Betrachte im \(\mathbb{R}^3\) die Vektoren \(\vec{a}=\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}\), \(\vec{b}=\begin{pmatrix}4\\2\\0\end{pmatrix}\), \(\vec{c}=\begin{pmatrix}0\\0\\1\end{pmatrix}\) und \(\vec{d}=\begin{pmatrix}0\\1\\0\end{pmatrix}\).
1. Zeige, dass die Vektoren \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\) linear abhängig sind.
2. Überprüfe rechnerisch, ob sich \(\vec{d}\) als Linearkombination von \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\) darstellen lässt.
3. Begründe, warum die Menge \(\{\vec{a},\vec{b},\vec{c},\vec{d}\}\) linear abhängig ist.
Denkanstöße
- Prüfe zuerst, ob einer der Vektoren \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\) ein Vielfaches eines anderen ist.
- Welche Komponentengleichungen entstehen aus \(r\vec{a}+s\vec{b}+t\vec{c}=\vec{d}\)?
- Wie kannst du eine bereits gefundene nichttriviale Nullkombination unverändert auf eine größere Vektormenge übertragen?
Lösung
1. Es gilt \(\vec{b}=2\vec{a}\). Damit ist beispielsweise \(2\vec{a}-\vec{b}+0\vec{c}=\vec{0}\) eine nichttriviale Nullkombination. Also sind \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\) linear abhängig.
2. Der Ansatz \(r\vec{a}+s\vec{b}+t\vec{c}=\vec{d}\) führt auf \(2r+4s=0\), \(r+2s=1\) und \(t=0\). Aus der ersten Gleichung folgt \(r=-2s\). In der zweiten entstünde dann \(0=1\). Daher ist \(\vec{d}\) keine Linearkombination von \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\).
3. Die gesamte Menge enthält mit \(\vec{a}\) und \(\vec{b}\) bereits eine linear abhängige Teilmenge. Dieselbe nichttriviale Nullkombination bleibt auch nach Hinzunahme von \(\vec{c}\) und \(\vec{d}\) gültig, wenn deren Koeffizienten \(0\) gewählt werden. Daher ist die Vierermenge linear abhängig.
Antwort
1. \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\) sind linear abhängig, da \(\vec{b}=2\vec{a}\).
2. \(\vec{d}\) ist keine Linearkombination von \(\vec{a},\vec{b},\vec{c}\); das LGS führt auf den Widerspruch \(0=1\).
3. Die Vierermenge ist linear abhängig, weil sie die bereits linear abhängigen Vektoren \(\vec{a},\vec{b}\) enthält.