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Stellen Sie aus rund 22.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Ökonomische Optimierung

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42650913
Ein Fitnessstudio hat aktuell \(800\) Mitglieder, die einen monatlichen Beitrag von \(45{,}00\,\text{€}\) zahlen. Die Geschäftsführung möchte den Umsatz maximieren und stellt dazu Marktanalysen an. Diese zeigen, dass pro \(1{,}00\,\text{€}\) Beitragserhöhung mit einem Verlust von \(10\) Mitgliedern zu rechnen ist. Umgekehrt würde jede Senkung des Beitrags um \(1{,}00\,\text{€}\) dazu führen, dass \(10\) neue Mitglieder eintreten. Bestimme den monatlichen Mitgliedsbeitrag, bei dem der monatliche Gesamtumsatz des Fitnessstudios maximal ist. Berechne zudem diesen maximalen Umsatz sowie die zugehörige Mitgliederzahl.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich der Preis und die Anzahl der Mitglieder ändern, wenn du den Beitrag um einen bestimmten Betrag erhöhst oder senkst. - Stelle eine Funktionsgleichung für den Gesamtumsatz auf, indem du den Preis pro Person mit der Anzahl der Personen multiplizierst. - Denk daran, dass der Scheitelpunkt einer nach unten geöffneten Parabel das Maximum angibt. - Prüfe am Ende, ob alle geforderten Werte (Preis, Mitgliederzahl und Umsatz) berechnet wurden.

Lösung

1. Aufstellen der Preis- und Mengenfunktion in Abhängigkeit von der Beitragsänderung \(x\) (in \(€\)): Der Preis pro Mitglied ist \(p(x) = 45 + x\), die Anzahl der Mitglieder beträgt \(n(x) = 800 - 10x\). 2. Aufstellen der Umsatzfunktion: \(U(x) = p(x) \cdot n(x) = (45 + x) \cdot (800 - 10x) = -10x^2 + 350x + 36\,000\). 3. Bestimmung des Extremwerts durch die erste Ableitung: \(U'(x) = -20x + 350\). Setzt man \(U'(x) = 0\), ergibt sich \(x = 17{,}5\). 4. Überprüfung der Art des Extremums: \(U''(x) = -20 < 0\), somit liegt ein lokales Maximum vor. 5. Berechnung der Zielwerte: Der optimale Beitrag liegt bei \(45 + 17{,}5 = 62{,}50\,\text{€}\). Die Mitgliederzahl beträgt \(800 - 10 \cdot 17{,}5 = 625\). Der maximale Umsatz beläuft sich auf \(62{,}50 \cdot 625 = 39\,062{,}50\,\text{€}\).

Antwort

Der maximale Umsatz wird bei einem monatlichen Beitrag von \(62{,}50\,\text{€}\) erreicht. Das Studio hat dann \(625\) Mitglieder und erzielt einen Umsatz von \(39\,062{,}50\,\text{€}\).
42916113
Ein Unternehmen stellt Akkumulatoren für Solaranlagen her. Die monatlichen Gesamtkosten \(K(x)\) (in Euro) hängen von der produzierten Menge \(x\) (in Stück) ab und werden durch die Funktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 30x^2 + 500x + 1000\) beschrieben. Jeder verkaufte Akkumulator erzielt am Markt einen Festpreis von \(500\,\text{€}\). Es wird davon ausgegangen, dass die gesamte Produktion abgesetzt werden kann. a) Stelle die Gewinnfunktion \(G\) auf. b) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei welcher der monatliche Gewinn am größten ist. Wie hoch ist dieser maximale Gewinn? c) Ermittle die Produktionsmengen, bei denen das Unternehmen einen Verlust erwirtschaftet (negativer Gewinn).

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Gewinn aus Erlös und Kosten? - Welche Bedingung muss für die erste Ableitung an einer Extremstelle gelten? - Wie kannst du mit der zweiten Ableitung prüfen, ob es sich um ein Maximum handelt? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Unternehmen Verlust macht? - Kannst du die Nullstellen der Gewinnfunktion näherungsweise bestimmen oder berechnen?

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x)\). Mit \(E(x) = 500x\) ergibt sich \(G(x) = 500x - (x^3 - 30x^2 + 500x + 1000) = -x^3 + 30x^2 - 1000\). 2. Bestimmung des Gewinnmaximums: Ableitung bilden \(G'(x) = -3x^2 + 60x\). Nullstellen der Ableitung: \(-3x(x - 20) = 0\), daraus folgen \(x_1 = 0\) und \(x_2 = 20\). 3. Überprüfung mit der zweiten Ableitung: \(G''(x) = -6x + 60\). Da \(G''(20) = -120 + 60 = -60 < 0\), liegt bei \(x = 20\) ein lokales Maximum vor. 4. Berechnung des maximalen Gewinns: \(G(20) = -(20)^3 + 30 \cdot (20)^2 - 1000 = -8000 + 12\,000 - 1000 = 3000\,\text{€}\). 5. Bestimmung der Verlustbereiche: Lösen der Gleichung \(G(x) = 0\), also \(-x^3 + 30x^2 - 1000 = 0\). Die Nullstellen liegen bei \(x \approx 6{,}53\) und \(x \approx 28{,}79\) (sowie eine negative Lösung). Im kontinuierlichen Modell liegt ein Verlust (\(G(x) < 0\)) für \(0 \le x < 6{,}53\) und für \(x > 28{,}79\) vor. Da \(x\) eine Stückzahl ist, bedeutet dies für ganzzahlige Produktionsmengen: Verlust bei \(x = 0, 1, \ldots, 6\) und bei \(x \ge 29\). 6. Für \(x\geq0\) gilt \(G'(x)>0\) auf \(]0;20[\) und \(G'(x)<0\) für \(x>20\). Damit ist das Gewinnmaximum bei \(x=20\) global.

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 30x^2 - 1000\) b) Das Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(20\) Stück; der Gewinn beträgt dort \(3000\,\text{€}\). c) Im kontinuierlichen Modell entsteht ein Verlust für \(0 \le x < 6{,}53\) und für \(x > 28{,}79\). Für ganzzahlige Stückzahlen gilt: Verlust bei \(0\) bis \(6\) Stück und ab \(29\) Stück.
42929513
Ein Unternehmen produziert Spezialbauteile. Die Gesamtkosten für die Produktion von \(x\) Mengeneinheiten (ME) werden durch die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 6x^2 + 25x + 50\) beschrieben. Jede verkaufte Mengeneinheit erzielt einen festen Marktpreis von \(40\,\text{GE}\) (Geldeinheiten). a) Stelle die Gewinnfunktion \(G(x)\) auf. b) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der das Unternehmen den maximalen Gewinn erzielt. c) Wie hoch ist der maximale Gewinn in Geldeinheiten?

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie man den Erlös aus dem Preis und der Menge berechnet. - Der Gewinn ist die Differenz zwischen dem, was man einnimmt, und dem, was die Herstellung kostet. - Um eine Stelle mit maximalem Wert zu finden, hilft die erste Ableitung der Funktion. - Vergiss nicht zu prüfen, ob es sich tatsächlich um ein Maximum handelt (zweite Ableitung oder Vorzeichenwechsel). - Achte darauf, dass Produktionsmengen in der Realität nicht negativ sein können.

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x)\). Mit \(E(x) = 40x\) ergibt sich \(G(x) = 40x - (x^3 - 6x^2 + 25x + 50) = -x^3 + 6x^2 + 15x - 50\). 2. Bestimmung der Ableitungen: \(G'(x) = -3x^2 + 12x + 15\) und \(G''(x) = -6x + 12\). 3. Notwendige Bedingung für Extrema: \(G'(x) = 0 \Rightarrow -3(x^2 - 4x - 5) = 0\). Die Lösungen der quadratischen Gleichung sind \(x_1 = 5\) und \(x_2 = -1\). Da die Produktionsmenge nicht negativ sein kann, ist nur \(x = 5\) relevant. 4. Hinreichende Bedingung prüfen: \(G''(5) = -6 \cdot 5 + 12 = -18\). Da \(G''(5) < 0\), liegt an der Stelle \(x = 5\) ein lokales Maximum vor. 5. Berechnung des maximalen Gewinns: \(G(5) = -(5)^3 + 6 \cdot (5)^2 + 15 \cdot 5 - 50 = -125 + 150 + 75 - 50 = 50\). 6. Für \(x\geq0\) gilt \(G'(x)>0\) auf \([0;5[\) und \(G'(x)<0\) für \(x>5\). Daher ist das Gewinnmaximum bei \(x=5\) global.

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 6x^2 + 15x - 50\) b) Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) erreicht. c) Der maximale Gewinn beträgt \(50\,\text{GE}\).
42929613
Der Gewinn eines Start-ups in Abhängigkeit von der produzierten Menge \(x\) (in ME) kann im betrachteten Produktionsbereich näherungsweise durch die Funktion \(G\) mit \(G(x) = -x^3 + 9x^2 - 15x - 20\) modelliert werden. a) In welchem Intervall der Produktionsmenge \(x\) steigt der Gewinn des Unternehmens an? b) Untersuche, bei welcher Produktionsmenge \(x\) ein lokales Gewinnmaximum vorliegt, und gib dieses an.

Denkanstöße

- Wenn eine Funktion ansteigt, was sagt das über das Vorzeichen ihrer ersten Ableitung aus? - Bestimme zuerst die Stellen, an denen die Steigung null ist. - Untersuche die Bereiche zwischen diesen Stellen, um herauszufinden, wo die Funktion steigt oder fällt. - Ein Maximum liegt vor, wenn die Kurve von einer Steigung in ein Gefälle übergeht.

Lösung

1. Bestimmung der ersten Ableitung zur Untersuchung der Monotonie: \(G'(x) = -3x^2 + 18x - 15\). 2. Nullstellen der ersten Ableitung berechnen: \(-3(x^2 - 6x + 5) = 0\). Anwendung der p-q-Formel oder Faktorisierung liefert \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 5\). 3. Monotonieintervalle bestimmen: Da der Graph von \(G'\) eine nach unten geöffnete Parabel ist, gilt \(G'(x) > 0\) für \(1 < x < 5\). In diesem Intervall ist die Gewinnfunktion streng monoton steigend. 4. Lokale Extrema klassifizieren: Die zweite Ableitung ist \(G''(x) = -6x + 18\). 5. Prüfung der Stellen: \(G''(1) = 12 > 0\) (lokales Minimum), \(G''(5) = -12 < 0\) (lokales Maximum). 6. Ergebnis: Der Gewinn steigt im Bereich \(1 < x < 5\) an. Das lokale Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) und hat den Wert \(G(5) = 5\).

Antwort

a) Der Gewinn steigt im Intervall \((1; 5)\) bzw. für \(1 < x < 5\) an. b) Ein lokales Gewinnmaximum liegt bei einer Produktionsmenge von \(x = 5\,\text{ME}\) vor; der maximale Funktionswert beträgt \(G(5) = 5\).
42929713
Ein Hersteller von hochwertigen Outdoor-Rucksäcken hat für ein neues Modell die Preis-Absatz-Funktion \(p(x) = 360 - 1{,}5x\) ermittelt. Dabei gibt \(x\) die Anzahl der verkauften Rucksäcke an und \(p(x)\) den Preis pro Stück in Euro. 1. Stelle die Funktionsgleichung für den Gesamterlös \(E(x)\) auf. 2. Bestimme die Absatzmenge \(x\), bei der der Erlös sein Maximum erreicht. 3. Berechne den maximalen Erlös sowie den zugehörigen Verkaufspreis pro Rucksack.

Denkanstöße

- Wie hängt der Gesamterlös mathematisch mit der verkauften Menge und dem Preis zusammen? - Welches Werkzeug der Kurvendiskussion hilft dir dabei, den höchsten Punkt einer Funktion zu finden? - Wie kannst du sicherstellen, dass es sich tatsächlich um ein Maximum handelt? - Welche Werte musst du am Ende berechnen: die Menge, den Preis oder den Geldbetrag?

Lösung

1. Der Erlös \(E(x)\) ist das Produkt aus Menge \(x\) und Preis \(p(x)\): \(E(x) = x \cdot (360 - 1{,}5x) = 360x - 1{,}5x^2\). 2. Zur Bestimmung des Maximums wird die erste Ableitung gebildet und gleich null gesetzt: \(E'(x) = 360 - 3x\). Aus \(360 - 3x = 0\) folgt \(x = 120\). Die zweite Ableitung \(E''(x) = -3\) ist negativ, somit liegt bei \(x = 120\) ein Maximum vor. 3. Der maximale Erlös beträgt \(E(120) = 360 \cdot 120 - 1{,}5 \cdot 120^2 = 43\,200 - 21\,600 = 21\,600\,\text{€}\). Der zugehörige Preis ergibt sich aus \(p(120) = 360 - 1{,}5 \cdot 120 = 180\,\text{€}\).

Antwort

1. \(E(x) = 360x - 1{,}5x^2\) 2. Die optimale Absatzmenge liegt bei \(120\) Stück. 3. Der maximale Erlös beträgt \(21\,600\,\text{€}\) bei einem Stückpreis von \(180\,\text{€}\).
42929913
Ein Unternehmen für Mikrochips beschreibt seine Gesamtkosten (in Euro) durch die Funktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 12x^2 + 60x + 256\), wobei \(x\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) darstellt (\(x > 0\)). Unter den Stückkosten \(k(x)\) versteht man die durchschnittlichen Kosten pro produzierter Mengeneinheit. Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Stückkosten minimal sind, und berechne den Wert dieser minimalen Stückkosten.

Denkanstöße

- Wie berechnest du den Durchschnittswert der Kosten, wenn du die Gesamtkosten kennst? - Erinnere dich an das notwendige Kriterium für Extremstellen einer Funktion. - Kannst du die Gleichung durch Multiplikation mit \(x^2\) so umformen, dass kein Bruch mehr vorkommt? - Denk daran, dein Ergebnis mit der zweiten Ableitung auf ein Minimum zu prüfen.

Lösung

1. Aufstellen der Stückkostenfunktion: \(k(x) = \frac{K(x)}{x} = x^2 - 12x + 60 + \frac{256}{x}\). 2. Ableiten der Stückkostenfunktion: \(k'(x) = 2x - 12 - \frac{256}{x^2}\). 3. Bestimmen der Nullstellen von \(k'(x)\): \(2x - 12 - \frac{256}{x^2} = 0 \Leftrightarrow 2x^3 - 12x^2 - 256 = 0 \Leftrightarrow x^3 - 6x^2 - 128 = 0\). Durch Probieren oder systematisches Lösen ergibt sich \(x = 8\) als einzige reelle Lösung. 4. Überprüfen der Art des Extremums mit der zweiten Ableitung: \(k''(x) = 2 + \frac{512}{x^3}\). Es gilt \(k''(8) = 2 + \frac{512}{512} = 3 > 0\), somit liegt bei \(x = 8\) ein lokales Minimum vor. 5. Berechnen des minimalen Stückkostenwerts: \(k(8) = 8^2 - 12 \cdot 8 + 60 + \frac{256}{8} = 64 - 96 + 60 + 32 = 60\). 6. Für alle \(x>0\) gilt \(k''(x)>0\). Zudem ist \(k(x)\to\infty\) für \(x\to0^+\) und für \(x\to\infty\); das Minimum ist daher global.

Antwort

Die Stückkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(x = 8\,\text{ME}\) minimal. Die minimalen Stückkosten betragen \(60\,\text{€}\,\text{ME}^{-1}\).
42930113
Ein Unternehmen stellt exklusive Designer-Stehlampen her. Die monatlichen Gesamtkosten \(K\) (in Geldeinheiten GE) hängen von der produzierten Stückzahl \(x\) (in Mengeneinheiten ME) ab und werden durch die Funktion \(K(x) = x^3 - 15x^2 + 100x + 10\) beschrieben. Jede verkaufte Mengeneinheit erzielt einen Erlös von \(52\,\text{GE}\). a) Bestimme die Gewinnfunktion \(G(x)\). Berechne die Gewinnzone, in der das Unternehmen einen Gewinn erzielt (Hinweis: Eine Nullstelle der Gewinnfunktion liegt bei \(x = 5\)). b) Ermittle die Produktionsmenge, bei der der Gewinn maximal ist, und berechne diesen maximalen Gewinn.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Gewinn aus Erlös und Kosten? - Was bedeutet es mathematisch für die Gewinnfunktion, wenn ein Unternehmen „mit Gewinn“ arbeitet? - Wie findest du die Stellen, an denen eine Funktion ihren höchsten Wert erreicht? - Welche Ableitungen benötigst du, um die Art eines Extrempunktes zu bestimmen?

Lösung

1. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x) = 52x - (x^3 - 15x^2 + 100x + 10) = -x^3 + 15x^2 - 48x - 10\). 2. Berechnung der Nullstellen von \(G(x)\): Durch den Hinweis \(x_1 = 5\) und Polynomdivision ergibt sich \((x-5)(-x^2 + 10x + 2) = 0\). Die weiteren Nullstellen liegen bei \(x = 5 \pm \sqrt{27}\), also \(x_2 \approx -0{,}20\) (ökonomisch nicht relevant) und \(x_3 \approx 10{,}20\). 3. Bestimmung der Gewinnzone: Da der Graph der Gewinnfunktion zwischen den positiven Nullstellen oberhalb der \(x\)-Achse verläuft, liegt die Gewinnzone im Intervall \((5; 10{,}20)\). 4. Ermittlung des Gewinnmaximums: Die erste Ableitung \(G'(x) = -3x^2 + 30x - 48\) gleich Null setzen liefert \(x^2 - 10x + 16 = 0\), woraus die Extremstellen \(x = 2\) (Minimum) und \(x = 8\) (Maximum) folgen. 5. Berechnung des maximalen Gewinns: Einsetzen von \(x = 8\) in \(G(x)\) ergibt \(G(8) = -8^3 + 15 \cdot 8^2 - 48 \cdot 8 - 10 = 54\). Das Gewinnmaximum liegt bei \(8\,\text{ME}\) mit einem Gewinn von \(54\,\text{GE}\). 6. Auf \(x\geq0\) fällt \(G\) zunächst bis \(x=2\), steigt bis \(x=8\) und fällt danach gegen \(-\infty\). Da \(G(8)>G(0)\), liegt bei \(x=8\) das globale Gewinnmaximum.

Antwort

a) \(G(x) = -x^3 + 15x^2 - 48x - 10\); Gewinnzone: \((5; 10{,}20)\) (in ME). b) Das Gewinnmaximum liegt bei \(x = 8\,\text{ME}\) und beträgt \(54\,\text{GE}\).
42930713
Für die Produktion eines Bauteils wird die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = 0{,}001x^3 - 0{,}06x^2 + 5x + 100\) modelliert. Dabei gibt \(x > 0\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) an und \(K(x)\) die Gesamtkosten in Geldeinheiten (GE). a) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Grenzkosten \(K'(x)\) ihr Minimum annehmen. b) Berechne die Produktionsmenge \(x\), für welche die Durchschnittskosten \(V(x) = \frac{K(x)}{x}\) minimal sind. c) Weise rechnerisch nach, dass an der in Teilaufgabe b) bestimmten Stelle die Grenzkosten identisch mit den Durchschnittskosten sind.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie die Funktion der Grenzkosten aus der Gesamtkostenfunktion hervorgeht. - Das Minimum einer Funktion findest du dort, wo ihre Ableitung Null ist und ein Vorzeichenwechsel vorliegt. - Erinnere dich daran, dass die Durchschnittskosten die Kosten pro produzierter Einheit angeben. - Um eine Gleichung dritten Grades wie in b) zu lösen, kannst du Werte testen oder ein Näherungsverfahren nutzen.

Lösung

1. Grenzkostenfunktion bilden: \(K'(x) = 0{,}003x^2 - 0{,}12x + 5\). 2. Minimum der Grenzkosten durch Nullsetzen der zweiten Ableitung bestimmen: \(K''(x) = 0{,}006x - 0{,}12 = 0 \Rightarrow x = 20\). Da \(K'''(x) = 0{,}006 > 0\), liegt ein Minimum vor. Die Grenzkosten sind bei \(x = 20\,\text{ME}\) minimal. 3. Durchschnittskostenfunktion aufstellen: \(V(x) = 0{,}001x^2 - 0{,}06x + 5 + \frac{100}{x}\). 4. Ableitung der Durchschnittskosten bilden: \(V'(x) = 0{,}002x - 0{,}06 - \frac{100}{x^2}\). 5. Minimum der Durchschnittskosten durch \(V'(x) = 0\) bestimmen: \(0{,}002x^3 - 0{,}06x^2 - 100 = 0\). Durch systematisches Probieren oder Lösen ergibt sich \(x = 50\). 6. Grenzkosten an der Stelle \(x = 50\) berechnen: \(K'(50) = 0{,}003 \cdot 50^2 - 0{,}12 \cdot 50 + 5 = 7{,}5 - 6 + 5 = 6{,}5\). 7. Durchschnittskosten an der Stelle \(x = 50\) berechnen: \(V(50) = 0{,}001 \cdot 50^2 - 0{,}06 \cdot 50 + 5 + \frac{100}{50} = 2{,}5 - 3 + 5 + 2 = 6{,}5\). Somit gilt \(K'(50) = V(50)\). 8. Für \(x>0\) gilt \(V''(x)=0{,}002+\frac{200}{x^3}>0\). Zusammen mit \(V(x)\to\infty\) für \(x\to0^+\) und für \(x\to\infty\) folgt, dass das Minimum bei \(x=50\) global ist.

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei \(x = 20\,\text{ME}\) minimal. b) Die Durchschnittskosten sind bei \(x = 50\,\text{ME}\) minimal (Betriebsoptimum). c) An der Stelle \(x = 50\) gilt \(K'(50) = V(50) = 6{,}5\,\text{GE}\,\text{ME}^{-1}\).
42931713
Ein Hersteller von Elektronikbauteilen analysiert seine Ausgaben mithilfe der Kostenfunktion \(K(x) = 0{,}01x^3 - 3x^2 + 400x + 5000\). Hierbei gibt \(x\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (ME) an und \(K(x)\) die Gesamtkosten in Geldeinheiten (GE). Der Erlös wird durch die Funktion \(E(x) = 463x\) modelliert. a) Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Grenzkosten ein Minimum annehmen. b) Stelle die Gewinnfunktion \(G(x)\) auf und berechne die Produktionsmenge, die den maximalen Gewinn liefert.

Denkanstöße

- Was versteht man unter Grenzkosten in der Mathematik? - Wie hängen die Grenzkosten mit der Steigung der Kostenkurve zusammen? - Der Gewinn ist der Teil des Erlöses, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. - Erinnere dich an die notwendigen und hinreichenden Kriterien für Extremstellen einer Funktion.

Lösung

1. Zur Bestimmung des Grenzkostenminimums wird die erste Ableitung der Kostenfunktion \(K'(x) = 0{,}03x^2 - 6x + 400\) gebildet. 2. Die Minimalstelle der Grenzkostenfunktion wird über die Bedingung \(K''(x) = 0\) gefunden: \(0{,}06x - 6 = 0 \Rightarrow x = 100\). Mit \(K'''(100) = 0{,}06 > 0\) liegt ein lokales Minimum bei \(x = 100\,\text{ME}\) vor. 3. Die Gewinnfunktion lautet \(G(x) = E(x) - K(x) = -0{,}01x^3 + 3x^2 + 63x - 5000\). 4. Zur Gewinnmaximierung wird \(G'(x) = -0{,}03x^2 + 6x + 63 = 0\) gesetzt. Die quadratische Gleichung \(x^2 - 200x - 2100 = 0\) führt zu den Lösungen \(x_1 = 210\) und \(x_2 = -10\). 5. Da nur \(x > 0\) ökonomisch sinnvoll ist und \(G''(210) = -0{,}06 \cdot 210 + 6 = -6{,}6 < 0\) gilt, liegt das Gewinnmaximum bei \(x = 210\,\text{ME}\). 6. Die Grenzkostenfunktion ist eine nach oben geöffnete Parabel; ihr Scheitel bei \(x=100\) ist daher das globale Minimum. Für \(x\geq0\) gilt außerdem \(G'(x)>0\) bis \(x=210\) und \(G'(x)<0\) danach, sodass das Gewinnmaximum bei \(x=210\) global ist.

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(100\,\text{ME}\) minimal. b) Die Gewinnfunktion lautet \(G(x) = -0{,}01x^3 + 3x^2 + 63x - 5000\). Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(210\,\text{ME}\) erreicht.
42935713
Ein Versandhandel möchte die Kosten für seine quaderförmigen Standardpakete minimieren. Ein Paket muss ein Volumen von \(V = 16\,\text{dm}^3\) aufweisen. Die Materialkosten für den Boden und den Deckel sind aufgrund einer Verstärkung höher und betragen \(3\,\text{ct pro dm}^2\). Die vier Seitenwände kosten jeweils \(2\,\text{ct pro dm}^2\). Die Gesamtkostenfunktion in Abhängigkeit von der Breite \(x\) und der Tiefe \(y\) (in \(\text{dm}\)) lässt sich durch \(K(x, y) = 6xy + \frac{64}{x} + \frac{64}{y}\) beschreiben. 1. Betrachte \(K\) als eine Schar von Funktionen \(f_x(y)\) mit dem Parameter \(x\). Bestimme die notwendige Bedingung für ein Minimum in Abhängigkeit von \(x\). 2. Bestimme analog die notwendige Bedingung für die Schar \(f_y(x)\). 3. Berechne aus diesen Bedingungen die optimalen Maße \(x\), \(y\) und die Höhe \(h\) des Pakets.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die Ableitung einer Funktion, wenn ein Minimum vorliegt? - Kannst du eine der Variablen als festen Parameter behandeln und nur nach der anderen ableiten? - Nutze die Symmetrie des Problems: Wenn \(x\) und \(y\) in der Formel die gleichen Rollen spielen, was könnte das für ihre optimalen Werte bedeuten? - Wie hängen Volumen, Grundseiten und Höhe bei einem Quader zusammen?

Lösung

1. Die Funktion \(f_x(y) = 6xy + \frac{64}{x} + \frac{64}{y}\) wird nach \(y\) abgeleitet: \(f_x'(y) = 6x - \frac{64}{y^2}\). Die notwendige Bedingung \(f_x'(y) = 0\) liefert \(6x = \frac{64}{y^2}\) bzw. \(y^2 = \frac{64}{6x} = \frac{32}{3x}\). 2. Analog ergibt die Ableitung nach \(x\) die Bedingung \(f_y'(x) = 6y - \frac{64}{x^2} = 0\), woraus \(x^2 = \frac{32}{3y}\) folgt. 3. Durch Gleichsetzen oder Einsetzen (Symmetrie nutzen: \(x=y\)) ergibt sich \(x^2 = \frac{32}{3x}\), also \(x^3 = \frac{32}{3}\). Damit ist \(x = \sqrt[3]{\frac{32}{3}} \approx 2{,}20\,\text{dm}\). Aufgrund der Symmetrie gilt \(y = x \approx 2{,}20\,\text{dm}\). Die Höhe berechnet sich über das Volumen: \(h = \frac{V}{xy} = \frac{16}{(32/3)^{2/3}} \approx 3{,}30\,\text{dm}\). 4. Am kritischen Punkt \(x=y=\sqrt[3]{\frac{32}{3}}\) hat die Hesse-Matrix die Diagonaleinträge \(12\) und die Nebendiagonaleinträge \(6\); ihre führenden Hauptminoren sind \(12>0\) und \(108>0\). Sie ist daher positiv definit. Da \(K(x,y)\to\infty\) für \(x\to0^+\), \(y\to0^+\), \(x\to\infty\) oder \(y\to\infty\), liegt dort das globale Minimum.

Antwort

Die optimalen Maße sind \(x \approx 2{,}20\,\text{dm}\), \(y \approx 2{,}20\,\text{dm}\) und \(h \approx 3{,}30\,\text{dm}\).
42942113
Ein Unternehmen vertreibt ein Produkt mit der Preis-Absatz-Funktion \(p(x) = -0{,}4x + 84\). Dabei gibt \(x\) die Anzahl der abgesetzten Mengeneinheiten (ME) an und \(p(x)\) den Preis pro Mengeneinheit in Geldeinheiten (GE). Die Gesamtkosten für die Produktion von \(x\) ME werden durch die Kostenfunktion \(K(x) = 12x + 400\) beschrieben. Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der das Unternehmen den maximalen Gewinn erzielt. Berechne zudem den zugehörigen Preis sowie den Betrag des maximalen Gewinns.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erlös aus dem Preis und der Menge? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen Gewinn, Erlös und Kosten? - An welcher Stelle der Gewinnkurve ist die Steigung gleich Null? - Wie kannst du sicherstellen, dass es sich um einen Hochpunkt und nicht um einen Tiefpunkt handelt?

Lösung

1. Aufstellen der Erlösfunktion: \(E(x) = x \cdot p(x) = x \cdot (-0{,}4x + 84) = -0{,}4x^2 + 84x\). 2. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x) = (-0{,}4x^2 + 84x) - (12x + 400) = -0{,}4x^2 + 72x - 400\). 3. Bestimmung der ersten Ableitung: \(G'(x) = -0{,}8x + 72\). 4. Nullstelle der ersten Ableitung berechnen: \(-0{,}8x + 72 = 0 \Rightarrow x = 90\). 5. Überprüfung mit der zweiten Ableitung: \(G''(x) = -0{,}8 < 0\), somit liegt bei \(x = 90\) ein lokales Maximum vor. 6. Berechnung des optimalen Preises: \(p(90) = -0{,}4 \cdot 90 + 84 = 48\). 7. Berechnung des maximalen Gewinns: \(G(90) = -0{,}4 \cdot 90^2 + 72 \cdot 90 - 400 = 2840\).

Antwort

Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(x = 90\,\text{ME}\) erreicht. Der zugehörige Preis beträgt \(48\,\text{GE/ME}\) und der maximale Gewinn beläuft sich auf \(2840\,\text{GE}\).
42942313
Ein Unternehmen produziert elektronische Bauteile. Die Gesamtkostenfunktion \(K\) in Abhängigkeit von der produzierten Menge \(x\) (in Mengeneinheiten, ME) ist gegeben durch: \(K(x) = \frac{1}{3}x^3 - 5x^2 + 50x + 100\) Der Marktpreis für ein Bauteil ist konstant und beträgt \(125\,\text{GE}\) (Geldeinheiten) pro ME. Es wird davon ausgegangen, dass die gesamte Produktionsmenge abgesetzt werden kann. Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der das Unternehmen den maximalen Gewinn erzielt.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Erlös aus dem Preis und der Menge? - Überlege dir, wie der Gewinn mit dem Erlös und den Kosten zusammenhängt. - Welche mathematische Bedingung muss erfüllt sein, damit eine Funktion an einer Stelle einen Hochpunkt hat? - Denk daran, dass negative Produktionsmengen in der Realität nicht sinnvoll sind.

Lösung

1. Aufstellen der Erlösfunktion: \(E(x) = p \cdot x = 125x\) 2. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x) = 125x - (\frac{1}{3}x^3 - 5x^2 + 50x + 100) = -\frac{1}{3}x^3 + 5x^2 + 75x - 100\) 3. Bestimmung der ersten Ableitung der Gewinnfunktion: \(G'(x) = -x^2 + 10x + 75\) 4. Setzen der ersten Ableitung gleich Null zur Bestimmung der Extremstellen: \(-x^2 + 10x + 75 = 0\). Mit der Mitternachtsformel oder durch Faktorisieren ergibt sich \(x_1 = 15\) und \(x_2 = -5\). Da die Produktionsmenge positiv sein muss, ist \(x = 15\) der relevante Kandidat. 5. Überprüfung der hinreichenden Bedingung mit der zweiten Ableitung: \(G''(x) = -2x + 10\). Einsetzen von \(x = 15\) ergibt \(G''(15) = -20\). Da \(G''(15) < 0\), liegt an der Stelle \(x = 15\) ein lokales Maximum vor. 6. Für \(x \ge 0\) gilt \(G'(x) > 0\) auf \([0;15[\) und \(G'(x) < 0\) für \(x > 15\). Daher ist \(x = 15\) nicht nur ein lokales, sondern das globale Maximum im ökonomisch relevanten Bereich.

Antwort

Der Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(15\,\text{ME}\) maximal.
42942713
Die Kostenentwicklung eines Produktionsprozesses wird durch die Gesamtkostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = 0{,}01x^3 - 0{,}9x^2 + 40x + 150\) beschrieben. Dabei gibt \(x \ge 0\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (\(\text{ME}\)) an und \(K(x)\) die Kosten in Geldeinheiten (\(\text{GE}\)). a) Die Grenzkosten werden durch die erste Ableitung der Kostenfunktion, \(K'(x)\), dargestellt. Bestimme die Produktionsmenge \(x\), bei der die Grenzkosten ihr Minimum annehmen. b) Berechne den Wert dieser minimalen Grenzkosten. c) Erläutere kurz den Zusammenhang zwischen dem Minimum der Grenzkosten und dem Krümmungsverhalten (bzw. dem Wendepunkt) der Gesamtkostenfunktion \(K\).

Denkanstöße

- Was gibt die erste Ableitung einer Funktion grafisch an? - Wenn du das Minimum einer Funktion (hier der Grenzkosten) suchst, welche Ableitung musst du dann gleich Null setzen? - Erinnere dich an die Definition des Wendepunkts einer Funktion. - Wie interpretierst du die Steigung der Kostenkurve im Hinblick auf den Kostenanstieg?

Lösung

1. Bildung der Grenzkostenfunktion: \(K'(x) = 0{,}03x^2 - 1{,}8x + 40\). 2. Bestimmung des Minimums von \(K'(x)\): Die notwendige Bedingung \(K''(x) = 0\) führt zu \(0{,}06x - 1{,}8 = 0\), woraus \(x = 30\,\text{ME}\) folgt. 3. Überprüfung der hinreichenden Bedingung: \(K'''(x) = 0{,}06 > 0\), somit liegt bei \(x = 30\) ein lokales Minimum vor. 4. Berechnung der minimalen Grenzkosten: \(K'(30) = 0{,}03 \cdot 30^2 - 1{,}8 \cdot 30 + 40 = 27 - 54 + 40 = 13\,\text{GE/ME}\). 5. Ökonomischer und geometrischer Zusammenhang: Das Minimum der Grenzkosten entspricht dem Wendepunkt der Kostenfunktion \(K\). An dieser Stelle geht die Kostenkurve von einer Rechtskrümmung (degressiver Kostenverlauf) in eine Linkskrümmung (progressiver Kostenverlauf) über; hier steigen die Kosten am langsamsten an.

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(x = 30\,\text{ME}\) am geringsten. b) Die minimalen Grenzkosten betragen \(13\,\text{GE/ME}\). c) Das Minimum der Grenzkosten markiert die Stelle des geringsten Kostenanstiegs, was geometrisch dem Wendepunkt der Gesamtkostenfunktion \(K\) entspricht.
42943313
Ein Unternehmen produziert ein spezielles Bauteil. Die Gesamtkosten der Produktion lassen sich durch die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = x^3 - 9x^2 + 30x + 25\) beschreiben, wobei \(x\) die produzierte Menge in Mengeneinheiten (\(\text{ME}\)) darstellt. Der Erlös pro verkaufter Mengeneinheit beträgt \(51\,\text{GE}\) (Geldeinheiten). a) Bestimme die Produktionsmenge, bei der die Grenzkosten ein Minimum erreichen. b) Ermittle das Betriebsoptimum, also die Produktionsmenge, bei der die Durchschnittskosten minimal sind. c) Berechne die Produktionsmenge, die dem Unternehmen den maximalen Gewinn einbringt.

Denkanstöße

- Was versteht man unter Grenzkosten und wie hängen sie mit der Kostenfunktion zusammen? - Wie berechnet man die Durchschnittskosten pro Mengeneinheit? - Was ist die Bedingung für ein Minimum oder Maximum einer Funktion? - Erinnerst du dich an den Zusammenhang zwischen Erlös, Kosten und Gewinn? - Wie kannst du Nullstellen bei einer Funktion dritten Grades finden, wenn kein einfaches Ausklammern möglich ist?

Lösung

1. Berechnung der Grenzkostenfunktion: \(K'(x) = 3x^2 - 18x + 30\). Um das Minimum der Grenzkosten zu finden, wird die zweite Ableitung \(K''(x) = 6x - 18\) gleich null gesetzt. Es ergibt sich \(x = 3\). Da \(K'''(3) = 6 > 0\), liegt bei \(x = 3\,\text{ME}\) ein Minimum vor. 2. Bestimmung des Betriebsoptimums: Die Durchschnittskostenfunktion ist \(\bar{K}(x) = \frac{K(x)}{x} = x^2 - 9x + 30 + \frac{25}{x}\). Die Ableitung \(\bar{K}'(x) = 2x - 9 - \frac{25}{x^2}\) wird gleich null gesetzt: \(2x^3 - 9x^2 - 25 = 0\). Durch Probieren findet man die Nullstelle \(x = 5\). Das Betriebsoptimum liegt bei \(x = 5\,\text{ME}\). 3. Maximierung des Gewinns: Die Gewinnfunktion ist \(G(x) = E(x) - K(x) = 51x - (x^3 - 9x^2 + 30x + 25) = -x^3 + 9x^2 + 21x - 25\). Die erste Ableitung \(G'(x) = -3x^2 + 18x + 21\) wird gleich null gesetzt: \(x^2 - 6x - 7 = 0\). Die Lösungen sind \(x_1 = 7\) und \(x_2 = -1\). Da nur positive Mengen sinnvoll sind, wird \(x = 7\) mit \(G''(x) = -6x + 18\) geprüft: \(G''(7) = -24 < 0\). Der maximale Gewinn wird bei \(x = 7\,\text{ME}\) erzielt.

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei einer Produktionsmenge von \(3\,\text{ME}\) minimal. b) Das Betriebsoptimum liegt bei \(x = 5\,\text{ME}\). c) Die gewinnmaximale Produktionsmenge beträgt \(7\,\text{ME}\).
42943413
Die Kostenstruktur eines Industriebetriebs wird durch die Funktion \(K(x) = \frac{1}{3}x^3 - 10x^2 + 150x + 1000\) modelliert. Das Produkt wird zu einem festen Marktpreis von \(450\,\text{GE}\) pro Mengeneinheit (\(\text{ME}\)) verkauft. a) Berechne die Produktionsmenge, bei der der Zuwachs der Kosten (die Grenzkosten) am geringsten ist. b) Bestimme die Produktionsmenge, bei der das Unternehmen den höchsten Gewinn erzielt. c) Wie hoch ist der maximale Gewinn in Geldeinheiten (\(\text{GE}\))?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie die Gewinnfunktion aus der Erlös- und der Kostenfunktion zusammengesetzt wird. - Welche Ableitung einer Funktion nutzt man, um Extremstellen zu finden? - Was bedeutet der Begriff „Grenzkosten“ mathematisch für die Kostenfunktion? - Achte bei der Gewinnberechnung darauf, den gefundenen \(x\)-Wert korrekt in die ursprüngliche Gewinnfunktion einzusetzen.

Lösung

1. Minimale Grenzkosten: Die Grenzkostenfunktion ist \(K'(x) = x^2 - 20x + 150\). Das Minimum dieser Parabel liegt an ihrem Scheitelpunkt. Die Ableitung \(K''(x) = 2x - 20\) liefert bei \(K''(x) = 0\) den Wert \(x = 10\). Da \(K'''(10) = 2 > 0\), sind die Grenzkosten bei \(x = 10\,\text{ME}\) minimal. 2. Gewinnmaximum: Die Erlösfunktion ist \(E(x) = 450x\). Die Gewinnfunktion lautet \(G(x) = 450x - (\frac{1}{3}x^3 - 10x^2 + 150x + 1000) = -\frac{1}{3}x^3 + 10x^2 + 300x - 1000\). Die notwendige Bedingung für ein Maximum ist \(G'(x) = -x^2 + 20x + 300 = 0\). Die quadratische Gleichung liefert \(x = \frac{-20 \pm \sqrt{400 + 1200}}{-2}\), woraus \(x_1 = 30\) und \(x_2 = -10\) folgen. Für \(x = 30\) gilt \(G''(30) = -2(30) + 20 = -40 < 0\), also liegt ein Maximum vor. 3. Maximaler Gewinn: Einsetzen von \(x = 30\) in die Gewinnfunktion: \(G(30) = -\frac{1}{3}(30)^3 + 10(30)^2 + 300(30) - 1000 = -9000 + 9000 + 9000 - 1000 = 8000\). Der maximale Gewinn beträgt \(8000\,\text{GE}\).

Antwort

a) Die Grenzkosten sind bei \(x = 10\,\text{ME}\) am geringsten. b) Der maximale Gewinn wird bei einer Produktionsmenge von \(30\,\text{ME}\) erreicht. c) Der maximale Gewinn beträgt \(8000\,\text{GE}\).
43007413
Ein Transportunternehmen analysiert die Betriebskosten eines Transporters. Die variablen Kosten pro Stunde \(K\) (in \(\text{€}\)) hängen von der Fahrgeschwindigkeit \(v\) (in \(\frac{\text{km}}{\text{h}}\)) ab: \(K(v) = 0{,}01 v^2 + 15\) Zusätzlich fallen fixe Personalkosten von \(L = 85\,\text{€}\) pro Stunde an. Die Gesamtkosten \(C\) für eine Fahrt über die Distanz \(s = 400\,\text{km}\) hängen somit direkt von der gewählten Geschwindigkeit \(v\) ab. a) Stelle die Funktion \(C(v)\) für die Gesamtkosten der Fahrt auf. b) Berechne die Geschwindigkeit \(v\), bei der die Gesamtkosten \(C\) minimal werden. c) Weise nach, dass an dieser optimalen Stelle \(v_{\text{opt}}\) die Tangente an den Graphen der Kostenfunktion \(K(v)\) durch den Punkt \(P(0 | -L)\) verläuft.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Zeit, die man für eine bestimmte Strecke benötigt? - Die Gesamtkosten pro Stunde setzen sich aus den variablen Kosten und den Fixkosten zusammen. - Denk daran, dass die Gesamtkosten für die Fahrt die Kosten pro Stunde multipliziert mit der Gesamtfahrzeit sind. - Um die optimale Geschwindigkeit zu finden, bilde die Ableitung der Kostenfunktion. - Für den Nachweis der Tangente kannst du die allgemeine Tangentengleichung nutzen und prüfen, ob der Punkt \(P\) darauf liegt.

Lösung

1. Kostenfunktion aufstellen: Die Fahrzeit beträgt \(t = \frac{s}{v} = \frac{400}{v}\). Die Gesamtkosten sind \(C(v) = t \cdot (K(v) + L) = \frac{400}{v} \cdot (0{,}01 v^2 + 15 + 85) = \frac{400}{v} \cdot (0{,}01 v^2 + 100)\). Vereinfacht: \(C(v) = 4 v + \frac{40000}{v}\). 2. Minimum bestimmen: Ableitung \(C'(v) = 4 - \frac{40000}{v^2}\). Nullsetzen ergibt \(4 = \frac{40000}{v^2} \Rightarrow v^2 = 10\,000 \Rightarrow v = 100\,\frac{\text{km}}{\text{h}}\). Die zweite Ableitung \(C''(100) = \frac{80000}{100^3} > 0\) bestätigt das Minimum. 3. Tangente prüfen: Der Berührpunkt ist \(B(100 | K(100))\) mit \(K(100) = 0{,}01 \cdot 100^2 + 15 = 115\). Die Steigung ist \(K'(100) = 0{,}02 \cdot 100 = 2\). Die Tangentengleichung lautet \(y = 2(v - 100) + 115 = 2v - 200 + 115 = 2v - 85\). Der \(y\)-Achsenabschnitt ist \(-85\), was exakt \(-L\) entspricht.

Antwort

a) \(C(v) = \frac{400}{v} \cdot (0{,}01 v^2 + 100) = 4v + \frac{40000}{v}\). b) Die optimale Geschwindigkeit beträgt \(v = 100\,\frac{\text{km}}{\text{h}}\). c) Die Tangente an \(K(v)\) bei \(v=100\) ist \(y = 2v - 85\). Für \(v=0\) ist \(y = -85\), was dem Wert \(-L\) entspricht.
43013313
Ein zylindrischer Lagerbehälter mit dem Radius \(r\) und der Höhe \(h\) besitzt einen halbkugelförmigen Boden und einen flachen, kreisförmigen Deckel. Das Volumen \(V\) des Behälters ist fest vorgegeben. Die Herstellungskosten pro Quadratmeter für den halbkugelförmigen Boden sind aufgrund der aufwendigeren Formgebung doppelt so hoch wie für den Zylindermantel und den Deckel. Bestimme das Verhältnis von \(h\) zu \(r\), bei dem die gesamten Materialkosten minimiert werden.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie sich das Gesamtvolumen aus den Teilvolumina von Zylinder und Halbkugel zusammensetzt. - Drücke eine der Variablen (am besten die Höhe) durch die andere aus, indem du das Volumen als konstant betrachtest. - Achte beim Aufstellen der Kostenfunktion darauf, welche Flächen mit welchen Kostenfaktoren multipliziert werden müssen. - Erinnere dich an die Oberflächenformeln für Halbkugeln, Kreise und Zylindermäntel. - Wann ist eine Funktion minimal? Nutze die erste Ableitung.

Lösung

1. Aufstellen der Volumenformel: \(V = \pi r^2 h + \frac{2}{3}\pi r^3\). 2. Umstellen nach der Zylinderhöhe: \(h = \frac{V}{\pi r^2} - \frac{2}{3}r\). 3. Aufstellen der Kostenfunktion \(K\) mit dem Kostenfaktor \(k\) für Mantel und Deckel und \(2k\) für den Boden: \(K(r, h) = k \cdot (2\pi r h + \pi r^2) + 2k \cdot (2\pi r^2) = k \cdot (2\pi r h + 5\pi r^2)\). Da \(k\) keinen Einfluss auf die Extremstelle hat, wird die Zielfunktion \(f(r) = 2\pi r \left(\frac{V}{\pi r^2} - \frac{2}{3}r\right) + 5\pi r^2\) betrachtet. 4. Vereinfachen der Zielfunktion: \(f(r) = \frac{2V}{r} - \frac{4}{3}\pi r^2 + 5\pi r^2 = \frac{2V}{r} + \frac{11}{3}\pi r^2\). 5. Ableiten und Nullstelle finden: \(f'(r) = -\frac{2V}{r^2} + \frac{22}{3}\pi r = 0 \Rightarrow \frac{22}{3}\pi r^3 = 2V \Rightarrow V = \frac{11}{3}\pi r^3\). 6. Einsetzen von \(V\) in die Gleichung für \(h\): \(h = \frac{\frac{11}{3}\pi r^3}{\pi r^2} - \frac{2}{3}r = \frac{11}{3}r - \frac{2}{3}r = 3r\). 7. Überprüfung der zweiten Ableitung: \(f''(r) = \frac{4V}{r^3} + \frac{22}{3}\pi > 0\) für \(r > 0\), also liegt ein Minimum vor.

Antwort

Die Materialkosten werden minimiert, wenn die Höhe \(h\) des zylindrischen Teils genau das Dreifache des Radius \(r\) beträgt (\(h = 3r\), also \(h{:}r=3{:}1\)).
43436613
Ein Unternehmen produziert eine Spezialchemikalie. Die Gesamtkosten für die Produktion von \(x\) Mengeneinheiten (ME) werden durch die Kostenfunktion \(K\) mit \(K(x) = 0{,}2x^3 - 2x^2 + 8x + 10\) beschrieben (\(x \in [0; 10]\)). Die Kosten \(K(x)\) werden in \(100\,\text{€}\) (Geldeinheiten, GE) angegeben. Die Abbildung zeigt den Graphen der Kostenfunktion. a) Lies mithilfe des Graphen näherungsweise die Fixkosten der Produktion sowie die Gesamtkosten bei einer Produktionsmenge von \(8\,\text{ME}\) ab. b) Das Unternehmen verkauft jede Mengeneinheit für \(800\,\text{€}\). Die Erlösfunktion lautet somit \(E(x) = 8x\); ihr Graph ist ebenfalls in der Abbildung dargestellt. Ermittle grafisch die Gewinnschwelle und die Gewinngrenze, also die Stellen, an denen der Gewinn null ist. c) Berechne die Produktionsmenge \(x_{\text{opt}}\), bei der das Unternehmen den größten Gewinn erzielt, und gib diesen maximalen Gewinn in Euro an.
Abbildung zur Aufgabe 434366

Denkanstöße

- Überlege dir, was der \(y\)-Achsenabschnitt der Kostenfunktion im wirtschaftlichen Kontext bedeutet. - Der Gewinn ist der vertikale Abstand zwischen der Erlösgeraden und der Kostenkurve. Wo ist dieser Abstand am größten? - Um das Maximum einer Funktion zu finden, ist die erste Ableitung ein hilfreiches Werkzeug. - Achte beim Endergebnis auf die Umrechnung der Einheiten von GE in Euro.

Lösung

1. Fixkosten aus dem Graphen ablesen: \(K(0) = 10\). Da eine GE \(100\,\text{€}\) entspricht, betragen die Fixkosten \(1000\,\text{€}\). 2. Bei \(8\,\text{ME}\) liest man aus dem Graphen ungefähr \(48\,\text{GE}\), also etwa \(4800\,\text{€}\), ab. Mit dem Funktionsterm erhält man genauer \(K(8) = 0{,}2 \cdot 8^3 - 2 \cdot 8^2 + 8 \cdot 8 + 10 = 48{,}4\), entsprechend \(4840\,\text{€}\). 3. Die Erlösfunktion \(E(x) = 8x\) ist eine Gerade durch den Ursprung und den Punkt \((10 \mid 80)\). 4. Die Schnittpunkte von \(E\) und \(K\) werden grafisch bestimmt: Die Gewinnschwelle liegt bei \(x \approx 2{,}6\,\text{ME}\), die Gewinngrenze bei \(x \approx 9{,}4\,\text{ME}\). 5. Gewinnfunktion aufstellen: \(G(x) = E(x) - K(x) = -0{,}2x^3 + 2x^2 - 10\). 6. Gewinnmaximum durch Ableitung bestimmen: \(G'(x) = -0{,}6x^2 + 4x = 0\). Lösungen sind \(x = 0\) und \(x = \frac{20}{3} \approx 6{,}67\). 7. Maximaler Gewinn: \(G\left(\frac{20}{3}\right) = \frac{530}{27} \approx 19{,}63\,\text{GE}\). 8. Umrechnung in Euro: \(\frac{530}{27} \cdot 100\,\text{€} \approx 1963\,\text{€}\).

Antwort

a) Die Fixkosten betragen \(1000\,\text{€}\); die Kosten bei \(8\,\text{ME}\) liegen grafisch bei etwa \(4800\,\text{€}\) (rechnerisch \(4840\,\text{€}\)). b) Die Gewinnschwelle liegt bei ca. \(2{,}6\,\text{ME}\), die Gewinngrenze bei ca. \(9{,}4\,\text{ME}\). c) Der maximale Gewinn von ca. \(1963\,\text{€}\) wird bei einer Produktionsmenge von \(6{,}67\,\text{ME}\) erreicht.
42942213
Die Nachfrage nach einem speziellen Rohstoff wird durch die Preis-Absatz-Funktion \(p(x) = 300e^{-0{,}005x}\) modelliert. Hierbei ist \(x\) die abgesetzte Menge in Mengeneinheiten (ME) und \(p(x)\) der Preis in Geldeinheiten (GE) pro ME. Ermittle die Absatzmenge \(x\), für die der Gesamterlös maximal wird. Gib den maximalen Erlös sowie den entsprechenden Preis pro Mengeneinheit an (runde die Ergebnisse auf zwei Dezimalstellen).

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass der Erlös das Produkt aus Menge und Preis ist. - Welche Ableitungsregeln musst du anwenden, wenn ein Faktor eine Exponentialfunktion ist? - Wann kann ein Produkt aus einer Exponentialfunktion und einer Klammer den Wert Null annehmen? - Vergiss nicht, die Einheiten und die geforderte Rundung zu beachten.

Lösung

1. Aufstellen der Erlösfunktion: \(E(x) = x \cdot p(x) = 300x \cdot e^{-0{,}005x}\). 2. Ableiten der Erlösfunktion unter Verwendung der Produkt- und Kettenregel: \(E'(x) = 300 \cdot e^{-0{,}005x} + 300x \cdot (-0{,}005) \cdot e^{-0{,}005x} = 300 \cdot e^{-0{,}005x} \cdot (1 - 0{,}005x)\). 3. Nullstelle der ersten Ableitung bestimmen: Da \(e^{-0{,}005x} > 0\), muss \(1 - 0{,}005x = 0\) gelten, woraus \(x = 200\) folgt. 4. Überprüfung des Maximums: \(E''(x) = 300 \cdot e^{-0{,}005x} \cdot (-0{,}005) \cdot (1 - 0{,}005x) + 300 \cdot e^{-0{,}005x} \cdot (-0{,}005)\). An der Stelle \(x = 200\) ergibt sich \(E''(200) = -1{,}5 \cdot e^{-1} < 0\), also liegt ein Maximum vor. 5. Berechnung des Preises: \(p(200) = 300 \cdot e^{-1} \approx 110{,}36\,\text{GE/ME}\). 6. Berechnung des maximalen Erlöses: \(E(200) = 200 \cdot 110{,}3639... \approx 22\,072{,}77\,\text{GE}\).

Antwort

Der Erlös ist bei einer Absatzmenge von \(x = 200\,\text{ME}\) maximal. Der maximale Erlös beträgt circa \(22\,072{,}77\,\text{GE}\) bei einem Preis von etwa \(110{,}36\,\text{GE/ME}\).
42942413
Ein Manufakturbetrieb stellt exklusive Ledertaschen her. Aufgrund der Marktstellung kann der Preis pro Tasche in Abhängigkeit von der Absatzmenge \(x\) (in Stück) durch die Preis-Absatz-Funktion \(p(x) = 300 - 10x\) beschrieben werden. Die Kosten für die Produktion von \(x\) Taschen belaufen sich auf: \(K(x) = x^3 - 15x^2 + 100x + 500\) (in Euro) Ermittle die Stückzahl \(x\), für die der Gesamtgewinn maximal wird, und berechne die Höhe dieses maximalen Gewinns.

Denkanstöße

- Beachte, dass der Preis hier nicht konstant ist, sondern von der Menge \(x\) abhängt. - Wie verändert sich die Erlösfunktion, wenn der Preis eine Funktion von \(x\) ist? - Stelle zuerst die vollständige Gewinnfunktion auf, bevor du ableitest. - Vergiss nicht, am Ende auch den Funktionswert der Gewinnfunktion an der optimalen Stelle zu berechnen.

Lösung

1. Aufstellen der Erlösfunktion: \(E(x) = x \cdot p(x) = x \cdot (300 - 10x) = 300x - 10x^2\) 2. Aufstellen der Gewinnfunktion: \(G(x) = E(x) - K(x) = (300x - 10x^2) - (x^3 - 15x^2 + 100x + 500) = -x^3 + 5x^2 + 200x - 500\) 3. Bestimmung der kritischen Punkte durch die erste Ableitung: \(G'(x) = -3x^2 + 10x + 200\). Nullsetzen führt zu \(3x^2 - 10x - 200 = 0\). Die Lösungen sind \(x = \frac{10 \pm 50}{6}\), also \(x_1 = 10\) und \(x_2 = -\frac{20}{3}\). Nur \(x = 10\) ist ökonomisch sinnvoll. 4. Überprüfung mit der zweiten Ableitung: \(G''(x) = -6x + 10\). Für \(x = 10\) gilt \(G''(10) = -60 + 10 = -50 < 0\), somit liegt ein Maximum vor. 5. Berechnung des maximalen Gewinns durch Einsetzen in \(G(x)\): \(G(10) = -10^3 + 5 \cdot 10^2 + 200 \cdot 10 - 500 = -1000 + 500 + 2000 - 500 = 1000\).

Antwort

Der Gewinn ist bei einer Produktionsmenge von \(10\) Stück maximal und beträgt \(1000{,}00\,\text{€}\).
42942813
Für ein Unternehmen ist die Gesamtkostenfunktion \(K(x) = x^3 - 6x^2 + 50x + 32\) bekannt, wobei \(x > 0\) die Produktionsmenge bezeichnet. a) Stelle den Funktionsterm der Durchschnittskostenfunktion \(k(x) = \frac{K(x)}{x}\) auf. b) Berechne die Produktionsmenge \(x_0\), für welche die Durchschnittskosten minimal sind (das sogenannte Betriebsoptimum). c) Weise rechnerisch nach, dass an der Stelle \(x_0\) die Grenzkosten \(K'(x)\) genau den Durchschnittskosten \(k(x)\) entsprechen.

Denkanstöße

- Wie bildest du die Durchschnittskosten, wenn du die Gesamtkosten kennst? - Um eine gebrochen-rationale Funktion abzuleiten, kannst du sie entweder umschreiben oder die Quotientenregel nutzen. - Wenn du die Nullstelle einer kubischen Gleichung suchst, probiere zunächst kleine ganzzahlige Werte aus. - Was bedeutet es mathematisch, wenn sich zwei Kurven in einem Punkt schneiden?

Lösung

1. Aufstellen der Durchschnittskostenfunktion: \(k(x) = \frac{x^3 - 6x^2 + 50x + 32}{x} = x^2 - 6x + 50 + \frac{32}{x}\). 2. Ableitung der Durchschnittskostenfunktion bilden: \(k'(x) = 2x - 6 - \frac{32}{x^2}\). 3. Notwendige Bedingung für ein Extremum \(k'(x) = 0\): \(2x - 6 - \frac{32}{x^2} = 0 \iff 2x^3 - 6x^2 - 32 = 0 \iff x^3 - 3x^2 - 16 = 0\). Durch systematisches Probieren oder ein Näherungsverfahren findet man die Nullstelle \(x_0 = 4\). 4. Hinreichende Bedingung prüfen: \(k''(x) = 2 + \frac{64}{x^3}\). Da \(k''(4) = 2 + \frac{64}{64} = 3 > 0\), liegt bei \(x_0 = 4\) ein Minimum vor. 5. Vergleich von Grenzkosten und Durchschnittskosten an der Stelle \(x_0 = 4\): Durchschnittskosten: \(k(4) = 4^2 - 6 \cdot 4 + 50 + \frac{32}{4} = 16 - 24 + 50 + 8 = 50\). Grenzkostenfunktion: \(K'(x) = 3x^2 - 12x + 50\). Grenzkostenwert: \(K'(4) = 3 \cdot 4^2 - 12 \cdot 4 + 50 = 48 - 48 + 50 = 50\). Ergebnis: \(K'(4) = k(4) = 50\).

Antwort

a) \(k(x) = x^2 - 6x + 50 + \frac{32}{x}\) b) Das Betriebsoptimum liegt bei \(x_0 = 4\,\text{ME}\). c) An der Stelle \(x_0 = 4\) gilt \(K'(4) = 50\) und \(k(4) = 50\). Damit ist nachgewiesen, dass die Grenzkostenkurve die Durchschnittskostenkurve in ihrem Minimum schneidet.
43012313
Ein modernes Fenster wird in Form eines Rechtecks mit einem aufgesetzten Halbkreis entworfen. Der gesamte Flächeninhalt des Fensters soll genau \(2{,}50\,\text{m}^2\) betragen. Die Materialkosten für den Rahmen sind unterschiedlich: Die geraden Abschnitte (die Unterseite und die beiden vertikalen Seiten des Rechtecks) kosten \(12\,\text{€}\) pro Meter, während der gebogene Rahmen des Halbkreises aufgrund der aufwendigeren Fertigung \(18\,\text{€}\) pro Meter kostet. Bestimme die Breite \(b\) und die Höhe \(h\) des rechteckigen Teils so, dass die Gesamtkosten für den Fensterrahmen minimiert werden.

Denkanstöße

- Welche geometrischen Formen bilden das Fenster und wie hängen ihre Maße zusammen? - Stelle eine Gleichung für die Fläche auf, um eine Variable durch die andere zu ersetzen. - Berücksichtige bei der Kostenfunktion, dass verschiedene Abschnitte unterschiedliche Preise pro Meter haben. - Wie verhält sich die Kostenfunktion an den Rändern des Definitionsbereichs?

Lösung

1. Aufstellen der Flächenformel (Nebenbedingung): Mit dem Radius \(r = \frac{b}{2}\) gilt \(A = bh + \frac{1}{2} \pi r^2 = 2rh + \frac{1}{2} \pi r^2 = 2{,}50\). 2. Umstellen nach \(h\): \(h = \frac{2{,}50 - 0{,}5 \pi r^2}{2r} = \frac{1{,}25}{r} - \frac{\pi}{4} r\). 3. Aufstellen der Kostenfunktion (Zielfunktion): \(K = 12 \cdot (2h + 2r) + 18 \cdot (\pi r) = 24h + 24r + 18\pi r\). 4. Einsetzen von \(h\) in die Kostenfunktion: \(K(r) = 24 \left( \frac{1{,}25}{r} - \frac{\pi}{4} r \right) + 24r + 18\pi r = \frac{30}{r} - 6\pi r + 24r + 18\pi r = \frac{30}{r} + 24r + 12\pi r\). 5. Ableiten und Nullstelle bestimmen: \(K'(r) = -\frac{30}{r^2} + 24 + 12\pi = 0\). 6. Auflösen nach \(r\): \(r^2 = \frac{30}{24 + 12\pi} \approx 0{,}4862 \implies r \approx 0{,}6973\,\text{m}\). 7. Berechnung der Maße: Breite \(b = 2r \approx 1{,}39\,\text{m}\). Höhe \(h = \frac{1{,}25}{0{,}6973} - \frac{\pi \cdot 0{,}6973}{4} \approx 1{,}7926 - 0{,}5477 \approx 1{,}24\,\text{m}\). 8. Überprüfung der Art des Extremums: \(K''(r) = \frac{60}{r^3} > 0\) für \(r > 0\), somit liegt ein Minimum vor.

Antwort

Die Kosten für den Rahmen werden minimiert, wenn die Breite des rechteckigen Teils etwa \(1{,}39\,\text{m}\) und die Höhe etwa \(1{,}24\,\text{m}\) beträgt.
43012513
Für ein neues Erfrischungsgetränk soll eine zylindrische Dose mit einem Volumen von \(V = 27\pi\,\text{cm}^3\) entworfen werden. Die Materialkosten für den Boden und den Deckel der Dose betragen \(1\,\text{ct}\) pro \(\text{cm}^2\). Für die Mantelfläche wird ein anderes Material verwendet, das \(2\,\text{ct}\) pro \(\text{cm}^2\) kostet. Berechne den Radius \(r\) und die Höhe \(h\) der Dose, bei denen die gesamten Materialkosten minimiert werden. Weise mithilfe der zweiten Ableitung nach, dass an der berechneten Stelle tatsächlich ein Kostenminimum vorliegt.

Denkanstöße

- Welche mathematischen Formeln beschreiben das Volumen und die verschiedenen Teilflächen eines Zylinders? - Wie kannst du die Information über das feste Volumen nutzen, um eine der Variablen in der Kostengleichung zu ersetzen? - Was musst du tun, um den tiefsten Punkt einer Funktion zu finden? - Vergiss nicht, am Ende zu prüfen, ob dein Ergebnis wirklich ein Minimum beschreibt.

Lösung

1. Aufstellen der Volumenformel als Nebenbedingung: \(V = \pi r^2h = 27\pi\). Daraus folgt die Höhe in Abhängigkeit vom Radius: \(h = \frac{27}{r^2}\). 2. Aufstellen der Kostenfunktion (Zielfunktion): Die Kosten setzen sich aus Boden, Deckel und Mantelfläche zusammen: \(K(r, h) = 2 \cdot \pi \cdot r^2 \cdot 1 + 2 \cdot \pi \cdot r \cdot h \cdot 2 = 2\pi r^2 + 4\pi r h\). 3. Substitution der Nebenbedingung in die Zielfunktion: \(K(r) = 2\pi r^2 + 4\pi r \cdot \frac{27}{r^2} = 2\pi r^2 + \frac{108\pi}{r}\). 4. Bestimmung der ersten Ableitung: \(K'(r) = 4\pi r - \frac{108\pi}{r^2}\). 5. Berechnung der Nullstelle der ersten Ableitung: \(4\pi r - \frac{108\pi}{r^2} = 0 \iff 4\pi r = \frac{108\pi}{r^2} \iff r^3 = 27 \iff r = 3\,\text{cm}\). 6. Berechnung der zugehörigen Höhe: \(h = \frac{27}{3^2} = 3\,\text{cm}\). 7. Nachweis des Minimums mit der zweiten Ableitung: \(K''(r) = 4\pi + \frac{216\pi}{r^3}\). Einsetzen von \(r = 3\): \(K''(3) = 4\pi + \frac{216\pi}{27} = 4\pi + 8\pi = 12\pi\). Da \(12\pi > 0\), liegt ein lokales Minimum vor.

Antwort

Die Materialkosten sind minimal für einen Radius von \(r = 3\,\text{cm}\) und eine Höhe von \(h = 3\,\text{cm}\).

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