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Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu = 100\) und die Standardabweichung \(\sigma = 10\). Bestimme die folgenden Wahrscheinlichkeiten:
a) \(P(X \le 100)\)
b) \(P(X \le 110)\)
c) \(P(90 \le X \le 110)\)
d) \(P(X > 120)\)
e) \(P(X = 105)\)
Denkanstöße
- Überlege dir, welche besondere Eigenschaft die Normalverteilung hinsichtlich ihrer Symmetrie um den Erwartungswert hat.
- Wie hängen Wahrscheinlichkeiten für Intervalle mit der Verteilungsfunktion \(\Phi\) zusammen?
- Erinnere dich an die Bedeutung der Standardabweichung \(\sigma\) für die Wahrscheinlichkeiten in der Nähe von \(\mu\).
- Was gilt allgemein für die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Punktes bei stetigen Verteilungen?
Lösung
1. Berechnung von \(P(X \le 100)\): Da die Normalverteilung symmetrisch um \(\mu\) ist, gilt \(P(X \le \mu) = 0{,}5\).
2. Berechnung von \(P(X \le 110)\): Transformation in die Standardnormalverteilung mit \(z = \frac{110 - 100}{10} = 1\). Es folgt \(\Phi(1) \approx 0{,}8413\).
3. Berechnung von \(P(90 \le X \le 110)\): Dies entspricht dem \(1\sigma\)-Intervall um den Erwartungswert. Es gilt \(P(\mu - \sigma \le X \le \mu + \sigma) = \Phi(1) - \Phi(-1) = 2 \cdot \Phi(1) - 1 \approx 0{,}6827\).
4. Berechnung von \(P(X > 120)\): Transformation ergibt \(z = \frac{120 - 100}{10} = 2\). Die Gegenwahrscheinlichkeit ist \(1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\).
5. Berechnung von \(P(X = 105)\): Bei stetigen Zufallsgrößen ist die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Einzelwert stets \(0\).
Antwort
a) \(P(X \le 100) = 0{,}5\)
b) \(P(X \le 110) \approx 0{,}8413\)
c) \(P(90 \le X \le 110) \approx 0{,}6827\)
d) \(P(X > 120) \approx 0{,}0228\)
e) \(P(X = 105) = 0\)
