestimmen: Da eine von drei Kugeln rot ist, gilt \(p = \frac{1}{3}\) und \(q = \frac{2}{3}\). 2. Berechnung von \(P(E_1)\): Mit der Bernoulli-Formel ergibt sich \(P(E_1) = \binom{3}{1} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^1 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^2 = 3 \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{4}{9} = \frac{4}{9}\). 3. Berechnung von \(P(E_2)\): Es gilt \(P(E_2) = \binom{3}{2} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^1 = 3 \cdot \frac{1}{9} \cdot \frac{2}{3} = \frac{2}{9}\). 4. Vergleich: Da \(\frac{4}{9} = 2 \cdot \frac{2}{9}\), ist \(P(E_1)\) doppelt so groß wie \(P(E_2)\). 5. Berechnung von \(P(E_3)\): Für \(n=6\) und \(k=2\) ergibt sich \(P(E_3) = \binom{6}{2} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^4 = 15 \cdot \frac{1}{9} \cdot \frac{16}{81} = \frac{5}{3} \cdot \frac{16}{81} = \frac{80}{243}\). 6. Vergleich mit \(P(E_1)\): Es ist \(P(E_1) = \frac{4}{9} = \frac{108}{243}\). Da \(108 \neq 2 \cdot 80 = 160\), ist \(P(E_1)\) nicht doppelt so groß wie \(P(E_3)\). Tatsächlich gilt \(P(E_1) = 1{,}35 \cdot P(E_3)\).

Antwort

a) \(P(E_1) = \frac{4}{9}\) und \(P(E_2) = \frac{2}{9}\). Es gilt \(\frac{4}{9} = 2 \cdot \frac{2}{9}\). b) Nein, \(P(E_1) = \frac{108}{243}\) und \(P(E_3) = \frac{80}{243}\). Somit ist \(P(E_1)\) nicht doppelt so groß wie \(P(E_3)\).
43115612
Bei einem Spiel werden zwei ideale vierseitige Würfel (Tetraeder mit den Zahlen 1 bis 4) gleichzeitig geworfen. Die Zufallsgröße \(Y\) beschreibt die Summe der beiden angezeigten Augenzahlen. 1. Bestimme die Wertemenge \(W\) der Zufallsgröße \(Y\). 2. Berechne die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\) und stelle sie tabellarisch dar. 3. Erläutere an diesem Beispiel den Unterschied zwischen einem Ergebnis des Zufallsexperiments und einem Wert der Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Stelle dir eine Tabelle oder ein Gitter vor, um alle \(16\) möglichen Kombinationen der beiden Würfel zu finden. - Wie viele Möglichkeiten gibt es für jede Augensumme? - Überlege dir, ob die Augensumme „5“ ein Ergebnis des Experiments ist oder eine Eigenschaft, die man misst. - Was genau passiert, wenn man eine Zufallsgröße als „Abbildung“ oder „Funktion“ betrachtet?

Lösung

1. Die kleinstmögliche Summe ist \(1+1=2\), die größtmögliche \(4+4=8\). Die Wertemenge ist \(W = \{2; 3; 4; 5; 6; 7; 8\}\). 2. Es gibt insgesamt \(4 \cdot 4 = 16\) gleichwahrscheinliche Ergebnisse (Tupel). Durch Abzählen der Kombinationen ergeben sich die Wahrscheinlichkeiten: \(P(Y=2) = \frac{1}{16}\) (Kombination (1; 1)), \(P(Y=3) = \frac{2}{16}\) ((1; 2), (2; 1)), \(P(Y=4) = \frac{3}{16}\) ((1; 3), (3; 1), (2; 2)), \(P(Y=5) = \frac{4}{16}\) ((1; 4), (4; 1), (2; 3), (3; 2)), \(P(Y=6) = \frac{3}{16}\) ((2; 4), (4; 2), (3; 3)), \(P(Y=7) = \frac{2}{16}\) ((3; 4), (4; 3)), \(P(Y=8) = \frac{1}{16}\) ((4; 4)). 3. Ein Ergebnis ist ein Element der Ergebnismenge \(S\), hier ein Tupel wie \((1; 3)\), das genau beschreibt, was jeder Würfel zeigt. Die Zufallsgröße \(Y\) ist eine Funktion, die jedem dieser Ergebnisse eine reelle Zahl zuordnet (hier die Summe \(4\)). Ein Wert der Zufallsgröße (z. B. \(y=4\)) kann also durch mehrere verschiedene Ergebnisse des Experiments (hier drei verschiedene Tupel) realisiert werden.

Antwort

1. \(W = \{2; 3; 4; 5; 6; 7; 8\}\). 2. Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td><td>6</td><td>7</td><td>8</td></tr> <tr><td>\(P(Y=k)\)</td><td>\(\frac{1}{16}\)</td><td>\(\frac{2}{16}\)</td><td>\(\frac{3}{16}\)</td><td>\(\frac{4}{16}\)</td><td>\(\frac{3}{16}\)</td><td>\(\frac{2}{16}\)</td><td>\(\frac{1}{16}\)</td></tr> </table> 3. Ein Ergebnis ist ein konkreter Ausgang des Wurfs (z. B. \((2; 3)\)). Die Zufallsgröße ordnet diesem Ergebnis einen Zahlenwert zu (die Summe \(5\)). Mehrere Ergebnisse können denselben Wert der Zufallsgröße liefern.
43116312
Betrachte eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n\) und \(p\). a) Stelle die Summe aller Einzelwahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) für \(k=0, 1, \dots, n\) mithilfe des Summenzeichens dar. b) Begründe allgemein unter Verwendung des binomischen Lehrsatzes \((a+b)^n = \sum_{k=0}^n \binom{n}{k} a^k b^{n-k}\), warum die Summe aller Wahrscheinlichkeiten einer Binomialverteilung für jedes beliebige \(p \in [0; 1]\) immer genau 1 ergibt.

Denkanstöße

- Wie lautet die Formel für die Punktwahrscheinlichkeit einer Binomialverteilung? - Vergleiche die Struktur der Wahrscheinlichkeitsformel mit den Gliedern in der Summe des binomischen Lehrsatzes. - Was passiert, wenn du für die Variablen im Lehrsatz die entsprechenden Werte aus der Binomialverteilung einsetzt? - Welchen Wert hat die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ergebnisse eines Zufallsexperiments immer?

Lösung

1. Aufstellen der Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(S = \sum_{k=0}^n P(X=k) = \sum_{k=0}^n \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). 2. Vergleich der Summe mit der Struktur des binomischen Lehrsatzes: Identifikation von \(a = p\) und \(b = 1-p\). 3. Anwendung des Lehrsatzes führt auf den Ausdruck \((p + (1-p))^n\). 4. Da die Summe der Terme in der Klammer \(p + 1 - p = 1\) ergibt, folgt \(1^n = 1\). Somit ist die Gesamtwahrscheinlichkeit stets 1.

Antwort

a) \(\sum_{k=0}^n \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) b) Durch Einsetzen von \(a=p\) und \(b=1-p\) in den binomischen Lehrsatz erhält man \((p + (1-p))^n = 1^n = 1\).
43116412
Gegeben ist der mathematische Ausdruck \(T = \sum_{k=0}^{12} \binom{12}{k} \cdot 0{,}25^k \cdot 0{,}75^{12-k}\). a) Interpretiere diesen Ausdruck im Kontext einer Bernoulli-Kette. Welche Parameter \(n\) und \(p\) liegen hier vor und was gibt der gesamte Ausdruck \(T\) an? b) Bestimme den exakten Wert von \(T\) ohne die einzelnen Summanden einzeln zu berechnen. Nutze dazu den Zusammenhang zum binomischen Lehrsatz. c) Wie würde sich der Wert von \(T\) ändern, wenn die Summe nur von \(k=1\) bis \(k=12\) laufen würde? Gib einen Term für diesen neuen Wert an.

Denkanstöße

- Welche Rolle spielen die Hochzahlen und der Vorfaktor in der Formel für die Binomialverteilung? - Erinnerst du dich an die Formel \((a+b)^n\)? Was passiert, wenn \(a+b=1\) ist? - Wenn eine Summe fast alle Möglichkeiten abdeckt, außer eine einzige – wie kann man das einfach berechnen? - Was bedeutet es für ein Zufallsexperiment, wenn man die Wahrscheinlichkeiten für absolut alle möglichen Ausgänge addiert?

Lösung

1. Identifikation der Parameter: Aus der Struktur \(\binom{n}{k} p^k (1-p)^{n-k}\) liest man \(n = 12\) und \(p = 0{,}25\) ab. Der Ausdruck \(T\) stellt die Summe aller Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) für \(k=0\) bis \(12\) dar, also die Gesamtwahrscheinlichkeit. 2. Berechnung von \(T\) über den binomischen Lehrsatz: \(T = (0{,}25 + 0{,}75)^{12} = 1^{12} = 1\). 3. Analyse der Teilsumme: Wenn der Index bei \(k=1\) startet, fehlt der Summand für \(k=0\). 4. Der neue Wert ist \(T - P(X=0) = 1 - \binom{12}{0} \cdot 0{,}25^0 \cdot 0{,}75^{12} = 1 - 0{,}75^{12}\).

Antwort

a) \(n=12\), \(p=0{,}25\). Der Ausdruck \(T\) gibt die Gesamtwahrscheinlichkeit einer \(B(12; 0{,}25)\)-verteilten Zufallsgröße an. b) \(T = 1\) c) Der Wert verringert sich um \(P(X=0)\). Neuer Wert: \(1 - 0{,}75^{12}\) (ca. \(0{,}9683\)).
43118312
Ein fairer 6-seitiger Würfel (Hexaeder) und ein fairer 8-seitiger Würfel (Oktaeder), beide mit den Augenzahlen \(1, 2, 3, \dots\), werden gleichzeitig geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Summe der beiden oben liegenden Augenzahlen. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) in tabellarischer Form. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist die Augensumme eine Quadratzahl? c) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\), dass die Augensumme größer als \(5\) und höchstens \(9\) ist.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Kombinationsmöglichkeiten es insgesamt für die beiden Würfel gibt. - Erstelle eine Tabelle oder ein Gitter, um systematisch alle möglichen Summen und deren Häufigkeit zu erfassen. - Welche Zahlen zwischen 2 und 14 sind Quadratzahlen? - Achte bei den Ungleichungen genau darauf, welche Werte der Augensumme eingeschlossen sind und welche nicht.

Lösung

1. Es gibt insgesamt \(6 \cdot 8 = 48\) gleichwahrscheinliche Ergebnisse. 2. Die möglichen Summen \(x_i\) liegen im Bereich von \(2\) bis \(14\). Durch Abzählen der Kombinationen ergibt sich die Verteilung: \(P(X=2) = \frac{1}{48}\), \(P(X=3) = \frac{2}{48}\), \(P(X=4) = \frac{3}{48}\), \(P(X=5) = \frac{4}{48}\), \(P(X=6) = \frac{5}{48}\), \(P(X=7) = \frac{6}{48}\), \(P(X=8) = \frac{6}{48}\), \(P(X=9) = \frac{6}{48}\), \(P(X=10) = \frac{5}{48}\), \(P(X=11) = \frac{4}{48}\), \(P(X=12) = \frac{3}{48}\), \(P(X=13) = \frac{2}{48}\), \(P(X=14) = \frac{1}{48}\). 3. Quadratzahlen im Wertebereich sind \(4\) und \(9\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X=4) + P(X=9) = \frac{3}{48} + \frac{6}{48} = \frac{9}{48} = \frac{3}{16} = 0{,}1875\). 4. Für das Ereignis \(E: 5 < X \le 9\) werden die Wahrscheinlichkeiten für \(X \in \{6, 7, 8, 9\}\) addiert: \(P(E) = \frac{5}{48} + \frac{6}{48} + \frac{6}{48} + \frac{6}{48} = \frac{23}{48} \approx 0{,}4792\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(x_i\)</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td><td>6</td><td>7</td><td>8</td><td>9</td><td>10</td><td>11</td><td>12</td><td>13</td><td>14</td></tr> <tr><td>\(P(X=x_i)\)</td><td>\(\frac{1}{48}\)</td><td>\(\frac{2}{48}\)</td><td>\(\frac{3}{48}\)</td><td>\(\frac{4}{48}\)</td><td>\(\frac{5}{48}\)</td><td>\(\frac{6}{48}\)</td><td>\(\frac{6}{48}\)</td><td>\(\frac{6}{48}\)</td><td>\(\frac{5}{48}\)</td><td>\(\frac{4}{48}\)</td><td>\(\frac{3}{48}\)</td><td>\(\frac{2}{48}\)</td><td>\(\frac{1}{48}\)</td></tr> </table> b) \(P(\text{Quadratzahl}) = \frac{3}{16} = 0{,}1875\). c) \(P(5 < X \le 9) = \frac{23}{48} \approx 0{,}4792\).
43119112
In einer Urne befinden sich \(20\) Kugeln, die von \(1\) bis \(20\) durchnummeriert sind. Es werden nacheinander \(3\) Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Die Zufallsgröße \(X\) gibt an, wie viele der gezogenen Kugeln eine Zahl von \(1\) bis \(5\) tragen. Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in Tabellenform und berechne den Erwartungswert \(E(X)\).

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Kugeln nach dem Ziehen zurückgelegt werden oder nicht. - Welche Werte kann die Zufallsgröße \(X\) annehmen? - Erinnere dich an die Formel für die hypergeometrische Verteilung (Ziehen ohne Zurücklegen). - Der Erwartungswert lässt sich bei dieser Verteilung besonders einfach über die Anteile in der Grundgesamtheit berechnen.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: Da ohne Zurücklegen aus einer endlichen Grundgesamtheit gezogen wird, ist \(X\) hypergeometrisch verteilt mit \(N=20\) (Gesamtanzahl), \(M=5\) (Kugeln mit Zahlen 1 bis 5) und \(n=3\) (Stichprobenumfang). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k) = \frac{\binom{M}{k} \cdot \binom{N-M}{n-k}}{\binom{N}{n}}\) für \(k \in \{0, 1, 2, 3\}\): - Gesamtmöglichkeiten: \(\binom{20}{3} = 1140\) - \(P(X=0) = \frac{\binom{5}{0} \cdot \binom{15}{3}}{1140} = \frac{1 \cdot 455}{1140} = \frac{91}{228} \approx 0{,}3991\) - \(P(X=1) = \frac{\binom{5}{1} \cdot \binom{15}{2}}{1140} = \frac{5 \cdot 105}{1140} = \frac{35}{76} \approx 0{,}4605\) - \(P(X=2) = \frac{\binom{5}{2} \cdot \binom{15}{1}}{1140} = \frac{10 \cdot 15}{1140} = \frac{5}{38} \approx 0{,}1316\) - \(P(X=3) = \frac{\binom{5}{3} \cdot \binom{15}{0}}{1140} = \frac{10 \cdot 1}{1140} = \frac{1}{114} \approx 0{,}0088\) 3. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = n \cdot \frac{M}{N} = 3 \cdot \frac{5}{20} = 0{,}75\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\): <table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> </tr> <tr> <td>\(P(X=k)\)</td> <td>\(\frac{91}{228} \approx 0{,}3991\)</td> <td>\(\frac{35}{76} \approx 0{,}4605\)</td> <td>\(\frac{5}{38} \approx 0{,}1316\)</td> <td>\(\frac{1}{114} \approx 0{,}0088\)</td> </tr> </table> Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 0{,}75\).
43119212
In einem Kurs mit \(24\) Personen haben \(8\) ein Tablet für den Unterricht dabei. Für eine Projektgruppe werden zufällig \(4\) Personen ausgewählt. Die Zufallsgröße \(Y\) beschreibt die Anzahl der Personen in der Gruppe, die ein Tablet dabeihaben. Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\) auf und gib den Erwartungswert \(E(Y)\) an.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt, eine 4-köpfige Gruppe aus 24 Personen zu bilden? - Überlege dir für jeden Wert von \(k\), wie viele Möglichkeiten es gibt, genau \(k\) Personen mit Tablet und entsprechend viele Personen ohne Tablet auszuwählen. - Nutze den Binomialkoeffizienten für die Berechnungen. - Wie hängen der Stichprobenumfang und der Anteil der Tablet-Besitzer im Kurs mit dem Erwartungswert zusammen?

Lösung

1. Modellierung: Ziehen ohne Zurücklegen (da Personen nicht mehrfach gewählt werden können). Hypergeometrische Verteilung mit \(N=24\), \(M=8\) und \(n=4\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: - Nenner: \(\binom{24}{4} = 10\,626\) - \(P(Y=0) = \frac{\binom{8}{0} \binom{16}{4}}{10626} = \frac{1820}{10626} = \frac{130}{759} \approx 0{,}1713\) - \(P(Y=1) = \frac{\binom{8}{1} \binom{16}{3}}{10626} = \frac{4480}{10626} = \frac{320}{759} \approx 0{,}4216\) - \(P(Y=2) = \frac{\binom{8}{2} \binom{16}{2}}{10626} = \frac{3360}{10626} = \frac{240}{759} \approx 0{,}3162\) - \(P(Y=3) = \frac{\binom{8}{3} \binom{16}{1}}{10626} = \frac{896}{10626} = \frac{64}{759} \approx 0{,}0843\) - \(P(Y=4) = \frac{\binom{8}{4} \binom{16}{0}}{10626} = \frac{70}{10626} = \frac{5}{759} \approx 0{,}0066\) 3. Erwartungswert: \(E(Y) = n \cdot \frac{M}{N} = 4 \cdot \frac{8}{24} = 4 \cdot \frac{1}{3} = \frac{4}{3} \approx 1{,}333\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\): <table> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> </tr> <tr> <td>\(P(Y=k)\)</td> <td>\(\frac{130}{759}\)</td> <td>\(\frac{320}{759}\)</td> <td>\(\frac{240}{759}\)</td> <td>\(\frac{64}{759}\)</td> <td>\(\frac{5}{759}\)</td> </tr> </table> (Gerundete Dezimalwerte: \(0{,}1713\); \(0{,}4216\); \(0{,}3162\); \(0{,}0843\); \(0{,}0066\)) Der Erwartungswert ist \(E(Y) = \frac{4}{3} \approx 1{,}33\).
43210312
An einem Jahrmarktstand wird folgendes Spiel angeboten: In einer Urne befinden sich 4 blaue, 3 rote und eine grüne Kugel (siehe Abbildung). Ein Spieler zahlt für ein Spiel einen Einsatz von \(1{,}50\,\text{€}\) und darf dafür nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen ziehen. Je nach Ergebnis erhält er eine Auszahlung: - Für zwei rote Kugeln erhält er eine Auszahlung von \(5{,}00\,\text{€}\). - Für zwei blaue Kugeln erhält er eine Auszahlung von \(2{,}00\,\text{€}\). - Zieht er die grüne Kugel zusammen mit einer beliebigen anderen Kugel, erhält er \(1{,}00\,\text{€}\) ausgezahlt. - Bei allen anderen Ergebnissen gibt es keine Auszahlung. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Reingewinn des Spielers in Euro (Auszahlung minus Einsatz). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) in Form einer Tabelle. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) und entscheide, ob das Spiel fair ist.
Abbildung zur Aufgabe 432103

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Geldbeträge der Spieler am Ende tatsächlich gewinnen oder verlieren kann (Reingewinn). - Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt, zwei Kugeln aus der Urne zu ziehen, wenn die Reihenfolge keine Rolle spielt? - Bestimme für jedes mögliche Ergebnis die Anzahl der günstigen Kombinationen. - Wie berechnet man den Erwartungswert einer Zufallsgröße? - Wann gilt ein Spiel in der Wahrscheinlichkeitsrechnung als fair?

Lösung

1. Bestimmung der möglichen Werte der Zufallsgröße \(X\) (Auszahlung minus Einsatz von \(1{,}50\,\text{€}\)): - Zwei rote Kugeln: \(5{,}00\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = 3{,}50\,\text{€}\) - Zwei blaue Kugeln: \(2{,}00\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = 0{,}50\,\text{€}\) - Eine grüne und eine andere Kugel: \(1{,}00\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = -0{,}50\,\text{€}\) - Eine rote und eine blaue Kugel (sonstiges): \(0{,}00\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = -1{,}50\,\text{€}\) 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Ziehen von zwei Kugeln ohne Zurücklegen aus insgesamt 8 Kugeln (Gesamtzahl der Kombinationen: \(\binom{8}{2} = 28\)): - \(P(X = 3{,}50) = P(\text{zwei rote Kugeln}) = \frac{\binom{3}{2}}{28} = \frac{3}{28}\) - \(P(X = 0{,}50) = P(\text{zwei blaue Kugeln}) = \frac{\binom{4}{2}}{28} = \frac{6}{28} = \frac{3}{14}\) - \(P(X = -0{,}50) = P(\text{eine grüne Kugel}) = \frac{\binom{1}{1} \cdot \binom{7}{1}}{28} = \frac{7}{28} = \frac{1}{4}\) - \(P(X = -1{,}50) = P(\text{eine rote und eine blaue Kugel}) = \frac{\binom{3}{1} \cdot \binom{4}{1}}{28} = \frac{12}{28} = \frac{3}{7}\) 3. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung lautet: <table border="1" style="border-collapse: collapse; text-align: center;"> <tr> <th style="padding: 5px;">\(k\) (in €)</th> <td style="padding: 5px;">\(-1{,}50\)</td> <td style="padding: 5px;">\(-0{,}50\)</td> <td style="padding: 5px;">\(0{,}50\)</td> <td style="padding: 5px;">\(3{,}50\)</td> </tr> <tr> <th style="padding: 5px;">\(P(X = k)\)</th> <td style="padding: 5px;">\(\frac{12}{28}\) (oder \(\frac{3}{7}\))</td> <td style="padding: 5px;">\(\frac{7}{28}\) (oder \(\frac{1}{4}\))</td> <td style="padding: 5px;">\(\frac{6}{28}\) (oder \(\frac{3}{14}\))</td> <td style="padding: 5px;">\(\frac{3}{28}\)</td> </tr> </table> 4. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = -1{,}50 \cdot \frac{12}{28} - 0{,}50 \cdot \frac{7}{28} + 0{,}50 \cdot \frac{6}{28} + 3{,}50 \cdot \frac{3}{28} = -\frac{8}{28} = -\frac{2}{7}\,\text{€} \approx -0{,}29\,\text{€}\) Da der Erwartungswert negativ ist (\(E(X) \approx -0{,}29\,\text{€}\)), ist das Spiel nicht fair. Der Spieler verliert auf lange Sicht im Durchschnitt etwa \(0{,}29\,\text{€}\) pro Spiel.

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(X = -1{,}50) = \frac{3}{7}\) \(P(X = -0{,}50) = \frac{1}{4}\) \(P(X = 0{,}50) = \frac{3}{14}\) \(P(X = 3{,}50) = \frac{3}{28}\) b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = -\frac{2}{7}\,\text{€} \approx -0{,}29\,\text{€}\). Das Spiel ist nicht fair.
43213812
Aus der in der Abbildung gezeigten Urne mit roten, blauen und gelben Kugeln werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Es wird folgendes Spiel vereinbart: - Für jede gezogene blaue Kugel erhält der Spieler \(2\,\text{€}\). - Für jede gezogene rote Kugel erhält der Spieler \(1\,\text{€}\). - Für jede gezogene gelbe Kugel verliert der Spieler \(3\,\text{€}\) (Auszahlung \(-3\,\text{€}\)). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Gesamtgewinn bzw. -verlust des Spielers nach zwei Zügen (in Euro). Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) und stelle sie in einer Tabelle dar.
Abbildung zur Aufgabe 432138

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Kugeln insgesamt in der Urne sind und welche Farben sie haben. - Da zwei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen gezogen werden, ändert sich die Anzahl der Kugeln im zweiten Zug. Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt für zwei Züge? - Welche möglichen Farbkombinationen können auftreten und welchen Gesamtgewinn bedeuten diese jeweils für den Spieler? - Berechne für jede mögliche Gewinnsumme die zugehörige Wahrscheinlichkeit, indem du die günstigen Pfade bestimmst. - Eine Tabelle hilft dir dabei, die Werte der Zufallsgröße und ihre Wahrscheinlichkeiten übersichtlich darzustellen.

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Kugeln: In der Urne befinden sich insgesamt \(3\) rote, \(4\) blaue und \(2\) gelbe Kugeln, also insgesamt \(9\) Kugeln. 2. Da nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen werden, gibt es insgesamt \(9 \cdot 8 = 72\) gleichwahrscheinliche Elementarereignisse (wenn man die Kugeln einzeln unterscheidet). 3. Bestimmung der Werte der Zufallsgröße \(X\) und ihrer Wahrscheinlichkeiten: - Kombination gelb-gelb: Gewinn \(X = -3 - 3 = -6\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(2 \cdot 1 = 2\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = -6) = \frac{2}{72} = \frac{1}{36}\). - Kombination rot-gelb oder gelb-rot: Gewinn \(X = 1 - 3 = -2\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(3 \cdot 2 + 2 \cdot 3 = 12\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = -2) = \frac{12}{72} = \frac{1}{6}\). - Kombination blau-gelb oder gelb-blau: Gewinn \(X = 2 - 3 = -1\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(4 \cdot 2 + 2 \cdot 4 = 16\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = -1) = \frac{16}{72} = \frac{2}{9}\). - Kombination rot-rot: Gewinn \(X = 1 + 1 = 2\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(3 \cdot 2 = 6\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = 2) = \frac{6}{72} = \frac{1}{12}\). - Kombination blau-rot oder rot-blau: Gewinn \(X = 2 + 1 = 3\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(4 \cdot 3 + 3 \cdot 4 = 24\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = 3) = \frac{24}{72} = \frac{1}{3}\). - Kombination blau-blau: Gewinn \(X = 2 + 2 = 4\,\text{€}\). Anzahl der Möglichkeiten: \(4 \cdot 3 = 12\). Wahrscheinlichkeit: \(P(X = 4) = \frac{12}{72} = \frac{1}{6}\). 4. Zusammenfassung der Wahrscheinlichkeiten in einer Tabelle.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) lautet: <table border="1" style="border-collapse: collapse; text-align: center; margin-top: 10px;"> <thead> <tr> <th style="padding: 8px; background-color: #f2f2f2;">\(k\) (in €)</th> <th style="padding: 8px;">\(-6\)</th> <th style="padding: 8px;">\(-2\)</th> <th style="padding: 8px;">\(-1\)</th> <th style="padding: 8px;">\(2\)</th> <th style="padding: 8px;">\(3\)</th> <th style="padding: 8px;">\(4\)</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <th style="padding: 8px; background-color: #f2f2f2;">\(P(X = k)\)</th> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{36}\)</td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{6}\)</td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{2}{9}\)</td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{12}\)</td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{3}\)</td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{6}\)</td> </tr> </tbody> </table>
43602112
Das abgebildete Glücksrad besteht aus sechs gleich großen Sektoren. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt das Produkt der beiden Zahlen an, auf denen der Zeiger stehen bleibt. Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(Y\) in Form einer Tabelle auf.
Abbildung zur Aufgabe 436021

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Zahlen beim einmaligen Drehen mit welcher Wahrscheinlichkeit auftreten können. - Welche verschiedenen Ergebnisse sind für das Produkt der beiden Zahlen möglich? - Ein Baumdiagramm kann helfen, alle Kombinationen für zwei Drehungen und deren Wahrscheinlichkeiten systematisch zu erfassen. - Denke daran, dass für das Produkt 0 mehrere verschiedene Kombinationen der Zahlen auf dem Glücksrad infrage kommen. - Zur Kontrolle: Die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in deiner Tabelle muss genau 1 ergeben.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für ein einzelnes Drehen: \(P(0) = \frac{1}{6}\), \(P(1) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\), \(P(2) = \frac{3}{6} = \frac{1}{2}\). 2. Bestimmung der möglichen Werte für das Produkt \(Y\): Mögliche Produkte sind \(0 \cdot 0 = 0\), \(0 \cdot 1 = 0\), \(0 \cdot 2 = 0\), \(1 \cdot 1 = 1\), \(1 \cdot 2 = 2\) und \(2 \cdot 2 = 4\). Die Ergebnismenge für \(Y\) ist also \(\{0; 1; 2; 4\}\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für jeden Wert von \(Y\): - \(P(Y=0)\): Das Produkt ist 0, wenn mindestens eine der beiden Zahlen 0 ist. \(P(Y=0) = P(0,0) + P(0,1) + P(0,2) + P(1,0) + P(2,0) = \frac{1}{36} + \frac{2}{36} + \frac{3}{36} + \frac{2}{36} + \frac{3}{36} = \frac{11}{36}\). - \(P(Y=1)\): Das Produkt ist 1 nur bei der Kombination (1, 1). \(P(Y=1) = P(1,1) = \frac{2}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{4}{36} = \frac{1}{9}\). - \(P(Y=2)\): Das Produkt ist 2 bei den Kombinationen (1, 2) und (2, 1). \(P(Y=2) = P(1,2) + P(2,1) = \frac{2}{6} \cdot \frac{3}{6} + \frac{3}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{6}{36} + \frac{6}{36} = \frac{12}{36} = \frac{1}{3}\). - \(P(Y=4)\): Das Produkt ist 4 nur bei der Kombination (2, 2). \(P(Y=4) = P(2,2) = \frac{3}{6} \cdot \frac{3}{6} = \frac{9}{36} = \frac{1}{4}\). 4. Zusammenfassung in der Tabelle. Die Summe der Wahrscheinlichkeiten beträgt \(\frac{11+4+12+9}{36} = 1\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Y\) ist: <table> <tr> <td>\(y_i\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>4</td> </tr> <tr> <td>\(P(Y = y_i)\)</td> <td>\(\frac{11}{36}\)</td> <td>\(\frac{1}{9}\)</td> <td>\(\frac{1}{3}\)</td> <td>\(\frac{1}{4}\)</td> </tr> </table>
43617812
Ein Jahrmarktspiel verwendet die unten abgebildete Urne mit 2 violetten, 4 orangefarbenen und 6 grauen Kugeln. Ein Spieler zieht zwei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Gewinn oder Verlust des Spielers in Euro. Es gelten folgende Auszahlungsregeln: - Zwei violette Kugeln: \(15\,\text{€}\) Gewinn. - Zwei orangefarbene Kugeln: \(5\,\text{€}\) Gewinn. - Eine violette und eine orangefarbene Kugel: \(2\,\text{€}\) Gewinn. - Sobald mindestens eine graue Kugel gezogen wird, verliert der Spieler \(1\,\text{€}\) (d. h. \(X = -1\,\text{€}\)). Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\).
Abbildung zur Aufgabe 436178

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Kugeln insgesamt in der Urne sind. - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, zwei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen zu ziehen? - Kannst du für jeden möglichen Gewinn die Anzahl der günstigen Kugel-Kombinationen bestimmen? - Hilft es dir, die Wahrscheinlichkeit für einen Verlust über das Gegenereignis zu berechnen?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Kugeln (\(n = 12\)) und der Anzahl der günstigen Ergebnisse für jede Farbe: 2 violette, 4 orangefarbene und 6 graue Kugeln. 2. Berechnung der Gesamtzahl der möglichen Kombinationen bei zwei Zügen ohne Zurücklegen: \(\binom{12}{2} = \frac{12 \cdot 11}{2} = 66\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für die Werte der Zufallsgröße \(X\): - \(P(X = 15)\): Zwei violette Kugeln. \(\binom{2}{2} = 1\) Möglichkeit. \(P(X = 15) = \frac{1}{66}\). - \(P(X = 5)\): Zwei orangefarbene Kugeln. \(\binom{4}{2} = 6\) Möglichkeiten. \(P(X = 5) = \frac{6}{66} = \frac{1}{11}\). - \(P(X = 2)\): Eine violette und eine orangefarbene Kugel. \(\binom{2}{1} \cdot \binom{4}{1} = 2 \cdot 4 = 8\) Möglichkeiten. \(P(X = 2) = \frac{8}{66} = \frac{4}{33}\). - \(P(X = -1)\): Mindestens eine graue Kugel. Dies entspricht dem Gegenereignis zu „keine graue Kugel“ (also nur violett oder orange). Es gibt \(2 + 4 = 6\) nicht-graue Kugeln. \(P(\text{keine graue}) = \frac{\binom{6}{2}}{66} = \frac{15}{66}\). Somit ist \(P(X = -1) = 1 - \frac{15}{66} = \frac{51}{66} = \frac{17}{22}\). 4. Zusammenfassung in der Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr> <td>\(x_i\) (in €)</td> <td>\(15\)</td> <td>\(5\)</td> <td>\(2\)</td> <td>\(-1\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = x_i)\)</td> <td>\(\frac{1}{66}\)</td> <td>\(\frac{1}{11}\)</td> <td>\(\frac{4}{33}\)</td> <td>\(\frac{17}{22}\)</td> </tr> </table>

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung für \(X\) ist: \(P(X = 15) = \frac{1}{66}\) \(P(X = 5) = \frac{1}{11}\) \(P(X = 2) = \frac{4}{33}\) \(P(X = -1) = \frac{17}{22}\)
43745412
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus 3 Fragen. Bei jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Schüler rät bei allen Fragen rein zufällig. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen an. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) und stelle sie in einer Tabelle dar. b) Erkläre den Zusammenhang zwischen den berechneten Wahrscheinlichkeiten und den Summanden der binomischen Entwicklung von \((0{,}25 + 0{,}75)^3\).
Abbildung zur Aufgabe 437454

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für eine richtige Antwort bei vier Auswahlmöglichkeiten ist. - Ein Baumdiagramm kann dir helfen, alle möglichen Pfade für 0, 1, 2 oder 3 Treffer zu finden. - Erinnere dich an die Pfadregeln: Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades werden multipliziert. - Wie hängen die Koeffizienten in der binomischen Entwicklung mit der Anzahl der Pfade im Baum zusammen?

Lösung

1. Identifikation der Parameter: Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette mit \(n = 3\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}25\) (Treffer \(T\)) sowie der Misserfolgswahrscheinlichkeit \(q = 1 - p = 0{,}75\) (falsche Antwort \(N\)). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für die Werte von \(X\): - \(P(X=0) = 0{,}75^3 = 0{,}421875\) - \(P(X=1) = 3 \cdot 0{,}25^1 \cdot 0{,}75^2 = 0{,}421875\) - \(P(X=2) = 3 \cdot 0{,}25^2 \cdot 0{,}75^1 = 0{,}140625\) - \(P(X=3) = 0{,}25^3 = 0{,}015625\) 3. Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}421875\)</td><td>\(0{,}421875\)</td><td>\(0{,}140625\)</td><td>\(0{,}015625\)</td></tr> </table> 4. Zusammenhang mit \((p+q)^3 = p^3 + 3p^2q + 3pq^2 + q^3\): Die Terme entsprechen genau den Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\). Mit \(p=0{,}25\) und \(q=0{,}75\) ist \(P(X=3)\) der Term \(p^3\), \(P(X=2)\) entspricht \(3p^2q\), \(P(X=1)\) entspricht \(3pq^2\) und \(P(X=0)\) entspricht \(q^3\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist: \(P(X=0) \approx 0{,}4219\); \(P(X=1) \approx 0{,}4219\); \(P(X=2) \approx 0{,}1406\); \(P(X=3) \approx 0{,}0156\). Der Term \((0{,}25 + 0{,}75)^3\) lässt sich zu \(0{,}25^3 + 3 \cdot 0{,}25^2 \cdot 0{,}75 + 3 \cdot 0{,}25 \cdot 0{,}75^2 + 0{,}75^3\) ausmultiplizieren. Jeder Summand entspricht genau der Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Treffern.
43745812
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird 3-mal geworfen. Wir betrachten das Erscheinen einer „6“ als Erfolg. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der gewürfelten Sechsen an. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) für \(k \in \{0, 1, 2, 3\}\). b) Überprüfe, ob die Summe aller Wahrscheinlichkeiten 1 ergibt.
Abbildung zur Aufgabe 437458

Denkanstöße

- Die Wahrscheinlichkeit für eine „6“ bleibt bei jedem Wurf gleich. - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine Sechs zu würfeln? - Benutze die Formel für die Binomialverteilung oder zeichne dir ein vereinfachtes Baumdiagramm mit den Ästen „6“ und „nicht 6“.

Lösung

1. Parameter bestimmen: \(n = 3\), \(p = \frac{1}{6}\) (Erfolg: „6“), \(q = \frac{5}{6}\) (keine „6“). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten mit der Bernoulli-Formel \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot q^{n-k}\): - \(P(X=0) = \binom{3}{0} \cdot (\frac{1}{6})^0 \cdot (\frac{5}{6})^3 = 1 \cdot 1 \cdot \frac{125}{216} \approx 0{,}5787\) - \(P(X=1) = \binom{3}{1} \cdot (\frac{1}{6})^1 \cdot (\frac{5}{6})^2 = 3 \cdot \frac{1}{6} \cdot \frac{25}{36} = \frac{75}{216} \approx 0{,}3472\) - \(P(X=2) = \binom{3}{2} \cdot (\frac{1}{6})^2 \cdot (\frac{5}{6})^1 = 3 \cdot \frac{1}{36} \cdot \frac{5}{6} = \frac{15}{216} \approx 0{,}0694\) - \(P(X=3) = \binom{3}{3} \cdot (\frac{1}{6})^3 \cdot (\frac{5}{6})^0 = 1 \cdot \frac{1}{216} \cdot 1 = \frac{1}{216} \approx 0{,}0046\) 3. Summe prüfen: \(\frac{125 + 75 + 15 + 1}{216} = \frac{216}{216} = 1\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeiten: \(P(X=0) = \frac{125}{216} \approx 0{,}579\); \(P(X=1) = \frac{75}{216} \approx 0{,}347\); \(P(X=2) = \frac{15}{216} \approx 0{,}069\); \(P(X=3) = \frac{1}{216} \approx 0{,}005\). b) Die Summe ist \(\frac{125+75+15+1}{216} = 1\).
42575012
In einer Urne befinden sich drei Kugeln mit den Aufschriften 1, 2 und 3. Es wird dreimal nacheinander eine Kugel mit Zurücklegen gezogen. Die Ziffern der Ziehungen werden mit \(z_1, z_2, z_3\) bezeichnet. Man betrachtet die Teilsummen \(s_1 = z_1\), \(s_2 = z_1 + z_2\) und \(s_3 = z_1 + z_2 + z_3\). Die Zufallsgröße \(X\) gibt an, wie viele dieser drei Teilsummen einen geraden Wert annehmen. Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) und gib diese in Form einer Tabelle an.

Denkanstöße

- Erstelle ein Baumdiagramm, das sich nur auf die Eigenschaft „gerade“ oder „ungerade“ der gezogenen Ziffern bezieht. - Notiere an jedem Endknoten die Werte der Teilsummen \(s_1, s_2, s_3\) und zähle, wie viele davon gerade sind. - Beachte, dass die Wahrscheinlichkeiten für „gerade“ (\(1/3\)) und „ungerade“ (\(2/3\)) nicht gleich sind. - Überprüfe am Ende, ob die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in deiner Tabelle genau 1 ergibt.

Lösung

1. Identifikation der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{gerade}) = P(\{2\}) = \frac{1}{3}\) und \(P(\text{ungerade}) = P(\{1, 3\}) = \frac{2}{3}\). 2. Analyse der Pfade im Baumdiagramm (U = ungerade, G = gerade): - \(z_1=U, z_2=G, z_3=G \implies (s_1, s_2, s_3)=(U, U, U)\), \(X=0\). \(P(X=0) = \frac{2}{3} \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3} = \frac{2}{27}\). - \(X=1\) tritt auf bei den Pfaden \((U, G, U)\), \((U, U, U)\) und \((G, U, G)\). Berechnung: \(P(U, G, U) = \frac{2}{3} \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{2}{3} = \frac{4}{27}\); \(P(U, U, U) = \frac{2}{3} \cdot \frac{2}{3} \cdot \frac{2}{3} = \frac{8}{27}\); \(P(G, U, G) = \frac{1}{3} \cdot \frac{2}{3} \cdot \frac{1}{3} = \frac{2}{27}\). Summe \(P(X=1) = \frac{14}{27}\). - \(X=2\) tritt auf bei \((U, U, G)\), \((G, U, U)\) und \((G, G, U)\). Berechnung: \(P(U, U, G) = \frac{2}{3} \cdot \frac{2}{3} \cdot \frac{1}{3} = \frac{4}{27}\); \(P(G, U, U) = \frac{1}{3} \cdot \frac{2}{3} \cdot \frac{2}{3} = \frac{4}{27}\); \(P(G, G, U) = \frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{2}{3} = \frac{2}{27}\). Summe \(P(X=2) = \frac{10}{27}\). - \(X=3\) tritt nur bei \((G, G, G)\) auf. \(P(X=3) = \frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3} = \frac{1}{27}\). 3. Zusammenstellung der Tabelle und Kontrolle der Summe: \(\frac{2+14+10+1}{27} = 1\).

Antwort

<table border="1"> <tr> <td>\(k\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> </tr> <tr> <td>\(P(X=k)\)</td> <td>\(\frac{2}{27}\)</td> <td>\(\frac{14}{27}\)</td> <td>\(\frac{10}{27}\)</td> <td>\(\frac{1}{27}\)</td> </tr> </table>
43097812
Ein Logistikunternehmen wertet die jährliche Fahrleistung seiner Fahrzeuge aus. Dabei werden zwei Fahrzeugtypen unterschieden. Die Zufallsgrößen \(X_1\) und \(X_2\) beschreiben die jährliche Fahrleistung eines Kleintransporters beziehungsweise eines schweren Lkw. Die Fahrleistung wird in \(1000\,\text{km}\) gemessen. Die Tabelle zeigt die kumulierten relativen Häufigkeiten der jährlichen Fahrleistungen: <table> <thead> <tr> <th>Fahrleistung bis zu ... \(1000\,\text{km}\)</th> <th>Kleintransporter \(X_1\)</th> <th>Schwere Lkw \(X_2\)</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <td>20</td> <td>\(0{,}12\)</td> <td>\(0{,}04\)</td> </tr> <tr> <td>40</td> <td>\(0{,}38\)</td> <td>\(0{,}15\)</td> </tr> <tr> <td>60</td> <td>\(0{,}65\)</td> <td>\(0{,}32\)</td> </tr> <tr> <td>80</td> <td>\(0{,}84\)</td> <td>\(0{,}58\)</td> </tr> <tr> <td>100</td> <td>\(0{,}95\)</td> <td>\(0{,}82\)</td> </tr> <tr> <td>120</td> <td>\(1{,}00\)</td> <td>\(1{,}00\)</td> </tr> </tbody> </table> Beantworte die folgenden Fragen: a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig gewählter schwerer Lkw mehr als \(80\,000\,\text{km}\) pro Jahr fährt? b) Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten \(P(40 < X_1 \le 80)\) und \(P(40 < X_2 \le 80)\). Welcher Fahrzeugtyp hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine Fahrleistung in diesem Intervall zu erbringen? c) In welchem der Intervalle \([0; 40]\), \(]40; 80]\) oder \(]80; 120]\) liegt bei den Kleintransportern die höchste Wahrscheinlichkeit?

Denkanstöße

- Beachte, dass die Tabellenwerte bereits die Summe der Wahrscheinlichkeiten bis zu diesem Punkt darstellen. - Wie berechnet man den Anteil in einem Bereich, wenn man nur die Gesamtsummen bis zu den Rändern kennt? - Lies die Werte für beide Fahrzeugtypen getrennt aus den entsprechenden Spalten ab. - Um Intervalle zu vergleichen, musst du für jedes Intervall die Differenz der kumulierten Werte am oberen und unteren Rand bilden.

Lösung

1. Berechnung von \(P(X_2 > 80)\): Über die Gegenwahrscheinlichkeit gilt \(1 - P(X_2 \le 80) = 1 - 0{,}58 = 0{,}42\). 2. Vergleich der Intervallwahrscheinlichkeiten für \(]40; 80]\): Für \(X_1\): \(P(40 < X_1 \le 80) = P(X_1 \le 80) - P(X_1 \le 40) = 0{,}84 - 0{,}38 = 0{,}46\). Für \(X_2\): \(P(40 < X_2 \le 80) = P(X_2 \le 80) - P(X_2 \le 40) = 0{,}58 - 0{,}15 = 0{,}43\). Der Kleintransporter (\(X_1\)) hat mit \(0{,}46\) die höhere Wahrscheinlichkeit. 3. Untersuchung der Intervalle für \(X_1\): \(P(0 \le X_1 \le 40) = 0{,}38\). \(P(40 < X_1 \le 80) = 0{,}46\). \(P(80 < X_1 \le 120) = 1{,}00 - 0{,}84 = 0{,}16\). Die höchste Wahrscheinlichkeit liegt im Intervall \(]40; 80]\) mit \(0{,}46\).

Antwort

a) \(P(X_2 > 80) = 0{,}42\) b) \(P(40 < X_1 \le 80) = 0{,}46\) und \(P(40 < X_2 \le 80) = 0{,}43\). Die Wahrscheinlichkeit ist bei den Kleintransportern (\(X_1\)) höher. c) Die höchste Wahrscheinlichkeit liegt im Intervall \(]40; 80]\) mit \(0{,}46\).
43118412
Es werden zwei verschiedene Zufallsexperimente verglichen: Experiment A: Zwei faire 4-seitige Würfel (Tetraeder mit den Zahlen 1 bis 4) werden geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Augensumme an. Experiment B: Eine faire Münze mit den Zahlen 1 und 2 auf ihren Seiten und ein fairer 6-seitiger Würfel (Zahlen 1 bis 6) werden geworfen. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt die Augensumme an. a) Bestimme für beide Zufallsgrößen die Wahrscheinlichkeit, dass die Augensumme genau \(5\) beträgt. Bei welchem Experiment ist dieser Wert höher? b) Untersuche rechnerisch, ob die Wahrscheinlichkeit für eine Augensumme von mindestens \(7\) bei beiden Experimenten gleich groß ist. c) Berechne den Erwartungswert für beide Zufallsgrößen und vergleiche die Ergebnisse.

Denkanstöße

- Bestimme für jedes Experiment separat die Gesamtzahl der möglichen Elementarereignisse. - Liste für die gesuchten Summen alle günstigen Zahlenpaare systematisch auf. - „Mindestens 7“ bedeutet, dass die Summe 7 oder größer sein darf. - Nutze für den Erwartungswert die Linearität: Der Erwartungswert einer Summe ist die Summe der Erwartungswerte der Einzelwürfel.

Lösung

1. Experiment A: \(4 \cdot 4 = 16\) Ergebnisse. Kombinationen für \(X=5\): \((1,4), (2,3), (3,2), (4,1)\), also \(P(X=5) = \frac{4}{16} = 0{,}25\). 2. Experiment B: \(2 \cdot 6 = 12\) Ergebnisse. Kombinationen für \(Y=5\): \((1,4), (2,3)\), also \(P(Y=5) = \frac{2}{12} = \frac{1}{6} \approx 0{,}1667\). Die Wahrscheinlichkeit ist bei Experiment A höher. 3. Wahrscheinlichkeit für mindestens 7: Bei A: \(X=7: (3,4), (4,3)\); \(X=8: (4,4)\). Insgesamt \(3\) von \(16\), also \(P(X \ge 7) = \frac{3}{16} = 0{,}1875\). Bei B: \(Y=7: (1,6), (2,5)\); \(Y=8: (2,6)\). Insgesamt \(3\) von \(12\), also \(P(Y \ge 7) = \frac{3}{12} = 0{,}25\). Die Wahrscheinlichkeiten sind nicht gleich groß. 4. Erwartungswerte: \(E(X) = E(W_4) + E(W_4) = 2{,}5 + 2{,}5 = 5\). \(E(Y) = E(M_2) + E(W_6) = 1{,}5 + 3{,}5 = 5\). Beide Erwartungswerte sind mit \(5\) identisch.

Antwort

a) \(P(X=5) = 0{,}25\); \(P(Y=5) = \frac{1}{6} \approx 0{,}1667\). Bei Experiment A ist sie höher. b) Nein, sie sind nicht gleich groß: \(P(X \ge 7) = 0{,}1875\) und \(P(Y \ge 7) = 0{,}25\). c) \(E(X) = 5\) und \(E(Y) = 5\). Die Erwartungswerte sind gleich.
43206612
Das abgebildete Glücksrad hat 6 gleich große Sektoren, die mit den Zahlen 0, 2 und 5 beschriftet sind. Das Glücksrad wird zweimal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Summe der beiden erzielten Zahlen. a) Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) in einer Tabelle dar. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) dieser Zufallsgröße.
Abbildung zur Aufgabe 432066

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Ergebnisse bei einem einzelnen Dreh möglich sind und mit welchen Wahrscheinlichkeiten sie auftreten. - Welche verschiedenen Summen können entstehen, wenn das Rad zweimal gedreht wird? Liste alle diese möglichen Summen systematisch auf. - Berechne für jede mögliche Summe die Wahrscheinlichkeit, indem du alle Pfade im Baumdiagramm addierst, die zu dieser Summe führen. - Wie ist der Erwartungswert einer Zufallsgröße definiert? Nutze die Formel, bei der jeder mögliche Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit multipliziert und die Ergebnisse addiert werden. - Kannst du den Erwartungswert für das zweimalige Drehen auch direkt aus dem Erwartungswert für ein einmaliges Drehen bestimmen?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Zahlen bei einem Dreh: \(P(0) = \frac{3}{6} = \frac{1}{2}\) \(P(2) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) \(P(5) = \frac{1}{6}\) 2. Bestimmung der möglichen Werte für die Summe \(X\) und deren Wahrscheinlichkeiten: \(X = 0\): Pfad \((0, 0) \implies P(X=0) = \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{2} = \frac{1}{4}\) \(X = 2\): Pfade \((0, 2), (2, 0) \implies P(X=2) = 2 \cdot \left(\frac{1}{2} \cdot \frac{1}{3}\right) = \frac{1}{3}\) \(X = 4\): Pfad \((2, 2) \implies P(X=4) = \frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3} = \frac{1}{9}\) \(X = 5\): Pfade \((0, 5), (5, 0) \implies P(X=5) = 2 \cdot \left(\frac{1}{2} \cdot \frac{1}{6}\right) = \frac{1}{6}\) \(X = 7\): Pfade \((2, 5), (5, 2) \implies P(X=7) = 2 \cdot \left(\frac{1}{3} \cdot \frac{1}{6}\right) = \frac{1}{9}\) \(X = 10\): Pfad \((5, 5) \implies P(X=10) = \frac{1}{6} \cdot \frac{1}{6} = \frac{1}{36}\) 3. Berechnung des Erwartungswerts \(E(X)\): Über die Verteilung: \(E(X) = 0 \cdot \frac{1}{4} + 2 \cdot \frac{1}{3} + 4 \cdot \frac{1}{9} + 5 \cdot \frac{1}{6} + 7 \cdot \frac{1}{9} + 10 \cdot \frac{1}{36} = \frac{24}{36} + \frac{16}{36} + \frac{30}{36} + \frac{28}{36} + \frac{10}{36} = \frac{108}{36} = 3\) Alternativ über die Linearität des Erwartungswerts: Der Erwartungswert für einen einzelnen Dreh ist \(E(Y) = 0 \cdot \frac{1}{2} + 2 \cdot \frac{1}{3} + 5 \cdot \frac{1}{6} = 1{,}5\). Bei zwei Drehs gilt \(E(X) = 2 \cdot E(Y) = 2 \cdot 1{,}5 = 3\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) lautet: <table> <thead> <tr> <th>\(k\)</th> <th>0</th> <th>2</th> <th>4</th> <th>5</th> <th>7</th> <th>10</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <th>\(P(X = k)\)</th> <td>\(\frac{1}{4}\)</td> <td>\(\frac{1}{3}\)</td> <td>\(\frac{1}{9}\)</td> <td>\(\frac{1}{6}\)</td> <td>\(\frac{1}{9}\)</td> <td>\(\frac{1}{36}\)</td> </tr> </tbody> </table> b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 3\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.