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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Weg aus Geschwindigkeit

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55693213
Die Geschwindigkeit eines Aufzugs wird durch \(v(t)\) in \(\frac{\text{m}}{\text{s}}\) beschrieben. Für den Zeitraum von \(t=4\,\text{s}\) bis \(t=9\,\text{s}\) gilt \(\int_4^9 v(t)\,\text{d}t=-6\,\text{m}\). Erkläre die Bedeutung des Integralwerts und seines Vorzeichens für die Bewegung des Aufzugs.

Denkanstöße

- Welche Größe erhältst du, wenn eine Geschwindigkeit über die Zeit integriert wird? - Welche Einheit entsteht aus \(\frac{\text{m}}{\text{s}}\cdot\text{s}\)? - Das Vorzeichen beschreibt hier eine Richtung, nicht eine negative Weglänge.

Lösung

1. Das Integral einer Geschwindigkeit über die Zeit beschreibt die Ortsänderung. 2. Der Wert \(-6\,\text{m}\) bedeutet, dass die Position des Aufzugs am Ende des Zeitraums um \(6\,\text{m}\) niedriger ist als zu Beginn. Das negative Vorzeichen beschreibt die Bewegungsrichtung der resultierenden Ortsänderung.

Antwort

Der Aufzug hat zwischen \(t=4\,\text{s}\) und \(t=9\,\text{s}\) eine Ortsänderung von \(-6\,\text{m}\); seine Endposition liegt also \(6\,\text{m}\) unter seiner Anfangsposition.
42487913
Ein Motorboot beschleunigt aus dem Stand heraus. Die Geschwindigkeit des Bootes wird modellhaft durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 15(1 - e^{-0{,}2t})\) beschrieben (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in Metern pro Sekunde). Ermittle die Wegstrecke, die das Boot in den ersten \(5\,\text{s}\) sowie in den darauffolgenden \(5\,\text{s}\) zurücklegt. Runde beide Ergebnisse auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Größe erhältst du, wenn du eine Geschwindigkeit über ein Zeitintervall integrierst? - Für die zweite Strecke brauchst du nur das Zeitintervall von \(t=5\) bis \(t=10\). - Achte beim Bilden einer Stammfunktion des Exponentialterms auf den Faktor im Exponenten.

Lösung

1. Der zurückgelegte Weg wird durch das Integral der Geschwindigkeit über die Zeit berechnet. 2. Eine Stammfunktion von \(v(t)=15(1-e^{-0{,}2t})\) ist \(V(t)=15t+75e^{-0{,}2t}\). 3. Für die ersten \(5\,\text{s}\) gilt \(\int_0^5 v(t)\,\text{d}t=[15t+75e^{-0{,}2t}]_0^5=75e^{-1}\approx27{,}59\,\text{m}\). 4. Für die darauffolgenden \(5\,\text{s}\) gilt \(\int_5^{10}v(t)\,\text{d}t=[15t+75e^{-0{,}2t}]_5^{10}=75+75e^{-2}-75e^{-1}\approx57{,}56\,\text{m}\).

Antwort

In den ersten \(5\,\text{s}\) legt das Boot etwa \(27{,}59\,\text{m}\) zurück. In den darauffolgenden \(5\,\text{s}\) legt es etwa \(57{,}56\,\text{m}\) zurück.
42489313
Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs während eines Beschleunigungsvorgangs wird durch die Funktion \(v\) mit \(v(t)=0{,}6t^2+5\) beschrieben (dabei ist \(t\) die Zeit in Sekunden und \(v(t)\) die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\)). a) Berechne das Integral der Funktion \(v\) über dem Intervall \([0;5]\) und interpretiere den erhaltenen Wert im Sachzusammenhang. b) Zum Zeitpunkt \(t=0\) hat das Fahrzeug bereits eine Strecke von \(12\,\text{m}\) vom Startpunkt zurückgelegt. Ermittle einen integralfreien Term einer Funktion \(s\), mit der die Position des Fahrzeugs für jedes \(t\ge0\) berechnet werden kann.

Denkanstöße

- Welche physikalische Größe entsteht, wenn du eine Geschwindigkeit über die Zeit integrierst? - Prüfe, ob die Geschwindigkeit im betrachteten Intervall ihr Vorzeichen wechselt. - Wie beeinflusst die bekannte Anfangsposition den konstanten Term der Ortsfunktion?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(v(t)=0{,}6t^2+5\) ist \(V(t)=0{,}2t^3+5t\). 2. Es gilt \(\int_0^5(0{,}6t^2+5)\,\text{d}t=[0{,}2t^3+5t]_0^5=50\,\text{m}\). 3. Das Integral ist die Ortsänderung in den ersten \(5\,\text{s}\). Da \(v(t)>0\) gilt, entspricht sie hier zugleich der zurückgelegten Strecke. 4. Für die Ortsfunktion gilt \(s(t)=0{,}2t^3+5t+C\). Aus \(s(0)=12\) folgt \(C=12\). 5. Damit ist \(s(t)=0{,}2t^3+5t+12\).

Antwort

a) \(50\,\text{m}\); das ist die Ortsänderung und hier zugleich die zurückgelegte Strecke in den ersten \(5\,\text{s}\). b) \(s(t)=0{,}2t^3+5t+12\).
42972913
Ein Fahrzeug beschleunigt aus dem Stillstand. Die Beschleunigung (in \(\text{m/s}^2\)) wird durch die Funktion \(a\) mit \(a(t) = 0{,}6t\) beschrieben. a) Bestimme die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) unter der Bedingung, dass die Geschwindigkeit zum Zeitpunkt \(t = 0\) null ist. b) Bestimme die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) unter der Bedingung, dass zum Zeitpunkt \(t = 0\) noch kein Weg zurückgelegt wurde (\(s(0) = 0\)). c) Berechne die Geschwindigkeit und den zurückgelegten Weg nach genau \(5\,\text{s}\).

Denkanstöße

- Welche mathematische Operation kehrt den Vorgang des Ableitens um? - Wie hängen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Ort (Weg) über die Ableitung zusammen? - Was bedeutet die Information über den Zeitpunkt \(t = 0\) für deine Integrationskonstante? - In welcher Reihenfolge musst du integrieren, um vom Gegebenen zum Gesuchten zu gelangen?

Lösung

1. Bestimmung von \(v(t)\) durch Integration der Beschleunigung: \(v(t) = \int 0{,}6t \, dt = 0{,}3t^2 + C\). 2. Bestimmung von \(C\) mit \(v(0) = 0\): \(0{,}3 \cdot 0^2 + C = 0 \implies C = 0\). Ergebnis: \(v(t) = 0{,}3t^2\). 3. Bestimmung von \(s(t)\) durch Integration der Geschwindigkeit: \(s(t) = \int 0{,}3t^2 \, dt = 0{,}1t^3 + C'\). 4. Bestimmung von \(C'\) mit \(s(0) = 0\): \(0{,}1 \cdot 0^3 + C' = 0 \implies C' = 0\). Ergebnis: \(s(t) = 0{,}1t^3\). 5. Berechnung der Werte für \(t = 5\): \(v(5) = 0{,}3 \cdot 5^2 = 7{,}5\) und \(s(5) = 0{,}1 \cdot 5^3 = 12{,}5\).

Antwort

a) \(v(t) = 0{,}3t^2\) b) \(s(t) = 0{,}1t^3\) c) Nach \(5\,\text{s}\) beträgt die Geschwindigkeit \(7{,}5\,\text{m/s}\) und der Weg \(12{,}5\,\text{m}\).
42973413
Die Geschwindigkeit eines startenden Motorrads wird im Zeitintervall \(0 \le t \le 8\) (Zeit \(t\) in Sekunden, Geschwindigkeit \(v\) in \(\text{m/s}\)) durch die Funktion \(v(t) = 0{,}75t^2\) modelliert. a) Bestimme die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) mithilfe der Integralrechnung, wenn das Motorrad bei \(t = 0\) an der Position \(s = 0\) startet. b) Berechne die Wegstrecke, die das Motorrad im Zeitintervall zwischen der 2. und der 6. Sekunde zurücklegt.

Denkanstöße

- Wie kommst du von der Geschwindigkeit zur zurückgelegten Strecke? - Was bedeutet die Bedingung \(s(0) = 0\) für deine Integrationskonstante? - Wie berechnet man den Zuwachs einer Größe in einem bestimmten Zeitabschnitt, wenn die Änderungsrate bekannt ist? - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, die Fläche unter einem Graphen in einem Intervall zu bestimmen?

Lösung

1. Herleitung der Weg-Zeit-Funktion: Die Funktion \(s(t)\) ist eine Stammfunktion von \(v(t)\). Es gilt \(s(t) = \int 0{,}75 t^2 \,\text{d}t = \frac{0{,}75}{3}t^3 + C = 0{,}25t^3 + C\). Da \(s(0) = 0\), folgt \(C = 0\), also \(s(t) = 0{,}25t^3\). 2. Berechnung der Wegstrecke im Intervall \([2; 6]\): Die gesuchte Strecke entspricht dem bestimmten Integral der Geschwindigkeit in den Grenzen von 2 bis 6. 3. Berechnung des Integrals: \(\int_{2}^{6} 0{,}75 t^2 \,\text{d}t = [0{,}25t^3]_2^6\). 4. Auswertung: \(0{,}25 \cdot 6^3 - 0{,}25 \cdot 2^3 = 0{,}25 \cdot 216 - 0{,}25 \cdot 8 = 54 - 2 = 52\,\text{m}\). Alternativ: \(s(6) - s(2) = 52\,\text{m}\).

Antwort

a) \(s(t) = 0{,}25t^3\) b) Das Motorrad legt in diesem Zeitraum \(52\,\text{m}\) zurück.
43271413
Die Geschwindigkeit eines Radfahrers während eines kurzen Sprints wird für \(0\le t\le10\) durch \(v(t)=-0{,}12t^2+1{,}2t+4\) modelliert (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in \(\text{m/s}\)). a) Bestimme die Strecke, die der Radfahrer in den ersten \(5\,\text{s}\) zurücklegt. b) Berechne die gesamte während des \(10\)-sekündigen Sprints zurückgelegte Strecke. c) Gib die Ortsfunktion \(s\) an, wenn der Radfahrer zum Zeitpunkt \(t=0\) bei \(s(0)=0\,\text{m}\) startet.

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen Geschwindigkeit und Ortsfunktion? - Prüfe, ob die Geschwindigkeit im betrachteten Zeitraum ihr Vorzeichen wechselt. - Wie bestimmt der Anfangswert \(s(0)=0\) die Integrationskonstante?

Lösung

1. Auf \([0;10]\) ist \(v(t)>0\), deshalb entspricht die Ortsänderung jeweils der zurückgelegten Strecke. 2. Eine Stammfunktion ist \(s(t)=-0{,}04t^3+0{,}6t^2+4t+C\). Aus \(s(0)=0\) folgt \(C=0\). 3. Damit ist \(s(5)=30\,\text{m}\) und \(s(10)=60\,\text{m}\). 4. Die Ortsfunktion lautet \(s(t)=-0{,}04t^3+0{,}6t^2+4t\).

Antwort

a) \(30\,\text{m}\). b) \(60\,\text{m}\). c) \(s(t)=-0{,}04t^3+0{,}6t^2+4t\).
43271613
Ein Läufer absolviert ein kurzes Intervalltraining. Seine Geschwindigkeit \(v\) (in \(\text{m/s}\)) in den ersten \(10\,\text{Sekunden}\) wird durch den unten stehenden Graphen in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) (in \(\text{s}\)) beschrieben. Bestimme die gesamte Strecke, die der Läufer in diesen \(10\,\text{Sekunden}\) zurücklegt.
Abbildung zur Aufgabe 432716

Denkanstöße

- Wie hängt die zurückgelegte Strecke mit dem Graphen der Geschwindigkeit zusammen? Überlege, welche geometrische Eigenschaft der Fläche unter der Kurve hier eine Rolle spielt. - Kannst du die unregelmäßige Fläche unter dem Graphen in bekanntere, einfachere geometrische Formen zerlegen? - Versuche, die einzelnen Abschnitte nacheinander zu betrachten und die jeweiligen Flächeninhalte zu berechnen. - Achte auf die Beschriftung und Einheiten der beiden Achsen, wenn du Werte abliest.

Lösung

1. Der zurückgelegte Weg \(s\) entspricht dem Integral der Geschwindigkeit über die Zeit, also der Fläche unter dem Graphen von \(v\) im Intervall \([0; 10]\). 2. Die Fläche unter dem Graphen lässt sich in drei einfache geometrische Teilflächen zerlegen: - Ein Dreieck im Intervall \([0; 3]\) mit der Grundseite \(3\,\text{s}\) und der Höhe \(6\,\text{m/s}\): \(A_1 = \frac{1}{2} \cdot 3 \cdot 6 = 9\,\text{m}\) - Ein Rechteck im Intervall \([3; 7]\) mit der Breite \(4\,\text{s}\) und der Höhe \(6\,\text{m/s}\): \(A_2 = 4 \cdot 6 = 24\,\text{m}\) - Ein Trapez im Intervall \([7; 10]\) mit der Breite \(3\,\text{s}\) und den parallelen Seiten \(6\,\text{m/s}\) und \(2\,\text{m/s}\): \(A_3 = \frac{6 + 2}{2} \cdot 3 = 12\,\text{m}\) 3. Die Addition der Teilflächen ergibt die gesamte zurückgelegte Strecke: \(s = A_1 + A_2 + A_3 = 9 + 24 + 12 = 45\,\text{m}\)

Antwort

Die gesamte zurückgelegte Strecke beträgt \(45\,\text{m}\).
43471813
Die Geschwindigkeit eines autonom fahrenden Paketroboters während eines Testlaufs wird ausschließlich durch den Graphen der Funktion \(v\) beschrieben. Für \(0\le t\le10\) gibt \(v(t)\) die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\) an. Bestimme mithilfe der markierten Fläche in der Abbildung einen Näherungswert für die Strecke, die der Roboter im Zeitraum zwischen \(t=2\) und \(t=8\) Sekunden zurückgelegt hat.
Abbildung zur Aufgabe 434718

Denkanstöße

- Welche Bedeutung hat die Fläche unter einem Geschwindigkeits-Zeit-Graphen? - Welche Strecke repräsentiert ein einzelnes Gitterquadrat aufgrund der Achseneinheiten? - Schätze ganze und angeschnittene Kästchen innerhalb des markierten Bereichs getrennt.

Lösung

1. Die Strecke entspricht der Fläche unter dem Geschwindigkeitsgraphen im Intervall \([2;8]\), also \(\int_2^8v(t)\,\text{d}t\). 2. Ein Gitterquadrat entspricht \(1\,\text{s}\cdot1\,\text{m/s}=1\,\text{m}\). Durch Abschätzen ganzer und angeschnittener Kästchen erhält man ungefähr \(27\,\text{m}\). 3. Eine numerische Auswertung des Integrals liefert zur Kontrolle \(\int_2^8 8e^{-\frac{(t-5)^2}{4}}\,\text{d}t\approx27{,}40\,\text{m}\) und bestätigt die graphische Schätzung.

Antwort

Der Paketroboter legt ungefähr \(27\,\text{m}\) zurück. Graphische Schätzwerte zwischen \(25\,\text{m}\) und \(29\,\text{m}\) sind plausibel.
43475813
Ein ferngesteuertes Auto bewegt sich entlang einer geraden Teststrecke. Der Graph beschreibt die Geschwindigkeit \(v\) des Autos in Abhängigkeit von der Zeit \(t\). Der Bezugspunkt wird als Koordinatenursprung festgelegt; die positive Bewegungsrichtung zeigt vom Bezugspunkt weg. Zum Zeitpunkt \(t=0\) befindet sich das Auto bei \(s(0)=50\,\text{m}\). a) Zu welchem Zeitpunkt ist das Auto am weitesten vom Bezugspunkt entfernt? Begründe deine Überlegung. b) Berechne die Position des Autos relativ zum Bezugspunkt nach \(12\,\text{s}\).
Abbildung zur Aufgabe 434758

Denkanstöße

- Welche Bewegungsrichtung zeigen positive beziehungsweise negative Werte von \(v\)? - Wann wächst die Entfernung vom Bezugspunkt und wann nimmt sie wieder ab? - Die Flächenstücke unter dem Geschwindigkeitsgraphen lassen sich geometrisch bestimmen. - Berücksichtige beim Schlusswert den Anfangswert \(s(0)=50\,\text{m}\).

Lösung

1. Das Auto entfernt sich vom Bezugspunkt, solange \(v(t)>0\). Dies gilt bis \(t=8\,\text{s}\); danach ist \(v(t)<0\). Daher ist die Entfernung bei \(t=8\,\text{s}\) maximal. 2. Von \(0\) bis \(4\) ergibt das Trapez \(\frac{2+6}{2}\cdot4=16\,\text{m}\). 3. Von \(4\) bis \(8\) ergibt das Dreieck \(\frac12\cdot4\cdot6=12\,\text{m}\), von \(8\) bis \(12\) das orientierte Dreieck \(-\frac12\cdot4\cdot4=-8\,\text{m}\). 4. Die gesamte Ortsänderung bis \(t=12\) ist \(16+12-8=20\,\text{m}\). Mit dem Anfangswert folgt \(s(12)=50\,\text{m}+20\,\text{m}=70\,\text{m}\).

Antwort

a) Nach \(8\,\text{s}\). b) \(s(12)=70\,\text{m}\).
55348313
Das Diagramm zeigt die Geschwindigkeit \(v(t)\) eines Fahrzeugs während der ersten \(5\,\text{s}\). Positive Werte bedeuten Bewegung in positiver Richtung, negative Werte Bewegung in Gegenrichtung. a) Entscheide, welcher Ausdruck die Ortsänderung und welcher die insgesamt zurückgelegte Strecke beschreibt: \(\int_0^5v(t)\,\text{d}t\) oder \(\int_0^5|v(t)|\,\text{d}t\). b) Bestimme beide Größen mithilfe der Flächen im Diagramm.
Abbildung zur Aufgabe 553483

Denkanstöße

- Welche Rolle spielt das Vorzeichen der Geschwindigkeit für eine Ortsänderung? - Bei einer zurückgelegten Strecke darf ein Richtungswechsel bereits gefahrene Meter nicht wieder aufheben. - Zerlege die Fläche im Diagramm in einfache geometrische Teilflächen.

Lösung

1. Die Ortsänderung berücksichtigt die Bewegungsrichtung und wird deshalb durch \(\int_0^5v(t)\,\text{d}t\) beschrieben. Die insgesamt zurückgelegte Strecke zählt alle Teilstrecken positiv und wird durch \(\int_0^5|v(t)|\,\text{d}t\) beschrieben. 2. Oberhalb der \(t\)-Achse entstehen ein Rechteck mit Fläche \(4\) und ein Dreieck mit Fläche \(1\), zusammen also \(5\,\text{m}\). Unterhalb der Achse entstehen ein Dreieck mit Betrag \(1\) und ein Rechteck mit Betrag \(2\), zusammen also \(3\,\text{m}\). 3. Daher ist die Ortsänderung \(5\,\text{m}-3\,\text{m}=2\,\text{m}\). Die insgesamt zurückgelegte Strecke beträgt \(5\,\text{m}+3\,\text{m}=8\,\text{m}\).

Antwort

a) Ortsänderung: \(\int_0^5v(t)\,\text{d}t\); Strecke: \(\int_0^5|v(t)|\,\text{d}t\) b) Ortsänderung: \(2\,\text{m}\); Strecke: \(8\,\text{m}\)
55693313
Nils fährt mit dem Fahrrad voraus. Zu Beginn der Beobachtung ist er \(6\,\text{m}\) vor Lina. Für die nächsten drei Sekunden gelten die Geschwindigkeiten \(v_L(t)=8\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\) und \(v_N(t)=(5+t)\,\frac{\text{m}}{\text{s}}\). Bestimme den Abstand zwischen Nils und Lina nach \(3\) Sekunden mithilfe der Geschwindigkeitsdifferenz. Erkläre dabei, was das Vorzeichen des Integrals \(\int_0^3(v_N(t)-v_L(t))\,\text{d}t\) für ihren Abstand bedeutet.

Denkanstöße

- Welche Differenz der beiden Geschwindigkeiten beschreibt die momentane Änderung des Vorsprungs von Nils? - Das Integral dieser Differenz liefert nicht direkt den Abstand, sondern dessen Änderung. - Wie wird aus Anfangsabstand und Abstandsänderung der neue Abstand?

Lösung

1. Die Änderungsrate des Abstands \(d=x_N-x_L\) ist \(d'(t)=v_N(t)-v_L(t)=t-3\). 2. Die Änderung des Abstands in den ersten drei Sekunden ist \(\int_0^3(t-3)\,\text{d}t=\left[\frac12t^2-3t\right]_0^3=-4{,}5\,\text{m}\). 3. Der negative Integralwert bedeutet, dass der Abstand um \(4{,}5\,\text{m}\) kleiner geworden ist. Aus dem Anfangsabstand \(6\,\text{m}\) folgt \(d(3)=1{,}5\,\text{m}\).

Antwort

\(d(3)=1{,}5\,\text{m}\). Das Integral ist \(-4{,}5\,\text{m}\) und bedeutet, dass sich der Abstand um \(4{,}5\,\text{m}\) verringert hat.
42491513
Zwei Elektro-Karts, Fahrzeug A und Fahrzeug B, werden auf einer geradlinigen Teststrecke beschleunigt. Fahrzeug A startet zum Zeitpunkt \(t=0\), Fahrzeug B startet \(10\,\text{s}\) später von derselben Startlinie. Die Geschwindigkeiten werden beschrieben durch \(v_A(t)=18(1-e^{-0{,}08t})\) für \(t\ge0\) und \(v_B(t)=24(1-e^{-0{,}12(t-10)})\) für \(t\ge10\). Für \(0\le t<10\) steht Fahrzeug B an der Startlinie. Dabei wird \(t\) in Sekunden nach dem Start von Fahrzeug A und die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\) gemessen. a) Berechne die Strecke, die Fahrzeug A bis zum Start von Fahrzeug B zurückgelegt hat. b) Bestimme den Geschwindigkeitsunterschied der beiden Fahrzeuge \(10\,\text{s}\) nach dem Start von Fahrzeug B. c) Ermittle den Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen \(20\,\text{s}\) nach dem Start von Fahrzeug B. Runde alle Ergebnisse auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen Geschwindigkeit und zurückgelegter Strecke? - Übersetze „10 Sekunden nach dem Start von Fahrzeug B“ und „20 Sekunden nach dem Start von Fahrzeug B“ zuerst in Werte der gemeinsamen Zeitvariable \(t\). - Berücksichtige, dass Fahrzeug B vor \(t=10\) an der Startlinie steht. - Für den Abstand brauchst du die Differenz der beiden Positionen zum selben Zeitpunkt.

Lösung

1. Bis zum Start von Fahrzeug B bei \(t=10\) gilt \(s_A(10)=\int_0^{10}18(1-e^{-0{,}08t})\,\text{d}t=[18t+225e^{-0{,}08t}]_0^{10}\approx56{,}10\,\text{m}\). 2. Zehn Sekunden nach dem Start von B ist \(t=20\). Es gilt \(v_A(20)\approx14{,}37\,\text{m/s}\) und \(v_B(20)\approx16{,}77\,\text{m/s}\). Der Geschwindigkeitsunterschied beträgt daher etwa \(2{,}41\,\text{m/s}\). 3. Zwanzig Sekunden nach dem Start von B ist \(t=30\). Dann gilt \(s_A(30)\approx335{,}41\,\text{m}\) und \(s_B(30)=\int_{10}^{30}v_B(t)\,\text{d}t\approx298{,}14\,\text{m}\). Der Abstand beträgt somit etwa \(37{,}27\,\text{m}\).

Antwort

a) \(56{,}10\,\text{m}\) b) \(2{,}41\,\text{m/s}\) c) \(37{,}27\,\text{m}\)
42661913
Ein autonomes Unterwasserfahrzeug (AUV) führt einen Tauchvorgang durch. Seine vertikale Geschwindigkeit während der ersten \(10\) Sekunden wird durch \(v(t)=(20t-2t^2)e^{-0{,}5t}\) modelliert (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in \(\text{m/s}\)). Positive Werte von \(v(t)\) beschreiben das Sinken in die Tiefe. Das Fahrzeug startet an der Wasseroberfläche. Für die Berechnung darfst du die Stammfunktion \(V(t)=(4t^2-24t-48)e^{-0{,}5t}\) von \(v\) verwenden. a) Bestimme die Tiefe des Fahrzeugs nach \(10\,\text{s}\). Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Interpretiere \(\int_0^{10}v(t)\,\text{d}t\) im Sachzusammenhang. c) Begründe, warum der Wert des Integrals in diesem Zeitraum zugleich die vertikal zurückgelegte Strecke ist.

Denkanstöße

- Welche Größe erhältst du durch das bestimmte Integral einer Geschwindigkeit über die Zeit? - Nutze die angegebene Stammfunktion nur an den beiden Intervallgrenzen. - Welche Information über die Bewegungsrichtung erhältst du aus dem Vorzeichen von \(v(t)\)?

Lösung

1. Die Tiefenänderung ist \(\int_0^{10}v(t)\,\text{d}t=V(10)-V(0)=48+112e^{-5}\,\text{m}\approx48{,}75\,\text{m}\). 2. Da das Fahrzeug an der Wasseroberfläche startet, beträgt seine Tiefe nach \(10\,\text{s}\) ebenfalls \(48{,}75\,\text{m}\). 3. Das Integral beschreibt die vorzeichenbehaftete Tiefenänderung im betrachteten Zeitraum. 4. Für \(0\le t\le10\) gilt \(20t-2t^2=2t(10-t)\ge0\) und damit \(v(t)\ge0\). Deshalb gibt es keinen Richtungswechsel; Ortsänderung und vertikal zurückgelegte Strecke stimmen überein.

Antwort

a) \(48{,}75\,\text{m}\). b) Das Integral ist die Tiefenänderung in den ersten \(10\,\text{s}\). c) Weil \(v(t)\ge0\) auf \([0;10]\) gilt, findet kein Richtungswechsel statt; daher entspricht die Tiefenänderung zugleich der zurückgelegten Strecke.
42662013
Die Geschwindigkeit eines startenden Magnetschwebezugs wird für \(t\ge0\) durch \(v(t)=80(1-(0{,}5t+1)e^{-0{,}5t})\) beschrieben (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in \(\text{m/s}\)). Eine Stammfunktion von \(v\) ist \(V(t)=80t+(80t+320)e^{-0{,}5t}\). a) Berechne die in den ersten \(10\,\text{s}\) und die zwischen \(t=10\,\text{s}\) und \(t=20\,\text{s}\) zurückgelegte Strecke. Runde jeweils auf zwei Nachkommastellen. b) Vergleiche die beiden Strecken und interpretiere den Unterschied im Sachzusammenhang.

Denkanstöße

- Welche Differenz von Stammfunktionswerten gehört jeweils zum betrachteten Zeitintervall? - Warum darfst du hier die vorzeichenbehaftete Ortsänderung als zurückgelegte Strecke deuten? - Vergleiche die Ergebnisse erst, nachdem beide Intervalle dieselbe Länge von \(10\,\text{s}\) haben.

Lösung

1. Auf \([0;20]\) ist \(v(t)\ge0\), daher entsprechen die bestimmten Integrale den zurückgelegten Strecken. 2. Für die ersten \(10\,\text{s}\) gilt \(V(10)-V(0)\approx487{,}55\,\text{m}\). 3. Für das Intervall \([10;20]\) gilt \(V(20)-V(10)\approx792{,}54\,\text{m}\). 4. Im zweiten gleich langen Zeitintervall legt der Zug etwa \(304{,}99\,\text{m}\) mehr zurück. Das passt dazu, dass seine Geschwindigkeit im Verlauf des Startvorgangs deutlich größer geworden ist.

Antwort

a) \([0;10]\): \(487{,}55\,\text{m}\); \([10;20]\): \(792{,}54\,\text{m}\). b) Im zweiten Zehnsekundenintervall sind es etwa \(304{,}99\,\text{m}\) mehr; der Zug fährt dort insgesamt mit höheren Geschwindigkeiten.
42663013
Ein Transportroboter bewegt sich entlang einer geraden Schiene. Seine Geschwindigkeit in den ersten \(15\) Sekunden wird durch \(v(t)=(10t+50)e^{-0{,}2t}\) modelliert (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in \(\text{m/s}\)). Eine Stammfunktion von \(v\) ist \(V(t)=(-50t-500)e^{-0{,}2t}\). a) Berechne die Strecke, die der Roboter im Zeitintervall von \(t=5\) bis \(t=15\) zurücklegt. b) Ermittle seine durchschnittliche Geschwindigkeit in diesem Zeitraum. Runde beide Ergebnisse auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Differenz der angegebenen Stammfunktion liefert die Ortsänderung auf \([5;15]\)? - Prüfe das Vorzeichen der Geschwindigkeit, bevor du Ortsänderung und Strecke gleichsetzt. - Wie erhältst du aus einer während \(10\,\text{s}\) zurückgelegten Strecke die mittlere Geschwindigkeit?

Lösung

1. Da \(v(t)>0\) im betrachteten Intervall ist, entspricht die Ortsänderung der zurückgelegten Strecke. 2. Es gilt \(\int_5^{15}v(t)\,\text{d}t=V(15)-V(5)=750e^{-1}-1250e^{-3}\,\text{m}\approx213{,}68\,\text{m}\). 3. Das Intervall hat die Länge \(10\,\text{s}\). Daher ist die durchschnittliche Geschwindigkeit \(\bar v=\frac{1}{10}\int_5^{15}v(t)\,\text{d}t\approx21{,}37\,\text{m/s}\).

Antwort

a) \(213{,}68\,\text{m}\). b) \(21{,}37\,\text{m/s}\).
42972513
Ein Fahrzeug bewegt sich entlang einer Teststrecke. Seine Geschwindigkeit zum Zeitpunkt \(t\) (in Sekunden) wird durch \(v(t)=0{,}3t^2+2\) in \(\text{m/s}\) beschrieben. 1. Bestimme die allgemeine Form der Ortsfunktion \(s\), indem du eine Stammfunktion von \(v\) bildest. 2. Zum Zeitpunkt \(t=1\) befindet sich das Fahrzeug bei \(s(1)=5\,\text{m}\). Bestimme die Integrationskonstante \(C\) und gib \(s(t)\) an. 3. Berechne die Ortsänderung im Zeitintervall \([1;4]\) auf zwei Arten: a) durch \(s(4)-s(1)\), b) durch \(\int_1^4 v(t)\,\text{d}t\). 4. Vergleiche die Ergebnisse und erläutere den Zusammenhang.

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen einer Ortsfunktion und der Geschwindigkeitsfunktion? - Was kannst du mit einem bekannten Funktionswert über die Integrationskonstante bestimmen? - Was passiert mit der Integrationskonstante, wenn du zwei Werte derselben Ortsfunktion voneinander abziehst? - Welche Aussage des Hauptsatzes verbindet diese Differenz mit einem bestimmten Integral?

Lösung

1. Eine allgemeine Stammfunktion ist \(s(t)=0{,}1t^3+2t+C\). 2. Aus \(s(1)=5\) folgt \(0{,}1+2+C=5\), also \(C=2{,}9\). Damit ist \(s(t)=0{,}1t^3+2t+2{,}9\). 3. Es gilt \(s(4)-s(1)=17{,}3-5=12{,}3\,\text{m}\). 4. Außerdem ist \(\int_1^4(0{,}3t^2+2)\,\text{d}t=[0{,}1t^3+2t]_1^4=12{,}3\,\text{m}\). 5. Beide Ergebnisse stimmen wegen des Hauptsatzes der Differential- und Integralrechnung überein. Bei der Differenz zweier Werte derselben Ortsfunktion hebt sich die Integrationskonstante auf.

Antwort

1. \(s(t)=0{,}1t^3+2t+C\). 2. \(C=2{,}9\), also \(s(t)=0{,}1t^3+2t+2{,}9\). 3. a) \(12{,}3\,\text{m}\). b) \(12{,}3\,\text{m}\). 4. Beide Werte sind gleich, weil \(s(4)-s(1)=\int_1^4v(t)\,\text{d}t\).
42972813
Ein Testfahrzeug beschleunigt auf einer geraden Strecke aus dem Stillstand. Die Beschleunigung des Fahrzeugs wird durch die Funktion \(a(t) = 0{,}75\sqrt{t}\) modelliert (mit \(t\) in Sekunden und \(a(t)\) in \(\text{m}/\text{s}^2\)). a) Bestimme die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) unter der Annahme, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt \(t = 0\) ruht (\(v(0) = 0\)). b) Leite die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) her, wenn zum Zeitpunkt \(t = 0\) noch kein Weg zurückgelegt wurde (\(s(0) = 0\)). c) Berechne die zurückgelegte Strecke nach \(16\) Sekunden.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die physikalischen Beziehungen: Die Geschwindigkeit ist die Stammfunktion der Beschleunigung, und der Weg ist die Stammfunktion der Geschwindigkeit. - Schreibe die Wurzel als Potenz um, um die Integrationsregeln leichter anwenden zu können. - Vergiss nicht, bei jedem Integrationsschritt die Integrationskonstante mithilfe der Startwerte zu bestimmen. - Wie berechnet man Potenzen mit rationalen Exponenten wie \(5/2\) am besten ohne Taschenrechner?

Lösung

1. Bestimmung von \(v(t)\) durch Integration von \(a(t)\): \(v(t) = \int 0{,}75t^{1/2} \,\text{d}t = 0{,}75 \cdot \frac{2}{3} t^{3/2} + C_1 = 0{,}5t^{3/2} + C_1\). 2. Anwendung der Randbedingung \(v(0) = 0\): \(0{,}5 \cdot 0^{3/2} + C_1 = 0 \implies C_1 = 0\). Somit ist \(v(t) = 0{,}5t^{3/2}\). 3. Bestimmung von \(s(t)\) durch Integration von \(v(t)\): \(s(t) = \int 0{,}5t^{3/2} \,\text{d}t = 0{,}5 \cdot \frac{2}{5} t^{5/2} + C_2 = 0{,}2t^{5/2} + C_2\). 4. Anwendung der Randbedingung \(s(0) = 0\): \(0{,}2 \cdot 0^{5/2} + C_2 = 0 \implies C_2 = 0\). Somit ist \(s(t) = 0{,}2t^{5/2}\). 5. Berechnung der Strecke für \(t = 16\): \(s(16) = 0{,}2 \cdot 16^{5/2} = 0{,}2 \cdot (\sqrt{16})^5 = 0{,}2 \cdot 4^5 = 0{,}2 \cdot 1024 = 204{,}8\). Die Strecke nach \(16\) Sekunden beträgt \(204{,}8\,\text{m}\).

Antwort

a) \(v(t) = 0{,}5t^{3/2}\) (oder \(v(t) = 0{,}5\sqrt{t^3}\)) b) \(s(t) = 0{,}2t^{5/2}\) (oder \(s(t) = 0{,}2\sqrt{t^5}\)) c) Die zurückgelegte Strecke beträgt \(204{,}8\,\text{m}\).
42973013
Die Beschleunigung eines Körpers ist durch \(a(t)=-4e^{-0{,}5t}\) in \(\text{m}/\text{s}^2\) gegeben. Zum Beobachtungsbeginn bei \(t=0\) beträgt seine Geschwindigkeit \(v(0)=8\,\text{m}/\text{s}\). a) Leite die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) her. b) Bestimme die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) unter der Voraussetzung \(s(0)=0\). c) Berechne den Weg, den der Körper in den ersten \(2\) Sekunden zurücklegt.

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen Beschleunigung und Geschwindigkeit sowie zwischen Geschwindigkeit und Wegfunktion? - Nutze die beiden Anfangswerte jeweils erst nach dem Integrieren, um die Integrationskonstanten zu bestimmen. - Prüfe für Teil c das Vorzeichen der Geschwindigkeit, bevor du Ortsänderung und zurückgelegten Weg gleichsetzt.

Lösung

1. Durch Integration der Beschleunigung erhält man \(v(t)=8e^{-0{,}5t}+C\). Aus \(v(0)=8\,\text{m}/\text{s}\) folgt \(C=0\), also \(v(t)=8e^{-0{,}5t}\). 2. Durch erneute Integration erhält man \(s(t)=-16e^{-0{,}5t}+C\). Aus \(s(0)=0\) folgt \(C=16\), also \(s(t)=16-16e^{-0{,}5t}\). 3. Da \(v(t)>0\) gilt, entspricht die Ortsänderung dem zurückgelegten Weg. Für die ersten zwei Sekunden ist \(s(2)-s(0)=16(1-e^{-1})\,\text{m}\).

Antwort

a) \(v(t)=8e^{-0{,}5t}\) b) \(s(t)=16-16e^{-0{,}5t}\) c) \(16(1-e^{-1})\,\text{m}\)
42973313
Ein Fahrzeug beschleunigt auf einer geraden Teststrecke gleichmäßig mit einer Beschleunigung von \(a(t) = 2\,\text{m/s}^2\). Zu Beginn der Messung (\(t = 0\,\text{s}\)) beträgt seine Geschwindigkeit \(v_0 = 5\,\text{m/s}\). Das Fahrzeug hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine Strecke von \(s_0 = 10\,\text{m}\) bezüglich des Startpunktes der Teststrecke zurückgelegt. a) Ermittle durch Integration die Funktionsgleichungen für die Geschwindigkeit \(v(t)\) und den Weg \(s(t)\). b) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t\), an dem das Fahrzeug die Position \(s = 160\,\text{m}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie hängen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Weg mathematisch über die Integralrechnung zusammen? - Welche Rolle spielen die Werte zum Zeitpunkt \(t = 0\) bei der Bestimmung der Stammfunktionen? - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der die gesuchte Zeit die Unbekannte ist? - Erinnerst du dich an ein Verfahren, um quadratische Gleichungen zu lösen?

Lösung

1. Bestimmung der Geschwindigkeitsfunktion: Da \(v(t) = \int a(t) \,\text{d}t\), folgt \(v(t) = \int 2 \,\text{d}t = 2t + C_1\). Mit der Anfangsbedingung \(v(0) = 5\) ergibt sich \(C_1 = 5\), also \(v(t) = 2t + 5\). 2. Bestimmung der Wegfunktion: Da \(s(t) = \int v(t) \,\text{d}t\), folgt \(s(t) = \int (2t + 5) \,\text{d}t = t^2 + 5t + C_2\). Mit der Anfangsbedingung \(s(0) = 10\) ergibt sich \(C_2 = 10\), also \(s(t) = t^2 + 5t + 10\). 3. Berechnung des Zeitpunkts für \(s = 160\): Setze \(t^2 + 5t + 10 = 160\), woraus die quadratische Gleichung \(t^2 + 5t - 150 = 0\) folgt. 4. Lösen der quadratischen Gleichung: Die Lösungen sind \(t = \frac{-5 \pm \sqrt{25 - 4 \cdot 1 \cdot (-150)}}{2} = \frac{-5 \pm 25}{2}\). Da \(t \ge 0\) sein muss, ist \(t = 10\,\text{s}\).

Antwort

a) \(v(t) = 2t + 5\) und \(s(t) = t^2 + 5t + 10\) b) Das Fahrzeug erreicht die Position nach \(t = 10\,\text{s}\).
43268313
Ein ferngesteuertes Elektro-Skateboard beschleunigt auf einer geraden Teststrecke. Der Graph zeigt seine Geschwindigkeit \(v\) während der ersten \(6\,\text{s}\); \(t\) wird in Sekunden und \(v(t)\) in \(\text{m/s}\) gemessen. a) Lies die Geschwindigkeiten zu \(t=0\,\text{s}\), \(t=2\,\text{s}\), \(t=4\,\text{s}\) und \(t=6\,\text{s}\) aus dem Graphen ab. b) Bestimme einen Näherungswert für die zurückgelegte Strecke in den ersten \(6\,\text{s}\), indem du über \([0;2]\), \([2;4]\) und \([4;6]\) jeweils eine Trapezfläche verwendest. c) Für einen exakten Vergleich ist eine Stammfunktion der modellierten Geschwindigkeit gegeben durch \(V(t)=-\frac{1}{64}t^4+\frac{1}{12}t^3+\frac{3}{8}t^2+2t\). Berechne damit die exakte Strecke und die absolute Abweichung vom Näherungswert.
Abbildung zur Aufgabe 432683

Denkanstöße

- Nutze für Teil a) ausschließlich die markierten Zeitwerte am Geschwindigkeitsgraphen. - Welche beiden Geschwindigkeitswerte bilden jeweils die parallelen Seiten eines Trapezes? - Für den exakten Vergleich reicht es, die angegebene Stammfunktion an den Intervallgrenzen auszuwerten. - Vergleiche Näherungswert und exakten Wert mit einer positiven absoluten Differenz.

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man \(v(0)=2\,\text{m/s}\), \(v(2)=4\,\text{m/s}\), \(v(4)=5\,\text{m/s}\) und \(v(6)=2\,\text{m/s}\) ab. 2. Die drei Trapezflächen haben bei einer Breite von jeweils \(2\,\text{s}\) die Inhalte \(6\,\text{m}\), \(9\,\text{m}\) und \(7\,\text{m}\). Der Näherungswert ist daher \(22\,\text{m}\). 3. Exakt gilt \(\int_0^6v(t)\,\text{d}t=V(6)-V(0)=23{,}25\,\text{m}\). 4. Die absolute Abweichung beträgt \(23{,}25\,\text{m}-22\,\text{m}=1{,}25\,\text{m}\).

Antwort

a) \(v(0)=2\,\text{m/s}\), \(v(2)=4\,\text{m/s}\), \(v(4)=5\,\text{m/s}\), \(v(6)=2\,\text{m/s}\). b) \(22\,\text{m}\). c) Exakt \(23{,}25\,\text{m}\); absolute Abweichung \(1{,}25\,\text{m}\).
43273113
Die Vertikalgeschwindigkeit \(v\) eines Heißluftballons während einer zehnminütigen Flugphase wird für \(0\le t\le10\) durch \(v(t)=-0{,}2t(t-5)(t-16)\) modelliert (\(t\) in Minuten, \(v(t)\) in \(\text{m/min}\)). Zu Beginn befindet sich der Ballon in einer Höhe von \(150\,\text{m}\). Positive Werte von \(v\) bedeuten Steigen, negative Werte Sinken. a) Berechne die Flughöhe nach \(4\,\text{min}\) und nach \(10\,\text{min}\). b) Bestimme den Zeitpunkt der minimalen Höhe in dieser Flugphase und die minimale Höhe. c) Bestimme den ersten Zeitpunkt nach Beginn der Flugphase, zu dem der Ballon wieder seine Ausgangshöhe von \(150\,\text{m}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Vertikalgeschwindigkeit die Änderung der Flughöhe? - Vergiss bei der Höhenfunktion die Anfangshöhe nicht. - An welchem Vorzeichenwechsel von \(v\) erkennst du ein Höhenminimum? - Für die Rückkehr zur Ausgangshöhe muss die gesamte Höhenänderung seit \(t=0\) gleich null sein.

Lösung

1. Aus \(v(t)=-0{,}2t^3+4{,}2t^2-16t\) folgt für die Höhenfunktion \(h(t)=150+\int_0^t v(\tau)\,\text{d}\tau=150-0{,}05t^4+1{,}4t^3-8t^2\). 2. Damit ist \(h(4)=98{,}8\,\text{m}\) und \(h(10)=250\,\text{m}\). 3. Auf \((0;5)\) ist \(v(t)<0\), danach ist \(v(t)>0\). Daher liegt das Minimum bei \(t=5\,\text{min}\). Es gilt \(h(5)=93{,}75\,\text{m}\). 4. Für die Rückkehr zur Ausgangshöhe muss \(h(t)=150\) gelten. Daraus folgt \(-0{,}05t^2(t^2-28t+160)=0\). Neben \(t=0\) ergeben sich \(t=8\) und \(t=20\); im Modellintervall ist der erste spätere Zeitpunkt \(t=8\,\text{min}\).

Antwort

a) \(h(4)=98{,}8\,\text{m}\), \(h(10)=250\,\text{m}\). b) Nach \(5\,\text{min}\) bei \(93{,}75\,\text{m}\). c) Nach \(8\,\text{min}\).
43273313
Zwei Läufer, Paul und Jonas, starten zum Zeitpunkt \(t = 0\,\text{s}\) am selben Ort und laufen in dieselbe Richtung. Ihre Geschwindigkeiten in den ersten \(8\) Sekunden werden durch die Funktionen \(v_p\) (für Paul) und \(v_j\) (für Jonas) modelliert: \(v_p(t) = -\frac{1}{4}t^2 + 2t + 2\) \(v_j(t) = \frac{1}{2}t + 2\) Dabei ist \(t\) die Zeit in Sekunden und die Funktionswerte geben die Geschwindigkeit in Metern pro Sekunde (\(\text{m/s}\)) an. Die Graphen der beiden Funktionen sind in der Abbildung dargestellt. a) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t > 0\), an dem beide Läufer dieselbe Geschwindigkeit haben. Wie hoch ist diese Geschwindigkeit? b) Berechne die Entfernung, die jeder der beiden Läufer von \(t = 0\) bis zu diesem Zeitpunkt zurückgelegt hat. c) Welcher Läufer liegt zu diesem Zeitpunkt vorne und wie groß ist sein Vorsprung? Erkläre, wie sich dieser Vorsprung auch direkt mithilfe der Fläche zwischen den beiden Graphen im Diagramm interpretieren lässt.
Abbildung zur Aufgabe 432733

Denkanstöße

- Wie hängen die physikalischen Größen Ort, Geschwindigkeit und Zeit mathematisch zusammen? - Wenn zwei Graphen sich schneiden, was bedeutet das für ihre Funktionswerte? - Erinnere dich daran, wie man die Fläche unter einer Kurve berechnet. - Wie lässt sich die Differenz zweier Flächen durch ein einziges Integral beschreiben?

Lösung

Gleichsetzen der Geschwindigkeiten zur Bestimmung des Schnittpunkts: \(-\frac{1}{4}t^2 + 2t + 2 = \frac{1}{2}t + 2 \implies -\frac{1}{4}t^2 + \frac{3}{2}t = 0\). Die Lösung für \(t > 0\) liefert den Zeitpunkt \(t = 6\,\text{s}\). Einsetzen in eine der Funktionen ergibt die gemeinsame Geschwindigkeit \(v = 5\,\text{m/s}\). Berechnung der zurückgelegten Wege durch Integration von \(0\) bis \(6\): Weg von Paul: \(s_P = \int_{0}^{6} \left(-\frac{1}{4}t^2 + 2t + 2\right)\,\mathrm{d}t = \left[ -\frac{1}{12}t^3 + t^2 + 2t \right]_{0}^{6} = 30\,\text{m}\). Weg von Jonas: \(s_J = \int_{0}^{6} \left(\frac{1}{2}t + 2\right)\,\mathrm{d}t = \left[ \frac{1}{4}t^2 + 2t \right]_{0}^{6} = 21\,\text{m}\). Vergleich der Wege: Paul liegt vorn mit einem Vorsprung von \(30\,\text{m} - 21\,\text{m} = 9\,\text{m}\). Geometrische Interpretation: Der Vorsprung entspricht der Fläche zwischen den Graphen von \(v_p\) und \(v_j\) im Intervall \([0; 6]\), berechnet durch das Integral der Differenzfunktion \(\int_{0}^{6} (v_p(t) - v_j(t))\,\mathrm{d}t = 9\,\text{m}\).

Antwort

a) Nach \(6\,\text{s}\) haben beide Läufer die gleiche Geschwindigkeit von \(5\,\text{m/s}\). b) Paul hat \(30\,\text{m}\) zurückgelegt, Jonas \(21\,\text{m}\). c) Paul liegt mit \(9\,\text{m}\) Vorsprung vorne. Dieser Vorsprung entspricht genau der Fläche zwischen den beiden Graphen im Intervall \([0; 6]\).
43391413
Ein Körper bewegt sich geradlinig. Seine Geschwindigkeit \(v\) in \(\text{m}/\text{s}\) ist die Ableitung der Wegfunktion \(s\), also \(v(t)=s'(t)\). Der Graph der Geschwindigkeitsfunktion \(v\) ist dargestellt. Es ist bekannt, dass sich der Körper zum Zeitpunkt \(t=6\,\text{s}\) an der Position \(s=30\,\text{m}\) befindet. Ermittle die Funktionsgleichung der Wegfunktion \(s(t)\).
Abbildung zur Aufgabe 433914

Denkanstöße

- Welche Geradengleichung kannst du aus Steigung und Achsenabschnitt des dargestellten Geschwindigkeitsgraphen ablesen? - Welche Beziehung besteht zwischen Wegfunktion und Geschwindigkeit? - Wie nutzt du die bekannte Position bei \(t=6\,\text{s}\), um die additive Konstante festzulegen?

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man eine Gerade mit Steigung \(0{,}5\) und \(y\)-Achsenabschnitt \(1\) ab. Daher gilt \(v(t)=0{,}5t+1\). 2. Da \(s'=v\), hat die Wegfunktion die Form \(s(t)=0{,}25t^2+t+C\). 3. Aus \(s(6)=30\) folgt \(0{,}25\cdot36+6+C=30\), also \(15+C=30\). 4. Damit ist \(C=15\) und somit \(s(t)=0{,}25t^2+t+15\).

Antwort

\(s(t)=0{,}25t^2+t+15\)
43471013
Die Geschwindigkeit \(v(t)\) (in \(\text{m}/\text{s}\)) eines ferngesteuerten Autos während einer \(20\)-sekündigen Testfahrt ist im untenstehenden Diagramm dargestellt. Das Auto startet bei der Position \(s=0\,\text{m}\) und bewegt sich entlang einer Geraden. a) Bestimme den Zeitpunkt, an dem das Auto am weitesten von seinem Startpunkt entfernt ist. Wie groß ist diese maximale Entfernung? b) Berechne die gesamte Fahrstrecke, die das Auto in den \(20\,\text{s}\) absolviert hat. c) Wo befindet sich das Auto zum Zeitpunkt \(t=20\,\text{s}\) bezüglich seiner Startposition?
Abbildung zur Aufgabe 434710

Denkanstöße

- Was bedeutet eine negative Geschwindigkeit für die Bewegungsrichtung des Autos? - Welche Rolle spielen die Vorzeichen der Flächen beim Bestimmen der Position? - Unterscheide zwischen „gesamter Fahrstrecke“ und „vorzeichenbehafteter Ortsänderung“. - Die Teilflächen des Diagramms lassen sich als einfache geometrische Figuren behandeln.

Lösung

1. Das Auto entfernt sich vom Startpunkt, solange \(v(t)>0\) ist. Ab \(t=12\,\text{s}\) ist die Geschwindigkeit negativ und das Auto fährt zurück. Daher wird die maximale Entfernung bei \(t=12\,\text{s}\) erreicht. 2. Die positive Fläche von \(0\) bis \(12\) besteht aus zwei Dreiecken und einem Rechteck: \(\frac12\cdot4\cdot10+4\cdot10+\frac12\cdot4\cdot10=80\,\text{m}\). 3. Von \(12\) bis \(20\) ergibt die orientierte Fläche \(\frac12\cdot8\cdot(-5)=-20\,\text{m}\). 4. Für die gesamte Fahrstrecke werden die Beträge addiert: \(80\,\text{m}+20\,\text{m}=100\,\text{m}\). 5. Die Endposition folgt aus der orientierten Flächenbilanz: \(80\,\text{m}-20\,\text{m}=60\,\text{m}\). Das Auto befindet sich damit \(60\,\text{m}\) in positiver Bewegungsrichtung vom Startpunkt.

Antwort

a) Nach \(12\,\text{s}\); maximale Entfernung: \(80\,\text{m}\). b) Die gesamte Fahrstrecke beträgt \(100\,\text{m}\). c) Nach \(20\,\text{s}\) befindet sich das Auto bei \(s=60\,\text{m}\), also \(60\,\text{m}\) in positiver Richtung vom Startpunkt.
43471213
Die Geschwindigkeit eines Testfahrzeugs auf einer geraden Teststrecke wird über einen Zeitraum von 10 Sekunden aufgezeichnet. Die Funktion \(v\) gibt die Geschwindigkeit in \(\text{m}/\text{s}\) an. a) Welche Bedeutung hat der Wert des bestimmten Integrals \(\int_0^{10} v(t)\,\text{d}t\) in diesem Kontext? b) Bestimme den Wert des Integrals \(\int_0^{10} v(t)\,\text{d}t\) mithilfe der Flächeninhalte im Graphen. c) Zu welchem Zeitpunkt hat sich das Fahrzeug am weitesten von seinem Startpunkt entfernt? Begründe deine Entscheidung.
Abbildung zur Aufgabe 434712

Denkanstöße

- Was stellt das Integral einer Geschwindigkeit-Zeit-Funktion physikalisch dar? - Beachte das Vorzeichen der Geschwindigkeit: Was bedeutet es für die Fahrtrichtung, wenn der Graph unter die Zeitachse sinkt? - Wie berechnet man Flächeninhalte von Trapez und Dreieck? - Überlege dir, in welchem Zeitraum das Fahrzeug in die ursprüngliche Richtung fährt und wann es zurücksetzt.

Lösung

1. Das bestimmte Integral der Geschwindigkeit über die Zeit gibt die Ortsänderung des Fahrzeugs an. 2. Zur Berechnung des Integrals wird die Flächenbilanz bestimmt: - Fläche oberhalb der Achse (Trapez von \(t = 0\) bis \(t = 8\)): \(A_1 = \frac{1}{2} \cdot (8 + 4) \cdot 10 = 60\,\text{m}\). - Fläche unterhalb der Achse (Dreieck von \(t = 8\) bis \(t = 10\)): \(A_2 = \frac{1}{2} \cdot 2 \cdot 10 = 10\,\text{m}\). - Integralwert: \(\int_0^{10} v(t)\,\text{d}t = 60 - 10 = 50\). Die Ortsänderung beträgt \(50\,\text{m}\). 3. Das Fahrzeug entfernt sich vom Startpunkt, solange die Geschwindigkeit positiv ist (\(v(t) > 0\)). Dies ist für \(0 < t < 8\) der Fall. Ab \(t = 8\,\text{s}\) wird die Geschwindigkeit negativ, was bedeutet, dass das Fahrzeug umkehrt und sich wieder dem Startpunkt nähert. Die maximale Entfernung wird also bei \(t = 8\,\text{s}\) erreicht.

Antwort

a) Das Integral gibt die gesamte Ortsänderung des Fahrzeugs an. b) Der Wert des Integrals ist \(50\). Dies entspricht einer Ortsänderung von \(50\,\text{m}\). c) Das Fahrzeug ist zum Zeitpunkt \(t = 8\,\text{s}\) am weitesten vom Startpunkt entfernt.
43471313
Ein Prototyp eines Elektroautos beschleunigt aus dem Stillstand auf einer geraden Teststrecke. Seine Geschwindigkeit wird durch \(v(t)=40(1-e^{-0{,}25t})\) modelliert (\(t\) in Sekunden, \(v(t)\) in \(\text{m/s}\)). a) Berechne die Strecke, die das Fahrzeug in den ersten \(10\,\text{s}\) zurücklegt. b) Bestimme die durchschnittliche Geschwindigkeit in diesen \(10\,\text{s}\). c) Vergleiche die durchschnittliche Geschwindigkeit mit \(v(10)\) und erkläre den Unterschied anhand des Geschwindigkeitsverlaufs.

Denkanstöße

- Welche bestimmte Integration liefert die Ortsänderung in den ersten zehn Sekunden? - Wie hängt die mittlere Geschwindigkeit mit der in einem festen Zeitraum zurückgelegten Strecke zusammen? - Vergleiche einen Mittelwert über das ganze Intervall mit dem Geschwindigkeitswert ganz am Ende des Intervalls.

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(v\) ist \(V(t)=40t+160e^{-0{,}25t}\). 2. Die Strecke ist \(\int_0^{10}v(t)\,\text{d}t=V(10)-V(0)=240+160e^{-2{,}5}\,\text{m}\approx253{,}13\,\text{m}\). 3. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ist \(\bar v=\frac{1}{10}\int_0^{10}v(t)\,\text{d}t\approx25{,}31\,\text{m/s}\). 4. Am Ende des Intervalls gilt \(v(10)=40(1-e^{-2{,}5})\approx36{,}72\,\text{m/s}\). Da die Geschwindigkeit während des gesamten Intervalls von \(0\) aus ansteigt, liegt ihr zeitlicher Mittelwert unter dem Endwert.

Antwort

a) \(240+160e^{-2{,}5}\,\text{m}\approx253{,}13\,\text{m}\). b) \(\bar v\approx25{,}31\,\text{m/s}\). c) \(v(10)\approx36{,}72\,\text{m/s}\) ist größer als der Mittelwert, weil das Fahrzeug erst im Verlauf der zehn Sekunden auf höhere Geschwindigkeiten beschleunigt.
43472013
Ein ferngesteuertes Fahrzeug bewegt sich entlang einer geraden Teststrecke. Seine Geschwindigkeit \(v\) (in \(\text{m/s}\)) wird für \(0 \le t \le 8\) durch die Funktion \(v(t) = \frac{1}{2}t^2 - 4t + 6\) beschrieben. Zum Zeitpunkt \(t = 0\) befindet sich das Fahrzeug am Startpunkt \(s = 0\). a) Bestimme die Zeitpunkte, zu denen das Fahrzeug kurzzeitig stillsteht. In welche Richtungen bewegt es sich in den dazwischenliegenden Zeitintervallen? b) Berechne die Position des Fahrzeugs nach \(6\,\text{s}\). Wo befindet es sich im Vergleich zum Startpunkt? c) Wie weit ist das Fahrzeug nach \(2\,\text{s}\) vom Startpunkt entfernt? d) Berechne die gesamte Wegstrecke, die das Fahrzeug im Zeitraum von \(0\) bis \(8\,\text{s}\) zurückgelegt hat. Beachte dabei die Richtungswechsel.

Denkanstöße

- Wann hat ein bewegtes Objekt die Geschwindigkeit Null? - Wie hängen Geschwindigkeit und Position (bzw. zurückgelegter Weg) mathematisch zusammen? - Achte beim Berechnen der Position darauf, ob die Geschwindigkeit positiv oder negativ ist. - Für die gesamte Wegstrecke musst du die Beträge der Teilwege in den verschiedenen Bewegungsrichtungen addieren.

Lösung

1. Für Teilaufgabe a): Nullstellen von \(v(t) = 0{,}5t^2 - 4t + 6\). Multiplikation mit 2 ergibt \(t^2 - 8t + 12 = 0\). Mit der pq-Formel: \(t_{1,2} = 4 \pm \sqrt{16-12} = 4 \pm 2\). Die Stillstände sind bei \(t = 2\,\text{s}\) und \(t = 6\,\text{s}\). Für \(0 \le t < 2\) ist \(v(t) > 0\) (vorwärts), für \(2 < t < 6\) ist \(v(t) < 0\) (rückwärts) und für \(6 < t \le 8\) ist \(v(t) > 0\) (vorwärts). 2. Für Teilaufgabe b): Die Positionsfunktion ist \(s(t) = \int v(t)\,\text{d}t = \frac{1}{6}t^3 - 2t^2 + 6t + C\). Mit \(s(0) = 0\) ist \(C = 0\). Berechnung für \(t = 6\): \(s(6) = \frac{1}{6} \cdot 6^3 - 2 \cdot 6^2 + 6 \cdot 6 = 36 - 72 + 36 = 0\). Das Fahrzeug ist nach \(6\,\text{s}\) wieder am Startpunkt. 3. Für Teilaufgabe c): \(s(2) = \frac{1}{6} \cdot 2^3 - 2 \cdot 2^2 + 6 \cdot 2 = \frac{8}{6} - 8 + 12 = \frac{4}{3} + 4 = 5\,\frac{1}{3} \approx 5{,}33\,\text{m}\). 4. Für Teilaufgabe d): Gesamtwegstrecke \(L = \int_0^8 |v(t)|\,\text{d}t = \int_0^2 v(t)\,\text{d}t + \left| \int_2^6 v(t)\,\text{d}t \right| + \int_6^8 v(t)\,\text{d}t\). \(\int_0^2 v(t)\,\text{d}t = s(2) - s(0) = 5\,\frac{1}{3}\). \(\int_2^6 v(t)\,\text{d}t = s(6) - s(2) = 0 - 5\,\frac{1}{3} = -5\,\frac{1}{3}\). Der Betrag ist \(5\,\frac{1}{3}\). \(\int_6^8 v(t)\,\text{d}t = s(8) - s(6) = (\frac{1}{6} \cdot 512 - 2 \cdot 64 + 48) - 0 = \frac{256}{3} - 128 + 48 = 85\,\frac{1}{3} - 80 = 5\,\frac{1}{3}\). Gesamtweg: \(5\,\frac{1}{3} + 5\,\frac{1}{3} + 5\,\frac{1}{3} = 16\,\text{m}\).

Antwort

a) Das Fahrzeug steht bei \(t=2\,\text{s}\) und \(t=6\,\text{s}\) still. Es fährt zuerst vorwärts \((0<t<2)\), dann rückwärts \((2<t<6)\) und schließlich wieder vorwärts \((6<t\le8)\). b) Nach \(6\,\text{s}\) ist die Position \(s(6)=0\,\text{m}\). Das Fahrzeug befindet sich wieder am Startpunkt. c) Die Entfernung beträgt \(5\,\frac{1}{3}\,\text{m}\approx5{,}33\,\text{m}\). d) Die gesamte zurückgelegte Wegstrecke beträgt \(16\,\text{m}\).
43473113
Ein autonomes Lieferfahrzeug wird auf einer Teststrecke geprüft. Der Graph stellt seine Geschwindigkeit \(v\) in \(\text{m}/\text{s}\) über die Zeit \(t\) in Sekunden dar. a) Charakterisiere die Bewegung des Fahrzeugs in den drei verschiedenen Phasen des Graphen. b) Welchen Weg hat das Fahrzeug nach insgesamt \(60\,\text{s}\) zurückgelegt? c) Berechne die Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Fahrt in \(\text{km}/\text{h}\). d) Zu welchem Zeitpunkt \(t\) hat das Fahrzeug genau die Hälfte der Gesamtstrecke absolviert?
Abbildung zur Aufgabe 434731

Denkanstöße

- Überlege dir den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Zeit und Wegstrecke im \(v\)-\(t\)-Diagramm. - Wie berechnet man die Fläche eines Trapezes? - Für die Durchschnittsgeschwindigkeit teilst du den Gesamtweg durch die Gesamtzeit. - Denke an den Umrechnungsfaktor zwischen \(\text{m}/\text{s}\) und \(\text{km}/\text{h}\). - Teile die Fahrt in Abschnitte auf, um zu sehen, wie viel Weg in welcher Zeit zurückgelegt wird.

Lösung

1. Bewegungsphasen: Von \(0\) bis \(10\,\text{s}\) erfolgt eine gleichmäßig beschleunigte Bewegung. Von \(10\) bis \(50\,\text{s}\) fährt das Fahrzeug mit einer konstanten Geschwindigkeit von \(20\,\text{m}/\text{s}\). Von \(50\) bis \(60\,\text{s}\) findet eine gleichmäßige Verzögerung (Bremsvorgang) bis zum Stillstand statt. 2. Gesamtweg: Die Fläche unter dem Graphen entspricht der Strecke. Als Trapez berechnet: \(s_{ges} = \frac{1}{2} \cdot (60\,\text{s} + 40\,\text{s}) \cdot 20\,\text{m}/\text{s} = 50 \cdot 20 = 1000\,\text{m}\). 3. Durchschnittsgeschwindigkeit: \(\bar{v} = \frac{s_{ges}}{t_{ges}} = \frac{1000\,\text{m}}{60\,\text{s}} = \frac{50}{3}\,\text{m}/\text{s}\). Umrechnung in \(\text{km}/\text{h}\): \(\frac{50}{3} \cdot 3{,}6 = 60\,\text{km}/\text{h}\). 4. Zeitpunkt für die Hälfte der Strecke (\(500\,\text{m}\)): In der ersten Phase werden \(s_1 = \frac{1}{2} \cdot 10 \cdot 20 = 100\,\text{m}\) zurückgelegt. In der zweiten Phase müssen weitere \(400\,\text{m}\) gefahren werden. Bei \(20\,\text{m}/\text{s}\) dauert dies \(\Delta t = \frac{400\,\text{m}}{20\,\text{m}/\text{s}} = 20\,\text{s}\). Der Zeitpunkt ist \(t = 10\,\text{s} + 20\,\text{s} = 30\,\text{s}\).

Antwort

a) \(0\) bis \(10\,\text{s}\): gleichmäßig beschleunigte Bewegung; \(10\) bis \(50\,\text{s}\): konstante Geschwindigkeit; \(50\) bis \(60\,\text{s}\): gleichmäßig verzögerte Bewegung bis zum Stillstand. b) Das Fahrzeug hat \(1000\,\text{m}\) zurückgelegt. c) Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt \(60\,\text{km}/\text{h}\). d) Nach \(30\,\text{s}\) ist die Hälfte der Strecke zurückgelegt.
43476313
Zwei Läufer, Anton und Bernd, starten gleichzeitig an derselben Startlinie. Der Graph zeigt ihre Geschwindigkeiten während der ersten \(12\,\text{s}\). Antons Geschwindigkeit wird mit \(f\), Bernds mit \(g\) bezeichnet. a) Lies näherungsweise den Zeitpunkt ab, an dem beide Läufer dieselbe Geschwindigkeit haben. b) Beschreibe mithilfe des Graphen, in welchem Zeitraum Antons Vorsprung wächst und ab wann er wieder kleiner wird. c) Begründe, warum Anton genau zum in a) bestimmten Zeitpunkt seinen maximalen Vorsprung vor Bernd hat. Verwende dabei den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsdifferenz und Änderung des Vorsprungs.
Abbildung zur Aufgabe 434763

Denkanstöße

- Welche Information liefert ein Schnittpunkt zweier Geschwindigkeitsgraphen? - Wann wächst der Abstand zugunsten Antons: wenn \(f\) größer oder kleiner als \(g\) ist? - Wie hängt die Änderung eines Vorsprungs mit der Differenz der beiden Geschwindigkeiten zusammen?

Lösung

1. Die beiden Geschwindigkeitsgraphen schneiden sich bei etwa \(t\approx6{,}6\,\text{s}\). 2. Vor diesem Zeitpunkt liegt \(f(t)>g(t)\). Anton gewinnt also pro Sekunde mehr Strecke als Bernd; sein Vorsprung wächst. 3. Nach dem Schnittpunkt gilt \(f(t)<g(t)\). Bernd gewinnt dann Strecke auf Anton zurück; Antons Vorsprung wird kleiner. 4. Bezeichnet \(D(t)\) Antons Vorsprung, so ist seine momentane Änderungsrate \(D'(t)=f(t)-g(t)\). Der Vorzeichenwechsel von positiv zu negativ am Schnittpunkt zeigt, dass \(D\) dort sein Maximum erreicht.

Antwort

a) Etwa \(t\approx6{,}6\,\text{s}\). b) Bis etwa \(6{,}6\,\text{s}\) wächst Antons Vorsprung; danach wird er kleiner. c) Der Vorsprung hat die Änderungsrate \(f(t)-g(t)\). Diese wechselt am Schnittpunkt von positiv zu negativ, daher ist der Vorsprung dort maximal.
42491613
Zwei Motorboote nehmen an einem Beschleunigungstest teil. Boot 1 startet bei \(t=0\), Boot 2 startet \(25\,\text{s}\) später an derselben Position. Ihre Geschwindigkeiten in \(\text{m/s}\) werden modelliert durch \(v_1(t)=15(1-e^{-0{,}05t})\) für \(t\ge0\) und \(v_2(t)=25(1-e^{-0{,}1(t-25)})\) für \(t\ge25\). a) Interpretiere den Ausdruck \(D(x)=\int_0^x v_1(t)\,\text{d}t-\int_{25}^x v_2(t)\,\text{d}t\) für \(x>25\) im Sachzusammenhang. b) Berechne \(D(50)\) und erläutere dessen Bedeutung. Runde den Zahlenwert auf zwei Nachkommastellen. c) Begründe, warum die Gleichung \(D(z)=0\) den Zeitpunkt angibt, an dem Boot 1 von Boot 2 eingeholt wird.

Denkanstöße

- Welche Ortsänderung erhältst du, wenn du eine Geschwindigkeit über ein Zeitintervall integrierst? - Welche Bedeutung hat die Reihenfolge der beiden Ortsänderungen in \(D(x)\) für das Vorzeichen? - Was muss für die beiden Positionen gelten, wenn ein Boot das andere genau einholt? - Beachte den späteren Startzeitpunkt von Boot 2 bei den Integrationsgrenzen.

Lösung

1. Die Integrale geben die von der gemeinsamen Startposition aus zurückgelegten Ortsänderungen der beiden Boote an. Daher ist \(D(x)\) die vorzeichenbehaftete Positionsdifferenz „Boot 1 minus Boot 2“; der räumliche Abstand ist \(|D(x)|\). 2. Für Boot 1 gilt \(s_1(50)=\int_0^{50}15(1-e^{-0{,}05t})\,\text{d}t=[15t+300e^{-0{,}05t}]_0^{50}\approx474{,}6255\,\text{m}\). 3. Für Boot 2 gilt \(s_2(50)=\int_{25}^{50}25(1-e^{-0{,}1(t-25)})\,\text{d}t\approx395{,}5213\,\text{m}\). 4. Somit ist \(D(50)\approx79{,}1042\,\text{m}\), also auf zwei Nachkommastellen \(79{,}10\,\text{m}\). Der positive Wert bedeutet, dass Boot 1 zu diesem Zeitpunkt noch vorn liegt. 5. Aus \(D(z)=0\) folgt die Gleichheit der beiden Positionen. Die erste solche Nullstelle nach \(t=25\) ist der Einholzeitpunkt.

Antwort

a) \(D(x)\) ist die vorzeichenbehaftete Positionsdifferenz von Boot 1 zu Boot 2; der Abstand ist \(|D(x)|\). b) \(D(50)\approx79{,}10\,\text{m}\); Boot 1 liegt zu diesem Zeitpunkt noch vorn. c) Bei \(D(z)=0\) befinden sich beide Boote am selben Ort; die erste solche Nullstelle nach \(t=25\) ist der Einholzeitpunkt.
42492913
Die Vertikalgeschwindigkeit \(v\) (in \(\frac{\text{m}}{\text{s}}\)) eines Wetterballons kann während der ersten \(150\) Sekunden nach dem Start durch die Funktion \(v(t)=2\cdot10^{-5}t(t-30)(t-100)\) beschrieben werden. Dabei gibt \(t\) die Zeit in Sekunden nach dem Start an. Zu Beginn der Messung (\(t=0\)) befindet sich der Ballon in einer Höhe von \(250\,\text{m}\). Positive Werte von \(v(t)\) bedeuten, dass der Ballon steigt. a) Berechne die Höhe des Ballons nach einer Minute sowie nach zwei Minuten. b) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem der Ballon seine maximale Höhe erreicht, und gib diese Höhe an. c) Begründe rechnerisch, dass sich der Ballon \(40\) Sekunden nach Beginn der Messung in einer Höhe von etwa \(255{,}3\,\text{m}\) befindet. d) Ermittle den Zeitpunkt nach Beginn der Messung, zu dem der Ballon zum ersten Mal wieder seine Ausgangshöhe von \(250\,\text{m}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Vertikalgeschwindigkeit eine Höhenfunktion, wenn die Anfangshöhe bekannt ist? - Für ein absolutes Maximum im gesamten Modellintervall musst du neben inneren Kandidaten auch die Randwerte beachten. - Welche Bedingung beschreibt die Rückkehr zur Ausgangshöhe? - Achte darauf, zwischen Höhe und Geschwindigkeit zu unterscheiden, wenn du Nullstellen interpretierst.

Lösung

1. Die Höhe ergibt sich aus \(h(t)=250+\int_0^t v(x)\,\text{d}x\). Mit \(v(t)=2\cdot10^{-5}(t^3-130t^2+3000t)\) folgt \(h(t)=250+2\cdot10^{-5}(\frac14t^4-\frac{130}{3}t^3+1500t^2)\). 2. Es gilt \(h(60)=235{,}6\,\text{m}\) und \(h(120)=221{,}2\,\text{m}\). 3. Für das absolute Maximum im Modellintervall \([0;150]\) werden die Stellen mit \(v(t)=0\) und die Randwerte verglichen. Die Nullstellen sind \(t=0\), \(t=30\) und \(t=100\). Es gilt \(h(30)=257{,}65\,\text{m}\), \(h(100)=\frac{550}{3}\,\text{m}\) und \(h(150)=531{,}25\,\text{m}\). Daher liegt das Maximum bei \(t=150\,\text{s}\). 4. Für \(t=40\) ergibt die Höhenfunktion \(h(40)\approx255{,}33\,\text{m}\), was die angegebene Näherung bestätigt. 5. Für die Rückkehr zur Ausgangshöhe gilt \(h(t)=250\). Nach Ausklammern von \(t^2\) bleibt \(\frac14t^2-\frac{130}{3}t+1500=0\). Die positiven Lösungen sind \(t=\frac{260\pm20\sqrt{34}}{3}\). Der erste Rückkehrzeitpunkt ist daher \(t=\frac{260-20\sqrt{34}}{3}\,\text{s}\approx47{,}79\,\text{s}\).

Antwort

a) Nach \(60\,\text{s}\): \(235{,}6\,\text{m}\); nach \(120\,\text{s}\): \(221{,}2\,\text{m}\). b) \(t=150\,\text{s}\); maximale Höhe: \(531{,}25\,\text{m}\). c) \(h(40)\approx255{,}33\,\text{m}\). d) \(t=\frac{260-20\sqrt{34}}{3}\,\text{s}\approx47{,}79\,\text{s}\).
42972613
Ein Objekt bewegt sich mit einer Geschwindigkeit, die durch \(v(t) = 12e^{-0{,}5t}\) (in \(\text{m/s}\)) gegeben ist. 1. Berechne den exakten Wert des Weges, den das Objekt im Zeitintervall von \(t = 0\) bis \(t = 4\) zurücklegt. 2. Begründe unter Verwendung der bekannten Formel \(s(b) - s(a) = \int_{a}^{b} v(t) \, dt\), warum der Gesamtweg, den das Objekt theoretisch für \(t \to \infty\) zurücklegen kann, begrenzt ist. Bestimme diesen Grenzwert. 3. Zeige, dass die Wahl der Startposition \(s(a)\) keinen Einfluss auf die im Intervall \([a; b]\) zurückgelegte Wegstrecke hat.

Denkanstöße

- Welche Regel nutzt du, um eine Exponentialfunktion der Form \(e^{kt}\) zu integrieren? - Was passiert mit dem Term \(e^{-0{,}5t}\), wenn \(t\) sehr groß wird? - Betrachte bei der Begründung in Aufgabenteil 3 die Definition der Stammfunktion mit einer Konstante \(C\).

Lösung

1. Berechnung des Integrals: \(\int_{0}^{4} 12 e^{-0{,}5t} \, dt = [12 \cdot \frac{1}{-0{,}5} e^{-0{,}5t}]_0^4 = [-24 e^{-0{,}5t}]_0^4 = -24(e^{-2} - e^0) = 24(1 - e^{-2}) \approx 20{,}75\,\text{m}\). 2. Der Gesamtweg für \(t \to \infty\) entspricht dem uneigentlichen Integral \(\int_{0}^{\infty} 12 e^{-0{,}5t} \, dt\). Der Grenzwert berechnet sich zu \(\lim_{b \to \infty} [-24 e^{-0{,}5t}]_0^b = \lim_{b \to \infty} (-24 e^{-0{,}5b} + 24) = 0 + 24 = 24\,\text{m}\). Da der Grenzwert existiert und endlich ist, ist der Weg begrenzt. 3. Sei \(S(t)\) eine beliebige Stammfunktion von \(v(t)\). Dann gilt \(s(t) = S(t) + C\). Für die Differenz gilt: \(s(b) - s(a) = (S(b) + C) - (S(a) + C) = S(b) - S(a)\). Da sich \(C\) (und damit der Einfluss der Startposition) aufhebt, ist die Differenz nur von der Funktion \(v\) und den Grenzen abhängig.

Antwort

1. \(24(1 - e^{-2}) \approx 20{,}75\,\text{m}\) 2. Der Grenzwert beträgt \(24\,\text{m}\). Da das Integral gegen einen endlichen Wert konvergiert, ist der Weg begrenzt. 3. Da \(s(b) - s(a) = (S(b) + C) - (S(a) + C) = S(b) - S(a)\) gilt, fällt die Konstante \(C\), die die Startposition festlegt, bei der Berechnung der Wegdifferenz weg.
43476813
Die Geschwindigkeit eines Testfahrzeugs wird für \(t\ge0\) durch \(v(t)=te^{-0{,}5t}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Sekunden und \(v(t)\) die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\) angibt. Eine Stammfunktion ist \(V(t)=(-2t-4)e^{-0{,}5t}\). a) Berechne die Strecke, die das Fahrzeug in den ersten \(6\,\text{s}\) zurücklegt. b) Das Fahrzeug rollt dem Modell zufolge für alle \(t>0\) weiter. Berechne die gesamte theoretisch zurückgelegte Strecke für \(t\to\infty\). c) Bestimme, welcher prozentuale Anteil der theoretischen Gesamtstrecke nach \(6\,\text{s}\) bereits zurückgelegt ist. Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Welches bestimmte Integral beschreibt die in einem Zeitintervall zurückgelegte Strecke, wenn die Geschwindigkeit nicht negativ ist? - Wie wird bei einer unendlichen oberen Grenze ein bestimmtes Integral definiert? - Für den prozentualen Anteil vergleichst du die Strecke bis \(6\,\text{s}\) mit der gesamten theoretischen Strecke.

Lösung

1. Da \(v(t)\ge0\) für \(t\ge0\) gilt, entsprechen die Integrale den zurückgelegten Strecken. 2. Für die ersten \(6\,\text{s}\) gilt \(\int_0^6v(t)\,\text{d}t=V(6)-V(0)=4-16e^{-3}\,\text{m}\approx3{,}20\,\text{m}\). 3. Für die Gesamtstrecke gilt \(\int_0^\infty v(t)\,\text{d}t=\lim_{b\to\infty}(V(b)-V(0))=4\,\text{m}\), weil \((-2b-4)e^{-0{,}5b}\to0\). 4. Der Anteil nach \(6\,\text{s}\) ist \(\frac{4-16e^{-3}}{4}\cdot100\,\%\approx80{,}1\,\%\).

Antwort

a) \(4-16e^{-3}\,\text{m}\approx3{,}20\,\text{m}\). b) \(4\,\text{m}\). c) \(80{,}1\,\%\).

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