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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Integralfunktion

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55359013
Für eine stetige Funktion \(f\) ist die Integralfunktion \(I_3(x)=\int_3^x f(t)\,\mathrm{d}t\) gegeben. Bestimme \(I_3(3)\).

Denkanstöße

- Setze in der Definition der Integralfunktion \(x=3\) ein. - Was gilt für ein bestimmtes Integral mit gleichen Grenzen?

Lösung

1. Für \(x=3\) sind untere und obere Integrationsgrenze gleich. 2. Deshalb gilt \(I_3(3)=\int_3^3 f(t)\,\mathrm{d}t=0\).

Antwort

\(I_3(3)=0\)
55359113
Für die Integralfunktion \(I_{-1}(x)=\int_{-1}^x f(t)\,\text{d}t\) gilt \(f(2)=-4\). Bestimme \(I_{-1}'(2)\).

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen der Ableitung einer Integralfunktion und ihrem Integranden? - Der benötigte Funktionswert von \(f\) an der Stelle \(2\) ist bereits gegeben.

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt für die Integralfunktion \(I_{-1}'(x)=f(x)\). 2. Daher ist \(I_{-1}'(2)=f(2)=-4\).

Antwort

\(I_{-1}'(2)=-4\)
55714213
Die Abbildung zeigt den Graphen einer stetigen Funktion \(f\) auf \([0;4]\). Für \(I(x)=\int_0^x f(t)\,dt\) soll nur aus dem Graphen von \(f\) geschlossen werden. Gib an, in welchem Intervall \(I\) fällt, in welchem Intervall \(I\) steigt und an welcher Stelle \(I\) ein lokales Minimum besitzt.
Abbildung zur Aufgabe 557142

Denkanstöße

- Welche Information über \(I\) liefert das Vorzeichen von \(f\)? - Wo liegt der Graph von \(f\) unterhalb beziehungsweise oberhalb der \(x\)-Achse? - Was passiert mit der Monotonie von \(I\), wenn \(f\) sein Vorzeichen wechselt?

Lösung

1. Für \(0<x<2\) liegt der Graph von \(f\) unterhalb der \(x\)-Achse, also gilt \(f(x)<0\). Deshalb fällt \(I\) dort. 2. Bei \(x=2\) ist \(f(2)=0\) und das Vorzeichen von \(f\) wechselt von negativ zu positiv. 3. Für \(2<x<4\) gilt \(f(x)>0\). Deshalb steigt \(I\) dort. 4. Wegen des Vorzeichenwechsels von \(I'=f\) besitzt \(I\) bei \(x=2\) ein lokales Minimum.

Antwort

\(I\) fällt auf \((0;2)\), steigt auf \((2;4)\) und hat bei \(x=2\) ein lokales Minimum.
55714313
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Integralfunktion \(I\) auf \([0;4]\). Es gilt \(I'(x)=f(x)\). Bestimme allein aus der Steigung des dargestellten Graphen, für welche \(x\)-Werte \(f(x)<0\), \(f(x)=0\) beziehungsweise \(f(x)>0\) gilt.
Abbildung zur Aufgabe 557143

Denkanstöße

- Welche Größe beschreibt \(I'(x)\) am Graphen von \(I\)? - Wo fällt und wo steigt der dargestellte Graph? - An welcher Stelle ist seine Tangente waagerecht?

Lösung

1. Auf \((0;2)\) fällt der Graph von \(I\). Seine Steigung ist dort negativ, also gilt \(f(x)=I'(x)<0\). 2. Bei \(x=2\) hat \(I\) eine waagerechte Tangente. Daher ist \(f(2)=0\). 3. Auf \((2;4)\) steigt der Graph von \(I\). Seine Steigung ist dort positiv, also gilt \(f(x)>0\).

Antwort

\(f(x)<0\) für \(0<x<2\), \(f(2)=0\), \(f(x)>0\) für \(2<x<4\).
42462713
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=1{,}5x^2-6x\). a) Berechne \(\int_{0}^{4}f(x)\,\mathrm{d}x\). b) Bestimme den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_0(x)=\int_{0}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). Welcher Zusammenhang besteht zwischen \(I_0'(x)\) und \(f(x)\)? Begründe durch Ableiten von \(I_0\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zu \(f\)? - Wie erhältst du aus einer Stammfunktion den Term von \(I_0(x)\)? - Was ergibt sich, wenn du den gefundenen Term von \(I_0\) ableitest?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(x)=0{,}5x^3-3x^2\). Daher ist \(\int_{0}^{4}f(x)\,\mathrm{d}x=F(4)-F(0)=-16\). 2. Für die Integralfunktion gilt \(I_0(x)=F(x)-F(0)=0{,}5x^3-3x^2\). 3. Ableiten ergibt \(I_0'(x)=1{,}5x^2-6x=f(x)\). Damit ist \(I_0\) eine Stammfunktion von \(f\).

Antwort

a) \(-16\) b) \(I_0(x)=0{,}5x^3-3x^2\) und \(I_0'(x)=f(x)\).
42464313
Gegeben ist die Integralfunktion \(G\) mit \(D_G=\mathbb{R}^+\): \(G(x)=\int_{4}^{x}(\sqrt{t}+\ln(t))\,\mathrm{d}t\). Berechne die Steigung des Graphen von \(G\) an der Stelle \(x=e\).

Denkanstöße

- Welchen Zusammenhang gibt es zwischen einer Integralfunktion und ihrer Ableitung? - Welche Größe beschreibt die Steigung des Graphen an einer Stelle? - Welchen Wert hat \(\ln(e)\)?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(G'(x)=\sqrt{x}+\ln(x)\). 2. Die gesuchte Steigung ist \(G'(e)=\sqrt{e}+\ln(e)=\sqrt{e}+1\).

Antwort

\(\sqrt{e}+1\)
42464713
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=x^3-3x^2+2x\). Bestimme einen Funktionsterm der Integralfunktion \(I_1\) von \(f\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zu \(f\)? - Wie wird die feste untere Grenze \(1\) bei der Integralfunktion berücksichtigt? - Welchen Wert hat die Stammfunktion an der unteren Grenze?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=\frac{1}{4}t^4-t^3+t^2\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_1(x)=F(x)-F(1)\). 3. Da \(F(1)=\frac{1}{4}\), folgt \(I_1(x)=\frac{1}{4}x^4-x^3+x^2-\frac{1}{4}\).

Antwort

\(I_1(x)=\frac{1}{4}x^4-x^3+x^2-\frac{1}{4}\)
42464813
Bestimme den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_0\) der Funktion \(f\) mit \(f(x) = e^{0{,}5x} + 2\).

Denkanstöße

- Was ist die Definition einer Integralfunktion \(I_a(x)\)? - Wie integriert man eine Exponentialfunktion der Form \(e^{kx}\)? - Welchen Wert hat \(e^0\)? - Vergiss nicht, beim Einsetzen der Grenzen den gesamten Wert an der unteren Grenze abzuziehen.

Lösung

1. Ansatz für die Integralfunktion mit der unteren Grenze 0: \(I_0(x) = \int_{0}^{x} (e^{0{,}5t} + 2) \, dt\) 2. Bestimmung einer Stammfunktion \(F\) von \(f\): \(F(t) = 2e^{0{,}5t} + 2t\) 3. Auswertung an den Grenzen \(0\) und \(x\): \(I_0(x) = (2e^{0{,}5x} + 2x) - (2e^{0{,}5 \cdot 0} + 2 \cdot 0)\) 4. Berechnung des Werts an der unteren Grenze: \(2e^0 + 0 = 2 \cdot 1 = 2\) 5. Aufstellen des finalen Terms: \(I_0(x) = 2e^{0{,}5x} + 2x - 2\)

Antwort

\(I_0(x) = 2e^{0{,}5x} + 2x - 2\)
42465913
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=6x^2-4x+5\). Bestimme den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_2\) von \(f\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zum Integranden? - Wie wird bei \(I_2\) die feste untere Grenze berücksichtigt? - Welchen Stammfunktionswert musst du vom Term mit \(x\) abziehen?

Lösung

1. Eine Stammfunktion des Integranden ist \(F(t)=2t^3-2t^2+5t\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_2(x)=F(x)-F(2)\). 3. Es ist \(F(2)=18\). Daher folgt \(I_2(x)=2x^3-2x^2+5x-18\).

Antwort

\(I_2(x)=2x^3-2x^2+5x-18\)
42466013
Betrachtet wird die Funktion \(f: x \mapsto e^{2x} - e^x\). Ermittle einen Term für die Integralfunktion \(I_0\) von \(f\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition der Integralfunktion als Integral mit variabler oberer Grenze. - Welche Regeln benötigst du, um die Exponentialfunktion aufzuleiten? - Achte besonders auf den konstanten Wert, der durch das Einsetzen der unteren Grenze entsteht. - Was ergibt \(e^0\)?

Lösung

1. Ansatz für die Integralfunktion mit der unteren Grenze \(0\): \(I_0(x) = \int_{0}^{x} (e^{2t} - e^t) \, dt\). 2. Finden einer Stammfunktion für den Integranden: \(F(t) = \frac{1}{2}e^{2t} - e^t\). 3. Auswertung des Integrals an den Grenzen \(0\) und \(x\): \(I_0(x) = (\frac{1}{2}e^{2x} - e^x) - (\frac{1}{2}e^{2 \cdot 0} - e^0)\). 4. Berechnung des konstanten Terms: \(\frac{1}{2}e^0 - e^0 = \frac{1}{2} - 1 = -0{,}5\). 5. Zusammenführen der Teile: \(I_0(x) = \frac{1}{2}e^{2x} - e^x - (-0{,}5) = \frac{1}{2}e^{2x} - e^x + 0{,}5\).

Antwort

\(I_0(x) = \frac{1}{2}e^{2x} - e^x + 0{,}5\)
42466713
Gegeben sind die Funktionen \(f\), \(g\) und \(h\) mit ihren jeweiligen Stammfunktionen \(F\), \(G\) und \(H\): \(F(x) = x^2 - 6x + 9\) \(G(x) = e^x + 2\) \(H(x) = \ln(x) - 1\) (definiert für \(x > 0\)) Untersuche für jede dieser Stammfunktionen, ob sie eine Integralfunktion der Form \(I_a(x) = \int_a^x \phi(t) \, dt\) ihrer jeweiligen Ableitungsfunktion sein kann. Begründe deine Entscheidung.

Denkanstöße

- Überlege dir, welchen Wert jede Integralfunktion an ihrer unteren Grenze \(a\) annimmt. - Was bedeutet diese Eigenschaft für den Graphen der Funktion? - Prüfe, ob die gegebenen Funktionsterme Nullstellen besitzen können. - Beachte bei der Logarithmusfunktion den Definitionsbereich.

Lösung

1. Eine Stammfunktion ist genau dann eine Integralfunktion, wenn sie mindestens eine Nullstelle im Definitionsbereich besitzt, da für jede Integralfunktion \(I_a(a) = \int_a^a \phi(t) \, dt = 0\) gilt. 2. Untersuchung von \(F(x)\): Die Gleichung \(x^2 - 6x + 9 = 0\) lässt sich als \((x-3)^2 = 0\) schreiben. Sie hat die Nullstelle \(x = 3\). Somit kann \(F\) eine Integralfunktion mit der unteren Grenze \(a = 3\) sein. 3. Untersuchung von \(G(x)\): Da \(e^x > 0\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) gilt, ist \(G(x) = e^x + 2 > 2\). Die Funktion \(G\) besitzt keine Nullstellen und kann daher keine Integralfunktion sein. 4. Untersuchung von \(H(x)\): Die Gleichung \(\ln(x) - 1 = 0\) führt zu \(\ln(x) = 1\), woraus \(x = e\) folgt. Da \(e\) im Definitionsbereich liegt, kann \(H\) eine Integralfunktion mit der unteren Grenze \(a = e\) sein.

Antwort

\(F\) kann eine Integralfunktion sein (Nullstelle bei \(x = 3\)). \(G\) kann keine Integralfunktion sein (keine Nullstellen, da \(G(x) > 2\)). \(H\) kann eine Integralfunktion sein (Nullstelle bei \(x = e\)).
42467913
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=\sqrt{x^4+1}\) und die Integralfunktion \(I_2(x)=\int_{2}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Gib eine Nullstelle von \(I_2\) an. b) Bestimme \(I_2'(x)\) und begründe, dass \(I_2\) im gesamten Definitionsbereich streng monoton steigt. c) Folgere daraus, dass \(I_2\) genau eine Nullstelle besitzt.

Denkanstöße

- Welchen Wert hat eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Wie hängt die Ableitung einer Integralfunktion mit dem Integranden zusammen? - Was folgt für die Anzahl möglicher Nullstellen aus strenger Monotonie?

Lösung

1. Wegen gleicher Integrationsgrenzen gilt \(I_2(2)=0\). Also ist \(x=2\) eine Nullstelle. 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung ist \(I_2'(x)=f(x)=\sqrt{x^4+1}\). Da \(x^4+1\geq1\), gilt \(I_2'(x)>0\) für alle \(x\in\mathbb{R}\). Somit ist \(I_2\) streng monoton steigend. 3. Eine streng monoton steigende Funktion kann den Wert \(0\) höchstens einmal annehmen. Daher ist \(x=2\) die einzige Nullstelle.

Antwort

a) \(x=2\) b) \(I_2'(x)=\sqrt{x^4+1}>0\); daher ist \(I_2\) streng monoton steigend. c) \(x=2\) ist die einzige Nullstelle.
42965913
Untersuche, ob die Funktion \(H\) mit \(H(x) = \frac{1}{1+x^2}\) eine Integralfunktion einer stetigen Funktion \(h\) sein kann. Begründe deine Entscheidung mathematisch.

Denkanstöße

- Was weißt du über den Funktionswert einer Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Welche Eigenschaft muss eine Funktion besitzen, damit sie überhaupt als Integralfunktion infrage kommt? - Untersuche den Term der Funktion auf mögliche Nullstellen.

Lösung

1. Eine Integralfunktion \(I_a(x) = \int_a^x h(t) \, dt\) besitzt an der unteren Integrationsgrenze \(a\) stets eine Nullstelle, da \(I_a(a) = \int_a^a h(t) \, dt = 0\) gilt. 2. Die gegebene Funktion \(H(x) = \frac{1}{1+x^2}\) hat für alle \(x \in \mathbb{R}\) einen Zähler von \(1\). Da der Nenner \(1+x^2\) für alle reellen Zahlen stets größer oder gleich \(1\) ist, ist der Funktionswert \(H(x)\) immer positiv (\(H(x) > 0\)). 3. Da \(H(x)\) keine Nullstelle besitzt, existiert kein Wert für die untere Grenze \(a\), der die Bedingung \(H(a) = 0\) erfüllt. 4. Somit kann \(H\) keine Integralfunktion sein.

Antwort

Nein, \(H\) kann keine Integralfunktion sein, da eine Integralfunktion \(I_a\) immer mindestens eine Nullstelle bei \(x=a\) haben muss. Die Funktion \(H(x) = \frac{1}{1+x^2}\) wird jedoch für kein reelles \(x\) null, da der Zähler konstant \(1\) ist.
42966113
Gegeben ist die Funktion \(f(t)=1{,}5t^2-4t+1\). 1. Bestimme die Integralfunktion \(I_2(x)=\int_{2}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). 2. Berechne \(I_2'(x)\) und vergleiche das Ergebnis mit \(f(x)\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zu \(f\)? - Wie wird die feste untere Grenze \(2\) bei der Integralfunktion berücksichtigt? - Was erhältst du, wenn du den gefundenen Term von \(I_2\) einmal ableitest?

Lösung

1. Eine Stammfunktion ist \(F(t)=0{,}5t^3-2t^2+t\). Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_2(x)=F(x)-F(2)=0{,}5x^3-2x^2+x+2\). 2. Ableiten ergibt \(I_2'(x)=1{,}5x^2-4x+1=f(x)\). Damit ist \(I_2\) eine Stammfunktion von \(f\).

Antwort

1. \(I_2(x)=0{,}5x^3-2x^2+x+2\) 2. \(I_2'(x)=1{,}5x^2-4x+1=f(x)\)
42966213
Betrachte die Funktion \(f(t) = \cos(t)\). 1. Bestimme die zugehörige Integralfunktion \(I_{\frac{\pi}{2}}(x) = \int_{\frac{\pi}{2}}^{x} \cos(t) \, dt\). 2. Untersuche, ob \(I_{\frac{\pi}{2}}(x)\) eine Stammfunktion von \(f\) ist, indem du \(I_{\frac{\pi}{2}}'(x)\) bildest. 3. Bestimme den Wert \(I_{\frac{\pi}{2}}(\frac{\pi}{2})\) ohne Rechnung mithilfe der Definition der Integralfunktion.

Denkanstöße

- Welche Funktion ergibt beim Ableiten den Kosinus? - Achte beim Einsetzen der Grenzen auf die Werte der trigonometrischen Funktionen an den Standardstellen. - Was bedeutet es geometrisch, wenn die obere und untere Grenze eines Integrals identisch sind? - Wie hängen Integralfunktionen im Allgemeinen mit Stammfunktionen zusammen?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f(t) = \cos(t)\) ist \(F(t) = \sin(t)\). Damit gilt \(I_{\frac{\pi}{2}}(x) = [\sin(t)]_{\frac{\pi}{2}}^x = \sin(x) - \sin(\frac{\pi}{2}) = \sin(x) - 1\). 2. Die Ableitung von \(I_{\frac{\pi}{2}}(x) = \sin(x) - 1\) ist \(I_{\frac{\pi}{2}}'(x) = \cos(x)\). Da dies exakt der Funktionsgleichung \(f(x)\) entspricht, ist die Integralfunktion eine Stammfunktion von \(f\). 3. Nach der Definition der Integralfunktion gilt für jede untere Grenze \(a\): \(I_a(a) = \int_a^a f(t) \, dt = 0\), da das Intervall die Breite Null hat. Somit ist \(I_{\frac{\pi}{2}}(\frac{\pi}{2}) = 0\).

Antwort

1. \(I_{\frac{\pi}{2}}(x) = \sin(x) - 1\) 2. \(I_{\frac{\pi}{2}}'(x) = \cos(x) = f(x)\); ja, sie ist eine Stammfunktion. 3. \(I_{\frac{\pi}{2}}(\frac{\pi}{2}) = 0\)
42966513
Gegeben ist die Funktion \(f(x)=x^2-6x+5\). 1. Bestimme die Integralfunktion \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). 2. Berechne \(I_0(3)\). 3. Leite deinen Term für \(I_0\) ab und überprüfe für dieses Beispiel die Beziehung \(I_0'(x)=f(x)\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zu \(f\)? - Welchen Wert hat diese Stammfunktion an der unteren Grenze \(0\)? - Was zeigt der direkte Vergleich von \(I_0'\) mit \(f\) in diesem konkreten Beispiel?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=\frac{1}{3}t^3-3t^2+5t\). Da \(F(0)=0\), gilt \(I_0(x)=\frac{1}{3}x^3-3x^2+5x\). 2. Einsetzen von \(x=3\) ergibt \(I_0(3)=9-27+15=-3\). 3. Ableiten liefert \(I_0'(x)=x^2-6x+5=f(x)\). Damit ist die Beziehung für diesen konkreten Term überprüft.

Antwort

1. \(I_0(x)=\frac{1}{3}x^3-3x^2+5x\) 2. \(I_0(3)=-3\) 3. \(I_0'(x)=x^2-6x+5=f(x)\)
42981713
Bestimme den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_u(x)=\int_u^x f(t)\,\mathrm{d}t\) für die Funktion \(f(t)=1{,}5t^2-4t\).

Denkanstöße

- Welche Stammfunktion gehört zu \(f\)? - Wie hängt eine Integralfunktion mit den Stammfunktionswerten an oberer und unterer Grenze zusammen? - Welche Rolle spielt \(u\), wenn du den Funktionsterm in Abhängigkeit von \(x\) aufschreibst?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=0{,}5t^3-2t^2\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_u(x)=F(x)-F(u)\). 3. Damit folgt \(I_u(x)=0{,}5x^3-2x^2-0{,}5u^3+2u^2\).

Antwort

\(I_u(x)=0{,}5x^3-2x^2-0{,}5u^3+2u^2\)
42981813
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(t)=\frac{4}{t^2}\) für \(t>0\). Ermittle den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_2(x)=\int_2^x f(t)\,\mathrm{d}t\).

Denkanstöße

- Wie kannst du den Bruch als Potenz mit negativem Exponenten schreiben? - Welche Stammfunktion hat eine Potenz \(t^n\) mit \(n\neq-1\)? - Woran kannst du dein Ergebnis bei \(x=2\) überprüfen?

Lösung

1. Schreibe \(f(t)=4t^{-2}\). Eine Stammfunktion ist \(F(t)=-\frac{4}{t}\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_2(x)=F(x)-F(2)\). 3. Daher ist \(I_2(x)=-\frac{4}{x}+2=2-\frac{4}{x}\).

Antwort

\(I_2(x)=2-\frac{4}{x}\)
43269313
In der linken Abbildung ist der Graph einer Funktion \(f\) dargestellt. In der rechten Abbildung siehst du die drei Graphen \(G_1\), \(G_2\) und \(G_3\). Einer von ihnen ist der Graph der Integralfunktion \(I_{-2}(x)=\int_{-2}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Begründe anhand des Funktionswerts von \(I_{-2}\) an der Stelle \(x=-2\), welcher der drei Graphen direkt ausgeschlossen werden kann. b) Entscheide mithilfe des Monotonieverhaltens von \(I_{-2}\) im Intervall \([-2;2]\), welcher der verbleibenden Graphen der richtige ist, und begründe deine Entscheidung.
Abbildung zur Aufgabe 432693

Denkanstöße

- Welchen Wert hat eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Welches Vorzeichen hat \(f\) im angegebenen Intervall laut linker Abbildung? - Was bedeutet dieses Vorzeichen für die Steigung der Integralfunktion?

Lösung

1. Für jede Integralfunktion gilt \(I_a(a)=0\). Daher muss \(I_{-2}(-2)=0\) gelten. \(G_2\) verläuft bei \(x=-2\) nicht durch die \(x\)-Achse und scheidet aus. 2. Aus dem linken Graphen liest man ab, dass \(f(x)\ge0\) für \(-2\le x\le2\) gilt und \(f\) im Inneren des Intervalls positiv ist. 3. Wegen \(I_{-2}'(x)=f(x)\) muss die Integralfunktion auf \([-2;2]\) streng steigen. Von den verbleibenden Kandidaten erfüllt nur \(G_3\) diese Bedingung; \(G_1\) fällt dort.

Antwort

a) \(G_2\) kann ausgeschlossen werden, weil \(I_{-2}(-2)=0\) gelten muss. b) \(G_3\) ist der richtige Graph, weil \(f\) auf \([-2;2]\) nicht negativ ist und \(I_{-2}\) dort daher steigt.
43269713
In der Abbildung sind der Graph einer Funktion \(f\) und der Graph einer Stammfunktion \(F\) von \(f\) direkt beschriftet. Bestimme mithilfe des Graphen von \(F\) den Wert von \(\int_{0}^{2}f(x)\,\mathrm{d}x\).
Abbildung zur Aufgabe 432697

Denkanstöße

- Welche Beziehung stellt der Hauptsatz zwischen dem Integral von \(f\) und einer Stammfunktion \(F\) her? - Welche beiden Funktionswerte musst du am Graphen von \(F\) ablesen? - Achte auf die Reihenfolge „obere Grenze minus untere Grenze“.

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(\int_{0}^{2}f(x)\,\mathrm{d}x=F(2)-F(0)\). 2. Aus dem beschrifteten Graphen von \(F\) liest man \(F(2)=0\) und \(F(0)=2\) ab. 3. Daher ist der Integralwert \(0-2=-2\).

Antwort

\(-2\)
43443213
Der abgebildete Graph zeigt eine lineare Funktion \(f\). Bestimme den Wert der Differenz \(F(4) - F(1)\) einer beliebigen Stammfunktion \(F\), indem du den Zusammenhang zwischen dem bestimmten Integral und dem Flächeninhalt unter dem Graphen nutzt.
Abbildung zur Aufgabe 434432

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung. Wie hängen Stammfunktion und Integral zusammen? - Du kannst den Wert direkt bestimmen, ohne die Funktionsgleichung aufzustellen, indem du geometrische Flächeninhalte berechnest. - Achte darauf, ob Flächen oberhalb oder unterhalb der x-Achse liegen.

Lösung

1. Die Differenz \(F(4) - F(1)\) entspricht dem bestimmten Integral \(\int_{1}^{4} f(x) \,\mathrm{d}x\). 2. Zerlegung der Fläche in Teilflächen zwischen dem Graphen und der x-Achse: - Von \(x=1\) bis \(x=3\) liegt ein Dreieck oberhalb der x-Achse mit Grundseite \(g=2\) und Höhe \(h=2\). Inhalt: \(A_1 = \frac{1}{2} \cdot 2 \cdot 2 = 2\). - Von \(x=3\) bis \(x=4\) liegt ein Dreieck unterhalb der x-Achse mit Grundseite \(g=1\) und Höhe \(h=1\). Inhalt: \(A_2 = \frac{1}{2} \cdot 1 \cdot 1 = 0{,}5\). 3. Berechnung der Flächenbilanz: Da die zweite Teilfläche unterhalb der x-Achse liegt, zählt sie negativ. 4. \(F(4) - F(1) = 2 - 0{,}5 = 1{,}5\).

Antwort

Der Wert der Differenz beträgt \(F(4) - F(1) = 1{,}5\).
43465213
In der oberen Abbildung ist der Graph einer Funktion \(f\) dargestellt. Einer der drei weiteren Graphen \(G_1\), \(G_2\) und \(G_3\) stellt die Integralfunktion \(I_1(x)=\int_1^x f(t)\,\mathrm{d}t\) dar. Identifiziere den richtigen Graphen. Begründe deine Entscheidung mithilfe der unteren Grenze und des Vorzeichens von \(f\) im Intervall \([1;3]\).
Abbildung zur Aufgabe 434652

Denkanstöße

- Welchen Funktionswert muss \(I_1\) bei \(x=1\) besitzen? - Welches Vorzeichen hat \(f\) zwischen \(1\) und \(3\) laut Graph? - Was folgt daraus für das Monotonieverhalten der Integralfunktion?

Lösung

1. Wegen der unteren Grenze gilt \(I_1(1)=0\). Damit scheidet \(G_1\) aus, denn dieser Graph hat bei \(x=1\) nicht den Wert \(0\). 2. Aus dem Graphen von \(f\) liest man ab, dass \(f(x)>0\) für \(1<x<3\) gilt. Wegen \(I_1'(x)=f(x)\) muss die Integralfunktion dort streng steigen. 3. Von den verbleibenden Kandidaten steigt nur \(G_2\) auf \((1;3)\). Daher ist \(G_2\) der Graph der Integralfunktion.

Antwort

Der richtige Graph ist \(G_2\).
43466313
In der Abbildung sind der Graph einer Funktion \(f\) und der Graph einer Stammfunktion \(F\) von \(f\) direkt beschriftet. Bestimme mithilfe des Graphen von \(F\) den Wert von \(\int_{0}^{3}f(x)\,\mathrm{d}x\).
Abbildung zur Aufgabe 434663

Denkanstöße

- Welche Beziehung stellt der Hauptsatz zwischen \(f\) und einer Stammfunktion \(F\) her? - Welche beiden Werte musst du am beschrifteten Graphen von \(F\) ablesen? - In welcher Reihenfolge werden diese beiden Werte subtrahiert?

Lösung

1. Aus dem Graphen von \(F\) liest man \(F(3)=4\) und \(F(0)=1\) ab. 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(\int_{0}^{3}f(x)\,\mathrm{d}x=F(3)-F(0)=4-1=3\).

Antwort

\(3\)
43466513
Bestimme den Wert von \(\int_{0}^{3}f(x)\,\mathrm{d}x\), indem du die entsprechenden Werte am dargestellten Graphen der Stammfunktion \(F\) abliest.
Abbildung zur Aufgabe 434665

Denkanstöße

- Welche zwei Stammfunktionswerte gehören zu den Integrationsgrenzen? - Wie verknüpft der Hauptsatz diese beiden Werte mit dem Integral? - Was folgt, wenn die Stammfunktion an beiden Grenzen denselben Wert hat?

Lösung

1. Am Graphen liest man \(F(3)=4\) und \(F(0)=4\) ab. 2. Nach dem Hauptsatz gilt \(\int_{0}^{3}f(x)\,\mathrm{d}x=F(3)-F(0)=4-4=0\).

Antwort

\(0\)
43466713
Nutze den direkt beschrifteten Graphen der Stammfunktion \(F\), um das bestimmte Integral \(\int_{-2}^{2}f(x)\,\mathrm{d}x\) zu bestimmen.
Abbildung zur Aufgabe 434667

Denkanstöße

- Welche Werte von \(F\) gehören zu den beiden Integrationsgrenzen? - Wie wird aus diesen Werten der bestimmte Integralwert gebildet? - Was bedeutet es für das Integral, wenn beide Stammfunktionswerte gleich sind?

Lösung

1. Am Graphen von \(F\) liest man \(F(2)=0\) und \(F(-2)=0\) ab. 2. Damit gilt nach dem Hauptsatz \(\int_{-2}^{2}f(x)\,\mathrm{d}x=F(2)-F(-2)=0\).

Antwort

\(0\)
43477013
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion \(g\). Die Funktion \(I_0\) ist die zu \(g\) gehörende Integralfunktion mit der unteren Grenze \(0\), also \(I_0(x)=\int_0^x g(t)\,\text{d}t\). a) Berechne \(I_0(4)\) und \(I_0(8)\) mithilfe der Flächenbilanz. b) Bestimme die Stelle im Intervall \([0;8]\), an der \(I_0\) seinen maximalen Wert annimmt. Gib diesen Wert an.
Abbildung zur Aufgabe 434770

Denkanstöße

- Welche Vorzeichen haben die Flächenbeiträge oberhalb und unterhalb der \(x\)-Achse? - Wie groß sind die beiden Dreiecksflächen? - Wo wechselt \(g\) von positiv zu negativ?

Lösung

1. Auf \([0;4]\) liegt ein Dreieck oberhalb der \(x\)-Achse mit Flächenbeitrag \(\frac12\cdot4\cdot2=4\). Daher ist \(I_0(4)=4\). 2. Auf \([4;8]\) liegt ein gleich großes Dreieck unterhalb der \(x\)-Achse mit Flächenbeitrag \(-4\). Somit ist \(I_0(8)=4-4=0\). 3. Wegen \(I_0'=g\) steigt \(I_0\) auf \((0;4)\) und fällt auf \((4;8)\). Das Maximum liegt bei \(x=4\) und hat den Wert \(4\).

Antwort

a) \(I_0(4)=4\) und \(I_0(8)=0\) b) Maximum bei \(x=4\) mit dem Wert \(4\)
55714413
Die Abbildung zeigt den Graphen von \(f\) auf \([0;4]\). Es sei \(I(x)=\int_0^x f(t)\,dt\). Bestimme \(I(2)\) und \(I(4)\) ausschließlich geometrisch. Erkläre außerdem, warum \(I\) auf dem gesamten Intervall \([0;4]\) nicht fällt.
Abbildung zur Aufgabe 557144

Denkanstöße

- Welche geometrischen Figuren erkennst du unter dem Graphen? - Was bedeutet der Integralwert von \(0\) bis \(x\) geometrisch, solange der Graph oberhalb der Achse liegt? - Welche Folgerung hat \(f(x)\ge0\) für die Monotonie von \(I\)?

Lösung

1. Auf \([0;2]\) liegt unter dem Graphen ein Dreieck mit Grundseite \(2\) und Höhe \(2\). Daher ist \(I(2)=\frac12\cdot2\cdot2=2\). 2. Auf \([0;4]\) liegt ein Dreieck mit Grundseite \(4\) und Höhe \(2\). Daher ist \(I(4)=\frac12\cdot4\cdot2=4\). 3. Der Graph von \(f\) liegt auf \([0;4]\) nie unterhalb der \(x\)-Achse. Somit gilt \(I'(x)=f(x)\ge0\), also fällt \(I\) nirgends.

Antwort

\(I(2)=2\), \(I(4)=4\). \(I\) fällt auf \([0;4]\) nicht, weil \(f(x)\ge0\) gilt.
55714513
Die Abbildung zeigt den Graphen von \(f\) auf \([0;4]\). Es sei \(I(x)=\int_0^x f(t)\,dt\). a) Bestimme \(I(2)\) und \(I(4)\) geometrisch. b) An welcher Stelle besitzt \(I\) sein Maximum auf \([0;4]\)? Begründe mit dem Vorzeichen von \(f\).
Abbildung zur Aufgabe 557145

Denkanstöße

- Welche Flächenbeiträge liegen oberhalb und welche unterhalb der \(x\)-Achse? - Wie werden positive und negative Beiträge in einer Flächenbilanz verrechnet? - Wo wechselt \(f\) von positiv zu negativ?

Lösung

1. Auf \([0;2]\) liegt ein Dreieck oberhalb der Achse mit Grundseite \(2\) und Höhe \(2\). Daher ist \(I(2)=2\). 2. Auf \([2;4]\) liegt ein Dreieck unterhalb der Achse mit Grundseite \(2\) und Höhe \(1\). Sein Flächenbeitrag ist \(-1\). Deshalb ist \(I(4)=2-1=1\). 3. Vor \(x=2\) ist \(f>0\), danach ist \(f<0\). Somit steigt \(I\) bis \(x=2\) und fällt anschließend. Das Maximum liegt bei \(x=2\).

Antwort

a) \(I(2)=2\), \(I(4)=1\) b) \(I\) besitzt bei \(x=2\) sein Maximum.
55714613
Für eine stetige Funktion \(f\) sei \(I(x)=\int_1^x f(t)\,\mathrm{d}t\). Betrachte für \(h>0\) sowohl den kleinen Schritt nach rechts als auch den kleinen Schritt nach links. a) Forme \(I(x+h)-I(x)\) und \(I(x)-I(x-h)\) jeweils als ein bestimmtes Integral über ein kurzes Intervall um \(x\) um. b) Erkläre anschaulich, warum für sehr kleines \(h\) beide vorzeichenbehafteten Flächenbeiträge näherungsweise \(h\,f(x)\) betragen. c) Begründe daraus, warum sowohl der rechte als auch der linke Differenzenquotient gegen \(f(x)\) strebt und was für \(I'(x)\) folgt.

Denkanstöße

- Nutze die Additivität bestimmter Integrale für die beiden kurzen Intervalle rechts und links von \(x\). - Was bewirkt die Stetigkeit von \(f\), wenn ein Intervall immer kürzer wird? - Für eine Ableitung müssen die Annäherungen von rechts und links zum selben Wert führen.

Lösung

1. Mit der Additivität bestimmter Integrale gilt \(I(x+h)-I(x)=\int_x^{x+h}f(t)\,\mathrm{d}t\) und \(I(x)-I(x-h)=\int_{x-h}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). 2. Wegen der Stetigkeit liegen die Funktionswerte auf einem sehr kurzen Intervall um \(x\) nahe bei \(f(x)\). Deshalb ist jeder der beiden kurzen vorzeichenbehafteten Flächenbeiträge näherungsweise \(h\,f(x)\). 3. Somit gilt anschaulich \(\frac{I(x+h)-I(x)}{h}\to f(x)\) und \(\frac{I(x)-I(x-h)}{h}\to f(x)\) für \(h\to0^+\). 4. Beide einseitigen Differenzenquotienten besitzen also denselben Grenzwert. Daher ist \(I\) an der Stelle \(x\) differenzierbar und es gilt \(I'(x)=f(x)\).

Antwort

a) \(I(x+h)-I(x)=\int_x^{x+h}f(t)\,\mathrm{d}t\) und \(I(x)-I(x-h)=\int_{x-h}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). b) Für kleines \(h\) sind beide vorzeichenbehafteten Flächenbeiträge näherungsweise \(h\,f(x)\). c) Rechter und linker Differenzenquotient streben beide gegen \(f(x)\); daher gilt \(I'(x)=f(x)\).
55714813
Gegeben ist \(f(x)=2x+1\). Betrachte die drei Funktionen \(F_1(x)=x^2+x\), \(F_2(x)=x^2+x-2\) und \(F_3(x)=x^2+x+5\). a) Entscheide, welche dieser Funktionen Stammfunktionen von \(f\) sind. b) Welche von ihnen ist die Integralfunktion \(I_1(x)=\int_1^x f(t)\,dt\)? c) Erkläre den Unterschied zwischen „Stammfunktion von \(f\)“ und „Integralfunktion mit unterer Grenze \(1\)“.

Denkanstöße

- Was musst du prüfen, damit eine Funktion Stammfunktion von \(f\) ist? - Welchen Funktionswert besitzt \(I_1\) zwangsläufig bei \(x=1\)? - Wie unterscheiden sich verschiedene Stammfunktionen derselben Funktion voneinander?

Lösung

1. Alle drei Funktionen haben die Ableitung \(2x+1\). Daher sind \(F_1\), \(F_2\) und \(F_3\) Stammfunktionen von \(f\). 2. Für jede Integralfunktion \(I_1\) gilt \(I_1(1)=0\). Es ist \(F_1(1)=2\), \(F_2(1)=0\) und \(F_3(1)=7\). Daher ist \(I_1=F_2\). 3. Stammfunktionen von \(f\) unterscheiden sich nur um additive Konstanten. Die feste untere Integrationsgrenze bestimmt genau diejenige Stammfunktion, die an dieser Stelle den Wert \(0\) besitzt.

Antwort

a) Alle drei Funktionen sind Stammfunktionen von \(f\). b) \(I_1(x)=F_2(x)=x^2+x-2\). c) Eine Integralfunktion mit unterer Grenze \(1\) ist die eindeutig festgelegte Stammfunktion mit dem Wert \(0\) bei \(x=1\).
42462813
Betrachtet wird die Funktion \(g(x) = x^3 - 4x\). a) Ermittle die Integralfunktion \(G_{-2}\) zur unteren Grenze \(-2\), also \(G_{-2}(x) = \int_{-2}^{x} g(t) \, dt\). b) Der Graph einer Funktion besitzt überall dort waagerechte Tangenten, wo ihre Ableitungsfunktion Nullstellen hat. Bestimme alle Stellen \(x\), an denen der Graph der Integralfunktion \(G_{-2}\) eine waagerechte Tangente besitzt. Nutze dabei den theoretischen Zusammenhang zwischen der Integralfunktion und der Funktion \(g\).

Denkanstöße

- Was weißt du über die Ableitung einer Integralfunktion? - Wie findet man die Nullstellen eines Produkts oder einer ausgeklammerten Variable? - Muss man die Integralfunktion für Teil b) zwingend explizit ableiten oder gibt es eine schnellere Überlegung?

Lösung

1. Bestimmung einer Stammfunktion von \(g(t) = t^3 - 4t\): \(\Phi(t) = \frac{1}{4}t^4 - 2t^2\). 2. Berechnung der Integralfunktion \(G_{-2}(x)\): \(G_{-2}(x) = [\frac{1}{4}t^4 - 2t^2]_{-2}^x = (\frac{1}{4}x^4 - 2x^2) - (\frac{1}{4}(-2)^4 - 2(-2)^2) = \frac{1}{4}x^4 - 2x^2 - (4 - 8) = \frac{1}{4}x^4 - 2x^2 + 4\). 3. Anwendung des Zusammenhangs \(G_{-2}'(x) = g(x)\): Waagerechte Tangenten liegen bei den Nullstellen von \(g(x)\) vor. 4. Lösen der Gleichung \(g(x) = 0\): \(x^3 - 4x = 0 \Leftrightarrow x(x^2 - 4) = 0\). 5. Die Lösungen sind \(x_1 = 0\), \(x_2 = 2\) und \(x_3 = -2\). An diesen Stellen hat \(G_{-2}\) waagerechte Tangenten.

Antwort

a) \(G_{-2}(x) = \frac{1}{4}x^4 - 2x^2 + 4\) b) Die Stellen sind \(x_1 = 0\), \(x_2 = 2\) und \(x_3 = -2\).
42464413
Gib für jede der folgenden Funktionen einen Term der zugehörigen Ableitungsfunktion an. a) \(I(x)=\int_{x}^{10}\cos(z^2)\,\mathrm{d}z\) b) \(A(u)=\int_{-2}^{u}\frac{e^s}{s+3}\,\mathrm{d}s\) für \(u>-3\) c) \(F(y)=\int_{0}^{y}k\sin(x)\,\mathrm{d}x\) mit \(k\in\mathbb{R}\)

Denkanstöße

- Welche Variable ist jeweils die Funktionsvariable und welche nur Integrationsvariable? - Wie wirkt sich das Vertauschen der Integrationsgrenzen in a) auf das Vorzeichen aus? - Was sagt der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung über eine variable obere Grenze aus?

Lösung

1. Zu a) gilt \(I(x)=-\int_{10}^{x}\cos(z^2)\,\mathrm{d}z\). Nach dem Hauptsatz folgt \(I'(x)=-\cos(x^2)\). 2. Zu b) ist die obere Grenze die Funktionsvariable. Daher gilt \(A'(u)=\frac{e^u}{u+3}\). 3. Zu c) wird der Parameter \(k\) wie eine Konstante behandelt. Es folgt \(F'(y)=k\sin(y)\).

Antwort

a) \(I'(x)=-\cos(x^2)\) b) \(A'(u)=\frac{e^u}{u+3}\) c) \(F'(y)=k\sin(y)\)
42466813
Betrachtet wird die Funktion \(f\) mit \(f(x) = 2x - 4\). a) Gib die Schar aller Stammfunktionen \(F_c\) von \(f\) an. b) Eine Integralfunktion von \(f\) ist definiert durch \(I_a(x) = \int_a^x f(t) \, dt\). Bestimme alle Werte für \(c\), für die die Stammfunktion \(F_c\) eine Integralfunktion von \(f\) ist. c) Bestimme alle möglichen unteren Grenzen \(a\), für die die Integralfunktion \(I_a(x)\) mit der Stammfunktion \(G(x) = x^2 - 4x\) identisch ist.

Denkanstöße

- Wie lautet die allgemeine Form einer Stammfunktion für ein Polynom? - Welche Eigenschaft muss eine Stammfunktion haben, um als Integralfunktion darstellbar zu sein? Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der unteren Grenze und dem Funktionswert. - Wann besitzt eine quadratische Funktion reelle Nullstellen? - Wie findet man die Stellen, an denen eine Integralfunktion den Wert Null annimmt?

Lösung

1. Berechnung der allgemeinen Stammfunktion: Durch Integration von \(f(x) = 2x - 4\) ergibt sich \(F_c(x) = x^2 - 4x + c\) mit \(c \in \mathbb{R}\). 2. Bedingung für Integralfunktionen: Eine Stammfunktion \(F_c\) ist genau dann eine Integralfunktion, wenn sie mindestens eine reelle Nullstelle besitzt. Die Bedingung \(x^2 - 4x + c = 0\) führt über die Diskriminante \(D = (-4)^2 - 4 \cdot 1 \cdot c = 16 - 4c\) zur Forderung \(16 - 4c \ge 0\). Dies ist für \(c \le 4\) erfüllt. 3. Bestimmung der unteren Grenze \(a\): Für \(G(x) = x^2 - 4x\) muss gelten \(G(a) = 0\). Die Gleichung \(a^2 - 4a = 0 \Leftrightarrow a(a-4) = 0\) liefert die Lösungen \(a_1 = 0\) und \(a_2 = 4\).

Antwort

a) \(F_c(x) = x^2 - 4x + c\) mit \(c \in \mathbb{R}\) b) \(c \le 4\) c) \(a = 0\) oder \(a = 4\)
42468013
Es sei \(g\) eine auf \(\mathbb{R}\) stetige Funktion mit \(g(x)<0\) für alle \(x\in\mathbb{R}\). Begründe allgemein, dass jede Integralfunktion \(G_a(x)=\int_{a}^{x}g(t)\,\mathrm{d}t\) mit \(a\in\mathbb{R}\) genau eine Nullstelle besitzt. Gehe dabei auf den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung und das Monotonieverhalten von \(G_a\) ein.

Denkanstöße

- Welchen Wert nimmt \(G_a\) an der unteren Grenze \(a\) an? - Welche Aussage liefert der Hauptsatz über \(G_a'\)? - Was bedeutet eine überall negative Ableitung für die Anzahl möglicher Nullstellen?

Lösung

1. Es gilt \(G_a(a)=\int_a^a g(t)\,\mathrm{d}t=0\). Daher ist \(x=a\) eine Nullstelle. 2. Nach dem Hauptsatz gilt \(G_a'(x)=g(x)<0\) für alle \(x\). Somit ist \(G_a\) streng monoton fallend. 3. Wegen der strengen Monotonie kann \(G_a\) den Wert \(0\) höchstens einmal annehmen. Also ist \(x=a\) die einzige Nullstelle.

Antwort

Jede Integralfunktion \(G_a\) hat bei \(x=a\) eine Nullstelle. Da \(G_a'(x)=g(x)<0\) gilt, ist \(G_a\) streng monoton fallend und besitzt keine weitere Nullstelle.
42503713
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x) = 4 - e^{0{,}5x}\). a) Bestimme die Nullstelle der Funktion \(f\). b) Die Integralfunktion \(I_0\) ist definiert durch \(I_0(x) = \int_{0}^{x} f(t) \, dt\). Untersuche \(I_0\) auf lokale Extremstellen.

Denkanstöße

- Wie findet man die Stelle, an der ein Funktionswert Null ist? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen einer Integralfunktion und ihrer Ableitung? - Wie nutzt man die erste und zweite Ableitung, um Hoch- oder Tiefpunkte zu bestimmen?

Lösung

1. Nullstelle von \(f\): \(4 - e^{0{,}5x} = 0 \iff e^{0{,}5x} = 4 \iff 0{,}5x = \ln(4) \iff x = 2\ln(4) \approx 2{,}773\). 2. Extremstellen von \(I_0\): Nach dem Hauptsatz gilt \(I_0'(x) = f(x)\). Die notwendige Bedingung \(I_0'(x) = 0\) liefert \(x = 2\ln(4)\). Da \(I_0''(x) = f'(x) = -0{,}5 e^{0{,}5x}\) an dieser Stelle negativ ist (\(I_0''(2\ln(4)) = -2 < 0\)), liegt ein lokales Maximum vor.

Antwort

a) \(x = 2\ln(4) \approx 2{,}773\) b) Lokales Maximum bei \(x = 2\ln(4)\).
42965513
Gegeben ist die Funktion \(f(t)=\frac{2}{t^2+1}\) und die Integralfunktion \(F_c(x)=\int_c^x f(t)\,\mathrm{d}t\) für \(c\in\mathbb{R}\). a) Gib \(F_c'(x)\) an. b) Begründe, warum \(F_c\) für jede Wahl von \(c\) auf ganz \(\mathbb{R}\) streng monoton wächst. c) Entscheide, ob sich dieses Monotonieverhalten bei einer anderen Wahl von \(c\) ändert.

Denkanstöße

- Welchen Zusammenhang liefert der Hauptsatz zwischen \(F_c'\) und dem Integranden? - Welches Vorzeichen hat \(\frac{2}{x^2+1}\) auf \(\mathbb{R}\)? - Verändert die Wahl der unteren Grenze die Ableitungsfunktion?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(F_c'(x)=f(x)=\frac{2}{x^2+1}\). 2. Für alle \(x\in\mathbb{R}\) ist \(x^2+1>0\), also \(F_c'(x)>0\). Daher ist \(F_c\) streng monoton wachsend. 3. Die Ableitung ist unabhängig von \(c\). Eine Änderung der unteren Grenze verändert nur die vertikale Lage des Graphen, nicht sein Monotonieverhalten.

Antwort

a) \(F_c'(x)=\frac{2}{x^2+1}\) b) \(F_c'(x)>0\) für alle \(x\), daher wächst \(F_c\) streng monoton. c) Nein. Das Monotonieverhalten ist unabhängig von \(c\).
42965613
Betrachte die Funktion \(g(t)=-(t^4+3)\) und die Integralfunktion \(G_a(x)=\int_a^x g(t)\,\mathrm{d}t\). a) Bestimme \(G_a'(x)\) und untersuche damit das Monotonieverhalten von \(G_a\). b) Sei \(a=2\). Welches Vorzeichen hat \(G_2(10)\), ohne den Integralterm explizit zu berechnen? Begründe.

Denkanstöße

- Welchen Zusammenhang liefert der Hauptsatz zwischen \(G_a'\) und \(g\)? - Welches Vorzeichen hat \(-(x^4+3)\) für reelle \(x\)? - Welchen Wert hat \(G_2\) an der unteren Grenze \(2\), und was folgt daraus durch die Monotonie?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(G_a'(x)=g(x)=-(x^4+3)\). 2. Da \(x^4+3>0\) für alle \(x\) ist, gilt \(G_a'(x)<0\). Somit ist \(G_a\) streng monoton fallend. 3. Es ist \(G_2(2)=0\). Wegen \(10>2\) und der strengen Monotonie folgt \(G_2(10)<0\).

Antwort

a) \(G_a'(x)=-(x^4+3)<0\); daher ist \(G_a\) streng monoton fallend. b) \(G_2(10)<0\).
42966013
Gegeben ist die Funktion \(F(x)=x^3-3x^2+2x\). Bestimme alle möglichen Werte der unteren Integrationsgrenze \(a\), sodass \(F\) eine Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\) sein kann. Gib außerdem die zugehörige Funktion \(f\) an.

Denkanstöße

- Welche Bedingung erfüllt jede Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Welche Stellen von \(F\) kommen deshalb als \(a\) infrage? - Wie erhältst du aus einer Integralfunktion den Integranden zurück?

Lösung

1. Für eine Integralfunktion gilt \(I_a(a)=0\). Daher muss \(a\) eine Nullstelle von \(F\) sein. 2. Es gilt \(F(x)=x(x-1)(x-2)\). Somit sind \(a=0\), \(a=1\) und \(a=2\) möglich. 3. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt für eine Integralfunktion \(I_a'(x)=f(x)\). Daher ist \(f(x)=F'(x)=3x^2-6x+2\).

Antwort

\(a\in\{0;1;2\}\) und \(f(x)=3x^2-6x+2\)
42966313
Bestimme eine Funktion \(f\) und eine Zahl \(a\in\mathbb{R}\), für die gilt: \(\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t=2x^3+x^2-3\).

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer gegebenen Integralfunktion den Integranden zurück? - Welche Bedingung erfüllt die Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Wie kannst du prüfen, ob die entstehende Gleichung für \(a\) weitere reelle Lösungen besitzt?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt für eine Integralfunktion \(f(x)=I_a'(x)\). Daher ist \(f(x)=6x^2+2x\). 2. An der unteren Grenze muss \(I_a(a)=0\) gelten. Somit erfüllt \(a\) die Gleichung \(2a^3+a^2-3=0\). 3. Es gilt \(2a^3+a^2-3=(a-1)(2a^2+3a+3)\). Der quadratische Faktor hat die Diskriminante \(-15\) und damit keine reellen Nullstellen. Also ist \(a=1\) die einzige reelle Lösung.

Antwort

\(f(x)=6x^2+2x\) und \(a=1\)
42966413
Für eine Integralfunktion der Form \(I_a(x) = \int_a^x f(t) \, dt\) ist der Funktionsterm \(I_a(x) = e^{x-1} - 1\) gegeben. Gib die zugehörige Funktion \(f\) sowie den Wert der unteren Integrationsgrenze \(a\) an.

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen Ableitung und Integral. - Was weißt du über den Wert eines Integrals, bei dem die Grenzen übereinstimmen? - Welche Eigenschaft muss die Integralfunktion an der Stelle \(x = a\) immer haben?

Lösung

1. Um die Funktion \(f\) zu bestimmen, nutzt man den Zusammenhang \(f(x) = I_a'(x)\). 2. Die Ableitung der Exponentialfunktion \(e^{x-1} - 1\) ergibt unter Anwendung der Kettenregel \(f(x) = e^{x-1} \cdot 1 = e^{x-1}\). 3. Da jede Integralfunktion an ihrer unteren Grenze eine Nullstelle besitzt, muss \(I_a(a) = 0\) gelten. 4. Dies führt auf die Gleichung \(e^{a-1} - 1 = 0\), woraus \(e^{a-1} = 1\) folgt. 5. Da \(e^0 = 1\) gilt, ergibt sich \(a - 1 = 0\) und somit \(a = 1\).

Antwort

\(f(x) = e^{x-1}\) und \(a = 1\)
42966613
Betrachte die Funktion \(f(x)=\frac{1}{4}x^3-x\). 1. Bilde die allgemeine Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\). 2. Leite deinen Term nach \(x\) ab und überprüfe für dieses Beispiel und eine beliebige feste untere Grenze \(a\) die Beziehung \(I_a'(x)=f(x)\).

Denkanstöße

- Wie hängt \(I_a\) mit einer Stammfunktion von \(f\) zusammen? - Welche Terme des Funktionsterms sind beim Ableiten nach \(x\) konstant? - Was zeigt der Vergleich der erhaltenen ersten Ableitung mit \(f\) in diesem Beispiel?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=\frac{1}{16}t^4-\frac{1}{2}t^2\). Daher gilt \(I_a(x)=F(x)-F(a)=\frac{1}{16}x^4-\frac{1}{2}x^2-\frac{1}{16}a^4+\frac{1}{2}a^2\). 2. Da \(a\) bezüglich \(x\) konstant ist, folgt \(I_a'(x)=\frac{1}{4}x^3-x=f(x)\). Damit ist die Beziehung für den berechneten Term überprüft.

Antwort

1. \(I_a(x)=\frac{1}{16}x^4-\frac{1}{2}x^2-\frac{1}{16}a^4+\frac{1}{2}a^2\) 2. \(I_a'(x)=\frac{1}{4}x^3-x=f(x)\)
42968313
Betrachte die Funktion \(f\) mit der Funktionsgleichung \(f(x) = x^4 - 2x^2\). 1. Bestimme die erste Ableitungsfunktion \(f'\) und die zweite Ableitungsfunktion \(f''\). 2. Berechne das Integral \(G(x) = \int_{1}^{x} f''(t) \, \text{d}t\) mithilfe des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung. 3. Überprüfe die Aussage, dass Integrieren die Umkehrung des Differenzierens ist, indem du die Funktion \(G\) nach \(x\) differenzierst und das Ergebnis mit dem Integranden \(f''(x)\) vergleichst. Erläutere kurz deine Beobachtung.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Potenzregel für das Ableiten und Integrieren. - Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung besagt, dass ein Integral über die Differenz der Stammfunktionswerte an den Grenzen berechnet wird. - Überlege dir, welche Funktion eine Stammfunktion von \(f''\) ist. - Was passiert mit konstanten Summanden, wenn du eine Funktion ableitest?

Lösung

1. Die Ableitungen lauten \(f'(x) = 4x^3 - 4x\) und \(f''(x) = 12x^2 - 4\). 2. Zur Berechnung des Integrals wird eine Stammfunktion von \(f''\) benötigt, wobei \(f'\) eine solche ist: \(G(x) = \int_{1}^{x} (12t^2 - 4) \, \text{d}t = [4t^3 - 4t]_1^x = (4x^3 - 4x) - (4 \cdot 1^3 - 4 \cdot 1) = 4x^3 - 4x\). 3. Die Ableitung von \(G\) nach \(x\) ergibt \(G'(x) = 12x^2 - 4\). Dies entspricht exakt dem Integranden \(f''(x)\). Die Beobachtung zeigt zweierlei: Erstens führt die Integration der Ableitung \(f''\) zurück zur Funktion \(f'\) (hier zufällig exakt, da \(f'(1)=0\)). Zweitens hebt das anschließende Differenzieren die Integration wieder auf, sodass man den ursprünglichen Integranden erhält.

Antwort

1. \(f'(x) = 4x^3 - 4x\); \(f''(x) = 12x^2 - 4\) 2. \(G(x) = 4x^3 - 4x\) 3. \(G'(x) = 12x^2 - 4 = f''(x)\). Die Differentiation der Integralfunktion liefert den ursprünglichen Integranden zurück.
42968413
Gegeben sei eine zweimal stetig differenzierbare Funktion \(h\). Wir betrachten die Integralfunktion \(I(x) = \int_{a}^{x} h'(t) \, dt\). 1. Bestimme einen allgemeinen Ausdruck für \(I(x)\) ohne Integralzeichen unter Verwendung des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung. 2. Berechne die Ableitung \(I'(x)\) und begründe das Ergebnis. 3. Die Charakterisierung „Integrieren ist die Umkehrung des Differenzierens“ lässt sich auf zwei Arten verstehen: a) Das Integrieren einer Ableitungsfunktion führt (bis auf eine Konstante) zur ursprünglichen Funktion zurück. b) Das Differenzieren einer Integralfunktion führt zum ursprünglichen Integranden zurück. Belege beide Sichtweisen kurz anhand deiner Ergebnisse aus den Aufgabenteilen 1 und 2.

Denkanstöße

- Nutze den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung in seiner allgemeinen Form. - Was ist die Stammfunktion einer Ableitung \(h'\)? - Behandle \(a\) und somit auch \(h(a)\) als eine feste Zahl (Konstante). - Überlege dir, wie sich die Begriffe „Stammfunktion“ und „Ableitung“ zueinander verhalten.

Lösung

1. Da \(h\) eine Stammfunktion von \(h'\) ist, gilt nach dem Hauptsatz: \(I(x) = [h(t)]_a^x = h(x) - h(a)\). 2. Die Ableitung nach \(x\) lautet \(I'(x) = \frac{d}{dx}(h(x) - h(a))\). Da \(h(a)\) ein konstanter Wert ist, fällt dieser beim Differenzieren weg. Es bleibt \(I'(x) = h'(x)\). 3. Zu a): In Aufgabenteil 1 wurde die Ableitung \(h'\) integriert, was zur Funktion \(h(x)\) führte (verschoben um die Konstante \(-h(a)\)). Die Operation wurde also „rückgängig“ gemacht. Zu b): In Aufgabenteil 2 wurde die durch Integration gewonnene Funktion \(I(x)\) wieder differenziert, was exakt den Integranden \(h'(x)\) lieferte. Beide Operationen sind somit invers zueinander.

Antwort

1. \(I(x) = h(x) - h(a)\) 2. \(I'(x) = h'(x)\), da die Ableitung von \(h(x)-h(a)\) gleich \(h'(x)\) ist. 3. a) \(I(x)\) liefert die Funktion \(h\) bis auf eine Konstante zurück. b) Die Ableitung der Integralfunktion \(I'(x)\) entspricht dem Integranden \(h'(x)\).
42981113
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit der Gleichung \(f(x) = 4x^3 - 4x\). 1. Bestimme den Funktionsterm der Integralfunktion \(I_1\) von \(f\) zur unteren Grenze \(a = 1\). 2. Eine Stammfunktion \(F\) von \(f\) ist durch \(F(x) = x^4 - 2x^2 + 5\) gegeben. Untersuche, ob \(F\) eine Integralfunktion von \(f\) sein kann. Begründe deine Entscheidung mithilfe einer Eigenschaft von Integralfunktionen.

Denkanstöße

- Was passiert mathematisch, wenn die obere Grenze eines Integrals genau dem Wert der unteren Grenze entspricht? - Überlege, welche Bedingung eine Stammfunktion erfüllen muss, damit man sie als Integralfunktion mit einer bestimmten unteren Grenze schreiben kann. - Wie viele Nullstellen muss eine Integralfunktion mindestens haben?

Lösung

1. Zur Bestimmung der Integralfunktion \(I_1(x) = \int_{1}^{x} (4t^3 - 4t) \, dt\) wird zunächst eine Stammfunktion von \(f(t)\) gebildet, was \(T(t) = t^4 - 2t^2\) ergibt. Durch Einsetzen der Grenzen erhält man \(I_1(x) = [t^4 - 2t^2]_1^x = (x^4 - 2x^2) - (1^4 - 2 \cdot 1^2) = x^4 - 2x^2 + 1\). 2. Eine Integralfunktion \(I_a\) muss nach Definition an der Stelle ihrer unteren Grenze \(a\) immer eine Nullstelle besitzen, da \(I_a(a) = \int_{a}^{a} f(t) \, dt = 0\) gilt. Die Funktion \(F(x) = x^4 - 2x^2 + 5\) kann jedoch als \((x^2 - 1)^2 + 4\) geschrieben werden. Da \((x^2 - 1)^2 \geq 0\), ist \(F(x) \geq 4\) für alle \(x \in \mathbb{R}\). Da \(F\) keine reellen Nullstellen besitzt, kann sie für keinen Wert \(a\) eine Integralfunktion \(I_a\) darstellen.

Antwort

1. \(I_1(x) = x^4 - 2x^2 + 1\) 2. \(F\) kann keine Integralfunktion sein, da jede Integralfunktion mindestens eine Nullstelle (bei \(x = a\)) haben muss, \(F\) aber für alle \(x\) größer als null ist (\(F(x) \geq 4\)).
42981213
Die Funktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\) ist durch \(I_a(x)=\frac{1}{2}x^2-2x-6\) gegeben. 1. Bestimme die Funktionsgleichung der zugehörigen Funktion \(f\). 2. Ermittle alle möglichen Werte der unteren Grenze \(a\). 3. Begründe allgemein, warum jede Integralfunktion eine Stammfunktion ihres Integranden ist, aber nicht jede Stammfunktion eine Integralfunktion sein muss.

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Integralfunktion die Funktion unter dem Integralzeichen zurück? - Welchen Wert muss \(I_a\) an der Stelle \(x=a\) haben? - Welche zusätzliche Eigenschaft braucht eine Stammfunktion, damit sie als Integralfunktion darstellbar ist?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(f(x)=I_a'(x)=x-2\). 2. Für die untere Grenze muss \(I_a(a)=0\) gelten. Aus \(\frac{1}{2}a^2-2a-6=0\) folgt \(a^2-4a-12=0\), also \(a=-2\) oder \(a=6\). 3. Weil \(I_a'(x)=f(x)\), ist jede Integralfunktion eine Stammfunktion von \(f\). Umgekehrt ist eine Stammfunktion nur dann als Integralfunktion darstellbar, wenn sie mindestens eine Nullstelle besitzt, die als untere Grenze dienen kann.

Antwort

1. \(f(x)=x-2\) 2. \(a=-2\) oder \(a=6\) 3. Jede Integralfunktion ist eine Stammfunktion ihres Integranden; eine Stammfunktion ist nur dann eine Integralfunktion, wenn sie eine geeignete Nullstelle als untere Grenze besitzt.
43261013
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=\frac14(x+2)(x-1)(x-4)\). Die Abbildung zeigt ihren Graphen. a) Eine Stammfunktion \(F\) von \(f\) besitzt einen lokalen Hochpunkt. Bestimme dessen \(x\)-Koordinate mithilfe der Abbildung und begründe deine Entscheidung. b) Eine bestimmte Stammfunktion \(F_1\) von \(f\) erfüllt \(F_1(0)=3\). Bestimme \(F_1(-2)\). Nutze dazu die Flächenbilanz beziehungsweise das bestimmte Integral auf \([-2;0]\).
Abbildung zur Aufgabe 432610

Denkanstöße

- Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Vorzeichen von \(f\) und dem Monotonieverhalten einer Stammfunktion \(F\)? - An welcher Nullstelle von \(f\) wechselt das Vorzeichen von positiv zu negativ? - Wie lässt sich die Änderung von \(F_1\) zwischen zwei Stellen durch ein bestimmtes Integral ausdrücken?

Lösung

1. Für jede Stammfunktion gilt \(F'=f\). Ein lokaler Hochpunkt von \(F\) liegt daher an einer Nullstelle von \(f\), an der \(f\) von positiv zu negativ wechselt. 2. Bei \(x=1\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ. Deshalb besitzt \(F\) dort einen lokalen Hochpunkt. 3. Für Teil b) gilt \(F_1(0)-F_1(-2)=\int_{-2}^{0}f(x)\,dx\). 4. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(A(x)=\frac{1}{16}x^4-\frac14x^3-\frac34x^2+2x\). Damit ist \(\int_{-2}^{0}f(x)\,dx=4\). 5. Also gilt \(3-F_1(-2)=4\), somit \(F_1(-2)=-1\).

Antwort

a) \(x=1\) b) \(F_1(-2)=-1\)
43268713
Gegeben ist die Integralfunktion \(I_{-2}\) mit \(I_{-2}(x)=\int_{-2}^{x}\left(-\frac{1}{2}t+1\right)\,\mathrm{d}t\). Einer der drei im Koordinatensystem dargestellten Graphen \(G_1\), \(G_2\) und \(G_3\) gehört zu dieser Integralfunktion. Bestimme, welcher der drei Graphen der richtige ist, und begründe deine Entscheidung ausführlich.
Abbildung zur Aufgabe 432687

Denkanstöße

- Welchen Wert nimmt eine Integralfunktion an ihrer unteren Integrationsgrenze an? - Wie hängt die erste Ableitung einer Integralfunktion mit dem Integranden zusammen? - Was verraten die Nullstellen und das Vorzeichen des Integranden über waagerechte Tangenten und Monotonie der Integralfunktion?

Lösung

1. Es gilt \(I_{-2}(-2)=0\). Der gesuchte Graph muss daher bei \(x=-2\) eine Nullstelle besitzen. Das trifft auf alle drei dargestellten Graphen zu. 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_{-2}'(x)=-\frac12x+1\). 3. Aus \(I_{-2}'(x)=0\) folgt \(x=2\). Dort muss der Graph eine waagerechte Tangente besitzen. Damit scheidet \(G_3\) aus. 4. Außerdem gilt \(I_{-2}''(x)=-\frac12<0\). Somit liegt bei \(x=2\) ein lokales Maximum vor. Das schließt den nach oben geöffneten Graphen \(G_2\) aus. 5. Daher ist \(G_1\) der Graph der Integralfunktion.

Antwort

Der richtige Graph ist \(G_1\).
43269013
Abgebildet ist der Graph einer quadratischen Funktion \(f\) sowie drei weitere Graphen \(G_1\), \(G_2\) und \(G_3\). Einer der drei Graphen stellt die Integralfunktion \(I_2\) mit \(I_2(x)=\int_2^x f(t)\,\mathrm{d}t\) dar. Gib an, um welchen der drei Graphen es sich handelt, und begründe deine Entscheidung ausführlich anhand der Eigenschaften von \(f\).
Abbildung zur Aufgabe 432690

Denkanstöße

- Welchen Funktionswert muss die Integralfunktion an ihrer unteren Grenze besitzen? - Wie hängt das Vorzeichen von \(f\) mit dem Monotonieverhalten von \(I_2\) zusammen? - Welche Bedeutung haben die Nullstellen von \(f\) für den Verlauf der Integralfunktion?

Lösung

1. Wegen \(I_2(2)=0\) muss der gesuchte Graph durch \((2\mid0)\) verlaufen. Damit scheidet \(G_3\) aus. 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_2'(x)=f(x)\). Die Nullstellen von \(f\) bei \(x=0\) und \(x=4\) sind daher Stellen mit waagerechter Tangente von \(I_2\). 3. Für \(0<x<4\) gilt \(f(x)>0\), also steigt \(I_2\) dort. Für \(x<0\) und \(x>4\) gilt \(f(x)<0\), also fällt \(I_2\) dort. Folglich hat \(I_2\) bei \(x=0\) ein lokales Minimum und bei \(x=4\) ein lokales Maximum. 4. Dieses Verhalten zeigt nur \(G_2\). Daher stellt \(G_2\) die Integralfunktion dar.

Antwort

Der Graph \(G_2\) stellt die Integralfunktion \(I_2\) dar.
43269113
Der Graph der Funktion \(f\) ist im folgenden Koordinatensystem abgebildet. Er besteht aus geradlinigen Teilstücken. Die Integralfunktion \(I_0\) ist definiert durch \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). Beurteile, ob die folgenden Aussagen wahr oder falsch sind, und begründe deine Entscheidung kurz: a) \(I_0(2)=0\) b) \(I_0(x)>0\) für alle \(x\in]0;2[\) c) \(I_0(-1)=1{,}5\) d) \(I_0(-3)=I_0(-1)\)
Abbildung zur Aufgabe 432691

Denkanstöße

- Welche Flächenbeiträge liegen oberhalb und welche unterhalb der horizontalen Achse? - Wie wirkt sich eine obere Integrationsgrenze links von \(0\) auf die Integrationsrichtung aus? - Welche einfachen geometrischen Formen kannst du im Graphen erkennen und miteinander vergleichen?

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Von \(0\) bis \(1\) entsteht ein positiver dreieckiger Flächenbeitrag von \(0{,}5\), von \(1\) bis \(2\) ein gleich großer negativer Flächenbeitrag. Die Flächenbilanz ist daher \(I_0(2)=0\). 2. Aussage b) ist wahr. Bis \(x=1\) wächst die positive Flächenbilanz. Für \(1<x<2\) wird zwar ein negativer Flächenbeitrag angesammelt, sein Betrag ist aber noch kleiner als \(0{,}5\). Daher bleibt \(I_0(x)>0\). 3. Aussage c) ist falsch. Wegen der vertauschten Integrationsrichtung gilt \(I_0(-1)=-\int_{-1}^{0}f(t)\,\mathrm{d}t\). Der Flächeninhalt des Trapezes zwischen \(-1\) und \(0\) beträgt \(\frac{2+1}{2}\cdot1=1{,}5\). Somit ist \(I_0(-1)=-1{,}5\). 4. Aussage d) ist wahr. Zwischen \(-3\) und \(-1\) heben sich ein negativer und ein positiver dreieckiger Flächenbeitrag mit gleichem Betrag auf. Deshalb gilt \(\int_{-3}^{-1}f(t)\,\mathrm{d}t=0\) und damit \(I_0(-3)=I_0(-1)=-1{,}5\).

Antwort

a) Wahr b) Wahr c) Falsch; korrekt ist \(I_0(-1)=-1{,}5\). d) Wahr
43269413
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=x^2-4\). Die Abbildung zeigt den Graphen von \(f\) sowie den Graphen der Integralfunktion \(I_2(x)=\int_2^x f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Begründe den Verlauf des Graphen von \(I_2\) im Intervall \([-2;2]\) anhand der Eigenschaften von \(f\). Gehe dabei insbesondere auf das Monotonieverhalten von \(I_2\) und die Lage des Hochpunkts bei \(x=-2\) ein. b) Erkläre mithilfe der Flächenbilanz, warum der Funktionswert \(I_2(-2)\) positiv ist, obwohl der Graph von \(f\) im Intervall \([-2;2]\) vollständig unterhalb der \(x\)-Achse verläuft.
Abbildung zur Aufgabe 432694

Denkanstöße

- Wie hängt die erste Ableitung von \(I_2\) mit \(f\) zusammen? - Welche Vorzeichen hat \(f\) links von \(-2\) und zwischen \(-2\) und \(2\)? - Was geschieht mit einem bestimmten Integral, wenn du seine Grenzen vertauschst?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_2'(x)=f(x)\). Das Vorzeichen von \(f\) bestimmt daher das Monotonieverhalten von \(I_2\). 2. Für \(-2<x<2\) gilt \(f(x)<0\), also fällt \(I_2\) dort streng. Für \(x<-2\) gilt \(f(x)>0\), also steigt \(I_2\) dort. 3. Bei \(x=-2\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ. Deshalb besitzt \(I_2\) dort einen lokalen Hochpunkt. 4. Es gilt \(I_2(-2)=\int_2^{-2}f(t)\,\mathrm{d}t=-\int_{-2}^{2}f(t)\,\mathrm{d}t\). Die Flächenbilanz von links nach rechts auf \([-2;2]\) ist negativ, weil \(f\) dort unterhalb der \(x\)-Achse liegt. Durch die umgekehrte Integrationsrichtung wird der Wert positiv.

Antwort

a) \(I_2\) steigt für \(x<-2\) und fällt für \(-2<x<2\); bei \(x=-2\) liegt wegen des Vorzeichenwechsels von \(f\) ein lokaler Hochpunkt. b) \(I_2(-2)=-\int_{-2}^{2}f(t)\,\mathrm{d}t>0\), weil die Flächenbilanz \(\int_{-2}^{2}f(t)\,\mathrm{d}t\) negativ ist.
43269513
Die Abbildung zeigt den Graphen einer reellen Funktion \(f\). Es sei \(F\) eine Stammfunktion von \(f\) mit \(F(-2)=0\). a) An welcher Stelle \(x\in[-2;6]\) besitzt \(F\) ihr absolutes Maximum? Bestimme auch den Wert dieses Maximums mithilfe der Flächenbilanz im Diagramm. b) Berechne \(\int_0^5 f(x)\,\mathrm{d}x\) mithilfe geometrischer Flächenbeiträge. c) Bestimme \(F''(4)\).
Abbildung zur Aufgabe 432695

Denkanstöße

- Welcher Zusammenhang besteht zwischen \(F'\) und \(f\)? - Nutze das Vorzeichen von \(f\), um zu entscheiden, wo \(F\) steigt oder fällt. - Für den Wert von \(F\) kannst du die Flächenbilanz zwischen zwei Stellen verwenden. - Was bedeutet die Steigung des Graphen von \(f\) an \(x=4\) für \(F''(4)\)?

Lösung

1. Weil \(F'=f\) gilt, steigt \(F\) dort, wo \(f>0\), und fällt dort, wo \(f<0\). Bei \(x=2\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ; zusätzlich sind für das absolute Maximum die Randwerte zu vergleichen. 2. Von \(x=-2\) bis \(x=2\) beträgt die Flächenbilanz \(2+2=4\). Mit \(F(-2)=0\) folgt \(F(2)=4\). 3. Von \(x=2\) bis \(x=6\) beträgt die Flächenbilanz \(-0{,}5-2-0{,}25+0{,}25=-2{,}5\). Daher ist \(F(6)=1{,}5\). Somit liegt das absolute Maximum bei \(x=2\) und hat den Wert \(4\). 4. Auf \([0;5]\) ergeben die geometrischen Flächenbeiträge \(2-0{,}5-2=-0{,}5\). Also ist \(\int_0^5 f(x)\,\mathrm{d}x=-0{,}5\). 5. Aus \(F'=f\) folgt \(F''=f'\). Im Intervall von \(x=3\) bis \(x=5\) ist der dargestellte Graph von \(f\) waagerecht, daher ist \(f'(4)=0\). Somit gilt \(F''(4)=0\).

Antwort

a) Absolutes Maximum bei \(x=2\) mit \(F(2)=4\). b) \(\int_0^5 f(x)\,\mathrm{d}x=-0{,}5\) c) \(F''(4)=0\)
43269613
Gegeben ist der Graph einer Stammfunktion \(F\) einer ganzrationalen Funktion \(f\) dritten Grades. Beurteile für jede Aussage, ob sie wahr oder falsch ist. Begründe deine Entscheidung kurz. a) Die Funktion \(F\) ist eine Integralfunktion von \(f\). b) Die Funktion \(H\) mit \(H(x)=F(x)-2\) ist eine Integralfunktion von \(f\). c) Es gilt \(f(1)>0\). d) Es gilt \(\int_{0}^{2} f(x)\,\mathrm{d}x=-2\).
Abbildung zur Aufgabe 432696

Denkanstöße

- Überlege, welchen Funktionswert jede Integralfunktion an ihrer unteren Grenze besitzt. - Eine Verschiebung einer Stammfunktion in y-Richtung verändert ihre Ableitung nicht. - Das Vorzeichen von \(f\) lässt sich aus der Steigung des Graphen von \(F\) ablesen. - Für ein bestimmtes Integral kannst du die Werte einer Stammfunktion an den Grenzen vergleichen.

Lösung

1. Eine Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\) hat bei \(x=a\) den Wert \(0\). Der dargestellte Graph von \(F\) besitzt keine Nullstelle; daher ist a) falsch. 2. Für \(H(x)=F(x)-2\) gilt \(H'=F'=f\). Außerdem ist \(H(2)=F(2)-2=0\). Damit ist \(H(x)=\int_2^x f(t)\,\mathrm{d}t\); b) ist wahr. 3. Es gilt \(f(1)=F'(1)\). Der Graph von \(F\) fällt bei \(x=1\), also ist \(F'(1)<0\). Daher ist c) falsch. 4. Nach dem Hauptsatz gilt \(\int_0^2 f(x)\,\mathrm{d}x=F(2)-F(0)=2-4=-2\). Daher ist d) wahr.

Antwort

a) Falsch b) Wahr c) Falsch d) Wahr
43269813
Abgebildet ist der Graph einer Funktion \(f\). a) Bestimme alle Stellen \(x\) im abgebildeten Bereich, an denen jede Stammfunktion \(F\) von \(f\) ein lokales Minimum besitzt. Begründe deine Antwort. b) Betrachte die Integralfunktion \(I_{-1}(x)=\int_{-1}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). Bestimme \(I_{-1}(3)\) und deute den Wert geometrisch mithilfe der Flächenbeiträge zwischen dem Graphen von \(f\) und der \(x\)-Achse. c) Beschreibe das Monotonieverhalten einer beliebigen Stammfunktion \(F\) von \(f\) im Intervall \([-1;3]\).
Abbildung zur Aufgabe 432698

Denkanstöße

- Welcher Vorzeichenwechsel von \(f\) kennzeichnet ein lokales Minimum einer Stammfunktion? - Vergleiche für die Integralfunktion die Flächenbeiträge oberhalb und unterhalb der \(x\)-Achse. - Was sagt das Vorzeichen von \(f\) über das Monotonieverhalten jeder Stammfunktion aus?

Lösung

1. Für jede Stammfunktion gilt \(F'=f\). Ein lokales Minimum von \(F\) liegt an einer Nullstelle von \(f\), an der \(f\) von negativ zu positiv wechselt. Das geschieht bei \(x=-1\) und \(x=3\). 2. Von \(-1\) bis \(1\) entsteht ein positiver Flächenbeitrag von \(2\), von \(1\) bis \(3\) ein negativer Flächenbeitrag von \(-2\). Die Flächenbilanz ist daher \(I_{-1}(3)=0\). 3. Auf \([-1;1]\) ist \(f\) im Inneren positiv, also steigt jede Stammfunktion dort streng. Auf \([1;3]\) ist \(f\) im Inneren negativ, also fällt jede Stammfunktion dort streng.

Antwort

a) Lokale Minima liegen bei \(x=-1\) und \(x=3\). b) \(I_{-1}(3)=0\); der positive und der negative Flächenbeitrag heben sich in der Flächenbilanz auf. c) Streng steigend auf \([-1;1]\), streng fallend auf \([1;3]\).
43270013
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(f\) im Intervall \([0;8]\). Die Integralfunktion zur unteren Grenze \(0\) ist \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Bestimme alle Nullstellen von \(I_0\) im Intervall \([0;8]\). b) Bestimme den maximalen Wert von \(I_0\) im Intervall \([0;8]\) und die Stelle, an der er erreicht wird. Begründe deine Antwort kurz. c) Berechne \(I_0(5)\).
Abbildung zur Aufgabe 432700

Denkanstöße

- Verfolge die Flächenbilanz von \(x=0\) aus schrittweise entlang der einfachen geometrischen Teilflächen. - Welche Vorzeichen haben Flächenbeiträge oberhalb und unterhalb der \(x\)-Achse? - Was sagt das Vorzeichen von \(f\) über das Monotonieverhalten von \(I_0\) aus? - Welche geometrische Form liegt zwischen \(x=4\) und \(x=5\) vor?

Lösung

1. Es gilt \(I_0(0)=0\). Auf \([0;2]\) entsteht ein negativer dreieckiger Flächenbeitrag von \(-2\), also \(I_0(2)=-2\). Auf \([2;4]\) kommt ein positiver Flächenbeitrag von \(2\) hinzu, also \(I_0(4)=0\). Auf \([4;6]\) wächst die Flächenbilanz um weitere \(2\) auf \(I_0(6)=2\), und auf \([6;8]\) sinkt sie wieder um \(2\) auf \(I_0(8)=0\). Damit sind die Nullstellen \(x=0\), \(x=4\) und \(x=8\). 2. Nach dem Hauptsatz gilt \(I_0'(x)=f(x)\). Bei \(x=6\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ; daher besitzt \(I_0\) dort sein globales Maximum. Der maximale Wert ist \(I_0(6)=2\). 3. Es gilt \(I_0(5)=I_0(4)+\int_4^5 f(t)\,\mathrm{d}t\). Das Teilstück ist ein Trapez mit den Höhen \(2\) und \(1\) sowie der Breite \(1\). Daher ist \(I_0(5)=\frac{2+1}{2}\cdot1=1{,}5\).

Antwort

a) \(x=0\), \(x=4\) und \(x=8\) b) Der maximale Wert ist \(2\) bei \(x=6\). c) \(I_0(5)=1{,}5\)
43270113
Gegeben ist der abgebildete Graph einer Stammfunktion \(F\) einer Funktion \(f\). Beurteile, ob die folgenden Aussagen wahr oder falsch sind. Begründe jeweils deine Entscheidung. a) \(F\) ist die Integralfunktion \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). b) Die Funktion \(f\) ist im Intervall \([-2;-1]\) positiv. c) Es gilt \(F(0)+f(0)>3\). d) Es gilt \(\int_{-2}^{2} f(x)\,\mathrm{d}x=0\).
Abbildung zur Aufgabe 432701

Denkanstöße

- Welchen Wert besitzt eine Integralfunktion \(I_a\) an ihrer unteren Grenze \(a\)? - Lies das Vorzeichen von \(f=F'\) aus dem Steigen oder Fallen des dargestellten Graphen ab. - An einer lokalen Extremstelle von \(F\) ist die Steigung besonders einfach. - Nutze für das bestimmte Integral die Stammfunktionswerte an den beiden Grenzen und beachte die Symmetrie des Graphen.

Lösung

1. Für die Integralfunktion \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\) gilt stets \(I_0(0)=0\). Aus dem Graphen liest man dagegen \(F(0)=3\). Daher ist a) falsch. 2. Wegen \(F'=f\) ist \(f\) dort positiv, wo \(F\) steigt. Im Intervall \([-2;-1]\) steigt der Graph von \(F\), also ist b) wahr. 3. Aus dem Graphen liest man \(F(0)=3\). Bei \(x=0\) besitzt \(F\) einen Hochpunkt, daher ist \(f(0)=F'(0)=0\). Somit ist \(F(0)+f(0)=3\); c) ist falsch. 4. Nach dem Hauptsatz gilt \(\int_{-2}^{2} f(x)\,\mathrm{d}x=F(2)-F(-2)\). Der Graph von \(F\) ist achsensymmetrisch zur y-Achse, also ist \(F(2)=F(-2)\). Damit ist das Integral \(0\); d) ist wahr.

Antwort

a) Falsch b) Wahr c) Falsch d) Wahr
43270313
Die Abbildung zeigt den Graphen \(G_f\) einer auf dem Intervall \([-2;5]\) definierten Funktion \(f\). Wir betrachten die ebenfalls auf \([-2;5]\) definierte Integralfunktion \(I(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Bestimme die Funktionswerte \(I(2)\), \(I(4)\) und \(I(-1)\) mithilfe geometrischer Überlegungen zur Flächenbilanz. b) Bestimme alle lokalen Extremstellen von \(I\) im Inneren des Intervalls \([-2;5]\) und gib jeweils an, ob ein lokales Minimum oder Maximum vorliegt. Begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(f\). c) Bestimme alle Nullstellen der Integralfunktion \(I\) im Intervall \([-2;5]\). Begründe deine Antwort.
Abbildung zur Aufgabe 432703

Denkanstöße

- Welche einfachen Flächenbeiträge kannst du direkt aus dem Graphen bestimmen? - Was ändert sich, wenn die obere Integrationsgrenze links von der unteren Grenze \(0\) liegt? - Wie hängt die erste Ableitung von \(I\) mit \(f\) zusammen? - Wie kannst du Monotonie nutzen, um zusätzliche Nullstellen auszuschließen?

Lösung

1. Auf \([0;2]\) liegt ein Dreieck oberhalb der \(x\)-Achse mit Grundseite \(2\) und Höhe \(2\). Daher ist \(I(2)=\frac12\cdot2\cdot2=2\). Auf \([2;4]\) entsteht ein gleich großer negativer Flächenbeitrag, also \(I(4)=2-2=0\). Für \(I(-1)\) wird nach links integriert: \(I(-1)=-\int_{-1}^{0}f(t)\,\mathrm{d}t=-1\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I'(x)=f(x)\). Bei \(x=-1\) wechselt \(f\) von negativ zu positiv, daher hat \(I\) dort ein lokales Minimum. Bei \(x=2\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ, daher hat \(I\) dort ein lokales Maximum. 3. Wegen der unteren Grenze ist \(I(0)=0\). Aus Teil a) folgt außerdem \(I(4)=0\). Links von \(0\) heben sich die Flächenbeiträge auf \([-2,-1]\) und \([-1,0]\) in der Flächenbilanz auf, daher gilt auch \(I(-2)=0\). Zwischen diesen Stellen ist \(I\) aufgrund des Vorzeichens von \(f\) jeweils streng monoton, sodass keine weiteren Nullstellen auftreten.

Antwort

a) \(I(2)=2\), \(I(4)=0\), \(I(-1)=-1\) b) Lokales Minimum bei \(x=-1\); lokales Maximum bei \(x=2\). c) \(x=-2\), \(x=0\) und \(x=4\)
43272813
Abgebildet ist der Graph der linearen Funktion \(f\) mit \(f(t)=-t+4\). Die gestrichelte rechte Begrenzung ist exemplarisch für \(x=3\) eingezeichnet; die folgende Herleitung gilt für jedes \(x\) mit \(1\le x\le4\). a) Begründe geometrisch mithilfe der Flächeninhaltsformel eines Trapezes, dass für die Integralfunktion \(I_1(x)=\int_1^x f(t)\,\mathrm{d}t\) gilt: \(I_1(x)=\frac12(3+f(x))(x-1)\). b) Bestimme einen Term für \(I_1(x)\) ohne das Funktionssymbol \(f\) und vereinfache ihn. c) Berechne \(I_1(x)\) direkt mithilfe einer Stammfunktion von \(f\) und zeige, dass beide Lösungswege zum selben Ergebnis führen.
Abbildung zur Aufgabe 432728

Denkanstöße

- Welche geometrische Form entsteht unter einem linearen Graphen zwischen zwei senkrechten Begrenzungen? - Welche Längen haben die beiden parallelen Seiten dieses Trapezes? - Wie kannst du das bestimmte Integral alternativ mit einer Stammfunktion berechnen?

Lösung

1. Auf \([1,x]\) bildet die Fläche unter dem linearen Graphen ein Trapez. Seine parallelen vertikalen Seiten haben die Längen \(f(1)=3\) und \(f(x)\), die Breite beträgt \(x-1\). Daher ist \(I_1(x)=\frac12(3+f(x))(x-1)\). 2. Einsetzen von \(f(x)=-x+4\) ergibt \(I_1(x)=\frac12(7-x)(x-1)=-0{,}5x^2+4x-3{,}5\). 3. Eine Stammfunktion von \(f(t)=-t+4\) ist \(F(t)=-0{,}5t^2+4t\). Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(I_1(x)=F(x)-F(1)=-0{,}5x^2+4x-3{,}5\). Beide Wege liefern denselben Term.

Antwort

a) \(I_1(x)=\frac12(3+f(x))(x-1)\) b) \(I_1(x)=-0{,}5x^2+4x-3{,}5\) c) Auch mit einer Stammfunktion ergibt sich \(I_1(x)=-0{,}5x^2+4x-3{,}5\).
43273213
Gegeben ist der Graph der Integralfunktion \(J_b\) einer stetigen Funktion \(g\) für \(-4\le x\le0\). Die untere Grenze \(b\) liegt im Intervall \([-4;0]\) und ist ungleich \(0\). a) Bestimme die untere Grenze \(b\). b) Bestimme die Werte der Integrale \(\int_b^0 g(x)\,\mathrm{d}x\) und \(\int_{-1}^0 g(x)\,\mathrm{d}x\). c) Begründe, dass die Funktion \(G\) mit \(G(x)=J_b(x)+1\) eine Stammfunktion von \(g\) ist, aber keine Integralfunktion von \(g\) im Intervall \([-4;0]\) sein kann. d) Bestimme die Nullstellen der Integralfunktion \(J_{-1}\) von \(g\) im Intervall \([-4;0]\).
Abbildung zur Aufgabe 432732

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft hat eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Wie kannst du bestimmte Integrale mithilfe zweier Funktionswerte derselben Stammfunktion berechnen? - Welche zusätzliche Eigenschaft braucht eine Stammfunktion, damit sie auf dem betrachteten Intervall als Integralfunktion darstellbar ist? - Wie verändert sich eine Integralfunktion, wenn du die untere Grenze von \(b\) auf \(-1\) verschiebst?

Lösung

1. Für jede Integralfunktion gilt \(J_b(b)=0\). Der Graph von \(J_b\) hat im betrachteten Intervall die Nullstellen \(-3\) und \(0\). Wegen \(b\neq0\) folgt \(b=-3\). 2. Es gilt \(\int_b^0g(x)\,\mathrm{d}x=J_b(0)=0\). Außerdem ist \(\int_{-1}^0g(x)\,\mathrm{d}x=J_b(0)-J_b(-1)=0-2=-2\). 3. Da \(J_b'(x)=g(x)\), gilt auch \(G'(x)=J_b'(x)=g(x)\). Somit ist \(G\) eine Stammfunktion von \(g\). Aus dem Graphen liest man \(J_b(x)\ge0\) auf \([-4;0]\), also \(G(x)=J_b(x)+1\ge1\). Weil \(G\) dort keine Nullstelle besitzt, kann \(G\) auf diesem Intervall keine Integralfunktion von \(g\) sein. 4. Es gilt \(J_{-1}(x)=J_b(x)-J_b(-1)=J_b(x)-2\). Nullstellen von \(J_{-1}\) liegen daher dort, wo \(J_b(x)=2\). Aus dem Graphen erhält man \(x=-4\) und \(x=-1\).

Antwort

a) \(b=-3\) b) \(\int_b^0 g(x)\,\mathrm{d}x=0\) und \(\int_{-1}^0 g(x)\,\mathrm{d}x=-2\) c) \(G'(x)=g(x)\), also ist \(G\) eine Stammfunktion. Da \(G(x)\ge1\) auf \([-4;0]\) gilt, besitzt \(G\) dort keine Nullstelle und kann dort keine Integralfunktion sein. d) \(x=-4\) und \(x=-1\)
43273413
Abgebildet ist der Graph einer stückweise linearen Funktion \(f\) im Intervall \([-4;5]\). a) Bestimme alle lokalen Minimalstellen einer Stammfunktion \(F\) von \(f\) im Inneren des Intervalls. b) Berechne \(\int_{-3}^{1} f(x)\,\mathrm{d}x\) exakt mithilfe geometrischer Flächenbeiträge. c) Gegeben ist \(I_{-4}(x)=\int_{-4}^{x}f(t)\,\mathrm{d}t\). Bestimme \(I_{-4}(5)\) und alle Nullstellen von \(I_{-4}\) in \([-4;5]\).
Abbildung zur Aufgabe 432734

Denkanstöße

- Welcher Vorzeichenwechsel von \(f\) kennzeichnet ein lokales Minimum einer Stammfunktion? - Zerlege die polygonalen Flächen in einfache Formen und beachte die Vorzeichen ihrer Flächenbeiträge. - Verfolge für Teil c die Flächenbilanz von der unteren Grenze \(-4\) aus.

Lösung

1. Wegen \(F'=f\) besitzt \(F\) dort ein lokales Minimum, wo \(f\) von negativ zu positiv wechselt. Das geschieht im Inneren des Intervalls nur bei \(x=4\). 2. Auf \([-3;1]\) ergeben sich die vorzeichenbehafteten Flächenbeiträge \(1{,}5+2-0{,}5=3\). Daher ist \(\int_{-3}^{1}f(x)\,\mathrm{d}x=3\). 3. Von \(-4\) bis \(0\) beträgt der positive Flächenbeitrag \(4\), von \(0\) bis \(4\) der negative Flächenbeitrag \(-4\) und von \(4\) bis \(5\) der positive Flächenbeitrag \(0{,}5\). Somit ist \(I_{-4}(5)=0{,}5\). 4. Es gilt \(I_{-4}(-4)=0\). Bis \(x=0\) steigt die Flächenbilanz auf \(4\), anschließend fällt sie bis \(I_{-4}(4)=0\) und steigt danach wieder. Daher sind \(x=-4\) und \(x=4\) die einzigen Nullstellen.

Antwort

a) \(x=4\) b) \(\int_{-3}^{1}f(x)\,\mathrm{d}x=3\) c) \(I_{-4}(5)=0{,}5\); Nullstellen: \(x=-4\) und \(x=4\)
43273713
Die Abbildung zeigt den Graphen einer im Intervall \([-4;4]\) definierten quadratischen Funktion \(f\). Die Integralfunktion ist \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Begründe ohne Berechnung eines Funktionsterms von \(I_0\) direkt am Graphen von \(f\), warum \(I_0\) im Teilintervall \([0;4]\) genau zwei Nullstellen besitzt. b) Für die rechnerische Bestimmung ist zusätzlich \(f(x)=0{,}5x^2-2\) gegeben. Bestimme alle Nullstellen von \(I_0\) im Intervall \([-4;4]\).
Abbildung zur Aufgabe 432737

Denkanstöße

- Starte in Teil a mit dem sicheren Wert \(I_0(0)\) und verfolge anschließend die Flächenbilanz anhand des Vorzeichens von \(f\). - Warum kann es nach \(x=2\) höchstens eine weitere Nullstelle geben? - Erst in Teil b: Welche Stammfunktion gehört zu dem angegebenen quadratischen Funktionsterm?

Lösung

1. Es gilt \(I_0(0)=0\). Auf \((0,2)\) ist \(f<0\), daher wird die Flächenbilanz zunächst negativ. Für \(x>2\) ist \(f>0\), also steigt \(I_0\) dort streng. Aus dem Graphen ist außerdem erkennbar, dass der positive Flächenbeitrag auf \([2,4]\) größer ist als der negative Flächenbeitrag auf \([0,2]\). Somit muss \(I_0\) nach \(x=2\) genau einmal die \(x\)-Achse schneiden. Zusammen mit \(x=0\) gibt es auf \([0,4]\) genau zwei Nullstellen. 2. Rechnerisch ist \(I_0(x)=\int_0^x(0{,}5t^2-2)\,\mathrm{d}t=\frac16x^3-2x\). Aus \(\frac16x^3-2x=0\) folgt \(x\left(\frac16x^2-2\right)=0\). Daher sind die Nullstellen \(x=0\) und \(x=\pm\sqrt{12}=\pm2\sqrt3\).

Antwort

a) Auf \([0;4]\) liegen genau zwei Nullstellen vor: \(x=0\) und eine weitere Stelle in \((2;4)\). b) \(x=-2\sqrt3\), \(x=0\) und \(x=2\sqrt3\)
43279113
Gegeben ist die Funktion \(f\) mit \(f(x)=4-|x|\) für \(D_f=[-4;4]\). Wir betrachten die Integralfunktion \(F(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\) mit \(D_F=[-4;4]\). a) Berechne \(F(4)\) mithilfe einer geometrischen Überlegung. b) Einer der drei dargestellten Graphen A, B oder C ist der Graph der Integralfunktion \(F\). Entscheide, welcher Graph dies ist, und begründe, warum die beiden anderen nicht infrage kommen.
Abbildung zur Aufgabe 432791

Denkanstöße

- Welche einfache geometrische Form liegt unter \(f\) zwischen \(0\) und \(4\)? - Was sagt das Vorzeichen von \(f\) über das Monotonieverhalten von \(F\) aus? - Welche Steigung muss die Integralfunktion bei \(x=0\) besitzen?

Lösung

1. Auf \([0;4]\) bildet die Fläche unter \(f\) ein rechtwinkliges Dreieck mit Grundseite \(4\) und Höhe \(4\). Daher ist \(F(4)=\frac12\cdot4\cdot4=8\). 2. Alle drei Kandidaten verlaufen durch den Ursprung; die Bedingung \(F(0)=0\) entscheidet die Aufgabe daher nicht. 3. Wegen \(F'(x)=f(x)\ge0\) muss \(F\) auf \([-4;4]\) monoton steigen. Graph A fällt und scheidet aus. 4. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(F'(0)=f(0)=4\). Graph C besitzt im Ursprung eine waagerechte Tangente und scheidet ebenfalls aus. 5. Graph B erfüllt den Wert \(F(4)=8\), die geforderte Monotonie und die Steigung im Ursprung. Somit ist B der Graph der Integralfunktion.

Antwort

a) \(F(4)=8\) b) Graph B ist der Graph der Integralfunktion. A widerspricht der Monotonie; C widerspricht \(F'(0)=f(0)=4\).
43442313
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(f\). Die Funktion \(F\) ist eine Stammfunktion von \(f\) mit \(F(-2)=0\). a) Bestimme die \(x\)-Koordinaten aller lokalen Extrempunkte von \(F\) und gib ihre Art an. b) In welchem Intervall ist \(F\) streng monoton steigend? c) Schätze \(F(2)\) mithilfe der Flächenbilanz im Diagramm und runde auf halbe Einheiten.
Abbildung zur Aufgabe 434423

Denkanstöße

- Für Extremstellen und Monotonie von \(F\) ist wegen \(F'=f\) das Vorzeichen von \(f\) entscheidend. - Nutze \(F(-2)=0\) als Ausgangswert für Teil c. - Schätze die Flächenbilanz zwischen \(x=-2\) und \(x=2\) anhand des Rasters und beachte die geforderte Rundung.

Lösung

1. Es gilt \(F'=f\). Bei \(x=-2\) wechselt \(f\) von negativ zu positiv, daher besitzt \(F\) dort einen Tiefpunkt. Bei \(x=2\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ, daher besitzt \(F\) dort einen Hochpunkt. 2. Für \(-2<x<2\) ist \(f>0\), also ist \(F\) dort streng monoton steigend. 3. Es gilt \(F(2)-F(-2)=\int_{-2}^{2}f(x)\,\mathrm{d}x\). Wegen \(F(-2)=0\) ist \(F(2)\) gleich der positiven Flächenbilanz. Aus dem Raster ergibt sich gerundet auf halbe Einheiten \(F(2)\approx2{,}5\).

Antwort

a) Tiefpunkt bei \(x=-2\), Hochpunkt bei \(x=2\). b) Streng steigend für \(-2<x<2\). c) \(F(2)\approx2{,}5\).
43443513
Beschreibe zum Graphen der Funktion \(f\) den Verlauf der Integralfunktion \(I_0(x) = \int_0^x f(t) \,\mathrm{d}t\). Achte besonders auf die Lage der Extrem- und Wendepunkte. Lies nicht ganzzahlige \(x\)-Koordinaten auf \(0{,}5\) genau ab.
Abbildung zur Aufgabe 434435

Denkanstöße

- Eine Integralfunktion \(I_a(x)\) hat immer die Eigenschaft \(I_a(a) = 0\). - Übertrage die Eigenschaften von \(f\) (Nullstellen, Extrema, Symmetrie) systematisch auf \(I_0\). - Wie verhalten sich die Flächenanteile links und rechts der y-Achse zueinander?

Lösung

1. \(I_0\) ist diejenige Stammfunktion von \(f\), für die \(I_0(0) = 0\) gilt. 2. Die Nullstellen von \(f\) bei \(x = -2\), \(x = 0\) und \(x = 2\) sind Extremstellen von \(I_0\). 3. Wegen der Vorzeichenwechsel von \(f\) hat \(I_0\) bei \(x = -2\) ein lokales Minimum, bei \(x = 0\) ein lokales Maximum und bei \(x = 2\) wieder ein lokales Minimum. 4. Die Extremstellen von \(f\) liegen aus dem Graphen auf \(0{,}5\) genau bei \(x\approx-1{,}0\) und \(x\approx1{,}0\). Dort besitzt \(I_0\) Wendestellen. 5. Da \(f\) punktsymmetrisch zum Ursprung ist, ist \(I_0\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. 6. Der Verlauf ist W-förmig und geht durch den Hochpunkt \((0 \mid 0)\).

Antwort

Der Graph von \(I_0\) verläuft W-förmig und ist achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. Er hat ein lokales Maximum im Punkt \((0 \mid 0)\), lokale Minima bei \(x=-2\) und \(x=2\) sowie Wendestellen ungefähr bei \(x\approx-1{,}0\) und \(x\approx1{,}0\).
43462813
Die folgende Abbildung zeigt den Graphen einer Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\). 1. Bestimme die untere Integrationsgrenze \(a\) aus dem Graphen, unter der Bedingung, dass \(a>0\) ist. 2. Ermittle den Wert des Integranden \(f\) an der Stelle \(x=0\), indem du die Steigung der eingezeichneten Tangente an die Integralfunktion betrachtest. 3. Entscheide begründet, ob der Integrand \(f\) an der Stelle \(x=-2\) einen positiven oder negativen Wert hat.
Abbildung zur Aufgabe 434628

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition der Integralfunktion: Was passiert, wenn die obere Grenze gleich der unteren Grenze ist? - Nutze den Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung: Wie hängen die Integralfunktion und die Funktion im Integral zusammen? - Wie lässt sich die Steigung eines Graphen an einer bestimmten Stelle interpretieren? - Was sagt das Monotonieverhalten der Integralfunktion über das Vorzeichen des Integranden aus?

Lösung

1. Da für jede Integralfunktion \(I_a(a) = 0\) gilt, muss \(a\) eine Nullstelle der Funktion sein. Aus dem Graphen lässt sich ablesen, dass die Funktion bei \(x = 1\) und \(x = -2\) die x-Achse schneidet. Da \(a > 0\) gefordert ist, folgt \(a = 1\). 2. Es gilt der Zusammenhang \(I_a'(x) = f(x)\). Der Wert des Integranden an einer Stelle entspricht also der lokalen Steigung der Integralfunktion. Im Punkt \((0 \mid \frac{2}{3})\) des Graphen lässt sich eine Tangente anlegen. Die Steigung beträgt dort \(-1\), woraus \(f(0) = -1\) folgt. 3. An der Stelle \(x = -2\) ist der Graph der Integralfunktion \(I_a\) streng monoton steigend (die Steigung ist positiv). Da \(I_a'(x) = f(x)\) ist, muss folglich \(f(-2) > 0\) gelten. Der Wert des Integranden ist also positiv.

Antwort

1. Die untere Integrationsgrenze ist \(a = 1\), da dort \(I_a(1) = 0\) gilt. 2. Der Wert des Integranden ist \(f(0) = -1\), da die Steigung des Graphen an der Stelle \(x = 0\) den Wert \(-1\) hat. 3. Der Wert \(f(-2)\) ist positiv, da der Graph von \(I_a\) an dieser Stelle steigt, was eine positive Ableitung und damit einen positiven Funktionswert von \(f\) bedeutet.
43463713
Gegeben ist der Graph der Funktion \(f\) mit \(f(x)=2\cos(x)\). In den Abbildungen \(G_1\), \(G_2\) und \(G_3\) sind mögliche Graphen für die Integralfunktion \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\) im Intervall \([-\pi;\pi]\) dargestellt. Welcher der drei Graphen gehört zur Integralfunktion \(I_0\)? Begründe deine Entscheidung durch den Vergleich charakteristischer Eigenschaften.
Abbildung zur Aufgabe 434637

Denkanstöße

- Welchen Wert muss die Integralfunktion bei ihrer unteren Grenze \(0\) besitzen? - Welche Steigung muss \(I_0\) im Ursprung aufgrund von \(f(0)\) haben? - In welchem Bereich ist \(f\) positiv, und was bedeutet das für die Monotonie von \(I_0\)?

Lösung

1. Es gilt \(I_0(0)=0\). Daher muss der gesuchte Graph durch den Ursprung verlaufen. Das trifft auf \(G_1\) und \(G_3\) zu, nicht aber auf \(G_2\). 2. Wegen \(I_0'(x)=f(x)\) ist \(I_0'(0)=f(0)=2\). Der gesuchte Graph muss im Ursprung also eine positive Steigung besitzen. 3. \(G_1\) steigt im Ursprung, während \(G_3\) dort fällt. Daher ist \(G_1\) der Graph der Integralfunktion. 4. Dies stimmt auch mit dem Vorzeichen von \(f\) überein: Für \(-\frac{\pi}{2}<x<\frac{\pi}{2}\) gilt \(f(x)>0\), also muss \(I_0\) dort steigen.

Antwort

Der Graph \(G_1\) stellt die Integralfunktion \(I_0\) dar.
43463913
In der Abbildung ist der Graph einer Funktion \(f\) dargestellt. Wir betrachten die Integralfunktion \(J(x)=\int_2^x f(t)\,\text{d}t\). Untersuche die Aussagen und begründe deine Entscheidung: a) \(J(2)=0\) b) \(J(6)\) ist der maximale Wert von \(J\) im Intervall \([0; 8]\). c) Es gilt \(J(0)=2\). d) Für alle \(x\in ]2; 8]\) gilt \(J(x)>0\).
Abbildung zur Aufgabe 434639

Denkanstöße

- Welchen Wert hat ein Integral mit identischen Grenzen? - Nach dem Hauptsatz gilt \(J'(x)=f(x)\). Wie hängen die Vorzeichen von \(f\) mit der Monotonie von \(J\) zusammen? - Achte bei vertauschten Integrationsgrenzen auf das Vorzeichen. - Betrachte die Flächenbilanz zwischen dem Graphen und der \(t\)-Achse.

Lösung

1. Es gilt \(J(2)=\int_2^2 f(t)\,\text{d}t=0\). Aussage a) ist wahr. 2. Nach dem Hauptsatz gilt \(J'(x)=f(x)\). Bei \(x=6\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ, daher hat \(J\) dort ein Maximum. Aussage b) ist wahr. 3. Es gilt \(J(0)=-\int_0^2 f(t)\,\text{d}t=-2\). Aussage c) ist falsch. 4. Auf \(]2; 6[\) ist \(f>0\), daher steigt \(J\) von \(J(2)=0\) bis \(J(6)=6\). Auf \([6; 8]\) fällt \(J\) nur bis \(J(8)=4\). Somit ist \(J(x)>0\) für alle \(x\in ]2; 8]\). Aussage d) ist wahr.

Antwort

a) Wahr: \(J(2)=0\). b) Wahr: Bei \(x=6\) wechselt \(J'(x)=f(x)\) von positiv zu negativ. c) Falsch: \(J(0)=-2\). d) Wahr: \(J\) steigt bis \(6\) auf \(6\) und fällt anschließend nur bis \(J(8)=4\).
43465113
Die Abbildung zeigt den Graphen einer linearen Funktion \(f\) und einer zugehörigen Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t\). a) Bestimme alle möglichen Werte für die untere Grenze \(a\) aus der Abbildung. b) Wähle für die weitere Betrachtung \(a=0\). Erkläre mithilfe der Flächenbilanz, warum \(I_0(5)\) negativ ist, obwohl \(f\) im Intervall \([0;2]\) positive Werte annimmt.
Abbildung zur Aufgabe 434651

Denkanstöße

- Welchen Wert besitzt eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze? - Welche Vorzeichen haben die Flächenbeiträge oberhalb und unterhalb der \(x\)-Achse? - Vergleiche die Beträge der beiden dreieckigen Flächenbeiträge.

Lösung

1. Für jede Integralfunktion gilt \(I_a(a)=0\). Daher muss \(a\) eine Nullstelle der dargestellten Integralfunktion sein. Aus der Abbildung liest man \(x=0\) und \(x=4\) ab. Somit sind \(a=0\) und \(a=4\) möglich. 2. Für \(a=0\) ist \(I_0(5)=\int_0^5f(t)\,\mathrm{d}t\). Auf \([0;2]\) entsteht ein positiver dreieckiger Flächenbeitrag von \(\frac12\cdot2\cdot2=2\). 3. Auf \([2;5]\) entsteht ein negativer dreieckiger Flächenbeitrag mit dem Betrag \(\frac12\cdot3\cdot3=4{,}5\), also mit dem Wert \(-4{,}5\). 4. Die Flächenbilanz ist daher \(I_0(5)=2-4{,}5=-2{,}5\). Der negative Flächenbeitrag überwiegt den positiven.

Antwort

a) \(a=0\) oder \(a=4\) b) Die Flächenbilanz ist \(I_0(5)=2-4{,}5=-2{,}5\), weil der negative Flächenbeitrag auf \([2;5]\) betragsmäßig größer ist.
43465913
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(f\). Die Integralfunktion von \(f\) zur unteren Grenze \(1\) wird mit \(I_1\) bezeichnet, es gilt also \(I_1(x)=\int_1^x f(t)\,\text{d}t\). a) Bestimme den Wert \(I_1(5)\) mithilfe der im Graphen erkennbaren Flächeninhalte. b) Ermittle rechnerisch eine Stelle \(x>5\), für die \(I_1(x)=0\) gilt. c) Beschreibe den Verlauf des Graphen von \(I_1\) im Intervall \([1;6]\). Gehe dabei insbesondere auf Monotonie und Extrempunkte ein.
Abbildung zur Aufgabe 434659

Denkanstöße

- Welche Flächenbeiträge zwischen Graph und \(x\)-Achse gehen positiv und welche negativ in die Flächenbilanz ein? - Wie verändert sich \(I_1\), wenn \(f\) positiv beziehungsweise negativ ist? - Zerlege die graphisch gegebenen Bereiche in einfache geometrische Figuren.

Lösung

1. Auf \([1;5]\) liegen drei positive Flächenbeiträge vor: ein Dreieck mit Fläche \(1\), ein Rechteck mit Fläche \(4\) und ein weiteres Dreieck mit Fläche \(1\). Daher ist \(I_1(5)=1+4+1=6\). 2. Auf \([5;6]\) ergibt sich ein negativer Flächenbeitrag von \(-1\), also \(I_1(6)=5\). Für \(x>6\) gilt \(f(x)=-2\), daher \(I_1(x)=5-2(x-6)=17-2x\). Aus \(17-2x=0\) folgt \(x=8{,}5\). 3. Wegen \(I_1'(x)=f(x)\) steigt \(I_1\) auf \((1;5)\) und fällt auf \((5;6]\). Bei \(x=5\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ, daher hat \(I_1\) dort ein lokales Maximum mit dem Wert \(6\).

Antwort

a) \(I_1(5)=6\) b) \(x=8{,}5\) c) \(I_1\) steigt auf \([1;5]\), fällt auf \([5;6]\) und hat bei \(x=5\) ein lokales Maximum mit dem Wert \(6\).
43466113
Abgebildet ist der Graph einer Stammfunktion \(F\) einer ganzrationalen Funktion \(f\). Beurteile die folgenden Aussagen auf ihre Richtigkeit. a) Die Funktion \(f\) besitzt an der Stelle \(x=0\) eine Nullstelle. b) Es gilt \(\int_{-2}^{2} f(x)\,\text{d}x=0\). c) Die Funktion \(F\) ist die Integralfunktion \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\text{d}t\). d) Der Funktionswert \(f(1)\) ist negativ.
Abbildung zur Aufgabe 434661

Denkanstöße

- Welche Information über \(f\) liefert die Steigung des Graphen von \(F\)? - Wie hängt ein bestimmtes Integral von den Werten einer Stammfunktion an den Grenzen ab? - Welchen Wert muss eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze haben?

Lösung

1. Da \(F\) eine Stammfunktion von \(f\) ist, gilt \(F'=f\). Bei \(x=0\) hat \(F\) einen lokalen Hochpunkt, also \(F'(0)=0\) und damit \(f(0)=0\). Aussage a) ist wahr. 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(\int_{-2}^{2} f(x)\,\text{d}x=F(2)-F(-2)\). Wegen der Achsensymmetrie des Graphen ist \(F(2)=F(-2)\). Aussage b) ist wahr. 3. Für \(I_0\) muss \(I_0(0)=0\) gelten. Der Graph zeigt jedoch \(F(0)\neq0\). Aussage c) ist falsch. 4. Bei \(x=1\) fällt der Graph von \(F\), also ist \(F'(1)<0\). Damit gilt \(f(1)<0\). Aussage d) ist wahr.

Antwort

a) Wahr, da \(F'(0)=f(0)=0\). b) Wahr, da \(F(2)=F(-2)\). c) Falsch, da \(F(0)\neq0\), aber \(I_0(0)=0\) gelten müsste. d) Wahr, da \(F'(1)=f(1)<0\).
43466213
Das Diagramm zeigt den Graphen einer Stammfunktion \(F\) einer Funktion \(f\). a) Bestimme mithilfe des Graphen den Wert des Integrals \(\int_{0}^{2} f(x)\,\text{d}x\). b) Erkläre, warum \(F\) eine Integralfunktion von \(f\) ist, und gib eine mögliche untere Grenze \(a\) an. c) Ist der Funktionswert \(f(0)\) positiv oder negativ? Begründe deine Antwort mithilfe des Graphen von \(F\).
Abbildung zur Aufgabe 434662

Denkanstöße

- Welche Werte von \(F\) brauchst du, um das bestimmte Integral zu bestimmen? - Welche Bedingung muss eine Stammfunktion erfüllen, damit sie zugleich eine Integralfunktion ist? - Wie hängt das Vorzeichen von \(f(0)\) mit der Steigung von \(F\) bei \(x=0\) zusammen?

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(\int_0^2 f(x)\,\text{d}x=F(2)-F(0)\). Aus dem Graphen liest man \(F(2)=0\) und \(F(0)=4\). Daher ist das Integral \(-4\). 2. Eine Stammfunktion \(F\) ist genau dann eine Integralfunktion von \(f\), wenn es eine Stelle \(a\) mit \(F(a)=0\) gibt. Der Graph hat Nullstellen bei \(x=2\) und \(x=-4\). Daher kann beispielsweise \(a=2\) oder \(a=-4\) gewählt werden. 3. Es gilt \(f(0)=F'(0)\). Da der Graph von \(F\) bei \(x=0\) fällt, ist \(F'(0)<0\), also \(f(0)<0\).

Antwort

a) \(\int_{0}^{2} f(x)\,\text{d}x=-4\) b) Eine mögliche untere Grenze ist \(a=2\) oder \(a=-4\). c) \(f(0)<0\), da \(F\) bei \(x=0\) fällt.
43467113
Gegeben ist der Graph \(G_F\) einer Stammfunktion \(F\) einer Funktion \(f\). Beurteile, ob die folgenden Aussagen wahr oder falsch sind. Begründe deine Entscheidung kurz. a) \(F\) ist eine Integralfunktion von \(f\). b) Es gilt \(f(4)>0\). c) Der Wert des Integrals \(\int_{-1}^3 f(x)\,\text{d}x\) beträgt \(8\). d) Die Funktion \(f\) hat im Intervall \([-2;4]\) genau eine Nullstelle.
Abbildung zur Aufgabe 434671

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze erfüllen? - Welche Information über \(f\) erhältst du aus der Steigung von \(F\)? - Welche Werte von \(F\) bestimmen das Integral in Teil c)?

Lösung

1. Eine Integralfunktion muss an ihrer unteren Grenze den Wert \(0\) haben. Da \(F(-1)=0\) gilt, ist \(F\) die Integralfunktion mit unterer Grenze \(-1\). Aussage a) ist wahr. 2. Es gilt \(f(4)=F'(4)\). Der Graph von \(F\) fällt dort, also ist \(f(4)<0\). Aussage b) ist falsch. 3. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(\int_{-1}^3 f(x)\,\text{d}x=F(3)-F(-1)=8-0=8\). Aussage c) ist wahr. 4. Nullstellen von \(f\) liegen dort, wo \(F\) eine waagerechte Tangente hat. Im Intervall \([-2;4]\) besitzt \(F\) zwei Extremstellen bei \(x=-1\) und \(x=3\). Aussage d) ist falsch.

Antwort

a) Wahr, da \(F(-1)=0\). b) Falsch, da \(F'(4)=f(4)<0\). c) Wahr, da \(F(3)-F(-1)=8\). d) Falsch, da \(f\) im angegebenen Intervall zwei Nullstellen besitzt.
43467213
In der Abbildung ist der Graph \(G_F\) einer Stammfunktion \(F\) von \(f\) dargestellt. Entscheide für jede Aussage, ob sie wahr oder falsch ist. a) Der Graph \(G_F\) gehört zu einer Integralfunktion von \(f\). b) Es gilt \(f(1)<0\). c) Der Wert des Integrals \(\int_0^4 f(x)\,\text{d}x\) ist null. d) Die Funktion \(f\) hat an der Stelle \(x=2\) eine Nullstelle.
Abbildung zur Aufgabe 434672

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft muss eine Integralfunktion an ihrer unteren Grenze besitzen? - Wie hängen die Steigung von \(F\) und die Funktionswerte von \(f\) zusammen? - Was bedeutet eine waagerechte Tangente von \(F\) für \(f\)?

Lösung

1. Eine Integralfunktion muss mindestens eine Nullstelle haben. Da der Graph von \(F\) vollständig oberhalb der \(x\)-Achse liegt, ist Aussage a) falsch. 2. Es gilt \(f(1)=F'(1)\). Da der Graph von \(F\) bei \(x=1\) fällt, ist \(f(1)<0\). Aussage b) ist wahr. 3. Es gilt \(\int_0^4 f(x)\,\text{d}x=F(4)-F(0)=4-4=0\). Aussage c) ist wahr. 4. Bei \(x=2\) hat \(F\) ein lokales Minimum und damit eine waagerechte Tangente. Also ist \(F'(2)=f(2)=0\). Aussage d) ist wahr.

Antwort

a) Falsch, da \(F\) keine Nullstelle besitzt. b) Wahr, da \(F'(1)=f(1)<0\). c) Wahr, da \(F(4)-F(0)=0\). d) Wahr, da \(F'(2)=f(2)=0\).
43467313
Die Abbildung zeigt den Graphen \(G_f\) einer im Intervall \([0;9]\) definierten Funktion \(f\). Betrachtet wird zudem die Integralfunktion \(J(x)=\int_3^x f(t)\,\text{d}t\). 1. Bestimme mithilfe der Kästchen im Koordinatensystem einen Näherungswert für \(J(6)\) auf eine Dezimalstelle. 2. Gib die \(x\)-Koordinate der lokalen Maximumstelle von \(J\) im Intervall \([0;9]\) an und begründe deine Antwort kurz.
Abbildung zur Aufgabe 434673

Denkanstöße

- Für \(J(6)\) brauchst du die Flächenbilanz zwischen \(x=3\) und \(x=6\). - Wie hängt die Steigung von \(J\) mit den Funktionswerten von \(f\) zusammen? - An welcher Nullstelle von \(f\) wechselt das Vorzeichen von positiv zu negativ?

Lösung

1. Es gilt \(J(6)=\int_3^6 f(t)\,\text{d}t\). Aus der Flächenbilanz im Diagramm ergibt sich näherungsweise \(J(6)\approx1{,}4\). 2. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(J'(x)=f(x)\). Bei \(x=5\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ. Daher besitzt \(J\) dort eine lokale Maximumstelle.

Antwort

1. \(J(6)\approx1{,}4\) 2. Die lokale Maximumstelle liegt bei \(x=5\).
43471613
Die Abbildung zeigt den Graphen einer periodischen Funktion \(f\). Wir betrachten die Integralfunktion \(J(x)=\int_1^x f(t)\,\text{d}t\). a) Bestimme die Nullstellen der Ableitungsfunktion \(J'\) im dargestellten Bereich. b) An welcher Stelle im Intervall \([0;6]\) besitzt \(J\) ein lokales Maximum? Erläutere den Zusammenhang mit dem Graphen von \(f\). c) Welcher der beiden Werte \(J(1)\) oder \(J(4)\) ist größer? Begründe deine Antwort mithilfe der Flächenbilanz.
Abbildung zur Aufgabe 434716

Denkanstöße

- Welche Beziehung gilt zwischen \(J'\) und \(f\)? - Welcher Vorzeichenwechsel von \(f\) führt zu einem lokalen Maximum von \(J\)? - Für den Vergleich in c) zählt die Flächenbilanz ab der unteren Grenze \(1\).

Lösung

1. Nach dem Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung gilt \(J'(x)=f(x)\). Die Nullstellen von \(J'\) sind daher die Nullstellen von \(f\): \(x=1{,}5\), \(x=4{,}5\) und \(x=7{,}5\). 2. Ein lokales Maximum von \(J\) liegt an einer Nullstelle von \(J'\), an der \(J'\) von positiv zu negativ wechselt. Im Intervall \([0;6]\) geschieht dies bei \(x=1{,}5\). 3. Es gilt \(J(1)=0\). Zwischen \(x=1\) und \(x=4\) ist der negative Flächenbeitrag betragsmäßig größer als der positive. Daher ist \(J(4)<0\) und somit \(J(1)>J(4)\).

Antwort

a) \(x=1{,}5\), \(x=4{,}5\) und \(x=7{,}5\) b) \(x=1{,}5\) c) \(J(1)>J(4)\)
43475613
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Integralfunktion \(I_a\) der Funktion \(f\). Die untere Grenze \(a\) liegt im Intervall \([0;4]\). a) Bestimme den Wert der unteren Grenze \(a\). b) Berechne die Werte der Integrale \(\int_{2}^{0} f(x)\,\text{d}x\) und \(\int_{0}^{4} f(x)\,\text{d}x\). c) Ermittle mithilfe des Graphen näherungsweise die Nullstellen der Integralfunktion \(I_0\) von \(f\) im Bereich \([-1;5]\). d) Bestimme den Wert von \(f(2)\) und begründe dein Ergebnis mithilfe des Graphen von \(I_a\).
Abbildung zur Aufgabe 434756

Denkanstöße

- Welche besondere Eigenschaft hat \(I_a\) an der unteren Grenze \(a\)? - Wie kannst du ein Integral zwischen zwei Stellen aus Funktionswerten derselben Integralfunktion bestimmen? - Wie unterscheiden sich zwei Integralfunktionen derselben Funktion mit verschiedenen unteren Grenzen? - Welche Information über \(f(2)\) liefert die Steigung von \(I_a\) bei \(x=2\)?

Lösung

1. Für eine Integralfunktion gilt \(I_a(a)=0\). Im vorgegebenen Intervall hat der Graph bei \(x=2\) eine Nullstelle, also ist \(a=2\). 2. Es gilt \(\int_2^0 f(x)\,\text{d}x=I_2(0)=3\). Außerdem ist \(\int_0^4 f(x)\,\text{d}x=I_2(4)-I_2(0)=3-3=0\). 3. Es gilt \(I_0(x)=I_2(x)-I_2(0)=I_2(x)-3\). Nullstellen von \(I_0\) liegen daher dort, wo der dargestellte Graph den Wert \(3\) annimmt. Das ist bei \(x=0\) und \(x=4\) der Fall. 4. Nach dem Hauptsatz gilt \(I_a'(x)=f(x)\). Bei \(x=2\) hat \(I_a\) einen lokalen Tiefpunkt und somit eine waagerechte Tangente. Daher ist \(f(2)=I_a'(2)=0\).

Antwort

a) \(a=2\) b) \(\int_{2}^{0} f(x)\,\text{d}x=3\) und \(\int_{0}^{4} f(x)\,\text{d}x=0\) c) \(x=0\) und \(x=4\) d) \(f(2)=0\)
43475913
Die Abbildung zeigt den Graphen einer linearen Funktion \(v\), die die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs in \(\text{m/s}\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) in \(\text{s}\) beschreibt. Die gestrichelte Linie zeigt beispielhaft einen möglichen Wert der variablen oberen Grenze \(x\). a) Leite mithilfe der Flächenformel für ein Trapez einen Term für \(s(x)=\int_0^x v(t)\,\text{d}t\) her. b) Bestimme die Funktionsgleichung von \(v\) und berechne \(s(x)\) durch Integration. Bestätige damit dein Ergebnis aus a). c) Berechne die in den ersten \(10\,\text{s}\) zurückgelegte Strecke.
Abbildung zur Aufgabe 434759

Denkanstöße

- Welche beiden parallelen Seiten und welche Höhe hat das Trapez bis zur variablen Stelle \(x\)? - Welche zwei gut ablesbaren Punkte bestimmen die Geradengleichung von \(v\)? - Da \(v\) im betrachteten Bereich positiv ist, entspricht das Integral hier zugleich der zurückgelegten Strecke.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man \(v(0)=2\) und beispielsweise \(v(5)=4\). Damit ist die Steigung \((4-2):5=0{,}4\) und \(v(t)=0{,}4t+2\). 2. Die Fläche unter dem positiven Geschwindigkeitsgraphen von \(0\) bis \(x\) ist ein Trapez mit parallelen Seiten \(2\) und \(0{,}4x+2\) sowie Höhe \(x\). Daher ist \(s(x)=\frac{2+(0{,}4x+2)}{2}x=0{,}2x^2+2x\). 3. Durch Integration ergibt sich ebenfalls \(s(x)=\int_0^x(0{,}4t+2)\,\text{d}t=0{,}2x^2+2x\). 4. Für \(x=10\) folgt \(s(10)=40\,\text{m}\).

Antwort

a) \(s(x)=0{,}2x^2+2x\) b) \(v(t)=0{,}4t+2\) und \(s(x)=0{,}2x^2+2x\) c) \(40\,\text{m}\)
43476013
Gegeben ist der Graph einer linearen Funktion \(g\). Wir betrachten die Integralfunktion \(J_2\) mit der unteren Grenze \(2\), also \(J_2(x) = \int_2^x g(t) \, dt\). a) Bestimme die Funktionsgleichung von \(g\) anhand der Abbildung. b) Ermittle rechnerisch den Funktionsterm von \(J_2(x)\). c) Begründe anhand der Flächen im Graphen und der Integrationsrichtung, warum \(J_2(x)\) für alle \(x \neq 2\) negativ sein muss.
Abbildung zur Aufgabe 434760

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Steigung und den Achsenabschnitt der Geraden aus dem Graphen. - Denke beim Integrieren an die Potenzregel für Stammfunktionen. - Was passiert mit dem Vorzeichen eines Integrals, wenn man die Grenzen vertauscht oder entgegen der Achsenrichtung integriert? - Überlege dir separat, welches Vorzeichen die Funktionswerte in den Bereichen \(x < 2\) und \(x > 2\) haben.

Lösung

1. Bestimmung von \(g(t)\): Die Gerade verläuft durch die Punkte \((0\mid2)\) und \((2\mid0)\). Die Steigung ist \(m = \frac{0 - 2}{2 - 0} = -1\). Mit dem \(y\)-Achsenabschnitt \(b = 2\) ergibt sich \(g(t) = -t + 2\). 2. Berechnung des Integrals: \(J_2(x) = \int_2^x (-t + 2) \, dt = [-0{,}5t^2 + 2t]_2^x = (-0{,}5x^2 + 2x) - (-0{,}5 \cdot 2^2 + 2 \cdot 2) = -0{,}5x^2 + 2x - ( -2 + 4) = -0{,}5x^2 + 2x - 2\). 3. Geometrische Begründung: - Für \(x > 2\) liegen die Funktionswerte von \(g(t)\) unterhalb der \(x\)-Achse (sie sind negativ). Da die Integrationsrichtung von links nach rechts (positiv) verläuft, ist der Integralwert negativ. - Für \(x < 2\) liegen die Funktionswerte von \(g(t)\) oberhalb der \(x\)-Achse (sie sind positiv). Da jedoch „rückwärts“ von \(2\) nach links integriert wird, kehrt sich das Vorzeichen um, und das Integral wird ebenfalls negativ.

Antwort

a) \(g(t) = -t + 2\) b) \(J_2(x) = -0{,}5x^2 + 2x - 2\) c) Für \(x > 2\) ist das Integral negativ, da die Fläche unter der Achse liegt. Für \(x < 2\) liegt die Fläche zwar über der Achse, aber durch die umgekehrte Integrationsrichtung (von \(2\) nach links) wird der Wert des Integrals ebenfalls negativ.
43476513
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(g\), die für \(x\in[-5;5]\) definiert ist. Betrachtet wird die Integralfunktion \(G(x)=\int_0^x g(t)\,\text{d}t\). Ermittle anhand des Graphen von \(g\) die Anzahl der Nullstellen von \(G\) im Bereich \([-5;5]\) und begründe dein Ergebnis mithilfe der Flächenbilanz.
Abbildung zur Aufgabe 434765

Denkanstöße

- Welchen Wert hat \(G\) an seiner unteren Grenze \(0\)? - Verfolge rechts von \(0\), wie negative und positive Flächenbeiträge die Flächenbilanz verändern. - Welche Symmetrie von \(G\) folgt aus der Punktsymmetrie von \(g\)?

Lösung

1. Wegen \(G(0)=0\) ist \(x=0\) eine Nullstelle. 2. Für \(0<x<3\) ist \(g(x)<0\), daher wird die Flächenbilanz von \(0\) aus negativ. Für \(3<x<5\) ist \(g(x)>0\), sodass \(G\) wieder steigt. 3. Aus dem Gitter erkennt man, dass der positive Flächenbeitrag nach \(x=3\) den zuvor angesammelten negativen Beitrag vor \(x=5\) ausgleicht. Da \(G\) dort streng steigt, geschieht dies genau einmal, näherungsweise bei \(x\approx4{,}2\). 4. Weil \(g\) punktsymmetrisch zum Ursprung ist, ist \(G\) achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse. Daher gibt es eine weitere Nullstelle bei \(x\approx-4{,}2\). Insgesamt besitzt \(G\) genau drei Nullstellen.

Antwort

\(G\) besitzt genau drei Nullstellen: \(x=0\) sowie näherungsweise \(x\approx-4{,}2\) und \(x\approx4{,}2\).
43484213
Gegeben ist der Graph einer Funktion \(f\). Wir betrachten \(I_0(x)=\int_0^x f(t)\,\text{d}t\). a) Bestimme \(I_0(2)\) und \(I_0(4)\) mithilfe des Graphen durch Flächenberechnung. b) An welchen Stellen besitzt \(I_0\) im Bereich \([0;5]\) lokale Extremstellen einschließlich Randextrema? Gib jeweils die Art an und begründe.
Abbildung zur Aufgabe 434842

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Flächenbilanz bis \(x=2\) und bis \(x=4\). - Welche Beziehung gilt zwischen \(I_0'\) und \(f\)? - Prüfe bei Randpunkten nur das Verhalten innerhalb des vorgegebenen Intervalls.

Lösung

1. Auf \([0;2]\) liegt ein Dreieck oberhalb der \(x\)-Achse mit Flächenbeitrag \(2\). Daher ist \(I_0(2)=2\). 2. Auf \([2;4]\) liegt ein gleich großes Dreieck unterhalb der \(x\)-Achse. Somit ist \(I_0(4)=2-2=0\). 3. Nach dem Hauptsatz gilt \(I_0'(x)=f(x)\). Bei \(x=2\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ, also hat \(I_0\) dort einen Hochpunkt. Bei \(x=4\) wechselt \(f\) von negativ zu positiv, also liegt dort ein Tiefpunkt. 4. Am linken Rand \(x=0\) liegt ein Randtiefpunkt, weil \(I_0\) unmittelbar rechts davon steigt. Am rechten Rand \(x=5\) liegt ein Randhochpunkt, weil \(I_0\) unmittelbar links davon steigt.

Antwort

a) \(I_0(2)=2\) und \(I_0(4)=0\) b) Randtiefpunkt bei \(x=0\), Hochpunkt bei \(x=2\), Tiefpunkt bei \(x=4\), Randhochpunkt bei \(x=5\)
43489113
Ein Brückenbogen wird durch \(f(x)=4-0{,}25x^2\) im Intervall \([-4;4]\) modelliert. Längen werden in Metern angegeben. a) Berechne den Flächeninhalt \(A\) des Querschnitts unter dem Brückenbogen. b) Gegeben ist die Integralfunktion \(F(x)=\int_0^x f(t)\,\text{d}t\). Einer der dargestellten Graphen A, B oder C gehört zu \(F\). Entscheide, welcher dies ist, und begründe deine Wahl mit mindestens zwei Eigenschaften, die aus dem Zusammenhang \(F'=f\) folgen.
Abbildung zur Aufgabe 434891

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften hat \(f\) im gesamten Intervall \([-4;4]\)? - Welche drei Informationen liefern \(F(0)\), \(F'=f\) und die Symmetrie von \(f\) über den gesuchten Graphen? - Prüfe die Kandidaten nicht nur am Startwert, sondern auch an ihrer Steigung und Monotonie.

Lösung

1. Da \(f\) auf \([-4;4]\) nicht negativ ist, ist \(A=\int_{-4}^4(4-0{,}25x^2)\,\text{d}x=\left[4x-\frac1{12}x^3\right]_{-4}^4=\frac{64}{3}\,\text{m}^2\approx21{,}33\,\text{m}^2\). 2. Alle drei Kandidaten verlaufen durch den Ursprung. Für die Integralfunktion gilt zusätzlich \(F'=f\), also \(F'(0)=4\), und \(F\) ist auf \((-4;4)\) streng steigend. 3. Graph A fällt für \(x>0\) und scheidet deshalb aus. Graph B hat bei \(x=0\) eine waagerechte Tangente und widerspricht \(F'(0)=4\). 4. Graph C erfüllt die positive Steigung im Ursprung und die geforderte Monotonie. Wegen der Achsensymmetrie von \(f\) ist er außerdem punktsymmetrisch zum Ursprung. Daher ist C der gesuchte Graph.

Antwort

a) \(A=\frac{64}{3}\,\text{m}^2\approx21{,}33\,\text{m}^2\) b) Graph C
43489213
Die momentane Änderungsrate \(g\) der Lufttemperatur in einer Klimakammer wird in \(\text{K}/\text{h}\) angegeben. Der Zeitpunkt \(t=0\) ist ein festgelegter Referenzzeitpunkt; beobachtet wird von zwei Stunden davor bis sechs Stunden danach. Positive Werte bedeuten Erwärmung, negative Werte Abkühlung. Der Graph von \(g\) ist im ersten Koordinatensystem dargestellt. a) Berechne die gesamte Temperaturänderung \(\Delta T\) im Zeitraum von \(t=-2\) bis \(t=6\). b) Die Funktion \(G(x)=\int_{-2}^{x}g(t)\,\text{d}t\) gibt die seit \(t=-2\) aufgelaufene Temperaturänderung an. Welcher der Graphen 1, 2 oder 3 stellt \(G\) dar? Begründe durch den Vergleich von Nullstellen und Extrema.
Abbildung zur Aufgabe 434892

Denkanstöße

- Die Flächenbilanz unter einer Änderungsrate beschreibt die gesamte Temperaturänderung. - Wie hängt die Steigung von \(G\) mit dem Vorzeichen von \(g\) zusammen? - Welchen Wert muss \(G\) an der unteren Integrationsgrenze haben?

Lösung

1. Die Flächenbilanz besteht aus vier Dreiecken mit den Flächenbeiträgen \(-2\), \(+2\), \(+2\) und \(-2\). Daher ist \(\Delta T=0\,\text{K}\). 2. Es gilt \(G(-2)=0\) und nach dem Hauptsatz \(G'(x)=g(x)\). Bei \(x=0\) wechselt \(g\) von negativ zu positiv, daher hat \(G\) dort ein Minimum. Bei \(x=4\) wechselt \(g\) von positiv zu negativ, daher hat \(G\) dort ein Maximum. 3. Bei \(x=2\) ist \(g(2)>0\); dort liegt keine Extremstelle von \(G\). Der Knick von \(g\) verändert dort lediglich die Krümmung von \(G\). 4. Graph 1 erfüllt \(G(-2)=0\), besitzt das Minimum bei \(0\), das Maximum bei \(4\) und endet wegen der Gesamtbilanz bei \(G(6)=0\).

Antwort

a) \(\Delta T=0\,\text{K}\) b) Graph 1
55714113
Untersuche mit einer dynamischen Mathematiksoftware die stückweise lineare Funktion \(f(x)=2x-2\) für \(0\le x\le2\) und \(f(x)=-2x+6\) für \(2\le x\le4\). Lege einen Schieberegler für die untere Integrationsgrenze \(a\) an und zeichne jeweils \(I_a(x)=\int_a^x f(t)\,\text{d}t\). a) Vergleiche die Graphen für \(a=0\), \(a=1\) und \(a=3\). An welchen \(x\)-Stellen besitzen alle drei Integralfunktionen lokale Extrema? Gib jeweils die Art des Extremums an. b) Beschreibe, was sich beim Verändern von \(a\) am Graphen von \(I_a\) ändert und was unverändert bleibt. Begründe mit dem Hauptsatz. c) Bestimme die Konstanten \(c_0\) und \(c_3\), sodass für alle \(x\in[0;4]\) gilt: \(I_0(x)=I_1(x)+c_0\) und \(I_3(x)=I_1(x)+c_3\). Nutze dazu Flächen unter dem Graphen von \(f\).

Denkanstöße

- Welche Beziehung gilt unabhängig von der unteren Grenze zwischen \(I_a'\) und \(f\)? - Welche Vorzeichenwechsel von \(f\) erzeugen Minima oder Maxima von \(I_a\)? - Zwei Stammfunktionen derselben Funktion unterscheiden sich nur um eine Konstante. - Die Verschiebungskonstanten lassen sich als bestimmte Integrale zwischen zwei unteren Grenzen deuten.

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f\) liegen bei \(x=1\) und \(x=3\). Auf \((0;1)\) ist \(f<0\), auf \((1;3)\) ist \(f>0\), auf \((3;4)\) ist \(f<0\). 2. Da für jede untere Grenze \(a\) gilt \(I_a'(x)=f(x)\), haben alle drei Integralfunktionen bei \(x=1\) ein lokales Minimum und bei \(x=3\) ein lokales Maximum. 3. Beim Verändern von \(a\) ändert sich nur die vertikale Lage des Graphen; Monotonie, Extremstellen und Form bleiben gleich, weil die Ableitung immer \(f\) ist. 4. Es gilt \(I_0(x)-I_1(x)=\int_0^1f(t)\,\text{d}t=-1\). Daher ist \(c_0=-1\). 5. Außerdem gilt \(I_3(x)-I_1(x)=-\int_1^3f(t)\,\text{d}t=-2\). Daher ist \(c_3=-2\).

Antwort

a) Lokales Minimum bei \(x=1\), lokales Maximum bei \(x=3\), jeweils für alle drei Integralfunktionen. b) Beim Verändern von \(a\) werden die Graphen nur vertikal verschoben; ihre Ableitung, Monotonie und Extremstellen bleiben gleich. c) \(c_0=-1\), \(c_3=-2\).
55714713
Für eine stetige, positive und auf einem Intervall streng wachsende Funktion \(f\) sei \(I(x)=\int_0^x f(t)\,\mathrm{d}t\). Sei \(h>0\) so klein, dass \([x-h;x+h]\) im betrachteten Intervall liegt. a) Begründe die beiden Abschätzungen \(h f(x)\le I(x+h)-I(x)\le h f(x+h)\) und \(h f(x-h)\le I(x)-I(x-h)\le h f(x)\). b) Teile jeweils durch \(h\) und erkläre, was für \(h\to0^+\) geschieht. c) Formuliere die daraus folgende Beziehung zwischen \(I'\) und \(f\).

Denkanstöße

- Vergleiche auf jedem kurzen Intervall die kleinste und die größte Funktionshöhe mit der Fläche unter dem Graphen. - Führe die Abschätzung getrennt rechts und links von \(x\) durch. - Welche Grenzwerte besitzen \(f(x+h)\) und \(f(x-h)\) wegen der Stetigkeit?

Lösung

1. Da \(f\) auf \([x;x+h]\) wächst, gilt dort \(f(x)\le f(t)\le f(x+h)\). Deshalb liegt der rechte Flächenstreifen zwischen den Rechtecksflächen \(h f(x)\) und \(h f(x+h)\). 2. Auf \([x-h;x]\) gilt entsprechend \(f(x-h)\le f(t)\le f(x)\). Daher liegt der linke Flächenstreifen zwischen \(h f(x-h)\) und \(h f(x)\). 3. Nach Division durch \(h>0\) erhält man \(f(x)\le\frac{I(x+h)-I(x)}{h}\le f(x+h)\) und \(f(x-h)\le\frac{I(x)-I(x-h)}{h}\le f(x)\). 4. Wegen der Stetigkeit gilt \(f(x+h)\to f(x)\) und \(f(x-h)\to f(x)\) für \(h\to0^+\). Beide Differenzenquotienten werden daher jeweils zwischen Größen eingeschlossen, die gegen \(f(x)\) streben. 5. Rechter und linker Ableitungsgrenzwert stimmen überein. Somit gilt \(I'(x)=f(x)\).

Antwort

a) Die beiden Flächenstreifen liegen jeweils zwischen den angegebenen Rechtecksflächen. b) Nach Division durch \(h\) streben rechter und linker Differenzenquotient beide gegen \(f(x)\). c) \(I'(x)=f(x)\).
42473813
Betrachtet wird die Funktion \(g(x)=4x^3-\frac{4}{x^5}\) mit \(D=(0;\infty)\). a) Bestimme die Integralfunktion \(I_1\) von \(g\) zur unteren Grenze \(1\). b) Eine Stammfunktion \(G\) von \(g\) erfüllt \(G(2)=20\). Zeige rechnerisch, dass \(G\) im gesamten Definitionsbereich keine Nullstelle besitzt, und folgere daraus, dass \(G\) keine Integralfunktion von \(g\) ist. c) Für welche Konstanten \(k\in\mathbb{R}\) existiert eine untere Grenze \(a>0\), sodass \(G(x)+k=I_a(x)\) gilt?

Denkanstöße

- Welche gemeinsame Stammfunktion kannst du für die verschiedenen Teilfragen verwenden? - Welche Eigenschaft muss eine Stammfunktion besitzen, wenn sie als \(I_a\) darstellbar sein soll? - Wie kannst du in b) untersuchen, ob \(G\) irgendwo den Wert \(0\) erreicht? - Welche Werte kann der Ausdruck \(a^4+\frac{1}{a^4}\) für \(a>0\) überhaupt annehmen?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(g\) ist \(F(x)=x^4+\frac{1}{x^4}\). Daher gilt \(I_1(x)=F(x)-F(1)=x^4+\frac{1}{x^4}-2\). 2. Aus \(G(2)=20\) folgt \(G(x)=x^4+\frac{1}{x^4}+\frac{63}{16}\). 3. Es gilt \(G'(x)=\frac{4(x^8-1)}{x^5}\). Damit ist \(G\) auf \((0;1)\) fallend und auf \((1;\infty)\) steigend; das globale Minimum liegt bei \(x=1\). Da \(G(1)=\frac{95}{16}>0\), besitzt \(G\) keine Nullstelle und kann keine Integralfunktion sein. 4. Für eine Integralfunktion gilt \(I_a(x)=F(x)-F(a)\). Aus \(G(x)+k=I_a(x)\) folgt \(\frac{63}{16}+k=-\left(a^4+\frac{1}{a^4}\right)\). 5. Der Ausdruck \(a^4+\frac{1}{a^4}\) nimmt für \(a>0\) genau alle Werte ab \(2\) an. Daher existiert ein passendes \(a\) genau dann, wenn \(\frac{63}{16}+k\leq-2\), also \(k\leq-\frac{95}{16}\).

Antwort

a) \(I_1(x)=x^4+\frac{1}{x^4}-2\) b) \(G(x)=x^4+\frac{1}{x^4}+\frac{63}{16}\) mit globalem Minimum \(G(1)=\frac{95}{16}>0\); daher ist \(G\) keine Integralfunktion. c) \(k\leq-\frac{95}{16}\)
42503813
Gegeben ist die Funktion \(g(x)=1-\frac{4}{x}\) für \(x>0\). Der Graph von \(g\) besitzt genau eine Nullstelle \(x_0\). a) Bestimme \(x_0\). b) Für einen festen Wert \(c\) mit \(0<c<x_0\) wird die Integralfunktion \(J_c(x)=\int_c^x g(t)\,\mathrm{d}t\) betrachtet. Begründe, dass \(J_c\) für \(x\geq c\) genau zwei Nullstellen besitzt.

Denkanstöße

- Welche Nullstelle ist durch die Definition einer Integralfunktion sofort bekannt? - Wie kann das Vorzeichen von \(g\) genutzt werden, um den Verlauf von \(J_c\) zu beschreiben? - Welche zusätzliche Information brauchst du, um nach dem Vorzeichenwechsel von \(g\) die Existenz einer weiteren Nullstelle zu sichern? - Wie lässt sich anschließend die Eindeutigkeit einer möglichen zweiten Nullstelle begründen?

Lösung

1. Aus \(1-\frac{4}{x}=0\) folgt \(x_0=4\). 2. Es gilt \(J_c(c)=0\). Außerdem ist \(J_c'(x)=g(x)\). Da \(g(x)<0\) für \(c\leq x<4\), fällt \(J_c\) dort streng und besitzt bei \(x=4\) einen negativen Wert. 3. Für \(x>4\) gilt \(g(x)>0\), also steigt \(J_c\) dort streng. 4. Mit einer Stammfunktion \(t-4\ln t\) gilt \(J_c(x)=x-4\ln x-(c-4\ln c)\). Für \(x\to\infty\) wächst dieser Ausdruck gegen \(+\infty\). 5. Wegen Stetigkeit existiert daher nach \(x=4\) mindestens eine weitere Nullstelle. Wegen der strengen Monotonie auf \((4;\infty)\) ist sie eindeutig. Zusammen mit \(x=c\) besitzt \(J_c\) genau zwei Nullstellen.

Antwort

a) \(x_0=4\) b) Eine Nullstelle ist \(x=c\). Bis \(x=4\) fällt \(J_c\) auf einen negativen Wert, danach steigt sie streng und geht für \(x\to\infty\) gegen \(+\infty\). Daher gibt es genau eine weitere Nullstelle für \(x>4\).
42982413
Betrachte die Funktion \(g(x)=\frac{x^3-4}{x^2}\). a) Bestimme auf den Intervallen \(( -\infty,0)\) und \((0,\infty)\) jeweils eine Stammfunktion \(G\) von \(g\). b) Untersuche, ob \(H(x)=\frac12x^2+\frac4x-4{,}5\) auf einem geeigneten Intervall eine Integralfunktion \(I_a(x)=\int_a^x g(t)\,\mathrm{d}t\) ist. Gib alle möglichen unteren Grenzen \(a\) und die jeweils zulässige Komponente des Definitionsbereichs an.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung hat die Definitionslücke von \(g\) für mögliche Integrationsintervalle? - Welche zwei Bedingungen muss \(H\) erfüllen, damit \(H=I_a\) für eine geeignete untere Grenze \(a\) gelten kann? - Wie ordnest du gefundene Nullstellen von \(H\) den beiden Komponenten des Definitionsbereichs zu?

Lösung

1. Wegen des Nenners ist \(g\) bei \(x=0\) nicht definiert. Für \(x\neq0\) gilt \(g(x)=x-4x^{-2}\). 2. Auf jeder der beiden Komponenten des Definitionsbereichs ist \(G(x)=\frac12x^2+\frac4x+C\) eine Stammfunktion von \(g\). 3. Es gilt \(H'(x)=x-4x^{-2}=g(x)\). Damit \(H\) eine Integralfunktion \(I_a\) ist, muss zusätzlich \(H(a)=0\) gelten. 4. Aus \(\frac12a^2+\frac4a-4{,}5=0\) folgt \(a^3-9a+8=0\). Die Lösungen sind \(a=1\) sowie \(a=\frac{-1\pm\sqrt{33}}2\). 5. Die beiden positiven Werte \(a=1\) und \(a=\frac{-1+\sqrt{33}}2\) gehören zur Komponente \((0,\infty)\). Der negative Wert \(a=\frac{-1-\sqrt{33}}2\) gehört zur Komponente \(( -\infty,0)\). Eine Integraldarstellung darf die Definitionslücke bei \(0\) nicht überschreiten.

Antwort

a) \(G(x)=\frac12x^2+\frac4x+C\) auf jeder der Komponenten \(( -\infty,0)\) und \((0,\infty)\). b) Ja. Möglich sind \(a=1\) und \(a=\frac{-1+\sqrt{33}}2\) auf \((0,\infty)\) sowie \(a=\frac{-1-\sqrt{33}}2\) auf \(( -\infty,0)\).

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