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Optimierung ohne Sachkontext

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Die Zahl \(60\) soll so in zwei positive Summanden \(x\) und \(y\) zerlegt werden, dass das Produkt aus dem ersten Summanden \(x\) und dem Quadrat des zweiten Summanden \(y\) maximal wird. Bestimme diese beiden Summanden.

Denkanstöße

- Kannst du eine der Variablen mithilfe der Summenbedingung durch die andere ersetzen? - Wie lautet der Funktionsterm für das Produkt, wenn er nur noch von einer Variablen abhängt? - Welches Verfahren aus der Analysis hilft dir dabei, den größten Wert einer Funktion zu bestimmen?

Lösung

1. Aufstellen der Nebenbedingung: \(x + y = 60\), woraus folgt \(x = 60 - y\). 2. Aufstellen der Zielfunktion für das Produkt: \(P(y) = x \cdot y^2 = (60 - y) \cdot y^2 = 60y^2 - y^3\). 3. Ableiten der Zielfunktion zur Bestimmung des Extremums: \(P'(y) = 120y - 3y^2\). 4. Nullsetzen der ersten Ableitung: \(120y - 3y^2 = 0 \Rightarrow 3y(40 - y) = 0\). Da die Summanden positiv sein müssen, ist \(y = 40\) die relevante Lösung. 5. Überprüfung des Maximums mit der zweiten Ableitung: \(P''(y) = 120 - 6y\). Einsetzen ergibt \(P''(40) = 120 - 240 = -120 < 0\), was ein lokales Maximum bestätigt. 6. Berechnung des ersten Summanden: \(x = 60 - 40 = 20\).

Antwort

Die beiden Summanden sind \(x = 20\) und \(y = 40\).
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Gegeben sind zwei positive reelle Zahlen, deren Produkt den Wert 36 besitzt. Bestimme diese beiden Zahlen so, dass die Summe aus der ersten Zahl und dem Neunfachen der zweiten Zahl den kleinstmöglichen Wert annimmt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du die Bedingung „Produkt ist 36“ mathematisch ausdrücken kannst. - Kannst du eine der beiden Zahlen durch die andere ausdrücken, um die Summe nur noch von einer Variable abhängig zu machen? - Erinnere dich daran, wie man mithilfe der Ableitung den kleinsten Wert einer Funktion bestimmt. - Achte darauf, dass die gesuchten Zahlen laut Aufgabenstellung positiv sein müssen.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für die erste Zahl und \(y\) für die zweite Zahl, wobei \(x, y > 0\) gilt. 2. Aufstellen der Nebenbedingung: Da das Produkt 36 ist, gilt \(x \cdot y = 36\). Auflösen nach \(y\) ergibt \(y = \frac{36}{x}\). 3. Aufstellen der Zielfunktion: Die zu minimierende Summe ist \(S = x + 9y\). Einsetzen der Nebenbedingung führt zu \(S(x) = x + 9 \cdot \frac{36}{x} = x + \frac{324}{x}\). 4. Bestimmung der Ableitung: \(S'(x) = 1 - \frac{324}{x^2}\). 5. Ermittlung der kritischen Stellen: \(S'(x) = 0 \implies 1 = \frac{324}{x^2} \implies x^2 = 324\). Da \(x\) positiv sein muss, folgt \(x = 18\). 6. Überprüfung des Extremums: Die zweite Ableitung \(S''(x) = \frac{648}{x^3}\) ist für \(x = 18\) positiv (\(S''(18) > 0\)), folglich liegt ein lokales Minimum vor. 7. Berechnung der zweiten Zahl: Durch Einsetzen in die Nebenbedingung erhält man \(y = \frac{36}{18} = 2\).

Antwort

Die erste Zahl ist \(18\) und die zweite Zahl ist \(2\).
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Die Summe zweier nichtnegativer reeller Zahlen beträgt 15. Bestimme die beiden Zahlen so, dass das Produkt aus dem Quadrat der ersten Zahl und der zweiten Zahl maximal wird.

Denkanstöße

- Wie lässt sich die Summe der beiden Zahlen als Gleichung schreiben? - Versuche, das zu maximierende Produkt als Funktion einer einzigen Variable darzustellen. - Welche Werte kann die erste Zahl sinnvollerweise annehmen, wenn beide Zahlen nichtnegativ sein müssen? - Nutze die Differentialrechnung, um die Stelle mit dem größten Funktionswert zu finden.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die erste Zahl und \(y\) für die zweite Zahl (\(x, y \geq 0\)). 2. Nebenbedingung nutzen: Aus \(x + y = 15\) folgt \(y = 15 - x\). 3. Zielfunktion formulieren: Das Produkt \(P\) soll maximal werden, also \(P(x) = x^2 \cdot (15 - x) = 15x^2 - x^3\). 4. Definitionsbereich bestimmen: Da \(x\) und \(y\) nichtnegativ sind, liegt \(x\) im Intervall \([0; 15]\). 5. Ableitungen berechnen: \(P'(x) = 30x - 3x^2\) und \(P''(x) = 30 - 6x\). 6. Extremstellen suchen: \(P'(x) = 0 \implies 3x(10 - x) = 0\). Mögliche Stellen sind \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 10\). 7. Art des Extremums und Randwerte prüfen: \(P''(10) = 30 - 60 = -30 < 0\), somit liegt bei \(x = 10\) ein lokales Maximum vor. Die Randwerte ergeben \(P(0) = 0\) und \(P(15) = 0\), während \(P(10) = 10^2 \cdot 5 = 500\) ist. Das globale Maximum liegt also bei \(x = 10\). 8. Ergebnis vervollständigen: Die zweite Zahl ist \(y = 15 - 10 = 5\).

Antwort

Die erste Zahl ist \(10\) und die zweite Zahl ist \(5\).
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Gegeben sind zwei positive reelle Zahlen \(x\) und \(y\), deren Produkt \(16\) beträgt. Bestimme diese Zahlen so, dass die Summe aus dem Quadrat der ersten Zahl und der zweiten Zahl, also \(S = x^2 + y\), minimal wird. Weise die Minimaleigenschaft nach.

Denkanstöße

- Wie lässt sich eine der Zahlen eliminieren, wenn ihr Produkt bekannt ist? - Stelle eine Funktion auf, die die zu minimierende Summe beschreibt. - Welche Bedingungen müssen für die erste und zweite Ableitung an einer Minimalstelle gelten? - Achte darauf, dass nur positive Werte für die Zahlen gesucht sind.

Lösung

1. Aufstellen der Nebenbedingung: \(x \cdot y = 16\), woraus folgt \(y = \frac{16}{x}\). 2. Aufstellen der Zielfunktion für die Summe: \(S(x) = x^2 + \frac{16}{x}\) für \(x > 0\). 3. Ableiten der Zielfunktion: \(S'(x) = 2x - \frac{16}{x^2}\). 4. Bestimmung der kritischen Stelle durch Nullsetzen: \(2x - \frac{16}{x^2} = 0 \Rightarrow 2x^3 = 16 \Rightarrow x^3 = 8 \Rightarrow x = 2\). 5. Überprüfung der Minimaleigenschaft mit der zweiten Ableitung: \(S''(x) = 2 + \frac{32}{x^3}\). Einsetzen ergibt \(S''(2) = 2 + \frac{32}{8} = 6 > 0\), was ein lokales Minimum bestätigt. 6. Berechnung der zweiten Zahl: \(y = \frac{16}{2} = 8\).

Antwort

Die Zahlen lauten \(x = 2\) und \(y = 8\).
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Die Methode, eine Zielfunktion zu quadrieren, um die Extremstellenberechnung zu vereinfachen, setzt voraus, dass die Funktion im betrachteten Intervall nur nichtnegative Werte annimmt. Betrachte die Funktion \(f(x) = x^2 - 5\). 1. Bestimme die Art und die Lage der lokalen Extremstelle \(x_0\) von \(f\). 2. Bilde die Funktion \(g(x) = (f(x))^2\) und bestimme die Art des Extremums von \(g\) an der Stelle \(x_0\). 3. Vergleiche deine Ergebnisse aus 1. und 2. und erkläre, warum die Quadrierung hier zu einer Änderung des Extremum-Typs führt.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Ableitungen und die Art des Extremums für die einfache Funktion. - Wende die Kettenregel oder die ausmultiplizierte Form an, um die Extremstelle der quadrierten Funktion zu untersuchen. - Was passiert mit negativen Zahlen, wenn man sie quadriert? Vergleiche zum Beispiel \(-5\) und \(-4\). - Welche Rolle spielt die Monotonie der Funktion \(y = x^2\) für verschiedene Vorzeichenbereiche?

Lösung

1. Die Ableitung ist \(f'(x) = 2x\). Die einzige Nullstelle ist \(x_0 = 0\). Da \(f''(x) = 2 > 0\), liegt bei \(x_0 = 0\) ein lokales Minimum mit dem Funktionswert \(f(0) = -5\) vor. 2. Es ist \(g(x) = (x^2 - 5)^2\). Die Ableitung ist \(g'(x) = 2(x^2 - 5) \cdot 2x = 4x^3 - 20x\). Die zweite Ableitung lautet \(g''(x) = 12x^2 - 20\). An der Stelle \(x_0 = 0\) gilt \(g''(0) = -20 < 0\). Somit hat \(g\) an der Stelle \(x_0 = 0\) ein lokales Maximum. 3. Da \(f(0) = -5\) negativ ist, kehrt das Quadrieren die Größenverhältnisse in der Umgebung um: Während \(f(0)\) der kleinste Wert ist (z. B. \(-5 < -4{,}9\)), wird \(g(0) = (-5)^2 = 25\) zum größten Wert, da \((-5)^2 > (-4{,}9)^2\). Die streng monoton fallende Eigenschaft der Quadratfunktion für negative Werte kehrt das Minimum von \(f\) in ein Maximum von \(g\) um.

Antwort

1. Lokales Minimum bei \(x_0 = 0\). 2. Lokales Maximum bei \(x_0 = 0\). 3. Da \(f(0) < 0\), kehrt das Quadrieren die Ordnung der Funktionswerte um (aus kleineren negativen Werten werden größere positive Werte), wodurch das Minimum zum Maximum wird.
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In der Optimierung wird oft eine positive Zielfunktion \(f\) transformiert, um die Rechnung zu vereinfachen. Ein Schüler schlägt vor, bei einer überall positiven Funktion \(f\) statt der Maxima von \(f\) die Maxima der Funktion \(h(x) = \ln(f(x))\) zu bestimmen. 1. Zeige mithilfe der Kettenregel, dass jede Stelle \(x_0\) mit \(f'(x_0) = 0\) auch eine stationäre Stelle von \(h\) ist. 2. Begründe allgemein, welche Eigenschaft eine äußere Funktion \(T\) besitzen muss, damit gilt: \(f\) hat an der Stelle \(x_0\) genau dann ein lokales Maximum, wenn \(g(x) = T(f(x))\) dort ein lokales Maximum hat. Beziehe dich dabei auf das Quadrieren (\(T(y) = y^2\)) und das Logarithmieren (\(T(y) = \ln(y)\)).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Kettenregel für die Ableitung zusammengesetzter Funktionen. - Was bedeutet „streng monoton wachsend“ für die Ordnung von Funktionswerten? - Untersuche, ob die äußere Funktion die „Richtung“ der Ungleichung zwischen zwei Funktionswerten verändert. - Welchen Einfluss hat das Vorzeichen der Ableitung der äußeren Funktion auf die Ableitung der gesamten Funktion?

Lösung

1. Die Ableitung von \(h(x) = \ln(f(x))\) lautet nach der Kettenregel \(h'(x) = \frac{1}{f(x)} \cdot f'(x)\). Ist \(f'(x_0) = 0\), so folgt \(h'(x_0) = \frac{1}{f(x_0)} \cdot 0 = 0\), da \(f(x) > 0\) vorausgesetzt ist. Somit ist \(x_0\) eine stationäre Stelle von \(h\). 2. Damit die Extremstellen und deren Art (Maximum/Minimum) erhalten bleiben, muss die äußere Funktion \(T\) im Wertebereich von \(f\) streng monoton wachsend sein. Ist \(T\) streng monoton wachsend, gilt: \(f(x_1) < f(x_2) \iff T(f(x_1)) < T(f(x_2))\). Da die Quadrierfunktion für \(y > 0\) und der natürliche Logarithmus für alle \(y\) in ihrem Definitionsbereich streng monoton steigend sind, bleiben die Stellen der Extrema bei diesen Transformationen identisch.

Antwort

1. Nach der Kettenregel ist \(h'(x) = \frac{f'(x)}{f(x)}\). Da \(f(x) > 0\), führt \(f'(x) = 0\) direkt zu \(h'(x) = 0\). 2. Die äußere Funktion \(T\) muss im relevanten Bereich streng monoton wachsend sein. Dies ist für \(T(y) = y^2\) (für \(y > 0\)) und \(T(y) = \ln(y)\) gegeben, weshalb beide Transformationen die Lage und Art der Extrema erhalten.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.