Aimathic
Login | English | Deutsch

Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Rekonstruktion von Beständen

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

43472613
Bei einer Datensicherung werden Dateien mit einer konstanten Rate übertragen. Das Diagramm zeigt die Datenrate in Megabyte pro Minute. Berechne die gesamte Datenmenge, die in den ersten \(2{,}5\) Minuten übertragen wird.
Abbildung zur Aufgabe 434726

Denkanstöße

- Welchen Wert hat die Datenrate auf der y-Achse? - Welches Zeitintervall ist markiert? - Wie hängen Datenrate, Zeit und übertragene Datenmenge zusammen?

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man eine konstante Datenrate von \(200\,\text{MB/min}\) ab. 2. Der betrachtete Zeitraum reicht von \(0\) bis \(2{,}5\,\text{min}\). 3. Die Datenmenge ist \(200\,\text{MB/min}\cdot2{,}5\,\text{min}=500\,\text{MB}\).

Antwort

Es werden insgesamt \(500\,\text{MB}\) übertragen.
55693613
Auf der Filamentspule eines 3D-Druckers befinden sich zu Beginn eines dreistündigen Drucktests \(320\,\text{g}\) Filament. Die vorzeichenbehaftete Änderungsrate der Filamentmasse auf der Spule wird durch \(r(t)\) in \(\frac{\text{g}}{\text{h}}\) beschrieben. Für den Test gilt \(\int_0^3 r(t)\,\text{d}t=-45\,\text{g}\). Bestimme die Filamentmasse auf der Spule am Ende des Tests und erkläre die Bedeutung des negativen Integralwerts.

Denkanstöße

- Welche Rolle spielt das Integral einer Bestandsänderungsrate für Anfangs- und Endbestand? - Wie wirkt sich ein negativer Wert der Nettoänderung auf die vorhandene Filamentmasse aus? - Addiere die vorzeichenbehaftete Änderung zum Anfangsbestand.

Lösung

1. Das Integral beschreibt die Nettoänderung der Filamentmasse in den drei Stunden. 2. Der negative Wert bedeutet, dass die Filamentmasse insgesamt um \(45\,\text{g}\) abgenommen hat. 3. Am Ende befinden sich \(320\,\text{g}-45\,\text{g}=275\,\text{g}\) Filament auf der Spule.

Antwort

Am Ende befinden sich \(275\,\text{g}\) Filament auf der Spule. Der Integralwert \(-45\,\text{g}\) bedeutet eine Nettoabnahme um \(45\,\text{g}\).
42489413
Die Wachstumsrate einer Bakterienkultur in einem Laborversuch wird durch die Funktion \(r\) mit \(r(t) = 3t^2 + 40t\) modelliert (dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(r(t)\) die Rate in Bakterien pro Stunde). a) Bestimme den Wert des Integrals \(\int_0^4 r(t) \, \text{d}t\) und erläutere dessen Bedeutung im Kontext der Bakterienkultur. b) Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) befinden sich bereits \(1000\) Bakterien in der Kultur. Stelle eine Funktionsgleichung \(N(t)\) auf, die die Gesamtzahl der Bakterien zu einem beliebigen Zeitpunkt \(t\) angibt.

Denkanstöße

- Überlege, was das Integral einer Änderungsrate über einen Zeitraum für den Gesamtbestand bedeutet. - Wie kommst du von der Änderungsrate zur Bestandsfunktion? - Welche Information aus dem Text hilft dir, die Integrationskonstante festzulegen? - Prüfe, ob deine Einheiten am Ende konsistent sind (Stunden und Bakterienanzahl).

Lösung

1. Finden der Stammfunktion von \(r(t) = 3t^2 + 40t\): \(R(t) = t^3 + 20t^2\). 2. Berechnung des Integrals über \([0; 4]\): \(\int_{0}^{4} (3t^2 + 40t) \, \text{d}t = [t^3 + 20t^2]_0^4 = (4^3 + 20 \cdot 4^2) - 0 = 64 + 320 = 384\). 3. Interpretation: Das Integral gibt die Netto-Zunahme der Bakterienanzahl innerhalb der ersten \(4\) Stunden an (hier \(384\) Bakterien). 4. Rekonstruktion des Bestands \(N(t)\) mit dem Anfangsbestand \(N(0) = 1000\): \(N(t) = t^3 + 20t^2 + C\). Durch Einsetzen von \(t = 0\) ergibt sich \(1000 = 0^3 + 20 \cdot 0^2 + C\), also \(C = 1000\). 5. Ergebnis: \(N(t) = t^3 + 20t^2 + 1000\).

Antwort

a) Das Integral hat den Wert \(384\). Dies entspricht der Anzahl der Bakterien, die in den ersten \(4\) Stunden neu hinzugekommen sind. b) Die Funktionsgleichung lautet \(N(t) = t^3 + 20t^2 + 1000\).
42972713
In einem Zwischenlager einer Produktionsanlage befinden sich zu Beginn \(50\,\text{t}\) Granulat. Die momentane Änderungsrate der gelagerten Granulatmasse wird für die ersten fünf Stunden durch \(f(t)=-0{,}6t^2+6t+4\) in \(\frac{\text{t}}{\text{h}}\) beschrieben, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn angibt. a) Bestimme eine Funktionsgleichung \(M(t)\), die die gelagerte Granulatmasse zum Zeitpunkt \(t\) angibt. b) Berechne den Lagerbestand nach \(5\) Stunden.

Denkanstöße

- Welcher mathematische Zusammenhang besteht zwischen der Änderungsrate und dem Lagerbestand? - Wie nutzt du den gegebenen Anfangsbestand, nachdem du eine Stammfunktion bestimmt hast? - Setze für Teil b den gesuchten Zeitpunkt in deine Bestandsfunktion ein.

Lösung

1. Eine Stammfunktion der Änderungsrate ist \(-0{,}2t^3+3t^2+4t+C\). 2. Aus \(M(0)=50\) folgt \(C=50\). Damit ist \(M(t)=-0{,}2t^3+3t^2+4t+50\). 3. Es gilt \(M(5)=-0{,}2\cdot5^3+3\cdot5^2+4\cdot5+50=120\). Nach fünf Stunden liegen \(120\,\text{t}\) Granulat im Zwischenlager.

Antwort

a) \(M(t)=-0{,}2t^3+3t^2+4t+50\) b) \(M(5)=120\,\text{t}\)
42972913
Ein Fahrzeug beschleunigt aus dem Stillstand. Die Beschleunigung (in \(\text{m/s}^2\)) wird durch die Funktion \(a\) mit \(a(t) = 0{,}6t\) beschrieben. a) Bestimme die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) unter der Bedingung, dass die Geschwindigkeit zum Zeitpunkt \(t = 0\) null ist. b) Bestimme die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) unter der Bedingung, dass zum Zeitpunkt \(t = 0\) noch kein Weg zurückgelegt wurde (\(s(0) = 0\)). c) Berechne die Geschwindigkeit und den zurückgelegten Weg nach genau \(5\,\text{s}\).

Denkanstöße

- Welche mathematische Operation kehrt den Vorgang des Ableitens um? - Wie hängen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Ort (Weg) über die Ableitung zusammen? - Was bedeutet die Information über den Zeitpunkt \(t = 0\) für deine Integrationskonstante? - In welcher Reihenfolge musst du integrieren, um vom Gegebenen zum Gesuchten zu gelangen?

Lösung

1. Bestimmung von \(v(t)\) durch Integration der Beschleunigung: \(v(t) = \int 0{,}6t \, dt = 0{,}3t^2 + C\). 2. Bestimmung von \(C\) mit \(v(0) = 0\): \(0{,}3 \cdot 0^2 + C = 0 \implies C = 0\). Ergebnis: \(v(t) = 0{,}3t^2\). 3. Bestimmung von \(s(t)\) durch Integration der Geschwindigkeit: \(s(t) = \int 0{,}3t^2 \, dt = 0{,}1t^3 + C'\). 4. Bestimmung von \(C'\) mit \(s(0) = 0\): \(0{,}1 \cdot 0^3 + C' = 0 \implies C' = 0\). Ergebnis: \(s(t) = 0{,}1t^3\). 5. Berechnung der Werte für \(t = 5\): \(v(5) = 0{,}3 \cdot 5^2 = 7{,}5\) und \(s(5) = 0{,}1 \cdot 5^3 = 12{,}5\).

Antwort

a) \(v(t) = 0{,}3t^2\) b) \(s(t) = 0{,}1t^3\) c) Nach \(5\,\text{s}\) beträgt die Geschwindigkeit \(7{,}5\,\text{m/s}\) und der Weg \(12{,}5\,\text{m}\).
43272113
An der Ausgabestelle eines Museums werden Audioguides ausgeliehen und zurückgegeben. Das Diagramm zeigt für einen Zeitraum von \(12\) Stunden die momentane Rückgaberate \(r(t)\) und die momentane Ausgaberate \(a(t)\), jeweils in \(\frac{\text{Geräte}}{\text{h}}\). Zu Beginn des Beobachtungszeitraums befinden sich \(20\) verfügbare Audioguides an der Ausgabestelle. Berechne, wie viele Audioguides nach \(4\) Stunden, nach \(8\) Stunden und nach \(12\) Stunden verfügbar sind.
Abbildung zur Aufgabe 432721

Denkanstöße

- Welche Gesamtzahl von Rückgaben beziehungsweise Ausgaben entspricht jeweils der Fläche unter einer Rate? - Zerlege die Flächen unter den beiden Graphen in Dreiecke und Rechtecke. - Für die Nettoänderung des verfügbaren Bestands musst du Rückgaben und Ausgaben miteinander verrechnen. - Vergiss den Anfangsbestand von \(20\) Geräten nicht.

Lösung

1. Bis \(t=4\) entspricht die Zahl der Rückgaben der Dreiecksfläche unter \(r\): \(\frac12\cdot4\cdot8=16\). Die Zahl der Ausgaben ist \(\frac12\cdot4\cdot2=4\). Die Nettoänderung beträgt \(16-4=12\), also sind \(20+12=32\) Audioguides verfügbar. 2. Bis \(t=8\) ergeben sich \(16+4\cdot8=48\) Rückgaben und \(\frac12\cdot8\cdot4=16\) Ausgaben. Die Nettoänderung beträgt \(32\), also sind \(52\) Audioguides verfügbar. 3. Bis \(t=12\) kommen weitere \(\frac12\cdot4\cdot8=16\) Rückgaben hinzu, insgesamt also \(64\). Die Ausgaben entsprechen \(\frac12\cdot12\cdot6=36\). Die Nettoänderung beträgt \(28\), also sind \(48\) Audioguides verfügbar.

Antwort

Nach \(4\) Stunden sind \(32\) Audioguides verfügbar. Nach \(8\) Stunden sind \(52\) Audioguides verfügbar. Nach \(12\) Stunden sind \(48\) Audioguides verfügbar.
43472513
In einem Labor wird das Wachstum des Durchmessers einer Bakterienkolonie beobachtet. Die Wachstumsgeschwindigkeit des Durchmessers in Millimetern pro Woche nimmt über drei Wochen linear zu. Bestimme anhand des Graphen den gesamten Zuwachs des Durchmessers nach diesen drei Wochen.
Abbildung zur Aufgabe 434725

Denkanstöße

- Welche geometrische Form hat die Fläche zwischen der ansteigenden Geraden und der Zeitachse? - Welche beiden Randwerte der Wachstumsrate kannst du aus dem Graphen ablesen? - Welche Einheit erhältst du, wenn du eine Rate in Millimetern pro Woche über Wochen aufsummierst?

Lösung

1. Die Fläche unter dem Graphen ist ein Trapez. 2. Zu Beginn beträgt die Wachstumsrate \(2\,\text{mm}/\text{Woche}\), nach drei Wochen \(8\,\text{mm}/\text{Woche}\). 3. Der Flächeninhalt ist \(A=\frac{2+8}{2}\cdot3\,\text{mm}=15\,\text{mm}\). 4. Dieser Flächeninhalt ist der gesamte Durchmesserzuwachs in den drei Wochen.

Antwort

Der Durchmesserzuwachs beträgt \(15\,\text{mm}\).
43472713
Eine Druckmaschine wird heruntergefahren. Dabei nimmt die Geschwindigkeit der Papierbahn in \(\text{m/min}\) linear ab, wie im Graphen dargestellt. Bestimme die Papierlänge, die in den ersten zwei Minuten noch durch die Maschine läuft.
Abbildung zur Aufgabe 434727

Denkanstöße

- Welche geometrische Form bildet die Fläche unter der Geraden? - Welche Grundseite und Höhe hat dieses Dreieck? - Welche Einheit entsteht aus \(\text{m/min}\cdot\text{min}\)?

Lösung

1. Die Fläche unter dem Geschwindigkeitsgraphen ist ein rechtwinkliges Dreieck. 2. Die Geschwindigkeit beginnt bei \(400\,\text{m/min}\) und sinkt bis \(t=2\,\text{min}\) auf \(0\). 3. Die verarbeitete Länge ist \(\frac12\cdot2\,\text{min}\cdot400\,\text{m/min}=400\,\text{m}\).

Antwort

In den ersten zwei Minuten laufen insgesamt \(400\,\text{m}\) Papierbahn durch die Maschine.
55348913
Das erste Teilbild zeigt die Änderungsrate \(r(t)\) eines Bestands \(B(t)\) für \(0\le t\le4\). Zu Beginn gilt \(B(0)=4\). Die drei weiteren Teilbilder zeigen mögliche Bestandsverläufe. Welcher Verlauf \(B_1\), \(B_2\) oder \(B_3\) passt zur Änderungsrate? Begründe deine Wahl mit dem Vorzeichen von \(r\), dem Zeitpunkt eines Extremums und der gesamten Änderung über \([0;4]\).
Abbildung zur Aufgabe 553489

Denkanstöße

- Was bedeutet ein positives beziehungsweise negatives Vorzeichen der Änderungsrate für den Bestand? - Wo wechselt die Änderungsrate ihr Vorzeichen? - Vergleiche die positive und die negative Fläche zwischen dem Rategraphen und der \(t\)-Achse.

Lösung

1. Für \(0<t<2\) ist \(r(t)>0\), also muss der Bestand dort zunehmen. Für \(2<t<4\) ist \(r(t)<0\), also muss der Bestand dort abnehmen. 2. Bei \(t=2\) wechselt \(r\) von positiv zu negativ. Dort besitzt \(B\) deshalb ein Maximum. 3. Die positive Fläche zwischen \(0\) und \(2\) ist genauso groß wie der Betrag der negativen Fläche zwischen \(2\) und \(4\). Daher ist die Gesamtänderung \(0\) und es gilt \(B(4)=B(0)=4\). 4. Nur \(B_1\) steigt zunächst, hat bei \(t=2\) ein Maximum, fällt anschließend und endet wieder beim Anfangswert.

Antwort

\(B_1\). Für \(0<t<2\) ist \(r(t)>0\), danach ist \(r(t)<0\); deshalb steigt der Bestand zunächst und hat bei \(t=2\) ein Maximum. Die positive und negative Flächenbilanz sind gleich groß, sodass \(B(4)=B(0)=4\) gilt. Nur \(B_1\) erfüllt alle drei Bedingungen.
55693713
An einer Theatergarderobe hängen zu Beginn \(40\) Kleidungsstücke. Während der nächsten vier Stunden werden weitere Kleidungsstücke mit der Rate \(p(t)=4+t\) in \(\frac{\text{Stück}}{\text{h}}\) abgegeben. Gleichzeitig werden konstant \(5\) Kleidungsstücke pro Stunde abgeholt. Stelle die Nettorate der Zahl aufgehängter Kleidungsstücke auf und berechne, wie viele Kleidungsstücke nach \(4\) Stunden an der Garderobe hängen.

Denkanstöße

- Welche der beiden gegebenen Raten vergrößert und welche verkleinert die Zahl aufgehängter Kleidungsstücke? - Formuliere zuerst eine einzige Nettorate. - Das Integral der Nettorate liefert die Bestandsänderung, nicht bereits den Endbestand.

Lösung

1. Neu abgegebene Kleidungsstücke erhöhen den Bestand, abgeholte verringern ihn. Daher ist die Nettorate \(n(t)=p(t)-5=t-1\). 2. Die Bestandsänderung in vier Stunden ist \(\int_0^4(t-1)\,\text{d}t=\left[\frac12t^2-t\right]_0^4=4\) Stück. 3. Mit dem Anfangsbestand folgt \(B(4)=40+4=44\).

Antwort

Nettorate: \(n(t)=(t-1)\,\frac{\text{Stück}}{\text{h}}\); nach \(4\) Stunden hängen \(44\) Kleidungsstücke an der Garderobe.
42489813
Die Wachstumsrate einer Bakterienkultur kann für \(0\le t\le24\) durch die Funktion \(w\) mit \(w(t)=200e^{0{,}1t}\) beschrieben werden (\(t\) in Stunden, \(w(t)\) in Bakterien pro Stunde). a) Berechne den Zuwachs der Bakterienanzahl innerhalb der ersten \(10\) Stunden. b) Zu Beginn der Messung bei \(t=0\) besteht die Kultur aus \(5000\) Bakterien. Gib eine integralfreie Funktionsgleichung für die Gesamtzahl der Bakterien \(N(t)\) an. c) Formuliere eine Fragestellung im Sachkontext, die durch die Gleichung \(\int_t^{t+2}w(x)\,\text{d}x=2000\) beantwortet werden könnte.

Denkanstöße

- Welche Größe erhältst du durch Integration der Wachstumsrate über einen Zeitraum? - Wie hängt eine Bestandsfunktion mit ihrer Änderungsrate zusammen? - Welche Anfangsbedingung bestimmt die Integrationskonstante in Teil b? - Welche Zeitspanne wird durch die Grenzen \(t\) und \(t+2\) beschrieben?

Lösung

1. Eine Stammfunktion der Wachstumsrate ist \(W(t)=2000e^{0{,}1t}\). 2. Der Zuwachs in den ersten zehn Stunden beträgt \(\int_0^{10}200e^{0{,}1t}\,\text{d}t=[2000e^{0{,}1t}]_0^{10}=2000(e-1)\) Bakterien. 3. Eine Bestandsfunktion hat die Form \(N(t)=2000e^{0{,}1t}+C\). Aus \(N(0)=5000\) folgt \(C=3000\), also \(N(t)=2000e^{0{,}1t}+3000\). 4. Die Gleichung in Teil c fragt nach einem Zeitpunkt \(t\), ab dem die Bakterienanzahl in den folgenden zwei Stunden um genau \(2000\) zunimmt.

Antwort

a) \(2000(e-1)\) Bakterien b) \(N(t)=2000e^{0{,}1t}+3000\) c) „Zu welchem Zeitpunkt \(t\) nimmt die Bakterienanzahl innerhalb der folgenden zwei Stunden um genau \(2000\) zu?“
42502913
Ein Behälter in einer Industrieanlage wird mit einer chemischen Lösung befüllt. Die Zuflussrate der Lösung wird durch \(v(t)=12-12e^{-0{,}4t}\) in \(\frac{\text{L}}{\text{min}}\) beschrieben, wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit Beginn des Füllvorgangs angibt. Zu Beginn befinden sich \(40\,\text{L}\) im Behälter. a) Ermittle eine Funktionsgleichung \(V(t)\), die das Volumen der Lösung im Behälter bis zum Zeitpunkt \(t=20\) angibt. b) Berechne das Volumen nach \(10\) Minuten. c) Ab \(t=20\) wird die Zuflussrate auf konstant \(12\,\frac{\text{L}}{\text{min}}\) eingestellt. Bestimme den Zeitpunkt, zu dem sich erstmals \(500\,\text{L}\) im Behälter befinden.

Denkanstöße

- Wie entsteht aus einer Zuflussrate und einem bekannten Anfangsvolumen eine Bestandsfunktion? - Prüfe bei der Integrationskonstante ausdrücklich den gegebenen Anfangsbestand. - Für den letzten Teil ändert sich das Modell bei \(t=20\); bestimme zuerst den Bestand genau zu diesem Umschaltzeitpunkt. - Was bedeutet eine anschließend konstante Zuflussrate für die weitere Bestandsentwicklung?

Lösung

1. Eine Stammfunktion der Zuflussrate ist \(12t+30e^{-0{,}4t}\). Mit \(V(0)=40\) folgt \(V(t)=12t+30e^{-0{,}4t}+10\) für \(0\le t\le20\). 2. Nach zehn Minuten enthält der Behälter \(V(10)=130+30e^{-4}\,\text{L}\). 3. Zum Umschaltzeitpunkt gilt \(V(20)=250+30e^{-8}\,\text{L}\). 4. Für \(t\ge20\) gilt daher \(V(t)=250+30e^{-8}+12(t-20)\). 5. Aus \(V(t)=500\) folgt \(t=\frac{245}{6}-\frac{5}{2}e^{-8}\,\text{min}\).

Antwort

a) \(V(t)=12t+30e^{-0{,}4t}+10\) für \(0\le t\le20\) b) \(V(10)=130+30e^{-4}\,\text{L}\) c) \(t=\frac{245}{6}-\frac{5}{2}e^{-8}\,\text{min}\)
42503013
Ein Akkumulator wird über eine Solaranlage geladen. Die Ladeleistung wird in den ersten \(8\) Stunden durch \(P(t)=40t e^{-0{,}5t}\) in Watt modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Ladebeginn angibt. Zu Beginn sind bereits \(200\,\text{Wh}\) gespeichert. Für die Rechnung darfst du die Stammfunktion \(F(t)=-80(t+2)e^{-0{,}5t}\) von \(P\) verwenden. a) Stelle einen integralfreien Funktionsterm \(E(t)\) für die gespeicherte Energie auf. b) Berechne die gespeicherte Energie nach \(4\) Stunden. c) Bestimme, um wie viel die gespeicherte Energie in den ersten vier Stunden zugenommen hat, und erkläre den Zusammenhang mit dem Integral der Ladeleistung.

Denkanstöße

- Wie setzt sich ein späterer Energiebestand aus Anfangsbestand und der seitdem zugeführten Energie zusammen? - Die Stammfunktion ist bereits gegeben; achte beim bestimmten Integral auf beide Randwerte. - Vergleiche in Teil c den Bestandsunterschied \(E(4)-E(0)\) mit dem Integral der Leistung über denselben Zeitraum.

Lösung

1. Für die gespeicherte Energie gilt \(E(t)=200+\int_0^tP(x)\,\text{d}x\). 2. Mit der gegebenen Stammfunktion folgt \(E(t)=200+F(t)-F(0)=200-80(t+2)e^{-0{,}5t}+160=360-80(t+2)e^{-0{,}5t}\). 3. Nach vier Stunden gilt \(E(4)=360-480e^{-2}\,\text{Wh}\). 4. Die Energiezunahme in den ersten vier Stunden ist \(E(4)-E(0)=160-480e^{-2}\,\text{Wh}\). Genau diesen Wert liefert \(\int_0^4P(t)\,\text{d}t\), weil das Integral der Leistung über die Zeit die zugeführte Energie beschreibt.

Antwort

a) \(E(t)=360-80(t+2)e^{-0{,}5t}\) b) \(E(4)=360-480e^{-2}\,\text{Wh}\) c) \(160-480e^{-2}\,\text{Wh}\); dies ist zugleich \(\int_0^4P(t)\,\text{d}t\), also die in den ersten vier Stunden zugeführte Energie.
42510513
In einem Labor wird die Entwicklung einer Bakterienkultur beobachtet. Zum Zeitpunkt \(t=0\) (in Stunden) umfasst die Kultur \(10\,000\) Bakterien. Die momentane Änderungsrate der Bakterienanzahl wird für den Zeitraum \(0 \le t \le 8\) durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = -0{,}1t^2 + 0{,}8t - 1{,}2\) beschrieben (dabei wird die Änderungsrate in \(1000\) Bakterien pro Stunde angegeben). a) Bestimme das Zeitintervall innerhalb der acht Stunden, in dem die Bakterienanzahl der Kultur zunimmt. b) Berechne die Anzahl der Bakterien zum Zeitpunkt \(t=6\). c) Gib eine Fragestellung im Sachzusammenhang an, die mit der Lösung der Gleichung \(10 + \int_{0}^{k} f(t) \,\text{d}t = 9{,}5\) beantwortet werden kann.

Denkanstöße

- Wann ist eine Größe steigend, wenn man ihre Änderungsrate kennt? - Wie hängen Bestand, Anfangsbestand und die Änderungsrate über ein Integral zusammen? - Was bedeuten die einzelnen Summanden und der Wert auf der rechten Seite der Gleichung in Bezug auf die Einheiten im Text?

Lösung

1. Die Bakterienanzahl nimmt zu, wenn die momentane Änderungsrate positiv ist: \(f(t) > 0\). Die Nullstellen von \(f(t) = -0{,}1(t^2 - 8t + 12)\) liegen bei \(t_1 = 2\) und \(t_2 = 6\). Da der Graph von \(f\) eine nach unten geöffnete Parabel ist, gilt \(f(t) > 0\) für \(t \in ]2; 6[\). Die Anzahl nimmt also im offenen Intervall \(]2; 6[\) zu. 2. Die Bakterienanzahl zum Zeitpunkt \(t=6\) berechnet sich durch \(B(6) = 10 + \int_{0}^{6} (-0{,}1t^2 + 0{,}8t - 1{,}2) \, \text{d}t\). Das Integral ist \([ -\frac{0{,}1}{3}t^3 + 0{,}4t^2 - 1{,}2t ]_0^6 = -7{,}2 + 14{,}4 - 7{,}2 = 0\). Da die Änderungsrate in Tausend Bakterien pro Stunde angegeben ist, bleibt die Anzahl bei \(10\,000\) Bakterien. 3. Die Gleichung \(10 + \int_0^k f(t) \,\text{d}t = 9{,}5\) beschreibt alle Zeitpunkte \(k\), zu denen der Bestand \(9500\) Bakterien beträgt. Eine passende Fragestellung lautet: „Zu welchen Zeitpunkten \(k\) beträgt die Bakterienanzahl \(9500\)?“

Antwort

a) Das Zeitintervall ist \(]2; 6[\). b) Die Bakterienanzahl beträgt \(10\,000\). c) Mögliche Fragestellung: „Zu welchen Zeitpunkten \(k\) beträgt die Bakterienanzahl \(9500\)?“
42510613
In einem Versuchsgewächshaus verändert sich die \(\text{CO}_2\)-Masse in der Luft durch Einspeisung, Aufnahme durch Pflanzen und Lüftung. Für \(0\le t\le5\) wird ihre Nettoänderungsrate durch \(h(t)=4e^{-0{,}5t}-2\) in \(\frac{\text{g}}{\text{min}}\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Minuten seit Beobachtungsbeginn. Zu Beginn befinden sich \(20\,\text{g}\) \(\text{CO}_2\) in der Gewächshausluft. a) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt innerhalb des Beobachtungszeitraums, zu dem die \(\text{CO}_2\)-Masse maximal ist. b) Berechne die Nettoänderung der \(\text{CO}_2\)-Masse in den ersten vier Minuten. c) Interpretiere, was eine Lösung der Gleichung \(\int_2^x h(t)\,\text{d}t=0\) für ein \(x>2\) im Sachzusammenhang bedeuten würde.

Denkanstöße

- Wie muss sich das Vorzeichen einer Nettoänderungsrate verhalten, damit der zugehörige Bestand ein Maximum erreicht? - Das bestimmte Integral einer vorzeichenbehafteten Rate liefert die Nettoänderung der gespeicherten Größe. - Was bedeutet eine Nettoänderung von \(0\) für die Bestände an Anfang und Ende des betrachteten Intervalls?

Lösung

1. Die \(\text{CO}_2\)-Masse ist maximal, wenn die Nettoänderungsrate von positiv zu negativ wechselt. Aus \(4e^{-0{,}5t}-2=0\) folgt \(t=2\ln(2)\,\text{min}\). Vor diesem Zeitpunkt ist \(h(t)>0\), danach \(h(t)<0\). 2. Die Nettoänderung in den ersten vier Minuten ist \(\Delta M=\int_0^4(4e^{-0{,}5t}-2)\,\text{d}t=[-8e^{-0{,}5t}-2t]_0^4=-8e^{-2}\,\text{g}\). 3. Das Integral \(\int_2^x h(t)\,\text{d}t\) ist die Nettoänderung der \(\text{CO}_2\)-Masse zwischen \(t=2\) und \(t=x\). Ein Integralwert von \(0\) würde bedeuten, dass die \(\text{CO}_2\)-Masse zu beiden Zeitpunkten gleich groß ist. 4. Für \(x>2\) ist \(h(t)<0\) im Modellintervall, daher existiert dort keine solche Lösung.

Antwort

a) \(t=2\ln(2)\,\text{min}\) b) \(\Delta M=-8e^{-2}\,\text{g}\) c) Eine Lösung würde bedeuten, dass die \(\text{CO}_2\)-Masse zum Zeitpunkt \(x\) wieder genauso groß wie bei \(t=2\) ist. Für \(x>2\) existiert im Modellintervall keine solche Lösung.
42661213
Ein Erdbeobachtungssatellit schreibt während einer zwölfminütigen Beobachtungsphase Messdaten in seinen Borddatenspeicher. Die Rate, mit der neue Daten gespeichert werden, wird durch \(g(t)=40\sin\left(\frac{\pi}{4}t\right)+50\) in \(\frac{\text{MB}}{\text{min}}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit Beginn der Beobachtungsphase angibt. Während dieses Zeitraums findet kein Downlink zur Bodenstation statt. a) Bestimme die Datenmenge, die in den ersten \(4\) Minuten neu gespeichert wird. b) Zu Beginn der Beobachtungsphase befinden sich bereits \(200\,\text{MB}\) im Borddatenspeicher. Berechne den Speicherinhalt nach \(6\) Minuten.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung hat das Integral einer Speicherrate über ein Zeitintervall? - Achte beim Integrieren der Sinusfunktion auf den Faktor im Argument. - Unterscheide in b) zwischen der neu gespeicherten Datenmenge und dem tatsächlichen Speicherinhalt. - Welche zusätzliche Information brauchst du neben der Bestandsänderung, um den Speicherinhalt zu einem späteren Zeitpunkt zu bestimmen?

Lösung

1. Die neu gespeicherte Datenmenge entspricht dem Integral der Speicherrate. Eine Stammfunktion ist \(G(t)=-\frac{160}{\pi}\cos\left(\frac{\pi}{4}t\right)+50t\). 2. Für die ersten vier Minuten gilt \(\int_0^4g(t)\,\text{d}t=G(4)-G(0)=200+\frac{320}{\pi}\,\text{MB}\). 3. Nach sechs Minuten beträgt die Bestandsänderung \(\int_0^6g(t)\,\text{d}t=300+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\). 4. Mit dem Anfangsbestand folgt \(D(6)=200\,\text{MB}+300\,\text{MB}+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}=500+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\).

Antwort

a) \(200+\frac{320}{\pi}\,\text{MB}\) b) \(500+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\)
42676713
Ein Getreidesilo wird über einen Zeitraum von 12 Stunden befüllt und entleert. Die momentane Änderungsrate der Getreidemenge im Silo wird für \(0\le t\le12\) durch die Funktion \(f\) mit \(f(t)=-t^2+12t-20\) beschrieben. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(f(t)\) die Änderungsrate in Tonnen pro Stunde. a) Bestimme rechnerisch die Zeitintervalle innerhalb der 12 Stunden, in denen Getreide aus dem Silo entnommen wird bzw. dem Silo hinzugefügt wird. b) Interpretiere die Bedeutung des Integrals \(\int_4^9 f(t)\,\text{d}t\) im Sachzusammenhang. c) Zu Beginn der Beobachtung bei \(t=0\) befinden sich \(100\,\text{t}\) Getreide im Silo. Berechne die Getreidemenge, die sich nach 10 Stunden im Silo befindet. d) Begründe ohne weitere Rechnung, dass die Getreidemenge zum Zeitpunkt \(t=10\) einen lokalen Hochpunkt erreicht.

Denkanstöße

- Welche Information über Zu- oder Abnahme liefert das Vorzeichen der Änderungsrate? - Welche Einheit hat das Integral einer Rate in Tonnen pro Stunde über die Zeit? - Wie setzt sich der Bestand nach zehn Stunden aus Anfangsbestand und Nettoänderung zusammen? - Was bedeutet ein Vorzeichenwechsel der Rate von positiv zu negativ für den zugehörigen Bestand?

Lösung

1. Die Nullstellen von \(f(t)=-t^2+12t-20\) sind \(t=2\) und \(t=10\). Da die Parabel nach unten geöffnet ist, gilt \(f(t)<0\) für \(0\le t<2\) und \(10<t\le12\), während \(f(t)>0\) für \(2<t<10\) gilt. 2. Das Integral \(\int_4^9 f(t)\,\text{d}t\) gibt die Nettoänderung der Getreidemenge zwischen der 4. und der 9. Stunde in Tonnen an. 3. Nach zehn Stunden ist der Bestand \(m(10)=100+\int_0^{10}(-t^2+12t-20)\,\text{d}t\). 4. Mit der Stammfunktion \(-\frac13t^3+6t^2-20t\) ergibt sich \(\int_0^{10}f(t)\,\text{d}t=\frac{200}{3}\,\text{t}\). Somit ist \(m(10)=\frac{500}{3}\,\text{t}\). 5. Bei \(t=10\) wechselt \(f\) von positiv zu negativ. Der Bestand steigt also davor und fällt danach; deshalb liegt dort ein lokales Maximum vor.

Antwort

a) Entnahme für \(0\le t<2\) und \(10<t\le12\); Zufuhr für \(2<t<10\) b) Nettoänderung der Getreidemenge zwischen der 4. und 9. Stunde c) \(\frac{500}{3}\,\text{t}\) d) Bei \(t=10\) wechselt die Änderungsrate von positiv zu negativ, daher hat der Bestand dort einen lokalen Hochpunkt.
42676813
Der Füllvorgang eines Gasspeichers wird für \(0\le t\le12\) durch die momentane Änderungsrate \(v(t)=0{,}2(t^3-18t^2+80t)\) modelliert (\(t\) in Stunden, \(v(t)\) in \(\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\)). a) Zeige, dass die Änderungsrate im Intervall \(0<t<8\) positiv und im Intervall \(8<t<10\) negativ ist. b) Zu Beginn bei \(t=0\) sind \(500\,\text{m}^3\) Gas im Speicher. Berechne das Gasvolumen zum Zeitpunkt \(t=8\). c) Entscheide durch Vergleich der Bestandsänderungen, ob das Volumen zum Zeitpunkt \(t=10\) größer oder kleiner ist als zum Zeitpunkt \(t=0\).

Denkanstöße

- Eine faktorisierte Form der Änderungsrate erleichtert die Vorzeichenanalyse in den angegebenen Intervallen. - Wie erhältst du aus Anfangsbestand und bestimmtem Integral der Änderungsrate den späteren Bestand? - Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung verbindet die Bestandsänderung mit dem Integral der Änderungsrate. - Für den Vergleich in Teil c genügt das Vorzeichen der gesamten Nettoänderung auf \([0;10]\).

Lösung

1. Es gilt \(v(t)=0{,}2t(t-8)(t-10)\). Für \(0<t<8\) hat das Produkt das Vorzeichen \((+)\cdot(-)\cdot(-)\), also ist \(v(t)>0\). Für \(8<t<10\) gilt \((+)\cdot(+)\cdot(-)\), also \(v(t)<0\). 2. Eine Stammfunktion von \(v\) ist \(F(t)=0{,}2\left(\frac{t^4}{4}-6t^3+40t^2\right)\). Daher ist \(\int_0^8v(t)\,\text{d}t=102{,}4\,\text{m}^3\) und somit \(V(8)=602{,}4\,\text{m}^3\). 3. Für die ersten zehn Stunden gilt \(\int_0^{10}v(t)\,\text{d}t=100\,\text{m}^3>0\). Deshalb ist \(V(10)=600\,\text{m}^3\) größer als \(V(0)=500\,\text{m}^3\).

Antwort

a) Für \(0<t<8\) gilt \(v(t)>0\), für \(8<t<10\) gilt \(v(t)<0\). b) \(V(8)=602{,}4\,\text{m}^3\) c) \(V(10)=600\,\text{m}^3>V(0)\); der Bestand ist nach zehn Stunden größer.
42679913
Die Leistungsaufnahme einer industriellen Belüftungsanlage wird während einer \(12\)-stündigen Schicht durch \(P(t)=15\sin\!\left(\frac{\pi}{6}(t-3)\right)+20\) in \(\text{kW}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Schichtbeginn angibt. a) Berechne die gesamte elektrische Energie in \(\text{kWh}\), die eine Anlage während der Schicht aufnimmt. b) Auf einem Fabrikgelände laufen \(8\) baugleiche Anlagen an einem Arbeitstag in zwei solchen \(12\)-Stunden-Schichten. Berechne die gesamte elektrische Energie für alle Anlagen an diesem Tag.

Denkanstöße

- Energie erhältst du durch Integration der Leistung über die Zeit. - Vergleiche die Länge des Integrationsintervalls mit der Periode der Sinuskomponente. - Skaliere das Ergebnis einer Anlage anschließend mit Anlagenzahl und Schichtzahl.

Lösung

1. Die elektrische Energie einer Anlage ist \(\int_0^{12}P(t)\,\mathrm{d}t\). Das Intervall hat genau die Periodenlänge \(12\) der Sinuskomponente, daher ist deren Integral über dieses Intervall null. Es bleibt \(20\cdot12=240\,\text{kWh}\). 2. Für \(8\) Anlagen und zwei Schichten ergibt sich \(240\,\text{kWh}\cdot8\cdot2=3840\,\text{kWh}\).

Antwort

a) \(240\,\text{kWh}\) b) \(3840\,\text{kWh}\)
42685713
In einer Versuchsanlage zur direkten \(\text{CO}_2\)-Abscheidung wird abgeschiedenes \(\text{CO}_2\) vor dem Abtransport in einem Zwischenspeicher gesammelt. Für \(0\le t\le16\) wird die momentane Änderungsrate der gespeicherten \(\text{CO}_2\)-Masse durch \(f(t)=-0{,}25t^4+4t^3\) in \(\frac{\text{kg}}{\text{Tag}}\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Tagen seit Beobachtungsbeginn. Zu Beginn befinden sich \(5000\,\text{kg}\) \(\text{CO}_2\) im Zwischenspeicher. a) Stelle die gespeicherte Masse \(M(t)\) mithilfe eines Integrals dar und berechne \(M(12)\). b) Untersuche anhand des Vorzeichens von \(f(t)\), wann die gespeicherte Masse im Modellintervall steigt oder fällt. c) Bestimme daraus, zu welchem Zeitpunkt die gespeicherte Masse auf \([0;16]\) maximal ist, und berechne diesen maximalen Wert.

Denkanstöße

- Wie setzt sich ein gespeicherter Bestand aus Anfangsbestand und der seitdem aufgelaufenen Änderung zusammen? - Für das Steigen oder Fallen der gespeicherten Masse ist das Vorzeichen der gegebenen Änderungsrate entscheidend. - Kannst du den Funktionsterm so faktorisieren, dass sein Vorzeichen auf \([0;16]\) unmittelbar erkennbar wird? - Wenn der Bestand im gesamten Inneren des Intervalls steigt, an welchem Rand wird sein Maximum erreicht?

Lösung

1. Es gilt \(M(t)=5000+\int_0^t f(x)\,\text{d}x\). 2. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=-0{,}05t^5+t^4\). Damit ist \(\int_0^{12}f(t)\,\text{d}t=8294{,}4\,\text{kg}\), also \(M(12)=13\,294{,}4\,\text{kg}\). 3. Es gilt \(f(t)=0{,}25t^3(16-t)\). Daher ist \(f(t)>0\) für \(0<t<16\); die gespeicherte Masse steigt im gesamten Inneren des Modellintervalls. 4. Folglich wird das Maximum bei \(t=16\) erreicht. Mit \(F(16)=13\,107{,}2\) ergibt sich \(M(16)=18\,107{,}2\,\text{kg}\).

Antwort

a) \(M(t)=5000+\int_0^t f(x)\,\text{d}x\); \(M(12)=13\,294{,}4\,\text{kg}\) b) Die gespeicherte Masse steigt für \(0<t<16\); innerhalb des Modellintervalls gibt es kein fallendes Teilintervall. c) Maximum bei \(t=16\,\text{Tagen}\) mit \(M(16)=18\,107{,}2\,\text{kg}\)
42973013
Die Beschleunigung eines Körpers ist durch \(a(t)=-4e^{-0{,}5t}\) in \(\text{m}/\text{s}^2\) gegeben. Zum Beobachtungsbeginn bei \(t=0\) beträgt seine Geschwindigkeit \(v(0)=8\,\text{m}/\text{s}\). a) Leite die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) her. b) Bestimme die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) unter der Voraussetzung \(s(0)=0\). c) Berechne den Weg, den der Körper in den ersten \(2\) Sekunden zurücklegt.

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen Beschleunigung und Geschwindigkeit sowie zwischen Geschwindigkeit und Wegfunktion? - Nutze die beiden Anfangswerte jeweils erst nach dem Integrieren, um die Integrationskonstanten zu bestimmen. - Prüfe für Teil c das Vorzeichen der Geschwindigkeit, bevor du Ortsänderung und zurückgelegten Weg gleichsetzt.

Lösung

1. Durch Integration der Beschleunigung erhält man \(v(t)=8e^{-0{,}5t}+C\). Aus \(v(0)=8\,\text{m}/\text{s}\) folgt \(C=0\), also \(v(t)=8e^{-0{,}5t}\). 2. Durch erneute Integration erhält man \(s(t)=-16e^{-0{,}5t}+C\). Aus \(s(0)=0\) folgt \(C=16\), also \(s(t)=16-16e^{-0{,}5t}\). 3. Da \(v(t)>0\) gilt, entspricht die Ortsänderung dem zurückgelegten Weg. Für die ersten zwei Sekunden ist \(s(2)-s(0)=16(1-e^{-1})\,\text{m}\).

Antwort

a) \(v(t)=8e^{-0{,}5t}\) b) \(s(t)=16-16e^{-0{,}5t}\) c) \(16(1-e^{-1})\,\text{m}\)
42973313
Ein Fahrzeug beschleunigt auf einer geraden Teststrecke gleichmäßig mit einer Beschleunigung von \(a(t) = 2\,\text{m/s}^2\). Zu Beginn der Messung (\(t = 0\,\text{s}\)) beträgt seine Geschwindigkeit \(v_0 = 5\,\text{m/s}\). Das Fahrzeug hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine Strecke von \(s_0 = 10\,\text{m}\) bezüglich des Startpunktes der Teststrecke zurückgelegt. a) Ermittle durch Integration die Funktionsgleichungen für die Geschwindigkeit \(v(t)\) und den Weg \(s(t)\). b) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t\), an dem das Fahrzeug die Position \(s = 160\,\text{m}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie hängen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Weg mathematisch über die Integralrechnung zusammen? - Welche Rolle spielen die Werte zum Zeitpunkt \(t = 0\) bei der Bestimmung der Stammfunktionen? - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der die gesuchte Zeit die Unbekannte ist? - Erinnerst du dich an ein Verfahren, um quadratische Gleichungen zu lösen?

Lösung

1. Bestimmung der Geschwindigkeitsfunktion: Da \(v(t) = \int a(t) \,\text{d}t\), folgt \(v(t) = \int 2 \,\text{d}t = 2t + C_1\). Mit der Anfangsbedingung \(v(0) = 5\) ergibt sich \(C_1 = 5\), also \(v(t) = 2t + 5\). 2. Bestimmung der Wegfunktion: Da \(s(t) = \int v(t) \,\text{d}t\), folgt \(s(t) = \int (2t + 5) \,\text{d}t = t^2 + 5t + C_2\). Mit der Anfangsbedingung \(s(0) = 10\) ergibt sich \(C_2 = 10\), also \(s(t) = t^2 + 5t + 10\). 3. Berechnung des Zeitpunkts für \(s = 160\): Setze \(t^2 + 5t + 10 = 160\), woraus die quadratische Gleichung \(t^2 + 5t - 150 = 0\) folgt. 4. Lösen der quadratischen Gleichung: Die Lösungen sind \(t = \frac{-5 \pm \sqrt{25 - 4 \cdot 1 \cdot (-150)}}{2} = \frac{-5 \pm 25}{2}\). Da \(t \ge 0\) sein muss, ist \(t = 10\,\text{s}\).

Antwort

a) \(v(t) = 2t + 5\) und \(s(t) = t^2 + 5t + 10\) b) Das Fahrzeug erreicht die Position nach \(t = 10\,\text{s}\).
42973813
In einem industriellen Filter wird die Masse \(m\) eines Schadstoffs gesammelt. Die Rate, mit der die Masse des Schadstoffs im Filter zunimmt, lässt sich für \(t\ge0\) durch \(m'(t)=\frac{k}{(t+1)^2}\) modellieren. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden und \(m'(t)\) die Änderungsrate in \(\text{mg}/\text{h}\). Zu Beginn der Messung bei \(t=0\) ist der Filter vollständig sauber. Nach einer Stunde bei \(t=1\) wurde eine Schadstoffmasse von \(2\,\text{mg}\) im Filter nachgewiesen. Bestimme den Wert der Konstante \(k\) und die Funktionsgleichung \(m(t)\) für die Masse des Schadstoffs im Filter.

Denkanstöße

- Welche Bestandsfunktion erhältst du durch Integration der gegebenen Änderungsrate? - Wie schränkt die Angabe „zu Beginn vollständig sauber“ die Integrationskonstante ein? - Welche zweite Bedingung liefert der Messwert nach einer Stunde?

Lösung

1. Aus \(m'(t)=k(t+1)^{-2}\) folgt durch Integration \(m(t)=-\frac{k}{t+1}+C\). 2. Mit \(m(0)=0\) erhält man \(-k+C=0\), also \(C=k\). 3. Aus \(m(1)=2\) folgt \(-\frac{k}{2}+k=2\), also \(k=4\). 4. Damit ist \(C=4\) und \(m(t)=4-\frac{4}{t+1}\).

Antwort

\(k=4\) und \(m(t)=4-\frac{4}{t+1}\)
43272613
Der Graph zeigt die Nettoänderungsrate \(q(t)\) der Zahl wartender Personen vor der Sicherheitskontrolle einer Großveranstaltung über einen Zeitraum von acht Minuten. Die Rate wird in \(\frac{\text{Personen}}{\text{min}}\) angegeben. Eine positive Rate bedeutet, dass die Warteschlange wächst; eine negative Rate bedeutet, dass sie kürzer wird. Zu Beginn der Beobachtung warten \(400\) Personen. a) Bestimme den Zeitpunkt, an dem die Zahl wartender Personen am geringsten ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe des Graphen. b) Bestimme näherungsweise, zum Beispiel durch das Zählen von Kästchen oder mithilfe von Teilflächen, wie viele Personen nach genau fünf Minuten warten.
Abbildung zur Aufgabe 432726

Denkanstöße

- Was bedeutet das Vorzeichen der Nettoänderungsrate für die Länge der Warteschlange? - Wann wird ein Bestand minimal, wenn seine Änderungsrate von negativ zu positiv wechselt? - Welche Bestandsänderung repräsentiert ein einzelnes Gitterkästchen bei den gegebenen Achsenskalierungen? - Addiere die geschätzte Nettoänderung zum Anfangsbestand.

Lösung

1. Solange \(q(t)<0\) ist, wird die Warteschlange kürzer. Dies ist von \(t=0\) bis \(t=5\) der Fall. Danach ist \(q(t)>0\), sodass die Warteschlange wieder wächst. Deshalb ist die Zahl wartender Personen bei \(t=5\,\text{min}\) am geringsten. 2. Die Bestandsänderung bis \(t=5\) entspricht der vorzeichenbehafteten Fläche unter dem Graphen. Ein Gitterkästchen hat die Breite \(1\,\text{min}\) und die Höhe \(10\,\frac{\text{Personen}}{\text{min}}\), also entspricht es \(10\) Personen. 3. Die Fläche zwischen Graph und horizontaler Achse von \(t=0\) bis \(t=5\) umfasst näherungsweise \(10\) Kästchen unterhalb der Achse. Die Nettoänderung beträgt daher ungefähr \(-100\) Personen. 4. Aus dem Anfangsbestand \(400\) folgt \(Q(5)\approx400-100=300\) Personen.

Antwort

a) Nach \(5\,\text{min}\); bis dahin ist \(q(t)<0\), danach \(q(t)>0\). b) Nach fünf Minuten warten näherungsweise \(300\) Personen.
43279413
In einem Rohstoffzwischenlager befinden sich zu Beginn \(100\,\text{t}\) Material. Die momentane Änderungsrate der gelagerten Masse wird für \(0\le t\le8\) durch \(f(t)=t^3-11t^2+24t\) in \(\frac{\text{t}}{\text{h}}\) beschrieben. Positive Werte bedeuten eine Nettoeinlagerung, negative Werte eine Nettoentnahme. a) Bestimme die Zeitintervalle, in denen der Lagerbestand steigt bzw. fällt. b) Stelle eine Funktionsgleichung \(M(t)\) für den Lagerbestand auf. c) Berechne \(M(3)\) und \(M(8)\). Begründe damit, dass das Lager während des gesamten beobachteten Zeitraums nicht leer wird.

Denkanstöße

- Welche Information über das Steigen oder Fallen des Bestands liefert das Vorzeichen der Änderungsrate? - Wie ergänzt du eine Stammfunktion der Änderungsrate um den gegebenen Anfangsbestand? - Wenn der Bestand erst steigt und anschließend bis zum Ende fällt, an welchen Stellen muss für die Leerheitsprüfung verglichen werden?

Lösung

1. Es gilt \(f(t)=t(t-3)(t-8)\). Damit ist \(f(t)>0\) für \(0<t<3\) und \(f(t)<0\) für \(3<t<8\). Der Bestand steigt also bis \(t=3\) und fällt anschließend bis \(t=8\). 2. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=\frac14t^4-\frac{11}{3}t^3+12t^2\). Mit \(M(0)=100\) folgt \(M(t)=\frac14t^4-\frac{11}{3}t^3+12t^2+100\). 3. Es ist \(M(3)=\frac{517}{4}\,\text{t}\) und \(M(8)=\frac{44}{3}\,\text{t}\). 4. Auf \([0;3]\) steigt der Bestand, auf \([3;8]\) fällt er. Deshalb kann das Minimum nur an \(t=0\) oder \(t=8\) liegen. Beide Werte sind positiv, insbesondere \(M(8)=\frac{44}{3}\,\text{t}>0\). Das Lager wird daher nicht leer.

Antwort

a) Steigend für \(0<t<3\), fallend für \(3<t<8\). b) \(M(t)=\frac14t^4-\frac{11}{3}t^3+12t^2+100\) c) \(M(3)=\frac{517}{4}\,\text{t}\), \(M(8)=\frac{44}{3}\,\text{t}\); wegen des monotonen Verlaufs in den beiden Teilintervallen und positiver Randbestände wird das Lager nicht leer.
43279513
In einem Ausstellungspavillon eines Wissenschaftsfestivals befinden sich zu Beginn einer zwölfstündigen Öffnungszeit \(200\) Besucherinnen und Besucher. Die Nettoänderungsrate der Personenzahl im Pavillon wird für \(0\le t\le12\) durch \(f(t)=-3t^2+36t-60\) in \(\frac{\text{Personen}}{\text{h}}\) modelliert. Positive Werte bedeuten, dass insgesamt mehr Personen den Pavillon betreten als verlassen; negative Werte bedeuten das Gegenteil. a) Bestimme die Zeitintervalle, in denen die Personenzahl im Pavillon abnimmt. b) Berechne, wie viele Personen sich nach \(6\) Stunden im Pavillon befinden. c) Begründe, dass die Personenzahl bei \(t=10\) ihren maximalen Wert im gesamten Beobachtungszeitraum erreicht, und berechne dieses Maximum.

Denkanstöße

- In welchen Zeitabschnitten ist die gegebene Nettoänderungsrate negativ? - Für eine spätere Personenzahl brauchst du den Anfangsbestand und die bis dahin aufgelaufene Nettoänderung. - Welcher Vorzeichenwechsel der Rate kennzeichnet einen lokalen Hochpunkt des Bestands? - Für ein absolutes Maximum auf einem geschlossenen Intervall müssen zusätzlich die Randbestände berücksichtigt werden.

Lösung

1. Es gilt \(f(t)=-3(t-2)(t-10)\). Daher ist \(f(t)<0\) für \(0\le t<2\) und \(10<t\le12\). In diesen Zeitintervallen nimmt die Personenzahl ab. 2. Eine Stammfunktion ist \(F(t)=-t^3+18t^2-60t\). Für \(t=6\) gilt \(P(6)=200+F(6)-F(0)=272\). 3. Die Personenzahl fällt bis \(t=2\), steigt dann bis \(t=10\) und fällt danach wieder. Somit liegt bei \(t=10\) ein lokales Maximum vor. 4. Für das globale Maximum werden die Randwerte mit diesem Wert verglichen: \(P(0)=200\), \(P(10)=400\) und \(P(12)=344\). Daher ist \(P(10)=400\) das absolute Maximum.

Antwort

a) Für \(0\le t<2\) und \(10<t\le12\). b) \(272\) Personen c) Bei \(t=10\) beträgt das absolute Maximum \(400\) Personen.
43456113
Das Diagramm zeigt die Nettoänderungsrate \(v(t)\) der Zahl verfügbarer Fahrräder an einer Leihfahrradstation über einen Zeitraum von \(10\) Minuten. Ein negativer Wert bedeutet, dass in diesem Moment insgesamt mehr Fahrräder ausgeliehen als zurückgegeben werden. a) In welchem Zeitintervall nimmt die Zahl verfügbarer Fahrräder ab? b) Zu welchem Zeitpunkt \(t\in[0;10]\) ist die Zahl verfügbarer Fahrräder am geringsten? Begründe deine Überlegung. c) Berechne die Nettoänderung der Zahl verfügbarer Fahrräder in den ersten \(5\) Minuten. d) Zu Beginn bei \(t=0\) stehen \(50\) Fahrräder an der Station. Wie viele Fahrräder sind nach \(10\) Minuten verfügbar?
Abbildung zur Aufgabe 434561

Denkanstöße

- Was bedeutet das Vorzeichen der Nettoänderungsrate für die Zahl verfügbarer Fahrräder? - Für ein absolutes Minimum genügt ein lokaler Vorzeichenwechsel nicht immer; vergleiche auch die bis dahin aufgelaufene Flächenbilanz mit dem Anfangszustand. - Zerlege die Flächen im Diagramm in einfache Rechtecke und Dreiecke und beachte ihr Vorzeichen. - Der spätere Bestand ist Anfangsbestand plus gesamte Nettoänderung.

Lösung

1. Die Zahl verfügbarer Fahrräder nimmt ab, wenn die Nettoänderungsrate negativ ist. Dies ist für \(3<t<8\) der Fall. 2. Der Bestand steigt bis \(t=3\), fällt dann bis \(t=8\) und steigt anschließend wieder. Bis \(t=3\) beträgt die positive Flächenbilanz \(5\) Fahrräder, von \(t=3\) bis \(t=8\) beträgt sie \(-7\) Fahrräder. Somit liegt der Bestand bei \(t=8\) sogar unter dem Anfangsbestand; dort liegt das absolute Minimum. 3. Von \(t=0\) bis \(t=5\) ergeben die Teilflächen \(4+1-1-2=2\). Die Nettoänderung beträgt also \(2\) Fahrräder. 4. Über die gesamten zehn Minuten beträgt die Flächenbilanz \(5-7+2=0\). Daher sind am Ende wieder \(50\) Fahrräder verfügbar.

Antwort

a) \(3<t<8\) b) Bei \(t=8\,\text{min}\); dort ist die bis dahin aufgelaufene Bilanz am kleinsten. c) \(2\) Fahrräder d) \(50\) Fahrräder
43466013
Ein Regenrückhaltebecken wird über ein Rohrsystem gespeist. Der abgebildete Graph zeigt die Zufluss- bzw. Abflussrate \(f(t)\) in Abhängigkeit von der Zeit \(t\). Positive Werte stehen für einen Zufluss, negative Werte für einen Abfluss aus dem Becken. Zum Zeitpunkt \(t = 0\) ist das Becken leer. Die Funktion \(V(t) = \int_0^t f(\tau) \,\text{d}\tau\) gibt die Wassermenge im Becken zum Zeitpunkt \(t\) an. a) Zu welchem Zeitpunkt \(t \in [0; 12]\) ist die Wassermenge im Becken am größten? Begründe deine Antwort kurz. b) Berechne die Änderung des Wasservolumens im Becken nach \(10\) Stunden. c) Bestimme den Zeitpunkt \(t > 0\), an dem das Becken wieder vollständig leer ist.
Abbildung zur Aufgabe 434660

Denkanstöße

- Überlege dir, was passiert, wenn die Kurve unter die Nulllinie sinkt. Läuft dann Wasser hinein oder heraus? - Das Integral über die Rate entspricht der Bestandsänderung. - Die maximale Füllmenge wird erreicht, kurz bevor der Abfluss beginnt den Zufluss zu übersteigen. Wo ist das im Graphen? - Du kannst die Flächen im Graphen als einfache geometrische Formen (Rechtecke, Dreiecke) berechnen.

Lösung

1. Maximum der Wassermenge: Die Wassermenge \(V(t)\) nimmt zu, solange die Rate \(f(t)\) positiv ist, und ab, wenn \(f(t)\) negativ ist. Der Graph von \(f\) wechselt bei \(t = 6\) das Vorzeichen von Plus nach Minus. Daher ist die Wassermenge zum Zeitpunkt \(t = 6\,\text{h}\) am größten. 2. Volumenänderung nach \(10\) Stunden: - Intervall \([0; 4]\): Rechteck mit \(4\,\text{h} \cdot 4\,\text{m}^3/\text{h} = 16\,\text{m}^3\). - Intervall \([4; 6]\): Dreieck mit \(\frac{1}{2} \cdot 2\,\text{h} \cdot 4\,\text{m}^3/\text{h} = 4\,\text{m}^3\). - Intervall \([6; 8]\): Dreieck (Abfluss) mit \(\frac{1}{2} \cdot 2\,\text{h} \cdot (-4\,\text{m}^3/\text{h}) = -4\,\text{m}^3\). - Intervall \([8; 10]\): Rechteck (Abfluss) mit \(2\,\text{h} \cdot (-4\,\text{m}^3/\text{h}) = -8\,\text{m}^3\). - Gesamte Änderung: \(V(10) = 16 + 4 - 4 - 8 = 8\,\text{m}^3\). 3. Zeitpunkt der vollständigen Leerung: - Gesucht ist \(t\) mit \(V(t) = 0\). - Aus Schritt 2 wissen wir \(V(10) = 8\,\text{m}^3\). - Für \(t \ge 8\) ist die Abflussrate konstant \(f(t) = -4\,\text{m}^3/\text{h}\). - \(V(t) = V(10) + \int_{10}^t (-4) \,\text{d}\tau = 8 - 4(t - 10)\). - Setze \(8 - 4(t - 10) = 0 \Rightarrow 8 = 4(t - 10) \Rightarrow 2 = t - 10 \Rightarrow t = 12\,\text{h}\).

Antwort

a) Nach \(6\) Stunden, da die Rate dort von Zufluss (positiv) zu Abfluss (negativ) wechselt. b) Das Wasservolumen hat sich um \(8\,\text{m}^3\) erhöht. c) Nach \(12\) Stunden ist das Becken wieder leer.
43471413
Die Abbildung zeigt die elektrische Leistung \(f(t)\) eines Windparks während einer modellierten Wetterphase. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden mit \(0\le t\le50\), und \(f(t)\) wird in \(\text{MW}\) angegeben. Für eine Stammfunktion \(F\) der dargestellten Leistung (Werte in \(\text{MWh}\)) sind die Werte \(F(0)=-200\), \(F(10)=-400e^{-1}\) und \(F(20)=-600e^{-2}\) bekannt. a) Berechne die in den ersten zehn Stunden erzeugte elektrische Energie. b) Bestimme ausschließlich anhand des Graphen den Zeitpunkt, an dem die Leistung maximal ist, und lies den maximalen Wert auf eine Dezimalstelle ab. c) Wie viel Energie ist nach \(20\) Stunden insgesamt erzeugt worden? Vergleiche mit a).
Abbildung zur Aufgabe 434714

Denkanstöße

- Das Integral einer Leistung über die Zeit liefert eine Energie. - Nutze für a) und c) nur die jeweils gegebenen Werte der Stammfunktion. - Für b) benötigst du ausschließlich die Lage des höchsten Punkts und die y-Skalierung der Abbildung.

Lösung

1. Für die ersten zehn Stunden gilt \(F(10)-F(0)=200-400e^{-1}\). Die Energie beträgt \((200-400e^{-1})\,\text{MWh}\). 2. Der höchste Punkt des dargestellten Graphen liegt bei \(t=10\,\text{h}\). Aus der y-Skala liest man dort ungefähr \(7{,}4\,\text{MW}\) ab. 3. Bis \(t=20\) gilt \(F(20)-F(0)=200-600e^{-2}\,\text{MWh}\). 4. Es gilt \(200-600e^{-2}>2(200-400e^{-1})\), also ist nach \(20\) Stunden mehr als doppelt so viel Energie erzeugt worden wie nach zehn Stunden.

Antwort

a) \((200-400e^{-1})\,\text{MWh}\) b) Maximum bei \(t=10\,\text{h}\); maximale Leistung etwa \(7{,}4\,\text{MW}\). c) \((200-600e^{-2})\,\text{MWh}\); das ist mehr als das Doppelte des Werts aus a).
43471913
Der Kassenbestand eines Pop-up-Cafés verändert sich während eines zehnstündigen Veranstaltungstags durch Einnahmen und Ausgaben. Die Nettogeldflussrate wird durch \(p(t)=6t-t^2\) in \(\frac{\text{€}}{\text{h}}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Öffnung angibt. Positive Werte bedeuten, dass die Einnahmen die Ausgaben übersteigen; negative Werte bedeuten das Gegenteil. Zu Beginn liegen \(80\,\text{€}\) in der Kasse. a) Bestimme den Kassenbestand nach \(3\) Stunden. b) Zu welchem Zeitpunkt \(t>0\) ist der Kassenbestand am höchsten? Berechne diesen maximalen Kassenbestand. c) Nach wie vielen Stunden ist der Kassenbestand zum ersten Mal wieder auf dem Anfangsniveau von \(80\,\text{€}\)? Begründe deine Antwort mithilfe des Graphen oder durch Rechnung. d) Berechne den Kassenbestand am Ende des Beobachtungszeitraums bei \(t=10\).
Abbildung zur Aufgabe 434719

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Nettogeldflussrate und dem Anfangsbestand den späteren Kassenbestand? - Für ein Maximum des Bestands ist entscheidend, wann die Rate ihr Vorzeichen von positiv zu negativ wechselt. - Ein erneut gleicher Kassenbestand bedeutet, dass die seit dem Start aufgelaufene Nettobilanz null ist. - Im Graphen kannst du dafür positive und negative Flächen gegeneinander bilanzieren.

Lösung

1. Aus der Nettogeldflussrate folgt mit \(K(0)=80\) die Bestandsfunktion \(K(t)=-\frac13t^3+3t^2+80\). 2. Nach drei Stunden ist \(K(3)=98\,\text{€}\). 3. Es gilt \(p(t)=t(6-t)\). Die Rate ist für \(0<t<6\) positiv und für \(6<t\le10\) negativ. Daher ist der Kassenbestand bei \(t=6\) maximal. Es ist \(K(6)=116\,\text{€}\). 4. Aus \(K(t)=80\) folgt \(-\frac13t^3+3t^2=0\), also \(t^2\left(3-\frac13t\right)=0\). Für \(t>0\) ergibt sich \(t=9\,\text{h}\). Im Graphen entspricht dies dem Zeitpunkt, bis zu dem die negative Flächenbilanz nach \(t=6\) die zuvor aufgelaufene positive Bilanz genau ausgleicht. 5. Am Ende des Beobachtungszeitraums ist \(K(10)=\frac{140}{3}\,\text{€}\).

Antwort

a) \(98\,\text{€}\) b) Maximum bei \(t=6\,\text{h}\) mit \(116\,\text{€}\) c) Nach \(9\,\text{h}\) d) \(\frac{140}{3}\,\text{€}\)
43477313
Für eine Modellrechnung zu einer wiedervernässten Moor-Versuchsfläche wird der Kohlenstoffvorrat im Boden über \(15\) Jahre betrachtet. Die momentane Nettoänderungsrate des Kohlenstoffvorrats wird durch \(f(t)=0{,}02t^3-0{,}6t^2+4{,}5t-5\) in \(\frac{\text{kg C}}{\text{Jahr}}\) beschrieben, wobei \(t\) die Zeit in Jahren seit Beobachtungsbeginn angibt. Positive Werte bedeuten eine Nettozunahme des Kohlenstoffvorrats, negative Werte eine Nettoabnahme. a) Berechne die Nettoänderung des Kohlenstoffvorrats im Zeitraum von \(t=2\) bis \(t=8\). b) Zu Beginn beträgt der modellierte Kohlenstoffvorrat \(100\,\text{kg C}\). Berechne den Vorrat nach \(10\) Jahren. c) Interpretiere die Bedeutung des Integrals \(\int_0^{15}|f(t)|\,\text{d}t\) im Sachzusammenhang und grenze seine Bedeutung von \(\int_0^{15}f(t)\,\text{d}t\) ab.

Denkanstöße

- Ein bestimmtes Integral einer vorzeichenbehafteten Änderungsrate liefert eine Bilanz, nicht die Summe aller Zu- und Abnahmen. - Wie wird aus Anfangsvorrat und Nettoänderung der spätere Vorrat? - Welche Wirkung hat der Betrag auf negative Funktionswerte, bevor integriert wird? - Formuliere bei Teil c ausdrücklich, welche sachliche Größe jede der beiden Integrationen beschreibt.

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(f\) ist \(F(t)=0{,}005t^4-0{,}2t^3+2{,}25t^2-5t\). Damit ist \(\int_2^8f(t)\,\text{d}t=F(8)-F(2)=24{,}6\,\text{kg C}\). Dies ist die Nettoänderung zwischen dem zweiten und achten Jahr. 2. Für zehn Jahre gilt \(F(10)-F(0)=25\,\text{kg C}\). Deshalb beträgt der Kohlenstoffvorrat \(C(10)=100\,\text{kg C}+25\,\text{kg C}=125\,\text{kg C}\). 3. Das Integral \(\int_0^{15}|f(t)|\,\text{d}t\) beschreibt die über den gesamten Zeitraum betragsmäßig aufsummierte Änderung des modellierten Kohlenstoffvorrats, also seine Gesamtvariation. Dagegen beschreibt \(\int_0^{15}f(t)\,\text{d}t\) nur die vorzeichenbehaftete Nettoänderung zwischen Anfang und Ende.

Antwort

a) \(24{,}6\,\text{kg C}\) b) \(125\,\text{kg C}\) c) \(\int_0^{15}|f(t)|\,\text{d}t\) ist die betragsmäßig aufsummierte Änderung des modellierten Kohlenstoffvorrats (Gesamtvariation); \(\int_0^{15}f(t)\,\text{d}t\) ist seine Nettoänderung.
43488913
In einem Wärmespeicher einer Versuchsanlage ändert sich der Energieinhalt aufgrund einer zeitabhängigen Nettowärmeleistung. Für \(0\le t\le12\) wird diese durch \(p(t)=0{,}8\cos\left(\frac{\pi}{6}t\right)\) in Kilowatt modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn angibt. Positive Werte von \(p\) erhöhen den Energieinhalt, negative Werte verringern ihn. Zu Beginn sind \(3{,}50\,\text{kWh}\) gespeichert. a) Berechne \(p(2)\) und interpretiere Wert und Vorzeichen im Sachzusammenhang. b) Bestimme den Zeitpunkt im Intervall \([0;12]\), zu dem der Energieinhalt maximal ist, und berechne diesen maximalen Energieinhalt. c) Bestimme den Energieinhalt bei \(t=6\) und erkläre mithilfe eines Integrals, warum er dort wieder dem Anfangswert entspricht.

Denkanstöße

- Was sagt das Vorzeichen der Nettowärmeleistung darüber aus, ob der gespeicherte Energieinhalt steigt oder fällt? - Ein Extremum des Bestands entsteht an einem geeigneten Vorzeichenwechsel seiner Änderungsrate. Welche Nullstellen hat \(p\)? - Wie setzt sich ein späterer Energieinhalt aus Anfangsenergie und aufgelaufener Nettoänderung zusammen? - Was bedeutet ein Integralwert von null für Anfangs- und Endbestand des betrachteten Zeitraums?

Lösung

1. Es ist \(p(2)=0{,}8\cos\left(\frac{\pi}{3}\right)=0{,}4\,\text{kW}\). Nach zwei Stunden wird der Speicher momentan mit einer Nettowärmeleistung von \(0{,}4\,\text{kW}\) geladen. 2. Die Nullstellen von \(p\) im betrachteten Intervall liegen bei \(t=3\) und \(t=9\). Die Leistung ist auf \((0;3)\) positiv, auf \((3;9)\) negativ und auf \((9;12)\) wieder positiv. Damit liegt bei \(t=3\) ein lokales Maximum des Energieinhalts. 3. Es gilt \(E(3)=3{,}50+\int_0^3p(t)\,\text{d}t=3{,}50+\frac{24}{5\pi}\,\text{kWh}\approx5{,}03\,\text{kWh}\). Außerdem ist \(E(9)=3{,}50-\frac{24}{5\pi}\,\text{kWh}\) und wegen \(\int_0^{12}p(t)\,\text{d}t=0\) gilt \(E(12)=3{,}50\,\text{kWh}\). Somit ist der Wert bei \(t=3\) größer als beide späteren Kandidaten und daher das absolute Maximum auf \([0;12]\). 4. Für \(t=6\) gilt \(\int_0^6p(t)\,\text{d}t=\left[\frac{24}{5\pi}\sin\left(\frac{\pi}{6}t\right)\right]_0^6=0\). Somit ist \(E(6)=3{,}50\,\text{kWh}\): Bis dahin heben sich positive und negative Nettoenergieänderung genau auf.

Antwort

a) \(p(2)=0{,}4\,\text{kW}\); der Wärmespeicher wird zu diesem Zeitpunkt netto geladen. b) Das absolute Maximum liegt bei \(t=3\,\text{h}\) und beträgt \(3{,}50+\frac{24}{5\pi}\,\text{kWh}\approx5{,}03\,\text{kWh}\). c) \(E(6)=3{,}50\,\text{kWh}\), weil \(\int_0^6p(t)\,\text{d}t=0\) gilt.
43490313
Für eine Messfläche im Gebirge wird das Schneewasseräquivalent (SWE) einer Schneedecke beobachtet. Das SWE gibt an, welcher Wasserhöhe die im Schnee gespeicherte Wassermenge entspricht. Seine momentane Nettoänderungsrate wird für \(0\le t\le8\) durch \(q(t)=-0{,}5t^2+4t-6\) in \(\frac{\text{mm}}{\text{Tag}}\) modelliert, wobei \(t\) die seit Beobachtungsbeginn vergangenen Tage angibt. Positive Werte bedeuten, dass das SWE insgesamt zunimmt, negative Werte, dass es insgesamt abnimmt. a) Bestimme rechnerisch den Zeitraum, in dem das SWE zunimmt. b) Erläutere die Bedeutung von \(\int_2^6q(t)\,\text{d}t\) im Sachzusammenhang. c) Zu Beobachtungsbeginn beträgt das SWE \(150\,\text{mm}\). Berechne das SWE nach \(6\) Tagen. d) Begründe, dass das SWE bei \(t=6\) einen lokalen Hochpunkt besitzt.

Denkanstöße

- In welchen Abschnitten ist die gegebene Änderungsrate positiv? - Welche Größe entsteht, wenn eine momentane Änderungsrate über ein Zeitintervall integriert wird? - Für den tatsächlichen Wert des SWE musst du zur aufgelaufenen Änderung den Anfangswert addieren. - Welcher Vorzeichenwechsel der Änderungsrate kennzeichnet einen lokalen Hochpunkt des Bestands?

Lösung

1. Die Nullstellen von \(q(t)=-0{,}5(t-2)(t-6)\) sind \(t=2\) und \(t=6\). Da die Parabel nach unten geöffnet ist, gilt \(q(t)>0\) für \(2<t<6\). In diesem Zeitraum nimmt das SWE zu. 2. Das Integral \(\int_2^6q(t)\,\text{d}t\) beschreibt die Nettoänderung des Schneewasseräquivalents zwischen dem zweiten und sechsten Tag in Millimetern. 3. Es gilt \(S(6)=150+\int_0^6q(t)\,\text{d}t\). Mit der Stammfunktion \(-\frac16t^3+2t^2-6t\) ist das Integral gleich \(0\,\text{mm}\), also \(S(6)=150\,\text{mm}\). 4. Bei \(t=6\) wechselt \(q\) von positiv zu negativ. Das SWE steigt unmittelbar davor und fällt unmittelbar danach; deshalb liegt dort ein lokaler Hochpunkt vor.

Antwort

a) \(2<t<6\) b) Nettoänderung des Schneewasseräquivalents zwischen dem zweiten und sechsten Tag. c) \(150\,\text{mm}\) d) Bei \(t=6\) wechselt die Änderungsrate von positiv zu negativ; daher besitzt das SWE dort einen lokalen Hochpunkt.
42493013
Die Nettozuflussrate \(r\) eines Wasserbeckens wird für einen Zeitraum von \(20\) Stunden durch \(r(t)=-0{,}02(t^2-20t+64)\) in \(\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) modelliert. Zu Beginn der Aufzeichnung bei \(t=0\) befinden sich \(40\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. Ein negativer Wert von \(r(t)\) bedeutet, dass insgesamt Wasser aus dem Becken abfließt. a) Berechne das Wasservolumen im Becken nach \(4\) Stunden und nach \(10\) Stunden. b) Bestimme den Zeitpunkt innerhalb der ersten \(10\) Stunden, zu dem das Volumen minimal ist, und berechne dieses minimale Volumen. c) Zeige, dass die durchschnittliche Nettozuflussrate in den ersten \(16\) Stunden etwa \(0{,}21\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) beträgt. d) Zu welchem Zeitpunkt nach Beginn der Aufzeichnung ist das ursprüngliche Volumen von \(40\,\text{m}^3\) zum ersten Mal wieder erreicht?

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Nettozuflussrate zusammen mit dem Anfangsvolumen die Bestandsfunktion? - Woran erkennst du am Vorzeichen von \(r(t)\), ob das Volumen steigt oder fällt? - Eine durchschnittliche Rate über ein Zeitintervall lässt sich auch aus der Nettoänderung des Bestands und der Länge des Intervalls bestimmen. - Für Teil d kannst du die Bestandsfunktion mit dem Anfangsvolumen gleichsetzen und die bekannte Lösung \(t=0\) berücksichtigen.

Lösung

1. Die Bestandsfunktion ist \(V(t)=40+\int_0^t r(x)\,\text{d}x=40-\frac{1}{50}\left(\frac{t^3}{3}-10t^2+64t\right)\). 2. Damit gilt \(V(4)=\frac{2824}{75}\,\text{m}^3\) und \(V(10)=\frac{608}{15}\,\text{m}^3\). 3. Die Nullstellen der Nettozuflussrate sind \(t=4\) und \(t=16\). Da \(r\) vor \(t=4\) negativ und danach positiv ist, besitzt \(V\) innerhalb der ersten zehn Stunden bei \(t=4\) ein Minimum. Es beträgt \(\frac{2824}{75}\,\text{m}^3\). 4. Für die ersten \(16\) Stunden ist \(V(16)=40+\frac{256}{75}\,\text{m}^3\). Die durchschnittliche Nettozuflussrate beträgt daher \(\bar r=\frac{V(16)-V(0)}{16}=\frac{16}{75}\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\approx0{,}21\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\). 5. Aus \(V(t)=40\) folgt \(t\left(\frac{t^2}{3}-10t+64\right)=0\). Für \(t>0\) ergibt sich \(t^2-30t+192=0\), also \(t=15\pm\sqrt{33}\). 6. Der erste positive Zeitpunkt ist \(t=15-\sqrt{33}\,\text{h}\).

Antwort

a) \(V(4)=\frac{2824}{75}\,\text{m}^3\); \(V(10)=\frac{608}{15}\,\text{m}^3\) b) Minimum bei \(t=4\,\text{h}\) mit \(V(4)=\frac{2824}{75}\,\text{m}^3\) c) \(\bar r=\frac{16}{75}\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\approx0{,}21\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) d) \(t=15-\sqrt{33}\,\text{h}\)
42685813
In einem Photobioreaktor wird die Masse einer Algenkultur über \(20\) Stunden beobachtet. Die momentane Nettozuwachsrate der Algenbiomasse wird durch \(h(t)=-0{,}1t^4+2t^3\) in \(\frac{\text{g}}{\text{h}}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn angibt. Zu Beginn beträgt die Algenbiomasse \(5000\,\text{g}\). a) Stelle eine integralfreie Funktion \(M(t)\) für die Algenbiomasse auf. Bestimme damit die maximale Biomasse im Beobachtungszeitraum und den Zeitpunkt, zu dem sie erreicht wird. b) Der Biomassezuwachs zwischen \(t=10\) und \(t=15\) wird durch die Fläche eines Trapezes mit den parallelen Seitenlängen \(h(10)\) und \(h(15)\) angenähert. Bestimme damit einen Näherungswert für \(M(15)\). c) Berechne \(M(15)\) exakt. Begründe mithilfe von \(h''(t)\), warum die Trapeznäherung aus Teil b zu klein ist, und bestimme ihre prozentuale Abweichung vom exakten Biomassezuwachs zwischen \(t=10\) und \(t=15\).

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus einer Nettozuwachsrate und der gegebenen Anfangsbiomasse eine Bestandsfunktion? - Welches Vorzeichen hat die Zuwachsrate im Inneren des Beobachtungsintervalls, und was bedeutet das für die Biomasse? - Für die Trapeznäherung brauchst du die bereits vorhandene Biomasse bei \(t=10\) und den angenäherten Zuwachs von \(10\) bis \(15\). - Was sagt die Krümmung des Rategraphen über die Lage seiner Verbindungssehne und damit über die Trapezfläche aus?

Lösung

1. Eine Stammfunktion von \(h\) ist \(H(t)=-0{,}02t^5+0{,}5t^4\). Mit \(M(0)=5000\) folgt \(M(t)=-0{,}02t^5+0{,}5t^4+5000\). 2. Es gilt \(h(t)=t^3(2-0{,}1t)>0\) für \(0<t<20\) und \(h(20)=0\). Daher steigt \(M\) im gesamten Inneren des Modellintervalls und erreicht bei \(t=20\) sein Maximum. Es ist \(M(20)=21\,000\,\text{g}\). 3. Für die Trapeznäherung gilt \(h(10)=1000\,\frac{\text{g}}{\text{h}}\) und \(h(15)=1687{,}5\,\frac{\text{g}}{\text{h}}\). Der angenäherte Zuwachs ist \(A_T=\frac{1000+1687{,}5}{2}\cdot5=6718{,}75\,\text{g}\). Da \(M(10)=8000\,\text{g}\), ergibt sich \(M(15)\approx14\,718{,}75\,\text{g}\). 4. Exakt ist \(M(15)=15\,125\,\text{g}\), also beträgt der exakte Zuwachs von \(t=10\) bis \(t=15\) \(7125\,\text{g}\). 5. Die zweite Ableitung der Rate ist \(h''(t)=-1{,}2t^2+12t=-1{,}2t(t-10)\). Für \(10<t\le15\) gilt \(h''(t)<0\), der Graph von \(h\) ist dort also konkav. Die Verbindungssehne der Randpunkte liegt unter dem Graphen, weshalb die Trapezfläche den Integralwert unterschätzt. 6. Die relative Abweichung bezogen auf den exakten Zuwachs beträgt \(\frac{7125-6718{,}75}{7125}\cdot100\,\%=\frac{325}{57}\,\%\approx5{,}70\,\%\).

Antwort

a) \(M(t)=-0{,}02t^5+0{,}5t^4+5000\); die maximale Biomasse beträgt bei \(t=20\,\text{h}\) genau \(21\,000\,\text{g}\). b) \(M(15)\approx14\,718{,}75\,\text{g}\) c) Exakt ist \(M(15)=15\,125\,\text{g}\). Da \(h''(t)<0\) für \(10<t\le15\), liegt die Trapezsehne unter dem Rategraphen und der Zuwachs wird unterschätzt. Die Abweichung beträgt \(\frac{325}{57}\,\%\approx5{,}70\,\%\).
43488713
Bei einem Batteriespeicher eines Solarparks beschreibt \(f(t)=0{,}5t^3-3t^2+4t\) für \(0\le t\le4\) die Nettoladeleistung in \(\text{MW}\). Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden nach Messbeginn um 10:00 Uhr. Positive Werte erhöhen den Energieinhalt des Speichers, negative Werte verringern ihn. a) Begründe anhand des Vorzeichens von \(f(t)\), dass der Energieinhalt bei \(t=2\) sein Maximum erreicht. b) Zeige durch Integration, dass der Energieinhalt nach vier Stunden wieder seinen Ausgangswert von 10:00 Uhr erreicht. c) An einem anderen Tag ist die Nettoladeleistung durch den unten dargestellten Graphen \(g\) gegeben. Um 10:30 Uhr, also bei \(t=0{,}5\), hat der Speicher einen bestimmten Energieinhalt. Bestimme mithilfe des Graphen einen weiteren Zeitpunkt, zu dem derselbe Energieinhalt erreicht wird, und begründe deine Antwort über die Flächenbilanz.
Abbildung zur Aufgabe 434887

Denkanstöße

- Für das Steigen und Fallen des Energieinhalts ist das Vorzeichen der Nettoladeleistung entscheidend. - Welche Nettoenergieänderung muss über einen Zeitraum vorliegen, wenn Anfangs- und Endenergieinhalt gleich sind? - Suche im zweiten Graphen nach einer Symmetrie, die gleich große positive und negative Flächen liefert. - Ein erneut gleicher Energieinhalt bedeutet, dass das Integral der Leistung zwischen den beiden Zeitpunkten null ist.

Lösung

1. Es gilt \(f(t)=0{,}5t(t-2)(t-4)\). Für \(0<t<2\) ist \(f(t)>0\), für \(2<t<4\) ist \(f(t)<0\). Der Energieinhalt steigt daher bis \(t=2\) und fällt anschließend; bei \(t=2\) liegt sein Maximum. 2. Es gilt \(\int_0^4f(t)\,\text{d}t=[0{,}125t^4-t^3+2t^2]_0^4=0\,\text{MWh}\). Die Nettoänderung des Energieinhalts in den vier Stunden ist also null, weshalb der Endbestand dem Anfangsbestand entspricht. 3. Der Graph von \(g\) ist punktsymmetrisch zum Punkt \((2\mid0)\). Daher gleichen sich die vorzeichenbehafteten Flächen auf \([0{,}5;2]\) und \([2;3{,}5]\) aus. Somit ist \(\int_{0{,}5}^{3{,}5}g(t)\,\text{d}t=0\,\text{MWh}\), sodass bei \(t=3{,}5\) derselbe Energieinhalt wie bei \(t=0{,}5\) vorliegt. Das entspricht 13:30 Uhr.

Antwort

a) Bei \(t=2\) wechselt die Nettoladeleistung von positiv zu negativ; dort ist der Energieinhalt maximal. b) \(\int_0^4f(t)\,\text{d}t=0\,\text{MWh}\); nach vier Stunden ist der Ausgangsenergieinhalt wieder erreicht. c) Bei \(t=3{,}5\), also um 13:30 Uhr; die vorzeichenbehafteten Flächen zwischen \(t=0{,}5\) und \(t=3{,}5\) gleichen sich aus.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.