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Winkel mit Skalarprodukt

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42786112
Gegeben sind zwei Vektoren \(\vec{u}\) und \(\vec{v}\) des \(\mathbb{R}^3\), die beide nicht der Nullvektor sind. Bestimme den Winkel \(\alpha\) zwischen den Vektoren, für den die Gleichung \(\vec{u}\cdot\vec{v}=-|\vec{u}|\,|\vec{v}|\) erfüllt ist. Beschreibe die Lage der Vektoren zueinander in diesem Fall.

Denkanstöße

- Welche Formel verknüpft das Skalarprodukt mit den Längen der Vektoren und ihrem eingeschlossenen Winkel? - Vergleiche die gegebene Gleichung mit dieser Formel und bestimme den Kosinuswert. - Was bedeutet ein Winkel von \(180^\circ\) für die Richtungen zweier Vektoren?

Lösung

1. Für den eingeschlossenen Winkel gilt \(\vec{u}\cdot\vec{v}=|\vec{u}|\,|\vec{v}|\cos(\alpha)\). 2. Mit der gegebenen Bedingung folgt \(|\vec{u}|\,|\vec{v}|\cos(\alpha)=-|\vec{u}|\,|\vec{v}|\). 3. Da beide Vektoren von \(\vec{0}\) verschieden sind, kann durch \(|\vec{u}|\,|\vec{v}|\) dividiert werden. Somit gilt \(\cos(\alpha)=-1\). 4. Daher ist \(\alpha=180^\circ\). Die Vektoren sind kollinear und entgegengesetzt gerichtet.

Antwort

\(\alpha=180^\circ\). Die Vektoren sind kollinear und entgegengesetzt gerichtet.
55204612
Für zwei von \(\vec{0}\) verschiedene Vektoren \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\) gilt \(|\vec{a}|=2\), \(|\vec{b}|=3\) und \(\vec{a}\cdot\vec{b}=3\). Bestimme den eingeschlossenen Winkel \(\alpha\) mithilfe des Skalarprodukts und entscheide, ob er spitz, recht oder stumpf ist.

Denkanstöße

- Setze Skalarprodukt und beide Vektorlängen in die Winkelformel ein. - Vereinfache zunächst den Kosinuswert. - Bestimme anschließend den zugehörigen Winkel und vergleiche ihn mit \(90^\circ\).

Lösung

1. Für den Winkel gilt \(\cos(\alpha)=\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}||\vec{b}|}\). 2. Einsetzen ergibt \(\cos(\alpha)=\frac{3}{2\cdot3}=\frac{1}{2}\). 3. Daher ist \(\alpha=60^\circ\). Der Winkel ist spitz.

Antwort

\(\alpha=60^\circ\); der Winkel ist spitz.
55356812
Die folgenden Vektoren seien jeweils von \(\vec{0}\) verschieden. Ohne einen Winkel auszurechnen, ordne jedem Skalarprodukt die passende Winkelart zu: spitz, recht oder stumpf. a) \(\vec{a}\cdot\vec{b}=-4\) b) \(\vec{c}\cdot\vec{d}=0\) c) \(\vec{u}\cdot\vec{v}=7\)

Denkanstöße

- Betrachte in der Winkelbeziehung nur das Vorzeichen des Skalarprodukts. - Die Vektorlängen können das Vorzeichen nicht verändern, weil sie positiv sind. - Welche Vorzeichen hat der Kosinus bei spitzen, rechten und stumpfen Winkeln?

Lösung

1. Für von null verschiedene Vektoren hat \(\vec{a}\cdot\vec{b}\) dasselbe Vorzeichen wie \(\cos(\varphi)\), weil beide Vektorlängen positiv sind. 2. Ein negatives Skalarprodukt gehört zu einem stumpfen Winkel. 3. Ein Skalarprodukt von null gehört zu einem rechten Winkel. 4. Ein positives Skalarprodukt gehört zu einem spitzen Winkel.

Antwort

a) stumpf b) recht c) spitz
42773212
Die Punkte \(P(2\mid3\mid0)\), \(Q(6\mid3\mid0)\) und \(R(2\mid3\mid3)\) bilden ein Dreieck. Bestimme die Größe des Innenwinkels \(\beta\) am Eckpunkt \(Q\) mithilfe des Skalarprodukts. Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche beiden Verbindungsvektoren beginnen am Eckpunkt \(Q\)? - Welche Formel verbindet das Skalarprodukt mit den Beträgen zweier Vektoren und ihrem eingeschlossenen Winkel? - Berechne zuerst Skalarprodukt und Beträge; wende den Arkuskosinus erst im letzten Schritt an.

Lösung

1. Für den Winkel bei \(Q\) werden die Vektoren \(\vec{QP}=\begin{pmatrix}-4\\0\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{QR}=\begin{pmatrix}-4\\0\\3\end{pmatrix}\) verwendet. 2. Es gilt \(\vec{QP}\cdot\vec{QR}=16\), \(|\vec{QP}|=4\) und \(|\vec{QR}|=5\). 3. Damit ist \(\cos(\beta)=\frac{16}{4\cdot5}=0{,}8\). 4. Folglich ist \(\beta=\arccos(0{,}8)\approx36{,}87^\circ\).

Antwort

\(\beta\approx36{,}87^\circ\)
42778512
Gegeben sind die Punkte \(A(2\mid-1\mid3)\), \(B(5\mid1\mid3)\) und \(C(5\mid5\mid0)\). Berechne die Größe des Innenwinkels \(\beta\) im Dreieck \(ABC\) am Eckpunkt \(B\). Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche beiden Vektoren beginnen am Scheitelpunkt \(B\)? - Bestimme ihr Skalarprodukt und ihre Längen zunächst exakt. - Wie lässt sich daraus der Kosinus des gesuchten Winkels bestimmen?

Lösung

1. Die den Winkel bei \(B\) bildenden Vektoren sind \(\vec{BA}=\begin{pmatrix}-3\\-2\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{BC}=\begin{pmatrix}0\\4\\-3\end{pmatrix}\). 2. Ihr Skalarprodukt ist \(\vec{BA}\cdot\vec{BC}=-8\). 3. Die Längen sind \(|\vec{BA}|=\sqrt{13}\) und \(|\vec{BC}|=5\). 4. Somit gilt \(\cos(\beta)=\frac{-8}{5\sqrt{13}}\). 5. Daher ist \(\beta=\arccos\left(\frac{-8}{5\sqrt{13}}\right)\approx116{,}34^\circ\).

Antwort

\(\beta\approx116{,}34^\circ\)
43047112
In einem kartesischen Koordinatensystem ist ein Dreieck durch die Eckpunkte \(A(2\mid1\mid0)\), \(B(5\mid5\mid0)\) und \(C(2\mid5\mid4)\) gegeben. Berechne die Größe des Innenwinkels \(\beta\) am Eckpunkt \(B\) mithilfe des Skalarprodukts. Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche beiden Verbindungsvektoren beginnen am Eckpunkt \(B\)? - Bestimme ihr Skalarprodukt und ihre Beträge. - Setze diese Größen in die Winkelformel ein und runde erst den fertigen Winkel.

Lösung

1. Die beiden Vektoren am Eckpunkt \(B\) sind \(\vec{BA}=\begin{pmatrix}-3\\-4\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{BC}=\begin{pmatrix}-3\\0\\4\end{pmatrix}\). 2. Es gilt \(\vec{BA}\cdot\vec{BC}=9\) sowie \(|\vec{BA}|=|\vec{BC}|=5\). 3. Damit ist \(\cos(\beta)=\frac{9}{25}=0{,}36\). 4. Folglich ist \(\beta=\arccos(0{,}36)\approx68{,}90^\circ\).

Antwort

\(\beta\approx68{,}90^\circ\)
43048212
Ein Viereck im Raum ist durch die Eckpunkte \(A(1\mid1\mid2)\), \(B(3\mid3\mid2)\), \(C(1\mid5\mid4)\) und \(D(-1\mid3\mid4)\) gegeben. Berechne mithilfe des Skalarprodukts den spitzen Schnittwinkel \(\phi\) der beiden Diagonalen \(AC\) und \(BD\). Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst je einen Richtungsvektor der beiden Diagonalen. - Beim spitzen Schnittwinkel zweier Geraden darf die Orientierung der Richtungsvektoren das Ergebnis nicht verändern. - Setze Skalarprodukt und Beträge in die Winkelbeziehung ein und wähle den spitzen Winkel.

Lösung

1. Die Diagonalvektoren sind \(\vec{AC}=\begin{pmatrix}0\\4\\2\end{pmatrix}\) und \(\vec{BD}=\begin{pmatrix}-4\\0\\2\end{pmatrix}\). 2. Es gilt \(\vec{AC}\cdot\vec{BD}=4\) und \(|\vec{AC}|=|\vec{BD}|=\sqrt{20}\). 3. Für den spitzen Schnittwinkel wird der Betrag des Skalarprodukts verwendet: \(\cos(\phi)=\frac{4}{20}=0{,}2\). 4. Somit ist \(\phi=\arccos(0{,}2)\approx78{,}46^\circ\).

Antwort

\(\phi\approx78{,}46^\circ\)
55356912
Aarav Sharma betrachtet \(\vec{a}=\vec{0}\) und \(\vec{b}=\begin{pmatrix}1\\2\\3\end{pmatrix}\). Weil \(\vec{a}\cdot\vec{b}=0\) gilt, schließt er: „Der Winkel zwischen \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\) beträgt \(90^\circ\).“ Erkläre, warum dieser Schluss nicht zulässig ist. Gehe dabei auch auf die Formel für den Winkel zwischen zwei Vektoren ein.

Denkanstöße

- Setze die beiden Vektorlängen gedanklich in den Nenner der Winkelbeziehung ein. - Unter welcher Bedingung ist ein Bruch nicht definiert? - Überlege außerdem, welche geometrische Eigenschaft ein Vektor besitzen muss, damit man seine Richtung mit einer anderen vergleichen kann.

Lösung

1. Zwar gilt \(\vec{0}\cdot\vec{b}=0\), aber daraus darf hier kein rechter Winkel gefolgert werden. 2. In der Winkelbeziehung \(\cos(\varphi)=\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}\) wäre der Nenner null, weil \(|\vec{a}|=0\). 3. Die Formel ist deshalb für dieses Vektorpaar nicht definiert. 4. Außerdem besitzt der Nullvektor keine Richtung. Ein Winkel zwischen dem Nullvektor und einem anderen Vektor ist daher nicht definiert.

Antwort

Der Schluss ist falsch. Wegen \(|\vec{a}|=0\) ist die Winkelbeziehung nicht definiert, und der Nullvektor besitzt keine Richtung. Daher ist kein Winkel zwischen \(\vec{0}\) und \(\vec{b}\) definiert.
55711912
Gegeben sind die Vektoren \(\vec{a}=\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{b}=\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\). a) Berechne \(\vec{a}\cdot\vec{b}\) sowie \(|\vec{a}|\) und \(|\vec{b}|\). b) Bestimme daraus mit der Skalarprodukt-Winkelformel den Winkel zwischen \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\).

Denkanstöße

- Berechne Skalarprodukt und beide Längen zunächst getrennt. - Welche Formel verbindet genau diese drei Größen mit dem eingeschlossenen Winkel? - Prüfe, ob sich für den Kosinus ein bekannter exakter Wert ergibt.

Lösung

1. Das Skalarprodukt ist \(\vec{a}\cdot\vec{b}=1\). 2. Für beide Vektoren gilt \(|\vec{a}|=|\vec{b}|=\sqrt{2}\). 3. Damit ist \(\cos(\alpha)=\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}=\frac{1}{\sqrt{2}\sqrt{2}}=\frac{1}{2}\). 4. Also ist \(\alpha=60^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{a}\cdot\vec{b}=1\), \(|\vec{a}|=|\vec{b}|=\sqrt{2}\) b) \(\alpha=60^\circ\)
55712012
Im Koordinatensystem sind die Vektoren \(\vec{a}=\vec{OA}\) und \(\vec{b}=\vec{OB}\) eingezeichnet. a) Lies ihre Komponenten aus dem Bild ab. Berechne anschließend \(\vec{a}\cdot\vec{b}\), \(|\vec{a}|\), \(|\vec{b}|\) und den exakten Quotienten \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}\). b) Bestimme daraus den Winkel zwischen \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\).
Abbildung zur Aufgabe 557120

Denkanstöße

- Lies zuerst die waagerechten und senkrechten Komponenten beider Vektoren ab. - Berechne Skalarprodukt und Längen aus diesen Bilddaten, statt den gezeichneten Winkel zu schätzen. - Setze die Ergebnisse erst danach in die Skalarprodukt-Winkelformel ein.

Lösung

1. Aus dem Bild liest man \(\vec{a}=\begin{pmatrix}3\\1\end{pmatrix}\) und \(\vec{b}=\begin{pmatrix}1\\2\end{pmatrix}\). 2. Es gilt \(\vec{a}\cdot\vec{b}=5\), \(|\vec{a}|=\sqrt{10}\) und \(|\vec{b}|=\sqrt{5}\). 3. Daher ist \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}=\frac{5}{\sqrt{10}\sqrt{5}}=\frac{1}{\sqrt{2}}\). 4. Somit beträgt der Winkel \(\alpha=45^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{a}=\begin{pmatrix}3\\1\end{pmatrix}\), \(\vec{b}=\begin{pmatrix}1\\2\end{pmatrix}\), \(\vec{a}\cdot\vec{b}=5\), \(|\vec{a}|=\sqrt{10}\), \(|\vec{b}|=\sqrt{5}\), \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}=\frac{1}{\sqrt{2}}\) b) \(\alpha=45^\circ\)
42681212
Ein Dreieck im Raum ist durch \(A(1\mid2\mid1)\), \(B(4\mid2\mid5)\) und \(C(1\mid6\mid1)\) gegeben. a) Zeige mit einem Skalarprodukt, dass das Dreieck bei \(A\) rechtwinklig ist. b) Berechne für den Winkel \(\beta\) bei \(B\) zunächst den Quotienten \(\frac{\vec{BA}\cdot\vec{BC}}{|\vec{BA}|\,|\vec{BC}|}\) exakt. Bestimme daraus \(\beta\) und runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Verwende für jeden Winkel zwei Vektoren mit demselben Anfangspunkt. - Teil b) verlangt den Quotienten aus der Skalarprodukt-Winkelformel als eigenes Ergebnis. - Erst aus diesem exakten Kosinuswert wird der Winkel bestimmt.

Lösung

1. Es gilt \(\vec{AB}=\begin{pmatrix}3\\0\\4\end{pmatrix}\) und \(\vec{AC}=\begin{pmatrix}0\\4\\0\end{pmatrix}\). Daher ist \(\vec{AB}\cdot\vec{AC}=0\), also ist der Winkel bei \(A\) recht. 2. Für den Winkel bei \(B\) gilt \(\vec{BA}=\begin{pmatrix}-3\\0\\-4\end{pmatrix}\) und \(\vec{BC}=\begin{pmatrix}-3\\4\\-4\end{pmatrix}\). 3. Es ist \(\vec{BA}\cdot\vec{BC}=25\), \(|\vec{BA}|=5\) und \(|\vec{BC}|=\sqrt{41}\). 4. Der ausdrücklich verlangte Quotient ist daher \(\frac{25}{5\sqrt{41}}=\frac{5}{\sqrt{41}}\). 5. Somit gilt \(\beta=\arccos\left(\frac{5}{\sqrt{41}}\right)\approx38{,}66^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{AB}\cdot\vec{AC}=0\), also rechter Winkel bei \(A\). b) \(\frac{\vec{BA}\cdot\vec{BC}}{|\vec{BA}|\,|\vec{BC}|}=\frac{5}{\sqrt{41}}\), daher \(\beta\approx38{,}66^\circ\).
42775712
Zwei von \(\vec{0}\) verschiedene Vektoren \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\) haben dieselbe Länge \(L\). Außerdem gilt \(|\vec{a}-\vec{b}|=\sqrt{3}\,L\). a) Berechne \((\vec{a}-\vec{b})\cdot(\vec{a}-\vec{b})\) zunächst durch Ausmultiplizieren und bestimme daraus \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{L^2}\). b) Bestimme mit der Skalarprodukt-Winkelformel den eingeschlossenen Winkel \(\alpha\).

Denkanstöße

- Multipliziere in a) das verlangte Skalarprodukt distributiv aus. - Beide Selbstskalarprodukte lassen sich durch \(L^2\) ersetzen. - Welcher Quotient aus a) ist zugleich der Kosinus des gesuchten Winkels?

Lösung

1. Wegen \(|\vec{a}|=|\vec{b}|=L\) gilt \((\vec{a}-\vec{b})\cdot(\vec{a}-\vec{b})=L^2-2\vec{a}\cdot\vec{b}+L^2\). 2. Andererseits ist dieser Wert wegen \(|\vec{a}-\vec{b}|=\sqrt{3}\,L\) gleich \(3L^2\). 3. Damit folgt \(3L^2=2L^2-2\vec{a}\cdot\vec{b}\), also \(\vec{a}\cdot\vec{b}=-\frac{1}{2}L^2\) und \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{L^2}=-\frac{1}{2}\). 4. In der Winkelformel ist \(\cos(\alpha)=\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{|\vec{a}|\,|\vec{b}|}=-\frac{1}{2}\). 5. Daher ist \(\alpha=120^\circ\).

Antwort

a) \(\frac{\vec{a}\cdot\vec{b}}{L^2}=-\frac{1}{2}\) b) \(\alpha=120^\circ\)
42775812
Der von \(\vec{0}\) verschiedene Vektor \(\vec{v}\) ist doppelt so lang wie der von \(\vec{0}\) verschiedene Vektor \(\vec{u}\). Außerdem gilt \(|\vec{u}+\vec{v}|=\sqrt{7}\,|\vec{u}|\). a) Setze \(|\vec{u}|=L\) und berechne durch Ausmultiplizieren von \((\vec{u}+\vec{v})\cdot(\vec{u}+\vec{v})\) den Quotienten \(\frac{\vec{u}\cdot\vec{v}}{L^2}\). b) Bestimme daraus mit der Skalarprodukt-Winkelformel den Winkel zwischen \(\vec{u}\) und \(\vec{v}\).

Denkanstöße

- Schreibe alle Längen zunächst als Vielfache derselben positiven Größe \(L\). - In a) ist die distributive Entwicklung des Skalarprodukts ausdrücklich Teil der Aufgabe. - Achte in b) darauf, dass im Nenner das Produkt \(|\vec{u}|\,|\vec{v}|\) steht.

Lösung

1. Es gilt \(|\vec{u}|=L\), \(|\vec{v}|=2L\) und \(|\vec{u}+\vec{v}|^2=7L^2\). 2. Durch Ausmultiplizieren erhält man \((\vec{u}+\vec{v})\cdot(\vec{u}+\vec{v})=L^2+2\vec{u}\cdot\vec{v}+4L^2\). 3. Damit gilt \(7L^2=5L^2+2\vec{u}\cdot\vec{v}\), also \(\vec{u}\cdot\vec{v}=L^2\) und \(\frac{\vec{u}\cdot\vec{v}}{L^2}=1\). 4. Für den Winkel \(\alpha\) folgt \(\cos(\alpha)=\frac{\vec{u}\cdot\vec{v}}{|\vec{u}|\,|\vec{v}|}=\frac{L^2}{2L^2}=\frac{1}{2}\). 5. Daher ist \(\alpha=60^\circ\).

Antwort

a) \(\frac{\vec{u}\cdot\vec{v}}{L^2}=1\) b) \(\alpha=60^\circ\)
42778612
Ein Quader besitzt die Kantenlängen \(a=4\), \(b=3\) und \(c=12\). Eine Ecke liegt im Ursprung, die Kanten verlaufen entlang der Koordinatenachsen. Die Raumdiagonale ist \(\vec{d}=\begin{pmatrix}4\\3\\12\end{pmatrix}\), die vom Ursprung ausgehende Flächendiagonale in der \(x_1x_2\)-Ebene ist \(\vec{f}=\begin{pmatrix}4\\3\\0\end{pmatrix}\). a) Berechne \(\vec{d}\cdot\vec{f}\), \(|\vec{d}|\) und \(|\vec{f}|\). b) Gib den Quotienten \(\frac{\vec{d}\cdot\vec{f}}{|\vec{d}|\,|\vec{f}|}\) exakt an und bestimme daraus den Winkel \(\alpha\) zwischen den Diagonalen. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Berechne in a) genau die drei Größen, die in der Winkelformel vorkommen. - Der in b) verlangte Quotient ist der Kosinus des eingeschlossenen Winkels. - Runde erst den Winkel, nicht die Zwischenwerte.

Lösung

1. Es ist \(\vec{d}\cdot\vec{f}=4\cdot4+3\cdot3+12\cdot0=25\). 2. Weiter gilt \(|\vec{d}|=\sqrt{16+9+144}=13\) und \(|\vec{f}|=\sqrt{16+9}=5\). 3. Der verlangte Quotient ist \(\frac{25}{13\cdot5}=\frac{5}{13}\). 4. Daher ist \(\alpha=\arccos\left(\frac{5}{13}\right)\approx67{,}38^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{d}\cdot\vec{f}=25\), \(|\vec{d}|=13\), \(|\vec{f}|=5\) b) \(\frac{\vec{d}\cdot\vec{f}}{|\vec{d}|\,|\vec{f}|}=\frac{5}{13}\), daher \(\alpha\approx67{,}38^\circ\)
42779712
Gegeben sind die Punkte \(A(2\mid1\mid-4)\), \(B(5\mid5\mid-4)\) und \(C(-2\mid4\mid-4)\). a) Bestimme jeden der drei Innenwinkel mit der Skalarprodukt-Winkelformel. Gib dazu für jeden Eckpunkt zunächst den exakten Kosinuswert aus den beiden dort beginnenden Seitenvektoren an. b) Klassifiziere das Dreieck anhand der so bestimmten Winkel und eines exakten Seitenlängenvergleichs.

Denkanstöße

- Wähle an jedem Eckpunkt zwei Seitenvektoren, die genau dort beginnen. - Die drei exakten Kosinuswerte sind ausdrücklich Teil der Antwort; bestimme sie jeweils aus Skalarprodukt und Vektorlängen. - Für die Gleichschenkligkeit genügt anschließend ein exakter Vergleich zweier Seitenlängen.

Lösung

1. Am Punkt \(A\) gilt \(\vec{AB}=\begin{pmatrix}3\\4\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{AC}=\begin{pmatrix}-4\\3\\0\end{pmatrix}\). Damit ist \(\cos(\alpha)=\frac{0}{5\cdot5}=0\), also \(\alpha=90^\circ\). 2. Am Punkt \(B\) gilt \(\vec{BA}=\begin{pmatrix}-3\\-4\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{BC}=\begin{pmatrix}-7\\-1\\0\end{pmatrix}\). Daher ist \(\cos(\beta)=\frac{25}{5\sqrt{50}}=\frac{1}{\sqrt{2}}\), also \(\beta=45^\circ\). 3. Am Punkt \(C\) gilt \(\vec{CA}=\begin{pmatrix}4\\-3\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{CB}=\begin{pmatrix}7\\1\\0\end{pmatrix}\). Somit ist \(\cos(\gamma)=\frac{25}{5\sqrt{50}}=\frac{1}{\sqrt{2}}\), also \(\gamma=45^\circ\). 4. Außerdem gilt \(|\vec{AB}|=|\vec{AC}|=5\). Das Dreieck ist daher gleichschenklig und wegen \(\alpha=90^\circ\) rechtwinklig.

Antwort

a) \(\cos(\alpha)=0\Rightarrow\alpha=90^\circ\); \(\cos(\beta)=\frac{1}{\sqrt{2}}\Rightarrow\beta=45^\circ\); \(\cos(\gamma)=\frac{1}{\sqrt{2}}\Rightarrow\gamma=45^\circ\) b) Das Dreieck ist gleichschenklig-rechtwinklig.
42779812
Ein Dreieck im Raum ist durch \(K(0\mid0\mid0)\), \(L(4\mid0\mid0)\) und \(M(2\mid1\mid1)\) gegeben. a) Berechne \(\vec{MK}\cdot\vec{ML}\) und den exakten Quotienten \(\frac{\vec{MK}\cdot\vec{ML}}{|\vec{MK}|\,|\vec{ML}|}\). b) Bestimme daraus die Größe des Innenwinkels bei \(M\) auf eine Dezimalstelle gerundet. c) Bestimme die Seitenlängen exakt und klassifiziere das Dreieck.

Denkanstöße

- In a) ist der Skalarproduktquotient selbst ein verlangtes Ergebnis; beginne daher mit den beiden von \(M\) ausgehenden Vektoren. - Das Vorzeichen des Quotienten gibt bereits einen Hinweis auf die Winkelart. - Vergleiche für c) die exakten Seitenlängen erst nach der Winkelberechnung.

Lösung

1. Es gilt \(\vec{MK}=\begin{pmatrix}-2\\-1\\-1\end{pmatrix}\) und \(\vec{ML}=\begin{pmatrix}2\\-1\\-1\end{pmatrix}\). 2. Das Skalarprodukt beträgt \(\vec{MK}\cdot\vec{ML}=-4+1+1=-2\). Beide Vektoren haben die Länge \(\sqrt{6}\). 3. Daher ist der verlangte Quotient \(-\frac{2}{6}=-\frac{1}{3}\), also \(\angle KML=\arccos\left(-\frac{1}{3}\right)\approx109{,}5^\circ\). 4. Die Seitenlängen sind \(KL=4\) sowie \(KM=LM=\sqrt{6}\). Das Dreieck ist somit gleichschenklig und wegen des Winkels bei \(M\) stumpfwinklig.

Antwort

a) \(\vec{MK}\cdot\vec{ML}=-2\) und \(\frac{\vec{MK}\cdot\vec{ML}}{|\vec{MK}|\,|\vec{ML}|}=-\frac{1}{3}\) b) \(\angle KML\approx109{,}5^\circ\) c) \(KL=4\), \(KM=LM=\sqrt{6}\); gleichschenklig und stumpfwinklig
42780313
In einem kartesischen Koordinatensystem ist ein Quader \(ABCDEFGH\) gegeben. Die Grundfläche \(ABCD\) liegt in der \(x_1x_2\)-Ebene mit \(A(12\mid0\mid0)\), \(B(12\mid5\mid0)\), \(C(0\mid5\mid0)\) und \(D(0\mid0\mid0)\). Die Höhe des Quaders beträgt \(16\) Längeneinheiten. a) Bestimme \(\vec{AG}\) und berechne die Länge der Raumdiagonalen exakt. b) Berechne die Schnittwinkel der Geraden \(AG\) mit den drei Koordinatenebenen, die im Ursprung zusammentreffen. Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den oberen Eckpunkt \(G\) aus der Quadergeometrie. - Für den Schnittwinkel einer Geraden mit einer Ebene kannst du den Richtungsvektor der Geraden mit einem Normalenvektor der Ebene vergleichen. - Welche besonders einfachen Normalenvektoren besitzen die drei Koordinatenebenen? - Prüfe, ob deine berechneten Winkel jeweils zwischen \(0^\circ\) und \(90^\circ\) liegen.

Lösung

1. Da \(G\) über \(C\) liegt, ist \(G(0\mid5\mid16)\). Somit gilt \(\vec{AG}=\begin{pmatrix}-12\\5\\16\end{pmatrix}\). 2. Die Länge ist \(|\vec{AG}|=\sqrt{144+25+256}=\sqrt{425}=5\sqrt{17}\) Längeneinheiten. 3. Für die \(x_1x_2\)-Ebene kann \(\vec{n}_1=\begin{pmatrix}0\\0\\1\end{pmatrix}\) als Normalenvektor verwendet werden. Für den Schnittwinkel \(\alpha_1\) gilt \(\sin(\alpha_1)=\frac{|\vec{AG}\cdot\vec{n}_1|}{|\vec{AG}|\,|\vec{n}_1|}=\frac{16}{\sqrt{425}}\). Daher ist \(\alpha_1\approx50{,}91^\circ\). 4. Für die \(x_2x_3\)-Ebene mit \(\vec{n}_2=\begin{pmatrix}1\\0\\0\end{pmatrix}\) folgt \(\sin(\alpha_2)=\frac{12}{\sqrt{425}}\), also \(\alpha_2\approx35{,}60^\circ\). 5. Für die \(x_1x_3\)-Ebene mit \(\vec{n}_3=\begin{pmatrix}0\\1\\0\end{pmatrix}\) folgt \(\sin(\alpha_3)=\frac{5}{\sqrt{425}}\), also \(\alpha_3\approx14{,}04^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{AG}=\begin{pmatrix}-12\\5\\16\end{pmatrix}\), \(|\vec{AG}|=5\sqrt{17}\) Längeneinheiten b) \(x_1x_2\)-Ebene: \(\alpha_1\approx50{,}91^\circ\); \(x_2x_3\)-Ebene: \(\alpha_2\approx35{,}60^\circ\); \(x_1x_3\)-Ebene: \(\alpha_3\approx14{,}04^\circ\)
42780413
Eine gerade Pyramide mit quadratischer Grundfläche \(ABCD\) hat die Eckpunkte \(A(4\mid-4\mid0)\), \(B(4\mid4\mid0)\), \(C(-4\mid4\mid0)\) und \(D(-4\mid-4\mid0)\). Die Spitze ist \(S(0\mid0\mid12)\). a) Berechne die Länge der Seitenkante \(AS\) exakt. b) Bestimme den Schnittwinkel der Geraden \(AS\) mit der Grundfläche. Runde auf zwei Dezimalstellen. c) Berechne den Winkel zwischen den benachbarten Seitenkanten \(AS\) und \(BS\). Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst den Vektor einer Seitenkante. - Für den Schnittwinkel mit der Grundfläche ist deren Normalenrichtung hilfreich. - In Teil c) werden zwei Geradenrichtungen miteinander verglichen, nicht eine Gerade mit einer Ebene. - Halte die beiden Winkelbeziehungen in den Teilen b) und c) auseinander.

Lösung

1. Es gilt \(\vec{AS}=\begin{pmatrix}-4\\4\\12\end{pmatrix}\). Daher ist \(|\vec{AS}|=\sqrt{176}=4\sqrt{11}\) Längeneinheiten. 2. Die Grundfläche liegt in der \(x_1x_2\)-Ebene; ein Normalenvektor ist \(\vec{n}=\begin{pmatrix}0\\0\\1\end{pmatrix}\). 3. Für den Schnittwinkel \(\beta\) gilt \(\sin(\beta)=\frac{|\vec{AS}\cdot\vec{n}|}{|\vec{AS}|\,|\vec{n}|}=\frac{12}{\sqrt{176}}\). Somit ist \(\beta\approx64{,}76^\circ\). 4. Weiter ist \(\vec{BS}=\begin{pmatrix}-4\\-4\\12\end{pmatrix}\) und \(|\vec{BS}|=\sqrt{176}\). 5. Für den Winkel \(\gamma\) zwischen den Seitenkanten gilt \(\cos(\gamma)=\frac{\vec{AS}\cdot\vec{BS}}{|\vec{AS}|\,|\vec{BS}|}=\frac{144}{176}=\frac{9}{11}\). 6. Daher ist \(\gamma=\arccos\left(\frac{9}{11}\right)\approx35{,}10^\circ\).

Antwort

a) \(|\vec{AS}|=4\sqrt{11}\) Längeneinheiten b) \(\beta\approx64{,}76^\circ\) c) \(\gamma\approx35{,}10^\circ\)
42781312
Ein Schwimmer möchte einen \(100\,\text{m}\) breiten Fluss überqueren. Die Strömungsgeschwindigkeit ist \(\vec{v}_w=\begin{pmatrix}0{,}6\\0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\), wobei die \(x_1\)-Achse parallel zum Ufer verläuft. Der Schwimmer erreicht relativ zum Wasser eine Eigengeschwindigkeit von \(1{,}0\,\text{m/s}\). a) Er hält stets senkrecht zum Ufer, also mit \(\vec{v}_s=\begin{pmatrix}0\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\). Bestimme die resultierende Geschwindigkeit \(\vec{v}_r\) über Grund und ihren Betrag. Runde den Betrag auf zwei Dezimalstellen. b) Berechne die Überquerungszeit und die Strecke, um die er dabei durch die Strömung abgetrieben wird. c) Bestimme die Eigengeschwindigkeit \(\vec{v}_h\), die er wählen muss, um den Fluss trotz Strömung auf direktem Weg senkrecht zum Ufer zu überqueren.

Denkanstöße

- Wie werden Eigengeschwindigkeit und Strömungsgeschwindigkeit zur Geschwindigkeit über Grund kombiniert? - Welche Vektorkomponente entscheidet darüber, wie schnell das gegenüberliegende Ufer erreicht wird? - Welche Komponente der resultierenden Geschwindigkeit muss für eine Überquerung ohne Abtrieb null sein? - Welche Bedingung muss die Länge der gesuchten Eigengeschwindigkeit weiterhin erfüllen?

Lösung

1. Die Geschwindigkeiten addieren sich zu \(\vec{v}_r=\vec{v}_s+\vec{v}_w=\begin{pmatrix}0{,}6\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\). Der Betrag ist \(|\vec{v}_r|=\sqrt{1{,}36}\,\text{m/s}\approx1{,}17\,\text{m/s}\). 2. Für die Überquerung ist die zweite Komponente maßgeblich. Daher gilt \(t=\frac{100\,\text{m}}{1{,}0\,\text{m/s}}=100\,\text{s}\). In dieser Zeit beträgt der Abtrieb \(0{,}6\,\text{m/s}\cdot100\,\text{s}=60\,\text{m}\). 3. Für eine resultierende Bewegung senkrecht zum Ufer muss die erste Komponente verschwinden. Deshalb muss die erste Komponente von \(\vec{v}_h\) gleich \(-0{,}6\,\text{m/s}\) sein. 4. Aus \(|\vec{v}_h|=1{,}0\,\text{m/s}\) folgt für die positive zweite Komponente \((-0{,}6)^2+v_{h,2}^2=1\), also \(v_{h,2}=0{,}8\). Damit ist \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-0{,}6\\0{,}8\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\).

Antwort

a) \(\vec{v}_r=\begin{pmatrix}0{,}6\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\), \(|\vec{v}_r|\approx1{,}17\,\text{m/s}\) b) \(t=100\,\text{s}\), Abtrieb \(60\,\text{m}\) c) \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-0{,}6\\0{,}8\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\)
42786212
Gegeben ist der Vektor \(\vec{a} = \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 2 \end{pmatrix}\). Bestimme alle Vektoren \(\vec{x}\), die die Länge \(9\) besitzen und für die die Gleichung \(|\vec{a} \cdot \vec{x}| = |\vec{a}| \cdot |\vec{x}|\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Wann ist der Betrag des Skalarprodukts genau so groß wie das Produkt der Beträge der Einzelvektoren? Überlege dir dies mithilfe der Winkelformel. - Wenn zwei Vektoren in die gleiche oder genau die entgegengesetzte Richtung zeigen, wie hängen ihre Koordinaten dann zusammen? - Wie berechnet man die Länge eines Vektors, der durch Multiplikation mit einer Zahl entstanden ist? - Beachte, dass es zwei Richtungen gibt, die die Bedingung erfüllen könnten.

Lösung

1. Die Gleichung \(|\vec{a} \cdot \vec{x}| = |\vec{a}| \cdot |\vec{x}|\) bedeutet geometrisch, dass der Betrag des Kosinus des eingeschlossenen Winkels \(|\cos(\alpha)| = 1\) sein muss. 2. Daraus folgt, dass die Vektoren \(\vec{a}\) und \(\vec{x}\) kollinear sein müssen: \(\vec{x} = k \cdot \vec{a}\) für ein \(k \in \mathbb{R}\). 3. Berechnung der Länge von \(\vec{a}\): \(|\vec{a}| = \sqrt{2^2 + (-1)^2 + 2^2} = \sqrt{9} = 3\). 4. Aufstellen der Längenbedingung für \(\vec{x}\): \(|\vec{x}| = |k| \cdot |\vec{a}| = |k| \cdot 3 = 9\). 5. Berechnung des Skalierungsfaktors: \(|k| = 3\), woraus \(k_1 = 3\) und \(k_2 = -3\) folgen. 6. Berechnung der Vektoren: \(\vec{x}_1 = 3 \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 6 \\ -3 \\ 6 \end{pmatrix}\) und \(\vec{x}_2 = -3 \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} -6 \\ 3 \\ -6 \end{pmatrix}\).

Antwort

Die gesuchten Vektoren sind \(\vec{x}_1 = \begin{pmatrix} 6 \\ -3 \\ 6 \end{pmatrix}\) und \(\vec{x}_2 = \begin{pmatrix} -6 \\ 3 \\ -6 \end{pmatrix}\).
42787012
In einem Würfel mit der Kantenlänge \(a\) verbinden die Raumdiagonalen jeweils gegenüberliegende Eckpunkte. Zeige unter Verwendung eines geeigneten Koordinatensystems und des Skalarprodukts, dass für den Kosinus des Schnittwinkels \(\alpha\) zwischen zwei Raumdiagonalen des Würfels stets \(\cos(\alpha) = \frac{1}{3}\) gilt.

Denkanstöße

- Beginne damit, die Eckpunkte des Würfels in ein Koordinatensystem mit der Kantenlänge \(a\) einzutragen. - Welche Vektoren repräsentieren die Raumdiagonalen in diesem System? - Welche Formel hilft dir dabei, den Winkel zwischen zwei Vektoren zu bestimmen? - Beachte, dass beim Schnittwinkel zwischen Geraden (den Diagonalen) der Kosinuswert positiv sein muss.

Lösung

1. Ein Koordinatensystem wird so gewählt, dass ein Eckpunkt im Ursprung liegt und die Kanten entlang der Achsen verlaufen. Zwei Raumdiagonalen können dann durch die Vektoren \(\vec{d}_1 = \begin{pmatrix} a \\ a \\ a \end{pmatrix}\) und \(\vec{d}_2 = \begin{pmatrix} -a \\ a \\ a \end{pmatrix}\) beschrieben werden. 2. Das Skalarprodukt dieser Vektoren wird berechnet: \(\vec{d}_1 \cdot \vec{d}_2 = a \cdot (-a) + a \cdot a + a \cdot a = -a^2 + a^2 + a^2 = a^2\). 3. Die Beträge der Diagonalvektoren betragen jeweils \(|\vec{d}_1| = \sqrt{a^2 + a^2 + a^2} = \sqrt{3a^2} = a\sqrt{3}\) und analog \(|\vec{d}_2| = a\sqrt{3}\). 4. Der Kosinus des Winkels \(\alpha\) ergibt sich aus der Formel \(\cos(\alpha) = \frac{|\vec{d}_1 \cdot \vec{d}_2|}{|\vec{d}_1| \cdot |\vec{d}_2|}\). Einsetzen der Werte liefert \(\cos(\alpha) = \frac{a^2}{(a\sqrt{3}) \cdot (a\sqrt{3})} = \frac{a^2}{3a^2} = \frac{1}{3}\).

Antwort

\(\cos(\alpha) = \frac{1}{3}\)
43046812
Lukas Gruber berechnet den Winkel \(\phi\) zwischen den Vektoren \(\vec{u}=\begin{pmatrix}3\\4\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{v}=\begin{pmatrix}0\\0\\5\end{pmatrix}\). Dabei unterlaufen ihm drei Fehler. Seine Notizen: 1. \(\vec{u}\cdot\vec{v}=3\cdot0+4\cdot0+0\cdot5=0+0+5=5\) 2. \(|\vec{u}|=\sqrt{3^2+4^2+0^2}=5\) 3. \(|\vec{v}|=\sqrt{0^2+0^2+5^2}=5\) 4. \(\cos(\phi)=\frac{5}{5+5}=0{,}5\) 5. \(\phi=30^\circ\) Benenne die drei Fehler und berechne den korrekten Winkel \(\phi\).

Denkanstöße

- Prüfe jede Zeile der Notizen unabhängig auf Rechen- und Formelfehler. - Unterscheide dabei zwischen der Berechnung des Skalarprodukts und der anschließenden Winkelbeziehung. - Berechne den Winkel anschließend noch einmal aus den ursprünglichen Vektoren.

Lösung

1. Der erste Fehler liegt im Skalarprodukt: \(0\cdot5=0\), nicht \(5\). Daher ist \(\vec{u}\cdot\vec{v}=0\). 2. Der zweite Fehler liegt im Nenner der Winkelbeziehung: Die beiden Vektorlängen müssen multipliziert und nicht addiert werden. 3. Der dritte Fehler betrifft die Zuordnung des Winkels: \(\cos(\phi)=0{,}5\) würde \(\phi=60^\circ\) und nicht \(30^\circ\) bedeuten. 4. Mit dem korrekten Skalarprodukt gilt \(\cos(\phi)=0\), also \(\phi=90^\circ\).

Antwort

Fehler 1: \(0\cdot5=0\); das Skalarprodukt ist \(0\). Fehler 2: Im Nenner müssen die Vektorlängen multipliziert werden. Fehler 3: \(\cos(\phi)=0{,}5\) gehört zu \(60^\circ\), nicht zu \(30^\circ\). Korrekter Winkel: \(\phi=90^\circ\)
43047312
Gegeben sind die Eckpunkte \(A(2\mid1\mid1)\), \(B(4\mid3\mid1)\) und \(C(4\mid1\mid3)\) eines Dreiecks. Bestimme die drei Innenwinkel \(\alpha\), \(\beta\) und \(\gamma\) jeweils mithilfe des Skalarprodukts. Nutze die Seitenlängen nicht zur Vorabklassifikation des Dreiecks.

Denkanstöße

- Verwende für jeden Innenwinkel zwei Seitenvektoren mit demselben Anfangspunkt. - Bestimme für jedes Vektorpaar Skalarprodukt und beide Beträge, bevor du den Kosinus berechnest. - Verlasse dich nicht auf eine Seitenklassifikation; die drei Winkel sollen aus der Skalarproduktbeziehung folgen.

Lösung

1. Für den Winkel bei \(A\) gilt \(\vec{AB}=\begin{pmatrix}2\\2\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{AC}=\begin{pmatrix}2\\0\\2\end{pmatrix}\). Es ist \(\vec{AB}\cdot\vec{AC}=4\) und \(|\vec{AB}|=|\vec{AC}|=2\sqrt{2}\). Daher ist \(\cos(\alpha)=\frac{4}{8}=\frac{1}{2}\), also \(\alpha=60^\circ\). 2. Für den Winkel bei \(B\) gilt \(\vec{BA}=\begin{pmatrix}-2\\-2\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{BC}=\begin{pmatrix}0\\-2\\2\end{pmatrix}\). Wieder ergeben Skalarprodukt und Beträge \(\cos(\beta)=\frac{1}{2}\), also \(\beta=60^\circ\). 3. Für den Winkel bei \(C\) gilt \(\vec{CA}=\begin{pmatrix}-2\\0\\-2\end{pmatrix}\) und \(\vec{CB}=\begin{pmatrix}0\\2\\-2\end{pmatrix}\). Damit ist ebenfalls \(\cos(\gamma)=\frac{1}{2}\), also \(\gamma=60^\circ\).

Antwort

\(\alpha=60^\circ\), \(\beta=60^\circ\), \(\gamma=60^\circ\)
55712112
Eine autonome Unterwasserdrohne soll möglichst genau in der Sollrichtung \(\vec{r}=\begin{pmatrix}2\\1\\2\end{pmatrix}\) weiterfahren. Die Steuersoftware schlägt zwei mögliche Richtungsvektoren vor: \(\vec{u}=\begin{pmatrix}3\\1\\1\end{pmatrix}\) und \(\vec{v}=\begin{pmatrix}2\\2\\1\end{pmatrix}\). a) Berechne für beide Vorschläge das Skalarprodukt mit \(\vec{r}\), die benötigten Vektorlängen und daraus die exakten Werte von \(\cos(\alpha)\) und \(\cos(\beta)\). Dabei ist \(\alpha\) der Winkel zwischen \(\vec{r}\) und \(\vec{u}\), \(\beta\) der Winkel zwischen \(\vec{r}\) und \(\vec{v}\). b) Entscheide ohne Berechnung der Winkel in Grad und ohne Dezimalnäherungen, welcher Vorschlag die kleinere Winkelabweichung von der Sollrichtung besitzt. Begründe den Vergleich exakt. c) Erkläre, warum ein bloßer Vergleich von \(\vec{r}\cdot\vec{u}\) und \(\vec{r}\cdot\vec{v}\) im Allgemeinen nicht genügt, um die kleinere Winkelabweichung zu bestimmen.

Denkanstöße

- Berechne für beide Vorschläge Skalarprodukt und Vektorlänge, bevor du vergleichst. - Für Teil b) brauchst du keine Arkuskosinuswerte. Wie verhält sich der Kosinus auf dem Intervall von \(0^\circ\) bis \(180^\circ\)? - Beide zu vergleichenden Kosinuswerte sind positiv. Wie kannst du zwei positive Wurzelausdrücke exakt vergleichen, ohne Dezimalzahlen zu verwenden? - Überlege für Teil c), welche Faktoren außer dem Winkel im Skalarprodukt zweier Vektoren vorkommen.

Lösung

1. Es gilt \(|\vec{r}|=3\), \(|\vec{u}|=\sqrt{11}\) und \(|\vec{v}|=3\). 2. Die Skalarprodukte sind \(\vec{r}\cdot\vec{u}=9\) und \(\vec{r}\cdot\vec{v}=8\). 3. Daher ist \(\cos(\alpha)=\frac{9}{3\sqrt{11}}=\frac{3}{\sqrt{11}}\) und \(\cos(\beta)=\frac{8}{9}\). 4. Beide Kosinuswerte sind positiv. Zum exakten Vergleich darf deshalb quadriert werden: \(\left(\frac{3}{\sqrt{11}}\right)^2=\frac{9}{11}\) und \(\left(\frac{8}{9}\right)^2=\frac{64}{81}\). 5. Wegen \(9\cdot81=729>704=64\cdot11\) gilt \(\frac{9}{11}>\frac{64}{81}\), also \(\cos(\alpha)>\cos(\beta)\). Auf dem Winkelintervall von \(0^\circ\) bis \(180^\circ\) nimmt der Kosinus mit wachsendem Winkel ab. Daher ist \(\alpha<\beta\), also ist \(\vec{u}\) die bessere Näherung an die Sollrichtung. 6. Ein Skalarprodukt enthält neben dem Winkel auch die Längen beider Vektoren. Ohne Division durch die Vektorlängen können unterschiedlich lange Kandidaten deshalb trotz größerer Winkelabweichung ein größeres Skalarprodukt besitzen.

Antwort

a) \(\vec{r}\cdot\vec{u}=9\), \(\vec{r}\cdot\vec{v}=8\), \(|\vec{r}|=3\), \(|\vec{u}|=\sqrt{11}\), \(|\vec{v}|=3\), \(\cos(\alpha)=\frac{3}{\sqrt{11}}\), \(\cos(\beta)=\frac{8}{9}\) b) \(\vec{u}\) besitzt die kleinere Winkelabweichung, denn \(\frac{3}{\sqrt{11}}>\frac{8}{9}\) und damit \(\alpha<\beta\). c) Das Skalarprodukt hängt auch von den Vektorlängen ab; für einen Winkelvergleich müssen die Skalarprodukte durch die jeweiligen Längenprodukte normiert werden.
42781412
Ein Kleinflugzeug soll bei konstantem Wind mit \(\vec{v}_w=\begin{pmatrix}80\\-60\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\) genau in positive \(x_2\)-Richtung fliegen. Seine Eigengeschwindigkeit gegenüber der Luft beträgt konstant \(170\,\text{km/h}\). a) Bestimme die Geschwindigkeit über Grund \(\vec{v}_g\). b) Bestimme den zugehörigen Vektor der Eigengeschwindigkeit \(\vec{v}_h\). c) Ermittle mithilfe des Skalarprodukts den Winkel zwischen \(\vec{v}_h\) und der tatsächlichen Flugbahn über Grund. Runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Komponenten muss \(\vec{v}_g\) besitzen, wenn die Flugbahn genau in positive \(x_2\)-Richtung verläuft? - Nutze die Beziehung zwischen Eigengeschwindigkeit, Wind und Geschwindigkeit über Grund zusammen mit der gegebenen Länge von \(\vec{v}_h\). - Welche beiden Vektoren beschreiben in Teil c) die gesteuerte Richtung und die tatsächliche Flugbahn? - Wende die Skalarprodukt-Winkelformel erst an, nachdem beide Geschwindigkeitsvektoren feststehen.

Lösung

1. Wegen der geforderten Flugrichtung hat \(\vec{v}_g\) die Form \(\vec{v}_g=\begin{pmatrix}0\\v_{g,2}\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\) mit \(v_{g,2}>0\). 2. Aus \(\vec{v}_g=\vec{v}_h+\vec{v}_w\) folgt \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-80\\v_{g,2}+60\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\). 3. Wegen \(|\vec{v}_h|=170\,\text{km/h}\) gilt \((-80)^2+(v_{g,2}+60)^2=170^2\). Daraus folgen \(v_{g,2}=90\) und \(v_{g,2}=-210\); wegen \(v_{g,2}>0\) bleibt \(v_{g,2}=90\). 4. Somit ist \(\vec{v}_g=\begin{pmatrix}0\\90\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\) und \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-80\\150\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\). 5. Für den Winkel \(\phi\) gilt \(\cos(\phi)=\frac{\vec{v}_h\cdot\vec{v}_g}{|\vec{v}_h|\,|\vec{v}_g|}=\frac{150}{170}=\frac{15}{17}\). Daher ist \(\phi\approx28{,}07^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{v}_g=\begin{pmatrix}0\\90\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\) b) \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-80\\150\\0\end{pmatrix}\,\text{km/h}\) c) \(\phi\approx28{,}07^\circ\)
55712212
Für \(t\in\mathbb{R}\) seien \(\vec{a}_t=\begin{pmatrix}t\\1\\1\end{pmatrix}\) und \(\vec{b}=\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}\). a) Stelle mit der Skalarprodukt-Winkelformel zunächst die unquadrierte Gleichung für einen Winkel von \(60^\circ\) auf und bestimme alle passenden Werte von \(t\). b) Stelle entsprechend die unquadrierte Gleichung für einen Winkel von \(120^\circ\) auf und bestimme alle passenden Werte von \(t\). Wenn du zum Lösen quadrierst, prüfe die gefundenen Kandidaten anschließend in der jeweiligen ursprünglichen Gleichung.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Skalarprodukt und beide Längen in Abhängigkeit von \(t\). - Setze den Kosinuswert des verlangten Winkels ein, bevor du die Gleichung umformst. - Beim Quadrieren geht die Vorzeicheninformation verloren. - Prüfe deshalb jeden Kandidaten in der jeweils unquadrierten Winkelgleichung.

Lösung

1. Es gilt \(\vec{a}_t\cdot\vec{b}=t+1\), \(|\vec{a}_t|=\sqrt{t^2+2}\) und \(|\vec{b}|=\sqrt{2}\). 2. Für \(60^\circ\) lautet die unquadrierte Gleichung \(\frac{t+1}{\sqrt{2}\sqrt{t^2+2}}=\frac{1}{2}\). 3. Quadrieren führt zu \(2(t+1)^2=t^2+2\), also \(t(t+4)=0\). Von \(t=0\) und \(t=-4\) erfüllt nur \(t=0\) die ursprüngliche positive Gleichung. 4. Für \(120^\circ\) lautet die unquadrierte Gleichung \(\frac{t+1}{\sqrt{2}\sqrt{t^2+2}}=-\frac{1}{2}\). 5. Nach demselben Quadrieren bleiben dieselben Kandidaten; die ursprüngliche negative Gleichung erfüllt nur \(t=-4\).

Antwort

a) \(\frac{t+1}{\sqrt{2}\sqrt{t^2+2}}=\frac{1}{2}\); daraus \(t=0\) b) \(\frac{t+1}{\sqrt{2}\sqrt{t^2+2}}=-\frac{1}{2}\); daraus \(t=-4\)
55712312
Gesucht sind alle Vektoren \(\vec{x}\in\mathbb{R}^3\) mit \(|\vec{x}|=6\). Der Winkel zwischen \(\vec{x}\) und \(\vec{p}=\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}\) soll \(60^\circ\) betragen; ebenso soll der Winkel zwischen \(\vec{x}\) und \(\vec{q}=\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\) genau \(60^\circ\) betragen. a) Stelle beide Skalarprodukt-Winkelbedingungen als Gleichungen für die Komponenten von \(\vec{x}\) auf. Bestimme daraus alle möglichen Vektoren \(\vec{x}\) und begründe, dass es keine weiteren gibt. b) Berechne für die beiden gefundenen Vektoren das Skalarprodukt und den exakten Kosinus ihres gegenseitigen Winkels. Bestimme den Winkel anschließend auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Übersetze jede der beiden Winkelbedingungen zuerst in eine Skalarproduktgleichung. - Die beiden Referenzvektoren sind nicht orthogonal; eine einzelne Komponente lässt sich daher nicht direkt aus einem Achsenwinkel ablesen. - Nutze die beiden linearen Gleichungen, um die drei Komponenten von \(\vec{x}\) auf einen Parameter zurückzuführen. - Erst die feste Länge liefert die verbleibende quadratische Bedingung. - Prüfe bei b) den Winkel der beiden Lösungen wieder mit einem Skalarprodukt.

Lösung

1. Es gilt \(|\vec{p}|=|\vec{q}|=\sqrt{2}\). Wegen \(|\vec{x}|=6\) und \(\cos60^\circ=\frac{1}{2}\) müssen \(\vec{x}\cdot\vec{p}=3\sqrt{2}\) und \(\vec{x}\cdot\vec{q}=3\sqrt{2}\) gelten. 2. Für \(\vec{x}=\begin{pmatrix}x_1\\x_2\\x_3\end{pmatrix}\) erhält man damit \(x_1+x_2=3\sqrt{2}\) und \(x_1+x_3=3\sqrt{2}\). Also gilt \(x_2=x_3=t\) und \(x_1=3\sqrt{2}-t\). 3. Die Längenbedingung liefert \((3\sqrt{2}-t)^2+2t^2=36\). Daraus folgt \(t^2-2\sqrt{2}\,t-6=0\) und damit \(t=3\sqrt{2}\) oder \(t=-\sqrt{2}\). 4. Somit gibt es genau \(\vec{x}_1=\begin{pmatrix}0\\3\sqrt{2}\\3\sqrt{2}\end{pmatrix}\) und \(\vec{x}_2=\begin{pmatrix}4\sqrt{2}\\-\sqrt{2}\\-\sqrt{2}\end{pmatrix}\). Die beiden Lösungen der quadratischen Längenbedingung erfassen alle Fälle. 5. Ihr Skalarprodukt ist \(\vec{x}_1\cdot\vec{x}_2=-12\). Da beide die Länge \(6\) besitzen, gilt \(\cos(\beta)=\frac{-12}{36}=-\frac{1}{3}\). 6. Daher ist \(\beta=\arccos\!\left(-\frac{1}{3}\right)\approx109{,}5^\circ\).

Antwort

a) \(\vec{x}\cdot\vec{p}=3\sqrt{2}\) und \(\vec{x}\cdot\vec{q}=3\sqrt{2}\); daraus \(\vec{x}_1=\begin{pmatrix}0\\3\sqrt{2}\\3\sqrt{2}\end{pmatrix}\), \(\vec{x}_2=\begin{pmatrix}4\sqrt{2}\\-\sqrt{2}\\-\sqrt{2}\end{pmatrix}\) b) \(\vec{x}_1\cdot\vec{x}_2=-12\), \(\cos(\beta)=-\frac{1}{3}\), \(\beta\approx109{,}5^\circ\)

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.