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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Binomial-Punktwahrscheinlichkeiten

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42341712
Gib für die folgenden Ausdrücke einer Bernoulli-Kette jeweils die Werte der Parameter \(n\), \(p\) und \(k\) an. a) \(P(X = 11) = \binom{20}{11} \cdot 0{,}75^{11} \cdot 0{,}25^9\) b) \(P(X = 2) = \binom{50}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{48}\) c) \(P(X = 5) = \binom{9}{5} \cdot \left(\frac{1}{4}\right)^5 \cdot \left(\frac{3}{4}\right)^4\)

Denkanstöße

- Überlege, welche Zahl in der Formel für die Gesamtzahl der Versuche steht. - Welche Zahl gibt an, wie oft das gewünschte Ereignis eintreten soll? - Wo in der Formel findest du die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer? - Wie hängen die Exponenten mit der Gesamtzahl der Versuche zusammen?

Lösung

Die Parameter werden direkt aus der allgemeinen Formel der Binomialverteilung \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) abgelesen: 1. In Aufgabenteil a) ist die Anzahl der Versuche \(n = 20\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}75\) und die Anzahl der Treffer \(k = 11\). 2. In Aufgabenteil b) ist die Anzahl der Versuche \(n = 50\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}05\) und die Anzahl der Treffer \(k = 2\). 3. In Aufgabenteil c) ist die Anzahl der Versuche \(n = 9\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{4}\) und die Anzahl der Treffer \(k = 5\).

Antwort

a) \(n = 20\); \(p = 0{,}75\); \(k = 11\) b) \(n = 50\); \(p = 0{,}05\); \(k = 2\) c) \(n = 9\); \(p = \frac{1}{4}\); \(k = 5\)
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Bei einer Bernoulli-Kette mit \(n = 16\) Versuchen und einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p = \frac{1}{3}\) soll die Wahrscheinlichkeit für genau \(k = 4\) Erfolge berechnet werden. a) Stelle den vollständigen Term für \(P(X = 4)\) auf. b) Bestimme den Wert des Exponenten, der bei der Gegenwahrscheinlichkeit steht, und gib an, wie man diesen allgemein aus \(n\) und \(k\) berechnet.

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Aufbau der Bernoulli-Formel: Trefferzahl, Trefferwahrscheinlichkeit und Gegenwahrscheinlichkeit. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis nicht eintritt, wenn man die Erfolgswahrscheinlichkeit kennt? - Wenn du insgesamt 16-mal wirfst und 4-mal triffst, wie oft triffst du dann nicht? - Die Summe der beiden Exponenten muss immer der Gesamtzahl der Versuche entsprechen.

Lösung

1. Aufstellen des Terms: Die Formel für die Binomialverteilung lautet \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Einsetzen der gegebenen Werte \(n = 16\), \(p = \frac{1}{3}\) und \(k = 4\) ergibt \(P(X = 4) = \binom{16}{4} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^4 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^{12}\). 2. Bestimmung des Exponenten: Der Exponent der Gegenwahrscheinlichkeit \((1 - p) = \frac{2}{3}\) ist \(12\). 3. Allgemeine Berechnung: Der Exponent entspricht der Anzahl der Misserfolge und wird allgemein durch die Differenz \(n - k\) berechnet. Hier: \(16 - 4 = 12\).

Antwort

a) \(P(X = 4) = \binom{16}{4} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^4 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^{12}\) b) Der Exponent ist \(12\). Er wird allgemein über \(n - k\) berechnet.
42342312
Eine Basketballspielerin trifft ihre Freiwürfe mit einer Wahrscheinlichkeit von \( p = 0{,}6 \). Bei einem Training wirft sie eine Serie von fünf Freiwürfen. Berechne mithilfe der Bernoulli-Formel die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie in dieser Serie genau drei Treffer erzielt.

Denkanstöße

- Welche Werte für die Gesamtzahl der Versuche und die Trefferwahrscheinlichkeit sind gegeben? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für die Misserfolge? - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine genaue Anzahl an Treffern in einer Kette von Versuchen zu bestimmen? - Überlege, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, die Treffer auf die Versuche zu verteilen.

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Bernoulli-Kette: Länge \( n = 5 \), Trefferwahrscheinlichkeit \( p = 0{,}6 \), Gegenwahrscheinlichkeit \( q = 1 - p = 0{,}4 \) und Anzahl der Treffer \( k = 3 \). 2. Aufstellen der Bernoulli-Formel: \( P(X = 3) = \binom{5}{3} \cdot 0{,}6^3 \cdot 0{,}4^{5-3} \). 3. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \( \binom{5}{3} = 10 \). 4. Berechnung der Potenzen: \( 0{,}6^3 = 0{,}216 \) und \( 0{,}4^2 = 0{,}16 \). 5. Multiplikation der Teilergebnisse: \( 10 \cdot 0{,}216 \cdot 0{,}16 = 0{,}3456 \).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \( 0{,}3456 \) (oder \( 34{,}56\,\% \)).
42342412
In einem Produktionsprozess sind erfahrungsgemäß \( 20\,\% \) der hergestellten Bauteile fehlerhaft. Es wird eine Stichprobe von zehn Bauteilen entnommen, wobei die Entnahme als Bernoulli-Kette angesehen werden kann. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich in der Stichprobe genau zwei fehlerhafte Bauteile befinden.

Denkanstöße

- Was genau wird hier als „Treffer“ definiert und wie hoch ist die zugehörige Wahrscheinlichkeit? - Wie viele Versuche werden insgesamt durchgeführt? - Hast du die Gegenwahrscheinlichkeit korrekt bestimmt? - Nutze die Formel für genau \( k \) Treffer in \( n \) Versuchen.

Lösung

1. Bestimmung der Parameter: \( n = 10 \) (Stichprobenumfang), \( p = 0{,}2 \) (Wahrscheinlichkeit für ein fehlerhaftes Bauteil), \( q = 0{,}8 \) (Wahrscheinlichkeit für ein einwandfreies Bauteil) und \( k = 2 \) (gesuchte Anzahl fehlerhafter Bauteile). 2. Anwendung der Bernoulli-Formel: \( P(X = 2) = \binom{10}{2} \cdot 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^8 \). 3. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \( \binom{10}{2} = \frac{10 \cdot 9}{2 \cdot 1} = 45 \). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit: \( 45 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}16777216 = 1{,}8 \cdot 0{,}16777216 \approx 0{,}3020 \).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \( 0{,}3020 \) (oder \( 30{,}20\,\% \)).
42343312
Ein Bogenschütze trifft das Zentrum einer Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er gibt insgesamt \(4\) Schüsse ab. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er bei dieser Serie genau \(2\)-mal ins Zentrum trifft.

Denkanstöße

- Überlege, ob sich die Wahrscheinlichkeit bei jedem Schuss ändert oder gleich bleibt. - Welche Werte für die Gesamtzahl der Versuche und die Anzahl der Treffer sind gegeben? - Gibt es eine Formel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Erfolgen direkt berechnen kann? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die Treffer auf die Schüsse zu verteilen?

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Bernoulli-Kette: Die Trefferwahrscheinlichkeit ist \(p = 0{,}6\), die Anzahl der Versuche beträgt \(n = 4\) und die Anzahl der gewünschten Treffer ist \(k = 2\). 2. Berechnung des Binomialkoeffizienten für die Anzahl der Pfade im Baumdiagramm: \(\binom{4}{2} = 6\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades mit genau zwei Treffern und zwei Fehlwürfen: \(0{,}6^2 \cdot (1 - 0{,}6)^{4 - 2} = 0{,}36 \cdot 0{,}16 = 0{,}0576\). 4. Bestimmung der Gesamtwahrscheinlichkeit durch Multiplikation: \(P(X = 2) = 6 \cdot 0{,}0576 = 0{,}3456\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}3456\) (oder \(34{,}56\,\%\)).
42343412
Ein Gärtner weiß aus Erfahrung, dass Blumensamen einer bestimmten Sorte mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\) keimen. Er pflanzt \(7\) dieser Samen in einen Topf. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(5\) der Samen keimen.

Denkanstöße

- Kannst du die Situation als ein mehrstufiges Zufallsexperiment mit zwei Ausgängen („keimt“, „keimt nicht“) beschreiben? - Welche Parameter für die Bernoulli-Formel lassen sich aus dem Text ablesen? - Denke an die Struktur eines Baumdiagramms – wie viele Endknoten entsprechen genau fünf Keimungen? - Achte darauf, auch die Wahrscheinlichkeit für die Samen einzubeziehen, die nicht keimen.

Lösung

1. Festlegen der Parameter der Bernoulli-Kette: Die Erfolgswahrscheinlichkeit pro Samen ist \(p = 0{,}8\), die Gesamtzahl der Samen ist \(n = 7\) und die Anzahl der keimenden Samen soll \(k = 5\) sein. 2. Berechnung der Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten: \(\binom{7}{5} = \frac{7 \cdot 6}{2 \cdot 1} = 21\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine spezifische Kombination von 5 Keimungen und 2 Nicht-Keimungen: \(0{,}8^5 \cdot 0{,}2^2 = 0{,}32768 \cdot 0{,}04 = 0{,}0131072\). 4. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit: \(P(X = 5) = 21 \cdot 0{,}0131072 = 0{,}2752512\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}2752512\) (ca. \(27{,}53\,\%\)).
42345312
Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten einer binomialverteilten Zufallsgröße mit deinem Taschenrechner. Runde die Ergebnisse auf vier Dezimalstellen. a) \(B_{15; 0{,}2}(3)\) b) \(B_{20; 0{,}45}(10)\) c) \(B_{50; 0{,}05}(2)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) in die Formel der Binomialverteilung eingesetzt werden müssen. - Viele Taschenrechner haben eine spezielle Funktion für die Binomialverteilung (oft als „Binomial-PD“ oder „binompdf“ bezeichnet). - Achte beim Runden genau auf die fünfte Dezimalstelle.

Lösung

1. Berechnung von \(B_{15; 0{,}2}(3)\): Anwendung der Formel \(P(X=3) = \binom{15}{3} \cdot 0{,}2^3 \cdot 0{,}8^{12}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}2501\). 2. Berechnung von \(B_{20; 0{,}45}(10)\): Anwendung der Formel \(P(X=10) = \binom{20}{10} \cdot 0{,}45^{10} \cdot 0{,}55^{10}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}1593\). 3. Berechnung von \(B_{50; 0{,}05}(2)\): Anwendung der Formel \(P(X=2) = \binom{50}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{48}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}2611\).

Antwort

a) \(B_{15; 0{,}2}(3) \approx 0{,}2501\) b) \(B_{20; 0{,}45}(10) \approx 0{,}1593\) c) \(B_{50; 0{,}05}(2) \approx 0{,}2611\)
42345612
In einer Großstadt nutzen laut einer Statistik \(65\,\%\) der Einwohner regelmäßig das Fahrrad. Für eine Umfrage werden \(n = 100\) Personen zufällig ausgewählt. Es wird davon ausgegangen, dass die Auswahl einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) entspricht. Berechne mit Hilfe eines wissenschaftlichen Taschenrechners (WTR) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den Befragten genau \(60\) Personen regelmäßig das Fahrrad nutzen. Gib das Ergebnis als Dezimalzahl (gerundet auf vier Nachkommastellen) an.

Denkanstöße

- Notiere dir zuerst die Werte für die Gesamtzahl, die Trefferzahl und die Erfolgswahrscheinlichkeit. - Überlege, ob du eine einzelne Wahrscheinlichkeit oder eine summierte Wahrscheinlichkeit berechnen musst. - Suche im Menü deines Taschenrechners nach den Verteilungsfunktionen.

Lösung

1. Parameter identifizieren: Die Trefferwahrscheinlichkeit ist \(p = 0{,}65\), die Anzahl der Versuche ist \(n = 100\) und die Anzahl der Treffer ist \(k = 60\). 2. Mathematisches Modell: Gesucht ist der Wert der Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung \(B_{100; 0{,}65}(60)\) bzw. \(P(X = 60)\). 3. Berechnung mit dem WTR: Mit der Funktion für Binomial-Einzelwahrscheinlichkeiten ergibt sich \(P(X = 60) = \binom{100}{60} \cdot 0{,}65^{60} \cdot 0{,}35^{40}\). 4. Ergebnis: Der Taschenrechner liefert den Wert \(P(X = 60) \approx 0{,}0474\).

Antwort

\(P(X = 60) \approx 0{,}0474\)
42690412
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(15\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei allen Fragen rein zufällig. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer genau \(5\) Fragen richtig beantwortet.

Denkanstöße

- Handelt es sich hier um eine Kette von unabhängigen Versuchen mit jeweils gleicher Erfolgswahrscheinlichkeit? - Was ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer einzelnen Frage durch Raten richtig zu liegen? - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Treffern in einer Versuchsreihe zu berechnen?

Lösung

1. Identifikation des Modells: Bernoulli-Kette der Länge \(n = 15\) mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}25\). 2. Anwendung der Formel von Bernoulli für \(k = 5\) Treffer: \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). 3. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{15}{5} = 3003\). 4. Einsetzen der Werte: \(P(X=5) = 3003 \cdot 0{,}25^5 \cdot 0{,}75^{10}\). 5. Numerische Auswertung: \(P(X=5) \approx 3003 \cdot 0{,}0009766 \cdot 0{,}05631 \approx 0{,}1651\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(16{,}51\,\%\).
42340712
Gegeben ist die Wahrscheinlichkeit einer Bernoulli-Kette in der Form \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Bestimme die fehlenden Werte \(k\), \(p\) und \(m\) in der folgenden Gleichung und berechne anschließend das Ergebnis auf vier Nachkommastellen gerundet: \(P(X = 6) = \binom{15}{k} \cdot p^6 \cdot 0{,}75^m\)

Denkanstöße

- Welche Rolle spielen die Exponenten in der Bernoulli-Formel im Verhältnis zur Gesamtzahl der Versuche? - Wie hängen die Basis der ersten Potenz und die Basis der zweiten Potenz zusammen? - Erinnere dich an den Aufbau des Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k}\) im Kontext der Trefferzahl.

Lösung

1. Vergleich mit der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) zeigt, dass \(k = 6\) ist. 2. Aus dem Exponenten der Gegenwahrscheinlichkeit folgt \(m = n - k = 15 - 6 = 9\). 3. Da \(1 - p = 0{,}75\) ist, ergibt sich die Erfolgswahrscheinlichkeit zu \(p = 1 - 0{,}75 = 0{,}25\). 4. Berechnung des Wertes: \(P(X = 6) = \binom{15}{6} \cdot 0{,}25^6 \cdot 0{,}75^9 = 5005 \cdot 0{,}25^6 \cdot 0{,}75^9 \approx 0{,}0917\).

Antwort

\(k = 6\), \(p = 0{,}25\), \(m = 9\) \(P(X = 6) \approx 0{,}0917\)
42340812
Vervollständige die folgenden Terme der Bernoulli-Formel für eine Zufallsgröße \(X\), die binomialverteilt nach \(B_{n; p}\) ist. Bestimme jeweils die fehlenden Werte für die Platzhalter. a) \(P(X = 3) = \binom{10}{\square} \cdot 0{,}4^{\triangle} \cdot 0{,}6^{\bigcirc}\) b) \(P(X = \square) = \binom{n}{5} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^5 \cdot \triangle^7\) c) \(P(X = 2) = \binom{\square}{2} \cdot p^2 \cdot (1-p)^{8}\)

Denkanstöße

- Die Summe der Exponenten in einem Bernoulli-Term entspricht immer der Gesamtzahl der Versuche \(n\). - Die Zahl unten im Binomialkoeffizienten entspricht der Anzahl der Erfolge \(k\). - Die beiden Wahrscheinlichkeiten in den Klammern müssen sich zu \(1\) ergänzen.

Lösung

1. Teilaufgabe a): Da die Wahrscheinlichkeit für \(X=3\) gesucht ist, muss \(k=3\) gelten. Damit ist \(\square = 3\) und der Exponent der Erfolgswahrscheinlichkeit \(\triangle = 3\). Der Exponent der Gegenwahrscheinlichkeit ist \(n-k = 10-3=7\), also \(\bigcirc = 7\). 2. Teilaufgabe b): Der untere Wert im Binomialkoeffizienten gibt die Trefferzahl an, also \(\square = 5\). Die Summe der Exponenten ergibt die Gesamtzahl der Versuche \(n = 5 + 7 = 12\). Die Basis der zweiten Potenz ist die Gegenwahrscheinlichkeit \(\triangle = 1 - \frac{1}{3} = \frac{2}{3}\). 3. Teilaufgabe c): Die Summe der Exponenten von \(p\) und \((1-p)\) entspricht \(n\). Da die Exponenten \(2\) und \(8\) sind, gilt \(n = 2 + 8 = 10\), also \(\square = 10\).

Antwort

a) \(\square = 3\), \(\triangle = 3\), \(\bigcirc = 7\) b) \(\square = 5\), \(\triangle = \frac{2}{3}\) (mit \(n = 12\)) c) \(\square = 10\)
42341212
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 12\) und \(p = \frac{1}{4}\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 4)\). Gib das Ergebnis auf vier Dezimalstellen gerundet an.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen „Nicht-Treffer“ ist. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die 4 Treffer auf die 12 Plätze der Kette zu verteilen? - Achte beim Rechnen mit Brüchen darauf, die Potenzen korrekt anzuwenden. - Vergiss nicht, das Endergebnis wie gefordert zu runden.

Lösung

1. Festlegen der Parameter: \(n = 12\), \(k = 4\), \(p = 0{,}25\), \(q = 0{,}75\). 2. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{12}{4} = \frac{12 \cdot 11 \cdot 10 \cdot 9}{4 \cdot 3 \cdot 2 \cdot 1} = 495\). 3. Aufstellen des Terms nach Bernoulli: \(P(X = 4) = \binom{12}{4} \cdot \left(\frac{1}{4}\right)^4 \cdot \left(\frac{3}{4}\right)^8\). 4. Numerische Auswertung: \(495 \cdot 0{,}25^4 \cdot 0{,}75^8 \approx 495 \cdot 0{,}003906 \cdot 0{,}100113 \approx 0{,}193578\). 5. Rundung auf vier Dezimalstellen: \(0{,}1936\).

Antwort

\(P(X = 4) \approx 0{,}1936\)
42341612
Ein Bogenschütze trifft sein Ziel mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er gibt insgesamt 12 Schüsse ab. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Fälle: a) Er erzielt genau 10 Treffer. b) Er erzielt genau 8 Treffer. c) Er erzielt keinen einzigen Treffer.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer und einen Fehlschuss als Dezimalzahl. - Wie oft wird das Experiment insgesamt durchgeführt? - Nutze die Formel für die Binomialverteilung für eine feste Anzahl an Treffern. - Achte bei sehr kleinen Ergebnissen auf die Anzahl der Nachkommastellen oder die Angabe in Prozent.

Lösung

Es liegt eine Bernoulli-Kette mit \(n = 12\) und der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}8\) vor. 1. Für a) berechnet man mit \(k = 10\): \(P(X = 10) = \binom{12}{10} \cdot 0{,}8^{10} \cdot 0{,}2^2 = 66 \cdot 0{,}1073741824 \cdot 0{,}04 \approx 0{,}2835\). 2. Für b) berechnet man mit \(k = 8\): \(P(X = 8) = \binom{12}{8} \cdot 0{,}8^8 \cdot 0{,}2^4 = 495 \cdot 0{,}16777216 \cdot 0{,}0016 \approx 0{,}1329\). 3. Für c) berechnet man mit \(k = 0\): \(P(X = 0) = \binom{12}{0} \cdot 0{,}8^0 \cdot 0{,}2^{12} = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}000000004096 = 4{,}096 \cdot 10^{-9}\). Das entspricht \(0{,}0000004096\,\%\).

Antwort

a) \(P \approx 28{,}35\,\%\) b) \(P \approx 13{,}29\,\%\) c) \(P = 4{,}096 \cdot 10^{-9}\) (bzw. \(0{,}0000004096\,\%\))
42341912
In einer Fabrik werden Bauteile an zwei verschiedenen Maschinen hergestellt. Maschine A produziert mit einer Wahrscheinlichkeit von \(90\,\%\) ein einwandfreies Bauteil, während Maschine B eine Erfolgsquote von \(70\,\%\) hat. Von beiden Maschinen werden Stichproben von jeweils 5 Bauteilen entnommen. Bei welcher Maschine ist es wahrscheinlicher, dass in der Stichprobe genau 4 der 5 Bauteile einwandfrei sind? Begründe deine Entscheidung durch Rechnung.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie viele Möglichkeiten es gibt, dass genau eines der fünf Bauteile defekt ist. - Hilft dir ein Baumdiagramm oder eine Formel für mehrstufige Zufallsversuche weiter? - Berechne die Wahrscheinlichkeiten für beide Maschinen getrennt und vergleiche sie am Ende.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Maschine A (\(n=5\), \(k=4\), \(p=0{,}9\)): \(P(A=4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}9^4 \cdot 0{,}1^1 = 5 \cdot 0{,}6561 \cdot 0{,}1 = 0{,}32805\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Maschine B (\(n=5\), \(k=4\), \(p=0{,}7\)): \(P(B=4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}7^4 \cdot 0{,}3^1 = 5 \cdot 0{,}2401 \cdot 0{,}3 = 0{,}36015\). 3. Vergleich der Ergebnisse: Da \(0{,}36015 > 0{,}32805\), ist es bei Maschine B wahrscheinlicher, genau 4 einwandfreie Bauteile zu erhalten.

Antwort

Es ist bei Maschine B wahrscheinlicher (ca. \(36\,\%\)), dass genau 4 von 5 Bauteilen einwandfrei sind, verglichen mit Maschine A (ca. \(33\,\%\)).
42342012
Zwei Bogenschützen, Jan und Lea, trainieren für einen Wettkampf. Jan trifft das Zentrum der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(50\,\%\), während Leas Trefferquote bei \(75\,\%\) liegt. Beide geben jeweils drei Schüsse ab. Welches Ereignis hat eine höhere Wahrscheinlichkeit: Dass Jan genau zwei Treffer im Zentrum erzielt oder dass Lea bei allen drei Schüssen das Zentrum trifft?

Denkanstöße

- Bestimme für beide Personen die Anzahl der Versuche und die jeweilige Trefferwahrscheinlichkeit. - Wie viele verschiedene Pfade im Baumdiagramm führen bei Jan zu genau zwei Treffern? - Wie viele Pfade führen bei Lea zu drei Treffern? - Vergleiche die beiden berechneten Dezimalzahlen oder Prozentsätze.

Lösung

1. Wahrscheinlichkeit für Jan berechnen (genau 2 Treffer bei 3 Versuchen mit \(p=0{,}5\)): \(P(J=2) = \binom{3}{2} \cdot 0{,}5^2 \cdot 0{,}5^1 = 3 \cdot 0{,}25 \cdot 0{,}5 = 0{,}375\). 2. Wahrscheinlichkeit für Lea berechnen (genau 3 Treffer bei 3 Versuchen mit \(p=0{,}75\)): \(P(L=3) = 0{,}75^3 = 0{,}421875\). 3. Vergleich: Da \(0{,}421875 > 0{,}375\), ist das Ereignis von Lea wahrscheinlicher.

Antwort

Es ist wahrscheinlicher, dass Lea alle drei Schüsse ins Zentrum setzt (\(P \approx 0{,}422\)), als dass Jan genau zwei Treffer erzielt (\(P = 0{,}375\)).
42344112
Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten einer binomialverteilten Zufallsgröße mit der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Runde das Ergebnis gegebenenfalls auf vier Nachkommastellen. a) \(B_{5; 0{,}4}(3)\) b) \(B_{6; 0{,}1}(2)\) c) \(B_{4; 0{,}5}(0)\)

Denkanstöße

- Bestimme für jede Teilaufgabe die Werte für \(n\), \(p\) und \(k\). - Vergiss nicht, die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p\) zu berechnen. - Denke daran, wie man den Binomialkoeffizienten „n über k“ berechnet oder im Taschenrechner findet.

Lösung

1. Berechnung von \(B_{5; 0{,}4}(3)\): \(\binom{5}{3} \cdot 0{,}4^3 \cdot 0{,}6^2 = 10 \cdot 0{,}064 \cdot 0{,}36 = 0{,}2304\). 2. Berechnung von \(B_{6; 0{,}1}(2)\): \(\binom{6}{2} \cdot 0{,}1^2 \cdot 0{,}9^4 = 15 \cdot 0{,}01 \cdot 0{,}6561 = 0{,}098415 \approx 0{,}0984\). 3. Berechnung von \(B_{4; 0{,}5}(0)\): \(\binom{4}{0} \cdot 0{,}5^0 \cdot 0{,}5^4 = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}0625 = 0{,}0625\).

Antwort

a) \(0{,}2304\) b) \(\approx 0{,}0984\) c) \(0{,}0625\)
42344212
Gegeben ist eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 10\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}2\). Untersuche rechnerisch, welches der beiden Ereignisse \(X = 1\) oder \(X = 2\) wahrscheinlicher ist.

Denkanstöße

- Berechne zunächst beide Wahrscheinlichkeiten einzeln mit der Bernoulli-Formel. - Achte darauf, genügend Nachkommastellen mitzuführen, um einen sicheren Vergleich zu ermöglichen. - Was sagt das Ergebnis über die Verteilung der Wahrscheinlichkeiten aus?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(X = 1\): \(P(X = 1) = \binom{10}{1} \cdot 0{,}2^1 \cdot 0{,}8^9 = 10 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}134217728 = 0{,}268435456\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(X = 2\): \(P(X = 2) = \binom{10}{2} \cdot 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^8 = 45 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}16777216 = 0{,}301989888\). 3. Vergleich der Ergebnisse: Da \(0{,}301989888 > 0{,}268435456\), ist das Ereignis \(X = 2\) wahrscheinlicher.

Antwort

Das Ereignis \(X = 2\) ist mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. \(30{,}2\,\%\) wahrscheinlicher als das Ereignis \(X = 1\) mit ca. \(26{,}8\,\%\).
42344312
Gegeben ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses \(A\) durch die folgende Formel: \(P(A) = \binom{12}{2} \cdot \left(\frac{1}{6}\right)^2 \cdot \left(\frac{5}{6}\right)^{10}\) Beschreibe ein passendes Zufallsexperiment und formuliere das zugehörige Ereignis \(A\) in Worten.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung haben die Hochzahlen in der Formel für die Anzahl der Versuche? - Was verrät dir der Binomialkoeffizient \(\binom{12}{2}\) über die Anzahl der Treffer? - Welches bekannte Zufallsgerät hat eine Erfolgswahrscheinlichkeit von \(\frac{1}{6}\)? - Überlege, wie oft das Experiment insgesamt durchgeführt wird.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Die Formel hat die Struktur \(\binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) mit der Trefferzahl \(k = 2\), der Kettenlänge \(n = 12\) und der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{6}\). 2. Wahl eines passenden Experiments: Ein Standardwürfel wird 12-mal geworfen. Das Erzielen einer bestimmten Augenzahl (z. B. eine „6“) gilt als Treffer (\(p = \frac{1}{6}\)). 3. Formulierung des Ereignisses: Da \(k = 2\) ist, beschreibt die Formel die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis „Es werden bei 12 Würfen genau zwei Sechsen gewürfelt“.

Antwort

Zufallsexperiment: Ein fairer Standardwürfel wird 12-mal geworfen. Ereignis \(A\): Es wird genau zweimal eine „6“ gewürfelt.
42345412
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird 10-mal nacheinander geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse mit dem Taschenrechner. Runde auf vier Dezimalstellen. a) Es wird genau zweimal eine „6“ gewürfelt. b) Es wird genau fünfmal eine „6“ gewürfelt. c) Es wird kein einziges Mal eine „6“ gewürfelt.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) für eine „6“ bei einem Wurf. - Wie oft wird das Experiment insgesamt durchgeführt? Das ist dein \(n\). - Die gesuchte Anzahl der Treffer entspricht dem Wert \(k\). - Nutze die Bernoulli-Formel oder die entsprechende Verteilungsfunktion deines Taschenrechners.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 10\), \(p = \frac{1}{6}\). 2. Zu a): Berechnung von \(P(X=2) = \binom{10}{2} \cdot (\frac{1}{6})^2 \cdot (\frac{5}{6})^8 \approx 0{,}2907\). 3. Zu b): Berechnung von \(P(X=5) = \binom{10}{5} \cdot (\frac{1}{6})^5 \cdot (\frac{5}{6})^5 \approx 0{,}0130\). 4. Zu c): Berechnung von \(P(X=0) = \binom{10}{0} \cdot (\frac{1}{6})^0 \cdot (\frac{5}{6})^{10} \approx 0{,}1615\).

Antwort

a) \(P(\text{genau zweimal „6“}) \approx 0{,}2907\) b) \(P(\text{genau fünfmal „6“}) \approx 0{,}0130\) c) \(P(\text{keine „6“}) \approx 0{,}1615\)
42345512
Ein fairer vierseitiger Würfel (Tetraeder mit den Augenzahlen 1 bis 4) wird insgesamt \(n = 8\)-mal geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) zählt die geworfenen Dreien. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(p\) für einen Erfolg (eine Drei) bei einem einzelnen Wurf. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 2)\) dafür, dass bei den acht Würfen genau zweimal eine Drei fällt. Nutze hierfür die Bernoulli-Formel und gib die Zwischenergebnisse für den Binomialkoeffizienten sowie die Potenzen an.

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeit hat eine einzelne Seite bei einem idealen Würfel mit vier Flächen? - Welche Werte für \(n\), \(k\) und \(p\) musst du in die Formel einsetzen? - Wie berechnet man den Binomialkoeffizienten „8 über 2“? - Achte darauf, auch die Wahrscheinlichkeit für die Misserfolge mit der passenden Anzahl zu berücksichtigen.

Lösung

1. Erfolgswahrscheinlichkeit bestimmen: Da der Würfel vier gleichwahrscheinliche Seiten hat, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Drei \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(q = 1 - p = 0{,}75\). 2. Bernoulli-Formel aufstellen: Für \(n = 8\), \(k = 2\) und \(p = 0{,}25\) lautet der Ansatz \(P(X = 2) = \binom{8}{2} \cdot 0{,}25^2 \cdot 0{,}75^6\). 3. Zwischenergebnisse berechnen: Der Binomialkoeffizient ist \(\binom{8}{2} = \frac{8 \cdot 7}{2 \cdot 1} = 28\). Die Potenzen ergeben \(0{,}25^2 = 0{,}0625\) und \(0{,}75^6 \approx 0{,}17798\). 4. Endergebnis berechnen: \(P(X = 2) = 28 \cdot 0{,}0625 \cdot 0{,}75^6 \approx 0{,}3115\).

Antwort

a) \(p = 0{,}25\) b) \(P(X = 2) \approx 0{,}3115\) (bzw. \(31{,}15\,\%\))
42688012
An einem Glücksrad ist ein Sektor rot markiert, der genau ein Viertel der Gesamtfläche einnimmt. Das Rad wird 6-mal nacheinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau die ersten zwei Drehungen auf Rot landen und alle weiteren nicht. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei den 6 Drehungen insgesamt genau zweimal Rot erscheint. c) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass kein einziges Mal Rot erscheint.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer (Rot) bei einer einzelnen Drehung ist. - Was ist der Unterschied zwischen einer fest vorgegebenen Reihenfolge und einer beliebigen Anordnung einer bestimmten Trefferanzahl? - Welche mathematische Struktur hilft dir, die Anzahl der verschiedenen Pfade mit der gleichen Trefferanzahl zu berechnen? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für „kein Treffer“ direkt durch Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten finden?

Lösung

1. Wahrscheinlichkeit für die spezifische Sequenz (R, R, nR, nR, nR, nR): Da die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}25\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}75\) ist, gilt \(P = 0{,}25^2 \cdot 0{,}75^4 = \frac{1}{16} \cdot \frac{81}{256} = \frac{81}{4096} \approx 0{,}0198\). 2. Wahrscheinlichkeit für insgesamt genau zwei Treffer: Hier muss die Anzahl der Anordnungen berücksichtigt werden. Anwendung der Bernoulli-Formel: \(P(X=2) = \binom{6}{2} \cdot 0{,}25^2 \cdot 0{,}75^4 = 15 \cdot \frac{81}{4096} = \frac{1215}{4096} \approx 0{,}2966\). 3. Wahrscheinlichkeit für null Treffer: \(P(X=0) = 0{,}75^6 = \frac{729}{4096} \approx 0{,}1780\).

Antwort

a) \(\frac{81}{4096} \approx 0{,}0198\) b) \(\frac{1215}{4096} \approx 0{,}2966\) c) \(\frac{729}{4096} \approx 0{,}1780\)
42698112
Ein Quiz besteht aus 10 Multiple-Choice-Fragen. Bei jeder Frage gibt es fünf Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer rät bei allen Fragen rein zufällig. a) Bestimme die Anzahl der verschiedenen Antwortsequenzen (richtig/falsch), bei denen insgesamt genau drei Fragen korrekt beantwortet werden. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer genau drei Fragen richtig beantwortet. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ausschließlich die ersten drei Antworten des Teilnehmers richtig sind und alle weiteren falsch?

Denkanstöße

- Überlege, wie viele Möglichkeiten es gibt, die „richtigen“ Plätze in der Zehnerkette zu verteilen. - Welches Modell beschreibt eine Serie von unabhängigen Versuchen mit zwei möglichen Ausgängen? - Unterscheide zwischen der Anzahl aller möglichen Wege zum Ziel und der Wahrscheinlichkeit für einen ganz bestimmten, festen Weg. - Achte darauf, wie sich die Wahrscheinlichkeit ändert, wenn die Reihenfolge der Treffer nicht mehr beliebig ist.

Lösung

1. Für genau drei richtige Antworten werden drei Positionen aus zehn ausgewählt: \(\binom{10}{3}=\frac{10\cdot9\cdot8}{3\cdot2\cdot1}=120\). 2. Mit \(n=10\), \(k=3\) und \(p=\frac15=0{,}2\) gilt \(P(X=3)=\binom{10}{3}\cdot0{,}2^3\cdot0{,}8^7=120\cdot0{,}008\cdot0{,}2097152=0{,}201326592\). 3. Für die fest vorgegebene Folge aus drei richtigen und anschließend sieben falschen Antworten entfällt der Binomialkoeffizient: \(P=0{,}2^3\cdot0{,}8^7=0{,}0016777216\).

Antwort

a) Es gibt \(120\) verschiedene Richtig-falsch-Sequenzen. b) \(P(X=3)=0{,}201326592\approx20{,}13\,\%\). c) \(P=0{,}0016777216\approx0{,}17\,\%\).
42698412
Ein Glücksrad besitzt drei gleich große Sektoren in den Farben Rot, Blau und Grün. Es wird insgesamt 8-mal gedreht. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird bei den Drehungen genau 3-mal der rote Sektor angezeigt? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass insgesamt genau 6-mal entweder der rote oder der blaue Sektor erscheint.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Sektor, wenn alle drei Sektoren gleich groß sind? - Wenn nach zwei verschiedenen Farben (Rot oder Blau) gefragt wird, wie verändert das die Erfolgswahrscheinlichkeit für einen einzelnen Versuch? - Überlege, wie viele Möglichkeiten es gibt, die Treffer auf die 8 Drehungen zu verteilen – welches mathematische Werkzeug hilft dir dabei? - Achte darauf, dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten für Erfolg und Misserfolg immer 1 ergeben muss.

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette mit \(n = 8\) Versuchen. 2. Für Teilaufgabe a) ist der Erfolg „Rot“ mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = \frac{1}{3}\) definiert. Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(q = \frac{2}{3}\). 3. Anwendung der Formel für \(k = 3\): \(P(X = 3) = \binom{8}{3} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^3 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^5 = 56 \cdot \frac{1}{27} \cdot \frac{32}{243} = \frac{1792}{6561} \approx 0{,}2731\). 4. Für Teilaufgabe b) wird der Erfolg als „Rot oder Blau“ definiert. Da die Sektoren gleich groß sind, ist \(p = \frac{1}{3} + \frac{1}{3} = \frac{2}{3}\). Die Gegenwahrscheinlichkeit für „Grün“ ist \(q = \frac{1}{3}\). 5. Anwendung der Formel für \(k = 6\): \(P(Y = 6) = \binom{8}{6} \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^6 \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 = 28 \cdot \frac{64}{729} \cdot \frac{1}{9} = \frac{1792}{6561} \approx 0{,}2731\).

Antwort

a) ca. \(27{,}31\,\%\) b) ca. \(27{,}31\,\%\)
42699012
Bei der Produktion von Mikrochips beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen defekten Chip (D) erfahrungsgemäß \( 5\,\% \). Ein einwandfreier Chip wird mit (I) bezeichnet. In einer Qualitätskontrolle werden nacheinander 8 Chips geprüft. Betrachtet werden die folgenden drei Protokolle: (1) \( (I, I, I, I, I, I, I, I) \) (2) \( (D, I, I, I, I, I, I, I) \) (3) \( (D, D, D, D, D, D, D, D) \) a) Welches dieser Protokolle hat die geringste Wahrscheinlichkeit? Begründe deine Antwort ohne Rechnung. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Protokolle (1) und (2). c) Jemand behauptet: „Die Wahrscheinlichkeit, dass genau ein Chip defekt ist, ist identisch mit der Wahrscheinlichkeit des Protokolls (2).“ Beurteile diese Aussage rechnerisch.

Denkanstöße

- Achte auf den Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit für einen Defekt und der Wahrscheinlichkeit für ein intaktes Bauteil. - Überlege, wie sich die Gesamtwahrscheinlichkeit ändert, wenn du einen wahrscheinlichen Wert (\( 0{,}95 \)) durch einen unwahrscheinlichen Wert (\( 0{,}05 \)) in einem Produkt ersetzt. - Wie viele verschiedene Protokolle gibt es, in denen genau ein Chip defekt ist?

Lösung

1. Intuitive Begründung: Protokoll (3) ist am unwahrscheinlichsten, da ein defekter Chip mit \( p=0{,}05 \) wesentlich seltener vorkommt als ein intakter (\( q=0{,}95 \)). Acht Defekte in Folge sind daher extrem unwahrscheinlich. 2. Berechnung von \( P(1) \): Alle 8 Chips sind intakt. \( P(1) = 0{,}95^8 \approx 0{,}6634 \). 3. Berechnung von \( P(2) \): Ein spezifischer Chip ist defekt, sieben sind intakt. \( P(2) = 0{,}05^1 \cdot 0{,}95^7 \approx 0{,}05 \cdot 0{,}6983 = 0{,}0349 \). 4. Überprüfung der Aussage: Die Wahrscheinlichkeit für „genau ein Chip defekt“ entspricht der Binomialwahrscheinlichkeit \( P(X=1) \). Hierbei gibt es \( \binom{8}{1} = 8 \) verschiedene Positionen für den defekten Chip. 5. \( P(X=1) = 8 \cdot 0{,}05^1 \cdot 0{,}95^7 = 8 \cdot P(2) \approx 0{,}2793 \). Die Aussage ist falsch, da das Protokoll (2) nur eine von acht Möglichkeiten für genau einen Defekt darstellt.

Antwort

a) Protokoll (3) ist am unwahrscheinlichsten, da die Wahrscheinlichkeit für einen Defekt mit \( 5\,\% \) sehr klein ist und hier acht Defekte kombiniert werden. b) \( P(1) = 0{,}95^8 \approx 0{,}6634 \); \( P(2) = 0{,}05 \cdot 0{,}95^7 \approx 0{,}0349 \). c) Die Aussage ist falsch. \( P(X=1) = 8 \cdot 0{,}05 \cdot 0{,}95^7 \approx 0{,}2793 \). Das ist das Achtfache der Wahrscheinlichkeit von Protokoll (2).
42699112
Ein Bogenschütze trifft sein Ziel mit einer konstanten Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}8\). Er gibt insgesamt \(n = 4\) Schüsse ab, wobei die einzelnen Schüsse als voneinander unabhängig betrachtet werden können. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Schütze bei den vier Versuchen genau zwei Treffer erzielt. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur der erste und der vierte Schuss Treffer sind.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Reihenfolge der Ergebnisse für die jeweilige Teilaufgabe eine Rolle spielt. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, zwei Treffer auf vier Versuche zu verteilen? - Welche Formel hilft dir, wenn die Anzahl der Treffer, aber nicht deren genaue Position gesucht ist? - Wenn eine ganz bestimmte Abfolge von Treffern und Nieten verlangt ist, kannst du die Pfadregel verwenden.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}8\), Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - 0{,}8 = 0{,}2\), Anzahl der Versuche \(n = 4\). 2. Berechnung für Teilaufgabe a) mit der Formel von Bernoulli für \(k = 2\) Treffer: \(P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}8^2 \cdot 0{,}2^2\). 3. Einsetzen der Werte: \(P(X = 2) = 6 \cdot 0{,}64 \cdot 0{,}04 = 0{,}1536\). 4. Berechnung für Teilaufgabe b) für das spezifische Ereignis \((T; F; F; T)\): Hier ist die Reihenfolge festgelegt. 5. Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P = 0{,}8 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}8 = 0{,}8^2 \cdot 0{,}2^2 = 0{,}0256\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}1536\) (oder \(15{,}36\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}0256\) (oder \(2{,}56\,\%\)).
42700112
Ein Gärtner pflanzt 15 Samen einer bestimmten Blumensorte ein. Die Keimwahrscheinlichkeit für jeden einzelnen Samen beträgt \(85\,\%\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Genau 13 der 15 Samen keimen. b) Die ersten 13 Samen keimen, die letzten beiden hingegen nicht.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Reihenfolge der Ergebnisse für die jeweilige Teilaufgabe eine Rolle spielt. - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, eine bestimmte Anzahl an Treffern in einer Versuchsreihe anzuordnen? - Was unterscheidet eine allgemeine Anzahl an Treffern von einer ganz spezifischen Abfolge von Ergebnissen?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: \(n = 15\) und Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}85\) (Keimen). 2. Zu a): Berechnung der Punktwahrscheinlichkeit mit der Bernoulli-Formel für \(k = 13\) Treffer: \(P(X = 13) = \binom{15}{13} \cdot 0{,}85^{13} \cdot 0{,}15^{2}\). Dies ergibt \(105 \cdot 0{,}85^{13} \cdot 0{,}15^{2} \approx 0{,}2856\). 3. Zu b): Da eine feste Reihenfolge vorgegeben ist, wird der Binomialkoeffizient weggelassen. Die Wahrscheinlichkeit entspricht einem Pfad im Baumdiagramm: \(P = 0{,}85^{13} \cdot 0{,}15^{2} \approx 0{,}0027\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(28{,}56\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(0{,}27\,\%\).
42700512
Ein Basketballspieler trifft bei einem Freiwurf mit einer Wahrscheinlichkeit von \(75\,\%\). Er führt eine Serie von 12 Freiwürfen aus. Begründe kurz, unter welchen Annahmen diese Serie als Bernoulli-Kette der Länge \(n = 12\) aufgefasst werden kann, und berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er genau 9-mal trifft.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften müssen erfüllt sein, damit man von einer Bernoulli-Kette spricht? - Denke an die Wahrscheinlichkeit bei jedem einzelnen Versuch. - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine genaue Anzahl an Treffern zu berechnen? - Was bedeutet Unabhängigkeit in diesem Zusammenhang?

Lösung

1. Identifikation der Merkmale einer Bernoulli-Kette: Es gibt nur zwei Ergebnisse pro Wurf (Treffer oder kein Treffer). Die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}75\) muss für jeden Wurf konstant bleiben, und die einzelnen Würfe müssen voneinander stochastisch unabhängig sein. 2. Bestimmung der Parameter: \(n = 12\), \(k = 9\), \(p = 0{,}75\), \(q = 1 - p = 0{,}25\). 3. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{12}{9} = \frac{12!}{9! \cdot 3!} = 220\). 4. Anwendung der Bernoulli-Formel: \(P(X = 9) = \binom{12}{9} \cdot 0{,}75^9 \cdot 0{,}25^3\). 5. Numerische Berechnung: \(220 \cdot 0{,}075084686 \cdot 0{,}015625 \approx 0{,}2581\).

Antwort

Die Serie ist eine Bernoulli-Kette, wenn jeder Wurf nur die Ausgänge „Treffer“ oder „kein Treffer“ hat, die Trefferwahrscheinlichkeit konstant bei \(p = 0{,}75\) bleibt und die Würfe unabhängig voneinander sind. Die Wahrscheinlichkeit für genau 9 Treffer beträgt ca. \(25{,}81\,\%\).
42701312
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus 6 Fragen mit jeweils 3 Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist. Ein Schüler beantwortet alle Fragen durch rein zufälliges Raten. Erläutere, warum der Ansatz \((\frac{1}{3})^2 \cdot (\frac{2}{3})^4\) nicht die Wahrscheinlichkeit dafür angibt, dass der Schüler genau zwei Fragen richtig beantwortet.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob es nur eine einzige Möglichkeit gibt, zwei Fragen richtig zu beantworten. - Was genau berechnet man, wenn man die Wahrscheinlichkeiten für „richtig“ und „falsch“ einfach nur multipliziert? - Stell dir ein Baumdiagramm vor – wie viele Pfade führen zum gewünschten Ergebnis? - Spielt die Reihenfolge der richtigen Antworten bei der Fragestellung „genau zwei Treffer“ eine Rolle?

Lösung

1. Modellierung der Situation als Bernoulli-Kette mit den Parametern \(n=6\) und \(p=\frac{1}{3}\). 2. Identifikation des Terms \((\frac{1}{3})^2 \cdot (\frac{2}{3})^4\) als Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades im Baumdiagramm, bei dem genau zwei Erfolge in einer festgelegten Reihenfolge eintreten. 3. Bestimmung der Anzahl aller möglichen Pfade mit genau zwei Treffern mithilfe des Binomialkoeffizienten \(\binom{6}{2} = 15\). 4. Schlussfolgerung: Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit \(P(X=2) = 15 \cdot (\frac{1}{3})^2 \cdot (\frac{2}{3})^4 = \frac{80}{243} \approx 0{,}3292\) ist um den Faktor 15 größer als der angegebene Ansatz.

Antwort

Der Ansatz ist falsch, da er nur die Wahrscheinlichkeit für eine einzige, spezifische Abfolge von richtigen und falschen Antworten berücksichtigt (z. B. nur die ersten beiden Fragen sind richtig). Da es jedoch \(\binom{6}{2} = 15\) verschiedene Möglichkeiten gibt, zwei richtige Antworten auf die sechs Fragen zu verteilen, muss die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades mit diesem Faktor multipliziert werden.
42701512
In einem Produktionsprozess sind erfahrungsgemäß \(90\,\%\) der hergestellten Bauteile fehlerfrei. Es wird eine Stichprobe von sechs Bauteilen entnommen und die Anzahl der fehlerhaften Teile untersucht. Das Verfahren wird als Bernoulli-Kette modelliert. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ausschließlich das letzte entnommene Bauteil fehlerhaft ist. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass in der Stichprobe genau ein Bauteil fehlerhaft ist. 3. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten drei entnommenen Bauteile fehlerfrei sind?

Denkanstöße

- Unterscheide genau, ob eine ganz bestimmte Reihenfolge von Ergebnissen gefordert ist oder nur die Gesamtzahl der fehlerhaften Bauteile. - Wenn nur die ersten Ergebnisse einer Kette festgelegt sind, spielen die darauffolgenden Ausgänge für die Berechnung dieser Teilwahrscheinlichkeit keine Rolle. - Überlege dir, wie viele Möglichkeiten es gibt, eine bestimmte Anzahl an Fehlern in einer Stichprobe zu verteilen.

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit für ein fehlerfreies Bauteil beträgt \(0{,}9\), die Wahrscheinlichkeit für ein fehlerhaftes Bauteil \(0{,}1\). Das Ereignis beschreibt die feste Sequenz (fehlerfrei, fehlerfrei, fehlerfrei, fehlerfrei, fehlerfrei, fehlerhaft). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(E_1) = 0{,}9^5 \cdot 0{,}1 = 0{,}059049\). 2. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der fehlerhaften Bauteile. Damit gilt \(X \sim B_{6; 0{,}1}\). Da es sechs verschiedene Positionen für das eine fehlerhafte Bauteil gibt, ist \(P(X = 1) = \binom{6}{1} \cdot 0{,}1 \cdot 0{,}9^5 = 6 \cdot 0{,}059049 = 0{,}354294\). 3. Da nur die ersten drei Bauteile fehlerfrei sein müssen, spielen die restlichen drei Bauteile für dieses Ereignis keine Rolle. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(E_3) = 0{,}9^3 = 0{,}729\).

Antwort

1. \(P \approx 0{,}0590\) (bzw. \(5{,}90\,\%\)) 2. \(P \approx 0{,}3543\) (bzw. \(35{,}43\,\%\)) 3. \(P = 0{,}729\) (bzw. \(72{,}9\,\%\))
42704512
Bei der Produktion von Mikrochips beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Defekt \(p = 0{,}05\). Es wird eine Stichprobe von \(n = 8\) Chips entnommen. Beschreibe jeweils ein Ereignis im Sachzusammenhang, dessen Wahrscheinlichkeit durch den angegebenen Term berechnet wird: a) \(0{,}05^2 \cdot 0{,}95^6\) b) \(\binom{8}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^6\) c) \(1 - 0{,}95^8\)

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die Reihenfolge der Ergebnisse, wenn kein Binomialkoeffizient als Vorfaktor vorhanden ist? - Welche Rolle spielen die Exponenten bei den Wahrscheinlichkeiten für Erfolg und Misserfolg? - Wie hängen ein Ereignis und sein Gegenereignis mit dem Wert 1 zusammen? - Überlege, was der Binomialkoeffizient über die Anzahl der möglichen Pfade im Baumdiagramm aussagt.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung mit \(n = 8\) und \(p = 0{,}05\) (Erfolg = Defekt). 2. Interpretation von \(0{,}05^2 \cdot 0{,}95^6\): Wahrscheinlichkeit für eine ganz bestimmte Reihenfolge von 2 defekten und 6 intakten Chips, zum Beispiel: „Nur die ersten beiden Chips der Stichprobe sind defekt“. Ergebnis: \(\approx 0{,}0018\). 3. Interpretation von \(\binom{8}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^6\): Wahrscheinlichkeit für genau 2 defekte Chips in der Stichprobe von 8, wobei die Reihenfolge beliebig ist. Ergebnis: \(\approx 0{,}0515\). 4. Interpretation von \(1 - 0{,}95^8\): Berechnung über das Gegenereignis zu „kein Chip ist defekt“ (\(0{,}95^8\)), also die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis „mindestens ein Chip in der Stichprobe ist defekt“. Ergebnis: \(\approx 0{,}3366\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit, dass eine ganz bestimmte Sequenz auftritt (z. B. die ersten beiden Chips sind defekt und alle weiteren sind intakt). b) Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Stichprobe insgesamt genau zwei Chips defekt sind. c) Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Stichprobe mindestens ein Chip defekt ist.
42704612
Ein Basketballspieler trifft seine Freiwürfe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er führt eine Serie von \(4\) Würfen aus. Gib für die folgenden Ereignisse jeweils einen passenden Rechenterm zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit an: a) Nur die ersten beiden Würfe sind Treffer. b) Es werden insgesamt genau zwei Treffer erzielt. c) Die Anzahl der Treffer ist größer als zwei.

Denkanstöße

- Musst du bei einer fest vorgegebenen Reihenfolge der Treffer verschiedene Pfadmöglichkeiten berücksichtigen? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, die Anzahl der Möglichkeiten für eine bestimmte Anzahl an Treffern zu zählen? - Wenn nach „mehr als zwei“ gefragt ist, welche konkreten Trefferzahlen sind dann gemeint? - Wie sieht die allgemeine Formel für die Wahrscheinlichkeit von genau \(k\) Treffern bei einer Bernoulli-Kette aus?

Lösung

1. Festlegung der Parameter: \(n = 4\), Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}6\) und Fehlwurfwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}4\). 2. Für a) wird die Wahrscheinlichkeit einer festen Sequenz (Treffer, Treffer, Fehlwurf, Fehlwurf) berechnet: \(0{,}6 \cdot 0{,}6 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}4 = 0{,}6^2 \cdot 0{,}4^2 = 0{,}0576\). 3. Für b) wird die Wahrscheinlichkeit für genau \(k = 2\) Treffer mit der Bernoulli-Formel bestimmt: \(\binom{4}{2} \cdot 0{,}6^2 \cdot 0{,}4^2 = 6 \cdot 0{,}0576 = 0{,}3456\). 4. Für c) müssen die Wahrscheinlichkeiten für \(k = 3\) und \(k = 4\) Treffer addiert werden: \(P(X=3) + P(X=4) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}6^3 \cdot 0{,}4^1 + \binom{4}{4} \cdot 0{,}6^4 \cdot 0{,}4^0 = 0{,}3456 + 0{,}1296 = 0{,}4752\).

Antwort

a) \(0{,}6^2 \cdot 0{,}4^2 = 0{,}0576\) b) \(\binom{4}{2} \cdot 0{,}6^2 \cdot 0{,}4^2 = 0{,}3456\) c) \(\binom{4}{3} \cdot 0{,}6^3 \cdot 0{,}4^1 + \binom{4}{4} \cdot 0{,}6^4 \cdot 0{,}4^0 = 0{,}4752\)
42706512
Ein Biathlon-Schütze hat eine Trefferwahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}8\). Er gibt eine Serie von \(n = 5\) Schüssen ab. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Treffer an. Ein zweiter Schütze hat eine Trefferwahrscheinlichkeit von \(q = 0{,}2\). Bei ihm beschreibt die Zufallsgröße \(Y\) die Anzahl der Treffer bei ebenfalls \(5\) Schüssen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 4)\) und \(P(Y = 1)\). b) Begründe ohne weitere numerische Berechnung, warum allgemein \(P(X = k) = P(Y = 5-k)\) für alle \(k \in \{0; 1; \dots; 5\}\) gilt.

Denkanstöße

- Stelle beide allgemeinen Punktwahrscheinlichkeiten mit der Bernoulli-Formel auf. - Welche Symmetrieeigenschaft besitzen die Binomialkoeffizienten \(\binom{5}{k}\) und \(\binom{5}{5-k}\)? - Vergleiche anschließend die Potenzfaktoren in beiden Produkten.

Lösung

1. Berechnung von \(P(X = 4)\) mit der Bernoulli-Formel: \(P(X = 4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}8^4 \cdot 0{,}2 = 5 \cdot 0{,}4096 \cdot 0{,}2 = 0{,}4096\). 2. Berechnung von \(P(Y = 1)\): \(P(Y = 1) = \binom{5}{1} \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}8^4 = 5 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}4096 = 0{,}4096\). 3. Allgemein gilt \(P(X = k) = \binom{5}{k} \cdot 0{,}8^k \cdot 0{,}2^{5-k}\). Für den zweiten Schützen ist \(P(Y = 5-k) = \binom{5}{5-k} \cdot 0{,}2^{5-k} \cdot 0{,}8^k\). Wegen \(\binom{5}{5-k} = \binom{5}{k}\) stimmen die beiden Produkte überein. Inhaltlich werden beim zweiten Schützen die Rollen der Wahrscheinlichkeiten \(0{,}8\) und \(0{,}2\) gegenüber dem ersten Schützen vertauscht.

Antwort

a) \(P(X = 4) = 0{,}4096\) und \(P(Y = 1) = 0{,}4096\). b) Es gilt \(P(X = k) = P(Y = 5-k)\), weil \(\binom{5}{k} = \binom{5}{5-k}\) und in beiden Wahrscheinlichkeiten dieselben Potenzfaktoren \(0{,}8^k\) und \(0{,}2^{5-k}\) auftreten.
42708712
In einem Logistikzentrum werden Pakete automatisiert sortiert. Erfahrungsgemäß werden \(5\,\%\) der Pakete fälschlicherweise in ein falsches Depot geleitet. Ein Kontrolleur entnimmt am Ende eines Tages eine Stichprobe von \(40\) zufällig ausgewählten Paketen. a) Erkläre, unter welchen Voraussetzungen die Anzahl der falsch sortierten Pakete in dieser Stichprobe als binomialverteilt angesehen werden kann. b) Definiere eine geeignete Zufallsgröße \(X\) sowie die zugehörigen Parameter \(n\) und \(p\) und beschreibe deren Bedeutung im Sachkontext. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sich in der Stichprobe genau zwei falsch sortierte Pakete befinden.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften muss ein Zufallsexperiment haben, damit man es als Bernoulli-Kette bezeichnen darf? - Überlege, was ein „Erfolg“ in diesem speziellen Kontext bedeutet, auch wenn das Ereignis negativ behaftet ist. - Wie hängen die Gesamtzahl der Versuche und die Einzelwahrscheinlichkeit mit der Formel von Bernoulli zusammen?

Lösung

1. Voraussetzungen für eine Binomialverteilung: Es muss sich um eine Kette von Bernoulli-Experimenten handeln, bei denen die Trefferwahrscheinlichkeit konstant bleibt und die einzelnen Versuche (Sortiervorgänge) voneinander unabhängig sind. 2. Definition der Zufallsgröße \(X\): Anzahl der falsch sortierten Pakete in der Stichprobe. 3. Parameter: \(n = 40\) (Anzahl der untersuchten Pakete in der Stichprobe); \(p = 0{,}05\) (Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelnes Paket falsch sortiert wurde). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(k = 2\): \(P(X = 2) = \binom{40}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{38}\). 5. Zwischenschritte: \(\binom{40}{2} = 780\); \(0{,}05^2 = 0{,}0025\); \(0{,}95^{38} \approx 0{,}1420\). 6. Ergebnis: \(P(X = 2) \approx 0{,}2777\).

Antwort

a) Die Anzahl ist binomialverteilt, wenn die Sortierung jedes Pakets unabhängig von den anderen erfolgt und die Fehlerwahrscheinlichkeit für jedes Paket konstant \(5\,\%\) beträgt. b) \(X\): Anzahl falsch sortierter Pakete; \(n = 40\) ist der Stichprobenumfang; \(p = 0{,}05\) ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlleitung pro Paket. c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(27{,}77\,\%\).
42713512
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(75\,\%\). Er führt eine Serie von \(45\) Würfen aus. a) Erläutere unter Angabe der notwendigen Bedingungen, warum die Anzahl der Treffer in dieser Serie als binomialverteilt modelliert werden kann. b) Bestimme die Anzahl der Treffer, die bei dieser Serie am wahrscheinlichsten ist.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften kennzeichnen eine Bernoulli-Kette? - Überlege, was sich von Wurf zu Wurf (nicht) ändern darf. - Wie hängen der Erwartungswert und der wahrscheinlichste Wert zusammen? - Gibt es eine Formel oder ein Intervall für den Modus einer Binomialverteilung?

Lösung

1. Für eine Binomialverteilung müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse (Treffer oder Fehlwurf), die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) muss bei jedem der \(n = 45\) Versuche konstant bleiben und die Würfe müssen unabhängig voneinander sein. 2. Die am wahrscheinlichsten eintretende Trefferanzahl \(k\) liegt im Intervall \([np - (1-p); np + p]\). 3. Berechnung der Grenzen: \(45 \cdot 0{,}75 - 0{,}25 = 33{,}5\) und \(45 \cdot 0{,}75 + 0{,}75 = 34{,}5\). 4. Da \(k\) eine ganze Zahl sein muss, folgt \(k = 34\). Alternativ berechnet man \(\lfloor (n+1) \cdot p \rfloor = \lfloor 46 \cdot 0{,}75 \rfloor = \lfloor 34{,}5 \rfloor = 34\).

Antwort

a) Die Anzahl der Treffer ist binomialverteilt, wenn es nur zwei Ergebnisse gibt (Treffer/Fehlwurf), die Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Wurf konstant \(p = 0{,}75\) bleibt und die Würfe unabhängig voneinander sind. b) Die wahrscheinlichste Trefferanzahl ist \(34\).
43086612
In einer Urne befinden sich fünf Kugeln, die mit den Zahlen 1, 2, 3, 4 und 5 nummeriert sind. Es wird dreimal nacheinander eine Kugel gezogen, wobei die gezogene Kugel jedes Mal wieder zurückgelegt wird. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl 2 genau einmal gezogen wird.

Denkanstöße

- Was ist bei einer einzelnen Ziehung ein „Erfolg“? - Warum bleiben Erfolgswahrscheinlichkeit und Bedingungen bei allen drei Ziehungen gleich? - Auf wie viele Arten kann genau eine der drei Ziehungen ein Erfolg sein?

Lösung

Die drei Ziehungen bilden eine Bernoulli-Kette mit \(n = 3\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\), wenn „Zahl 2“ als Erfolg festgelegt wird. Für genau einen Erfolg gilt \(P(X=1) = \binom{3}{1} \cdot (0{,}2)^1 \cdot (0{,}8)^2 = 3 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}64 = 0{,}384\).

Antwort

\(P(X=1) = 0{,}384 = 38{,}4\,\%\)
43088912
Ein Gärtner pflanzt \(12\) Blumenzwiebeln einer seltenen Tulpenart. Die Erfahrung zeigt, dass jede Zwiebel mit einer Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\) austreibt. Die Keimvorgänge der Zwiebeln werden als voneinander unabhängig angenommen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass von den \(12\) gepflanzten Zwiebeln genau \(11\) austreiben.

Denkanstöße

- Welche festen Werte für die Gesamtzahl und die Wahrscheinlichkeit eines Einzelerfolgs kannst du dem Text entnehmen? - Handelt es sich um eine Kette von Versuchen, bei denen es jeweils nur zwei mögliche Ergebnisse gibt? - Wie berücksichtigst du die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten, in welcher Reihenfolge die Ereignisse auftreten können? - Denk an die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Zwiebel mal nicht austreibt.

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Binomialverteilung: Anzahl der Versuche \(n = 12\), Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}95\) und die Anzahl der Erfolge \(k = 11\). 2. Berechnung der Gegenwahrscheinlichkeit: \(q = 1 - p = 0{,}05\). 3. Aufstellen der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit: \(P(X = 11) = \binom{12}{11} \cdot 0{,}95^{11} \cdot 0{,}05^1\). 4. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{12}{11} = 12\). 5. Einsetzen und Ausrechnen: \(12 \cdot 0{,}5688 \cdot 0{,}05 \approx 0{,}3413\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(34{,}13\,\%\) (oder \(0{,}3413\)).
43089312
Ein Multiple-Choice-Test umfasst 15 Aufgaben. Zu jeder Aufgabe gibt es 4 Antwortmöglichkeiten, von denen stets genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Aufgabe rein zufällig. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer keine einzige Aufgabe richtig beantwortet.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, bei einer einzelnen Aufgabe falsch zu liegen. - Da die Aufgaben unabhängig voneinander bearbeitet werden, kannst du die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Ereignisse multiplizieren. - Wie oft muss das Ereignis „falsch geraten“ hintereinander eintreten?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Die Anzahl der Versuche ist \(n = 15\). 2. Bestimmung der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) für eine richtige Antwort: \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\). 3. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit \(q\) für eine falsche Antwort: \(q = 1 - p = 0{,}75\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(k = 0\) Treffer unter Verwendung der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit der Binomialverteilung: \(P(X = 0) = \binom{15}{0} \cdot 0{,}25^0 \cdot 0{,}75^{15} = 0{,}75^{15}\). 5. Numerisches Ergebnis: \(P(X = 0) \approx 0{,}0134\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(1{,}34\,\%\) (exakt \(0{,}75^{15} \approx 0{,}01336\)).
43089412
Ein Logistikunternehmen gibt an, dass \(95\,\%\) aller Sendungen ihr Ziel innerhalb von 24 Stunden erreichen. Ein Kunde beobachtet 20 voneinander unabhängige Sendungen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich jede dieser 20 Sendungen innerhalb der versprochenen Zeit ankommt?

Denkanstöße

- Handelt es sich hier um eine Kette von Versuchen mit immer der gleichen Erfolgswahrscheinlichkeit? - Was bedeutet es für die Rechnung, wenn ein Ereignis 20-mal hintereinander eintreten soll? - Überlege, welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) in die Formel für die Binomialverteilung eingesetzt werden müssen.

Lösung

1. Festlegung der Zufallsgröße \(X\) als Anzahl der pünktlichen Sendungen mit \(n = 20\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg (pünktliche Zustellung) beträgt \(p = 0{,}95\). 3. Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit für genau \(k = 20\) Treffer. 4. Anwendung der Bernoulli-Formel: \(P(X = 20) = \binom{20}{20} \cdot 0{,}95^{20} \cdot 0{,}05^0 = 0{,}95^{20}\). 5. Berechnung des Endwerts: \(0{,}95^{20} \approx 0{,}3585\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(35{,}85\,\%\) (exakt \(0{,}95^{20} \approx 0{,}35849\)).
43089612
Bei einer Multiple-Choice-Prüfung gibt es \(10\) Fragen. Zu jeder Frage werden \(4\) Antwortmöglichkeiten angeboten, von denen jeweils genau eine korrekt ist. Ein Student hat sich nicht vorbereitet und kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. a) Beschreibe die Zufallsgröße \(X\) für diesen Sachverhalt und gib die Art sowie die Parameter der Verteilung an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Student genau die Hälfte der Fragen richtig beantwortet. c) Bestimme den Erwartungswert für die Anzahl der richtigen Antworten.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Chance, bei einer Frage mit vier Möglichkeiten die richtige zu treffen? - Welche Parameter definieren eine Binomialverteilung in diesem Kontext? - Erinnere dich an die Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten. - Wie berechnet man im Durchschnitt, wie viele Erfolge bei einer Serie von Versuchen zu erwarten sind?

Lösung

1. Definition der Zufallsgröße: \(X\) beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen. Da die Fragen unabhängig voneinander durch Raten beantwortet werden, ist \(X\) binomialverteilt mit den Parametern \(n = 10\) (Anzahl der Fragen) und \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\) (Erfolgswahrscheinlichkeit pro Frage). 2. Punktwahrscheinlichkeit berechnen: Gesucht ist \(P(X = 5)\) für genau \(5\) richtige Antworten. \(P(X = 5) = \binom{10}{5} \cdot 0{,}25^5 \cdot 0{,}75^5 = 252 \cdot 0{,}25^5 \cdot 0{,}75^5 \approx 0{,}0584\). 3. Erwartungswert berechnen: Der Erwartungswert \(\mu\) einer binomialverteilten Zufallsgröße berechnet sich durch \(\mu = n \cdot p\). \(E(X) = 10 \cdot 0{,}25 = 2{,}5\).

Antwort

a) \(X\): Anzahl der richtigen Antworten; \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 10\) und \(p = 0{,}25\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(5{,}84\,\%\) (oder \(0{,}0584\)). c) Der Erwartungswert liegt bei \(2{,}5\) richtigen Antworten.
43105312
Ein Glücksrad mit vier gleich großen Sektoren, von denen genau einer rot ist, wird \(n = 40\)-mal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der roten Treffer (\(p = 0{,}25\)). a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) der Zufallsgröße \(X\). b) Eine mathematische Regel besagt: Ist \(\mu\) ganzzahlig, dann ist \(P(X = \mu)\) der größte Wert der Wahrscheinlichkeitsverteilung. Berechne \(P(X = 10)\). c) Bestätige die Regel in diesem Beispiel, indem du die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 9)\) und \(P(X = 11)\) berechnest und diese mit deinem Ergebnis aus Teilaufgabe b) vergleichst.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert bei einer Binomialverteilung? - Welche Formel nutzt du, um die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Trefferzahl zu bestimmen? - Was bedeutet es für die Verteilung, wenn ein Wert als „Maximum“ bezeichnet wird?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 40 \cdot 0{,}25 = 10\). 2. Da \(\mu = 10\) ganzzahlig ist, sollte nach der Regel \(P(X = 10)\) das Maximum sein. 3. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\): \(P(X = 10) = \binom{40}{10} \cdot 0{,}25^{10} \cdot 0{,}75^{30} \approx 0{,}1444\). \(P(X = 9) = \binom{40}{9} \cdot 0{,}25^9 \cdot 0{,}75^{31} \approx 0{,}1397\). \(P(X = 11) = \binom{40}{11} \cdot 0{,}25^{11} \cdot 0{,}75^{29} \approx 0{,}1312\). 4. Vergleich der Ergebnisse: Es gilt \(0{,}1444 > 0{,}1397 > 0{,}1312\), somit ist \(P(X = 10)\) tatsächlich der größte Wert.

Antwort

a) \(\mu = 10\) b) \(P(X = 10) \approx 0{,}1444\) c) \(P(X = 9) \approx 0{,}1397\) und \(P(X = 11) \approx 0{,}1312\). Da \(P(X = 10)\) größer als beide benachbarten Werte ist, liegt hier das Maximum der Verteilung vor.
43116112
Ein Glücksrad ist in zwei Sektoren unterteilt: „Gewinn“ (Wahrscheinlichkeit \(p = 0{,}3\)) und „Niete“. Das Rad wird \(n = 6\)-mal gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(k = 2\)-mal ein „Gewinn“ erzielt wird. b) Erläutere kurz, welche drei wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit dieser Vorgang als Bernoulli-Kette modelliert werden kann.

Denkanstöße

- Welche Informationen aus dem Text entsprechen den Variablen in der Formel für die Binomialverteilung? - Überlege, wie viele Pfade im Baumdiagramm genau zwei Gewinne enthalten. - Was darf sich während der Drehungen des Glücksrads nicht verändern?

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Bernoulli-Formel: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}3\), Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - 0{,}3 = 0{,}7\), Anzahl der Versuche \(n = 6\), Anzahl der Treffer \(k = 2\). 2. Aufstellen der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit: \(P(X = 2) = \binom{6}{2} \cdot 0{,}3^2 \cdot 0{,}7^{6-2}\). 3. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{6}{2} = \frac{6 \cdot 5}{2 \cdot 1} = 15\). 4. Berechnung der Potenzen: \(0{,}3^2 = 0{,}09\) und \(0{,}7^4 = 0{,}2401\). 5. Multiplikation der Teilergebnisse: \(15 \cdot 0{,}09 \cdot 0{,}2401 = 0{,}324135\). 6. Benennung der Voraussetzungen: Es darf nur zwei mögliche Ergebnisse pro Versuch geben (Treffer/Niete), die Trefferwahrscheinlichkeit muss bei jedem Versuch konstant bleiben und die einzelnen Versuche müssen stochastisch unabhängig voneinander sein.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}324135\) (bzw. ca. \(32{,}41\,\%\)). b) Voraussetzungen: 1. In jeder Stufe gibt es genau zwei mögliche Ergebnisse (Erfolg/Misserfolg). 2. Die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) bleibt über alle Versuche hinweg konstant. 3. Die einzelnen Versuche sind voneinander unabhängig.
43215812
Das abgebildete Glücksrad besitzt 8 gleich große Sektoren. Es wird 10-mal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse (gib das Ergebnis gerundet als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen an): a) Es erscheint genau viermal Rot. b) Es erscheint genau zweimal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 432158

Denkanstöße

- Lies die Wahrscheinlichkeiten für die Farben direkt am Glücksrad ab, indem du die Anzahl der Sektoren einer Farbe durch die Gesamtzahl der Sektoren teilst. - Überlege, wie viele Sektoren es insgesamt gibt und wie viele davon die gesuchte Farbe haben. - Verwende die Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten bei einer Binomialverteilung. - Achte auf die Anzahl der Versuche \(n\) und die gesuchte Trefferzahl \(k\).

Lösung

1. Bestimmung der Trefferwahrscheinlichkeiten pro Drehung anhand der Sektoren des Glücksrads: \(p_{\text{Rot}} = \frac{3}{8} = 0{,}375\) \(p_{\text{Gelb}} = \frac{1}{8} = 0{,}125\) 2. Da die einzelnen Drehungen unabhängig voneinander sind, ist die Anzahl der Treffer jeweils binomialverteilt mit \(n = 10\). 3. Berechnung für genau viermal Rot mit der Bernoulli-Formel: \(P(X = 4) = \binom{10}{4} \cdot 0{,}375^4 \cdot 0{,}625^6 \approx 0{,}2475 = 24{,}75\,\%\) 4. Berechnung für genau zweimal Gelb mit der Bernoulli-Formel: \(P(Y = 2) = \binom{10}{2} \cdot 0{,}125^2 \cdot 0{,}875^8 \approx 0{,}2416 = 24{,}16\,\%\)

Antwort

a) ca. \(24{,}75\,\%\) b) ca. \(24{,}16\,\%\)
43604712
An dem abgebildeten Glücksrad mit 5 gleich großen Feldern wird sechsmal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) zählt, wie oft das blaue Feld erscheint. Berechne mithilfe der Bernoulli-Formel die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 3)\).
Abbildung zur Aufgabe 436047

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer (Blau) bei einer einzelnen Drehung ist. - Wie viele Drehungen werden insgesamt durchgeführt und wie viele Treffer werden gesucht? - Erinnere dich an die Formel für die Punktwahrscheinlichkeit bei einer Binomialverteilung.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: Da es 5 gleich große Sektoren gibt, beträgt die Wahrscheinlichkeit für Blau bei einer Drehung \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\). Die Anzahl der Versuche ist \(n = 6\) und die gesuchte Anzahl der Treffer ist \(k = 3\). 2. Anwendung der Bernoulli-Formel: \(P(X=3) = \binom{6}{3} \cdot 0{,}2^3 \cdot (1 - 0{,}2)^{6-3}\). 3. Einsetzen der Werte: \(P(X=3) = 20 \cdot 0{,}008 \cdot 0{,}8^3 = 20 \cdot 0{,}008 \cdot 0{,}512\). 4. Ergebnis: \(20 \cdot 0{,}008 = 0{,}16\); \(0{,}16 \cdot 0{,}512 = 0{,}08192\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}08192\) (bzw. \(8{,}192\,\%\)).
42687712
Ein Logistikunternehmen kennzeichnet seine Lagerboxen mit einem Code. Dieser besteht aus entweder einem oder zwei Großbuchstaben (\(\text{A}\) bis \(\text{Z}\), ohne Umlaute) und einer anschließenden zweistelligen Zahl von \(01\) bis \(99\). Alle zulässigen Codes werden bei der zufälligen Erzeugung als gleich wahrscheinlich angenommen. Ein Code wird als „Spezialcode“ bezeichnet, wenn er mit dem Buchstaben \(\text{A}\) beginnt (unabhängig davon, ob ein zweiter Buchstabe folgt oder nicht). 1. Bestimme die Gesamtzahl aller theoretisch möglichen Codes. 2. Ermittle die Wahrscheinlichkeit \(p\), dass ein rein zufällig erzeugter Code ein Spezialcode ist. 3. Aus dem Bestand werden \(20\) Codes zufällig (mit Zurücklegen) ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich unter den ausgewählten Codes genau \(3\) Spezialcodes befinden.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es für den Buchstabenteil, wenn man die Fälle „ein Buchstabe“ und „zwei Buchstaben“ getrennt betrachtet? - Wie viele dieser Buchstabenkombinationen erfüllen die Bedingung für einen Spezialcode? - Welches Verteilungsmodell eignet sich für eine Stichprobe mit Zurücklegen, bei der es nur zwei Ausgänge (Spezialcode oder kein Spezialcode) gibt? - Welche Formel berechnet die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Treffern in einer Bernoulli-Kette?

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl der Codes: Es gibt \(26\) Möglichkeiten für einen einzelnen Buchstaben und \(26^2 = 676\) Möglichkeiten für eine Kombination aus zwei Buchstaben. Da jede dieser \(26 + 676 = 702\) Buchstabenkombinationen mit \(99\) Zahlen kombiniert werden kann, ergibt sich eine Gesamtzahl von \(702 \cdot 99 = 69\,498\). 2. Bestimmung der Anzahl der Spezialcodes: Ein Spezialcode beginnt mit \(\text{A}\). Es gibt \(1\) Möglichkeit für einen einzelnen Buchstaben (\(\text{A}\)) und \(1 \cdot 26 = 26\) Möglichkeiten für zwei Buchstaben, die mit \(\text{A}\) beginnen. Das sind \(1 + 26 = 27\) Buchstabenkombinationen. Multipliziert mit den \(99\) Zahlen ergibt dies \(27 \cdot 99 = 2673\) Spezialcodes. Die Wahrscheinlichkeit ist \(p = \frac{2673}{69498} = \frac{27}{702} = \frac{1}{26}\). 3. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Spezialcodes und ist binomialverteilt mit \(n = 20\) und \(p = \frac{1}{26}\). Gesucht ist \(P(X = 3) = \binom{20}{3} \cdot \left(\frac{1}{26}\right)^3 \cdot \left(\frac{25}{26}\right)^{17}\). Mit \(\binom{20}{3} = 1140\) ergibt sich \(P(X = 3) \approx 0{,}0333\).

Antwort

1. Es gibt insgesamt \(69\,498\) mögliche Codes. 2. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(p = \frac{1}{26} \approx 0{,}0385\). 3. Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(3{,}33\,\%\).
42688312
Fünf Freunde – Anna, Ben, Clara, David und Elias – setzen sich in einer zufälligen Reihenfolge nebeneinander in eine Kinoreihe mit fünf Plätzen. a) Beschreibe ein passendes Urnenmodell für diesen Zufallsvorgang. Berechne die Wahrscheinlichkeit \(p\) dafür, dass Anna und Ben direkt nebeneinander sitzen. b) Die fünf Freunde gehen an insgesamt 10 Abenden ins Kino und setzen sich jedes Mal neu in einer zufälligen Reihenfolge hin. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Anna und Ben an genau 4 dieser Abende nebeneinander sitzen.

Denkanstöße

- Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt, 5 Personen in einer Reihe anzuordnen? - Wenn zwei Personen nebeneinander sitzen sollen, kannst du sie gedanklich zu einer Einheit zusammenfassen. - Wie viele Positionen kann diese Einheit in der Reihe einnehmen und was musst du innerhalb der Einheit beachten? - Welches Verteilungsmodell eignet sich für eine Serie von gleichartigen, unabhängigen Versuchen mit nur zwei möglichen Ausgängen?

Lösung

1. Urnenmodell: Eine Urne enthält 5 unterscheidbare Kugeln (für jede Person eine). Es wird 5-mal nacheinander ohne Zurücklegen gezogen, wobei die Reihenfolge der Ziehungen der Sitzordnung entspricht. 2. Berechnung von \(p\): Die Gesamtzahl der möglichen Anordnungen beträgt \(5! = 120\). Um die günstigen Fälle zu bestimmen, betrachtet man Anna und Ben als einen Block. Es gibt \(4!\) Möglichkeiten, diesen Block mit den anderen 3 Personen anzuordnen. Da Anna und Ben innerhalb des Blocks in 2 Reihenfolgen sitzen können, ergeben sich \(4! \cdot 2 = 48\) günstige Anordnungen. Somit gilt \(p = \frac{48}{120} = 0{,}4\). 3. Bernoulli-Kette: Für die 10 Abende wird das Modell einer Bernoulli-Kette mit \(n = 10\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}4\) verwendet. Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit für \(k = 4\) Erfolge. 4. Berechnung: \(P(X = 4) = \binom{10}{4} \cdot 0{,}4^4 \cdot 0{,}6^6 = 210 \cdot 0{,}0256 \cdot 0{,}046656 \approx 0{,}2508\).

Antwort

a) Urnenmodell: 5 unterscheidbare Kugeln, 5-maliges Ziehen ohne Zurücklegen mit Beachtung der Reihenfolge. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(p = 0{,}4\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(25{,}08\,\%\) (exakt \(0{,}250822656\)).
42698912
Ein fairer Würfel, dessen Seiten die Augenzahlen 1 bis 6 tragen, wird sechsmal nacheinander geworfen. Wir betrachten nur, ob eine „6“ (Erfolg) oder „keine 6“ (Misserfolg) gewürfelt wird. Gegeben sind zwei mögliche Ergebnisfolgen dieser Bernoulli-Kette: Folge A: \((6, 6, 6, 6, 6, 6)\) Folge B: \((6, \text{keine } 6, 6, \text{keine } 6, \text{keine } 6, 6)\) a) Entscheide zunächst ohne Rechnung: Welche der beiden Folgen ist wahrscheinlicher? Begründe deine Vermutung. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(A)\) und \(P(B)\) für das Eintreten dieser exakten Sequenzen. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in einer Serie von sechs Würfen insgesamt genau dreimal die Augenzahl 6 fällt. Erläutere den Unterschied zum Ergebnis aus Aufgabenteil b).

Denkanstöße

- Vergleiche, wie oft in jeder Folge das seltenere Ergebnis „6“ und das häufigere Ergebnis „keine 6“ vorkommt. - Was bedeutet es für die Berechnung, wenn die Reihenfolge der Ergebnisse fest vorgegeben ist? - Unterscheide zwischen einem einzelnen Pfad im Baumdiagramm und einer Trefferzahl, die durch mehrere Pfade erreicht werden kann. - Spielt die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg eine Rolle, wenn man Pfade mit unterschiedlicher Anzahl an Erfolgen vergleicht?

Lösung

1. Folge B ist wahrscheinlicher: Sie enthält nur drei seltene Sechsen und drei häufigere Ergebnisse „keine 6“, während Folge A sechs seltene Sechsen enthält. 2. Für Folge A gilt \(P(A)=\left(\frac16\right)^6=\frac{1}{46656}\approx0{,}0000214335\). 3. Für Folge B gilt \(P(B)=\left(\frac16\right)^3\left(\frac56\right)^3=\frac{125}{46656}\approx0{,}00267918\). 4. Für insgesamt genau drei Sechsen ist die Reihenfolge beliebig: \(P(X=3)=\binom63\left(\frac16\right)^3\left(\frac56\right)^3\approx0{,}0535837\). 5. \(P(B)\) beschreibt nur eine bestimmte Reihenfolge; \(P(X=3)\) umfasst alle \(\binom63=20\) entsprechenden Reihenfolgen.

Antwort

a) Folge B ist wahrscheinlicher, weil sie nur drei Sechsen und drei der jeweils wahrscheinlicheren Nicht-Sechsen enthält. b) \(P(A)\approx0{,}0000214\); \(P(B)\approx0{,}00268\). c) \(P(X=3)\approx0{,}0536\). Diese Wahrscheinlichkeit umfasst alle \(20\) Anordnungen mit drei Sechsen, nicht nur Folge B.
42701112
Ein Fertigungsautomat produziert Schrauben, die mit einer Wahrscheinlichkeit von \(85\,\%\) der Qualitätsnorm entsprechen. Es werden nacheinander sechs Schrauben entnommen und geprüft. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Nur die dritte Schraube entspricht nicht der Norm. b) Alle entnommenen Schrauben entsprechen der Norm. c) Nur die ersten vier Schrauben entsprechen der Norm. d) Genau fünf der entnommenen Schrauben entsprechen der Norm.

Denkanstöße

- Unterscheide genau, ob eine ganz bestimmte Reihenfolge von normgerechten und nicht normgerechten Schrauben gefordert ist oder ob nur die Gesamtzahl der normgerechten Schrauben zählt. - Überlege dir bei jeder Teilaufgabe, wie viele Erfolge und wie viele Misserfolge eintreten müssen. - Wenn die Positionen der Ereignisse fest vorgegeben sind (wie „nur die dritte“), musst du die Einzelwahrscheinlichkeiten in dieser speziellen Reihenfolge multiplizieren. - Wenn nur die Anzahl der Treffer wichtig ist, hilft dir der Binomialkoeffizient weiter.

Lösung

1. Festlegen der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}85\) für „entspricht der Norm“ und der Misserfolgswahrscheinlichkeit \(q = 1 - p = 0{,}15\). Die Anzahl der Versuche ist \(n = 6\). 2. Berechnung für a): Da die Position feststeht (S, S, F, S, S, S), ergibt sich die Wahrscheinlichkeit durch Multiplikation: \(P(A) = p^5 \cdot q = 0{,}85^5 \cdot 0{,}15 \approx 0{,}0666\). 3. Berechnung für b): Alle sechs Schrauben müssen der Norm entsprechen: \(P(B) = p^6 = 0{,}85^6 \approx 0{,}3771\). 4. Berechnung für c): Die ersten vier sind Erfolge, die letzten beiden Misserfolge (S, S, S, S, F, F): \(P(C) = p^4 \cdot q^2 = 0{,}85^4 \cdot 0{,}15^2 \approx 0{,}0117\). 5. Berechnung für d): Da die Position der fünf Erfolge beliebig ist, wird die Bernoulli-Formel verwendet: \(P(D) = \binom{6}{5} \cdot p^5 \cdot q^1 = 6 \cdot 0{,}85^5 \cdot 0{,}15 \approx 0{,}3993\).

Antwort

a) \(P \approx 6{,}66\,\%\) b) \(P \approx 37{,}71\,\%\) c) \(P \approx 1{,}17\,\%\) d) \(P \approx 39{,}93\,\%\)
42705012
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(20\) Fragen mit jeweils \(5\) Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Frage rein zufällig. Bestimme die Anzahl der richtigen Antworten \(k\), die am wahrscheinlichsten ist, sowie die Anzahl \(k\), die am unwahrscheinlichsten ist. Begründe deine Auswahl für den minimalen Wert durch einen Vergleich der Randwahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer ist. - Wo vermutest du das Maximum bei einer Binomialverteilung im Verhältnis zum Erwartungswert? - Binomialverteilungen sind oft asymmetrisch. Welche Extremwerte an den Rändern der Verteilung (0 oder \(n\)) könnten besonders kleine Wahrscheinlichkeiten haben? - Vergleiche die Wahrscheinlichkeit für „nur falsche Antworten“ mit der Wahrscheinlichkeit für „nur richtige Antworten“.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 20\) und \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\). 2. Berechnung des wahrscheinlichsten Wertes (Modus): Der Modus liegt bei \(\lfloor (n+1)p \rfloor = \lfloor 21 \cdot 0{,}2 \rfloor = \lfloor 4{,}2 \rfloor = 4\). Somit ist \(k = 4\) am wahrscheinlichsten. 3. Bestimmung des unwahrscheinlichsten Wertes: Da \(p = 0{,}2 < 0{,}5\), ist die Verteilung rechtsschief. Die minimalen Wahrscheinlichkeiten liegen an den Rändern \(k = 0\) oder \(k = 20\). 4. Vergleich der Randwerte: \(P(X=0) = 0{,}8^{20} \approx 0{,}0115\) und \(P(X=20) = 0{,}2^{20} \approx 1{,}05 \cdot 10^{-14}\). 5. Da \(0{,}2^{20} < 0{,}8^{20}\), ist die Wahrscheinlichkeit für \(k = 20\) am geringsten.

Antwort

Am wahrscheinlichsten ist \(k = 4\). Am unwahrscheinlichsten ist \(k = 20\).
42705912
Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 30\) und \(p = 0{,}6\). Bestimme mithilfe eines wissenschaftlichen Taschenrechners oder eines Tabellenkalkulationsprogramms: a) alle Werte \(k \in \{0, 1, \dots, 30\}\), für die die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = k) \ge 0{,}1\) ist. b) alle Werte \(k \in \{0, 1, \dots, 30\}\), für die die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = k) < 0{,}05\) ist.

Denkanstöße

- In welchem Bereich um den Erwartungswert vermutest du die höchsten Wahrscheinlichkeiten? - Nutze den Tabellenmodus deines Taschenrechners, um viele Werte gleichzeitig zu sehen. - Achte genau auf die Formulierungen „mindestens“ (\(\ge\)) und „kleiner als“ (\(<\)). - Überprüfe die Werte an den Grenzen deines gefundenen Bereichs besonders sorgfältig.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: \(X \sim B(30; 0{,}6)\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten \(P(X = k) = \binom{30}{k} \cdot 0{,}6^k \cdot 0{,}4^{30-k}\) für verschiedene Werte von \(k\), vorzugsweise im Bereich um den Erwartungswert \(\mu = n \cdot p = 18\). 3. Für Aufgabenteil a): Vergleich der Werte mit der Grenze \(0{,}1\). Es ergibt sich: \(P(X=15) \approx 0{,}0783\), \(P(X=16) \approx 0{,}1101\), \(P(X=17) \approx 0{,}1360\), \(P(X=18) \approx 0{,}1474\), \(P(X=19) \approx 0{,}1396\), \(P(X=20) \approx 0{,}1152\), \(P(X=21) \approx 0{,}0823\). Somit gilt die Bedingung für \(k \in \{16, 17, 18, 19, 20\}\). 4. Für Aufgabenteil b): Vergleich der Werte mit der Grenze \(0{,}05\). An den Rändern des Bereichs aus a) findet man: \(P(X=14) \approx 0{,}0489 < 0{,}05\) und \(P(X=15) > 0{,}05\). Auf der anderen Seite ist \(P(X=22) \approx 0{,}0505 > 0{,}05\) und \(P(X=23) \approx 0{,}0263 < 0{,}05\). Somit gilt die Bedingung für \(k \le 14\) oder \(k \ge 23\).

Antwort

a) \(k \in \{16, 17, 18, 19, 20\}\) b) \(k \in \{0, 1, \dots, 14\} \cup \{23, 24, \dots, 30\}\)
42706612
Betrachtet wird eine Bernoulli-Kette der Länge \(n\) mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\), zum Beispiel beim mehrfachen Wurf einer fairen Münze. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Treffer. a) Zeige allgemein unter Verwendung der Formel \(B(n; p; k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\), dass für \(p = 0{,}5\) die Beziehung \(P(X=k) = P(X=n-k)\) für alle \(k \in \{0; 1; \dots; n\}\) erfüllt ist. b) Berechne für \(n=6\) die Wahrscheinlichkeit \(P(X \ge 4)\) und zeige durch Anwendung der Symmetrie aus Teilaufgabe a), dass dieser Wert identisch mit \(P(X \le 2)\) ist.

Denkanstöße

- Was passiert mit den Termen \(p^k\) und \((1-p)^{n-k}\), wenn beide Wahrscheinlichkeiten gleich groß sind? - Erinnere dich an die Symmetrie-Eigenschaft der Binomialkoeffizienten. - Wie hängen die einzelnen Wahrscheinlichkeiten einer kumulierten Wahrscheinlichkeit am oberen Ende der Verteilung mit denen am unteren Ende zusammen?

Lösung

1. Für \(p=0{,}5\) gilt \(1-p=0{,}5\). Einsetzen in die Formel ergibt \(B(n; 0{,}5; k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^k \cdot 0{,}5^{n-k} = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\). 2. Für \(n-k\) ergibt sich analog \(B(n; 0{,}5; n-k) = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^{n-k} \cdot 0{,}5^{n-(n-k)} = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^n\). 3. Da \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) gilt, folgt \(P(X=k) = P(X=n-k)\). 4. Berechnung für \(n=6\): \(P(X \ge 4) = P(X=4) + P(X=5) + P(X=6) = (\binom{6}{4} + \binom{6}{5} + \binom{6}{6}) \cdot 0{,}5^6 = (15 + 6 + 1) \cdot \frac{1}{64} = \frac{22}{64} = 0{,}34375\). 5. Anwendung der Symmetrie: \(P(X \le 2) = P(X=0) + P(X=1) + P(X=2)\). Wegen \(P(X=0)=P(X=6)\), \(P(X=1)=P(X=5)\) und \(P(X=2)=P(X=4)\) folgt unmittelbar \(P(X \le 2) = P(X \ge 4)\).

Antwort

a) Nachweis durch Einsetzen: \(B(n; 0{,}5; k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\) und \(B(n; 0{,}5; n-k) = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^n\). Wegen \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) sind die Terme gleich. b) \(P(X \ge 4) = 0{,}34375\). Aufgrund der Symmetrie \(P(X=k) = P(X=6-k)\) gilt \(P(X=4)=P(X=2)\), \(P(X=5)=P(X=1)\) und \(P(X=6)=P(X=0)\), woraus \(P(X \ge 4) = P(X \le 2)\) folgt.
42706912
Ein Hersteller produziert LED-Lichtstreifen, die jeweils aus 20 einzelnen LEDs bestehen. Erfahrungsgemäß ist eine LED mit einer Wahrscheinlichkeit von \(2\,\%\) defekt. Die Funktionsfähigkeit der einzelnen LEDs ist voneinander unabhängig. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Lichtstreifen keine defekte LED besitzt. b) Ein Händler erhält eine Lieferung von 15 solcher Lichtstreifen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau 12 dieser Lichtstreifen vollständig funktionstüchtig sind.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit dafür ist, dass eine einzelne LED funktioniert. - Nutze die Wahrscheinlichkeit für einen vollständig funktionstüchtigen Lichtstreifen als Erfolgswahrscheinlichkeit im zweiten Aufgabenteil. - Identifiziere für beide Teile die Trefferwahrscheinlichkeit und die Anzahl der Versuche.

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten LEDs auf einem Streifen. Es gilt \(n = 20\) und \(p = 0{,}02\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für einen fehlerfreien Streifen ist \(p_S = P(X = 0) = \binom{20}{0} \cdot 0{,}02^0 \cdot 0{,}98^{20} = 0{,}98^{20} \approx 0{,}667608\). 3. Die Zufallsgröße \(Y\) beschreibt die Anzahl der vollständig funktionstüchtigen Streifen in der Lieferung. Sie ist binomialverteilt mit \(n = 15\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p_S = 0{,}98^{20}\). 4. Damit gilt \(P(Y = 12) = \binom{15}{12} \cdot p_S^{12} \cdot (1-p_S)^3 = 455 \cdot (0{,}98^{20})^{12} \cdot (1-0{,}98^{20})^3 \approx 0{,}1310\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(66{,}76\,\%\) (\(P \approx 0{,}6676\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(13{,}10\,\%\) (\(P \approx 0{,}1310\)).
42709312
Ein Samenhändler gibt an, dass die Keimfähigkeit einer bestimmten Sorte Tomatensamen bei \(85\,\%\) liegt. Ein Gärtner sät \(30\) dieser Samen in eine Anzuchtschale aus. Die Keimung der einzelnen Samen wird als voneinander unabhängig betrachtet. a) Ermittle die Anzahl der keimenden Samen, die am wahrscheinlichsten ist. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens \(24\) der ausgesäten Samen keimen.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Verteilung vorliegt, wenn es nur zwei mögliche Ausgänge (keimen oder nicht keimen) gibt. - Wie hängen der Erwartungswert und der wahrscheinlichste Wert einer Verteilung zusammen? - Achte bei der Wahrscheinlichkeit genau auf die Formulierung „mindestens“. Welcher Bereich von Werten ist damit gemeint? - Manchmal ist es einfacher, die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses zu berechnen, das gerade nicht eintreten soll.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}85\) und Stichprobenumfang \(n = 30\). 2. Bestimmung der wahrscheinlichsten Trefferzahl \(k\): Die Bedingung \((n+1) \cdot p - 1 \le k \le (n+1) \cdot p\) liefert mit \(31 \cdot 0{,}85 = 26{,}35\) den Bereich \(25{,}35 \le k \le 26{,}35\). Somit ist \(k = 26\) die wahrscheinlichste Anzahl keimender Samen. 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens \(24\) Erfolge: \(P(X \ge 24) = \sum_{k=24}^{30} \binom{30}{k} \cdot 0{,}85^k \cdot 0{,}15^{30-k}\). 4. Unter Verwendung der kumulierten Binomialverteilung (Gegenereignis) ergibt sich: \(P(X \ge 24) = 1 - P(X \le 23) \approx 1 - 0{,}1526 = 0{,}8474\).

Antwort

a) Die wahrscheinlichste Anzahl keimender Samen ist \(26\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(84{,}74\,\%\).
42713612
In einer Gärtnerei keimen Samen einer bestimmten Blumensorte mit einer Wahrscheinlichkeit von \(92\,\%\). Für eine Untersuchung werden \(120\) dieser Samen zufällig ausgewählt und unter identischen Bedingungen eingepflanzt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der keimenden Samen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass von den ausgewählten Samen genau \(110\) keimen. b) Ermittle die Anzahl der keimenden Samen, für die die Wahrscheinlichkeit \(P(X = k)\) ihren maximalen Wert annimmt.

Denkanstöße

- Welche Parameter \(n\) und \(p\) sind gegeben? - Nutze die Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten. - Der wahrscheinlichste Wert liegt oft sehr nah am Erwartungswert \(\mu = n \cdot p\). - Was passiert mit der Wahrscheinlichkeit, wenn du Werte kurz vor oder kurz nach dem Erwartungswert prüfst?

Lösung

1. Es liegt eine Binomialverteilung mit \(n = 120\) und \(p = 0{,}92\) vor. 2. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeit für \(k = 110\): \(P(X = 110) = \binom{120}{110} \cdot 0{,}92^{110} \cdot 0{,}08^{10} \approx 0{,}1295\). 3. Zur Bestimmung des wahrscheinlichsten Wertes (Modus) wird die Bedingung \((n+1) \cdot p - 1 \le k \le (n+1) \cdot p\) oder das Intervall \([np - (1-p); np + p]\) genutzt. 4. Berechnung: \((120 + 1) \cdot 0{,}92 = 111{,}32\). Da dies keine ganze Zahl ist, ist der Modus \(k = \lfloor 111{,}32 \rfloor = 111\). 5. Alternativ über die Grenzen: \(120 \cdot 0{,}92 - 0{,}08 = 110{,}32\) und \(120 \cdot 0{,}92 + 0{,}92 = 111{,}32\). Die einzige ganze Zahl in diesem Intervall ist \(111\).

Antwort

a) \(P(X = 110) = \binom{120}{110} \cdot 0{,}92^{110} \cdot 0{,}08^{10} \approx 12{,}95\,\%\) b) Die wahrscheinlichste Anzahl keimender Samen ist \(111\).
42721312
Ein Gärtner pflanzt 12 Samen einer seltenen Blume in eine Schale. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Samen keimt, beträgt \(85\,\%\). Gehe davon aus, dass die Keimvorgänge der einzelnen Samen voneinander unabhängig sind. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: (1) Es keimen genau 9 der 12 Samen. (2) Es keimen mindestens 11 der 12 Samen. (3) Nur die ersten drei gepflanzten Samen keimen nicht, während alle anderen erfolgreich keimen.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Reihenfolge der Ergebnisse eine Rolle spielt oder ob nur die Gesamtzahl der Erfolge zählt. - Wie kannst du „mindestens“ in einzelne Fälle zerlegen oder über das Gegenereignis nachdenken? - Was ist der Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Erfolgen und einer ganz spezifischen Abfolge von Ergebnissen?

Lösung

Das Experiment kann als Bernoulli-Kette mit \(n = 12\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}85\) (Keimen) bzw. \(q = 0{,}15\) (Nicht-Keimen) modelliert werden. 1. Für genau 9 Erfolge wird die Formel von Bernoulli verwendet: \(P(X=9) = \binom{12}{9} \cdot 0{,}85^9 \cdot 0{,}15^3\). Mit \(\binom{12}{9} = 220\) ergibt sich \(P(X=9) \approx 0{,}1720\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens 11 Erfolge ist die Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten für 11 und 12 Erfolge: \(P(X \ge 11) = P(X=11) + P(X=12) = \binom{12}{11} \cdot 0{,}85^{11} \cdot 0{,}15^1 + \binom{12}{12} \cdot 0{,}85^{12} \cdot 0{,}15^0\). Dies ergibt \(12 \cdot 0{,}85^{11} \cdot 0{,}15 + 0{,}85^{12} \approx 0{,}3012 + 0{,}1422 = 0{,}4434\). 3. Da hier eine spezifische Reihenfolge vorgegeben ist (die ersten drei Samen keimen nicht, danach keimen neun Samen), wird kein Binomialkoeffizient benötigt: \(P(E) = 0{,}15^3 \cdot 0{,}85^9 \approx 0{,}00078\).

Antwort

(1) ca. \(17{,}20\,\%\) (2) ca. \(44{,}34\,\%\) (3) ca. \(0{,}08\,\%\)
42721412
Bei der Endkontrolle einer Produktion von LED-Leuchtmitteln wird eine Stichprobe von 15 Stück entnommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine LED defekt ist, beträgt \(4\,\%\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass (1) genau eine LED in der Stichprobe defekt ist. (2) mehr als zwei LEDs in der Stichprobe defekt sind. (3) ausschließlich die letzte der 15 geprüften LEDs defekt ist.

Denkanstöße

- Identifiziere zuerst die Parameter \(n\) und \(p\) der Binomialverteilung. - Achte bei Formulierungen wie „mehr als“ genau darauf, welche Werte für \(k\) eingeschlossen sind. - Wann musst du Kombinationen (Binomialkoeffizienten) berücksichtigen und wann multiplizierst du einfach nur die Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten LEDs und ist binomialverteilt mit \(n = 15\) und \(p = 0{,}04\). 1. Punktwahrscheinlichkeit für \(k = 1\): \(P(X=1) = \binom{15}{1} \cdot 0{,}04^1 \cdot 0{,}96^{14} = 15 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}96^{14} \approx 0{,}3388\). 2. Gesucht ist \(P(X > 2)\). Über das Gegenereignis gilt \(P(X > 2) = 1 - P(X \le 2) = 1 - [P(X=0) + P(X=1) + P(X=2)]\). Berechnung der Einzelwerte: \(P(X=0) = 0{,}96^{15} \approx 0{,}5421\); \(P(X=1) \approx 0{,}3388\); \(P(X=2) = \binom{15}{2} \cdot 0{,}04^2 \cdot 0{,}96^{13} = 105 \cdot 0{,}0016 \cdot 0{,}96^{13} \approx 0{,}0988\). Summe der Wahrscheinlichkeiten \(P(X \le 2) \approx 0{,}9797\), daraus folgt \(P(X > 2) \approx 1 - 0{,}9797 = 0{,}0203\). 3. Für dieses spezifische Ereignis (14-mal intakt, dann 1-mal defekt) gilt die Pfadregel: \(P(E) = 0{,}96^{14} \cdot 0{,}04 \approx 0{,}0226\).

Antwort

(1) ca. \(33{,}88\,\%\) (2) ca. \(2{,}03\,\%\) (3) ca. \(2{,}26\,\%\)
42721912
Ein fairer Münzwurf wird 8-mal hintereinander durchgeführt. Dabei steht \(Z\) für „Zahl“ und \(K\) für „Kopf“. Wir betrachten zwei mögliche Ergebnisfolgen: Folge 1: \((Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z)\) Folge 2: \((K, Z, Z, K, Z, K, K, Z)\) a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von Folge 1 und Folge 2. b) Viele Menschen vermuten intuitiv, dass Folge 2 wahrscheinlicher ist als Folge 1, da sie „gemischter“ erscheint. Erläutere unter Verwendung der Definition einer Bernoulli-Kette, warum diese Intuition mathematisch falsch ist. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit für die Zufallsgröße \(X\), die die Anzahl der Würfe mit „Zahl“ angibt, und das Ereignis, dass bei 8 Würfen insgesamt genau 4-mal „Zahl“ fällt. Erkläre damit, warum das Gesamtergebnis „4-mal Zahl“ dennoch viel wahrscheinlicher ist als das Ergebnis „8-mal Zahl“.

Denkanstöße

- Überlege, wie man die Wahrscheinlichkeit für eine ganz bestimmte Kette von Ergebnissen berechnet. - Spielt die Reihenfolge bei der Wahrscheinlichkeit für ein *einzelnes* Ergebnis (eine feste Sequenz) eine Rolle? - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei 8 Würfen genau 4-mal Zahl zu erhalten? - Unterscheide zwischen einem „Ergebnis“ (eine feste Folge) und einem „Ereignis“ (eine Menge von Folgen).

Lösung

1. Da es sich um einen fairen Münzwurf handelt, ist die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p = 0{,}5\). 2. Die Wahrscheinlichkeit einer spezifischen Ergebnisfolge der Länge \(n=8\) berechnet sich in einer Bernoulli-Kette durch \(P(\omega) = p^k \cdot q^{n-k}\). Da \(p = q = 0{,}5\), gilt für jede Folge \(P(\omega) = 0{,}5^8 = \frac{1}{256} \approx 0{,}0039\). Somit haben Folge 1 und Folge 2 dieselbe Wahrscheinlichkeit. 3. Die Intuition ist falsch, da bei einer Bernoulli-Kette die Unabhängigkeit der Einzelversuche gilt. Jede exakt definierte Abfolge von Kopf und Zahl ist bei \(p=0{,}5\) exakt gleich wahrscheinlich, unabhängig davon, wie „geordnet“ sie erscheint. 4. Die Wahrscheinlichkeit für genau 4-mal Zahl berechnet sich mit der Binomialverteilung: \(P(X=4) = \binom{8}{4} \cdot 0{,}5^4 \cdot 0{,}5^4 = 70 \cdot \frac{1}{256} = \frac{70}{256} \approx 0{,}2734\). 5. Das Ereignis „genau 4-mal Zahl“ ist wahrscheinlicher, weil es aus 70 verschiedenen Einzelergebnissen (Sequenzen) besteht, während das Ereignis „8-mal Zahl“ nur aus der einen Sequenz \((Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z)\) besteht.

Antwort

a) \(P(\text{Folge 1}) = P(\text{Folge 2}) = 0{,}5^8 = \frac{1}{256} \approx 0{,}0039\). b) In einer Bernoulli-Kette mit \(p=0{,}5\) ist jede spezifische Sequenz gleich wahrscheinlich, da die Einzelwahrscheinlichkeiten für \(Z\) und \(K\) identisch sind. Die Intuition verwechselt oft die Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Sequenz mit der Wahrscheinlichkeit einer Ergebnisklasse (z. B. „Hälfte/Hälfte“). c) \(P(X=4) = \binom{8}{4} \cdot 0{,}5^8 = \frac{70}{256} \approx 0{,}2734\). Dieses Ereignis ist wahrscheinlicher, da es 70 gleich wahrscheinliche Pfade im Baumdiagramm umfasst, während „8-mal Zahl“ nur einem Pfad entspricht.
42722012
Ein Basketballspieler trifft seine Freiwürfe mit einer konstanten Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er führt eine Serie von 4 Würfen aus. Es bezeichne \(T\) einen Treffer und \(N\) einen Fehlwurf. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden beiden Sequenzen: \(S_1 = (T, T, T, T)\) \(S_2 = (T, N, T, T)\) b) Beurteile die Aussage: „In einer Bernoulli-Kette ist jede Sequenz mit der gleichen Anzahl an Treffern gleich wahrscheinlich, unabhängig von der Position der Treffer.“ Begründe deine Antwort rechnerisch an einem Beispiel mit drei Treffern. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Spieler insgesamt genau drei Treffer erzielt.

Denkanstöße

- Notiere dir die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer und für einen Fehlschuss. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Pfades im Baumdiagramm? - Überlege, ob sich das Produkt ändert, wenn man die Faktoren vertauscht. - Was gibt der Binomialkoeffizient \(\binom{n}{k}\) in diesem Zusammenhang an?

Lösung

1. Gegeben ist \(p = 0{,}8\) und \(q = 1 - p = 0{,}2\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(S_1) = 0{,}8^4 = 0{,}4096\). \(P(S_2) = 0{,}8^3 \cdot 0{,}2^1 = 0{,}512 \cdot 0{,}2 = 0{,}1024\). 3. Die Aussage in b) ist korrekt. Jede Sequenz mit genau \(k\) Treffern bei \(n\) Versuchen hat die Wahrscheinlichkeit \(p^k \cdot q^{n-k}\). Für drei Treffer bei vier Würfen gibt es z. B. \((N, T, T, T)\) und \((T, T, N, T)\). Beide haben die Wahrscheinlichkeit \(0{,}2 \cdot 0{,}8^3 = 0{,}8^3 \cdot 0{,}2 = 0{,}1024\). Die Faktoren werden lediglich vertauscht (Kommutativgesetz). 4. Die Wahrscheinlichkeit für genau drei Treffer ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten aller günstigen Sequenzen. Es gibt \(\binom{4}{3} = 4\) solche Sequenzen. \(P(X=3) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}8^3 \cdot 0{,}2^1 = 4 \cdot 0{,}1024 = 0{,}4096\).

Antwort

a) \(P(S_1) = 0{,}4096\); \(P(S_2) = 0{,}1024\). b) Die Aussage ist wahr. Jede Sequenz mit \(k\) Treffern enthält im Produkt der Wahrscheinlichkeiten \(k\)-mal den Faktor \(p\) und \((n-k)\)-mal den Faktor \((1-p)\). Wegen des Kommutativgesetzes der Multiplikation ist das Ergebnis immer \(p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Beispiel: \(P(N, T, T, T) = 0{,}2 \cdot 0{,}8^3 = 0{,}1024 = P(T, N, T, T)\). c) \(P(X=3) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}8^3 \cdot 0{,}2^1 = 4 \cdot 0{,}1024 = 0{,}4096\).
42874112
Bei einem Glücksrad beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei jeder Drehung \(p = 0{,}25\). Das Rad wird insgesamt \(10\)-mal gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man bei diesen Drehungen genau \(3\)-mal oder genau \(4\)-mal gewinnt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, ob die einzelnen Drehungen voneinander abhängen. - Welche Werte für die Trefferanzahl sind im Ereignis enthalten? - Erinnerst du dich an eine Formel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Treffern in einer Versuchsreihe berechnen kann? - Wie kombiniert man die Wahrscheinlichkeiten von zwei sich gegenseitig ausschließenden Ergebnissen?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}25\), Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p = 0{,}75\) und Anzahl der Versuche \(n = 10\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeit für \(k = 3\) Treffer mit der Bernoulli-Formel: \(P(X = 3) = \binom{10}{3} \cdot 0{,}25^3 \cdot 0{,}75^7 = 120 \cdot 0{,}015625 \cdot 0{,}13348388\ldots \approx 0{,}2503\). 3. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeit für \(k = 4\) Treffer: \(P(X = 4) = \binom{10}{4} \cdot 0{,}25^4 \cdot 0{,}75^6 = 210 \cdot 0{,}00390625 \cdot 0{,}17797851\ldots \approx 0{,}1460\). 4. Addition der beiden Wahrscheinlichkeiten für das Ereignis „3-mal oder 4-mal“: \(P(X = 3) + P(X = 4) \approx 0{,}2503 + 0{,}1460 = 0{,}3963\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(39{,}63\,\%\) (oder als Dezimalbruch ca. \(0{,}3963\)).
42876312
Ein Automobilhersteller weiß aus Erfahrung, dass \(8\,\%\) der produzierten Fahrzeuge eines bestimmten Modells einen kleinen Lackfehler aufweisen. Für eine Qualitätskontrolle werden \(30\) Fahrzeuge dieses Modells zufällig ausgewählt und untersucht. Bei welcher Anzahl an Fahrzeugen mit Lackfehler ist die Wahrscheinlichkeit am größten?

Denkanstöße

- Welche Verteilung beschreibt die Anzahl der Fahrzeuge mit Lackfehlern, wenn jedes Fahrzeug unabhängig mit der gleichen Wahrscheinlichkeit betroffen ist? - Wo liegt bei dieser Verteilung üblicherweise der „Gipfel“ der Wahrscheinlichkeiten? - Berechne den Erwartungswert als Orientierungshilfe. - Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten für die ganzzahligen Werte, die dem Erwartungswert am nächsten liegen.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: Es liegt eine Binomialverteilung mit den Parametern \(n = 30\) und \(p = 0{,}08\) vor. 2. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 30 \cdot 0{,}08 = 2{,}4\). 3. Bestimmung des wahrscheinlichsten Werts \(k\): Da die Wahrscheinlichkeiten bei einer Binomialverteilung nahe dem Erwartungswert am größten sind, kommen \(k = 2\) oder \(k = 3\) infrage. 4. Überprüfung durch die Bedingung für den Modus: \((n+1) \cdot p = (30+1) \cdot 0{,}08 = 31 \cdot 0{,}08 = 2{,}48\). 5. Da \(2{,}48\) keine ganze Zahl ist, ist der wahrscheinlichste Wert \(k = \lfloor 2{,}48 \rfloor = 2\). 6. Alternativer Vergleich der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X=2) = \binom{30}{2} \cdot 0{,}08^2 \cdot 0{,}92^{28} \approx 0{,}2696\) und \(P(X=3) = \binom{30}{3} \cdot 0{,}08^3 \cdot 0{,}92^{27} \approx 0{,}2188\). Somit ist \(k=2\) das Ergebnis mit der größten Wahrscheinlichkeit.

Antwort

Die größte Wahrscheinlichkeit liegt bei \(2\) Fahrzeugen mit Lackfehler vor.
43087512
Ein Basketballspieler trifft bei jedem Freiwurf mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}7\). Er führt eine Serie von \(n = 5\) Würfen aus. Gehe davon aus, dass die Trefferwahrscheinlichkeit bei jedem Wurf konstant bleibt. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: 1. Er erzielt genau 3 Treffer. 2. Er erzielt mindestens 4 Treffer.

Denkanstöße

- Welche Verteilung beschreibt eine Kette von unabhängigen Versuchen mit nur zwei möglichen Ausgängen? - Notiere dir die Werte für die Trefferwahrscheinlichkeit, die Anzahl der Versuche und die gewünschte Trefferanzahl. - Wie lässt sich das Ereignis „mindestens 4“ in einzelne, genau definierte Trefferzahlen zerlegen? - Welche Formel hilft dir dabei, die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Erfolgen zu berechnen?

Lösung

1. Definition der Zufallsgröße \(X\) als Anzahl der Treffer, wobei \(X\) binomialverteilt ist mit \(n = 5\) und \(p = 0{,}7\). 2. Berechnung von \(P(X = 3)\) mit der Formel von Bernoulli: \(P(X = 3) = \binom{5}{3} \cdot 0{,}7^3 \cdot 0{,}3^2 = 10 \cdot 0{,}343 \cdot 0{,}09 = 0{,}3087\). 3. Berechnung von \(P(X \ge 4)\) als Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X \ge 4) = P(X = 4) + P(X = 5)\). 4. Berechnung der Einzelwerte: \(P(X = 4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}7^4 \cdot 0{,}3^1 = 5 \cdot 0{,}2401 \cdot 0{,}3 = 0{,}36015\). 5. Berechnung: \(P(X = 5) = \binom{5}{5} \cdot 0{,}7^5 \cdot 0{,}3^0 = 1 \cdot 0{,}16807 \cdot 1 = 0{,}16807\). 6. Summation für das Endergebnis: \(P(X \ge 4) = 0{,}36015 + 0{,}16807 = 0{,}52822\).

Antwort

1. Die Wahrscheinlichkeit für genau 3 Treffer beträgt \(0{,}3087\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens 4 Treffer beträgt \(0{,}52822\).
43089012
Ein Basketballspieler hat bei Freiwürfen eine Trefferquote von \(70\,\%\). In einer Trainingseinheit wirft er eine Serie von \(10\) Freiwürfen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, mit der er in dieser Serie genau \(7\) Treffer erzielt.

Denkanstöße

- Was sind in diesem Zufallsexperiment „Erfolg“ und „Misserfolg“? - Wie oft wird das Experiment insgesamt wiederholt? - Gibt es eine Regel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Treffern berechnen kann? - Wie viele verschiedene Pfade im Baumdiagramm führen zu genau sieben Treffern?

Lösung

1. Festlegen der Parameter: \(n = 10\) (Versuche), \(p = 0{,}7\) (Trefferwahrscheinlichkeit), \(k = 7\) (gewünschte Treffer). 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für einen Fehlwurf: \(q = 1 - 0{,}7 = 0{,}3\). 3. Anwendung der Formel für die Binomialverteilung: \(P(X = 7) = \binom{10}{7} \cdot 0{,}7^7 \cdot 0{,}3^3\). 4. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{10}{7} = \frac{10 \cdot 9 \cdot 8}{3 \cdot 2 \cdot 1} = 120\). 5. Numerische Berechnung: \(120 \cdot 0{,}0823543 \cdot 0{,}027 \approx 0{,}2668\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(26{,}68\,\%\) (oder \(0{,}2668\)).
43089712
An einem Leichtathletikwettbewerb nehmen 10 gleich starke Läufer teil. Ein Zuschauer tippt auf die Läufer, die den 1. und 2. Platz belegen werden (unter Berücksichtigung der Reihenfolge). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(p\), dass ein zufällig abgegebener Tipp vollständig korrekt ist. b) 60 Personen geben unabhängig voneinander einen solchen Tipp ab. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau einer dieser Tipps richtig ist.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, zwei Personen auf zwei Plätze zu verteilen. - Wenn viele Personen unabhängig voneinander dasselbe Experiment mit zwei Ausgängen (richtiger/falscher Tipp) durchführen, eignet sich die Binomialverteilung. - Welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) musst du in die Bernoulli-Formel einsetzen?

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl der Möglichkeiten für die ersten beiden Plätze (Variation ohne Zurücklegen): \(10 \cdot 9 = 90\). 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für einen richtigen Tipp: \(p = \frac{1}{90}\). 3. Modellierung als Bernoulli-Kette mit \(n = 60\), \(k = 1\) und \(p = \frac{1}{90}\). 4. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeit: \(P(X=1) = \binom{60}{1} \cdot \left(\frac{1}{90}\right)^1 \cdot \left(\frac{89}{90}\right)^{59}\). 5. Ergebnis: \(P(X=1) = 60 \cdot \frac{1}{90} \cdot \left(\frac{89}{90}\right)^{59} \approx 0{,}3449\).

Antwort

a) \(p = \frac{1}{90} \approx 0{,}0111\) b) \(P(X=1) \approx 0{,}3449\) (ca. \(34{,}5\,\%\))
43089812
Ein elektronisches Bauteil wird in einer Fabrik mit einer Ausschussquote von \(5\,\%\) produziert. Für eine Qualitätskontrolle wird eine Stichprobe von 20 Bauteilen entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Bauteile in der Stichprobe. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sich in der Stichprobe genau 2 defekte Bauteile befinden. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens ein Bauteil defekt ist. c) Berechne den Wert des Binomialkoeffizienten \(\binom{20}{2}\) und erläutere seine Bedeutung im Kontext dieser Stichprobe.

Denkanstöße

- Nutze die Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten. - „Höchstens eins“ bedeutet, dass entweder gar kein Teil oder genau ein Teil defekt ist. - Was gibt der Binomialkoeffizient allgemein bei der Auswahl von Objekten an?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: \(n = 20\), \(p = 0{,}05\). 2. Berechnung für \(k = 2\): \(P(X=2) = \binom{20}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{18}\). Mit \(\binom{20}{2} = 190\) ergibt sich \(190 \cdot 0{,}0025 \cdot 0{,}3972 \approx 0{,}1887\). 3. Berechnung der kumulierten Wahrscheinlichkeit für \(k \le 1\): \(P(X \le 1) = P(X=0) + P(X=1)\). 4. \(P(X=0) = 0{,}95^{20} \approx 0{,}3585\); \(P(X=1) = \binom{20}{1} \cdot 0{,}05^1 \cdot 0{,}95^{19} = 20 \cdot 0{,}05 \cdot 0{,}3774 \approx 0{,}3774\). 5. Summe: \(0{,}3585 + 0{,}3774 = 0{,}7359\). 6. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{20}{2} = \frac{20 \cdot 19}{2 \cdot 1} = 190\). Er gibt die Anzahl der Möglichkeiten an, 2 defekte Bauteile auf die 20 Plätze in der Entnahmereihenfolge zu verteilen (Anzahl der Pfade im Baumdiagramm).

Antwort

a) \(P(X=2) \approx 0{,}1887\) b) \(P(X \le 1) \approx 0{,}7359\) c) \(\binom{20}{2} = 190\). Bedeutung: Es gibt 190 verschiedene Kombinationen (Pfade), wie genau 2 defekte Teile in einer Serie von 20 Proben auftreten können.
43100912
Ein Sportschütze trifft sein Ziel mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er absolviert eine Serie von \(5\) Schüssen. Eine Serie gilt als „besonders erfolgreich“, wenn er dabei mindestens \(4\) Treffer erzielt. Der Schütze führt nacheinander \(12\) solcher Serien durch. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für folgende Ereignisse: 1. Eine einzelne Serie ist „besonders erfolgreich“. 2. Genau \(8\) der \(12\) Serien sind „besonders erfolgreich“. 3. Keine der \(12\) Serien ist „besonders erfolgreich“.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg in einer einzelnen 5er-Serie ist. - Kannst du diese Wahrscheinlichkeit dann als neue Grundwahrscheinlichkeit für die 12 Serien verwenden? - Welche Verteilung beschreibt die Anzahl der Treffer in einer Serie und welche die Anzahl der erfolgreichen Serien? - Achte darauf, ob nach „genau“, „mindestens“ oder „keinem“ Ereignis gefragt ist.

Lösung

1. Die Trefferzahl in einer Serie ist binomialverteilt mit \(n = 5\) und \(p = 0{,}8\). Die Wahrscheinlichkeit für eine „besonders erfolgreiche“ Serie beträgt \(p_{S} = P(X \ge 4) = P(X = 4) + P(X = 5)\). Es gilt \(P(X = 4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}8^4 \cdot 0{,}2^1 = 0{,}4096\) und \(P(X = 5) = \binom{5}{5} \cdot 0{,}8^5 \cdot 0{,}2^0 = 0{,}32768\). Somit ist \(p_{S} = 0{,}73728\). 2. Die Anzahl der erfolgreichen Serien unter den \(12\) Versuchen ist binomialverteilt mit \(n = 12\) und \(p_{S} = 0{,}73728\). Die Wahrscheinlichkeit für genau \(8\) Erfolge ist \(P(Y = 8) = \binom{12}{8} \cdot 0{,}73728^8 \cdot (1 - 0{,}73728)^4 \approx 0{,}2059\). 3. Die Wahrscheinlichkeit für null erfolgreiche Serien beträgt \(P(Y = 0) = (1 - 0{,}73728)^{12} \approx 1{,}081 \cdot 10^{-7}\).

Antwort

1. \(P(\text{Serie erfolgreich}) = 0{,}73728\) 2. \(P(\text{8 von 12}) \approx 0{,}2059\) (oder \(20{,}59\,\%\)) 3. \(P(\text{0 von 12}) \approx 1{,}08 \cdot 10^{-7}\)
43104112
In einer Schokoladenfabrik enthält statistisch gesehen jedes siebte Überraschungsei eine Figur aus einer limitierten Sonderedition. Für eine Qualitätskontrolle werden \(20\) Eier zufällig aus der laufenden Produktion entnommen. Die Produktion ist so groß, dass die Entnahme näherungsweise als Ziehen mit Zurücklegen betrachtet werden kann. a) Begründe, warum dieser Vorgang als Bernoulli-Kette modelliert werden kann. b) Bestimme die Parameter \(n\) und \(p\), wenn die Zufallsgröße \(X\) die Anzahl der Eier mit einer Sonderfigur beschreibt. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit enthalten genau \(3\) der \(20\) entnommenen Eier eine Sonderfigur? Gib den zugehörigen Term an und berechne das Ergebnis auf vier Nachkommastellen genau.

Denkanstöße

- Überlege, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit man von einer Bernoulli-Kette spricht (Anzahl der Ausgänge, Unabhängigkeit). - Was stellt die Trefferwahrscheinlichkeit in diesem Kontext dar? - Erinnere dich an die allgemeine Formel für die Binomialverteilung. - Wie berechnet man den Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k}\)?

Lösung

1. Begründung der Bernoulli-Kette: Es gibt nur zwei Ausgänge pro Teilversuch (Sonderfigur enthalten oder nicht). Da die Gesamtproduktion sehr groß ist, bleibt die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) bei jeder Entnahme nahezu konstant, und die einzelnen Entnahmen sind voneinander unabhängig. 2. Bestimmung der Parameter: Die Anzahl der Versuche ist \(n = 20\). Die Trefferwahrscheinlichkeit für eine Sonderfigur beträgt \(p = \frac{1}{7} \approx 0{,}1429\). 3. Aufstellung des Terms für \(P(X = 3)\): Anwendung der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) führt zu \(P(X = 3) = \binom{20}{3} \cdot \left(\frac{1}{7}\right)^3 \cdot \left(\frac{6}{7}\right)^{17}\). 4. Berechnung des Werts: Mit \(\binom{20}{3} = 1140\) ergibt sich \(P(X = 3) = 1140 \cdot \frac{1}{343} \cdot \frac{6^{17}}{7^{17}} \approx 0{,}2418\).

Antwort

a) Es liegen nur zwei mögliche Ergebnisse pro Ei vor (Treffer: Sonderfigur; Misserfolg: keine Sonderfigur). Die Wahrscheinlichkeit bleibt aufgrund der großen Grundgesamtheit konstant und die Versuche sind unabhängig. b) \(n = 20\); \(p = \frac{1}{7}\) c) Term: \(P(X = 3) = \binom{20}{3} \cdot \left(\frac{1}{7}\right)^3 \cdot \left(\frac{6}{7}\right)^{17}\); Wahrscheinlichkeit: \(P(X = 3) \approx 0{,}2418\)
43105412
Ein neues Medikament hat eine Heilungschance von \(p = 0{,}7\). In einer Studie wird das Medikament an einer Gruppe von \(n = 15\) Patienten getestet. Die Heilungsverläufe der Patienten werden als voneinander unabhängig angenommen. a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p\). b) Wenn \(\mu\) nicht ganzzahlig ist, liegt der wahrscheinlichste Wert \(k\) der Verteilung im Intervall \([\mu - q; \mu + p]\). Bestimme dieses Intervall und gib die darin liegende ganze Zahl \(k\) an. c) Weise durch Berechnung von \(P(X = k)\) sowie der benachbarten Wahrscheinlichkeiten \(P(X = k-1)\) und \(P(X = k+1)\) nach, dass \(k\) der wahrscheinlichste Wert für die Anzahl der geheilten Patienten ist.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, ob der Erwartungswert eine ganze Zahl ist oder nicht. - Achte beim Berechnen des Intervalls genau auf die Grenzen. Welche ganze Zahl passt dazwischen? - Vergleiche den Wert im Intervall mit seinen direkten Nachbarn, um die Eigenschaft als Maximum zu prüfen.

Lösung

1. Erwartungswert und Gegenwahrscheinlichkeit berechnen: \(\mu = 15 \cdot 0{,}7 = 10{,}5\); \(q = 1 - 0{,}7 = 0{,}3\). 2. Bestimmung des Intervalls: \([\mu - q; \mu + p] = [10{,}5 - 0{,}3; 10{,}5 + 0{,}7] = [10{,}2; 11{,}2]\). 3. Die einzige ganze Zahl in diesem Bereich ist \(k = 11\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: \(P(X = 11) = \binom{15}{11} \cdot 0{,}7^{11} \cdot 0{,}3^4 \approx 0{,}2186\). \(P(X = 10) = \binom{15}{10} \cdot 0{,}7^{10} \cdot 0{,}3^5 \approx 0{,}2061\). \(P(X = 12) = \binom{15}{12} \cdot 0{,}7^{12} \cdot 0{,}3^3 \approx 0{,}1700\). 5. Fazit: Da \(P(X = 11)\) der größte der berechneten Werte ist, ist \(k = 11\) der wahrscheinlichste Wert.

Antwort

a) \(\mu = 10{,}5\); \(q = 0{,}3\) b) Intervall: \([10{,}2; 11{,}2]\); ganzzahliger Wert: \(k = 11\) c) \(P(X = 10) \approx 0{,}2061\); \(P(X = 11) \approx 0{,}2186\); \(P(X = 12) \approx 0{,}1700\). Da \(P(X = 11)\) am größten ist, ist \(11\) der wahrscheinlichste Wert.
43109112
An einem Losstand auf einem Jahrmarkt gewinnt im Durchschnitt jedes 200. Los einen Hauptpreis. Ein Besucher kauft nacheinander \(200\) Lose. Dabei wird für jedes Los dieselbe Gewinnwahrscheinlichkeit angenommen; die Losergebnisse gelten als voneinander unabhängig. Das Ziehen der Lose kann als Bernoulli-Kette modelliert werden. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher keinen einzigen Hauptpreis gewinnt. Vergleiche diesen Wert mit der Näherung \(\frac{1}{e} \approx 0{,}3679\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher genau einen Hauptpreis gewinnt. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher mindestens zwei Hauptpreise erhält?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte die Parameter \(n\) und \(p\) der Binomialverteilung hier annehmen. - Erinnere dich an die Formel für die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X=k)\) bei einer Bernoulli-Kette. - Für den Teil c) ist es oft einfacher, mit dem Gegenereignis zu rechnen. Welche Fälle gehören nicht zu „mindestens zwei“?

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette mit \(n = 200\) und \(p = \frac{1}{200} = 0{,}005\). 2. Wahrscheinlichkeit für \(k=0\) Erfolge: \(P(X=0) = \binom{200}{0} \cdot 0{,}005^0 \cdot (1 - 0{,}005)^{200} = 0{,}995^{200} \approx 0{,}3669\). Der Wert liegt sehr nah an \(\frac{1}{e} \approx 0{,}3679\). 3. Wahrscheinlichkeit für \(k=1\) Erfolg: \(P(X=1) = \binom{200}{1} \cdot 0{,}005^1 \cdot 0{,}995^{199} = 200 \cdot 0{,}005 \cdot 0{,}995^{199} = 0{,}995^{199} \approx 0{,}3688\). 4. Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Erfolge: \(P(X \ge 2) = 1 - P(X=0) - P(X=1) \approx 1 - 0{,}3669 - 0{,}3688 = 0{,}2643\).

Antwort

a) \(P(X=0) \approx 0{,}3669\); die Abweichung zu \(\frac{1}{e}\) beträgt etwa \(0{,}001\). b) \(P(X=1) \approx 0{,}3688\). c) \(P(X \ge 2) \approx 0{,}2643\).
43109312
Ein Biologe untersucht die Verteilung von Pollenkörnern auf einem Objektträger, der in ein Gitter mit \(100\) gleich großen quadratischen Feldern unterteilt ist. Insgesamt befinden sich \(120\) Pollenkörner auf dem Träger. Es wird angenommen, dass sich die Pollenkörner rein zufällig und unabhängig voneinander über die Felder verteilen. Berechne für ein beliebig gewähltes Feld die Wahrscheinlichkeit, dass es: a) kein Pollenkorn enthält. b) genau ein Pollenkorn enthält. c) genau zwei Pollenkörner enthält. Bestimme zudem, wie viele der \(100\) Felder man theoretisch mit jeweils genau einem Pollenkorn erwarten würde.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Pollenkorn ist, in ein ganz bestimmtes Feld zu gelangen. - Welches Verteilungsmodell eignet sich, wenn man viele unabhängige Versuche (Pollenkörner) mit einer jeweils sehr kleinen Erfolgswahrscheinlichkeit hat? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Feld und die erwartete Anzahl über alle Felder hinweg zusammen?

Lösung

1. Definition der Zufallsgröße \(X\) als Anzahl der Pollenkörner in einem Feld. Da jedes der \(n = 120\) Pollenkörner mit der Wahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{100} = 0{,}01\) in das betrachtete Feld fällt, ist \(X\) binomialverteilt mit \(B(120; 0{,}01)\). 2. Berechnung für a): \(P(X = 0) = \binom{120}{0} \cdot 0{,}01^0 \cdot 0{,}99^{120} = 0{,}99^{120} \approx 0{,}2994\). 3. Berechnung für b): \(P(X = 1) = \binom{120}{1} \cdot 0{,}01^1 \cdot 0{,}99^{119} = 120 \cdot 0{,}01 \cdot 0{,}99^{119} \approx 0{,}3629\). 4. Berechnung für c): \(P(X = 2) = \binom{120}{2} \cdot 0{,}01^2 \cdot 0{,}99^{118} = 7140 \cdot 0{,}0001 \cdot 0{,}99^{118} \approx 0{,}2181\). 5. Erwartungswert für die Anzahl der Felder mit genau einem Pollenkorn: \(E = 100 \cdot P(X = 1) \approx 100 \cdot 0{,}3629 = 36{,}29\).

Antwort

a) \(P(X=0) \approx 29{,}94\,\%\) b) \(P(X=1) \approx 36{,}29\,\%\) c) \(P(X=2) \approx 21{,}81\,\%\) Es sind etwa \(36{,}3\) Felder mit genau einem Pollenkorn zu erwarten.
43119512
In einem Behälter befinden sich \(25\) verschiedene, nummerierte Kugeln. Es wird nacheinander \(25\)-mal eine Kugel zufällig gezogen und jedes Mal wieder zurückgelegt. Wir betrachten das Ereignis, dass eine ganz bestimmte Kugel (z. B. die Kugel mit der Nummer \(7\)) gezogen wird. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Kugel kein einziges Mal, genau einmal bzw. genau zweimal gezogen wird. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Kugel öfter als zweimal gezogen wird. c) Gib den Erwartungswert für die Anzahl der Ziehungen dieser speziellen Kugel an.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, ob es sich um ein Experiment mit oder ohne Zurücklegen handelt und welches Verteilungsmodell hier passt. - Was sind die Parameter \(n\) und \(p\) in diesem Zufallsexperiment? - Erinnere dich an die Formel für die Wahrscheinlichkeit bei einer Binomialverteilung. - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten für „höchstens zwei“ und „mehr als zwei“ zusammen? - Wie berechnet man den Durchschnittswert bei einer solchen Verteilung?

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette mit \(n = 25\) Versuchen und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{25} = 0{,}04\). Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt nach \(B(25; 0{,}04)\). 2. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeiten: \(P(X = 0) = \binom{25}{0} \cdot 0{,}04^0 \cdot 0{,}96^{25} \approx 0{,}3604\) \(P(X = 1) = \binom{25}{1} \cdot 0{,}04^1 \cdot 0{,}96^{24} = 25 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}96^{24} \approx 0{,}3754\) \(P(X = 2) = \binom{25}{2} \cdot 0{,}04^2 \cdot 0{,}96^{23} = 300 \cdot 0{,}0016 \cdot 0{,}96^{23} \approx 0{,}1877\) 3. Berechnung für „öfter als zweimal“ (\(X > 2\)): \(P(X > 2) = 1 - (P(X = 0) + P(X = 1) + P(X = 2)) \approx 1 - (0{,}3604 + 0{,}3754 + 0{,}1877) = 1 - 0{,}9235 = 0{,}0765\) 4. Erwartungswert: \(E(X) = n \cdot p = 25 \cdot 0{,}04 = 1\).

Antwort

a) \(P(X=0) \approx 0{,}3604\); \(P(X=1) \approx 0{,}3754\); \(P(X=2) \approx 0{,}1877\) b) \(P(X>2) \approx 0{,}0765\) c) \(E(X) = 1\)
43205912
In einer Urne befinden sich \(4\) rote, \(3\) grüne und \(3\) gelbe Kugeln (siehe Abbildung). Es wird sechsmal nacheinander eine Kugel gezogen und jedes Mal wieder zurückgelegt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei diesen \(6\) Ziehungen genau zweimal eine grüne Kugel gezogen wird? Gib das Ergebnis in Prozent an (auf eine Nachkommastelle gerundet).
Abbildung zur Aufgabe 432059

Denkanstöße

- Lies die Aufgabe aufmerksam durch und überlege, ob die Kugeln nach dem Ziehen wieder zurückgelegt werden oder nicht. - Wie viele Kugeln gibt es insgesamt in der Urne und wie viele davon haben die gesuchte Eigenschaft? - Welches bekannte stochastische Modell beschreibt ein Experiment mit zwei möglichen Ausgängen (Erfolg/Misserfolg) bei einer festen Anzahl von unabhängigen Versuchen? - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl von Erfolgen bei einer solchen Versuchsreihe zu bestimmen? - Achte am Ende darauf, das Ergebnis korrekt in Prozent umzurechnen und zu runden.

Lösung

1. Bestimmung der Erfolgswahrscheinlichkeit: Da sich insgesamt \(10\) Kugeln in der Urne befinden, von denen \(3\) grün sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, eine grüne Kugel zu ziehen, \(p = \frac{3}{10} = 0{,}3\). 2. Modellierung als Bernoulli-Kette: Das Ziehen mit Zurücklegen kann als Bernoulli-Kette mit der Länge \(n = 6\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}3\) modelliert werden. 3. Anwendung der Formel von Bernoulli für genau \(k = 2\) Erfolge: \(P(X = 2) = \binom{6}{2} \cdot 0{,}3^2 \cdot (1 - 0{,}3)^{6 - 2}\) 4. Berechnung des Werts: \(P(X = 2) = 15 \cdot 0{,}09 \cdot 0{,}7^4 = 15 \cdot 0{,}09 \cdot 0{,}2401 = 0{,}324135\) 5. Umrechnung in Prozent und Rundung: \(0{,}324135 \approx 32{,}4\,\%\)

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt ungefähr \(32{,}4\,\%\).
43208712
Das abgebildete Glücksrad besitzt 6 gleich große Felder: 3 gelbe, 2 blaue und 1 rotes. Das Glücksrad wird sechsmal nacheinander gedreht (\(n = 6\)). Bei jeder Drehung wird die Farbe bestimmt, auf die der Zeiger zeigt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse. Runde die Prozentangaben auf zwei Nachkommastellen. a) Der Zeiger zeigt genau viermal auf ein gelbes Feld. b) Der Zeiger zeigt genau zweimal auf ein blaues Feld.
Abbildung zur Aufgabe 432087

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für jede einzelne Farbe bei einer einzelnen Drehung ist. - Da das Rad mehrmals gedreht wird und sich die Wahrscheinlichkeiten nicht ändern, handelt es sich um ein mehrstufiges Zufallsexperiment mit unabhängigen Versuchen (Bernoullikette). - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer bei \(n\) Versuchen zu berechnen? - Achte darauf, die Prozentwerte korrekt auf zwei Stellen nach dem Komma zu runden.

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Die Gesamtzahl der gleich großen Felder ist 6. - Gelb: \(p_{\text{gelb}} = \frac{3}{6} = \frac{1}{2}\) - Blau: \(p_{\text{blau}} = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) 2. Berechnung für Teilaufgabe a): Es liegt ein Bernoulli-Experiment mit \(n = 6\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{2}\) vor. \(P(X = 4) = \binom{6}{4} \cdot \left(\frac{1}{2}\right)^4 \cdot \left(1 - \frac{1}{2}\right)^{6 - 4} = 15 \cdot \frac{1}{16} \cdot \frac{1}{4} = \frac{15}{64} \approx 23{,}44\,\%\) 3. Berechnung für Teilaufgabe b): Es liegt ein Bernoulli-Experiment mit \(n = 6\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{3}\) vor. \(P(Y = 2) = \binom{6}{2} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(1 - \frac{1}{3}\right)^{6 - 2} = 15 \cdot \frac{1}{9} \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^4 = 15 \cdot \frac{1}{9} \cdot \frac{16}{81} = \frac{80}{243} \approx 32{,}92\,\%\)

Antwort

a) \(\frac{15}{64} \approx 23{,}44\,\%\) b) \(\frac{80}{243} \approx 32{,}92\,\%\)
43210512
Das abgebildete Glücksrad hat 10 gleich große Sektoren. Es wird insgesamt achtmal gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Zeiger nach den acht Drehungen genau dreimal auf einem roten Sektor stehen bleibt. Gib das Ergebnis als Dezimalzahl an, die auf drei Nachkommastellen gerundet ist.
Abbildung zur Aufgabe 432105

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele Sektoren das Glücksrad insgesamt hat und wie viele davon rot sind. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem einzelnen Dreh Rot zu erhalten? - Da das Rad mehrmals gedreht wird und sich die Wahrscheinlichkeiten nicht ändern, handelt es sich um eine Bernoulli-Kette. Welche Werte haben \(n\) (Anzahl der Versuche) und \(k\) (Anzahl der Treffer)? - Erinnere dich an die Bernoulli-Formel zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer bei \(n\) Versuchen. - Setze die Werte in die Formel ein und berechne das Ergebnis. Vergiss nicht, am Ende auf drei Nachkommastellen zu runden.

Lösung

1. Bestimmung der Erfolgswahrscheinlichkeit für einen roten Sektor: Da 4 der 10 gleich großen Sektoren rot sind, gilt \(p = \frac{4}{10} = 0{,}4\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(q = 1 - p = 0{,}6\). 2. Da das Glücksrad achtmal gedreht wird und die Drehungen unabhängig voneinander sind, liegt eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 8\) mit \(k = 3\) Treffern vor. 3. Anwendung der Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten: \(P(X = 3) = \binom{8}{3} \cdot 0{,}4^3 \cdot 0{,}6^5\) 4. Berechnung des Binomialkoeffizienten und des Terms: \(\binom{8}{3} = 56\) \(P(X = 3) = 56 \cdot 0{,}064 \cdot 0{,}07776 = 0{,}27869184\) 5. Runden auf drei Nachkommastellen ergibt das Endergebnis \(0{,}279\).

Antwort

\(0{,}279\)
43598412
Ein Glücksrad mit 8 gleich großen Sektoren ist in den Farben Gelb, Blau und Rot gestaltet (siehe Abbildung). Das Rad wird mehrfach nacheinander gedreht, wobei jede Drehung als unabhängiges Zufallsexperiment betrachtet wird. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Bei 5 Drehungen bleibt der Zeiger genau 2-mal auf einem blauen Feld stehen. b) Bei 8 Drehungen erhält man genau 4-mal Gelb. c) Bei 4 Drehungen wird genau 1-mal Rot angezeigt.
Abbildung zur Aufgabe 435984

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe bei einer einzelnen Drehung, indem du die Anzahl der Sektoren zählst. - Überlege, welches Wahrscheinlichkeitsmodell für ein Experiment mit zwei Ausgängen (Treffer oder kein Treffer) und einer festen Anzahl an unabhängigen Versuchen geeignet ist. - Identifiziere für jede Teilaufgabe die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\), die Anzahl der Versuche \(n\) und die gewünschte Trefferanzahl \(k\). - Wende die Formel für die Binomialverteilung an, um die gesuchten Wahrscheinlichkeiten zu berechnen.

Lösung

Zuerst bestimmen wir die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Farben anhand der 8 Sektoren: \(p_{\text{Gelb}} = \frac{4}{8} = 0{,}5\) \(p_{\text{Blau}} = \frac{3}{8} = 0{,}375\) \(p_{\text{Rot}} = \frac{1}{8} = 0{,}125\) Da es sich um eine Bernoulli-Kette handelt, verwenden wir die Formel für die Binomialverteilung \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). 1. Teilaufgabe a): Mit \(n=5\), \(k=2\) und \(p=0{,}375\) ergibt sich: \(P(X=2) = \binom{5}{2} \cdot 0{,}375^2 \cdot (1-0{,}375)^{5-2} = 10 \cdot 0{,}140625 \cdot 0{,}625^3 \approx 0{,}3433\) 2. Teilaufgabe b): Mit \(n=8\), \(k=4\) und \(p=0{,}5\) ergibt sich: \(P(X=4) = \binom{8}{4} \cdot 0{,}5^4 \cdot (1-0{,}5)^{8-4} = 70 \cdot 0{,}5^8 = \frac{70}{256} \approx 0{,}2734\) 3. Teilaufgabe c): Mit \(n=4\), \(k=1\) und \(p=0{,}125\) ergibt sich: \(P(X=1) = \binom{4}{1} \cdot 0{,}125^1 \cdot (1-0{,}125)^{4-1} = 4 \cdot 0{,}125 \cdot 0{,}875^3 \approx 0{,}3350\)

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(34{,}33\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(27{,}34\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(33{,}50\,\%\).
43607312
Das abgebildete Glücksrad mit 8 gleich großen Sektoren wird dreimal nacheinander gedreht. Es soll die Wahrscheinlichkeit dafür berechnet werden, dass bei diesen drei Drehungen genau zweimal die Farbe „Gelb“ erscheint. Entscheide, welche der folgenden Terme zur Berechnung dieser Wahrscheinlichkeit geeignet sind, und begründe deine Wahl. (1) \(\left( \frac{3}{8} \right)^2 \cdot \frac{5}{8}\) (2) \(3 \cdot \frac{3}{8} \cdot \left( \frac{5}{8} \right)^2\) (3) \(\frac{3}{8} \cdot \frac{3}{8} \cdot \frac{5}{8} + \frac{3}{8} \cdot \frac{5}{8} \cdot \frac{3}{8} + \frac{5}{8} \cdot \frac{3}{8} \cdot \frac{3}{8}\) (4) \(3 \cdot \left( \frac{3}{8} \right)^2 \cdot \frac{5}{8}\)
Abbildung zur Aufgabe 436073

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für „Gelb“ und „Lila“ bei einem einzelnen Dreh anhand der Sektoren. - Überlege dir, wie viele verschiedene Reihenfolgen (Pfade) es gibt, um bei drei Drehungen genau zweimal „Gelb“ zu erhalten. Ein Baumdiagramm kann hier helfen. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Reihenfolge (einen Pfad)? - Wenn es mehrere Möglichkeiten für ein Ereignis gibt, wie werden deren Einzelwahrscheinlichkeiten zur Gesamtwahrscheinlichkeit kombiniert?

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Das Glücksrad besitzt 8 Sektoren gleicher Größe, wovon 3 gelb und 5 lila sind. Daraus folgen \(P(\text{Gelb}) = \frac{3}{8}\) und \(P(\text{Lila}) = \frac{5}{8}\). 2. Identifikation der günstigen Pfade: Das Ereignis „genau zweimal Gelb“ bei drei Drehungen umfasst die Ergebnisse (Gelb, Gelb, Lila), (Gelb, Lila, Gelb) und (Lila, Gelb, Gelb). Es gibt also genau 3 Pfade. 3. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten: Jeder dieser 3 Pfade hat aufgrund der Unabhängigkeit der Drehungen die Wahrscheinlichkeit \(\left( \frac{3}{8} \right)^2 \cdot \frac{5}{8} = \frac{45}{512}\). 4. Analyse der Terme: Term (3) addiert die Wahrscheinlichkeiten dieser drei einzelnen Pfade korrekt auf. Term (4) fasst diese Summe als Produkt zusammen (\(3 \cdot \text{Pfadwahrscheinlichkeit}\)), was ebenfalls korrekt ist. 5. Ausschluss fehlerhafter Terme: Term (1) berechnet lediglich die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Pfad. Term (2) berechnet die Wahrscheinlichkeit für genau einmal Gelb (\(\binom{3}{1} \cdot p^1 \cdot q^2\)).

Antwort

Die Terme (3) und (4) sind korrekt.
42574912
An einem Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren, die mit den Ziffern 1, 2, 3, 4 und 5 beschriftet sind, wird dreimal gedreht. Die Ergebnisse der Drehungen seien \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\). Aus diesen Werten werden nacheinander die Teilsummen \(S_1 = x_1\), \(S_2 = x_1 + x_2\) und \(S_3 = x_1 + x_2 + x_3\) gebildet. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine der drei Teilsummen durch 5 teilbar ist. b) Das Spiel wird nun insgesamt zehnmal durchgeführt (ein Spiel besteht aus drei Drehungen). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in genau fünf dieser Spiele keine der Teilsummen durch 5 teilbar ist.

Denkanstöße

- Überlege dir für jede Drehung einzeln, wie viele der fünf möglichen Ergebnisse dazu führen, dass die aktuelle Summe durch 5 teilbar wird. - Hängt die Anzahl der „verbotenen“ Ergebnisse bei der zweiten Drehung davon ab, was bei der ersten Drehung kam? - Handelt es sich bei der wiederholten Durchführung der Spiele um eine Bernoulli-Kette? Welche Parameter \(n\), \(p\) und \(k\) liegen vor?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Spiel: Bei jeder Drehung ist die Wahrscheinlichkeit für jede Ziffer \(\frac{1}{5}\). Damit \(S_1\) nicht durch 5 teilbar ist, darf \(x_1\) nicht 5 sein (\(P = \frac{4}{5}\)). Für jede weitere Teilsumme \(S_k\) gilt: Ist \(S_{k-1}\) nicht durch 5 teilbar, gibt es unter den fünf möglichen Werten für \(x_k\) genau einen Wert, der die Summe \(S_k\) zu einem Vielfachen von 5 macht. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilsumme weiterhin nicht durch 5 teilbar ist, in jedem Schritt \(\frac{4}{5}\). 2. Die Gesamtwahrscheinlichkeit für ein gewonnenes Spiel beträgt \(p = \left(\frac{4}{5}\right)^3 = \frac{64}{125} = 0{,}512\). 3. Für zehn Spiele ist die Anzahl der Gewinne \(K\) binomialverteilt mit \(n = 10\) und \(p = 0{,}512\). 4. Berechnung für \(k = 5\): \(P(K = 5) = \binom{10}{5} \cdot 0{,}512^5 \cdot 0{,}488^5 \approx 0{,}2454\).

Antwort

a) \(P(\text{Gewinn}) = 0{,}512\) (oder \(\frac{64}{125}\)) b) \(P(K = 5) \approx 0{,}2454\)
42704912
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 14\) und \(p = 0{,}4\). Bestimme alle Werte für \(k\), für welche die Punktwahrscheinlichkeit \(B(14; 0{,}4; k)\) den größten Wert annimmt. Weise die Maximalität nach, indem du das Verhältnis aufeinanderfolgender Wahrscheinlichkeiten \(\frac{P(X = k)}{P(X = k-1)}\) untersuchst.

Denkanstöße

- Wann ist eine Wahrscheinlichkeit in einer Reihe größer als ihre Vorgängerin? - Untersuche das Verhältnis zwischen zwei benachbarten Werten der Binomialverteilung. - Was passiert, wenn dieses Verhältnis genau den Wert 1 annimmt? - Wie verhält sich die Formel für den Binomialkoeffizienten, wenn man von \(k-1\) zu \(k\) übergeht?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts oder der Bedingung für das Maximum: Die Wahrscheinlichkeiten \(B(n; p; k)\) steigen an, solange \(\frac{P(X=k)}{P(X=k-1)} = \frac{n-k+1}{k} \cdot \frac{p}{1-p} \geq 1\) gilt. 2. Einsetzen der Werte: \(\frac{14-k+1}{k} \cdot \frac{0{,}4}{0{,}6} = \frac{15-k}{k} \cdot \frac{2}{3} \geq 1\). 3. Lösen der Ungleichung: \(2 \cdot (15 - k) \geq 3k \implies 30 - 2k \geq 3k \implies 30 \geq 5k \implies k \leq 6\). 4. Da für \(k=6\) das Verhältnis exakt \(1\) ist, gilt \(P(X=6) = P(X=5)\). 5. Für \(k < 6\) ist das Verhältnis \(> 1\) (steigend), für \(k > 6\) ist es \(< 1\) (fallend). 6. Die Wahrscheinlichkeit ist somit für \(k = 5\) und \(k = 6\) am größten.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit ist für \(k = 5\) und \(k = 6\) am größten.
42876412
In einer Gärtnerei haben Samen einer bestimmten Blumensorte eine Keimrate von \(75\,\%\). Es werden \(15\) Samen in einen Setzkasten gepflanzt. Welche Anzahl an keimenden Samen hat die größte Wahrscheinlichkeit?

Denkanstöße

- Handelt es sich hier um eine Kette von unabhängigen Versuchen? - Wie berechnet man den Wert, um den herum die Wahrscheinlichkeiten am höchsten sind? - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeiten, wenn das Produkt aus der Anzahl der Versuche (plus eins) und der Erfolgswahrscheinlichkeit genau eine ganze Zahl ergibt? - Überprüfe die Werte direkt über und unter dem Erwartungswert.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: Binomialverteilung mit \(n = 15\) und \(p = 0{,}75\). 2. Berechnung des Werts \((n+1) \cdot p\): \((15+1) \cdot 0{,}75 = 16 \cdot 0{,}75 = 12\). 3. Da \((n+1) \cdot p = 12\) eine ganze Zahl ist, gibt es zwei Werte mit der maximalen (und identischen) Wahrscheinlichkeit: \(k_1 = 12\) und \(k_2 = 12 - 1 = 11\). 4. Überprüfung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X=11) = \binom{15}{11} \cdot 0{,}75^{11} \cdot 0{,}25^4 \approx 0{,}2252\) \(P(X=12) = \binom{15}{12} \cdot 0{,}75^{12} \cdot 0{,}25^3 \approx 0{,}2252\) 5. Beide Ergebnisse, \(11\) und \(12\), haben somit die größte Wahrscheinlichkeit.

Antwort

Die Ergebnisse \(11\) und \(12\) keimende Samen haben beide die größte Wahrscheinlichkeit.
43109212
Betrachte eine Bernoulli-Kette der Länge \(n\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{n}\). Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Erfolge an. a) Zeige mathematisch, dass für alle \(n > 1\) die Beziehung \(P(X=1) = \frac{n}{n-1} \cdot P(X=0)\) gilt. b) Es ist bekannt, dass für große \(n\) die Näherung \(\left(1 - \frac{1}{n}\right)^n \approx \frac{1}{e}\) gilt. Zeige durch Umformung der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X=2)\), dass für große \(n\) gilt: \(P(X=2) \approx \frac{1}{2 \cdot e}\).

Denkanstöße

- Setze für die Aufgabenteile die allgemeine Formel der Binomialverteilung mit \(k=0\), \(k=1\) und \(k=2\) an. - Nutze Potenzgesetze, um Brüche mit gleicher Basis zu vereinfachen. - Erinnere dich bei Teil b), wie man den Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{2}\) ausschreibt. - Überlege dir für den Grenzübergang, gegen welche Werte die einzelnen Faktoren des Produkts streben, wenn \(n\) immer größer wird.

Lösung

1. Nach der Formel der Binomialverteilung gilt \(P(X=0) = (1 - \frac{1}{n})^n\) und \(P(X=1) = n \cdot \frac{1}{n} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-1} = (1 - \frac{1}{n})^{n-1}\). 2. Der Quotient ist \(\frac{P(X=1)}{P(X=0)} = \frac{(1 - \frac{1}{n})^{n-1}}{(1 - \frac{1}{n})^n} = \frac{1}{1 - \frac{1}{n}} = \frac{1}{\frac{n-1}{n}} = \frac{n}{n-1}\). Daraus folgt \(P(X=1) = \frac{n}{n-1} \cdot P(X=0)\). 3. Für \(k=2\) gilt: \(P(X=2) = \binom{n}{2} \cdot (\frac{1}{n})^2 \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2} = \frac{n \cdot (n-1)}{2} \cdot \frac{1}{n^2} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2} = \frac{n-1}{2 \cdot n} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2}\). 4. Für große \(n\) strebt \(\frac{n-1}{2 \cdot n}\) gegen \(\frac{1}{2}\) und \((1 - \frac{1}{n})^{n-2}\) gegen \(\frac{1}{e}\) (da \((1 - \frac{1}{n})^{-2} \to 1\)). Somit gilt \(P(X=2) \approx \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{e} = \frac{1}{2 \cdot e}\).

Antwort

a) Durch Einsetzen in \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) erhält man \(P(X=0) = (1-\frac{1}{n})^n\) und \(P(X=1) = (1-\frac{1}{n})^{n-1}\). Division führt auf \(\frac{n}{n-1}\). b) \(P(X=2) = \frac{n-1}{2 \cdot n} \cdot (1-\frac{1}{n})^{n-2}\). Da \(\frac{n-1}{2 \cdot n} \to \frac{1}{2}\) und \((1-\frac{1}{n})^{n-2} \to \frac{1}{e}\), folgt die Näherung \(P(X=2) \approx \frac{1}{2 \cdot e}\).

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