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Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs während eines Beschleunigungsvorgangs wird durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 0{,}6t^2 + 5\) beschrieben (dabei ist \(t\) die Zeit in Sekunden und \(v(t)\) die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\)).
a) Berechne das Integral der Funktion \(v\) über dem Intervall \([0; 5]\) und interpretiere den erhaltenen Wert im Sachzusammenhang.
b) Zum Zeitpunkt \(t = 0\) hat das Fahrzeug bereits eine Strecke von \(12\,\text{m}\) vom Startpunkt zurückgelegt. Ermittle einen integralfreien Term einer Funktion \(s\), mit der die Position (Entfernung vom Startpunkt) des Fahrzeugs für jedes \(t \ge 0\) berechnet werden kann.
Denkanstöße
- Was gibt die Fläche unter einer Geschwindigkeits-Zeit-Kurve physikalisch an?
- Wie hängen die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke mathematisch zusammen?
- Welche Bedeutung hat die Integrationskonstante, wenn ein Startwert gegeben ist?
- Erinnere dich an die Potenzregel für das Bilden von Stammfunktionen.
Lösung
1. Bestimmung der Stammfunktion von \(v(t) = 0{,}6t^2 + 5\): \(V(t) = 0{,}2t^3 + 5t\).
2. Berechnung des bestimmten Integrals im Intervall \([0; 5]\): \(\int_{0}^{5} (0{,}6t^2 + 5) \, \text{d}t = [0{,}2t^3 + 5t]_0^5 = (0{,}2 \cdot 125 + 5 \cdot 5) - 0 = 25 + 25 = 50\).
3. Interpretation: Der Wert \(50\) gibt die Strecke in Metern an, die das Fahrzeug im Zeitintervall von \(0\) bis \(5\) Sekunden zusätzlich zurückgelegt hat.
4. Aufstellen der Bestandsfunktion \(s(t)\) unter Berücksichtigung des Anfangswerts \(s(0) = 12\): \(s(t) = \int v(t) \, \text{d}t = 0{,}2t^3 + 5t + C\). Einsetzen des Anfangswerts liefert \(12 = 0{,}2 \cdot 0^3 + 5 \cdot 0 + C\), woraus \(C = 12\) folgt.
5. Ergebnis: \(s(t) = 0{,}2t^3 + 5t + 12\).
Antwort
a) Das Integral beträgt \(50\). Im Sachzusammenhang bedeutet dies, dass das Fahrzeug in den ersten \(5\) Sekunden eine Strecke von \(50\,\text{m}\) zurücklegt.
b) Der Funktionsterm lautet \(s(t) = 0{,}2t^3 + 5t + 12\).
