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Ein Landwirt plant ein rechteckiges Gehege für seine Tiere. Er hat \(60\,\text{m}\) Maschendrahtzaun zur Verfügung. Eine Seite des Geheges wird durch eine bereits vorhandene, gerade Stallwand begrenzt, sodass dort kein Zaun benötigt wird. Berechne die Seitenlängen des Geheges, für die die eingeschlossene Fläche am größten ist.
Denkanstöße
- Welche Größe soll maximiert werden? Formuliere dafür eine Gleichung.
- Welche Einschränkung gibt es durch die Zaunlänge? Achte darauf, dass eine Seite nicht eingezäunt werden muss.
- Kannst du die zu maximierende Größe so ausdrücken, dass sie nur noch von einer Variablen abhängt?
- Wie findet man mithilfe der Ableitung den höchsten Punkt einer Funktion?
Lösung
1. Aufstellen der Hauptbedingung für den Flächeninhalt: \(A(x, y) = xy\), wobei \(x\) die Länge einer der beiden zum Stall senkrechten Seiten und \(y\) die Länge der parallelen Seite ist.
2. Aufstellen der Nebenbedingung über den Umfang (ohne Stallwand): \(2x + y = 60\).
3. Umstellen der Nebenbedingung nach \(y\): \(y = 60 - 2x\).
4. Einsetzen in die Hauptbedingung zur Bildung der Zielfunktion: \(A(x) = x(60 - 2x) = 60x - 2x^2\).
5. Bestimmung der ersten Ableitung: \(A'(x) = 60 - 4x\).
6. Nullsetzen der Ableitung zur Ermittlung der Extremstelle: \(60 - 4x = 0 \implies x = 15\).
7. Überprüfung mittels der zweiten Ableitung: \(A''(x) = -4\). Da \(A''(15) < 0\), liegt ein lokales Maximum vor.
8. Berechnung der zweiten Seitenlänge: \(y = 60 - 2 \cdot 15 = 30\).
Antwort
Die Seitenlängen des Geheges betragen \(15\,\text{m}\) (senkrecht zur Wand) und \(30\,\text{m}\) (parallel zur Wand).
