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Komplexe Zahlen in Polarform

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Ein Zeiger in der Gaußschen Zahlenebene stellt die komplexe Zahl \(z_1 = 4\) dar. Dieser Zeiger wird nacheinander zwei Transformationen unterzogen: 1. Eine Streckung mit dem Faktor \(0{,}5\) und eine gleichzeitige Drehung um \(30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn. 2. Eine anschließende weitere Drehung um \(120^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn. a) Bestimme den Betrag \(r\) und das Argument \(\varphi\) der resultierenden komplexen Zahl \(z_2\). b) Berechne die algebraische Form \(a + bi\) von \(z_2\).

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Betrag und dem Winkel einer komplexen Zahl, wenn man sie streckt oder dreht? - In welcher Reihenfolge werden die Operationen ausgeführt? - Überlege dir, in welchem Quadranten die Zahl nach den Drehungen liegen muss. - Wie hängen die Polarkoordinaten einer Zahl mit ihren kartesischen Koordinaten (Real- und Imaginärteil) zusammen?

Lösung

1. Die Ausgangszahl \(z_1 = 4\) hat den Betrag \(|z_1| = 4\) und das Argument \(\arg(z_1) = 0^\circ\). 2. Nach der ersten Transformation (Streckung um \(0{,}5\) und Drehung um \(30^\circ\)) ergibt sich ein Zwischenwert \(z'\) mit dem Betrag \(|z'| = 4 \cdot 0{,}5 = 2\) und dem Argument \(\arg(z') = 0^\circ + 30^\circ = 30^\circ\). 3. Die zweite Transformation (Drehung um weitere \(120^\circ\)) führt zur Zielzahl \(z_2\). Der Betrag bleibt gleich (\(|z_2| = 2\)), das Argument addiert sich: \(\arg(z_2) = 30^\circ + 120^\circ = 150^\circ\). 4. Umrechnung in die algebraische Form: \(z_2 = 2 \cdot (\cos(150^\circ) + i \cdot \sin(150^\circ))\). 5. Mit \(\cos(150^\circ) = -\frac{\sqrt{3}}{2}\) und \(\sin(150^\circ) = \frac{1}{2}\) folgt: \(z_2 = 2 \cdot (-\frac{\sqrt{3}}{2}) + 2 \cdot i \cdot \frac{1}{2} = -\sqrt{3} + i\).

Antwort

a) Der Betrag ist \(r = 2\) und das Argument ist \(\varphi = 150^\circ\). b) Die algebraische Form lautet \(z_2 = -\sqrt{3} + i\).
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Gegeben sind zwei komplexe Zahlen in Polarform: \(z_1 = 2 \cdot (\cos(30^\circ) + i \cdot \sin(30^\circ))\) \(z_2 = 3 \cdot (\cos(120^\circ) + i \cdot \sin(120^\circ))\) Berechne das Produkt \(z_3 = z_1 \cdot z_2\) und den Quotienten \(z_4 = \frac{z_1}{z_2}\). Gib die Ergebnisse sowohl in Polarform (mit einem Argument im Bereich \([0^\circ; 360^\circ[\)) als auch in der algebraischen Form \(a + b \cdot i\) an.

Denkanstöße

- Wie verhalten sich die Beträge und Argumente bei der Multiplikation und Division von komplexen Zahlen in Polarform? - Denk daran, dass ein negatives Argument durch Addition von \(360^\circ\) in den Standardbereich gebracht werden kann. - Wie hängen der Real- und Imaginärteil einer Zahl mit ihrem Betrag und ihrem Winkel zusammen?

Lösung

1. Für das Produkt \(z_3 = z_1 \cdot z_2\) werden die Beträge multipliziert (\(2 \cdot 3 = 6\)) und die Argumente addiert (\(30^\circ + 120^\circ = 150^\circ\)). Die Polarform lautet \(z_3 = 6 \cdot (\cos(150^\circ) + i \cdot \sin(150^\circ))\). Die Umwandlung in die algebraische Form ergibt \(a = 6 \cdot \cos(150^\circ) = -3\sqrt{3} \approx -5{,}20\) und \(b = 6 \cdot \sin(150^\circ) = 3\), also \(z_3 = -3\sqrt{3} + 3i\). 2. Für den Quotienten \(z_4 = \frac{z_1}{z_2}\) werden die Beträge dividiert (\(2 : 3 = \frac{2}{3}\)) und die Argumente subtrahiert (\(30^\circ - 120^\circ = -90^\circ\)). Durch Addition von \(360^\circ\) ergibt sich das positive Argument \(270^\circ\). Die Polarform lautet \(z_4 = \frac{2}{3} \cdot (\cos(270^\circ) + i \cdot \sin(270^\circ))\). Die algebraische Form ist \(a = \frac{2}{3} \cdot \cos(270^\circ) = 0\) und \(b = \frac{2}{3} \cdot \sin(270^\circ) = -\frac{2}{3}\), also \(z_4 = -\frac{2}{3}i \approx -0{,}67i\).

Antwort

\(z_3 = 6 \cdot (\cos(150^\circ) + i \cdot \sin(150^\circ)) = -3\sqrt{3} + 3i \approx -5{,}20 + 3i\) \(z_4 = \frac{2}{3} \cdot (\cos(270^\circ) + i \cdot \sin(270^\circ)) = -\frac{2}{3}i \approx -0{,}67i\)
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Berechne die folgenden Potenzen komplexer Zahlen und gib das Ergebnis in der Form \(a + bi\) mit \(a, b \in \mathbb{R}\) an: 1) \((2 - 2i)^4\) 2) \((-\sqrt{3} + i)^3\)

Denkanstöße

- Kannst du die Basis zuerst vereinfachen oder faktorisieren? - Gibt es eine binomische Formel, die hier hilfreich sein könnte? - Wie verhalten sich die Potenzen der imaginären Einheit \(i\)? - Könnte es einfacher sein, das Quadrat der Zahl zuerst zu berechnen und dieses dann erneut zu quadrieren?

Lösung

1. Berechnung von \((2 - 2i)^4\): Zuerst wird die Basis vereinfacht: \(2 - 2i = 2(1 - i)\). Es gilt \((1 - i)^2 = 1 - 2i + i^2 = 1 - 2i - 1 = -2i\). Damit folgt \((1 - i)^4 = (-2i)^2 = 4i^2 = -4\). Das Endergebnis ist \(2^4 \cdot (-4) = 16 \cdot (-4) = -64\). In der Form \(a + bi\): \(-64 + 0i\). 2. Berechnung von \((-\sqrt{3} + i)^3\): Anwendung des binomischen Lehrsatzes: \((a+b)^3 = a^3 + 3a^2b + 3ab^2 + b^3\). Hier ist \(a = -\sqrt{3}\) und \(b = i\). \(a^3 = (-\sqrt{3})^3 = -3\sqrt{3}\). \(3a^2b = 3(-\sqrt{3})^2 \cdot i = 3 \cdot 3 \cdot i = 9i\). \(3ab^2 = 3(-\sqrt{3}) \cdot i^2 = -3\sqrt{3} \cdot (-1) = 3\sqrt{3}\). \(b^3 = i^3 = -i\). Summieren der Terme: \(-3\sqrt{3} + 9i + 3\sqrt{3} - i = 8i\). In der Form \(a + bi\): \(0 + 8i\).

Antwort

1) \(-64\) 2) \(8i\)
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Gegeben ist die komplexe Zahl \(z = 1 + i\). 1. Stelle \(z\) in der Polarform \(r \cdot e^{i\varphi}\) dar. 2. Bestimme die kleinste natürliche Zahl \(n > 0\), für die \(z^n\) eine reelle Zahl ist, und gib den Wert von \(z^n\) für dieses \(n\) an. 3. Berechne \(z^8\) und zeige, dass das Ergebnis eine positive ganze Zahl ist.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Abstand eines Punktes vom Ursprung in der komplexen Ebene? - Welchen Winkel schließt der Zeiger der Zahl mit der positiven reellen Achse ein? - Was passiert mit dem Winkel einer komplexen Zahl, wenn man sie mit sich selbst multipliziert? - Wann liegt eine komplexe Zahl genau auf der waagerechten Achse im Koordinatensystem?

Lösung

1. Berechnung des Betrags \(r = |z| = \sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{2}\) und des Arguments \(\varphi = \arctan(\frac{1}{1}) = \frac{\pi}{4}\). Polarform: \(z = \sqrt{2} \cdot e^{i\frac{\pi}{4}}\). 2. Anwendung des Satzes von de Moivre: \(z^n = (\sqrt{2})^n \cdot e^{i\frac{n\pi}{4}}\). Damit \(z^n\) reell ist, muss der Imaginärteil Null sein: \(\sin(\frac{n\pi}{4}) = 0\). Die kleinste Lösung für \(n > 0\) ist \(\frac{n\pi}{4} = \pi\), woraus \(n = 4\) folgt. Der Wert ist \(z^4 = (\sqrt{2})^4 \cdot e^{i\pi} = 4 \cdot (-1) = -4\). 3. Berechnung von \(z^8 = (z^4)^2 = (-4)^2 = 16\). Da \(16 \in \mathbb{N}^+\), ist die Aussage gezeigt.

Antwort

1. \(z = \sqrt{2} \cdot e^{i\frac{\pi}{4}}\) 2. \(n = 4\); \(z^4 = -4\) 3. \(z^8 = 16\)
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Gegeben sind die komplexen Zahlen \(z_1 = 1 + i\sqrt{3}\) und \(z_2 = -4i\). a) Bestimme die Polardarstellung \(r \cdot e^{i\varphi}\) für beide Zahlen. b) Es existiert eine komplexe Zahl \(w\), für die gilt: \(z_1 \cdot w = z_2\). Berechne \(w\) in algebraischer Form. c) Interpretiere die Multiplikation mit \(w\) als geometrische Abbildung, die \(z_1\) auf \(z_2\) abbildet. Gib den Streckfaktor und den Drehwinkel an.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Betrag und den Winkel aus Real- und Imaginärteil? - Erinnere dich an die Rechenregeln für die Multiplikation komplexer Zahlen in Polarform. Was passiert dabei mit den Beträgen und den Winkeln? - Wenn \(z_1 \cdot w = z_2\) gilt, wie kannst du \(w\) isolieren? - Wie hängen die Eigenschaften der Zahl \(w\) mit der geometrischen Veränderung von \(z_1\) zu \(z_2\) zusammen?

Lösung

1. Polardarstellung von \(z_1\): \(|z_1| = \sqrt{1^2 + (\sqrt{3})^2} = 2\). Da \(z_1\) im ersten Quadranten liegt, ist \(\varphi_1 = \arctan(\frac{\sqrt{3}}{1}) = 60^\circ\) bzw. \(\frac{\pi}{3}\). Somit \(z_1 = 2 e^{i \frac{\pi}{3}}\). 2. Polardarstellung von \(z_2\): \(|z_2| = 4\). Da \(z_2\) auf der negativen imaginären Achse liegt, ist \(\varphi_2 = 270^\circ\) bzw. \(\frac{3\pi}{2}\). Somit \(z_2 = 4 e^{i \frac{3\pi}{2}}\). 3. Berechnung von \(w\): \(w = \frac{z_2}{z_1} = \frac{-4i}{1 + i\sqrt{3}}\). Durch Erweitern mit dem konjugiert Komplexen \(1 - i\sqrt{3}\) ergibt sich \(w = \frac{-4i(1 - i\sqrt{3})}{1 + 3} = \frac{-4i - 4\sqrt{3}}{4} = -\sqrt{3} - i\). 4. Geometrische Interpretation: Der Streckfaktor \(k\) entspricht dem Betrag von \(w\). \(|w| = \frac{|z_2|}{|z_1|} = \frac{4}{2} = 2\). 5. Der Drehwinkel \(\alpha\) entspricht dem Argument von \(w\). \(\alpha = \arg(z_2) - \arg(z_1) = 270^\circ - 60^\circ = 210^\circ\) (oder \(-150^\circ\)).

Antwort

a) \(z_1 = 2 e^{i \frac{\pi}{3}}\) und \(z_2 = 4 e^{i \frac{3\pi}{2}}\). b) \(w = -\sqrt{3} - i\). c) Die Abbildung ist eine Streckung mit dem Faktor \(2\) kombiniert mit einer Drehung um \(210^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn (oder \(150^\circ\) im Uhrzeigersinn).
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Eine komplexe Zahl \(z\) hat den Betrag \(|z| = 5\) und den Realteil \(a = -3\). Zudem ist bekannt, dass die Zahl in der Gaußschen Zahlenebene im dritten Quadranten liegt. 1. Bestimme den Imaginärteil \(b\) der Zahl \(z\). 2. Berechne das Argument \(\varphi\) der Zahl \(z\) im Intervall \([0^\circ; 360^\circ[\). 3. Gib \(z\) in Polarform an.

Denkanstöße

- Welche Vorzeichen haben Real- und Imaginärteil in den verschiedenen Quadranten? - Wie kannst du den Satz des Pythagoras nutzen, um fehlende Komponenten zu berechnen? - Beachte beim Berechnen des Winkels mit dem Taschenrechner, in welchem Quadranten dein Ergebnis liegen muss.

Lösung

1. Der Imaginärteil wird über den Betrag berechnet: \(|z|^2 = a^2 + b^2\), also \(25 = (-3)^2 + b^2\). Dies führt zu \(b^2 = 16\), woraus \(b = \pm 4\) folgt. Da die Zahl im dritten Quadranten liegt, müssen Real- und Imaginärteil negativ sein, daher ist \(b = -4\). 2. Das Argument \(\varphi\) erfüllt \(\cos(\varphi) = \frac{a}{|z|} = \frac{-3}{5} = -0{,}6\). Der Arkuskosinus liefert \(\arccos(-0{,}6) \approx 126{,}87^\circ\) (zweiter Quadrant). Da die Zahl im dritten Quadranten liegt, ergibt sich der korrekte Winkel durch Symmetrie oder über den Arkustangens: \(\varphi = 180^\circ + \arctan(\frac{-4}{-3}) \approx 180^\circ + 53{,}13^\circ = 233{,}13^\circ\). 3. Die Polarform lautet somit \(z \approx 5 \cdot (\cos(233{,}13^\circ) + i \cdot \sin(233{,}13^\circ))\).

Antwort

1. \(b = -4\) 2. \(\varphi \approx 233{,}13^\circ\) 3. \(z \approx 5 \cdot (\cos(233{,}13^\circ) + i \cdot \sin(233{,}13^\circ))\)
42664712
Gegeben sind die zwei komplexen Zahlen \(z_1 = 1 + i\) und \(z_2 = \sqrt{3} + i\). 1. Bestimme für beide Zahlen den Betrag und das Argument (im Gradmaß). 2. Berechne das Produkt \(z = z_1 \cdot z_2\) auf zwei Arten: einmal direkt in der algebraischen Form (\(a + bi\)) und einmal unter Verwendung der Polardarstellung. 3. Beschreibe präzise, welche geometrische Abbildung der Vektor \(z_1\) erfährt, wenn er mit der Zahl \(z_2\) multipliziert wird.

Denkanstöße

- Wie hängen die Längen der Vektoren bei einer Multiplikation zusammen? - Was passiert mit den Winkeln zur positiven x-Achse, wenn man zwei komplexe Zahlen multipliziert? - Erinnere dich an die Definition von Sinus und Kosinus am Einheitskreis oder den Tangens im rechtwinkligen Dreieck. - Kannst du die Multiplikation \(z_1 \cdot z_2\) als eine Transformation sehen, die auf \(z_1\) wirkt?

Lösung

1. Berechnung der Beträge und Argumente: Für \(z_1 = 1 + i\) gilt \(|z_1| = \sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{2}\) und \(\arg(z_1) = \arctan\left(\frac{1}{1}\right) = 45^\circ\). Für \(z_2 = \sqrt{3} + i\) gilt \(|z_2| = \sqrt{(\sqrt{3})^2 + 1^2} = \sqrt{4} = 2\) und \(\arg(z_2) = \arctan\left(\frac{1}{\sqrt{3}}\right) = 30^\circ\). 2. Algebraische Multiplikation: \(z = (1+i)(\sqrt{3}+i) = \sqrt{3} + i + i\sqrt{3} + i^2 = (\sqrt{3}-1) + (1+\sqrt{3})i\). Multiplikation in Polardarstellung: Der Betrag des Produkts ist \(|z| = |z_1| \cdot |z_2| = 2\sqrt{2}\). Das Argument des Produkts ist \(\arg(z) = \arg(z_1) + \arg(z_2) = 45^\circ + 30^\circ = 75^\circ\). 3. Geometrische Interpretation: Die Multiplikation mit \(z_2\) entspricht einer Drehstreckung am Ursprung. Der Vektor \(z_1\) wird um den Faktor \(|z_2| = 2\) gestreckt und um den Winkel \(\arg(z_2) = 30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

Antwort

1. \(|z_1| = \sqrt{2}\), \(\arg(z_1) = 45^\circ\); \(|z_2| = 2\), \(\arg(z_2) = 30^\circ\). 2. Algebraisch: \(z = (\sqrt{3}-1) + (1+\sqrt{3})i\); Polar: \(z = 2\sqrt{2} \cdot (\cos(75^\circ) + i \sin(75^\circ))\). 3. Streckung um Faktor 2 und Drehung um \(30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn.
42669812
Gegeben ist die komplexe Zahl \(z = 1 + i\sqrt{3}\). a) Stelle \(z\) in der Polarform \(r \cdot (\cos(\varphi) + i \sin(\varphi))\) dar. b) Bestimme die kleinste natürliche Zahl \(n > 0\), für die \(z^n\) eine rein reelle Zahl ist. Berechne den Wert von \(z^n\) für dieses \(n\).

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Betrag und den Winkel einer komplexen Zahl in der Gaußschen Zahlenebene? - Was muss für den Imaginärteil einer Zahl gelten, damit sie rein reell ist? - Erinnerst du dich an den Satz von de Moivre für Potenzen komplexer Zahlen in Polarform? - Wann nimmt die Sinusfunktion den Wert Null an?

Lösung

1. Bestimmung der Polarform von \(z = 1 + i\sqrt{3}\): Berechnung des Betrags: \(r = |z| = \sqrt{1^2 + (\sqrt{3})^2} = \sqrt{1 + 3} = 2\). Berechnung des Arguments: Da \(z\) im ersten Quadranten liegt, gilt \(\tan(\varphi) = \frac{\sqrt{3}}{1} = \sqrt{3}\). Daraus folgt \(\varphi = \frac{\pi}{3}\) (oder \(60^\circ\)). Die Polarform lautet: \(z = 2 \cdot (\cos(\frac{\pi}{3}) + i \sin(\frac{\pi}{3}))\). 2. Bestimmung von \(n\) für \(z^n \in \mathbb{R}\): Nach dem Satz von de Moivre gilt \(z^n = 2^n \cdot (\cos(\frac{n\pi}{3}) + i \sin(\frac{n\pi}{3}))\). Damit \(z^n\) reell ist, muss der Imaginärteil Null sein: \(\sin(\frac{n\pi}{3}) = 0\). Die Sinusfunktion ist Null für Vielfache von \(\pi\), also \(\frac{n\pi}{3} = k\pi\) mit \(k \in \mathbb{Z}\). Daraus folgt \(n = 3k\). Die kleinste natürliche Zahl \(n > 0\) ist somit \(n = 3\). 3. Berechnung von \(z^3\): \(z^3 = 2^3 \cdot (\cos(\frac{3\pi}{3}) + i \sin(\frac{3\pi}{3})) = 8 \cdot (\cos(\pi) + i \sin(\pi))\). Da \(\cos(\pi) = -1\) und \(\sin(\pi) = 0\), ergibt sich \(z^3 = 8 \cdot (-1) = -8\).

Antwort

a) \(z = 2 \cdot (\cos(\frac{\pi}{3}) + i \sin(\frac{\pi}{3}))\) b) \(n = 3\); \(z^3 = -8\)
42670512
Gegeben ist die komplexe Zahl \(z = -\sqrt{3} + i\). 1. Gib \(z\) in der Polardarstellung \(r \cdot e^{i\varphi}\) an, wobei \(\varphi \in [0; 2\pi[\). 2. Berechne \(z^6\) mithilfe der Polardarstellung. Gib das Ergebnis in der Form \(a + bi\) an. 3. Bestimme alle natürlichen Zahlen \(n \in \mathbb{N} \setminus \{0\}\), für die die Potenz \(z^n\) eine reelle Zahl ist.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Abstand eines Punktes in der Gaußschen Zahlenebene vom Ursprung? - In welchem Quadranten liegt die Zahl und was bedeutet das für den Winkel? - Welche Vorteile bietet die Exponentialform beim Potenzieren von Zahlen? - Wann hat eine komplexe Zahl keinen Imaginärteil mehr? - Schau dir die Vielfachen des Winkels im Einheitskreis an.

Lösung

1. Berechnung des Betrags: \(r = |z| = \sqrt{(-\sqrt{3})^2 + 1^2} = \sqrt{3 + 1} = 2\). Bestimmung des Arguments: Da \(z\) im zweiten Quadranten liegt, gilt \(\varphi = \pi - \arctan\left(\frac{1}{\sqrt{3}}\right) = \pi - \frac{\pi}{6} = \frac{5\pi}{6}\). Polardarstellung: \(z = 2 \cdot e^{i \frac{5\pi}{6}}\). 2. Anwendung der Potenzregel für die Exponentialform: \(z^6 = (2 \cdot e^{i \frac{5\pi}{6}})^6 = 2^6 \cdot e^{i 6 \cdot \frac{5\pi}{6}} = 64 \cdot e^{i 5\pi}\). Umwandlung in die algebraische Form: \(64 \cdot (\cos(5\pi) + i \sin(5\pi)) = 64 \cdot (-1 + 0i) = -64\). 3. \(z^n = 2^n \cdot e^{i \frac{5n\pi}{6}}\) ist reell, wenn der Imaginärteil null ist, also \(\sin\left(\frac{5n\pi}{6}\right) = 0\). Dies ist erfüllt, wenn \(\frac{5n\pi}{6} = k \cdot \pi\) für \(k \in \mathbb{Z}\). Umformen ergibt \(5n = 6k\). Da \(5\) und \(6\) teilerfremd sind, muss \(n\) ein Vielfaches von \(6\) sein. Lösung: \(n \in \{6, 12, 18, \dots\}\) bzw. \(n = 6k\) mit \(k \in \mathbb{N} \setminus \{0\}\).

Antwort

1. \(z = 2 \cdot e^{i \frac{5\pi}{6}}\) 2. \(z^6 = -64\) 3. \(n\) muss ein Vielfaches von \(6\) sein (d. h. \(n = 6k\) für \(k \in \mathbb{N} \setminus \{0\}\)).
42672212
Die Gleichung \(z^3 = 8\) besitzt im Bereich der komplexen Zahlen drei Lösungen. 1. Bestimme alle drei Lösungen \(z_0, z_1, z_2\) in der Form \(a + bi\). 2. Zeige rechnerisch, dass die Summe der drei Lösungen Null ergibt. 3. Überprüfe durch Multiplikation, dass das Produkt der drei Lösungen genau \(8\) ergibt.

Denkanstöße

- Wie viele Lösungen hat eine Gleichung der Form \(z^n = a\) im Komplexen? - Wie sind die Lösungen einer solchen Wurzelgleichung geometrisch in der Gaußschen Zahlenebene verteilt? - Kannst du die Lösungen erst in der Polarform finden und dann umrechnen? - Was weißt du über die Symmetrie von Einheitswurzeln (oder deren Vielfachen) bezüglich des Ursprungs?

Lösung

1. Darstellung von \(8\) in Polarform: \(8 \cdot e^{i0}\). Die drei Wurzeln sind \(z_k = \sqrt[3]{8} \cdot e^{i\frac{2k\pi}{3}}\) für \(k \in \{0, 1, 2\}\). Dies ergibt \(z_0 = 2\), \(z_1 = 2 \cdot (\cos(\frac{2\pi}{3}) + i \cdot \sin(\frac{2\pi}{3})) = -1 + i\sqrt{3}\) und \(z_2 = 2 \cdot (\cos(\frac{4\pi}{3}) + i \cdot \sin(\frac{4\pi}{3})) = -1 - i\sqrt{3}\). 2. Berechnung der Summe: \(z_0 + z_1 + z_2 = 2 + (-1 + i\sqrt{3}) + (-1 - i\sqrt{3}) = 2 - 1 - 1 + i\sqrt{3} - i\sqrt{3} = 0\). 3. Berechnung des Produkts: \(z_0 \cdot z_1 \cdot z_2 = 2 \cdot (-1 + i\sqrt{3}) \cdot (-1 - i\sqrt{3})\). Anwendung der dritten binomischen Formel: \(2 \cdot ((-1)^2 - (i\sqrt{3})^2) = 2 \cdot (1 - (-3)) = 2 \cdot 4 = 8\).

Antwort

1. \(z_0 = 2\), \(z_1 = -1 + i\sqrt{3}\), \(z_2 = -1 - i\sqrt{3}\) 2. \(z_0 + z_1 + z_2 = 0\) 3. \(z_0 \cdot z_1 \cdot z_2 = 8\)
42664812
Ein Punkt in der Gaußschen Zahlenebene wird durch die komplexe Zahl \(z = 3 + 2i\) repräsentiert. Dieser Punkt soll durch eine Drehstreckung am Ursprung um den Winkel \(\alpha = 120^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht und gleichzeitig um den Faktor \(k = 2\) gestreckt werden. 1. Bestimme die komplexe Zahl \(w\), die diese Abbildung durch die Operation \(z' = w \cdot z\) realisiert. Gib \(w\) in der Form \(a + bi\) an. 2. Berechne die Koordinaten des Bildpunktes \(z'\) in der algebraischen Form. 3. Begründe allgemein, warum die Multiplikation einer beliebigen komplexen Zahl mit der imaginären Einheit \(i\) einer Drehung um \(90^\circ\) entspricht, ohne die Länge des Vektors zu verändern.

Denkanstöße

- Wie schreibt man eine Zahl mit gegebenem Betrag und Winkel in der Form \(a + bi\)? - Welche Werte haben Sinus und Kosinus für \(120^\circ\)? - Überlege dir, wo die Zahl \(i\) in der komplexen Ebene liegt. Wie weit ist sie vom Ursprung entfernt und welchen Winkel schließt sie mit der x-Achse ein?

Lösung

1. Die Zahl \(w\) repräsentiert die Drehstreckung mit Betrag \(|w| = k = 2\) und Argument \(\arg(w) = 120^\circ\). In algebraischer Form: \(w = 2 \cdot (\cos(120^\circ) + i \sin(120^\circ)) = 2 \cdot (-0{,}5 + i \cdot \frac{\sqrt{3}}{2}) = -1 + \sqrt{3}i\). 2. Berechnung des Bildpunktes: \(z' = w \cdot z = (-1 + \sqrt{3}i)(3 + 2i) = -3 - 2i + 3\sqrt{3}i + 2\sqrt{3}i^2 = (-3 - 2\sqrt{3}) + (3\sqrt{3} - 2)i\). Numerisch entspricht dies etwa \(-6{,}46 + 3{,}20i\). 3. Begründung für \(i\): Die Zahl \(i\) hat den Betrag \(|i| = \sqrt{0^2 + 1^2} = 1\) und das Argument \(\arg(i) = 90^\circ\) (da sie auf der positiven imaginären Achse liegt). Da bei der Multiplikation die Beträge multipliziert werden, bleibt die Länge wegen \(|z| \cdot 1 = |z|\) gleich. Da die Argumente addiert werden, wird der Winkel von \(z\) um genau \(90^\circ\) erhöht.

Antwort

1. \(w = -1 + \sqrt{3}i\) 2. \(z' = (-3 - 2\sqrt{3}) + (3\sqrt{3} - 2)i\) 3. Da \(|i| = 1\) und \(\arg(i) = 90^\circ\), bewirkt die Multiplikation eine Streckung um Faktor 1 (unverändert) und eine Addition von \(90^\circ\) zum Argument.
42670612
Betrachte die komplexen Zahlen in der Gaußschen Zahlenebene. 1. Gegeben ist \(z_1 = 1 + i\sqrt{3}\). Finde eine komplexe Zahl \(z_2 = a + bi\) mit \(a, b \in \mathbb{R}\), sodass das Produkt \(z_1 \cdot z_2\) die reelle Zahl \(4\) ergibt. 2. Unter welcher Bedingung an das Argument \(\varphi\) einer komplexen Zahl \(w = r \cdot e^{i\varphi}\) (mit \(r > 0\)) ist das Quadrat \(w^2\) eine rein imaginäre Zahl? Gib alle möglichen Werte für \(\varphi \in [0; 2\pi[\) an. 3. Zeige rechnerisch für eine allgemeine komplexe Zahl \(z = x + iy\), dass das Produkt aus \(z\) und ihrer konjugiert komplexen Zahl \(\bar{z}\) stets eine nicht-negative reelle Zahl ist.

Denkanstöße

- Was passiert mit den Winkeln (Argumenten), wenn man zwei komplexe Zahlen multipliziert? - Erinnere dich an die Definition von „rein imaginär“: Welcher Teil der Zahl muss dann null sein? - Wie sieht die konjugiert komplexe Zahl geometrisch aus? - Nutze die dritte binomische Formel für das Produkt von \(z\) und \(\bar{z}\).

Lösung

1. Ansatz: \((1 + i\sqrt{3})(a + bi) = 4\). Ausmultiplizieren: \((a - b\sqrt{3}) + i(b + a\sqrt{3}) = 4 + 0i\). Gleichungssystem: (I) \(a - b\sqrt{3} = 4\), (II) \(b + a\sqrt{3} = 0\). Aus (II) folgt \(b = -a\sqrt{3}\). Einsetzen in (I): \(a - (-a\sqrt{3})\sqrt{3} = a + 3a = 4a = 4 \Rightarrow a = 1\). Damit ist \(b = -\sqrt{3}\). Ergebnis: \(z_2 = 1 - i\sqrt{3}\). Alternativ über Polardarstellung: \(z_2 = \frac{4}{2e^{i\pi/3}} = 2e^{-i\pi/3} = 1 - i\sqrt{3}\). 2. \(w^2 = (r e^{i\varphi})^2 = r^2 e^{i 2\varphi} = r^2 (\cos(2\varphi) + i \sin(2\varphi))\). Rein imaginär bedeutet \(\operatorname{Re}(w^2) = 0\), also \(\cos(2\varphi) = 0\). Dies gilt für \(2\varphi = \frac{\pi}{2} + k\pi\) mit \(k \in \mathbb{Z}\). Auflösen nach \(\varphi\): \(\varphi = \frac{\pi}{4} + k \cdot \frac{\pi}{2}\). Für das Intervall \([0; 2\pi[\) ergeben sich \(\frac{\pi}{4}, \frac{3\pi}{4}, \frac{5\pi}{4}, \frac{7\pi}{4}\). 3. Mit \(z = x + iy\) ist \(\bar{z} = x - iy\). Das Produkt ist \(z \cdot \bar{z} = (x + iy)(x - iy) = x^2 - (iy)^2 = x^2 - i^2 y^2 = x^2 + y^2\). Da \(x, y \in \mathbb{R}\), sind \(x^2\) und \(y^2\) nicht-negativ, folglich ist auch ihre Summe eine reelle Zahl \(\geq 0\).

Antwort

1. \(z_2 = 1 - i\sqrt{3}\) 2. \(\varphi \in \{\frac{\pi}{4}, \frac{3\pi}{4}, \frac{5\pi}{4}, \frac{7\pi}{4}\}\) 3. \(z \cdot \bar{z} = x^2 + y^2\), was stets reell und \(\geq 0\) ist.

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