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Stellen Sie aus rund 20.000 Matheaufgaben Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen, von der 3. bis zur 13. Klasse. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Ökonomische Optimierung

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42650913
Ein Fitnessstudio hat aktuell \(800\) Mitglieder, die einen monatlichen Beitrag von \(45{,}00\,\text{€}\) zahlen. Die Geschäftsführung möchte den Umsatz maximieren und stellt dazu Marktanalysen an. Diese zeigen, dass pro \(1{,}00\,\text{€}\) Beitragserhöhung mit einem Verlust von \(10\) Mitgliedern zu rechnen ist. Umgekehrt würde jede Senkung des Beitrags um \(1{,}00\,\text{€}\) dazu führen, dass \(10\) neue Mitglieder eintreten. Bestimme den monatlichen Mitgliedsbeitrag, bei dem der monatliche Gesamtumsatz des Fitnessstudios maximal ist. Berechne zudem diesen maximalen Umsatz sowie die zugehörige Mitgliederzahl.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich der Preis und die Anzahl der Mitglieder ändern, wenn du den Beitrag um einen bestimmten Betrag erhöhst oder senkst. - Stelle eine Funktionsgleichung für den Gesamtumsatz auf, indem du den Preis pro Person mit der Anzahl der Personen multiplizierst. - Denk daran, dass der Scheitelpunkt einer nach unten geöffneten Parabel das Maximum angibt. - Prüfe am Ende, ob alle geforderten Werte (Preis, Mitgliederzahl und Umsatz) berechnet wurden.

Lösung

1. Aufstellen der Preis- und Mengenfunktion in Abhängigkeit von der Beitragsänderung \(x\) (in \(€\)): Der Preis pro Mitglied ist \(p(x) = 45 + x\), die Anzahl der Mitglieder beträgt \(n(x) = 800 - 10x\). 2. Aufstellen der Umsatzfunktion: \(U(x) = p(x) \cdot n(x) = (45 + x) \cdot (800 - 10x) = -10x^2 + 350x + 36\,000\). 3. Bestimmung des Extremwerts durch die erste Ableitung: \(U'(x) = -20x + 350\). Setzt man \(U'(x) = 0\), ergibt sich \(x = 17{,}5\). 4. Überprüfung der Art des Extremums: \(U''(x) = -20 < 0\), somit liegt ein lokales Maximum vor. 5. Berechnung der Zielwerte: Der optimale Beitrag liegt bei \(45 + 17{,}5 = 62{,}50\,\text{€}\). Die Mitgliederzahl beträgt \(800 - 10 \cdot 17{,}5 = 625\). Der maximale Umsatz beläuft sich auf \(62{,}50 \cdot 625 = 39\,062{,}50\,\text{€}\).

Antwort

Der maximale Umsatz wird bei einem monatlichen Beitrag von \(62{,}50\,\text{€}\) erreicht. Das Studio hat dann \(625\) Mitglieder und erzielt einen Umsatz von \(39\,062{,}50\,\text{€}\).
42916113
Ein Unternehmen stellt Akkumulatoren für Solaranlagen her. Die monatlichen Gesamtkosten \(K(x)\) (in Euro) hängen von der produzierten Menge \(x\) (in Stück) ab und werden durch die Funktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 30x^2 + 500x + 1\,000\) beschrieben. Jeder verkaufte Akkumulator erzielt am Markt einen Festpreis von \(500\,\text{€}\). Es wird davon ausgegangen, dass die gesamte Produktion abgesetzt werden kann. a) Stelle die Gewinnfunktion \(G\) auf. b) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei welcher der monatliche Gewinn am größten ist. Wie hoch ist dieser maximale Gewinn? c) Ermittle die Produktionsmengen, bei denen das Unternehmen einen Verlust erwirtschaftet (negativer Gewinn).

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Gewinn aus Erlös und Kosten? - Welche Bedingung muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du mit der zweiten Ableitung prüfen, ob es sich um ein Maximum handelt? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Unternehmen Verlust macht? - Kannst du die Nullstellen der Gewinnfunktion näherungsweise bestimmen oder berechnen?

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x)\). Mit \(E(x) = 500x\) ergibt sich \(G(x) = 500x - (x^3 - 30x^2 + 500x + 1\,000) = -x^3 + 30x^2 - 1\,000\). 2. Bestimmung des Gewinnmaximums: Ableitung bilden \(G'(x) = -3x^2 + 60x\). Nullstellen der Ableitung: \(-3x(x - 20) = 0\), daraus folgen \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 20\). 3. Überprüfung mit der zweiten Ableitung: \(G''(x) = -6x + 60\). Da \(G''(20) = -120 + 60 = -60 < 0\), liegt bei \(x = 20\) ein lokales Maximum vor. 4. Berechnung des maximalen Gewinns: \(G(20) = -(20)^3 + 30 \cdot (20)^2 - 1\,000 = -8\,000 + 12\,000 - 1\,000 = 3\,000\,\text{€}\). 5. Bestimmung der Verlustbereiche: Lösen der Gleichung \(G(x) = 0\), also \(-x^3 + 30x^2 - 1\,000 = 0\). Die Nullstellen liegen bei \(x \approx 6{,}53\) und \(x \approx 28{,}79\) (sowie eine negative Lösung). Im kontinuierlichen Modell liegt ein Verlust (\(G(x) < 0\)) für \(0 \le x < 6{,}53\) und für \(x > 28{,}79\) vor. Da \(x\) eine Stückzahl ist, bedeutet dies für ganzzahlige Produktionsmengen: Verlust bei \(x = 0, 1, \ldots, 6\) und bei \(x \ge 29\).

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 30x^2 - 1\,000\) b) Das Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(20\) Stück; der Gewinn beträgt dort \(3\,000\,\text{€}\). c) Im kontinuierlichen Modell entsteht ein Verlust für \(0 \le x < 6{,}53\) und für \(x > 28{,}79\). Für ganzzahlige Stückzahlen gilt: Verlust bei \(0\) bis \(6\) Stück und ab \(29\) Stück.
42929513
Ein Unternehmen produziert Spezialbauteile. Die Gesamtkosten für die Produktion von \(x\) Mengeneinheiten (ME) werden durch die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 6x^2 + 25x + 50\) beschrieben. Jede verkaufte Mengeneinheit erzielt einen festen Marktpreis von \(40\,\text{GE}\) (Geldeinheiten). a) Stelle die Gewinnfunktion \(G(x)\) auf. b) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der das Unternehmen den maximalen Gewinn erzielt. c) Wie hoch ist der maximale Gewinn in Geldeinheiten?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie man den Erlös aus dem Preis und der Menge berechnet. - Der Gewinn ist die Differenz zwischen dem, was man einnimmt, und dem, was die Herstellung kostet. - Um eine Stelle mit maximalem Wert zu finden, hilft die erste Ableitung der Funktion. - Vergiss nicht zu prüfen, ob es sich tatsächlich um ein Maximum handelt (zweite Ableitung oder Vorzeichenwechsel). - Achte darauf, dass Produktionsmengen in der Realität nicht negativ sein können.

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x)\). Mit \(E(x) = 40 \cdot x\) ergibt sich \(G(x) = 40x - (x^3 - 6x^2 + 25x + 50) = -x^3 + 6x^2 + 15x - 50\). 2. Bestimmung der Ableitungen: \(G'(x) = -3x^2 + 12x + 15\) und \(G''(x) = -6x + 12\). 3. Notwendige Bedingung für Extrema: \(G'(x) = 0 \Rightarrow -3(x^2 - 4x - 5) = 0\). Die Lösungen der quadratischen Gleichung sind \(x_1 = 5\) und \(x_2 = -1\). Da die Produktionsmenge nicht negativ sein kann, ist nur \(x = 5\) relevant. 4. Hinreichende Bedingung prüfen: \(G''(5) = -6 \cdot 5 + 12 = -18\). Da \(G''(5) < 0\), liegt an der Stelle \(x = 5\) ein lokales Maximum vor. 5. Berechnung des maximalen Gewinns: \(G(5) = -(5)^3 + 6 \cdot (5)^2 + 15 \cdot 5 - 50 = -125 + 150 + 75 - 50 = 50\).

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 6x^2 + 15x - 50\) b) Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) erreicht. c) Der maximale Gewinn beträgt \(50\,\text{GE}\).
42929613
Der Gewinn eines Start-ups in Abhängigkeit von der produzierten Menge \(x\) (in ME) kann im betrachteten Produktionsbereich näherungsweise durch die Funktion \(G\) mit \(G(x) = -x^3 + 9x^2 - 15x - 20\) modelliert werden. a) In welchem Intervall der Produktionsmenge \(x\) steigt der Gewinn des Unternehmens an? b) Untersuche, bei welcher Produktionsmenge \(x\) ein lokales Gewinnmaximum vorliegt, und gib dieses an.

Denkanstöße

- Wenn eine Funktion ansteigt, was sagt das über das Vorzeichen ihrer ersten Ableitung aus? - Bestimme zuerst die Stellen, an denen die Steigung null ist. - Untersuche die Bereiche zwischen diesen Stellen, um herauszufinden, wo die Funktion steigt oder fällt. - Ein Maximum liegt vor, wenn die Kurve von einer Steigung in ein Gefälle übergeht.

Lösung

1. Bestimmung der ersten Ableitung zur Untersuchung der Monotonie: \(G'(x) = -3x^2 + 18x - 15\). 2. Nullstellen der ersten Ableitung berechnen: \(-3(x^2 - 6x + 5) = 0\). Anwendung der p-q-Formel oder Faktorisierung liefert \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 5\). 3. Monotonieintervalle bestimmen: Da der Graph von \(G'\) eine nach unten geöffnete Parabel ist, gilt \(G'(x) > 0\) für \(1 < x < 5\). In diesem Intervall ist die Gewinnfunktion streng monoton steigend. 4. Lokale Extrema klassifizieren: Die zweite Ableitung ist \(G''(x) = -6x + 18\). 5. Prüfung der Stellen: \(G''(1) = 12 > 0\) (lokales Minimum), \(G''(5) = -12 < 0\) (lokales Maximum). 6. Ergebnis: Der Gewinn steigt im Bereich \(1 < x < 5\) an. Das lokale Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) und hat den Wert \(G(5) = 5\).

Antwort

a) Der Gewinn steigt im Intervall \((1; 5)\) bzw. für \(1 < x < 5\) an. b) Ein lokales Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) vor; der maximale Funktionswert beträgt \(G(5) = 5\).
42929713
Ein Hersteller von hochwertigen Outdoor-Rucksäcken hat für ein neues Modell die Preis-Absatz-Funktion \(p(x) = 360 - 1{,}5x\) ermittelt. Dabei gibt \(x\) die Anzahl der verkauften Rucksäcke an und \(p(x)\) den Preis pro Stück in Euro. 1. Stelle die Funktionsgleichung für den Gesamterlös \(E(x)\) auf. 2. Bestimme die Absatzmenge \(x\), bei der der Erlös sein Maximum erreicht. 3. Berechne den maximalen Erlös sowie den zugehörigen Verkaufspreis pro Rucksack.

Denkanstöße

- Wie hängt der Gesamterlös mathematisch mit der verkauften Menge und dem Preis zusammen? - Welches Werkzeug der Kurvendiskussion hilft dir dabei, den höchsten Punkt einer Funktion zu finden? - Wie kannst du sicherstellen, dass es sich tatsächlich um ein Maximum handelt? - Welche Werte musst du am Ende berechnen: die Menge, den Preis oder den Geldbetrag?

Lösung

1. Der Erlös \(E(x)\) ist das Produkt aus Menge \(x\) und Preis \(p(x)\): \(E(x) = x \cdot (360 - 1{,}5x) = 360x - 1{,}5x^2\). 2. Zur Bestimmung des Maximums wird die erste Ableitung gebildet und gleich null gesetzt: \(E'(x) = 360 - 3x\). Aus \(360 - 3x = 0\) folgt \(x = 120\). Die zweite Ableitung \(E''(x) = -3\) ist negativ, somit liegt bei \(x = 120\) ein Maximum vor. 3. Der maximale Erlös beträgt \(E(120) = 360 \cdot 120 - 1{,}5 \cdot 120^2 = 43\,200 - 21\,600 = 21\,600\,\text{€}\). Der zugehörige Preis ergibt sich aus \(p(120) = 360 - 1{,}5 \cdot 120 = 180\,\text{€}\).

Antwort

1. \(E(x) = 360x - 1{,}5x^2\) 2. Die optimale Absatzmenge liegt bei \(120\) Stück. 3. Der maximale Erlös beträgt \(21\,600\,\text{€}\) bei einem Stückpreis von \(180\,\text{€}\).
42929813
Ein Veranstalter plant ein Konzert in einer Halle. Er weiß aus Erfahrung, dass die Anzahl der Besucher \(x\) vom Ticketpreis \(p\) (in Euro) abhängt. Diese Beziehung wird durch die Funktion \(x(p) = 600 - 25p\) beschrieben. Ermittle den Ticketpreis \(p\), der den Gesamterlös des Veranstalters maximiert. Wie viele Besucher werden zu diesem Preis erwartet und wie hoch ist der maximale Umsatz?

Denkanstöße

- In dieser Aufgabe ist der Preis die Variable, von der alles abhängt. - Wie stellst du die Formel für den Umsatz auf, wenn du den Preis \(p\) und die Besucheranzahl \(x(p)\) kennst? - Suche die Stelle, an der die Steigung der Umsatzfunktion null ist. - Denk daran, am Ende sowohl den Preis als auch die Menge und den Gesamtwert anzugeben.

Lösung

1. Die Umsatzfunktion \(U(p)\) ergibt sich aus Preis mal Besucheranzahl: \(U(p) = p \cdot x(p) = p \cdot (600 - 25p) = 600p - 25p^2\). 2. Um das Maximum zu finden, wird die Ableitung nach \(p\) gebildet: \(U'(p) = 600 - 50p\). 3. Nullsetzen der Ableitung: \(600 - 50p = 0 \Rightarrow 50p = 600 \Rightarrow p = 12\). Da \(U''(p) = -50 < 0\), liegt ein Maximum vor. 4. Die Besucherzahl bei \(p = 12\) ist \(x(12) = 600 - 25 \cdot 12 = 600 - 300 = 300\). 5. Der maximale Umsatz beträgt \(U(12) = 12 \cdot 300 = 3\,600\,\text{€}\).

Antwort

Der optimale Ticketpreis beträgt \(12\,\text{€}\). Bei diesem Preis werden \(300\) Besucher erwartet, was zu einem maximalen Umsatz von \(3\,600\,\text{€}\) führt.
42929913
Ein Unternehmen für Mikrochips beschreibt seine Gesamtkosten (in Euro) durch die Funktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 12x^2 + 60x + 256\), wobei \(x\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) darstellt (\(x > 0\)). Unter den Stückkosten \(k(x)\) versteht man die durchschnittlichen Kosten pro produzierter Mengeneinheit. Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Stückkosten minimal sind, und berechne den Wert dieser minimalen Stückkosten.

Denkanstöße

- Wie berechnest du den Durchschnittswert der Kosten, wenn du die Gesamtkosten kennst? - Erinnere dich an das notwendige Kriterium für Extremstellen einer Funktion. - Kannst du die Gleichung durch Multiplikation mit \(x^2\) so umformen, dass kein Bruch mehr vorkommt? - Denk daran, dein Ergebnis mit der zweiten Ableitung auf ein Minimum zu prüfen.

Lösung

1. Aufstellen der Stückkostenfunktion: \(k(x) = \frac{K(x)}{x} = x^2 - 12x + 60 + \frac{256}{x}\). 2. Ableiten der Stückkostenfunktion: \(k'(x) = 2x - 12 - \frac{256}{x^2}\). 3. Bestimmen der Nullstellen von \(k'(x)\): \(2x - 12 - \frac{256}{x^2} = 0 \Leftrightarrow 2x^3 - 12x^2 - 256 = 0 \Leftrightarrow x^3 - 6x^2 - 128 = 0\). Durch Probieren oder systematisches Lösen ergibt sich \(x = 8\) als einzige reelle Lösung. 4. Überprüfen der Art des Extremums mit der zweiten Ableitung: \(k''(x) = 2 + \frac{512}{x^3}\). Es gilt \(k''(8) = 2 + \frac{512}{512} = 3 > 0\), somit liegt bei \(x = 8\) ein lokales Minimum vor. 5. Berechnen des minimalen Stückkostenwerts: \(k(8) = 8^2 - 12 \cdot 8 + 60 + \frac{256}{8} = 64 - 96 + 60 + 32 = 60\).

Antwort

Die Stückkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(x = 8\,\text{ME}\) minimal. Die minimalen Stückkosten betragen \(60\,\text{€}\,\text{ME}^{-1}\).
42930113
Ein Unternehmen stellt exklusive Designer-Stehlampen her. Die monatlichen Gesamtkosten \(K\) (in Geldeinheiten GE) hängen von der produzierten Stückzahl \(x\) (in Mengeneinheiten ME) ab und werden durch die Funktion \(K(x) = x^3 - 15x^2 + 100x + 10\) beschrieben. Jede verkaufte Mengeneinheit erzielt einen Erlös von \(52\,\text{GE}\). a) Bestimme die Gewinnfunktion \(G(x)\). Berechne die Gewinnzone, in der das Unternehmen einen Gewinn erzielt (Hinweis: Eine Nullstelle der Gewinnfunktion liegt bei \(x = 5\)). b) Ermittle die Produktionsmenge, bei der der Gewinn maximal ist, und berechne diesen maximalen Gewinn.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Gewinn aus Erlös und Kosten? - Was bedeutet es mathematisch für die Gewinnfunktion, wenn ein Unternehmen „mit Gewinn“ arbeitet? - Wie findest du die Stellen, an denen eine Funktion ihren höchsten Wert erreicht? - Welche Ableitungen benötigst du, um die Art eines Extrempunktes zu bestimmen?

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x) = 52x - (x^3 - 15x^2 + 100x + 10) = -x^3 + 15x^2 - 48x - 10\). 2. Berechnung der Nullstellen von \(G(x)\): Durch den Hinweis \(x_1 = 5\) und Polynomdivision ergibt sich \((x-5)(-x^2 + 10x + 2) = 0\). Die weiteren Nullstellen liegen bei \(x = 5 \pm \sqrt{27}\), also \(x_2 \approx -0{,}20\) (ökonomisch nicht relevant) und \(x_3 \approx 10{,}20\). 3. Bestimmung der Gewinnzone: Da der Graph der Gewinnfunktion zwischen den positiven Nullstellen oberhalb der \(x\)-Achse verläuft, liegt die Gewinnzone im Intervall \((5; 10{,}20)\). 4. Ermittlung des Gewinnmaximums: Die erste Ableitung \(G'(x) = -3x^2 + 30x - 48\) gleich Null setzen liefert \(x^2 - 10x + 16 = 0\), woraus die Extremstellen \(x = 2\) (Minimum) und \(x = 8\) (Maximum) folgen. 5. Berechnung des maximalen Gewinns: Einsetzen von \(x = 8\) in \(G(x)\) ergibt \(G(8) = -8^3 + 15 \cdot 8^2 - 48 \cdot 8 - 10 = 54\). Das Gewinnmaximum liegt bei \(8\,\text{ME}\) mit einem Gewinn von \(54\,\text{GE}\).

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 15x^2 - 48x - 10\); Gewinnzone: \((5; 10{,}20)\) (in ME). b) Das Gewinnmaximum liegt bei \(x = 8\,\text{ME}\) und beträgt \(54\,\text{GE}\).
42930713
Für die Produktion eines Bauteils wird die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = 0{,}001x^3 - 0{,}06x^2 + 5x + 100\) modelliert. Dabei gibt \(x > 0\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) an und \(K(x)\) die Gesamtkosten in Geldeinheiten (GE). a) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Grenzkosten \(K'(x)\) ihr Minimum annehmen. b) Berechne die Produktionsmenge \(x\), für welche die Durchschnittskosten \(V(x) = \frac{K(x)}{x}\) minimal sind. c) Weise rechnerisch nach, dass an der in Teilaufgabe b) bestimmten Stelle die Grenzkosten identisch mit den Durchschnittskosten sind.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie die Funktion der Grenzkosten aus der Gesamtkostenfunktion hervorgeht. - Das Minimum einer Funktion findest du dort, wo ihre Ableitung Null ist und ein Vorzeichenwechsel vorliegt. - Erinnere dich daran, dass die Durchschnittskosten die Kosten pro produzierter Einheit angeben. - Um eine Gleichung dritten Grades wie in b) zu lösen, kannst du Werte testen oder ein Näherungsverfahren nutzen.

Lösung

1. Grenzkostenfunktion bilden: \(K'(x) = 0{,}003x^2 - 0{,}12x + 5\). 2. Minimum der Grenzkosten durch Nullsetzen der zweiten Ableitung bestimmen: \(K''(x) = 0{,}006x - 0{,}12 = 0 \Rightarrow x = 20\). Da \(K'''(x) = 0{,}006 > 0\), liegt ein Minimum vor. Die Grenzkosten sind bei \(x = 20\,\text{ME}\) minimal. 3. Durchschnittskostenfunktion aufstellen: \(V(x) = 0{,}001x^2 - 0{,}06x + 5 + \frac{100}{x}\). 4. Ableitung der Durchschnittskosten bilden: \(V'(x) = 0{,}002x - 0{,}06 - \frac{100}{x^2}\). 5. Minimum der Durchschnittskosten durch \(V'(x) = 0\) bestimmen: \(0{,}002x^3 - 0{,}06x^2 - 100 = 0\). Durch systematisches Probieren oder Lösen ergibt sich \(x = 50\). 6. Grenzkosten an der Stelle \(x = 50\) berechnen: \(K'(50) = 0{,}003 \cdot 50^2 - 0{,}12 \cdot 50 + 5 = 7{,}5 - 6 + 5 = 6{,}5\). 7. Durchschnittskosten an der Stelle \(x = 50\) berechnen: \(V(50) = 0{,}001 \cdot 50^2 - 0{,}06 \cdot 50 + 5 + \frac{100}{50} = 2{,}5 - 3 + 5 + 2 = 6{,}5\). Somit gilt \(K'(50) = V(50)\).

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei \(x = 20\,\text{ME}\) minimal. b) Die Durchschnittskosten sind bei \(x = 50\,\text{ME}\) minimal (Betriebsoptimum). c) An der Stelle \(x = 50\) gilt \(K'(50) = V(50) = 6{,}5\,\text{GE}\,\text{ME}^{-1}\).
42931713
Ein Hersteller von Elektronikbauteilen analysiert seine Ausgaben mithilfe der Kostenfunktion \(K(x) = 0{,}01x^3 - 3x^2 + 400x + 5000\). Hierbei gibt \(x\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) an und \(K(x)\) die Gesamtkosten in Geldeinheiten (GE). Der Erlös wird durch die Funktion \(E(x) = 463 \cdot x\) modelliert. a) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Grenzkosten ein Minimum annehmen. b) Stelle die Gewinnfunktion \(G(x)\) auf und berechne die Produktionsmenge, die den maximalen Gewinn liefert.

Denkanstöße

- Was versteht man unter Grenzkosten in der Mathematik? - Wie hängen die Grenzkosten mit der Steigung der Kostenkurve zusammen? - Der Gewinn ist der Teil des Erlöses, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. - Erinnere dich an die notwendigen und hinreichenden Kriterien für Extremstellen einer Funktion.

Lösung

1. Zur Bestimmung des Grenzkostenminimums wird die erste Ableitung der Kostenfunktion \(K'(x) = 0{,}03x^2 - 6x + 400\) gebildet. 2. Die Minimalstelle der Grenzkostenfunktion wird über die Bedingung \(K''(x) = 0\) gefunden: \(0{,}06x - 6 = 0 \Rightarrow x = 100\). Mit \(K'''(100) = 0{,}06 > 0\) liegt ein lokales Minimum bei \(x = 100\,\text{ME}\) vor. 3. Die Gewinnfunktion lautet \(G(x) = E(x) - K(x) = -0{,}01x^3 + 3x^2 + 63x - 5000\). 4. Zur Gewinnmaximierung wird \(G'(x) = -0{,}03x^2 + 6x + 63 = 0\) gesetzt. Die quadratische Gleichung \(x^2 - 200x - 2100 = 0\) führt zu den Lösungen \(x_1 = 210\) und \(x_2 = -10\). 5. Da nur \(x > 0\) ökonomisch sinnvoll ist und \(G''(210) = -0{,}06 \cdot 210 + 6 = -6{,}6 < 0\) gilt, liegt das Gewinnmaximum bei \(x = 210\,\text{ME}\).

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(100\,\text{ME}\) minimal. b) Die Gewinnfunktion lautet \(G(x) = -0{,}01x^3 + 3x^2 + 63x - 5000\). Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(210\,\text{ME}\) erreicht.
42651013
Ein Reiseveranstalter plant eine Busreise in die Alpen. Der Reisebus verfügt über insgesamt \(60\) Plätze. Bei einem Reisepreis von \(400{,}00\,\text{€}\) pro Person liegen dem Veranstalter \(30\) Buchungen vor. Erfahrungswerte aus vergangenen Jahren zeigen einen linearen Zusammenhang zwischen dem Preis und der Nachfrage: Pro \(10{,}00\,\text{€}\) Preisnachlass erhöht sich die Anzahl der Teilnehmer um durchschnittlich \(2\) Personen. Ermittle die Erlösfunktion \(E(p)\) in Abhängigkeit vom Reisepreis \(p\). Berechne denjenigen Reisepreis, der dem Veranstalter den maximalen Gesamterlös einbringt, und prüfe, ob die Kapazität des Busses dabei eingehalten wird.

Denkanstöße

- Kannst du die Anzahl der Teilnehmer als eine lineare Funktion des Preises beschreiben? - Wie berechnet man den Gesamterlös aus dem Preis pro Person und der Anzahl der Personen? - Achte darauf, dass die Anzahl der Teilnehmer nicht größer als die verfügbaren Plätze im Bus sein darf. - Welche mathematische Bedingung muss für ein Maximum der Erlösfunktion erfüllt sein?

Lösung

1. Aufstellen der linearen Nachfragefunktion \(n(p)\): Mit der Steigung \(m = \frac{\Delta n}{\Delta p} = \frac{2}{-10} = -0{,}2\) und dem Punkt \((400|30)\) ergibt sich \(n(p) = -0{,}2 \cdot (p - 400) + 30 = -0{,}2p + 110\). 2. Aufstellen der Erlösfunktion: \(E(p) = p \cdot n(p) = p \cdot (-0{,}2p + 110) = -0{,}2p^2 + 110p\). 3. Bestimmung des Maximums: Die erste Ableitung \(E'(p) = -0{,}4p + 110\) wird null gesetzt: \(-0{,}4p + 110 = 0 \Rightarrow p = 275\). 4. Überprüfung der Kapazität: Bei einem Preis von \(275\,\text{€}\) beträgt die Teilnehmerzahl \(n(275) = -0{,}2 \cdot 275 + 110 = 55\). Da \(55 \le 60\), wird die Kapazitätsgrenze nicht überschritten. 5. Bestätigung des Maximums: Da \(E(p)\) eine nach unten geöffnete Parabel ist, stellt der Scheitelpunkt bei \(p = 275\) das globale Maximum dar.

Antwort

Die Erlösfunktion lautet \(E(p) = -0{,}2p^2 + 110p\). Der maximale Erlös wird bei einem Reisepreis von \(275{,}00\,\text{€}\) erzielt. Die Teilnehmerzahl liegt dann bei \(55\) Personen, womit die Kapazität von \(60\) Plätzen eingehalten wird.
42916213
Die Kosten für die Produktion von biologischem Flüssigdünger werden durch die Funktion \(K\) mit \(K(x) = 0{,}01x^3 - 1{,}35x^2 + 70x + 1\,200\) modelliert. Dabei ist \(x\) die Menge in Mengeneinheiten (ME) und \(K(x)\) die Kosten in Euro. Der Dünger wird zu einem Marktpreis von \(100\,\text{€}\) pro ME verkauft. a) Bestimme die Gewinnfunktion \(G(x)\). b) Berechne die Produktionsmenge, für die der Gewinn maximal wird, und gib diesen Gewinn an. c) Die „Gewinnzone“ ist das Intervall der Produktionsmengen, in dem der Gewinn positiv ist. Bestimme die Grenzen der Gewinnzone.

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen Preis, Menge und Erlös. - Wie gehst du vor, um die Nullstellen einer quadratischen Gleichung zu finden? - Achte darauf, dass nur positive Produktionsmengen ökonomisch sinnvoll sind. - Die Grenzen der Gewinnzone sind die Punkte, an denen der Gewinn genau Null ist.

Lösung

1. Gewinnfunktion: \(G(x) = 100x - (0{,}01x^3 - 1{,}35x^2 + 70x + 1\,200) = -0{,}01x^3 + 1{,}35x^2 + 30x - 1\,200\). 2. Notwendige Bedingung für Extremstellen: \(G'(x) = -0{,}03x^2 + 2{,}7x + 30 = 0\). Division durch \(-0{,}03\) ergibt \(x^2 - 90x - 1\,000 = 0\). 3. Nullstellen von \(G'(x)\): Die Anwendung der p-q-Formel liefert \(x = 45 \pm \sqrt{2\,025 + 1\,000} = 45 \pm 55\). Damit sind \(x_1 = -10\) (ökonomisch nicht sinnvoll) und \(x_2 = 100\). 4. Hinreichende Bedingung: \(G''(x) = -0{,}06x + 2{,}7\). Da \(G''(100) = -6 + 2{,}7 = -3{,}3 < 0\), liegt bei \(x = 100\) ein Maximum vor. 5. Maximaler Gewinn: \(G(100) = -10\,000 + 13\,500 + 3\,000 - 1\,200 = 5\,300\,\text{€}\). 6. Gewinnzone: Suche nach den Nullstellen von \(G(x) = -0{,}01x^3 + 1{,}35x^2 + 30x - 1\,200\). Durch numerische Verfahren oder Probieren finden sich die relevanten Nullstellen bei \(x \approx 21{,}91\) (Gewinnschwelle) und \(x \approx 149{,}69\) (Gewinngrenze). Die Gewinnzone liegt somit im Intervall \((21{,}91; 149{,}69)\).

Antwort

a) \(G(x) = -0{,}01x^3 + 1{,}35x^2 + 30x - 1\,200\) b) Der maximale Gewinn von \(5\,300\,\text{€}\) wird bei einer Menge von \(100\,\text{ME}\) erreicht. c) Die Gewinnzone liegt zwischen ca. \(21{,}91\,\text{ME}\) und \(149{,}69\,\text{ME}\).
42930213
Ein Hersteller von E-Scootern analysiert seine Kostenstruktur. Die Gesamtkostenfunktion wird durch \(K(x) = 0{,}5x^3 - 9x^2 + 100x + 80\) beschrieben, wobei \(x\) die Ausbringungsmenge in ME und \(K\) die Kosten in GE angibt. Der Marktpreis pro E-Scooter beträgt \(70\,\text{GE}\). a) Bestimme die Erlösfunktion \(E(x)\) sowie die Gewinnfunktion \(G(x)\). Berechne die Gewinnschwelle und die Gewinngrenze (Hinweis: Die Gewinnschwelle liegt bei \(x = 8\)). b) Bei welcher Ausbringungsmenge \(x\) erreicht das Unternehmen sein Gewinnmaximum? Wie hoch ist der Gewinn an dieser Stelle?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie sich der Gesamterlös aus dem Preis und der verkauften Menge zusammensetzt. - Die Gewinnschwelle und Gewinngrenze sind die Grenzen der Gewinnzone – was gilt dort für den Gewinn? - Nutze die Ableitungsregeln, um die notwendige Bedingung für ein Maximum zu prüfen. - Vergiss nicht zu prüfen, ob es sich tatsächlich um ein Maximum oder ein Minimum handelt.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionen: \(E(x) = 70x\) und \(G(x) = E(x) - K(x) = -0{,}5x^3 + 9x^2 - 30x - 80\). 2. Berechnung von Gewinnschwelle und -grenze: \(G(x) = 0\). Mit \(x_1 = 8\) und Polynomdivision folgt \((x-8)(-0{,}5x^2 + 5x + 10) = 0\). Die Mitternachtsformel für den quadratischen Term liefert \(x = 5 \pm \sqrt{45}\). Die relevanten Nullstellen sind \(x_1 = 8\) (Gewinnschwelle) und \(x_3 \approx 11{,}71\) (Gewinngrenze). 3. Bestimmung des Extremums: \(G'(x) = -1{,}5x^2 + 18x - 30 = 0\). Division durch \(-1{,}5\) ergibt \(x^2 - 12x + 20 = 0\), woraus \(x = 2\) und \(x = 10\) folgen. 4. Überprüfung der Art des Extremums: \(G''(x) = -3x + 18\). Da \(G''(10) = -12 < 0\), liegt bei \(x = 10\) ein Maximum vor. 5. Berechnung des Funktionswerts: \(G(10) = -0{,}5 \cdot 1000 + 9 \cdot 100 - 30 \cdot 10 - 80 = 20\). Das Maximum liegt bei \(10\,\text{ME}\) mit einem Gewinn von \(20\,\text{GE}\).

Antwort

a) \(E(x) = 70x\); \(G(x) = -0{,}5x^3 + 9x^2 - 30x - 80\); Gewinnschwelle: \(8\,\text{ME}\); Gewinngrenze: \(\approx 11{,}71\,\text{ME}\). b) Das Gewinnmaximum liegt bei \(x = 10\,\text{ME}\). Der maximale Gewinn beträgt \(20\,\text{GE}\).
42930813
Ein Unternehmen analysiert seine Kostenstruktur mithilfe der Funktion \(K(x) = 0{,}002x^3 - 0{,}1x^2 + 8x + 500\) für \(x > 0\). a) Berechne die Produktionsmenge \(x\), bei der der Zuwachs der Kosten (die Grenzkosten) am geringsten ist. b) Bestimme näherungsweise die Produktionsmenge \(x\), bei der die Kosten pro Stück (Durchschnittskosten) minimal sind. c) Die Durchschnittskosten an einer Stelle \(x\) entsprechen geometrisch der Steigung der Ursprungsgeraden durch den Punkt \((x \mid K(x))\). Begründe hiermit ohne weitere Rechnung, dass im Minimum der Durchschnittskostenkurve die Grenzkosten gleich den Durchschnittskosten sein müssen.

Denkanstöße

- Wie hängen Grenzkosten und die Ableitung der Kostenfunktion zusammen? - Für die näherungsweise Bestimmung in b) kannst du eine Wertetabelle nutzen oder gezielt Werte einsetzen, um das Vorzeichen der Ableitung zu prüfen. - Überlege dir für c), wann eine Gerade durch den Ursprung, die einen Funktionsgraphen schneidet, die geringste Steigung hat.

Lösung

1. Die Grenzkostenfunktion ist \(K'(x)=0{,}006x^2-0{,}2x+8\). Ihr Minimum liegt an der Nullstelle von \(K''(x)=0{,}012x-0{,}2\), also bei \(x=\frac{0{,}2}{0{,}012}\approx16{,}67\,\text{ME}\). 2. Die Durchschnittskostenfunktion lautet \(V(x)=\frac{K(x)}{x}=0{,}002x^2-0{,}1x+8+\frac{500}{x}\). Damit ist \(V'(x)=0{,}004x-0{,}1-\frac{500}{x^2}\). 3. Die Gleichung \(V'(x)=0\) besitzt für \(x>0\) näherungsweise die Lösung \(x\approx59{,}87\). Es gilt \(V''(x)=0{,}004+\frac{1\,000}{x^3}>0\) für \(x>0\). Zudem strebt \(V(x)\) sowohl für \(x\to0^+\) als auch für \(x\to\infty\) gegen unendlich. Daher liegt bei \(x\approx59{,}87\) das globale Minimum der Durchschnittskosten. 4. Die Durchschnittskosten sind die Steigung der Ursprungsgeraden durch \((x \mid K(x))\). Diese Steigung ist minimal, wenn die Ursprungsgerade den Graphen von \(K\) berührt. Im Berührpunkt stimmt ihre Steigung mit der Tangentensteigung \(K'(x)\) überein. Daher sind dort Durchschnittskosten und Grenzkosten gleich.

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei \(x\approx16{,}67\,\text{ME}\) minimal. b) Die Durchschnittskosten sind bei \(x\approx59{,}87\,\text{ME}\), gerundet also bei \(60\,\text{ME}\), minimal. c) Im Berührpunkt stimmen die Steigung der Ursprungsgeraden (Durchschnittskosten) und die Tangentensteigung (Grenzkosten) überein.
42931813
Für die Produktion von Spezialpumpen in einem mittelständischen Unternehmen gilt die Kostenfunktion \(K(x) = 0{,}5x^3 - 15x^2 + 600x + 2000\) (\(x\) in Stück, \(K(x)\) in \(\text{€}\)). a) Ermittle die Produktionsmenge, bei der die Zunahme der Kosten pro produziertem Stück am geringsten ist (Minimum der Grenzkosten). b) Berechne das Betriebsoptimum, also die Produktionsmenge, bei der die Durchschnittskosten pro Stück (\(\frac{K(x)}{x}\)) minimal sind. c) Das Unternehmen verkauft jede Pumpe zu einem Festpreis von \(744{,}00\,\text{€}\). Bestimme die gewinnmaximale Ausbringungsmenge.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Durchschnittskosten für eine gegebene Menge? - An welcher Stelle schneiden sich die Grenzkostenkurve und die Durchschnittskostenkurve? - Welche Bedingung muss für die erste Ableitung einer Funktion an einer Extremstelle gelten? - Überlege dir, ob alle mathematisch möglichen Lösungen im Sachzusammenhang sinnvoll sind.

Lösung

1. Berechnung der Grenzkostenfunktion: \(K'(x) = 1{,}5x^2 - 30x + 600\). Das Minimum der Grenzkosten liegt bei \(K''(x) = 3x - 30 = 0\), also bei \(x = 10\,\text{Stück}\). 2. Aufstellen der Durchschnittskostenfunktion: \(\bar{k}(x) = \frac{K(x)}{x} = 0{,}5x^2 - 15x + 600 + \frac{2000}{x}\). Das Betriebsoptimum wird erreicht, wenn die Grenzkosten gleich den Durchschnittskosten sind: \(1{,}5x^2 - 30x + 600 = 0{,}5x^2 - 15x + 600 + \frac{2000}{x}\). 3. Vereinfachen der Gleichung: \(x^2 - 15x = \frac{2000}{x} \Rightarrow x^3 - 15x^2 - 2000 = 0\). Durch systematisches Probieren oder Einsetzen findet man die Nullstelle \(x = 20\,\text{Stück}\). 4. Gewinnmaximierung: \(G'(x) = E'(x) - K'(x) = 0\), also \(744 - (1{,}5x^2 - 30x + 600) = 0\). Dies führt zu \(-1{,}5x^2 + 30x + 144 = 0\) bzw. \(x^2 - 20x - 96 = 0\). 5. Die Lösungen sind \(x_1 = 24\) und \(x_2 = -4\). Das Gewinnmaximum liegt bei \(x = 24\,\text{Stück}\) (da \(G''(24) = -3 \cdot 24 + 30 = -42 < 0\)).

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei \(10\,\text{Stück}\) minimal. b) Das Betriebsoptimum liegt bei \(20\,\text{Stück}\). c) Die gewinnmaximale Menge beträgt \(24\,\text{Stück}\).

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