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Wahrscheinlichkeiten in Intervallen

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55160213
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt die Verteilungsfunktion \(F\). Es gilt \(F(42)=0{,}25\) und \(F(58)=0{,}75\). Bestimme \(P(42\le X\le58)\).

Denkanstöße

- Welche beiden kumulierten Flächen begrenzen das gesuchte Intervall? - Eine Intervallwahrscheinlichkeit erhältst du aus der Differenz der Verteilungsfunktionswerte an der rechten und linken Grenze.

Lösung

Für eine stetige Zufallsgröße ist die Intervallwahrscheinlichkeit die Differenz der kumulierten Wahrscheinlichkeiten an den Grenzen: \(P(42\le X\le58)=F(58)-F(42)=0{,}75-0{,}25=0{,}50\).

Antwort

\(P(42\le X\le58)=0{,}50=50\,\%\)
55355913
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt die Verteilungsfunktion \(F\). Es gilt \(F(72)=0{,}84\). Bestimme \(P(X>72)\).

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeit beschreibt \(F(72)\) direkt? - Ergänze diese Wahrscheinlichkeit zur Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\).

Lösung

1. Das Ereignis \(X>72\) ist das Gegenereignis zu \(X\le72\). Daher gilt \(P(X>72)=1-F(72)=1-0{,}84=0{,}16\).

Antwort

\(P(X>72)=0{,}16\)
55356013
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat den Erwartungswert \(\mu=30\). Bestimme ohne Tabelle oder Taschenrechner \(P(X\ge30)\).

Denkanstöße

- Wo liegt der Erwartungswert auf der symmetrischen Glockenkurve? - Welche Gesamtwahrscheinlichkeit liegt auf jeder Seite des Symmetriezentrums?

Lösung

1. Die Normalverteilung ist symmetrisch um ihren Erwartungswert. Deshalb liegt die Hälfte der Gesamtwahrscheinlichkeit rechts von \(\mu=30\), also gilt \(P(X\ge30)=0{,}5\).

Antwort

\(P(X\ge30)=0{,}5\)
42512713
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu = 100\) und die Standardabweichung \(\sigma = 10\). Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \le 100)\) b) \(P(X \le 110)\) c) \(P(90 \le X \le 110)\) d) \(P(X > 120)\) e) \(P(X = 105)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche besondere Eigenschaft die Normalverteilung hinsichtlich ihrer Symmetrie um den Erwartungswert hat. - Wie hängen Wahrscheinlichkeiten für Intervalle mit der Verteilungsfunktion \(\Phi\) zusammen? - Erinnere dich an die Bedeutung der Standardabweichung \(\sigma\) für die Wahrscheinlichkeiten in der Nähe von \(\mu\). - Was gilt allgemein für die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Punktes bei stetigen Verteilungen?

Lösung

1. Berechnung von \(P(X \le 100)\): Da die Normalverteilung symmetrisch um \(\mu\) ist, gilt \(P(X \le \mu) = 0{,}5\). 2. Berechnung von \(P(X \le 110)\): Transformation in die Standardnormalverteilung mit \(z = \frac{110 - 100}{10} = 1\). Es folgt \(\Phi(1) \approx 0{,}8413\). 3. Berechnung von \(P(90 \le X \le 110)\): Dies entspricht dem \(1\sigma\)-Intervall um den Erwartungswert. Es gilt \(P(\mu - \sigma \le X \le \mu + \sigma) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2 \cdot \Phi(1) - 1 \approx 0{,}6827\). 4. Berechnung von \(P(X > 120)\): Transformation ergibt \(z = \frac{120 - 100}{10} = 2\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\). 5. Berechnung von \(P(X = 105)\): Bei stetigen Zufallsgrößen ist die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Einzelwert stets \(0\).

Antwort

a) \(P(X \le 100) = 0{,}5\) b) \(P(X \le 110) \approx 0{,}8413\) c) \(P(90 \le X \le 110) \approx 0{,}6827\) d) \(P(X > 120) \approx 0{,}0228\) e) \(P(X = 105) = 0\)
42513213
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat den Erwartungswert \(\mu = 100\) und die Standardabweichung \(\sigma = 15\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(85 \le X \le 120)\).

Denkanstöße

- Welche Transformation hilft dir dabei, eine beliebige Normalverteilung auf die Standardnormalverteilung zurückzuführen? - Wie hängen die Grenzen des gesuchten Intervalls mit dem Erwartungswert und der Standardabweichung zusammen? - Erinnere dich an die Symmetrieeigenschaften der Glockenkurve, wenn du mit negativen Werten arbeitest. - Welches Hilfsmittel (Tabelle oder Taschenrechner) steht dir zur Verfügung, um die Werte der Verteilungsfunktion zu bestimmen?

Lösung

1. Transformation der Intervallgrenzen in \(z\)-Werte (Standardisierung): \(z_1 = \frac{85 - 100}{15} = -1\) und \(z_2 = \frac{120 - 100}{15} = \frac{4}{3} \approx 1{,}3333\). 2. Ansatz über die Verteilungsfunktion \(\Phi\) der Standardnormalverteilung: \(P(85 \le X \le 120) = \Phi\left(\frac{4}{3}\right) - \Phi(-1)\). 3. Anwendung der Symmetrieeigenschaft: \(\Phi(-1) = 1 - \Phi(1)\). 4. Mit einer Tabelle oder einem Taschenrechner erhält man \(\Phi\left(\frac{4}{3}\right) \approx 0{,}9088\) und \(\Phi(-1) \approx 0{,}1587\). 5. Damit gilt \(P(85 \le X \le 120) \approx 0{,}9088 - 0{,}1587 = 0{,}7501\).

Antwort

\(P(85 \le X \le 120) \approx 0{,}7501\)
42517113
Für die Verteilungsfunktion \(\Phi\) der Standardnormalverteilung ist der Wert \(\Phi(2) \approx 0{,}9772\) gegeben. Bestimme unter Ausnutzung der Symmetrieeigenschaften der Dichtefunktion \(\varphi\) die Werte der folgenden Integrale: a) \(\int_{-\infty}^{-2} \varphi(x) \, dx\) b) \(\int_{-2}^{2} \varphi(x) \, dx\) c) \(\int_{2}^{\infty} \varphi(x) \, dx\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie groß die gesamte Fläche unter der Glockenkurve ist. - Nutze die Achsensymmetrie der Glockenkurve an der Stelle \(x = 0\). - Wie hängen die Flächeninhalte am linken und rechten Rand der Kurve zusammen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Verteilungsfunktion \(\Phi\) und dem Integral der Dichtefunktion.

Lösung

1. Aus der Symmetrie \(\Phi(-z) = 1 - \Phi(z)\) folgt für Teilaufgabe a): \(\int_{-\infty}^{-2} \varphi(x) \, dx = \Phi(-2) = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\). 2. Für den Bereich zwischen den symmetrischen Grenzen in b) gilt: \(\int_{-2}^{2} \varphi(x) \, dx = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9772 - 0{,}0228 = 0{,}9544\). 3. Da die Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\) beträgt, ergibt sich für den rechten Rand in c): \(\int_{2}^{\infty} \varphi(x) \, dx = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\).

Antwort

a) \(\approx 0{,}0228\) b) \(\approx 0{,}9544\) c) \(\approx 0{,}0228\)
42533713
Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu=80\) und der Standardabweichung \(\sigma=10\). Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Intervalle und gib sie jeweils in Prozent auf zwei Dezimalstellen an: 1. \(I_1=[60;70]\) 2. \(I_2=[70;80]\) 3. \(I_3=[80;95]\)

Denkanstöße

- Standardisiere für jedes Intervall beide Grenzen. - Eine Intervallwahrscheinlichkeit ist die Differenz der kumulierten Wahrscheinlichkeiten an den beiden Grenzen. - Achte am Ende auf die geforderte Darstellung in Prozent.

Lösung

1. Für \([60;70]\) sind die standardisierten Grenzen \(-2\) und \(-1\). Daher gilt \(P(60\le X\le70)=\Phi(-1)-\Phi(-2)\approx0{,}1359=13{,}59\,\%\). 2. Für \([70;80]\) sind die Grenzen \(-1\) und \(0\). Somit ist \(P(70\le X\le80)=\Phi(0)-\Phi(-1)\approx0{,}3413=34{,}13\,\%\). 3. Für \([80;95]\) sind die Grenzen \(0\) und \(1{,}5\). Damit ist \(P(80\le X\le95)=\Phi(1{,}5)-\Phi(0)\approx0{,}4332=43{,}32\,\%\).

Antwort

1. \(13{,}59\,\%\) 2. \(34{,}13\,\%\) 3. \(43{,}32\,\%\)
42534713
Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu=60\) und der Standardabweichung \(\sigma=12\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass \(X\) mindestens den Wert \(75\) annimmt. Gib das Ergebnis in Prozent auf zwei Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Übersetze „mindestens“ zuerst in eine Ungleichung. - Standardisiere die Grenze \(75\). - Für den Bereich rechts von der Grenze brauchst du die Gegenwahrscheinlichkeit zur Verteilungsfunktion.

Lösung

1. Der standardisierte Wert zur Grenze \(75\) ist \(z=\frac{75-60}{12}=1{,}25\). 2. Wegen der Stetigkeit ist \(P(X\ge75)=P(X>75)=1-\Phi(1{,}25)\). 3. Mit \(\Phi(1{,}25)\approx0{,}8944\) ergibt sich \(P(X\ge75)\approx0{,}1056=10{,}56\,\%\).

Antwort

\(P(X\ge75)\approx10{,}56\,\%\)
43275413
Die Abbildung zeigt den Graphen der Dichtefunktion \(f\) einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\). a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und schätze die Standardabweichung \(\sigma\) auf eine ganze Zahl. b) Begründe ohne Rechnung, welchen Wert \(P(X\le3)\) besitzt. c) Ermittle mithilfe einer Sigma-Regel näherungsweise \(P(2\le X\le4)\) und gib das Ergebnis in Prozent auf eine Dezimalstelle an.
Abbildung zur Aufgabe 432754

Denkanstöße

- Welcher Parameter lässt sich am Hochpunkt beziehungsweise an der Symmetrieachse erkennen? - Schätze den Abstand der sichtbaren Wendestellen von dieser Achse. - Welche Wahrscheinlichkeit liegt links vom Erwartungswert? - Vergleiche \([2;4]\) mit einer bekannten symmetrischen Sigma-Umgebung.

Lösung

1. Der Hochpunkt und die Symmetrieachse liegen bei \(x=3\), also ist \(\mu=3\). Der sichtbare Krümmungswechsel liegt ungefähr bei \(x=2\) und \(x=4\). Daher ist \(\sigma\approx1\). 2. Wegen der Symmetrie der Normalverteilung liegt genau die Hälfte der Gesamtwahrscheinlichkeit links vom Erwartungswert. Somit ist \(P(X\le3)=0{,}5\). 3. Das Intervall \([2;4]\) entspricht nach der grafischen Parameterschätzung ungefähr \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]\). Nach der \(1\sigma\)-Regel beträgt die Wahrscheinlichkeit näherungsweise \(68{,}3\,\%\).

Antwort

a) \(\mu=3\), \(\sigma\approx1\) b) \(P(X\le3)=0{,}5\) c) \(P(2\le X\le4)\approx68{,}3\,\%\)
43480913
Die Abbildung zeigt den Graphen der Dichtefunktion einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 10\). Entscheide ohne zu rechnen, welche der Wahrscheinlichkeiten \(P(10 \le X \le 15)\) oder \(P(15 \le X \le 20)\) größer ist. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Eigenschaften der Glockenkurve.
Abbildung zur Aufgabe 434809

Denkanstöße

- Was bedeutet die Fläche unter der Kurve für die Wahrscheinlichkeit? - Vergleiche die Lage der beiden Intervalle relativ zum Gipfel der Kurve. - Haben die Intervalle die gleiche Breite? - Wie verändern sich die Funktionswerte, wenn man sich vom Erwartungswert entfernt?

Lösung

1. Interpretation der Wahrscheinlichkeit als Fläche: Die Wahrscheinlichkeit \(P(a \le X \le b)\) entspricht dem Flächeninhalt unter der Dichtefunktion im Intervall \([a; b]\). 2. Vergleich der Intervalle: Beide Intervalle \([10; 15]\) und \([15; 20]\) haben die gleiche Breite von \(5\) Einheiten. 3. Monotonie der Dichtefunktion: Da der Erwartungswert \(\mu = 10\) ist, liegt dort das Maximum der Glockenkurve. Für \(x > \mu\) ist die Dichtefunktion streng monoton fallend. 4. Schlussfolgerung: Da die Funktionswerte im Intervall \([10; 15]\) überall größer oder gleich den Funktionswerten im Intervall \([15; 20]\) sind, muss der Flächeninhalt über \([10; 15]\) größer sein. Somit gilt \(P(10 \le X \le 15) > P(15 \le X \le 20)\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(P(10 \le X \le 15)\) ist größer. Da beide Intervalle die gleiche Breite haben, aber das Intervall \([10; 15]\) näher am Erwartungswert (dem Maximum der Kurve) liegt, ist die Fläche unter dem Graphen in diesem Bereich größer als im weiter entfernten Intervall \([15; 20]\).
55354713
Die Abbildung zeigt die Dichte einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu=45\) und der Standardabweichung \(\sigma=3\). Der markierte Flächenbereich stellt ein Ereignis dar. a) Lies das zugehörige Intervall aus der Abbildung ab. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit des markierten Ereignisses auf vier Dezimalstellen.
Abbildung zur Aufgabe 553547

Denkanstöße

- Lies zuerst die beiden senkrechten Grenzen des markierten Bereichs auf der x-Achse ab. - Standardisiere anschließend beide Intervallgrenzen mit den gegebenen Parametern. - Eine Intervallwahrscheinlichkeit erhältst du als Differenz zweier Werte der Standardnormalverteilungsfunktion.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man das Intervall \([42;49]\) ab. 2. Die standardisierten Grenzen sind \(z_1=\frac{42-45}{3}=-1\) und \(z_2=\frac{49-45}{3}=\frac{4}{3}\). 3. Daher ist \(P(42\le X\le49)=\Phi\left(\frac{4}{3}\right)-\Phi(-1)\approx0{,}7501\).

Antwort

a) \([42;49]\) b) \(P(42\le X\le49)\approx0{,}7501\)
42512813
In einer Abfüllanlage für Mehl sind die Füllmengen der Packungen annähernd normalverteilt mit einem Erwartungswert von \(\mu = 505\,\text{g}\) und einer Standardabweichung von \(\sigma = 2\,\text{g}\). Eine Packung wird zufällig entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Füllmenge in Gramm. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Die Packung enthält höchstens \(505\,\text{g}\). b) Die Füllmenge liegt zwischen \(501\,\text{g}\) und \(509\,\text{g}\). c) Die Packung unterschreitet die Nennfüllmenge von \(500\,\text{g}\). d) Die Füllmenge beträgt exakt \(505{,}0\,\text{g}\). e) Die Füllmenge weicht um mehr als \(5\,\text{g}\) vom Erwartungswert ab.

Denkanstöße

- Kannst du die gegebenen Füllmengen als Vielfache der Standardabweichung vom Mittelwert ausdrücken? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve, um Rechnungen zu vereinfachen. - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit, wenn ein Wert mehr als \(2\sigma\) oder \(2{,}5\sigma\) vom Mittelwert entfernt ist? - Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit für „Abweichung um mehr als...“ mit der Gegenwahrscheinlichkeit oder Symmetrie bestimmen kann.

Lösung

1. Zu a): Da \(505\) dem Erwartungswert entspricht, ist \(P(X \le 505) = 0{,}5\). 2. Zu b): Das Intervall \([501; 509]\) entspricht \([\mu - 2\sigma; \mu + 2\sigma]\). Die Wahrscheinlichkeit im \(2\sigma\)-Intervall beträgt \(P(-2 \le Z \le 2) = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9545\). 3. Zu c): Transformation für \(x = 500\) ergibt \(z = \frac{500 - 505}{2} = -2{,}5\). Es gilt \(P(X < 500) = \Phi(-2{,}5) = 1 - \Phi(2{,}5) \approx 1 - 0{,}9938 = 0{,}0062\). 4. Zu d): Da \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist, gilt \(P(X = 505) = 0\). 5. Zu e): Gesucht ist \(P(|X - 505| > 5) = P(X < 500 \text{ oder } X > 510)\). Wegen Symmetrie ist dies \(2 \cdot P(X < 500) \approx 2 \cdot 0{,}0062 = 0{,}0124\).

Antwort

a) \(P(X \le 505) = 0{,}5\) b) \(P(501 \le X \le 509) \approx 0{,}9545\) c) \(P(X < 500) \approx 0{,}0062\) d) \(P(X = 505) = 0\) e) \(P(|X - 505| > 5) \approx 0{,}0124\)
42513113
Gegeben ist eine stetige Zufallsgröße \(X\) mit der im Intervall \([0; 3{,}5]\) definierten Dichtefunktion \(f\): \(f(x) = \begin{cases} 0{,}2x & \text{für } 0 \le x \le 2 \\ 0{,}4 & \text{für } 2 < x \le 3{,}5 \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}\) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(1 \le X \le 3)\).

Denkanstöße

- Überlege, wie die Wahrscheinlichkeit bei einer stetigen Zufallsgröße mit Hilfe von Integralen berechnet wird. - Beachte, dass die Funktion in verschiedenen Abschnitten unterschiedlich definiert ist. Wie wirkt sich das auf das Integral aus? - Kannst du das gesuchte Intervall in Teilintervalle zerlegen, die zu den Funktionsabschnitten passen?

Lösung

1. Aufteilung des gesuchten Intervalls \([1; 3]\) gemäß der abschnittsweise definierten Funktion in die Teilintervalle \([1; 2]\) und \([2; 3]\). 2. Berechnung des Integrals für den ersten Abschnitt: \(\int_{1}^{2} 0{,}2x \, dx = [0{,}1x^2]_{1}^{2} = 0{,}1 \cdot 2^2 - 0{,}1 \cdot 1^2 = 0{,}4 - 0{,}1 = 0{,}3\). 3. Berechnung des Integrals für den zweiten Abschnitt: \(\int_{2}^{3} 0{,}4 \, dx = [0{,}4x]_{2}^{3} = 0{,}4 \cdot 3 - 0{,}4 \cdot 2 = 1{,}2 - 0{,}8 = 0{,}4\). 4. Addition der Teilwahrscheinlichkeiten: \(P(1 \le X \le 3) = 0{,}3 + 0{,}4 = 0{,}7\).

Antwort

\(P(1 \le X \le 3) = 0{,}7\)
42513713
Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt eine stetige Verteilung mit der Dichtefunktion \(f\): \(f(x) = \begin{cases} 0{,}4x & \text{für } 0 \le x \le 1 \\ -0{,}1x + 0{,}5 & \text{für } 1 < x \le 5 \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}\) Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten: 1. \(P(X \le 1)\) 2. \(P(X \le 3)\) 3. \(P(0{,}5 \le X \le 2)\) 4. \(P(X > 4)\) 5. \(P(X = 2)\)

Denkanstöße

- Wie hängen die Fläche unter der Dichtefunktion und die Wahrscheinlichkeit zusammen? - Achte bei abschnittsweise definierten Funktionen darauf, das Integral an den entsprechenden Stellen aufzuteilen. - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit eines exakten Wertes, wenn die Verteilung stetig ist? - Du kannst die Flächen in diesem Fall auch geometrisch als Dreiecke oder Trapeze berechnen.

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X \le 1)\) entspricht dem Integral der Dichtefunktion von \(0\) bis \(1\). Die Berechnung liefert \(\int_0^1 0{,}4x \, dx = [0{,}2x^2]_0^1 = 0{,}2\). 2. Für \(P(X \le 3)\) wird das Integral von \(0\) bis \(3\) berechnet, aufgeteilt an der Nahtstelle \(x=1\). Dies ergibt \(P(X \le 1) + \int_1^3 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = 0{,}2 + [-0{,}05x^2 + 0{,}5x]_1^3 = 0{,}2 + (1{,}05 - 0{,}45) = 0{,}8\). 3. Für \(P(0{,}5 \le X \le 2)\) summiert man die Teilintegrale: \(\int_{0{,}5}^1 0{,}4x \, dx + \int_1^2 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = (0{,}2 - 0{,}05) + (0{,}8 - 0{,}45) = 0{,}15 + 0{,}35 = 0{,}5\). 4. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X > 4)\) ergibt sich aus \(\int_4^5 (-0{,}1x + 0{,}5) \, dx = [-0{,}05x^2 + 0{,}5x]_4^5 = 1{,}25 - 1{,}2 = 0{,}05\). 5. Da \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist, gilt für jeden Einzelwert \(P(X = k) = 0\), also \(P(X = 2) = 0\).

Antwort

1. \(P(X \le 1) = 0{,}2\) 2. \(P(X \le 3) = 0{,}8\) 3. \(P(0{,}5 \le X \le 2) = 0{,}5\) 4. \(P(X > 4) = 0{,}05\) 5. \(P(X = 2) = 0\)
42513813
Die Intelligenzquotienten (IQ) einer Bevölkerungsgruppe seien näherungsweise normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 100\) und der Standardabweichung \(\sigma = 15\). Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Intervalle (verwende eine Tabelle der Standardnormalverteilung oder einen Taschenrechner): 1. Ein zufällig ausgewählter Proband hat einen IQ zwischen \(85\) und \(115\). 2. Ein Proband hat einen IQ von höchstens \(70\). 3. Ein Proband hat einen IQ von mehr als \(130\). 4. Ein Proband hat einen IQ im Bereich von \(110\) bis \(120\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Standardisierung von Normalverteilungen, um die \(\Phi\)-Tabelle nutzen zu können. - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve aus, um Wahrscheinlichkeiten für negative z-Werte oder Ausläufer zu berechnen. - Was sagen dir die \(\sigma\)-Regeln über die Wahrscheinlichkeiten in der Nähe des Erwartungswerts?

Lösung

Die Zufallsgröße \(X\) ist \(N(100; 15^2)\)-verteilt. Die Transformation erfolgt über \(z = \frac{x - \mu}{\sigma}\). 1. \(P(85 \le X \le 115) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2\Phi(1) - 1 \approx 0{,}6827\). 2. \(P(X \le 70) = \Phi(-2) \approx 0{,}0228\). 3. \(P(X > 130) = 1 - \Phi(2) \approx 0{,}0228\). 4. Für die Grenzen gilt \(z_1 = \frac{110-100}{15} = \frac{2}{3}\) und \(z_2 = \frac{120-100}{15} = \frac{4}{3}\). Daher ist \(P(110 \le X \le 120) = \Phi\left(\frac{4}{3}\right) - \Phi\left(\frac{2}{3}\right) \approx 0{,}9088 - 0{,}7475 = 0{,}1613\).

Antwort

1. \(P(85 \le X \le 115) \approx 68{,}27\,\%\) 2. \(P(X \le 70) \approx 2{,}28\,\%\) 3. \(P(X > 130) \approx 2{,}28\,\%\) 4. \(P(110 \le X \le 120) \approx 16{,}13\,\%\)
42517613
Bestimme für eine Zufallsgröße \(X\), die normalverteilt mit \(\mu = 200\) und \(\sigma = 50\) ist, die folgenden Wahrscheinlichkeiten: a) \(P(X \leq 275)\) b) \(P(100 < X < 250)\) c) \(P(X \geq 150)\)

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Formel für die Standardisierung. - Wie gehst du vor, wenn ein \(z\)-Wert negativ ist? Gibt es eine Symmetrieeigenschaft der Funktion \(\Phi\)? - Überlege dir bei Aufgabenteil c), ob die gesuchte Fläche links oder rechts vom transformierten Wert liegt. - Skizziere dir gedanklich die Position der Werte im Verhältnis zum Mittelwert \(\mu = 200\).

Lösung

1. Transformation der Werte in \(z\)-Werte mittels \(z = \frac{x - 200}{50}\). 2. Für a): \(z = \frac{275 - 200}{50} = 1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1{,}5) \approx 0{,}9332\). 3. Für b): Untere Grenze \(z_1 = \frac{100 - 200}{50} = -2\), obere Grenze \(z_2 = \frac{250 - 200}{50} = 1\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1) - \Phi(-2) = \Phi(1) - (1 - \Phi(2)) \approx 0{,}8413 - (1 - 0{,}9772) = 0{,}8413 - 0{,}0228 = 0{,}8185\). 4. Für c): \(z = \frac{150 - 200}{50} = -1\). Die Wahrscheinlichkeit für \(X \geq 150\) entspricht \(1 - \Phi(-1) = 1 - (1 - \Phi(1)) = \Phi(1) \approx 0{,}8413\).

Antwort

a) \(P(X \leq 275) \approx 0{,}9332\) b) \(P(100 < X < 250) \approx 0{,}8185\) c) \(P(X \geq 150) \approx 0{,}8413\)
42518813
Eine Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu=500\) und der Standardabweichung \(\sigma=20\). Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten. Runde nicht exakte Ergebnisse auf vier Dezimalstellen. a) \(P(480<X<520)\) b) \(P(X>550)\) c) \(P(450\le X\le490)\) d) \(P(X\le500)\)

Denkanstöße

- Standardisiere die jeweiligen Intervallgrenzen beziehungsweise Schwellenwerte. - Für eine obere Restwahrscheinlichkeit brauchst du die Gegenwahrscheinlichkeit zu einem Wert der Verteilungsfunktion. - Nutze bei Teil d) die Symmetrie am Erwartungswert.

Lösung

1. Für a) entsprechen die Grenzen den standardisierten Werten \(-1\) und \(1\). Daher ist \(P(480<X<520)=\Phi(1)-\Phi(-1)\approx0{,}6827\). 2. Für b) ist \(z=\frac{550-500}{20}=2{,}5\). Somit gilt \(P(X>550)=1-\Phi(2{,}5)\approx0{,}0062\). 3. Für c) ergeben sich \(z_1=-2{,}5\) und \(z_2=-0{,}5\). Damit ist \(P(450\le X\le490)=\Phi(-0{,}5)-\Phi(-2{,}5)\approx0{,}3023\). 4. Wegen der Symmetrie der Normalverteilung um \(\mu\) gilt \(P(X\le500)=0{,}5\).

Antwort

a) \(0{,}6827\) b) \(0{,}0062\) c) \(0{,}3023\) d) \(0{,}5\)
42521113
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu=40\) und der Standardabweichung \(\sigma=8\). Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit \(P(32\le X\le56)\) schlägt Luca den Term \(P(X\le56)-P(X\le40)\) vor. a) Erläutere Lucas Fehler. b) Berechne den korrekten Wert der Wahrscheinlichkeit \(P(32\le X\le56)\). Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall \([a;b]\) mithilfe der Verteilungsfunktion berechnet. - Vergleiche die Grenzen des gesuchten Intervalls mit den Werten in Lucas Vorschlag. - Denke an die Standardisierung \(z=\frac{x-\mu}{\sigma}\), um Werte der Standardnormalverteilung nutzen zu können.

Lösung

1. Luca subtrahiert die Wahrscheinlichkeit bis zum Erwartungswert \(40\). Damit erfasst der vorgeschlagene Term nur das Teilintervall \([40;56]\) statt des geforderten Intervalls \([32;56]\). 2. Korrekt ist \(P(32\le X\le56)=P(X\le56)-P(X\le32)\). 3. Nach der Standardisierung ergibt sich \(\Phi\left(\frac{56-40}{8}\right)-\Phi\left(\frac{32-40}{8}\right)=\Phi(2)-\Phi(-1)\). 4. Mit ausreichend genauen Werten gilt \(\Phi(2)\approx0{,}97725\) und \(\Phi(-1)\approx0{,}15866\). 5. Somit ist \(P(32\le X\le56)\approx0{,}97725-0{,}15866=0{,}81859\approx0{,}8186\).

Antwort

a) Luca subtrahiert die Wahrscheinlichkeit bis \(40\) statt bis zur unteren Intervallgrenze \(32\) und berechnet damit nur \(P(40\le X\le56)\). b) \(P(32\le X\le56)\approx0{,}8186\)
42521213
Die Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit \(\mu=10\) und \(\sigma=2\). Um die Wahrscheinlichkeit \(P(7\le X\le13)\) zu bestimmen, rechnet Hannah: \(\Phi(13-10)-\Phi(7-10)\). a) Erkläre, warum dieser Ansatz falsch ist, und korrigiere ihn. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(7\le X\le13)\). Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung muss die Größe haben, die als Argument der Standardnormalverteilungsfunktion \(\Phi\) verwendet wird? - Vergleiche die Abstände von \(7\) und \(13\) zum Erwartungswert mit der gegebenen Streuung. - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve um den Erwartungswert, wenn sie die Rechnung vereinfacht.

Lösung

1. Hannah hat bei der Standardisierung vergessen, die Differenzen \(x-\mu\) durch die Standardabweichung \(\sigma=2\) zu dividieren. Ihr Ansatz behandelt die Abweichungen daher nicht in Einheiten der Standardabweichung. 2. Korrekt ist \(P(7\le X\le13)=\Phi\left(\frac{13-10}{2}\right)-\Phi\left(\frac{7-10}{2}\right)=\Phi(1{,}5)-\Phi(-1{,}5)\). 3. Wegen der Symmetrie gilt \(\Phi(-1{,}5)=1-\Phi(1{,}5)\), also \(P=2\Phi(1{,}5)-1\). 4. Mit \(\Phi(1{,}5)\approx0{,}93319\) folgt \(P\approx2\cdot0{,}93319-1=0{,}86638\approx0{,}8664\).

Antwort

a) Der Ansatz ist falsch, weil bei der Standardisierung die Division durch \(\sigma=2\) fehlt. Korrekt ist \(\Phi\left(\frac{13-10}{2}\right)-\Phi\left(\frac{7-10}{2}\right)\). b) \(P(7\le X\le13)\approx0{,}8664\)
42521313
Eine Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu=45\) und der Standardabweichung \(\sigma=8\). a) Berechne \(P(37\le X\le53)\) und runde auf vier Dezimalstellen. b) Die Standardabweichung bleibt gleich, aber der Erwartungswert wird auf \(\mu=40\) geändert. Begründe ohne erneute Berechnung eines Wahrscheinlichkeitswerts, ob die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([37;53]\) dadurch größer oder kleiner wird.

Denkanstöße

- Vergleiche die beiden Grenzen zunächst mit \(\mu\pm\sigma\). - Wo liegt die höchste Dichte einer Normalverteilung? - Vergleiche die Lage der Intervallmitte mit dem alten und dem neuen Erwartungswert.

Lösung

1. Die Grenzen liegen jeweils eine Standardabweichung vom Erwartungswert \(45\) entfernt. Daher ist \(P(37\le X\le53)=\Phi(1)-\Phi(-1)\approx0{,}6827\). 2. Das Intervall \([37;53]\) hat die Mitte \(45\). Bei unverändertem \(\sigma\) ist die Fläche über einem Intervall fester Breite am größten, wenn das Intervall um den Erwartungswert zentriert ist. Nach der Verschiebung auf \(\mu=40\) liegt das Intervall nicht mehr symmetrisch um den Hochpunkt der Dichte; die eingeschlossene Wahrscheinlichkeit wird kleiner.

Antwort

a) \(P(37\le X\le53)\approx0{,}6827\) b) Die Wahrscheinlichkeit wird kleiner.
42521413
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu_X=10\) und \(\sigma_X=4\). a) Bestimme \(P(8\le X\le12)\). Runde auf vier Dezimalstellen. b) Eine weitere Zufallsgröße \(Y\) ist normalverteilt mit \(\mu_Y=10\) und \(\sigma_Y=8\). Berechne \(P(8\le Y\le12)\) ebenfalls auf vier Dezimalstellen und erkläre den Unterschied unter Berücksichtigung der Form der Glockenkurve.

Denkanstöße

- Standardisiere dieselben Intervallgrenzen für beide Verteilungen getrennt. - Wie wirkt sich ein größeres \(\sigma\) auf Breite und Höhe der Glockenkurve aus? - Beide Intervalle sind um denselben Erwartungswert zentriert; vergleiche deshalb die Konzentration der beiden Verteilungen in dieser Umgebung.

Lösung

1. Für \(X\) entsprechen die Grenzen den standardisierten Werten \(-0{,}5\) und \(0{,}5\). Daher gilt \(P(8\le X\le12)=\Phi(0{,}5)-\Phi(-0{,}5)\approx0{,}3829\). 2. Für \(Y\) sind die standardisierten Grenzen \(-0{,}25\) und \(0{,}25\). Damit ist \(P(8\le Y\le12)=\Phi(0{,}25)-\Phi(-0{,}25)\approx0{,}1974\). 3. Die größere Standardabweichung macht die Dichte von \(Y\) breiter und flacher. Deshalb liegt in demselben um den gemeinsamen Mittelwert zentrierten Intervall weniger Wahrscheinlichkeit.

Antwort

a) \(P(8\le X\le12)\approx0{,}3829\) b) \(P(8\le Y\le12)\approx0{,}1974\); die Wahrscheinlichkeit ist wegen der größeren Streuung kleiner.
42533013
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu=150\) und \(\sigma=25\). Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten. Runde nicht exakte Ergebnisse auf vier Dezimalstellen. a) \(P(X\le125)\) b) \(P(150\le X\le200)\) c) \(P(100\le X\le200)\) d) \(P(X>150)\)

Denkanstöße

- Drücke jede Grenze zunächst als Abstand vom Erwartungswert in Vielfachen von \(\sigma\) aus. - Bei Intervallen erhältst du die Wahrscheinlichkeit aus der Differenz zweier Werte der Verteilungsfunktion. - Nutze bei Teil d) die Symmetrie der Normalverteilung.

Lösung

1. Für a) ist \(z=\frac{125-150}{25}=-1\). Daher gilt \(P(X\le125)=\Phi(-1)\approx0{,}1587\). 2. Für b) ist die obere Grenze \(\mu+2\sigma\). Somit ist \(P(150\le X\le200)=\Phi(2)-0{,}5\approx0{,}4772\). 3. Das Intervall in c) ist \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\). Daher gilt \(P(100\le X\le200)=\Phi(2)-\Phi(-2)\approx0{,}9545\). 4. Wegen der Symmetrie um den Erwartungswert gilt \(P(X>150)=0{,}5\).

Antwort

a) \(0{,}1587\) b) \(0{,}4772\) c) \(0{,}9545\) d) \(0{,}5\)
42533813
Bei der Produktion von Metallstiften ist die Länge \(X\) normalverteilt mit \(\mu=100\,\text{mm}\) und \(\sigma=2\,\text{mm}\). Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten in Prozent und runde auf zwei Dezimalstellen: a) Der Stift ist zwischen \(97\,\text{mm}\) und \(103\,\text{mm}\) lang. b) Der Stift ist zwischen \(103\,\text{mm}\) und \(105\,\text{mm}\) lang. c) Der Stift ist kürzer als \(96\,\text{mm}\).

Denkanstöße

- Übersetze jede Längenangabe zuerst in einen standardisierten \(z\)-Wert. - Für ein Intervall brauchst du zwei Werte der Verteilungsfunktion; für Teil c) nur einen. - Wandle die Dezimalwahrscheinlichkeit erst am Ende in Prozent um.

Lösung

1. Für a) sind die standardisierten Grenzen \(-1{,}5\) und \(1{,}5\). Damit ist \(P(97\le X\le103)=\Phi(1{,}5)-\Phi(-1{,}5)\approx0{,}8664=86{,}64\,\%\). 2. Für b) sind die standardisierten Grenzen \(1{,}5\) und \(2{,}5\). Daher ist \(P(103\le X\le105)=\Phi(2{,}5)-\Phi(1{,}5)\approx0{,}0606=6{,}06\,\%\). 3. Für c) ist \(z=\frac{96-100}{2}=-2\). Somit gilt \(P(X<96)=\Phi(-2)\approx0{,}0228=2{,}28\,\%\).

Antwort

a) \(86{,}64\,\%\) b) \(6{,}06\,\%\) c) \(2{,}28\,\%\)
42534013
Ermittle den Erwartungswert \(\mu\) einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit der Standardabweichung \(\sigma=80\), für die genau \(P(X>500)=0{,}95\) gilt. Runde \(\mu\) auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Formuliere die obere Wahrscheinlichkeit zunächst als kumulierte Wahrscheinlichkeit links von \(500\). - Welcher Standardnormalwert gehört zu dieser kumulierten Wahrscheinlichkeit? - Setze den gefundenen Wert in die Standardisierungsformel ein und löse nach \(\mu\) auf.

Lösung

1. Aus \(P(X>500)=0{,}95\) folgt \(P(X\le500)=0{,}05\). 2. Der zugehörige Standardnormalwert erfüllt \(\Phi(z)=0{,}05\), also \(z=\Phi^{-1}(0{,}05)\approx-1{,}6449\). 3. Mit \(z=\frac{500-\mu}{80}\) gilt \(-1{,}6449\approx\frac{500-\mu}{80}\). 4. Auflösen ergibt \(\mu\approx631{,}6\).

Antwort

\(\mu\approx631{,}6\)
42534813
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu=12\) und \(\sigma=2{,}5\). Bestimme \(P(10\le X\le15)\) und runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Standardisiere beide Intervallgrenzen. - Eine Intervallwahrscheinlichkeit erhältst du als Differenz zweier Werte der Verteilungsfunktion. - Runde erst das Endergebnis, nicht die beiden kumulierten Wahrscheinlichkeiten vor der Subtraktion.

Lösung

1. Die standardisierten Intervallgrenzen sind \(z_1=\frac{10-12}{2{,}5}=-0{,}8\) und \(z_2=\frac{15-12}{2{,}5}=1{,}2\). 2. Daher gilt \(P(10\le X\le15)=\Phi(1{,}2)-\Phi(-0{,}8)\). 3. Mit \(\Phi(1{,}2)\approx0{,}8849\) und \(\Phi(-0{,}8)\approx0{,}2119\) ergibt sich mit ungerundeten Rechnerwerten \(P(10\le X\le15)\approx0{,}6731\).

Antwort

\(P(10\le X\le15)\approx0{,}6731\)
42535913
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu=80\) und die Standardabweichung \(\sigma=5\). a) Berechne \(P(72\le X\le88)\) und runde auf vier Dezimalstellen. b) Die Standardabweichung wird auf \(\sigma=8\) erhöht, während \(\mu=80\) unverändert bleibt. Beurteile ohne neue Zahlenrechnung, ob die Wahrscheinlichkeit für \([72;88]\) zu- oder abnimmt. Begründe mithilfe der Dichtefunktion. c) Der Erwartungswert wird auf \(\mu=85\) verschoben, wobei \(\sigma=5\) beträgt. Erläutere ohne neue Zahlenrechnung, wie sich die Wahrscheinlichkeit für \([72;88]\) gegenüber a) verändert.

Denkanstöße

- Standardisiere in a) beide Grenzen relativ zu \(\mu=80\). - Wie verändert ein größeres \(\sigma\) die Konzentration der Fläche um den Mittelwert? - Vergleiche in c) die Intervallmitte mit dem neuen Erwartungswert.

Lösung

1. Für a) sind die standardisierten Grenzen \(-1{,}6\) und \(1{,}6\). Daher gilt \(P(72\le X\le88)=\Phi(1{,}6)-\Phi(-1{,}6)\approx0{,}8904\). 2. Bei größerem \(\sigma\) wird die Glockenkurve breiter und flacher. Das feste, weiterhin um \(80\) zentrierte Intervall enthält deshalb weniger Wahrscheinlichkeit; die Wahrscheinlichkeit nimmt ab. 3. Die Mitte von \([72;88]\) ist \(80\). Wird der Erwartungswert auf \(85\) verschoben, liegt der Bereich nicht mehr um den Hochpunkt der Dichte zentriert. Bei gleicher Intervallbreite und gleichem \(\sigma\) nimmt die eingeschlossene Wahrscheinlichkeit daher ab.

Antwort

a) \(P(72\le X\le88)\approx0{,}8904\) b) Die Wahrscheinlichkeit nimmt ab. c) Die Wahrscheinlichkeit nimmt ab.
43477913
Das Diagramm zeigt den Graphen der Dichtefunktion \(f\) einer stetigen Zufallsgröße \(X\) über dem Intervall \([0;2]\). a) Schätze mithilfe des Gitternetzes die Wahrscheinlichkeit \(P(0\le X\le0{,}5)\) ab. b) Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten \(P(0{,}5\le X\le1)\) und \(P(1{,}5\le X\le2)\) ohne Rechnung. Begründe deine Entscheidung kurz. c) Schätze \(P(0{,}5\le X\le1{,}5)\), ohne eine Funktionsgleichung zu verwenden. Nutze dazu deine Schätzung aus a) und die Symmetrie des Graphen.
Abbildung zur Aufgabe 434779

Denkanstöße

- Wie viel Fläche repräsentiert ein einzelnes Kästchen im Koordinatensystem? - Welche Intervalle werden durch Spiegelung an \(x=1\) aufeinander abgebildet? - Vergleiche in b) gleich breite Intervalle anhand der Höhe des Graphen. - Welche beiden Randflächen kannst du in c) aus a) und der Symmetrie erhalten?

Lösung

1. Ein Kästchen im Gitter hat den Flächeninhalt \(0{,}1\cdot0{,}1=0{,}01\). Durch Abschätzen der Fläche unter der Kurve auf \([0;0{,}5]\) erhält man ungefähr \(P(0\le X\le0{,}5)\approx0{,}16\). 2. Der Graph ist symmetrisch zur Geraden \(x=1\). Daher gilt \(P(0{,}5\le X\le1)=P(1\le X\le1{,}5)\). Im Intervall \([1;1{,}5]\) liegt der Graph vollständig höher als im gleich breiten Randintervall \([1{,}5;2]\). Deshalb gilt \(P(0{,}5\le X\le1)>P(1{,}5\le X\le2)\). 3. Wegen der Symmetrie ist \(P(1{,}5\le X\le2)\approx0{,}16\). Die beiden Randbereiche zusammen haben daher ungefähr die Wahrscheinlichkeit \(0{,}32\). Somit ist \(P(0{,}5\le X\le1{,}5)\approx1-0{,}32=0{,}68\).

Antwort

a) etwa \(0{,}16\) b) \(P(0{,}5\le X\le1)>P(1{,}5\le X\le2)\) c) etwa \(0{,}68\)
43482213
Der abgebildete Graph gehört zu einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 10\). a) Lies am Graphen die Werte \(\Phi(7)\) und \(\Phi(13)\) ab und berechne damit die Wahrscheinlichkeit \(P(7 \le X \le 13)\). b) Erkläre allgemein den Zusammenhang zwischen der Achsensymmetrie der Dichtefunktion (gaußsche Glockenkurve) und der Punktsymmetrie der Verteilungsfunktion zum Punkt \((\mu \mid 0{,}5)\).
Abbildung zur Aufgabe 434822

Denkanstöße

- Suche die Stellen 7 und 13 auf der x-Achse und bestimme die zugehörigen y-Werte. - Überlege, wie man die Wahrscheinlichkeit für einen Bereich zwischen zwei Werten aus der kumulativen Verteilungsfunktion berechnet. - Erinnere dich, dass die Dichtefunktion die Steigung der Verteilungsfunktion angibt. - Überlege, was es für die kumulierte Wahrscheinlichkeit bedeutet, wenn die Verteilung der Werte links und rechts von \(\mu\) identisch ist.

Lösung

1. Aus dem Graphen lassen sich die Werte \(\Phi(7) \approx 0{,}16\) und \(\Phi(13) \approx 0{,}84\) ablesen. Die Intervallwahrscheinlichkeit berechnet sich als \(P(7 \le X \le 13) = \Phi(13) - \Phi(7) \approx 0{,}84 - 0{,}16 = 0{,}68\). 2. Die Dichtefunktion ist achsensymmetrisch zur Geraden \(x = \mu\). Das bedeutet, dass die Fläche unter der Kurve links von \(\mu - a\) genauso groß ist wie die Fläche rechts von \(\mu + a\). Da die Verteilungsfunktion die Fläche von \(-\infty\) bis \(x\) darstellt, gilt \(P(X \le \mu - a) = P(X \ge \mu + a) = 1 - P(X \le \mu + a)\). Dies führt zur Gleichung \(\Phi(\mu - a) = 1 - \Phi(\mu + a)\), was der Bedingung für die Punktsymmetrie zum Punkt \((\mu \mid 0{,}5)\) entspricht.

Antwort

a) \(\Phi(7) \approx 0{,}16\) \(\Phi(13) \approx 0{,}84\) \(P(7 \le X \le 13) \approx 0{,}68\) b) Die Achsensymmetrie der Dichtefunktion bewirkt, dass \(P(X \le \mu - a) = P(X \ge \mu + a)\). Mit \(P(X \ge \mu + a) = 1 - \Phi(\mu + a)\) folgt die Punktsymmetrie \(\Phi(\mu - a) = 1 - \Phi(\mu + a)\) bezüglich des Punktes \((\mu \mid 0{,}5)\).
55354813
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat \(\mu=50\) und \(\sigma=8\). Bestimme ohne numerische Tabellenrechnung den Wert \(c>54\), sodass \(P(42\le X\le46)=P(54\le X\le c)\) gilt. Begründe außerdem, warum es genau einen solchen Wert \(c\) gibt.

Denkanstöße

- Suche nach einer Eigenschaft der Normalverteilung, mit der sich Wahrscheinlichkeiten ohne Tabellenwerte vergleichen lassen. - Vergleiche die Lage und Breite des gegebenen Intervalls mit dem gesuchten Intervall relativ zu \(\mu\). - Für die Eindeutigkeit: Was geschieht mit der Fläche über \([54;c]\), wenn \(c\) nach rechts verschoben wird?

Lösung

1. Die Normalverteilung ist symmetrisch um \(\mu=50\). 2. Das Spiegelbild des Intervalls \([42;46]\) an der Symmetrieachse \(x=50\) ist \([54;58]\). Daher haben die beiden Intervalle dieselbe Wahrscheinlichkeit und es gilt \(c=58\). 3. Für \(c>54\) wächst \(P(54\le X\le c)\) streng mit \(c\), weil die Normaldichte in diesem Bereich positiv ist. Deshalb kann es keinen zweiten Wert mit derselben Intervallwahrscheinlichkeit geben.

Antwort

\(c=58\)

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