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Gegeben sind die beiden Geraden \(g\) und \(h\) im dreidimensionalen Raum:
\(g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 5 \\ 0 \\ -2 \end{pmatrix} + \lambda \begin{pmatrix} 2 \\ -4 \\ 10 \end{pmatrix}; \lambda \in \mathbb{R}\)
\(h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 2 \\ 6 \\ -17 \end{pmatrix} + \mu \begin{pmatrix} -3 \\ 6 \\ -15 \end{pmatrix}; \mu \in \mathbb{R}\)
Untersuche die gegenseitige Lage dieser beiden Geraden. Prüfe dabei insbesondere, ob sie echt parallel oder identisch sind.
Denkanstöße
- Was sagt die Beziehung zwischen den Richtungsvektoren über den Verlauf der Geraden aus?
- Wenn zwei Geraden in dieselbe Richtung zeigen, welche zwei Möglichkeiten der Lagebeziehung gibt es dann?
- Wie kannst du herausfinden, ob ein Punkt der einen Geraden auch auf der anderen Geraden liegt?
- Was bedeutet es für die gesamte Gerade, wenn bereits ein einziger Punkt gemeinsam ist und die Richtungen übereinstimmen?
Lösung
1. Vergleich der Richtungsvektoren: Es wird geprüft, ob ein Skalar \(k\) existiert, sodass \(\begin{pmatrix} -3 \\ 6 \\ -15 \end{pmatrix} = k\begin{pmatrix} 2 \\ -4 \\ 10 \end{pmatrix}\). Die komponentenweise Division ergibt \(-3 : 2 = -1{,}5\), \(6 : (-4) = -1{,}5\) und \(-15 : 10 = -1{,}5\). Da \(k = -1{,}5\) für alle Komponenten gilt, sind die Richtungsvektoren kollinear. Die Geraden sind somit parallel oder identisch.
2. Punktprobe: Es wird geprüft, ob der Stützpunkt von \(h\), \(P(2|6|-17)\), auf der Geraden \(g\) liegt. Dazu wird das Gleichungssystem \(\begin{pmatrix} 2 \\ 6 \\ -17 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 \\ 0 \\ -2 \end{pmatrix} + \lambda \begin{pmatrix} 2 \\ -4 \\ 10 \end{pmatrix}\) gelöst.
Aus der ersten Zeile folgt \(2 = 5 + 2\lambda \Rightarrow \lambda = -1{,}5\).
Einsetzen in die zweite Zeile: \(0 - 4 \cdot (-1{,}5) = 6\) (wahre Aussage).
Einsetzen in die dritte Zeile: \(-2 + 10 \cdot (-1{,}5) = -17\) (wahre Aussage).
Da der Punkt \(P\) auf \(g\) liegt, sind die Geraden identisch.
Antwort
Die Geraden \(g\) und \(h\) sind identisch.
