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Mathe-Arbeitsblätter Klasse 12

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Matrizenrechnung

Lernziele

  • Interpretiert Matrixeinträge und Matrixformate.
  • Addiert und subtrahiert Matrizen.
  • Multipliziert Matrizen mit Skalaren.
  • Multipliziert Matrizen und Vektoren unter Beachtung der Dimensionen.
  • Unterscheidet Null-, Einheits- und inverse Matrizen.
  • Bestimmt und prüft inverse Matrizen.

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Matrizenrechnung 1
Eine Matrix beschreibt die verkauften Eintrittskarten eines Theaters an zwei Tagen. Die Zeilen stehen in der Reihenfolge Freitag, Samstag; die Spalten in der Reihenfolge Parkett, Rang, Loge: \(V=\begin{pmatrix}120&80&25\\150&95&30\end{pmatrix}\). a) Gib das Format der Matrix an. b) Erkläre die Bedeutung des Eintrags \(v_{23}=30\). c) Welcher Matrixeintrag beschreibt die am Samstag verkauften Parkettkarten? Gib Bezeichnung und Wert an.

Denkanstöße

- Beim Format einer Matrix wird zuerst die Zahl der Zeilen und dann die Zahl der Spalten genannt. - Bei \(v_{ij}\) gibt \(i\) die Zeile und \(j\) die Spalte an. - Ordne Zeilen und Spalten genau in der im Text genannten Reihenfolge zu.

Lösung

1. Die Matrix hat zwei Zeilen und drei Spalten. Ihr Format ist daher \(2\times3\). 2. Beim Eintrag \(v_{23}\) bedeutet die erste Indexzahl „zweite Zeile“ und die zweite „dritte Spalte“. Das sind Samstag und Loge. Also wurden am Samstag \(30\) Logenkarten verkauft. 3. Samstag ist die zweite Zeile, Parkett die erste Spalte. Gesucht ist daher \(v_{21}=150\).

Antwort

a) \(2\times3\) b) Am Samstag wurden \(30\) Logenkarten verkauft. c) \(v_{21}=150\)
Matrizenrechnung 2
\(A=\begin{pmatrix}2&-1\\3&4\end{pmatrix}\), \(B=\begin{pmatrix}5&2\\-1&0\end{pmatrix}\) und \(C=\begin{pmatrix}1&0&2\\4&-2&3\end{pmatrix}\) a) Berechne \(A+B\). b) Berechne \(A-B\). c) Erkläre, warum \(A+C\) nicht definiert ist.

Denkanstöße

- Ordne beim Addieren und Subtrahieren nur Einträge mit derselben Position zusammen. - Notiere vor Teil c) das Format jeder beteiligten Matrix. - Welche Voraussetzung muss für eine eintragsweise Verknüpfung zweier Matrizen erfüllt sein?

Lösung

1. Matrizen gleicher Größe werden eintragsweise addiert. Daher ist \(A+B=\begin{pmatrix}7&1\\2&4\end{pmatrix}\). 2. Ebenso wird eintragsweise subtrahiert: \(A-B=\begin{pmatrix}-3&-3\\4&4\end{pmatrix}\). 3. \(A\) hat das Format \(2\times2\), \(C\) das Format \(2\times3\). Für Addition oder Subtraktion müssen beide Matrizen dasselbe Format besitzen. Deshalb ist \(A+C\) nicht definiert.

Antwort

a) \(\begin{pmatrix}7&1\\2&4\end{pmatrix}\) b) \(\begin{pmatrix}-3&-3\\4&4\end{pmatrix}\) c) Nicht definiert, weil \(A\) und \(C\) unterschiedliche Formate haben.
Matrizenrechnung 3
\(A=\begin{pmatrix}4&2&1\\3&0&5\end{pmatrix}\) a) Berechne \(2A\). b) Beschreibe, was die Multiplikation einer Matrix mit dem Skalar \(2\) mit ihren Einträgen macht.

Denkanstöße

- Vergleiche zunächst einen Eintrag von \(A\) mit dem Eintrag an derselben Stelle in \(2A\). - Was bewirkt der Faktor \(2\) bei diesem einzelnen Eintrag? - Übertrage deine Beobachtung erst danach auf die übrigen Positionen.

Lösung

1. Bei der Multiplikation mit einem Skalar wird jeder Matrixeintrag mit diesem Skalar multipliziert. 2. Daher ist \(2A=\begin{pmatrix}8&4&2\\6&0&10\end{pmatrix}\). 3. Jeder Eintrag von \(A\) wird verdoppelt.

Antwort

a) \(2A=\begin{pmatrix}8&4&2\\6&0&10\end{pmatrix}\) b) Jeder Eintrag wird mit \(2\) multipliziert, also verdoppelt.
Matrizenrechnung 4
Zwei Filialen eines Elektronikmarktes erfassen ihre Verkaufszahlen für zwei verschiedene Tablet-Modelle (\(T_1, T_2\)) in zwei aufeinanderfolgenden Wochen. Die Verkaufsmatrizen \(A\) für Filiale 1 und \(B\) für Filiale 2 sind wie folgt gegeben (Zeilen: Woche 1, Woche 2; Spalten: \(T_1, T_2\)): \(A = \begin{pmatrix} 24 & 18 \\ 30 & 12 \end{pmatrix}\) und \(B = \begin{pmatrix} 16 & 22 \\ 25 & 20 \end{pmatrix}\). a) Bestimme die Matrix \(S\), welche die Gesamtzahl der verkauften Tablets beider Filialen darstellt. b) Berechne die Differenzmatrix \(D = A - B\) und interpretiere die Bedeutung eines negativen Eintrags im Sachzusammenhang. c) Nenne die formale Voraussetzung an die Dimensionen zweier Matrizen, damit deren Summe oder Differenz gebildet werden kann. d) In einem Szenario sei die Matrix \(C\) eine Nullmatrix vom Typ \(2 \times 2\). Was würde dies für die Verkaufszahlen einer Filiale bedeuten?

Denkanstöße

- Wie gehst du vor, wenn du zwei Vektoren addierst? Übertrage dieses Prinzip auf die einzelnen Positionen der Matrizen. - Was muss bei der Größe der Matrizen beachtet werden, damit jeder Platz einen Partner zum Rechnen hat? - Überlege dir, was die Zeilen und Spalten in der Aufgabe bedeuten, um das Ergebnis zu deuten. - Was passiert mathematisch, wenn du von einer Zahl eine größere Zahl abziehst?

Lösung

1. Berechnung der Summe \(S = A + B\): Die entsprechenden Einträge werden addiert: \(s_{11} = 24+16=40\), \(s_{12} = 18+22=40\), \(s_{21} = 30+25=55\), \(s_{22} = 12+20=32\). Resultat: \(S = \begin{pmatrix} 40 & 40 \\ 55 & 32 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung der Differenz \(D = A - B\): Die entsprechenden Einträge werden subtrahiert: \(d_{11} = 24-16=8\), \(d_{12} = 18-22=-4\), \(d_{21} = 30-25=5\), \(d_{22} = 12-20=-8\). Resultat: \(D = \begin{pmatrix} 8 & -4 \\ 5 & -8 \end{pmatrix}\). Ein negativer Eintrag bedeutet, dass Filiale 2 in der entsprechenden Woche von diesem Modell mehr Einheiten verkauft hat als Filiale 1. 3. Voraussetzung für Addition/Differenz: Beide Matrizen müssen die gleiche Anzahl an Zeilen und Spalten besitzen (gleicher Typ/Format). 4. Bedeutung der Nullmatrix: Eine Nullmatrix \(C\) würde bedeuten, dass die Filiale in beiden Wochen keines der beiden Tablet-Modelle verkauft hat (alle Verkaufszahlen sind Null).

Antwort

a) \(S = \begin{pmatrix} 40 & 40 \\ 55 & 32 \end{pmatrix}\) b) \(D = \begin{pmatrix} 8 & -4 \\ 5 & -8 \end{pmatrix}\); ein negativer Wert zeigt an, dass Filiale 2 mehr verkauft hat als Filiale 1. c) Die Matrizen müssen vom gleichen Typ sein (gleiche Zeilen- und Spaltenanzahl). d) Es wurden in dem Zeitraum keine Tablets verkauft.
Matrizenrechnung 5
Ein Sportartikelhersteller beliefert drei regionale Verteilzentren (West, Süd, Ost) mit vier verschiedenen Laufschuhmodellen (Air, Speed, Trail, Comfort). Die Liefermengen für den Monat April sind in der Matrix \(L_A\) zusammengefasst, wobei die Zeilen die Zentren und die Spalten die Modelle in der genannten Reihenfolge darstellen. \(L_A = \begin{pmatrix} 120 & 150 & 80 & 200 \\ 100 & 120 & 110 & 180 \\ 90 & 130 & 100 & 150 \end{pmatrix}\) a) Wie viele Schuhe des Typs „Trail“ wurden im April insgesamt an alle Zentren geliefert? Welches Verteilzentrum erhielt die größte Gesamtzahl an Schuhen? b) In den Monaten Mai, Juni und Juli wird monatlich die gleiche Menge wie im April geliefert. Bestimme die Matrix \(L_Q\), welche die gesamte Liefermenge für diesen Zeitraum von drei Monaten angibt. c) Für den Monat August ist eine angepasste Lieferung geplant, die durch die Matrix \(L_{Aug}\) beschrieben wird. Berechne die Matrix für die Gesamtliefermenge der Monate Juli und August zusammen (Hinweis: Die Lieferung im Juli entspricht der aus April). \(L_{Aug} = \begin{pmatrix} 140 & 160 & 90 & 210 \\ 110 & 130 & 120 & 190 \\ 100 & 140 & 110 & 160 \end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Information in den Zeilen und welche in den Spalten der Matrix steht. - Wenn du die Summe über alle Standorte für ein bestimmtes Modell suchst, musst du die entsprechende Spalte addieren. - Für die Gesamtzahl pro Standort addiere die Werte entlang einer Zeile. - Bei gleichbleibenden Lieferungen über mehrere Zeiträume hilft die Multiplikation der Matrix mit einer Zahl. - Um Bestände oder Lieferungen verschiedener Zeiträume zusammenzuführen, nutzt man die komponentenweise Addition der Matrizen.

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl der Schuhe des Typs „Trail“ durch Addition der Werte in der dritten Spalte: \(80 + 110 + 100 = 290\). 2. Berechnung der Zeilensummen zur Ermittlung des Zentrums mit der größten Liefermenge: West: \(120 + 150 + 80 + 200 = 550\); Süd: \(100 + 120 + 110 + 180 = 510\); Ost: \(90 + 130 + 100 + 150 = 470\). Das Zentrum West erhielt die meisten Schuhe. 3. Bestimmung der Matrix \(L_Q\) durch Multiplikation der Matrix \(L_A\) mit dem Skalar \(3\): \(L_Q = 3 \cdot L_A = \begin{pmatrix} 360 & 450 & 240 & 600 \\ 300 & 360 & 330 & 540 \\ 270 & 390 & 300 & 450 \end{pmatrix}\). 4. Berechnung der Gesamtlieferung für Juli und August durch Addition der Matrizen \(L_A\) und \(L_{Aug}\): \(L_{Ges} = L_A + L_{Aug} = \begin{pmatrix} 120+140 & 150+160 & 80+90 & 200+210 \\ 100+110 & 120+130 & 110+120 & 180+190 \\ 90+100 & 130+140 & 100+110 & 150+160 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 260 & 310 & 170 & 410 \\ 210 & 250 & 230 & 370 \\ 190 & 270 & 210 & 310 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) Es wurden insgesamt \(290\) Schuhe des Typs „Trail“ geliefert. Das Verteilzentrum West erhielt mit \(550\) Stück die meisten Schuhe. b) \(L_Q = \begin{pmatrix} 360 & 450 & 240 & 600 \\ 300 & 360 & 330 & 540 \\ 270 & 390 & 300 & 450 \end{pmatrix}\) c) \(L_{Ges} = \begin{pmatrix} 260 & 310 & 170 & 410 \\ 210 & 250 & 230 & 370 \\ 190 & 270 & 210 & 310 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 6
Ein Bio-Hof bietet drei verschiedene Gemüsekisten an: „Basis“, „Familie“ und „Gourmet“. Diese werden in zwei Abo-Modellen vertrieben. Die Matrix \(A\) gibt die Anzahl der Abonnenten zu Beginn des Jahres an. Die Zeilen entsprechen den Abo-Modellen, die Spalten den Kistentypen in der genannten Reihenfolge. \(A=\begin{pmatrix}45&60&30\\25&40&20\end{pmatrix}\) a) Wie viele Abonnenten haben insgesamt eine „Gourmet“-Kiste bestellt? b) Durch eine Werbeaktion steigt die Anzahl der Abonnenten in allen Kategorien gleichmäßig um \(20\,\%\). Bestimme die neue Matrix \(A_{neu}\). c) Im Sommer kommen Neukunden hinzu, dargestellt durch \(N=\begin{pmatrix}10&15&5\\5&10&8\end{pmatrix}\). Berechne die resultierende Matrix \(A_{ges}\).

Denkanstöße

- Welche Spalte gehört zum Kistentyp „Gourmet“? - Wie lässt sich ein prozentualer Zuwachs als gleichmäßige Skalierung aller Matrixeinträge beschreiben? - Bei einer Matrixaddition werden Einträge mit derselben Position zusammengeführt.

Lösung

1. In der dritten Spalte stehen \(30\) und \(20\), also insgesamt \(50\) Gourmet-Abonnements. 2. Ein Zuwachs um \(20\,\%\) skaliert alle Einträge auf \(120\,\%\) des Ausgangswerts. Damit ist \(A_{neu}=\begin{pmatrix}54&72&36\\30&48&24\end{pmatrix}\). 3. Durch Addition folgt \(A_{ges}=A_{neu}+N=\begin{pmatrix}64&87&41\\35&58&32\end{pmatrix}\).

Antwort

a) \(50\) b) \(A_{neu}=\begin{pmatrix}54&72&36\\30&48&24\end{pmatrix}\) c) \(A_{ges}=\begin{pmatrix}64&87&41\\35&58&32\end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 7
Gegeben ist eine \( 2 \times 5 \)-Matrix \( \mathbf{A} = (a_{ij}) \). Bestimme die einzelnen Elemente der Matrix und schreibe sie in der entsprechenden Form auf, wenn die folgende Bildungsvorschrift gilt: \( a_{ij} = 2^i j \)

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Zeilen und Spalten die Matrix hat. - Der erste Index \( i \) steht für die Zeilennummer, der zweite Index \( j \) für die Spaltennummer. - Setze die jeweiligen Werte für \( i \) und \( j \) nacheinander in die Formel ein.

Lösung

1. Berechnung der Elemente für die erste Zeile (\( i = 1 \)): \( a_{11} = 2^1 \cdot 1 = 2 \); \( a_{12} = 2^1 \cdot 2 = 4 \); \( a_{13} = 2^1 \cdot 3 = 6 \); \( a_{14} = 2^1 \cdot 4 = 8 \); \( a_{15} = 2^1 \cdot 5 = 10 \). 2. Berechnung der Elemente für die zweite Zeile (\( i = 2 \)): \( a_{21} = 2^2 \cdot 1 = 4 \); \( a_{22} = 2^2 \cdot 2 = 8 \); \( a_{23} = 2^2 \cdot 3 = 12 \); \( a_{24} = 2^2 \cdot 4 = 16 \); \( a_{25} = 2^2 \cdot 5 = 20 \). 3. Zusammenstellen der Matrix: \( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 2 & 4 & 6 & 8 & 10 \\ 4 & 8 & 12 & 16 & 20 \end{pmatrix} \).

Antwort

\( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 2 & 4 & 6 & 8 & 10 \\ 4 & 8 & 12 & 16 & 20 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 8
Stelle eine \( 3 \times 3 \)-Matrix \( \mathbf{M} = (m_{ij}) \) auf, deren Elemente durch die folgenden Bedingungen festgelegt sind: \( m_{ij} = 0{,}5 \) für \( i = j \) \( m_{ij} = 0{,}25 \) für \( i \neq j \)

Denkanstöße

- Was bedeutet die Bedingung \( i = j \) für die Position eines Elements in der Matrix? - Welche Elemente liegen nicht auf der Hauptdiagonale? - Achte darauf, dass die Matrix genau drei Zeilen und drei Spalten besitzt.

Lösung

1. Identifikation der Diagonalelemente (\( i = j \)): Für die Positionen \( (1,1) \), \( (2,2) \) und \( (3,3) \) gilt \( m_{11} = m_{22} = m_{33} = 0{,}5 \). 2. Identifikation der restlichen Elemente (\( i \neq j \)): Für alle anderen Positionen (außerhalb der Hauptdiagonale) gilt \( m_{ij} = 0{,}25 \). 3. Konstruktion der Matrix: \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}25 & 0{,}5 \end{pmatrix} \).

Antwort

\( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0{,}25 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}5 & 0{,}25 \\ 0{,}25 & 0{,}25 & 0{,}5 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 9
Gegeben sind die folgenden Matrizen: \( \mathbf{A} = \begin{pmatrix} 4 & -1 & 2 \\ 0 & 3 & -5 \\ 1 & 2 & 1 \end{pmatrix} \), \( \mathbf{B} = \begin{pmatrix} -2 & 5 & 0 \\ 1 & -4 & 2 \\ 3 & 0 & -1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{C} = \begin{pmatrix} 1 & 2 & -3 \\ -2 & 0 & 4 \\ 0 & 1 & 5 \end{pmatrix} \). Berechne die Ergebnismatrizen für: a) \( \mathbf{A} + \mathbf{B} - \mathbf{C} \) b) \( 2 \cdot \mathbf{A} - 3 \cdot \mathbf{B} \) c) \( \mathbf{B} - 2 \cdot (\mathbf{C} - \mathbf{A}) \)

Denkanstöße

- Achte darauf, die Rechenoperationen für jede Position in der Matrix einzeln durchzuführen. - Bei der Subtraktion einer negativen Zahl musst du auf das Vorzeichen achten. - Du kannst Klammerausdrücke bei Matrizen wie in der normalen Algebra auflösen und zusammenfassen.

Lösung

1. Durchführung der komponentenweisen Addition und Subtraktion: \( \mathbf{A} + \mathbf{B} - \mathbf{C} = \begin{pmatrix} 4-2-1 & -1+5-2 & 2+0-(-3) \\ 0+1-(-2) & 3-4-0 & -5+2-4 \\ 1+3-0 & 2+0-1 & 1-1-5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 2 & 5 \\ 3 & -1 & -7 \\ 4 & 1 & -5 \end{pmatrix} \) 2. Skalierung der Matrizen und anschließende Subtraktion: \( 2 \cdot \mathbf{A} - 3 \cdot \mathbf{B} = \begin{pmatrix} 8-(-6) & -2-15 & 4-0 \\ 0-3 & 6-(-12) & -10-6 \\ 2-9 & 4-0 & 2-(-3) \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 14 & -17 & 4 \\ -3 & 18 & -16 \\ -7 & 4 & 5 \end{pmatrix} \) 3. Vereinfachung des Ausdrucks zu \( 2 \cdot \mathbf{A} + \mathbf{B} - 2 \cdot \mathbf{C} \) und Berechnung: \( \begin{pmatrix} 8-2-2 & -2+5-4 & 4+0+6 \\ 0+1+4 & 6-4-0 & -10+2-8 \\ 2+3-0 & 4+0-2 & 2-1-10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 & -1 & 10 \\ 5 & 2 & -16 \\ 5 & 2 & -9 \end{pmatrix} \)

Antwort

a) \( \begin{pmatrix} 1 & 2 & 5 \\ 3 & -1 & -7 \\ 4 & 1 & -5 \end{pmatrix} \) b) \( \begin{pmatrix} 14 & -17 & 4 \\ -3 & 18 & -16 \\ -7 & 4 & 5 \end{pmatrix} \) c) \( \begin{pmatrix} 4 & -1 & 10 \\ 5 & 2 & -16 \\ 5 & 2 & -9 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 10
Betrachte die Matrizen \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 1{,}5 & -2 & 4 \\ 0 & 3{,}2 & -1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} = \begin{pmatrix} -0{,}5 & 4 & 0 \\ 2 & -1{,}6 & 3 \end{pmatrix} \). Bestimme die folgenden Matrizen: a) \( 2 \cdot \mathbf{M} + 4 \cdot \mathbf{N} \) b) \( \mathbf{M} - 0{,}5 \cdot \mathbf{N} \) c) Die Matrix \( \mathbf{X} \), für die die Gleichung \( 3 \cdot \mathbf{N} + \mathbf{X} = \mathbf{M} \) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Multipliziere jeden Eintrag der Matrix mit dem Skalar vor der Matrix. - Um eine Matrixgleichung zu lösen, kannst du sie wie eine normale lineare Gleichung umstellen. - Achte bei Dezimalzahlen besonders sorgfältig auf die Kommastellen.

Lösung

1. Berechnung der Linearkombination durch Skalierung und Addition: \( 2 \cdot \mathbf{M} + 4 \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 3-2 & -4+16 & 8+0 \\ 0+8 & 6{,}4-6{,}4 & -2+12 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 12 & 8 \\ 8 & 0 & 10 \end{pmatrix} \) 2. Subtraktion der skalierten Matrix \( \mathbf{N} \) von \( \mathbf{M} \): \( \mathbf{M} - 0{,}5 \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 1{,}5 - (-0{,}25) & -2-2 & 4-0 \\ 0-1 & 3{,}2 - (-0{,}8) & -1-1{,}5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1{,}75 & -4 & 4 \\ -1 & 4 & -2{,}5 \end{pmatrix} \) 3. Umstellen der Gleichung nach \( \mathbf{X} = \mathbf{M} - 3 \cdot \mathbf{N} \) und komponentenweise Berechnung: \( \mathbf{X} = \begin{pmatrix} 1{,}5 - (-1{,}5) & -2-12 & 4-0 \\ 0-6 & 3{,}2 - (-4{,}8) & -1-9 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 3 & -14 & 4 \\ -6 & 8 & -10 \end{pmatrix} \)

Antwort

a) \( \begin{pmatrix} 1 & 12 & 8 \\ 8 & 0 & 10 \end{pmatrix} \) b) \( \begin{pmatrix} 1{,}75 & -4 & 4 \\ -1 & 4 & -2{,}5 \end{pmatrix} \) c) \( \mathbf{X} = \begin{pmatrix} 3 & -14 & 4 \\ -6 & 8 & -10 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 11
Ein dynamisches System mit den Zuständen \( S_1, S_2, S_3 \) und \( S_4 \) wird durch eine Übergangsmatrix \( M \) beschrieben. Dabei gibt der Eintrag \( m_{ij} \) den Anteil des Übergangs vom Zustand \( S_j \) zum Zustand \( S_i \) an (Zeile \( i \), Spalte \( j \)). Erstelle die \( 4 \times 4 \)-Matrix \( M \) basierend auf den folgenden Daten: \( m_{11} = 0{,}75 \); \( m_{21} = 0{,}15 \); \( m_{41} = 0{,}10 \) \( m_{12} = 0{,}20 \); \( m_{22} = 0{,}80 \) \( m_{33} = 0{,}60 \); \( m_{43} = 0{,}40 \) \( m_{14} = 0{,}05 \); \( m_{34} = 0{,}05 \); \( m_{44} = 0{,}90 \) Alle nicht explizit genannten Übergangswahrscheinlichkeiten sind Null.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Zeilen und Spalten die Matrix haben muss. - Erinnere dich daran, welcher Index für die Zeile und welcher für die Spalte steht. - Gehe die Informationen Schritt für Schritt durch und trage die Werte an die richtigen Positionen ein. - Was musst du tun, wenn für eine bestimmte Position kein Wert angegeben wurde? - Bei Übergangsmatrizen ist es oft hilfreich zu prüfen, ob die Summe der Werte in jeder Spalte \( 1 \) ergibt.

Lösung

1. Bestimmung der Matrixstruktur: Da es vier Zustände gibt, handelt es sich um eine \( 4 \times 4 \)-Matrix. 2. Zuordnung der Indizes: Der erste Index \( i \) gibt die Zeile und der zweite Index \( j \) die Spalte an. 3. Eintragen der Werte: Spalte 1: \( m_{11}=0{,}75, m_{21}=0{,}15, m_{31}=0, m_{41}=0{,}10 \). Spalte 2: \( m_{12}=0{,}20, m_{22}=0{,}80, m_{32}=0, m_{42}=0 \). Spalte 3: \( m_{13}=0, m_{23}=0, m_{33}=0{,}60, m_{43}=0{,}40 \). Spalte 4: \( m_{14}=0{,}05, m_{24}=0, m_{34}=0{,}05, m_{44}=0{,}90 \). 4. Zusammenfassen zur Matrix \( M \).

Antwort

\( M = \begin{pmatrix} 0{,}75 & 0{,}20 & 0 & 0{,}05 \\ 0{,}15 & 0{,}80 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 0{,}60 & 0{,}05 \\ 0{,}10 & 0 & 0{,}40 & 0{,}90 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 12
In einem Produktionsbetrieb werden aus drei verschiedenen Grundstoffen \( G_1, G_2 \) und \( G_3 \) vier verschiedene Zwischenprodukte \( Z_1, Z_2, Z_3 \) und \( Z_4 \) gefertigt. Der Materialverbrauch wird durch eine Matrix \( A \) vom Typ \( 3 \times 4 \) dargestellt. Das Element \( a_{ij} \) gibt an, wie viele Einheiten des Grundstoffs \( G_i \) zur Herstellung einer Einheit des Zwischenprodukts \( Z_j \) benötigt werden. Gib die Matrix \( A \) an, wenn folgende Bedarfe bekannt sind: \( a_{23} = 8 \); \( a_{11} = 4 \); \( a_{34} = 7 \); \( a_{12} = 3 \); \( a_{31} = 2 \); \( a_{22} = 5 \); \( a_{14} = 6 \); \( a_{33} = 1 \); \( a_{24} = 2 \). Alle übrigen Matrixelemente sind Null.

Denkanstöße

- Welche Information liefert dir der Typ \( 3 \times 4 \) über den Aufbau der Matrix? - Achte genau darauf, welche Zahl für die Zeile und welche für die Spalte steht, besonders wenn die Angaben unsortiert sind. - Es hilft, sich zuerst ein leeres Raster mit 3 Zeilen und 4 Spalten aufzuzeichnen. - Was bedeuten die Indizes im Kontext der Grundstoffe und Zwischenprodukte?

Lösung

1. Festlegen des Matrixformats: Die Matrix \( A \) besitzt 3 Zeilen (für die Grundstoffe) und 4 Spalten (für die Zwischenprodukte). 2. Systematisches Eintragen der Werte \( a_{ij} \) (Zeile \( i \), Spalte \( j \)): Zeile 1: \( a_{11}=4, a_{12}=3, a_{13}=0, a_{14}=6 \) Zeile 2: \( a_{21}=0, a_{22}=5, a_{23}=8, a_{24}=2 \) Zeile 3: \( a_{31}=2, a_{32}=0, a_{33}=1, a_{34}=7 \) 3. Alle nicht genannten Positionen (\( a_{21}, a_{32}, a_{13} \)) werden mit \( 0 \) besetzt.

Antwort

\( A = \begin{pmatrix} 4 & 3 & 0 & 6 \\ 0 & 5 & 8 & 2 \\ 2 & 0 & 1 & 7 \end{pmatrix} \)
Matrizenrechnung 13
Ein Lieferdienst fährt zwischen Bahnhof, Schule, Sporthalle, Rathaus und Bücherei. Die Zeilen und Spalten stehen in der Reihenfolge Bahnhof, Schule, Sporthalle, Rathaus, Bücherei. Der Eintrag \(d_{ij}\) gibt die Fahrstrecke vom Ort in Zeile \(i\) zum Ort in Spalte \(j\) in Kilometern an. \(D=\begin{pmatrix} \square&4{,}0&\square&7{,}0&\square\\ \square&\square&3{,}0&\square&6{,}0\\ 5{,}0&\square&\square&8{,}0&\square\\ \square&2{,}0&\square&\square&9{,}0\\ 1{,}0&\square&4{,}0&\square&\square \end{pmatrix}.\) 1) Vervollständige \(D\). Nimm an, dass Hin- und Rückweg zwischen zwei Orten gleich lang sind und die Strecke von einem Ort zu sich selbst \(0\) ist. 2) Erkläre, warum auf der Hauptdiagonale nur Nullen stehen und warum die Einträge auf beiden Seiten der Hauptdiagonale paarweise gleich sind. 3) Was beschreibt die dritte Zeile im Sachzusammenhang? Gib außerdem die Fahrstrecke von der Sporthalle zur Bücherei an.

Denkanstöße

- Was bedeutet ein Eintrag auf der Hauptdiagonale für Start- und Zielort? - Vergleiche einen bekannten Eintrag oberhalb der Hauptdiagonale mit der dazugehörigen Stelle unterhalb. - Nutze für Teil 3 die angegebene Reihenfolge der Orte in den Zeilen und Spalten.

Lösung

1. Die Hauptdiagonale enthält nur Nullen. Wegen gleicher Hin- und Rückwege gilt \(d_{ij}=d_{ji}\). Damit ist \(D=\begin{pmatrix} 0&4{,}0&5{,}0&7{,}0&1{,}0\\ 4{,}0&0&3{,}0&2{,}0&6{,}0\\ 5{,}0&3{,}0&0&8{,}0&4{,}0\\ 7{,}0&2{,}0&8{,}0&0&9{,}0\\ 1{,}0&6{,}0&4{,}0&9{,}0&0 \end{pmatrix}.\) 2. Ein Diagonaleintrag beschreibt die Strecke eines Ortes zu sich selbst und ist deshalb \(0\). Gleiche Hin- und Rückwege bedeuten \(d_{ij}=d_{ji}\); deshalb stehen gleiche Werte spiegelbildlich zur Hauptdiagonale. 3. Die dritte Zeile enthält die Strecken von der Sporthalle zu Bahnhof, Schule, Sporthalle, Rathaus und Bücherei. Zur Bücherei sind es \(4{,}0\,\text{km}\).

Antwort

1) \(D=\begin{pmatrix} 0&4{,}0&5{,}0&7{,}0&1{,}0\\ 4{,}0&0&3{,}0&2{,}0&6{,}0\\ 5{,}0&3{,}0&0&8{,}0&4{,}0\\ 7{,}0&2{,}0&8{,}0&0&9{,}0\\ 1{,}0&6{,}0&4{,}0&9{,}0&0 \end{pmatrix}\) 2) Diagonaleinträge sind \(0\); wegen gleicher Hin- und Rückwege gilt \(d_{ij}=d_{ji}\). 3) Die dritte Zeile beschreibt die Strecken von der Sporthalle zu allen fünf Orten; Sporthalle–Bücherei: \(4{,}0\,\text{km}\).
Matrizenrechnung 14
Die Transportkosten (in € pro Tonne) zwischen vier Lagerhäusern \( L_1, L_2, L_3 \) und \( L_4 \) sind in der Matrix \( \mathbf{K} \) dargestellt: \( \mathbf{K} = \begin{pmatrix} 0 & 10 & 15 & 20 \\ 10 & 0 & 8 & 12 \\ 15 & 8 & 0 & 5 \\ 20 & 12 & 5 & 0 \end{pmatrix} \) 1. Ein LKW fährt die Route \( L_1 \to L_2 \to L_4 \to L_3 \to L_1 \). Berechne die gesamten Transportkosten pro Tonne für diese Rundreise. 2. Berechne für jedes Lagerhaus die Summe der jeweiligen Zeileneinträge. Interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. Welches Lagerhaus liegt bezüglich der Transportkosten am günstigsten („zentralsten“)? 3. Durch eine Mauterhöhung steigen alle Transportkosten zwischen verschiedenen Standorten pauschal um \( 2{,}50\,\text{€} \) pro Tonne. Gib die neue Matrix \( \mathbf{K}_{neu} \) an. Bleibt die Matrix symmetrisch?

Denkanstöße

- Für die Route musst du die Kosten für jeden einzelnen Teilschritt aus der Matrix ablesen und addieren. - Was bedeutet eine niedrige Zeilensumme für die Erreichbarkeit anderer Standorte? - Achte bei der Mauterhöhung darauf, ob die Kosten für den Aufenthalt am eigenen Standort (Diagonale) ebenfalls steigen sollten.

Lösung

1. Die Kosten berechnen sich aus der Summe der jeweiligen Matrixeinträge: \( k_{12} + k_{24} + k_{43} + k_{31} = 10 + 12 + 5 + 15 = 42 \). Der Kostensatz für die Rundreise beträgt \(42\,\text{€}/\text{t}\). 2. Zeilensummen: \( S_1 = 0 + 10 + 15 + 20 = 45 \) \( S_2 = 10 + 0 + 8 + 12 = 30 \) \( S_3 = 15 + 8 + 0 + 5 = 28 \) \( S_4 = 20 + 12 + 5 + 0 = 37 \) Die Zeilensumme gibt die Summe der Kostensätze für Transporte von einem Lagerhaus zu allen anderen Lagerhäusern an. Werden von einem Standort aus jeweils eine Tonne zu allen anderen Standorten geliefert, entspricht sie zugleich den Gesamtkosten in Euro. \( L_3 \) ist am günstigsten bzw. zentralsten gelegen, da die Summe der Kostensätze dort mit \(28\,\text{€}/\text{t}\) am geringsten ist. 3. Zur Berechnung von \( \mathbf{K}_{neu} \) wird zu jedem Element \( k_{ij} \) mit \( i \neq j \) der Wert \( 2{,}50 \) addiert. Die Diagonalelemente bleiben \( 0 \), da keine Maut am Standort selbst anfällt. \( \mathbf{K}_{neu} = \begin{pmatrix} 0 & 12{,}50 & 17{,}50 & 22{,}50 \\ 12{,}50 & 0 & 10{,}50 & 14{,}50 \\ 17{,}50 & 10{,}50 & 0 & 7{,}50 \\ 22{,}50 & 14{,}50 & 7{,}50 & 0 \end{pmatrix} \) Die Matrix bleibt symmetrisch, da zu symmetrisch liegenden Elementen derselbe Wert addiert wurde.

Antwort

1. \(42\,\text{€}/\text{t}\) 2. Summen der Kostensätze: \( L_1: 45\,\text{€}/\text{t} \), \( L_2: 30\,\text{€}/\text{t} \), \( L_3: 28\,\text{€}/\text{t} \), \( L_4: 37\,\text{€}/\text{t} \). \( L_3 \) ist am günstigsten gelegen. 3. \( \mathbf{K}_{neu} = \begin{pmatrix} 0 & 12{,}50 & 17{,}50 & 22{,}50 \\ 12{,}50 & 0 & 10{,}50 & 14{,}50 \\ 17{,}50 & 10{,}50 & 0 & 7{,}50 \\ 22{,}50 & 14{,}50 & 7{,}50 & 0 \end{pmatrix} \). Die Symmetrie bleibt erhalten.
Matrizenrechnung 15
Ein Unternehmen stellt aus drei Rohstoffen \(R_1, R_2, R_3\) zwei Zwischenprodukte \(Z_1, Z_2\) her. Diese werden im nächsten Schritt zu zwei Endprodukten \(E_1, E_2\) weiterverarbeitet. Der Bedarf an Rohstoffen pro Mengeneinheit (ME) der Zwischenprodukte wird durch die Matrix \(A\) beschrieben, der Bedarf an Zwischenprodukten pro ME der Endprodukte durch die Matrix \(B\): \(A = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 2 & 4 \\ 0 & 5 \end{pmatrix}\); \(B = \begin{pmatrix} 2 & 6 \\ 3 & 1 \end{pmatrix}\) Berechne die Matrix \(C = A \cdot B\), welche den direkten Bedarf an Rohstoffen pro ME der Endprodukte angibt.

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Dimension die Ergebnismatrix haben muss, wenn eine \(3 \times 2\)-Matrix mit einer \(2 \times 2\)-Matrix multipliziert wird. - Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Was bedeutet ein Element in der resultierenden Matrix \(C\) im Sachzusammenhang? Zum Beispiel: Was gibt der Wert in der ersten Zeile und zweiten Spalte an?

Lösung

Um die Matrix \(C = A \cdot B\) zu berechnen, wird das Skalarprodukt der Zeilen von \(A\) mit den Spalten von \(B\) gebildet: 1. Erste Zeile von \(C\): \(c_{11} = 3 \cdot 2 + 1 \cdot 3 = 9\) \(c_{12} = 3 \cdot 6 + 1 \cdot 1 = 19\) 2. Zweite Zeile von \(C\): \(c_{21} = 2 \cdot 2 + 4 \cdot 3 = 16\) \(c_{22} = 2 \cdot 6 + 4 \cdot 1 = 16\) 3. Dritte Zeile von \(C\): \(c_{31} = 0 \cdot 2 + 5 \cdot 3 = 15\) \(c_{32} = 0 \cdot 6 + 5 \cdot 1 = 5\) Die Ergebnismatrix lautet somit \(C = \begin{pmatrix} 9 & 19 \\ 16 & 16 \\ 15 & 5 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(C = \begin{pmatrix} 9 & 19 \\ 16 & 16 \\ 15 & 5 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 16
Eine Bio-Bäckerei stellt drei verschiedene Sorten Gebäck her: Dinkelbrötchen, Weltmeisterbrötchen und Kürbiskernbrötchen. Die benötigten Mengen an Mehl, Wasser und Körnern pro Stück sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: <table> <tr> <td></td> <th colspan="3">Gebäcksorte</th> </tr> <tr> <td></td> <td>Dinkel</td> <td>Weltmeister</td> <td>Kürbiskern</td> </tr> <tr> <td>Mehl (g)</td> <td>150</td> <td>120</td> <td>100</td> </tr> <tr> <td>Wasser (mL)</td> <td>90</td> <td>80</td> <td>70</td> </tr> <tr> <td>Körner (g)</td> <td>10</td> <td>30</td> <td>25</td> </tr> </table> Die Produktionsmatrix \( A \) beschreibt diesen Zusammenhang. Für ein Wochenendgeschäft liegt eine Bestellung über \( 60 \) Dinkelbrötchen, \( 50 \) Weltmeisterbrötchen und \( 40 \) Kürbiskernbrötchen vor. Dieser Auftrag wird durch den Vektor \( \vec{v} \) repräsentiert. Bestimme mithilfe der Matrix-Vektor-Multiplikation den Vektor \( \vec{r} \), der den Gesamtbedarf an Mehl, Wasser und Körnern für diesen Auftrag angibt.

Denkanstöße

- Wie kannst du die Daten aus der Tabelle in einer Matrix anordnen, sodass die Spalten den Gebäcksorten entsprechen? - Erinnere dich daran, wie man eine Matrix mit einem Spaltenvektor multipliziert: „Zeile mal Spalte“. - Was bedeuten die einzelnen Komponenten des Ergebnisvektors im Sachzusammenhang?

Lösung

1. Aufstellen der Produktionsmatrix \( A \) aus der Tabelle: \( A = \begin{pmatrix} 150 & 120 & 100 \\ 90 & 80 & 70 \\ 10 & 30 & 25 \end{pmatrix} \) 2. Aufstellen des Auftragsvektors \( \vec{v} \): \( \vec{v} = \begin{pmatrix} 60 \\ 50 \\ 40 \end{pmatrix} \) 3. Berechnung des Ergebnisvektors \( \vec{r} = A \cdot \vec{v} \) durch Zeile-mal-Spalte-Rechnung: - Mehl: \( 150 \cdot 60 + 120 \cdot 50 + 100 \cdot 40 = 9000 + 6000 + 4000 = 19\,000 \) - Wasser: \( 90 \cdot 60 + 80 \cdot 50 + 70 \cdot 40 = 5400 + 4000 + 2800 = 12\,200 \) - Körner: \( 10 \cdot 60 + 30 \cdot 50 + 25 \cdot 40 = 600 + 1500 + 1000 = 3100 \) 4. Zusammenfassen zum Vektor \( \vec{r} = \begin{pmatrix} 19\,000 \\ 12\,200 \\ 3100 \end{pmatrix} \). Die Komponenten sind in der Reihenfolge Mehl in Gramm, Wasser in Millilitern und Körner in Gramm angegeben.

Antwort

\( \vec{r} = \begin{pmatrix} 19\,000 \\ 12\,200 \\ 3100 \end{pmatrix} \), entsprechend \(19\,000\,\text{g}\) Mehl, \(12\,200\,\text{mL}\) Wasser und \(3100\,\text{g}\) Körnern.
Matrizenrechnung 17
Gegeben sind die Matrizen \(A = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) und \(B = \begin{pmatrix} 4 & -1 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\). a) Berechne die Produkte \(A \cdot B\) und \(B \cdot A\). b) Überprüfe, ob das Kommutativgesetz der Multiplikation (\(A \cdot B = B \cdot A\)) hier gilt. c) Berechne \(A^2\) (also \(A \cdot A\)).

Denkanstöße

- Gehe bei der Multiplikation schrittweise vor: Das Element in der ersten Zeile und ersten Spalte des Ergebnisses entsteht aus der ersten Zeile der linken und der ersten Spalte der rechten Matrix. - Achte genau auf die Reihenfolge der Matrizen beim Multiplizieren. - Was bedeutet es für zwei Matrizen, gleich zu sein? - Ein Quadrat einer Matrix berechnest du, indem du die Matrix mit sich selbst multiplizierst.

Lösung

1. Berechnung von \(A \cdot B\): \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 4 + 2 \cdot 2 & 1 \cdot (-1) + 2 \cdot 5 \\ 0 \cdot 4 + 3 \cdot 2 & 0 \cdot (-1) + 3 \cdot 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung von \(B \cdot A\): \(\begin{pmatrix} 4 \cdot 1 + (-1) \cdot 0 & 4 \cdot 2 + (-1) \cdot 3 \\ 2 \cdot 1 + 5 \cdot 0 & 2 \cdot 2 + 5 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\) 3. Vergleich: Da \(\begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix} \neq \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\), gilt das Kommutativgesetz nicht. 4. Berechnung von \(A^2\): \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 1 + 2 \cdot 0 & 1 \cdot 2 + 2 \cdot 3 \\ 0 \cdot 1 + 3 \cdot 0 & 0 \cdot 2 + 3 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 8 \\ 0 & 9 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 8 & 9 \\ 6 & 15 \end{pmatrix}\) und \(B \cdot A = \begin{pmatrix} 4 & 5 \\ 2 & 19 \end{pmatrix}\) b) Das Kommutativgesetz gilt nicht, da \(A \cdot B \neq B \cdot A\). c) \(A^2 = \begin{pmatrix} 1 & 8 \\ 0 & 9 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 18
Ein Catering-Unternehmen bietet die Menüs „Veggie“, „Standard“ und „Exklusiv“ an. Die Zusammensetzung aus Reis, Gemüse und Proteinbeilage ist in Kilogramm pro Portion angegeben: <table><tr><th>Menü</th><th>Reis</th><th>Gemüse</th><th>Protein</th></tr><tr><td>Veggie</td><td>\(0{,}2\,\text{kg}\)</td><td>\(0{,}4\,\text{kg}\)</td><td>\(0\,\text{kg}\)</td></tr><tr><td>Standard</td><td>\(0{,}15\,\text{kg}\)</td><td>\(0{,}2\,\text{kg}\)</td><td>\(0{,}15\,\text{kg}\)</td></tr><tr><td>Exklusiv</td><td>\(0{,}1\,\text{kg}\)</td><td>\(0{,}3\,\text{kg}\)</td><td>\(0{,}25\,\text{kg}\)</td></tr></table> Die Zutatenpreise sind im Vektor \(\vec{p}=\begin{pmatrix}2{,}00\\3{,}50\\14{,}00\end{pmatrix}\) in \(\text{€}/\text{kg}\) zusammengefasst. Stelle die Materialzusammensetzung als Matrix \(M\) auf und berechne mit einer Matrix-Vektor-Multiplikation die Materialkosten je Portion.

Denkanstöße

- Welche Größe sollte eine Zeile der Matrix beschreiben, damit die Multiplikation mit dem Preisvektor möglich ist? - Die Reihenfolge der Zutaten muss in Matrix und Vektor übereinstimmen. - Interpretiere jede Komponente des Produktvektors als Kosten einer Portion.

Lösung

1. Mit den Menüs als Zeilen und den Zutaten als Spalten ist \(M=\begin{pmatrix}0{,}2&0{,}4&0\\0{,}15&0{,}2&0{,}15\\0{,}1&0{,}3&0{,}25\end{pmatrix}\). 2. Das Produkt \(M\vec{p}\) liefert die drei Portionskosten. Es ergibt \(\begin{pmatrix}1{,}80\\3{,}10\\4{,}75\end{pmatrix}\,\text{€}\).

Antwort

Veggie: \(1{,}80\,\text{€}\), Standard: \(3{,}10\,\text{€}\), Exklusiv: \(4{,}75\,\text{€}\)
Matrizenrechnung 19
In einem dynamischen System werden zwei nacheinander ablaufende Zustandsänderungen durch die Übergangsmatrizen \(M\) und \(N\) beschrieben: \(M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) und \(N = \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix}\). Untersuche, ob die Reihenfolge der Prozesse das Gesamtergebnis beeinflusst, indem du die Matrizenprodukte \(M \cdot N\) und \(N \cdot M\) berechnest.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn die Reihenfolge zweier Prozesse eine Rolle spielt? - Gehe beim Multiplizieren der Dezimalzahlen sorgfältig vor oder wandle sie bei Bedarf in Brüche um. - Achte darauf, welche Matrix links und welche rechts steht, da dies bei der Matrizenmultiplikation entscheidend ist.

Lösung

1. Berechnung des Produkts \(M \cdot N\): \(\begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}8 \cdot 0{,}5 + 0{,}4 \cdot 0{,}5 & 0{,}8 \cdot 0 + 0{,}4 \cdot 1 \\ 0{,}2 \cdot 0{,}5 + 0{,}6 \cdot 0{,}5 & 0{,}2 \cdot 0 + 0{,}6 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}4 \\ 0{,}4 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung des Produkts \(N \cdot M\): \(\begin{pmatrix} 0{,}5 & 0 \\ 0{,}5 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}4 \\ 0{,}2 & 0{,}6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}5 \cdot 0{,}8 + 0 \cdot 0{,}2 & 0{,}5 \cdot 0{,}4 + 0 \cdot 0{,}6 \\ 0{,}5 \cdot 0{,}8 + 1 \cdot 0{,}2 & 0{,}5 \cdot 0{,}4 + 1 \cdot 0{,}6 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0{,}4 & 0{,}2 \\ 0{,}6 & 0{,}8 \end{pmatrix}\) 3. Vergleich der Matrizen: Die Matrizen \(M \cdot N\) und \(N \cdot M\) sind verschieden, somit hat die Reihenfolge einen Einfluss auf das Gesamtergebnis.

Antwort

Die Berechnung ergibt \(M \cdot N = \begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}4 \\ 0{,}4 & 0{,}6 \end{pmatrix}\) und \(N \cdot M = \begin{pmatrix} 0{,}4 & 0{,}2 \\ 0{,}6 & 0{,}8 \end{pmatrix}\). Da \(M \cdot N \neq N \cdot M\), beeinflusst die Reihenfolge der Prozesse das Gesamtergebnis.
Matrizenrechnung 20
Berechne den resultierenden Vektor möglichst vorteilhaft, indem du Rechenregeln für Matrizen nutzt: \(\begin{pmatrix}0{,}6&0{,}1\\0{,}4&0{,}9\end{pmatrix}\begin{pmatrix}14\\37\end{pmatrix}+\begin{pmatrix}0{,}6&0{,}1\\0{,}4&0{,}9\end{pmatrix}\begin{pmatrix}86\\63\end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Welche Struktur haben die beiden Summanden gemeinsam? - Welches Rechengesetz verbindet eine gemeinsame lineare Abbildung mit einer Summe? - Suche nach einem Weg, der weniger Matrix-Vektor-Produkte benötigt.

Lösung

1. Mit dem Distributivgesetz wird die gemeinsame Matrix ausgeklammert. 2. Die beiden Vektoren ergeben zusammen \(\begin{pmatrix}100\\100\end{pmatrix}\). 3. Die verbleibende Matrix-Vektor-Multiplikation liefert \(\begin{pmatrix}70\\130\end{pmatrix}\).

Antwort

\(\begin{pmatrix}70\\130\end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 21
Bestimme das Ergebnis des folgenden Ausdrucks auf dem einfachsten Weg: \(\begin{pmatrix}0{,}8&0{,}4\\0{,}2&0{,}6\end{pmatrix}\begin{pmatrix}12\\18\end{pmatrix}-\begin{pmatrix}0{,}3&0{,}4\\0{,}2&0{,}1\end{pmatrix}\begin{pmatrix}12\\18\end{pmatrix}\)

Denkanstöße

- Was ist in beiden Produkten identisch? - Welches Rechengesetz kann die Zahl der Matrix-Vektor-Multiplikationen verringern? - Prüfe, ob nach einer geeigneten Umformung eine besonders einfache Matrix entsteht.

Lösung

1. Mit dem Distributivgesetz wird der gemeinsame Vektor zusammengefasst: \((A-B)\vec{x}\). 2. Es ist \(A-B=\begin{pmatrix}0{,}5&0\\0&0{,}5\end{pmatrix}\). 3. Multiplikation mit \(\begin{pmatrix}12\\18\end{pmatrix}\) ergibt \(\begin{pmatrix}6\\9\end{pmatrix}\).

Antwort

\(\begin{pmatrix}6\\9\end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 22
Gegeben ist die Matrix \( A = \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \). a) Bestimme eine Matrix \( X \), für die gilt: \( A \cdot X = A \). b) Überprüfe durch eine explizite Rechnung, ob für deine Matrix \( X \) aus Teilaufgabe a) auch \( X \cdot A = A \) erfüllt ist. c) Erkläre unter Verwendung der Dimensionsregeln für die Matrizenmultiplikation, warum die Matrix \( E_3 = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \end{pmatrix} \) nicht als neutrales Element für die Matrix \( A \) fungieren kann.

Denkanstöße

- Welche Zahl verändert bei der normalen Multiplikation den Wert nicht? Wie könnte eine entsprechende Matrix aufgebaut sein? - Erinnere dich an das Rechenschema „Zeile mal Spalte“. - Welche Voraussetzung muss für die Anzahl der Zeilen und Spalten erfüllt sein, damit man zwei Matrizen überhaupt multiplizieren darf?

Lösung

1. Eine mögliche Wahl für \( X \) ist die \( 2 \times 2 \)-Einheitsmatrix \( E_2 = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \), denn damit gilt \(A \cdot X = A\). 2. Überprüfung von \( X \cdot A \): Die Rechnung \( \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 \cdot 3 + 0 \cdot 4 & 1 \cdot (-2) + 0 \cdot 1 \\ 0 \cdot 3 + 1 \cdot 4 & 0 \cdot (-2) + 1 \cdot 1 \end{pmatrix} \) ergibt die Matrix \( \begin{pmatrix} 3 & -2 \\ 4 & 1 \end{pmatrix} \), was exakt \( A \) entspricht. 3. Dimensionsprüfung: Die Matrix \( A \) ist vom Typ \( 2 \times 2 \), die Matrix \( E_3 \) vom Typ \( 3 \times 3 \). Das Produkt \( A \cdot E_3 \) ist nur definiert, wenn die Spaltenanzahl von \( A \) (hier 2) mit der Zeilenanzahl von \( E_3 \) (hier 3) übereinstimmt. Da \( 2 \neq 3 \), ist die Multiplikation nicht durchführbar. Analog ist \( E_3 \cdot A \) nicht definiert, da \( 3 \neq 2 \).

Antwort

a) \( X = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) b) Die Rechnung bestätigt \( X \cdot A = A \). c) Die Multiplikation ist aufgrund nicht passender Dimensionen (\( 2 \neq 3 \)) nicht definiert.
Matrizenrechnung 23
Gegeben sind die Matrizen \( \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 5 & 3 \\ 3 & 2 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 2 & -3 \\ -3 & 5 \end{pmatrix} \). a) Berechne die Matrixprodukte \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} \) und \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} \). b) Vergleiche die Ergebnisse. Welche mathematische Beziehung besteht zwischen \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \)?

Denkanstöße

- Erinnere dich an das Verfahren „Zeile mal Spalte“ bei der Matrizenmultiplikation. - Achte beim Rechnen besonders auf die Vorzeichen. - Was ist das Besondere an einer Matrix, die auf der Hauptdiagonalen nur Einsen und sonst nur Nullen hat? - Wenn das Produkt zweier Matrizen ein ganz bestimmtes neutrales Element ergibt, wie nennt man diese Matrizen dann?

Lösung

1. Berechnung von \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} \): \( \begin{pmatrix} 5 \cdot 2 + 3 \cdot (-3) & 5 \cdot (-3) + 3 \cdot 5 \\ 3 \cdot 2 + 2 \cdot (-3) & 3 \cdot (-3) + 2 \cdot 5 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10-9 & -15+15 \\ 6-6 & -9+10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). 2. Berechnung von \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} \): \( \begin{pmatrix} 2 \cdot 5 + (-3) \cdot 3 & 2 \cdot 3 + (-3) \cdot 2 \\ -3 \cdot 5 + 5 \cdot 3 & -3 \cdot 3 + 5 \cdot 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10-9 & 6-6 \\ -15+15 & -9+10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). 3. Feststellung: Beide Produkte ergeben die Einheitsmatrix \( \mathbf{E} \). 4. Schlussfolgerung: Da \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} = \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} = \mathbf{E} \) gilt, sind \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \) zueinander inverse Matrizen.

Antwort

a) \( \mathbf{M} \cdot \mathbf{N} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) und \( \mathbf{N} \cdot \mathbf{M} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). b) Die Matrizen \( \mathbf{M} \) und \( \mathbf{N} \) sind zueinander invers.
Matrizenrechnung 24
In der Matrizenrechnung, die zur Beschreibung von Übergangsprozessen genutzt wird, treten verschiedene spezielle Matrizentypen auf. Untersuche die Eigenschaften einer Matrix, die sich bezüglich der Addition neutral verhält. 1. Bestimme die Einträge einer \(2 \times 2\)-Matrix \(N = \begin{pmatrix} n_{11} & n_{12} \\ n_{21} & n_{22} \end{pmatrix}\), die für jede beliebige Matrix \(M = \begin{pmatrix} m_{11} & m_{12} \\ m_{21} & m_{22} \end{pmatrix}\) die Bedingung \(M + N = M\) erfüllt. 2. Begründe allgemein, warum für jede Dimension \(m \times n\) eine solche Matrix existiert. 3. Eine quadratische Matrix heißt stochastisch (oder Übergangsmatrix), wenn alle ihre Einträge zwischen 0 und 1 liegen und die Summe der Einträge jeder Spalte genau 1 ergibt. Entscheide, ob die in Teilaufgabe 1 gefundene neutrale Matrix der Addition eine Übergangsmatrix sein kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet „neutral“ im Zusammenhang mit einer Rechenoperation wie der Addition? - Wie werden zwei Matrizen miteinander addiert? Erinnere dich an die komponentenweise Rechnung. - Welche Zahl ändert bei der Addition einen Wert nicht? - Überprüfe die Definition einer Übergangsmatrix: Welche Eigenschaft müssen die Spaltensummen erfüllen?

Lösung

1. Aus der Bedingung \(M + N = M\) folgt für die einzelnen Komponenten: \(m_{ij} + n_{ij} = m_{ij}\). Durch Subtraktion von \(m_{ij}\) auf beiden Seiten ergibt sich \(n_{ij} = 0\) für alle Indizes. Somit ist \(N = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) die Nullmatrix. 2. Da die Addition von Matrizen komponentenweise definiert ist, existiert für jede Dimension \(m \times n\) eine Matrix, deren Einträge alle gleich der reellen Zahl 0 sind. Da 0 das neutrale Element der Addition in \(\mathbb{R}\) ist, gilt für jedes Element \(a_{ij}\) einer beliebigen Matrix \(A\): \(a_{ij} + 0 = a_{ij}\). Somit ist die Nullmatrix \(O_{m,n}\) stets das neutrale Element. 3. Eine Übergangsmatrix erfordert, dass die Summe der Einträge jeder Spalte 1 ist. Bei der Nullmatrix ist die Summe der Einträge jeder Spalte \(0 + 0 + \dots + 0 = 0\). Da \(0 \neq 1\), kann die neutrale Matrix der Addition niemals eine Übergangsmatrix sein.

Antwort

1. \(N = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) 2. Die Existenz ist durch die komponentenweise Addition und das neutrale Element 0 der reellen Zahlen gegeben. 3. Nein, da die Spaltensummen der Nullmatrix 0 und nicht 1 sind.
Matrizenrechnung 25
In der Populationsdynamik werden Übergangsprozesse oft durch Matrizen beschrieben. Gegeben ist eine Übergangsmatrix \(M = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}2 \\ 0{,}3 & 0{,}8 \end{pmatrix}\), die die jährliche Wanderung zwischen zwei Gebieten beschreibt. a) Durch äußere Einflüsse verdoppeln sich alle Übergangsraten proportional. Berechne die neue Matrix \(M_{neu} = 2 \cdot M\). b) Überprüfe an diesem Beispiel die Gültigkeit des Distributivgesetzes für die Skalarmultiplikation, indem du \(k \cdot (M + M)\) und \(k \cdot M + k \cdot M\) für \(k = 3\) vergleichst. c) Das Kommutativgesetz der Addition besagt \(A + B = B + A\). Begründe allgemein unter Rückgriff auf die Addition von reellen Zahlen, warum dieses Gesetz für Matrizen immer gelten muss. d) Erkläre, warum die Matrix \(M_{neu}\) aus Teilaufgabe a) im Kontext von relativen Übergangsanteilen (stochastische Matrix) problematisch sein könnte, wenn man die Spaltensummen betrachtet.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für die einzelnen Zahlen in einer Tabelle, wenn die gesamte Tabelle mit einem Faktor multipliziert wird? - Erinnere dich an die Rechenregeln für Zahlen. Warum dürfen wir beim Addieren die Reihenfolge vertauschen? - Addiere die Werte einer Spalte in der ursprünglichen Matrix und in der neuen Matrix. Was fällt dir auf? - Wie sind Matrizen aufgebaut? Sie bestehen aus vielen einzelnen Zahlen, für die du die Grundrechenarten bereits kennst.

Lösung

1. Berechnung von \(M_{neu}\): Jeder Eintrag von \(M\) wird mit 2 multipliziert. \(M_{neu} = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\). 2. Distributivgesetz prüfen: \(M + M = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot (M + M) = \begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot M = \begin{pmatrix} 2{,}1 & 0{,}6 \\ 0{,}9 & 2{,}4 \end{pmatrix}\). \(3 \cdot M + 3 \cdot M = \begin{pmatrix} 2{,}1+2{,}1 & 0{,}6+0{,}6 \\ 0{,}9+0{,}9 & 2{,}4+2{,}4 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis. 3. Begründung Kommutativgesetz: Die Addition von Matrizen erfolgt komponentenweise (\(a_{ij} + b_{ij}\)). Da für die reellen Zahlen das Kommutativgesetz gilt (\(a_{ij} + b_{ij} = b_{ij} + a_{ij}\)), gilt es auch für jeden Eintrag der Ergebnismatrix. 4. Interpretation \(M_{neu}\): Bei einer stochastischen Matrix muss die Summe der Einträge jeder Spalte genau \(1\) ergeben (\(100\,\%\)). Bei \(M_{neu}\) sind die Spaltensummen \(1{,}4 + 0{,}6 = 2{,}0\) und \(0{,}4 + 1{,}6 = 2{,}0\). Dies würde bedeuten, dass sich die Gesamtpopulation verdoppelt, anstatt nur verteilt zu werden.

Antwort

a) \(M_{neu} = \begin{pmatrix} 1{,}4 & 0{,}4 \\ 0{,}6 & 1{,}6 \end{pmatrix}\) b) Beide Berechnungen ergeben \(\begin{pmatrix} 4{,}2 & 1{,}2 \\ 1{,}8 & 4{,}8 \end{pmatrix}\). c) Da die komponentenweise Addition auf der kommutativen Addition reeller Zahlen basiert, ist auch die Matrixaddition kommutativ. d) Die Spaltensummen sind größer als \(1\) (hier \(2\)), was bei realen Übergangswahrscheinlichkeiten unmöglich ist, da die Summe der Anteile \(100\,\%\) bzw. \(1\) nicht überschreiten darf.
Matrizenrechnung 26
Ein Möbelhersteller produziert die drei Produkte Tisch (\(T\)), Stuhl (\(S\)) und Bank (\(B\)). Der Bedarf an Materialeinheiten der Bauteile Holzplatten (\(H\)), Schrauben (\(Sc\)) und Scharniere (\(Si\)) pro Möbelstück ist durch die Matrix \(M_{MT}\) gegeben: \(M_{MT}=\begin{pmatrix}8&5&4\\24&16&12\\2&0&4\end{pmatrix}\). Dabei entsprechen die Zeilen den Bauteilen \((H,Sc,Si)\) und die Spalten den Möbelstücken \((T,S,B)\). Für zwei Großkunden liegen folgende Bestellungen vor: <table><tr><td></td><td>Kunde 1</td><td>Kunde 2</td></tr><tr><td>Tisch (\(T\))</td><td>10</td><td>5</td></tr><tr><td>Stuhl (\(S\))</td><td>40</td><td>20</td></tr><tr><td>Bank (\(B\))</td><td>15</td><td>10</td></tr></table> Stelle aus der Tabelle die Auftragsmatrix \(M_{TK}\) auf. Berechne anschließend den Bauteilbedarf beider Kunden ausdrücklich durch die Matrixmultiplikation \(M_{MK}=M_{MT}M_{TK}\) und interpretiere Zeilen und Spalten der Ergebnismatrix.

Denkanstöße

- Ordne die Bestellmengen so an, dass die Produktreihenfolge zu den Spalten von \(M_{MT}\) passt. - Prüfe vor dem Multiplizieren die inneren Dimensionen der beiden Matrizen. - Interpretiere einen Eintrag der Ergebnismatrix als Bauteilbedarf eines bestimmten Kunden.

Lösung

1. Aufstellen der Auftragsmatrix \(M_{TK}\) aus der Tabelle: \(M_{TK}=\begin{pmatrix}10&5\\40&20\\15&10\end{pmatrix}\). 2. Berechnung des Gesamtbedarfs durch Matrixmultiplikation \(M_{MK}=M_{MT}M_{TK}\): \(M_{MK}=\begin{pmatrix}340&180\\1060&560\\80&50\end{pmatrix}\). 3. Die Zeilen stehen für Holzplatten, Schrauben und Scharniere; die Spalten stehen für Kunde 1 und Kunde 2.

Antwort

\(M_{TK}=\begin{pmatrix}10&5\\40&20\\15&10\end{pmatrix}\) \(M_{MK}=\begin{pmatrix}340&180\\1060&560\\80&50\end{pmatrix}\) Die Zeilen stehen für \(H,Sc,Si\), die Spalten für Kunde 1 und Kunde 2.
Matrizenrechnung 27
Gegeben sind die Matrizen \(M = \begin{pmatrix} 3 & -1 \\ 2 & 4 \end{pmatrix}\), \(N = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 5 \\ -2 & 3 & 1 \end{pmatrix}\) und \(P = \begin{pmatrix} 2 \\ -3 \\ 0 \end{pmatrix}\). Bestimme alle definierten Produkte aus jeweils zwei der angegebenen Matrizen und berechne die entsprechenden Ergebnismatrizen. Dieselbe Matrix darf dabei auch zweimal verwendet werden.

Denkanstöße

- Überprüfe zuerst die Dimensionen der Matrizen (Zeilen \(\times\) Spalten). - Wann ist die Multiplikation zweier Matrizen überhaupt erlaubt? - Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Prüfe systematisch alle Kombinationen, auch die Multiplikation einer Matrix mit sich selbst.

Lösung

Um festzustellen, welche Produkte definiert sind, werden die Dimensionen verglichen: \(M\) ist eine \(2 \times 2\)-Matrix, \(N\) eine \(2 \times 3\)-Matrix und \(P\) eine \(3 \times 1\)-Matrix. Ein Produkt \(A \cdot B\) ist definiert, wenn die Spaltenanzahl von \(A\) der Zeilenanzahl von \(B\) entspricht. 1. \(M \cdot N\) (Produkt einer \(2 \times 2\)-Matrix mit einer \(2 \times 3\)-Matrix) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 3 \cdot 1 + (-1) \cdot (-2) & 3 \cdot 0 + (-1) \cdot 3 & 3 \cdot 5 + (-1) \cdot 1 \\ 2 \cdot 1 + 4 \cdot (-2) & 2 \cdot 0 + 4 \cdot 3 & 2 \cdot 5 + 4 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 & -3 & 14 \\ -6 & 12 & 14 \end{pmatrix}\) 2. \(N \cdot P\) (Produkt einer \(2 \times 3\)-Matrix mit einer \(3 \times 1\)-Matrix) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 1 \cdot 2 + 0 \cdot (-3) + 5 \cdot 0 \\ -2 \cdot 2 + 3 \cdot (-3) + 1 \cdot 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \\ -13 \end{pmatrix}\) 3. \(M \cdot M\) (Produkt einer \(2 \times 2\)-Matrix mit einer \(2 \times 2\)-Matrix) ist definiert: \(\begin{pmatrix} 3 \cdot 3 + (-1) \cdot 2 & 3 \cdot (-1) + (-1) \cdot 4 \\ 2 \cdot 3 + 4 \cdot 2 & 2 \cdot (-1) + 4 \cdot 4 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 7 & -7 \\ 14 & 14 \end{pmatrix}\) Die übrigen Produkte \(M \cdot P\), \(N \cdot M\), \(N \cdot N\), \(P \cdot M\), \(P \cdot N\) und \(P \cdot P\) sind aufgrund inkompatibler Dimensionen nicht definiert.

Antwort

Die definierten Produkte sind: \(M \cdot N = \begin{pmatrix} 5 & -3 & 14 \\ -6 & 12 & 14 \end{pmatrix}\) \(N \cdot P = \begin{pmatrix} 2 \\ -13 \end{pmatrix}\) \(M \cdot M = \begin{pmatrix} 7 & -7 \\ 14 & 14 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 28
Gegeben sind die Matrizen: \(A = \begin{pmatrix} 5 & -2 & 0 \\ 1 & 4 & 7 \\ -3 & 8 & 2 \\ 6 & 0 & -1 \end{pmatrix}\) und \(P = \begin{pmatrix} 0 & 1 & 0 \\ 0 & 0 & 1 \\ 1 & 0 & 0 \end{pmatrix}\). a) Berechne das Matrizenprodukt \(A \cdot P\). b) Beschreibe die Wirkung der Rechtsmultiplikation mit einer Matrix dieser Form auf die Spalten der Matrix \(A\). c) Bestimme eine Matrix \(Q\), sodass das Produkt \(Q \cdot A\) die erste und vierte Zeile von \(A\) vertauscht, während die zweiten und dritten Zeilen unverändert bleiben.

Denkanstöße

- Überlege dir beim Multiplizieren, wie die Einsen in der Matrix \(P\) die einzelnen Spalten von \(A\) „auswählen“. - Was passiert mit einem Vektor, wenn du ihn mit einer Matrix multiplizierst, die in jeder Zeile und Spalte genau eine 1 hat? - Erinnere dich an den Unterschied zwischen Links- und Rechtsmultiplikation bei Matrizen. - Für Aufgabenteil c): Wie sieht eine Matrix aus, die bei Multiplikation gar nichts verändert? Wie müsstest du diese abändern?

Lösung

1. Berechnung von \(A \cdot P\): Die erste Spalte des Ergebnisses entspricht der dritten Spalte von \(A\), die zweite Spalte von \(A \cdot P\) der ersten Spalte von \(A\) und die dritte Spalte des Ergebnisses der zweiten Spalte von \(A\). \(A \cdot P = \begin{pmatrix} 0 & 5 & -2 \\ 7 & 1 & 4 \\ 2 & -3 & 8 \\ -1 & 6 & 0 \end{pmatrix}\) 2. Analyse der Wirkung: Die Rechtsmultiplikation mit \(P\) bewirkt eine zyklische Vertauschung der Spalten. Konkret rückt jede Spalte eine Position nach rechts, und die letzte Spalte wird zur ersten. 3. Konstruktion von \(Q\): Da \(A\) vier Zeilen hat, muss \(Q\) eine \(4 \times 4\)-Matrix sein. Um Zeile 1 und 4 zu tauschen, muss in der ersten Zeile von \(Q\) an der vierten Stelle eine 1 stehen und in der vierten Zeile von \(Q\) an der ersten Stelle eine 1. Die Zeilen 2 und 3 entsprechen der Einheitsmatrix. \(Q = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) \(A \cdot P = \begin{pmatrix} 0 & 5 & -2 \\ 7 & 1 & 4 \\ 2 & -3 & 8 \\ -1 & 6 & 0 \end{pmatrix}\) b) Die Spalten werden zyklisch nach rechts verschoben (Spalte 1 \(\to\) 2, Spalte 2 \(\to\) 3, Spalte 3 \(\to\) 1). c) \(Q = \begin{pmatrix} 0 & 0 & 0 & 1 \\ 0 & 1 & 0 & 0 \\ 0 & 0 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 0 & 0 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 29
Ein Caterer stellt für drei verschiedene Wochenpläne (\(W_1, W_2, W_3\)) Gerichte zusammen. Die Produktion erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst werden aus drei Grundzutaten (\(I_1, I_2, I_3\)) zwei verschiedene Gerichte (\(M_1, M_2\)) zubereitet. Die Matrix \(B\) gibt an, wie viele Einheiten der Zutaten für ein Gericht benötigt werden: \(B = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 2 \\ 3 & 1 \end{pmatrix}\) In den Zutaten sind zwei Hauptnährstoffe (\(N_1, N_2\)) enthalten. Die Matrix \(A\) beschreibt die Menge der Nährstoffe pro Einheit der Zutaten: \(A = \begin{pmatrix} 12 & 15 & 10 \\ 8 & 5 & 14 \end{pmatrix}\) Die Anzahl der Gerichte in den drei Wochenplänen ist in der Matrix \(C\) zusammengefasst: \(C = \begin{pmatrix} 100 & 50 & 80 \\ 40 & 120 & 60 \end{pmatrix}\) Berechne den Gesamtnährstoffbedarf für die drei Wochenpläne auf zwei verschiedene Arten und vergleiche die Ergebnisse: 1. Bestimme zuerst den Nährstoffgehalt pro Gericht und berechne dann den Bedarf für die Wochenpläne. 2. Bestimme zuerst den Gesamtbedarf an Zutaten für die Wochenpläne und berechne dann den Nährstoffbedarf.

Denkanstöße

- Überlege dir für den ersten Weg, welche Dimension die Matrix haben muss, die den Nährstoffgehalt pro Gericht angibt. - Achte beim zweiten Weg darauf, dass du zuerst die Gesamtmenge der Zutaten für alle Gerichte eines Wochenplans zusammenfasst. - Prüfe vor jeder Multiplikation, ob die Spaltenanzahl der linken Matrix mit der Zeilenanzahl der rechten Matrix übereinstimmt. - Was bedeuten die Zeilen und Spalten der Ergebnismatrix im Sachkontext?

Lösung

1. Berechnung über den Nährstoffgehalt pro Gericht: Zuerst wird das Produkt \(M = A \cdot B\) gebildet. Es ergibt sich \(M = \begin{pmatrix} 12 \cdot 2 + 15 \cdot 1 + 10 \cdot 3 & 12 \cdot 1 + 15 \cdot 2 + 10 \cdot 1 \\ 8 \cdot 2 + 5 \cdot 1 + 14 \cdot 3 & 8 \cdot 1 + 5 \cdot 2 + 14 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 69 & 52 \\ 63 & 32 \end{pmatrix}\). Anschließend wird der Gesamtbedarf durch \(T = M \cdot C\) berechnet: \(T = \begin{pmatrix} 69 \cdot 100 + 52 \cdot 40 & 69 \cdot 50 + 52 \cdot 120 & 69 \cdot 80 + 52 \cdot 60 \\ 63 \cdot 100 + 32 \cdot 40 & 63 \cdot 50 + 32 \cdot 120 & 63 \cdot 80 + 32 \cdot 60 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung über den Zutatenbedarf: Zuerst wird das Produkt \(Z = B \cdot C\) gebildet. Es ergibt sich \(Z = \begin{pmatrix} 240 & 220 & 220 \\ 180 & 290 & 200 \\ 340 & 270 & 300 \end{pmatrix}\). Der Nährstoffbedarf folgt aus \(T = A \cdot Z = \begin{pmatrix} 12 \cdot 240 + 15 \cdot 180 + 10 \cdot 340 & \dots \\ \dots & \dots \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\). Beide Wege führen zum gleichen Ergebnis, was das Assoziativgesetz \((A \cdot B) \cdot C = A \cdot (B \cdot C)\) bestätigt.

Antwort

Der Gesamtnährstoffbedarf für die Wochenpläne \(W_1, W_2\) und \(W_3\) ist in beiden Rechenwegen gleich: \(\begin{pmatrix} 8980 & 9690 & 8640 \\ 7580 & 6990 & 6960 \end{pmatrix}\). Für \(N_1\) sind das \(8980\), \(9690\) und \(8640\) Einheiten; für \(N_2\) \(7580\), \(6990\) und \(6960\) Einheiten. Damit wird \((A \cdot B) \cdot C = A \cdot (B \cdot C)\) im gegebenen Sachkontext bestätigt.
Matrizenrechnung 30
Ein Elektronikhersteller produziert drei Gerätetypen (\(G_1, G_2, G_3\)), die aus zwei verschiedenen Modulen (\(K_1, K_2\)) bestehen. Die Matrix \(M_2\) gibt den Modulbedarf pro Gerät an: \(M_2 = \begin{pmatrix} 3 & 1 & 2 \\ 2 & 4 & 0 \end{pmatrix}\) Für die Fertigung der Module werden zwei Rohstoffe (\(R_1, R_2\)) benötigt. Der Bedarf ist in Matrix \(M_1\) definiert: \(M_1 = \begin{pmatrix} 4 & 2 \\ 1 & 5 \end{pmatrix}\) Es liegen zwei Großaufträge (\(O_1, O_2\)) vor, deren Umfang in Matrix \(D\) beschrieben wird: \(D = \begin{pmatrix} 10 & 5 \\ 20 & 15 \\ 15 & 10 \end{pmatrix}\) a) Berechne die Matrix \(M_{gesamt} = M_1 \cdot M_2\) und erläutere ihre Bedeutung im Sachkontext. b) Bestimme den gesamten Rohstoffbedarf für beide Aufträge unter Verwendung des Assoziativgesetzes auf dem Weg, der zuerst den Modulbedarf pro Auftrag berechnet.

Denkanstöße

- Was passiert mathematisch, wenn du eine Matrix, die „Einheiten von A pro B“ angibt, mit einer Matrix multiplizierst, die „Einheiten von B pro C“ angibt? - Achte bei Teilaufgabe b) genau auf die Reihenfolge der Multiplikation, die durch die Aufgabenstellung vorgegeben ist. - Das Assoziativgesetz besagt, dass die Klammerung bei der Multiplikation von drei Matrizen das Endergebnis nicht verändert.

Lösung

1. Berechnung von \(M_{gesamt}\): \(M_1 \cdot M_2 = \begin{pmatrix} 4 \cdot 3 + 2 \cdot 2 & 4 \cdot 1 + 2 \cdot 4 & 4 \cdot 2 + 2 \cdot 0 \\ 1 \cdot 3 + 5 \cdot 2 & 1 \cdot 1 + 5 \cdot 4 & 1 \cdot 2 + 5 \cdot 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 16 & 12 & 8 \\ 13 & 21 & 2 \end{pmatrix}\). Diese Matrix gibt den direkten Bedarf an Rohstoffen \(R_1, R_2\) pro fertiggestelltem Gerät \(G_1, G_2, G_3\) an. 2. Berechnung des Modulbedarfs pro Auftrag: \(M_{Auftrag} = M_2 \cdot D = \begin{pmatrix} 3 \cdot 10 + 1 \cdot 20 + 2 \cdot 15 & 3 \cdot 5 + 1 \cdot 15 + 2 \cdot 10 \\ 2 \cdot 10 + 4 \cdot 20 + 0 \cdot 15 & 2 \cdot 5 + 4 \cdot 15 + 0 \cdot 10 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 80 & 50 \\ 100 & 70 \end{pmatrix}\). 3. Berechnung des Rohstoffbedarfs: \(R = M_1 \cdot M_{Auftrag} = \begin{pmatrix} 4 \cdot 80 + 2 \cdot 100 & 4 \cdot 50 + 2 \cdot 70 \\ 1 \cdot 80 + 5 \cdot 100 & 1 \cdot 50 + 5 \cdot 70 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 520 & 340 \\ 580 & 400 \end{pmatrix}\).

Antwort

a) \(M_{gesamt} = \begin{pmatrix} 16 & 12 & 8 \\ 13 & 21 & 2 \end{pmatrix}\). Sie gibt den Rohstoffverbrauch pro Gerät an. b) Der Rohstoffbedarf für die Aufträge beträgt: Auftrag \(O_1\): \(520\) Einheiten \(R_1\) und \(580\) Einheiten \(R_2\). Auftrag \(O_2\): \(340\) Einheiten \(R_1\) und \(400\) Einheiten \(R_2\). Die Ergebnismatrix ist \(\begin{pmatrix} 520 & 340 \\ 580 & 400 \end{pmatrix}\).
Matrizenrechnung 31
Ein Catering-Unternehmen liefert zwei verschiedene Lunch-Boxen (Box A und Box B) an drei Firmenkunden (Firma X, Firma Y und Firma Z). Die Materialkosten (in \(\text{€}\)) und der Zeitaufwand für die Zubereitung (in Minuten) pro Box sind in der Ressourcenmatrix \(R\) zusammengefasst: <table> <tr><td></td><td>Box A</td><td>Box B</td></tr> <tr><td>Materialkosten (in \(\text{€}\))</td><td>\(5\)</td><td>\(8\)</td></tr> <tr><td>Zubereitungszeit (in min)</td><td>\(12\)</td><td>\(15\)</td></tr> </table> Die Bestellungen der Kunden für die erste und zweite Woche des Monats sind in den Matrizen \(B_1\) und \(B_2\) gegeben: Woche 1 (\(B_1\)): <table> <tr><td></td><td>Firma X</td><td>Firma Y</td><td>Firma Z</td></tr> <tr><td>Box A</td><td>\(40\)</td><td>\(25\)</td><td>\(30\)</td></tr> <tr><td>Box B</td><td>\(20\)</td><td>\(30\)</td><td>\(10\)</td></tr> </table> Woche 2 (\(B_2\)): <table> <tr><td></td><td>Firma X</td><td>Firma Y</td><td>Firma Z</td></tr> <tr><td>Box A</td><td>\(20\)</td><td>\(35\)</td><td>\(10\)</td></tr> <tr><td>Box B</td><td>\(15\)</td><td>\(20\)</td><td>\(25\)</td></tr> </table> Berechne auf zwei verschiedene Arten, wie hoch die gesamten Materialkosten und der gesamte Zeitaufwand für jeden Kunden über beide Wochen hinweg sind. Notiere die zugrunde liegende Matrizenrechenregel.

Denkanstöße

- Welche Information erhältst du, wenn du die Bestellmatrizen beider Wochen addierst? - Was bedeutet das Ergebnis einer Multiplikation von Ressourcenmatrix und Bestellmatrix im Sachkontext? - Wie kannst du die Gesamtkosten berechnen, wenn du zuerst die Kosten für jede Woche einzeln ermittelst? - Vergleiche die beiden Rechenwege: In welcher Reihenfolge führst du Addition und Multiplikation jeweils aus?

Lösung

1. Aufstellen der Matrizen: \(R = \begin{pmatrix} 5 & 8 \\ 12 & 15 \end{pmatrix}\), \(B_1 = \begin{pmatrix} 40 & 25 & 30 \\ 20 & 30 & 10 \end{pmatrix}\) und \(B_2 = \begin{pmatrix} 20 & 35 & 10 \\ 15 & 20 & 25 \end{pmatrix}\). 2. Erster Rechenweg: Addition der Bestellungen \(B_{ges} = B_1 + B_2 = \begin{pmatrix} 60 & 60 & 40 \\ 35 & 50 & 35 \end{pmatrix}\). Anschließend Multiplikation mit der Ressourcenmatrix: \(R \cdot B_{ges} = \begin{pmatrix} 5 \cdot 60 + 8 \cdot 35 & 5 \cdot 60 + 8 \cdot 50 & 5 \cdot 40 + 8 \cdot 35 \\ 12 \cdot 60 + 15 \cdot 35 & 12 \cdot 60 + 15 \cdot 50 & 12 \cdot 40 + 15 \cdot 35 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). 3. Zweiter Rechenweg: Einzelne Berechnung der Ressourcen pro Woche und anschließende Addition: \(R \cdot B_1 + R \cdot B_2\). \(R \cdot B_1 = \begin{pmatrix} 360 & 365 & 230 \\ 780 & 750 & 510 \end{pmatrix}\), \(R \cdot B_2 = \begin{pmatrix} 220 & 335 & 250 \\ 465 & 720 & 495 \end{pmatrix}\). Summe: \(\begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). 4. Die Ergebnisse zeigen, dass die Materialkosten für Firma X \(580\,\text{€}\), für Firma Y \(700\,\text{€}\) und für Firma Z \(480\,\text{€}\) betragen. Der Zeitaufwand liegt bei \(1245\), \(1470\) bzw. \(1005\) Minuten. 5. Das zugrunde liegende Gesetz ist das Distributivgesetz für Matrizen: \(A \cdot (B + C) = A \cdot B + A \cdot C\).

Antwort

Die Gesamtkosten und der Zeitaufwand pro Kunde ergeben sich aus der Matrix \(G = \begin{pmatrix} 580 & 700 & 480 \\ 1245 & 1470 & 1005 \end{pmatrix}\). Firma X: \(580\,\text{€}\) Material, \(1245\,\text{min}\) Zeit. Firma Y: \(700\,\text{€}\) Material, \(1470\,\text{min}\) Zeit. Firma Z: \(480\,\text{€}\) Material, \(1005\,\text{min}\) Zeit. Das Rechengesetz lautet: \(R \cdot (B_1 + B_2) = R \cdot B_1 + R \cdot B_2\) (Links-Distributivgesetz).
Matrizenrechnung 32
Ein dreistufiger Prozess wird durch die Übergangsmatrizen \( M_1 \) (Übergang von Stufe 1 zu Stufe 2) und \( M_2 \) (Übergang von Stufe 2 zu Stufe 3) beschrieben. Dabei ist \( M_1 = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \) und \( M_2 = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \). a) Berechne die Matrix \( M_{\text{ges}} \), die den direkten Übergang von Stufe 1 zu Stufe 3 beschreibt. b) Interpretiere die Bedeutung der Einheitsmatrix \( M_2 \) im Kontext eines realen Austauschprozesses (z. B. zwischen zwei Zuständen). c) Beweise allgemein für eine beliebige \( 2 \times 2 \)-Matrix \( M = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \), dass die Einheitsmatrix \( E = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \) mit \(M\) kommutiert, also \( M \cdot E = E \cdot M \) gilt.

Denkanstöße

- Was passiert mit einem Vektor oder einer Matrix, wenn du sie mit einer Matrix multiplizierst, die nur Einsen auf der Hauptdiagonalen hat? - Überlege dir, was die Einträge \( 1 \) und \( 0 \) in einer Übergangsmatrix für die Wanderung zwischen Zuständen bedeuten. - Nutze Variablen für die Einträge einer allgemeinen Matrix, um die Gleichheit der Produkte nachzuweisen.

Lösung

1. Berechnung von \( M_{\text{ges}} \): Da \( M_2 \) die Einheitsmatrix \( E \) ist, gilt \( M_{\text{ges}} = M_2 \cdot M_1 = E \cdot M_1 = M_1 = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \). 2. Interpretation: Die Einheitsmatrix als Übergangsmatrix bedeutet, dass kein Austausch zwischen den Zuständen stattfindet. Jeder Zustand bleibt zu \( 100\,\% \) bei sich selbst erhalten; es liegt ein stationärer Übergang ohne Änderung der Verteilung vor. 3. Allgemeiner Beweis: \( M \cdot E = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a \cdot 1 + b \cdot 0 & a \cdot 0 + b \cdot 1 \\ c \cdot 1 + d \cdot 0 & c \cdot 0 + d \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \). \( E \cdot M = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 \cdot a + 0 \cdot c & 1 \cdot b + 0 \cdot d \\ 0 \cdot a + 1 \cdot c & 0 \cdot b + 1 \cdot d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \). Da beide Rechenwege dieselbe Matrix \( M \) ergeben, ist gezeigt, dass \(E\) mit \(M\) kommutiert.

Antwort

a) \( M_{\text{ges}} = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \) b) Die Matrix \( M_2 \) bewirkt keine Änderung der Zustände (Identität). c) Es gilt \(M \cdot E = M\) und \(E \cdot M = M\); daher kommutiert \(E\) mit \(M\).
Matrizenrechnung 33
Ein Verlag vertreibt zwei Fachzeitschriften (\(Z_1, Z_2\)) in zwei Regionen (\(R_1, R_2\)). Die Matrizen \(G_1\) und \(G_2\) geben den Gewinn pro verkaufter Zeitschrift (in \(\text{€}\)) für das erste bzw. zweite Halbjahr an. Die Zeilen stehen für die Regionen (\(R_1, R_2\)), die Spalten für die Zeitschriften (\(Z_1, Z_2\)). \(G_1 = \begin{pmatrix} 1{,}20 & 1{,}50 \\ 1{,}10 & 1{,}40 \end{pmatrix}\), \(G_2 = \begin{pmatrix} 1{,}30 & 1{,}60 \\ 1{,}00 & 1{,}50 \end{pmatrix}\) In beiden Halbjahren werden in jeder Region jeweils \(10\,000\) Exemplare von \(Z_1\) und \(8000\) Exemplare von \(Z_2\) verkauft. Der Verkaufsvektor ist somit für beide Zeiträume identisch: \(\vec{v} = \begin{pmatrix} 10\,000 \\ 8000 \end{pmatrix}\). Untersuche die Berechnung des Gesamtgewinns für das gesamte Jahr pro Region. Zeige rechnerisch die Gültigkeit des Distributivgesetzes \((G_1 + G_2) \cdot \vec{v} = G_1 \cdot \vec{v} + G_2 \cdot \vec{v}\) und interpretiere die Summenmatrix \(G_{\text{Jahr}} = G_1 + G_2\) im Kontext.

Denkanstöße

- Was bedeuten die Einträge in der Summenmatrix \(G_1 + G_2\)? - Wie hängen die Verkaufszahlen in den beiden Halbjahren zusammen? - Warum ist es sinnvoll, die Matrizen zu addieren, bevor man sie mit dem Vektor multipliziert? - Überprüfe, ob die Einheiten (Gewinn in € pro Zeitschrift) nach der Multiplikation mit der Anzahl der Zeitschriften einen sinnvollen Gesamtwert ergeben.

Lösung

1. Berechnung des Gewinns für das 1. Halbjahr: \(G_1 \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 1{,}20 \cdot 10\,000 + 1{,}50 \cdot 8000 \\ 1{,}10 \cdot 10\,000 + 1{,}40 \cdot 8000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 12\,000 + 12\,000 \\ 11\,000 + 11\,200 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 24\,000 \\ 22\,200 \end{pmatrix}\). 2. Berechnung des Gewinns für das 2. Halbjahr: \(G_2 \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 1{,}30 \cdot 10\,000 + 1{,}60 \cdot 8000 \\ 1{,}00 \cdot 10\,000 + 1{,}50 \cdot 8000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 13\,000 + 12\,800 \\ 10\,000 + 12\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 25\,800 \\ 22\,000 \end{pmatrix}\). 3. Summe der Einzelgewinne: \(\begin{pmatrix} 24\,000 \\ 22\,200 \end{pmatrix} + \begin{pmatrix} 25\,800 \\ 22\,000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 49\,800 \\ 44\,200 \end{pmatrix}\). 4. Berechnung der Jahresgewinn-Matrix: \(G_{\text{Jahr}} = G_1 + G_2 = \begin{pmatrix} 1{,}20+1{,}30 & 1{,}50+1{,}60 \\ 1{,}10+1{,}00 & 1{,}40+1{,}50 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2{,}50 & 3{,}10 \\ 2{,}10 & 2{,}90 \end{pmatrix}\). 5. Berechnung des Gesamtgewinns mit der Jahresmatrix: \(G_{\text{Jahr}} \cdot \vec{v} = \begin{pmatrix} 2{,}50 \cdot 10\,000 + 3{,}10 \cdot 8000 \\ 2{,}10 \cdot 10\,000 + 2{,}90 \cdot 8000 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 25\,000 + 24\,800 \\ 21\,000 + 23\,200 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 49\,800 \\ 44\,200 \end{pmatrix}\). 6. Interpretation: Da die Verkaufszahlen in beiden Halbjahren identisch sind, fasst \(G_{\text{Jahr}}\) für jede Region und Zeitschrift die Gewinnmargen für je ein im ersten und ein im zweiten Halbjahr verkauftes Exemplar zusammen. Das Distributivgesetz zeigt, dass der Gesamtgewinn entweder durch Addition der halbjährlichen Gewinne oder durch Multiplikation dieser aufsummierten Margen mit den identischen Verkaufszahlen berechnet werden kann.

Antwort

Der Gesamtgewinn beträgt \(49\,800\,\text{€}\) in Region \(R_1\) und \(44\,200\,\text{€}\) in Region \(R_2\). Die Rechnung \((G_1 + G_2) \cdot \vec{v}\) liefert dasselbe Ergebnis wie \(G_1 \cdot \vec{v} + G_2 \cdot \vec{v}\). Die Matrix \(G_{\text{Jahr}} = \begin{pmatrix} 2{,}50 & 3{,}10 \\ 2{,}10 & 2{,}90 \end{pmatrix}\) enthält für jede Zeitschrift und Region die Summe der Gewinnmargen für je ein Exemplar im ersten und ein Exemplar im zweiten Halbjahr.
Matrizenrechnung 34
Betrachte mehrstufige Prozesse, die durch die Gleichung \(v_{n+1} = M \cdot v_n\) beschrieben werden, wobei \(M\) eine \(2 \times 2\)-Matrix ist. 1. Gegeben ist die Matrix \(A = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix}\). Bestimme eine Matrix \(Z\), sodass \(A + Z = A\) gilt. 2. Zeige durch eine Rechnung, dass für die Matrix \(Z\) aus Teilaufgabe 1 und die gegebene Matrix \(A\) die Beziehung \(A \cdot Z \neq A\) gilt. 3. In der Theorie der Übergangsmatrizen gibt es auch ein neutrales Element bezüglich der Multiplikation, die Einheitsmatrix \(I\). Beschreibe die Auswirkung auf einen Prozess \(v_{n+1} = M \cdot v_n\), wenn \(M = I\) gilt, und vergleiche dies mit dem (theoretischen) Fall \(M = Z\).

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass die Matrix, die bei der Addition nichts verändert, die Nullmatrix ist. - Führe die Matrixmultiplikation „Zeile mal Spalte“ durch, um das Produkt zu berechnen. - Überlege dir für den Vergleich, was es für die Bestandszahlen in einem Vektor bedeutet, wenn man sie mit 1 oder mit 0 multipliziert. - Was passiert mit einem Vektor, wenn er mit der Einheitsmatrix multipliziert wird?

Lösung

1. Die Gleichung \(A + Z = A\) führt komponentenweise auf \(a_{ij} + z_{ij} = a_{ij}\), woraus \(z_{ij} = 0\) für alle \(i, j\) folgt. Somit ist \(Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) die Nullmatrix. 2. Die Multiplikation \(A \cdot Z\) ergibt \(\begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\). Da \(\begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} \neq \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix}\), ist \(A \cdot Z \neq A\). 3. Wenn \(M = I = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\), gilt \(v_{n+1} = I \cdot v_n = v_n\). Das bedeutet, der Zustand ändert sich nicht (Stagnation). Wenn \(M = Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\), gilt \(v_{n+1} = Z \cdot v_n = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \end{pmatrix}\). Dies entspräche einem totalen Kollaps des Systems, bei dem nach einem Schritt kein Bestand mehr vorhanden ist.

Antwort

1. \(Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix}\) 2. \(A \cdot Z = \begin{pmatrix} 0 & 0 \\ 0 & 0 \end{pmatrix} \neq A\) 3. Bei \(M=I\) bleibt der Zustand gleich (\(v_{n+1}=v_n\)); bei \(M=Z\) wird der Zustand sofort zum Nullvektor (\(v_{n+1}=0\)).
Matrizenrechnung 35
In einer Manufaktur werden aus drei Grundmaterialien \(M_1, M_2, M_3\) über zwei Zwischenstufen (Baugruppen \(B\) und Module \(D\)) zwei verschiedene Design-Möbelstücke \(F_1\) und \(F_2\) gefertigt. Der Materialfluss wird durch folgende Matrizen beschrieben: - \(A\) (Grundmaterialien zu Baugruppen): \(A = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 2 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) - \(B\) (Baugruppen zu Modulen): \(B = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 2 \end{pmatrix}\) - \(C\) (Module zu Möbelstücken): \(C = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 3 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\) Berechne die Gesamtbedarfsmatrix \(G\), die den Verbrauch an Grundmaterialien pro Möbelstück angibt. Wie viele Einheiten des Grundmaterials \(M_2\) werden insgesamt benötigt, um einen Auftrag über 10 Einheiten von \(F_1\) und 5 Einheiten von \(F_2\) zu erfüllen?

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Matrix, die alle Produktionsstufen zusammenfasst. - Erinnert dich die Struktur der Matrizen an die Verkettung von linearen Abbildungen? - Um den Bedarf für eine spezifische Bestellung zu finden, kannst du die Gesamtmatrix mit einem Produktionsvektor multiplizieren. - Welche Zeile der Ergebnismatrix enthält die Informationen über das Grundmaterial \(M_2\)?

Lösung

1. Berechnung der Produktmatrix \(A \cdot B\): \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 2 & 2 \\ 0 & 3 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 1 & 0 & 2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 6 & 2 & 4 \\ 3 & 0 & 6 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtmatrix \(G = (A \cdot B) \cdot C\): \(G = \begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 6 & 2 & 4 \\ 3 & 0 & 6 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 3 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2 \cdot 1 + 1 \cdot 3 + 0 \cdot 0 & 2 \cdot 2 + 1 \cdot 0 + 0 \cdot 1 \\ 6 \cdot 1 + 2 \cdot 3 + 4 \cdot 0 & 6 \cdot 2 + 2 \cdot 0 + 4 \cdot 1 \\ 3 \cdot 1 + 0 \cdot 3 + 6 \cdot 0 & 3 \cdot 2 + 0 \cdot 0 + 6 \cdot 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 5 & 4 \\ 12 & 16 \\ 3 & 12 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung des Bedarfs an \(M_2\) für den Produktionsvektor \(\vec{p} = \begin{pmatrix} 10 \\ 5 \end{pmatrix}\): Die zweite Zeile der Matrix \(G\) gibt den Bedarf an \(M_2\) pro Stück \(F_1\) und \(F_2\) an: \((12; 16)\). Gesamtbedarf \(M_2 = 12 \cdot 10 + 16 \cdot 5 = 120 + 80 = 200\).

Antwort

Gesamtbedarfsmatrix \(G = \begin{pmatrix} 5 & 4 \\ 12 & 16 \\ 3 & 12 \end{pmatrix}\); für den Auftrag werden \(200\) Einheiten von \(M_2\) benötigt.
Matrizenrechnung 36
Gegeben sind die Matrizen \( M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 1 & 3 & 0 \\ 0 & 1 & 2 \end{pmatrix} \) und \( D = \begin{pmatrix} 1 & 0 & 0 \\ 0 & 2 & 0 \\ 0 & 0 & 3 \end{pmatrix} \). Berechne die Produkte \( M \cdot D \) und \( D \cdot M \) und vergleiche die resultierenden Matrizen. Welche Besonderheit stellst du bei der Multiplikation mit einer Diagonalmatrix fest?

Denkanstöße

- Wie verändert sich eine Matrix, wenn man sie von rechts mit einer Diagonalmatrix multipliziert? - Wie verändert sie sich, wenn man sie von links mit einer Diagonalmatrix multipliziert? - Achte beim Rechnen darauf, welche Elemente der Diagonalmatrix mit welchen Einträgen von \( M \) kombiniert werden.

Lösung

1. Berechnung von \( M \cdot D \): Multiplikation jeder Spalte von \( M \) mit dem entsprechenden Diagonalelement von \( D \). Erste Spalte \(\cdot 1\), zweite Spalte \(\cdot 2\), dritte Spalte \(\cdot 3\). Ergebnis: \( M \cdot D = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 3 \\ 1 & 6 & 0 \\ 0 & 2 & 6 \end{pmatrix} \). 2. Berechnung von \( D \cdot M \): Multiplikation jeder Zeile von \( M \) mit dem entsprechenden Diagonalelement von \( D \). Erste Zeile \(\cdot 1\), zweite Zeile \(\cdot 2\), dritte Zeile \(\cdot 3\). Ergebnis: \( D \cdot M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 2 & 6 & 0 \\ 0 & 3 & 6 \end{pmatrix} \). 3. Vergleich: \( M \cdot D \neq D \cdot M \). Bei \( M \cdot D \) werden die Spalten skaliert, bei \( D \cdot M \) die Zeilen.

Antwort

\( M \cdot D = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 3 \\ 1 & 6 & 0 \\ 0 & 2 & 6 \end{pmatrix} \); \( D \cdot M = \begin{pmatrix} 2 & 0 & 1 \\ 2 & 6 & 0 \\ 0 & 3 & 6 \end{pmatrix} \). Die Ergebnisse sind verschieden: Bei \( M \cdot D \) werden die Spalten von \( M \) skaliert, bei \( D \cdot M \) die Zeilen.
Matrizenrechnung 37
Gegeben ist die Matrix \(T = \begin{pmatrix} 4 & 7 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}\). Bestimme die inverse Matrix \(T^{-1} = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix}\) durch Lösen der Matrixgleichung \(T \cdot T^{-1} = \mathbf{E}_2\). Stelle dazu das entsprechende lineare Gleichungssystem auf und berechne die Werte für \(a, b, c\) und \(d\).

Denkanstöße

- Wie multipliziert man zwei Matrizen miteinander? Erinnere dich an die Regel „Zeile mal Spalte“. - Was bedeutet das Gleichheitszeichen zwischen zwei Matrizen für die einzelnen Einträge? - Du kannst die Aufgabe in zwei separate Gleichungssysteme mit jeweils zwei Unbekannten aufteilen. - Welches Verfahren kennst du, um ein System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten zu lösen?

Lösung

1. Aufstellen der Matrixgleichung: \(\begin{pmatrix} 4 & 7 \\ 1 & 2 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1 & 0 \\ 0 & 1 \end{pmatrix}\). 2. Ausmultiplizieren ergibt zwei Gleichungssysteme: I: \(4a + 7c = 1\) und \(a + 2c = 0\) II: \(4b + 7d = 0\) und \(b + 2d = 1\) 3. Lösen von System I: Aus der zweiten Gleichung folgt \(a = -2c\). Einsetzen in die erste: \(4 \cdot (-2c) + 7c = 1 \implies -8c + 7c = 1 \implies c = -1\). Daraus folgt \(a = -2 \cdot (-1) = 2\). 4. Lösen von System II: Aus der zweiten Gleichung folgt \(b = 1 - 2d\). Einsetzen in die erste: \(4 \cdot (1 - 2d) + 7d = 0 \implies 4 - 8d + 7d = 0 \implies d = 4\). Daraus folgt \(b = 1 - 2 \cdot 4 = -7\). 5. Die inverse Matrix lautet \(T^{-1} = \begin{pmatrix} 2 & -7 \\ -1 & 4 \end{pmatrix}\).

Antwort

\(T^{-1} = \begin{pmatrix} 2 & -7 \\ -1 & 4 \end{pmatrix}\)
Matrizenrechnung 38
Eine Großbäckerei stellt aus den Mehlsorten Weizen (W), Roggen (R) und Dinkel (D) drei verschiedene Brotsorten her: „Heimatkruste“, „Roggenperle“ und „Dinkelglück“. Die Zusammensetzung der Brotsorten ist in der folgenden Tabelle angegeben: <table> <tr> <td></td> <th colspan="3">Mehlanteil</th> </tr> <tr> <th>Brotsorte</th> <th>W</th> <th>R</th> <th>D</th> </tr> <tr> <td>Heimatkruste</td> <td>\(50\,\%\)</td> <td>\(40\,\%\)</td> <td>\(10\,\%\)</td> </tr> <tr> <td>Roggenperle</td> <td>\(10\,\%\)</td> <td>\(80\,\%\)</td> <td>\(10\,\%\)</td> </tr> <tr> <td>Dinkelglück</td> <td>\(5\,\%\)</td> <td>\(5\,\%\)</td> <td>\(90\,\%\)</td> </tr> </table> Zwei Filialen bestellen für das Wochenende folgende Mengen: Filiale A: \(120\) Laibe Heimatkruste, \(80\) Laibe Roggenperle und \(50\) Laibe Dinkelglück. Filiale B: \(150\) Laibe Heimatkruste, \(100\) Laibe Roggenperle und \(40\) Laibe Dinkelglück. Für einen Brotlaib werden jeweils \(0{,}75\,\text{kg}\) Mehlmischung verwendet. Bestimme mithilfe der Matrizenrechnung die insgesamt benötigte Menge jeder Mehlsorte in Kilogramm.

Denkanstöße

- Welche Information gehört in welche Matrix? Überlege dir, wie du die Anteile als Dezimalzahlen schreiben kannst. - Wie kannst du die Gesamtanzahl der bestellten Brote jeder Sorte für beide Filialen zusammenfassen? - In welchem Schritt spielt die Mehlmischungsmenge pro Brotlaib eine Rolle? - Achte darauf, dass bei der Matrizenmultiplikation die Dimensionen zusammenpassen (Zeile mal Spalte).

Lösung

1. Aufstellen der Verbrauchsmatrix \(M\) (Mehlanteile pro Brotsorte) und der Bestellmatrix \(B\) (Anzahl der Brote pro Filiale): \(M = \begin{pmatrix} 0{,}50 & 0{,}10 & 0{,}05 \\ 0{,}40 & 0{,}80 & 0{,}05 \\ 0{,}10 & 0{,}10 & 0{,}90 \end{pmatrix}\), \(B = \begin{pmatrix} 120 & 150 \\ 80 & 100 \\ 50 & 40 \end{pmatrix}\) 2. Berechnung der Gesamtbestellungen über beide Filialen durch Addition der Spalten von \(B\) oder Multiplikation von \(B\) mit einem Einsvektor: \(\vec{b}_{ges} = \begin{pmatrix} 270 \\ 180 \\ 90 \end{pmatrix}\) 3. Berechnung der Mehlanteile für alle bestellten Laibe durch Multiplikation von \(M\) mit \(\vec{b}_{ges}\): \(\vec{m}_{Einheiten} = \begin{pmatrix} 0{,}50 \cdot 270 + 0{,}10 \cdot 180 + 0{,}05 \cdot 90 \\ 0{,}40 \cdot 270 + 0{,}80 \cdot 180 + 0{,}05 \cdot 90 \\ 0{,}10 \cdot 270 + 0{,}10 \cdot 180 + 0{,}90 \cdot 90 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 157{,}5 \\ 256{,}5 \\ 126 \end{pmatrix}\) 4. Berücksichtigung der Mehlmischungsmenge pro Laib (\(0{,}75\,\text{kg}\)): \(\vec{m}_{kg} = 0{,}75 \cdot \vec{m}_{Einheiten} = \begin{pmatrix} 118{,}125 \\ 192{,}375 \\ 94{,}5 \end{pmatrix}\)

Antwort

Insgesamt werden \(118{,}125\,\text{kg}\) Weizenmehl, \(192{,}375\,\text{kg}\) Roggenmehl und \(94{,}5\,\text{kg}\) Dinkelmehl benötigt.
Matrizenrechnung 39
Ein Elektronikhersteller produziert zwei Arten von Steuermodulen: Audio-Module (A) und Video-Module (V). Diese werden aus den Grundbauteilen Widerstände (R), Kondensatoren (C) und Transistoren (T) gefertigt. Die Matrix \(M_{RZ}\) gibt an, wie viele Einheiten der Grundbauteile für ein Modul benötigt werden: \(M_{RZ} = \begin{pmatrix} 10 & 15 \\ 5 & 10 \\ 2 & 5 \end{pmatrix}\) (Zeilen: R, C, T; Spalten: A, V) Aus diesen Modulen werden die Endprodukte „Radio“ und „TV“ montiert. Die Matrix \(M_{ZE}\) beschreibt diesen Prozess: \(M_{ZE} = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}\) (Zeilen: A, V; Spalten: Radio, TV) Ein Großhändler bestellt \(50\) Radios und \(30\) TVs. Berechne mithilfe der Matrizenrechnung: a) Die Gesamtmatrix \(M_{RE}\), die den Bedarf an Grundbauteilen pro Endprodukt angibt. b) Die Gesamtzahl der benötigten Grundbauteile (R, C und T) für den vorliegenden Auftrag.

Denkanstöße

- Wie hängen die Stufen der Produktion (Rohstoffe, Zwischenprodukte, Endprodukte) mathematisch zusammen? - Was bedeutet das Ergebnis der Multiplikation zweier Matrizen im Sachkontext? - Achte auf die Reihenfolge der Matrizen bei der Multiplikation. - Wie kannst du den Auftrag als Vektor darstellen, um ihn mit der Matrix zu verknüpfen?

Lösung

1. Berechnung der Verflechtungsmatrix \(M_{RE}\) durch Multiplikation der Matrizen \(M_{RZ}\) und \(M_{ZE}\): \(M_{RE} = M_{RZ} \cdot M_{ZE} = \begin{pmatrix} 10 & 15 \\ 5 & 10 \\ 2 & 5 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 0 & 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 10 \cdot 2 + 15 \cdot 0 & 10 \cdot 1 + 15 \cdot 3 \\ 5 \cdot 2 + 10 \cdot 0 & 5 \cdot 1 + 10 \cdot 3 \\ 2 \cdot 2 + 5 \cdot 0 & 2 \cdot 1 + 5 \cdot 3 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix}\) 2. Aufstellen des Auftragsvektors \(\vec{e} = \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix}\). 3. Berechnung des Gesamtbedarfs an Grundbauteilen \(\vec{r}\) durch Multiplikation von \(M_{RE}\) mit \(\vec{e}\): \(\vec{r} = \begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 50 \\ 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 20 \cdot 50 + 55 \cdot 30 \\ 10 \cdot 50 + 35 \cdot 30 \\ 4 \cdot 50 + 17 \cdot 30 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 1000 + 1650 \\ 500 + 1050 \\ 200 + 510 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2650 \\ 1550 \\ 710 \end{pmatrix}\)

Antwort

a) Die Matrix \(M_{RE}\) lautet \(\begin{pmatrix} 20 & 55 \\ 10 & 35 \\ 4 & 17 \end{pmatrix}\). b) Es werden insgesamt \(2650\) Widerstände, \(1550\) Kondensatoren und \(710\) Transistoren benötigt.
Matrizenrechnung 40
Gegeben ist die Matrix \(A = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix}\). Bestimme alle reellen Matrizen \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix}\), die mit \(A\) vertauschbar sind, für die also die Gleichung \(A \cdot B = B \cdot A\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Multipliziere die Matrizen auf beiden Seiten der Gleichung allgemein aus. - Zwei Matrizen sind genau dann gleich, wenn sie in allen entsprechenden Einträgen übereinstimmen. - Erstelle aus dem Vergleich der Einträge ein lineares Gleichungssystem für die Variablen \(a, b, c\) und \(d\). - Versuche, so viele Variablen wie möglich durch die anderen auszudrücken.

Lösung

1. Aufstellen der Matrixprodukte: \(A \cdot B = \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a + 2c & b + 2d \\ 2a + c & 2b + d \end{pmatrix}\) \(B \cdot A = \begin{pmatrix} a & b \\ c & d \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 1 & 2 \\ 2 & 1 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} a + 2b & 2a + b \\ c + 2d & 2c + d \end{pmatrix}\) 2. Vergleich der entsprechenden Einträge (LGS): I: \(a + 2c = a + 2b \implies 2c = 2b \implies c = b\) II: \(b + 2d = 2a + b \implies 2d = 2a \implies d = a\) III: \(2a + c = c + 2d \implies 2a = 2d \implies a = d\) IV: \(2b + d = 2c + d \implies 2b = 2c \implies b = c\) 3. Die Bedingungen \(c = b\) und \(d = a\) müssen erfüllt sein. Die Variablen \(a\) und \(b\) können frei gewählt werden. 4. Ergebnismatrix: \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ b & a \end{pmatrix}\) für beliebige \(a, b \in \mathbb{R}\).

Antwort

Alle Matrizen der Form \(B = \begin{pmatrix} a & b \\ b & a \end{pmatrix}\) mit \(a, b \in \mathbb{R}\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.