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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Symmetrische Wahrscheinlichkeitsintervalle

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42520513
Eine Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 500\) und der Standardabweichung \(\sigma = 50\). Gib aufgrund der Symmetrieeigenschaften der Normalverteilung zu jedem der folgenden Intervalle ein weiteres Intervall an, sodass die Zufallsgröße \(X\) Werte aus dem gegebenen und dem neuen Intervall mit der exakt gleichen Wahrscheinlichkeit annimmt. a) \(]500; 560[\) b) \(]430; 480[\) c) \(]525; +\infty[\) d) \(]380; 420[\)

Denkanstöße

- Überlege dir, an welcher Stelle die Glockenkurve der Normalverteilung symmetrisch ist. - Wie kannst du einen Wert \(x\) an einem Zentrum \(\mu\) spiegeln? - Wenn ein Bereich rechts vom Mittelwert liegt, wo muss der flächengleiche Bereich auf der linken Seite liegen? - Skizziere dir eine Glockenkurve und markiere die gegebenen Intervalle, um die Lage der gesuchten Intervalle zu visualisieren.

Lösung

Die Dichtefunktion einer Normalverteilung ist achsensymmetrisch zur Geraden \(x = \mu\). Ein Intervall \(]a; b[\) hat daher dieselbe Wahrscheinlichkeit wie das an \(\mu\) gespiegelte Intervall \(]\mu - (b - \mu); \mu + (\mu - a)[\), was vereinfacht \(]2\mu - b; 2\mu - a[\) entspricht. Mit \(\mu = 500\) ergeben sich: 1. Für \(]500; 560[\): Das gespiegelte Intervall ist \(]500 - (560 - 500); 500[ = ]440; 500[\). 2. Für \(]430; 480[\): Die Grenzen haben die Abstände \(70\) und \(20\) links von \(\mu\). Die Spiegelung nach rechts ergibt \(]500 + 20; 500 + 70[ = ]520; 570[\). 3. Für \(]525; +\infty[\): Der Abstand der unteren Grenze zu \(\mu\) ist \(25\). Das symmetrische Intervall liegt links von \(\mu - 25 = 475\), also \(]-\infty; 475[\). 4. Für \(]380; 420[\): Die Abstände zu \(\mu\) sind \(120\) und \(80\) nach links. Die Spiegelung nach rechts ergibt \(]500 + 80; 500 + 120[ = ]580; 620[\).

Antwort

a) \(]440; 500[\) b) \(]520; 570[\) c) \(]-\infty; 475[\) d) \(]580; 620[\)
42520613
Für eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu\) ist bekannt, dass die Ereignisse \(X < 145\) und \(X > 155\) mit der gleichen Wahrscheinlichkeit eintreten. a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\). b) Gib zum Intervall \(]150; 153[\) ein weiteres Intervall an, das die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzt. c) Bestimme ein Intervall der Form \(]-\infty; k[\), das dieselbe Wahrscheinlichkeit wie das Intervall \(]158; +\infty[\) besitzt.

Denkanstöße

- Nutze die Eigenschaft, dass die Wahrscheinlichkeiten links und rechts vom Erwartungswert symmetrisch verteilt sind. - Wenn zwei äußere Bereiche die gleiche Fläche unter der Kurve haben, was sagt das über ihre Lage zum Mittelpunkt aus? - Verwende den in Aufgabenteil a) berechneten Erwartungswert als Spiegelachse für die weiteren Aufgabenteile.

Lösung

1. Da die Normalverteilung symmetrisch zum Erwartungswert \(\mu\) ist und \(P(X < 145) = P(X > 155)\) gilt, muss \(\mu\) genau in der Mitte der Werte \(145\) und \(155\) liegen. Es gilt \(\mu = \frac{145 + 155}{2} = 150\). 2. Um ein Intervall mit gleicher Wahrscheinlichkeit wie \(]150; 153[\) zu finden, spiegelt man die Grenzen an \(\mu = 150\). Die obere Grenze \(153\) hat einen Abstand von \(3\) zu \(\mu\). Die Spiegelung ergibt \(150 - 3 = 147\). Das Intervall lautet somit \(]147; 150[\). 3. Das Intervall \(]158; +\infty[\) beginnt bei \(158\), was einen Abstand von \(8\) rechts von \(\mu = 150\) bedeutet. Das symmetrische Ereignis auf der linken Seite ist der Bereich links von \(\mu - 8 = 142\). Somit ist \(k = 142\) und das Intervall lautet \(]-\infty; 142[\).

Antwort

a) \(\mu = 150\) b) \(]147; 150[\) c) \(]-\infty; 142[\)
42522713
Die Füllmenge von Mineralwasserflaschen wird als normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit einer Standardabweichung von \(\sigma = 8\,\text{ml}\) modelliert. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Inhalt einer zufällig ausgewählten Flasche um höchstens \(12\,\text{ml}\) vom Erwartungswert \(\mu\) abweicht.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man eine Abweichung vom Erwartungswert mathematisch als Betrag oder als Intervall ausdrückt. - Wie hängen die Grenzen des Intervalls mit der Standardabweichung zusammen, wenn man zur Standardnormalverteilung übergeht? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve aus, um die Rechnung zu vereinfachen. - Welche Wahrscheinlichkeit liegt zwischen \(-z\) und \(z\) bei einer Standardnormalverteilung?

Lösung

1. Identifikation der Aufgabenstellung als Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines symmetrischen Intervalls um den Erwartungswert: \(P(\mu - 12 \le X \le \mu + 12)\). 2. Standardisierung der Zufallsgröße unter Verwendung von \(Z = \frac{X - \mu}{\sigma}\) führt auf die Grenzen \(z_1 = \frac{-12}{8} = -1{,}5\) und \(z_2 = \frac{12}{8} = 1{,}5\). 3. Anwendung der Symmetrieeigenschaft der Standardnormalverteilung: \(P(-1{,}5 \le Z \le 1{,}5) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5) = 2 \cdot \Phi(1{,}5) - 1\). 4. Nachschlagen des Werts für die Verteilungsfunktion: \(\Phi(1{,}5) = 0{,}9332\). 5. Berechnung des Endergebnisses: \(2 \cdot 0{,}9332 - 1 = 0{,}8664\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(86{,}64\,\%\).
42525613
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu\) und der Standardabweichung \(\sigma\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Wert von \(X\) innerhalb der \(0{,}75\sigma\)-Umgebung um den Erwartungswert liegt. Gib das Ergebnis in Prozent an.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Ausdruck „\(k\sigma\)-Umgebung“ für die Grenzen deines Intervalls bezogen auf den Erwartungswert? - Bei der Umrechnung in die \(z\)-Skala (Standardisierung) kürzen sich \(\mu\) und \(\sigma\) in diesem speziellen Fall heraus. - Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit für ein symmetrisches Intervall um Null allein mit der Funktion \(\Phi\) ausdrücken? - Achte darauf, das Endergebnis wie gefordert in Prozent anzugeben.

Lösung

1. Die \(0{,}75\sigma\)-Umgebung ist \([\mu-0{,}75\sigma;\mu+0{,}75\sigma]\). 2. Mit \(Z=\frac{X-\mu}{\sigma}\) wird daraus \(P(-0{,}75\leq Z\leq0{,}75)\). 3. Wegen der Symmetrie gilt \(P=\Phi(0{,}75)-\Phi(-0{,}75)=2\Phi(0{,}75)-1\). 4. Mit voller Rechnergenauigkeit ist \(P\approx0{,}546745\), also etwa \(54{,}67\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(54{,}67\,\%\).
42531913
In der Qualitätssicherung wird oft untersucht, in welchem symmetrischen Bereich um den Erwartungswert ein bestimmter Anteil der Messwerte liegt. a) Bestimme für eine standardnormalverteilte Zufallsgröße \(Z\) durch Nachschlagen in einer Tabelle oder durch Probieren eine auf zwei Nachkommastellen gerundete Zahl \(k\) so, dass \(P(-k \le Z \le k) \approx 0{,}70\) gilt. b) Das Gewicht \(G\) von Mehlpackungen in einer Abfüllanlage ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 1000\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 6\,\text{g}\). Bestimme unter Verwendung des Wertes \(k\) aus Teilaufgabe a) ein um \(\mu\) symmetrisches Intervall, in dem ca. \(70\,\%\) der Packungsgewichte liegen.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit eines symmetrischen Intervalls mithilfe der Verteilungsfunktion \(\Phi\) ausdrückt. - Welchen Wert muss die Verteilungsfunktion an der oberen Grenze annehmen, damit in der Mitte \(70\,\%\) der Fläche liegen? - Wie hängen die Grenzen eines Intervalls bei einer allgemeinen Normalverteilung mit denen der Standardnormalverteilung zusammen?

Lösung

1. Für die Standardnormalverteilung gilt \(P(-k \le Z \le k) = \Phi(k) - \Phi(-k) = 2\Phi(k) - 1\). Setzt man dies gleich \(0{,}70\), ergibt sich \(2\Phi(k) = 1{,}70\), also \(\Phi(k) = 0{,}85\). 2. Aus der Tabelle der Standardnormalverteilung (oder durch Probieren) findet man für \(\Phi(k) = 0{,}85\) den Wert \(k \approx 1{,}04\). 3. Für eine beliebig normalverteilte Zufallsgröße \(G \sim N(\mu; \sigma^2)\) liegt das symmetrische \(70\,\%\)-Intervall bei \([\mu - k\sigma; \mu + k\sigma]\). 4. Einsetzen der Werte: \(1000 \pm 1{,}04 \cdot 6 = 1000 \pm 6{,}24\). 5. Das Intervall lautet somit \([993{,}76\,\text{g}; 1006{,}24\,\text{g}]\).

Antwort

a) \(k \approx 1{,}04\) b) Das Intervall ist \([993{,}76\,\text{g}; 1006{,}24\,\text{g}]\).
42538213
Die Füllmenge von Kaffeekapseln eines bestimmten Herstellers ist näherungsweise normalverteilt mit einem Erwartungswert von \(\mu = 6{,}2\,\text{g}\) und einer Standardabweichung von \(\sigma = 0{,}15\,\text{g}\). 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Kapsel eine Füllmenge zwischen \(6{,}0\,\text{g}\) und \(6{,}4\,\text{g}\) aufweist. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Füllmenge einer Kapsel um mehr als \(0{,}3\,\text{g}\) vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Wie hängen die gegebenen Grenzen mit dem Erwartungswert zusammen? Liegen sie symmetrisch dazu? - Was bedeutet eine „Abweichung um mehr als einen Wert“ für die Auswahl der Intervalle auf der Glockenkurve? - Kannst du die Symmetrie der Normalverteilung nutzen, um die Berechnung abzukürzen? - Überlege dir, wie viele Standardabweichungen die genannten Werte vom Mittelwert entfernt sind.

Lösung

1. Berechnung der z-Werte für das Intervall \([6{,}0; 6{,}4]\): \(z_1 = \frac{6{,}0 - 6{,}2}{0{,}15} = -\frac{4}{3}\) und \(z_2 = \frac{6{,}4 - 6{,}2}{0{,}15} = \frac{4}{3}\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(-\frac{4}{3} \le Z \le \frac{4}{3}) \approx 0{,}8176\). 2. Eine Abweichung von mehr als \(0{,}3\,\text{g}\) bedeutet \(X < 5{,}9\) oder \(X > 6{,}5\). Dies entspricht dem Bereich außerhalb des \(2\sigma\)-Intervalls, da \(0{,}3 = 2 \cdot 0{,}15\). Die z-Werte sind \(z_1 = -2\) und \(z_2 = 2\). Die Wahrscheinlichkeit für eine Abweichung innerhalb dieses Bereichs ist \(P(5{,}9 \le X \le 6{,}5) = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9545\). Die gesuchte Wahrscheinlichkeit für die Überschreitung ist \(1 - 0{,}9545 = 0{,}0455\).

Antwort

1. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(81{,}76\,\%\). 2. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(4{,}55\,\%\).
43112113
Ein Pharmaunternehmen produziert Tabletten, bei denen der Wirkstoffgehalt in \(15\,\%\) der Fälle leicht über dem Zielwert liegt. In einer Charge werden \(n = 600\) Tabletten untersucht. Bestimme den Radius \(r\) der symmetrischen Umgebung um den Erwartungswert \(\mu\), in der die Anzahl dieser Tabletten mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. \(95\,\%\) liegt. Nutze die Näherung durch die Normalverteilung.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele Tabletten man im Durchschnitt mit erhöhtem Wirkstoffgehalt erwartet. - Wie kannst du die Streuung der Ergebnisse um diesen Durchschnittswert berechnen? - Welche Kennzahl aus der Normalverteilung gehört zu einer Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\)? - Der Radius ergibt sich aus dem Produkt dieser Kennzahl und der Standardabweichung.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 600 \cdot 0{,}15 = 90\). 2. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)} = \sqrt{600 \cdot 0{,}15 \cdot 0{,}85} = \sqrt{76{,}5} \approx 8{,}746\). 3. Bestimmung des \(k\)-Werts für eine Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\): Aus der Tabelle der Standardnormalverteilung (oder den \(\sigma\)-Regeln) ergibt sich für \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma) \approx 0{,}95\) der Wert \(k \approx 1{,}96\). 4. Berechnung des Radius: \(r = k \cdot \sigma = 1{,}96 \cdot 8{,}746 \approx 17{,}142\).

Antwort

Der Radius der Umgebung beträgt etwa \(17{,}14\).
43113913
Bestimme für die folgenden binomialverteilten Zufallsgrößen \(X\) jeweils die angegebene symmetrische Umgebung um den Erwartungswert \(\mu\) unter Verwendung der Normalverteilung als Näherung. a) \(n = 600; p = 0{,}2\) (gesucht: \(90\,\%\)-Umgebung) b) \(n = 400; p = 0{,}7\) (gesucht: \(95\,\%\)-Umgebung)

Denkanstöße

- Welche Kennzahlen einer Binomialverteilung benötigst du, um die Lage und Streuung der Verteilung zu beschreiben? - Welche Faktoren (Sigma-Regeln) gehören zu den Wahrscheinlichkeiten \(90\,\%\) und \(95\,\%\)? - Wie ist ein symmetrisches Intervall um den Erwartungswert allgemein aufgebaut? - Überprüfe, ob die Laplace-Bedingung (\(\sigma > 3\)) erfüllt ist, damit die Näherung durch die Normalverteilung zulässig ist.

Lösung

1. Berechnung für Teilaufgabe a): Erwartungswert: \(\mu = n \cdot p = 600 \cdot 0{,}2 = 120\). Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)} = \sqrt{96} \approx 9{,}798\). Für die zentrale \(90\,\%\)-Umgebung wird \(k \approx 1{,}645\) verwendet. Die normalverteilte Näherung liefert \(120 \pm 1{,}645 \cdot 9{,}798 \approx 120 \pm 16{,}12\), also \([103{,}88; 136{,}12]\). Da \(X\) ganzzahlig ist, entspricht dies den möglichen Werten \(104\) bis \(136\). 2. Berechnung für Teilaufgabe b): Erwartungswert: \(\mu = n \cdot p = 400 \cdot 0{,}7 = 280\). Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{400 \cdot 0{,}7 \cdot 0{,}3} = \sqrt{84} \approx 9{,}165\). Für die zentrale \(95\,\%\)-Umgebung wird \(k \approx 1{,}96\) verwendet. Die normalverteilte Näherung liefert \(280 \pm 1{,}96 \cdot 9{,}165 \approx 280 \pm 17{,}96\), also \([262{,}04; 297{,}96]\). Für die ganzzahlige Zufallsgröße entspricht dies den möglichen Werten \(263\) bis \(297\).

Antwort

a) Normalverteilte Näherung: \([103{,}88; 136{,}12]\); für die ganzzahlige Zufallsgröße: \([104; 136]\) b) Normalverteilte Näherung: \([262{,}04; 297{,}96]\); für die ganzzahlige Zufallsgröße: \([263; 297]\)
43114013
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 1250\) und \(p = 0{,}16\). a) Ermittle die \(95\,\%\)-Umgebung des Erwartungswerts \(\mu\) mithilfe der Normalverteilung. b) Entscheide ohne weitere Rechnung, ob eine \(99\,\%\)-Umgebung desselben Erwartungswerts breiter oder schmaler als die \(95\,\%\)-Umgebung wäre. Begründe deine Entscheidung kurz.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Mittelpunkt und die Streuung der Verteilung. - Welchen speziellen Wert für \(k\) nutzt man bei der \(95\,\%\)-Sicherheitswahrscheinlichkeit? - Überlege dir für den zweiten Teil, wie sich die Fläche unter der Glockenkurve verändert, wenn das Intervall mehr Wahrscheinlichkeit einschließen soll.

Lösung

1. Erwartungswert: \(\mu = 1250 \cdot 0{,}16 = 200\). 2. Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{1250 \cdot 0{,}16 \cdot 0{,}84} = \sqrt{168} \approx 12{,}961\). 3. Für eine zentrale Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\) gilt \(k \approx 1{,}96\). 4. Die normalverteilte Näherung liefert \([200 - 1{,}96 \cdot 12{,}961; 200 + 1{,}96 \cdot 12{,}961] \approx [174{,}60; 225{,}40]\). Da \(X\) ganzzahlig ist, entspricht dies den möglichen Werten \(175\) bis \(225\). 5. Eine \(99\,\%\)-Umgebung ist breiter, weil für einen größeren eingeschlossenen Wahrscheinlichkeitsanteil ein größerer Faktor \(k\) benötigt wird (etwa \(2{,}576\) statt \(1{,}96\)).

Antwort

a) Normalverteilte Näherung: \([174{,}60; 225{,}40]\); für die ganzzahlige Zufallsgröße: \([175; 225]\) b) Die \(99\,\%\)-Umgebung ist breiter, weil sie einen größeren Wahrscheinlichkeitsanteil einschließen soll.
43114413
Ein Automatenhersteller produziert Schrauben, von denen erfahrungsgemäß \(4\,\%\) Ausschuss sind. Für eine Qualitätskontrolle wird eine Stichprobe von \(1000\) Schrauben entnommen. Bestimme ein zum Erwartungswert symmetrisches Intervall, in dem die Anzahl der Ausschussschrauben mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr \(95\,\%\) liegt.

Denkanstöße

- Welche Kenngrößen der Verteilung benötigst du, um ein Intervall um das Zentrum zu berechnen? - Welcher \(z\)-Wert gehört zu einer Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\) bei einer symmetrischen Abweichung? - Denke daran, dass das Ergebnis für die Anzahl der Schrauben als Bereich ganzer Zahlen angegeben werden sollte.

Lösung

1. Bestimmung der Parameter: \(n = 1000\), \(p = 0{,}04\). 2. Berechnung von \(\mu\): \(\mu = 1000 \cdot 0{,}04 = 40\). 3. Berechnung von \(\sigma\): \(\sigma = \sqrt{1000 \cdot 0{,}04 \cdot 0{,}96} = \sqrt{38{,}4} \approx 6{,}197\). Da \(\sigma > 3\), ist die Näherung zulässig. 4. Für ein \(95\,\%\)-Intervall wird der \(z\)-Wert \(1{,}96\) benötigt (da \(\Phi(1{,}96) \approx 0{,}975\)). 5. Berechnung der Intervallgrenzen: \(k = 1{,}96 \cdot \sigma \approx 1{,}96 \cdot 6{,}197 \approx 12{,}15\). 6. Das Intervall lautet \([\mu - k; \mu + k] = [40 - 12{,}15; 40 + 12{,}15] = [27{,}85; 52{,}15]\). 7. Da die Anzahl der Schrauben ganzzahlig ist, reichen die ganzzahligen Werte innerhalb der berechneten Grenzen von \(28\) bis \(52\), also \([28; 52]\).

Antwort

Die Anzahl der Ausschussschrauben liegt mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. \(95\,\%\) im Bereich von \(28\) bis \(52\) Schrauben (Intervall \([28; 52]\)).
42522813
Bei der Herstellung von Präzisionsbauteilen ist die Breite der Bauteile normalverteilt mit einer Standardabweichung von \(\sigma = 0{,}05\,\text{mm}\). Bestimme die maximale Abweichung \(d\) vom Erwartungswert, die ein Bauteil aufweisen darf, damit etwa \(95\,\%\) der Produktion innerhalb dieses Toleranzbereichs \([\mu - d; \mu + d]\) liegen.

Denkanstöße

- Du suchst hier nach den Grenzen eines Intervalls, in dem ein bestimmter Prozentsatz der Werte liegt. - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Wahrscheinlichkeit eines symmetrischen Intervalls und der Verteilungsfunktion \(\Phi\). - Welchen \(z\)-Wert benötigt man für ein zentrales \(95\,\%\)-Intervall bei der Standardnormalverteilung? - Wie rechnet man diesen \(z\)-Wert wieder in die ursprüngliche Einheit (Millimeter) um?

Lösung

1. Ansatz für das symmetrische Wahrscheinlichkeitsintervall: \(P(\mu - d \le X \le \mu + d) = 0{,}95\). 2. Überführung in die Standardnormalverteilung: \(P\left(-\frac{d}{\sigma} \le Z \le \frac{d}{\sigma}\right) = 0{,}95\). 3. Verwendung der Formel für symmetrische Intervalle \(2 \cdot \Phi(z) - 1 = P\), wobei \(z = \frac{d}{\sigma}\) ist. 4. Auflösen nach \(\Phi(z)\): \(\Phi(z) = \frac{0{,}95 + 1}{2} = 0{,}975\). 5. Bestimmung des \(z\)-Wertes aus der Tabelle oder mithilfe der inversen Verteilungsfunktion: \(\Phi^{-1}(0{,}975) \approx 1{,}96\). 6. Berechnung der gesuchten Abweichung \(d = z \cdot \sigma = 1{,}96 \cdot 0{,}05\,\text{mm} = 0{,}098\,\text{mm}\).

Antwort

Die maximale Abweichung beträgt näherungsweise \(d \approx 0{,}098\,\text{mm}\).
42532013
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(\mu\) und \(\sigma\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit (auf vier Dezimalstellen genau), dass ein Wert von \(X\) höchstens um das \(1{,}5\)-fache der Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht. b) Zeige allgemein, dass für jede normalverteilte Zufallsgröße \(X \sim N(\mu; \sigma^2)\) die Wahrscheinlichkeit \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma)\) nur von \(k\) abhängt und durch den Ausdruck \(2\Phi(k) - 1\) berechnet werden kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn eine Größe um einen bestimmten Faktor der Standardabweichung vom Mittelwert abweicht? - Nutze die Standardisierung, um die allgemeine Normalverteilung in die Standardnormalverteilung zu überführen. - Erinnere dich an die Symmetrieeigenschaft der Dichtefunktion bzw. die Beziehung \(\Phi(-z) = 1 - \Phi(z)\).

Lösung

1. Die Bedingung „höchstens um das \(1{,}5\)-fache der Standardabweichung vom Erwartungswert abweichen“ entspricht dem Intervall \([\mu - 1{,}5\sigma; \mu + 1{,}5\sigma]\). 2. Durch Standardisierung \(Z = \frac{X-\mu}{\sigma}\) wird die Wahrscheinlichkeit zu \(P(-1{,}5 \le Z \le 1{,}5)\). 3. Berechnung: \(P(-1{,}5 \le Z \le 1{,}5) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5) = 2\Phi(1{,}5) - 1 \approx 2 \cdot 0{,}9332 - 1 = 0{,}8664\). 4. Allgemeiner Nachweis: \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma) = P(-k\sigma \le X - \mu \le k\sigma)\). 5. Division durch \(\sigma > 0\) liefert \(P(-k \le \frac{X - \mu}{\sigma} \le k) = P(-k \le Z \le k)\). 6. Da \(Z\) standardnormalverteilt ist, gilt \(P(-k \le Z \le k) = \Phi(k) - \Phi(-k) = \Phi(k) - (1 - \Phi(k)) = 2\Phi(k) - 1\). Dieser Ausdruck ist unabhängig von \(\mu\) und \(\sigma\).

Antwort

a) \(P(\mu - 1{,}5\sigma \le X \le \mu + 1{,}5\sigma) \approx 0{,}8664\) b) Durch Standardisierung folgt \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma) = P(-k \le Z \le k) = 2\Phi(k) - 1\).
42536013
Betrachtet wird eine Zufallsgröße \(Y\), die normalverteilt mit den Parametern \(\mu\) und \(\sigma\) ist. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Wert von \(Y\) höchstens eine Standardabweichung vom Erwartungswert entfernt liegt, also im Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\). Zeige, dass dieser Wert unabhängig von der konkreten Wahl von \(\mu\) und \(\sigma\) ist. b) Gegeben sei ein festes Intervall \(I = [10; 20]\). Argumentiere, für welchen Wert von \(\mu\) die Wahrscheinlichkeit \(P(Y \in I)\) bei vorgegebenem \(\sigma\) maximal wird. c) Untersuche, wie sich die Wahrscheinlichkeit \(P(Y \le \mu)\) verhält, wenn man die Standardabweichung \(\sigma\) verdoppelt.

Denkanstöße

- Was passiert bei der Standardisierung, wenn die Intervallgrenzen als Vielfache von \(\sigma\) um \(\mu\) gegeben sind? - Skizziere eine Glockenkurve und ein Intervall fester Breite auf der x-Achse. Wo musst du die Kurve platzieren, um die meiste Fläche einzufangen? - Nutze die Symmetrieeigenschaften der Normalverteilung. - Überlege dir, welcher Anteil der Werte links vom Erwartungswert liegt. Hängt dieser Anteil von der Breite der Kurve ab?

Lösung

1. Berechnung von \(P(\mu - \sigma \le Y \le \mu + \sigma)\): Durch Standardisierung erhält man \(z_1 = \frac{(\mu - \sigma) - \mu}{\sigma} = -1\) und \(z_2 = \frac{(\mu + \sigma) - \mu}{\sigma} = 1\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1) - \Phi(-1) = 2\Phi(1) - 1 \approx 2\Phi(1)-1 \approx 0{,}682689 \approx 0{,}6827\). Da \(\mu\) und \(\sigma\) bei der Standardisierung wegfallen, ist das Ergebnis für alle Normalverteilungen identisch. 2. Maximierung von \(P(Y \in I)\): Die Wahrscheinlichkeitsdichte der Normalverteilung ist symmetrisch zu \(\mu\) und dort am größten. Die Fläche unter der Glockenkurve über einem Intervall fester Breite ist dann am größten, wenn das Intervall symmetrisch um den Hochpunkt \(\mu\) liegt. Somit muss \(\mu\) genau in der Mitte des Intervalls liegen: \(\mu = \frac{10 + 20}{2} = 15\). 3. Untersuchung von \(P(Y \le \mu)\): Aufgrund der Symmetrie der Normalverteilung zur Achse \(x = \mu\) halbiert der Erwartungswert die Gesamtfläche unter der Dichtefunktion. Es gilt immer \(P(Y \le \mu) = 0{,}5\), unabhängig von der Größe der Standardabweichung \(\sigma\). Eine Verdopplung von \(\sigma\) ändert diesen Wert nicht.

Antwort

a) \(P(\mu - \sigma \le Y \le \mu + \sigma) \approx 0{,}6827\) (unabhängig von \(\mu\) und \(\sigma\)). b) Die Wahrscheinlichkeit ist für \(\mu = 15\) maximal. c) Die Wahrscheinlichkeit bleibt konstant bei \(0{,}5\).
43121013
Ein pharmazeutisches Unternehmen behauptet, dass ein neues Medikament bei \(85\,\%\) der Patienten die gewünschte Wirkung zeigt. Zur Überprüfung dieser Angabe wird eine Studie mit \(600\) zufällig ausgewählten Patienten durchgeführt. a) Berechne das Prognoseintervall für den Anteil der Patienten mit positiver Wirkung in der Stichprobe bei einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von \(99\,\%\). b) In der Studie wird bei \(486\) Patienten eine positive Wirkung festgestellt. Beurteile auf Basis des Ergebnisses aus Teilaufgabe a), ob dieses Studienergebnis mit der Behauptung des Unternehmens verträglich ist.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen der absoluten Anzahl der Erfolge und dem relativen Anteil in der Stichprobe. - Wie berechnet man ein Intervall für den relativen Anteil direkt aus dem Intervall der absoluten Häufigkeit? - Welcher \(z\)-Wert entspricht einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von \(99\,\%\)? - Wann gilt ein Stichprobenergebnis als „unverträglich“ mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Parameter: \(n = 600\), \(p = 0{,}85\). 2. Erwartungswert \(\mu = 600 \cdot 0{,}85 = 510\). Standardabweichung \(\sigma = \sqrt{600 \cdot 0{,}85 \cdot 0{,}15} = \sqrt{76{,}5} \approx 8{,}746\). 3. Für \(99\,\%\) Sicherheitswahrscheinlichkeit gilt \(z \approx 2{,}58\). 4. Prognoseintervall für die Anzahl \(X\): \([510 - 2{,}58 \cdot 8{,}746; 510 + 2{,}58 \cdot 8{,}746] = [487{,}44; 532{,}56]\). 5. Umrechnung in Anteile \(h = \frac{X}{n}\): \([\frac{487{,}44}{600}; \frac{532{,}56}{600}] \approx [0{,}8124; 0{,}8876]\). Das Intervall für den Anteil ist somit ca. \([81{,}2\,\%; 88{,}8\,\%]\). 6. Beurteilung: Der beobachtete absolute Wert \(486\) liegt außerhalb des Prognoseintervalls für die Anzahl (\(486 < 487{,}44\)). Alternativ liegt der Anteil \(\hat{h} = \frac{486}{600} = 0{,}81 = 81\,\%\) außerhalb des Anteilsintervalls. Das Ergebnis ist somit bei einer Sicherheitswahrscheinlichkeit von \(99\,\%\) nicht mit der Behauptung verträglich.

Antwort

a) Das Prognoseintervall für den Anteil beträgt ca. \([81{,}2\,\%; 88{,}8\,\%]\). b) Da der beobachtete Anteil von \(81\,\%\) (entspricht \(486\) Patienten) außerhalb des \(99\,\%\)-Prognoseintervalls liegt, ist das Ergebnis mit der Behauptung des Unternehmens nicht verträglich.

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