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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Übergangsmatrizen und mehrstufige Prozesse

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43070512
Zwei Filialen eines Elektronikmarktes erfassen ihre Verkaufszahlen für zwei verschiedene Tablet-Modelle (\(T_1, T_2\)) in zwei aufeinanderfolgenden Wochen. Die Verkaufsmatrizen \(A\) für Filiale 1 und \(B\) für Filiale 2 sind wie folgt gegeben (Zeilen: Woche 1, Woche 2; Spalten: \(T_1, T_2\)): \(A = \begin{pmatrix} 24 & 18 \\ 30 & 12 \end{pmatrix}\) und \(B = \begin{pmatrix} 16 & 22 \\ 25 & 20 \end{pmatrix}\). a) Bestimme die Matrix \(S\), welche die Gesamtzahl der verkauften Tablets beider Filialen darstellt. b) Berechne die Differenzmatrix \(D = A - B\) und interpretiere die Bedeutung eines negativen Eintrags im Sachzusammenhang. c) Nenne die formale Voraussetzung an die Dimensionen zweier Matrizen, damit deren Summe oder Differenz gebildet werden kann. d) In einem fiktiven Szenario sei die Matrix \(C\) eine Nullmatrix vom Typ \(2 \times 2\). Was würde dies für die Verkaufszahlen einer Filiale bedeuten?

Denkanstöße

- Wie gehst du vor, wenn du zwei Vektoren addierst? Übertrage dieses Prinzip auf die einzelnen Positionen der Matrizen. - Was muss bei der Größe der Matrizen beachtet werden, damit jeder Platz einen Partner zum Rechnen hat? - Überlege dir, was die Zeilen und Spalten in der Aufgabe bedeuten, um das Ergebnis zu deuten. - Was passiert mathematisch, wenn du von einer Zahl eine größere Zahl abziehst?

Lösung

1. Berechnung der Summe \(S = A + B\): Die entsprechenden Einträge werden addiert: \(s_{11} = 24+16=40\), \(s_{12} = 18+22=40\), \(s_{21} = 30+25=55\), \(s_{22} = 12+20=32\). Resultat: \(S = \begin{pmatrix} 40 & 40 \\ 55 & 32 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung der Differenz \(D = A - B\): Die entsprechenden Einträge werden subtrahiert: \(d_{11} = 24-16=8\), \(d_{12} = 18-22=-4\), \(d_{21} = 30-25=5\), \(d_{22} = 12-20=-8\). Resultat: \(D = \begin{pmatrix} 8 & -4 \\ 5 & -8 \end{pmatrix}\). Ein negativer Eintrag bedeutet, dass Filiale 2 in der entsprechenden Woche von diesem Modell mehr Einheiten verkauft hat als Filiale 1. 3. Voraussetzung für Addition/Differenz: Beide Matrizen müssen die gleiche Anzahl an Zeilen und Spalten besitzen (gleicher Typ/Format). 4. Bedeutung der Nullmatrix: Eine Nullmatrix \(C\) würde bedeuten, dass die Filiale in beiden Wochen keines der beiden Tablet-Modelle verkauft hat (alle Verkaufszahlen sind Null).

Antwort

a) \(S = \begin{pmatrix} 40 & 40 \\ 55 & 32 \end{pmatrix}\) b) \(D = \begin{pmatrix} 8 & -4 \\ 5 & -8 \end{pmatrix}\); ein negativer Wert zeigt an, dass Filiale 2 mehr verkauft hat als Filiale 1. c) Die Matrizen müssen vom gleichen Typ sein (gleiche Zeilen- und Spaltenanzahl). d) Es wurden in dem Zeitraum keine Tablets verkauft.
43070812
Ein Bio-Hof bietet drei verschiedene Gemüsekisten an: „Basis“, „Familie“ und „Gourmet“. Diese werden in zwei Abo-Modellen (wöchentliche oder zweiwöchentliche Lieferung) vertrieben. Die Matrix \(A\) gibt die Anzahl der Abonnenten zu Beginn des Jahres an. Die Zeilen entsprechen den Abo-Modellen (1. Zeile: wöchentlich, 2. Zeile: zweiwöchentlich), die Spalten den Kistentypen in der genannten Reihenfolge. \(A = \begin{pmatrix} 45 & 60 & 30 \\ 25 & 40 & 20 \end{pmatrix}\) a) Wie viele Abonnenten haben insgesamt eine „Gourmet“-Kiste bestellt? b) Durch eine Werbeaktion im Frühjahr steigt die Anzahl der Abonnenten in allen Kategorien gleichmäßig um \(20\,\%\). Bestimme die neue Matrix \(A_{neu}\) für den Kundenstamm nach der Aktion. c) Im Sommer kommen weitere Neukunden hinzu, die durch die Matrix \(N\) dargestellt werden. Berechne die resultierende Matrix \(A_{ges}\) der Abonnenten für den Sommer. \(N = \begin{pmatrix} 10 & 15 & 5 \\ 5 & 10 & 8 \end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Welche Spalte der Matrix repräsentiert die Abonnentenzahlen der „Gourmet“-Kiste? - Ein Zuwachs von \(20\,\%\) entspricht einer Multiplikation des ursprünglichen Wertes mit \(1{,}20\). - Achte darauf, dass bei der Matrixaddition nur Elemente an der jeweils gleichen Position addiert werden. - Lies genau ab, welche Zeile für welches Abo-Modell steht, falls nach spezifischen Summen gefragt wird.

Lösung

1. Identifikation der Abonnentenzahlen für die „Gourmet“-Kiste in der dritten Spalte: Die Addition der Abonnentenzahlen beider Modelle ergibt \(30 + 20 = 50\). 2. Berechnung des Wachstums um \(20\,\%\) durch Multiplikation der Matrix \(A\) mit dem Faktor \(1{,}2\): \(A_{neu} = 1{,}2 \cdot \begin{pmatrix} 45 & 60 & 30 \\ 25 & 40 & 20 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 54 & 72 & 36 \\ 30 & 48 & 24 \end{pmatrix}\). 3. Addition der Neukunden-Matrix \(N\) zur Matrix \(A_{neu}\), um den Gesamtbestand im Sommer zu erhalten: \(A_{ges} = A_{neu} + N = \begin{pmatrix} 54+10 & 72+15 & 36+5 \\ 30+5 & 48+10 & 24+8 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 64 & 87 & 41 \\ 35 & 58 & 32 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) Insgesamt haben \(50\) Abonnenten eine „Gourmet“-Kiste bestellt. b) \(A_{neu} = \begin{pmatrix} 54 & 72 & 36 \\ 30 & 48 & 24 \end{pmatrix}\) c) \(A_{ges} = \begin{pmatrix} 64 & 87 & 41 \\ 35 & 58 & 32 \end{pmatrix}\)
43070912
Gegeben ist eine \( 2 \times 5 \)-Matrix \( \mathbf{A} = (a_{ij}) \). Bestimme die einzelnen Elemente der Matrix und schreibe sie in der entsprechenden Form auf, wenn die folgende Bildungsvorschrift gilt: \( a_{ij} = 2^i \cdot j \)

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Zeilen und Spalten die Matrix hat. - Der erste Index \( i \) steht für die Zeilennummer, der zweite Index \( j \) für die Spaltennummer. - Setze die jeweiligen Werte für \( i \) und \( j \) nacheinander in die Formel ein.

Lösung

1. Berechnung der Elemente für die erste Zeile (\( i = 1 \)): \( a_{11} = 2^1 \cdot 1 = 2 \); \( a_{12} = 2^1 \cdot 2 = 4 \); \( a_{13} = 2^1 \cdot 3 = 6 \); \( a_{14} = 2^1 \cdot 4 = 8 \); \( a_{15} = 2^1 \cdot 5 = 10 \). 2. Berechnung der Elemente für die zweite Zeile (\( i = 2 \)): \( a_{21} = 2^2 \cdot 1 = 4 \); \( a_{22} = 2^2 \cdot 2 = 8 \); \( a_{23} = 2^2 \cdot 3 = 12 \); \( a_{24} = 2^2 \cdot 4 = 16 \); \( a_{25} = 2^2 \cdot 5 = 20 \). 3. Zusammenstellen der Matrix: \( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 2 & 4 & 6 & 8 & 10 \\ 4 & 8 & 12 & 16 & 20 \end{pmatrix} \).

Antwort

\( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 2 & 4 & 6 & 8 & 10 \\ 4 & 8 & 12 & 16 & 20 \end{pmatrix} \)
43071012
Stelle eine \( 3 \times 3 \)-Matrix \( \mathbf{M} = (m_{ij}) \) auf, deren Elemente durch die folgenden Bedingungen festgelegt sind: \( m_{ij} = 0{,}5 \) für \( i = j \) \( m_{ij} = 0{,}25 \) für \( i \neq j \)

Denkanstöße

- Was bedeutet die Bedingung \( i = j \) für die Position eines Elements in der Matrix? - Welche Elemente liegen nicht auf der Hauptdiagonale? - Achte darauf, dass die Matrix genau drei Zeilen und drei Spalten besitzt.

Lösung

1. Identifikation der Diagonalelemente (\( i = j \)): Für die Positionen \( (1,1) \), \( (2,2) \) und \( (3,3) \) gilt \( m_{11} = m_{22} = m_{33} = 0{,}5 \). 2. Identifikation der restlichen Elemente (\( i \neq j \)): Für alle anderen Positionen (außerhalb der Hauptdiagonale) gilt \( m_{ij} = 0{,}25 \). 3. Konstruktion der Matrix: \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}25 & 0{,}5 \end{pmatrix} \).

Antwort

\( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}25 & 0{,}5 \end{pmatrix} \)
43071312
Ein dynamisches System mit den Zuständen \( S_1, S_2, S_3 \) und \( S_4 \) wird durch eine Übergangsmatrix \( M \) beschrieben. Dabei gibt der Eintrag \( m_{ij} \) den Anteil des Übergangs vom Zustand \( S_j \) zum Zustand \( S_i \) an (Zeile \( i \), Spalte \( j \)). Erstelle die \( 4 \times 4 \)-Matrix \( M \) basierend auf den folgenden Daten: \( m_{11} = 0{,}75 \); \( m_{21} = 0{,}15 \); \( m_{41} = 0{,}10 \) \( m_{12} = 0{,}20 \); \( m_{22} = 0{,}80 \) \( m_{33} = 0{,}60 \); \( m_{43} = 0{,}40 \) \( m_{14} = 0{,}05 \); \( m_{34} = 0{,}05 \); \( m_{44} = 0{,}90 \) Alle nicht explizit genannten Übergangswahrscheinlichkeiten sind Null.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Zeilen und Spalten die Matrix haben muss. - Erinnere dich daran, welcher Index für die Zeile und welcher für die Spalte steht. - Gehe die Informationen Schritt für Schritt durch und trage die Werte an die richtigen Positionen ein. - Was musst du tun, wenn für eine bestimmte Position kein Wert angegeben wurde? - Bei Übergangsmatrizen ist es oft hilfreich zu prüfen, ob die Summe der Werte in jeder Spalte \( 1 \) ergibt.

Lösung

1. Bestimmung der Matrixstruktur: Da es vier Zustände gibt, handelt es sich um eine \( 4 \times 4 \)-Matrix. 2. Zuordnung der Indizes: Der erste Index \( i \) gibt die Zeile und der zweite Index \( j \) die Spalte an. 3. Eintragen der Werte: Spalte 1: \( m_{11}=0{,}75, m_{21}=0{,}15, m_{31}=0, m_{41}=0{,}10 \). Spalte 2: \( m_{12}=0{,}20, m_{22}=0{,}80, m_{32}=0, m_{42}=0 \). Spalte 3: \( m_{13}=0, m_{23}=0, m_{33}=0{,}60, m_{43}=0{,}40 \). Spalte 4: \( m_{14}=0{,}05, m_{24}=0, m_{34}=0{,}05, m_{44}=0{,}90 \). 4. Zusammenfassen zur Matrix \( M \).

Antwort

\( M = \begin{pmatrix} 0{,}75 & 0{,}20 & 0 & 0{,}05 \\ 0{,}15 & 0{,}80 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 0{,}60 & 0{,}05 \\ 0{,}10 & 0 & 0{,}40 & 0{,}90 \end{pmatrix} \)
43071712
Bestimme die Werte der Unbekannten \(u\), \(v\) und \(w\) so, dass die folgende Matrix \(K\) symmetrisch bezüglich ihrer Hauptdiagonale ist: \(K = \begin{pmatrix} 10 & 2 \cdot u & v - 3 \\ 6 & 5 & 8 \\ 4 & w & 7 \end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Stell dir vor, du spiegelst die Einträge der Matrix an der Diagonale, die von links oben nach rechts unten verläuft. - Welche Zahlen oder Terme müssen an den gegenüberliegenden Positionen gleich sein? - Vergleiche die Einträge paarweise, zum Beispiel das Element in der ersten Zeile, zweiten Spalte mit dem in der zweiten Zeile, ersten Spalte.

Lösung

1. Eine Matrix ist symmetrisch, wenn für ihre Elemente \(k_{ij} = k_{ji}\) gilt. 2. Für die Elemente der ersten Zeile und Spalte ergibt sich: \(2 \cdot u = 6 \implies u = 3\) und \(v - 3 = 4 \implies v = 7\). 3. Für die Elemente der zweiten Zeile und Spalte ergibt sich: \(w = 8\). 4. Die resultierende symmetrische Matrix lautet \(K = \begin{pmatrix} 10 & 6 & 4 \\ 6 & 5 & 8 \\ 4 & 8 & 7 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(u = 3\), \(v = 7\), \(w = 8\)
43072112
Ein Unternehmen stellt aus drei Rohstoffen \(R_1, R_2, R_3\) zwei Zwischenprodukte \(Z_1, Z_2\) her. Diese werden im nächsten Schritt zu zwei Endprodukten \(E_1, E_2\) weiterverarbeitet. Der Bedarf an Rohstoffen pro Mengeneinheit (ME) der Zwischenprodukte wird durch die Matrix \(A\) beschrieben, der Bedarf an Zwischenprodukten pro ME der Endprodukte durch die Matrix \(B\): \(A = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 2 & 4 \\ 0 & 5 \end{pmatrix}\); \(B = \begin{pmatrix} 2 & 6 \\ 3 & 1 \end{pmatrix}\) Berechne die Matrix \(C = A \cdot B\), welche den direkten Bedarf an Rohstoffen pro ME der Endprodukte angibt.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Dimension die Ergebnismatrix haben muss, wenn eine \(3 \times 2\)-Matrix mit einer \(2 \times 2\)-Matrix multipliziert wird. - Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Was bedeutet ein Element in der resultierenden Matrix \(C\) im Sachzusammenhang? Zum Beispiel: Was gibt der Wert in der ersten Zeile und zweiten Spalte an?

Lösung

Um die Matrix \(C = A \cdot B\) zu berechnen, wird das Skalarprodukt der Zeilen von \(A\) mit den Spalten von \(B\) gebildet: 1. Erste Zeile von \(C\): \(c_{11} = 3 \cdot 2 + 1 \cdot 3 = 9\) \(c_{12} = 3 \cdot 6 + 1 \cdot 1 = 19\) 2. Zweite Zeile von \(C\): \(c_{21} = 2 \cdot 2 + 4 \cdot 3 = 16\) \(c_{22} = 2 \cdot 6 + 4 \cdot 1 = 16\) 3. Dritte Zeile von \(C\): \(c_{31} = 0 \cdot 2 + 5 \cdot 3 = 15\) \(c_{32} = 0 \cdot 6 + 5 \cdot 1 = 5\) Die Ergebnismatrix lautet somit \(C = \begin{pmatrix} 9 & 19 \\ 16 & 16 \\ 15 & 5 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(C = \begin{pmatrix} 9 & 19 \\ 16 & 16 \\ 15 & 5 \end{pmatrix}\)
43072312
Eine Bio-Bäckerei stellt drei verschiedene Sorten Gebäck her: Dinkelbrötchen, Weltmeisterbrötchen und Kürbiskernbrötchen. Die benötigten Mengen an Mehl, Wasser und Körnern pro Stück sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: <table> <tr> <td></td> <th colspan="3">Gebäcksorte</th> </tr> <tr> <td></td> <td>Dinkel</td> <td>Weltmeister</td> <td>Kürbiskern</td> </tr> <tr> <td>Mehl (g)</td> <td>150</td> <td>120</td> <td>100</td> </tr> <tr> <td>Wasser (mL)</td> <td>90</td> <td>80</td> <td>70</td> </tr> <tr> <td>Körner (g)</td> <td>10</td> <td>30</td> <td>25</td> </tr> </table> Die Produktionsmatrix \( A \) beschreibt diesen Zusammenhang. Für ein Wochenendgeschäft liegt eine Bestellung über \( 60 \) Dinkelbrötchen, \( 50 \) Weltmeisterbrötchen und \( 40 \) Kürbiskernbrötchen vor. Dieser Auftrag wird durch den Vektor \( \vec{v} \) repräsentiert. Bestimme mithilfe der Matrix-Vektor-Multiplikation den Vektor \( \vec{r} \), der den Gesamtbedarf an Mehl, Wasser und Körnern für diesen Auftrag angibt.

Denkanstöße

- Wie kannst du die Daten aus der Tabelle in einer Matrix anordnen, sodass die Spalten den Gebäcksorten entsprechen? - Erinnere dich daran, wie man eine Matrix mit einem Spaltenvektor multipliziert: „Zeile mal Spalte“. - Was bedeuten die einzelnen Komponenten des Ergebnisvektors im Sachzusammenhang?

Lösung

1. Aufstellen der Produktionsmatrix \( A \) aus der Tabelle: \( A = \begin{pmatrix} 150 & 120 & 100 \\ 90 & 80 & 70 \\ 10 & 30 & 25 \end{pmatrix} \) 2. Aufstellen des Auftragsvektors \( \vec{v} \): \( \vec{v} = \begin{pmatrix} 60 \\ 50 \\ 40 \end{pmatrix} \) 3. Berechnung des Ergebnisvektors \( \vec{r} = A \cdot \vec{v} \) durch Zeile-mal-Spalte-Rechnung: - Mehl: \( 150 \cdot 60 + 120 \cdot 50 + 100 \cdot 40 = 9\,000 + 6\,000 + 4\,000 = 19\,000 \) - Wasser: \( 90 \cdot 60 + 80 \cdot 50 + 70 \cdot 40 = 5\,400 + 4\,000 + 2\,800 = 12\,200 \) - Körner: \( 10 \cdot 60 + 30 \cdot 50 + 25 \cdot 40 = 600 + 1\,500 + 1\,000 = 3\,100 \) 4. Zusammenfassen zum Vektor \( \vec{r} = \begin{pmatrix} 19\,000 \\ 12\,200 \\ 3\,100 \end{pmatrix} \). Die Komponenten sind in der Reihenfolge Mehl in Gramm, Wasser in Millilitern und Körner in Gramm angegeben.

Antwort

\( \vec{r} = \begin{pmatrix} 19\,000 \\ 12\,200 \\ 3\,100 \end{pmatrix} \), entsprechend \(19\,000\,\text{g}\) Mehl, \(12\,200\,\text{mL}\) Wasser und \(3\,100\,\text{g}\) Körnern.
43072612
In einem zweistufigen Produktionsprozess werden aus drei Rohstoffen (\(R_1, R_2, R_3\)) zunächst zwei Zwischenprodukte (\(Z_1, Z_2\)) und daraus zwei Endprodukte (\(E_1, E_2\)) hergestellt. Der Bedarf an Rohstoffeinheiten pro Zwischenprodukt wird durch die Matrix \(M_{RZ}\) beschrieben: \[ M_{RZ} = \begin{pmatrix} 5 & 2 \\ 3 & 4 \\ 1 & 6 \end{pmatrix} \] Die Matrix \(M_{ZE}\) gibt den Bedarf an Zwischenprodukten pro Endprodukt an: \[ M_{ZE} = \begin{pmatrix} 3 & 7 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} \] Bestimme die Bedarfsmatrix \(M_{RE}\), die den direkten Bedarf an Rohstoffen für die Herstellung der Endprodukte angibt.

Denkanstöße

- Stelle dir den Prozess als Kette vor: Rohstoffe fließen in Zwischenprodukte, und diese fließen in Endprodukte. - Wie lässt sich der gesamte Materialfluss mathematisch durch eine einzige Operation zwischen den gegebenen Matrizen ausdrücken? - Prüfe vor der Rechnung, ob die Dimensionen der Matrizen eine Multiplikation erlauben. - Jedes Element der neuen Matrix berechnet sich aus dem Skalarprodukt einer Zeile der ersten Matrix und einer Spalte der zweiten Matrix.

Lösung

1. Der Zusammenhang zwischen Rohstoffen und Endprodukten wird über die Multiplikation der Verflechtungsmatrizen berechnet: \(M_{RE} = M_{RZ} \cdot M_{ZE}\). 2. Berechnung der Elemente von \(M_{RE}\): - \(r_{11} = 5 \cdot 3 + 2 \cdot 2 = 15 + 4 = 19\) - \(r_{12} = 5 \cdot 7 + 2 \cdot 1 = 35 + 2 = 37\) - \(r_{21} = 3 \cdot 3 + 4 \cdot 2 = 9 + 8 = 17\) - \(r_{22} = 3 \cdot 7 + 4 \cdot 1 = 21 + 4 = 25\) - \(r_{31} = 1 \cdot 3 + 6 \cdot 2 = 3 + 12 = 15\) - \(r_{32} = 1 \cdot 7 + 6 \cdot 1 = 7 + 6 = 13\) 3. Zusammenfassen der Ergebnisse in der Matrix \(M_{RE}\): \[ M_{RE} = \begin{pmatrix} 19 & 37 \\ 17 & 25 \\ 15 & 13 \end{pmatrix} \]

Antwort

Die Bedarfsmatrix \(M_{RE}\) lautet: \[ M_{RE} = \begin{pmatrix} 19 & 37 \\ 17 & 25 \\ 15 & 13 \end{pmatrix} \]
43072812
Gegeben sind die Matrizen \(A = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) und \(B = \begin{pmatrix} 4 & -1 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\). a) Berechne die Produkte \(A \cdot B\) und \(B \cdot A\). b) Überprüfe, ob das Kommutativgesetz der Multiplikation (\(A \cdot B = B \cdot A\)) hier gilt. c) Berechne \(A^2\) (also \(A \cdot A\)).

Denkanstöße

- Gehe bei der Multiplikation schrittweise vor: Das Element in der ersten Zeile und ersten Spalte des Ergebnisses entsteht aus der ersten Zeile der linken und der ersten Spalte der rechten Matrix. - Achte genau auf die Reihenfolge der Matrizen beim Multiplizieren. - Was bedeutet es für zwei Matrizen, gleich zu sein? - Ein Quadrat einer Matrix berechnest du, indem du die Matrix mit sich selbst multiplizierst.

Lösung

1. Berechnung von \(A \cdot B\): \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 4 + 2 \cdot 2 & 1 \cdot (-1) + 2 \cdot 5 \\ 0 \cdot 4 + 3 \cdot 2 & 0 \cdot (-1) + 3 \cdot 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung von \(B \cdot A\): \(\begin{pmatrix} 4 \cdot 1 + (-1) \cdot 0 & 4 \cdot 2 + (-1) \cdot 3 \\ 2 \cdot 1 + 5 \cdot 0 & 2 \cdot 2 + 5 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\) 3. Vergleich: Da \(\begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix} \neq \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\), gilt das Kommutativgesetz nicht. 4. Berechnung von \(A^2\): \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 1 + 2 \cdot 0 & 1 \cdot 2 + 2 \cdot 3 \\ 0 \cdot 1 + 3 \cdot 0 & 0 \cdot 2 + 3 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 8 \\ 0 & 9 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix}\) und \(B \cdot A = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\) b) Das Kommutativgesetz gilt nicht, da \(A \cdot B \neq B \cdot A\). c) \(A^2 = \begin{pmatrix} 1 & 8 \\ 0 & 9 \end{pmatrix}\)
43072912
Gegeben sind die Matrizen: \(A = \begin{pmatrix} 5 & -2 & 0 \\ 1 & 4 & 7 \\ -3 & 8 & 2 \\ 6 & 0 & -1 \end{pmatrix}\) und \(P = \begin{pmatrix} 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \\ 1 & 0 & 0 \end{pmatrix}\). a) Berechne das Matrizenprodukt \(A \cdot P\). b) Beschreibe die Wirkung der Rechtsmultiplikation mit einer Matrix dieser Form auf die Spalten der Matrix \(A\). c) Bestimme eine Matrix \(Q\), sodass das Produkt \(Q \cdot A\) die erste und vierte Zeile von \(A\) vertauscht, während die zweiten und dritten Zeilen unverändert bleiben.

Denkanstöße

- Überlege dir beim Multiplizieren, wie die Einsen in der Matrix \(P\) die einzelnen Spalten von \(A\) „auswählen“. - Was passiert mit einem Vektor, wenn du ihn mit einer Matrix multiplizierst, die in jeder Zeile und Spalte genau eine 1 hat? - Erinnere dich an den Unterschied zwischen Links- und Rechtsmultiplikation bei Matrizen. - Für Aufgabenteil c): Wie sieht eine Matrix aus, die bei Multiplikation gar nichts verändert? Wie müsstest du diese abändern?

Lösung

1. Berechnung von \(A \cdot P\): Die erste Spalte des Ergebnisses entspricht der dritten Spalte von \(A\), die zweite Spalte von \(A \cdot P\) der ersten Spalte von \(A\) und die dritte Spalte des Ergebnisses der zweiten Spalte von \(A\). \(A \cdot P = \begin{pmatrix} 0 & 5 & -2 \\ 7 & 1 & 4 \\ 2 & -3 & 8 \\ -1 & 6 & 0 \end{pmatrix}\) 2. Analyse der Wirkung: Die Rechtsmultiplikation mit \(P\) bewirkt eine zyklische Vertauschung der Spalten. Konkret rückt jede Spalte eine Position nach rechts, und die letzte Spalte wird zur ersten. 3. Konstruktion von \(Q\): Da \(A\) vier Zeilen hat, muss \(Q\) eine \(4 \times 4\)-Matrix sein. Um Zeile 1 und 4 zu tauschen, muss in der ersten Zeile von \(Q\) an der vierten Stelle eine 1 stehen und in der vierten Zeile von \(Q\) an der ersten Stelle eine 1. Die Zeilen 2 und 3 entsprechen der Einheitsmatrix. \(Q = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) \(A \cdot P = \begin{pmatrix} 0 & 5 & -2 \\ 7 & 1 & 4 \\ 2 & -3 & 8 \\ -1 & 6 & 0 \end{pmatrix}\) b) Die Spalten werden zyklisch nach rechts verschoben (Spalte 1 \(\to\) 2, Spalte 2 \(\to\) 3, Spalte 3 \(\to\) 1). c) \(Q = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \end{pmatrix}\)
43073112
Eine Großbäckerei stellt zwei Sorten Brot her: „Rustikal“ und „Vital“. Die folgende Tabelle gibt die benötigten Mengen der Zutaten Mehl, Wasser und Körner pro Brot in Kilogramm an. Ein Supermarkt bestellt 150 Brote der Sorte „Rustikal“ und 100 Brote der Sorte „Vital“. <table> <tr><td>Zutat</td><td>Rustikal</td><td>Vital</td></tr> <tr><td>Mehl</td><td>\(0{,}60\)</td><td>\(0{,}50\)</td></tr> <tr><td>Wasser</td><td>\(0{,}30\)</td><td>\(0{,}30\)</td></tr> <tr><td>Körner</td><td>\(0{,}10\)</td><td>\(0{,}20\)</td></tr> </table> Berechne mithilfe einer Matrizenmultiplikation, wie viele Kilogramm Mehl, Wasser und Körner für diesen Auftrag insgesamt benötigt werden.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du die Informationen aus der Tabelle in einer Matrix anordnen kannst. - Welche Dimension muss der Vektor mit den Bestellmengen haben, damit die Multiplikation möglich ist? - Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“ bei der Matrizenrechnung. - Was bedeuten die einzelnen Zeilen im Ergebnisvektor für die Lösung der Aufgabe?

Lösung

1. Aufstellen der Verbrauchsmatrix \(M\) (Zutaten pro Brot) und des Bestellvektors \(\vec{v}\) (Anzahl der Brote): \(M = \begin{pmatrix} 0{,}60 & 0{,}50 \\ 0{,}30 & 0{,}30 \\ 0{,}10 & 0{,}20 \end{pmatrix}\); \(\vec{v} = \begin{pmatrix} 150 \\ 100 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung des Gesamtbedarfs \(\vec{r}\) durch das Matrizenprodukt \(\vec{r} = M \cdot \vec{v}\): \(\vec{r} = \begin{pmatrix} 0{,}60 \cdot 150 + 0{,}50 \cdot 100 \\ 0{,}30 \cdot 150 + 0{,}30 \cdot 100 \\ 0{,}10 \cdot 150 + 0{,}20 \cdot 100 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 90 + 50 \\ 45 + 30 \\ 15 + 20 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 140 \\ 75 \\ 35 \end{pmatrix}\) 3. Die Komponenten des Ergebnisvektors entsprechen den Gesamtmengen der Zutaten in \(\text{kg}\).

Antwort

Für den Auftrag werden \(140\,\text{kg}\) Mehl, \(75\,\text{kg}\) Wasser und \(35\,\text{kg}\) Körner benötigt.
43073312
Ein Catering-Unternehmen bietet drei verschiedene Menüs an: „Veggie“, „Standard“ und „Exklusiv“. Die Zusammensetzung der Menüs aus den Grundzutaten Reis, Gemüse und Proteinbeilage ist in der folgenden Tabelle in Kilogramm (\(\text{kg}\)) pro Portion angegeben: | Menü | Reis (in \(\text{kg}\)) | Gemüse (in \(\text{kg}\)) | Protein (in \(\text{kg}\)) | | :--- | :--- | :--- | :--- | | Veggie | \(0{,}2\) | \(0{,}4\) | \(0\) | | Standard | \(0{,}15\) | \(0{,}2\) | \(0{,}15\) | | Exklusiv | \(0{,}1\) | \(0{,}3\) | \(0{,}25\) | Die Kosten für die Zutaten pro Kilogramm sind im Preisvektor \(\vec{p} = \begin{pmatrix} 2{,}00 \\ 3{,}50 \\ 14{,}00 \end{pmatrix}\) (in \(\text{€}/\text{kg}\)) zusammengefasst. Stelle die Materialzusammensetzung als Matrix \(M\) auf und berechne mithilfe einer Matrix-Vektor-Multiplikation die Materialkosten für jeweils eine Portion der drei Menüs.

Denkanstöße

- Welche Information gehört in die Zeilen und welche in die Spalten deiner Matrix, damit die Multiplikation mit dem Preisvektor Sinn ergibt? - Achte darauf, dass die Reihenfolge der Zutaten in der Matrix mit der Reihenfolge im Preisvektor übereinstimmt. - Wie berechnet man das Skalarprodukt einer Zeile mit einem Vektor?

Lösung

1. Aufstellen der Matrix \(M\), wobei die Zeilen die Menüs und die Spalten die Zutaten (Reis, Gemüse, Protein) repräsentieren: \(M = \begin{pmatrix} 0{,}2 & 0{,}4 & 0 \\ 0{,}15 & 0{,}2 & 0{,}15 \\ 0{,}1 & 0{,}3 & 0{,}25 \end{pmatrix}\) 2. Multiplikation der Matrix \(M\) mit dem Preisvektor \(\vec{p}\): \(M \cdot \vec{p} = \begin{pmatrix} 0{,}2 \cdot 2{,}00 + 0{,}4 \cdot 3{,}50 + 0 \cdot 14{,}00 \\ 0{,}15 \cdot 2{,}00 + 0{,}2 \cdot 3{,}50 + 0{,}15 \cdot 14{,}00 \\ 0{,}1 \cdot 2{,}00 + 0{,}3 \cdot 3{,}50 + 0{,}25 \cdot 14{,}00 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung der Komponenten des Ergebnisvektors: - Veggie: \(0{,}40 + 1{,}40 + 0 = 1{,}80\) - Standard: \(0{,}30 + 0{,}70 + 2{,}10 = 3{,}10\) - Exklusiv: \(0{,}20 + 1{,}05 + 3{,}50 = 4{,}75\)

Antwort

Die Materialkosten pro Portion betragen für das Menü „Veggie“ \(1{,}80\,\text{€}\), für das Menü „Standard“ \(3{,}10\,\text{€}\) und für das Menü „Exklusiv“ \(4{,}75\,\text{€}\).
43073512
Gegeben sind die beiden Matrizen \(A = \begin{pmatrix} 2 & 0 \\ 0 & 5 \end{pmatrix}\) und \(B = \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix}\). Weise durch explizite Berechnung der Produkte \(A \cdot B\) und \(B \cdot A\) nach, dass die Matrizenmultiplikation in diesem Fall nicht kommutativ ist.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“ für die Multiplikation von Matrizen. - Berechne jedes Element der Ergebnismatrix einzeln. - Vergleiche am Ende die entsprechenden Einträge der beiden Ergebnismatrizen.

Lösung

1. Berechnung von \(A \cdot B\): \(\begin{pmatrix} 2 & 0 \\ 0 & 5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 1 + 0 \cdot 1 & 2 \cdot 1 + 0 \cdot 1 \\ 0 \cdot 1 + 5 \cdot 1 & 0 \cdot 1 + 5 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 & 2 \\ 5 & 5 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung von \(B \cdot A\): \(\begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 0 \\ 0 & 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 \cdot 2 + 1 \cdot 0 & 1 \cdot 0 + 1 \cdot 5 \\ 1 \cdot 2 + 1 \cdot 0 & 1 \cdot 0 + 1 \cdot 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 & 5 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\) 3. Vergleich der Ergebnisse: Da \(\begin{pmatrix} 2 & 2 \\ 5 & 5 \end{pmatrix} \neq \begin{pmatrix} 2 & 5 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\), ist gezeigt, dass \(A \cdot B \neq B \cdot A\).

Antwort

Es gilt \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 2 & 2 \\ 5 & 5 \end{pmatrix}\) und \(B \cdot A = \begin{pmatrix} 2 & 5 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\). Da die Ergebnismatrizen nicht identisch sind, ist \(A \cdot B \neq B \cdot A\).
43074112
Berechne den resultierenden Vektor möglichst vorteilhaft, indem du Rechenregeln für Matrizen nutzt: \[ \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}1 \\ 0{,}4 & 0{,}9 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 14 \\ 37 \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}1 \\ 0{,}4 & 0{,}9 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 86 \\ 63 \end{pmatrix} \]

Denkanstöße

- Schau dir die Struktur des Ausdrucks genau an. Fällt dir eine Gemeinsamkeit bei den Summanden auf? - Gibt es ein Gesetz, mit dem man Matrizen ausklammern kann? - Addiere zuerst die Vektoren, bevor du die Matrixmultiplikation ausführst.

Lösung

1. Anwendung des Distributivgesetzes für Matrizen und Vektoren: \(M \cdot \vec{v} + M \cdot \vec{w} = M \cdot (\vec{v} + \vec{w})\). 2. Berechnung der Summe der beiden Vektoren: \(\begin{pmatrix} 14 \\ 37 \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} 86 \\ 63 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 100 \\ 100 \end{pmatrix}\). 3. Multiplikation der Matrix mit dem Summenvektor: \(\begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}1 \\ 0{,}4 & 0{,}9 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 100 \\ 100 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}6 \cdot 100 + 0{,}1 \cdot 100 \\ 0{,}4 \cdot 100 + 0{,}9 \cdot 100 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 60 + 10 \\ 40 + 90 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 70 \\ 130 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(\begin{pmatrix} 70 \\ 130 \end{pmatrix}\)
43074312
Gegeben ist die Matrix \( A = \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \). a) Bestimme eine Matrix \( X \), für die gilt: \( A \cdot X = A \). b) Überprüfe durch eine explizite Rechnung, ob für deine Matrix \( X \) aus Teilaufgabe a) auch \( X \cdot A = A \) erfüllt ist. c) Erkläre unter Verwendung der Dimensionsregeln für die Matrizenmultiplikation, warum die Matrix \( E_3 = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} \) nicht als neutrales Element für die Matrix \( A \) fungieren kann.

Denkanstöße

- Welche Zahl verändert bei der normalen Multiplikation den Wert nicht? Wie könnte eine entsprechende Matrix aufgebaut sein? - Erinnere dich an das Rechenschema „Zeile mal Spalte“. - Welche Voraussetzung muss für die Anzahl der Zeilen und Spalten erfüllt sein, damit man zwei Matrizen überhaupt multiplizieren darf?

Lösung

1. Eine mögliche Wahl für \( X \) ist die \( 2 \times 2 \)-Einheitsmatrix \( E_2 = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \), denn damit gilt \(A \cdot X = A\). 2. Überprüfung von \( X \cdot A \): Die Rechnung \( \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 \cdot 3 + 0 \cdot 4 & 1 \cdot (-2) + 0 \cdot 1 \\ 0 \cdot 3 + 1 \cdot 4 & 0 \cdot (-2) + 1 \cdot 1 \end{pmatrix} \) ergibt die Matrix \( \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \), was exakt \( A \) entspricht. 3. Dimensionsprüfung: Die Matrix \( A \) ist vom Typ \( 2 \times 2 \), die Matrix \( E_3 \) vom Typ \( 3 \times 3 \). Das Produkt \( A \cdot E_3 \) ist nur definiert, wenn die Spaltenanzahl von \( A \) (hier 2) mit der Zeilenanzahl von \( E_3 \) (hier 3) übereinstimmt. Da \( 2 \neq 3 \), ist die Multiplikation nicht durchführbar. Analog ist \( E_3 \cdot A \) nicht definiert, da \( 3 \neq 2 \).

Antwort

a) \( X = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) b) Die Rechnung bestätigt \( X \cdot A = A \). c) Die Multiplikation ist aufgrund nicht passender Dimensionen (\( 2 \neq 3 \)) nicht definiert.
43074512
Gegeben sind die Matrizen \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 5 & 3 \\ 3 & 2 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 2 & -3 \\ -3 & 5 \end{pmatrix} \). a) Berechne die Matrixprodukte \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} \) und \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} \). b) Vergleiche die Ergebnisse. Welche mathematische Beziehung besteht zwischen \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \)?

Denkanstöße

- Erinnere dich an das Verfahren „Zeile mal Spalte“ bei der Matrizenmultiplikation. - Achte beim Rechnen besonders auf die Vorzeichen. - Was ist das Besondere an einer Matrix, die auf der Hauptdiagonalen nur Einsen und sonst nur Nullen hat? - Wenn das Produkt zweier Matrizen ein ganz bestimmtes neutrales Element ergibt, wie nennt man diese Matrizen dann?

Lösung

1. Berechnung von \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} \): \( \begin{pmatrix} 5 \cdot 2 + 3 \cdot (-3) & 5 \cdot (-3) + 3 \cdot 5 \\ 3 \cdot 2 + 2 \cdot (-3) & 3 \cdot (-3) + 2 \cdot 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10-9 & -15+15 \\ 6-6 & -9+10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). 2. Berechnung von \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} \): \( \begin{pmatrix} 2 \cdot 5 + (-3) \cdot 3 & 2 \cdot 3 + (-3) \cdot 2 \\ -3 \cdot 5 + 5 \cdot 3 & -3 \cdot 3 + 5 \cdot 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10-9 & 6-6 \\ -15+15 & -9+10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). 3. Feststellung: Beide Produkte ergeben die Einheitsmatrix \( \mathbf{E} \). 4. Schlussfolgerung: Da \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} = \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} = \mathbf{E} \) gilt, sind \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \) zueinander inverse Matrizen.

Antwort

a) \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). b) Die Matrizen \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \) sind zueinander invers.
43074712
Ein Möbelhersteller produziert zwei Arten von Regalen, \(R_1\) und \(R_2\), in zwei verschiedenen Werkstätten, \(W_1\) und \(W_2\). In beiden Werkstätten werden jeweils \(40\) Einheiten von \(R_1\) und \(60\) Einheiten von \(R_2\) hergestellt. Der Bedarf an Holzplatten (in \(\text{m}^2\)) und die benötigte Arbeitszeit (in \(\text{h}\)) pro Regal sind in den folgenden Verbrauchsmatrizen \(M_1\) (für \(W_1\)) und \(M_2\) (für \(W_2\)) angegeben: \(M_1 = \begin{pmatrix} 3 & 5 \\ 2 & 1 \end{pmatrix}\), \(M_2 = \begin{pmatrix} 2 & 4 \\ 1{,}5 & 2 \end{pmatrix}\) Dabei gibt die erste Zeile jeweils den Bedarf an Holz und die zweite Zeile die Arbeitszeit an. Die erste Spalte bezieht sich auf \(R_1\), die zweite auf \(R_2\). Der Produktionsvektor lautet \(\vec{p} = \begin{pmatrix} 40 \\ 60 \end{pmatrix}\). a) Berechne den Ressourcenbedarf für jede Werkstatt einzeln und addiere die Ergebnisse zum Gesamtbedarf. b) Bestimme die Summenmatrix \(S = M_1 + M_2\) und berechne damit den Gesamtbedarf. c) Erläutere die Bedeutung der Matrix \(S\) im Sachzusammenhang und begründe die Gültigkeit der Gleichung \(M_1 \cdot \vec{p} + M_2 \cdot \vec{p} = (M_1 + M_2) \cdot \vec{p}\).

Denkanstöße

- Was bedeuten die Zeilen und Spalten der Ergebnismatrix nach der Multiplikation mit dem Produktionsvektor? - Überlege dir, was passiert, wenn du zwei Matrizen addierst: Welche Informationen werden hier zusammengefasst? - Erinnere dich an das Distributivgesetz aus der Algebra. Wie lässt sich das auf Matrizen und Vektoren übertragen? - Hilft es dir, den Rechenweg in Worten zu beschreiben, um die Bedeutung der Summenmatrix zu verstehen?

Lösung

1. Berechnung des Bedarfs für Werkstatt 1: \(M_1 \cdot \vec{p} = \begin{pmatrix} 3 \cdot 40 + 5 \cdot 60 \\ 2 \cdot 40 + 1 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 420 \\ 140 \end{pmatrix}\). Werkstatt 1 benötigt \(420\,\text{m}^2\) Holz und \(140\,\text{h}\) Arbeitszeit. 2. Berechnung des Bedarfs für Werkstatt 2: \(M_2 \cdot \vec{p} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 40 + 4 \cdot 60 \\ 1{,}5 \cdot 40 + 2 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 320 \\ 180 \end{pmatrix}\). Werkstatt 2 benötigt \(320\,\text{m}^2\) Holz und \(180\,\text{h}\) Arbeitszeit. 3. Addition zum Gesamtbedarf: \(\begin{pmatrix} 420 \\ 140 \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} 320 \\ 180 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 740 \\ 320 \end{pmatrix}\). Insgesamt werden \(740\,\text{m}^2\) Holz und \(320\,\text{h}\) Arbeitszeit benötigt. 4. Berechnung der Summenmatrix: \(S = M_1 + M_2 = \begin{pmatrix} 3+2 & 5+4 \\ 2+1{,}5 & 1+2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 & 9 \\ 3{,}5 & 3 \end{pmatrix}\). 5. Berechnung des Gesamtbedarfs mit \(S\): \(S \cdot \vec{p} = \begin{pmatrix} 5 \cdot 40 + 9 \cdot 60 \\ 3{,}5 \cdot 40 + 3 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 200 + 540 \\ 140 + 180 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 740 \\ 320 \end{pmatrix}\). 6. Bedeutung von \(S\): Die Matrix \(S\) gibt den kombinierten Ressourcenbedarf an, wenn in jeder Werkstatt jeweils ein Regal des betreffenden Typs gefertigt wird. Die Gleichung gilt, da es mathematisch keinen Unterschied macht, ob man die Ressourcenverbräuche der einzelnen Standorte addiert oder zuerst diesen kombinierten Bedarf ermittelt und anschließend mit den jeweiligen Stückzahlen multipliziert.

Antwort

a) Werkstatt 1: \(420\,\text{m}^2\) Holz, \(140\,\text{h}\) Arbeit; Werkstatt 2: \(320\,\text{m}^2\) Holz, \(180\,\text{h}\) Arbeit. Gesamt: \(\begin{pmatrix} 740 \\ 320 \end{pmatrix}\). b) \(S = \begin{pmatrix} 5 & 9 \\ 3{,}5 & 3 \end{pmatrix}\); \(S \cdot \vec{p} = \begin{pmatrix} 740 \\ 320 \end{pmatrix}\). c) Die Matrix \(S\) stellt den kombinierten Ressourcenbedarf dar, wenn in beiden Werkstätten jeweils ein Regal des betreffenden Typs produziert wird. Die Gleichung spiegelt das Distributivgesetz wider: Der Gesamtaufwand ist die Summe der Einzelaufwände.
43074912
In der Matrizenrechnung, die zur Beschreibung von Übergangsprozessen genutzt wird, treten verschiedene spezielle Matrizentypen auf. Untersuche die Eigenschaften einer Matrix, die sich bezüglich der Addition neutral verhält. 1. Bestimme die Einträge einer \(2 \times 2\)-Matrix \(N = \begin{pmatrix} n_{11} & n_{12} \\ n_{21} & n_{22} \end{pmatrix}\), die für jede beliebige Matrix \(M = \begin{pmatrix} m_{11} & m_{12} \\ m_{21} & m_{22} \end{pmatrix}\) die Bedingung \(M + N = M\) erfüllt. 2. Begründe allgemein, warum für jede Dimension \(m \times n\) eine solche Matrix existiert. 3. Eine quadratische Matrix heißt stochastisch (oder Übergangsmatrix), wenn alle ihre Einträge zwischen 0 und 1 liegen und die Summe der Einträge jeder Spalte genau 1 ergibt. Entscheide, ob die in Teilaufgabe 1 gefundene neutrale Matrix der Addition eine Übergangsmatrix sein kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet „neutral“ im Zusammenhang mit einer Rechenoperation wie der Addition? - Wie werden zwei Matrizen miteinander addiert? Erinnere dich an die komponentenweise Rechnung. - Welche Zahl ändert bei der Addition einen Wert nicht? - Überprüfe die Definition einer Übergangsmatrix: Welche Eigenschaft müssen die Spaltensummen erfüllen?

Lösung

1. Aus der Bedingung \(M + N = M\) folgt für die einzelnen Komponenten: \(m_{ij} + n_{ij} = m_{ij}\). Durch Subtraktion von \(m_{ij}\) auf beiden Seiten ergibt sich \(n_{ij} = 0\) für alle Indizes. Somit ist \(N = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) die Nullmatrix. 2. Da die Addition von Matrizen komponentenweise definiert ist, existiert für jede Dimension \(m \times n\) eine Matrix, deren Einträge alle gleich der reellen Zahl 0 sind. Da 0 das neutrale Element der Addition in \(\mathbb{R}\) ist, gilt für jedes Element \(a_{ij}\) einer beliebigen Matrix \(A\): \(a_{ij} + 0 = a_{ij}\). Somit ist die Nullmatrix \(O_{m,n}\) stets das neutrale Element. 3. Eine Übergangsmatrix erfordert, dass die Summe der Einträge jeder Spalte 1 ist. Bei der Nullmatrix ist die Summe der Einträge jeder Spalte \(0 + 0 + \dots + 0 = 0\). Da \(0 \neq 1\), kann die neutrale Matrix der Addition niemals eine Übergangsmatrix sein.

Antwort

1. \(N = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) 2. Die Existenz ist durch die komponentenweise Addition und das neutrale Element 0 der reellen Zahlen gegeben. 3. Nein, da die Spaltensummen der Nullmatrix 0 und nicht 1 sind.
43070612
In der Populationsdynamik werden Übergangsprozesse oft durch Matrizen beschrieben. Gegeben ist eine Übergangsmatrix \(M = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}2 \\ 0{,}3 & 0{,}8 \end{pmatrix}\), die die jährliche Wanderung zwischen zwei Gebieten beschreibt. a) Durch äußere Einflüsse verdoppeln sich alle Übergangsraten proportional. Berechne die neue Matrix \(M_{neu} = 2 \cdot M\). b) Überprüfe an diesem Beispiel die Gültigkeit des Distributivgesetzes für die Skalarmultiplikation, indem du \(k \cdot (M + M)\) und \(k \cdot M + k \cdot M\) für \(k = 3\) vergleichst. c) Das Kommutativgesetz der Addition besagt \(A + B = B + A\). Begründe allgemein unter Rückgriff auf die Addition von reellen Zahlen, warum dieses Gesetz für Matrizen immer gelten muss. d) Erkläre, warum die Matrix \(M_{neu}\) aus Teilaufgabe a) im Kontext von relativen Übergangsanteilen (stochastische Matrix) problematisch sein könnte, wenn man die Spaltensummen betrachtet.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die einzelnen Zahlen in einer Tabelle, wenn die gesamte Tabelle mit einem Faktor multipliziert wird? - Erinnere dich an die Rechenregeln für Zahlen. Warum dürfen wir beim Addieren die Reihenfolge vertauschen? - Addiere die Werte einer Spalte in der ursprünglichen Matrix und in der neuen Matrix. Was fällt dir auf? - Wie sind Matrizen aufgebaut? Sie bestehen aus vielen einzelnen Zahlen, für die du die Grundrechenarten bereits kennst.

Lösung

1. Berechnung von \(M_{neu}\): Jeder Eintrag von \(M\) wird mit 2 multipliziert. \(M_{neu} = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\). 2. Distributivgesetz prüfen: \(M + M = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot (M + M) = \begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot M = \begin{pmatrix} 2{,}1 & 0{,}6 \\ 0{,}9 & 2{,}4 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot M + 3 \cdot M = \begin{pmatrix} 2{,}1+2{,}1 & 0{,}6+0{,}6 \\ 0{,}9+0{,}9 & 2{,}4+2{,}4 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis. 3. Begründung Kommutativgesetz: Die Addition von Matrizen erfolgt komponentenweise (\(a_{ij} + b_{ij}\)). Da für die reellen Zahlen das Kommutativgesetz gilt (\(a_{ij} + b_{ij} = b_{ij} + a_{ij}\)), gilt es auch für jeden Eintrag der Ergebnismatrix. 4. Interpretation \(M_{neu}\): Bei einer stochastischen Matrix muss die Summe der Einträge jeder Spalte genau \(1\) ergeben (\(100\,\%\)). Bei \(M_{neu}\) sind die Spaltensummen \(1{,}4 + 0{,}6 = 2{,}0\) und \(0{,}4 + 1{,}6 = 2{,}0\). Dies würde bedeuten, dass sich die Gesamtpopulation verdoppelt, anstatt nur verteilt zu werden.

Antwort

a) \(M_{neu} = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\) b) Beide Berechnungen ergeben \(\begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). c) Da die komponentenweise Addition auf der kommutativen Addition reeller Zahlen basiert, ist auch die Matrixaddition kommutativ. d) Die Spaltensummen sind größer als \(1\) (hier \(2\)), was bei realen Übergangswahrscheinlichkeiten unmöglich ist, da die Summe der Anteile \(100\,\%\) bzw. \(1\) nicht überschreiten darf.
43070712
Ein Sportartikelhersteller beliefert drei regionale Verteilzentren (West, Süd, Ost) mit vier verschiedenen Laufschuhmodellen (Air, Speed, Trail, Comfort). Die Liefermengen für den Monat April sind in der Matrix \(L_A\) zusammengefasst, wobei die Zeilen die Zentren und die Spalten die Modelle in der genannten Reihenfolge darstellen. \(L_A = \begin{pmatrix} 120 & 150 & 80 & 200 \\ 100 & 120 & 110 & 180 \\ 90 & 130 & 100 & 150 \end{pmatrix}\) a) Wie viele Schuhe des Typs „Trail“ wurden im April insgesamt an alle Zentren geliefert? Welches Verteilzentrum erhielt die größte Gesamtzahl an Schuhen? b) In den Monaten Mai, Juni und Juli wird monatlich die gleiche Menge wie im April geliefert. Bestimme die Matrix \(L_Q\), welche die gesamte Liefermenge für diesen Zeitraum von drei Monaten angibt. c) Für den Monat August ist eine angepasste Lieferung geplant, die durch die Matrix \(L_{Aug}\) beschrieben wird. Berechne die Matrix für die Gesamtliefermenge der Monate Juli und August zusammen (Hinweis: Die Lieferung im Juli entspricht der aus April). \(L_{Aug} = \begin{pmatrix} 140 & 160 & 90 & 210 \\ 110 & 130 & 120 & 190 \\ 100 & 140 & 110 & 160 \end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Information in den Zeilen und welche in den Spalten der Matrix steht. - Wenn du die Summe über alle Standorte für ein bestimmtes Modell suchst, musst du die entsprechende Spalte addieren. - Für die Gesamtzahl pro Standort addiere die Werte entlang einer Zeile. - Bei gleichbleibenden Lieferungen über mehrere Zeiträume hilft die Multiplikation der Matrix mit einer Zahl. - Um Bestände oder Lieferungen verschiedener Zeiträume zusammenzuführen, nutzt man die komponentenweise Addition der Matrizen.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl der Schuhe des Typs „Trail“ durch Addition der Werte in der dritten Spalte: \(80 + 110 + 100 = 290\). 2. Berechnung der Zeilensummen zur Ermittlung des Zentrums mit der größten Liefermenge: West: \(120 + 150 + 80 + 200 = 550\); Süd: \(100 + 120 + 110 + 180 = 510\); Ost: \(90 + 130 + 100 + 150 = 470\). Das Zentrum West erhielt die meisten Schuhe. 3. Bestimmung der Matrix \(L_Q\) durch Multiplikation der Matrix \(L_A\) mit dem Skalar \(3\): \(L_Q = 3 \cdot L_A = \begin{pmatrix} 360 & 450 & 240 & 600 \\ 300 & 360 & 330 & 540 \\ 270 & 390 & 300 & 450 \end{pmatrix}\). 4. Berechnung der Gesamtlieferung für Juli und August durch Addition der Matrizen \(L_A\) und \(L_{Aug}\): \(L_{Ges} = L_A + L_{Aug} = \begin{pmatrix} 120+140 & 150+160 & 80+90 & 200+210 \\ 100+110 & 120+130 & 110+120 & 180+190 \\ 90+100 & 130+140 & 100+110 & 150+160 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 260 & 310 & 170 & 410 \\ 210 & 250 & 230 & 370 \\ 190 & 270 & 210 & 310 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) Es wurden insgesamt \(290\) Schuhe des Typs „Trail“ geliefert. Das Verteilzentrum West erhielt mit \(550\) Stück die meisten Schuhe. b) \(L_Q = \begin{pmatrix} 360 & 450 & 240 & 600 \\ 300 & 360 & 330 & 540 \\ 270 & 390 & 300 & 450 \end{pmatrix}\) c) \(L_{Ges} = \begin{pmatrix} 260 & 310 & 170 & 410 \\ 210 & 250 & 230 & 370 \\ 190 & 270 & 210 & 310 \end{pmatrix}\)
43071112
Gegeben sind die folgenden Matrizen: \( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 4 & -1 & 2 \\ 0 & 3 & -5 \\ 1 & 2 & 1 \end{pmatrix} \), \( \mathbf{B} = \begin{pmatrix} -2 & 5 & 0 \\ 1 & -4 & 2 \\ 3 & 0 & -1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{C} = \begin{pmatrix} 1 & 2 & -3 \\ -2 & 0 & 4 \\ 0 & 1 & 5 \end{pmatrix} \). Berechne die Ergebnismatrizen für: a) \( \mathbf{A} + \mathbf{B} - \mathbf{C} \) b) \( 2 \cdot \mathbf{A} - 3 \cdot \mathbf{B} \) c) \( \mathbf{B} - 2 \cdot (\mathbf{C} - \mathbf{A}) \)

Denkanstöße

- Achte darauf, die Rechenoperationen für jede Position in der Matrix einzeln durchzuführen. - Bei der Subtraktion einer negativen Zahl musst du auf das Vorzeichen achten. - Du kannst Klammerausdrücke bei Matrizen wie in der normalen Algebra auflösen und zusammenfassen.

Lösung

1. Durchführung der komponentenweisen Addition und Subtraktion: \( \mathbf{A} + \mathbf{B} - \mathbf{C} = \begin{pmatrix} 4-2-1 & -1+5-2 & 2+0-(-3) \\ 0+1-(-2) & 3-4-0 & -5+2-4 \\ 1+3-0 & 2+0-1 & 1-1-5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 2 & 5 \\ 3 & -1 & -7 \\ 4 & 1 & -5 \end{pmatrix} \) 2. Skalierung der Matrizen und anschließende Subtraktion: \( 2 \cdot \mathbf{A} - 3 \cdot \mathbf{B} = \begin{pmatrix} 8-(-6) & -2-15 & 4-0 \\ 0-3 & 6-(-12) & -10-6 \\ 2-9 & 4-0 & 2-(-3) \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 14 & -17 & 4 \\ -3 & 18 & -16 \\ -7 & 4 & 5 \end{pmatrix} \) 3. Vereinfachung des Ausdrucks zu \( 2 \cdot \mathbf{A} + \mathbf{B} - 2 \cdot \mathbf{C} \) und Berechnung: \( \begin{pmatrix} 8-2-2 & -2+5-4 & 4+0+6 \\ 0+1+4 & 6-4-0 & -10+2-8 \\ 2+3-0 & 4+0-2 & 2-1-10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 & -1 & 10 \\ 5 & 2 & -16 \\ 5 & 2 & -9 \end{pmatrix} \)

Antwort

a) \( \begin{pmatrix} 1 & 2 & 5 \\ 3 & -1 & -7 \\ 4 & 1 & -5 \end{pmatrix} \) b) \( \begin{pmatrix} 14 & -17 & 4 \\ -3 & 18 & -16 \\ -7 & 4 & 5 \end{pmatrix} \) c) \( \begin{pmatrix} 4 & -1 & 10 \\ 5 & 2 & -16 \\ 5 & 2 & -9 \end{pmatrix} \)
43071212
Betrachte die Matrizen \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 1{,}5 & -2 & 4 \\ 0 & 3{,}2 & -1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} = \begin{pmatrix} -0{,}5 & 4 & 0 \\ 2 & -1{,}6 & 3 \end{pmatrix} \). Bestimme die folgenden Matrizen: a) \( 2 \cdot \mathbf{M} + 4 \cdot \mathbf{N} \) b) \( \mathbf{M} - 0{,}5 \cdot \mathbf{N} \) c) Die Matrix \( \mathbf{X} \), für die die Gleichung \( 3 \cdot \mathbf{N} + \mathbf{X} = \mathbf{M} \) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Multipliziere jeden Eintrag der Matrix mit dem Skalar vor der Matrix. - Um eine Matrixgleichung zu lösen, kannst du sie wie eine normale lineare Gleichung umstellen. - Achte bei Dezimalzahlen besonders sorgfältig auf die Kommastellen.

Lösung

1. Berechnung der Linearkombination durch Skalierung und Addition: \( 2 \cdot \mathbf{M} + 4 \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 3-2 & -4+16 & 8+0 \\ 0+8 & 6{,}4-6{,}4 & -2+12 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 12 & 8 \\ 8 & 0 & 10 \end{pmatrix} \) 2. Subtraktion der skalierten Matrix \( \mathbf{N} \) von \( \mathbf{M} \): \( \mathbf{M} - 0{,}5 \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 1{,}5 - (-0{,}25) & -2-2 & 4-0 \\ 0-1 & 3{,}2 - (-0{,}8) & -1-1{,}5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1{,}75 & -4 & 4 \\ -1 & 4 & -2{,}5 \end{pmatrix} \) 3. Umstellen der Gleichung nach \( \mathbf{X} = \mathbf{M} - 3 \cdot \mathbf{N} \) und komponentenweise Berechnung: \( \mathbf{X} = \begin{pmatrix} 1{,}5 - (-1{,}5) & -2-12 & 4-0 \\ 0-6 & 3{,}2 - (-4{,}8) & -1-9 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 3 & -14 & 4 \\ -6 & 8 & -10 \end{pmatrix} \)

Antwort

a) \( \begin{pmatrix} 1 & 12 & 8 \\ 8 & 0 & 10 \end{pmatrix} \) b) \( \begin{pmatrix} 1{,}75 & -4 & 4 \\ -1 & 4 & -2{,}5 \end{pmatrix} \) c) \( \mathbf{X} = \begin{pmatrix} 3 & -14 & 4 \\ -6 & 8 & -10 \end{pmatrix} \)
43071412
In einem Produktionsbetrieb werden aus drei verschiedenen Grundstoffen \( G_1, G_2 \) und \( G_3 \) vier verschiedene Zwischenprodukte \( Z_1, Z_2, Z_3 \) und \( Z_4 \) gefertigt. Der Materialverbrauch wird durch eine Matrix \( A \) vom Typ \( 3 \times 4 \) dargestellt. Das Element \( a_{ij} \) gibt an, wie viele Einheiten des Grundstoffs \( G_i \) zur Herstellung einer Einheit des Zwischenprodukts \( Z_j \) benötigt werden. Gib die Matrix \( A \) an, wenn folgende Bedarfe bekannt sind: \( a_{23} = 8 \); \( a_{11} = 4 \); \( a_{34} = 7 \); \( a_{12} = 3 \); \( a_{31} = 2 \); \( a_{22} = 5 \); \( a_{14} = 6 \); \( a_{33} = 1 \); \( a_{24} = 2 \). Alle übrigen Matrixelemente sind Null.

Denkanstöße

- Welche Information liefert dir der Typ \( 3 \times 4 \) über den Aufbau der Matrix? - Achte genau darauf, welche Zahl für die Zeile und welche für die Spalte steht, besonders wenn die Angaben unsortiert sind. - Es hilft, sich zuerst ein leeres Raster mit 3 Zeilen und 4 Spalten aufzuzeichnen. - Was bedeuten die Indizes im Kontext der Grundstoffe und Zwischenprodukte?

Lösung

1. Festlegen des Matrixformats: Die Matrix \( A \) besitzt 3 Zeilen (für die Grundstoffe) und 4 Spalten (für die Zwischenprodukte). 2. Systematisches Eintragen der Werte \( a_{ij} \) (Zeile \( i \), Spalte \( j \)): Zeile 1: \( a_{11}=4, a_{12}=3, a_{13}=0, a_{14}=6 \) Zeile 2: \( a_{21}=0, a_{22}=5, a_{23}=8, a_{24}=2 \) Zeile 3: \( a_{31}=2, a_{32}=0, a_{33}=1, a_{34}=7 \) 3. Alle nicht genannten Positionen (\( a_{21}, a_{32}, a_{13} \)) werden mit \( 0 \) besetzt.

Antwort

\( A = \begin{pmatrix} 4 & 3 & 0 & 6 \\ 0 & 5 & 8 & 2 \\ 2 & 0 & 1 & 7 \end{pmatrix} \)
43071512
Ein Lieferdienst bedient fünf Standorte \( A, B, C, D \) und \( E \). Die Matrix \( \mathbf{D} = (d_{ij}) \) gibt die Fahrstrecken in Kilometern zwischen den Standorten an. Dabei steht \( d_{ij} \) für die Entfernung vom Standort \( i \) zum Standort \( j \). \( \mathbf{D} = \begin{pmatrix} \dots & 4{,}0 & \dots & 7{,}0 & \dots \\ \dots & \dots & 3{,}0 & \dots & 6{,}0 \\ 5{,}0 & \dots & \dots & 8{,}0 & \dots \\ \dots & 2{,}0 & \dots & \dots & 9{,}0 \\ 1{,}0 & \dots & 4{,}0 & \dots & \dots \end{pmatrix} \) 1. Vervollständige die Matrix \( \mathbf{D} \) unter der Annahme, dass die Hin- und Rückwege zwischen zwei Standorten jeweils gleich lang sind und keine Entfernungen innerhalb eines Standorts berechnet werden. 2. Erläutere die mathematischen Eigenschaften, die eine solche Entfernungsmatrix charakterisieren. 3. Welche reale Bedeutung haben die Zeilenvektoren in diesem Sachzusammenhang?

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die Entfernung, wenn du von einem Ort zu genau demselben Ort fährst? - Wenn der Weg von A nach B genauso lang ist wie von B nach A, was sagt das über die Einträge gegenüber der Hauptdiagonale aus? - Überlege dir, was die Einträge in einer Zeile gemeinsam haben (z. B. den Start- oder Zielpunkt).

Lösung

1. Da die Entfernung innerhalb eines Standorts \( 0 \) ist, gilt für die Hauptdiagonale \( d_{ii} = 0 \). Aufgrund der Gleichheit von Hin- und Rückweg ist die Matrix symmetrisch (\( d_{ij} = d_{ji} \)). Durch Abgleich der gegebenen Werte ergibt sich: \( d_{11}=0, d_{13}=d_{31}=5{,}0, d_{15}=d_{51}=1{,}0 \) \( d_{21}=d_{12}=4{,}0, d_{22}=0, d_{24}=d_{42}=2{,}0 \) \( d_{32}=d_{23}=3{,}0, d_{33}=0, d_{35}=d_{53}=4{,}0 \) \( d_{41}=d_{14}=7{,}0, d_{43}=d_{34}=8{,}0, d_{44}=0, d_{45}=d_{54}=9{,}0 \) \( d_{52}=d_{25}=6{,}0, d_{55}=0 \) Die vollständige Matrix lautet: \( \mathbf{D} = \begin{pmatrix} 0 & 4{,}0 & 5{,}0 & 7{,}0 & 1{,}0 \\ 4{,}0 & 0 & 3{,}0 & 2{,}0 & 6{,}0 \\ 5{,}0 & 3{,}0 & 0 & 8{,}0 & 4{,}0 \\ 7{,}0 & 2{,}0 & 8{,}0 & 0 & 9{,}0 \\ 1{,}0 & 6{,}0 & 4{,}0 & 9{,}0 & 0 \end{pmatrix} \) 2. Die Matrix ist quadratisch (\( 5 \times 5 \)). Die Hauptdiagonale besteht nur aus Nullen. Die Matrix ist symmetrisch zur Hauptdiagonale (\( \mathbf{D} = \mathbf{D}^T \)). 3. Ein Zeilenvektor \( \vec{z}_i \) gibt alle Entfernungen an, die von einem festen Startstandort \( i \) zu allen anderen Standorten (einschließlich sich selbst) führen. Er beschreibt somit das „Entfernungsprofil“ eines Standorts zu den restlichen Zielen im Netz.

Antwort

1. \( \mathbf{D} = \begin{pmatrix} 0 & 4{,}0 & 5{,}0 & 7{,}0 & 1{,}0 \\ 4{,}0 & 0 & 3{,}0 & 2{,}0 & 6{,}0 \\ 5{,}0 & 3{,}0 & 0 & 8{,}0 & 4{,}0 \\ 7{,}0 & 2{,}0 & 8{,}0 & 0 & 9{,}0 \\ 1{,}0 & 6{,}0 & 4{,}0 & 9{,}0 & 0 \end{pmatrix} \) 2. Die Matrix ist quadratisch, hat eine Null-Hauptdiagonale und ist symmetrisch. 3. Ein Zeilenvektor enthält alle Entfernungen von einem festen Startpunkt zu allen möglichen Zielpunkten.
43071812
Ein Austauschprozess zwischen drei Zuständen wird durch die Übergangsmatrix \(P\) beschrieben: \(P = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}3 & 0{,}2 \\ x & 0{,}4 & y \\ 0{,}2 & 0{,}3 & 0{,}5 \end{pmatrix}\) a) Bestimme die Werte für \(x\) und \(y\) so, dass die Matrix \(P\) symmetrisch ist. b) Überprüfe, ob die Matrix \(P\) mit den in Teilaufgabe a) gefundenen Werten eine stochastische Matrix ist (die Summe der Einträge jeder Zeile muss 1 ergeben). c) Formuliere die allgemeine Bedingung für die Symmetrie einer quadratischen Matrix \(A\) unter Verwendung ihrer Komponenten \(a_{ij}\).

Denkanstöße

- Was bedeutet Symmetrie für die Beziehung zwischen den Einträgen \(p_{12}\) und \(p_{21}\) sowie \(p_{32}\) und \(p_{23}\)? - Wie berechnet man die Zeilensumme einer Matrix? - Was muss für alle Paare von Einträgen gelten, die sich an der Hauptdiagonale gegenüberliegen?

Lösung

1. Bestimmung von \(x\) und \(y\) durch Symmetriebedingung \(p_{ij} = p_{ji}\): \(p_{21} = p_{12} \implies x = 0{,}3\) \(p_{23} = p_{32} \implies y = 0{,}3\) 2. Überprüfung der stochastischen Eigenschaft durch Zeilensummen: Zeile 1: \(0{,}5 + 0{,}3 + 0{,}2 = 1{,}0\) Zeile 2: \(0{,}3 + 0{,}4 + 0{,}3 = 1{,}0\) Zeile 3: \(0{,}2 + 0{,}3 + 0{,}5 = 1{,}0\) Alle Zeilensummen ergeben 1, die Matrix ist stochastisch. 3. Allgemeine Bedingung: Eine quadratische Matrix \(A\) ist symmetrisch, wenn für alle Indizes \(i\) und \(j\) gilt: \(a_{ij} = a_{ji}\). Dies entspricht der Eigenschaft \(A = A^T\).

Antwort

a) \(x = 0{,}3\) und \(y = 0{,}3\) b) Ja, da alle Zeilensummen \(1{,}0\) ergeben. c) \(a_{ij} = a_{ji}\) für alle \(i, j\) (bzw. \(A = A^T\)).
43071912
Drei konkurrierende Carsharing-Anbieter \(A\), \(B\) und \(C\) teilen sich den Markt in einer Großstadt. Die wöchentlichen Wanderungsbewegungen der Kunden werden durch die Übergangsmatrix \(M\) beschrieben. Dabei gibt der Eintrag \(m_{ij}\) den Anteil der Kunden an, die von Anbieter \(j\) zu Anbieter \(i\) wechseln bzw. bei ihm bleiben. \[M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}1 & 0{,}05 \\ 0{,}1 & 0{,}7 & 0{,}15 \\ 0{,}1 & 0{,}2 & 0{,}8 \end{pmatrix}\] Zu Beginn eines Monats (Woche 0) verteilen sich die \(20\,000\) Kunden wie folgt: Anbieter \(A\) hat \(10\,000\) Kunden, Anbieter \(B\) hat \(6000\) Kunden und Anbieter \(C\) hat \(4000\) Kunden. 1. Bestimme die Kundenverteilung nach einer Woche. 2. Berechne die Kundenverteilung nach zwei Wochen.

Denkanstöße

- Wie stellst du die aktuelle Verteilung als mathematisches Objekt dar? - Welche Rechenoperation verknüpft die Übergangsmatrix mit dem Zustandsvektor? - Wie kannst du das Ergebnis der ersten Woche nutzen, um die Verteilung für die darauffolgende Woche zu finden? - Achte darauf, dass die Spaltensummen der Matrix und die Summe der Kunden im Vektor jeweils konstant bleiben sollten.

Lösung

1. Die Kundenverteilung nach einer Woche wird durch das Produkt der Übergangsmatrix \(M\) mit dem Startvektor \(\vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 10\,000 \\ 6000 \\ 4000 \end{pmatrix}\) berechnet: \(\vec{v}_1 = M \cdot \vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 10\,000 + 0{,}1 \cdot 6000 + 0{,}05 \cdot 4000 \\ 0{,}1 \cdot 10\,000 + 0{,}7 \cdot 6000 + 0{,}15 \cdot 4000 \\ 0{,}1 \cdot 10\,000 + 0{,}2 \cdot 6000 + 0{,}8 \cdot 4000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8800 \\ 5800 \\ 5400 \end{pmatrix}\). Nach einer Woche hat Anbieter \(A\) \(8800\) Kunden, Anbieter \(B\) \(5800\) Kunden und Anbieter \(C\) \(5400\) Kunden. 2. Die Verteilung nach zwei Wochen ergibt sich aus \(\vec{v}_2 = M \cdot \vec{v}_1\): \(\vec{v}_2 = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 8800 + 0{,}1 \cdot 5800 + 0{,}05 \cdot 5400 \\ 0{,}1 \cdot 8800 + 0{,}7 \cdot 5800 + 0{,}15 \cdot 5400 \\ 0{,}1 \cdot 8800 + 0{,}2 \cdot 5800 + 0{,}8 \cdot 5400 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 7890 \\ 5750 \\ 6360 \end{pmatrix}\). Nach zwei Wochen hat Anbieter \(A\) \(7890\) Kunden, Anbieter \(B\) \(5750\) Kunden und Anbieter \(C\) \(6360\) Kunden.

Antwort

1. Nach einer Woche: \(A: 8800\), \(B: 5800\), \(C: 5400\). 2. Nach zwei Wochen: \(A: 7890\), \(B: 5750\), \(C: 6360\).
43072012
Ein Produktionsprozess verläuft über zwei Stufen. Im ersten Schritt werden aus den Rohstoffen \(R_1\) und \(R_2\) die Zwischenprodukte \(Z_1\) und \(Z_2\) hergestellt. Im zweiten Schritt werden daraus die Endprodukte \(E_1\) und \(E_2\) gefertigt. Die Materialverflechtungsmatrix \(M_{RZ}\) gibt an, wie viele Einheiten der Rohstoffe für eine Einheit der Zwischenprodukte benötigt werden: \[M_{RZ} = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 2 & 4 \end{pmatrix}\] Die Matrix \(M_{ZE}\) gibt den Bedarf an Zwischenprodukten für eine Einheit der Endprodukte an: \[M_{ZE} = \begin{pmatrix} 2 & 5 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}\] 1. Berechne die Gesamtmatrix \(M_{RE}\), die den direkten Bedarf an Rohstoffen pro Endprodukt angibt. 2. Ein Kunde bestellt \(50\) Einheiten von \(E_1\) und \(30\) Einheiten von \(E_2\). Berechne den Gesamtbedarf an Rohstoffen für diesen Auftrag.

Denkanstöße

- In welcher Reihenfolge müssen die Matrizen multipliziert werden, um den direkten Weg von den Rohstoffen zu den Endprodukten zu erhalten? - Überlege, was die Zeilen und Spalten der Ergebnismatrix bedeuten. - Wie verknüpfst du den Bedarfsvektor der Endprodukte mit der berechneten Gesamtmatrix?

Lösung

1. Die Gesamtmatrix \(M_{RE}\) berechnet sich durch die Matrizenmultiplikation der Teilmatrizen: \(M_{RE} = M_{RZ} \cdot M_{ZE} = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 2 & 4 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 5 \\ 1 & 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 3 \cdot 2 + 1 \cdot 1 & 3 \cdot 5 + 1 \cdot 2 \\ 2 \cdot 2 + 4 \cdot 1 & 2 \cdot 5 + 4 \cdot 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 7 & 17 \\ 8 & 18 \end{pmatrix}\). 2. Der Rohstoffbedarf \(\vec{r}\) für den Produktionsvektor \(\vec{e} = \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix}\) ergibt sich aus: \(\vec{r} = M_{RE} \cdot \vec{e} = \begin{pmatrix} 7 & 17 \\ 8 & 18 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 7 \cdot 50 + 17 \cdot 30 \\ 8 \cdot 50 + 18 \cdot 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 350 + 510 \\ 400 + 540 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 860 \\ 940 \end{pmatrix}\). Es werden \(860\) Einheiten von \(R_1\) und \(940\) Einheiten von \(R_2\) benötigt.

Antwort

1. \(M_{RE} = \begin{pmatrix} 7 & 17 \\ 8 & 18 \end{pmatrix}\) 2. Bedarf: \(860\) Einheiten \(R_1\) und \(940\) Einheiten \(R_2\).
43072212
Ein Carsharing-Anbieter besitzt zwei Stationen \(A\) und \(B\). Die wöchentliche Verlagerung der Fahrzeuge zwischen den Stationen wird durch die Übergangsmatrix \(M\) beschrieben. Dabei gibt der Eintrag \(m_{ij}\) den Anteil der Fahrzeuge an, die von Station \(j\) nach Station \(i\) wechseln: \(M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}3 \\ 0{,}2 & 0{,}7 \end{pmatrix}\) Zu Beginn der Woche sind die \(1\,000\) Fahrzeuge des Anbieters gleichmäßig auf beide Stationen verteilt. a) Bestimme den Zustandsvektor \(\vec{v}_0\) zu Beginn der Woche. b) Berechne die Verteilung der Fahrzeuge nach einer Woche (\(\vec{v}_1\)). c) Berechne die Verteilung der Fahrzeuge nach zwei Wochen (\(\vec{v}_2\)).

Denkanstöße

- Wie stellst du eine Verteilung mathematisch als Vektor dar? - Wie berechnet man den nächsten Zustand in einem Prozess, wenn die Übergangsmatrix bekannt ist? - Achte darauf, dass die Summe der Fahrzeuge in jedem Schritt gleich bleiben muss. - Kannst du für Aufgabenteil c) das Ergebnis aus b) direkt weiterverwenden?

Lösung

1. Bestimmung von \(\vec{v}_0\): Da \(1\,000\) Fahrzeuge gleichmäßig auf zwei Stationen verteilt sind, gilt \(\vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 500 \\ 500 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung von \(\vec{v}_1 = M \cdot \vec{v}_0\): \(\vec{v}_1 = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 500 + 0{,}3 \cdot 500 \\ 0{,}2 \cdot 500 + 0{,}7 \cdot 500 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 400 + 150 \\ 100 + 350 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 550 \\ 450 \end{pmatrix}\). Nach einer Woche befinden sich \(550\) Fahrzeuge an Station \(A\) und \(450\) an Station \(B\). 3. Berechnung von \(\vec{v}_2 = M \cdot \vec{v}_1\): \(\vec{v}_2 = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 550 + 0{,}3 \cdot 450 \\ 0{,}2 \cdot 550 + 0{,}7 \cdot 450 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 440 + 135 \\ 110 + 315 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 575 \\ 425 \end{pmatrix}\). Nach zwei Wochen befinden sich \(575\) Fahrzeuge an Station \(A\) und \(425\) an Station \(B\).

Antwort

a) \(\vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 500 \\ 500 \end{pmatrix}\) b) \(\vec{v}_1 = \begin{pmatrix} 550 \\ 450 \end{pmatrix}\) c) \(\vec{v}_2 = \begin{pmatrix} 575 \\ 425 \end{pmatrix}\)
43072512
Ein Möbelhersteller produziert die drei Produkte Tisch (\(T\)), Stuhl (\(S\)) und Bank (\(B\)). Der Bedarf an Materialeinheiten der Bauteile Holzplatten (\(H\)), Schrauben (\(Sc\)) und Scharniere (\(Si\)) pro Möbelstück ist durch die Matrix \(M_{MT}\) gegeben: \[ M_{MT} = \begin{pmatrix} 8 & 5 & 4 \\ 24 & 16 & 12 \\ 2 & 0 & 4 \end{pmatrix} \] Dabei entsprechen die Zeilen den Bauteilen (\(H, Sc, Si\)) und die Spalten den Möbelstücken (\(T, S, B\)). Für zwei Großkunden liegen folgende Bestellungen vor: <table> <tr> <td></td> <td>Kunde 1</td> <td>Kunde 2</td> </tr> <tr> <td>Tisch (\(T\))</td> <td>10</td> <td>5</td> </tr> <tr> <td>Stuhl (\(S\))</td> <td>40</td> <td>20</td> </tr> <tr> <td>Bank (\(B\))</td> <td>15</td> <td>10</td> </tr> </table> Berechne den Gesamtbedarf an Bauteilen für die beiden Kundenaufträge. Gib den Lösungsweg an und stelle das Ergebnis in einer Matrix dar.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du die Informationen aus der Tabelle in eine Matrixform bringen kannst, damit die Spalten der einen Matrix zu den Zeilen der anderen passen. - Welche mathematische Operation verknüpft den Bedarf pro Stück mit der Anzahl der bestellten Stücke? - Achte beim Multiplizieren darauf, dass du „Zeile mal Spalte“ rechnest. - Was bedeuten die Zeilen und Spalten in deiner Ergebnismatrix?

Lösung

1. Aufstellen der Auftragsmatrix \(M_{TK}\) aus der Tabelle: \[ M_{TK} = \begin{pmatrix} 10 & 5 \\ 40 & 20 \\ 15 & 10 \end{pmatrix} \] 2. Berechnung des Gesamtbedarfs durch Matrixmultiplikation \(M_{MK} = M_{MT} \cdot M_{TK}\): - Zeile 1 (Holzplatten): Kunde 1: \(8 \cdot 10 + 5 \cdot 40 + 4 \cdot 15 = 80 + 200 + 60 = 340\) Kunde 2: \(8 \cdot 5 + 5 \cdot 20 + 4 \cdot 10 = 40 + 100 + 40 = 180\) - Zeile 2 (Schrauben): Kunde 1: \(24 \cdot 10 + 16 \cdot 40 + 12 \cdot 15 = 240 + 640 + 180 = 1060\) Kunde 2: \(24 \cdot 5 + 16 \cdot 20 + 12 \cdot 10 = 120 + 320 + 120 = 560\) - Zeile 3 (Scharniere): Kunde 1: \(2 \cdot 10 + 0 \cdot 40 + 4 \cdot 15 = 20 + 0 + 60 = 80\) Kunde 2: \(2 \cdot 5 + 0 \cdot 20 + 4 \cdot 10 = 10 + 0 + 40 = 50\) 3. Ergebnismatrix \(M_{MK}\) (Bauteile pro Kunde): \[ M_{MK} = \begin{pmatrix} 340 & 180 \\ 1060 & 560 \\ 80 & 50 \end{pmatrix} \]

Antwort

Die Ergebnismatrix für den Bauteilbedarf der Kunden 1 und 2 lautet: \[ M_{MK} = \begin{pmatrix} 340 & 180 \\ 1060 & 560 \\ 80 & 50 \end{pmatrix} \] Kunde 1 benötigt somit \(340\) Holzplatten, \(1060\) Schrauben und \(80\) Scharniere. Kunde 2 benötigt \(180\) Holzplatten, \(560\) Schrauben und \(50\) Scharniere.
43072712
Gegeben sind die Matrizen \(M = \begin{pmatrix} 3 & -1 \\ 2 & 4 \end{pmatrix}\), \(N = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 5 \\ -2 & 3 & 1 \end{pmatrix}\) und \(P = \begin{pmatrix} 2 \\ -3 \\ 0 \end{pmatrix}\). Bestimme alle definierten Produkte aus jeweils zwei der angegebenen Matrizen und berechne die entsprechenden Ergebnismatrizen. Dieselbe Matrix darf dabei auch zweimal verwendet werden.

Denkanstöße

- Überprüfe zuerst die Dimensionen der Matrizen (Zeilen \(\times\) Spalten). - Wann ist die Multiplikation zweier Matrizen überhaupt erlaubt? - Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Prüfe systematisch alle Kombinationen, auch die Multiplikation einer Matrix mit sich selbst.

Lösung

Um festzustellen, welche Produkte definiert sind, werden die Dimensionen verglichen: \(M\) ist eine \(2 \times 2\)-Matrix, \(N\) eine \(2 \times 3\)-Matrix und \(P\) eine \(3 \times 1\)-Matrix. Ein Produkt \(A \cdot B\) ist definiert, wenn die Spaltenanzahl von \(A\) der Zeilenanzahl von \(B\) entspricht. 1. \(M \cdot N\) (\(2 \times 2 \cdot 2 \times 3\)) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 3 \cdot 1 + (-1) \cdot (-2) & 3 \cdot 0 + (-1) \cdot 3 & 3 \cdot 5 + (-1) \cdot 1 \\ 2 \cdot 1 + 4 \cdot (-2) & 2 \cdot 0 + 4 \cdot 3 & 2 \cdot 5 + 4 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 & -3 & 14 \\ -6 & 12 & 14 \end{pmatrix}\) 2. \(N \cdot P\) (\(2 \times 3 \cdot 3 \times 1\)) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 2 + 0 \cdot (-3) + 5 \cdot 0 \\ -2 \cdot 2 + 3 \cdot (-3) + 1 \cdot 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \\ -13 \end{pmatrix}\) 3. \(M \cdot M\) (\(2 \times 2 \cdot 2 \times 2\)) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 3 \cdot 3 + (-1) \cdot 2 & 3 \cdot (-1) + (-1) \cdot 4 \\ 2 \cdot 3 + 4 \cdot 2 & 2 \cdot (-1) + 4 \cdot 4 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 7 & -7 \\ 14 & 14 \end{pmatrix}\) Die übrigen Produkte \(M \cdot P\), \(N \cdot M\), \(N \cdot N\), \(P \cdot M\), \(P \cdot N\) und \(P \cdot P\) sind aufgrund inkompatibler Dimensionen nicht definiert.

Antwort

Die definierten Produkte sind: \(M \cdot N = \begin{pmatrix} 5 & -3 & 14 \\ -6 & 12 & 14 \end{pmatrix}\) \(N \cdot P = \begin{pmatrix} 2 \\ -13 \end{pmatrix}\) \(M \cdot M = \begin{pmatrix} 7 & -7 \\ 14 & 14 \end{pmatrix}\)
43073212
Ein Hardwarehersteller produziert Laptops und Monitore. Für die Montage werden Gehäuse, Platinen und Kabel benötigt. Die Bedarfe pro Gerät sowie die Bestellungen von zwei verschiedenen Filialen sind in den Tabellen aufgeführt. Bedarf pro Gerät: <table> <tr><td>Bauteil</td><td>Laptop</td><td>Monitor</td></tr> <tr><td>Gehäuse</td><td>1</td><td>1</td></tr> <tr><td>Platinen</td><td>3</td><td>2</td></tr> <tr><td>Kabel</td><td>5</td><td>4</td></tr> </table> Bestellungen der Filialen: <table> <tr><td>Gerät</td><td>Filiale 1</td><td>Filiale 2</td></tr> <tr><td>Laptop</td><td>50</td><td>40</td></tr> <tr><td>Monitor</td><td>30</td><td>60</td></tr> </table> Bestimme durch eine Matrizenmultiplikation den gesamten Bauteilbedarf für jede der beiden Filialen.

Denkanstöße

- Stelle zuerst die beiden Matrizen so auf, dass die Spalten der ersten Matrix den Zeilen der zweiten Matrix entsprechen. - Bei der Multiplikation zweier Matrizen erhältst du wieder eine Matrix. Was sagen die Spalten dieser neuen Matrix aus? - Achte darauf, welche Information in den Zeilen und welche in den Spalten der Ergebnismatrix steht.

Lösung

1. Definition der Bedarfsmatrix \(A\) (Bauteile pro Gerät) und der Bestellmatrix \(B\) (Geräte pro Filiale): \(A = \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 3 & 2 \\ 5 & 4 \end{pmatrix}\); \(B = \begin{pmatrix} 50 & 40 \\ 30 & 60 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Ergebnismatrix \(C = A \cdot B\): \(C = \begin{pmatrix} 1 \cdot 50 + 1 \cdot 30 & 1 \cdot 40 + 1 \cdot 60 \\ 3 \cdot 50 + 2 \cdot 30 & 3 \cdot 40 + 2 \cdot 60 \\ 5 \cdot 50 + 4 \cdot 30 & 5 \cdot 40 + 4 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 80 & 100 \\ 210 & 240 \\ 370 & 440 \end{pmatrix}\) 3. Interpretation: Die Spalten der Matrix \(C\) geben den Bedarf der jeweiligen Filiale an.

Antwort

Filiale 1 benötigt 80 Gehäuse, 210 Platinen und 370 Kabel. Filiale 2 benötigt 100 Gehäuse, 240 Platinen und 440 Kabel.
43073412
Eine Manufaktur stellt zwei Typen von Regalen her: „Basic“ und „Design“. Für den Bau werden Bretter, Schrauben und Halterungen benötigt. Die Bedarfsmatrix \(A\) gibt an, wie viele Einheiten der Rohstoffe für ein Regal eines Typs benötigt werden: \(A = \begin{pmatrix} 5 & 8 \\ 20 & 32 \\ 4 & 10 \end{pmatrix} \begin{matrix} \text{(Bretter)} \\ \text{(Schrauben)} \\ \text{(Halterungen)} \end{matrix}\) Dabei bezieht sich die erste Spalte auf den Typ „Basic“ und die zweite Spalte auf den Typ „Design“. Zwei Möbelhäuser bestellen folgende Mengen: Möbelhaus 1: 10-mal „Basic“, 5-mal „Design“. Möbelhaus 2: 8-mal „Basic“, 12-mal „Design“. a) Stelle die Bestellungen als Matrix \(B\) dar. b) Berechne durch Matrixmultiplikation, wie viele Einheiten der einzelnen Rohstoffe insgesamt für die Lieferungen an die beiden Möbelhäuser benötigt werden.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie die Dimensionen der Matrizen zusammenpassen müssen, damit man sie multiplizieren kann. - Was bedeutet ein einzelner Eintrag in der Ergebnismatrix im Sachkontext? - Die Zeilen der ersten Matrix bestimmen die Zeilen des Ergebnisses (Rohstoffe), die Spalten der zweiten Matrix bestimmen die Spalten des Ergebnisses (Kunden).

Lösung

1. Aufstellen der Bestellmatrix \(B\) (Spalten entsprechen den Möbelhäusern, Zeilen den Regaltypen): \(B = \begin{pmatrix} 10 & 8 \\ 5 & 12 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtbedarfsmatrix \(C = A \cdot B\): \(C = \begin{pmatrix} 5 & 8 \\ 20 & 32 \\ 4 & 10 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 10 & 8 \\ 5 & 12 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung der einzelnen Einträge von \(C\): - Bretter: \(c_{11} = 5 \cdot 10 + 8 \cdot 5 = 90\); \(c_{12} = 5 \cdot 8 + 8 \cdot 12 = 136\) - Schrauben: \(c_{21} = 20 \cdot 10 + 32 \cdot 5 = 360\); \(c_{22} = 20 \cdot 8 + 32 \cdot 12 = 544\) - Halterungen: \(c_{31} = 4 \cdot 10 + 10 \cdot 5 = 90\); \(c_{32} = 4 \cdot 8 + 10 \cdot 12 = 152\) 4. Die Ergebnismatrix \(C = \begin{pmatrix} 90 & 136 \\ 360 & 544 \\ 90 & 152 \end{pmatrix}\) zeigt den Rohstoffbedarf pro Möbelhaus.

Antwort

a) \(B = \begin{pmatrix} 10 & 8 \\ 5 & 12 \end{pmatrix}\) b) Für Möbelhaus 1 werden \(90\) Bretter, \(360\) Schrauben und \(90\) Halterungen benötigt. Für Möbelhaus 2 werden \(136\) Bretter, \(544\) Schrauben und \(152\) Halterungen benötigt.
43073612
In einem dynamischen System werden zwei nacheinander ablaufende Zustandsänderungen durch die Übergangsmatrizen \(M\) und \(N\) beschrieben: \(M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) und \(N = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix}\). Untersuche, ob die Reihenfolge der Prozesse das Gesamtergebnis beeinflusst, indem du die Matrizenprodukte \(M \cdot N\) und \(N \cdot M\) berechnest.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn die Reihenfolge zweier Prozesse eine Rolle spielt? - Gehe beim Multiplizieren der Dezimalzahlen sorgfältig vor oder wandle sie bei Bedarf in Brüche um. - Achte darauf, welche Matrix links und welche rechts steht, da dies bei der Matrizenmultiplikation entscheidend ist.

Lösung

1. Berechnung des Produkts \(M \cdot N\): \(\begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 0{,}5 + 0{,}4 \cdot 0{,}5 & 0{,}8 \cdot 0 + 0{,}4 \cdot 1 \\ 0{,}2 \cdot 0{,}5 + 0{,}6 \cdot 0{,}5 & 0{,}2 \cdot 0 + 0{,}6 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}4 \\ 0{,}4 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung des Produkts \(N \cdot M\): \(\begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}5 \cdot 0{,}8 + 0 \cdot 0{,}2 & 0{,}5 \cdot 0{,}4 + 0 \cdot 0{,}6 \\ 0{,}5 \cdot 0{,}8 + 1 \cdot 0{,}2 & 0{,}5 \cdot 0{,}4 + 1 \cdot 0{,}6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}4 & 0{,}2 \\ 0{,}6 & 0{,}8 \end{pmatrix}\) 3. Vergleich der Matrizen: Die Matrizen \(M \cdot N\) und \(N \cdot M\) sind verschieden, somit hat die Reihenfolge einen Einfluss auf das Gesamtergebnis.

Antwort

Die Berechnung ergibt \(M \cdot N = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}4 \\ 0{,}4 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) und \(N \cdot M = \begin{pmatrix} 0{,}4 & 0{,}2 \\ 0{,}6 & 0{,}8 \end{pmatrix}\). Da \(M \cdot N \neq N \cdot M\), beeinflusst die Reihenfolge der Prozesse das Gesamtergebnis.
43073712
Ein Caterer stellt für drei verschiedene Wochenpläne (\(W_1, W_2, W_3\)) Gerichte zusammen. Die Produktion erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst werden aus drei Grundzutaten (\(I_1, I_2, I_3\)) zwei verschiedene Gerichte (\(M_1, M_2\)) zubereitet. Die Matrix \(B\) gibt an, wie viele Einheiten der Zutaten für ein Gericht benötigt werden: \(B = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 2 \\ 3 & 1 \end{pmatrix}\) In den Zutaten sind zwei Hauptnährstoffe (\(N_1, N_2\)) enthalten. Die Matrix \(A\) beschreibt die Menge der Nährstoffe pro Einheit der Zutaten: \(A = \begin{pmatrix} 12 & 15 & 10 \\ 8 & 5 & 14 \end{pmatrix}\) Die Anzahl der Gerichte in den drei Wochenplänen ist in der Matrix \(C\) zusammengefasst: \(C = \begin{pmatrix} 100 & 50 & 80 \\ 40 & 120 & 60 \end{pmatrix}\) Berechne den Gesamtnährstoffbedarf für die drei Wochenpläne auf zwei verschiedene Arten und vergleiche die Ergebnisse: 1. Bestimme zuerst den Nährstoffgehalt pro Gericht und berechne dann den Bedarf für die Wochenpläne. 2. Bestimme zuerst den Gesamtbedarf an Zutaten für die Wochenpläne und berechne dann den Nährstoffbedarf.

Denkanstöße

- Überlege dir für den ersten Weg, welche Dimension die Matrix haben muss, die den Nährstoffgehalt pro Gericht angibt. - Achte beim zweiten Weg darauf, dass du zuerst die Gesamtmenge der Zutaten für alle Gerichte eines Wochenplans zusammenfasst. - Prüfe vor jeder Multiplikation, ob die Spaltenanzahl der linken Matrix mit der Zeilenanzahl der rechten Matrix übereinstimmt. - Was bedeuten die Zeilen und Spalten der Ergebnismatrix im Sachkontext?

Lösung

1. Berechnung über den Nährstoffgehalt pro Gericht: Zuerst wird das Produkt \(M = A \cdot B\) gebildet. Es ergibt sich \(M = \begin{pmatrix} 12 \cdot 2 + 15 \cdot 1 + 10 \cdot 3 & 12 \cdot 1 + 15 \cdot 2 + 10 \cdot 1 \\ 8 \cdot 2 + 5 \cdot 1 + 14 \cdot 3 & 8 \cdot 1 + 5 \cdot 2 + 14 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 69 & 52 \\ 63 & 32 \end{pmatrix}\). Anschließend wird der Gesamtbedarf durch \(T = M \cdot C\) berechnet: \(T = \begin{pmatrix} 69 \cdot 100 + 52 \cdot 40 & 69 \cdot 50 + 52 \cdot 120 & 69 \cdot 80 + 52 \cdot 60 \\ 63 \cdot 100 + 32 \cdot 40 & 63 \cdot 50 + 32 \cdot 120 & 63 \cdot 80 + 32 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung über den Zutatenbedarf: Zuerst wird das Produkt \(Z = B \cdot C\) gebildet. Es ergibt sich \(Z = \begin{pmatrix} 240 & 220 & 220 \\ 180 & 290 & 200 \\ 340 & 270 & 300 \end{pmatrix}\). Der Nährstoffbedarf folgt aus \(T = A \cdot Z = \begin{pmatrix} 12 \cdot 240 + 15 \cdot 180 + 10 \cdot 340 & \dots \\ \dots & \dots \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\). Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis, was das Assoziativgesetz \((A \cdot B) \cdot C = A \cdot (B \cdot C)\) bestätigt.

Antwort

Der Gesamtnährstoffbedarf für die Wochenpläne \(W_1, W_2\) und \(W_3\) beträgt: Für \(N_1\): \(8980\) Einheiten (\(W_1\)), \(9690\) Einheiten (\(W_2\)), \(8640\) Einheiten (\(W_3\)). Für \(N_2\): \(7580\) Einheiten (\(W_1\)), \(6990\) Einheiten (\(W_2\)), \(6960\) Einheiten (\(W_3\)). Die Ergebnismatrix lautet: \(\begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\).
43073912
Ein Catering-Unternehmen liefert zwei verschiedene Lunch-Boxen (Box A und Box B) an drei Firmenkunden (Firma X, Firma Y und Firma Z). Die Materialkosten (in \(€\)) und der Zeitaufwand für die Zubereitung (in Minuten) pro Box sind in der Ressourcenmatrix \(R\) zusammengefasst: <table> <tr><td></td><td>Box A</td><td>Box B</td></tr> <tr><td>Materialkosten (in \(€\))</td><td>\(5\)</td><td>\(8\)</td></tr> <tr><td>Zubereitungszeit (in min)</td><td>\(12\)</td><td>\(15\)</td></tr> </table> Die Bestellungen der Kunden für die erste und zweite Woche des Monats sind in den Matrizen \(B_1\) und \(B_2\) gegeben: Woche 1 (\(B_1\)): <table> <tr><td></td><td>Firma X</td><td>Firma Y</td><td>Firma Z</td></tr> <tr><td>Box A</td><td>\(40\)</td><td>\(25\)</td><td>\(30\)</td></tr> <tr><td>Box B</td><td>\(20\)</td><td>\(30\)</td><td>\(10\)</td></tr> </table> Woche 2 (\(B_2\)): <table> <tr><td></td><td>Firma X</td><td>Firma Y</td><td>Firma Z</td></tr> <tr><td>Box A</td><td>\(20\)</td><td>\(35\)</td><td>\(10\)</td></tr> <tr><td>Box B</td><td>\(15\)</td><td>\(20\)</td><td>\(25\)</td></tr> </table> Berechne auf zwei verschiedene Arten, wie hoch die gesamten Materialkosten und der gesamte Zeitaufwand für jeden Kunden über beide Wochen hinweg sind. Notiere die zugrunde liegende Matrizenrechenregel.

Denkanstöße

- Welche Information erhältst du, wenn du die Bestellmatrizen beider Wochen addierst? - Was bedeutet das Ergebnis einer Multiplikation von Ressourcenmatrix und Bestellmatrix im Sachkontext? - Wie kannst du die Gesamtkosten berechnen, wenn du zuerst die Kosten für jede Woche einzeln ermittelst? - Vergleiche die beiden Rechenwege: In welcher Reihenfolge führst du Addition und Multiplikation jeweils aus?

Lösung

1. Aufstellen der Matrizen: \(R = \begin{pmatrix} 5 & 8 \\ 12 & 15 \end{pmatrix}\), \(B_1 = \begin{pmatrix} 40 & 25 & 30 \\ 20 & 30 & 10 \end{pmatrix}\) und \(B_2 = \begin{pmatrix} 20 & 35 & 10 \\ 15 & 20 & 25 \end{pmatrix}\). 2. Erster Rechenweg: Addition der Bestellungen \(B_{ges} = B_1 + B_2 = \begin{pmatrix} 60 & 60 & 40 \\ 35 & 50 & 35 \end{pmatrix}\). Anschließend Multiplikation mit der Ressourcenmatrix: \(R \cdot B_{ges} = \begin{pmatrix} 5 \cdot 60 + 8 \cdot 35 & 5 \cdot 60 + 8 \cdot 50 & 5 \cdot 40 + 8 \cdot 35 \\ 12 \cdot 60 + 15 \cdot 35 & 12 \cdot 60 + 15 \cdot 50 & 12 \cdot 40 + 15 \cdot 35 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). 3. Zweiter Rechenweg: Einzelne Berechnung der Ressourcen pro Woche und anschließende Addition: \(R \cdot B_1 + R \cdot B_2\). \(R \cdot B_1 = \begin{pmatrix} 360 & 365 & 230 \\ 780 & 750 & 510 \end{pmatrix}\), \(R \cdot B_2 = \begin{pmatrix} 220 & 335 & 250 \\ 465 & 720 & 495 \end{pmatrix}\). Summe: \(\begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). 4. Die Ergebnisse zeigen, dass die Materialkosten für Firma X \(580\,\text{€}\), für Firma Y \(700\,\text{€}\) und für Firma Z \(480\,\text{€}\) betragen. Der Zeitaufwand liegt bei \(1\,245\), \(1\,470\) bzw. \(1\,005\) Minuten. 5. Das zugrunde liegende Gesetz ist das Distributivgesetz für Matrizen: \(A \cdot (B + C) = A \cdot B + A \cdot C\).

Antwort

Die Gesamtkosten und der Zeitaufwand pro Kunde ergeben sich aus der Matrix \(G = \begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). Firma X: \(580\,\text{€}\) Material, \(1\,245\,\text{min}\) Zeit. Firma Y: \(700\,\text{€}\) Material, \(1\,470\,\text{min}\) Zeit. Firma Z: \(480\,\text{€}\) Material, \(1\,005\,\text{min}\) Zeit. Das Rechengesetz lautet: \(R \cdot (B_1 + B_2) = R \cdot B_1 + R \cdot B_2\) (Links-Distributivgesetz).
43074012
Eine Manufaktur fertigt zwei Arten von Designerstühlen: „Modell S“ und „Modell H“. Für die Herstellung werden Holzplatten (in \(\text{m}^2\)) und Spezialschrauben benötigt. Die Verbrauchsmatrix \(V\) gibt den Bedarf pro Stuhl an: <table> <tr><td></td><td>Modell S</td><td>Modell H</td></tr> <tr><td>Holzplatten (in \(\text{m}^2\))</td><td>\(2\)</td><td>\(1{,}5\)</td></tr> <tr><td>Schrauben (Stück)</td><td>\(12\)</td><td>\(8\)</td></tr> </table> Die Manufaktur beliefert drei Möbelhäuser (A, B und C). Im ersten Quartal wurden die Mengen gemäß Matrix \(Q_1\) geliefert, im zweiten Quartal gemäß Matrix \(Q_2\): \(Q_1 = \begin{pmatrix} 100 & 150 & 80 \\ 60 & 40 & 120 \end{pmatrix}\), \(Q_2 = \begin{pmatrix} 50 & 100 & 70 \\ 40 & 60 & 30 \end{pmatrix}\) Dabei beziehen sich die Zeilen auf die Modelle S und H, die Spalten auf die Möbelhäuser A, B und C. Berechne den Gesamtbedarf an Holz und Schrauben pro Möbelhaus für das erste Halbjahr auf zwei Wegen. Welches mathematische Gesetz für Matrizen wird hierbei illustriert?

Denkanstöße

- Überlege dir, was die Einträge in der Ergebnismatrix bedeuten müssen, damit sie den Gesamtbedarf pro Möbelhaus angeben. - Wie kannst du die Matrizen \(Q_1\) und \(Q_2\) kombinieren, bevor du den Materialverbrauch berechnest? - Welche Operationen (Addition, Multiplikation) sind nötig, um den Materialbedarf für ein einzelnes Möbelhaus in einem Quartal zu bestimmen? - Was fällt dir auf, wenn du die Ergebnisse der beiden Rechenwege vergleichst?

Lösung

1. Identifikation der Matrizen: \(V = \begin{pmatrix} 2 & 1{,}5 \\ 12 & 8 \end{pmatrix}\) sowie \(Q_1\) und \(Q_2\). 2. Weg 1: Berechnung der Gesamtliefermengen \(Q_{ges} = Q_1 + Q_2 = \begin{pmatrix} 150 & 250 & 150 \\ 100 & 100 & 150 \end{pmatrix}\). Multiplikation \(V \cdot Q_{ges} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 150 + 1{,}5 \cdot 100 & 2 \cdot 250 + 1{,}5 \cdot 100 & 2 \cdot 150 + 1{,}5 \cdot 150 \\ 12 \cdot 150 + 8 \cdot 100 & 12 \cdot 250 + 8 \cdot 100 & 12 \cdot 150 + 8 \cdot 150 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 450 & 650 & 525 \\ 2600 & 3800 & 3000 \end{pmatrix}\). 3. Weg 2: Berechnung des Bedarfs pro Quartal: \(V \cdot Q_1 = \begin{pmatrix} 290 & 360 & 340 \\ 1680 & 2120 & 1920 \end{pmatrix}\) und \(V \cdot Q_2 = \begin{pmatrix} 160 & 290 & 185 \\ 920 & 1680 & 1080 \end{pmatrix}\). Addition der Ergebnisse: \(\begin{pmatrix} 450 & 650 & 525 \\ 2600 & 3800 & 3000 \end{pmatrix}\). 4. Die Ergebnisse pro Möbelhaus (A, B, C) für Holz (\(\text{m}^2\)) und Schrauben (Stück) sind identisch. 5. Das illustrierte Gesetz ist das Distributivgesetz der Matrizenmultiplikation über die Matrizenaddition: \(V \cdot (Q_1 + Q_2) = V \cdot Q_1 + V \cdot Q_2\).

Antwort

Gesamtbedarf pro Möbelhaus: Möbelhaus A: \(450\,\text{m}^2\) Holz, \(2\,600\) Schrauben. Möbelhaus B: \(650\,\text{m}^2\) Holz, \(3\,800\) Schrauben. Möbelhaus C: \(525\,\text{m}^2\) Holz, \(3\,000\) Schrauben. Gesetz: \(V \cdot (Q_1 + Q_2) = V \cdot Q_1 + V \cdot Q_2\) (Distributivgesetz).
43074212
Bestimme das Ergebnis des folgenden Ausdrucks auf dem einfachsten Weg: \[ \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 12 \\ 18 \end{pmatrix} - \begin{pmatrix} 0{,}3 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 12 \\ 18 \end{pmatrix} \]

Denkanstöße

- Haben beide Terme denselben Vektor als Faktor? - Überlege, ob du den Vektor „ausklammern“ kannst, indem du die Matrizen zuerst subtrahierst. - Eine Matrix, die nur Einträge auf der Hauptdiagonale hat, vereinfacht die Rechnung erheblich.

Lösung

1. Nutzung des Distributivgesetzes in der Form \(A \cdot \vec{x} - B \cdot \vec{x} = (A - B) \cdot \vec{x}\). 2. Berechnung der Differenzmatrix: \(\begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} - \begin{pmatrix} 0{,}3 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0 & 0{,}5 \end{pmatrix}\). 3. Multiplikation der Differenzmatrix mit dem Vektor: \(\begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0 & 0{,}5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 12 \\ 18 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}5 \cdot 12 \\ 0{,}5 \cdot 18 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 6 \\ 9 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(\begin{pmatrix} 6 \\ 9 \end{pmatrix}\)
43074412
Ein dreistufiger Prozess wird durch die Übergangsmatrizen \( M_1 \) (Übergang von Stufe 1 zu Stufe 2) und \( M_2 \) (Übergang von Stufe 2 zu Stufe 3) beschrieben. Dabei ist \( M_1 = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \) und \( M_2 = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). a) Berechne die Matrix \( M_{\text{ges}} \), die den direkten Übergang von Stufe 1 zu Stufe 3 beschreibt. b) Interpretiere die Bedeutung der Einheitsmatrix \( M_2 \) im Kontext eines realen Austauschprozesses (z. B. zwischen zwei Zuständen). c) Beweise allgemein für eine beliebige \( 2 \times 2 \)-Matrix \( M = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \), dass die Einheitsmatrix \( E = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) mit \(M\) kommutiert, also \( M \cdot E = E \cdot M \) gilt.

Denkanstöße

- Was passiert mit einem Vektor oder einer Matrix, wenn du sie mit einer Matrix multiplizierst, die nur Einsen auf der Hauptdiagonalen hat? - Überlege dir, was die Einträge \( 1 \) und \( 0 \) in einer Übergangsmatrix für die Wanderung zwischen Zuständen bedeuten. - Nutze Variablen für die Einträge einer allgemeinen Matrix, um die Gleichheit der Produkte nachzuweisen.

Lösung

1. Berechnung von \( M_{\text{ges}} \): Da \( M_2 \) die Einheitsmatrix \( E \) ist, gilt \( M_{\text{ges}} = M_2 \cdot M_1 = E \cdot M_1 = M_1 = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \). 2. Interpretation: Die Einheitsmatrix als Übergangsmatrix bedeutet, dass kein Austausch zwischen den Zuständen stattfindet. Jeder Zustand bleibt zu \( 100\,\% \) bei sich selbst erhalten; es liegt ein stationärer Übergang ohne Änderung der Verteilung vor. 3. Allgemeiner Beweis: \( M \cdot E = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a \cdot 1 + b \cdot 0 & a \cdot 0 + b \cdot 1 \\ c \cdot 1 + d \cdot 0 & c \cdot 0 + d \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \). \( E \cdot M = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 \cdot a + 0 \cdot c & 1 \cdot b + 0 \cdot d \\ 0 \cdot a + 1 \cdot c & 0 \cdot b + 1 \cdot d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \). Da beide Rechenwege dieselbe Matrix \( M \) ergeben, ist gezeigt, dass \(E\) mit \(M\) kommutiert.

Antwort

a) \( M_{\text{ges}} = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \) b) Die Matrix \( M_2 \) bewirkt keine Änderung der Zustände (Identität). c) Es gilt \(M \cdot E = M\) und \(E \cdot M = M\); daher kommutiert \(E\) mit \(M\).
43074612
In der Matrizenrechnung wird eine quadratische Matrix \( \mathbf{B} \) als die Inverse einer Matrix \( \mathbf{A} \) bezeichnet, wenn \(\mathbf{A} \cdot \mathbf{B} = \mathbf{B} \cdot \mathbf{A} = \mathbf{E}\) gilt. Bei quadratischen Matrizen genügt es zum Nachweis, eines der beiden Produkte als Einheitsmatrix zu bestimmen. Überprüfe durch eine geeignete Rechnung, ob \( \mathbf{B} = \begin{pmatrix} 1 & -1 & 1 \\ 0 & 1 & -1 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} \) die inverse Matrix zu \( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 1 & 1 & 0 \\ 0 & 1 & 1 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} \) ist.

Denkanstöße

- Wie muss das Ergebnis einer Matrixmultiplikation aussehen, damit man von einer inversen Matrix spricht? - Multipliziere die beiden Matrizen schrittweise nach der Regel „Zeile mal Spalte“. - Wie sieht die \( 3 \times 3 \)-Einheitsmatrix aus? - Reicht es aus, nur ein Produkt zu berechnen, um die Inversität bei quadratischen Matrizen zu bestätigen?

Lösung

1. Durchführung der Matrixmultiplikation \( \mathbf{A} \cdot \mathbf{B} \): \( c_{11} = 1 \cdot 1 + 1 \cdot 0 + 0 \cdot 0 = 1 \) \( c_{12} = 1 \cdot (-1) + 1 \cdot 1 + 0 \cdot 0 = 0 \) \( c_{13} = 1 \cdot 1 + 1 \cdot (-1) + 0 \cdot 1 = 0 \) \( c_{21} = 0 \cdot 1 + 1 \cdot 0 + 1 \cdot 0 = 0 \) \( c_{22} = 0 \cdot (-1) + 1 \cdot 1 + 1 \cdot 0 = 1 \) \( c_{23} = 0 \cdot 1 + 1 \cdot (-1) + 1 \cdot 1 = 0 \) \( c_{31} = 0 \cdot 1 + 0 \cdot 0 + 1 \cdot 0 = 0 \) \( c_{32} = 0 \cdot (-1) + 0 \cdot 1 + 1 \cdot 0 = 0 \) \( c_{33} = 0 \cdot 1 + 0 \cdot (-1) + 1 \cdot 1 = 1 \) 2. Resultat des Produkts: \( \mathbf{A} \cdot \mathbf{B} = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} = \mathbf{E} \). 3. Da \(\mathbf{A}\) und \(\mathbf{B}\) quadratisch sind und das Produkt die Einheitsmatrix \( \mathbf{E} \) ergibt, ist \( \mathbf{B} \) die inverse Matrix zu \( \mathbf{A} \).

Antwort

Ja, \( \mathbf{B} \) ist die inverse Matrix zu \( \mathbf{A} \), da das Produkt \( \mathbf{A} \cdot \mathbf{B} \) die Einheitsmatrix \( \mathbf{E} = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} \) ergibt.
43074812
Ein Verlag vertreibt zwei Fachzeitschriften (\(Z_1, Z_2\)) in zwei Regionen (\(R_1, R_2\)). Die Matrizen \(G_1\) und \(G_2\) geben den Gewinn pro verkaufter Zeitschrift (in \(\text{€}\)) für das erste bzw. zweite Halbjahr an. Die Zeilen stehen für die Regionen (\(R_1, R_2\)), die Spalten für die Zeitschriften (\(Z_1, Z_2\)). \(G_1 = \begin{pmatrix} 1{,}20 & 1{,}50 \\ 1{,}10 & 1{,}40 \end{pmatrix}\), \(G_2 = \begin{pmatrix} 1{,}30 & 1{,}60 \\ 1{,}00 & 1{,}50 \end{pmatrix}\) In beiden Halbjahren werden in jeder Region jeweils \(10\,000\) Exemplare von \(Z_1\) und \(8\,000\) Exemplare von \(Z_2\) verkauft. Der Verkaufsvektor ist somit für beide Zeiträume identisch: \(\vec{v} = \begin{pmatrix} 10\,000 \\ 8\,000 \end{pmatrix}\). Untersuche die Berechnung des Gesamtgewinns für das gesamte Jahr pro Region. Zeige rechnerisch die Gültigkeit des Distributivgesetzes \((G_1 + G_2) \cdot \vec{v} = G_1 \cdot \vec{v} + G_2 \cdot \vec{v}\) und interpretiere die Summenmatrix \(G_{\text{Jahr}} = G_1 + G_2\) im Kontext.

Denkanstöße

- Was bedeuten die Einträge in der Summenmatrix \(G_1 + G_2\)? - Wie hängen die Verkaufszahlen in den beiden Halbjahren zusammen? - Warum ist es sinnvoll, die Matrizen zu addieren, bevor man sie mit dem Vektor multipliziert? - Überprüfe, ob die Einheiten (Gewinn in € pro Zeitschrift) nach der Multiplikation mit der Anzahl der Zeitschriften einen sinnvollen Gesamtwert ergeben.

Lösung

1. Berechnung des Gewinns für das 1. Halbjahr: \(G_1 \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 1{,}20 \cdot 10\,000 + 1{,}50 \cdot 8\,000 \\ 1{,}10 \cdot 10\,000 + 1{,}40 \cdot 8\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 12\,000 + 12\,000 \\ 11\,000 + 11\,200 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 24\,000 \\ 22\,200 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung des Gewinns für das 2. Halbjahr: \(G_2 \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 1{,}30 \cdot 10\,000 + 1{,}60 \cdot 8\,000 \\ 1{,}00 \cdot 10\,000 + 1{,}50 \cdot 8\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 13\,000 + 12\,800 \\ 10\,000 + 12\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 25\,800 \\ 22\,000 \end{pmatrix}\). 3. Summe der Einzelgewinne: \(\begin{pmatrix} 24\,000 \\ 22\,200 \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} 25\,800 \\ 22\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 49\,800 \\ 44\,200 \end{pmatrix}\). 4. Berechnung der Jahresgewinn-Matrix: \(G_{\text{Jahr}} = G_1 + G_2 = \begin{pmatrix} 1{,}20+1{,}30 & 1{,}50+1{,}60 \\ 1{,}10+1{,}00 & 1{,}40+1{,}50 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2{,}50 & 3{,}10 \\ 2{,}10 & 2{,}90 \end{pmatrix}\). 5. Berechnung des Gesamtgewinns mit der Jahresmatrix: \(G_{\text{Jahr}} \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 2{,}50 \cdot 10\,000 + 3{,}10 \cdot 8\,000 \\ 2{,}10 \cdot 10\,000 + 2{,}90 \cdot 8\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 25\,000 + 24\,800 \\ 21\,000 + 23\,200 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 49\,800 \\ 44\,200 \end{pmatrix}\). 6. Interpretation: Da die Verkaufszahlen in beiden Halbjahren identisch sind, fasst \(G_{\text{Jahr}}\) für jede Region und Zeitschrift die Gewinnmargen für je ein im ersten und ein im zweiten Halbjahr verkauftes Exemplar zusammen. Das Distributivgesetz zeigt, dass der Gesamtgewinn entweder durch Addition der halbjährlichen Gewinne oder durch Multiplikation dieser aufsummierten Margen mit den identischen Verkaufszahlen berechnet werden kann.

Antwort

Der Gesamtgewinn beträgt \(49\,800\,\text{€}\) in Region \(R_1\) und \(44\,200\,\text{€}\) in Region \(R_2\). Die Rechnung \((G_1 + G_2) \cdot \vec{v}\) liefert dasselbe Ergebnis wie \(G_1 \cdot \vec{v} + G_2 \cdot \vec{v}\). Die Matrix \(G_{\text{Jahr}} = \begin{pmatrix} 2{,}50 & 3{,}10 \\ 2{,}10 & 2{,}90 \end{pmatrix}\) enthält für jede Zeitschrift und Region die Summe der Gewinnmargen für je ein Exemplar im ersten und ein Exemplar im zweiten Halbjahr.
43075012
Betrachte mehrstufige Prozesse, die durch die Gleichung \(v_{n+1} = M \cdot v_n\) beschrieben werden, wobei \(M\) eine \(2 \times 2\)-Matrix ist. 1. Gegeben ist die Matrix \(A = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix}\). Bestimme eine Matrix \(Z\), sodass \(A + Z = A\) gilt. 2. Zeige durch eine Rechnung, dass für die Matrix \(Z\) aus Teilaufgabe 1 und die gegebene Matrix \(A\) die Beziehung \(A \cdot Z \neq A\) gilt. 3. In der Theorie der Übergangsmatrizen gibt es auch ein neutrales Element bezüglich der Multiplikation, die Einheitsmatrix \(I\). Beschreibe die Auswirkung auf einen Prozess \(v_{n+1} = M \cdot v_n\), wenn \(M = I\) gilt, und vergleiche dies mit dem (theoretischen) Fall \(M = Z\).

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass die Matrix, die bei der Addition nichts verändert, die Nullmatrix ist. - Führe die Matrixmultiplikation „Zeile mal Spalte“ durch, um das Produkt zu berechnen. - Überlege dir für den Vergleich, was es für die Bestandszahlen in einem Vektor bedeutet, wenn man sie mit 1 oder mit 0 multipliziert. - Was passiert mit einem Vektor, wenn er mit der Einheitsmatrix multipliziert wird?

Lösung

1. Die Gleichung \(A + Z = A\) führt komponentenweise auf \(a_{ij} + z_{ij} = a_{ij}\), woraus \(z_{ij} = 0\) für alle \(i, j\) folgt. Somit ist \(Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) die Nullmatrix. 2. Die Multiplikation \(A \cdot Z\) ergibt \(\begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\). Da \(\begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} \neq \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix}\), ist \(A \cdot Z \neq A\). 3. Wenn \(M = I = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\), gilt \(v_{n+1} = I \cdot v_n = v_n\). Das bedeutet, der Zustand ändert sich nicht (Stagnation). Wenn \(M = Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\), gilt \(v_{n+1} = Z \cdot v_n = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \end{pmatrix}\). Dies entspräche einem totalen Kollaps des Systems, bei dem nach einem Schritt kein Bestand mehr vorhanden ist.

Antwort

1. \(Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) 2. \(A \cdot Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} \neq A\) 3. Bei \(M=I\) bleibt der Zustand gleich (\(v_{n+1}=v_n\)); bei \(M=Z\) wird der Zustand sofort zum Nullvektor (\(v_{n+1}=0\)).
43075112
Ein dynamisches System wird durch die Übergangsmatrix \(M = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}2 \\ 0{,}4 & 0{,}8 \end{pmatrix}\) modelliert. a) Weise nach, dass die Matrix \(A = \begin{pmatrix} 2 & -0{,}5 \\ -1 & 1{,}5 \end{pmatrix}\) die zu \(M\) inverse Matrix \(M^{-1}\) ist. b) Bestimme den Zustandsvektor zum Zeitpunkt \(t_0\), wenn der Zustand nach einem Zeitschritt durch den Vektor \(\vec{v}_1 = \begin{pmatrix} 40 \\ 60 \end{pmatrix}\) gegeben ist.

Denkanstöße

- Woran erkennst du an einem Ergebnis, dass zwei Matrizen invers zueinander sind? - Wie hängen der aktuelle Zustand, der Folgezustand und die Übergangsmatrix mathematisch zusammen? - Welche Operation kehrt einen Multiplikationsschritt mit einer Matrix um?

Lösung

1. Berechnung des Produkts \(M \cdot A\): \(\begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}2 \\ 0{,}4 & 0{,}8 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & -0{,}5 \\ -1 & 1{,}5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}6 \cdot 2 + 0{,}2 \cdot (-1) & 0{,}6 \cdot (-0{,}5) + 0{,}2 \cdot 1{,}5 \\ 0{,}4 \cdot 2 + 0{,}8 \cdot (-1) & 0{,}4 \cdot (-0{,}5) + 0{,}8 \cdot 1{,}5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\). Ergebnis: Da das Produkt die Einheitsmatrix \(I_2\) ergibt, ist \(A = M^{-1}\). 2. Berechnung des Anfangszustands \(\vec{v}_0\) mittels der inversen Matrix: \(\vec{v}_0 = M^{-1} \cdot \vec{v}_1 = \begin{pmatrix} 2 & -0{,}5 \\ -1 & 1{,}5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 40 \\ 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 40 - 0{,}5 \cdot 60 \\ -1 \cdot 40 + 1{,}5 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 50 \\ 50 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) Der Nachweis erfolgt durch die Multiplikation \(M \cdot A = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\). b) Der Zustandsvektor zum Zeitpunkt \(t_0\) ist \(\vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 50 \\ 50 \end{pmatrix}\).
43075212
Gegeben sind die Matrizen \(P = \begin{pmatrix} 1 & 2 & 1 \\ 0 & 1 & 2 \\ 1 & 0 & 1 \end{pmatrix}\) und \(Q = \begin{pmatrix} 0{,}25 & -0{,}5 & 0{,}75 \\ 0{,}5 & 0 & -0{,}5 \\ -0{,}25 & 0{,}5 & 0{,}25 \end{pmatrix}\). Untersuche durch eine geeignete Rechnung, ob \(Q\) die inverse Matrix zu \(P\) ist.

Denkanstöße

- Was muss passieren, wenn du eine Matrix mit ihrer Umkehrung multiplizierst? - Erinnerst du dich an die Definition der Einheitsmatrix? - Reicht es aus, nur ein einzelnes Element des Produkts zu berechnen, um die Eigenschaft sicher zu bestätigen?

Lösung

1. Durchführung der Matrixmultiplikation \(P \cdot Q\): Zeile 1: \(1 \cdot 0{,}25 + 2 \cdot 0{,}5 + 1 \cdot (-0{,}25) = 1\); \(1 \cdot (-0{,}5) + 2 \cdot 0 + 1 \cdot 0{,}5 = 0\); \(1 \cdot 0{,}75 + 2 \cdot (-0{,}5) + 1 \cdot 0{,}25 = 0\). Zeile 2: \(0 \cdot 0{,}25 + 1 \cdot 0{,}5 + 2 \cdot (-0{,}25) = 0\); \(0 \cdot (-0{,}5) + 1 \cdot 0 + 2 \cdot 0{,}5 = 1\); \(0 \cdot 0{,}75 + 1 \cdot (-0{,}5) + 2 \cdot 0{,}25 = 0\). Zeile 3: \(1 \cdot 0{,}25 + 0 \cdot 0{,}5 + 1 \cdot (-0{,}25) = 0\); \(1 \cdot (-0{,}5) + 0 \cdot 0 + 1 \cdot 0{,}5 = 0\); \(1 \cdot 0{,}75 + 0 \cdot (-0{,}5) + 1 \cdot 0{,}25 = 1\). 2. Ergebnisprüfung: Das Produkt \(P \cdot Q\) ergibt die Einheitsmatrix \(I_3 = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix}\). Somit ist \(Q = P^{-1}\).

Antwort

Ja, \(Q\) ist die inverse Matrix zu \(P\), da das Produkt \(P \cdot Q\) die Einheitsmatrix \(I_3\) ergibt.
43075312
Gegeben ist die Matrix \(A = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix}\). Bestimme alle reellen Matrizen \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix}\), die mit \(A\) vertauschbar sind, für die also die Gleichung \(A \cdot B = B \cdot A\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Multipliziere die Matrizen auf beiden Seiten der Gleichung allgemein aus. - Zwei Matrizen sind genau dann gleich, wenn sie in allen entsprechenden Einträgen übereinstimmen. - Erstelle aus dem Vergleich der Einträge ein lineares Gleichungssystem für die Variablen \(a, b, c\) und \(d\). - Versuche, so viele Variablen wie möglich durch die anderen auszudrücken.

Lösung

1. Aufstellen der Matrixprodukte: \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a + 2 \cdot c & b + 2 \cdot d \\ 2 \cdot a + c & 2 \cdot b + d \end{pmatrix}\) \(B \cdot A = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a + 2 \cdot b & 2 \cdot a + b \\ c + 2 \cdot d & 2 \cdot c + d \end{pmatrix}\) 2. Vergleich der entsprechenden Einträge (LGS): I: \(a + 2 \cdot c = a + 2 \cdot b \implies 2 \cdot c = 2 \cdot b \implies c = b\) II: \(b + 2 \cdot d = 2 \cdot a + b \implies 2 \cdot d = 2 \cdot a \implies d = a\) III: \(2 \cdot a + c = c + 2 \cdot d \implies 2 \cdot a = 2 \cdot d \implies a = d\) IV: \(2 \cdot b + d = 2 \cdot c + d \implies 2 \cdot b = 2 \cdot c \implies b = c\) 3. Die Bedingungen \(c = b\) und \(d = a\) müssen erfüllt sein. Die Variablen \(a\) und \(b\) können frei gewählt werden. 4. Ergebnismatrix: \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ b & a \end{pmatrix}\) für beliebige \(a, b \in \mathbb{R}\).

Antwort

Alle Matrizen der Form \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ b & a \end{pmatrix}\) mit \(a, b \in \mathbb{R}\).
43075512
Ein Unternehmen stellt in einem dreistufigen Prozess aus den Rohstoffen \(R_1, R_2\) und \(R_3\) über die Zwischenproduktstufen \(Z\) und \(X\) schließlich die Endprodukte \(E_1\) und \(E_2\) her. Die Bedarfe der einzelnen Stufen sind durch folgende Matrizen gegeben: - Rohstoffe zu Zwischenprodukten \(Z\): \(M_{RZ} = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 3 \\ 4 & 0 \end{pmatrix}\) - Zwischenprodukte \(Z\) zu Zwischenprodukten \(X\): \(M_{ZX} = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix}\) - Zwischenprodukte \(X\) zu Endprodukten \(E\): \(M_{XE} = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}\) Bestimme die Gesamtmatrix \(M_{RE}\), die den direkten Bedarf an Rohstoffen für die Herstellung der Endprodukte angibt.

Denkanstöße

- Welche mathematische Operation verknüpft aufeinanderfolgende Produktionsstufen? - Achte bei der Multiplikation genau auf die Reihenfolge der Matrizen. - Gehe schrittweise vor, indem du erst zwei Matrizen multiplizierst und das Ergebnis dann mit der dritten. - Überlege dir, welche Dimension die Ergebnismatrix haben muss, damit sie Rohstoffe direkt auf Endprodukte abbildet.

Lösung

1. Berechnung der Matrix für den Übergang von Rohstoffen zu den Zwischenprodukten der Stufe \(X\): \(M_{RX} = M_{RZ} \cdot M_{ZX} = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 3 \\ 4 & 0 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 1 + 1 \cdot 2 & 2 \cdot 2 + 1 \cdot 1 \\ 1 \cdot 1 + 3 \cdot 2 & 1 \cdot 2 + 3 \cdot 1 \\ 4 \cdot 1 + 0 \cdot 2 & 4 \cdot 2 + 0 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 7 & 5 \\ 4 & 8 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtmatrix \(M_{RE}\) durch Multiplikation mit der letzten Stufe: \(M_{RE} = M_{RX} \cdot M_{XE} = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 7 & 5 \\ 4 & 8 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 1 & 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 \cdot 3 + 5 \cdot 1 & 4 \cdot 1 + 5 \cdot 2 \\ 7 \cdot 3 + 5 \cdot 1 & 7 \cdot 1 + 5 \cdot 2 \\ 4 \cdot 3 + 8 \cdot 1 & 4 \cdot 1 + 8 \cdot 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 17 & 14 \\ 26 & 17 \\ 20 & 20 \end{pmatrix}\)

Antwort

\(M_{RE} = \begin{pmatrix} 17 & 14 \\ 26 & 17 \\ 20 & 20 \end{pmatrix}\)
43075712
In einem Marktmodell beschreiben die Übergangsmatrizen \( A \) und \( B \) zwei verschiedene monatliche Kundenwanderungen zwischen zwei Anbietern. \( A = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}1 \\ 0{,}4 & 0{,}9 \end{pmatrix} \) und \( B = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}3 \\ 0{,}2 & 0{,}7 \end{pmatrix} \). Berechne die Produkte \( A \cdot B \) und \( B \cdot A \). Untersuche durch den Vergleich der Ergebnisse, ob die Reihenfolge, in der diese Prozesse nacheinander auftreten, das Marktergebnis nach zwei Monaten beeinflusst.

Denkanstöße

- Erinnere dich an das Prinzip „Zeile mal Spalte“ bei der Matrixmultiplikation. - Was bedeutet es für ein Ergebnis, wenn das Vertauschen der Faktoren zu einem anderen Resultat führt? - Überlege, ob die Reihenfolge der Multiplikation bei Zahlen und bei Matrizen immer die gleiche Auswirkung hat.

Lösung

1. Berechnung von \( A \cdot B \): Multiplikation der Zeilen von \( A \) mit den Spalten von \( B \). \( (0{,}6 \cdot 0{,}8 + 0{,}1 \cdot 0{,}2) = 0{,}5 \); \( (0{,}6 \cdot 0{,}3 + 0{,}1 \cdot 0{,}7) = 0{,}25 \); \( (0{,}4 \cdot 0{,}8 + 0{,}9 \cdot 0{,}2) = 0{,}5 \); \( (0{,}4 \cdot 0{,}3 + 0{,}9 \cdot 0{,}7) = 0{,}75 \). Ergebnis: \( A \cdot B = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}5 & 0{,}75 \end{pmatrix} \). 2. Berechnung von \( B \cdot A \): Multiplikation der Zeilen von \( B \) mit den Spalten von \( A \). \( (0{,}8 \cdot 0{,}6 + 0{,}3 \cdot 0{,}4) = 0{,}6 \); \( (0{,}8 \cdot 0{,}1 + 0{,}3 \cdot 0{,}9) = 0{,}35 \); \( (0{,}2 \cdot 0{,}6 + 0{,}7 \cdot 0{,}4) = 0{,}4 \); \( (0{,}2 \cdot 0{,}1 + 0{,}7 \cdot 0{,}9) = 0{,}65 \). Ergebnis: \( B \cdot A = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}35 \\ 0{,}4 & 0{,}65 \end{pmatrix} \). 3. Vergleich: Da \( A \cdot B \neq B \cdot A \), hat die Reihenfolge der Prozesse einen Einfluss auf das Endergebnis.

Antwort

\( A \cdot B = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}5 & 0{,}75 \end{pmatrix} \); \( B \cdot A = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}35 \\ 0{,}4 & 0{,}65 \end{pmatrix} \). Da die Ergebnisse unterschiedlich sind, beeinflusst die Reihenfolge das Marktergebnis.
43075812
Gegeben sind die Matrizen \( M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 1 & 3 & 0 \\ 0 & 1 & 2 \end{pmatrix} \) und \( D = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 2 & 0 \\ 0 & 0 & 3 \end{pmatrix} \). Berechne die Produkte \( M \cdot D \) und \( D \cdot M \) und vergleiche die resultierenden Matrizen. Welche Besonderheit stellst du bei der Multiplikation mit einer Diagonalmatrix fest?

Denkanstöße

- Wie verändert sich eine Matrix, wenn man sie von rechts mit einer Diagonalmatrix multipliziert? - Wie verändert sie sich, wenn man sie von links mit einer Diagonalmatrix multipliziert? - Achte beim Rechnen darauf, welche Elemente der Diagonalmatrix mit welchen Einträgen von \( M \) kombiniert werden.

Lösung

1. Berechnung von \( M \cdot D \): Multiplikation jeder Spalte von \( M \) mit dem entsprechenden Diagonalelement von \( D \). Erste Spalte \(\cdot 1\), zweite Spalte \(\cdot 2\), dritte Spalte \(\cdot 3\). Ergebnis: \( M \cdot D = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 3 \\ 1 & 6 & 0 \\ 0 & 2 & 6 \end{pmatrix} \). 2. Berechnung von \( D \cdot M \): Multiplikation jeder Zeile von \( M \) mit dem entsprechenden Diagonalelement von \( D \). Erste Zeile \(\cdot 1\), zweite Zeile \(\cdot 2\), dritte Zeile \(\cdot 3\). Ergebnis: \( D \cdot M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 2 & 6 & 0 \\ 0 & 3 & 6 \end{pmatrix} \). 3. Vergleich: \( M \cdot D \neq D \cdot M \). Bei \( M \cdot D \) werden die Spalten skaliert, bei \( D \cdot M \) die Zeilen.

Antwort

\( M \cdot D = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 3 \\ 1 & 6 & 0 \\ 0 & 2 & 6 \end{pmatrix} \); \( D \cdot M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 2 & 6 & 0 \\ 0 & 3 & 6 \end{pmatrix} \). Die Ergebnisse sind verschieden: Bei \( M \cdot D \) werden die Spalten von \( M \) skaliert, bei \( D \cdot M \) die Zeilen.
43075912
Gegeben ist die Matrix \(T = \begin{pmatrix} 4 & 7 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}\). Bestimme die inverse Matrix \(T^{-1} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix}\) durch Lösen der Matrixgleichung \(T \cdot T^{-1} = \mathbf{E}_2\). Stelle dazu das entsprechende lineare Gleichungssystem auf und berechne die Werte für \(a, b, c\) und \(d\).

Denkanstöße

- Wie multipliziert man zwei Matrizen miteinander? Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Was bedeutet das Gleichheitszeichen zwischen zwei Matrizen für die einzelnen Einträge? - Du kannst die Aufgabe in zwei separate Gleichungssysteme mit jeweils zwei Unbekannten aufteilen. - Welches Verfahren kennst du, um ein System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten zu lösen?

Lösung

1. Aufstellen der Matrixgleichung: \(\begin{pmatrix} 4 & 7 \\ 1 & 2 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\). 2. Ausmultiplizieren ergibt zwei Gleichungssysteme: I: \(4 \cdot a + 7 \cdot c = 1\) und \(a + 2 \cdot c = 0\) II: \(4 \cdot b + 7 \cdot d = 0\) und \(b + 2 \cdot d = 1\) 3. Lösen von System I: Aus der zweiten Gleichung folgt \(a = -2 \cdot c\). Einsetzen in die erste: \(4 \cdot (-2 \cdot c) + 7 \cdot c = 1 \implies -8 \cdot c + 7 \cdot c = 1 \implies c = -1\). Daraus folgt \(a = -2 \cdot (-1) = 2\). 4. Lösen von System II: Aus der zweiten Gleichung folgt \(b = 1 - 2 \cdot d\). Einsetzen in die erste: \(4 \cdot (1 - 2 \cdot d) + 7 \cdot d = 0 \implies 4 - 8 \cdot d + 7 \cdot d = 0 \implies d = 4\). Daraus folgt \(b = 1 - 2 \cdot 4 = -7\). 5. Die inverse Matrix lautet \(T^{-1} = \begin{pmatrix} 2 & -7 \\ -1 & 4 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(T^{-1} = \begin{pmatrix} 2 & -7 \\ -1 & 4 \end{pmatrix}\)
43076012
Ein mehrstufiger Prozess wird durch die Matrix \(M = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\) beschrieben. Um den Prozess umzukehren, muss die inverse Matrix \(M^{-1} = \begin{pmatrix} x_{11} & x_{12} \\ x_{21} & x_{22} \end{pmatrix}\) berechnet werden. Bestimme die Elemente der Matrix \(M^{-1}\) unter Verwendung der Bedingung \(M \cdot M^{-1} = \mathbf{E}_2\).

Denkanstöße

- Nutze die Definition der Einheitsmatrix \(\mathbf{E}_2\). Welche Werte stehen dort auf der Hauptdiagonalen und welche außerhalb? - Du erhältst durch das Ausmultiplizieren der Matrizen vier Gleichungen. - Betrachte die Unbekannten paarweise für jede Spalte der Zielmatrix. - Kannst du eine Variable in einer Gleichung isolieren und in die andere einsetzen?

Lösung

1. Ansatz über die Matrixmultiplikation: \(\begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} x_{11} & x_{12} \\ x_{21} & x_{22} \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\). 2. Erstellen der Gleichungen für die erste Spalte von \(M^{-1}\): (1) \(1 \cdot x_{11} + 2 \cdot x_{21} = 1\) (2) \(2 \cdot x_{11} + 5 \cdot x_{21} = 0\) Aus (2) folgt \(x_{11} = -2{,}5 \cdot x_{21}\). Einsetzen in (1): \(-2{,}5 \cdot x_{21} + 2 \cdot x_{21} = 1 \implies -0{,}5 \cdot x_{21} = 1 \implies x_{21} = -2\). Somit ist \(x_{11} = 5\). 3. Erstellen der Gleichungen für die zweite Spalte von \(M^{-1}\): (3) \(1 \cdot x_{12} + 2 \cdot x_{22} = 0\) (4) \(2 \cdot x_{12} + 5 \cdot x_{22} = 1\) Aus (3) folgt \(x_{12} = -2 \cdot x_{22}\). Einsetzen in (4): \(2 \cdot (-2 \cdot x_{22}) + 5 \cdot x_{22} = 1 \implies -4 \cdot x_{22} + 5 \cdot x_{22} = 1 \implies x_{22} = 1\). Somit ist \(x_{12} = -2\). 4. Die gesuchte Matrix ist \(M^{-1} = \begin{pmatrix} 5 & -2 \\ -2 & 1 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(M^{-1} = \begin{pmatrix} 5 & -2 \\ -2 & 1 \end{pmatrix}\)
43076112
Ein Ökosystem beherbergt zwei Populationen \(A\) und \(B\), deren Bestände sich jährlich nach einem festen Muster verändern. Die Anzahl der Individuen zum Zeitpunkt \(n\) (in Jahren) wird durch den Vektor \(\vec{v}_n = \begin{pmatrix} a_n \\ b_n \end{pmatrix}\) beschrieben. Der Übergang zum nächsten Jahr erfolgt durch die Matrix \(M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix}\), sodass \(\vec{v}_{n+1} = M \cdot \vec{v}_n\). a) Bestimme die Bestände nach zwei Jahren, wenn zum Startzeitpunkt \(n=0\) die Bestände \(a_0 = 100\) und \(b_0 = 50\) betragen. b) Es ist bekannt, dass sich die Matrix \(M\) diagonalisieren lässt. Gegeben sind die Eigenwerte \(\lambda_1 = 1\) und \(\lambda_2 = 0{,}4\) sowie eine Matrix aus Eigenvektoren \(S = \begin{pmatrix} 2 & -1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix}\) mit der Inversen \(S^{-1} = \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ -1 & 2 \end{pmatrix}\). Es gilt \(M = S \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 0{,}4 \end{pmatrix} \cdot S^{-1}\). Leite eine geschlossene Formel für den Vektor \(\vec{v}_n\) in Abhängigkeit von \(n\) und dem Startvektor \(\vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\) her. c) Untersuche das Langzeitverhalten der Populationen (\(n \to \infty\)). Welches stabile Verhältnis stellt sich zwischen den Beständen \(a_n\) und \(b_n\) ein?

Denkanstöße

- Was passiert, wenn du die Übergangsmatrix mehrmals auf den Startvektor anwendest? - Erinnerst du dich an die Potenzierung von Diagonalmatrizen? Warum ist das einfacher als bei normalen Matrizen? - Betrachte den Term mit \(0{,}4^n\). Was passiert mit diesem Teil, wenn \(n\) immer größer wird? - Ein stabiles Verhältnis bedeutet, dass sich die Anteile der Populationen nicht mehr ändern. Welcher Eigenvektor könnte hier eine Rolle spielen?

Lösung

1. Berechnung von \(\vec{v}_1 = M \cdot \vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 100 + 0{,}4 \cdot 50 \\ 0{,}2 \cdot 100 + 0{,}6 \cdot 50 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\). Da \(\vec{v}_1 = \vec{v}_0\), ist \(\vec{v}_2 = \vec{v}_0 = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\). 2. Verwendung der Diagonalisierung: \(M^n = S \cdot \begin{pmatrix} 1^n & 0 \\ 0 & 0{,}4^n \end{pmatrix} \cdot S^{-1}\). 3. Einsetzen der Werte: \(\vec{v}_n = \begin{pmatrix} 2 & -1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 0{,}4^n \end{pmatrix} \cdot \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ -1 & 2 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\). 4. Multiplikation \(S^{-1} \cdot \vec{v}_0 = \frac{1}{3} \begin{pmatrix} 150 \\ 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 50 \\ 0 \end{pmatrix}\). 5. Damit ergibt sich \(\vec{v}_n = \begin{pmatrix} 2 & -1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 0{,}4^n \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 50 \\ 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 & -1 \\ 1 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 50 \\ 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\). In diesem speziellen Fall (Startvektor ist Eigenvektor zum Eigenwert 1) bleibt der Bestand konstant. 6. Für \(n \to \infty\) strebt \(0{,}4^n \to 0\). Allgemein gilt für Startwerte \(\vec{v}_0\): \(\vec{v}_n \to S \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} \cdot S^{-1} \cdot \vec{v}_0\). Das Ergebnis ist ein Vielfaches des ersten Eigenvektors \(\begin{pmatrix} 2 \\ 1 \end{pmatrix}\). Das stabile Verhältnis ist \(a : b = 2 : 1\).

Antwort

a) \(\vec{v}_2 = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\) b) \(\vec{v}_n = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}\) (da der Startvektor zufällig ein Eigenvektor zum Eigenwert 1 ist) c) Das Langzeitverhältnis beträgt \(a : b = 2 : 1\).
43077512
Eine Großbäckerei stellt aus den Mehlsorten Weizen (W), Roggen (R) und Dinkel (D) drei verschiedene Brotsorten her: „Heimatkruste“, „Roggenperle“ und „Dinkelglück“. Die Zusammensetzung der Brotsorten ist in der folgenden Tabelle angegeben: <table> <tr> <td></td> <th colspan="3">Mehlanteil</th> </tr> <tr> <th>Brotsorte</th> <th>W</th> <th>R</th> <th>D</th> </tr> <tr> <td>Heimatkruste</td> <td>\(50\,\%\)</td> <td>\(40\,\%\)</td> <td>\(10\,\%\)</td> </tr> <tr> <td>Roggenperle</td> <td>\(10\,\%\)</td> <td>\(80\,\%\)</td> <td>\(10\,\%\)</td> </tr> <tr> <td>Dinkelglück</td> <td>\(5\,\%\)</td> <td>\(5\,\%\)</td> <td>\(90\,\%\)</td> </tr> </table> Zwei Filialen bestellen für das Wochenende folgende Mengen: Filiale A: \(120\) Laibe Heimatkruste, \(80\) Laibe Roggenperle und \(50\) Laibe Dinkelglück. Filiale B: \(150\) Laibe Heimatkruste, \(100\) Laibe Roggenperle und \(40\) Laibe Dinkelglück. Ein Brotlaib wiegt jeweils \(0{,}75\,\text{kg}\). Bestimme mithilfe der Matrizenrechnung die insgesamt benötigte Menge jeder Mehlsorte in Kilogramm.

Denkanstöße

- Welche Information gehört in welche Matrix? Überlege dir, wie du die Anteile als Dezimalzahlen schreiben kannst. - Wie kannst du die Gesamtanzahl der bestellten Brote jeder Sorte für beide Filialen zusammenfassen? - In welchem Schritt spielt das Gewicht eines einzelnen Brotlaibs eine Rolle? - Achte darauf, dass bei der Matrizenmultiplikation die Dimensionen zusammenpassen (Zeile mal Spalte).

Lösung

1. Aufstellen der Verbrauchsmatrix \(M\) (Mehlanteile pro Brotsorte) und der Bestellmatrix \(B\) (Anzahl der Brote pro Filiale): \(M = \begin{pmatrix} 0{,}50 & 0{,}10 & 0{,}05 \\ 0{,}40 & 0{,}80 & 0{,}05 \\ 0{,}10 & 0{,}10 & 0{,}90 \end{pmatrix}\), \(B = \begin{pmatrix} 120 & 150 \\ 80 & 100 \\ 50 & 40 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtbestellungen über beide Filialen durch Addition der Spalten von \(B\) oder Multiplikation von \(B\) mit einem Einsvektor: \(\vec{b}_{ges} = \begin{pmatrix} 270 \\ 180 \\ 90 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung der Mehlmengen pro Broteinheit durch Multiplikation von \(M\) mit \(\vec{b}_{ges}\): \(\vec{m}_{Einheiten} = \begin{pmatrix} 0{,}50 \cdot 270 + 0{,}10 \cdot 180 + 0{,}05 \cdot 90 \\ 0{,}40 \cdot 270 + 0{,}80 \cdot 180 + 0{,}05 \cdot 90 \\ 0{,}10 \cdot 270 + 0{,}10 \cdot 180 + 0{,}90 \cdot 90 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 157{,}5 \\ 256{,}5 \\ 126 \end{pmatrix}\) 4. Berücksichtigung des Gewichts pro Laib (\(0{,}75\,\text{kg}\)): \(\vec{m}_{kg} = 0{,}75 \cdot \vec{m}_{Einheiten} = \begin{pmatrix} 118{,}125 \\ 192{,}375 \\ 94{,}5 \end{pmatrix}\)

Antwort

Insgesamt werden \(118{,}125\,\text{kg}\) Weizenmehl, \(192{,}375\,\text{kg}\) Roggenmehl und \(94{,}5\,\text{kg}\) Dinkelmehl benötigt.
43071612
Die Transportkosten (in € pro Tonne) zwischen vier Lagerhäusern \( L_1, L_2, L_3 \) und \( L_4 \) sind in der Matrix \( \mathbf{K} \) dargestellt: \( \mathbf{K} = \begin{pmatrix} 0 & 10 & 15 & 20 \\ 10 & 0 & 8 & 12 \\ 15 & 8 & 0 & 5 \\ 20 & 12 & 5 & 0 \end{pmatrix} \) 1. Ein LKW fährt die Route \( L_1 \to L_2 \to L_4 \to L_3 \to L_1 \). Berechne die gesamten Transportkosten pro Tonne für diese Rundreise. 2. Berechne für jedes Lagerhaus die Summe der jeweiligen Zeileneinträge. Interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. Welches Lagerhaus liegt bezüglich der Transportkosten am günstigsten („zentralsten“)? 3. Durch eine Mauterhöhung steigen alle Transportkosten zwischen verschiedenen Standorten pauschal um \( 2{,}50\,\text{€} \) pro Tonne. Gib die neue Matrix \( \mathbf{K}_{neu} \) an. Bleibt die Matrix symmetrisch?

Denkanstöße

- Für die Route musst du die Kosten für jeden einzelnen Teilschritt aus der Matrix ablesen und addieren. - Was bedeutet eine niedrige Zeilensumme für die Erreichbarkeit anderer Standorte? - Achte bei der Mauterhöhung darauf, ob die Kosten für den Aufenthalt am eigenen Standort (Diagonale) ebenfalls steigen sollten.

Lösung

1. Die Kosten berechnen sich aus der Summe der jeweiligen Matrixeinträge: \( k_{12} + k_{24} + k_{43} + k_{31} = 10 + 12 + 5 + 15 = 42 \). Die Gesamtkosten betragen \( 42\,\text{€} \) pro Tonne. 2. Zeilensummen: \( S_1 = 0 + 10 + 15 + 20 = 45 \) \( S_2 = 10 + 0 + 8 + 12 = 30 \) \( S_3 = 15 + 8 + 0 + 5 = 28 \) \( S_4 = 20 + 12 + 5 + 0 = 37 \) Die Zeilensumme gibt die Gesamtkosten an, die entstehen, wenn man von einem Standort aus jeweils eine Tonne zu allen anderen Standorten liefert. \( L_3 \) ist am günstigsten/zentralsten, da die Summe der Kosten dort mit \( 28\,\text{€} \) am geringsten ist. 3. Zur Berechnung von \( \mathbf{K}_{neu} \) wird zu jedem Element \( k_{ij} \) mit \( i \neq j \) der Wert \( 2{,}50 \) addiert. Die Diagonalelemente bleiben \( 0 \), da keine Maut am Standort selbst anfällt. \( \mathbf{K}_{neu} = \begin{pmatrix} 0 & 12{,}50 & 17{,}50 & 22{,}50 \\ 12{,}50 & 0 & 10{,}50 & 14{,}50 \\ 17{,}50 & 10{,}50 & 0 & 7{,}50 \\ 22{,}50 & 14{,}50 & 7{,}50 & 0 \end{pmatrix} \) Die Matrix bleibt symmetrisch, da zu symmetrisch liegenden Elementen derselbe Wert addiert wurde.

Antwort

1. \( 42\,\text{€} \) 2. Summen: \( L_1: 45 \), \( L_2: 30 \), \( L_3: 28 \), \( L_4: 37 \). \( L_3 \) ist am günstigsten gelegen. 3. \( \mathbf{K}_{neu} = \begin{pmatrix} 0 & 12{,}50 & 17{,}50 & 22{,}50 \\ 12{,}50 & 0 & 10{,}50 & 14{,}50 \\ 17{,}50 & 10{,}50 & 0 & 7{,}50 \\ 22{,}50 & 14{,}50 & 7{,}50 & 0 \end{pmatrix} \). Die Symmetrie bleibt erhalten.
43072412
Ein Elektronikhersteller produziert in einem zweistufigen Prozess zwei verschiedene Endgeräte (\( E_1, E_2 \)). Zunächst werden aus zwei Rohstoffen (\( R_1, R_2 \)) zwei Zwischenmodule (\( Z_1, Z_2 \)) gefertigt. Danach werden die Endgeräte aus diesen Modulen zusammengesetzt. Die Matrix \( A \) gibt den Bedarf an Rohstoffen pro Zwischenmodul an: \( A = \begin{pmatrix} 2 & 3 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \) (Zeilen: \( R_1, R_2 \); Spalten: \( Z_1, Z_2 \)) Die Matrix \( B \) gibt den Bedarf an Zwischenmodulen pro Endgerät an: \( B = \begin{pmatrix} 5 & 2 \\ 1 & 6 \end{pmatrix} \) (Zeilen: \( Z_1, Z_2 \); Spalten: \( E_1, E_2 \)) Es sollen \( 100 \) Einheiten von \( E_1 \) und \( 150 \) Einheiten von \( E_2 \) produziert werden. Berechne den Gesamtbedarf an Rohstoffen \( R_1 \) und \( R_2 \) für diesen Produktionsauftrag. Gib das Ergebnis als Vektor an.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie du eine Matrix berechnest, die den direkten Weg von den Rohstoffen zu den Endgeräten beschreibt. - Welchen mathematischen Vorteil bietet die Verknüpfung der beiden Matrizen \( A \) und \( B \)? - Du kannst die Aufgabe in zwei Schritten lösen: Berechne erst den Bedarf an Zwischenmodulen und daraus den Bedarf an Rohstoffen, oder berechne direkt die Gesamtmatrix.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtproduktionsmatrix \( C \), die den direkten Bedarf an Rohstoffen pro Endgerät angibt: \( C = A \cdot B \) 2. Multiplikation der Matrizen: \( C = \begin{pmatrix} 2 & 3 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 5 & 2 \\ 1 & 6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 5 + 3 \cdot 1 & 2 \cdot 2 + 3 \cdot 6 \\ 4 \cdot 5 + 1 \cdot 1 & 4 \cdot 2 + 1 \cdot 6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 13 & 22 \\ 21 & 14 \end{pmatrix} \) 3. Aufstellen des Auftragsvektors \( \vec{e} = \begin{pmatrix} 100 \\ 150 \end{pmatrix} \) 4. Berechnung des Rohstoffbedarfsvektors \( \vec{r} = C \cdot \vec{e} \): - \( R_1 = 13 \cdot 100 + 22 \cdot 150 = 1\,300 + 3\,300 = 4\,600 \) - \( R_2 = 21 \cdot 100 + 14 \cdot 150 = 2\,100 + 2\,100 = 4\,200 \) 5. Der Ergebnisvektor ist \( \vec{r} = \begin{pmatrix} 4\,600 \\ 4\,200 \end{pmatrix} \)

Antwort

\( \vec{r} = \begin{pmatrix} 4\,600 \\ 4\,200 \end{pmatrix} \)
43073012
In einem Prozess mit vier Zuständen werden die Übergänge durch eine Matrix \(M\) beschrieben. Es soll untersucht werden, wie sich die Matrix verändert, wenn die Zustände umbenannt werden. Eine zyklische Umbenennung (Zustand 1 wird zu 2, 2 zu 3, 3 zu 4 und 4 zu 1) führt dazu, dass in der neuen Matrix \(M'\) sowohl die Zeilen als auch die Spalten entsprechend verschoben sind. Dies kann durch die Operation \(M' = S \cdot M \cdot S^T\) erreicht werden, wobei \(S\) die Zeilen vertauscht und die transponierte Matrix \(S^T\) die Spalten. a) Bestimme die Matrix \(S\), die die Zeilen so verschiebt, dass die ursprüngliche Zeile 1 zur neuen Zeile 2 wird, Zeile 2 zu 3, Zeile 3 zu 4 und Zeile 4 zu 1. b) Berechne \(M' = S \cdot M \cdot S^T\) für die Matrix \(M = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 2 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 3 & 0 \\ 0 & 0 & 0 & 4 \end{pmatrix}\).

Denkanstöße

- Wenn die alte Zeile 1 zur neuen Zeile 2 werden soll, wo muss dann die 1 in der zweiten Zeile der Matrix \(S\) stehen? - Die Matrix \(S^T\) vertauscht die Spalten nach demselben Prinzip wie \(S\) die Zeilen. - Was passiert mit den Diagonalelementen einer Diagonalmatrix, wenn man Zeilen und Spalten auf die gleiche Weise vertauscht?

Lösung

1. Bestimmung von \(S\): Die neue Zeile 1 muss die alte Zeile 4 sein, die neue Zeile 2 die alte Zeile 1, die neue Zeile 3 die alte Zeile 2 und die neue Zeile 4 die alte Zeile 3. \(S = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \end{pmatrix}\) 2. Transponierte Matrix \(S^T\): \(S^T = \begin{pmatrix} 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 0 & 1 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung von \(S \cdot M\): Die Zeilen von \(M\) werden zyklisch nach unten verschoben. \(S \cdot M = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 4 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 2 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 3 & 0 \end{pmatrix}\) 4. Berechnung von \((S \cdot M) \cdot S^T\): Die Spalten des Zwischenergebnisses werden zyklisch nach rechts verschoben. \(M' = \begin{pmatrix} 4 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 2 & 0 \\ 0 & 0 & 0 & 3 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) \(S = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \end{pmatrix}\) b) \(M' = \begin{pmatrix} 4 & 0 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 2 & 0 \\ 0 & 0 & 0 & 3 \end{pmatrix}\)
43073812
Ein Elektronikhersteller produziert drei Gerätetypen (\(G_1, G_2, G_3\)), die aus zwei verschiedenen Modulen (\(K_1, K_2\)) bestehen. Die Matrix \(M_2\) gibt den Modulbedarf pro Gerät an: \(M_2 = \begin{pmatrix} 3 & 1 & 2 \\ 2 & 4 & 0 \end{pmatrix}\) Für die Fertigung der Module werden zwei Rohstoffe (\(R_1, R_2\)) benötigt. Der Bedarf ist in Matrix \(M_1\) definiert: \(M_1 = \begin{pmatrix} 4 & 2 \\ 1 & 5 \end{pmatrix}\) Es liegen zwei Großaufträge (\(O_1, O_2\)) vor, deren Umfang in Matrix \(D\) beschrieben wird: \(D = \begin{pmatrix} 10 & 5 \\ 20 & 15 \\ 15 & 10 \end{pmatrix}\) a) Berechne die Matrix \(M_{gesamt} = M_1 \cdot M_2\) und erläutere ihre Bedeutung im Sachkontext. b) Bestimme den gesamten Rohstoffbedarf für beide Aufträge unter Verwendung des Assoziativgesetzes auf dem Weg, der zuerst den Modulbedarf pro Auftrag berechnet.

Denkanstöße

- Was passiert mathematisch, wenn du eine Matrix, die „Einheiten von A pro B“ angibt, mit einer Matrix multiplizierst, die „Einheiten von B pro C“ angibt? - Achte bei Teilaufgabe b) genau auf die Reihenfolge der Multiplikation, die durch die Aufgabenstellung vorgegeben ist. - Das Assoziativgesetz besagt, dass die Klammerung bei der Multiplikation von drei Matrizen das Endergebnis nicht verändert.

Lösung

1. Berechnung von \(M_{gesamt}\): \(M_1 \cdot M_2 = \begin{pmatrix} 4 \cdot 3 + 2 \cdot 2 & 4 \cdot 1 + 2 \cdot 4 & 4 \cdot 2 + 2 \cdot 0 \\ 1 \cdot 3 + 5 \cdot 2 & 1 \cdot 1 + 5 \cdot 4 & 1 \cdot 2 + 5 \cdot 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 16 & 12 & 8 \\ 13 & 21 & 2 \end{pmatrix}\). Diese Matrix gibt den direkten Bedarf an Rohstoffen \(R_1, R_2\) pro fertiggestelltem Gerät \(G_1, G_2, G_3\) an. 2. Berechnung des Modulbedarfs pro Auftrag: \(M_{Auftrag} = M_2 \cdot D = \begin{pmatrix} 3 \cdot 10 + 1 \cdot 20 + 2 \cdot 15 & 3 \cdot 5 + 1 \cdot 15 + 2 \cdot 10 \\ 2 \cdot 10 + 4 \cdot 20 + 0 \cdot 15 & 2 \cdot 5 + 4 \cdot 15 + 0 \cdot 10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 80 & 50 \\ 100 & 70 \end{pmatrix}\). 3. Berechnung des Rohstoffbedarfs: \(R = M_1 \cdot M_{Auftrag} = \begin{pmatrix} 4 \cdot 80 + 2 \cdot 100 & 4 \cdot 50 + 2 \cdot 70 \\ 1 \cdot 80 + 5 \cdot 100 & 1 \cdot 50 + 5 \cdot 70 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 520 & 340 \\ 580 & 400 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) \(M_{gesamt} = \begin{pmatrix} 16 & 12 & 8 \\ 13 & 21 & 2 \end{pmatrix}\). Sie gibt den Rohstoffverbrauch pro Gerät an. b) Der Rohstoffbedarf für die Aufträge beträgt: Auftrag \(O_1\): \(520\) Einheiten \(R_1\) und \(580\) Einheiten \(R_2\). Auftrag \(O_2\): \(340\) Einheiten \(R_1\) und \(400\) Einheiten \(R_2\). Die Ergebnismatrix ist \(\begin{pmatrix} 520 & 340 \\ 580 & 400 \end{pmatrix}\).
43075412
In der Theorie der Übergangsprozesse betrachtet man oft Matrizen, deren Zeilensummen \(1\) ergeben. Gegeben ist die Übergangsmatrix \(P = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}8 \end{pmatrix}\). a) Bestimme alle Matrizen \(Q = \begin{pmatrix} x & y \\ z & w \end{pmatrix}\), die mit \(P\) kommutieren (vertauschbar sind), sodass \(P \cdot Q = Q \cdot P\) gilt. b) Bestimme diejenigen Matrizen \(Q\) aus Aufgabenteil a), die selbst Übergangsmatrizen sind. Eine Matrix ist eine Übergangsmatrix, wenn ihre Zeilensummen jeweils \(1\) betragen und alle Einträge nichtnegativ sind.

Denkanstöße

- Führe zuerst die Matrixmultiplikation mit den Variablen \(x, y, z, w\) durch. - Nutze die Gleichheit der Einträge, um Abhängigkeiten zwischen den Variablen zu finden (z. B. \(y\) in Abhängigkeit von \(z\)). - Berücksichtige für den zweiten Teil die Definition einer Übergangsmatrix: Die Summe der Einträge jeder Zeile muss \(1\) ergeben. - Achte darauf, dass bei einer Übergangsmatrix kein Eintrag kleiner als \(0\) sein darf, was den Bereich für deine Parameter einschränkt.

Lösung

1. Berechnung von \(P \cdot Q\) und \(Q \cdot P\): \(P \cdot Q = \begin{pmatrix} 0{,}6 \cdot x + 0{,}4 \cdot z & 0{,}6 \cdot y + 0{,}4 \cdot w \\ 0{,}2 \cdot x + 0{,}8 \cdot z & 0{,}2 \cdot y + 0{,}8 \cdot w \end{pmatrix}\) \(Q \cdot P = \begin{pmatrix} 0{,}6 \cdot x + 0{,}2 \cdot y & 0{,}4 \cdot x + 0{,}8 \cdot y \\ 0{,}6 \cdot z + 0{,}2 \cdot w & 0{,}4 \cdot z + 0{,}8 \cdot w \end{pmatrix}\) 2. Vergleich der Einträge liefert das LGS: \(0{,}6 \cdot x + 0{,}4 \cdot z = 0{,}6 \cdot x + 0{,}2 \cdot y \implies 0{,}4 \cdot z = 0{,}2 \cdot y \implies y = 2 \cdot z\) \(0{,}6 \cdot y + 0{,}4 \cdot w = 0{,}4 \cdot x + 0{,}8 \cdot y \implies 0{,}4 \cdot w = 0{,}4 \cdot x + 0{,}2 \cdot y \implies w = x + 0{,}5 \cdot y = x + z\) Die anderen beiden Gleichungen führen auf dieselben Bedingungen. 3. Allgemeine Form für a): \(Q = \begin{pmatrix} x & 2 \cdot z \\ z & x + z \end{pmatrix}\) für \(x, z \in \mathbb{R}\). 4. Bedingungen für b) (Übergangsmatrix): Zeilensumme 1: \(x + 2 \cdot z = 1 \implies x = 1 - 2 \cdot z\) Zeilensumme 2: \(z + (x + z) = x + 2 \cdot z = 1\) (konsistent) Nichtnegativität: \(z \ge 0\), \(2 \cdot z \ge 0\), \(x = 1 - 2 \cdot z \ge 0 \implies z \le 0{,}5\), \(x + z = 1 - z \ge 0 \implies z \le 1\). Daraus folgt \(0 \le z \le 0{,}5\). 5. Ergebnismatrix für b): \(Q = \begin{pmatrix} 1 - 2 \cdot z & 2 \cdot z \\ z & 1 - z \end{pmatrix}\) mit \(0 \le z \le 0{,}5\).

Antwort

a) \(Q = \begin{pmatrix} x & 2 \cdot z \\ z & x + z \end{pmatrix}\) mit \(x, z \in \mathbb{R}\). b) \(Q = \begin{pmatrix} 1 - 2 \cdot z & 2 \cdot z \\ z & 1 - z \end{pmatrix}\) mit \(0 \le z \le 0{,}5\).
43075612
In einer Manufaktur werden aus drei Grundmaterialien \(M_1, M_2, M_3\) über zwei Zwischenstufen (Baugruppen \(B\) und Module \(D\)) zwei verschiedene Design-Möbelstücke \(F_1\) und \(F_2\) gefertigt. Der Materialfluss wird durch folgende Matrizen beschrieben: - \(A\) (Grundmaterialien zu Baugruppen): \(A = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 2 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) - \(B\) (Baugruppen zu Modulen): \(B = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 2 \end{pmatrix}\) - \(C\) (Module zu Möbelstücken): \(C = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 3 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\) Berechne die Gesamtbedarfsmatrix \(G\), die den Verbrauch an Grundmaterialien pro Möbelstück angibt. Wie viele Einheiten des Grundmaterials \(M_2\) werden insgesamt benötigt, um einen Auftrag über 10 Einheiten von \(F_1\) und 5 Einheiten von \(F_2\) zu erfüllen?

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Matrix, die alle Produktionsstufen zusammenfasst. - Erinnert dich die Struktur der Matrizen an die Verkettung von linearen Abbildungen? - Um den Bedarf für eine spezifische Bestellung zu finden, kannst du die Gesamtmatrix mit einem Produktionsvektor multiplizieren. - Welche Zeile der Ergebnismatrix enthält die Informationen über das Grundmaterial \(M_2\)?

Lösung

1. Berechnung der Produktmatrix \(A \cdot B\): \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 2 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 6 & 2 & 4 \\ 3 & 0 & 6 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtmatrix \(G = (A \cdot B) \cdot C\): \(G = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 6 & 2 & 4 \\ 3 & 0 & 6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 3 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 1 + 1 \cdot 3 + 0 \cdot 0 & 2 \cdot 2 + 1 \cdot 0 + 0 \cdot 1 \\ 6 \cdot 1 + 2 \cdot 3 + 4 \cdot 0 & 6 \cdot 2 + 2 \cdot 0 + 4 \cdot 1 \\ 3 \cdot 1 + 0 \cdot 3 + 6 \cdot 0 & 3 \cdot 2 + 0 \cdot 0 + 6 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 & 4 \\ 12 & 16 \\ 3 & 12 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung des Bedarfs an \(M_2\) für den Produktionsvektor \(\vec{p} = \begin{pmatrix} 10 \\ 5 \end{pmatrix}\): Die zweite Zeile der Matrix \(G\) gibt den Bedarf an \(M_2\) pro Stück \(F_1\) und \(F_2\) an: \((12; 16)\). Gesamtbedarf \(M_2 = 12 \cdot 10 + 16 \cdot 5 = 120 + 80 = 200\).

Antwort

Gesamtbedarfsmatrix \(G = \begin{pmatrix} 5 & 4 \\ 12 & 16 \\ 3 & 12 \end{pmatrix}\); für den Auftrag werden \(200\) Einheiten von \(M_2\) benötigt.
43076212
Ein dynamisches System wird durch die Zustandsgrößen \(x_n\) und \(y_n\) beschrieben, wobei gilt: \(x_{n+1} = x_n + y_n\) \(y_{n+1} = x_n\) mit den Startwerten \(x_0 = 1\) und \(y_0 = 0\). a) Stelle das System in der Form \(\begin{pmatrix} x_{n+1} \\ y_{n+1} \end{pmatrix} = A \cdot \begin{pmatrix} x_n \\ y_n \end{pmatrix}\) dar und gib die Matrix \(A\) an. b) Berechne die ersten sechs Glieder der Folge \((x_n)\). Welche bekannte Zahlenfolge verbirgt sich hinter dieser Folge? c) Die Eigenwerte der Matrix \(A\) sind \(\lambda_1 = \frac{1+\sqrt{5}}{2}\) und \(\lambda_2 = \frac{1-\sqrt{5}}{2}\). Für eine zugehörige Eigenvektormatrix \(S\) gilt: \(A^n = S \cdot \begin{pmatrix} \lambda_1^n & 0 \\ 0 & \lambda_2^n \end{pmatrix} \cdot S^{-1}\) Nutze diesen Ansatz, um zu begründen, warum das Verhältnis \(\frac{x_{n+1}}{x_n}\) für große \(n\) gegen den Wert \(\frac{1+\sqrt{5}}{2}\) strebt.

Denkanstöße

- Wie kannst du die Gleichungen für \(x_{n+1}\) und \(y_{n+1}\) in ein Schema mit Zeilen und Spalten übertragen? - Schreibe die ersten Werte für \(x\) und \(y\) einfach mal untereinander auf. Fällt dir ein Muster auf? - Wenn du eine Matrix \(n\)-mal mit sich selbst multiplizierst und sie diagonalisierbar ist, was passiert dann mit den Elementen auf der Hauptdiagonale? - Denk an das Wachstum von Exponentialfunktionen. Wenn du zwei verschiedene Basen hast, welche bestimmt das Verhalten für sehr große Exponenten?

Lösung

1. Aufstellen der Matrix: Aus den Gleichungen folgt \(A = \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 1 & 0 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung der Folgenglieder für \(x_n\): \(x_0=1\), \(x_1=1+0=1\), \(x_2=1+1=2\), \(x_3=2+1=3\), \(x_4=3+2=5\), \(x_5=5+3=8\). Dies ist die Fibonacci-Folge. 3. Die Matrix \(A\) lässt sich diagonalisieren zu \(A = S D S^{-1}\), wobei die Spalten von \(S\) Eigenvektoren von \(A\) sind und \(D = \text{diag}(\lambda_1, \lambda_2)\) gilt. Damit ist \(A^n = S D^n S^{-1}\). 4. Der Vektor \(\vec{v}_n = A^n \vec{v}_0\) wird für große \(n\) vom Term mit dem betragsmäßig größten Eigenwert dominiert. Da \(|\lambda_1| > |\lambda_2|\), gilt \(\vec{v}_n \approx c_1 \cdot \lambda_1^n \cdot \vec{e}_1\), wobei \(\vec{e}_1\) der Eigenvektor zu \(\lambda_1\) ist. 5. Das Verhältnis aufeinanderfolgender Glieder \(\frac{x_{n+1}}{x_n}\) nähert sich somit \(\frac{c \cdot \lambda_1^{n+1}}{c \cdot \lambda_1^n} = \lambda_1 = \frac{1+\sqrt{5}}{2}\).

Antwort

a) \(A = \begin{pmatrix} 1 & 1 \\ 1 & 0 \end{pmatrix}\) b) \(x_0 = 1, x_1 = 1, x_2 = 2, x_3 = 3, x_4 = 5, x_5 = 8\). Es handelt sich um die Fibonacci-Folge. c) Da \(|\lambda_1| > |\lambda_2|\), dominiert \(\lambda_1^n\) das Wachstum, sodass \(\frac{x_{n+1}}{x_n} \to \lambda_1 = \frac{1+\sqrt{5}}{2}\).
43077612
Ein Elektronikhersteller produziert zwei Arten von Steuermodulen: Audio-Module (A) und Video-Module (V). Diese werden aus den Grundbauteilen Widerstände (R), Kondensatoren (C) und Transistoren (T) gefertigt. Die Matrix \(M_{RZ}\) gibt an, wie viele Einheiten der Grundbauteile für ein Modul benötigt werden: \(M_{RZ} = \begin{pmatrix} 10 & 15 \\ 5 & 10 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\) (Zeilen: R, C, T; Spalten: A, V) Aus diesen Modulen werden die Endprodukte „Radio“ und „TV“ montiert. Die Matrix \(M_{ZE}\) beschreibt diesen Prozess: \(M_{ZE} = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) (Zeilen: A, V; Spalten: Radio, TV) Ein Großhändler bestellt \(50\) Radios und \(30\) TVs. Berechne mithilfe der Matrizenrechnung: a) Die Gesamtmatrix \(M_{RE}\), die den Bedarf an Grundbauteilen pro Endprodukt angibt. b) Die Gesamtzahl der benötigten Grundbauteile (R, C und T) für den vorliegenden Auftrag.

Denkanstöße

- Wie hängen die Stufen der Produktion (Rohstoffe, Zwischenprodukte, Endprodukte) mathematisch zusammen? - Was bedeutet das Ergebnis der Multiplikation zweier Matrizen im Sachkontext? - Achte auf die Reihenfolge der Matrizen bei der Multiplikation. - Wie kannst du den Auftrag als Vektor darstellen, um ihn mit der Matrix zu verknüpfen?

Lösung

1. Berechnung der Verflechtungsmatrix \(M_{RE}\) durch Multiplikation der Matrizen \(M_{RZ}\) und \(M_{ZE}\): \(M_{RE} = M_{RZ} \cdot M_{ZE} = \begin{pmatrix} 10 & 15 \\ 5 & 10 \\ 2 & 5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 0 & 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10 \cdot 2 + 15 \cdot 0 & 10 \cdot 1 + 15 \cdot 3 \\ 5 \cdot 2 + 10 \cdot 0 & 5 \cdot 1 + 10 \cdot 3 \\ 2 \cdot 2 + 5 \cdot 0 & 2 \cdot 1 + 5 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix}\) 2. Aufstellen des Auftragsvektors \(\vec{e} = \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix}\). 3. Berechnung des Gesamtbedarfs an Grundbauteilen \(\vec{r}\) durch Multiplikation von \(M_{RE}\) mit \(\vec{e}\): \(\vec{r} = \begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 20 \cdot 50 + 55 \cdot 30 \\ 10 \cdot 50 + 35 \cdot 30 \\ 4 \cdot 50 + 17 \cdot 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1000 + 1650 \\ 500 + 1050 \\ 200 + 510 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2650 \\ 1550 \\ 710 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) Die Matrix \(M_{RE}\) lautet \(\begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix}\). b) Es werden insgesamt \(2650\) Widerstände, \(1550\) Kondensatoren und \(710\) Transistoren benötigt.

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