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Binomialwahrscheinlichkeiten in Intervallen

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42721612
In einem Logistikzentrum werden Pakete automatisch sortiert. Erfahrungsgemäß werden \(15\,\%\) der Pakete aufgrund unleserlicher Adressen aussortiert. An einem Vormittag werden \(120\) Pakete bearbeitet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der aussortierten Pakete mindestens \(12\) und höchstens \(24\) beträgt.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt hier vor und was sind ihre Kennzahlen? - Kannst du den gesuchten Bereich als Ungleichung für die Zufallsgröße aufschreiben? - Wie nutzt man die kumulative Verteilungsfunktion, um die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich zwischen zwei Werten zu finden? - Welchen Wert musst du abziehen, damit die untere Grenze (12) noch im Ergebnis enthalten ist?

Lösung

1. Modellierung der Zufallsgröße \(X\) als binomialverteilt mit \(n = 120\) und \(p = 0{,}15\). 2. Aufstellen der gesuchten Wahrscheinlichkeit für das Intervall: \(P(12 \le X \le 24)\). 3. Umformung in kumulative Wahrscheinlichkeiten: \(P(12 \le X \le 24) = P(X \le 24) - P(X \le 11)\). 4. Ermittlung der Tabellenwerte für \(B(120; 0{,}15)\): \(P(X \le 24) \approx 0{,}9472\) und \(P(X \le 11) \approx 0{,}0420\). 5. Berechnung des Ergebnisses: \(0{,}9472 - 0{,}0420 = 0{,}9052\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(90{,}52\,\%\).
43091012
Ein Online-Shop verschickt Testpakete. In jedem Paket befindet sich mit einer Wahrscheinlichkeit von \(20\,\%\) ein Gutschein für den nächsten Einkauf. Jemand bestellt \(12\) solcher Testpakete. Die Zuteilung der Gutscheine erfolgt für jedes Paket unabhängig. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: a) Genau drei der Pakete enthalten einen Gutschein. b) Mindestens eines der Pakete enthält einen Gutschein.

Denkanstöße

- Überlege, ob sich die Wahrscheinlichkeit für einen Gutschein von Paket zu Paket ändert. - Welche Verteilung ist geeignet, wenn man eine feste Anzahl von unabhängigen Versuchen mit jeweils zwei möglichen Ausgängen hat? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für „genau k Treffer“? - Bei „mindestens eins“ hilft oft der Blick auf das Gegenteil. Was darf nicht passieren?

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette: Da die Pakete unabhängig voneinander mit der konstanten Wahrscheinlichkeit \(p = 0{,}2\) einen Gutschein enthalten, ist die Zufallsgröße \(X\) (Anzahl der Gutscheine) binomialverteilt mit \(n = 12\) und \(p = 0{,}2\). 2. Berechnung für Teilaufgabe a): \(P(X = 3) = \binom{12}{3} \cdot 0{,}2^3 \cdot 0{,}8^9\). Mit \(\binom{12}{3} = 220\) ergibt dies \(220 \cdot 0{,}008 \cdot 0{,}134217728 \approx 0{,}2362\). 3. Berechnung für Teilaufgabe b): Das Gegenereignis zu „mindestens ein Gutschein“ ist „kein Gutschein“ (\(X = 0\)). Es gilt \(P(X \geq 1) = 1 - P(X = 0) = 1 - \binom{12}{0} \cdot 0{,}2^0 \cdot 0{,}8^{12}\). Mit \(0{,}8^{12} \approx 0{,}0687\) folgt \(P(X \geq 1) = 1 - 0{,}0687 = 0{,}9313\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(23{,}62\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(93{,}13\,\%\).
43101312
Bestimme für eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 30\) und \(p = 0{,}2\) die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \le 4)\) b) \(P(X > 8)\) c) \(P(5 \le X \le 10)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du Ereignisse wie „mehr als“ mithilfe des Gegenereignisses „höchstens“ ausdrücken kannst. - Beachte bei Intervallen, welche Werte genau eingeschlossen sind und welche abgezogen werden müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. - Nutze die kumulierte Verteilungsfunktion \(F(n; p; k) = P(X \le k)\).

Lösung

1. Berechnung von \(P(X \le 4)\) durch direktes Ablesen aus der Tabelle für die kumulierte Binomialverteilung oder per CAS: \(P(X \le 4) \approx 0{,}2552\). 2. Bestimmung der Gegenwahrscheinlichkeit für \(P(X > 8)\): \(1 - P(X \le 8) \approx 1 - 0{,}8713 = 0{,}1287\). 3. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(5 \le X \le 10)\) als Differenz zweier kumulierter Wahrscheinlichkeiten: \(P(X \le 10) - P(X \le 4) \approx 0{,}9744 - 0{,}2552 = 0{,}7192\).

Antwort

a) \(P(X \le 4) \approx 0{,}2552\) b) \(P(X > 8) \approx 0{,}1287\) c) \(P(5 \le X \le 10) \approx 0{,}7192\)
43101412
Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 80\) und \(p = 0{,}35\). Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) \(P(X \le 20)\) b) \(P(22 < X < 32)\)

Denkanstöße

- Achte genau auf die Unterscheidung zwischen echten Kleiner-Relationen (\(<\)) und Kleiner-Gleich-Relationen (\(\le\)). - Welche ganzzahligen Werte liegen im Intervall zwischen 22 und 32, wenn diese Grenzen selbst nicht dazugehören? - Wie drückst du ein Intervall mithilfe zweier kumulierter Wahrscheinlichkeiten aus?

Lösung

1. Bestimmung der kumulierten Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 20)\) mittels Tabelle oder CAS: \(P(X \le 20) \approx 0{,}0368\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das offene Intervall \(P(22 < X < 32)\). Da \(X\) diskret ist, entspricht dies \(P(23 \le X \le 31)\). Berechnung über die Differenz der kumulierten Werte: \(P(X \le 31) - P(X \le 22) \approx 0{,}7951 - 0{,}0971 = 0{,}6980\).

Antwort

a) \(P(X \le 20) \approx 0{,}0368\) b) \(P(22 < X < 32) \approx 0{,}6980\)
43113312
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) hat die Parameter \(n = 150\) und \(p = 0{,}4\). 1. Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von \(X\) um höchstens \(5\) vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert bei einer Binomialverteilung? - Welche Formel nutzt du für die Standardabweichung? - Was bedeutet „um höchstens 5 abweichen“ mathematisch für das Intervall? - Wie kannst du die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion \(P(X \le k)\) ausdrücken?

Lösung

1. Der Erwartungswert berechnet sich durch \(\mu = n \cdot p = 150 \cdot 0{,}4 = 60\). Die Standardabweichung ergibt sich aus \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)} = \sqrt{150 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}6} = \sqrt{36} = 6\). 2. Gesucht ist die Wahrscheinlichkeit \(P(\mu - 5 \le X \le \mu + 5) = P(55 \le X \le 65)\). Unter Verwendung der kumulierten Binomialverteilung ergibt sich: \(P(55 \le X \le 65) = P(X \le 65) - P(X \le 54) \approx 0{,}8206 - 0{,}1799 = 0{,}6407\).

Antwort

1. \(\mu = 60\); \(\sigma = 6\) 2. \(P(55 \le X \le 65) \approx 0{,}6407\) (\(64{,}07\,\%\))
43114212
Ein Glücksrad mit vier gleich großen Sektoren in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb wird \(40\)-mal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) zählt dabei, wie oft die Farbe Rot erscheint. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als \(12\)-mal die Farbe Rot erscheint? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Farbe Rot mindestens \(8\)-mal, aber höchstens \(12\)-mal erzielt wird. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass weniger als \(5\)-mal die Farbe Rot gedreht wird.

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeit \(p\) ergibt sich für einen der vier Sektoren? - Was bedeutet „mehr als 12“ für die untere Grenze, wenn du mit der kumulierten Verteilungsfunktion arbeitest? - Wie verhält es sich mit der Grenze bei „weniger als 5“? Welche ganze Zahl ist die größte, die noch dazu gehört? - Kannst du die Intervallwahrscheinlichkeit als Differenz zweier „höchstens“-Wahrscheinlichkeiten ausdrücken?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 40\) und \(p = 0{,}25\). 1. Berechnung von \(P(X > 12)\) über das Gegenereignis: \(P(X > 12) = 1 - P(X \le 12) \approx 1 - 0{,}8209 = 0{,}1791\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([8; 12]\): \(P(8 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 7) \approx 0{,}8209 - 0{,}1820 = 0{,}6389\). 3. Berechnung von \(P(X < 5)\): Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, entspricht dies \(P(X \le 4) \approx 0{,}0160\).

Antwort

a) \(P(X > 12) \approx 17{,}91\,\%\) b) \(P(8 \le X \le 12) \approx 63{,}89\,\%\) c) \(P(X < 5) \approx 1{,}60\,\%\)
42702712
Eine Zufallsgröße \(X\) ist nach \(B(n; p)\) binomialverteilt. Die zugehörige kumulative Verteilungsfunktion wird mit \(F(k) = P(X \le k)\) bezeichnet. Begründe allgemein, dass für zwei Werte \(a\) und \(b\) aus der Ergebnismenge \(\{0, 1, \dots, n\}\) mit \(a < b\) der Zusammenhang \(P(a < X \le b) = F(b) - F(a)\) besteht.

Denkanstöße

- Was bedeutet die kumulative Verteilungsfunktion anschaulich für die Summe von Einzelwahrscheinlichkeiten? - Wie kannst du das Ereignis „höchstens \(b\)“ in zwei Teilbereiche zerlegen, von denen einer „höchstens \(a\)“ ist? - Überlege dir, welche Einzelereignisse \(X=i\) in \(F(b)\) enthalten sind, die in \(F(a)\) nicht vorkommen. - Hilft es dir, die Wahrscheinlichkeiten als Balken in einem Histogramm darzustellen?

Lösung

1. Die kumulative Verteilungsfunktion \(F(k)\) gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass die Zufallsgröße \(X\) einen Wert kleiner oder gleich \(k\) annimmt: \(F(k) = P(X \le k)\). 2. Das Ereignis \(\{X \le b\}\) lässt sich als Vereinigung der zwei disjunkten Teilereignisse \(\{X \le a\}\) und \(\{a < X \le b\}\) darstellen, da \(a < b\) gilt. 3. Nach dem Axiom der Additivität für disjunkte Ereignisse gilt: \(P(X \le b) = P(X \le a) + P(a < X \le b)\). 4. Durch Umstellen der Gleichung und Einsetzen der Definition von \(F\) folgt: \(P(a < X \le b) = P(X \le b) - P(X \le a) = F(b) - F(a)\).

Antwort

Da das Ereignis \(X \le b\) in die disjunkten Teilereignisse \(X \le a\) und \(a < X \le b\) zerlegt werden kann, gilt \(P(X \le b) = P(X \le a) + P(a < X \le b)\). Daraus folgt durch Subtraktion \(P(a < X \le b) = F(b) - F(a)\).
42703312
Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 80\) und \(p = 0{,}25\). a) Gib alle möglichen Werte für \(X\) an, für die die Bedingung \(|X - 20| \le 3\) erfüllt ist. b) Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten: (1) \(P(|X - 20| \le 3)\) (2) \(P(|X - 20| > 3)\) (3) \(P(|X - 18| < 2)\)

Denkanstöße

- Kannst du den Betrag in eine Doppelungleichung umschreiben? - Welche ganzzahligen Werte liegen in dem berechneten Bereich? - Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion \(P(X \le k)\) ausdrücken? - Überlege, wie du das Gegenereignis nutzen kannst, um die Rechnung zu vereinfachen.

Lösung

1. Bestimmung der Trefferzahlen für \(|X - 20| \le 3\): Die Ungleichung entspricht \(-3 \le X - 20 \le 3\), woraus \(17 \le X \le 23\) folgt. Die Werte sind \(\{17; 18; 19; 20; 21; 22; 23\}\). 2. Berechnung von \(P(|X - 20| \le 3)\): Dies entspricht \(P(17 \le X \le 23) = P(X \le 23) - P(X \le 16) \approx 0{,}8181 - 0{,}1841 = 0{,}6340\). 3. Berechnung von \(P(|X - 20| > 3)\): Über das Gegenereignis gilt \(1 - P(|X - 20| \le 3) \approx 1 - 0{,}6340 = 0{,}3660\). 4. Berechnung von \(P(|X - 18| < 2)\): Die Bedingung \(|X - 18| < 2\) entspricht \(16 < X < 20\), also \(P(17 \le X \le 19) = P(X \le 19) - P(X \le 16) \approx 0{,}4572 - 0{,}1841 = 0{,}2731\).

Antwort

a) \(X \in \{17; 18; 19; 20; 21; 22; 23\}\) b) (1) \(P(|X - 20| \le 3) \approx 0{,}6340\) (2) \(P(|X - 20| > 3) \approx 0{,}3660\) (3) \(P(|X - 18| < 2) \approx 0{,}2731\)
42704012
Erkläre die Bedeutung der folgenden Terme und bestimme die Wahrscheinlichkeiten. Dabei bezeichnet \(B(n; p; k)\) die Binomial-Punktwahrscheinlichkeit für genau \(k\) Treffer. a) \(\sum_{i=3}^{5} B(8; 0{,}25; i)\) b) \(\sum_{i=4}^{6} B(12; 0{,}5; i)\)

Denkanstöße

- Beachte bei Ungleichungsketten genau, ob die Randwerte (echt kleiner oder kleiner gleich) dazugehören. - Wie viele Summanden musst du jeweils berechnen, um das Ergebnis zu erhalten? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit als Differenz zweier kumulierter Werte ausdrücken?

Lösung

1. Der Term in a) gibt die Wahrscheinlichkeit an, bei \(n = 8\) und \(p = 0{,}25\) mindestens drei und höchstens fünf Treffer zu erzielen. Es gilt \(P(X=3) + P(X=4) + P(X=5) \approx 0{,}2076 + 0{,}0865 + 0{,}0231 = 0{,}3172\). 2. Der Term in b) beschreibt bei \(n = 12\) und \(p = 0{,}5\) die Wahrscheinlichkeit für vier, fünf oder sechs Treffer. Es gilt \(P(X=4) + P(X=5) + P(X=6) = \frac{495}{4096} + \frac{792}{4096} + \frac{924}{4096} = \frac{2211}{4096} \approx 0{,}5398\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeit für eine Trefferzahl von 3 bis 5; \(P \approx 0{,}3172\) b) Wahrscheinlichkeit für mindestens 4 und höchstens 6 Treffer; \(P \approx 0{,}5398\)
42707212
Bei einem Multiple-Choice-Test gibt es \(30\) Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer beantwortet alle Fragen rein zufällig durch Raten. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Der Teilnehmer hat mehr als \(10\) Fragen richtig beantwortet. b) Die Anzahl der richtigen Antworten ist mindestens \(5\), aber kleiner als \(10\).

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer beim Raten, wenn es vier Optionen gibt? - Was bedeutet „mehr als“ mathematisch für die Intervallgrenzen? - Überlege dir, welches Gegenereignis einfacher zu berechnen ist. - Achte darauf, ob die Randwerte des Bereichs (wie die 10 oder die 5) zum Ereignis dazugehören oder nicht.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) (Anzahl der richtigen Antworten) ist binomialverteilt mit \(n = 30\) und \(p = 0{,}25\). 1. Berechnung für mehr als \(10\) Treffer: Das Gegenereignis zu \(X > 10\) ist \(X \le 10\). Es gilt \(P(X > 10) = 1 - P(X \le 10) \approx 1 - 0{,}8943 = 0{,}1057\). 2. Berechnung für mindestens \(5\), aber weniger als \(10\) Treffer: Dies entspricht dem Bereich \(5 \le X \le 9\). Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich durch \(P(5 \le X \le 9) = P(X \le 9) - P(X \le 4) \approx 0{,}8034 - 0{,}0979 = 0{,}7055\).

Antwort

a) \(P(X > 10) \approx 10{,}57\,\%\) b) \(P(5 \le X < 10) \approx 70{,}55\,\%\)
42707512
Ein Hersteller von LED-Leuchtmitteln gibt an, dass durchschnittlich \(4\,\%\) der produzierten Einheiten kleine Kratzer am Gehäuse aufweisen. Für eine Qualitätsprüfung wird eine Stichprobe von \(250\) zufällig ausgewählten Leuchtmitteln entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Leuchtmittel mit Kratzern in dieser Stichprobe. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in der Stichprobe (1) höchstens \(5\), (2) mehr als \(12\), (3) mindestens \(8\), aber höchstens \(15\) Leuchtmittel Kratzer aufweisen.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt vor, wenn es nur zwei mögliche Ausgänge gibt und die Versuche unabhängig sind? - Wie hängen die Begriffe „höchstens“, „mehr als“ und „mindestens“ mit der kumulierten Verteilungsfunktion zusammen? - Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall durch zwei kumulierte Wahrscheinlichkeiten ausdrücken? - Verwende für die endgültige Differenz möglichst ungerundete Zwischenwerte.

Lösung

1. Es gilt \(X \sim B(250;0{,}04)\). 2. \(P(X \le 5) \approx 0{,}0633\). 3. \(P(X>12)=1-P(X \le 12) \approx 1-0{,}7955=0{,}2045\). 4. \(P(8 \le X \le 15)=P(X \le 15)-P(X \le 7)\). Die direkte Berechnung mit ungerundeten kumulierten Werten ergibt \(P(8 \le X \le 15) \approx 0{,}7400\).

Antwort

(1) \(P(X \le 5) \approx 0{,}0633\) (2) \(P(X>12) \approx 0{,}2045\) (3) \(P(8 \le X \le 15) \approx 0{,}7400\)
42711812
Ein Gärtner weiß aus Erfahrung, dass von den Samen einer bestimmten Blumensorte im Durchschnitt \(80\,\%\) keimen. Er sät in einem Beet \(450\) Samen aus. a) Bestimme die Anzahl der Keimlinge, die der Gärtner im Durchschnitt in diesem Beet erwarten kann. b) Der Gärtner entnimmt für einen kleinen Topf zufällig 20 Samen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass davon genau 18 Samen keimen. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass von den 20 Samen mindestens 19 keimen.

Denkanstöße

- Identifiziere die Trefferwahrscheinlichkeit aus dem Text. - Wie berechnet man den Mittelwert bei einer binomialverteilten Größe? - Überlege dir bei „mindestens“, welche Fälle genau eintreten können. - Nutze für die Einzelwahrscheinlichkeiten die Binomialverteilung.

Lösung

1. Festlegung der Parameter: Die Trefferwahrscheinlichkeit (Keimen) ist \(p = 0{,}8\). 2. Berechnung des Erwartungswerts für \(n = 450\): \(E(X) = n \cdot p = 450 \cdot 0{,}8 = 360\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für genau 18 Treffer bei \(n = 20\): \(P(X = 18) = \binom{20}{18} \cdot 0{,}8^{18} \cdot 0{,}2^2 \approx 0{,}1369\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens 19 Treffer: \(P(X \ge 19) = P(X=19) + P(X=20) = \binom{20}{19} \cdot 0{,}8^{19} \cdot 0{,}2^1 + 0{,}8^{20} \approx 0{,}0576 + 0{,}0115 = 0{,}0691\).

Antwort

a) Er kann im Durchschnitt mit \(360\) Keimlingen rechnen. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(13{,}69\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(6{,}91\,\%\).
42712912
Bei einer Meinungsumfrage in einer Großstadt wird davon ausgegangen, dass \(35\,\%\) der Wahlberechtigten eine bestimmte politische Partei unterstützen. Es werden \(150\) Wahlberechtigte nacheinander zufällig ausgewählt und befragt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der befragten Personen, welche diese Partei unterstützen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens \(60\) der ausgewählten Personen die Partei unterstützen. b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Unterstützer zwischen \(45\) und \(60\) (jeweils einschließlich) liegt.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt vor, wenn man Personen mit einer festen Wahrscheinlichkeit auswählt? - Wie lässt sich „mindestens“ mithilfe des Gegenereignisses und der kumulativen Verteilungsfunktion ausdrücken? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall \(P(a \le X \le b)\) mithilfe der kumulativen Verteilungsfunktion? - Achte darauf, welche Werte in der kumulativen Tabelle oder beim Taschenrechnerbefehl eingeschlossen werden müssen.

Lösung

1. Es liegt eine Binomialverteilung mit \(n = 150\) und \(p = 0{,}35\) vor. 2. Für Teilaufgabe a) ist \(P(X \ge 60) = 1 - P(X \le 59)\) zu berechnen. Unter Verwendung der kumulativen Binomialverteilung ergibt sich \(P(X \le 59) \approx 0{,}8840\), woraus \(P(X \ge 60) \approx 1 - 0{,}8840 = 0{,}1160\) folgt. 3. Für Teilaufgabe b) ist \(P(45 \le X \le 60) = P(X \le 60) - P(X \le 44)\) zu bestimmen. 4. Mit \(P(X \le 60) \approx 0{,}9136\) und \(P(X \le 44) \approx 0{,}0841\) ergibt sich die Differenz \(0{,}9136 - 0{,}0841 = 0{,}8295\).

Antwort

a) \(P(X \ge 60) \approx 11{,}60\,\%\) b) \(P(45 \le X \le 60) \approx 82{,}95\,\%\)
42713712
Ein Pharmaunternehmen testet ein neues Diagnoseverfahren. Bei gesunden Personen liefert der Test in \(2\,\%\) der Fälle fälschlicherweise ein positives Ergebnis (sogenannte „falsch-positive“ Befunde). In einer Versuchsreihe werden \(500\) gesunde Personen getestet. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der falsch-positiven Ergebnisse. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). Erläutere die Bedeutung des Erwartungswerts in diesem Sachzusammenhang. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der falsch-positiven Ergebnisse innerhalb der einfachen Standardabweichung um den Erwartungswert liegt, also im Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\).

Denkanstöße

- Was gibt der Erwartungswert langfristig an? - Wie berechnet man die Streuung bei einer binomialverteilten Größe? - Welche ganzen Zahlen liegen tatsächlich in dem berechneten Bereich? - Wie nutzt man die kumulierte Verteilungsfunktion, um die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich zu berechnen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: Bei \(n = 500\) und \(p = 0{,}02\) ergibt sich \(\mu = n \cdot p = 500 \cdot 0{,}02 = 10\). Der Erwartungswert gibt an, dass bei einer großen Anzahl solcher Versuchsreihen im Durchschnitt \(10\) falsch-positive Ergebnisse pro \(500\) Tests zu erwarten sind. 2. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)} = \sqrt{500 \cdot 0{,}02 \cdot 0{,}98} = \sqrt{9{,}8} \approx 3{,}13\). 3. Bestimmung des Intervalls: \([\mu - \sigma; \mu + \sigma] = [10 - 3{,}13; 10 + 3{,}13] = [6{,}87; 13{,}13]\). Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, umfasst das Intervall die Werte \(k \in \{7, 8, 9, 10, 11, 12, 13\}\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit: \(P(7 \le X \le 13) = P(X \le 13) - P(X \le 6)\). Unter Verwendung der kumulierten Binomialverteilung für \(n = 500\) und \(p = 0{,}02\) ergibt sich \(P(X \le 13) \approx 0{,}8667\) und \(P(X \le 6) \approx 0{,}1276\). Die gesuchte Wahrscheinlichkeit beträgt somit \(0{,}8667 - 0{,}1276 = 0{,}7391\).

Antwort

a) \(\mu = 10\); \(\sigma \approx 3{,}13\). Der Erwartungswert gibt die durchschnittlich zu erwartende Anzahl falsch-positiver Ergebnisse an. b) \(P(7 \le X \le 13) \approx 73{,}91\,\%\).
42719812
In einer Stadt nutzen \(60\,\%\) der Haushalte einen Glasfaseranschluss. Im Rahmen einer Umfrage werden \(100\) Haushalte zufällig ausgewählt. Die binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Haushalte in der Stichprobe, die einen Glasfaseranschluss nutzen. 1. Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von \(X\) innerhalb der einfachen Standardabweichung um den Erwartungswert liegt, also im Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\).

Denkanstöße

- Welche Formeln kennst du für den Erwartungswert und die Varianz einer Binomialverteilung? - Welche ganzzahligen Werte liegen tatsächlich in dem berechneten Intervall? - Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich \(P(a \leq X \leq b)\) mithilfe der kumulierten Wahrscheinlichkeiten ausdrücken?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 100 \cdot 0{,}6 = 60\). 2. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)} = \sqrt{100 \cdot 0{,}6 \cdot 0{,}4} = \sqrt{24} \approx 4{,}899\). 3. Bestimmung des Intervalls: \([\mu - \sigma; \mu + \sigma] = [60 - 4{,}899; 60 + 4{,}899] = [55{,}101; 64{,}899]\). 4. Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, umfasst das Ereignis die Werte \(k \in \{56, 57, \dots, 64\}\). 5. Berechnung der Wahrscheinlichkeit mittels der kumulativen Verteilungsfunktion \(F(n; p; k)\): \(P(56 \leq X \leq 64) = P(X \leq 64) - P(X \leq 55) = F(100; 0{,}6; 64) - F(100; 0{,}6; 55)\). 6. Einsetzen der Werte aus dem Tabellenwerk oder dem Taschenrechner: \(0{,}8205 - 0{,}1789 = 0{,}6416\).

Antwort

1. \(\mu = 60\); \(\sigma \approx 4{,}90\) 2. \(P(56 \leq X \leq 64) \approx 64{,}16\,\%\)
42721512
Ein Pharmaunternehmen führt eine Studie mit einem neuen Medikament durch. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient positiv auf die Behandlung anspricht, liegt bei \(p = 0{,}4\). In einer Testreihe werden \(n = 50\) Patienten behandelt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Patienten mit positivem Behandlungserfolg um höchstens \(4\) vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Welchen Wert erwartest du im Durchschnitt bei 50 Behandlungen? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert um nicht mehr als 4 von diesem Durchschnitt entfernt ist? - Wie kannst du eine Wahrscheinlichkeit für einen Bereich von Werten berechnen, wenn du nur die kumulierten Werte (also „höchstens \(x\)“) kennst? - Achte darauf, welche Randwerte des Intervalls genau eingeschlossen werden müssen.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 50 \cdot 0{,}4 = 20\). 2. Bestimmung des gesuchten Intervalls: Eine Abweichung von höchstens \(4\) bedeutet \(20 - 4 \le X \le 20 + 4\), also \(16 \le X \le 24\). 3. Ansatz über die kumulative Binomialverteilung: \(P(16 \le X \le 24) = P(X \le 24) - P(X \le 15)\). 4. Bestimmung der Werte für \(B(50; 0{,}4)\): \(P(X \le 24) \approx 0{,}9022\) und \(P(X \le 15) \approx 0{,}0955\). 5. Berechnung der Differenz: \(0{,}9022 - 0{,}0955 = 0{,}8067\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(80{,}67\,\%\).
42790312
Ein Hersteller von Computerchips gibt an, dass \(5\,\%\) der produzierten Einheiten fehlerhaft sind. Ein Händler prüft eine Lieferung von \(400\) Chips. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der fehlerhaften Chips in dieser Stichprobe. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der fehlerhaften Chips im Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\) liegt.

Denkanstöße

- Was bedeuten die Parameter \(n\) und \(p\) in diesem Sachzusammenhang? - Welche Formeln verknüpfen diese Parameter mit dem Erwartungswert und der Standardabweichung? - Wie findest du heraus, welche ganzen Zahlen in das berechnete Intervall fallen? - Welche Funktion deines Taschenrechners hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich von Werten zu berechnen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 400 \cdot 0{,}05 = 20\). 2. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{400 \cdot 0{,}05 \cdot 0{,}95} = \sqrt{19} \approx 4{,}3589\). 3. Das Intervall lautet \([15{,}6411; 24{,}3589]\). Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, ist das Ereignis \(16 \le X \le 24\). 4. Mit der kumulierten Binomialverteilung ergibt sich \(P(16 \le X \le 24) = P(X \le 24) - P(X \le 15) \approx 0{,}6990\).

Antwort

a) \(\mu = 20\); \(\sigma \approx 4{,}36\) b) \(P(16 \le X \le 24) \approx 69{,}90\,\%\)
42790412
In einer Kleinstadt unterstützen \(64\,\%\) der Wahlberechtigten eine bestimmte politische Initiative. Es werden \(150\) zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Personen an, die die Initiative unterstützen. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) von \(X\). b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Unterstützer um mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Wie hängen Erwartungswert und Standardabweichung mit der Trefferquote und der Stichprobengröße zusammen? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert „mehr als eine Standardabweichung“ von \(\mu\) entfernt ist? - Könnte es einfacher sein, zuerst die Wahrscheinlichkeit für das Gegenteil zu berechnen? - Achte darauf, welche ganzen Zahlen noch „innerhalb“ und welche schon „außerhalb“ des Bereichs liegen.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = 150 \cdot 0{,}64 = 96\). 2. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{150 \cdot 0{,}64 \cdot 0{,}36} = \sqrt{34{,}56} \approx 5{,}8788\). 3. Die Werte innerhalb einer Standardabweichung sind die ganzen Zahlen von \(91\) bis \(101\). 4. Für das Gegenereignis gilt \(P(91 \le X \le 101) \approx 0{,}6505\). 5. Daher beträgt die gesuchte Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 90 \text{ oder } X \ge 102) = 1 - 0{,}6505 \approx 0{,}3495\).

Antwort

a) \(\mu = 96\); \(\sigma \approx 5{,}88\) b) \(P(X \le 90 \text{ oder } X \ge 102) \approx 34{,}95\,\%\)
42875512
Eine Bogenschützin trifft das Goldzentrum einer Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}4\). Sie gibt insgesamt \(10\) Schüsse ab. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Sie trifft genau \(4\)-mal das Goldzentrum. b) Sie erzielt mindestens \(2\) Treffer im Goldzentrum. c) Die Anzahl der Treffer liegt im Bereich von \(3\) bis einschließlich \(5\).

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in dieser Situation gelten. - Kannst du die Ereignisse mit der Formel von Bernoulli beschreiben? - Bei „mindestens“ oder „höchstens“ ist es oft einfacher, das Gegenereignis zu betrachten. - Was bedeutet „zwischen \(3\) und \(5\) einschließlich“ für die möglichen Werte der Zufallsgröße?

Lösung

Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette mit \(n = 10\) und \(p = 0{,}4\). 1. \(P(X = 4) = \binom{10}{4} \cdot 0{,}4^{4} \cdot 0{,}6^{6} \approx 0{,}2508\). 2. \(P(X \ge 2) = 1 - P(X \le 1) = 1 - [P(X=0) + P(X=1)] \approx 0{,}9536\). 3. \(P(3 \le X \le 5) = P(X=3) + P(X=4) + P(X=5) \approx 0{,}2150 + 0{,}2508 + 0{,}2007 = 0{,}6665\).

Antwort

a) \(P(X=4) \approx 25{,}08\,\%\) b) \(P(X \ge 2) \approx 95{,}36\,\%\) c) \(P(3 \le X \le 5) \approx 66{,}65\,\%\)
42875612
In einem Fertigungsprozess für elektronische Bauteile sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der produzierten Teile fehlerhaft. Für eine Stichprobe werden \(15\) Bauteile zufällig entnommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Genau ein Bauteil ist fehlerhaft. b) Mehr als zwei Bauteile sind fehlerhaft. c) Mindestens eines, aber höchstens drei Bauteile sind fehlerhaft.

Denkanstöße

- Identifiziere die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) und die Anzahl der Versuche \(n\). - Achte genau auf Formulierungen wie „mehr als“ oder „höchstens“. Gehört die Zahl selbst dazu? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen Trefferzahlen zusammen, wenn man einen Bereich berechnen möchte?

Lösung

Das Experiment ist binomialverteilt mit \(n = 15\) und \(p = 0{,}05\). 1. \(P(X = 1) = \binom{15}{1} \cdot 0{,}05 \cdot 0{,}95^{14} \approx 0{,}3658\). 2. \(P(X > 2) = 1 - P(X \le 2) \approx 0{,}0362\). 3. \(P(1 \le X \le 3) = P(X=1) + P(X=2) + P(X=3) \approx 0{,}3658 + 0{,}1348 + 0{,}0307 = 0{,}5312\).

Antwort

a) \(P(X=1) \approx 36{,}58\,\%\) b) \(P(X > 2) \approx 3{,}62\,\%\) c) \(P(1 \le X \le 3) \approx 53{,}12\,\%\)
42875712
An einem Glücksrad gewinnt man in jedem Spiel mit einer Wahrscheinlichkeit von \(20\,\%\). Jemand dreht das Rad \(10\)-mal hintereinander. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man dabei mindestens einmal, aber höchstens dreimal gewinnt.

Denkanstöße

- Kannst du die Situation als eine Kette von Versuchen beschreiben, bei denen es nur „Gewinn“ oder „kein Gewinn“ gibt? - Welche Werte kann die Anzahl der Gewinne annehmen, wenn sie zwischen 1 und 3 liegen soll? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für eine genau festgelegte Anzahl an Erfolgen? - Was musst du am Ende mit den einzelnen Wahrscheinlichkeiten für 1, 2 und 3 Gewinne tun?

Lösung

1. Es gilt \(X \sim B(10; 0{,}2)\). 2. Gesucht ist \(P(1 \le X \le 3) = P(X=1) + P(X=2) + P(X=3)\). 3. \(P(X=1) \approx 0{,}2684\), \(P(X=2) \approx 0{,}3020\) und \(P(X=3) \approx 0{,}2013\). 4. Somit gilt \(P(1 \le X \le 3) \approx 0{,}7718\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(77{,}18\,\%\).
42875812
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er führt eine Serie von \(15\) Freiwürfen durch. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, mit der er bei dieser Serie zwischen \(8\) und \(10\) Treffer (einschließlich) erzielt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Trefferzahlen genau gemeint sind, wenn von „zwischen 8 und 10 (einschließlich)“ die Rede ist. - Handelt es sich hier um ein mehrstufiges Zufallsexperiment mit immer gleichen Bedingungen? - Wie oft wird das Experiment wiederholt und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer? - Gibt es eine Formel, mit der man die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Trefferanzahl in einer solchen Kette berechnen kann?

Lösung

1. Festlegen der Parameter: \(n = 15\), \(p = 0{,}6\). 2. \(P(8 \le X \le 10) = P(X=8) + P(X=9) + P(X=10)\). 3. \(P(X=8) \approx 0{,}1771\), \(P(X=9) \approx 0{,}2066\) und \(P(X=10) \approx 0{,}1859\). 4. Daher gilt \(P(8 \le X \le 10) \approx 0{,}1771 + 0{,}2066 + 0{,}1859 = 0{,}5696\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(56{,}96\,\%\).
42876712
In einer Großstadt nutzen \(60\,\%\) der Pendler das Auto für den Arbeitsweg. Es wird eine Stichprobe von \(20\) Pendlern zufällig ausgewählt. a) Welche Anzahl an Autofahrern ist in dieser Stichprobe am wahrscheinlichsten? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in der Stichprobe höchstens \(8\) oder mindestens \(16\) Personen das Auto nutzen.

Denkanstöße

- Was sind die Kennzahlen der Binomialverteilung in dieser Aufgabe? - Wie hängen der Erwartungswert und der wahrscheinlichste Wert zusammen? - Welche Formel oder Tabelle hilft dir bei der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für Bereiche („höchstens“, „mindestens“)? - Beachte, dass „mindestens 16“ das Gegenereignis zu „höchstens 15“ ist.

Lösung

1. Es handelt sich um eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 20\) und \(p = 0{,}6\). 2. Der wahrscheinlichste Wert (Modalwert) \(k\) liegt im Intervall \((n+1)p - 1 \le k \le (n+1)p\). Mit \(21 \cdot 0{,}6 = 12{,}6\) ergibt sich \(k = 12\). 3. Die gesuchte Wahrscheinlichkeit ist \(P(X \le 8 \text{ oder } X \ge 16) = P(X \le 8) + P(X \ge 16)\). 4. Berechnung der Teilwahrscheinlichkeiten (z. B. mit Tabelle oder Taschenrechner): \(P(X \le 8) \approx 0{,}0565\) und \(P(X \ge 16) = 1 - P(X \le 15) \approx 1 - 0{,}9490 = 0{,}0510\). 5. Addition der Werte: \(0{,}0565 + 0{,}0510 = 0{,}1075\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(10{,}8\,\%\).

Antwort

a) Am wahrscheinlichsten ist das Ergebnis \(k = 12\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(10{,}75\,\%\).
42876812
Ein Gärtner weiß aus Erfahrung, dass \(20\,\%\) der Samen einer bestimmten Blumensorte nicht keimen. Er pflanzt \(20\) dieser Samen in einen Setzkasten. a) Welche Anzahl an nicht keimenden Samen tritt mit der größten Wahrscheinlichkeit auf? b) Zeige rechnerisch, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens ein Samen oder mindestens acht Samen nicht keimen, bei etwa \(10\,\%\) liegt.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Werte \(n\) und \(p\) für die Binomialverteilung hier gelten. - Erinnerst du dich an die Bedingung für den Modalwert einer Binomialverteilung? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall, wenn man eine Tabelle für kumulierte Wahrscheinlichkeiten nutzt? - Denke daran, dass „mindestens 8“ bedeutet, dass man alles außer dem Bereich von 0 bis 7 betrachtet.

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 20\) und \(p = 0{,}2\). 2. Da \((n+1)p = 21 \cdot 0{,}2 = 4{,}2\) gilt, ist \(k = 4\) der wahrscheinlichste Wert. 3. \(P(X \le 1) = 0{,}8^{20} + 20 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}8^{19} \approx 0{,}0692\). 4. \(P(X \ge 8) = 1 - P(X \le 7) \approx 0{,}0321\). 5. Insgesamt gilt \(P(X \le 1) + P(X \ge 8) \approx 0{,}0692 + 0{,}0321 = 0{,}1013\), also etwa \(10{,}1\,\%\).

Antwort

a) Das Ergebnis \(k = 4\) ist am wahrscheinlichsten. b) \(P(X \le 1) + P(X \ge 8) \approx 0{,}1013 \approx 10{,}1\,\%\).
43088512
Ein Glücksrad hat 5 gleich große Sektoren, von denen einer blau markiert ist. Das Rad wird 6-mal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Das Rad bleibt genau 2-mal auf dem blauen Sektor stehen. (2) Das Rad bleibt höchstens einmal auf dem blauen Sektor stehen. (3) Das Rad bleibt mindestens einmal auf dem blauen Sektor stehen.

Denkanstöße

- Welche Werte haben die Trefferwahrscheinlichkeit und die Kettenlänge in diesem Zufallsexperiment? - Überlege dir für den ersten Aufgabenteil, wie viele Pfade im Baumdiagramm genau zwei Treffer enthalten. - Was bedeutet „höchstens einmal“ für die Anzahl der möglichen Treffer? - Kannst du bei „mindestens einmal“ die Rechnung durch das Gegenereignis abkürzen?

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette mit der Trefferzahl \(X\), der Länge \(n=6\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\). 2. Berechnung für (1): \(P(X=2) = \binom{6}{2} \cdot 0{,}2^2 \cdot 0{,}8^4 = 15 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}4096 = 0{,}24576\). 3. Berechnung für (2): \(P(X \le 1) = P(X=0) + P(X=1) = \binom{6}{0} \cdot 0{,}8^6 + \binom{6}{1} \cdot 0{,}2^1 \cdot 0{,}8^5 = 0{,}262144 + 0{,}393216 = 0{,}65536\). 4. Berechnung für (3): Nutzung des Gegenereignisses \(P(X \ge 1) = 1 - P(X=0) = 1 - 0{,}8^6 = 1 - 0{,}262144 = 0{,}737856\).

Antwort

(1) \(0{,}24576\) (oder \(24{,}576\,\%\)) (2) \(0{,}65536\) (oder \(65{,}536\,\%\)) (3) \(0{,}737856\) (oder \(73{,}7856\,\%\))
43088612
Bei der Produktion von Mikrochips sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der Teile fehlerhaft. In einer Stichprobe werden 10 Chips zufällig entnommen und geprüft. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: (1) Genau ein Chip ist fehlerhaft. (2) Keiner der Chips ist fehlerhaft. (3) Mehr als zwei Chips sind fehlerhaft.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für einen „Treffer“ (hier: ein fehlerhafter Chip). - Wie lautet die Formel von Bernoulli für genau \(k\) Treffer? - Beachte bei Teil (3), welche Ergebnisse alle zu „mehr als zwei“ gehören und ob das Gegenereignis einfacher zu berechnen ist. - Achte darauf, bei Zwischenschritten nicht zu früh zu runden.

Lösung

1. Es liegt eine Binomialverteilung mit \(n=10\) und \(p=0{,}05\) vor. 2. Berechnung für (1): \(P(X=1) = \binom{10}{1} \cdot 0{,}05^1 \cdot 0{,}95^9 \approx 10 \cdot 0{,}05 \cdot 0{,}6302 \approx 0{,}3151\). 3. Berechnung für (2): \(P(X=0) = 0{,}95^{10} \approx 0{,}5987\). 4. Berechnung für (3): \(P(X > 2) = 1 - P(X \le 2) = 1 - (P(X=0) + P(X=1) + P(X=2))\). 5. Berechnung von \(P(X=2) = \binom{10}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^8 \approx 45 \cdot 0{,}0025 \cdot 0{,}6634 \approx 0{,}0746\). 6. Einsetzen: \(P(X > 2) \approx 1 - (0{,}5987 + 0{,}3151 + 0{,}0746) = 1 - 0{,}9884 = 0{,}0116\) (bzw. \(0{,}0115\) bei exakterer Zwischenrechnung).

Antwort

(1) ca. \(0{,}3151\) (oder \(31{,}51\,\%\)) (2) ca. \(0{,}5987\) (oder \(59{,}87\,\%\)) (3) ca. \(0{,}0115\) (oder \(1{,}15\,\%\))
43088712
Ein Multiple-Choice-Test umfasst \(8\) Aufgaben mit jeweils \(4\) Antwortmöglichkeiten. Nur eine Antwort pro Aufgabe ist korrekt. Jemand kreuzt bei allen Aufgaben völlig planlos eine Antwort an. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau drei Antworten richtig sind? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als sechs Antworten richtig sind.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, ob sich die Wahrscheinlichkeit für eine richtige Antwort von Aufgabe zu Aufgabe ändert. - Welche Verteilung beschreibt die Anzahl der Treffer bei einer festen Anzahl von Versuchen und konstanter Trefferwahrscheinlichkeit? - Was bedeutet „mehr als sechs“ mathematisch für die möglichen Anzahlen von richtigen Antworten?

Lösung

Da es sich um ein Zufallsexperiment mit zwei Ausgängen (richtig/falsch) und gleichbleibender Trefferwahrscheinlichkeit handelt, liegt eine Bernoulli-Kette mit \(n = 8\) und \(p = 0{,}25\) vor. 1. Berechnung für genau drei Treffer mit der Bernoulli-Formel: \(P(X = 3) = \binom{8}{3} \cdot 0{,}25^3 \cdot 0{,}75^5 = 56 \cdot 0{,}015\,625 \cdot 0{,}237\,304\,687\,5 \approx 0{,}2076\). 2. Berechnung für mehr als sechs Treffer (\(X = 7\) oder \(X = 8\)): \(P(X = 7) = \binom{8}{7} \cdot 0{,}25^7 \cdot 0{,}75^1 = 8 \cdot \frac{1}{16\,384} \cdot 0{,}75 = \frac{6}{16\,384} \approx 0{,}000\,366\) \(P(X = 8) = \binom{8}{8} \cdot 0{,}25^8 \cdot 0{,}75^0 = 1 \cdot \frac{1}{65\,536} \cdot 1 \approx 0{,}000\,015\) Summe: \(P(X > 6) = P(X = 7) + P(X = 8) = \frac{24}{65\,536} + \frac{1}{65\,536} = \frac{25}{65\,536} \approx 0{,}000\,381\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(20{,}76\,\%\) (\(P \approx 0{,}2076\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(0{,}038\,\%\) (\(P = \frac{25}{65\,536} \approx 0{,}000\,381\)).
43089512
Ein vermeintlicher Hellseher behauptet, die Farbe einer verdeckten Spielkarte (Rot oder Schwarz) vorhersagen zu können. In einem Experiment werden ihm nacheinander \(12\) Karten aus einem gut gemischten Deck gezeigt, wobei jede Karte nach dem Raten wieder zurückgelegt und das Deck neu gemischt wird. Angenommen, die Person besitzt keine hellseherischen Fähigkeiten und rät rein zufällig. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Person bei diesem Test genau \(9\) Karten richtig benennt. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass sie mindestens \(10\) Mal die richtige Farbe rät.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, ob die einzelnen Rateversuche voneinander abhängen oder nicht. - Welche Werte für die Gesamtzahl der Versuche und die Erfolgswahrscheinlichkeit pro Versuch kannst du dem Text entnehmen? - Für den Fall „genau eine bestimmte Anzahl“ hilft dir eine bekannte Formel für Einzelwahrscheinlichkeiten bei Kettenversuchen. - Wenn nach „mindestens“ gefragt wird, musst du die Wahrscheinlichkeiten für alle zutreffenden Ergebnisse addieren.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: Da die Versuche unabhängig sind (mit Zurücklegen) und es nur zwei Ausgänge gibt (richtig/falsch), liegt eine Bernoulli-Kette vor. Die Zufallsgröße \(X\) (Anzahl der richtigen Treffer) ist binomialverteilt mit \(n = 12\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\). 2. Berechnung für Teilaufgabe a): Gesucht ist die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = 9)\). \(P(X = 9) = \binom{12}{9} \cdot 0{,}5^9 \cdot 0{,}5^3 = 220 \cdot 0{,}5^{12} = \frac{220}{4096} \approx 0{,}0537\). 3. Berechnung für Teilaufgabe b): Gesucht ist die Summenwahrscheinlichkeit \(P(X \ge 10) = P(X = 10) + P(X = 11) + P(X = 12)\). \(P(X = 10) = \binom{12}{10} \cdot 0{,}5^{12} = 66 \cdot \frac{1}{4096} = \frac{66}{4096}\) \(P(X = 11) = \binom{12}{11} \cdot 0{,}5^{12} = 12 \cdot \frac{1}{4096} = \frac{12}{4096}\) \(P(X = 12) = \binom{12}{12} \cdot 0{,}5^{12} = 1 \cdot \frac{1}{4096} = \frac{1}{4096}\) \(P(X \ge 10) = \frac{66 + 12 + 1}{4096} = \frac{79}{4096} \approx 0{,}0193\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(5{,}37\,\%\) (oder \(0{,}0537\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(1{,}93\,\%\) (oder \(0{,}0193\)).
43090012
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(10\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es \(4\) Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils genau eine richtig ist. Jemand hat sich nicht vorbereitet und kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(3\) Antworten richtig sind. b) Wie viele verschiedene Möglichkeiten (Pfade im Baumdiagramm) gibt es, bei denen insgesamt genau \(2\) Antworten richtig sind? Bestimme diesen Wert mithilfe des Binomialkoeffizienten. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Antwort richtig ist.

Denkanstöße

- Kannst du das Problem als eine Folge von unabhängigen Versuchen mit jeweils zwei möglichen Ausgängen betrachten? - Welche Formel nutzt man, um die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Erfolgen in einer solchen Kette zu berechnen? - Was ist das Gegenereignis zu „mindestens ein Treffer“? - Der Binomialkoeffizient \(\binom{n}{k}\) gibt dir direkt die Anzahl der Pfade mit einer bestimmten Trefferanzahl an.

Lösung

1. Es handelt sich um eine Bernoulli-Kette mit \(n = 10\), \(p = 0{,}25\) und \(k = 3\). Berechnung der Punktwahrscheinlichkeit: \(P(X=3) = \binom{10}{3} \cdot 0{,}25^3 \cdot 0{,}75^7 = 120 \cdot 0{,}015625 \cdot 0{,}133483 \approx 0{,}2503\). 2. Die Anzahl der Pfade mit genau \(2\) Treffern entspricht dem Binomialkoeffizienten \(\binom{10}{2} = \frac{10 \cdot 9}{2 \cdot 1} = 45\). 3. Berechnung über das Gegenereignis „keine Antwort richtig“: \(P(X \geq 1) = 1 - P(X=0) = 1 - 0{,}75^{10} \approx 1 - 0{,}0563 = 0{,}9437\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(25{,}03\,\%\). b) Es gibt \(45\) verschiedene Möglichkeiten. c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(94{,}37\,\%\).
43091112
Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von \(75\,\%\) bei Freiwürfen. In einem Training führt er eine Serie von 6 Freiwürfen aus. Gehe davon aus, dass die einzelnen Würfe voneinander unabhängig sind. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Spieler genau 4 Treffer erzielt. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass er bei dieser Serie mindestens 5-mal trifft.

Denkanstöße

- Identifiziere zuerst die feste Trefferwahrscheinlichkeit und die Anzahl der unabhängigen Würfe. - Welche Werte nehmen die Parameter für die Trefferwahrscheinlichkeit und die Anzahl der Versuche an? - Für den zweiten Teil musst du die Fälle betrachten, in denen 5 oder 6 Treffer erzielt werden.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Binomialverteilung: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}75\), Anzahl der Versuche \(n = 6\). 2. Berechnung für genau 4 Treffer mit der Formel von Bernoulli: \(P(X=4) = \binom{6}{4} \cdot 0{,}75^4 \cdot 0{,}25^2 = 15 \cdot 0{,}31640625 \cdot 0{,}0625 \approx 0{,}2966\). 3. Berechnung für mindestens 5 Treffer als Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten für \(k=5\) und \(k=6\): \(P(X=5) = \binom{6}{5} \cdot 0{,}75^5 \cdot 0{,}25^1 = 6 \cdot 0{,}2373046875 \cdot 0{,}25 \approx 0{,}3560\). \(P(X=6) = \binom{6}{6} \cdot 0{,}75^6 \cdot 0{,}25^0 \approx 0{,}1780\). 4. Addition der Ergebnisse: \(P(X \ge 5) = P(X=5) + P(X=6) \approx 0{,}3560 + 0{,}1780 = 0{,}5340\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit für genau 4 Treffer beträgt ca. \(29{,}66\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit für mindestens 5 Treffer beträgt ca. \(53{,}40\,\%\).
43091712
Ein Glücksrad mit 20 gleich großen Sektoren ist in drei Farben unterteilt: 10 Sektoren sind blau, 6 Sektoren sind rot und 4 Sektoren sind gelb. Das Rad wird 15-mal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Es wird genau 5-mal die Farbe Blau erzielt. b) Es wird kein einziges Mal die Farbe Gelb erzielt. c) Die Farbe Rot wird öfter als 2-mal erzielt.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob sich die Wahrscheinlichkeiten bei jedem Versuch ändern oder gleich bleiben. - Welche Verteilung eignet sich für eine feste Anzahl an unabhängigen Versuchen mit zwei möglichen Ausgängen (Treffer/Nichttreffer)? - Bei „öfter als“ kann es einfacher sein, das Ereignis über das Gegenteil zu berechnen. - Achte darauf, welche Farbe jeweils als „Treffer“ betrachtet wird.

Lösung

Für jede Teilaufgabe wird die jeweils betrachtete Farbe als Treffer und jede andere Farbe als Nichttreffer definiert. Damit liegt jeweils eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 15\) vor. Die Einzelwahrscheinlichkeiten sind \(p_{\text{blau}} = \frac{10}{20} = 0{,}5\), \(p_{\text{rot}} = \frac{6}{20} = 0{,}3\) und \(p_{\text{gelb}} = \frac{4}{20} = 0{,}2\). 1. Für genau 5-mal Blau: \(P(X = 5) = \binom{15}{5} \cdot 0{,}5^5 \cdot 0{,}5^{10} = 3003 \cdot 0{,}5^{15} \approx 0{,}0916\). 2. Für kein einziges Mal Gelb: \(P(Y = 0) = \binom{15}{0} \cdot 0{,}2^0 \cdot 0{,}8^{15} = 0{,}8^{15} \approx 0{,}0352\). 3. Für Rot öfter als 2-mal: \(P(Z > 2) = 1 - P(Z \le 2) = 1 - [P(Z = 0) + P(Z = 1) + P(Z = 2)]\). Berechnung der Einzelwerte: \(P(Z = 0) = \binom{15}{0} \cdot 0{,}3^0 \cdot 0{,}7^{15} \approx 0{,}0047\); \(P(Z = 1) = \binom{15}{1} \cdot 0{,}3^1 \cdot 0{,}7^{14} \approx 0{,}0305\); \(P(Z = 2) = \binom{15}{2} \cdot 0{,}3^2 \cdot 0{,}7^{13} \approx 0{,}0916\). Summe: \(0{,}0047 + 0{,}0305 + 0{,}0916 = 0{,}1268\). Gegenwahrscheinlichkeit: \(1 - 0{,}1268 = 0{,}8732\).

Antwort

a) \(P \approx 0{,}0916\) (oder \(9{,}16\,\%\)) b) \(P \approx 0{,}0352\) (oder \(3{,}52\,\%\)) c) \(P \approx 0{,}8732\) (oder \(87{,}32\,\%\))
43100312
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus 10 Fragen. Zu jeder Frage gibt es genau zwei Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils nur eine korrekt ist. Ein Schüler hat sich nicht vorbereitet und kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Schüler genau 5 Fragen richtig beantwortet. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Schüler mindestens 8 Fragen richtig beantwortet. c) Ist es wahrscheinlicher, dass der Schüler genau 5 Fragen richtig beantwortet oder dass er mehr als 5 Fragen richtig beantwortet? Begründe deine Entscheidung ohne eine vollständige Berechnung aller Einzelwahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Verteilungstyp hier vorliegt und welche Parameter \(n\) und \(p\) gegeben sind. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Wert bei einer Bernoulli-Kette? - Was bedeutet „mindestens 8“ für die möglichen Werte von \(X\)? - Nutze bei der letzten Teilaufgabe die Tatsache, dass die Trefferwahrscheinlichkeit genau \(0{,}5\) beträgt. Was sagt das über die Form der Verteilung aus?

Lösung

1. Definition der Zufallsgröße \(X\) als binomialverteilt mit den Parametern \(n = 10\) und \(p = 0{,}5\). 2. Berechnung der Punktwahrscheinlichkeit für \(k = 5\): \(P(X = 5) = \binom{10}{5} \cdot 0{,}5^{10} = 252 \cdot \frac{1}{1024} \approx 0{,}2461\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(X \ge 8\): \(P(X \ge 8) = P(X = 8) + P(X = 9) + P(X = 10) = (\binom{10}{8} + \binom{10}{9} + \binom{10}{10}) \cdot 0{,}5^{10} = (45 + 10 + 1) \cdot \frac{1}{1024} = \frac{56}{1024} \approx 0{,}0547\). 4. Begründung zur Symmetrie: Da \(p = 0{,}5\), ist die Verteilung symmetrisch zum Erwartungswert \(\mu = 5\). Es gilt \(P(X < 5) = P(X > 5)\). Da die Summe aller Wahrscheinlichkeiten \(1\) ergibt, folgt \(P(X = 5) + 2 \cdot P(X > 5) = 1\). Umgeformt ergibt dies \(P(X > 5) = \frac{1 - P(X = 5)}{2} \approx \frac{1 - 0{,}2461}{2} = 0{,}37695\). Da \(0{,}3770 > 0{,}2461\), ist es wahrscheinlicher, mehr als 5 Fragen richtig zu beantworten.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(24{,}61\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(5{,}47\,\%\). c) Es ist wahrscheinlicher, mehr als 5 Fragen richtig zu beantworten (\(P(X > 5) \approx 37{,}70\,\%\)), als genau 5 Fragen richtig zu beantworten (\(P(X = 5) \approx 24{,}61\,\%\)).
43101512
Ein Hersteller von elektronischen Bauteilen weiß aus Erfahrung, dass \(5\,\%\) der produzierten Teile defekt sind. Es wird eine Stichprobe von \(200\) Teilen entnommen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Höchstens \(10\) Teile sind defekt. (2) Mindestens \(8\) und höchstens \(12\) Teile sind defekt. (3) Mehr als \(15\) Teile sind defekt.

Denkanstöße

- Welche Verteilung beschreibt Situationen mit einer festen Anzahl von Versuchen und zwei möglichen Ausgängen? - Achte genau auf Formulierungen wie „höchstens“, „mindestens“ oder „mehr als“. - Wie lässt sich ein Bereich zwischen zwei Werten mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion \(F(n; p; k)\) ausdrücken? - Wann ist es einfacher, mit dem Gegenereignis zu rechnen?

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Teile und ist binomialverteilt mit \(n = 200\) und \(p = 0{,}05\). 2. Berechnung von \(P(X \le 10)\) mit der kumulierten Binomialverteilung: \(F(200; 0{,}05; 10) \approx 0{,}5831\). 3. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(8 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 7)\): \(F(200; 0{,}05; 12) - F(200; 0{,}05; 7) \approx 0{,}7965 - 0{,}2133 = 0{,}5832\). 4. Berechnung über das Gegenereignis \(P(X > 15) = 1 - P(X \le 15)\): \(1 - F(200; 0{,}05; 15) \approx 1 - 0{,}9556 = 0{,}0444\).

Antwort

(1) \(P(X \le 10) \approx 0{,}5831\) (2) \(P(8 \le X \le 12) \approx 0{,}5832\) (3) \(P(X > 15) \approx 0{,}0444\)
43101612
Bei einem Multiple-Choice-Test gibt es \(50\) Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Frage rein zufällig. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Der Teilnehmer hat mindestens \(15\) Fragen richtig beantwortet. (2) Der Teilnehmer hat weniger als \(10\) Fragen richtig beantwortet. (3) Die Anzahl der richtigen Antworten liegt im Bereich von \(10\) bis einschließlich \(15\).

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) beim Raten ist. - Was bedeutet „weniger als 10“ für die obere Grenze in der kumulierten Verteilungsfunktion? - Denk daran, dass Tabellen oder Taschenrechnerfunktionen oft nur Wahrscheinlichkeiten der Form \(P(X \le k)\) direkt liefern. - Wie gehst du vor, wenn die untere Grenze nicht bei Null liegt?

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtigen Antworten und ist binomialverteilt mit \(n = 50\) und \(p = 0{,}25\). 2. Berechnung über das Gegenereignis \(P(X \ge 15) = 1 - P(X \le 14)\): \(1 - F(50; 0{,}25; 14) \approx 1 - 0{,}7481 = 0{,}2519\). 3. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für weniger als \(10\) Treffer: \(P(X < 10) = P(X \le 9) = F(50; 0{,}25; 9) \approx 0{,}1637\). 4. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(10 \le X \le 15) = P(X \le 15) - P(X \le 9)\): \(F(50; 0{,}25; 15) - F(50; 0{,}25; 9) \approx 0{,}8369 - 0{,}1637 = 0{,}6732\).

Antwort

(1) \(P(X \ge 15) \approx 0{,}2519\) (2) \(P(X < 10) \approx 0{,}1637\) (3) \(P(10 \le X \le 15) \approx 0{,}6732\)
43101712
Ein Test besteht aus \(60\) Multiple-Choice-Fragen. Bei jeder Aufgabe gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Frage rein zufällig. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Er erzielt mehr als \(12\) Treffer. b) Er hat mindestens \(10\) und höchstens \(20\) Fragen korrekt beantwortet. c) Er beantwortet weniger als \(40\) Fragen falsch.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) für eine einzelne Frage beim Raten ist. - Achte genau auf Formulierungen wie „mehr als“, „mindestens“ oder „höchstens“, um die richtigen Grenzen für die kumulierte Verteilung zu finden. - Das Gegenereignis kann oft helfen, wenn du Wahrscheinlichkeiten für „mehr als“ berechnen musst. - Wenn nach der Anzahl der falschen Antworten gefragt wird, kannst du entweder die Erfolgswahrscheinlichkeit anpassen oder das Ereignis in eine Bedingung für die richtigen Antworten umformulieren.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 60\) und \(p = 0{,}25\). 1. Für „mehr als \(12\)“ berechnet man \(P(X > 12) = 1 - P(X \le 12)\). Mit der kumulierten Binomialverteilung ergibt sich \(1 - 0{,}2316 \approx 0{,}7684\). 2. Für „mindestens \(10\) und höchstens \(20\)“ berechnet man \(P(10 \le X \le 20) = P(X \le 20) - P(X \le 9)\). Dies ergibt \(0{,}9459 - 0{,}0452 \approx 0{,}9007\). 3. Sei \(Y\) die Anzahl der falschen Antworten mit \(p = 0{,}75\). Gesucht ist \(P(Y < 40) = P(Y \le 39)\). Alternativ über \(X\): Wenn weniger als \(40\) Antworten falsch sind, müssen mehr als \(20\) Antworten richtig sein. Daher gilt \(P(X > 20) = 1 - P(X \le 20) = 1 - 0{,}9459 \approx 0{,}0541\).

Antwort

a) \(P(X > 12) \approx 76{,}84\,\%\) b) \(P(10 \le X \le 20) \approx 90{,}07\,\%\) c) \(P(Y < 40) \approx 5{,}41\,\%\)
43101812
In einer Region besitzen \(12\,\%\) der Haushalte keinen Festnetzanschluss mehr. Für eine statistische Erhebung werden \(100\) Haushalte zufällig ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass a) (1) höchstens \(10\) dieser Haushalte keinen Festnetzanschluss haben. (2) mehr als \(15\) dieser Haushalte keinen Festnetzanschluss haben. (3) die Anzahl der Haushalte ohne Festnetzanschluss zwischen \(8\) und \(14\) liegt (jeweils einschließlich). b) (1) mindestens \(90\) dieser Haushalte noch einen Festnetzanschluss besitzen.

Denkanstöße

- Identifiziere zuerst \(n\) und \(p\) für die gegebene Situation. - Beachte bei Intervallen wie „zwischen 8 und 14 (einschließlich)“, welche Werte genau dazugehören und wie du sie mit der kumulierten Verteilungsfunktion \(P(X \le k)\) ausdrücken kannst. - Überlege bei Teil b), wie ein Haushalt mit Anschluss mit der ursprünglichen Definition (kein Anschluss) zusammenhängt. - Denke daran, dass \(P(X \ge k) = 1 - P(X \le k-1)\) gilt.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) (Anzahl Haushalte ohne Anschluss) ist binomialverteilt mit \(n = 100\) und \(p = 0{,}12\). 1. \(P(X \le 10)\): Direktes Ablesen oder Berechnen der kumulierten Wahrscheinlichkeit ergibt \(\approx 0{,}3337\). 2. \(P(X > 15) = 1 - P(X \le 15)\). Mit \(P(X \le 15) \approx 0{,}8586\) folgt \(1 - 0{,}8586 \approx 0{,}1414\). 3. \(P(8 \le X \le 14) = P(X \le 14) - P(X \le 7)\). Mit \(0{,}7840 - 0{,}0761\) ergibt sich \(\approx 0{,}7079\). 4. Sei \(Y\) die Anzahl der Haushalte mit Anschluss (\(p = 0{,}88\)). Gesucht ist \(P(Y \ge 90)\). Dies entspricht dem Ereignis, dass höchstens \(10\) Haushalte keinen Anschluss haben (\(X \le 10\)). \(P(X \le 10) \approx 0{,}3337\).

Antwort

a) (1) \(P(X \le 10) \approx 33{,}37\,\%\) (2) \(P(X > 15) \approx 14{,}14\,\%\) (3) \(P(8 \le X \le 14) \approx 70{,}79\,\%\) b) (1) \(P(Y \ge 90) \approx 33{,}37\,\%\)
43102112
Ein Gärtner sät 60 Samen einer bestimmten Blumensorte aus. Die Keimwahrscheinlichkeit für jeden einzelnen Samen beträgt \(75\,\%\). Es wird davon ausgegangen, dass die Keimvorgänge der einzelnen Samen voneinander unabhängig sind. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: 1. Höchstens 40 Samen keimen. 2. Mehr als 50 Samen keimen. 3. Mindestens 42, aber höchstens 48 Samen keimen.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Parameter \(n\) und \(p\) für die Binomialverteilung gegeben sind. - Achte genau auf Formulierungen wie „höchstens“, „mehr als“ oder „zwischen“, um die richtigen Grenzen für die kumulierte Wahrscheinlichkeit zu bestimmen. - Erinnere dich daran, dass bei „mehr als \(k\)“ das Gegenereignis „höchstens \(k\)“ hilfreich ist. - Wenn du einen Bereich von \(a\) bis \(b\) berechnen sollst, ziehe die Wahrscheinlichkeit für den Bereich, den du nicht haben willst, von der Gesamtwahrscheinlichkeit bis zur oberen Grenze ab.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der keimenden Samen und ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 60\) und \(p = 0{,}75\). 1. Die Wahrscheinlichkeit für höchstens 40 keimende Samen wird durch die kumulierte Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 40)\) berechnet. Unter Verwendung der Binomialverteilung ergibt sich \(P(X \le 40) \approx 0{,}0925\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für mehr als 50 keimende Samen ist \(P(X > 50) = 1 - P(X \le 50)\). Mit dem Tabellenwerk oder dem Taschenrechner ergibt sich \(P(X \le 50) \approx 0{,}9548\), woraus folgt \(P(X > 50) = 1 - 0{,}9548 = 0{,}0452\). 3. Die Wahrscheinlichkeit für mindestens 42 und höchstens 48 Samen wird über die Differenz der kumulierten Wahrscheinlichkeiten berechnet: \(P(42 \le X \le 48) = P(X \le 48) - P(X \le 41)\). Mit \(P(X \le 48) \approx 0{,}8524\) und \(P(X \le 41) \approx 0{,}1486\) ergibt sich \(P(42 \le X \le 48) = 0{,}8524 - 0{,}1486 = 0{,}7038\).

Antwort

1. \(P(X \le 40) \approx 9{,}25\,\%\) 2. \(P(X > 50) \approx 4{,}52\,\%\) 3. \(P(42 \le X \le 48) \approx 70{,}38\,\%\)
43102212
In einem Fertigungsprozess für Mikrochips sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der produzierten Einheiten fehlerhaft. In einer Qualitätskontrolle wird eine Stichprobe von 100 Chips entnommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: 1. Genau 5 Chips in der Stichprobe sind fehlerhaft. 2. Mindestens 3, aber weniger als 8 Chips sind fehlerhaft. 3. Mehr als 10 Chips sind fehlerhaft.

Denkanstöße

- Identifiziere die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) und die Anzahl der Versuche \(n\). - Unterscheide sorgfältig zwischen der Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = k)\) und kumulierten Wahrscheinlichkeiten. - Was bedeutet „weniger als 8“ für den Wert der Zufallsvariablen \(X\)? Welcher ist der größte ganzzahlige Wert, der noch eingeschlossen ist? - Nutze das Gegenereignis, wenn nach „mehr als“ einem bestimmten Wert gefragt wird.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der fehlerhaften Chips an und ist binomialverteilt mit \(n = 100\) und \(p = 0{,}05\). 1. Die Wahrscheinlichkeit für genau 5 Fehler wird mit der Bernoulli-Formel berechnet: \(P(X = 5) = \binom{100}{5} \cdot 0{,}05^5 \cdot 0{,}95^{95} \approx 0{,}1800\). 2. Die Bedingung „mindestens 3, aber weniger als 8“ entspricht dem Bereich \(3 \le X \le 7\). Dies berechnet man durch \(P(X \le 7) - P(X \le 2)\). Mit \(P(X \le 7) \approx 0{,}8720\) und \(P(X \le 2) \approx 0{,}1183\) ergibt sich \(P(3 \le X \le 7) = 0{,}8720 - 0{,}1183 = 0{,}7537\). 3. Die Wahrscheinlichkeit für mehr als 10 Fehler berechnet man über das Gegenereignis: \(P(X > 10) = 1 - P(X \le 10)\). Mit \(P(X \le 10) \approx 0{,}9885\) folgt \(P(X > 10) = 1 - 0{,}9885 = 0{,}0115\).

Antwort

1. \(P(X = 5) \approx 18{,}00\,\%\) 2. \(P(3 \le X < 8) \approx 75{,}37\,\%\) 3. \(P(X > 10) \approx 1{,}15\,\%\)
43102512
Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 50\) und \(p = 0{,}25\). Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \le 15)\) b) \(P(X \ge 10)\) c) \(P(8 \le X \le 14)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du Ereignisse wie „mindestens“ oder „mehr als“ mithilfe der kumulativen Verteilungsfunktion \(P(X \le k)\) ausdrücken kannst. - Denk an das Gegenereignis, wenn du eine Wahrscheinlichkeit für einen oberen Bereich berechnen möchtest. - Bei einem Intervall hilft es, die Wahrscheinlichkeit bis zur oberen Grenze zu nehmen und den nicht gewünschten Teil unterhalb der unteren Grenze abzuziehen. - Achte genau darauf, ob die Randwerte des Intervalls (z. B. bei \(\le\) oder \(<\)) mit eingeschlossen sind oder nicht.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 15)\) durch direktes Ablesen aus der Tabelle der kumulativen Binomialverteilung für \(n = 50\) und \(p = 0{,}25\): \(P(X \le 15) \approx 0{,}8369\). 2. Berechnung von \(P(X \ge 10)\) über das Gegenereignis: \(P(X \ge 10) = 1 - P(X \le 9)\). Nachschlagen des Tabellenwerts \(P(X \le 9) \approx 0{,}1637\) ergibt \(1 - 0{,}1637 = 0{,}8363\). 3. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(8 \le X \le 14)\) durch Differenzbildung kumulierter Werte: \(P(X \le 14) - P(X \le 7)\). Mit den Werten \(P(X \le 14) \approx 0{,}7481\) und \(P(X \le 7) \approx 0{,}0453\) folgt \(0{,}7481 - 0{,}0453 = 0{,}7028\).

Antwort

a) \(P(X \le 15) \approx 0{,}8369\) b) \(P(X \ge 10) \approx 0{,}8363\) c) \(P(8 \le X \le 14) \approx 0{,}7028\)
43103412
In einer bestimmten Region nutzen \(25\,\%\) der Haushalte Solarenergie zur Stromerzeugung. Für eine statistische Untersuchung werden \(80\) Haushalte dieser Region zufällig ausgewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit der folgenden Ereignisse: a) Mehr als \(20\) der ausgewählten Haushalte nutzen Solarenergie. b) Weniger als \(15\) Haushalte nutzen Solarenergie. c) Mindestens \(18\), aber höchstens \(22\) Haushalte nutzen Solarenergie.

Denkanstöße

- Achte auf den Unterschied zwischen „mehr als“ und „mindestens“. - Wie lässt sich ein Ereignis wie „zwischen \(a\) und \(b\)“ mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion \(P(X \le k)\) ausdrücken? - Schreibe dir die Bedingungen für \(X\) zuerst als Ungleichung auf, um keine Werte zu vergessen. - Denk daran, dass bei „weniger als 15“ die Zahl 15 selbst nicht mehr dazugehört.

Lösung

Die Anzahl der Haushalte mit Solarenergie wird durch \(X \sim B(80; 0{,}25)\) beschrieben. 1. \(P(X > 20) = 1 - P(X \le 20) \approx 1 - 0{,}5597 = 0{,}4403\). 2. \(P(X < 15) = P(X \le 14) \approx 0{,}0740\). 3. \(P(18 \le X \le 22) = P(X \le 22) - P(X \le 17) \approx 0{,}7447 - 0{,}2636 = 0{,}4811\).

Antwort

a) \(P(X > 20) \approx 44{,}03\,\%\) b) \(P(X < 15) \approx 7{,}40\,\%\) c) \(P(18 \le X \le 22) \approx 48{,}11\,\%\)
43103512
Ein Hotel verfügt über 80 Zimmer. Aus Erfahrung weiß die Hotelleitung, dass etwa \(10\,\%\) der Personen, die ein Zimmer reserviert haben, nicht anreisen. Um die Auslastung zu erhöhen, werden für eine bestimmte Nacht 85 Reservierungen angenommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Gäste, die tatsächlich anreisen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: 1. Es reisen höchstens 80 Gäste an, sodass alle ein Zimmer erhalten. 2. Es reisen mehr Gäste an, als Zimmer zur Verfügung stehen. 3. Es reisen genau 80 Gäste an. 4. Es reisen mindestens 70, aber höchstens 75 Gäste an.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in diesem Modell angemessen sind. - Wie hängen die Formulierungen „höchstens“, „mindestens“ und „mehr als“ mit der kumulierten Verteilungsfunktion zusammen? - Kannst du eine Wahrscheinlichkeit über das Gegenereignis einfacher berechnen? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall von Werten mithilfe der kumulierten Verteilung?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 85\) und \(p = 0{,}9\) (Wahrscheinlichkeit, dass ein Gast anreist). 1. Gesucht ist \(P(X \le 80)\). Unter Verwendung der kumulierten Binomialverteilung ergibt sich \(P(X \le 80) \approx 0{,}9357\). 2. Dieses Ereignis ist das Gegenereignis zu Teilaufgabe 1: \(P(X > 80) = 1 - P(X \le 80) \approx 1 - 0{,}9357 = 0{,}0643\). 3. Gesucht ist die Einzelwahrscheinlichkeit \(P(X = 80) = \binom{85}{80} \cdot 0{,}9^{80} \cdot 0{,}1^5 \approx 0{,}0717\). 4. Die Wahrscheinlichkeit für das Intervall berechnet sich durch \(P(70 \le X \le 75) = P(X \le 75) - P(X \le 69) \approx 0{,}3434 - 0{,}0096 = 0{,}3338\).

Antwort

1. \(P(X \le 80) \approx 93{,}57\,\%\) 2. \(P(X > 80) \approx 6{,}43\,\%\) 3. \(P(X = 80) \approx 7{,}17\,\%\) 4. \(P(70 \le X \le 75) \approx 33{,}38\,\%\)
43103612
Ein Hersteller von Computerchips führt eine Qualitätskontrolle durch. Es ist bekannt, dass durchschnittlich \(4\,\%\) der produzierten Chips defekt sind. Für eine genauere Untersuchung wird eine Stichprobe von 200 Chips entnommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in der Stichprobe 1. höchstens 5 Chips defekt sind. 2. mehr als 10 Chips defekt sind. 3. mindestens 6, aber höchstens 12 Chips defekt sind. 4. die Anzahl der defekten Chips exakt dem Erwartungswert entspricht.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt vor, wenn man eine feste Anzahl an Chips prüft und jeder mit der gleichen Wahrscheinlichkeit defekt ist? - Bestimme zuerst den Erwartungswert der Verteilung. - Achte bei Intervallen wie „mindestens 6“ darauf, welchen Wert du bei der Subtraktion der kumulierten Wahrscheinlichkeiten abziehen musst. - Was bedeutet „mehr als 10“ für die untere Grenze des Gegenereignisses?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) (Anzahl defekter Chips) ist binomialverteilt mit \(n = 200\) und \(p = 0{,}04\). 1. Kumulierte Wahrscheinlichkeit: \(P(X \le 5) = \sum_{k=0}^{5} B(200; 0{,}04; k) \approx 0{,}1856\). 2. Gegenereignis: \(P(X > 10) = 1 - P(X \le 10) \approx 1 - 0{,}8200 = 0{,}1800\). 3. Intervallwahrscheinlichkeit: \(P(6 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 5) \approx 0{,}9401 - 0{,}1856 = 0{,}7545\). 4. Der Erwartungswert ist \(\mu = n \cdot p = 200 \cdot 0{,}04 = 8\). Die Einzelwahrscheinlichkeit beträgt \(P(X = 8) = \binom{200}{8} \cdot 0{,}04^8 \cdot 0{,}96^{192} \approx 0{,}1425\).

Antwort

1. \(P(X \le 5) \approx 18{,}56\,\%\) 2. \(P(X > 10) \approx 18{,}00\,\%\) 3. \(P(6 \le X \le 12) \approx 75{,}45\,\%\) 4. \(P(X = 8) \approx 14{,}25\,\%\)
43103712
Ein Gärtner pflanzt \(60\) Samenkörner einer bestimmten Blumensorte aus. Die Keimfähigkeit der Samen liegt erfahrungsgemäß bei \(80\,\%\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der keimenden Samen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Genau \(50\) Samen keimen. (2) Weniger als \(45\) Samen keimen. (3) Mindestens \(52\) Samen keimen. (4) Die Anzahl der keimenden Samen liegt zwischen \(46\) und \(54\) (einschließlich).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in diesem Zufallsexperiment gelten. - Achte genau auf Formulierungen wie „weniger als“ oder „mindestens“, um die richtigen Grenzen für die kumulierte Wahrscheinlichkeit zu finden. - Bei „mindestens“-Aufgaben hilft oft der Blick auf das Gegenereignis. - Wenn ein Bereich gesucht ist, kannst du die Wahrscheinlichkeit als Differenz zweier kumulierter Werte berechnen.

Lösung

1. Es gilt \(X \sim B(60; 0{,}8)\). 2. \(P(X = 50) = \binom{60}{50} \cdot 0{,}8^{50} \cdot 0{,}2^{10} \approx 0{,}1102\). 3. \(P(X < 45) = P(X \le 44) \approx 0{,}1306\). 4. \(P(X \ge 52) = 1 - P(X \le 51) \approx 0{,}1268\). 5. \(P(46 \le X \le 54) = P(X \le 54) - P(X \le 45) \approx 0{,}9879 - 0{,}2065 = 0{,}7814\).

Antwort

(1) \(P(X = 50) \approx 0{,}1102\) (2) \(P(X < 45) \approx 0{,}1306\) (3) \(P(X \ge 52) \approx 0{,}1268\) (4) \(P(46 \le X \le 54) \approx 0{,}7814\)
43103812
In einer großen Bevölkerungsgruppe sind \(12\,\%\) der Personen Linkshänder. Für eine statistische Untersuchung werden \(150\) Personen zufällig ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den ausgewählten Personen (1) genau \(18\) Linkshänder sind. (2) höchstens \(15\) Linkshänder sind. (3) mehr als \(20\) Linkshänder sind. (4) mindestens \(10\) und höchstens \(25\) Linkshänder sind.

Denkanstöße

- Erstelle dir eine Liste mit den Werten für \(n\), \(p\) und den jeweils gesuchten Bereich für \(k\). - Was bedeutet „mehr als 20“ für die untere Grenze, die du in den Taschenrechner oder die Tabelle eingeben musst? - Erinnere dich daran, dass die kumulierte Verteilungsfunktion \(F(n; p; k)\) immer die Wahrscheinlichkeit von \(0\) bis \(k\) angibt. - Wie kannst du ein Intervall \([a; b]\) durch zwei Ausdrücke der Form \(P(X \le k)\) darstellen?

Lösung

1. Es gilt \(X \sim B(150; 0{,}12)\). 2. \(P(X = 18) \approx 0{,}0998\). 3. \(P(X \le 15) \approx 0{,}2715\). 4. \(P(X > 20) = 1 - P(X \le 20) \approx 1 - 0{,}7413 = 0{,}2587\). 5. \(P(10 \le X \le 25) = P(X \le 25) - P(X \le 9) \approx 0{,}9654 - 0{,}0111 = 0{,}9543\).

Antwort

(1) \(P(X = 18) \approx 0{,}0998\) (2) \(P(X \le 15) \approx 0{,}2715\) (3) \(P(X > 20) \approx 0{,}2587\) (4) \(P(10 \le X \le 25) \approx 0{,}9543\)
43107112
An einer großen Universität besitzen erfahrungsgemäß \(2{,}5\,\%\) der Studierenden eine Dauerkarte für die Heimspiele des lokalen Basketballvereins. In einer Vorlesung sitzen \(80\) zufällig ausgewählte Studierende. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Studierenden in dieser Vorlesung an, die eine Dauerkarte besitzen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei der Studierenden eine Dauerkarte haben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens drei der Studierenden eine Dauerkarte besitzen. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit hat mindestens eine Person in der Vorlesung eine Dauerkarte?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in der Binomialverteilung einzusetzen sind. - Für „höchstens“ musst du mehrere Einzelwahrscheinlichkeiten addieren. - Bei „mindestens eins“ ist es oft einfacher, das Gegenteil zu berechnen.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 80\) und \(p = 0{,}025\). 1. Berechnung für genau zwei Personen: \(P(X = 2) = \binom{80}{2} \cdot 0{,}025^2 \cdot 0{,}975^{78} \approx 0{,}2741\). 2. Berechnung für höchstens drei Personen: \(P(X \le 3) = P(X=0) + P(X=1) + P(X=2) + P(X=3)\). Die Einzelwahrscheinlichkeiten sind \(P(X=0) \approx 0{,}1319\), \(P(X=1) \approx 0{,}2706\), \(P(X=2) \approx 0{,}2741\) und \(P(X=3) \approx 0{,}1827\). Die Summe ergibt \(P(X \le 3) \approx 0{,}8594\). 3. Berechnung für mindestens eine Person über das Gegenereignis: \(P(X \ge 1) = 1 - P(X = 0) = 1 - 0{,}975^{80} \approx 1 - 0{,}1319 = 0{,}8681\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(27{,}41\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(85{,}94\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(86{,}81\,\%\).
43107212
Ein Hersteller von elektronischen Bauteilen weiß, dass im Mittel \(0{,}8\,\%\) seiner Mikrochips defekt sind. Für eine Qualitätskontrolle wird eine Stichprobe von \(300\) Chips entnommen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in der Stichprobe kein Chip, genau ein Chip oder genau zwei Chips defekt sind. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als drei Chips in der Stichprobe defekt sind. c) Wenn man über ein Jahr hinweg jeden Tag eine solche Stichprobe von \(300\) Stück prüft, an wie vielen Tagen (von \(365\)) ist theoretisch zu erwarten, dass kein einziger Chip defekt ist?

Denkanstöße

- Identifiziere die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) für einen defekten Chip. - Achte bei b) auf den Unterschied zwischen „mehr als drei“ und „mindestens drei“. - Für den Erwartungswert über ein Jahr nutzt du die Wahrscheinlichkeit aus Aufgabenteil a) als neue Basis.

Lösung

Es liegt eine Binomialverteilung mit \(n = 300\) und \(p = 0{,}008\) vor. 1. Punktwahrscheinlichkeiten berechnen: \(P(X = 0) = 0{,}992^{300} \approx 0{,}0898\) \(P(X = 1) = 300 \cdot 0{,}008 \cdot 0{,}992^{299} \approx 0{,}2174\) \(P(X = 2) = \binom{300}{2} \cdot 0{,}008^2 \cdot 0{,}992^{298} \approx 0{,}2621\) 2. Wahrscheinlichkeit für mehr als drei Defekte: \(P(X > 3) = 1 - P(X \le 3) = 1 - (P(0) + P(1) + P(2) + P(3))\). Mit \(P(X = 3) \approx 0{,}2099\) ergibt sich \(P(X \le 3) \approx 0{,}7792\). Somit ist \(P(X > 3) \approx 1 - 0{,}7792 = 0{,}2208\). 3. Erwartete Anzahl der Tage: Die Wahrscheinlichkeit für „kein Defekt“ an einem Tag ist \(p_{Tag} = P(X=0) \approx 0{,}0898\). Der Erwartungswert für \(365\) Tage ist \(E = 365 \cdot P(X=0) \approx 32{,}79\).

Antwort

a) \(P(X=0) \approx 8{,}98\,\%\); \(P(X=1) \approx 21{,}74\,\%\); \(P(X=2) \approx 26{,}21\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(22{,}08\,\%\). c) Es ist an etwa \(33\) Tagen damit zu rechnen.
43113412
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 800\) und \(p = 0{,}12\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Zufallsgröße Werte im Intervall \([80; 110]\) annimmt.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition der kumulierten Binomialverteilung. - Wie gehst du vor, wenn du die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich von Werten suchst? - Musst du beim Subtrahieren den unteren Rand des Intervalls mit einschließen oder ausschließen? - Nutze ein Tabellenwerk oder deinen Taschenrechner für die kumulierten Werte.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit \(P(80 \le X \le 110)\) über die kumulierte Binomialverteilung \(F(n; p; k) = P(X \le k)\). 2. Die Intervallwahrscheinlichkeit berechnet sich als Differenz: \(P(80 \le X \le 110) = P(X \le 110) - P(X \le 79)\). 3. Einsetzen der Werte für \(n = 800\) und \(p = 0{,}12\): \(P(X \le 110) \approx 0{,}9405\) und \(P(X \le 79) \approx 0{,}0337\). 4. Berechnung der Differenz: \(0{,}9405 - 0{,}0337 = 0{,}9068\).

Antwort

\(P(80 \le X \le 110) \approx 0{,}9068\) (\(90{,}68\,\%\))
43113512
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 200\) und \(p = 0{,}4\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Werte von \(X\) im Intervall \([72; 90]\) liegen. Bestimme dazu zunächst den Erwartungswert \(\mu\) und gib an, wie weit die Intervallgrenzen von diesem entfernt sind.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert einer Binomialverteilung? - Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich \(P(a \le X \le b)\) mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion \(F(n; p; k)\) ausdrücken? - Überlege genau, welchen Wert du abziehen musst, damit die untere Grenze des Intervalls noch eingeschlossen ist.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 200 \cdot 0{,}4 = 80\). 2. Bestimmung der Abstände zum Erwartungswert: Die untere Grenze \(72\) liegt \(8\) Einheiten unter \(\mu\), die obere Grenze \(90\) liegt \(10\) Einheiten über \(\mu\). Das Intervall ist somit nicht symmetrisch um \(\mu\). 3. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit: \(P(72 \le X \le 90) = P(X \le 90) - P(X \le 71)\). 4. Einsatz der kumulierten Binomialverteilung: \(P(X \le 90) \approx 0{,}9345\) und \(P(X \le 71) \approx 0{,}1094\). 5. Differenzbildung: \(0{,}9345 - 0{,}1094 = 0{,}8251\).

Antwort

Der Erwartungswert beträgt \(\mu = 80\). Die untere Grenze ist \(8\) Einheiten und die obere Grenze \(10\) Einheiten von \(\mu\) entfernt. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(72 \le X \le 90) \approx 0{,}8251\) (bzw. \(82{,}51\,\%\)).
43113612
Ein Bauteil wird in einer Fabrik mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit (einwandfreies Produkt) von \(p = 0{,}85\) hergestellt. In einer Qualitätskontrolle wird eine Stichprobe von \(n = 150\) Bauteilen untersucht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der einwandfreien Bauteile. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der einwandfreien Bauteile zwischen \(122\) und \(132\) (jeweils einschließlich) liegt.

Denkanstöße

- Welche Werte aus der Tabelle oder vom Taschenrechner benötigst du, um genau den Bereich von \(122\) bis \(132\) abzudecken? - Denk daran, dass die kumulierte Wahrscheinlichkeit \(P(X \le k)\) immer alle Werte von \(0\) bis \(k\) aufsummiert. - Was passiert, wenn du \(P(X \le 132) - P(X \le 122)\) rechnest? Wäre die \(122\) dann noch im Ergebnis enthalten?

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 150\), \(p = 0{,}85\). 2. Berechnung des Erwartungswerts zur Einordnung: \(\mu = 150 \cdot 0{,}85 = 127{,}5\). 3. Ansatz für die Intervallwahrscheinlichkeit: \(P(122 \le X \le 132) = P(X \le 132) - P(X \le 121)\). 4. Bestimmung der kumulierten Werte (z. B. mit dem WTR): \(P(X \le 132) \approx 0{,}8757\) und \(P(X \le 121) \approx 0{,}0881\). 5. Berechnung des Endergebnisses mit ungerundeten Zwischenwerten: \(P(122 \le X \le 132) \approx 0{,}7875\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(122 \le X \le 132) \approx 0{,}7875\) (bzw. \(78{,}75\,\%\)).
43113712
In einem Logistikzentrum werden Pakete automatisiert sortiert. Die Erfahrung zeigt, dass bei \(2\,\%\) der Pakete der Barcode nicht korrekt gelesen werden kann. In einer Schicht werden \(400\) Pakete stichprobenartig untersucht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Pakete mit nicht lesbarem Barcode. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Höchstens \(5\) Pakete sind nicht lesbar. b) Mehr als \(10\) Pakete sind nicht lesbar. c) Die Anzahl der nicht lesbaren Pakete liegt zwischen \(6\) und \(12\) (einschließlich).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in dieser Situation gelten. - Achte bei Formulierungen wie „mehr als“ oder „zwischen“ genau darauf, welche Werte noch zur gesuchten Menge gehören. - Erinnere dich daran, wie man Wahrscheinlichkeiten für Intervalle oder „größer als“-Ereignisse mithilfe der kumulierten Verteilungsfunktion berechnet. - Tabellenwerke oder Taschenrechnerfunktionen für die kumulierte Binomialverteilung summieren immer von \(0\) bis zu einem Wert \(k\).

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 400\) und \(p = 0{,}02\). 1. Für Teilaufgabe a) wird die kumulierte Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 5)\) berechnet. Unter Verwendung der Binomialverteilung ergibt sich \(P(X \le 5) \approx 0{,}1885\). 2. Für Teilaufgabe b) wird das Gegenereignis zu \(X \le 10\) betrachtet: \(P(X > 10) = 1 - P(X \le 10)\). Mit \(P(X \le 10) \approx 0{,}8179\) folgt \(1 - 0{,}8179 = 0{,}1821\). 3. Für Teilaufgabe c) wird die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([6; 12]\) berechnet: \(P(6 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 5) \approx 0{,}7497\).

Antwort

a) \(P(X \le 5) \approx 18{,}85\,\%\) b) \(P(X > 10) \approx 18{,}21\,\%\) c) \(P(6 \le X \le 12) \approx 74{,}97\,\%\)
43114112
In einer Fabrik werden Bauteile hergestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bauteil einen Defekt aufweist, beträgt \(4\,\%\). Für eine Stichprobenprüfung werden \(500\) Bauteile zufällig entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Bauteile in der Stichprobe. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens \(15\) Bauteile defekt sind. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens \(25\) Bauteile einen Defekt haben. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit liegt die Anzahl der defekten Bauteile im Bereich von \(18\) bis einschließlich \(22\)?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) in dieser Situation gelten. - Achte auf Formulierungen wie „höchstens“ oder „mindestens“, um die richtigen Grenzen für die kumulierte Wahrscheinlichkeit zu finden. - Wie kannst du eine „mindestens“-Wahrscheinlichkeit mithilfe des Gegenereignisses berechnen? - Denke daran, dass bei einem Intervall von \(a\) bis \(b\) beide Grenzen eingeschlossen sind.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 500\) und \(p = 0{,}04\). 1. \(P(X \le 15) \approx 0{,}1513\). 2. \(P(X \ge 25) = 1 - P(X \le 24) \approx 1 - 0{,}8478 = 0{,}1522\). 3. \(P(18 \le X \le 22) = P(X \le 22) - P(X \le 17) \approx 0{,}7238 - 0{,}2924 = 0{,}4314\).

Antwort

a) \(P(X \le 15) \approx 15{,}13\,\%\) b) \(P(X \ge 25) \approx 15{,}22\,\%\) c) \(P(18 \le X \le 22) \approx 43{,}14\,\%\)
43115712
In einem regionalen Blutspendezentrum ist bekannt, dass \(15\,\%\) der Spender die Blutgruppe 0 negativ haben. An einem Vormittag werden \(200\) Spender erwartet. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens \(25\) Spender diese Blutgruppe haben. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit haben mehr als \(35\) Spender die Blutgruppe 0 negativ? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Spender mit dieser Blutgruppe größer als \(25\), aber kleiner als \(40\) ist.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte für \(n\) und \(p\) gegeben sind. - Achte bei Formulierungen wie „mehr als“ oder „weniger als“ darauf, ob der genannte Wert noch zum Ereignis gehört oder nicht. - Erinnere dich daran, wie man Wahrscheinlichkeiten für Intervalle oder Gegenereignisse mit der kumulierten Verteilungsfunktion \(F(n; p; k)\) berechnet. - Was bedeutet es für die Trefferzahl \(X\), wenn sie zwischen zwei Werten liegen soll? Welche ganzzahligen Werte sind dann genau gemeint?

Lösung

1. Modellierung der Anzahl der Spender mit Blutgruppe 0 negativ durch eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 200\) und \(p = 0{,}15\). 2. Berechnung von \(P(X \le 25)\) unter Verwendung der kumulierten Binomialverteilung: \(F(200; 0{,}15; 25) \approx 0{,}1876\). 3. Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit für \(P(X > 35) = 1 - P(X \le 35)\): \(1 - F(200; 0{,}15; 35) \approx 1 - 0{,}8613 = 0{,}1387\). 4. Bestimmung der Intervallwahrscheinlichkeit \(P(25 < X < 40) = P(26 \le X \le 39) = P(X \le 39) - P(X \le 25)\): \(F(200; 0{,}15; 39) - F(200; 0{,}15; 25) \approx 0{,}7788\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(18{,}76\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(13{,}87\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(77{,}88\,\%\).
43115812
Ein Online-Versandhandel verschickt \(120\) Werbekataloge an Bestandskunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde aufgrund des Katalogs eine Bestellung tätigt, liegt bei \(12\,\%\). a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass weniger als \(10\) Bestellungen eingehen? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens \(15\) Kunden eine Bestellung aufgeben. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Bestellungen im Bereich von \(12\) bis einschließlich \(20\) liegt.

Denkanstöße

- Identifiziere die Parameter der Binomialverteilung aus dem Text. - Wie lässt sich „weniger als 10“ als Bedingung für eine diskrete Zufallsgröße ausdrücken? - Denke bei „mindestens“ an das Gegenereignis, um die kumulierte Verteilungstabelle oder den Taschenrechner effizient zu nutzen. - Bei einem Intervall von \(a\) bis \(b\) (einschließlich) musst du die Wahrscheinlichkeit bis \(b\) nehmen und alles abziehen, was kleiner als \(a\) ist.

Lösung

1. Die Anzahl der Bestellungen wird durch \(X \sim B(120; 0{,}12)\) beschrieben. 2. \(P(X < 10) = P(X \le 9) \approx 0{,}0782\). 3. \(P(X \ge 15) = 1 - P(X \le 14) \approx 1 - 0{,}5255 = 0{,}4745\). 4. \(P(12 \le X \le 20) = P(X \le 20) - P(X \le 11) \approx 0{,}9513 - 0{,}2110 = 0{,}7403\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(7{,}82\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(47{,}45\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(74{,}03\,\%\).
42357812
Ein Bogenschütze trifft die Zielscheibe bei jedem Schuss mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}7\). Er gibt eine Serie von \(n = 10\) Schüssen ab. Die Zufallsgröße \(X\) zählt die Anzahl der Treffer. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ergebnisse: a) Der Schütze erzielt mindestens \(8\) Treffer. b) Der Schütze erzielt mehr als \(5\), aber weniger als \(9\) Treffer.

Denkanstöße

- Was bedeutet „mehr als“ und „weniger als“ für die möglichen Werte von \(X\)? - Schreibe dir die Menge der Trefferzahlen auf, die für das jeweilige Ereignis günstig sind. - Musst du Einzelwahrscheinlichkeiten addieren oder kannst du eine Tabelle für kumulierte Wahrscheinlichkeiten nutzen? - Achte genau darauf, ob die Randwerte (wie die 5 oder die 9) mitgezählt werden müssen oder nicht.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 10\), \(p = 0{,}7\). 2. Berechnung von \(P(X \ge 8)\): Dies entspricht \(P(X=8) + P(X=9) + P(X=10)\). Einsetzen in die Binomialverteilung: \(\binom{10}{8} \cdot 0{,}7^8 \cdot 0{,}3^2 + \binom{10}{9} \cdot 0{,}7^9 \cdot 0{,}3^1 + \binom{10}{10} \cdot 0{,}7^{10} \cdot 0{,}3^0 \approx 0{,}2335 + 0{,}1211 + 0{,}0282 = 0{,}3828\). 3. Berechnung von \(P(5 < X < 9)\): Die Bedingung „mehr als 5“ und „weniger als 9“ bedeutet \(X \in \{6, 7, 8\}\). Berechnung der Summe: \(P(X=6) + P(X=7) + P(X=8) = \binom{10}{6} \cdot 0{,}7^6 \cdot 0{,}3^4 + \binom{10}{7} \cdot 0{,}7^7 \cdot 0{,}3^3 + \binom{10}{8} \cdot 0{,}7^8 \cdot 0{,}3^2 \approx 0{,}2001 + 0{,}2668 + 0{,}2335 = 0{,}7004\).

Antwort

a) \(P(X \ge 8) \approx 0{,}3828\) (oder \(38{,}28\,\%\)) b) \(P(5 < X < 9) \approx 0{,}7004\) (oder \(70{,}04\,\%\))
42703412
Eine Zufallsgröße \(X\) folgt einer Binomialverteilung mit \(n = 60\) und \(p = \frac{1}{3}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von \(X\) um höchstens \(2\) von seinem Erwartungswert abweicht. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(|X - 20| \ge 4)\). c) Ermittle das kleinste \(k \in \mathbb{N}\), für das die Wahrscheinlichkeit \(P(|X - 20| \le k)\) größer als \(0{,}5\) ist.

Denkanstöße

- Was ist der Erwartungswert dieser Verteilung? - „Um höchstens 2 abweichen“ bedeutet, dass die Differenz zum Erwartungswert zwischen \(-2\) und \(2\) liegt. - Wie hängen die Ereignisse \(|X - 20| < 4\) und \(|X - 20| \ge 4\) zusammen? - Probiere systematisch kleine Werte für \(k\) aus und berechne die zugehörigen Intervallwahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Erwartungswert berechnen: \(\mu = n \cdot p = 60 \cdot \frac{1}{3} = 20\). 2. Teilaufgabe a): Gesucht ist \(P(|X - 20| \le 2) = P(18 \le X \le 22)\). Berechnung über \(P(X \le 22) - P(X \le 17) \approx 0{,}7556 - 0{,}2495 = 0{,}5061\). 3. Teilaufgabe b): \(P(|X - 20| \ge 4) = 1 - P(|X - 20| < 4) = 1 - P(17 \le X \le 23)\). Berechnung: \(1 - (P(X \le 23) - P(X \le 16)) \approx 1 - (0{,}8315 - 0{,}1692) = 0{,}3377\). 4. Teilaufgabe c): Aus Aufgabenteil a) ist bekannt, dass \(P(|X - 20| \le 2) \approx 0{,}5061\). Für \(k = 1\) ergibt sich \(P(19 \le X \le 21) = P(X \le 21) - P(X \le 18) \approx 0{,}6639 - 0{,}3455 = 0{,}3183\). Da \(0{,}5061 > 0{,}5\), ist \(k = 2\) der kleinste gesuchte Wert.

Antwort

a) \(P(|X - 20| \le 2) \approx 0{,}5061\) b) \(P(|X - 20| \ge 4) \approx 0{,}3377\) c) \(k = 2\)
42713012
In einem Industriebetrieb werden Mikrochips hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(8\,\%\) der produzierten Chips fehlerhaft. In einer Qualitätskontrolle werden \(400\) Chips nacheinander zufällig entnommen und geprüft. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der fehlerhaften Chips in der Stichprobe an. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der zwölfte geprüfte Chip der erste fehlerhafte in der Stichprobe ist. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert der Zufallsgröße \(X\) innerhalb der einfachen Standardabweichung um den Erwartungswert liegt.

Denkanstöße

- Was muss für die ersten elf Chips gelten, damit der zwölfte der erste Treffer ist? - Erinnere dich an die Formeln für den Erwartungswert und die Standardabweichung bei einer Binomialverteilung. - Welche ganzzahligen Werte liegen innerhalb des berechneten Intervalls \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\)? - Wie kannst du eine Intervallwahrscheinlichkeit in eine Differenz von zwei kumulierten Werten umwandeln?

Lösung

1. Für Teilaufgabe a) muss der zwölfte Chip fehlerhaft sein (\(p = 0{,}08\)) und die elf vorherigen fehlerfrei (\(1 - p = 0{,}92\)). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = 0{,}92^{11} \cdot 0{,}08 \approx 0{,}0320\). 2. Für Teilaufgabe b) werden Erwartungswert \(\mu = n \cdot p = 400 \cdot 0{,}08 = 32\) und Standardabweichung \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)} = \sqrt{400 \cdot 0{,}08 \cdot 0{,}92} = \sqrt{29{,}44} \approx 5{,}43\) berechnet. 3. Das Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\) entspricht \([32 - 5{,}43; 32 + 5{,}43] = [26{,}57; 37{,}43]\). Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, ist \(P(27 \le X \le 37)\) gesucht. 4. Berechnung über die kumulative Binomialverteilung: \(P(27 \le X \le 37) = P(X \le 37) - P(X \le 26) \approx 0{,}8447 - 0{,}1549 = 0{,}6898\).

Antwort

a) \(P \approx 3{,}20\,\%\) b) \(P(27 \le X \le 37) \approx 68{,}98\,\%\)
42713812
Bei der Produktion von hochwertigen Glasmurmeln ist bekannt, dass \(10\,\%\) der Murmeln winzige Lufteinschlüsse aufweisen und daher als B-Ware sortiert werden. Eine Packung enthält \(300\) zufällig ausgewählte Murmeln. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt die Anzahl der Murmeln mit Lufteinschlüssen in einer Packung an. a) Ermittle den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) für die Anzahl der Murmeln mit Lufteinschlüssen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Murmeln mit Lufteinschlüssen höchstens um zwei Standardabweichungen vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Welche Verteilung liegt hier vor, wenn Murmeln unabhängig voneinander Lufteinschlüsse haben? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert „höchstens um \(2\sigma\)“ abweicht? - Denke daran: Welche ganzzahligen Werte kann die Anzahl der Murmeln annehmen? - Wie gehst du vor, wenn du die Wahrscheinlichkeit für ein geschlossenes Intervall berechnen willst?

Lösung

1. Parameter bestimmen: \(n = 300\), \(p = 0{,}1\). 2. Kennzahlen berechnen: \(\mu = 300 \cdot 0{,}1 = 30\). \(\sigma = \sqrt{300 \cdot 0{,}1 \cdot 0{,}9} = \sqrt{27} \approx 5{,}196\). 3. Intervallgrenzen bestimmen: Die Abweichung von höchstens \(2\sigma\) entspricht dem Intervall \([\mu - 2\sigma; \mu + 2\sigma]\). Berechnung: \(30 - 2 \cdot 5{,}196 = 19{,}608\) und \(30 + 2 \cdot 5{,}196 = 40{,}392\). Das Intervall der ganzzahligen Werte ist somit \([20; 40]\). 4. Wahrscheinlichkeit berechnen: \(P(20 \le Y \le 40) = P(Y \le 40) - P(Y \le 19)\). Mit der kumulierten Binomialverteilung (\(n=300, p=0{,}1\)) folgt: \(P(Y \le 40) \approx 0{,}9746\) und \(P(Y \le 19) \approx 0{,}0171\). Die Differenz ergibt \(0{,}9746 - 0{,}0171 = 0{,}9575\).

Antwort

a) \(\mu = 30\); \(\sigma \approx 5{,}20\). b) \(P(20 \le Y \le 40) \approx 95{,}75\,\%\).
43101012
In einer Produktion von Mikrochips sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der Teile defekt. Für eine Qualitätskontrolle werden die Chips in Packungen zu je \(10\) Stück entnommen. Eine Packung wird beanstandet, wenn sie mindestens einen defekten Chip enthält. Ein Prüfer untersucht \(20\) solcher Packungen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: 1. Eine zufällig ausgewählte Packung wird beanstandet. 2. Von den \(20\) Packungen werden genau \(5\) beanstandet. 3. Höchstens eine der \(20\) Packungen wird beanstandet.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit, dass eine Packung fehlerhaft ist, indem du das Gegenereignis „kein Chip ist defekt“ betrachtest. - Nutze diesen Wert als Erfolgswahrscheinlichkeit für die zweite Binomialverteilung der 20 Packungen. - Wie lässt sich „höchstens eine“ mathematisch mit den Punktwahrscheinlichkeiten ausdrücken?

Lösung

1. Die Anzahl defekter Chips in einer Packung ist \(B(10; 0{,}05)\)-verteilt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Packung beanstandet wird, ist \(p_{B} = P(X \ge 1) = 1 - P(X = 0) = 1 - 0{,}95^{10} \approx 0{,}40126\). 2. Die Anzahl der beanstandeten Packungen unter \(20\) Stück ist \(B(20; p_{B})\)-verteilt. Die Wahrscheinlichkeit für genau \(5\) Beanstandungen ist \(P(Y = 5) = \binom{20}{5} \cdot p_{B}^5 \cdot (1 - p_{B})^{15} \approx 0{,}0735\). 3. Die Wahrscheinlichkeit für höchstens eine Beanstandung ist \(P(Y \le 1) = P(Y = 0) + P(Y = 1)\). Es gilt \(P(Y = 0) = (1 - p_{B})^{20} \approx 0{,}000\,035\,1\) und \(P(Y = 1) = 20 \cdot p_{B} \cdot (1 - p_{B})^{19} \approx 0{,}000\,469\,8\). Die Summe ergibt \(P(Y \le 1) \approx 0{,}000\,504\,9\).

Antwort

1. \(p_{B} \approx 0{,}4013\) 2. \(P(Y = 5) \approx 0{,}0735\) 3. \(P(Y \le 1) \approx 0{,}000\,505\)
43101212
Ein großer Online-Händler ermittelt, dass \(75\,\%\) seiner Kunden die Bestellung über ein Smartphone tätigen. Es werden \(100\) abgeschlossene Bestellungen zufällig für eine Analyse ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit der folgenden Ereignisse: (1) Weniger als \(70\) Kunden bestellten per Smartphone. (2) Die Anzahl der Smartphone-Bestellungen liegt im Bereich von \(72\) bis einschließlich \(80\). (3) Mehr als \(80\) Kunden nutzten das Smartphone für ihre Bestellung.

Denkanstöße

- Wenn du Wahrscheinlichkeiten für Intervalle suchst, hilft es oft, diese als Differenz zweier „höchstens“-Wahrscheinlichkeiten darzustellen. - Wie verändert sich die Blickrichtung auf die Treffer, wenn man statt der \(75\,\%\) die restlichen \(25\,\%\) betrachtet? - Achte bei „weniger als“ oder „mehr als“ darauf, ob die genannte Zahl noch zum Ereignis gehört oder nicht. - Wandle die Bedingungen für \(X\) schrittweise in Bedingungen für die komplementäre Größe \(Y\) um.

Lösung

Sei \(X\) die Anzahl der Smartphone-Bestellungen mit \(n = 100\) und \(p = 0{,}75\). Zur Nutzung des Tafelwerks wird die Zufallsgröße \(Y = 100 - X\) (Bestellungen nicht per Smartphone) mit \(q = 1 - p = 0{,}25\) betrachtet. 1. \(P(X < 70) = P(X \le 69) = P(Y \ge 100 - 69) = P(Y \ge 31) = 1 - P(Y \le 30)\). Mit dem Tabellenwert \(F(100; 0{,}25; 30) \approx 0{,}8962\) ergibt sich \(1 - 0{,}8962 = 0{,}1038\). 2. \(P(72 \le X \le 80)\) entspricht \(P(100 - 80 \le Y \le 100 - 72) = P(20 \le Y \le 28)\). Dies berechnet man über die Differenz der kumulativen Wahrscheinlichkeiten \(F(100; 0{,}25; 28) - F(100; 0{,}25; 19) \approx 0{,}6929\). 3. \(P(X > 80) = P(X \ge 81) = P(Y \le 100 - 81) = P(Y \le 19)\). Der Tabellenwert \(F(100; 0{,}25; 19)\) liefert ca. \(0{,}0995\).

Antwort

(1) \(P(X < 70) \approx 0{,}1038\) (2) \(P(72 \le X \le 80) \approx 0{,}6929\) (3) \(P(X > 80) \approx 0{,}0995\)
43102612
Die Zufallsgröße \(X\) folgt einer Binomialverteilung mit \(n = 100\) und \(p = 0{,}8\). Ermittle die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) \(P(X \le 75)\) b) \(P(X > 85)\) c) \(P(78 < X < 88)\)

Denkanstöße

- Wenn deine Tabelle nur Erfolgswahrscheinlichkeiten bis \(0{,}5\) anzeigt, kannst du die Treffer und Nieten vertauschen. - Beachte bei Aufgaben wie \(a < X < b\), welche ganzen Zahlen tatsächlich im Intervall liegen. - Formuliere die Aufgabenstellung erst in die Form \(P(X \le k)\) um, bevor du in der Tabelle nachschlägst. - Prüfe bei \(P(X > k)\), ob du \(1 - P(X \le k)\) oder \(1 - P(X \le k-1)\) rechnen musst.

Lösung

1. Bestimmung von \(P(X \le 75)\): Falls die Tabelle nur Werte bis \(p = 0{,}5\) enthält, nutzt man die Symmetrie zur Zufallsgröße \(Y \sim B(100; 0{,}2)\). Es gilt \(P(X \le 75) = P(Y \ge 25) = 1 - P(Y \le 24)\). Mit \(P(Y \le 24) \approx 0{,}8686\) ergibt sich \(1 - 0{,}8686 = 0{,}1314\). 2. Berechnung von \(P(X > 85)\): Über das Gegenereignis gilt \(P(X > 85) = 1 - P(X \le 85)\). Unter Verwendung der Symmetrie ist dies \(P(Y \le 14)\). Mit \(P(Y \le 14) \approx 0{,}0804\) folgt das Ergebnis direkt. 3. Berechnung von \(P(78 < X < 88)\): Dies entspricht \(P(79 \le X \le 87)\). Über die kumulative Verteilung berechnet man \(P(X \le 87) - P(X \le 78)\). Mit den Werten \(P(X \le 87) \approx 0{,}9747\) und \(P(X \le 78) \approx 0{,}3460\) ergibt sich \(0{,}9747 - 0{,}3460 = 0{,}6287\).

Antwort

a) \(P(X \le 75) \approx 0{,}1314\) b) \(P(X > 85) \approx 0{,}0804\) c) \(P(78 < X < 88) \approx 0{,}6287\)
43103012
Bei einer Meinungsumfrage werden \(50\) Personen befragt. Es ist bekannt, dass \(20\,\%\) der Bevölkerung einer bestimmten Aussage zustimmen. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Personen an, die der Aussage zustimmen. Bestimme das Gegenereignis sowie dessen Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: (1) \(E_1\): Mindestens \(12\) Personen stimmen zu. (2) \(E_2\): Mehr als \(5\), aber höchstens \(12\) Personen stimmen zu.

Denkanstöße

- Wie lässt sich ein Bereich wie „von \(a\) bis \(b\)“ mithilfe der kumulierten Verteilung \(P(X \le k)\) berechnen? - Denke daran, dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten von Ereignis und Gegenereignis immer \(1\) ergibt. - Was ist das logische Gegenteil einer „Und“-Verknüpfung in einem Intervall?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 50\) und \(p = 0{,}2\). 1. Das Gegenereignis zu \(E_1\) ist \(\bar{E_1}\): „Weniger als \(12\) Personen stimmen zu“ (bzw. „Höchstens \(11\) Personen“). Es gilt \(P(\bar{E_1}) = P(X \le 11) = F(50; 0{,}2; 11)\). Der Tabellenwert ergibt \(P(\bar{E_1}) \approx 0{,}7107\). 2. Das Ereignis \(E_2\) umfasst die Werte \(6, 7, \dots, 12\). Das Gegenereignis \(\bar{E_2}\) ist: „Höchstens \(5\) oder mindestens \(13\) Personen stimmen zu“. Die Wahrscheinlichkeit von \(\bar{E_2}\) ist \(1 - P(E_2)\). Dabei ist \(P(E_2) = P(6 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 5) = F(50; 0{,}2; 12) - F(50; 0{,}2; 5)\). Mit den Werten \(0{,}8139\) und \(0{,}0480\) ergibt sich \(P(E_2) = 0{,}8139 - 0{,}0480 = 0{,}7659\). Somit ist \(P(\bar{E_2}) = 1 - 0{,}7659 = 0{,}2341\).

Antwort

(1) \(\bar{E_1}\): Höchstens \(11\) Personen stimmen zu; \(P(\bar{E_1}) \approx 0{,}7107\) (2) \(\bar{E_2}\): Höchstens \(5\) oder mindestens \(13\) Personen stimmen zu; \(P(\bar{E_2}) \approx 0{,}2341\)
43109412
Bei der Qualitätskontrolle von Glasplatten wird eine Platte in \(80\) gleich große Sektoren unterteilt. Auf der Platte befinden sich insgesamt \(60\) winzige Lufteinschlüsse, die zufällig über die gesamte Fläche verteilt sind. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, mit der ein zufällig ausgewählter Sektor mehr als zwei Lufteinschlüsse aufweist. b) Wie viele der \(80\) Sektoren sind im Durchschnitt völlig frei von Lufteinschlüssen?

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Einschluss in einem bestimmten Sektor landet? - Wenn du die Wahrscheinlichkeit für „mehr als zwei“ berechnen sollst, ist es oft einfacher, das Gegenereignis zu betrachten. - Wie berechnet man den Erwartungswert für die Anzahl der Sektoren, die eine bestimmte Eigenschaft erfüllen?

Lösung

1. Modellierung: Die Anzahl \(X\) der Einschlüsse pro Sektor ist binomialverteilt mit \(n = 60\) (Gesamtzahl der Einschlüsse) und der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{80} = 0{,}0125\) für einen spezifischen Sektor. 2. Zu a): Gesucht ist \(P(X > 2) = 1 - P(X \le 2) = 1 - (P(X=0) + P(X=1) + P(X=2))\). 3. \(P(X=0) = 0{,}9875^{60} \approx 0{,}4701\) 4. \(P(X=1) = 60 \cdot 0{,}0125 \cdot 0{,}9875^{59} \approx 0{,}3571\) 5. \(P(X=2) = \binom{60}{2} \cdot 0{,}0125^2 \cdot 0{,}9875^{58} \approx 0{,}1333\) 6. \(P(X > 2) \approx 1 - (0{,}4701 + 0{,}3571 + 0{,}1333) \approx 0{,}0395\). 7. Zu b): Erwartete Anzahl leerer Sektoren: \(E = 80 \cdot P(X=0) \approx 80 \cdot 0{,}4701 \approx 37{,}61\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(3{,}95\,\%\). b) Es sind im Durchschnitt etwa \(37{,}6\) Sektoren frei von Einschlüssen.
43113012
Ein Bauteil wird mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}3\) in einem automatisierten Prozess gefertigt. In einer Serie von \(n = 600\) Versuchen sei \(X\) die Anzahl der erfolgreichen Fertigungen. Der Erwartungswert liegt bei \(\mu = 180\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Ergebnis \(X\) außerhalb des Intervalls \([165; 195]\) liegt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte von \(X\) nicht im Intervall \([165; 195]\) liegen. - Du kannst entweder die Wahrscheinlichkeiten der beiden äußeren Bereiche addieren oder die Wahrscheinlichkeit des Intervalls vom Ganzen abziehen. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall \(P(a \le X \le b)\) mithilfe der kumulativen Verteilungsfunktion?

Lösung

1. Gegeben sind \(n = 600\) und \(p = 0{,}3\). Das Intervall ist \([165; 195]\). 2. Das Ereignis „außerhalb des Intervalls“ entspricht \(X < 165\) oder \(X > 195\). 3. Berechnung von \(P(X < 165)\): Dies entspricht \(P(X \le 164) \approx 0{,}0828\). 4. Berechnung von \(P(X > 195)\): Dies entspricht \(1 - P(X \le 195) \approx 1 - 0{,}9156 = 0{,}0844\). 5. Addition der Einzelwahrscheinlichkeiten für das Gesamtergebnis: \(0{,}0828 + 0{,}0844 = 0{,}1672\). Alternative: \(1 - P(165 \le X \le 195) = 1 - (P(X \le 195) - P(X \le 164)) = 1 - (0{,}9156 - 0{,}0828) = 1 - 0{,}8328 = 0{,}1672\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(16{,}72\,\%\).
43113812
Ein Pharmaunternehmen gibt an, dass eine bestimmte Nebenwirkung bei \(40\,\%\) der Patienten auftritt. Für eine Studie werden \(100\) Probanden ausgewählt, die das Medikament einnehmen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der Probanden mit dieser Nebenwirkung: a) kleiner als \(35\) ist; b) mindestens \(45\) beträgt; c) um höchstens \(5\) vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert bei einer Binomialverteilung? - Was bedeutet „Abweichung um höchstens 5“ mathematisch für die Intervallgrenzen? - Denke daran, dass „kleiner als 35“ den Wert 35 selbst nicht mit einschließt. - Nutze für Intervallwahrscheinlichkeiten die Differenz zweier kumulierter Werte.

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 100\) und \(p = 0{,}4\). 1. Berechnung für a): Gesucht ist \(P(X < 35) = P(X \le 34)\). Der Wert der kumulierten Verteilungsfunktion an der Stelle \(34\) ist \(P(X \le 34) \approx 0{,}1303\). 2. Berechnung für b): Gesucht ist \(P(X \ge 45) = 1 - P(X \le 44)\). Mit \(P(X \le 44) \approx 0{,}8211\) ergibt sich \(1 - 0{,}8211 = 0{,}1789\). 3. Berechnung für c): Zuerst wird der Erwartungswert berechnet: \(E(X) = n \cdot p = 100 \cdot 0{,}4 = 40\). Die Abweichung um höchstens \(5\) bedeutet das Intervall \([40-5; 40+5] = [35; 45]\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(35 \le X \le 45) = P(X \le 45) - P(X \le 34)\). Mit \(P(X \le 45) \approx 0{,}8689\) und \(P(X \le 34) \approx 0{,}1303\) folgt \(0{,}8689 - 0{,}1303 = 0{,}7386\).

Antwort

a) \(P(X < 35) \approx 13{,}03\,\%\) b) \(P(X \ge 45) \approx 17{,}89\,\%\) c) \(P(35 \le X \le 45) \approx 73{,}86\,\%\)
43116812
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(n = 25\) Fragen. Ein gut vorbereiteter Kandidat beantwortet jede Frage unabhängig voneinander mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}75\) richtig. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen an. a) Erkläre kurz den Vorteil der Verwendung kumulierter Wahrscheinlichkeiten zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für Intervalle wie \(P(15 \le X \le 20)\). b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(15 \le X \le 20)\). Nutze dabei die Verteilung der falsch beantworteten Fragen \(Y\), um mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p^* = 0{,}25\) zu arbeiten.

Denkanstöße

- Welchen Rechenaufwand sparst du dir, wenn du eine Tabelle für Summenwahrscheinlichkeiten nutzt? - Übersetze die Grenzen des Intervalls von \(X\) (richtige Antworten) in die entsprechenden Grenzen für \(Y\) (falsche Antworten). Achte dabei darauf, dass die obere Grenze von \(X\) zur unteren Grenze von \(Y\) wird. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich \(a \le Y \le b\), wenn man nur Werte für \(P(Y \le k)\) zur Verfügung hat?

Lösung

1. Vorteil kumulierter Tabellen: Sie ermöglichen es, Wahrscheinlichkeiten für ganze Bereiche (Intervalle) durch einfache Subtraktion zweier Tabellenwerte zu bestimmen, anstatt zahlreiche Einzelwahrscheinlichkeiten mühsam einzeln zu berechnen und zu addieren. 2. Transformation auf \(Y\): Sei \(Y\) die Anzahl der falsch beantworteten Fragen mit \(Y \sim B(25; 0{,}25)\). Die Bedingung \(15 \le X \le 20\) wird transformiert: Wenn \(X = 15\), ist \(Y = 25 - 15 = 10\). Wenn \(X = 20\), ist \(Y = 25 - 20 = 5\). Somit gilt \(P(15 \le X \le 20) = P(5 \le Y \le 10)\). 3. Intervallberechnung mit kumulierten Werten: \(P(5 \le Y \le 10) = P(Y \le 10) - P(Y \le 4)\). 4. Numerische Werte für \(B(25; 0{,}25)\): \(P(Y \le 10) \approx 0{,}9703\) und \(P(Y \le 4) \approx 0{,}2137\). 5. Berechnung: \(0{,}9703 - 0{,}2137 = 0{,}7566\).

Antwort

a) Der Vorteil liegt in der Zeitersparnis, da Intervallwahrscheinlichkeiten durch die Differenz zweier Tabellenwerte \(P(X \le b) - P(X \le a-1)\) bestimmt werden können, statt viele Einzelwerte zu summieren. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(15 \le X \le 20) = P(5 \le Y \le 10) \approx 0{,}7566\) (bzw. \(75{,}66\,\%\)).
43118612
Ein Hersteller von elektronischen Bauteilen weiß aus Erfahrung, dass \(5\,\%\) seiner produzierten Mikrochips defekt sind. Eine Qualitätskontrolle entnimmt eine Stichprobe von \(200\) Chips. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für folgende Fälle: 1. Es befinden sich höchstens \(12\) defekte Chips in der Stichprobe. 2. Die Anzahl der defekten Chips liegt zwischen \(5\) und \(15\) (einschließlich). 3. Die Anzahl der defekten Chips weicht um höchstens \(2\) vom Erwartungswert ab.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erwartungswert bei einer Binomialverteilung? - Wenn ein Intervall gesucht ist, wie kannst du das als Differenz von zwei „höchstens“-Wahrscheinlichkeiten schreiben? - Was bedeutet eine Abweichung vom Mittelwert mathematisch als Ungleichung oder Intervall? - Denk daran, dass bei der Differenz \(P(X \le b) - P(X \le a)\) der Wert \(a\) so gewählt werden muss, dass die gesuchte untere Grenze noch enthalten bleibt.

Lösung

Die Anzahl der defekten Chips \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 200\) und \(p = 0{,}05\). 1. Bestimmung der kumulierten Wahrscheinlichkeit bis zum Wert 12: \(P(X \le 12) \approx 0{,}7965\). 2. Berechnung der Intervallwahrscheinlichkeit: \(P(5 \le X \le 15) = P(X \le 15) - P(X \le 4) \approx 0{,}9556 - 0{,}0264 = 0{,}9292\). 3. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = n \cdot p = 200 \cdot 0{,}05 = 10\). Die Abweichung um höchstens 2 bedeutet \(10 - 2 \le X \le 10 + 2\), also \(P(8 \le X \le 12)\). Berechnung: \(P(8 \le X \le 12) = P(X \le 12) - P(X \le 7) \approx 0{,}7965 - 0{,}2133 = 0{,}5832\).

Antwort

1. \(P(X \le 12) \approx 79{,}65\,\%\) 2. \(P(5 \le X \le 15) \approx 92{,}92\,\%\) 3. \(P(8 \le X \le 12) \approx 58{,}32\,\%\)

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.