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Wahrscheinlichkeiten in Intervallen

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42512713
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu = 100\) und die Standardabweichung \(\sigma = 10\). Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \le 100)\) b) \(P(X \le 110)\) c) \(P(90 \le X \le 110)\) d) \(P(X > 120)\) e) \(P(X = 105)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche besondere Eigenschaft die Normalverteilung hinsichtlich ihrer Symmetrie um den Erwartungswert hat. - Wie hängen Wahrscheinlichkeiten für Intervalle mit der Verteilungsfunktion \(\Phi\) zusammen? - Erinnere dich an die Bedeutung der Standardabweichung \(\sigma\) für die Wahrscheinlichkeiten in der Nähe von \(\mu\). - Was gilt allgemein für die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Punktes bei stetigen Verteilungen?

Lösung

1. Berechnung von \(P(X \le 100)\): Da die Normalverteilung symmetrisch um \(\mu\) ist, gilt \(P(X \le \mu) = 0{,}5\). 2. Berechnung von \(P(X \le 110)\): Transformation in die Standardnormalverteilung mit \(z = \frac{110 - 100}{10} = 1\). Es folgt \(\Phi(1) \approx 0{,}8413\). 3. Berechnung von \(P(90 \le X \le 110)\): Dies entspricht dem \(1\sigma\)-Intervall um den Erwartungswert. Es gilt \(P(\mu - \sigma \le X \le \mu + \sigma) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2 \cdot \Phi(1) - 1 \approx 0{,}6827\). 4. Berechnung von \(P(X > 120)\): Transformation ergibt \(z = \frac{120 - 100}{10} = 2\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\). 5. Berechnung von \(P(X = 105)\): Bei stetigen Zufallsgrößen ist die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Einzelwert stets \(0\).

Antwort

a) \(P(X \le 100) = 0{,}5\) b) \(P(X \le 110) \approx 0{,}8413\) c) \(P(90 \le X \le 110) \approx 0{,}6827\) d) \(P(X > 120) \approx 0{,}0228\) e) \(P(X = 105) = 0\)
42533713
Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 80\) und der Standardabweichung \(\sigma = 10\). Berechne die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass \(X\) in den folgenden Intervallen liegt: 1. \(I_1 = [60; 70]\) 2. \(I_2 = [70; 80]\) 3. \(I_3 = [80; 95]\)

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall bei einer normalverteilten Zufallsgröße? - Überlege dir, wie du die gegebenen Werte in die Standardnormalverteilung transformieren kannst. - Welche Rolle spielt die Verteilungsfunktion \(\Phi\) dabei? - Denke an die Symmetrie der Normalverteilung um den Erwartungswert.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([60; 70]\): Die Grenzen werden transformiert zu \(z_1 = \frac{60-80}{10} = -2\) und \(z_2 = \frac{70-80}{10} = -1\). Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus \(\Phi(-1) - \Phi(-2) \approx 0{,}1587 - 0{,}0228 = 0{,}1359\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([70; 80]\): Die Grenzen werden transformiert zu \(z_1 = -1\) und \(z_2 = \frac{80-80}{10} = 0\). Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus \(\Phi(0) - \Phi(-1) \approx 0{,}5000 - 0{,}1587 = 0{,}3413\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([80; 95]\): Die Grenzen werden transformiert zu \(z_1 = 0\) und \(z_2 = \frac{95-80}{10} = 1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus \(\Phi(1{,}5) - \Phi(0) \approx 0{,}9332 - 0{,}5000 = 0{,}4332\).

Antwort

1. \(P(60 \le X \le 70) \approx 13{,}59\,\%\) 2. \(P(70 \le X \le 80) \approx 34{,}13\,\%\) 3. \(P(80 \le X \le 95) \approx 43{,}32\,\%\)
42534713
Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 60\) und der Standardabweichung \(\sigma = 12\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass \(X\) einen Wert von mindestens \(75\) annimmt.

Denkanstöße

- Was bedeutet „mindestens“ mathematisch als Ungleichung? - Wie kannst du eine beliebig normalverteilte Größe in eine standardnormalverteilte Größe umwandeln? - Welche Rolle spielt die Symmetrie oder die Gegenwahrscheinlichkeit bei der Arbeit mit Verteilungstabellen?

Lösung

1. Bestimmung des \(z\)-Wertes für die obere Grenze durch Standardisierung: \(z = \frac{x - \mu}{\sigma} = \frac{75 - 60}{12} = \frac{15}{12} = 1{,}25\). 2. Anwendung der Gegenwahrscheinlichkeit für den Bereich „mindestens“: \(P(X \ge 75) = 1 - P(X < 75) = 1 - \Phi(1{,}25)\). 3. Nachschlagen des Wertes in der Tabelle der Standardnormalverteilung: \(\Phi(1{,}25) \approx 0{,}8944\). 4. Berechnung der finalen Wahrscheinlichkeit: \(1 - 0{,}8944 = 0{,}1056\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(10{,}56\,\%\) (bzw. \(0{,}1056\)).
43275413
Die Abbildung zeigt den Graphen der Dichtefunktion \(f\) einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\). a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\) direkt aus dem Graphen. b) Begründe ohne Rechnung, welchen Wert die Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 3)\) besitzt. c) Ermittle näherungsweise die Wahrscheinlichkeit \(P(2 \le X \le 4)\) unter Verwendung einer bekannten \(\sigma\)-Regel.
Abbildung zur Aufgabe 432754

Denkanstöße

- Wo befindet sich bei einer normalverteilten Glockenkurve der Erwartungswert? Achte auf den höchsten Punkt der Kurve. - Wie hängen die Wendepunkte einer normalverteilten Dichtefunktion mit der Standardabweichung zusammen? - Nutze die Symmetrieeigenschaften der Glockenkurve und überlege, wie groß die gesamte Fläche unter der Kurve ist. - Welche Wahrscheinlichkeit beschreibt der Bereich innerhalb von einer Standardabweichung um den Erwartungswert herum? Erinnere dich an die Sigma-Regeln.

Lösung

1. **Bestimmung von \(\mu\) und \(\sigma\)**: - Der Erwartungswert \(\mu\) entspricht der x-Koordinate des Hochpunkts (Symmetrieachse) der Glockenkurve. Aus der Abbildung liest man direkt ab: \(\mu = 3\). - Die Standardabweichung \(\sigma\) ist der Abstand zwischen dem Erwartungswert \(\mu\) und den Wendepunkten (Stellen der maximalen Steigung bzw. des maximalen Gefälles) des Graphen. Diese Wendepunkte liegen bei \(x = 2\) und \(x = 4\). Somit gilt: \(\sigma = 3 - 2 = 1\). 2. **Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 3)\)**: - Da die Dichtefunktion einer Normalverteilung symmetrisch bezüglich ihres Erwartungswerts \(\mu = 3\) ist, liegt genau die Hälfte der Gesamtfläche links von \(x = 3\). - Da die Gesamtfläche unter jeder Dichtefunktion gleich \(1\) (bzw. \(100\,\%\)) ist, gilt: \(P(X \le 3) = 0{,}5\) (oder \(50\,\%\)). 3. **Wahrscheinlichkeit \(P(2 \le X \le 4)\)**: - Das Intervall \([2; 4]\) entspricht genau dem Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\), da \(\mu = 3\) und \(\sigma = 1\) ist. - Nach der bekannten \(1\sigma\)-Regel der Normalverteilung liegt die Wahrscheinlichkeit für dieses Intervall bei ca. \(68\,\%\) (genauer: ca. \(68{,}3\,\%\)). Somit ist \(P(2 \le X \le 4) \approx 0{,}68\) (oder \(68\,\%\)).

Antwort

a) \(\mu = 3\), \(\sigma = 1\) b) \(P(X \le 3) = 0{,}5\) (bzw. \(50\,\%\)), da der Graph symmetrisch bezüglich der Symmetrieachse \(x = 3\) ist und die Gesamtfläche unter dem Graphen \(1\) beträgt. c) \(P(2 \le X \le 4) \approx 0{,}68\) (bzw. \(68\,\%\) oder \(68{,}3\,\%\)) nach der \(1\sigma\)-Regel.
43480913
Die Abbildung zeigt den Graphen der Dichtefunktion einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 10\). Entscheide ohne zu rechnen, welche der Wahrscheinlichkeiten \(P(10 \le X \le 15)\) oder \(P(15 \le X \le 20)\) größer ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Eigenschaften der Glockenkurve.
Abbildung zur Aufgabe 434809

Denkanstöße

- Was bedeutet die Fläche unter der Kurve für die Wahrscheinlichkeit? - Vergleiche die Lage der beiden Intervalle relativ zum Gipfel der Kurve. - Haben die Intervalle die gleiche Breite? - Wie verändern sich die Funktionswerte, wenn man sich vom Erwartungswert entfernt?

Lösung

1. Interpretation der Wahrscheinlichkeit als Fläche: Die Wahrscheinlichkeit \(P(a \le X \le b)\) entspricht dem Flächeninhalt unter der Dichtefunktion im Intervall \([a; b]\). 2. Vergleich der Intervalle: Beide Intervalle \([10; 15]\) und \([15; 20]\) haben die gleiche Breite von \(5\) Einheiten. 3. Monotonie der Dichtefunktion: Da der Erwartungswert \(\mu = 10\) ist, liegt dort das Maximum der Glockenkurve. Für \(x > \mu\) ist die Dichtefunktion streng monoton fallend. 4. Schlussfolgerung: Da die Funktionswerte im Intervall \([10; 15]\) überall größer oder gleich den Funktionswerten im Intervall \([15; 20]\) sind, muss der Flächeninhalt über \([10; 15]\) größer sein. Somit gilt \(P(10 \le X \le 15) > P(15 \le X \le 20)\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(P(10 \le X \le 15)\) ist größer. Da beide Intervalle die gleiche Breite haben, aber das Intervall \([10; 15]\) näher am Erwartungswert (dem Maximum der Kurve) liegt, ist die Fläche unter dem Graphen in diesem Bereich größer als im weiter entfernten Intervall \([15; 20]\).
42512813
In einer Abfüllanlage für Mehl sind die Füllmengen der Packungen annähernd normalverteilt mit einem Erwartungswert von \(\mu = 505\,\text{g}\) und einer Standardabweichung von \(\sigma = 2\,\text{g}\). Eine Packung wird zufällig entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Füllmenge in Gramm. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Die Packung enthält höchstens \(505\,\text{g}\). b) Die Füllmenge liegt zwischen \(501\,\text{g}\) und \(509\,\text{g}\). c) Die Packung unterschreitet die Nennfüllmenge von \(500\,\text{g}\). d) Die Füllmenge beträgt exakt \(505{,}0\,\text{g}\). e) Die Füllmenge weicht um mehr als \(5\,\text{g}\) vom Erwartungswert ab.

Denkanstöße

- Kannst du die gegebenen Füllmengen als Vielfache der Standardabweichung vom Mittelwert ausdrücken? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve, um Rechnungen zu vereinfachen. - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit, wenn ein Wert mehr als \(2\sigma\) oder \(2{,}5\sigma\) vom Mittelwert entfernt ist? - Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit für „Abweichung um mehr als...“ mit der Gegenwahrscheinlichkeit oder Symmetrie bestimmen kann.

Lösung

1. Zu a): Da \(505\) dem Erwartungswert entspricht, ist \(P(X \le 505) = 0{,}5\). 2. Zu b): Das Intervall \([501; 509]\) entspricht \([\mu - 2\sigma; \mu + 2\sigma]\). Die Wahrscheinlichkeit im \(2\sigma\)-Intervall beträgt \(P(-2 \le Z \le 2) = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9545\). 3. Zu c): Transformation für \(x = 500\) ergibt \(z = \frac{500 - 505}{2} = -2{,}5\). Es gilt \(P(X < 500) = \Phi(-2{,}5) = 1 - \Phi(2{,}5) \approx 1 - 0{,}9938 = 0{,}0062\). 4. Zu d): Da \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist, gilt \(P(X = 505) = 0\). 5. Zu e): Gesucht ist \(P(|X - 505| > 5) = P(X < 500 \text{ oder } X > 510)\). Wegen Symmetrie ist dies \(2 \cdot P(X < 500) \approx 2 \cdot 0{,}0062 = 0{,}0124\).

Antwort

a) \(P(X \le 505) = 0{,}5\) b) \(P(501 \le X \le 509) \approx 0{,}9545\) c) \(P(X < 500) \approx 0{,}0062\) d) \(P(X = 505) = 0\) e) \(P(|X - 505| > 5) \approx 0{,}0124\)
42513113
Gegeben ist eine stetige Zufallsgröße \(X\) mit der im Intervall \([0; 3{,}5]\) definierten Dichtefunktion \(f\): \(f(x) = \begin{cases} 0{,}2x & \text{für } 0 \le x \le 2 \\ 0{,}4 & \text{für } 2 < x \le 3{,}5 \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}\) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(1 \le X \le 3)\).

Denkanstöße

- Überlege, wie die Wahrscheinlichkeit bei einer stetigen Zufallsgröße mit Hilfe von Integralen berechnet wird. - Beachte, dass die Funktion in verschiedenen Abschnitten unterschiedlich definiert ist. Wie wirkt sich das auf das Integral aus? - Kannst du das gesuchte Intervall in Teilintervalle zerlegen, die zu den Funktionsabschnitten passen?

Lösung

1. Aufteilung des gesuchten Intervalls \([1; 3]\) gemäß der abschnittsweise definierten Funktion in die Teilintervalle \([1; 2]\) und \([2; 3]\). 2. Berechnung des Integrals für den ersten Abschnitt: \(\int_{1}^{2} 0{,}2x \, dx = [0{,}1x^2]_{1}^{2} = 0{,}1 \cdot 2^2 - 0{,}1 \cdot 1^2 = 0{,}4 - 0{,}1 = 0{,}3\). 3. Berechnung des Integrals für den zweiten Abschnitt: \(\int_{2}^{3} 0{,}4 \, dx = [0{,}4x]_{2}^{3} = 0{,}4 \cdot 3 - 0{,}4 \cdot 2 = 1{,}2 - 0{,}8 = 0{,}4\). 4. Addition der Teilwahrscheinlichkeiten: \(P(1 \le X \le 3) = 0{,}3 + 0{,}4 = 0{,}7\).

Antwort

\(P(1 \le X \le 3) = 0{,}7\)
42513213
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat den Erwartungswert \(\mu = 100\) und die Standardabweichung \(\sigma = 15\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(85 \le X \le 120)\).

Denkanstöße

- Welche Transformation hilft dir dabei, eine beliebige Normalverteilung auf die Standardnormalverteilung zurückzuführen? - Wie hängen die Grenzen des gesuchten Intervalls mit dem Erwartungswert und der Standardabweichung zusammen? - Erinnere dich an die Symmetrieeigenschaften der Glockenkurve, wenn du mit negativen Werten arbeitest. - Welches Hilfsmittel (Tabelle oder Taschenrechner) steht dir zur Verfügung, um die Werte der Verteilungsfunktion zu bestimmen?

Lösung

1. Transformation der Intervallgrenzen in \(z\)-Werte (Standardisierung): \(z_1 = \frac{85 - 100}{15} = -1\) und \(z_2 = \frac{120 - 100}{15} = \frac{4}{3} \approx 1{,}3333\). 2. Ansatz über die Verteilungsfunktion \(\Phi\) der Standardnormalverteilung: \(P(85 \le X \le 120) = \Phi\left(\frac{4}{3}\right) - \Phi(-1)\). 3. Anwendung der Symmetrieeigenschaft: \(\Phi(-1) = 1 - \Phi(1)\). 4. Mit einer Tabelle oder einem Taschenrechner erhält man \(\Phi\left(\frac{4}{3}\right) \approx 0{,}9088\) und \(\Phi(-1) \approx 0{,}1587\). 5. Damit gilt \(P(85 \le X \le 120) \approx 0{,}9088 - 0{,}1587 = 0{,}7501\).

Antwort

\(P(85 \le X \le 120) \approx 0{,}7501\)
42513713
Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt eine stetige Verteilung mit der Dichtefunktion \(f\): \(f(x) = \begin{cases} 0{,}4x & \text{für } 0 \le x \le 1 \\ -0{,}1x + 0{,}5 & \text{für } 1 < x \le 5 \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}\) Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten: 1. \(P(X \le 1)\) 2. \(P(X \le 3)\) 3. \(P(0{,}5 \le X \le 2)\) 4. \(P(X > 4)\) 5. \(P(X = 2)\)

Denkanstöße

- Wie hängen die Fläche unter der Dichtefunktion und die Wahrscheinlichkeit zusammen? - Achte bei abschnittsweise definierten Funktionen darauf, das Integral an den entsprechenden Stellen aufzuteilen. - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit eines exakten Wertes, wenn die Verteilung stetig ist? - Du kannst die Flächen in diesem Fall auch geometrisch als Dreiecke oder Trapeze berechnen.

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 1)\) entspricht dem Integral der Dichtefunktion von \(0\) bis \(1\). Die Berechnung liefert \(\int_0^1 0{,}4x \, dx = [0{,}2x^2]_0^1 = 0{,}2\). 2. Für \(P(X \le 3)\) wird das Integral von \(0\) bis \(3\) berechnet, aufgeteilt an der Nahtstelle \(x=1\). Dies ergibt \(P(X \le 1) + \int_1^3 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = 0{,}2 + [-0{,}05x^2 + 0{,}5x]_1^3 = 0{,}2 + (1{,}05 - 0{,}45) = 0{,}8\). 3. Für \(P(0{,}5 \le X \le 2)\) summiert man die Teilintegrale: \(\int_{0{,}5}^1 0{,}4x \, dx + \int_1^2 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = (0{,}2 - 0{,}05) + (0{,}8 - 0{,}45) = 0{,}15 + 0{,}35 = 0{,}5\). 4. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X > 4)\) ergibt sich aus \(\int_4^5 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = [-0{,}05x^2 + 0{,}5x]_4^5 = 1{,}25 - 1{,}2 = 0{,}05\). 5. Da \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist, gilt für jeden Einzelwert \(P(X = k) = 0\), also \(P(X = 2) = 0\).

Antwort

1. \(P(X \le 1) = 0{,}2\) 2. \(P(X \le 3) = 0{,}8\) 3. \(P(0{,}5 \le X \le 2) = 0{,}5\) 4. \(P(X > 4) = 0{,}05\) 5. \(P(X = 2) = 0\)
42513813
Die Intelligenzquotienten (IQ) einer Bevölkerungsgruppe seien näherungsweise normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 100\) und der Standardabweichung \(\sigma = 15\). Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Intervalle (verwende eine Tabelle der Standardnormalverteilung oder einen Taschenrechner): 1. Ein zufällig ausgewählter Proband hat einen IQ zwischen \(85\) und \(115\). 2. Ein Proband hat einen IQ von höchstens \(70\). 3. Ein Proband hat einen IQ von mehr als \(130\). 4. Ein Proband hat einen IQ im Bereich von \(110\) bis \(120\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Standardisierung von Normalverteilungen, um die \(\Phi\)-Tabelle nutzen zu können. - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve aus, um Wahrscheinlichkeiten für negative z-Werte oder Ausläufer zu berechnen. - Was sagen dir die \(\sigma\)-Regeln über die Wahrscheinlichkeiten in der Nähe des Erwartungswerts?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist \(N(100; 15^2)\)-verteilt. Die Transformation erfolgt über \(z = \frac{x - \mu}{\sigma}\). 1. \(P(85 \le X \le 115) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2\Phi(1) - 1 \approx 0{,}6827\). 2. \(P(X \le 70) = \Phi(-2) \approx 0{,}0228\). 3. \(P(X > 130) = 1 - \Phi(2) \approx 0{,}0228\). 4. Für die Grenzen gilt \(z_1 = \frac{110-100}{15} = \frac{2}{3}\) und \(z_2 = \frac{120-100}{15} = \frac{4}{3}\). Daher ist \(P(110 \le X \le 120) = \Phi\left(\frac{4}{3}\right) - \Phi\left(\frac{2}{3}\right) \approx 0{,}9088 - 0{,}7475 = 0{,}1613\).

Antwort

1. \(P(85 \le X \le 115) \approx 68{,}27\,\%\) 2. \(P(X \le 70) \approx 2{,}28\,\%\) 3. \(P(X > 130) \approx 2{,}28\,\%\) 4. \(P(110 \le X \le 120) \approx 16{,}13\,\%\)
42517113
Für die Verteilungsfunktion \(\Phi\) der Standardnormalverteilung ist der Wert \(\Phi(2) \approx 0{,}9772\) gegeben. Bestimme unter Ausnutzung der Symmetrieeigenschaften der Dichtefunktion \(\varphi\) die Werte der folgenden Integrale: a) \(\int_{-\infty}^{-2} \varphi(x) \, dx\) b) \(\int_{-2}^{2} \varphi(x) \, dx\) c) \(\int_{2}^{\infty} \varphi(x) \, dx\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie groß die gesamte Fläche unter der Glockenkurve ist. - Nutze die Achsensymmetrie der Glockenkurve an der Stelle \(x = 0\). - Wie hängen die Flächeninhalte am linken und rechten Rand der Kurve zusammen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Verteilungsfunktion \(\Phi\) und dem Integral der Dichtefunktion.

Lösung

1. Aus der Symmetrie \(\Phi(-z) = 1 - \Phi(z)\) folgt für Teilaufgabe a): \(\int_{-\infty}^{-2} \varphi(x) \, dx = \Phi(-2) = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\). 2. Für den Bereich zwischen den symmetrischen Grenzen in b) gilt: \(\int_{-2}^{2} \varphi(x) \, dx = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9772 - 0{,}0228 = 0{,}9544\). 3. Da die Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\) beträgt, ergibt sich für den rechten Rand in c): \(\int_{2}^{\infty} \varphi(x) \, dx = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\).

Antwort

a) \(\approx 0{,}0228\) b) \(\approx 0{,}9544\) c) \(\approx 0{,}0228\)
42517613
Bestimme für eine Zufallsgröße \(X\), die normalverteilt mit \(\mu = 200\) und \(\sigma = 50\) ist, die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \leq 275)\) b) \(P(100 < X < 250)\) c) \(P(X \geq 150)\)

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Formel für die Standardisierung. - Wie gehst du vor, wenn ein \(z\)-Wert negativ ist? Gibt es eine Symmetrieeigenschaft der Funktion \(\Phi\)? - Überlege dir bei Aufgabenteil c), ob die gesuchte Fläche links oder rechts vom transformierten Wert liegt. - Skizziere dir gedanklich die Position der Werte im Verhältnis zum Mittelwert \(\mu = 200\).

Lösung

1. Transformation der Werte in \(z\)-Werte mittels \(z = \frac{x - 200}{50}\). 2. Für a): \(z = \frac{275 - 200}{50} = 1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1{,}5) \approx 0{,}9332\). 3. Für b): Untere Grenze \(z_1 = \frac{100 - 200}{50} = -2\), obere Grenze \(z_2 = \frac{250 - 200}{50} = 1\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1) - \Phi(-2) = \Phi(1) - (1 - \Phi(2)) \approx 0{,}8413 - (1 - 0{,}9772) = 0{,}8413 - 0{,}0228 = 0{,}8185\). 4. Für c): \(z = \frac{150 - 200}{50} = -1\). Die Wahrscheinlichkeit für \(X \geq 150\) entspricht \(1 - \Phi(-1) = 1 - (1 - \Phi(1)) = \Phi(1) \approx 0{,}8413\).

Antwort

a) \(P(X \leq 275) \approx 0{,}9332\) b) \(P(100 < X < 250) \approx 0{,}8185\) c) \(P(X \geq 150) \approx 0{,}8413\)
42518813
Eine Zufallsgröße \(X\) folgt einer Normalverteilung mit dem Erwartungswert \(\mu = 500\) und der Standardabweichung \(\sigma = 20\). Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(480 < X < 520)\) b) \(P(X > 550)\) c) \(P(450 \le X \le 490)\) d) \(P(X \le 500)\)

Denkanstöße

- Nutze die Symmetrie der Normalverteilung um den Mittelwert aus. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall mithilfe der Verteilungsfunktion? - Was bedeutet es für die Rechnung, wenn ein Wert mehr als zwei Standardabweichungen vom Mittelwert entfernt ist? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für die Hälfte der Glockenkurve direkt angeben?

Lösung

1. Anwendung der Standardisierung \(Z = \frac{X - 500}{20}\). 2. Für a): Intervall um den Erwartungswert \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\). \(P(480 < X < 520) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2 \cdot \Phi(1) - 1 \approx 2 \cdot 0{,}8413 - 1 = 0{,}6826\). 3. Für b): \(P(X > 550) = 1 - \Phi\left(\frac{550 - 500}{20}\right) = 1 - \Phi(2{,}5) \approx 1 - 0{,}9938 = 0{,}0062\). 4. Für c): \(P(450 \le X \le 490) = \Phi\left(\frac{490 - 500}{20}\right) - \Phi\left(\frac{450 - 500}{20}\right) = \Phi(-0{,}5) - \Phi(-2{,}5) = (1 - \Phi(0{,}5)) - (1 - \Phi(2{,}5)) \approx (1 - 0{,}6915) - (1 - 0{,}9938) = 0{,}3085 - 0{,}0062 = 0{,}3023\). 5. Für d): Aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung um \(\mu\) gilt \(P(X \le \mu) = 0{,}5\). Also \(P(X \le 500) = 0{,}5\).

Antwort

a) \(P(480 < X < 520) \approx 0{,}6826\) b) \(P(X > 550) \approx 0{,}0062\) c) \(P(450 \le X \le 490) \approx 0{,}3023\) d) \(P(X \le 500) = 0{,}5\)
42521113
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 40\) und der Standardabweichung \(\sigma = 8\). Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit \(P(32 \le X \le 56)\) schlägt ein Schüler den Term \(P(X \le 56) - P(X \le 40)\) vor. a) Erläutere den Fehler des Schülers. b) Berechne den korrekten Wert der Wahrscheinlichkeit \(P(32 \le X \le 56)\).

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall \([a; b]\) mithilfe der Verteilungsfunktion berechnet. - Vergleiche die Grenzen des gesuchten Intervalls mit den Werten im Vorschlag des Schülers. - Denke an die Standardisierung \(z = \frac{x - \mu}{\sigma}\), um Tabellenwerte nutzen zu können.

Lösung

1. Fehleranalyse: Der Schüler hat zur Berechnung des Intervalls \([32; 56]\) die Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 40)\) subtrahiert. Damit berechnet er lediglich die Wahrscheinlichkeit für das Teilintervall \([\mu; 56]\), also \([40; 56]\), anstatt beim unteren Randwert \(32\) zu beginnen. 2. Korrekter Ansatz: \(P(32 \le X \le 56) = P(X \le 56) - P(X \le 32)\). 3. Standardisierung: \(\Phi\left(\frac{56-40}{8}\right) - \Phi\left(\frac{32-40}{8}\right) = \Phi(2) - \Phi(-1)\). 4. Symmetrie der Normalverteilung: \(\Phi(-1) = 1 - \Phi(1)\). 5. Berechnung mit Tabellenwerten: \(\Phi(2) \approx 0{,}9772\) und \(\Phi(1) \approx 0{,}8413\). 6. Ergebnis: \(0{,}9772 - (1 - 0{,}8413) = 0{,}9772 - 0{,}1587 = 0{,}8185\).

Antwort

a) Der Schüler subtrahiert die Wahrscheinlichkeit bis zum Erwartungswert \(\mu = 40\) statt bis zur unteren Intervallgrenze \(32\). Er berechnet somit nur \(P(40 \le X \le 56)\). b) \(P(32 \le X \le 56) \approx 0{,}8185\)
42521213
Die Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit \(\mu = 10\) und \(\sigma = 2\). Um die Wahrscheinlichkeit \(P(7 \le X \le 13)\) zu bestimmen, rechnet eine Schülerin: \(\Phi(13 - 10) - \Phi(7 - 10)\). a) Erkläre, warum dieser Ansatz falsch ist, und korrigiere ihn. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(7 \le X \le 13)\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Formel für die Transformation einer beliebigen Normalverteilung in die Standardnormalverteilung. - Welche Rolle spielt die Standardabweichung bei der Berechnung der \(z\)-Werte? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve um den Erwartungswert, um die Rechnung zu vereinfachen.

Lösung

1. Fehleranalyse: Die Schülerin hat bei der Standardisierung vergessen, die Differenzen \((x - \mu)\) durch die Standardabweichung \(\sigma = 2\) zu dividieren. Ihr Ansatz entspricht einer Normalverteilung mit \(\sigma = 1\). 2. Korrektur des Ansatzes: \(P(7 \le X \le 13) = \Phi\left(\frac{13 - 10}{2}\right) - \Phi\left(\frac{7 - 10}{2}\right) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5)\). 3. Anwendung der Symmetrie: \(\Phi(1{,}5) - (1 - \Phi(1{,}5)) = 2 \cdot \Phi(1{,}5) - 1\). 4. Berechnung mit Tabellenwerten: \(\Phi(1{,}5) \approx 0{,}9332\). 5. Endergebnis: \(2 \cdot 0{,}9332 - 1 = 0{,}8664\).

Antwort

a) Der Ansatz ist falsch, weil die Division durch \(\sigma = 2\) fehlt. Korrekt ist: \(\Phi\left(\frac{13 - 10}{2}\right) - \Phi\left(\frac{7 - 10}{2}\right)\). b) \(P(7 \le X \le 13) \approx 0{,}8664\)
42521313
Eine Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 45\) und der Standardabweichung \(\sigma = 8\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(37 \le X \le 53)\). b) Die Standardabweichung bleibt gleich, aber der Erwartungswert wird auf \(\mu = 40\) geändert. Begründe ohne erneute Rechnung, ob die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([37; 53]\) dadurch größer oder kleiner wird.

Denkanstöße

- Wie viele Standardabweichungen liegen die Grenzen vom Mittelwert entfernt? - Erinnere dich an die Bedeutung der Sigma-Regeln oder nutze die Verteilungsfunktion. - Skizziere die Glockenkurve und das Intervall für beide Fälle. - Wo ist die Dichte der Normalverteilung am höchsten? - Überlege dir, wie sich die Fläche unter der Kurve verschiebt, wenn die Kurve nach links oder rechts wandert.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(X \sim N(45; 8^2)\): Die Grenzen \(37\) und \(53\) liegen jeweils genau eine Standardabweichung vom Erwartungswert entfernt (\(z_1 = \frac{37-45}{8} = -1\); \(z_2 = \frac{53-45}{8} = 1\)). Es gilt \(P(37 \le X \le 53) = \Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}6827\). 2. Beurteilung der Änderung bei \(\mu = 40\): Da die Dichtefunktion der Normalverteilung ihr Maximum an der Stelle \(\mu\) besitzt und achsensymmetrisch dazu verläuft, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall fester Breite genau dann am größten, wenn der Erwartungswert in der Mitte des Intervalls liegt. Die Mitte des Intervalls \([37; 53]\) ist \(45\). Durch die Verschiebung des Erwartungswerts auf \(40\) liegt dieser weiter vom Zentrum des Intervalls entfernt, wodurch die Fläche unter der Glockenkurve über diesem Bereich abnimmt. Die Wahrscheinlichkeit wird somit kleiner.

Antwort

a) \(P(37 \le X \le 53) \approx 0{,}6827\) (bzw. \(68{,}27\,\%\)) b) Die Wahrscheinlichkeit wird kleiner, da der Erwartungswert nicht mehr in der Mitte des Intervalls liegt und somit weniger Fläche im Bereich hoher Dichte eingeschlossen wird.
42521413
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu_X = 10\) und \(\sigma_X = 4\). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(8 \le X \le 12)\). b) Eine weitere Zufallsgröße \(Y\) ist normalverteilt mit \(\mu_Y = 10\) und \(\sigma_Y = 8\). Vergleiche die Wahrscheinlichkeit \(P(8 \le Y \le 12)\) mit dem Ergebnis aus Aufgabenteil a). Erkläre den Unterschied unter Berücksichtigung der Form der Glockenkurve.

Denkanstöße

- Nutze die Standardisierung, um die Wahrscheinlichkeiten zu vergleichen. - Was passiert mit der Form der Glockenkurve, wenn die Standardabweichung größer wird? - Bleibt die Fläche unter der gesamten Kurve gleich, wenn sie breiter wird? - Überlege, ob die Werte bei einer größeren Streuung eher nah am Mittelwert oder weiter weg zu finden sind.

Lösung

1. Berechnung für \(X\) mit \(\mu_X = 10\) und \(\sigma_X = 4\): Die \(z\)-Werte der Grenzen sind \(z_1 = \frac{8-10}{4} = -0{,}5\) und \(z_2 = \frac{12-10}{4} = 0{,}5\). Damit ergibt sich \(P(8 \le X \le 12) = \Phi(0{,}5) - \Phi(-0{,}5) \approx 0{,}6915 - 0{,}3085 = 0{,}3830\). 2. Berechnung für \(Y\) mit \(\mu_Y = 10\) und \(\sigma_Y = 8\): Die \(z\)-Werte sind \(z_1 = \frac{8-10}{8} = -0{,}25\) und \(z_2 = \frac{12-10}{8} = 0{,}25\). Damit ergibt sich \(P(8 \le Y \le 12) = \Phi(0{,}25) - \Phi(-0{,}25) \approx 0{,}5987 - 0{,}4013 = 0{,}1974\). 3. Vergleich und Erklärung: Die Wahrscheinlichkeit \(P(8 \le Y \le 12)\) ist deutlich kleiner als \(P(8 \le X \le 12)\). Da die Standardabweichung bei \(Y\) größer ist, ist die Glockenkurve flacher und breiter gestreut. Da die Gesamtfläche unter der Kurve immer \(1\) betragen muss, sinkt bei einer größeren Streuung die Wahrscheinlichkeitsdichte in der Nähe des Erwartungswerts, wodurch Intervalle um \(\mu\) eine geringere Wahrscheinlichkeit erhalten.

Antwort

a) \(P(8 \le X \le 12) \approx 0{,}3830\) b) \(P(8 \le Y \le 12) \approx 0{,}1974\). Die Wahrscheinlichkeit ist bei \(Y\) kleiner, da eine größere Standardabweichung zu einer flacheren Glockenkurve führt, wodurch die Fläche in der Umgebung des Erwartungswerts abnimmt.
42533013
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu = 150\) und \(\sigma = 25\). Berechne: a) \(P(X \le 125)\) b) \(P(150 \le X \le 200)\) c) \(P(100 \le X \le 200)\) d) \(P(X > 150)\)

Denkanstöße

- Prüfe, ob die Intervallgrenzen einfache Abstände zum Erwartungswert (wie \(\sigma\) oder \(2\sigma\)) darstellen. - Nutze die Symmetrieeigenschaften der \(\Phi\)-Funktion für negative Werte. - Welchen Anteil der Fläche deckt die gesamte Glockenkurve ab?

Lösung

1. Für \(P(X \le 125)\) wird der \(z\)-Wert bestimmt: \(z = \frac{125 - 150}{25} = -1\). Es gilt \(\Phi(-1) = 1 - \Phi(1) \approx 1 - 0{,}8413 = 0{,}1587\). 2. Das Intervall \([150; 200]\) entspricht \([\mu; \mu + 2\sigma]\). Mit der Verteilungsfunktion gilt \(P(\mu \le X \le \mu + 2\sigma) = \Phi(2) - 0{,}5 \approx 0{,}4772\). 3. Das Intervall \([100; 200]\) entspricht \([\mu - 2\sigma; \mu + 2\sigma]\). Nach der \(2\sigma\)-Regel beträgt die Wahrscheinlichkeit ca. \(0{,}9545\). 4. Aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung um \(\mu = 150\) ist die Wahrscheinlichkeit oberhalb des Erwartungswerts genau \(P(X > 150) = 0{,}5\).

Antwort

a) \(P(X \le 125) \approx 0{,}1587\) b) \(P(150 \le X \le 200) \approx 0{,}4772\) c) \(P(100 \le X \le 200) \approx 0{,}9545\) d) \(P(X > 150) = 0{,}5\)
42533813
Bei der Produktion von Metallstiften ist die Länge \(X\) (in \(\text{mm}\)) normalverteilt mit \(\mu = 100\,\text{mm}\) und \(\sigma = 2\,\text{mm}\). Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Der Stift hat eine Länge zwischen \(97\,\text{mm}\) und \(103\,\text{mm}\). b) Der Stift hat eine Länge zwischen \(103\,\text{mm}\) und \(105\,\text{mm}\). c) Der Stift ist kürzer als \(96\,\text{mm}\).

Denkanstöße

- Kannst du die Problemstellung grafisch skizzieren, um ein Gefühl für die Flächenanteile zu bekommen? - Erinnere dich an die Formel zur Standardisierung. - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert „kleiner als“ eine bestimmte Grenze ist, bezogen auf die Verteilungsfunktion? - Wie nutzt man Tabellen oder den Taschenrechner für die \(\Phi\)-Werte?

Lösung

1. Für das Intervall \([97; 103]\) berechnet man die z-Werte: \(z_1 = \frac{97-100}{2} = -1{,}5\) und \(z_2 = \frac{103-100}{2} = 1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(97 \le X \le 103) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5) \approx 0{,}93319 - 0{,}06681 = 0{,}86638\). 2. Für das Intervall \([103; 105]\) berechnet man die z-Werte: \(z_1 = 1{,}5\) und \(z_2 = \frac{105-100}{2} = 2{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(103 \le X \le 105) = \Phi(2{,}5) - \Phi(1{,}5) \approx 0{,}99379 - 0{,}93319 = 0{,}0606\). 3. Für das Ereignis \(X < 96\) berechnet man den z-Wert: \(z = \frac{96-100}{2} = -2\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X < 96) = \Phi(-2) \approx 0{,}02275\).

Antwort

a) \(P(97 \le X \le 103) \approx 86{,}64\,\%\) b) \(P(103 \le X \le 105) \approx 6{,}06\,\%\) c) \(P(X < 96) \approx 2{,}28\,\%\)
42534813
Gegeben sei eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(\mu = 12\) und \(\sigma = 2{,}5\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(10 \le X \le 15)\), dass ein Wert im Intervall von \(10\) bis \(15\) liegt.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein geschlossenes Intervall bei einer stetigen Verteilung? - Erinnerst du dich an die Formel zur Standardisierung? - Wie geht man vor, wenn ein \(z\)-Wert negativ ist und die Tabelle nur positive Werte enthält?

Lösung

1. Standardisierung der Intervallgrenzen: \(z_1 = \frac{10 - 12}{2{,}5} = -0{,}8\) und \(z_2 = \frac{15 - 12}{2{,}5} = 1{,}2\). 2. Ansatz über die Differenz der Verteilungsfunktionen: \(P(10 \le X \le 15) = \Phi(1{,}2) - \Phi(-0{,}8)\). 3. Umformung des negativen \(z\)-Wertes mittels Symmetrie: \(\Phi(-0{,}8) = 1 - \Phi(0{,}8)\). 4. Einsetzen der Tabellenwerte: \(\Phi(1{,}2) \approx 0{,}8849\) und \(\Phi(0{,}8) \approx 0{,}7881\). 5. Berechnung: \(0{,}8849 - (1 - 0{,}7881) = 0{,}8849 - 0{,}2119 = 0{,}6730\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(P(10 \le X \le 15)\) beträgt etwa \(0{,}6730\) (bzw. \(67{,}30\,\%\)).
42535913
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu = 80\) und die Standardabweichung \(\sigma = 5\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Wert von \(X\) im Intervall \([72; 88]\) liegt. b) Die Standardabweichung wird nun auf \(\sigma = 8\) erhöht, während \(\mu = 80\) unverändert bleibt. Beurteile ohne neue Rechnung, ob die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([72; 88]\) zu- oder abnimmt. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Form der Dichtefunktion. c) Der Erwartungswert wird auf \(\mu = 85\) verschoben, wobei die Standardabweichung wieder \(\sigma = 5\) beträgt. Erläutere, wie sich die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([72; 88]\) im Vergleich zum Ergebnis aus Teilaufgabe a) verändert.

Denkanstöße

- Wie hängen die Grenzen des Intervalls mit dem Erwartungswert und der Standardabweichung zusammen? - Erinnere dich an die Transformation auf die Standardnormalverteilung. - Überlege dir, wie sich die Form der Glockenkurve verändert, wenn die Streuung der Werte zunimmt. - Wo erreicht die Dichtefunktion der Normalverteilung ihren höchsten Wert? - Was passiert mit der Fläche unter der Kurve über einem festen Intervall, wenn man die Kurve nach links oder rechts verschiebt?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(P(72 \le X \le 88)\): Standardisierung der Grenzen ergibt \(z_1 = \frac{72-80}{5} = -1{,}6\) und \(z_2 = \frac{88-80}{5} = 1{,}6\). Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich zu \(\Phi(1{,}6) - \Phi(-1{,}6) = 2 \cdot \Phi(1{,}6) - 1 \approx 2 \cdot 0{,}9452 - 1 = 0{,}8904\). 2. Auswirkung der Erhöhung von \(\sigma\): Eine größere Standardabweichung führt zu einer flacheren und breiteren Glockenkurve. Da das Intervall fest bleibt und symmetrisch um den Erwartungswert liegt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, da sich die Fläche stärker auf die Randbereiche (Tails) verteilt. 3. Auswirkung der Verschiebung von \(\mu\): Das Intervall \([72; 88]\) liegt bei \(\mu = 85\) nicht mehr symmetrisch zum Erwartungswert; sein Mittelpunkt liegt bei \(80\). Da die Dichtefunktion ihr Maximum bei \(\mu\) besitzt und zu den Seiten hin abfällt, verringert sich die eingeschlossene Fläche, wenn das Intervall vom Zentrum weg verschoben wird. Die Wahrscheinlichkeit nimmt ab.

Antwort

a) \(P(72 \le X \le 88) \approx 0{,}8904\) b) Die Wahrscheinlichkeit nimmt ab, da die Verteilung flacher wird und mehr Werte außerhalb des festen Intervalls liegen. c) Die Wahrscheinlichkeit nimmt ab, da das Intervall nicht mehr symmetrisch um das Maximum der Dichtefunktion liegt.
43477913
Das Diagramm zeigt den Graphen der Dichtefunktion \(f\) einer stetigen Zufallsgröße \(X\) über dem Intervall \([0; 2]\). a) Schätze mithilfe des Gitternetzes die Wahrscheinlichkeit \(P(0 \leq X \leq 0{,}5)\) ab. b) Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten \(P(0{,}5 \leq X \leq 1)\) und \(P(1{,}5 \leq X \leq 2)\) ohne Rechnung. Begründe deine Entscheidung kurz. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(0{,}8 \leq X \leq 1{,}2)\) exakt unter der Annahme, dass \(f(x) = 0{,}75x(2 - x)\) für \(0 \leq x \leq 2\) gilt.
Abbildung zur Aufgabe 434779

Denkanstöße

- Wie viel Fläche repräsentiert ein einzelnes Kästchen im Koordinatensystem? - Kannst du Symmetrien im Graphen entdecken, die dir beim Vergleichen von Flächen helfen? - Erinnere dich daran, dass die Wahrscheinlichkeit bei einer stetigen Zufallsgröße dem bestimmten Integral der Dichtefunktion entspricht. - Überlege dir, wie du die Funktion \(f(x) = 0{,}75x(2 - x)\) erst ausmultiplizieren kannst, um leichter eine Stammfunktion zu finden.

Lösung

1. Abschätzung von \(P(0 \leq X \leq 0{,}5)\): Ein Kästchen im Gitter hat den Flächeninhalt \(0{,}1 \cdot 0{,}1 = 0{,}01\). Durch Auszählen oder näherungsweise Berechnung der Fläche unter der Kurve im Bereich \([0; 0{,}5]\) ergibt sich ein Wert von ca. \(0{,}16\). (Exakt: \(0{,}15625\)). 2. Vergleich der Wahrscheinlichkeiten: Der Graph ist symmetrisch zur Geraden \(x = 1\). Daher gilt \(P(0{,}5 \leq X \leq 1) = P(1 \leq X \leq 1{,}5)\). Da die Funktionswerte im Intervall \([1; 1{,}5]\) überall größer sind als im Intervall \([1{,}5; 2]\) (der Graph fällt streng monoton), ist die Fläche über \([1; 1{,}5]\) größer als die über \([1{,}5; 2]\). Somit folgt \(P(0{,}5 \leq X \leq 1) > P(1{,}5 \leq X \leq 2)\). 3. Exakte Berechnung: Es gilt \(P(0{,}8 \leq X \leq 1{,}2) = \int_{0{,}8}^{1{,}2} (1{,}5x - 0{,}75x^2) \,\mathrm{d}x\). Eine Stammfunktion ist \(F(x) = 0{,}75x^2 - 0{,}25x^3\). Berechnung der Werte: \(F(1{,}2) = 0{,}75 \cdot 1{,}44 - 0{,}25 \cdot 1{,}728 = 1{,}08 - 0{,}432 = 0{,}648\). \(F(0{,}8) = 0{,}75 \cdot 0{,}64 - 0{,}25 \cdot 0{,}512 = 0{,}48 - 0{,}128 = 0{,}352\). Differenz: \(P = 0{,}648 - 0{,}352 = 0{,}296\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit \(P(0 \leq X \leq 0{,}5)\) beträgt etwa \(0{,}16\). b) Es gilt \(P(0{,}5 \leq X \leq 1) > P(1{,}5 \leq X \leq 2)\), da die Fläche unter dem Graphen im Bereich näher an der Mitte (Maximum bei \(x = 1\)) deutlich größer ist als im Randbereich. c) \(P(0{,}8 \leq X \leq 1{,}2) = 0{,}296\).
43482213
Der abgebildete Graph gehört zu einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 10\). a) Lies am Graphen die Werte \(\Phi(7)\) und \(\Phi(13)\) ab und berechne damit die Wahrscheinlichkeit \(P(7 \le X \le 13)\). b) Erkläre allgemein den Zusammenhang zwischen der Achsensymmetrie der Dichtefunktion (gaußsche Glockenkurve) und der Punktsymmetrie der Verteilungsfunktion zum Punkt \((\mu \mid 0{,}5)\).
Abbildung zur Aufgabe 434822

Denkanstöße

- Suche die Stellen 7 und 13 auf der x-Achse und bestimme die zugehörigen y-Werte. - Überlege, wie man die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich zwischen zwei Werten aus der kumulativen Verteilungsfunktion berechnet. - Erinnere dich, dass die Dichtefunktion die Steigung der Verteilungsfunktion angibt. - Überlege, was es für die kumulierte Wahrscheinlichkeit bedeutet, wenn die Verteilung der Werte links und rechts von \(\mu\) identisch ist.

Lösung

1. Aus dem Graphen lassen sich die Werte \(\Phi(7) \approx 0{,}16\) und \(\Phi(13) \approx 0{,}84\) ablesen. Die Intervallwahrscheinlichkeit berechnet sich als \(P(7 \le X \le 13) = \Phi(13) - \Phi(7) \approx 0{,}84 - 0{,}16 = 0{,}68\). 2. Die Dichtefunktion ist achsensymmetrisch zur Geraden \(x = \mu\). Das bedeutet, dass die Fläche unter der Kurve links von \(\mu - a\) genauso groß ist wie die Fläche rechts von \(\mu + a\). Da die Verteilungsfunktion die Fläche von \(-\infty\) bis \(x\) darstellt, gilt \(P(X \le \mu - a) = P(X \ge \mu + a) = 1 - P(X \le \mu + a)\). Dies führt zur Gleichung \(\Phi(\mu - a) = 1 - \Phi(\mu + a)\), was der Bedingung für die Punktsymmetrie zum Punkt \((\mu \mid 0{,}5)\) entspricht.

Antwort

a) \(\Phi(7) \approx 0{,}16\) \(\Phi(13) \approx 0{,}84\) \(P(7 \le X \le 13) \approx 0{,}68\) b) Die Achsensymmetrie der Dichtefunktion bewirkt, dass \(P(X \le \mu - a) = P(X \ge \mu + a)\). Mit \(P(X \ge \mu + a) = 1 - \Phi(\mu + a)\) folgt die Punktsymmetrie \(\Phi(\mu - a) = 1 - \Phi(\mu + a)\) bezüglich des Punktes \((\mu \mid 0{,}5)\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.