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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Rekonstruktion von Beständen

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42972713
Ein Regenrückhaltebecken wird während eines Unwetters befüllt. Die momentane Zuflussrate des Wassers lässt sich näherungsweise durch die Funktion \(f(t) = -0{,}6t^2 + 6t + 4\) beschreiben (dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(f(t)\) die Zuflussrate in \(\text{m}^3/\text{h}\)). Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) befinden sich bereits \(50\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. a) Bestimme die Funktionsgleichung der Bestandsfunktion \(V(t)\), die das Wasservolumen im Becken zum Zeitpunkt \(t\) angibt. b) Berechne das Wasservolumen im Becken nach \(5\) Stunden.

Denkanstöße

- Überlege dir, welcher mathematische Zusammenhang zwischen der Änderungsrate und dem Gesamtbestand besteht. - Was bedeutet die Angabe über das Volumen zum Zeitpunkt Null für deine Rechnung? - Wie findet man eine allgemeine Stammfunktion für ein Polynom? - Setze den gesuchten Zeitpunkt in deine hergeleitete Funktion ein.

Lösung

1. Aufstellen des Integrals zur Bestimmung der Stammfunktion: \(V(t) = \int (-0{,}6t^2 + 6t + 4) \,\text{d}t = -0{,}2t^3 + 3t^2 + 4t + C\). 2. Bestimmung der Integrationskonstante \(C\) durch die Anfangsbedingung \(V(0) = 50\): \(V(0) = -0{,}2 \cdot 0^3 + 3 \cdot 0^2 + 4 \cdot 0 + C = 50 \implies C = 50\). 3. Resultierende Bestandsfunktion: \(V(t) = -0{,}2t^3 + 3t^2 + 4t + 50\). 4. Berechnung des Bestands zum Zeitpunkt \(t = 5\): \(V(5) = -0{,}2 \cdot 5^3 + 3 \cdot 5^2 + 4 \cdot 5 + 50 = -25 + 75 + 20 + 50 = 120\). Das Volumen beträgt nach \(5\) Stunden \(120\,\text{m}^3\).

Antwort

a) \(V(t) = -0{,}2t^3 + 3t^2 + 4t + 50\) b) Das Volumen nach \(5\) Stunden beträgt \(120\,\text{m}^3\).
42489313
Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs während eines Beschleunigungsvorgangs wird durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 0{,}6t^2 + 5\) beschrieben (dabei ist \(t\) die Zeit in Sekunden und \(v(t)\) die Geschwindigkeit in \(\text{m/s}\)). a) Berechne das Integral der Funktion \(v\) über dem Intervall \([0; 5]\) und interpretiere den erhaltenen Wert im Sachzusammenhang. b) Zum Zeitpunkt \(t = 0\) hat das Fahrzeug bereits eine Strecke von \(12\,\text{m}\) vom Startpunkt zurückgelegt. Ermittle einen integralfreien Term einer Funktion \(s\), mit der die Position (Entfernung vom Startpunkt) des Fahrzeugs für jedes \(t \ge 0\) berechnet werden kann.

Denkanstöße

- Was gibt die Fläche unter einer Geschwindigkeits-Zeit-Kurve physikalisch an? - Wie hängen die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke mathematisch zusammen? - Welche Bedeutung hat die Integrationskonstante, wenn ein Startwert gegeben ist? - Erinnere dich an die Potenzregel für das Bilden von Stammfunktionen.

Lösung

1. Bestimmung der Stammfunktion von \(v(t) = 0{,}6t^2 + 5\): \(V(t) = 0{,}2t^3 + 5t\). 2. Berechnung des bestimmten Integrals im Intervall \([0; 5]\): \(\int_{0}^{5} (0{,}6t^2 + 5) \, \text{d}t = [0{,}2t^3 + 5t]_0^5 = (0{,}2 \cdot 125 + 5 \cdot 5) - 0 = 25 + 25 = 50\). 3. Interpretation: Der Wert \(50\) gibt die Strecke in Metern an, die das Fahrzeug im Zeitintervall von \(0\) bis \(5\) Sekunden zusätzlich zurückgelegt hat. 4. Aufstellen der Bestandsfunktion \(s(t)\) unter Berücksichtigung des Anfangswerts \(s(0) = 12\): \(s(t) = \int v(t) \, \text{d}t = 0{,}2t^3 + 5t + C\). Einsetzen des Anfangswerts liefert \(12 = 0{,}2 \cdot 0^3 + 5 \cdot 0 + C\), woraus \(C = 12\) folgt. 5. Ergebnis: \(s(t) = 0{,}2t^3 + 5t + 12\).

Antwort

a) Das Integral beträgt \(50\). Im Sachzusammenhang bedeutet dies, dass das Fahrzeug in den ersten \(5\) Sekunden eine Strecke von \(50\,\text{m}\) zurücklegt. b) Der Funktionsterm lautet \(s(t) = 0{,}2t^3 + 5t + 12\).
42489413
Die Wachstumsrate einer Bakterienkultur in einem Laborversuch wird durch die Funktion \(r\) mit \(r(t) = 3t^2 + 40t\) modelliert (dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(r(t)\) die Rate in Bakterien pro Stunde). a) Bestimme den Wert des Integrals \(\int_0^4 r(t) \, \text{d}t\) und erläutere dessen Bedeutung im Kontext der Bakterienkultur. b) Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) befinden sich bereits \(1\,000\) Bakterien in der Kultur. Stelle eine Funktionsgleichung \(N(t)\) auf, die die Gesamtzahl der Bakterien zu einem beliebigen Zeitpunkt \(t\) angibt.

Denkanstöße

- Überlege, was das Integral einer Änderungsrate über einen Zeitraum für den Gesamtbestand bedeutet. - Wie kommst du von der Änderungsrate zur Bestandsfunktion? - Welche Information aus dem Text hilft dir, die Integrationskonstante festzulegen? - Prüfe, ob deine Einheiten am Ende konsistent sind (Stunden und Bakterienanzahl).

Lösung

1. Finden der Stammfunktion von \(r(t) = 3t^2 + 40t\): \(R(t) = t^3 + 20t^2\). 2. Berechnung des Integrals über \([0; 4]\): \(\int_{0}^{4} (3t^2 + 40t) \, \text{d}t = [t^3 + 20t^2]_0^4 = (4^3 + 20 \cdot 4^2) - 0 = 64 + 320 = 384\). 3. Interpretation: Das Integral gibt die Netto-Zunahme der Bakterienanzahl innerhalb der ersten \(4\) Stunden an (hier \(384\) Bakterien). 4. Rekonstruktion des Bestands \(N(t)\) mit dem Anfangsbestand \(N(0) = 1\,000\): \(N(t) = t^3 + 20t^2 + C\). Durch Einsetzen von \(t = 0\) ergibt sich \(1\,000 = 0^3 + 20 \cdot 0^2 + C\), also \(C = 1\,000\). 5. Ergebnis: \(N(t) = t^3 + 20t^2 + 1\,000\).

Antwort

a) Das Integral hat den Wert \(384\). Dies entspricht der Anzahl der Bakterien, die in den ersten \(4\) Stunden neu hinzugekommen sind. b) Die Funktionsgleichung lautet \(N(t) = t^3 + 20t^2 + 1\,000\).
42489713
Die Zuflussrate von Wasser in ein Rückhaltebecken während eines Regenschauers wird für einen Zeitraum von \(60\) Minuten durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = 1{,}5\sqrt{t} + 20\) beschrieben (\(t\) in Minuten seit Beobachtungsbeginn, \(f(t)\) in Litern pro Minute). a) Berechne den Wert des Integrals \(\int_{10}^{40} f(t) \,\text{d}t\) und deute das Ergebnis im Sachzusammenhang. b) Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) befinden sich bereits \(500\,\text{Liter}\) Wasser im Becken. Bestimme eine Funktionsgleichung der Bestandsfunktion \(V\), die das Wasservolumen im Becken zu jedem Zeitpunkt \(t \in [0; 60]\) angibt. c) Interpretiere die folgende Gleichung im Sachzusammenhang: \(\int_{t}^{t+5} f(x) \,\text{d}x = 150\).

Denkanstöße

- Was berechnet man allgemein mit dem Integral über eine Änderungsrate? - Welche Einheit ergibt sich, wenn man eine Rate (Liter pro Minute) über die Zeit (Minuten) integriert? - Wie hängen die Änderungsrate und die Bestandsfunktion mathematisch zusammen? - Welche Information aus dem Text hilft dir, die Integrationskonstante zu bestimmen? - Betrachte die Grenzen des Integrals in Aufgabenteil c: Welcher Zeitraum wird hier abgedeckt?

Lösung

1. Berechnung des Integrals: Eine Stammfunktion von \(f(t) = 1{,}5t^{0{,}5} + 20\) ist \(F(t) = t^{1{,}5} + 20t\). Das Integral ergibt \(\int_{10}^{40} f(t) \,\text{d}t = [t^{1{,}5} + 20t]_{10}^{40} = (40^{1{,}5} + 20 \cdot 40) - (10^{1{,}5} + 20 \cdot 10) \approx 1052{,}98 - 231{,}62 = 821{,}36\). 2. Sachdeutung: Der Wert gibt die gesamte Wassermenge in Litern an, die im Zeitintervall von \(10\) bis \(40\) Minuten in das Becken geflossen ist. 3. Bestimmung der Bestandsfunktion: Da \(V(0) = 500\) gilt und \(V(t) = t^{1{,}5} + 20t + C\) eine Stammfunktion ist, folgt \(0^{1{,}5} + 20 \cdot 0 + C = 500\), also \(C = 500\). Die Funktionsgleichung lautet \(V(t) = t\sqrt{t} + 20t + 500\). 4. Interpretation der Gleichung: Es wird der Startzeitpunkt \(t\) gesucht, ab dem innerhalb der folgenden \(5\) Minuten genau \(150\,\text{Liter}\) Wasser in das Becken fließen.

Antwort

a) \(\int_{10}^{40} f(t) \,\text{d}t \approx 821{,}36\). Dies ist die Wassermenge in Litern, die zwischen der 10. und 40. Minute zugeflossen ist. b) \(V(t) = t\sqrt{t} + 20t + 500\) c) Gesucht ist der Zeitpunkt \(t\), ab dem in einem Zeitfenster von \(5\) Minuten genau \(150\,\text{Liter}\) zufließen.
42489813
Die Wachstumsrate einer Bakterienkultur kann für \(0 \le t \le 24\) durch die Funktion \(w\) mit \(w(t) = 200 \cdot e^{0{,}1t}\) beschrieben werden (\(t\) in Stunden, \(w(t)\) in Bakterien pro Stunde). a) Berechne den Zuwachs der Bakterienanzahl innerhalb der ersten \(10\) Stunden. b) Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) besteht die Kultur aus \(5\,000\) Bakterien. Gib eine integralfreie Funktionsgleichung für die Gesamtzahl der Bakterien \(N(t)\) an. c) Formuliere eine Fragestellung im Sachkontext, die durch die Gleichung \(\int_{t}^{t+2} w(x) \,\text{d}x = 2\,000\) beantwortet werden könnte.

Denkanstöße

- Wie findet man die Stammfunktion einer Exponentialfunktion der Form \(e^{k \cdot t}\)? - Was ist der Unterschied zwischen dem Zuwachs in einem Zeitraum und dem absoluten Bestand zu einem Zeitpunkt? - Wie nutzt man den Anfangswert, um eine allgemeine Stammfunktion zu einer spezifischen Bestandsfunktion zu machen? - Was bedeuten die Integrationsgrenzen \(t\) und \(t+2\) für die Zeitspanne?

Lösung

1. Berechnung des Zuwachses: Das Integral der Wachstumsrate liefert den Bestandswertzuwachs. Eine Stammfunktion von \(w(t) = 200 \cdot e^{0{,}1t}\) ist \(W(t) = \frac{200}{0{,}1} e^{0{,}1t} = 2\,000 \cdot e^{0{,}1t}\). Das Integral für das Intervall \([0; 10]\) lautet \(\int_{0}^{10} 200 \cdot e^{0{,}1t} \,\text{d}t = [2\,000 \cdot e^{0{,}1t}]_{0}^{10} = 2\,000 \cdot e^{1} - 2\,000 \cdot e^{0} \approx 5\,436{,}56 - 2\,000 = 3\,436{,}56\). Der Zuwachs beträgt ca. \(3\,437\) Bakterien. 2. Bestimmung der Bestandsfunktion: \(N(t) = 2\,000 \cdot e^{0{,}1t} + C\). Mit der Anfangsbedingung \(N(0) = 5\,000\) folgt \(2\,000 \cdot e^{0} + C = 5\,000\), also \(2\,000 + C = 5\,000 \Rightarrow C = 3\,000\). Die Funktion ist \(N(t) = 2\,000 \cdot e^{0{,}1t} + 3\,000\). 3. Interpretation: Die Gleichung sucht nach einem Zeitpunkt \(t\), zu dem die Bakterienkultur innerhalb der nächsten zwei Stunden um genau \(2\,000\) Individuen wächst.

Antwort

a) Der Zuwachs beträgt ca. \(3\,437\) Bakterien. b) \(N(t) = 2\,000 \cdot e^{0{,}1t} + 3\,000\) c) „Zu welchem Zeitpunkt \(t\) beträgt die Zunahme der Bakterienanzahl innerhalb der folgenden zwei Stunden exakt \(2\,000\)?“
42492913
Die Vertikalgeschwindigkeit \(v\) (in \(\frac{\text{m}}{\text{s}}\)) eines Wetterballons kann während der ersten \(150\) Sekunden nach dem Start durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 2 \cdot 10^{-5} \cdot t(t - 30)(t - 100)\) beschrieben werden. Dabei gibt \(t\) die Zeit in Sekunden nach dem Start an. Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) befindet sich der Ballon in einer Höhe von \(250\,\text{m}\). Positive Werte von \(v(t)\) bedeuten, dass der Ballon steigt. a) Berechne die Höhe des Ballons nach einer Minute sowie nach zwei Minuten. b) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem der Ballon seine maximale Höhe erreicht, und gib diese Höhe an. c) Begründe rechnerisch, dass sich der Ballon \(40\) Sekunden nach Beginn der Messung in einer Höhe von etwa \(255{,}3\,\text{m}\) befindet. d) Ermittle den Zeitpunkt nach Beginn der Messung, zu dem der Ballon zum ersten Mal wieder seine Ausgangshöhe von \(250\,\text{m}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie hängen die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke (Höhe) mathematisch zusammen? - Überlege dir, was der Anfangswert für die Berechnung der Bestandsfunktion bedeutet. - Wann ändert sich die Bewegungsrichtung von Steigen zu Sinken? - Vergleiche für ein absolutes Maximum auch die Randwerte des Modellintervalls. - Welche Bedingung muss erfüllt sein, damit der Bestand wieder den ursprünglichen Wert annimmt?

Lösung

1. Aufstellen der Höhenfunktion \(h(t)\) durch Integration der Geschwindigkeit: \(h(t) = 250 + \int_0^t v(x) \, \text{d}x\). Mit \(v(t) = 2 \cdot 10^{-5}(t^3 - 130t^2 + 3000t)\) ergibt sich \(h(t) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(\frac{1}{4}t^4 - \frac{130}{3}t^3 + 1500t^2)\). 2. Berechnung der Höhen: \(h(60) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(3\,240\,000 - 9\,360\,000 + 5\,400\,000) = 235{,}6\,\text{m}\). Für \(t=120\) ergibt sich \(h(120) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(51\,840\,000 - 74\,880\,000 + 21\,600\,000) = 221{,}2\,\text{m}\). 3. Für die maximale Höhe im Modellintervall \([0; 150]\) werden die inneren Extremstellen und die Randwerte verglichen. Die Nullstellen von \(v(t)\) liegen bei \(t=0\), \(t=30\) und \(t=100\). Bei \(t=30\) liegt ein lokales Maximum mit \(h(30) = 257{,}65\,\text{m}\), bei \(t=100\) ein lokales Minimum mit \(h(100) \approx 183{,}33\,\text{m}\). Am rechten Rand gilt \(h(150) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(126\,562\,500 - 146\,250\,000 + 33\,750\,000) = 531{,}25\,\text{m}\). Damit erreicht der Ballon im betrachteten Zeitraum bei \(t=150\,\text{s}\) seine maximale Höhe von \(531{,}25\,\text{m}\). 4. Nachweis für \(t=40\): \(h(40) = 250 + 2 \cdot 10^{-5}(640\,000 - 2\,773\,333{,}33 + 2\,400\,000) \approx 255{,}33\,\text{m}\). 5. Rückkehr zur Ausgangshöhe: Ansatz \(h(t) = 250\), was zu \(\frac{1}{4}t^4 - \frac{130}{3}t^3 + 1500t^2 = 0\) führt. Ausklammern von \(t^2\) und Lösen der quadratischen Gleichung \(\frac{1}{4}t^2 - \frac{130}{3}t + 1500 = 0\) liefert \(t \approx 47{,}79\) und \(t \approx 125{,}54\). Der erste Zeitpunkt ist somit \(t \approx 47{,}8\,\text{s}\).

Antwort

a) Nach \(60\,\text{s}\): \(235{,}6\,\text{m}\); nach \(120\,\text{s}\): \(221{,}2\,\text{m}\). b) Zeitpunkt: \(t = 150\,\text{s}\); maximale Höhe im betrachteten Zeitraum: \(531{,}25\,\text{m}\). c) Nachweis durch Einsetzen in die Stammfunktion: \(h(40) \approx 255{,}33\,\text{m}\). d) Zeitpunkt: \(t \approx 47{,}8\,\text{s}\).
42502913
Ein Behälter in einer Industrieanlage wird mit einer chemischen Lösung befüllt. Die Durchflussgeschwindigkeit der Lösung in Litern pro Minute wird durch die Funktion \(v\) mit \(v(t) = 12 - 12 \cdot e^{-0{,}4t}\) beschrieben, wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit Beginn des Füllvorgangs angibt. Zu Beginn befinden sich bereits \(40\,\text{Liter}\) der Lösung im Behälter. a) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Durchflussgeschwindigkeit \(6\,\text{l/min}\) beträgt. b) Zeige rechnerisch, dass die Durchflussgeschwindigkeit über den gesamten Füllvorgang hinweg zunimmt. c) Bestimme die momentane Änderungsrate der Durchflussgeschwindigkeit nach \(5\,\text{Minuten}\). d) Ermittle einen Funktionsterm \(V(t)\), der das Volumen der Lösung im Behälter zum Zeitpunkt \(t\) angibt. e) Berechne das Volumen der Lösung im Behälter nach \(10\,\text{Minuten}\). f) Ab dem Zeitpunkt \(t = 20\) wird die Durchflussgeschwindigkeit auf einen konstanten Wert von \(12\,\text{l/min}\) reguliert. Bestimme den Zeitpunkt, an dem der Behälter ein Gesamtvolumen von \(500\,\text{Litern}\) erreicht.

Denkanstöße

- Wie gehst du vor, wenn du einen Funktionswert gegeben hast und den passenden x-Wert suchst? - Welche mathematische Eigenschaft einer Funktion gibt Auskunft über ihr Steigungsverhalten? - Wie hängen die Durchflussrate und das Gesamtvolumen mathematisch zusammen? - Was bedeutet der Anfangsbestand für die Integrationskonstante? - Überlege dir für den letzten Aufgabenteil, wie sich das Volumen nach der Umstellung der Pumpe zusammensetzt.

Lösung

1. Berechnung von \(t\) für \(v(t) = 6\): \(12 - 12 \cdot e^{-0{,}4t} = 6 \Rightarrow e^{-0{,}4t} = 0{,}5 \Rightarrow t = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}4} \approx 1{,}73\). Der Zeitpunkt ist etwa \(1{,}73\,\text{min}\). 2. Nachweis der Zunahme: Die Ableitung \(v'(t) = 4{,}8 \cdot e^{-0{,}4t}\) ist für alle \(t \geq 0\) positiv, da die Exponentialfunktion stets positive Werte liefert. Somit ist \(v(t)\) streng monoton steigend. 3. Änderungsrate nach \(5\,\text{min}\): \(v'(5) = 4{,}8 \cdot e^{-0{,}4 \cdot 5} = 4{,}8 \cdot e^{-2} \approx 0{,}65\). Die Rate beträgt etwa \(0{,}65\,\text{l/min}^2\). 4. Bestimmung von \(V(t)\): \(V(t) = \int v(t) \, \text{d}t = \int (12 - 12 \cdot e^{-0{,}4t}) \, \text{d}t = 12t + 30 \cdot e^{-0{,}4t} + C\). Mit \(V(0) = 40\) folgt \(30 + C = 40 \Rightarrow C = 10\). Also \(V(t) = 12t + 30 \cdot e^{-0{,}4t} + 10\). 5. Volumen nach \(10\,\text{min}\): \(V(10) = 12 \cdot 10 + 30 \cdot e^{-4} + 10 \approx 120 + 0{,}55 + 10 = 130{,}55\). Das Volumen beträgt ca. \(130{,}55\,\text{l}\). 6. Zeitpunkt für \(500\,\text{l}\): Zuerst Volumen nach \(20\,\text{min}\) berechnen: \(V(20) = 12 \cdot 20 + 30 \cdot e^{-8} + 10 \approx 250{,}01\,\text{l}\). Für \(t > 20\) gilt \(V_{gesamt}(t) = 250{,}01 + 12 \cdot (t - 20)\). Gleichsetzen mit \(500\): \(12 \cdot (t - 20) = 249{,}99 \Rightarrow t - 20 \approx 20{,}83 \Rightarrow t \approx 40{,}83\). Der Zeitpunkt ist ca. \(40{,}83\,\text{min}\).

Antwort

a) \(t \approx 1{,}73\,\text{min}\) b) \(v'(t) = 4{,}8 \cdot e^{-0{,}4t} > 0\) für alle \(t\) c) \(v'(5) \approx 0{,}65\,\text{l/min}^2\) d) \(V(t) = 12t + 30 \cdot e^{-0{,}4t} + 10\) e) \(V(10) \approx 130{,}55\,\text{l}\) f) \(t \approx 40{,}83\,\text{min}\)
42510513
In einem Labor wird die Entwicklung einer Bakterienkultur beobachtet. Zum Zeitpunkt \(t=0\) (in Stunden) umfasst die Kultur \(10\,000\) Bakterien. Die momentane Änderungsrate der Bakterienanzahl wird für den Zeitraum \(0 \le t \le 8\) durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = -0{,}1t^2 + 0{,}8t - 1{,}2\) beschrieben (dabei wird die Änderungsrate in \(1000\) Bakterien pro Stunde angegeben). a) Bestimme das Zeitintervall innerhalb der acht Stunden, in dem die Bakterienanzahl der Kultur zunimmt. b) Berechne die Anzahl der Bakterien zum Zeitpunkt \(t=6\). c) Gib eine Fragestellung im Sachzusammenhang an, die mit der Lösung der Gleichung \(10 + \int_{0}^{k} f(t) \, dt = 9{,}5\) beantwortet werden kann.

Denkanstöße

- Wann ist eine Größe steigend, wenn man ihre Änderungsrate kennt? - Wie hängen Bestand, Anfangsbestand und die Änderungsrate über ein Integral zusammen? - Was bedeuten die einzelnen Summanden und der Wert auf der rechten Seite der Gleichung in Bezug auf die Einheiten im Text?

Lösung

1. Die Bakterienanzahl nimmt zu, wenn die momentane Änderungsrate positiv ist: \(f(t) > 0\). Die Nullstellen von \(f(t) = -0{,}1(t^2 - 8t + 12)\) liegen bei \(t_1 = 2\) und \(t_2 = 6\). Da der Graph von \(f\) eine nach unten geöffnete Parabel ist, gilt \(f(t) > 0\) für \(t \in ]2; 6[\). Die Anzahl nimmt also im offenen Intervall \(]2; 6[\) zu. 2. Die Bakterienanzahl zum Zeitpunkt \(t=6\) berechnet sich durch \(B(6) = 10 + \int_{0}^{6} (-0{,}1t^2 + 0{,}8t - 1{,}2) \, \text{d}t\). Das Integral ist \([ -\frac{0{,}1}{3}t^3 + 0{,}4t^2 - 1{,}2t ]_0^6 = -7{,}2 + 14{,}4 - 7{,}2 = 0\). Da die Änderungsrate in Tausend Bakterien pro Stunde angegeben ist, bleibt die Anzahl bei \(10\,000\) Bakterien. 3. Die Gleichung \(10 + \int_0^k f(t) \, \text{d}t = 9{,}5\) beschreibt alle Zeitpunkte \(k\), zu denen der Bestand \(9\,500\) Bakterien beträgt. Eine passende Fragestellung lautet: „Zu welchen Zeitpunkten \(k\) beträgt die Bakterienanzahl \(9\,500\)?“

Antwort

a) Das Zeitintervall ist \(]2; 6[\). b) Die Bakterienanzahl beträgt \(10\,000\). c) Mögliche Fragestellung: „Zu welchen Zeitpunkten \(k\) beträgt die Bakterienanzahl \(9\,500\)?“
42676713
Ein Getreidesilo wird über einen Zeitraum von 12 Stunden befüllt und entleert. Die momentane Änderungsrate der Getreidemenge im Silo wird für \(0 \le t \le 12\) durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = -t^2 + 12t - 20\) beschrieben. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(f(t)\) die Änderungsrate in Tonnen pro Stunde (\(\text{t/h}\)). a) Bestimme rechnerisch die Zeitintervalle innerhalb der 12 Stunden, in denen Getreide aus dem Silo entnommen wird (negative Änderungsrate) bzw. dem Silo hinzugefügt wird (positive Änderungsrate). b) Interpretiere die Bedeutung des Integrals \(\int_{4}^{9} f(t) \, dt\) im Sachzusammenhang. c) Zu Beginn der Beobachtung (\(t=0\)) befinden sich \(100\,\text{t}\) Getreide im Silo. Berechne die Getreidemenge, die sich nach 10 Stunden im Silo befindet. d) Begründe ohne weitere Rechnung, dass die Getreidemenge zum Zeitpunkt \(t=10\) einen lokalen Hochpunkt erreicht.

Denkanstöße

- Wie hängen die Nullstellen der Änderungsrate mit der Zunahme oder Abnahme des Bestands zusammen? - Was berechnet man allgemein mit dem Integral über eine Änderungsrate in einem Zeitintervall? - Wie setzt sich der aktuelle Bestand aus dem Anfangsbestand und der bisherigen Änderung zusammen? - Überlege dir, wie sich der Bestand verhält, wenn die Änderungsrate von positiven zu negativen Werten wechselt.

Lösung

1. Bestimmung der Nullstellen von \(f(t) = -t^2 + 12t - 20\): Über die Mitternachtsformel ergeben sich \(t_1 = 2\) und \(t_2 = 10\). Da der Graph eine nach unten geöffnete Parabel ist, gilt \(f(t) < 0\) für \(t \in [0; 2[\) und \(t \in ]10; 12]\) (Entnahme) sowie \(f(t) > 0\) für \(t \in ]2; 10[\) (Zufuhr). 2. Das Integral \(\int_{4}^{9} f(t) \, dt\) gibt die Netto-Änderung der Getreidemenge im Silo zwischen der 4. und der 9. Stunde in Tonnen an. 3. Berechnung der Menge \(m(10)\): \(m(10) = 100 + \int_{0}^{10} (-t^2 + 12t - 20) \, dt\). Das Integral berechnet sich über die Stammfunktion \(F(t) = -\frac{1}{3}t^3 + 6t^2 - 20t\). Es gilt \(F(10) = -\frac{1000}{3} + 600 - 200 = \frac{200}{3} \approx 66{,}67\) und \(F(0) = 0\). Somit ist \(m(10) = 100 + 66{,}67 = 166{,}67\,\text{t}\). 4. Da die Änderungsrate \(f(t)\) bei \(t=10\) eine Nullstelle mit Vorzeichenwechsel von Plus nach Minus besitzt, nimmt der Bestand bis \(t=10\) zu und danach ab. Folglich liegt zum Zeitpunkt \(t=10\) ein lokales Maximum des Bestands vor.

Antwort

a) Entnahme für \(t \in [0; 2[\) und \(t \in ]10; 12]\); Zufuhr für \(t \in ]2; 10[\). b) Das Integral gibt die Netto-Änderung der Getreidemenge (in Tonnen) zwischen der 4. und 9. Stunde an. c) Die Getreidemenge beträgt ca. \(166{,}67\,\text{t}\). d) Da \(f(10)=0\) und die Änderungsrate dort von positiv (Zunahme) zu negativ (Abnahme) wechselt, ist der Bestand bei \(t=10\) maximal.
42679913
Die Leistungsaufnahme einer industriellen Belüftungsanlage schwankt über einen Zeitraum von 12 Stunden zyklisch. Die Leistung \(P\) (in \(\text{kW}\)) kann für \(t \in [0; 12]\) durch die Funktion \(P(t) = 15 \cdot \sin\left(\frac{\pi}{6} \cdot (t - 3)\right) + 20\) modelliert werden, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Schichtbeginn beschreibt. a) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Leistungsaufnahme maximal ist, sowie den Wert dieser maximalen Leistung. b) Berechne die gesamte elektrische Arbeit in Kilowattstunden (\(\text{kWh}\)), die die Anlage während der 12-stündigen Schicht verrichtet. c) Ein Fabrikgelände betreibt 8 baugleiche Belüftungsanlagen. Berechne die gesamte elektrische Arbeit, die an einem Arbeitstag mit zwei solcher 12-Stunden-Schichten für alle Anlagen anfällt.

Denkanstöße

- Wann erreicht eine Sinusfunktion ihren höchsten Wert? - Wie hängen Leistung und Arbeit mathematisch zusammen, wenn die Leistung zeitabhängig ist? - Was fällt dir an der Länge des Zeitintervalls im Vergleich zur Periode der Funktion auf? - Wie skaliert man ein Ergebnis von einer Anlage auf mehrere Anlagen und längere Zeiträume?

Lösung

1. Zur Bestimmung des Maximums von \(P(t)\) wird das Maximum der Sinusfunktion betrachtet: \(\sin(x) = 1\) für \(x = \frac{\pi}{2}\). Aus \(\frac{\pi}{6}(t - 3) = \frac{\pi}{2}\) folgt \(t - 3 = 3\), also \(t = 6\). Die maximale Leistung beträgt \(P(6) = 15 \cdot 1 + 20 = 35\,\text{kW}\). 2. Die elektrische Arbeit entspricht dem Integral der Leistung über die Zeit: \(\int_{0}^{12} \left(15 \cdot \sin\left(\frac{\pi}{6} \cdot (t - 3)\right) + 20\right) dt\). Da das Intervall \([0; 12]\) genau einer Periodenlänge \(T = \frac{2\pi}{\pi/6} = 12\) entspricht, ist das Integral über den Sinus-Term gleich Null. Es bleibt \(20 \cdot (12 - 0) = 240\,\text{kWh}\). 3. Die Gesamtarbeit für 8 Anlagen über zwei Schichten (24 Stunden) berechnet sich durch Multiplikation der Arbeit einer Anlage pro Schicht mit der Anzahl der Anlagen und der Anzahl der Schichten: \(240\,\text{kWh} \cdot 8 \cdot 2 = 3840\,\text{kWh}\).

Antwort

a) Der Zeitpunkt ist \(t = 6\,\text{h}\) mit einer maximalen Leistung von \(35\,\text{kW}\). b) Die elektrische Arbeit beträgt \(240\,\text{kWh}\). c) Die gesamte elektrische Arbeit beträgt \(3840\,\text{kWh}\).
42680013
In einem Gewächshaus wird die \(\text{CO}_2\)-Aufnahmerate der Pflanzen während der Beleuchtungsphase zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends untersucht. Die Aufnahmerate \(f\) (in Milligramm pro Stunde und Quadratmeter Nutzfläche) lässt sich durch die Funktion \(f(t) = 150 \cdot \sin\left(\frac{\pi}{8} \cdot (t - 6)\right) + 150\) beschreiben, wobei \(t\) die Uhrzeit in Stunden angibt (\(t \in [6; 22]\)). a) Gib an, zu welcher Uhrzeit die \(\text{CO}_2\)-Aufnahme pro Quadratmeter am höchsten ist und wie hoch die Rate zu diesem Zeitpunkt ist. b) Berechne die Gesamtmenge an \(\text{CO}_2\) in Milligramm, die ein Quadratmeter Nutzfläche über den gesamten Zeitraum von 16 Stunden aufnimmt. c) Das Gewächshaus hat eine Gesamtnutzfläche von \(250\,\text{m}^2\). Ermittle die gesamte \(\text{CO}_2\)-Menge in Gramm, die im gesamten Gewächshaus während dieser 16 Stunden aufgenommen wird.

Denkanstöße

- Überlege dir, welchen Wertebereich die Sinusfunktion hat, um das Maximum der Gesamtrate zu finden. - Die Gesamtaufnahme über die Zeit entspricht der Fläche unter dem Graphen der Änderungsrate. - Achte beim Integrieren darauf, ob das Intervall eine vollständige Periode der Schwingung abdeckt. - Vergiss am Ende nicht die Einheitenumrechnung von Milligramm in Gramm.

Lösung

1. Das Maximum der Funktion \(f(t)\) tritt auf, wenn der Sinus-Ausdruck den Wert 1 annimmt. Dies ist der Fall für \(\frac{\pi}{8}(t - 6) = \frac{\pi}{2}\), woraus \(t - 6 = 4\) und somit \(t = 10\) folgt. Die maximale Rate beträgt \(f(10) = 150 \cdot 1 + 150 = 300\,\frac{\text{mg}}{\text{h} \cdot \text{m}^2}\). 2. Die Gesamtmenge pro \(\text{m}^2\) wird durch das Integral \(\int_{6}^{22} (150 \cdot \sin(\frac{\pi}{8}(t - 6)) + 150) dt\) bestimmt. Die Periodenlänge ist \(T = \frac{2\pi}{\pi/8} = 16\). Da das Integrationsintervall von 6 bis 22 genau 16 Stunden umfasst, ist das Integral des Sinus-Anteils Null. Die Gesamtmenge ist \(150 \cdot 16 = 2400\,\text{mg}\) pro \(\text{m}^2\). 3. Für die Gesamtfläche von \(250\,\text{m}^2\) ergibt sich: \(2400\,\frac{\text{mg}}{\text{m}^2} \cdot 250\,\text{m}^2 = 600\,000\,\text{mg}\). Umrechnung in Gramm: \(600\,000\,\text{mg} : 1000 = 600\,\text{g}\).

Antwort

a) Die Aufnahme ist um 10 Uhr am höchsten und beträgt \(300\,\frac{\text{mg}}{\text{h} \cdot \text{m}^2}\). b) Ein Quadratmeter nimmt insgesamt \(2400\,\text{mg}\) \(\text{CO}_2\) auf. c) Die gesamte \(\text{CO}_2\)-Menge beträgt \(600\,\text{g}\).
42685713
Gegeben ist eine ganzrationale Funktion \(f\) vierten Grades mit \(f(x) = ax^4 + bx^3 + cx^2 + dx + e\). Der zugehörige Graph \(G_f\) besitzt im Koordinatenursprung \(O(0|0)\) einen Sattelpunkt (Terrassenpunkt). Ein weiterer Wendepunkt liegt bei \(W(8|1024)\). a) Begründe mathematisch, dass aus der Eigenschaft des Sattelpunktes im Ursprung direkt \(c = d = e = 0\) folgt. b) Bestimme die Koeffizienten \(a\) und \(b\) der Funktion \(f\). c) Die Funktion \(f\) beschreibt für \(x \in [0; 16]\) die Zuflussrate von Wasser in ein Staubecken (in \(10^3\,\text{m}^3/\text{Tag}\)), wobei \(x\) die Zeit in Tagen seit Beobachtungsbeginn angibt. Zum Zeitpunkt \(x = 0\) befinden sich bereits \(5000 \cdot 10^3\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. Berechne die Wassermenge im Becken nach 12 Tagen. d) Die Zuflussrate erreicht zu einem bestimmten Zeitpunkt ihr Maximum. Bestimme diesen Zeitpunkt und die zugehörige maximale Rate.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen für einen Sattelpunkt an der Stelle \(x=0\) erfüllt sein? - Nutze die Koordinaten und die notwendige Bedingung für Wendepunkte, um ein Gleichungssystem aufzustellen. - Wie hängen die Änderungsrate und der Gesamtbestand mathematisch zusammen? - Erinnere dich an den Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung. - Das Maximum einer Funktion findest du mithilfe der ersten Ableitung.

Lösung

1. Aus \(f(0)=0\) folgt \(e=0\). Da im Ursprung eine waagerechte Tangente vorliegt, gilt \(f'(0)=0\), woraus \(d=0\) folgt. Da es sich um einen Wendepunkt handelt, gilt \(f''(0)=0\), woraus \(c=0\) folgt. Die Funktion reduziert sich auf \(f(x) = ax^4 + bx^3\). 2. Mit \(f(8) = 4096a + 512b = 1024\) und \(f''(8) = 768a + 48b = 0\) ergibt sich ein Gleichungssystem. Aus der zweiten Gleichung folgt \(b = -16a\). Einsetzen in die erste liefert \(4096a - 8192a = 1024\), also \(-4096a = 1024 \implies a = -0{,}25\). Damit ist \(b = 4\). Die Funktionsgleichung lautet \(f(x) = -0{,}25x^4 + 4x^3\). 3. Die Bestandsfunktion \(B(x)\) ist das Integral der Rate: \(B(12) = 5000 + \int_{0}^{12} (-0{,}25x^4 + 4x^3) \, \text{d}x\). Das Integral berechnet sich zu \([-0{,}05x^5 + x^4]_0^{12} = -12\,441{,}6 + 20\,736 = 8294{,}4\). Die Gesamtmenge beträgt \(5000 + 8294{,}4 = 13\,294{,}4\) (in \(10^3\,\text{m}^3\)). 4. Das Maximum der Rate liegt vor, wenn \(f'(x) = -x^3 + 12x^2 = 0\). Dies liefert \(x=0\) oder \(x=12\). Für \(0<x<12\) ist \(f'(x)>0\), für \(12<x\le16\) ist \(f'(x)<0\). Daher ist die Zuflussrate nach 12 Tagen mit \(f(12) = 1728 \cdot 10^3\,\text{m}^3/\text{Tag}\) maximal.

Antwort

a) Aus \(f(0)=0\), \(f'(0)=0\) und \(f''(0)=0\) folgt direkt \(e=0\), \(d=0\) und \(c=0\). b) \(a = -0{,}25\) und \(b = 4\), also \(f(x) = -0{,}25x^4 + 4x^3\). c) Nach 12 Tagen befinden sich \(13\,294{,}4 \cdot 10^3\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. d) Das Maximum der Zuflussrate wird nach 12 Tagen erreicht und beträgt \(1728 \cdot 10^3\,\text{m}^3/\text{Tag}\).
42972813
Ein Testfahrzeug beschleunigt auf einer geraden Strecke aus dem Stillstand. Die Beschleunigung des Fahrzeugs wird durch die Funktion \(a(t) = 0{,}75 \cdot \sqrt{t}\) modelliert (mit \(t\) in Sekunden und \(a(t)\) in \(\text{m}/\text{s}^2\)). a) Bestimme die Geschwindigkeits-Zeit-Funktion \(v(t)\) unter der Annahme, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt \(t = 0\) ruht (\(v(0) = 0\)). b) Leite die Weg-Zeit-Funktion \(s(t)\) her, wenn zum Zeitpunkt \(t = 0\) noch kein Weg zurückgelegt wurde (\(s(0) = 0\)). c) Berechne die zurückgelegte Strecke nach \(16\) Sekunden.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die physikalischen Beziehungen: Die Geschwindigkeit ist die Stammfunktion der Beschleunigung, und der Weg ist die Stammfunktion der Geschwindigkeit. - Schreibe die Wurzel als Potenz um, um die Integrationsregeln leichter anwenden zu können. - Vergiss nicht, bei jedem Integrationsschritt die Integrationskonstante mithilfe der Startwerte zu bestimmen. - Wie berechnet man Potenzen mit rationalen Exponenten wie \(5/2\) am besten ohne Taschenrechner?

Lösung

1. Bestimmung von \(v(t)\) durch Integration von \(a(t)\): \(v(t) = \int 0{,}75 \cdot t^{1/2} \,\text{d}t = 0{,}75 \cdot \frac{2}{3} t^{3/2} + C_1 = 0{,}5 \cdot t^{3/2} + C_1\). 2. Anwendung der Randbedingung \(v(0) = 0\): \(0{,}5 \cdot 0^{3/2} + C_1 = 0 \implies C_1 = 0\). Somit ist \(v(t) = 0{,}5 \cdot t^{3/2}\). 3. Bestimmung von \(s(t)\) durch Integration von \(v(t)\): \(s(t) = \int 0{,}5 \cdot t^{3/2} \,\text{d}t = 0{,}5 \cdot \frac{2}{5} t^{5/2} + C_2 = 0{,}2 \cdot t^{5/2} + C_2\). 4. Anwendung der Randbedingung \(s(0) = 0\): \(0{,}2 \cdot 0^{5/2} + C_2 = 0 \implies C_2 = 0\). Somit ist \(s(t) = 0{,}2 \cdot t^{5/2}\). 5. Berechnung der Strecke für \(t = 16\): \(s(16) = 0{,}2 \cdot 16^{5/2} = 0{,}2 \cdot (\sqrt{16})^5 = 0{,}2 \cdot 4^5 = 0{,}2 \cdot 1024 = 204{,}8\). Die Strecke nach \(16\) Sekunden beträgt \(204{,}8\,\text{m}\).

Antwort

a) \(v(t) = 0{,}5 \cdot t^{3/2}\) (oder \(v(t) = 0{,}5 \cdot \sqrt{t^3}\)) b) \(s(t) = 0{,}2 \cdot t^{5/2}\) (oder \(s(t) = 0{,}2 \cdot \sqrt{t^5}\)) c) Die zurückgelegte Strecke beträgt \(204{,}8\,\text{m}\).
42973713
In einen Speichersee fließt Wasser. Die Zuflussrate wird durch die Funktion \(f(t) = 200 \cdot e^{-0{,}1t}\) beschrieben, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(f(t)\) die Rate in \(\text{m}^3/\text{h}\) angibt. Zum Zeitpunkt \(t = 0\) befinden sich \(5000\,\text{m}^3\) Wasser im See. Bestimme die Funktionsgleichung für das Volumen \(V(t)\) des Wassers im See in Abhängigkeit von der Zeit \(t\).

Denkanstöße

- Überlege, wie die Änderungsrate und der Gesamtbestand mathematisch zusammenhängen. - Welche Rechenoperation macht eine Ableitung rückgängig? - Was bedeutet der Wert zum Zeitpunkt \(t = 0\) für die Bestimmung der Integrationskonstante? - Erinnere dich an die Regel für die Integration von Exponentialfunktionen der Form \(e^{ax}\).

Lösung

1. Identifikation des Zusammenhangs zwischen Zuflussrate und Bestand: \(V'(t) = f(t) = 200 \cdot e^{-0{,}1t}\). 2. Berechnung der allgemeinen Stammfunktion durch Integration: \(V(t) = \int 200 \cdot e^{-0{,}1t} \, \text{d}t = \frac{200}{-0{,}1} \cdot e^{-0{,}1t} + C = -2000 \cdot e^{-0{,}1t} + C\). 3. Nutzung der Anfangsbedingung \(V(0) = 5000\), um die Integrationskonstante \(C\) zu bestimmen: \(-2000 \cdot e^0 + C = 5000 \implies -2000 + C = 5000\). 4. Berechnung der Konstante: \(C = 7000\). 5. Aufstellen der endgültigen Bestandsfunktion: \(V(t) = 7000 - 2000 \cdot e^{-0{,}1t}\).

Antwort

\(V(t) = 7000 - 2000 \cdot e^{-0{,}1t}\)
42493013
Die Zuflussrate \(r\) (in \(\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\)) in ein Wasserbecken wird für einen Zeitraum von \(20\) Stunden durch die Funktion \(r\) mit \(r(t) = -0{,}02(t^2 - 20t + 64)\) modelliert. Zu Beginn der Aufzeichnung (\(t = 0\)) befinden sich \(40\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. Ein negativer Wert von \(r(t)\) bedeutet, dass Wasser aus dem Becken abfließt. a) Berechne das Wasservolumen im Becken nach \(4\) Stunden und nach \(10\) Stunden. b) Bestimme den Zeitpunkt innerhalb der ersten \(10\) Stunden, zu dem das Volumen minimal ist, und berechne dieses minimale Volumen. c) Zeige, dass die durchschnittliche Zuflussrate in den ersten \(16\) Stunden etwa \(0{,}21\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) beträgt. d) Zu welchem Zeitpunkt nach Beginn der Aufzeichnung ist das ursprüngliche Volumen von \(40\,\text{m}^3\) zum ersten Mal wieder erreicht?

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung, um Bestände zu berechnen. - Wie berechnet man den Durchschnittswert einer Funktion über ein Intervall? - Was muss für die Rate gelten, damit ein Bestand ein Minimum erreicht? - Überlege dir, wie du eine Gleichung dritten Grades vereinfachen kannst, wenn eine Lösung bereits bekannt ist.

Lösung

1. Bestimmung der Volumenfunktion \(V(t) = 40 + \int_0^t r(x) \, dx\). Mit \(r(t) = -0{,}02t^2 + 0{,}4t - 1{,}28\) ergibt sich \(V(t) = 40 - 0{,}02(\frac{1}{3}t^3 - 10t^2 + 64t)\). 2. Berechnung der Volumina: \(V(4) = 40 - 0{,}02(\frac{64}{3} - 160 + 256) \approx 37{,}65\,\text{m}^3\). Für \(t=10\): \(V(10) = 40 - 0{,}02(\frac{1000}{3} - 1000 + 640) \approx 40{,}53\,\text{m}^3\). 3. Minimales Volumen: Nullstellen von \(r(t)\) sind \(t=4\) und \(t=16\). Da \(r(0) = -1{,}28 < 0\), sinkt das Volumen zuerst. Bei \(t=4\) wechselt die Rate von negativ zu positiv, also liegt ein lokales Minimum vor. \(V(4) \approx 37{,}65\,\text{m}^3\). 4. Durchschnittliche Rate: \(\bar{r} = \frac{1}{16-0} \int_0^{16} r(t) \, dt = \frac{V(16) - V(0)}{16}\). Mit \(V(16) = 40 - 0{,}02(\frac{16^3}{3} - 10 \cdot 16^2 + 64 \cdot 16) \approx 43{,}41\,\text{m}^3\) ergibt sich \(\bar{r} = \frac{43{,}41 - 40}{16} \approx 0{,}213\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\). 5. Zeitpunkt für \(V(t)=40\): Ansatz \(\frac{1}{3}t^3 - 10t^2 + 64t = 0\). Da \(t=0\) bekannt ist, bleibt \(\frac{1}{3}t^2 - 10t + 64 = 0\) bzw. \(t^2 - 30t + 192 = 0\). Die Lösungen sind \(t \approx 9{,}26\) und \(t \approx 20{,}74\). Der gesuchte Zeitpunkt ist \(t \approx 9{,}26\,\text{h}\).

Antwort

a) Nach \(4\) Stunden: ca. \(37{,}65\,\text{m}^3\); nach \(10\) Stunden: ca. \(40{,}53\,\text{m}^3\). b) Zeitpunkt: \(t = 4\,\text{h}\); minimales Volumen: ca. \(37{,}65\,\text{m}^3\). c) Nachweis über den Mittelwertsatz der Integralrechnung: \(\frac{1}{16} \int_0^{16} r(t) \, dt \approx 0{,}21\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\). d) Zeitpunkt: \(t \approx 9{,}26\,\text{h}\).
42503013
Ein Akkumulator wird über eine Solaranlage geladen. Die Ladeleistung in Watt (\(\text{W}\)) wird für die ersten \(8\,\text{Stunden}\) durch die Funktion \(P\) mit \(P(t) = 40t \cdot e^{-0{,}5t}\) modelliert (\(t\) in Stunden). Zu Beginn des Ladevorgangs (\(t = 0\)) hat der Akkumulator bereits eine Energie von \(200\,\text{Wattstunden}\) (\(\text{Wh}\)) gespeichert. a) Zu welchem Zeitpunkt \(t \in [0; 8]\) ist die Ladeleistung maximal? Berechne diesen Wert. b) Bestimme die im Akkumulator gespeicherte Energie \(E(t)\) als integralfreien Funktionsterm. c) Wie viel Energie ist nach \(4\,\text{Stunden}\) im Akkumulator gespeichert? d) Berechne die mittlere Ladeleistung während der ersten vier Stunden. e) Welcher Wert würde für die gespeicherte Energie langfristig (\(t \to \infty\)) theoretisch erreicht werden, wenn das Modell über \(8\,\text{Stunden}\) hinaus gültig bliebe?

Denkanstöße

- Welches Werkzeug nutzt du, um Extremstellen einer Funktion zu finden? - Erinnerst du dich an die Regel für das Integrieren von Produkten aus einer linearen Funktion und einer Exponentialfunktion? - Wie berechnet man den Durchschnittswert einer Funktion über ein bestimmtes Intervall? - Was passiert mit dem Term \(t \cdot e^{-t}\), wenn \(t\) immer größer wird?

Lösung

1. Maximale Ladeleistung: Ableitung bilden mit Produktregel: \(P'(t) = 40 \cdot e^{-0{,}5t} + 40t \cdot (-0{,}5) \cdot e^{-0{,}5t} = (40 - 20t) \cdot e^{-0{,}5t}\). Nullstelle bei \(40 - 20t = 0 \Rightarrow t = 2\). Da \(P'(t) > 0\) für \(t < 2\) und \(P'(t) < 0\) für \(t > 2\), liegt ein Maximum vor. \(P(2) = 40 \cdot 2 \cdot e^{-1} \approx 29{,}43\,\text{W}\). 2. Stammfunktion \(E(t)\): Mittels partieller Integration von \(\int 40t \cdot e^{-0{,}5t} \, \text{d}t\): Sei \(u(t) = 40t\) und \(w'(t) = e^{-0{,}5t}\). Dann gilt \(u'(t) = 40\) und \(w(t) = -2e^{-0{,}5t}\). Es folgt \(\int P(t) \, \text{d}t = -80t \cdot e^{-0{,}5t} - \int -80e^{-0{,}5t} \, \text{d}t = -80t \cdot e^{-0{,}5t} - 160e^{-0{,}5t} + C = -80(t+2)e^{-0{,}5t} + C\). Mit \(E(0) = 200\) folgt \(-80(2)e^0 + C = 200 \Rightarrow -160 + C = 200 \Rightarrow C = 360\). Somit \(E(t) = 360 - 80(t+2)e^{-0{,}5t}\). 3. Energie nach \(4\,\text{h}\): \(E(4) = 360 - 80(6)e^{-2} = 360 - 480e^{-2} \approx 295{,}04\,\text{Wh}\). 4. Mittlere Ladeleistung: \(\bar{P} = \frac{1}{4-0} \int_0^4 P(t) \, \text{d}t = \frac{E(4) - E(0)}{4} = \frac{295{,}04 - 200}{4} \approx 23{,}76\,\text{W}\). 5. Grenzwertbetrachtung: \(\lim_{t \to \infty} E(t) = \lim_{t \to \infty} (360 - 80(t+2)e^{-0{,}5t})\). Da \(e^{-0{,}5t}\) stärker gegen \(0\) geht als \(t\) gegen unendlich wächst, gilt \(\lim_{t \to \infty} 80(t+2)e^{-0{,}5t} = 0\). Der Grenzwert ist \(360\,\text{Wh}\).

Antwort

a) \(t = 2\,\text{h}\); \(P(2) \approx 29{,}43\,\text{W}\) b) \(E(t) = 360 - 80(t+2)e^{-0{,}5t}\) c) \(E(4) \approx 295{,}04\,\text{Wh}\) d) \(\bar{P} \approx 23{,}76\,\text{W}\) e) \(360\,\text{Wh}\)
42510613
Ein Regenrückhaltebecken enthält zu Beginn eines Beobachtungszeitraums \(20\,\text{m}^3\) Wasser. Die Zu- bzw. Abflussrate des Wassers wird für \(0 \le t \le 5\) durch die Funktion \(h\) mit \(h(t) = 4 \cdot e^{-0{,}5t} - 2\) modelliert (dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn und \(h(t)\) die Änderungsrate in \(\text{m}^3/\text{h}\)). a) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt innerhalb des Beobachtungszeitraums, zu dem das Wasservolumen im Becken maximal ist. b) Berechne die gesamte Volumenänderung des Wassers in den ersten vier Stunden. c) Interpretiere, was eine Lösung der Gleichung \(\int_{2}^{x} h(t) \, \text{d}t = 0\) für ein \(x > 2\) im Sachzusammenhang bedeuten würde.

Denkanstöße

- Wie findet man Extremstellen eines Bestands, wenn die Ableitungsfunktion gegeben ist? - Was ist der Unterschied zwischen dem Bestand zu einem Zeitpunkt und der Änderung über ein Zeitintervall? - Was bedeutet es für den Wasserstand, wenn die Bilanz aus Zufluss und Abfluss über einen Zeitraum genau Null ergibt?

Lösung

1. Das Volumen ist maximal, wenn die Änderungsrate \(h(t)\) von positiv zu negativ wechselt. Nullstelle suchen: \(4 \cdot e^{-0{,}5t} - 2 = 0 \Rightarrow e^{-0{,}5t} = 0{,}5 \Rightarrow -0{,}5t = \ln(0{,}5) \Rightarrow t = -2 \cdot \ln(0{,}5) = 2 \cdot \ln(2) \approx 1{,}39\,\text{h}\). Da \(h(0) = 2 > 0\) und \(h(5) \approx -1{,}67 < 0\), liegt bei \(t \approx 1{,}39\) ein Vorzeichenwechsel von \(+\) nach \(-\) vor, also ein Maximum des Bestands. 2. Die gesamte Volumenänderung ist das Integral der Änderungsrate: \(\Delta V = \int_{0}^{4} (4 \cdot e^{-0{,}5t} - 2) \, \text{d}t = [-8e^{-0{,}5t} - 2t]_0^4 = (-8e^{-2} - 8) - (-8e^0 - 0) = -8e^{-2} \approx -1{,}08\,\text{m}^3\). 3. Das Integral \(\int_{2}^{x} h(t) \, \text{d}t\) berechnet die Nettoänderung des Wasservolumens zwischen den Zeitpunkten \(t=2\) und \(t=x\). Eine Lösung mit dem Integralwert Null würde bedeuten, dass das Volumen zum Zeitpunkt \(x\) genauso groß wie zum Zeitpunkt \(t=2\) ist. Im angegebenen Modellintervall existiert für \(x>2\) jedoch keine solche Lösung, da \(h(t)<0\) für alle \(t>2\) gilt.

Antwort

a) Das Volumen ist zum Zeitpunkt \(t = 2 \cdot \ln(2) \approx 1{,}39\,\text{h}\) maximal. b) Das Volumen hat sich um ca. \(1{,}08\,\text{m}^3\) verringert (Änderung: \(\approx -1{,}08\,\text{m}^3\)). c) Eine Lösung würde bedeuten, dass das Wasservolumen zum Zeitpunkt \(x\) wieder genauso groß wie bei \(t = 2\) ist. Für \(x>2\) existiert im Modellintervall keine solche Lösung.
42676813
Der Füllvorgang eines Gasspeichers wird für \(0 \le t \le 12\) durch die momentane Änderungsrate \(v(t) = 0{,}2 \cdot (t^3 - 18t^2 + 80t)\) modelliert (\(t\) in Stunden, \(v(t)\) in \(\text{m}^3/\text{h}\)). a) Zeige, dass die Änderungsrate im Intervall \(0 < t < 8\) positiv und im Intervall \(8 < t < 10\) negativ ist. b) Zu Beginn (\(t=0\)) sind \(500\,\text{m}^3\) Gas im Speicher. Berechne das Gasvolumen zum Zeitpunkt \(t=8\). c) Entscheide durch Vergleich der Integralwerte oder Bestandsänderungen, ob das Volumen zum Zeitpunkt \(t=10\) größer oder kleiner ist als zum Zeitpunkt \(t=0\).

Denkanstöße

- Nutze die faktorisierte Form der Funktion, um die Vorzeichen in den Intervallen schnell zu prüfen. - Erinnere dich an den Hauptsatz der Differenzial- und Integralrechnung, um Bestandsänderungen zu berechnen. - Der Gesamteffekt über einen Zeitraum wird durch das bestimmte Integral der Änderungsrate über diesen Zeitraum bestimmt. - Überlege dir, was ein positives Gesamtergebnis für den Vergleich zwischen End- und Anfangswert bedeutet.

Lösung

1. Nachweis der Vorzeichen: \(v(t) = 0{,}2t(t^2 - 18t + 80) = 0{,}2t(t-8)(t-10)\). Für \(t \in ]0; 8[\) sind alle Faktoren \(t, (t-8), (t-10)\) so geartet, dass das Produkt positiv ist (\(+\cdot - \cdot -\)). Für \(t \in ]8; 10[\) ergibt sich \(+\cdot + \cdot -\), also ist \(v(t)\) negativ. 2. Berechnung \(V(8)\): \(V(8) = 500 + \int_{0}^{8} 0{,}2(t^3 - 18t^2 + 80t) \, dt\). Stammfunktion \(V_{st}(t) = 0{,}2 \cdot (\frac{1}{4}t^4 - 6t^3 + 40t^2)\). Auswertung: \(V_{st}(8) = 0{,}2 \cdot (\frac{4096}{4} - 6 \cdot 512 + 40 \cdot 64) = 0{,}2 \cdot (1024 - 3072 + 2560) = 0{,}2 \cdot 512 = 102{,}4\). Somit ist \(V(8) = 500 + 102{,}4 = 602{,}4\,\text{m}^3\). 3. Vergleich \(V(10)\) mit \(V(0)\): Es ist die Nettoänderung \(\int_{0}^{10} v(t) \, dt\) zu prüfen. \(V_{st}(10) = 0{,}2 \cdot (\frac{10000}{4} - 6 \cdot 1000 + 40 \cdot 100) = 0{,}2 \cdot (2500 - 6000 + 4000) = 0{,}2 \cdot 500 = 100\). Da \(\int_{0}^{10} v(t) \, dt = 100 > 0\), ist das Volumen bei \(t=10\) mit \(600\,\text{m}^3\) größer als der Anfangsbestand von \(500\,\text{m}^3\).

Antwort

a) Durch Faktorisierung \(v(t) = 0{,}2t(t-8)(t-10)\) folgt: für \(0 < t < 8\) ist \(v(t) > 0\), für \(8 < t < 10\) ist \(v(t) < 0\). b) Das Gasvolumen zum Zeitpunkt \(t=8\) beträgt \(602{,}4\,\text{m}^3\). c) Da \(\int_{0}^{10} v(t) \, dt = 100 > 0\) ist, ist das Volumen zum Zeitpunkt \(t=10\) mit \(600\,\text{m}^3\) größer als zum Zeitpunkt \(t=0\).
42685813
Die Produktionsrate einer Industrieanlage wird für einen Beobachtungszeitraum von 20 Stunden durch die Funktion \(h\) mit \(h(t) = -0{,}1t^4 + 2t^3\) modelliert (\(t\) in Stunden, \(h(t)\) in Mengeneinheiten pro Stunde, \(\text{ME}/\text{h}\)). a) Zeige rechnerisch, dass die Anlage nach genau 20 Stunden ihre Produktion einstellt und der Gesamtbestand an produzierten Einheiten zu diesem Zeitpunkt sein Maximum erreicht. b) Der Zuwachs des Bestands zwischen \(t = 10\) und \(t = 15\) soll durch die Fläche eines Trapezes angenähert werden, dessen Eckpunkte auf der \(t\)-Achse sowie an den entsprechenden Stellen auf dem Graphen von \(h\) liegen. Berechne diesen Näherungswert. c) Begründe mithilfe der zweiten Ableitung \(h''(t)\), dass der in Aufgabenteil b) berechnete Näherungswert kleiner als der exakte Wert des Bestandszuwachses ist. Bestimme die prozentuale Abweichung des Näherungswerts vom exakten Wert.

Denkanstöße

- Wann ist ein Bestand maximal, wenn die Änderungsrate gegeben ist? - Wie berechnet man die Fläche eines Trapezes unter einem Graphen? - Was sagt das Vorzeichen der zweiten Ableitung über den Verlauf des Graphen im Vergleich zu einer Sehne aus? - Der exakte Zuwachs entspricht dem bestimmten Integral der Änderungsrate.

Lösung

1. Produktionseinstellung: \(h(20) = -0{,}1 \cdot 20^4 + 2 \cdot 20^3 = -16\,000 + 16\,000 = 0\). Da \(h(t) = t^3(-0{,}1t + 2) > 0\) für \(0 < t < 20\) gilt, ist die Bestandsfunktion \(S\) mit \(S'(t)=h(t)\) im gesamten Inneren des Modellintervalls streng steigend. Daher erreicht der Bestand am rechten Intervallrand \(t=20\) sein Maximum. 2. Trapezwert: \(h(10) = 1000\) und \(h(15) = 1687{,}5\). Die Trapezfläche ist \(A_T = \frac{h(10) + h(15)}{2} \cdot (15 - 10) = \frac{1000 + 1687{,}5}{2} \cdot 5 = 6718{,}75\,\text{ME}\). 3. Krümmung: \(h''(t) = -1{,}2t^2 + 12t = -1{,}2t(t - 10)\). Für \(t \in (10; 15]\) ist \(h''(t) < 0\), der Graph ist also rechtsgekrümmt (konkav). Eine Trapezsehne liegt bei einer konkaven Funktion unterhalb des Graphen, weshalb die Trapezfläche kleiner ist. Exakter Wert: \(\int_{10}^{15} (-0{,}1t^4 + 2t^3) \, \text{d}t = [-0{,}02t^5 + 0{,}5t^4]_{10}^{15} = 10\,125 - 3000 = 7125\,\text{ME}\). Abweichung: \(\frac{7125 - 6718{,}75}{7125} \approx 0{,}05705\), also ca. \(5{,}71\,\%\).

Antwort

a) \(h(20) = 0\); da \(h(t) > 0\) für \(0 < t < 20\), steigt der Bestand im gesamten Modellintervall bis \(t=20\) an und ist dort maximal. b) Der Näherungswert beträgt \(6718{,}75\,\text{ME}\). c) Da \(h''(t) < 0\) für \(t \in (10; 15)\), ist der Graph rechtsgekrümmt und das Trapez liegt unter der Kurve. Die Abweichung beträgt ca. \(5{,}71\,\%\).
42973813
In einem industriellen Filter wird die Masse \(m\) eines Schadstoffs gesammelt. Die Rate, mit der die Masse des Schadstoffs im Filter zunimmt (in \(\text{mg}/\text{h}\)), lässt sich durch die Ableitungsfunktion \(m'(t) = \frac{k}{(t+1)^2}\) für \(t \ge 0\) modellieren. Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) ist der Filter vollständig sauber. Nach einer Stunde (\(t = 1\)) wurde eine Schadstoffmasse von \(2\,\text{mg}\) im Filter nachgewiesen. Bestimme den Wert der Konstante \(k\) und die Funktionsgleichung \(m(t)\) für die Masse des Schadstoffs im Filter.

Denkanstöße

- Beginne damit, eine allgemeine Funktion für den Bestand zu finden, indem du die Änderungsrate integrierst. - Nutze die Information über den Zustand zum Startzeitpunkt, um eine Beziehung zwischen den unbekannten Parametern herzustellen. - Wie kannst du den Messwert nach einer Stunde nutzen, um den exakten Wert der Konstante zu finden? - Schreibe den Bruch in der Ableitungsfunktion als Potenz mit negativem Exponenten um, um das Integrieren zu erleichtern.

Lösung

1. Bestimmung der allgemeinen Stammfunktion für die Masse: \(m(t) = \int k \cdot (t+1)^{-2} \, dt = k \cdot \frac{(t+1)^{-1}}{-1} + C = -\frac{k}{t+1} + C\). 2. Anwendung der Anfangsbedingung \(m(0) = 0\): \(-\frac{k}{0+1} + C = 0 \implies -k + C = 0 \implies C = k\). 3. Einsetzen der Bedingung nach einer Stunde \(m(1) = 2\), um \(k\) zu berechnen: \(-\frac{k}{1+1} + k = 2 \implies -\frac{k}{2} + k = 2\). 4. Auflösen nach \(k\): \(\frac{k}{2} = 2 \implies k = 4\). 5. Da \(C = k\), folgt \(C = 4\). Die Funktionsgleichung lautet \(m(t) = 4 - \frac{4}{t+1}\).

Antwort

\(k = 4\) und \(m(t) = 4 - \frac{4}{t+1}\)

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