Die Vertikalgeschwindigkeit \(v\) (in \(\frac{\text{m}}{\text{s}}\)) eines Wetterballons kann während der ersten \(150\) Sekunden nach dem Start durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 2 \cdot 10^{-5} \cdot t(t - 30)(t - 100)\) beschrieben werden. Dabei gibt \(t\) die Zeit in Sekunden nach dem Start an. Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) befindet sich der Ballon in einer Höhe von \(250\,\text{m}\). Positive Werte von \(v(t)\) bedeuten, dass der Ballon steigt.
a) Berechne die Höhe des Ballons nach einer Minute sowie nach zwei Minuten.
b) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem der Ballon seine maximale Höhe erreicht, und gib diese Höhe an.
c) Begründe rechnerisch, dass sich der Ballon \(40\) Sekunden nach Beginn der Messung in einer Höhe von etwa \(255{,}3\,\text{m}\) befindet.
d) Ermittle den Zeitpunkt nach Beginn der Messung, zu dem der Ballon zum ersten Mal wieder seine Ausgangshöhe von \(250\,\text{m}\) erreicht.
Denkanstöße
- Wie hängen die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke (Höhe) mathematisch zusammen?
- Überlege dir, was der Anfangswert für die Berechnung der Bestandsfunktion bedeutet.
- Wann ändert sich die Bewegungsrichtung von Steigen zu Sinken?
- Vergleiche für ein absolutes Maximum auch die Randwerte des Modellintervalls.
- Welche Bedingung muss erfüllt sein, damit der Bestand wieder den ursprünglichen Wert annimmt?
Lösung
1. Aufstellen der Höhenfunktion \(h(t)\) durch Integration der Geschwindigkeit: \(h(t) = 250 + \int_0^t v(x) \, \text{d}x\). Mit \(v(t) = 2 \cdot 10^{-5}(t^3 - 130t^2 + 3000t)\) ergibt sich \(h(t) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(\frac{1}{4}t^4 - \frac{130}{3}t^3 + 1500t^2)\).
2. Berechnung der Höhen: \(h(60) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(3\,240\,000 - 9\,360\,000 + 5\,400\,000) = 235{,}6\,\text{m}\). Für \(t=120\) ergibt sich \(h(120) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(51\,840\,000 - 74\,880\,000 + 21\,600\,000) = 221{,}2\,\text{m}\).
3. Für die maximale Höhe im Modellintervall \([0; 150]\) werden die inneren Extremstellen und die Randwerte verglichen. Die Nullstellen von \(v(t)\) liegen bei \(t=0\), \(t=30\) und \(t=100\). Bei \(t=30\) liegt ein lokales Maximum mit \(h(30) = 257{,}65\,\text{m}\), bei \(t=100\) ein lokales Minimum mit \(h(100) \approx 183{,}33\,\text{m}\). Am rechten Rand gilt \(h(150) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(126\,562\,500 - 146\,250\,000 + 33\,750\,000) = 531{,}25\,\text{m}\). Damit erreicht der Ballon im betrachteten Zeitraum bei \(t=150\,\text{s}\) seine maximale Höhe von \(531{,}25\,\text{m}\).
4. Nachweis für \(t=40\): \(h(40) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(640\,000 - 2\,773\,333{,}33 + 2\,400\,000) \approx 255{,}33\,\text{m}\).
5. Rückkehr zur Ausgangshöhe: Ansatz \(h(t) = 250\), was zu \(\frac{1}{4}t^4 - \frac{130}{3}t^3 + 1500t^2 = 0\) führt. Ausklammern von \(t^2\) und Lösen der quadratischen Gleichung \(\frac{1}{4}t^2 - \frac{130}{3}t + 1500 = 0\) liefert \(t \approx 47{,}79\) und \(t \approx 125{,}54\). Der erste Zeitpunkt ist somit \(t \approx 47{,}8\,\text{s}\).
Antwort
a) Nach \(60\,\text{s}\): \(235{,}6\,\text{m}\); nach \(120\,\text{s}\): \(221{,}2\,\text{m}\).
b) Zeitpunkt: \(t = 150\,\text{s}\); maximale Höhe im betrachteten Zeitraum: \(531{,}25\,\text{m}\).
c) Nachweis durch Einsetzen in die Stammfunktion: \(h(40) \approx 255{,}33\,\text{m}\).
d) Zeitpunkt: \(t \approx 47{,}8\,\text{s}\).