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Modellierung mit Integralen

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42972113
Eine technische Feder wird durch eine Kraft von \(15\,\text{N}\) um \(6\,\text{cm}\) aus ihrer Ruhelage gedehnt. Es wird angenommen, dass die Feder dem Hookeschen Gesetz \(F(s) = D \cdot s\) folgt. a) Bestimme die Federkonstante \(D\) in der Einheit \(\text{N/m}\). b) Berechne mithilfe der Integralrechnung die physikalische Arbeit, die verrichtet werden muss, um die Feder von der Ruhelage aus um insgesamt \(10\,\text{cm}\) zu dehnen. c) Ermittle die zusätzliche Arbeit, die notwendig ist, um die Feder von einer Dehnung von \(10\,\text{cm}\) auf eine Dehnung von \(20\,\text{cm}\) zu bringen.

Denkanstöße

- Wie hängen Kraft und Weg bei einer Feder zusammen? - Achte darauf, alle Längenangaben in die Basiseinheit Meter umzurechnen, bevor du rechnest. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Kraftfunktion und der verrichteten Arbeit in der Integralrechnung. - Überlege, welche Integrationsgrenzen für die jeweilige Teilaufgabe relevant sind.

Lösung

1. Berechnung der Federkonstante \(D\): Aus \(F = D \cdot s\) folgt mit \(F = 15\,\text{N}\) und \(s = 0{,}06\,\text{m}\) der Wert \(D = \frac{15\,\text{N}}{0{,}06\,\text{m}} = 250\,\text{N/m}\). 2. Berechnung der Arbeit für \(10\,\text{cm}\): Die Arbeit \(W\) entspricht dem Integral der Kraftfunktion \(F(s) = 250s\). Es gilt \(W = \int_{0}^{0{,}1} 250s \, ds = [125s^2]_{0}^{0{,}1} = 125 \cdot 0{,}1^2 - 0 = 1{,}25\,\text{J}\). 3. Berechnung der zusätzlichen Arbeit für das Intervall \([10\,\text{cm}; 20\,\text{cm}]\): Hierfür wird das Integral von \(0{,}1\,\text{m}\) bis \(0{,}2\,\text{m}\) berechnet: \(W_{zusatz} = \int_{0{,}1}^{0{,}2} 250s \, ds = [125s^2]_{0{,}1}^{0{,}2} = 125 \cdot (0{,}04 - 0{,}01) = 125 \cdot 0{,}03 = 3{,}75\,\text{J}\).

Antwort

a) \(D = 250\,\text{N/m}\) b) \(W = 1{,}25\,\text{J}\) c) \(W_{zusatz} = 3{,}75\,\text{J}\)
42658113
Die Zufluss- bzw. Abflussrate von Wasser in einem Rückhaltebecken wird für einen Beobachtungszeitraum von 4 Stunden durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = -0{,}1t^3 + 0{,}6t^2 - 0{,}8t\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden (\(0 \le t \le 4\)) und \(f(t)\) die Momentanrate in \(100\,\text{m}^3/\text{h}\). Positive Werte von \(f(t)\) stehen für einen Zufluss, negative Werte für einen Abfluss. a) Berechne die gesamte Volumenänderung des Wassers im Becken über den gesamten Zeitraum von 4 Stunden. b) Bestimme die durchschnittliche Zufluss- bzw. Abflussrate während der ersten zwei Stunden. c) Zu welchem Zeitpunkt \(t \in [0; 4]\) ist das Wasservolumen im Becken minimal? Begründe deine Antwort.

Denkanstöße

- Wie hängen die Bestandsänderung und die Änderungsrate mathematisch zusammen? - Welches Werkzeug hilft dir, den Durchschnittswert einer Funktion über ein Intervall zu berechnen? - Überlege dir, was ein negatives Vorzeichen der Änderungsrate für das Gesamtvolumen bedeutet. - Wann hört das Volumen auf zu sinken und beginnt wieder zu steigen?

Lösung

1. Berechnung der gesamten Volumenänderung durch das Integral der Rate über das Intervall \([0; 4]\): \(\int_0^4 (-0{,}1t^3 + 0{,}6t^2 - 0{,}8t) \, dt = [-0{,}025t^4 + 0{,}2t^3 - 0{,}4t^2]_0^4\). Einsetzen der Grenzen: \((-0{,}025 \cdot 256 + 0{,}2 \cdot 64 - 0{,}4 \cdot 16) - 0 = -6{,}4 + 12{,}8 - 6{,}4 = 0\). Die gesamte Volumenänderung beträgt \(0\,\text{m}^3\). 2. Bestimmung der durchschnittlichen Rate über \([0; 2]\) mithilfe des Mittelwertsatzes der Integralrechnung: \(\bar{m} = \frac{1}{2-0} \int_0^2 f(t) \, dt = \frac{1}{2} [-0{,}025t^4 + 0{,}2t^3 - 0{,}4t^2]_0^2 = \frac{1}{2} (-0{,}025 \cdot 16 + 0{,}2 \cdot 8 - 0{,}4 \cdot 4) = \frac{1}{2} (-0{,}4 + 1{,}6 - 1{,}6) = -0{,}2\). Die durchschnittliche Rate beträgt \(-0{,}2 \cdot 100\,\text{m}^3/\text{h} = -20\,\text{m}^3/\text{h}\). 3. Untersuchung des Vorzeichens von \(f(t)\): Nullstellen liegen bei \(t_1=0\), \(t_2=2\) und \(t_3=4\). Für \(0 < t < 2\) ist \(f(t) < 0\) (Abfluss), für \(2 < t < 4\) ist \(f(t) > 0\) (Zufluss). Da das Volumen bis \(t=2\) abnimmt und danach wieder zunimmt, ist das Volumen zum Zeitpunkt \(t=2\,\text{h}\) minimal.

Antwort

a) Die Volumenänderung beträgt \(0\,\text{m}^3\). b) Die durchschnittliche Rate beträgt \(-20\,\text{m}^3/\text{h}\). c) Das Volumen ist zum Zeitpunkt \(t = 2\,\text{h}\) minimal.
42658213
In einer chemischen Anlage wird die Schadstofffreisetzung während eines zehnstündigen Reinigungsprozesses durch die Funktion \(E\) mit \(E(t) = -0{,}01t^3 + 0{,}12t^2 + 0{,}5\) beschrieben (\(0 \le t \le 10\)). Dabei gibt \(t\) die Zeit in Stunden seit Beginn des Prozesses an und \(E(t)\) die Emissionsrate in \(\text{kg}/\text{h}\). a) Berechne die Gesamtmenge des freigesetzten Schadstoffs während der gesamten zehn Stunden. b) Bestimme die durchschnittliche Emissionsrate über den gesamten Zeitraum. c) Vergleiche die freigesetzte Schadstoffmenge in der ersten Hälfte des Zeitraums (\(0 \le t \le 5\)) mit der Menge in der zweiten Hälfte (\(5 \le t \le 10\)).

Denkanstöße

- Wie berechnet man die akkumulierte Menge aus einer gegebenen Rate? - Was gibt der Mittelwert einer Funktion anschaulich an? - Teile das Zeitintervall in zwei Abschnitte und berechne für jeden die entsprechende Fläche unter dem Graphen.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtmenge über das Integral: \(\int_0^{10} (-0{,}01t^3 + 0{,}12t^2 + 0{,}5) \, dt = [-0{,}0025t^4 + 0{,}04t^3 + 0{,}5t]_0^{10}\). Einsetzen der Grenzen: \(-0{,}0025 \cdot 10\,000 + 0{,}04 \cdot 1\,000 + 0{,}5 \cdot 10 = -25 + 40 + 5 = 20\). Die Gesamtmenge beträgt \(20\,\text{kg}\). 2. Durchschnittliche Emissionsrate \(\bar{E} = \frac{1}{10-0} \cdot 20 = 2\,\text{kg}/\text{h}\). 3. Berechnung der Teilmengen: Für \(t \in [0; 5]\): \(F(5) - F(0) = -0{,}0025 \cdot 625 + 0{,}04 \cdot 125 + 0{,}5 \cdot 5 = -1{,}5625 + 5 + 2{,}5 = 5{,}9375\,\text{kg}\). Für \(t \in [5; 10]\): \(F(10) - F(5) = 20 - 5{,}9375 = 14{,}0625\,\text{kg}\). In der zweiten Hälfte wird mit ca. \(14{,}06\,\text{kg}\) deutlich mehr Schadstoff freigesetzt als in der ersten Hälfte (ca. \(5{,}94\,\text{kg}\)).

Antwort

a) Es werden insgesamt \(20\,\text{kg}\) Schadstoff freigesetzt. b) Die durchschnittliche Emissionsrate beträgt \(2\,\text{kg}/\text{h}\). c) In der ersten Hälfte werden \(5{,}9375\,\text{kg}\) und in der zweiten Hälfte \(14{,}0625\,\text{kg}\) freigesetzt.
42660513
Ein Pharmaunternehmen produziert einen speziellen Wirkstoff für ein neues Medikament. Die Produktionsrate während einer 10-stündigen Schicht kann durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = 50 \cdot t \cdot e^{-0{,}5t}\) modelliert werden. Dabei gibt \(t\) die Zeit in Stunden seit Schichtbeginn (\(0 \le t \le 10\)) und \(f(t)\) die Produktionsrate in Gramm pro Stunde (\(\text{g/h}\)) an. a) Berechne die Gesamtmenge des Wirkstoffs, die in den ersten 6 Stunden der Schicht produziert wurde. b) Bestimme die durchschnittliche Produktionsrate während der gesamten 10-stündigen Schicht. c) Zu welchem Zeitpunkt \(t\) ist die Produktionsrate am höchsten? Ermittle diesen Wert und die zugehörige maximale Rate.

Denkanstöße

- Wie hängen eine Änderungsrate und der Gesamtbestand mathematisch zusammen? - Welche Formel hilft dir, den Durchschnittswert einer Funktion über ein bestimmtes Intervall zu berechnen? - Erinnerst du dich an das Verfahren zur Bestimmung von Extrempunkten bei Funktionen mit \(e\)-Termen? - Achte bei der Integration darauf, ob du eine Stammfunktion direkt bilden kannst oder ein spezielles Verfahren wie die partielle Integration benötigst.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtmenge durch Integration der Produktionsrate: \(\int_{0}^{6} 50t \cdot e^{-0{,}5t} \, \text{d}t\). Mittels partieller Integration oder Stammfunktion \(F(t) = -100(t+2)e^{-0{,}5t}\) ergibt sich \(\left[ -100(t+2)e^{-0{,}5t} \right]_{0}^{6} = -800e^{-3} - (-200) \approx 160{,}17\). In den ersten 6 Stunden wurden ca. \(160{,}17\,\text{g}\) produziert. 2. Berechnung der durchschnittlichen Produktionsrate über den Mittelwert der Funktion im Intervall \([0; 10]\): \(\bar{m} = \frac{1}{10-0} \int_{0}^{10} 50t \cdot e^{-0{,}5t} \, \text{d}t\). Das Integral liefert \(\left[ -100(t+2)e^{-0{,}5t} \right]_{0}^{10} = -1200e^{-5} + 200 \approx 191{,}91\). Der Durchschnittswert beträgt \(\frac{191{,}91}{10} \approx 19{,}19\,\text{g/h}\). 3. Bestimmung des Maximums von \(f(t)\) durch Nullsetzen der ersten Ableitung: \(f'(t) = 50e^{-0{,}5t} - 25te^{-0{,}5t} = 25e^{-0{,}5t}(2-t)\). Die Bedingung \(f'(t) = 0\) liefert \(t = 2\). Die zweite Ableitung erfüllt \(f''(2) < 0\) und bestätigt das Maximum. Die maximale Produktionsrate zum Zeitpunkt \(t = 2\,\text{h}\) beträgt \(f(2) = 100e^{-1} \approx 36{,}79\,\text{g/h}\).

Antwort

a) Es wurden ca. \(160{,}17\,\text{g}\) Wirkstoff produziert. b) Die durchschnittliche Produktionsrate beträgt ca. \(19{,}19\,\text{g/h}\). c) Die Produktionsrate ist nach \(2\,\text{Stunden}\) am höchsten und beträgt dort ca. \(36{,}79\,\text{g/h}\).
42661213
Die Zuflussrate von Wasser in ein Rückhaltebecken wird für einen Zeitraum von 12 Minuten durch die Funktion \(g\) mit \(g(t) = 40 \sin\left(\frac{\pi}{4}t\right) + 50\) modelliert (\(t\) in Minuten, \(g(t)\) in Litern pro Minute). a) Bestimme das Wasservolumen, das in den ersten 4 Minuten insgesamt in das Becken fließt. b) Zu Beginn der Messung (\(t = 0\)) befinden sich bereits \(200\,\text{l}\) Wasser im Becken. Berechne den Wasserbestand nach 6 Minuten.

Denkanstöße

- Wenn eine Funktion eine Änderungsrate (wie Liter pro Minute) angibt, wie kommt man dann auf die Gesamtänderung in einem Zeitraum? - Was bedeutet die Fläche unter dem Graphen der Zuflussrate physikalisch? - Achte beim Integrieren der Sinusfunktion auf die Kettenregel (innere Ableitung). - Wie unterscheidet sich die "Änderung des Bestands" vom "tatsächlichen Bestand" zu einem bestimmten Zeitpunkt?

Lösung

1. Das zugeflossene Volumen entspricht dem Integral der Zuflussrate: \(V_{zu} = \int_{0}^{4} \left(40 \sin\left(\frac{\pi}{4}t\right) + 50\right) \, dt\). 2. Stammfunktion bilden: \(G(t) = -\frac{160}{\pi} \cos\left(\frac{\pi}{4}t\right) + 50t\). 3. Berechnung für a): \(G(4) - G(0) = \left(-\frac{160}{\pi} \cos(\pi) + 200\right) - \left(-\frac{160}{\pi} \cos(0) + 0\right) = \frac{160}{\pi} + 200 + \frac{160}{\pi} = \frac{320}{\pi} + 200 \approx 301{,}86\,\text{l}\). 4. Berechnung für b): Der Bestand ist \(B(6) = B(0) + \int_{0}^{6} g(t) \, dt\). 5. Integral berechnen: \(\int_{0}^{6} g(t) \, dt = \left[-\frac{160}{\pi} \cos\left(\frac{\pi}{4}t\right) + 50t\right]_{0}^{6} = \left(-\frac{160}{\pi} \cos(1{,}5\pi) + 300\right) - \left(-\frac{160}{\pi} \cdot 1\right) = 0 + 300 + \frac{160}{\pi} = 300 + \frac{160}{\pi} \approx 350{,}93\,\text{l}\). 6. Gesamtbestand: \(200 + 350{,}93 = 550{,}93\,\text{l}\).

Antwort

a) In den ersten 4 Minuten fließen ca. \(301{,}86\,\text{l}\) Wasser zu. b) Nach 6 Minuten befinden sich ca. \(550{,}93\,\text{l}\) Wasser im Becken.
42673313
Ein Lärmschutzwall hat einen Querschnitt, der durch die Funktion \(f\) mit \(f(x) = (4 - 0{,}25x^2) \cdot e^{-0{,}5x}\) beschrieben wird. Dabei liegen \(x\) und \(f(x)\) in Metern. Die \(x\)-Achse stellt den Erdboden dar. a) Weise nach, dass die Funktion \(F\) mit \(F(x) = (0{,}5x^2 + 2x - 4) \cdot e^{-0{,}5x}\) eine Stammfunktion von \(f\) ist. b) Der Wall wird auf einer Länge von \(L\) errichtet. Bestimme diese Länge \(L\), wenn für den Bau des Walls insgesamt \(1800\,\text{m}^3\) Erde benötigt wurden.

Denkanstöße

- Wie hängen eine Funktion und ihre Stammfunktion über die Ableitung zusammen? - Welche Ableitungsregeln musst du anwenden, um einen Ausdruck aus einem Polynom und einer Exponentialfunktion abzuleiten? - Wo berührt der Querschnitt den Boden? Diese Stellen sind deine Integrationsgrenzen. - Wie berechnet man das Volumen eines prismatischen Körpers aus seiner Querschnittsfläche und seiner Länge?

Lösung

1. Nachweis der Stammfunktion: Die Ableitung von \(F(x) = (0{,}5x^2 + 2x - 4) \cdot e^{-0{,}5x}\) erfolgt mit der Produkt- und Kettenregel: \(F'(x) = (x + 2) \cdot e^{-0{,}5x} + (0{,}5x^2 + 2x - 4) \cdot (-0{,}5) \cdot e^{-0{,}5x}\) \(F'(x) = (x + 2 - 0{,}25x^2 - x + 2) \cdot e^{-0{,}5x} = (4 - 0{,}25x^2) \cdot e^{-0{,}5x} = f(x)\). 2. Bestimmung der Integrationsgrenzen: Die Nullstellen von \(f\) liegen bei \(4 - 0{,}25x^2 = 0 \Rightarrow x^2 = 16 \Rightarrow x_1 = -4, x_2 = 4\). 3. Berechnung der Querschnittsfläche: \(A = \int_{-4}^{4} f(x) \, \text{d}x = [F(x)]_{-4}^{4} = F(4) - F(-4)\). \(F(4) = (0{,}5 \cdot 16 + 2 \cdot 4 - 4) \cdot e^{-2} = 12e^{-2} \approx 1{,}624\). \(F(-4) = (0{,}5 \cdot 16 + 2 \cdot (-4) - 4) \cdot e^{2} = -4e^2 \approx -29{,}556\). \(A = 12e^{-2} - (-4e^2) = 12e^{-2} + 4e^2 \approx 31{,}18\,\text{m}^2\). 4. Berechnung der Länge: Aus \(V = A \cdot L\) folgt \(L = \frac{V}{A} = \frac{1800}{31{,}18} \approx 57{,}73\). Die Länge beträgt ca. \(57{,}7\,\text{m}\).

Antwort

a) Der Nachweis erfolgt durch Ableiten von \(F(x)\) mittels Produktregel, was \(f(x)\) ergibt. b) Die Länge des Walls beträgt ca. \(57{,}7\,\text{m}\).
42972213
Um eine elastische Feder von einer Auslenkung von \(4\,\text{cm}\) auf eine Auslenkung von \(8\,\text{cm}\) zu dehnen, ist eine physikalische Arbeit von \(0{,}72\,\text{J}\) erforderlich. Dabei gilt das Hookesche Gesetz \(F(s) = D \cdot s\). a) Berechne die Federkonstante \(D\) dieser Feder. b) Bestimme die Kraft \(F\), die aufgewendet werden muss, um die Feder in einer Dehnungsposition von \(15\,\text{cm}\) zu halten.

Denkanstöße

- Kannst du die gegebene Arbeit als ein bestimmtes Integral ausdrücken, in dem die Federkonstante als Parameter vorkommt? - Denke an die Umrechnung von Zentimetern in Meter, damit die Einheiten zur Arbeit in Joule (Newtonmeter) passen. - Wenn du die Federkonstante erst einmal hast, lässt sich die Kraft für jede beliebige Dehnung einfach bestimmen.

Lösung

1. Aufstellen des Arbeitsintegrals: Die Arbeit ist gegeben durch \(W = \int_{a}^{b} D \cdot s \, ds = \frac{1}{2} D \cdot (b^2 - a^2)\). 2. Einsetzen der bekannten Werte: Mit \(W = 0{,}72\,\text{J}\), \(a = 0{,}04\,\text{m}\) und \(b = 0{,}08\,\text{m}\) ergibt sich die Gleichung \(0{,}72 = \frac{1}{2} D \cdot (0{,}08^2 - 0{,}04^2)\). 3. Auflösen nach \(D\): \(0{,}72 = 0{,}5 \cdot D \cdot (0{,}0064 - 0{,}0016) = 0{,}0024 \cdot D\). Daraus folgt \(D = \frac{0{,}72}{0{,}0024} = 300\,\text{N/m}\). 4. Berechnung der Kraft bei \(15\,\text{cm}\): Mit \(s = 0{,}15\,\text{m}\) ergibt sich \(F(0{,}15) = 300\,\text{N/m} \cdot 0{,}15\,\text{m} = 45\,\text{N}\).

Antwort

a) \(D = 300\,\text{N/m}\) b) \(F = 45\,\text{N}\)
42972313
Eine Kraft \(F(s)\) wirkt auf einen Körper entlang eines Weges \(s\). Berechne die verrichtete Arbeit \(W\) für die Verschiebung des Körpers von der Position \(s = a\) bis zur Position \(s = 3a\), wenn die Kraftfunktion durch \(F(s) = c \cdot s^2\) gegeben ist. Dabei seien \(c\) und \(a\) positive Konstanten.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie der physikalische Zusammenhang zwischen Kraft, Weg und Arbeit mathematisch durch ein Integral dargestellt wird. - Erinnere dich an die Potenzregel für das Integrieren von Funktionen der Form \(f(x) = x^n\). - Achte beim Einsetzen der oberen Grenze \(3a\) darauf, den gesamten Ausdruck korrekt zu potenzieren. - Versuche, das Ergebnis so weit wie möglich zusammenzufassen.

Lösung

1. Aufstellen des Integrals für die Arbeit: \(W = \int_{a}^{3a} c \cdot s^2 \, ds\) 2. Bestimmung der Stammfunktion der Kraftfunktion: \(\int c \cdot s^2 \, ds = \frac{c}{3} s^3\) 3. Anwendung des Hauptsatzes der Differenzial- und Integralrechnung durch Einsetzen der Grenzen: \(\left[ \frac{c}{3} s^3 \right]_{a}^{3a} = \frac{c}{3} (3a)^3 - \frac{c}{3} a^3\) 4. Vereinfachung des Ausdrucks: \(\frac{c}{3} \cdot 27a^3 - \frac{c}{3} a^3 = 9ca^3 - \frac{1}{3}ca^3 = \frac{26}{3} c a^3\)

Antwort

\(W = \frac{26}{3} c a^3\)
42972413
Die Kraft \(F(s)\) (in Newton), die auf einen Testkörper wirkt, ändert sich linear mit dem zurückgelegten Weg \(s\) (in Metern) gemäß der Funktionsgleichung \(F(s) = k \cdot s + d\). Bestimme die Werte der Konstanten \(k\) und \(d\), wenn folgende Informationen vorliegen: 1. Zu Beginn der Messung bei \(s = 0\,\text{m}\) wirkt eine Kraft von \(F(0) = 10\,\text{N}\). 2. Die beim Bewegen des Körpers von \(s = 0\,\text{m}\) bis \(s = 4\,\text{m}\) verrichtete Arbeit beträgt \(W = 80\,\text{J}\).

Denkanstöße

- Nutze zuerst die Information über die Kraft an der Stelle \(0\), um eine der Unbekannten direkt zu finden. - Wie berechnet man die Fläche unter der Kraft-Weg-Kurve, wenn diese Arbeit darstellt? - Stelle eine Gleichung auf, in der die verrichtete Arbeit als Integral vorkommt. - Setze die bekannten Werte in deine berechnete Stammfunktion ein, um eine einfache lineare Gleichung für die verbleibende Konstante zu erhalten.

Lösung

1. Nutzung der ersten Bedingung zur Bestimmung von \(d\): \(F(0) = k \cdot 0 + d = 10\), woraus direkt \(d = 10\) folgt. 2. Aufstellen des Integrals für die Arbeit mit dem bekannten Wert für \(d\): \(W = \int_{0}^{4} (k \cdot s + 10) \, ds\). 3. Berechnung des Integrals in Abhängigkeit von \(k\): \(\left[ \frac{k}{2} s^2 + 10s \right]_{0}^{4} = \left( \frac{k}{2} \cdot 4^2 + 10 \cdot 4 \right) - 0 = 8k + 40\). 4. Gleichsetzen mit dem gegebenen Arbeitswert und Lösen der Gleichung nach \(k\): \(8k + 40 = 80 \implies 8k = 40 \implies k = 5\).

Antwort

\(k = 5\) und \(d = 10\)
42973113
Eine Raumsonde der Masse \(m = 400\,\text{kg}\) befindet sich auf der Mondoberfläche. Es soll berechnet werden, welche Arbeit \(W\) erforderlich ist, um die Sonde in eine Parkposition in einer Höhe von \(1738\,\text{km}\) über der Oberfläche zu heben. Nach dem Gravitationsgesetz von Newton beträgt die Anziehungskraft \(F(r) = G \cdot \frac{M \cdot m}{r^2}\). Gegeben sind: - Gravitationskonstante \(G = 6{,}674 \cdot 10^{-11}\,\frac{\text{m}^3}{\text{kg} \cdot \text{s}^2}\) - Masse des Mondes \(M = 7{,}348 \cdot 10^{22}\,\text{kg}\) - Mondradius \(r_M = 1738\,\text{km}\)

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, von welchem Startwert bis zu welchem Endwert der Abstand zum Mittelpunkt des Himmelskörpers verläuft. - Wie hängen Kraft, Weg und Arbeit mathematisch zusammen, wenn die Kraft vom Ort abhängt? - Achte beim Einsetzen der Werte darauf, alle Längenangaben in die Basiseinheit Meter umzurechnen. - Die Stammfunktion von \(\frac{1}{r^2}\) ist ein wichtiger Baustein für die Lösung.

Lösung

1. Aufstellen des Integrals für die Arbeit: Die Arbeit entspricht dem Integral der Kraft über den Weg, wobei der Abstand \(r\) vom Mondmittelpunkt von \(r_1 = r_M\) bis \(r_2 = r_M + h\) verläuft. Mit \(h = 1738\,\text{km}\) ergibt sich \(r_1 = 1{,}738 \cdot 10^6\,\text{m}\) und \(r_2 = 3{,}476 \cdot 10^6\,\text{m}\). 2. Bestimmung der Stammfunktion: \(W = \int_{r_1}^{r_2} G \cdot \frac{M \cdot m}{r^2} \, dr = G \cdot M \cdot m \cdot \left[ -\frac{1}{r} \right]_{r_1}^{r_2}\). 3. Einsetzen der Grenzen: \(W = G \cdot M \cdot m \cdot \left( \frac{1}{r_1} - \frac{1}{r_2} \right)\). Da \(r_2 = 2 \cdot r_1\), vereinfacht sich der Ausdruck zu \(W = \frac{G \cdot M \cdot m}{2 \cdot r_M}\). 4. Numerische Berechnung: \(W = \frac{6{,}674 \cdot 10^{-11} \cdot 7{,}348 \cdot 10^{22} \cdot 400}{2 \cdot 1{,}738 \cdot 10^6} \approx 5{,}643 \cdot 10^8\,\text{J}\).

Antwort

Die erforderliche Arbeit beträgt ca. \(5{,}643 \cdot 10^8\,\text{J}\) (bzw. \(564{,}3\,\text{MJ}\)).
42976313
Der Graph einer zur \(y\)-Achse symmetrischen ganzrationalen Funktion \(f\) vierten Grades verläuft durch den Koordinatenursprung und besitzt eine weitere Nullstelle bei \(x = 3\). Im ersten Quadranten schließt der Graph mit der \(x\)-Achse eine Fläche mit dem Inhalt \(16{,}2\) ein. Bestimme den Funktionsterm von \(f\).

Denkanstöße

- Welche Symmetrie liegt vor und welche Potenzen von \(x\) kommen daher im Funktionsterm vor? - Wie kannst du die Information über den Ursprung und die Nullstelle nutzen, um die Anzahl der Unbekannten zu reduzieren? - Was bedeutet es für das Vorzeichen der Funktion, wenn die Fläche im ersten Quadranten liegt? - Wie hängen der Flächeninhalt und das bestimmte Integral zusammen?

Lösung

1. Da die Funktion vierten Grades achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist und durch den Ursprung verläuft, lautet der Ansatz \(f(x) = ax^4 + bx^2\). 2. Aus der Nullstelle bei \(x = 3\) folgt \(f(3) = 0\), also \(81a + 9b = 0\), woraus \(b = -9a\) resultiert. Der Funktionsterm ist somit \(f(x) = ax^4 - 9ax^2\). 3. Da die Fläche im ersten Quadranten liegt, muss \(f(x) \ge 0\) für \(0 \le x \le 3\) gelten. Das Integral der Funktion in den Grenzen von \(0\) bis \(3\) wird mit dem Flächeninhalt gleichgesetzt: \(\int_{0}^{3} (ax^4 - 9ax^2) \, dx = 16{,}2\). 4. Die Stammfunktion ist \(F(x) = \frac{a}{5}x^5 - 3ax^3\). Einsetzen der Grenzen liefert \(F(3) - F(0) = \frac{243}{5}a - 81a = 48{,}6a - 81a = -32{,}4a\). 5. Aus \(-32{,}4a = 16{,}2\) ergibt sich \(a = -0{,}5\). 6. Durch Einsetzen von \(a\) in \(b = -9a\) erhält man \(b = 4{,}5\). Der gesuchte Funktionsterm ist \(f(x) = -0{,}5x^4 + 4{,}5x^2\).

Antwort

\(f(x) = -0{,}5x^4 + 4{,}5x^2\)
42981313
Die Leistungsabgabe einer Photovoltaikanlage an einem wolkenlosen Tag wird für den Zeitraum von \(0\) bis \(12\) Stunden nach Sonnenaufgang durch die Funktion \(P\) mit \(P(t) = -t^2 + 12t\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden und \(P(t)\) die Leistung in \(\text{kW}\) angibt. 1. Bestimme die insgesamt erzeugte elektrische Energie in \(\text{kWh}\), die in den ersten 6 Stunden nach Sonnenaufgang produziert wird. 2. Berechne die durchschnittliche Leistungsabgabe der Anlage über den gesamten Zeitraum von \(12\) Stunden.

Denkanstöße

- Überlege dir den Zusammenhang zwischen einer zeitabhängigen Rate (Leistung) und dem daraus resultierenden Gesamtbestand (Energie). - Welches mathematische Werkzeug hilft dir, den Gesamteffekt einer sich ändernden Größe über ein Zeitintervall zu bestimmen? - Wie berechnet man den Durchschnittswert einer Funktion über einen bestimmten Bereich? - Achte auf die Einheiten: Wie hängen Kilowatt und Kilowattstunden zusammen?

Lösung

1. Berechnung der Gesamtenergie als Integral der Leistung über das Zeitintervall \([0; 6]\): \(\int_{0}^{6} (-t^2 + 12t) \, dt\). Bestimmung der Stammfunktion \(F(t) = -\frac{1}{3}t^3 + 6t^2\). Einsetzen der Grenzen: \(F(6) - F(0) = (-\frac{1}{3} \cdot 6^3 + 6 \cdot 6^2) - 0 = -72 + 216 = 144\). Die Energie beträgt \(144\,\text{kWh}\). 2. Anwendung der Mittelwertformel für Integrale: \(\bar{P} = \frac{1}{b-a} \int_{a}^{b} P(t) \, dt\). Einsetzen der Werte: \(\frac{1}{12-0} \int_{0}^{12} (-t^2 + 12t) \, dt\). Berechnung des Integrals: \([-\frac{1}{3}t^3 + 6t^2]_{0}^{12} = (-\frac{1}{3} \cdot 1728 + 6 \cdot 144) - 0 = -576 + 864 = 288\). Division durch die Intervallbreite: \(\frac{288}{12} = 24\). Die durchschnittliche Leistung beträgt \(24\,\text{kW}\).

Antwort

1. Die erzeugte Energie beträgt \(144\,\text{kWh}\). 2. Die durchschnittliche Leistungsabgabe beträgt \(24\,\text{kW}\).
42660613
Die Durchflussrate eines kleinen Flusses nach einem heftigen Gewitterregen wird für einen Zeitraum von 24 Stunden durch die Funktion \(g\) mit \(g(t) = 100 \cdot t^2 \cdot e^{-0{,}2t} + 200\) modelliert. Hierbei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Beobachtungsbeginn (\(0 \le t \le 24\)) und \(g(t)\) die Durchflussrate in Kubikmetern pro Stunde (\(\text{m}^3/\text{h}\)). a) Bestimme das gesamte Wasservolumen, das in den ersten 12 Stunden an der Messstelle vorbeigeflossen ist. b) Berechne die mittlere Durchflussrate im Zeitraum von \(t = 6\) bis \(t = 18\). c) Ermittle den Zeitpunkt innerhalb der 24 Stunden, an dem die Durchflussrate am stärksten abnimmt. Begründe deinen Ansatz.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du aus einer Rate (Volumen pro Zeit) eine Gesamtmenge (Volumen) berechnen kannst. - Was sagt die zweite Ableitung über das Steigungsverhalten (Zunahme/Abnahme) der ursprünglichen Funktion aus? - Kannst du die Stammfunktion schrittweise durch partielle Integration finden oder kennst du eine allgemeine Form für Funktionen des Typs \(p(x) \cdot e^{ax}\)? - Vergewissere dich, dass du den Unterschied zwischen der Rate selbst und der Änderung der Rate berücksichtigst.

Lösung

1. Berechnung des Volumens als Integral der Rate: \(V = \int_{0}^{12} (100t^2 e^{-0{,}2t} + 200) \, \text{d}t\). Eine Stammfunktion des Teils \(100t^2 e^{-0{,}2t}\) ist \(G_{\text{part}}(t) = (-500t^2 - 5000t - 25\,000)e^{-0{,}2t}\). Damit ist \(G(t) = (-500t^2 - 5000t - 25\,000)e^{-0{,}2t} + 200t\). Auswertung: \(G(12)-G(0)=(-157\,000e^{-2{,}4}+2400)-(-25\,000) \approx 13\,157{,}28\). Das Volumen beträgt ca. \(13\,157{,}28\,\text{m}^3\). 2. Die mittlere Durchflussrate ist der Mittelwert \(\bar{g} = \frac{1}{18-6} \int_{6}^{18} g(t) \, \text{d}t\). Berechnung des Integrals über \([6; 18]\): \(G(18) - G(6) = (-277\,000e^{-3{,}6} + 3600) - (-73\,000e^{-1{,}2} + 1200) \approx 16\,818{,}51\). Der Mittelwert ist \(16\,818{,}51 : 12 \approx 1\,401{,}54\,\text{m}^3/\text{h}\). 3. Die stärkste Abnahme entspricht dem Minimum der ersten Ableitung \(g'\). Es gilt \(g'(t) = (200t - 20t^2)e^{-0{,}2t}\) und \(g''(t) = (4t^2 - 80t + 200)e^{-0{,}2t}\). Die Nullstellen von \(4t^2 - 80t + 200 = 0\) sind \(t_1 \approx 2{,}93\) und \(t_2 \approx 17{,}07\). Im fallenden Bereich nach dem Maximum bei \(t=10\) nimmt \(g'\) bei \(t \approx 17{,}07\,\text{h}\) seinen kleinsten Wert an. Dort nimmt die Durchflussrate am stärksten ab.

Antwort

a) In den ersten 12 Stunden flossen ca. \(13\,157{,}28\,\text{m}^3\) Wasser vorbei. b) Die mittlere Durchflussrate beträgt ca. \(1\,401{,}54\,\text{m}^3/\text{h}\). c) Die Durchflussrate nimmt nach ca. \(17{,}07\,\text{Stunden}\) am stärksten ab (Wendepunkt der Funktion im fallenden Bereich).
42673413
Das Profil einer Sanddüne lässt sich im Querschnitt durch die Funktion \(f\) mit \(f(x) = (10 - 0{,}4x^2) \cdot e^{-0{,}2x}\) modellieren (\(x, f(x)\) in Metern). Die Düne beginnt und endet an den Stellen, an denen der Funktionsgraph die \(x\)-Achse schneidet. a) Zeige, dass \(F(x) = (2x^2 + 20x + 50) \cdot e^{-0{,}2x}\) eine Stammfunktion von \(f\) ist. b) Berechne die mittlere Höhe der Düne über ihrem gesamten Basisabschnitt. c) Die Düne erstreckt sich über eine Länge von \(50\,\text{m}\). Berechne das Volumen des im Modell enthaltenen Sandes.

Denkanstöße

- Zur Verifizierung der Stammfunktion hilft die Produktregel: \((u \cdot v)' = u' \cdot v + u \cdot v'\). - Erinnere dich an die Definition des Mittelwerts einer Funktion über einem Intervall \([a; b]\). - Die Grenzen für das Integral findest du, indem du die Nullstellen der Profilfunktion berechnest. - Das Volumen ergibt sich aus der Fläche des Querschnitts multipliziert mit der Ausdehnung in die Tiefe.

Lösung

1. Nachweis der Stammfunktion: Ableiten von \(F(x) = (2x^2 + 20x + 50) \cdot e^{-0{,}2x}\) mit der Produktregel: \(F'(x) = (4x + 20) \cdot e^{-0{,}2x} + (2x^2 + 20x + 50) \cdot (-0{,}2) \cdot e^{-0{,}2x}\) \(F'(x) = (4x + 20 - 0{,}4x^2 - 4x - 10) \cdot e^{-0{,}2x} = (10 - 0{,}4x^2) \cdot e^{-0{,}2x} = f(x)\). 2. Integrationsgrenzen bestimmen: \(10 - 0{,}4x^2 = 0 \Rightarrow x^2 = 25 \Rightarrow x_1 = -5, x_2 = 5\). Die Breite der Basis ist \(10\,\text{m}\). 3. Querschnittsfläche berechnen: \(A = \int_{-5}^{5} f(x) \, \text{d}x = F(5) - F(-5)\). \(F(5) = (2 \cdot 25 + 20 \cdot 5 + 50) \cdot e^{-1} = 200e^{-1} \approx 73{,}58\). \(F(-5) = (2 \cdot 25 + 20 \cdot (-5) + 50) \cdot e^{1} = 0 \cdot e^1 = 0\). \(A = 200e^{-1} - 0 \approx 73{,}58\,\text{m}^2\). 4. Mittlere Höhe: \(\bar{h} = \frac{1}{5 - (-5)} \cdot A = \frac{73{,}58}{10} = 7{,}358 \approx 7{,}36\,\text{m}\). 5. Volumen: \(V = A \cdot L = 200e^{-1} \cdot 50 = 10\,000e^{-1} \approx 3678{,}79\,\text{m}^3\).

Antwort

a) Die Ableitung \(F'(x)\) entspricht \(f(x)\). b) Die mittlere Höhe beträgt ca. \(7{,}36\,\text{m}\). c) Das Volumen beträgt ca. \(3678{,}8\,\text{m}^3\).
42973213
Zwei punktförmige, gleichnamig geladene Kugeln befinden sich im Vakuum in einem Abstand von \(r_0 = 10\,\text{cm}\) zueinander. Die Ladungen betragen \(Q_1 = 50\,\mu\text{C}\) und \(Q_2 = 20\,\mu\text{C}\). Zwischen ihnen wirkt die abstoßende Coulomb-Kraft \(F(r) = k \cdot \frac{Q_1 \cdot Q_2}{r^2}\). Berechne die Arbeit, die vom elektrischen Feld verrichtet wird, wenn die Ladung \(Q_2\) vollständig aus dem Einflussbereich der Ladung \(Q_1\) entfernt wird (d. h. der Abstand \(r\) geht gegen Unendlich). Nutze die Konstante \(k = 8{,}99 \cdot 10^9\,\frac{\text{N}\cdot\text{m}^2}{\text{C}^2}\) und beachte \(1\,\mu\text{C} = 10^{-6}\,\text{C}\).

Denkanstöße

- Was bedeutet „vollständig aus dem Einflussbereich entfernen“ für die obere Integrationsgrenze? - Erinnere dich daran, wie man ein Integral berechnet, bei dem eine Grenze unendlich ist. - Wandle alle Einheiten (Mikrocoulomb in Coulomb, Zentimeter in Meter) vor der Rechnung in das SI-System um. - Welche Stammfunktion benötigst du für einen Term der Form \(\frac{c}{r^2}\)?

Lösung

1. Modellierung als uneigentliches Integral: Da die Ladung bis ins Unendliche entfernt wird, lautet der Ansatz für die Arbeit \(W = \int_{r_0}^{\infty} k \cdot \frac{Q_1 \cdot Q_2}{r^2} \, dr\). 2. Berechnung des Grenzwerts: \(W = \lim_{b \to \infty} \int_{r_0}^{b} k \cdot Q_1 \cdot Q_2 \cdot r^{-2} \, dr = k \cdot Q_1 \cdot Q_2 \cdot \lim_{b \to \infty} \left[ -\frac{1}{r} \right]_{r_0}^{b}\). 3. Auswertung der Stammfunktion: \(\lim_{b \to \infty} \left( -\frac{1}{b} - (-\frac{1}{r_0}) \right) = 0 + \frac{1}{r_0} = \frac{1}{r_0}\). Somit gilt \(W = \frac{k \cdot Q_1 \cdot Q_2}{r_0}\). 4. Einsetzen der Werte: Mit \(Q_1 = 5 \cdot 10^{-5}\,\text{C}\), \(Q_2 = 2 \cdot 10^{-5}\,\text{C}\) und \(r_0 = 0{,}1\,\text{m}\) ergibt sich \(W = \frac{8{,}99 \cdot 10^9 \cdot 10^{-9}}{0{,}1} = \frac{8{,}99}{0{,}1} = 89{,}9\,\text{J}\).

Antwort

Das elektrische Feld verrichtet eine Arbeit von \(89{,}9\,\text{J}\).
42976413
Der Graph einer ganzrationalen Funktion \(f\) dritten Grades besitzt im Koordinatenursprung einen Tiefpunkt. Eine weitere Nullstelle der Funktion liegt bei \(x = 4\). Die Fläche, die der Graph im ersten Quadranten mit der \(x\)-Achse einschließt, hat einen Inhalt von \(32\) Flächeneinheiten. Bestimme die zugehörige Funktionsgleichung.

Denkanstöße

- Welche mathematischen Bedingungen leiten sich aus der Existenz eines Extrempunktes im Ursprung ab? - Wie hilft dir die Nullstelle bei \(x = 4\), eine Beziehung zwischen den verbleibenden Koeffizienten herzustellen? - In welchem Quadranten liegt die Fläche? Was sagt das über das Vorzeichen der Funktionswerte in diesem Bereich aus? - Vergiss nicht, am Ende zu prüfen, ob die Bedingung für einen Tiefpunkt (zweite Ableitung) tatsächlich erfüllt ist.

Lösung

1. Ein Extrempunkt im Ursprung bedeutet \(f(0) = 0\) und \(f'(0) = 0\). Für eine Funktion dritten Grades \(f(x) = ax^3 + bx^2 + cx + d\) folgt daraus direkt \(d = 0\) und \(c = 0\). Der Ansatz lautet \(f(x) = ax^3 + bx^2\). 2. Die Bedingung für die Nullstelle \(f(4) = 0\) liefert \(64a + 16b = 0\), also \(b = -4a\). Damit ist \(f(x) = ax^3 - 4ax^2\). 3. Die Fläche im ersten Quadranten bedeutet, dass \(f(x) \ge 0\) für \(0 \le x \le 4\) gilt. Das Integral wird aufgestellt: \(\int_{0}^{4} (ax^3 - 4ax^2) \, \text{d}x = 32\). 4. Die Berechnung des Integrals ergibt \([\frac{a}{4}x^4 - \frac{4a}{3}x^3]_0^4 = 64a - \frac{256}{3}a = -\frac{64}{3}a\). 5. Gleichsetzen mit dem Flächeninhalt: \(-\frac{64}{3}a = 32 \implies a = -1{,}5\). 6. Daraus folgt \(b = -4 \cdot (-1{,}5) = 6\). Die Bedingung für den Tiefpunkt \(f''(0) > 0\) ist mit \(f''(x) = -9x + 12\) und \(f''(0) = 12\) erfüllt. 7. Der Funktionsterm lautet \(f(x) = -1{,}5x^3 + 6x^2\).

Antwort

\(f(x) = -1{,}5x^3 + 6x^2\)
42976613
Eine zur \(y\)-Achse symmetrische ganzrationale Funktion 4. Grades hat bei \(H(0|4{,}5)\) einen Hochpunkt und schneidet die \(x\)-Achse im Punkt \(P(3|0)\). Berechne den Funktionsterm, wenn die Fläche, die der Graph mit der \(x\)-Achse im Intervall \([-3; 3]\) einschließt, den Inhalt \(16{,}2\) hat.

Denkanstöße

- Welche Potenzen von \(x\) kommen in der Funktionsgleichung vor, wenn der Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse ist? - Nutze den Punkt auf der \(y\)-Achse, um das Absolutglied direkt zu bestimmen. - Stelle eine Gleichung für die Fläche auf. Beachte dabei, ob der Graph im gegebenen Intervall oberhalb oder unterhalb der \(x\)-Achse verläuft. - Nutze die Symmetrie des Graphen, um die Berechnung des Integrals zu vereinfachen.

Lösung

1. Ansatz aufgrund der Symmetrie zur \(y\)-Achse: \(f(x) = ax^4 + cx^2 + e\). 2. Hochpunkt bei \((0|4{,}5)\): \(f(0) = 4{,}5 \implies e = 4{,}5\). Die Bedingung \(f'(0)=0\) ist durch die Symmetrie bereits erfüllt. Für einen Hochpunkt muss zusätzlich \(f''(0)=2c<0\) gelten; dies wird nach der Bestimmung von \(c\) geprüft. 3. Punkt \(P(3|0)\) einsetzen: \(f(3) = 81a + 9c + 4{,}5 = 0\). Umstellen nach \(c\) ergibt \(9c = -81a - 4{,}5\), also \(c = -9a - 0{,}5\). 4. Flächeninhalt über das Integral im Intervall \([-3; 3]\): Aufgrund der Symmetrie gilt \(2 \cdot \int_0^3 (ax^4 - (9a+0{,}5)x^2 + 4{,}5) \, \text{d}x = 16{,}2\), also \(\int_0^3 (ax^4 - (9a+0{,}5)x^2 + 4{,}5) \, \text{d}x = 8{,}1\). 5. Integration: \(\left[ \frac{a}{5}x^5 - \frac{9a+0{,}5}{3}x^3 + 4{,}5x \right]_0^3 = 48{,}6a - 9(9a+0{,}5) + 13{,}5 = 48{,}6a - 81a - 4{,}5 + 13{,}5 = -32{,}4a + 9\). 6. Gleichung lösen: \(-32{,}4a + 9 = 8{,}1 \implies -32{,}4a = -0{,}9 \implies a = \frac{1}{36}\). 7. Koeffizient \(c\) berechnen: \(c = -9 \cdot \frac{1}{36} - 0{,}5 = -0{,}25 - 0{,}5 = -0{,}75\). Da \(f''(0)=2c=-1{,}5<0\), ist \(H(0|4{,}5)\) tatsächlich ein Hochpunkt. Die Funktionsgleichung lautet \(f(x) = \frac{1}{36}x^4 - \frac{3}{4}x^2 + 4{,}5\).

Antwort

\(f(x) = \frac{1}{36}x^4 - \frac{3}{4}x^2 + 4{,}5\)
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Der Graph einer ganzrationalen Funktion \(f\) vierten Grades mit der Form \(f(x) = x^4 + ax^3 + bx^2 + cx + d\) hat im Punkt \(P(0|2)\) einen Sattelpunkt. Die Tangente in diesem Punkt und der Graph von \(f\) schließen eine Fläche mit dem Inhalt \(51{,}2\) ein. Bestimme alle möglichen Funktionsterme von \(f\).

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen für einen Sattelpunkt an einer bestimmten Stelle erfüllt sein? - Wie lautet die Gleichung einer Tangente in einem Punkt mit waagerechter Steigung? - Wie berechnet man die Schnittstellen zwischen einer Funktion und ihrer Tangente? - Wie ist die Formel für den Flächeninhalt zwischen zwei Graphen definiert? - Überlege dir, wie du die Koeffizienten der Funktion Schritt für Schritt aus den gegebenen Informationen bestimmen kannst.

Lösung

1. Aus der Bedingung für den Sattelpunkt bei \(P(0|2)\) folgen \(f(0) = 2\), \(f'(0) = 0\) und \(f''(0) = 0\). 2. Einsetzen in \(f(x) = x^4 + ax^3 + bx^2 + cx + d\) ergibt direkt \(d = 2\), \(c = 0\) und \(2b = 0\), also \(b = 0\). Die Funktion lautet somit \(f(x) = x^4 + ax^3 + 2\). 3. Die Tangente \(t\) im Sattelpunkt \(P(0|2)\) ist eine waagerechte Gerade mit der Gleichung \(t(x) = 2\). 4. Zur Flächenberechnung werden die Schnittpunkte von \(f\) und \(t\) bestimmt: \(x^4 + ax^3 + 2 = 2 \implies x^3(x + a) = 0\). Die Schnittstellen liegen bei \(x_1 = 0\) und \(x_2 = -a\). 5. Der Flächeninhalt berechnet sich durch \(A = \left| \int_{0}^{-a} (f(x) - t(x)) \, \text{d}x \right| = \left| \int_{0}^{-a} (x^4 + ax^3) \, \text{d}x \right| = \left| \left[ \frac{1}{5}x^5 + \frac{a}{4}x^4 \right]_{0}^{-a} \right|\). 6. Auswerten des Integrals liefert \(A = \left| -\frac{1}{5}a^5 + \frac{1}{4}a^5 \right| = \left| \frac{1}{20}a^5 \right|\). 7. Gleichsetzen mit dem gegebenen Flächeninhalt: \(\frac{1}{20}|a|^5 = 51{,}2 \implies |a|^5 = 1024\). Da \(4^5 = 1024\), folgt \(|a| = 4\). 8. Ein Sattelpunkt erfordert zusätzlich \(f'''(0) \neq 0\). Mit \(f'''(x) = 24x + 6a\) ist \(f'''(0) = 6a\). Für \(a = 4\) oder \(a = -4\) ist dies erfüllt. Beide Werte für \(a\) führen zu einer gültigen Funktion.

Antwort

Die möglichen Funktionsterme sind \(f(x) = x^4 + 4x^3 + 2\) und \(f(x) = x^4 - 4x^3 + 2\).

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